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Chapter 820: Der Gezeichnete (Kap.821)

    <h4>Chapter 820: Der Gezeice (Kap.821)</h4>


    ~Wald Tajmaé; Nymphen-Terrain weit ?stlich von Keep Skies


    Der Wald Tajmaég still in der n?chtlichen Stille. Der Wind war schwach, aber eiskalt, und die Ger?usche des Nachtlebens waren nur ein fernes Echo, ged?mpft durch das Summen der Magie und etwas Dunklerem, etwas B?sartigerem.


    Verothrax verabscheute die Stille. Besonders dann, wenn sie so tief war, dass er sie bis in die Knochen spüren konnte. Sie kr?uselte sich in ihm, als k?nnte sie ihm jederzeit das Leben aussaugen. Und vielleicht würde sie das auch.


    Die Stille war alles, was er seitnger Zeit kannte. Seit Jahrhunderten... und nicht nur wenigen.


    Nun, da er an den kalten Steinaltar gefesseltg, kannte er die Stille erneut. Die ?ltesten der Nymphen der drei ns umgaben ihn. Er wünschte, sie würden ein Wort sagen, selbst einen Gesang anstimmen. Irgendetwas au?er dieser verfluchten Stille...


    Sie hatten niemanden au?er Dante mit ihm in die Residenz der Hohen Dame gssen, aber dieser hatte es vorgezogen, bei seinem Reiter zu warten.


    Es war besser so. Er war es gewohnt, allein zu sein.


    Es war kalt. Der Fels unter ihm war kalt, die Stille war kalt, sein Herz war kalt...


    Und es schmerzte. Alles tat weh. Ein tiefer, bet?ubender Schmerz... etwas, das ihm nur allzu vertraut war.


    Er hatte einmal geh?rt, vornger Zeit, dass es drei Pfade gab, dienge bevor eine Seele überhaupt geboren wurde, ins Schicksal eingezeic waren.


    Es gab jene, die Hand in Hand mit dem Glück zur Welt kamen. Bevor sie lernten anzuklopfen, ?fen sich die Türen für sie. Ihre Siege waren verdient, aber sie h?tten sowieso gewonnen. Es war vorherbestimmt. Es war kein Glück. Nur die stille Grausamkeit der Leichtigkeit.


    Dann gab es jene, die geboren wurden, um für immer das Gleichgewicht zu halten. Ihr Pfad war weder einer des Glücks, noch einer ohne. Er wartete nur darauf, geformt zu werden, geschmiedet nach ihrem Willen. Mit Entscheidungen, mit Tr?nen, mit Blut.


    Wenn sie fielen, versagten sie. Wenn sie aufstiegen, bluteten sie dafür. Die meisten M?nner, die er kannte, fielen in diese Kategorie. Sie waren Ehrenm?nner, M?nner mit gro?en Taten... gefürchtet, aber vor allem respektiert. Sogar verehrt.


    Das waren M?nner, die er nie sein würde.


    Für Verothrax... war er einer der Gezeicen. Jene, deren Weg gebrochen war, bevor sie ihren ersten Schritt getan hatten. Die Art, die der Sch?pfer still beobachtete. Nicht um sie zu führen, sondern um zu sehen, wienge sie fliegen konnten, bevor sie abstürzten ... wienge sie leben konnten, bevor sie zerbrachen. Wenn sie überhaupt die Chance bekamen zu leben.


    Für einen Gezeicen zerbr?ckelte alles, was er berührte. Alles, was sie liebten, entglitt ihnen. Sie gingen den Weg nicht... sie überlebten ihn.


    Die Seile, die seine H?nde fesselten, schnitten in seine Haut. Es war keine kluge Wahl, einen Drachenlord zu fesseln. Er h?tte sie leicht zerrei? k?nnen, wenn er gewollt h?tte. Sie waren auch verzaubert, aber Magie mag andere Drachen behindert haben ... er war anders. Eine verzauberte Manschette w?re besser gewesen, doch es musste genügen.


    ?Du darfst unserer Magie nicht widerstehen. Nymphenmagie ist eurer nicht gewachsen“, warnte die Hohe Dame, ?wenn du das tust, werden wir scheitern.“


    Das wusste er.


    Aber Nymphenmagie ?hnelte am meisten der Fae-Magie. Wollte er seine Magie stabilisieren und all die fremde Fae-Magie in seinen Adern sicher extrahieren, musste er ihnen vertrauen.


    Sie waren in gr??erer Gefahr als er. Magie zu extrahieren war ein gef?hrliches Verfahren, gerade weil Verothrax auch seine eigene Leermagie mit der Fae-Magie vermischt hatte. Aber für die Nymphen war es ein Risiko, das sich lohnte, denn reine Fae-Magie war eine seltene Beute, auf die sie nie wieder sto?en würden.


