《Die Wiedergeburt von Omega》 Chapter 1: Prolog (Ch.1)

Chapter 1 - Prolog (Ch.1)

H?tte mir jemand gesagt, dass ich so jung sterben w¨¹rde, dass mein Leben so brutal verk¨¹rzt werden w¨¹rde, und dass ich die Welt der Lebenden nur mit schrecklichen Erinnerungen an mein erb?rmliches Leben vessen w¨¹rde, ich h?tte es ihnen nie geubt. Was ist das irdische Leben? Es ist nur ein fl¨¹chtiger Traum, der blitzschnell vorbeizieht und dich sich fragen l?sst, ob es jemals wirklich passiert ist. Aber f¨¹r viele war dieser kurze und fl¨¹chtige Traum alles, was sie hatten. Es war die M¨¹he wert, weil er mit Gl¨¹ck, Lachen, Liebe, Licht und all den herzerw?rmenden Gef¨¹hlen dazwischen gef¨¹llt war. Und dann war da noch ich. Mir hat das Schicksal anstelle eines fl¨¹chtigen Traums einen Albtraum aufgetischt. Aber trotzdem, es war mein Albtraum... mein Leben, das nur ich leben musste. So leer, schmerzhaft, ungeliebt und emotional ersch?pfend mein Leben auch gewesen sein mag... niemand hatte das Recht, es f¨¹r mich zu beenden. Es war meine Entscheidung zu treffen! Zu leben oder zu sterben, das h?tte immer meine Entscheidung sein m¨¹ssen! Es war mein eigenes Leben! Doch warum durfte ich nie eine einzige Entscheidung selbst treffen? Warum wurde mein Schicksal von Menschen bestimmt, die kaum ihr eigenes Leben im Griff hatten?! Warum musste ich sterben, bevor ich wirklich anfing zu leben... Ich bin Prinzessin Neveah Omega Lothaire, aber jeder nannte mich Omega, Die wolfslose Zwergin des Eclipse Fang-Rudels, das Bastardkind des Alpha-K?nigs und so verstarb ich... ~~~~~~~~~~~~ Neveah schlenderte durch das ausgedehnte Kr?uterfeld. Der vertraute Duft von Heilkr?utern erf¨¹llte ihre Nase und Neveah atmete tief ein, um das reiche und starke Aroma einzusaugen. Dies war ein Duft, an den sich Neveah in den letzten zwei Monaten bei dem Heilerstamm gew?hnt hatte. Der Heilerstamm war ein Stamm aus nomadischen Omega-W?lfen, die ohne die F?higkeit sich zu verwandeln, aber mit der Gabe des Heilens geboren wurden. Der Heilerstamm war zwar nicht hochangesehen, wurde aber aufgrund der Seltenheit ihrer F?higkeit auch nicht verachtet. Sie waren ein zur¨¹ckgezogener Stamm und hatten kaum Kontakt zur ¨¹brigen ¨¹bernat¨¹rlichen Welt, au?er sie f¨¹hrten ihre Pflichten aus. Der Heilerstamm, bei dem Neveah wohnte, war der Heilerstamm der Eclipse-Region und Neveah wusste, dass sie nur aus dem Grund akzeptiert wurde, dass sie bei ihnen wohnte, weil sie die Befehle von Neveahs Vater nicht missachten konnten... Alpha-K?nig Lothaire Raul, Herrscher der Eclipse-Region. Die ¨¹bernat¨¹rliche Welt war riesig, voller verschiedenster ¨¹bernat¨¹rlicher Arten und jede Art hatte ihr eigenes Territorium. F¨¹r die Wolfswandler war ihr riesiges Territorium in vier Regionen unterteilt, die jeweils von einem Alpha-K?nig regiert wurden. Jede Region wurde unabh?ngig von den anderen regiert und alle vier Alpha-K?nige besa?en fast die gleiche Macht und Autorit?t. Das Wintergebiet, das vom Winter-Alpha-K?nig Jodan Nafan regiert wurde, war das n?rdliche Gebiet der Wolfswandler. Das Schattengebiet, das vom Schatten-Alpha-K?nig Rhysand ve regiert wurde, war das ?stliche Gebiet der Wolfswandler. Das ?therische Gebiet, das vom ?ther-Alpha-K?nig Kieran Thayer regiert wurde, war das westliche Gebiet der Wolfswandler. Und das Eclipse-Gebiet, das von Neveahs Vater, dem Eclipse-Alpha-K?nig Lothaire Raul, regiert wurde, war das s¨¹dliche Gebiet der Wolfswandler. Jedes Gebiet hatte auch seinen eigenen Heilerstamm, der aus den wolfslosen Omegas der Wolfspacks bestand, die durch den Sch?pfer mit der Gabe des Heilens gese waren. Neveah selbst war sich nicht sicher, ob sie die Heilf?higkeit besa?, obwohl ihr Vater sie vor zwei Monaten zur Ausbildung in den Heilerstamm geschickt hatte, weil er aus irgendeinem Grund ubte, dass Neveah die Gabe des Heilens besa?. Aber Neveah wusste es besser. Das Missverst?ndnis ihres Vaters r¨¹hrte von einem Vorfall her, der vor einigen Monaten passiert war, als die Alpha-K?nigin ihren hundertsten erfolglosen Versuch unternommen hatte, Neveahs Leben zu beenden. Neveah erinnerte sich daran, wie die Dolchklinge, die ihre so genannte Stiefmutter nach ihr geworfen hatte, ihre Schulter durchbohrt und schmerzhaft durch ihr Fleisch gerissen hatte. Das Blut tropfte an ihrer Hand hinunter. Neveah hatte auf ihre Lippe gebissen, um ihren Schmerzensschrei zur¨¹ckzuhalten, denn sie wollte ihrer Stiefmutter nicht das Vergn¨¹gen geben, sie schreien zu sehen. Als sie von Neveahs Vater befragt wurde, erinnerte sich Neveah daran, wie die Alpha-K?nigin behauptet hatte, Neveah sei zungsam und nutzlos gewesen, um dem Dolch auszuweichen. Wenn Neveah nun dar¨¹ber nachdenkt, fragt sie sich, wie es f¨¹r einen wolfslosen Omega m?glich war, einem Angriff einer m?chtigen Alpha-K?nigin zu entgehen. Aber in dem Moment, als der Dolch herausgezogen wurde, hatte Neveah ihre Hand auf ihre blutende Schulter gelegt und in einem Wimpernscg war die ffende Wunde vollst?ndig verheilt. Zur Freude ihres Vaters und zum ?rger seiner Gef?hrtin hatte Neveah die F?higkeiten einer Heilern gezeigt und so wurde sie weggeschickt, um ihre F?higkeiten zu trainieren. Aber f¨¹r Neveah war dies ein Ereignis, dem sie nur knapp entkommen war, ihr am besten geh¨¹tetes Geheimnis zu l¨¹ften.Neveah wusste, dass sie keine Heilerin war, ganz und gar nicht... Neveah hatte nur so schnell geheilt, weil die Heilungsf?higkeit eines Alphawolfs beispiellos war. Ja, Neveah hatte sich ihr ganzes Lebenng als wolfslose Omega-W?lfin ausgegeben, sie hatte so getan, als h?tte sie sich nie verwandelt und sei ganz und gar menschlich, genau wie ihre Mutter, aber das entsprach nicht der Wahrheit. Neveah hatte sich zum ersten Mal im Alter von f¨¹nf Jahren verwandelt, ganz allein, ohne jemanden um sie herum, und sie hatte sich in einen Alphawolf verwandelt. Der Alphawolf, der eigentlich ihrem Stiefbruder als n?chstem Alphak?nig der Eclipse-Dom?ne zustehen sollte, hatte Neveah stattdessen geerbt. Neveah war damals jung gewesen, aber nicht so jung, dass sie die Tragweite dieser Entwicklung nicht verstanden h?tte, und so hatte Neveah ihre Wolfsseite abgeschaltet und sich nach dieser ersten Verwandlung nie wieder verwandelt. Neveah wusste, dass sie die Alphak?nigin niemals erfahrenssen durfte, dass sie den Alphawolf hatte, denn nur so konnte sie ihr eigenes Leben sch¨¹tzen. Und so hatte Neveah dieses Geheimnis f¨¹r sich behalten und den Titel eines wolfslosen Omegas angenommen, es war eine bessere Wahl, als ihren Alphawolf zu offenbaren und sich die Alphak?nigin zum Feind zu machen, oder zumindest zu einem noch gr??eren Feind, als sie es ohnehin schon waren. Was damals geschah, war auf Neveahs Alphawolf zur¨¹ckzuf¨¹hren, aber da ihr Vater ubte, dass Neveah ein Mensch war, wie ihre Mutter es gewesen war, hatte er gefolgert, dass es die Manifestation der Heilungsf?higkeit war. Ungeachtet der Situation und der Tatsache, dass die Omega-Heiler Neveah ebenfalls verabscheuten und sich dazu entschlossen hatten, ihre Anwesenheit in den letzten zwei Monaten zu ignorieren, war Neveah erleichtert, endlich die erdr¨¹ckenden Mauern des Eclipse-Pstes vessen zu haben, aber Neveah war sich nicht sicher, f¨¹r wienge. "Omega!" Neveah erstarrte in ihrem Schritt, als sie eine vertraute Stimme h?rte, die ihren zweiten Vornamen rief, obwohl Neveah wusste, dass sie, wenn man sie Omega nannte, gar nicht ihren zweiten Vornamen meinte, sondern den Titel Omega... der wolfslose Zwerg des Rudels. Neveah drehte sichngsam um, sie war kaum ¨¹berrascht, das vertraute Gesicht eines der vertrautesten Krieger ihres Vaters zu sehen und auch eines der Kriegerw?lfe des Eclipse Fang Rudels, die ihre Existenz v?llig verabscheuten. Neveah nahm zur Kenntnis, dass er mit nacktem Oberk?rper dastand, doch sie lie? ihren Blick nicht tiefer wandern, da sie wusste, dass dies das gleiche Ergebnis bringen w¨¹rde. Neveah konnte sehen, dass er gerade erst beim Heilerstamm angekommen war und noch keine Zeit gehabt hatte, sich anzuziehen, nachdem er sich in seine menschliche Gestalt zur¨¹ckverwandelt hatte. "Hast du schon einmal etwas von dem Wort Anstand geh?rt, Lado?" fragte Neveah in einem geschmacklosen Tonfall und hielt ihren Blick auf sein Gesicht gerichtet, als er auf sie zukam. "Ein echter Wolfswandler wird durch die Nacktheit eines anderen kaum bstet, wir sind selbstbewusst in unserer eigenen Haut ... aber ein wolfsloser Omega w¨¹rde das nicht verstehen, oder?" entgee Lado in einem ebenso geschmacklosen Ton. An seinem Gesichtsausdruck konnte Neveah ablesen, dass er viel lieber irgendwo in der N?he der Peinlichkeit des Eclipse Fang Packs w?re, Aber wenn die Peinlichkeit immer noch die Tochter des Alphak?nigs war, konnte man nicht viel tun. Neveah kicherte am¨¹siert und legte ihren Kopf neugierig zur Seite. "Welcher st¨¹rmische Wind hat die Kriegerin Lado in meine Richtung geweht?" fragte Neveah. "Der Alphak?nig ruft dich sofort zur¨¹ck in den Eclipse-Pst." Lado ¨¹bermittelte den Befehl in einem steifen Ton. "Mein Vater vermisst mich schon?" fragte Neveah in einem sarkastischen Ton. "Ich bin nicht gekommen, um mich mit dir, Omega, auf ein sinnloses Gespr?ch einzssen." erwiderte Lado, sein Tonfall immer noch angespannt und von Ver?rgerung durchzogen. "Gut, ich werde meine Sachen holen und meinen Lehrer ¨¹ber meine Abreise informieren." sagte Neveah, als sie sich zum Gehen wandte. "Wir wissen beide, dass sich hier niemand um dich schert, und wie ich schon sagte,utete der Befehl des Alphak?nigs, dich sofort zu holen." Lado schnauzte ungeduldig. "Dann schuldet mir mein Vater zehn neue Kleider." Neveah antwortete mit einem Seufzer, w?hrend sie zusah, wie Lado pfiff und ein Pferd auf sie zuh¨¹pfte. "Ein Pferd? Wirklich?" fragte Neveah mit einem Augenrollen. "Du ubst doch nicht wirklich, dass ich dich auf meinem R¨¹cken reitenssen w¨¹rde, oder?" fragte Lado sp?ttisch, Neveah zuckte l?ssig mit den Schultern. "Das w?re ein toller Ritt gewesen, aber ich denke, ein Pferd ist auch gut", antwortete Neveah, w?hrend sie rittlings auf das Pferd stieg. Neveah beobachtete, wie Lado sich verwandelte, wie seine Knochen knackten und sich neu formten und wie Fell aus seiner Haut spross, und im Handumdrehen stand an Lados Stelle ein gro?er grauer Wolf. Der Wolf ruckte mit seinem gro?en Wolfskopf und gab Neveah ein Zeichen, weiterzugehen, und Neveah seufzte, bevor sie das Pferd zum Galopp anspornte und das weite Kr?uterfeld, das sie zu sch?tzen gelernt hatte, hinter sich lie?... H?tte sie damals gewusst, dass sie die beiden nie wieder sehen w¨¹rde, dass sie nicht lebend von dieser Reise zur¨¹ckkehren w¨¹rde, w?re Neveah vielleicht nie gegangen. Chapter 2: Die junge Neveah (Kap.2)

Chapter 2 - Die junge Neveah (Kap.2)

~Neveahs Kindheit~ Die vierj?hrige Neveah versteckte sich voller Angst zitternd hinter einem Rosenbusch im Hof des Eclipse-Pstes. Die Rosenstachel schnitten in ihre Haut, als sie sich in die engen B¨¹sche zw?ngte. Jeder Schnitt brachte Neveah zum Weinen und sie k?mpfte darum, ihre Schmerzensschreie zu unterdr¨¹cken. "Omega! Komm sofort hierher!" rief Prinz Alessio und stampfte ver?rgert mit dem Fu?. Seine Augen suchten den Hof nach der kleinen Neveah ab. Seine Freunde umringten ihn, ihre Augen gl?nzten vor Aufregung. Sie wollten sehen, wie Prinz Alessio das uneheliche Kind wieder zurechtwies. Neveah schauderte vor Angst bei dem Gedanken, eine weitere Runde von Prinz Alessios Pr¨¹geln ¨¹ber sich ergehenssen zu m¨¹ssen. Prinz Alessio, f¨¹nf Jahre ?lter als sie, hatte schon fr¨¹h damit begonnen, seine ¨¹bernat¨¹rlichen F?higkeiten zu sch?rfen, in Vorbereitung auf den Moment, in dem der Sch?pfer ihm seinen Wolf geben w¨¹rde. Er war der hellste Stern der jungen Generation des Eclipse Fang Rudels, des Alpha-K?nigs und des gesamten Eclipse-Gebiets. Mit neun Jahren konnte er schon einige Kriegerw?lfe im Kampf besiegen und die F?hrtenleser lobten seine scharfen und wachsamen Sinne. Die Geschwindigkeit von Prinz Alessio ¨¹bertraf sogar die der meisten Krieger, und seine St?rke war ebenfalls beeindruckend. Er stellte jedes angeborene Talent eines Wolfswandlers zur Schau und galt als Wunderkind. Neveah hingegen zeigte keine Anzeichen f¨¹r besondere F?higkeiten. Da ihre Mutter ein Mensch war, konnte man davon ausgehen, dass sie nichts von den Genen ihres Vaters geerbt hatte. Die Wolfsgestalten des Eclipse Fang Rudels freuten sich ¨¹ber diese Schlussfolgerung. Vielleicht machte es das f¨¹r sie akzeptabler, dass ihr geliebter Alpha-K?nig ein uneheliches Kind mit einer Menschenfrau gezeugt hatte. "Komm jetzt raus, du abscheuliches Bastardkind!" br¨¹llte Prinz Alessio, als Neveah sich immer noch nicht aus ihrem Versteck traute. Neveah war dankbar, dass Prinz Alessio seinen Wolf noch nicht hatte. H?tte er ihn, h?tte er ihr Versteck l?ngst gefunden. Obwohl seine F?higkeiten zum Aufsp¨¹ren und sein Geruchssinn noch nicht voll entwickelt waren, war er immer noch ein Kind. Nach hundert erfolglosen Versuchen, sich vor ihm zu verstecken, nur um am Ende noch st?rker verpr¨¹gelt zu werden, hatte Neveah dieses Versteck im Hof gefunden. Der starke Duft der Rosenstr?ucher und der anderen Blumen, die den Hof erf¨¹llten, w¨¹rde es Prinz Alessio schwer machen, sie mit seinem feinen Geruchssinn aufzusp¨¹ren. Auch wenn es schmerzhaft war, mehrmals am Tag oder manchmal tagng von den Stacheln des Rosenstrauchs durchbohrt zu werden, wenn sie sich vor Prinz Alessio verstecken musste, wusste Neveah, dass es eine viel bessere Option war, als eine weitere von Prinz Alessios Pr¨¹geln ¨¹ber sich ergehen zussen. Prinz Alessio war viel st?rker als jedes Kind es sein sollte. Wenn er sie schlug, dann zur Freude und zum Gesp?tt seiner Freunde. Neveah verbrachte den Rest der Woche in unertr?glichen Schmerzen, ihre Gliedma?en waren verdreht und ihr ganzer K?rper war ¨¹bers?t mit uen Flecken. Da Neveah ein uneheliches Kind und von allen verachtet wurde, durfte sie nicht einmal die Dienste des Rudeldoktors in Anspruch nehmen, wenn sie krank war oder Schmerzen hatte. Sie musste das Leiden alleine durchstehen. Das war so, bis die Alpha-K?nigin ihre eigene Folterrunde durchf¨¹hrte. Sie schickte jemanden, um Neveah aus dem elenden Zimmer zu holen, das ihr zugewiesen worden war, Sie befahl dann einem Kriegerwolf, Neveahs verdrehte Gliedma?en brutal wieder in die richtige Position zu bringen, nur um sie dann erneut zu brechen. Der Schmerz war etwas, das kein Mensch ertragen sollte, doch die junge Neveah war gezwungen, diesen Schmerz mehrmals pro Woche zu ertragen. Allein der Gedanke an eine weitere Runde ver?ngstigte sie. Neveah schwor sich, nie wieder aus diesem Rosenbusch herauszukommen. Sie schwor es so inbr¨¹nstig, wie sie es schon viele Male zuvor getan hatte. Aber Hunger und Durst setzten sich immer durch und zwangen Neveah aus ihrem Versteck heraus, direkt in die wartenden H?nde ihrer Peiniger. "Komm sofort heraus, oder du wirst es bereuen!" drohte Prinz Alessio. Neveah sch¨¹ttelte vehement den Kopf, dr¨¹ckte ihre Knie an ihre Brust und wiegte sichngsam hin und her, um sich zu beruhigen und die drohenden Schluchzer zur¨¹ckzuhalten. "Prinz Alessio! Die K?nigin m?chte, dass ihr zusammen in ihrem Quartier speist!" rief eine Stimme, die Neveah als ihre Gouvernante erkannte, Prinz Alessio zu. "Ich kann jetzt nicht! Sagen Sie meiner Mutter, dass ich besch?ftigt bin! Ich muss dieses Bastardkind finden und ihr eine Lektion erteilen!" antwortete Prinz Alessio abweisend und suchte weiter den Hof nach Neveah ab. Neveah wusste jedoch, dass er niemals die Rosenstr?ucher durchsuchen w¨¹rde, denn er mochte es nicht, sich ihnen zu n?hern, weil die Stacheln ihm Schmerzen zuf¨¹gten. Genau deshalb war dies das perfekte Versteck f¨¹r Neveah. Niemand w¨¹rde vermuten, dass sie sich tats?chlich in einem Busch voller Dornen versteckte. "Schon gut, Prinz Alessio. Der dumme K?ter wird verhungern, wo auch immer sie ist, und dann ist sie aus eigenem Willen weg." beschwichtigte Neveahs Gouvernante Prinz Alessio in katzbuckelndem Ton. "Aber sie hat meine B¨¹cher angefasst!" bestand Prinz Alessio w¨¹tend. "Sie sind f¨¹r sie nutzlos, mein Prinz. Sie kann kaum ihren eigenen Namen schreiben, wie soll sie dann lesen k?nnen?"chte Neveahs Gouvernante sp?ttisch. Neveahs Herz sank bei den Worten ihrer eigenen Gouvernante, aber sie wusste schonnge, dass selbst die Gouvernante, die sie aufgezogen hatte, der Alpha-K?nigin treu war und Neveahs Existenz verabscheute. "Wenn du dich dann besser f¨¹hlst, schicke ich die nutzlose Kreatur zu dir, sobald ich sie sehe. Und jetzt komm, wir sollten die K?nigin nicht zunge wartenssen." riet Neveahs Gouvernante. Neveah h?rte die sich entfernenden Schritte, als ihre Gouvernante Prinz Alessio und seine Freunde wegf¨¹hrte. Endlich konnte Neveah den Atem lossen, den sie angehalten hatte. Wieder einmal war es Neveah gelungen, Prinz Alessios Zorn zu entgehen. Aber sie fragte sich, wienge sie noch versteckt bleiben k?nnte, bis man sie fand und es keine Verstecke mehr g?be. Genau in diesem Moment knurrte Neveahs Magen vor Hunger. Sie hatte seit dem Vortag nichts mehr gegessen und es war bereits sp?ter Nachmittag. Ihre Gouvernante wusste das und war sich sicher, dass Neveah keine andere Wahl haben w¨¹rde, als fr¨¹her oder sp?ter herauszukommen. ''Nein... Ich kann nicht rauskommen, ich werde nicht rauskommen.'' schwor Neveah und dr¨¹ckte ihre Knie noch fester an ihre Brust. Chapter 3: Fuchs-D?mon (Kap.3)

Chapter 3 - Fuchs-D?mon (Kap.3)

~Gegenwart~ "Wache auf, Prinzessin!" Neveah wurde durch die r¨¹de Stimme ihrer Gouvernante geweckt. Die ?ltere W?lfin mit den Falten im Gesicht musterte Neveah streng, und sie konnte beinahe den hasserf¨¹llten Blick sp¨¹ren, trotz der noch schwer auf ihr liegenden Schl?frigkeit. Neveahs Augen ?fen sich und trafen auf den harten Blick ihrer Gouvernante. Verwirrung zeigte sich in ihrem Gesicht. Nach anstrengender Reise vom Heilerstamm, bedingt durch die Vodung ihres Vaters, war sie erst am sp?ten Nachmittag im Pst "Eclipse" angekommen. Sie hatte kaum ein paar Stunden Scf gefunden, bevor sie unsanft um Mitternacht geweckt wurde. "Bist du schwerh?rig, Prinzessin?!" schimpfte die Gouvernante, als Neveah nicht sofort auf sie reagierte. Mit einem schweren Seufzer setzte sich Neveahngsam in ihrem Bett auf und rieb den Scf aus ihren Augen. "Es ist Mitternacht, Gouvernante. Kann das, was Sie wollen, nicht bis zum Morgen warten?" fragte Neveah ersch?pft und legte sich zur¨¹ck auf das Bett, zog die Bettdecke ¨¹ber ihren Kopf. Die Gouvernante starrte sie wutentbrannt an, ging ins Badezimmer und kam mit einem bis zum Rand mit Wasser gef¨¹llten Eimer zur¨¹ck. "Oh mein Gott!" schrie Neveah schockiert auf, als der eiskalte Inhalt des Eimers ¨¹ber sie sch¨¹ttet wurde. Das kalte Wasser durchdrang ihre Bettw?sche, durchtr?nkte ihr d¨¹nnes Nachthemd und die Decke unter ihr vollst?ndig. "Gouvernante!" rief Neveah ver?rgert und warf der l?stigen W?lfin einen w¨¹tenden Blick zu. Neveah sah die Bewegung der Hand ihrer Gouvernante, bevor sie sie erreichte, und wich schnell dem Scg aus, der auf sie zukam. Die Gouvernante funkelte vor Wut, als Neveah ihrem Scg auswich. "Du wirst tun, was ich sage, oder ich werde dich zurechtweisen!" drohte die Gouvernante mit dunkler Stimme, ihre Augen leuchteten auf - ein Zeichen, dass ihr Wolf bereits an der Oberfl?che war. "Und meine Haut ruinieren? Wie wollen Sie das meinem Vater erkl?ren?" fragte Neveah h?hnisch. Neveah wusste, dass sie f¨¹r ihren Vater von gro?em Wert war, und ein Gro?teil dieses Werts war ihrer au?ergew?hnlichen Sch?nheit geschuldet. Die Gouvernante wollte etwas erwidern, doch Neveah unterbrach sie. Sie zog ihr d¨¹nnes Nachthemd aus, warf es zur Seite und entbl??te sich. Die kalte Luft lie? sie leicht fr?steln, doch sie ignorierte es. "Sie wissen, wie sehr mein Vater jeden Zentimeter von mir sch?tzt..." begann Neveah und lie? ihre Handngsam ¨¹ber ihren nackten Hals gleiten, ein b?sartiges Grinsen auf den Lippen. "Ich verstehe, dass Sie auf Anweisung meiner geliebten Stiefmutter handeln, um mein Leben zur H?lle zu machen, aber wenn Sie diese Aktion noch einmal wiederholen..." "Ich werde Ihren Namen in meine Haut einritzen und meinem Vater sagen, dass Sie es waren. Sie wissen besser als jeder andere, dass ich nicht eine einzige Narbe auf meinem K?rper habe, weil mein Vater es so vengt hat..." "Da Ihr Name den Preis des Alphak?nigs herabsetzen w¨¹rde, mal sehen, wie Ihre K?nigin Sie dann retten wird." sagte Neveah mit einem dunklen Blick in den Augen. Neveah wusste, dass ihr Vater sie als gl?nzende Troph?e ansah, die poliert und vorgef¨¹hrt werden musste. Der einzige Grund, warum er sie bis zu diesem Moment behalten und keine M¨¹hen gescheut hatte, sie wie eine wahre Prinzessin aufzuziehen, war der n, sie eines Tages in eine Allianz-Ehe zu verkaufen. Neveah war von atemberaubender Sch?nheit, die Art von Sch?nheit, die Herzen zum Stocken und zum schnelleren Scgen bringt, eine verf¨¹hrerische, dennoch unschuldig wirkende Sch?nheit, die gr??te Waffe gegen jeden Mann. Manchmal hatte Neveah das Gef¨¹hl, dass ihr Vater ihre Mutter in ihr sah, dass er ubte, sie k?nne als Waffe benutzt werden, um seine Feinde zu verf¨¹hren, so wie es ihrer Mutter gelungen war, ihn zu verf¨¹hren. Aber manchmal sagte er auch, dass sie nicht wie ihre Mutter sei, denn w?hrend ihre Mutter unterw¨¹rfig und sanftm¨¹tig gewesen war, war Neveah eine Feuerspuckerin.Sie war furchtlos und wich nie zur¨¹ck, obwohl sie als Mensch fast immer im Nachteil gegen¨¹ber jedem war, dem sie gegen¨¹berstand. Die meiste Zeit jedoch ignorierte er Neveahs Existenz einfach, wie eine gl?nzende Troph?e, die im Regal vergessen wurde, bis sie wieder gebraucht wurde. Bis er Neveah brauchte, um ein oberfl?chliches L?cheln aufzusetzen und irgendeinem m?chtigen Mann die Ehre zu erweisen, von dem er hoffte, dass er eine Schw?che gegen Neveah finden w¨¹rde. "Du Hexe! Du hast dich zu dem Fuchsteufel entwickelt, von dem die K?nigin wusste, dass du es wirst, du bist eine Schande f¨¹r das Rudel! Deine Existenz ist verwerflich!" br¨¹llte die Gouvernante in einem Ton voller Abscheu. Neveah kicherte d¨¹ster ¨¹ber die Worte ihrer Gouvernante, Worte wie diese wurden ihr jeden Tag von allen W?lfen des Eclipse Fang Rudels ?fter entgegengeschleudert, als sie sich erinnern konnte. Sie alle hielten sie f¨¹r eine dreckige Ausgeburt des Teufels, schlimmer noch als Abschaum, und das nur, weil sie das Bastardkind ihres kostbaren Alphak?nigs war, der Schandfleck auf seinem hoch angesehenen Namen. Sie alle ubten, sie sei eine verf¨¹hrerische D?monin, weil ihre Sch?nheit ¨¹berirdisch war, genau wie die ihrer Mutter... Die gleiche Sch?nheit, die ihre Mutter den gro?en Eclipse-Alphak?nig verf¨¹hren lie?, seine eigene Gef?hrtin zu verraten, eine Tat, deren Ergebnis Neveah war. "Ich bin alles, was du mir beigebracht hast, Gouvernante zu sein. Ein scuer, gerissener und verf¨¹hrerischer Fuchsteufel. F¨¹r alles, was ich bin, kann ich nur Ihnen danken ... schlie?lich haben Sie mich aufgezogen." antwortete Neveah mit einem Schmunzeln. Neveah hatte ihre leibliche Mutter nie gekannt, sie war bei ihrer Geburt mit einem Brief, der ihren Namen und die Wahrheit ¨¹ber ihre Geburt enthielt, vor den Toren des Eclipse-Pstes abgelegt worden. Die Wahrheit, die enth¨¹llte, dass der gro?e Eclipse-Alpha-K?nig w?hrend der Paarung mit seiner K?nigin Geschlechtsverkehr mit einer menschlichen Frau gehabt hatte, ein Sakrileg, ein Verrat am heiligen Paarungsband. Die Gouvernante war von diesem Moment an mit Neveahs Entw?hnung und Pflege betraut gewesen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Neveah ihren siebzehnten Sommer erlebt hatte. "Und ich bereue jeden einzelnen Tag, dass ich nicht die Gelegenheit genutzt habe, dich in deinem Bad zu ertr?nken!" Die Gouvernante spuckte w¨¹tend aus, und ihr Atem kam hechelnd heraus, w?hrend sie versuchte, ihren Wolf zu b?ndigen. "Nun, du k?nntest mich immer noch t?ten, ich bin nur ein Mensch und du bist ein Wolfswandler. Es gibt nicht viel, was ich tun kann, wenn du mich t?ten willst." bemerkte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken. "Aber du traust dich nicht, oder? Und warum? Weil mein Vater dich in St¨¹cke rei?en und deine Familie dezimieren wird, er ist selbst zu seiner eigenen Tochter r¨¹cksichtslos, also wer genau bist du?" spottete Neveah s¨¹ffisant, "Du bist eine Hexe! Du und deine Hure von Mutter!" Die Gouvernante br¨¹llte w¨¹tend. Neveahs Augenbrauen zuckten leicht, aber sie unterdr¨¹ckte ihre Wut schnell, denn Neveah war darauf trainiert worden, ihre Emotionen nie in ihrem Gesicht zu zeigen, Und so zeigte Neveah ein selbstgef?lliges L?cheln, ihr Ausdruck war unbeeindruckt, als ob die Worte ihrer leiblichen Mutter sie ¨¹berhaupt nicht ber¨¹hrten. "Der Alphak?nig hat verf¨¹gt, dass die Alphak?nigin meine Mutter ist, und niemand darf jemals etwas anderes behaupten... Wenn man bedenkt, dass du deine K?nigin gerade eine Hure genannt hast, kannst du froh sein, dass ich meine Diener nicht verpfeife, Gouvernante." sagte Neveah in einem am¨¹sierten Ton. Die Gouvernante ?fe die Lippen, um zu protestieren, aber es kamen keine Worte heraus, und so stand sie da und starrte wie ein Fisch auf dem Trockenen. "Du h?ttest mich t?ten sollen, als du die Gelegenheit dazu hattest, aber jetzt ist es schon zu sp?t ... also halt einfach den Mund und f¨¹hre deine Befehle aus wie der gute Hund, der du bist." sagte Neveah mit einem L?cheln. "Du..." begann die Gouverneurin, schluckte aber schnell ihre Worte hinunter, da sie wusste, dass sie in einem Kampf des Verstandes niemals gegen Neveah gewinnen konnte. "Der Alphak?nig hat angeor, dass die Prinzessin an dem Bankett teilnimmt, zu dem die Alphas der Eclipse-Dom?ne eingden sind, und ich bin hier, um dir beim Anziehen zu helfen. Die Gouverneurin biss mit zusammengebissenen Z?hnen zu. Neveah schmunzelte und neigte den Kopf zur Seite, als sie die geballten F?uste der Gouvernante sah, die sich abm¨¹hte, ihren Wolf zu b?ndigen. "Oh ... das ist also der Grund, warum Vater mich so eilig zur¨¹ckgerufen hat ..." sagte Neveah nachdenklich, "Du verabscheust mich so sehr und trotzdem wirst du geschickt, um meine Bed¨¹rfnisse zu befriedigen, meine Stiefmutter muss dich wirklich hassen." f¨¹gte Neveah hinzu und sch¨¹ttelte am¨¹siert den Kopf, w?hrend sie sich auf den Weg zu ihrem Waschraum machte. Auf halbem Weg hielt Neveah inne und drehte sich wieder zu der immer noch w¨¹tenden W?lfin um. "Oh, und Gouvernante, Sie m¨¹ssen mich nicht Prinzessin nennen, wenn Sie nicht wollen ... Sie k?nnen mich einfach dreckiges Omega oder Bastardkind nennen, wie alle anderen auch." f¨¹gte Neveah noch hinzu, bevor sie in den Waschraum ging und die T¨¹r hinter sich zuschlug. Chapter 4: Erste Schicht (Kap.4)

Chapter 4 - Erste Schicht (Kap.4)

~Neveahs Kindheit Die kleine, f¨¹nfj?hrige Neveah sa? leise schluchzend da, als jeder Zentimeter ihres K?rpers vor Schmerz pulsierte. Zwei ihrer Finger waren in merkw¨¹rdige Richtungen gebrochen und der blutige Anblick lie? Neveah erschaudern. Klein Neveah verbarg ihr Gesicht in ihren Knien, w?hrend sie weinte, weil sie wusste, dass es Probleme geben w¨¹rde, wenn jemand ihr Weinen h?ren w¨¹rde. "Hast du eine Ahnung, was du hier eigentlich machst?", rief eine kalte, aber vertraute Stimme Neveah zu. Neveah blickte auf und traf auf den strengen, kalten Blick von Alpha-K?nig Lothaire Raul, angeblich ihr Vater. "I-I-I..." Neveah stotterte, unsicher, wie sie es erkl?ren sollte, und eigentlich brauchte sie es auch nicht. Die kalten Augen von Alpha-K?nig Lothaire musterten sie, nahmen Neveahs Zustand und das sie durchtr?nkende Blut wahr. Verzweifelt suchte sie in seinem Blick nach irgendeiner Regung, nach Schmerz oder Reue, seine eigene Tochter in einem solchen Zustand zu sehen. Doch zum wiederholten Male wurde Neveah bitter entt?uscht. Alpha-K?nig Lothaires Gesicht blieb unger¨¹hrt und verriet sogar Unmut. Nicht wegen Neveahs Zustand, sondern weil er die Person erblickte, deren Existenz er die meiste Zeit ignorierte. "Wer hat das getan?", fragte Alpha-K?nig Lothaire Neveah. Bei dieser Frage weiteten sich Neveahs Augen vor Schreck und sie senkte sofort den Blick. Sie wusste, dass sie nur mehr ?rger anziehen w¨¹rde, wenn herausk?me, dass sie Prinz Alessio verraten hatte. "Es ist egal, ob du schweigst. Ich rieche Alessio ¨¹berall an dir." "Ich investiere so viel Aufmerksamkeit und M¨¹hen in die Erziehung eines zuk¨¹nftigen K?nigs und er vergeudet seine Zeit mit nutzlosen Dingen wie diesem?", fragte Alpha-K?nig Lothaire rhetorisch. Neveah zuckte bei den Worten ihres eigenen Vaters zusammen - es war r, dass er nicht ver?rgert war, dass Prinz Alessio sie verletzt hatte. Er war nur ver?rgert, dass er kostbare Zeit, die er f¨¹r wichtigere Dinge h?tte verwenden k?nnen, auf Neveah verschwendet hatte. Er hatte Neveah nie vorgespielt, dass er sich f¨¹r sie interessierte. Nicht einmal. Er hatte sie immer nur als Verschwendung angesehen ¨C ein entw¨¹rdigende Existenz. Er w¨¹nschte, er k?nne sie und damit den Makel auf seiner Weste f¨¹r immer beseitigen, zusammen mit der Tatsache, dass er ein untreuer Mann war, der seine Partnerin betrogen und die heilige Paarungsbande entehrt hatte. Obwohl Neveah durch die Worte des Alpha-K?nigs nicht ¨¹berrascht war, wie konnte das kleine sechsj?hrige M?dchen verhindern, dass sie davon tief verletzt wurde? "Ich werde sicherstellen, dass Alessio diesen Fehler nicht wiederholt und falls doch, meldest du es mir sofort", befahl Alpha-K?nig Lothaire streng. Neveah nicktengsam und verst?ndlich. So sehr sie sich auch f¨¹rchtete, sie konnte Alpha-K?nigs Befehlen nicht widersprechen. "Jetzt geh auf dein Zimmer, h?r auf, hier herumzuheulen und dich den Leuten zu zeigen. Dies ist der Finsternispst, wo verehrte G?ste aus dem ganzen ¨¹bernaturreich verkehren. Du machst einen schlechten Eindruck", sagte Alpha-K?nig Lothaire missbilligend bevor er ging ohne Neveah einen weiteren Blick zuzuwerfen. __________________ Neveah, die F¨¹nfj?hrige, sah die Ohrfeigenge bevor sie sie erreichte. Doch wie konnte ein so kleines Kind einem Scg einer ausgewachsenen W?lfin ausweichen? Die Hand der Alpha-K?nigin Vilma traf Neveahs Wange mit einem kr?ftigen Scg. Neveah sp¨¹rte, wie ihre Ohren klingelten, als ihr Kopf durch die Wucht des Scgs zur Seite kippte. Neveah konnte den metallischen Geschmack von Blut schmecken, das sich in ihrem Mund sammelte, wo ihre Z?hne in ihre Wangeninnenseite gruben. Der Schmerz explodierte in Neveahs Kopf und ihre Sicht verschwamm f¨¹r einen Augenblick, die Wucht der Ohrfeige war weit mehr, als die junge Neveah aushalten konnte. Um sich vom Schwindel zu erholen, sch¨¹ttelte Neveah immer wieder den Kopf, bevor sie ihren Blick wieder auf die ver?rgerte Alpha-K?nigin Vilma richtete. Die ganze Zeit konnte kein einziger Schrei den kleinen Mund Neveahs vessen - es war r, dass sie sich an diese Art von Schmerz gew?hnt hatte. "Habe ich dir nicht gesagt, dass du dich von meiner Gef?hrtin fernhalten sollst, du Bastard?", br¨¹llte Alpha-K?nigin Vilma w¨¹tend, ihre Augen leuchteten, als ihr Wolf an die Oberfl?che kam.Neveahs Lippen zitterten leicht, doch sie unterdr¨¹ckte ihren Schmerz. Sie wunderte sich, warum man sie beschuldigte, als ihr Vater sie zuf?llig im Hinterhof aufgefunden hatte, w?hrend sie noch von den von Prinz Alessio verursachten Verletzungen blutete. Neveah hatte nicht die Absicht gehabt, ihren Vater aufzusuchen, um Prinz Alessio zu verraten. Sie war an den einzigen Ort gegangen, an dem sie sich etwas Ruhe erhoffte, und dann war ihr Vater aufgetaucht. Neveah hatte ihm nichts erz?hlt, der K?nig der Alphas hatte alles selbst herausgefunden. Jetzt wurde sie jedoch wieder f¨¹r alles verantwortlich gemacht. Sie hatte nicht erwartet, dass der K?nig der Alphas Prinz Alessio tats?chlich f¨¹r ein Jahr zur Strafe in die Ausbildung schicken w¨¹rde. Alpha-K?nigin Vilma war w¨¹tend geworden und jetzt musste die kleine Neveah die Konsequenzen tragen. "Ich habe mich nicht absichtlich Vater gen?hert, ich..." begann Neveah zu erkl?ren, doch ein weiterer schallender Scg traf ihre andere Wange. "Vater?! Wer ist dein Vater?!" fragte Alpha-K?nigin Vilma mit dunkler und t?dlicher Stimme. Neveah biss sich auf die Lippe, Blut lief ihr aus dem Mund, sie sprach nicht weiter. Sie wusste, dass es nichts gab, was sie sagen konnte, um den Zorn der Alpha-K?nigin Vilma zu bes?nftigen. Neveah stand still da, bis die Alpha-K?nigin ihre Tirade hartn?ckiger Worte beendet hatte und darum gebeten wurde, wieder ihren Pflichten nachzugehen. Die Alpha-K?nigin st¨¹rmte wutschnaubend heraus. Die kleine Neveah verlie?ngsam ihr Zimmer. Ihr Zimmer im Eklipsen-Pst befand sich abgeschieden und fernab des Hauptpstes, in dem die hohe R?nge der Eklipsen-W?lfe und die k?nigliche Familie lebten. Die einzige Sache, die Neveah an ihrer erbarmungsw¨¹rdigen Wohnsituation zu sch?tzen wusste, war die Tatsache, dass sie weit entfernt war vom Trubel des Eklipsen-Pstes, Auf diese Weise war die Wahrscheinlichkeit, einem der Rudelw?lfe zu begegnen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, sie zu qu?len, gering, es sei denn, sie kamen hierher, um sie zu suchen, oder sie musste aus irgendeinem Grund zum Hauptpst. Nun, da Prinz Alessio nicht mehr da war und der Alpha-K?nig und die Alpha-K?nigin mit ihren Pflichten besch?ftigt waren, hatte Neveah das Gef¨¹hl, endlich einige Momente der Ruhe finden zu k?nnen. Neveah ging den Korridor enng und verlie? den Eklipsen-Pst. Es war schon dunkel und es fand eine Veranstaltung im Eklipsen-Pst statt, so dass alle Rudelw?lfe besch?ftigt waren und niemand sie aufhalten konnte. Selbst die W?chter der Patrouille schenkten ihr kaum Beachtung, w?hrend sie ihren Pflichten nachgingen, sie waren nicht im Geringsten von dem Anblick einer F¨¹nfj?hrigen gest?rt, die inmitten der gef?hrlichen W?lder verschwand. Neveah gingngsam bis sie den Wald erreichte, sie ging so tief hinein, wie ihre Kr?fte es eubten, bis ihre Beine schlie?lich nachgaben. Sie setzte sich auf den feuchten Waldboden, lehnte sich gegen einen Baum und legte den Kopf zur¨¹ck, sie schloss die Augen, um den stechenden Schmerz ertragen zu k?nnen, der sich ¨¹ber ihre Wangen in ihr Gesicht ausbreitete. Stille Tr?nen liefen ¨¹ber Neveahs Wange, w?hrend sie dort sa?, die k¨¹hle Waldbrise linderte ihren Schmerz ein wenig. Als Neveah die Augen ?fe, l?chelte sie leicht beim Anblick des hoch ¨¹ber dem Wald aufsteigenden Mondes, seine verzaubernden Strahlen h¨¹llten sie ein. Und bevor Neveah sich gestatten konnte, die ruhige Atmosph?re zu genie?en, weit weg von all den Schmerzen und Schrecken des Eklipsen-Pstes, verbreitete sich ein ungew?hnliches Kribbeln in ihrem K?rper, gefolgt von einem unertr?glichen Schmerz, der ihren K?rper gnadenlos durchzuckte, Neveah zuckte nach vorne und fiel auf H?nde und Knie, ihre Augen weiteten sich vor Verwirrung und Angst, w?hrend ihr ganzer K?rper vor Schmerz zuckte. Eine Schmerzwelle nach der anderen durchfuhr sie gnadenlos und ein erstickter Schluchzer entkam Neveahs Lippen, ihr Verstand war verwirrt. Wienge der Schmerz anhielt, wusste Neveah nicht genau, es k?nnten Minuten oder Stunden oder sogar einen ganzen Tag gewesen sein, Neveah wusste es nicht... Sie konnte sich nicht sicher sein, mit ihren von Schmerz ¨¹berschwemmten Gedanken und ihren Schmerzensschreien, die alles waren, was sie h?ren konnte. Der Schmerz erreichte jedoch einen neuen H?hepunkt, als Neveah sp¨¹rte, wie ihre Schulter ganz von selbst einrastete und ihre Knochen sichngsam und qualvoll verschoben und neu formierten. Neveahs Haut juckte ¨¹berall und sie sah mit Entsetzen zu, wie ein Fell in der Farbe von Mitternachtsu aus ihrer Haut brach, ihre Finger verl?ngerten sich und Krallen rissen aus ihrem Fleisch... In diesem Moment erkannte die junge Neveah, was gerade passierte, Im zarten Alter von f¨¹nf Sommern hatte sie ihre erste Verwandlung... hier drau?en, ganz allein im kalten und dunklen Wald. Chapter 5: Ein k?niglicher Ball (Kap.5)

Chapter 5 - Ein k?niglicher Ball (Kap.5)

Die hellen Lichtstrahlen, die von dem riesigen Kronleuchter reflektiert wurden, lie?en Neveahs empfindliche Augen leicht blinzeln, als sie den gro?en Ballsaal betrat. Es war ein weiterer Tag, ein weiterer Ball, so war das Leben der k?niglichen Werwolf-Familie. Diesmal veranstaltete Alphak?nig Lothaire das j?hrliche Bankett der Alphas der Eclipse-Dom?ne, um die B¨¹ndnisse zu festigen, und wie immer wurde von der k?niglichen Familie erwartet, dass sie eine Show der Geschlossenheit ablieferte, und genau deshalb war Neveah hier. Als einzige Tochter von Alphak?nig Lothaire war Neveah die Wolfsprinzessin, die im ganzen ¨¹bernat¨¹rlichen Reich f¨¹r ihre unvergleichliche Sch?nheit, ihr elegantes Auftreten und ihre Weisheit bekannt war. Es war nicht das erste Mal, dass Alphas aus nah und fern zusammenkamen, um einen Blick auf Neveah und diese machthungrige Bande zu erhaschen, in der Hoffnung, vielleicht ihre Gef?hrtin zu werden und die Unterst¨¹tzung des ?therischen Fang-Rudels zu erhalten. Neveah fand das ziemlich erb?rmlich, wenn die Welt nur w¨¹sste, dass die sch?ne und anmutige Prinzessin Neveah in ihrem eigenen Rudel weniger wert war als Abfall, von allen gehasst. Neveah hielt den Kopf hoch, so wie man es ihr beigebracht hatte, als sie durch den Ballsaal schritt undngsam den Weg von der T¨¹r zu dem Tisch zur¨¹cklegte, an dem die k?nigliche Familie der Eclipse Domain sa?. Alle Augen waren auf Neveah gerichtet, w?hrend sie mit geradem R¨¹cken und zierlich an den Seiten aufgest¨¹tzten H?ndenngsame und anmutige Schritte machte, als w¨¹rde sie auf Wolken gehen. Neveahs bodenges silbernes Ballkleid zitterte beim Gehen, fing das Licht des Kronleuchters ein und reflektierte es auf all den Edelsteinen, die in ihr Kleid eingssen waren. Neveahs h¨¹fnge goldene Locken waren zu einer komplizierten Hochsteckfrisur hochgesteckt, und Neveah konnte immer noch den Schmerz sp¨¹ren, den sie versp¨¹rte, als ihre Gouvernante unz?hlige Male zu heftig an ihren Haaren gezogen hatte, wobei die meisten dieser Z¨¹ge eindeutig beabsichtigt waren. W?hrend Neveah ging, konnte sie das leise Gemurmel und die staunenden Blicke der Alphas und Lunas sowie anderer hochrangiger Mitglieder der verschiedenen Rudel im Eclipse-Gebiet h?ren, die sie anstarrten. Neveah konnte das stolze L?cheln auf dem Gesicht ihres Vaters sehen, als er ihre Erscheinung betrachtete. Nur in solchen Momenten zog sie die ganze Aufmerksamkeit des Raumes auf sich und versetzte alle in einen traum?hnlichen Zustand, Nur in solchen Momenten hatte Neveah jemals gesehen, wie ihr Vater sie anl?chelte. Lothaire Raul, der Eclipse-Alpha-K?nig, war ein schwieriger Mann mit einer unbarmherzigen und gef¨¹hllosen Pers?nlichkeit, und Neveah war unter seiner strengen Kontrolle aufgewachsen, Sie stand immer am anderen Ende seines entt?uschten Blicks, wenn er ihr ¨¹berhaupt irgendeine Emotion zeigen wollte; meistens war alles, was Neveah zu sehen bekam, ein leerer oder gngweilter Blick, als w?re sie es nicht einmal wert, angesehen zu werden. Neveahs Blick wanderte leicht zu dem der Alphak?nigin, Neveahs Lippen zuckten leicht, als sie sich kaum zur¨¹ckhalten konnte, bei dem gezwungenen L?cheln auf den Lippen ihrer Stiefmutter in Gel?chter auszubrechen. Neveah fragte sich, ob ihre Stiefmutter wusste, dass sie mit diesem schiefen, falschen L?cheln und dem vor Neid gr¨¹nen Gesicht ziemlich verstopft aussah. Neveah gab zu, dass die Reaktion ihrer Stiefmutter das einzige Vergn¨¹gen war, das sie in solchen Momenten empfand, in denen sie aufgetakelt wurde, um vor den M?nnern der Macht wie eine Art Artefakt vorgef¨¹hrt zu werden. Neveah machte sich nicht die M¨¹he, einen Blick auf ihren Stiefbruder zu werfen, f¨¹r sie war er ein Gesicht, das sie aufgrund des gesch?ftigen Lebens eines zuk¨¹nftigen Alphak?nigs nur selten sah, Eine Tatsache, f¨¹r die Neveah dankbar war, denn immer, wenn sie sich trafen, hing Neveah am Ende in einem W¨¹rgegriff in der Luft, w?hrend er das Leben aus ihr herausquetschte und seine Krallen in ihren zarten Hals grub, nur weil sie seiner geliebten Mutter gegen¨¹ber unpassend gesprochen hatte. In solchen Momenten war Neveah dankbar f¨¹r die rechtzeitige Ankunft ihres Vaters, der seinen Sohn in ruhigem Ton daran erinnerte, dass Neveah f¨¹r sie immer noch wertvoll war. Neveah kam vor ihrem Vater an und senkte den Kopf in einer kleinen Verbeugung, dann drehte sie sich zu ihrer Stiefmutter um und wiederholte dieselbe Handlung. "Sei gegr¨¹?t Vater, sei gegr¨¹?t Mutter." Neveah gr¨¹?te in einem sanften Ton. "Ihr seid hier, gut. Komm, es gibt Leute, die ich dir gerne vorstellen w¨¹rde." sagte Alphak?nig Lothaire mit seiner herrischen Stimme, w?hrend er sich erhob und Neveah seinen Ellbogen anbot. Neveah stie? einen unh?rbaren Seufzer aus, sie hatte nicht einmal einen Moment Zeit gehabt, sich zu setzen, bevor ihr Vater mit der Parade beginnen konnte. Neveah legte eine Hand auf den Ellbogen ihres Vaters und hatte M¨¹he, das Gleichgewicht zu halten, als er sie mit sich zog, w?hrend er mit kr?ftigen Schritten durch die Halle ging. "Er ist Alpha Dane, wir haben seit einiger Zeit eine schwere Zeit hinter uns, sieh zu, dass du die Wogen gl?tten kannst". sagte Alpha-K?nig Lothaire zu Neveah in der verlorenen Wolfssprache. Da Neveah keinen Wolf hatte, war sie nicht mit der Gedankenverbindung des Rudels verbunden, und so hatte ihr Vater herausgefunden, dass die einzige M?glichkeit, in Situationen wie dieser, in denen es W?lfe mit fortgeschrittenem Geh?r gab, privat zu kommunizieren, darin bestand, dass Neveah die alte Wolfssprache lernte, die als verloren galt. Neveah verdrehte die Augen. Sie hatte geh?rt, dass ihr Vater versucht hatte, eines von Alphadanes Territorium zu erwerben, was diengj?hrige Freundschaft auf eine harte Probe gestellt hatte. Zwar hatte Neveah auch geh?rt, dass ihr Vater schlie?lich einen R¨¹ckzieher gemacht hatte, aber Alpha Dane war immer noch misstrauisch. Neveah war der Meinung, dass sich alles kl?ren w¨¹rde, wenn ihr Vater seinen himmelhohen Stolz auch nur ein wenig senken und sich entschuldigen w¨¹rde, dann w?re alles in Ordnung. "Was soll ich denn tun?" fragte Neveah zur¨¹ck, "Ich werde mich nicht entschuldigen, sondern ihm Honig ums Maul schmieren ... was auch immer es ist, das die Leute dazu bringt, sich f¨¹r dich zu erw?rmen, beschwichtige ihn einfach irgendwie, ich kann es nicht gebrauchen, dass einer meiner st?rksten Alphas in Zeiten wie diesen mit mir im Streit liegt ... und das ist keine Bitte, du wei?t, dass ich keine Bitten stelle." sagte Alphak?nig Lothaire in einem strengen Ton. Neveah biss sich leicht auf die Lippe, um ihre Wut zu z¨¹geln, w?hrend sie nickte. "Wie Vater w¨¹nscht." erwiderte Neveah leise, Sie hielten vor einem Mann mittleren Alters mit einem freundlichen Gesicht an, und Neveah beobachtete, wie ihr Vater mit ihm einen festen H?ndedruck austauschte. "Neveah, das ist Alpha Dane vom Eclipse Hunt Pack ... Dane, das ist meine Tochter Neveah." stellte Alpha King Lothaire vor. Neveah neigte zur Begr¨¹?ung den Kopf, w?hrend Alpha Dane nickte, ein warmes L?cheln auf seinem Gesicht, als er Neveah musterte und zustimmend nickte. "Wie ich h?re, wurdest du als Omega geboren... armes Kind, der Sch?pfer ist gerecht und hat dich mit der Gabe der Heilung gese, am Ende gleicht sich alles aus." sagte Alpha Dane mit einem L?cheln und klopfte Neveahs Schulter. Neveah reagierte eine Sekundeng nicht, bis sie sp¨¹rte, wie sich der Griff ihres Vaters um ihren Arm fast schmerzhaft verst?rkte, was sie aufr¨¹ttelte. "Mein Vater hat mir so viel ¨¹ber dich erz?hlt, Alpha Dane, dass du wie eine Familie bist... Ich sehe es jetzt ein, wenn es f¨¹r dich in Ordnung ist, w¨¹rde ich dich gerne Onkel nennen." sagte Neveah und verzog ihre Lippen zu einem sch¨¹chternen L?cheln. Alpha Dane brach in herzhaftes Lachen aus und nickte zustimmend. "Gewiss, gewiss." sagte Alpha Dane in einem warmen Ton. "Onkel Dane, verzeih mir die St?rung ... ich habe geh?rt, dass du unter Knieschmerzen leidest, die von einer alten Kampfwunde herr¨¹hren, die dir Silber zugef¨¹gt hat." "Ich habe gerade erst mit meiner Heilerausbildung begonnen, aber ich habe ein paar Tricks gelernt, wenn es dir nichts ausmacht... k?nnte ich mir das mal ansehen?" fragte Neveah hoffnungsvoll. Alpha Dane''s Augen wurden noch weicher als in dem Moment, als er sie sah, und er nickte. "Eigentlich w¨¹rde ich mich freuen, wenn du dir auch meine Gef?hrtin ansehen k?nntest", sagte Alpha Dane und winkte seiner Gef?hrtin zu, die irgendwo auf der anderen Seite des Raumes mit einigen anderen Lunas in ein Gespr?ch vertieft war. "Das ist Colleen, meine Gef?hrtin." stellte Alpha Dane sie vor. "Luna Colleen, es ist mir ein Vergn¨¹gen, dich kennenzulernen." sagte Neveah und verbeugte sich. "Hallo, Kind, du nennst meinen Dane Onkel und mich Luna? Wir sind hier ein bisschen zu ungerecht, oder?" sagte Luna Colleen mit einem Schmollmund, bevor sie Neveah in eine Umarmung zog. "Liebes, ich wollte fragen, ob Neveah mir einen Gefallen tun und sich sp?ter um dich k¨¹mmern w¨¹rde, du wei?t ja... sie ist Heilerin." gab Alpha Dane an seine Gef?hrtin weiter. "W¨¹rdest du?" fragte Luna Colleen mit einem L?cheln. "Das brauche ich nicht, herzlichen Gl¨¹ckwunsch, ich sehe, dass Tante Colleen schwanger ist." sagte Neveah in einem ruhigen Ton. Alpha Dane und Luna Colleen tauschten schockierte Blicke aus. "Das kannst du sehen? Ohne mich ¨¹berhaupt zu untersuchen?" fragte Luna Colleen und Neveah nickte. "Wir haben auf eine h¨¹bsche W?lfin gehofft, genau wie du, aber unsere Heilerin sagt, sie kann es nicht erkennen, der Herzscg des Welpen ist unregelm??ig und sie konnte kaum Anzeichen einer Schwangerschaft feststellen...um ehrlich zu sein, wir haben wirklich Angst." antwortete Luna Colleen in einem leisen Ton. "Darf ich?" fragte Neveah und deutete auf Luna Colleens noch chen Bauch, Luna Colleen nickte. Neveah l?ste ihre Hand vom Ellbogen ihres Vaters, trat vor und legte eine Hand auf Luna Colleens Bauch. Neveahs Augen fielen zu und sie verharrte einen Momentng in dieser Position, bevor ihre Augen mit einem besorgten Gesichtsausdruck wieder auftterten. "Was, was ist los?" fragte Alpha Dane, und Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Ich muss es mir in einer ruhigeren Umgebung genauer ansehen, um es genau zu sagen, aber obwohl der Puls schwach ist, besteht keine unmittelbare Gefahr." versicherte Neveah und sah zu, wie das Paar erleichtert aufatmete. "Ist es ein M?dchen? Kannst du es erkennen?" Alpha Dane fragte aufgeregt, Neveah nicktengsam undchte leise ¨¹ber Alpha Danes Aufregung. "M?dchen, Onkel Dane, es sind zwei." verriet Neveah leise. Alpha Dane schnappte nach Luft, w?hrend Luna Colleen aufgeregt quiekte. "Sag mir, dass es ihnen gut gehen wird, kannst du mir das versprechen?" fragte Luna Colleen in einem flehenden Ton, Neveah nicktengsam. "Wenn du es mir eubst, werde ich alles tun, was ich kann, um eine sichere Geburt deiner Welpen zu gew?hrleisten." versicherte Neveah. "Danke, vielen Dank." sagte Luna Colleen und zog Neveah in eine feste Umarmung. "Es ist mir ein Vergn¨¹gen, Tante Colleen, mein Vater sagt, dass die Familie immer f¨¹reinander da ist." sagte Neveah. "Sie ist erstaunlich." fl¨¹sterte Luna Colleen, als sie Alpha King Lothaire in eine liebevolle Umarmung zog, bevor sie ihrem Mann einen strengen Blick zuwarf. Alpha Dane tat es seiner Gef?hrtin gleich, und die beiden Alphas umarmten sich unter dem Jubel der Ballbesucher gegenseitig. "Verzeiht uns, wir m¨¹ssen uns um die anderen G?ste k¨¹mmern." sagte Alphak?nig Lothaire. "Sehen wir uns morgen?" fragte Luna Colleen in einem hoffnungsvollen Ton. "Nat¨¹rlich, ich werde dich finden." versprach Neveah, bevor ihr Vater sie wegzog, um sich um die anderen G?ste zu k¨¹mmern. Chapter 6: Die Wirklichkeit einer Prinzessin (Kap.6)

Chapter 6 - Die Wirklichkeit einer Prinzessin (Kap.6)

"Mit Dane habt ihr gute Arbeit geleistet. Ich werde euch alles zur Verf¨¹gung stellen, was ihr ben?tigt. Stellt sicher, dass die Welpen sicher zur Welt kommen. Auf diese Weise wird Dane mir ewig verpflichtet sein," wies Alpha-K?nig Lothaire an, als sie nach den Vorstellungen auf ihre Pl?tze zur¨¹ckkehrten. "Ganz nach Vaters Wunsch," antwortete Neveah leise. "Von meinen Quellen habe ich au?erdem erfahren, dass unter meinen Alphas Verrat gent wird. Ich m?chte, dass ihr das untersucht." beauftragte Alpha-K?nig Lothaire. "Welche von ihnen?" fragte Neveah. "Der Alpha des Eclipse w Rudels. Sein Sohn ist jung, ohne Gef?hrtin und seine Augen folgen dir, seitdem du den Saal betreten hast. Eine leicht zu manipulierende Informationsquelle. Ich bin zuversichtlich, dass du wei?t, was zu tun ist," fuhr Alpha-K?nig Lothaire fort. "Scmpe." Neveah musste nicht nachsehen, um zu wissen, dass die Worte von ihrem Stiefbruder kommen, da er neben ihrem Vater und ihr selbst der Einzige war, der die verlorene Wolfs-Sprache studiert hatte. "Alessio..." sagte Alpha-K?nig Lothaire in einem warnenden Tonfall, und seine raue Stimme brachte seinen Sohn tats?chlich zum Schweigen. "Da ist er, er kommt gerade auf dich zu..." sagte Alpha-K?nig Lothaire zu Neveah, als ein junger, attraktiver Mann auf sie zukam. "Seid gegr¨¹?t, K?nig Lothaire. Darf ich die Prinzessin zum Tanz bitten?" fragte der junge Mann und verneigte sich. "Sie spricht f¨¹r sich selbst. Neveah?" rief Alpha-K?nig Lothaire an, Neveah erhob sich und nahm die ausgestreckte Hand des jungen Mannes. "Ich bin Lucas Varleston, der Sohn von Alpha Varleston vom Eclipse w Rudel," stellte sich der junge Mann vor, w?hrend er Neveah aus der Mitte des Ballsaals f¨¹hrte. "Neveah Omega Lothaire. Aber meinen Vater hast du bereits kennengelernt," antwortete Neveah in einem leeren Ton. Neveah sp¨¹rte Lucas'' Hand auf ihrem R¨¹cken. Sie legte ihre H?nde auf Lucas'' Schulter und sie wiegten sichngsam zur Musik. "Du bist atemberaubend sch?n, Prinzessin Neveah," fl¨¹sterte Lucas voller Bewunderung, w?hrend er auf Neveah hinunterblickte. "Und du bist ein beherzter junger Wolf," antwortete Neveah oberfl?chlich, mit einer leeren und emotionslosen Stimme. "Und du kannst mich einfach Neveah nennen," f¨¹gte Neveah leise hinzu. "Du scheinst an unserem Gespr?ch nicht interessiert zu sein. War ich vielleicht zu forsch?" fragte Lucas, als er Neveahs ausdruckslosen Blick bemerkte. Neveah unterdr¨¹ckte den Drang, die Augen zu rollen und die Wahrheit auszusch¨¹tten - dass sie lieber woanders w?re als hier, unter den raubtierhaften Blicken. Jedoch konnte Neveah den Blick ihres Vaters auf sich sp¨¹ren. Sie wusste, dass er nicht z?gern w¨¹rde, sie auf der Stelle niederzurei?en, wenn sie einen seiner Pl?ne durchkreuzte. Neveah war sich au?erdem bewusst, dass ihr Vater mit seinem empfindlichen Geh?r vermutlich jedes einzelne Wort ihrer Unterhaltung h?ren konnte. Sie korrigierte rasch ihren Ausdruck. "Darf ich ehrlich zu dir sein?" fragte sie leise und Lucas nickte zustimmend. "Eigentlich bin ich nicht gerne auf solchen Veranstaltungen. Es ist... erdr¨¹ckend, wenn du verstehst, was ich meine. Und dieses Kleid erdr¨¹ckt mich ebenfalls..." begann Neveah. "Ich wei?, es klingt seltsam. Schlie?lich war ich mein ganzes Lebenng auf solchen Veranstaltungen. Ich sollte mich daran gew?hnt haben, aber heute war ein wirklich stressiger Tag," "Und ich w?re lieber drau?en in der Natur, mit frischer Luft im Gesicht. Und vielleicht w¨¹rde ich auch gerne meine Haare offen tragen." Neveah hielt inne, als sie den am¨¹sierten Ausdruck auf Lucas'' Gesicht bemerkte. "Ich schweife ab, oder? Im Namen des Sch?pfers, ich mache mich zum Gesp?tt..." seufzte Neveah. "Nein, nein...nat¨¹rlich nicht. Es ist nur...nun ja, s¨¹?," antwortete Lucas mit einem L?cheln. "Ich habe schon viele Komplimente bekommen, aber noch nie wurde ich als ''s¨¹?'' bezeic... Ich nehme es trotzdem an," erwiderte Neveah mit einem Schulterzucken. "Wie w?re es, wenn ich dich auf einen Spaziergang mitnehme und du mir dein Schloss zeigst? Vielleicht l?sst du dabei auch deine Haare runter und wenn der Abend so verl?uft, wie ich es mir vorstelle... vielleicht kommt dazu dieses wundersch?ne Kleid bald ab..." schlug Lucas anz¨¹glich vor. Neveah schluckte ihren Ekel hinunter und formte stattdessen ein unschuldiges L?cheln auf ihren Lippen. "Oder wir gehen einfach spazieren und lernen uns vielleicht besser kennen," korrigierte Neveah. Lucas kicherte leise und nickte zustimmend. "Auf dich angesprochen?" fragte Lucas und Neveah nickte. Sie warf einen letzten Blick auf den strengen Blick ihres Vaters, bevor sie den Ballsaal verlie?.__________________ "Wie konntest du sie hierher kommenssen?! Wir sind sie endlich losgeworden, und dann hast du hinter meinem R¨¹cken diese Omega hierher geholt und sie als deine Tochter vorgef¨¹hrt ... jeder, der in der Eclipse-Dom?ne etwas zu sagen hat, war dabei!" Neveah lie? die Hand sinken, die gerade an die T¨¹r zum Arbeitszimmer ihres Vaters klopfen wollte, als sie den w¨¹tenden Ton ihrer Stiefmutter h?rte. Von allen W?lfen des Eclipse Fang Rudels, die Neveah verabscheuten, wusste Neveah, dass keiner der Alphak?nigin Vilma das Wasser reichen konnte. Es gab Zeiten, in denen Neveah sich fragte, wie eine Frau so viel Hass f¨¹r sie empfinden konnte, dass sogar Neveahs blo?e Existenz an ihren Nerven zerrte. Als Neveah viel j¨¹nger war, hatte sie versucht, alles zu tun, um der Alphak?nigin zu gefallen, und Neveah hatte geubt, wenn sie es nur gut genug machte, w¨¹rde K?nigin Vilma sie vielleicht nicht so sehr hassen. Doch egal, wie sehr sich Neveah bem¨¹hte, egal, wie unterw¨¹rfig sie sich gab, egal, wie sehr sie sich ohne den geringsten Protest mit F¨¹?en treten lie?, Alphak?nigin Vilma schien Neveah nur noch mehr zu hassen. Dann, eines Tages, hatte Neveah es endlich verstanden und aufgegeben. F¨¹r Alphak?nigin Vilma w¨¹rde Neveah immer eine st?ndige Erinnerung an die Untreue ihrer Gef?hrtin sein, f¨¹r sie war Neveah besser tot. "Antworte mir, Lothaire! Ist dir Omega wichtiger als ich?! Willst du sehen, wie ich verr¨¹ckt werde?" Alphak?nigin Vilma schrie. "Ihr Name ist Neveah und sie ist deine Tochter, unsere Tochter ... damit ist Schluss." erwiderte Alphak?nig Lothaire in ruhigem Ton. Neveah widerstand dem Drang, leise zu sp?tteln, als sie die Antwort ihres Vaters h?rte. Wenn man ihren Vater diese Worte sprechen h?rte, w¨¹rde man uben, dass er sich tats?chlich um Neveah sorgte... aber Neveah wusste es besser. "Du hast mir schon vornger Zeit versprochen, sie zu verheiraten!" beharrte Alphak?nigin Vilma. "Und das werde ich ... sobald ich den H?chstbietenden habe." erwiderte Alphak?nig Lothaire. Neveah biss sich leicht auf die Lippe, als sie sich umdrehte, um zu gehen, doch beim ng der Stimme ihres Vaters erstarrte sie in ihrem Schritt. "Ich wei?, dass du da bist, Neveah, komm herein." Die Stimme von Alpha King Lothaire erreichte Neveah, die sichngsam umdrehte und in das Arbeitszimmer ging. Neveah machte sich nicht die M¨¹he, sich umzusehen, sie konnte die Anwesenheit ihres Stiefbruders Alessio sp¨¹ren, und die w¨¹tenden Schreie ihrer Stiefmutter hatten ihre Anwesenheit bereits verraten, als Neveah an der T¨¹r ankam. "Hast du die Informationen bekommen, die ich brauche?" fragte Alphak?nig Lothaire in einem ruhigen Ton, als h?tte er nicht gerade davon gesprochen, Neveah an den Meistbietenden zu verheiraten, als w?re sie eine Art Ware. Sie zogen nicht einmal die Tatsache in Betracht, dass Neveah vielleicht in naher Zukunft ihre Gef?hrtin finden k?nnte, aber Neveah wusste, dass ihnen das v?llig egal war, denn ihr Vater w¨¹rde eher denjenigen t?ten, der das Pech hatte, ihre Gef?hrtin zu sein, als dass er sich durch die Paarungsbindung seine Pl?ne vereiteln lie?e. "Das Eclipse-Krallen-Rudel ist definitiv in irgendeiner Weise daran beteiligt, aber sie scheinen nicht der Drahtzieher zu sein. antwortete Neveah leise. "Und das ist alles?" fragte Alphak?nig Lothaire in einem geschmacklosen Ton. "Ich werde mehr Zeit brauchen, um alles herauszufinden." erwiderte Neveah. "Aber du hast ihn in der Falle?" Alphak?nig Lothaire fragte nach einer Best?tigung. "Ja, Vater." antwortete Neveah leise. "Gut, dann bleib dran. Je mehr er sich in dich verliebt, desto besser... Ich w¨¹rde gerne den Gesichtsausdruck seines stolzen Vaters sehen, wenn sein Sohn um deine Hand anh?lt." sagte Alpha Lothaire mit einem kleinen Schmunzeln. "Dein Haar und dein Kleid sind ruiniert ... du hast mit ihm gescfen, nicht wahr?" Alessios Stimme unterbrach das Gespr?ch und sowohl Neveah als auch Alphak?nig Lothaire warfen ihm einen kurzen Blick zu. "Musst du das noch fragen? Wisst ihr denn nicht, was f¨¹r eine Scmpe sie ist?" spottete Alphak?nigin Vilma in einem angewiderten Tonfall. Neveah wandte ihren Blick wieder ihrem Vater zu, sie konnte sehen, dass ihn die groben Worte, die seine Gef?hrtin und sein Sohn ihr gegen¨¹ber gebrauchten, nicht im Geringsten st?rten, snge sie ihrem K?rper nicht schadeten, konnte es Alpha-K?nig Lothaire egal sein. "Nein ... habe ich nicht, aber das werde ich, und ich werde jede einzelne Sekunde davon genie?en." spuckte Neveah aus, als sie sich herumdrehte und aus dem B¨¹ro ihres Vaters st¨¹rmte. "Nicht weinen, wag es ja nicht zu weinen." murmelte Neveah vor sich hin, w?hrend sie durch die G?nge des Schlosses und in den Wald st¨¹rmte, wobei ihr die Tr?nen ungehindert ¨¹ber die Wangen liefen. Als Neveah sicher war, dass sie weit genug gufen war, blieb sie stehen, sackte zu Boden und lehnte ihren Kopf gegen einen Baum. "Prinzessin Neveah? Was f¨¹r ein Scherz!" Neveah schluchzte, w?hrend sie ihre Knie an die Brust dr¨¹ckte und ihr Gesicht darin vergrub und sich die Seele aus dem Leib weinte, bis sie nicht mehr weinen konnte. Chapter 7: Intruder (Ch.7)

Chapter 7 - Intruder (Ch.7)

"Eindringling!!! Eindringling!!!" Neveahs Augen rissen bei denuten Schreien, die aus dem Schloss kamen, verscfen auf, Der Rest des Scfesg noch in Neveahs Augen und sie hob eine Hand, um sie m¨¹de abzureiben. Neveah blickte sich in ihrer Umgebung um und war einen Momentng ¨¹berrascht, die vertrauten Baumgruppen und das dichte Gr¨¹n des Waldes hinter dem Eclipse-Pst zu sehen. Dieser Wald war ein Ort, den Neveah in ihrer Kindheit h?ufig aufgesucht hatte, wenn ihr alles zu viel wurde und sie dem Ganzen entfliehen musste, wenn auch nur f¨¹r einen kurzen Moment. Da sie mit dieser Umgebung vertraut war, konnte Neveah feststellen, dass sie viel tiefer in diesen Wald hineingegangen war, als sie es jemals zuvor getan hatte. Es dauerte einen Moment, bis Neveah sich daran erinnerte, wie sie ¨¹berhaupt hierher gekommen war, und nachdem sich ihre verwirrte Erinnerung gelegt hatte, stie? sie einen Seufzer der Ersch?pfung aus. "Vater w¨¹rde mir den Kopf abrei?en, wenn er mich hier drau?en findet." murmelte Neveah in einem geschmacklosen Ton zu sich selbst. Neveah hatte gar nicht bemerkt, dass sie an einen Baum gelehnt eingescfen war, nachdem sie aus dem Schloss geflohen war, und sie erinnerte sich an die strenge Warnung ihres Vaters, dass sie sich nie wieder in den Wald wagen d¨¹rfe. Nach seinen Worten war der Wald kein Ort f¨¹r schwache und erb?rmliche Menschen, die sich nicht verteidigen konnten, au?er mit einem h¨¹bschen Gesicht. Obwohl Alphak?nig Lothaire von einem f¨¹rsorglichen und liebevollen Vater weit entfernt war, sch?tzte er Neveah wegen der Vorteile, die ihre k?rperlichen F?higkeiten ihm bringen k?nnten, Und das, was er am meisten f¨¹rchtete, war, dass Neveah extrem emotional werden und sich selbst verletzen w¨¹rde, so dass er sie nicht mehr f¨¹r seine Zwecke benutzen k?nnte. Neveah hatte tats?chlich dar¨¹ber nachgedacht, als sie noch sehr viel j¨¹nger war, ihr Leben zu beenden und ihren Vater in dem Verlust seiner Regaltroph?e und seines Lieblingsspielzeugs schwelgen zussen. Doch Neveah hatte schnell erkannt, dass sie ihrer Stiefmutter damit nur einen gro?en Gefallen tun w¨¹rde, wenn sie ihrem Vater eins auswischen w¨¹rde, und so hatte sie diese Gedanken verdr?ngt. Obwohl kaum etwas in Neveahs Leben nach ihrem eigenen Willen geschehen war, hatte Neveah das Gef¨¹hl, dass sie zumindest den Tag ihres Todes und die Art ihres Todes selbst bestimmen konnte. Neveahs empfindliche Ohren h?rten das Heulen und wilde Knurren des Wolfsrudels aus der Ferne, das wahrscheinlich den Eindringling verfolgte. Es war selten, dass jemand so waghalsig war, in Eclipse-Territorium einzudringen, und Neveah fragte sich, warum ausgerec heute Nacht ein Eindringling aufgetaucht war. "Es ist eine Sache nach der anderen." murmelte Neveah ersch?pft, w?hrend sie sich gegen den Baum lehnte. Neveah war sich nicht einmal sicher, wienge sie schon im Wald unterwegs war, es konnten sogar Tage sein. Die Tatsache, dass niemand ihre Abwesenheit bemerkte, z?hlte nicht viel, denn Neveah wurde nur wahrgenommen, wenn man sie brauchte, ansonsten war sie wieder die unbedeutende Omega. Neveah hatte nicht die Absicht, zum Schloss zur¨¹ckzukehren, die Anwesenheit eines Eindringlings ging sie nichts an. Selbst wenn ein Rudel von Schurken in diesem Moment einen Angriff starten w¨¹rde, w¨¹rde sich Neveah kaum darum k¨¹mmern... sie hatte sich schonnge davon distanziert, sich als Eclipse-Wolf zu identifizieren. Was auch immer geschah, die Eclipse-W?lfe konnten mit ihren eigenen Problemen fertig werden, es war ihr v?llig egal. Neveah wurde hellh?rig, als sie Schritte h?rte, die in ihre Richtung kamen. Abgelenkt von ihren Gedanken, hatte sie die Schritte nicht einmal wahrgenommen, bis sie nun ganz nah waren. Neveah war emotional zu ersch?pft, um in Panik zu geraten, und so starrte sie einfach mit leerem Blick weiter, als bald eine Silhouette aus dem Schutz der B?ume hervortrat. Neveah blinzelte, um einen genaueren Blick zu erhaschen, und ihre Augen weiteten sich vor ¨¹berraschung, als sie das Gesicht der Silhouette wahrnahm. Mit pechschwarzem Haar und Augen von grenzenloser Dunkelheit, die wie schwarzer Onyx schimmerten, und einem Gesicht, das mit gr??ter Sorgfalt vom Sch?pfer selbst geformt worden zu sein schien, Der schneidig gut aussehende junge Mann raste in Neveahs Richtung. Gab es tats?chlich jemanden, der so gut aussah? Was war das? Ein himmlisches Wesen?'' Neveah gr¨¹belte ehrf¨¹rchtig. Neveah war es gewohnt, wegen ihres Aussehens schockierte Blicke zu ernten, aber sie hatte nicht erwartet, dass es tats?chlich jemanden gab, der mit ihrem Aussehen konkurrieren und es sogar in den Schatten stellen konnte. Und was noch schlimmer war, dieser Jemand war sogar ein Mann. Neveah brauchte einen Moment, um wieder in die Realit?t zur¨¹ckzufinden und zu erkennen, dass dies der Eindringling war. "Nat¨¹rlich muss der Eindringling hier vorbeikommen." murmelte Neveah zu sich selbst, w?hrend sie leicht mit den Augen rollte. Doch Neveah bereute ihre Worte sofort, als der Eindringling abrupt stehen blieb und sie endlich bemerkte. Neveah sah erschrocken zu, wie der Eindringling einen Blick auf ihre Umgebung warf und sich vergewisserte, dass die Eclipse-Krieger noch in einiger Entfernung waren, Dann ?nderte der Eindringling seine Richtung und pirschte sich mitngsamen, raubtierhaften Schritten an die wie erstarrt dastehende Neveah heran. Jeder Schritt, den er machte, war leicht und fastutlos, als ob seine F¨¹?e nicht einmal den Waldboden ber¨¹hrten, Neveah war wie bet?ubt, als der Eindringling direkt vor ihr stehen blieb, mit kaum einem Zentimeter Abstand zwischen ihnen, er hockte sich hin und starrte Neveah direkt in die Augen. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und verdr?ngte so ihre Benommenheit. "Ich will gar nicht wissen, warum du das Gebiet der Eclipse Fang betrittst, aber ub mir, du wirst hier nicht lebend rauskommen." betonte Neveah und starrte den Eindringling mit einem leeren Blick an. Die Lippen des Eindringlings verzogen sich zu einem raubtierhaften Grinsen, als er sich dicht an Neveahs Gesicht heranpirschte, und Neveah sp¨¹rte, wie sich ihr Herzscg beschleunigte, als der Geruch des Eindringlings in ihre Nasenl?cher stieg. ''Drachenwandler!'' rief Neveah in Gedanken aus, als der Geruch von Feuer und Asche ihre empfindlichen Nasenl?cher ¨¹berflutete. Neveahs ganzer K?rper erstarrte augenblicklich, als ihr r wurde, was f¨¹r eine Kreatur da vor ihren Augen stand. Was f¨¹r eine Art von Shiftern waren Drachen-Shifter? Sie waren die m?chtigste Existenz in der gesamten ¨¹bernat¨¹rlichen Welt. Sie standen an der Spitze der Nahrungskette, die G?tter des Reiches, ihre blo?e Existenz war der Inbegriff roher, unverf?lschter Macht! Wer im gesamten ¨¹bernat¨¹rlichen Reich f¨¹rchtete sie nicht? Sie waren die unbezwingbaren Herrscher des ¨¹bernat¨¹rlichen Reiches! Unbarmherzig, blutd¨¹rstig und m?chtig! Mit einer pl?tzlichen Bewegung beugte sich der Drachenwandler vor, und in diesem Moment explodierte Neveahs Herz vor Panik, sie wagte es nicht, sich zu bewegen, sie wagte nicht zu sprechen, sie wagte es nicht, zu zucken ... zum Teufel! Neveah wagte nicht einmal zu atmen! Chapter 8: Wir schaffen es nicht rechtzeitig (Kap.8)

Chapter 8 - Wir schaffen es nicht rechtzeitig (Kap.8)

Mit einer pl?tzlichen Bewegung beugte sich der Drachenwandler nach vorne, und in diesem Moment explodierte Neveahs Herz vor Panik, Sie wagte es nicht, sich zu bewegen, sie wagte es nicht zu sprechen, sie wagte es nicht, zu zucken ... zum Teufel! Neveah wagte nicht einmal zu atmen! Der Drachenwandler lehnte sich immer n?her heran, bis sein Gesicht gegen Neveahs Haar gepresst war, und dann nahm er einen tiefen, anhaltenden Atemzug. Hat er mich gerade beschnuppert?! rief Neveah aus, w?hrend sie darum k?mpfte, dass ihr Herz nicht aus ihrer Brust sprang. "Sssstrrrong Wooollf..." Der Drachenwandler murmelte in einem tiefen, gutturalen Ton, ein zustimmendes Brummen ert?nte tief aus seiner Brust. Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass dieser Drachenwandler nicht viel sprach, seine Worte und Handlungen ngen eher bestialisch als menschlich. Was Neveah jedoch mehr erstaunte, war die Tatsache, dass der Drachenwandler in der Lage war, ihren Alphawolf zu erkennen, indem er sie einfach beschnupperte. Das war der Gipfel exzellenter Sinne, scharf genug, um so leicht ein Geheimnis herauszufinden, das Neveah songe geh¨¹tet hatte. Und diese Tatsache erschreckte Neveah nur noch mehr, aber Neveah ermahnte sich selbst, ihren Verstand zu sammeln. "Ich ... ich ... was willst du?" stotterte Neveah in falscher Tapferkeit, als der Drachenwandler sich ein wenig zur¨¹cklehnte, so dass er Neveah direkt in die Augen blicken konnte. Neveah erwartete nicht wirklich eine Antwort von dem Drachenwandler, und so war sie nicht ¨¹berrascht, als sie keine erhielt, Im n?chsten Moment zuckten ihre Ohren, als sie das Aufscgen von Pfoten auf dem Boden h?rte, und Neveah wusste, dass die Eclipse-Krieger nahe waren. Der Drachenwandler hatte das Ger?usch offensichtlich auch wahrgenommen, vielleichtnge vor Neveah, denn seine Lippen verzogen sich zu einem Raubtiergrinsen, das ein Paar makellos wei?e, aber erschreckend scharfe Z?hne offenbarte. Dann hob er den Kopf und warf Neveah einen letzten Blick zu, mit einem komplizierten Ausdruck in seinem Blick, aber er verweilte nichtnge genug, damit Neveah herausfinden konnte, was es war, und raste blitzschnell davon. Neveah blinzelte ¨¹berrascht, sie war sich nicht sicher, was sie von dieser Situation halten sollte, und sie hatte nicht viel Zeit daf¨¹r, denn im n?chsten Moment sah sie eine Armee von Eclipse, Sie sah eine Armee von Eclipse-W?lfen, angef¨¹hrt von dem, was Neveah als den massigen grauen Wolf ihres Vaters erkannte. Neveah erhob sich, als der riesige Wolf ihres Vaters, der aus puren Muskeln bestand, vor ihr stehen blieb, in seine menschliche Gestalt wechselte und auf sie zust¨¹rmte. "Bist du verletzt?" fragte Alphak?nig Lothaire seine Tochter in einem leeren Ton, und Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf. "Geh zur¨¹ck in dein Quartier und bleib dort, bis die Sache gekl?rt ist." befahl Alphak?nig Lothaire, w?hrend er an Neveah vorbeiging und sich im Handumdrehen in seine Wolfsgestalt zur¨¹ckverwandelte. Neveah sah zu, wie ihr Vater die Krieger anf¨¹hrte und durch den Wald rannte, um den Eindringling zu verfolgen. "Aber er ist nicht in diese Richtung gegangen..." murmelte Neveah leise, als sie bemerkte, dass die Eclipse-W?lfe eine ganz andere Richtung eingescgen hatten als der Eindringling. Und Neveah konnte es ihnen nicht einmal ver¨¹beln, denn obwohl sie mit ihren Augen deutlich gesehen hatte, dass der Eindringling nach Osten gegangen war, f¨¹hrte seine F?hrte aus irgendeinem Grund nach S¨¹den. "Na ja, es geht mich ja nichts an." erinnerte sich Neveah, als sie sich auf den Weg zur¨¹ck in ihr Zimmer machte, Neveah stapftengsam durch den Wald und seufzte ¨¹ber das Gewicht und die Unbequemlichkeit des Ballkleides, das sie immer noch trug, Neveah f¨¹hlte sich sehr ersch?pft, es war schon viel zunge her, dass sie sich eubt hatte, wegen Prinz Alessio und seiner Mutter Tr?nen zu vergie?en. Neveah dachte, dass sie nach so vielen Jahren, in denen sie von dem Mutter-Sohn-Paar k?rperlich, emotional und anderweitig missbraucht worden war, ein dickes Fell h?tte, Sie h?tte sich ein dickes Fell f¨¹r die verletzenden Worte und besch?menden Anschuldigungen zugelegt, die sie ihr immer wieder entgegenschleuderten, Aber Neveah sch?tzte, dass sie nicht so z?h war, wie sie dachte, denn es war siebzehn Jahre her und sie lie? sich immer noch von ihren Worten und Taten beeinflussen, Neveah seufzte erneut, als ihr bewusst wurde, wie tief sie in den Wald hineingegangen war, es w¨¹rde ewig dauern, die Strecke bis zu ihrem Zimmer zur¨¹ckzulegen, Und so gern sie sich auch das Kleid vom Leib gerissen h?tte, sie wollte Prinz Alessio nicht noch mehr Beweise liefern, mit denen er sie als Scmpe abstempeln konnte. Neveah wurde durch einenuten, durchdringenden Schrei, der durch den Wald hallte, aus ihren Gedanken gerissen. Neveah erstarrte in ihrem Schritt, ihre empfindlichen Ohren zuckten und sie erkannte sofort die Richtung, aus der der Schrei gekommen war, und die wahrscheinliche Quelle des Schreis. Was auch immer das f¨¹r ein Ger?usch war, Neveah wusste, dass es eindeutig der Schrei eines jungen Welpen war, der sich in Gefahr befand, und dass das Ger?usch aus der Richtung kam, die der Drachenwandler eingescgen hatte, also genau entgegengesetzt zu dem Weg, den die Eclipse-Krieger genommen hatten. "Das geht mich nichts an." erinnerte sich Neveah, als sie sich anschickte, ihren Weg fortzusetzen und den Schrei zu ignorieren, doch dann war er wieder da. Der durchdringende Schrei kam ein zweites Mal, diesmaluter, und wenn es etwas gab, das Neveah in diesem Schrei sp¨¹ren konnte, dann war es Angst ... nein, Angst war eine Untertreibung, das war Terror. Roher, unverf?lschter Schrecken, und alles, woran Neveah denken konnte, war die Tatsache, dass, wer auch immer dieser Welpe war, er in gro?er Gefahr schwebte. Und im Moment wusste Neveah in ihrem Herzen, dass sie die Einzige war, die etwas dagegen tun konnte, Neveah konnte das Ger?usch stampfender Pfoten h?ren, die Eclipse-Krieger hatten die Schreie geh?rt und wichen zur¨¹ck, aber sie waren noch zu weit weg... viel zu weit weg, um etwas tun zu k?nnen. Neveah konnte sehr wohl ein Auge zudr¨¹cken, wenn die ganze Eclipse-Dom?ne zusammenbrach... aber ein Kind? Neveah wollte nicht so eine Person sein. "Sie werden es nicht rechtzeitig schaffen..." murmelte Neveah ver?rgert, w?hrend sie sich hinunterbeugte und ihr Kleid zerriss, um ihre Beine zu befreien, bevor sie in die Richtung rannte, aus der die Schreie gekommen waren. Chapter 9: Der schwarze Drache (Kap.9)

Chapter 9 - Der schwarze Drache (Kap.9)

Neveah raste mit atemberaubender Geschwindigkeit durch den Wald, wobei sie sich unter niedrig h?ngenden ?sten hindurch duckte und ¨¹ber umgest¨¹rzte Baumst?mme sprang. Es war schon viel zunge her, dass Neveah sich mit ihrer tats?chlichen Geschwindigkeit bewegt hatte. Ihr selbst kam es vor wie ein Wunder, wie sie mit solch einer Geschwindigkeit durch den Wald raste, dass ihre F¨¹?e kaum den Waldboden ber¨¹hrten. Bald erreichte Neveah eine Abzweigung und sprang scharf ab. Ihre Nase zuckte leicht, als sie den Geruch von Blut wahrnahm. Ihr Blick durchk?mmte den Wald und blieb schlie?lich an einer Gestaltwandlerin haften, die blutend und mit einem tiefen Schnitt am Hinterkopf, auf dem Boden kroch. Betrachtete Neveah die Frau genauer, erkannte sie, dass es ihre Gouvernante war. Im selben Moment, in dem Neveah dar¨¹ber nachdachte, ob sie umkehren sollte, drehte die Gouvernante ihren Kopf in ihre Richtung. ?Prinzessin! Prinzessin, hilf mir! Er hat meinen Sohn! Er hat meinen Welpen!" rief die Gouvernante verzweifelt, als sie Neveah bemerkte. F¨¹r einen Moment war Neveah wie gel?hmt angesichts der Verzweiflung in der Stimme ihrer Gouvernante, dies war immerhin die W?lfin, die ihr das Leben seit ihrer Kindheit zur H?lle gemacht hatte. So sehr Neveah auch Genugtuung im Leid ihrer Gouvernante empfinden wollte, es war ihr einfach unm?glich, etwas anderes als Mitgef¨¹hl zu zeigen. Schlie?lich war sie auch die W?lfin, die Neveahs eigene Mutter l?cherlich gemacht und mit den schlimmsten Namen beschimpft hatte. Am Ende des Tages war sie selbst auch eine Mutter und bereit so weit zu gehen, k?nnte sie sogar ein uneheliches Kind, das sie verachtete, um Hilfe bitten. Neveah schaute zu dem Drachenwandler auf, der etwas entfernt stand und einen jungen Welpen, der nicht ?lter als f¨¹nf Jahre sein konnte, am Nacken festhielt. Neveah kniff die Augenbrauen zusammen, sie war w¨¹tend, als sie die Krallen des Drachenwandlers in den zarten Hals des weinenden Kindes graben sah. "Was du auch immer von Eclipse Fang willst, du kannst es mit Alphak?nig Lothaire kl?ren... der Welpe ist unschuldig,ss ihn gehen." versuchte Neveah zu vermitteln, w?hrend sie einen vorsichtigen Schritt auf den Drachenwandler zuging. "Duuu willst ihn? Komm und hol ihn..." t?nte der Drachenwandler in seiner merkw¨¹rdigen Sprechweise. Der Schrei des Entsetzens der Gouvernante hallte durch den stillen Wald, als der Drachenwandler hoch in die Luft sprang und in einem Wirbel aus Licht und uralter Magie verschwand, Er machte tz f¨¹r einen riesigen, monstr?sen schwarzen Drachen, der ¨¹ber ihnen flog. Die Gouvernante keuchte entsetzt und Neveah sah, wie sie in Ohnmacht fiel, vielleicht aufgrund des Blutverlusts oder dem nken Entsetzen, ihren Sohn in den uen eines solch riesigen Tieres zu sehen. Neveah starrte entsetzt auf die monstr?se Kreatur, die fast die Gr??e eines kleinen Berges hatte, und obwohl ihre Fl¨¹gel nur halb ausgebreitet waren, reichte die Spannweite aus, um B?ume aus ihren Wurzeln zu rei?en. Ihre Schuppen waren pechschwarz, sie gl?nzten im Mondlicht wie schwarzer Onyx und ihre Augen waren tiefgelb, die Farbe von feurigen Glut. Sein Kopf war mit zwei massiven H?rnern geschm¨¹ckt, die sich in den Himmel kr¨¹mmten und eine Reihe gro?er, scharfer Stacheln ragten ¨¹ber die gesamte L?nge seines Halses. Aus seiner Nase str?mte Dampf anstelle von Atem und ¨¹ber seinen ganzen K?rper zogen sich Risse und Linien, die rot gl¨¹hten und Neveah konnte nicht entscheiden, ob es wirklich reine Lava war. Vor Neveahs Augen stand ein gewaltiges, unbezwingbares Ungeheuer aus Feuer, das scheinbar direkt aus den Tiefen der H?lle gekrochen gekommen war. Und als sich diese glutroten Augen auf sie richteten, f¨¹hlte Neveah, wie ein Entsetzen sie ergriff, wie sie es noch nie zuvor versp¨¹rt hatte. Chapter 10: Der Kampf gegen den Schwarzen Drachen (Kap.10)

Chapter 10 - Der Kampf gegen den Schwarzen Drachen (Kap.10)

Neveah wurde in die Realit?t zur¨¹ckgerissen, als sie beobachtete, wie der schwarze Drache mit seinen gewaltigen Fl¨¹geln schlug und auf halbem Weg in den Himmel abhob, Sie beobachtete ihn mit Besorgnis, und ihre Augen weiteten sich, als der Drache mitten im Flug anhielt und seine festen Krallen lockerte und den Welpen zu Boden fallen lie?. Der Welpe st¨¹rzte vom Himmel, irgendwo auf dem Weg dorthin muss er bewusstlos geworden sein, Neveah ma? die Entfernung, der Welpe hatte seine erste Schicht noch vor sich, und egal, wie sie es betrachtete, es war Neveah r, dass der Welpe den Sturz nicht ¨¹berleben w¨¹rde. "Zur H?lle!" knurrte Neveah, als sie sp¨¹rte, wie ihr Wolf an die Oberfl?che kam, Ein erdbebenartiges Knurren entrang sich Neveahs Lippen, als ihre Verwandlung sie durchfuhr, Ihre Kleidung riss ihr vom K?rper, ihre Knochen knackten und formten sich neu, um Neveahs wahrer Gestalt tz zu machen. Es dauerte nur einen kurzen Moment, aber f¨¹r Neveah f¨¹hlte es sich an wie eine qu?lend schmerzhafte Lebenszeit, in Neveahs ganzem Leben, seit dem Moment, als sie sich zum ersten Mal verwandelte, Dies war das dritte Mal, dass sie ihre Wolfsgestalt annahm, und so musste sie sich erst noch daran gew?hnen. Neveah st¨¹rmte auf ihren Pfoten vorw?rts, sprang in die Luft, ohne sich um ihre eigene Sicherheit zu k¨¹mmern, erwischte den Welpen an seiner Kleidung undndete mit einem leisen Aufprall auf dem Boden. Neveah stie? einen Seufzer der Erleichterung aus, als sie den Welpen absetzte, und warf einen kurzen Blick auf ihre bewusstlose Gouvernante, bevor sie sich wieder der monstr?sen Kreatur zuwandte, die sie mit ihren wachen, roten Augen anstarrte. "Ich habe dir gesagt, du sollst den Welpen gehenssen!" dachte Neveah w¨¹tend bei sich, als ein wildes Knurren aus ihr hervorbrach. Neveah st¨¹rzte sich auf den n?chstgelegenen Baum und st¨¹rzte sich mit ausgestreckten Krallen und weit ge?fem Maul auf die monstr?se Kreatur. Obwohl ihre Wolfsgestalt riesig war, mit einer H?he von 12 Fu? und einer geschmeidigen, muskul?sen Struktur, war Neveah im Vergleich zu dem massiven schwarzen Drachen immer noch unterlegen. Neveah griff nach dem massiven linken Fl¨¹gel des Drachens und grub ihre Krallen hinein, um ihn so tief wie m?glich zu zerrei?en. Der schwarze Drache stie? ein w¨¹tendes Br¨¹llen aus, w?hrend ein mmenmeer ¨¹ber den ganzen Wald schoss, bevor er in den Himmel flog und Neveah mit sich riss. Der Schwanz des schwarzen Drachens schwang nach Neveah und Neveah wimmerte, als er ihr in die Seite schlug, die Stacheln gruben sich in ihr Fleisch, aber sie lie? trotzdem nicht los. Neveah knurrte heftig, w?hrend sie sich an den Fl¨¹geln des Drachens festhielt und ihre Krallen tiefer grub, w?hrend sie auf den R¨¹cken des Drachens kletterte. "Lande, du Bastard!" dachte Neveah in ihrem Kopf, w?hrend sie versuchte zu ignorieren, wie hoch ¨¹ber dem Boden sie sich befand. Neveah knurrte heftig, w?hrend sie sich auf das Gewicht ihres muskul?sen K?rperbaus verlie?, um den Drachen auf den Boden zu ziehen. Neveah und der Drache rangen in der Luft, der Drache hatte eindeutig die Oberhand, aber Neveah lie? das nicht zu, ein wildes Knurren entrang sich ihren Lippen, w?hrend sie ihre uen tiefer in den Fl¨¹gel des Drachen grub. Neveah war so sehr auf den Kampf konzentriert, dass sie nicht bemerkte, dass die Eclipse-Krieger unter der F¨¹hrung ihres Vaters eingetroffen waren und den heftigen Kampf mit Ehrfurcht beobachteten. Neveah beachtete auch nicht die neue Gruppe von Kriegern, die ankam, oder den muskul?sen jungen Mann, der in den Himmel sprang und sich in einen riesigen goldenen Drachen verwandelte, der direkt auf den schwarzen Drachen zuflog. Neveah wurde erst auf die neue Pr?senz aufmerksam, als die Masse des goldenen Drachens auf den schwarzen Drachen prallte und Neveah das Gleichgewicht verlor und vom Himmel st¨¹rzte. Neveah sp¨¹rte, wie ihr das Herz in den Magen sank, als sie sich auf den knochenbrechenden Schmerz einer solchen Landung vorbereitete, falls sie sie ¨¹berhaupt ¨¹berlebte. Doch zu Neveahs Entsetzen und ¨¹berraschung richtete sich der schwarze Drache nach dem Zusammensto? mit dem goldenen Drachen wieder auf und st¨¹rzte hinter ihr her. Der goldene Drache folgte direkt dahinter und Neveah sah entsetzt zu, wie sich zwei riesige, furchterregende Kreaturen auf sie st¨¹rzten, w?hrend ihr K?rper zu Boden st¨¹rzte. Der schwarze Drache kam zuerst an und schlug mit einer ue nach Neveah. Neveahs Augen fielen zu, als sie damit rece, von den scharfen uen durchbohrt zu werden, Ich h?tte einfach in mein Zimmer zur¨¹ckgehen sollen, zwischen einem Sturz und dem Zerrei?en durch einen Drachen... es scheint, dass ich heute Nacht sicher sterben werde... dachte Neveah bei sich. Neveah sp¨¹rte, wie eine schuppige Struktur an ihrem Fell rieb, und sie riss die Augen auf, um mit Erstaunen festzustellen, dass sie in den uen des schwarzen Drachen gefangen war, bevor sie auf dem Boden aufscgen konnte. Der schwarze Drache setzte Neveah sanft ab, seine gl¨¹henden Augen starrten einen Momentng auf sie herab, bevor er auswich, Mit einemuten Krachen wurden eine Reihe von B?umen umgeworfen, als der schwarze Drache die Richtung ?nderte, um dem goldenen Drachen zu entkommen, und dann in den Himmel abhob. Gerade als Neveah aufatmen wollte, weil sie ubte, der goldene Drache w¨¹rde den schwarzen Drachen verfolgen, Die Erde bebte heftig, als der goldene Drache auf dem Bodenndete und sie mit seinen tiefvioletten Augen anstarrte. "Du ... warte auf mich." Neveah h?rte diese Worte in ihrem Kopf, aber sie war sich nicht einmal sicher, wer sie gesagt hatte, als der goldene Drache sich wieder in den Himmel erhob. Neveahg da und starrte verwirrt nach drau?en, schwarze Flecken hatten begonnen, um ihre Sicht zu tanzen, und der Schmerz in Neveahs Seite, wo der Stachelschwanz des schwarzen Drachens in sie hineingescgen war, pulsierte unertr?glich. Neveah h?rte das Ger?usch von Pfoten, die sich n?herten, Neveah nahm den Geruch ihres Vaters auf und wusste, dass die Pfoten zu den W?lfen der Eclipse-Krieger geh?rten. ''Ich darf nicht zssen, dass sie mich sehen.'' dachte Neveah, als sie in Panik auf ihre Pfoten taumelte und in den Wald rannte, so schnell ihre Pfoten sie tragen konnten. Chapter 11: Gejagt (Kap.11)

Chapter 11 - Gejagt (Kap.11)

Das Ger?usch von auf den Waldboden aufscgenden Pfoten erf¨¹llte Neveahs Ohren, als sie mit rasender Geschwindigkeit durch den Wald raste, die Eclipse-Krieger dicht auf den Fersen. Neveah konnte ihr eigenes wildes Herz scgen h?ren, denn allein der Gedanke, gefangen und vor ihren Vater gebracht zu werden, erf¨¹llte sie mit eisiger Angst. "Warumufen wir vor ihnen weg? Sie sind keine Gegner f¨¹r uns. Wir k?nnten sie alle t?ten! Nutzt diese Chance und vesst die Eclipse Fang ... um endlich frei zu sein." Neveah h?rte die Stimme ihrer W?lfin in ihrem Kopf in ihrem ¨¹blichen sachlichen Ton. Neveah erschrak kurz ¨¹ber die Stimme ihrer W?lfin, Es war Jahre her, dass Neveah das letzte Mal mit ihrer W?lfin gesprochen hatte. Indem sie ihre Wolfsseite blockiert hatte, hatte sie effektiv auch ihre Bindung blockiert, und obwohl ihre W?lfin das missbilligte, wusste Neveah, dass sie den Grund daf¨¹r verstand. Neveahs W?lfin wusste, was es bedeutete, ein Alphawolf zu sein, und um Neveahs Sicherheit zu gew?hrleisten, hatte sie zugestimmt, sich abzuschotten und in den tiefsten Tiefen von Neveahs Verstand wegzusperren. Neveahs W?lfin war daraufhin in einen Schlummer gefallen und hatte diesen songe gehalten, wie Neveah sich erinnern konnte, Doch jetzt, zum ersten Mal seit Jahren, hatte Neveah pl?tzlich ihre Wolfsseite heraufbeschworen und ihre W?lfin erfolgreich geweckt, um ihre Gestalt anzunehmen, Doch Neveah w¨¹nschte sich, sie h?tte die Folgen sorgf?ltiger bedacht, bevor sie eine solche Aktion unternahm, Die Eclipse-Krieger waren nun rmiert ¨¹ber die Anwesenheit eines fremden, nicht identifizierten Alpha-Wolfs in ihrem Territorium, Sie waren wild entschlossen, Neveah zu fangen, und verfolgten sie schon fast eine Stundeng, obwohl Neveah einen guten Vorsprung vor ihnen hatte, Sie konnte nicht schneller gehen, denn sie blutete stark aus der Verletzung an ihrer Seite, wo sich der Schwanz des schwarzen Drachen in ihr Fleisch gebohrt hatte. Der Schmerz war brennend und Neveah konnte kaum noch vor sich sehen, da schwarze Flecken ¨¹ber ihre Sicht tanzten und Neveah wusste, dass der einzige Grund, warum sie sich noch bewegen konnte, die St?rke ihres Wolfes war. "Veah! Lass uns gehen!" Ihr Wolf knurrte in ihrem Kopf noch heftiger. "Nein ... du wei?t, dass wir das nicht k?nnen", erwiderte Neveah ihrem Wolf. "Warum nicht?! Wovor hast du solche Angst?! Sag das Wort Veah und ich werde dich hier rausholen und wer sich mir in den Weg stellt, wird sterben!" br¨¹llte Neveahs Wolf in einem herrschs¨¹chtigen Ton. Neveah runzelte leicht die Stirn, das war ein weiterer Grund, warum sie es vermied, ihre Wolfsgestalt anzunehmen, selbst wenn sie es heimlich tat. Neveah wusste, dass ihre W?lfin dominant und bestimmend war, und es fiel ihr nicht leicht, Neveahs Bedingungen zu akzeptieren, in einen K?fig gesperrt zu werden und niemals frei zu sein. Aber sie hatte sich Neveah zuliebe gef¨¹gt, und mit jedem Vorgeschmack auf die Freiheit, den sie bekam, wusste Neveah, dass es nur immer schwieriger werden w¨¹rde, ihre W?lfin von ihrem verzweifelten Wunsch zu fliehen abzuhalten. "Ich werde nicht mehrnge Geduld haben, Veah. Wir wurden geboren, um frei zu sein, und das werden wir auch sein, so oder so." warnte Neveahs Wolf. Neveah war nicht in der Stimmung, ihrer W?lfin zu antworten, und so konzentrierte sie sich auf ihre Bewegungen und sch¨¹ttelte den Kopf, um ihre Sicht zu kl?ren. Neveahs Wolf war immer der Meinung gewesen, dass sie nur frei sein konnten, wenn sie den Eclipse Pce verlie?en, um anderswo ein neues Leben zu beginnen, Aber Neveah wusste es besser, es gab absolut keinen Ort im Eclipse-Territorium, an den sie fliehen konnte, ohne dass ihr Vater sie finden w¨¹rde, Nicht mit den Vorteilen, die er von ihr zu bekommen gewohnt war, Alphak?nig Lothaire hatte Neveah schon vornger Zeit rgemacht, dass sie ihm niemals entkommen konnte, damals, als sie noch viel j¨¹nger und t?richt genug war, zu versuchen, auszubrechen. Und dann gab es noch einen Grund. Alphak?nig Lothaire war der Einzige, der Informationen ¨¹ber Neveahs Mutter hatte, dar¨¹ber, wer sie war, wie sie war und vielleicht sogar, warum sie Neveah vessen hatte. Das war eine Frage, die Neveah schwer auf dem Herzeng, seit sie anfing, eigene Gedanken zu entwickeln, denn wenn Neveah jetzt ging, w¨¹rde sie ihre Mutter niemals finden k?nnen. Neveah machte eine scharfe Kurve, dankbar f¨¹r ihre Vertrautheit mit dem Wald, und rannte auf den n?rdlichen Rand des Waldes zu, der den Eclipse Pce umgab, Neveah sprang ¨¹ber einen umgest¨¹rzten Baumstamm, ihre Ohren zuckten, als sie das Ger?usch von flie?endem Wasser vor sich wahrnahm, Neveah pumpte ihre Muskeln noch schneller auf, begierig darauf, den See zu erreichen, von dem sie wusste, dass er in dieser Richtungg, Neveah hatte sich f¨¹r diesen Weg entschieden, weil es dort die n?chstgelegene Wasserquelle gab und das Durchwaten von Wasser der sicherste Weg war, um ihre Geruchsspur loszuwerden. Bald erreichte Neveah den See und sprang ohne zu z?gern hinein, Das eiskalte Wasser durchtr?nkte Neveahs Fell, ¨¹berwand jeden Widerstand, den sie gegen die K?lte aufbrachte, und lie? sie bis auf die Knochen frieren, Neveah biss die Z?hne gegen die K?lte zusammen, w?hrend sie durch den See watete und nur ihren Kopf ¨¹ber der Wasseroberfl?che hielt. Es dauerte nichtnge, bis Neveah die andere Seite erreicht hatte, und sie sch¨¹ttelte sich heftig und sch¨¹ttelte das Wasser von ihrem Fell, bevor sie einen Umweg machte und zur¨¹ck zum Eclipse-Pst ging. Die Eclipse-W?lfe w¨¹rden niemals vermuten, dass das, was sie f¨¹r einen Eindringling hielten, zu ihrem Pst zur¨¹ckkehren w¨¹rde, und als sie den See erreichten und feststellten, dass ihr Geruch verzerrt war, jagten sie weiter in Richtung ihres Pstes, Sie w¨¹rden die Verfolgung in Richtung der Nordgrenze fortsetzen, und damit w?re Neveah in Sicherheit. Neveah huschte noch eine halbe Stundeng durch den Wald, wobei sie darauf achtete, die ihr bekannten Patrouillenwege zu meiden, Dann blieb sie hinter einem ausgeh?hlten Baum stehen und verwandelte sich in ihre menschliche Gestalt, wobei sie vor Schmerz aufst?hnte, als sie an sich herunterblickte und ihre aufgerissene Seite sah. Die Wunden waren tief, wo die Stacheln des Schwanzes des schwarzen Drachens hineingedrungen waren, und obwohl Neveah begonnen hatte zu heilen, machte die Schwere der Verletzungen den Prozess viel zungsam, Chapter 12: Prinz Alessio (Kap.12)

Chapter 12 - Prinz Alessio (Kap.12)

Die Wunden waren tief, wo die Stacheln des Schwanzes des schwarzen Drachens hineingestochen hatten, und obwohl Neveah begonnen hatte zu heilen, machte die Schwere der Verletzungen den Prozess viel zungsam, Neveah stie? einen leisen Schmerzenut aus, w?hrend sie in dem ausgeh?hlten Baum nach Kleidung zum Wechseln suchte, die normalerweise f¨¹r die Wachen auf Patrouille aufbewahrt wurde oder f¨¹r alle, die ihre Nacktheit bedecken mussten, bevor sie sich in den Pst begaben. Neveah zog eine wei?e und eine schwarze Seidentunika hervor, die beide viel gr??er waren als sie selbst, und sie machte sich nicht die M¨¹he, nach Hosen zu suchen, da sie wusste, dass sie alle mehrere Gr??en gr??er waren als sie selbst. Neveah war dankbar, dass das Wasser des Sees ihre Wunden kurzzeitig am Bluten gehindert hatte, aber sie wusste, wenn sie sie jetzt nicht verband, w¨¹rde sie wieder eine Blutspur hintessen, die sich als sehr st?rend erweisen w¨¹rde. Sie riss einen gro?en Teil der wei?en Tunika ab und wickelte ihn fest um ihre Taille, wobei sie der raue Stoff, der an ihrem zarten Fleisch streifte, schmerzte, Neveah zog den Wickel fester und ignorierte den Schmerz, bis sie sicher war, dass das Blut mindestens eine Stundeng nicht austreten w¨¹rde, bis sie zum Pst zur¨¹ckkehren konnte. Neveah seufzte, als sie die schwarze Tunika ¨¹ber ihren nackten K?rper zog und nicht ¨¹berrascht war, dass sie nur bis knapp unter ihr Ges?? reichte. Obwohl Neveah eine ke und kurvenreiche Figur hatte, war sie mit 1,70 m recht gro?, und so hing die Tunika nur locker ¨¹ber ihr, reichte aber nicht bis zu ihrem Knie. Neveah hatte sich auch die kleinste von allen Satin-Tuniken ausgesucht, die sie gesehen hatte, Neveah stie? einen leisen Seufzer aus, als sie sp¨¹rte, wie die Anwesenheit ihrer W?lfin in den Hintergrund trat, und sie zog ihre Gedankenblockade hoch, um sie wieder zu verschlie?en. "Ich kann nicht ewig warten, Veah... entscheide dich, oder ich werde es f¨¹r dich tun. Ich werde jetzt scfen, aber nie wieder." Neveah h?rte die verzerrte Stimme ihres Wolfes in ihrem Kopf, als die Gedankenblockade sie versiegelte. "Es tut mir leid... noch nicht, nicht jetzt." murmelte Neveah leise vor sich hin, w?hrend sie weiterging. ________________ Neveah taumelte durch den Wald, ihre Hand ummmerte ihre verletzte Seite, als sie sich auf den Weg zu ihrem Quartier machte und einen gro?en Bogen um die Eclipse-Krieger machte. Neveah hatte einen l?ngeren Weg gew?hlt, um den Patrouillen auszuweichen, und nach fast zwei Stunden Fu?marsch hatte sie endlich den verw¨¹steten Teil des Eklipse-Pstes erreicht. Die Eclipse-Krieger waren in rmbereitschaft und durchk?mmten den gesamten Wald, und Neveah war dankbar f¨¹r die M?glichkeit, ihren Geruch zu verbergen. Als Neveah sich dem Schlosstor n?herte, wurde das Gef¨¹hl der Erleichterung, das sich in ihrem Herzen ausgebreitet hatte, sofort unterbrochen, als sie einen vertrauten Geruch wahrnahm. "Omega." sagte er in dem kalten, abweisenden Ton, mit dem er sie immer ansprach. Neveahs H?nde zitterten leicht, aber sie ballte sie schnell zu F?usten und hob den Blick, um das Objekt ihrer Kindheitsalbtr?ume, Prinz Alessio, zu fixieren. "Euer Gnaden." gr¨¹?te Neveah und senkte ihren Kopf zu einer Verbeugung. Seine waldgr¨¹nen Augen musterten ihre Kleidung, oder besser gesagt, das Fehlen derselben, und sein Blick verengte sich zu einem tiefen Stirnrunzeln. "Du treibst dich w?hrend eines solchen Notfalls im Wald herum ... verl?sst dein Quartier wie eine S?ngerin gekleidet und wessen Tunika tr?gst du ¨¹berhaupt?" F¨¹rst Alessio schnauzte in einem tiefen, t?dlichen Ton. "I..." Neveah unterbrach sich selbst und schluckte die Worte hinunter, die sie sagen wollte, denn sie wusste, dass alles, was sie jetzt sagte, seinen Zorn nur noch mehr anheizen w¨¹rde. Normalerweise w¨¹rde Neveah trotzdem sprechen, ohne sich darum zu scheren, und ihn songe reizen, bis er sie an die Wand dr¨¹ckte und das Leben aus ihr herausw¨¹rgte, Aber dieses Mal wurde der Schmerz in Neveahs Seite unertr?glich, und Neveah wollte einfach nur, dass das, was Prinz Alessio mit ihr vorhatte, so schnell wie m?glich vorbei war. "Sprich Omega." befahl Prinz Alessio, und sein Ton lie? keinen Raum f¨¹r Diskussionen. "Ich bin nach dem Ball an die frische Luft gegangen, Vater hat mich zur¨¹ckgeschickt, aber ich bin in die falsche Richtung gufen und habe mich veufen. Ich habe es erst nach stundengen Fehlversuchen zur¨¹ckgeschafft." "Ich wei? nicht, wem diese Tunika geh?rt, mein Kleid war zu eng, ich habe es heruntergerissen und das hier angezogen, Euer Gnaden." erkl?rte Neveah in einem leisen, unterw¨¹rfigen Ton, den Kopf tief gesenkt. Das widersprach Neveahs Pers?nlichkeit, aber sie wusste, nur wenn sie sich so verhielt, w¨¹rde Prinz Alessio ruhig genug sein, um zu gehen, ohne sie zu verletzen. "Auf Vaters Befehl sollst du mich mit Sippe anreden. Mir gef?llt das genauso wenig wie dir, aber wir befinden uns in der ?ffentlichkeit, und es gibt Hunderte von ausl?ndischen G?sten auf dem Gel?nde des Eclipse Pce." sagte Prinz Alessio, Neveah biss sich auf die Lippe, denn sie wollte Prinz Alessio nicht als ihren Bruder ansprechen, aber sie wusste, dass er nicht darum gebeten hatte und dass er nicht im Unrecht war, denn genau das waren die Anweisungen ihres Vaters. Und wirklich, Neveah wusste, dass Prinz Alessio es hasste, aber wenn es etwas an dem kalten, gef¨¹hllosen Finsternisprinzen gab, dann war es die Tatsache, dass er niemals die Befehle seines Vaters, Alphak?nig Lothaire, missachten w¨¹rde. "Ja, Bruder." murmelte Neveah leise. "Warum riechst du nach Blut?" Fragte er. Neveahs Augen weiteten sich leicht, aber sie beherrschte sich schnell. "Ich... es ist meine Zeit des Monats." erwiderte Neveah. "Und dennochufen Sie so gekleidet herum? Hofft Ihr vielleicht, von den Kriegern der Eklipse ins Bett gebracht zu werden? Meine M?nner w¨¹rden sich nicht so weit herassen, Omega." sagte Prinz Alessio in einem Ton der Abneigung. Neveah biss sich auf die Lippe, ihre F?uste ballten sich noch fester, und es kostete sie jedes Qu?ntchen Selbstbeherrschung, sich nicht auf ihn zu st¨¹rzen. "Vater ist zu sehr damit besch?ftigt, sich um die gegenw?rtige Krise zu k¨¹mmern und die G?ste zu beruhigen, ich bin gekommen, um sicherzustellen, dass du wei?t, dass du ihm im Moment keinen ?rger machen darfst ... sein Schutz ist schlie?lich das Einzige, was dich am Leben erh?lt." erkl?rte F¨¹rst Alessio, Chapter 13: Benutze deine Worte (Kap.13)

Chapter 13 - Benutze deine Worte (Kap.13)

"Vater ist zu sehr damit besch?ftigt, sich um die gegenw?rtige Krise zu k¨¹mmern und die G?ste zu beruhigen, ich bin gekommen, um euch zu versichern, dass ihr ihm im Moment keinen ?rger machen d¨¹rft ... sein Schutz ist schlie?lich das Einzige, was euch am Leben erh?lt." erkl?rte Prinz Alessio, "Ich kenne meinen tz, ich werde ihn nicht ¨¹berschreiten." erwiderte Neveah, den Kopf immer noch gesenkt. "Hebt Euren Kopf, macht nicht den Eindruck, als w¨¹rde ich Euch schikanieren... Ich hatte in letzter Zeit nicht die Zeit, Eure Zunge zu z?hmen, gebt mir diese Einstellung, wenn ich sie habe." sagte Prinz Alessio, Neveah atmete tief ein, w?hrend sie ihren Blick zu ihm aufhob, "Ziehe dich in dein Quartier zur¨¹ck und bleibe dort, bis du etwas anderes erf?hrst, deine Gouvernante wurde kompromittiert, Mutter wird dir eine neue Dienerin schicken, die ihren tz f¨¹r eine Weile einnimmt." fuhr Prinz Alessio fort, Neveah nicktengsam, zuckte aber zusammen, als Prinz Alessios Hand ausfuhr und ihren zarten Hals mit einem schmerzhaften Griff packte. "Was habe ich dir ¨¹ber den Gebrauch deiner Worte gesagt, Omega?" fragte Prinz Alessio, und seine Augen blitzten gef?hrlich auf, als sein Wolf an die Oberfl?che kam. Neveah machte sich nicht die M¨¹he, nach seinen H?nden zu greifen, selbst als sie nach Luft schnappte, denn sie hatte aus Erfahrung gelernt, dass er dadurch seinen Griff nur noch fester machen w¨¹rde. Dunkle Flecken tanzten ¨¹ber ihre Sicht, w?hrend ihr verletzter Seufzer schmerzhaft pochte. Neveah wartete songe wie m?glich, doch als sie sp¨¹rte, dass ihr schwindelig wurde, gab sie schlie?lich nach. "Verzeih mir." kr?chzte Neveah zwischen zwei Atemz¨¹gen und Prinz Alessio grinste, bevor er seinen Griff lockerte und Neveah tief und verzweifelt einatmen lie?. "Stur wie immer, doch am Ende hast du keine andere Wahl, als dich zu f¨¹gen. Waren meine Worte deutlich genug?" fragte F¨¹rst Alessio in einem dunklen Ton, "Ja, Bruder, Kristall." erwiderte Neveah, als sie endlich wieder zu Atem gekommen war. "Hmmm..." brummte Prinz Alessio, w?hrend er seine Hand wieder an seine Seite sinken lie?. Gerade als Prinz Alessio den Mund ?fe, um wieder zu sprechen, rief eine Stimme nach Neveah. "Veah! Da bist du ja! Ich habe mir solche Sorgen gemacht!" rief der schneidige junge Mann, und Neveah drehte sich ¨¹berrascht um und sah Lucas Varleston, den Sohn des Alphas des Eclipse w Packs. Neveah stie? einen ersch?pften Seufzer aus, als er zu ihr hin¨¹berjoggte. Alles, was sie in diesem Moment tun wollte, war sich auszuruhen, aber das Universum hatte offensichtlich andere Pl?ne mit ihr. "Veah, ich habe von dem Eindringling geh?rt, alle Besuchsrudel wurden gebeten, sich nicht einzumischen, aber ich war so besorgt, dass ich mich auf die Suche nach dir machen musste." sagte Lucas, als er vor Neveah ankam, Sein Blick schweifte ¨¹ber sie, genau wie der von Prinz Alessio, und sein Gesicht r?tete sich vor Verlegenheit ¨¹ber ihre sp?rliche Kleidung, eine Hand hob sich, um sich unbeholfen im Nacken zu kratzen. "Ah ... Ihr seid bereit f¨¹rs Bett, wie ich sehe, es ist gut zu wissen, dass Ihr in Sicherheit seid." murmelte Lucas mit einem kleinen L?cheln. "Das ist Eclipse Fang, nat¨¹rlich ist sie in Sicherheit." unterbrach Prinz Alessio, Lucas'' Aufmerksamkeit richtete sich auf Prinz Alessio, und als er ihn bemerkte, senkte er den Kopf und verbeugte sich. Chapter 14: Menvi El Schneekur (Ch.14)

Chapter 14 - Menvi El Schneekur (Ch.14)

"Euer Gnaden." Lucas gr¨¹?te F¨¹rst Alessio, der leise vor sich hin grunzte. "Sie wird sich jetzt f¨¹r die Nacht in ihr Quartier zur¨¹ckziehen m¨¹ssen, und mein Vater hat angeor, dass sich alle Alphas in seinem Arbeitszimmer versammeln sollen, um einen detaillierten Bericht ¨¹ber die Ereignisse von heute Nacht zu erhalten." "Ich hoffe, Ihr seid nicht mit der Absicht gekommen, zu schwafeln." fuhr Prinz Alessio fort, Lucas runzelte leicht die Stirn ¨¹ber die Wortwahl von Prinz Alessio. Neveah betete in ihrem Herzen, dass der junge Varleston die Worte von Prinz Alessio vergessen w¨¹rde, aber nat¨¹rlich w¨¹rde ein Alphawolf immer ein Alphawolf bleiben und sich niemals einer Respektlosigkeit beugen, egal in welcher Situation. "Ich mag mich in Eurem Territorium befinden, aber Ihr habt kein Mitspracherecht in meinen pers?nlichen Angelegenheiten, Euer Gnaden. Das geht nur mich und Prinzessin Neveah etwas an." entgee Lucas in einem dunklen Tonfall, Neveah zuckte zusammen, denn sie wusste, dass Lucas'' Worte sie wahrscheinlich auf einen Hackklotz nageln w¨¹rden. "Was hast du dann zu sagen, Schwester?" fragte Prinz Alessio und stellte Neveah direkt in die Schusslinie, wie sie es erwartet hatte. "Mein Bruder hat recht, ich hatte einen anstrengenden Tag und bin v?llig ersch?pft, ich werde mich erst einmal zur¨¹ckziehen, und es ist die gebotene H?flichkeit, dass Ihr der Aufforderung meines Vaters umgehend nachkommt." Neveah antwortete in einem leeren Ton, Neveah konnte den Schmerz im Blick des jungen Varleston sehen, von dem Neveah wusste, dass er sich in sie verknallt hatte. "Aber nat¨¹rlich sollen wir uns treffen, wie Sie es vorhin gent haben? Sie haben mir doch versprochen, vor Ihrer Abreise mit mir in die Stadt zu gehen, und ich w¨¹rde Ihnen sehr gerne meinen Lieblingskonditor zeigen." "Er zaubert mit seinen H?nden und ich bin mir sicher, dass du seine K?stlichkeiten lieben w¨¹rdest." meldete sich Neveah zu Wort, als Lucas sich niedergescgen zu entfernen begann. Neveah sp¨¹rte Prinz Alessios Blick auf sich, aber sie ignorierte ihn. Er w¨¹rde ver?rgert sein, aber wenn Neveah Lucas Varleston nicht in die Falle lockte, wie Alpha-K?nig Lothaire es ihr befohlen hatte, Dann w¨¹rden die Auswirkungen weitaus gr??er sein als alles, was Prinz Alessio ihr jemals antun k?nnte. Neveah hatte gelernt, in jeder Situation ihre M?glichkeiten abzuw?gen: Wer war furchterregender, ihr Stiefbruder oder ihr Vater? Neveah kannte die Antwort ganz genau, und so entschied sie sich f¨¹r das geringere ¨¹bel. Lucas'' Kopf hob sich, ein breites Grinsen umspielte seine Lippen und er nickte eifrig. "Gewiss, Prinzessin, sobald die dringenden Gespr?che beendet sind, werde ich zu Ihnen kommen." sagte Lucas, dessen Augen vor jugendlicher Erregung funkelten. Neveah f¨¹hlte einen Stich der Schuld in ihrem Herzen, als sie sein L?cheln mit ihrer besten Version eines echten L?chelns erwiderte. "Und noch einmal ... ich hei?e Veah, Lucas." sagte Neveah, w?hrend sie ihm ein Zeichen gab, weiterzugehen. Als Lucas zufrieden wegging, zuckte Neveah zusammen, als Prinz Alessios Blick sich ihr zuwandte. "Menvi El lumet Kur." sagte Prinz Alessio in der alten Wolfssprache, bevor auch er sich auf den Weg machte. Neveahs Augen tterten zu, als ihr die Bedeutung von Prinz Alessios letzten Worten durch den Kopf schoss und ein vertrautes und unwillkommenes Grauen sie erfasste. Menvi El lumet Kur... Ich werde auch dich finden. Chapter 15: Katastrophe abgewendet (Kap.15)

Chapter 15: Katastrophe abgewendet (Kap.15)

Neveah lehnte ihren Kopf an den Rand der h?lzernen Wanne und beobachtete durch halb geschlossene Augen, wie sich das Wasser mit ihrem Blut rot f?rbte. Sie seufzte leise, wohl wissend, dass es ihr nicht gut tun w¨¹rde, wenn sie zunge im Badewasser verblieb. Deshalb wusch sie sich schnell und stieg aus der Wanne. Neveah stellte sich vor ihren bodengen Spiegel und betrachtete die Wunde, die der schwarze Drache hintessen hatte. Sie runzelte die Stirn. Es war die l?ngste Zeit, die jemals eine ihrer Wunden zum Heilen gebraucht hatte, aber f¨¹r eine solch schwere Verletzung war das schon unublich schnell. Neveah machte sich nicht die M¨¹he, Heilkr?uter aufzutragen, da die kleineren Wunden bereits zu heilen begannen und sie wusste, dass sie in ein oder zwei Tagen wieder fit sein w¨¹rde. Sie nahm einen sauberen Streifen Verband und wickelte ihn fest um ihren Oberk?rper, bevor sie ihren Bademantel ¨¹berzog und die blutigen ¨¹berreste der wei?en und schwarzen Tunika in den Kamin warf. Neveah seufzte. Sie hatte sich die Zeit genommen, die zerrissenen Teile ihres Ballkleides zu holen, um sicherzustellen, dass au?er der offensichtlichen Blutspur keine weiteren Spuren zur¨¹ckblieben. Aber das war etwas, worauf sie keinen Einfluss hatte. Sie konnte nur hoffen, dass die Suche der anderen eine Sackgasse sein w¨¹rde. Neveah gab den Geruch ihres Wolfs nicht preis, und so k?nnten sie (die anderen) den Geruch des Blutes nie zu ihr zur¨¹ckverfolgen. Selbst wenn sie alle Verletzten in Betracht ziehen w¨¹rden, w¨¹rden sie Neveahs Quartier nicht durchsuchen. Die wahrscheinlichste Schlussfolgerung w?re, dass der nicht identifizierte Alphawolf die Grenzen von Eclipse vessen hatte, was Neveah mehr als recht war. Sie warf die ¨¹berreste des ungeschmackvollen Kleides ebenfalls in den Kamin. Jetzt, in der Geborgenheit ihres Quartiers und ohne Gouvernante im Nacken, konnte Neveah endlich aufatmen. Sie zog ein paar Nachthemden ¨¹ber, legte sich ins Bett und sank ersch?pft auf die Matratze. Dag sie nun, mit Blick zur Decke, unf?hig zu uben, dass sie gerade ihr bestgeh¨¹tetes Geheimnis riskiert hatte, um den Welpen ihrer Gouvernante zu retten. Die gleiche Gouvernante, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Neveahs Leben zum Albtraum zu machen. "Du bist v?llig verr¨¹ckt, Veah..., es gibt keine Hoffnung mehr f¨¹r dich." tadelte Neveah sich selbst, w?hrend siengsam zur Ruhe kam. Sie wusste, sie hatte diese Katastrophe erfolgreich abgewendet. Neveah sp¨¹rte, dass noch viele ?hnliche Situationen folgen w¨¹rden. Aber zumindest im Moment konnte sie tief durchatmen und den ganzen Stress einfach wegscfen. Ganz egal, was noch auf sie zukommen mag, Neveah war sich sicher, dass sie es durchstehen w¨¹rde... sie hatte schon songe auf Eierschalen ¨¹berlebt, sie war es gewohnt. Sie schlug die Decke zur¨¹ck und legte sich in das Bett, wo sie augenblicklich einschlief, sobald ihr Kopf das Kissen ber¨¹hrte. Chapter 16: Welche Nachrichten (Kap.16)

Chapter 16: Welche Nachrichten (Kap.16)

Neveah erwachte am n?chsten Morgen durchutes Klopfen an ihrer T¨¹r. Sie st?hnte ver?rgert auf, zog sich das Kissen ¨¹ber die Ohren und drehte sich auf dem Bett um, so dass sie mit dem R¨¹cken zur T¨¹r stand. Das Klopfen ging weiter, wurdeuter und hartn?ckiger, je l?nger Neveah es ignorierte, und es wurde auch von einer Stimme begleitet. "Prinzessin! Prinzessin!" Die Stimme h?rte nicht auf zu rufen, und Neveah knurrte leise, w?hrend sie sich auf ihrem Bett aufsetzte und ihr erb?rmliches Schicksal verfluchte. "Bekomme ich nicht einmal einen Moment Ruhe?!" Neveah schnaufte ver?rgert, als sie von ihrem Bett aufstand und zur T¨¹r ging, das Schloss aufschloss und die junge W?lfin auf der anderen Seite mit einem leeren Blick bedachte. Neveah ?rgerte sich noch mehr, als sich die Lippen der jungen W?lfin zu einem ¨¹berm??ig strahlenden L?cheln verzogen, und Neveah fragte sich, was genau jemanden in den Morgenstunden so aufgeregt machen konnte. "Wer zum Teufel bist du?" fragte Neveah in einem leeren Ton. "Guten Morgen, Prinzessin, ich bin La, ich vertrete Eure Gouvernante, bis sie wieder gesund ist. Ich werde mich von nun an um Eure h?uslichen Angelegenheiten und alles andere k¨¹mmern." verk¨¹ndete die junge W?lfin mit einer Verbeugung. Neveah seufzte, sie h?tte wissen m¨¹ssen, dass ihre Stiefmutter sie niemals auch nur einen Moment unbeaufsichtigtssen w¨¹rde. Das Schicksal hatte ihr gerade die ?rgerliche Gouvernante genommen, und nun kam eine andere, die jeden ihrer Schritte beobachtete und ihrer K?nigin Bericht erstattete. "Wie auch immer." murmelte Neveah, als sie sich von der T¨¹r entfernte und zur¨¹ck zu ihrem Bett ging, sich hinlegte und die Decke ¨¹ber ihren Kopf zog. "Ich entschuldige mich, dass ich Sie so fr¨¹h geweckt habe, Euer Gnaden. Ich habe geh?rt, dass die F¨¹rstin morgens normalerweiseunisch ist, ich wollte einfach nur loslegen und bin sofort hierher geeilt, als ich eingeteilt wurde, ich hoffe, Sie k?nnen mir mein Versehen verzeihen." La entschuldigte sich. Neveah seufzte, als sie sich von ihrem neuen Diener abwandte, der f¨¹r eine Spionin ziemlich gespr?chig zu sein schien. "Ach ja! Hat Euer Gnaden von den Ereignissen geh?rt, die sich gestern Abend im Eclipse Pce zugetragen haben?! Die Nachrichten sind ¨¹berall!" rief La aus, w?hrend sie herumging und Neveahs Zimmer pflichtbewusst aufr?umte. Neveah wurde hellh?rig und runzelte leicht die Stirn, als sie sah, wie La tats?chlich ihre Sachen in Ordnung brachte, was ¨¹berraschend war, da Neveahs Gouvernante eigentlich nie etwas anderes tat, als Neveah anzuschreien. Neveah war immer diejenige, die sich um das Putzen und die W?sche und alle anderen Dinge k¨¹mmerte, die mit ihr zu tun hatten, obwohl es Neveah nicht sonderlich st?rte. So hatte sie etwas zu tun, wenn sie nicht gerade von ihrem Vater wie eine Ware herumgezeigt wurde. "Was gibt es Neues?" fragte Neveah, als sie das Kissen ¨¹ber ihrem Kopf wegzog und sich aufsetzte, wobei der stechende Schmerz, der durch ihre Seite schoss, sie leicht zusammenzucken lie?. "Euer Gnaden wei? es nicht?! Der Drachenk?nig war hier!" rief La aus und freute sich ¨¹ber Neveahs Interesse. Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen und sie sackte zur¨¹ck auf ihr Bett. ¡¯Drachenk?nig?! Welcher Drachenk?nig?! Der eigentliche oberste Herrscher des ¨¹bernat¨¹rlichen Reiches?! Dieser Drachenk?nig?!¡¯ dachte Neveah in Panik. Chapter 17: Unerwünschter Vorschlag (Kap.17)

Chapter 17: Unerw¨¹nschter Vorscg (Kap.17)

Im Laufe des Tages verbreitete sich die Nachricht vom Auftauchen der Drachenwandler ¨¹berall, genau wie Neveah es erwartet hatte. Neveah war sich sicher, dass sich die Nachricht in nur einer einzigen Nacht nicht nur im Finsternis-Pst, sondern im gesamten Finsternis-Gebiet verbreitet hatte. Und im Mittelpunkt dieser Nachricht stand der mysteri?se Alphawolf, der im Finsternis-Pst aufgetaucht war und gegen den schwarzen Drachen gek?mpft hatte. "Wer k?nnte das wohl sein? Einer der Eclipse-Alphas wird es doch nicht sein, oder? Wenn es einer w?re, w¨¹rden die Eklipse-Krieger den Wolf sofort erkennen." fuhr La zum hundertsten Mal fort, ihre Augen vor Neugierde weit aufgerissen. "Sie sagen, es ist ein Alphawolf, den sie noch nie gesehen haben, und er tr?gt einen seltsamen Geruch!" rief La aus, v?llig begeistert von der Neuigkeit. Neveah stie? einen Seufzer aus, als sie beobachtete, wie ihre neu zugewiesenen Betreuerinnen in ihrem Zimmer herumtollten und sich ¨¹ber die Ereignisse der letzten Nacht auslie?en. Es war erst etwas mehr als drei?ig Minuten her, dass Neveahs neue Betreuerin gekommen war, nachdem sie Neveah durchutes und hartn?ckiges Klopfen an ihrer T¨¹r unsanft geweckt hatte. Neveah war bereits v?llig genervt und ¨¹berlegte sogar, wie viel ruhiger es gewesen w?re, wenn stattdessen ihre Gouvernante gekommen w?re. Wenigstens w¨¹rde ihre Gouvernante eher darauf bedacht sein, Neveah zurechtzuweisen, was Neveah gewohnt war, im Gegensatz zu dieser extrem geschw?tzigen und munteren Aufseherin, bei der Neveah nicht wusste, wie sie reagieren sollte. Neveah fragte sich, wann die Dienerin des tsches ¨¹berdr¨¹ssig werden w¨¹rde, den sie seit ¨¹ber einer halben Stunde von sich gab, Neveah selbst war schon m¨¹de davon und w¨¹nschte sich, dass ihre Ruhe zur¨¹ckkehren w¨¹rde, damit sie wieder ins Bett gehen konnte. "Ich frage mich, was K?nig Lothaire tun wird, vielleicht wird er eine Jagd auf den Eindringling ausrufen, und da alle Eclipse-Alphas hier versammelt sind, d¨¹rfte es nicht allzunge dauern, bis er gefasst wird." La ¨¹berlegteut. "Gejagt wegen was?!" Neveah schnaubte ver?rgert, da ihr die Andeutungen aus dem Mund ihrer Dienerin nicht gefielen. Ein Vorscg, von dem sie sehr hoffte, dass er ihrem Vater nicht in den Sinn kommen w¨¹rde. Eine Jagd w¨¹rde bedeuten, dass die besten F?hrtenleser versammelt w¨¹rden, und wie sollte Neveah in diesem Fall unbeschadet davonkommen? Neveah konnte die Eclipse-Krieger vielleicht dieses eine Mal in die Irre f¨¹hren, aber wenn sie weiter nachforschten, w¨¹rde sie auf jeden Fall erwischt werden. Abgesehen von den beiden Drachen war Neveah in der Tat die einzige seltsame Person, die sich im Wald aufhielt, obwohl sie dort nicht hingeh?rte. In Wirklichkeit war es ziemlich einfach herauszufinden, dass Neveah der seltsame Alphawolf war, nur hielten alle Neveah f¨¹r eine Omega-W?lfin und untersch?tzten sie deshalb. Genau aus diesem Grund war sich Neveah ziemlich sicher, dass man die Spur nie zu ihr zur¨¹ckverfolgen w¨¹rde... aber wenn eine Jagd ausgerufen wurde, bei der die besten F?hrtenleser und J?ger des gesamten Eclipse-Gebiets zusammenkamen, Dann wusste Neveah, dass es f¨¹r sie endg¨¹ltig vorbei war... Das Vorurteil, das die Eclipse Fang-Krieger ihr gegen¨¹ber hegten, wurde von den anderen Eclipse-Rudeln nicht geteilt. Wenn F?hrtenleser aus den anderen Eclipse-Rudeln die Sache untersuchten, w¨¹rden sie Neveahs Anwesenheit im Wald nicht so l?ssig abtun wie die Eclipse-Fang-Krieger. Chapter 18: Was ist sein Verbrechen? (Kap.18)

Chapter 18: Was ist sein Verbrechen? (Kap.18)

Die gesamte Zeit wusste Neveah, dass sie ihr Geheimnis nicht aufgrund ihrer ¨¹berm??igen Klugheit oder Vorsicht bewahren konnte, sondern einfach weil sie vom Eclipse Fang nicht ernst genommen wurde. Sie galt f¨¹r alle als das schw?chste Glied des Rudels, als M?chtegern-Prinzessin, als eine Schande und Fleck auf dem ansonsten tadellosen Image ihres Alpha-K?nigs. Sie war eine Person, die jeder Wolf des Eclipse Fang verabscheute, besonders, weil sie aufgrund der st?ndigen Pr?senz fremder W?lfe aus anderen Eclipse Rudeln ihr immer noch den Respekt einer Prinzessin erweisen mussten. Sie hielten Neveah f¨¹r schwach und nutzlos; abgesehen von ihrem Gesicht und ihrer Figur empfanden sie alles an ihr als erb?rmlich. Die ganze Zeit ¨¹ber verhinderte der Schatten ihrer Vorurteile, dass sie die Wahrheit sahen, selbst wenn Neveah einen Fehltritt beging. Wie damals, als die Alpha-K?nigin Vilma ein Messer auf sie geworfen hatte und die Stichwunde genau in dem Moment heilte, in dem sie das Messer aus ihrer Schulter zog. Dies war eindeutig ein Beweis f¨¹r Neveahs beschleunigte Regenerationsf?higkeiten, aber es passte nat¨¹rlich besser zu ihren Vorurteilen, Neveah die Gabe der Heilung zuzusprechen. So erb?rmlich es auch war, Neveah wusste, dass dies der einzige Grund war, warum sie ihre Identit?t und ihr Leben songe sch¨¹tzen konnte. Und Neveah hatte vor, das so beizubehalten, bis sie selbst bereit war, das Eclipse Fang Rudel zu vessen. "Hm?" fragte La, ohne Neveahs pl?tzlichen Ausbruch zu verstehen. Neveah, die erkannte, dass sie ¨¹berreagiert hatte, r?usperte sich und sprach in einer viel ruhigeren Stimme. "Du hast mir doch erz?hlt, dass dieser Alpha-Wolf nur gegen den Schwarzen Drachen gek?mpft und einen unserer Welpen gerettet hat. Sollte er trotzdem gejagt werden? Was ist sein Verbrechen?" fragte Neveah vorsichtig. "Was ist sein Verbrechen?! Oh, Prinzessin, du wei?t es vielleicht nicht, weil du ohne Wolf geboren wurdest, aber wir sind extrem territoriale Wesen und unbefugtes Betreten wird als schweres Verbrechen angesehen." "Und das Eindringen eines anderen Alpha-Wolfes ist ein Akt der Geringsch?tzung gegen¨¹ber dem Alpha, der dieses Territorium ¨¹berwacht." "Die Drachenwandler haben das getan und K?nig Lothaire kann sich nicht gegen sie durchsetzen. Seine Autorit?t wurde in einer einzigen Nacht mehrmals untergraben. Er wird diesen Alpha-Wolf niemals gehenssen." fl¨¹sterte La und sah sich um, als ob sie sicherstellen wollte, dass niemand ihr Gerede ¨¹ber den Alpha-K?nig h?ren konnte. Neveah zog eine Augenbraue hoch. Es war nicht das erste Mal, dass sie f¨¹r ihr fehlendes Wissen als Omega verspottet wurde. Wenn andere das taten, taten sie es jedoch mit Verachtung und Abscheu. Sie taten es mit der Absicht, Neveah zu verletzen, da sie ubten, dass sie immer noch f¨¹r harte Worte und Beleidigungen anf?llig war. Allerdings ng Las Wortwahl aus irgendeinem Grund anders... sie ng gleichg¨¹ltig und direkt, als ob sie nur die Wahrheit aussprechen w¨¹rde, ohne dar¨¹ber nachzudenken. Neveah seufzte angesichts von Las Worten und fragte sich, warum sie sich in einer solchen Situation befand. Neveah kannte ihren Vater gut genug: er war ein sehr stolzer Mann. Dass er sich in eine Situation gebracht hatte, in der er seinen Kopf vor den Drachenwandlern beugen musste, obwohl sie sein Territorium ¨¹bertreten hatten, konnte nur bedeuten, dass sein Zorn entfacht worden war. Und das Opfer seines Zorns musste die einzige andere Person sein, die seine Autorit?t untergraben hatte und vor der er sich nicht zu verbeugen brauchte... ein bestimmter, ungl¨¹cklicher Alpha-Wolf. Chapter 19: Jemand an der Tür (Kap.19)

Chapter 19: Jemand an der T¨¹r (Kap.19)

In dem Moment, als La sich verabschiedete, atmete Neveah tief durch. Ihr war gar nicht bewusst gewesen, wie sehr sie ihre Ruhe sch?tzte, bis sie von der gespr?chigen W?lfin v?llig aus dem Konzept gebracht worden war. Doch Neveah tr?stete sich mit der Tatsache, dass La zwar h?chstwahrscheinlich auch von der Alphak?nigin Vilma geschickt worden war, um sie auszuspionieren, die redselige W?lfin aber dennoch recht n¨¹tzlich war, Sie hatte Neveah nicht nur ¨¹ber den aktuellen Stand der Suche nach dem geheimnisvollen Alphawolf auf dem Laufenden gehalten, sondern auch Neveahs Zimmer aufger?umt und Neveahs Badewasser vorbereitet. Jetzt war sie losgegangen, um Neveahs Fr¨¹hst¨¹ck aus der K¨¹che zu holen, und Neveah schwor, dass sie die aufmerksame F¨¹rsorge ihrer neuen Betreuerin als beunruhigend empfand. "Na ja, genie?e es, snge es noch geht." sagte sich Neveah, als sie mit einem leisen Schmerzensst?hnen von ihrem Bett aufstand und in den Waschraum ging. Neveah schob die T¨¹r zu und schloss sie ab, bevor sie zu ihrem Spiegel ging, vor dem sie stand und auf ihren Gesichtsausdruck starrte, wobei sie bemerkte, dass sie ziemlich ss aussah, und Neveah vermutete, dass dies auf den Blutverlust zur¨¹ckzuf¨¹hren war. Neveah seufzte, ihre Verletzung hatte irgendwann in der Nacht aufgeh?rt zu bluten und sie hatte ihre blutbefleckten Laken und Verb?nde wechseln m¨¹ssen, bevor sie wieder ins Bett ging. Dann zog Neveah ihr Nachtgewand aus, wickelte den Verband ab und betrachtete die Wunde im Spiegel. Jede andere leichtere Verletzung war bereits verheilt, und selbst diese zeigte Anzeichen, sich zu schlie?en, und Neveah sch?tzte, dass sie bis zum n?chsten Tag vollst?ndig verheilt sein w¨¹rde. Die Stacheln am Schwanz des schwarzen Drachens hatten sich zu tief eingegraben, und Neveah war sogar beeindruckt, dass sie so gut heilte, ohne dass sie ?rztlich versorgt wurde. Neveah war dankbar, dass sie ¨¹ber betr?chtliches medizinisches Wissen verf¨¹gte, die Wunde w¨¹rde sich nicht infizieren und gut heilen. Neveah seufzte leise, stieg in ihr Badebecken und wusch sichngsam, wobei sie darauf achtete, ihre Wunden zu schonen, w?hrend sie sich in der W?rme des Wassers sonnte. Gerade als Neveah dar¨¹ber nachdachte, sich kurz zu entspannen, klopfte es an ihrer T¨¹r und Neveah st?hnte leise auf. Neveah stieg aus ihrem Badebecken und troce sich ab, bevor sie sich einen Bademantel ¨¹berzog und zur T¨¹r ging, sie aufschloss und aufzog. W?hrend Neveah erwartet hatte, La zu sehen, von der sie annahm, dass sie mit ihrem Fr¨¹hst¨¹ck zur¨¹ckgekehrt war, fiel Neveah das Herz in die Hose, als sie Alpha-K?nig Lothaire vor sich sah. "F... Vater..." stotterte Neveah, als sie ein eiskalter Schrecken erfasste und ihr die verschiedensten Gedanken durch den Kopf gingen. ¡¯Was wollte er hier? Warum war er gekommen? Wusste er etwas? W¨¹rde es so f¨¹r sie enden?¡¯ Viele Gedanken schossen Neveah in Sekundenbruchteilen durch den Kopf, w?hrend sie wie erstarrt dastand. "Beweg dich." forderte Alphak?nig Lothaire in einem tiefen Ton, der Neveah in die Realit?t zur¨¹ckholte, als sie eilig zur Seite trat, um ihren Vater hereinzssen. "Morgengr¨¹?e, Vater." Neveah begr¨¹?te ihn schnell mit einer tiefen Verbeugung. "Hmm.... Ich habe mich schon gefragt, ob du eine weitere Lektion in Sachen Etikette brauchst." sagte Alphak?nig Lothaire in diesem tiefen, erschreckenden Ton. Chapter 20: Jemand an der Tür (Kap.20)

Chapter 20: Jemand an der T¨¹r (Kap.20)

Neveah zuckte angesichts der Andeutungen ihres Vaters leicht zusammen, wagte aber nicht weiter zu sprechen. Sie stand einfach nur da, mit gesenktem Kopf, und wagte es nicht, den Blick ihres Vaters zu erwidern, als seine Augen ihr Quartier abtasteten, bevor sie sich wieder auf ihr niederlie?en. "Warum warst du letzte Nacht drau?en im Wald?" fragte Alphak?nig Lothaire. ¡¯Er wei? es! Beim Sch?pfer, er wei? es!¡¯ dachte Neveah entsetzt, Neveahs Herz h?rte f¨¹r einen Moment auf zu scgen, ihre H?nde zitterten vor Angst, als sie sie zu F?usten ballte und vergeblich versuchte, sich zu beruhigen. "ICH... ICH..." stammelte Neveah, unf?hig, ein zusammenh?ngendes Wort zu bilden. "Du schmollst dar¨¹ber, was deine Mutter und dein Bruder zu dir gesagt haben?" Alphak?nig Lothaire unterbrach sie in einem Ton der Abneigung. "Ich ... Nein, Vater, das w¨¹rde ich nicht wagen." murmelte Neveah in einem tiefen Ton, der kaum ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinausging. "Nat¨¹rlich w¨¹rdest du das, benimm dich nicht wie ein ?ngstliches kleines Kaninchen, Neveah. Du kannst vielleicht Alessio t?uschen, indem du dich unterw¨¹rfig verh?ltst, aber nicht deinen Vater." " Hebe deinen Kopf und sei still, h?r auf zu zittern ... ist das das Benehmen einer Prinzessin? Ich ube, ich habe dich besser erzogen." sagte Alphak?nig Lothaire. Neveah schloss die Augen, w?hrend sie all ihren Mut zusammennahm undngsam den Kopf hob, um dem strengen Blick ihres Vaters zu begegnen. "Ich habe dir immer wieder gesagt, dass du dich in den W?ldern in Acht nehmen sollst, und du kannst dir vorstellen, wie ¨¹berrascht ich war, als ich dich letzte Nacht dort drau?en gesehen habe ... Es scheint, als h?ttest du vergessen, dass du der einzige Mensch unter uns bist, du bist die Verletzlichste, das schwache Glied." fuhr Alphak?nig Lothaire geschmacklos fort, Neveah ballte bei den Worten ihres Vaters die F?uste, Worte, die sie schon viel zu oft geh?rt hatte, um sich dar¨¹ber verletzt zu f¨¹hlen, und die doch nur den tiefen Drang weckten, die Autorit?t ihres Vaters herauszufordern. Neveah erkannte die Einmischung ihres Wolfes in ihre Gef¨¹hle als das, was sie war, und biss die Z?hne gegen diesen Drang zusammen, der sie letztendlich umbringen w¨¹rde. "Ich habe un¨¹berlegt gehandelt, ich entschuldige mich." erwiderte Neveah leise. "Tu nichts, wof¨¹r du dich entschuldigen m¨¹sstest, Neveah, dein Vater ist kein geduldiger Mann ... das wei?t du auch." erinnerte Alphak?nig Lothaire. "Ich ... ich verstehe." erwiderte Neveah. "Nat¨¹rlich tust du das, ich habe deinen Diener angewiesen, dir deine Kleidung zu bringen, der junge Alpha von Eclipse w hat um Eubnis gebeten, dich f¨¹r den Tag in die Stadt zu bringen." "Die Eclipse Alphas werden bald aufbrechen, nutzen Sie die verbleibende Zeit, um so viele Informationen wie m?glich zu sammeln, ich habe hohe Erwartungen. Danach besuche Luna Colleen in ihrem Quartier... Dane fragt st?ndig danach." wies Alpha-K?nig Lothaire an. Neveahs Herz beruhigte sich ein wenig, als sie verstand, dass der Grund f¨¹r den Besuch ihres Vaters nichts mit dem mysteri?sen Alphawolf zu tun hatte. Das bedeutete, dass Neveahs Geheimnis immer noch sicher war, genauso wie ihr Leben... zumindest im Moment. "Wie Vater w¨¹nscht." sagte Neveah mit einer Verbeugung. Alphak?nig Lothaire brummte als Antwort, als er auf die T¨¹r zuging, aber auf halbem Weg innehielt. "Oh... und von nun an ist es dir nicht mehr eubt, dich in die W?lder zu wagen, aus welchem Grund auch immer." "Sieh dir den Zustand deiner Gouvernante an und ¨¹berzeuge dich selbst davon, dass dein Vater nur dein Bestes im Sinn hat." f¨¹gte Alphak?nig Lothaire hinzu. "Ich verstehe Vater, ich bin dankbar f¨¹r Vaters F¨¹rsorge." Neveah zwang sich, mit zusammengebissenen Z?hnen zu sprechen, und blieb in einer Verbeugung stehen, bis ihr Vater gegangen war. Chapter 21: Seines Ansehens würdig (Kap.21)

Chapter 21: Seines Ansehens w¨¹rdig (Kap.21)

Neveah sa? in der Kutsche, die durch die gepsterten Stra?en der Finsternisf?ngersiedlung rollte, den Kopf gegen das polierte Holz gelehnt und die Augen meditativ geschlossen. Es war bereits fr¨¹her Abend, und das gesch?ftige Treiben der menschlichen Bev?lkerung auf den Stra?en hatte sich seit den Morgenstunden deutlich verringert, doch die Stra?en waren immer noch lebhaft genug. Neveah hatte den ganzen Tag mit Lucas Varleston, dem jungen Alpha des Eclipse w Packs, in der Stadt verbracht, so wie ihr Vater es ihr aufgetragen hatte. Urspr¨¹nglich hatte Neveah Lucas einen gemeinsamen Ausflug vorgescgen, um endlich einmal etwas Abstand von der unangenehmen Atmosph?re im Eclipse Pce und im Wolfsrudel zu gewinnen, Der Tag hatte sich nur als ein weiteres Mittel ihres Vaters erwiesen, seine Ziele mit Neveah zu erreichen. Schon in dem Moment, als die Kutsche den Eclipse-Pst vessen hatte, hatte Neveah die Anwesenheit der Eclipse-Krieger gesp¨¹rt, die ihr Vater geschickt hatte, um sie zu verfolgen, Neveah hatte gedacht, dass dies das einzige Mal sein w¨¹rde, dass sie sich unbeobachtet von ihrem Vater in die Stadt wagen konnte, aber die Eklipse-Krieger waren ihnen den ganzen Weg ¨¹ber gefolgt und hatten sich in aller ?ffentlichkeit versteckt. Neveah war sich nicht sicher, ob Lucas das bemerkt hatte, schlie?lich war er ein Alphawolf und aufmerksamer als ein normaler Wolfswandler, aber wenn er es bemerkt hatte, gab er keinen Kommentar dazu ab. Neveah vermutete, dass Lucas ubte, es sei nur nat¨¹rlich, dass die Eclipse-Prinzessin nicht ungesch¨¹tzt in die menschliche Siedlung gssen wurde, Neveah war jedoch nicht so t?richt zu uben, dass die Eclipse-Krieger, die sie verfolgten, zu ihrem Schutz da waren, sie kannte ihren Vater viel besser. Neveah hatte die Menschensiedlung immer geliebt, die Menschen waren friedlich und sorglos, unbstet von den Sorgen um Status oder Rang, Sie brauchten nicht jeden Tag aufzuwachen und sich zu fragen, wo sie in der Welt hingeh?rten, Sie lebten unter dem Schutz der herrschenden Wolfswandler in der Illusion von Sicherheit und Wohlstand, die der Alphak?nig f¨¹r sie geschaffen hatte. Und auch wenn sie ihre Schwierigkeiten hatten, weil sie den Wolfswandlern ihren Tribut und Respekt zollen mussten, so kannten sie doch wenigstens nicht den Geschmack von Rudelrivalit?t oder Todesk?mpfen um den Rang. Zumindest lebten sie in dem uben, dass ihr Alphak?nig sie liebte und sch?tzte, denn ihr Vater hatte es so eingerichtet, Und w?hrend die Menschen die ¨¹bernat¨¹rlichen als allm?chtige Existenzen betrachteten, die respektiert und verehrt werden mussten, Sie wussten nicht, dass Neveah nur eine von vielen war, die lieber als Mensch geboren worden w?re als ein Shifter. Aber Neveah wusste, dass die Menschen mit ihrer Argumentation nicht einverstanden sein w¨¹rden, Alphak?nig Lothaire Raul war ein geliebter K?nig, g¨¹tig und gro?m¨¹tig, umsichtig und weise, unter seiner Herrschaft bl¨¹hten die Eclipse-Gebiete auf, und so war er in ihren Augen so etwas wie ein Gott. ¡¯Was f¨¹r ein Gl¨¹ck sie doch hatten...¡¯ dachte Neveah, sie hatten wirklich Gl¨¹ck, dass sie das wahre Gesicht ihres geliebten Alphak?nigs nicht sehen mussten. Neveah kannte ihren Vater gut genug, um zu wissen, dass er sich nicht im Geringsten f¨¹r die menschlichen Siedlungen unter seiner Herrschaft interessierte, Aber er liebte es, ein gutes Image zu haben, und das war der einzige Grund, warum er sich so sehr darum bem¨¹hte, ihnen gerecht zu werden. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, ihr Tag war wirklich anstrengend gewesen, und alles, was Neveah jetzt noch wollte, war, nach Hause zu gehen. "Geht es dir gut, Veah? Du scheinst ein wenig m¨¹de zu sein, vielleicht war die Fahrt zu holprig, wir k?nnten eine Pause einlegen, wenn du willst. Ich habe es nicht eilig, zur¨¹ck zu kommen." bot Lucas an. Nachdem sie den ganzen Tag mit ihm verbracht hatte, war Neveah von seiner Anwesenheit mehr ersch?pft als von allem anderen. Neveah verstand, dass der junge Alpha sich Sorgen um sie machte, und er zeigte das auch bei jeder Gelegenheit, aber Neveah wusste nicht, wie sie ihm erkl?ren sollte, dass ein Omega zu sein nicht bedeutete, dass sie Hilfe beim Atmen brauchte. Von dem Moment an, als Neveah auf den Hof des Eclipse Pce getreten war, wartete eine luxuri?s aussehende Kutsche auf sie, an die sich ein grinsender Lucas lehnte. Die Tatsache, dass er eine Kutsche als Transportmittel gew?hlt hatte und nicht ein gew?hnliches Pferd, reichte aus, um Neveah zu sagen, dass sie einen "Jungfrau in N?ten"-Tag erleben w¨¹rde. Und genau das war es auch gewesen, vom Auf- und Absteigen aus der Kutsche bis hin zum F¨¹hren durch die Menschenmassen mit einer Hand an ihrer Taille, bis hin zum K¨¹mmern um sie und das Versorgen ihrer Bed¨¹rfnisse - Lucas war der perfekte Gentleman gewesen. Und obwohl seine Pers?nlichkeit charmant war und man sich leicht an seine Gesellschaft gew?hnen konnte, nahm die Tatsache, dass dieses ganze Date nach den Bedingungen ihres Vaters ablief, dem Ganzen die Sch?nheit. Neveah war nur zu einem einzigen Zweck hier, um in Lucas¡¯ Kopf einzudringen und die Informationen zu bekommen, die ihr Vater brauchte, und Neveah hatte festgestellt, dass es nicht einmal schwierig war, Lucas zum Reden zu bringen. Wie die meisten jugendlichen M?nner liebte es der junge Alpha von Eclipse w, ¨¹ber sich selbst zu reden, Neveah wusste, dass sie h?tte froh sein sollen, dass Lucas es ihr leicht gemacht hatte, aber sie h?tte es vorgezogen, wenn der junge Alpha es besser gewusst h?tte, als seine Rudelgeheimnisse vor irgendjemandem zu verraten. "Mir geht es gut, ich kann mit einer holprigen Kutschfahrt umgehen." erwiderte Neveah mit einem gezwungenen L?cheln. Und noch eine ganze Menge mehr. Neveah war versucht, etwas hinzuzuf¨¹gen, aber sie hielt sich zur¨¹ck, weiter zu sprechen. "Die menschliche Siedlung Eclipse Fang ist wirklich ein Vorbild f¨¹r die Eclipse-Rudel. Ihr Volk schaut zu den Eclipse Fang W?lfen auf und spricht in den h?chsten T?nen vom Alphak?nig." "Sie leben in ¨¹berfluss und Gl¨¹ck, Alphak?nig Lothaire ist seines Ansehens w¨¹rdig." kommentierte Lucas und Neveah zwang sich zu einem L?cheln und nickte zustimmend. Wieder war ein anderer auf die T?uschung ihres Vaters hereingefallen, und zwar genau das Eclipse w Pack, auf das ihr Vater schonnge ein Auge geworfen und sogar damit begonnen hatte, seine Armee zusammenzustellen, Und hier sa? ihr junger Alpha und lobte Alphak?nig Lothaire, w?hrend Neveah ihm gegen¨¹ber sa? und Befehle von eben diesem Alphak?nig entgegennahm ... Befehle, die f¨¹r Eclipse w nicht g¨¹nstig waren. ¡¯Seines Ansehens w¨¹rdig?¡¯ dachte Neveah, ¡¯Wenn Lucas nur w¨¹sste, wie falsch erg... Chapter 22: Schuldgefühle (Kap.22)

Chapter 22: Schuldgef¨¹hle (Kap.22)

Neveah stieg mit Lucas¡¯ Hilfe aus der Kutsche und stie? einen Seufzer der Erleichterung aus, als sie endlich wieder im Eclipse Pce ankamen. Neveah konnte es kaum erwarten, in ihr bequemes Zimmer zur¨¹ckzukehren, denn ihre verletzte Seite begann zu schmerzen, und Neveah wusste, dass sie nach dem Rechten sehen und die Verb?nde wechseln musste. "Vielen Dank f¨¹r heute, Lucas, ich werde mich erst einmal zur¨¹ckziehen. Wir sehen uns vor Ihrer Abreise." sagte Neveah in einem oberfl?chlichen Ton und f¨¹gte eine leichte Verbeugung hinzu, bevor sie sich auf den Weg machte. "Veah ... warte!" rief Lucas Neveah zu. Neveah hielt inne, der z?gerliche Ton, mit dem Lucas Varleston sie rief, erf¨¹llte sie mit Besorgnis. Lucas ging auf sie zu, legte ihr sanft eine Hand auf die Schultern und drehte sie so, dass sie ihm gegen¨¹berstand "Warum gehst du immer so eilig weg ... hast du Angst vor mir?" fragte Lucas Varleston in einem z?rtlichen Ton, w?hrend er eine Hand hob, um die Haarstr?hnen wegzustreichen, die aus Neveahs ordentlichem Dutt gerutscht waren. "Ich ... nein, nein, das tue ich nicht." murmelte Neveah leise und biss sich auf die Lippe, um den Drang zu unterdr¨¹cken, zu fliehen, vor diesem jungen Alpha wegzufen, nicht, weil sie ihn f¨¹rchtete, sondern weil er so mitleiderregend war, dass er nicht merkte, dass... sie ihm wehtun wollte. Neveah konnte die n?chsten Worte, die er sagen w¨¹rde, bereits vorhersehen, und es kostete sie alles, an Ort und Stelle zu bleiben. "Ich mag dich, Veah... mein Wolf auch. Wir sind uns einig, dass wir beide etwas Besonderes f¨¹r dich empfinden, etwas, das ich bei niemandem sonst gesp¨¹rt habe." gab Lucasngsam zu. Neveah zuckte leicht zusammen, als die erwarteten Worte herauskamen, aus den Augenwinkeln blickte sie sich um, um zu sehen, ob es noch jemand geh?rt hatte... um zu sehen, ob sie noch eine andere Wahl treffen konnte. Man hatte ihr keine Wahl gssen, als sie die Befehle ihres Vaters akzeptiert hatte, aber nach zwei Monaten in Freiheit im Heilerstamm konnte Neveah die Dinge rer sehen. Konnte sie ein solches Leben wirklich f¨¹hren, wenn sie immer gegen ihr eigenes Gewissen arbeiten musste? Wienge noch? Warum musste sie ihre eigenen ¨¹berzeugungen aus Angst aufgeben? "Du bist ein Alphawolf, Lucas, und ich bin ein Omega, da ist es nur nat¨¹rlich, dass du dich mir gegen¨¹ber besch¨¹tzend f¨¹hlst." schlussfolgerte Neveah und hoffte, Lucas Varleston w¨¹rde einlenken. Wenn er jetzt einlenken w¨¹rde, w?re alles viel einfacher f¨¹r sie, aber wie k?nnte ein Alphawolf so einfach einlenken? "Nein... nein... es ist viel mehr als das... ich habe Omegas in meinem Rudel, Veah, ich hatte auch Omegas in meinem Bett und viele andere... aber niemand hat mich dazu gebracht, so zu f¨¹hlen, wie ich f¨¹r dich f¨¹hle, Prinzessin, niemand." betonte Lucas kopfsch¨¹ttelnd. Das liegt daran, dass sie nicht wie ich sind... sie wurden nicht in den K¨¹nsten der Verf¨¹hrung ausgebildet, ausgebildet, um das Herz eines jeden Mannes zu stehlen, sobald sie ihre ersten Worte sagen...¡¯ dachte Neveah besch?mt. "Du bist mir wichtig, Veah, zweifle nicht daran. Ich bewundere alles, was du bist, und bei der Kultur der Eclipse Domain habe ich die Absicht, dich zu der meinen zu machen." fuhr Lucas Varleston fort, "Sag mir, da? du dasselbe willst wie ich... wir kennen uns erst seit kurzer Zeit, ich spreche nicht von Liebe, noch nicht. Aber Kameradschaft... Ihr seid das, was ich mir immer von einer Frau gew¨¹nscht habe." "Stark, edel, charismatisch, anmutig, klug, verst?ndnisvoll... rebellisch und durch den Sch?pfer so sexy... sei meine Veah, sei meine Frau." flehte Lucas Varleston aufrichtig, Neveahs Herz krampfte sich schuldbewusst zusammen, als Lucas Varleston z?rtlich ihre Wange streichelte. Sie h?tte sich zufrieden f¨¹hlen sollen, das war eine erf¨¹llte Mission ... die beiden Auftr?ge ihres Vaters in so kurzer Zeit erf¨¹llt zu haben, Neveah h?tte sich befriedigt f¨¹hlen sollen, doch sie f¨¹hlte nichts als Schuld und Wut auf sich selbst. Wenn Lucas ihr, der geliebten Eclipse-Prinzessin, einen Heiratsantrag machte, w¨¹rde ihr Vater eine Gegenleistung vengen ... etwas, das ihm die Loyalit?t von Eclipse Hunt sicherte. Etwas, das schwer zu geben sein w¨¹rde, aber sie w¨¹rde es bekommen, denn in Lucas Varlestons Blick konnte sie sehen, wie ernst er es meinte. Er war ein Mann, der wusste, was er wollte, und bereit war, Opfer zu bringen, um es zu erreichen, und als einziger Sohn seines Vaters, des verehrten Alphatiers von Eclipse Hunt ... w¨¹rde sein Vater ihm nie etwas verweigern. Deshalb war er das schwache Glied, jung... mutterlos und liebesbed¨¹rftig, das war der Riss, durch den Neveah in sein Herz eingedrungen war... absichtlich. Neveah verabscheute ihre eigenen Handlungen, nur wegen Leuten wie ihr hatte ihr Vater immer seinen Willen bekommen und gleichzeitig sein Bild von Perfektion aufrechterhalten. Nur dank Leuten wie ihr, die bereit waren, seine Drecksarbeit zu machen, konnte er unbefleckt bleiben, seine Ehre und sein Ansehen intakt, sein wahres Gesicht f¨¹r immer verborgen. W?re es ein anderes Mal gewesen, h?tte Neveah sich nicht so schuldig gef¨¹hlt, aber dieser Mann, Lucas Varleston ... er war ein guter Mann, mit edlem Herzen und liebte sein Volk. Er w¨¹rde einen gro?artigen Alpha abgeben, er war die Art von Mann, die ihr Vater und ihr Bruder nie sein konnten, und sein wundersch?nes Herz... Neveah weigerte sich, diejenige zu sein, die es ruinierte. "Du und ich... wir sind verschieden, Lucas. Ich bin wolfslos, ich kann nicht erwarten oder hoffen, meine Gef?hrtin zu finden, aber du kannst... du wirst." "Da drau?en gibt es eine Frau, die perfekter ist als ich... und sie wurde speziell f¨¹r dich geschaffen. Diese Frau bin nicht ich, Lucas..." argumentierte Neveah, Lucas Varleston seufzte und senkte f¨¹r einen Moment den Blick. "Du f¨¹rchtest, ich werde meine Gef?hrtin finden und dich versto?en? Scheine ich ein so wankelm¨¹tiger Mensch zu sein?" fragte Lucas Varleston in einem verletzten Ton. "Ich spreche nur die Wahrheit, Lucas, das wei?t du genauso gut wie ich. Deine Liebe... dein Herz, deine F¨¹rsorge, der tz an deiner Seite, es gibt da drau?en jemanden, dem das alles geh?rt... " "Was f¨¹r eine Frau w?re ich, wenn ich ihr das wegnehmen w¨¹rde?...Dir?" fragte Neveah. Chapter 23: Ich bin nicht der Richtige für dich (Kap.23)

Chapter 23: Ich bin nicht der Richtige f¨¹r dich (Kap.23)

"Was f¨¹r eine Art von Frau w¨¹rde ich sein, wenn ich es ihr wegnehme? ...Von dir?" fragte Neveah. "Ich werde diesen Sommer siebenundzwanzig Jahre alt. Ich habe neun Jahreng auf meine Gef?hrtin Veah gewartet und sie gesucht. Ich werde bald Alpha sein und mein Volk braucht eine w¨¹rdige Luna... du bist meine Wahl." erkl?rte Lucas Varleston. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. Lucas Varleston blieb standhaft, und sie wusste, dass sie ihn zur Vernunft bringen musste, egal wie grausam sie sein musste, um das zu erreichen. "Und was passiert, wenn du deine Gef?hrtin findest? Wirst du dann die Verbindung zu mir l?sen?" fragte Neveah direkt. "Ich werde bei meiner Ehre schw?ren, wenn du es vengst. Lass deine ?ngste beiseite, Veah. Ich bin ein Mann, der zu seinem Wort steht, und ich werde meine Entscheidung durchsetzen." versprach Lucas Varleston. Neveah war erstaunt ¨¹ber die Aufrichtigkeit in seiner Stimme, aber das spornte sie nur noch mehr an, ihn vor den sch?ndlichen Absichten ihres Vaters zu sch¨¹tzen. "Die Bindung zu einer Gef?hrtin ist heilig, Lucas. Sie ist wundersch?n... sie ist unersetzlich. Und ich sage das nur, weil ich dich f¨¹r nobel und w¨¹rdig halte, die gr??te Art von Liebe zu erleben, die das Universum zu bieten hat." "Deine Gef?hrtin... sie ist es wert, dass du auf sie wartest. Und ich m?chte, dass du diese Art von Gl¨¹ck hast, Lucas. Ein Gl¨¹ck, von dem ich wei?, dass ich es dir nicht geben kann. Also, wenn du etwas f¨¹r mich empfindest, dann vertraue mir... Ich werde nie die richtige Frau f¨¹r dich sein..." sagte Neveah in einem ruhigen Ton. Lucas Varleston starrte Neveah einen kurzen Momentng an. In seinen Augeng eine traurige Miene ¨¹ber ihre Ablehnung, und zur gleichen Zeit wusste Neveah, dass er verstand. "Dein Herz ist edler als ich es je sein k?nnte. Du hast meinen Respekt, Prinzessin. Und ich hoffe, du findest jemanden, der deiner Liebe w¨¹rdig ist. Jemanden, der wirklich f¨¹r dich bestimmt ist." murmelte Lucas Varleston, bevor er Neveah in eine Umarmung zog. Neveah erwiderte die Umarmung, ein erleichtertes L?cheln auf den Lippen, als Lucas Varleston sich von ihr l?ste. "Mein Vater und ich werden nach der Alpha-Versammlung auf Mount Vernon nach Eclipse w zur¨¹ckkehren. Wir werden nicht in den Eclipse Pst zur¨¹ckkehren... Ich f¨¹rchte, ich muss ¨¹berst¨¹rzt aufbrechen. Es wird schwer sein, dich anzusehen, ohne dabei Herzschmerz zu empfinden." gestand Lucas Varleston, Neveah l?chelte traurig und nickte verst?ndnisvoll. "Darf ich zumindest Abschied von dir nehmen? Ich k?nnte nach der Versammlung nach Mount Vernon reiten, als Freunde?" fragte Neveah hoffnungsvoll. Sie hatte schonnge keinen so aufrichtigen Mann mehr getroffen. Eclipse Fang war voll von heuchlerischen und eingebildeten W?lfen, dass Neveah Lucas Varleston sofort f¨¹r einen von ihnen gehalten hatte, als sie ihm das erste Mal begee, Aber jetzt bedauerte sie, dass sie nicht mehr Zeit damit verbracht hatte, ihn kennenzulernen. Denn er war eine Pers?nlichkeit, die es verdient hatte, kennengelernt zu werden. Neveah hatte noch nie einen Freund gehabt. Die Art von Leben, die sie f¨¹hrte, lie? solchen Luxus nicht zu. Alle W?lfe in Eclipse Fang verabscheuten sie, weil sie die Wahrheit ¨¹ber ihre Geburt kannten, die andere nicht kannten. Und Neveah durfte auch nicht mit den Menschen verkehren. "Nun, ich denke, ich kann ein weiteres Treffen ¨¹berleben." sagte Lucas Varleston mit einem L?cheln, Neveahchte und nickte, bevor sie einen Schritt zur¨¹cktrat und sich aus Respekt leicht verbeugte. Lucas Varleston erwiderte die Verbeugung und Neveah verlie? den Raum. Neveah nahm den Seitenweg zu ihrem Quartier auf der erweiterten Seite des Schlosses. Sie brauchte eine Weile, da sie in einemngsamen Tempo voranschritt, in Gedanken versunken. Neveah wurde jedoch aus ihren Gedanken gerissen, als sie eine vertraute Pr?senz sp¨¹rte, und sie sah auf, um Lado zu sehen. Er stand mit verschr?nkten Armen hinter dem R¨¹cken vor dem Flur, der zu ihrem Quartier f¨¹hrte. Und an seinem eiskalten Gesichtsausdruck erkannte Neveah, dass sie in Schwierigkeiten steckte. Lado war der vertrauensw¨¹rdigste Krieger von Alpha-K?nig Lothaire. Seine Anwesenheit konnte nur eines bedeuten... "Der Alpha-K?nig l?sst nach dir rufen. Du sollst sofort mit mir kommen, ohne Fragen zu stellen." erkl?rte Lado in dem ¨¹blichen herassenden Ton, mit dem er Neveah ansprach. Neveah erstarrte. Ein kalter Schauer des Entsetzens durchfuhr sie bei der Erw?hnung ihres Vaters. Aber Neveah beruhigte sich schnell. "Okay." erwiderte Neveah. Lado schnaubte indigniert und ging an ihr vorbei. Und Neveah folgte ihm, sie beeilte sich, mit seinen schnellen Schritten mitzuhalten. Bald erreichten sie den Hauptpst und Lado betrat ihn. Er ging die vertrauten G?nge enng, die zum B¨¹ro des Alpha-K?nigs f¨¹hrten. Als sie vor der T¨¹r ankamen, drehte sich der Knauf und Alpha-K?nigin Vilma trat heraus. Als sie Neveah sah, feixte sie. Aber anders als sonst gab sie keine weiteren Kommentare ab und schlenderte einfach mit ihren begleitenden weiblichen W?lfen davon. Neveah runzelte leicht die Stirn und f¨¹hlte sich verunsichert durch die seltsame Reaktion von Alpha-K?nigin Vilma auf sie. Als Neveah keine Anstalten machte, einzutreten, stie? Lado sie nach vorne. Durch die Wucht stolperte Neveah in das B¨¹ro. Die T¨¹r krachte hinter ihr zu, bevor Neveah ihr Gleichgewicht wiederengen konnte. Und sie blickte sich um, feststellend, dass au?er ihrem Vater, der an seinem Tisch sa?, niemand sonst im B¨¹ro war. "G... Gr¨¹?e, Vater." stammelte Neveah und senkte ihren Kopf zur Verbeugung. "Die Eclipse-Alphas brechen morgen zum Alpha-Gipfel nach Mount Vernon auf und du hattest genug Zeit. Welche Informationen hast du f¨¹r mich?" fragte Alpha-K?nig Lothaire in seinem ¨¹blichen, tiefen, dunklen Ton. Neveah erinnerte sich im Geiste daran, ruhig zu bleiben, w?hrend sie ein paar Schritte nach vorne machte und vor dem Schreibtisch ihres Vaters stehen blieb. Dann begann sie zu sprechen. "Alpha Varleston von Eclipse w hat k¨¹rzlich die Regierungspolitik ge?ndert und der menschlichen Bev?lkerung Amnestie gew?hrt sowie die M?glichkeit, einen Rudelrang zu erwerben." begann Neveah. "Infolgedessen ist seine Armee, sein Ruhm und sein Einfluss in der Eclipse-Domain stark gewachsen, und seine Aussichten in den kommenden Rudel-Rankings scheinen recht vielversprechend zu sein." "Das ist vielen Eclipse-Rudeln aufgefallen, die nun ein B¨¹ndnis mit der Eclipse-ue suchen und dadurch das Machtgleichgewicht in der ?stlichen Eclipse-Domain zu Gunsten von Alpha Varleston verschieben." "Es k?nnte f¨¹r andere Eclipse-Alphas den Anschein haben, dass er eine Macht ist, vor der sie Schutz ben?tigen..." berichtete Neveah. Chapter 24: Bericht (Kap.24)

Chapter 24: Bericht (Kap.24)

"Willst du damit sagen, dass die Ger¨¹chte ¨¹ber den Verrat nichts als unbegr¨¹ndete Anschuldigungen neidischer Alphas sind?" fragte Alpha K?nig Lothaire, Sein Ton versetzte Neveah in Angst, aber sie blieb standhaft. Ihr Vater hatte einen Bericht vengt und genau das w¨¹rde sie ihm liefern, ohne etwas zur¨¹ckzuhalten. "Zun?chst zweifelte ich an dieser Schlussfolgerung und war sogar von ihrer Beteiligung ¨¹berzeugt, doch nun habe ich konkrete Gr¨¹nde, diese Schlussfolgerung zu uben." "In diesem F¨¹hrungszirkel ist der Kampf um die Vorherrschaft heftig und solche hinterh?ltigen Taktiken sind weit verbreitet." stellte Neveah fest, Sie wusste, dass ihr Vater eine Rolle bei der gegenseitigen Aufstachelung der Eclipse-Alphas spielte. Es war seine Methode, ein Gleichgewicht der Kr?fte zu gew?hrleisten. "W?hrend Alpha Varleston und der Eclipse w in kurzer Zeit erheblich an Macht und Einfluss gewannen, ist dies auf die Unterst¨¹tzung der menschlichen Bev?lkerung in ihrem Gebiet zur¨¹ckzuf¨¹hren." "Meine Untersuchungen haben zudem ergeben, dass Alpha Varleston allen Menschen, die bereit sind, Rudufgaben zu ¨¹bernehmen, das Kommandozeichen verliehen hat. Dies erm?glicht ihnen den Zugang zum Mindlink und unterstellt sie dem Alpha-Befehl." "Wenn Alpha Varleston sich nun gegen das Regime seines Vaters auflehnen oder in irgendeiner Weise in eine rebellische Verschw?rung verstrickt sein sollte, w?re die gr??te Waffe, die er erwerben k?nnte, eine vom Befehlshierarchie freie Armee." "Indem er den Menschen das Kommandozeichen verleiht, stellt er sicher, dass sie nicht nur seinem Alpha-Befehl unterstellt sind, sondern auch dem des Alpha-K?nigs, dem er Treue schuldet." "Im Grunde sind sowohl die W?lfe als auch die Menschen im Eclipse w unf?hig, sich dem obersten Alpha-Befehl ihres Vaters zu widersetzen, snge Alpha Varlestons Treueeid Bestand hat. Wie k?nnten sie also rebellieren?" erkl?rte Neveah ihre Schlussfolgerung objektiv. Sie hielt ihren Ton neutral und direkt, sie unterst¨¹tzte oder verurteilte keine der beteiligten Parteien, sondern ¨¹bermittelte lediglich die Ergebnisse ihrer Untersuchung. "Eine vern¨¹nftige Schlussfolgerung, ich stimme deinen Worten zu. Alpha Varlestons Treueeid besteht weiterhin, die F?den unserer Bluteidverbindung sind keineswegs ersch¨¹ttert." "Trotzdem hat Alpha Varleston die Regeln seines Territoriums ohne Vorank¨¹ndigung ge?ndert. Das spricht nicht f¨¹r Loyalit?t." sagte Alpha K?nig Lothaire mit einem leisen Knurren. Neveah runzelte leicht die Stirn bei den Worten ihres Vaters, wie immer betrachtete er die Situation aus einer egoistischen Perspektive. "Alpha Varleston hegt eine gro?e Zuneigung f¨¹r die menschliche Bev?lkerung. Es ist ein lobenswertes Unterfangen, ihnen bessere Lebensbedingungen und volle Integration zu gew?hren. Er muss bef¨¹rchtet haben, dass Vater die Eubnis nicht erteilen w¨¹rde." "Au?erdem regieren alle Eclipse-Rudel autonom. Als Alpha seines Territoriums, snge er keine Regeln bricht, sollte die Entscheidung ¨¹ber seine Art zu regieren nat¨¹rlich bei ihm liegen... das ist das alte Gesetz." erwiderte Neveah, Neveah erinnerte sich daran, dass Lucas davon gesprochen hatte, wie erleichtert er dar¨¹ber war, dass die menschliche Bev?lkerung im Gebiet des Eclipse w den Varlestons vertraute und wie er dieses Vertrauen niemals verraten w¨¹rde. Die Varlestons waren stolz auf das Gl¨¹ck ihres Volkes, sowohl der W?lfe als auch der Menschen, und Neveah ubte, dass nur ein solches Ma? an Verst?ndnis und Akzeptanz von einem wahren und w¨¹rdigen F¨¹hrer erwartet werden k?nnte. Neveah wusste auch, dass der Vorscg, die herrschenden Regeln zu ?ndern, ohne den Alpha K?nig zu informieren, Lucas Varlestons Idee war, aber sie wusste, dass man das einem Mann wie ihrem Vater besser nicht erw?hnt. Neveah hatte die ganze Zeit vermutet, dass ihr Vater von Alpha Varlestons Loyalit?t ¨¹berzeugt war. Er brauchte sie nur, um einen Fehler zu finden, durch den er den Alpha des Eclipse w loswerden konnte, weil er sich in seinem Stolz verletzt f¨¹hlte, weil seine Autorit?t ignoriert wurde. Neveah wusste auch, dass sich ihr Vater durch die Macht und den Einfluss bedrohte f¨¹hlte, den Alpha Varleston bei den Eclipse-Rudeln gewann, und dass er lieber zu Unrecht t?tete, als eine m?gliche Bedrohung zuzssen. So war Alpha K?nig Lothaire Raul und w?hrend die Welt eine ganz andere Seite von ihm sah, war Neveah nur mit seinem wahren Ich konfrontiert. "Du scheinst von Alpha Varlestons noblen Absichten ¨¹berzeugt zu sein, sp¨¹re ich da etwa Respekt f¨¹r ihn?" fragte Alpha K?nig Lothaire Neveah. Neveahs Herz sank, als sie die Andeutungen ihres Vaters verstand. "Alle Eclipse-Alphas sind Untergebene Vaters, ich halte es f¨¹r geboten, ihnen mit Respekt zu begegnen." erwiderte Neveah mit aller Selbstsicherheit, die sie aufbrachte, "Angemessener Respekt? Seit wann entscheidest du, was angemessener Respekt ist?! Deine einzige Aufgabe ist es, das zu tun, was ich dir sage!" knurrte Alpha K?nig Lothaire. Neveahs Augen weiteten sich, als ihr Vater sein gl¨¹hendes Blick auf sie richtete, und es kostete sie alle Kraft, nicht vor ihm zur¨¹ckzuweichen. "Und was hast du zu deiner zweiten Mission zu sagen?" fragte Alpha K?nig Lothaire in dunklem Ton. Die zweite Mission, die Mission, bei der Neveah Lucas Varleston verf¨¹hren und ihn zu einem Heiratsantrag bewegen sollte... die Mission, die Neveah absichtlich ruiniert hatte. "Keine Worte? Meinst du, ich w¨¹sste nicht, was du getan hast?!" knurrte Alpha K?nig Lothaire. "Vater... Ich..." Neveah begann zu erkl?ren, wurde aber von einem heftigen Knurren unterbrochen, das jedes Wort, das sie sagen wollte, in ihrem Hals stecken blieb. "Neveah Omega Lothaire! Wie kannst du es wagen, dich mir zu widersetzen und zu tun, was du willst?" knurrte Alpha K?nig Lothaire w¨¹tend. Neveah biss sich auf die Lippe, um ihre Wut zur¨¹ckzuhalten, als der Alpha in ihr durch das Knurren ihres Vaters herausgefordert wurde. "Vater, wenn Alpha Varleston loyal ist, warum dann seinen Sohn qu?len? Die Varlestons sind gute Leute! Was k?nnten sie besitzen, was du so sehr begehrst?! Vater hat doch schon alles!" antwortete Neveah trotzig, Im n?chsten Moment stand ihr Vater vor ihr, und Neveah unterdr¨¹ckte einen Aufschrei vor Schmerz, als er sie an den Haaren packte und kr?ftig zur¨¹ckzog, so dass ihr Kopf in eine ung¨¹nstige Position geriet. "Ich war viel zu nachsichtig mit dir, Neveah, dass du es ¨¹berhaupt wagst, eine Meinung ¨¹ber meine Angelegenheiten zu haben ... bist du lebensm¨¹de?" br¨¹llte Alpha K?nig Lothaire, Chapter 25: Eine Lektion mit der Peitsche (Kap.25)

Chapter 25: Eine Lektion mit der Peitsche (Kap.25)

Neveah biss die Z?hne gegen den stechenden Schmerz zusammen, der sich anf¨¹hlte, als w¨¹rde ihr die Kopfhaut abgerissen werden. Tr?nen stiegen ihr gegen ihren Willen in die Augen und liefen ihr ¨¹ber die Wangen, aber sie weigerte sich, auch nur einen Laut von sich zu geben. Neveah wusste, dass ihre Schmerzenute ihren Vater nur anspornen w¨¹rden, sie noch mehr zu verletzen, ihr Vater war selten gewaltt?tig ihr gegen¨¹ber, aber wenn er es war... dann war er am brutalsten. Neveah verstand jetzt, was es mit dem h?hnischen Grinsen auf dem Gesicht von Alphak?nigin Vilma auf sich hatte. In dem Moment, in dem sie herbeigerufen worden war, wusste ihr Vater bereits, dass sie Lucas Varlestons Antrag abgelehnt hatte. Neveah fragte sich nicht einmal, wie er es herausgefunden hatte, als sie daf¨¹r gesorgt hatte, dass niemand in der N?he war, um es zu sehen, vielleicht hatten Lucas Varleston oder sein Vater es verraten, ohne zu wissen, welche Folgen es f¨¹r Neveah haben w¨¹rde. Oder vielleicht hatte ihr Vater andere Methoden, um an Informationen zu gngen, die er haben wollte. Tatsache war, dass Neveah bereits getan hatte, was sie getan hatte, dass ihr Vater w¨¹tend war und dass sie die Konsequenzen ihres Widerstands gegen ihn w¨¹rde tragen m¨¹ssen. Neveah wurde quer durch den Raum geschleudert, ihr R¨¹cken knallte mit voller Wucht gegen die Wand, als der Schmerz ¨¹ber sie hereinbrach, doch Neveah gab immer noch keinen Laut von sich. "Ich habe versucht, dich zu verw?hnen, Veah, aber du bist immer noch... trotzig, stur, tollk¨¹hn, und doch kann ich es nicht ertragen, dich zu verletzen... du siehst ihr so ?hnlich, so sehr, dass es mich beunruhigt." sagte Alphak?nig Lothaire in einem dunklen Ton, w?hrend er Neveah anschaute. Neveah hob ihren Blick zu ihm empor und hielt dem Blick ihres Vaters unbeirrt stand, denn Neveah wusste genau, dass die ¡¯sie¡¯, von der er sprach, Neveahs leibliche Mutter war. Die Person, von der er wusste, dass Neveah am meisten ¨¹ber sie wissen wollte, aber er w¨¹rde nie mit ihr ¨¹ber Neveahs Mutter sprechen. So wusste Neveah nicht, wer ihre Mutter war, keine Identit?t, keinen Namen... nichts, und er freute sich dar¨¹ber, wie ahnungslos Neveah war. Alphak?nig Lothaire pirschte sich an sie heran, beugte sich hinunter und strich Neveahs Haare aus dem Gesicht, bevor er ihr Kinn mit einem festen Griff packte. "Ich kann dir nicht wehtun ... aber es gibt jemanden, der es kann. Ich habe geh?rt, du hast Alessio beleidigt..." sagte Alphak?nig Lothaire in einem l?ssigen Ton. Neveahs Herz sank bei der Erw?hnung von Prinz Alessio, sie hatte ihn seit jener Nacht nicht mehr gesehen, und sie hatte es bewusst vermieden, ihn anzusto?en. Prinz Alessio war noch nicht einmal angekommen, aber Neveah sp¨¹rte seine Anwesenheit schon von weitem, und sie wehrte sich krampfhaft gegen den Schrecken, der in ihr hochkroch, als der T¨¹rknauf gedreht wurde und er hereinkam. "Ihr habt gerufen, Vater?" fragte Prinz Alessio, bevor sein Blick zu der auf dem Boden zusammengerollten Neveah wanderte. "Deine Schwester ist zu eigensinnig geworden, nimm sie mit und erinnere sie daran, warum sie sich den Befehlen ihres Vaters nicht widersetzen soll." sagte Alphak?nig Lothaire, w?hrend er sich erhob und zum Schreibtisch zur¨¹ckging. Neveah brauchte nicht aufzublicken, um zu wissen, dass ein verdorbenes Grinsen auf den Lippen von Prinz Alessio ruhen w¨¹rde, der schon immer Gefallen an Neveahs Ungl¨¹ck gefunden hatte. Aus Gr¨¹nden, die Neveah nicht verstehen konnte, hasste F¨¹rst Alessio sie fast so sehr wie seine Mutter. Vielleicht war sein Grund derselbe wie der seiner Mutter: Prinz Alessio verg?tterte seinen Vater und verehrte ihn wie einen kleinen Gott, Neveahs Existenz war eine st?ndige Erinnerung daran, dass sein Gott nicht so perfekt war, und Prinz Alessio hasste es, hasste Neveah daf¨¹r, dass sie die Ehre seines Vaters beschmutzte und seiner Mutter ein Dorn im Auge war. "Wie Vater es w¨¹nscht." erwiderte Prinz Alessio, w?hrend er zu Neveah hin¨¹berging. "Was habe ich gesagt, Omega? Menvi El Lumet Kur." murmelte Prinz Alessio ihr zu. Er packte Neveah an den Haaren und zerrte sie ¨¹ber den Boden aus dem B¨¹ro von Alpha-K?nig Lothaire. ______________________ Neveah wimmerte, als die Peitsche erneut auf ihren R¨¹cken schlug, durch ihre Haut riss und ihr Blut entnahm. Der unertr?gliche Schmerz und der Blutverlust lie?en sie fast ohnm?chtig werden, aber Neveah sch¨¹ttelte den Kopf gegen die schwarzen Flecken, die ¨¹ber ihre Vision tanzten. Neveah war in den Kerkern an Metallketten gefesselt, als Prinz Alessio vor ihr stand und eine Peitsche in der Hand hielt. In dem Moment, in dem Prinz Alessio ihr Haar ergriffen hatte, hatte Neveah bereits gewusst, wohin er sie bringen w¨¹rde... in die Tiefen des Kerkers, wo niemand ihre Schreie h?ren w¨¹rde. Neveah w¨¹rde denken, dass dies aus R¨¹cksicht auf die G?ste im Eclipse Pce geschah, aber sie wusste, dass dem nicht so war, denn es war nicht das erste Mal, dass Prinz Alessio sie wie einen Verbrecher in die Kerker hinunterzerrte. In der letzten Stunde hatte er sie wiederholt gepeitscht, und Neveah hatte keinen einzigen Laut von sich gegeben, au?er einem gelegentlichen Wimmern. Neveah war dankbar, dass ihre W?lfin so verst?ndnisvoll war, dass sie ihre Heilf?higkeiten zur¨¹ckhielt und die Wunden vor den Augen von Prinz Alessio ¨¹berzeugend ausbluten lie?. Auf diese Weise sah Neveah in seinen Augen nur wie ein schwacher und geschmackloser Mensch aus. Eine ganze Stunde war vergangen, und erst jetzt lie? F¨¹rst Alessio von seinen Peitschenhieben ab, nachdem er ihr praktisch jedes St¨¹ckchen Fleisch auf dem R¨¹cken und der Brust aufgerissen hatte. "Hast du jetzt verstanden? Oder sollen wir unsere Lektion fortsetzen?" Prinz Alessio grinste ver?chtlich, w?hrend er Neveah beobachtete. Neveah ignorierte seine Worte, sie w¨¹rde niemals ein Unrecht zugeben ... sie hatte nichts falsch gemacht, sie waren diejenigen, die Unrecht hatten, sie alle. "Bedauerst du es? Ihn zu besch¨¹tzen und Vaters Zorn zu riskieren?" fragte Prinz Alessio erneut. "Du hast es Vater gesagt, nicht wahr?" fragte Neveah, deren Gedanken durch das Schweigen von Prinz Alessio best?tigt wurden. "Bedauern? Es gibt nichts zu bereuen." sagte Neveah mit einem gequ?lten Kichern. "Du lernst es nie, nicht wahr, Omega? War Lucas Varleston so gut im Bett?! Du bist bereit, diesen Schmerz f¨¹r ihn zu ertragen?!" Prinz Alessio knurrte w¨¹tend. Wie immer, wenn er versuchte, Neveah zu zwingen, ihre Ruhe zu verlieren, verlor er stattdessen seine eigene Ruhe. Neveah schmunzelte, als sie Alessio direkt anstarrte, w?hrend sie ihre n?chsten Worte sprach. "Wenigstens hat er mich zum Schreien gebracht... und er hatte nicht einmal eine Peitsche." erwiderte Neveah und grinste zufrieden, als Prinz Alessios w¨¹tendes Knurren den Kerker ersch¨¹tterte. Chapter 26: Ich werde gehen (Kap.26)

Chapter 26: Ich werde gehen (Kap.26)

Neveah taumelte den Korridor hinunter, auf dem Weg zu ihrem Quartier, w?hrend sie eine Phiole in ihrer Hand hielt. Es ¨¹berraschte sie nicht, dass sie auf dem Weg dorthin niemandem begee. Die meisten Eclipse-Alphas hatten den Pst bereits in Richtung Mount Vernon vessen und die Eclipse-Fang-Krieger waren enssen worden. Neveah st?hnte leise auf, jedes Gramm ihres K?rpers pochte vor Schmerz und sie sp¨¹rte, wie ihre aufgerissene Haut an der Kleidung, die sie trug, streifte, aber sie biss sich auf die Lippen, um keinen Laut von sich zu geben. Sie ging weiter den Flur enng, bis sie aus dem Hauptpst herauskam, und machte sich dann auf den Weg zu ihrem Quartier. Neveah stolperte schwer atmend in ihr Zimmer, als sie die T¨¹r schloss und zu ihrem Spiegel ging, wo sie sich ihrer Kleidung entledigte und bei ihrem Anblick zusammenzuckte. Peitschenspuren und zerrissene Haut zogen sich ¨¹ber die gesamte Fl?che ihrer Brust, und Neveah wollte nicht einmal erraten, wie ihr R¨¹cken aussah. Prinz Alessio war unbarmherzig gewesen, kein Zentimeter ihrer Haut war unversehrt geblieben, bis auf ihr Gesicht... der Teil ihres Alphak?nigs, der Lothaire am meisten am Herzeng. Neveah war nur froh, dass die Peitsche nicht aus Silber gewesen war, sonst w?re ihre Tarnung sofort aufgeflogen, als ihre Haut darauf brutzelte und brannte "Beim Sch?pfer!" rief eine Stimme aus Neveahs Badezimmer und Neveah drehte sich abrupt um, um La, ihre neue Betreuerin, zu sehen. "Was zum Teufel machst du hier?!" Neveah schnappte w¨¹tend nach Luft, als der Wassereimer, den La in der Hand gehalten hatte, vor Schreck aus ihrem Griff fiel und sich auf dem Boden verteilte. Neveah runzelte angewidert die Stirn ¨¹ber den unordentlichen Anblick und die zitternde Dienerin. "Wer hat dir das angetan, Prinzessin?! Ich werde sofort den Alphak?nig informieren!" rief La in Panik aus, Neveah zog eine Augenbraue hoch und starrte La mit starrem Blick an, woraufhin sich Las Augen verst?ndnisvoll weiteten. "Der Alpha... Alphak?nig... hat das getan?!" rief La schockiert aus, und Neveah ?rgerte sich zunehmend ¨¹ber Las unschuldiges Getue. La war von der Alphak?nigin geschickt worden, ganz abgesehen von der Tatsache, dass jeder in Eclipse Fang bereits wusste, dass Neveah nicht die edle Prinzessin war, die sie vorgab zu sein, sondern in Wirklichkeit ein verachteter Bastard, Jemand von der Alphak?nigin Vilma war offensichtlich ausgeschickt worden, um sie zu foltern, wie konnte sie da ¨¹berrascht tun, Neveah in einem solchen Zustand zu sehen, wo sie doch eigentlich froh sein sollte? "Geh." befahl Neveah und wandte ihren Blick wieder dem Spiegel zu. "Aber Prinzessin,ssen Sie mich Ihre Wunden versorgen ..." La begann zu protestieren. "Geht!" schnauzte Neveah grimmig, ihr Blick loderte vor Wut. La schnappte sich schnell den Eimer und eilte aus Neveahs Zimmer, wobei sie die T¨¹r hinter sich schloss. Endlich allein, br?ckelte Neveahs starkes Auftreten, als sie vor Schmerzen zitternd auf die Knie sank. Neveah blickte auf das Fl?schchen hinunter, einen seltenen Zaubertrank, den ihr Vater von einer Hexe erbeten hatte und der alle oberfl?chlichen Verletzungen im Handumdrehen heilen w¨¹rde. Es war ein kostbarer Gegenstand, den nur der Alphak?nig erhalten konnte, und die gro?z¨¹gige Menge, die sie erhalten hatte, sollte sie ¨¹berall einreiben, damit am n?chsten Morgen keine Spuren von dem ¨¹brig blieben, was geschehen war. Neveah spottete, ger¨¹hrt von der Sorge ihres Vaters, dass sie eine Narbe zur¨¹ckbehalten w¨¹rde, und sie w¨¹nschte sich verzweifelt, sie k?nnte all diese Peitschenspuren als Narben behalten, nur um ihn zu ?rgern. Neveah hob eine Hand und war versucht, das Fl?schchen quer durch den Raum zu werfen, aber im letzten Moment ¨¹berlegte sie es sich anders und legte es in ihre Schude. Dann griff Neveah in ihren Geist und lie? den Block zwischen sich und ihrem Wolf fallen, damit das Bewusstsein ihres Wolfes in ihren Geist zur¨¹ckkehren konnte. "Was? Du brauchst jetzt meine Hilfe?" fragte Neveahs Wolf in einem genervten Ton und Neveah zuckte schuldbewusst zusammen. "Es tut mir leid." entschuldigte sich Neveah, Ihr Wolf schnaufte als Antwort, bevor Neveah sp¨¹rte, wie ihr Schmerz stark nachlie?, und sie staunend beobachtete, wie die Wunden auf ihrer Haut in schnellem Tempo zu heilen begannen. "Du kommst nur zu mir, wenn du Heilung brauchst ... wir sind eins, ich bin bereit, dich zu heilen. Aber wienge willst du noch so ein Leben f¨¹hren, Veah?" fragte Neveahs Wolf in einem niedergescgenen Ton. Neveah seufzte, ihre W?lfin war die verst?ndnisvollste und hilfsbereiteste gewesen, die es akzeptiert hatte, weggesperrt zu sein, anstatt frei zuufen, wie es ihr angeboren war. Es war Jahre her, und Neveah wusste, dass sie zu r¨¹cksichtslos mit den Gef¨¹hlen ihres Wolfes umgegangen war, und sich selbst das kostbare Band zwischen Wolf und Mensch zu verwehren, war Grausamkeit gegen sie selbst. Neveah war heute r geworden, dass ihr Vater ihr niemals euben w¨¹rde, etwas ¨¹ber ihre Mutter herauszufinden, zumindest nicht von ihm, Und wenn er es ihr nicht sagen w¨¹rde, dann gab es nichts mehr, was sie hier hielt. Es gab keinen Grund, warum sie so viel Schmerz und Herzschmerz ertragen und mit der Verachtung und dem Spott aller W?lfe von Eclipse Fang gehen musste, Es gab keinen Grund, warum sie so ein erb?rmliches Dasein fristen musste, es war an der Zeit, dass sie nur an sich selbst dachte. Was w?re, wenn sie ihre Mutter nie finden k?nnte? Ihre Mutter hatte sie als Baby vessen und sie einem so grausamen Schicksal ¨¹bessen, Ihre Mutter hatte sie in all den Jahren nie gesucht und sich nicht einmal darum gek¨¹mmert, ob ihr eigenes Kind tot oder lebendig war. Selbst eine herzlose und b?se Person wie Alphak?nigin Vilma liebte ihren Sohn mehr als ihr eigenes Leben, wo gab es schon eine Mutter, die ihr Kind in der Wolfsh?hle zur¨¹cklie?? All die Jahre hatte sich Neveah mit dem uben abgefunden, dass sie eines Tages auf die Suche nach ihrer Mutter gehen k?nnte, aber erst jetzt dachte sie r dar¨¹ber nach, Was, wenn ihre Mutter gar nicht gefunden werden wollte? Dass sie Neveah im Eclipse Pce zur¨¹ckgssen hatte, machte das nicht schon deutlich, dass ihre Mutter sie nicht wollte? Weder ihr Vater noch ihre Mutter wollten sie, das verstand Neveah jetzt. "Wenn das so ist, werde ich meinen eigenen Lebensweg finden und alle Verbindungen zu meiner Vergangenheit abbrechen. Ich werde Eclipse Fang vessen." beschloss Neveah. Ein Schurke sein, auf der Flucht leben... was auch immer es war, snge es Freiheit war... w¨¹rde Neveah sie nehmen. Chapter 27: Gift (Kap.27)

Chapter 27: Gift (Kap.27)

"Neveah?... Veah?" rief eine Stimme aus Neveahs T¨¹r, Neveah runzelte die Stirn und fragte sich, wer das so sp?t in der Nacht war, als sie von ihrem Bett aufstand und zur T¨¹r ging. Neveah riss die T¨¹r auf und war ¨¹berrascht, Luna Colleen mit einem strahlenden L?cheln auf den Lippen zu sehen, w?hrend Alpha Dane hinter ihr stand. "Tante Colleen, Onkel Dane ... hi ..." Neveah gr¨¹?te und erinnerte sich daran, dass sie noch nicht dazu gekommen war, die Luna vom Eclipse Hunt Pack zu besuchen. Das war wahrscheinlich der Grund, warum Alpha Dane so schlecht gunt war, und Neveah bekam ein schlechtes Gewissen. "Veah Darling, ich habe gewartet und gewartet, aber sie ist nicht aufgetaucht ... ist etwas passiert?" fragte Luna Colleen, als Neveah zur Seite trat, um das Paar hereinzssen. "Nein... nein, mir geht es gut. Mein Vater brauchte meine Aufmerksamkeit und ich war die ganze Zeit an seiner Seite." antwortete Neveah in einem entschuldigenden Tonfall und log mit den Z?hnen. "Au... das ist aber schade, meine Gef?hrtin und ich werden im Morgengrauen zum Alphagipfel nach Mount Vernon aufbrechen, und ich wollte dich nur noch einmal sehen, bevor wir aufbrechen." sagte Luna Colleen mit einem entt?uschten Seufzer. "Bitte setz dich,ss mich dich untersuchen." sagte Neveah und bedeutete Luna Colleen, sich auf ihr Bett zu setzen. Luna Colleen gehorchte und Neveah lie? sich auf ein Knie nieder und legte eine Hand auf Luna Colleens Bauch. Diesmal lie? Neveah ihren Wolf knapp unter der Oberfl?che ihres Verstandes schweben, aus irgendeinem Grund hatten sie schon immer viel wachere Sinne als alle anderen gehabt. Neveah studierte den Herzscg der Welpen und runzelte leicht die Stirn. "Luna Colleen ... bist du in letzter Zeit mit dem Mondfl¨¹sterer in Kontakt gekommen?" fragte Neveah besorgt. Das Mondgefl¨¹ster war eine extrem giftige Blume und selbst f¨¹r Wolfswechsler t?dlich. Luna Colleens Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie einen Blick mit ihrem Mann tauschte. "Mondgefl¨¹ster?! Das ist Gift! Warum sollte Leen das irgendwo aufbewahren?!" rief Alpha Dane aus. "Das Mondgefl¨¹ster ist nicht lebensgef?hrlich, aber es verursacht L?hmungen, wenn es eingenommen wird, aber wenn es in kleinen, abgemessenen Mengen verabreicht wird ..." "Es hat eine geringere Wirkung und unser K?rper kann es verarbeiten, ohne Schaden zu nehmen ... aber das Leben darin ..." Neveah brach an dieser Stelle ab, als Alpha Dane blitzschnell vor ihr stand. "Du willst mir sagen, dass meine Gef?hrtin... vergiftet wird?!" rief Alpha Dane aus und Neveah zuckte zusammen. Es war nur eine Vermutung von ihr, aber sie war sich sicher, dass sich der Mondfl¨¹sterer in Luna Colleens K?rper befand. "Es ist nicht so, dass Luna Colleen all die Jahre nicht schwanger geworden ist... es ist so, dass sie das Kind verliert, ist das richtig?" fragte Neveah, Luna Colleen nickte, ihre Augen standen voller Tr?nen. "Wir haben es nie jemandem erz?hlt..." Luna Colleen schluchzte auf. "Ich verstehe, aber jetzt m¨¹sst ihr ehrlich zu mir sein, und ich werde ehrlich zu euch sein. H?ltst du das f¨¹r normal? Der K?rper eines Wolfswandlers ist nicht so schwach." " Eine W?lfin ist von Natur aus daf¨¹r geschaffen, ihre Welpen auszutragen, und es sollte keine Missgeschicke geben, wie sie Menschen w?hrend der Schwangerschaft erleiden ... es sei denn, es gibt eine ?u?ere St?rung." erkl?rte Neveah ernst. Luna Colleens Griff um Neveahs Hand wurde fester, als sie schnell den Kopf sch¨¹ttelte. "Ich darf meine Welpen nicht verlieren, Veah, du musst mir helfen! Sag mir, dass du meine Welpen retten wirst!" flehte Luna Colleen an. "Neveah, die Eclipse Hunt wird dir zu Dank verpflichtet sein, wenn du meine T?chter retten kannst. "f¨¹gte Alpha Dane mit vor Panik geweiteten Augen hinzu. Neveah war ger¨¹hrt von der Liebe, die dieses Paar ihren ungeborenen Welpen entgegenbrachte, Welpen, die sie noch nicht einmal zu Gesicht bekommen hatten, die sie aber bereits bedingungslos liebten. "Ich ... ich kann das Gift neutralisieren, aber nicht so schnell wie vor dem Morgengrauen." erwiderte Neveah, "Wir k?nnen bleiben, wir werden nach dem Gipfeltreffen hierher zur¨¹ckkehren ... wir werden songe bleiben, wie du es brauchst." Luna Colleen antwortete schnell, "Es geht nicht nur darum, das Gift zu neutralisieren, Tante Colleen, du musst herausfinden, wie du damit in Ber¨¹hrung gekommen bist ... von deinen Mahlzeiten bis zu den Kr?utertr?nken, alles, was du die ganze Zeit ¨¹ber zu dir genommen hast, muss ¨¹berwacht werden." "Wer auch immer deinen Welpen etwas antun will, ist ganz in der N?he, und wenn er dich einmal vergiftet hat, kann er es sicher wieder tun, und wer wird das Gift dann neutralisieren?" Neveah wies auf das gr??te Problem hin. Alpha Dane und Luna Colleen tauschten einen Blick aus. "Dann k?nnt ihr mit uns kommen! Komm mit uns auf den Gipfel und danach zur Eclipse Hunt! Ich werde dir allein vertrauen. Bleib an meiner Seite, bis meine Welpen geboren sind, bitte Veah!" flehte Luna Colleen an. Neveahs Augen weiteten sich leicht, als sie kopfsch¨¹ttelnd ablehnte, ihr Vater w¨¹rde nicht zssen, dass sie am Alphagipfel teilnahm, doch Alpha Dane legte ihr eine Hand auf die Schulter. "Veah, ich werde mit deinem Vater sprechen. Wenn du zustimmst, werde ich daf¨¹r sorgen, dass er nicht nein sagen kann. Tu dies f¨¹r die Zukunft von Eclipse Hunt... Ich schw?re bei meiner Ehre, dass ich diesen Gefallen um jeden Preis erwidern werde."¡¯ schwor Alpha Dane. Neveah war einen Momentng still und dachte ¨¹ber Alpha Danes Worte nach. "Veah... bitte... bitte sag ja..." flehte Luna Colleen an. "Also gut... ich werde mit dir gehen." Neveah stimmte zu. Chapter 28: Eine Warnung (Kap.28)

Chapter 28: Eine Warnung (Kap.28)

"Veah...Dane hat mir erz?hlt, dass es eine n?nderung gegeben hat?" fragte Alpha-K?nig Lothaire, als er Neveahs Ann?herung bemerkte. Er stand inmitten der anderen Eclipse Alphas in all seiner 1,95 m gro?en Pracht wie immer imposant und dominant. Seine H?nde waren hinter seinem R¨¹cken verschr?nkt und er beobachtete, wie die letzten Alphas, darunter auch die von der Eclipse Hunt, sich zur Abfahrt nach Mount Vernon vorbereiteten, wo das Alpha-Gipfeltreffen stattfinden sollte. Das Eclipse Fang Rudel, das k?nigliche Rudel, angef¨¹hrt vom Alpha-K?nig, seiner K?nigin und seinem Erben, w¨¹rde das letzte sein, das nach Mount Vernon aufbrach. Neveah schrittngsam auf ihren Vater zu, gekleidet in ihrer Reitmontur. Sie hatte seinen Ruf eine Stunde vor Sonnenaufgang erhalten und eine neu geschneiderte Reitkleidung war ihr geliefert worden. Die Kleidung war reines Wei?, aus dem luxuri?sesten und weichsten Stoff gefertigt und hatte die Form einer Kampfuniform mit goldenen Stickereien an den R?ndern und Manschetten. Einen wei?en Umhang gab es dazu, dessen Muster an den R?ndern auch goldbestickt waren. ¡¯Eine Garderobe, die der Eclipse-Prinzessin gerecht wird.¡¯ Souteten die Worte, die Lado zusammen mit der Bekleidung geliefert hatte, sein herassendes Grinsen immer noch auf seinem Gesicht. Nat¨¹rlich hatte La Lado zu Neveahs Quartier in den fr¨¹hen Morgenstunden begleitet, wo Neveah gezwungen war, eine weitere Frisur ¨¹ber sich ergehen zussen. Und dann Neveahs Krone, die sie ihr Vater nur zu besonderen Anl?ssen wie B?llen und anderen Zusammenk¨¹nften tragen lie?, bei denen viele Menschen Zeugen der Pracht seiner Tochter sein konnten. In dem Moment, als Neveah sie sah, wusste sie, dass ihr Vater von Alpha Dane ¨¹berzeugt worden war, sie nach Mount Vernon zussen und Luna Colleen zu begleiten. Obwohl Neveah nicht sicher war, ob ihr Vater zugestimmt hatte, die Eclipse Hunt-W?lfe zur¨¹ck in ihr Territorium zu begleiten, vermutete sie, dass sie das rechtzeitig herausfinden w¨¹rde. Neveah verstand auch, dass dies die Art ihres Vaters war, einen Stillstand zu erkl?ren, nachdem er sie Alessio zur Qual ¨¹bessen hatte. Wie ein Hund w¨¹rde er sie scgen und dann mit denselben H?nden beschenken und Neveah konnte nichts anderes tun, als zu l?cheln und f¨¹r seine Gnade dankbar zu sein. Neveah sp¨¹rte, wie verschiedene Augen auf sie gerichtet waren, als ihr Umhang im Wind tterte und sie an die Seite ihres Vaters trat, ihren Kopf zur Begr¨¹?ung senkte. "Nur wenn Vater es eubt." antwortete Neveah auf die offensichtliche Provokation von Alpha K?nig Lothaire. Er wollte sehen, wie Neveah vor den anderen Alphas auf seine Anfrage reagieren w¨¹rde und Neveah wusste, dass er auf diese Weise auch Alpha Dane zeigen wollte, dass seine Worte ma?geblich waren. "Und wenn ich es nicht tue?" fragte Alpha K?nig Lothaire, "Dann werde ich mich nach dem Willen meines Vaters richten." antwortete Neveah, da sie wusste, dass dies die Worte waren, die ihr Vater h?ren wollte, Worte, die ihn vor seinen untergeoren Alphas glorifizierten. "Ihr Vater ?rgert dich nur, mein liebes M?dchen. Das Alpha-Gipfeltreffen ist ein tz f¨¹r Anf¨¹hrer und Krieger, kein tz f¨¹r ein Kind..." begann Alpha K?nig Lothaire mit einem Lachen und streckte Neveah die Hand aus. Neveah unterdr¨¹ckte ihre Abneigung und ihren Ekel vor der aufgesetzten Besorgnis ihres Vaters und nahm die ausgestreckte Hand ihres Vaters an. "Aber ich f¨¹rchte, ich kann Danes Anfrage nicht ablehnen, du sollst Luna Colleen nach Mount Vernon begleiten." entschied Alpha K?nig Lothaire. "Ja, Vater." antwortete Neveah. "Sie ist mir kostbar... diese hier, meine einzige Tochter und ich denke, ich werde nicht gese sein, noch eine weitere zu haben." "Auch sie ist so zerbrechlich... du musst meine Sorge und mein Z?gern verstehen, Dane." sagte Alpha K?nig Lothaire zu Alpha Dane. "Ich verstehe das sehr gut, meine Gef?hrtin und ich sch?tzen eure Dankbarkeit, Eure Hoheit." antwortete Alpha Dane mit einem Nicken. "Die Eclipse-Prinzessin ist sanft und gehorsam, begabt und vom Sch?pfer, sie ist eine solche Sch?nheit. Ihr habt eine ausgezeice Tochter gro?gezogen, Eure Hoheit." lobte Alpha Varleston von Eclipse w in anerkennendem Ton. Die anderen anwesenden Eclipse Alphas murmelten ihre Zustimmung zu den Worten von Alpha Varleston. "Es ist der Verlust meines Sohnes, dass er nicht ihr Gef?hrte sein wird, die Eclipse w w¨¹rde es als einen Segen betrachten." f¨¹gte Alpha Varleston in bedauerndem Ton hinzu. "Ah... Varleston, also das ist es, was du vorhattest..." sagte Alpha Dane am¨¹siert und die anderen Eclipse Alphaschten herzhaft. "Du hast keine S?hne Dane, du kannst nicht verstehen, wie ich mich f¨¹hle." konterte Alpha Varleston mit einem am¨¹sierten Augenrollen. "Nun, Veah... was hast du unserem lieben Varleston zu sagen?" fragte Alpha K?nig Lothaire und packte Neveahs Hand fester in einer warnenden Art und Weise. Neveah biss die Z?hne zusammen gegen den knochenbrechenden Schmerz, behielt aber ihren neutralen Gesichtsausdruck bei. "Alpha Varleston schmeichelt mir." sagte Neveah mit gezwungenem L?cheln. "Keineswegs, Prinzessin. Ich bin vielmehr erfreut, dass ihr uns auf dieser Reise nach Mount Vernon begleiten werdet..." "Besonders da euer ¨¹berbesorgter Vater und Bruder sp?ter kommen werden... Keine Beleidigung f¨¹r Eure Hoheit und den Prinzen, aber vielleicht hat mein Sohn die Chance, einen ¨¹berzeugenderen Fall zu machen." sagte Alpha Varlestonchend. "Keine Beleidigung genommen, ich w¨¹nsche dem jungen Varleston sicherlich Gl¨¹ck... Veah kann manchmal ziemlich schwierig sein." antwortete Alpha K?nig Lothairechend. Neveah stand da und beobachtete schweigend, wie ihr Vater all ihre Bem¨¹hungen zunichte machte, ihr Verh?ltnis zu Lucas Varleston zu beenden. Neveah konnte Alpha Varleston nicht einmal daf¨¹r die Schuld geben, dass er das Thema eifrig aufgriff - er verstand die Situation nicht und schien Neveah wirklich sehr zu m?gen. "Veah... wirst dut zu dem jungen Varleston sein? Dein Vater sch?tzt die Eclipse w sehr und die Varlestons verehren dich r und deutlich." sagte Alpha K?nig Lothaire zu Neveah. Neveah jedoch wusste, dass dies keine Frage war, sondern eine Warnung, die Pl?ne ihres Vaters nicht wieder zu durchkreuzen... eine Warnung, die Konsequenzen haben w¨¹rde, wenn sie sie nicht beachtete. "Ich verstehe, Vater." antwortete Neveah. "Dann ist es beschlossen! Verschwindet mit diesem Pferd! Mein Sohn Lucas wird Prinzessin Neveah von Eclipse Fang auf seinem Wolf den ganzen Weg nach Mount Vernon begleiten!" erkl?rte Alpha Varleston in erfreutem Ton zur Belustigung der Eclipse Alphas. Chapter 29: Mount Vernon (Kap.29)

Chapter 29: Mount Vernon (Kap.29)

"Ich wusste nicht, dass du kommen w¨¹rdest..." murmelte Lucas und kratzte sich unbeholfen im Nacken, w?hrend Alpha Varleston ihn aus der Ferne mit Blicken beobachtete, die er wohl f¨¹r subtile Blicke hielt. Alpha Varleston hatte seinem Rudel gerade angek¨¹ndigt, dass Neveah sie begleiten w¨¹rde und Lucas die Ehre haben w¨¹rde, als ihr Reittier zu dienen. "Das wusste ich auch nicht." erwiderte Neveah, wobei ihre Lippen leicht zuckten. Trotz der Situation am¨¹sierte sie sich ¨¹ber das Vater-Sohn-Gespann, vor allem ¨¹ber Alpha Varleston, der allein durch sein Starren eine Chemie zwischen ihnen zu erzeugen schien. "Am Ende dieser Reise, wenn ich dich so nah bei mir habe und doch wei?, dass wir nie zusammen sein k?nnen... wird mein Herz in tausend St¨¹cke zerbrechen und mein Vater wird mir ein Grab schaufeln, weil ich deine Hand nicht gewinnen konnte." bemerkte Lucas, und Neveah kicherte leise. "Ich w¨¹nschte, es g?be etwas, was ich tun k?nnte, um es dir leichter zu machen." gab Neveah entschuldigend zu. Erleichtert stellte Neveah fest, dass Lucas Varleston seine Haltung durch das Dr?ngen ihrer Eltern nicht ge?ndert hatte, er hatte Neveahs Ablehnung bereits akzeptiert. "Nun ja, es w?re mir eine Ehre, als Euer Reittier zu dienen ... das hei?t, wenn Ihr es nat¨¹rlich eubt." sagte Lucas Varleston hoffnungsvoll. "Ich ube, mein Vater hat bereits sein Einverst?ndnis dazu gegeben." erwiderte Neveah achselzuckend. "Nun, ich frage nicht ihn... Ich frage dich, Veah." erwiderte Lucas Varleston ernst. Neveah war einen Momentng still, denn seit wann hatte sich jemand die M¨¹he gemacht, sie um Eubnis zu fragen? Obwohl sie die Eclipse-Prinzessin war, wurde jedes kleinste Detail ihres Lebens von ihrem Vater bestimmt. Ihre Vorlieben, ihre Abneigungen, das Essen, das sie a?, die Kleider, die sie trug, die Leute, mit denen sie verkehrte ... alles. Lucas Varleston war anfangs als herrschs¨¹chtig und imposant aufgetreten, aber er war ganz anders, als Neveah ihn sich vorgestellt hatte. Diese kleinen unbewussten Handlungen von Lucas Varleston waren genau der Grund, warum er so anders war als alle anderen und warum Neveah nicht gewillt war, ihm etwas anzutun. Neveah seufzte unh?rbar, als sie zustimmend nickte. "Nun ... es w?re genauso unangenehm wie ein Pferd, kein Problem." sagte Neveah achselzuckend. "Es tut mir weh, dass du mich f¨¹r einen d¨¹nnen und knochigen Wolf h?ltst, Veah, mit diesem K?rperbau? Mein Wolf besteht nur aus Muskeln, du wirst sehen." sagte Lucas Varleston undchte. "Dann nehme ich dich einfach beim Wort." erwiderte Neveah achselzuckend, w?hrend sie einen Schritt zur¨¹cktrat und Lucas Varleston seine Wolfsgestalt annehmen lie?. Das Ger?usch von knackenden und sich neu formenden Knochen war das erste, und bald stand ein gro?er blonder Wolf genau an der Stelle, an der Lucas Varleston gestanden hatte. Neveah warf einen Blick zur¨¹ck zum Eclipse Pce, um ihren Vater dort stehen zu sehen, und genau wie sie erwartet hatte, war sein Blick auf sie gerichtet. Neveah seufzte leise, es war an der Zeit, dass die Eclipse Alphas abmarschierten, und sie ging auf Lucas¡¯ Wolf zu, der mit einem schiefen Wolfsgrinsen auf sie wartete und Neveah mit seinem muskul?sen K?rperbau und seinem gro?en Wolf beeindruckte. Mein Wolf ist fast doppelt so gro? wie du, Kleiner. dachte Neveah und schmunzelte, als Lucas seine K?rpergr??e senkte, damit sie bequem auf seinen R¨¹cken steigen konnte. Neveah warf einen letzten Blick auf den Eclipse Pce und fasste einen Entschluss. ¡¯Dieses Mal... werde ich nie wieder hierher zur¨¹ckkehren." beschloss Neveah, als Lucas in den Wald schoss. ________________ Die Fahrt nach Mount Vernon war kurz und angenehm, Neveah hatte die meiste Zeit in angenehmer Stille mit Lucas verbracht und bei Einbruch der Nacht waren sie angekommen. Mount Vernon war ein beeindruckender Berg und der vorgesehene Ort f¨¹r das Gipfeltreffen der Alphas, Der Grund daf¨¹r war, dass der Blutschwur der ersten vereinigten Allianz der Eclipse Domain in Mount Vernon stattgefunden hatte. Der so genannte Alphagipfel war eine Versammlung aller Alphas der Eclipse Domain, die alle zehn Jahre stattfand. Er begann mit dem k?niglichen Ball im Eclipse Pce, nach dem sich die Eclipse Alphas nach Mount Vernon begaben. Es handelte sich um eine Versammlung, die dazu diente, unter der Aufsicht des Alphak?nigs kollektive Entscheidungen ¨¹ber die Herausforderungen zu treffen, denen sich die Dom?ne gegen¨¹bersah. Themen wie Gebietsabgrenzungen, Bev?lkerungskontrolle, Paarungsspiele, Unstimmigkeiten zwischen Rudeln und ?hnliches w¨¹rden auf dem Alphagipfel diskutiert werden. Wie ihr Vater gesagt hatte, war der Alphagipfel ein Ort f¨¹r Anf¨¹hrer und Krieger, denn es war nicht ungew?hnlich, dass K?mpfe ausbrachen und Herausforderungen gestellt wurden, die zu Blutvergie?en f¨¹hrten. F¨¹r die Dauer ihres Aufenthalts auf dem Mount Vernon hatte jedes Eclipse-Rudel eine H¨¹tte, die in einem Teil des Bergesg, der nur f¨¹r das jeweilige Rudel reserviert war. Der Berg war gro? genug, und die H¨¹tten waren so verteilt, dass die verschiedenen Rudel nicht miteinander in Kontakt kommen mussten, wenn sie es nicht wollten. Neveah sollte bis zum Ende des Alphagipfels bei der Eclipse Hunt bleiben, da sie nur gekommen war, um sich um Luna Colleen zu k¨¹mmern. Und zumindest in den ersten Tagen wusste Neveah, dass sie sich nicht mit ihrer Familie auseinandersetzen musste, und die Erleichterung, die das in Neveahs Herz ausl?ste, war so gro?, dass sie hoffte, sie w¨¹rde anhalten. Neveah stieg von Lucas¡¯ R¨¹cken ab und drehte sich zu ihm um. "Ich danke dir, Lucas. Ich werde zuerst mit der Eclipse-Jagd losziehen, mich etwas ausruhen... Ich komme morgen wieder." sagte Neveah zu dem blonden Wolf, Lucas nickte mit seinem gro?en Wolfskopf, bevor er in den Wald h¨¹pfte, um sich wieder in seine menschliche Gestalt zu verwandeln. "Veah, liebes Kind... komm." rief Luna Colleen Neveah zu und Neveah ging zu ihr hin¨¹ber. "Wie geht es dir, Tante Colleen?" fragte Neveah besorgt und Luna Colleen sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Ich mache mir Sorgen, Veah, jetzt, wo wir von dem Gift wissen, ist es okay, es songe unbeaufsichtigt zussen? Wenn wir es hinausz?gern ..." Luna Colleen brach mit einem leisen Fl¨¹stern ab, Sie traute sich nicht, fortzufahren, als Alpha Dane zu ihr her¨¹berkam, wo er sich mit seiner Beta unterhielt, wahrscheinlich sp¨¹rte er die Verzweiflung seiner Gef?hrtin. "Das Mondgefl¨¹ster zu neutralisieren ist kein Prozess, den man ¨¹berst¨¹rzen kann, das Gipfeltreffen der Alphas beginnt am n?chsten Tag und dauert einen ganzen Monat." "Ich bin mit allem, was ich brauche, gekommen... ich werde in den n?chsten Tagen mein Bestes tun. Seid versichert, dass eure Welpen in Sicherheit sein werden." versprach Neveah. "Ich danke dir, Veah. Ich f¨¹hle mich beruhigt, wenn du hier bist." sagte Luna Colleen in einem erleichterten Ton. "F¨¹r heute Abend werde ich dir einen Trank brauen, der dir helfen kann, dich zu beruhigen. Du wirst die Ruhe brauchen." f¨¹gte Neveah hinzu, w?hrend sie sich an Alpha Dane wandte. "Die Finsternisjagd ist nicht weit von hier entfernt, ich werde euch den Weg zeigen." sagte Alpha Dane, w?hrend er den Weg durch den Wald f¨¹hrte. Chapter 30: Mount Vernon 2 (Kap.30)

Chapter 30: Mount Vernon 2 (Kap.30)

"Veah, Liebling ... wie hast du gescfen?" fragte Luna Colleen in ihrem vertrauten, liebevollen Ton, als Neveah aus ihrem Zimmer kam. Sie waren erst in der vergangenen Nacht in Mount Vernon angekommen und Alpha Dane hatte sie zu einer Bergkette mit etwa zehn kleinen, aus Holz gebauten H¨¹tten begleitet. Dies waren die Unterk¨¹nfte, die eigens f¨¹r den Alphagipfel hergerichtet worden waren und die alle zehn Jahre in Vorbereitung auf die Ankunft der Alphas renoviert wurden. Die Gruppe von Eclipse Hunt z?hlte insgesamt zwanzig Personen, darunter Alpha Dane, Luna Colleen und Alpha Danes Beta. Der Rest waren Kriegerw?lfe und ein paar ?lteste des Eclipse Hunt Rudels. Neveah war kurzzeitig besorgt gewesen bei dem Gedanken, eine H¨¹tte mit Leuten zu teilen, die sie nicht kannte, da sie mit den W?lfen von Eclipse Hunt ¨¹berhaupt nichts zu tun hatte, Neveah war jedoch ¨¹berrascht gewesen, als sie sah, dass Alpha Dane und Luna Colleen ihr das Haus des Alphas zur Verf¨¹gung gestellt hatten. Es gab nur zwei Zimmer in der gem¨¹tlichen kleinen H¨¹tte, und w?hrend sich Alpha Dane und Luna Colleen ein Zimmer teilten, hatte Neveah ihr eigenes Zimmer f¨¹r sich. Neveah war froh, dass das Paar so viel R¨¹cksicht auf sie nahm, und nach einer anstrengenden Reise vom Eclipse Pce nach Mount Vernon, Neveah war sofort eingescfen, als ihr Kopf das Kissen ber¨¹hrte, und Neveah musste zugeben, dass es ihr gefiel, mitten in der Natur zu sein und den Wald von ihrem Fenster aus zu sehen, Und da sie so weit vom Eclipse-Pst und ihrer vermeintlichen Familie entfernt war, hatte Neveah noch nie so friedlich gescfen ... nicht einmal, als sie im Stamm der Heiler war. Neveah vermutete, dass es darang, dass selbst die Omega-Heiler Vorurteile gegen sie hegten, und so konnte sie auch dort immer nur wachsam bleiben. Neveah hatte schon fr¨¹h gelernt, dass sie niemandem trauen konnte, und es w?re nicht das erste Mal, dass Alphak?nigin Vilma versucht h?tte, andere zu kaufen, um Neveah loszuwerden. Doch dieses Mal f¨¹hlte sich Neveah aus irgendeinem Grund in der Gegenwart von Alpha Dane und Luna Colleen sicher und geborgen, denn sie wusste, dass sie ihr nichts zuleide tun w¨¹rden. Und dasg nicht daran, dass sie ihnen von Nutzen war, denn wenn das der einzige Grund w?re, dann w?ren sie nicht anders als alle anderen. Aber Neveah hatte das seltsame Gef¨¹hl, dass das Alphapaar von Eclipse Hunt gute Menschen waren, die es wert waren, ihnen zu vertrauen ... aber Neveah w¨¹rde nie so schnell jemandem vertrauen. "Sehr gut, danke." antwortete Neveah, w?hrend sie ihren Kopf zu einer kleinen Verbeugung vor dem Alpha-Paar senkte und sich fragte, ob sie etwas unterbrochen hatte. "Sch?n zu h?ren, Kind. Wenn du irgendetwas brauchst, dann z?gere nicht zu fragen." sagte Alpha Dane mit einem warmen L?cheln. "Du wei?t schon, dass du gehen solltest, oder? Es ist unangemessen, den Alphak?nig warten zussen." Luna Colleen wies ihren Mann darauf hin, der hinter ihr herlief, w?hrend sie in der K¨¹che herumlief und die vorhandenen Vorr?te ¨¹berpr¨¹fte. "Ich wei? nicht, ob ich mich dazu durchringen kann, dich jetzt zu vessen, Leen, besonders in deinem Zustand." sagte Alpha Dane mit einem Seufzer. "Onkel Dane geht weg?" fragte Neveah neugierig. "Der Alphak?nig ist heute Morgen eingetroffen, alle ranghohen W?lfe sind in den oberen Bereich gerufen worden, der Gipfel hat offiziell begonnen." antwortete Luna Colleen. Neveah zuckte leicht zusammen, als sie erfuhr, dass ihr Vater bereits eingetroffen war, denn obwohl er sich nicht in der N?he dieses Teils des Berges befand, kehrte allein durch seine Anwesenheit das Gef¨¹hl des Erstickens in vollem Umfang zur¨¹ck. "Ich kann Dane nicht begleiten, ich habe ihm gesagt, dass du die n?chsten drei Tage brauchst, um das Gift zu neutralisieren, und ich f?nde es gut, wenn wir so bald wie m?glich damit anfangen k?nnten ... wenn es dir recht ist." sagte Luna Colleen hoffnungsvoll. "Das wollte ich auch gerade vorscgen, der erste Gipfel dauert sieben Tage... Onkel Dane kann unbesorgt abreisen, ich werde mich um alle Bnge von Tante Colleen k¨¹mmern." "Wenn du zur¨¹ckkehrst, werden deine Welpen in Sicherheit sein." versprach Neveah dem z?gernden Alpha mit einem kleinen L?cheln. "Du hast das M?dchen geh?rt, jetzt geh r¨¹ber und ¨¹bermittle dem Alphak?nig unsere Entschuldigung f¨¹r unsere unvermeidliche Abwesenheit." teilte Luna Colleen ihrer Gef?hrtin mit. "Nun gut, ich werde meine Gef?hrtin und die Welpen deiner Obhut anvertrauen, Veah." sagte Alpha Dane und Neveah nickte zustimmend. Alpha Dane verweilte noch einen Moment, bevor er hinausging, und Luna Colleenchte leise und blickte ihrem Gef?hrten nach. "Er kann manchmal so ein Baby sein." sagte Luna Colleen mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Er macht sich Sorgen um dich, Tante Colleen... er kann nicht anders." antwortete Neveah, und ihr Herz wurde warm, als sie die Liebe zwischen den beiden sah. "Nun, da du hier bist, ube ich, dass alles gut werden wird... ich ube an dich." sagte Luna Colleen mit einem L?cheln und die Ehrlichkeit in ihrem Ton erw?rmte Neveahs Herz. "Nun, da wir in den Bergen sind und praktisch die einzigen Frauen in der Eclipse Hunt Gruppe sind, werden wir auf uns selbst aufpassen m¨¹ssen. Was m?chtest du zum Fr¨¹hst¨¹ck?" fragte Luna Colleen Neveah. "Du brauchst das alles nicht zu tun ... setz dich einfach hin, Tante Colleen. ", schimpfte Neveah und rollte mit den Augen, als sie Luna Colleen das Messer aus der Hand nehmen wollte. "Aber... Ich will dich nicht noch mehr bsten, als ich es ohnehin schon tue, du bist es wohl nicht gewohnt, dich um deine eigenen Mahlzeiten zu k¨¹mmern." argumentierte Luna Colleen. Neveah zog eine Augenbraue hoch, als sie sich daran erinnerte, dass die gesamte Eclipse-Dom?ne Neveah mit Ausnahme der Eclipse Fang f¨¹r eine verw?hnte und verh?tschelte Prinzessin hielt. "Ich bin ein Omega, Tante Colleen ... kein Handicap, und du w?rst ¨¹berrascht, wie viel ich selbst erledige." erwiderte Neveah achselzuckend. "Setz dich einfach, ich werde das Fr¨¹hst¨¹ck gleich fertig haben und danach werde ich anfangen, die Kr?uter zu brauen, um das Gift zu neutralisieren." "Das wird ein anstrengender Prozess f¨¹r dich, Tante Colleen, du wirst deine Kr?fte brauchen." f¨¹gte Neveah in einem grimmigen Tonfall hinzu. Chapter 31: Lunas Schmerz (Kap.31)

Chapter 31: Lunas Schmerz (Kap.31)

Neveah schlenderte durch den Wald und atmete tief die erfrischende Luft und die D¨¹fte der Natur ein. Neveah hatte Luna Colleen gesagt, dass es das Beste sei, den Prozess der Neutralisierung des Giftes in einer Umgebung zu beginnen, in der sie sich am wohlsten f¨¹hlte. Die Neutralisierung des Mondfl¨¹sters w¨¹rde einige k?rperliche Verletzungen mit sich bringen, und das Letzte, was sie brauchten, war, dass Luna Colleens Besch¨¹tzerinstinkte geweckt wurden. Wenn Luna Colleen in Panik geriet, w¨¹rde ihr Wolf annehmen, dass eine Gefahr f¨¹r ihre Welpen bestand, und wenn Luna Colleens Wolf die Kontrolle ¨¹bernahm, w¨¹rde das ein gro?es Problem darstellen. Nat¨¹rlich musste Neveah an alle M?glichkeiten denken, um sich selbst zu sch¨¹tzen, sie hatte ihr ganzes Leben damit verbracht, sich als Mensch auszugeben, und sie hatte l?ngst begonnen, wie ein Mensch zu denken. Kein Mensch wollte einer tobenden Mutterw?lfin gegen¨¹berstehen und als Bedrohung f¨¹r ihre Welpen erkannt werden, denn das bedeutete den Tod. Luna Colleen hatte Neveahs Bedenken am¨¹sant gefunden, aber sie verstand sie, denn Neveah war eine Omega-W?lfin und hatte keine Chance gegen ihre W?lfin. Nach dem Fr¨¹hst¨¹ck hatte Luna Colleen beschlossen, dass es das Beste sei, wenn sie einen Spaziergang durch die Bergw?lder machten, um ihre Angst zu bes?nftigen, und vielleicht w¨¹rden sie einen Ort finden, an dem sie das Gift neutralisieren konnten. Neveah stimmte ohne zu z?gern zu, und so schlenderten sie nun in gem?chlichem Tempo durch den Wald. Neveah war seit der Nacht des Finsternisballs nicht mehr in den Wald gegangen, und ihr Vater hatte ihr rgemacht, dass es Konsequenzen haben w¨¹rde, wenn sie noch einmal dabei erwischt w¨¹rde, wie sie im Wald herumtanzte. Neveah empfand es als Erleichterung, dass sie diesmal keine Konsequenzen zu bef¨¹rchten hatte, nur jetzt, wo sie vor¨¹bergehend der Kontrolle ihres Vaters entzogen war, wurde Neveah endlich bewusst, wie eingesperrt sie die letzten siebzehn Jahre ihres Lebens gewesen war, eingesperrt in einem gro?en, luxuri?sen Pst und umgeben von Zofen und Dienern, Aber egal, wie gro? ein Gef?ngnis war, es war immer noch ein K?fig, nur dass man die Gitterst?be nicht sehen konnte. "Wei?t du, ich habe Dane kennengelernt, als ich zehn Jahre alt war, ein junger Welpe, der von seinen Eltern geknuddelt wurde und aufgrund ihrer Besch¨¹tzerhaftigkeit nie nach drau?en durfte." "Meine Eltern waren ganz gew?hnliche W?lfe, die weder einen Titel noch eine Stellung hatten, aber wir lebten ein gl¨¹ckliches Leben, denn in der Eclipse Hunt werden alle W?lfe als gleichberechtigt angesehen." begann Luna Colleen, w?hrend sie durch den Wald spazierten. Neveah war etwas ¨¹berrascht, dass Luna Colleen ¨¹ber ihre Beziehung zu Alpha Dane mit Neveah sprach, die nicht mehr als eine Fremde war, Aber Neveah vermutete, dass es ihr half, ¨¹ber ihren Gef?hrten zu sprechen, und Neveah hatte keine Probleme damit, die Zuh?rerin zu sein. "Dane war damals f¨¹nfzehn, ein junger, vielversprechender Wolf, der bald zum Alpha des Rudels ernannt werden sollte. Er war der Traum einer jeden W?lfin." "Sie alle hofften, eines Tages aufzuwachen und festzustellen, dass das Schicksal sie mit dem vielversprechendsten Wolf von Eclipse Hunt gepaart hatte." Luna Colleen gluckste leise. "Doch in dem Moment, als wir uns in der Menge von ¨¹ber hundert W?lfinnen auf dem Mondfest erblickten, fanden seine Augen die meinen." "Es gab keine Funken oder irgendetwas anderes, wir waren zu jung, um sicher zu wissen, ob wir f¨¹reinander bestimmt waren, aber ich sage dir eines... die Liebe, sie war sofort da... von diesem Moment an." "Irgendwie wussten wir beide, dass wir f¨¹reinander bestimmt waren. Da war einfach dieses Gef¨¹hl, als w¨¹rde ich jemanden ansehen, den ich schon l?nger als meine zehn Lebensjahre kenne." W?hrend Luna Colleen sprach,g ein L?cheln auf ihren Lippen und ein Funkeln in ihren Augen, die Liebe, die sie f¨¹r ihren Gef?hrten empfand, war ¨¹berall um sie herum zu sehen und zu sp¨¹ren, und es war ein wundersch?ner Anblick, Als Neveah die Sch?nheit des Paarbandes auf diese Weise sah, fragte sie sich, wie es Menschen wie ihren Vater geben konnte, die ein solch heiliges Band entweihen konnten. Manchmal brachte Neveah es nicht ¨¹ber sich, ihrer Stiefmutter die Schuld zu geben, denn alles, was Alphak?nigin Vilma je getan hatte, war, ihren Gef?hrten zu lieben... und sich durch seinen Verrat betrogen zu f¨¹hlen und ihm das ¨¹bel zu nehmen, war keine S¨¹nde Obwohl es schwer war, all den Schmerz und die Qualen zu vergessen, die sie durch ihre Stiefmutter erlitten hatte, akzeptierte Neveah in einem Moment wie diesem, dass Alphak?nigin Vilma nur eine vessene Frau war. Und Neveahs Anwesenheit w¨¹rde immer die Wunden aufrei?en, die der Verrat ihrer Gef?hrtin in Alphak?nigin Vilmas Herz gerissen hatte... wie k?nnte sie Neveah nicht verabscheuen? Bei all dem wusste Neveah, dass, wenn es jemanden gab, dem man die Schuld geben konnte, es nur ihr Vater sein konnte. "Von diesem Moment an blieb er immer an meiner Seite und lie? mich nie aus den Augen. Ich wuchs mit seiner Liebe und Zuneigung auf." "Dane hat mich von ganzem Herzen geliebt und besch¨¹tzt, noch bevor er sicher wusste, dass ich ihm geh?re, und als wir vollj?hrig wurden und uns wieder in die Augen sahen," "Unsere W?lfe best?tigten nur eine Tatsache, die wir bereits wussten... dass Dane mir geh?rte und ich ihm." Luna Colleen warf Neveah einen Blick zu, ein kleines L?cheln umspielte ihre Lippen. "Das Rudel war ¨¹bergl¨¹cklich, nat¨¹rlich gab es ein paar ver?rgerte Weibchen, aber um die hat sich niemand gek¨¹mmert. Danes Eltern haben mich trotz meiner bescheidenen Herkunft so akzeptiert." "Es war ihnen egal, dass ich kein ranghoher Wolf war, sondern sie brachten mir mit Geduld und einem warmen L?cheln bei, wie man eine Luna ist." "Dane und ich mussten uns nicht erst kennenlernen oder uns bem¨¹hen, Gef¨¹hle zu entwickeln. Wir liebten uns bereits sehr." "In der Nacht, in der ich vollj?hrig wurde, hat Dane mich als sein Eigentum gekennzeic, und noch in derselben Nacht hat er mich ganz f¨¹r sich beansprucht und das Paarungsband besiegelt." sagte Luna Colleen, "In dieser Nacht empfing ich meinen ersten Welpen, Veah... ich empfing Danes Kind, und ich werde nie den Ausdruck von Freude und Bewunderung in Danes Augen vergessen, als er die Nachricht erfuhr..." "Ich war kaum einen Monat alt, als ich meinen Welpen verlor, der erste Fall einer Fehlgeburt seit ¨¹ber hundert Jahren bei der Eclipse-Jagd." An dieser Stelle brach Luna Colleens Stimme. "Ich war damals erst achtzehn, Veah... achtzehn, und ich w¨¹nsche meinem ?rgsten Feind nicht den Schmerz und die Verzweiflung, die ich beim Verlust meines Kindes empfunden habe, auch wenn ich es nie im Arm halten oder sehen konnte." schluchzte Luna Colleen entgegen. Neveahs Herz schmerzte, als sie den Schmerz von Luna Colleen durch ihre Worte sp¨¹rte. "Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen, Veah... In diesen zwanzig Jahren habe ich den Verlust von sechs meiner Kinder betrauert und ich habe noch nicht einmal den Schrei meines eigenen lebenden Kindes geh?rt." "Und jetzt, wann immer ich in die Augen meines Gef?hrten schaue und den Schmerz sehe, den er zu verbergen versucht, aus Angst, mich zu verletzen... f¨¹hle ich mich wie ein Versager..." Luna Colleen schluchzte. Chapter 32: Das Gift neutralisieren (Kap.32)

Chapter 32: Das Gift neutralisieren (Kap.32)

"Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen, Veah... In diesen zwanzig Jahren habe ich den Verlust von sechs meiner Kinder betrauert und ich habe noch nicht einmal den Schrei meines eigenen lebenden Kindes geh?rt." "Und jetzt, wann immer ich in die Augen meines Gef?hrten schaue und den Schmerz sehe, den er zu verbergen versucht, aus Angst, mich zu verletzen... f¨¹hle ich mich wie ein Versager..." Luna Colleen schluchzte. "Du bist keine Versagerin, Tante Colleen... das bist du nicht." versicherte Neveah der schluchzenden Luna. Luna Colleen hielt inne, drehte sich um und legte ihren Kopf wieder an Neveahs Brust, sie schluchzte leise. Neveah erstarrte, sie war es nicht gewohnt, jemandem so nahe zu sein oder Zeuge eines solchen Gef¨¹hlsausbruchs zu werden. Neveah konnte sehen, dass Luna Colleen ihre Gef¨¹hle die l?ngste Zeit unterdr¨¹ckt hatte, weil sie nicht vor Alpha Dane zusammenbrechen wollte. Und Neveah vermutete, dass sie jetzt nicht mehr in der Lage war, ihre Emotionen zur¨¹ckzuhalten, und sich entschlossen hatte, sie herauszssen. Aus irgendeinem Grund, den Neveah nicht verstehen konnte, schien Luna Colleen zu vertrauen... zumindest genug, um Neveah diese verletzliche Seite von ihr zu zeigen. "Rette meine M?dchen, Veah... ich werde alles tun, selbst wenn ich daf¨¹r mein Leben geben muss... rette nur meine M?dchen." flehte Luna Colleen. Die Tatsache, da? Luna Colleen sich nicht berechtigt f¨¹hlte, Neveahs Hilfe in Anspruch zu nehmen, selbst wenn Neveahs Vater es bereits eubt hatte. Die Tatsache, dass sie Neveah immer noch so dem¨¹tig und wiederholt um ihre Hilfe bat, ber¨¹hrte Neveahs Herz. Neveah ertappte sich dabei, wie siengsam ihre H?nde auf den R¨¹cken der schluchzenden Frau legte und ihr ein Versprechen gab. "Deine Welpen werden sicher geboren werden, Luna Colleen, daf¨¹r werde ich sorgen." versprach Neveah, w?hrend sie beruhigende Kreise ¨¹ber Luna Colleens R¨¹cken rieb. Dann f¨¹hrte Neveah Luna Colleen zu einer Lichtung, wo ein leise flie?ender Bach war, und Luna Colleen setzte sich an den Rand des Baches und tauchte ihre Beine in den Fluss. "Um das Gift zu neutralisieren, hast du bereits die Kr?uter eingenommen, die dir helfen werden, deinen Energiefluss zu kontrollieren." begann Neveah, Wenn es etwas gab, worauf sie im Stamm der Heilerinnen geachtet hatte, dann war das Neutralisieren von Giften eines davon. Dasg daran, dass Neveah schon gelernt hatte, wie man Gifte neutralisiert, bevor sie zum Stamm der Heilerin ging, Das Wissen war eine notwendige Vorsichtsma?nahme f¨¹r den Fall gewesen, dass die Alphak?nigin beschloss, Neveah zum siebten Mal zu vergiften. "Ich werde dich anleiten, die fremde Substanz in deinem K?rper zu ertasten, und ich werde dir helfen, sie an bestimmte Stellen zu dr¨¹cken, wo ich Einschnitte machen kann, um sie herauszuholen." erkl?rte Neveah. "Wir k?nnen nur ein wenig auf einmal machen, bis das gesamte Gift neutralisiert ist. Denken Sie daran, dass das Gift schon seit Jahren in Ihrem K?rper ist. Wenn Sie den Prozess ¨¹berst¨¹rzen, schadet das nicht nur den Welpen, sondern auch Ihnen." "Wenn ich dir also sage, dass du aufh?ren sollst, dann tu es bitte sofort." fuhr Neveah in ernstem Ton fort und Luna Colleen nickte. "Ich verstehe." sagte Luna Colleen. Dann zog Neveah ein sauberes, sterilisiertes Messer hervor und wartete. "Jetzt atme tief ein und greife in dich hinein. Shifter sind Wesen der Natur, gr??ere Wesen, und die Magie der Natur flie?t durch unsere Adern." "Du hast mehr Kontrolle ¨¹ber dein Unterbewusstsein, als du denkst, das gegebene Kraut wird das Gift in deinem Blutkreiuf isolieren. Nutze deine Wolfssinne..." "Finde die Spur der Substanz, die nicht in dir sein soll... es ist einngsamer Prozess, ¨¹berst¨¹rze ihn nicht." wies Neveah an. Die Methoden der Omega-Heiler waren abh?ngig von der Magie der Natur und der Kraft des Wolfes in dir. Das Kraut hatte seine Arbeit getan, nun war es an Luna Colleen, die Substanz aus ihrem Blutkreiuf zu entfernen. Neveah beobachtete, wie Luna Colleenngsam ihren Anweisungen folgte, es dauerte ein paar Versuche, bis Neveah schlie?lich die Ver?nderung bemerkte Luna Colleens Adern f?rbten sichngsam schwarz und Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, unf?hig zu uben, dass jemand so b?swillig gewesen war, Luna Colleen das Mondgefl¨¹ster zu verabreichen. "Leite es zu deinem Handgelenk hinunter, du wirst eine l?hmende Wirkung sp¨¹ren, aber keine Sorge... du brauchst nur deinen Geist, um den Rest k¨¹mmere ich mich." Neveah f¨¹hrte ihn, Neveah beobachtete die geschw?rzten Adern, die Bewegung der Substanz war in ihrem Blickfeld sichtbar, und wie die Substanz zu ihrem Handgelenk hinunterlief, Neveah griff nach Luna Colleens Hand und ber¨¹hrte zuerst leicht ihren Handr¨¹cken, um ihren Wolf nicht zu erschrecken, der bereits an der Oberfl?che war. Luna Colleen versteifte sich unbewusst bei Neveahs Ber¨¹hrung und es dauerte einen Moment, bis sie sich wieder entspannte und Neveah ihre Handngsam umdrehte. Dann setzte Neveah das Messer an Luna Colleens Handgelenk an und machte einen leichten Schnitt. Luna Colleens Augen ?fen sich und enth¨¹llten ein Paar leuchtend gelber Kugeln, und ein leises Knurren entwich ihren Lippen. Neveah wusste, dass sie es mit Luna Colleens Wolf zu tun hatte, und wenn sie nicht sofort eine Erkl?rung abgab, w¨¹rde der Wolf angreifen. Also blieb Neveah so ruhig wie m?glich und hielt dem Blick des Wolfes stand. "Ich werde dir und den Welpen nichts antun... das verspreche ich..." sagte Neveahngsam, denn sie wusste, dass Luna Colleens Wolf sie verstehen konnte. Es dauerte einen Moment, aber dann tterten Luna Colleens Augen wieder zu und Neveah konnte endlich aufatmen. Neveah schnitt tiefer ein und sah zu, wie das geschw?rzte Blut aus Luna Colleens Handgelenk floss. "Wenn du mich h?ren kannst... heile nicht, noch nicht..." sagte Neveah, w?hrend sie zusah, wie das Blut schnell herausfloss. Das Handgelenk war eine gef?hrliche Stelle, da Neveah tief in die Arterie hineingeschnitten hatte, aber sie musste das Blut herausbekommen und gleichzeitig gut aufpassen, dass Luna Colleen nicht an Blutverlust litt. "Heile jetzt, das ist genug..." sagte Neveah, als sich Luna Colleens Gesichtsbl?sse zu ver?ndern begann. Luna Colleen folgte Neveahs Anweisung und Neveah sah zu, wie sich der Schnitt, den sie gemacht hatte, schloss, die Blutung aufh?rte und das Fleisch wieder zusammenwuchs, Es dauerte eine Weile, aber bald war Luna Colleens Handgelenk vollst?ndig verheilt und das Gras um sie herum war von dem vergifteten Blut geschw?rzt und verdorrt. Chapter 33: Eine andere Ebene (Kap.33)

Chapter 33: Eine andere Ebene (Kap.33)

Luna Colleens Augen tterten mit einem leisen Keuchen auf, das Gl¨¹hen in ihren Augen war verschwunden und zeigte, dass ihr Wolf sich in den Hintergrund zur¨¹ckgezogen hatte. Sie atmete tief ein, als falle ihr das Atmen schwer, und Neveahs Brauen zogen sich besorgt zusammen. "Wie geht es dir?" fragte Neveah besorgt, als Luna Colleen einen Momentng nicht sprach. Es war das erste Mal, dass Neveah diesen Neutralisierungsprozess an einer anderen Person durchf¨¹hrte, und so war sie sich nicht ganz sicher, wie sich die Nachwirkungen zeigen w¨¹rden. "Mir ist schwindelig... und mein rechter Arm f¨¹hlt sich schwer an." sagte Luna Colleenngsam. "Das wird vergehen, komm... du hast gut gearbeitet, genug f¨¹r heute. Ruh dich aus und wir machen morgen weiter." sagte Neveah, w?hrend sie das Messer wegsteckte. "Das ist alles aus mir herausgekommen?" fragte Luna Colleen ungl?ubig. Neveah lie? ihren Blick schweifen und sah, dass Luna Colleen auf das Gras starrte, das von dem vergifteten Blut geschw?rzt worden war. "Das ist die Wirkung des Mondgefl¨¹sters, es verwandelt dein Blut in ein t?dliches Gift, das dazu bestimmt ist, einen ¨¹bernat¨¹rlichen vollst?ndig zu l?hmen..." "Wenn es jedoch in kleinen Mengen verabreicht wird, wie es dir verabreicht wurde, macht es deine Geb?rmutter unf?hig, Leben hervorzubringen." verriet Neveah. "Du meinst, mein vergiftetes Blut hat die ganze Zeit meine Welpen get?tet?" fragte Luna Colleen in einem zittrigen Ton. "Mach dir keine Vorw¨¹rfe, derjenige, der dir das angetan hat, ist derjenige, der schuld ist. Der Mondfl¨¹sterer kann nicht einfach diagnostiziert werden, dies war eine vors?tzliche und b?sartige Tat..." sagte Neveah. Neveah konnte nicht uben, dass jemand so b?sartig sein konnte, Luna Colleen zwei Jahrzehnteng daran zu hindern, eigene Kinder zu bekommen. Dass eine so gutherzige Frau den Schmerz ¨¹ber den wiederholten Verlust ihrer Welpen erleiden musste, konnte Neveah sich nicht vorstellen, wie viel Schmerz Luna Colleen durchgemacht hatte. Wie viel Verachtung sie ertragen musste, weil sie ihrer Pflicht, ihrer Gef?hrtin einen Erben zu schenken, nicht nachgekommen war, und doch war es ihre Pflicht, den Kopf hochzuhalten und ein L?cheln aufzusetzen, weil sie eine Luna war. "Wer? Wer w¨¹rde mir so schrecklich wehtun wollen? Warum t?tet ihr mich nicht einfach?... Das w?re viel barmherziger..." schluchzte Luna Colleen entgegen. Neveah wusste, dass es f¨¹r sie schwer gewesen sein musste, sich mit der Tatsache abzufinden, dass ihr Blut ihre eigenen Welpen zu Tode erstickt hatte, w?hrend sie nichts tun konnte, um sie zu retten, weil sie es nicht wusste. Die Tatsache zu akzeptieren, dass ihre Unf?higkeit, Kinder zu geb?ren, ihre eigene Schuld war, wie jeder gesagt haben musste. Dass, wenn ihr Gef?hrte mit einer anderen Frau zusammen gewesen w?re, er bereits seinen eigenen Erben h?tte und das einzige Verbrechen, das ihre unschuldigen Welpen begangen hatten, darin bestand, von ihr gezeugt worden zu sein. "Nun, jetzt... wirst du sehen, wie sie f¨¹r alles bezahlen, was sie dir angetan haben, aber zuerst wirst du deine Welpen in den Armen halten. ubt mir das." versicherte Neveah Luna Colleen, w?hrend sie ihr auf die Beine half. Die beiden gingen den Weg zur¨¹ck, den sie gekommen waren, und Neveah st¨¹tzte Luna Colleen beim Gehen, da Luna Colleen immer noch unsicher auf den Beinen war. Luna Colleen hatte viel Blut verloren, und obwohl ihre Wunde bereits verheilt war, w¨¹rde es einige Zeit dauern, bis sie sich vollst?ndig erholt hatte. Deshalb musste Neveah den Prozess auf drei Tage verteilen, da es sonst f¨¹r Luna Colleen zu anstrengend werden w¨¹rde. Sie bewegten sich schweigend, w?hrend Luna Colleen ihre Gedanken und Gef¨¹hle sortierte, und Neveah war es recht, sie einfach zur¨¹ck zur H¨¹tte zu begleiten. Doch nach einem Moment ergriff Luna Colleen das Wort. "Woher wei?t du so viel ¨¹ber das Mondgefl¨¹ster? Soweit ich wei?, wurdest du nur f¨¹r zwei Monate zum Heilerstamm geschickt." fragte Luna Colleen neugierig. Neveah schwieg einen Momentng, sie wollte nicht dar¨¹ber sprechen, wie sie ihr Wissen engt hatte, es gab pers?nliche Angelegenheiten, die sie niemals teilen wollte. Au?erdem wusste die Eclipse-Jagd nichts von Neveahs wahrer Identit?t als Bastardkind, sie kannten Neveah Omega Lothaire nur als die geliebte Eclipse-Prinzessin, Tochter von Alpha-K?nig Lothaire und seiner K?nigin Vilma. Von ihren Eltern geliebt und von ihrem Bruder umschw?rmt. "Wenn es vollst?ndig neutralisiert ist, werde ich es euch sagen." beschloss Neveah. Dies war eine kritische Zeit f¨¹r Luna Colleen, Neveah wollte sie nicht mit ihren pers?nlichen Angelegenheiten bsten. Die Luna von Eclipse Hunt war viel zu gutherzig, Neveah wollte ihr nicht zur Last fallen und sie war auch nicht bereit zu l¨¹gen. Neveah hatte immer nach einem einfachen Grundsatz gelebt: Wie auch immer sie behandelt wurde, sie w¨¹rde es mit gleicher M¨¹nze zur¨¹ckzahlen. Wenn Luna Colleen sie aufrichtig behandelte, w¨¹rde sie das nie als selbstverst?ndlich ansehen. "Okay." sagte Luna Colleen mit einem Nicken. Sie gingen den Rest des Weges zur¨¹ck zur H¨¹tte, wo zwei Kriegerw?lfe ?ngstlich auf ihre R¨¹ckkehr warteten. Die beiden Kriegerw?lfe hatten den Auftrag, Luna Colleen und Neveah zu besch¨¹tzen, w?hrend der Rest Alpha Dane zur ersten Versammlung des Alphagipfels auf die h?chste Bergkette begleitete. Als sie bemerkten, dass Luna Colleen sich zur Unterst¨¹tzung an Neveah lehnte, eilten die beiden Kriegerw?lfe herbei, und Neveah wich zur¨¹ck und hob unschuldig beide H?nde. "Luna, geht es dir gut?" fragte die Kriegerw?lfin mit dem kupferfarbenen Haar besorgt. "Mir geht es gut, mach nicht so ein Theater, du machst Veah Angst." tadelte Luna Colleen und die Kriegerw?lfin nickte. "Verzeiht mir, Prinzessin." Sagte die Kriegerw?lfin und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Schon gut, du hast jedes Recht, mir gegen¨¹ber misstrauisch zu sein." sagte Neveah und sch¨¹ttelte abweisend den Kopf. "Mein Name ist D und das ist Vincent." Der Kriegerwolf mit dem kupferfarbenen Haar stellte sich vor. Neveah hatte keine Zeit gehabt, sich mit den Rudelmitgliedern von Eclipse Hunt vertraut zu machen, da sie mit der Gruppe aus Eclipse w gereist war. Au?erdem waren alle au?er ihr in ihrer Wolfsgestalt unterwegs gewesen, und Neveah war nicht im Geringsten daran interessiert, Kontakte zu kn¨¹pfen. "D ist Danes Neffe, Vincent ist mein kleiner Bruder." erkl?rte Luna Colleen und Neveah nickte und eubte sich ein kleines L?cheln. "War mir ein Vergn¨¹gen, deine Bekanntschaft zu machen." sagte Neveah oberfl?chlich. "Du klingst nicht so, als ob du das ernst meinst... Ich meine, mit diesem ausdruckslosen Blick... das ist praktisch der einzige Blick, den ich je bei Ihnen gesehen habe, Prinzessin." stellte Vincent unverbl¨¹mt fest. "Vin... seit." mahnte Luna Colleen. "Es ist unsere Schuld, die Prinzessin kennt uns noch nicht, aber ich denke, wenn sie uns kennt, wird sie uns lieben..." verteidigte sich D. "Tante Colleen muss sich ausruhen, sie muss sich einleben... Ich gehe einfach zuerst rein." sagte Neveah, die sich in dieser Atmosph?re unwohl f¨¹hlte. "Aber ..." D begann zu argumentieren, aber Vincent hielt ihn auf. "Lass sie in Ruhe, D, die Eclipse-Royals befinden sich auf einer anderen Ebene als wir..." sagte Vincent kopfsch¨¹ttelnd, w?hrend sie Neveah hinterherstarrten. "Veah ist anders, Vin." tadelte Luna Colleen. "Ist sie das wirklich?" fragte Vincent, bevor auch er sich umdrehte und davonlief. Chapter 34: Ich habe es für mich getan (Kap.34)

Chapter 34: Ich habe es f¨¹r mich getan (Kap.34)

"Wie l?stig..." Neveah stand an der T¨¹r und spottete leise vor sich hin, als sie sie aufzog und hinaus trat. "Ich k?nnte im Luxus des Pstes meines Vaters sein, doch hier bin ich und tue wei? Gott was. Er hat recht... Ich bin nicht viel anders." sagte Neveah und beobachtete, wie Vincent in seinem Schritt erstarrte und sich umdrehte. "Hast du das geh?rt?" fragte D mit einem Zusammenzucken, w?hrend Luna Colleen entschuldigend ansah. Neveah war nicht sonderlich beleidigt, sie wusste, dass nicht alle Eclipse Packs die beste Meinung von der k?niglichen Familie hatten. Vor allem, nachdem ihr Vater vor einiger Zeit versucht hatte, das Territorium von Alpha Dane an sich zu rei?en und es dabei so aussehen lie?, als sei Alpha Dane der illoyale Untergebene. Und das war noch das Geringste von dem, was ihr Vater getan hatte, nur dass sie nur so viel wussten und daher berechtigt waren, der k?niglichen Familie gegen¨¹ber misstrauisch zu sein. Und sie hatten auch nicht unrecht, sie konnten nicht einmal ansatzweise begreifen, wie viel schlimmer die k?nigliche Familie war, als sie dachten. Neveah wusste auch, dass es keinen Ort im Eclipse-Gebiet gab, an dem sie nicht nach ihrer Herkunft beurteilt werden w¨¹rde. Sie war die Tochter ihres Vaters, und so sehr sie sich auch w¨¹nschte, jemand anderes als Neveah Omega Lothaire sein zu k?nnen, so war dies ihr Schicksal. "Prinzessin ... er ..." begann D zu erkl?ren, doch Neveah hob eine Hand, um ihn zum Schweigen zu bringen. "Ihr braucht mir Eure Meinung nicht zu erkl?ren, ich will sie auch nicht wissen, aber ich rate Euch, darauf zu achten, wie Ihr sprecht... mein Vater ist kein verzeihender Mann." sagte Neveah in ihrem charakteristischen leeren Monoton. "Der Alphak?nig wird von meinen Worten nichts erfahren, wenn du nicht vorhast, sie an ihn weiterzugeben." antwortete Vincent in einem unbeeindruckten Ton. "Du w?rst ¨¹berrascht." sagte Neveah mit einem am¨¹sierten Grinsen auf den Lippen, w?hrend sie einen Dolch aus ihrem Stiefel zog und ihn gegen den n?chstgelegenen Baum schleuderte. Luna Colleen, Vincent und D sahen schockiert zu, wie ein schwarzer Rabe zu Boden fiel, aufgespie?t von Neveahs Dolch. Neveah hatte die vertraute Pr?senz des Spionageraben in dem Moment gesp¨¹rt, als sie mit Luna Colleen aus dem Wald gekommen war. "Mount Vernon wird von den Rabenw?chtern der Eclipse Fang bewacht..." "Damit will ich sagen, dass mein Vater, abgesehen von meiner tschbase, ¨¹berall auf dem Berg Augen und Ohren hat." sagte Neveah, w?hrend sie hin¨¹berging und ihren Dolch herausholte. "Die Rabenw?chter ... du meinst ... die Hexenmeister?" fragte D. Wer kannte sie nicht, die Rabenw?chter? Sie waren ein unabh?ngiger n von Hexen und Hexenmeistern, die ihre Dienste an den Meistbietenden verkauften. Sie geh?rten zu den ber¨¹hmtesten S?ldnern des ¨¹bernat¨¹rlichen Reiches, und in den letzten zehn Jahren geh?rte ihre Loyalit?t scheinbar dem Alphak?nig Lothaire Raul. "Wenn du die F?higkeit des Finsterniszahns nicht kennst ... achte auf deine Worte, damit du nicht deinen Kopf verlierst oder dein Rudel gef?hrdest." warnte Neveah, w?hrend sie ein Taschentuch hervorzog und ihren Dolch abwischte. "Wie ... wie konntest du das ¨¹berhaupt wissen?" fragte D erstaunt. "Ich kenne meinen Vater ... keine Sorge, er war bis eben noch nicht hier und er w?re auch nicht hier, wenn nicht ..." Neveah brach ab, Neveah kannte ihren Vater gut genug, um zu wissen, dass die Rabengarde aus einem von zwei Gr¨¹nden gekommen war. Entweder war Alpha Dane schon am ersten Tag des Gipfeltreffens irgendwie mit ihrem Vater aneinandergeraten... oder er war wegen ihr gekommen. "Es sei denn, was?" fragte Vincent, ebenfalls schockiert ¨¹ber das, was gerade passiert war. "Ich w¨¹rde sagen, mein Vater macht sich Sorgen um mich, aber dann w¨¹rde er nicht nur einen Raben schicken..." "Irgendetwas sagt mir, dass Alpha Dane meinen Vater ver?rgert hat, hofft um euretwillen, dass mein Vater bes?nftigt ist, bevor der Tag zu Ende geht." murmelte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken, w?hrend sie den toten Raben studierte. "Du hast den Raben get?tet ... hei?t das nicht ...?" Vincent brach ab, als ein Mann in schwarzer Kleidung und mit einer gro?en Kapuze aus dem Nichts auftauchte. "Ja, das ist genau das, was es bedeutet." murmelte Neveah. Vincent und D bewegten sich sofort und schirmten Luna, Colleen und Neveah ab. "Bleibt zur¨¹ck ... er wird mir nichts tun." sagte Neveah, w?hrend sie sich aufrichtete und auf den Hexenmeister zuging. "Ich habe ihn get?tet... soll ich dir im Gegenzug mein Blut anbieten?" fragte Neveah, als sie direkt vor ihm stehen blieb. Der Hexenmeister antwortete nicht, sondern blickte Neveah einen Momentng an, bevor er seinen Kopf senkte und sich verbeugte. Neveah war nicht ¨¹berrascht, sie hatte noch nie einen Rabenw?chter sprechen h?ren, und von allen Untergebenen ihres Vaters waren sie die m?chtigsten, Sie waren die m?chtigsten, die geheimnisvollsten und die, die Neveah am meisten f¨¹rchtete. "Es ist noch nicht tot... Ich werde es heilen, aber du hast hier nichts gesehen, abgemacht?" fragte Neveah erneut, und nach einem Moment nickte der Hexenmeister einmal. Aus irgendeinem Grund schienen die Rabenw?chter Neveah zu respektieren, das hatten sie schon immer getan, und Neveah vermutete, dass man ihnen vielleicht nicht gesagt hatte, dass sie ein Bastardkind war. Die Rabengarde war so gut wie nie im Eklipse-Pst, ihre Aufgaben hatten nichts mit internen Angelegenheiten zu tun und f¨¹hrten sie immer quer durch das Eklipse-Territorium. "Gut also." sagte Neveah, w?hrend sie auf den Raben zuging, sie holte den Heiltrank hervor, den ihr Vater ihr gegeben hatte, und goss eine gro?z¨¹gige Menge ¨¹ber die Wunde des Raben. Neveah beobachtete, wie der Heiltrank seine Wirkung entfaltete, und schon bald schlug der Vogel mit den Fl¨¹geln und flog zu dem Hexenmeister hin¨¹ber. "Verzeiht, dass ich Euren Raben verletzt habe, aber ich mag es nicht, beobachtet zu werden. sagte Neveah, als sich der Rabe auf der Schulter des Hexenmeisters niederlie?. Der Blick des Hexenmeisters verweilte noch einen Moment auf Neveah, bevor er sich in Luft aufl?ste. "Wird er Vin verraten?" fragte Luna Colleen besorgt, als Neveah sich umdrehte und zu ihnen zur¨¹ckging. "Nein... die Rabengarde stellt ihr Wort ¨¹ber ihr Leben." sagte Neveah mit Bestimmtheit. "Er hat eigentlich gar nichts gesagt..." D wies darauf hin und Neveah warf ihm einen Blick zu. "Warum fragst du ihn dann nicht einfach? Ich bin sicher, er w¨¹rde sich gerne erkl?ren." sagte Neveah in einem leeren Ton. "Nein ... es geht schon." D lehnte mit einem nerv?sen Glucksen ab. "Warum hast du uns geholfen?" vengte Vincent, sein Tonfall war misstrauisch und seine Augen verengten sich zu einem starren Blick. "Damit du mir vertraust und mir alles erz?hlst, und dann werde ich meinem Vater alles im Detail berichten ... Pass auf, wie du mit mir redest, Kleiner." warnte Neveah in einem t?dlichen Tonfall, ihr Blick war eiskalt. "Veah..." sagte Luna Colleen und legte eine Hand auf Neveahs Arm, damit sie sich beruhigte. Neveahs Blick verweilte noch einen Moment auf Vincent, bevor sie einen Blick zu Luna Colleen warf und tief einatmete, um sich zu beruhigen. "Ich habe ein Versprechen gegeben... die Erben von Eclipse Hunt werden sicher geboren. Ich habe noch nie versagt, mein Wort zu halten, also... ist das Leben ihrer Mutter meine Verantwortung." murmelte Neveah, bevor sie Vincent anblickte. "Ich habe es f¨¹r mich getan... nicht f¨¹r dich." stellte Neveah r, bevor sie davonlief. "Unabh?ngig davon, warum... du hast meine Dankbarkeit." rief Vincent, als Neveah an der T¨¹r ankam. Neveah hielt kurz inne, bevor sie ins Haus ging und sich auf den Weg in ihr Zimmer machte. Chapter 35: Eine knappe Entscheidung (Kap.35)

Chapter 35: Eine knappe Entscheidung (Kap.35)

"Das ist die letzte Etappe ... seid ihr bereit?" fragte Neveah, w?hrend Luna Colleen im Wohnzimmer sa?. Es war bereits der dritte Tag und das Mondgefl¨¹ster war fast vollst?ndig neutralisiert. Vincent und D hatten sich am zweiten Tag als hilfreich erwiesen und irgendwie hatten Neveah und Vincent ihre Differenzen stillschweigend beigelegt. Jetzt sa? Vincent neben Luna Colleen, um als beruhigende Pr?senz f¨¹r ihre W?lfin zu dienen, da sie verwandt waren. In der Zwischenzeit war D bereit, Neveah bei allem zu helfen, was sie brauchte. Luna Colleen nickte ihr die Eubnis zu, mit der letzten Prozedur zu beginnen, und Neveah warf einen Blick zu D. "Lasst uns beginnen." sagte Neveah und D reichte ihr das sterilisierte Messer. "Du wei?t, wie es gemacht wird, wann immer du bereit bist." sagte Neveah zu Luna Colleen. "Danach... werden meine Welpen au?er Gefahr sein?" fragte Luna Colleen besorgt. Neveah nickte und legte eine Hand auf Luna Colleens Hand. "Ich vertraue dir, Veah." sagte Luna Colleen und Neveah versteifte sich f¨¹r einen Moment. "Ich vertraue dir... das tun wir alle." sagte Luna Colleen erneut und hielt Neveahs Hand fest, ihr Blick war ernst. D und Vincent widersprachen Luna Colleens Worten nicht, und so stie? Neveah einen Seufzer aus, als Luna Colleen die Augen zufielen. Gleich war es Zeit f¨¹r Neveah, den Schnitt zu machen, und sie tat es, schnitt tief ein und sah zu, wie das geschw?rzte Blut in eine Schale floss. Neveah beobachtete Luna Colleens Bl?sse, die Farbe verlie? schnell ihr Gesicht, und nach ein paar Minuten begannen Vincent und D sich Sorgen zu machen. "Meinst du, es ist Zeit, aufzuh?ren?" fragte Vincent besorgt, aber Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Nein ... noch nicht, noch ein bisschen l?nger ..." sagte Neveah mit konzentriertem Blick, w?hrend sie mit ihrem Finger ¨¹ber Luna Colleens Arm bis zu ihrem inneren Ellbogen fuhr. Neveah ¨¹bte leichten Druck aus und das Blut floss noch schneller heraus, was Vincent und D rmierte, aber Neveah ignorierte sie. Neveah wusste, dass sie dieses Mal auch die letzte Spur des Mondfl¨¹sters herausbekommen musste, Luna Colleen hatte das schon drei Tageng ertragen, weiterer Blutverlust w¨¹rde den Welpen schaden. "Veah! Tu etwas!" Vincent rief, aber Neveah ignorierte ihn wieder, ihr Blick konzentrierte sich und nach ein paar weiteren Minuten f?rbte sich das ausstr?mende Blut in ein tiefes, gesundes Rot. "So... so, jetzt heilen. Heilen..." sagte Neveah, doch Luna Colleen reagierte nicht. "Sie hat das Bewusstsein verloren!" rief D aus. "Verdammt noch mal!" murmelte Neveah, w?hrend sie das Messer ergriff und ihre Handfl?che aufschlitzte. Neveah hielt ihre Handfl?che ¨¹ber Luna Colleens Wunde und als ihr Blut darauf tropfte, h?rte die Blutung sofort auf und die Wunde begann schnell zu heilen. "Dein Blut..." Vincent staunte, als er sah, wie Neveahs Blut noch schneller wirkte als der Heiltrank. Ich bin ein Alphak?nig-Wolf... nat¨¹rlich heilt mein Blut... dachte Neveah, doch stattdessen sagte sie etwas anderes. "Ich bin eine Omega-Heilerin, die Magie in meinem Blut ist st?rker als ein Heiltrank." murmelte Neveah, als die Wunde vollst?ndig verheilte. ¡¯Nicht heilen...ss es sein.¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf, als sie sich aufrichtete und erleichtert seufzte, als Luna Colleens Gesicht wieder Farbe bekam. "Sie wird wieder gesund... bring sie hoch, damit sie sich ausruhen kann." murmelte Neveah, als sie sich auf einen Sitz sinken lie?, den Kopf zur¨¹cklehnte und die Augen schloss. Eben noch wusste Neveah, dass Luna Colleens Leben gef?hrdet gewesen w?re, wenn sie nicht sofort gehandelt h?tte, doch ihr Handeln hatte das Risiko mit sich gebracht, ihre wahre Identit?t preiszugeben. Es war nur eine Erleichterung, dass die W?lfe von Eclipse Hunt nicht viel ¨¹ber die F?higkeiten der Omega-Heiler wussten. W?ren ihr Vater oder ihr Bruder hier gewesen, h?tten sie sofort Verdacht gesch?pft. Diesmal war es knapp gewesen, und obwohl Neveah es nicht bereute, Luna Colleen geheilt zu haben, wurde ihr umso rer, dass es sie aufnge Sicht nur gef?hrden w¨¹rde, Bindungen einzugehen. "Geht es dir gut?" fragte D besorgt, als Vincent Luna Colleen in seine Arme hob. "Mir geht es gut... Ich brauche nur einen Moment." murmelte Neveah. Sie verabschiedeten sich, w?hrend Neveah in dieser Position verharrte, sie war sich nicht sicher, wienge, aber ihre Augen tterten erst auf, als eine Hand nach ihr griff. Neveah war leicht ¨¹berrascht, als Vincent ihre Hand nahm und den Heiltrank ¨¹ber ihre immer noch blutende Wunde goss. "Du kannst andere heilen, aber dich selbst kannst du nicht heilen ... du bist ein Omega, du bist nicht wie wir. Du solltest mehr auf dich achten." murmelte Vincent. "Ist das dein ¡¯Dankesch?n¡¯?" fragte Neveah wissend, und Vincent blickte zu ihr auf, ein z?gerndes L?cheln auf den Lippen. "Das ist es." Vincent stimmte zu. "Dann h?ttest du wenigstens deinen eigenen Heiltrank benutzen sollen, wei?t du eigentlich, wie wertvoll der ist?" grummelte Neveah, als sie Vincent das Fl?schchen aus der Hand riss. Vincent kicherte, als er beobachtete, wie Neveah das Fl?schchen sch¨¹ttelte, um zu sehen, was davon ¨¹brig war. "Du bist die Eclipse-Prinzessin, Veah. Es ist nicht wertvoller als du." betonte Vincent. "Ich dachte, du hasst mich." erinnerte Neveah, als sie die Phiole beiseite stellte. "Ich hasse dich nicht, Veah... Ich hatte Vorurteile gegen deine Familie, ja. Und das tue ich immer noch, aber ich hasse dich nicht." stellte Vincent r. "Nun ... das solltest du." sagte Neveah, w?hrend sie sich erhob und in Richtung ihres Zimmers schritt. Neveah wusste, dass es nur zum Besten war, dass die Eclipse Hunt niemals ihre Wachsamkeit gegen¨¹ber den Royals vernachl?ssigte... nur so konnten sie vor ihrem Vater sicher sein. ____________________ "Veah?" murmelte Luna Colleen, als ihre Augen auftterten und sie Neveah mit einem besorgten Gesichtsausdruck neben sich sitzen sah. "Tante Colleen... du bist wach..." sagte Neveah mit einem Seufzer der Erleichterung. W?hrend der Neutralisierung des Giftes am letzten Tag hatte Luna Colleen das Bewusstsein verloren und Neveah hatte bef¨¹rchtet, dass etwas schief gufen war. "Ja... was ist passiert?" fragte Luna Colleen und Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Es ist okay... alles ist wieder in Ordnung..." sagte Neveah mit einem kleinen L?cheln. "Du meinst..." sagte Luna Colleen und richtete sich auf, und Neveah nickte zur Best?tigung. "Ich habe es bereits best?tigt, die Spuren des Giftes sind alle neutralisiert worden. Hier..." sagte Neveah, w?hrend sie sich n?her zu Luna Colleen beugte und ihre Hand nahm. Neveah legte Luna Colleens Hand auf die Ausbuchtung an ihrem Bauch, die nun sichtbar war, und Luna Colleens Augen weiteten sich vor Erstaunen. "Und jetzt... schlie?e deine Augen und sp¨¹re einfach, wie sie atmen..." ermutigte Neveah, Als Luna Colleens Augen wieder auftterten, liefen ihr stille Tr?nen ¨¹ber die Wangen, w?hrend sie sich zu Neveah hin¨¹berbeugte, sie fest umarmte und in ihre Schultern schluchzte. Neveah eubte sich ein kleines L?cheln, als sie mit ihrer Hand ¨¹ber Luna Colleens R¨¹cken strich. "Jetzt... ist es an der Zeit, dass du Mutter wirst, Tante Colleen..." murmelte Neveah, wobei eine seltene W?rme in ihrem Herzen aufbl¨¹hte. Chapter 36: Keiner versteht es (Kap. 36)

Chapter 36: Keiner versteht es (Kap. 36)

"Leen! Leen!" rief Alpha Dane und Neveah schmunzelte, als die T¨¹r aufging und Alpha Dane in Begleitung von D, Vincent und Lucas Varleston hereinst¨¹rmte. Es war vier Tage nach der Neutralisierung des Giftes und der siebte Tag seit der Ankunft in Mount Vernon vergangen und Alpha Dane war endlich vom ersten Gipfel zur¨¹ckgekehrt. "Wo ist sie? Geht es ihr gut?" fragte Alpha Dane Neveah eifrig, und Neveah gluckste. "Frag sie selbst." antwortete Neveah, gerade als Luna Colleen aus der K¨¹che trat und eine Augenbraue hochzog, w?hrend sie eine Hand auf die Ausbuchtung an ihrem Bauch legte. In den letzten Tagen hatte sich die W?lbung fast auf das Doppelte ihrer urspr¨¹nglichen Gr??e vergr??ert, und Neveah wusste, dass die Welpen jetzt, nachdem die Wirkung des Giftes abgeklungen war, ihre wahre Gr??e wiederengten. "Das Fell des Sch?pfers!" Alpha Dane rief erstaunt aus, als er zu seiner Gef?hrtin eilte und sich auf ein Knie sinken lie?, um die Ausbuchtung zu bestaunen. "Deine Welpen sind stark, Alpha Dane. In nur wenigen Tagen haben sie sich vollst?ndig erholt, so sollte eine im dritten Monat schwangere Luna aussehen... vor allem, wenn sie drei Welpen in sich tr?gt." sagte Neveah, w?hrend sie sich auf einen Stuhl sinken lie?. "Drei?!" Alpha Dane und Luna Colleen riefen schockiert aus. "Ich hatte gehofft, euch die gute Nachricht zu ¨¹berbringen, wenn ihr beide zusammen seid, damit ich sie nicht wiederholen muss." sagte Neveah achselzuckend. "Anfangs habe ich nur zwei Herzschl?ge gesp¨¹rt, aber vor ein paar Tagen habe ich einen dritten Herzscg gesp¨¹rt. Das Gift muss sich am st?rksten auf den dritten Welpen ausgewirkt haben, sonst h?tte ich es auch nicht gemerkt." erkl?rte Neveah. "Wir bekommen ... drei M?dchen?!" Alpha Dane rief begeistert aus, sprang auf, hob seine Gef?hrtin in seine Arme und wirbelte sie herum. Luna Colleenchte herzhaft, und bei diesem Anblick wurde Neveah warm ums Herz. Sie hatte sich noch nie so gl¨¹cklich gef¨¹hlt, nur weil sie das Gl¨¹ck eines anderen sah. Neveahs Herz krampfte sich zusammen, als sie ihren Blick abwandte, sie konnte es nicht einmal wagen, sich so ein Leben zu w¨¹nschen, wann hatte sie jemals so viel Gl¨¹ck gehabt? "Das ist unublich! Warte nur, bis das Rudel es erf?hrt!" Der sonst so zur¨¹ckhaltende Vincent rief vor Freude aus. "Herzlichen Gl¨¹ckwunsch, Alpha Dane und Luna Colleen." sagte Lucas Varleston mit einem L?cheln, als er sich neben Neveah setzte und sich dicht zu ihr hinunterbeugte. "Du bist unublich." Lucas Varleston fl¨¹sterte und Neveah l?chelte leicht. "Tut mir leid, dass ich deine Seifensen zertzensse, aber ich habe nie gesagt, dass der dritte Herzscg ein M?dchen ist." betonte Neveah, als Alpha Dane seine Gef?hrtin schlie?lich auf ihre F¨¹?e stellte. Alle K?pfe drehten sich wieder zu Neveah um, als sie l?ssig mit den Schultern zuckte. "Herzlichen Gl¨¹ckwunsch... die Eclipse Hunt wird einen m?nnlichen Erben haben." verriet Neveah mit einem kleinen L?cheln. Alpha Dane machte gro?e ungl?ubige Augen, und Neveah war schockiert, als sie sah, dass sich seine Augen mit Tr?nen f¨¹llten. "Bist ... du dir sicher?" stotterte Alpha Dane, und Neveah nickte zur Best?tigung. Alpha Dane hob eine Hand an seinen Kopf, unsicher, wie er reagieren sollte, und Luna Colleen erging es ?hnlich. Sie warf ihre Arme um den Hals ihres Gef?hrten, mmerte sich fest an ihn und schluchzteut. "Nun... es gibt noch eine Sache, an die ihr euch beide erinnern sollt. Der Drahtzieher hinter der Vergiftung von Luna Colleen ist in der Eclipse Hunt..." Neveah wollte ihnen die Freude nicht verderben, aber das war die Tatsache. "Veah... du musst mit uns zur¨¹ckkommen. Hilf uns, das durchzustehen." sagte Alpha Dane in einem ernsten Ton, "Da ich mein Wort gegeben habe, werde ich es auch bis zum Ende durchziehen ... seid versichert." beschloss Neveah. ¡¯Und danach... werde ich das Eclipse-Territorium vessen und nie wieder zur¨¹ckkehren.¡¯ dachte Neveah bei sich. "Wie k?nnen wir dir danken?" fragte Luna Colleen in einem Ton, der von Dankbarkeit gepr?gt war. "Es gibt keinen Grund zum Dank... Ich wei?, wie es sich anf¨¹hlt, das w¨¹rde ich meinem ?rgsten Feind nicht w¨¹nschen." murmelte Neveah und ballte ihre H?nde fest an ihre Seiten. "Du meinst?" fragte Luna Colleen mit gro?en Augen. "Du hast mich einmal gefragt, warum ich so viel ¨¹ber das Mondfl¨¹stergift wei?... wie k?nnte ich das nicht wissen? Vor einiger Zeit... floss genau dieses Gift durch meine Adern." sagte Neveah mit einem freudlosen Kichern. Die W?lfe von Eclipse Hunt verstummten erschrocken, als Neveah sich erhob und sich verabschiedete. Neveah machte sich auf den Weg in den Wald, sie wusste, dass Lucas Varleston ihr folgte, aber sie kommentierte es nicht, denn sie hatte nichts gegen seine Gesellschaft. "Du machst dir Sorgen um das Ehepaar Hunt?" Lucas Varleston meldete sich nach einem kurzen Moment des Schweigens zu Wort. Neveah schwieg einen Momentng, sie konnte nicht genau sagen, wor¨¹ber sie sich Sorgen machte. Ging es wirklich nur um Dane und Colleen Hunt? War sie so mitf¨¹hlend, dass sie so sehr um die Sicherheit ihres Welpen f¨¹rchtete? Wenn ja, woher kam dann dieses ue Gef¨¹hl in ihrem Herzen? Dieses bittere Gef¨¹hl in der Magengrube? Diese Stimme, die ihr sagte, dass die Dinge zu einfach geworden waren? Dieses Bauchgef¨¹hl, das sie warnte, dass Gefahr am Horizontuerte? Dieses Gef¨¹hl, das sie diesen Moment des Friedens und des Gl¨¹cks nicht genie?en lie?, weil sie irgendwie wusste, dass er bald zu Ende sein w¨¹rde? "Mein Leben war voller Probleme, es gab nie einen Moment des Friedens... Ich bin in dem uben aufgewachsen, dass ich es nicht verdient habe." "Eine Abscheulichkeit wie ich es bin ... wie k?nnte ich selbst dessen w¨¹rdig sein?" begann Neveah in einem zittrigen Ton. "Ein Omega zu sein ist kein Fluch Veah, sieh dich nur um... du hast Luna Colleen Hunt gerettet, du hast es geschafft... keine W?lfin, nur du..." sagte Lucas von neben Neveah. "Du hast mein Herz erobert... keine W?lfin, nur du..." f¨¹gte Lucas nach einer kurzen Pause hinzu. Neveah seufzte leise, Lucas Varleston war einfach zu reinherzig... zu aufrichtig f¨¹r den Rang, in den er hineingeboren worden war. "Ich habe mich mein ganzes Lebenng nach ruhigen Tagen gesehnt, Lucas... doch jetzt, wo sie in Sichtweite sind, warum kann ich nicht ruhig scfen? Was ist, wenn sich alles als Fata Morgana herausstellt... ein Tagtraum?" fragte Neveah. "Der Sch?pfer war noch nie gut zu mir, kann ich darauf vertrauen, dass es dieses Mal anders sein wird?" murmelte Neveah, w?hrend sie sich gegen einen Baum lehnte. Ihre Augen tterten zu, Lucas Varleston w¨¹rde es nie verstehen, denn was er sah, wenn er Neveah ansah, war die verehrte Eclipse-Prinzessin. Wie sollte er das verstehen? Ein uneheliches Kind, eine Schande, eine Abscheulichkeit ... das waren nur einige wenige Bezeichnungen f¨¹r das, was Neveah wirklich war. Niemand verstand es, niemand w¨¹rde es je verstehen ... aber das war in Ordnung, das war das Los, mit dem Neveah geboren worden war, sie war schon daran gew?hnt. Chapter 37: Unvermeidliches Schicksal (Kap.37)

Chapter 37: Unvermeidliches Schicksal (Kap.37)

~Drei Wochen sp?ter... "W?hrend wir auf die R¨¹ckkehr unserer Erben warten, m?chte ich euch das Eclipse-Fang-Schwert pr?sentieren." "Dieses Schwert ist ein Symbol der Autorit?t im Eclipse-Herrschaftsgebiet und gem?? unserer Tradition wird es meinem Sohn, Alessio Terran Lothaire, wie ihr alle bezeugen k?nnt, vererbt." "Niemand anderes als meine geliebte Tochter, Neveah Omega Lothaire, wird dieses Schwert ¨¹berreichen!" verk¨¹ndete Alphak?nig Lothaire. Neveah betrat daraufhin den Saal, In ihren H?nden hielt sie eine mit Juwelen verzierte Schwertschatulle, in der das Eclipse-Fang-Schwert ruhte. Neveah bewegte sichngsam, ihr wei?er Mantel hing hinter ihr her, w?hrend sie ihre Position an der Seite ihres Vaters einnahm. Der Monat des Alphagipfels ging fast zu Ende und es waren nur noch drei Tage bis zur R¨¹ckkehr der Eclipse-Alphas zu ihren entsprechenden Territorien. In den letzten Tagen war eine Jagd der jungen Alphas organisiert worden und heute Abend fand das Mondmahl statt, bei dem sie ihre Beute vor dem Alphak?nig pr?sentieren w¨¹rden. Es war ein Ritual mit dem Zweck, eine Verbindung zwischen den zuk¨¹nftigen Eclipse-Alphas durch Kampf und Gefahr zu schaffen und um den offiziellen Thronfolger f¨¹r den Eclipse-Thron vor allen Eclipse-Alphas zu benennen. Neveah hatte die Aufforderung ihres Vaters erhalten, an seine Seite zur¨¹ckzukehren, da sie diejenige sein w¨¹rde, die Alessio die Krone aufsetzen w¨¹rde. Eine Pflicht, die eigentlich der Alpha-K?nigin obliegen sollte, aber Neveah wusste, dass ihr Vater niemals die M?glichkeit verpassen w¨¹rde, seine Maritenprinzessin zur Schau zu stellen. Neveah schluckte ihre Reluktantie hinunter und erinnerte sich daran, dass all das bald keine Rolle mehr spielen w¨¹rde, denn sie w¨¹rde auf dem Weg zur Eclipse-Jagd sein, so weit entfernt von ihrem Vater wie m?glich. Sie hatte einen ganzen Monatng geduldig gewartet und im Laufe des letzten Monats waren ihr die W?lfe von Eclipse-Jagd und Eclipse-ue ans Herz gewachsen. Alpha Dane und Luna Colleen waren warmherzig und liebevoll, immer um Neveahs Bed¨¹rfnisse besorgt, und jeder Moment, den sie mit ihnen verbrachten, war erf¨¹llt von W?rme und Lachen. Alpha Varleston warut und ungest¨¹m und brachte Neveah immer zum Lachen, egal wie schlecht ihre Stimmung war. Lucas war verst?ndnisvoll und zuverl?ssig. Neveah hatte sich noch nie so willkommen gef¨¹hlt, und sie wusste, nachdem sie erfahren hatte, was es bedeutet, geliebt zu werden... wirklich geliebt, k?nnte sie nie wieder in ihr Leben in Eclipse Fang zur¨¹ckkehren. "Drei Tage ... nur noch drei Tage ..." versicherte sich Neveah, w?hrend sie einen ruhigen Gesichtsausdruck bewahrte. Die Alphas erhoben sich, als Prinz Alessio mit den anderen jungen Alphas vom unteren Gebirge heraufkam. Er war oben ohne, seine breite, muskul?se Brust zur Schau gestellt, trug nur eine Lederhose und einen Mantel ¨¹ber seinen Schultern, der identisch zu dem von Neveah war, allerdings war seiner in tiefschwarz gehalten. Neveah gestand, dass sie Prinz Alessio noch nie so k?niglich gesehen hatte, etwas an seiner Aura hatte sich ver?ndert... Neveah hatte geh?rt, dass der Erbe des Eclipse-Trons nach der rituellen Jagd den Segen des Sch?pfers erhalten w¨¹rde, um das Eclipse-Territorium zu f¨¹hren. Neveah lie? ihren Blick an seiner Brust hinunterwandern zu dem, worauf alle Augen gespannt waren. Direkt ¨¹ber seinem Herzen befand sich ein leuchtendes Zeichen, das das Bild eines sich verdunkelnden Mondes formte. "Der Eclipse-Prinz hat auf der Spitze des Berges den Segen des Sch?pfers erhalten, wir alle sind Zeugen davon..." verk¨¹ndete Lucas Varleston, w?hrend er sich zusammen mit allen jungen Alphas auf die Knie senkte. Jeder betrachtete Prinz Alessio ehrf¨¹rchtig, als er auftrat, jeder Schritt kraftvoll und k?niglich, seine Gestalt strahlte eine ¨¹berw?ltigende Aura der Dominanz aus. Als Prinz Alessio vorbeizog, senkten die Eclipse-Alphas sich nacheinander auf die Knie und verneigten sich vor dem vom Sch?pfer anerkannten Thronfolger. Prinz Alessio hielt seinen Blick starr nach vorne gerichtet, w?hrend er auf Neveah und Alphak?nig Lothaire zuging. Auch Neveah senkte sich auf ein Knie und neigte das Haupt, als Prinz Alessio vor ihr stand. "Der Segen des Sch?pfers ist auf dem Eclipse-Herrschaftsgebiet!" verk¨¹ndete Alphak?nig Lothaire stolz, als er Alessio eine Hand auf die Schulter legte und zustimmend nickte. "Veah... gib deinem Bruder das Eclipse-Fang-Schwert." befahl Alphak?nig Lothaire. Neveah hob das Schwert zu Alessio hinauf und hielt ihren Blick gesenkt, als er das Schwert entgegennahm, dann stand Neveah auf. Ein Diener brachte Neveah die Krone des Erben und sie nahm sie von der tte, auf der sie ruhte. Diesmal senkte sich Alessio auf ein Knie und Neveah setzte ihm die Kronengsam auf den Kopf. "Alessio Terran Lothaire, mein Sohn und Erbe... Heute ¨¹bergebe ich dir ein Drittel des Eclipse-Territoriums zur Regierung im Vorbereitung auf deine Kr?nung... das ist das Vertrauen deines Vaters in dich." erkl?rte Alphak?nig Lothaire. Neveah biss sich auf die Lippe, denn sie wusste, dass sie als einziges anderes Mitglied der k?niglichen Familie die erste sein w¨¹rde, die dem neuen Erben die Treue schwor. "Neveah Omega Lothaire schw?rt dir mein Leben und meinen Tod, Eure Majest?t. M?ge Eure Herrschaft unter dem Segen des Sch?pfers aufbl¨¹hen." sagte Neveah und verbeugte sich tief. "Wir schw?ren dem Eclipse-Erben unser Leben und unseren Tod. M?ge Eure Herrschaft unter dem Segen des Sch?pfers aufbl¨¹hen." Die Eclipse-Alphas verbeugten sich ebenfalls tief. Als Neveah aufstand, zog sie sichngsam zur¨¹ck, w?hrend Prinz Alessio die Eclipse-Alphas ansprach. Als sie sich vom Pavillon entfernte, zog sich ihr Herz vor Schmerz zusammen. "Wir wurden als Gleiche geboren... Mein Wolf ist nicht weniger als deiner, doch der eine wurde als Lord geboren und der andere als Abscheulichkeit." "Einer wird K?nig sein... w?hrend der andere f¨¹r immer durch das K?nigreich streifen wird, ohne einen Ort zum Heim zu haben... das ist mein unausweichliches Schicksal." murmelte Neveah vor sich hin, ein trauriges L?cheln auf den Lippen. Chapter 38: Kumpel (Kap.38)

Chapter 38: Kumpel (Kap.38)

"Veah, das Mondbankett beginnt in ein paar Minuten. Komm raus..." rief Alpha Dane Neveah zu. Neveah st?hnte leise vor sich hin, sie hatte gehofft, etwas Zeit f¨¹r sich zu haben, aber nat¨¹rlich hatte ihr Vater ihr befohlen, an Alessios Bankett teilzunehmen. Neveah fand, dass es keinen Grund zum Feiern gab, Prinz Alessio war schon immer der unangefochtene Erbe gewesen, warum mussten jetzt alle so tun, als sei das etwas ganz Besonderes? Prinz Alessio war der erste und einzige m?nnliche Nachkomme des Alphak?nigs, es war keine ¨¹berraschung, dass er den Segen des Sch?pfers erhalten hatte. Neveah verstand nicht, was so besonders daran war, mit einem so gro?en Bankett gefeiert zu werden, denn Alessio k¨¹mmerte sich um k?nigliche Angelegenheiten, seit er zw?lf Jahre alt war. Ihm ein Drittel des Eclipse-Territoriums zur Verwaltung zu ¨¹bessen, war den ganzen Aufruhr kaum wert, Neveah wusste, dass ihr Vater in absehbarer Zeit nicht sterben w¨¹rde, und so sehr das ein Ereignis gewesen w?re, das es zu feiern galt, so sehr hatte sie sich mit der Tatsache abgefunden, dass M?nner wie ihr Vaternge lebten. Das bedeutete, dass Alessio fr¨¹hestens in einem Jahrzehnt Eclipse-K?nig sein w¨¹rde, und dass die Ernennung zum offiziellen Erben nichts Besonderes war. Doch Neveah schien die Einzige zu sein, die diese Meinung vertrat, denn alle anderen waren sichtlich begeistert von der Aussicht auf ein Bankett zu Alessios Ehren. "Veah?!" rief Alpha Dane erneut. "Ich habe dich schon beim ersten Mal geh?rt!" erwiderte Neveah, als sie aufstand und hinausging, wobei sie mit den Augen ¨¹ber einen ungeduldigen Alpha Dane rollte. "Warum braucht ihr Frauen immer songe, um euch anzuziehen? Wir werden die Letzten sein, die ankommen, und Lothaire und ich verstehen uns nicht besonders gut." Alpha Dane brummte. "Seit wann k¨¹mmert es dich, was mein Vater denkt? Au?erdem ist es auch gut, als Letzter anzukommen ... dann kannst du Tante Leen vorf¨¹hren." bemerkte Neveah und rollte mit den Augen, als Alpha Dane grinste. "Ich gehe schon mal vor, damit ich eure Pl?ne nicht st?re, mein Vater muss jemanden f¨¹r mich geschickt haben." sagte Neveah, als sie mit einem Kopfsch¨¹tteln den Raum verlie?. ____________________ Neveah hatte gewusst, dass das Mondbankett eine schreckliche Idee war, aber sie hatte nicht erwartet, dass es so schrecklich sein w¨¹rde. In dem Moment, in dem Neveah auf dem h?chsten Gebirgszug ankam, ¨¹berfiel ein k?stlicher Duft ihre Sinne und Neveah erstarrte, ihr Herz sank in die Magengrube. ¡¯K?nnte das sein...?¡¯ dachte Neveah und wagte nicht, ihren Gedanken zu Ende zu f¨¹hren. Sie hatte von diesem Moment geh?rt, dem Moment, in dem man den berauschendsten Duft einatmet, den man je hatte einatmen d¨¹rfen, Dieser Duft, der einem die Knie weich werden lie?, dieser Duft, der nur eines bedeuten konnte... eine Gef?hrtin. Neveah blickte sich um, ihre Augen weiteten sich, als sie die Sitzordnung der jungen Alphas durchsuchten, bevor sie den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller erblickte... Prinz Alessio Terran Lothaire. Genauso wie Neveah nach ihm suchte, schien er das Gleiche zu tun, Und in dem Moment, als sich ihre Blicke trafen, fl¨¹sterte Neveahs Wolf ein einziges Wort in ihren Geist, ein Wort, das Neveahs Herz eher vor Angst als vor Freude zusammenschrumpfen lie?. ¡¯Meins.¡¯ sagte Neveahs Wolf zu ihr und Neveah sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf. ¡¯Nein ... nein, niemals!¡¯ dachte Neveah panisch, als sie sah, wie sich Alessios Blick warnend verengte. Seine Lippen bewegten sich, um Worte zu formen, und Neveah war mit ihm vertraut genug, um seine Botschaft trotz der Entfernung zu verstehen. Wagen Sie es nicht, sich zu bewegen. warnte Alessio, als w¨¹sste er, dass Neveah vorhatte, in die Berge zu rennen. Neveah war wie erstarrt, unf?hig, sich zu bewegen, als Alessios Blick sie von dort, wo er sa?, festhielt, seine Augenh?hlen gl¨¹hten und verrieten, dass sein Wolf an der Oberfl?che war. Seine Lippen bewegten sich wieder, und Neveah fing seine Worte wieder auf. "Komm her ... Gef?hrtin ..." Sagte er. Neveah h?rte kaum etwas anderes als ihren eigenen Herzscg, ihr Blick war auf Alessios gl¨¹hende gr¨¹ne Kugeln fixiert und sie konnte ihren Blick nicht abwenden, so sehr sie es auch wollte. Als w?re sie in einem Bann gefangen, schlug ihr Herz weiterhin unregelm??ig, auch wenn die Vernunft ihr zurief, sich zu erinnern, wer Alessio war und was er getan hatte. Doch in dem Moment, als Alessio aufstand und Neveah seinem Befehl nicht nachkam, kehrten ihre Sinne zur¨¹ck, kehrten Neveahs Sinne zur¨¹ck, und blitzschnell drehte sie sich um und lief in den Wald. Chapter 39: Warum ich? (Kap.39)

Chapter 39: Warum ich? (Kap.39)

"Warum?! Warum ich?!" schrie Neveah aus tiefstem Herzen, als sie mit aller Kraft durch den Wald rannte, ihren Atem in kurzen St??en pressend. Ihr Herz war schwer von Schrecken und Panik und egal wie sehr sich ihre Muskeln anspannten, es half nichts, das beklemmende Gef¨¹hl in ihrem Herzen zu lindern. Wie konnte jemand Neveahs Schmerz verstehen? Oder die grausame Wahrheit, dass ihr vorbestimmter Gef?hrte gerade Alessio Terran Lothaire war? Ein Blitz zuckte durch den Himmel, gefolgt von einem w¨¹tenden Donner und die Erde bebte heftig, als w¨¹rde sie jeden Moment zerbrechen. Genau das w¨¹nschte sich Neveah, sie w¨¹nschte sich innig, die Erde w¨¹rde sich auftun und sie verschlingen, dieses Schicksal w?re viel gn?diger, als ihrer gegenw?rtigen Realit?t ins Auge blicken zu m¨¹ssen. Es ree in Str?men und die ?ste und Bl?tter der ragenden B?ume boten kaum oder keinen Schutz vor dem Regen. Es wirkte als h?tte der Himmel ihr Leid gesp¨¹rt und spiegelte ihre innere Unruhe und Verzweiflung in einem pl?tzlichen heftigen Regenguss wider. Aber Neveah wollte mehr als einen Regenguss, sie wollte eine Wahl ... mindestens einmal im Leben wollte sie eine Wahl haben. W?re ihr Gef?hrte ein anderer gewesen, h?tte Neveah immer noch die Wahl gehabt, die Verbindung durch Ablehnung zu l?sen... aber Alessio? Traute Neveah sich ¨¹berhaupt ihm gegen¨¹berzutreten und die Worte der Ablehnung auszusprechen, wenn sie mit seinem kalten, t?dlichen Blick konfrontiert war? Neveah raste mit rasender Geschwindigkeit durch den Wald, ihre Stiefel gruben sich in den feuchten Sand, was es ihr erschwerte, die gew¨¹nschte Geschwindigkeit beizubehalten. Ihre Kleidung, durchweicht von Regen, klebte eng an ihrem K?rper und die eisige K?lte durchdrang sie bis in die Knochen, Der Wald schien wie ausgestorben, alle waren in den h?chsten Bergen zur Feier versammelt und Neveah war dankbar daf¨¹r... das Letzte, was sie in diesem Moment ben?tigte, war jemandem zu begegnen. Alttext: Neveah lief so schnell sie konnte, wobei sie tief h?ngende ?ste umging und ¨¹ber umgest¨¹rzte Baumst?mme sprang, Sie wirbelte zur Seite und schl?ngelte sich zwischen den eng zusammenstehenden B?umen hindurch, Irgendwie wusste Neveah, dass Alessio ihr folgen w¨¹rde, sie hatte sich seinem direkten Befehl widersetzt und wenn es eine Sache gab, die Alessio immer von Neveah vengte, dann war es totale Unterwerfung. Es war nicht das erste Mal, dass Neveah verzweifelt versuchte, Prinz Alessios Schrecken zu entfliehen. Aber dieses Mal war es anders, dieses Mal ... jagte er sie nicht wegen eines Fehlers, Er jagte sie, weil der Sch?pfer es f¨¹r richtig hielt, ein gottesl?sterliches Paarungsband zwischen ihnen zu kn¨¹pfen ... die F?den ihrer Seelen miteinander zu verbinden, zu welchem Zweck?! Neveah wusste nicht, wienge sie schon lief, sie wusste nur, dass sie nicht aufh?ren konnte... sie musste weufen, von Alessio, von allem ... doch kann man wirklich seinem eigenen Schicksal entkommen? Neveah war von Geburt an mit Pech verfolgt, sie hatte es immer gewusst, hatte aber gehofft, dass der Sch?pfer ihr wenigstens einmal Gnade zeigen w¨¹rde. ¡¯Habe ich zu viel vengt? Habe ich um einen so gro?en Gefallen gebeten, dass du ihn nicht erf¨¹llen konntest?¡¯ dachte Neveah verzweifelt, ihr Herz pochte schmerzhaft. ¡¯Selbst wenn, wie kannst du mich so qu?len?¡¯ dachte Neveah, Alessio war ihr Bruder! Er war ihr Peiniger! Ihr schlimmster Albtraum! Wie konnte er ihr Gef?hrte sein? Wie war das nur m?glich? Nicht einmal das Schicksal konnte so grausam sein, oder der Sch?pfer so gef¨¹hllos ... doch an wen konnte Neveah sich wenden? Von wem konnte sie Hilfe erwarten? Wo konnte Neveah Rettung finden, wenn es schien, als w?re das gesamte Universum gegen sie? Neveah hatte nicht genug Zeit, dar¨¹ber nachzudenken, als sie im n?chsten Moment zu Boden ging. Ihre Kleidung war vollkommen durchn?sst und die feuchte Erde machte es noch schlimmer, doch Neveah wusste, dass ihre nasse Kleidung das geringste ihrer Probleme war. "Nein! Lass mich los!" schrie Neveah, sie musste nicht sehen, um zu wissen, wer es war, Die elektrisierenden Funken, die sich auf ihrer Haut ausbreiteten, wo immer sie Kontakt hatten, machten es mehr als deutlich. "Meine!" knurrte Alessio w¨¹tend, als er Neveah packte, damit sie ihm direkt in die Augen sah. "Nein ... nein! Du kannst unm?glich damit einverstanden sein! Du bist mein Bruder!" schrie Neveah und wehrte sich gegen Alessios Griff. "Du kannst mir nicht entkommen Omega... gib nach!" knurrte Alessio und hielt Neveahs Arme ¨¹ber ihrem Kopf fest. "Alessio...nein! Du l?sst dich von deinem Wolf kontrollieren! H?r auf!" schrie Neveah um Alessio zur Vernunft zu bringen, w?hrend er seine Wange an die ihre presste. Alessio verabscheute sie, dessen war sich Neveah sicher. Er sollte sie ablehnen, doch warum schien er sich stattdessen zu freuen? Alessios n?chste Worte best?tigten Neveahs Gedanken und entsetzten sie zugleich."Du hast keine Ahnung... wienge ich dich schon begehre, Omega. Wer h?tte gedacht, dass du die ganze Zeit mir geh?rst?" murmelte Alessio in einem tiefen, gutturalen Ton. "Ich werde dich beanspruchen, genau hier... immer und immer wieder, bis du jeden anderen Mann vergessen hast, mit dem du je zusammen warst." schwor Alessio, seine Augen waren dunkel und ein kalter Schauer des Entsetzens lief Neveah den R¨¹cken hinunter. Neveah verstand, was Alessio meinte, er akzeptierte die Paarungsbindung, und er wollte sie ihr auch aufzwingen. Neveah sp¨¹rte, wie sich ihre Kehle vor Entt?uschung und Verzweiflung zuschn¨¹rte und ihr die Tr?nen ¨¹ber die Wangen liefen. Das Schicksal war ungerecht, das war eine Tatsache, die man nicht ?ndern konnte. Es gab Menschen, die in ein Leben voller Elend und Qualen hineingeboren wurden, f¨¹r Menschen wie diese ... war es ihnen nicht eubt, nach mehr zu fragen, sie durften nicht von mehr tr?umen. F¨¹r solche Menschen war es egal, wie weit sie aus der Grube krochen, sie wurden immer wieder dorthin zur¨¹ckgezogen, wo sie begonnen hatten. F¨¹r solche Menschen war das Los, mit dem sie geboren worden waren, ihr unausweichliches Schicksal. Und als Neveah dort im Wald unter Alessiog und das Ger?usch h?rte, wie man ihr r¨¹cksichtslos die Robe vom Leib riss... begriff Neveah, dass sie zu diesen Menschen geh?rte. ¡¯Ich h?tte niemals hoffen d¨¹rfen... Ich h?tte nie tr?umen sollen... das ist mein unvermeidliches Schicksal.¡¯ dachte Neveah, ihre Augen tterten zu, stumme Tr?nen rannen ihr ¨¹ber die Wangen. "Veah!" Neveah h?rte ihren Wolf in ihren Gedanken knurren, und erst da wurde Neveah r, dass sie kein schwaches Omega war, das man mit F¨¹?en treten konnte. Neveah hatte genug eingesteckt, sie hatte es satt, den Kopf h?ngen zussen und sich mit F¨¹?en treten zussen. Sie war mit einer Macht geboren worden, auf die sie kein Recht hatte ... und doch war es ihre! Und nur dieses eine Mal w¨¹rde Neveah sie nutzen! "Geh.weg.von.mir!" Neveah knurrte w¨¹tend, ihr Wolf kam an die Oberfl?che, als sie Alessio mit Leichtigkeit von sich warf. Alessio wurde ein ganzes St¨¹ck zur¨¹ckgeschleudert und prallte gegen einen Baum. Er stie? ein schmerzhaftes St?hnen aus, als er mit dem R¨¹cken gegen den Baum prallte, und Neveah sprang auf die F¨¹?e, ihre Augen verengten sich zu einem grimmigen Blick. Neveah erwartete, einen schockierten Alessio zu sehen, aber stattdessen erhob sich Alessio mit einem komplizierten Blick in den Augen. Neveahs Herz sank, als sie feststellte, dass Alessio nicht ¨¹berrascht war ¨¹ber ihre pl?tzliche Demonstration von St?rke, was nur eines bedeuten konnte... "Du wusstest es bereits..." murmelte Neveah entsetzt und wich einen zittrigen Schritt von Alessio zur¨¹ck, als ihr r wurde, dass sie gerade den gr??ten Fehler ihres Lebens begangen hatte. Indem sie f¨¹r sich selbst eintrat... indem sie sich selbst rettete, hatte sie gerade eine Tatsache enth¨¹llt, von der sie wusste, dass Alessio Terran Lothaire sie am meisten verabscheute... eine Bedrohung f¨¹r seine rechtm??ige Nachfolge auf dem Eclipse-Thron. Neveah brauchte keine weitere Best?tigung, sie konnte es jetzt verstehen. Als er erkannte, dass Neveah seine Gef?hrtin war, hatte Alessio eine Gelegenheit gesehen, eine Gelegenheit, mit der er Neveah zwingen konnte, ein Geheimnis preiszugeben, das sie siebzehn Jahreng so sorgf?ltig geh¨¹tet hatte. "Hast du geubt, du k?nntest mich f¨¹r immer zum Narren halten, Omega?" fragte Alessio in einem dunklen Tonfall, wobei seine Augen gl¨¹hten, um zu zeigen, dass sein Wolf direkt unter der Oberfl?che war. "Ich habe die l?ngste Zeit darauf gewartet, dich f¨¹r mich zu haben, ich wollte dir die Welt schenken! Aber du musstest mir einfach nehmen, was dir niemals geh?ren sollte!" Alessio knurrte w¨¹tend, "Ich...ich...wie?" stotterte Neveah und wich einen weiteren Schritt zur¨¹ck, als Alessio n?her an sie herantrat. "Deine Gouvernante kam zu mir, bevor ich nach Mount Vernon aufbrach... und sie erz?hlte mir, was sie in jener Nacht gesehen hatte. Den Alphak?nig-Wolf, der gegen den schwarzen Drachen gek?mpft hat." murmelte Alessio. Neveahs Herz sank, und der Schrecken erfasste sie sofort, als sie bemerkte, wie Alessios Aura sich in etwas Unheimliches verwandelt hatte. "Alessio, ich... Ich habe nicht gewollt, dass es so weit kommt! Ich habe das nicht gewollt! Ich habe nichts davon gewollt!" rief Neveah, w?hrend ihr die Tr?nen ungehindert ¨¹ber die Wangen liefen. "Vergiss niemals Veah... du hast mein Vertrauen zuerst gebrochen, du hast mich zuerst verraten!" knurrte Alessio, als er einen weiteren Schritt auf Neveah zuging. "Bitte sagen Sie nichts zu Vater Alessio... Ich werde gehen, ich werde jetzt gehen und ich werde nie mehr zur¨¹ckkommen." "Du wirst mich nie wieder sehen m¨¹ssen, ich schw?re es." versprach Neveah, deren Herz vor Entsetzen schlug bei dem Gedanken, dass ihr Vater dies herausfinden k?nnte. "Dann geh ... jetzt ... f¨¹r immer ..." erwiderte Alessio in einem dunklen Tonfall. Neveahs Augen weiteten sich leicht, unf?hig zu uben, dass Alessio sie tats?chlich so einfach hatte gehenssen, Misstrauisch wie sie war, nickte Neveah sofort und drehte sich um... H?tte sie es besser gewusst, h?tte Neveah Alessio niemals den R¨¹cken zugewandt. Denn im n?chsten Moment brach ein Schrei aus ihrer Kehle hervor, als ein Schmerz, wie sie ihn noch nie zuvor gesp¨¹rt hatte, ¨¹ber ihren R¨¹cken hereinbrach. Und als Neveah auf dem feuchten Boden zusammenbrach, war das letzte, was sie f¨¹hlte, die W?rme ihres eigenen Blutes, das ihre Kleidung durchtr?nkte. Chapter 40: Der Tag, an dem ich starb (Kap.40)

Chapter 40: Der Tag, an dem ich starb (Kap.40)

~Neveahs POV~ Man sagte, es g?be zwei wichtige Momente im Leben eines Sterblichen: den Moment der Geburt und den Moment des Todes. Aber f¨¹r mich waren beide die schlimmsten Momente meines Lebens, denn ich hatte in keinem von beiden eine Wahl gehabt, Denn ich hatte die Art und Weise, wie sie zu mir gekommen waren, nicht verdient, und ich hatte auch keine von ihnen verdient. Ja, ich hatte es nicht verdient, geboren zu werden, und ich hatte es gewiss nicht verdient, dass mein Leben so fr¨¹h von dem einen Menschen beendet wurde, der mich f¨¹r alle Ewigkeit lieben und sch?tzen sollte. Ich bedauere nicht die Tatsache, dass ich von meinem Gef?hrten get?tet wurde, oder die Tatsache, dass mein Gef?hrte zuf?llig der r¨¹cksichtslose zuk¨¹nftige Alphak?nig und mein Stiefbruder war... Ich wei?, das mag viel sein, aber um ehrlich zu sein, war es auch f¨¹r mich viel, aber uben Sie mir, es wird nie einfacher, das zu verstehen. Meine Familiensituation war schon immer kompliziert, aber das wusstest du ja schon... im Moment ist das Wichtigste die Tatsache, dass ich sterbe... ______________ Man sagte, dass im Moment des Todes die ganze Welt um einen herumngsamer wird und man in der Lage ist, Einblicke in sein Leben zu bekommen, die in seinem Geist aufblitzen, Wenn das stimmte, wusste Neveah, dass f¨¹r sie nicht viel vorbeiziehen w¨¹rde, sie hatte ein sehr kurzes und uninteressantes Leben gelebt, und es gab wirklich nicht viel zu sehen. Ihr Leben war ereignislos, auf Schritt und Tritt kontrolliert, gelenkt und befohlen. Ein Leben, das noch schlimmer war als das einer Gefangenen, nur dass Neveahs Kerker ein gro?er und luxuri?ser Pst war. L?cherlich... erb?rmlich, das waren nur ein paar Worte, mit denen Neveah ihr Leben ssifizieren konnte, falls jemand sie ¨¹berhaupt nach ihrer Meinung fragen wollte. Neveah keuchte leise, als sie sp¨¹rte, wie ihr Blut aus der offenen Wunde auf ihrem R¨¹cken floss, wo er seine Krallen tief hineingezogen und ohne das geringste Erbarmen durch ihr Fleisch gerissen hatte. Seine Krallen hatten sich tief eingegraben und der ahnungslosen Neveah einen t?dlichen Scg versetzt, nachdem er sie uben gemacht hatte, er w¨¹rde sie gehenssen. F¨¹r diesen kurzen Moment hatte Neveah tats?chlich geubt, dass ihre Freiheit kein unerreichbarer Traum war. F¨¹r diesen kurzen Moment hatte Neveah zugssen, dass sich ein falsches Gef¨¹hl der Erleichterung auf ihre Schultern legte. Und dann hatte er sie von hinten angegriffen, ein feiger Zug f¨¹r einen zuk¨¹nftigen Alphak?nig, aber er wusste, dass er Neveah niemals frontal angreifen konnte. Und dasg daran, dass Neveah genau das Gleiche hatte wie er: den Alphak?nig-Wolf. Neveah hatte nicht darum gebeten, mit einem Alphak?nig-Wolf geboren zu werden, sie hatte gar nicht darum gebeten, ¨¹berhaupt geboren zu werden, Aber niemand hatte sie je nach ihrer Meinung gefragt, bevor sie ihr Leben in eine Richtung drehten, die ihnen passte. F¨¹r Neveah war das immer die Art von Leben gewesen, die sie gef¨¹hrt hatte. Neveah machte sich Vorw¨¹rfe, sie h?tte wissen m¨¹ssen, dass man der Gouvernante nicht trauen konnte, sie h?tte wissen m¨¹ssen, dass es t?richt war, den Helden zu spielen und sich f¨¹r jemanden einzusetzen, Sie h?tte wissen m¨¹ssen, dass das Schicksal Neveah sein Geburtsrecht vor die Nase geknallt hatte, obwohl es ihr nichts gen¨¹tzt hatte, Ihr einen Alpha-K?nig-Wolf zu geben, obwohl sie nichts weiter als das uneheliche Kind von Alpha-K?nig Lothaire Raul war. Und als ob das noch nicht genug w?re, hatte das Schicksal beschlossen, noch einen draufzusetzen und die F?den von Neveahs Seele mit seiner zu verkn¨¹pfen, So entstand der frevelhafteste Bund zwischen Stiefgeschwistern und ultimativen Rivalen. Neveah brach in schadenfrohes Gel?chter aus, als sie zum Mond hinaufblickte, ihre Sicht war noch ziemlich r, Er hatte daf¨¹r gesorgt, dass sie allm?hlich verbluten w¨¹rde, einngsamer und schmerzhafter Tod. Alessio war vorbereitet gekommen... Erst in diesem Moment wurde Neveah r, dass es keine spontane Entscheidung gewesen war. Von dem Moment an, als er ihr Geheimnis entdeckt hatte, hatte er bereits gent, ihr das Leben zu nehmen. Er hatte ihr befohlen, an Ort und Stelle zu bleiben, weil er wusste, dass Neveah genau das Gegenteil tun und direkt in den Wald rennen w¨¹rde, weit genug vom Bankett entfernt, damit es niemanden geben w¨¹rde, der sie retten k?nnte. Wo k?nnte man die Eclipse-Prinzessin besser loswerden als im ungesch¨¹tzten, gef?hrlichen Mount Vernon, wo sich alle m?glichen Kreaturen herumtrieben? Er hatte sich vergewissert, dass seine Krallen mit Eisenhut getr?nkt waren, bevor er zum t?dlichen Angriff ansetzte und seine scharfen Krallen in die zarte Haut ihres R¨¹ckens riss, Er hatte auch daf¨¹r gesorgt, dass alle ihre Gliedma?en in ungeraden Richtungen abknickten, und nachdem er ihr Wolfseisenhut in die Kehle gepresst hatte, war seine Arbeit getan. Er hatte daf¨¹r gesorgt, dass ihre Regenerationsf?higkeiten behindert wurden und sie nicht mehr heilen konnte, reduziert auf einen blo?en Menschen, die wolfslose Omega, die sie ihr ganzes Lebenng zu sein vorgab. Neveah hatte keinen Grund, warum sie ihr wahres Ich verborgen hatte, eine Wahrheit, die sie vor all dem Hohn und Hass h?tte bewahren und ihr vielleicht sogar den Respekt der Krieger der Finsternisf?nge einbringen k?nnen. Eine Wahrheit, die ihr vielleicht die Liebe und Anerkennung ihres Vaters und einen tz in seinem Rudel eingebracht h?tte. Doch gleichzeitig wusste Neveah genau, warum sie diese Wahrheit nie preisgegeben hatte... Eben weil sie niemals vorhatte, diesen Teil von ihr zu akzeptieren, den Teil, den sie von diesem gef¨¹hllosen Monster geerbt hatte, Wenn sie k?nnte, w¨¹rde Neveah nicht nur ihre wahre Identit?t verbergen, sie w¨¹rde auch jeden Tropfen seines Blutes in ihren Adern ausblutenssen, Sie w¨¹rde jede gische Verbindung ausl?schen, und wenn das bedeuten w¨¹rde, dass sie ihr eigenes Gehirn in zwei H?lften hacken m¨¹sste, snge sie damit alle Spuren ihres Vaters beseitigen k?nnte. Aber das konnte Neveah nicht, denn erstens durfte sie auf Anweisung der Alphak?nigin keinen Zugang zu irgendetwas haben, das auch nur im Entferntesten als Waffe dienen k?nnte, Aus Angst, dass sie sich eines Tages r?chen und einen ihrer Peiniger abstechen w¨¹rde, was Neveah nicht davon abhielt, Waffen zu verstecken. Neveah fand die Argumentation der Alphak?nigin ziemlich witzig, Neveah brauchte nicht einmal eine Waffe, um jemanden zu t?ten, und wenn sie doch jemanden erstach, waren es W?lfe! Sie w¨¹rden heilen... es gab keinen Grund, ¨¹berm??ig dramatisch zu sein, als ob ein Stich einen Shifter t?ten w¨¹rde. Neveah h?tte mit den Augen gerollt, wenn sie gekonnt h?tte, aber leider schien ihr K?rper nicht mehr der ihre zu sein, und als ihre Kraft sie verlie? und ihr Blickngsam unscharf wurde, wusste Neveah, dass sie bald sterben w¨¹rde. Neveah wollte nicht mit ihrem gr??ten Geheimnis sterben, aber es gab niemanden mehr, dem sie es h?tte erz?hlen k?nnen, und die eine Person, die es entdeckt hatte, war diejenige gewesen, die sie get?tet hatte... oder besser gesagt, die beiden Personen. Wenn sie dar¨¹ber nachdachte, fand Neveah ihr Schicksal ziemlich bedauernswert. W?hrend andere ungewollte Gef?hrten eine Abfuhr erhielten, ¨¹bertraf sich ihr Gef?hrte selbst und t?tete sie regelrecht. Nun, da sie im Sterbeng, hatte Neveah wenigstens das Gef¨¹hl, dass sie endlich ihren Frieden finden w¨¹rde, aber bevor sie ging, musste Neveah ihr Geheimnis erz?hlen, und da niemand zuh?rte, beschloss sie, es dem Mond zu erz?hlen... Obwohl Neveah das ungute Gef¨¹hl hatte, dass der Mond bereits Bescheid wusste und vielleicht sogar seine Hand im Spiel hatte, konnte man sich nie wirklich auf etwas vessen. "Lieber Sch?pfer, mein Name ist Neveah Omega Lothaire, aber alle nennen mich einfach Omega. Ich bin die Tochter von Alphak?nig Lothaire Raul vom Eclipse Fang Pack." "Mein Vater verriet das Paarungsband, er nahm Geschlechtsverkehr mit einer Menschenfrau auf und sie gebar ihm ein Kind, das Kind war ich." "Geboren von einer menschlichen Mutter, sollte ich als Mensch geboren werden, jeder dachte das, aber die Wahrheit ist, als ich f¨¹nf Jahre alt war ... erlebte ich meine erste Verwandlung." "Ich habe einen Wolf, und zwar nicht irgendeinen, sondern einen Alphak?nig-Wolf." "Die Gef?hrtin meines Vaters, die Alphak?nigin der Eclipse-Dom?ne, hat einen Sohn, er ist der zuk¨¹nftige Alphak?nig und mein Stiefbruder. Der Alphak?nigswolf geh?rt rechtm??ig ihm, warum wurde er also auch an mich vergeben?" "Ich verstehe es ¨¹berhaupt nicht, ich habe nicht darum gebeten, geboren zu werden, ich wei? nicht, warum ich f¨¹r die Fehler meiner Eltern verantwortlich gemacht werden muss, ich wei? nicht, warum ich mit meinem eigenen Stiefbruder verpaart bin...ich wei? nicht, warum ich sterben muss." "Ich wei? nur, dass das Schicksal mir ¨¹bel mitgespielt hat, weil es herausgefunden hat... dass ich mit dem geboren wurde, was rechtm??ig ihm geh?rt, und deshalb... hat es mich get?tet." Neveahs Stimme driftete ab, als sie heftig hustete und an ihrem eigenen Blut erstickte. Neveah seufzte leise, als sie sp¨¹rte, wie alle Kraft ihren K?rper verlie?, sie f¨¹hlte, wie die letzten Ranken ihrer Lebenskraft aus ihr heraussickerten, und als ihre Augen auftterten, war der letzte Gedanke, den sie hatte... Geseer Sch?pfer... selbst bis zum Ende zeigst du mir keine Gnade... jemand wie ich wird geboren, um zu sterben, das ist mein unvermeidliches Schicksal... Chapter 41: Ich wage es (Kap.41)

Chapter 41: Ich wage es (Kap.41)

Dunkelheit ... das war alles, was Neveah sehen konnte, als w?re ihre ganze Welt von ihr verschlungen worden. Sie streifte ihre Haut, kalt und unangenehm, und Neveah erschauderte sichtlich bei diesem Gef¨¹hl. Neveah hatte das Gef¨¹hl, als ob sich ein schweres Gewicht ¨¹ber ihre Glieder legte und auf ihre Brust dr¨¹ckte, so dass sie sich nicht mehr bewegen konnte, als w?re sie in einem dunklen Abgrund angekettet. War dies das Gef¨¹hl des Todes? War dies das jenseitige Reich? Das Leben nach dem Tod? War dies der Ort, an dem sie die Ewigkeit verbringen w¨¹rde? Ihre Seele f¨¹r immer von der Dunkelheit verschlungen? Neveah wusste es nicht, aber wenn sich der Tod wirklich so kalt und zerm¨¹rbend anf¨¹hlte, wie konnte er dann jemandem wie ihr gegen¨¹ber fair sein, die geubt hatte, hier w¨¹rde sie endlich Frieden finden? Wenn das das Leben nach dem Tod war, warum wurde ihre Seele dann nicht ausgel?scht und aus der Existenz getilgt? In die Vergessenheit geworfen, wo es nie wieder eine Spur von dieser ungl¨¹ckseligen Existenz mit dem Namen Neveah Omega Lothaire geben w¨¹rde. Vielleicht war dies aber auch nur wieder ihr eigenes grausames Schicksal, das ihr selbst nach ihrem Tod nichts als Dunkelheit und Verzweiflung bescherte. Wenn das so war, dann war Neveah nicht einmal eine ¨¹berraschung. Neveah hatte sich l?ngst mit ihrem ungl¨¹cklichen Schicksal abgefunden, es war nun einmal so, wie es war. Wenn es Menschen gab, die mit einem gl¨¹cklichen Schicksal geboren wurden, dann gab es definitiv auch solche, die ohne Gl¨¹ck geboren wurden, und Neveah war nur eine von ihnen. Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass es hier in dieser kalten Dunkelheit zumindest keine Schmerzen und ?ngste gab... das reichte. Doch einuter Schrei erreichte Neveahs Geh?r sogar durch die Dunkelheit hindurch und Neveahs Herz sank, als sie die Stimme erkannte. ¡¯Luna Colleen!¡¯ dachte Neveah rmiert, ¡¯Veah! Oh Gott! Veah!" Luna Colleens herzzerrei?ender Schmerzensschrei erreichte Neveah erneut und zerriss ihr das Herz. Sie hat meinen K?rper gefunden...¡¯ erkannte Neveah, und ihr Herz schmerzte, als sie Luna Colleens Schreie und den Schmerz in ihrer Stimme h?rte. "Leen... bitte beruhige dich, du tust den Welpen noch weh!" Alpha Danes Stimme ng vern¨¹nftig, aber die Verzweiflung in seinem Tonfall war offensichtlich. Der tiefe, zitternde Atem von Alpha Dane war auch f¨¹r Neveah h?rbar und ihr Herz krampfte sich vor Schmerz zusammen. Neveah hatte geubt, es w¨¹rde niemanden geben, der ihren Verlust betrauern w¨¹rde, niemanden, der Tr?nen ¨¹ber sie vergie?en w¨¹rde ... sie hatte keinen Einfluss auf das Leben von irgendjemandem hintessen. Jeder, den sie gekannt hatte, h?tte sie lieber tot gesehen und sich ¨¹ber ihr Ableben gefreut. Der Einzige, der Neveahs Verlust vielleicht begt h?tte, war ihr Vater... aber nicht, weil er sich um sie sorgte. Nur weil er seine Troph?entochter verlieren w¨¹rde, sein Druckmittel, das er zu gegebener Zeit an den Meistbietenden verkaufen wollte. Doch warum trauerten diese Fremden, die sie kaum kannte, so um sie? Warum interessierte sie das ¨¹berhaupt? "Wer hat das getan?! Wer?!" forderte eine andere Stimme w¨¹tend. ¡¯Lucas...¡¯ dachte Neveah und erkannte sofort, zu wem die Stimme geh?rte. In der kurzen Zeitspanne von einem Monat waren dies die Menschen, mit denen sie vertraut geworden war, Menschen, die ihr zum ersten Mal zeigten, was es bedeutete, geliebt und respektiert zu werden. Sie wussten nichts ¨¹ber sie, nichts ¨¹ber ihre wahre Herkunft, ihren uben oder ihre Loyalit?t, und doch hatten sie sie als eine der ihren akzeptiert und behandelten sie mit Aufrichtigkeit und Dankbarkeit. Als w?re es ein Privileg, sie gekannt zu haben, obwohl Neveah wusste, dass es in Wirklichkeit genau umgekehrt war. Neveah wusste, dass sie nichts Besonderes war, aber wenn es jemanden gab, der privilegiert war, dann war sie es ... in ihrem Leben so aufrichtige Menschen getroffen zu haben, In ihrem kurzen, kalten Leben ein wenig W?rme erfahren zu haben, noch dazu von v?llig Fremden... Neveah war diejenige, die dankbar war. Die Welt war nicht so hasserf¨¹llt, wie sie einst geubt hatte... sie war nur ungl¨¹cklich geboren worden und ihr war kein einfaches Leben beschieden. ¡¯Leen! Du blutest!¡¯ rief Alpha Dane in Panik aus. Neveahs Herz sank noch tiefer, Luna Colleens Schwangerschaft war noch zerbrechlich, Blutungen in diesem Stadium bedeuteten nur, dass etwas nicht stimmte. Das Mondgefl¨¹ster war ein sehr b?sartiges Gift, und selbst wenn es neutralisiert wurde, hinterlie? es sein Opfer in einem extrem schwachen Zustand, von dem es sich nurngsam erholen w¨¹rde. Es war noch nicht einmal ein Monat vergangen, seit Luna Colleen von den Auswirkungen des Mondfl¨¹sters befreit worden war, und ihre Vergiftung hatte nochnge angehalten. Nat¨¹rlich w¨¹rde sie noch viel l?nger brauchen, um sich zu erholen, und sie konnte nicht riskieren, ihre Welpen zu diesem Zeitpunkt zu gef?hrden. Das ist genug... das ist mein Schicksal, riskiere nicht dein Gl¨¹ck wegen mir. Besch¨¹tze deine Welpen, Leen.¡¯ dachte Neveah verzweifelt. In diesem Stadium w¨¹rden intensive Gef¨¹hle wie Trauer und Verzweiflung Luna Colleen nur schaden, sie konnte es sich nicht leisten, sich in solch dunklen Gef¨¹hlen zu verlieren. Doch Luna Colleens Schluchzen war alles, was Neveah h?ren konnte, ihr Kummer war untr?stlich und Neveahs Herz schmerzte, als sie ihren Schmerz h?rte. Luna Colleens Schluchzen bohrte sich direkt in Neveahs Herz und Neveah w¨¹nschte sich, sie k?nnte die trauernde Luna tr?sten, wenn auch nur f¨¹r einen kurzen Moment. Neveah stellte sich die Frage, wie reinherzig jemand sein konnte, um so sehr an jemandem zu h?ngen, den sie erst seit knapp einem Monat kannte. Wie konnte sie Neveah so vertrauensw¨¹rdig und zuverl?ssig finden, wenn Neveah nichts weiter getan hatte, als das Gift zu neutralisieren - etwas, das im Grunde jeder Omega-Heiler k?nnte. "Veah ist fort, Dane! Wer k?nnte so etwas Schreckliches getan haben? Wer k?nnte so gef¨¹hllos sein?" Luna Colleen schluchzte verzweifelt. "Das ist Alessios Werk!" rief Lucas pl?tzlich aus. Sein Ton ng so sicher, als h?tte er keinen Zweifel daran, dass Alessio der T?ter war und Neveah machte sich Sorgen um seine Unwissenheit. Alessio hatte den Tatort l?ngst bereinigt, es w¨¹rden keine Beweise ¨¹brig bleiben, die Lucas¡¯ Behauptungen st¨¹tzen k?nnten, es w¨¹rde auf ein Wortgefecht zwischen ihm und Alessio hinauufen. Welches Schicksal erwartete einen Wolfswandler, der es wagte, sich gegen das K?nigshaus der Eclipse zu stellen? Besonders jetzt, da Alessio offiziell zum Erben erkl?rt worden war? Neveah wollte gar nicht dar¨¹ber nachdenken, ihr Tod war genug ... niemand anderes musste geopfert werden. ¡¯G?tter! Nein Lucas,ss es gut sein ... Alessio ist nicht jemand, mit dem du dich anlegen willst. Mein Vater wird immer auf seiner Seite stehen ... du wirst dich selbst in Gefahr bringen.¡¯ dachte Neveah schmerzerf¨¹llt. Aber nat¨¹rlich waren ihre Gedanken nur ihre und Lucas Varleston hatte keine M?glichkeit, sie zu h?ren oder ihren Worten Beachtung zu schenken. "Wie kommst du ¨¹berhaupt darauf?" fragte Alpha Dane. "Ich sehe, wie er Veah behandelt! Ich sehe, wie er sie ansieht! Er war der Einzige, der zur gleichen Zeit wie Neveah beim Bankett abwesend war! Es muss er gewesen sein!" beharrte Lucas. Lucas war ein aufmerksamer Mann, und erst in diesem Moment wurde Neveah r, dass Lucas das angespannte Verh?ltnis zwischen ihr und Alessio bemerkt hatte, sogar als sie den Anschein liebender Geschwister aufrechterhielten. Trotz dieses Wissens hatte er Neveah nie konfrontiert, um die Wahrheit zu erfahren oder sie zu zwingen, ¨¹ber ihre Vergangenheit zu sprechen. Stattdessen hatte er den letzten Monat jeden Tag unerm¨¹dlich daran gearbeitet, Neveah ein L?cheln auf die Lippen zu zaubern und hatte sogar seinen Vater in seine lustigen Verschw?rungen hineingezogen. "Du kannst es nicht mit Sicherheit wissen, es gibt keine Beweise. Wenn du Anschuldigungen auf Basis deines eigenen Wortes machst, wirst du get?tet, Lucas! Das ist der Prinz der Eclipse!" erinnerte Alpha Dane. "Alessio ist daf¨¹r verantwortlich! Es kann niemand anderes gewesen sein! Er wird daf¨¹r geradestehen!" knurrte Lucas w¨¹tend. "Lucas Varleston! Beruhige dich!" mahnte Alpha Dane. Neveah w¨¹nschte, Lucas w¨¹rde einfach auf Alpha Danes Worte h?ren und sein Leben sch¨¹tzen, aber Lucas Varleston war ein sturer Mann. "Er hat Veah get?tet! Er wird daf¨¹r sterben!" br¨¹llte Lucas w¨¹tend. "Wie genau willst du den Eclipse Prinz t?ten? Du kannst es nicht einmal sicher wissen!" beharrte Alpha Dane. "Ich werde es mit Sicherheit wissen, wenn ich ihn frage." erwiderte Lucas. ¡¯Ihn fragen?¡¯ dachte Neveah. W¨¹rde Alessio bereit sein zu antworten? War er so gssen, dass er eine Mordfrage konfrontiert werden und wahrheitsgem?? antworten w¨¹rde? K?nnte er es zugeben? Die Antwortg auf der Hand ... Alessio w¨¹rde es nie zugeben und ihm eine solche Frage zu stellen, hie?e, den Tod herauszufordern. Lucas verstand nicht, dass hinter Neveahs Tod mehr steckte als nur ein Streit unter Geschwistern. Das war Alessios Handlungsweise, um seinen Thron zu sichern und Neveah wusste, wenn jemand darin herumstochern w¨¹rde, dann w?re sie nicht das einzige Opfer. "Was hast du vor?" fragte Alpha Dane misstrauisch. "Eine alte Blutprobe ... ein Kampf um Leben und Tod." entschied Lucas. ¡¯Nein...¡¯ dachte Neveah verzweifelt. "Lucas, du bist kein Gegner f¨¹r den Eclipse Prinzen ... wenn du die antike Herausforderung annimmst, ist dein Leben verwirkt." erkl?rte Alpha Dane in einem d¨¹steren Ton. "Ich bin bereit, mein Leben zu geben, um Neveahs Ehre zu verteidigen ... wenn mein Schicksal der Tod ist, dann soll es so sein." entschied Lucas Varleston. Neveah erkannte in diesem Moment, dass Familie nichts mit Blutsbanden zu tun hatte ... deine wahre Familie waren diejenigen, die bereit waren, dir in Zeiten der Not beizustehen. Die dich nicht aus egoistischen Interessen heraus verteidigen und besch¨¹tzen, sondern einfach, weil sie sich um dich sorgten. Das war Neveahs wahre Familie und die Tatsache, dass sie nie die Gelegenheit hatte, sie mit derselben Aufrichtigkeit zu behandeln, die sie ihr entgegengebracht hatten ... Neveah bedauerte es aufrichtig. ¡¯Ich habe mit meinen Augen verschlossen zur Wahrheit gelebt, jetzt, da ich sie r sehe ... ist es bereits zu sp?t f¨¹r mich.¡¯ dachte Neveah, als ihr Bewusstsein in die Vergessenheit entschwand. Doch gerade in diesem Moment h?rte Neveah ein leises Fl¨¹stern an ihr Ohr. "Neveah Omega Lothaire ... aus hellem Blut geboren, ergreife meine Hand ... wenn du es wagst." fl¨¹sterte die Stimme in einem sanften, kaum h?rbaren Ton. Neveah war bereits tot, was gab es da noch zu ¨¹berlegen? "Ich wage es." dachte Neveah. Chapter 42: She Dies (Ch.42)

Chapter 42: She Dies (Ch.42)

Neveah erwachte mit einem leisen Keuchen, ihre Augen rissen auf, als sie einen tiefen, ersch¨¹tternden Atemzug einsaugte, Sie sp¨¹rte noch immer den kalten Hauch der Dunkelheit auf ihrer Haut, und sie erschauderte erneut, als sie einen weiteren Atemzug einatmete. Doch gerade als der erfrischende Luftzug in ihre Lungen str?mte und den Schrecken, den sie empfand, linderte, erstarrte Neveah vor Schreck. Luft... sie nahm tats?chlich Luft auf, das formlose Wesen str?mte tats?chlich in ihre Lungen, was nicht m?glich sein sollte, denn... sie war tot. ¡¯Ich atme?¡¯ dachte Neveah erstaunt, als ihre Hand nach oben schoss und auf ihrer Brust ruhte, Tats?chlich konnte sie das rhythmische Heben und Senken ihres Brustkorbs sp¨¹ren, ebenso wie ihren rechtzeitigen Herzscg. Ein scgendes Herz ... hatten tote Menschen das auch? Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sie sp¨¹rte, wie ihr Herz aufh?rte zu scgen, und dass es v?llig versagte, als sie zu Tode verblutete. Was ist das? Wo bin ich hier? M¨¹sste ich nicht tot sein?¡¯ fragte sich Neveah, w?hrend sie einen weiteren Atemzug einsaugte. "Prinzessin ... geht es dir gut? Ich wei?, Ihr sagtet, ich solle gehen, aber ich mache mir wirklich Sorgen. Lasst mich Euch wenigstens beim Auftragen des Heiltranks helfen..." Eine Stimme kam von drau?en vor ihrer T¨¹r. ¡¯Diese Stimme... war das nicht La? Die neue Dienerin?¡¯ dachte Neveah bei sich. Neveah blinzelte erstaunt, als sie sichngsam aufsetzte und sich in ihrer Umgebung umsah. Ist dies das wahre Leben nach dem Tod? dachte Neveah, w?hrend sie sich umsah, bevor sie die Stirn runzelte. Wenn dies das Leben nach dem Tod war, konnte Neveah nicht verstehen, warum es so sehr wie ihr eigenes Zimmer im Eclipse Pce aussah und warum ihr Diener direkt vor ihrer T¨¹r stand. "Es sei denn... ich bin nicht tot." murmelte Neveah in der Erkenntnis, w?hrend sie verwirrt den Kopf sch¨¹ttelte und von ihrem Bett aufstand. Neveah ging zu ihrem Fenster, zog die Vorh?nge beiseite und schaute aus dem Fenster, um den vertrauten Blick auf den Eclipse-Pst unter ihr zu genie?en. Ihre Augenbrauen verengten sich vor Verwirrung, als sie zur¨¹cktrat und sich mit der Hand durch die Haare fuhr. "Was ist hier eigentlich los?" fragte sich Neveah, als sie sich wieder in ihr Zimmer zur¨¹ckzog. W?hrend Neveah dar¨¹ber nachdachte, was hier vor sich ging, trat sie in ihr Badezimmer und ihr Blick fiel auf etwas neben der Badewanne, das ihre Augen weit aufrei?en lie?. Auf dem Bodengen Kleidungsst¨¹cke, ein Kleid, dessen R¨¹cken zerrissen und mit Blut befleckt war, und sogar auf dem Boden waren Blutflecken. Schlie?lich blieb Neveahs Blick auf dem Fl?schchen mit dem Heiltrank h?ngen und ihre Augen weiteten sich leicht. Neveah ging auf die Phiole zu und hob sie auf, sie erinnerte sich deutlich daran, dass sie sie in Mount Vernon fast aufgebraucht hatte, doch jetzt war die Phiole vollst?ndig gef¨¹llt. "Prinzessin? Kannst du mich h?ren? Schl?fst du?" Las Stimme kam wieder, tief und besorgt. Neveah blickte auf ihre Kleidung hinunter, ein dunkelues Nachtkleid, und sie erinnerte sich, dass es genau das Kleid war, das sie in der Nacht getragen hatte, nachdem Alessio sie ausgepeitscht hatte. Die zerrissenen Kleidungsst¨¹cke zeugten von der Auspeitschung, und dann war da noch das wei?e Taschentuch, das sie auf ihrem Nachttisch entdeckt hatte. In dieser Nacht waren Luna Colleen und Alpha Dane zu ihr gekommen und Neveah hatte ihnen die Existenz des Mondgefl¨¹sters offenbart. Neveah hatte Luna Colleen das gleiche Taschentuch gegeben, um ihre Tr?nen zu trocknen, was nur bedeuten konnte... ¡¯Ich bin in der Zeit zur¨¹ckgekommen? Das sollte gar nicht m?glich sein...¡¯ dachte Neveah bei sich, als sie sich an den Rand ihres Bettes setzte. Neveah st¨¹tzte ihren Kopf in die H?nde, ihr Geist wurde von tausend Gedanken ¨¹berw?ltigt. Sie konnte nicht verstehen, warum, warum hatte man ihr eine zweite Chance gegeben? Zu welchem Zweck? Neveah wusste, dass sie in ihrem Leben viele Dinge getan hatte, auf die sie meist nicht stolz war. Sie war keine Heilige mit einem vorbildlichen Charakter, die gute Taten vollbracht und sich ein himmlisches Gl¨¹ck verdient hatte, warum also sie? Was sollte sie in diesem Finsternispst, der ihr ganzes Lebenng ihre Gef?ngniszelle gewesen war, mit einer weiteren Chance anfangen? Um denselben Schmerz und dieselbe Verw¨¹stung zu lindern, die sie erlitten hatte? War ein gescheiterter Versuch nicht schon mehr als genug? War der Tod zu barmherzig f¨¹r sie, dass sie in der Zeit zur¨¹ckgeschickt werden musste, nur um ein zweites Mal in der gleichen Situation zunden? W?re es nicht ein noch schlimmeres Schicksal als der Tod, wenn man sie direkt in die F?nge ihres Vaters zur¨¹ckschickte? Wenn sie tot war, w¨¹rde sie wenigstens nicht mehr gegen ihre Prinzipien und ¨¹berzeugungen leben m¨¹ssen. Wenn sie tot war, w¨¹rde wenigstens all der Schmerz und das Leid ein Ende haben, aber was konnte man tun, nachdem ihr ein zweites Leben gew?hrt worden war? Nein... ich werde mich nicht mit diesem Schicksal abfinden! Diesmal nicht!¡¯ schwor sich Neveah, und ihr Herz krampfte sich vor Entschlossenheit zusammen. Neveah war m¨¹de, m¨¹de davon, ihr Leben von anderen bestimmen zussen, w?hrend sie selbst nie ein Mitspracherecht hatte. Sie war es leid, jeden Tag zu leben und jeden Augenblick so zu verbringen, als w¨¹rde sie sich auf d¨¹nnem Eis bewegen, immer vorsichtig, immer auf der Hut ... nie einen Moment der Ruhe. Wenn du unser Schicksal ?ndern willst, dann wei?t du, was du zuerst tun musst... Neveah h?rte die Stimme ihres Wolfes in ihrem Kopf. "Ich verstehe, ich werde Eclipse Fang vessen und dir deine Freiheit schenken." schwor Neveah feierlich, w?hrend sie sichngsam aufrichtete, Mit meiner Macht wird niemand mehr in der Lage sein, uns zu verletzen ... wer es wagt, wird sterben! knurrte Neveahs Wolf in ihrem Kopf. "Prinzessin? Ich wei?, dass du wach bist, ich kann deinen Herzscg h?ren." rief Las Stimme erneut und Neveahs Kopf schnellte zur T¨¹r hoch, ein Stirnrunzeln legte sich auf ihr Gesicht. ¡¯Was wollte sie? Warum hatte sie sich nicht verabschiedet?¡¯ dachte Neveah, w?hrend sie die T¨¹r anstarrte. "Also gut, ich komme im Morgengrauen zu Ihnen. Ich wei?, du magst mich nicht, aberss mich auf dich aufpassen, bis deine Gouvernante sich erholt hat. Ich habe geh?rt, dass sie das Bewusstsein wiederengt hat." La lenkte ein. Neveah h?rte ihre Schritte, die sich zur¨¹ckzogen, aber ihr ging noch immer durch den Kopf, was La gerade gesagt hatte. Ihre Gouvernante war wieder zu Bewusstsein gekommen, dieselbe hasserf¨¹llte W?lfin, die Alessio ihr Geheimnis verraten und ihren Tod verursacht hatte. Wenn Luna Colleen und Alpha Dane heute Nacht gekommen waren, konnte das nur bedeuten, dass sie im Morgengrauen nach Mount Vernon aufbrechen w¨¹rden. Neveah wusste, dass sie selbst in diesem Leben ihre Gouvernante nicht davon abhalten konnte, das, was sie ¨¹ber Neveah wusste, zu enth¨¹llen. Die Loyalit?t ihrer Gouvernante galt der Alphak?nigin, das war schon immer so gewesen, und Neveah wusste, dass es dieses Mal nicht anders sein w¨¹rde. Wenn Neveah eine Chance auf ein Leben haben wollte, dann konnte die Gouvernante nicht unkontrolliert bleiben, das war eine Tatsache. Sie ist eine undankbare Person! Wir haben das Leben ihres Welpen gerettet und dabei unser eigenes Leben riskiert! Sie muss beseitigt werden!¡¯ knurrte Neveahs Wolf in ihrem Kopf. Du bist nicht mehr die unschuldige und leicht zu tyrannisierende Prinzessin, die du einmal warst, Veah... wir sind die Spitzenpr?datoren. Wir sind k?niglich.¡¯ Wer uns etwas antut, wird ein tausendmal schlimmeres Schicksal erleiden, und wer sich uns widersetzt, den werden wir in St¨¹cke rei?en. Neveahs Wolf knurrte b?sartig. "Die Welt weigerte sich, meine Stimme zu h?ren, aber jetzt... werden wir sie dazu bringen. Sie stirbt." murmelte Neveah leise, ihr Blick verengte sich und ein t?dliches Licht leuchtete in ihren Augen. __________________ Neveah versteckte sich hinter einer S?ule, w?hrend sie darauf wartete, dass die patrouillierenden Wachen vorbeikamen, und als sie sicher war, dass sie weit genug entfernt waren, machte sie sich auf den Weg in das Rudelkrankenhaus. Neveah machte sich auf den Weg zum Zimmer ihrer Gouvernante und versteckte sich in einer Ecke, als der Rudrzt den Flur enngging. "Die Gouvernante der Prinzessin hat mehrfach darum gebeten, die Alphak?nigin und Prinz Alessio zu sehen, seit sie wieder bei Bewusstsein ist, haben Sie die Nachricht ¨¹bermittelt?" Der Rudrzt wandte sich an einen seiner Diener. "Das habe ich, aber da die Reise nach Mount Vernon bevorsteht, sind die K?nigin und Prinz Alessio beide mit ihren Pflichten besch?ftigt." Der Diener antwortete. "¨¹bermitteln Sie noch einmal eine Nachricht, sie sagt, sie habe einen dringenden Bericht ¨¹ber Prinzessin Neveah." Sagte der Packarzt. "Was k?nnte an diesem Omega so dringend sein? Ist es nicht l?cherlich, dass sie die k?nigliche Familie mit ihren Problemen bstet? Es ist besser, wenn sie tot ist." Der Diener grinste ver?chtlich. Der Rudrzt blieb stehen und blickte seinen Diener mit einem strengen Blick an. "Wenn Sie ein Leben so gering sch?tzen, dann haben Sie in meinem Krankenhaus nichts zu suchen. Jedes Leben ist wichtig, und Prinzessin Neveah ist da nicht anders." "Warum darfst du leben und sie nicht? Weil du mit einem Wolf geboren wurdest?" fragte der Rudrzt in einem Tonfall des Missfallens, bevor er davon schritt. Als sie au?er Sichtweite waren, trat Neveah aus dem Schatten hervor und starrte ihnen einen Momentng mit dunklem Blick nach. Dann richtete sich Neveahs Blick auf die T¨¹r zum Zimmer der Gouvernante. "Wenn du nicht wei?t, dass du deinen Mund halten sollst ... dann werde ich ihn f¨¹r immer schlie?en." dachte Neveah, als sie die T¨¹r aufstie? und hineinschl¨¹pfte. Chapter 43: Ich verlange dein Leben (Kap.43)

Chapter 43: Ich venge dein Leben (Kap.43)