    Andererseits war es ein qualvolles Verfahren. Genau deshalb wurde die Warnung ausgesprochen. Egal wie schmerzhaft es wurde, Verothrax durfte ihrer Magie nicht widerstehen. Wenn er das t?te, w?re alles umsonst gewesen.Verothrax merkte erst, dass es begonnen hatte, als der bet?ubende Schmerz, an den er gew?hnt war, zu etwasngsamem und scharfem wurde, wie kaltes Metall, das an seinen Knochen knirschte. Er kam so pl?tzlich und mit solcher Wucht, dass er nicht einmal mehr in der Lage war, nach Luft zu schnappen oder seine Gedanken zu Ende zu führen. Er konnte sich nicht vorbereiten... konnte man sich überhaupt auf so etwas vorbereiten?


    Der Schmerz durchstr?mte ihn wie Feuer und Eis in einem. Wie Dornen und Splitter und jedes unfreundliche Schicksal, das er gekannt hatte.


    Seine Muskeln verkrampften sich unkontrollierbar. Seine Krallen fuhren aus und zerkratzten den Felsaltar. Ein Knurren entrang sich seiner Kehle und seine Atemzüge wurden ch. Er war sich nicht sicher, wie viel Zeit verging, und dann war es weg, genauso schnell und abrupt, wie es gekommen war.


    Aber die Extraktion hatte gerade erst begonnen.


    Er keuchte schwer, die Augen weit aufgerissen. Schwei?perlen standen ihm auf der Stirn, als er sich auf die n?chste Welle vorbereitete.


    Und sie kam. Ohne Gnade.


    Sie kroch seine Wirbels?ule hinauf und riss Bruchstücke dunkler Erinnerungen und noch dunkleren Wahnsinns mit sich.


    Er war zehn.... oder vielleicht jünger. Er konnte es damals nicht sagen und er konnte sich auch jetzt nicht daran erinnern. Zeit existierte nicht in diesem dunklen Abgrund. Erinnerungen waren Klingen, die er tief vergraben hatte. Sich zu erinnern, bedeutete zu sündigen.


    Die Kerker des Schattenturms waren kalt. Ein Ort, den die Sonne nie berührte. Es war immer kalt. Selbst durch seine Schuppen, die in Flecken abbl?tterten ... weich in seiner Jugend, spr?de aus Mangel an Pflege.


    Er konnte das Metall hinter seinen Augen sehen, es war immer Metall... grausamer, verzauberter Stahl. Runen, einge?tzt in eine Adamantium-Klinge auf seiner Haut. Sie hielten ihn in einem st?ndigen Zustand teilweiser Verwandlung... Haut und Schuppen, ein Zustand, in dem sowohl der Mensch als auch der Drache die Dunkelheit schmeckte und sie genug kannte, um sie nie zu vergessen. Um niemals befreit zu werden.


    An diesem verfluchten Ort waren Schreie nicht eubt. Nur Ergebnisse.


    An diesem verfluchten Ort wurde der Verstand verbogen... der Geist gebrochen.


    Was konnte aus der Magie eines Drachens werden? Welche Waffe konnte gebaut werden, wenn ihre Adern zerrissen waren, um die Dunkelheit zu beherbergen, die sie verabscheuten?


    Ihre Neugierde... sie brach.


    Die Hohe Frau sang einen Zauberspruch und legte ihre Hand ch auf seine Brust. Ihre Magie war sanft ... sanfter als alles, woran er sich erinnerte, aber sie lie? ihn dennoch zusammenzucken.


    Seine Magie kr?uselte sich heftig in ihm, wie die Bestie, die sie war, gefangen in einem Gef??, das zu klein für ihre Verwüstung war ... sie bettelte um Befreiung ... um Zerst?rung. Sie bettelte darum, zu zerst?ren und zu ruinieren, so wie er geschaffen war, bis nur noch Schatten und Nichts übrig waren.


    Es kannte nichts anderes, es wusste nicht mehr, wie sich Sicherheit anfühlte.


    Und Verothrax ... Verothrax der Brecher, Verothrax der Schattendrache ... er wusste es auch nicht.


    "Widersetze dich nicht!" Die Hohe Frau zischte, ihre Stimme war angestrengt. "Lass es an die Oberfl?che kommen. Alles."


    Und das tat er.


    Es flutete seine Adern wie eine Flutwelle, Magie, Schmerz, Erinnerungen, Dunkelheit und Fluch ... alles verwoben.


    Es gab drei Arten von Seelen... seine war die gezeice.
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