Neveah trat in das schwach beleuchtete Krankenzimmer, drehte der Gouvernante den R¨¹cken zu und schloss die T¨¹rngsam hinter sich. Danach holte sie einen Schalld?mpfer hervor, ein Mechanismus, der dazu dient, Ger?usche zu d?mpfen und sie auf einen bestimmten Bereich zu beschr?nken. Sie hatte den Schalld?mpfer stets griffbereit, da sie immer dann das Bed¨¹rfnis versp¨¹rte, ihre Ger?usche zu d?mpfen, wenn Prinz Alessio vorbeikam. Sie befestigte es an der T¨¹r des Krankenzimmers und schaltete es ein, um sicherzustellen, dass nichts, was in diesem Raum gesagt wurde, jemals ¨¹ber die vier W?nde hinaus gngen w¨¹rde. "Doktor Conrad?" kr?chzte die Gouvernante mit heiserer Stimme und bewegte sich auf ihrem Bett. Neveah runzelte ¨¹berrascht die Stirn. Sie hatte nicht erwartet, dass die Gouvernante wach war, doch das war ihr recht. Sie wollte, dass ihr Gesicht das Letzte war, was die Gouvernante sah, bevor ihr Lebenshauch erlosch. "Er ist bereits weg." murmelte Neveah, als sie sich umdrehte, um die Gouvernante anzuschauen. Sie beobachtete, wie sich die Augen der Gouvernante vor Schreck weiteten, als sie Neveah sah. "P... Prinzessin..." stotterte die Gouvernante und Neveah zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern. "Ich sehe, Sie erkannten mich. Das ist gut. Ich muss nicht erkl?ren, warum ich hier bin." murmelte Neveah und schritt in den Raum. Die Gouvernante hatte M¨¹he, sich aufzusetzen, ihre Augen suchten panisch nach einem Ausweg, den sie jedoch nicht finden w¨¹rde. "Was... was machen Sie hier?" konnte die Gouvernante schlie?lich fragen. "Sind Sie ¨¹berrascht... haben Sie mich nicht erwartet? Ich dachte, Sie wollten ein Mitglied der k?niglichen Familie sehen." "Nun, hier bin ich, oder?" fragte Neveah und kreuzte die Arme vor der Brust, w?hrend sie auf die ver?ngstigte Gouvernante herab blickte. "Ich... Ich wei? nicht, wovon Sie sprechen." stotterte die Gouvernante. Neveah vermutete, dass die Gouvernante Unwissenheit vort?uschen wollte. Aber sie wusste nicht, dass Neveah ihre Absichten bereits kannte. Wie h?tte sie sie nicht kennen k?nnen, nachdem sie die letzten Minuten ihres Lebens damit verbracht hatte, sich daf¨¹r zu tadeln, der Gouvernante jemals vertraut zu haben? Diese wenigen Minuten, in denen sie bereute, ihre Identit?t riskiert zu haben, um den Welpen zu retten, bevor er ausblutete? "Sie wollten K?nigin Vilma und Alessio sehen. Es soll dabei um einen dringenden Bericht ¨¹ber mich gehen. Ich frage mich, was dieser Bericht beinhaltet." sagte Neveah. "I... I..." stotterte die Gouvernante, aber Neveah unterbrach sie. "Tats?chlich wei? ich bereits, worum es in dem Bericht geht... im Wald dachte ich, Sie w?ren bewusstlos, aber das waren Sie nicht." murmelte Neveah. Es war Neveah unverst?ndlich, wie sie dieses Detail ¨¹bersehen konnte. Keine W?lfin w¨¹rde so leicht das Bewusstsein verlieren. "Sie waren bei vollem Bewusstsein und haben alles mitbekommen, auch wie ich Ihrem Sohn das Leben gerettet habe!" zischte Neveah ver?rgert und ballte die H?nde zu F?usten. Das machte sie am w¨¹tendsten: Sie hatte dieses Risiko nur eingegangen, um den Welpen der Gouvernante zu retten. Und was f¨¹r eine Dankbarkeit hatte sie daf¨¹r erhalten? Eine Dankbarkeit, die in Form von uen und Wolfseisenhut kam. Die Gouvernante zitterte vor Angst. Neveahs Anwesenheit machte sie zu ?ngstlich, um ¨¹berhaupt Schreie um Hilfe auszusto?en. "Trotz allem haben Sie sich entschieden, undankbar zu sein... Ich h?tte wissen m¨¹ssen, Abschaum bleibt immer Abschaum." sagte Neveah, w?hrend sie sich n?her an das Bett heranbewegte. "Sie haben alle diese Jahre belogen! Sie haben sich als Mensch ausgegeben, damit jeder unvorsichtig wird! Damit Sie den Thron ergreifen k?nnen, wenn niemand es erwartet!" knurrte die Gouvernante. Neveah apudierte sarkastisch der Falschheit ihrer Gouvernante, die es selbst jetzt noch wagte, in einem herassenden Ton mit ihr zu sprechen. "Wirklich? Ist das die Verschw?rungstheorie, die Sie sich ausgedacht haben?" fragte Neveah belustigt. "Ich muss es der K?nigin sagen! Sie d¨¹rfen nicht am Leben bleiben! Snge Sie leben, ist der Thron von Prinz Alessio nicht sicher!" knurrte die Gouvernante erneut. "Und wer sind Sie, dass Sie sich in die Thronfolge von Eclipse einmischen? Sie sind nichts weiter als eine Dienerin! Wie wagen Sie es, sich einzumischen?" zischte Neveah in t?dlichem Ton. "Sie k?nnen das nicht l?nger verstecken! Ich werde es jedem zeigen, was f¨¹r eine hinterlistige ge Sie sind! Doktor!" rief die Gouvernante und Neveah kicherte leise."Verschwenden Sie nicht Ihren Atem ... niemand wird Sie hinter diesen Mauern h?ren." versicherte Neveah. "Du ... was hast du vor?" fragte die Gouvernante und Neveah zuckte l?ssig mit den Schultern. "Wei?t du ... all die Jahre, in denen du mich an kalten Morgen mit Wasser ¨¹bergossen hast, mich die Treppe hinuntergeschubst hast ..." "Mich gezwungen hast, mein Essen vom Boden aufzuheben, L¨¹gen erfunden hast, um mich zu bestrafen, meine Mahlzeiten vergiftet hast..." "Ich lebte jeden Tag und k?mpfte darum, meinen Wolf zu b?ndigen... wenn ich daran denke, dass ich dich bei jedem Ereignis so einfach in St¨¹cke h?tte rei?en k?nnen, wie mit den Fingern zu schnippen, aber ich habe mich dagegen entschieden." murmelte Neveahngsam. "Ich habe siebzehn Jahreng deinen Missbrauch und deine Misshandlung geduldet! Ich h?tte dir jederzeit etwas antun k?nnen, und niemand h?tte es je auf mich zur¨¹ckf¨¹hren k?nnen." "Ich habe dir trotzdem nie etwas angetan, ich habe dich nur als Spielball meiner geliebten Mutter gesehen, und deshalb habe ich beschlossen, dir keine Vorw¨¹rfe zu machen und keinen Groll gegen dich zu hegen." Neveah stie? einen leisen Seufzer aus. Sie hatte wirklich ihr Bestes gegeben, um in ihrem fr¨¹heren Leben anst?ndig zu leben, sie hatte sich immer daf¨¹r entschieden, die gr??ere Person zu sein... die Gro?m¨¹tige. Neveah konnte jetzt sehen, wie ignorant sie gewesen war, ein Virus, das nicht sofort ausgemerzt wurde, w¨¹rde sich nur weiter ausbreiten, bis es den ganzen K?rper infiziert hatte. "Selbst jetzt, wo du so bist, k¨¹mmert sich deine Alpha-K?nigin nicht um dein Wohlergehen oder das deines Sohnes." "Deine Position als Spionin an meiner Seite wurde am Morgen nach diesem Ereignis ebenfalls an jemand anderen vergeben..." "Ich kann nicht umhin, mich zu fragen, was du davon zu gewinnen versuchst?" fragte Neveah erneut und neigte ihren Kopf neugierig zur Seite. "Du bist nichts weiter als ein Omega... wie k?nntest du die Bedeutung von Loyalit?t verstehen?" fragte die Gouvernante in einem ver?chtlichen Ton. Loyalit?t? Neveah vermutete, dass dies ein Konzept war, das sie nie verstehen w¨¹rde. Sie w¨¹nschte, die Menschen w¨¹rden ihre selbsts¨¹chtige Schlechtigkeit einfach zugeben, anstatt ihre Handlungen auf Loyalit?t zu schieben. "Nun gut, ich denke, Sie haben Recht. Du hast deine Ideale und ich habe meine, wer bin ich, dass ich dar¨¹ber urteilen kann?" Neveah akzeptierte mit einem l?ssigen Achselzucken. "Alessio wird dich niemals davonkommenssen, du h?ttest schon l?ngst tot sein m¨¹ssen." Sagte die Gouvernante. "Ja... ich h?tte tot sein m¨¹ssen, aber ich bin es nicht. Ihr wollt euch Alessios H?nde leihen, um mich loszuwerden?" sagte Neveah wissend. Neveah wusste, dass ihre Gouvernante sie schon immer gehasst hatte, es war nicht das erste Mal, dass sie versucht hatte, Neveah loszuwerden. "Mein Wolf giert schon seitngem nach deinem Blut ... Du wagst es, deine Wohlt?terin zu beleidigen? Ich werde dich die Bedeutung von Dankbarkeit verstehenssen." fl¨¹sterte Neveah in einem fast unh?rbaren Ton. "Ich w¨¹rde dir einfach die Zunge herausrei?en und dich f¨¹r immer zum Schweigen bringen..." murmelte Neveah nachdenklich. "Aber dann h?ttest du immer noch das hier..." fuhr Neveah fort und hob die Hand an ihren Kopf, um die Gedankenverbindung des Rudels zu signalisieren. "Wie kommst du darauf, dass ich meiner K?nigin nicht schon ¨¹ber die Gedankenverbindung Bericht erstattet habe?" Die Gouvernante bluffte. "Kommen Sie ... Sie sollten mich besser kennen. Ich mache mir immer erst ein Bild, bevor ich etwas unternehme, ich war schon immer gr¨¹ndlich ... das ist meine Schw?che." murmelte Neveah, bevor sie auf den bandagierten Kopf der Gouvernante deutete. "Die Verletzung an deinem Kopf ist schwer und hat deinen Wolf stark beeintr?chtigt, du wirst dich f¨¹r einige Zeit nicht verwandeln oder deine Wolfsf?higkeiten einsetzen k?nnen... was die Rudelverbindung einschlie?t." sagte Neveah achselzuckend. "Warte nur, bis Alessio dir deine anma?ende Zunge herausrei?t!" Die Gouvernante knurrte. "Ja... wie du meinst. Ich muss mich auch bei dir entschuldigen ... es ist meine Schuld, dass ich dich die ganze Zeit vernachl?ssigt habe." "H?tte ich gewusst, dass du mir zum Verh?ngnis werden w¨¹rdest... h?tte ich nicht so einen Fehler gemacht." sagte Neveah in einem dunklen Tonfall. "Wovon sprichst du?!" rief die Gouvernante aus. "Wenn einer von uns beiden sterben muss... dann f¨¹rchte ich, dass du es sein wirst." erwiderte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken. "Du kannst mir nichts anhaben! Ich habe keine Angst vor dir!" Die Gouvernante knurrte. "Das sollten Sie aber..." erkl?rte Neveah ruhig, ihre Augen zu einem t?dlichen Blick verengt. "Daf¨¹r, dass du das Leben deines Sohnes gerettet hast, venge ich als Gegenleistung... dein Leben..." schloss Neveah, w?hrend sie ihren Wolf an die Oberfl?che steigen lie?. Neveahs Krallen verl?ngerten sich, ihre Augen gl¨¹hten und offenbarten ihre Wolfsseite, und im n?chsten Moment spritzte Blut ¨¹ber die Krankenhausw?nde. Chapter 44: Derselbe Schrecken (Kap. 44)

Chapter 44: Derselbe Schrecken (Kap. 44)

Neveah starrte auf die Gouvernante hinunter, sah das Entsetzen in ihren Weiten Augen bevor sich diese endg¨¹ltig schlossen. Sie f¨¹hlte nichts Besonderes, obwohl sie wusste, dass die Gouvernante tot war. Ihr Tod hatte sichnge angebahnt, seit dem Moment, in dem sie Neveah das erste Mal zum Wohl ihrer K?nigin gekr?nkt hatte. Spielball oder nicht, Neveah entschied in diesem Moment, jeden, der ihr Unrecht getan hatte, mit hundert Mal schlimmerem Schmerz heimzusuchen, als sie selbst erlitten hatte. Die Gouvernante so schnell sterben zussen, war schon barmherzig, eine Barmherzigkeit, die sie nicht verdiente nach all dem Schmerz, den sie Neveah verursacht hatte. Es w?re befriedigender gewesen, sie St¨¹ck f¨¹r St¨¹ck zu zerrei?en, aber was auch immer es war, Neveah hatte bereits gehandelt. Neveah¡¯s Augen schnellten hoch, als sie eine Pr?senz sp¨¹rte. Sie ging zum Fenster und sah Prinz Alessio aus dem Waldrand auftauchen. Neveah erstarrte v?llig, ein eiskalter Schrecken packte sie, als sie zum ersten Mal den Mann erblickte, der ihr das Leben so brutal genommen hatte. Mit einem neuen Leben gese, hatte Neveah gewusst, dass sie ihm begegnen w¨¹rde. Sie hatte jedoch nicht erwartet, dass es so bald geschehen w¨¹rde, als sie sich noch auf ihr erstes Treffen vorbereiten musste. So sehr Neveah es auch versuchte, sie konnte das Gef¨¹hl des Schreckens nicht absch¨¹tteln, als sie ihn in den kraftvollen Schritten sah, die so typisch f¨¹r ihn waren. Neveah war unsicher, was sie tun sollte, denn ihr Kopf wurde hin und her gerissen zwischen einem ¨¹berw?ltigenden Gef¨¹hl von Wut und Hass und einem gleichsam ¨¹berw?ltigenden Gef¨¹hl von Angst. Ja, Neveah war ver?ngstigt, das konnte sie nicht leugnen. Sie hatte immer eine tiefe Angst vor Prinz Alessio gehabt, jemandem, der Freude daran fand, anderen Schmerzen zuzuf¨¹gen. Ein Prinz, der die grausamsten Folterungen auf Befehl seines Vaters ausf¨¹hrte, ein Prinz, der ohne R¨¹cksicht auf Recht und Ordnung gnadenlos hingerichtet wurde. In der Welt von Prinz Alessio gab es nur drei Dinge: die Befehle seines Vaters, den Willen seiner Mutter und den Thron der Eklipse. Neveah hatte das aus Erfahrung gewusst, doch sie hatte nicht erwartet, dass Prinz Alessio sie so grausam t?ten w¨¹rde. Jetzt, wo Neveah dar¨¹ber nachdachte, hatte sie immer gewusst, was f¨¹r ein Monster Prinz Alessio in Wirklichkeit war. Sie hatte nur wegen dem Schutz ihres Vaters so selbstsicher gewirkt. Sie war nur so zuversichtlich gewesen, weil sie ubte, dass sie ihrem Vater noch von Nutzen war und snge das der Fall war, w¨¹rde Prinz Alessio ihr nichts antun. Prinz Alessio hatte es selbst gesagt, obwohl Alpha-K?nig Lothaire Raul Neveahs Albtraum war, war er das Einzige, was sie am Leben hielt. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten, als sie daran dachte, dass ihr Leben und Tod von jedem anderen abhingen, au?er von ihr selbst. Eine solche Person hatte es nicht verdient, ein so grausames Schicksal zu erleiden, wie sie es in ihrem letzten Leben getan hatte. Die Konfrontation mit Prinz Alessio jetzt schon f¨¹hlte sich surreal an, erst jetzt wurde ihr wirklich r, dass sie tats?chlich an diesem Tag, einen Monat vor ihrem Tod, wiedergeboren war. Neveah wurde auch r, dass dieses neue Leben nicht einfacher w?re als das letzte. Die Tatsache, dass Prinz Alessio in diese Richtung unterwegs war, konnte nur bedeuten, dass er auf dem Weg zu dem Krankenhaus des Rudels war, um die Gouvernante zu sehen. In diesem Moment wurde Neveah r, dass dies die Nacht war, in der Prinz Alessio ihr gr??tes Geheimnis entdeckte. Das kalte Gef¨¹hl des Schreckens packte Neveah noch st?rker, als ihr r wurde, dass es schon zu sp?t w?re, wenn sie nur eine Sekunde sp?ter gekommen w?re. W?re sie nicht genau zum richtigen Zeitpunkt auf die Suche nach der Gouvernante gegangen, h?tte Prinz Alessio ihr gr??tes Geheimnis entdeckt, und sie w?re dem gleichen Schicksal ausgesetzt gewesen wie zuvor. "Kann ich wirklich jeden Tag auf d¨¹nnem Eis ¨¹berleben? Wie schwer ist es, das eigene Schicksal zu ?ndern?" murmelte Neveah zu sich selbst, als sie sich vom Fenster zur¨¹ckzog und sich im Raum umsah. Neveah wusste, dass ihr Wolf bereits ihren Geruch verborgen hatte und sie daher keine Angst haben musste, entdeckt zu werden. Ihre einzige Problematik war jedoch...wie genau konnte sie das Krankenhaus des Rudels vessen, ohne Alessio zu begegnen? Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten, als sie zur T¨¹r ging. Sie lehnte sich dagegen,uschte auf irgendwelche Ger?usche, bevor sie ihren Ger?uschneutralisator griff und hinausschl¨¹pfte. Neveah schlich durch die Korridore und versteckte sich immer, wenn ein Krankenhausmitarbeiter vorbeikam.Sie machte sich bald auf den Weg zum Hinterausgang des Krankenhauses und schlich sich hinaus. Zum Gl¨¹ck befand sich Alessio ganz auf der anderen Seite des Rudelkrankenhauses und die Waldgrenze war auch n?her an diesem Teil des Krankenhauses. Neveah wusste, dass ihr Quartier nicht allzu weit entfernt war und sie nur diesen Wald durchqueren musste, und so schlich sie schnell in den Wald. Als Neveah sich durch den Wald bewegte, achtete sie darauf, den Eclipse-Kriegern, die auf Patrouille waren, aus dem Weg zu gehen, da es um diese Zeit keine M?glichkeit gab, zu erkl?ren, was genau sie hier drau?en tat. Neveah kannte ihre Patrouillenrouten gut genug und konnte mit Leichtigkeit an ihnen vorbeigehen. Als Neveah sicher war, dass sie weit genug entfernt war, ging sie z¨¹gig weiter. Nach etwa zehn Minuten Fu?marsch war Neveah ganz in der Tiefe des Waldes, und man konnte nicht mehr erkennen, aus welcher Richtung sie gekommen war. Neveah schlug den Weg ein, der zur¨¹ck zu ihrem Quartier f¨¹hrte, doch in dem Moment, in dem sie den Waldrand verlie?, erstarrte sie, als sie auf das gleiche Grauen traf, das sie im Rudelspital gesehen hatte. Alessio Terran Lothaire stand mit dem R¨¹cken zu ihr, die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt, nicht weit vom Waldrand entfernt. Neveahs Herz sank, sie h?tte schw?ren k?nnen, dass Alessio wieder im Rudelkrankenhaus war, sie hatte ihn mit eigenen Augen gesehen, was machte er also hier drau?en? "Omega..." Alessios tiefer Bariton ert?nte, als er sichngsam umdrehte und seine leuchtend gr¨¹nen Augen auf Neveah richtete. Alessio war ein seltener und geseer Werwolf, das war er schon immer gewesen, und im Gegensatz zu anderen Eclipse-W?lfen war sein Wolf immer knapp unter der Oberfl?che, was das Gl¨¹hen in seinen Augen zur Folge hatte. Wolf und Mensch waren immer ein Paar, und wenn man Alessio f¨¹r furchterregend hielt, musste man erst noch die Brutalit?t von Alessios Wolf Terran erleben. Doch trotz des Leuchtens, das Terrans Anwesenheit verriet, und Terrans Blick auf sie, wusste Neveah, dass Alessio immer noch die Kontrolle hatte. F¨¹r andere war es schwierig, Alessio und Terran auseinanderzuhalten, aber nicht f¨¹r Neveah. H?tte Terran die Kontrolle gehabt, wusste Neveah, dass sie bereits in der Luft baumeln w¨¹rde und seine Krallen sich in ihre Kehle bohren w¨¹rden... so war Terran nun einmal, ein wilder und urspr¨¹nglicher Alphak?nig-Wolf. "A... Alessio, was tust du hier?" fragte Neveah und schluckte ihren Schrecken hinunter. "Terran hat mir erz?hlt, dass du dich wieder herumtreibst... Ich habe ihm nicht geubt, aber er hat darauf bestanden, und so bin ich hier, und ich sch?tze, er hatte recht." sagte Alessio. Neveah zuckte sichtlich zusammen, Terrans Instinkte waren au?ergew?hnlich, Neveah wusste, dass er ihre Anwesenheit im Krankenhaus des Rudels gesp¨¹rt hatte, aber er hatte wohl nicht erkannt, warum er ihre Anwesenheit wahrnahm. Stattdessen hatte er vermutet, dass sie irgendwo im Wald und nicht im Rudelkrankenhaus war, und war ihr vorausgegangen, um vor ihrem Quartier zu warten und seinen Verdacht zu best?tigen. "Vater hat re Anweisungen gegeben, du sollst dich nie wieder in den Wald wagen. War er nicht deutlich genug?" fragte Alessio in einem dunklen Ton. Neveah hatte nie verstanden, warum Alessio immer so darauf bedacht war, sie zu disziplinieren, wenn er sich mehr auf seine Pflicht als zuk¨¹nftiger K?nig h?tte konzentrieren sollen. Aber jetzt verstand sie es ganz r, sein Wolf Terraner st?rte sich an Neveahs Existenz, er konnte sehen, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmte, er wusste nur nicht, was. Es war, als ob er die Bedrohung f¨¹r seinen Thron, die Neveah darstellte, erkennen konnte, auch ohne von ihrem Geheimnis zu wissen. Deshalb hatte er sich in den Kopf gesetzt, Neveah nur aufgrund der Worte der Gouvernante zu t?ten, und sich nicht um die Tatsache gek¨¹mmert, dass sie Gef?hrtinnen waren. Gef?hrten... ja, Alessio war ihr Gef?hrte, auch wenn er es noch nicht wusste, und selbst jetzt hinterlie? die Ironie des Ganzen einen bitteren Geschmack auf Neveahs Zunge. Die Tatsache, dass die einzige Person auf dieser Welt, die sie bedingungslos lieben sollte, in Wirklichkeit die Person war, die sie am meisten hasste, und dass dieser Hass auf Gegenseitigkeit beruhte... es war l?cherlich. Neveah hatte nicht wirklich erwartet, dass Alessio sich f¨¹r die Bindung einer Gef?hrtin interessieren w¨¹rde, Neveah wusste, dass Alessio nie eine Gef?hrtin gewollt hatte. Es war vielleicht das Einzige, was Neveah und Alessio gemeinsam hatten. W?hrend Neveah eine Gef?hrtin als unn?tige Last ansah, hatte Alessio eine Gef?hrtin immer nur als Schw?che betrachtet. Chapter 45: Ein Gelübde der Bestimmung (Kap.45)

Chapter 45: Ein Gel¨¹bde der Bestimmung (Kap.45)

Es war vielleicht das Einzige, was Neveah und Alessio gemeinsam hatten. W?hrend Neveah eine Gef?hrtin als unn?tige Last ansah, hatte Alessio eine Gef?hrtin immer nur als Schw?che betrachtet. Und Neveah verstand auch, warum, nachdem sie gesehen hatte, wie seine Mutter nach dem Verrat ihrer Gef?hrtin unvern¨¹nftig und rachs¨¹chtig geworden war... Alessio hatte gelernt, die Wirkung des Paarbandes zu verabscheuen und wie sehr es einen Wolfswandler aufzehrte. Er pflegte immer zu sagen: "Der Wille eines K?nigs war allein sein Wille", die unbedeutenden Gef¨¹hle von Liebe und Kameradschaft waren nichts als Schw?chen. Es war komisch, wie er und alle anderen bereit waren, alles und jeden f¨¹r die Fehler des Alpha-K?nigs verantwortlich zu machen, nur nicht den Alpha-K?nig selbst. Irgendwie war Alphak?nig Lothaire Raul das Opfer und Neveah die ¨¹belt?terin, es war wirklich l?cherlich. "Ich... ich konnte nicht scfen und bin im Wald spazieren gegangen, obwohl ich das nicht sollte." murmelte Neveah, um endlich eine Antwort auf Alessios Frage zu geben. Neveah dachte sich, dass es keinen Sinn hatte, zu l¨¹gen, schlie?lich war sie ja aus dem Wald gekommen. "Du konntest nicht scfen?" fragte Alessio in einem leeren Ton. Neveah wusste, dass Alessio ihr die Ausrede nicht abkaufen w¨¹rde, wenn sie sich nicht bem¨¹hte, sie echt klingen zussen. "Ja, Euer Gnaden. Ich konnte nicht scfen. Mein R¨¹cken tut immer noch weh, und ich kann mich nicht auf ihn legen oder gar irgendwo anlehnen." sagte Neveah. Neveah erinnerte sich daran, dass sie irgendwann am Tag von Alessio auf Befehl ihres Vaters brutal ausgepeitscht worden war, nat¨¹rlich konnte sie sich nicht so schnell erholen. Selbst wenn die Fleischwunden mit Hilfe des Heiltranks verheilt w?ren, w¨¹rden sich die verletzten Stellen als blo?er Mensch immer noch wund anf¨¹hlen. "Vater hat dir einen Heiltrank gegeben, nicht wahr? Er sollte die Schmerzen lindern." erwiderte Alessio mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Ich habe ihn gegen die Wand geschmettert und konnte nur wenig retten, als ich mich wieder beruhigt hatte, die oberfl?chlichen Verletzungen sind verheilt." "Euer Gnaden braucht sich keine Sorgen zu machen, dass ich Spuren der Peitschenhiebe zur¨¹ckgssen habe." murmelte Neveah in einem f?rmlichen Ton und neigte leicht den Kopf. "Ihr geht jetzt herum und zertr¨¹mmert Dinge, wie w¨¹rdevoll." murmelte Alessio, w?hrend er sich bewegte. Als Alessio sich Neveah mitngsamen Schritten n?herte, ballten sich Neveahs H?nde zu F?usten, als sie darum k?mpfte, an Ort und Stelle zu bleiben, obwohl jede Zelle ihres K?rpers danach schrie, in die andere Richtung zuufen. Alessio war ein lebendes, atmendes Todesurteil und w¨¹rde immer der Fluch ihrer Existenz bleiben, es war das Schicksal, mit dem sie geboren wurden. Irgendwie schaffte es Neveah, die Fassung zu bewahren, selbst als Alessios verf¨¹hrerischer Duft in ihre Nasenl?cher drang und ihre Sinne vernebelte. ¡¯Kumpel...¡¯ murmelte Neveahs Wolf in ihrem Kopf, und zwar aus keinem anderen Grund als der Tatsache, dass Alessio auch in diesem Leben noch immer ihr Schicksalsgef?hrte war. Die Worte, die Neveahs Wolf in ihrem Kopf sagte, ngen wie Resignation. Neveah war nicht einmal ¨¹berrascht, dass sie Prinz Alessio jetzt als ihren Gef?hrten erkennen konnte, noch vor ihrem achtzehnten Geburtstag, an dem er in der Lage sein w¨¹rde, sie zu erkennen. Geburtstag, an dem er sie erkennen w¨¹rde. Esg daran, dass sie es bereits wusste, und so war der Schleier des Unbekannten, der einen Gef?hrten umgab, der immer direkt vor ihren Augen war, weggefallen. Alessio blieb nur wenige Zentimeter von Neveah entfernt stehen, und Neveah versteifte sich, bereit, beim geringsten Anzeichen von Gefahr einen Gegenangriff zu starten. Wenn Prinz Alessio sie in diesem Leben noch einmal t?ten wollte, w¨¹rde es ihm nicht so leicht fallen wie in der Vergangenheit. Neveah hatte sich bereits in ihrem Herzen vorgenommen, dass sie niemals kampflos untergehen w¨¹rde, sollte ihr Leben jemals wieder bedroht werden. "Was ... f¨¹hlst du dich ungerecht behandelt?" fragte Alessio, und seine gr¨¹nen Augen leuchteten, als er Neveah eindringlich in die Augen blickte. Neveah wusste, dass Alessio sie k?derte, sie provozieren wollte, damit sie ein Wort sagte, das es rechtfertigen w¨¹rde, dass er ihr etwas antat, Es war ein kleines Spiel, das sie immer spielten, ein Spiel, in dem Neveah viel geschickter war, da sie immer wusste, was sie sagen musste, um Alessio in Rage zu bringen. "Ich f¨¹hle nicht, was ich nicht f¨¹hlen darf." antwortete Neveah in einem leeren Tonfall, und Prinz Alessio zog eine Augenbraue in die H?he. "Du willst also sagen, du nimmst mir nicht ¨¹bel, dass ich dich verletzt habe?" fragte Alessio ungl?ubig. "Ich habe mich den Befehlen meines Vaters widersetzt. Die Strafe wurde von Vater verh?ngt, du hast Vaters Befehle ausgef¨¹hrt ... was gibt es da zu tadeln? Wie ich schon sagte, f¨¹hle ich nicht, was ich nicht darf." murmelte Neveah als Antwort und hielt ihren Blick leer. "Wahrhaftig? Was sollen wir dann mit den Gef¨¹hlen anfangen, die du f¨¹r den Jungen aus Varleston entwickelt hast?" fragte Alessio. Neveah runzelte leicht die Stirn und verlor bei der Erw?hnung von Lucas fast ihre Fassung. "Meine Verbindung mit dem jungen Alpha von Eclipse w unterliegt den Bedingungen, die mein Vater festgelegt hat." sagte Neveah und schaffte es, ihren ausdruckslosen Blick beizubehalten. "Und Vater lie? dich sein Bett w?rmen?" sagte Alessio in einem dunklen Ton. Neveah hatte diese Worte bereits erwartet. Alphak?nigin Vilma hatte daf¨¹r gesorgt, dass falsche Ger¨¹chte ¨¹ber Neveahs mangelnde W¨¹rde verbreitet wurden, nur um sicherzustellen, dass diejenigen in der Eclipse Fang, die Neveah nicht ohnehin schon verabscheuten, sie nun noch mehr verabscheuten. Es war, als ob die Alphak?nigin ubte, dass die Schande, die sie durch die Untreue ihres Gef?hrten erlitten hatte, irgendwie wieder gutgemacht w¨¹rde, wenn Neveah genug besch?mt w¨¹rde. "Ich erf¨¹lle die Befehle meines Vaters mit den F?higkeiten, die er mich hat lernenssen." antwortete Neveah ausdruckslos. "Du hast also doch mit ihm gescfen..." murmelte Alessio, als seine Hand Neveahs Kinn ergriff und ihren gesenkten Blick zu seinem Gesicht hinauflenkte. Doch nach einem Moment, in dem er einfach nur in Neveahs grimmigen Blick starrte, musste Alessio etwas Unerwartetes gesehen haben, denn seine Hand fiel zur¨¹ck an seine Seite. "Du hast nicht mit ihm gescfen." sagte Alessio, als ob es ihm pl?tzlich d?mmerte, dass Neveah das nur sagte, um ihn zu ?rgern. Neveah erwiderte seine Worte nicht, stattdessen blieb ihr Blick leer und starrte vor sich hin. "Sprich, Omega." warnte Alessio, als Neveah nicht reagierte. "Spielt das eine Rolle... Euer Gnaden? Dies sind meine pers?nlichen Angelegenheiten, und Vater hat mir zumindest die Eubnis erteilt, diese f¨¹r mich zu behalten." erinnerte Neveah. "Droh mir nicht mit meinem Vater." Alessio knurrte, "Wei?t du, du wei?t nie, wo dein tz ist, und so hast du niemanden f¨¹r dein Ungl¨¹ck verantwortlich zu machen als dich selbst." f¨¹gte Alessio hinzu, wobei sich sein Blick zu einem grellen Licht verengte. Neveah schluckte ein freudloses Kichern hinunter, sie hatte wirklich niemanden f¨¹r ihr Schicksal verantwortlich zu machen als sich selbst. Wie konnte sie es wagen, jemandem die Schuld zu geben? "Euer Gnaden hat recht. Meine Geburt an sich ist ein Verbrechen, und da ich ein so gro?es Verbrechen begangen habe, muss ich mit den Konsequenzen leben." murmelte Neveah. "Du bist mutiger geworden, Omega... ist es das Vertrauen, das dir die W?lfe der Finsternisjagd gegeben haben?" fragte Alessio und Neveah runzelte leicht die Stirn. "Tu nicht so, als w¨¹sstest du nichts, Omega, Vater hat mir erz?hlt, dass Alpha Dane darum gebeten hat, dich mit zur Eclipse Hunt zu nehmen... war das deine Abmachung?" fragte Alessio. "Der Alpha von Eclipse Hunt steht nicht unter meinem Kommando, wie kann es sein, dass ich das arrangiert habe?" fragte Neveah und Alessio spottete h?rbar. "Ich kenne dich, Omega, ich wei? genau, was f¨¹r eine scue, maniptive F¨¹chsin du bist. ub nicht, dass du mir etwas vormachen kannst." sagte Alessio. Dann schloss Alessio die kurze Distanz zwischen ihnen und beugte sich hinunter, so dass er direkt neben ihrem Ohr war. "Und tr?ume nicht einmal von der Freiheit, die du dir w¨¹nschst... Ich werde sie dir niemals gew?hren. Du kannst mir nicht entkommen, Omega... du kannst mir niemals entkommen." schwor Alessio und seine Worte jagten Neveah einen Schauer des Entsetzens ¨¹ber den R¨¹cken. Als Alessio davon schlenderte, ballte sich Neveahs Hand noch fester, als sie in ihr Quartier ging. Als sie eintrat, schlug sie die T¨¹r zu, und ihre Augen funkelten vor Bosheit und Hass. Neveah hatte sich gefragt, zu welchem Zweck ihr ein neues Leben gew?hrt worden war, wenn sie nicht sicher sein konnte, dass es anders sein w¨¹rde als in ihrem vorherigen Leben, Aber jetzt verstand sie es... Alessio Terran Lothaire, dieses Monster, das geschworen hatte, sie w¨¹rde nie von ihm frei sein, er war ihre Bestimmung Alessio Terran Lothaire, das war eine Existenz, von der Neveah wusste, dass sie niemals denselben Himmel mit ihr teilen konnte... so oder so w¨¹rden sich ihre Wege kreuzen und jemand w¨¹rde sterben m¨¹ssen. Neveah w¨¹rde ihn niemals davonkommenssen... sie w¨¹rde ihm niemals das Unrecht verzeihen, das er ihr angetan hatte. "Ich werde ihn vernichten, ich werde alles zerst?ren, was ihm lieb und teuer ist. Ich werde ihm alles nehmen, was er hat, und ich werde daf¨¹r sorgen, dass er ein Leben f¨¹hrt, das schlimmer ist als der Tod." "Dieser verabscheuungsw¨¹rdige Thron, f¨¹r den ich im vorigen Leben gestorben bin ... diese Macht, nach der ich kein Vengen hatte, dieser Eklipse-Thron, der ¨¹ber allem steht ..." "F¨¹r das Unrecht, das mir angetan wurde, wird das meine Entsch?digung sein. Ich werde ihn mir aneignen oder ihn vollst?ndig zerst?ren... bis zu diesem Tag werde ich, Neveah Omega Lothaire, den Tod nie wieder sehen." schwor Neveah in einem t?dlichen Tonfall. "Wir m¨¹ssen Eclipse Fang so schnell wie m?glich vessen... das ist der einzige Weg, wie wir unser Schicksal wirklich ?ndern k?nnen." sagte Neveahs Wolf zu ihr, um ihre Entscheidung zu best?tigen. "Dann werden wir das tun." erwiderte Neveah, w?hrend ihr Blut von den F?usten herabtropfte, wo sich ihre Krallen in die Haut gruben. Chapter 46: Mit der D?mmerung kommt ein seltsames Ereignis (Kap.46)

Chapter 46: Mit der D?mmerung kommt ein seltsames Ereignis (Kap.46)

Als Neveah am n?chsten Morgen vom Glockengel?ut im Eclipse-Pst erwachte, drehte sie sich auf ihrem Bett um, und ein kleines L?chelng auf ihren Lippen. "Hat es schon angefangen?" murmelte Neveah zu sich selbst, w?hrend sie sich enger in ihr Bett kuschelte, denn ihre Bettdecke f¨¹hlte sich viel bequemer an als sonst. Nach einer sehr anstrengenden Nacht, in der Neveah gezwungen gewesen war, drastische Ver?nderungen f¨¹r ihre Zukunft vorzunehmen, hatte sie erst in den fr¨¹hen Morgenstunden zur Ruhe kommen k?nnen. Und kaum zwei Stunden sp?ter machten sich die Ergebnisse der n?chtlichen Aktivit?ten bemerkbar. Neveah h?rte eilige Schritte, die sich ihrer T¨¹r n?herten, und sie kuschelte sich enger an ihr Kissen, wobei ihr die Augen zufielen, als ein hektisches Klopfen an ihrer T¨¹r ert?nte. "Prinzessin! Prinzessin! Mach auf!" rief La eindringlich. Neveah ignorierte die panischen Laute und das Klopfen an der T¨¹r. ¡¯Ich habe dir nie Probleme bereitet, vielleicht habe ich zu rechtschaffen gelebt ... ist schon gut, Lektion gelernt.¡¯ dachte Neveah bei sich. "Es ist Zeit, mein Schatz." dachte Neveah zu ihrer W?lfin. Schon bald sp¨¹rte Neveah, wie ein stechender Schmerz durch ihre Adern rauschte, als sich ihr Herzscg beschleunigte und ein leises, schmerzvolles Keuchen ihren Lippen entwich. Bald sp¨¹rte sie, wie alle ihre Organe seltsam zu reagieren begannen, und eine N?sse lief ihr die Wange hinunter und glitt aus ihren Lippen, die das Bett unter ihr rot f?rbten. Genau in diesem Moment h?rte Neveah, wie ihre T¨¹r aufgebrochen wurde, und La kam herein, die bei diesem Anblick entsetzt aufschrie. Neveahg auf ihrem Bett und schnappte nach Luft, w?hrend Blut aus ihren Augen, ihrer Nase, ihren Ohren und ihrem Mund floss, ihr Blick war unkonzentriert und sie schien kaum bei Bewusstsein zu sein. "Prinzessin! Beim Sch?pfer, Prinzessin! Ruft einen Heiler herbei! Die Prinzessin liegt im Sterben!" La schrie um Hilfe. Und genau wie Las Schrei hallten viele weitere Schreie aus dem ganzen Finsternis-Pst wider, besonders aus dem G?stepst. Es schien, als h?tte sich an diesem sch?nen Morgen ein unerwartetes Ereignis im Eclipse-Pst erei... ___________________ "Was?!" rief Alpha-K?nig Lothaire Raul aus, als er eine sehr beunruhigende Meldung erhielt. "Mein K?nig, alle Lunas aus den besuchten Rudeln haben eine seltsame Krankheit entwickelt! Die Eclipse-Alphas sind in den Thronsaal gest¨¹rmt und vengen eine Audienz!" meldete Lado. "Ein seltsames Leiden? Was meinst du mit einer seltsamen Krankheit?" Alphak?nig Lothaire runzelte die Stirn, er verstand nicht, was genau vor sich ging. Aber was auch immer es war, er wusste, dass er es sich selbst ansehen musste, bevor er den Eclipse-Alphas eine Antwort geben konnte, und so erhob er sich auf die Beine. "Wo sind sie?!" vengte Alphak?nig Lothaire. "Der Rudrzt ist sich nicht sicher, woran sie leiden, sie wurden in die Halle der Omega-Heiler gebracht." antwortete Lado pflichtbewusst. Der Rudrzt konnte zwar einfache Wunden versorgen, aber wenn es um Angelegenheiten ging, die mit Zauberei oder magischen Kr?utern zu tun hatten, oder was auch immer nicht leicht zu diagnostizieren war, wurde es den Omega-Heilern ¨¹bessen. "Geh voran!" schnauzte Alpha-K?nig Lothaire, als er aus dem B¨¹ro st¨¹rmte. Es dauerte nichtnge, bis der Alphak?nig in der Halle der Omega-Heiler ankam, wo er einen rmierenden Anblick bot. Die wenigen Heiler, die im Dienst des Eclipse-Pstes standen, liefen hektisch umher, w?hrend in ihrer Halle etwa hundert Frauengen, die aus Augen, Nase, Mund und Ohren bluteten. Alphak?nig Lothaire hatte noch nie zuvor ein solches Leiden unter Werw?lfen gesehen und konnte daher nur schockiert zusehen, wie die Heiler ihr Bestes taten, um die betroffenen Weibchen zu versorgen. Jede einzelne dieser W?lfinnen war eine Luna aus einem Eclipse-Rudel, sie waren die Gef?hrtinnen der Eclipse-Alphas und Ehreng?ste des Eclipse-Pstes. Dass sie hier im Eclipse-Pst verletzt wurden, bedeutete ?rger f¨¹r die Eclipse Fang. Wie sollte Alphak?nig Lothaire das den Eclipse Alphas erkl?ren? "Alessio, dies ist ein kritischer Zeitpunkt, wenn du auf dem Alphagipfel zum Erben ernannt werden sollst... die Eclipse-Rudel sollten heute nach Mount Vernon aufbrechen." "Wei?t du, welche Konsequenzen es f¨¹r den Eclipse Fang hat, wenn eine dieser W?lfinnen in unserem Territorium stirbt?" fragte Alphak?nig Lothaire seinen Sohn, der gerade eingetroffen war. "Ich bin mir dessen bewusst." antwortete Alessio in einem grimmigen Tonfall, w?hrend auch er die Szene vor ihm in Augenschein nahm. Es war in der Tat ein erstaunlicher Anblick, denn Werw?lfe fielen nicht wie Menschen einer Seuche zum Opfer. "Schickt die Eclipse-Krieger sofort los! Sp?ht das Gebiet aus, geht der Sache sofort auf den Grund!" befahl Alphak?nig Lothaire. "Ja, Vater!" erwiderte Alessio, w?hrend er mit seinem Stellvertreter im Schlepptau davonlief. "Die Eclipse-Alphas sind im Thronsaal?" fragte Alpha-K?nig Lothaire Lado, der zur Best?tigung nickte. "Beta Horace ist dort, um sie zu beruhigen, aber er l?sst ausrichten, dass sie unruhig sind, mein K?nig wird sich selbst darum k¨¹mmern m¨¹ssen." berichtete Lado. "Nun gut, auf in den Thronsaal." sagte Alphak?nig Lothaire, w?hrend er sich auf den Weg zum Thronsaal machte. Lange bevor er dort ankam, konnte er bereits den Unmut und die Aufregung der Eclipse-Alphas sp¨¹ren, und in dem Moment, als er eintrat, brach die H?lle los. "Euer Gnaden! Was hat das zu bedeuten?!" Alpha Dagobert von Eclipse Fur knurrte vor Wut. "Wenn meiner Gef?hrtin etwas zust??t, wird der Eclipse Hill nicht tatenlos zusehen!" knurrte Alpha Mikel von Eclipse Hill. Der Blick von Alphak?nig Lothaire verengte sich, als sein Wolf an die Oberfl?che kam, und ein leises Knurren entwich seinen Lippen, als die Dominanz des Alphak?nigswolfs von ihm ausstr?mte. Die Eclipse-Alphas wichen instinktiv einige Schritte zur¨¹ck und senkten unterw¨¹rfig ihre K?pfe, da ihre W?lfe nicht in der Lage waren, sich gegen ihren K?nig zu behaupten. "Dies ist mein Territorium, und was auch immer hier schiefgeht, ist meine Verantwortung, ich werde daf¨¹r sorgen ... aber ich werde eure Respektlosigkeit nicht tolerieren!" knurrte Alphak?nig Lothaire. "Euer Gnaden, die Eclipse-Alphas sind nur unruhig, sie wollen nicht mit dem Finger zeigen." Alpha Varleston lenkte von der angespannten Situation ab. Alpha-K?nig Lothaire blickte die fast hundert Alphas in seinem Thronsaal an, bevor er zu seinem Thron schritt und tz nahm. "Die Omega-Heiler werden daf¨¹r sorgen, dass eure Gef?hrten so schnell wie m?glich wieder gesund werden, und was diesen Fall angeht, so wird sich die Eclipse Fang darum k¨¹mmern." sagte Alphak?nig Lothaire in einem Ton, der keinen Raum f¨¹r Argumente lie?. "Und das Gipfeltreffen der Alphas, das am morgigen Tag beginnen sollte?" fragte Alpha Jason von Eclipse Howl. "Die Reise nach Mount Vernon wird vorverlegt, bis wir der Sache auf den Grund gegangen sind, im Vergleich zum Wohlergehen eurer Gef?hrten hat der Alphagipfel zweite Priorit?t." sagte Alphak?nig Lothaire. Die Eclipse-Alphas nickten zustimmend, w?hrend sie geduldig auf Neuigkeiten warteten. Kurze Zeit sp?ter st¨¹rmte Lado in den Thronsaal und warf einen Blick auf die anwesenden Eclipse-Alphas, bevor er seine Nachricht ¨¹ber die Rudelverbindung ¨¹bermittelte. "Mein K?nig, ein Augenzeuge berichtet, dass Prinzessin Neveah im Morgengrauen den G?stepst vessen hat." berichtete Lado. Alphak?nig Lothaire runzelte bei diesem Bericht leicht die Stirn. Neveah war stur und unnachgiebig, aber sie war nicht die Art, die so etwas tun w¨¹rde, aber Alphak?nig Lothaire brauchte eine Erkl?rung, und es durfte nichts unversucht gssen werden. "Alessio, hol Veah und bring sie zu mir ... sofort!" br¨¹llte Alphak?nig Lothaire in den Mindlink. Es dauerte nichtnge, bis Alessio eintraf, und wo Alpha-K?nig Lothaire Neveah erwartet hatte, schritt stattdessen Alessio herein, Neveah in seinen Armen haltend. "Vater ... meine Schwester wurde auch vergiftet." verk¨¹ndete Alessio in grimmigem Tonfall. Die Prinzessin von Eclipse Fang war ebenfalls vergiftet worden. Erleichterung machte sich im Herzen von Alphak?nig Lothaire breit, als die Eclipse-Alphas Blicke austauschten und nun v?llig schuldbewusst aussahen. Was f¨¹r ein perfektes Arrangement! dachte sich Alphak?nig Lothaire, als er sp¨¹rte, wie die Aufregung der Finsternis-Alphas abute. Als er sah, dass auch Neveah vergiftet worden war, wurde ihm r, dass Alphak?nig Lothaire nichts damit zu tun hatte. Alphak?nig Lothaire wusste nicht, warum oder wie dies geschehen war, aber vor einem Moment war er noch kurz davor gewesen, die Loyalit?t der Eclipse-Alphas zu verlieren, und das war eine ?u?erst willkommene L?sung. Nat¨¹rlich lie? sich Alpha-K?nig Lothaire seine Freude nicht anmerken, sondern sprang in Panik auf die F¨¹?e. "Veah!" rief Alpha-K?nig Lothaire und eilte zu Alessio hin¨¹ber, der eine kaum bei Bewusstsein befindliche Neveah in seinen Armen hielt. "Fa... Vater..." keuchte Neveah und hatte M¨¹he zu sprechen. "Ganz ruhig, es ist alles in Ordnung... Vater wird der Sache auf den Grund gehen." versicherte Alphak?nig Lothaire. "Meiner Tochter wurde etwas angetan ... ihr k?nnt alle deutlich sehen, dass dies eine vors?tzliche Tat gegen unsere Lieben ist." "Wo sind meine Eclipse-Krieger?! Durchk?mmt dieses Eclipse-Gebiet, bis ihr den Schuldigen gefunden habt! Ich werde sie an einem Spie? aufh?ngenssen!" befahl Alphak?nig Lothaire. Chapter 47: Kümmere dich um sie (Kap.47)

Chapter 47: K¨¹mmere dich um sie (Kap.47)

Neveah beobachtete ihren Vater durch m¨¹de Augen, wie er strenge Anweisungen gab. Wenn sie die Kraft dazu gehabt h?tte, h?tte sie ihm ein sp?ttisches Lachen entgegen gebracht. Alpha K?nig Lothaire Raul war der versierteste Schauspieler, den Neveah je getroffen hatte. Niemand konnte eine Rolle besser spielen als er. "Eure Hoheit, die Prinzessin ist die einzige, die noch bei Bewusstsein ist, vielleicht kann sie uns etwas sagen?" fragte Alpha Dane mit gro?er Sorge und ging auf die keuchende Neveah zu. "Ja, Veah hatte darum gebeten, hierher gebracht zu werden. Sie muss einen Bericht abgeben, aber ich wei? nicht, ob sie in ihrem Zustand dazu in der Lage ist." entgee Alessio. "Veah... Kind, deine Tante Leen ist in Gefahr. Ich wei?, du hast Schmerzen, aber bitte tue uns diesen Gefallen." bat Alpha Dane dringend. Alpha Danes Ton verursachte Schuldgef¨¹hle in Neveahs Herzen, aber sie verdr?ngte das Gef¨¹hl, letztendlich ging es hier um das gr??ere Wohl. Mount Vernon w¨¹rde ihr Schicksal, und auch das aller anderen, besiegeln, wenn sie gezwungen w?ren, dorthin zu gehen. Nicht nur Neveahs Schicksal stand auf dem Spiel... die Welpen von Luna Colleen w?ren dann ebenfalls in Gefahr und Lucas st¨¹nde vor dem Tod im Kampf gegen Alessio. Neveah verstand jetzt, warum sie diese letzten Momente nach ihrem Tod miterlebt hatte. Ihr wurde r, dass ihr Schicksal letztendlich Einfluss auf Luna Colleen und Lucas haben w¨¹rde. Aus diesem Grund konnte Neveah kein Risiko eingehen - die Reise nach Mount Vernon durfte einfach nicht stattfinden. "Veah... wenn du etwas wei?t, sprich." sagte Alpha K?nig Lothaire zu ihr. Neveah wusste, dass ihr Besuch im G?stepst nicht unbemerkt geblieben war, aber das war in Ordnung. Sie hatte einen n. Es gab nichts zu verbergen, auch sie war ein Opfer. "Ich... die Pstk¨¹che hat gestern Nacht fr¨¹h das Licht ausgeschaltet. Ich konnte nicht scfen und bin daher zu einem sp?ten Snack r¨¹bergegangen..." "Aber da sie schon fr¨¹h Feierabend gemacht hatten, habe ich meinen Snack aus der K¨¹che des G?stehauses geholt." verriet Neveah in einem angespannten Tonfall und rang nach Luft. "Wir alle essen im G?stehaus! K?nnte das die Quelle des Problems sein?" fragte Alpha Scrooge rmiert. "Und doch geht es uns allen gut und nur die Weibchen sind betroffen." murmelte Alpha Varleston. "Was auch immer es ist, es gibt uns einen Anhaltspunkt, wo wir mit den Untersuchungen anfangen k?nnen. Vielen Dank, Prinzessin." sagte Alpha Dane mit einem Dankbarkeits-Tonfall. "Alessio, bring Veah zu den Omega-Heilern und dann werde ich dich mit der Untersuchung des G?stepstes betrauen. Du hast bis zum Ende des Tages Zeit, mir einen Bericht zu liefern." befahl Alpha-K?nig Lothaire. "Ich verstehe." sagte Alessio, w?hrend er sich umdrehte und den Saal verlie?. Neveah seufzte zitternd, als sie an die Zeit vor einigen Jahren zur¨¹ckdachte. ~~~~~~~~~~ Die dreizehnj?hrige Neveah schrie vor Schmerz auf, als ihr die Tasse aus der Hand fiel und das darin enthaltene Wasser auf dem Boden verstreut wurde. Sie hustete eine Menge Blut aus und wischte sich mit der Hand die Tr?nen aus den Augen. Ein entsetzter Ausdruck erfasste ihr Gesicht, als sie sah, dass ihre Hand rot war. Blut... es floss aus ihren Augen, ihrer Nase, ihren Ohren und ihrem Mund. "Was... was hast du da reingetan..." keuchte Neveah und starrte auf das Wasser, von dem sie gerade einen Schluck genommen hatte. Dann hob sie ihren Blick zu ihrer Gouvernante. Die Gouvernante grinste sie an, Zufriedenheit im Gesicht, w?hrend sie Neveahs Schmerz beobachtete. "Sieh nur... nachdem ich verschiedene Mischungen ausprobiert habe, bin ich endlich auf eine gesto?en, die mir den gew¨¹nschten Effekt liefert." "Es verursacht qu?lende Schmerzen, ist aber weder t?dlich noch verursacht es dauerhafte Sch?den... ein Gift, das nur unermessliche Schmerzen verursacht und sonst nichts." "Was noch besser ist: Es hat absolut keine Wirkung auf M?nner. Wie genial." lobte die Gouvernante sich selbst. Nicht viele Gifte wirken auf Werw?lfe, da sie gegen¨¹ber Menschen einen nat¨¹rlichen Vorteil haben. Das wusste Neveah genau. Ein Gift, das einen Werwolf beeinflussen konnte, w?re f¨¹r einen normalen Menschen - als den sie gehalten wurde - t?dlich. Und so wusste sie, dass es wirklich wiederholter Tests bedurft haben musste, bis ihre Gouvernante schlie?lich diese Foltermethode speziell f¨¹r sie entwickelt hatte. Die Gouvernante hatte es schon immer geliebt, mit Gift zu spielen, deshalb wurde sie von der Alphak?nigin so gesch?tzt und speziell an Neveahs Seite gestellt. Der kleine Kr?utergarten der Gouvernante war in der Tat voll mit verschiedenen giftigen Kr?utern, die die Alphak?nigin einsetzte, um ihre Feinde loszuwerden. Die Gouvernante hatte Neveah vor kurzem auf Anweisung der Alphak?nigin mit dem Mondgefl¨¹ster gef¨¹ttert, nur dass Neveah das Gift noch immer nicht ¨¹berwunden hatte. Neveah konnte nicht umhin, sich gegen¨¹ber all den Opfern schuldig zu f¨¹hlen, die vielleicht Schmerzen erlitten oder ihr Leben verloren hatten, w?hrend sie der Gouvernante als Testexperimente dienten. "Nun ... dein Vater w?re nicht in der Lage, dich davor zu sch¨¹tzen, schlie?lich ... Ich habe deine sch?ne Haut nicht verunstaltet." Die Gouvernante war schadenfroh. Neveah stie? einen weiteren leisen Schmerzenut aus und holte tief Luft, w?hrend sie sich bem¨¹hte, die Schreie hinunterzuschlucken, die in ihrer Kehle hochsprudelten. "Krieche und ich werde dir das Gegenmittel geben... das Gegenmittel, wenn es mit dem Gift gemischt wird, wird alle Schmerzen nehmen und die Blutungen und l?hmenden Symptome werden nur einen Tagng anhalten." Die Gouvernante sagte. "Ich... ich w¨¹rde lieber sterben!" spuckte Neveah aus, w?hrend sie ihre Beine n?her an die Brust zog und ihre Arme um sie g, w?hrend sie zitternd gegen die unertr?glichen Schmerzen ank?mpfte. "Wer immer dich jetzt sieht, wird denken, dass du kurz vor dem Tod stehst, und du musst dich wegen der Schmerzen auch so f¨¹hlen... aber ub mir, du bist v?llig gesund." "Dies ist nur eine Warnung, Prinzessin... wenn du mich jemals wieder beim Alphak?nig verr?tst, werde ich daf¨¹r sorgen, dass du f¨¹r immer die F?higkeit zu sprechen verlierst." schwor die Gouvernante, und ihre Augen funkelten hasserf¨¹llt und b?sartig. ~~~~~~~~~~~~~~ "Um eine Rauchspur zu verwischen, gibt es zwei Methoden, die am sichersten sind." dachte Neveah bei sich, w?hrend sie ihre Atmung vengsamte, um den Anschein zu erwecken, sie sei bewusstlos. Die erste war, die Spur vollst?ndig zu beseitigen, aber wenn diese erste Methode nicht anwendbar war, kam die zweite Methode zum Einsatz. Man entfacht ein gr??eres Feuer... ein Feuer, das so gro? ist, dass der entstehende Rauch die anf?ngliche Rauchspur v?llig ¨¹berw?ltigt und ¨¹berschattet, bis sie unbedeutend zu werden beginnt. In diesem Fall war die erste Rauchfahne der Mord an Neveahs Gouvernante, und das gr??ere Feuer war die Situation in der Halle der Omega-Heiler. Neveah war tief in Gedanken versunken, als Alessio sie in die Halle der Omega-Heiler trug. ¨¹ber den Tod der Gouvernante war kein Wort verloren worden, und Neveah wusste, dass dies nicht darang, dass ihr Leichnam nicht entdeckt worden war, Esg ganz einfach daran, dass das Leben oder der Tod der Gouvernante im Vergleich zu der aktuellen Situation, die den Friedensvertrag der Finsternis-Dom?ne bedrohte, letztlich unbedeutend war. Neveah fragte sich, was die Gouverneurin wohl denken w¨¹rde, wenn sie noch am Leben w?re, um zu sehen, dass ihr Mord h?chstwahrscheinlich ohne eine Untersuchung abgetan werden w¨¹rde. W¨¹rde sie immer noch dieselben Entscheidungen treffen, die sie getroffen hatte, selbst als r wurde, dass sie von der k?niglichen Familie nicht so gesch?tzt wurde, wie sie ubte, zu sein. Ja, Neveah kannte ihren Vater gut genug, um zu wissen, dass er den Tod der Gouvernante vertuschen w¨¹rde. Die Tatsache, dass die Eclipse Lunas an etwas erkrankt waren, das m?glicherweise Gift war, untergrub bereits die Autorit?t der k?niglichen Familie, da das gro?e Gebiet der Eclipse Fangs nicht so sicher war, wie man ubte. Wenn sich herausstellte, dass in derselben Nacht vor den Augen des Alphak?nigs auch ein Mord stattgefunden hatte, w¨¹rden die Krieger der Finsternisfang nie wieder erhobenen Hauptes dastehen k?nnen. Deshalb w¨¹rde der Tod der Gouverneurin erst untersucht werden, wenn die Eclipse-Alphas sich verabschiedet h?tten, und bis dahin w¨¹rde auch Neveah l?ngst weg sein. "Es ist in Ordnung, wenn du keine R¨¹cksicht auf dein Leben nimmst, aber warum musst du ausgerec heute in die G?stek¨¹chen gehen?" fragte Alessio leise grummelnd, w?hrend er Neveah hinlegte und einen Omega-Heiler rief, der sich sofort um sie k¨¹mmern sollte. Neveah vermutete, dass Alessio ubte, sie sei bewusstlos, aber sie war immer noch verbl¨¹fft ¨¹ber Alessios Frage und die Emotion, die sich in seinem Tonfall widerspiegelte, war es... Besorgnis? "Du bist in mein Leben getreten, ohne mich vorher um Eubnis zu fragen, ubst du etwa, du kannst so einfach wieder gehen? Dein Leben geh?rt mir, Omega... du darfst nicht ohne meine Zustimmung sterben." sagte Alessio in einem dunklen Ton. "K¨¹mmere dich um sie...wenn ihr etwas zust??t, werde ich dich zusammen mit ihr begrabenssen." schwor Alessio dem Omega-Heiler, bevor er sich erhob und davonschlich. Als Neveah Alessios Schritte h?rte, konnte sie nicht anders, als sich zu fragen... ¡¯Worum genau ging es da?¡¯ Chapter 48: Ein gel?ster Fall (Kap.48)

Chapter 48: Ein gel?ster Fall (Kap.48)

Prinz Alessio trat zur Sonnenuntergangszeit vor seinen Vater und den Rat der Eclipse Alphas. Nach einem Tag unerm¨¹dlicher Nachforschungen kam Prinz Alessio mit seinem Bericht. "Alessio, hast du einen Bericht ¨¹ber deine Ermittlungen?" fragte Alphak?nig Lothaire mit seiner tiefen, gebieterischen Stimme. Alessio runzelte leicht die Stirn, er hatte einen Bericht ¨¹ber seine Ermittlungen, doch das, was er entdeckt hatte, konnte er nicht vor dem Rat der Eclipse Alphas offenbaren. F¨¹r Alessio war es eine gro?e Erleichterung, dass er mit dieser Untersuchung betraut worden war. H?tte eine andere Person die Wahrheit herausgefunden, wie h?tten sie es dann den Eclipse Alphas erkl?ren sollen? "Ja, Vater, ich habe meinen Bericht." sagte Alessio. "Ich wusste, dass ich auf dich z?hlen kann. Lass uns h?ren, was du herausgefunden hast." sagte Alphak?nig Lothaire mit einem zustimmenden Nicken. Alessio dachte ¨¹ber seine Befunde nach, ore den Bericht in seinem Kopf neu und lie? dabei die wahren Details weg, die die Felicity F?nge nur in eine noch schwierigere Lage bringen w¨¹rden. "Die Wasserquelle f¨¹r die Pstk¨¹chen wurde gestern abgeschnitten, deshalb schlossen die Hauptk¨¹chen ihre T¨¹ren schon fr¨¹h f¨¹r die Nacht, genau wie Veah berichtete", begann Alessio. "Die K¨¹chen im G?stepst jedoch mussten das Abendessen noch vorbereiten und holten auf Anweisung von Alpha Scrooge das Wasser aus dem Bach, der am ?stlichen Ende des Waldes enngflie?t." "Diese Ver?nderung der gew?hnlichen Wasserquelle ist die Ursache f¨¹r die Krankheit, die die Eclipse Lunas gt", offenbarte Alessio. Die Eclipse Alphas fielen in leises Gemurmel, ihre Reaktion jedoch war viel gssener, da die Eclipse Lunas alle gut auf die Behandlung ansprachen und Anzeichen erkennen lie?en, dass sie wieder das Bewusstsein engten. "Ich wurde dar¨¹ber informiert, dass es ein Problem mit der urspr¨¹nglichen Wasserquelle gab und ich hatte den Eclipse Alphas versprochen, dass meine Gef?hrtin sie alle mit ihren speziellen Mondkuchen verw?hnen w¨¹rde." "W?hrend meiner Wanderung vor ein paar Tagen bemerkte ich, dass das Wasser in diesem Bach r und erfrischend war. Ich wies das K¨¹chenpersonal an, dort das Wasser f¨¹r das Abendessen zu holen." "Es war doch nur ein Bach, nicht wahr? Wie konnte das Wasser zu einer solchen Krankheit f¨¹hren?" fragte Alpha Scrooge ¨¹berrascht. Die Eclipse Alphas nickten zustimmend, Alpha Scrooge war bekannt daf¨¹r, unbeschwert und geradlinig in seinen Methoden zu sein und sich gut mit allen zu verstehen. Er hatte auch den Alphak?nig um Eubnis gebeten, dass seine Gef?hrtin die K?che anleiten durfte, ihre Spezialit?t, die Mondkuchen, zuzubereiten und den Eclipse Alphas zum Abendessen zu servieren. "Ich habe eine ganze Sch¨¹ssel dieser kleinen Kuchen gegessen, wie kann es mir noch gut gehen?" fragte Alpha Varleston stirnrunzelnd. "Ich habe auch aus dem Bach getrunken, nur um sicher zu gehen und wie ihr alle sehen k?nnt, geht es mir absolut gut. Aber meine weiblichen Untergebenen, die das Wasser aus dem Bach getrunken haben, erkrankten an der gleichen Krankheit wie die Eclipse Lunas." "Ebenso wurde ein Teller mit Mondkuchen in dem Zimmer der Dienerin meiner Schwester gefunden", fuhr Alessio fort. "Hast du die Ursache dieser seltsamen Krankheit entdeckt?" fragte Alphak?nig Lothaire. "Ja, Vater. Die Eclipse Krieger haben herausgefunden, dass der Bach direkt durch einen Kr?utergarten flie?t." "Ich f¨¹rchte, es war kein gew?hnlicher Kr?utergarten, sondern ein Areal, auf dem giftige Kr?uter angebaut werden, welche t?dliche Effekte auf unsere Art haben k?nnen", berichtete Alessio. "Zum Gl¨¹ck w?chst in dem Teil des Gartens, der mit dem Bach in Ber¨¹hrung kommt, ein merkw¨¹rdiges Kraut, welches nicht t?dlich ist und nur Symptome wie Blutungen, Schmerzen und Bewusstlosigkeit verursacht." "Zudem betrifft es nur weibliche W?lfe. Viele meiner weiblichen Untergebenen wurden am Ende unserer Ermittlungen in die Halle der Omega-Heiler geschickt", schloss Alessio. "Was?! Wer w¨¹rde so etwas in meinem Pst tun?!" Alphak?nig Lothaire knurrte w¨¹tend. "Die T?terin ist des Verbrechens ¨¹berf¨¹hrt worden und hat ihr Gest?ndnis abgelegt. Das Gegengift wurde den Eclipse Lunas verabreicht, und die H?lfte von ihnen hat bereits das Bewusstsein wiederengt." "Im Namen der Eclipse-Krieger m?chte ich mich bei den Eclipse-Alphas f¨¹r diese Unannehmlichkeiten entschuldigen", sagte Alessio mit einer kleinen Verbeugung. "Keineswegs. Dass du in so kurzer Zeit dieser seltsamen Situation auf den Grund gegangen bist, zeigt, dass der Eclipse-Prinz wirklich ein Mann unter M?nnern ist", sagte Alpha Scrooge anerkennend. Er war sichtlich erleichtert, dass die Schuld nicht auf ihn fiel, da seine Gef?hrtin unwissentlich am verteilen des Giftes beteiligt gewesen war. "Aber was wird mit der Schuldigen geschehen? Ob beabsichtigt oder nicht, sie hat gro?en ?rger verursacht", fragte Alpha Jason. "Dem Vater habe ich berichtet, dass ich in meinem Zorn... Ich habe die W?lfin bereits get?tet", sagte Alessio. "Das ist gut so, du hast das Richtige getan, Eure Hoheit", sagte Alpha Varleston zustimmend."In diesem Fall sollen alle Eclipse-Alphas zu ihren Partnern zur¨¹ckkehren. Wir werden uns wieder treffen, um einen neuen Termin f¨¹r das Alpha-Gipfeltreffen zu besprechen, sobald ihr alle eingelebt seid", befahl Alphak?nig Lothaire. Die Eclipse-Alphas verlie?en den Thronsaal und sobald sie weit genug entfernt waren, um nicht mehr geh?rt zu werden, sprach Alphak?nig Lothaire endlich. "Nun, erz?hlt mir, was wirklich passiert ist", forderte Alphak?nig Lothaire mit leicht zusammengekniffenen Augen. Alessio war nicht ¨¹berrascht, dass sein Vater seinen gef?lschten Bericht bereits durchschaut hatte und so z?gerte er nicht, den tats?chlichen Bericht zu liefern. "Alles ist so, wie ich es gesagt habe, Vater. Nur, dass die T?terin nicht irgendeine unbekannte W?lfin ist, sondern die Erzieherin von Neveah", meldete Alessio in ernstem Ton. "Was?! Warum sollte eine Gouvernante in meinem Pst einen Garten mit giftigen Kr?utern anlegen?!" fragte Alphak?nig Lothaire verdutzt. "Sie handelte auf Befehl meiner Mutter", erkl?rte Alessio mit einem Seufzer. Alphak?nig Lothaire schwieg einen Momentng, sein Blick verdunkelte sich leicht. "Diese giftigen Kr?uter wurden doch an Neveah verwendet, oder nicht?" fragte Alphak?nig Lothaire, als ob er bereits Bescheid w¨¹sste. "Einige Male sogar... genau wie bei vielen anderen," gab Alessio zu. "Und ich dachte, sie w¨¹rde endlich aufh?ren, Neveahs Leben in Gefahr zu bringen. Anscheinend hatte ich zu viel erwartet," meinte Alphak?nig Lothaire mit einem unzufriedenen Seufzer. Trotz seines irritierten Tons, schien er jedoch nicht sonderlich beunruhigt ¨¹ber die Enth¨¹llungen, die Alessio gerade gemacht hatte. "Hast du die Gouvernante... get?tet?" fragte Alphak?nig Lothaire. Alessio sch¨¹ttelte den Kopf. "Nein, Vater... sie war bereits tot, als man sie gefunden hat", erkl?rte Alessio. Es war der einzige Teil des Falls, der Alessio sogar noch verwunderte. Wer hatte die Gouvernante in ihrem Krankenbett get?tet? Alessio vermutete, dass jemand von seiner Mutter geschickt worden w?re, um die Sacge abzuschlie?en, indem sie die Gouvernante zum Schweigen bringen w¨¹rde, da sie ¨¹ber alle Personen, die sie mit Gift eliminiert hatte, Bescheid wusste. Aber gleichzeitig bestand immer noch die M?glichkeit, dass dies nichts mit seiner Mutter zu tun hatte. In diesem Fall musste sich Alessio fragen, wer der Gouvernante die Kehle so brutal aufgeschlitzt hatte. "Schau mich nicht so an. Wir beide wissen, dass es mit Sicherheit deine Mutter war", sagte Alphak?nig Lothaire und rollte mit den Augen, bevor er sich auf seinem Thron niederlie?. "Ich werde mit ihr reden", sagte Alessio und wusste, dass sein Vater ¨¹ber das widerspenstige Verhalten seiner Mutter ver?rgert war, das den Eclipse-Pakt fast in gro?e Schwierigkeiten gebracht h?tte. "Vergiss es. Es ist nur das Leben einer W?lfin, nichts Besonderes. R?ume alle losen Enden auf. Du hast die Gouvernante get?tet und das ist alles, was jeder wissen muss." "Diese Situation ist zu ?rgerlich. Ich m?chte, dass sie nach heute nie wieder erw?hnt wird. Und im Namen des Sch?pfers, vernichte diesen Kr?utergarten bis nichts mehr davon ¨¹brig ist undss den Bach reinigen", befahl Alphak?nig Lothaire. "Ich verstehe, Vater", sagte Alessio und verneigte sich. "Was soll ich mit Omega tun?" fragte Alessio als Nachtrag. Au?er der Gouvernante war Neveah die einzige andere Person, die von der Verwicklung der Alpha-K?nigin in das Giftattentat wusste. Und wenn sie auf dumme Ideen k?me, w¨¹rde es nicht gut f¨¹r den Eclipse-Pakt enden. "Neveah, Alessio. Deine Schwester hei?t Neveah", korrigierte Alphak?nig Lothaire. Alessio spottete leise ¨¹ber die R¨¹ge seines Vaters. "Wenn Neveah bisher nichts ¨¹ber ihre Vergiftung gesagt hat, wird sie es auch in Zukunft nicht tun. Damit wir sicher sind, werde ich diesmal einen Schritt zur¨¹ckgehen", entschied Alphak?nig Lothaire. "Wenn Vater sagt ¡¯einen Schritt zur¨¹ckgehen¡¯...", lie? Alessio misstrauisch offen. "Dane hat darum gebeten, Neveah auf die Eclipse-Jagd mitzunehmen, und ich habe vor, ihn dies zu euben", entschied Alphak?nig Lothaire. "Aber Vater!", protestierte Alessio und bekam einen strengen Blick von seinem Vater. "Um die Leute um dich herum kontrollieren zu k?nnen, musst du wissen, wann du aufh?ren musst, Alessio... wann du ein falsches Gef¨¹hl der Sicherheit vermitteln musst." "Wenn du sie zu stark unter Druck setzt und ihnen jegliche Hoffnung nimmst, werden sie sich wehren... das ist dein Fehler, Alessio. Du wirst mit der Zeit K?nig sein... sieh zu und lerne", sagte Alphak?nig Lothaire mit fester Stimme. Chapter 49: Der rücksichtslose Alessio (Kap.49)

Chapter 49: Der r¨¹cksichtslose Alessio (Kap.49)

Neveah erwachte und f¨¹hlte sich ausgesprochen ausgeruht und erfrischt. Als sie die Augen ?fe, sah sie in das besorgte Gesicht von La, die auf sie herabsah. "Beim Sch?pfer, Prinzessin! Ich war so besorgt!" rief La in einer erleichterten und dennoch unn?tig hohen Toge. ¨¹berrascht blinzelte Neveah, bevor die Erinnerungen an den letzten Tag wieder in sie zur¨¹ckkehrten und sie eine Hand an ihr Ohr legte. "Die Blutung hat bereits gestern Abend aufgeh?rt, Prinzessin, es ist so erleichternd, dich wach zu sehen." berichtete La, ihre Stimme war voller Erleichterung. ¡¯Wirklich?¡¯ dachte Neveah, doch sie behielt ihren unbewegten Gesichtsausdruck und eubte sich sogar ein kleines L?cheln. Sie fragte sich, ob es La gegen¨¹ber zu hart w?re zu erkl?ren, dass sie ihre Hand an ihr Ohr hielt, weil La sout schrie und nicht wegen des Giftes. Aber Neveah entschied, dass es wahrscheinlich besser war, f¨¹r sich zu behalten. "Was ist passiert?" fragte Neveah heiser, ihre Kehle war trocken. La brachte ihr schnell ein s Wasser und half ihr, ein paar Schlucke zu nehmen, um ihre trockene Kehle zu beruhigen. "Was ist passiert? Dir oder was ist im Pst der Finsternis passiert?" La fragte nach einer Erl?uterung, immer begierig, den neuesten Tratsch zu erfahren. "?hmmm... Ich ube, beides ist miteinander verbunden." murmelte Neveah. "Nun, Prinzessin, du wirst nicht uben, was ich dir jetzt erz?hle, aber wir haben deiner Gouvernante f¨¹r deine aktuelle missliche Lage und die der Finsternis Lunas zu danken." berichtete La. "Meine Gouvernante, sagst du?" Neveah fragte schwach nach, als sie sich in der Halle der Omega-Heiler auf ihrem Bett aufsetzte. La nickte und st¨¹tzte Neveah, damit sie in einer sitzenden Position bleiben konnte, ihren R¨¹cken an der Wand. "Ja, Prinzessin. Sie haben festgestellt, dass sie am Fluss giftige Kr?uter anbaute und damit das Wasser und die Finsternis Lunas sch?digte." "Sie wurde sofort von Prinz Alessio hingerichtet." enth¨¹llte La und sch¨¹ttelte den Kopf. Neveah musste ihr Am¨¹sement unterdr¨¹cken, sie hatte gewusst, dass sie f¨¹r den Mord an ihrer Gouvernante keinen Finger r¨¹hren musste, Allerdings hatte Neveah nicht erwartet, dass Prinz Alessio tats?chlich Ruhm f¨¹r eine T?tung beanspruchen w¨¹rde, die er nicht ausgef¨¹hrt hatte und sie war sich nicht einmal sicher, wie das passiert war. Neveah vermutete, dass dies der einzige Weg war, um die Unzufriedenheit unter den Alphas der Finsternis zu reduzieren. "Oh... wie r¨¹cksichtslos von ihm." murmelte Neveah und ein Funkeln trat in ihre Augen, als sie das f¨¹r sie zubereitete Kr?utertonikum entgegennahm und den Inhalt der Schale ohne zu z?gern hinunterst¨¹rzte. "Sei still, Prinzessin, du wei?t, wie Prinz Alessio ist..sse ihn dich nicht h?ren. Prinz Alessio hat nur getan, was er tun musste." tadelte La und schaute sich um. Neveah zog eine Augenbraue hoch, sie hatte noch nie einen von den Lakaien ihrer Stiefmutter getroffen, der so war wie diese La. "Ich habe mich mit meiner Gouvernante vielleicht nicht gut verstanden, aber sie war mein ganzes Leben an meiner Seite und so kann ich nicht anders, als mich betroffen zu f¨¹hlen." murmelte Neveah und seufzte, als sie die Schale abstellte. Sie starrte mit einem entr¨¹ckten Ausdruck vor sich hin und w¨¹nschte sogar, dass ihre Augen w?ssrig wurden, um besser das Bild einer Verlorenen abzugeben. "Ich verstehe, dass dies schwer f¨¹r dich sein muss, Prinzessin. Aber die Gouvernante hat dein Leben und das der Finsternis Lunas in Gefahr gebracht, ihr Tod war unvermeidlich." sagte La in einem tr?stenden Ton. "In der Tat ... es war unvermeidlich." murmelte Neveah in sich hinein, w?hrend sie sich zur¨¹ck auf das Bett legte. _________________ "Der Vater bestellt dich." sagte Alessio mit seiner charakteristisch eiskalten Stimme. Neveah hatte nur kurz gescfen, als Prinz Alessio in die Halle kam und auf ihr Bett zukam. Langsam tterten Neveahs Augen auf und f¨¹r einen Moment starrte sie Alessio nur an, ihr Blick ruhte auf seiner dunklen Miene und seinem eisigen Blick, der wesentlich mehr dem Alessio glich, den sie kannte. Ein kleines L?cheln trat auf Neveahs Gesicht, seine merkw¨¹rdige Art hatte sie beunruhigt, als er sie in die Halle der Omega-Heiler gebracht hatte und diese Worte gesagt hatte, im uben, sie sei ohnm?chtig. Jetzt, jedoch, wo der Alessio, mit dem sie vertraut war, vor ihr stand, f¨¹hlte sie sich bedeutend wohler. "Prinzessin Neveah ist noch nicht vollst?ndig genesen, es wird nicht empfohlen, dass sie sich schon bewegt." Ein Omega-Heiler versuchte zu erkl?ren, doch verstummte er, als Alessio ihm einen w¨¹tenden Blick zuwarf. "Niemand hat sie aufgefordert, sich zu bewegen." sagte Alessio und beugte sich zu ihr hinunter."Warte... ich kann..." Neveah begann zu protestieren, als Alessio sie in seine Arme hob. Neveahs H?nde legten sich instinktiv um seinen Hals, um ihr Gleichgewicht zu sichern, w?hrend ihre Welt von seinem berauschenden Duft verschlungen wurde. So sehr sie sich auch bem¨¹hte, Neveah konnte seinen Duft nicht verdr?ngen oder sich selbst daran hindern, tiefere Atemz¨¹ge zu nehmen, um den k?stlichen Duft noch einen Moment l?nger in sich aufzunehmen. Dieses Paarungsband... dieses abscheuliche Paarungsband wollte einfach nicht von ihm assen, und w?hrend Neveah mit seinen Auswirkungen konfrontiert wurde, blieb Alessio v?llig ahnungslos. Es war nicht so, als w¨¹rde sich etwas ?ndern, wenn er es w¨¹sste, denn das letzte Mal, als er es herausgefunden hatte, hatte er zuerst versucht, Neveah mit Gewalt ins Bett zu bekommen, und dann hatte er sie get?tet. Neveah wusste, dass sie dieses Mal verdammt sein w¨¹rde, wenn sienge genug im Eclipse Pce zur¨¹ckblieb, damit Alessio herausfand, dass sie zusammen waren. Neveah war nur dankbar, dass sie nicht diesen elektrisierenden St??en bei Hautkontakt ausgesetzt war, wie h?tte sie diesen Moment ¨¹berlebt, wenn sie die Einzige gewesen w?re, die Funken gesp¨¹rt h?tte? "Du kannst ...?" fragte Alessio mit einer hochgezogenen Augenbraue, als Neveah ihre Worte nicht beendete, und seine bezaubernden gr¨¹nen Augenbrauen senkten sich, um die ihren zu treffen. "Ich kann.....walk..." erg?nzte Neveah in einem leisen Tonfall, da sie wusste, dass es besser war, Alessio eine Antwort zu geben als gar keine, denn Alessio hasste es am meisten, ignoriert zu werden. "Ich habe dich nicht nach deiner Meinung gefragt, weil sie mich nicht interessiert, Omega." stellte Alessio in einem dunklen Tonfall r, und sein verengter Blick forderte Neveah auf, ihm zu widersprechen. Neveah entschied sich f¨¹r die weise Wahl und senkte den Blick, wobei sie alle anderen Gedanken f¨¹r sich behielt. "Das habe ich mir gedacht." sagte Alessio, w?hrend er seinen Weg fortsetzte und aus der Halle der Omega-Heiler herausging. __________ "Sei gegr¨¹?t, Vater." Neveah gr¨¹?te in einem schwachen Ton, als Alessio sie auf die F¨¹?e stellte. "Setzt Euch ... steht nicht bei der Zeremonie." Alpha-K?nig Lothaire eubte es, w?hrend er sich von seinem tz auf dem gro?en Balkon seines B¨¹ros umdrehte. Neveah sa? am Tisch ihres Vaters und wartete mit ausdrucksloser Miene darauf, dass er sprach. "Wie ich h?re, ist deine Gouvernante unter ungl¨¹cklichen Umst?nden verstorben, das muss f¨¹r dich schwer zu verkraften sein." sagte Alphak?nig Lothaire. "Nicht besonders, Vater." antwortete Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken und rollte mit den Augen, als Alessio von dort, wo er hinter ihr stand, einen Spott ausstie?. Die k?nigliche Familie der Eclipse mochte hervorragend darin sein, vor dem Rest der Welt eine Fassade aufzubauen, aber jeder von ihnen kannte die n?chste Person sehr gut. Neveah war sich sicher, dass ihr Vater gut genug wusste, dass ihr das Schicksal ihrer Gouvernante nicht im Geringsten am Herzeng, und er w¨¹rde es ihr niemals abkaufen, selbst wenn sie es behauptete. "Aber andererseits ... du bist es schlie?lich. Wenn du die Mittel h?ttest, w¨¹rdest du sie eher selbst t?ten, als ihren Verlust zu betrauern." sagte Alphak?nig Lothaire mit einem dunklen Kichern. Neveah widersprach den Worten ihres Vaters nicht, sondern behielt einen leeren Blick bei. "Die letzten Jahre waren sehr anstrengend f¨¹r dich, du solltest Alessio dankbar sein, dass er sie losgeworden ist." fuhr Alphak?nig Lothaire fort. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten auf ihrem Scho?, aber ihr Blick blieb weiterhin ausdruckslos. Neveah war sich sicher, dass ihr Vater im Laufe der Ermittlungen herausgefunden hatte, dass ihre Gouvernante sie wiederholt vergiftet hatte. Dies war einer der Gr¨¹nde, warum sie so ein gro?es Feuer entfacht hatte, und Neveah war sich auch sicher, dass ihr Vater genau wusste, wer hinter der Gouvernante steckte. Doch aus seinen Worten ging r hervor, dass er nicht die Absicht hatte, etwas dagegen zu unternehmen, und er ermahnte Neveah, ihren tz zu kennen. Die Tatsache, dass er die Dankbarkeit gegen¨¹ber Alessio besonders hervorgehoben hatte, machte Neveah w¨¹tend: Dankbarkeit gegen¨¹ber dem Sohn derselben Alphak?nigin, die die Gouvernante angestiftet hatte, Neveah zu vergiften? Die Worte ihres Vaters bedeuteten, dass sie keine anderen Gedanken hegen und keinen Groll gegen Alessio und die Alphak?nigin hegen sollte, alle Schuld sollte bei der Gouvernante liegen. "Ich verstehe." murmelte Neveah mit einem freudlosen L?cheln. "Die Eclipse-Alphas sind nicht mehr in der richtigen Verfassung, daher habe ich beschlossen, den Alphagipfel um ein Jahr vorzuverlegen." "Der Aufstieg deines Bruders zum Erben kann jedoch nicht aufgeschoben werden und soll in einer vierten Nacht stattfinden. Danach werden die Eclipse-Alphas in ihre Territorien zur¨¹ckkehren." teilte Alphak?nig Lothaire Neveah mit. Neveah nicktengsam und verstehend, bevor sie sich daran erinnerte, dass Alessio direkt hinter ihr stand und schnell ihre Worte benutzte. "Ich verstehe." antwortete Neveah, als h?tte sie nicht damit gerec, dass sich die Dinge auf diese Weise entwickeln w¨¹rden, obwohl sie genau das gent hatte. Chapter 50: Der unberechenbare Alessio (Kap.50)

Chapter 50: Der unberechenbare Alessio (Kap.50)

Neveah trat mitngsamen Schritten aus dem Eclipse-Pst in den Innenhof, ihr Gang war noch etwas unsicher. Sie wusste, dass Alessio hinter ihr folgte, aber seine Anwesenheit gefiel ihr nicht, und im ersten Moment beunruhigte es sie sehr, ihm den R¨¹cken zuzudrehen, Aber sie erinnerte sich daran, dass sie diesmal nicht mehr so naiv war wie damals, denn obwohl sie ihm den R¨¹cken zuwandte, waren ihre Sinne in seiner Gegenwart immer in h?chster rmbereitschaft. Jetzt, da sie wusste, wie ihr Ende aussah, w¨¹rde sie nicht noch einmal in eine solche Spirale geraten, koste es, was es wolle. Neveah holte tief Luft und starrte mit auf dem R¨¹cken verschr?nkten Armen auf den Wald vor sich. Das Gipfeltreffen der Alphas war abgesagt worden, ein so wichtiges historisches Ereignis konnte nicht stattfinden, wenn unter den Eclipse-Alphas so viel Uneinigkeit und Unzufriedenheit herrschte, dass sie sich nicht einigen konnten. Wer wusste schon genau, was diese unzufriedenen Alphas, die sich in Mount Vernon verbarrikadiert hatten, anstellen w¨¹rden? Als Alphak?nig wusste Neveah, dass ihr Vater r erkennen konnte, dass es ihm nichts bringen w¨¹rde, den Alphagipfel in einer solchen Situation abzuhalten. Stattdessen war bereits abzusehen, dass die Angelegenheit in einer Katastrophe enden w¨¹rde, und aus welchem Grund sollte der Alphak?nig bereit sein, ein solches Risiko einzugehen? Es hatte Neveah so viel M¨¹he gekostet, dieses Ergebnis zu erreichen, ihre Entschlossenheit zu verh?rten und ihre Schuldgef¨¹hle hinunterzuschlucken, um all die unschuldigen Eclipse Lunas f¨¹r ihre eigenen Zwecke leiden zussen, aber Neveah wusste, dass es die beste Wahl war ... es war ihre einzige Wahl. H?tte sie in ihrem fr¨¹heren Leben mehr an sich selbst gedacht als an andere, w?re sie vielleicht nicht so geendet, wie sie geendet hatte... vielleicht w?re alles anders gekommen. Die Grenzen zwischen richtig und falsch, gut und b?se verschwammen, wenn es um pers?nliche Interessen ging, und jetzt, wo sie in dieser Position war, in der sie immer an ihr eigenes ¨¹berleben denken musste, verstand sie das endlich. Unabh?ngig davon w¨¹rde Neveah niemals einen Unschuldigen f¨¹r ihre eigenen Zwecke t?ten... hier zog sie die Grenze, doch was auch immer sie sonst tun musste, um ihr ¨¹berleben zu sichern... Neveah w¨¹rde es tun. Deshalb hatte Neveah diesen h?chsten Punkt der Macht und Autorit?t ins Visier genommen, diesen k?niglichen Titel, f¨¹r den sie get?tet worden war... nur wenn man diesen Punkt erreicht hatte, konnte man wirklich ¨¹berleben. Um ihr Schicksal zu ?ndern... Macht war ein Faktor, auf den sie nicht verzichten konnte, aber er war nicht der einzige Faktor. Zuerst musste sie stark werden und ihre Verb¨¹ndeten aufbauen, und das w¨¹rde sie in diesem Finsternispst niemals erreichen k?nnen. Neveah war bereit zu gehen, und sie hatte sich die Mittel dazu verschafft, mit viel M¨¹he hatte sie die Zustimmung ihres Vaters eingeholt, ohne sein Misstrauen zu erregen. Gleichzeitig war sie in der Lage gewesen, den Lauf des Schicksals zu ?ndern, wenn auch nur geringf¨¹gig... wenn der Alphagipfel nicht stattfand, waren weder Luna noch Colleen oder Lucas in Gefahr. Selbst wenn es Neveah diesmal nicht gng, sich selbst zu sch¨¹tzen, hatte sie sie weit davon entfernt, durch ihren Tod beeinflusst zu werden. Alles, was sie tun mussten, war, Alessios Kr?nung zu ¨¹berstehen, und Neveah war fest entschlossen, alles zu tun, damit in dieser Zeit nichts schief ging. Obwohl es so aussah, als h?tte Neveah dieses Mal bekommen, was sie wollte, versp¨¹rte sie dennoch keine Freude oder Erleichterung. Sie hatte es geschafft, sich selbst zu retten, und doch war sie gezwungen gewesen, ihre vermeintliche Familie zu besch¨¹tzen... Die Chance, die Alphak?nigin und Alessio zu enrven, war direkt vor ihren Augen gewesen. Eine Chance, ihre ubw¨¹rdigkeit vor den Eclipse-Alphas zu ruinieren und der k?niglichen Familie von Eclipse einen schweren Scg zu versetzen, doch Neveah hatte sie nicht ergreifen k?nnen und wollen. Es war schade, dass sie ein so gro?es Feuer entfacht hatte, aber immer noch einen Spielraum gssen hatte, damit sie unverbrannt entkommen konnten... selbst wenn sie um ihre Zukunft wusste, war Neveah immer noch zu schwach, um etwas zu tun. In ihrem jetzigen Zustand wagte sie nicht, etwas gegen die Eclipse Royalties zu unternehmen, denn sie wusste, dass alles, was sie tat, nur dazu f¨¹hren w¨¹rde, dass sie auf dem Hackklotzndete. Alles, was sie tun konnte, war wegzugehen ... so weit weg wie m?glich, und dann w¨¹rde sie ihre Kr?fte sammeln mit einem Ziel vor Augen ... zur¨¹ckzukehren und sich alles zu nehmen, was ihr rechtm??ig geh?rte. "Wienge willst du noch wie bet?ubt vor dich hinstarren? Habt ihr nichts Besseres mit eurer Zeit anzufangen?" Alessios Stimme riss Neveah aus ihren Gedanken und sie hob ihren Blick zu ihm. "In meinem Zustand kann ich kaum einen Fu? vor den anderen setzen. Mehr noch als nichts zu tun zu haben, f¨¹rchte ich, dass ich nichts tun kann, selbst wenn ich es wollte." Neveah antwortete in einem leeren Ton. "F¨¹r einen Menschen... ist dieses Ma? an Schw?che zu erwarten. Du solltest es besser wissen, als dich vergiften zussen." sagte Alessio, sein Tonfall eiskalt und herassend. "Tats?chlich... Ich sollte es besser wissen." sagte Neveah mit einem freudlosen Kichern, w?hrend sie stur geradeaus schaute. Sie w¨¹rde Alessio nicht mit einem Wortwechsel w¨¹rdigen; er stellte ihr eine Falle, und das wusste sie. Er hoffte darauf, dass sie ausfallend w¨¹rde, vielleicht um ihrem Vater einen Grund zu geben, sie nicht zur Eclipse Hunt schicken zussen. Neveah konnte sehen, dass Alessio sehr unzufrieden damit war, dass ihr Vater trotz seiner offensichtlichen Ablehnung ihrer Abreise zugestimmt hatte. Sie hatte bereits das bekommen, was sie wollte. Neveah w?re nicht so t?richt, in Alessios Falle zu tappen und ihre Chance auf Freiheit selbst zu zerst?ren. "Wie f¨¹hlst du dich?" fragte Alessio nach einem Moment der Stille, und Neveah seufzte, sich fragend, welcher von ihnen beiden nichts Besseres zu tun hatte. Als Prinz der Finsternis hatte er t?glich viele Pflichten wahrzunehmen, aber da stand er, drang in Neveahs Privatsph?re ein und st?rte einfach nur. Aber andererseits bestand Alessios einziger Lebenszweck darin, Neveah das Leben zur H?lle zu machen. Das hatte Neveah schonnge erkannt. "Ich habe nicht darum gebeten, Eure Gnaden vessen zu d¨¹rfen, und ich kann auch nicht sagen, ob ich gehen m?chte oder nicht...Wissen Sie warum? Denn die Wahl liegt nicht bei mir und wird auch nie bei mir liegen." "Ich habe mich auf Anweisung unseres Vaters an Alpha Dane gewandt, habe mich um seine Gef?hrtin gek¨¹mmert, wie es unser Vater vengt hatte, und das Ergebnis war, dass Alpha Dane eine Bitte ?u?erte und unser Vater sie genehmigte." "Und w?hrend du vielleicht ubst, dass ich das inszeniert habe, war ich zu sehr damit besch?ftigt, ein Gift abzuwehren, um Intrigen zu schmieden." "Ich habe eine anstrengende Tortur hinter mir. Du wirst das vielleicht nicht verstehen, weil du sicher keine Ahnung davon hast, was es bedeutet, ein Mensch zu sein und immer der Schw?chere zu sein," "Aber wenn du nicht vorhast, mich jetzt auszupeitschen, zu w¨¹rgen oder zu scgen, w?re ich dir dankbar, wenn du mich in Ruhessen w¨¹rdest." murmelte Neveah in einem abwesenden Ton. Neveah wusste, dass sie vielleicht Alessios Zorn auf sich ziehen w¨¹rde, aber ihn zu provozieren war die einzige M?glichkeit, ihn davon abzulenken, etwas zu tun, um Neveah am Weggehen zu hindern. Au?erdem, wenn Alessio sie hier in der ?ffentlichkeit oder sonst wo verletzen w¨¹rde, w¨¹rde das ihren Vater nur noch entschlossener machen, sie wegzuschicken, da er nie duldete, dass Alessio seine Anweisungen missachtete. In gewisser Weise, sch?tzte Neveah, waren sie beide Gefangene des Willens ihres Vaters, wie eigentlich alle. Aber unter diesen Gefangenen w¨¹rde einer K?nig sein, w?hrend die anderen auf ewig Gefangene von einem K?nig zum n?chsten bleiben w¨¹rden. Bis Neveah das ewige Rad durchbricht... und das w¨¹rde sie tun, wenn es das Letzte w?re, was sie tat. "Ich meinte, wie f¨¹hlst du dich... das Gift war ziemlich... b?sartig..." stellte Alessio fest, und starrte Neveah ausdruckslos an, am Ende ihrerngen Rede. Neveah erstarrte und warf Alessio einen verwirrten Blick ¨¹ber die Schulter. "Ich... was?" fragte Neveah verbl¨¹fft, v?llig ¨¹berrumpelt von Alessios Worten. "Da du so viel zu sagen hast, nehme ich an, dass du dich vollst?ndig erholt hast. Ich w¨¹nsche dir einen angenehmen Aufenthalt bei der Eclipse Hunt. Ich werde dich pers?nlich verabschieden und dich auch pers?nlich empfangen, wenn dein Aufenthalt beendet ist." sagte Alessio, w?hrend er sich abwandte. Es dauerte einen Moment, bis Neveah reagierte, sie starrte ihm verbl¨¹fft hinterher... das war das zweite Mal, das zweite Mal, dass Alessio Worte sagte, die v?llig untypisch f¨¹r ihn waren. Der Alessio, den Neveah kannte, w¨¹rde eher sterben, als seine Sorge auf jemanden unbedeutendes wie Neveah zu verschwenden... er w¨¹rde nicht einmal seine falsche Sorge verschwenden. Was war also das, was sie bei Alessio wahrnahm? Was war dieses merkw¨¹rdige Verhalten? Neveah f¨¹hlte sich unbehaglich, als sie Alessio nochnge, nachdem er aus dem Blickfeld verschwunden war, hinterherstarrte, und ihre Augen verengten sich zu einem komplizierten Blick. Snge Neveah Alessio kannte, hatte er sie in allem ¨¹bertroffen. Der einzige Vorteil, den sie ihm gegen¨¹ber hatte, war die Tatsache, dass sie es gewohnt war, eine Fassade aufzubauen und ihre wahren Gedanken zu verbergen. Alessio war berechenbar... und es gab nur einen Moment, in dem Neveah Alessio nicht vorhersehen konnte, und in diesem Moment war sie gestorben. Und nun stand Neveah da, unsicher ¨¹ber Alessios Absichten, und wusste, dass sie so schnell wie m?glich verschwinden musste... ein unberechenbarer Alessio verhie? nichts Gutes f¨¹r sie. Chapter 51: Ein Erbe benennen (Kap.51)

Chapter 51: Ein Erbe benennen (Kap.51)

Das L?uten der Glocken hallte durch den Eclipse-Pst, so wie es schon einige Tage zuvor geschehen war. Doch diesmal wurden die Glocken nicht gel?utet, um einen Notfall anzuk¨¹ndigen, sondern um den Anfang eines feierlichen Tages zu markieren. Neveah stand in ihren Untergew?ndern vor ihrem bodengen Spiegel und beobachtete durch ihr Spiegelbild, wie La das Kleid auspackte, das gerade in Neveahs Zimmer geliefert worden war. Wie schon zuvor war es Neveahs Aufgabe, Alessio die Klinge des Finsterniszahns zu ¨¹bergeben und ihm die Krone aufzusetzen. Sie sollte die Rolle der geliebten und verehrten Eclipse-Prinzessin spielen... und nat¨¹rlich musste sie auch so aussehen. "Es ist wundersch?n", sagte La ehrf¨¹rchtig, als sie das reinwei?e Kleid mit goldenen Stickereien betrachtete. Es war ein ?rmelkleid aus schimmerndem Stoff, mit einem hohen Kragen und einem daran befestigten Umhang. Neveah spottete unh?rbar, w?hrend sie die Augen schloss... das Kleid war zweifelsohne pr?chtig, aber das war f¨¹r Neveah von keiner Bedeutung. Sch?ne Dinge... gab es in ihrem Leben im ¨¹berfluss, sie war schlie?lich eine Troph?enprinzessin, nat¨¹rlich wurde sie mit den erlesensten Kleidern und Juwelen behangen. Was die Welt aber nicht wusste, war die Tatsache, dass die Sch?nheit des Kleides keine Rolle spielte, es war nur eine weitere Erinnerung an ihr eingesperrtes Leben. Ein Kleid, das ihr Vater f¨¹r sie ausgesucht hatte, um die von ihm gew¨¹nschte Wirkung f¨¹r diese Veranstaltung zu erzielen. H?tte der Alphak?nig ihr tats?chlich eine Kiste mit Lumpen geschickt, h?tte sie diese trotzdem tragen m¨¹ssen, zusammen mit einem erzwungenen L?cheln. "Wie m?chtest du deine Haare frisieren, Prinzessin?" fragte La, als sie sich hinter Neveah stellte und durch ihr ¨¹ppiges goldfarbenes Haar fuhr. "Ich bin sicher, mein Vater hat bereits Anweisungen gegeben ... mach es einfach." antwortete Neveah mit leerem Tonfall. La zuckte deutlich zusammen bei Neveahs Tonfall und nickte verst?ndnisvoll. Nicht zum ersten Mal fragte sich Neveah, was Las Beweggr¨¹nde waren, an ihrer Seite zu sein. La machte sich an die Arbeit und frisierte Neveahs Haare. Als sie fertig war, fielen Neveahs Haare elegant nach hinten geflochten und ein Teil davon fiel frei ¨¹ber ihren R¨¹cken. "Fertig...ss uns dich anziehen, die Kr?nungszeremonie wird bald beginnen", sagte La und l?chelte. Neveah stand auf, und La half ihr dabei, das Kleid anzuziehen. Als sie fertig waren, musterte sie sich einen Momentng im Spiegel. "Wie findest du es?" fragte La ¨¹berschw?nglich. Neveah neigte leicht den Kopf zur Seite und beobachtete, wie ihre Spiegelung das Gleiche machte. "Ehrlich gesagt? Mir ist es egal." antwortete Neveah und verlie? energisch ihr Zimmer. _______________ Die T¨¹ren zum Thronsaal wurden ge?f, und Neveah betrat den Raum. Alle Augen richteten sich sofort auf sie. Ohne in die Richtung ihres Vaters zu sehen, wusste Neveah, dass sicherlich ein zufriedenes L?cheln auf seinen Lippeng - genau die Wirkung, die er beabsichtigt hatte. Die Eclipse-Alphas standen in Reihen auf beiden Seiten desngen, gewundenen Teppichs, der zum Thron des Eclipse f¨¹hrte. Dort sa? ihr Vater in seiner k?niglichen und imposanten Manier, als h?tte er die ganze Welt unter seinen F¨¹?en. An seiner Seite war seine K?nigin. Alpha K?nigin Vilma... das war das erste Mal, dass Neveah sie sah, seit sie ihre zweite Chance im Leben bekommen hatte. Wie sie gew¨¹nscht h?tte, niemals wieder auf sie blicken zu m¨¹ssen. Wie immer sah die Alpha K?nigin einwandfrei sch?n aus, in ihrer k?niglichen Robe, an der Seite ihres Gef?hrten, mit einem strahlenden L?cheln auf den Lippen. Ein L?cheln, das im Moment von Neveahs Auftritt versste und jegliche Aufmerksamkeit auf sie zog. Der Blick der Alpha K?nigin Vilma verengte sich zu einem hasserf¨¹llten Blick. Doch das dauerte nur einen kurzen Moment, bis sie sich an die Umgebung erinnerte und ihren Gesichtsausdruck schnell korrigierte und ein L?cheln auf ihre Lippen zwang. Obwohl es nur ein kurzer Moment war, hatte Neveah diesen hasserf¨¹llten Blick bemerkt und auch jetzt konnte die offene Abneigung der Alpha K?nigin nicht g?nzlich versteckt werden. Neveah blieb einen Momentng wie angewurzelt stehen. Sie war nicht besonders gest?rt von der Reaktion der Alpha-K?nigin, sie stellte nur fest, dass sie nach der Erfahrung des Todes alles in einem neuen Licht sah.Am Ende konnte Neveah nicht mehr entscheiden, wer von dem Alphak?nig- und K?niginnenpaar im Nachteil war oder wer den anderen auf seinem Pfad der sicheren Zerst?rung mit sich zog. Sie hatte immer geubt, dass die ganze Schuld auf ihrem Vaterstete, der das Paarungsband verraten hatte, und dass die Alphak?nigin Vilma nur ein Opfer von den Qualen verlorener Liebe und gebrochenem Vertrauen war. Noch immer ubte Neveah, dass ihr Vater schuld an allem war, doch nachdem sie durch die Hand ihres eigenen Gef?hrten gestorben war, musste Neveah auf schmerzhafte Weise feststellen, dass selbst das Paarungsband nicht stark genug war, um die Bosheit im Herzen der Menschen zu kontrollieren. W?re das der Fall gewesen, h?tte Alessio seine eigene Gef?hrtin nicht t?ten k?nnen. Die Bosheit der Alphak?nigin Vilma war nicht nur die Wut einer verschm?hten Frau, es war einfach, wer sie wirklich war, das konnte Neveah jetzt sehen. In ihrem fr¨¹heren Leben, zwischen einem manipulierenden Vater, der sie dazu zwang, seinen Befehlen zu folgen, entgegen ihren eigenen ¨¹berzeugungen, und einer scheinbaren Mutter, die sie zum Vergn¨¹gen vergiftete und daf¨¹r sorgte, dass Neveah niemals eine Mahlzeit einnehmen konnte, ohne von Angst und Schrecken ¨¹berw?ltigt zu werden, und ihrem Bruder Alessio, der sich an ihren Schmerzensschreien und ihrer Hilflosigkeit erg?tzte - Neveah konnte nicht entscheiden, wer abscheulicher war. Jeder war hasserf¨¹llter als der andere und jeder ¨¹bertraf den anderen t?glich... Man k?nnte meinen, Alpha-K?nig Lothaire w¨¹rde seiner Tochter nur selten k?rperlichen Schaden zuf¨¹gen. Aber er hatte kein Problem damit, die Idee zu akzeptieren, dass Neveah das Herz seiner Zielperson durch ihr Bett greifen sollte. W¨¹rde man Alpha-K?nig Lothaire bitten, die Anzahl der M?nner zu nennen, mit denen er Neveah in eine Verbindung gebracht hatte, er w¨¹rde sie wahrscheinlich nicht alle aufz?hlen k?nnen. Er war wirklich ein Vater, der anders war als alle anderen. Neveah wollte ihre Gedanken nicht einfach an die Alphak?nigin verschwenden, denn von den dreien war sie die einzige, die keine Blutsverbindungen mit Neveah teilte und daher keinen Grund hatte, ihr gegen¨¹ber vorsichtig zu sein. Was Alessio betraf, war er nur ein Monster mit dem Gesicht eines Menschen. Doch heute w¨¹rde dieses Monster offiziell zum Erben des Eclipse-Throns gekr?nt werden und da stand Neveah, den Weg zum Thron hinuntergehend, das Eclipse Fangschwert in der Hand und ein erzwungenes L?cheln auf den Lippen. Das war die Realit?t der Eclipse-K?nigsfamilie. Es war wirklich l?cherlich. "Gru?, Vater, Mutter", sagte Neveah mit einer Verbeugung. "Entspann dich", gestattete Alpha-K?nig Lothaire mit einem bewundernden L?cheln. Dann drehte sich Neveah um und verneigte sich vor den Eclipse-Alphas, bevor sie ihren tz am Fu? der Stufen, die zum Thron f¨¹hrten, einnahm. Alpha-K?nig Lothaire stand auf und hielt eine kurze Rede, in der er den Eclipse-Alphas f¨¹r ihre Anwesenheit dankte und sein Bedauern ¨¹ber den Alpha-Gipfel ausdr¨¹ckte. Danach k¨¹ndigte er den Grund f¨¹r die Zusammenkunft der Eclipse-Alphas an. Die ganze Zeit ¨¹ber blendete Neveah die Worte ihres Vaters aus und behielt ihren Blick nach vorn gerichtet. Ihre Aufmerksamkeit kehrte erst in die Gegenwart zur¨¹ck, als sich die T¨¹ren zum Thronsaal wieder ?fen und Alessio eintrat. Wie immer war jeder seiner Schritte zielgerichtet, seine Aura dominant, er sah ganz aus wie der verehrte Eclipse-Prinz, als der er bekannt war. Sein Blick ruhte auf Neveah, genauso wie ihr Blick auf ihm. Alessio war seit jenem Tag im Hof nicht mehr vor ihr erschienen und sein erneuter Anblick erinnerte Neveah an seine Worte. Worte der Sorge, die Neveah in den letzten Tagen unruhig gemacht hatten, w?hrend sie mit jedem vorbeigehenden Augenblick ubte, dass es vielleicht ihr letzter sein k?nnte. Neveah war bereit zuzugeben, dass sie nach Alessios seltsamen Worten die meisten ihrer N?chte halb erwartend verbracht hatte, dass er jederzeit pl?tzlich auftauchen und sie t?ten k?nnte. "Morgen wird mein Erbe nach Mount Vernon aufbrechen, um den Segen des Sch?pfers zu erbitten. Als Vater und K?nig vertraue ich auf seinen Wert und Willen." "Vor meinen Eclipse-Alphas, den Lehnsherren unseres Reiches, werde ich das Eclipse Fangschwert, das Symbol des k?niglichen Erben, meinem Sohn ¨¹berreichen, damit es ihn auf seiner Mission leiten kann." "Und ohne Zweifel in meinem Herzen, dass er siegreich zur¨¹ckkehren wird, ernenne ich hiermit Alessio Terran Lothaire zu meinem offiziellen Erben, meinem Nachfolger und zuk¨¹nftigen Alpha-K?nig unseres Reiches." verk¨¹ndete Alpha-K?nig Lothaire, unterbrach damit Neveahs Gedanken. Chapter 52: Der Eindringling sorgt sich (Kap.52)

Chapter 52: Der Eindringling sorgt sich (Kap.52)

"Bleibst du nicht f¨¹r das Bankett?" fragte La Neveah, als sie den Thronsaal verlie?. Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf. Sie sah keinen Grund, warum sie an Alessios Bankett teilnehmen sollte, das letzte Bankett zu Ehren von Alessio war f¨¹r sie nicht freundlich gewesen. "Es ist schon sp?t am Mittag, ich bin ersch?pft. Ich w¨¹rde gerne ein warmes Bad nehmen und mich ausruhen. Du musst mich nicht begleiten." sagte Neveah, ohne zur¨¹ckzublicken. "Wie du m?chtest." erwiderte La mit einer Verbeugung. Neveah verlie? den Pst und ging dieses Mal nicht in ihr Zimmer zur¨¹ck, sondern direkt in den Wald. Die Sonne ging bereits unter, nachdem sie stundeng mit einem gezwungenen L?cheln dagestanden hatte, als jeder Alpha der Eclipse vorantrat, um dem zuk¨¹nftigen K?nig die Treue zu schw?ren, Neveah war v?llig ersch?pft und das Einzige, was sie wollte, war eine Pause und frische Luft an einem Ort, an dem sie sich wohlf¨¹hlen konnte. Als Neveahngsam durch den Wald schlenderte, verwandelte das dichte Bl?tterdach der hohen B?ume den Himmel in ein tieferes Dunkel, aber Neveah liebte es gerade so. Neveah ging nicht so weit hinein wie sonst, ihr Vater hatte ihr verboten den Wald zu betreten, aber zumindest konnte sie noch einen Weg finden, wie sie so weit hinein kommen konnte. Noch weiter und es w?re schwierig geworden, ihre Missachtung des v?terlichen Verbots zu erkl?ren und das Letzte, was Neveah in diesem Moment tun wollte, war sich mit ihrem Vater anzulegen. Sie bekam endlich das, was sie wollte, sie konnte endlich das Eclipse Fang Pack vessen, ohne bef¨¹rchten, gejagt zu werden, obwohl sie nur auf den Befehl ihres Vaters zur¨¹ckkehren durfte, Neveah wusste, dass sie mit der Zeit ihren eigenen Weg finden w¨¹rde, um sich vollst?ndig vom Eclipse Fang Pack zu trennen. Wie die Welt au?erhalb der Mauern dieses Pstes aussah, wie das Leben au?erhalb der Reichweite ihres Vaters und der Eclipse Royals war... Neveah wollte es wissen, sie war verzweifelt danach zu wissen. W¨¹rde die Luft viel w?rmer sein? W¨¹rde das eisige Gef¨¹hl, das ihr Herz ergriffen hatte, endlich verschwinden? K?nnte sie endlich ein echtes und aufrichtiges L?cheln zeigen? W¨¹rde sie lernen, zu vertrauen? W¨¹rde sie endlich erfahren, was es bedeutet, wirklich zu leben? Frei und ungehemmt zu leben? Neveah streckte ihre Arme aus, ihre Augen schlossen sich, als sie den Kopf zur¨¹ckwarf und einfach diesen Moment der Ruhe und Gssenheit genoss. "Wie sich wirkliche Freiheit anf¨¹hlt... vielleicht werde ich es dieses Mal endlich erfahren..." murmelte Neveah mit einem leisen Seufzer. Fokussiert auf diesen Moment der Ruhe, bemerkte Neveah nicht die Anwesenheit von jemandem hinter ihr, bis ein tiefes, kehliges Knurren ihr Ohr erreichte. Neveah erstarrte, als sie sichngsam umdrehte, ihre Augen weiteten sich vor Schreck, als sie ein Gesicht sah, das sie nie gedacht h?tte, wieder zu sehen. "Sssstrrrong Wooollf..." Er stie? seinen tiefen, kehligen Bariton hervor, seine schwarzen Augen funkelten, als er sich von dem Baum abstie?, an den er gelehnt war. Die Gestalt, die vor ihr stand, war niemand anderes als der Schwarze Drache, gegen den Neveah in ihrem vorherigen Leben gek?mpft hatte. ¡¯Warum war er hier? War er zur Rache gekommen? W¨¹rde sie dieses Mal durch seine Hand sterben?¡¯ fragte sich Neveah, w?hrend sie einen wackeligen Schritt zur¨¹ck machte, w?hrend ein eiskalter Schrecken ihren R¨¹cken hinunterlief. Ein leises Knurren entwich seinen Lippen, als er sah, wie Neveah sich von ihm entfernte, und in Neveahs Kopf drehten sich die R?der, w?hrend sie einen Ausweg suchte. "Bleib..." sagte der Drachenwandler, als Neveah einen weiteren unruhigen Schritt von ihm weg machte. Neveahs Augen weiteten sich leicht, als der Drachenwandler einen weiteren Schritt auf sie zugehen machte, seine pechschwarzen Augen auf sie gerichtet, und Neveah f¨¹hlte sich wie gel?hmt, unf?hig einen weiteren Schritt zur¨¹ck zu machen. Der Drachenwandler wollte, dass sie an ihrem tz blieb, und Neveah fragte sich, warum sie seiner Bitte nachkam. Neveah versuchte, ihr Zittern zu unterdr¨¹cken, als er einen weiteren Schritt auf sie zu machte und dann einen weiteren, bis er direkt vor ihr stand und sie mit mindestens einem ganzen Fu? ¨¹berragte. "Ich... Ich... Was willst du...? Das hier ist Eclipse Fang... Sie werden wieder hinter dir her sein..." stotterte Neveah, w?hrend sie ihre zitternden H?nde zu F?usten ballte. Der Drachenwandler brummte als Antwort, Neveah war sich sicher, dass er ihre Worte verstehen konnte, aber das war ihm offensichtlich v?llig egal. Wie schon zuvor beugte sich der Drachenwandler vor, senkte den Kopf, vergrub sein Gesicht im Haar von Neveah und atmete tief ein.Neveah blieb regungslos stehen, bis er sich zur¨¹ckzog und legte dann seine Hand auf Neveahs Taille. Neveahs Herz krampfte sich, als sie seine Krallen auf dem d¨¹nnen Stoff sp¨¹rte, der ihre Haut bedeckte. "I... wirst du mich t?ten?" stotterte Neveah. Der Drachenwandler brummte leise und sch¨¹tteltengsam den Kopf. "Du... hast Schmerzen...", murmelte er, scheinbar unsicher, wie er seine Botschaft ¨¹bermitteln sollte. Neveah runzelte leicht die Stirn. Genau an der Stelle, an der die Hand des Drachenwandlersg, hatte sie eine t?dliche Verletzung erlitten, die von seinem Stachelschwanz verursacht worden war. Neveah konnte nicht uben, dass der Drachenwandler sich genau an die Stelle erinnerte, an der er sie w?hrend ihres Kampfes verletzt hatte, und dass er sogar gekommen war, um nach ihr zu sehen. "Bist du... gekommen, um nach meiner Verletzung zu sehen?" fragte Neveah unsicher und war erstaunt, als der Drachenwandler nickte. "Hast du... auf mich gewartet, bis ich in den Wald komme?" fragte Neveah erneut, und wieder nickte er. Neveahs Herz klopfte schneller, als sie erstaunt blinzelte. Sie war sich nicht sicher, wie sie reagieren sollte, und brauchte einen Moment, in dem sie einfach nur benommen in seine schwarzen Augen starrte, bevor sie schlie?lich sprach. "Mir geht es gut... Ich heile schnell, ich bin schon wieder v?llig genesen... Du brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen.", sagte sie mit zittriger Stimme, unsicher, warum sie so sehr von den Worten des Drachenwandlers bewegt war. "S...sssorge....", murmelte der Drachenwandler, als w?re das Wort ihm fremd, und neigte den Kopf verwundert zur Seite. Trotz der Situation, konnte sich Neveah ein leises Lachen nicht verkneifen. "Ja, ck Scaled, das nennt man Sorge... Das ist das, was du gerade f¨¹r mich empfindest.", antwortete Neveah und l?chelte dabei. "ck Scaled... So werde ich dich nennen... es passt zu dir.", entschied sie und ihr L?cheln wurde noch breiter, als der Drachenwandler verwirrt den Kopf wieder zur Seite neigte. Sie hatte pl?tzlich das Gef¨¹hl, dass er gar nicht mehr so furchterregend war. Vielleichtg es daran, dass sie schon einmal gestorben war und keine Angst mehr hatte, aber sie fand diesen Drachenwandler irgendwie s¨¹?. "D...du...", begann der Drachenwandler erneut zu sprechen, brach jedoch ab. "Jemand kommt.", sagte Neveah panisch, auch sie hatte die sich n?hernde Pr?senz wahrgenommen. Neveah schaute sich um, sie konnte nicht zssen, dass der Drachenwandler gefangen wurde. Ihr Vater hatte ein tiefes Misstrauen gegen¨¹ber den Drachenwandlern, und sch?tzte die Dracheyer sehr. Falls ck Scaled verhaftet w¨¹rde, war sich Neveah sicher, dass ihr Vater jede seiner Schuppen herausrei?en w¨¹rde, um seine Schatzkammer zu bereichern... Jeder Teil eines Drachen war selten und kostbar. "Wir d¨¹rfen nicht zssen, dass sie dich fangen... komm schnell.", sagte Neveah dringlich und griff nach seiner Hand, um mit ihm tiefer in den Wald zu fliehen. Neveah lie? ihr Wolfsblut wirken und rannte so schnell sie konnte. Der Drachenwandler hielt m¨¹helos mit ihr mit und Neveah f¨¹hrte ihn zu einem Wasserfall. "Dahinter gibt es eine H?hle, da werden sie nicht suchen. Wir k?nnen uns dort verstecken, bis sie weg sind.", sagte Neveah schnell und zog ihn mit sich, bis sie den Wasserfall ¨¹berquert hatten und in die schwach beleuchtete H?hle dahinter gingen. Neveah versteckte sich hinter einer Ecke und zog den Drachenwandler so, dass er direkt neben ihr verborgen war. Ihr Herz schlug schneller, als sie Schritte h?rte, die sich dem Wasserfall n?herten; derjenige, der gekommen war, hatte sie wahrscheinlich verfolgt. "Psst... sei leise.", sagte Neveah, als sie einen Schatten auf der gegen¨¹berliegenden Seite des Wasserfalls sah. Sie drehte sich so, dass sie den Drachenwandler mit ihrem K?rper abschirmte. Sein R¨¹cken war gegen die Wand gepresst und sie lehnte sich an ihn und legte eine Hand auf seine Lippen, um ihn zum Schweigen zu bringen. Als der Schatten sich wieder bewegte, biss Neveah sich nerv?s auf die Lippe. Sie ¨¹berlegte, was passieren w¨¹rde, wenn sie entdeckt w¨¹rden, w?hrend ihr Herz vor Angst pochte. Das Letzte, was sie wollte, war zusehen, wie ihr Vater das mit ck Scaled tat, was er mit jedem Eindringling tat: ein Exempel statuieren. "Falls er hereinkommt, ck Scaled... nimm mich als Geisel und vergie?e auch Blut." "Mein Vater wird dich gehenssen m¨¹ssen, um sein Gesicht vor den Anf¨¹hrern der Eclipse zu wahren. Sobald ihr ¨¹ber unsere Grenzen hinaus seid, werden sie sich nicht trauen, euch zu verfolgen.", sagte Neveah dringend, als der Schatten n?her kam. Chapter 53: Ist sie die Richtige? (Kap.53)

Chapter 53: Ist sie die Richtige? (Kap.53)

"ck Scaled... wenn er durchkommt, nimm mich als Geisel... stell sicher, dass du auch Blut vergie?t." "Mein Vater wird dich gehenssen m¨¹ssen, um das Gesicht vor den Eclipse-Alphas zu wahren. Sobald ihr jenseits unserer Grenzen seid, werden sie es nicht mehr wagen, euch zu verfolgen." sagte Neveah eindringlich, als sich der Schatten n?herte. Neveah achtete nicht auf den faszinierten Gesichtsausdruck des Drachenwandlers, der eine kleine W?lfin sah, die ihn besch¨¹tzte, w?hrend er das gesamte Eclipse Fang Rudel mit einem einzigen Atemzug vernichten konnte. Neveah wartete und beobachtete, wie sich der Schatten einen Momentng hin und her bewegte, bevor er sich aus dem Blickfeld zur¨¹ckzog. "Er ist weg." murmelte Neveah und atmete erleichtert auf, als sie sich entfernte, doch sie erstarrte, als eine vertraute Stimme nach ihr rief. "Omega! Ich wei?, dass du irgendwo hier drau?en bist, komm jetzt raus. Zwing mich nicht, dich zu suchen." sagte Alessio. Ein Schauer des Entsetzens lief Neveah ¨¹ber den R¨¹cken. Warum war ausgerec Alessio in den Wald gekommen? Aus welchem Grund verlie? er sein eigenes Bankett und kam in den Wald? Es sei denn, er war absichtlich gekommen, um sie zu suchen, was bedeutete, dass er vielleicht nicht wusste, dass Neveah mit jemandem zusammen war. "Schwarzschuppe, er ist mewegen hier und wird nicht gehen, bevor ich herauskomme. Bleib hier... Ich werde ihn weglocken und du gehst, wenn wir weg sind." sagte Neveah zu dem Drachenwandler. Neveah wollte sich wegbewegen, aber der Drachenwandler hielt sich an ihrem Handgelenk fest und sch¨¹ttelte mit leicht gerunzelter Stirn den Kopf. "Mir wird nichts passieren... er ist mein Bruder, er wird mir nichts tun." sagte Neveah und zwang sich, die L¨¹ge mit zusammengebissenen Z?hnen auszusprechen. Dann zog Neveah ihre Hand aus dem Griff des Drachenwandlers und ging hinter dem Wasserfall hervor, wobei sie Alessio erblickte, der mit dem R¨¹cken zu ihr stand. Er trug sein tiefues Zeremoniengewand und Neveah holte tief Luft, um sich zu beruhigen, bevor sie auf ihn zuging. "Euer Gnaden." Neveah gr¨¹?te und senkte ihren Kopf zur Verbeugung. "Ihr wart es also doch..." murmelte Alessio, als er sichngsam zu Neveah umdrehte und einen finsteren Gesichtsausdruck aufsetzte. Neveahs H?nde zitterten, aber sie ballte sie zu festen F?usten und zwang sich, ruhig und unbeeindruckt zu bleiben. "Verzeiht mir, Euer Gnaden. Ich bin an die frische Luft gegangen, ich wei? nicht, wann ich diese W?lder wiedersehen werde. Ich werde mich bei Vater melden und seine Strafe f¨¹r die Missachtung seines Befehls einfordern." sagte Neveah in leisem Ton. Alessio starrte Neveah kurz an, und Neveah hielt ihren Blick aufrecht. "Warum bist du vor mir weggufen?" fragte Alessio und Neveah zuckte sichtlich zusammen, als ein Knurren aus Alessios Lippen entschl¨¹pfte, das zeigte, dass der Terraner direkt an der Oberfl?che war. "Ich konnte nicht sagen, wer es war ... es war Instinkt, ich wollte nur nicht, dass jemand Vater erz?hlt, dass ich hier drau?en war. Es tut mir leid, Euer Gnaden." erwiderte Neveah und hoffte, Alessio w¨¹rde sich einfach auf den Weg machen und sie in Ruhessen. "Wenn du den Eclipse Fang verpassen willst, musst du nicht gehen. Ich werde es Vater wissenssen." sagte Alessio wie aus dem Nichts und Neveahs Kopf schnellte hoch. "W... was?" fragte Neveah verbl¨¹fft. "Du hast mich verstanden. Wenn du nicht gehen willst ... dann sag es und ichsse dich bleiben. Vater wird mich nicht abweisen." sagte Alessio erneut. ¡¯Wenn ich nicht gehen will, sag das Wort?! Hat er sich irgendwo den Kopf gesto?en?!¡¯ dachte Neveah erschrocken. "ICH ... ICH ..." Neveah stockte einen Moment, bevor sie die Stirn leicht runzelte und beschloss, einfach ihre Meinung zu sagen. "Wenn ich mich entschlie?e, zu bleiben und nicht zu gehen... kannst du Vater auch dazu bringen, mich wieder in den Wald gehen zussen, wann ich will? Bedeutet das, dass ich mit Lucas Varleston nicht intim sein muss?" fragte Neveah in einem leeren Ton. Alessio knurrte leise bei Neveahs Worten, aber er konnte sie nicht widerlegen. "Ihr wollt also gehen?" fragte Alessio und Neveah zuckte l?ssig mit den Schultern. "Ich werde tun, was Vater befohlen hat, Alessio. Wenn Vater sagt, ich soll gehen, dann werde ich gehen. Wenn Vater sagt, ich soll nicht gehen, dann habe ich auch keine andere Wahl." sagte Neveah in einem leeren Ton. Im Handumdrehen bewegte sich Alessio und stand direkt vor Neveah, seine Hand fasste ihr Kinn fest und neigte ihren Kopf zu seinem. "Ich sch?tze, ich habe etwas Falsches gesagt." murmelte Neveah, ihren Blick unbeirrt auf Alessios leuchtende gr¨¹ne Augen gerichtet. "Vaters Befehl ... Vaters Befehl, bist du wirklich nicht bereit, mit dem Jungen aus Varleston intim zu werden?" fragte Alessio in einem dunklen Ton. "Was denkst du?" fragte Neveah und Alessio runzelte die Stirn, bevor sich sein Griff um ihr Kinn lockerte. Neveah erwartete, dass er zur¨¹cktreten w¨¹rde, aber stattdessen streichelte seine Hand ihre Wange und Neveah versteifte sich sofort. "Er sollte dich nicht bekommen ... du geh?rst ihm nicht." murmelte Alessio in leisem Ton, und seine Worte erschreckten Neveah. "Geh in dein Quartier, zieh dich um und nimm am Bankett teil. Lasst euch nicht wieder von mir finden." sagte Alessio, bevor er seine Hand wegzog und davonschritt. Neveah hob eine Hand an ihre Wange, ihr Herz f¨¹llte sich mit Abscheu, w?hrend sie ihm nachstarrte, bis er aus ihrem Blickfeld verschwand. Als Neveah sicher war, dass er verschwunden war, eilte sie zur¨¹ck zum Wasserfall und drehte sich zur H?hle um, wo sie erleichtert aufatmete, dass sie leer war. "Er ist entkommen ... das ist gut." sagte Neveah, w?hrend sie sich auf einen Stuhl sinken lie? und den Kopf in ihrem Scho? vergrub, um ihr rasendes Herz zu beruhigen. Das war knapp gewesen, Alessio wusste von der Wasserfallh?hle und h?tte darauf bestehen k?nnen, sie zu ¨¹berpr¨¹fen, wenn er jemanden dort vermutet h?tte... es war gut, dass er sie allein bemerkt hatte. "Ich sollte mich f¨¹r das Bankett fertig machen, eine weitere Nacht mit einem falschen L?cheln... wie anstrengend." murmelte Neveah, w?hrend sie sich aufrichtete und zur¨¹ck in Richtung Eclipse Pce ging. Als Neveah sich bewegte, hatte sie das Gef¨¹hl, beobachtet zu werden, und so blieb sie stehen und warf einen Blick ¨¹ber die Schulter, aber der Wald hinter ihr war v?llig leblos. Neveah runzelte leicht die Stirn, bevor sie beschloss, dass sie einfach nur ¨¹berempfindlich war, und ging weiter. Ohne dass sie es merkte, kamen zwei Gestalten hinter einem Baum hervor und starrten ihr nach, als sie sich zur¨¹ckzog. Bei der einen handelte es sich um den Schwarzgeschuppten Drachenwandler, w?hrend die andere jemand ganz anderes war... jemand, der mehr nach einem anderen Wortwesen aussah als nach einem Menschen. "Sie ist diejenige, zu der sich deine Bestie hingezogen f¨¹hlt? Der Grund, warum du immer wieder in das Wolfsgebiet kommst?" fragte das fremde Wesen in einem herrischen Ton. Der Schwarzgeschuppte Drachenwandler grunzte als Antwort. "Nun gut ... wenn es dir gef?llt, werde ich mich darum k¨¹mmern." murmelte das fremde Wesen, als es sich umdrehte, um wegzugehen, aber es hielt inne und warf einen Blick ¨¹ber die Schulter in die Richtung, in die Neveah verschwunden war. "Sie nennt dich ck Scaled? Unublich." murmelte das seltsame Wesen und sch¨¹ttelte den Kopf. ______________________ Neveah schritt in den Saal, in dem das Bankett bereits in vollem Gange war und die Eclipse-Alphas freundliche Worte austauschten und herzlichchten. Der Tisch war song, dass alle Eclipse-Alphas bequem zu beiden Seiten des Tisches tz fanden, w?hrend der Alphak?nig und die Alphak?nigin am Kopfende des Tisches sa?en. Alessio sa? rechts neben dem Alphak?nig und schien Neveahs Ankunft als Erster zu bemerken. Ihre Blicke trafen sich f¨¹r einen Moment, bevor Neveahs Aufmerksamkeit von Lucas abgelenkt wurde, der ihr etwas zurief. "Veah! Komm, setz dich." sagte Lucas und deutete auf den freien tz neben sich, und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, als Alpha Varleston sein Gesicht zur Seite drehte, um das breite Grinsen auf seinen Lippen zu verbergen. Neveah l?chelte leicht, sie hatte Lucas seit ihrem Erwachen in diesem Leben nicht mehr gesehen und ihn lebend und in Sicherheit zu sehen, erf¨¹llte sie mit einem tiefen Gef¨¹hl der Erleichterung. Neveah wollte auf ihn zugehen, aber ihr Weg war versperrt, und ihr Blick hob sichngsam, um wieder auf Alessio zu treffen. "Dein tz ist an meiner Seite, Veah ... muss ich dich daran erinnern?" fragte Alessio und streckte eine Hand nach Neveah aus, sein Blick verengte sich zu einem grellen Licht, das Neveah herausforderte, seine ausgestreckte Hand zur¨¹ckzuweisen. Es war, als ob er Neveah testen wollte, um zu pr¨¹fen, ob ihre Worte von vorhin wahr waren, ob sie wirklich nichts f¨¹r Lucas Varleston von Eclipse w empfand. Neveah warf Lucas einen entschuldigenden Blick zu, aber das Letzte, was sie jetzt tun wollte, war zuzusehen, wie Lucas sich Alessio zum Feind machte. Neveah nahm Alessios ausgestreckte Hand und lie? sich von ihm zu dem freien tz neben ihm f¨¹hren, er zog den Stuhl zur¨¹ck und lie? sie zuerst sitzen, bevor er selbst tz nahm. Neveah zuckte leicht zusammen, als sie bemerkte, wie Lucas sich erhob und aus dem Saal ging, wahrscheinlich verletzt dar¨¹ber, dass Neveah seine Eidung ignoriert hatte. "Ignorier ihn ... schenk mir ein s Wein ein." sagte Alessio, w?hrend er sein Weins zu Neveah neigte. Chapter 54: Ein Toast und ein Blitz (Kap.54)

Chapter 54: Ein Toast und ein Blitz (Kap.54)

Neveah schluckte ihren Widerwillen hinunter und befolgte Alessios Worte, denn sie wusste, dass es keine Bitte, sondern ein Befehl war. Viele Augen waren auf sie gerichtet und viele hatten seine Worte geh?rt. Wenn sie sich nicht f¨¹gte, w¨¹rde das Verdacht erregen ... Verdacht, der Neveah in eine schwierige Lage bringen w¨¹rde. Neveahs rebellisches Herz war unwillig, sie wollte Alessio einen grimmigen Blick zuwerfen und ihm r machen, dass sie nicht seine Magd oder Dienerin war. Aber Neveah verdr?ngte ihre wahre Seite, sie war so kurz davor, das zu bekommen, was sie wollte... von all dem wegzukommen, endlich eine Chance zu haben, die Welt f¨¹r sich selbst zu sehen und so zu leben, wie es ihr gefiel. Sie w¨¹rde diese Chance nicht nur f¨¹r einen Moment des Trotzes aufs Spiel setzen, egal wie verlockend es war, Alessio zu schimpfen, wenn sie genug von seinen Possen hatte. Allerdings hatte jeder Akt des Trotzes, den sie Alessio jemals entgegengebracht hatte, f¨¹r sie schrecklich geendet. Neveah hob pflichtbewusst die Weinsche auf und f¨¹llte Alessios Becher nach, und die ganze Zeit ¨¹ber war Alessios Blick auf sie gerichtet, als sei sie das einzig Interessante an seinem Bankett. Er starrte sie so intensiv an, dass Neveahs H?nde zitterten, als sie versuchte, sich darauf zu konzentrieren, den Wein einzugie?en, ohne ihn zu versch¨¹tten. Als der Becher gef¨¹llt war, stellte sie den Krug schnell ab und verschr?nkte ihre Finger ineinander, um das Zittern zu beruhigen, damit die scharfen Augen der Eclipse-Alphas sie nicht bemerkten. ¡¯Was war mit Alessio los?¡¯ fragte sich Neveah erstaunt. Sie konnte sich des Unbehagens nicht erwehren, dass er sich so seltsam verhielt. Au?er wenn er ihr etwas antun wollte, hielt Alessio normalerweise einen gro?en Abstand zu ihr, als ob sie eine ge w?re. Das war der einzige Grund, warum sie songe ¨¹berlebt hatte, denn die meiste Zeit hatte sie sich nur darum k¨¹mmern m¨¹ssen, ihrem Vater zu gefallen, da sie dem vielbesch?ftigten Eclipse-Prinz nur selten begee. Und selbst wenn sie sich trafen, erkannte er sie nur widerwillig an, um die Befehle ihres Vaters zu befolgen, mehr nicht, denn seit wann war es ihm angenehm, direkt an Neveahs Seite zu sitzen? Er bat Neveah sogar, ihm ein s Wein einzuschenken, und starrte sie dann an, als w¨¹rde er sie jeden Moment verschlingen wollen. Neveah fiel nicht ein, was sie falsch gemacht hatte, au?er in den Wald gegangen zu sein, und sie hatte gedacht, er w¨¹rde es dabei bssen, denn immerhin war heute sein Kr?nungsfest. Neveah versuchte, gleichg¨¹ltig zu sein, aber die Erinnerungen an ihren grausamen Tod schossen ihr immer wieder durch den Kopf, ihr R¨¹cken schmerzte sogar f¨¹rchterlich, als ob die Krallenwunden immer noch bluteten, und so konnte sie nichts gegen das kalte Gef¨¹hl des Schreckens tun, das sie erfasste. Neveah musste ihre H?nde fest ummmern, um sich zu beruhigen und in so unmittelbarer N?he zu Alessio sitzen zu bleiben, ohne sichtbar zu zittern. "Willst du nichts trinken?" fragte Alessio, als Neveah eine ganze Weile in dieser starren Haltung verharrte und ihren Blick auf den Tisch gerichtet hielt. "Ich mag keinen Alkohol." antwortete Neveah mit leiser Stimme, und Alessio spottete daraufhin leise. "Verst?ndlich, dieses Gebr?u ist selbst f¨¹r Wolfsmenschen stark... ein Mensch k?nnte es niemals vertragen." sagte Alessio und Neveah machte sich nicht die M¨¹he, eine Antwort zu geben. Alessio trank aus seinem skelch, bevor er ihn an Neveah weiterreichte und sie erwartungsvoll ansah. "Alessio..." Neveah wollte ablehnen, aber Alessio unterbrach sie. "Trink Veah... heute Abend ist mein Kr?nungsbankett, als meine Schwester solltest du dich von deiner besten Seite zeigen. Wisch dir den d¨¹steren Blick aus dem Gesicht und trink." befahl Alessio in einem dunklen Ton. "Aber... ich kann nicht..." begann Neveah zu argumentieren, unterbrach sich aber klugerweise, als sich Alessios Blick verfinsterte. Neveah nahm den Kelch in die Hand und nahm einen Schluck von dem starken Gebr?u, wobei sie leicht zusammenzuckte angesichts des brennenden Geschmacks, der das Aroma, das es haben sollte, v?llig ¨¹berw?ltigte. Nicht alle Gebr?ue hatten einen so starken Geschmack, es war nur das, was Alessio bevorzugte, und Neveah fragte sich, ob dies seine neu beschlossene Methode war, sie zu qu?len. War es m?glich, am Trinken eines starken Gebr?us zu ersticken? Das war die einzig vern¨¹nftige Schlussfolgerung. "Halten Sie es ein ... atmen Sie ..." Alessio f¨¹hrte sie an, als w¨¹sste er, dass Neveah die Fl¨¹ssigkeit gleich wieder ausspucken w¨¹rde. Neveah folgte seiner Anweisung und zwang es ihre Kehle hinunter, wobei sie sichtlich zitterte, als sie dem Drang widerstand, in einen Hustenanfall zu verfallen. Alessio kicherte ¨¹ber Neveahs Reaktion, bevor er seinen Becher zur¨¹cknahm und den Rest des Inhalts hinunterschluckte. Neveah war wieder einmal entsetzt ¨¹ber Alessios untypisches Verhalten... wie konnte er jemals bereit sein, seinen Becher mit ihr zu teilen, wenn er aus genau demselben Becher trank... Mit jedem Tag, der verging, wurde sein Verhalten immer merkw¨¹rdiger. Neveah schauderte erneut und hoffte, dass sie nur zu viel hineininterpretierte. Alessio hob die Hand und rief einen Diener herbei, der die Weinsche gegen eine andere austauschte. Dieses Mal f¨¹llte er selbst seinen Becher, bevor er einen Schluck nahm. "Probier das... es schmeckt besser." sagte Alessio und reichte Neveah erneut den Kelch. Neveah betete um Geduld und Ruhe, nahm den Weinkelch an und trank einen zaghaften Schluck, anstatt den gro?en Schluck, den sie zuvor genommen hatte. Neveah runzelte leicht die Stirn, als in ihrem Mund ein fruchtiger Geschmack explodierte. Sehr mild und angenehm f¨¹r ihre Geschmacksknospen, doch der Nachgeschmack dieses Weins schien noch st?rker zu sein als der des letzten. Neveah nahm einen weiteren Schluck. Der Geschmack war viel besser als der letzte und sie wunderte sich, warum jemand den vorherigen Wein diesem vorziehen w¨¹rde. "Lass esngsamer angehen... du willst dich doch nicht betrinken." riet Alessio mit einem am¨¹sierten Gesichtsausdruck. Neveah verdrehte die Augen. Wenn sie sowieso zum Trinken gezwungen w¨¹rde, dann w¨¹rde sie lieber dieses Gebr?u trinken, als das, was auch immer das letzte h?tte sein sollen. "Du willst, dass ich trinke... also werde ich trinken. Du willst, dass ich die Rolle einer gl¨¹cklichen Schwester spiele... nun, Bruder, dann bekommst du sie." sagte Neveah und erhob sich, wobei sie mit ihrem Ring leicht gegen das s schlug. Wie erwartet wandten sich alle Augen der Eclipse-Alphas und die ihrer Eltern auf sie. Der Alphak?nig Lothaire Raul zog eine Augenbraue hoch, aber Neveah ignorierte ihn, als sie sich r?usperte. "D¨¹rfte ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten? Die meisten von Ihnen kennen mich bereits, aber f¨¹r diejenigen, die es nicht tun, ich bin Neveah Omega Lothaire... Prinzessin des Eclipse Gebiets." "Es erf¨¹llt mein Herz mit Freude, alle Eclipse-Alphas hier versammelt zu sehen, um den Stolz der k?niglichen Familie von Eclipse zu feiern... meinen Bruder Alessio..." begann Neveah und schenkte Alessio ein bewunderndes L?cheln. "Ich bin sprachlos, um meine Freude in diesem Moment zu beschreiben. Denn ich kenne keinen W¨¹rdigeren als ihn... Er hat sich durch Geburt, durch Ehre und in jeder Beziehung das Recht auf die F¨¹hrung des Eclipse Gebiets verdient." "So gerne ich ihn auch tagng feiern w¨¹rde... ich f¨¹rchte, meine Kr?fte sind begrenzt und bevor der Wein mir zu Kopf steigt," " werde ich der Erste sein, der auf den k?niglichen Prinzen, Alessio Terran Lothaire, einen Toast ausbringt." Neveah verk¨¹ndete das und erntete das Gel?chter der Eclipse-Alphas, da sie zugab, dass sie ein Leichtgewicht war. Neveah wandte sich dann Alessio zu und hob ihren Kelch zu ihm hoch. "Du wirst zweifellos mit den Segnungen des Sch?pfers bedacht... du wirst ein gro?artiger K?nig sein, Bruder. Das Eclipse Gebiet ist gese, dich zu haben... M?ge deine Regentschaft unter dem Blick des Sch?pfers gedeihen." sagte Neveah, w?hrend sie ihren Kopf zu einer Verbeugung senkte. "H?rt, h?rt!" stimmten die Eclipse-Alphas ein und schlugen ihre F?uste auf den Tisch. "Auf den k?niglichen Prinzen!" verk¨¹ndete Neveah. "Auf den k?niglichen Prinzen!" wiederholten die Eclipse-Alphas, w?hrend sie sich alle erhoben und ihre Kelche in die Luft hielten. Neveah leerte zuerst den Inhalt ihres Kelches, f¨¹llte ihn dann l?chelnd unter den Augen aller Eclipse-Alphas auf und reichte ihn Alessio. Alessio nahm den Kelch an und erhob sich. "Prost." sagte Alessio mit seiner tiefen Stimme, bevor er den Inhalt seines Kelches hinunterst¨¹rzte und alle Eclipse-Alphas dasselbe taten, woraufhin sie in Jubel und Apus ausbrachen. Und genau in diesem Moment geschah ein eigenartiges Ph?nomen vor den Augen aller Eclipse-Alphas. Ein Blitz durchzuckte das Dach und alle Eclipse-Alphas sahen mit Schrecken und rm zu, wie er direkt auf Alessio traf und ihm ein schmerzerf¨¹lltes St?hnen entlockte, w?hrend der Kelch aus seinen H?nden fiel. Es passierte alles in einem Wimpernscg, zu schnell f¨¹r jeden, um wirklich zu begreifen, was gerade passierte. Das Dach blieb unversehrt, aber ein Gl¨¹hen umh¨¹llte Alessio. Vor aller Augen verbrannten seine oberen Gew?nder und legten seine nackte Brust frei, auf der sichngsam das Zeichen des Sch?pfers einritze. Ein erdbebenartiges Knurren entfuhr Alessios Lippen, w?hrend er sich am Tisch festhielt, um sich zu st¨¹tzen, w?hrend er die Segnungen des Sch?pfers empfing. Eine Segnung, die in der gesamten Geschichte des Eclipse Gebiets nur auf dem Gipfel des Mount Vernon gegeben worden war, wurde Alessio genau hier, vor aller Augen, zuteil. Chapter 55: Das Zeichen des Sch?pfers (Kap.55)

Chapter 55: Das Zeichen des Sch?pfers (Kap.55)

Der Anblick war unublich, und einen Momentng wagte niemand, sich zu bewegen oder zu sprechen, doch der Alphak?nig war der erste, der aus der Benommenheit ausbrach. "Prinz Alessio Terran Lothaire wurde f¨¹r w¨¹rdig befunden, den Segen des Sch?pfers zu erhalten...beugt das Knie!" verk¨¹ndete Alphak?nig Lothaire in einem Ton, der vor Stolz nur so strotzte. Alle Eclipse-Alphas sanken vor Alessio auf die Knie, und Neveah biss die Z?hne zusammen, als auch sie ihren Kopf zu einer Verbeugung senkte, aber nicht niederkniete. Ein weiteres wildes Knurren entrang sich Alessios Kehle, w?hrend er sich noch fester an die Tischkante mmerte, seine Augen wild und gl¨¹hend. Alessios Wolf war direkt an der Oberfl?che, seine ausgefahrenen Krallen waren der Beweis daf¨¹r, und sowohl Wolf als auch Mensch k?mpften mit dem Schmerz, das Zeichen des Sch?pfers in ihre Haut eingebrannt zu haben. Es dauerte einen weiteren kurzen Moment, aber das Gl¨¹hen, das Alessio umgab, wichngsam zur¨¹ck, als das Bild des verfinsterten Mondes vollst?ndig in seine Brust eingraviert war, direkt ¨¹ber seinem scgenden Herzen. Es sah genauso aus wie im vorigen Leben, und Neveahs H?nde zitterten leicht, als sie sah, wie sich das Schicksal von Mount Vernon hier im Finsternispst vor ihren Augen entfaltete. Neveah hatte geubt, dass sich das Schicksal in einem neuen Leben auch nur geringf¨¹gig ?ndern w¨¹rde, doch als sie sah, dass Alessio genau dieselbe Robe trug, die er beim Bankett in Mount Vernon getragen hatte, und dennoch das Zeichen des Sch?pfers erhielt, wurde ihr r, dass das Schicksal nicht nur ein Zeichen des Sch?pfers war, Neveah erkannte, dass sich das Schicksal nicht ge?ndert hatte, ungeachtet dessen, was sie getan hatte, schienen sich die Ereignisse von Mount Vernon genau hier zu wiederholen, und das sogar schneller, als sie es sollten. Neveah sollte schonnge tot sein, bevor Alessio die Kraft des Sch?pferzeichens engen konnte. Da ihm das Zeichen des Sch?pfers verliehen wurde, wusste Neveah, dass ihr Vater so stolz auf seinen Erben sein w¨¹rde, dass er jede Bitte von Alessio erf¨¹llen w¨¹rde. Selbst wenn diese Bitte darin bestand, sein Versprechen gegen¨¹ber Alpha Dane zu brechen und Neveah daran zu hindern, Eclipse Fang zu vessen. Und Neveah wusste genau, dass sie nie wieder eine solche Chance bekommen w¨¹rde, wenn sie dieses Mal nicht gehen w¨¹rde. In der Hoffnung, ihr Schicksal zu ?ndern, hatte Neveah nie in Betracht gezogen, dass das Schicksal nicht so leicht zu ?ndern war ... vielleicht konnte das Schicksal ¨¹berhaupt nicht ge?ndert werden. Alessio hatte sich den Segen des Sch?pfers als n?chster Eclipse-Alpha verdient, und wieder musste Neveah das Knie beugen und sich vor ihrem Peiniger verneigen. Der Sch?pfer hatte Neveah nie seine Gnade gezeigt, Neveah verstand jetzt, dass sie t?richte Hoffnungen gehegt hatte, sie w¨¹rde immer auf sich allein gestellt sein... in dem Leben davor, in diesem Leben oder im n?chsten. Was auch immer sie sich w¨¹nschte, sie w¨¹rde ihren eigenen Weg finden, um es zu engen... wenn der Sch?pfer Alessio wieder f¨¹r den Eclipse-Thron auserw?hlt hatte, dann war das nur recht und billig. Es war immer Neveah gegen die Welt gewesen, daran war sie bereits gew?hnt. Als Alessio wieder zu sich kam, stand er aufrecht, die Schultern voller Stolz hochgezogen, und seine Aura hatte sich v?llig in etwas K?nigliches und Beherrschendes verwandelt. Neveah konnte den stolzen Ausdruck auf dem Gesicht von Alphak?nig Lothaire Raul sehen, w?hrend die Augen der Alphak?nigin vor Freude leuchteten. Als sich die Eclipse-Alphas erhoben, wurde die Feier noch ausgssener, denn es wurden weitere Kannen mit Wein gebracht. Alessio schenkte sich einen weiteren Becher Wein ein und nahm einen Schluck, bevor er ihn Neveah reichte, als h?tten sie sich daran gew?hnt, ihren Wein aus demselben Becher zu teilen. Neveah widerstand dem Drang zu spotten, als sie auf den Kelch hinunterblickte, sie hatte sichnge genug zu einem L?cheln gezwungen, sie ubte nicht, dass sie ihre Fassade auch nur einen Moment l?nger aufrechterhalten konnte. "Ich habe meinen Teil getan, Euer Gnaden. Darf ich mich jetzt verabschieden?" fl¨¹sterte Neveah zu Alessio. Alessio schien von Neveahs pl?tzlichem k¨¹hlen Tonfall ¨¹berrascht zu sein, und Neveah machte sich nicht die M¨¹he, auf eine Antwort zu warten, sondern entfernte sich vom Tisch und ging, ohne einen Blick zur¨¹ck zu werfen. Sie sp¨¹rte noch immer Alessios Blicke auf sich, als sie den Raum verlie?, aber das gefiel ihr nicht im Geringsten. Neveah ging auf den Hof hinaus und atmete tief ein, als die kalte Luft ihre Haut streifte, doch es trug nicht dazu bei, ihr Herz zu beruhigen. W?hrend die gesamte Eclipse-Dom?ne ¨¹ber das Ph?nomen jubelte, das sich gerade erei hatte, hatte sich ein Fr?steln tief in Neveahs Herz eingenistet und drohte sie ganz zu verschlingen. Neveah hatte versucht, die Dunkelheit des Hasses und der Abscheu, die schon immer in ihruerte, zu verdr?ngen, aber es schien von Sekunde zu Sekunde schwieriger zu werden. Normalerweise w¨¹rde Neveah den Sch?pfer um Ruhe bitten, aber in diesem Moment... vertraute sie nicht einmal dem Sch?pfer. "Ich sehe, wie es ist... du tust das vor meinen Augen, willst du mir sagen, dass ich es nie wagen soll, irgendwelche Ambitionen zu haben? So ruhig und unbedeutend zu leben, wie ich es bisher getan habe?" "Hast du mir zu diesem Zweck eine zweite Chance gegeben? Um das gleiche Ende zu finden wie zuvor?" fl¨¹sterte Neveah in einem schmerzhaften Ton, w?hrend sie zum Mond hinaufblickte. Der Segen des Sch?pfers machte Alessios Anspruch auf den Thron absolut und unbestreitbar, er w¨¹rde K?nig sein... w?hrend Neveah zum Tod verurteilt war. Sollte sie sich in dieses Schicksal f¨¹gen? War es ein vergeblicher Versuch, auf etwas anderes zu hoffen? "Nun gut ... du tust, was du willst, und ich werde auch tun, was mir gef?llt." murmelte Neveah vor sich hin und stie? ein freudloses Kichern aus. Neveah drehte sich um und schritt davon, zuerst in den Wald. Sie ging nicht zu tief hinein, sondern lie? sich auf einen Sitz nieder und lehnte sich an einen Baum. Neveah sonnte sich einen Momentng in dem erfrischenden Duft der Natur, bis sich ihr Herz beruhigt hatte, und als sie den Blick wieder hob, waren ihre Augen kalt und dunkel. Neveah erhob sich und wollte gerade den R¨¹ckweg antreten, als sie einen stechenden Schmerz in ihrer Brust sp¨¹rte. Ein schmerzhaftes Keuchen entwich ihren Lippen, als sie eine Hand hob, um die schmerzende Stelle ¨¹ber ihrem Herzen zu reiben, aber der Schmerz wurde nur noch intensiver. Neveah runzelte leicht die Stirn, als sie die obersten Kn?pfe ihres Gewandes ?fe, und ihre Augen weiteten sich erschrocken, als sie das Leuchten entdeckte, das von ihrer Brust ausging. "Das Zeichen des Sch?pfers!" rief Neveah schockiert aus, als das Leuchten heller wurde und sich ein seltsames Bild in ihre Haut einpr?gte. "Das ... ist das ein Spiel f¨¹r dich? Warum gibst du mir das?" murmelte Neveah entsetzt, w?hrend sie trotz des stechenden Schmerzes, den sie sp¨¹rte, schnell ihre Kleidung zukn?pfte und sich umsah, um sicherzugehen, dass niemand sie gesehen hatte. Das Zeichen des Sch?pfers zu tragen, genau wie Alessio, bedeutete ?rger, es war ein physischer Beweis daf¨¹r, was Neveah wirklich war, und jetzt hatte Neveah einen Grund mehr, Eclipse Fang zu vessen. Neveah beeilte sich, in ihr Quartier zur¨¹ckzukehren, denn sie wusste, dass die Finsternisjagd im Morgengrauen aufbrechen w¨¹rde, und es war das Beste, wenn sie bis dahin in ihrem Quartier blieb. Als sie wieder in ihrem Quartier ankam, schreckte Neveah hoch und fand Alessio an die Wand gelehnt vor, der auf sie zu warten schien. Neveah biss die Z?hne gegen den stechenden Schmerz zusammen, als sich das Malngsam unter ihrer Kleidung bildete, und versuchte, einen ausdruckslosen Blick zu bewahren. Sein Blick richtete sich auf Neveah und Neveah zog instinktiv ihren Mantel fester um sich. "Schon wieder durch die W?lder t?nzeln, du lernst es nie, was, Omega?" fragte Alessio mit einer hochgezogenen Braue. "Was tust du hier?" fragte Neveah in einem angespannten Ton. Sie war sich sicher, dass sein Bankett noch in vollem Gange war, sie war nicht l?nger als eine halbe Stunde im Wald gewesen und so hatte Alessio keinen Grund, um diese Zeit in ihrem Quartier zu sein. Alessio antwortete nicht sofort, sondern starrte Neveah eine Weile schweigend an, bevor er schlie?lich sprach. "Ihr seid nicht an Alkohol gew?hnt... Ich bin gekommen, um mich zu vergewissern, dass Sie den Weg zu Ihrem Zimmer gefunden haben." sagte Alessio mit einem l?ssigen Achselzucken. Neveah runzelte verwirrt die Stirn, obwohl sie Alkohol nicht gewohnt war, hatte sie nur drei Becher davon getrunken, von denen zwei halb gef¨¹llt waren. Sie sah keinen Grund, warum jemand annehmen sollte, dass sie den Weg zur¨¹ck auf ihr Zimmer verlieren w¨¹rde. "Ich bin dankbar f¨¹r Ihre Besorgnis, Euer Gnaden. Mir geht es bestens." sagte Neveah mit einer Verbeugung. Nun, da ihr anf?nglicher Schock abgeklungen war, wechselte sie wieder in die unterw¨¹rfige Rolle. "Aber ich bin nicht..." murmelte Alessio. Neveah runzelte verwirrt die Stirn, als sie ihren Blick wieder zu Alessio hob, nur um festzustellen, dass er sich bereits bewegt hatte und direkt vor ihr stand. Alessio hatte gerade erst das Zeichen des Sch?pfers erhalten, doch es schien, als h?tte sich seine Geschwindigkeit bereits verdoppelt, denn er hatte Neveah v?llig unvorbereitet erwischt. Neveah schluckte h?rbar und zwang ihr rasendes Herz, sich zu beruhigen, als Alessios warmer Atem ¨¹ber ihr Gesicht wehte. "Braucht Euer Gnaden noch etwas?" fragte Neveah, und Alessio nicktengsam. "Ihr..." murmelte Alessio, bevor er seinen Kopf nach unten neigte und Neveahs Lippen beanspruchte. Neveah erstarrte v?llig, ihr Herz erstarrte in einer Mischung aus Schock und Entsetzen. Chapter 56: Auf der Terrasse (Kap. 56)

Chapter 56: Auf der Terrasse (Kap. 56)

Neveah trat auf den Hof hinaus und schaute sich das Treiben der G?ste an, die den G?stepst verlie?en und viel zu aktiv zu sein schienen, als dass sie das Recht dazu h?tten. Neveah fragte sich, ob sie sich durch dienge Zeit, die sie sich als Mensch ausgab, daran gew?hnt hatte, denn sie f¨¹hlte sich v?llig ersch?pft und brauchte dringend etwas Scf. Es war schon ein paar Stunden nach Sonnenaufgang und Alessios Kr?nung war die ganze Nacht hindurch bis zum Morgengrauen gefeiert worden. Obwohl Neveah sich fr¨¹h zur Ruhe gesetzt hatte, war sie kaum zum Scfen gekommen. Die ganze Nacht ¨¹ber hatte sie sich im Bett hin und her gew?lzt und versucht, herauszufinden, was genau letzte Nacht geschehen war. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten, als sie sich noch einmal an das Gef¨¹hl von Alessios Lippen auf ihren erinnerte, und die Erinnerung daran jagte ihr einen Schauer des Ekels ¨¹ber den R¨¹cken. Alessio hatte sie gestern Abend gek¨¹sst, er hatte sie tats?chlich so leidenschaftlich gek¨¹sst, dass es sie entsetzte, und dann war er in einem Wimpernscg verschwunden. Neveah konnte es nicht verstehen, was genau war mit ihm los? Alessio wusste noch nicht einmal, dass sie ein Paar waren, wieso fand er es in Ordnung, sie zu k¨¹ssen? Das waren die Gedanken, die Neveah die ganze Nacht hindurch gequ?lt hatten und ihr nicht einmal einen Moment der Ruhe g?nnten. Und was noch schlimmer war, war die besch?mende Tatsache, dass sie nicht in der Lage gewesen war, irgendetwas zu tun ... sie war v?llig erstarrt, ihre Gedanken waren durcheinander. Neveah merkte, dass die Auswirkungen der Paarungsbindung auf sie immer st?rker wurden. In diesem Moment war jeder vern¨¹nftige Gedanke aus ihrem Kopf geflogen und sie konnte nur noch an Alessio denken. Und in dem Moment, als er sich von ihr entfernte, kam sie wieder zu sich und wurde von Entsetzen und Wut erf¨¹llt Die Tatsache, dass sie aufgrund der Paarungsbindung schwach und verletzlich gegen¨¹ber Alessio war, entsetzte sie, und Neveah begte ihr Schicksal, dass sie immer noch durch ein so starkes Band an ihn gebunden sein musste. Neveah hatte sich gew¨¹nscht, dass die Dinge andersufen w¨¹rden als im vergangenen Leben, um ihr zu beweisen, dass es Hoffnung gab, ihr Schicksal zu ?ndern, Aber jetzt, wo etwas anders war, w?re es Neveah lieber gewesen, es w?re gar nicht passiert. Neveah stand in einiger Entfernung von den Eclipse Packs, als sie sich zum Aufbruch bereit machten. Die Stimmung war immer noch von Aufregung ¨¹ber das, was sie alle beim Bankett erlebt hatten, gepr?gt, und Neveah wollte sich davon fernhalten. Nicht alle Eclipse-Rudel w¨¹rden Eclipse Fang heute vessen, nur sieben von ihnen sollten so schnell abreisen, einschlie?lich des Eclipse-Jagd-Rudels, und das war dem Zustand von Luna Colleen geschuldet. Nachdem die Wirkung des Giftes abgeklungen war und alle Eclipse Lunas wieder gesund waren, war Luna Colleen in st?ndiger Sorge um ihre Welpen gewesen. In den letzten vier Tagen war sie jeden Tag zu Neveah gekommen, um sich zu vergewissern, dass ihre Welpen gesund waren, und bei jedem Besuch von Luna Colleen konnte Neveah nicht anders, als sich schuldig zu f¨¹hlen. Sie hatte getan, was sie tun musste, um das Gipfeltreffen der Alphas zu verhindern und die Eubnis ihres Vaters zu bekommen, zur Eclipse-Jagd zu gehen, doch damit hatte sie Luna Colleen in Gefahr gebracht. Und obwohl Neveah wusste, dass weder Luna noch ihren Welpen etwas zugesto?en war, hielt sie ihr Handeln dennoch f¨¹r egoistisch und r¨¹cksichtslos gegen¨¹ber jemandem, der sie so aufrichtig behandelte. Aber es gab nichts, was Neveah tun konnte, und selbst wenn sie die M?glichkeit h?tte, ihre Entscheidung zu ?ndern, wusste sie, dass sie immer noch dieselbe Entscheidung treffen w¨¹rde. Alles, was Neveah jetzt tun konnte, war, es wiedergutzumachen, indem sie daf¨¹r sorgte, dass Luna Colleen und ihre Welpen in Sicherheit waren, das war ihre beschlossene Methode der Wiedergutmachung. "Veah!" Die Stimme von Luna Colleen durchbrach Neveahs Gedanken. Neveah hatte gehofft, dass sie noch keine Notiz von ihr nehmen w¨¹rden, aber nat¨¹rlich hatte Luna Colleen sie trotzdem bemerkt. Luna Colleen winkte ihr zu, und Neveah ging zu ihnen hin¨¹ber, ohne die Blicke zu beachten, die sie von den anderen Rudelw?lfen von Eclipse Hunt erntete, die sie nicht kannten. Darunter waren auch Vincent und D, und Neveahs Blick verweilte einen Moment auf den beiden, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Luna Colleen richtete. "Ich wei?, Sie sagten, wir br?uchten uns nicht um Sie zu k¨¹mmern, aber ich m?chte, dass Sie sich wohlf¨¹hlen, und ich habe mir eubt, Ihre Diener zu bitten, einige Ihrer Kleidungsst¨¹cke und andere Dinge, die Sie gerne benutzen, einzupacken... Ich hoffe, es macht Ihnen nichts aus." erkl?rte Luna Colleen. Neveah hatte nicht vorgehabt, irgendetwas von Eclipse Fang mitzunehmen, aber da Luna Colleen bereits im Voraus La gebeten hatte, ihre Reiseutensilien vorzubereiten, konnte sie sich nicht dagegen wehren. "Es ist in Ordnung." versicherte Neveah mit einem kleinen L?cheln. "Dane ist bei deinem Vater, er wird gleich bei uns sein ... hast du dich schon verabschiedet?" fragte Luna Colleen. Neveah antwortete nicht sofort, sie war sich nicht sicher, wie sie Luna Colleen sagen sollte, dass sie eigentlich niemanden hatte, von dem sie sich verabschieden musste. Es gab niemanden in diesem Eclipse-Pst, der sich um sie k¨¹mmerte oder sich um ihr Wohlergehen sorgte, das war schon immer Neveahs Realit?t gewesen. Obwohl die Finsternis-Dom?ne wusste, dass sie die gesch?tzte Finsternis-Prinzessin war, wusste die gesamte Finsternis-Fang ganz genau, dass sie nichts weiter als ein uneheliches Kind war. Eher w¨¹rden sie sie auf den Weg ins Jenseits schicken, als sich von ihr zu verabschieden. Es war nur eine Erleichterung, dass das Haus des Eclipse-Fang-Rudels vom Eclipse-Pst getrennt war und sie den Rudelw?lfen nur selten begee, au?er bei denjenigen, die Pstpflichten hatten, oder wenn eine dringende Rudelversammlung stattfand. "Veah... Ich wei?, dass das alles sehr eilig f¨¹r dich ist, ub mir... Ich w¨¹rde dich nicht von deiner Familie wegholen, wenn ich nicht dringend auf deine Hilfe angewiesen w?re. Ich kann dich nur bitten, dies f¨¹r mich zu ertragen. ", sagte Luna Colleen in flehendem Ton. "Es ist keine Unannehmlichkeit, Luna. Ich bin bereit, dich zu begleiten." versicherte Neveah mit einem kleinen L?cheln. Luna Colleen erwiderte Neveahs L?cheln, ihre Augen leuchteten vor Dankbarkeit. "Gibt es etwas, wobei du Hilfe brauchst?" fragte Neveah schnell, denn es war ihr unangenehm, mit einer emotionalen Luna Colleen konfrontiert zu werden. "r, komm schon." sagte Luna Colleen und Neveah folgte ihr. _________________ Neveah legte sich die Schn¨¹re ihres Umhangs um die Schultern, Alpha Dane war bereits aus dem B¨¹ro des Alphak?nigs zur¨¹ckgekehrt und die Eclipse Hunt war bereit zum Aufbruch. Neveah warf einen kurzen Blick zur¨¹ck auf den Eclipse-Pst, und erst dann bemerkte sie Alessio, der oben auf einer Terrasse stand. "Er ist schon eine ganze Weile dort dr¨¹ben, er muss sich Sorgen um seine kleine Schwester machen." sagte Luna Colleen mit einem L?cheln. Neveah zwang sich zu einem L?cheln, wenn sie doch nur alle die wahren Gesichter der Eclipse Royals kennen w¨¹rden, wie Neveah es tat. ¡¯Besorgt um seine kleine Schwester?¡¯ dachte Neveah und kniff die Augen voller Bosheit zusammen. Alessio hatte sie nie als seine Familie betrachtet... nicht ein einziges Mal, f¨¹r ihn war Neveah immer die Schande des Namens seines Vaters gewesen. "Du solltest zu ihm gehen ... wir werden warten." schlug Luna Colleen vor und Neveah ?fe den Mund, um sofort abzulehnen, aber Luna Colleen unterbrach sie. "Geh schon, Veah, du wirst ihn eine Zeitng nicht sehen,ss ihn sich keine Sorgen um dich machen." belehrte Luna Colleen sie scherzhaft. "Ja... das sollte ich." murmelte Neveah vor sich hin, w?hrend sie sich umdrehte und zur¨¹ck zur Terrasse ging. Als Neveah die Treppe hinaufstieg, ballte sie ihre H?nde zu festen F?usten, denn sie hoffte, dass sie Alessio nach dem, was gestern Abend geschehen war, nicht mehr begegnen musste; Je n?her sie ihm kam, desto mehr krampfte sich ihr Herz vor Wut dar¨¹ber zusammen, dass sie gestern Abend zu schwach gewesen war, ihm den Kopf abzurei?en, und sich von ihm hatte anfassenssen. Das Gef¨¹hl der Hilflosigkeit in diesem Moment ?hnelte dem, das sie empfunden hatte, als Alessio in ihrem fr¨¹heren Leben versucht hatte, sie gewaltsam zu begatten. Er hatte es gewagt, in ihr Quartier zu kommen und sie zu ber¨¹hren, als ob sie sein Eigentum w?re... Neveah hasste es, sie hasste ihn und hasste die Tatsache, dass sie es selbst in diesem Moment noch nicht wagte, sich ihm zu widersetzen. Noch war sie nicht stark genug ... aber eines Tages w¨¹rde sie es sein, und sie w¨¹rde sich nie wieder hilflos f¨¹hlen m¨¹ssen. "Wienge?" fragte Alessio, w?hrend er von der Terrasse hinunterstarrte, er musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, dass Neveah hinter ihm angekommen war. Du solltest hoffen, dass ich niemals zur¨¹ckkehre ... denn wenn ich es tue, werde ich dir alles wegnehmen.¡¯ dachte Neveah bei sich, doch stattdessen sagte sie etwas anderes. "Snge Vater es zul?sst, Euer Gnaden." antwortete Neveah in einem knappen Ton. Alessio schwieg einen Momentng und starrte nur schweigend vor sich hin. "Wegen letzter Nacht..." begann Alessio, doch Neveah unterbrach ihn. "Euer Gnaden stand unter Alkoholeinfluss und verwechselte mich mit einer Eurer Betthuren... Ihr braucht mir das nicht zu erkl?ren." erwiderte Neveah in einem leeren Ton. " Doch, das habe ich. Snge du es verstehst." sagte Alessio, wobei sein Tonfall wieder zu seiner charakteristischen, kalten K?lte zur¨¹ckkehrte; Chapter 57: Rogues (Ch.57)

Chapter 57: Rogues (Ch.57)

Der Mond stand hoch am Himmel und seine Strahlen beleuchteten den Pfad f¨¹r die kleine Reisegruppe, die auf dem R¨¹ckweg zum Eclipse Hunt Rudel war. Bereits seit einem ganzen Tag waren sie unterwegs, seit sie bei Tagesanbruch den Finsternispst vessen hatten. Nach stundenger Reise waren sie endlich an der menschlichen Siedlung vorbei. Noch eine kurze Strecke waren sie durch einen Waldpfad weitergereist, aber mittlerweile deckte die Dunkelheit der Nacht den Himmel zu. Die Wolfs-Wandler konnten zwar auch im Dunkeln gut sehen, die Pferde jedoch nicht so sehr. Die Kutsche, in der Neveah sa?, kam zum Stehen. Sie steckte den Kopf heraus, um durch das Fenster zu sehen. Alpha Dane, der die Gruppe anf¨¹hrte, kam ebenfalls zum Stehen, drehte seinen gro?en Wolfskopf zur Seite und nickte in Richtung der B?ume. "Dane ruft zur Rast. Wir setzen unsere Reise bei Tagesanbruch fort." erkl?rte Luna Colleen, die ihr gegen¨¹ber sa?. Alle aus der Gruppe reisten in ihrer Wolfsgestalt, was die Reise erheblich erleichterte. F¨¹r Luna Colleen und Neveah allerdings, die nicht die Gestalt wechseln konnten, war eine von Pferden gezogene Kutsche bereitgestellt. Durch die Kutsche hatte sich das Reisetempo der Eclipse Hunt W?lfe fast halbiert und die Reise, die eigentlich nur vier Tage dauern sollte, w¨¹rde nun sieben Tage in Anspruch nehmen. Neveah hatte versucht zu versichern, dass sie keine Kutsche zu ihrem Vorteil ben?tigte, aber Luna Colleen bestand darauf und erkl?rte ihr, dass sie bei der Reise zum Eclipse Fang Rudel auch eine Kutsche benutzt hatte. Luna Colleens Zustand lie? es nicht zu, ihre Wolfsgestalt anzunehmen oder sonst k?rperlich stark bstet zu werden und das Rudel verstand das. Neveah hatte ihre Ablehnung, in der Kutsche zu fahren, erst fallenssen, als Luna Colleen ihr versicherte, dass die W?lfe von Eclipse Hunt nicht nur ihretwegen hinter dem Zeitn zur¨¹ckbleiben w¨¹rden. Eile war ohnehin nicht geboten. Sieben Tage waren eine gute Zeit und das Eclipse Hunt Rudel w¨¹rde rkommen, da der Alpha und die Luna urspr¨¹nglich einen Monat weg sein sollten. Sie kehrten nur so fr¨¹h zur¨¹ck, weil es Neveah gelungen war, die Reise nach Mount Vernon zu verhindern. "Ich verstehe, ich werde dann mal etwas frische Luft schnappen." sagte Neveah zu Luna Colleen und verlie? die Kutsche. Sie atmete tief ein und aus. Neveah war nicht sicher, ob es nur ihr so ging, aber je weiter sie sich vom Eclipse Fang Rudel entfernten, desto erfrischender f¨¹hlte sich die Luft an und jeder Atemzug fiel ihr leichter als fr¨¹her. Ein leises Kichern entwich ihren Lippen, als siengsam auf den Waldrand zuging. Sie hielt sich von den Aktivit?ten des Eclipse Hunt fern, da sie wusste, dass sie misstrauisch gegen¨¹ber ihr waren. Die W?lfe des Eclipse Hunt waren berechtigt, ihr gegen¨¹ber misstrauisch zu sein und Neveah wollte sie nicht ¨¹berrumpeln. Irgendwann w¨¹rde ihnen r werden, dass sie ganz anders als die anderen K?niginnen war. Im Moment war sie mit dem z?gerlichen Respekt zufrieden, der ihr entgegengebracht wurde. F¨¹r sie war sie nur jemand, dessen Hilfe sie ben?tigten, um die Sicherheit ihrer schwangeren Luna zu gew?hrleisten. Aber Neveah konnte deutlich in ihren Augen sehen, dass sie ihr ¨¹berhaupt nicht vertrauten und ihre Meinung nur f¨¹r Luna Colleens Wohl zur¨¹ckhielten. Neveah hatte auch nicht vor,nge beim Eclipse Hunt Rudel zu bleiben, es gab keinen Grund, unn?tige Verbindungen aufzubauen. Neveah h?rte Schritte auf sich zukommen, aber sie schaute starr geradeaus, als ob sie es nicht geh?rt h?tte. "Hier." sagte eine raue Stimme und Neveah drehte sich um, um Vincent hinter sich zu sehen, der einen Pelzmantel in der Hand hielt. "Leen bat mich, dir deinen Mantel zu bringen, Prinzessin. Der Wind ist k¨¹hl und Menschen erk?lten sich leicht. Es w?re besser, wenn du nicht krank wirst und unsere Reise weiter verz?gerst." erkl?rte Vincent in einem Ton der Ablehnung. Auch wenn Vincents Worte hart und unfreundlich waren, hatte Neveah seine vorsichtige Art schon einmal erlebt, daher war sie nicht beunruhigt. "Danke." sagte Neveah, als sie den Mantel entgegennahm und ¨¹ber ihre Schultern zog. "Dankbarkeit ist unn?tig, ich handle nur auf Anweisung meiner Schwester." murmelte Vincent, als er sich entfernte und Neveah kehrte ihr Augenmerk wieder auf den Wald. Neveah blieb eine Weile in dieser Position, bevor Luna Colleen sie zu sich rief und sie zur Kutsche zur¨¹ckkehrte.Vier Tage vergingen wie im Flug und sie verlie?en vollst?ndig das Gebiet der Eclipse Fang und kamen dem Eclipse Hunt Rudel immer n?her. Mit noch zwei Tagen vor dem Ende ihrer Reise, begann Neveah allm?hlich ein kleines Gef¨¹hl der Erleichterung zu versp¨¹ren. Sie hatte zur H?lfte damit gerec, dass Lado ihr folgen und sie jeden Moment zur¨¹ck zum Eclipse Fang befehlen w¨¹rde. Aber jetzt, da sie schon so weit gekommen waren, schien es, als h?tte ihr Vater sie diesmal wirklich gehenssen, auch wenn es nur eine vor¨¹bergehende Regelung sein sollte. In den letzten vier Tagen waren die W?lfe des Eclipse Hunt Rudels zwar immer noch nicht mit ihr warm geworden, aber Luna Colleens Gesellschaft war mehr als genug. Neveah hatte noch nicht begonnen, das Gift zu neutralisieren, aber sie behielt den Zustand von Luna Colleen genau im Auge, um sicherzustellen, dass es keine Komplikationen geben w¨¹rde, sobald sie beim Eclipse Hunt Rudel ankamen. Luna Colleen war extrem f¨¹rsorglich und k¨¹mmerte sich um alle Angelegenheiten von Neveah, und Neveah f¨¹hlte sich schuldig als sie sah, wie Luna Colleen versuchte, die kalte Schulter, die sie vom Rest der Eclipse Hunt W?lfe bekam, bei Neveah wieder gutzumachen. Neveah war sich nicht sicher, wie sie Luna Colleen r machen sollte, dass sie sich nicht wirklich um die Behandlung der Eclipse Hunt W?lfe k¨¹mmerte, sie war schon zufrieden, nur weg vom Eclipse Fang zu sein. "Veah?" rief Luna Colleen sie zu, als sie neben Alpha Dane, seinem Beta, Vincent und D bei der Kutsche sa?. Neveah, die sich gegen einen Baum lehnte, stand auf und ging zu Luna Colleen hin¨¹ber. "Du ziehst dich immer zur¨¹ck. Bist du nicht m¨¹de davon, immer alleine zu sein?" tadelte Luna Colleen, w?hrend sie Neveah bedeutete, sich neben sie zu setzen. Neveah blickte kurz in die Runde, wissend, dass mehr als die H?lfte von Ihnen nicht wollte, dass sie dort sa?, und setzte sich dann widerwillig. "Die Prinzessin hat eine zur¨¹ckhaltende Pers?nlichkeit, bstet sie nicht, Leen." sagte Alpha Dane mit einem kleinen L?cheln. "Ja, ich stimme zu. Sie scheint ihre eigene Gesellschaft der von anderen vorzuziehen." stimmte D zu, und Luna Colleen schnaubte h?rbar und reichte Neveah ein St¨¹ck Milchbrot. Neveah nahm es an, biss hinein und a? in aller Ruhe, w?hrend sie weiter ¨¹ber Neveahs Pers?nlichkeit stritten, W?hrend Luna Colleen darauf bestand, dass Neveah ein warmer Sonnenstrahl war, beharrte D auf seiner Meinung, dass sie kalt wie ein Eisblock war, und Vincent war einfach der Meinung, dass es sich nicht lohnte, ¨¹ber Neveah zu streiten. Alpha Dane und sein Beta beobachteten das Ganze am¨¹siert. Neveah machte es nichts aus, dass sie das Gespr?chsthema war, sie w¨¹rde nicht ¨¹ber ihre eigene Pers?nlichkeit sprechen, und letztendlich spielte es keine Rolle, was sie von ihr hielten. Neveahs Aufmerksamkeit wurde jedoch erregt, als sie im Wald das ferne Knacken eines Zweiges h?rte. Neveah runzelte die Stirn, als sie ihren Blick hob und in diese Richtung starrte, ihre Augenbrauen in Verwirrung zusammenziehend, Doch sie musste nicht alleine dar¨¹ber nachdenken, denn im n?chsten Moment schien Alpha Dane zu bemerken, dass etwas nicht stimmte, sein Gesichtsausdruck ver?nderte sich. "Es ist jemand hier..." murmelte Alpha Dane, seine Worte versetzten die gesamte Lichtung in totale Stille, als sie sichngsam erhoben. Alpha Dane starrte in die Richtung, aus der Neveah das Knacken wahrgenommen hatte, seine Miene verzog sich zu einer tiefen Sorgenfalte. Sie hatten ihr Lager nicht weit von der Hauptstra?e aufgescgen, und obwohl diese Stra?en h?ufig befahren wurden, war es unwahrscheinlich, dass sich ein gew?hnlicher Mensch in den W?ldern herumtrieb. Die W?lder so weit vom Gebiet des Eclipse Fang Rudels entfernt, galten als gef?hrliches Terrain und Neveah war sich sicher, dass das, was da drau?en in den W?ldernuerte, gef?hrlich war. Ein weiterer Zweig knackte, und dieses Mal war das Ger?usch f¨¹r die ganze Gruppe h?rbar. "Vincent, D ... sch¨¹tzt Leen und Veah." sagte Alpha Dane in leisem Ton, als ein entferntes Knurren durch den Wald hallte. "Wilder?" fragte Luna Colleen Alpha Dane in einem besorgten Ton, als Vincent ihre Hand nahm und siengsam nach hinten f¨¹hrte, w?hrend D n?her an Neveah heranr¨¹ckte. "Wilder." best?tigte Alpha Dane d¨¹ster. Chapter 58: Rogues 2 (Ch. 58)

Chapter 58: Rogues 2 (Ch. 58)

Der erste der wilden W?lfe brach durch die Baumgrenze. Mit seiner gro?en Statur und seinen gl¨¹henden roten Augen, die nichts als Wildheit und Blutdurst widerspiegelten, war der Anblick dieses Ausrei?ers erschreckend. An verschiedenen Stellen seines K?rpers fehlten B¨¹schel von Fell, sein Mund stand offen und er schnappte hungrig nach Luft w?hrend seine roten Augen das Umfeld ¨¹berblickten. Er machte einen Schritt vorw?rts, seine uen gruben sich in den weichen Boden. W?hrend alle Augen auf ihn gerichtet waren und Alpha Dane sich auf einen Kampf vorbereitete, knackte ein weiterer Ast in der Umgebung. Ein zweiter Ausrei?er kam aus der Baumreihe zum Vorschein und es kamen immer mehr, bis die Gruppe von fast drei?ig ausgewachsenen W?lfen eingeschlossen war. "Wie kann es so viele von ihnen geben?" fragte D leise und seine Augen verengten sich. "Es scheint eine Art von Rudel zu sein." murmelte Vincent, aber sein d¨¹sterer Tonfall verriet, dass er, wie alle anderen auch, wusste, dass die W?lfe von Eclipse Hunt zahlenm??ig unterlegen waren. Von den zwanzig anwesenden W?lfen der Eclipse Hunt waren nur dreizehn K?mpfer und der Rest k?nnte in einem gro?en Kampf keinen Stand halten und w?re trotzdem noch schutzbed¨¹rftig. Damit standen dreizehn gegen drei?ig gro?e abtr¨¹nnige W?lfe und diese Chancen schienen wirklich nicht fair zu sein. "Wir k?nnen ihnen nicht standhalten." zischte D in einem tiefen Ton. "Die Grenze von Eclipse Hunt liegt noch weit vor uns und dies ist unbesiedeltes Gebiet, es gibt keine Rudelgrenzen, die nahe genug sind, um rechtzeitig Hilfe leisten zu k?nnen... wir m¨¹ssen sie bek?mpfen." "Sie wissen das ganz genau... sie haben angegriffen, weil sie sicher sind, dass wir im Nachteil sind." sagte Alpha Dane und warf Luna Colleen einen schnellen Blick zu. Es war nur ein kurzer Moment, aber er reichte aus, um Alpha Danes Entschlossenheit zu st?rken, da er von dem Wunsch erf¨¹llt war, seine Gef?hrtin vor der drohenden Gefahr zu sch¨¹tzen. "D, Vincent... Ich vesse mich darauf, dass ihr Colleen in Sicherheit bringt." murmelte Alpha Dane. "Dane..." fl¨¹sterte Luna Colleen schmerzhaft, denn sie wusste, dass ihr Gef?hrte alles riskieren w¨¹rde, um sie in Sicherheit zu bringen. Seine Augen leuchteten und entbl??ten die Pr?senz seines Wolfes an der Oberfl?che, als einutes Knurren seine Lippen verlie?. Gerade als der erste Ausrei?er sich bewegte, st¨¹rzte sich Alpha Dane vorw?rts, verwandelte sich in der Luft und prallte mit dem ersten Ausrei?er zusammen, sodass beide W?lfe zu Boden st¨¹rzten. In diesem Moment begann der Kampf und die Ausrei?er griffen an. Die W?lfe von Eclipse Hunt st¨¹rzten sich nach vorne, um den Angriff abzuwehren, w?hrend Vincent versuchte, Luna Colleen mit sich zur¨¹ckzuziehen. "Ich gehe nicht! Ich vesse Dane nicht!" knurrte Luna Colleen w¨¹tend und wehrte sich gegen den Griff ihres Bruders. "Leen! H?r zu! Denk zuerst an deine Welpen! Der Alpha wird in Sicherheit sein!" sagte Vincent eindringlich, w?hrend er sie zur¨¹ckzog, und der heftige Kampf vor ihren Augen tobte. Die W?lfe von Eclipse Hunt waren wirklich in der Unterzahl und die Ausrei?er waren Wildlinge, was sie doppelt so t?dlich machte. W?hrend Vincent und D sich aus dem Kampf heraushielten und versuchten, Colleen und Neveah wegzuf¨¹hren, k?mpften weniger als dreizehn f?hige K?mpferw?lfe, w?hrend die anderen W?lfe damit besch?ftigt waren, die Angriffe abzuwehren. Alpha Dane selbst k?mpfte gegen drei Ausrei?er gleichzeitig, die ihn von allen Seiten attackierten, um den st?rksten Wolf zuerst zu besiegen. Auch Alpha Danes Beta wurde von zwei Ausrei?ern ¨¹berw?ltigt und versuchte, sich zu befreien und seinem Alpha zu helfen, hatte aber keine Chance. "Ich gehe nicht! Geh und sch¨¹tze Dane!" bestand Luna Colleen, als sie ihre Hand aus Vincents Griff befreite und ihn herausfordernd anblickte. "Aber ..." Vincent fing an zu argumentieren, aber Luna Colleens Wolf kam an die Oberfl?che. "Ich sagte, geh!" knurrte Luna Colleen w¨¹tend. "Verzeih mir, Luna, aber die Befehle des Alphas sind wichtiger als deine." entschuldigte sich Vincent, als er versuchte, seine Schwester erneut zu greifen, aber sie schlug seine Hand weg. "Vin, du kennst mich, ich schei? drauf was der Alpha befiehlt!... Ichsse meinen Mann niemals allein in den Tod gehen, niemals!" knurrte Luna Colleen. "Daf¨¹r gibt es jetzt keine Zeit! Alpha Dane kann nicht ohne Bedenken k?mpfen, wenn du hier bist! Wir m¨¹ssen dich in Sicherheit bringen!" "Was ist mit der Prinzessin?! Wollt ihr sie mit uns sterbenssen?!" vengte Vincent und in diesem Moment erinnerte sich Luna Colleen endlich an Neveahs Anwesenheit. Neveah, die das Geschehen still beobachtet hatte, runzelte kurz die Stirn bei der Erw?hnung ihres Namens. Als sie dar¨¹ber nachdachte, dass Vincent sie als Mittel benutzen wollte, um Luna Colleen zu ¨¹berreden. Die ganze Zeit war Neveah still gewesen, ber¨¹hrt von der Verbundenheit zwischen Alpha Dane und Luna Colleen, die beide bereit waren, ihr Leben f¨¹r den anderen zu riskieren. "Veah...", begann Luna Colleen, doch Neveah fiel ihr ins Wort. "Ich bin in Ordnung... wenn du bleiben willst, dann bleiben wir." erkl?rte Neveah. "Was meinst du damit, ¡¯bleiben¡¯?! Was genau kannst du tun, wenn du hier bleibst?!" Vincent reagierte gereizt auf Neveahs Worte, die Luna Colleen nur noch mehr ermunterten. "Wir k?nnen auch nicht viel tun, wenn wir gehen. Du hast kein Recht, f¨¹r mich zu entscheiden... pass auf deinen Ton auf, Kleiner." warnte Neveah, w?hrend sie ihren Dolch aus dem Stiefel zog und ihn wegschleuderte. Der Dolch schnitt durch die Luft und bohrte sich geradewegs in die Stirn eines der drei abtr¨¹nnigen W?lfe, die Alpha Dane attackierten. Alpha Danes wolfsartige Augen verweilten einen Moment auf Neveah bevor er sich auf den n?chsten Schurken warf und ihn rasch erledigte, bevor er sich dem Dritten zuwandte. Vincent, D und Luna Colleen warfen Neveah schockierte Blicke zu, als sie einen weiteren Dolch zog. Sie schienen zu denken, dass Neveah im Kampf v?llig hilflos w?re - wenn sie nur w¨¹ssten, dass jeder Tag in ihrem Leben einem Kampf um Leben und Tod gleicht. "Ich bin die Prinzessin von Eclipse... Wenn ich mich nicht selbst sch¨¹tzen k?nnte, w?re ich schon tot." meinte Neveah und warf den zweiten Dolch, womit sie einen weiteren Schurken erledigte und Alpha Danes Beta befreite. "Ich brauche niemanden, der mich besch¨¹tzt... Konzentriere dich einfach darauf, deine Luna sicher zu halten." stellte Neveah r. Niemand kam dazu, noch etwas zu sagen, als zwei Schurken auf sie zust¨¹rmten. D verwandelte sich sofort und hielt die Attacke der beiden Schurken ab, w?hrend Vincent sich vor Luna Colleen stellte, um sie zu sch¨¹tzen. Der einzige Weg, Luna Colleen und Neveah aus der Lichtung zu bringen, war jetzt durch die Schurken versperrt. Sie waren vollst?ndig eingekreist. "Es gibt kein Zur¨¹ck mehr, ich werde nicht von deiner Seite weichen." sagte Vincent zu Luna Colleen. Neveah beobachtete den Kampf, ihr Blick versch?rft. Sie hatte nur vier Wurfdolche bei sich, von denen sie bereits zwei benutzt hatte, es blieben nur zwei ¨¹brig. Obwohl Neveah im Kampf nicht v?llig unf?hig war, hatte sie als Mensch keine Chance im Nahkampf. Sie w¨¹rde die verbleibenden Dolche weise einsetzen m¨¹ssen. Es blieben noch mindestens zwanzig Schurken ¨¹brig und D tat sein Bestes, um die Schurken von Neveah und Luna Colleen fernzuhalten, w?hrend Vincent Wache hielt, falls es n?tig w?re. In diesem Moment st¨¹rzte sich ein weiterer Schurke von hinten auf sie. Vincent sprang nach vorne, direkt ¨¹ber Neveah, verwandelte sich in der Luft und prallte gegen den Schurken. Die Gliedma?en des Schurken schlugen dennoch in Neveahs R¨¹cken ein und sie wurde durch die Kraft des Aufpralls zur¨¹ckgeworfen und krachte einige Meter entfernt auf den Boden. Neveah h?rte, wie Luna Colleen ihren Namen schrie, aber der Schmerz l?hmte ihre Sinne. Sie st?hnte auf und sah, dass ihre Hand stark blutete. Die Krallen des Schurken hatten sich schon in ihre Haut gegraben, bevor Vincent eingreifen konnte und Neveah war sicher, dass sie sich durch den Aufprall ein paar Rippen gebrochen hatte. Neveah k?mpfte sich auf die Beine. Die Schurken waren mit dem Kampf besch?ftigt und hatten Neveah noch nicht bemerkt. Nun war eine gro?e Distanz zwischen Neveah und Luna Colleen. Neveah wollte sich auf Luna Colleen zubewegen, aber Luna Colleen hielt sie zur¨¹ck. "Veah! Hilf Dane!" rief Luna Colleen ihr zu und Neveah drehte sich um. Alpha Dane wurde wieder einmal von drei Schurken in die Enge getrieben. Neveah zog einen weiteren Dolch aus ihrem Stiefel, sie biss die Z?hne gegen den Schmerz in ihrer blutenden Hand zusammen und warf ihn auf einen der Schurken und beobachtete, wie er sich direkt in sein Herz bohrte. Alpha Dane sprang sofort auf und sch¨¹ttelte den Schurken von seinem R¨¹cken ab. Dann bemerkte Neveah einen Schurken, der sich von hinten an Vincent ranpirschte. Sofort warf Neveah einen weiteren Dolch auf ihn, brachte den Schurken nieder und schaute zu, wie er tot zu Boden fiel. Vincent blickte kurz zur¨¹ck. Seine Wolfsaugen verweilten einen Moment auf Neveah, bevor er sich auf den Schurken st¨¹rzte, mit dem D k?mpfte. Neveah st?hnte leise. Es waren immer noch mindestens zw?lf Schurken ¨¹brig und es schien, dass noch einige mehr aus dem Wald kamen, was die Zahl auf ¨¹ber zwanzig erh?hte. Die W?lfe der Eclipse Jagd waren alle voll in Aktion und ihre Kr?fte lie?en nach. Neveah konnte sehen, dass auch einer der Eclipse-W?lfe den Schurken zum Opfer gefallen war. In diesem Augenblick stie? Alpha Dane ein wildes Knurren aus. Neveah blickte hoch und sah, wie sich ein Schurke auf Luna Colleen st¨¹rzte. Chapter 59: Ist sie es wert? (Kap.59)

Chapter 59: Ist sie es wert? (Kap.59)

Alpha Dane bem¨¹hte sich, zu ihr zu gngen, aber die Schurken versperrten ihm den Weg. Neveah griff nach ihrem Stiefel, es waren keine Dolche mehr da... vier Dolche und alle vier hatten richtig getroffen, aber es war keiner mehr da und Luna Colleen war in Gefahr. Neveah blickte sich um, D, Vincent... alle waren zu weit weg und au?er ihr hatte nur Alpha Dane bemerkt, dass Luna Colleen in Gefahr war. Niemand w¨¹rde es schaffen, sie rechtzeitig zu erreichen... niemand. "Aber wir k?nnen es." sagte Neveahs Wolf in ihrem Kopf, Neveah zuckte leicht zusammen, ihre H?nde ballten sich zu F?usten, w?hrend ihr zahlreiche Gedanken durch den Kopf gingen, aber ungeachtet aller ¨¹berlegungen wusste Neveah, dass sie nicht zssen konnte, dass Luna Colleen etwas zustie?. "Das ... wir werden uns wieder in Gefahr begeben, wenn wir das tun." dachte Neveah zu ihrer W?lfin. "Ist es das wert? Ist sie es dir wert, Veah?" fragte Neveahs Wolf. Neveah hob ihren Blick zu Luna Colleen, deren Augen geschlossen waren, w?hrend sie ihren Bauch mit den H?nden abschirmte. Neveah brauchte nicht zweimal dar¨¹ber nachzudenken, sie hatte sich geschworen, dass sie es denen, die sie in ihrem fr¨¹heren Leben besch¨¹tzt und aufrichtig geliebt hatten, tausendfach zur¨¹ckzahlen w¨¹rde. "Das ist sie." entschied Neveah, w?hrend sie sich von ihrer Verwandlung durchr¨¹tteln lie?. Ein schmerzhafter Schrei entrang sich ihren Lippen, es war das vierte Mal in Neveahs Leben, dass sie ihre Wolfsgestalt annahm, und obwohl es in einem Wimpernscg geschah, war der Schmerz unertr?glich. Auf vier Pfoten stehend, st¨¹rzte sich Neveah auf den abtr¨¹nnigen Wolf, kurz bevor dieser Luna Colleen erreichte. Neveahs Kiefer krallte sich in die freiliegende Kehle, riss ihren Kopf nach hinten und zerfetzte die Kehle des Schurken vollst?ndig. Neveah drehte sich um, als das Blut aus ihren M?ulern tropfte, und ihr Blick fiel auf Luna Colleen, die mit weit aufgerissenen Kinden vor Schreck starrte. Neveah hatte keine Zeit, sich ¨¹ber Luna Colleens Reaktion Gedanken zu machen, denn sie hatte diese Entscheidung bereits getroffen, es gab kein Zur¨¹ck mehr. "Lass mich die Kontrolle ¨¹bernehmen." forderte Neveahs Wolf und Neveah gehorchte. Ihre W?lfin kam an die Oberfl?che und eine Kraft, die Neveah noch nie zuvor gesp¨¹rt hatte, str?mte durch ihre Adern, als ihre W?lfin den Kopf zur¨¹ckwarf und ein markersch¨¹tterndes Knurren ausstie?, wobei ihr mitternachtsues Fell im Mondlicht schimmerte. Mit einer Gr??e von 12 Fu? war Neveah doppelt so gro? wie Alpha Dane, und mit ihrem geschmeidigen, aber muskul?sen K?rperbau und den goldgl¨¹henden Augen war sie ein erschreckend sch?ner Anblick. Ihre scharfen Wolfsaugen suchten die Lichtung ab, und ihre Augen gl¨¹hten vor Blutdurst, als sie sich auf den n?chstbesten Schurken st¨¹rzte und ihn wild durchw¨¹hlte. Neveahs Bewegungen waren wie verschwommen, als sie sich auf den n?chsten ahnungslosen Schurken st¨¹rzte, ihn am Genick packte und zur¨¹ckschleuderte, so dass er gegen einen Baum prallte. Sie st¨¹rzte sich erneut auf ihn, bevor er sich wieder aufrichten konnte, und ihre Krallen glitten ¨¹ber seine Kehle, schlitzten sie auf, und das Blut spritzte ihr ¨¹ber das Fell. Zu diesem Zeitpunkt waren die Augen aller auf der Lichtung auf Neveah gerichtet, sowohl die der Schurken als auch die der W?lfe der Eclipse Hunt, und ihre Augen waren vor Entsetzen geweitet. Neveah beachtete sie kaum, w?hrend sie sich durch die Lichtung k?mpfte und einen Schurken nach dem anderen niederstreckte. Gegen einen Alphak?nig-Wolf hatten die Schurken keine Chance, und als sie das erkannten, versuchten sie sofort, sich zur¨¹ckzuziehen. Neveahs gl¨¹hende Augen fixierten die fliehenden Schurken, ein w¨¹tendes Knurren entwich ihren Lippen, und erst dann wurden die W?lfe von Eclipse Hunt in die Realit?t zur¨¹ckgerissen und fingen die fliehenden Schurken schnell ab. Einer nach dem anderen wurde zur Strecke gebracht, bis keiner mehr ¨¹brig war, und nachdem sie den letzten Schurken zerrissen hatte, lie? Neveah ein weiteres Knurren los. Ihr Blick ruhte auf Alpha Dane, und da sie der Dominanz, die Neveah ausstrahlte, nicht widerstehen konnte, senkten Alpha Dane und die W?lfe der Eclipse Hunt ihre K?pfe und entbl??ten ihre H?lse, um sich zu unterwerfen. "Das ist genug." dachte Neveah zu ihrem Wolf, denn sie wusste, dass ihr Wolf die Eclipse Hunt-W?lfe absichtlich einsch¨¹chterte, damit sie sich unterwarfen. "Sie stehen in der Gegenwart eines K?nigs... Ich werde daf¨¹r sorgen, dass sie und alle anderen es von diesem Tag an wissen." erkl?rte Neveahs W?lfin, w?hrend sie sichngsam in Neveahs Hinterkopf zur¨¹ckzog. "Sie sind ... Freunde." erinnerte Neveah ihre W?lfin, obwohl sie selbst nicht sicher war, was das Wort ¡¯Freunde¡¯ eigentlich bedeutete. "Das ubst du doch nicht wirklich, oder?... Ein K?nig hat keine Freunde, Veah... nur so k?nnen wir ¨¹berleben." dachte Neveahs Wolf zu ihr zur¨¹ck. Neveahs Blick verweilte noch einen Moment auf den W?lfen von Eclipse Hunt, bevor sie sich umdrehte und in den Wald rannte. ________________ Neveah starrte auf nichts Bestimmtes, w?hrend sie auf ihren Hinterbeinen sa?, immer noch in ihrer Wolfsgestalt. Sie hob ihre Pfote und bewunderte erneut die Sch?nheit ihres schimmernden Fells. Sie hatte sich nie getraut, ihre Wolfsgestalt anzunehmen, nicht einmal heimlich, aus Angst, erwischt zu werden. F¨¹r Neveah war ihre Wolfsgestalt genauso neu wie f¨¹r alle anderen, und es tat ihr im Herzen weh, dass sie dreizehn Jahreng gezwungen gewesen war, eine solche Sch?nheit wie ihre Wolfsgestalt zu verstecken. "Du wirst es in Zukunft wieder gutmachen m¨¹ssen." meinte Neveahs Wolf zu ihr und Neveah l?chelte leicht. "Bin ich das nicht schon?" fragte Neveah. Es war etwa eine Stunde her, seit sie die W?lfe von Eclipse Hunt auf der Lichtung zur¨¹ckgssen hatte, und jetzt, wo Neveah dar¨¹ber nachdachte, h?tte sie zumindest ein paar Kleider zum Wechseln mitnehmen sollen. Sie hatte ihre Kleidung zerrissen, als sie sich in ihre Wolfsgestalt verwandelt hatte, und jetzt konnte sie sich nicht zur¨¹ckverwandeln, weil sie keine Kleidung zum Wechseln hatte. Sie konnte auch nicht zur¨¹ck auf die Lichtung gehen, wo die W?lfe der Eclipse Hunt waren, Neveah wusste, dass Vincent und D irgendwo in der N?he waren, obwohl sie Abstand hielten, sie beobachteten sie, aber sie schenkte ihnen keine Beachtung, Neveah ahnte, dass hier ihr Schicksal mit der Finsternisjagd zu Ende ging. Sie konnte sie nicht bitten, ihr Geheimnis zu wahren, und sie konnte ihnen auch nicht ihre Gr¨¹nde verst?ndlich machen. "Es ist das Beste, wir waren nie dazu bestimmt, uns von den Regeln anderer einschr?nken zussen, und wir k?nnen niemandem vertrauen... nicht dieses Mal." sagte Neveahs Wolf zu ihr. "Vielleicht. Was kommt als N?chstes auf uns zu?" Neveah dachte zur¨¹ck. "Freiheit... Freiheit ist das N?chste." antwortete Neveahs Wolf und Neveah legte ihren Kopf zur¨¹ck, der Wind, der ihr Fell streifte, f¨¹hlte sich so erfrischend an, dass sie am liebsten f¨¹r immer hier drau?en bleiben wollte. Im Herzen des Waldes, wo sie keine Sorgen oder ?ngste hatte, keine Verantwortung und keine Sorge um Identit?ten. "Nun gut, was immer du dir w¨¹nschst ... ich werde nur auf dich h?ren." entschied Neveah. "Nein Veah... was immer du dir w¨¹nschst, wir werden es verwirklichen." erwiderte Neveahs Wolf mit Bestimmtheit. Neveah ¨¹berlegte einen Momentng, was w¨¹nschte sie sich wirklich? War es Rache? Wollte sie ihr Pfund Fleisch von all jenen, die ihr geschadet hatten, einfordern? War es der Eclipse-Thron? Die eine Sache, die ihr ganzes Lebenng unerreichbar gewesen war? Ein Ort, den ein Bastardkind wie sie niemals auch nur im Traum h?tte erklimmen k?nnen? War es eine Familie? Menschen, denen sie wirklich vertrauen und auf die sie sich vessen konnte? War es Liebe? Ein Gef?hrte, der wirklich w¨¹rdig war, an ihrer Seite zu stehen? Wer w¨¹rde in all dem f¨¹r sie da sein? Nachdem sie schon einmal das Leben und den Tod erlebt hatte, wusste Neveah, dass diese weltlichen W¨¹nsche alle verg?nglich waren, was also w¨¹nschte sie sich wirklich? "Ich... ich m?chte einfach, dass wir leben, wei?t du? Wirklich leben ... das haben wir verdient." dachte Neveah, als sie sich ins Gras legte und ihren Kopf auf ihre Pfoten legte. Ihre Augen tterten zu und Neveah wollte gerade einscfen, als sie Schritte h?rte, die sich n?herten. "Veah?" rief Luna Colleens besorgte Stimme zu ihr her¨¹ber. Neveah hob den Kopf, und ihre Wolfsaugen richteten sich auf Luna Colleen, die ihr im Vergleich zu ihrer Gr??e und ihrem muskul?sen K?rperbau jetzt winzig erschien. Sie konnte sehen, wie D und Vincent sich Luna Colleen n?herten, sie bef¨¹rchteten eindeutig, dass Neveah nicht bei Verstand war und Luna Colleen angreifen w¨¹rde, und Neveah widerstand dem Drang, mit den Augen zu rollen. Sie verstand, dass sie ihr gegen¨¹ber misstrauisch waren und nicht wussten, wie sie auf diese schockierende Enth¨¹llung reagieren sollten, aber sie sollten zumindest ihre eigenen F?higkeiten kennen. Wenn Neveah wirklich jemanden angreifen wollte, w¨¹rde es viel mehr brauchen als nur die beiden, um sie aufzuhalten. Neveah neigte ihren Kopf zur Seite, um Luna Colleen zu zeigen, dass sie sie h?ren konnte. "Ich dachte mir schon, dass du das willst... wir haben darauf gewartet, dass du rauskommst, aber du kannst dir ruhig Zeitssen." versicherte Luna Colleen, w?hrend sie Neveah einen neuen Satz Kleidung hinlegte. Neveah runzelte leicht die Stirn, denn nach den Worten von Luna Colleen hatten die W?lfe von Eclipse Hunt nicht vor, ohne sie zu gehen. "Du hast mir ein Versprechen gegeben, Veah, dass du meine Welpen besch¨¹tzen wirst... du hast dein Wort bereits gehalten, ist es gierig von mir, noch mehr zu vengen? Ich kann ohne dich nicht sicher sein, Veah... geh nicht weg." Luna Colleen flehte Chapter 60: Der einzige Weg, wie ich leben kann (Kap.60)

Chapter 60: Der einzige Weg, wie ich leben kann (Kap.60)

Es war bereits Morgen, als Neveah die Lichtung betrat, und es wurde sofort mucksm?uschenstill auf der Lichtung. Sie sp¨¹rte, wie sich die Augen aller W?lfe von Eclipse Hunt auf sie richteten, aber sie ignorierte ihre Blicke und ging zu der kaputten Kutsche hin¨¹ber. Alpha Dane sa? neben der Kutsche, w?hrend Luna Colleen sich ¨¹ber ihn beugte und einen Verband um seinen Arm wickelte. Alpha Dane hatte sich im Laufe des Kampfes eine tiefe Krallenwunde zugezogen, die zwar heilen w¨¹rde, aber nurngsam, und sie musste richtig desinfiziert werden, um eine Infektion zu verhindern. Luna Colleens und Alpha Danes Blicke richteten sich auf Neveah, es verging ein Moment, in dem keiner von beiden etwas sagte, und so beschloss Neveah, das unangenehme Schweigen zu brechen. "Das ist der falsche G¨¹rtel... Ich werde einfach den richtigen holen." erkl?rte Neveah und hob den Tailleng¨¹rtel auf, den Luna Colleen zusammen mit ihrer Kleidung mitgebracht hatte. Neveah sortierte ihre Sachen und zog den richtigen G¨¹rtel heraus, bevor sie den anderen zur¨¹cklegte und den G¨¹rtel durch die Scufen der Lederhose f¨¹hrte, die sie trug, und die Schnalle befestigte. Die ganze Zeit ¨¹ber sp¨¹rte sie die Augen der W?lfe von Eclipse Hunt auf sich gerichtet und sie rollte mit den Augen, w?hrend sie ihr Haar zu einem Pferdeschwanz hochsteckte. "?hmm... die Kutsche ist ruiniert, der Rest der Reise k?nnte ein wenig unangenehm werden..." Luna Colleen brach schlie?lich das peinliche Schweigen. "Ist schon gut, ich werde fahren." sagte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken. Wieder kehrte auf der Lichtung Stille ein, und Neveah machte sich nicht die M¨¹he, zu verweilen, sondern ging zum vorderen Teil der Kutsche und l?ste das Pferdngsam von ihr. "Veah... du hast seit gestern Abend nichts mehr gegessen, m?chtest du vielleicht etwas?" fragte Luna Colleen erneut und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Mir geht es gut... Ich habe im Wald gejagt, bevor ich hierher kam." erwiderte Neveah. "Oh... na gut, also dann..." begann Luna Colleen, wieder einmal ¨¹berkompensierte sie die angespannte Situation und Neveah war dankbar, als Alpha Dane sie unterbrach. "Leen... es geht ihr gut." sagte Alpha Dane und Luna Colleen schluckte jedes weitere Wort, das sie sagen wollte, hinunter. Neveah verstand, dass Luna Colleen sich nicht mehr sicher war, wie sie Neveah am besten behandeln sollte, jetzt, da sie alle wussten, was sie wirklich war, Neveah hatte bereits gewusst, dass dies das Ergebnis der Enth¨¹llung ihrer wahren Identit?t sein w¨¹rde, aber sie hatte es trotzdem getan, und Neveah beschloss, dass sie es nicht bereuen w¨¹rde, egal, was dabei herauskommen w¨¹rde. Neveah widmete ihre Aufmerksamkeit wieder dem Abkoppeln des Pferdes von der kaputten Kutsche und wollte die Reise so bald wie m?glich fortsetzen. Je eher sie das Eclipse Hunt Pack erreichten, desto eher konnte Neveah damit beginnen, das Gift zu neutralisieren, und sobald das geschehen war, konnte sie das Eclipse Hunt Pack ohne Bedenken vessen... "Warum auf einem Pferd reiten, wenn sie einfachufen kann? Ich meine, mit einer Wolfsgestalt wie dieser..." fl¨¹sterte D, wurde aber von Alpha Dane unterbrochen. "D, das reicht jetzt." warnte Alpha Dane in einem strengen Ton. "Bei allem Respekt, Alpha, tun wir jetzt alle so, als w?re das nicht passiert? Es war doch in Ordnung, dass du dar¨¹ber geredet hast, bevor sie kam", fragte Vincent in einem ver?rgerten Fl¨¹sterton. "Pass auf, wie du mit mir redest, Vin." sagte Alpha Dane und warf Vincent einen b?sen Blick zu. "Sie kann uns h?ren, wei?t du..." erinnerte Luna Colleen und gestikulierte in Richtung der Stelle, an der Neveah sie mit hochgezogenen Augenbrauen anstarrte. Neveah vermutete, dass sie sich in den letzten vier Tagen daran gew?hnt hatten, um sie herum zu tuscheln, und zu uben, dass sie sie nicht h?ren konnte, dass sie vergessen hatten, was letzte Nacht passiert war, bedeutete, dass sie sie tats?chlich h?ren konnte. Wei?t du, von au?en sehen sie scu aus ... aber die Alten sagten, dass der Schein tr¨¹gt. dachte Neveahs Wolf, und Neveahs Lippen zuckten leicht. "Ihr k?nnt ja einfach mal fragen, anstatt Vermutungen anzustellen und euch zu streiten." Neveah wies darauf hin. "Wir w¨¹rden fragen, wenn wir uben w¨¹rden, dass ihr bereit w?rt zu antworten." sagte Alpha Dane und Neveah hob eine Augenbraue ¨¹ber den f?rmlichen Ton, den er ihr gegen¨¹ber anschlug. "Wenn es eine Frage ist, die ich nicht bereit bin zu beantworten, werde ich es Sie wissenssen, nachdem Sie gefragt haben." sagte Neveah, w?hrend sie sich an den Wagen lehnte und die Arme verschr?nkte. "Warum hast du die ganze Zeit so getan, als w?rst du ein Mensch? Wissen deine Eltern und dein Bruder davon?" fragte Alpha Dane ohne weiteres Z?gern. "Nein, das wissen sie nicht. Niemand wei? es ... zumindest nicht bis gestern Abend." antwortete Neveah mit einem leeren Ton. Es machte Neveah nichts aus, es ihnen zu verraten, es war ihre Entscheidung, wof¨¹r sie ihr neu gefundenes Wissen nutzen wollten, es war an der Zeit, dass sie mit diesem Versteckspiel aufh?rte. "Wie ist das ¨¹berhaupt m?glich? Die erste Verwandlung der Finsternisprinzessin h?tte eine k?nigliche Angelegenheit sein m¨¹ssen, eine freudige Nachricht, die sich im ganzen Finsternisreich verbreitet." sagte Luna Colleen mit gerunzelten Brauen. Neveah stie? bei Luna Colleens Worten ein freudloses Glucksen aus. "Es gibt vieles, was du nicht ¨¹ber die k?nigliche Familie der Eklipse wei?t... wagst du es, mehr zu wissen, als du eigentlich solltest?" fragte Neveah spitz. Alpha Dane tauschte einen Blick mit Luna Colleen und seinem Beta aus, bevor sie ihre Blicke wieder auf Neveah richteten, und Neveah konnte sehen, dass sie es immer noch wissen wollten. "Nun gut, wie Luna Colleen sagte... es sollte eine k?nigliche Angelegenheit sein, nur kann es das nicht sein, nicht wenn die Eclipse-Prinzessin das uneheliche Kind des Alpha-K?nigs ist." erkl?rte Neveah achselzuckend. Neveah beobachtete ihre schockierten Gesichter, denn mit dieser Enth¨¹llung hatten sie offensichtlich nicht gerec. "Was meinst du mit Bastardkind..." Vincent brach schockiert ab. "Alphak?nigin Vilma ist nicht meine leibliche Mutter, wie die Welt uben machen wollte, mein Vater war mit einer menschlichen Frau intim, und ich bin das Ergebnis davon." Neveah antwortete mit einem l?ssigen Achselzucken, als ob es keine gro?e Sache w?re. Aber es war tats?chlich eine gro?e Sache, denn das bedeutete, dass der verg?tterte Alphak?nig Lothaire Raul das Paarungsband verraten hatte. "Das ist... das ist..." stotterte Alpha Dane, und sein Mund ppte immer wieder auf und zu. "W?hrend die Welt eine dekorierte Eclipse-Prinzessin sieht, nt mein Vater, mich zu verheiraten, und meine Stiefmutter hat mich ?fter vergiftet, als ich z?hlen kann ... was meinen Bruder angeht ..." "Seine Folterpeitsche schmeckt meine Haut als erstes... willst du immer noch mehr wissen?" fuhr Neveah in einem leeren Ton fort. Je mehr Neveah sprach, desto entsetzter waren die W?lfe von Eclipse Hunt und starrten nur noch mit offenem Mund. "Oh Veah..." sagte Luna Colleen in einem zittrigen Ton. "Das ist die Wahrheit, von der mein Vater nicht will, dass die Welt sie erf?hrt, und nat¨¹rlich w?re es in deinem Interesse und dem deines Rudels, wenn er nie erf?hrt, dass du davon wei?t." "Ja, ich habe die Tatsache verheimlicht, dass ich einen Wolf habe, ich hatte meine erste Schicht allein, ganz allein und es war die Gnade des Sch?pfers f¨¹r mich." "Was ubst du, was die Alphak?nigin und Alessio mit mir machen w¨¹rden, wenn sich herausstellt, dass ich, der als Mensch geboren werden sollte, einen Alphak?nigswolf besitze und somit einen berechtigten Anspruch auf den Thron habe?" fragte Neveah und lie? die Frage einen Momentng offen. Neveah wusste, dass sie nicht viel zu sagen brauchte, die W?lfe der Eclipse Hunt konnten den Ernst der Lage verstehen. Es konnte keine zwei Sonnen am selben Himmel geben, noch nie in der Geschichte der Eclipse Domain waren zwei k?nigliche Kinder mit dem Alphak?nig-Wolf geboren worden... es gab immer nur einen Erben, den ?ltesten R¨¹den. H?tten die W?lfe der Finsternisjagd Neveahs Alphak?nigswolf nicht selbst gesehen, h?tten sie nie geubt, dass so etwas ¨¹berhaupt m?glich ist. Der Sch?pfer vergab den Alpha-K?nigswolf nur an einen in jeder Generation. "Ich lebe als Mensch, weil das die einzige Art ist, wie ich leben kann. Ich w¨¹rde lieber sterben, als dass jemand dieses Geheimnis erf?hrt, das ich dreizehn Jahreng geh¨¹tet habe ... aber wie ich sehe, hatte das Schicksal andere Pl?ne mit mir." sagte Neveah mit einem unh?rbaren Spott. "Es besteht also kein Grund zur Sorge, sobald das Gift neutralisiert ist... Ich habe auch nicht vor, im Eclipse Hunt Pack zu verweilen." "Was immer du letzte Nacht gesehen hast, bleibt unter uns, und du musst nie wieder etwas von mir h?ren." murmelte Neveah, w?hrend sie davonlief. "Warte..." Alpha Dane rief Neveah zu und Neveah hielt in ihrem Schritt inne. "Der Eclipse-Thron, du wurdest mit der F?higkeit geboren, ihn zu beanspruchen ... begehrst du ihn?" fragte Alpha Dane in einem tiefen Ton. Neveah versteifte sich leicht, sie wusste genau, dass Alpha Dane ihrem Vater noch immer treu war und Prinz Alessio die Treue geschworen hatte, und dass Neveahs wahre Identit?t eine Bedrohung f¨¹r ihren auserw?hlten zuk¨¹nftigen Alphak?nig war. "Und wenn ich es t?te ... w¨¹rdest du mich t?ten und meinen Kopf meinem Bruder anbieten?" fragte Neveah in einem dunklen Tonfall, w?hrend sie sichngsam umdrehte und ihren verengten Blick auf Alpha Dane richtete. Chapter 61: Ein Zuhause (Kap.61)

Chapter 61: Ein Zuhause (Kap.61)

"Und wenn ich es t?te ... w¨¹rdest du mich t?ten und meinen Kopf meinem Bruder anbieten?" fragte Neveah in einem dunklen Tonfall, w?hrend sie sichngsam umdrehte und ihren Blick auf Alpha Dane richtete. Die Augen von Alpha Dane verengten sich zu einem grellen Blick, eindeutig ver?rgert ¨¹ber Neveahs Tonfall, aber das war Neveah v?llig egal. Genau wie ihr Wolf gesagt hatte, hatte ein K?nig keine Freunde, das war eine Tatsache, die sie jetzt akzeptierte, ihr Weg war einer, den sie allein gehen musste, und obwohl sie Eclipse Hunt niemals Schaden zuf¨¹gen w¨¹rde, Sie w¨¹rde ihnen gegen¨¹ber auch nicht verletzlich sein, dies war eine Zeit in ihrem Leben, in der Vertrauen einfach ein Todesurteil war. Die Atmosph?re auf der Lichtung wurde angespannt, als Neveah und Alpha Dane sich einen kurzen Momentng in die Augen sahen. "Veah ... sag das nicht, Dane w¨¹rde nie ..." sagte Luna Colleen in einem Versuch, die angespannte Situation zu entsch?rfen, und stupste Alpha Dane an, damit er seinen Blick senkte. Alpha Dane grunzte leise, aber er wandte seinen Blick ab, als Luna Colleen ihn aufforderte, und auch Neveah lie? ihren Blick fallen. Sie stie? einen leisen Seufzer aus, denn wenn es nach ihr ginge, w?re es ihr lieber, sie w?re gar nicht erst in die k?nigliche Familie von Eclipse hineingeboren worden ... jede Art von Leben w?re besser gewesen als das, das sie bisher gef¨¹hrt hatte. Alles, was Neveah wollte, war ein Leben ohne Sorgen und ?ngste... sie wollte einfach nur Frieden. "Ich habe den Thron nie begehrt, ich wollte immer nur die Eclipse Domain vessen und ein neues Leben beginnen. Ich interessiere mich nicht f¨¹r den Thron oder irgendetwas, das mit dem K?nigtum zu tun hat..." "Ich w¨¹rde lieber ein freies und ungebundenes Leben f¨¹hren ... das ist es, was ich begehre." murmelte Neveah mit leisem Spott, da sie wusste, dass die Dinge nie so verliefen, wie sie es gent hatte. "K¨¹mmere dich nicht um meine Entscheidungen, du kannst dir sicher sein, dass die Eclipse Hunt niemals in meine Schwierigkeiten verwickelt werden wird." versicherte Neveah in einem leeren Ton. "Was ich sagen wollte, ist ... du hast mein Leben und das meiner Gef?hrtin gerettet, das Eclipse Hunt Rudel steht in ewiger Dankbarkeit vor dir." begann Alpha Dane, w?hrend er sich aufrichtete. Neveahs Augen weiteten sich, als Alpha Dane auf ein einzelnes Knie sank, der Rest von Eclipse Hunt folgte ihm schnell, sie konnten nicht stehen bleiben, w?hrend ihr Alpha kniete. "Ich schw?re es dir bei meiner Ehre, du wirst immer auf das Eclipse Hunt Rudel z?hlen k?nnen, Prinzessin. Wenn du den Eclipse-Thron begehrst, wird die Eclipse-Jagd dein R¨¹ckhalt sein..." "Wenn du dich entscheidest, ein z¨¹gelloses Leben fernab von den Sorgen der k?niglichen Familie zu f¨¹hren, wird die Eclipse-Jagd dein Zuhause sein... Ich werde dich als mein eigenes Blut betrachten und die Eclipse Hunt wird dich vor den Royals besch¨¹tzen, koste es, was es wolle." schwor Alpha Dane in einem feierlichen Ton. Neveahs Augen weiteten sich leicht, sie wusste, wie wichtig das Wort und der Schwur eines Alphas waren, die Eclipse Hunt w¨¹rde f¨¹r Generationen daran gebunden sein. Sie hatte nicht damit gerec, dass Alpha Dane ihren Worten ohne jeden Zweifel uben schenken und sich sogar auf ihre Seite stellen w¨¹rde, statt auf die der Eclipse Royals, es war ein Schwur, den sie nicht einmal zu akzeptieren wagte. "Veah... wir alle haben gesehen, wie du es riskiert hast, dein streng geh¨¹tetes Geheimnis preiszugeben, um meine Welpen und mich zu sch¨¹tzen, wir k?nnen dir das niemals vergelten... unser Schwur ist bescheiden, aber bitte nimm ihn an." f¨¹gte Luna Colleen hinzu, ein ermutigendes L?cheln auf den Lippen und Tr?nen in den Augen. Luna Colleen hatte mit den Tr?nen gek?mpft, seit Neveah ihr die Realit?t im Finsternispst offenbart hatte, und es tat ihr im Herzen weh, zu sehen, dass eine so junge Frau bereits so viel Schmerz ertragen musste. Luna Colleens Herz dr?ngte danach, Neveah f¨¹r all den Schmerz, den sie erlitten hatte, zu entsch?digen, und Luna Colleen war sich nicht sicher, warum sogar ihr Wolf so besch¨¹tzerisch gegen¨¹ber Neveah war. W?hrenddessen schn¨¹rte sich Neveahs Kehle zu, als sich ein Schluchzen den Weg aus ihren Lippen zu bahnen drohte, aber sie schluckte es hinunter und ein warmes Gef¨¹hl breitete sich in ihrem kalten Herzen aus. Die W?lfe von Eclipse Hunt wussten nicht einmal etwas ¨¹ber sie, aber genau wie im vergangenen Leben hatten sie sich entschieden, ihr zur Seite zu stehen, auch wenn sie sich nicht sicher waren, auf welcher Seite sie stand. "Ich bin bereit, dir mein Leben anzuvertrauen, Alpha Dane von Eclipse Hunt." Neveah nahm den Schwur mit zittriger Stimme an, und Alpha Dane erhob sich auf die Beine. Er ging auf Neveah zu, zog sie in eine Umarmung und streichelte ihr beruhigend ¨¹ber den R¨¹cken. "Du hast viel gelitten, Kind, ich verstehe jetzt, warum mein Wolf so angetan von dir ist, Colleen und ich haben das besprochen, bevor wir den Eclipse Pce vessen haben." "Von nun an... werde ich der Vater sein, den du nie hattest. Ich bin kein K?nig... aber du wirst eine Prinzessin f¨¹r mein Volk sein." versprach Alpha Dane. Neveahs Kraft verlie? sie, und ein leises Schluchzen entwich ihren Lippen, als sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben willkommen f¨¹hlte... und geliebt. ____________________ "Das ist unser Zuhause." verk¨¹ndete Alpha Dane und deutete auf das gro?e Herrenhaus im Herzen einer riesigen Siedlung. Die Gruppe war endlich im Gebiet der Eclipse Hunt angekommen, und Neveah stellte mit Erstaunen fest, dass es keinen Unterschied zwischen den menschlichen Siedlungen und den f¨¹r die Werw?lfe reservierten Teilen des Gebiets gab. Es war alles eine einzige gro?e Siedlung, in der alle in perfekter Harmonie lebten, Menschen und Werw?lfe gleicherma?en. Neveah hatte noch nie einen so erstaunlichen Anblick erlebt, denn die Erde war die l?ngste Zeit von der ¨¹bernat¨¹rlichen Spezies beherrscht worden. Die Menschen waren immer als die untergeore Spezies betrachtet worden, und ihre Gebiete, ihre Lebensweise und jedes wichtige Detail wurden von den Werw?lfen geregelt. Neveah hatte zwar geh?rt, dass es Eclipse-Rudel gab, die den Menschen unter ihrer Herrschaft nicht so viele Beschr?nkungen auferlegten wie das Eclipse-Fang-Rudel, aber dieses Ausma? an Freiheit hatte sie nie erwartet. Es war erst ein paar Minuten her, dass sie aus dem Schutz der B?ume aufgetaucht waren, nachdem sie einige Stunden zuvor die Grenze zu Eclipse Hunt ¨¹berschritten hatten. Das Territorium war so gro?, dass sie selbst im Wolfstempo zwei Stunden brauchten, um von der Grenze aus die Hauptsiedlung zu erreichen. Neveah war auf Ds R¨¹cken zur¨¹ckgeritten, weil Alpha Dane und Luna Colleen darauf bestanden hatten, und so hatte die Gruppe den Rest der Reise an einem einzigen Tag zur¨¹ckgelegt und war vor der genten Zeit angekommen. Als sich Ds Tempo vengsamte und er durch die belebten Stra?en der Kleinstadt h¨¹pfte, begr¨¹?ten die Menschen und Werw?lfe ihren Alpha mit Begeisterung. In jeder Stra?e, die sie passierten, lebten sowohl Menschen als auch Werw?lfe, und selbst auf dem Markttz gingen beide Arten ihren t?glichen Gesch?ften nach. Neveah hatte vom Rand der Siedlung bis hin zum Rudelhaus, in dem sie gerade angekommen waren, v?llig erstaunt gestarrt. Eine solche Freiheit und Harmonie zwischen zwei Spezies war gegen alles, wof¨¹r ihr Vater stand, gegen seine Gesetze, die daf¨¹r sorgten, dass die Werw?lfe immer die Raubtiere blieben, Er zertrampelte die niederen Spezies und gab sich als ihr Retter aus. Er hatte die Probleme selbst geschaffen und sie dann von ihnen befreit, damit die Menschen ihm f¨¹r immer dankbar sein w¨¹rden. ?hnlich wie Neveah lebte die menschliche Bev?lkerung von Eclipse Fang in einem so gro?en K?fig, dass sie auf den Schein der Freiheit hereinfiel, nur weil sie die Gitterst?be nicht sehen konnten. Aber sie waren anders als Neveah... zumindest wusste Neveah ganz genau, dass sie ihr ganzes Leben in Knechtschaft gelebt hatte, w?hrend sie diese Tatsache f¨¹r immer ignorieren w¨¹rden... Und dann gab es Rudel wie dieses, die der menschlichen Bev?lkerung wirklich die Aufrichtigkeit entgegenbrachten, die sie verdiente, ohne dabei zu betr¨¹gen. Neveah erkannte, dass es kein Wunder war, dass ihr Vater einen Groll gegen Alpha Dane hegte und sogar versuchte, einen Teil von Alpha Danes Territorium zur¨¹ckzufordern und es jemand anderem zuzuweisen. Denn wenn jemand Zeuge dieses Anblicks w¨¹rde, w¨¹rde ihm sofort r werden, dass Alphak?nig Lothaire nicht so gro?m¨¹tig war, wie er behauptete... Dass alles, was er der menschlichen Bev?lkerung als Privilegien zugestand, das war, was sie tats?chlich verdiente. Alpha Dane hatte sich in seine menschliche Gestalt verwandelt und zog sich etwas an, bevor er wieder auftauchte, w?hrend Neveah von Ds R¨¹cken stieg. "Es ist kein Pst ... wie Sie sicher sehen k?nnen." Wie Vincent nun einmal ist, lie? er die Gelegenheit nicht ungenutzt, Neveah einen Seitenhieb zu verpassen. Neveah ubte jedoch nicht, dass irgendetwas von dem, was er sagte, bei ihr ankommen k?nnte, und so schenkte sie ihm zu Vincents ¨¹berraschung nur ein kleines L?cheln, bevor sie ihren Blick wieder auf das Rudelhaus richtete. Genau wie Vincent gesagt hatte, war es kein gro?er, hoch aufragender Pst wie der Eclipse Pce, und Neveah war froh dar¨¹ber. Sie hatte ihr ganzes Leben verbarrikadiert in den k¨¹hlen, kalten Mauern eines hoch aufragenden Pstes gelebt, in dem sie sichngsam erstickt f¨¹hlte. An manchen Tagen hatte sie das Gef¨¹hl, kaum atmen zu k?nnen, und die Mauern des Eclipse-Pstes dr¨¹ckten auf sie ein, schlossen sich um sie herum, und an anderen Tagen kam es ihr vor, als sei der Pst ein riesiges, grenzenloses Labyrinth, in dem an jeder Ecke das Grauenuerte, Ein Spukhaus des Schreckens, in dem sie sich stunden- und tagng in ihrem Zimmer verbarrikadiert h?tte, und in diesen Zeiten verging die Zeit wie im Fluge, ohne dass sie sie wahrnahm. Aber das hier... das war anders, das war ein Zuhause. Chapter 62: Ankunft bei der Eclipse-Jagd (Kap.62)

Chapter 62: Ankunft bei der Eclipse-Jagd (Kap.62)

"Komm rein, steh nicht einfach drau?en rum." ermutigte Luna Colleen und Neveah nicktengsam. Sie konnte es nicht uben, dass sie in diesem Leben tats?chlich hierher hatte kommen k?nnen ... dass sie tats?chlich den F?ngen ihres Vaters hatte entkommen k?nnen. Jetzt, wo sie weit weg von den Qualen des Finsternispstes war, hatte Neveah das Gef¨¹hl, endlich leben zu k?nnen... wirklich leben zu k?nnen. Ein kleines, aufrichtiges L?chelng auf Neveahs Lippen, als sie sich auf den Weg ins Rudelhaus machte, hinter Luna Colleen und Alpha Dane her, w?hrend D sich auf den Weg machte, um seine Gestalt zu wechseln. Sie betraten das Rudelhaus und Neveah schaute sich in der gem¨¹tlich aussehenden Halle um, die zu mehreren Fluren f¨¹hrte, die in verschiedene Richtungen f¨¹hrten. "Veah, wir ¨¹bessen dich f¨¹r einen Moment D und Vincent, wir m¨¹ssen nur ein paar Dinge im Rudel in Ordnung bringen." erkl?rte Luna Colleen, w?hrend Alpha Dane Neveahs Schulter t?tschelte und einen Gang hinunterging. "Die ?ltesten haben von dem Angriff der Schurken geh?rt, und mein Bruder und Leen m¨¹ssen ein paar Details kl?ren, da wir zwei Wochenng weg waren." "Dieser Gang f¨¹hrt zu den Versammlungsr?umen und Danes B¨¹ro, die ?ltesten erwarten sie dort bereits. Es sollte nicht allzunge dauern, sie ¨¹ber unsere Reise zu informieren." erkl?rte D, der wie aus dem Nichts aufgetaucht war, w?hrend Neveah sich umsah. Neveah nickte verst?ndnisvoll, als D begann, ihr einige grundlegende Details zu erkl?ren. "Das Rudelhaus ist das Zuhause von Alpha, Beta, Gamma, Delta, dem Hauptkrieger und ihren Familien. Sie haben jeweils die oberen drei Stockwerke f¨¹r sich allein. "Au?erdem gibt es noch die Quartiere in den unteren beiden Stockwerken, die den unverpaarten Kriegern wie mir und Vincent zugewiesen sind, obwohl wir eine besondere Ausnahme darstellen. Das Rudelhaus hat genau f¨¹nf Stockwerke." erkl?rte D. "Zieh mich nicht in dein Gespr?ch mit ein." Vincent unterbrach sich und warf D einen b?sen Blick zu, bevor er davonlief und in einem Gang verschwand. "K¨¹mmere dich nicht um ihn, er kommt schon wieder zu sich." D versicherte Neveah, da er ubte, dass sie von Vincents harscher Behandlung betroffen war. "Das hat er bereits." Neveah antwortete mit einem l?ssigen Achselzucken, sie wusste genau, dass sich Vincents Pers?nlichkeit bereits zu ver?ndern begann, genau wie im vorherigen Leben. Er war nur jemand, der seine Familie so sehr besch¨¹tzte, weil er wusste, wie liebevoll und akzeptierend sie mit Menschen umging, die sie nicht einmal kannten, und er hatte es auf sich genommen, das wieder gutzumachen. Aber in dem Moment, in dem er merkte, dass man seinen Lieben nichts B?ses wollte, ?nderte er sich v?llig, Neveah hatte das schon einmal erlebt. Sie wusste, dass Vincent nach dem Kampf mit den Schurken bereits begonnen hatte, sie mit Respekt zu behandeln, er wusste nur noch nicht, wie er es zeigen sollte, und wahrscheinlich war es ihm peinlich. "Du benimmst dich nicht wie eine verklemmte, selbstgerechte Prinzessin." lobte D, bevor er kurz innehielt, als w¨¹rde er sich gerade daran erinnern, was Neveah ihnen offenbart hatte. "Oh ..." murmelte D mit einem Zusammenzucken. Neveah warf ihm einen leeren Blick zu, und er hob unbeholfen eine Hand in den Nacken und senkte entschuldigend den Blick. "Richtig, nun... der Rest des Rudels wohnt in der Stadt und kommt h?ufig vorbei, um hier auszuhelfen und ihre Trainingspl?ne zu erf¨¹llen und was auch immer sie sonst noch zu tun haben." sagte D schlie?lich, nachdem er einen Momentng das peinliche Schweigen ¨¹ber sich ergehenssen musste. "Ihr m¨¹sst euch also keine Sorgen machen, dass ihr in n?chster Zeit von neuen Gesichtern ¨¹berrannt werdet, die Krieger sind normalerweise immer mit Patrouillen- und Wachdiensten besch?ftigt, sie kommen nur am Ende ihrer Schicht herein, um sich auszuruhen." "Das Rudelhaus ist ¨¹berhaupt nicht ¨¹berf¨¹llt, du wirst dich also nicht unwohl f¨¹hlen." versicherte D. Neveahs Lippen zuckten leicht, sie fand es am¨¹sant, dass D sich bereits Gedanken ¨¹ber ihr Wohlbefinden machte, obwohl sie gerade erst das Rudelhaus betreten hatte. "Nun, komm schon. Ich bringe dich in dein Quartier." sagte D. D f¨¹hrte sie zu der gro?en Treppe an der Seite, und Neveah folgte ihm, ohne die Blicke zu beachten, die sie von den wenigen Rudelw?lfen erntete, die an ihr vorbeigingen. D f¨¹hrte den Weg in die oberste Etage und ging mit Neveah den Flur enng. "Diese Etage ist f¨¹r die Alphafamilie reserviert, sie hat genau zehn Einzelquartiere. Dane und Leen bekommen das gr??te, ganz am Ende des Flurs auf der linken Seite." "Zwei T¨¹ren weiter ist mein Quartier und die T¨¹r dahinter ist Vincents Quartier, es war sehr kurzfristig, aber Leen hat Bescheid gesagt, dass das Quartier gegen¨¹ber von meinem f¨¹r euch vorbereitet wird." "Es ist das gr??te nach dem Quartier von Dane und Leen, du wei?t schon... genug tz f¨¹r... Weiblichkeit...?" fragte D unsicher, und Neveah kicherte am¨¹siert. "Ja, r." murmelte Neveah, w?hrend sie D folgte, Als sie die T¨¹r zu ihrem Quartier erreichte, stie? sie sie auf und trat ein, wobei sie eine Augenbraue ¨¹ber die Einrichtung hob. Die Mischung aus Grau- und Wei?t?nen war die exakte Nachbildung von Neveahs Zimmer im Eclipse Pce, und Neveah vermutete, dass Luna Colleen bei ihrem Besuch mit Alpha Dane darauf aufmerksam gemacht hatte. "Nun, Leen war sich nicht sicher, was du bevorzugen w¨¹rdest... also gut, ich habe ihr vorgescgen, hellere Farben zu nehmen... Ich habe geh?rt, dass das weibliche Vorlieben sind, aber..." D brach ab und Neveah spottete. "Ich bin siebzehn, D, nicht f¨¹nf...hellere Farben?" fragte Neveah in einem leeren Ton. "Richtig ... du bist eher ein Krieger als eine Frau, so viel ist sicher." sagte D schmunzelnd. Neveah betrat den Raum und schaute sich um. Obwohl es sie st?rte, dass es eine so frappierende ?hnlichkeit mit ihrem Zimmer im Finsternispst hatte, obwohl sie lieber nicht an den Finsternispst erinnert werden wollte, Aber Neveah konnte sehen, dass die W?lfe von Eclipse Hunt und insbesondere Luna Colleen sich viel M¨¹he gegeben hatten, um ihren Komfort zu gew?hrleisten. Der Raum war gro?, fast doppelt so gro? wie ihr Zimmer im Eclipse Pce, und sie war eine Prinzessin gewesen. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, sie war dankbar f¨¹r die sp?rliche Dekoration, das Zimmer war schlicht und kahl gehalten und nur mit dem N?tigsten ausgestattet, genau so, wie Neveah es bevorzugte. Sie hatte extreme Dekorationen und grelle Farben immer verabscheut. "Ich werde duschen und mich umziehen, du solltest das Gleiche tun und dich dann etwas ausruhen. Ich werde Ihnen Ihr Essen bringen, und Sie k?nnen dann zum Abendessen herunterkommen, wenn Sie sich eingerichtet haben." sagte D, "Nun, willkommen auf der Eclipse-Jagd, Prinzessin, ich hoffe, du bleibst nochnge bei uns." sagte D mit einem kleinen L?cheln, als er sich verabschiedete. Ihren Gedanken ¨¹bessen, schaute sich Neveah noch einmal im Raum um. "Der Sch?pfer hat mir nie seine Gnade gezeigt, das war schon immer mein Los. Darf ich es wagen, auf mehr zu hoffen?" murmelte Neveah zu sich selbst, ihr Herz krampfte sich vor Unbehagen zusammen. ____________________ ~Eine Woche sp?ter Neveah l?chelte leicht, als Alpha Dane bewundernd auf die inzwischen ausgepr?gte W?lbung auf Luna Colleens Bauch starrte. Es hatte diesmal eine Woche gedauert, um den Mondfl¨¹sterer vollst?ndig zu neutralisieren, und Neveah hatte darum gebeten, dass dies in der Privatsph?re der Familie geschah und die Neuigkeiten vor dem Rudel geheim gehalten werden sollten. Neveah wollte nicht, dass der Neutralisierungsprozess unterbrochen wurde, und er wurde hinter verschlossenen T¨¹ren durchgef¨¹hrt, niemand au?er denjenigen, von denen Neveah sicher war, dass sie vertrauensw¨¹rdig waren, durfte sich n?hern. "Du meinst ... wir bekommen drei Welpen?!" Alpha Dane rief schockiert ¨¹ber die Enth¨¹llung aus, die Neveah gerade gemacht hatte. "Ich habe es zuerst nicht bemerkt, da der dritte am meisten von dem Gift betroffen war, aber ich habe es wiederholt best?tigt. Es gibt in der Tat drei verschiedene Herzschl?ge, zwei M?dchen, wie bereits erw?hnt... und einen m?nnlichen Erben." best?tigte Neveah. Obwohl sie diese Erkenntnis bereits zum zweiten Mal machte, wurde ihr noch w?rmer ums Herz, als sie die Aufregung der Eclipse Hunt-W?lfe sah. Die Eclipse Hunt-W?lfe hatten dieses Gl¨¹ck verdient, und Neveah war entschlossen, alles zu tun, um es zu sch¨¹tzen. Neveah gab ihnen die Zeit, die sie brauchten, um die freudige Nachricht zu genie?en, und setzte sich auf die Couch im Zimmer des Alphas, w?hrend Alpha Dane Luna Colleen herumwirbelte. Die Tatsache, dass Alpha Dane genau so reagierte wie im vorigen Leben, weckte ein mncholisches Gef¨¹hl in Neveahs Herz und erinnerte sie daran, dass dies immer noch dasselbe Leben war... Da sie so weit von den Finsternisf?ngen entfernt war, konnte sie nicht umhin, sich zu fragen, ob sich ihr Schicksal ge?ndert hatte? Was hielt die Zukunft f¨¹r sie bereit? "Veah... Ich wei? nicht, wie ich dir danken soll." sagte Alpha Dane mit zittriger Stimme, aber Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Danken Sie mir noch nicht. Ich habe vor, es von jetzt an allen schwer zu machen. Wenn du bereit bist, mir Leen anzuvertrauen, meine ich." sagte Neveah in einem leeren Ton. Alpha Dane und Luna Colleen tauschten Blicke aus, bevor sie ihren Blick wieder auf Neveah richteten. "Wir werden alles tun, was du sagst, Veah." versicherte Luna Colleen ohne zu z?gern. "Nun gut, in den n?chsten f¨¹nf Monaten, bis Leens Welpen geboren sind, wird sie nichts essen, trinken oder anfassen, was nicht von mir pers?nlich genehmigt wurde." "Von der Bettw?sche bis zur Ern?hrung... Ich werde mich pers?nlich um alles k¨¹mmern. Wer auch immer Leen etwas antun wollte, ist immer noch hier drau?en... und ich habe vor, ihn zu finden." sagte Neveah in einem ernsten Ton. Chapter 63: Ausbildung (Kap.63)

Chapter 63: Ausbildung (Kap.63)

Neveah keuchte und st?hnte vor Schmerz auf, als sie erneut von Alpha Dane auf den R¨¹cken geworfen wurde, ihr R¨¹cken ber¨¹hrte den Boden des Trainingstzes mit voller Wucht und der Schmerz strahlte ¨¹ber ihren R¨¹cken. "Um ein Krieger von Eclipse Hunt zu sein, muss deine menschliche Gestalt genauso t?dlich sein wie deine Wolfsgestalt. In deiner Wolfsgestalt bist du mehr als f¨¹nfmal so stark wie jeder von uns... aber deine menschliche Gestalt ist schwach." "Ein Krieger darf niemals irgendeine Form von Schw?che zeigen, du musst in deiner menschlichen Gestalt genauso leicht besiegen k?nnen wie in deiner Wolfsgestalt." "Noch einmal." befahl Alpha Dane und Neveah schnaufte leise, als sie wieder auf die Beine kam. Neveah keuchte und stie? einen Schmerzenut aus, als sie erneut von Alpha Dane auf den R¨¹cken geworfen wurde, ihr R¨¹cken ber¨¹hrte den Boden des Trainingstzes mit voller Wucht, und der Schmerz strahlte ¨¹ber ihre Wirbels?ule. Dies war bereits das dritte Mal innerhalb von drei Stunden, dass sie sich in dieser Position befand, und obwohl dies ein besseres Ergebnis war als in den letzten Wochen, war es immer noch eine Aneinanderreihung von st?ndigen Niedegen. Alpha Dane umkreiste eine missmutig dreinblickende Neveah, ein Grinsen auf den Lippen, als er beobachtete, wie sie einfach in den Himmel starrte, ohne zu zucken, als h?tte man ihr die Glieder gebrochen. Sie hatte einen verbl¨¹fften Gesichtsausdruck, als k?nne sie nicht uben, dass sie wieder auf dem Bodeng, und Neveah konnte es wirklich nicht. Neveahs Blick verengte sich leicht, es war bereits einen Monat her, dass sie im Eclipse Hunt Pack angekommen war, und abgesehen davon, dass sie sich um Luna Colleens Angelegenheiten k¨¹mmerte, hatte sie Alpha Dane gebeten, sie im Kampf auszubilden. Neveah war nicht v?llig ahnungslos, was den Kampf betraf, sie hatte auf Anweisung ihres Vaters ein intensives Training von Lado erhalten, Dasg aber nur daran, dass die Eclipse-Fang-W?lfe ubten, das Wissen ¨¹ber den Kampf sei f¨¹r sie nicht von Bedeutung, da sie nur ein Mensch sei. Es war nur eine Formalit?t, um zu verhindern, dass Neveah in der menschlichen Siedlung ermordet wurde. Obwohl es sich nur um eine Formalit?t handelte, hatte Neveah ihre Ausbildung ernst genommen und war sich sicher, dass sie eine ausgezeice K?mpferin war ... oder sie hatte es zumindest geubt. Erst jetzt wurde ihr r, dass es einen gro?en Unterschied machte, ob man allein ¨¹bte oder tats?chlich gegen jemanden k?mpfte. Lado war ihr einziger Gegner gewesen, und jedes Mal musste sie gegen ihn verlieren, auch wenn sie alle Schwachstellen in seinem Angriff r erkennen konnte und sicher war, dass sie ihn besiegen konnte. Neveah vermutete, dass sie sich so sehr an die Routine des Verlierens gew?hnt hatte, dass sie sich nicht so sehr um ihr Training bem¨¹ht hatte, wie sie dachte. Andererseits war das Training von Alpha Dane ganz anders, als sie es gewohnt war ... es war viel aufmerksamer und bewusster. Neveah hatte ihre St?rke bereits unter Beweis gestellt, sie hatte es mit D und Vincent aufgenommen und beide am ersten Trainingstag besiegt, sie musste nur noch ihre F?higkeiten im Kampf einsetzen und ihren Wolf lossen. Neveah beherrschte den Kampf bereits ausgezeic, aber sie verlor immer gegen Lado, weil sie ihre Wolfsseite nicht zeigen konnte, aber bei Vincent und D hatte sie sich nicht zur¨¹ckgehalten. Und Alpha Dane hatte zur Kenntnis genommen, dass Neveahs Wolf ihre gr??te St?rke war, und so hatte er eine strenge Anweisung erteilt... Neveah sollte nicht mit Hilfe ihres Wolfes k?mpfen. "Um ein Krieger von Eclipse Hunt zu sein, muss deine menschliche Gestalt genauso t?dlich sein wie deine Wolfsgestalt. In deiner Wolfsgestalt bist du mehr als f¨¹nfmal so stark wie jeder von uns... aber deine menschliche Gestalt ist schwach." "Ein Krieger darf niemals irgendeine Form von Schw?che zeigen, du musst in der Lage sein, deinen Gegner in deiner menschlichen Gestalt genauso leicht zu besiegen wie in deiner Wolfsgestalt." "Noch einmal." befahl Alpha Dane und Neveah schnaufte leise, als sie wieder auf die Beine kam. Sie konnte den Grund f¨¹r Alpha Danes Training verstehen, obwohl keiner der beiden etwas davon sagte. Neveah hatte sich ihr ganzes Lebenng als Mensch ausgegeben, auch wenn sie jetzt nicht mehr bei Eclipse Fang war, aber wenn sie jemals in Gefahr geriet und ihre Wolfsseite nicht zeigen konnte, brauchte sie einen n f¨¹r den Notfall. Neveahs Wolf war bereits sehr stark, und esg an dem Menschen, ihre St?rke so zu steigern, dass sie mit ihrem Wolf mithalten konnte, nur so konnte Neveah die gr??te St?rke erreichen. "Mit einem starken Wolf geboren zu werden ist ein Segen des Sch?pfers f¨¹r dich... aber ist es ein Segen, dessen du w¨¹rdig bist?" Alpha Dane spottete, als Neveah ihn umkreiste. "Als K?nig geboren zu werden ist nichts... bist du stark genug, um K?nig genannt zu werden? Welcher K?nig wird schon von seinen Untergebenen besiegt?" fragte Alpha Dane erneut. Neveah wusste, dass Alpha Dane sie nur provozieren wollte, aber wenn es etwas gab, das Neveah niemals erreichen w¨¹rde, dann waren es Worte. Sie umkreiste Alpha Danengsam und suchte eine L¨¹cke in seiner Verteidigung, aber es war schwierig, bei einem erfahrenen Krieger wie Alpha Dane eine zu finden. Neveah hatte sich gedacht, dass nicht sie schwach war, sondern dass Alpha Dane ein wirklich starker Alpha war, Sie war immer davon ausgegangen, dass die Eclipse Fang die st?rksten Krieger hatten, und sie war nicht die Einzige, die diese Annahme hatte, aber in diesem Moment wurde Neveah r, dass sie sich irrte und alle anderen auch. Die Eclipse Alphas waren nicht weniger als die elit?rsten Krieger des Eclipse Fang Rudels, wenn Neveah ihr Urteil allein von Alpha Dane abh?ngig machte, konnte Neveah getrost sagen, dass ihr Vater nicht einmal halb so gut informiert war, wie er ubte. Die St?rke von Alpha Dane ¨¹bertraf mit Sicherheit die von Lado, dem Hauptkrieger der Eclipse Fang, und war vielleicht gleichauf mit Beta Horace der Eclipse Fang oder nur geringf¨¹gig schw?cher. Neveah fragte sich, wenn ihr Vater gewusst h?tte, wie stark Alpha Dane wirklich war, w¨¹rde er es wagen, Alpha Dane am Leben zussen und weiterhin ein Territorium in der Eclipse Domain zu regieren? Neveah war sich sicher, dass er das nie tun w¨¹rde, ihr Vater war schon immer ein misstrauischer Mann gewesen, der allem und jedem gegen¨¹ber misstrauisch war ... das waren die Sorgen, die man hatte, wenn man an der Spitze der Welt stand. W?hrend ihr Vater geubt hatte, alle Eclipse-Alphas fest im Griff zu haben, konnte Neveah nun sehen, dass die Eclipse-Alphas nur immer geschickter darin geworden waren, ihre wahre St?rke vor ihrem K?nig zu verbergen... genau wie Neveah. Jeder, der unn?tig stark war, wurde von ihrem Vater als Feind betrachtet, ganz gleich, welche Gr¨¹nde daf¨¹r angef¨¹hrt wurden. Die kl¨¹geren Eclipse-Alphas wussten das, aber sie wussten immer noch nicht genug... sie wussten nicht, wie furchterregend ihr Vater war. Neveah erwartete nicht, dass die Eclipse Alphas den Eclipse Royals ihre absolute Loyalit?t zusichern w¨¹rden, aber sie hoffte auch, dass die Eclipse Hunt es gut genug wusste, dass sie ihre St?rke nur songe vor Alpha King Lothaire Raul verbergen konnten. Oder vielleicht wusste ihr Vater bereits davon und behielt sie genau im Auge. Neveah wusste genau, dass ihr Vater Spione in allen Eclipse-Rudeln hatte, deshalb hatte sie darauf bestanden, ihre Ausbildung geheim zu halten und ihre Wolfsgestalt nie in der ?ffentlichkeit zu zeigen. Selbst hier im Eklipse-Jagdrudel, so weit vom Eklipse-Pst entfernt, konnte Neveah die Freiheit, die sie suchte, nicht finden ... es gab keinen Ort in der Eklipse-Dom?ne, der ihr diese Freiheit bieten konnte. Neveah zwang ihre Gedanken beiseite und st¨¹rzte sich auf Alpha Dane, der ihr eine Faust entgegenschleuderte. Alpha Dane blockte ihre Faust mit Leichtigkeit ab und Neveah drehte sich, um einem Schwitzkasten zu entgehen, wie sie es schon oft getan hatte. "Du lernst schnell." lobte Alpha Dane, als Neveah sich wieder von ihm entfernte. "Du l?sst mir keine gro?e Wahl." erwiderte Neveah und bereitete sich darauf vor, dem Angriff von Alpha Dane standzuhalten, als er sich auf sie st¨¹rzte. Alpha Dane war ein geschickter K?mpfer, so viel stand fest, aber Neveah hatte die Zeit und die st?ndigen Niedegen genutzt, um seine Angriffsfolge zu studieren. Er entschied sich immer zuerst f¨¹r die Verteidigung, was in den meisten F?llen vern¨¹nftig war, um die St?rke des Gegners einzusch?tzen, aber manchmal eine sehr falsche Entscheidung sein konnte. H?tte man Neveah eubt, ihre Wolfskraft zu nutzen, h?tte sie mit Leichtigkeit alle Verteidigungsagen von Alpha Dane zerlegt, bevor er auch nur blinzeln konnte, und er h?tte in diesem Fall mehr Chancen gehabt, anzugreifen. Ich k?nnte auf subtile Art und Weise helfen. Neveahs W?lfin schlug in Gedanken vor, dass sie bereits sehr unzufrieden damit war, dass Neveah wiederholt zu Boden ging, w?hrend sie Alpha Dane im Handumdrehen in St¨¹cke rei?en konnte. Neveah wusste, dass ihre W?lfin keinen der Eclipse Hunt-W?lfe mochte und auch nie m?gen w¨¹rde, aber andererseits mochte ihre W?lfin auch noch nie jemanden. Ihre W?lfin hatte eine dominante Pers?nlichkeit und mochte es nicht, dass Neveah Alpha Dane auf sie loslie?. "Denken Sie nicht einmal daran." Alpha Dane warnte, als er das schwache Leuchten in Neveahs Augen bemerkte, und Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf und widerstand dem Einfluss ihres Wolfes. "Eube mir diese Zeit, ich muss lernen, dir ebenb¨¹rtig zu sein... Ich m?chte mich nicht immer auf deine St?rke vessen, aber ich m?chte auch nicht deine Schw?che sein." "Du bist ein K?nigswolf, und doch habe ich dich songe unterdr¨¹ckt... Ich werde deiner w¨¹rdig werden, ich werde dich nicht im Stichssen." dachte Neveah zu ihrem Wolf, w?hrend sie ihre F?uste ballte und erneut zum Angriff ¨¹berging. Chapter 64: Ein Geschenk des Alphak?nigs (Kap.64)

Chapter 64: Ein Geschenk des Alphak?nigs (Kap.64)

"Das reicht f¨¹r heute, wir sollten zur¨¹ckgehen, damit du dich ausruhen kannst." sagte Alpha Dane zu Neveah, w?hrend er ihr eine Hand entgegenstreckte. Neveah nahm seine angebotene Hand und lie? sich von ihm auf die Beine helfen. Neveah stie? einen leisen Schmerzenut aus, als sie ihre Glieder streckte, um den Schmerz zu lindern, den sie am ganzen K?rper versp¨¹rte, denn ihre Muskeln schrien vor Ersch?pfung nach stundengem Training. "Ist es sehr schmerzhaft?" fragte Alpha Dane, als Neveah erneut vor Schmerz aufst?hnte. Neveah warf ihm einen leeren Blick zu und fragte sich, wie er ihr ¨¹berhaupt eine solche Frage stellen konnte, nachdem er sie innerhalb weniger Stunden mehr als ein Dutzend Mal auf den Boden und gegen B?ume geschleudert hatte. Und er war auch nie leicht oder sanft dabei, erinnerte Neveah immer daran, dass ihr Feind nicht leicht und sanft sein w¨¹rde, Neveah hattengsam das Gef¨¹hl, dass sie eines Tages in tausend St¨¹cke zerbrechen w¨¹rde und nicht einmal mehr einen Feind erleben w¨¹rde. "Was denkst du denn?" fragte Neveah in einem todernsten Ton, und Alpha Dane kicherte ¨¹ber ihren salzigen Ton. "Sei nicht so kleinlich, Veah. Alle, die sich von mir ausbildenssen, m¨¹ssen das fr¨¹her oder sp?ter ¨¹ber sich ergehenssen. Du wirst dich daran gew?hnen." versicherte Alpha Dane mit einem Schmunzeln. "Daran gew?hnen, mein Gesicht im Dreck zu finden? Ich denke nicht." erwiderte Neveah, als sie sich aufrichtete, nachdem sie ihre verkrampften Muskeln gedehnt hatte. "Du wirst von Tag zu Tag st?rker, und du lernst auch schnell." "Ich gebe ungern zu, dass ich nicht viel erwartet habe, als du mich gebeten hast, dich im Kampf auszubilden, aber ich sehe mich get?uscht." "F¨¹r die Fortschritte, die du im letzten Monat gemacht hast, h?tte ich in meiner Ausbildungszeit mindestens ein Jahr gebraucht." lobte Alpha Dane, w?hrend sie sich in gem?chlichem Tempo auf den Weg durch den Wald machten. Sie folgten dem Weg, den sie nach ihrem abgeschiedenen Training in einem abgelegenen Teil des Waldes, der das Eclipse Hunt Rudel umgab, immer zur¨¹ck zum Rudelhaus nahmen "Es ist nur, weil du geduldig und aufmerksam bei meinem Training bist. Ich muss dir f¨¹r alles danken, was ich bisher erreicht habe." sagte Neveah aufrichtig. "Genau da liegst du falsch. Du bist mit einem Wolfsk?nig geboren, deine menschliche Seite ist auch von Natur aus begabt. Ich muss mich kaum anstrengen." sagte Alpha Dane mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Die Anstrengung, die du machst, ist schon ausreichend. Um ehrlich zu sein, fiel es mir schwer zu entscheiden, ob mein Wolf f¨¹r mich ein Segen oder ein Fluch ist. Das hat die l?ngste Zeit schwer auf meinem Herzen gstet." murmelte Neveah mit einem Seufzer. Alpha Dane warf Neveah einen Blick zu, bevor er wieder nach vorne starrte. "Unsere W?lfe sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Existenz. Sie sind sogar der wesentlichste Teil von uns. Ihr seid vielleicht zwei verschiedene Wesen, euer Wolf und ihr, aber in Wirklichkeit seid ihr ein und dasselbe." begann Alpha Dane, "Wenn du dich selbst als Segen betrachtest, dann ist es nat¨¹rlich auch dein Wolf. Und wenn du dich als Fluch betrachtest, dann ist dein Wolf auch ein solcher. Du mu?t selbst entscheiden, was du f¨¹r dich bist, Veah... das ist keine Entscheidung, die irgend jemand oder irgend etwas f¨¹r dich treffen kann." "Sie kann auch nicht durch deine Vergangenheit definiert werden, nur durch das, was du f¨¹r die Wahrheit h?ltst. Du bist bereits seit einem Monat bei uns, und in diesem Monat hat sich weder der Boden ge?f, noch ist der Himmel eingest¨¹rzt." "Wenn du ein Fluch sein sollst, muss ich sagen, dass du das nicht besonders gut machst." Alpha Dane wies darauf hin und Neveah kicherte leise. "In der Tat, ich werde mich wieder ans Rei?brett setzen und einen besseren n suchen m¨¹ssen." Neveah akzeptierte und Alpha Dane rollte mit den Augen. "Deine Tage in Eclipse Fang sind nun vorbei, ich denke, je mehr Tage vergehen, desto leichter wird es, diese ¨¹berlegungen hinter sich zussen." sagte Alpha Dane in einem feierlichen Ton. "Vielleicht." Neveah antwortete mit einem Nicken, und f¨¹r den Rest des Weges gingen sie schweigend weiter, jeder in seine eigenen Gedanken versunken. Als sie den Schutz der B?ume durchbrachen und am Hintereingang des Rudelhauses ankamen, rief eine vertraute Stimme nach Neveah und ihre Augen weiteten sich leicht. "Lucas? Was machst du denn hier?" fragte Neveah, als Lucas Varleston von Eclipse w auf sie zujoggte, wo er neben Luna Colleen gestanden hatte. "Warum scheinst du dich nicht zu freuen, mich zu sehen?" fragte Lucas misstrauisch, und Neveah rollte mit den Augen, obwohl ihre Lippen leicht zuckten. "Er ist den ganzen Weg hierher gekommen, um deinen Betrug aufzudecken!" Eine w¨¹tende Luna Colleen st¨¹rmte auf Neveah zu, und Alpha Dane eilte seiner hochschwangeren Gef?hrtin zu Hilfe. "Meine T?uschung? Wovon redet sie?" fragte Neveah Lucas, als Luna Colleen vor ihr erschien und Neveah anfunkelte. "M¨¹ssen wir vom Eclipse Pce h?ren, dass du einen neuen Sommer machen sollst?" vengte Luna Colleen und Neveah versteifte sich, ihr Herz erstarrte bei der Erw?hnung des Eclipse Pce. "Leen." Alpha Dane lenkte die Aufmerksamkeit seiner Gef?hrtin auf die Worte, die sie gerade gesagt hatte, und auf Neveahs Reaktion, und erst da erinnerte sich Luna Colleen daran, dass Neveah und der Finsternis-Pst nicht gerade die besten Freunde waren. "Veah ... ich ..." Luna Colleen begann zu erkl?ren, aber Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf. "Es ist in Ordnung... ich sehe, mein Vater hat eine Nachricht geschickt." murmelte Neveah und ballte ihre H?nde zu F?usten, w?hrend sie sich erwartungsvoll an Lucas wandte. "Mein Vater und ich haben dem Eclipse Pce einen Besuch abgestattet, um ¨¹ber eine Schurkensituation zu berichten, und der Alphak?nig hat mich beauftragt, dir in seinem Namen ein Geschenk zu deinem morgigen achtzehnten Geburtstag zu ¨¹berbringen." erkl?rte Lucas, der sich nicht sicher war, warum Neveah und die Eclipse Hunt-W?lfe so reagierten. Lucas kannte die Wahrheit, die Neveah den Eclipse Hunt-W?lfen offenbart hatte, noch immer nicht, und so konnte er nicht verstehen, was seine Worte f¨¹r Neveah bedeuteten und wie unerw¨¹nscht sie zu diesem Zeitpunkt waren. "Er hat diese Idee noch immer nicht losgssen." murmelte Neveah vor sich hin, als ihr r wurde, dass ihr Vater sie immer noch mit Lucas Varleston verkuppeln wollte. Selbst wenn sie so weit vom Eclipse Fang Pack entfernt war, versuchte er immer noch, ihr Leben nach seinem Gutd¨¹nken zu steuern. "Was?" fragte Lucas unsicher und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, es war nicht Lucas¡¯ Schuld und sie w¨¹rde ihre Wut nicht an ihm aussen. Es war schon einen Monat her, dass sie das letzte Mal vom Finsternispst oder dem Finsternisfang geh?rt hatte, die W?lfe der Finsternisjagd vermieden es, in ihrer Gegenwart dar¨¹ber zu sprechen, und auch Neveah hatte nichts dar¨¹ber gesagt. Es war nicht so, dass Neveah nicht w¨¹sste, dass ihr Vater Alpha Dane immer wieder ¨¹ber ihr Wohlergehen informiert hatte, aber Neveah war dankbar, dass Alpha Dane sie nicht damit bstete. "Welches Geschenk hat er f¨¹r mich?" fragte Neveah in einem ruhigeren Ton. "Ich bin mir nicht sicher, D hat es in dein Zimmer gebracht und ich bin hierher gekommen, um auf dich zu warten." sagte Lucas. "Aber wirklich Veah, wie kann es sein, dass morgen dein achtzehnter Geburtstag ist und Luna Colleen und Alpha Dane nichts davon wissen?" fragte Lucas. "Genau mein Punkt." Luna Colleen prustete los und besann sich auf ihre Wut. "Ich kenne den Tag meiner Geburt nicht... mein Vater war weder bei meiner Zeugung noch nach meiner Geburt anwesend, er wei? nur, dass man mich an der Schwelle des Eclipse Pce zur¨¹ckgssen hat..." "Danach wurde ich meiner Gouvernante ¨¹bessen, ich habe meinen Vater nie gesehen, bis ich vier Sommer alt wurde." "Mein Geburtstag wurde auch nie markiert oder gefeiert, die Alphak?nigin wollte nichts davon h?ren und so wei? ich nicht, auf welchen Tag mein achtzehnter Geburtstag f?llt." "Ich wei? nur, wie alt ich zu Beginn eines jeden Sommers werde und an welchem Tag ich vor dem Eclipse Pce gefunden wurde." "Wie kann ich dir sagen, was ich selbst nicht wei?? Der Alphak?nig will einen vernarrten Vater spielen, es ist sein Lieblingsspiel und ihr seid alle ein Teil davon." murmelte Neveah. "¨¹berbringe ihm die Dankbarkeit seiner Tochter und sage ihm, dass ich mich nach dem Tag sehne, an dem ich an seine Seite zur¨¹ckkehren kann." schloss Neveah z?hneknirschend und schritt davon, Sie lie? einen geschockten Lucas sowie Alpha Dane und Luna Colleen zur¨¹ck, die ihr mitleidig hinterherblickten. Neveah wollte die mitleidigen Blicke auf ihren Gesichtern nicht sehen, sie brauchte das Mitleid von niemandem. Als Neveah das Rudelhaus betrat, ging sie an D vorbei und ignorierte seinen verwirrten Blick, w?hrend sie in ihr Zimmer ging, die T¨¹r hinter sich zuschlug und auf die Geschenkbox auf ihrem Bett achtete. Als Neveah die Schachtelngsam ?fe, runzelte sie leicht die Stirn, als sie darin einen wundersch?nen schneewei?en Pelzmantel und einen Zettel in der Handschrift ihres Vaters entdeckte. Der Zettelutete: "Der Winter r¨¹ckt n?her, Veah. Als der erste Schnee zu rieseln begann, wurde ich an deine Mutter erinnert... mit Haar so wei? wie Schnee, ihr Name war Eira..." Chapter 65: Die Bedeutung eines Geschenks (Kap.65)

Chapter 65: Die Bedeutung eines Geschenks (Kap.65)

"Eira..." murmelte Neveahngsam, ihre Augen weiteten sich leicht und ihr Herz zitterte in ihrer Brust, als sie den Zettel wieder und wieders, doch jedes Mal, wenn sie ihns, wurde es nicht einfacher, ihn zu verstehen. Vor ihren Augen stand die erste Erw?hnung ihrer Mutter seit achtzehn Jahren, die ihr das gab, was Neveah so verzweifelt gesucht hatte, das Einzige, das sie songe an die Seite ihres Vaters gefesselt hatte, Sie hatte sich nicht getraut, ungehorsam zu sein oder eine eigene Meinung zu haben, weil sie bef¨¹rchtete, die einzige Chance zu verlieren, ihre Mutter jemals kennenzulernen. Seit Jahren hatte sie ihren Vater immer wieder angefleht, ihr etwas zu erz?hlen, irgendetwas ¨¹ber ihre Mutter... irgendetwas. Doch nicht ein einziges Mal war ihm etwas herausgerutscht, au?er als er ihre Pers?nlichkeit auf sp?ttische Weise mit der ihrer Mutter verglich, also was genau war das? Warum schickte er Neveah pl?tzlich eine Nachricht mit solchem Inhalt, wo sie doch schon so weit weg im Eclipse Hunt Pack war? Gerade als sie kurz davor stand, das Einzige zu bekommen, was sie sich jemals gew¨¹nscht hatte? Konnte es sein, dass er geahnt hatte, dass mit Neveah etwas nicht stimmte? Oder wollte er nur vorsichtig sein und sicherstellen, dass seine Troph?entochter in Schach gehalten wurde? "Was meint Vater damit?!" fragte Neveah in einem dunklen Tonfall, und obwohl sie esut fragte, wusste sie in ihrem Herzen genau, was ihr Vater wollte. Wie k?nnte sie einen Mann nicht kennen, dem sie siebzehn Jahreng alle seine Forderungen und Befehle erf¨¹llt hatte? Die Nachricht, die er ihr geschickt hatte, war eine Drohung ... eine Drohung, die Neveah davor warnte, auf dumme Gedanken zu kommen, eine Drohung, die sie daran erinnerte, dass er immer noch die Kontrolle ¨¹ber ihr Schicksal hatte, obwohl sie so weit entfernt war. ¡¯Wie kann er es wagen, sich mit uns anzulegen?! Ich werde ihn nicht verschonen!¡¯ w¨¹tete Neveahs Wolf in ihrem Kopf und teilte Neveahs Wut. Neveah erhob sich und st¨¹rmte aus ihrem Zimmer, sie eilte die Treppe hinunter, vorbei an einem verdutzten D, ohne ein Wort zu ihm zu sagen. Neveah kam im Wohnzimmer an, wo Lucas im Gespr?ch mit Alpha Dane, Luna Colleen und Vincent sa?. Alle Augen richteten sich auf Neveah, und auch D kam hinter ihr herein, als w?re er ihr besorgt gefolgt. Neveah schenkte ihnen keine Beachtung, obwohl sie vermutete, dass sie h?chstwahrscheinlich das Thema ihrer Unterhaltung war, bevor sie angekommen war, Aber das spielte keine Rolle, ihr Blick war auf Lucas gerichtet, auf den sie zust¨¹rmte. "Was hat mein Vater gesagt, als er dir dieses Geschenk ¨¹berreicht hat?" vengte Neveah in einem eiskalten Ton. "?hmm... ich bin mir nicht sicher, er hat nicht viel gesagt..." murmelte Lucas unsicher und Neveahs Blick verengte sich zu einem tiefen Stirnrunzeln. "Lucas... Ich kenne meinen Vater, denk noch einmal dar¨¹ber nach." beharrte Neveah. "Er hat gesagt, du sollst dich warm halten und dich nicht erk?lten, und er hat gesagt, dass er dich mir f¨¹r diese Zeit anvertraut hat und dass ich gut aufpassen soll..." Lucas brach ab. Neveahs Blick verengte sich leicht und sie spottete leise vor sich hin, Lucas log offensichtlich und er war nicht sehr gut darin. "Damit ich warm bleibe ... oder damit du mich warm h?ltst? Was hat er gesagt?" fragte Neveah in einem dunklen Ton. "Veah... ich..." begann Lucas, unwillig, die genauen Worte zu benutzen, die ihr Vater gesagt hatte. "Was hat er gesagt, Lucas?!" Neveah kochte vor Wut. "Er hat gesagt, dass er vorhat, dich mit mir zu verloben, und es liegt an mir, dich davon zu ¨¹berzeugen, dass du dazu bereit bist ... mit allen Mitteln." "Ein Omega bekommt leicht ein Kind, wenn du dich f¨¹r eine Nacht unterwirfst, brauche ich mir keine Sorgen um einen Erben zu machen, und die Verlobung ist in Stein gemei?elt..." verk¨¹ndete Lucas in einem grimmigen Tonfall. "Wie kann er so etwas sagen?! Wie kann er mit der Ehre seiner Tochter verhandeln, wenn sie noch unverm?hlt und gerade erst vollj?hrig geworden ist?" rief Luna Colleen entsetzt aus, w?hrend alle anderen im Raum in stummem Schock verharrten. Neveah stie? ein freudloses Kichern aus, Lucas¡¯ Worte waren deutlich genug, ihr Vater hatte Lucas Varleston gro?m¨¹tig sein Einverst?ndnis gegeben, mit Neveah zu scfen und ihr ein Geschenk geschickt, um ihre Unterwerfung sicherzustellen. Selbst bis zu diesem Moment hatte ein einfaches Geschenk ihres Vaters eine so gro?e Bedeutung, dass sie nicht wagte, es anzunehmen. Das war genau die Art von Mann, die ihr Vater war, und Neveah fragte sich erneut, ob sie wirklich dasselbe Blut teilten, denn wie konnte er ¨¹berhaupt keine Zuneigung oder Sorge f¨¹r sie empfinden? Nicht einmal das Geringste... "Ich hege keine b?sen Absichten, Veah, das wei?t du. Ich habe deine Gedanken zu meinem Vorscg akzeptiert ... Seine Gnaden hat nichts davon direkt zu mir gesagt, sondern zu meinem Vater." "Mein Vater hat sie mir nur im Vertrauen mitgeteilt, da er ebenfalls damit bstet war. Mir wurde befohlen, das Geschenk zu ¨¹berbringen, ich kann mich dem Befehl nicht widersetzen... Au?erdem wollte ich dich sehen..." erkl?rte Lucas schnell und brach am Ende ab. Neveah seufzte und fuhr sich mit der Hand durch die Haare, w?hrend sie ihr Gesicht abwandte und sich einen Momentng beruhigte. "Ich kenne dein Herz, Lucas, auch du bist in dieser Situation hilflos. Ich werde dir das nicht ¨¹bel nehmen." murmelte Neveah, als sie sich endlich wieder umdrehte. "Ich habe gerade von Alpha Dane geh?rt... ¨¹ber deine Geburt und alles andere. Ich verstehe jetzt, dass du meinen Vorscg um mewillen abgelehnt hast..." "Der Alphak?nig ist intrigant und grausam... Es tut mir leid, was du durchmachen musstest, Veah." sagte Lucas aufrichtig und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Es ist mein eigenes Schicksal, was gibt es da zu bedauern? Wenn mein Vater es f¨¹r angebracht h?lt, meine Ehre f¨¹r Vorteile zu verpf?nden... Ich kann nur an Methoden denken, um mich zu sch¨¹tzen." sagte Neveah. "Und was willst du tun?" fragte Lucas und Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf. "Ich werde mich nicht gegen meinen Willen verheiratenssen, Lucas, von niemandem. Nicht aus irgendeinem Grund..." murmelte Neveah, w?hrend sie auf den Zettel in ihrer Hand hinunterblickte. "Was steht darauf?" fragte Lucas misstrauisch. "Mein Vater ist bereit, mir zu sagen, was ich seit Jahren von meiner leiblichen Mutter wissen will, wenn ich mich dir im Bett unterwerfe und vielleicht auch ein Kind von dir empfange." sagte Neveah, w?hrend sie den Brief in Fetzen zerriss. "Veah..." sagte Luna Colleen, als sie zusahen, wie Neveah das zerriss, worum sie siebzehn Jahreng gebettelt hatte. "Das war¡¯s mit seinem Einfluss auf mich... ¨¹berbringe meinem Vater meine Worte. Meine Mutter tr?gt den Namen Vilma und ist die Alpha-K?nigin der Eclipse Domain... Ich wei? von niemandem sonst." presste Neveah z?hneknirschend hervor. "Er wird w¨¹tend sein ... er k?nnte deine R¨¹ckkehr anordnen." sagte Lucas in einem grimmigen Ton und Neveah spottete. "Ich bin dem Zorn meines Vaters schon tausendmal bege, und ich werde ihm wieder begegnen, wenn es sein muss. Ich werde dich heute nicht begleiten, Lucas, ich m?chte allein sein... Ich werde dich finden, sobald ich mich beruhigt habe." sagte Neveah, als sie sich umdrehte. Gerade als sie weggehen wollte, betrat eine Kriegerin des Eclipse Hunt Packs das Wohnzimmer, erstarrte aber fast sofort direkt in Neveahs Blickfeld. Neveah runzelte leicht die Stirn ¨¹ber die erstarrte K?tzin, die hinter Neveah starrte, und Neveah folgte ihrem Blick, um einen gro??ugigen Lucas zu sehen. Neveahs Blick wanderte zwischen den beiden hin und her, als ihr die Erkenntnis d?mmerte, "Meins!!!" Lucas¡¯ Wolf erkl?rte besitzergreifend, was best?tigte, was Neveah bereits vermutet hatte, und Neveah wich eilig aus dem Weg, damit sie nicht zur Seite geworfen wurde, weil sie Lucas¡¯ Weg zu seiner Gef?hrtin versperrte. Im Handumdrehen stand Lucas vor seiner Gef?hrtin und zog sie in seine Arme, w?hrend jedes andere Gespr?chsthema angesichts eines solch aufregenden Ereignisses v?llig in Vergessenheit geriet. "Wei?t du, wienge ich gewartet habe ... wienge ich nach dir gesucht habe?" fl¨¹sterte Lucas seiner Gef?hrtin zu, w?hrend er sie fest an sich dr¨¹ckte. So h?tte eine Partnerbindung aussehen sollen... so h?tte ein Segen aussehen sollen, doch wen hatte man mir als Partner zugedacht?... dachte Neveah und ihr Herz schmerzte. Neveah hatte sich schonnge mit der Tatsache abgefunden, dass sie nicht als Gl¨¹ckspilz geboren worden war, dass sie dieses Gl¨¹cks nicht w¨¹rdig war... sie sehnte sich auch nicht danach. Sie hatte gesehen, was das Paarungsband f¨¹r sie bereithielt, was f¨¹r andere ein Segen war, war f¨¹r sie ein Fluch und ein Todesurteil... das war nur ihr eigenes Schicksal. "Gl¨¹ckwunsch an die Eclipse w!" verk¨¹ndete Alpha Dane mit einem warmen L?cheln auf den Lippen, und trotz ihrer eigenen Sorgen konnte Neveah nicht umhin, ebenfalls leicht zu l?cheln. Es dauerte einen Moment, bis sich die beiden voneinander l?sten und Lucas sich Neveah zuwandte, und die Freude in seinen Augen erleichterte Neveahs Herz ein wenig. "Veah... ich..." stotterte Lucas, anscheinend immer noch ungl?ubig. "Du hast den uben bewahrt, Lucas, du hast es verdient..." sagte Neveah mit einem L?cheln. Chapter 66: Vorkehrungen treffen (Kap.66)

Chapter 66: Vorkehrungen treffen (Kap.66)

Neveah h?rte ein leises Klopfen an ihrer T¨¹r, dann wurde die T¨¹r ge?f und das Ger?usch von Schritten auf ihrem Dielenboden erreichte sie. Doch sie reagierte nicht, denn sieg in ihrem Bett, die Augen geschlossen, als ob sie schliefe, Neveah war schon seit Stunden in dieser Position, mehr als einen halben Tagng, Und doch hatte sie die ganze Zeit ¨¹ber nicht einen Augenblick gescfen... wie konnte sie an Scf denken, wenn ihr Herz so unruhig war? Neveah war v?llig ersch?pft, nach dem Schreck ¨¹ber das Geschenk ihres Vaters und die Absichten, die dahinter steckten, und dann hatte Lucas seine Gef?hrtin gefunden, was eine Reihe von Aufregungen und Jubel ausl?ste. Anscheinend war Lucas¡¯ Gef?hrtin die Tochter des Obersten Kriegers von Alpha Dane, sie war selbst eine Kriegerin und stammte aus einer angesehenen Familie, einer Blutlinie, die es wert war, die Luna von Eclipse w zu sein. Der Oberste Krieger hatte sofort eine Feier ausgerufen, da das M?dchen Meira seine einzige Tochter war, aber bis zu ihrem 24. Dies hatte dem Obersten Krieger von Eclipse Huntnge Zeit Sorgen bereitet, doch damit war dieser ?rger bereits aus der Welt geschafft. Sowohl Lucas als auch Meira hatten am l?ngsten darauf gewartet, einander zu finden, und nun, da sie es getan hatten, w¨¹rde ihre Bindung durch die Jahre aufgestauter Sehnsucht noch st?rker werden. Alpha Varleston von Eclipse w hatte die Nachricht ebenfalls erhalten und Lucas¡¯ sofortige R¨¹ckkehr angeor, doch der Hauptkrieger von Eclipse Hunt konnte es nicht ertragen, seine Tochter so schnell wegzuschicken. Alpha Dane hatte daraufhin ein Bankett zu Meiras Ehren ausgerufen, um ihren Vater zu bes?nftigen und den Rudelmitgliedern die M?glichkeit zu geben, sich von ihm zu verabschieden. Das Bankett sollte bald beginnen, und am n?chsten Tag w¨¹rde Lucas zusammen mit seiner Gef?hrtin von Eclipse Hunt abreisen und so schnell wie m?glich zum Alpha des Eclipse w Rudels ernannt werden. Neveah empfand diese Wendung der Ereignisse als sehr passend, diese Art von Gl¨¹ckseligkeit hatte Lucas verdient... anstatt sein Leben zu riskieren, um gegen Alessio zu k?mpfen und Neveahs Ehre zu verteidigen, war dies ein besseres Schicksal f¨¹r ihn. Neveah freute sich f¨¹r ihn, doch gleichzeitig konnte sie sich nicht dazu durchringen, seine Freude zu teilen, immerhin hatte sie es geschafft, sein Schicksal zu ?ndern, das konnte als Erfolg betrachtet werden. Aber Neveah konnte nicht anders, als zu ¨¹berlegen, was sie an ihrem eigenen Schicksal ?ndern konnte. Dass Lucas seine Gef?hrtin gefunden hatte, war eine rechtzeitige L?sung, die dem Komplott ihres Vaters ein dauerhaftes Ende bereiten konnte, Aber w¨¹rde Lucas der letzte sein? Wie viele w¨¹rde ihr Vater noch auf sie hetzen, und wann genau w¨¹rde er damit aufh?ren? Neveah hatte geubt, dass sie sich von ihrem Vater losgesagt hatte, nachdem sie den Eclipse Fang vessen hatte. Doch wie es schien, war die Finsternisjagd nicht ann?hernd weit genug, nicht einmal das Ende der Welt war weit genug. Er hatte ihr sogar mit dem Namen ihrer Mutter gedroht. Neveah fragte sich, ob sie jemals in der Lage sein w¨¹rde, sich vollst?ndig von diesen Fesseln zu l?sen. W¨¹rde sie jemals frei von den Eclipse-Royals sein? Neveah hatte auf keine dieser Fragen eine Antwort, alles, was sie jetzt verzweifelt tun wollte, war zu fliehen, so weit weg von all diesen Problemen, wie sie nur konnte, Doch Neveah hatte Luna Colleen versprochen, an ihrer Seite zu sein, bis sie ihre Welpen sicher zur Welt gebracht hatte, sie konnte ihr Wort nicht brechen, sie konnte Luna Colleen nicht ihrem Schicksal ¨¹bessen, nur um Sicherheit zu suchen. Neveah wusste nicht, was sie tun sollte, es gab viele Wege, die sich ihr boten, aber keiner schien der richtige zu sein, wenn sie in Eclipse Hunt blieb, bis ihr Vater sie zur¨¹ckrief, Alle Bem¨¹hungen Neveahs w?ren umsonst gewesen, doch wenn sie ging, w¨¹rde Neveah f¨¹r immer durch ihren Schwur gegen¨¹ber Luna Colleen und Alpha Dane bstet sein. Wof¨¹r konnte sie sich entscheiden? F¨¹r sich selbst? Es war nicht sicher, dass sie weit kommen w¨¹rde, bevor ihr Vater davon erfuhr und Leute nach ihr schickte. Das Finsternisgebiet war so riesig, und alle Gebiete standen unter der Herrschaft ihres Vaters. Neveah hatte sich noch nie aus dem Finsternispst herausgewagt, wie sollte sie den Weg aus dem Finsternisgebiet herausfinden? "Veah?" rief Alpha Dane und stie? einen leisen Seufzer aus, als Neveah keine Antwort gab. "Ich wei?, dass du wach bist, ich kann deinen Herzscg h?ren." sagte Alpha Dane, w?hrend er zu Neveahs Bett hin¨¹berging und sich daneben niederlie?. "Du hast nicht gefragt, ob du reinkommen darfst." bemerkte Neveah leise murmelnd. "Warum sollte ich fragen, wenn ich doch schon wei?, wie deine Antwort ausfallen wird?" erwiderte Alpha Dane und starrte auf Neveah hinunter. "Meine T¨¹ren sind geschlossen, es versteht sich von selbst, dass ich gerne allein sein m?chte." sagte Neveah in einem leeren Ton. "Es war auch nicht verschlossen ... offensichtlich wusstest du, dass einer von uns zu dir kommen w¨¹rde." sagte Alpha Dane mit Bestimmtheit. "Ich h?tte mit Leen gerec." gab Neveah zu und Alpha Dane gluckste leise. "Ich m?chte, dass du wei?t, dass ich keine so schreckliche Gesellschaft bin." r¨¹hmte sich Alpha Dane, bevor er wieder seufzte. "Nachdem du weg warst, hat sich Leen Sorgen um dich gemacht und f¨¹hlte sich schwindelig. Sie wollte mitkommen, aber ich habe darauf bestanden, dass sie sich etwas ausruht und mir das ¨¹berl?sst." erkl?rte Alpha Dane. "Das hast du gut gemacht, sie ist schon so zerbrechlich, es w?re r¨¹cksichtslos von mir, sie noch zus?tzlich zu bsten." murmelte Neveah mit einem Seufzer. Neveah wusste, dass sie sich auf eine besorgniserregende Weise verabschiedet hatte, aber sie musste ihr Unbehagen beruhigen und wollte die festliche Stimmung nicht tr¨¹ben. "Du bist schon seit Stunden hier drin, fast den ganzen Tag ... alle machen sich Sorgen um dich." sagte Alpha Dane. "Ich sch?tze, ich habe die festliche Stimmung doch etwas getr¨¹bt..." sagte Neveah mit einem freudlosen Kichern. "Du hast deine eigenen Probleme, niemand hat das Recht, dir die Schuld zu geben, und wer es wagt, wird es mit mir zu tun bekommen." sagte Alpha Dane in einem festen Ton. Neveah spottete leise vor sich hin, obwohl ihre Lippen leicht zuckten. "Das ist sehr beruhigend, ich muss sagen, dass man mit dir viel zu tun hat." sagte Neveah zustimmend. "Warum sp¨¹re ich Sarkasmus in deinem Tonfall?" fragte Alpha Dane misstrauisch, und Neveah zuckte mit den Schultern, wobei ihre Augen schlie?lich auftterten und einen unschuldigen Blick enth¨¹llten. "Du hast dich verh?rt." erwiderte Neveah und Alpha Dane rollte mit den Augen. "Das ist auch gut so, denn wenn der Varleston-Junge seine Gef?hrtin gefunden hat, wird dein Vater von seinem Verlobungsvorhaben assen m¨¹ssen." sagte Alpha Dane nach einem Moment der Stille. "Ein n jagt den n?chsten... die Pl?ne meines Vaters nehmen kein Ende, dieser hat eine ¨¹berraschende Wendung genommen, aber ich bezweifle, dass dies das Ende sein wird." sagte Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Wenigstens wirst du etwas Zeit haben, um vorauszunen, dein Vater hat versprochen, dich bleiben zussen, bis Leen ins Bett gebracht ist. Bis dahin werden wir uns schon etwas einfallenssen." versicherte Alpha Dane. "Es gibt nichts anderes zu tun, ich werde nicht zssen, dass du dich f¨¹r mich gegen meinen Vater stellst, das ist Todessuche. Ich kann nicht auf der Finsternisjagd bleiben, sonst falle ich euch zur Last ... wenn eure Welpen geboren sind, werde ich gehen." sagte Neveah. Alpha Dane war einen Momentng still, bevor er zustimmend nickte. "In diesem Fall haben Leen und ich auch eine Vereinbarung." sagte Alpha Dane mit einem Nicken. "Wirklich?" fragte Neveah erstaunt und setzte sich auf ihrem Bett auf. "In der Tat. Meine Mutter stammte urspr¨¹nglich aus dem Schattenreich von Alphak?nig Rhysand ve. Ich habe dort Verwandte, und wenn Leens M¨¹hen vor¨¹ber sind, werde ich dich zu meinen Verwandten schicken." "Dein Vater mag in seiner Finsternisdom?ne allm?chtig sein, aber in der Schattendom?ne hat er keine Macht und keine Autorit?t, du wirst dort sicher und besch¨¹tzt sein, bis du bereit bist, zur¨¹ckzukehren." sagte Alpha Dane mit einem L?cheln. Neveah war sprachlos, die ganze Zeit hatte sie sich Sorgen um ihre Zukunft gemacht, weil sie ubte, dass sie niemanden hatte, auf den sie sich vessen konnte, aber wer h?tte gedacht, dass Alpha Dane und Luna Colleen bereits Pl?ne zu ihrem Vorteil schmiedeten? "Dein Wolfspelz ist nachtu, die Schattenw?lfe sind f¨¹r ihre dunkleren Felle bekannt, du wirst dich perfekt einf¨¹gen und niemand wird jemals deine wahre Identit?t erfahren m¨¹ssen"; "Du bist jemand, den ich wie meine eigene Tochter betrachte, meine Sippe wird dich mit Hochachtung behandeln und es wird dir an nichts fehlen." versicherte Alpha Dane und ubte, Neveah sei still, weil sie Vorbehalte hatte. Was k¨¹mmerte es Neveah, ob es ihr an etwas fehlte oder nicht, snge sie von Eclipse Fang wegkam, war sie sogar bereit, ein Schurke zu sein. Jetzt, da es eine Methode gab, sich wirklich und vollst?ndig von den Fesseln der Eclipse Royals zu befreien, war das mehr als alles, was sich Neveah jemals h?tte ertr?umen k?nnen. So viel mehr, und Neveah war sich nicht sicher, wann ihr die stummen Tr?nen ¨¹ber die Wangen liefen. Chapter 67: Rumours (Ch.67)

Chapter 67: Rumours (Ch.67)

"Du weinst selten, seit einem Monat gar nicht mehr", sagte Alpha Dane mit einem warmen L?cheln, als er beobachtete, wie Neveah schnell ihre Tr?nen wegwischte, sobald sie sie bemerkte. Sie holte dann tief Luft und wandte ihr Gesicht ab, um sich wieder zu sammeln. "Es ist in Ordnung zu weinen, wei?t du", merkte Alpha Dane an, als Neveahs Gesichtsausdruck wieder seine typische Ruhe zur¨¹ckgewonnen hatte. Es war f¨¹r Alpha Dane besorgniserregend, dass Neveah es nie zuliess sich auszuweinen, egal wie tief sie verletzt war oder wie sehr sie weinen wollte. Ohne dass sie es bemerkte, entkamen ihr manchmal ein paar Tr?nen, doch sie war schnell, sie zu trocknen und ihre Fassung zur¨¹ckzugewinnen. Er fragte sich, welches Leben sie gef¨¹hrt hatte, dass sie es nicht mal wagte zu weinen. Sie war erst achtzehn, in Alpha Danes Augen war Neveah wirklich noch ein Kind... Doch wenn er in ihre Augen schaute, war er sprachlos angesichts des tiefen Schmerzes, der sich darin widerspiegelte. "Was w¨¹rde meine Tr?nen ver?ndern? H?tten sie mich tats?chlich retten k?nnen, h?tte ich sie l?ngst alle vergossen. Tr?nen im Eclipse-Pst vergie?en? W¨¹rde ich es wagen, der Welt etwas anderes zu zeigen, als das, was mein Vater mir eubt?", fragte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. Neveah hatte es sich angew?hnt, ihre Tr?nen zur¨¹ckzuhalten und sie kam nur selten dazu, sie loszssen, es sei denn, sie konnte sie einfach nicht l?nger mehr zur¨¹ckhalten. Im Eclipse-Pst war es schon schlimm genug, wenn Neveah alles andere als perfekt erschien. Wenn sie es wagte, Tr?nen zu vergie?en und ihr Vater davon erfuhr, w¨¹rde sie daf¨¹r bezahlen m¨¹ssen, dass sie der Welt gezeigt hatte, dass sie schlecht behandelt wurde. Ihr ganzes Lebenng hatte sie auf d¨¹nnem, ttem Eis gewandelt. Egal, wie sehr die K?lte in sie eindrang und ihre F¨¹?e zum Frieren brachte, sie wagte es nicht, auszurutschen, denn auch das h?tte Konsequenzen gehabt. Ihr Leben war so streng geregelt, dass es f¨¹r sie ganz nat¨¹rlich war, ihre Tr?nen in der Gegenwart anderer zu verbergen... Sie hatte zwar den Eclipse-Pst vessen, doch die Auswirkungen des Pstes hatten sie noch nicht ganz vessen. "Ein so junges M?dchen h?tte nicht so viel Ungerechtigkeit erleiden m¨¹ssen. Er sollte f¨¹r alles, was er getan hat, bezahlen... doch er ist keine Person, die man so leicht zu Fall bringen kann," sie sagte Alpha Dane kopfsch¨¹ttelnd. "Sitzt doch an der Spitze der Welt ein Mensch, der schlimmer als ein Tier ist, der sich nicht um seine Blutsverwandten k¨¹mmert und seine eigene Tochter so r¨¹cksichtslos behandelt... Ich wage es nicht zu sagen, dass der Sch?pfer ungerecht ist," sagte Alpha Dane mit einem Kopfsch¨¹tteln. Neveah seufzte, als sie sich wieder auf das Bett legte und ins Leere starrte. "Du solltest dich ein wenig ausruhen und dann am Bankett teilnehmen, Leen besteht darauf," sagte Alpha Dane. "Muss ich wirklich? Ich w¨¹rde lieber nicht...," erwiderte Neveah stirnrunzelnd. "Lucas wird im Morgengrauen aufbrechen. Er wird entt?uscht sein, wenn du ihn nicht wenigstens einmal siehst. Als Alpha hat er nicht die Freiheit, das Territorium des Rudels nach Belieben zu vessen... vielleicht trefft ihr euch nie wieder," erkl?rte Alpha Dane. "Sind das deine eigenen Worte?", fragte Neveah misstrauisch und Alpha Dane sch¨¹ttelte den Kopf. "Lucas hat es Leen erz?hlt und nun... sie hat es mir erz?hlt," erz?hlte Alpha Dane mit einem unsicheren Kichern. "Sich nie wiederzusehen...das ist auch das Beste," sagte Neveah gleichg¨¹ltig und Alpha Dane nickte verst?ndnisvoll. "Es hat sich bereits verbreitet, dass der Varleston-Junge dir einen Antrag gemacht hat und sogar eine Verlobung im Gange war, aber sie wollen es nicht aussprechen...," Alpha Dane brach ab, aber Neveah verstand schon, was er meinte. "Meiras Seite ist unruhig und der Oberste Krieger muss beunruhigt sein. Ich habe kein Interesse an seinem Vorscg gezeigt und zwischen uns gibt es keine anderen Gef¨¹hle als gegenseitigen Respekt..." "Aber Lucas hatte keine Zeit, die Dinge r zu erkl?ren... wenn ich nicht am Bankett teilnehme, bringe ich ihn in eine schwierige Position," sagte Neveah verst?ndnisvoll. "Du musst nicht teilnehmen, wenn du nicht willst, ich habe nur die Nachricht ¨¹berbracht, und ich sehe auch keinen Grund, warum sie unruhig sind," sagte Alpha Dane und rollte mit den Augen. "Wie l?stig," murmelte Neveah zu sich selbst. _________________ Neveah starrte auf ihren Weinkelch, die fr?hliche Musik des Banketts irritierte ihre empfindlichen Ohren und sie seufzte genervt, w?hrend sie mit einem Finger den Rand ihres Kelchs enngfuhr. Alles, was Neveah in diesem Moment tun wollte, war scfen oder trainieren. So eine festliche Stimmung war erfrischend, aber auch ziemlichut. Besonders, da Neveah noch nicht mit allen W?lfen der Eclipse Hunt vertraut war. Sie hatte den letzten Monat mit Training verbracht und hatte weder die Zeit noch das Interesse, Kontakte zu kn¨¹pfen. Mit Alpha Dane und Luna Colleen besch?ftigt und D und Vincent, die machten, was auch immer sie taten, sa? Neveah allein am Festtagstisch und starrte auf ihren Kelch. Sie war erst zum Festmahl gekommen, als es schon l?ngst begonnen hatte und hatte sich einfach an den Tisch gesetzt, um Abstand von der Menge zu halten.Zumindest hatte ihr Auftritt ausreichend Aufmerksamkeit erregt und da die Leute Zeugen ihrer Ankunft geworden sind, w¨¹rde sich die Geschichte, dass sie von Lucas sitzen gssen wurde, ?ndern. "Eurer Gnaden." begr¨¹?te sie eine vertraute Stimme und Neveah hob ihren Kopf, um Meira, Lucas¡¯ Gef?hrtin, zu sehen. "Lassen wir die Formalit?ten sein." murmelte Neveah und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihren Kelch. "Gef?llt dir das Festmahl nicht?" fragte Meira, w?hrend sie den Gesichtsausdruck Neveahs studierte. Neveah antwortete nicht sofort. Sie hatte seit ihrer Ankunft im Eclipse Hunt Rudel kaum Kontakt mit der Tochter des Oberkriegers gehabt und daher hatte Neveah keine Meinung von ihr. Lucas hatte sie erst heute als seine Gef?hrtin anerkannt und zu diesem Zeitpunkt gab es keine Komplikationen... Aber Ger¨¹chte k?nnen be?ngstigend sein. Sie konnten jemanden aufbauen oder zerst?ren und es hatten nur ein paar Stunden vergehen m¨¹ssen, bis Ger¨¹chte ¨¹ber eine m?gliche Verlobung zwischen Lucas und Neveah im Eclipse Pst die Runde gemacht hatten. Daher, obwohl es zuerst keine Komplikationen gab, konnte Neveah jetzt sehen, dass Meira auf sie zugekommen war, um Neveahs Motive zu pr¨¹fen. Neveah wusste, dass dieser Aufstand nur deshalb passiert ist, weil sie die Prinzessin von Eclipse war und man ubte, dass sie die Macht und F?higkeit besa?, zu bekommen, was sie wollte, unabh?ngig von der ¨¹berraschenden Wendung der Ereignisse. Meira f¨¹rchtete, sie ¨C die F¨¹rstin von Eclipse - beleidigt zu haben und das war auch die Sorge der Haupkriegerin. Neveah fand es l?cherlich, dass sie sich f¨¹r einen halben Tag in ihrem Raum verbarrikadiert hatte und solch eine Situation entstand... Sie konnte wirklich nicht den Nachteilen entfliehen, die mit dem Ereignis, eine Royal Eclipse zu sein, kamen. Neveah stellte fest, dass Alpha Dane recht hatte: Es war am besten, an einem neuen Ort, wo ihre Identit?t unbekannt war, neu anzufangen ... Nur so konnte sie Frieden finden. "Es gibt Musik, Wein, Essen und eine ausgssene Stimmung. Was gibt es da nicht zu m?gen?" antwortete Neveah in einem leeren Ton. Meira ?fe ihren Mund, um etwas zu sagen, schloss ihn aber wieder. Offensichtlich hatte sie etwas zu sagen, aber sie traute sich nicht. "Sag es." eubte Neveah. Mit Neveahs Eubnis hatte Meira schlie?lich den Mut das auszusprechen, was ihr auf der Seeleg: "Heute morgen, lie? ich mich hinrei?en und habe dich nicht richtig begr¨¹?t. Ich entschuldige mich ... die Situation kam unerwartet ..." begann Meira und Neveah seufzte. "Lucas ist dein Gef?hrte ... das steht au?er Frage. Ich w¨¹rde dir raten, bei ihm nach Gewissheit zu suchen und Ger¨¹chte nicht zu beachten." stellte Neveah r und distanzierte sich mit dieser simplen Aussage. "Ich ... ich verstehe." sagte Meira in einem erleichterten Ton und machte sich auf den Weg. Gerade als Neveah ihren Blick senkte, wurde ihre Aufmerksamkeit erneut aufgerufen. "Darf ich mich setzen?" fragte eine Stimme und Neveah hob ihren Blick, um ein ihr unbekanntes Gesicht zu sehen. "Ich bin Saffy, eine Mitarbeiterin im Krankenhaus des Rudels." Die Frau stellte sich vor und Neveah hob eine Augenbraue, bevor sie leicht nickte und auf den tz neben sich zeigte. "F¨¹r eine Prinzessin scheinen Sie Bankette eher ungewohnt zu sein." bemerkte Saffy. Neveah brummte als Antwort. Sie war sich nicht sicher, warum sie von einer ?rztin des Rudels angesprochen wurde, zu der sie keinerlei Beziehung hatte. "Es muss hart sein, mitanzusehen, wie ein Mann, der einmal der deine war, von einer anderen weggeschnappt wird, nur wegen eines Paarungsbunds." sagte Saffy mit einem mitf¨¹hlenden Ton zu Neveah. Neveah blinzelte verbl¨¹fft und war einen Momentng von dieser Aussage verbl¨¹fft, bevor sie antwortete. "Das ist es nicht." sagte Neveah in einem leeren Ton. "ubst du auch daran, dass das Schicksal immer die richtigen Matches macht? Dass man f¨¹r einen Mann, der nicht dein Gef?hrte ist, nicht gut genug sein kann?" fragte Saffy. Ihr Tonfall ng pl?tzlich angespannt und nachtragend und Neveah runzelte leicht die Stirn, weil sie sich fragte, ob es mehr zu dieser ?rztin des Rudels gab. "Ob es richtig ist oder nicht, das liegt an den Beteiligten, dies zu entscheiden." antwortete Neveah mit leerem Ton. "Dann, du tr?gst keinen Groll? Dass du lossen musst?" fragte Saffy in einem ¨¹berraschten Ton. Chapter 68: Jemand schleicht (Kap.68)

Chapter 68: Jemand schleicht (Kap.68)

"Dann nimmst du es mir nicht ¨¹bel? Dass du lossen musst?" fragte Saffy in einem Ton der ¨¹berraschung. "Verbittert? Warum sollte ich mich mit solchen Gef¨¹hlen bsten? Paarbindung hin oder her, es ist alles zu bstend." sagte Neveah kopfsch¨¹ttelnd, als sie schlie?lich einen Schluck aus ihrem Weinkelch nahm, wobei ihr der Geschmack leicht zu schaffen machte. "Du bist die Eclipse-Prinzessin, du hast alles, was du dir nur w¨¹nschen kannst ... wir sind nicht gleich, du und ich." sagte Saffy schlie?lich nach einemngen Moment des Schweigens. Neveah hob eine Augenbraue, aber sie sprach nicht weiter, sie hatte der Rudel?rztin nichts mehr zu sagen, sie kannte sie nicht und war sich nicht sicher, warum die Rudel?rztin all dies zu ihr sagte. Die Rudel?rztin schien auch von den Ger¨¹chten ¨¹berzeugt zu sein, und Neveah konnte nicht offen sagen, dass sie Lucas¡¯ Antrag abgelehnt hatte, ihr Vater w¨¹rde sie nicht davonkommenssen, wenn sie es tat. Neveah war es egal, was die Leute von ihr dachten, und so war es auch in Ordnung, wenn sie ubten, ihre Verlobung mit Lucas w¨¹rde nicht zustande kommen, weil Lucas seine Gef?hrtin gefunden hatte. Sie war sich nicht sicher, wie sich die Nachricht von einer Verlobung, von der sie erst heute Morgen erfahren hatte, bereits im ganzen Eclipse Hunt Rudel verbreitet hatte. Sie fragte sich, ob dies auch eine Anordnung ihres Vaters war, um ihr keine andere Wahl zussen, als seinen Befehlen zu folgen. Es konnte nur bedeuten, dass ihre Vermutung richtig war, dass ihr Vater in jedem Eclipse-Rudel Leute tziert hatte, die ein Auge auf sie hatten und seine Befehle befolgten. Was auch immer es war, Neveah war erleichtert, dass Lucas seine Gef?hrtin gefunden hatte, es war auch gerade noch rechtzeitig passiert... so musste sie ¨¹berhaupt nichts tun, die Verlobung w¨¹rde sicher abgesagt werden. Neveah war nicht ¨¹berrascht, dass die meisten W?lfe von Eclipse Hunt sie immer noch als die verw?hnte Eclipse-Prinzessin ansahen, die alle ihre Bed¨¹rfnisse befriedigen konnte, Alpha Dane hatte allen Eclipse-W?lfen, die Zeuge von Neveahs Verwandlung geworden waren, einen Alpha-Befehl gegeben: Kein Wort davon durfte an irgendjemanden weitergegeben werden, und wer nicht gehorchte, w¨¹rde schwer bestraft werden. Neveah stellte ihren Becher ab, stand auf und ging zur¨¹ck zum Rudelhaus. "Du gehst schon so fr¨¹h?" fragte Vincent, als er neben Neveah auftauchte. "Ich habe genug von Banketten und Festlichkeiten." sagte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken. "Das kann ich mir vorstellen, und ich k?nnte nicht mehr zustimmen." sagte Vincent mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Lucas Varleston, hast du... ihn geliebt?" fragte Vincent aus heiterem Himmel und Neveah hustete heftig, wobei sie fast an ihrem eigenen Speichel erstickte. "Ich sch?tze, diese Reaktion ist eine gute Antwort." sagte Vincent mit einer Grimasse, als Neveahs Hustenanfall sichngsam beruhigte. "Lucas ist ein guter Mann, mein Vater ubt, dass er ein... n¨¹tzlicher Gef?hrte sein wird, ich entspreche nicht den Vorstellungen meines Vaters. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen." Neveah antwortete mit leerem Blick. "Ein n¨¹tzlicher Gef?hrte... wie geschmacklos." murmelte Lucas vor sich hin, w?hrend sie schweigend weitergingen, bis sie wieder am Packhaus ankamen. "Ruh dich ein wenig aus, du hattest einen ziemlich ereignisreichen Tag." sagte Vincent und deutete Neveah an, in ihr Zimmer zu gehen. Neveah nickte, als sie in ihr Zimmer trat und die T¨¹r hinter sich schloss, wobei sie dieses Mal die Schl?sser drehte. Dann ging Neveah hin¨¹ber in ihren Waschraum und bereitete sich ein Bad vor, w?hrend sie einen leisen Ton summte. Sie war sich nicht sicher, warum es sich so angenehm anf¨¹hlte, diese kleinen Dinge selbst tun zu k?nnen, wie ihr eigenes Bad zu nehmen und die D¨¹fte auszuw?hlen, die sie in ihrem Badewasser haben wollte, oder ob sie ¨¹berhaupt keine wollte Das waren alles Dinge, um die sich ihre Diener auf Anweisung von Neveahs Vater k¨¹mmerten. Ein solches Leben war so einschr?nkend gewesen, dass man es kaum als Leben bezeichnen konnte, und als Neveah sich ihrer Kleidung entledigte und in das wohlig warme Wasser trat, war sie froh, dass diese H¨¹rde ¨¹berwunden war. Vielleicht w¨¹rden noch viele weitere folgen, denn wie sie ihren Vater kannte, erwartete Neveah nichts anderes von ihm, aber zumindest kam sie jeden Tag zurecht. In diesem letzten Monat hatte sich ihr Herz jedoch in einen kalten Abgrund gesenkt, und die Erinnerungen an ihr schmerzhaftes Ableben gten sie nachts in ihren Tr?umen, Zumindest waren die Tage friedlich und ereignislos ... das war schon mehr, als Neveah sich w¨¹nschen konnte. Neveah lehnte ihren Kopf an die Badewanne und tastete nach dem Mechanismus, der das Wasser erhitzte. Sie drehte ihn ein wenig auf und sp¨¹rte, wie ihr Badewasser noch hei?er wurde. Dampf stieg auf, und das warme Wasser entspannte ihre schmerzenden Muskeln vom st?ndigen, harten Training, und ein kleiner Seufzer entwich ihren Lippen. Lucas w¨¹rde im Morgengrauen zur Eclipse w zur¨¹ckkehren, es gab keine Worte zwischen ihnen, und so hatte sich Neveah nicht die M¨¹he gemacht, ihn zu treffen. Es war gut genug, dass sie in diesem und im vorigen Leben einen so edlen und aufrechten Mann kennengelernt hatte, aber alle guten Dinge haben ein Ende. Sie wollte den Segen, den der Sch?pfer Lucas gew?hrt hatte, nicht zunichte machen, nachdem er songe gewartet hatte, und es war schon eine Erleichterung, dass sie sich friedlich trennten, beide Parteien am Leben und wouf. Ob es nun Lucas oder das Eclipse Hunt Pack war, sie w¨¹rde das alles bald hinter sichssen und neu beginnen m¨¹ssen, nur so konnte sie leben. Sie w¨¹rde lieber ihre Zeit verscfen, als die unn?tigen Ger¨¹chte zu n?hren, die bereits im Eclipse Hunt Territorium kursierten. Neveahg einfach nur da, eingetaucht in das Wasser, w?hrend die L¨¹ftungsschlitze den Dampf aus dem Waschraum ablie?en, und bald schon schlief sie ein. __________________ Neveahs Ohren zuckten leicht, als sie das Ger?usch wahrnahm, wie ihre Schl?sser ge?f wurden, ein Klick nach dem anderen, auf eine extrem verstohlene Weise. Ihre Augen ttertenngsam auf, sie blickte an sich hinunter und stellte fest, dass sie sich immer noch in ihrem Waschraum befand, getr?nkt in ihrem Badewasser, das warm geworden war, die W?rme wurde durch den Heizmechanismus am Boden der Wanne aufrechterhalten. Neveah war sich nicht sicher, wienge sie hier drin gewesen war, und so blickte sie zu ihrem offenen Fenster hinauf, ihrer Sch?tzung nach waren es mindestens ein paar Stunden gewesen, und sie hatte so friedlich gescfen, dass sie das Zeitgef¨¹hl verlor. Neveahs Aufmerksamkeit wurde wieder auf das Ger?usch gelenkt, das sie geweckt hatte, als sie h?rte, wie ihre T¨¹r ge?f wurde und das Ger?usch eines Metalls, das auf den Boden gelegt wurde, sie erreichte. ¡¯Jemand ist hier.¡¯ dachte Neveah. Neveah hatte schon immer sehr scharfe Sinne gehabt, und sie konnte all diese Ger?usche sehr deutlich h?ren. Dann ging die T¨¹r wieder zu und Neveahs Nase zuckte, als ein seltsamer Geruch den Raum erf¨¹llte. Der Geruch war unangenehm und reizte Neveahs Nasenl?cher. Es dauerte einen Moment, bis Neveah begriff, dass es sich um Weihrauch handelte, der in ihrem Zimmer verbrannt wurde. Neveah wusste viel ¨¹ber R?ucherst?bchen, sie wurden h?ufig im Rudelkrankenhaus des Eclipse Pce verwendet, vor allem aber in der Halle der Omega-Heiler. Die meisten Heilkr?uter, die zur Behandlung verwendet wurden und bei Einnahme unerw¨¹nschte Wirkungen haben k?nnten, wurden mit einer R?ucherung verabreicht. Es gab auch verschiedene D¨¹fte f¨¹r unterschiedliche Zwecke, z. B. einen beruhigenden Weihrauch und einen Weihrauch, der bei Verdauungsst?rungen half. In den menschlichen Siedlungen wurden diese D¨¹fte gern verwendet, w?hrend die Werw?lfe sie nur selten nutzten, da sie aufgrund ihrer empfindlichen Sinne keine scharfen oder ¨¹berw?ltigenden D¨¹fte bevorzugten. Neveah hatte w?hrend ihrer Ausbildung bei den Omega-Heilern mehr davon gesehen, und genau aus diesem Grund hatte sie sich entschieden, in einer H¨¹tte zu leben, die von den anderen Omega-Heilern getrennt war, denn die verschiedenen Ger¨¹che irritierten sie wirklich. Neveah versuchte, den Geruch zu identifizieren, aber es gng ihr nicht, und so stieg siengsam aus dem Wasser, griff nach einem Bademantel und wickelte ihn um sich. Neveah ging nicht sofort hinaus, sondern wartete noch einen Moment, trotz des erstickenden Geruchs des Weihrauchs, und sie war froh dar¨¹ber, denn im n?chsten Moment h?rte sie, wie sich ihre T¨¹r wieder ?fe. Das Ger?usch leiser Schritte, die ihr Zimmer betraten, lie? Neveahs Brauen misstrauisch runzeln. Neveah war sich sicher, dass sie ihre T¨¹r verschlossen hatte, bevor sie in den Waschraum ging, und so war sie sich sicher, dass es nicht Alpha Dane oder Luna Colleen sein konnten, die sich an ihren Schl?ssern zu schaffen machten, anstatt einfach zu klopfen. Neveah h?tte geubt, dass es D war, der ihr einen Streich spielte, aber selbst D w¨¹rde niemals mit einem so scharf riechenden Weihrauch herumspielen, Der Weihrauch ver?nderte Neveahs Geruchssinn v?llig, und ihre Nase wurde eng und verstopft. D war ein F?hrtenleser, und sein Geruchssinn musste immer scharf sein, er w?re der Letzte, der einen Weihrauch in Neveahs Zimmer tzieren w¨¹rde. Und dann war da noch der stets zur¨¹ckhaltende und distanzierte Vincent, er hatte eine ernste Pers?nlichkeit und w¨¹rde nicht zu solchen Aktionen greifen, Lucas war vern¨¹nftig und respektierte Grenzen, er w¨¹rde auf jeden Fall zuerst anklopfen ... wenn es keiner von ihnen war, wer schlich dann um Neveahs Zimmer herum? Chapter 69: Jemand, der schleicht 2 (Ch.69)

Chapter 69: Jemand, der schleicht 2 (Ch.69)

Neveahs Brauen zogen sich leicht zusammen, als sie ihren Herzscg vengsamte und sich dann gegen die T¨¹r ihres Waschraums lehnte, Ihre Ohren zuckten, als sie die Bewegungen der Fremden in ihrem Zimmer verfolgte, jeder Schritt leicht und fastutlos, aber dennoch f¨¹r Neveahs Geh?r h?rbar. "Der Weihrauch muss sie inzwischen in einen tiefen Scf versetzt haben, sie ist schlie?lich nur ein Mensch." murmelte die Stimme des Fremden leise. Neveah runzelte leicht die Stirn, als ihr r wurde, dass der Zweck des Weihrauchs darin bestand, sie in Scf zu versetzen, damit sie nicht durch die Ger?usche von jemandem erwachte, der sich in ihrem Zimmer bewegte, bis der Fremde mit seinem Vorhaben fertig war. Die Schritte gingen zuerst zu ihrem Bett hin¨¹ber und blieben einen Momentng neben ihrem Bett stehen, bevor das Ger?usch des Zur¨¹ckziehens der Decke zu h?ren war und kurz darauf ein ?rgerliches Grunzen folgte. "Sie ist nicht im Bett?" zischte die Stimme des Fremden, der sich ¨¹ber Neveahs Abwesenheit von ihrem Bett zu wundern schien; der Fremde musste Neveahs R¨¹ckkehr beobachtet haben und war sich sicher, dass sie zu Bett gegangen war. Dann h?rte Neveah schlurfende F¨¹?e, und sie konnte erkennen, dass die Augen des Fremden auf die T¨¹r zum Waschraum gerichtet waren. Abgesehen von ihrem Scfzimmer und ihrem Kleiderschrank war der Waschraum der einzige Ort, an dem sie sich aufhalten konnte, denn es gab keine anderen R?ume in Neveahs Quartier. Und so war es zu erwarten, dass der Fremde in ihr Badezimmer kommen w¨¹rde, nachdem er sie nicht in ihrem Bett vorgefunden hatte, wie es ihr zustand. Neveah konnte nicht verstehen, was diese fremde Person wollte, was genau wollte er, der in ihr Zimmer kam und nachsah, ob sie im Bett war, War der Fremde ihretwegen gekommen? Hatte ihn jemand auf sie angesetzt, um sie loszuwerden? K?nnte es sein, dass ihr Vater von ihrem Geheimnis erfahren hatte und jemanden auf sie angesetzt hatte? Oder war es die Alphak?nigin oder Alessio, die hinter ihr her waren, sogar bis zum Eclipse Hunt Pack? Oder war es der Spion von Eclipse Fang, der sich im Eclipse w Pack befand, und wenn ja, was genau wollte er? Neveah schnappte sich schnell einen Schalld?mpfer und tzierte ihn an ihrer Wand. Zum Gl¨¹ck hatte sie ihn immer griffbereit in ihrer Kleidung, nur f¨¹r den Fall, dass sie jederzeit brutale Ma?nahmen gegen jemanden ergreifen musste. Neveah lie? das Wasser aus ihrer Badewanne ab und verbarg ihre Kleidung. Als sie sicher war, dass niemand im Waschraum gewesen war, holte sie den Schalld?mpfer heraus, Neveah schl¨¹pfte hinter eine Ecke und verbarg sich, als die T¨¹r aufging und eine Gestalt eintrat, die sich im Waschraum umsah. Neveah machte sich keine Sorgen um ihren Geruch, der beunruhigend scharfe Duft des Weihrauchs w¨¹rde daf¨¹r sorgen, dass ihr Geruch v?llig ¨¹berw?ltigt wurde und niemand ihn wahrnehmen w¨¹rde. Der Fremde trat ein, schaute sich in der Badewanne um und n?herte sich dannngsam der Ecke, in der sich Neveah versteckte. Neveah lehnte sich an die Wand, ihre H?nde ballten sich zu einer Faust, als sie sich auf einen Kampf vorbereitete. Der Fremde blieb jedoch in einiger Entfernung von Neveahs Versteck stehen, drehte sich um und ging in eine andere Ecke. Nachdem der Fremde ihren Waschraum durchsucht und festgestellt hatte, dass sich niemand darin befand, zog sich die Gestalt in ihr Zimmer zur¨¹ck, wohl in der Annahme, dass Neveah nach dem Bankett nicht in ihr Zimmer zur¨¹ckgekehrt war. Neveah wartete einen Moment, bevor sie aus ihrem Versteck trat. Sie wickelte ihren Bademantel fester um sich und ging auf die leicht ge?fe T¨¹r ihres Waschraums zu. Als sie durch die kleine ?ffnung in ihr Zimmer sp?hte, beobachtete Neveah, wie der Fremde ihr Zimmer, ihre Schr?nke und ihren Kleiderschrank durchsuchte. Der Fremde war mit dem R¨¹cken zu Neveah gewandt, so dass Neveah weder das Gesicht des Fremden sehen noch die Person identifizieren konnte, aber der Silhouette nach zu urteilen, war der Fremde kein Mann, sondern eine Frau. Neveah runzelte die Stirn, denn sie fragte sich, was genau die Fremde mit solcher Ernsthaftigkeit suchte. "Es muss hier irgendwo sein." murmelte die Fremde zu sich selbst. Die Stimme der Fremden kam Neveah seltsam bekannt vor, aber sie konnte nicht genau sagen, wo sie diese Stimme schon einmal geh?rt hatte. Neveah hatte mit keinem der weiblichen Rudelmitglieder Kontakt gehabt, zumindest nicht in einem Ausma?, dass sie jemanden so beleidigt h?tte, dass er in ihr Zimmer eingebrochen w?re. Was genau besa? sie, das sie begehren k?nnten? Sie hatte weder kostbare Gegenst?nde noch Schmuck vom Eclipse Pst mitgebracht. Au?er einigen Kleidungsst¨¹cken und den Dingen, die Luna Colleen f¨¹r sie besorgt hatte, besa? Neveah nichts von Wert. "Bring einfach die verdammte W?lfin um!" zischte Neveahs Wolf in ihrem Kopf, aber Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Nein... wir m¨¹ssen erst sehen was sie vorhat." dachte sie. L?nger suchend wuchs bei dem Eindringling der Frust. Dann wanderten seine Augen zu Neveahs Bett und entdeckten die Schude unter dem Bettgestell. Neveahs Augen verengten sich, als der Unbekannte sich zu ihrem Bett bewegte, die Schude ?fe und die Pnzenbox hervorzog, die sie stets sicher und griffbereit aufbewahrte. In diesem Moment wurde Neveah r, dass der Fremde nicht wegen ihr gekommen ist, sondern aus ganz anderen Gr¨¹nden. Die Schatulle, die der Eindringling bei sich trug, war mit einem Schloss versiegelt, welches nur Neveah ?ffnen konnte. Dieses enthielt verschiedene Abteile, in denen sie die Kr?uter f¨¹r Luna Colleens t?gliche Tonika aufbewahrte. Nach der Vergiftung war Luna Colleens Blutkreiuf verseucht und obwohl Neveah das Gift neutralisiert hatte, war Luna Colleens Schwangerschaft sehr instabil. Die Welpen ben?tigten eine ausw?rtige N?hrstoffversorgung, die Luna Colleen nicht mehr liefern konnte, weshalb Neveah sie auf eine t?gliche Medikation umgestellt hatte. Jedes Kraut wurde exakt nach Neveahs Anweisungen besorgt. Sie hatte die Tonika auch selbst zusammengestellt, ohne dabei jemand anderes einzubeziehen. Von den Kr?utern bis zum Tonikum, alles geriet nur in Verbindung mit Neveahs H?nden. Selbst Luna Colleens t?gliche Mahlzeiten wurden von Neveah pers?nlich abgese, bevor Luna Colleen sie essen konnte. Neveah lie? keinen Raum f¨¹r Fehler. Es war unr, wer Luna Colleen mit dem Mondgefl¨¹ster vergiftet hatte und was diese Person tun w¨¹rde, wenn sie herausf?nde, dass Luna Colleen geheilt war. In den vergangenen Monaten durfte niemand Luna Colleen besuchen, au?er wenn Alpha Dane, Vincent, D oder Neveah anwesend waren. Niemand durfte engen Kontakt zu ihr haben. Sie machten dies dem Rudel nicht offensichtlich, aber sie blieben wachsam gegen¨¹ber jedem, niemand war vor Misstrauen gefeit und Neveah betonte st?ndig, dass es so bleiben soll, bis Luna Colleen ihre Welpen sicher zur Welt gebracht hat. In den letzten Monaten waren Luna Colleen und ihre Welpen sichtlich st?rker und ges¨¹nder geworden, sie fing an zuzunehmen und typische Schwangerschaftssymptome, wie M¨¹digkeit, aufzuweisen. Alpha Dane und Luna Colleen dr¨¹ckten st?ndig ihre Dankbarkeit gegen¨¹ber Neveah aus, allerdings erinnerte sie sie immer wieder daran, dass nichts sicher war, bis die Welpen geboren wurden. Deshalb besorgten Alpha Dane und Vincent pers?nlich Luna Colleens Kr?uter, welche Neveah sorgf?ltig pr¨¹fte, bevor sie diese in ihrer Kr?uterschachtel aufbewahrte, zu der niemand anderes Zugang hatte. Nachdem ein Monat vergangen war, fing Neveah an zu uben, dass sie vielleicht zu vorsichtig war . Genau wie sie es erwartet hatte, schien der Schuldige hinter der Vergiftung endlich aktiv zu werden. Neveah zeigte sich nicht sofort, obwohl in ihrem Inneren die Wut hochkochte, als sie beobachtete, wie der Fremde vergeblich versuchte, die Schl?sser der Kr?uterschachtel zu ?ffnen. Es konnte nicht so einfach sein, da D und Vincent den lokalen Schlosser beauftragt hatten, dieses Schloss extra f¨¹r diesen Zweck anzufertigen. Es gab nur einen einzigen Schl¨¹ssel f¨¹r das Schloss, der an Neveahs Armband hing. In der Erinnerung daran, schoss Neveahs Hand zu ihrem Armband, nur um zu bemerken, dass es fehlte. Ihr Handgelenk war kahl und sie hatte gar nicht bemerkt, wann es ihr genommen wurde. ¡¯Verdammt!¡¯, dachte sie. Ihre Augen weiteten sich, als sie sah, wie der Fremde exakt den Schl¨¹ssel hervorholte, den sie immer mit sich trug, und begann, das Schloss zu ?ffnen. Es dauerte einen Moment, als er verschiedene Kombinationen ausprobierte, den Schl¨¹ssel erst links und dann rechts drehte, bevor er ihn rechts und dann links drehte. Nach ein paar weiteren Kombinationen hakte das Schloss endlich aus und der Fremde ?fe die Schatulle und zog eine kleine Phiole heraus. In ihr war eine re, durchsichtige Fl¨¹ssigkeit, die Neveah sofort als das identifizierte, was es war. ¡¯Es ist ein Extrakt aus dem Mondgefl¨¹ster! Ein extrem starkes Gebr?u!¡¯ dachte sie. Chapter 70: Die Loyalisten der Alpha-K?nigin (Kap.70)

Chapter 70: Die Loyalisten der Alpha-K?nigin (Kap.70)

Das ist der Extrakt aus dem Mondgefl¨¹ster! Ein extrem starkes Gebr?u!¡¯ dachte Neveah. Neveah hatte gesehen, wie ihre Gouvernante, die den Kr?utergarten der Alphak?nigin pflegte, den Extrakt aus der rohen Pnze des Mondfl¨¹sters geerntet hatte, und war daher mit seinem Aussehen vertraut. Ein so rer Extrakt war die perfekte Wahl f¨¹r eine Vergiftung, denn das Mondgefl¨¹ster hatte weder Geruch noch Geschmack, man konnte es nur an den Auswirkungen erkennen, die es in der Blutbahn hinterlie?, nachdem die Person bereits stark vergiftet war. Da der Extrakt so r war, wurde er von den Kr?utern sofort absorbiert, und es gab keine Anzeichen daf¨¹r, dass den Kr?utern jemals eine externe Substanz zugesetzt worden war. Wenn Neveah es nicht in diesem Moment gesehen h?tte, w?re sie auch nicht in der Lage gewesen zu erkennen, dass das Mondgefl¨¹ster den Kr?utern zugesetzt worden war. Sie hatte nur die Grundkenntnisse von den Omega-Heilern erworben, und ihr gesamtes Wissen ¨¹ber Gifte und deren Wirkung verdankte sie ihrer Gouvernante. Neveah war das Testexperiment f¨¹r viele Gifte gewesen, und wenn ihr Wolf nicht gewesen w?re, w?re sie schonnge tot... Neveah war sich dieser Tatsache bewusst. Diese manipulierten Kr?uter sollten t?glich eingenommen werden, was bedeuten w¨¹rde, dass das Mondgefl¨¹ster, von dem nur ein kleiner Teil bereits t?dlich war, Luna Colleen am Ende eine ¨¹berdosis aus Neveahs H?nden einnehmen w¨¹rde. Und wenn die Kr?uter getestet w¨¹rden und das Mondgefl¨¹ster entdeckt w¨¹rde, w?re Neveah diejenige, die die Schuld daran tr¨¹ge, da ihr die Kr?uter zur sicheren Aufbewahrung anvertraut worden waren. Wie sollte sie erkl?ren, wie Luna Colleen noch einmal mit dem Mondgefl¨¹ster in Kontakt gekommen war? Selbst bei all ihrer vorsichtigen Vorsicht? Ein so b?sartiger n, dass Neveah sich nicht sicher war, wer ihn sich ausgedacht hatte und so dreist war, in ihr Zimmer zu kommen, um ihn auszuf¨¹hren. Sie hatte geubt, ihr Zimmer sei das sicherste, da alle W?lfe der Finsternisjagd ubten, sie sei die hoch angesehene und unantastbare Finsternisprinzessin, und es nicht wagten, sie zu beleidigen. Das war der einzige Grund, warum Neveah die Kr?uterkiste ohne Bedenken in der Schude an ihrem Bettgestellssen konnte. Neveah war dankbar daf¨¹r, wie vorsichtig sie bisher gewesen war. Sie hatte ihr Zimmer kaum vessen, au?er zum Training und f¨¹r ?u?erst wichtige Angelegenheiten, und wann immer sie nicht da war, wurde ihr Zimmer von Vincent oder D genau beobachtet. Sie alle wussten um die Bedeutung der dort ggerten Kr?uter, und es schien, als h?tte diese seltsame Frau bis zu einem Tag wie heute gewartet, an dem ein feierliches Ereignis alle anlockte. Und wenn sie zur¨¹ckkehrten, w¨¹rden sie alle ersch?pft sein und Neveah w¨¹rde ungesch¨¹tzt und verletzlich zur¨¹ckbleiben, Wenn sie nicht einmal in ihrer Abwesenheit eindringen konnte, w¨¹rde sie es tun, w?hrend sie anwesend waren, und snge Neveah durchschlief, konnte sie immer noch sicher entkommen. Neveah sah zu, wie die fremde Frau den Inhalt der Phiole ¨¹ber die Kr?uter sch¨¹ttete, bis nur noch die H?lfte ¨¹brig war, und gerade als sie die Phiole wegstellen wollte, trat Neveah hervor. "Wer bist du, und was genau ubst du, was du da tust?" vengte Neveah in eiskaltem Ton. Der Kopf der fremden Frau hob sich schockiert ¨¹ber Neveahs pl?tzliches Auftauchen und Neveahs Augenbraue kr?uselte sich nach oben, als die Kapuze, die das Gesicht der fremden Frau bedeckte, nach hinten fiel und das Gesicht von Saffy enth¨¹llte... der Rudel?rztin. "Du warst es also die ganze Zeit..." murmelte Neveah und dachte an die Fragen zur¨¹ck, die Saffy ihr gestellt hatte und die sie anfangs l?cherlich gefunden hatte, die aber jetzt sehr viel Sinn ergaben. Saffy hatte sich ihr zu einem Zeitpunkt gen?hert, als sie abgelenkt war und den Schl¨¹ssel zur Kr?uterkiste ohne ihr Wissen an sich genommen hatte, und sie war gekommen, um zu beenden, was sie begonnen hatte. Der Weihrauch sollte Neveah in Scf versetzen, damit sie nicht aufwachte, um Saffy auf frischer Tat zu ertappen, und er sollte auch daf¨¹r sorgen, dass Saffys Geruch nichtnge anhielt, da er vom Duft des Weihrauchs ¨¹berw?ltigt werden w¨¹rde. Saffy hatte auch darauf geachtet, alles so zussen, wie sie es gesehen hatte, damit niemand erraten konnte, dass sie jemals hier gewesen war, und sie nur von dem seltsamen Geruch des Weihrauchs ¨¹berrascht wurden, ihn aber trotzdem abtaten. Als Rudel?rztin war Saffy mit Gift und R?ucherwerk bestens vertraut, und sie wusste genau, welche Dosis Mondgefl¨¹ster sie verabreichen musste, damit Luna Colleen zwar unverletzt blieb, aber niemals sicher ein Kind zur Welt bringen w¨¹rde. Luna Colleens Blutkreiuf war vergiftet und w¨¹rde ihre eigenen Welpen ersticken, das war die Grausamkeit, die Luna Colleen von dieser Rudel?rztin angetan wurde. "Warum bist du hier, Prinzessin?! Du solltest nicht hier sein!" zischte Saffy ver?rgert, als sie sich aufrichtete. "Das ist mein eigenes Zimmer, wenn es jemanden gibt, der nicht hier sein sollte, dann bist du es ... und doch bist du hier und fasst Dinge an, die du nicht anfassen solltest, und das Armband in deinen H?nden geh?rt mir." sagte Neveah in einem dunklen Ton. "Du h?ttest nicht hier sein sollen... jetzt kann ich dich nicht mehr gehenssen..." sagte Saffy mit einem Knurren. Neveah betrachtete Saffy einen Momentng ruhig, die Worte, die Saffy gerade gesagt hatte, h?tten stattdessen von Neveah gesagt werden sollen, wenn es jemanden gab, der jemanden gehen lie?... Neveah war diejenige, die sie nicht davonkommenssen konnte. Saffy wusste nichts von Neveahs wahrer Identit?t, deshalb war sie hierher gekommen, weil sie ubte, sie h?tte die Oberhand ¨¹ber Neveah... zu dumm, dass ihre Unwissenheit ihr zum Verh?ngnis werden w¨¹rde. "Du w¨¹rdest es wagen, die Eclipse-Prinzessin zu t?ten?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue, doch Saffys n?chste Antwort war nicht das, was Neveah erwartet hatte. "Ich w¨¹rde der Alphak?nigin einen Gefallen tun..." sagte Saffy in einem dunklen Tonfall. Neveah hatte nicht erwartet, hier aus heiterem Himmel den Namen der Alphak?nigin Vilma zu h?ren, sie hatte nicht damit gerec, dass ihre Stiefmutter so weit drau?en in der Eclipse-Dom?ne noch Loyalisten haben w¨¹rde. Wieder wurde Neveah r, dass sie zu einfach gedacht hatte, nicht nur ihr Vater, sondern auch ihre Stiefmutter hatte Augen in der Finsternisjagd und sie wagte zu uben, dass sie ihnen entkommen war. Neveah war nur dankbar, dass alle, die Alpha Dane und Luna Colleen zum Eclipse Pce begleitet hatten, seine engsten Vertrauten waren und ihn niemals verraten w¨¹rden. Aber selbst dann wusste Neveah nicht mehr, ob sie ihr Geheimnis wirklich f¨¹r sicher halten sollte oder ob es bereits aufgedeckt war. Dass die Alphak?nigin einen ihrer eigenen M?nner hinter Neveahs Leben herschickte, war nicht genug, um das zu erkennen, die Alphak?nigin war schon seit Jahren hinter Neveahs Leben her, das war keine neue Entwicklung. Was neu war, war die Tatsache, dass Saffy, die Luna Colleen vergiftete, irgendwie mit der Alphak?nigin verbunden war und deshalb nicht so leicht zu erledigen war. "Du kennst meine Mutter?" fragte Neveahngsam und Saffy grinste. "Ich hatte gehofft, Alpha Dane w¨¹rde sich selbst um dich k¨¹mmern, nachdem das Gift deiner Kr?uter gewirkt hat, denn das w?re das sicherste Ende gewesen." "Aber da du hier bist, k?nnen wir dem nur hier und jetzt ein Ende setzen." sagte Saffy in einem dunklen Ton. "Was hat meine Mutter von dir vengt? Was will sie?" fragte Neveah, ihr Tonfall war ebenso dunkel und eiskalt. "Jetzt, wo du nicht mehr im Finsternispst bist, bist du nat¨¹rlich weit weg von K?nig Lothaires Schutz ... du solltest nicht im Traum daran denken, lebendig in den Finsternispst zur¨¹ckzukehren." sagte Saffy mit einem Grinsen. "Du bist dir also ¨¹ber meine Position im Eclipse-Pst und meine Familie im ren?" fragte Neveah, "Muss ich solche Details wissen? Die Alphak?nigin hat mich mit einer Aufgabe betraut, dich loszuwerden, und ich habe vor, sie auszuf¨¹hren." erwiderte Saffy. Neveah nicktengsam, genau wie sie erwartet hatte, w¨¹rde ihre Stiefmutter niemals bereit sein, die Wahrheit hinter Neveahs Geburt oder die Tatsache, dass sie nicht Neveahs leibliche Mutter war, zu enth¨¹llen. Das war gleichbedeutend mit dem Eingest?ndnis, dass ihr Gef?hrte sie mit einer einfachen Menschenfrau betrogen hatte, was die gr??te Schande der Alphak?nigin war. Warum sollte sie das noch mehr Menschen offenbaren, als die, die bereits davon wussten? Das Eclipse Fang Rudel war immer noch bereit, ihr Gesicht zu wahren, da sie ihre Luna und K?nigin war, Aber wenn die gesamte Eclipse-Dom?ne von dieser Wahrheit erfuhr, nicht nur die Alphak?nigin, sondern auch der Alphak?nig, w¨¹rden sie beide nie mehr den Kopf hochhalten k?nnen. Saffy hatte also nur den Auftrag erhalten, Neveah loszuwerden, aber sie wusste immer noch nicht, wer Neveah wirklich war. "Nun gut, ich werde dich nicht daran hindern, deine Aufgabe zu erf¨¹llen ... komm ... tu, was dir aufgetragen wurde, denn es ist der Wille meiner Mutter, und ihre Tochter kann sich nur f¨¹gen." sagte Neveah in einem leeren Ton. Chapter 71: Ich habe keinen Laut von mir gegeben (Kap.71)

Chapter 71: Ich habe keinen Laut von mir gegeben (Kap.71)

Saffys Lippen verzogen sich zu einem finsteren Grinsen, weil sie ubte, Neveah habe ihr Schicksal akzeptiert, weil sie wusste, dass sie keine Chance hatte, Saffy zu entkommen. Es war nur nat¨¹rlich, dass die Menschen auf die, die sie f¨¹r schwach hielten, herabblickten und sie untersch?tzten, das war die Ordnung der Dinge... der Starke war immer im Recht und die Schwachen konnten sich nur mit ihrem ungl¨¹cklichen Schicksal abfinden. "Wenn ich einen Schrei aussto?en w¨¹rde, wollen wir wetten, ob meine Stimme den ganzen Flur enng zu h?ren w?re und die Aufmerksamkeit von Alpha Dane und Luna Colleen erregen w¨¹rde oder nicht? fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Das Bankett ist noch im Gange, ich bin nur hierher gekommen, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass Luna Colleen und Alpha Dane noch da drau?en sind, niemand w¨¹rde dich schreien h?ren." sagte Saffy sp?ttisch. "Du hast dich nicht r ausgedr¨¹ckt. Vincent ist zur gleichen Zeit wie ich zur¨¹ckgekommen und m¨¹sste jetzt eigentlich in seinem Zimmer scfen." "Nat¨¹rlich warst du zu sehr damit besch?ftigt, herumzuschleichen, als dass du die Ger?usche von Luna Colleen und Alpha Dane nicht geh?rt h?ttest, die vor kurzem zur¨¹ckgekommen sind." "Luna Colleen ist in den letzten Monaten ihrer Schwangerschaft, sie wird leicht m¨¹de und kann es nicht ertragen, zunge drau?en zu sein, nat¨¹rlich w¨¹rde Alpha Dane sie zur¨¹ckbegleiten, bevor das Bankett vorbei ist, warum m¨¹ssen sie bis zum Ende bleiben?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. Saffys Augen weiteten sich leicht, als sie zur T¨¹r hin¨¹berblickte, bevor sie zu Neveah zur¨¹ckblickte. "Ichsse mich nicht von dir bedrohen! Bevor du auch nur einen Laut von dir geben kannst, werde ich dich f¨¹r immer zum Schweigen bringen ... meinst du, du w?rst schneller mit dem Schreien, als ich von hier nach dort brauche?" forderte Saffy. "Selbst wenn du mich t?test, kommst du hier nicht lebend raus. Der Weihrauch, den du hier verbrennst, reicht aus, um die Toten zu wecken, er wird bald genug Aufmerksamkeit erregen." bemerkte Neveah. Es war dumm von der Rudel?rztin, in Neveahs Zimmer zu kommen, w?hrend sie davon ausging, dass alle noch beim Bankett sein w¨¹rden, F¨¹r jemanden, der keinen gr¨¹ndlichen n machen konnte, fragte sich Neveah, wie es ihr gelungen war, Luna Colleen die ganze Zeit ¨¹ber zu vergiften. Neveah konnte nur vermuten, dass es an dem Vertraueng, das Luna Colleen zu Saffy hatte, denn unter den Leuten, die sich bisher um Luna Colleens Gesundheit gek¨¹mmert hatten, war Saffy eine von ihnen. Luna Colleen hatte jedoch gesagt, sie solle Saffy nicht verd?chtigen, da sie eine Jugendfreundin und Vertraute sei, aber Neveah hatte nat¨¹rlich auf etwas anderes bestanden. Alle Angelegenheiten von Luna Colleen durften niemandem ¨¹bessen werden, egal wie vertrauensw¨¹rdig diese Person zu sein schien, nicht bevor ihre Welpen sicher zur Welt gekommen waren. Neveah war sich sicher, dass es Saffy nicht viel M¨¹he gekostet hatte, das Mondfl¨¹stergift in Luna Colleens Mahlzeiten zu mischen, oder vielleicht auch in ihre Heiltr?nke. Da sie allen so nahe war, konnte sie es leicht tun, wenn entweder der Chefarzt oder der Koch abgelenkt waren. Es war r, dass Saffy ihren n nicht r durchdacht hatte, sie war nur in Panik geraten, als sie sah, dass Luna Colleen immer ges¨¹nder wurde, und hatte beschlossen, etwas dagegen zu tun. Sie musste ihre ganze Hoffnung auf diese kleine Chance gesetzt haben, die das Bankett geschaffen hatte, und konnte nicht damit rechnen, dass Neveah sie auf frischer Tat ertappen w¨¹rde. Neveah konnte sehen, dass ihre Worte Saffy beunruhigt hatten, ihr war schon r, dass sie so oder so erwischt werden w¨¹rde, ob Neveah nun tot oder lebendig war. "Wage es nicht, einen Laut von dir zu geben!" zischte Saffy, als sie sich blitzschnell auf Neveah st¨¹rzte. Als Werwolf war Saffys Geschwindigkeit mehr als doppelt so hoch wie die eines Menschen, und w?re Neveah ein Mensch gewesen, h?tte sie Saffys Bewegung nicht sehen k?nnen, bevor Saffy sie zu Boden riss. Aber in Neveahs Augen war Saffys Bewegung unertr?glichngsam, und sie trat l?ssig zur Seite und sah zu, wie Saffy an ihr vorbeiflog und gegen Neveahs Schreibtisch prallte. Als Saffy auf den Schreibtisch krachte, zerbrach der h?lzerne Tisch durch die Wucht des Aufpralls, und alles, was darauf stand, fiel mit gro?em Get?se zu Boden. "Veah? Geht es dir gut? Was war das f¨¹r ein Ger?usch?" Luna Colleens Stimme ert?nte von au?erhalb von Neveahs Zimmer und Neveah schmunzelte, als sie auf eine panische Saffy hinunterstarrte. "Ich habe kein Ger?usch gemacht ... das warst du." erinnerte Neveah, gerade als ihre T¨¹r aufging und Alpha Dane, Luna Colleen und Vincent hereinkamen. "Was ist das f¨¹r ein w¨¹rgender Geruch?" Vincent brummte ver?rgert und fuhr sich mit der Hand ¨¹ber die Nase, als sich alle Blicke auf Neveah richteten, die l?ssig dastand, und auf Saffy, die sich m¨¹hsam aufrappelte. "Was ist denn hier los? Dieser furchtbare Geruch hat Leen geweckt, und sie hat darauf bestanden, dass wir uns das ansehen." beschwerte sich Alpha Dane, bevor er einen Blick zu Saffy warf. "Und was macht sie hier?" fragte Alpha Dane. "Nichts! Ich habe nichts getan!" rief Saffy sofort aus, bevor Neveah etwas sagen konnte, und Neveah hob eine einzelne Augenbraue. "Du hast nichts getan ... wie genau bist du dann in mein Zimmer gekommen? Habe ich dich entf¨¹hrt und hierher gebracht?" fragte Neveah sarkastisch, w?hrend sie zu ihrem Bett hin¨¹berging und sich hinsetzte. "Erz?hl keine L¨¹gen! Ich bin nur hergekommen, um nach dir zu sehen, wer h?tte gedacht, dass du mich angreifen w¨¹rdest?" Saffy knurrte sofort und drehte sich um, um Neveah angend anzustarren. Neveah spottete leise vor sich hin, Saffy hatte Luna Colleen so etwas B?ses angetan, doch jetzt, wo es so weit war, wagte sie es nicht zuzugeben. Saffy war eine gute Freundin von Luna Colleen, sie muss geubt haben, dass Luna Colleen ihrem Wort mehr uben schenken w¨¹rde als dem von Neveah, und vielleicht tat sie das auch, aber Neveah war sich nicht sicher, ob ihr Wort in Eclipse Hunt so viel Gewicht hatte, wie es den Anschein hatte. Unabh?ngig davon, ob ihre Worte Gewicht hatten oder nicht, gab es immer noch genug Beweise, um Saffys Verbrechen zu beweisen, angefangen bei der Tatsache, dass Saffy keinen Grund hatte, in ihr Zimmer zu kommen. "Ich habe dich angegriffen? Mit welchem Geschick habe ich das geschafft? Du bist ein Werwolf und ich bin nur ein Mensch, soll ich es ¨¹berhaupt wagen, dich anzugreifen?" fragte Neveah in einem leeren Ton. "Du..." Saffy begann wieder zu gen, aber Neveah unterbrach sie. "Ich habe dich gerade erst auf dem Bankett zum ersten Mal getroffen, wir beide kennen uns ¨¹berhaupt nicht... warum solltest du mich ¨¹berpr¨¹fen wollen?" fragte Neveah erneut. Zu diesem Zeitpunkt, als die T¨¹r weit offen stand, war der Geruch des Weihrauchs weit in den Raum hinausgeweht und hatte noch mehr Aufmerksamkeit erregt, und nun waren auch Beta Denver und ein paar andere Leute in Neveahs Zimmer angekommen. "Saffy? Warum bist du in Veahs Zimmer gekommen? Wenn du nach jemandem sehen wolltest, sollte ich nicht diejenige sein, nach der du siehst?" fragte Luna Colleen verwirrt. "Veah hat noch keinen Kontakt zu den Rudelmitgliedern, warum solltest du nach ihr sehen wollen?" fragte auch Alpha Dane und starrte zwischen Neveah und Saffy hin und her. "Ich ... ich wollte nur mit der Prinzessin ¨¹ber ihre Mutter sprechen." Saffy verteidigte sich immer noch. "Die Alphak?nigin? Woher kennst du Ihre Gnaden?" fragte Luna Colleen und warf Neveah einen Blick zu. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, Saffy schaufelte sich ein noch tieferes Grab, und sie brauchte nicht einmal Neveahs Hilfe dabei. Saffy war es wohl nicht gewohnt, mit Misstrauen und der Beobachtung durch andere umzugehen, deshalb konnte sie kaum eine vern¨¹nftige Erkl?rung abgeben und stolperte ¨¹ber ihre Worte. Es w?re in Saffys bestem Interesse gewesen, wenn sie nie ein Wort ¨¹ber die Alphak?nigin gesagt h?tte, was bei allen Beobachtern noch mehr Misstrauen erweckt h?tte. "ICH ... ICH ..." Saffy stotterte. "Das reicht jetzt, du willst offensichtlich nicht die Wahrheit sagen. Was genau stotterst du denn da? Ich bin m¨¹de,ss es Veah erkl?ren." sagte Alpha Dane stirnrunzelnd, bevor er einen erwartungsvollen Blick zu Neveah warf. "Jemand hat mein Schloss geknackt und sich in mein Zimmer geschlichen, wobei er auch dieses Scfmittel hier tziert hat. Ich war im Waschraum, als ich eine Bewegung h?rte. "Ich kam heraus und entdeckte Saffy hier, die in meinen Schuden herumw¨¹hlte und etwas suchte, also versteckte ich mich und beobachtete sie." "Ich war ¨¹berrascht, als sie die Schude meines Bettgestells herauszog und die Kr?uterbox mit Colleens Kr?utern herausnahm." begann Neveah, und ihre Worte versetzten Alpha Dane und Luna Colleen in fassungsloses Schweigen. "Sie l¨¹gt!" rief Saffy, doch ein Blick von Alpha Dane brachte sie zum Schweigen. "Der Schl¨¹ssel zur Kr?uterkiste ist in ihren H?nden, sie muss ihn mir weggenommen haben, als sie mich auf dem Bankett angesprochen hat. Alpha Dane wei?, dass ich ihn immer um mein Handgelenk trage." "Sie hat eine seltsame Fl¨¹ssigkeit ¨¹ber die Kr?uter gesch¨¹ttet... das Fl?schchen ist auch noch in ihren H?nden, du kannst einen anderen Arzt oder einen Omega-Heiler holen, der es untersucht und einen Bericht dar¨¹ber abgibt, was es ist." sagte Neveah mit einem beil?ufigen Achselzucken, w?hrend sie ihre Decke abzog und sich in ihr Bett legte. Chapter 72: Der übelt?ter (Kap.72)

Chapter 72: Der ¨¹belt?ter (Kap.72)

Ein neuer Tag brach im Gebiet der Finsternisjagd an, aber dieser Tag war nicht wie jeder andere, eine d¨¹stere Atmosph?reg ¨¹ber der Stadt, und das ¨¹bliche Treiben war an diesem Tag nicht zu sehen. Leises Gemurmel verbreitete sich unter den B¨¹rgern, die sich beim Gehen auf der Stra?e etwas zufl¨¹sterten. "Habt ihr es geh?rt? Ein Verr?ter wurde letzte Nacht dabei erwischt, wie er um das Rudelhaus herumschlich, alle h?heren R?nge sind seit gestern Abend in einem d¨¹steren Zustand." fl¨¹sterte eine Verk?uferin einer W?lfin zu, die an ihrem Stand ein paar Fr¨¹chte kaufte. "So etwas ist passiert?" fragte die W?lfin erstaunt, und die Verk?uferin nickte schnell und deutete auf das Rudelhaus, das den Rest der Stadt ¨¹berragte. "In der Tat, wenn man bedenkt, dass es einen solchen ¨¹belt?ter in Eclipse Hunt gab ... da bekommt man wirklich eine G?nsehaut." sagte die Verk?uferin kopfsch¨¹ttelnd. "Woher wisst Ihr davon?" Fragte die W?lfin misstrauisch. "Wie? Die Nachrichten sind ¨¹berall in Eclipse Hunt, man muss sich nur ein wenig umh?ren, dann erf?hrt man es... die Alpha-Familie hat wirklich ein Ungl¨¹ck erlebt." sagte die Verk?uferin mit einem Schaudern. ___________________ Luna Colleen sa? wie bet?ubt da und starrte ins Leere, w?hrend Alpha Dane an ihrer Seite sa?, ihre Hand in der seinen, w?hrend er mit dem Daumen beruhigend ¨¹ber ihren Handr¨¹cken strich. Sie schien in Gedanken versunken zu sein, doch der Ausdruck in ihren Augen war ein Schock und tiefer Schmerz, und das war nicht die einzige auff?llige Ver?nderung an diesem Morgen. Im Rudelhaus der Eclipse Hunt herrschte mehr Betrieb als sonst, und es war r, dass in der vergangenen Nacht ein schockierendes Ereignis stattgefunden hatte. Die Nachricht von diesem Ereignis hatte sich bereits ¨¹ber den Eclipse-Pst hinaus bis in die St?dte und sogar dar¨¹ber hinaus verbreitet, wie ein Lauffeuer, und es gab keine M?glichkeit, es einzud?mmen. Das war der Anblick, der sich Neveah bot, als sie am n?chsten Morgen endlich erwachte und ins Wohnzimmer kam, nachdem sie sich etwas ausgeruht hatte. Nach Neveahs Enth¨¹llung war sie direkt ins Bett gegangen, sie hatte keine Lust, die Ermittlungen fortzusetzen oder sich mit solchen Angelegenheiten wie Verrat und dergleichen zu bsten. Sie hatte in zwei Leben genug davon gesehen, dass es sie nicht einmal ¨¹berraschte. Nur diejenigen, die den Luxus hatten, anderen zu vertrauen, f¨¹hlten sich verraten, und obwohl es traurig war, war dies einfach die Realit?t. Neveah stand in einiger Entfernung und betrachtete die Situation. An Luna Colleens Gesichtsausdruck konnte man ablesen, dass sie von diesem Ereignis tief betroffen war und es kaum uben konnte. Neveah war sich nicht sicher, ob es grausam von ihr war, zu uben, dass es keine so gro?e Sache war, die so viele Menschen schockierte, aber Neveah vermutete, dass ihre Lebenserfahrungen sich von denen der anderen unterschieden und sie daher nie in der Lage sein w¨¹rde, eine Beziehung herzustellen. Saffys Verrat war der eines Freundes, f¨¹r Neveah, die von ihrem eigenen Gef?hrten und Bruder verraten worden war, war das nicht einmal im Geringsten beunruhigend. Anstatt so schockiert zu sein, h?tte Neveah gedacht, dass die W?lfe von Eclipse Hunt froh sein w¨¹rden, dass das Geheimnis hinter Luna Colleens Vergiftung ans Licht gekommen war, ohne dass jemand etwas tun musste. Die T?terin war von sich aus unruhig geworden und hatte sich selbst enrvt, das war die beste Wendung, aber es schien, dass Neveah die einzige war, die die Dinge aus diesem Blickwinkel betrachtete. Alle anderen konzentrierten sich ausschlie?lich auf die M?glichkeit, dass eine so vertrauensw¨¹rdige Person wie Saffy auch nur in Erw?gung ziehen k?nnte, den zuk¨¹nftigen Erben der Alpha-Familie zu schaden. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, sie hatte bereits auf die harte Tour gelernt, dass es in solchen F?llen am besten war, an Saffy vor aller Augen ein ?u?erst gnadenloses Exempel zu statuieren, damit es niemand mehr wagen w¨¹rde, so etwas zu versuchen. Da die Schuldige gefasst worden war und sie bereits alles gesagt hatte, was n?tig war, sah Neveah keinen Grund, sich weiter in die Angelegenheiten des Eclipse Hunt Packs einzumischen. Wie sie ihre Strafe verteilten,g in ihrem eigenen Ermessen, es hatte nichts mit Neveah zu tun, und sie wollte sich auch lieber nicht einmischen. Saffy war eine angesehene Rudel?rztin des Eclipse Hunt Rudels und stand in enger Verbindung mit dem Alpha und Luna, und so war es verst?ndlich, dass die Enth¨¹llung von Saffys wahren Absichten f¨¹r das gesamte Eclipse Hunt Rudel ein gro?er Schock gewesen war. Neveah war sich nicht sicher, wie die Ermittlungen veufen waren, aber die Atmosph?re im Rudelhaus vermittelte ihr einen guten Eindruck, und es schien, als h?tten sie die Wahrheit aus Saffy herausbekommen k?nnen. Neveah hatte ihre eigenen Gr¨¹nde, sich aus der Sache herauszuhalten, abgesehen von der Tatsache, dass es nicht ihre Aufgabe war, sich einzumischen, konnte sie sehen, dass Saffy eine respektable Position im Eclipse Hunt Rudel innehatte. Wenn Neveah sie zu heftig beschuldigte, w¨¹rde sie unn?tige Aufmerksamkeit auf sich ziehen, und wer wusste schon, wie viele Augen ihre Stiefmutter im Eclipse Hunt Pack hatte? Neveah war sich auch nicht sicher, wie viel ihr Wort gegen das einer Freundin der Familie z?hlte, die die Alphafamilie seit Jahren kannte und der sie vertraute, und sie wollte nicht den Eindruck erwecken, Zwietracht zu s?en. Sie hatte nur die Fakten genannt und die Beweise vorgelegt und es Alpha Dane und Luna Colleen ¨¹bessen, den Rest herauszufinden, wenn sie bereit waren, das zu tun, was Neveah f¨¹r richtig hielt. Was den Rest betraf, so hatte sie die Absicht, sich davon fernzuhalten, und so zog sich Neveah in ihr Zimmer zur¨¹ck, um sich die Zeit zu vertreiben, bis die Auswirkungen dieses Ereignisses abgeklungen waren. Neveah hatte sich jedoch nur einen Schritt entfernt, als Alpha Dane sie bemerkte und nach ihr rief. "Veah? Warum gehst du einfach so?" fragte Alpha Dane und seine Worte schienen Luna Colleen auf den Boden der Tatsachen zur¨¹ckzuholen. Neveah seufzte unh?rbar, als sie sich umdrehte und zur¨¹ck ins Wohnzimmer ging. "Veah, du bist wach." sagte Luna Colleen in einem m¨¹den Ton. "Ja, das bin ich schon seit einer Weile." antwortete Neveah mit einem Nicken, w?hrend sie sich auf die Couch setzte, auf der auch D sa?, der ebenfalls verwirrt dreinschaute. "Wienge stehst du schon da?" fragte Alpha Dane erneut. "Eine Weile." antwortete Neveah in ihrem typischen leeren Ton. "Wir m¨¹ssen zu abgelenkt gewesen sein, um euch zu bemerken." sagte Luna Colleen mit einem schuldbewussten L?cheln und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Es macht keine M¨¹he, es ist sicher nicht leicht zu akzeptieren." sagte Neveah verst?ndnisvoll. Luna Colleen nicktengsam und strich sich mit einer Hand das Haar zur¨¹ck, das ihr ¨¹ber die Augen fiel. "Saffy und ich ... wir sind zusammen aufgewachsen. I... Ich betrachtete sie als meine eigene Familie, au?er Vincent war sie mein einziges anderes Geschwisterchen." sagte Luna Colleen und sch¨¹ttelte immer noch ungl?ubig den Kopf. "Ich h?tte nie gedacht, dass sie so etwas tun w¨¹rde, warum sollte sie mir so etwas antun wollen?" fragte Luna Colleen in einem zittrigen Ton. "Ich habe so viele meiner Welpen verloren, immer wieder Fehlgeburten und ich wusste nie, was meine Schuld war, ich wusste nie, was ich getan hatte, um solchen Schmerz zu verdienen...aber Saffy? Ich habe einfach..." Luna Colleen brach ab, unf?hig, ihre Worte fortzusetzen. Neveah sch¨¹rzte die Lippen, sie war sich nicht sicher, wie sie angesichts eines solchen Gef¨¹hlsausbruchs reagieren sollte, sie war jemand, der immer eine emotionale Distanz zu allen Menschen hielt, Und obwohl sie in diesem Moment mit Luna Colleen sympathisierte, wusste sie nicht, was sie sagen sollte, und sie war sich sicher, dass sie das Falsche sagen w¨¹rde, also entschied sie sich daf¨¹r, zu schweigen, das war immer die beste Option. "Vincent leitete ihr Verh?r, Leen war dagegen, aber nachdem sich der Inhalt des Fl?schchens als Mondfl¨¹stergift herausstellte, war es zwingend notwendig, herauszufinden, was sie noch getan hatte." "Dabei verriet sie, was sie bisher mit Leens Fehlgeburten zu tun hatte." D erkl?rte, was in der Zeit, in der Neveah schlief, geschehen war. "Sie sagte, ich h?tte es verdient... es war keinerlei Reue in ihren Augen zu sehen, wie konnte ich nur so blind f¨¹r ihre wahren Absichten sein?" fragte Luna Colleen. "Sie verdient es, tausendmal zu sterben! Ich werde sie in St¨¹cke rei?enssen, bis nichts mehr von ihrem b?sen Ich ¨¹brig ist!" knurrte Alpha Dane und konnte seine Wut zum Wohle seiner Gef?hrtin kaum unterdr¨¹cken. "Das ist ein passendes Arrangement." murmelte Neveah achselzuckend, als sie aufstand und sich auf den Weg machen wollte, aber auf halbem Weg stehen blieb. "Leen, man kann nie die wahren Absichten eines anderen kennen... aber man muss wissen, wie man sich selbst sch¨¹tzen kann. Deine Welpen haben Vorrang... vergie?e keine Tr?nen ¨¹ber die Unw¨¹rdigen." "Ich habe mich zu sehr angestrengt, um zuzusehen, wie du deiner Gesundheit schadest, wenn du wegen eines ¨¹belt?ters weinen willst... dannss es, wenn du deine Welpen zur Welt gebracht hast, dann kannst du weinen, so viel du willst." riet Neveah, bevor sie sich auf den Weg machte. Chapter 73: Wechsel der Jahreszeit (Kap.73)

Chapter 73: Wechsel der Jahreszeit (Kap.73)

Neveah stand ruhig in dem wei?en Schneefeld, das die Oberfl?che des Waldes bedeckte, so weit das Auge reichte. Dies war die neue Szenerie rund um das Eclipse Hunt Pack und weit dar¨¹ber hinaus, denn der Wechsel der Jahreszeit war gekommen. Der Wechsel der Jahreszeit warnge erwartet worden, und die gesamte Eclipse Hunt hatte sichnge darauf vorbereitet. Die Hektik gegen Ende der Saison, die Ernte, die Lagerung des Getreides und der Beginn einer neuen Saison waren f¨¹r alle sehr anstrengend gewesen, aber mit dieser neuen Saison kam eine viel ruhigere und entspanntere Atmosph?re. Neveah hatte die H?nde auf dem R¨¹cken verschr?nkt, und ihr Pelzmantel tterte hinter ihr im Wind. Eine ruhige, aber t?dliche Aura ging von ihr aus, w?hrend sie mit einer Augenbinde vor sich hinstarrte. Der Winter hatte Einzug gehalten, und der Schnee fiel schnell, klebte an ihrem Haar und ihrer Kleidung und hinterlie? ein eisiges Fr?steln, w?hrend sie zu Fl¨¹ssigkeit schmolz. Obwohl der Schnee eiskalt und der Wind noch k?lter war, nahm Neveah sie kaum wahr, w?hrend sie nach vorne starrte, denn die Augenbinde versperrte ihr v?llig die Sicht. Ihre goldenen Locken fielen ihr in Kaskaden ¨¹ber den R¨¹cken bis zur Taille, und trotz des k¨¹hlen Wetters trug Neveah ihre ¨¹bliche wei?e Tunika und ein Paar Lederhosen, ihr Mantel war der einzige Schutz vor der K?lte. Neveah brauchte den Mantel eigentlich nicht, sie hatte ihn nur der Form halber getragen, und er war ihr sogar zu schwer und l?stig geworden. H?tte Luna Colleen nicht darauf bestanden, w¨¹rde Neveah den Pelzmantel gar nicht mehr tragen, er war nur eine unn?tige Last. Als Alphak?nigin war ihre Widerstandsf?higkeit gegen das kalte Wetter nat¨¹rlich viel gr??er als die aller anderen W?lfe, und all ihre F?higkeiten entwickelten sich mit der Zeit weiter, sie und ihre W?lfin wurden immer st?rker. Als Neveah so dastand, umkreiste Alpha Dane siengsam und r?uberisch, auf der Suche nach einer Angriffsm?glichkeit, die er niemals finden w¨¹rde. Neveahs ruhige Miene wankte nicht, nur ihre Augenbrauen zuckten leicht, als sie sich allein auf ihre Sinne verlie?, um Alpha Danes Bewegungen wahrzunehmen. Alpha Danes Schritte waren im Schnee kaum zu h?ren, seine F¨¹?e waren leicht und schnell, und so war er schwer zu verfolgen, doch f¨¹r Neveah war es nur eine Frage der Konzentration. Neveah sp¨¹rte die Anwesenheit von Alpha Dane hinter sich, und sie h?rte seine Bewegung, seinen Stiefel, der sich in den Schnee grub, als er ausholte. In einem schnellen Moment drehte sich Neveah aus dem Weg und entging so Alpha Danes Angriff, und bevor er sich wieder orientieren konnte, griff Neveah an. Neveahs Angriffe waren schnell und wendig, sie verharrte nie zunge in einer Position, um Alpha Dane die M?glichkeit zu geben, sie mit seiner gr??eren Kraft zu unterdr¨¹cken. Neveah kannte ihre eigenen St?rken und Schw?chen, und sie hattenge genug mit Alpha Dane gek?mpft, um auch mit seinen vertraut zu sein, so dass es f¨¹r Neveah leicht geworden war, jede seiner Bewegungen vorauszusehen. Sie k?mpften eine Zeitng, wobei Neveah sich auf ihre Schnelligkeit verlie?, um Alpha Danes St?rke zu ¨¹berwinden, w?hrend sie ihn mit Schl?gen und kr?ftigen Tritten zum R¨¹ckzug zwang. Neveah hatte tanzen gelernt, seit sie richtigufen konnte, und ihr Vater hatte daf¨¹r gesorgt, dass sie jede anmutige Handlung beherrschte, die sie zur perfekten Eclipse-Prinzessin machen konnte, vom Tanzen bis hin zu allen Arten von Musikinstrumenten. In ihren j¨¹ngeren Jahren, als es ihr noch schwerfiel, war sie gezwungen worden, zu tanzen, bis ihre F¨¹?e wund waren, und verschiedene Instrumente zu spielen, bis ihre Finger bluteten - alles, um f¨¹r jeden Mann die perfekte Frau zu sein. Neveah konnte kokett sein, wenn es n?tig war, sie konnte verf¨¹hrerisch sein, wenn ihr Ziel dies bevorzugte, sie konnte weise sein, wenn eine weise Frau am meisten geliebt wurde, und sie konnte eine Frau der Kunst sein, wenn dies am besten geei war. Bei all dem hatten sich ihre Kampff?higkeiten mit ihren t?nzerischen F?higkeiten vermischt, so dass sie sich haupts?chlich auf Fu?arbeit und Schnelligkeit vessen konnte. Ihre Beine waren ihre st?rksten Gliedma?en, mehr noch als ihre F?uste, und ihre Kampftechnik bestand aus einer Reihe von Tritten und Bewegungstechniken, die sie doppelt so schnell machten, wie sie es normalerweise w?re. Jeder Schritt, den sie machte, war leicht und wendig, ihre Bewegungen waren verschwommen, und jeder Angriff, den sie ausf¨¹hrte, war pr?zise und kraftvoll, jeder Scg t?dlicher als der vorherige. Neveah sprang in die Luft und holte zu einem kr?ftigen Tritt aus, wobei sie auf einem Beinndete und das andere nach hinten streckte, ihr Gleichgewicht war immer noch perfekt, und sie lie? Alpha Dane einen Moment Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen, bevor sie erneut angriff. Sie konnte seine Position perfekt einsch?tzen, auch wenn sie ihn nicht sehen konnte, denn mit ihren scharfen Sinnen brauchte sie ihn nicht zu sehen. Es dauerte nichtnge, bis Neveah Alpha Dane mit einem kr?ftigen Tritt wieder in den Schnee schickte, und sie nahm die Augenbinde ab und starrte mit leicht hochgezogener Braue auf ihr Bein hinunter. "Das war ein bisschen mehr Kraft, als ich beabsichtigt hatte." murmelte Neveah leise, w?hrend sie zu Alpha Dane hin¨¹berging, der im Schneeg und sich weigerte, wieder aufzustehen. Neveah war einen Momentng besorgt, bis sie sah, dass es ihm v?llig gut ging und er absichtlich sog. "Wenn das schon l?nger her w?re ... w¨¹rdest du mir sagen ... ¡¯Lass uns wieder gehen.¡¯ Ich sehe, du wirst alt und m¨¹de." sagte Neveah in einem spitzen Ton. "Genug, genug..." Alpha Dane st?hnte auf, als Neveah ¨¹ber ihm stand und ihn mit hochgezogenen Augenbrauen anschaute. F¨¹nf Monate waren wie im Flug vergangen, seit Lucas Varleston seine Gef?hrtin Meira gefunden hatte, und ein halbes Jahr, seit Neveah zum Eclipse Hunt Pack gekommen war. In den vergangenen Monaten waren viele Ereignisse geschehen, aber die meiste Zeit war Neveah unbeteiligt gewesen und hatte ihre Tage damit verbracht, sich mit dem Eclipse Hunt Pack vertraut zu machen und zu trainieren. Nach den ersten vier Monaten intensiven Trainings hatte Neveah endlich Alpha Dane besiegt und ihn ohne die Hilfe ihres Wolfs ¨¹berw?ltigt. Sie hatte gelernt, sich auf ihre Schnelligkeit und Gewandtheit zu vessen, statt auf ihre Kraft, mit der sie es nicht aufnehmen konnte und auch nie aufnehmen w¨¹rde. Obwohl Neveah wusste, dass es ihr diesmal nur gelungen war, Alpha Dane zu ¨¹berrumpeln, bestand kein Zweifel daran, dass Neveahs menschliche Gestalt in den letzten anderthalb Monaten an Kraft und Ausdauer gewonnen hatte. Neveah konnte nun gro?e Entfernungen ohne die Hilfe ihres Wolfes zur¨¹cklegen, und sie konnte Vincent und D auch ohne die Hilfe ihres Wolfes leicht ¨¹berw?ltigen. Nat¨¹rlich machten Vincent, D und Alpha Dane auch keinen Gebrauch von ihrer Wolfskraft oder ihren F?higkeiten, wodurch das Spielfeld auf einen Menschen gegen einen anderen eingee wurde. In den letzten sechs Monaten hatte Neveah unerm¨¹dlich trainiert, sie hatte sich keinen Moment Ruhe geg?nnt, selbst wenn sie das Gef¨¹hl hatte, ihr K?rper w¨¹rde aufgeben. Es gab viele Tage, an denen sie vor Ersch?pfung zusammenbrach und von einem missg¨¹nstigen Vincent nach Hause getragen werden musste, der immer darauf bestand, dass eine Frau nicht so besessen vom K?mpfen sein m¨¹sse. Nat¨¹rlich w¨¹rde seine Meinung niemals Neveahs Entscheidung beeinflussen, denn Neveah hatte auf die harte Tour gelernt, dass nur derjenige, der stark war, sich vor Schaden sch¨¹tzen konnte. Neveah war mit einem Alphak?nig-Wolf geboren worden, das stimmte, aber wenn es darauf ankam, waren sie und ihr Wolf beide jung und hatten nicht viel Erfahrung im Kampf. Als sie einem anderen Alphak?nig-Wolf gegen¨¹berstand, der ¨¹ber gr??ere Kampff?higkeiten verf¨¹gte und seit seiner Jugend in K?mpfen ausgebildet worden war, hatte Neveah die Tatsache akzeptiert, dass sie keine Chance haben w¨¹rde. Und alle, die es auf Neveah abgesehen hatten, geh?rten zu den m?chtigsten Wolfsumwandlern der Eclipse Domain, keiner von ihnen war selbstverst?ndlich. War es Lado? Beta Horace? Alessio? Oder der Alphak?nig selbst? Wer von ihnen war leicht zu besiegen? Vincent und das Eclipse Hunt Rudel ubten, Neveah besch¨¹tzen zu k?nnen, sie wollten, dass sie auch in ihrem Rudel in Luxus und ohne Sorgen leben konnte, sie verstand ihre Gef¨¹hle, und sie war dankbar f¨¹r ihre Sorge. Aber Tatsache war, dass sie nur eine leise Ahnung davon hatten, was sie im Eclipse Pce durchgemacht hatte, Sie wussten nicht alles und konnten daher nicht verstehen, dass die Finsternisjagd kaum ein Hindernis darstellte, wenn ihr Vater oder Alessio es sich in den Kopf gesetzt hatten. Neveah konnte sich nur auf sich selbst vessen, sie w¨¹rde nicht unvorbereitet sein an dem Tag, an dem allein die Kraft ¨¹ber Leben und Tod entscheiden w¨¹rde. "Warum? Bekomme ich keine Anerkennung daf¨¹r, dass ich dich endlich besiegt habe?" fragte Neveah schmunzelnd, als sie Alpha Dane eine Hand entgegenstreckte. "Was soll dieser Gesichtsausdruck? Ich habe nicht so selbstgef?llig ausgesehen, als ich dich st?ndig besiegt habe." Alpha Dane brummte missmutig, als er Neveahs ausgestreckte Hand nahm. "Das ist nur dein Ego, das dich Dinge sehen l?sst, die nicht da sind, au?erdem ... du solltest den vergangenen Ruhm jetzt lossen." riet Neveah und kicherte, als Alpha Dane entr¨¹stet aufst?hnte und vor ihr herst¨¹rmte. Chapter 74: Arbeit (Kap. 74)

Chapter 74: Arbeit (Kap. 74)

Neveah und Alpha Dane gingen durch den Wald und machten den Weg zur¨¹ck zum Rudelhaus in angenehmer Stille, so wie sie es nach jedem Morgen des Trainings taten, beide in ihre eigenen Gedanken versunken. Die Landschaft des Waldes war wundersch?n, und der Schnee rieselte herab, um sich der Masse seiner Artgenossen anzuschlie?en, die eine dicke Schicht ¨¹ber dem Boden gebildet hatte. Als Neveah sich bewegte, gruben sich ihre Stiefel in die dicke Schneeschicht, doch sie sp¨¹rte die K?lte ¨¹berhaupt nicht, denn ihre Stiefel waren aus dickem Leder und speziell f¨¹r die Wintersaison und das kalte Wetter gemacht. Es war ein weiterer anstrengender Trainingstag auf der Lichtung gewesen, und sie hatten wie immer in aller Herrgottsfr¨¹he begonnen, trotz des eisigen Wetters. Alpha Dane war ein Mann, der von denjenigen, die er ausbildete, Best?ndigkeit und Ausdauer vengte, und Neveah machte es nichts aus, fr¨¹h aufzustehen, denn sie war diejenige gewesen, die Alpha Dane um sein Training gebeten hatte, und so konnte sie nicht nacssen. Nicht einmal, wenn ihr der Schnee bis zu den Knien reichte, wurde das Training fortgesetzt, bis das Tageslicht vollst?ndig d?mmerte, und obwohl sie normalerweise l?nger trainieren w¨¹rden, hielt der Schnee sie davon ab. Jeder Tag, den sie auf der Lichtung verbrachten, war so friedlich und ruhig, dass Neveah die Zeit hatte, ihre Gedanken in der Natur zu sortieren. Neveah war schon immer eine Einzelg?ngerin gewesen und sprach nicht gerne viel, daher fand sie von allen W?lfen der Eclipse Hunt die Gesellschaft von Alpha Dane und Vincent viel passender, da sie ihr sehr ?hnlich waren. Obwohl Neveah Luna Colleens energische Art bewunderte, zwang Luna Colleen Neveah immer zu Worten und lie? sie in ihrer Gegenwart keinen Moment der Stille erleben. Sie mochte es nicht, wenn Neveah schwieg und hatte immer das Gef¨¹hl, dass Neveahs Schweigen bedeutete, dass sie mit etwas unzufrieden war, w?hrend Neveah einfach jemand war, der nicht viel sprach. Es war schwierig f¨¹r Neveah, mit Luna Colleens strahlender Pers?nlichkeit zurechtzukommen, aber sie konnte nicht leugnen, dass sie Luna Colleens Gesellschaft genoss und immer ein L?cheln im Gesicht hatte. Es war ein erfrischender Unterschied zu dem, was sie gewohnt war, und ein willkommener, auch wenn sie Eclipse Fang nicht verlie?, um so eingeschr?nkt weiterzuleben, wie sie es bisher getan hatte. D war genauso oder sogar noch schlimmer als Luna Colleen, er war ein absoluter Schelm und man konnte nie wissen, welchen Unfug er vorhatte, der das ganze Rudel in Aufruhr versetzte. Neveah fand Ds Gesellschaft lustig und der l?stige Wolf war ihr ans Herz gewachsen, und au?er diesen vier hatte Neveah auch Gefallen an ein paar anderen W?lfen von Eclipse Hunt gefunden. Beta Denvers Tochter war etwa in Neveahs Alter und extrem energisch und hyperaktiv, aber sie war eine interessante Gesellschaft, und dann war da noch der Gamma des Rudels, ein sturer, aber schelmischer junger Mann, der gerne k?mpfte. Die letzten Monate waren ein gewaltiger Unterschied zu Neveahs Zeit im Eclipse Pce, und obwohl Neveah wusste, dass sie die Eclipse Hunt bald w¨¹rde vessen m¨¹ssen, waren die Monate, die sie hier verbracht hatte, erf¨¹llend gewesen. Neveah wurden die Augen daf¨¹r ge?f, wie das Leben wirklich aussah, und sie war bereit, sich erneut einzugestehen, dass sie die ganze Zeit ¨¹ber ¨¹berhaupt nicht gelebt hatte. Selbst als sie Eclipse Hunt verlie?, war Neveah froh, dass sie Luna Colleen nicht den R¨¹cken gekehrt und sich entschieden hatte, nach Eclipse Hunt zu kommen. W?hrend sie gingen, erstarrte Alpha Dane pl?tzlich in seinem Schritt und Neveah warf ihm einen Blick zu, um zu sehen, dass seine Augen sig waren und ¨¹ber die Gedankenverbindung kommunizierten. Als Alpha Dane sich wieder konzentrierte, hob Neveah eine Augenbraue ¨¹ber seinen weit aufgerissenen Blick, und sie war noch schockierter, als Alpha Dane ihre Hand ergriff und sie mit sich zog und durch den Wald in eine andere Richtung als die des Rudelhauses rannte. Neveah beeilte sich, mit ihm Schritt zu halten, w?hrend sie Alpha Dane entsetzt ansah. "Was ist hier eigentlich los?!" fragte Neveah. "Leen... Leen hat ihre Arbeit begonnen!" verk¨¹ndete Alpha Dane in panischer Eile, w?hrend er seine Schritte verdoppelte und ihre Bewegungen zu einem verschwommenen Bild wurden. Neveah verstand die Dringlichkeit der Situation und stellte keine weiteren Fragen, sondern hielt das Tempo von Alpha Dane aufrecht. Es dauerte nicht allzunge, bis sie wieder am Rudelkrankenhaus ankamen, wo Vincent drau?en besorgt wartete. "Veah! Schnell, schnell!" rief Vincent panisch, und Neveah eilte ins Rudelhaus, zog ihren Mantel aus und folgte Vincent in den Flur. In dem Moment, in dem Neveah das Rudelhaus betrat, konnte sie bereits Luna Colleens Schmerzensschreie h?ren,nge bevor sie auf der Station ankam. D schritt ?ngstlich drau?en umher, und als er Neveah und Alpha Dane erblickte, eilte er ihnen entgegen. "Wie geht es ihr?!" fragte Alpha Dane in panischem Tonfall, und D sch¨¹ttelte den Kopf. "Sie l?sst keinen der ?rzte oder Omega-Heiler an sich heran! Sie ruft st?ndig nach Veah." berichtete D und Alpha Dane wandte sich an Neveah. Er brauchte nichts zu sagen, Neveah verstand seine Sorgen bereits, er hatte schon so viele Welpen verloren, er konnte es nicht ertragen, noch einen zu verlieren. "Es wird ihnen gut gehen,sst uns zuerst reingehen." sagte Neveah, als sie an D vorbeischritt. Neveah st¨¹rmte in den Raum und warf einen Blick auf das Team von ?rzten und Hebammen, die alle in einiger Entfernung von Luna Colleen standen. Luna Colleen ummmerte ihren Unterleib und starrte die ?rzte trotz der Wehenschmerzen grimmig an. "Kommen Sie nicht n?her! Bleiben Sie zur¨¹ck!" Luna Colleen knurrte, ihre Augen gl¨¹hten und verrieten die Anwesenheit ihres Wolfes. Ihre W?lfin war an die Oberfl?che gekommen, um ihre Welpen zu besch¨¹tzen, und sie w¨¹rde niemanden au?er denen, denen sie vertraute, anerkennen. "Holt mir Veah! Ich will keinen von euch!" schrie Luna Colleen an. Die armen ?rzte sahen erschrocken und hilflos aus, denn sie alle litten unter den Folgen von Saffys Verrat, und seit Saffy eingesperrt war, wollte Luna Colleen nicht einmal mehr etwas von einem Rudrzt h?ren. Neveah seufzte, als sie zu Luna Colleen eilte, und erstarrte in ihrem Schritt, als Luna Colleen heftig knurrte. Neveah hob sofort beide H?nde, um zu zeigen, dass sie es nicht b?se meinte. "Ich bin es... ich bin Veah..." sagte Neveahngsam und wusste, dass Luna Colleens Wolf an der Oberfl?che war und nicht so freundlich sein w¨¹rde wie Luna Colleen. Neveah warf Alpha Dane einen Blick zu, der beim Anblick seiner zerzausten Gef?hrtin kurzzeitig erstarrte und sich erst dann an den Grund f¨¹r seine Anwesenheit auf der Station erinnerte. Alpha Dane eilte zu Luna Colleen hin¨¹ber, er war der Einzige, der den ganzen Weg zu ihr ging und sich an ihre Seite setzte, ohne angeknurrt oder verwarnt zu werden. Luna Colleens Wolf konnte ihre Gef?hrtin noch erkennen, und so war es nur zu erwarten. Alpha Dane nahm Luna Colleens Hand in seine, bevor er eine Geste zu Veah machte. "Leen... beruhige dich, Veah ist hier... das ist Veah..." erinnerte Alpha Dane und erst dann weiteten sich Luna Colleens Augen und sie griff mit ihrer freien Hand nach Veah, w?hrend sie gegen die schmerzhaften Wehen ank?mpfte. "Veah! Komm... komm." rief Luna Colleen schnell und Neveah ging zu ihr hin¨¹ber und nahm ihre andere Hand. "Veah... meine Welpen, sag mir, dass es ihnen gut gehen wird... sag mir, dass es ihnen allen gut gehen wird." flehte Luna Colleen an. Neveah sch¨¹rzte die Lippen, sie hatte alles getan, was sie konnte, um sich auf diesen Moment vorzubereiten, sie hatte Luna Colleen und ihre Welpen so gut wie m?glich in Sicherheit gebracht. Aber wenn es auf diesen Moment ankam, hing alles vom Sch?pfer ab... wer leben durfte, konnte Neveah nicht entscheiden, wenn sie es k?nnte... w?re sie in ihrem vorherigen Leben nicht so erb?rmlich gestorben. "Leen... ich kann dich nicht selbst erl?sen, das m¨¹ssen die ?rzte und Omega-Heiler erledigen." argumentierte Neveah. Neveah mochte vieles aus der Not heraus gelernt haben, aber sie hatte noch nie einer Frau in den Wehen beigestanden, sie wusste nicht, wie das funktionierte, und in diesem Fall war eine unwissende Person eine gr??ere Gefahr als unzuverl?ssige Experten. "Aber ... aber sie ..." Luna Colleen versuchte zu argumentieren, wurde aber unterbrochen, als sich ein weiterer schmerzhafter Schrei aus ihrer Kehle l?ste. "Ich werde hier sein und Dane auch. Wenn jemand versucht, dir etwas anzutun oder sich auch nur verd?chtig verh?lt, werden wir ihn sofort loswerden." versicherte Neveah, als sie sich zu den Heilern umdrehte und ihnen die Eubnis zum Herantreten zuschob. Luna Colleen keuchte schwer, als sie versuchte, gegen die Schmerzen anzuk?mpfen, w?hrend die ?rzte des Rudels sie eilig auf die Geburt vorbereiteten. Neveah sa? ruhig an Luna Colleens Seite und hielt sich an ihrer Hand fest, w?hrend die Rudel?rzte ihre Arbeit verrichteten und bald war alles entsprechend vorbereitet. Neveah holte tief Luft, Luna Colleens Welpen waren in Neveahs bisherigem Leben nicht zur Welt gekommen, aber jetzt w¨¹rde es anders sein, vielleicht w¨¹rde sich Neveahs Schicksal danach wirklich ?ndern_. Chapter 75: Neues Leben bringen (Kap.75)

Chapter 75: Neues Leben bringen (Kap.75)

"Dr¨¹ck fester, Luna! Der Welpe wird bald geboren sein, mach einfach weiter!" wies eine der Omega-Heilerinnen an. Neveah zuckte zusammen, als Luna Colleens Griff um ihre Hand sich schmerzhaft festigte, w?hrend sie mit aller Kraft dr¨¹ckte und ihren Schmerz herausschrie. "Der Welpe ist drau?en! Ein M?dchen!" verk¨¹ndete die Omega-Heilerin. Einuter Schrei ert?nte, und Neveah atmete zittrig auf, als sie sp¨¹rte, wie ihre Beklemmung durch die Geburt des ersten Welpen ein klein wenig abnahm. "Ein M?dchen, Leen, wir haben ein M?dchen!" rief Alpha Dane aufgeregt aus, als Luna Colleen vor Schmerzen aufschrie, als eine weitere Runde von Wehen einsetzte. Es war bereits dunkel, es hatte fast einen ganzen Tag gedauert, bis Luna Colleens erstes Kind geboren wurde, und Neveahs stets ruhige Miene wichngsam. All die Schreie stiegen ihr zu Kopf und ihre W?lfin wurde unruhig und schnappte nach jedem, der ihr zu nahe kam, als w?re sie diejenige, die geb?ren sollte. Neveah vermutete, dass ihre W?lfin ihre Sorge um die Welpen sp¨¹rte und ¨¹berm??ig besch¨¹tzerisch wurde, zum Gl¨¹ck war die Geburt des ersten Welpen erfolgreich veufen. Neveah hatte gehofft, dass es eine Weile dauern w¨¹rde und dass Luna Colleen eine Atempause bekommen w¨¹rde, bevor ihre Wehen wieder einsetzten, aber es schien, dass das nicht der Fall sein w¨¹rde. "Der zweite Welpe ist unterwegs! Schnell, bringt die Kleine weg und macht sie sauber!" befahl die Omega-Heilerin, die f¨¹r den Geburtsvorgang zust?ndig war. Luna Colleen richtete sich bei den Worten des Omega-Heilers augenblicklich auf, ihre Augen gl¨¹hten wild und ein t?dliches Knurren entwich ihren Lippen. "Leen! Beruhige dich!" Alpha Dane flehte "Niemand r¨¹hrt meine Welpen an au?er Veah... nur Veah!" befahl Luna Colleen, als ein weiterer Schrei aus ihrer Kehle drang, doch sie weigerte sich, nachzugeben. "Veah... schnell, bring unsere Tochter weg." sagte Alpha Dane. "Veah... ich vertraue dir...ss niemanden in ihre N?he! Niemand kann meinen Welpen etwas antun!" schrie Luna Colleen und lie? endlich ihren Griff um Neveahs Hand los. Neveah nickte, erhob sich und ging hin¨¹ber zu einer Omega-Heilerin, die den neugeborenen Welpen im Arm hielt und ver?ngstigt dreinschaute, da der grimmige Blick der Alpha-Dame auf sie gerichtet war. Neveah z?gerte einen Moment, sie hatte noch nie ein Kind im Arm gehalten und war sich nicht sicher, wie sie es richtig anstellen sollte, und sie ubte auch nicht, dass sie in der besten Position war, um damit betraut zu werden. "Prinzessin ... Sie m¨¹ssen das Kind nehmen ... oder sonst ..." stotterte die Omega-Heilerin und warf einen zaghaften Blick auf einen aufgeregten Alpha Dane. Der Wolf von Alpha Dane war ebenfalls an der Oberfl?che, seine Aufmerksamkeit geteilt zwischen seiner Gef?hrtin, die sich an ihn mmerte, w?hrend sie vor Schmerzen schrie, und seinem heulenden Welpen. "Ich ... gebe sie her." murmelte Neveah, als sie die Hand ausstreckte und den Welpen nahm, ihr Herz zitterte leicht beim Anblick des kleinen B¨¹ndels, das noch immer mit Blut und Geburtsfl¨¹ssigkeit bedeckt war. "Ist alles vorbereitet?" fragte Neveah und deutete auf den Waschraum. "Ist es." Best?tigte die Omega-Heilerin. "Ich kann mich nicht um das Kind k¨¹mmern ... kommen Sie mit mir." Neveah wies den Weg zum Waschraum und zwei Omega-Heilerinnen folgten ihr. "Ich werde hier sein... und daf¨¹r sorgen, dass sie ges?ubert und gut ern?hrt wird, falls etwas schief geht... Ich bin nur eine von vielen, die bereit sind, euch den Kopf abzurei?en." erinnerte Neveah, w?hrend sie sich an die Seite setzte. Neveah konnte Luna Colleens Schreie im Hintergrund h?ren, w?hrend der Welpe ges?ubert und angezogen wurde, bevor ihr eine sche warmer Milch gebracht wurde, die bereits vorbereitet worden war. Das Herz der Heilerin klopft verd?chtig... das ist nicht nur Angst. sagte Neveahs Wolf, der seit Tagen ruhig gewesen war, pl?tzlich. "Warte!" Neveah schnappte nach der Milch und ?fe die sche, hob sie an ihre Nase und schnupperte daran, nur um sicherzugehen. Neveahs Augen verengten sich misstrauisch, als sie der Heilerin, auf die ihre W?lfin hingewiesen hatte, die Milchsche reichte. "Du trinkst sie." sagte Neveah in einem dunklen Ton und die Augen der Heilerin weiteten sich. "W... was?! Es wurde f¨¹r das Kind zubereitet!" rief die Omega-Heilerin aus. "Und ich sage dir, dass du es sofort trinken sollst!" Neveah schnappte w¨¹tend zu, w?hrend sie der Omega-Heilerin den Welpen aus den H?nden riss. Neveah griff mit ihrer freien Hand nach dem Hemd der Heilerin und zog sie mit sich hinaus, ohne auf ihren Widerstand zu achten. "Veah?" fragte Alpha Dane besorgt, als er aufblickte, um die Szene zu sehen. "K¨¹mmere dich einfach um Leen, ich werde mich darum k¨¹mmern." versicherte Neveah in grimmigem Ton, w?hrend sie die Omega-Heilerin aus der Krankenstation zog und sie auf den Boden warf, wo D und Vincent ?ngstlich warteten. Beide blickten zu Neveah und dann zu dem B¨¹ndel in ihren Armen, wobei ihre Blicke vor Freude aufleuchteten. "Diese Milch... sie hat sie f¨¹r den Welpen zubereitet, aber sie weigert sich, sie zu trinken... Vincent, gib sie ihr zu trinken." sagte Neveah in einem dunklen Ton. Sie war sich nicht sicher, was hier vor sich ging, aber sie sah keinen Grund, warum sich jemand weigern sollte, die Milch zu probieren, die sie zubereitet hatte. Vincents Blick verfinsterte sich bei Neveahs Bericht, er verstand Neveahs Andeutungen und z?gerte deshalb keine Sekunde; Er nahm die Milchsche aus Neveahs H?nden und schritt auf die zitternde Omega-Heilerin zu, "Wie viele von ihnen sind es denn?!" D zischte w¨¹tend, und Neveah drehte sich zu ihm um. "Hat es in letzter Zeit irgendwelche Geburten im Rudel gegeben?" fragte Neveah und D nickte. "Holt mir eine s?ugende Mutter... Ich werde die Welpen nichts trinkenssen, was sie zubereitet haben, aber sie muss gef¨¹ttert werden." sagte Neveah mit einem Seufzer. "Sofort." sagte D, w?hrend er eilig davonst¨¹rmte. Neveah beachtete den Omega-Heiler und Vincent nicht, als sie zur¨¹ck in die Krankenstation ging. _________________ Ein freudiger Tag brach f¨¹r das Eclipse Hunt Rudel an, als der Schrei eines neugeborenen Welpen zu h?ren war... nach zwei Tagen Wehen wurde endlich der dritte Welpe von Alpha Dane und Luna Colleen geboren. Neveah atmete erleichtert auf, ihre Muskeln schmerzten vor Ersch?pfung, da sie Luna Colleen nach ihrem Morgentraining sofort zu Hilfe gekommen war, aber das spielte keine Rolle, als sie den blutigen Welpen an sich nahm, Luna Colleen hatte vengt, dass alle Welpen sofort nach der Geburt an Neveah ¨¹bergeben wurden, sie war unerbittlich und weigerte sich, sie jemand anderem anzuvertrauen, da sie zu schwach war, um sich selbst um sie zu k¨¹mmern. "Leen! Leen!" Alpha Dane rief nach einer nicht ansprechbaren Luna Colleen. "Die Luna hat das Bewusstsein verloren, aber sie wird wieder gesund." versicherte die Rudel?rztin. Neveah trug den Welpen in den angrenzenden Raum, wo sie pers?nlich beobachtete, wie die Omega-Heiler den neugeborenen Welpen badeten und ankleideten. Neveah ging dann in den anderen Raum, wo sie die beiden kleinen M?dchen zur¨¹ckgssen hatte, und ein kleines L?cheln legte sich auf ihre Lippen, als sie sie friedlich scfen sah. Vincent war ebenfalls hereingekommen, um pers?nlich nach den Welpen zu sehen, erst dann konnte Neveah hinausgehen, um sich um andere Dinge zu k¨¹mmern. Neveah war sich nicht sicher, was Vincent mit der Omega-Heilerin gemacht hatte, und es interessierte sie auch nicht, sie war nur froh, dass ihre W?lfin rechtzeitig gemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte, sonst h?tten sie vielleicht einen der drei Welpen verloren. Neveah ¨¹bergab den Welpen der s?ugenden Mutter, die ihn s?ugte, und als der Welpe sich satt gefressen hatte, nahm Neveah ihn zur¨¹ck. "Mein Kind... mein Kind..." rief Luna Colleen schwach, und Neveah brachte den Welpen sofort wieder hinaus und nickte Vincent zu, um die M?dchen mitzunehmen. "Sie geh?ren zu mir, ich habe sie niemandem sonst ¨¹bessen." sagte Neveah, w?hrend sie zu Luna Colleen hin¨¹berging, die m¨¹de aufblickte. "Das hast du gut gemacht." sagte Neveah mit einem kleinen L?cheln, bevor sie den Welpen neben Luna Colleen absetzte. "Ein Prinz..." begann Neveah und trat zur Seite, um Vincent den Vortritt zussen. "Und zwei Prinzessinnen." f¨¹gte Neveah hinzu. Die Freude auf Luna Colleens Gesicht war unbeschreiblich, als sie ihre Welpen anstarrte... nach so vielen Jahren des Schmerzes und der Sorgen hatte sie endlich ihren Wunsch erf¨¹llt bekommen. Als Neveah sie so beobachtete, fragte sie sich, ob alle M¨¹tter ihre Welpen so liebten wie Luna Colleen... hatte Neveahs Mutter sie dann auch lieb gehabt? Neveah sch¨¹ttelte diese Gedanken ab und trat zur¨¹ck, da sie sich immer noch nicht als Teil dieser Familie f¨¹hlte, sie blieb auf Abstand und starrte nur. Alle drei Welpen waren wohlbehalten zur Welt gekommen, Neveahs ganze M¨¹he war nicht umsonst gewesen. Neveah war erleichtert, denn damit hatte sie die Dankesschuld, die sie den W?lfen von Eclipse Hunt aus ihrem fr¨¹heren Leben schuldete, abgegolten. Damit konnte sie das Gel¨¹bde erf¨¹llen, das sie vor ihrem Tod unerf¨¹llt gssen hatte, und der Knoten in ihrem Herzen l?ste sich um einen Bruchteil, genau wie bei ihrem Abschied von Lucas und seiner Gef?hrtin Meira. Neveahs Gedanken wurden unterbrochen, als D in den Raum st¨¹rmte. "Veah! Jemand vom Eclipse Pce ist hier!" rief D in Panik aus. Chapter 76: Zurückgerufen (Kap.76)

Chapter 76: Zur¨¹ckgerufen (Kap.76)

Vom Eclipse Pst ist jemand hier... jemand ist hier vom Eclipse Pst... Immer wieder hallten diese Worte in Neveahs Kopf wider, sie stand f¨¹r einen Moment wie erstarrt, w?hrend die Worte von D durch ihren Kopf rasten. Alle anderen Gedanken waren vor dem Hintergrund von Ds Enth¨¹llung vergessen, alle Blicke richteten sich auf Neveah. "Veah..." Luna Colleen sagte besorgt, aber f¨¹r Neveah ng ihre Stimme viel zu weit weg. Es waren so viele Monate vergangen, seit sie das letzte Mal von ihrem Vater geh?rt hatte, er hatte seit dem Zeitpunkt, als Lucas seine Gef?hrtin gefunden und alle Verlobungspl?ne zunichte gemacht hatte, nichts mehr von sich h?renssen. Neveah wusste nicht, ob er ¨¹ber den Veuf der Ereignisse ver?rgert war oder einen weiteren boshaften n schmiedete, wie er es immer tat, aber bis zu diesem Moment hatte er nichts gesagt, kein Wort... keine Nachricht, keine Anfrage, nichts. Das Letzte, was sie von ihm geh?rt hatte, war die Drohung wegen ihrer Mutter und sie hatte nicht erwartet, so bald etwas von ihm zu h?ren, sie hatte wirklich gehofft, sie w¨¹rde nie wieder etwas von ihm h?ren, bis sie weit weg war vom Eclipse Gebiet. Nur noch kurze Zeit, dann k?nnte sie wirklich frei sein, ihre Tage der Freiheit waren schon in Sicht, also was sollte das jetzt? Neveah verstand nicht, warum ihr Vater gerade jetzt eine Nachricht schickte, warum gerade jetzt? Luna Colleen hatte gerade erst entbunden, die Nachricht konnte noch nicht den Eclipse Pst erreicht haben. Alpha Dane hatte bereits Pl?ne gemacht, die Nachricht unter Kontrolle zu halten, bis Neveah sicher fliehen konnte. Sie alle wussten deutlich, dass die sichere Geburt von Luna Colleen bedeutete, dass Neveahs Zeit in der Eclipse Jagd vorbei war. Wenn ihr Vater davon h?rte, w¨¹rde er sofort ihre R¨¹ckkehr anordnen und sie m¨¹sste gehorchen, aber jetzt... wie konnte ihr Vater schon jemanden geschickt haben? Genau zu dieser Zeit? Zu welchem Zweck? "Ich ube nicht, dass sie hier mit guten Absichten sind. Er besteht darauf, Neveah sofort zu sehen und w¨¹rde nicht einmal in Alphas B¨¹ro warten." offenbarte D in einem d¨¹steren Ton. "Veah... geh nicht raus, ich werde zu ihnen gehen. Dies ist mein Territorium, sie k?nnen hier nicht tun, was sie wollen." sagte Alpha Dane in einem dunklen Ton, als er aufstand, aber Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Wer auch immer mein Vater geschickt hat, wird nicht gehen, bevor sie mich gesehen haben. Wenn das Eclipse Jagd Rudel meinen Aufenthaltsort nicht eindeutig erkl?ren kann, wird es Konsequenzen geben." sagte Neveah in einem d¨¹steren Ton. "Wir waren bereits darauf vorbereitet, dich nach Leens Entbindung fortzuschicken, es ist nur einen Moment zu fr¨¹h." bestand Alpha Dane. "Einen Moment zu fr¨¹h ist genug Zeit, dies ist ein kritischer Punkt f¨¹r das Eclipse Jagd Rudel, ihr k?nnt es euch nicht leisten, meinen Vater zu ver?rgern." "Mein Vater wird mich als Begr¨¹ndung benutzen, um dir deinen Alpha-Titel mit Gewalt zu nehmen, genauso wie er es schonnge wollte. Ich will nicht in dieses Kreuzfeuer geraten und ich kann das Eclipse Jagd Rudel jetzt nicht vessen, wenn sie hier sind." "Ich muss mit ihnen sprechen." sagte Neveah. Alpha Dane und Luna Colleen tauschten einen Blick aus, Luna Colleen war ersch?pft aber immer noch besorgt um Neveah. Sie wussten jedoch, dass Neveahs Worte stimmten. Es w?re anders gewesen, wenn Neveah bereits gegangen w?re, aber da sie noch hier war, w¨¹rde der Alphak?nig sofort eine Suche nach ihr anordnen, wenn Alpha Dane so t?te, als sei sie abwesend, und Neveah w¨¹rde gefunden werden, wenn sie zu fliehen versuchte. Das Eclipse-Gebiet war immer noch so gro?, dass nicht genug Zeit blieb, es vollst?ndig zu vessen, bevor eine Suche nach ihr angeor werden w¨¹rde. Es machte keinen Sinn, den Alphak?nig jetzt zu ver?rgern, vor allem nicht nach dem, was mit Lucas Varleston passiert war. Neveah kannte ihren Vater gut genug, wenn er zu diesem Zeitpunkt einen Boten gesendet hatte, konnte das nur bedeuten, dass er bereits Verdacht hatte und Verdacht bedeutet ?rger. "Dane, geh mit ihr." sagte Luna Colleen und Alpha Dane nickte. Neveah trat hinaus und verlie? das Rudelkrankenhaus und sie war nicht ¨¹berrascht, dort eine vertraute Gestalt zu sehen, die mit dem R¨¹cken zum Rudelkrankenhaus stand und die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt hatte. "Lado." sagte Neveah in einem leeren Ton und er drehte sich um, sein Blick fiel auf Neveah und seine Augenbrauen verzogen sich zu ihrem gewohnten herassenden Blick. Neben Lado selbst waren sechs andere Krieger von Eclipse Fang dabei, die ihn begleiteten, und jeder von ihnen war einer der besten Krieger von Eclipse Fang, die Elite ihres Vaters.Allein bei diesem Anblick wusste Neveah schon, dass das Kommende ihr nicht gefallen w¨¹rde. "Es sind viele Monate vergangen, Euer Gnaden," best?tigte Lado auf seine ¨¹bliche k¨¹hle Art und Weise, bevor sein Blick zu Alpha Dane wanderte und er in einer kleinen Verbeugung den Kopf neigte. Es war schon ironisch, dass Lado bereit war, vor einem Alpha von Eclipse seinen Kopf zu senken, jedoch, wenn es um Neveah ging, k¨¹mmerte er sich nicht um R?nge. Aber dann wurde Neveah von Lado und dem Rest des Eclipse Fang Rudels ohnehin ignoriert und nur oberfl?chlich respektiert. "Lado, ich konnte dich nicht pers?nlich an der Grenze begr¨¹?en, wir wurden nicht ¨¹ber dein Erscheinen informiert," begann Alpha Dane ruhig. "Wir sind die k?niglichen Krieger, wir brauchen euch nicht zu benachrichtigen, bevor wir kommen. Wir sind auf Anordnung des Alphak?nigs hier, aber so wie ich es sehe, scheint Alpha Dane nun Vater zu sein," kommentierte Lado und deutete auf die Blutflecken auf der Kleidung von Neveah und Alpha Dane. "Das stimmt," sagte Alpha Dane mit fester Stimme, es hatte keinen Sinn, es zu leugnen, da Lado es nur erw?hnte, weil er sich sicher war. "Im Namen der K?nigsfamilie von Eclipse gratuliere ich dir, Alpha Dane," sagte Lado. "Vielen Dank. Ich frage mich, was dich zur Eclipse-Jagd f¨¹hrt, hat der Alphak?nig Anweisungen f¨¹r mich?" fragte Alpha Dane und Lado schmunzelte, bevor sein Blick auf Neveah fiel. Neveah wich nicht zur¨¹ck oder wandte den Blick ab, da es bereits so weit gekommen war, w¨¹rde sie keine Anzeichen von Einsch¨¹chterung zeigen... sie war bereits weit dar¨¹ber hinaus. "Wir sind nicht wegen dir gekommen, Alpha Dane. Da die Angelegenheiten in der Eclipse-Jagd geregelt sind, soll Prinzessin Neveah nach dem Willen Seiner Lordschaft umgehend mit uns in den Eclipse-Pst zur¨¹ckkehren," offenbarte Lado. Neveah hatte diese Worte bereits erwartet, konnte aber dem unguten Gef¨¹hl in sich nicht entkommen, denn sie wusste, dass sie dem nicht entkommen konnte. Wenn ihr Vater nach ihr gesandt hatte, hatte er sicher Vorkehrungen getroffen, und Lados n?chste Worte best?tigten das. "Meine Gef?hrtin hat gerade erst zur Welt gebracht, Veah kann nicht so schnell von ihrer Seite weichen," sagte Alpha Dane entschlossen. "Wir dachten, du k?nntest das sagen. Seine Lordschaft hat uns eine erfahrene Omega-Heilerin mitgeschickt, die den tz der Prinzessin einnehmen und sich um die Luna der Eclipse-Jagd k¨¹mmern wird." "Was das Gefolge der Prinzessin betrifft, so warten die ¨¹brigen Krieger jenseits der Grenzen von Eclipse-Jagd, und ich bin nur mit ein paar von ihnen hier," f¨¹gte Lado hinzu. Lados Worte waren offensichtlich eine Drohung, die mitgebrachten Krieger von Eclipse waren viel mehr als die sieben, die hier standen, und sie w¨¹rden sich nicht so leicht abwimmelnssen. "Werden so viele Krieger ben?tigt, um die Prinzessin zur¨¹ck zum Eclipse Fang Rudel zu eskortieren?" fragte Alpha Dane in einem dunklen Ton, der die Drohung verstand. "Nicht unbedingt, aber Prinzessin Neveah wird von Seiner Lordschaft besonders gesch?tzt und ist seine einzige Tochter. Seine Lordschaft legt gro?en Wert auf ihre Sicherheit und wir wagen es nicht, etwas dem Zufall zu ¨¹bessen," sagte Lado, sein Grinsen immer noch auf seinem Gesicht. Neveah war r, dass die Krieger, die au?erhalb der Grenze warteten, das Eclipse Hunt Rudel bereits angegriffen h?tten, wenn Alpha Dane nicht ohne sie hinausgekommen w?re. Das Eclipse Hunt Rudel war immer noch nicht in der Lage, den Eclipse Royals zu widerstehen, das war Neveah r, und als Alpha Dane protestieren wollte, unterbrach sie ihn. Sie wollte nicht, dass das Eclipse Hunt Rudel wegen ihr gegen die Eclipse Royals vorgeht, schon gar nicht zu einer Zeit, als Luna Colleen gerade zur Welt gebracht hatte. "Ich verstehe die Absichten meines Vaters, ich werde aus dieser blutbeschmierten Kleidung wechseln und mit dir zur¨¹ckkehren," sagte Neveah mit einem gezwungenen L?cheln. Alpha Dane warf Neveah einen finsteren Blick zu, und sie sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um ihn davon abzuhalten, weiter zu sprechen. "Seine Lordschaft hat dir eine Garderobe f¨¹r die Reise geschickt," sagte Lado und nickte einem der Krieger zu, der eine Kiste herangeschleppt hatte. Neveah runzelte leicht die Stirn, drehte sich dann aber um und f¨¹hrte Lado in ihr Zimmer. Chapter 77: Zurückgerufen 2 (Kap. 77)

Chapter 77: Zur¨¹ckgerufen 2 (Kap. 77)

Neveah blieb vor der T¨¹r zu ihrem Zimmer stehen und drehte sich um, um Lado zu begegnen, der ganz ruhig hinter ihr stand und die Kiste noch immer hielt. "M?chtest du auch in mein Zimmer mitkommen?" stellte Neveah die Frage und Lado zuckte nur l?ssig mit den Schultern. "Wie ich schon sagte, wir Werw?lfe k¨¹mmern uns nicht um Nacktheit... nur ein Mensch w?re so besorgt um sein Aussehen." antwortete Lado scharf, die Worte, die er immer w?hlte, wenn er sich nicht die M¨¹he machte, sich anzuziehen, nachdem er zu seiner menschlichen Form zur¨¹ckgekehrt war. Lado war jemand, den Neveah nur als ?ffentliches ?rgernis bezeichnen k?nnte, ein St?renfried und ein Augenschmaus. Er hatte keine R¨¹cksicht auf allgemeine Anstandsregeln und wenn alle so w?ren wie er, h?tte Kleidung keine Notwendigkeit mehr. Lado war ein hochrangiger Krieger, geliebt und vertraut vom Alphak?nig und auch Alessio¡¯s Vertrauter, einer der meistbegehrten Eclipse-Krieger im ganzen Eclipse-Fang-Rudel. Die W?lfinnen fuhren auf ihn ab und waren bereit, alles zu tun, um nur einen Blick von ihm zu erhaschen, und Lado war m?chtig stolz auf sich selbst und sein stattliches Aussehen. Neveah konnte nicht mehr z?hlen, wie oft er sich vor ihren Augen verwandelt hatte und sie den erschreckenden Anblick seiner Ausstattung aushalten musste, und er f¨¹hlte keinerlei Reue. Es gab viele Krieger im Eclipse Fang-Rudel, die Neveah verachtete, aber Lado stand auf einem Podest weit ¨¹ber allen anderen und das aus gutem Grund. Die seelische und k?rperliche Gewalt, die Neveah durch die W?lfe des Eclipse Fang erlitten hatte, war schon genug, und Lado war der einzige, der darauf bestand, ein grober Brut zu sein. "Warum stattest du meiner Mutter keinen Besuch in ihrem Gemach ab und erkl?rst ihr deine Ansichten...und sorge daf¨¹r, dass mein Vater auch anwesend ist, damit sie selbst beurteilen k?nnen, was sie davon halten." sagte Neveah tonlos. "Du kleine G?re... Ich sehe, du bist immer noch so frech wie immer." l?chelte Lado sp?ttisch. "Gib mir die Kiste, Lado, und warte hier drau?en, ansonsten werde ich nicht mit dir kommen." drohte Neveah. "Und du ubst, ich werde dich nicht ¨¹ber meine Schulter werfen und dich zur¨¹ckziehen?" fragte Lado mit hochgezogener Augenbraue. "Nicht, wenn ich mir vorher die Zunge abbei?e. Dann kannst du meine Leiche zur¨¹ck zu meinem Vater bringen und sehen, wie du meinen Tod erkl?rst." entgee Neveah, unbeeindruckt von Lados Worten. Lados Augenbrauen zuckten ver?rgert, aber Neveah wusste, dass er tun w¨¹rde, wie sie es gesagt hatte. Er kannte die Konsequenzen, die er erwarten w¨¹rde, wenn Neveah etwas zusto?en w¨¹rde, und das waren Konsequenzen, die er nicht ertragen konnte. Neveah kannte Lado gut genug, um genau zu wissen, wie sie ihn ?rgern konnte, und die Eclipse-Krieger ubten, sie kennen sie ebenfalls gut genug... sie taten es nur nicht. "Gut, aber beeil dich." gab Lado nach und ¨¹berreichte die Kiste, die Neveah nahm und in ihr Zimmer trat, wo sie die T¨¹r schloss. Neveah drehte den Schl¨¹ssel um ihn einrasten zussen, dann lehnte sie einen Moment gegen die T¨¹r und sammelte ihre Gedanken. Es dauerte nur eine kurze Zeit, bis sie in ihr Badezimmer ging. ¡¯Es scheint, dass meine Tage der Freiheit vorbei sind...¡¯ dachte Neveah seufzend. ¡¯Wir m¨¹ssen nicht mit ihnen zur¨¹ckgehen, Veah.¡¯ erinnerte Neveahs Wolf in ihren Gedanken. ¡¯Das Eclipse-Jagd-Rudel w¨¹rde verwickelt werden, wenn wir Widerstand leisten. Wir m¨¹ssen uns dieses eine letzte Mal beugen. Danach werden wir unseren eigenen Ausweg finden... Wir d¨¹rfen niemanden verletztenssen.¡¯ antwortete Neveah ihrem Wolf. ¡¯Ich habe dir schon gesagt, dass ein K?nig keine Freunde hat, aber du wolltest nicht h?ren. Jetzt bist du ihnen ans Herz gewachsen. Sie haben geschworen, uns zu sch¨¹tzen und f¨¹r unsere Sache zu k?mpfen, aber du l?sst sie nicht einmal...¡¯ ¡¯Sie haben geschworen, uns zu sch¨¹tzen, aber jetzt sind wir diejenigen, die sie sch¨¹tzen... es ist frustrierend.¡¯ murrte Neveahs Wolf. "Warum warst du so unruhig, w?hrend Leen die Strapazen der Arbeit ertrug? Und nur ich bin an sie gebunden?" dachte Neveah zu ihrem Wolf, als sie auf dem Weg ins Badezimmer war. Neveahs Wolf grunzte in ihrem Kopf und Neveah schmunzelte leicht. "Wir haben bereits beschlossen, sie zu sch¨¹tzen, seitdem wir aufgewacht sind und eine zweite Chance bekommen haben, also z?gere jetzt nicht. Mach dir keine Sorgen, wir sind uns einig... Wir werden gehen, sobald wir eine Gelegenheit dazu bekommen... Wir m¨¹ssen niemanden in Gefahr bringen." dachte Neveah zu ihrem Wolf. "Na gut, wir sind jetzt st?rker. Es sollte nicht allzu schwierig sein, zu entkommen." stimmte Neveahs Wolf zu. Neveah erhitzte ihr Badewasser und stieg hinein, sie nahm sich Zeit, um das an ihrer Haut klebende Blut abzuwaschen, und nachdem sie sauber war, stieg sie aus und troce sich ab. Neveah zog einen Bademantel an und ging in ihr Zimmer, sie ging zur Kiste und ?fe sie, um einen Satz strahlend wei?er Reisekleidung darin zu finden, was sie nicht ¨¹berraschte. "Wei?... es ist immer Wei?. Mich st?ndig in Wei? zu kleiden, versteckt nicht die Wahrheit." murrte Neveah vor sich hin, w?hrend sie auf die Kleidung herabsah.Mit einem Seufzer zog sie die wei?e Reitkleidung an und nachdem sie ihren G¨¹rtel gerichtet hatte, band sie ihr Haar zu einem Pferdeschwanz zusammen. Neveah machte sich nicht die M¨¹he, in den Spiegel zu schauen, sie setzte sich einfach auf die Bettkante, zog ihre Stiefel an und machte sich auf den Weg, Lado zu finden, der dort auf sie wartete, so wie sie es ihm befohlen hatte. "Du hast dir wirklich Zeit gssen," sagte Lado und Neveah warf ihm einen leeren Blick zu. "F¨¹hr den Weg, Lado," sagte Neveah, sie hatte keine Lust auf eine weitere Diskussion mit ihm. "Was? Du willst nicht zur¨¹ck?" fragte Lado mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Spielt das eine Rolle?" erwiderte Neveah l?chelnd, w?hrend sie an Lado vorbeiging und den Weg aus dem Rudelhaus f¨¹hrte. Neveah wollte sich nicht mit der Vodung ihres Vaters bsten, es war unwichtig. Sie hatte die Zeit bekommen, die sie ben?tigte, um ihren Kopf freizubekommen und zu entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten wollte. Jetzt war sie nicht mehr die gleiche Person, die sie in ihrem fr¨¹heren Leben gewesen war, sie war nicht mehr die Person, die leichtfertig jemandem den R¨¹cken zukehren konnte. Jetzt wusste sie, wie sie sich selbst sch¨¹tzen konnte, sie wusste, dass sie niemandem mehr vertrauen durfte, sie wusste, dass jeder ein Feind und jeder ein Widersacher war, niemand w¨¹rde sie mehr ¨¹berrumpeln k?nnen. Denn es w¨¹rde nie einen Moment geben, in dem Neveah nicht wachsam sein w¨¹rde ... zu sterben in den H?nden ihrer Feinde war ein Schicksal, dass Neveah diesmal nicht zssen w¨¹rde. "Du hast dich ver?ndert, Veah," sagte Neveahs Wolf zu ihr. "Wie meinst du das?" fragte Neveah ihren Wolf. "Du hast keine Angst oder f¨¹hlst dich eingesch¨¹chtert. Es ist dir egal, was sie vorhaben, denn du bist bereit, so r¨¹cksichtslos zu sein, wie es f¨¹r das ¨¹berleben notwendig ist." "Fr¨¹her hast du ein warmes und liebevolles Herz unter einer kalten Fassade versteckt ... aber jetzt verbirgst du ein kaltes und misstrauisches Herz hinter einem L?cheln, das ist der Weg," dachte Neveahs Wolf zustimmend. "Nach allem, was wir durchgemacht haben, w?re ich ein Narr, wenn ich nicht gelernt h?tte. Ich habe keine Angst, denn ich bin nicht schwach. Was auch immer auf uns zukommt... wir werden es bew?ltigen," dachte Neveah an ihren Wolf zur¨¹ck. "Der Sch?pfer hat mich mit dir vereint, es ist wirklich eine w¨¹rdige Verbindung. Ich w¨¹rde mir niemand anderen w¨¹nschen," brummte Neveahs Wolf. Neveah trat aus dem Rudelhaus und sah Vincent, D und Alpha Dane dort stehen und auf sie warten. "Du solltest nicht von Leens Seite weichen, sie hat gerade geboren. Und ihr zwei solltet auf die Welpen aufpassen, wann habt ihr denn die Zeit, hierher zu kommen und auf mich zu warten?" fragte Neveah mit einem kleinen L?cheln. "Bis heute bist du immer noch so distanziert und abweisend," bemerkte D und Neveah sah sie nur einen Momentng an. "Ich bin immer so," antwortete Neveah mit einer l?ssigen Handbewegung, w?hrend sie sich Lado zuwandte. "Geh schon vor, Alpha Dane wird mich bis zur Grenze begleiten," sagte Neveah. Lado runzelte leicht die Stirn, warf einen Blick zwischen Neveah und Alpha Dane, bevor er nickte und vorausging. "Er ist ziemlich gehorsam," bemerkte D sarkastisch. "Wenn er nicht will, dass ich mir die Zunge abbei?e und ihn die Konsequenzen tragensse, muss er wohl gehorchen," sagte Neveah. "Veah... das war nicht der n. Ich f¨¹hle mich nicht wohl dabei," sagte Alpha Dane kopfsch¨¹ttelnd. "Es gibt drei?ig Eclipse-Krieger au?erhalb der Grenzen von Eclipse Hunt... jeder von ihnen ist ein Elitek?mpfer. Ich zweifle nicht an den F?higkeiten eurer Krieger, aber viele werden auf beiden Seiten fallen, und dennoch wird mein Vater nicht nachgeben," sagte Neveah ohne Umschweife. "Wenn ich jetzt gehe, braucht Vater nur eine Nachricht an alle Eclipse-Rudel zu schicken, und ich werde gefangen, bevor ich das Eclipse-Gebiet vessen kann. Eclipse Hunt wird trotzdem die Verantwortung daf¨¹r tragen," fuhr Neveah fort. "Wir scheuen das Risiko nicht, Veah," sagte Alpha Dane, und seine Worte lie?en Neveah nur das Gef¨¹hl haben, dass sie die einzigen Menschen, die sich wirklich um sie sorgten, nicht an ihren Vater verlieren durfte. "Du hast mich gelehrt, dass ein wahrer Krieger wei?, wann er vorr¨¹cken und wann er sich zur¨¹ckziehen muss... dieses Mal muss Eclipse Hunt einen Schritt zur¨¹ckgehen. Wenn du entschieden hast, mir zu folgen, dann wirst du meinen Willen respektieren," sagte Neveah in einem festen Ton. Chapter 78: Zurück im Finsternis-Palast (Kap.78)

Chapter 78: Zur¨¹ck im Finsternis-Pst (Kap.78)

"Willst du nicht Leen und die Welpen sehen, bevor du gehst?" fragte Alpha Dane mit leiser Stimme, w?hrend sie durch den Wald gingen. Sie waren nun schon eine Weile schweigend gegangen, und Neveah wusste, dass Alpha Dane diese Frage schonnge stellen wollte, Aber er war immer noch von ihren Worten ¨¹berw?ltigt, die der Eclipse Hunt befohlen hatten, sich zur¨¹ckzuhalten. Das Eclipse Hunt Rudel war bereit, alles zu riskieren, um sie zu besch¨¹tzen, doch Neveah wies sie zur¨¹ck. Alpha Dane war sich nicht sicher, ob er besorgt oder dankbar sein sollte, denn er betrachtete Neveah bereits als seine eigene Tochter, und sie zu diesem Zeitpunkt in das H?llenloch zur¨¹ckgehen zussen, passte ihm einfach nicht. Doch Alpha Dane verstand auch den Grund in Neveahs Worten: Wenn man nicht sicher war, dass man gewinnen w¨¹rde, war es dann ¨¹berhaupt sinnvoll, eine verlorene ht zu k?mpfen? Es w¨¹rde nur zu Tod und Zerst?rung f¨¹hren, und der Alphak?nig war bereits so erpicht darauf, das Eclipse Hunt Pack und Alpha Dane zu vernichten, dass es niemandem half, ihm eine Rechtfertigung zu geben. Manchmal war es besser, einen Schritt zur¨¹ckzutreten, den Kopf f¨¹r den Moment zu senken und seine Kr?fte f¨¹r den n?chsten Tag zu schonen. Auch wenn Alpha Dane das wusste, empfand er es dennoch als zu unfair, Neveah an einen solchen Ort zur¨¹ckkehren zussen, und es tat ihm im Herzen weh, dass er nichts dagegen tun konnte. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf als Antwort auf Alpha Danes Frage, sie hatte bereits dar¨¹ber nachgedacht und beschlossen, dass es das Beste war, Luna Colleen nicht zu sehen, bevor sie abreiste. Luna Colleen hatte gerade entbunden, es war das Beste, sie nicht mit irgendwelchen Sorgen zu bsten, und Neveah wollte keinen emotionalen Abschied erleben, es w?re nur seltsam und sie w¨¹rde nicht wissen, wie sie reagieren sollte. "Ich werde es ihr nur schwer machen, sie muss ungest?rt ruhen. Ich ¨¹besse es dir, zu entscheiden, wann und wie du es ihr sagst." entschied Neveah. "Sie wird verletzt sein ... das sind wir alle." murrte Vincent in einem ver?rgerten Ton. Neveah antwortete nicht, stattdessen hielt sie ihren Blick starr nach vorne gerichtet, sie machte sich auch nicht die M¨¹he, zum Eclipse Hunt Pack zur¨¹ckzublicken, es war zweifelhaft, dass sie jemals wieder an diesen Ort zur¨¹ckkehren w¨¹rde. Jetzt, da Luna Colleen ihrenng ersehnten Wunsch erf¨¹llt hatte, war auch Neveah beruhigt... man konnte sagen, dass die Schulden, die sie im vorherigen Leben gemacht hatte, alle beglichen waren. An Lucas Varleston und an Alpha Dane und Luna Colleen, die alle an sie gedacht und ihren Tod betrauert hatten, obwohl sie sie nur kurz gekannt hatten. "Ihr braucht mich nicht weiter zu begleiten, damit Lado meinem Vater nicht berichtet, dass ich bei der Eclipse Hunt zu hoch angesehen bin." sagte Neveah. "Veah..." D begann zu protestieren, aber Neveah unterbrach ihn. "Vater ist bereits misstrauisch dir gegen¨¹ber, ich werde seinen Verdacht nicht noch verst?rken." sagte Neveah, w?hrend sie allein weiterging. Dieser Weg war immer ein Weg, den sie allein gehen musste, das hatte Neveah die ganze Zeit gewusst, und sie hatte dieses Schicksal bereits akzeptiert. Je weniger Menschen sie um sich herum hatte, desto weniger Menschen w¨¹rden verletzt werden, falls ihr Schicksal unvermeidlich war. Zu diesem Zeitpunkt war die Zukunft noch ungewiss, Neveah konnte nicht sagen, ob sie ¨¹berhaupt den n?chsten Tag ¨¹berleben w¨¹rde, und so war es am besten, allein zu gehen. Es dauerte nichtnge, bis Neveah an der Grenze zum Eclipse Hunt Pack ankam, wo Lado und die anderen Eclipse Fang-Krieger bereits auf Neveahs Ankunft warteten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Neveah Alpha Dane und die anderen bereits weit hinter sich gssen und ging in einem ?u?erst gem?chlichen Tempo den k¨¹rzesten Weg zur Grenze hinunter. Wie Lado gesagt hatte, waren drei?ig Krieger der Finsternisf?nge beauftragt worden, sie pers?nlich zur¨¹ck ins Gebiet der Finsternisf?nge zu eskortieren, und Neveahs Lippen verzogen sich zu einem kalten L?cheln. "Seid gegr¨¹?t, Prinzessin." Die Eclipse-Krieger gr¨¹?ten unisono, und Neveah ignorierte sie, w?hrend sie sich kurz umsah und eine fragende Braue hob, als sie nirgends ein Pferd oder eine Kutsche sah. "Seine Lordschaft befiehlt, dass ihr so schnell wie m?glich zur¨¹ckkehrt, wir k?nnen unsere Reise nicht verz?gern, um ein Pferd unterzubringen." erkl?rte Lado und verstand Neveahs Verwunderung. "Wie soll ich dann zur¨¹ckreisen?" fragte Neveah in einem leeren Ton. "Jeder der Krieger kann dein Reittier sein." sagte Lado. "Oh?" fragte Neveah, bevor sie nickte. "Nun gut, ich werde dir die Ehre erweisen, Lado." entschied Neveah, ohnenge dar¨¹ber nachzudenken. Lado hatte dies bereits erwartet und brummte ver?rgert, aber er tat, was von ihm vengt wurde. Lado wusste gut genug, wie starrk?pfig Neveah war, sich ihr zu verweigern w¨¹rde nichts Gutes f¨¹r ihn bedeuten und die Reise w¨¹rde nicht tt veufen. "Dann werde ich dein Reittier sein." sagte Lado in strengem Ton, und Neveah nickte zustimmend, bevor sie ihren Blick wieder auf den sich vor ihr ausbreitenden Wald richtete. "Was verloren ist, ist gewonnen, und was gewonnen ist, ist verloren. Das ist die Ordnung der Dinge, warum muss man sich damit aufhalten?" murmelte Neveah vor sich hin, w?hrend sie zu Lado hin¨¹berging und rittlings auf seinen R¨¹cken kletterte. ____________________ Es dauerte vier Tage, bis sie wieder im Eclipse Pce ankamen, und obwohl es viel l?nger gedauert h?tte, war es unerwartet, dass Lado Neveah w?hrend dieser vier Tage auf seinem Wolf hatte reitenssen. Lado hatte nicht einmal vorgescgen, sich von einem der anderen Krieger abl?sen zussen, sondern war einfach in vollem Tempo weitergufen und hatte Neveah unn?tigerweise angerempelt. In all den Jahren, in denen Neveah Lado kannte, hatte er sich am meisten vor der blo?en Vorstellung geekelt, dass Neveah seine Wolfsgestalt auch nur ber¨¹hrte, aber dieses Mal war er derjenige gewesen, der es ohne zu z?gern akzeptiert hatte. Das kam Neveah, die das Temperament ihres Vaters besser kannte als die meisten anderen, verd?chtig vor. Ihr Vater w¨¹rde ihr Leben und ihre Sicherheit nicht aufs Spiel setzen, indem er den W?lfen der Finsternisjagd befahl, mit einer solchen Geschwindigkeit zu reisen, es sei denn, es gab einen anderen Grund daf¨¹r. Neveah fand Lados Eile viel zu unangebracht, sie war bereits ein halbes Jahr vom Eclipse-Pst weg, es konnte nichts so Wichtiges geben, dass sie so schnell ankommen musste. Es sei denn, es war etwas passiert oder es w¨¹rde etwas passieren, und beide M?glichkeiten beunruhigten Neveah. Seien Sie versichert, dass Sie mich noch haben. erinnerte Neveahs Wolf sie ¨¹ber ihre Verbindung, und Neveah nickte zustimmend. Als sie ankamen, war es bereits kurz nach Sonnenuntergang, und Neveah starrte hinauf zu dem hoch aufragenden Geb?ude, das der Eclipse-Pst war, ein gro?es Verlies, aus dem sie scheinbar nicht entkommen konnte. "Du solltest hineingehen und dich erst einmal zurechtmachen. Seine Lordschaft wartet dringend auf dich in seinem Arbeitszimmer." sagte Lado und Neveah nickte verst?ndnisvoll. Die Eclipse-Krieger, die sie eskortiert hatten, hatten sich bereits zerstreut und lie?en sie allein mit Lado vor den Toren des Eclipse-Pstes zur¨¹ck. Die meisten Krieger patrouillierten au?erhalb des Eklipse-Pstes, nur einigen wenigen war der Zutritt zum Pstgel?nde gestattet, wenn sie nicht im Dienst waren. Neveah zog eine Augenbraue hoch, sie konnte die seltene gesch?ftige Atmosph?re des Eklipspstes sp¨¹ren und fragte sich, was f¨¹r ein Ereignis sie hier erwartete. Der Alphak?nig war ein Mann, der sein Augenmerk nicht auf luxuri?sen Genuss richtete, er w¨¹rde nur dann ein solch ¨¹ppiges Fest veranstalten, wenn es einen guten Grund daf¨¹r gab... Wenigstens das konnte Neveah ihrem Vater zugestehen. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, als sie den Weg zu ihrem Quartier einschlug, anscheinend wusste noch niemand, dass sie angekommen war, und man beachtete sie nicht einmal, als sie sich an den Waldweg hielt. Dass es ein so gesch?ftiges Ereignis gab, das alle so ablenkte, wollte Neveah gar nicht wissen, was es war. Neveah war dankbar f¨¹r das, was auch immer es war, sonst h?tte sie in diesem Moment Alessio gegen¨¹berstehen m¨¹ssen, und Alessio war der letzte Mensch, den sie sehen wollte. Sechs Monate waren bereits vergangen, und Neveah war schon vornger Zeit achtzehn Jahre alt geworden, was nur bedeutete, dass Alessio, sobald er sie erblickte, sofort wissen w¨¹rde, dass sie zusammengeh?rten. Neveah konnte sich nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie Alessio darauf reagieren w¨¹rde, und sie w¨¹rde es lieber so weit wie m?glich hinausschieben. Wenn im Finsternispst wirklich so viel los war, w¨¹rde Alessio auch besch?ftigt sein und keine Zeit haben, sie zu suchen. Oder besser noch, es war m?glich, dass ihr Vater Alessio gar nichts von ihrer R¨¹ckkehr erz?hlt hatte, sonst h?tte Alessio sie bereits erwartet, um sie an seine Vormachtstellung zu erinnern. Was auch immer es war, Neveah hoffte, dass sich ihre Wege in n?chster Zeit nicht kreuzen w¨¹rden ... aber nat¨¹rlich wusste sie selbst, dass das zu viel vengt war. Chapter 79: Glut und Asche (Kap.79)

Chapter 79: Glut und Asche (Kap.79)

Als Neveah in ihren Gem?chern ankam, fand sie La, ihre Bedienstete, bereits dort wartend vor. "Prinzessin! Ihr seid zur¨¹ck!" rief La aus, und Neveah runzelte leicht die Stirn bei diesen aufgeregten Worten. Sie selbst w?re viel lieber irgendwo anders als im Eclipse Pce gewesen, aber hier war zumindest jemand, der sich freute, sie wiederzusehen. "Warum bist du hier?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue, als sie in ihr Zimmer trat und die T¨¹r hinter sich schloss. "Seine Lordschaft hat befohlen, dass ich hier auf Sie warte und Sie f¨¹r das Essen im Speisesaal vorbereite, sobald Sie angekommen sind", erkl?rte La, stand auf und nahm Neveahs Mantel ab. Neveah nickte zustimmend und ging in ihr Badezimmer, da sie wusste, dass dort bereits Wasser f¨¹r ihr Bad vorbereitet war, weil ihr Vater wollte, dass sie mit ihm zu Abend a?. Auch wenn Neveah nicht sicher war, ob ein Bad ihre Verdauung verbessern w¨¹rde, ihr Magen rebellierte bereits bei dem blo?en Gedanken daran, nach einem halben Jahr wieder mit ihrem Vater an einem Tisch zu essen. "Was ist los mit dieser d¨¹steren Stimmung? Es gibt kaum Personal, das heruml?uft, und die patrouillierenden Wachen scheinen in Panik zu sein", sagte Neveah, w?hrend sie die Temperatur ihres Badewassers ¨¹berpr¨¹fte. Neveah wusste, wenn La etwas gut konnte, dann war es tsch verbreiten. Wenn im Eclipse Pce etwas vor sich ging, w¨¹rde La es wissen. "Ich habe geh?rt, dass heute Abend Ehreng?ste im Rudelgebiet erwartet werden. Seine Lordschaft erwartet ihre Ankunft seit Tagen schon", informierte La, "Ehreng?ste?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue, w?hrend sie sich auszog und in die Badewanne stieg. "Ich wei? nicht genau, wer sie sind, aber alle scheinen ?ngstlich zu sein und die h?her Gestellten halten es geheim", f¨¹gte La hinzu. Neveah hob eine Augenbraue, sie konnte sich nicht vorstellen, was f¨¹r G?ste den Eclipse Pce in einen solchen Aufruhr versetzen k?nnten und fragte sich, warum ihr Vater wollte, dass sie gerade jetzt im Pst ist. "Du kannst gehen", entlie? Neveah La und lehnte sich zur¨¹ck in ihrer Badewanne. "Aber Prinzessin, seine Lordschaft sagte, Sie sollen so schnell wie m?glich in den Speisesaal kommen und Ihre Kleidung wechseln. Alle hochrangigen W?lfe des Rudels sind bereits dort", widersprach La eilig. "Dann k?nnen sie alle warten... geh, La", sagte Neveah in einem leeren Tonfall, ihre Augen wurden schwer. Egal was auch passierte, sie w¨¹rde es sowieso fr¨¹her oder sp?ter erfahren. Und den Zorn ihres Vaters w¨¹rde sie in jedem Fall zu sp¨¹ren bekommen, warum sollte sie sich also beeilen? Nach einer halben Stunde und viel ¨¹berredungskunst von La stieg Neveah endlich aus der Badewanne und lie? La sie einkleiden. "Warum diese Extravaganz?" fragte Neveah mit gerunzelter Stirn, w?hrend sie auf das wei?e Kleid starrte, das ihr Vater f¨¹r das Abendessen ausgew?hlt hatte. "Seine Lordschaft hat ausdr¨¹cklich vengt, dass die Prinzessin f¨¹r dieses Ereignis besonders gut aussieht", sagte La mit einem L?cheln. "Das h?rt sich nicht gut an", murmelte Neveah, als sie sich hinsetzte und sich von La die Haare richten lie?. "Sie haben Ihre Haare k¨¹rzer geschnitten als sonst", bemerkte La. Normalerweise fielen Neveahs Haare weit unter ihre Taille, aber nun reichten sie nur noch bis zur H¨¹fte. Sie h?tte sie sogar noch k¨¹rzer geschnitten, wenn Luna Colleen dagegen nicht so nachdr¨¹cklich protestiert h?tte. "Seine Lordschaft hat mich besonders darauf hingewiesen, vorsichtig mit Ihrem Haar umzugehen, als ich Ihnen zugeteilt wurde. Ich denke nicht, dass er von der neuen L?nge begeistert w?re", sagte La mit einem leisen Kichern. Neveah zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern. Sie interessierte sich nicht daf¨¹r, was ihr Vater von ihrer Frisur hielt. Sie machte sich eher Gedanken dar¨¹ber, was dieses Abendessen zu bedeuten hatte, das solch extravagante Kleidung erforderte. La flocht Neveahs Haare, sodass sie sich um sich selbst wickelten, der Gro?teil fiel jedoch immer noch ¨¹ber ihren R¨¹cken. Anschlie?end half sie Neveah, das Kleid und die Krone anzuziehen. "Ich muss auch die Krone tragen...", Neveahs Stimme ute ab. Sie begann sich immer unruhiger zu f¨¹hlen wegen des bevorstehenden Abendessens... ein normales Abendessen mit dem Rudel erforderte solch eine Pracht nicht. Insbesondere da das gesamte Rudel bereits wusste, wie Neveah behandelt wurde. Als La fertig war, erhob sich Neveah, zog ihre Schuhe an und trat hinaus, nur um Lado vor ihrer T¨¹r warten zu sehen. "Was machst du hier?" fragte Neveah."Du h?ttest schon l?ngst bei deinem Vater sein sollen. Ich wurde geschickt, um dich herzubringen." sagte Lado in einem strengen Ton. "Wir waren vier Tageng so nah beieinander, und jetzt benimmst du dich so ungewohnt? Du verletzt mich." sagte Neveah sarkastisch, w?hrend sie an Lado vorbeischritt. Sie gingen beide zum Hauptpst und Neveah trat ein. Als sie die vertrauten G?nge dieses Rudelhauses enngging, f¨¹hlte sie ein tiefes Unbehagen, vor allem, weil jeder, der vorbeiging, sie anstarrte "Lado... du hast mich so dringend gesucht, gibt es daf¨¹r einen Grund?" fragte Neveah, als sie sich dem Speisesaal n?herten. "Ich wei? es nicht und ich frage nicht nach Gr¨¹nden, ich befolge nur Befehle." antwortete Lado ausdruckslos. Neveah hatte eigentlich nicht erwartet, dass Lado ihr eine Antwort geben w¨¹rde, und so war sie nicht einmal von seiner Antwort ¨¹berrascht. Bald erreichten sie den Speisesaal und die wachhabenden Krieger ?fen die T¨¹ren, um Neveah und Lado einzssen. Der Speisesaal des Eclipse Pce war ein pr?chtig geschm¨¹ckter Saal mit goldenen Wandteppichen und Gem?lden, die verschiedene sch?ne Landschaften darstellten. Es gab einenngen Tisch in der Halle, an dem mindestens f¨¹nfzig W?lfe tz fanden, und ringsherum standen Dutzende kleinerer runder Tische, so dass diese Halle mindestens tausend W?lfe fassen konnte. Au?er demngen Tisch, an dem alle hochrangigen W?lfe des Eclipse Fang Packs sa?en, einschlie?lich des Alphak?nigs und der K?nigin, waren die anderen Tische unbesetzt. Neveah bemerkte, dass Alessio an diesem Tisch fehlte. Neveah bemerkte auch, dass die hochrangigen W?lfe nur an einem Ende desngen Tisches sa?en, w?hrend das andere Ende unbesetzt war, und Neveah nahm an, dass es f¨¹r die Ehreng?ste reserviert war. "Veah ..." Die Stimme von Alphak?nig Lothaire riss Neveah aus ihren Gedanken, und ihre Augen verengten sich leicht, ein kalter Blick blitzte in ihnen auf. Neveah brauchte nur einen Moment, um ihre Fassung wiederzuengen, und ein ausdrucksloser Blick legte sich auf ihr Gesicht, als sie ihre F¨¹?e in Bewegung setzte und zu ihrem tz am Tisch hin¨¹berging. "Sei gegr¨¹?t, Vater, sei gegr¨¹?t, Mutter." Neveah gr¨¹?te oberfl?chlich. "Veah, du warst songe weg, dass Vater sich Sorgen um dich gemacht hat. Es ist gut, dass du jetzt zur¨¹ck bist, wie geht es den J?gern?" fragte Alphak?nig Lothaire. Die Tatsache, dass ihr Vater sich die M¨¹he machte, in Gegenwart der Finsternisfang-W?lfe, die die Wahrheit bereits kannten, weiterzumachen, kam Neveah verd?chtig vor, aber auch wenn es verd?chtig war, konnte sie nichts anderes tun, als abzuwarten. "Mit Vaters Segen geht es ihnen gut." antwortete Neveah und nahm mit Eubnis ihres Vaters tz. Bevor noch weitere Worte gesagt werden konnten, ?fen sich die T¨¹ren zum Speisesaal und eine Gruppe von sieben M?nnern kam herein... doch unter diesen sieben war einer, der einen vertrauten, k?stlichen Geruch mit sich brachte. "Kumpel..." murmelte Neveahs Wolf halbherzig, und Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, w?hrend sie ihren Blick auf den Tisch gerichtet hielt und es nicht wagte, ihre Augen zu den Neuank?mmlingen zu heben, da sie wusste, dass sie dort Alessio finden w¨¹rde. Alessio ubte immer noch, dass sie ein Mensch war, und Neveah wusste, dass ihre einzige M?glichkeit jetzt darin bestand, so zu tun, als w¨¹sste sie nicht, dass sie zusammengeh?rten. "Veah!" Alphak?nig Lothaire zischte fl¨¹sternd, und erst dann bemerkte Neveah, dass alle anderen Menschen aufgestanden waren, um die neue Erscheinung zu begr¨¹?en. Erst dann hob Neveah ihren Blick zu den Neuank?mmlingen, als ihr der starke Geruch von Asche und Glut entgegenschlug. "Drachenwandler!" dachte Neveahs Wolf in ihrem Kopf und Neveahs Augen weiteten sich leicht, als sie sich aufrichtete und ihr Blick auf ein Paar vertrauter pechschwarzer Augen fiel. Diese Augen schienen sie auch anzustarren, und einen Momentng stand Neveah wie bet?ubt da und starrte den Schwarzschuppigen Drachenwandler an, von dem sie geubt hatte, dass sie ihn nie wieder sehen w¨¹rde. Neveah sp¨¹rte Alessios Blick auf sich, aber das st?rte sie nicht, sie hatte nur Augen f¨¹r den Schwarzgeschuppten Drachen, der einen pechschwarzen Ledermantel trug, und auch der Rest seines Ensembles war pechschwarz. "K?nig Jian von den Drachenwandlern und Lord Xenon. Im Namen der Eclipse Domain gr¨¹?e ich euch." Alphak?nig Lothaire gr¨¹?te. Neveah h?tte nie gedacht, dass sie den Tag erleben w¨¹rde, an dem ihr Vater so h?flich mit jemandem sprechen w¨¹rde, aber es schien, dass dieser Tag gekommen war, aber selbst das reichte noch nicht aus, um Neveahs Blick von dem Schwarzgeschuppten Drachenwandler abzuwenden. Chapter 80: Der Drachenk?nig (Kap.80)

Chapter 80: Der Drachenk?nig (Kap.80)

"Alpha-K?nig Lothaire Raul, ich w¨¹rde gerne sagen, dass es mir ein Vergn¨¹gen ist, aber ich spreche nicht die Unwahrheit. Lasst die H?flichkeiten beiseite. Wei?t du, warum ich gekommen bin?" fragte eine tiefe, fesselnde Stimme, aber Neveah konnte kaum erkennen, wer da sprach. Dieser Schwarzschuppige Drache hatte einfach etwas an sich, das Neveah so faszinierte, dass sie ihn selbst in diesem Moment nur anstarren konnte, denn seine Augen zogen sie in ihren Bann und lie?en sie einfach nicht mehr los. Diese schwarzen Onyxkugeln, die Neveah nun irgendwie vertraut waren und doch gleichzeitig so fremd. "Der Eclipse Fang hat deine Nachricht erhalten. Meine Tochter Neveah ist gerade erst von einem Zweigrudel zur¨¹ckgekehrt, hier sitzt sie." sagte Alphak?nig Lothaire und gestikulierte zu Neveah. Die Lippen des Schwarzschuppendrachens neigten sich bei Neveahs Blick leicht, und erst dann riss Neveah aus ihrer Benommenheit und bemerkte, dass alle Augen auf sie gerichtet waren. Neveah war sich nicht sicher, warum ihr Vater sie in das Gespr?ch einbezog, aber da ihr Name erw?hnt worden war, musste sie sprechen. "Neveah Omega Lothaire gr¨¹?t Eure Lordschaft, K?nig der Schuppenk?nige. Eure Reise warng und anstrengend, und es ist mir eine Ehre, dass ich rechtzeitig gekommen bin, um Euch zu begr¨¹?en." Neveah hielt inne, warf ihrem Vater einen Blick zu und er nickte leicht. "Wenn ihr uns die Ehre erweist, nehmt bitte tz und esst mit uns zu Abend, wir haben ein Festmahl vorbereitet, das auf eure Ankunft wartet." Neveah schl¨¹pfte m¨¹helos in die Rolle einer guten Gastgeberin, w?hrend sie ihren Kopf zu einer Verbeugung senkte. Sie war ein halbes Jahr weg gewesen, aber das bedeutete nicht, dass sie alles vergessen hatte, wof¨¹r sie ausgebildet worden war, und sie war nicht einmal ¨¹berrascht, bei ihrer Ankunft einen solchen Anblick vorzufinden. Nur bei solchen Anl?ssen w?re ihr Vater stolz darauf, sie als seine Tochter zu zeigen, einen Wolf zu haben war eine Sache... ein angenehmes ?u?eres zu haben eine ganz andere Sache. "Neveah... heb deinen Kopf." befahl die tiefe Stimme Neveah, deren Kopf noch immer in einer Verbeugung gesenkt war. Neveah hob ihren Blick z?gernd, und ihre Augen weiteten sich vor ¨¹berraschung, als sie etwas sah, das kein sterblicher Mensch sein konnte, Neveah hatte die Erscheinung des Drachenk?nigs nicht mehr wahrgenommen, seit er eingetreten war, zwischen Alessio und dem Schwarzgeschuppten Drachen... alles und jeder andere trat in den Hintergrund. Doch nun, da Neveah den Schwarzgeschuppten erblickte, fehlten ihr die Worte, um seine Erscheinung zu beschreiben, und so entschied sie sich f¨¹r ¨¹berirdisch sch?n... ja, dieser Mann war sch?n. Er hatte ein bezauberndes Paar ungleicher Augen, eine von der Farbe fl¨¹ssigen Goldes, die andere silbrig schimmernd, Sein Haar war silbrig, ?hnlich wie die Farbe seines linken Auges, aber viel heller, fast wei?, und hatte einen nat¨¹rlichen Schimmer, es war zu einem kurzen Pferdeschwanz zur¨¹ckgezogen und umrahmte sein Gesicht mit einem Seitenscheitel. All das war jedoch unbedeutend im Vergleich zu seiner Aura... es war eine Aura, die jedem anderen das Gef¨¹hl gab, nicht w¨¹rdig zu sein, in seiner Gegenwart zu sein Eine herrschs¨¹chtige und doch k?nigliche Aura, die er ausstrahlte, wie jemand, der hoch ¨¹ber der Welt stand und mit Verachtung auf alle geringeren Menschen herabblickte. Und wie k?nnte er auch nicht, wenn dieser Mann als das m?chtigste Wesen im ¨¹bernat¨¹rlichen Reich bezeic werden kann? Dieser Mann war der legend?re Goldene Schuppendrache, K?nig Jian von den Drachenwandlern, der gef¨¹rchtetste Mann der Welt, und hier stand er und sein Blick verweilte viel l?nger auf Neveah, als es n?tig gewesen w?re, Nach einem Moment, in dem er Neveah mit einem komplizierten Blick betrachtete, schritt K?nig Jian zum Tisch hin¨¹ber und nahm tz, w?hrend der Schwarzgeschuppte Drache und die ¨¹brigen Drachenwandler ihm folgten. Neveah konnte es nicht verstehen, was hatte der Schwarze Drache hier zu suchen? Er sollte sich so weit wie m?glich von ihrem Vater fernhalten, doch er schritt selbstbewusst hier herein, und Neveah konnte nicht einmal etwas an ihm aussetzen. Es waren nur sechs Drachenwandler hier und fast f¨¹nfzig Werw?lfe, aber all diese f¨¹nfzig Werw?lfe waren nichts im Vergleich zu einem einzigen dieser Drachenwandler. Neveah vermutete, dass der Schwarzgeschuppte Drache ein hochrangiger Drache seines Volkes war, der den Drachenk?nig hierher zum Finsternisfang-Rudel eskortiert hatte. Neveah war sich nicht sicher, was die Drachen hier taten oder aus welchem Grund sie sich mit ihrem Vater trafen, sie konnte sich nicht einmal vorstellen, welchen Unfug ihr Vater dieses Mal vorhatte, aber sie vermutete, dass sie es rechtzeitig herausfinden w¨¹rde. Nachdem die Drachenwandler tz genommen hatten, Alphak?nig Lothaire sich setzte und die Werw?lfe ihm folgten, setzte sich auch Neveah hin. Alessio, der die ganze Zeit wie erstarrt vor Schreck dagestanden hatte, fasste sich endlich wieder und ging zu seinem tz neben Neveah hin¨¹ber. Ein elektrisierender Schock breitete sich auf Neveahs Haut aus, wo Alessios Hand sie ber¨¹hrte, und Neveah holte tief Luft, w?hrend sie ihren Blick nach vorne richtete. Neveah wusste, dass Alessio entdeckt hatte, dass sie Partner waren, aber er wagte es nicht, vor so vielen Anwesenden dar¨¹ber zu sprechen, obwohl er nicht sicher war, ob Neveah ihn auch erkannte oder nicht. Neveah tat so, als h?tte sie nichts gesp¨¹rt, auch nicht, als Alessios Hand sich unter dem Tisch um ihre schloss und er ihre Finger verschr?nkte. Diese w¨¹tenden Funken waren schwer zu ignorieren, und Neveah biss die Z?hne zusammen, um eine neutrale Miene zu bewahren, als das Essen serviert wurde. Gleichzeitig sp¨¹rte Neveah den Blick des Schwarzgeschuppten Drachen auf sich, aber sie ignorierte auch seinen Blick, Dieses Abendessen wurde schon viel mehr, als sie erwartet hatte. Sie war gerade erst zum Finsternisfang-Rudel zur¨¹ckgekehrt und konnte nicht einmal einen Moment der Ruhe finden. Neveah seufzte unh?rbar, so viel hatte sie erwartet, und so beruhigte sie ihr Herz und stellte sich darauf ein, dieses Abendessen ohne Pannen zu ¨¹berstehen. Die Atmosph?re im Speisesaal war angespannt, und das war nur nat¨¹rlich, denn seit wann war es in Ordnung, dass Werw?lfe und Drachen gemeinsam an einem Tisch sa?en und eine Mahlzeit einnahmen? Neveah ubte nicht, dass so etwas schon einmal vorgekommen war, und sie konnte sich nicht erkl?ren, warum ihr Vater bei einer solch absurden Vereinbarung mitmachte. Werw?lfe und Drachen kamen so gut wie nie zusammen, ihre Territoriengen weit auseinander, und die Drachen waren keine Spezies, mit der man sich anzufreunden wagte, nicht einmal die Werw?lfe waren so dreist. Es war offensichtlich, dass die Finsternisfang-W?lfe nicht wussten, wie sie auf die Anwesenheit der Drachenwandler an ihrem Tisch reagieren sollten, und so herrschte eine angespannte Stille, deren einziges Ger?usch die Bewegungen der Pstbediensteten beim Servieren der Mahlzeit waren. Als das Essen serviert wurde, warteten alle Drachenwandler auf ihren K?nig, dessen Augen die ganze Zeit ¨¹ber meditativ geschlossen waren, bis sie schlie?lich auftterten und er das Besteck nahm und zu essen begann. Neveah lie? sich von der angespannten Atmosph?re nicht st?ren, ihre Aufmerksamkeit konzentrierte sich darauf, die Funken zu ignorieren, die sich in ihrer Hand ausbreiteten, wo Alessio sie immer noch festhielt. Mit der freien Hand nahm Neveah eine Gabel und schob ihr Essen auf dem Teller hin und her, eben noch hatte sie einen B?renhunger gehabt, aber jetzt wusste sie, dass sie nichts mehr verdauen konnte. Die Verdauungsst?rung, die sie bef¨¹rchtet hatte, w¨¹rde sie bei dieser Art von Atmosph?re nicht einmal bekommen. Es dauerte nur einen Augenblick und ein paar Bissen, bis K?nig Jian seine Gabel absetzte und alle am Tisch sitzenden Personen erstarrten, weil sie sich nicht trauten, weiter zu essen. Als K?nig Jian aufh?rte, schien das das Ende des Abendessens zu bedeuten, und Neveah war diesem Drachenk?nig sehr dankbar, dass sie gleich zur Sache kamen, damit sie sich auf den Weg machen konnten. Welchen Sinn hatte es, sich am Essen zu verschlucken, wenn sich beide Parteien offensichtlich nicht wohl dabei f¨¹hlten, eine Mahlzeit zu teilen? Neveah schenkte sich einen Becher Wein ein, es ging sie nichts an, was die beiden Parteien zu besprechen hatten, und so wollte sie sich nicht an ihrem Unbehagen beteiligen. Wenn sie nicht essen wollten, war das in Ordnung, aber Neveah w¨¹rde nicht einfach nur dasitzen und nichts tun, so konnte sie wenigstens ihr Gespr?ch verdr?ngen und sich auf den schrecklichen Geschmack des Alkohols konzentrieren. "K?nig Lothaire... Ich habe Euch meine Absichten mitgeteilt, und Ihr habt mein Angebot und meine Geschenke angenommen, also ist es nur nat¨¹rlich, dass Ihr mir meinen Preis ¨¹berreicht." erkl?rte K?nig Jian in einem leeren Ton. "K?nig Jian, es ¨¹berrascht mich, dass Ihr meine Tochter Neveah heiraten wollt..." begann Alphak?nig Lothaire. Und mit einem Scg fiel der gl?serne Kelch, den Neveah in der Hand hielt, zu Boden und zerbrach. Chapter 81: Ein Preis (Kap.81)

Chapter 81: Ein Preis (Kap.81)

Alle Augen richteten sich f¨¹r einen kurzen Moment auf Neveah, w?hrend Neveahs Verstand von dem, was sie gerade geh?rt hatte, durcheinander geriet. Alessios Griff um Neveahs Hand wurde ebenfalls schmerzhaft fester, aber zu diesem Zeitpunkt konnte Neveah weder Alessio noch irgendjemand anderen beachten. Ein Schn?ppchen? Ein Preis? Wer genau sollte mit wem verheiratet werden? Neveah war sich nicht sicher, ob sie es richtig verstanden hatte, denn die Worte, die sowohl ihr Vater als auch K?nig Jian gerade gesagt hatten, gingen ihr immer wieder durch den Kopf. Neveah konnte ihren eigenen Ohren nicht trauen. Sie hatte gewusst, dass die dringende Berufung zum Finsternisfang-Rudel mit einem bestimmten Motiv verbunden war, aber so etwas hatte sie trotzdem nicht erwartet. Wie hatte ihr Vater nur zugestimmt, sie an Drachenwandler zu verkaufen? Wann wurde ein solcher Handel mit ihrem Leben und ihrem Schicksal abgeschlossen, als ob sie damit machen konnten, was sie wollten? Die ganze Zeit ¨¹ber war Neveah im Eclipse Hunt Rudel gewesen, konnte das sein, was ihr Vater die ganze Zeit ¨¹ber gent hatte? Hatte er deshalb den n, sie mit Lucas Varleston zu verloben, so einfach aufgegeben? Weil er endlich den Meistbietenden gefunden hatte, nach dem er die ganze Zeit gesucht hatte? Und warum genau sollten die Drachenwandler mit Neveah als Preis verhandeln? Welche Vorteile w¨¹rden sie daraus ziehen? Oder k?nnte es sein, dass der Schwarzgeschuppte Drache Neveahs Geheimnis gel¨¹ftet hatte? So viele Fragen gingen Neveah durch den Kopf, doch es war keine einzige Antwort zu sehen, ihre Fragen konnten nicht beantwortet werden und ¨¹ber ihr Leben konnte sie nicht einmal selbst entscheiden. Neveahs Hand zitterte, der Kelch hatte bereits Wein ¨¹ber ihr wei?es Kleid und den Boden versch¨¹ttet, und Neveah verabscheute sich selbst daf¨¹r, dass sie ihre aufgew¨¹hlten Gef¨¹hle vor aller Augen so sichtbar zur Schau stellte. Neveah hatte sich schonnge geschworen, dass sie sich nie wieder von ihrer abscheulichen Familie emotional beeinflussenssen w¨¹rde, dass sie alles, was man ihr vorwerfen w¨¹rde, mit einem ruhigen und objektiven Geist hinnehmen w¨¹rde. Aber als Neveah all das gesagt hatte, hatte sie nicht damit gerec, dass man ihr so etwas zuwerfen w¨¹rde... sie sollte mit dem Drachenk?nig verheiratet werden, und das wurde beim Abendessen besprochen, Ein Handel ¨¹ber ihr Schicksal wurde beim Abendessen beil?ufig besprochen, direkt in Neveahs Gegenwart, ohne sich um ihre Meinung zu scheren. "Veah? Ist alles in Ordnung mit dir?" fragte Alphak?nig Lothaire mit einem Ton falscher Besorgnis. Neveah hobngsam ihren Blick zu ihrem Vater, genau wie sie es erwartet hatte, obwohl sein Tonfall vorget?uscht besorgt war, waren seine Augen verengt und der Blick in seinen Augen war eine Warnung. Eine Warnung, sich nicht daneben zu benehmen ... und da sa? er und fragte, ob es ihr gut ginge, w?hrend er um ihren Wert feilschte, als w?re sie ein Kleidungsst¨¹ck. Wut stieg in Neveahs Herz auf, und sie sp¨¹rte, wie ihr Wolf unruhig umherlief und danach vengte, herausgssen zu werden, um zu sehen, wer es noch wagte, sich in ihrer Gegenwart ungeb¨¹hrlich zu benehmen. Doch Neveah wusste, dass sie, wenn sie ihre W?lfin herauslie?, nur den Tod suchte, egal wie sehr sie w¨¹tete, sie konnte ihr Geheimnis nicht preisgeben, und sie zwang sich, sich zu beruhigen, bevor sich die Anwesenheit ihrer W?lfin in ihren Augen widerspiegeln w¨¹rde. "Mir geht es gut, ich bin nur ein wenig m¨¹de von der Reise hierher. Wenn es Vater recht ist, w¨¹rde ich mich gerne erst einmal in mein Zimmer zur¨¹ckziehen." sagte Neveah in einem falschen, ruhigen Ton. Alphak?nig Lothaire warf K?nig Jian einen Blick zu, der Neveah zustimmend zunickte, und Neveah zog ihre Hand aus Alessios Griff, bevor sie sich erhob, sich umdrehte und ging. Neveah schritt erhobenen Hauptes aus dem Saal, und ihre Gssenheit war ungetr¨¹bt, auch wenn sie weitere entsetzliche Worte zwischen ihrem Vater und K?nig Jian h?rte. "Ich habe nie erw?hnt, dass ich heiraten will. Wir Drachenwandler heiraten niemanden au?er unseren Reitern. Ich werde Eure Tochter als Gegenleistung f¨¹r das, was ich angeboten habe, erwerben, und was ich mit Eurer Tochter vorhabe, geht Euch nichts an." sagte K?nig Jian in einem leeren Ton. Das war das Letzte, was Neveah h?rte, als sie aus dem Speisesaal in den Flur trat. Ihre H?nde waren zu F?usten geballt, als sie den Flur hinunterging, bis sie au?er Sichtweite war, und erst dann lie? sie ihre Fassung fallen, wobei sie sich mit der Hand an der Wand abst¨¹tzte. Neveahs Verstand war ein einziges Durcheinander, und sie atmete tief ein und nahm sich einen Moment Zeit, um sich zu sammeln und ihre Gef¨¹hle zu beruhigen, bevor sie es wagte, sich weiter zu bewegen. Als Neveah merkte, dass ihre Bem¨¹hungen vergeblich waren, lie? sie ihre Hand von der Wand fallen und ging hinaus in den Hof des Eclipse Pce, wo die k¨¹hle Nachtbrise ihre Haut streifte. Erst dann bemerkte Neveah die N?sse auf ihrer Wange, und ihre Hand hob sich, um ¨¹ber ihre Wange zu streichen, als sie merkte, dass sie weinte, ohne es zu wissen. Neveah wischte sich die Tr?nen weg, sie war nicht so schwach, dass sie wegen so etwas Trivialem zusammenbrechen w¨¹rde, sie hatte schon die ganze Zeit gewusst, dass ihr Vater sie mit demjenigen verheiraten wollte, der ihm die meisten Vorteile bringen w¨¹rde. Das war sein ultimativer n, Neveahs Sch?nheit war f¨¹r eine Weile ein ausgezeices Werkzeug, aber ihr Vater wusste gut genug, dass sie ihm nicht ewig von Nutzen sein w¨¹rde, und so wusste er, dass er ihre Verlobung l?sen musste, snge sie noch eine junge, schillernde Blume war, die gerade ihre Bl¨¹te entfaltete. Obwohl Neveah damit gerec hatte, machte es ihr die Entscheidung nicht leichter, aber was sollte sie tun, wenn sie sie nicht akzeptierte? Jetzt, da ihr Vater solche Pl?ne gemacht hatte, war er sich sicher, dass er Neveah sehr genau im Auge behalten w¨¹rde, denn wenn sie jetzt fliehen wollte, w?re das viel zu gef?hrlich. Neveah konnte sehen, dass sie genau in eine Falle gufen war, h?tte sie das vorher gewusst, w?re sie niemals bereit gewesen, das Eclipse Hunt Pack zu vessen. Aber gleichzeitig konnte Neveah ihre eigene Last nicht den W?lfen von Eclipse Hunt anvertrauen und deren Sicherheit riskieren, die friedliche und bl¨¹hende ?ra im Eclipse Hunt Rudel war etwas, das sie nicht zu zerst?ren wagte. Sie hatte nur ein Leben, und ja, ihr Leben war kostbar, aber es war nicht kostbarer als das Leben aller Eclipse Hunt-W?lfe, das geopfert werden w¨¹rde, wenn die Eclipse Hunt ihren Vater um ihretwillen herausforderte. Neveah war immer ein umsichtiger und gr¨¹ndlicher Mensch gewesen, und wenn es eine M?glichkeit gegeben h?tte, sich auf das Eclipse Hunt Rudel zu vessen, ohne es zu gef?hrden, h?tte sie das getan. Doch Neveah hatte alle M?glichkeiten in Betracht gezogen, und sie alle endeten mit dem Tod von Alpha Dane. Sich dem Willen des Alphak?nigs zu widersetzen war ein Verbrechen, das mit dem Tod bestraft wurde. Die anderen Eclipse-Rudel wurden immer noch vom Alphak?nig get?uscht und w¨¹rden nicht z?gern, sich gegen die Eclipse-Jagd zu erheben, nur ein Eclipse-Jagd-Rudel gegen so viele Eclipse-Rudel, wie sollten sie da einem Massaker entgehen? Es w?re nicht das erste Mal in der Geschichte, dass ein ganzes Eclipse-Rudel auf Befehl des herrschenden Alphak?nigs massakriert wurde, und Neveah wollte nicht, dass die W?lfe der Eclipse Hunt als weiteres Beispiel in die Geschichte eingingen. Neveah hatte nicht die Mittel, um sie zu besch¨¹tzen, wie konnte sie ihr Opfer akzeptieren? Neveah bedauerte ihre Entscheidung, das Eclipse Hunt Rudel zu vessen, nicht, es war die richtige Entscheidung gewesen, und dessen war sie sich auch jetzt noch sicher. Neveah hatte sich entschieden, das Eclipse Hunt Rudel zu sch¨¹tzen, aber am Ende hatte sie sich selbst geopfert. Neveah ging den Pfad hinunter, der vom Hof in den Wald f¨¹hrte, ihre Schritte warenngsam und man konnte sehen, dass ihr Geist nun schwer bstet war. Egal, wie Neveah dar¨¹ber dachte, es gab keinen Ausweg... bedeutete das also, dass sie mit den Drachenwandlern gehen musste? Bedeutete das, dass sie keine anderen Fluchtm?glichkeiten hatte? Veah... wir k?nnen uns immer noch den Weg nach drau?en erk?mpfen. dachte Neveahs Wolf in einem w¨¹tenden Ton, aber Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "N?rdlich des Finsternispstes befindet sich das Gebiet des Finsternisfang-Rudels und die menschliche Siedlung, die von den Kriegern der Finsternisf?nge bewacht wird." "Dar¨¹ber hinaus gibt es im Osten das Finsternisfell-Rudel und im S¨¹den das Finsternisherz-Rudel, man muss erst die Grenzen eines dieser Rudel ¨¹berschreiten, um in das unbewohnte Land zu gngen." "Wenn wir fliehen sollen, w?hrend alle Aufmerksamkeit auf uns gerichtet ist... braucht der Alphak?nig nur diese Eclipse-Rudel zu rmieren, und sie werden uns bis ans Ende der Welt jagen... eine Flucht zu diesem Zeitpunkt ist ein Todesurteil." antwortete Neveah in einem grimmigen Ton. Chapter 82: Eine besitzergreifende Gef?hrtin (Kap.82)

Chapter 82: Eine besitzergreifende Gef?hrtin (Kap.82)

"Wir k?nnen weder vorw?rts noch r¨¹ckw?rts gehen. Haben wir also keine Wahl?" fragte der Wolf von Neveah und sie seufzte, als sie in den Wald trat. Zu diesem Zeitpunkt war die einzige nachvollziehbare Wahl der Tod statt vom eigenen Vater verraten zu werden. Doch Neveah hatte den Tod bereits einmal gesp¨¹rt und selbst jetzt hinterlie? er noch einen bitteren Nachgeschmack auf ihrer Zunge. Kaum achtzehn und sie hatte schon keine Angst vor dem Tod, doch wenn sie sterben musste, sollte es f¨¹r eine gute Sache sein... niemals w¨¹rde sie ihren Vater ihren Tod bestimmenssen oder durch die Hand ihres Bruders sterben. Ein Leben voller Schw?che und Misserfolge war bereits genug, es war nicht zu verzeihen, dass sie das gleiche Schicksal zweimal erdulden muss. "Unser Leben war nie einfach, was ist schon dabei?" fragte Neveah. Sie hatte nicht erwartet, dass es soweit kommen w¨¹rde, doch sie w¨¹rde dennoch nicht verzweifeln. "Tats?chlich," antwortete der Wolf von Neveah und sie sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um die dunklen Gedanken zu verscheuchen. "Wir haben nach einer ?nderung unseres Schicksals gefragt, gibt es eine gr??ere ?nderung als diese? Die Drachengestaltwandler waren vorher noch nie im Spiel." "Dass sie jetzt auftauchen, unterscheidet sich bereits von allem, was wir zuvor kannten oder erlebt haben. Sie sind eine Variable, die ich weder begreifen noch vorhersagen kann und ob ihre Anwesenheit positiv oder negativ ist ... Ich kann es noch nicht entscheiden," gab Neveah ehrlich zu. "Aber ein Unterschied ist ein Unterschied... ein Beweis daf¨¹r, dass das Schicksal bereits seinen Weg ge?ndert hat und das Rad in die entgegengesetzte Richtung dreht, egal was noch auf uns zu kommt," fuhr der Wolf von Neveah fort und zeigte Verst?ndnis f¨¹r ihren Standpunkt. Sollte sie keine Kontrolle ¨¹ber ihr eigenes Schicksal haben, w¨¹rde sie nicht dar¨¹ber gen. Neveah konnte zwar nicht verstehen, warum die Drachengestaltwandler sie mochten, doch auf eine oder andere Weise, snge sie noch lebte, bestand Hoffnung. Bis zu diesem Moment hatte Neveah nie aufgegeben und sie w¨¹rde auch jetzt nicht aufgeben, ob es nun die Finsternisfangw?lfe oder die Drachengestaltwandler waren, alle hielten sie f¨¹r Menschen, die sie kontrollieren k?nnten. "Sie begreifen nicht, wie falsch sie liegen," dachte der Wolf von Neveah in dunkler Stimmung zu ihr. Neveah zog durch den Wald, obwohl ihr Kleid leicht war und keinerlei Schutz gegen die kalte Nachtluft bot, besonders da nun Winter war und der Boden bereits mit Schnee bedeckt war. Doch Neveah st?rte das nicht. Neveah ging einfach weiter, bis sie einen bestimmten Punkt erreichte, nicht zu weit vom Waldrand entfernt, um nicht auf das Patrouillenteam zu treffen. Sie lie? sich auf einen Stuhl fallen und ignorierte die feuchte K?lte des Schnees, die durch den Stoff ihres Kleides drang, lehnte ihren Kopf gegen den Baum und schloss die Augen. Neveahs Ruhe war bereits wiederhergestellt, sie war nur kurzzeitig ¨¹berrascht worden und jetzt, wo der Schock abgeklungen war, blieb nur ein mncholisches Gef¨¹hl zur¨¹ck, w?hrend sie im Schnee sa?. Obwohl der Schnee eiskalt war, empfand Neveah es als tr?stlich und sie war sich nicht einmal sicher, wann sie eingescfen war. ___________________ Obwohl Neveah schlief, waren ihre Sinne immer noch wachsam und in dem Moment, in dem sie eine Pr?senz ¨¹ber sich sp¨¹rte, schlug Neveahs die Augen auf. Neveah hob den Blick und sah Alessio an, der auf sie hinabsah, seine gr¨¹nen Augen spiegelten eine Emotion wider, die sie weder verstand noch in Betracht ziehen wollte. Ein m¨¹der Seufzer entwich Neveah bei diesem Anblick, sie hatte Alessio v?llig vergessen und auch die Tatsache, dass er gerade entdeckt hatte, dass sie Gef?hrten waren, also w¨¹rde sie sich auch mit ihm auseinandersetzen m¨¹ssen. Neveah wusste schon seit zwei Leben, dass Alessio ihr Gef?hrte war, daher war die Neuigkeit nicht mehr interessant und sein Anblick bereitete ihr nur Unbehagen. "Es ist kalt hier drau?en, du wirst dir noch schaden," begann Alessio in einem tiefen, kehligen Ton, der Neveahs Aufmerksamkeit auf die Anwesenheit von Terran an der Oberfl?che lenkte. "Ich bin als Mensch geboren, Alessio, ich werde sowieso nicht mehrnge leben. Es gibt keinen Grund, w?hlerisch zu sein," sagte Neveah in einem leeren Ton. Alessios Blick verengte sich leicht, als er eine Hand nach Neveah ausstreckte, um ihr aufzuhelfen, aber Neveah starrte nur misstrauisch auf Alessios Hand, bevor sie selbst aufstand und Alessios angebotene Hand ignorierte. Neveah konnte verstehen, dass Alessios pl?tzliche Z?rtlichkeit auf die Gef?hrtenbande zur¨¹ckzuf¨¹hren war, aber das letzte Mal, als Alessio herausgefunden hatte, dass sie Gef?hrten waren, hatte sich das nicht gut f¨¹r Neveah entwickelt.Jede Bewegung, jede Handlung von Alessio konnte Neveahs Verdacht nicht entgehen... sie hatte dem Feind einmal den R¨¹cken gekehrt, ein zweites Mal w¨¹rde es nicht geben. "Was f¨¹hrt dich hierher, solltest du nicht an der Seite deines Vaters sein? Um zu entscheiden, wie viel ich genau wert bin?" fragte Neveah in einem leeren Ton. Neveah hatte bereits beschlossen, so zu tun, als w¨¹sste sie nichts, als w¨¹sste sie nicht, was Alessio f¨¹r sie war. Vielleicht war das der beste Weg, um diese H¨¹rde zu ¨¹berwinden. Alessio reagierte nicht sofort, er starrte Neveah nur an, als h?tte er sie noch nie gesehen und als w¨¹rde er sie zum ersten Mal in all den Jahren, die sie sich kannten, wirklich sehen. Alessios Blick beunruhigte Neveah sehr, obwohl sie ihr Bestes tat, um ihr Unbehagen zu verbergen und ein gerades Gesicht mit einem emotionslosen Ausdruck in ihren Augen zu bewahren. Dies war jemand, durch dessen Hand sie in ihrem fr¨¹heren Leben gestorben war, wie konnte sie sich in seiner Gegenwart nicht unwohl f¨¹hlen? Vor allem, wenn er so nahe bei ihr stand. Alessio stand direkt vor ihr, seine breite Statur machte es Neveah unm?glich, zu beiden Seiten von ihm zu entkommen, und sie konnte sich nur gegen den Baum lehnen, um etwas Abstand zu halten. "Euer Wert, kenne ich ihn nicht schon deutlich..." begann Alessio, als er eine Hand nach Neveah hob und Neveah vor seiner Ber¨¹hrung zur¨¹ckschreckte. "Ich werde dich nicht scgen." erkl?rte Alessio und ubte, dass dies Neveahs Angst war... von Alessio gescgen zu werden war die geringste von Neveahs Sorgen, sie wollte nicht von ihm ber¨¹hrt werden oder ¨¹berhaupt in seiner Gegenwart sein. "Wenn ich deinen Wert vorher nicht kannte... so wei? ich es jetzt ganz genau." fuhr Alessio fort. "Mein Wert? Was ist er denn? Eine Drachenschuppe? Ein magisches Artefakt? Ein seltener Mechanismus? Ein Territorium? Gold? Ein Drachenzahn? Vielleicht eine Armee?" fragte Neveah in ruhigem Ton, w?hrend ihr Wolf w¨¹tend in ihrem Kopf herumw¨¹hlte. "Dein Wert ... ist die Tatsache, dass du zu mir geh?rst." sagte Alessio in einem tiefen Tonfall. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten an ihrer Seite, als sie Alessios Worte h?rte, aber sie hielt ihren Blick starr. "Ich verstehe nicht, wie du das meinst." erwiderte Neveah. "Du hast keine Ahnung, wienge ich dich, Omega, schon begehrt habe. Wer w¨¹rde schon denken, dass du die ganze Zeit mir geh?rst?" Alessio fuhr fort, diesmal schoss seine rechte Hand nach vorne und umfasste Neveahs Taille, bevor sie ¨¹berhaupt reagieren konnte. Alessio zog Neveah n?her an sich heran, so dass sie von seinem Duft umh¨¹llt war, w?hrend seine linke Hand sich hob und mit einem Finger ¨¹ber Neveahs Wange strich. Elektrisierende Schocks durchstr?mten Neveahs Adern, die Schocks waren stark an allen Stellen, an denen Alessios Haut Neveahs Haut ber¨¹hrte, und h?tte Neveah ihr Herz und ihren Willen nicht geh?rtet, w?re sie vielleicht immer noch schwach f¨¹r das Paarungsband. Aber die Neveah, die in diesem Leben erwacht war, war nicht mehr die Neveah aus dem vorherigen Leben, und die Neveah von vor einem halben Jahr war nicht mehr dieselbe Neveah wie die, die in diesem Moment hier stand. Selbst als sie erkannte, dass Alessio ihr Gef?hrte war, war die Spannung des Freundschaftsbandes auf Neveahs Seite bereits bet?ubt und Neveah f¨¹hlte sich nicht im Geringsten unbewegt. Neveah sp¨¹rte nur ein D¨¦j¨¤-vu-Gef¨¹hl, als Alessio dieselben Worte wiederholte, die er im vorherigen Leben gesagt hatte, Worte, die zugaben, dass er in Neveah immer mehr als eine Schwester gesehen hatte, die er verabscheute. Neveah hatte es damals nicht verstanden, und auch jetzt verstand sie noch immer nicht, warum die Person, die ihr von Kindheit an das Leben zur H?lle gemacht hatte, es wagen konnte, zu behaupten, er begehre sie. Aber andererseits... Begehren war genau das... Lust. Ein Bed¨¹rfnis, Neveah zu besitzen, nicht aus der Z?rtlichkeit des Herzens heraus, sondern aus seinem l¨¹sternen Vengen heraus. "Ich wei?, du kannst es genauso f¨¹hlen wie ich, Omega. Du warst ein Mensch und hast dochnge genug unter uns gelebt, um zu verstehen, was es bedeutet ... tu nicht so, als w¨¹sstest du nicht, was du f¨¹r mich bist." sagte Alessio in leisem Ton, Sein Ton war kaum h?rbar, als er seinen Kopf zu Neveahs Schulter senkte und ihren Duft tief einatmete, seine Augen kehrten zur¨¹ck, um sich mit einem Leuchten in ihnen auf Neveahs Augen niederzssen. "Aber wenn du es noch nicht wei?t... Ich werde es dich jetzt wissenssen, da du mir geh?rst!" verk¨¹ndete Alessio in einem Tonfall, der von Besessenheit gepr?gt war. Chapter 83: Ich lehne dich ab (Kap.83)

Chapter 83: Ich lehne dich ab (Kap.83)

Sein... sie war sein, sagte er? Alessios Worte hinterlie?en bei Neveah ein bitteres Gef¨¹hl in der Magengrube, aber das war auch alles, es gab nicht das geringste Aufckern von Emotionen bei seiner Erkl?rung, nicht von Neveah und nicht von ihrem Wolf. Sie hatten beide schon auf die harte Tour gelernt, es w?re dumm, wenn sie immer noch durch ein Band gefesselt w?ren, das ihr Schicksal an ein Monster bindet. Ja, das Paarungsband war noch da, sie konnte immer noch die leisesten Z¨¹ge davon in den Tiefen ihres Geistes sp¨¹ren, wo sie es unter einem Haufen von Groll und Zorn begraben hatte. F¨¹r alle anderen war dieses Paarungsband etwas, das sie sch?tzten, aber f¨¹r Neveah war es nur ein Fluch, mit dem sie leben musste, und weil sie es als das erkannte, was es war, w¨¹rde sie sich niemals davon beherrschenssen. All die verabscheuungsw¨¹rdigen Emotionen, die das Paarungsband ausl?ste, hatte Neveah gelernt zu unterdr¨¹cken, bevor sie auch nur ihren Kopf zeigen konnten... nur so konnte sie sicherstellen, dass sie niemals dem Feind gegen¨¹ber verwundbar war. Alessios warmer Atem strich ¨¹ber Neveahs Gesicht und sie drehte den Kopf zur Seite, weg von seiner Ber¨¹hrung, den Blick ver?rgert gerunzelt. Alessio verstand Neveahs Ablehnung als Zweifel, und seine Finger umfassten sanft ihr Kinn und neigten ihren Kopf zu ihm zur¨¹ck, so dass sie in seine Augen blickte und die Ehrlichkeit darin sah. Neveah sah es, sie konnte die Z?rtlichkeit sehen, die sich in seinen gl¨¹hend gr¨¹nen Augen widerspiegelte, trotz der Anwesenheit seines Wolfes, und das machte Neveah nur noch misstrauischer. Alessio Terran Lothaire, dieser Mann war ihr eingeschworener Feind, und es gab nichts, was er jemals tun k?nnte, um das zu ?ndern ... die Erinnerungen an all den Schmerz, den sie ertragen hatte, waren noch frisch in ihrem Kopf. "Warum? ubst du mir nicht? Du ubst nicht, dass du meine Gef?hrtin bist... dass wir f¨¹reinander bestimmt sind?" fragte Alessio in einem tiefen, gehauchten Ton und Neveah runzelte leicht die Stirn. Was genau stimmte nicht mit Alessio? Warum verhielt er sich so seltsam? Er hatte sie von Kindesbeinen an nie gemocht, also was sollte das alles? Warum ngen seine Worte so emotional ... und verzweifelt? Alessio hasste sie, das war ihr r, und doch war sie sich manchmal nicht mehr sicher, was genau Alessio dachte, was seine Absichten waren? Was waren die Beweggr¨¹nde f¨¹r sein Handeln? Neveah beschloss, dass ihre Ohren sie t?uschten, es war unm?glich, dass Alessio in einem solchen Ton mit ihr sprach, und selbst wenn er es tat, verbarg sich hinter dieser anma?enden Fassade h?chstwahrscheinlich ein finsterer n. "Ich bin ein Mensch, Alessio, ich kann keine Gef?hrtin haben, geschweige denn den k?niglichen Prinzen des Eclipse Fang Rudels. Ich habe nicht so viel Gl¨¹ck." sagte Neveah in einem leeren Ton. "Warum sagst du solche Worte? Ich bin bereit, unser Band zu ehren, ich bin bereit, dich als meine Frau zu haben. Als meine Schwester ... sind wir unvers?hnlich, aber als meine Geliebte werde ich dich ¨¹ber alles sch?tzen ... Ich gebe dir mein Wort." schwor Alessio in ernstem Ton. Alessio war sich dar¨¹ber im ren, dass er Neveah viel Unrecht getan hatte, und doch wies er alles, was er getan hatte, so einfach mit ein paar Worten der Versicherung und einem Schwur zur¨¹ck. Er verharmloste all den Schmerz, den er Neveah zugef¨¹gt hatte. Sein Wort? Welche Bedeutung hatte sein Wort f¨¹r Neveah? Sein Wort bedeutete gar nichts. "Euer Wort hat keine Bedeutung, Euer Gnaden." sagte Neveah. Alessio stie? einen leisen Seufzer aus, er wusste nicht, was er sagen sollte, um Neveah davon zu ¨¹berzeugen, ihre Bindung zu akzeptieren. "Neveah, es gibt keinen Grund, in der Vergangenheit zu schwelgen. Ich wusste damals nicht... dass du meine Gef?hrtin bist, wenn ich das gewusst h?tte, h?tte ich..." Alessio brach an dieser Stelle ab und Neveah spottete, da sie wusste, dass Alessio selbst nicht sicher war, dass er anders gehandelt h?tte. F¨¹r Alessio, den Alphak?nig, die Alphak?nigin und das gesamte Eclipse Fang Rudel hatten sie Neveah kein Unrecht angetan, Neveah war diejenige, die ihnen Unrecht getan hatte, indem sie geboren wurde. "Aber jetzt wird es anders sein, mit meiner R¨¹ckendeckung... niemand wird es wagen, Hand an dich zu legen, nicht Vater....nicht Mutter, niemand." versprach Alessio. "Euer Gnaden, der kostbare k?nigliche Prinz des Eclipse Fang Packs, dieser Omega ist Eurer nicht w¨¹rdig...ich bin bereits dabei, einem anderen gegeben zu werden." sagte Neveah in einem leeren Ton. Neveah f¨¹gte die letzte Aussage absichtlich hinzu, um Alessio zu reizen, und seine Reaktion war genau so, wie sie es erwartet hatte. Ein tiefes, t?dliches Knurren entkam Alessios Lippen, als sich sein Griff um Neveahs Taille fast schmerzhaft verst?rkte und er sie noch n?her an sich heranzog, so dass sie fest an ihn gepresst und ohne Fluchtm?glichkeit eingesperrt war. "Das werde ich nicht zssen!" zischte Alessio w¨¹tend und Neveah hob eine Augenbraue. Dies war das erste Mal, dass Neveah eine Situation sah, in der sie sicher war, dass auch Alessio nichts zu sagen hatte, der kostbare, geliebte Prinz des Finsternisfang-Rudels, der hoch ¨¹ber allen anderen stand, konnte auch nichts tun. Es gab diejenigen, die stark waren, aber es gab immer jemanden, der m?chtiger war, und obwohl Neveah wusste, dass diese Wendung der Ereignisse auch f¨¹r sie nicht g¨¹nstig war, konnte sie nicht umhin, ein kleines Gef¨¹hl der Befriedigung zu empfinden. Ihr ganzes Lebenng war sie diejenige gewesen, die hilflos war, die nichts zu sagen hatte, nicht einmal ihr eigenes Leben oder Schicksal. Jetzt, wo es so weit war, dieses Gef¨¹hl der Hilflosigkeit, sollte auch Alessio erfahren, wie es sich anf¨¹hlte, auch wenn es auf Neveahs Kosten ging. Noch war sie nicht stark genug, um all das B?se, das ihr angetan worden war, mit gleicher M¨¹nze heimzuzahlen, aber Neveah war sich sicher, dass dieser Tag kommen w¨¹rde, snge sie weiterleben konnte. "Selbst wenn wir Gef?hrtinnen sind, ist es Vaters Wille, seit wann hast du es gewagt, dich Vater zu widersetzen?" fragte Neveah und Alessio knurrte erneut. "Vater... der Drachenk?nig, es ist mir egal, wer es ist. Ich werde dich nicht gehenssen... Das werde ich nicht!" zischte Alessio finster. "Ich geh?re weder dir noch sonst jemandem. Das ist nichts, was du entscheiden kannst. Ich ube, Vater wird eine Menge zu sagen haben, wenn du ihm deine Meinung sagst. Lasst mich gehen... Euer Gnaden." sagte Neveah und k?mpfte darum, sich aus Alessios Griff zu befreien. "Omega...nein Veah, du willst doch nicht wirklich mit ihnen gehen, oder?" fragte Alessio, der Neveah immer noch festhielt, damit sie sich nicht wegbewegen konnte. Neveah starrte ihn nur ausdruckslos an, sie sah keinen Grund, warum sie eine solche Frage beantworten sollte, und sie hatte ¨¹berhaupt keine Antwort auf eine solche Frage. "Ich wei?, dass du nicht mit ihnen gehen willst, sie k?nnen dir nicht die Liebe und Sicherheit bieten, die ich dir bieten kann. Sei mit mir... sei heute Nacht mit mir zusammen, Veah." "Wir sind Gef?hrtinnen, wenn unser Band erst einmal gefestigt ist und du mein Zeichen tr?gst, wirst du ganz mir geh?ren... dann kann dich niemand mehr wegnehmen..." sagte Alessio, w?hrend sein Daumen ¨¹ber Neveahs Unterlippe strich. Alessios Worte lie?en Neveah innehalten und einen Momentng war sie sich nicht sicher, ob sie ihn richtig verstanden hatte. Um ein Paarungsband vollst?ndig zu festigen, w¨¹rde Alessio sie im Rausch der Leidenschaft markieren m¨¹ssen, w?hrend er ihren K?rper als den seinen beanspruchte. "Du meinst ... du willst mich in deinem Bett haben?" fragte Neveah in einem k¨¹hlen Ton. "Nicht nur heute Nacht, sondern danach jede weitere Nacht. Ich wei?, du hegst einen Groll gegen mich, Neveah ... aber wir geh?ren zusammen, und ich kann in deinen Augen sehen, dass du das auch wei?t." "Ich werde michngsam an dich gew?hnen. Ich werde dich gut behandeln, ich schw?re es... Ich werde dir die Welt schenken, wenn du sie vengst. Du wirst meine K?nigin sein und du wirst an meiner Seite regieren... an meine Seite geh?rst du." sagte Alessio. Neveah stand wie erstarrt da, ihre Gedanken ¨¹berschlugen sich bei Alessios absurden Worten. Wenn ihr jemand gesagt h?tte, dass sie den Tag erleben w¨¹rde, an dem Alessio sie bitten w¨¹rde, mit ihm zusammen zu sein, h?tte sie das nie geubt. Angesichts der Forderung des Drachenk?nigs nach Neveah musste Alessio den Verstand an die Begierde seines Wolfes verloren haben und sprach ohne nachzudenken. "Wie kannst du das mit mir kompensieren? Wie?! Wir geh?ren zusammen?! Du und ich?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue, w?hrend die Wut in ihr aufwallte. "Das ist meine Entscheidung, die ich treffen muss ... Kumpels?" Neveahchte leise, w?hrend sie Alessio in die Augen sah, so dass er deutlich sehen konnte, dass sie jedes Wort, das sie sagte, ernst meinte. "Ich, Neveah Omega Lothaire, verwerfe dich, ich l?se die Fesseln unseres Bandes, ich verfluche die Bande, die unsere Seelen verbinden..." Gerade als Neveah den uralten Schwur begann, der das Paarungsband f¨¹r immer l?sen w¨¹rde, weiteten sich Alessios Augen vor Panik, und sein Kopf senkte sich und forderte Neveahs Lippen. Chapter 84: Heimat (Kap.84)

Chapter 84: Heimat (Kap.84)

Neveah stand steif da, es war zwecklos, sich gegen Alessios Griff zu wehren, denn das w¨¹rde seine Z?rtlichkeiten nur in die L?nge ziehen, und so stand Neveah einfach nur da und starrte mit leeren Augen vor sich hin. Alessios Lippen bewegten sich auf ihren, sein warmer Atem strich ¨¹ber ihr Gesicht und weckte ein unwillkommenes Gef¨¹hl tief in ihr, ein Gef¨¹hl, das Neveah niemals erforschen wollte. Alessio lie? nicht locker, er schien sich sicher zu sein, dass Neveah ihm erliegen w¨¹rde, und als sich Funken ausbreiteten, wo auch immer er sie ber¨¹hrte, wurde Neveahs Herz heftig geweckt, als das Paarungsband wieder aufgew¨¹hlt wurde. Neveah k?mpfte einen Kampf in ihrem Herzen, einen Kampf gegen das Vengen, das dieses frevelhafte Band begleitete und von ihr vengte, Alessios forderndem Kuss nachzugeben, Ein Schatten tauchte hinter Alessio auf, und Neveah bemerkte den Schatten erst im letzten Moment, aus dem Augenwinkel, kurz bevor Alessio ihr entrissen wurde und durch die Luft flog. Neveah starrte mit offenem Mund, als Alessio mit einer solchen Wucht gegen einen Baum prallte, dass der Baum beim Aufprall abbrach und zu Boden st¨¹rzte, was die Erde zum Beben brachte. Alessio selbst fiel zu Boden, und mit einem leisen St?hnen des Schmerzes m¨¹hte er sich, auf die Beine zu kommen, fiel aber wieder zu Boden und keuchte leise, w?hrend eine Blutspur seine Nase hinunterrutschte. Neveahs Augen weiteten sich vor Panik, als sie zu Alessio hin¨¹berlief, aber sie wurde von einem festen Griff um ihr Handgelenk aufgehalten, einem Griff, der so stark war, dass Neveah sich keinen Zentimeter bewegen konnte, selbst wenn sie es versuchte. Neveah brauchte nicht hinzusehen, um zu wissen, wer es war, die dunkle, herrschs¨¹chtige Aura und diese gr¨¹blerische Pr?senz, Neveah war ihr noch nicht oft bege, aber sie konnte sie bereits ¨¹berall erkennen. "Veah ... geh weg von ihm." keuchte Alessio in einem schmerzhaften Tonfall, w?hrend er zu seinem Angreifer hinaufstarrte, der Neveah festhielt, Neveah stie? einen zitternden Atemzug aus, als siengsam ihren Blick hob und auf die schwarz schimmernden Augen des schwarzgeschuppten Drachen richtete. Seine Augen gl?nzten vor Zorn und Blutdurst, und seine Haltung war starr, seine Muskeln waren vor Wut angespannt... Wor¨¹ber er so w¨¹tend war, konnte Neveah nicht sagen, und sie wagte auch nicht, dar¨¹ber nachzudenken, denn ihre Gedanken kreisten eher um andere, erstaunlichere Dinge. Ein Wurf, es hatte nur ein beil?ufiger Wurf des Schwarzgeschuppten Drachens gen¨¹gt, um den zuk¨¹nftigen Alphak?nig der Eclipse Domain, den besten Krieger des Eclipse Fang Packs, v?llig bewegungsunf?hig zu machen. Neveah wusste, wie stark Alessio war, er war vielleicht nicht der st?rkste Wolfswandler, aber es gab kaum einen Wolfswandler, der ihn mit einer einzigen Bewegung ¨¹berw?ltigen oder ihn so leicht hochheben konnte, als w¨¹rde er nichts wiegen. Was f¨¹r eine Art von St?rke war das nur? Wie m?chtig war ein Drachenwandler genau? Neveah hatte immer geubt, dass die St?rke eines Drachenwandlers auf seine massive Drachengestalt und seine F?higkeit, sengende mmen zu speien, zur¨¹ckzuf¨¹hren war, Sie hatte nie erwartet, dass ein Drachenwandler selbst in menschlicher Gestalt schon so m?chtig war. Wer k?nnte es wagen, sich einer solchen Macht zu widersetzen? "Veah..." rief Alessio in einem angestrengten Ton und Neveah konnte den Schmerz in seiner Stimme h?ren, das Paarungsband b?umte sich in diesem Moment auf und aus Instinkt machte Neveah einen Schritt auf Alessio zu, Doch der Griff um ihre Hand wurde nur noch fester, fast schmerzhaft, als sie wieder an ihren tz zur¨¹ckgezogen wurde und der Schwarzschuppige Drache ihr einen warnenden Blick zuwarf. "S..ta..yy..." Der Schwarzgeschuppte Drachenwandler sprach in seinem gutturalen, bestialischen Tonfall, und obwohl seine Worte in einem kaum h?rbaren Fl¨¹sterton gesprochen wurden, lie? sein Ton keinen Raum f¨¹r Argumente. Neveahs Herz zog sich vor Schreck zusammen, als sie ihn nur anstarrte, nicht sicher, wie sie sich in dieser Situation f¨¹hlen sollte. In der Zwischenzeit war der Blick des Schwarzen Drachenwandlers auf Alessio gerichtet, und es schien, dass er hoffte, der Boden w¨¹rde sich ?ffnen und Alessio ganz verschlucken, damit er ihn nicht sehen musste. "Lass sie los." knurrte Alessio, als seine gr¨¹nen Kugeln gl¨¹hten und Terran an die Oberfl?che stieg. Der Schwarzgeschuppte Drache neigte am¨¹siert den Kopf zur Seite, in seinen Augen war Alessio nichts Besonderes, und er h?tte Alessio bereits mit einer Bewegung get?tet, wenn es ihm gefallen h?tte. Neveah wusste, dass Alessio sich bald erholen w¨¹rde, seine Heilungsf?higkeit war un¨¹bertroffen, und wenn er geheilt war, w¨¹rde es zu einem gro?en Kampf kommen... Alessio war stur und unnachgiebig, Er w¨¹rde nicht zur¨¹ckweichen, selbst wenn er w¨¹sste, dass sein Gegner st?rker war und er sich nur selbst umbringen w¨¹rde ... nicht, dass es f¨¹r Neveah so schlimm w?re, wenn Alessio jetzt sterben w¨¹rde. Doch Alessio war nicht irgendwer, wenn ihm etwas zustie?, war Neveah sicher, dass ihr Vater den Drachenwandlern den Krieg erkl?ren und die gesamte Eclipse Domain in den sicheren Tod rei?en w¨¹rde. "Veah ... geh weg von ihm!" befahl Alessio erneut, und die schwarzen Augen des schwarzgeschuppten Drachenwandlers verengten sich leicht bei Alessios Aufforderung, w?hrend er Neveah so zog, dass sie hinter ihm stand, abgeschirmt durch seinen K?rper und Alessios Blick auf Neveah versperrend. Es war, als ob er darauf hinauswollte, dass Neveah sich auf seine Seite stellen w¨¹rde und nicht auf die von Alessio, und Neveah war sich nicht sicher, wie der Schwarzgeschuppte Drache zu einer solchen Schlussfolgerung gekommen war. Neveah starrte zwischen dem Schwarzgeschuppten Drachen und Alessio hin und her. Der eine war gekommen, um sie wie eine Ware zu kaufen, aus welchem Grund auch immer, w?hrend der andere ihr unvers?hnlicher Erzfeind war, Keine der beiden Optionen war in diesem Moment besser als die andere, und Neveah bedauerte ihre Entscheidung, zu diesem Zeitpunkt in den Wald zu gehen. Sie war jetzt zwischen zwei w¨¹tenden M?nnern gefangen, und das war alles andere als eine angenehme Situation. "C..ome..." brachte der Schwarzschuppige Drache hervor, aber Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf, Der Schwarzgeschuppte Drache hatte Alessio bereits in einem solchen Zustand zur¨¹ckgssen, dass Neveah den Zorn ihres Vaters lieber nicht auf sich ziehen wollte, indem sie sich weiter mit ihm einlie?. "Ich will nicht mit dir gehen..." begann Neveah zu protestieren, doch ihre Worte wurden ihr abgeschnitten, als sie von den F¨¹?en gehoben wurde. Der Schwarzgeschuppte Drache warf sich Neveah mit Leichtigkeit ¨¹ber die Schulter und machte sich auf den Weg, um durch den Wald zu rennen. "Veah! Veah!" rief Alessio Neveah zu, als der Schwarzgeschuppte Drache im Wald verschwand und Neveah mit sich riss. Neveah konnte noch das Echo von Alessios Stimme h?ren, als er nach ihr rief, aber auch das versste bald. "Lass mich runter!" forderte Neveah, w?hrend sie sich vergeblich gegen den Griff des Schwarzen Drachenwandlers wehrte. Seine Hand, die nur ein wenig unterhalb ihres Ges??es ruhte, um sie zu st¨¹tzen, r¨¹hrte sich nicht im Geringsten, egal wie sehr Neveah sich wehrte. "Ich bin kein Sack Kartoffeln, den du dir einfach ¨¹ber die Schultern werfen und dich davonschleichen kannst, du Grobian!" schnauzte Neveah, w?hrend sie ihre F?uste gegen seinen R¨¹cken schlug. Ein Aufschrei entkam Neveahs Lippen, als sie einen leichten, aber festen Scg auf ihr Ges?? sp¨¹rte und ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen. "Hast du gerade ..." begann Neveah, konnte ihre Aussage aber nicht einmal beenden. "S...stayy..." warnte der Schwarzschuppige Drachenwandler, ohne dass sich seine Stimme auch nur im Geringsten ver?ndert h?tte, nachdem er ihr gerade den Hintern versohlt hatte, wie man es mit einem bockigen Kleinkind tun w¨¹rde. "Wie kannst du es wagen?!" Neveah zischte w¨¹tend, und als sie sich ein wenig bewegte, sp¨¹rte sie, dass Schwarzschuppens freie Hand sich wieder bewegt hatte, und sie versteifte sich augenblicklich. "Lass das! Halt! Ich bewege mich nicht! Ich bleibe, wo ich bin, okay?!" rief Neveah panisch aus und atmete erleichtert auf, als seine Hand wieder an seine Seite fiel. "Selbst wenn mein Vater mich an euren K?nig verkaufen will, k?nnt ihr mich nicht so dem¨¹tigen. Ich kann auf meinen eigenen F¨¹?en gehen,sst mich einfach runter." argumentierte Neveah. Schwarzschuppe brachte Neveah zum Schweigen, gab aber keine weitere Antwort, und Neveah biss die Z?hne zusammen, als sie versuchte, sich nicht zu verwandeln und mit dem Drachenwandler zu streiten. Neveah erkannte sofort, dass es die Emotionen ihres Wolfes waren, die sich mit ihren eigenen mischten. Nach einem halben Jahr, in dem sie frei war, mit ihrem Wolf eins zu sein, fiel es Neveah nun schwer, ihre eigenen Emotionen von denen ihres Wolfes zu unterscheiden. "Wir wollten weg von Alessio. Er hat uns von Alessio weggebracht. Ein bisschen Unbehagen tut nicht weh, welchen Groll willst du denn bek?mpfen?" dachte Neveah zu ihrer W?lfin, obwohl auch ihr die Situation nicht gefiel. "Er ist ein respektloser, ungehobelter R¨¹pel! F¨¹r wen h?lt er sich eigentlich?!" dachte Neveahs Wolf w¨¹tend zu ihrer W?lfin zur¨¹ck. "Er ist ein Drachenwandler." Neveah scherzte, und das war wirklich alles, was er an Identit?t brauchte. Neveahs Wolf zischte w¨¹tend und zog sich wutschnaubend in den hintersten Winkel ihres Verstandes zur¨¹ck. "Wo bringst du mich hin?" fragte Neveah schlie?lich ?ngstlich. Sie gingen immer tiefer in den Wald hinein und immer weiter weg vom Eclipse Pce. "H... nach Hause..." erwiderte der Schwarze Drachenwandler und Neveah runzelte leicht die Stirn. "Zuhause? Das ist nicht der Weg zu meinem Zimmer." Neveah wies darauf hin, und der Schwarze Drache blickte einen kurzen Moment zu ihr hinunter, bevor er antwortete. "M...yyy h..home." gab der Schwarze Drachenwandler weiter und Neveahs Augen weiteten sich. Chapter 85: Sein Preis (Kap.85)

Chapter 85: Sein Preis (Kap.85)

K?nig Jian stand an der Grenze des Finsternisfang-Rudels, seine Haltung war k?niglich und imposant, er hatte die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt und die Augen in Meditation geschlossen, w?hrend er ruhig dastand. Der kalte Nachtwind lie? seine silbernen Locken ¨¹ber sein Gesicht wehen, aber er k¨¹mmerte sich nicht darum, er schien in seiner eigenen Welt verloren, und nichts anderes konnte seine Barriere durchbrechen. Sein schwarzes Gewand tterte im Wind, und er strahlte Ruhe und Gssenheit aus, obwohl alle, die ihn kannten, genau wussten, dass dies nur eine T?uschung war. Als K?nig Jian dort stand, kam einer seiner Untergebenen auf ihn zu und verbeugte sich. "Mein K?nig, wir haben Xenon aus den Augen verloren. Wir haben versucht, ihn zu verfolgen, aber er hat seine F?hrte verwischt und uns so von seiner Spur abgelenkt." Kirgan, einer der Drachenwandler, berichtete dem Drachenk?nig. K?nig Jian reagierte nicht sofort, sondern verharrte einfach in seiner Position, als h?tte er den Bericht seines Untergebenen nicht geh?rt. K?nig Jian z?gerte in der Tat, etwas zu sagen, er hatte heute schon viele Worte gesagt, viel mehr als er normalerweise sagte, und er hatte keine Lust, noch mehr zu sagen. K?nig Jian hatte gerade das Rudelhaus des Finsternisfang-Rudels nach einem ?u?erst angespannten Abendessen mit dem Alphak?nig vessen, bei dem er seine Absichten deutlich gemacht hatte, die Finsternisprinzessin als seinen Preis zu fordern. Als K?nig der Schuppenk?nige hatte K?nig Jian bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas mit den Wolfsgestalten des Finsternisgebiets zu tun gehabt, und es w?re ihm lieber gewesen, wenn das auch so geblieben w?re. Doch diesmal musste K?nig Jian eine Ausnahme machen, und so war er gekommen, um mit dem Alphak?nig der Finsternis um einen Tausch zu verhandeln. K?nig Jian hatte damit gerec, dass er abgewiesen werden w¨¹rde, aber zu seiner gro?en ¨¹berraschung war der Alphak?nig eher darauf bedacht, noch mehr Vorteile aus dem Tausch zu ziehen, als er bereits erhalten hatte. K?nig Jian war noch nie einem Mann bege, der so bereit war, sein eigenes Fleisch und Blut f¨¹r materielle Vorteile zu verkaufen, und der Gedanke daran widerte K?nig Jian so sehr an, dass er sich besudelt f¨¹hlte, noch in diesem Gebiet zu sein. K?nig Jian hatte den Speisesaal in dem Moment vessen, als die Angelegenheit beendet war, und alles, was der Eclipse-Alpha-K?nig wollte, hatte er bekommen. Er hatte ein Verm?gen im Austausch f¨¹r seine Tochter gefordert, aber es gab nichts, was K?nig Jian nicht geben konnte, es war besser, mehr zu nehmen... auf diese Weise war K?nig Jian keinen Gefallen schuldig. Drachen waren bekannt daf¨¹r, gierig nach Sch?tzen und Reichtum zu sein, aber K?nig Jian erkannte nun, dass die Wolfsmenschen nicht besser waren. K?nig Jian antwortete schlie?lich nach einem Moment, sein tiefer Bariton schallte durch den stillen Wald. "Wenn er nicht will, dass du ihm folgst, dann wirst du ihn nicht finden k?nnen. Lasst ihn in Ruhe." sagte K?nig Jian in einem abweisenden Ton. Xenon war schon vor einiger Zeit gegangen, K?nig Jian war sich nicht sicher, wohin er gegangen war, aber Xenon war ein Mann, der tat, was er wollte, niemand konnte ihn aufhalten oder kontrollieren, und K?nig Jian wollte das auch nicht. "Er wei?, wo er uns finden kann, wenn er bereit ist, wird er seinen Preis mitbringen." sagte K?nig Jian wissend. __________________ "Mein Vater ... er hat dem zugestimmt?" fragte Neveah nach einem Moment der Stille. Der Schwarzgeschuppte Drache brummte als Antwort und Neveah l?chelte leicht, sie war nicht einmal ¨¹berrascht, dies zu h?ren und so schob sie alle Gedanken an einen Kampf beiseite. Es gab nichts, was Neveahs Kampf f¨¹r sie tun w¨¹rde, zwischen ihrem Vater und den Drachenwandlern, keiner von beiden konnte sich widersetzen. Hier zu bleiben oder zum Finsternisfang-Rudel verschleppt zu werden, beides war keine bessere Option. Auf diese Weise konnte Neveah wenigstens sicher sein, dass sie nicht durch Alessios H?nde sterben w¨¹rde, so viel war schon sicher. Sie stapften schweigend durch den Wald, und nach einer Weile sp¨¹rte Neveah, wie die Ersch?pfung an ihr zerrte, die Reise zur¨¹ck zum Eclipse Pce hatte vier Tage ohne Rast oder Zwischenstopp gedauert, und Neveah war gekommen, um sich dieser Situation zu stellen. Jetzt sollte sie in ein weit entferntes Land gebracht werden, von dem sie nichts wusste, aber das war auch gut so... der Sch?pfer hatte Neveah noch nie seine Gnade gezeigt, in diesem Leben und dem davor war Neveah daran gew?hnt. Sie begte ihr Schicksal nicht, es gab Menschen, die einfach nur vom Pech verfolgt waren, und sie war eine von ihnen. Neveah hatte das schon immer gesagt... sie war zum Sterben geboren worden. Bald konnte Neveah ihrer Ersch?pfung nicht mehr widerstehen, und sie schlief ein, w?hrend sie an der Schulter des Schwarzen Drachenwandlers baumelte. _________________ Xenon sp¨¹rte es in dem Moment, als die kleine W?lfin in seinen Armen einschlief, und seine Brauen zogen sich leicht zusammen. Eben noch schien es, als w¨¹rde sie alles tun, um von ihm wegzukommen, aber jetzt war sie so leicht in den Armen einer Bestie wie ihm eingescfen. Xenon fragte sich, ob sie einfach nur so verwegen war oder ob sie ihn nicht f¨¹r so furchterregend hielt wie alle anderen, oder vielleicht war es beides. Ein Grunzen entwich Xenons Lippen, als er der Spur von Jians Geruch folgte, dem einzigen Geruch, den er als angenehm empfand ... zumindest war das so, bis er diese kleine W?lfin getroffen hatte. Ihr Duft... so berauschend, Xenon konnte ihn nicht beschreiben, er war mehr Tier als Mensch und deshalb waren seine Sinne besonders empfindlich f¨¹r Ger¨¹che. Im Gegensatz zu den Wolfsgestalten, die zwei Wesenheiten waren, die zu einer einzigen verschmolzen waren, manifestierten sich die beiden Pr?senzen immer noch einzeln, Die Drachen waren vollst?ndig mit ihrer tierischen Seite verschmolzen, sie waren ein und dasselbe Wesen, es gab weder einen Menschen noch einen Drachen... nur einen Drachenwandler. Es gab keine Stimme in ihrem Geist, ihre Drachengestalt geh?rte ihnen genauso allein wie ihre menschliche Gestalt, und f¨¹r einen wilden Drachen wie Xenon war alles an ihm besonders empfindlich. Er war leicht zu ver?rgern und w¨¹rde nicht z?gern, jeden, der ihn beleidigte, in St¨¹cke zu rei?en, und er hasste es besonders, wenn ihm Menschen zu nahe kamen oder ihn ber¨¹hrten. Anders als Jian hatten in den letzten zehn Jahren alle, die Xenon ber¨¹hrt hatten, einen grausamen Tod durch seine Hand erlitten, und Xenon sp¨¹rte nichts davon... er sp¨¹rte sogar kaum etwas. Und so konnte Xenon nicht verstehen, warum er aus seinem Dunst erwacht war, und in dem Moment, in dem er diese kleine W?lfin schluchzend im Wald erblickte, hatte er sich dabei ertappt, wie er sie neugierig aus den Schatten heraus beobachtete. Ihr Geruch war anders als alles, was er je hatte einatmen d¨¹rfen, er hatte ihn zu ihr gelockt, aber alles an ihr war genauso geheimnisvoll und faszinierend wie ihr Geruch. Xenon konnte es nicht begreifen, er konnte nicht begreifen, warum ihn diese W?lfin so faszinierte, und so war er immer wieder ins Wolfsgebiet gekommen, um sie aus dem Schatten heraus zu beobachten, bis Jian ihn erwischt hatte. Und sogar bis zu diesem Moment, als er die kleine W?lfin in seinen Armen hielt... Xenon konnte nicht anders, als sich zu fragen, wie er die Ber¨¹hrungen anderer nicht ertragen konnte, aber ihre Ber¨¹hrungen st?rten ihn nicht im Geringsten. Es gab Fragen, auf die Xenon keine Antwort fand, er selbst konnte seine eigenen Gedanken nicht verstehen, sein Geist war bereits von Wahnsinn und Dunkelheit verzehrt, was n¨¹tzten ihm da noch Gedanken? Alles, was er wusste, war die Tatsache, dass er von dem Moment an, als er diese kleine W?lfin erblickte, wusste, dass er sie nicht mehr gehenssen konnte. Jetzt... w¨¹rde er sie mit nach Hause nehmen, und der Fluch der mmen w¨¹rde auf jedemsten, der sich ihm in den Weg stellte. _____________________ K?nig Jian sp¨¹rte Xenons Ankunft,nge bevor er kam, und er blieb mit geschlossenen Augen stehen, bis Xenon die Baumkrone durchbrach. K?nig Jian brauchte nicht zu sehen, um zu wissen, dass Xenon die Begleitung seines Preises mitgebracht hatte, er konnte den Geruch von Xenons Begleitung ebenso leicht wahrnehmen wie Xenons Geruch. "Lord Xenon,sst mich sie nehmen." bot Kirgan an, als er auf Xenon zuging, doch ein Blick aus Xenons pechschwarzen Augen lie? ihn zur¨¹ckweichen. Xenon schritt auf Jian zu und blieb hinter ihm stehen, er sagte kein Wort, er stand einfach nur da und ¨¹berlie? sich Jians Urteilsverm?gen. "Du hast deinen Preis gebracht ... ist sie zufriedenstellend?" fragte K?nig Jian, als seine Augen endlich auftterten und seine ungleichen Augenh?hlen enth¨¹llten. Xenon brummte seine Antwort und K?nig Jian nickte. "Ich wei? nicht, warum du so von einem Wolf fasziniert bist, aber was immer du dir w¨¹nschst... ich werde es dir geben ... sei es eine W?lfin oder das gesamte Finsternisreich, snge es dich zufriedenstellt." murmelte K?nig Jian, K?nig Jian drehte sich schlie?lich um und lie? seinen Blick auf der Finsternisprinzessin ruhen, die ¨¹ber Xenons Schulterg. "Sie nennt dich Schwarzschuppe und schl?ft ¨¹ber deiner Schulter ... unublich." murmelte K?nig Jian kopfsch¨¹ttelnd und schritt davon. Chapter 86: Die schlafende Prinzessin (Kap.86)

Chapter 86: Die scfende Prinzessin (Kap.86)

Die Sonne begannngsam hinter dem Horizont zu verschwinden, und in ein paar Stunden w¨¹rde sie untergehen und die Nacht w¨¹rde ihren tz einnehmen. Der Wald der nicht beanspruchten L?ndereien war in die Farben der Sonnenstrahlen getaucht und die Ger?usche des Lebens waren zu h?ren, ein entferntes Knurren hallte immer wieder durch den stillen Wald und Eichh?rnchen huschten auf der Suche nach N¨¹ssen umher. Die nicht beanspruchten Gebiete waren die Grenzen, die die Aufteilung der Territorien markierten, und diese Teile der nicht beanspruchten Gebiete waren besonders gro? und weitl?ufig und reichten ¨¹ber die Grenzen der Eclipse Domain hinaus. Auf einer Lichtung direkt neben einem ruhig dahinflie?enden Bach sa? eine f¨¹nfk?pfige Gruppe an verschiedenen Stellen, vier davon waren muskul?se M?nner, die in verschiedene Arten von Lederkleidung gekleidet waren, und die f¨¹nfte war eine Frau, die tief schlief. Urspr¨¹nglich bestand die Gruppe aus sieben Personen, aber zwei von ihnen hielten in einiger Entfernung von den anderen Wache. "Es ist bereits nach Mittag, und wir haben das gesamte Finsternisreich durchquert, wienge wird die Finsternisprinzessin wohl scfen?" fragte Kirgan in einem leisen Fl¨¹sterton, w?hrend er sein Kurzschwert mit einem Lappen abwischte. Mit einem verwirrten Gesichtsausdruck warf er einen Blick zu Lord Xenon hin¨¹ber, der an einen Baum gelehnt sa? und die Finsternisprinzessin scfend auf seinem Scho? hatte. "Vielleicht ist sie vor Schreck bewusstlos, es kann nicht einfach sein, Lord Xenon gegen¨¹berzustehen." Noel, ein weiterer Drachenwandler, antwortete achselzuckend und achtete darauf, in leisem Ton zu sprechen, um Xenons Zorn nicht auf sich zu ziehen. "Trotzdem ist es schon ¨¹ber einen halben Tag her, wenn sie nicht bald erwacht ... k?nnen wir in dieser Form nicht weiterreisen." murmelte Kirgan, bevor er wieder einen Blick auf einen gr¨¹belnden Xenon warf. Aber nat¨¹rlich war Lord Xenon der Schwarzgeschuppte immer am Gr¨¹beln, und so war dies keine gro?e ¨¹berraschung f¨¹r die Drachenwandler; Was ihn ¨¹berraschte, war der Anblick der kleinen goldhaarigen Prinzessin, die zusammengerollt und tief scfend in seinem Scho?g, w?hrend er steif dasa?, als h?tte er vergessen, wie man sich bewegt. W?hrend des letzten halben Tages ihrer Reise hatte Xenon die Eclipse-Prinzessin getragen, ohne sie auch nur einen Momentng jemand anderem zu ¨¹bessen, und das trotz der gro?en Entfernung, die sie zur¨¹ckgelegt hatten, und der Unbequemlichkeit, in Xenons Armen zu liegen, schlief die Eclipse-Prinzessin immer noch fest... Xenon hatte sie nach der H?lfte der Reise nicht mehr ¨¹ber seine Schulter baumelnssen, sondern sie f¨¹r den Rest des Weges eng an sich gedr¨¹ckt. Und w?hrend all dieser Ver?nderungen und Bewegungen hatte die Eclipse-Prinzessin tief und fest gescfen, ohne auch nur einen Moment zu zucken, als w?re sie bewusstlos geworden. Dass die Eclipse-Prinzessin wie eine Tote schlief, war f¨¹r die Drachenwandler schon erstaunlich genug, Was jedoch noch erstaunlicher war, war der Anblick von Xenon dem Schwarzgeschuppten, dem gef¨¹rchtetsten Drachenwandler, der eine Frau mit solch z?rtlicher F¨¹rsorge streichelte, ein Anblick, von dem keiner der Drachenwandler erwartet hatte, dass er ihn jemals in seinem Leben erleben w¨¹rde. Es gab tausend M?glichkeiten, den sicheren Tod zu suchen, wenn man Xenon gegen¨¹berstand, doch die sicherste war, ihm zu nahe zu kommen oder ihn zu ber¨¹hren. F¨¹r einen Mann war das eine Sache, aber f¨¹r eine Frau noch viel mehr. Xenon war vom blo?en Anblick des sch?nen Geschlechts abgesto?en und w¨¹rde nicht einmal die Anwesenheit einer Frau in seiner N?he dulden, ohne sie durch den Raum zu werfen, Und doch sa? er hier, mit seinem ¨¹blichen ausdruckslosen Blick, starrte geradeaus und war wie immer wie bet?ubt, doch seine Handg sch¨¹tzend um die schlummernde Eclipse-Prinzessin, eine Handlung, die er unbewusst vollzog. Wie oft hatten sie ihm angeboten, die Eclipse-Prinzessin an seiner Stelle zu tragen, aber alles, was sie daf¨¹r bekommen hatten, war ein t?dlicher Blick, wenn sie nicht v?llig ignoriert wurden. Jetzt wagte niemand etwas dazu zu sagen, aus Angst, Xenons Zorn auf sich zu ziehen, und so sa?en sie still da und staunten nur. W?hrenddessen stand K?nig Jian etwas abseits, auch vom Rest der Gruppe. Er lehnte mit geschlossenen Augen an einem Baum und meditierte, wie er es oft tat, wenn er nicht sprechen oder gest?rt werden wollte. Es war ¨¹ber eine Stunde vergangen, seit er dort gestanden hatte, und es war bereits Zeit f¨¹r die Gruppe, ihre Reise nach einer dreist¨¹ndigen Rast fortzusetzen, und K?nig Jian wusste das auch. Seine Augen tterten auf, als er sich vom Baum abstie? und mitngsamen Schritten zu Xenon hin¨¹berging. Normalerweise musste jeder, der F¨¹rst Xenon einen Bericht erstatten wollte, einen gro?en Abstand zu ihm einhalten, und selbst dann, wenn er ihn nicht h?ren wollte, w¨¹rde er mit einem brutalen Angriff reagieren. K?nig Jian war jedoch die einzige Ausnahme, die so l?ssig den ganzen Weg zu Xenon hin¨¹bergehen konnte, ohne seinen Zorn zu erregen. "Wir m¨¹ssen unsere Reise in Drachengestalt fortsetzen, erwecke deinen Preis." sagte K?nig Jian zu Xenon. Xenon grunzte leise und starrte auf die Finsternisprinzessin hinunter, bevor sein Blick wieder zu K?nig Jian wanderte und er den Kopf sch¨¹ttelte. Es gab eine stillschweigende ¨¹bereinkunft zwischen K?nig Jian und Xenon, und so konnte K?nig Jian aus Xenons Blick bereits seine Gedanken verstehen. "Nun gut." sagte K?nig Jian, w?hrend er sich hinhockte und eine Hand ausstreckte, um die Finsternisprinzessin zu wecken, doch gerade als sich seine Hand n?herte, schoss eine Hand hoch, um sein Handgelenk zu ergreifen, und die Augen der Finsternisprinzessin rissen auf. ________________________ Neveahs Sinne meldeten ihr eine fremde Pr?senz, und ihre Hand schoss instinktiv nach oben, um die Hand zu ergreifen, die sich ihr n?herte, und ihre Augen rissen auf. Neveah nahm sofort die vertrauten, ungleichen Augen des Drachenk?nigs wahr, und ihre Augen weiteten sich leicht, als sie sofort seine H?nde loslie? und auf die F¨¹?e springen wollte, aber von einer Hand, die sich fest um ihre Taille legte, wieder nach unten gezogen wurde. Erst dann bemerkte Neveah, dass sie in den Armen von jemandem sa?, und der Geruch von Asche und Glut, der fremdartig und doch seltsam angenehm war, machte Neveah r, wer dieser Jemand war. Gefangen zwischen dem Drachenk?nig, der sie mit ausdrucksloser Miene anstarrte, und dem Schwarzgeschuppten Drachenwandler, dessen leises, warnendes Knurren direkt in ihren Ohren widerhallte, sp¨¹rte Neveah, wie ihr Herz vollst?ndig aufh?rte zu scgen, und sie erstarrte. Neveah war in zwei Leben schon in vielen beunruhigenden Situationen aufgewacht. War es das eine Mal, als sie in den Tiefen eines Sees aufgewacht war, als Alphak?nigin Vilma versucht hatte, sie zu ertr?nken, nachdem sie sie in den Scf versetzt hatte? Oder war es, als sie aufwachte und feststellte, dass sie von Alessio vom Dach aufgeh?ngt worden war, mit dem Kopf nur wenige Zentimeter von einem Kohletopf mit gl¨¹henden Kohlen entfernt? Es g?be viele solcher Ereignisse zu erz?hlen, aber Neveah k?nnte schw?ren, dass sie noch nie so viel Angst gehabt hatte wie in diesem Augenblick. Und so blieb Neveah wie erstarrt stehen, unf?hig, sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen, und sie wagte es nicht einmal, denn sogar ihr Atem war von ganz allein stehen geblieben, und sie starrte wie versteinert. Es dauerte einen kurzen Moment, aber K?nig Jian durchbrach den Nebel als erster, erhob sich auf seine F¨¹?e und verschwand aus Neveahs Blickfeld. "Sie lebt ... gut. Komm, Xenon ... wir brechen sofort auf." murmelte K?nig Jian in einem leeren Ton, bevor er sich umdrehte und davonschritt. Der Schwarzgeschuppte Drache, von dem Neveah erst jetzt erkannte, dass er Xenon hie?, erhob sich und zog Neveah mit sich. "Ich kann allein gehen." sagte Neveah z?hneknirschend, wurde aber von Xenon, der hinter K?nig Jian herlief, v?llig ignoriert. "Kannst du mir wenigstens sagen, wo ich bin?" fragte Neveah erneut, w?hrend sie sich umschaute, wieder wurde sie ignoriert und sie konnte es Xenon nicht wirklich ver¨¹beln, da sie wusste, dass er kaum Worte sprechen konnte. "In den Au?enbezirken der Eclipse Domain. Du hast fast einen Tagng gescfen." sagte eine Stimme, die Neveah nicht erkannte, hinter Xenon und Neveah hob eine Augenbraue, als die Worte, die sie gerade geh?rt hatte, sie zum Schweigen brachten. Die Au?enbezirke der Eclipse Domain, sagte er. Einfach so war sie aus der Eklipse-Dom?ne herausgekommen, die sie ihr ganzes Lebenng unbedingt hatte vessen wollen ... einfach so hatte sie sich endlich von den Fesseln der Eklipse-K?nige gel?st. Einfach so hatte sie die Ummmerung ihres Vaters und die erdr¨¹ckenden Mauern des Eklipse-Pstes vessen, ohne selbst irgendetwas nen zu m¨¹ssen. Einfach so, all ihre sorgf?ltig genten Bem¨¹hungen, all ihre Hoffnungen, von denen sie nicht einmal sicher war, dass sie sie erf¨¹llen konnten ... in einem Augenblick war sie hier drau?en und der Eclipse-Pst ... nein, das Eclipse-Gebiet selbstg weit hinter ihr. Zum ersten Mal seitnger Zeit, ungeachtet der Situation, in der sie sich gerade befand... breitete sich ein echtes L?cheln auf Neveahs Lippen aus. Chapter 87: Die Flucht ergreifen (Kap.87)

Chapter 87: Die Flucht ergreifen (Kap.87)

Freiheit, Neveah h?tte sie am liebstenuthals in den Himmel gebr¨¹llt, nur war diese ihre Freiheit eine sehr ungew?hnliche... sie war aus einem K?fig befreit worden und wurde vielleicht in einen anderen gebracht. Aber kleine Siege waren es wert, anerkannt zu werden, und wenn sie es in einem St¨¹ck aus der Finsternis-Dom?ne herausschaffen und ihrem eigenen Schicksal trotzen konnte, dann war Neveah in ihrem Herzen sicher, dass sie eines Tages aus dem Drachenturm frei sein w¨¹rde. Neveahs L?cheln war jedoch nur von kurzer Dauer, es verschwand bald aus ihrem Gesicht, denn nach einem kurzen Spaziergang durch den Wald erreichten die Drachenwandler ein weites Feld, das sich so weit erstreckte, wie das Auge sehen konnte, und dort blieben sie stehen. Was das L?cheln von Neveahs Lippen wischte, war nicht die Tatsache, dass die Drachenwandler pl?tzlich zum Stehen gekommen waren, sondern die Worte eines der Drachenwandler, den Neveah als Kirgan bezeic hatte. "Wir werden von hier aus die Flucht ergreifen." sagte Kirgan und Neveahs Augen weiteten sich leicht, als Xenon sie schlie?lich auf die F¨¹?e fallen lie?. Seine H?nde verweilten noch einen Moment auf ihrem Arm, als wollten sie den Hautkontakt nicht unterbrechen, w?hrend Neveah erleichtert war, endlich auf eigenen Beinen zu stehen. "Du wirst mit Lord Xenon reiten." erkl?rte Kirgan, und Neveah konnte nur mit gro?en Augen zusehen, wie Xenon nach vorne schritt und sich in eine gewisse Entfernung begab, Seine Verwandlung ¨¹bernahm ihn, und im Handumdrehen war an Xenons Stelle sein Drachenberg in seiner ganzen Gr??e und Furcht einfl??enden Pracht. Mit den vertrauten pechschwarzen Schuppen starrte Neveah einfach nur, als das riesige Tier seinen gro?en Kopf zu ihr drehte und seine Augen auf sie richtete. Ein Knurren entkam den Lippen des Tieres, als es seine Fl¨¹gel weit ausbreitete und einen Momentng einen gro?en Teil des Himmels verdeckte, bevor es sich wieder zu seinen Seiten zusammenrollte. Die Bestie pirschte sich an Neveah heran, die Erde bebte bei jedem Schritt, den sie tat, und w?hrend die anderen Drachenwandler von diesem Anblick unbeeindruckt blieben, musste Neveah die Z?hne zusammenbei?en, um nicht zu fliehen. Neveah hatte Xenons Drachengestalt schon einmal gesehen, sie hatte ihn sogar angegriffen und wusste daher, wie gro? er war, doch sie war immer noch schockiert ¨¹ber seine gewaltige Gr??e, die man mit einem kleinen Berg vergleichen konnte. Dampf stieg aus den N¨¹stern des Tieres, und Neveah holte tief Luft, um sich zu beruhigen. Sie war nicht mehr die schwache und hilflose Prinzessin, die sie einmal war, als sie gegen den schwarzgeschuppten Drachen gek?mpft hatte. Neveah verdr?ngte ihre Angst und bewahrte eine ruhige Haltung, obwohl ihr der Gedanke, auf einem Drachen von Xenons Gr??e zu reiten, nicht sehr behagte. Bald kam Xenon in einiger Entfernung von ihnen zum Stehen, und Kirgan, der bisher als Einziger mit Neveah gesprochen hatte, nickte ihr zu. Neveah blieb wie angewurzelt stehen, obwohl sie ihren Schrecken bereits ¨¹berwunden hatte, aber angesichts des riesigen Drachens wusste sie nicht, ob sie es schaffen w¨¹rde. "Ich ... gibt es denn keine andere M?glichkeit?" fragte Neveah nach einem Moment und Kirgan warf ihr einen Blick zu, doch er konnte nichts sagen, bevor ein leises, warnendes Knurren aus dem schwarzen Drachen drang. "Niemand reitet Lord Xenon au?er Seiner Lordschaft. Dein Z?gern ist eine Respektlosigkeit ihm gegen¨¹ber und wird ihn nur ver?rgern, da Lord Xenon bereit ist, dein Reittier zu sein, solltest du ihn nicht missachten." riet Kirgan in einem strengen Ton. Ihn missachten? Neveah ubte nicht, dass die Missachtung hier das Problem war, verglichen mit der Tatsache, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben auf einem Drachen reiten sollte und nicht einmal z?gern durfte? Sie waren ihr ganzes Lebenng Drachenwandler gewesen, sie hatten sich so leicht durch die L¨¹fte geschwungen wie die Wolfswandler durch die W?lder, wie konnten sie verstehen, was es bedeutete, Neveah zu bitten, auf einem so furchterregenden Tier zu reiten? "Es ist kein Sattel in Sicht..." begann Neveah, doch sie bereute die Worte, sobald sie ihre Lippen verlie?en, als sich die Augen aller Drachenwandler auf sie richteten. "Drachen sind keine Pferde, Prinzessin." sagte Kirgan, und Neveah sch¨¹rzte die Lippen und wich dem Blick des furchterregenden schwarzen Drachen vor ihr aus, der sie geradezu zu verschlingen schien. "Beweg dich, Kleiner." K?nig Jian, der die ganze Zeit geschwiegen hatte, sprach schlie?lich in einem eiskalten Ton, der Neveahs F¨¹?e in Bewegung setzte, bevor sie es merkte. Neveah ging zu Xenon hin¨¹ber und starrte auf die Stacheln und die harten Schuppen. Es gab keine einfache M?glichkeit, diesen Aufstieg zu bew?ltigen, und obwohl Xenon seine K?rpergr??e verringert hatte, um Neveah den Aufstieg zu erm?glichen, war er immer noch zu massiv. Neveahs Blick wanderte ¨¹ber Xenons R¨¹cken, sie war sich nicht sicher, wo genau sie ihn ber¨¹hren konnte und wo nicht, und so trat Neveah einen Schritt zur¨¹ck. Gerade als Xenon wieder zu knurren begann, sprang sie nach vorne, ihr Stiefel fand Halt an Xenons Oberarm, mit dem sie sich bis zu seinem R¨¹cken hochstemmte und erfolgreich an der Basis seines Halses ansetzte, ohne ihn zu ber¨¹hren. Neveah be?ugte den gro?en Stachel kurz vor ihr und bewegte sich leicht nach hinten, um einen sicheren Abstand zwischen ihr und Xenons Stacheln zu gew?hrleisten. "Halt dich fest." riet Kirgan, als Xenon sich zu seiner vollen Gr??e aufrichtete. Neveah musste sich das nicht zweimal sagenssen, denn ihre behandschuhte Hand ruhte auf Xenons rauen Schuppen, gerade als die Welt kippte. Neveah hatte keine Gelegenheit zu sehen, wie die anderen Drachenwandler ihre Gestalt annahmen, nicht dass sie es vermeiden konnte, die Szenerie zu genie?en, wenn sie sich gerade auf dem R¨¹cken eines Drachens befand. Die vertrauten goldenen Schuppen eines m?chtigen Drachens schossen blitzschnell vorbei, und bevor Neveah seine Gestalt r erkennen konnte, war der Drachenwandler bereits in den Wolken verschwunden. Neveah holte tief Luft, als Xenon blitzschnell nach vorne schoss, seine Fl¨¹gel ausbreitete und sie mit einem einzigen Fl¨¹gelscg in den Himmel hob. Der Wind blies Neveah w¨¹tend ins Gesicht, und ihre Ohren waren durch die Ger?usche des tosenden Windes und Xenons Fl¨¹gelscg vernebelt, als er immer weiter in die H?he stieg, bis die Felder nur noch ein kleiner Punkt weit unter ihnen waren. Neveah hielt sich fest, w?hrend sich ihr Magen in ihr drehte, Xenons Flug war schnell und wendig, und Neveah schwor sich, dass sie schon tausendmal umgefallen w?re, wenn sie sich nicht so fest gehalten h?tte. Xenon neigte sich zur Seite und Neveahs Welt geriet v?llig aus den Fugen. Sie schluckte den Schrei hinunter, der ihr zu entweichen drohte, und schloss einfach die Augen, als Xenon mit unublicher Geschwindigkeit durch den Himmel raste. Nach einem Moment stabilisierte Xenon seinen Flug, und erst dann wagte Neveah es, die Augen zu ?ffnen. Aus den Augenwinkeln konnte sie die massiven Formen eines rotbraun geschuppten Drachens zu Xenons Linken und eines dunkelgr¨¹n geschuppten Drachens zu Xenons Rechten erkennen. Weit vor ihr blitzte ein goldener Fleck auf, der noch so weit entfernt war, dass Neveah selbst mit ihrer scharfen Sehkraft nur einen goldenen Fleck erkennen konnte, der auf die Anwesenheit des Drachenk?nigs hinwies, der den Flug anf¨¹hrte. Neveah atmete tief ein und beruhigte sich, jetzt, wo sie dar¨¹ber nachdachte, w?hrend der Wind an ihr vorbei peitschte und alle Ger?usche au?er seinem beruhigenden Rauschen ausblendete, Neveah erkannte, dass es eigentlich gar nicht so schlimm war. Sie hatte gedacht, sie w¨¹rde schon Nasenbluten bekommen oder ihre Ohren w¨¹rden von dem Druck in dieser H?he klingeln, aber es ging ihr so gut, als w?re sie schon ihr ganzes Lebenng zum Fliegen geboren worden. Obwohl ihr Magen kurz aufgew¨¹hlt war, hatte er sich wieder beruhigt, und Neveah hatte keine weiteren Beschwerden au?er der H?rte von Xenons Schuppen. Nun, da sie sich sicherer war, dass sie nicht durch einen Sturz auf die Erde weit unten ihr Ende finden w¨¹rde, lie? Neveah ihren Blick umherschweifen, denn sie befanden sich in einer H?he, die weit von der Existenz des Lebens unten entfernt war. In dieser H?he, in der Neveah sich an die Winde gew?hnt hatte, verstummten sogar die Ger?usche, und es herrschte eine beruhigende Stille, eine Stille, von der Neveah sicher war, dass sie sie nirgendwo anders finden konnte als in dieser H?he. Als Neveahs Blick sich bewegte, fiel ihr Blick auf den Drachen, den sie ritt, den furchterregenden schwarzen Drachen, der so einsch¨¹chternd war, doch jetzt, da er in seinem Element war, fand Neveah ihn einen ziemlich mysteri?sen Anblick. Neveahs Blick schweifte ¨¹ber seine pechschwarzen Schuppen, die wie Edelsteine schimmerten, und sie fragte sich, aus welchem Grund genau die Drachenwandler zu ihr gekommen waren. Sie konnte den Reichtum verstehen, den der Alphak?nig durch dieses Gesch?ft erworben hatte, aber was genau war der Nutzen der Drachenwandler? Neveah erinnerte sich, dass der Drachenk?nig sie als seinen Preis bezeic hatte, aber was genau bedeutete es, der Preis eines Drachens zu sein? Chapter 88: Der Name eines Gefangenen (Kap.88)

Chapter 88: Der Name eines Gefangenen (Kap.88)

Neveah war sich nicht sicher, wienge sie schon am Himmel waren, sie hatten viele St?dte und riesige Ozeane ¨¹berquert, flogen die ganze Nacht hindurch bis zum Morgengrauen undndeten schlie?lich auf einer kleinen Lichtung. Die Lichtung war aufgrund ihrer Gr??e nur so gro?, dass einer der Drachen hineinpasste, und sondeten sie einer nach dem anderen, der Drachenk?nig zuerst, w?hrend die anderen Drachen die Lichtung umkreisten. Baldndete auch Xenon und es war Zeit f¨¹r Neveah, von Xenons R¨¹cken abzusteigen, damit er in seine menschliche Gestalt zur¨¹ckkehren konnte und die anderen Drachenwandler ebenfallsnden konnten. Neveah seufzte, als Xenon seine K?rpergr??e senkte, um sie hinunterzssen, was bei seiner enormen Gr??e keinen gro?en Unterschied machte. Neveah dachte ¨¹ber ihre M?glichkeiten nach und konnte sich immer noch nicht entscheiden, wo sie etwas anfassen konnte, ohne Xenons Zorn auf sich zu ziehen, denn sie hatte geh?rt, dass Drachenschuppen sehr empfindlich waren, ebenso wie jeder andere Teil ihrer Gestalt. Deshalb duldeten sie es nicht, wenn sich ihnen jemand Unbekanntes n?herte, und waren leicht zu ver?rgern, aber das war auch schon alles, was Neveah ¨¹ber Drachen wusste. Um auf Nummer sicher zu gehen, wusste Neveah, dass sie bei den Drachenwandlern, die leicht zu ver?rgern waren, besonders vorsichtig sein musste. Mit einem Seufzer sprang Neveah von Xenons R¨¹cken undndete in der Hocke. Ihre Art des Abstiegs war ziemlich seltsam, aber da niemand etwas dar¨¹ber sagte, nahm Neveah an, dass es nicht als Missachtung angesehen wurde. Andererseits gab es au?er Xenon, der hinter ihr wieder in seine menschliche Gestalt zur¨¹ckkehrte, niemanden, der ihre Aktionen kommentierte, Die einzige andere Person, die gndet war, sa? bereits in einer meditativen Position und blendete die Welt um sich herum aus, seine silbernen Locken fielen ihm in Kaskaden den R¨¹cken hinunter, sie mussten sich w?hrend seiner Schicht gel?st haben. Seine Kleidung war jedoch v?llig intakt, und seine Robengen elegant hinter ihm ausgebreitet, und Neveah fragte sich, wie jemand mehr einer Statue der Perfektion gleichen konnte als einem Menschen. Neveah hatte ihren Blick ein paar Mal auf ihm ruhenssen, und jedes Mal befand er sich in einem Zustand v?lliger Gssenheit, so dass man sich allein bei seinem Anblick minderwertig f¨¹hlte. Ihre Blicke trafen sich auch kaum, aber die wenigen Male, wo sie sich trafen, wurde Neveah mit einem kalten und herassenden Blick bedacht, als ob sie eines Blickes unw¨¹rdig w?re, und obwohl Neveah sich dabei nicht besonders f¨¹hlte, verstand sie die Andeutung. Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass der Drachenk?nig sie nicht mochte, es war offensichtlich in seiner Miene, in seinem Blick und in allem, was ihn ausmachte... bisher hatte er sie entweder ignoriert oder sie angeschnauzt. Es war seltsam, dass er ihre Existenz so sehr missachtete und dennoch den ganzen Weg auf sich genommen hatte, um Neveah als seinen Preis zu fordern. Neveah hatte bereits herausgefunden, dass dies Xenon geschuldet war, und sie sch¨¹ttelte den Kopf, sie wollte sich nicht damit besch?ftigen, was der Drachenk?nig von ihr dachte, Was er dachte, spielte keine Rolle, Neveah wollte auch keinen Anteil an diesem Handel haben, aber sie hatte sich gegen ihren Willen mit ihnen eingssen, und was k¨¹mmerte sie sein Missfallen? Es war einfach nicht von Bedeutung. Neveah ging zur Seite und ignorierte das leise Knurren von Xenon, dessen Augen ihre Bewegung aufmerksam verfolgten. Neveah fragte sich, ob Xenon sie wirklich f¨¹r so dumm hielt, dass sie versuchte, vor sechs Drachenwandlern zu fliehen, wenn es nur einen von ihnen gab. Neveah setzte sich an einen Baum und lehnte ihren Kopf dagegen. Sie zischte leise gegen ihre Muskeln, die sich wund anf¨¹hlten, weil sie fast einen ganzen Tagng auf Xenons R¨¹cken geritten war. Seine Schuppen waren so hart wie Edelsteine, und obwohl Neveah kein Leben im ¨¹berfluss gef¨¹hrt hatte, war es f¨¹r sie immer noch unangenehm. Jetzt, wo sie zum Stehen gekommen waren, wollte Neveah einfach nur ihren Kopf ausruhen, und genau das tat sie auch, indem sie ihren Kopf an den Baum lehnte, Ihre Augen tterten zu, und gerade als sie ubte, einen Moment der Ruhe zu haben, wurde sie vom Boden in Xenons Arme gehoben, den sie an seinem Geruch leicht erkennen konnte. Zu diesem Zeitpunkt waren die anderen Drachenwandler bereits gndet und gingen ihren eigenen Gesch?ften nach, obwohl Neveah wusste, dass sie sie die meiste Zeit ¨¹ber genau beobachteten... das taten sie alle. Ihre Blicke, so vermutete Neveah, galten mehr Xenon als ihr. "O...m...e...ga..." brachte Xenon hervor und Neveah erstarrte bei der Erw?hnung des Wortes. Neveah verstand irgendwie die Frage in Xenons Tonfall und sie runzelte die Stirn, sie wollte nicht mit einem Drachenwandler ¨¹ber ihr Leben sprechen. "Lass los ... wenn du vorhast, mich ¨¹berall mit hinzuschleppen, will ich dich wissenssen, dass ich das nicht guthei?e." murmelte Neveah, erhielt aber ein Knurren als Antwort. Neveahs Augen rissen auf und gl¨¹hten schwach, als ihr Wolf an die Oberfl?che kam. Blitzschnell sprang Neveah aus Xenons Armen und stie? ihn nach hinten, mit einem t?dlichen Blick in den Augen. "Du solltest wissen, wann du aufh?ren musst... Drache. Wenn ich nein sage... dann meine ich nein." "Ich werde nicht fragen, zu welchem Zweck du mich von meiner Heimat weggebracht hast... Ich werde auch nicht fragen, wohin du mich bringst. Aber ich will nicht, dass du mich anfasst, wenn es nicht unbedingt notwendig ist." stellte Neveah mit zusammengebissenen Z?hnen r. Ein warnendes Knurren grollte aus Xenons Brust bei Neveahs pl?tzlicher Reaktion, er musste geubt haben, dass Neveah die ganze Zeit so ruhig und gef¨¹gig war, weil sie es nicht wagte, ihm zu widersprechen. Neveah knurrte zur¨¹ck, ihre Krallen fuhren aus, als ihr Wolf die Herausforderung annahm, auch wenn sie genau wussten, dass Xenon sie mit einem einfachen Schwung seiner Krallen in zwei Teile rei?en konnte. "Prinzessin ..." Kirgan begann, die angespannte Situation zu unterbrechen, aber Neveah unterbrach ihn. "Mein Name ist Neveah." stellte Neveah r. "Dein Name ist unwichtig, Kleiner... deine Existenz besteht in diesem Moment und in Zukunft darin, Xenon bei Laune zu halten. Doch wie ich sehe, wird das ein Problem werden." K?nig Jians Stimme ert?nte von dort, wo er in Meditation sa?. "Bei allem Respekt, Eure Majest?t K?nig Jian... Ich habe nicht mit Euch gesprochen." Neveah wies ihn ab. Xenon st¨¹rmte auf Neveah zu und warf ihr einen finsteren Blick zu, doch sie begee seinem Blick mit Entschlossenheit. "Ich gehe schon mit dir, wenn du auf unendlichen Kontakt bestehen musst... Ich hoffe, du hast Ketten dabei, die stark genug sind, um mich festzuhalten." sagte Neveah in einem leeren Ton. Xenon knurrte erneut, seine Augen verengten sich, als er eine Hand zu Neveahs Wange hob, seine Krallen streiften leicht ¨¹ber ihre Wange, bevor er grunzte, seine Hand zur¨¹ckzog und davonschritt. Neveah sch¨¹rzte die Lippen, als sie ihn anstarrte, bevor ihr Blick zu K?nig Jian wanderte, dessen ungleiche Augen auf sie gerichtet waren und sie dunkel anfunkelten. "Du kommst mit uns, weil du keine andere Wahl hast, Pup... weil dein Vater mein Gold genommen und dich im Austausch daf¨¹r hergegeben hat... f¨¹nfhundert von tausend Drachengold, das ist dein Wert... vergiss das nicht." sagte K?nig Jian in einem eiskalten Ton, bevor er in die Richtung schritt, die Xenon eingescgen hatte. Neveah spottete ¨¹ber K?nig Jians Worte und nickte sich selbst zu, als sie sich wieder auf ihren tz setzte. "Und ich dachte, du h?ttest dich mit deinem Schicksal abgefunden." dachte Neveahs Wolf zu ihr. "Er hat mich Omega genannt." dachte Neveah zur¨¹ck, und ihre H?nde bewegten sich unbewusst, um die Stelle hinter ihren Ohren zu reiben, wo die einzige Narbe auf ihrer Haut sa?, In ihrem Kopf spielte sie den unertr?glichen Schmerz und ihre eigenen Schreie ab, die in ihren Ohren widerhallten, bis sie nicht mehr schreien konnte. "Du hasst es nicht, Omega genannt zu werden ... warum missf?llt es dir jetzt?" fragte Neveahs Wolf und Neveah runzelte leicht die Stirn. "Es ist der Name, der mit unseren Fesseln verbunden ist. In einer Gef?ngniszelle ist es nur nat¨¹rlich, dass man uns Gefangene nennt..." Neveah brach an dieser Stelle ab, weil sie wusste, dass ihre W?lfin sie verstand. Omega war der erste Name, den Neveah erhielt, verbunden mit dem Titel Prinzessin, der sie f¨¹r immer daran erinnern sollte, dass ihr Titel nur eine Farce war und was sie wirklich war... nur der wolfslose Zwerg des Eclipse Fang Rudels. Dieser Name war ihr von der Alphak?nigin gegeben worden, und Neveah hatte erst in ihrem vierten Jahr von ihrem Vater einen richtigen Namen erhalten, aber der Name Omega war geblieben, und sie durfte ihn nicht ablegen. "Omega... es ist mein Name und meine Identit?t, ich verabscheue meine eigene Realit?t nicht... aber derjenige, der ihn ausspricht, ist kein Freund von mir... nur ein weiterer Kerkermeister." "Jemanden, der kein Freund von mir ist... mit Respekt oder Zur¨¹ckhaltung zu betrachten, bin ich nicht bereit." Neveah dachte zur¨¹ck. Sie hatte nicht erwartet, die Worte Omega von Xenon zu h?ren... sie hatte sich daran gew?hnt, sie von den Finsternisfang-W?lfen zu h?ren, aber sie w¨¹rde sich nicht daran gew?hnen, sie von jemand anderem zu h?ren. "Ein K?nig hat keine Freunde, Veah... da du das wei?t, bin ich getr?stet." sagte Neveahs Wolf. Chapter 89: Etwas aus (Kap.89)

Chapter 89: Etwas aus (Kap.89)

Neveahs Nase zuckte, als sie den Geruch von etwas Gebratenem wahrnahm. Sie runzelte leicht die Stirn, als ihre Augen auftterten und ein gut gebratenes Kaninchen vor ihren Augen baumelte. Der Geruch, den es verstr?mte, reichte aus, um zu erkennen, dass jeder Teil des Kaninchens gut behandelt worden war. Neveahs Magen knurrte, als w¨¹rde er sich erheben, um dem Ruf einer k?stlich aussehenden Mahlzeit zu folgen, und Neveah wurde in diesem Moment bewusst, dass sie sich nicht einmal an das letzte Mal erinnern konnte, als sie etwas gegessen hatte. Eine viert?gige Reise vom Eclipse-Jagdrudel hinunter zum Eclipse-Pst war vor¨¹bergegangen, ohne dass sie sich von irgendetwas ern?hren oder jagen musste, und dann war sie wieder im Eclipse-Pst angekommen, Es war ein ¨¹ppiges Abendessen vorbereitet worden, nur war niemand dazu gekommen, es zu essen, und seitdem war sie sich nicht sicher, wienge sie gescfen hatte, bevor sie aufwachte, und dann waren sie einen ganzen Tagng unterwegs gewesen. Die ganze Zeit ¨¹ber hatte es keine Gelegenheit gegeben, Luft zu holen, geschweige denn eine Mahlzeit zu bekommen, und Neveah hatte es nicht einmal zur Kenntnis genommen. Tagng ohne Essen unterwegs zu sein, daran war Neveah schon gew?hnt, und so machte es ihr kaum etwas aus, es gab Zeiten, in denen ihr das Essen verweigert wurde, nur damit sie den W¨¹nschen ihres Vaters nachkam, Und es gab andere Zeiten, in denen Neveah ihr Essen selbst verdarb, da es immer mit einer Dosis Gift versetzt war, Zu diesem Zeitpunkt gab es kaum noch etwas, das Neveah aus der Ruhe bringen konnte. Neveah hob ihren Blick und sah Xenon an, der sie mit leerem Blick anstarrte. Seine Lippen waren gesch¨¹rzt und Neveah konnte sehen, dass er immer noch w¨¹tend auf sie war, sich aber zur¨¹ckhielt. Es war seltsam f¨¹r Neveah, dass Xenon, der nicht zug?nglich wirkte, ihr gegen¨¹ber so tolerant war, und sie konnte nicht sagen, ob er nur abwarten wollte oder sie nicht f¨¹r w¨¹rdig genug hielt, seinen Zorn an ihr zu verschwenden. Bei den Drachenwandlern war es unm?glich, ihre Gedankeng?nge vorherzusagen, das war vielleicht das einzig Sichere an ihnen. Neveah blickte zur Seite und suchte unauff?llig nach dem anderen der beiden, der Drachenk?nig war nicht zur Gruppe zur¨¹ckgekehrt, und sie hob eine einzelne Augenbraue, sie hatte gedacht, sie w?ren zusammen, aber Xenon war allein zur¨¹ckgekehrt. Neveah vermutete, dass der Drachenk?nig nicht im selben Raum mit ihr sein wollte, sie hatte nicht einmal mit ihm gesprochen, aber er war sogar noch beleidigter als Xenon, mit dem sie gesprochen hatte. Es war schwer zu entscheiden, ob es darang, dass der Drachenk?nig sie nicht mochte, oder ob er Xenon einfach so sehr besch¨¹tzte. "Ea...t." brachte Xenon in seiner seltsamen Art zu sprechen hervor, als Neveah keine Anstalten machte, das von ihm angebotene Kaninchen anzunehmen. Sein Blick verengte sich vor Unmut, als Neveah nur misstrauisch auf das starrte, was er ihr anbot. Xenon war vor kurzem w¨¹tend davongest¨¹rmt und kehrte nun zur¨¹ck, um ihr eine Mahlzeit anzubieten. Neveah war sich nicht sicher, ob es etwas war, das sie verdauen konnte, aber Xenon schien auch nicht der Typ zu sein, der sich mit Gift herumscgen w¨¹rde. Nur die Alphak?nigin Vilma w¨¹rde sich darauf eissen, in der Welt der ¨¹bernat¨¹rlichen galt eine direkte Herausforderung als ehrenhaft, alles andere war skrupellos. Ein Drachenwandler w¨¹rde sie viel eher in mmen setzen, als sich mit Dingen wie Gift herumzuscgen. Aber wenn Xenon nicht vorhatte, sie zu vergiften, weil sie ihn ?rgerte, was sollte das dann? "Ist das eine Art Friedensangebot?" fragte Neveah misstrauisch, und Xenon grunzte leise, w?hrend er sich hinhockte und Neveah mit leicht zusammengekniffenen Augen anstarrte. Einen Momentng starrte er sie nur schweigend an, er hatte eindeutig etwas zu sagen, aber er schien zu ¨¹berlegen, wie er es so formulieren sollte, dass Neveah es verstehen w¨¹rde. "Jian...d.do no..t anger hi..m." sagte Xenon schlie?lich, bevor er das Kaninchen eindringlich an Neveahs Lippen f¨¹hrte. Neveah vermutete, dass Xenon soeben die Bedingungen seines Friedensangebots offenbart hatte. Es waren ziemlich schwierige Bedingungen, aber Neveah fand es am¨¹sant, dass er einen solchen Umweg ging, um sie vor seinem K?nig zu warnen. Au?erdem hatte Neveah das Gef¨¹hl, dass Xenons Warnung nicht nur dem K?nig zugute kam, sondern auch verhindern sollte, dass Neveah ein vorzeitiges Ende fand. Neveah neigte den Kopf zur Seite und starrte Xenon an. Er wirkte viel zu unschuldig, und Neveah wusste, dass dies nur ein falsches Urteil ¨¹ber ihren Weg war, aber sie konnte diesen Gedanken nicht absch¨¹tteln. Ihr ?rger ¨¹ber seine Worte verflog, obwohl sie unbewusst die Tatsache zur Kenntnis nahm, dass Xenon den Namen des Drachenk?nigs ohne Schwierigkeiten ausgesprochen hatte. Es schien das einzige Wort zu sein, ¨¹ber das er nicht stolperte, und Neveah vermutete, dass das nur daran liegen konnte, dass er es kannte und es im Ged?chtnis behielt ... jedes andere Wort war ihm egal. Der Drachenk?nig und Xenon, Neveah konnte sich nicht erkl?ren, was genau es war, aber irgendetwas f¨¹hlte sich seltsam an... aber Neveah beschloss, dass es nichts mit ihr zu tun hatte, und so machte sie sich nicht die M¨¹he, dar¨¹ber nachzugr¨¹beln. "Ich habe noch keine Todessehnsucht, ich wei?, wo ich die Grenze ziehen muss." murmelte Neveah, als sie das Kaninchen von Xenon entgegennahm. "Danke..." f¨¹gte Neveah hinzu, bevor sie in das Kaninchen biss und ein anerkennendes Brummen ¨¹ber das zarte Fleisch ausstie?. "Bleibst du einfach da und schaust mir beim Essen zu?" fragte Neveah, als Xenon keine Anstalten machte, zu gehen. Xenon nickte und Neveah runzelte leicht die Stirn, entschied sich aber dagegen, etwas zu sagen, und a? weiter, bis von dem Kaninchen nur noch Knochen ¨¹brig waren. Erst dann stand Xenon wieder auf, und Neveah bemerkte, dass der Drachenk?nig in einiger Entfernung an einen Baum gelehnt stand. Neveah war sich nicht sicher, wann er zur¨¹ckgekehrt war, seine Augen waren wieder geschlossen, es schien, als w¨¹rde er mehr meditieren als irgendetwas anderes tun, und Neveah fragte sich, wie er sein Volk mit einer solchen Einstellung regieren konnte. Eine behandschuhte Hand versperrte Neveah die Sicht und sie hob eine Augenbraue, als sie ihren Kopf zu Xenon drehte, der eine Hand gehoben hatte, um Neveahs Blick auf den Drachenk?nig zu versperren. "Yo...ur s...tare...Jian s...sp¨¹rt es." sagte Xenon in leisem Ton und Neveah hob eine Augenbraue und ihre Augen weiteten sich, als der Drachenk?nig die Augen aufriss und einen Blick auf Xenon warf, der gleichg¨¹ltig wirkte. Der Drachenk?nig w¨¹rdigte Neveah keines Blickes, seine Augen tterten wieder zu, als er mit einem Windsto? aus dem Blickfeld verschwand, und Neveah blinzelte, unsicher, was es damit auf sich hatte. Sie vermutete, dass der Drachenk?nig Xenons Worte geh?rt hatte und der Himmel allein wusste, wohin er wieder verschwunden war. Xenon ging ihm nicht nach, er starrte dem Drachenk?nig nur einen Momentng mit einem komplizierten Blick hinterher, und Neveah k?nnte schw?ren, dass sie in diesen pechschwarzen Augenh?hlen Belustigung sah. Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf und kam zu dem Schluss, dass sie sich etwas vorstellte, Xenon sa? an Neveahs Seite und starrte geradeaus. Neveah hatte kein Problem mit Xenons N?he, snge er sie nicht ber¨¹hrte, denn dann w¨¹rde sie ihre Wut lieber f¨¹r einen g¨¹nstigeren Moment aufsparen. Neveah lehnte sich mit dem R¨¹cken gegen den Baum und schloss die Augen, als sie bald in den Scf fiel. __________________ Neveah erwachte, weil ihre Instinkte sie auf eine Gefahr in unmittelbarer N?he aufmerksam machten, und sie ?fe die Augen, um zu sehen, wie der Drachenk?nig auf Xenon hinunterblickte, der neben ihr sa?. Neveah rollte mit den Augen, senkte den Blick und lenkte ihre Aufmerksamkeit woanders hin. "Seine Aura und seine Pr?senz, er verbirgt das meiste davon ... sie ist wirklich zu m?chtig. Irgendetwas stimmt nicht mit ihm... wir sollten ihn so weit wie m?glich meiden, mit diesem Wesen ist nicht zu spa?en." dachte Neveahs Wolf und Neveah hob eine Augenbraue. "Ich dachte, du wolltest gegen ihn k?mpfen." erinnerte Neveah ihre W?lfin durch ihre Gedankenverbindung. "Das werde ich, wenn es sein muss ... aber ich bin bereit zuzugeben, dass dieser Tag unser letzter sein wird." Neveahs Wolf dachte an Neveah und Neveah sch¨¹rzte ihre Lippen. "Ich verstehe, was du meinst." sagte Neveah schlie?lich und wusste, dass ihr Wolf sie, genau wie Xenon, vor dem Drachenk?nig warnte. Neveah war sich nicht sicher, wie ihr Wolf auf die Idee kam, dass sie bereit war, dem Drachenk?nig ¨¹ber den Weg zuufen, aber sie vermutete, dass ihr Wolf nur vorsichtig war. Xenons Augen tterten ebenfalls auf und er blickte einen Momentng zwischen Neveah und dem Drachenk?nig hin und her, als wolle er entscheiden, ob er etwas verpasst hatte. Der Drachenk?nig durchbrach die angespannte Atmosph?re, indem er Xenon eine Hand entgegenstreckte. Xenon nahm die angebotene Hand des Drachenk?nigs ohne zu z?gern, und Neveah stand von selbst auf und ging von den beiden weg. Chapter 90: No Good Men (Kap.90)

Chapter 90: No Good Men (Kap.90)

Jian stand am Rande eines Wasserfalls, die beruhigenden Ger?usche des rauschenden Wassers linderten seinen Unmut ¨¹ber das fremde Gel?nde, das so weit von seiner Heimat entfernt war. Das Gebiet der Wolfswandler, dieses kleine unbedeutende St¨¹ck Land, das kaum ein Viertel von Jians Territorium ausmachte, hatte ihn nie wirklich interessiert, Werw?lfe und Drachenwandler interagierten nie miteinander, es war, als ob sie in zwei v?llig verschiedenen Welten lebten und so hatte Jian nie gedacht, dass er eines Tages Interaktionen mit ihnen haben oder sogar hier herkommen w¨¹rde. "Interaktionen..." murmelte Jian, als er an die sogenannte Interaktion mit einer enervierenden W?lfin dachte, deren blo?e Anwesenheit Jians Nerven strapazierte und das war erst vor wenigen Tagen. Von dem Moment an, als Xenon ihm die Eclipse-Prinzessin im Wald des Eclipse Fang Rudels zeigte und erkl?rte, dass er sie wollte, konnte Jian schon sehen, dass die W?lfin ?rger machen w¨¹rde und Jian hatte in seinem Leben noch nie etwas falsch vorausgesagt. Aber was war es genau an der Eclipse-Prinzessin, das Xenon so beeindrucken konnte? Jian konnte es einfach nicht verstehen. Obwohl Xenon seine Menschlichkeit verloren hatte und ein wilder Drache geworden war, gab es Zeiten, in denen er seine Blutdurst noch unter Kontrolle hatte, aber es gab auch andere Zeiten, in denen er Freund und Feind nicht mehr unterscheiden konnte ... das war unter den Drachen als die wilde Wut bekannt. Zu solchen Zeiten waren alle, die seinen Weg kreuzten, in Gefahr, wenn er nicht rechtzeitig eingesperrt wurde, bis er wieder die Kontrolle engte. Jian hatte dabei zugesehen, wie Xenon einen verzweifelten Kampf gegen die Dunkelheit in seinem Inneren f¨¹hrte und wie er noch tiefer darin versank. Doch seit Xenon die Eclipse-Prinzessin getroffen hatte, war seine wilde Wut nicht mehr zu ihm zur¨¹ckgekehrt und er war bereits seit Wochen n¨¹chtern. Aus irgendeinem Grund schien die Anwesenheit der W?lfin Xenon von der wilden Wut fernzuhalten, und all die Jahrzehnte hatte Jian nach einer Methode gesucht, den Fluch der wilden Wut zu brechen, der Xenon gte, um ihn wieder zu seinem fr¨¹heren Ich zu machen. Jian hatte alles ausprobiert, von Tr?nken ¨¹ber magische Kr?uter bis hin zu allen Arten von Magie, alles, was eine L?sung versprach, aber es gab keine Ver?nderungen, Xenons Zustand wurde mit der Zeit nur noch schlimmer. Aber pl?tzlich tauchte diese W?lfin aus dem Nichts auf und die N?he zu ihr hielt Xenon n¨¹chtern und seinen Fluch in Schach. Eine gew?hnliche W?lfin war in der Lage, etwas zu tun, was kein Trank, kein Kraut und kein Zauberer konnte und die Absurdit?t des Ganzen war f¨¹r Jian immer noch schwer zu akzeptieren. "Es spielt keine Rolle..." erinnerte sich Jian. Wenn es auch nur die geringste M?glichkeit gab, dass diese Eclipse-Prinzessin Xenons Fluch brechen k?nnte, war Jian bereit, das Risiko einzugehen. Als er zum Himmel aufblickte, stellte er fest, dass es bereits Morgenr?te war. Er war schon seit Stunden hier, aber wie immer bemerkte er kaum, wie die Zeit verstrich. Jian wurde durch ein vertrautes Ziehen aus seinen Gedanken gerissen und er hob eine Hand um sie auf sein Herz zu legen, wo Xenons umgekehrte Schuppe in seiner Haut eingebettet war. Jian wusste sofort, dass Xenon beunruhigt war. Wann auch immer Xenon sich unwohl f¨¹hlte, rief er unbewusst nach Jian. Jian verstand, dass es darang, dass er der Einzige war, dem Xenon noch vertraute und dar¨¹ber hinaus sagte Xenon immer ... Jian musste an seiner Seite sein, denn Jian war der Einzige, der stark genug war, ihn zu t?ten, sollte es notwendig sein. Jian runzelte die Stirn, als er sich umdrehte und in Eile zur¨¹ck zum Camp ging. Als er im Camp ankam, fiel sein Blick sofort auf Xenon und er war erleichtert, dass Xenon scfend... das bedeutete, dass seine Unruhe ein Albtraum gewesen sein musste, denn er wurde oft von solchen gegt. Jian ging zu Xenon hin¨¹ber, weil er wusste, dass Xenon seine Anwesenheit sp¨¹ren und aufwachen w¨¹rde, nur dass das Paar Augen, das zuerst aufging, nicht Xenons waren... _______________ "Lass sie in Ruhe." stoppte Jian Xenon, als dieser gerade der Eclipse-Prinzessin folgen wollte. Es war f¨¹r Jian r?tselhaft, wie Xenon bereits so verhaftet war, dass es wie ein Instinkt wurde, ihr hinterherzufen. "Sie wird sich erdr¨¹ckt f¨¹hlen, wenn du ihr weiter so nachstellst. Ich verstehe, es ist schwierig, dein Biest im Zaum zu halten ... aber wir werden es schaffen, wir haben es in den vergangenen Jahren gut genug geschafft." erinnerte Jian. Es war Jian egal, ob sich die Eclipse-Prinzessin erdr¨¹ckt f¨¹hlte, er wollte nur nicht, dass Xenon deswegen beunruhigt dar¨¹ber war. Xenon hatte die H?lfte seines Lebens als wilder Drache verbracht, er verstand viele Dinge nicht und Jian wusste, dass Xenon immer noch nicht begriffen hatte, dass er zu aufdringlich war, indem er die Eclipse-Prinzessin so extrem umarmte. Xenon, dessen Instinkte ?u?erst urspr¨¹nglich waren, wusste nur, was er wollte und k¨¹mmerte sich nicht darum, wie seine W¨¹nsche andere beeinflussten. Xenon starrte Neveah mit einem komplizierten Ausdruck in den Augen nach, bevor er Jian einen Blick zuwarf, "Ich rede nicht zu ihrem Vorteil, sondern nur zu deinem." sagte Jian.Xenons Augenbraue hob sich leicht und Jian verstand die Frage in seinen Augen. "Deshalb h?tten wir sie anketten sollen, aber das wolltet ihr nicht. Die W?lfin scheint keine zu sein, die man an seiner Seite haben kann ... sie ist widerspenstig, selbsts¨¹chtig und alles andere als angenehm ... abgesehen von ihrem Aussehen verstehe ich nicht, was du an ihr findest." grummelte Jian. Xenon brauchte nicht zu sprechen, zwischen ihm und Jian hatte es nie Worte gebraucht, und selbst jetzt, da Xenon l?ngst wild geworden war, Jian war der Einzige, der die Worte, die Xenon sagen wollte, noch verstehen konnte. "Ich kann sie auch nicht leiden." sagte Jian ausdruckslos und verstand, was Xenons Blick bedeutete. Jian ignorierte Xenons Blick, er war erleichtert, dass Xenon in den letzten Wochen nicht untergegangen war, aber das bedeutete nicht, dass er einen v?llig Fremden willkommen hei?en w¨¹rde. Jian war von Natur aus kalt und distanziert, manche w¨¹rden sogar sagen, er sei grausam, und Jian w¨¹rde dem zustimmen, er war kein guter Mensch, es gab keine guten Menschen mehr. Was auch immer Jian unternahm, es war nur im besten Interesse seines Volkes, um alle anderen k¨¹mmerte er sich nicht. Jian betrachtete die Eclipse-Prinzessin als eine angeheuerte Arbeitskraft, snge sie n¨¹tzlich war ... er w¨¹rde ihr nichts antun, aber auch nur songe, wie sie n¨¹tzlich war. Xenons Augenbrauen zuckten leicht, was Jian signalisierte, dass er genau wusste, was er dachte... "H?r auf, mich so anzustarren, Xenon ... sonst bringe ich sie vielleicht gleich um." grummelte Jian, w?hrend er davonlief. _________________ Im ¨¹bernat¨¹rlichen Reich gab es viele Territorien, die vielen verschiedenen Zivilisationen geh?rten, die alten Texte sprachen von den riesigen und grenzenlosen L?ndern unter dem Himmel. Und tats?chlich waren diese weiten L?nder die Heimat vieler Rassen, die alle auf ihre eigene Art und Weise verschieden und einzigartig waren, einige mit magischen Kr?ften, andere mit der einzigartigen F?higkeit, sich in verschiedene Formen zu verwandeln Die Wolfsgestaltenwandler im ?u?ersten S¨¹den und die anderen Kinder des Mondes, die Wer-Katzen und alle anderen Wer-Wandler bedeckten die L?nder des S¨¹dens, so weit das Auge reichte. Im gesamten ¨¹bernat¨¹rlichen Reich waren die Wer-Wandler die einzigen unabh?ngigen Existenzen, die durch riesige Ozeane vom Rest des Reiches getrennt waren. Die Wer-Wandler waren die einzige Zivilisation mit einer autonomen Herrschaft, w?hrend die Zivilisationen jenseits der Meere alle unter einer einzigen obersten Herrschaft standen. Die Herrschaft dieses einen Reiches, das als das h?chste Reich bekannt war, ein Reich, das so alt war wie die Zeit und in dem die m?chtigsten alten Bestien lebten. Ein Reich der Magie, des Feuers und der Glut, das auch nach Jahrhunderten noch aufrecht und unbezwingbar stand und mit dem sich keine andere Zivilisation vergleichen konnte. Man nannte es die Festung von Asvarian, die Heimat der Drachenwandler, die ¨¹ber die ¨¹bernat¨¹rlichen herrschten, und in dieser Festung stand der Drachenturm, der Sitz der Macht des K?nigs der Welt... K?nig Jian von Golden Scales. Der Flug hatte zwei weitere Tage gedauert, mit kaum einer Pause dazwischen, und Neveahs Muskeln taten weh und waren furchtbar wund, In den vergangenen Tagen hatte sie viele Stunden auf Xenons R¨¹cken verbracht, seine harten Schuppen waren f¨¹r sie ungeei und noch gew?hnungsbed¨¹rftiger als ein Pferder¨¹cken, und es war zu erwarten, dass sie sich am Ende schlechter f¨¹hlte. Aber das lie? sich Neveah nat¨¹rlich nicht anmerken. Sie verhielt sich ruhig und gssen und sagte kein einziges Wort der Beschwerde. Abgesehen von der nicht enden wollenden Flucht war in den letzten zwei Tagen nichts Besonderes passiert, und Neveah hatte sich damit abgefunden, den Anweisungen ihres Wolfes zu folgen und dem Drachenk?nig so weit wie m?glich aus dem Weg zu gehen. Obwohl sich das als ziemlich schwieriges Unterfangen erwies, da Xenon und der Drachenwandler mehr zusammen als auseinander waren, Am Ende war Neveah wieder zu ihrem einsamen Ich zur¨¹ckgekehrt und sprach die ganze Zeit ¨¹ber kaum ein Wort, Sie hatte nichts Erfreuliches zu sagen, und wenn ihr Wolf dem Drachenk?nig gegen¨¹ber so misstrauisch war, war es besser, zu schweigen, als etwas Falsches zu sagen. Doch in ihrem Kopf begte Neveah ihre Situation, denn die Drachenwandler schienen vergessen zu haben, dass sie ein Wolf war und kein Drache wie sie, sie war ein Landtier und einfach nicht zum Fliegen geschaffen. Es war nicht der Flug an sich, der Neveah missfiel, sondern die Tatsache, dass sie keine Ahnung hatte, wohin sie fliegen w¨¹rde, und statt sich zu beunruhigen, w?re es ihr lieber, wenn sie bereits angekommen w?ren, damit sie wusste, wie ihr Leben bis zu ihrer n?chsten Flucht aussehen w¨¹rde. Gerade als Neveah sich zu fragen begann, ob sie ans Ende der Welt fliegen w¨¹rden, kam endlich die Festung Asvarian in Sicht. Neveah konnte weit vor sich gr¨¹ne Flecken sehen, und schon bald schwebten sie hoch ¨¹ber den gr¨¹nen Feldern, die aus dieser H?he wie ein gr¨¹nes Meer wirkten. Diesmal flog Xenon knapp unter den Wolken, und Neveah konnte gerade noch einen Blick auf die Landschaft unter ihnen erhaschen. Und w?hrend sie ¨¹ber die Felder flogen,g vor ihnen eine gro?e und imposante Festung mit Dutzenden von m?chtigen Geb?uden, die sich so weit erstreckten, wie das Auge reichte... Chapter 91: Dritte Landung (Kap.91)

Chapter 91: Dritte Landung (Kap.91)

Die Drachenwandler flogen bald an den Feldern vorbei, und unter ihnen erstreckte sich die Asvarische Festung. Sie befanden sich weit dar¨¹ber, so dass es wie ein Miniaturbau aussah, aber Neveah konnte etwas sehen, das ganz unten leuchtete. Neveah blinzelte, als sie es wagte, an Xenons Hals hinunterzustarren, und best?tigte, dass dort unten tats?chlich etwas leuchtete. Aus der H?he, in der sie sich befanden, war es schwer zu erkennen, aber wenn Neveah genau hinsah, konnte sie einen fl¨¹chtigen Blick darauf erhaschen. Es schien eine Fackel oder etwas ?hnliches zu sein, aber Neveah vermutete, dass es ein Mittel war, die Drachenwandler herbeizuwinken oder eine Nachricht zu ¨¹bermitteln. Die Drachenwandlerndeten bald zum dritten Mal seit Beginn ihrer Reise, direkt auf einem gro?en Hof, der zu einem imposanten Herrenhaus f¨¹hrte. Xenons gro?e Fl¨¹gel dr¨¹ckten bei der Landung einen Windsto? zur¨¹ck. Diesmalndete Xenon als Erster, und bei seiner pl?tzlichen Bewegung wurden Neveahs Haare ¨¹ber das ganze Gesicht geweht, und sie schnaufte leise, als Xenons Hinterbeine mit einem dumpfen Aufscg die Erde ber¨¹hrten, Die Erde erbebte beim Aufprall, dann folgten seine Vorderbeine undndeten auf dem Boden. Seine Fl¨¹gelspannweite wurde voll ausgesch?pft und riss ein paar Laternens?ulen um, die die Lichtung umgaben, so dass sie nach hinten flogen oder zerschellten. Eine Gruppe von Menschen, die Neveah gar nicht bemerkt hatte, huschte mit erschrockenen Schreien davon und wich Xenons Weg eilig aus, um nicht in St¨¹cke gerissen zu werden. Seine Fl¨¹gel w?lbten sich nach hinten, bevor sie sich sicher zu seinen Seiten rollten, um zu zeigen, dass er seine Landung abgeschlossen hatte, Neveah konnte sehen, dass die Lichtung speziell f¨¹r die Landung von Drachen vorbereitet war, aber dennoch konnte sie sich nicht gut genug auf einen Drachen von Xenons Gr??e vorbereiten, der fast doppelt so gro? wie andere Drachen war. Xenon war der gr??te aller Drachen, die Neveah gesehen hatte, und es war kein kleiner, unbedeutender Unterschied, sondern ein gewaltiger und sp¨¹rbarer Gr??enunterschied. Die Gr??e der anderen Drachen war nicht selbstverst?ndlich, sie waren unterschiedlich gro?, aber selbst der kleinste, der gr¨¹n geschuppte Drache von Kirgan, war extrem gro? und einsch¨¹chternd. Und dann war da noch Xenons Drache, der so gewaltig war, dass nur K?nig Jians Goldener Schuppendrache an seine Gr??e heranreichte, aber Xenon war immer noch um ein kleines St¨¹ck gr??er als K?nig Jian. Manchmal konnte sich Neveah nicht entscheiden, wer gr??er war, und so hatte sie einen ganzen Tag gebraucht, um dar¨¹ber nachzudenken, bevor sie zu dem Schluss kam, dass Xenon tats?chlich gr??er war, oder dass vielleicht nur ihre Augen mit ihr spielten. Neveahs Standpunkt war, dass der Landetz, so gro? er auch sein mochte, Xenons Seite kaum fassen konnte, und Xenon machte es nat¨¹rlich nichts aus, alles zu zerst?ren, was ihm im Weg stand. Beim Anblick von Xenon wurde der Hof von allem Leben befreit, da sie sich vor Angst versteckten, und Neveah konnte nur starren, als Xenons Blick die Lichtung abtastete. "M¨¹sst ihr nicht... r¨¹bergehen, damit die anderennden k?nnen?" fragte Neveah, als Xenon sich nicht bewegte, sondern nur mit aggressiver Haltung vor sich hin starrte. Xenons gro?er Kopf drehte sich leicht, so dass er Neveah aus den Augenwinkeln heraus anstarrte, und Neveah versteifte sich, als sie den be?ngstigenden Blick in Xenons bernsteinfarbenen Augen sah, die bedrohlich gl¨¹hten, wobei sich der kleine schwarze Schlitz, der ihm als Pupille diente, noch mehr weitete. Neveah wunderte sich unbewusst dar¨¹ber, dass Xenons Augen eine pechschwarze Farbe haben konnten, so schwarz wie Onyx und wie Pf¨¹tzen der Dunkelheit, Und dann, in seiner Drachengestalt, verwandelten sich seine Augen in einen schimmernden Bernstein, wie gl¨¹hende Kohlen, die von den reinsten mmen erleuchtet wurden. Der deutliche Unterschied war erstaunlich, aber Neveah konnte es sich in diesem Moment nicht leisten, erstaunt zu sein, nicht, wenn Xenons Blick mit einem w¨¹tenden Blick auf sie gerichtet war. Neveah biss sich auf die Lippe, ein nerv?ses Glucksen entwich ihr, als sie merkte, dass sie etwas Unangenehmes gesagt hatte, sie hatte es nicht bemerkt, als sie ihre Gedankenut aussprach, vielleicht war es in ihrer Verzweiflung, endlich von Xenons R¨¹cken herunterzukommen und ihre schmerzenden Muskeln zu massieren. Aber Neveah sah nichts Falsches an dem, was sie gesagt hatte, sie hatte nur auf die offensichtliche Tatsache hingewiesen, dass es f¨¹nf andere Drachen gab, dienden mussten, und Xenon den ganzen tz ohne ersichtlichen Grund beanspruchte und sie gleichzeitig auf seinem R¨¹cken festhielt. Neveah erkannte jedoch, dass, wenn die anderen Drachen sich nicht beschwert hatten, sie noch nicht an der Reihe war, sich zu beschweren, und wenn sie sich damit verteidigte, wie unbequem Xenons R¨¹cken war, w¨¹rde Xenon sie mit Sicherheit von seinem R¨¹cken werfen. Xenon stand immer noch auf seiner vollen H?he, wenn Neveah pl?tzlich abgeworfen wurde, w¨¹rde sie sich sicher ein paar Knochen brechen... die w¨¹rden zwar schnell heilen, aber es w¨¹rde auch ein ziemlich schmerzhafter Sturz werden. Vorausgesetzt, Xenon w¨¹rde nicht auch noch auf ihr herumtrampeln, um sie endg¨¹ltig zum Schweigen zu bringen. Die ganze Zeit ¨¹ber sagte Neveah kaum ein Wort, und sie war sich nicht sicher, warum sie ihr Schweigen schlie?lich mit einer unwillkommenen Bemerkung brach. "Was ich sagen wollte, war... du kannst dir ruhig Zeitssen, es gibt keine Eile... ¨¹berhaupt keine Eile." Neveah passte sich mit zusammengebissenen Z?hnen an, Xenons Blick verweilte noch einen Moment l?nger auf ihr, bevor er seinen Blick abwandte, als ein leiser Knall zur Seite ert?nte und Neveah sich umdrehte, um zu sehen, dass K?nig Jian mitten in der Luft umgestiegen und auf den F¨¹?en gndet war, die Arme l?ssig hinter dem R¨¹cken verschr?nkt und ihnen den R¨¹cken zugewandt. Neveah fragte sich, ob der Drachenk?nig solche eleganten Auftritte und w¨¹rdevollen Posen immer im Voraus nte, denn sie konnte sich nicht vorstellen, wie das nat¨¹rlich sein konnte. Xenon grunzte leise und starrte ebenfalls auf einen ruhig wirkenden K?nig Jian, der vor sich hin starrte, als g?be es keinen Berg aus einem schwarzen Drachen und einem hilflosen M?dchen auf seinem R¨¹cken. Es dauerte einen Moment, und auch die anderen Drachenwandler waren auf demselben Weg wie K?nig Jian gndet, bevor K?nig Jian endlich sprach. "Die T¨¹r passt nicht f¨¹r einen Drachen ... und du hast die Willkommensgesellschaft verscheucht, was hast du noch vor und wienge wird es dauern?" fragte K?nig Jian, ohne sich umzudrehen. Xenon knurrte leise bei den Worten von K?nig Jian. Neveah hatte herausgefunden, dass K?nig Jian selbst die kleinsten Gesten und Laute von Xenon problemlos verstehen konnte. "Du bist derjenige, der ein Terrorist ist, du bist n¨¹chtern ... du hast keine Entschuldigung." sagte K?nig Jian erneut. Diesmal grunzte Xenon nur und Dampf str?mte aus seinen Nasenl?chern, als er seine H?he senkte, um Neveah herunterzssen. Neveah stie? einen Seufzer der Erleichterung aus, als sie von Xenons R¨¹cken herunterkletterte und sich wohler f¨¹hlte, als ihre F¨¹?e fest auf dem Boden standen. "Es ist gut, du darfst n?her kommen!" rief einer der Drachenwandler, es war der rotgeschuppte Drache, und Neveah hatte geh?rt, wie Kirgan ihn Mernax genannt hatte. Die Gruppe, die sich in Sicherheit gebracht hatte, lugte unsicher aus ihren Verstecken hervor und schien sich nicht sicher zu sein, ob es wirklich eubt war, sich zu n?hern. Neveahs Blick blieb an einem von ihnen h?ngen, und sie nahm ihre sse Haut und ihr bezauberndes Aussehen zur Kenntnis und erkannte, dass es sich um Feen handelte. Neveah hatte noch nie eine Fee gesehen, aber sie hatte geh?rt, dass sie au?ergew?hnlich sch?n waren und zu den Rassen geh?rten, die den Drachenwandlern gegen¨¹ber am loyalsten waren. Als Neveah die Feen anstarrte, diengsam aus ihren Verstecken hervortterten, bemerkte sie erst ihre gespenstischen Fl¨¹gel, die kaum sichtbar waren, aber aus ihrem R¨¹cken ragten. Es war kein Wunder, dass sie Xenons Weg so schnell hatten entkommen k?nnen, denn bei der Geschwindigkeit und Pl?tzlichkeit seiner Landung h?tten sich einige von ihnen sicher verletzt. Neveah wurde von einer Stimme direkt neben ihr aus ihren Gedanken gerissen. "Dir scheint es nicht allzu gut zu gehen." fl¨¹sterte Mernax zu ihr hinunter, und Neveah hob eine Augenbraue, ¨¹berrascht von Mernax¡¯ Frage. W?hrend ihrer gesamten Reise war Kirgan der einzige gewesen, der sich die M¨¹he gemacht hatte, mit Neveah zu sprechen, und selbst Kirgan hatte nicht viel gesagt, au?er ein paar hilfreiche Worte, damit Neveah keinen ?rger mit Xenon oder K?nig Jian bekam. Mernax hatte kein einziges Wort gesagt, und abgesehen von K?nig Jian und Xenon wirkte er auf Neveah am furchteinfl??endsten, weil er immer einen finsteren Blick aufsetzte. Doch nun sprach eben dieser finstere Mernax zu ihr, und Neveah war sich nicht sicher, wie sie darauf reagieren sollte, also konnte sie nur nicken. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das w?rst, um ehrlich zu sein ... wir sind auch nicht gerade begeistert, dich zu haben." sagte Mernax in einem todernsten Ton. Neveah wusste, dass sie sich durch seine Worte h?tte beleidigt f¨¹hlen sollen, aber stattdessen fand sie seine geradlinigen Worte am¨¹sant. "Na gut." Neveah stimmte mit einem Achselzucken zu. Chapter 92: Das Asvarianische Leuchtfeuer (Kap.92)

Chapter 92: Das Asvarianische Leuchtfeuer (Kap.92)

Mernax hob eine Augenbraue ¨¹ber Neveahs gleichg¨¹ltige Reaktion, es war nicht das, was man von einer Prinzessin erwarten w¨¹rde, die es gewohnt war, die h?chste Wertsch?tzung zu erfahren. Doch in Mernax¡¯ Augen, obwohl er sie nur aus der Ferne beobachtet hatte, war diese Prinzessin von Natur aus unnahbar, er war sich nicht sicher, was er von ihr halten sollte, und er wollte es auch nicht in Erw?gung ziehen. Die Drachenwandler hatten nicht damit gerec, dass sie pers?nlich anreisen w¨¹rden, um die Finsternisprinzessin aus dem Wolfsgebiet zu holen, und dass sie sogar ihren K?nig mitnehmen w¨¹rden, das war eine ¨¹berraschung gewesen. Wie dem auch sei, die Finsternisprinzessin war auf Gehei? des K?nigs und von Lord Xenon hier, das war alles, was Mernax wissen musste und was ihn interessierte. "Seid gegr¨¹?t, Eure Majest?t, K?nig Jian." Die f¨¹nf Feen gr¨¹?ten feierlich und verbeugten sich tief, w?hrend sie dem gr¨¹belnden Xenon noch immer misstrauische Blicke zuwarfen. "Unsere Herren sind zum gro?en Leuchtfeuer geflogen und eilen zur¨¹ck, als sie von Eurer Ankunft erfahren. Bitte kommt mit uns in die Lichthalle." erkl?rten sie schnell. K?nig Jian brummte als Antwort, w?hrend er an den Feen vorbeischritt und sich auf den Weg ins Herrenhaus machte, der Rest der Gruppe folgte ihm. Xenon warf einen Blick zu Neveah und dann zu Mernax, bevor er leise vor sich hin grunzte und K?nig Jian folgte. Neveah starrte ihm verwirrt hinterher. Xenon hatte sich vorher keinen Zentimeter von ihr entfernt, aber jetzt folgte er K?nig Jian, nachdem er ihr einen seltsamen Blick zugeworfen hatte. Es war nicht so, dass Neveah der Abstand etwas ausmachte, aber sie hatte vier Tageng versucht, diese Drachenwandler zu verstehen, und mit jedem Tag, der verging, wurde ihr nur rer, dass sie sie niemals verstehen konnte. "Lord Xenon ist mit der j¨¹ngsten Vereinbarung nicht zufrieden." sagte Mernax, als er Neveahs Blick bemerkte. "Welches ist?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Es gibt keine Frauen in der Lichthalle, die Fae nehmen ihre Gesetze ernst und deshalb wird Euch kein Zutritt gew?hrt, Prinzessin." erkl?rte Mernax ausdruckslos. "Keine weiblichen Wesen? Was ist das f¨¹r ein Gesetz?" fragte Neveah, w?hrend sie auf das Anwesen starrte, das angeblich Lichthalle hie? und f¨¹r das weibliche Geschlecht tabu war. "Das Gesetz der Fae, wie ich schon sagte, wenn ihr mehr dar¨¹ber wissen wollt ... k?nnt ihr euch den Fae selbst stellen." sagte Mernax. Neveah runzelte leicht die Stirn, aber sie sprach nicht weiter. "Auf Befehl meines Lehnsherrn werde ich euch f¨¹r die Zeit, die wir hier bleiben, im Auge behalten, w?hrend Lord Xenon nicht von der Seite meines Lehnsherrn weichen darf." sagte Mernax. "Du sollst gehorsam mit mir kommen und keinen ?rger machen." fuhr Mernax fort, w?hrend er begann, in eine andere Richtung als die des Haupteingangs des Herrenhauses zu gehen. F¨¹r Neveah machte es mehr Sinn, dass es einen Grund gab, warum Mernax ein Gespr?ch mit ihr anfing, sonst w?re es viel zu seltsam gewesen. Neveah starrte Mernax einen Momentng hinterher, bevor sie ihm folgte, schlie?lich hatte K?nig Jian das Sagen, und wenn Neveah es wagte, nicht zu gehorchen, war sie sich sicher, dass der bisher ruhige Mernax nicht mehr so ruhig sein w¨¹rde. Mernax kannte sich in der Vi aus, und so bahnte er sich einen Weg durch den Innenhof und zu einem Seitenweg, der um die Vi herumf¨¹hrte, und Neveah konnte ihm nur hinterheufen. Als sie weitergingen, kamen sie an einigen Feen vorbei, die in einiger Entfernung vorbeiflogen, und obwohl sie wie die Drachen flogen, tterten ihre gespenstischen Fl¨¹gel hinter ihnen. Sie konnten nur in geringer H?he fliegen und nicht durch die Wolken, wie die Drachen. Neveah vermutete, dass dies darang, dass ihre Fl¨¹gel zu zerbrechlich waren und dem Druck nicht standhalten konnten. Die wenigen Feen, denen sie im Vorbeiflug begeen, verbeugten sich respektvoll vor Mernax, bis er vorbeiging. "An der Seite gibt es eine G?stewohnung, dort k?nnt ihr euch ausruhen, bis mein Lehnsherr seine Angelegenheiten erledigt hat und wir weiterfliegen. Nahrung und andere Annehmlichkeiten werden von den Fae f¨¹r euch bereitgestellt werden." Mernax meldete sich nach einer kurzen Zeit des Schweigens zu Wort. "Fliehen? Ist das nicht unser Ziel?" fragte Neveah. Sie war davon ausgegangen, dass dies ihre endg¨¹ltige Landung war, da sie bereits in der Asvarischen Festung angekommen waren, aber Neveah musste zugeben, dass sie diese helle Halle eher unzureichend fand, wenn es sich um den ber¨¹hmten Drachenturm handeln sollte. "Ich ube nicht, dass die Finsternisprinzessin sich mit solchen Angelegenheiten befassen sollte, oder ¨¹berhaupt mit anderen Angelegenheiten als denen, die mein Lehnsherr angeor hat." erwiderte Mernax. "Du h?ttest einfach sagen sollen, dass ich meine ppe halten soll ... warum so h?flich sein?" sagte Neveah ausdruckslos. "Ist das eine indirekte Art zu sagen, dass ich mich Ihnen gegen¨¹ber respektlos verhalten habe?" fragte Mernax. "Ich spreche nicht indirekt, ich meine es so, wie du es geh?rt hast. Und wenn ich dich als respektlos bezeichnen will, dann soll es direkt genug sein." Neveah erwiderte gleichg¨¹ltig. Neveah hatte in ihrem Leben schon alle m?glichen Beleidigungen geh?rt und war auf jede erdenkliche Art und Weise beschimpft worden, einige Worte, die von einem Drachenwandler ge?u?ert wurden, verdienten keine Reaktion von ihr. Mernax grunzte unter seinem Atem, als er weiterging, aber nach einem Moment antwortete er auf Neveahs Frage. "Dies ist das Asvarische Leuchtfeuer, eine Festung am ?u?ersten Rand der Asvarischen Festung. Die L?ndereien, die wir in den letzten Tagen durchquert haben, und die Siedlungen der verschiedenen V?lker sind alle Teil des asvarischen Territoriums." "Der Bakenturm gibt der Flugpatrouille in dieser Gegend Licht und ist nur einer von siebenundzwanzig Bakent¨¹rmen in der Asvarischen Festung." "Dieser Turm wird von Lichterketten beleuchtet, die nie ausbrennen, und in der Lichthalle leben die Fae, die den Leuchtturm besch¨¹tzen und sein Licht bereichern, sie alle stehen im Dienst Meines Lehnsherrn." erkl?rte Mernax in einem z?gerlichen Ton. Neveah hob bei Mernax¡¯ Worten eine Augenbraue, sie hatte nichts davon gewusst, aber die einzige Vermutung, die richtig war, war die Tatsache, dass dies nicht der Drachenturm sein konnte. Bald erreichten sie ein weiteres Herrenhaus, viel kleiner als das erste, aber einzelne Feen gingen dort ein und aus und gingen ihren Pflichten nach. Eine Fee flog auf sie zu und verbeugte sich tief vor Mernax. "Ich hei?e Raine, Lord Mernax. Ich werde die Dame zu ihren Gem?chern f¨¹hren, bitte kommt mit mir." sagte die Fee Raine, bevor sie mit einer Geste auf das Herrenhaus zuging und den Weg dorthin wies. Das Herrenhaus war zwar klein, aber es hatte drei Stockwerke und bestand aus Zimmern, die denjenigen als Unterkunft dienten, die am Leuchtfeuer von Asvarian vorbeikamen. Es war eine Art Poststation, in der Reisende vor¨¹bergehend untergebracht wurden, und gleichzeitig ein Kontrollpunkt f¨¹r die Ein- und Ausreise in die Festung. Es war auch die erste Verteidigungslinie gegen fremde Invasionen und die Festung, die die Siedlungen au?erhalb der Festung sch¨¹tzte. Bald erreichten sie ein Zimmer im zweiten Stock und die Fee blieb stehen. "Da w?ren wir. Die Magie des Lichts ist selten und heilig, unsere Gesetze verbieten Frauen den Zutritt zu unserer Lichthalle, aber ihr k?nnt hier ruhig scfen. Ich werde in K¨¹rze mit Nahrung zur¨¹ckkehren." versicherte Raine, als er sich auf den Weg machte. Nachdem die Fee den Flur hinunter verschwunden war, stie? Neveah die T¨¹r auf und sp?hte hinein. Der Raum war anst?ndig gro? und gut eingerichtet, mit einem mittelgro?en Bett, Sofas, einer H?ngematte und einem Lesetisch, die alle an verschiedenen Stellen aufgestellt waren. Alles war aus poliertem Holz, und in der Luftg ein leichter Duft von frischen Blumen. "Gehen Sie hinein und tun Sie, was Sie brauchen. Ich werde an deiner T¨¹r Wache halten und dich rufen, wenn mein Lehnsherr bereit ist, abzureisen." sagte Mernax. Neveah widersprach nicht, sie brauchte dringend ein warmes Bad, um ihre schmerzenden Muskeln zu beruhigen, und ging in das Zimmer, wobei sie die T¨¹r hinter sich schloss. Als die T¨¹r geschlossen war, ging Neveah auf den einzigen Nebenraum zu und schob ihn auf, um eine h?lzerne Wanne zu sehen, die bereits mit sauberem Wasser gef¨¹llt war. Neveah ging hin¨¹ber und legte ihre Hand in die Wanne. Sie war sich nicht sicher, ob die Festung Asvarian ¨¹ber dieselben Mechanismen verf¨¹gte wie die Eclipse Domain. Als sie am Boden der Wanne herumtastete, war Neveah erleichtert, als sie den Heizungsknopf sp¨¹rte, den sie aufdrehte und sp¨¹rte, wie sich das Wasser zu erhitzen begann. Neveah lie? das Wasser aufheizen, schloss die T¨¹r des Waschraums, zog sich aus und stieg in die Badewanne, wobei sie angesichts der Temperatur ein zufriedenes Brummen ausstie?. Neveah stieg in die Wanne, setzte sich und lehnte ihren Kopf an den Rand. Sieg einfach nur da und lie? das warme Wasser ihre schmerzenden Muskeln entspannen, bevor sie sich umsah und nach dem Seifenst¨¹ck griff. Neveah wusch sich in aller Ruhe, da sie keinen Grund zur Eile hatte, und nach etwas mehr als der H?lfte der Zeit stieg sie aus der Wanne und lie? das Wasser ab. Erst dann bemerkte Neveah, dass sie keine Kleidung zum Wechseln dabei hatte, Chapter 93: Wiesen (Kap.93)

Chapter 93: Wiesen (Kap.93)

Neveah stie? einen leisen Seufzer aus und lehnte sich f¨¹r einen Moment an die Wand. Es waren diese Kleinigkeiten, die sie daran erinnerten, dass sie wirklich kein Zuhause hatte. Wenn keine Kleidung zum Wechseln bereitg, dann hatte sie einfach keine und es gab kaum etwas, was sie dagegen tun konnte. Xenon hatte sie so pl?tzlich aus dem Eclipse-Pst entf¨¹hrt, dass sie nicht einmal Zeit hatte, irgendetwas anderes mitzunehmen als die Kleidung, die sie trug, Neveah war sich nicht sicher, ob das auch die Anweisung ihres Vaters war oder ob Xenon und K?nig Jian sich einfach Freiheiten herausnahmen, nachdem sie bereits den von ihrem Vater geforderten Preis f¨¹r sie bezahlt hatten. Neveah wusste, dass sie, da sie von ihrem eigenen Vater so leichtfertig verkauft wurde, schon Grund genug f¨¹r die Drachenwandler war, ihr gegen¨¹ber Feindseligkeit zu empfinden. Damit wurde auch erwartet, dass sie tut, was von ihr vengt wird, und sich dem Willen der Drachenwandler unterwerfen w¨¹rde. Aber Neveah war bisher niemand, der sein Schicksal von anderen bestimmen lie?, zumindest nicht in diesem Leben. Das erste Mal, als sie die Dinge so geschehen lie?, wie es das Schicksal vorgesehen hatte... endete sie blutend auf dem feuchten und eisig kalten Waldboden. Neveah war dankbar, ein gro?es Handtuch neben der Badewanne zu sehen, und sie wickelte es sich um, w?hrend sie ihre bereits getragene Kleidung mit Widerwillen betrachtete. Das wei?e, luxuri?se Kleid w?re nicht ihre erste Wahl gewesen, es war ¨¹berhaupt nicht ihr Stil. Neveah w¨¹rde sogar sagen, es war der Stil ihres Vaters, der immer solche Kleidung f¨¹r sie aussuchte. Jetzt war das wei?e Kleid an einigen Stellen schon befleckt und wurde nur durch den schwarzen Umhang, den sie ¨¹ber den Schultern trug, zusammengehalten. Neveah seufzte erneut, bevor sie die T¨¹r ?fe und hinausschaute. W?hrend sie ¨¹berlegte, ob sie ihre getragene Kleidung verwenden oder Mernax bitten sollte, ihr ein neues Paar zu besorgen und dabei riskierte, sich den Kopf abbei?en zussen, entschied sie, dass es besser w?re, zuerst ihr eigenes Leben zu sch¨¹tzen. Man muss zuerst am Leben sein, um sich um Kleidung und ?hnliche materielle Dinge Gedanken zu machen und wenn sie jetzt sterben w¨¹rde, w¨¹rde es kaum einen Unterschied machen, was sie im Grab trug. Neveah f¨¹llte das Bad wieder mit Wasser und legte ihre Kleidung hinein. Dann nahm sie die Seife zur Hand und zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern. Da es alles war, was sie zur Verf¨¹gung hatte, konnte ihr niemand vorwerfen, es zu benutzen und so wusch Neveah schnell ihre Kleidung, Dies waren eigentlich Aufgaben, die sie immer selbst erledigt hatte, obwohl sie ihr ganzes Lebenng eine Dienerin gehabt hatte. Aber Neveah wusste, dass ihre Dienerinnen eher dazu da waren, ihre Handlungen zu ¨¹berwachen, als sich um sie zu k¨¹mmern. Nur La, Neveahs j¨¹ngste Dienerin, war verd?chtig anders gewesen, und selbst jetzt war Neveah nicht sicher, warum La sich die ganze Zeit so seltsam verhalten hatte. Aber das war jetzt egal, der Finsternispst geh?rte zu Neveahs Vergangenheit und jetzt ging es darum, den Drachenturm zu ¨¹berleben. Neveah wrang das Wasser aus ihrer Kleidung und h?ngte sie dann zum Trocknen an den Kamin. Erst dann bemerkte sie den zusammengelegten Stapel Kleidung auf ihrem Bett. Die Kleidung auf dem Bett war noch besser f¨¹r die Reise geei: ein gut geschnittenes Reitkleid aus festem Stoff, der K?lte abwehren konnte. Eine erheblich bessere Wahl als das exotische Seidenkleid, das Neveah beim Fangen durch Xenon getragen hatte. Mit einem leisen Grunzen breitete Neveah ihr Kleid aus und zog dann das saubere St¨¹ck an. Es war genau ihre Gr??e und sie runzelte misstrauisch die Stirn, sch¨¹ttelte aber den Kopf und beschloss, nicht weiter dar¨¹ber nachzudenken. Neveah war sich nicht sicher, was genau der Grund f¨¹r diesen Zwischenstopp am Leuchtfeuer von Asvarian war und wienge er dauern w¨¹rde, aber sie war v?llig ersch?pft und brauchte Scf. Neveah legte sich auf das Bett und w?lzte sichnge hin und her, aber so ersch?pft sie auch war, sie konnte einfach nicht scfen... sie vermutete, dass das Scfen in einem fremden Bett sich sehr von dem Scfen im Wald unterschied. Seufzendg sie wach, bis es an ihrer T¨¹r klopfte und die Fee Raine mit ihrem Abendessen hereinkam. "Es hat eine Weile gedauert, bis ich entschieden habe, was du bevorzugst, bitte entschuldigen." sagte Raine mit einem freundlichen L?cheln. Neveah stellte fest, dass die Mahlzeit haupts?chlich aus Obst und N¨¹ssen bestand und es ¨¹berraschte sie nicht einmal, dass das die bevorzugte Nahrung der Feen ist. Alles war immer noch besser als nichts, und so bedankte sich Neveah bei der Fee, als sie ging. Nachdem Neveah mit dem Essen fertig war, kam Raine zur¨¹ck, um die Teller wegzur?umen, und zu diesem Zeitpunkt war es schon sp?t.Drei Stunden waren vergangen, seit sie in dieses Zimmer gebracht worden war, und da sie nichts anderes tun konnte, beschloss sie, stattdessen einen Spaziergang zu machen. Neveah machte sich auf den Weg zur T¨¹r und stie? sie auf. Gerade als sie hinausgehen wollte, tauchte eine Gestalt vor ihr auf, die den f¨¹r sie typischen finsteren Blick aufsetzte. "?hmm... Mernax, der Scf entzieht sich mir." sagte Neveahngsam und beobachtete den finsteren Drachenwandler genau. Wenn es den Anschein hatte, dass er ihr den Kopf abbei?en wollte, w¨¹rde sie sich schnell zur¨¹ckziehen und die T¨¹r zuscgen. Was sie danach tun w¨¹rde, wusste Neveah nicht genau, aber sie w¨¹rde dar¨¹ber nachdenken, wenn sie die Br¨¹cke erreichte. "Und ...?" fragte Mernax in einem fragenden Ton. "Ich m?chte einen Spaziergang machen." verriet Neveah und Mernax hob eine Braue. "Du kennst dich hier nicht aus, was soll das mit dem Spazierengehen?" Mernax schnaubte und wandte sich ab, um Neveah zu enssen. Neveah schnaubte und schob ihn aus dem Weg. Da Mernax nicht mit Neveahs Aktion gerec hatte, taumelte er r¨¹ckw?rts, als Neveah ausstieg und an ihm vorbeist¨¹rmte. "Neveah!" knurrte Mernax w¨¹tend, w?hrend er Neveah verfolgte, die auf dem Weg aus dem G?stehaus war. "Dein K?nig hat dir befohlen, ein Auge auf mich zu werfen ... also wirf ein Auge auf mich. Alles andere hat nichts mit dir zu tun." sagte Neveah. "Wie l?stig." Mernax grunzte, aber er diskutierte nicht weiter, als Neveah aus dem G?stehaus trat. Drau?en blieb sie stehen und blickte sich um, von links nach rechts, wobei ihr r wurde, dass sie nicht sicher war, wo sie hingehen durfte und wo nicht. F¨¹r einen Ort, an dem es Frauen nicht eubt war, die Lichthalle zu betreten, war sich Neveah nicht sicher, wo sie sonst noch Zutritt hatte. Sie bewegte sich bereits auf d¨¹nnem Eis, wenn sie spazieren ging, w?hrend man von ihr erwartete, dass sie in der G?stewohnung blieb, sie musste nicht auch noch verbotenes Gebiet betreten. "Was nun?" fragte Mernax in einem am¨¹sierten Ton, w?hrend er Neveah beobachtete, die sich nicht entscheiden konnte, in welche Richtung sie gehen sollte. "Du kannst helfen oder deine Meinung f¨¹r dich behalten." Neveah antwortete ausdruckslos. "Nach Norden... die Wiesen sind voll von Blumen in blendenden Farben und erstickenden D¨¹ften, aber der Anblick ist nicht so schlimm." sagte Mernax schlie?lich, als Neveah ihn ignorierte. Neveah ging in die Richtung, die Mernax erw?hnt hatte, und sie gingen eine kurze Weile, bevor sie die Wiese erreichten. Neveah wagte sich auf den schmalen Pfad, der durch die Blumenwiese f¨¹hrte, und sie atmete tief ein und hustete heftig, als ihr die vielen D¨¹fte der verschiedenen Blumen gleichzeitig in die Nase stiegen. "Erstickend ... wie ich schon sagte." grummelte Mernax, w?hrend seine Nase sich ?rgerlich r¨¹mpfte. Neveah nickte zustimmend, als sie sich umsah, so viele Blumend¨¹fte auf einmal, nur die Feen konnten einen so ¨¹berw?ltigenden Geruch ertragen. Der Anblick war jedoch von surrealer Sch?nheit, es war schon sp?t in der Nacht, doch das Mondlicht schien auf die Wiesen und hob den wundersch?nen Anblick der vielen Reihen verschiedener Blumen hervor. Neveah hielt sich die Hand vor die Nase und sch¨¹ttelte leicht den Kopf, w?hrend sie ihren Weg fortsetzte. Als Neveah weiterging, schaltete sie alle Gedanken aus und konzentrierte sich nur auf den Weg vor ihr. Ihre W?lfin zerrte an ihrem Verstand und wollte rausgssen werden, um ¨¹ber die Wiesen zu rennen, aber Neveah konnte ihre W?lfin jetzt nicht raussen, das Terrain, in dem sie sich befanden, war unbekannt, es war das Beste, es sich nicht zu bequem zu machen. Neveah war sich nicht sicher, wienge sie schon lief, Mernax folgte ihr die ganze Zeit und beobachtete sie schweigend, w?hrend sie mit den H?nden ¨¹ber die Blumen strich. In diesem Moment nahm Neveah leise Fl¨¹stert?ne in der Ferne wahr und ihre Ohren zuckten leicht... Chapter 94: Eine Verschw?rung überh?ren (Kap.94)

Chapter 94: Eine Verschw?rung ¨¹berh?ren (Kap.94)

Das Fl¨¹stern war kaum zu h?ren und schien irgendwo zu Neveahs Rechten zu entstehen. Neveah war sich sicher, dass es rtiv weit von ihr entfernt war, da sie die Worte nur m¨¹hsam verstehen konnte. Es war nicht ungew?hnlich, dieses tiefe Fl¨¹stern in der Wiese zu h?ren. Schlie?lich geh?rte die Wiese den Feen, die jederzeit auf der Durchreise sein konnten. "In solchen Stunden so tief in der Wiese zu sein, erscheint verd?chtig, oder nicht?" fl¨¹sterte Neveah an Mernax gewandt. Bei ihren Worten hob er nur eine Augenbraue, dann deutete er mit dem Kopf an, dass sie weitergehen sollten. Neveah schmunzelte leicht. F¨¹r einen kurzen Moment hatte sie ein F¨¹nkchen von Am¨¹sement in Mernax¡¯ Augen gesehen, aber das war auch schon alles, was darauf hinwies, dass er ihre Anspielung verstanden hatte. Mernax war ein sehr strenger und ernster Drachenwandler, Neveah fand seine Pers?nlichkeit und die der anderen Drachenwandler viel zu komplex. An einigen Stellen schienen sie sie zu verachten, gleichzeitig schienen sie ihr gegen¨¹ber indifferent zu sein. Neveah setzte ihren Weg fort und versuchte, das Fl¨¹stern zu ignorieren, damit sie nichts Gef?hrliches ¨¹bersah. Sie hatte nur das gesagt, um Mernax¡¯ Reaktion zu beobachten. Obwohl die Drachenwandler schwer einzusch?tzen waren, w¨¹rde Neveah nicht so schnell aufgeben. Neveah wusste, dass sie den Drachenwandlern einen Schritt voraus sein musste, um im Drachenturm zu ¨¹berleben, wo sich Hunderte von uralten Bestien tummelten, die mehr als zehnmal so gro? waren wie sie, sowohl in Menschen- als auch in Wolfsgestalt. Wor¨¹ber Leben und Tod entschieden, war die F?higkeit, den n?chsten Schritt der anderen vorauszusehen. Bisher hatte Neveah gewusst, was als N?chstes passieren k?nnte und w¨¹rde, denn sie lebte zum zweiten Mal in diesem Leben. Aber Neveah hatte diesen Vorsprung bereits verloren. Sie befand sich jetzt auf der gleichen Ebene wie alle anderen ... einer Ebene mit einer ungewissen Zukunft. "Ist alles nach n vorbereitet worden?" Eine der Fl¨¹sterstimmen erng kaum h?rbar, aber Neveahs feines Geh?r nahm sie wahr, und sie war sich sicher, dass Mernax sie auch h?rte. Werw?lfe mochten sich mit ihren erweiterten F?higkeiten r¨¹hmen, die Drachenwandler besa?en sie in noch gr??erem Ma?e. Neveah war sicher, dass das, was f¨¹r sie als kaum h?rbares Fl¨¹stern erng, f¨¹r Mernax¡¯ Geh?r r verst?ndlich war. "Genau wie es befohlen wurde. Nun, da der Drachenk?nig in Reichweite ist, k?nnen wir ihn nicht am Lebenssen." kam die Antwort von einer anderen Stimme, diesmal ng die Stimme weiblich. Neveah stoppte ihre Schritte ... der Drachenk?nig, sie sprachen gerade davon, K?nig Jian zu verletzen, und pl?tzlich bereute Neveah, dass sie zu einem solchen Zeitpunkt hierher gekommen war, wo sie gerade in eine Verschw?rung gegen K?nig Jian geraten war. Neveah sah zu Mernax hin¨¹ber, dessen Augenbrauen sich leicht zusammenzogen, eine tiefe Zornesfalte auf seinem Gesicht bildend. Ein t?dlicher Ausdruck blitzte in seinen Augen. Mernax drehte sich sofort um, offensichtlich mit der Absicht, sofort dorthin zu st¨¹rmen, wo die Ger?usche herkamen. Doch Neveah packte ihn schnell am Handgelenk und sch¨¹ttelte energisch den Kopf. "Was willst du? Das ist nicht der richtige Zeitpunkt f¨¹r Spielereien, Prinzessin!" knurrte Mernax. Sein Blick verengte sich zu einem d¨¹steren Starren, doch Neveah hob den Finger an ihre Lippen. "Wir wissen, dass sie hier sind, aber sie wissen noch nicht, dass wir hier sind... wir sind noch ein St¨¹ck entfernt, es ist besser, keinen Aufruhr zu verursachen." beharrte Neveah. Wenn Mernax unvorsichtig w?re und das kleinste Rascheln ausl?sen w¨¹rde, k?nnten die T?ter einen Fluchtversuch unternehmen, bevor sie identifiziert werden k?nnten. Mernax runzelte leicht die Stirn, als er sah, wie Neveah sich mit ger?uschlosen Schritten vor ihm bewegte, und er folgte ihr. Sie folgten der Ger?uschkulisse, bis sie eine Lichtung vor sich sahen. Auf der Lichtung standen zwei Feen, ein Mann und eine Frau. Sie fl¨¹sterten einander leise zu, und Mernax wollte schon ein w¨¹tendes Knurren aussto?en, doch Neveah packte ihn wieder am Arm. Bevor Mernax protestieren konnte, hob Neveah eine Hand an ihre Ohren, um anzudeuten, dass sie zuh?ren sollten. "Halt dich da raus." zischte Mernax, als er ihre Hand wegstie? und mit einem zunehmend w¨¹tenden Knurren auf die Lichtung zust¨¹rmte, was die Feen erschreckte. "Ihr wagt es, euch gegen meinen Herrscher zu verschw?ren?!" knurrte Mernax in t?dlichem Ton. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf und beobachtete von der Baumreihe aus, wie Mernax den n?chsten Elfen packte, bevor er entkommen konnte, und ihn gegen einen Baum schleuderte, w?hrend der andere Elfe vor Angst zitterte. Neveah vermutete, dass die Drachenwandler das Konzept von Feingef¨¹hl nicht verstanden. Und warum auch, wenn es ihnen keinen Nutzen brachte? Warum sollten sie Subtilit?t in Betracht ziehen, wenn kaum eine Existenz ihre St?rke ¨¹bertreffen konnte? "Alles, was du wei?t... sag es jetzt sofort, oder ich rei? ihm die Fl¨¹gel und dann den Kopf ab!" knurrte Mernax und starrte auf die zitternde Fee herunter. Neveah war froh, dass Mernax noch klug genug war, die Feen nicht sofort zu t?ten, ohne etwas von ihnen zu erfahren. Sie hatten nur die Absicht ge?u?ert, K?nig Jian zu schaden, wann, wie oder warum, das waren alles Fragen, die beantwortet werden mussten. Die weibliche Fee antwortete nicht sofort, obwohl sie vor Angst zitterte, war sie nicht bereit, auch nur ein einziges Wort zu verraten. Als Mernax dies bemerkte, ert?nte ein leises Knurren aus seiner Kehle, und blitzschnell ummmerten seine uen eine der Geisterschuppen der Fee in seinem Griff. Gerade als Neveah dachte, dass er nur eine Drohung aussprach, weiteten sich ihre Augen, als Mernax mit Leichtigkeit den zerbrechlichen Fl¨¹gel abriss und das Blut ¨¹berall hin spritzte, w?hrend die Fee vor Schmerz aufheulte. "Der Kelch des K?nigs! Der Kelch ist vergiftet!" rief die Fee schnell aus, bevor auch ihr einziger anderer Fl¨¹gel verloren ging. "Was?!" Mernax br¨¹llte, w?hrend sich sein Griff um die Kehle der Fee festigte, in der Absicht, das Leben aus der Fee zu quetschen. Doch w?hrend Mernax abgelenkt war, st¨¹rzte sich die andere Fee, die vor Angst gezittert hatte, von hinten auf ihn, mit wilden und grimmigen Augen, und in diesem Sekundenbruchteil sah Neveah nur noch einen Blitz aus Metall. Menarx war noch schneller, er sp¨¹rte die Fee und drehte sich gerade noch rechtzeitig um, um die Klinge des Dolches zu ergreifen, ihn aus dem Griff der Fee zu ziehen und zur Seite zu werfen. Doch gerade als Neveah dachte, die Angelegenheit sei erledigt, geschah etwas Seltsames. Mernax¡¯ Augen weiteten sich, als er die Fee, die er gew¨¹rgt hatte, loslie? und r¨¹ckw?rts taumelte. "Du! Was hast du getan?!" br¨¹llte Mernax, w?hrend er eine Hand hob, um sich den Kopf zu st¨¹tzen. "Mein Dolch ist mit dem Extrakt von Drachenkorallen versetzt ... wir haben keine Chance gegen dich, aber die Koralle in deinem Blutkreiuf wird dich in Scf versetzen, bis die Tat vollbracht ist." sagte die Fee in einem unheimlichen Ton. Pl?tzlich fand Neveah Feen gar nicht mehr so toll, unter so sch?nen Z¨¹gen konnte sich ein so b?sartiges Herz verbergen. "Du...! Ich werde dich in Fetzen rei?en!" br¨¹llte Mernax, w?hrend er auf ein Knie sank, den Kopf sch¨¹ttelte und gegen die M¨¹digkeit ank?mpfte, die an ihm zerrte. "Er hat meinen Fl¨¹gel genommen! Ich will ihn tot sehen!" knurrte die m?nnliche Fee. In diesem Moment wanderte Mernax¡¯ Blick in Neveahs Richtung, seine Augen trafen die ihren und Neveahs Augen weiteten sich. ¡¯Ich? Was hat das mit mir zu tun?¡¯ dachte Neveah erstaunt. Sie konnte nicht uben, dass Mernax tats?chlich erwartete, dass sie sich darauf einlie?, aber er tat es, und der Blick in Mernax¡¯ Augen war einer, den sie einfach nicht ignorieren konnte. Neveah wusste, wenn sie nicht handeln w¨¹rde, w¨¹rden die Feen Mernax in seinem geschw?chten Zustand t?ten, sie hatten sich wirklich auf die Ankunft der Drachenwandler vorbereitet. Mit einem Seufzer lie? Neveah ihren Wolf an die Oberfl?che steigen, die Feen waren Neveah nicht gewachsen. Sie st¨¹rzte sich zuerst auf den m?nnlichen Elfen und packte seinen einzigen ¨¹berlebenden Fl¨¹gel, bevor er Mernax erreichen konnte, und riss ihn ihm mit einem Grinsen blitzschnell aus. Die andere Fee hatte Neveahs pl?tzliche Ankunft noch nicht begriffen, als Neveah bereits auf sie herabblickte und sie mit einem harten Scg in den Nacken bewusstlos schlug. Neveah blickte dann zu der heulenden Fee hin¨¹ber, die stark blutete, w?hrend ihr Blick gleichg¨¹ltig zu Mernax wanderte, der immer noch damit k?mpfte, die Schl?frigkeit zu ¨¹berwinden. Neveah beugte sich zu ihm hinunter, wo er kniete, und untersuchte seine Gesichtsz¨¹ge. "Es ist nur ein Scfmittel, wenn du jetzt einschl?fst, wird es dir in einer Stunde wieder gut gehen ... also was jetzt?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Du...ein Essen in der Lichthalle, der Kelch...geh zu Meinem Lehnsherrn...jetzt!" knurrte Mernax in zittrigem Tonfall. Neveahs Augen weiteten sich bei Mernax¡¯ Forderung und sie sch¨¹ttelte sofort den Kopf. "Die Lichthalle ist den Frauen bei Todesstrafe verboten! Warum sollte ich das tun?!" forderte Neveah. Mernax¡¯ Blick verengte sich, und seine Hand schoss blitzschnell hervor und packte Neveahs Hals mit einem erdr¨¹ckenden Griff, und Neveahs Augen weiteten sich, als sie sah, wie er immer noch so stark sein konnte, nachdem er mit einem Scfkraut vergiftet worden war. "Wenn du es nicht tust ... wenn Meinem Lehnsherrn etwas zust??t, wenn die Stunde vorbei ist ... dann stirbst du!" knurrte Mernax und Neveah dachte, vielleicht h?tte sie Mernax doch nicht zu Hilfe kommen sollen. Chapter 95: Undankbarer Drache (Kap.95)

Chapter 95: Undankbarer Drache (Kap.95)

Neveah schnappte nach Luft, als sich Mernax¡¯ Griff auf ihren Hals erbarmungslos verh?rtete und ihre Atemwege vollst?ndig abschnitt. Sie starrte ihn jedoch nur an und unternahm kein Anzeichen des Widerstands. In dieser Position... es war nicht das erste Mal, dass Neveah sich hier wiederfand. Sie w¨¹rde sogar sagen, dass sie sich viel ?fter in solch einer Situation befand, als dass sie sich daran gew?hnen konnte. Sie gew?hnte sich an den Schmerz und die Atemnot, das Schwindelgef¨¹hl der Erstickung und die Empfindung, wie sich uen in ihre sanfte Haut gruben. Bei Alessio war dies in der Regel das Endresultat fast jeder Konversation, snge Neveah es wagte, den Mund aufzumachen und zu reden. Und selbst wenn sie schweigen w¨¹rde, w?re sie f¨¹r ihr Stillschweigen bestraft worden. Sie w¨¹rde stranguliert, bis sie entweder bewusstlos wurde oder Alessios Willen nachgab, nur um etwas Erholung zu bekommen. Neveah h?tte nie erwartet, so weit weg von Alessio und den Schrecken des Pstes der Finsternis, sich immer noch in solch einer Lage zu finden. Neveah hatte von den Drachenwandlern nicht viel erwartet, aber trotzdem... so schnell h?tte auch sie das nicht erwartet. Die Situationen waren unterschiedlich, Neveah verstand das. Mernax tat das aus der Verzweiflung, seinen K?nig zu retten, da er selbst unf?hig war, K?nig Jian zu Hilfe zu kommen. Trotzdem konnte Neveah das bittere Gef¨¹hl in ihrem Magen nicht loswerden, als ihr Leben wieder einmal missachtet wurde, als ob sie nichts bedeutete. Mernax schien zu schwach zu werden, um Neveah weiter festzuhalten. "Du undankbarer...", begann Neveah, als Mernax¡¯ Hand von ihrem Hals abfiel. Sie hielt inne, da sie nicht wusste, mit welchem Wort sie ihn bezeichnen sollte. Da kniete er, gleich nachdem sie ihn vor dem gerettet hatte, was auch immer die Feen mit ihm vorhatten, doch er erkannte ihre Hilfe nicht an und bedrohte statt ihrer ihr Leben. "Wir sollten ihn einfach t?ten und fliehen." drohte Neveahs Wolf in ihren Gedanken. "Warum hast du das nicht gesagt, bevor ich ihm zur Hilfe gekommen bin?" antwortete Neveah in Gedanken ihrem Wolf. "Du schienst fest entschlossen zu sein, sein Leben zu retten." antwortete Neveahs Wolf ihr. "Da wusste ich noch nicht, welch undankbarer Kerl er ist." dachte Neveah zu ihrem Wolf. "Er ist ein Drachenwandler... sie sind alle grausame Menschen." zischte Neveahs Wolf in ihrem Kopf. "In der Tat... das merke ich jetzt." sagte Neveah in einem dunklen Ton und ein kaltes Gef¨¹hl breitete sich in ihrem ohnehin schon vereisten Herzen aus. "Was treibst du da?!" zischte Mernax w¨¹tend, als Neveah keine Anstalten machte, zu gehen. Neveah blickte zu ihm auf, ihr Blick verengte sich leicht. "Gut, ich werde euren K?nig retten. Aber erinnere mich daran, dich das n?chste Mal dem Tod zu ¨¹bessen." sagte Neveah in einem d¨¹steren Tonfall, drehte sich um und st¨¹rmte davon. Als Neveah ¨¹ber die Wiesen schritt, war sie sich unsicher, wie sie K?nig Jian retten sollte. Frauen war es verboten, aus welchem Grund auch immer, die Licht-halle zu betreten. W¨¹rde man sie sehen, w¨¹rde sie sofort angegriffen. Was sollte sie also tun? Unvermittelt erscheinen und verk¨¹nden, dass K?nig Jians Wein vergiftet ist? Das w?re ein direkter Vorwurf gegen die Feen. Wie w¨¹rde dies ihren Fortgang nehmen? Es gab keine andere Wahl, wenn Neveah jetzt nichts untern?hme und mit K?nig Jian etwas schiefgehen w¨¹rde, w¨¹rde Mernax ihren Kopf beanspruchen. Neveah beschleunigte ihre Schritte und eilte zur¨¹ck zum G?stehaus und dann eilte sie zum gro?en Herrenhaus, in dem sie zuerst eingetroffen waren. Dort angekommen erleichterte es sie, dass die T¨¹ren nicht bewacht waren. Leise stie? Neveah die T¨¹r auf und linste in denngen, gewundenen Flur. Sie schlich sich hinein und versteckte sich hinter einer Ecke, als zwei Feen vorbeiflogen. Erst als sie allein war, beschleunigte Neveah im Gang. Sie war sich nicht sicher, wo K?nig Jiang, aber sie verlie? sich auf ihren Geruchsinn und lies sich dahin f¨¹hren, wo der Geruch von Asche und Kohle am st?rksten war. Als Neveah eine Ecke erreichte, blickte sie um Gegebungscheck zu machen und betrachtete die gro?en Doppelt¨¹ren und die beiden Feen, die drau?en Wache hielten. Ein Seufzer entkam von Neveahs Lippen. Die Feen w¨¹rden ihren Weg versperren, bevor sie den Saal erreichen k?nnte. Sie musste sie ablenken. Neveah ertastete ihren K?rper, in der Hoffnung etwas zu finden. Schlie?lich erinnerte sie sich an den Ring an ihrem Finger. Sie zog ihn ab und warf ihn quer durch den Saal, sodass er einen L?rm verursachte. Die Wachen tauschten einen Blick aus, bevor einer von ihnen hin¨¹berging. Gerade als er an der Stelle vorbeikam, an der Neveah stand, schoss ihre Hand hervor, um ihn zu packen, und indem sie ihm eine Hand auf den Mund legte, um die Ger?usche seines Kampfes stumm zu halten, schlug sie ihn bewusstlos. Neveah wartete dann und beobachtete die andere Fee genau, w?hrend er immer wieder den Flur hinunterblickte und sich fragte, warum sein Partner nicht zur¨¹ckgekehrt war. Nach einer kurzen Weile wagte auch er sich den Gang hinunter, und Neveah machte kurzen Prozess mit ihm, indem sie sich zu ihm hinunterbeugte und ihn auf den Boden fallen lie?. Als sie die Feen in ihrer eigenen Lichthalle bewusstlos schlug, wusste Neveah, dass sie sich in gro?en Schwierigkeiten befinden w¨¹rde, aber sie konnte nichts dagegen tun. Neveah st¨¹rmte in die Halle und stie? die T¨¹ren auf, doch in dem Moment, als sie eintrat, erstarrte sie, alle Gespr?che verstummten, und ¨¹ber zehn Augen richteten sich auf sie. K?nig Jian sa? am Kopfende des Tisches, Xenon sa? neben ihm und der Rest der Drachenwandler sa? hinter ihm, am anderen Ende sa?en die seltsamen Gesichter der Feen. Sie hatten noch nicht mit dem Abendessen begonnen, der Tisch war leer, und statt des Essensg eine gro?e Karte auf dem Tisch, und an verschiedenen Stellen waren Kartenmarkierungen angebracht. Vor allem aber war kein Weinkelch in Sicht, und Neveah konnte nicht entscheiden, ob K?nig Jian bereits vergiftet worden war oder die Feen sie in die Irre gef¨¹hrt hatten. Was Neveah noch rer war, war die Tatsache, dass sie nicht erkl?ren konnte, warum sie hereingetzt war, und wenn es kein Weins gab, wenn sie einfach gedankenlos von dem Gift sprach, w¨¹rden die Feen w¨¹tend sein. Die fragenden Blicke aller Anwesenden richteten sich auf Neveah, als sie pl?tzlich hereinkam, und Neveah best?tigte, dass sie wirklich in Schwierigkeiten steckte. "Unversch?mtheit!" br¨¹llte einer der Elfen und durchbrach die schockierte Stille, die sich ¨¹ber den Saal legte, als er aufsprang. "Frauen d¨¹rfen die Lichthalle nicht betreten, das ist verboten, mein Lehnsherr!" rief eine andere der Feen in entsetztem Tonfall aus. "Prinzessin ... was habt Ihr getan?" sagte Kirgan kopfsch¨¹ttelnd und starrte den ruhig wirkenden K?nig Jian misstrauisch an. Es war wie die Ruhe vor dem Sturm. W?hrend die Feen w¨¹tend waren und K?nig Jian anflehten, f¨¹r sie zu sprechen, sahen die Gesichter der Drachenwandler ausdruckslos aus. Neveah war r, dass sich niemand f¨¹r sie einsetzen w¨¹rde, sie war ganz auf sich allein gestellt, um sich zu verteidigen. "Eindringling!!!" Genau in diesem Moment st¨¹rmte eine Gruppe bewafer Elfen in die Halle, umzingelte Neveah vollst?ndig und richtete ihre Waffen auf sie. Ein w¨¹tendes Knurren entwich Xenons Lippen, als er sich aufrichten wollte, doch K?nig Jian hielt ihn mit einer Hand am Handgelenk fest. "Wir haben die Wachen bewusstlos vorgefunden, mein Lehnsherr. Wir m¨¹ssen den Eindringling wegbringen, damit er untersucht werden kann." Der Anf¨¹hrer der Gruppe meldete sich sofort. Neveah sch¨¹rzte leicht die Lippen, sie hatte gewusst, dass die Wachen, die sie bewusstlos gescgen hatte, schnell entdeckt werden w¨¹rden, aber sie hatte gehofft, hereintzen zu k?nnen und das Giftkomplott aufzudecken, bevor jemand hinter ihr her sein konnte. Aber an diesem Punkt war Neveah die Zunge gebunden, sie hatte keine Beweise, da es ¨¹berhaupt keinen Weinkelch gab... das kam einem Dolchsto? gleich, und Neveah bedauerte, dass sie den Vorscg ihres Wolfes nicht angenommen hatte und einfach geflohen war. K?nig Jians kalter Blick war auf Neveah gerichtet, und Neveah wich seinem Blick aus, er schwieg eine ganze Weile, bevor er schlie?lich sprach. "Prinzessin ... was hat das zu bedeuten?" fragte K?nig Jian in einem dunklen, erschreckenden Ton. Neveah blinzelte erstaunt, sie hatte zwar gewusst, dass K?nig Jian beim Abendessen war, aber sie hatte nicht erwartet, dass so viele Leute anwesend sein w¨¹rden. "ICH... ICH..." Neveah stotterte und wusste nicht, was sie sagen sollte. Dann biss sie sich auf die Lippe und beschloss, gar nichts zu sagen, sie hatte keine Lust, sich vor irgendjemandem zu rechtfertigen. Da es keinen vergifteten Kelch gab, war es gut genug, dass K?nig Jian am Leben war. "Keine Worte? Nun gut ... Donvan, du kannst mit dem Wolf machen, was du willst." sagte K?nig Jian in einem abweisenden Ton, w?hrend er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Karte richtete. Und das war¡¯s dann auch schon, er sagte nichts weiter, tat nichts weiter, als Neveah abf¨¹hren zussen und sch¨¹ttelte den Kopf. "Ich kann selbst gehen." sagte Neveah in einem leeren Ton, als die Feen auf sie zukamen. Bevor jemand etwas anderes sagen konnte, kam eine Fee mit einem Tablett, auf dem ein Kelch stand, aus einer Seitent¨¹r... Chapter 96: Aus einer Laune heraus (Kap.96)

Chapter 96: Aus einer Laune heraus (Kap.96)

Die Fee, die das Tablett mit dem Kelch des vergifteten Weins trug, ging direkt auf K?nig Jian zu, und allem Anschein nach konnte Neveah erkennen, dass K?nig Jian den Kelch annehmen w¨¹rde. Er hatte sich bereits wieder der Karte zugewandt, unbeeindruckt von dem Aufruhr, den Neveah ausgel?st hatte... als w?re Neveah einfach nur unbedeutend. Neveah vermutete, dass er sogar erleichtert war, er hatte sie immer verabscheut, jetzt konnte er sie leicht loswerden, ohne eine Hand zu heben, und nicht einmal Xenon konnte sie verteidigen. Neveah konnte es in Xenons Augen sehen, dass er ihr immer wieder zu Hilfe eilen wollte, aber K?nig Jian hielt ihn zur¨¹ck, und wenn es eine Person gab, die Xenon zur¨¹ckhalten konnte, dann war es nur K?nig Jian. Neveah k¨¹mmerte sich nicht darum, ihr Grund, in die Halle zu st¨¹rmen,g direkt vor ihren Augen, Neveah blickte sich nach den Feen um, die sie umgaben, sie konnte immer noch an ihnen vorbeikommen, da sie es nicht erwarten w¨¹rden, und so tat sie es. Mit einer schnellen Bewegung schob sich Neveah an den Feen vorbei und ¨¹berrumpelte sie. "Haltet sie auf!" Die Fee namens Donvan br¨¹llte, aber mit ihrer Wolfsgeschwindigkeit war Neveah bereits direkt neben K?nig Jian angekommen. Blitzschnell entriss sie ihm den Kelch, und erst da wurde ihr r, dass sie nicht wusste, was sie damit tun sollte. Wenn sie den Inhalt versch¨¹ttete, w¨¹rden die Beweise verschwinden und es g?be keinen Beweis daf¨¹r, warum sie sich an K?nig Jians Wein zu schaffen gemacht hatte, und sie w¨¹rde sich in einer viel schlimmeren Situation wiederfinden als zuvor. Es blieb keine Zeit, die Feen st¨¹rzten sich auf sie, aber K?nig Jian hob eine Hand, um sie aufzuhalten, und starrte Neveah mit einer leicht hochgezogenen Braue an. Er wollte sehen, was sie zu tun gedachte, und ohne gro? dar¨¹ber nachzudenken, legte Neveah den Kopf zur¨¹ck und leerte den Wein im Kelch. Alle starrten sie schockiert an, unf?hig zu verstehen, welchen Wahnsinn sie an den Tag legte, und Neveah selbst war sich nicht sicher, was sie gerade getan hatte und warum sie es tat. Zun?chst geschah nichts, und als die bewafen Elfen n?her kamen, schoss ein scharfer Schmerz durch Neveahs Bauch, und ihre Augen weiteten sich leicht, als sie sich an den Bauch fasste und vor Schmerz keuchte, wobei ein Schluck Blut aus ihren Lippen spritzte. "Gift!" rief Kirgan, die Drachenwandler sprangen auf und die H?lle brach los. Sie st¨¹rzten sich auf die Feen, die am Tisch sa?en, st¨¹rzten sich auf sie und nahmen sie im Handumdrehen fest. W?hrend sich alle anderen auf K?nig Jian und das Gift konzentrierten, war Xenon im Handumdrehen an Neveahs Seite und hielt sie in seinen Armen, gerade als ihre Kr?fte sie verlie?en und sie fiel. W?hrenddessen sa? K?nig Jian ruhig auf seinem tz, mit einem gleichg¨¹ltigen Gesichtsausdruck. "Mein Lehnsherr! Wir wissen nichts von dieser Sache!" sagte die Fee, die an der linken Seite von K?nig Jian sa?, und wehrte sich nicht gegen den Griff von Kirgan, und auch der Rest der Feen wehrte sich nicht. "Lasst sie los..." sagte K?nig Jian in ruhigem Ton, gerade als Mernax in den Raum st¨¹rmte und sich die Situation ansah, konnte er verstehen, was geschehen war, besonders als er Neveahs Zustand bemerkte. "Prinzessin..." sagte Mernax in leisem Ton, und zu Neveahs ¨¹berraschung eilte Mernax als Erster zu ihr und hielt inne, als ein heftiges Knurren aus Xenons Lippen drang. Neveah konnte dem Geschehen um sie herum kaum Beachtung schenken, ihre Eingeweide pochten vor unertr?glichen Schmerzen, als w¨¹rden sich ihre Eingeweide ineinander verschlingen. Der Schmerz... Neveah konnte ihn nicht beschreiben, sie konnte kaum atmen, sie konnte kaum denken, sie konnte nur leise, schmerzhafte Atemz¨¹ge aussto?en, w?hrend sich Bedauern in ihrem Herzen niederlie?, Diese Art von Schmerz ... war es das wert, ihn f¨¹r einen anderen zu ertragen? Diese Art von Schmerz, die sich schlimmer anf¨¹hlte als der Tod, warum hatte sie sich selbst dazu verurteilt? Neveah hatte keine Erkl?rung f¨¹r ihr eigenes Handeln, meistens war sie viel zu impulsiv, sie tat Dinge aus einer Laune heraus, und ihr Wolf hatte sie auch davor gewarnt, aber sie war trotzdem in diese Lage geraten. "Mein Lehnsherr... Ihr kennt mich doch!" Sagte die Fee erneut und K?nig Jian hob eine Hand. "Kein Wort von dir, Elias." warnte K?nig Jian in einem dunklen Tonfall. Jedes Wort, das um sie herum gesprochen wurde, ng so weit weg, so weit weg, und Neveah konnte nur Bruchst¨¹cke der Unterhaltungen aufschnappen. "Lass Mernax nach ihr sehen." sagte K?nig Jian. Xenon warf K?nig Jian einen finsteren Blick zu, aber er lenkte ein und Mernax riss Neveahs Mund auf und seine Augen weiteten sich. "Ihre Zunge wird schwarz!" sagte Mernax gerade, als Kirgan den Kelch aufhob, der Neveah aus der Hand gefallen war. K?nig Jian erhob sich und untersuchte auch Neveahs Zunge, wobei er Xenon mit gerunzelter Stirn anstarrte. Anhand von Neveahs Zustand konnte K?nig Jian bereits erkennen, was f¨¹r ein Gift ihr verabreicht worden war. "Wenn es das ist, wof¨¹r ich es halte, m¨¹ssen wir sofort zum Drachenturm zur¨¹ckkehren. sagte K?nig Jian, als er sich umdrehte und den Weg nach drau?en anf¨¹hrte, wobei er den Feen einen kurzen Blick zuwarf, bevor er sich auf den Weg machte. An diesem Punkt konnte Neveah den dunklen Flecken, die ¨¹ber ihre Vision tanzten, nicht l?nger widerstehen, und ihr K?rper schaltete sich ab, um den ¨¹berw?ltigenden Schmerzen zu widerstehen. "Ihr alle... kehrt mit uns in den Drachenturm zur¨¹ck, und von diesem Moment an ist das Asvarian-Leuchtfeuer abgeschaltet, bis die Situation gekl?rt ist." zischte Mernax und verstand die Absicht von K?nig Jian. "Wer sich widersetzt, wird sofort get?tet ... Ihr versteht doch, warum wir Euch nicht festnehmen werden?" "Die Flugpatrouillen sind ¨¹berall und sie sp¨¹ren den Zorn meines Lehnsherrn, sie werden bei der kleinsten Bewegung zuscgen ... niemand entgeht dem Auge eines Drachen." f¨¹gte Kirgan hinzu, w?hrend die anderen Drachenwandler sich ebenfalls auf den Weg machten. K?nig Jian und die Drachenwandler kamen im Landetz an und K?nig Jian warf einen Blick auf Xenon, bevor er ihm Neveah aus den Armen nahm. Xenon leistete keinen Widerstand, als K?nig Jian zur Seite trat und Xenon in seine Drachengestalt ¨¹bergehen lie?, und es dauerte nur einen Moment, bis der m?chtige schwarze Drache den tz von Xenon einnahm. K?nig Jian setzte Neveah auf einen Arm und Xenon hockte sich hin, w?hrend K?nig Jian mit Leichtigkeit Xenons R¨¹cken hinaufkletterte und sich in seiner Nackenbeuge niederlie?, wo er Neveah auf seinen Scho? legte, bevor er eine Hand auf Xenons Nacken legte. "Geh." K?nig Jian eubte es, und Xenons Fl¨¹gel breiteten sich sofort aus, wobei er noch mehr Laternens?ulen umstie?, nicht weil er es musste, sondern um seinem ?rger Luft zu machen. Mit einem Sprung nach oben erhob sich Xenon in den Himmel und nahm direkten Kurs auf den Drachenturm. W?hrenddessen blickte K?nig Jian auf Neveah herab, die ihre Brauen vor Schmerz zusammenzog, Schwei?perlen auf der Stirn hatte und leise Schmerzenute von sich gab. "Ein Drache hat eine h?here Schmerzgrenze ... du t?richter Wolf, unublich ..." murmelte K?nig Jian, und in seinen Augen zeice sich ein Ausdruck der Intrige ab. _________________ Auf der Spitze eines Berges mit Blick auf ein weites Feld stand ein Mann mit feuerrotem Haar, das ihm bis zur Mitte des R¨¹ckens hinunterfiel. Seine Augen waren in einem dunkleren Rotton gehalten, und von seinem Kopf ragten zwei H?rner in die H?he, und auf seinem R¨¹cken trug er ein Paar dunkelrote Fl¨¹gel, Sein Gesicht war vom Kinn bis zur Stirn mit Schuppen bedeckt, und seine Augen blickten mit einer gewissen Distanz auf das Feld hinunter. Neben ihm stand eine ke und bezaubernd sch?ne Frau in einem schwarzen, bodengen Kleid, das ihre Figur perfekt zur Geltung brachte, Sie stand einen Schritt neben ihm, und w?hrend sein Blick auf das Feld gerichtet war, waren ihre Augen einzig und allein auf ihn gerichtet und schauten nirgendwo anders hin als zu ihm "Es ist wundersch?n ... nicht wahr?" fragte der Mann mit einer leichten Neigung des Kopfes. Mit sch?n meinte der Mann das riesige Feld mit einer seltsamen, vielfarbigen Blume, die ¨¹berall auf dem Feld wuchs, so weit das Auge reichte. Die Blumen hatten die Form eines Sterns und verstr?mten ein schwaches Leuchten, ihre Bl¨¹tenbl?tter waren mit Dornen ¨¹bers?t, und ab und zu str?mte ein giftiges Gas aus ihnen heraus. "Was ist das f¨¹r eine Sch?nheit? Du kannst es nur aus der Ferne betrachten, denn wenn du dich in seine N?he wagst, sticht es dich oder die Gase vergiften dich zu Tode..." "Deshalb musst du Abstand halten, auch wenn du von ganzem Herzen hoffst, auch nur einen Schritt n?her zu kommen." Die sch?ne Frau antwortete in einem leisen Ton, aber es war nicht sicher, ob sie wirklich von der Blume selbst oder von etwas ganz anderem sprach. "Warum hast du mich dazu gebracht, sie K?nig Jian zu geben? Und das ausgerec am Leuchtfeuer von Asvarian? Wenn es Euch um sein Leben geht, dann ist das nicht ann?hernd genug." sagte die Frau verbl¨¹fft. "Sein Leben?" Fragte der gefl¨¹gelte Mann mit einer hochgezogenen Augenbraue, w?hrend er seinen Kopf wieder zur Seite neigte. "An einem Tag, der es verdient... Ich werde dir eine Geschichte erz?hlen, meine Liebe. Aber dieser Tag ist nicht heute..." sagte der gefl¨¹gelte Mann, als er sich umdrehte und in einem Wimpernscg verschwunden war. Chapter 97: Der Drachenturm (Kap.97)

Chapter 97: Der Drachenturm (Kap.97)

Neveah hatte sich in den letzten Tagen oft gefragt, wie der m?chtige Drachenturm wohl aussehen w¨¹rde, Der geachtete Wohnsitz der gro?en Asvarian-Bestien, der ersten Bestien, die das Reich bev?lkerten, der gro?en Bestien, die die Erde und den Himmel beherrschten, mit un¨¹bertroffener Kraft und einer Lebensspanne von Hunderten von Jahren. Wie w¨¹rde ihr Zuhause aussehen, wenn sie so m?chtig und angesehen w?ren, ganz zu schweigen von ihrer gewaltigen Gr??e und ihrem mmenatem? W¨¹rde es auf dem Land errichtet werden? Oder auf unubliche Art und Weise vom Himmel baumelnd? Es war wirklich ein dummer Gedanke. Aber wenn man auf dem R¨¹cken eines Drachens gefangen war, hoch oben am Himmel, in einer H?he, in die sich nicht einmal V?gel wagten, gab es kaum etwas anderes zu tun als nachzudenken. Da Neveah nicht gerne an ihre Vergangenheit dachte, dachte sie ?fters an ihre Zukunft, und wie sollte sie an ihre Zukunft denken, wenn nicht an den Drachenfried? Das endg¨¹ltige Ziel des Drachenflugs. Es war ungew?hnlich, dass man dar¨¹ber nachdachte, wie seine neue Gef?ngniszelle aussehen w¨¹rde, als ob das irgendeinen Unterschied zu der Tatsache machen w¨¹rde, dass sie nur eine Gefangene war. Dennoch hatte Neveah dar¨¹ber nachgedacht, wie majest?tisch sie aussehen w¨¹rde, wie kompliziert die Age sein w¨¹rde und nat¨¹rlich, wie schwierig es sein w¨¹rde, ihr zu entkommen. Auf der anderen Seite der Welt, in der Finsternis-Dom?ne, gab es zumindest ein Gef¨¹hl der Erleichterung und des Staunens... auch wenn die Freiheit immer noch unerreichbar war. Doch bei all ihren ¨¹berlegungen hatte Neveah nie vorausgesehen, dass sie bewusstlos und dem Tod nahe im majest?tischen Drachenturm ankommen w¨¹rde. Die himmelhohen T¨¹rme des Drachenturmes zeicen sich vor ihnen ab, als Xenon nach einem ganzen Tag Flug seine Flugh?he verringerte und sie den prestigetr?chtigen Drachenturm bereits erreicht hatten. Der Anblick des Bergfrieds war unbeschreiblich, er wirkte eher wie eine in einen hohen Berg gehauene Festung mit breiten Terrassen und zahlreichen Landepl?tzen auf verschiedenen H?hen. Es gab nur ein paar kleine T¨¹ren, die den anderen Bewohnern des Bergfrieds, die keine Flugtiere waren, als Eingang dienten, Ringsum gab es t¨¹ckische Klippen und einen steilen Aufstieg, w?hrend die Basis des Bergfrieds selbst von der Mitte des Berges bis zum Gipfel reichte, wobei die unteren Bereiche als ttform dienten, auf der der Bergfried in seiner ganzen majest?tischen Pracht ruhte. Rund um den Bergfried flogen die m?chtigen Asvarian-Bestien in verschiedenen H?hen hin und her, einige im Einzelflug, andere in Gruppen ... es waren die Flugpatrouillen, die f¨¹r ihre Runden und andere Drachenr?nge abgestellt waren. Auf Xenons R¨¹cken sa? K?nig Jian, sein Blick war leer wie immer, als Xenon zum zweith?chsten Landetz ¨¹ber der Flugbahn der anderen Drachen aufstieg. Es dauerte nichtnge, bis Xenon zusammen mit den anderen Drachenwandlern den Landetz erreichte, und siendeten alle gleichzeitig, denn der tz war riesig und gro? genug, um sie alle aufzunehmen. Als Xenonndete, stieg K?nig Jian von Xenons R¨¹cken, die bewusstlose Neveah immer noch in seinen Armen, als ein Mann mittleren Alters herbeieilte. "Mein Lehnsherr, endlich seid Ihr zur¨¹ck. Ich habe den Heiler herbeigerufen, wie Ihr es angeor habt." sagte der Mann mittleren Alters mit einer Verbeugung, bevor sein Blick auf die bewusstlose Neveah fiel. "Das ist das M?dchen?" fragte der Mann mittleren Alters und K?nig Jian brummte als Antwort, als Xenon wieder in seine menschliche Gestalt zur¨¹ckkehrte, auf ihn zuging und Neveah aus K?nig Jians Armen riss. Xenons Handlungen waren aufgeregt und es war r, dass er seine Wut kaum zur¨¹ckhalten konnte. "Lord Xenon..." rief der Mann mittleren Alters nach Xenon, doch K?nig Jian sch¨¹ttelte den Kopf. "Lasst ihn in Ruhe ... er wird sich um sie k¨¹mmern." sagte K?nig Jian, w?hrend er in den Bergfried ging. K?nig Jian ging die G?nge enng, die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Die Flure waren einsam, die beiden obersten Etagen des Bergfrieds waren f¨¹r den einsamen K?nig Jian reserviert, au?er seinen treuesten Gef?hrten durfte niemand diese Ebenen betreten. Keine Bediensteten... keine Diener, K?nig Jian hielt sich niemanden, au?er Rodrick, K?nig Jians Butler, der sich um alle seine Angelegenheiten k¨¹mmerte, gab es niemanden an seiner Seite. "Rodrick, in den Tagen, in denen ich weg war, auf welche Schwierigkeiten bist du gesto?en?" fragte K?nig Jian, w?hrend er ging und sein Butler in einigem Abstand hinter ihm folgte. "Nichts dergleichen, mein Lehnsherr. Es ist meine Pflicht, die Ordnung im Bergfried aufrechtzuerhalten, da gibt es keine nennenswerten Schwierigkeiten." antwortete Rodrick mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Ist das wirklich so?" fragte K?nig Jian, und Rodrick bejahte es schnell. "Wahrlich, mein Lehnsherr. Solche inneren Angelegenheiten sind nicht von Bedeutung, die Last ruht mehr auf Decaron und Hardinger." sagte Rodrick und erw?hnte damit den Chef der k?niglichen Garde und den Patrouillenf¨¹hrer. K?nig Jian brummte als Antwort, als er um eine Ecke bog. "Ein Bad ist eingssen und ein Kleidungsst¨¹ck zum Wechseln vorbereitet, mein Lehnsherr kann sich zuerst in sein Quartier begeben und den Wolfsgeruch abwaschen." sagte Rodrick. K?nig Jian brummte wieder, er war ein Mann, der fast nie sprach, es sei denn, es war absolut notwendig, und alle um ihn herum waren daran gew?hnt. Nach ein paar weiteren Umdrehungen erreichte K?nig Jian sein Quartier, trat ein und ging in den Waschraum, wo ein gro?es Badebecken mit Wasser gef¨¹llt und elegante Vorh?nge aufgeh?ngt waren. "Wie war der Flug? Du hast den Weg ins Wolfsgebiet seit einem Jahrzehnt nicht mehr zur¨¹ckgelegt." fragte Rodrick, als K?nig Jian sich seiner Kleidung entledigte und in das Badebecken trat. "Aus gutem Grund." murmelte K?nig Jian, w?hrend er sich mit dem R¨¹cken an den Beckenrand lehnte und sein ¨¹ppiges silbernes Haar hinter sich ausbreitete. "Ich nehme an, die Angelegenheit war also eine Aufgabe?" sagte Rodrick und K?nig Jian antwortete nicht. "Nicht auftragsbezogen, aber ... l?stig?" Rodrick versuchte es erneut, w?hrend er K?nig Jian die Badet¨¹cher ¨¹berreichte. Wieder kam keine Antwort von K?nig Jian, und Rodrick wusste, dass es nur darang, dass K?nig Jian nicht antworten wollte. Allerdings konnte Rodrick bereits eine Vermutung ¨¹ber K?nig Jians Antwort anstellen. "Mein Lehnsherr musste nicht pers?nlich kommen." betonte Rodrick. "Habe ich auch nicht." K?nig Jian stimmte zu, sagte aber nichts weiter und Rodrick sprach auch nicht weiter, sondern verabschiedete sich, blieb aber auf halbem Weg stehen. "M?chte Mein Lehnsherr etwas ¨¹ber den Zustand der W?lfin erfahren? Sie tr?gt den Titel des Preises meines Lehnsherrn." fragte Rodrick. K?nig Jian schwieg einen Momentng, und gerade als Rodrick dachte, er w¨¹rde gar nicht antworten, tat er es schlie?lich doch. "Sie ist sicher in den Bergfried gebracht worden ... sie ist jetzt Xenons Problem." sagte K?nig Jian. "Und das Gift? Mernax hat begonnen, die Feen zu untersuchen." berichtete Rodrick. "Dann gibt es dazu nichts zu sagen, es ist nicht das erste Attentat auf mein Leben und ich ube nicht, dass es das letzte sein wird. Schick Decaron nach Mernax... Ich erwarte bis morgen einen Bericht." K?nig Jian sagte gleichg¨¹ltig. "Verstanden. Hat mein Lehnsherr weitere Befehle?" fragte Rodrick. "Haltet die Augen offen ... das ist alles." sagte K?nig Jian und entlie? Rodrick mit einer Handbewegung. ________________ Xenon beobachtete den Heiler, der sich um den kleinen Wolf k¨¹mmerte, genau. Der Blick des Heilers wanderte h?ufig zu Xenon, und auch in seinen Augeng ein wachsamer Blick, w?hrend Kirgan vorsichtshalber zwischen beiden Parteien stand. Xenon fragte sich, ob sie wirklich ubten, dass Kirgan allein ausreichen w¨¹rde, um ihn aufzuhalten, wenn er wirklich vorhatte, den Heiler anzugreifen ... nicht, dass er das nicht vorhatte, denn er w¨¹rde es tun, wenn der kleine Wolf nicht bald erwachte. Xenon verstand, dass sich das Gift ausgebreitet und ihre Gesundheit angegriffen hatte, aber er hatte trotzdem das Gef¨¹hl, dass die kleine W?lfin ziemlich zerbrechlich war. Deshalb brauchte sie ihn immer in ihrer N?he, wenn er in ihrer N?he war, konnte ihr nichts etwas anhaben. Aber die kleine W?lfin war einfach zu stur und mochte es nicht, Xenon in ihrer N?he zu haben, es war frustrierend. Und dann war da noch Jian, der wie immer gereizt war, immer einen kalten Blick aufsetzte und alle damit ?rgerte... jetzt hatte er sich jemanden geholt, der ihn vergiften wollte, und die kleine W?lfin geriet zwischen die Fronten. Xenon wollte auch nicht, dass Jian vergiftet wurde, also wollte er ihm keine Vorw¨¹rfe machen, aber da Jian den kleinen Wolf nicht mochte... verdiente er auch nicht die Hilfe des kleinen Wolfs. Xenon war derjenige, der die kleine W?lfin mochte, er mochte sie wirklich... wirklich, aber er w¨¹rde sie trotzdem nicht f¨¹r ihn Gift trinkenssen... die kleine W?lfin war einfach zu dumm. Nung sie hier, umgeben von Heilern, und Xenon stand mit zusammengepressten Lippen da und wartete darauf, dass die Heiler irgendetwas Ungew?hnliches sagten, und dann w¨¹rde er zu K?nig Jian st¨¹rmen und ihn bitten, hierher zu kommen und die kleine W?lfin selbst zu heilen. Er w¨¹rde es jeden Moment tun... in der Sekunde, in der er des Wartens m¨¹de wurde, wollte Xenon seine kleine W?lfin so zur¨¹ckhaben, wie er sie gefunden hatte... oder es w¨¹rde ?rger geben. Chapter 98: Erwachen (Kap.98)

Chapter 98: Erwachen (Kap.98)

Ein schmerzhaftes St?hnen entwich Neveahs Lippen, als ein helles Licht durch ihre geschlossenen Augenlider drang. Neveah versuchte, eine Hand zu heben, um ihre Augen zu sch¨¹tzen, aber ihre Hand war viel zu schwer. So sehr sie sich auch anstrengte, sie konnte kein einziges Glied bewegen. Neveahs Augenbrauen zuckten, ihre Augen blinzelten leicht, und als ob sie ihr Unbehagen sp¨¹rte, schirmte ein Schatten die hellen Sonnenstrahlen davon ab, ihre Augen zu erreichen. Es dauerte eine kurze Zeit des Kampfes, bis Neveah ihre Augenlider ?ffnen konnte, und als sie es tat, sah sie den vertrauten gr¨¹blerischen Gesichtsausdruck von Xenon, dessen muskul?ser K?rperbau das Sonnenlicht davon abhielt, auf ihr Gesicht zu scheinen. Neveah blinzelte schwach, ihr Verstand war verwirrt und ihre Gedanken waren verschwommen, sie erkannte Xenon sofort, aber sie brauchte einen Moment, um sich daran zu erinnern, was alles passiert war und warum sie sich in dieser Lage befand. Gift... sie hatte anstelle von K?nig Jian einen Kelch mit vergiftetem Wein hinuntergeschluckt, wie eine selbsternannte Heldin, und war in dieser Lage gndet, nur einen Moment bevor sie zur Bestrafung abgef¨¹hrt werden konnte, was K?nig Jian eubt hatte. Neveah konnte sich nicht entscheiden, ob diese Wendung der Ereignisse eine bessere Option war, als sich f¨¹r jemand anderen vergiften zussen, so oder so... sie w?re in einer sehr schlechten Situation gndet und K?nig Jian w?re immer noch der Grund daf¨¹r. Jetzt, wo sie noch lebte, war sich Neveah auch nicht sicher, wie sie sich dabei f¨¹hlen sollte... es war bereits das zweite Mal, dass sie dem Tod so nahe kam, mit dem einzigen Unterschied, dass sie im ersten Fall... tats?chlich starb. Was auch immer f¨¹r ein Gift es war, es war stark und m?chtig, aber es schien, dass Neveahs Lebenswille viel st?rker war, und allein der Gedanke, dass sie wieder ein Teil der Welt der Lebenden war, lie? ein tr?ges L?cheln auf Neveahs Lippen zur¨¹ck. "Ich... ich lebe..." Neveah gluckste vor sich hin und lehnte sich mit einem erfreuten Seufzer in die angenehm weiche Bettdecke zur¨¹ck, w?hrend sich ein Grinsen auf ihrer Wange ausbreitete. Neveah war eine, die nur selten l?chelte, nicht weil sie ein Eisblock war wie K?nig Jian, sondern einfach, weil sie in ihrem Leben nur selten Grund zum L?cheln hatte und es ihr daher schwer fiel, den fremden Ausdruck aufzubringen. Aber dieses Mal f¨¹hlte Neveah, dass sie das Recht hatte, wirklich gl¨¹cklich zu sein ... hier war sie wieder, lebendig und vollkommen gesund ... bereit f¨¹r einen weiteren Versuch in diesem Ding namens Leben. Der Tod war gekommen, konnte sie aber nicht einholen, weil sie ihn nicht gew?hlt hatte, das Einzige, was Neveahs Wahl zu ehren schien, war der Tod. Bei diesem Gedanken sprudelte ein leises Lachen aus Neveah heraus, und als sie sich zur Seite drehte, wurde ihr Lachen durch ein leises St?hnen des Schmerzes unterbrochen, bevor es wieder einsetzte. Erst nach einem weiteren Moment erinnerte sich Neveah an Xenons Anwesenheit, der sie mit einem verwirrten Gesichtsausdruck anstarrte, und Neveah erkannte, dass sie wie eine Verr¨¹ckte ausgesehen haben musste. Das war auch gut so, denn wenn Xenon sie f¨¹r verr¨¹ckt hielt, w¨¹rde er vielleicht seiner unvern¨¹nftigen Faszination f¨¹r sie ¨¹berdr¨¹ssig werden und wissen, dass er sich von ihr fernhalten sollte. "S...ssilly...w.wolf." sprach Xenon schlie?lich in seinem schleppenden Tonfall, als Neveah nach ihrem kurzen Anfall verstummte. "Ich danke dir... Ich bin dir zutiefst dankbar, du hast mir einen unbezahlbaren Dienst erwiesen... ich ube, du wolltest etwas in dieser Richtung sagen." Neveah richtete sich in einem leeren Ton auf, als ihre Erleichterung dar¨¹ber, am Leben zu sein, versste, kehrte sie zu ihrem ¨¹blichen Selbst zur¨¹ck. "Das... das... Jian¡¯s w.Worte." Xenonllte wieder und Neveah hob eine Augenbraue, da sie einen Moment brauchte, um zu verstehen, was er meinte. "Mit "Danke" sind die Worte von K?nig Jian gemeint, meinst du?" fragte Neveah und Xenon nickte. Neveah rollte mit den Augen, ihr war nicht r, dass Xenon auch diese Dinge unterscheiden konnte. Sie war sich nicht sicher, welches Ausma? seine Wildheit hatte und welches Ma? an Weisheit man von jemandem erwarten konnte, der mehr Tier als Mensch war. Aber andererseits waren Drachen intelligente Tiere, so dass Neveah davon ausging, dass es keine Rolle spielte. "Sch?n und gut, sein Leben geh?rt ihm und seine Dankbarkeit muss er auch ausdr¨¹cken ... was sind dann deine Worte an mich?" fragte Neveah und fragte sich, warum Xenon noch hier war. "D...n...nicht sterben." murmelte Xenon in einem viel leiseren Tonfall als sonst. Neveah war von Xenons Antwort auf ihre Frage verbl¨¹fft und starrte ihn einen Momentng nur an, unsicher, wie sie reagieren sollte. Aber nachdem der Moment der ¨¹berraschung vorbei war, antwortete Neveah doch. "Es scheint, als g?be es etwas, dem wir beide zustimmen k?nnen." sagte Neveah, w?hrend sie sich in eine sitzende Position k?mpfte, ihre Muskeln f¨¹hlten sich immer noch schwer an und so war es ein schwieriges Unterfangen, doch sie schaffte es. Neveah schaute sich in dem Raum um, in dem sieg. Es sah ¨¹berhaupt nicht wie eine Krankenstation aus, sondern eher wie ein elegantes Scfzimmer, und Neveahs Brauen hoben sich leicht. Die steinernen W?nde, die kaum h?rbaren Ger?usche des Drachengebr¨¹lls drau?en, der Wind, der ¨¹ber die Fensterscheibe strich, und der kurze Blick auf die Berggipfel, wenn die Vorh?nge tterten, Neveah wurde r, dass sie bereits im Dragon Keep angekommen waren, sie hatte die Landung verscfen und nun hatte sie den denkw¨¹rdigen Moment verpasst, als sie in ihrem neuen Gef?ngnishof ankam. Neveah hatte einmal geh?rt, dass die Art und Weise, wie man an einem Ort ankommt, die Art und Weise, wie man ihn wieder verl?sst, vorhersagt. Neveah hatte gehofft, hoch erhobenen Hauptes und mit Entschlossenheit im Herzen im Drachenturm anzukommen, mit dem unnachgiebigen Willen, jeden Tag zu ¨¹berleben, weil sie ubte, dass der n?chste Tag ihr Tag der Freiheit sein k?nnte... sie hatte gehofft, auf diese Weise anzukommen und auf diese Weise wieder abzureisen. Doch stattdessen war Neveah auf dem R¨¹cken eines Drachens in diesen Mauern angekommen, bewusstlos und an der Schwelle des Todes, und sie konnte nicht anders, als zu denken... w¨¹rde sie diese Mauern auch auf diese Weise vessen? An der Schwelle des Todes, so wie jetzt? Oder bereits auf dem Sterbebett, wo ihr K?rper l?ngst kalt geworden war? Neveah nahm an, dass das Schicksal eine M¨¹nze werfen w¨¹rde und dann den einen oder anderen Weg einscgen w¨¹rde, so wie es das in Neveahs Leben immer getan hatte. Aber was auch immer es war, ein einziger Atemzug mehr und jeder Tag am Leben war ein Tag des Sieges ... es war ein ganzes Jahr vergangen, seit sie im vorherigen Leben gestorben war, und Neveah hoffte, dass sie diesen Sieg z?hlen w¨¹rde, w?hrend die Jahre kamen und gingen. Jetzt, wo sie hier im Drachenturm war, w¨¹rde Neveah das Beste daraus machen... oder so viel, wie es ihr eubt war. Bei diesem Gedanken wandte sich Neveahs Blick zu Xenon, der immer noch schweigend vor sich hin starrte, mit leerer Miene wie immer, doch der Blick in seinen Augen war kompliziert. Er beobachtete sie, ohne ein einziges Wort zu sagen, als w¨¹rde alles auf der Welt einen Sinn ergeben, snge er nurnge genug starrte. Im Gegensatz zu den Drachen, die eine Lebensspanne von Jahrhunderten hatten, konnten sie so viel Zeit mit M¨¹?iggang verbringen, ohne etwas ¨¹ber ihr Schicksal zu wissen oder sich daf¨¹r zu interessieren, Neveah war nicht so, sie hatte h?chstens ein paar Jahrzehnte zu leben, bevor sie alt und grau war, was auch immer ihr Schicksal sein w¨¹rde, Neveah wollte es jetzt wissen. "Also ... was passiert jetzt?" fragte Neveah ausdruckslos, und Xenon antwortete nicht sofort. Schlie?lich ging er zu Neveah hin¨¹ber, erhob sich ¨¹ber sie und blickte einenngen Momentng auf sie herab, dann ging er, ohne ein Wort zu sagen und ohne auf ihre Frage zu antworten. Neveah verstand noch nicht ganz, warum Xenon so einfach gegangen war, als ihre T¨¹r aufgesto?en wurde und ein Team von Bediensteten hereinkam, das genau f¨¹nf Personen umfasste. Jeder von ihnen hielt einen anderen Gegenstand in der Hand, von einem Stapel Handt¨¹cher bis hin zu frischer Kleidung und anderen Badematerialien, Noch bevor Neveah von ihnen wissen wollte, wer sie waren und warum sie in den Raum eindrangen, in dem sie sich gerade befand, stellten sich die fremden Frauen vor. "Wir sind Dienerinnen des Drachenturmes und sind auf Befehl von Lord Rodriguez gekommen, um dir ein Bad einzssen und dich zu reinigen." "Au?erdem werden wir Euer ?u?eres ver?ndern und Eure K?rperform vermessen, damit die Kleidung der Asvarian f¨¹r Euch ma?geschneidert werden kann." verk¨¹ndete einer der Bediensteten in einem oberfl?chlichen Ton. "Mein Aussehen ver?ndern? Was soll das bedeuten?" fragte Neveah misstrauisch; "Wenn ihr im Drachenturm wohnen wollt, m¨¹sst ihr euch an die Regeln halten, und wir haben auch den Befehl erhalten, euch diese Regeln beizubringen ... unsere Lektion beginnt mit zwei Regeln." Der Diener, der zuerst gesprochen hatte und der rangh?chste Diener zu sein schien, fuhr fort. "Erstens, kein fremdes und unsch?nes Auftreten im Bergfried, die Drachenwandler sind eine Rasse der Sachlichkeit, also hofft nicht, dass euch Luxus gew?hrt wird, wie ihr es gewohnt seid." "Zweitens m¨¹ssen sich alle im Drachenturm ihren Lebensunterhalt verdienen, das hei?t, sie m¨¹ssen zu irgendetwas n¨¹tzlich sein ... deshalb werden wir zuerst dich in Ordnung bringen und dann zum n?chsten ¨¹bergehen." schloss der Diener. Neveah starrte sie einen Momentng ausdruckslos an, bevor sie seufzte... es war ihr r, dass ihr Leben im Drachenturm in diesem Moment beginnen w¨¹rde; Was f¨¹r ein Leben das sein w¨¹rde, wusste Neveah noch nicht... aber sie ahnte, dass sie es bald herausfinden w¨¹rde. Chapter 99: Teufelei (Kap.99)

Chapter 99: Teufelei (Kap.99)

Davina, so erfuhr Neveah aus dem Gespr?ch, war der Name der W?rterin, die den Raum betreten hatte. Sie erfuhr auch, dass dieses Zimmer tats?chlich dasjenige war, das ihr im Drachenturm zugewiesen worden war. Es schien, dass bereits vor ihrer Ankunft ein Zimmer f¨¹r sie reserviert worden war. F¨¹r wienge die Drachenwandler schon gent hatten, sie von zu Hause wegzubringen, konnte Neveah nicht sagen. "Euer Zimmer befindet sich auf der vierten Ebene des Bergfrieds, es gilt als eine recht unnat¨¹rliche Unterbringung, da Euer Titel noch nicht feststeht ... wenn ¨¹berhaupt." sagte Davina, w?hrend sie tiefer in Neveahs Zimmer eintrat und den Raum inspizierte. "Eine unnat¨¹rliche tzierung?" fragte Neveah und hob dabei eine Augenbraue. "In der Tat, die vierte Ebene ist der Aufenthaltsort des Hochadels, der im Bergfried residiert und sich um die Angelegenheiten der Festung k¨¹mmert, und dieser Saal ist den adeligen Damen vorbehalten." erkl?rte Davina. Neveah war gerade dabei zu antworten, als einige der anderen Bediensteten, die mit Davina hereingekommen waren, zu ihr her¨¹berkamen und ihr Bettzeug wegzogen. "?hmmm... Davina, was hat das zu bedeuten?" fragte Neveah, als sie die Arme auf ihre beiden Seiten legten, um sie hochzuheben, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Mit Ausnahme von Davina selbst hatten die anderen kein einziges Wort gesagt und schienen auch nicht vorzuhaben, etwas zu sagen. Neveah konnte nicht umhin, den Eindruck zu haben, dass die schlechten Gewohnheiten ihres K?nigs auch auf sie ¨¹bergriffen. "Wie ich schon sagte, ihr sollt gebadet und angezogen werden, euer Aussehen soll ge?ndert und eure K?rperma?e sollen genommen werden." sagte Davina in einem l?ssigen Ton, als k?nne sie den Sinn von Neveahs Frage nicht ganz erfassen. "Ich habe das verstanden, ich meinte nur... warum werde ich aus meinem Bett gehoben?" fragte Neveah, und Davina sah ¨¹ber ihre Schulter. "Um gebadet zu werden." antwortete Davina ausdruckslos. "Ich kann mich sehr wohl selbst ums Baden k¨¹mmern, danke... das wird nicht n?tig sein..." Neveah begann zu protestieren, wurde jedoch unterbrochen. "Unsinn... Heute allein wird diese Ehre euch zuteil und keinen Tag danach. Spielt nicht die bescheidene Prinzessin. Ihr seid sicherlich schon luxuri?sere Bedingungen gewohnt." entgee Davina sp?ttisch. "Au?erdem muss ich feststellen, welche ?nderungen genau vorgenommen werden m¨¹ssen." f¨¹gte Davina hinzu und deutete dabei auf das Badezimmer. "?nderungen..." murmelte Neveah und umarmte sich selbst entsetzt. Sie begann, dieses Wort nicht zu m?gen. "Seid nicht albern, wir sind keine Zauberer, die unsere Haut mit Runen und Segnungen entstellen..." "Aber wir m¨¹ssen sicherstellen, dass ihr keine solch ungeb¨¹hrlichen Schmuckst¨¹cke bei euch habt. In diesem Fall muss man daf¨¹r sorgen." "Dies ist die Residenz unseres Lehnsherrn und der Sitz der Macht Asvars, hier sind keine L?cherlichkeiten oder Geheimnisse eubt." sagt Davina, und ihr Blick fixierte sich mit einem missbilligenden Ausdruck auf Neveahs Arme. "Schon gar nicht unter den Frauen... es w?re nicht das erste Mal, dass unsere Lorddrachen so begehrt sind, dass sie sich auf teuflische Praktiken eissen." f¨¹gte Davina hinzu und verengte dabei misstrauisch die Augen. "Unublich." dachte Neveahs Wolf. Neveah verh?hnte Davinas Implikationen, zur Verf¨¹hrung auf Zauber zur¨¹ckgreifen zu wollen. Mit jedem Augenblick realisierte sie mehr und mehr, dass es in diesem Drachenturm viele absurde Dinge gab, und es war erst ein Tag vergangen, seit sie angekommen war. "Oder... habt ihr vielleicht etwas bei euch, das ihr versteckt halten wollt?" fragte Davina erneut und verengte ihre Augen noch mehr. Da Davinas misstrauischer Blick anhielt, lie? Neveah ihre Arme fallen. Sie hatte nichts Teuflisches zu verbergen... sie wusste noch nicht mal etwas ¨¹ber Magie. "Wo ich herkomme, gibt es so etwas wie Magie nicht und es gibt nur sehr wenige oder gar keine Interaktionen mit Hexen meiner Art. Es gibt nichts zu verbergen." sagte Neveah in neutralem Tonfall. "Gut denn... Ich werde mir mein eigenes Urteil bilden, ich habe mich oft um Hofdamen gek¨¹mmert, ich kenne diese Angelegenheit sehr gut." sagte Davina und ihre Augen funkelten dabei wissend. Neveah presste die Lippen zusammen, zog ihre H?nde weg von den Bediensteten und ging mit einem ver?rgerten Gesichtsausdruck in den Nebenraum. "Nun... wir waschen uns hier in Asvar nicht mit Kleidung an. Sollen wir euch dabei helfen? Oder wollt ihr weitermachen? Wir k?nnen es uns nicht leisten, Zeit zu verschwenden... der Tag ist noch jung, aber es gibt noch viel zu lernen." sagte Davina erwartungsvoll. Neveah griff nach den Tr?gern ihrer Kleidung und l?ste sie, ihr Lederkleid war bereits entfernt worden und dies war nur ihr Untergewand, und in dem Augenblick, als es wegfiel, stand sie nackt da. Mit hochgezogener Augenbraue drehte sie sich um und zog ihr Haar nach vorn, so dass ihr R¨¹cken gut sichtbar war. "Zufrieden...?" fragte Neveah. Sie wusste nicht recht, warum Davina f¨¹r einen Augenblick ¨¹berrascht schien, vielleicht hatte sie gedacht, Neveah w¨¹rde sich ihrer Nacktheit sch?men und sich davor str?uben, nackt vor den Augen von vier fremden Frauen zu stehen. Nacktheit? Das war das Letzte, was man einem Werwolf zumuten w¨¹rde... obwohl Neveah Lado im Pst der Finsternis stets dar¨¹ber belehrt hatte, war sie sich der Wahrheit bewusst. "Ja... nun gut, es gibt keine auff?lligen Zeichen..." Davina begann, doch hielt inne, als ihr Blick auf dem Zeichen des Sch?pfers auf Neveahs Herz ruhte, genau an der Stelle, wo ihr Busen begann. "Oh, die G?tter." murmelte Neveah f¨¹r sich, und auch ihr Wolf dachte dasselbe, denn beide wussten, was als n?chstes kommen w¨¹rde. "Zauberei!" rief Davina sofort aus, und die anderen Anwesenden schnappten entsetzt nach Luft. "Und was f¨¹r eine Art Zauber soll das sein? Ich habe dieses Zeichennge vor meiner unfreiwilligen Ankunft hier eingeritzt bekommen. H?tte ich gewusst, dass ich Pl?ne schmiede, eure Herrscherdrachen zu verf¨¹hren?" fragte Neveah in einem gef¨¹hllosen Tonfall. Sie konnte einfach nicht uben, dass so etwas passiert. Davina runzelte leicht die Stirn, als sie n?her an Neveah herantrat, um das gravierte Zeichen zu betrachten. Es hatte keine bestimmte Form. Anders als Alessios Zeichen, das einen verfinsterten Mond zeigte, hatte Neveah keine Ahnung, was ihr Zeichen darstellen sollte und sie hatte sich nie die M¨¹he gemacht, mehr dar¨¹ber zu erfahren. "Es scheint keine Rune zu sein, welche Bedeutung hat es f¨¹r Sie?" fragte Davina unsicher. Neveah gab keine sofortige Antwort. Sie war nat¨¹rlich auch unsicher, wie sie auf diese Frage antworten sollte oder ob sie ¨¹berhaupt antworten wollte. Das Zeichen des Sch?pfers ... welche Bedeutung hatte es? Hat es bei einem verachteten Bastard eingepr?gt? Nur der Sch?pfer selbst w¨¹rde es wissen. "Es ist etwas, was ich nicht haben sollte... aber mein Volk w¨¹rde es als Segen betrachten." antwortete Neveah mit einem leisen Spott. "Es handelt sich also nicht um Zauber?" fragte Davina erneut und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Nicht, dass ich w¨¹sste."antwortete Neveah und l?chelte, als Davina die Augen weitete. "Ich werde das akzeptieren, da es das einzig verd?chtige Zeichen ist. Aber wenn in den kommenden Tagen etwas Ungl¨¹ckliches passieren sollte, vertrau darauf, dass ich wei?, wo ich suchen muss." versprach Davina, bevor sie auf die Badewanne deutete. "Ich sehe, der Aberube ist hier lebendig." murmelte Neveah kopfsch¨¹ttelnd, als sie in das Bad stieg. In diesem Moment erinnerte sie sich daran, was sie Davina eigentlich hatte fragen wollen. "Die Damen der Festung Asvarian tragen Adelstitel?" fragte Neveah ¨¹berrascht. In der Rangordnung des Rudels gab es einige R?nge, die nie an Frauen vergeben wurden. Neveah wusste nicht, dass ausgerec der Drachenturm der einzige Ort war, der offen gegen¨¹ber der Zuteilung von Aufgaben aufgrund des Geschlechts war. "Nat¨¹rlich hat die k?nigliche Garde eine geachtete weibliche Abteilung, wie jede Armee oder milit?rische Abteilung in der Festung Asvarian. Asvarische Frauen, sowohl menschliche als auch Frauen anderer Rassen, werden als gleichberechtigt zu ihren m?nnlichen Kollegen angesehen." sagte Davina l?ssig. "Das ist... ¨¹berraschend." murmelte Neveah leise. "Ich sehe, Sie sind es wohl gew?hnt, dass Frauen wie verw?hnte und wertvolle Sch?tze behandelt werden. Wenn Sie hier eine solche Behandlung erwarten, werden Sie schwer entt?uscht sein." "Die Asvarianischen Frauen m¨¹ssen genauso ihren Lebensunterhalt verdienen wie die M?nner. Asvarianische Frauen sind in alle Arbeiten der Festung und in alle m?glichen Angelegenheiten eingebunden, von Handwerk bis Bau-... "Asvarianische Frauen, insbesondere die angesehenen Drachenreiter, tragen sogar Titel am k?niglichen Hof und befehligen Flugpatrouillen." sprach Davina mit einem Nicken. "Drachenreiter..." murmelte Neveah und erinnerte sich mit einem kleinen Stirnrunzeln an ihren Flug auf dem R¨¹cken von Xenon. "Die Verb¨¹ndeten unserer Drachtenherren, ihre Lebensgef?hrten - Seelenverwandte... sie werden genauso hoch gesch?tzt wie die Herrscherdrachen selbst." erl?uterte Davina. "Diese Reiter... sind sie nur weiblich?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Auf keinen Fall, das Schicksal entscheidet ¨¹ber diese Bindungen. Auch hier gibt es in Asvar keine geschlechtsspezifischen Einschr?nkungen." erwiderte Davina. W?hrend Davina sprach, wusch sich Neveah und h?rte schweigend zu. Obwohl Davina Neveah nicht zu m?gen schien, hielt sie keine Informationen zur¨¹ck... oder Neveah vermutete, dass sie nur fragte, was leicht zu beantworten war. "Alte Texte besagen, dass ihr Werw?lfe eine eigene Bindung habt... wie nennt ihr sie?" fragte Davina. "Gef?hrtin... nicht eine Verbundene, sondern eine Gef?hrtin." antwortete Neveah leise. Chapter 100: Schneller als man "Waage" sagen kann (Kap. 100)

Chapter 100: Schneller als man "Waage" sagen kann (Kap. 100)

"Die Beziehung zwischen Drache und Reiter ist vergleichbar, vielleicht sogar noch enger. Sie ist eine hoch gesch?tzte und heilige Bindung." sagte sie. "Ich verstehe..." murmelte Neveah, denn wann immer etwas ¨¹ber eine Schicksalsbindung erw?hnt wurde, wurde ihr unwohl und es hinterlie? ein bitteres Gef¨¹hl in ihr. W?re es doch nur anders, dachte Neveah, doch die Wahrheit ist, dass die Paarungsbindung mit Alessio immer noch in ihrem Hinterkopf pr?sent war und wahrscheinlich immer sein wird. Aber das war okay, sie w¨¹rde Alessio nie wieder sehen, und so war Neveah sicher, dass das gelegentliche Ziehen der Paarbindungen mit der Zeit verssen w¨¹rde, bis sie nicht mehr existierten. Nun begann ein neues Leben f¨¹r sie, Neveah w¨¹rde sich nicht mehr von der Vergangenheit bstenssen. "Deswegenssen die Herrscherdrachen nicht einfach jeden auf ihren R¨¹cken klettern... hier in Asvar wird das Reiten von Drachen als intime Angelegenheit angesehen." enth¨¹llte Davina. Das reichte aus, um Neveah aus ihren d¨¹steren Gedanken zu rei?en, sie hustete heftig und schnappte nach Luft, w?hrend sie Davina einen verwunderten Blick zuwarf. Neveah konnte nicht uben, dass ihre Ohren gerade das geh?rt hatten, was sie dachten, also musste sie es kl?ren. "Intime Angelegenheit... wie meinst du das?" fragte Neveahngsam. "Soll ich es dir noch genauer erkl?ren?" fragte Davina mit hochgezogener Augenbraue, und das Husten von Neveah verst?rkte sich noch, in dem ger?umigen Badezimmer gab es pl?tzlich nicht genug Luft und sie hob den Kopf ¨¹ber den Rand der Badewanne. "Intime Angelegenheit? Was soll das denn hei?en?!" schrie Neveahs Wolf w¨¹tend in ihrem Kopf. "Ich habe keine Ahnung." dachte Neveah entsetzt zur¨¹ck. Davina sah von Neveahs Reaktion auf ihre Worte ¨¹berrascht aus und Neveah beruhigte sich schnell und behielt einen neutralen Gesichtsausdruck bei. Es schien, niemand wusste, dass sie Xenon ritt. Sie w¨¹rde es gerne dabei bssen und was auch immer sie f¨¹r eine Fortbewegungsmethode hielten, es war besser, dass sie das weiterhin ubten. "Also fliegt niemand au?er ihren Reitern mit ihnen? ¨¹berhaupt niemand?" fragte Neveah, nachdem sie sich beruhigt hatte. "Es kommt vor... aber es ist selten und muss einen triftigen Grund haben." antwortete Davina mit einer Achselzucken und Neveah atmete erleichtert auf, es gab also noch Ausnahmen. Sie war eine dieser Ausnahmen, es war eine Notwendigkeit, fr¨¹her oder sp?ter musste Neveah einen der Drachen reiten. "Es ist besser, solche Gelegenheiten nicht in der N?he eines Herrscherdrachen mit einem Reiter zu suchen... diese Reiter sind geschickt mit ihren Schwertern und genauso besitzergreifend wie Drachen." "Du w¨¹rdest schneller als das Wort ¡¯Schuppen¡¯ sagen kannst tot sein." warnte Davina mit einem Schaudern. "Ah... die Reiter scheinen ziemlich r?tselhaft zu sein." sagte Neveah mit einem verst?ndnisvollen Kopfnicken, w?hrend sie aus der Badewanne stieg und sich abtroce. "Das sind sie zweifellos, du hast noch keinen Reiter getroffen, oder?" fragte Davina und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Du bist mit der Truppe unserer Lehnsherren gereist, und von den f¨¹nf, die die k?nigliche Garde bilden, ist nur Lord Imagor gebunden." sagte Davina. Von den sechs Drachen, die gekommen waren, um Neveah aus der D?mmerungsdom?ne zu holen, kannte Neveah K?nig Jian, Xenon, Kirgan und Menarx... die anderen beiden kannte sie noch nicht. "Lord Imagor?" fragte Neveah unsicher und fragte sich, welcher der beiden Drachen, die sie nicht kannte, den Namen Imagor trug. "Seine Schuppen sind aschgrau, er ist Lord Imagor von argentinischen Schuppen. In der Garde unseres Lehnsherrn gibt es Lord Xenon von Onyx-Schuppen, " "Lord Kirgan von smaragdgr¨¹nen Schuppen, Lord Mernax von rubinroten Schuppen, Lord Imagor von argentinischen Schuppen und Lord Cassian von Saphirschuppen." listete Davina auf. "Sie sind nach... Edelsteinen benannt?" fragte Neveah und Davina nickte. "Nur die K?nigsgarde wird so genannt, die anderen Herrscherdrachen tragen nur ihren Titel ¡¯Lord¡¯ und werden nicht nach der Farbe ihrer Schuppen benannt." antwortete Davina. "Faszinierend." gab Neveah zu, w?hrend sie das Kleid anlegte, das Davina ihr gegeben hatte. Es war ein leichtes, l?ssiges Kleid in Dunkelu, mit einer silbernen Sch?rpe um die Taille. Es unterstrich Neveahs Figur perfekt und Neveah vermutete, dass es nach der Gr??e ihres Reitkleides geschneidert worden war, Es f¨¹hlte sich auch weich auf ihrer Haut an und war in keiner Weise einengend wie die figurbetonte Kleider, die ihr Vater sie zwang zu tragen."Ich werde jetzt Ihre Ma?e nehmen und weitere Kleider f¨¹r Sie schneidernssen. Wenn Sie spezielle W¨¹nsche haben, k?nnen Sie zur Schneiderin auf der siebten Ebene hinuntergehen und diese angeben." sagte Davina. "Ich verstehe." Neveah sagte ohne Einw?nde. Es war schon gut genug, dass sie Kleider speziell f¨¹r sie anfertigen lie?. "Zudem sollten Sie Ihr Haar wie wir Dienerinnen zu einem Zopf binden, bis Ihr Titel gekl?rt ist. Die adligen Damen auf dieser Ebene ... nun, einige von ihnen sind nicht die Art von Personen, mit denen man sich anlegen will." "Ihr Aussehen ist schon sehr auff?llig, ebenso wie die Farbe Ihres Haares. Sie sind unbetitelt, wohnen aber auf dieser Ebene. Seien Sie vorsichtig, niemanden zu beleidigen und in Schwierigkeiten zu geraten." riet Davina. Anfangs war Davina Neveah gegen¨¹ber distanziert, doch sie mochte Neveah aus irgendeinem Grund und offenbarte ihr viele Dinge, die sie nicht h?tte preisgeben m¨¹ssen. "Ich verstehe." erwiderte Neveah mit einem Nicken. "Das kann alles Zeit haben, wir haben schon viel zunge gewartet. Lord Rodrick hat angeor, dass Sie sofort zu ihm gebracht werden, sobald Sie fertig sind." sagte Davina und gab einem anderen Diener ein Zeichen, schnell Neveahs Ma?e zu nehmen. "Lord Rodrick? Wer ist das?" fragte Neveah. "Er ist der Butler unseres Lehnsherrn, aber uben Sie mir, wenn ich sage, dass er niemand ist, den Sie beleidigen sollten. Er mag ein Butler sein, aber er hat das vollste Vertrauen unseres Lehnsherrn und k¨¹mmert sich um alle Angelegenheiten des Bergfrieds." "Wenn Sie ihn treffen, seien Sie vorsichtig, was Sie sagen und tun. Zwar waren Sie die Prinzessin der Wolfswandler, aber dies ist der Drachenbergfried... niemand wird Ihre fr¨¹here Position ber¨¹cksichtigen." warnte Davina. Nachdem sie Neveahs Ma?e genommen hatten, nickte Davina den Dienern zu, sich zu verabschieden. "Es gibt einen Fr¨¹hst¨¹ckssaal. Ich bringe Sie dorthin zum Essen, gleich nachdem wir Lord Rodrick besucht haben. Auch der Heiler hat darum gebeten, dass Sie jeden Morgen in seine Halle kommen, um ein St?rkungsmittel einzunehmen... sind Sie krank?" fragte Davina, w?hrend sie Neveah aus ihrem Zimmer f¨¹hrte. Aus Davinas Frage erkannte Neveah, dass das Vergiftungsereignis auch geheim gehalten wurde, und so erw?hnte sie es nicht. Neveah sch¨¹ttelte nur den Kopf, gab aber keine Antwort, und Davina sah sie einen Momentng an, zuckte mit den Schultern und ging weiter. "Es ist schon sp?t am Morgen, die Diener gehen bereits ihren Pflichten nach. Die adligen Damen sind ebenfalls zu ihren jeweiligen Akademien aufgebrochen, wo sie verschiedene Handwerke studieren, die sie f¨¹r passend halten." "Die anderen Adligen, die auf dieser Ebene leben, sind ebenfalls bei ihren jeweiligen Aufgaben." "Um diese Zeit ist die vierte Ebene des Bergfrieds am ruhigsten, ich nehme nicht an, dass wir noch jemandem begegnen werden." sagte Davina, w?hrend sie die stillen G?nge ennggingen. Wie Davina sagte, gingen nur ein paar Diener hin und her und verbeugten sich zur Begr¨¹?ung vor ihr. "Warum verbeugen sie sich vor dir?" fragte Neveah. Sie hatte schonnge bemerkt, dass Davina von ihren Kollegen respektiert wurde und trotz ihres jungen Aussehens deutlich mehr Wissen hatte. "Oh... meine Familie hat sich seit Generationen um die h?uslichen Angelegenheiten des Bergfrieds gek¨¹mmert und ich gelte als Ausbilderin der Diener." antwortete Davina l?ssig. "Aber du bist so jung, du bist kaum f¨¹nfundzwanzig Sommer alt." sch?tzte Neveah. "Sechsundzwanzig." korrigierte Davina mit leisem Lachen und Neveah rollte die Augen. "Nicht allzu weit entfernt." sagte Neveah und Davina brummte zur Antwort. "Die meisten ?lteren Diener sind etwa in meinem Alter, die j¨¹ngeren Diener sind viel j¨¹nger. Diener kommen schon in ihrem zehnten Sommer in den Bergfried, obwohl es kein festgesetztes Alter gibt." erkl?rte Davina. "Und wie alt warst du, als du in den Bergfried kamst?" fragte Neveah unbedacht, w?hrend ihr Blick ¨¹ber den Gang mit den polierten W?nden aus silberfarbenem Stein schweifte, die sogar im Tageslicht gl?nzten. Sie fragte sich, woraus die W?nde des Bergfrieds genau bestanden waren, da sie noch nie etwas ?hnliches gesehen hatte. "Ach ich? Ich wurde in diesem sehr Bergfried geboren." antwortete Davina mit einem kleinen L?cheln, was Neveahs Aufmerksamkeit erregte. "Stimmt, du hast gesagt, dass deine Familie sich hier seit Generationen um die Angelegenheiten k¨¹mmert... das bedeutet, dass deine Eltern auch hier sind?" fragte Neveah und Davina sah sie an. "Ich bringe dich jetzt zu meinem Vater." sagte Davina, bevor sie weiterging. "Ooohhh..." murmelte Neveah vor sich hin. Chapter 101: Wartender (Ch.101)

Chapter 101: Wartender (Ch.101)

"Der Lord Rodrick ist ihr Vater?" dachte Neveahs Wolf in einem b?sen Ton zu ihr. Wenn Lord Rodrick wirklich so vernarrt in den Drachenk?nig war, wie Davina verraten hatte, dann war es f¨¹r Neveah r, dass es der Wille eines gewissen Jemandes gewesen sein musste, seine Tochter zu ihr zu schicken. Urspr¨¹nglich hatte man Mernax befohlen, sie im Auge zu behalten, aber Neveah hatte den finsteren roten Drachen nicht mehr zu Gesicht bekommen, seit sie wieder bei Bewusstsein war, und auch Xenon... nun, Neveah wusste nicht, was sie von ihm halten sollte. "Wir wissen nichts ¨¹ber sie, im Gegenzug ... nichts ist ¨¹berraschend." dachte Neveah mit einem beil?ufigen Ton zu ihrem Wolf zur¨¹ck. "Es st?rt dich nicht?" fragte Neveahs Wolf sie. "Warum sollten wir das? Irgendjemand muss doch sowieso ein Auge auf uns haben. Besser, es ist jemand, der bereit ist, unsere Fragen zu beantworten." dachte Neveah zu ihrer W?lfin zur¨¹ck. Neveah folgte Davina schweigend und lie? ihren Blick ¨¹ber den Gang und die Mauern des Drachenturmes schweifen, die uralt und alt waren und doch so bezaubernd sch?n. Im Gegensatz zu der kalten und erdr¨¹ckenden Aura, die von den W?nden des Finsternispstes ausging, war dieser Drachenturm zwar kalt, aber er strahlte eine geheimnisvolle Aura aus, und esg eine imposante Atmosph?re ¨¹ber ihm. Neveah war sich nicht sicher, warum, aber sie ging zur Seite, streckte ihre H?nde aus und fuhr mit den Fingern ¨¹ber die W?nde des Bergfrieds, w?hrend sie vorbeiging. Das geheimnisvolle silberne Gestein f¨¹hlte sich kalt an, aber Neveah verabscheute die K?lte nicht, dieses k¨¹hle Gef¨¹hl war alles, was sie in ihrem ganzen Leben gekannt hatte. F¨¹r Neveah war sie nun mehr Freund als Feind, es gab keinen Unterschied mehr zwischen ihr und dieser K?lte, sie war l?ngst zu ihr geworden, ihre Essenz drang in ihr Herz, ihren Blutkreiuf ein und nahm alles in Besitz. Das f¨¹hrte dazu, dass trotz des seltenen L?chelns, das sich manchmal den Weg zu ihren Lippen bahnte, nie ein Licht in ihren Augen zu sehen war ... nicht einmal f¨¹r einen Moment. Neveahs Augen waren kalt und tot, genau wie ihr Herz, und irgendetwas an diesem Drachenturm spiegelte das wider, was sie im Inneren f¨¹hlte. Obwohl sie nur ein Werwolf war, ganz allein in einer Welt voller feuerspeiender Kreaturen und ihrer Verb¨¹ndeten, f¨¹hlte sie sich auf eine v?llig ungew?hnliche Weise getr?stet ... mehr als je zuvor im Finsternispst. Bisher, in ihrem ganzen Leben... oder zwei Leben, hatte Neveah sich nur im Eclipse Hunt Pack so gef¨¹hlt. "Und wir wissen gut genug, was passiert, wenn wir es uns irgendwo zu bequem machen..." erinnerte Neveahs Wolf ¨¹ber ihre Gedankenverbindung. "Wahrlich ... das tun wir." best?tigte Neveah, w?hrend ihre Hand, die an der Wand ennggufen war, an ihre Seite fiel und sich zu einer Faust ballte. Neveah sch¨¹ttelte ihr Interesse und alle anderen Gef¨¹hle ab, die sie noch vor einem Moment gehabt hatte, denn die gr??te Gefahr f¨¹r einen Gefangenen bestand darin, sich an die sich schlie?enden W?nde zu gew?hnen. Denn wenn das erst einmal geschehen war, konnte man den Unterschied zwischen Gefangenschaft ... und wahrer Freiheit nicht mehr erkennen. Der Drachenturm... Neveah hatte nur einen fl¨¹chtigen Blick darauf geworfen, nur einen einzigen Gang, durch den sie zu dieser Zeit gegangen war, doch ungeachtet der fesselnden Sch?nheit dieses Ortes... sie war nicht freiwillig hierher gekommen. Egal, wie bequem das Kleid war, das sie trug, und wie viel besser es war als das, was ihr Vater ihr aufgezwungen hatte, so war es doch kein Kleid, das sie sich selbst ausgesucht hatte. Sie ging nicht durch diese G?nge, weil sie es wollte oder weil sie auf dem Weg war, jemanden zu treffen, an dem sie interessiert war, Egal, wie viel gr??er der Kerker geworden war, der Unterschied zwischen Gefangenschaft und wahrer Freiheit war Neveah immer noch r, und wenn Neveah etwas damit zu tun hatte ... w¨¹rde es immer so sein. Vielleicht w¨¹rde es nie einen besseren Ort als den Finsternispst oder den Drachenturm geben, aber Neveah hatte nie einen besseren Ort gebraucht, alles, was sie je gewollt hatte, war ein Ort, an dem sie sich... frei f¨¹hlen konnte. "Das ist es nicht..." dachte Neveahs Wolf bei sich. "Ist es nicht." stimmte Neveah zu. "Was hast du vor zu tun?" fragte Neveahs Wolf und Neveah dachte einen Moment dar¨¹ber nach, bevor sie den Kopf sch¨¹ttelte. "Das Beste, was wir jetzt f¨¹r uns tun k?nnen, ist, gar nichts zu tun ... wir warten, wir beobachten und wir bereiten uns vor. Unsere Chance wird kommen ... dessen bin ich mir sicher." Neveah dachte zur¨¹ck an ihren Wolf. "Wor¨¹ber denkst du nach...und deine Augen leuchten..." Davinas Stimme riss Neveah aus ihren Gedanken. Neveah warf Davina einen kurzen Blick zu, bevor sie ihre Augen schloss und ihren Wolf beruhigte, und als Neveahs Augen wieder auftterten, war alles wieder normal. "Ich bin kein einzelnes Wesen ..." Neveah antwortete in einem leeren Ton und das war alles, was sie erkl?ren wollte, sie konnte sich nicht damit befassen, was Davina schlie?lich schlussfolgerte, aber Neveah nahm an, dass sie es verstand. Davina nickte und setzte ihren Weg fort, bald stiegen sie eine Treppe hinunter und gngten in ein unteres Stockwerk, und nachdem sie noch eine Weile gegangen waren, kamen sie schlie?lich an einer Doppelt¨¹r an. Davina blieb stehen und drehte sich zu Neveah um, die zu ihrer typischen zur¨¹ckhaltenden Art zur¨¹ckgekehrt war... nach so vielen Gespr?chen war Neveah bereits m¨¹de. Es gab so viel, was bereits ¨¹ber den Drachenturm gesagt worden war, und Neveah wusste, dass noch so viel ungesagt blieb, wenn eines sicher war... ihre Tage w¨¹rden nicht einfach werden. "Hier hinein. Das ist Lord Rodricks Arbeitszimmer. Ich bin sicher, du findest den Weg, falls du jemals wieder hierher gerufen wirst, aber hoffen wir, dass du es nicht wirst." sagte Davina und Neveah hob eine Augenbraue und nickte einmal, um zu zeigen, dass sie Davinas Worte geh?rt hatte. "Du scheinst es nicht zu bevorzugen, mit Worten zu antworten, und du sprichst auch nicht viel. An all das wirst du dich gew?hnen m¨¹ssen." "Es macht mir nichts aus, aber wenn du mit H?hergestellten konfrontiert wirst, musst du gef¨¹giger sein." "Wenn dir eine Frage gestellt wird, musst du sie mit Worten beantworten, auch wenn du es nicht willst. Jeder in diesem Bergfried ist in der Lage, ein Leben mit einer Handbewegung zu nehmen, und die meisten sind schnell w¨¹tend, du wirst besonders vorsichtig sein m¨¹ssen." sagte Davina. Regeln ... es war eine nach der anderen, und obwohl Neveah verstand, dass Davina auf sie aufpasste, fand sie es wirklich unangenehm. Sie redete schon viel, weil sie Davina f¨¹r zuverl?ssig genug hielt und um sich daf¨¹r zu revanchieren, dass sie ihr so viel erz?hlte, aber wenn das Reden mit jemand anderem erzwungen werden sollte, dann w¨¹rden sie das schon sehen, wenn es so weit war, sch?tzte Neveah. "Ich verstehe." erwiderte Neveah erneut, ihr Tonfall war leer. Davina ?fe den Mund, um noch einmal zu sprechen, aber sie entschied sich dagegen und hob eine Hand, um an die Holzt¨¹r zu klopfen. "Herein." Eine Stimme ert?nte von drinnen, und Davina nickte Neveah zu, bevor sie die T¨¹r aufstie? und den Weg einschlug. Als sie das Arbeitszimmer betraten, fiel Neveah auf, dass es sich haupts?chlich um ein B¨¹ro mit einem gro?en Mahagonitisch und einigen B¨¹cherregalen handelte, die mit B¨¹chern ¨¹berf¨¹llt waren. Am Tisch sa? ein Mann mittleren Alters mit einer Brille auf den Augen, der auf ein Buch hinunterblickte und sich einige Dinge notierte. Neveah nahm an, dass es sich um Lord Rodrick handelte, den Butler, der f¨¹r alle Angelegenheiten des Drachenfrieds zust?ndig war. "Dav, du bist hier." Lord Rodrick best?tigte dies, ohne aufzublicken, er war auf die Akten auf seinem Schreibtisch konzentriert. "Ja, Vater, ich habe sie mitgebracht ... wie du es mir aufgetragen hast." erwiderte Davina. "Oh, richtig!" sagte Lord Rodrick und blickte sofort von seiner Akte auf, er nahm seine Brille ab und legte die Akte beiseite, bevor er sich erhob und um seinen Tisch herumging. "Neveah ... war es das?" fragte Lord Rodrick. "Ja, Sir." antwortete Neveah und Lord Rodrick hob eine Braue, sagte aber nichts zu Neveahs Adresse. "Ihr habt die Worte der Heilerin erhalten?" fragte Lord Rodrick. "Das habe ich." Erwiderte Neveah. "Gut, dann wird Davina Euch nachher in die Halle der Heilerin f¨¹hren...aber erst einmal..." Lord Rodrick brach ab und blickte zu Neveah, bevor sie den Kopf sch¨¹ttelte. "So geht das nicht." sagte Lord Rodrick. Neveah hob eine einzelne Augenbraue, sie war sich nicht sicher, worauf Lord Rodrick genau anspielte, und so starrte sie ihn nur ausdruckslos an. "Dav, geh gleich und hol ein schwarzes Kleid, das dem Kind passen wird." sagte Lord Rodrick, bevor er seinen Blick wieder von Neveahs fragendem Blick abwandte. "Da mein Lehnsherr Euren Titel noch kl?ren muss, sind alle Angelegenheiten, die Euch betreffen, mir anvertraut worden. Wie Ihr sicher geh?rt habt, hat jeder, der in diesem Bergfried wohnt, seine Pflichten und muss sich seinen Unterhalt verdienen." "Nach reiflicher ¨¹berlegung wird jedem Herrn der k?niglichen Garde ein pers?nlicher Diener zugeteilt... alle bis auf einen." " Ich habe beschlossen, dass du von nun an der pers?nliche Diener von Lord Xenon bist. Als pers?nlicher Diener von Lord Xenon von Onyx Scales ... ist es eine Notwendigkeit, dass du in seiner Farbe gekleidet bist." erkl?rte Lord Rodrick. Chapter 102: Delikate Angelegenheiten (Kap.102)

Chapter 102: Delikate Angelegenheiten (Kap.102)

" Ich habe beschlossen, dass du von nun an der pers?nliche Diener von Lord Xenon bist. Als pers?nlicher Diener von Lord Xenon von Onyx Scales ... ist es eine Notwendigkeit, dass du in seiner Farbe gekleidet bist." erkl?rte Lord Rodrick. "Dienerin?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue, "Es ist so, wie Ihr geh?rt habt." Lord Rodrick antwortete in einem ruhigen Ton, er ging zu den Reihen der B¨¹cherregale, ohne einen Blick zur¨¹ck zu werfen, ¡¯Hat er gerade gesagt, dass er seine Farbe tr?gt?¡¯ dachte Neveahs Wolf in einem Ton der Emp?rung, ¡¯Es ist so, wie du geh?rt hast.¡¯ Neveah dachte an ihre W?lfin in der gleichen Weise zur¨¹ck, wie Lord Rodrick die Worte zu ihr gesagt hatte, ¡¯Wie unvern¨¹nftig k?nnen diese Drachen sein? Mein Fell ist mitternachtsu, aber ich sehe nicht, dass du ¨¹berall u tr?gst.¡¯ dachte Neveahs Wolf erneut und ng dabei ?u?erst ungehalten, Neveahs Lippen zuckten leicht, die ¨¹berlegungen ihrer W?lfin am¨¹sierten sie eher, als dass sie w¨¹tend wurde, wie sie dachte. ¡¯Riechst du es nicht? Lord Rodrick ist kein Drache... obwohl ich nicht mit Sicherheit sagen kann, was er ist, wie dem auch sei, die Angelegenheit scheint erledigt zu sein. K¨¹mmern wir uns nicht um die Wahl der Kleidung, schwarz ist so gut wie jede andere Farbe ...sst sie liegen. ¡¯ Neveah dachte an ihren Wolf zur¨¹ck, ¡¯Es geht nicht um die Farbe...¡¯ Neveahs Wolf knurrte. Neveah sp¨¹rte den Unmut ihrer W?lfin, als sie sich in den Hinterkopf zur¨¹ckzog und erneut entr¨¹stet spottete, Als Alphak?nigswolf wusste Neveah, dass ihr Wolfsstolz gro? war, und sie ubte nicht, dass sie jemals mithalten k?nnte, aber ihr Wolf passte sich ihr an, und daf¨¹r war sie dankbar. F¨¹r jemanden, der zum Herrschen geboren war, konnte alles, was sie durchgemacht hatten und noch durchmachen mussten, nicht einfach f¨¹r ihren Wolf sein, Neveah hoffte nur, dass sie in der Lage sein w¨¹rde, ihrer W?lfin die Freiheit zu geben, die sie verdiente, bevor ihre W?lfin die Geduld verlor. Sollte es so weit kommen, war selbst Neveah nicht sicher, was ihr Wolf tun w¨¹rde. Sie hatte schon von W?lfen geh?rt, die die Kontrolle verloren und Amok liefen, Snge es nicht so weit kam, dass es keine andere Wahl mehr gab, war das das Letzte, was Neveah wollte. "Die pers?nliche Dienerin eines Drachenf¨¹rsten zu werden, ist etwas ganz anderes als irgendeine Dienerin im Bergfried zu sein." "Es ist der Traum jeder adligen und einfachen Dame, aber es ist keine Position, die so leicht zu erreichen ist." "Um ehrlich zu sein, w?rt Ihr aufgrund Eurer unbekannten Herkunft und Eurer unsicheren Loyalit?t die Letzten, die sich f¨¹r eine solche Position eignen w¨¹rden..." begann Lord Rodrick. "Dann m¨¹sst Ihr mich nicht in Betracht ziehen." sagte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken und erntete f¨¹r ihre Unterbrechung einen Blick von Lord Rodrick. "Wie ich bereits sagte... Man kann nicht sagen, dass Ihr f¨¹r diesen prestigetr?chtigen Status qualifiziert seid, aber Ihr k?nnt Euch gl¨¹cklich sch?tzen, denn ich wurde damit betraut, Euren Titel auszusortieren, und ich habe mich f¨¹r diese h?chst passende L?sung entschieden." Lord Rodrick fuhr fort. "Lord Xenon hat keine Dienerinnen, und viele M?dchen, die zu ihm geschickt wurden, sind entweder verkr¨¹ppelt, tot oder zu ver?ngstigt, um ihr Haus zu vessen... aber wir m¨¹ssen es weiter versuchen, nicht wahr?" fragte Lord Rodrick rhetorisch. Da Neveah wusste, dass Lord Rodrick keine Antwort von ihr erwartete, hielt sie klugerweise den Mund und starrte nur ausdruckslos vor sich hin. "Als Dienerin eines Lorddrachen und Mitglied der k?niglichen Garde wird viel von dir erwartet, und als solche musst du auch viel lernen..." begann Lord Rodrick, w?hrend er die Regalreihen enngging, blieb dann aber stehen und drehte sich zu Neveah um. "Nun, worauf wartest du, M?dchen? Komm mit." sagte Lord Rodrick und Neveah setzte sich in Bewegung und folgte ihm ein paar Schritte hinterher. Sie ubte nicht, dass sie ihm so nahe sein oder gar folgen musste, sie konnte ihn selbst aus zwei R?umen Entfernung gut genug h?ren, es gab einen Grund, warum sie ein Wolfswandler war. Doch Neveah gehorchte, sch¨¹ttelte ihre ¨¹berm??igen Gedanken ab und richtete ihre Aufmerksamkeit auf die Hunderte von B¨¹chern, die die Regale f¨¹llten. "Um zu lernen, als Diener unserer Drachenf¨¹rsten zu dienen, gibt es nur wenige, die f¨¹r eine so hoch angesehene Position auserw?hlt wurden, und so haben sie von Kindheit an viele K¨¹nste gemeistert." "Ein Drache ist ein gro?es und m?chtiges Tier, sich um seine pers?nlichen Angelegenheiten zu k¨¹mmern, kann nicht einfach sein." "Du musst daf¨¹r sorgen, dass er gut gef¨¹ttert wird, dass seine Gew?nder in Ordnung sind, dass er auf der Jagd geh?utet und gebraten wird, dass seine Fl¨¹ge gent werden, dass seine Schuppen poliert werden und dass seine H?hle aufger?umt wird ... die Liste l?sst sich endlos fortsetzen." Lord Rodrick z?hlte die Liste im Kopf auf, w?hrend er sich bewegte. Neveah hielt in ihrem Schritt inne und hob eine einzelne Augenbraue, als siengsam alles verdaute, was gesagt wurde. "Seine was polieren?" fragte Neveah unsicher. "Seine Schuppen nat¨¹rlich, damit sie bei jedem Flug schimmern und gl?nzen. Er geh?rt zur k?niglichen Garde, da muss er nat¨¹rlich immer gut aussehen." antwortete Lord Rodrick schlicht. Neveah blinzelte bei Lord Rodricks Erkl?rung und seinem Tonfall, der so ng, als h?tte er gerade einen ?u?erst usiblen Grund genannt. W?hrenddessen verstand Neveah nicht, was genau das Polieren von Xenons Schuppen mit ihr zu tun hatte..; Das war so, als w¨¹rde man ihm ein Bad eissen, nur dass er dann in Drachengestalt war, aber trotzdem ... das war keine Angelegenheit, auf die sie sich eissen wollte. "Und wer genau hat sich die ganze Zeit um diese ... heikle Angelegenheit gek¨¹mmert?" fragte Neveah so h?flich, wie sie konnte. "Nun, ich w¨¹rde sie bitten, zu kommen und Euch ein wenig Rat zu geben, aber die meisten sind schonnge tot und die wenigen, die noch am Leben sind, befinden sich nicht in einem sehr... guten Geisteszustand." erwiderte Lord Rodrick schlicht. Kurz gesagt, Neveah verstand, dass Lord Xenon von der k?niglichen Garde am schwersten zu pflegen war, und genau das war die Aufgabe, die ihr anvertraut wurde. Wenn jeder, der sich um ihn gek¨¹mmert hatte, in dem einen oder anderen traurigen Zustand endete, wer sagt, dass es bei Neveah anders sein w¨¹rde? Neveah fragte sich, woher Lord Rodrick dieses Vertrauen in sie nahm, wo er doch kaum etwas ¨¹ber sie wusste, Sie vermutete, dass es einfach darang, dass sie entbehrlich war, und das war alles, was die Drachenwandler ¨¹ber sie wussten. "All diese Angelegenheiten sind K¨¹nste, die ein intensives Training erfordern, Drachen sind ?u?erst sensible Gesch?pfe und dann Lord Xenon ... du willst ihn nicht ver?rgern." fuhr Lord Rodrick fort. "Und warum, bitte sch?n, bin ich f¨¹r diese ... hei? begehrte Aufgabe geei?" fragte Neveah in einem leeren Ton. Lord Rodrick blieb stehen und drehte sich zu Neveah um, er starrte sie einen Momentng an, bevor er schlie?lich eine Antwort gab. "Weil ich sage, dass du es bist." erwiderte Lord Rodrick mit einem l?ssigen Achselzucken. "Und, Lord Xenon scheint dich... interessant zu finden." f¨¹gte Lord Rodrick hinzu. Neveah biss sich auf die Lippe, sprach aber nicht weiter, als Lord Rodrick fortfuhr. "In diesem Fall wird keine Zeit sein, das Wissen, das ihr braucht, in euch zu pr?gen, also werde ich nur ein paar Fragen stellen." sagte Lord Rodrick. "H?ltst du dich f¨¹r f?hig, dich k?rperlich anzustrengen?" fragte Lord Rodrick. "Ja, einigerma?en." antwortete Neveah, unsicher, was der Zweck von Lord Rodricks Frage war. "Das ist eine gro?e Erleichterung. Bei der n?chsten Befragung werde ich Ihnen in Anbetracht Ihres bisherigen Lebens keine Schwierigkeiten machen. Habt Ihr auch nur die geringste Ahnung, wie man eine Mahlzeit zubereitet?" fragte Lord Rodrick. Er fragte Neveah, ob sie kochen k?nne, was eine sehr unangemessene Frage f¨¹r jemanden war, von dem man annahm, er sei eine verw?hnte und verw?hnte Prinzessin. "Ja, das kann ich." antwortete Neveah und erntete daf¨¹r einen ¨¹berraschten Blick von Lord Rodrick. "Dies ist keine zuf?llige Fragestunde, bei der du entweder ja oder nein sagst, wie es dir gef?llt." warnte Lord Rodrick. "Die Antwort auf Ihre Frage habe ich Ihnen bereits gegeben... Sir." antwortete Neveah in einem leeren Ton. "Hmmm. Nun gut, dann werde ich Euch beim Wort nehmen." sagte Lord Rodrick zustimmend. Lord Rodrick blieb schlie?lich an einem Teil des Regals stehen und zog einen dicken Band heraus, und Neveah hob eine Augenbraue, weil sie sich fragte, wof¨¹r das Buch war. Nat¨¹rlich wurde ihr das r, als Lord Rodrick begann, Neveah ein Buch nach dem anderen in die Hand zu dr¨¹cken, bis sie einen ganzen Haufen B¨¹cher in den H?nden hielt. Obwohl die B¨¹cher nicht besonders schwer waren ... zumindest nicht f¨¹r Neveah, reizte der Staub, der von ihnen ausging, Neveahs Nasenl?cher und es kostete sie gro?e M¨¹he, nicht zu niesen. "Sie erz?hlen von den Pflichten und Umgangsformen der Bediensteten im Bergfried sowie von der Geschichte der Drachen, der Festung Asvarian und dem Drachenturm. Die Gebote und Verbote sind r und deutlich aufgef¨¹hrt." "Es ist dazu gedacht, ¨¹ber Jahre hinweg studiert zu werden, aber ihr m¨¹sst das alles in ein paar Tagen schaffen ... abgesehen davon werde ich euch diese B?nde in euer Quartier schickenssen." "Aber wie man so sch?n sagt, gibt es keinen besseren Lehrer als die Erfahrung... sobald Davina zur¨¹ckkehrt, wird sie euch den Berg hinunter begleiten, um mit euren Aufgaben zu beginnen." sagte Lord Rodrick. "Ich soll sofort beginnen?" fragte Neveah und Lord Rodrick warf ihr einen Blick ¨¹ber seine Schulter zu. "Gibt es einen besseren Zeitpunkt als den jetzigen?" fragte Lord Rodrick und Neveah seufzte schwer. Chapter 103: Einmal festgelegt (Kap.103)

Chapter 103: Einmal festgelegt (Kap.103)

K?nig Jian sa? an seinem Schreibtisch unds eine Akte. Seit seiner R¨¹ckkehr aus dem Reich der Finsternis hatten Dutzende von Berichten auf seine Genehmigung gewartet. Er hatte die ganze Nacht und bis sp?t in den Morgen gearbeitet. Die Festung Asvarian war unublich gro?, sie reichte von den Blumenwiesen der Feen bis zu den Gew?ssern der Meerjungfrauen, den verborgenen Zwergenreichen und den Siedlungen des Volkes von Asvarian. Sein Territorium umfasste alle Spezies, nicht ohne Grund war er der Oberk?nig. Obwohl jede Spezies ihren eigenen Herrscher hatte, waren sie alle K?nig Jian untertan... die Drachen hatten schon vornger Zeit die L?nder der ¨¹bernat¨¹rlichen Welt erobert. So musste sich K?nig Jian nicht nur um die Probleme seines eigenen Volkes k¨¹mmern, sondern auch sicherstellen, dass Frieden und Harmonie in seiner gesamten Festung herrschten - eine Aufgabe, die nicht so einfach zu erf¨¹llen war, wie sie ng. Die Akten, die sich auf K?nig Jians Tisch stapelten, berichteten von zahlreichen Situationen, die seinen Rat und sein Eingreifen erforderten, sowie von Ersuchen, Flugpatrouillen in die Gebiete zu entsenden, die als besonderes gef?hrlich galten. K?nig Jians Aufmerksamkeit war auf die Akten gerichtet, doch sein Ohr zuckte leicht, als er ein Ger?usch weit unter seinem Fenster wahrnahm. Er sp¨¹rte, dass eine vertraute Person sich n?herte. Ein leises Grunzen ert?nte bald hinter ihm, als das gro?e Fenster leicht ge?f wurde, und K?nig Jians Brauen zuckten. "Xenon, ich habe dir gesagt, dass du die T¨¹r benutzen sollst, wenn du in mein Arbeitszimmer kommst. Warum bestehst du auf dieser Art der Ankunft?" fragte K?nig Jian, er musste nicht aufblicken, um zu wissen, dass es Xenon war. Xenon war jemand, den K?nig Jian seit seiner Kindheit kannte, er konnte die Pr?senz des schwarzen Drachen aus Meilen Entfernung erkennen. Xenon machte keine Anstalten, irgendetwas auf die richtige Weise zu tun, und K?nig Jian wusste, dass das darang, dass er neben seiner Menschlichkeit auch den Sinn f¨¹r Etikette und den Willen zur Einhaltung von Protokollen verloren hatte. Obwohl Xenon nur noch ein Viertel des Mannes war, den K?nig Jian fr¨¹her einmal kannte, war er f¨¹r K?nig Jian immer noch die Person, der er am meisten vertraute, sogar mit seinem Leben. K?nig Jian wusste, dass viele nach dem schrecklichen Ereignis, das Jahrzehnte zur¨¹cg, anderer Meinung sein w¨¹rden, aber K?nig Jian k¨¹mmerte nicht die Meinung der anderen. K?nig Jian erhielt keine Antwort auf seine Frage, und er hatte auch keine erwartet, denn Xenon konnte kaum menschliche Sprache bilden, obwohl er sie gut genug verstand. "Was soll dieser Ausdruck auf deinem Gesicht bedeuten?" fragte K?nig Jian, als er schlie?lich aufblickte, um dem scharfen Blick zu begegnen, mit dem Xenon ihn ansah. Xenons Augen waren eng zusammengezogen und seine Arme waren vor der Brust verschr?nkt, ein dunkler, nachdenklicher Blickg in seinen Augen. K?nig Jian musste nicht erst von Xenon h?ren, um zu wissen, warum er gekommen war. "Oh, es geht um die Prinzessin der W?lfe?" sagte K?nig Jian wissend, und Xenon grummelte leise vor sich hin, sein spitzer Blick forderte eine Erkl?rung. H?tte es jemand anderes gewagt, K?nig Jian so anzustarren, h?tte diese Person den n?chsten Atemzug nicht ¨¹berlebt, aber Xenon war immer die einzige Ausnahme. Aus Xenons Augen verstand K?nig Jian die Worte, die er sagen wollte. Er war gekommen, um f¨¹r die Prinzessin der Finsternis zu sprechen und K?nig Jian fragte sich, was genau Rodrick vorhatte. Er hatte sich nicht um die Angelegenheiten der Prinzessin der Finsternis gek¨¹mmert, hatte aber geh?rt, dass sie erwacht war und sich gut von dem Gift erholte. Gift... K?nig Jian konnte immer noch nicht verstehen, warum die Prinzessin der Finsternis entschieden hatte, zu tun, was sie getan hatte, aber er hatte beschlossen, nicht weiter dar¨¹ber nachzudenken. Menarx hatte berichtet, dass er ihr Leben bedroht hatte. Vielleicht hatte sie alles nur getan, um zu ¨¹berleben... das war der einzige Grund, warum sie ihr Leben so riskiert hatte. Aber den Tod zu w?hlen, um zu ¨¹berleben, war selbst f¨¹r eine so eigenartige W?lfin wie die Prinzessin der Finsternis eine seltsame Entscheidung. "Ich habe die Vorbereitungen f¨¹r sie Rodrick ¨¹bessen, ich wei? nichts von deinem ?rger." K?nig Jian sprach, um sich von Schuld zu befreien, ehe Xenons Wut eskalierte. Xenon schnaubte ver?rgert ¨¹ber K?nig Jians Leugnung. Er tat sich schwer zu uben, dass K?nig Jian nichts damit zu tun hatte, aus der kleinen W?lfin eine Dienerin zu machen, und er mochte diese Beleidigung ¨¹berhaupt nicht. Er war den ganzen Weg hier hinauf geklettert, um eine Erkl?rung zu bekommen und wenn er keine befriedigende Antwort erhielt, w¨¹rde er zu Rodrick zur¨¹ckkehren und dem nervigen Mann die Meinung sagen... wenn nur Xenon sprechen k?nnte. Deshalb w¨¹rden seine uen f¨¹r ihn sprechen. "Xenon, die Gesetze der Festung bleiben die Gesetze. Du magst die Prinzessin der Finsternis auf einem Thron sehen und ihr eine Krone aufsetzen wollen, damit sie gl¨¹cklich leben kann, aber du musst wissen, dass dies ihr Leben nur gef?hrden w¨¹rde." merkte K?nig Jian an. "Das Geschehen mit der Vergiftung war ein Ding... aber es reicht aus, um zu zeigen, dass die zerbrechliche und empfindliche W?lfin keinen tz an unserer Seite hat. Die Adligen von Asvarian sind verscgen und fremdenfeindlich, ich werde sie nicht in ihre N?he bringen." "Ihr habt mich gebeten, sie zu besch¨¹tzen... sie in Sicherheit zu bringen, dann solltet Ihr darauf vertrauen, dass ich wei?, dass Rodrick in der Lage ist, daf¨¹r zu sorgen, dass sie nicht zu Schaden kommt." sagte K?nig Jian. Xenon runzelte leicht die Stirn, sein Blick verweilte einen Moment auf K?nig Jian, trotz seiner Unzufriedenheit, verstand er doch K?nig Jians Worte. Die kleine W?lfin war nur in ihrer eigenen Dom?ne eine Prinzessin, sie konnte hier nicht denselben Titel erhalten, um Unmut zu vermeiden... Xenon jedoch sah keinen Grund, sich um das Zartgef¨¹hl des asvarischen Adels zu sorgen. Die kleine W?lfin war sein Schatz, sie verdiente zweifellos eine Krone und einen dazugeh?rigen Thron, und Xenon entschied, dass Jian und sein Hofstaat ihre Gr¨¹nde f¨¹r sich behalten konnten. Sein Schatz hatte nur das Beste verdient und Xenon w¨¹rde daf¨¹r sorgen, dass sie das auch bekommt. "Was nst du? Du ziehst immer diese Miene, wenn du etwas im Schilde f¨¹hrst." fragte K?nig Jian misstrauisch. Xenon schnaubte, bevor er davonst¨¹rmte, direkt aus dem Fenster sprang und durch die Wolken st¨¹rzte, bevor er seine Drachenform annahm. "Er h?ngt zu sehr an ihr... ich wei? nicht, was ich davon halten soll," murmelte K?nig Jian mit einem Seufzer. Sie wussten immer noch nicht, warum Xenons wilde Ausbr¨¹che seit seiner Begegnung mit der Finsternisprinzessin ausblieben... war es ihr Verdienst? Oder ging es Xenon einfach besser? K?nig Jian konnte es nicht sagen, aber was er wusste war, dass Xenon sich bereits wie an einen Rettungsanker an die Finsternisprinzessin mmerte... sollte sich herausstellen, dass dies alles nur Zufall war, w¨¹rde Xenon zerbrechen... K?nig Jian hatte ihn schon einmal ¡¯reparieren¡¯ k?nnen, aber er f¨¹rchtete... w¨¹rde ihm das noch einmal gelingen? _______________ Neveah stand in einem Nebenzimmer von Lord Rodriggs Arbeitszimmer, blickte starr vor sich hin, w?hrend Davina sich mit der Anpassung der Sch?rpe an ihrem Kleid besch?ftigte. Neveah hatte angeboten, sich selbst zu kleiden, aber Davina bestand darauf, es selbst zu tun. Neveah fand es am¨¹sant, dass man sie immer wieder daran erinnerte, dass sie keinen k?niglichen Status hatte, letztendlich jedoch mehr tat als ihre Bediensteten. Obwohl Neveah vermutete, dass sie dies nur taten, weil sie nicht wagten, sie aus den Augen zussen... wiederum fand sie das am¨¹sant, denn Neveah war sich sicher, dass sie das eines Tages tun w¨¹rden. Alles, was sie zu tun brauchte, war zu warten und die Zeit, mit einem L?cheln auf den Lippen, abzuwarten. Das Warten... sie war gut darin, sie hatte siebzehn Jahre darin ausgehalten, dem Eclipse Pst zu entkommen. Ein L?cheln aufzusetzen und zu verhindern, dass andere wussten, wie sie sich wirklich f¨¹hlte, darin war Neveah noch besser... es war alles, was sie jemals im Eclipse-Reich getan hatte. "Es passt gerade richtig, ich hatte bef¨¹rchtet, dass es nicht passen w¨¹rde, aber du siehst in allem gut aus," lobte Davina, als sie das schwarze Kleid, das sie f¨¹r Neveah mitgebracht hatte, am R¨¹cken zuschn¨¹rte. Das Kleid ?hnelte dem, das Davina trug, fast aufs Haar genau, bis auf die Tatsache, dass Davinas Kleid dunkelu war, mit silbernen Stickereien hier und da, Neveahs Kleid war schlicht schwarz, der Stoff des Kleides war leicht und atmungsaktiv, es umschmeichelte Neveahs Figur, die leichte Gr??enabweichung wurde durch die silberne Sch?rpe leicht kompensiert. "Es ist eine Nummer gr??er." sagte Neveah mit leerer Stimge. "Es war das Beste, was ich auf die Schnelle finden konnte." antwortete Davina, von Neveahs Tonfall etwas entt?uscht. "Es macht mir nichts aus." erwiderte Neveah. "Du klingst aber, als w¨¹rde es dir etwas ausmachen." stellte Davina fest. Neveah warf Davina einen Blick ¨¹ber ihre Schulter zu. "Ich klinge immer so." gab Neveah mit leerem Ton zu verstehen. "Ich wei?, du bist es nicht gewohnt, zu dienen, aber es ist nicht so schlimm, wie du denkst, Neveah." seufzte Davina. "Knechtschaft? Dieses Wort..." murmelte Neveah, sprach aber nicht weiter. Chapter 104: Die Halle des Heilers (Kap.104)

Chapter 104: Die Halle des Heilers (Kap.104)

"Alles, was du lernen musst, werde ich dir nach bestem Wissen und Gewissen beibringen. Mit der Zeit wirst du dich daran gew?hnen." fuhr Davina fort, w?hrend sie den Weg aus Lord Rodricks Arbeitszimmer f¨¹hrte. "Aber wenn mein Vater es nicht schon deutlich gemacht hat, muss ich es noch einmal sagen... du musst dich in der N?he von Lord Xenon vorsichtig verhalten, er ist die furchteinfl??endste Person in der Festung Asvarian, sogar noch mehr als unser Lehnsherr." warnte Davina, w?hrend sie Neveah durch den Flur f¨¹hrte. Neveah hatte auch gesehen, wie misstrauisch die anderen Drachenlords der K?nigswache Xenon betrachteten, und sie konnte es noch nicht ganz verstehen. In ihrer Kindheit hatte sie einmal von einem reisenden Barden geh?rt, dass der Schwarzgeschuppte Drache die wahre asvarische Bestie sei ... eine Bestie durch und durch, ohne jegliche Menschlichkeit. Geschichten ¨¹ber die Asvarische Festung, die durch die Finsternis-Dom?ne zogen, waren rar ges?t, und die Wolfsmenschen wagten es nicht einmal, den Namen der Asvarischen Bestien in den Mund zu nehmen. Als eine der wenigen Rassen, die nicht unter der Oberherrschaft der Drachenwandler standen, galt es als Ungl¨¹ck, einen Drachen zu erw?hnen, w?hrend die Wolfswandler nur aufgrund ihres Terrains ihre Herrschaftsfreiheit bewahrten. Daher war die Existenz von Drachen etwas, das f¨¹r Neveah nie von Bedeutung gewesen war, und so schenkte sie selbst den wenigen Erz?hlungen kaum Geh?r. Aber wenn sie etwas ¨¹ber die Drachen wusste, dann, dass sie zu drei Teilen aus Bestien und nur zu einem Teil aus Menschen bestanden, denn wenn eine Bestie wirklich als die wahre asvarische Bestie angesehen wurde, konnte das nur bedeuten, dass von der Menschlichkeit nur noch die geringsten Spuren ¨¹brig waren. Neveah hatte Xenon auf ihrer Reise ebenfalls beobachtet und konnte deutlich die Wildheit in seinen Augen sehen, und dann war da noch sein animalischer Tonfall... seine Unf?higkeit, eine Sprache zu bilden. Selbst f¨¹r sie waren seine Handlungen energisch und fordernd, aber Neveah hatte nicht genug gesehen, um irgendwelche Schl¨¹sse zu ziehen. Obwohl Xenon leicht reizbar und herrschs¨¹chtig war, hatte sie noch nichts von der Grausamkeit gesehen, vor der sie gewarnt wurde, und obwohl Neveah wusste, dass es dumm von ihr war, die Worte derer anzuzweifeln, die Xenon seit Jahrzehnten kannten, Es fiel ihr immer noch schwer, Xenon mit einem schrecklichen Monster aus Albtr?umen gleichzusetzen, wie es alle taten. Ja, er war ein brutaler Kerl, wirklich rau und verst?ndnislos, aber war das alles, was ihn zu einem Monster machte, oder gab es noch mehr, was Neveah noch nicht gesehen hatte? "Wir kennen ihn nicht, Veah. Was wir wissen, ist, dass wir aus diesem Grund gegen unseren Willen hierher gebracht wurden." erinnerte Neveahs Wolf sie. "Du bist die Stimme der Weisheit, deine Worte, ich werde sie im Hinterkopf behalten." versicherte Neveah ihrer W?lfin. Neveah empfand kein Mitleid oder ?hnliches, sie wollte nur die Situation verstehen, in der sie sich in diesem Moment befand. "Xenon... Lord Xenon, warum ist er ... so gef¨¹rchtet?" fragte Neveah nach einem Moment der Stille. Davina warf Neveah einen Blick zu, ihre sonst so ruhige Miene war nun zu einem Stirnrunzeln verzogen. "Ist das die Frage, die ich nicht stellen darf?" fragte Neveah wissend. "Wenn Lord Xenons Fluch erwacht, kennt er weder Freund noch Feind, alles Leben vor seinen Augen wird ausgel?scht ... unter den Asvaren fl¨¹stert man ihm leise den Namen Schwarzer Unhold zu, aber niemand wagt, ihnut auszusprechen." "Es ist ein Thema, ¨¹ber das niemand zu sprechen wagt, fragt nicht danach und denkt nicht einmal dar¨¹ber nach. Ihr m¨¹sst nur auf den Sch?pfer hoffen, dass diese Zeiten des Friedens nicht so schnell vor¨¹bergehen." sagte Davina mit einem schweren Seufzer. "Da, der aufsteigende Raum ist gleich da vorne. Er ist das einzige Mittel, mit dem wir uns zwischen den dreizehn Ebenen des Bergfrieds bewegen k?nnen. Es sei denn, ihr wollt lieber die Treppe nehmen." sagte Davina, um das Thema zu wechseln. "Es gibt nur einen Raum, der nach oben f¨¹hrt, wie kann er allen im Bergfried dienen?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Es gibt drei, um genau zu sein. Das ist der, der uns am n?chsten liegt. Der Bergfried ist riesiger, als du dir vorstellen kannst, die beiden Ebenen, auf denen wir waren, sind dreimal so gro? wie der Blick, den du gesehen hast." "Die aufsteigenden R?ume werden jedoch haupts?chlich von den Dienern und anderen flugunf?higen Asvaren benutzt. Auf jeder Ebene gibt es eine Landettform, das ist der bevorzugte Weg f¨¹r die Lorddrachen." verriet Davina. "Also ... sie fliegen einfach herum undnden auf dem Stockwerk, das sie erreichen wollen?" fragte Neveah mit einem Rollen der Augen. "Meistens schon, aber ihr werdet sie auch im Bergfried antreffen. Achtet darauf, dass ihr immer respektvoll mit ihnen umgeht und ihnen den gr??ten Respekt entgegenbringt." "Ich sage es noch einmal: Von den Lorddrachen ¨¹ber die Reiter bis hin zum Adel von Asvar, der im Bergfried wohnt, muss man sich vor jedem und jeder in Acht nehmen." sagte Davina und warf Neveah einen Blick zu. "Ich verstehe." sagte Neveah und Davina sch¨¹ttelte den Kopf. "Tust du das wirklich? Ich sehe das Feuer in deinen Augen, Neveah, ich sp¨¹re die k?nigliche Aura, die du ausstrahlst ... deine blo?e Anwesenheit spricht von all dem, was du einmal warst." "Doch du bist keine von uns, und jeder, der Augen hat, kann das sehen. Wenn du nicht lernst, deinen Kopf unten zu halten, wirst du viele Probleme bekommen... der Drachenturm ist der gef?hrlichste Ort in der Asvarian-Festung." sagte Davina, Ihr Tonfall verriet ihre Besorgnis, und Neveah hob eine Augenbraue. Es war erst ein paar Stunden her, dass Davina sie kennengelernt hatte, und Neveah verstand nicht, warum Davina sich Sorgen um sie machen sollte. "Ich bin nicht sehr gut darin, den Kopf unten zu halten, snge mir niemand ¨¹ber den Weg l?uft... Ich werde auch auf meinem eigenen Weg bleiben." murmelte Neveah, w?hrend sie weiterging. "Ich sp¨¹re, dass ?rger droht." Davina seufzte, als sie hinter Neveah herging. Sie warteten einen Moment, bis der aufsteigende Raum eintraf. Die Kabine war klein, aber gro? genug, um mindestens sechs Personen gleichzeitig zu tragen. Sie war aus demselben seltsamen Gestein gefertigt wie die W?nde des Bergfrieds, und Neveah fragte sich, welcher Mechanismus ihre Bewegung steuerte und wie sie ¨¹berhaupt gebaut worden war. Obwohl die Finsternis-Dom?ne bei den Mechanismen beachtliche Fortschritte gemacht hatte, war Neveah sicher, dass das alles im Vergleich zur Festung von Asvarian unbedeutend war. Neveah trat vor Davina in den aufsteigenden Raum und schloss meditativ die Augen, als der aufsteigende Raum leicht ruckelte und das Ger?usch von surrenden Mechanismen erzeugte, als er nach unten schoss. Bald darauf hob Davina eine Hand und zog an einem Seil am oberen Ende, und der Aufw?rtsraum kam zum Stillstand. Davina f¨¹hrte den Weg nach drau?en, und dieses Mal gab es Diener und andere Leute, die sich hin und her bewegten und ihren jeweiligen Pflichten nachgingen. Au?erdem sp¨¹rte Neveah, wie sich alle Augen auf sie richteten und sie unmerklich verfolgten, w?hrend sie Davina folgte, und sie konnte auch leises Gemurmel h?ren. Im Vergleich zum vierten Stock, in dem sich Neveahs Quartier befand, und dem f¨¹nften Stock, in dem Lord Rodricks Arbeitszimmerg, war dieser Flur ziemlich belebt. So war es nicht einmal eine ¨¹berraschung, dass Neveah sofort im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, Neveah hielt ihren Blick starr nach vorn gerichtet und ignorierte die Blicke, die ihre Anwesenheit auf sich zog, w?hrend sie Davina hinterherlief. "Dies ist die siebte Ebene, der Saal der Heiler ist gleich da vorne. Der Saal der Heiler ist nicht nur eine Krankenstation, sondern auch eine eigene Akademie." begann Davina, "Viele Asvarer, die sich f¨¹r die Heilkunst entschieden haben, kommen hierher, um vom Heiler des Bergfrieds zu lernen. Die Akademie der Heilkunst befindet sich in der ansteigenden Ebene, eine Reitstunde vom Bergfried entfernt." "Der k?nigliche Heiler ist jedoch einer der Professoren der Akademie und h?lt seine Kurse f¨¹r Fortgeschrittene genau hier in der Halle der Heiler ab." Davina erkl?rte, warum in der Halle so viel los war. "Es ist Studienzeit und deshalb werden die ausbildenden Heiler und ihre Diener auf dem Flur zu sehen sein, wir sollten uns beeilen und den Heiler aufsuchen, bevor er zu besch?ftigt ist." sagte Davina und verdoppelte ihren Schritt. Bald erreichten sie eine gro?e, leicht angelehnte Doppelt¨¹r, an der zwei Heiler standen. Als Neveah und Davina an die T¨¹r herantraten, wurden sie von den Heilern aufgehalten. Die Heilerinnen kannten Davina eindeutig, Neveah war die Unbekannte und der Grund, warum sie angehalten wurden. "Seid ihr von der Hohen Heilerin gerufen worden?" fragte eine der Heilerinnen und Davina nickte. "Das ist Neveah... die Dienerin von Lord Xenon. Die Hohe Heilerin lie? ausrichten, dass sie die Halle der Heilerin aufsuchen soll." erkl?rte Davina. "Die Dienerin von Lord Xenon?" Fragte einer der Heiler und tauschte einen Blick mit dem anderen, bevor sie zur Seite traten und Davina und Neveah durchlie?en. "Kommt mit und haltet euch fest, wir m¨¹ssen direkt durch den Studiensaal, bevor wir zur k?niglichen Krankenstation kommen. Es werden viele Augen auf euch gerichtet sein." warnte Davina, bevor sie den Weg einschlug. Chapter 105: Die Halle des Heilers 2 (Kap.105)

Chapter 105: Die Halle des Heilers 2 (Kap.105)

In der asvarischen Hochburg gab es viele Akademien f¨¹r das asvarische Volk, die von sterblicher Geburt waren, Sie geh?rten nicht zur Blutlinie der asvarischen Bestien, sondern standen unter dem Schutz der gro?en asvarischen Bestien, die das asvarische Gebiet beherrschten. Unter diesen Akademien gab es die Akademie der Heiler, die Akademie der Schmiede, die Schwertgilde, die Akademie der Magie und viele andere, die weniger angesehen waren als die oben genannten. Die Akademie der Heiler war eine der angesehensten Akademien, und nur die Begabtesten wurden in die Akademie der Heiler aufgenommen, um die Heilk¨¹nste zu studieren und sich einen tz in der Elite der Asvarian-Hochburg zu verdienen. Der Studiensaal war ein Ort, an dem die Besten der Heilerakademie Vorlesungen von den k?niglichen Heilern und dem Obersten Heiler selbst erhielten. Sie war nur f¨¹r die Auszubildenden zug?nglich, die sich ihr Heilerwappen nach Sommern intensiven Studiums in der Akademie verdient hatten. Diese Auszubildenden waren als "Heiler auf der Warteliste" bekannt, die sich in der letzten Phase ihres Studiums an der Akademie befanden und hoch angesehen waren. In diesem Moment sa? ein k?niglicher Heiler vor einer Reihe von f¨¹nfzehn Auszubildenden, die ihm aufmerksam zuh?rten, als er ¨¹ber die gesundheitlichen Vorteile eines bestimmten Krauts sprach, und die Auszubildenden h?rten ihm mit gespannter Aufmerksamkeit zu. In dem Moment jedoch, in dem Neveah den Studiensaal betrat, hielt der k?nigliche Heiler, der gerade sprach, inne, und pl?tzlich richteten sich alle Augen auf Neveah, und leises Gemurmel setzte ein. "Ist das nicht die Wolfsgestaltwandlerin?" "Was macht sie denn hier?" Neveah konnte deutlich h?ren, wie die Auszubildenden untereinander fl¨¹sterten, aber sie ging mit Davina weiter, vorbei an der Studienhalle in die Krankenstation. Die Krankenstation befand sich in einem Nebenraum des Studiensaals, es war ebenfalls ein gro?er Saal, aber in dem Moment, in dem sie eintraten, stand ein stirnrunzelnder junger Mann an einem Regal und schn¨¹ffelte an einem Fl?schchen mit einem seltsam gef?rbten Inhalt. Neveah fragte sich, ob sie noch eine weitere Fragestunde ¨¹ber sich ergehenssen mussten, bevor sie zum Obersten Heiler gef¨¹hrt wurden. Erst als Davina das Wort ergriff, wurde ihr r, dass dieser junge Mann tats?chlich der Oberste Heiler war. "Guten Morgen, Eure Eminenz." Davina gr¨¹?te mit einer Verbeugung, wandte ihren Blick zu Neveah und verengte die Augen, wobei sie Neveah eine Geste gab, es ihr gleich zu tun. Neveah hob eine einzelne Augenbraue, als sie Davinas Gesichtsausdruck beobachtete, ihr Blick war immer noch auf Davina gerichtet, als der Blick der hohen Heilerin auf sie fiel. "Lord Everon, sie kennt die richtige Etikette nicht..." begann Davina zu erkl?ren, doch der Hohe Heiler unterbrach Davina mit einer gngweilten Handbewegung. "Ich pers?nlich mag es nicht, wenn ihr euch in meiner Gegenwart verbeugt... Ich ube, das hier k?nnte mir gefallen." sagte Lord Everon, als sich sein Blick auf Neveah richtete. "Du siehst lebendig aus ... gut." kommentierte Lord Everon, als er sich umdrehte und wegging, wobei seine Roben hinter ihm herhingen. "Du wirst dir noch eine Menge ?rger einhandeln." murmelte Davina und sch¨¹ttelte den Kopf ¨¹ber Neveah, w?hrend sie Lord Everon schnell folgte und Neveah dasselbe tat. Die Krankenstation war noch weitl?ufiger, als Neveah gedacht hatte. Von der Halle, in der sie Lord Everon getroffen hatten, ging er einen Gang enng und f¨¹hrte sie an mehreren T¨¹ren vorbei, bis sie an einer T¨¹r ankamen, wo er stehen blieb. Er stie? die T¨¹r auf und trat in einen Raum, der eine Mischung aus einem Arbeitszimmer und einem Kr?uteger zu sein schien, mit Dutzenden von Regalen, die mit Kr?uterkisten gef¨¹llt waren. Neveahs Nase zuckte, als der stechende Geruch von Heilkr?utern ihre empfindlichen Nasenl?cher verstopfte, und sie musste ihre Faust ballen, um den Drang zum Niesen zu ¨¹berwinden. Lord Everon beachtete sie nicht, sondern fummelte an einem Kr?uterkasten herum, nahm mit einer Zange ein paar Kr?uter heraus und stellte sie auf das Tablett, das er von seinem Tisch genommen hatte. Er ging zu einem anderen Regal, sortierte die Kr?uter und suchte sich ein paar weitere heraus. "Dav? Gib mir mal die gelbe Tollkirsche aus dem Regal zu deiner Linken." sagte Lord Everon pl?tzlich, w?hrend er immer noch die Kr?uter in dem Regal sortierte, vor dem er zwei Regale weiter stand. "Nat¨¹rlich, Eure Eminenz." erwiderte Davina sofort, als sie sich dem Regal zuwandte, von dem Lord Everon sprach, und griff nach der Kiste, die ihr am n?chsten war. "Das ist es nicht ... es ist die Kiste zwei Kisten weiter links davon." sagte Neveah, w?hrend sie ihre Nase r¨¹mpfte, der Geruch der Kr?uter war ¨¹berw?ltigend. Davina warf Neveah einen verwirrten Blick zu. "Woher wei?t du das?" fragte Davina, als sie Neveahs Anweisung befolgte und die Schachtel ?fe, von der Neveah sprach, um festzustellen, dass es sich tats?chlich um die gelbe Tollkirsche handelte. "Dieser Gestank ..." brummte Neveah und r¨¹mpfte schniefend die Nase, w?hrend sie ihren Blick unzufrieden r¨¹mpfte. "Du kannst den Duft dieses einen Krauts unter all den Hunderten von Kr?uterk?sten hier wahrnehmen?" fragte Davina mit einer hochgezogenen Braue. "Sie stinken alle unterschiedlich ... nicht so schwer zu erkennen." Neveah grummelte wieder und Davina kicherte leise, als sie das Kraut aufhob. Neveahs Augen weiteten sich und ihre Hand schoss hervor, um Davinas Handgelenk zu packen, bevor sie das Kraut ber¨¹hren konnte. "Fass das nicht an, der St?ngel einer hundert Jahre alten gelben Tollkirsche ist f¨¹r Menschen giftig... l?hmt dich v?llig, wenn du mit der Haut in Ber¨¹hrung kommst." sagte Neveah, w?hrend sie sich umschaute und einen sauberen wei?en Lappen aus dem Regal holte. Mit dem Lappen hob sie vorsichtig die gelbe Tollkirsche aus der Schachtel auf und achtete darauf, dass sie nicht mit ihrer Haut in Ber¨¹hrung kam. "Du bist kein Mensch." bemerkte Lord Everon, als er Neveah von seinem tz aus beobachtete, wie sie das Kraut vorsichtig aufhob und darauf achtete, dass sie keinen Hautkontakt damit hatte. Neveah hatte gar nicht bemerkt, dass Lord Everons Blick die ganze Zeit auf sie gerichtet war, und zwar in dem Moment, als sie auf die richtige Schachtel mit der Tollkirsche zeigte. "Was f¨¹r Menschen giftig ist, ist f¨¹r einen Wolfswandler nicht weniger giftig. Bei einem Menschen w¨¹rde es h?chstwahrscheinlich zu einer dauerhaften L?hmung f¨¹hren. Was einen Wolfswandler betrifft, so k?nnte ich meine Hand mindestens zwei Tageng nicht benutzen." sagte Neveah in einem sachlichen Ton. "Und woher wissen Sie das so genau?" fragte Lord Everon, w?hrend er Neveah zuwinkte, ihm die gelbe Tollkirsche zu bringen. Neveah, die das Kraut gerade Davina ¨¹bergeben wollte, runzelte leicht die Stirn, ging dann aber zu dem hohen Heiler hin¨¹ber und breitete den sauberen Lappen aus, auf dem das Krautg. Lord Everon deutete auf das Tablett, das er in der Hand hielt, Neveah stellte das Kraut darauf ab und wollte gerade zur¨¹cktreten. "Bleib da stehen und beantworte meine Frage." sagte Lord Everon. "Ich habe mal irgendwo dar¨¹ber gelesen und in meiner Freizeit ein paar pers?nliche Erkenntnisse gewonnen." sagte Neveah in einem leeren Ton, was ihr einen Blick von Lord Everon einbrachte. "Und von wie vielen Kr?utern hast du irgendwo gelesen?" fragte Lord Everon. "Ich wei? nicht ... Tausende, alles, was dort w?chst, wo ich herkomme, und was die alten Texte in der Halle der Omega-Heiler sonst noch zu erz?hlen hatten." antwortete Neveah. "Dann hol mir ein wei?es doranisches Bl¨¹tentt... aus dem Regal hinter dir." wies Lord Everon an. "Machst du Witze?" fragte Neveah mit hochgezogener Braue. "Neveah! So spricht man nicht mit dem hohen Heiler." warnte Davina, w?hrend Lord Everon Neveah nur mit einer hochgezogenen Augenbraue anstarrte. Neveah r?usperte sich, sie verlor allm?hlich die Geduld, sie hatte gedacht, sie w?ren hierher gekommen, um ein St?rkungsmittel zu holen und sich auf den Weg zu machen, was sollte diese unn?tige Verz?gerung? "Das Kraut, nach dem du fragst, ist in der Kiste vor dir, nicht in dem Regal hinter mir. Hinter mir gibt es nur ein wei?es Korallentt, und obwohl sie beide irgendwie ?hnlich aussehen, riechen sie ¨¹berhaupt nicht gleich." brummte Neveah, Lord Everon neigte den Kopf zur Seite und beobachtete Neveah ruhig, bevor er die Schachtel vor ihm ?fe und ein wei?es doranisches Bl¨¹tentt zum Vorschein brachte, wie Neveah gesagt hatte. "Warum? Aus welchem Grund studierst du Kr?uter?" fragte Lord Everon. Neveah runzelte leicht die Stirn, ¨¹ber diese Frage wollte sie nicht sprechen. Sie wusste nicht, wie sie die Worte aussprechen sollte, Ihre Stiefmutter hatte sie als Versuchsperson f¨¹r ihre giftigen Kr?uter genommen, und schlie?lich hatte Neveah begonnen, Kr?uter f¨¹r sich selbst zu erforschen, Das Aussehen, den Geruch, die Wirkung und die Gegenmittel, wann immer sie konnte, nur damit sie ¨¹berleben konnte. Je mehr die Alphak?nigin darauf aus war, sie zu t?ten, desto mehr musste Neveah wissen, und so studierte sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit Kr?uter, die im Wolfsgebiet und sogar dar¨¹ber hinaus wuchsen. Aber all das war eine Vergangenheit, die Neveah nur f¨¹r sich behalten wollte. "Weil ich es musste..." antwortete Neveah schlicht, verschr?nkte die Arme vor der Brust und wandte ihr Gesicht ab. Chapter 106: Nicht mehr lange (Kap.106)

Chapter 106: Nicht mehrnge (Kap.106)

"Neveah, du solltest Lord Everon in angemessener Weise antworten." Davina fl¨¹sterte Neveah zu, als ob Lord Everon ihre Worte nicht verstehen w¨¹rde, wenn er nur zwei Schritte vor ihnen stand. "Und das habe ich getan." Neveah antwortete in einem leeren Ton, sie sah nichts Falsches an dem, was sie gesagt hatte, Neveah war sich nicht sicher, welche andere spezielle Art zu sprechen als die schlichte Ehrlichkeit als angemessen angesehen wurde. "Wie ich sehe, seid Ihr nicht bereit, eine ausf¨¹hrliche Antwort zu geben." bemerkte Lord Everon, nicht angend, sondern einfach das Offensichtliche feststellend. "Wenn ich das t?te... w¨¹rde ich unwahre Worte sprechen." Neveah sagte, sie habe nicht die Absicht, weitere Erkl?rungen abzugeben, und wenn sie dazu gezwungen w?re, w¨¹rde sie nicht die Wahrheit sagen, wie es geschehen war. Ihren wahren Zustand und Status im Eclipse Pce zu offenbaren, schien Neveah in keiner Weise von Vorteil zu sein. "Sch?n und gut." sagte Lord Everon mit einem verst?ndnisvollen Nicken. "Dann komm, ich habe dein St?rkungsmittel f¨¹r dich bereit. Und ich muss ein paar Worte im Vertrauen zu dir sprechen. Dav, du wartest hier." sagte Lord Everon und f¨¹hrte Neveah noch tiefer in sein Arbeitszimmer und durch eine weitere T¨¹r, die in eine gr??ere Lagerhalle f¨¹hrte. Diesmal waren keine Kr?uterkisten zu sehen, sondern Dutzende von seltsamen Steinen, H?rnern und anderen noch seltsameren Gegenst?nden. Lord Everon blieb stehen und bemerkte Neveahs Blick auf die seltsamen Gegenst?nde, er kicherte leise vor sich hin. "Es gibt viele Lektionen, die dir alte Texte und Aufzeichnungen von Heilern nicht beibringen k?nnen, es gibt auch viele Gegenst?nde mit anderen medizinischen Eigenschaften als Kr?utern ... was immer du hier siehst, ist aus einem bestimmten Grund hier." erkl?rte Lord Everon. "Ichsse nicht einfach H?rner herumliegen, wenn sie nicht von Bedeutung sind." f¨¹gte Lord Everon hinzu und Neveah nicktengsam verstehend. "Eure Worte sind ... tr?stlich." murmelte Neveah und Lord Everonchte leise. "Du bist ein ziemliches Kind, nicht wahr?" sagte Lord Everon mit einem L?cheln auf den Lippen, w?hrend er eine Sch¨¹ssel aufhob, die ¨¹ber einem Felsen k?chelte. Der Felsen war zu einer tte geformt, und die Sch¨¹ssel war einfach darauf abgestellt worden, die Oberseite mit einem Deckel bedeckt. "Das ist Drachengestein ... Felsen, die aus ihren H?hlen ausgegraben und im Laufe der Jahrhunderte zu Heizsteinen veredelt wurden." sagte Lord Everon und bemerkte wieder einmal Neveahs faszinierten Blick. "Drachengestein?" murmelte Neveah, als sie eine Hand ausstreckte, um den Stein zu ber¨¹hren, aber leise zischte, als er sofort auf ihrer Haut brannte. "Genau dieser Stein wurde aus Xenons H?hle gegraben, seine Feuerenergie ist un¨¹bertroffen." Lord Everon kicherte, als er Neveah dabei beobachtete, wie sie ihre verbrannte Hand in den Arm nahm, w?hrend ihr b?ser Blick auf ihn gerichtet war. "Ich habe nicht gesagt, dass du es ber¨¹hren darfst." verteidigte sich Lord Everon mit einem l?ssigen Achselzucken, w?hrend er Neveah die Schale ¨¹berreichte. Neveah nahm die Schale widerstrebend entgegen, hob sie an ihre Lippen und schluckte die bitter schmeckende Fl¨¹ssigkeit hinunter. "Habt Ihr keine Angst, dass ich Euch vergiften k?nnte?" fragte Lord Everon und beobachtete, wie Neveah den Tonic, den er f¨¹r sie zubereitet hatte, ohne viel nachzudenken einfach austrank. "Wenn Ihr meinen Tod wollt, macht es keinen Unterschied, ob ich diesen Tonic trinke oder nicht. Entweder ich sterbe daran oder an etwas ganz anderem. Wozu also die M¨¹he?" fragte Neveah, w?hrend sie die leere Schale auf dem Tisch abstellte. "Es macht dir also nichts aus zu sterben? Habt Ihr deshalb vergifteten Wein getrunken, der f¨¹r Jian bestimmt war?" fragte Lord Everon in interessiertem Ton. Neveah hob eine Augenbraue, denn neben Xenon war Lord Everon die zweite Person, die sie den Namen von K?nig Jian ohne Titel aussprechen h?rte. Daraus konnte Neveah ersehen, dass dieser Lord Everon wirklich einen hohen Status im Drachenturm innehaben musste, kein Wunder, dass Davina ihn immer wieder ¡¯Eminenz¡¯ nannte. "Es macht mir etwas aus. Wenn Ihr mich tot sehen wollt ... braucht Ihr trotzdem meine Zustimmung." Neveah brummte. Sie war schon einmal gestorben, das war kein sehr fr?hliches Gef¨¹hl, und Neveah hatte kein Interesse daran, noch einmal in diesen Zustand zu geraten, snge sie ein Mitspracherecht dabei hatte. Neveah f¨¹rchtete den Tod nicht, alle Menschen wurden geboren, um zu sterben, das war eine unbestreitbare Tatsache... aber sie war nicht gewillt, durch irgendjemandes Absicht get?tet zu werden. "Interessant... du h?ttest gr¨¹ndlich dar¨¹ber nachdenken sollen, bevor du f¨¹r Jian den Helden gespielt hast. Das Gift in deiner Blutbahn war eine Dosis, die f¨¹r einen Drachen bestimmt war, es h?tte dich sofort t?ten m¨¹ssen." sagte Lord Everon. "Und warum bin ich noch am Leben?" fragte Neveah und Lord Everon zuckte mit den Schultern. "Weil ich dich gerettet habe." Sagte er mit einem spitzen Blick. "Ich danke dir." murmelte Neveah, trotz allem wusste sie, dass sie f¨¹r eine geschenkte Gnade dankbar sein musste. "Du musst deine Dankbarkeit nicht ausdr¨¹cken, ich werde sie nicht annehmen k?nnen. In Wirklichkeit habt Ihr nur songe gelebt, bis Ihr mich erreicht habt, weil sich das Gift in Eurem Blutkreiuf extremngsam ausbreitet." erkl?rte Lord Everon. "Aus irgendeinem Grund scheint Euer K?rper auf Gift eingestellt zu sein... Ich nehme an, Ihr seid schon einmal vergiftet worden... und nicht nur einmal." sagte Lord Everon in einem wissenden Ton. Seine Worte wollten eigentlich keine Best?tigung von Neveah, sondern machten ihr nur r, dass er bereits wusste, was sie zu verbergen versuchte. Neveah behielt ihren leeren Gesichtsausdruck und ihren Blick starr nach vorne gerichtet, sie widersprach weder den Worten von Lord Everon noch gab sie sie zu. Sie hatte nicht einmal die Absicht, etwas zu sagen. "Was auch immer es ist, es ist jetzt deine Vergangenheit. Ich erwarte dich jeden Morgen ... dein Tonic wird warm sein und warten. Du kannst dich verabschieden." Lord Everon wechselte das Thema. "Ach ja!" Lord Everon hielt Neveah auf, als sie gerade weggehen wollte. "Ich habe geh?rt, dass du Xenons Dienerin sein sollst. Wenn das so ist, kannst du mir einen Gefallen tun? Sagen Sie mir Bescheid, wenn Xenon weg ist, ich h?tte gerne eine neue Heiztte." sagte Lord Everon. Neveah runzelte leicht die Stirn ¨¹ber Lord Everons seltsame Bitte. "Du bist doch auch ein Drache, nicht wahr? Warum machen Sie nicht einfach selbst einen?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. Lord Everon warf Neveah einen Blick zu, bevor er sich absch?tzend in seinem Lager umsah. "Ich lebe nicht in einer H?hle, Neveah... woher bekomme ich denn die erhitzten Steine?" Lord Everon scherzte. "Richtig." grummelte Neveah, als sie sich umdrehte und ging. Lord Everon starrte ihr einenngen Momentng hinterher, mit einem komplizierten Blick in den Augen, bevor er von einer Stimme aus seiner Benommenheit gerissen wurde. "Du scheinst von ihr ziemlich fasziniert zu sein." bemerkte Mernax, als er hinter einem Regal hervortrat. "Und du scheinst dich vor ihr zu verstecken." Lord Everon schoss auf seinen j¨¹ngeren Cousin zur¨¹ck, dessen allgegenw?rtiger finsterer Blick sich noch vertiefte. "Tue ich nicht." Menarx brummte in einem Ton der Entr¨¹stung. "Wirklich nicht? Warumuerst du dann hinter den Regalen und buschst die Gespr?che der anderen?" rief Lord Everon. "Ich habe nicht guscht, ich war nur zuf?llig hier und habe es geh?rt." Menarx verteidigte sich mit einem Grunzen. "Was auch immer hilft, deine Schuppen zu gl?tten." Lord Everon antwortete mit einem Achselzucken. "Everon..." sagte Mernax in einem warnenden Ton und Lord Everon rollte mit den Augen. "Ihr habt das arme Kind praktisch auf den Weg geschickt, um Gift zu trinken, und jetzt wollt Ihr sehen, wie es ihr geht, und anstatt sie zu fragen, spielt Ihr in meinem Arbeitszimmer Verstecken." sagte Lord Everon nach einem Moment. "Ich habe keinen Grund, sie zu sehen, und ich bin ihr auch keine Entschuldigung schuldig. Das Leben meines Lehnsherrn hat Vorrang ... ihres ist unbedeutend." sagte Menarx in einem leeren Ton. "Richtig, warum habt Ihr mir dann vorhin ¨¹ber die Schulter geschaut, als ich ihr Tonikum zubereitet habe? Du hast sogar daf¨¹r gesorgt, dass ich es selbst zubereitet habe." rief Lord Everon. "I..." Menarx begann, biss sich aber auf die Lippe und beschloss, nicht weiter zu sprechen. "Es ist gut, Dankbarkeit zu kennen, Mernax. Unabh?ngig davon, wer oder was das Kind ist, h?tte es dieses Mal ?rger gegeben, wenn sie nicht aufgestanden w?re ... f¨¹r dich und auch f¨¹r Jian." "Es w?re eine Schande f¨¹r unseren n, wenn unser gr??ter Krieger, Mernax von Rubinschuppen, durch die Hand von einfachen Feen sterben w¨¹rde." Lord Everon sch¨¹ttelte den Kopf. "Ich habe sie untersch?tzt." sagte Mernax seufzend, als er sich daran erinnerte, wie die listigen Feen ihn mit einem scff?rdernden Kraut l?hmten. "Du untersch?tzt jeden, Mernax... das ist dein Fehler. Du st¨¹rzt dich kopf¨¹ber in alles, ohne vorher die Konsequenzen zu bedenken, und das wird dich fr¨¹her oder sp?ter in Schwierigkeiten bringen." belehrte Lord Everon. "Ich denke, das ist der Nachteil, wenn man stark ist. Man denkt nie daran, dass man von schw?cheren V?lkern besiegt oder gerettet werden k?nnte." Lord Everon fuhr fort. "Bist du fertig damit, mir das unter die Nase zu reiben?" fragte Mernax und Lord Everon zuckte mit den Schultern. "Was auch immer es ist, diese Dankbarkeit, die ihr f¨¹r das Kind empfindet ... versteckt sie nicht. Ich wei? nicht, warum ihr alle in der k?niglichen Garde angefangen habt, Jians schlechte Angewohnheiten anzunehmen." sagte Lord Everon mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Es ist nur richtig, dass wir auf Distanz bleiben, man kann ihr nicht trauen. Sie ist keine von uns, sie ist lediglich eine Dienerin, die hierher gebracht wurde, um Xenon zu pflegen." erinnerte Menarx. "Hmmm...nicht mehrnge..." sagte Lord Everon, wobei sich ein kleines Grinsen auf seine Lippen legte und ein schelmisches Funkeln in seinen Augen. Chapter 107: Berg Edar (Kap.107)

Chapter 107: Berg Edar (Kap.107)

"Das ist es.", sagte Davina. Zum ersten Mal seit Neveah den Entschluss gefasst hatte, sich zur¨¹ckzuhalten und ihre Zeit zu b¨¹ndeln, verwandelte sich ihr typisch ausdrucksloses Gesicht in eine Miene des Schocks. Nicht vieles konnte Neveah schocken. Sie hatte in ihrem Leben genug Dunkelheit gesehen, um auf alles vorbereitet zu sein, aber das hier hatte sie definitiv nicht erwartet. "Das ist... was genau?", fragte Neveah. Sie war sich nicht sicher, ob sie wirklich verstand, was sie da ansah. Und das hatte nichts damit zu tun, dass der Wind ihre Haare ins Gesicht wehte und so ihre Sicht verdeckte. Davina hatte sie nach der Enssung durch Lord Everon in den Fr¨¹hst¨¹cksaal gef¨¹hrt. Gl¨¹cklicherweise war dieser bis auf ein paar Bedienstete leer, die erst sp?t zum Essen gekommen waren. Es war ziemlich nervig, eine Mahlzeit einnehmen zu m¨¹ssen, w?hrend die Blicke aller im Saal auf einem ruhten. Aber irgendwie hatte Neveah es geschafft. Nach dem Fr¨¹hst¨¹ck war es nun an der Zeit, Neveah Lord Xenons Behausung zu zeigen. Obwohl sie schon oft von einer H?hle geh?rt hatte, hatte sie nicht erwartet, dass Lord Xenons "H?hle" tats?chlich eine hohle ?ffnung an der Seite eines steilen Berges war. Sie hatten nur etwa eine halbe Stunde hinter der Burg gewandert, um diesen Berg zu erreichen. Davina hatte Neveah immer wieder darauf hingewiesen, nichts auf die Blicke und das Getuschel zu geben. Neveah fragte sich, warum Davina nicht daran gedacht hatte, ihr mitzuteilen, dass Blicke und Getuschel im Vergleich zu der Aufgabe, die ihr ¨¹bertragen worden war, in der Tat das kleinste Problem waren. Jetzt, da sie am Fu? eines hohen Berges standen, dessen Gipfel den Himmel durchstie? und der sich in bedrohlicher Weise ¨¹ber sie erhob, konnte sie ihrer Verbl¨¹ffung nicht entkommen. Ein breiter Abgrund trennte sie vom Bergfried. Neveah wagte es nicht hinunter zu schauen, um die genaue Tiefe des Abgrundes zu bestimmen. Er war v?llig von Schatten bedeckt und man konnte nicht zu weit hinuntersehen, egal wie gut man sehen konnte. Stattdessen starrte Neveah auf den hohen Berg und speziell auf die H?hle, die hoch oben in der zweiten Bergkette offenbar wurde. Die H?hle konnte man von da aus nur klein sehen. Als Davina auf sie deutete, h?tte Neveah sie am liebsten in den Abgrund geschubst und das Ganze hinter sich gssen. "Der Berg Edar... Lord Xenons Heimat. Die H?hle dort oben ist der einzige Eingang in den Berg und es ist ein steiler Aufstieg bis dorthin.", erkl?rte Davina. "Deswegen wird von Lord Xenons Bediensteten immer erwartet, dass sie k?rperlich fit f¨¹r solche Aktivit?ten sind. Das ist auch der Grund, warum viele seiner Diener tot oder schlimmer enden... das ist ¨¹brigens f¨¹r diejenigen, die er nicht selbst get?tet hat", fuhr Davina fort. Die Worte verlie?en so selbstverst?ndlich ihre Lippen, dass es schien, als w?re es kein gro?es Problem, dass Lord Xenon unschuldige M?dchen t?tete, die das Ungl¨¹ck hatten, ihm zugeteilt zu sein. Und Neveah begannngsam zu begreifen, dass es kein Privileg war, Lord Xenon zugeteilt zu sein. So, wie es Herr Rodrick dargestellt hatte, schickten sie sie eigentlich in den Tod. "Sie wollen also, dass ich dort hochklettere... t?glich... oder vielleicht sogar mehrmals am Tag...", stellte Neveah fest. Es war keine Frage. Sie sagte es nurut, als m¨¹sse esut ausgesprochen werden, um vollst?ndig zu sinken. Als Dienerin w?re es ihre Aufgabe, zwischen dem Bergfried und Lord Xenons Behausung hin und her zu gehen, um Mahlzeiten zu servieren und Lord Xenons Befehle auszuf¨¹hren. "Eine Kutsche wird Sie vom Bergfried hierher bringen, wann immer Sie Ihren Aufgaben nachgehen m¨¹ssen. Wir sind nur diese Strecke zu Fu? gegangen, damit Sie sich mit dem Weg vertraut machen k?nnen", begann Davina. Neveah warf Davina einen kalten Blick zu, weil sie versuchte, den Eindruck zu erwecken, es w?re keine gro?e Sache. "Ich f¨¹rchte schon, Neveah. Ich wei?, es ist kein angenehmer Aufstieg, aber der einzige Weg, um zu Lord Xenons H?hle zu gngen", sagte Davina mit einem Seufzer. "Die Br¨¹cke wird Ihnen helfen, ¨¹ber den Abgrund hinwegzukommen und zum Gl¨¹ck m¨¹ssen wir nicht von unten heraufklettern, da wir uns bereits auf erh?htem Gel?nde befinden. Es ist nicht so weit", f¨¹gte Davina hinzu. "Er hat Fl¨¹gel und ich darf klettern... einfach perfekt", murmeln Neveah vor sich hin, w?hrend sie den Berg und die wackelige, aus Holz gebaute Br¨¹cke betrachtete, die ihren sicheren Weg zur anderen Seite garantieren sollte. "Wie oft wird diese... beunruhigende Aufgabe genau umgesetzt?", fragte Neveah, nur um sicherzugehen. "Es ist ¨¹ber ein Jahrzehnt her, dass Lord Xenon das letzte Mal einen Diener hatte", antwortete Davina. Neveah sch¨¹rzte die Lippen, und ihre Miene kehrte in ihren ¨¹blichen, ausdruckslosen Zustand zur¨¹ck. Sie wusste, dass sie in dieser Sache nichts zu sagen hatte. Sie war nun der Gnade der Drachen ausgesetzt. Sollten die Drachen ihr auftragen, durch das Feuer zu gehen, w¨¹rde sie genau das tun. Nicht zu vergessen eine Br¨¹cke, die ¨¹ber einem m?glicherweise bodenlosen Abgrund schwebt, und einen steilen Berg, der keinen festen Weg bietet und nur bestiegen werden kann.Gerade als Neveah einen Moment innehielt, um ihre Optionen abzuw?gen, wurde sie von einer ihr unbekannten Stimme unterbrochen. "Wienge, ubst du, wird sie diesmal durchhalten? Einen Tag? Vielleicht zwei?" fragte eine Stimme, die offensichtlich auf Neveah anspielte. Neveah hob eine Augenbraue, ohne sich jedoch die M¨¹he zu machen, sich umzudrehen. Ihre Nase zuckte leicht, als sie den erdr¨¹ckenden Duft von Blumen roch. Sie wusste, dass eine Fee in der N?he sein musste, und es gab noch andere Ger¨¹che, die sie nicht genau zuordnen konnte. Sie erkannte nur den Duft von Feen, da sie ihnen schon bege war. "Lady Adrienne." gr¨¹?te Davina von neben Neveah und senkte ihren Kopf zu einer Verbeugung. Neveah machte sich nicht die M¨¹he, sich umzudrehen. Ihr Blick war auf den Berg gerichtet, den sie gleich besteigen w¨¹rde, und sie ¨¹berlegte, wie sie diese Herausforderung meistern k?nnte. Neveah war nicht schwach, einen Berg zu erklimmen war f¨¹r sie keine gro?e Sache, es war nur so, dass dieser Berg so weit vom Boden entfernt war, und schon bei einem kleinen Fehltritt konnte man das endg¨¹ltige Schicksal erahnen. "Wienge? Ist das ¨¹berhaupt eine Frage? Wienge haben die anderen durchgehalten? Komm schon, Adrienne!" rief eine andere Frauenstimme und kicherte, als h?tte sie noch nie etwas Lustigeres geh?rt. "Ich w¨¹rde auf einen Tag wetten... oder vielleicht st¨¹rzt sie einfach vom Berg und das war¡¯s." Ein dritter Stimme spottete. "Goldie, sagen die Ger¨¹chte doch, du seist so sch?n wie eine Fee, warum l?sst du Adrienne nicht einen Blick auf dich werfen? Um zu sehen, ob du tats?chlich so aussiehst, als w?rst du eine ihrer Art?" Die zweite Frauenstimme meldete sich erneut. W?hrend all dem war Neveah kaum auf sie eingegangen, sie gr¨¹belte, wie sie am besten ¨¹ber die Br¨¹cke kommen und die Seite des Berges erklimmen k?nnte, ihr Blick war verengt. Neveah konnte kaum Hand- oder Fu?abdr¨¹cke ausmachen und fragte sich, wie ¨¹berhaupt jemand diesen Berg im Namen eines Dieners erklimmen konnte. "K?nnte es wirklich m?glich sein, hier durchzukommen?" zweifelte Neveah und fragte Davina. Doch ihre Antwort kam stattdessen von jemand anderem. "Der Berg Edar... die Residenz, die Lord Xenon oder Onyx Schuppen von unserer Lordschaft, unserem Lehnsherrn, gew?hrt wurde... vornger Zeit, als er erstmals der k?niglichen Garde beitrat." "Einst gab es einen Aufzug der in den Berg gebaut war, als Lord Xenon noch Aufmerksamkeit schenkte und als der Berg Edar an seinem pr?chtigsten war." "Aber er wurde schonnge nicht mehr genutzt. Es sind zehn Jahre vergangen seit Lord Xenon ihn in mmen gesetzt hat und niemand wagt es, ihn wieder zu bauen, aus Angst, seinen Zorn zu erregen." Die Stimme der Fee ng leicht und fr?hlich wie eine Melodie. Neveah antwortete nicht. Sie hatte keinen Fremden um Rat gefragt und sie hatte mit Sicherheit nicht vor, die Anwesenheit von jemandem anzuerkennen oder sich zu verbeugen. Nicht, wenn sie nicht wusste, ob sie in der n?chsten Stunde noch am Leben w?re oder ein gebrochenes Genick h?tte... vorausgesetzt, dieser Abgrund hatte ¨¹berhaupt ein Ende. "Sieh mal an...Eine Bedienstete, die Lady Adrienne ignoriert?" Die Stimme der zweiten Frau erng erneut. Neveah warf einen Blick zu Davina und Davina sch¨¹ttelte den Kopf, was ein Signal f¨¹r Neveah war, die Fassung zu bewahren. "Gr¨¹?e, Lady Adrienne und... den anderen." best?tigte Neveah schlie?lich und drehte sich um, um drei Frauen zu sehen, an die sie sich eindeutig erinnerte, sie im Studiensaal von Lord Everon gesehen zu haben. Unter den Dreien erkannte Neveah sofort Lady Adrienne, eine ke, unschuldig aussehende Sch?nheit mit gro?en Rehaugen und karamellbraunem Haar, das ihr in Wellen ¨¹ber den R¨¹cken fiel. Hinter ihr bewegten sich tats?chlich ein Paar gespenstische Fl¨¹gel und Neveah war sich nicht sicher, warum sie sich mental die Szene vorstellte, wie sie dieser Fee die Fl¨¹gel abrei?en w¨¹rde. "Andere?! Die Frechheit von ihr!" rief die zweite Frau, die rechts von Lady Adrienne stand, w¨¹tend aus. "Es ist erst Morgen... und wir haben schon ?rger." dachte Neveahs Wolf in ihr. "Nun... es ist wie es ist." antwortete Neveah in Gedanken. Chapter 108: Wackelige Brücke (Kap.108)

Chapter 108: Wackelige Br¨¹cke (Kap.108)

"Lady Adrienne, mein Vater hat Neveah angewiesen, sich sofort um ihre Aufgaben zu k¨¹mmern. Es darf keinen weiteren Aufschub geben, ich werde sie jetzt wegschicken m¨¹ssen." Davina unterbrach sich mit einer Verbeugung, bevor die angespannte Situation noch weiter eskalierte. "Warum die Eile? Wir sind nicht gekommen, um ihr zu schaden, sondern nur, um die neue Dienerin von Lord Xenon kennenzulernen." "Als Diener eines Mitglieds der k?niglichen Garde m¨¹ssen selbst wir Adeligen Euch gegen¨¹ber respektvoll sein. Wie k?nnen wir gegenteilige Absichten hegen?" fragte Lady Adrienne und warf zur Unterst¨¹tzung einen Blick auf ihre beiden Begleiter. "Mdy, es ist unklug, Lord Xenon warten zussen. Weder Ihr noch ich k?nnen uns die Konsequenzen leisten." beharrte Davina. Lady Adrienne runzelte leicht die Stirn, ihre sch?nen Gesichtsz¨¹ge verzogen sich, bevor sie l?ssig mit den Schultern zuckte. "Nun gut, zwei Dienerinnen, die v?llig auf die Unterst¨¹tzung angewiesen sind, die sie im Bergfried haben ... also los." Einer von Lady Adriennes Begleitern, eine hochgewachsene Brte mit einem verschmitzten Gesichtsausdruck, sagte. "Wir sind dankbar f¨¹r Eure Gr??e." sagte Davina und senkte ihren Kopf zu einer Verbeugung. Sie stupste Neveah an, es ihr gleich zu tun, und Neveah runzelte die Stirn, neigte aber leicht den Kopf und zuckte zusammen, als das t?dliche Knurren ihres Wolfes in ihrem Kopf ert?nte. "Dieser Kopf ... er kann nicht einfach auf irgendjemanden gesenkt werden." erinnerte Neveahs Wolf sie, und Neveah sch¨¹rzte die Lippen... es war auch nicht so, dass sie sich verbeugen wollte, aber sie wollte leben, und sie sah keinen besseren Weg, als sich zu verstecken. "Nun, worauf wartest du noch? Wir werden uns ein andermal kennenlernen. Geh schon." Lady Adrienne ermutigte sie mit einem L?cheln. "Ihr solltet euch auf den Weg machen. K¨¹mmert euch um die Angelegenheiten von Lord Xenon und seid bei Sonnenuntergang zur¨¹ck." sagte Davina mit einem Nicken. Neveah machte sich auf den Weg zur Br¨¹cke, die so gef?hrlich ¨¹ber dem Abgrund baumelte, und so sehr sie auch versucht war, umzukehren und den Weg zur¨¹ckzugehen, den sie gekommen war, behielt sie ihren Blick starr nach vorn gerichtet und den Kopf hoch erhoben. Es war nur ein kurzer Spaziergang bis zur Br¨¹cke, und Neveah legte die Strecke in nur einem Augenblick zur¨¹ck, sie sp¨¹rte immer noch die Blicke der drei Frauen, die aus Absichten gekommen waren, deren sie sich nicht sicher war. Neveah sch¨¹ttelte ihr Bewusstsein f¨¹r sie ab, was sie dachten oder welche Absichten sie hatten, spielte keine Rolle, was z?hlte, war die Tatsache, dass Neveah die Br¨¹cke in einem St¨¹ck ¨¹berqueren musste. So nahe an der Br¨¹cke stehend, konnte Neveah bereits einen Blick auf den breiten Abgrund und die Schatten werfen, die aus dem bodenlosen Abgrund emporragten und den Boden der Holzbr¨¹cke streiften. Die Holztten, aus denen die Br¨¹cke bestand, erstreckten sich ¨¹ber einenge Strecke, und die Br¨¹cke selbst bewegte sich leicht, da der Wind sie immer ein wenig hin und her schwang. Die tten waren so weit voneinander entfernt, dass ihr Geet vollst?ndig zwischen ihnen hindurchgehen und sie in die dunkle Tiefe ziehen konnte. Neveah holte tief Luft, um sich zu beruhigen, es gab keinen Grund zur Panik, Panik w¨¹rde sie nur ablenken und es war die Stra?e, die einen Fu? zaghaft auf die erste Holztte setzte, Ein knarrendes Ger?usch ert?nte und Neveah st?hnte unter ihrem Atem, das Holz der Br¨¹cke war alt und abgenutzt, es konnte keineswegs als sicher gelten. Welche Kr?fte die Br¨¹cke auch immer noch an Ort und Stelle hielten, es war sicher nicht beabsichtigt, dass jemand ¨¹ber sie lief. Neveah konnte nicht umhin, sich zu fragen, wie der m?chtige Drachenturm so k?niglich und unbezwingbar sein konnte, w?hrend der Berg Edar direkt dahinter in einem so erb?rmlichen Zustand war. Die Pracht des Drachenturmes schirmte die Dunkelheit dahinter ab, und Neveah vermutete, dass der Drachenturm selbst in einem guten Zustand war, selbst wenn der Berg Edar zusammenbrechen w¨¹rde, warum sollte das f¨¹r K?nig Jian eine Rolle spielen? Obwohl K?nig Jian und Xenon eng miteinander verbunden zu sein schienen, vermutete Neveah, dass ein K?nig immer ein K?nig sein w¨¹rde, der seine eigenen Interessen und die seines Reiches ¨¹ber die anderer stellte, so wie ihr Vater es auch mit seiner eigenen Familie tat. Es war nur nat¨¹rlich, dass ein Monarch emotional von allen losgel?st war, denn nur so konnte eine weise und umsichtige Herrschaft gew?hrleistet werden. Wenn der Berg Edar in diesen Zustand verfallen war,g es nicht in der Verantwortung von K?nig Jian, seine Herrlichkeit wiederherzustellen. Neveah seufzte erneut, sie war sich nicht sicher, was Xenon zugesto?en war und wie sie in all das hineingeraten war, aber alles, was sie tun konnte, war, den Kopf hochzuhalten und einfach weiterzugehen. Mit einem Kopfsch¨¹tteln ging Neveah weiter ¨¹ber die Br¨¹cke, mit mehr Selbstvertrauen als bei den ersten Schritten, und obwohl die vom Alter verwitterte Br¨¹cke unter Neveahs Gewicht knarrte, behielt sie den Blick nach vorn gerichtet. Schritt f¨¹r Schritt kam Neveah auf der Br¨¹cke immer weiter voran, bis sie schlie?lich auf halber Strecke stehen blieb, Sie sp¨¹rte, wie etwas auf sie zukam und instinktiv schoss ihre Hand nach oben und fing einen mittelgro?en Stein ab, bevor dieser ihren Kopf ber¨¹hren konnte. Neveahs pl?tzliche Bewegung brachte die Br¨¹cke zum Schwanken und beinahe h?tte sie das Gleichgewicht verloren, ihr linker Fu? rutschte in das Loch. Gerade noch rechtzeitig vegerte Neveah ihr Gewicht auf den rechten Fu? und lie? den linken durch das Loch baumeln, ohne Halt zu finden. Langsam zog Neveah ihren Fu? zur¨¹ck und stellte ihn wieder auf die Holznke. Ein Stirnrunzeln legte sich auf ihr Gesicht, als sie Davinas erschrockenen Blick ¨¹ber ihre Schulter bemerkte. "Neveah! Sei vorsichtig!" rief Davina aus und hielt ihre Hand vor die Brust. "Die ungeschickte Welpe wird eines Tages st¨¹rzen, wartet¡¯s nur ab", kicherte die gro?e Brte b?se. Aufgrund ihrer Reaktion schloss Neveah, dass sie den Stein, der sie fast getroffen h?tte, nicht bemerkt hatten, da sie ihnen den R¨¹cken zukehrte und so alles verbarg, was passiert war. Aber Neveah war sich sicher, dass der Stein, den sie hielt, nicht einfach von selbst herabgefallen war, und auf ihrem Kopfnden sollte, um sie abzulenken und einen Sturz auszul?sen. Das hie? also, dass jemand in ihrer N?he einen sehr beunruhigenden Streich gespielt hatte, und das war ganz sicher eine der drei. "Eine von ihnen... beherrscht Magie", dachte Neveahs Wolf. Neveah brauchte nicht nachzufragen, um zu wissen, wer es war. Von den Wesen, die Neveah kannte und die in der Lage waren, Magie zu wirken, gab es nur Hexen, Feen und einige Sterbliche, die mit der Gabe der Zauberei gese waren. Neveah konnte nicht mit Sicherheit sagen, wer es getan hatte, aber ihr Blick verengte sich leicht, als sie die Hand zur Faust ballte und den Stein in ihrem Griff zu Sand zermalmte. "Die kommenden Tage... werden schwierig sein", murmelte Neveah zu sich selbst, als sie wieder zu den drei Frauen und Davina aufblickte, nur um ihren ¨¹berraschten Blick zu begegnen. "Wor¨¹ber wundern sie sich denn so?" fragte sich Neveah und blickte reflexartig an sich herunter, aber es war nichts Ungew?hnliches zu sehen. "Der schwarze Drache... er ist hier." Neveahs Wolf gab ihr die Antwort auf ihre Frage. Erst jetzt bemerkte Neveah, dass sie im Zorn die einsch¨¹chternde Aura ¨¹bersehen hatte, die ihr einen Schauer des Schreckens ¨¹ber den R¨¹cken jagte. Langsam drehte sich Neveah um und bemerkte, dass Xenon tats?chlich in seiner ganzen Pracht am anderen Ende der Br¨¹cke stand. Er stand dort, majest?tisch und hoch gewachsen, seine muskul?sen Arme durch seine ?rmellose Robe sichtbar, sein schultenges schwarzes Haar wehte im Gesicht, seine schwarzen Augen waren auf Neveah gerichtet, sein Blick wie immer d¨¹ster und nachdenklich. ¨¹berrascht blinzelte Neveah, sie hatte Xenon nicht mehr gesehen, seit er sie vor ein paar Stunden vessen hatte, aber es schien, als h?tte er in diesen wenigen Stunden noch mehr an Sch?nheit gewonnen. "Sein Aussehen ist nicht das Wichtige", erinnerte Neveahs Wolf sie. "Stimmt...", stimmte Neveah zu und sch¨¹ttelte ihre kurzzeitige Ablenkung ab. Es ging nicht um sein Aussehen, sondern um die Tatsache, dass er genau dort stand, aus dem Nichts aufgetaucht und nun am anderen Ende der Br¨¹cke positioniert war. Und als er dort stand, hob erngsam seine Hand, bis sie mit ge?fer Handfl?che ausgestreckt war, und mit tiefer Stimme sagte er nur ein Wort, das so wirkte, als h?tte er viele gesagt... "Komm", rief Xenon leise, aberut genug, dass Neveah, die sich auf halber Strecke ¨¹ber die Br¨¹cke befand, es deutlich h?ren konnte. Und f¨¹r diejenigen, die ihn nicht h?ren konnten, war es erstaunlich genug zu sehen, dass nach Jahrzehnten zum ersten Mal... der schwarze Teufel ... der gef¨¹rchtete Lord Dragon, pers?nlich herabgestiegen war und mit ausgestreckter Hand einen Fremden in seine Residenz eingden hatte... Chapter 109: Eine H?hle (Kap.109)

Chapter 109: Eine H?hle (Kap.109)

Einen Momentng starrte Neveah nur auf Xenons ausgestreckte Hand. Obwohl er ruhig am anderen Ende der Br¨¹cke stand, gab seine blo?e Anwesenheit Neveah die Gewissheit, dass sie sicher auf die andere Seite hin¨¹bergehen konnte und ihr nichts passieren w¨¹rde. Dieses Gef¨¹hl der Sicherheit, so kurz und fl¨¹chtig es auch sein mochte, war etwas, das Neveah noch nie zuvor empfunden hatte... sicher. Ohne gro? dar¨¹ber nachzudenken, wie aus einem Instinkt heraus, folgte Neveah Xenons Anweisung und ging mitngsamen, vorsichtigen Schritten ¨¹ber die Br¨¹cke. Sie musste sich keine Sorgen um diejenigen machen, denen sie den R¨¹cken zukehrte, und was auch immer ihre Absichten waren, selbst wenn ihnen ein weiterer Kopf wuchs, w¨¹rden sie es nicht wagen, sich in Xenons Gegenwart widerspenstig zu verhalten. Ob Xenon nun f¨¹r oder gegen sie war, in diesem Moment beruhigte seine ausgestreckte Hand ihre ?ngste und sie fasste den Mut, sich wieder zu bewegen. Schritt f¨¹r Schritt ging Neveah ¨¹ber die knarrende Br¨¹cke, bis sie am ?u?ersten Rand ankam, und w?hrend sie auf Xenons ausgestreckte Hand starrte, dachte sie einen Momentng dar¨¹ber nach. Die Hand des schwarzen Unholds nehmen? Der Grund, warum sie in einem weiteren Pst gefangen gehalten wurde? War das nicht gleichbedeutend damit, ihr eigenes Schicksal zu akzeptieren? Wenn alle anderen ubten, dass es das f¨¹r sie war, musste sie dann auch denselben uben wie die anderen teilen und sich an ihr neues Leben gew?hnen? Neveah war sich nicht sicher, ob sie das wollte, und was sie davon abhielt, war eher die Tatsache, dass sie dar¨¹ber nachdenken musste, ob sie es wagen w¨¹rde, seine ausgestreckte Hand abzulehnen ... es erinnerte sie daran, dass sie nicht frei war und ihr Leben nicht mehr von ihrer eigenen Entscheidung abhing. Doch so sehr Neveah sich auch bem¨¹hte, sie konnte das winzige, unbedeutende Gef¨¹hl der W?rme nicht verleugnen, das sich in ihrem Herzen ausbreitete, weil Xenon sie am anderen Ende dieses Schreckens erwartete, Er dr?ngte oder dr¨¹ckte nicht, sondern lie? sie dieses Hindernis aus eigener Kraft ¨¹berwinden, w?hrend seine Gegenwart die Worte sprach, die er nicht sagen konnte... dass er genau da war und sie keine Angst haben musste... dass er nicht zusehen w¨¹rde, wie sie fiel. W?hrenddessen beobachtete Xenon Neveahs Augen und wartete darauf, dass sie seine Hand nahm, aber sie tat es nicht. Er konnte nicht verstehen, warum die kleine W?lfin lieber auf der letzten Holztte stand, die jeden Moment nachgeben konnte, als seine Hand zu nehmen. Xenon konnte sich gerade noch zur¨¹ckhalten, zu ihr zu st¨¹rmen und sie ¨¹ber seine Schulter zu werfen, aber nur, weil er wusste, dass sein zus?tzliches Gewicht es der kleinen W?lfin nur noch schwerer machen w¨¹rde, hin¨¹ber zu kommen. Und doch stand sie so bequem am Rand ... wenn sie sich nicht um ihr Leben sorgte, dann sorgte Xenon sich ... er sorgte sich viel mehr, als er sollte ... "Lord Xenon... I..." begann Neveah und senkte den Kopf zu einer Verbeugung, doch bevor sie ihre Worte beenden konnte, legte sich eine Hand um ihre Taille und ein Aufschrei entwich ihr, als sie direkt an Xenons Brust gezogen wurde. Neveahs Augen weiteten sich, als sie tief und zitternd einatmete, und ihre Sinne wurden sofort von Xenons Geruch nach Asche, Glut und einem erdigen Hauch umw?lkt, Eine seltsame, aber irgendwie doch ?u?erst angenehme Kombination, die sie dazu verleitete, ihr Gesicht in seiner Brust zu vergraben und noch tiefer einzuatmen. Xenon hielt sie einfach fest, sein Armg sicher um ihre Taille, aber zumindest hatte er sie sicher auf festen Boden gebracht, so dass sie nicht mehr auf der unsicheren Br¨¹cke stand. Lady Adrienne und ihre Begleiter sowie Davina wurden Zeuge all dessen und staunten nicht schlecht. "Was ubt ihr, was er will?" dachte Neveahs Wolf zu ihr. Neveahs Wolf, die normalerweise die allwissende Partei war, war ebenfalls ratlos, wenn es um Xenon ging, und Neveah selbst war in keiner besseren Situation, weshalb sie keine Antwort auf die Frage hatte, ¡¯Was will er?¡¯ Es war eine Frage, die auch Neveah immer wieder durch den Kopf ging, und das schon seitngem... was genau wollte Lord Xenon von Asvar von ihr? Warum hatte er sie den ganzen Weg von der Finsternis-Dom?ne hergebracht? Neveah hatte dieses Mal nichts mitgebracht, Davina sagte, sie m¨¹sse sich nur mit dem Weg zu Xenons H?hle vertraut machen und ihn gr¨¹?en, bevor sie zur¨¹ckkehrte. Neveah hatte bereits vorbereitet, wie sie ihre Gr¨¹?e aussprechen w¨¹rde und die genauen Worte, die sie sagen w¨¹rde, aber sie h?tte nie gedacht, dass sie ihm so nahe sein w¨¹rde, wenn es an der Zeit war, diese Gr¨¹?e zu sagen. Und so waren die Worte, die ihr schlie?lich entschl¨¹pften, keine Worte, die sieut aussprechen wollte. "Xenon, ich muss das einfach rstellen... Diener oder nicht, Drache oder nicht, erwarte nicht, dass du mich zwingen kannst, zu gehorchen...ich..." Neveah wurde erneut unterbrochen, als Xenons Daumen ¨¹ber ihren Lippen ruhte und sie daran hinderte, weiter zu sprechen. Neveah hob ihren Blick zu ihm, seine Augen waren bereits auf sie gerichtet, die schwarzen Kugeln ein endloser Pool von Geheimnissen, schwer zu entziffern. "Nein...obe...du l.isten...d.ecide..." Xenon zwang sich, die Worte auszusprechen, es ng, als w?ren die Worte schwer zu formulieren, aber er formte sie. Entscheiden... zuh?ren und entscheiden, das waren seine Worte. Er erzwang nichts, er forderte etwas und erwartete eine Entscheidung. "Ich... der Berg..." sagte Neveah schlie?lich. Xenon blickte zur¨¹ck auf den Berg, und als er sich bewegte, hielt Neveah seine Hand fest und sch¨¹ttelte den Kopf. Sie wusste, was er tun w¨¹rde, und sie wusste auch, dass sie sich nicht in eine noch schwierigere Lage bringenssen wollte, als sie es ohnehin schon war. Jetzt, wo sie wusste, was es bedeutete, auf einem Drachen zu reiten, wie konnte sie da noch alles soufenssen, wie Xenon es wollte? Vielleicht konnte er nicht mehr verstehen, dass der tz auf seinem R¨¹cken nicht f¨¹r jeden bestimmt war. "Nein ... nicht reiten, nicht mehr. Es muss einen anderen Weg den Berg hinauf geben." sagte Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. Xenon runzelte bei Neveahs Worten die Stirn, er konnte nicht verstehen, warum sie zu diesem Zeitpunkt dagegen war, aber er f¨¹gte sich, beugte sich hinunter, hob Neveah in seine Arme und warf sie ¨¹ber seine Schulter, wie er es schon einmal getan hatte. "Was tust du da?" Neveah zischte, ihre Wangen f?rbten sich vor Scham rot, als sie sich daran erinnerte, dass es immer noch Augen gab, die dies beobachteten. Xenon reagierte nicht, als er sich auf den steilen Anstieg zubewegte und mit Leichtigkeit den Berg hinaufkam, selbst wenn er nur eine Hand zur Verf¨¹gung hatte. Als sie erkannte, dass Xenon sie auf die einzige Art und Weise den Berg hinaufbrachte, die nicht das Reiten war, erstarb jeder Protest, den Neveah zuvor ge?u?ert hatte, auf ihrer Zunge. Sie sagte nichts, sondern wartete still, als Xenons H?hle sich n?herte, sie sp¨¹rte es, es gab einen pl?tzlichen Temperaturanstieg, den die Winde am Berghang nicht ¨¹berdecken konnten. Xenon erreichte den Eingang seiner H?hle, er kletterte hinein, bevor er Neveah auf ihren F¨¹?en absetzte. Der Eingang der H?hle selbst strahlte eine intensive Hitze aus, nicht so sehr, dass Neveah sie nicht aushalten konnte, aber genug, um leichten Schwei? auf ihrer Stirn abperlen zussen, Die H?hle eines feuerspeienden Drachens, soviel war zu erwarten, der Eingang der H?hle war wie ein Tunnel und Xenon f¨¹hrte den Weg tiefer hinein, es dauerte nur einen kurzen Spaziergang, bis sie eine breite H?hle erreichten. Neveah schaute sich in der H?hle um, sie war weitl?ufig, fast sechsmal so gro? wie das Quartier, das Neveah zugewiesen war, und es gab viele weitere Tunnel, die zu verschiedenen Orten f¨¹hrten. Das bedeutete, dass es noch viele weitere H?hlen gab, die mit dieser H?hle verbunden waren, Die H?hle selbst sah nicht wie ein bewohnter Ort aus, es gab kaum etwas zu sehen au?er Felsen und Asche und dergleichen. Risse zogen sich an den W?nden der H?hle enng, und an verschiedenen Stellen waren gro?e Krallenspuren zu sehen... Neveah war sich sicher, dass es sich um Drachenuen handelte. Die Atmosph?re in der H?hle selbst war d¨¹ster, es gab nichts als Anzeichen von Zerst?rung und mmen... es war keine Behausung, stattdessen schien es eher ein Verlies zu sein... ein Ort der Dunkelheit und Verw¨¹stung..; Neveah war sich nicht sicher, warum es sie beunruhigte, aber es war so... vielleicht, weil sie wusste, was es bedeutete, in einem Abgrund der Dunkelheit festzusitzen, Unf?hig, einen Ausweg zu finden, selbst wenn jeder Augenblick, den man in diesem Abgrund verbrachte, den Verstand korrumpierte und das Herz schw?rzte und einen zu einem Wesen voller Wut und Rachedurst machte. "Hier... wohnst du also?" fragte Neveah leise, w?hrend Xenon daneben stand und sie einfach nur beobachtete, wie er es immer tat; "Gibt es nicht genug Zimmer im Bergfried? Warum musst du als einziger Lord Drache deine Tage in einer H?hle verbringen ... ganz allein?" fragte Neveah in leisem Ton. Chapter 110: Erneut (Kap.110)

Chapter 110: Erneut (Kap.110)

Jian stand auf seinem Balkon, seine silbernen Locken tterten leicht im Wind, und auf seinem Gesichtg dieser kalte, unentzifferbare Ausdruck, Ein Ausdruck, der charakteristisch f¨¹r ihn war, denn er sah kaum jemals anders aus als kalt und verschlossen, mit leeren Augen. Seine Augen, so sch?n sie auch sein mochten, enthielten nicht die geringsten Emotionen oder das kleinste ckern von Licht, und sie verrieten nichts von seinen Gedanken oder seiner Stimmung... ob er gl¨¹cklich oder traurig war, konnte man bei K?nig Jian nie sagen. Alles, was man wusste, war, dass in seiner Gegenwart ?u?erste Vorsicht geboten war, sonst drohte ein verheerendes Ende. In diesem Moment war Jians Gesichtsausdruck immer noch so ausdruckslos wie immer, w?hrend er auf die weit vor ihm liegenden Berggipfel blickte, Berge, die so hoch waren, dass sie die Wolken durchstie?en. Die Festung Asvarian war ein gebirgiges Gel?nde, vor allem um den Drachenturm herum, der im Herzen des Gebirgesg und auf fast allen Seiten von verschiedenen kleineren Bergen umgeben war. Aufgrund dieses nat¨¹rlichen Vorteils war der Drachenturm nur auf dem Luftweg leicht zu erreichen und auf dem Landweg fast unm?glich, da die Berge, die ihn umgaben, steil und t¨¹ckisch waren und es nur wenige gute, von Drachenw?chtern schwer bewachte Durchg?nge gab. Die Berggipfel waren in der Tat ein wundersch?ner Anblick, aber dennoch war es ein Anblick, den Jian jeden Tag seines Lebens gesehen hatte, und nach Jahrzehnten und unz?hligen Jahrhunderten, seit er ¨¹ber diese L?nder herrschte, war die Sch?nheit der Berggipfel f¨¹r ihn nun verloren. "Mein Lehnsherr, Ihr habt gerufen?" fragte Rodrick, als er am Eingang zu Jians Balkon ankam, wo er stand und seinen Kopf zu einer Verbeugung senkte. Jian brummte als Antwort, doch er drehte sich nicht um, um die Anwesenheit seines Butlers zu best?tigen, denn Rodricks Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Wenn man Jian fragte, konnte er nicht genau sagen, woran er die ganze Zeit gedacht hatte, Aus Gr¨¹nden, die auch ihm nicht bewusst waren, stand er von der D?mmerung bis zum Anbruch der Morgend?mmerung und bis weit in die Morgenstunden hinein, als die Sonne hoch am Himmel stand und der Mittag nahte, auf diesem Balkon. Es war nicht so, dass er sich an dem Anblick erfreute, er nahm kaum Notiz von seiner Umgebung, wie jemand in einem tiefen Zustand der Meditation stand er fast den halben Tagng. In Wirklichkeit f¨¹hrten Jians Gedanken ihn in die Vergangenheit, in die Zeit, als er gerade den Thron bestiegen hatte und seine k?nigliche Garde ausw?hlte, M?nner aus verschiedenen ns und mit unterschiedlichem Status, doch sie hatten sein Vertrauen verdient... In ihnen fand er Gef?hrten, Vertraute, Br¨¹der, die ein tieferes Band teilten als das der Blutsbande, und so hatte er sie auserw?hlt, f¨¹r immer an seiner Seite zu stehen als sein vertrautester Rat. Wahrlich, Jian hatte jeden von ihnen sorgf?ltig ausgew?hlt, es hatte fast ein Jahrhundert gedauert, bis er sich entschloss, sein eigenes Leben den H?nden dieser Gruppe anzuvertrauen, es war nie eine leichte Entscheidung f¨¹r einen K?nig, eine Gruppe zu w?hlen, der gegen¨¹ber er verletzlich sein konnte. Es waren die einzigen Menschen, denen er sein wahres Ich offenbaren konnte, und viele K?nige hatten nicht so viel Gl¨¹ck wie Jian, Drachenrassen zu finden, die in Geist und Verstand so kompatibel mit ihm waren, aber er hatte sie gefunden... f¨¹nf von ihnen. Um sich ihre Loyalit?t und ihren Blutschwur zu verdienen, hatte Jian unerm¨¹dlich gearbeitet. Jeder von ihnen hatte einen v?llig anderen Hintergrund, aber ihre Herkunft war ihm egal, nur ihr Wert, und bis zu diesem Augenblick hatte Jian seine Entscheidung nie bereut. Mernax, Kirgan, Imagor, Cassian... und Xenon, diese f¨¹nf waren seine Familie... als ihr K?nig und Herr schwor er, sie zu besch¨¹tzen. Selbst als ihm nach dem erbitterten Kampf um den Thron die Krone der Asvarian-Hochburg aufgesetzt wurde, standen sie hinter ihm, so wie sie in der ht an seiner Seite gek?mpft hatten, Er nahm ihr Zepter entgegen und legte an jenem Tag einen feierlichen Schwur vor ihnen ab, so wie er es vor seinem Volk getan hatte... vor seinem Volk schwor er, die Freiheit zur¨¹ckzugeben, die sein Bruder ihnen entrissen hatte, Und der k?niglichen Garde schwor er, sie zu sch¨¹tzen und zu ehren, snge er noch lebte, und selbst dann noch, wenn er im Todg und seine Seele vom Schattendrachen geerntet wurde. Die Worte eines K?nigs banden ihn an Herz und Seele, die Worte eines K?nigs konnten niemals zur¨¹ckgenommen oder missachtet werden, doch in jedem Moment, in dem Jian Xenon beobachtete, sah er in Xenons Augen sein eigenes Versagen gespiegelt. Xenon war ehrenhaft, ein Mann von Ansehen und Tapferkeit... Jian wusste es besser als jeder andere, Xenon war der einzige in der k?niglichen Garde, der seit seiner Kindheit immer an seiner Seite gewesen war. W?hrend des Umsturzes... Viele riskierten ihr Leben f¨¹r ihr Vertrauen in Jian, aber keiner riskierte so viel wie Xenon. Doch von allen Vers?umnissen, die er begehen konnte, hat er Xenon im Stich gssen, der die meiste Ehre verdiente, in der Zeit, in der Xenon ihn brauchte, hat er versagt, und Jian wusste, dass er die Last dieses Versagens nie w¨¹rde absch¨¹tteln k?nnen. "Dieser Tag... songe her, wie viele Jahrhunderte ist das her?" fragte Jian in leisem Ton, Rodrick blickte zu Jian, senkte jedoch danach wieder seinen Blick und Verneigte sich. "Welchen Tag meint Meine Lordschaft?" frage Rodrick ungewiss und Jian lie? seinen Kopf nach hinten fallen, starrte in den Himmel. "Du w¨¹rdest es nicht wissen...es war ein Tag weit vor deiner Geburt, damals stand an deiner Stelle der Vater deines Vaters... genauso, wie ihre V?ter es davor getan haben, haben sie den K?nigen von Asvar von Generation zu Generation gedient." murmelte Jian. "Meine Lordschaft sieht beunruhigt aus, geht es um Lord Xenon?" fragte Rodrick. "Xenon kam zu mir... wegen des Wolfs-M?dchens, und ging danach w¨¹tend wieder." sagte Jian als Antwort. "Oh... es muss daran liegen, dass ich Neveah als seine Dienerin eingestellt habe. Ich habe die Entscheidung gerade erst getroffen, und stelle fest, dass sie sich im ganzen Bergfried herumgesprochen hat... die Ger¨¹chte m¨¹ssen Lord Xenon erreicht haben." antwortete Rodrick mit angsterf¨¹llter Miene. "Tats?chlich... er wei? davon, und er ist nicht erfreut dar¨¹ber." best?tigte Jian. "Das ist ein niedrigerer Status, als der zu dem das Wolf-M?dchen geboren wurde, und doch kann sie nicht zur Prinzessin im Drachenturm ernannt werden." "Nach alten Gesetzen k?nnen die k?niglichen Blutlinien der minderwertigen Rassen nicht im Drachenturm stehend sein, das war schon immer so." "Als Prinzessin des Schattenreiches sollte Neveah den Rang einer edlen Hofdame haben... dieser Titel kann aber nur einer Ausl?nderin verliehen werden, falls sie eine Reiterin ist oder heiraten wird mit einem Drachenlord." "Ansonsten werden Adelstitel durch Geburt vererbt, durch Meine Lordschaft verliehen oder durch Turniere gewonnen... Neveah hat keine dieser Bedingungen erf¨¹llt." "Die Hierarchie in der Asvar-Festung war schon immer r definiert, die Adelslords stellen Fragen, falls ein Adelstitel ohne ersichtlichen Grund einer Ausl?nderin verliehen wird." "Zun?chst wurde sie als Preis Meiner Lordschaft benannt, doch Meine Lordschaft wird sie nicht in eurem Scfgemach haben und snge sie die Gunst Meiner Lordschaft nicht erh?lt, bleibt der Titel als Preis Meiner Lordschaft nicht ¨¹berzeugend." "Eine Dienerin schien der einzige vertretbare Weg zu sein, Neveah innerhalb der Festung und an Lord Xenons Seite zu halten, ohne die Uneinigkeit der Adligen und Drachenlords zu erregen." "Vielleicht war ich zu extrem? Ich dachte nur, dass es keinen geeien Titel f¨¹r sie gibt, bis Meine Lordschaft eine Entscheidung trifft." erkl?rte Rodrick schnell. Bei der Erw?hnung von Lord Xenon¡¯s Wut geriet Rodrick nat¨¹rlich in Panik. Lord Xenon war vieles, aber er war nicht bekannt f¨¹r seine Barmherzigkeit. Wenn man seinen Zorn erregte...niemand konnte Lord Xenon daran hindern, Blut zu vergie?en. "Ich kenne deine Gedanken Rodrick, ich vertraue dir diese Angelegenheit nur zu, weil ich wei?, dass du eine angemessene Entscheidung treffen wirst. Es ist eine Angelegenheit, in die ich nicht weiter hineinziehen m?chte... Xenon ist angespannt, ich kann nur auf Abstand bleiben, um ihn zu beruhigen." sagte Jian und sch¨¹ttelte seinen Kopf. Also hat Lord Xenon meine Regelung akzeptiert? Warum sollte er sonst Neveah pers?nlich empfangen?" Fragte Rodrick nachdenklich und seine Erleichterung spiegelte sich in seiner Stimme. Jian hob eine Augenbraue, als er sich Rodrick zuwandte. "Xenon hat das Wolf-M?dchen pers?nlich empfangen?" fragte Jian. "Tats?chlich, Meine Lordschaft. Ich habe es erst vor kurzem erfahren und in diesem Moment wartet Lord Xenon auf Neveah am Ende der Holzbr¨¹cke." Rodrick best?tigte. Jian verstummte und schritt vom Balkon aus auf die gegen¨¹berliegende Seite des Berges Edar. Obwohl der Berg Edar weit entfernt war, waren Jians Augen scharf genug um r zu sehen. Es dauerte nur eine kurze Wanderung und Jian war in der Lage, eine erstaunliche Szene mit eigenen Augen zu erkennen, Genau wie Rodrick es gesagt hatte, klettert die Gestalt von Xenon den Berghang hinauf, mit der Prinzessin der Schatten-Finsternis an seinem Nacken. Dieser Anblick hat Jian weder ¨¹berrascht noch w¨¹tend gemacht, stattdessen hat er ein grimmiges Gesicht gemacht. ¡¯Es geschieht schon wieder... Xenon hat wieder jemanden getroffen, der sein Herz ber¨¹hrt...aber die erste hat ihn ruiniert, wie kann ich zssen, dass es noch eine gibt? dachte Jian bei sich selbst, als er sich abwandte und in seine Gem?cher ging. Chapter 111: Die wei?en Dünen (Kap.111)

Chapter 111: Die wei?en D¨¹nen (Kap.111)

NB: Falls Sie auf das doppelte Kapitel gesto?en sind, bevor es korrigiert wurde, sehen Sie sich bitte das korrigierte Update im vorherigen Kapitel an. Wir entschuldigen uns f¨¹r die entstandenen Unannehmlichkeiten. Die Sonne hatte begonnen, den Horizont hinabzusteigen, und ihre Strahlen tauchten den Himmel in verschiedene Gelbt?ne, ein zartes Rosa und einige andere Schattierungen, die sich mit jedem Blick zum Himmel zu ver?ndern schienen. Der Sonnenuntergang bot ein so sch?nes Schauspiel, dass man vor Ehrfurcht erstarrte, aber dieses Land war f¨¹r viele Dinge bekannt, und obwohl die sch?nen Sonnenunterg?nge eines davon waren, Die anderen Dinge, mit denen es sich r¨¹hmte, von sengender Sonne und trockenen B?den bis hin zu gro?en Sandst¨¹rmen, waren nicht so lobenswert, zumindest nicht f¨¹r diejenigen, die an diese L?nder nicht gew?hnt waren. In der Asvarischen Festung gab es viele Gebiete, viele Festungen, die von Drachenf¨¹rsten regiert wurden, und dies war nur eine von ihnen, Ein Ort an den n?rdlichen Grenzen der Festung, wo die meisten Drachenf¨¹rsten nicht zu fliegen wagten, weil sie f¨¹rchteten, dass die Sonne ihre Fl¨¹gel versengen w¨¹rde. Es war bereits weit nach Mittag auf den Sandd¨¹nen an den n?rdlichen Grenzen der Festung von Asvarian, einem Ort, der als die wei?en D¨¹nen bekannt war, wo das zweite Asvarian-Leuchtfeuer stand. Die Sonnenstrahlen umh¨¹llten die riesige W¨¹ste aus kalkwei?en Sandk?rnern, die haufenweise aufget¨¹rmte D¨¹nen bildeten, die sich so weit das Auge reichte, eine gr??er als die andere, so hoch wie der Himmel. Ein heftiger Wind wehte ¨¹ber die W¨¹ste und warf die erste Schicht des wei?en Sandes um, so dass die K?rner aufgewirbelt wurden und sich gegenseitig aufwirbelten. Ein gespenstisches Zischen hallte durch die W¨¹ste, als der Wind die W¨¹ste aufwirbelte und einen Sandsturm ausl?ste. Die Sandk?rner wirbelten heftig umher, und mit jeder Sekunde, die verstrich, erhob sich mehr und mehr von der ersten Sandschicht, um sich der wirbelnden Masse anzuschlie?en, bis sie zu einem gro?en, wirbelnden Sturm wurde, der sich durch die W¨¹ste bewegte. Er wirbelte und wirbelte, bis er sich weit aus dem Blickfeld entfernte und der Teil der W¨¹ste, in dem er begonnen hatte, wieder zur Ruhe kam, aber das war nur eine Vorahnung eines gr??eren Sturms, der noch kommen sollte. In diesem Moment erschien ein gro?er Schatten ¨¹ber der W¨¹ste, so gro?, dass er die Strahlen der untergehenden Sonne zu verdecken schien. Der Schatten hatte die Form eines riesigen Drachens, und tats?chlich schwebte ein gro?er Drache ¨¹ber der W¨¹ste, der sichngsam herabsenkte. Man h?rte das Ger?usch m?chtiger Fl¨¹gel, die gegen den Wind schlugen und eine Menge Sandk?rner wegfegten, als der Drache in der W¨¹stendete, wobei sich seine gro?en uen in den Sand gruben und sich ein leichtes Beben von seinem Landepunkt ausbreitete. Das Tier war von gro?er Gr??e, und als es seine Fl¨¹gel ausbreitete, warf es mit seiner gro?en Spannweite gro?e Schatten zu beiden Seiten, bevor es seine Fl¨¹gel ordentlich zur Seite faltete. Ein leises Grunzen entkam dem Drachen, als seine uen Augen ¨¹ber die W¨¹ste schweiften, die letzten Sonnenstrahlen zeigten sich auf seinen schimmernden Schuppen, die so dunkel waren, dass sie fast so schwarz wie die Nacht waren. Ein weiteres Grunzen entkam den Lippen des Drachens, w?hrend er einen Dampfstrom und ein leises Schnaufen ausstie?. Man konnte nicht genau sagen, wonach der Drache suchte, seine Augen suchten die W¨¹ste genau ab, und nach einem Moment trat eine Ver?nderung ein, und im Handumdrehen verringerte sich die Gr??e des gro?en Drachens und formte sich neu, An seiner Stelle stand ein schneidiger junger Mann mit grimmigen und gut aussehenden Z¨¹gen, er sah aus wie Anfang drei?ig, aber nach dem Drachenalter konnte man nie sagen, wie viele Jahrhunderte dieser Drache gelebt hatte, Dieser Mann war ein gef¨¹rchteter Drachenlord und Herr des N?rdlichen Leuchtfeuers, sein Name war Kaideon ... aber die Menschen im Norden nannten ihn den D¨¹nenlord. Eine unansehnliche Narbe verlief seitlich ¨¹ber seine Stirn und durch seine Augen, und obwohl eines seiner Augen einen eisuen Farbton hatte, war sein anderes Auge v?llig wei? und ohne Pupille. Er trug eine graue Tunika und Lederhosen, dazu Lederstiefel und einen Schwertg¨¹rtel um die Taille. Sein Haar war kurz geschnitten, und nur ein paar Str?hnen streiften ¨¹ber seine Stirn. Mit grimmigem Blick suchte er die W¨¹ste ab, genau wie er es in seiner Drachengestalt getan hatte, bevor er in die Hocke ging, seine Handschuhe auszog und eine Handfl?che ch auf den Boden legte, wobei seine Augen tterten. Sein Kopf neigte sich leicht zur Seite und seine Ohren zuckten, was auch immer er suchte, er schien eine Spur davon aufzunehmen, als seine Augen sich ?fen und ein grimmiges Gl¨¹hen in ihnen aufleuchtete, Ein Knurren entwich seinen Lippen, w?hrend sich seine H?nde zu F?usten ballten und seine Krallen sich in sein Fleisch gruben. Hinter ihm wurde die Sonne erneut verdunkelt, als drei weitere Drachenndeten. Sobald sie festen Boden ber¨¹hrten, wechselten sie in ihre menschliche Gestalt und eilten zu dem vernarbten Mann hin¨¹ber. "D¨¹nenlord, du bist abgehoben und hast die Flugbahn vessen! Das Patrouillenteam wurde ¨¹berrumpelt! Was sp¨¹ren Sie?" Fragte der erste der drei, ein junger Mann mit rostbraunem Haar. "Coran hat recht, mein Herr. Sie w¨¹rden nicht pl?tzlich von der Flugroute abweichen, sie m¨¹ssen etwas gesp¨¹rt haben." Der zweite, Orin, ein ker Mann mit tiefschwarzem Haar, sagte mit Bestimmtheit. Derjenige, den man den D¨¹nenherrn nannte, Kaideon, antwortete nicht und anerkannte die Anwesenheit seiner Kameraden nicht. Stattdessen hob er seine Hand, um sie zu beruhigen, und sofort herrschte Stille. Kaideon runzelte leicht die Stirn. Noch vor einem Moment f¨¹hrte er eine Flugpatrouille auf ihrer Route an, doch dann sp¨¹rte er etwas - eine Art dunkle Aura, die sich ausbreitete und einen furchtbaren Gestank in der Luft hinterlie?. Es war nur ein fl¨¹chtiger Moment, doch Kaideon vertraute seinen Instinkten mehr als allem anderen in all seinen Jahrhunderten des Daseins. Seine Instinkte hatten ihn vor vielen Situationen gerettet, in denen er sonst tot gewesen w?re. Daher z?gerte Kaideon nicht und verlie? den Flugpfad, um alleine nach der Quelle dieser Aura zu suchen. Er bemerkte nicht einmal, dass seine Untergebenen besorgt hinter ihm herjagten. "Ich habe den anderen gesagt, sie sollen zur¨¹ckbleiben. Wenn du etwas Ungew?hnliches bemerkst, werden wir mit dir losziehen, um es zu ¨¹berpr¨¹fen", fl¨¹sterte Coran leise. Kaideon antwortete wieder nicht. Er starrte nur einen Momentng vor sich hin. Er hatte diese dunkle Aura fast eine Stundeng verfolgt und war erst gndet, als er ihre Spur verloren hatte. Die Spur war genau hier verschwunden. Daher war Kaideon sicher, dass irgendwo etwas nicht stimmte... Nie zuvor war er bei einer Verfolgungsjagd zur¨¹ckgeblieben. Wer oder was auch immer er verfolgte, hatte etwas getan, um ihn abzulenken. Jetzt konnte Kaideon nur noch seine Umgebung absuchen und hoffen, eine Spur zu finden. Sonst w¨¹rde er nicht ruhig scfen k?nnen, wenn er zur¨¹ckkehrte, ohne zu verstehen, was seine Instinkte ausgel?st hatte. Esg ein tiefer Stirnrunzeln auf Kaideons Gesicht. So sehr er auch versuchte, er konnte die verlorene Spur nicht wieder aufnehmen. Die Luft war r, der schreckliche Gestank war v?llig verschwunden. Das h?tte nicht m?glich sein sollen, aber genau das war die Realit?t. Kaideon grunzte wieder leise, genau wie in seiner Drachengestalt. Er h?tte vor Wut schreien wollen, aber das war f¨¹r ihn nicht mehr m?glich. Er hatte vornger Zeit die F?higkeit zu sprechen verloren. Kaideon war nicht sicher, ob er sich noch daran erinnerte, wie man Worte bildet. Au?er gelegentlichem Grunzen und leisem Schnaufen sprach Kaideon nicht mehr als das... es war nicht so, dass Kaideon nicht sprechen konnte. Vor vielen Jahren hatte er geschworen, kein weiteres Wort zu sprechen und dieses Gel¨¹bde bis heute gehalten. "Kaideon... wir haben jeden Tag in den D¨¹nen patrouilliert. Wenn hier drau?en etwas ist, h?tten wir es w?hrend des Fluges gesehen." " Ein Sandsturm n?hert sich, wir wollen nicht in ihn hineingezogen werden", sagte schlie?lich der dritte von Kaideons Untergebenen, der bisher noch nichts gesagt hatte. Sein Name war Rodvan. Kaideon grunzte erneut und schritt voran. Er war jemand, der einen Verdacht nicht lossen konnte, sobald er Wurzeln gescgen hatte. Wenn er zur¨¹ckkehren wollte, musste er sicherstellen, dass hier drau?en nichts war. Mit einer Handbewegung deutete Kaideon seinen Untergebenen an, sich zu verteilen. Ohne weitere Fragen taten sie, wie ihnen gehei?en, und untersuchten in vier verschiedene Richtungen die W¨¹ste. Kaideon nahm die Richtung, die er am verd?chtigsten fand. Als er nach vorne ging, sp¨¹rte er ein unbehagliches Gef¨¹hl in der Magengrube. Und da er nichts Ungew?hnliches bemerkte, wurde er nur noch unruhiger. "Hier dr¨¹ben!" rief Rodvan von weitem. Kaideon drehte sich sofort um und eilte zu Rodvan. Auch die anderen beiden taten das. Als sie ankamen, starrte Rodvan auf einen gro?en Fu?abdruck... so gro?, dass er mit dem eines Drachen konkurrieren konnte. Etwas Gigantisches und Furchterregendes war durch diese W¨¹ste gezogen und hatte, obwohl der Sandsturm die meisten Fu?abdr¨¹cke weggefegt hatte... genau dieses eine Beweisst¨¹ck hintessen. "Drache?" fragte Coran hoffnungsvoll, aber sie alle wussten es besser. "Das war kein Drache, Coran", sagte Rodvan in einem grimmigen Ton. "Wenn es kein Drache war, was k?nnte es dann sein?" fragte Orin und alle Blicke wandten sich Kaideon zu. Der D¨¹nenherr kannte alle gro?en und kleinen Tiere, die in den D¨¹nen herumtrieben, besser als jeder andere... wenn jemand wissen konnte, was es war, dann nur Kaideon. Doch alle waren entt?uscht, als Kaideon den Kopf sch¨¹ttelte, um zu signalisieren, dass er es selbst nicht wusste. Und wenn der D¨¹nenherr es nicht wusste... dann bedeutete das ?rger. Chapter 112: Archive von Dune Hall (Kap.112)

Chapter 112: Archive von Dune Hall (Kap.112)

"Was sollen wir jetzt tun? Das kann doch nicht einfach hier aufgetaucht sein..." murmelte Orin. Kaideon hockte sich hin und legte eine Handfl?che auf den Boden, der Sand war durch das Gewicht dessen, was auch immer hier vorbeigekommen war, zusammengedr¨¹ckt worden, und allein der Anblick des Fu?abdrucks zeigte, dass, was auch immer es war, es sicherlich etwas war, das man f¨¹rchten musste. Kaideon strich mit einem Fingerngsam ¨¹ber den Fu?abdruck, Bei n?herer Betrachtung stellte Kaideon fest, dass der Abdruck viel gr??er war als seine eigene Hinterue in Drachengestalt, fast doppelt so gro?, und das hie? schon viel, wenn man bedenkt, wie gro? Kaideons Gestalt war. Das Gef¨¹hl des Unbehagens in Kaideons Herz vertiefte sich noch mehr, als er eine zertr¨¹mmerte Pnze bemerkte, die er aufhob und untersuchte. Sie war fast vollst?ndig zerst?rt, da sie unter den F¨¹?en der Bestie zerquetscht worden war, so dass nur noch ein St?ngel ¨¹brig war und sonst nichts. Die Pnze sah seltsam aus, Kaideon war sich sicher, dass er sie schon einmal gesehen hatte, aber er konnte sich nicht erinnern, wo genau, denn was er mit Sicherheit wusste, war, dass es in den wei?en D¨¹nen keine Pnzen gab. In der Trockenheit dieser W¨¹ste wuchs nichts, es gab nur kilometengen wei?en Sand und hohe D¨¹nen, und die L?nder, in denen es noch Gr¨¹n gab, waren noch weit entfernt. Was auch immer das war, es war von einem vorbeiziehenden Tier hierher getragen worden, und wenn Kaideon diese Pnze identifizieren konnte, w¨¹rde er vielleicht ein besseres Verst?ndnis f¨¹r dieses beunruhigende Ereignis bekommen. Kaideon erhob sich, es wurde kein Wort gewechselt, und er brauchte auch nichts zu sagen, seine Untergebenen wussten alle, was jetzt zu tun war. Coran reichte Kaideon ein sauberes wei?es Tuch, mit dem er die zerkleinerte Pnze einwickelte, bevor er sie wegstellte. "Kehrt in die D¨¹nenhalle zur¨¹ck und macht euch bereit, zum Bergfried aufzubrechen, nachdem wir die Sache untersucht haben, m¨¹ssen wir unserem Lehnsherrn Bericht erstatten." sagte Rodvan mit einem Nicken. Mit diesen Worten machten sich die vier Drachen auf den Weg zur D¨¹nenhalle des N?rdlichen Asvarischen Leuchtfeuers. _________________ "D¨¹nenlord." Die Drachenw?chter gr¨¹?ten, als Kaideon zum Landetz auf der h?chsten Ebene der D¨¹nenhalle hinabstieg, der der einzige Eingang zur Halle war. Kaideon brummte als Antwort, als er durch die Hallen schritt und direkt auf die Archive zusteuerte, und er wusste, dass seine Untergebenen ihm folgten. "Coran, du solltest nach Elisa sehen. Ich habe geh?rt, dass sie vom W¨¹stenbazillus befallen ist. Sie muss sich bald erholen, damit sie mit dir auf Flugpatrouille gehen kann. Du kannst keine Patrouille ohne deine Reiterin anf¨¹hren." sagte Rodvan hinter Kaideon. Coran, der die ganze Zeit ¨¹ber einen besorgten Gesichtsausdruck gezeigt hatte, nickte schnell, als er die Eubnis erhielt, an die Seite seines Reiters zur¨¹ckzukehren. Rodvan war Kaideons rechte Hand, und so waren seine Worte so gut wie die von Kaideon selbst. "D¨¹nenlord, ich werde mich zuerst verabschieden. Ich werde zur¨¹ckkehren, sobald ich mich ¨¹ber Elys Zustand informiert habe." sagte Coran mit einer Verbeugung. Kaideon nickte, ohne sich umzudrehen, und Coran machte sich auf den Weg in eine andere Halle. Bald erreichte Kaideon das Archiv und ging zu dem Schreiber, der an seinem Schreibtisch sa?. Kaideon legte die Pnze auf den Schreibtisch, als Garron zu ihm aufblickte. "D¨¹nenlord? Sag blo?, ich bin schon mit der Flugpatrouille dran?" fragte Garron mit einem schweren Seufzer. Garron war der Schreiber der D¨¹nenhalle, aber alle Drachen waren zur Flugpatrouille verpflichtet, und obwohl die meisten es als ein gro?es Privileg empfanden, gab es immer noch andere wie Garron, die ihren Kopf lieber in B¨¹chern vergruben. Sowohl in Menschen- als auch in Drachengestalt hatte Kaideon ihm aus diesem Grund die Verantwortung f¨¹r die Bibliothek und alle Archive der D¨¹nenhalle ¨¹bertragen. Drachen waren blutgeborene Krieger, aber nicht alle Schicksale mussten sich auf ihre Krieger-Blutlinie beschr?nken, die Drachenlords durften jeden Rang einnehmen, den sie f¨¹r geei hielten. "Garron, du musst dir diese Pnze ansehen, wir m¨¹ssen wissen, um welche Art es sich handelt und wo sie w?chst." sagte Rodvan ernst. Garron hob eine Braue, seine Augen verengten sich leicht, bevor er sich aufrichtete und eine Brille in die Hand nahm. "Die brauchst du gar nicht." Rodvan runzelte die Stirn und Garron warf ihm einen Blick zu, bevor er seinen Blick wieder auf die Pnze richtete. Er nahm eine Zange in die Hand und hob die Pnze zu sich heran. Er betrachtete sie genau und drehte sie kurz in seinem Blickfeld, wobei er die Augen konzentriert zusammenkniff. "Was h?ltst du davon? Ist es eine Pnze, die du erkennst?" fragte Rodvan ungeduldig. Garron runzelte die Stirn, als Rodvans Stimme die Stille durchbrach und seine Konzentration unterbrach, Rodvan war nie einer, der geduldig war, und Garron war keiner, der in seiner Bibliothek irgendeine Form von Missachtung duldete. "Du gibst mir eine seltsame Pnze... nur einen St?ngel davon, einen gr¨¹nen St?ngel, der zu tausend verschiedenen Arten von Pnzen geh?ren k?nnte, und ich bekomme nicht einmal einen Moment Zeit, sie zu studieren?" fragte Garron in einem leeren Ton. "Es ist mehr als nur ein Moment gewesen, Garron." entgee Rodvan und erntete f¨¹r seine Worte sowohl von Garron als auch von Kaideon einen b?sen Blick. Was auch immer Rodvan noch sagen wollte, er behielt es f¨¹r sich und schnaufte stattdessen leise vor sich hin. Garron konzentrierte sich wieder auf das Studium der Pnze, das er noch einen Momentng fortsetzte, bevor er einige Werkzeuge und ein Mikroskop holte, um sich die Pnze genauer anzusehen. W?hrend er die Pnze unter dem Mikroskop untersuchte, nahm er eine kleine Klinge in die Hand und setzte sie am Stamm an, doch Kaideons Hand schoss hervor, um ihn aufzuhalten. "Du kannst nicht den einzigen Beweis zerst?ren." Rodvan sprach f¨¹r Kaideon, der genau wusste, warum der D¨¹nenlord so reagiert hatte, wie er es tat. "Woher soll ich dann wissen, um welche Pnze es sich handelt? Ihr wisst also mehr ¨¹ber diese Dinge als ich? Warum bringst du es dann zu mir?" fragte Garron und starrte auf Kaideons Hand, bevor er seinen Blick auf ihn richtete. "D¨¹nenlord ...ss Rodvan nicht auf dich abf?rben." riet Garron, Kaideon grunzte leise, aber seine Hand fiel von Garrons Handgelenk weg, so dass Garron sich wieder dem widmen konnte, was er gerade tat. Garron machte einen kleinen Schnitt am St?ngel und zog den oberen Teil ab, bevor er die Pnze noch einmal unter dem Mikroskop betrachtete, es dauerte einen weiteren kurzen Moment, aber er war bald mit seinem Ergebnis zufrieden. Er legte sein Werkzeug beiseite und ging den Gang mit den B¨¹cherregalen hinunter, fuhr mit dem Finger ¨¹ber die Regale, bis er bei einer bestimmten Abteilung ankam, und suchte dort nach einem Buch. "Ich kann nur an den Bestandteilen erkennen, in welchem Terrain sie w?chst, wir m¨¹ssen die Texte ¨¹ber Botanik durchsehen, um genau zu wissen, um welche Pnze es sich handelt." "Zum Gl¨¹ck sind die Texte zur Botanik nach Gel?nde und Wuchsbedingungen kategorisiert, das sollte uns die Suche ein wenig erleichtern." sagte Garron, w?hrend er die Texte im Regal durchbl?tterte. Er schien gefunden zu haben, wonach er suchte, als er es herauszog, bevor er weiter suchte und einen weiteren Band herauszog, beide zum Tisch brachte und dort ablegte. Eine Staubwolke wurde aufgewirbelt und Garron drehte sein Gesicht zur Seite, w?hrend Rodvan und Kaideon zur¨¹cktraten. Garron wedelte mit der Hand ¨¹ber die B?nde, um die Staubwolke zu vertreiben, dann schlug er den ersten Band auf und schob den zweiten zu Rodvan hin¨¹ber. "Du ... sieh das durch." wies Garron an. "Sortieren? Wie soll ich es identifizieren?" fragte Rodvan mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Das frage ich mich auch." Garron antwortete mit einem l?ssigen Achselzucken, bevor er sich zu Kaideon umdrehte. "D¨¹nenlord, wenn Ihr Euch einfach hinsetzen und ein wenig warten w¨¹rdet, werde ich schon bald einen Bericht f¨¹r Euch fertig haben. Er wird sicher in einem dieser Texte festgehalten werden." versicherte Garron in einem Ton der Ehrfurcht. Es bestand ein gro?er Unterschied zwischen der Achtung, die Garron Kaideon entgegenbrachte, und der, die er Rodvan, der Kaideons rechte Hand war, entgegenbrachte. "Deshalb mag ich dich nicht." Rodvan grummelte leise vor sich hin, als er auch den zweiten Band aufschlug und in einen Hustenanfall verfiel, als noch mehr Staub aufgewirbelt wurde. "Sortiere Rodvan... leg deine Gef¨¹hle beiseite", antwortete Garron abweisend. Rodvan sprach nicht weiter, sondern machte sich gleich an die Arbeit und bl?tterte in dem alten Text. Obwohl Rodvan nicht genau wusste, wie er ihn identifizieren w¨¹rde, selbst wenn er ihn zu Gesicht bekam, wusste nur Garron, zu welchem Schluss er gekommen war, nachdem er die Pnze unter dem Mikroskop untersucht hatte. Garron und Rodvan studierten die Archive f¨¹r eine kurze Zeit, w?hrend Kaideon daneben stand und auf einen Bericht wartete... und nichtnge danach kam der Bericht. Chapter 113: Vorlesen (Kap.113)

Chapter 113: Vorlesen (Kap.113)

"Soll ich hier den ganzen Tag sitzen?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue, w?hrend sie unschuldig auf einem Fellb¨¹ndel sa?, das Xenon f¨¹r sie ausgebreitet hatte. Es war fast eine Stunde vergangen, seit Xenon sie zu seiner Behausung gebracht hatte, und seitdem hatte er sich wieder in seine Drachengestalt zur¨¹ckverwandelt undg still in seiner H?hle zusammengerollt. Neveah bemerkte, dass Xenon seine Drachengestalt seiner Menschengestalt vorzog, sie war sich nicht sicher, warum sie das so empfand, es schien nur so, als sei er mit seiner tierischen Seite vertrauter, ?hnlich wie ein Werwolf, der abtr¨¹nnig geworden war. Manchmal schien es, als schliefe er, ein anderes Mal ert?nte ein leises Grollen in seiner Kehle, und in solchen Momenten versteifte sich Neveah, denn all das, was ¨¹ber Xenon gesagt worden war, dass er ein Schrecken sei, ng noch immer in Neveahs Hinterkopf nach. So sehr sie sich auch bem¨¹hte, sie konnte ihre Vorsicht vor ihm einfach nicht ablegen, und das wollte sie auch gar nicht, denn Vorsicht war die Garantie daf¨¹r, dass sie auf der sicheren Seite war. Neveah hatte sich die ganze Stunde ¨¹ber zur¨¹ckgehalten, und als sie erneut Xenons einsch¨¹chternder Drachengestalt gegen¨¹berstand, hatte sie pl?tzlich keine Lust mehr, ¨¹berhaupt etwas zu sagen. Aber eine ganze Stunde war vergangen, und vielleicht war es f¨¹r Xenon in Ordnung, da er die Dinge nicht so sah wie andere, aber f¨¹r Neveah war das peinliche Schweigen t?dlich. Neveah war sich sicher, dass sogar ihr Atem in dieser H?hle widerhallte, so gro? und leer war sie, und abgesehen von diesem Haufen Felle ubte Neveah nicht, dass Xenon noch andere Gegenst?nde besa?. Gerade als Neveah dachte, Xenon w¨¹rde nicht auf sie reagieren, bewegten sich seine gro?en Augenlider und seine Augen tterten auf und enth¨¹llten die schimmernden Bernsteinkugeln, die sich unter seinen Lidern verbargen. Ein Dampfstrahl str?mte aus seinen Nasenl?chern, und Neveah versteifte sich erneut und sog scharf den Atem ein. Xenons gro?e gl¨¹hende Augen betrachteten sie einen Momentng und nahmen ihre Reaktion zur Kenntnis, bevor er den Kopf leicht drehte und mit einer Geste in eine Ecke wies. Neveah brauchte einen Moment, um zu verstehen, was Xenon meinte, und um zu wissen, dass er sie tats?chlich zu etwas wies. Neveah stand auf und sp?hte um die Ecke, wo sie einen Beutel fand, der an der Wand an einem Ende der H?hle stand. Neveah warf einen Blick auf Xenon, dessen Kopf auf seinen Krallen ruhte und der sie einfach nur anstarrte. Langsam bahnte sie sich einen Weg um ihn herum, wobei sie seinem Stachelschwanz einen gro?en Bogen machte, da sie um die ?u?ersten R?nder der H?hle herumgehen musste, So gro? die H?hle auch war, Xenons Drachengestalt nahm mehr als die H?lfte und ein Viertel der H?hle ein. Neveah erreichte den Schulranzen und ppte ihn auf, um einen Haufen B¨¹cher darin zu finden; Sie hob eine Augenbraue, sie erkannte diese B¨¹cher, es waren die B¨¹cher, die Lord Rodrick in der Bibliothek ausgesucht und in ihr Quartier geschickt hatte, damit sie sie zu einem sp?teren Zeitpunkt studieren konnte. Es war nur so, dass einige dieser B¨¹cher merklich ausgssen worden waren, denn alles, was Neveah fand, waren die B?nde, die von der grundlegenden Geschichte der Asvarian-Hochburg und von den Drachen erz?hlten, Aber alle B?nde, die Auskunft dar¨¹ber gaben, was von einem pers?nlichen Diener eines Drachenf¨¹rsten vengt wurde, befanden sich nicht in der Umh?ngetasche. "Ihr habt die wichtigsten B?nde ausgssen. Wie soll ich mich um dich k¨¹mmern, wenn ich nicht einmal wei?, wie das geht?" fragte Neveah, w?hrend sie zu Xenon aufblickte, dessen Blick sie den ganzen Weg ¨¹ber verfolgte. Ein Grunzen drang aus Xenons Kehle, und er gab keine weiteren Ger?usche von sich, doch Neveah wusste, dass sie besser nicht mehr fragen sollte. "Es scheint, du bist der Einzige in diesem Bergfried, der mich als Diener nicht f¨¹r besser geei h?lt als als Prinzessin..." sagte Neveah, als sie einen der B?nde in die Hand nahm. Sie war sich nicht sicher, warum sie mit Xenon sprach, aber als sie bemerkte, dass er ihr mit gespannter Aufmerksamkeit zuh?rte, sprach sie einfach weiter. "Auch wenn ich denke, dass alle anderen recht haben, bist du die Einzige, die sich irrt. Der Prinzessinnentitel ist nicht das, was er zu sein vorgibt ... hier eine Dienerin zu sein ist eine Gnade." gab Neveah zu. Xenon beobachtete Neveah aufmerksam, der Blick in seinen Augen zeigte, dass er sich ganz auf Neveahs Worte konzentrierte. "Ihr m¨¹sst kein Mitleid mit mir haben oder mich bevorzugen, euer K?nig hat es eindeutig auf mich abgesehen." "Ich wei?, dass Ihr mich freundlich behandelt ... nun ja, so gut es Euch m?glich ist, aber ich kann es mir nicht leisten, Euch Dankbarkeit zu schulden, Ihr solltet Euch da heraushalten." fuhr Neveah fort, w?hrend sie sich auf den Weg zur¨¹ck zu dem Stapel Pelze machte. "Um Himmels willen!" Neveah schrie auf, als Xenon sich pl?tzlich bewegte, sein Schwanz schwang direkt ¨¹ber ihrem Kopf, sie ging in die Hocke, um den ausfahrenden Stacheln zu entgehen. "Was ..." wollte Neveah ausrufen, doch als sie den Kopf hob, str?mte eine hei?e Dampfwelle ¨¹ber ihr Gesicht und sie bekam einen Hustenanfall. Neveah ummmerte ihre Brust und wandte ihr Gesicht von der Dampfwolke ab, die ihre Sicht verdeckte und ihre Nasenl?cher verstopfte, Doch in dem Moment, in dem sie ihren Blick wieder auf Xenon richtete, erstarb jeder Protest, den sie vorbereitet hatte, auf ihrer Zunge, als sie sich gro?en bernsteinfarbenen Augen gegen¨¹bersah, die auf sie herabstarrten. Sein gro?er Kopf schwebte direkt ¨¹ber ihr und seine Augen starrten direkt in ihre, Neveahs Stimme blieb ihr im Hals stecken, und sie konnte nur schockiert zu Xenon hinaufstarren. Wenn sie sich nur ein wenig bewegte, w¨¹rde sie mit dem Kopf gegen eine winzige Stelle seiner Stirn sto?en, denn allein seine gl¨¹henden Kugeln waren so gro? wie ein Portal, das sich so nahe bei Neveah befand. Einen Momentng starrte Xenon nur auf sie herab, und auch Neveah war wie bet?ubt, Was auch immer Xenon anstarrte, er schien sich daran satt gesehen zu haben und stie? eine Dampfwolke aus, die Neveahs Haar augenblicklich befeuchtete, so dass es an ihr klebte. Das gen¨¹gte, um Neveah aus ihrer Benommenheit zu rei?en, und sie runzelte die Stirn und hob das gro?e Buch hoch, um ihr Gesicht vor Xenons durchdringendem Blick zu sch¨¹tzen. "Wie kannst du so gigantisch sein und trotzdem so beweglich sein? Das ist einfach nicht richtig." grummelte Neveah, immer noch hinter dem gro?en Buch versteckt. Neveah verstand, dass ihre Worte Xenon ver?rgert hatten, und er musste seinen Unmut kundtun, indem er ihr mit seinem Stachelschwanz fast den Kopf zertr¨¹mmerte. "Wenn das deine Art ist, mir zu sagen, dass du meine Worte nicht guthei?t und mir nicht zuh?ren willst ... dann hast du recht." grummelte Neveah ver?rgert. Nachdem sie diese Worte gesagt hatte, h?rte sie ein Schlurfen, und sie schob ihre B¨¹cherngsam zur Seite, um zu sehen, dass Xenon in seine urspr¨¹ngliche Position zur¨¹ckgekehrt war und sie nun mit teilweise verdeckten Lidern anstarrte. Neveah konnte einfach nicht verstehen, wie er sich so ger?uschlos bewegen konnte, wenn er eine so gro?e Masse hatte. Neveah bewegte sich vorsichtig, so dass sie wieder auf ihren tz auf den Fellen kam, lie? sich auf einen Stuhl sinken und starrte Xenon einen Momentng an. Dann warf Neveah einen Blick auf das Buch, das sie sich ausgesucht hatte, es handelte von der Geschichte der Asvarian-Hochburg und der Aufteilung der Gebiete. Mit einem genervten Seufzer begann sie zu lesen, doch kaum hatte sie den ersten Absatz durchgelesen, fand sie sich in der Erz?hlung ¨¹ber die Asvarische Festung wieder. "Das k?nigliche Archiv, Aufzeichnungen von Meldowen. Der erste Drachenschreiber..." begann Neveah erstaunt. "Als der erste Sonnenaufgang kam und die Welt entstand, waren die Drachenst?mme ¨¹ber die Kontinente verstreut, als gro?e und seltene Bestien wurden sie zun?chst gef¨¹rchtet und respektiert, aber die Drachen waren edle Gesch?pfe." "Obwohl sie die ultimative Macht besa?en, mieden sie den Gedanken an Eroberung, obwohl sie herrschen konnten, w?hlten sie ein Leben in Freiheit... mit ihren Fl¨¹geln, die immer den Wind einfangen und den Sonnenstrahlen, die sich auf ihren Schuppen spiegeln..." Neveahs in leisem Tonfallut vor. Als Neveah den n?chsten Absatz in ihren Gedankens, erregte Xenons missbilligendes Grunzen ihre Aufmerksamkeit und Neveah warf ihm einen Blick zu. "Du willst, dass ich ...ut vorlese?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue und Xenon blinzelte als Antwort. "Aber warum? Ich bin sicher, du wei?t bereits alles, was es ¨¹ber die Geschichte deines Volkes zu wissen gibt. Was wollt Ihr noch wissen?" Neveah protestierte, aber der Blick in Xenons Augen mahnte sie, ihre Proteste f¨¹r sich zu behalten. "Niemand hat erw?hnt, dass ich dir auch vorlesen muss ..." Neveah grummelte leise vor sich hin, aber wenn sie ehrlich war, hatte sie gar nichts dagegen. Die unangenehme Stille war schon l?stig genug, also w?re es Neveah lieber, wenn sie sich darum k¨¹mmern w¨¹rde, und ihre Stimme war so gut wie jede andere. "In jenen Zeiten lebten die Drachen frei und wahrhaftig, ungehindert ... aber diese Zeiten waren nicht von Dauer. Bald lernten die anderen V?lker, dass die Drachen mehr als nur m?chtige Bestien waren..." Chapter 114: Kerker (Kap.114)

Chapter 114: Kerker (Kap.114)

"Damals lebten die Drachen frei und unbehelligt... aber diese Zeiten waren nicht von Dauer. Bald lernten die anderen V?lker, dass die Drachen mehr als nur m?chtige Tiere waren..." "Mit Schuppen, die so kostbar wie Edelsteine waren, war dies nur der geringste der gro?en Sch?tze, die man in der Gestalt eines Drachen erwerben konnte, und so wuchs die Gier der V?lker nach Drachenschuppen, Drachenh?rnern, Drachenblut, Drachenkrallen ... die Drachen waren ..." Neveah brach ab und blickte zu Xenon auf. "Sie wurden wegen ihrer Sch?tze gejagt, get?tet ... oder versvt ... gezwungen, sich mit Reitern zu verbinden, die sie kontrollieren w¨¹rden, gezwungen, sich zu paaren und Kinder zu zeugen, und damit ihr heiliges Band zu missachten ..." murmelte Neveahngsam. Sie brauchte einen Moment, um diesen Absatz zu verinnerlichen, sie hatte immer geubt, dass Drachen seit Anbeginn der Zeit die h?chsten Raubtiere waren, sie konnte sich nicht vorstellen, dass es eine Zeit gab, in der auch sie unter Ungerechtigkeit litten. Versvt und zur Paarung gezwungen, als sie noch Kreaturen waren, die genau wie Werw?lfe bereit waren, songe zu warten, bis sie ihren Schicksalsreiter gefunden hatten, das konnte sich Neveah nicht einmal vorstellen... "Die Worte, die in diesen Aufzeichnungen stehen, sind sie wahr?" fragte Neveah ungl?ubig. Xenons bernsteinfarbene Augen blieben unver?ndert, als er Neveah ausdruckslos anstarrte, seine ausbleibende Reaktion waren Worte genug, Neveah wusste, dass eine solche Frage bereits unangemessen war, die Drachen w¨¹rden ihre eigene Geschichte nicht erfinden. Wenn sie davon sprachen, dass sie versvt und beherrscht wurden, hinterlie?en sie nur solche Aufzeichnungen, die ihre Macht untergruben, um k¨¹nftigen Generationen stets als Erinnerung zu dienen, dass es einmal eine Zeit gab, in der die Dinge ganz anders waren als jetzt. "Ein Jahrhundert nach dem ersten Sonnenaufgang markierte dies den Aufstieg der Asvar-Hochburg... und der k?niglichen Dynastie der Asvar¡¯s..." fuhr Neveah fort, verloren in den Worten und der Erz?hlung, sie verlor die Zeit aus den Augen. _________________ "Esst..." Xenons Stimme lenkte Neveahs Aufmerksamkeit auf sich und Neveah blickte auf, um zu sehen, dass Xenon mit einer reifen und saftig aussehenden roten Frucht vor ihr stand, Neveah bemerkte nicht einmal, als Xenon sich bewegte oder in seine menschliche Gestalt zur¨¹ckkehrte, sie erkannte auch die Frucht nicht, aber sie wusste, dass Xenon ihr nichts antun w¨¹rde. "Ich sollte diejenige sein, die sich um deine Bed¨¹rfnisse k¨¹mmert..." murmelte Neveah, als sie die von Xenon angebotene Frucht annahm. "Danke..." begann Neveah, war aber nicht in der Lage, ihre Worte zu vollenden. Xenon lie? sie nicht ausreden, er ging auch nicht auf ihre Worte ein, sondern drehte sich um und ging in einen Tunnel, der tiefer in seine H?hle f¨¹hrte. Neveah starrte ihm nach, ein leiser Seufzer entwich ihren Lippen, sie war sich nicht sicher, was sie ¨¹ber Xenons seltsames Verhalten ihr gegen¨¹ber dachte oder f¨¹hlte und wie freundlich er sie behandelte. "Danke..." murmelte Neveah leise und starrte auf die Frucht in ihrer Hand. Sie wischte die Oberfl?che mit dem Rand ihrer Kleidung ab und nahm einen Bissen davon, w?hrend sie immer noch den Weg hinunterstarrte, den Xenon genommen hatte. W?hrend Neveah starrte, wurde ihre Aufmerksamkeit erneut von einem klopfenden Ger?usch au?erhalb der H?hle auf sich gezogen. ____________________ Unten in den dunklen Kerkern des Bergfrieds waren nur noch Schatten zu sehen, und in der Luftg der metallische Geruch von frischem Blut, Eine Gestalt stand in den Schatten, ihre tiefroten Augen leuchteten sogar durch die Schatten hindurch, und ihr Gesicht war trotz des gequ?lten Schreis, der von den W?nden des Verlieses widerhallte, ausdruckslos. Dem gequ?lten Schrei folgte ein schweres und r?chelndes Atmen, und im Hintergrund war das tr?pfelnde Ger?usch von etwas, das tropfte, zu h?ren. Das Tropfger?usch ert?nte in einem gleichm??igen und rhythmischen Rhythmus, wobei jeder Tropfen zwei Atemz¨¹ge vor dem n?chsten ert?nte und so weiter. In den Schatten dieses Kerkers bot sich au?er der Gestalt mit den roten Kugeln, die im Kerker stand, ein grauenhafter Anblick von Blut und Blutwunden, aber er schien davon nicht betroffen zu sein, Wie sollte er auch, wo es doch sein eigenes Kunstwerk war? "Du... du..." Eine Stimme stotterte in einem gequ?lten Tonfall, jedes Wort kam nur mit gro?er M¨¹he heraus... diese Stimme geh?rte zu einer der beiden Feen, die sich verschworen hatten, K?nig Jian zu vergiften. "Ich? Man nennt mich Lord Mernax von Rubinschuppen... Drachenlord der h?chsten Ordnung, Besch¨¹tzer des Hochk?nigs von Asvar..." Die Gestalt mit den roten Kugeln stellte sich mit einem Grinsen vor. "Aber das wusstet Ihr ja bereits, nicht wahr... in der ganzen Festung Asvar, bis hin zu den Mer-Meeren, gibt es niemanden, der meinen Namen nicht kennt." "Und wenn du es nicht wusstest, nun, wir hatten gen¨¹gend Zeit, uns kennenzulernen... du, Decaron und ich..." fuhr Menarx fort, und Decaron schnaubte am¨¹siert, als er sich gegen das Zellengitter lehnte. "Meine Worte, muss ich sie wiederholen?... Besch¨¹tzer des Hochk?nigs, sagte ich. Ihr habt es gewagt, dem Hochk?nig zu schaden... die Fae sind so dreist geworden, dass sie es wagen, Unseren Lehnsherrn mit Verachtung und der Absicht zu schaden zu betrachten." murmelte Menarx, w?hrend er einen sauberen Lappen vom Tisch an seiner Seite aufhob. Wenn man das tropfende Ger?usch verfolgte, stellte man fest, dass es von den Blutstropfen herr¨¹hrte, die an Mernax¡¯ verl?ngerten Krallen herunterliefen. Langsam und entspannt wischte er sich die Hand ab, einen Finger nach dem anderen, seine Bewegung war songsam, als k?nne er sich kaum die M¨¹he machen, seine Hand zu bewegen. "Du bist ein Ding des B?sen! Das Ende deiner Art ist nah!" Die heisere Stimme der m?nnlichen Fee schrie. "Was hast du noch mal gesagt? Dass ich nichts aus dir herausbekommen kann?" fragte Menarx mit einem gngweilten Blick, w?hrend er auf die gescgene und blutverschmierte Fee starrte, die mit Ketten aufgeh?ngt war. Jeder Zentimeter der Haut der Elfe war rot und rau, sch?lte sich ab, um das Fleisch darunter zu enth¨¹llen, und unter ihm sammelte sich sein eigenes Blut, das immer noch in Str?men floss. W?re es nur ein Sterblicher gewesen, w?re er l?ngst an Blutverlust gestorben, aber Mernax war ein Meister seiner Kunst ... der Folter und des Verh?rs. Er kannte die Grenzen jeder Spezies, jedes Individuums, das seiner Gnade ausgeliefert war, er kannte ihre Bruchstellen, wusste, wie er am besten vorgehen musste, um das zu bekommen, was er wollte, und wann er aufh?ren musste. Er wusste, wie man ein Leben in der Schwebe h?lt, wie man die Grenzen des Schmerzes und der Ausdauer auslotet, wie man jemanden um den Tod betteln l?sst ... eine Bitte, die er niemals erf¨¹llen w¨¹rde. "Damit wirst du nicht durchkommen! Weder du noch einer deiner Art! Die Reiche werden von eurer Tyrannei befreit werden! Vergeltung wird kommen!" Die Fee knurrte. "Vergeltung?" fragte Menarx mit einem leisen Spott. "Wir sind die Vergeltung..." f¨¹gte Menarx in einem eiskalten Tonfall hinzu und neigte seinen Kopf r?uberisch zur Seite. Der Tonfall von Menarx¡¯ Stimme lie? die Fee in erschrockenes Schweigen verfallen, w?hrend sie zu Menarx hinaufstarrte, unf?hig, eine Erwiderung zu formulieren. "Nun... du bist nichts weiter als ein Bauer im Brettspiel, ich werde keine Worte mit dir wechseln... du wei?t nichts, wei?t du warum?" fragte Menarx, Er betrachtete die ver?ngstigte Fee, die sich bem¨¹hte, eine falsche Tapferkeit aufrechtzuerhalten, nachdem sie soeben zusammengebrochen war und alles verraten hatte, was sie wusste. "Weil du entbehrlich bist ... und ich froh sein werde, wenn ich dich los bin ... mit der Zeit." schloss Menarx, als er sich umdrehte, um die Zelle zu vessen, wobei er ¨¹ber die Schreie der Fee schmunzelte. Decaron, der auf Menarx wartete, schritt auf ihn zu und reichte ihm seine Handschuhe, die er ausgezogen hatte. "Seid Ihr fertig? Unser Lehnsherr ruft uns." sagte Decaron zu Menarx. Menarx brummte als Antwort, w?hrend er sich die H?nde in einem Wasserbecken wusch und abwischte, bevor er die Handschuhe entgegennahm. Er zog sie an und nickte den Drachenw?chtern zu, die die Zelle abriegelten, w?hrend er aus dem Kerker ging, Decaron hinterher. "Was h?ltst du von den Worten der Fee?" fragte Decaron, als sie sich in das obere Stockwerk begaben, wo sie in die oberste Etage fliegen w¨¹rden. "Ich denke ... es ist nicht das erste Mal, dass sich M?chte gegen die Geschuppten erheben ... es wird nicht das letzte Mal sein. Aber wir... wirssen uns nicht unterkriegen, denn wir haben erfahren, was es hei?t, unten zu sein." "Und der, der uns anf¨¹hrt, ist nicht zu besiegen." sagte Menarx mit Bestimmtheit, als er sich auf den Hof begab, sich in die Luft erhob und seiner tierischen Seite freien Lauf lie?, Die Verwandlung vollzog sich schnell, in einem Wimpernscg konnte Menarx sp¨¹ren, wie der Wind ¨¹ber seine Schuppen strich, w?hrend er sich in gr??ere H?hen erhob. Decaron nahm neben Menarx ebenfalls seine Drachengestalt an, und w?hrend sie die h?chste Ebene ansteuerten, erblickte Menarx einen vertrauten Berg. "Der Berg Edar... Neveah ist heute fr¨¹h dorthin gegangen..." dachte Menarx bei sich, Er konnte nicht anders, als sich zu fragen, wie es ihr in diesem Moment ging, Everon hatte ihm versichert, dass das Gift keine Auswirkungen haben w¨¹rde... aber es war nicht das Gift, das ihm Sorgen machte. Was ihn beunruhigte, war sein geschworener Bruder, der oben in diesem dunklen Berg lebte... Chapter 115: Bedenken (Kap.115)

Chapter 115: Bedenken (Kap.115)

"Menarx?" Decarons Stimme erng in Menarx¡¯ Kopf und riss ihn aus seinen Gedanken. Menarx¡¯ Drachenkopf drehte sich zu Decaron um, erst da wurde ihm bewusst, dass er schwebte und dass sie ein Ziel hatten, das sie erreichen mussten. Doch seine Gedanken verweilten noch immer bei Neveah... sie befand sich direkt in Xenons H?hle, und da er das Schicksal all der anderen kannte, die vor ihr geschickt worden waren, war Menarx unruhig, Menarx war sich nicht einmal sicher, warum er sich mit dieser Angelegenheit befasste, die Wolfsprinzessin hatte keine Bedeutung f¨¹r ihn, Au?erdem war er von vornherein strikt gegen ihre Anwesenheit im Bergfried oder in der N?he von Xenon, er f¨¹gte sich nur, weil er sich Xenons Willen nicht widersetzen konnte. Was ging es ihn also an, wenn die Wolfsprinzessin die ganze Zeit mit Xenon allein war? Aber die Wolfsprinzessin hatte ihn vor dem sicheren Tod bewahrt, so unwahrscheinlich die Situation auch war, genau wie Everon sagte, es war undankbar von ihm, anders zu handeln. "Sch?pfersk." Menarx stie? aus Frustration ¨¹ber sich selbst eine Rauchwolke aus, er hatte sich noch nie in einer Situation befunden, in der er das Gef¨¹hl hatte, jemandem Dankbarkeit zu schulden. Menarx war immer derjenige gewesen, der andere rettete, wann war er jemals zuvor gerettet worden? Au?er seinen eingeschworenen Br¨¹dern hatte sich noch nie jemand f¨¹r ihn eingesetzt oder sein Leben riskiert, um ihn zu retten. In dieser Hinsicht musste Menarx zugeben, dass die Eclipse-Prinzessin anders war... seinen Gefangenen zu retten und sogar Gift anstelle von Jian zu nehmen... wer tat so etwas Unvern¨¹nftiges f¨¹r einen Fremden? Allein aus diesem Grund war Menarx bereit, bei der Wolfsprinzessin etwas Nachsicht walten zussen, aber w¨¹rde Xenon auch so denken? Menarx wusste zwar, dass Xenon Neveah anders behandelte, aber das B?se in ihm lie? sich nicht so leicht ¨¹berwinden, Er hoffte nur, dass das B?se in Schach bleiben w¨¹rde, sonst w¨¹rde es keine Rolle spielen, wie hoch Xenon Neveah sch?tzte. Xenon war sein Waffenbruder, ein Kamerad und vertrauter Freund, sie hatten viele hten Seite an Seite gescgen, doch Menarx wusste genug... und wenn es eine Existenz gab, die er f¨¹rchtete, dann war es nur Xenon. Ein Drache, stark und unbesiegt, und doch konnte man ihn weder als Freund noch als Feind betrachten. Es gab eine Zeit, in der diese Unterscheidung r war, in jenen Jahren, als Xenon noch n¨¹chtern war, aber das war, bis das B?se ¨¹ber ihn kam, und jetzt... meistens konnte Menarx den Xenon, den er fr¨¹her kannte, kaum noch finden. In ihrer Gruppe gab es nur einen, der Xenon noch z?hmen konnte... und das war K?nig Jian. Wenn das B?se ¨¹ber Xenon hereinbrach, mussten auch die anderen um ihr Leben k?mpfen, w?hrend sie gleichzeitig darum k?mpften, Xenon zu erhalten. Trotz alledem, selbst wenn der Hof und der Rat nach Xenons Hinrichtung riefen, wenn sein Terror ree und viele in seine uen fielen, Menarx w¨¹nschte sich, dass Xenon lebte, er war selbsts¨¹chtig genug, um verzweifelt zu w¨¹nschen, dass Xenons Leben erhalten werden konnte, egal, welche Risiken damit verbunden waren... Die W?chter des K?nigs waren sich einig, sie konnten nicht von ihrer Bruderschaft mit Xenon assen, und das war der Grund, warum Xenon selbst in seiner gelegentlichen N¨¹chternheit... Xenon verabscheute diejenigen, die er einst als Br¨¹der betrachtet hatte. Er sprach weder mit ihnen noch betrachtete er sie, er hatte sie v?llig ausgeschlossen, weil sie sich geweigert hatten, ihm Begnadigung zu gew?hren... ihm den Tod zu gew?hren. "Was bstet dich?" fragte Decaron in Menarx¡¯ Gedanken, als Menarx immer noch keine Anstalten machte, die Flucht wieder aufzunehmen. Menarx sch¨¹ttelte den Kopf, er wollte sich nicht mit diesen deprimierenden Gedanken bsten. "Decaron, du kennst dich mit den h?uslichen Angelegenheiten im Bergfried besser aus als ich... wienge soll die Wolfsprinzessin Lord Xenon pro Tag Gesellschaft leisten?" Menarx dachte an Decaron zur¨¹ck. Wenn es eine festgelegte Zeit gab und diese ¨¹berschritten war, Neveah aber nicht da war, bef¨¹rchtete Menarx, dass vielleicht das Schlimmste passiert war, vielleicht war sie nicht gegangen, weil sie nicht gehen konnte... Er wollte nicht dar¨¹ber nachdenken, aber bei Xenon konnte man nie wissen. Wenn seine N¨¹chternheit jeden Moment schwand und das B?se zur¨¹ckkehrte, Wenn niemand von der k?niglichen Garde anwesend w?re, um Xenon aufzuhalten, w¨¹rde Neveah nicht verschont werden. "Es w¨¹rde von Lord Xenon selbst abh?ngen. Niemand kann seine Angelegenheiten regeln, nicht einmal Rodrick." Decaron antwortete unsicher, sein Ton verriet, dass er den Sinn von Menarx¡¯ Frage nicht verstand. "Aber es ist bereits Sonnenuntergang und bald wird die Dunkelheit ¨¹ber uns hereinbrechen." dachte Menarx bei sich. "Das ist die l?ngste Zeit, die Lord Xenon in f¨¹nf Jahrzehnten n¨¹chtern geblieben ist, dieses lebende Gegenmittel, das die Lorddrachen f¨¹r Lord Xenon geholt haben, ist wirklich wirksam ... vielleicht ist es umso besser, je l?nger sie an seiner Seite bleibt." dachte Decaron zu Menarx. "Je besser... f¨¹r uns alle, aber was kann man f¨¹r das M?dchen tun?" dachte Mernax bei sich, bevor er den Kopf sch¨¹ttelte und seinen Flug fortsetzte. ________________ "Mein Lehnsherr." gr¨¹?ten Menarx und Decaron unisono, als sie das Arbeitszimmer von K?nig Jian betraten. Jian brummte als Antwort auf ihre Begr¨¹?ung, w?hrend er noch einen Moment in einer Schriftrolles, bevor er sie beiseite legte und zu seinen Untergebenen aufblickte. "Ich nehme an, ihr habt einen Bericht vorbereitet?" fragte Jian. "Wir haben die Angelegenheit untersucht. Der Herr der Lichthalle ist frei von Schuld, aber seine Unf?higkeit, seine Untergebenen richtig zu beaufsichtigen, erfordert eine Bestrafung." Menarx berichtete. "Die beiden Schuldigen wurden verh?rt, wie wir erwartet hatten, wurden ihnen keine wichtigen Informationen anvertraut." "Die Quelle des Giftes ist ihnen unbekannt, aber die Methode, mit der sie kontaktiert wurden, erweckt Verdacht." fuhr Menarx fort. "Was denkst du?" fragte Jian und Menarx sch¨¹ttelte den Kopf. "Die T?ter haben kaum genug Informationen geliefert, um einen genauen Bericht zu erstellen, aber ich habe Grund zu der Annahme, dass das Schwarze Netzwerk involviert ist." sagte Menarx in einem grimmigen Ton. Das Schwarze Netzwerk war eine geheime Organisation, die von Rebellen gegen Jians Dynastie gegr¨¹ndet worden war. Sie waren Nachkommen derer, die sich beim Umsturz der vorherigen Dynastie vor all den Jahrhunderten auf die Seite gestellt hatten. Sie lebten im Verborgenen, versteckten sich vor den Augen des Drachenvolkes und nten den Sturz Jians. Sie ubten, sie seien gut versteckt und blieben unbekannt, aber in Wahrheit hatte Jian schon immer von dem schwarzen Netzwerk gewusst, er wartete nur seine Zeit ab. Jian hob bei Menarx¡¯ Worten eine Augenbraue, es war nicht das erste Mal, dass das schwarze Netzwerk ?rger machte, aber sie hatten sich noch nie mit Feen eingssen. Au?erdem verf¨¹gte das schwarze Netzwerk nicht ¨¹ber die Mittel, um die Lichthalle zu infiltrieren, zumindest nicht nach dem, was Jian ¨¹ber sie wusste. "Es ist nur mein eigener Verdacht, ich werde mehr Zeit ben?tigen, um ihn vollst?ndig zu untersuchen, wenn mein Lehnsherr mir dies anvertraut, werde ich Euch nicht entt?uschen." schwor Menarx. "Ihr habt mein Vertrauen." sagte Jian mit einem Nicken. Er zweifelte nicht an Menarx¡¯ Worten, jedes Mitglied der k?niglichen Garde stand nur deshalb an seiner Seite, weil sie dessen w¨¹rdig waren, ihre F?higkeiten waren nie in Frage gestellt worden. "Setzt euch, ich habe eure Br¨¹der zusammengerufen, wir m¨¹ssen ¨¹ber diese Dinge sprechen. Dekaron ... der Rest bleibt dir ¨¹bessen." wies Jian an. "Wie Ihr befehlt." sagte Decaron mit einer Verbeugung und verabschiedete sich dann. Decaron war der Anf¨¹hrer der k?niglichen Garde, aber er war kein Mitglied von Jians engstem Rat, der K?nigsgarde. Menarx setzte sich auf den freien tz, der f¨¹r die k?nigliche Garde reserviert war, w?hrend Jian sich wieder seiner Schriftrolle widmete.l "Das schwarze Netzwerk ist nicht so leicht zu bek?mpfen. Sie sind schwer fassbar und brutal, ich will ihrer Existenz ein Ende bereiten. Seid Ihr zuversichtlich, dass Ihr das hinbekommt, oder soll ich mich einmischen?" fragte Jian nach einem Moment des Schweigens. Als keine Antwort von Menarx kam, hob Jian seinen Blick zu Menarx, mit einem fragenden Blick in den Augen. Menarx sp¨¹rte Jians Blick und zog eine leichte Grimasse, obwohl Jian der Wache seines K?nigs entgegenkam und ihnen mehr Privilegien gew?hrte als anderen, Das bedeutete aber nicht, dass er Respektlosigkeit oder Missachtung von ihm duldete, denn bevor sie seine eingeschworenen Br¨¹der und Besch¨¹tzer waren, war er der K?nig und sie waren seine Untergebenen. "Verzeiht, mein Lehnsherr, ich..." begann Menarx in schuldbewusstem Tonfall, sein Verstand hatte sich wieder in unn?tige Gedanken verrannt und erst jetzt bemerkte er, dass Jian gesprochen hatte. "Narx ... du bist abgelenkt." Jian wies ihn darauf hin, sein Blick war wieder zu seiner Schriftrolle gewandert und er schrieb ein paar Dinge auf. "Ich verdiene den Tod." sagte Menarx und senkte den Kopf zu einer Verbeugung. "Dummkopf." murmelte Jian und winkte mit der Hand, um Mernax zu enssen. "Aber..." Menarx begann zu protestieren, weil er bef¨¹rchtete, von der Versammlung der k?niglichen Garde ausgeschlossen zu werden, weil er Jian beleidigt hatte. "Deine Br¨¹der werden dich wissenssen, wovon wir sprechen... Geh dorthin, wo dein Geist ist." sagte Jian. Menarx stie? einen Seufzer der Erleichterung aus, erhob sich, verneigte sich tief und verabschiedete sich, w?hrend er sich fragte, wie Xenon einen unangek¨¹ndigten Besuch auf dem Berg Edar aufnehmen w¨¹rde. Aber er musste trotzdem gehen, er w¨¹rde sich nicht wohlf¨¹hlen, wenn er sich nicht von Neveahs Sicherheit ¨¹berzeugen konnte. "Sch?pfer verschone mich." murmelte Menarx vor sich hin und hoffte, dass ihm nicht ein w¨¹tender Schwarzer Drache alle Schuppen abzog. Chapter 116: Ein paar Dinge (Kap.116)

Chapter 116: Ein paar Dinge (Kap.116)

Neveah starrte mit einer hochgezogenen Augenbraue auf den Eingang von Xenons H?hle, sie machte keine Anstalten, herauszufinden, was das Klopfger?usch war, bis es wieder kam und Neveah einen Blick auf den Gang warf, durch den Xenon gegangen war. Neveah war sich nicht sicher, was Xenon dort unten tat oder wienge er brauchen w¨¹rde, sie traute sich auch nicht, ihm zu folgen, sie war sich nicht sicher, wie viel Freiheit ihr in Xenons H?hle eubt war. Ungeachtet der Ruhe, die Xenon derzeit ausstrahlte, erinnerte sich Neveah noch deutlich an Davinas Warnung, Lord Xenon war niemand, den sie ver?rgern konnte. Als das Klopfen zum dritten Mal ert?nte und Xenon immer noch nicht auftauchte, runzelte Neveah leicht die Stirn und legte ihr Buch zur Seite. Sie war sich sicher, dass das Klopfen nicht vom Wind verursacht wurde, obwohl sie nicht sagen konnte, was es war, und so erhob sie sich und ging in Richtung H?hleneingang. Es dauerte nichtnge, bis sie den Tunnel, durch den Xenon sie gebracht hatte, wieder hinunterging, bevor sie am H?hleneingang ankam und von einem heftigen Windsto? getroffen wurde, der sie fast aus dem Gleichgewicht brachte. "Das Fell des Sch?pfers!" rief Neveah aus, w?hrend sie sich an der H?hlenwand festhielt und tief einatmete, um sich zu beruhigen, bevor sie die letzten paar Schritte bis zum H?hleneingang zur¨¹cklegte. Neveah blickte nach unten, und ihr Herzscg beschleunigte sich, als sie sich vor Augen f¨¹hrte, wie hoch oben auf dem Berg sie sich befanden und wie weit unten der Boden tats?chlich war. "Verfluchter Wind." Neveah fluchte ver?rgert. Der Wind war so nahe am Rand der H?hle so stark, dass er Neveahs Haare und die ?rmel ihres Kleides nach hinten wehte, Gerade als sie das klopfende Ger?usch vergessen wollte, sah sie einen roten Blitz, kurz bevor der gro?e Drachenkopf eines Drachen mit dunkelroten Schuppen ins Blickfeld geriet, der mit seinen hellroten Augenh?hlen in die H?hle sp?hte. Neveah stolperte erschrocken zur¨¹ck, als sich der Drache verwandelte und eine Gestalt in den H?hleneingang trat. "Was zum Teufel machst du hier?!" rief Neveah aus, als sie Lord Menarx von Rubinschuppen mit hochgezogenen Augenbrauen erblickte. Sie hatte Menarx nicht mehr gesehen, seit sie nach einer Vergiftung bewusstlos geworden war, und sie konnte nicht uben, dass er in diesem Moment hier war. "Was tue ich hier?" murmelte Menarx und wiederholte Neveahs Frage vor sich selbst, als ob auch er keine Antwort darauf w¨¹sste. "Nun... ich bin mir nicht sicher, was ich darauf antworten soll." Menarx brummte und hob eine Hand, um sich unbeholfen im Nacken zu kratzen. Neveah blinzelte erstaunt und blickte den Weg zur¨¹ck, den sie gekommen war, bevor sie ihren Blick wieder auf Menarx richtete. "Davina sagt, dass niemand Xenons H?hle betreten darf ... hast du Todessehnsucht, hierher zu kommen?" fl¨¹sterte Neveah, als sie sich an Davinas Warnung erinnerte. "Ehrlich gesagt ... nein, noch nicht. Ich werde hier nicht verweilen, da du ja am Leben bist und es dir gut geht... Ich werde mich verabschieden." murmelte Menarx, als er sich umdrehte. Neveah brauchte einen Moment, um Menarx¡¯ Worte zu verarbeiten und zu verstehen, dass er gekommen war, um nach ihr zu sehen, trotz seiner unangemessenen Wortwahl, er war gekommen, um ihre Sicherheit zu gew?hrleisten. "Ich bin nicht an dem Gift gestorben, und jetzt f¨¹hlst du dich mir gegen¨¹ber schuldig?" fragte Neveah wissend und Menarx hielt in seinem Schritt inne. "Das ist es nicht." Er grummelte leise vor sich hin, den R¨¹cken immer noch Neveah zugewandt. Neveah vermutete, dass er finster dreinschaute, sie konnte es sich fast vorstellen, selbst wenn er ihr den R¨¹cken zuwandte, denn sie hatte Menarx noch nie ohne seinen finsteren Gesichtsausdruck gesehen. "Du hast mich in den Tod geschickt, Menarx, und mir auch noch mit dem Tod gedroht ... du solltest dich schuldig f¨¹hlen." f¨¹gte Neveah mit einem Spott hinzu. "Die Situation war dringend, was h?tte ich denn sonst tun sollen?!" Menarx schnaubte und drehte sich zu Neveah um, weil sie seine Drohung erw?hnt hatte. Seine Augen verweilten nur einen Moment auf Neveah, bevor er den Blick abwandte, und Neveah hob eine Braue. "Du bist ziemlich defensiv..." bemerkte Neveah. Menarx konnte ihr nicht in die Augen sehen, und er war so leicht aufbrausend, es konnte nur daran liegen, dass er sich schuldig f¨¹hlte und nicht wusste, wie er auf seine Schuld reagieren sollte. Neveah war sich auch nicht sicher, woher sie es wusste, aber sie konnte es einfach in Mernax¡¯ Miene sehen "Sag bitte ... vielleicht?" Neveah wies darauf hin, und Menarx schnaufte leise vor sich hin. "Ich wei? nicht einmal, warum ich hierher gekommen bin." Menarx grunzte, als er seinen Weg fortsetzte, doch dann hielt er wieder in seinem Schritt inne. Neveah musste zugeben, dass sie schockiert war. Sie ubte nicht, dass Menarx einen Grund hatte, sich so schuldig zu f¨¹hlen, er hatte ihr Unrecht getan, aber er schuldete ihr nichts. Zwischen Neveah und seinem K?nig war es nur nat¨¹rlich, dass er die Interessen seines K?nigs ¨¹ber ihre stellte, eines M?dchens, das er nicht einmal kannte. Jeder w¨¹rde an seiner Stelle dasselbe tun, auch Neveah. Nat¨¹rlich w¨¹rde sie ihm das ¨¹bel nehmen, aber sie konnte es ihm nicht ver¨¹beln. "Ich werde nicht so bald sterben, wenn es das ist, was du ¨¹berpr¨¹fen wolltest, ich werde dich und deine Leute nicht so einfach davonkommenssen." Neveah lenkte mit einem Augenrollen ein. Neveah war v?llig ¨¹berrascht, als sie ein seltsames Ger?usch h?rte, eine Art leises Kichern... so leise, dass es kaum zu h?ren war, und Neveah war sich nicht einmal sicher, ob sie es ¨¹berhaupt geh?rt hatte. "Wienge hast du vor, hier zu bleiben?" fragte Menarx aus heiterem Himmel, und Neveah hob bei seiner Frage eine Augenbraue. "Was genau fragst du?" fragte Neveah unsicher; "Ich meine ... es ist fast dunkel, du solltest bald zum Bergfried zur¨¹ckkehren. Ihr k?nnt den Berg nicht ohne Tageslicht hinabsteigen ... die Felsen sind rutschig." grummelte Menarx vor sich hin. "Oh... Es ist schon songe her?" fragte Neveah und warf einen Blick hinter Menarx, um zu sehen, dass es wirklich schon nach Sonnenuntergang war. "Wenn ihr mit euren Angelegenheiten hier fertig seid... werde ich euch zur¨¹ckschicken." sagte Menarx nach einem Moment der Stille. Zur¨¹ckschicken? Bedeutete das, dass Menarx ihr anbot, in seiner Drachengestalt zum Bergfried zur¨¹ckzureiten? Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf, nach allem, was sie ¨¹ber das Drachenreiten und seine Bedeutung geh?rt hatte, hielt sie es nicht f¨¹r m?glich, dass Menarx so etwas anbieten w¨¹rde. "Ich ... schicke mich zur¨¹ck, wie?" fragte Neveah zur Kl?rung. "Auf welche Weise auch immer du willst. Ihr seid schon einmal auf Xenon geritten, ich bin nicht so gro? ... es sollte nicht schwer sein, sich daran zu gew?hnen." sagte Menarx mit einem l?ssigen Achselzucken. Neveah brach in einen Hustenanfall aus und schnappte nach Luft, w?hrend Menarx sie mit einer hochgezogenen Augenbraue beobachtete, denn er war sich nicht bewusst, dass Neveah einen tieferen Sinn im Reiten eines Drachens sah. "?hem ..." Neveah r?usperte sich, als ihr Husten nachlie?, und wich Menarx¡¯ Blick aus, woraufhin dieser seine Augen misstrauisch verengte. "Was hat dir das geschw?tzige M?dchen erz?hlt? Ich meine Rodricks Tochter." fragte Menarx misstrauisch und Neveah schluckte h?rbar und sch¨¹ttelte den Kopf, w?hrend sie nerv?s kicherte. "Nichts ... nicht das Geringste." Neveah verneinte sofort. "H?rt sich der Herzscg eines Werwolfs so an, wenn er l¨¹gt?" Menarx konfrontierte sie und Neveah stie? einen Seufzer aus. Aus irgendeinem Grund wusste sie, dass Menarx niemand war, der auf eine L¨¹ge hereinfallen w¨¹rde... wenn er sie anstarrte, schien es, als k?nnte er sie durchschauen. Von allen Drachen, mit denen Neveah in den letzten Tagen in Kontakt gekommen war, hatten die wenigen, mit denen sie zu tun hatte, jeweils eine andere Art von Blick, wenn sie sie anstarrten. Xenons Blick war intensiv, aber sein Blick war eher fasziniert und neugierig... als w?re sie ein R?tsel, das er nicht l?sen konnte, aber unbedingt l?sen wollte. Was den Drachenk?nig betraf, so war sein Blick kalt und abweisend, er betrachtete sie mit Misstrauen, und in seinen Augeng ein t?dliches Glitzern, wann immer er in ihre Richtung blickte. Neveah stellte fest, dass sie dem Blick von K?nig Jian nicht standhalten konnte. Xenon war als Bestie bekannt, aber in Neveahs Augen war der Drachenk?nig furchteinfl??ender, und sie konnte es noch so sehr versuchen, Sie konnte keinen Unterschied zwischen dem Schrecken seiner Anwesenheit und dem Schrecken von Xenons Wildheit erkennen. Aber Menarx¡¯ Blick war voller Misstrauen, als ob sein Blick Antworten vengte und man diese Antworten einfach geben musste, sonst w¨¹rde es Konsequenzen haben. Er war nicht so kalt wie der Drachenk?nig oder so furchteinfl??end wie Xenon, aber auf seine eigene Art war er ein komplexer Charakter, der nicht so leicht zu verstehen war, aber einer, der alles zu verstehen schien. "Ich ... nun, sie hat ein paar Dinge gesagt ... nichts allzu Bedeutendes nat¨¹rlich, nur ein paar Dinge ..." antwortete Neveah mit einem leisen Lachen; Menarx hob eine einzelne Augenbraue und schritt mitngsamen, raubtierhaften Schritten auf Neveah zu. Neveah wich zur¨¹ck, und obwohl er immer noch seinen allgegenw?rtigen finsteren Blick aufsetzte, war da ein am¨¹siertes Funkeln in seinen Augen... "Ein paar Dinge ¨¹ber... das Drachenreiten?" fragte Menarx. Chapter 117: Was sich ge?ndert hat (Kap.117)

Chapter 117: Was sich ge?ndert hat (Kap.117)

Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf, sie wich nicht mehr zur¨¹ck, sondern blieb stehen und hielt dem Blick von Menarx stand, der in einiger Entfernung von ihr stehen geblieben war und erwartungsvoll auf ihre Antwort wartete. Sie war sich nicht sicher, was genau Menarx von ihr h?ren wollte. Wenn sie zugab, dass Davina ihr zu verstehen gab, was es wirklich bedeutete, einen Drachen zu reiten, was w¨¹rde er dann mit dieser Information tun? W¨¹rde Davina daf¨¹r bestraft werden? Auch ohne das war es zu peinlich, zuzugeben, dass sie es jetzt verstand, nachdem sie vier Tageng auf Xenons Drachen geritten war. Neveahs Wolf war auch ganz still, sie hatte nichts mehr gesagt, seit sie in Xenons H?hle angekommen waren. "Ich habe nichts zu sagen." Neveah antwortete in einem leeren Tonfall, sie w¨¹rde sich nicht von Menarx einsch¨¹chternssen... oder von irgendjemandem, was das betraf. "Wahrhaftig?" fragte Menarx erneut mit einer hochgezogenen Braue. Neveah ¨¹berlegte, was sie sagen sollte, um Menarx zu ¨¹berzeugen, doch bevor ihr etwas einfiel, hallte ein tiefes, t?dliches Knurren durch die H?hle. Ein kalter Schauer lief Neveah ¨¹ber den R¨¹cken und sie versteifte sich, als sie die dunkle, r?uberische Aura sp¨¹rte, die sich von hinten n?herte. Sie brauchte nicht ¨¹ber die Schulter zu schauen, um zu wissen, dass Xenon in diesem Moment auf sie zukam, und er wusste bereits, mit wem Neveah zusammen war, und musste auch ihr Gespr?ch geh?rt haben. Auch Menarx riss sich von seiner Befragung los und blickte hinter Neveah, seine Miene wurde ernst. "Mein Herr." gr¨¹?te Menarx und neigte den Kopf zu einer kleinen Verbeugung. Sein respektvoller Umgang mit Xenon, ungeachtet seines w¨¹tenden Zustandes, beeindruckte Neveah. Neveah verharrte in ihrer starren Haltung, ihre Ohren zuckten leicht, als sie das Ger?usch von Xenons leisen Schritten wahrnahm, aber sie behielt eine unbeeindruckte Miene bei, bis seine Schritte aufh?rten. Selbst als sie seine gr¨¹blerische Pr?senz direkt hinter sich sp¨¹rte, so nah, dass sie von der W?rme, die sein K?rper ausstrahlte, umh¨¹llt war, ahnte Neveah, dass sie sich ber¨¹hren w¨¹rden, wenn Xenon sich auch nur ein kleines St¨¹ck vorw?rts bewegte. Xenon reagierte nicht auf Menarx, und niemand erwartete eine Antwort von Xenon, er starrte nur vor sich hin, den Blick zu einem t?dlichen Blick verengt. Der Berg Edar war f¨¹r alle tabu, es gab keine Ausnahmen... bis auf Neveah. "... Geh..." knurrte Xenon schlie?lich in einem dunklen Tonfall, w?hrend seine Hand Neveahs Taille umfasste und sie nach hinten zog, so dass sie gegen seine Brust gedr¨¹ckt wurde. Neveah sp¨¹rte, wie ihr der Atem stockte, als Xenons Krallen ihre Taille streiften. Sie wusste genug ¨¹ber die besitzergreifenden Instinkte eines Werwolfs, um zu wissen, welche Erkl?rung Xenon abgeben wollte. So wie Xenon niemanden in der N?he seiner H?hle haben wollte, wollte er auch niemanden in der N?he von etwas haben, das er als seins betrachtete... Neveah konnte diese Argumentation verstehen, Der einzige Grund, warum sie ¨¹berhaupt hier war, war, dass Xenon sie aus Gr¨¹nden bevorzugte, die sie noch nicht verstehen konnte. Neveah war sich nicht sicher, was sie davon hielt, und sie wollte auch nicht dar¨¹ber nachdenken. W?hrenddessen verengte sich Menarx¡¯ Blick leicht, bevor er seinen Blick von Neveah abwandte und das am¨¹sierte Funkeln in seine Augen zur¨¹ckkehrte. "Lord Xenon wird dich sicher und rechtzeitig zum Bergfried zur¨¹ckbringen, damit du dich ausruhen kannst... Ich vertraue darauf..." Menarx lenkte ein. "Wenn ihr etwas ¨¹ber Drachen wissen wollt, solltet ihr einen Drachen fragen. Man sieht sich... Prinzessin." Sagte Menarx, drehte sich um und schritt davon, wobei er direkt ¨¹ber den Rand der H?hle trat, bevor seine Drachengestalt in den Himmel schoss. Einen Momentng trafen Neveahs Augen auf seine leuchtend roten Kugeln, bevor er in den Wolken verschwand. Nachdem Menarx verschwunden war, wandte sich Neveah an Xenon, der immer noch mit einem tiefen Stirnrunzeln Menarx hinterherstarrte. "Magst du ihn nicht?" fragte Neveah neugierig. Xenons Brauen zogen sich in Falten, als sein Blick zu Neveah wanderte "D..ist...wie?" fragte Xenon und Neveah nickte als Antwort. "Es bedeutet, ihn zu missbilligen... wie... ich wei? es nicht..." murmelte Neveah nachdenklich, da sie nicht wusste, wie sie es Xenon so erkl?ren sollte, dass er es verstehen w¨¹rde. Xenons Augenbrauen zogen sich leicht zusammen und er neigte seinen Kopf auf niedliche Weise zur Seite, bevor er leicht den Kopf sch¨¹ttelte und Neveah erkannte, dass er sie bereits deutlich verstanden hatte. "Nein...ich...narx...ist gut." sagte Xenon in seinemngsamen Tonfall und Neveah hob eine Braue. "Du hast also keine Abneigung gegen ihn? Eure Taten unterscheiden sich wirklich sehr von euren Gedanken." Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, als sie an die kalte und grausame Art dachte, mit der Xenon Menarx behandelte. Nicht, dass das wichtig gewesen w?re, denn Menarx selbst war auch kein Sonnenschein. "Ich ... b?se." f¨¹gte Xenon hinzu und vollendete schlie?lich seine Worte. Neveahs L?cheln wurde schw?cher, als sie verstand, was Xenon damit sagen wollte. "Menarx ist gut und du bist b?se?" fragte Neveah und Xenon nickte. "B?se ... was genau ist das f¨¹r ein Wort? Dein Volk h?lt dich f¨¹r b?se ... mein Volk h?lt mich f¨¹r das Gleiche." "Ich habe mein ganzes Lebenng das B?se gekannt... Ich kann keinen Unterschied zwischen ihm und mir erkennen... vielleicht sind wir gar nicht so verschieden." murmelte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. Xenon starrte einen Momentng auf Neveah hinunter, bevor er sich hinunterbeugte und Neveah in seine Arme hob. Wie zuvor passte er Neveahs Gewicht so an, dass er sie leicht mit einer Hand tragen konnte, und ging aus der H?hle hinaus. Der Wind zerzauste Neveahs Haar, als Xenon begann, den Berg Edar hinabzusteigen. Wie er einen so steilen Weg mit nur einer Hand bew?ltigen konnte, war f¨¹r Neveah ein Wunder, Doch wenn es um die Drachen ging, war f¨¹r Neveah alles an ihnen ein Wunder. Es dauerte nicht allzunge, bis Xenon die prek?r baumelnde Holzbr¨¹cke erreichte, und als Neveah dachte, er w¨¹rde sie im Stichssen, schritt er ohne zu z?gern ¨¹ber die Br¨¹cke. Eine solche Zuversicht k?nnen nur fliegende Tiere an den Tag legen..." Neveahs Wolf sprach zum ersten Mal seit fast dem ganzen Tag. Neveah brummte als Antwort, und als Xenon die Br¨¹cke auf die andere Seite ¨¹berquerte, brach Neveah das Schweigen. "Du kannst mich jetzt runtessen, ich finde den Weg zur¨¹ck schon selbst." erinnerte Neveah. Xenon grunzte unwillig, aber er lie? Neveah auf ihre F¨¹?e hinunter, wie sie es vengte. Der R¨¹ckweg von der Br¨¹cke zum Bergfried w¨¹rde mindestens eine halbe Stunde dauern, obwohl die Sonne l?ngst untergegangen war und die Dunkelheit den Himmel bedeckte, Von den T¨¹rmen rund um den Bergfried leuchteten immer noch helle Lichter, die alle Wege zum Bergfried erhellten. Es erhellte auch einen erstaunlichen Anblick, hoch oben am Himmel, Als Neveah ihren Kopf zur¨¹ckwarf, sah sie die Gestalt der gewaltigen Bestien der Asvarian-Festung. Sie schwebten nach einem scheinbar einstudierten Muster, ihre Fl¨¹gel schnitten durch den Himmel, w?hrend verschiedene Abteilungen aus den acht unteren Ebenen ein- und ausstr?mten. Ihre Schuppen hatten die unterschiedlichsten Farben und schimmerten wie Edelsteine. Diese schimmernden Schuppen fingen das helle Licht ein und leuchteten wie Sterne, so dass sie ein beeindruckendes Schauspiel am Himmel boten. Einen Momentng starrte Neveah einfach nur ehrf¨¹rchtig vor sich hin, es gab viele sch?ne Existenzen in der ¨¹bernat¨¹rlichen Welt, aber Neveah ubte nicht, dass irgendetwas mit der Sch?nheit eines Drachens verglichen werden konnte. Obwohl Neveah es nieut ausgesprochen hatte, war sie noch nie von etwas so beeindruckt gewesen wie von ihrem ersten Anblick eines Drachen, und selbst in diesem Moment war sie immer noch von allem beeindruckt. W?hrend Neveah den Anblick in sich aufnahm, stand Xenon ruhig an der Seite, er unterbrach Neveah nicht, nicht bis sie von selbst aus ihrer Benommenheit erwachte. Neveah blickte zu Xenon hin¨¹ber, der mit vor der Brust verschr?nkten Armen dastand und darauf wartete, dass sie den ersten Schritt machte. "Ich finde den Weg allein zur¨¹ck, du brauchst mich nicht zu begleiten." sagte Neveah. Xenon grunzte leise, sagte aber nichts weiter, und er ging auch nicht weg, Neveah sch¨¹rzte die Lippen, als sie sich daran erinnerte, dass ihre Lage im Drachenturm gar nicht so bequem war, wie sie es sich hatte einredenssen, denn es war erst ein Tag vergangen. Kein Tag, an dem wir die Sch?nheit der Drachenrasse bewundern konnten ... nur ein weiterer Tag, an dem unsere Freiheit in weiter Ferneg. Neveahs Wolf spiegelte Neveahs Gedanken wieder. "Wie viele solcher Tage werden wir noch erleben?" dachte Neveah zu ihrem Wolf zur¨¹ck, als sie die Idee aufgab, allein zur¨¹ckzukehren, und in die Richtung zur¨¹ckging, durch die Davina sie gebracht hatte, wobei Xenon hinter ihr folgte. _________________ K?nig Jian stand auf seinem Balkon und beobachtete mit zusammengekniffenen Augen, wie Xenon mit der Wolfsprinzessin, die er wie einen kostbaren Schatz in den Armen hielt, vom Berg hinabstieg. "Was ist es, das du zu berichten hattest?" fragte K?nig Jian in einem dunklen, t?dlichen Ton. "Lord Menarx ist zum Berg Edar geflogen, was dort geschehen ist, kann man nicht wissen, aber es ist seltsam... Lord Menarx und die anderen Lorddrachen wagen es nicht, sich dem Befehl von Lord Xenon zu widersetzen und seinen Berg zu betreten." "Ich frage mich, was sich ver?ndert hat..." fragte sich Rodrickut. Ein leises Kichern ert?nte im Hintergrund, als Everon, der das Abendgetr?nk des K?nigs zubereitete, von dem Gespr?ch Wind bekam. "Was ... oder wer?" fragte Everon in einem wissenden Ton. Chapter 118: Seltsamkeit (Kap.118)

Chapter 118: Seltsamkeit (Kap.118)

Das Mondlicht wich der Morgend?mmerung, die ersten Streifen des Tageslichts schienen durch die Dunkelheit, und als sich die D?mmerung ¨¹ber den Drachenturm legte, tterten Neveahs Augen auf, wie ein Uhrwerk. Ein leises St?hnen entkam ihren Lippen, als sie eine Hand hob, um sich den Rest des Scfes aus den Augen zu reiben. Sie setzte sich auf ihrem Bett auf und fuhr sich mit der Hand durch die Haare, wobei sie die Str?hnen, die ihr ins Gesicht fielen, beiseite strich. "Xenon Fr¨¹hst¨¹ck bringen... seine Kleidung waschen, seine H?hle aufr?umen, einen Bericht ¨¹ber seine Bed¨¹rfnisse ausf¨¹llen... dies tun, das tun..." murmelte Neveah leise vor sich hin und erinnerte sich an die wenigen Aufgaben, die sie zu erledigen hatte. Sie stand von ihrem Bett auf, ging zu ihrem Fenster und zog die Vorh?nge beiseite, damit das schwache Licht ihr Zimmer erhellen konnte. Neveah schaute aus dem Fenster, es war noch so fr¨¹h, aber der Bergfried war bereits voller Leben, oben gingen die Drachen ihren t?glichen Pflichten nach und unten pendelten die W?chter des Bergfrieds eilig hin und her. Es waren Diener, die den Adligen von Asvarian dienten oder Aufgaben innerhalb des Bergfrieds hatten, und man erwartete von ihnen, dass sie ihre morgendlichen Pflichten noch vor dem Morgengrauen erledigt hatten, wenn das Leben im Bergfried zu pulsieren begann. Neveah ging in den Waschraum und nahm ein Bad, bevor sie herauskam, sich abtroce und ein weiteres Paar der Dienerkleidung in einem schwarzen Farbton ¨¹berwarf. Es dauerte noch ein paar Minuten, bis Neveah ihr Haar zu einem ordentlichen Dutt hochgesteckt hatte, wie Davina es ihr beigebracht hatte, denn W?rterinnen durften ihr Haar nicht offen tragen, wie Lord Rodrick es angeor hatte. Neveah verstand den Grund daf¨¹r noch nicht, aber sie musste sich an die vorgegebenen Regeln halten. Im Handumdrehen war sie fertig und bereit f¨¹r den Tag, doch bevor sie ihr Zimmer verlie?, stellte sich Neveah vor einen Spiegel und betrachtete ihr Spiegelbild. Es gab keinen gro?en Unterschied zwischen ihrem jetzigen Aussehen und dem von damals, als sie im Eclipse Pce war. Ihre Z¨¹ge waren so weich und bezaubernd wie immer, ihr Haar ¨¹ppig und schimmerte selbst in der Dunkelheit hell... und ihre Augen, diese violetten Kugeln waren kalt und ohne Licht. Sie war immer noch dieselbe Neveah, die so viel Dunkelheit erlebt hatte, dass sie in ihr Herz gesickert war und es verunreinigt hatte, so dass sie kein echtes L?cheln mehr aufbringen konnte, sondern nur noch falsche Ausdr¨¹cke und Reaktionen auf alles. So sehr, dass sie nicht mehr erkennen konnte, wer sie wirklich war, verloren in der falschen Identit?t, in der sie aufgewachsen war, bis es alles war, was sie von sich selbst wusste, und sie es nicht wagte, tiefer zu blicken, um mehr zu sehen. Ein weiterer Tag im Drachenturm, Veah... wir m¨¹ssen der Freiheit einen Tag n?her kommen. dachte Neveahs Wolf zu ihr. "Ich wei? es... ich werde es nicht vergessen." murmelte Neveah als Antwort, sie beobachtete ihren Ausdruck... ihren wahren Ausdruck f¨¹r einen Moment, bevor ihre Augen sich schlossen und als sie sich wieder ?fen, legte sich ein kleines L?cheln auf ihre Lippen. Das L?cheln erreichte zwar immer noch nicht ihre Augen, aber jetzt, da der kalte und tote Blick in ihren Augen verschwunden war und durch einen leeren Blick ersetzt wurde, der nichts von Neveahs wahrem Zustand verriet, war ihr L?cheln jetzt ¨¹berzeugend genug. Geh weiter, ich vertraue auf dein Urteil. Ich werde mich ausruhen und meine Kr?fte aufsparen, wenn die Zeit reif ist. dachte Neveahs W?lfin, bevor ihre Anwesenheit aus Neveahs Hinterkopf verschwand. Neveah summte vor sich hin, als sie ihr Zimmer verlie?, doch in dem Moment, in dem sie die T¨¹r ?fe, stellte sie zu ihrem Erstaunen fest, dass jemand direkt vor ihrer T¨¹r stand. Einen Momentng starrte Neveah ihn nur verwundert an und fragte sich, was genau er vor ihrer T¨¹r zu suchen hatte. "Was machst du denn hier?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue, ihr Tonfall war leer. Es war schon eine Weile her, dass sie Menarx nach ihrer letzten Begegnung am Berg Edar zu Gesicht bekommen hatte, und so war es ziemlich merkw¨¹rdig, ihn direkt vor ihrer T¨¹r zu treffen. "Everon... will dich." sagte Menarx nach einem Moment der Stille. "Lord Everon? Und er hat dich die Nachricht pers?nlich ¨¹berbringenssen?" fragte Neveah verbl¨¹fft. Sie hatte schon vor, sich wie jeden Tag in die Halle der Heiler zu begeben, aber sie hatte nicht vor, so fr¨¹h am Tag dorthin zu gehen, Normalerweise ging sie erst in den sp?ten Morgenstunden zu Lord Everon, nachdem sie sich um einige andere Angelegenheiten gek¨¹mmert hatte. "Esg auf meinem Weg, also konnte ich es genauso gut." erkl?rte Menarx und Neveah runzelte nachdenklich die Stirn. "Deinem Weg? Aber du bist doch noch nie hier vorbeigekommen, fliegt ihr Lord Dragons nicht einfach zu eurem Ziel? Seit wann liegt die vierte Ebene auf eurem Weg?" fragte Neveah erneut. "Gehst du nun oder nicht?" Menarx wechselte das Thema, sein finsterer Blick vertiefte sich. Neveahs misstrauischer Blick verweilte noch einen Moment auf ihm, bevor sie sich umdrehte und weiterging, w?hrend Menarx ihr folgte. "Du hast meine Abwesenheit nicht bemerkt." sagte Menarx aus heiterem Himmel und Neveah warf ihm einen Blick ¨¹ber die Schulter zu. Sie w¨¹rde nicht sagen, dass sie es nicht bemerkt hatte, aber sie fand nicht, dass es etwas war, wor¨¹ber sie nachdenken musste... sie hatte Menarx seit Tagen nicht mehr gesehen, aber sie hatte auch nicht erwartet, ihn zu sehen. Er war Lord Dragon und sie war eine Dienerin, sie standen auf v?llig unterschiedlichen Ebenen, nat¨¹rlich w¨¹rden sich ihre Wege nicht oft kreuzen. Abgesehen von Xenon und einigen unbekannten Drachenf¨¹rsten, denen sie im Vorbeigehen begee, hatte sie auch keinen der anderen Mitglieder der k?niglichen Garde zu Gesicht bekommen. Sie hatten sie sicher zum Bergfried des Drachen gebracht, und jeder war an seinen tz zur¨¹ckgekehrt, wof¨¹r Neveah auch dankbar war ... die Lorddrachen hatten sie nicht gerade bevorzugt, Sie hatte genug eigene Probleme damit, jeden Tag im Drachenturm zu ¨¹berleben, je weiter sie von ihr entfernt waren, desto besser. "Die Lorddrachen sind die Besch¨¹tzer der Festung, nat¨¹rlich gibt es viele Angelegenheiten, um die ihr euch k¨¹mmern m¨¹sst. Eure An- und Abwesenheit im Bergfried ist nicht meine Sache, die ich zu regeln oder zur Kenntnis zu nehmen habe." erwiderte Neveah ruhig. "Eure Argumentation ist schwer zu widerlegen. Der Bergfried ist gro? genug, dass viele Angelegenheiten unbemerkt bleiben k?nnen. Ihr seid gerade erst angekommen, ihr k?nnt von diesen Dingen noch nichts wissen." sagte Menarx mit einem Nicken. "Wie ist es dir in der letzten Woche ergangen? Ich habe eine Flugpatrouille durch die Tage gef¨¹hrt, meine Schicht wurde von Cassian ge?ndert und ich bin gerade erst zur¨¹ckgekehrt." teilte Menarx mit. "Die K?nigswache leitet auch die Flugpatrouille?" fragte Neveah und Mernax nickte. "Alle Drachenlords sind f¨¹r die Flugpatrouille vorgesehen, meine Br¨¹der und ich sind nicht nur Besch¨¹tzer unseres Lehnsherrn, sondern auch der Bergfried und seine Umgebung sind uns anvertraut." "Mein Geschwader besteht aus zw?lf Abteilungen, die die Gebiete rund um den Bergfried bis hin zu den Futterhainen auskundschaften." erwiderte Menarx. "Futterhaine?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue, sie war sofort fasziniert von der Erw?hnung eines Ortes, von dem sie gelesen hatte, als sie von den Gebieten der Asvarian-Hochburgs. "Ihr w¨¹rdet ihn nicht kennen ... die Gebiete der Asvarian-Hochburg werden euch alle fremd sein. Es ist ein gr¨¹nes Feld, das das Ende des Himmels der Festung und den Anfang der Burg der D?mmerung markiert." sagte Menarx. "Eigentlich... wei? ich es. Ich habe in den B?nden, die Lord Rodrick mir gab, davon gelesen. Die Festung Asvarian ist in zw?lf Festungen unterteilt, die alle dem Drachenturm unterstehen." antwortete Neveah mit einem Augenrollen. "Und du kannst alle zw?lf Festungen benennen?" fragte Menarx mit einer hochgezogenen Augenbraue und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "So weit habe ich noch nicht vorausgelesen, aber ich kenne drei. Die D?mmerburg, der Krallenturm und die Wei?en D¨¹nen, und die anderen vier... Ich sollte rechtzeitig zu diesen Seiten durchkommen." antwortete Neveah mit einem Achselzucken. Menarx kicherte am¨¹siert und Neveah warf ihm einen b?sen Blick zu. "Was findest du denn so am¨¹sant?" fragte Neveah. "Ich habe es dir schon einmal gesagt, nicht wahr? Wenn du etwas ¨¹ber Drachen wissen willst, frag einen Drachen." erinnerte Menarx und Neveah rollte mit den Augen. "Ich lese lieber davon, als deiner Stimme zuzuh?ren." erwiderte Neveah in einem todernsten Ton. "Bei der Erw?hnung von ¡¯frag einen Drachen¡¯ bin ich der Erste, der dir in den Sinn kommt?" fragte Menarx grinsend, und Neveah runzelte die Stirn ¨¹ber die absurde Interpretation ihrer Worte. "Du warst noch vor ein paar Tagen kalt und hasserf¨¹llt mir gegen¨¹ber, ich w¨¹rde es begr¨¹?en, wenn du diese Energie beibehalten w¨¹rdest." sagte Neveah, w?hrend sie ihre Schritte beschleunigte, um Menarx weit voraus zu sein, aber er hielt m¨¹helos mit ihr mit. "Ihr habt mir nicht zu sagen, was ich zu tun habe, Prinzessin." sagte Mernax. Neveah w¨¹rdigte seine Worte keiner Erwiderung, sie war durch Menarx¡¯ seltsames Verhalten in letzter Zeit v?llig verunsichert. Es war bereits eine Woche, die sie im Drachenturm verbracht hatte... wenn Neveah ihren Verstand bewahren wollte, musste sie sich so weit wie m?glich von jeglicher Fremdartigkeit fernhalten. Chapter 119: Ein Terrain, über das man nicht sprechen sollte (Kap.119)

Chapter 119: Ein Terrain, ¨¹ber das man nicht sprechen sollte (Kap.119)

Es war bereits kurz nach Sonnenuntergang in den wei?en D¨¹nen, und die dritte Flugpatrouille war zum Leuchtfeuer von Asvarian zur¨¹ckgekehrt. Kaideon sa? an seinem Schreibtisch und versuchte mit grimmigem Gesichtsausdruck, seine Gedanken zu ordnen, aber die Ger?usche der unruhigen Bewegungen lie?en ihn nicht zur Ruhe kommen. Kaideon war ein ger?uschempfindlicher Mensch, und er war leicht zu ver?rgern, und so wartete er nur einen Atemzugng, um zu versuchen, sich zu beherrschen... ein Versuch, der letztendlich erfolglos war. Die Bestie in ihm kam an die Oberfl?che, und seine Augen leuchteten hell auf, w?hrend die Wut in seinen Adern kochte. Peng!!! Das Ger?usch von Kaideons Faust, die auf seinen Schreibtisch knallte, hallte durch das stille Arbeitszimmer, kurz darauf folgte einutes Krachen, als der Tisch unter der Wucht zusammenbrach. ¨¹berall flogen Splitter herum und hinterlie?en nichts als zerbrochenes Holz. Garron hielt in seinem Schritt inne, er war der ¨¹belt?ter, der unruhig in Kaideons Arbeitszimmer herumgufen war und den D¨¹nenf¨¹rsten irritiert hatte. "Dein Heruufen macht mich schwindlig, setz dich an einen tz." meldete sich Rodvan in einem genervten Tonfall zu Wort. Man konnte nicht sagen, ob er Kaideons Gedanken interpretierte oder seine eigenen Gedanken wiedergab, aber was auch immer es war, Garron verstand den Wink und ging hin¨¹ber, um sich auf eine Couch zu setzen. Die drei hatten sich in Kaideons Arbeitszimmer begeben, einen gro?en Raum mit einem gro?en Schreibtisch ... einem ehemals gro?en Schreibtisch und Reihen von B¨¹cherregalen, nicht ann?hernd so viele wie in den D¨¹nenarchiven, aber genug, dass es eher wie eine Bibliothek als ein Arbeitszimmer aussah. Die B?nde, die Garron aus den Archiven geholt hatte,gen aufgescgen auf Kaideons Schreibtisch, und es herrschte eine d¨¹stere Stimmung, nicht nur bei den dreien, sondern auch bei den ¨¹brigen Untergebenen Kaideons, Coran und Orin waren ebenfalls anwesend. Es waren einige Stunden vergangen, seit Rodvan und Garron die alten B?nde durchgesehen hatten, um die Pnze zu identifizieren, die sie aus den wei?en D¨¹nen geborgen hatten. Sie hatten so viel Zeit damit verbracht, die Archive zu durchforsten, dass Kaideon seinen Verdacht nicht so leicht loswerden w¨¹rde, und selbst nach so viel Zeit und M¨¹he waren sie nicht weniger ratlos als zu Beginn ihrer Suche. Ihre Bem¨¹hungen waren nicht v?llig erfolglos, Garron hatte das genaue Terrain entdeckt, in dem die von Kaideon entdeckte Pnze wuchs, Die Schattens¨¹mpfe ... ein Gebiet, das weit von der Asvarian-Hochburg entfernt war, eine uralte Ruine, die einst ein gro?es Reich war, ein Reich, das die Asvarian-Bestien erobert und in mmen gesetzt hatten, wobei sie nichts als Asche und Ruinen zur¨¹cklie?en. Ein Ort, an dem die Sonne kein Licht mehr spendete, der f¨¹r immer mit dunkler Magie verflucht und von den Schatten der Finsternis umh¨¹llt war, Ein Ort, an dem die entsetzlichen Schreie der Seelen der Tausenden, die in den Drachenmmen verbrannt wurden, bis zum heutigen Tag zu h?ren sind, ein Ort, der von den Drachen vessen und ge?chtet wurde, Ein Ort, den ihre Fl¨¹gel niemals ber¨¹hren w¨¹rden, der von seiner eigenen Dunkelheit verzehrt und verschlungen wurde ... das waren die Schattens¨¹mpfe, der urspr¨¹ngliche Name des Reiches, der l?ngst in Vergessenheit geraten ist. Die Drachen erinnerten sich zwar, aber sie sprachen nie dar¨¹ber. All dies war vor so vielen Jahrhunderten geschehen, dass es schwer vorstellbar war, dass dort noch Pnzen oder ¨¹berhaupt Leben wuchs. Aber es bestand kein Zweifel daran, dass der St?ngel, den Kaideon geborgen hatte, von einer Blume stammte, die in den Schattens¨¹mpfen gewachsen sein sollte. Kaideon hatte wiederholt Nachforschungen anstellenssen, alle B?nde, die von diesem alten Reich erz?hlten, wurden herausgezogen, und doch gab es nichts, was Kaideon einleuchten w¨¹rde. Jetzt stellte sich eine ganz andere Frage: Wie konnte eine Pnze, die in den Schattens¨¹mpfen und nirgendwo sonst wuchs, in den wei?en D¨¹nen auftauchen, an einem Ort, der so weit von den alten Ruinen der Schattens¨¹mpfe entfernt war? Und was genau hatte sie zu bedeuten? Was bedeutete sie f¨¹r die wei?en D¨¹nen und das Asvarische Leuchtfeuer, das die D¨¹nendrachen bewachten? Erst jetzt verstand Kaideon die intensive dunkle Aura, die er sp¨¹rte und die so stark war, dass er zum ersten Mal seit ¨¹ber f¨¹nf Jahrzehnten die Flucht ergriffen hatte. Dieser Gestank in der Luft, den er einfach nicht ignorieren konnte, egal wie sehr er sich bem¨¹hte. "Noch nie ... noch nie gab es in den wei?en D¨¹nen ein f¨¹r uns unerkl?rliches Geheimnis ... was auch immer es ist, wir m¨¹ssen es finden und wir m¨¹ssen es t?ten." sagte Coran in einem dunklen Tonfall. Coran hatte nur einen Moment mit seiner Reiterin Elisa verbracht und wurde am n?chsten dringend gerufen, er war so schlecht gunt, wie ein Drache nur sein konnte, und die Nachricht, die er h?rte, missfiel ihm noch mehr. "Wie t?tet man etwas, das man nicht einmal kennt?" stellte Orin die offensichtliche Frage und Coran sch¨¹rzte ver?rgert die Lippen, auch er hatte keine Ahnung. Kaideon war der Einzige, der sp¨¹rte, dass etwas nicht stimmte, und nun, da sich herausstellte, dass er Recht hatte, waren sie sich nicht sicher, was sie als N?chstes tun sollten. "Wir haben keinen organisierten Bericht, wir haben keine Ahnung, welche Art von Bestie an den wei?en D¨¹nen vorbeigezogen ist, wir haben keine Ahnung, wie sie hierher gekommen ist... oder wie sie unserem Blick entkommen ist... Unser Lehnsherr wird unzufrieden sein." sagte Orin mit einem schweren Seufzer. "Dennoch m¨¹ssen wir unseren Bericht abgeben... Unser Lehnsherr muss wissen, dass in den wei?en D¨¹nen Gefahruert." sagte Rodvan und wandte sich an Kaideon, um seine Meinung zu h?ren. Kaideon antwortete nicht sofort, er dachte einen Moment dar¨¹ber nach... er war Kaideon, der verehrte D¨¹nenf¨¹rst, er war nicht der m?chtigste Drachenf¨¹rst, aber wenn die Namen der St?rksten von Asvar genannt wurden... erschien sein Name gleich nach dem der K?nigswache. Noch nie in den Jahrhunderten, in denen er ¨¹ber die D¨¹nen herrschte, war er mit einer so verwirrenden Situation konfrontiert worden, und jetzt war er sich nicht einmal sicher, was er seinem K?nig sagen konnte. Da war etwas in den wei?en D¨¹nen, das er nicht identifizieren oder aufsp¨¹ren konnte, es stand au?er Frage, ob es gef?hrlich war oder nicht, der gro?e Abdruck, den es hinterlie?, reichte aus, um zu zeigen, dass es ein Tier von der Gr??e eines Drachen war. Eine Bestie, die in Kaideons Gebiet nichts zu suchen hatte... Kaideons H?nde ballten sich zu F?usten. Die wei?en D¨¹nen waren sein eigenes Territorium, er war nicht in die Herrschaft ¨¹ber die wei?en D¨¹nen hineingeboren worden wie andere Drachenf¨¹rsten, er hatte sich seinen Titel mit Blut und Kampf verdient. Seine Pflicht war eine, f¨¹r deren Erf¨¹llung er tausendmal sein Leben geben w¨¹rde... der Schutz der wei?en D¨¹nen war seine lebennge Aufgabe, und wenn die wei?en D¨¹nen in Gefahr gerieten, wagte er nicht, sein Leben zussen. Da es so weit gekommen war, w¨¹rde Kaideon sich vom Feind nicht ¨¹berrumpelnssen ... er war der Herr der D¨¹nen, niemals besiegt ... niemals gefallen, nicht ein einziges Mal und auch dieses Mal nicht. "Jetzt wei? ich es wieder!" rief Garron pl?tzlich aus und lenkte die Aufmerksamkeit auf sich. Rodvans Blick verengte sich vor Ver?rgerung, sie alle warteten gespannt auf Kaideons Entscheidung und Garronsuter Ausruf hatte sie unterbrochen. "Du solltest besser etwas Vern¨¹nftiges zu sagen haben, oder der Sch?pfer hilft mir..." begann Rodvan zu drohen, wurde aber von Garron unterbrochen. "Die B?nde der Schattens¨¹mpfe, das sind nur vor¨¹bergehende Aufzeichnungen der fr¨¹heren D¨¹nenf¨¹rsten! Sie enthalten wenig bis gar keine Informationen, die uns von Nutzen sein k?nnten, und das aus gutem Grund." "Nach der Zerst?rung erkl?rte der herrschende Drachenk?nig, dass die Existenz dieses Reiches nie wieder erw?hnt werden w¨¹rde... f¨¹r immer aus der Geschichte getilgt, soutete das endg¨¹ltige Urteil!" "Alle Schreiber wurden angewiesen, alle B?nde und Aufzeichnungen des Schattensumpfes zu versiegeln und sie in das k?nigliche Archiv der Drachenburg zu bringen... Ich selbst habe die Aufzeichnungen abgeschickt." erkl?rte Garron. "Und daran erinnerst du dich gerade?" fragte Rodvan. "Versuch du mal, mentale Aufzeichnungen aus drei Jahrhunderten aufzubewahren und sag mir, wie das f¨¹r dich funktioniert." Garron schnauzte ver?rgert. "Konzentrier dich Garron." Coran unterbrach ihn, bevor der Austausch weitergehen konnte, und Garrons Blick verweilte noch einen Moment auf Rodvan, bevor er fortfuhr. "Die Originalb?nde... Ich habe sie schon einmal gesehen, und sie erz?hlen von all den Bestien, die zu ihrer Bl¨¹tezeit durch die Schattenschwaden zogen." fuhr Garron fort. Kaideon brauchte nicht mehr zu h?ren, er f¨¹hrte eine der m?chtigsten Abteilungen in der ganzen Asvarian-Hochburg an, er w¨¹rde sich nicht von einer unbekannten Bestie einsch¨¹chternssen. Snge er wusste, was es war, konnte er sich darauf vorbereiten, und der Sch?pfer konnte jedem helfen, der sich gegen die wei?en D¨¹nen stellte. Kaideon erhob sich, schritt hinaus und nickte Rodvan im Vorbeigehen zu. "Gebt dem Drachenturm Bescheid, die Herren der wei?en D¨¹nen sollen zum Turm fliehen. Die erste D¨¹nenabteilung soll sofort die Flucht ergreifen." Rodvan ¨¹bermittelte Kaideons Befehl. "Wie der D¨¹nenlord befiehlt!" Orin und Coran schlossen sich an und folgten Kaideon, der bereits weit voraus war. Kaideon jedoch hielt in seinem Schritt inne, seine Hand wanderte zu seiner Brust, er t?tschelte sie und drehte sich dann mit vor Panik geweiteten Augen um. "Was ist es? Der Anh?nger?" fragte Rodvan, der direkt neben Kaideon stand, und Kaideon nickte schnell. Rodvan blickte sich um und entdeckte den kleinen Anh?nger in den Tr¨¹mmern des zerbrochenen Schreibtisches, ging hin¨¹ber, hob ihn auf und kehrte an Kaideons Seite zur¨¹ck. "Er ist genau hier ... in perfektem Zustand." versicherte Rodvan und reichte ihn Kaideon. Kaideon nickte dankbar und nahm den Anh?nger entgegen. Er blickte darauf hinunter, sein Daumen strich z?rtlich ¨¹ber die Buchstaben, die den Namen... Eira buchstabierten. Chapter 120: Beschworen (Kap.120)

Chapter 120: Beschworen (Kap.120)

"Lord Everon." gr¨¹?te Neveah und senkte ihren Kopf leicht zum Gru?. Der k?nigliche Heiler sah zu Neveah hoch, musterte sie f¨¹r einen Moment und dann Menarx, der nach ihr eintrat. "Das ist ja eine interessante Besetzung," kommentierte Everon und schaute verwundert zwischen Menarx und Neveah hin und her. Neveah konnte den Blick von Lord Everon nicht deuten und schwieg erwartungsvoll, w?hrend sie ihn ruhig ansah. "Ich habe Neveah gesagt, dass du sie sehen wolltest," durchbrach Menarx die Stille. "Habe ich das?" fragte Lord Everon mit hochgezogener Augenbraue, korrigierte sich aber schnell unter dem strengen Blick von Menarx. "Ich meine nat¨¹rlich, ja, das habe ich." Er r?usperte sich und winkte Neveah n?her heran, bevor er wieder seiner Arbeit nachging. Neveah trat n?her zu Lord Everon, wahrte dabei jedoch einen angemessenen Abstand, war aber nahe genug, um zu sehen, was er machte. Seit einer Woche besuchte Neveah Lord Everon jeden Morgen f¨¹r ihr St?rkungsmittel. Und wenn Neveah ehrlich war, war dies der Teil des Tages, der ihr am meisten Freude bereitete. Lord Everon¡¯s Heilersaal war voller wunderbarer Dinge, die Neveah noch nie zuvor gesehen hatte. Bei jedem Besuch stillte Lord Everon ihre Neugier, Er erz?hlte ihr alles, was sie ¨¹ber eines der seltenen Objekte auf seinem Regal wissen wollte, welche heilenden Eigenschaften es hatte und warum es einen tz auf seinem Regal verdiente. Als k?niglicher Heiler hatte jedes Objekt, das in Lord Everons Raum aufbewahrt wurde, irgendwelche gesundheitlichen Vorteile, Neveah, die bisher nur Kr?uter kannte, die gesundheitsf?rdernd waren, war immer fasziniert von der Vielfalt, die es gab - H?rner, Steine, Innereien von seltenen Tieren und sogar K?rperfl¨¹ssigkeiten. "Du hast immer diesen Blick, wenn du in meinen Saal kommst, als ob ich das wunderbarste Wesen w?re, das du je gesehen hast," bemerkte Lord Everon, ohne sie dabei anzusehen. "Ist es so offensichtlich?" murrte Neveah und Lord Everon kicherte leise. Es war erst eine Woche im Drachenturm und Neveah fand, dass Lord Everon der einzige war, mit dem sie bereit war, zwanglos zu sprechen. Neveah vermutete, dass es darang, dass sie ?hnliche Interessen teilten. Anfangs dachte Neveah, dass ihr Interesse an Heilkunst aus reiner Not entstanden war, Sie war verzweifelt, jeden Tag zu ¨¹berleben, wenn sie von der Alphak?nigin und ihrer Hanngerin, der Gouvernante, vergiftet wurde. Erst jetzt wurde Neveah r, dass sie sich zu sehr an die Erforschung von Heilkr?utern und -methoden gew?hnt hatte, dass sie danach d¨¹rstete, mehr zu erfahren. Es war das Einzige, was Neveah in diesem Drachenturm interessierte. Und aus irgendeinem Grund war Lord Everon bereit, sie zu verw?hnen, Deshalb freute sie sich auf den Morgen, wenn sie Zeit f¨¹r ihre t?glichen Tinkturen aufbringen konnte. Es dauerte nichtnge, bis Neveah und Lord Everon sich verstanden. Lord Everon ¨¹berschritt nie ihre Grenzen und vengte keine Anbetung von ihr, und schon entstand eine Bindung zwischen ihnen. Lord Everon war immer bestrebt, sein Wissen weiterzugeben, und Neveah war ebenso begierig, von ihm zu lernen. Lord Everons exzentrische Pers?nlichkeit lie? ihn auch nicht darauf R¨¹cksicht nehmen, dass Neveah im Drachenturm die am wenigsten beliebte Person war. "Es ist nicht unbedingt so, dein Gesichtsausdruck ist meistens neutral und zeigt keine Emotionen. Ich habe nur ins ue hinein gefragt und du hast es zugegeben," sagte Lord Everon, sichtlich stolz auf sich. "Wie brint," antwortete Neveah in einem leisen Ton, deren Worte von Sarkasmus durchdrungen waren, aber Lord Everon nahm es einfach hin. "Du musst deine Wertsch?tzung f¨¹r mich nicht so deutlich zeigen," sagte Lord Everon und winkte abweisend mit der Hand. "Das ist nicht..." begann Neveah zu widersprechen, wurde aber von Menarx unterbrochen, der das Gespr?ch still beobachtet hatte. "Verschwende nicht deine Atemluft, Everon ist meistens unvern¨¹nftig," riet Menarx und erntete einen b?sen Blick von Lord Everon. Neveah konnte immer noch nicht uben, dass Lord Everon und Menarx blutsverwandte Cousins waren, ihre Pers?nlichkeiten waren einfach zu unterschiedlich. W?hrend Lord Everon locker und verspielt war, war Menarx ¨¹berm??ig ernst und hatte eine unangenehme Pers?nlichkeit, aber trotz ihrer Unterschiede kamen die beiden irgendwie miteinander aus. "Neveah ist willkommen...aber du, ich habe keine Ahnung, was du in meinem Saal zu suchen hast," sagte Lord Everon zu Menarx und funkelte ihn an, bevor er seinen Blick auf Neveah richtete."Er nt, dich zu seiner Kr?uterassistentin zu machen...mein Rat,ss dich darauf nicht ein." Warf Menarx ein, bevor Lord Everon sprechen konnte. "Noch ein Wort, Mernax... nur noch eins, und du hast kein Zutritt mehr zum Heilerhaus." Drohte Lord Everon, "Steh nicht nur herum, hol die Zutaten f¨¹r dein Tonikum und setze es zum Kochen an, danach komm direkt her¨¹ber und hilf mir hierbei." "Ihr habt vermutlich nicht mehr viel Zeit, bevor ihr aufbrechen m¨¹sst." Wies Lord Everon an und musterte Menarx ein letztes Mal. "In Ordnung." Best?tigte Neveah und nickte, w?hrend sie zu den Regalen ging und die Kr?uter, die Lord Everon ihr bei ihren fr¨¹heren Besuchen gezeigt hatte, heraussuchte. Sie hatte schon ?fters zugesehen, wie ihr Tonikum zubereitet wurde und so dauerte es nichtnge, bis sie die Kr?uter fertig zum Kochen hatte und sie auf die Heiztte legte. Neveah kehrte an Lord Everons Seite zur¨¹ck und er schob ihr sofort ein Tablett mit Kr?utern zum Sortieren hin. "Lodenbar-Wurzeln und Icid-Wurzeln sind alle durcheinander, ich brauche die Icid-Wurzeln alleine, leg die Lodenbar-Wurzeln beiseite und stell sie zur¨¹ck an ihren tz im Regal." Instruierte Lord Everon. "Die Rinde von Icid-Wurzeln ist giftig, willst du mich t?ten?" Fragte Neveah mit gerunzelter Stirn. "Stimmt, Werw?lfe sind empfindlich...dort sollte eine Zange und ein Paar Handschuhe f¨¹r den zus?tzlichen Schutz liegen." Entgee Lord Everon. "Und du... hilf mit oder so geh." F¨¹gte Lord Everon hinzu, er warf Menarx einen abschlie?enden Blick zu. Neveah folgte seiner Anweisung, griff nach den genannten Gegenst?nden und fing an, die Kr?uter zu sortieren. Es war kurz nach Sonnenaufgang und Neveah wusste, dass sie das Tageslicht brauchte, um ¨¹ber die wackelige Br¨¹cke zu kommen. Das war kein gro?es Hindernis, nicht wenn Neveah wusste, dass Xenon auf der anderen Seite der Br¨¹cke auf sie warten w¨¹rde. In der vergangenen Woche gab es keinen Tag, an dem sie Xenon nicht auf der anderen Seite der Br¨¹cke stehen sah. Er schien immer genau zu wissen, wann Neveah auf dem Mount Edar ankommen w¨¹rde, als ob er sie schonnge vor ihrer Ankunft sp¨¹ren k?nnte. "Warum guckst du so komisch?" zog Lord Everons Stimme Neveah aus ihren Gedanken. Sie r?usperte sich und konzentrierte sich darauf, die Kr?uter zu sortieren. "Ich habe keine Ahnung, wovon du redest." Murmelte Neveah als Antwort. "Oh?" Fragte Lord Everon mit angehobener Augenbraue, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder auf das Tonikum richtete, das er gerade zubereitete. Sie arbeiteten schweigend weiter, Menarx stand immer noch an der Seite, meditierte, die Augen fest geschlossen. Ein paar Minuten vergingen, bevor Menarx¡¯ Augen aufsprangen. "Everon...Unser Lehnsherr ruft." Sagte Menarx, seine Stimme war wieder knapp und fest, und Lord Everon stoppte seine T?tigkeiten. Er brauchte nur einen Blick auf Menarx¡¯ Gesichtsausdruck, um sein Kr?uterbrett beiseite zu legen. "Gehst es ihm gut?" Fragte Lord Everon schnell, als er den Mantel, den er trug, ablegte. "Der Rat wurde zusammengerufen. Unser Lehnsherr spricht von Kaideon und den D¨¹nen-Drachen." Erkl?rte Menarx. "Der Rat? Ein D¨¹nenlord und seine D¨¹nen-Drachen? Welcher st¨¹rmische Wind weht uns denn da entgegen?" Fragte Lord Everon nachdenklich, w?hrend er einen neuen Mantel anlegte. "Wir sollten aufbrechen." Sagte Lord Everon zu Menarx, hielt aber inne, als er sich an Neveahs Anwesenheit erinnerte. "Gut, Neveah...du kennst dich hier aus, also mach dein Tonikum fertig und nimm es so, wie vorgeschrieben." Instruierte Lord Everon. "Kann ich danach gehen?" Neveah fragte nach, und Lord Everon kicherte. "Auf keinen Fall. Du hast doch sicherlich den Auf zur Herstellung des Icid-Umscgs bemerkt?" Fragte Lord Everon und Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf. "Du vergisst niemals etwas, das du einmal gesehen hast... denkst du, ich wei? das nicht?" Fragte Lord Everon und Neveah schnappte nach Luft. "Ich muss meine Pflichten erf¨¹llen, Lord Everon." Erinnerte Neveah. "Gut, dann leg am besten gleich los. Bis mittags brauche ich drei Icid-Umschl?ge, die an die Reiter geliefert werden m¨¹ssen. Ich ube an dich." Sagte Lord Everon, klopfte Neveah auf die Schulter und ging dann mit Menarx weg. Chapter 121: Kr?uterassistent (Kap.121)

Chapter 121: Kr?uterassistent (Kap.121)

Ein leises Seufzen der Erleichterung entwich Neveahs Lippen, als sie das letzte Fl?schchen von Lord Everons Heilbalsam beiseitelegte, der speziell f¨¹r die Drachenreiter zubereitet worden war. Endlich, nach fast einer ganzen Stunde, hatte sie den Umscg fertiggestellt, so wie Lord Everon es ihr angewiesen hatte, und hatte ihn an einem Ort verstaut, wo die erhitzte Mischung abk¨¹hlen und erstarren konnte. Neveah stellte ihn auf ein Gestell in der N?he des Fensters, damit die Luft ihn auf nat¨¹rliche Weise abk¨¹hlen konnte, so wie es Lord Everon gew¨¹nscht hatte. Es war schon genug Herausforderung, dass Neveah sich, wie Lord Everon es prophezeit hatte, an all das erinnern konnte, was sie ihm beim Arbeiten zugesehen hatte, ohne dass er es ihr pers?nlich beigebracht hatte. So konnte sie zumindest versuchen, seine Handlungen nachzuahmen. Zun?chst entnahm Lord Everon das Gift aus der Icid-Wurzel und bewahrte es getrennt auf, bevor er den Saft unter Anwendung eines v?llig anderen Prozesses als bei der ersten Extraktion gewann. Der Grund daf¨¹r war, dass das giftige Material der Icid-Wurzel nicht mit dem Saft vermengt w¨¹rde, wenn er eine direkte Extraktion durchgef¨¹hrt h?tte. Obwohl Icid-Wurzeln nicht selten sind, sind sie schwer zu ernten und daher war jede Wurzel, die durch ein fehlgescgenes Extraktionsverfahren verschwendet wurde, eine zus?tzliche Bstung f¨¹r den Kr?uterkundigen, der Lord Everons Kr?uter besorgte. Neveah achtete bei beiden Prozessen genau darauf, um sicherzustellen, dass sie es beim ersten Versuch richtig machte. In den Zeiten im Pst der Eklipse, als sie gezwungen war, heimlich Gegengifte zu brauen, um das Gift in ihrem Blutkreiuf zu neutralisieren, hatte sie kaum ausreichend Kr?uter zur Verf¨¹gung. Alles, was sie hatte, waren die Kr?utern, die sie selbst gesammelt oder aus der Halle der Omega-Heiler entwendet hatte, sie konnte nicht direkt nach Kr?utern fragen, ohne erkl?ren zu m¨¹ssen, warum die Prinzessin der Eklipse Kr?uter ben?tigte. Eine Frage, die sie nicht gestellt bekommen wollte, da sie selbst keine Antwort darauf hatte. Ihre Stiefmutter zu verschweigen, war der sicherste Weg, einen grausamen Tod zu erleiden, entweder durch Alessio, den Alpha-K?nig Lothaire oder die Alpha-K?nigin Vilma. Neveah kannte ihre eigene Situation nur allzu gut und so stahl sie immer, wenn sie Kr?uter ben?tigte, nur so viel aus der Halle der Omega-Heiler, dass es nicht auffiel. In solchen Zeiten gab es keinen Raum f¨¹r Fehler, selbst wenn Neveahs Stirn vor Schwei?perlen gl?nzte, ihre Haut aufgrund des Giftes in ihrem Blutkreiuf schneewei? wurde und ihre Adern schwarz und ihre H?nde zitternd wurden. Selbst dann musste sie das Gegengift beim ersten Versuch richtig dosieren... denn eine zweite Chance w¨¹rde es nicht geben. Neveah hatte schon in ihrer Kindheit gelernt, in allem, was sie tat, genau zu sein. Lord Everon hatte einmal gesagt, Neveah sei ein Genie... bei dieser Erinnerungchte sie bitter. "Sie wissen nichts...", dachte Neveahs Wolf in dunklen T?nen und Neveah stimmte zu, sie wussten wirklich nichts. Sie war kein Genie... sie war einfach nur jemand, der leben wollte... sie hatte gelernt, sich nur auf ihre eigenen F?higkeiten zu vessen. Neveah war nicht als Genie geboren... sie wurde zu einem, um zu ¨¹berleben. Es dauerte eine ganze Weile, bis Neveah das Extraktionsverfahren f¨¹r die Icid-Wurzel beherrschte, Nat¨¹rlich fand ihr Lernen und ihre Fehler nur im Kopf statt, indem sie sich das Ergebnis jedes Versuchs vorstellte, ohne das Kraut ¨¹berhaupt zu ber¨¹hren. Aber schlussendlich bekam sie es richtig hin und erzielte das gleiche Ergebnis wie Lord Everon. Nachdem sie so viel Zeit und Anstrengung investiert hatte, erinnerte sich Neveah an Menarxs Worte und erkannte, dass er Recht hatte: Lord Everon machte Neveahngsam, aber sicher zu seiner Kr?uterassistentin. Er tat dies auf eine so subtile Art, dass man seine Absichten gar nicht bemerkte, aber mit jedem vergangenen Tag vertraute er Neveah immer mehr wichtige Aufgaben an und sie bemerkte, dass er niemand anderen so behandelte. "Dieser scue... hintersinnige Drache", murmelte Neveah leise und machte sich eine mentale Notiz, Lord Everon wegen seiner Absichten zu kritisieren und ihn daran zu erinnern, dass sie schon genug Arbeit hatte und nicht noch mehr brauchte. Zu diesem Zeitpunkt war sie fast zu sp?t dran, um die gewaschene Kleidung von Lord Xenon abzuholen, aber sie brachte trotzdem noch den Arbeitstisch in Ordnung und sorgte daf¨¹r, dass alle Kr?uter ordentlich aufgereiht waren.Neveah war eine Person, die von Ordnung besessen war. Sie konnte den Anblick von Lord Everons Arbeitstisch, bden mit hunderten von durcheinander geworfenen Kr?utern, die sp?ter von erfahrenen H?nden sortiert werden sollten, nicht ertragen. Nat¨¹rlich war Neveah in der vergangenen Woche die erste Wahl f¨¹r solche Aufgaben, und Neveah war sich nicht sicher, ob es darang, dass Lord Everon ihr vertraute. Aber das war schwer zu uben, wenn man bedachte, dass Lord Everon kaum etwas ¨¹ber sie wusste. Neveah wusste nur, dass seine Pers?nlichkeit um einiges einfacher war als die der anderen Drachenherren, die sie getroffen hatte. Er hatte keine vorgefasste Meinung ¨¹ber sie, sondern beurteilte sie nach dem, was er bisher von ihr gesehen hatte. "Sie sind alle Drachen, aber jeder von ihnen ist so anders...das ist faszinierend." murmelte Neveah zu sich selbst, w?hrend sie die Handschuhe auszog. Sie hatte bereits alle Aufgaben erledigt, die Lord Everon ihr anvertraut hatte, und es war an der Zeit zu gehen. Noch einmal blickte Neveah auf Lord Everons pers?nliches Arbeitszimmer und vergewisserte sich, dass alles in Ordnung war, bevor sie sich auf den Weg machte. Es war ein kurzer Fu?weg, an allen anderen Lagerhallen vorbei, zu Lord Everons Arbeitszimmer. Schlie?lich trat Neveah hinaus und hielt inne, als sie erneut auf f¨¹nfzehn Blicke traf... oder sechzehn, wenn man den k?niglichen Heiler z?hlte, der die Auszubildenden anleitete. Neveah zischte unh?rbar. Seit ihrer Begegnung mit der Fee, Lady Adrienne, an der Br¨¹cke, hatte Neveah ihr Bestes getan, um ihnen aus dem Weg zu gehen und sich auf Anweisung von Davina aus ihrer Sicht zu halten. Wenn es nach Neveah ginge, w?re sie schon neugierig zu wissen... wer in einem Kampf auf Leben und Tod zwischen einem Werwolf und einer Fee als Sieger hervorgehen w¨¹rde? Neveah war eine Person, die schon so viel Ungerechtigkeit ertragen hatte. Wenn sie etwas damit zu tun hatte, w¨¹rde sie nie wieder zssen, dass jemand auf sie herabsehen w¨¹rde. Aber Davina erinnerte Neveah immer wieder daran, dass sie lernen musste, ihren Kopf unten zu halten, um im Drachenturm zu ¨¹berleben. Jeder, den sie im Turm traf, war nicht von einfachem Stand. Da war zum Beispiel Lady Adrienne... eine k?nigliche Fee, die j¨¹ngere Nichte des Feenk?nigs und die j¨¹ngere Schwester von Lord Lodenworths Reiterin. Die Herren Decaron und Lodenworth, in der vergangenen Woche hatte Neveah die beiden verehrten Drachenherren aus der Ferne gesehen und Davina hatte sie erneut daran erinnert, nachdem sie endlich aus der tiefen Verbeugung aufblicken konnte. "Es gibt nur wenige, die als vertrauensw¨¹rdige Helfer des Drachenk?nigs gelten... an erster Stelle steht die K?nigsgarde, und gleich danach kommen der Chef der k?niglichen Garde, Lord Decaron, und der W?chter der Stadt, Lord Lodenworth", hatte Davina gesagt. "Dieser Lord Lodenworth ist kein einfacher Mann. Selbst der kleinste der Lorddrachen wird vom Drachenk?nig hoch geachtet und wertgesch?tzt... in Asvar sind die asvarischen Bestien G?tter... und dann noch solche an der Spitze des Adels wie Lord Lodenworth... man will sich nicht mit ihm anlegen", hatte Davina Neveah mit ernstem Ton gewarnt. Damals konnte Neveah nicht verstehen, wie sie sich mit einem Lorddrachen anlegen konnte, von dem sie nur einen fl¨¹chtigen Blick auf seine dunkelgr¨¹nen Schuppen erhascht hatte, als er im Flug war... Davina gab die Antwort. "Der einfachste Weg, einen Lorddrachen zu ver?rgern, ist, seinen Reiter zu ver?rgern... Lady Ke, es ist bekannt, dass sie ihre kleine Schwester wie ihr eigenes Kind liebt... diese kleine Schwester ist Lady Adrienne und Lady Ke tr?gt das Wappen von Lodenworths Reiterin und geliebter Frau", offenbarte Davina Neveah. Das war alles, was Neveah brauchte, um die Situation zu verstehen und Davinas Rat zu befolgen: Wenn du dich nicht zur¨¹ckhalten kannst, dann halte dich fern. Sieben Tageng hatte Neveah vorsichtig gehandelt, um nicht den Weg von Lady Adrienne und ihren Lakaien zu kreuzen... es war eine m¨¹hsame Aufgabe, aber Neveah schaffte es. Die Gruppe der l?stigen Frauen wagte es nicht, sich Xenons Br¨¹cke zu n?hern, weil sie wussten, dass er dort sein w¨¹rde. Alles, was Neveah tun musste, war, ihnen innerhalb der Mauern des Bergfrieds aus dem Weg zu gehen. Neveah machte es m?glich, indem sienge vor dem Aufwachen abreiste und sp?t genug ankam, dass die adligen Damen beim Abendessen waren. Sie nahm ihre Mahlzeiten in der Bequemlichkeit ihres Zimmers ein und besuchte Lord Everon nur, wenn sie sicher war, dass Lady Adrienne nicht an der Heilerakademie war, und bis jetzt war Neveah erfolgreich. Aber in diesem Moment, als Neveahs Blick ¨¹ber die f¨¹nfzehn angehenden Heilerinnen schweifte, die auf den k?niglichen Heiler warteten, der sie heute anleiten w¨¹rde, blieb ihr Blick an einem Paar vertrauter honigbrauner Augen h?ngen, begleitet von einem unschuldig-sch?nen Gesicht, und Neveah wusste, dass ihr das Gl¨¹ck vessen hatte. Chapter 122: Fassade (Kap.122)

Chapter 122: Fassade (Kap.122)

"Sehe ich es wirklich deutlich? Oder sind es nur meine Augen, die nicht existierende Bilder erzeugen?" Durchbrach eine Stimme die Stille. Nach einem Moment der Stille, in dem f¨¹nfzehn fassungslose Augen Neveah ¨¹berrascht anstarrten, sprach zuerst eine von Lady Adriennes Lakaien, die ke Frau mit dem hochm¨¹tigen Blick und dem tten schwarzen Haar. Davina hatte Neveah verraten, dass diese Frau Lady Celia hie?, ebenfalls eine hervorragende Sch¨¹lerin der Heilerakademie und Auszubildende im letzten Jahr ihrer Ausbildung war, Sie stammte aus einerngen Reihe von Heilern in der Burg der D?mmerung, einer der wichtigsten Festungen der Asvarian-Hochburg. Lady Celia entstammte einemngen Adelsgeschlecht, und obwohl ihre Familie weder Feen, Drachen noch andere ¨¹bernat¨¹rliche Wesen waren, waren sie von reinem asvarischen Blut, was bedeutete, dass sie Drachenblut in ihren Adern hatten. Die Menschen in der Asvarian-Hochburg waren zwar Menschen, aber nach Jahrhunderten waren die Blutlinien und Abstammungslinien miteinander verbunden, egal wie sp?rlich oder weit entfernt die Verbindung war. Daher wurde auch die menschliche Bev?lkerung in zwei Gruppen unterteilt: die Menschen asvarischen Ursprungs, die Sterblichen mit einem gewissen Anteil an Drachenblut in ihren Adern, und die rein sterbliche menschliche Bev?lkerung. Nat¨¹rlich hatten beide Arten von Sterblichen nicht die gleiche Lebensspanne oder Lebenserwartung, w?hrend die rein sterblichen Menschen die gleiche kurze und fl¨¹chtige Lebensspanne hatten wie die Menschen der Eklipse-Dom?ne, Die Menschen mit Drachenblut alterten vielngsamer und lebten viel l?nger, obwohl sie keine ¨¹bernat¨¹rlichen F?higkeiten wie gesteigerte Sinne, Schnelligkeit oder St?rke, Magie und dergleichen hatten. Die Asvarian-Hochburg war ein Ort, an dem so viele verschiedene Spezies unter der Herrschaft des Drachenk?nigs lebten, und es schien wirklich so, als ob nur die Wolfswechsler und einige andere Spezies weit au?erhalb der Reichweite der Drachen waren. Der Drachenk?nig war als oberster Herrscher der Welt bekannt, und Neveah fand es l?cherlich, davon in Erz?hlungen zu h?ren, aber jetzt, wo sie es mit eigenen Augen sah... begann siengsam zu verstehen, warum dieser Titel zutreffend war. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, wie immer waren ihre Gedanken abgeschweift, aber als sie sich wieder auf den Punkt brachte, erinnerte sie sich daran, wie Davina sie immer wieder daran erinnert hatte, dass sie es sich nicht leisten konnte, eines dieser Weibchen zu beleidigen. "Wenn du die Tatsache meinst, dass die neue Dienerin gerade aus dem Privatsaal Seiner Eminenz, der k?niglichen Heilerin, aufgetaucht ist ... dann nein, ich denke, wir sehen alle genau dasselbe." Der andere Lakai, Lady Rosalie, antwortete in einem ver?rgerten Ton. Alle anderen Mitglieder der Gruppe verharrten in v?lligem Schweigen, auch Lady Adrienne. Neveah wusste, dass au?er Lady Adrienne und ihren Lakaien der Rest der angehenden Heilerinnen sich nicht sonderlich um sie oder ihre Existenz k¨¹mmerte. "Hey, du..." begann Lady Celia wieder in einem herassenden Ton, ihre Nase zu einem Grinsen ger¨¹mpft. "Warum kommst du da raus? Ist es in Ordnung, dass jeder die Heilerhalle aufsucht?!" Lady Celia zischte. Neveah sch¨¹rzte die Lippen, die angehenden Heiler wussten nichts von ihrer Verabredung mit Lord Everon wegen ihrer Kr?utertr?nke. Sie wussten auch nicht, dass Neveah nicht nur heute, sondern seit einer Woche jeden Tag in der Heilerhalle war, nur dass sienge nach ihrem morgendlichen Unterricht odernge davor kam, weshalb sie sich nie ¨¹ber den Weg liefen. "Kannst du sprechen?! Celia hat dir gerade eine Frage gestellt!" Lady Rosalie lie? sich nicht unterkriegen und st¨¹rmte als Erste auf die F¨¹?e und zu Neveah hin¨¹ber, Sie versperrte Neveah den Weg, als diese gerade erwog, sich zu entfernen, um eine weitere Konfrontation mit dieser Gruppe von Leuten zu vermeiden, die einen so hohen Status hatten, dass sie niemals im Unrecht sein konnten. "Was machen Sie hier, Diener? Wissen Sie nicht, dass Lord Everons Privatr?ume in seiner Abwesenheit tabu sind? Nicht einmal wir Lehrlinge d¨¹rfen dort hineingehen." Lady Adrienne sprach schlie?lich in einem viel ruhigeren Ton als ihre Kollegen. Das unschuldige L?cheln, das sich auf Lady Adriennes Gesicht niedergssen hatte, verlieh ihr ein freundliches Aussehen, und ihr h?flicher Tonfall erweckte den Eindruck, als habe sie sich nur zu Wort gemeldet, um die Situation zu beruhigen und ihren Mitsch¨¹lern zu zeigen, wie sie richtig vorgehen sollten. Neveah verstand Lady Adrienne nicht wirklich... aber sie hattenge genug mit einer L¨¹ge gelebt, um eine Fassade sofort zu erkennen, wenn sie sie sah. Aus welchem Grund auch immer Lady Adrienne die Heilige spielte, Neveah hatte nicht das Gef¨¹hl, dass sie diesen angehenden Heilern eine Erkl?rung schuldete, und sie hatte auch keine Erkl?rung f¨¹r sie. "Ich muss mich um meine Pflichten k¨¹mmern, ich werde mich zuerst verabschieden." sagte Neveah, als sie sich an Lady Rosalie vorbei zur Seite bewegen wollte, doch Lady Rosalie versperrte ihr immer noch den Weg. Neveahs H?nde rollten sich zu festen F?usten zusammen, w?hrend sie darum k?mpfte, ihre Ruhe zu bewahren, w?hrend ihr Wolf in ihrem Kopf leise knurrte. "Du kannst nicht einfach weggehen, wie du willst! Erkl?re dich oder trage die Konsequenzen!" warnte Lady Rosalie. Neveah spottete leise vor sich hin und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Hast du uns gerade ... verh?hnt?" vengte Lady Celia in einem dunklen Ton, und Neveahs Blick richtete sich schlie?lich auf sie. "Wie kommst du darauf, dass du ein Recht auf meine Erkl?rung hast?" begann Neveah in einem ruhigen Ton. Neveah h?rte ein erschrockenes Aufatmen von einer der anderen Auszubildenden. In der Zwischenzeit waren die drei edlen Damen f¨¹r einen Moment von Neveahs Frage ¨¹berrascht, die ihnen in Erinnerung rief, dass sie gar nicht in der Position waren, von ihr Antworten einzufordern. "Als Heilungsauszubildende der Henstalt..." begann Lady Celia zu argumentieren, doch Neveah unterbrach sie. "Genau...Ihr seid nur angehende Heilerinnen, Ihr d¨¹rft nicht einmal den Studiensaal Eurer k?niglichen Heilerin betreten...Verst?ndlicherweise geht Euch alles, was dort geschieht, nichts an." fuhr Neveah in einem tiefen, dunklen Ton fort. "Wie k?nnt Ihr es wagen, eine Erkl?rung von mir zu fordern? Der private Saal geh?rt noch nicht einmal Euch. Was auch immer f¨¹r Fragen Ihr habt...wendet Euch an Eure k?nigliche Heilerin." "Noch besser, Auszubildende kommen hierher, um zu lernen, nicht wahr?...Also lernt in Ruhe und h?rt auf, st?rend zu sein." endete Neveah mit einem finsteren Blick. "Wenn Ihr mich nun entschuldigen w¨¹rdet... Ich muss zu Lord Xenon, sonst m¨¹sst Ihr mir genau erkl?ren, warum Ihr seine Angelegenheiten verz?gert habt." warnte Neveah, w?hrend sie an Lady Rosalie vorbeiging. Die Augen aller f¨¹nfzehn Auszubildenden verfolgten Neveah, bis sie aus dem Blickfeld verschwand, aber wenn man Lady Adrienne n?her betrachtete, konnte man den b?sen Schein in ihren Augen erkennen. _________________ Es war das Ende eines weiteren Ausbildungsmorgens und die Auszubildenden rundeten die Arbeit des Tages ab, um sie von der k?niglichen Heilerin begutachten zussen, bevor sie gehen konnten. Der junge k?nigliche Heiler hatte den Auszubildenden ein neues und ?u?erst seltenes Kraut vorgestellt, das nur einmal in hundert Jahren geerntet werden kann und in kleinsten Mengen verwendet wird, um seine Ersch?pfung zu vermeiden. Von allen Heilern in der Asvarian-Festung war dieses Kraut nur in der Halle des k?niglichen Heilers erh?ltlich und wurde von ihm pers?nlich geerntet. Das Kraut wurde an einem sicheren Ort aufbewahrt und durfte nicht f¨¹r jeden verwendet werden... nur f¨¹r den Drachenk?nig und seine k?nigliche Garde im Falle eines Lebens- und Todeseinsatzes. Die Auszubildenden wurden ¨¹ber dieses Kraut, seine bekannten Anwendungen, seine Eigenschaften und sein Wachstumsgebiet unterrichtet. Das Kraut war zu kostbar, um herausgebracht zu werden, und so wurde den Auszubildenden am Vortag nur ein fl¨¹chtiger Blick darauf gew?hrt; nun wurden sie gebeten, ihre Gedanken zu dem Kraut zu ?u?ern. Mit allem, was sie bis jetzt ¨¹ber die Eigenschaften und Anwendungsm?glichkeiten des Krauts gelernt hatten, sollten sie neue gesundheitliche Komplikationen herausfinden, bei denen das Kraut als teilweises oder vollst?ndiges Heilmittel dienen k?nnte, Au?erdem sollten sie herausfinden, wie sie die begrenzte Menge, die ihnen zur Verf¨¹gung steht, am besten nutzen und m?glicherweise k¨¹nstlich anbauen k?nnen. Sie hatten die ganze Nacht Zeit, dar¨¹ber nachzudenken, und nach dem Unterricht des n?chsten Tages mussten sie ihren schriftlichen Bericht abgeben. "Adrienne...wie hie? das Kraut noch mal? Das, von dem Heiler Iden gestern zu Beginn des Unterrichts gesprochen hat?" fragte Duncan, einer der Auszubildenden, Adrienne, ein sch¨¹chternes L?cheln auf den Lippen. "Duncan...jeder wei?, dass du nie etwas vergisst, was du einmal geh?rt hast, wenn du nur einen Vorwand suchst, um Addies Stimme zu h?ren, solltest du einen besseren finden." antwortete Rosalie am¨¹siert. "Ich kam gestern zu sp?t in den Unterricht, nat¨¹rlich habe ich es nicht geh?rt...was wei?t du schon?" Duncan brummte ver?rgert, obwohl sein Gesicht rot geworden war. "Schuppenflechte, Heilerin Iden sagt, sie sei am n¨¹tzlichsten f¨¹r Drachen und verspr¨¹he eine hitzige Aura, daher wurde sie so genannt." antwortete Adrienne auf Duncans Frage mit einem kleinen L?cheln. "Du solltest versuchen, wie Adrienne zu sein...so anmutig und zur¨¹ckhaltend, du mischst dich immer in jedes Gespr?ch ein." belehrte Duncan die geschw?tzige Rosalie. "Du.."- Rosalie fing an zu toben, wurde aber unterbrochen. "Vielen Dank, gn?dige Frau." Duncan sprach ¨¹ber Rosalies Stimme hinweg und l?chelte Adrienne warm an, bevor er Rosalie einen finsteren Blick zuwarf. "Wie kann er es wagen?!" Rosalie zischte, w?hrend sie Duncan hinterherblickte. "Rosa...," Celia unterbrach sie in einem missbilligenden Ton. "Was hat Addie immer gesagt...selbst Hunde k?nnen freundlich behandelt werden, snge sie daran denken, dass sie immer unter deinen F¨¹?en sein werden. So k?nnen sie noch n¨¹tzlich sein, wenn die Zeit gekommen ist." erinnerte Celia in einem leisen Tonfall. "Duncan? Er mag ein Genie sein...aber er ist nichts weiter als ein gew?hnlicher Sterblicher...warum die M¨¹he?" tadelte Celia. Rosalie schnaubte leise, nickte aber, w?hrend Adrienne, die die ganze Zeit ¨¹ber geschwiegen hatte, ein finsteres L?cheln zeigte. Chapter 123: Mein Weg (Kap.123)

Chapter 123: Mein Weg (Kap.123)

Im k?niglichen Bergfried war es bereits dunkel, doch die Lichter in der Heilerhalle leuchteten noch hell, was auf die nochufenden Aktivit?ten in der Halle hindeutete. Die meisten Heiler, sowohl die Auszubildenden als auch die anderen, hatten sich bereits f¨¹r den Tag verabschiedet, nur einige wenige waren noch zur¨¹ckgeblieben, und auch sie packten ihre Sachen zusammen und machten sich bereit, sich zu verabschieden. "Addie... kannst du das nicht auf einen anderen Tag verschieben? Wir m¨¹ssen uns im Morgengrauen in der Heilerakademie zur¨¹ckmelden, und es ist schon so sp?t in der Nacht, dass sogar die Flugpatrouillen schon abgeflogen sind." "Wir sollten jetzt zur¨¹ckgehen, ich kann nach all den Aktivit?ten des Tages kaum noch die Augen offen halten, ich brauche dringend meinen Sch?nheitsscf, damit ich nicht von einer Heilerin in eine Patientin verwandelt werde, die medizinische Hilfe braucht." begte sich Rosalie in einem ersch?pften Ton, w?hrend sie ihren Kopf gegen die Lehne ihres Stuhls lehnte. Celia sa? ebenfalls irgendwo an der Seite, den Kopf in eine Krankenakte vergraben, w?hrend Adrienne ¨¹ber einer Heiztte schwebte und methodisch und konzentriert ein Tonikum zubereitete. Ihre perfekt gew?lbten Brauen waren zu einer Stirn gerunzelt, w?hrend sie eine seltsame Fl¨¹ssigkeit tr?pfchenweise in das Tonikum gab, wobei die kochende Fl¨¹ssigkeit ein zischendes Ger?usch von sich gab. Ihre Konzentration war unver?ndert, auch wenn Rosalie sichutstark beschwerte und gte, um Adriennes Aufmerksamkeit zu gewinnen. "Du sprichst, als w¨¹sstest du nicht, wie sehr Addie sich der Heilkunst verschrieben hat? Sie ist von Geburt an eine Fee, und die Feen werden mit einer Affinit?t zur Natur geboren ... sie sind auch geborene Heiler." Celia meldete sich von ihrem tz aus zu Wort und informierte Rosalie ¨¹ber das, was sie bereits wusste. "Ich wei? es. Immer, wenn wir ein Thema bekommen, das in der n?chsten F¨¹hrung behandelt werden soll, sammelt Addie im Voraus alle dazugeh?rigen Kr?uter und ¨¹bungen ... stundeng und manchmal die ganze Nacht hindurch." Rosalie grummelte in einem s?uerlichen Ton. "Da du es schon wei?t, gibt es keinen Grund, ein Aufhebens zu machen? Ich denke, wir werden hier nicht weggehen, bis Addie das Tonic richtig hinbekommen hat, so ... Duncan beansprucht nicht wieder die h?chste Punktzahl f¨¹r sich, dieser Rang geb¨¹hrt Addie." Celia antwortete mit einem Achselzucken. "Mir gef?llt auch der Gedanke nicht, dass ein Niemand ¨¹ber uns steht, aber wir sind adlige Damen, Addie ... wir haben gr??ere Sorgen, als nur in den Heilk¨¹nsten ausgezeic zu sein." erinnerte Rosalie. "Du kannst es dir leisten, nur in den wenigen Dingen, die du dir ausgesucht hast, exzellent zu sein oder gar nichts und alles nur zum Spa? zu machen, aber Addie ist nicht wie wir." "Sie ist in die k?nigliche Linie der Fae hineingeboren, sie muss in allem ¨¹berragend sein ... gro?e Erwartungen ruhen auf ihr ... weit ¨¹ber das hinaus, was wir begreifen k?nnen, wie kannst du das verstehen?" erwiderte Celia und warf einen Blick auf Rosalie. "Ich muss es nicht verstehen, ich wei? nur, dass Addie die perfekte Frau ist und dass sie ihre wahre Leistung erbringen wird, wenn sie Reiterin eines der Lorddrachen wird, warum sich mit all dem herumscgen?" fragte Rosalie mit einem Seufzer. Rosalies Worte lie?en Adrienne innehalten, es schien, als sei endlich etwas gesagt worden, das Adriennes Aufmerksamkeit erregen konnte, und so hielt sie unbewusst in ihren Handlungen inne, bevor sie wieder weitersprach. "Du wei?t, dass das kein Thema ist, ¨¹ber das du so leicht sprechen solltest." Celia unterbrach sie und warf Rosalie einen strengen Blick zu. "Es tut mir leid, Addie. Ich h?tte es nicht erw?hnen sollen." Rosalie entschuldigte sich, mit einem Ausdruck von Schuldgef¨¹hlen im Gesicht. "Entschuldigung? Warum sollte es dir leid tun?" Adrienne sprach endlich, w?hrend sie dem Tonic eine weitere Zutat hinzuf¨¹gte und einen silbernen Stab in die Hand nahm, den sie in den kochenden Tonic tauchte undngsam umr¨¹hrte. "Ich wurde als Reiterin geboren und bin dazu erzogen worden. Meine Schwester und ich ... nur weil ich meinen Herrn Drachen noch nicht gefunden habe, hei?t das nicht, dass ich es nicht tun werde." fuhr Adrienne in ruhigem Tonfall fort. "Es ist nicht deine Schuld, Addie, es ist schwierig, das Paarungsband zwischen zwei Spezies zu entdecken ... besonders bei einer Spezies wie den Drachen, wo das Paarungsband nur auf eine Ber¨¹hrung der Haut an der wertvollsten Schuppe eines Drachen reagiert." tr?stete Celia und warf Rosalie einen weiteren Blick zu. "Es ist in der Tat schwierig ... eine solche N?he ist notwendig, denn es gibt nichts, was ein Drache mehr verabscheut, als wenn sich jemand Unvertrautes ihm zu sehr n?hert, ganz zu schweigen davon, dass sie ihre umgekehrte Schuppe mit ihrem Leben besch¨¹tzen." Rosalie schnaubte wehm¨¹tig. "Es ist schwierig, aber nicht unm?glich ... bevor man an die Paarungsbindung denkt, muss man erst das absolute Vertrauen des Herrn Drachen gewinnen." "Meine Schwester hat zwei Jahrzehnte gebraucht, um sich Lodenworths Vertrauen zu verdienen, und sie wurde vom Sch?pfer gese, denn ihre Bem¨¹hungen waren nicht umsonst, als ihr eine Ber¨¹hrung von Lodenworths kostbarer Schuppe eubt wurde... ihr Paarungsband wurde als wahr best?tigt." murmelte Adrienne. "Aber wenn sich herausstellte, dass das Paarungsband nicht echt war... geh?rte das Herz von Lodenworth bereits meiner Schwester." "Daher muss man bedenken, dass die Eroberung des Herzens eines Drachens gr??er ist als jedes Paarungsband... Ich erwarte nicht, unter den Lorddrachen eine wahre Gef?hrtin zu finden, nicht jeder kann so gese sein wie meine Schwester." "Aber Partnerbindung hin oder her, ich werde das Herz eines der Lorddrachen f¨¹r mich beanspruchen... mich mit ihm verbinden und mich den Reihen der Reiter anschlie?en, erst dann werde ich die Erwartungen meiner Familie erf¨¹llt haben." sagte Adrienne mit einem kleinen L?cheln. "Dann hast du also noch keinen der Lorddrachen ins Visier genommen?" fragte Rosalie eifrig und machte gro?e Augen vor Interesse. "Oh ... das habe ich. Warum sonst bin ich in den Drachenturm gekommen, wenn nicht wegen dem, der ihn beherrscht?" sagte Adrienne schmunzelnd. "Du meinst...?" fragte Rosalie erschrocken. "Der prestigetr?chtigste Drache von allen ... mit Schuppen aus schimmerndem Gold, das ist das Herz, das ich will, meine Schwestern." erwiderte Adrienne. Rosalie schnappte nach Luft, ihre Hand schoss zum Mund, w?hrend sie sich in der Halle umsah, um sicherzustellen, dass niemand sonst Adriennes Worte h?rte. Auch Celia hatte ihr Buch beiseite gelegt, und obwohl sie sich bem¨¹hte, einen neutralen Gesichtsausdruck zu bewahren, war es offensichtlich, dass auch sie ¨¹ber Adriennes Enth¨¹llung schockiert war. "Macht den Mund zu ... ihr werdet Fliegen fangen." riet Adrienne und beide M?dchen ppten den Mund zu. "Ist es denn in Ordnung, wenn ihr euch den ganzen Tag in der Heilerhalle ¨¹ber Tonika abqu?lt, um das zu erreichen? Solltet ihr nicht dar¨¹ber nachdenken, wie ihr dem Drachenk?nig n?her kommen k?nnt?" fragte Celia verwirrt. "Ein Weg... Daran habe ich schon gedacht, bevor ich hierher kam. Welcher Heiler? Das ist mein Weg." Adrienne antwortete mit einem Grinsen. "Wie das?" fragte Rosalie verbl¨¹fft. "Wie lustig w?re es, wenn ich alles auf einmal verraten w¨¹rde? Du musst nur wissen, dass jedes Tonikum, das ich zusammenbraue, jede Anleitung, die ich auszeichne, mich meinem Ziel einen Schritt n?her bringt." erwiderte Adrienne und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Dass du uns das alles erz?hlst, ist r¨¹hrend, dein Vertrauen in uns." sagte Rosalie in einem warmen Ton. Adrienne kicherte leise und neigte ihren Kopf zur Seite. "Ihr beide seid schon songe an meiner Seite, wenn die Zeit gekommen ist, werde ich immer noch eure Hilfe brauchen ... nat¨¹rlich gibt es nichts zu verbergen ... warum?" "Weil ihr euch gleich an nichts von dem erinnern werdet, was ich gesagt habe." beendete Adrienne mit einem L?cheln, w?hrend sie ¨¹ber ihre Schulter blickte und ihre Augen hell aufleuchteten. _______________ "Wann hast du mit dem Tonic aufgeh?rt?" fragte Celia, und ein leises G?hnen entkam ihren Lippen, als sie den Kopf von dem Tisch hob, auf dem sie ruhte. "Wie bin ich ¨¹berhaupt eingescfen?" fragte Celia erneut verbl¨¹fft. "Der Tag war hektisch, es ist nat¨¹rlich, dass du m¨¹de bist. Weck Rosa auf, wir m¨¹ssen uns jetzt in unser Quartier zur¨¹ckziehen." sagte Adrienne, w?hrend sie das selbst gemachte Tonic wegstellte. Erst dann fiel Adriennes Blick auf einen Stapel B¨¹cher, den die k?nigliche Heilerin Iden zur¨¹ckgssen hatte. "Diese B¨¹cher sind wertvolle medizinische Aufzeichnungen, wir k?nnen sie nicht hier herumliegenssen, damit die Diener sie nicht beim morgendlichen Aufr?umen zerst?ren." sagte Celia und stellte sich neben Adrienne. "Vielleicht sollten wir sie in die Halle Seiner Eminenz bringen?" fragte Adrienne achselzuckend. "Nat¨¹rlich nicht! Wir haben keinen Zutritt, schon gar nicht in seiner Abwesenheit." erinnerte Rosalie schnell, die Reste des Scfes verfl¨¹chtigten sich bei der Erw?hnung, etwas Gef?hrliches zu tun. "Beruhige dich, Rosa, wir wissen, dass wir uns nicht in das Arbeitszimmer Seiner Eminenz wagen sollten. Heiler Iden muss in seiner Eile vergessen haben, die B¨¹cher ins Regal zu stellen, wir werden sie einfach in der ?u?eren Bibliothekssen und gehen". erwiderte Celia mit einem Augenrollen. Adrienne sprach nicht weiter, sondern ging zu dem Tisch hin¨¹ber, nahm ein paar der B¨¹cher mit und ¨¹berlie? den Rest Celia und Rosalie, w?hrend sie sich auf den Weg in die innere Halle machte. "Ist das wirklich in Ordnung? Ich ube nicht, dass das eine gute Idee ist." sagte Rosalie unsicher, aber sie f¨¹gte sich, nahm ihren Teil der B¨¹cher und folgte Adrienne in die Halle. Chapter 124: Ein verborgenes Abteil (Kap.124)

Chapter 124: Ein verborgenes Abteil (Kap.124)

"Addie, wir sollten gehen." zischte Rosalie besorgt, als sie die B¨¹cher in den Regalen abstellten. Aber gerade als sie das taten, begann Celia, die anderen B¨¹cher im Regal zu durchst?bern, nahm eines heraus und bl?tterte schnell durch die Seiten, bevor sie zum n?chsten ging. "Was machst du da?!" zischte Rosalie, als sie sich auf den Weg machte, aber nicht bemerkte, dass die anderen beiden ihr folgten. Celia war immer noch damit besch?ftigt, die Regale zu durchsuchen, und Adrienne hatte ebenfalls ein bestimmtes Buch in die Hand genommen und bl?tterte es mit vagem Interesse durch. Als B¨¹cherwurm, wie Celia einer war, nahm sie sich beim Anblick so vieler B¨¹cher immer einen Moment Zeit, um die B?nde und ihren Inhalt zu durchst?bern. "Celia!" Rosalie zischte ?ngstlich und erntete daf¨¹r einen b?sen Blick von Celia. "Beruhige dich, Rosa, wir haben immer noch Zutritt zu den ?u?eren Hallen, nur Lord Everons privates Arbeitszimmer ist tabu." erinnerte Celia selbstbewusst. Rosalie stie? einen leisen Seufzer aus und blickte zum Eingang der Halle. Normalerweise war sie die gespr?chigste, aber im Gegensatz zu ihrer scheinbar k¨¹hnen Pers?nlichkeit war sie in Wirklichkeit die sch¨¹chternste. Es fiel ihr schwer, den Gedanken zu ertragen, dass der k?nigliche Heiler jederzeit zur¨¹ckkehren k?nnte, er war daf¨¹r bekannt, dass er bis in die sp?ten Stunden arbeitete, und nachdem er den ganzen Tag weg war, war Rosalie sicher, dass Lord Everon in die Heilerhalle zur¨¹ckkehren w¨¹rde. Nun war Lord Everon niemand, den sie mit ihrem Adelsstand unterdr¨¹cken konnten, er war ein Lord Drache und von hohem Adel, Er konnte ihr Leben mit einem Fingerschnippen beenden, und wer von den angehenden Heilern wusste nicht, wie leicht er zu ver?rgern war? Obwohl Lord Everon eine scheinbar leichtlebige Pers?nlichkeit war, wussten diejenigen, die einmal mit seinem Zorn konfrontiert worden waren, wie schrecklich Lord Everon sein konnte. "Trotzdem ist niemand sonst hier. Die j¨¹ngeren Heiler haben sich f¨¹r heute zur¨¹ckgezogen, und Lord Everon ist noch nicht zur¨¹ckgekehrt, ich ube nicht, dass es etwas n¨¹tzt, wenn wir hier erwischt werden." ¨¹berlegte Rosalie. "Wir sind nur gekommen, um die B?nde wieder in die Regale zu stellen, das ist eine Aufgabe, die wir jeden Tag erledigen, warum sollte es anders sein, nur weil niemand hier ist?" fragte Celia erneut und sah sich die anderen B?nde genau an. "Rosa hat recht, wir haben hier nichts mehr zu tun. All diese B¨¹cher werden auch noch hier sein, wenn du morgen rauskommst, es gibt keinen Grund, sich jetzt mit ihnen zu besch?ftigen. Au?erdem brauchst du die Eubnis von Heilerin Iden, um ein Buch herauszunehmen." sagte Adrienne in einem gngweilten Ton. "Was soll das hei?en, wir haben nichts mehr zu tun? Wie Rosa schon sagte, ist Seine Eminenz abwesend und das schon den ganzen Tag. Er wurde in aller Eile weggerufen, ich bin mir sicher, dass es mit Hofangelegenheiten zu tun hat." "Wenn Seine Eminenz noch nicht zur¨¹ckgekehrt ist, dann muss der Grund f¨¹r seine Vodung von gro?er Bedeutung sein, er sollte f¨¹r eine Weile nicht zur¨¹ckkehren." sagte Celia mit einem misstrauischen L?cheln. "Na und? Worauf willst du hinaus?" fragte Adrienne mit einer hochgezogenen Augenbraue und Celia grinste. "Wir haben noch nie einen Blick in das Arbeitszimmer von Lord Everon geworfen." "Ich habe geh?rt, dass es mit den seltensten Kr?utern und den detailliertesten Aufzeichnungen ¨¹ber Heilmethoden gef¨¹llt ist ... w?re es nicht eine Verschwendung, wenn wir es uns nicht ansehen w¨¹rden?" fragte Celia und wackelte mit den Augenbrauen. "Du meinst ... in Lord Everons privatem Arbeitszimmer herumschn¨¹ffeln?!" rief Rosalie im Fl¨¹sterton aus. "Sprich leiser!" tadelte Celia, und Rosalie schlug die H?nde vor den Mund. "Man kann es nicht als Schn¨¹ffelei bezeichnen, wenn wir nur einen Blick darauf werfen und dann weitergehen. Ich meine, wenn Lord Everon diesen Diener hereinl?sst, warum k?nnen wir nicht selbst hineingehen?" fragte Celia. "Was auch immer es ist, der Diener wurde herbeigerufen. Eine Vodung ist das Einzige, was dir Zugang zu Lord Everons privatem Studiensaal gew?hrt, sonst w?re sie schwer bestraft worden." "Ich war schon ein paar Mal dort, es gibt nichts Besonderes an Lord Everons Arbeitszimmer." antwortete Adrienne ausdruckslos. Doch die Erw?hnung des neuen Dieners hinterlie? einen bitteren Geschmack auf Adriennes Zunge, so bitter wie das Gef¨¹hl in ihrem Herzen, als sie die bezaubernd sch?ne Dienerin erblickte ... eine Sch?nheit, die ihre eigene in den Schatten stellen konnte. Wie konnte Adrienne eine solche Dienerin nur bevorzugen? "Komm schon, Addie, ein Blick wird niemandem schaden. Rosa und ich sind noch nie herbeigerufen worden, k?nnen wir nicht einmal einen kurzen Blick darauf werfen?" beharrte Celia. "Nun, ich sehe darin kein Problem. Eben noch hattet ihr es eilig, euch in euer Quartier zur¨¹ckzuziehen." Adrienne wies darauf hin. "Das bin ich immer noch." Rosalie grummelte, W?hrenddessen war Celia bereits auf dem Weg in Lord Everons Arbeitszimmer, und Rosalie folgte ihr widerwillig, da ihre Neugierde ¨¹ber ihre Angst siegte. Adrienne gingngsam hinter ihnen her, sie hatte immer zu den Besten der sse geh?rt und besuchte Lord Everons privates Arbeitszimmer oft genug, um eine pers?nliche F¨¹hrung zu erhalten. Dieses Privileg war nur den drei rangh?chsten angehenden Heilern verg?nnt. Adrienne sah keinen Grund, so neugierig auf ein Arbeitszimmer zu sein, aber sie g?nnte es Celia und Rosalie ... wenn der Verstand feststellte, dass ein Teil des Ged?chtnisses verd?chtig fehlte, war es eine nat¨¹rliche Reaktion, eine neugierigere Natur an den Tag zu legen. Adrienne hatte es ihnen abgenommen ... und es war auch nicht das erste Mal, dass sie bereit war, sie ihre Neugier mit anderen Reizen befriedigen zussen. Adrienne kam schlie?lich an der T¨¹r an, die von den beiden einen Spalt offen gssen wurde, und als sie eintrat, blieb sie ruhig stehen und lie? ihren Blick abwartend schweifen. Adrienne war nie neugierig auf Lord Everons Arbeitszimmer gewesen, solche trivialen Dinge interessierten sie nicht, aber sie wusste von allem, was in Lord Everons Arbeitszimmer zu sehen war. Es war f¨¹r Adrienne wie ein Instinkt, alles um sich herum zur Kenntnis zu nehmen, sie hatte nicht die Mu?e, unwissend zu sein wie die beiden anderen Frauen. Und da Adrienne wusste, wo alles in Lord Everons Halle zu finden war, war es nur nat¨¹rlich, dass sie auf alles achtete, was nicht in Ordnung war. In dem Moment, in dem Adriennes Blick ¨¹ber die weite Halle schweifte, blieb er auf einem Teil der Wand in der N?he von Lord Everons Schreibtisch h?ngen, der leicht hervorstand. Auf den ersten Blick war dieser Teil der Wand rechteckig, direkt in die Wand geschnitten, und Adrienne erkannte, dass sich in der Wand ein Geheimfach befand, das nicht richtig geschlossen war. Das war etwas, das nicht jedem auf den ersten Blick auffiel, aber Adrienne war nicht irgendjemand, und endlich etwas zu sehen, das sie bei ihrem letzten Besuch nicht gesehen hatte, machte Adrienne neugierig. Bevor Adrienne jedoch dar¨¹ber nachdenken konnte, was sie tun sollte, kehrten Celia und Rosalie an ihre Seite zur¨¹ck. "Wir sollten jetzt gehen." sagte Celia l?chelnd, w?hrend Rosalie einen betr¨¹bten Gesichtsausdruck aufsetzte. "Addie?" rief Celia erneut, als Adrienne nicht antwortete, ihren Blick immer noch auf das Abteil gerichtet. "Oh, ja ... ja, das sollten wir." Adrienne riss sich von der Aufforderung zur Aufmerksamkeit los und f¨¹hrte sie aus dem Arbeitszimmer. Als die drei aus dem Saal der Heilerin traten und die G?nge hinuntergingen, direkt vor dem aufsteigenden Raum, hielt Adrienne in ihrem Schritt inne. Sie konnte den Gedanken an das Geheimfach und das, was sich darin befinden mochte, immer noch nicht absch¨¹tteln, vor allem jetzt, wo es noch eine Chance gab, es herauszufinden. Wann w¨¹rde Lord Everon das n?chste Mal bis zu dieser Stunde nicht in seinem Arbeitszimmer sein? "Addie? Gibt es ein Problem?" fragte Rosalie, als Adrienne nicht mit ihnen in das aufsteigende Zimmer kam. "Oh, ich habe etwas in der Halle der Heilerin vergessen. Ich werde zur¨¹ckgehen und es holen. Ihr beide k?nnt ohne mich weitergehen." sagte Adrienne, Ohne eine Antwort abzuwarten, drehte sie sich um und machte sich auf den Weg zur¨¹ck in Richtung des Heilersaals. Die Wachen an den T¨¹ren hielten Adrienne nicht auf, da sie mit ihrer Anwesenheit in der Heilerhalle bereits vertraut waren. Bald war Adrienne wieder in der Halle und blickte sich um, au?er ihr war niemand mehr da, und so ging Adrienne in die ?u?ere Halle und folgte dem Gang, der direkt zu Lord Everons Privatgemach f¨¹hrte. Sie f¨¹hlte sich weder nerv?s noch unbehaglich, selbst wenn sie erwischt werden sollte, w¨¹rde sie einen Weg finden, sich aus der Sache herauszuwinden. Adrienne betrat Lord Everons Privatsaal und schaute sich noch einmal um, dann ging sie zu dem Geheimfach, das sie zuvor gesehen hatte. Als sie es ?fe, entkam Adrienne ein leises Schnaufen, als sie sofort erkannte, was sich darin befand. "Molt-Schuppen..." fl¨¹sterte Adrienne in einem schockierten Ton. Es war tats?chlich das kostbare Kraut, von dem die angehenden Heiler gelehrt worden waren, ein Kraut, das nur einmal in einem Jahrhundert wuchs und von Lord Everon sehr gesch?tzt wurde. Es gab nur einen einzigen St?ngel davon... f¨¹r ein so kostbares Kraut, wenn der verschwinden w¨¹rde... Ein finsteres Grinsen legte sich auf Adriennes Lippen, als ihr eine Idee in den Sinn kam... Chapter 125: Rechtm??iger Platz (Kap.125)

Chapter 125: Rechtm??iger tz (Kap.125)

Ein pl?tzlicher Ruck in ihrem inneren Bewusstsein riss Neveahs Augen auf. Sie setzte sich auf ihrem Bett auf und g?hnte leise. "Es ist noch nicht einmal Morgend?mmerung, mich zu dieser Zeit zu wecken ist einfach grausam.", dachte Neveah an ihre W?lfin, wobei sie wusste, woher der pl?tzliche Ruck kam. "Wir sind schon ¨¹ber eine Woche hier, ich muss mich dehnen.", erwiderte Neveahs W?lfin in einem spitzen Ton. "Dehnen?! Meinst du, nach drau?en gehen undufen? Hier im Drachenturm?", fl¨¹sterte Neveahut und erntete daf¨¹r einen sp?ttischen Blick von ihrer W?lfin. "Ja, Veah, das ist genau das, was ich meine. Du hast versprochen, mich nie wieder zu unterdr¨¹cken. Das hier ist Unterdr¨¹ckung.", erinnerte Neveahs W?lfin angend. "Ich...", begann Neveah, brach aber ab. Da sie keine Worte hatte, um sich zu verteidigen, biss sie sich schuldbewusst auf die Lippe. Die Worte ihrer W?lfin schmerzten ihr Herz, vor allem weil Neveah wusste, wie recht ihre W?lfin hatte. Neveah hatte ihre W?lfin nach ihrer ersten Verwandlung dreizehn Jahreng unterdr¨¹ckt, aus Angst vor den Eclipse Royals. Und jetzt tat sie genau das Gleiche wegen der Drachen. Bei all dem war Neveahs W?lfin am st?rksten betroffen. Es erinnerte Neveah daran, wie unw¨¹rdig sie war, eine W?lfin wie ihre zu haben. "Okay, die Drachen wissen nicht, dass ich deine Existenz vor den Eclipse Royals verborgen habe. Sie uben, dass jeder von dir wei?... Und es sollte kein Problem sein, selbst wenn wir gesehen werden.", beschloss Neveah, als sie vom Bett aufstand. Sie trug immer noch ihr Nachthemd, ein weiches Baumwollkleid, das, wie man sich denken kann, pechschwarz war. Die N?herin hatte Neveah nie etwas anderes gegeben. Lord Rodrick sagte, dass Neveah sich daran gew?hnen musste, immer Xenons Farbe zu tragen, da sie jederzeit zu ihrer Aufgabe als seine Dienerin gerufen werden konnte. Obwohl Neveah immer noch keinen Grund daf¨¹r sah, musste sie zugeben, dass es Vorteile hatte, Xenons Farbe zu tragen. Alle au?er den drei Hexen aus dem Heilungshalle mieden Neveah wie die Pest. Jeder Tag, den Neveah als Xenons Dienerin ¨¹berlebte, versetzte die Bewohner der Burg in einen Schockzustand. Sowohl Diener als auch andere Bedienstete hielten sich so weit wie m?glich von Neveah fern. Xenon war der schwarze Unhold, ein Terror, der von allen gef¨¹rchtet wurde, sowohl von Drachen als auch von jeder anderen Spezies Asvars. Niemand konnte verstehen, wie Neveah Xenon ¨¹berleben konnte, aber sie wussten, dass sie snge sie Xenons Farbe trug, unter seinem Schutz stand und nicht beleidigt werden konnte. Es war ein bitters¨¹?er Schutz. W?hrend Neveah dankbar war f¨¹r den Frieden und die Sicherheit, der sie allen vermieden wurde, bedeutete das auch, dass die Menschen, mit denen sie sich umgeben k?nnte, beschr?nkt waren auf Davina, die Lords Everon und Menarx und letztlich Xenon selbst. Das war ein kleiner Kreis im Vergleich zu den Tausenden von Bewohnern des Drachenturms... aber Neveah war damit zufrieden. Sie hatte sowieso nicht vor, sich zunge im Turm aufzuhalten. Es gab keinen Grund, unn?tig bekannt zu werden. Neveah sp?hte aus ihrem Zimmer und schaute kurz in den Flur, um sicherzustellen, dass alle adligen Damen, die in diesem Saal wohnten, sich f¨¹r die Nacht zur¨¹ckgezogen hatten. Es waren noch ein paar Stunden bis zum Morgengrauen und nach Neveahs Berechnungen war noch genug Zeit, um hinauszugehen und rechtzeitig in ihr Quartier zur¨¹ckzukehren, um die Vorbereitungen f¨¹r den Tag zu beginnen. "Es geht los...", murmelte Neveah, als sie ihr Zimmer verlie? und ihre T¨¹r schloss. Als Neveah sich umdrehte, weiteten sich ihre Augen leicht, als sie den zusammengekniffenen Blick von Lady Adrienne bemerkte, die gerade aus dem Aufstiegsraum kam. F¨¹r einen Moment starrten sie sich nur an. Auch Lady Adrienne war sichtlich schockiert, Neveah zu sehen, aber sie richtete ihre Gesichtsz¨¹ge schnell wieder auf und Neveah tat dasselbe, ihr Gesichtsausdruck wurde leer. Neveah wusste sehr wohl, dass die drei Hexen ihr Quartier in unmittelbarer N?he des ihren hatten. Sie hatte das herausgefunden, w?hrend sie sich fragte, welche Rachefeldzug sie gegen sie f¨¹hrten, das sie so eifrig auf sie herumhackten. Die adligen Damen des vierten Levels waren alle arrogant und grausam, zumindest alle, denen Neveah bege war. Sie sch?tzten es nicht, dass ein unbekannter Fremder die gleichen Privilegien genoss wie sie selbst. Das wusste Neveah und daher tat sie, wie Davina ihr geraten hatte, ihr Bestes, um Begegnungen mit ihnen zu vermeiden. Aber es war schwierig, den drei Hexen, Lady Adrienne und ihren Lakaien v?llig aus dem Weg zu gehen, da sie t?glich die Halle der Heilerin aufsuchte. Lady Adrienne, die ihren Schock ¨¹berwunden hatte, ging mitngsamen Schritten zu Neveah hin¨¹ber, ein freundliches L?cheln auf den Lippen. Das L?cheln sah so nat¨¹rlich und m¨¹helos aus, dass Neveah nur schwer entscheiden konnte, ob sie besser darin war, die S¨¹ndenlosigkeit vorzuspielen, als Lady Adrienne es war, oder ob sie in ihrem kurzen Leben nie das Niveau von Lady Adrienne hatte erreichen k?nnen. Neveah vermutete Letzteres, denn Lady Adriennes L?cheln wirkte so echt, dass Neveah selbst darauf hereingefallen w?re, wenn sie nicht schon so vertraut mit einem solchen Schauspiel gewesen w?re. Man sagt, dass Feen einenge Lebenserwartung haben, sie k?nnten Jahrhunderte leben und trotzdem ihr jugendliches Aussehen bewahren. Sie alterten extremngsam und als sie Adrienne ansah, wollte Neveah nicht dar¨¹ber spekulieren, wie viele Jahrhunderte sie bereits gelebt hatte. Lady Adrienne blieb einige Schritte von Neveah entfernt stehen und betrachtete einen Augenblickng Neveahs Kleidung. In diesem Moment konnte Neveah schw?ren, dass sie eine Ver?nderung in Adrianne¡¯s freundlichem Gesichtsausdruck bemerkte, aber sie war im n?chsten Moment verschwunden und Neveah konnte nicht sagen, ob sie sie ¨¹berhaupt gesehen hatte. Diese Selbstbeherrschung, das musste Neveah eingestehen, sie konnte selbst nach zwei Lebenszeiten, in denen sie eine L¨¹ge lebte, nicht mit Lady Adrienne mithalten. "Ich wollte mich daf¨¹r entschuldigen, dass ich Sie vorhin befragt habe..." "Es gibt viele Regeln, die unser Handeln im Bergfried leiten. Es war nur seltsam, einen Diener das private Arbeitszimmer vessen zu sehen, besonders in der Abwesenheit Seiner Eminenz." begann Lady Adrienne in einem entschuldigenden Ton. "Erst nach Ihren Worten wurde mir r, dass Sie nicht wie jeder andere Diener zu sein scheinen..." fuhr Lady Adrienne fort und ihr Blick wanderte zur T¨¹r, aus der Neveah gerade getreten war. "Sie sind etwas Besonderes..." sagte Lady Adrienne und lie? ihre Worte im Raum h?ngen. Neveah war sich nicht sicher, ob das nun ein Kompliment oder eine Drohung war. Lady Adriennes Tonfall war warm und freundlich, aber es war ein Hauch in ihrer Stimme, den Neveah nicht deuten konnte. Sie entschied daher, nichts darauf zu antworten. "So, Sie stimmen nicht zu, dass Sie etwas Besonderes sind?" fragte Lady Adrienne mit einem leisen Lachen. "Ich ube, ich verstehe Ihre Definition von ¡¯besonders¡¯ nicht." antwortete Neveah ausdruckslos. "Sie brauchen nicht bescheiden zu sein. Viele haben die Hallen dieses Bergfrieds durchschritten, doch ein Wolfswandler auf Drachengebiet? Sie sind die erste." stellte Adrienne fest. "Und Sie sollten auch wissen, dass Ihre Art die einzige ist, die nie der obersten Regel Treue geschworen hat." f¨¹gte Adrienne hinzu. "Meine Art neigt nicht zur Unterwerfung. Es ist ein angeborener Zug, nehmen Sie es nicht pers?nlich." antwortete Neveah gssen. "Ah, Sie verstehen mich falsch. Wir haben nicht ihr Unkonvention zu Herzen genommen... Drachen sind keine sehr vergebende Rasse. Warum uben Sie, l?uft sonst niemand Ihrer Art durch die reichen L?ndereien der Asvarian-Festung?" fragte Adrienne, eine Botschaft andeutend, die Neveah deutlich verstand. "Es gibt auch keine Drachen in Wolfsterritorium, ebenso keine Feen." antwortete Neveah unbek¨¹mmert. Adrienne hob eine Augenbraue und ihre Augen funkelten auf eine merkw¨¹rdige Weise. "Sie sind tats?chlich einzigartig und ich bin nicht die Einzige, die so denkt. Der schwarze Teufel denkt genauso, auch der mit den Rubinschuppen. Und ich kann sie nicht verurteilen... ich finde Sie auch reizvoll." gab Adrienne zu. "Ich f¨¹rchte, ich teile Ihre Empfindungen nicht, Lady." erwiderte Neveah ehrlich. Adrienne¡¯s Gesichtsausdruck fror f¨¹r einen Augenblick ein, bevor er sich wieder gl?ttete. "Ich verstehe..." "Dieser Saal ist den adligen Damen vorbehalten. Ich wollte fragen, gibt es einen Grund, warum Sie hier wohnen?" fragte Lady Adrienne. "Das ist eine Frage, auf die ich auch keine Antwort habe." antwortete Neveah. "Nun gut. Sie wollten gerade gehen, oder? Dann gehen Sie Ihren Weg." gab Lady Adrienne nach und trat zur Seite. Neveah ging an ihr vorbei zum Aufstiegsraum und gerade als sie eintreten wollte, rief Lady Adrienne ihr nach. "Neveah, nicht wahr?" fragte Lady Adrienne und Neveah sah ¨¹ber die Schulter zu ihr. "Mhmm?" brummte Neveah und Lady Adrienne l?chelte. "Alles f?llt schlie?lich an seinen rechtm??igen tz... w¨¹rden Sie nicht zustimmen?" fragte Lady Adrienne. Neveahs Blick verweilte einen Moment auf Lady Adrienne, bevor sie mit den Schultern zuckte, sich umdrehte und in den Aufstiegsraum ging. Chapter 126: übergro?er Welpe (Kap.126)

Chapter 126: ¨¹bergro?er Welpe (Kap.126)

Jian stand auf seinem Balkon, wie er es immer tat, es war schon so sp?t, doch er konnte noch immer keinen Scf finden. Es war keine gro?e ¨¹berraschung f¨¹r Jian, da es nicht das erste Mal war, dass er sich in einer solchen Situation befand... Jian konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal seit Jahrzehnten tief und fest gescfen hatte, er hatte sich mittlerweile daran gew?hnt. "Everon und Imagor sind zu den Archiven hinabgestiegen, sie sollten rechtzeitig vor der Ankunft der D¨¹nen-Drachen finden, was ben?tigt wird. Cassian und Kirgan sind losgeflogen, um den D¨¹nenlord zu empfangen..." begann Menarx, als er Jians Zimmer betrat. "Was ubst du, was der D¨¹nenlord von den Aufzeichnungen ¨¹ber den Schattensumpf will? Es ist ein Teil der Geschichte, der aus gutem Grund ausgeschlossen wurde." Menarx gr¨¹belteut. Dies war der gleiche Gedanke, der Jian durch den Kopf ging. Kaideon hatte ein Energiesignal zusammen mit einer Nachricht ¨¹ber seine Ankunft gesendet, er stellte gleichzeitig eine so absurde Anforderung, erkl?rte aber nicht, warum er die Aufzeichnungen brauchte. "Es ist Kaideon... er wird einen triftigen Grund haben." entgee Jian, ¨¹berzeugt von Kaideons Besonnenheit. "Ich stimme zu, der D¨¹nenlord ist seit Jahrzehnten nicht nach Dragon Keep geflogen, er hatte noch nie Ass, seine Ankunft mit solcher Dringlichkeit anzuk¨¹ndigen... Deshalb mache ich mir Sorgen." teilte Menarx mit. Jian brummte als Antwort, er h?tte stattdessen eine Antwort gegeben, aber seine Aufmerksamkeit wurde von einer vertrauten Gestalt abgelenkt, die weit unten in der Burg herumschlich. Jian befand sich auf der obersten Ebene und es w?re unm?glich, so viele Stockwerke herunterzusehen, wenn er nicht die Drachensicht h?tte. Menarx trat zu Jian und lie? seinen Blick schweifen, wobei er eine Augenbraue hochzog, als er sah, was Jian beobachtete. Es war nicht was, sondern wer... eine bekannte Sch?nheit. Trotz ihres schwarzen Kleides, das sich perfekt in die Schatten der Nacht einf¨¹gte, verrieten ihre goldenen Locken, ihre Identit?t wie ein leuchtendes Leuchtfeuer. "Ist das nicht..." begann Menarx, brach aber ab, als Jian ihm einen Blick zuwarf. "Die Wolfprinzessin, auf die du ein Auge haben solltest?" erinnerte Jian und Menarx sch¨¹rzte die Lippen. "Neveah k¨¹mmert sich um ihre Pflichten im Pst und tut nie etwas Unpassendes. Ich wage es nicht, deine Befehle zu missachten, mein Herr." beteuerte Menarx. Jian sagte nichts weiter, stattdessen beobachteten sie beide Neveah, die hin und her blickte, um sicherzugehen, dass ihr niemand folgte oder sie beobachtete. "Was hat sie vor?" murmelte Menarx, und f¨¹hlte sich unbehaglich, dass auch Jian dies beobachtete. Sollte Neveah etwas Unpassendes tun, das Jians Zorn erregt, w¨¹rde Menarx sie nicht retten k?nnen. Doch den beiden Drachen wurde es r, als Neveahs goldene Locken hinter einem Busch verschwanden und bald darauf ein gewaltiger Wolf mit nachtuem Fell hervorkam, das im Mondlicht gl?nzte. "Sie hat seit ihrer Abreise aus dem Finsternisreich nicht mehr ihre Wolfsform angenommen... die Notwendigkeit muss sich ergeben haben." schlussfolgerte Menarx, als er Jians verengten Blick bemerkte. "Du nimmst jetzt f¨¹r die Wolfprinzessin Partei?" fragte Jian in einem leeren Ton. Menarx hatte keine Antwort und senkte stattdessen den Kopf. "Dankbarkeit, weil sie dein Leben gerettet hat?" fragte Jian. "Sie hat nicht nur meins gerettet..." Menarx begann zu protestieren, doch seine Worte verstummten, als Jian ihn mit einem starren Blick fixierte. "Was ich sagen wollte, ist... Neveah hat bisher nichts getan, was in mir einen Verdacht geweckt h?tte... mein Herr." korrigierte sich Menarx. "Du hast nie einen Grund gebraucht, um jemandem zu misstrauen, Narx. Was ist dieses Mal anders?" stellte Jian fest. "Mein Herr... sie ist erst ein Kind, und sie hat nicht darum gebeten, hierher gebracht zu werden oder als Verhandlungschip von ihrem Vater angeboten zu werden... wir haben sie selbst hierher gebracht." "Sollte sie uns Unrecht tun, bedenke ich, dass sie uns in erster Linie keine Loyalit?t schuldet." offenbarte Menarx seine Position. "Hmmm... interessant. Behalte sie dann im Auge... was dich betrifft, ich werde dich beobachten... du darfst gehen." entlie? ihn Jian. Menarx verbeugte sich und ging, w?hrend Jian weiterhin den mitternachtsuen Wolf beobachtete, der sich in den W?ldern hinter der Burg absetzte. Obwohl Jian es nicht zugeben wollte, konnte er die Worte von Menarx nicht widerlegen.Mehr als nur eine Bedrohung... die Wolfprinzessin war letztendlich das Opfer in dieser Geschichte und so entschied Jian, obwohl er es nicht mochte, fremde Leute in seiner Bergfestung zu sehen, dass er dieses Mal ein Auge zudr¨¹cken konnte. "¨¹bergro?er Welpe..." murmelte Jian f¨¹r sich selbst, als er sich zur¨¹ckzog. _____________________ Die n?chtliche Brise f¨¹hlte sich angenehm k¨¹hl auf Neveahs Fell an, w?hrend sie durch den Wald rannte und ihre Pfoten in die feuchte Erde gruben. Neveah hatte die Kontrolle an ihren Wolf ¨¹bessen, er war der, der diesen Moment der Freiheit am dringendsten brauchte. Wienge sie gerannt waren, wusste Neveah nicht genau, ihr Wolf hatte irgendwann w?hrend ihres Laufs die Richtung ge?ndert und so wusste sie, dass sie bereits auf dem R¨¹ckweg zum Schloss waren. "Weit hinter diesen W?ldern rieche ich Wasser... eine ganze Menge, das muss ein Wasserfall sein...", dachte Neveahs Wolf. "Wasser w?scht Geruchsspuren weg... wenn es Zeit ist zu gehen, k?nnten diese Str?mungen unser sicherster und gleichzeitig auch gef?hrlichster Ausweg sein." dachte Neveah, nachdem sie verstanden hatte, was ihr Wolf meinte. __________________ "Die Festung Asvarian und ihre Drachenturmburg wurden ein Jahrzehnt nach dem Ende der Drachenherrschaft erbaut, angef¨¹hrt von Agardan dem Bezwinger, der die Drachen zur Macht f¨¹hrte." "Die Festung und die gro?e Turmburg waren eine Konsolidierung der absoluten Herrschaft der Drachen, eine Dynastie, die alle anderen, die vor ihr gekommen waren, ¨¹bertraf. Agardan, der Bezwinger, wurde durch eine einstimmige Vereinbarung der Drachenlords zum Drachenk?nig gekr?nt." "Die Aufzeichnungen der gro?en Taten von Agardan und die Entstehung seines Titels als der Bezwinger sind in der Genealogie der Herolde der Festung Asvarian niedergeschrieben..." An dieser Stelle brach Neveah ab und starrte entsetzt auf den dicken Band in ihren H?nden. "Das kann nicht das Ende sein... Ich habe Seite f¨¹r Seite mit gro?er Sorgfalt gelesen und alles, was ich bekomme, ist eine Zusammenfassung? Sie erz?hlt fast nichts von dem, was passiert ist!" Neveah beschwerte sich entt?uscht. Es war wieder ein Tag als Dienerin von Lord Xenon und nachdem sie, wie jeden Morgen, Xenons Bed¨¹rfnisse geregelt hatte, machte sie sich in den fr¨¹hen Morgenstunden auf den Weg zum Berg Edar. Heute machte Neveah keinen Zwischenstopp in der Heilhalle, da Lord Everon seit seiner Vodung durch den Drachenk?nig, davon ging Neveah aus, nicht wieder in seine Halle zur¨¹ckgekehrt war. Als Neveah in Xenons H?hle ankam, traf sie auf eine unerfreuliche Szene: Xenon war auf die Jagd gegangen und ein Haufen Tiere wartete darauf, von ihr geh?utet zu werden. Davina hatte immer wieder betont, dass dies zu Neveahs Aufgaben geh?rte, aber die meisten der vorherigen Besuche in Xenons H?hle waren f¨¹r sie eher erholsam als anstrengend gewesen und sie hatte sichngsam daran gew?hnt. Jetztg das Problem nicht mehr beim H?uten der Tiere. Neveah wusste ganz genau, dass Drachen sich von rohem Fleisch ern?hren, und sie musste sich keine M¨¹he machen, Xenons Beute zu h?uten und zu braten, wenn er sie einfach in seiner Drachenform verschlingen k?nnte. Aber ein vernichtender Blick von Xenon reichte aus, um sie ins Handeln zu bringen, und Neveah fand sich bis zum Ellbogen in Blut und Eingeweiden wieder. Zur Verteidigung von Neveah muss man sagen, dass sie im Finsternisherrschaftsbereich wahrhaft nicht die Vorzugsbehandlung einer Prinzessin genoss, was jedoch nicht bedeutete, dass sie viel Erfahrung im H?uten von Tieren hatte. Erstens schien es ihr unmenschlich, weil sie sich praktisch vorstellen konnte, wie ihr eigenes sch?nes Fell abgezogen wurde... das war kein Szenario, das sie weiter ausmalen wollte. Dennoch hatte Neveah es geschafft, die Tiere erfolgreich zu h?uten und zu braten. Nachdem sie aufger?umt hatte, kehrte sie in die ?u?ere H?hle zur¨¹ck und begann einem schlummernden Xenon in seiner Drachenform vorzulesen. Bei Neveahs pl?tzlichem Ausruf tterten Xenons Augen auf, in seinen gro?en bernsteinfarbenen Augeng ein fragender Blick, als er Neveah anstarrte und sie seufzte. "Wie kommt es, dass ich mit der Aufgabe betraut bin, diese historischen Berichte vorzulesen, aber nichts ¨¹ber die genauen Ereignisse und wie sie sich abgespielt haben, erfahre?" fragte Neveah in einem beleidigten Ton. "Das ergibt ¨¹berhaupt keinen Sinn. Wer war Agardan der Bezwinger, wie hat er die Drachen befreit? Wie hat er die L?nder erobert? Hatte er einen Reiter? Wie sahen seine Schuppen aus?" erkundigte sich Neveah hintereinander mit einer Flut von Fragen. Ein leises Grunzen ert?nte von Xenon, und Neveah konnte nicht entscheiden, ob es ein belustigtes Schnauben oder einfach nur ein normales Grunzen war. "Ich sitze hier und lese dir Tag f¨¹r Tag vor, das Mindeste, was du tun kannst, ist, meine Beschwerden anzuh?ren. Ich kann sie weder Lord Rodrick noch deinem Drachenk?nig vorbringen, also musst du sie ertragen." stellte Neveah r. Xenons Augen tterten wieder zu, als wollte er Neveah abweisen, und sie starrte ihn emp?rt an. Chapter 127: Schlechte Seite (Kap.127)

Chapter 127: Schlechte Seite (Kap.127)

Neveah wanderte durch die Korridore der Drachenfestung, einen Haufen sauber gefalteter Kleidung in den Armen. Sie war gerade erst vom Waschen von Xenons Kleidung zur¨¹ckgekehrt und machte sich jetzt auf den Weg zur N?herin. Es war noch ziemlich fr¨¹h am Tag und Neveah wusste, dass Xenon sie noch nicht erwarten w¨¹rde. Sie hatte l?nger in seiner H?hle verbracht als ¨¹blich, weil Xenon mit seinem Schwanz auf ihrem Scho? eingescfen war. Das Gewicht seines Schwanzes war so gro?, dass Neveah ihn nicht wegschieben konnte. Und sie wagte es nicht, aus Angst, den Zorn des m¨¹rrischen schwarzen Drachen zu erregen. Neveah hatte alles Erdenkliche versucht, um Xenon zum Aufwachen zu bringen, bevor die Sonne unterging, aber er blieb scfen. Ein dumpfer Schmerz breitete sich in Neveahs Scho? aus. Sie bncierte den Kleiderstapel auf einer Hand und beugte sich hinunter, um die schmerzende Stelle zu reiben. Mit jedem Tag, den sie mit Xenon verbrachte, wurde Neveah bewusst, dass seine Menschlichkeit, wie alle sagten, wirklich verschwunden war. Von der Bereitstellung von Mahlzeiten ¨¹ber ¨¹berm??igen Schutz bis hin zur Dominanz waren alles Ausdr¨¹cke von Xenons tierischen Instinkten. Weitere Beweise daf¨¹r waren die Zeiten, in denen eine unschuldige Handlung von Xenon Neveah verletzte. Das stundenge Gewicht von Xenons Schwanz auf ihren empfindlichen menschlichen Beinen lie? sie sich taub und schmerzhaft anf¨¹hlen, und seine Schuppen schnitten auch in ihre weiche Haut. Aber Xenon bemerkte es nicht und Neveah konnte sich nicht dazu durchringen, es zu erw?hnen, da sie wusste, dass er nicht die Absicht hatte, ihr wehzutun, "Wie geht es deinen Beinen?" fragte eine Stimme neben Neveah. Es war Davina. "Wie konntest du so pl?tzlich auftauchen?" murmelte Neveah. Davina schmunzelte leicht, als sie Neveahs bek¨¹mmerten Ausdruck sah. "Ich bin ¨¹berall und versuche, alles mit meinen Dienern in Ordnung zu bringen und den Zorn meines Vaters zu vermeiden," "Da du diejenige Dienerin bist, die meinem Vater am meisten Sorgen bereitet, muss ich mir sicherlich die Zeit nehmen, dich besonders im Auge zu behalten." Davina verteidigte sich mit einem Grinsen. "Ja... es gibt so viele von euch, die ein Auge auf mich haben, dass ich in meinen Tr?umen nur noch Augen sehe... Tausende von ihnen." murmelte Neveah. "Das klingt ziemlich beunruhigend." antwortete Davina mit einem Lachen und Neveah warf ihr einen finsteren Blick zu. "Findest du?" fragte Neveah und deutete auf eine Gruppe von Dienern, die in einer lebhaften Unterhaltung vertieft waren, aber abrupt aufh?rten zu reden, als sie sich n?herte. "Sie tun das immer, wenn ich vorbeigehe, und dann starren sie mich heimlich an, als w¨¹rden sie denken, ich bemerke ihren Blick nicht." stellte Neveah fest. Genau wie sie gesagt hatte, konnte sie f¨¹hlen, wie die Blicke der Diener ihr folgten. Und ihre sensiblen Ohren kamen nicht umhin, ihr Gespr?ch aufzunehmen. ",Seht ihr nicht die Farbe, die sie tr?gt? Sie ist die Dienerin des schwarzen ¨¹bels...," murmelte ein Diener leise, ",Ich habe geh?rt, sie war einmal eine Prinzessin der Wolfswandler, wurde aber als Bettgespielin an unseren Herrscher verkauft... nur dass unser Herrscher sie nicht wollte und sie stattdessen Lord Xenon ¨¹bergab." verriet ein anderer Diener. ",Wie schrecklich! Die Werw?lfe h?tten sich vor all den Jahrhunderten einfach ergeben sollen... und jetzt m¨¹ssen sie ihre T?chter verkaufen." Ein dritter Diener ?u?erte sein Mitgef¨¹hl. ",Ihr solltet euch vor ihr in Acht nehmen, wer wei?, welche Dunkelheit sie aus dem Wolfsgebiet mitbringt? Das schwarze ¨¹bel und eine herabgesetzte Prinzessin... das passt tats?chlich perfekt zusammen." Sagte der erste Diener erneut. ",Veah... Ich habe dir bereits gesagt, du darfst niemals auf ihre Worte h?ren." nahm Davina Neveah in Schutz. ",Was kann ich tun, wenn ich nicht anders kann, als es zu h?ren? Sie wissen, dass die Wolfswandler Dunkelheit bringen... man sollte meinen, sie w¨¹ssten, dass wir auch feines Geh?r haben." antwortete Neveah mit einem leisen Lachen. ",Du kannst ihnen ihre Gedanken nicht ¨¹belnehmen, Neveah, Ger¨¹chte ¨¹ber dich verbreiten sich seit dem Tag deiner Ankunft und werden immer ungeheuerlicher." ",Wenn unser Herrscher deinen Status nicht kl?rt, wirst du dich wohl daran gew?hnen m¨¹ssen." r?t Davina. ",Darangew?hnen? Das habe ich schon l?ngst." antwortet Neveah ausdruckslos. ",St?rt es dich wirklich nicht, was sie sagen?" fragt Davina unsicher und Neveah nickt. ",Sachen wie diese? Warum sollten sie mich st?ren?" fragt Neveah mit den Schultern zuckend. Noch bevor Davina antworten kann, bricht jede Unterhaltung in der Halle abrupt ab und alle vorbeigehenden Dienern beeilen sich in die Ecke. Im letzten Moment zieht Davina Neveah zur Seite, als die ehrw¨¹rdigsten Wesen nach den Drachen den Raum betreten. ",Veah, was habe ich dir ¨¹ber sie erz?hlt?" fl¨¹stert Davina zu Neveah, w?hrend sie ihren Kopf zu einer kleinen Verbeugung senkt.Reiter... Neveah hatte sie bisher nur einmal gesehen, und wie immer war ihr Auftritt gro?artig. Einenge Reihe von ihnen schritt in den Bergfried, jeder in gut geschnittener Reitkleidung, einige in Kleidern und andere in Kampfanz¨¹gen aus reinem Leder. Die Farben ihrer Kleidung waren alle unterschiedlich, verschiedene Gr¨¹n-, u- und Braunt?ne und jede erdenkliche Farbe, abgestimmt auf die Gr??e ihrer Drachen. Ihre Waffen waren an den H¨¹ften oder auf dem R¨¹cken befestigt, und sie schritten mit m?chtigen und imposanten Schritten und hochgezogenen Schultern. Unter den Reitern befanden sich sowohl M?nner als auch Frauen, ihre Blicke waren grimmig und zielstrebig, als sie hereinschritten, alles an ihnen schrie nach Macht und Prestige, und Neveah musste zugeben, dass sie von ihrer Haltung beeindruckt war. Aufgereiht in perfekter Reihenfolge gingen sie den Gang enng. Diesmal waren es viel mehr von ihnen, als Neveah beim ersten Mal getroffen hatte, Es waren etwa zwanzig von ihnen, die den Flur ennggingen, w?hrend Neveah zuvor nur f¨¹nf gesehen hatte. Jeder von ihnen hatte seine eigene, beeindruckende Aura, und wenn sie sich gemeinsam bewegten, f¨¹hlten sich alle, die sie beobachteten, unw¨¹rdig, auch nur die gleiche Luft wie sie zu atmen. "Der schnellste Weg, sich bei einem Lorddrachen unbeliebt zu machen, ist, seinen Reiter zu ver?rgern..." murmelte Neveah als Antwort auf Davinas Frage, als die Reiter an ihnen vorbeizogen. Neveah sp¨¹rte, dass ein Blick auf sie gerichtet war, und sie hob eine Augenbraue, als sie eine sch?ne rothaarige Reiterin entdeckte, die Neveah einen kurzen Momentng betrachtete, bevor sich der Blick der Reiterin entfernte. "Jetzt hast du es geschafft." murmelte Davina in einem ver?rgerten Ton, als die Reiterinnen den Flur hinuntergegangen waren. "Was habe ich getan? Muss ich mich auch vor ihnen verbeugen?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue und Davina seufzte. "Die Reiterin, die dich angestarrt hat ... welche Farbe hat sie getragen?" fragte Davina mit einer hochgezogenen Braue. "Dunkelgr¨¹n..." begann Neveah und brach ab, als ihr r wurde, worauf Davina anspielte. "Lord Lodenworths Schuppen sind dunkelgr¨¹n..." sagte Neveah mit einem Zusammenzucken. "Lord Lodenworths Schuppen sind dunkelgr¨¹n." Davina stimmte zu. "Und diese Reiterin? Sie ist Lady Ke, Elfenprinzessin und Lady Adriennes ?ltere Schwester." verriet Davina. "Also was ... die l?stige Fee hat mich schon bei ihrer Schwester verpetzt?" fragte Neveah mit einem Augenrollen. "Veah... mach dir nichts daraus, ich sage es noch einmal, jeder von hohem Rang in diesem Bergfried kann und wird dir schaden, wenn du ihnen missf?llst... du willst dich nicht mit ihnen anlegen." riet Davina. "Das h?ngt davon ab, wer die schrecklichere schlechte Seite hat." behauptete Neveah mit einem dunklen Tonfall. Davina stie? einen Seufzer der Resignation aus, obwohl ihre Lippen leicht zuckten. "Wei?t du, du benimmst dich nie wie eine Prinzessin ... au?er in Zeiten wie diesen, wo dich nichts einsch¨¹chtern kann." kommentierte Davina und Neveah zuckte mit den Schultern. "Komm, ich begleite dich zur N?herin und danach kannst du zu deinem Herrn Drachen gehen." sagte Davina mit einem Kopfsch¨¹tteln. ____________ "Ein Rat der Reiter wurde einberufen, aber ich sp¨¹re Kalia nicht ... sag mir, dass sie bei guter Gesundheit ist." sagte Jian in einem liebevollen Ton, als Imagor und Everon in sein Arbeitszimmer kamen, Sie hatten die ganze Nacht damit verbracht, die Archive zu durchforsten und waren gerade erst wieder aufgetaucht. "Die Zeit ihrer Schwangerschaft war schwierig, Kalia ist gebrechlich und ich f¨¹rchte, mein Kind bstet sie zu sehr." sagte Imagor mit einem schweren Seufzer und war traurig bei dem Gedanken an seine Reiterin. Jian wollte gerade etwas erwidern, als er bemerkte, wie Imagor erstarrte und seine Hand nach oben schoss, um seine Brust zu ummmern, wo seine umgekehrte Schuppe auch in menschlicher Gestalt ruhte. "Imagor! Bist du in Ordnung?!" Menarx sprang in Panik auf und eilte zu Imagor hin¨¹ber. "Es geht um Kalia... Ich sp¨¹re ihren Schmerz... Ich ube, sie liegt in den Wehen!" Imagor stie? ein gequ?ltes Zischen aus. "Sie ist erst im f¨¹nften Monat... das Kind kann jetzt nicht geboren werden!" rief Everon aus. "Was kann man tun?! Du musst einen Weg finden!" vengte Jian von Everon, als er aufstand und zu Imagor hin¨¹berging, um ihm beruhigend die Hand auf die Schulter zu legen. "Molt-Schuppen! Das sollte den F?tus beruhigen." Everon antwortete sofort. "Everon, geh mit Imagor, nimm die f¨¹r mich reservierten H?utungsschuppen heraus, es ist mir egal, wie viel davon verwendet werden muss. Du musst Imagors Kind retten, koste es, was es wolle!" befahl Jian eindringlich. Chapter 128: Der Kampf, den Sie suchen (Kap.128)

Chapter 128: Der Kampf, den Sie suchen (Kap.128)

Neveah stand in Xenons H?hle und f¨¹hlte sich ziemlich unruhig, oder besser gesagt... unbeholfen, Sie wankte von einem Fu? auf den anderen, Neveah wollte nicht uben, dass sie nerv?s war, sie war noch nie in ihrem Leben wegen irgendetwas nerv?s gewesen, schon gar nicht wegen etwas so Unwichtigem. Neveah hatte Xenon gerade gesagt, dass sie ihm etwas zu sagen hatte, und jetzt bereute sie es, es erw?hnt zu haben, denn sie wusste nicht, wie sie die Worte, die sie brauchte, sagen sollte. Wie konnte man einem Drachen wie Xenon seine Dankbarkeit ausdr¨¹cken? W¨¹rde er es ¨¹berhaupt verstehen? Trotzdem sah Neveah die Notwendigkeit, dankbar zu sein, sie hatte gelernt, selbst f¨¹r die unbedeutendsten Gefallen dankbar zu sein, Neveahs Leben war immer schwierig gewesen, sie hatte nicht oft Gefallen erhalten, und so wusste sie um den Wert eines kleinen Gefallens, auch wenn andere ihn als unbedeutend ansehen w¨¹rden. Es war fast zwei Wochen her, dass sie im Drachenturm angekommen war, und Neveah h?tte nicht gedacht, dass sie songe in einer Welt ¨¹berleben k?nnte, von der sie nichts wusste. Neveah w¨¹rde es nie zugeben, aber Xenons widerwillig warme Gesellschaft war das Einzige, was sie noch bei Verstand hielt. In diesem Drachenturm war Xenon der einzige Grund, warum Neveah so etwas wie Freiheit zugestanden wurde... denn aus welchem Grund auch immer, der m¨¹rrische schwarze Drache setzte sich immer f¨¹r sie ein und besch¨¹tzte sie auch mit aller Kraft. Das ging so weit, dass Neveah praktisch sehen konnte, wie ihr auf die Stirn geschrieben stand: "Fass Xenons Eigentum nicht an oder stirb", und sie konnte sich vorstellen, dass alle anderen das auch sahen. Und so hassten sie alle, aber niemand wagte es, etwas dagegen zu unternehmen oder ihr das Leben schwer zu machen ... alles aus Angst vor dem Schwarzen Teufel. "?hm, nun... Davina hat mir gesagt, dass ich eine Pr¨¹fung ablegen muss, um als Euer Diener zugssen zu werden. Allerdings habe ich keine Ahnung, was dieser Test beinhaltet..." begann Neveah und wandte sich an Xenon, der gerade aus der inneren H?hle aufgetaucht war. Xenon nahm auf einem Felsen tz, den R¨¹cken zu ihr gewandt. Obwohl Xenon damit besch?ftigt war, einen b?se aussehenden Dolch mit einem Stein zu sch?rfen, wusste Neveah, dass sie seine volle Aufmerksamkeit hatte. Neveah erkannte das daran, dass Xenon den Kopf leicht schief legte und unzufrieden grunzte, als sie nicht weitersprach. "Wenn ich versage, bin ich keine Dienerin mehr und werde stattdessen zu einer Magd degradiert, die im Bergfried aufr?umt." "Das bedeutet, dass ich kein eigenes Quartier mehr bekomme und meinen pers?nlichen Raum mit einem Haufen von Leuten teilen muss, die mich hassen..." fuhr Neveah fort. Ein leises Knurren ert?nte aus Xenons Kehle bei Neveahs Worten und Neveah fuhr schnell mit ihrer Aussage fort. "H?r mir erst zu, bevor du ausrastest... was ich sagen will, ist, dass ich mit deiner Hilfe die wichtigsten Details aller B?nde, die Lord Rodrick mir gegeben hat, erfolgreich gelesen und auswendig gelernt habe." versicherte Neveah. "Das wird mir hoffentlich helfen, meinen Status als Diener zu behalten... wenn ich den Test bestehe, wird mir ein offizieller Titel als Oberdiener verliehen, und ich sch?tze, damit ist der Konflikt ¨¹ber meinen Titel und meinen Rang im Bergfried beigelegt." fuhr Neveah fort, Nachdem sie dies gesagt hatte, hielt sie kurz inne, bevor sie beschloss, einfach fortzufahren mit dem, was sie zu sagen hatte. "Es gibt Zeiten, in denen man sich nur schwer mit dir verst?ndigen kann, und du knurrst mir oft ins Gesicht und machst mir bei fast jeder Gelegenheit die Haare nass..." "Du hast mir sogar ein- oder zweimal gedroht, einen Braten aus mir zu machen..." beschuldigte Neveah. Xenon schnaubte daraufhin, fuhr aber trotzdem mit seinem Gesch?ft fort. "Aber alles in allem war der halbe Monat als dein Diener gar nicht so schlecht." f¨¹gte Neveah schnell hinzu, nur f¨¹r den Fall, dass Xenon w¨¹tend wurde. "So schwer es auch ist, sich an das Leben im Bergfried zu gew?hnen... hier auf dem Berg Edar kann ich wenigstens einen Moment der Ruhe finden, und daf¨¹r bin ich dankbar..." murmelte Neveah. Neveah hatte ihre Gr¨¹nde f¨¹r diese Worte, denn fr¨¹her oder sp?ter, wenn die Drachen ihre Wachsamkeit verringerten, w¨¹rde sie unangek¨¹ndigt gehen. Wenn dieser Zeitpunkt gekommen war, wollte Neveah nicht, dass Xenon dachte, sie sei gegangen, weil sie auch ubte, dass er so b?se war, wie alle ubten, dass er es war. Neveah w¨¹rde gehen, weil sie es musste, aus pers?nlichen Gr¨¹nden und wegen ihres Schwurs, nie wieder eingesperrt zu sein. Um frei und wahrhaftig zu leben, ein Leben, das ihr einst so grausam entrissen worden war... Neveah wollte das Beste aus diesem zweiten Leben machen. Sie wollte nach ihren eigenen Vorstellungen leben, und das war im Drachenturm niemals m?glich. "Aber ich w?re dir wirklich dankbar, wenn du mich nicht immer anknurren w¨¹rdest, wenn ich etwas sage, das dir nicht gef?llt. Mein Haar verliert seinen nz, weil es den ganzen Dampf aufgesaugt hat..." Neveah grummelte leise vor sich hin. Xenon warf Neveah einen Blick ¨¹ber die Schulter zu, und Neveah k?nnte schw?ren, dass sie seine Lippen leicht zucken sah. "Du wolltest geradechen, nicht wahr?" konfrontierte Neveah ihn. Die Gesichtsz¨¹ge von Xenon kehrten sofort wieder zu seinem d¨¹steren Ausdruck zur¨¹ck und er wandte sich von Neveah ab. "Ich habe es gesehen... Ich habe ganz sicher gesehen, wie deine Lippen gezuckt haben. Spiel nicht den Unschuldigen, solche Dinge entgehen meinen scharfen Augen nicht," schnaubte Neveah. Sie marschierte zu Xenon hin¨¹ber und hockte sich vor ihn, so dass sie ihm die Sicht versperrte und starrte ihm direkt in die Augen. "Sieh mir in die Augen und sag mir, dass du nicht gerade heimlich ¨¹ber mich gcht hast..." wagte es Neveah. Neveahs Blick verengte sich, als wolle sie Xenon herausfordern, ihre Worte zu widerlegen. Diese pechschwarzen Augen starrten sie nur einen kurzen Momentng an, bevor ihm ein leises Glucksen entwich. Als dieses tiefe, aber ?u?erst angenehme Ger?usch Neveahs Geh?r erreichte, konnte sie schw?ren, dass ihr Herz f¨¹r den Bruchteil einer Sekunde aufh?rte zu scgen und dann wieder in rasantem Tempo weiter schlug. Niemals hatte Neveah Xenonchen geh?rt. Neveah hatte angenommen, er wisse nicht, wie mancht. Doch sie wurde eines Besseren belehrt. Und Neveah schwur, dass sie noch nie ein sch?neres Ger?usch geh?rt hatte. Was als gewagter Schachzug Neveahs begann, endete damit, dass sie sich in einer Benommenheit verlor. Neveahs Augen waren immer noch auf Xenons fesselnde schwarze Augen gerichtet, pechschwarze Lachen, die vor Geheimnissen und Wildheit nur so strotzten. Und beim Sch?pfer... Neveah konnte den Blick nicht abwenden. ¡¯Was war das f¨¹r eine pl?tzliche Atemlosigkeit? Wie k?nnte etwas so einfaches wie ein leises Kichern eine so intensive Reaktion bei ihr hervorrufen?¡¯ Neveah konnte es nicht verstehen. Neveah konnte es nicht verstehen und sie hatte nicht einmal die M?glichkeit, es zu verstehen, denn im n?chsten Moment beschleunigte sich ihr ohnehin schon rasanter Herzscg, als ein einziges Wort in seinem tr?gen Tonfall ¨¹ber Xenons Lippen kam. "Wundersch?n," murmelte Xenon in einem tiefen Tonfall. In diesem Moment erwachte Neveah endlich aus ihrer Benommenheit. Sie sprang auf die F¨¹?e und weg von Xenon. Neveahs Wangen wurden warm und sie war gerade dabei, zur anderen Seite der H?hle zu eilen und so viel Distanz wie m?glich zwischen sich und Xenon zu legen. Dort w¨¹rde sie sich in eine Ecke verkriechen und verfluchen, was auch immer gerade passiert war. Aber seltsamerweise f¨¹hlte sich Neveah nicht so verzweifelt ¨¹ber das, was gerade passiert war, wie sie es h?tte sein sollen. Stattdessen hielt Neveah in ihrem Schritt inne und r?usperte sich. "Ich... ich wollte sagen, dass du dich nicht als b?se bezeichnen darfst... du magst nicht so sein wie alle anderen, und daf¨¹r gibt es ein Wort, und das Wort ist nicht ¡¯b?se¡¯... es ist ¡¯anders¡¯." "Du bist anders, Xenon... und auch ein wenig rau, aber das ist nicht schlimm..." murmelte Neveah, als sie zu ihrer Seite der H?hle ging. Sie verfielen in ein angenehmes Schweigen und Xenon erhob sich und ging zur¨¹ck in seine innere H?hle. Die Stille dauerte nichtnge, denn sie wurde bald durch die pl?tzliche Ankunft von Lord Everon unterbrochen. "Lord Everon?" fragte Neveah unsicher, als sie aufstand. Ein Blick auf Lord Everons Gesichtsausdruck verriet Neveah, dass etwas nicht stimmte, und sie bekam Recht, als drei weitere Drachen in die H?hle traten. Einer der drei kam ihr bekannt vor, er war einer der W?chter des K?nigs und Neveah wusste, dass er Lord Imagor hie?. Die anderen beiden waren k?nigliche Drachenw?chter, Neveah erkannte ihre Gew?nder und ihr Wappen. "Nehmt sie mit." befahl Lord Everon, und bevor Neveah etwas sagen konnte, st¨¹rzten die Drachenw?chter auf sie zu. Die Wachen konnten jedoch nicht n?her kommen, bevor ein Windsto? vorbeizog und Xenon vor Neveah stand und sie vor den Drachenw?chtern abschirmte. Xenons wildes Knurren ersch¨¹tterte die W?nde der H?hle und die Drachenw?chter zogen sich zur¨¹ck. Sie wagten es nicht, Xenon herauszufordern, doch es gab noch jemanden, der es wagte. "Xenon! Das M?dchen muss mit uns kommen!" br¨¹llte Lord Imagor w¨¹tend, w?hrend er vorw?rts ging. Seine sturmgrauen Augen leuchteten und seine uen wurden l?nger. "Halt dich da raus!... oder du wirst den Kampf bekommen, den du suchst. Und ub mir... entweder du oder ich werden heute fallen!" knurrte Lord Imagor, w?hrend aschgraue Schuppen sein Gesicht umrandeten. Chapter 129: Beschlagnahmt (Kap.129)

Chapter 129: Bescgnahmt (Kap.129)

Auf Lord Imagors Worte hin trat Xenon einen Schritt vor und starrte Lord Imagor direkt in die Augen, bevor er die Z?hne fletschte und ein leises Grollen aus seiner Kehle ert?nte. Neveahs Herz zog sich vor Angst zusammen, als sie wie erstarrt war und sich keinen Zentimeter bewegen konnte, Ihr Schrecken war zum Teil dem Zustand v?lliger Verwirrung geschuldet, in dem sie sich befand, Neveah konnte nicht verstehen, was sie falsch gemacht hatte, aber Gedanken an sich selbst waren zweitrangig, Was Neveah wirklich erstarren lie?, war die Angst vor dem, was sich vor ihren Augen abspielen sollte. Lord Imagor hatte Xenon soeben herausgefordert, und Neveah nahm nicht an, dass Xenon so klug w?re, vor einer Herausforderung zur¨¹ckzuschrecken, er war nicht so ein Mensch. Lord Imagor und Xenon waren beide Drachen der k?niglichen Garde, die zu den st?rksten in der Festung Asvarian z?hlten. Obwohl Xenon viel gr??er war, bedeutete das nicht, dass er Lord Imagor leicht besiegen konnte. Neveah wusste nicht, wer st?rker war. Die K?nigsgarde respektierte Xenon, aber das bedeutete nicht, dass sie sich von ihm einsch¨¹chtern lie?. Wenn ein Kampf ausbrach, w¨¹rde es ?rger geben. Die Art von ?rger, die sich Neveah in ihrer derzeitigen Position nicht leisten konnte. Die R?der drehten sich in Neveahs Kopf, als sie versuchte, herauszufinden, was sie tun sollte, denn Lord Everon und die Drachenw?chter hatten eindeutig nicht die Absicht, sich einzumischen. Sie w¨¹rden Xenon und Lord Imagor den Kampf selbst austragenssen, wenn das der einzige Weg war. Gerade als Neveah dachte, dass es wirklich so weit kommen w¨¹rde, ?nderte sich die Atmosph?re, als eine weitere Person auftauchte. Was zuerst kam, war diese eiskalte, aber imposante und dominante Aura, die Neveah einen kalten Schauer ¨¹ber den R¨¹cken jagte und ihr die Haare zu Berge stehen lie?. Und als Neveah aufblickte, traf sie auf ein Paar ungleicher Augen, die sie mit einem kalten Blick anstarrten. Der Drachenk?nig Jian war auch pers?nlich gekommen, und irgendwie wusste Neveah, dass sie dem Untergang geweiht war. Bei der Anwesenheit des Drachenk?nigs gab Lord Imagor nach und trat einen Schritt von dem finster dreinblickenden Xenon zur¨¹ck. Der Blick des Drachenk?nigs schweifte ¨¹ber die Szene in der H?hle, bevor er sich wieder auf Neveah niederlie?. "Du ... komm her." befahl K?nig Jian in eiskaltem Ton. "Bleib..." Xenon konterte sofort von dort aus, wo er stand, und trat ebenfalls einen Schritt zur¨¹ck, so dass die Masse seines K?rpers Neveah wieder vollst?ndig vor den Blicken der anderen abschirmte. Neveah war v?llig verwirrt, sie konnte nicht einmal verstehen, was da vor sich ging, und nun schien es, als ob die Herausforderung von Lord Imagor und Xenon abgew?lzt worden war, Neveah war sich zwar nicht sicher, wie der Kampf ausgehen w¨¹rde, aber dieses Mal war sie sich sicher, dass Xenon niemals die Oberhand gegen K?nig Jian gewinnen w¨¹rde. "Xenon, du stellst dich gegen unseren Lehnsherrn, um eine Au?enseiterin zu sch¨¹tzen! Habt Ihr eine Ahnung, was sie getan hat? Das Leben meines Kindes ist wegen ihr in Gefahr! Euer ungeborener Neffe!" Lord Imagor knurrte w¨¹tend, Neveahs Augen weiteten sich bei den Worten, die sie gerade geh?rt hatte, und noch mehr, als Xenon bei Lord Imagors Worten erstarrte. Es gab nicht viele Dinge, die Xenon in seinem Zustand noch verstehen konnte, und der schwarze Drache war zu vielen Emotionen nicht f?hig, doch zu den Urinstinkten eines jeden Tieres geh?rte die heftige Besch¨¹tzerinstinkt f¨¹r sein Junges. Langsam richtete sich Xenons Blick auf Neveah, seine Augen verengten sich leicht und ein t?dliches Lichtg in ihnen. Hatte K?nig Jians Blick Neveah in Angst und Schrecken versetzt, so verursachte Xenons zus?tzlicher Blick einen sichtbaren Schauer, den Neveah nicht verhindern konnte. Als sie zum ersten Mal, seit sie diesen schwarzen Drachen erblickt hatte, in diese Pf¨¹tzen aus pechschwarzer Dunkelheit hinaufstarrte, versp¨¹rte Neveah den starken Drang zu fliehen. Aber Neveah blieb standhaft und hielt Xenons Blick stand, denn in diesem Moment z?hlte niemand anderes als Xenon, derjenige, der Neveah immer besch¨¹tzt hatte. "Ich habe nicht... Ich w¨¹rde nie..." fl¨¹sterte Neveah in zittrigem Tonfall, Warum sie das Bed¨¹rfnis versp¨¹rte, sich vor Xenon zu verteidigen, wusste Neveah nicht genau, aber dieser Blick in Xenons Augen erschreckte sie so sehr, dass Neveah ihn nie wieder sehen wollte. Xenons Augen suchten Neveahs, und obwohl sein Blick nur Wildheit widerspiegelte, wusste Neveah, dass Xenon ¨¹ber die Wahrheit in ihren Worten nachdachte. Er wird uns nicht vertrauen ... sie haben alle auf diesen Moment gewartet, um zu beweisen, was sie bereits von uns ubten. dachte Neveahs Wolf bei sich. "Halt dich zur¨¹ck, Xenon." befahl K?nig Jian in festem Ton. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten und sie ballte sie noch fester, um ihr Zittern zu verbergen. Es dauerte einen Moment, einen Moment, der sich viel zunge hinzog, und gerade als alle, einschlie?lich Neveah, ubten, Xenon w¨¹rde sich an K?nig Jians Befehle halten, verschlimmerten Xenons n?chste Worte die Situation stattdessen. "...nein..." erkl?rte Xenon fest, Es war nur ein einziges Wort, aber mit diesem einen Wort entschied sich Xenon f¨¹r eine Seite ... nicht, weil er an Lord Imagors Worten zweifelte, sondern weil er aus irgendeinem Grund beschloss, Neveah sein Vertrauen zu schenken. Im n?chsten Moment bewegte sich K?nig Jian blitzschnell und seine Hand schoss hervor, um Xenons Kehle zu packen, Der Drachenk?nig bewegte sich so schnell, dass Neveah ihn nicht einmal kommen sah. Sie h?rte nur einutes Krachen, als Lord Xenon in einiger Entfernung gegen die H?hlenwand geschleudert wurde. Die H?hle selbst erbebte durch die Wucht des Aufpralls, und Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie sah, wie K?nig Jian Xenon an seiner Kehle von den F¨¹?en hob. Xenon wehrte sich nicht, er starrte nur mit leerem Blick auf K?nig Jian herab. Bei diesem Tempo wusste Neveah, dass jemand verletzt werden musste, und dieser jemand w¨¹rde Lord Xenon sein. "Aufh?ren! H?rt einfach auf!" schrie Neveah, ihr Wolf kam an die Oberfl?che, riss Neveah die Kontrolle aus der Hand und verdr?ngte Neveahs Bewusstsein in den hintersten Winkel ihrer Gedanken. Vielleicht war dies nicht der beste Zeitpunkt, um ihre eigene Dominanz zur Schau zu stellen, und Neveah wurde sich dessen erst bewusst, als sowohl Xenon als auch King Jian sich zu ihr umdrehten. "Ich habe nichts falsch gemacht, was gibt euch das Recht, mich zu bescgnahmen?!" Neveah knurrte, sie hatte bereits begonnen, es gab kein Zur¨¹ck mehr. Neveahs Wolf war zunge unterdr¨¹ckt worden, songe, dass Neveah vergessen hatte, wie gro? der Stolz ihres Wolfes war, ihr Wolf w¨¹rde das niemals dulden. "Welpe ... hast du vor, mich herauszufordern?" fragte King Jian mit einem tiefen, gutturalen Knurren. "Herausfordern? In meinen Adern flie?t das Blut von K?nigen, und ich wurde als einer geboren ... ubst du, ichsse mich von dir einsch¨¹chtern?!" Neveah knurrte w¨¹tend, ihre Eckz?hne verl?ngerten sich und ihre Augen gl¨¹hten. "Du beschuldigst mich eines schrecklichen Verbrechens ... nun gut, dann beweise mir am besten, dass ich schuldig bin, oder ich werde dir das nie vergessen ..." schwor Neveah, als sie sich umdrehte und zu Lord Everon st¨¹rmte. "Nun? ...dann ergreift mich!" forderte Neveah und streckte ihm ihre beiden H?nde entgegen. _______________ "Gut gespielt..." dachte Neveah zu ihrem Wolf, als die Metallt¨¹ren zu einer einsamen, in Dunkelheit geh¨¹llten Zelle hinter ihr zugescgen wurden und die letzten Spuren von Licht vertrieben. Neveahs Wolf hatte irgendwann w?hrend des Marsches hinunter in die Kerker die Kontrolle ¨¹ber sie zur¨¹ckengt, und nunuerte sie leise in Neveahs Hinterkopf, immer noch vor Wut starrend. "Sie mussten in die Schranken gewiesen werden, und du hattest offensichtlich nicht vor, es zu tun!" knurrte Neveahs Wolf sie ¨¹ber ihre Gedankenverbindung an. "Na toll. Du hast sie in die Schranken gewiesen, und jetzt sind wir in einem Kerker." grummelte Neveah. "Wir w?ren sowieso im Kerker gndet. Siehst du es denn nicht, Veah? Wir geh?ren nicht hierher!" Neveahs Wolf w¨¹tete. "Und du ubst, ich w¨¹?te das nicht? Von allen Anschuldigungen, mit denen wir konfrontiert wurden ... mussten wir uns noch nie vorwerfenssen, einem ungeborenen Kind geschadet zu haben." murmelte Neveah. "Aber selbst dann ist unsere St?rke nichts im Vergleich zu den Drachen... wenn wir so handeln und sprechen, wie es uns gef?llt, k?nnten wir uns wieder im kalten Griff des Todes wiederfinden... und wer hat gesagt, dass es eine dritte Chance geben w¨¹rde?" murmelte Neveah in leisem Ton. Ein Seufzer entkam ihr, als sie sich in die Ecke begab und sich auf einen Stuhl sinken lie?. Neveah blickte sich in dem dunklen Raum um, alle vier W?nde waren gleich, gegl?tteter Beton ohne den geringsten Unterschied zwischen ihnen. Eine dunkelgraue Farbe, die auf seltsame Weise beunruhigend war. Die Zelle war gro? genug, aber es f¨¹hlte sich trotzdem so an, als w¨¹rden sich die W?nde um sie herum schlie?en, Neveah sp¨¹rte, wie sich ihr Kopf drehte, wenn sie sich nur umschaute, und so senkte sie stattdessen den Blick, ihre Augen tterten zu. "Vielleicht war ich einfach ein bisschen zu viel..." gab Neveahs Wolf nach einem Moment der Stille zu. Ein freudloses Glucksen entwich Neveah, als sie sich mit dem R¨¹cken gegen die Wand lehnte. "Das warst du nicht... Ich bin diejenige, die erst noch lernen muss, dass wir, egal wo wir sind, nie wirklich sicher sein werden..." murmelte Neveah, w?hrend sie den Kopf sch¨¹ttelte. "Wenn wir unser Leben nicht sch¨¹tzen k?nnen... dann will ich zumindest nicht, dass wir mit gesenktem Kopf leben." sagte Neveah in einem dunklen Tonfall. Chapter 130: Ein Wunsch (Kap.130)

Chapter 130: Ein Wunsch (Kap.130)

Einige Stunden sp?ter hatte sich die Nachricht von Neveahs Gefangennahme bereits im ganzen Drachenturm herumgesprochen. W?chter und Diener aller Ebenen diskutierten leise dar¨¹ber, doch niemand wagte es,ut dar¨¹ber zu sprechen, denn was auch immer den Drachenk?nig betraf, die Bewohner des Bergfrieds wussten es besser, als dar¨¹ber zu reden. "Addie, hast du geh?rt, was vor ein paar Stunden im Bergfried geschehen ist?" fl¨¹sterte Rosalie zu Adrienne hin¨¹ber, wobei sie versuchte, nicht zu viel Aufmerksamkeit auf ihre Worte zu lenken. Im Saal der Heilerin sa?en die Damen auf ihren Pl?tzen und warteten auf die Ankunft des k?niglichen Nachwuchsheilers, der sie den ganzen Tag ¨¹ber betreuen w¨¹rde. An einem normalen Tag w?re die k?nigliche Nachwuchsheilerin Iden f¨¹r die angehenden Heilerinnen zust?ndig gewesen, aber heute war nicht irgendein Tag. Die begabtesten k?niglichen Heiler waren von Lord Everon in Lord Imagors Quartier im zweiten Stock gerufen worden und hatten sich noch nicht in der Heilerhalle gemeldet, und es war bereits nach Mittag. "Die arrogante Dienerin hat aus Lord Everons Arbeitszimmer gestohlen und ausgerec die Mauserschuppen Seiner Gnaden mitgenommen!" "Was noch schlimmer ist, die Lady Kaliana hat vor der Geburt ihre Wehen bekommen! Das Kind ist noch in Drachengestalt in seinem Ei eingeschlossen, wenn es ausbricht, bevor es die menschliche Gestalt annimmt ... wird es ?rger geben." "Ich habe mich umgeh?rt und Schreckliches geh?rt. F?lle von Fr¨¹hgeburten bei Reitern sind ein Todesurteil! Es ist wahrscheinlicher, dass das Kind nicht leben wird!" "Aber wenn das Kind ¨¹berlebt und noch in der Drachengestalt ist, wird es sich den Weg aus dem Leib seiner Mutter bahnen! Es t?tet die Reiterin auf der Stelle!" fl¨¹sterte Rosalie in einem entsetzten Tonfall. "So schrecklich?" fragte Celia schockiert und erschauderte bei dem blo?en Gedanken an das, was Rosalie gerade beschrieben hatte. "Ich kann einfach nicht uben, dass ein einfacher Diener es wagen w¨¹rde, Lady Kaliana so etwas Schreckliches anzutun ... von allen Reitern ist sie die rangh?chste, da sie die einzige Reiterin in der k?niglichen Garde ist." "Au?erdem ist sie so liebenswert und klug... sie verdient es nicht, dass man ihr solche Grausamkeiten antut. H?tten wir das gewusst, h?tten wir diesen ¨¹belt?ter um jeden Preis aufhalten m¨¹ssen." Rosalie seufzte mit bedauerndem Tonfall. "Wir konnten nicht wissen, was sie vorhatte. Lord Everon vertraute ihr so sehr, dass er sie in seinem Arbeitszimmer allein lie?, was konnten wir dagegen sagen?" "Es ist nur so traurig, dass sie Lord Everons Vertrauen ausnutzt und ihn auf so grausame Weise hintergeht. Seine Eminenz muss so viel Schuld auf sich nehmen." murmelte Celia mit einem traurigen Seufzer. W?hrenddessen sa? Adrienne an ihrem tz unds in einem Kr?uterbuch, v?llig unbeeindruckt von dem, was Rosalie gerade enth¨¹llt hatte. "Addie, du hast nichts gesagt und du scheinst nicht einmal ¨¹berrascht zu sein. Wusstest du schon davon?" fragte Rosalie mit einer hochgezogenen Augenbraue. Rosalie war herbeigeeilt, um die Neuigkeit zu verk¨¹nden, und sie hatte mit einer heftigen Reaktion ihrer beiden Freundinnen gerec, aber nur Celia ?u?erte sich zu Rosalies Enth¨¹llung. Adrienne hatte kein einziges Wort gesagt und Rosalie nicht einmal einen Blick zugeworfen, als ob das, was Rosalie zu sagen hatte, keine Rolle spielen w¨¹rde. "¨¹berrascht? Warum sollte ich das sein? Eine Au?enseiterin treibt sich in der Heilerhalle und im Drachenturm herum und tut, was ihr gef?llt." "Es gibt weder Gesetz noch Ordnung, die sie binden, was kommt dann als n?chstes? Sie wird dreist und begeht eine abscheuliche Tat." erwiderte Adrienne ausdruckslos, ohne von ihrem Buch aufzublicken. "Das ist wahr, so viel Vertrauen wurde einem Fremden geschenkt. Was k?nnte man mehr erwarten?" sagte Celia mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Was kann man jetzt f¨¹r Lady Kaliana tun, wenn das Kind geboren werden muss, zwischen Mutter und Kind, die eine m¨¹sste leben, w?hrend die andere ..." Rosalie brach ab und wagte es nicht, ihren Satz zu beenden. "Seine Eminenz wird einen Weg finden, Lady Kalianas Schwangerschaft war von Anfang an ein Risiko... wir k?nnen diesmal nur auf Seine Eminenz hoffen." erwiderte Celia, bevor sie ihr Tagebuch in die Hand nahm und es weiter studierte. "Oh... richtig, damit ich es nicht vergesse. Es hei?t, dass Seine Eminenz ein Dekret essen hat, das besagt, dass jeder, der eine L?sung f¨¹r Lady Kalianas Probleme vorscgen kann, einen einzigen Wunsch von Seiner Gnaden, K?nig Jian, erh?lt." "Daher sind alle k?niglichen Heiler und sogar einige Auszubildende herbeigeeilt, um sich daran zu versuchen... wer Lady Kaliana und das Kind retten kann, wird sich die Dankbarkeit Seiner Gnaden und der k?niglichen Wache verdienen." Rosalie verk¨¹ndete die letzte Nachricht, die sie geh?rt hatte. Erst jetzt hob Adrienne ihren Blick von dem Tagebuch, auf das sie die ganze Zeit ¨¹ber so konzentriert war. "Die Dankbarkeit Seiner Gnaden ... und ein Wunsch?" Adrienne fragte noch einmal nach, um sicher zu sein, dass sie Rosalie richtig verstanden hatte. "In der Tat! Ist das nicht eine gro?artige Gelegenheit? Kein Wunder, dass die jungen k?niglichen Heiler und sogar Duncan nirgends zu finden sind, jeder sucht eine Gelegenheit, die Gunst Seiner Gnaden zu engen!" sagte Rosalie und freute sich, endlich etwas gesagt zu haben, das Adrienne interessierte. "Hmm..." Adrienne brummte als Antwort und ihr Blick kehrte zu dem Tagebuch zur¨¹ck. "Addie, willst du es nicht einmal versuchen? Selbst Duncan ergreift gerne eine solche Gelegenheit. Vielleicht f?llst du ja einem Drachenlord oder sogar einem aus der k?niglichen Garde ins Auge!" sagte Rosalie aufgeregt. "Es gibt schon so viele Heiler, die sich der Aufgabe annehmen, und selbst Seine Eminenz wird in seinen Bem¨¹hungen nicht nacssen; wenn es einen Ausweg gibt, wird Seine Eminenz ihn zuerst finden." "Und wenn Seine Eminenz ihn nicht finden kann, wie soll es dann jemand anderes k?nnen?" Adrienne antwortete in einem leeren und uninteressierten Ton. "Ich habe geh?rt, dass Heilerteams den Bergfried und die Akademie in Scharen vessen, um sich auf die Suche nach H?utungsschuppen zu begeben ... Diejenigen, die keine Methode finden k?nnen, hoffen, eine bereits etablierte L?sung zu finden." f¨¹gte Rosalie hinzu und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Wienge ist es her, dass die letzten H?utungsschuppen gebl¨¹ht haben? Sechs Jahrzehnte? F¨¹r ein Kraut, das nur einmal in einem Jahrhundert w?chst, sind es noch vier Jahrzehnte... wie kann man die Mauserschuppen finden?" Celia konterte mit einem Spott. "Wenn nur eine einzige Bl¨¹te der H?utungsschuppen vom Himmel fallen w¨¹rde, direkt in meinen Scho?... oder wenn ich die H?utungsschuppen finden w¨¹rde, die mir dieser ¨¹belt?ter entrissen hat... w?re das nicht einfach perfekt?" Rosalie seufzte wehm¨¹tig. "Und was w¨¹rdest du dir in so einem Fall w¨¹nschen? Dass der arrogante Diener hingerichtet wird?" fragte Celia undchte leise ¨¹ber Rosalies vertr?umten Blick. "Warum sollte ich mir die M¨¹he machen? Sie soll im Morgengrauen von Seiner Gnaden verh?rt werden. Wenn sie ihr Verbrechen gesteht und die H?utungssk vorlegt, wird sie hingerichtet, weil sie Hand an k?nigliches Eigentum gelegt hat." "Aber wenn sie die Waage nicht liefert und etwas schief geht, wird sie trotzdem hingerichtet. Das hei?t, wenn der w¨¹tende Lord Imagor sie nicht vorher erwischt." "So oder so, sie wird bekommen, was sie verdient. Sie ist bereits dem Untergang geweiht, warum sollte ich meinen Wunsch an sie verschwenden?" erwiderte Rosalie mit einem Spott. "H?rt, h?rt." Celia stimmte ihr zu. "Ein Wunsch vom Obersten K?nig selbst? Man k?nnte sich sogar die ganze Welt w¨¹nschen... was w¨¹rde man mit so einem Wunsch anfangen? Ich w¨¹sste gar nicht, was ich mir w¨¹nschen sollte." fuhr Rosalie mit einem vertr?umten Seufzer fort. Celiachte und warf Rosalie einen Stift zu, die daraufhin blinzelte. "M?dels, es scheint, dass die F¨¹hrung f¨¹r heute nicht halten wird. Aber ich bin sicher, dass wir unsere Tageb¨¹cher abgeben werden, sobald Heilerin Iden zur¨¹ck ist." "Nun, die Zeit, die ich letzte Nacht mit meinem verbracht habe, hat daf¨¹r gesorgt, dass es auf dem neuesten Stand ist und in perfektem Zustand eingereicht werden kann. Ich nehme nicht an, dass ihr beide dasselbe von euch behaupten k?nnt?" erinnerte Adrienne mit einem L?cheln. "Urggh! Im Bergfried herrscht Hochbetrieb wegen der erwarteten Ankunft der D¨¹nendrachen und des Aufruhrs, den dieser ¨¹belt?ter verursacht hat, und wir m¨¹ssen immer noch hier sitzen und Tageb¨¹cher ausf¨¹llen?!" begte sich Rosalie in einem Ton der Verzweiflung. "Was hat mich eigentlich dazu gebracht, von einer Karriere als Heilerin zu tr?umen?" Celia seufzte zustimmend zu Rosalies Wehgen. "Wir wissen doch beide, dass es mit der ... anmutigen Erscheinung Seiner Eminenz zu tun hatte ..." stichelte Rosalie und erntete daf¨¹r einen finsteren Blick von einer rotgesichtigen Celia. "Nun denn, ich werde euch M?dchen alleinssen. Ich werde mich zuerst in mein Quartier zur¨¹ckziehen." sagte Adrienne, w?hrend sie ihren Mantel nahm und aus dem Saal der Heilerin ging. Doch kaum war sie drau?en, f¨¹hrte der Weg, den sie einschlug, nicht zur¨¹ck in den vierten Stock, sondern direkt aus dem Bergfried hinaus, wo eine Kutsche auf sie wartete. Ohne viel zu sagen, stieg Adrienne in die Kutsche, die sich in Bewegung setzte und sich immer weiter vom Bergfried entfernte, bis sie nicht mehr zu sehen war. Wohin Adrienne fuhr ... nun, das konnte man vorerst nicht wissen. Chapter 131: Schweigen (Kap.131)

Chapter 131: Schweigen (Kap.131)

Stille ... unheimliche Stille, kein einziges Ger?usch drang so tief in die Kerker hinab oder durch die dicken W?nde, es herrschte einfach nur ... Stille. Der ng ihres eigenen Atems hallte nun in ihren Ohren wider, und Neveah konnte das Pochen ihres eigenen Herzscgsut und deutlich in ihren Ohren h?ren. Es hatte nicht allzunge gedauert, bis sich Neveah an die Stille gew?hnt hatte, und schon bald war sie in einen unruhigen Scf gefallen. Wienge sie schlief, wusste Neveah nicht, aber ihr kurzer Moment der Ruhe wurde bald unterbrochen. Das Ger?usch von sich ?ffnenden Riegeln durchbrach die Stille, die sich ¨¹ber die einsame Zelle in den Kerkern des Drachenfrieds gelegt hatte. Neveah wurde von diesem Ger?usch geweckt, und ihre Augen tterten auf, als sie ihren Kopf zur T¨¹r hob, wo die letzten Riegel entriegelt wurden. Ein ?chzendes Ger?usch ert?nte, als die schwere Metallt¨¹r aufgesto?en wurde und ein Lichtstrahl hindurchsickerte, der endlich die von Dunkelheit verzehrte Zelle erhellte. Neveah blinzelte leicht, ihre Augen hatten sich an die Dunkelheit gew?hnt, nachdem sie hier stundeng eingesperrt war, und der helle Lichtstrahl irritierte ihre Augen. Es dauerte einen Moment, bis sich Neveahs Augen wieder an das Licht gew?hnt hatten, und sie hob eine einzelne Augenbraue, als eine vertraute Silhouette eintrat und mit seiner muskul?sen Gestalt das Licht ausblendete. "Veah..." begann Menarx, doch Neveah unterbrach ihn. "Du machst dir die M¨¹he, in den Kerker zu kommen..." "Man sollte meinen, es w?re an der Zeit, die Ketten herzubringen ... oder vielleicht den Henker? Wissen die Drachen nicht, worum es bei einem Verh?r geht?" fragte Neveah mit leiser Stimme, ihr Tonfall war eiskalt und ohne jede Emotion. Menarx runzelte leicht die Stirn bei Neveahs Worten, vor allem bei dem Wort ¡¯Verh?r¡¯. Hier im Drachenturm war das Menarx¡¯ Spezialit?t, und Neveah wusste nicht einmal davon. Dennoch waren Neveahs Worte so genau, als k?nnte sie durch ihn hindurchsehen und erkennen, welche Neuigkeiten Menarx mitbrachte. "Veah..." Menarx versuchte es erneut, mit einem Anflug von Schuldgef¨¹hlen in seinem Ton. "Neveah... mein Herr." Neveah richtete sich auf, bevor Menarx weiter sprechen konnte. Neveah brauchte nicht mehr zu sagen, damit Menarx den Sinn ihrer Worte verstand, Fr¨¹her waren die Dinge nicht so toll gewesen... aber selbst der Anschein von Frieden, der zwischen ihnen herrschte, hatte sich nun ge?ndert. "Mein Lehnsherr will dich." sagte Menarx schlie?lich nach einem Moment der Stille wieder. "...Er will mich...?" murmelte Neveah gngweilt und lehnte ihren Kopf zur¨¹ck an die Wand. "Was hat sein ¡¯wollen¡¯ mit mir zu tun?" fragte Neveah ausdruckslos und machte keine Anstalten, sich aufzurichten. "Neveah... du willst diesen Teil nicht betreten, mein Lehnsherr hat sich einmal f¨¹r eine Herausforderung entschuldigt... du wirst tot enden, wenn du vorhast, stur zu sein." warnte Menarx, wobei sich sein stets pr?senter finsterer Blick vertiefte. Menarx¡¯ Drohung ng in Neveahs Ohren am¨¹sant, nach so vielen Stunden, die ihr gew?hrt wurden, hatte Neveah endlich ihre Gedanken geor. Jetzt, da ihre Gedanken geor waren, verstand Neveah, was sie jetzt tun sollte... was sie die ganze Zeit h?tte tun sollen. "Der Weg, den ich beschritten habe, hat mich letztendlich hierher gef¨¹hrt ... also ja, mein Herr. Ich m?chte diesen Weg beschreiten. Die Ketten ... oder Ihr k?nnt Euch verabschieden und Euren K?nig selbst zu mir schicken." "Ich bin ein Werwolf, Mylord... Ich kann das Silber aus meilenweiter Entfernung sp¨¹ren. Ihr habt es bereits mitgebracht, dann solltet Ihr es auch benutzen." erwiderte Neveah kalt. In dem Moment, als Menarx eintrat, wusste Neveah, dass er Silberketten mitgebracht hatte. Neveah nahm an, dass Menarx den Auftrag hatte, sie als die Kriminelle zu begleiten, f¨¹r die sie gehalten wurde, nur schien Menarx sich angew?hnt zu haben,t zu sein. Doch Neveah wusste, wenn Menarx nicht vorgehabt h?tte, die Silberketten zu benutzen, h?tte er sie nie mitgebracht, und so verstand sie es gut genug, dass selbst Menarx... an ihr zweifelte. Neveah w¨¹rde niemals uben wollen, dass die Drachen nicht wussten, welche Wirkung Silber auf Werw?lfe hatte. Da Neveah die Absicht des Drachenk?nigs bereits kannte, war es nur recht und billig, dass sie ihm volle Genugtuung verschaffte. "Wenn du die Befehle meines Lehnsherrn befolgst, habe ich keinen Grund, es zu benutzen." begr¨¹ndete Menarx, Menarx versuchte nicht, das Vorhandensein der silbernen Ketten zu leugnen, stattdessen trat ein anderer Drache hinter ihm ein, die Ketten in der Hand haltend. "Lord Decaron ... Ihr seid zumindest ehrlicher und direkter in Eurer Vorgehensweise." lobte Neveah anerkennend, bevor sie ihren Blick wieder auf Menarx richtete. "Ich brauche weder Euer Mitleid, noch muss ich mir von Euch Privilegien einr?umenssen. Ich habe nicht die Absicht, mich zu f¨¹gen ... also tut, was ihr tun m¨¹sst." stellte Neveah direkt r. Ein leises Knurren ert?nte aus Menarx und sein Blick verengte sich leicht, bevor er sich umdrehte und aus der Zelle st¨¹rmte. Lord Decaron schritt ohne ein Wort zu sagen zu Neveah hin¨¹ber, blieb in kurzem Abstand vor ihr stehen und sah sie erwartungsvoll an. Es ist schon songe her, dass wir das letzte Mal mit Silber konfrontiert wurden ... die Monate, die wir im Eclipse Hunt Pack verbracht haben, bevor wir hierher gebracht wurden, waren Tage des Gl¨¹cks. Meinst du, du kannst den Schmerz noch ertragen? dachte Neveahs Wolf zu ihr und Neveah l?chelte. "Ich habe siebzehn Jahreng nichts als Schmerz gekannt ... ein paar Monate Gl¨¹ckseligkeit k?nnen meine Vergangenheit nicht umschreiben." versicherte Neveah ihrer W?lfin. Mit diesen Worten errichtete Neveah eine Gedankensperre zwischen sich und ihrer W?lfin, damit wenigstens einer von ihnen von dem Schmerz verschont blieb. Dann erhob sich Neveah und streckte Lord Decaron ihre H?nde entgegen. Die silberne Kette hatte drei Fesseln, die durch dicke Ketten miteinander verbunden waren, zwei der Fesseln waren f¨¹r ihre beiden Handgelenke... und die dritte w¨¹rde um ihren Hals passen... Ketten, die wirklich zu einem Verbrecher passten. In dem Moment, als die erste der silbernen Handschellen Neveahs Fleisch ber¨¹hrte, schoss ein stechender Schmerz durch sie hindurch, begleitet von einem zischenden Ger?usch, als sich das Silber durch ihre Haut brannte. Dieser Schmerz ... er war nur allzu vertraut, und das Bild eines gewissen gr¨¹n?ugigen Wolfes mit einer Peitsche in der Hand, an das sie hoffte, nie wieder denken zu m¨¹ssen, kam Neveah in den Sinn. Chapter 132: Verh?r (Kap.132)

Chapter 132: Verh?r (Kap.132)

Neveah schluckte das Zischen des Schmerzes hinunter, das aus ihrer Kehle zu sprudeln drohte, und ihr Gesichtsausdruck blieb unver?ndert. Einen Momentng hielt Lord Decaron inne und hob eine Augenbraue, als er zu Neveah hinaufblickte. Neveah vermutete, dass selbst die Drachen nicht genau wussten, wie Silber auf W?lfe wirkte, da beide Rassen kaum miteinander zu tun hatten. Lord Decaron legte die zweite Manschette an, und kurz darauf folgte die um Neveahs Hals. Die Ber¨¹hrung des Silbers auf der zarten Haut von Neveahs Hals war eine Art, die Neveah nicht ganz beschreiben konnte, So hoch Neveahs Schwelle auch sein mochte, so war sie doch nicht v?llig unempfindlich gegen Schmerzen, und ihr stiegen Tr?nen in die Augen, doch Neveah blinzelte sie schnell weg, Neveah w¨¹rde den Drachen niemals die Genugtuung geben, ihren Schmerz zu sehen, es war eine verdorbene Befriedigung, wenn derjenige, dem ein Raubtier Schmerzen zuf¨¹gen wollte, diese auch zeigte, Neveah hatte genug von Alessio gelernt, um zu wissen, dass jedes Zucken, jeder zitternde Atemzug ihn nur noch mehr erfreute, Von da an war es leicht zu verstehen, dass sie, wenn sie sich ein wenig W¨¹rde bewahren konnte, ihren Schmerz verbergen musste, damit ihn niemand sehen konnte. Als Lord Decaron zur Seite trat, ging Neveah aus der Zelle und fand Menarx drau?en stehen, mit dem R¨¹cken zu ihr. Menarx drehte sichngsam um, sein Blick blieb zun?chst auf der silbernen Manschette um Neveahs Hals h?ngen und seine Augenbrauen zuckten leicht. Zu diesem Zeitpunkt war sich Neveah sicher, dass die Stellen an ihrem Hals, die den silbernen Manschetten am n?chsten waren, rot und rau waren, und das brutzelnde Ger?usch hatte nicht im Geringsten nachgssen, da sich das Silber tiefer in ihre Haut eingebrannt hatte. "Das..." begann Menarx zu sagen, aber Neveah ging weiter und schritt an Menarx vorbei, den Blick geradeaus gerichtet. Menarx sagte nichts mehr und folgte Neveah schweigend, bis sie die Treppe erreichten, die aus dem Kerker nach oben f¨¹hrte. Sie stiegen die Treppe hinauf zu einem leeren Gang und Menarx f¨¹hrte sie in den Aufw?rtsraum, F¨¹rst Decaron folgte ihnen und sie drei betraten den Aufw?rtsraum. Lord Decaron setzte den Aufw?rtsraum f¨¹r die dritte Ebene in Bewegung, und der Metallmechanismus fuhr mit einer gleichm??igen Bewegung nach oben, Nach kurzer Zeit kamen sie an und traten aus dem Aufstiegsraum, und Menarx f¨¹hrte sie in eine Halle, die von zwei Drachenw?chtern bewacht wurde. Die Wachen ?fen die T¨¹ren, und Menarx trat als Erster ein, Neveah folgte ihm, Lord Decaron hinter ihr. In der Halle befanden sich nur drei Personen. Die F¨¹rsten Everon, Imagor und K?nig Jian selbst. Mit der Ankunft von Neveah, Lord Decaron und Menarx... waren es nun f¨¹nf Drachen und eine Neveah. Nat¨¹rlich waren alle Augen auf Neveah gerichtet, nur K?nig Jian stand mit dem R¨¹cken zu ihr. Neveah ignorierte ihre Blicke, sie w¨¹rdigte niemanden, sondern blieb einfach stehen und wartete darauf, dass die Drachen zuerst sprachen. In der Mitte des Saals stand ein Stuhl, es schien eine Art Audienzsaal zu sein, mit eleganten Sitzgelegenheiten an den Seiten und einem Thron, der auf einem Podest stand. "Setzt euch." Menarx wies mit einer Geste auf den Stuhl in der Mitte, wo Neveah unter den Blicken aller Anwesenden sa?. "Verzichte auf die H?flichkeit, ich kann auch stehen." Neveah wies Menarx mit einem leeren Ton ab. "Neveah..." Menarx warnte und warf einen wachsamen Blick auf K?nig Jian, der immer noch stillhielt, ohne sich umzudrehen. "Tu, was man dir sagt, Neveah, dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um stur zu sein." Lord Everon meldete sich von seinem tz aus zu Wort. Neveah warf ihm nicht einmal einen Blick zu, unter allen anderen im Drachenturm, au?er Xenon und Davina, Neveah hatte am meisten mit Lord Everon zu tun, obwohl sie wusste, dass er sie nicht gut genug kannte, und die Vorstellung, dass sie ihn bestehlen w¨¹rde, war viel zu beleidigend. Langsam drehte sich K?nig Jian um, seine Miene war so kalt wie immer, und er betrachtete Neveah einen Momentng ruhig. "Setz dich ... jetzt." befahl K?nig Jian in einem eiskalten Ton. Die Aura der Dominanz, die er ausstrahlte, und der imposante Ton, mit dem er sprach, lie?en Neveahs Wolf unruhig an ihrem Bewusstsein zerren. Neveah sch¨¹rzte leicht die Lippen, ihr Blick verengte sich zu einem Stirnrunzeln, bevor sie sich auf ihren tz sinken lie?, denn irgendwie wusste sie, dass sie K?nig Jians Befehlen nachkommen musste. K?nig Jian beobachtete Neveah, als sie ruhig gehorchte, obwohl ihre Augenbrauen zuckten und der dunkle Blick in ihren Augen ihren Unmut widerspiegelte. "Vor einer Nacht verlie? Lord Everon auf Gehei? unseres Lehnsherrn den Saal der Heiler, begab sich auf die h?chste Ebene und lie? dich in seinem Arbeitszimmer zur¨¹ck." "Lord Menarx ist ebenfalls Zeuge davon. Am n?chsten Morgen waren die Mauserschuppen aus Lord Everons Fach verschwunden." " In dieser Zeitspanne sind Sie die einzige best?tigte Person, die das Arbeitszimmer von Lord Everon ohne Aufsicht betreten und vessen hat." begann Lord Decaron. "Wo ist es?!" vengte Lord Imagor unmittelbar danach, seine Augen loderten vor Wut. Neveah hob eine einzelne Augenbraue und lehnte sich gegen den Stuhl. Die silberne Manschette um ihren Hals dr¨¹ckte in ihr ohnehin schon schmerzendes Fleisch, aber sie beachtete sie nicht. "Schimmelpilzschuppen ... was soll das denn sein? Ein Kraut?" fragte Neveah beil?ufig. "Spiel nicht den Ahnungslosen! Du wei?t genau, was es ist!" Lord Imagor knurrte und Neveah warf ihm einen Blick zu. "Ihr sprecht jetzt f¨¹r mich, Mylord? Dann setzen Sie sich auf diesen Stuhl und sagen Sie stattdessen aus ... Sie wissen eindeutig besser als ich, was alles passiert ist." sagte Neveah in einem leeren Ton. "Gebt mir einfach ihren Kopf!" Lord Imagor st¨¹rmte w¨¹tend zu Neveah hin¨¹ber, doch Menarx versperrte ihm den Weg. "Wenn die Drachen mich angen wollen, dann liefern sie Beweise." "Beweise daf¨¹r, dass ich, Neveah Omega Lothaire, mit Schuppen der Mauser in Ber¨¹hrung gekommen bin und sie f¨¹r mich selbst genommen habe, in der Absicht, demjenigen zu schaden, der daf¨¹r gesch?digt werden soll..." sagte Neveah in einem dunklen Tonfall. "Wenn Sie ¨¹berzeugende Beweise vorlegen k?nnen, dann habe ich nichts weiter zu sagen... aber wenn Sie mich aufgrund von Spektionen beschuldigen m¨¹ssen, mit der blo?en Begr¨¹ndung, dass ich die Einzige war, die anwesend war..." "Dann muss ich sagen, dass das Gesetz... das Justizsystem und die Drachen dieser Asvarian-Hochburg... alles nur ein gro?er Witz sind." beendete Neveah. Chapter 133: Besorgt sein oder nicht (Kap.133)

Chapter 133: Besorgt sein oder nicht (Kap.133)

Die angespannte Atmosph?re im Saal war so greifbar, dass man sie fast sp¨¹ren konnte. Die Worte, die Neveah gerade gesagt hatte, lie?en die Drachen f¨¹r einen Moment verstummen. Sie waren unsicher, wie sie auf eine kleine Wolfsprinzessin reagieren sollten, die ihnen ausgeliefert war und dabei doch eine w¨¹rdevolle und selbstbewusste Haltung einnahm. "Ihr umwerbt den Tod." sagte Lord Everon sachlich und durchbrach damit endlich die angespannte Stille. "Tod?" fragte Neveahngsam, und dannchte sie, fast schmerzhaft. Den Tod... sie wusste genau, was er war. Vielleicht kannte sie ihn sogar viel besser als jeder der Drachen. Neveah hatte den Tod schon einmal gekostet, ausgerec durch die Hand einer v?llig unerwarteten Person. Wenn Neveah damals ein barmherziger Tod zuteil geworden w?re, h?tte sie zumindest die Aussicht auf begleitende Schmerzen in Erw?gung gezogen. Aber Neveah war kein gn?diger Tod zuteil geworden... der Sch?pfer hatte ihr nie seine Gnade gezeigt. Sie starb einenngsamen und qualvollen Tod in einer Lache ihres eigenen Blutes, Sie blutete bis zum Tod, bis ihre Organe nacheinander versagten. Jede Sekunde war eine Art von Schmerz, den Neveah nicht einmal beschreiben konnte, eine Art von Schmerz, den sie nie vergessen wird. Also warum solle es von Bng sein, wer sie nun tot sehen wollte? "Das ist ein Konzept, mit dem ich gut vertraut bin. Der Tod kommt zu allen, zu denen, die ihn suchen, und zu denen, die das nicht tun, gleicherma?en. Wovor sollte ich mich f¨¹rchten?" fragte Neveah in einem leeren Ton, Die silberne Manschette um ihren Hals wurde immer schmerzhafter, als sie sich durch ihre Haut brannte. Selbst ihr freiliegendes Fleisch brutzelte noch. Der Geruch ihres eigenen brennenden Fleisches tr¨¹bte ihren empfindlichen Geruchssinn. Zwischen dem Schmerz und dem Bewusstsein des Schadens, der gerade angerichtet wurde, konnte Neveah nur mit den Z?hnen dagegen ank?mpfen. Neveah wusste bereits, dass es egal war, was sie sagte. Die Drachen waren schon ¨¹berzeugt, dass sie die Schuldige war. "Wenn du die Mauserschuppen nicht genommen hast, wer war es dann?" fragte Lord Decaron wieder an und nahm sein Verh?r wieder auf. "Was hat das mit mir zu tun? Ich war in der Heilerhalle anwesend, als Lord Everon mich rief. Ich blieb dort, nachdem er gegangen war, noch immer auf Anweisung von Lord Everon." "Alles... vom Anfang bis zum Ende, wurde auf meinen Befehl hin getan. Was die H?utungsschuppen betrifft, so ist es nur ein Kraut... was soll ich davon haben, es zu stehlen?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Ihr allein wisst, was Ihr vorhabt. Aber niemand au?er Euch h?tte es stehlen k?nnen. Unser Lehnsherr ist bereit, Euer Verbrechen zu begnadigen, wenn Ihr die gestohlenen Schuppen zur¨¹ckgebt." fuhr Lord Decaron fort. Neveah seufzte leise und schloss die Augen. "Gut dann, ich habe nichts mehr zu sagen." antwortete Neveah in einem leeren Ton. Ein leises Knurren rutschte aus K?nig Jians Lippen, als er Neveahs abweisende Geste wahrnahm. "Wenn du es nicht aush?ndigen willst, dann ist das in Ordnung. Du wirst die Konsequenzen deines Handelns tragen." sagte K?nig Jian mit finsterer Miene. "Durchsieht ihre R?umlichkeiten, ich bin mir sicher, dass wir dort etwas finden werden." wies Lord Imagor Lord Decaron an. "Wir haben bereits alles durchsucht..." begann Lord Decaron, wurde aber unterbrochen. "Dann durchsucht es noch einmal!" Lord Imagor schnappte, seine Augen gl¨¹hend. "Imagor ... beruhige dich." mahnte K?nig Jian in einem warnenden Tonfall. "Macht, was er sagt, Decaron. Zerlegt alles, wenn es sein muss. Das M?dchen hat nirgends sonst ein Versteck als ihre Privatr?ume." wies K?nig Jian im Anschluss an. Bevor noch etwas gesagt werden konnte, wurde an der T¨¹r geklopft. Sie ?fe sich und ein Drachenw?chter trat ein. "Mein Lehnsherr, die D¨¹nendrachen treffen im Bergfried ein." meldete der Drachenw?chter. "Schickt sie auf die h?chste Ebene. Ich werde sie jetzt empfangen." wies K?nig Jian an. W?hrenddessen blieben Neveahs Augen geschlossen und ihr Gesichtsausdruck war angesichts all dessen, was gesagt und getan wurde, unbeeindruckt. Neveah reagierte erst, als sie einen warmen Atem ¨¹ber ihre Wange streichen f¨¹hlte, begleitet von dem Duft von Tau, Asche und einer anderen Mischung, die Neveah nicht genau identifizieren konnte. Neveahs Herz setzte einen Scg aus, als sie den vertrauten Geruch erkannte, und sie wusste genau, wer so nah an sie herangekommen war. "Dein Leben ... es h?ngt von Kalia ab. Wenn sie lebt und das Kind in Sicherheit ist, lebst du ... wenn nicht, stirbst du." "Wenn ich du w?re, w¨¹rde ich noch einmal dar¨¹ber nachdenken... wenn du bereit bist, die Wahrheit zu sagen, dann gib mir Bescheid." fl¨¹sterte K?nig Jian leise. In K?nig Jians Augeng ein dunkler Schimmer, als er sprach. Obwohl Neveah es nicht sehen konnte, war das Brennen im Blick des Drachenk?nigs etwa intensiver als das der silbernen Fessel um ihren Hals. Neveahs Atem stockte, als ein schwieliger Fingerngsam ihre Wange enngstrich und danach ihr Kinn in einem harten Griff festhielt. "Und mein Zorn wird sich nicht nur auf dich beschr?nken... Jeder Einzelne von euch wird in mmen aufgehen und meinem Neffen Gesellschaft leisten." "Nimm dir Zeit, Kalias Uhr tickt... genau wie deine", schwor K?nig Jian kalt. Als K?nig Jians Griff nachlie? und er Neveahs Gesicht loslie?, kostete es sie all ihre Kraft, den kalten Schrecken zu unterdr¨¹cken, der sie erfasste. "Was sollen wir mit ihr machen?", fragte Lord Decaron, als K?nig Jian an ihm vorbeiging. K?nig Jian hielt inne und warf Decaron einen Blick zu, der sofort den Kopf senkte. "Was man mit einem Verbrecher anstellt... muss ich dich daran erinnern?", fragte K?nig Jian in kaltem Ton. "Nein, mein Herr. Verzeiht mir", entschuldigte sich Lord Decaron sofort. "Narx... komm", befahl K?nig Jian und verlie? den Saal. Menarx z?gerte einen Moment und warf Neveah einen Blick zu. "Hol mir einen Umscg aus meiner Halle und komm dann zu uns", sagte Lord Everon zu Menarx, als dieser gerade K?nig Jian folgen wollte. Als die meisten Leute weg waren, ?fe Neveah ihre Augen und stellte fest, dass nur noch Lord Decaron und Menarx in der Halle waren. Menarxs Blick war auf Neveah gerichtet, besonders auf den Handschellen um ihren Hals, und seine Stirn war in Sorge gerunzelt. "Decaron...ss uns alleine", sagte Menarx und Lord Decaron nickte und verlie? den Saal. "Es ist niemand sonst hier... Ich werde nur einmal fragen, hast du... oder hast du nicht?... Das sind die Worte, die Everon mir aufgetragen hat, dich zu fragen, Neveah." "Es ist auch mein Wunsch, deine Antwort zu h?ren", f¨¹gte Menarx in ruhigem Ton hinzu. Neveah sah ihn an und zog eine Augenbraue hoch. "Wenn ich sagen w¨¹rde, dass ich es getan habe... w¨¹rde es dir gefallen? Wenn ich sagen w¨¹rde, dass ich es nicht getan habe, w¨¹rdest du mir dann vertrauen?", fragte Neveah direkt. Sie ubte nicht, dass es noch eine Rolle spielte, nicht, wenn sie bereits als schuldig galt. "Ich ube nicht, dass du meine Cousine bestehlen w¨¹rdest. Everon sagt, du w¨¹rdest H?utungsschuppen nicht erkennen... sie wachsen nicht dort, wo du herkommst." "Au?erdem wei? ich, dass du keinen Kontakt zu meinem Schwurbruder Imagor und seiner Reiterin Kaliana hattest. Du hast auch keinen Grund, ihrem Kind etwas anzutun", murmelte Menarx verwirrt. "Das uben wir... aber was, wenn wir uns irren?", fragte Menarx. Neveah schwieg einen Moment, sie beobachtete Menarx¡¯ Gesichtsausdruck und stellte fest, dass seine Worte ehrlich gemeint waren. "Es geht um das Leben deines Neffen und deiner Schw?gerin. Ihr k?nnt kein Risiko eingehen... meinst du das?", fragte Neveah zur rstellung. Menarx seufzte, er wusste nicht, wie er seine Gedanken so formulieren sollte, dass Neveah sie verstehen w¨¹rde. "Was ich sagen will ist... Ich m?chte nicht, dass du verletzt wirst, Neveah. Und ich werde es mir nicht verzeihen, wenn ich dich zu Unrecht beschuldigt habe..." "Ich bitte dich, wenn nicht um dewillen, dann um mewillen... gib mir eine M?glichkeit, dich aus dieser Sache herauszuholen. Wenn unser Vertrauen gerechtfertigt ist, gib uns einen Grund, f¨¹r dich einzustehen", flehte Menarx leise. Menarx wusste nicht, was er sonst noch tun sollte, sogar jetzt konnte er immer noch nicht verstehen, wie es in wenigen Wochen so weit kommen konnte. "Und Vertrauen ist kein ausreichender Grund?", fragte Neveah. "Ich lebe, um meinen Herrn und mein Volk zu sch¨¹tzen. Vertrauen in die falsche Person ist eine Schw?che, die ich nicht zssen werde", antwortete Menarx. "Ich verstehe...", murmelte Neveah und nickte verst?ndnisvoll. "Veah...", begann Menarx, doch Neveah unterbrach ihn. "Ich habe nicht das Gl¨¹ck, deine freundlichen Gedanken und deinen Trost anzunehmen, und ich kann auch nicht die Last deines Vertrauens tragen, Lord Menarx." "Du bist ein Drache, die einzige Seite, auf der du stehen solltest, ist die deines K?nigs... Was meine Angelegenheiten betrifft, k¨¹mmere dich nicht darum", sagte Neveah schlie?lich. "Wir kennen uns nicht gut, Neveah, aber wie ich schon einmal gesagt habe... du hast nicht das Recht, mir zu sagen, was ich zu tun habe." "Ob ich betroffen bin oder nicht, ist meine eigene Entscheidung...", stellte Menarx r, bevor er sich umdrehte und ging. Chapter 134: Die Ankunft der Dünen-Drachen (Kap.134)

Chapter 134: Die Ankunft der D¨¹nen-Drachen (Kap.134)

"Gem?? den Regeln des Festungsbergs, als Dienerin eines Drachenlords, "Du wirst nicht zur Folter oder anderen extremen Verh?rmethoden verurteilt werden, bis mein Lehnsherr etwas anderes sagt." teilte Lord Decaron Neveah mit, als er sie aus dem Saal begleitete. "Ist es nicht ein wenig zu sp?t, um sich als gn?dig zu zeigen?" fragte Neveah, als sie auf die Silbermanschetten hinabsah, die ihre Haut verbrannten. "Alles, was getan wird, wird von meinem Lehnsherren befohlen. Ich habe keine Antworten auf deine Fragen." Lord Decaron erwiderte ehrlich. "Gut genug." Neveah akzeptierte seine Erkl?rung, da Lord Decarons Worte ehrlich genug schienen. "Wohin bringst du mich?" fragte Neveah nach einer kurzen Stille. Von allen Aufzugsr?umen stellte Neveah fest, dass nur einer direkt bis zum Eingang des Verlieses f¨¹hrte. Die anderen f¨¹hrten auf die Erdebene - als Endstation war das nat¨¹rlich so, da der Zugang zum Verlies nur Drachenlords und Drachenw?chtern sowie einigen wenigen mit hohen R?ngen vorbehalten war. Als sie den Saal verlie?en, in dem Neveah befragt worden war, f¨¹hrte Lord Decaron sie nicht zur¨¹ck ins Verlies, Stattdessen ging er zum zweiten Aufzug, von dem Neveah wusste, dass er zur Erdebene f¨¹hren w¨¹rde. "Drei Tage sind vergangen, der Zustand von Lady Kaliana wurde nur vor¨¹bergehend stabilisiert." "In den n?chsten drei Tagen wird sie erneut Wehen bekommen. Mein Lehnsherr hat angeor, dass demjenigen, der eine L?sung f¨¹r Lady Kalianas Zustand finden kann, ein Wunsch erf¨¹llt wird." "In der Zeit, die es braucht, um Lady Kaliana zu retten, wirst du nicht ins Verlies zur¨¹ckkehren, dein tz befindet sich woanders." Lord Decaron sagte mit leerem Ton. "Schwieriger Arbeitstag..." murmelte Neveah leise, als sie Lord Decaron folgte. Nachdem sie die Erdebene erreicht hatte, konnte Neveah genau verstehen, warum K?nig Jian diese Strafmethode gew?hlt hatte. Die Erdebene war das belebteste Level der Festung und das aus gutem Grund: Jeder, der kein fliegendes Biest war, betrat zu irgendeinem Zeitpunkt des Tages die Hallen der Erdebene. Es war der einzige Ausgang aus dem Berg f¨¹r diejenigen, die nicht von den Landettformen der anderen Ebenen abheben konnten. In dem Moment, als der Aufzug stoppte, trat Neveah hinter Lord Decaron hervor und wurde sofort von Dutzenden Blicken fixiert. Jede Bewegung auf dem Gang kam zum Stillstand und leises Fl¨¹stern verbreitete sich unter den Dienern, als Neveah den Gang hinuntergef¨¹hrt wurde, und die Silberketten an den Manschetten klirrtenut. Erniedrigung war eine Form der seelischen Folter, die oft wirksamer war als k?rperliche Folter, und genau das hatte K?nig Jian gew?hlt. "Sie verdient alles, was sie erwartet!" zischte eine Stimme leise. "Eine Sch?nheit mit giftigem Herzen, zu denken, dass sie gegen ein ungeborenes Kind konspirieren k?nnte." sagte eine andere Stimme mit abgesto?enem Ton. "Ich wusste von Anfang an, dass sie nichts Gutes im Sinn hatte. Sie pr?sentiert sich stolz in der Festung und schm¨¹ckt sich mit der Gunst von Lord Xenon, aber nun hat sie endlich ihr wahres Gesicht gezeigt." fl¨¹sterte eine dritte Stimme. So viel Hass, Neveah konnte nicht genau sagen, was sie getan hatte, um ihn zu verdienen, au?er der Tatsache, dass sie pl?tzlich aufgetaucht war, Hasserf¨¹llte Blicke von Dutzenden von Augen waren auf Neveah gerichtet, wohin sie auch blickte, und Neveah hielt ihren Kopf hoch, sogar gegen¨¹ber der Verachtung aller, die an ihr vorbeigingen. Sie gingen weiter den Flur enng, bis sie die Festung verlie?en und in den Hof traten, wo Neveah zu einer leicht erh?hten ttform in der Mitte des Hofes gef¨¹hrt wurde. Die ttform war so aufgestellt, dass sie genau in der Mitteg und fast alle Wege, die in den Hof f¨¹hrten und von ihm wegf¨¹hrten, mit ihr verbunden waren. "Knie nieder." befahl Lord Decaron und Neveah runzelte leicht die Stirn, ihre Brauen zuckten. "Und wenn ich es nicht tue?" entgee Neveah. Sie bereute ihre Worte bald, als Lord Decaron seine Hand auf ihre Schulter legte und sie mit ¨¹bermenschlicher Kraft nach unten dr¨¹ckte. Neveahs Knie prallten mit voller Wucht auf den harten Fels, der die ttform bildete. Ein scharfer Schmerz schoss durch ihre Knie und Neveah wusste, dass ihre Knie gebrochen waren, Sie biss die Z?hne zusammen, um den Schmerzensschrei in ihrer Kehle zu unterdr¨¹cken, und warf Lord Decaron einen kalten Blick zu. "Lerne zu gehorchen, und du wirst nicht verletzt werden. Andernfalls, ube mir, bin ich das geringste deiner Probleme." warnte Lord Decaron. "Du sollst hier bleiben und auf dein Urteil warten, bis die H?utungsschuppen gefunden sind oder Lady Kaliana auf andere Weise gerettet wird. Nur dann wird mein Lehnsherr ¨¹ber dein Schicksal entscheiden." teilte Lord Decaron mit. Neveah blickte zur hoch am Himmel stehenden Sonne hinauf und blinzelte leicht. "W?re es unangebracht, sich f¨¹r die Folter zu entscheiden?" fragte Neveah Lord Decaron.Lord Decaron antwortete mit einem Schnauben, drehte sich um und lie? Neveah unter der brennenden Sonne kniend zur¨¹ck. Ein leiser Seufzer entwich Neveahs Lippen, denn als Lord Decaron aus dem Blickfeld verschwunden war, bemerkte Neveah, dass die Aktivit?t in diesem Teil des Hofes zunahm. Pl?tzlich war der Hof voller Diener und Bediensteter. Selbst die edlen Damen kamen wiederholt vorbei, und Neveah verstand schnell, dass sie der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit war. Sie h?rte das sp?ttische Gel?chter und die Verh?hnung schon aus der Ferne, sch¨¹ttelte leicht den Kopf und schloss die Augen. Die Sonne wurde mit der Zeit immer hei?er und Schwei?tropfen sammelten sich auf Neveahs Stirn. Nach der ersten Stunde wusste Neveah nicht mehr, wie viele Stunden seit ihrem Knien auf dem Podest vergangen waren und sie sich der Verachtung und dem Spott aller in der Festung ausgesetzt sah. Neveah vermutete, dass es keine Rolle spielte. Sie sollte drei Tageng an dieser Stelle knien. Es waren nur ein paar Stunden, was spielte es schon f¨¹r eine Rolle, wenn sie den ¨¹berblick verlor? Die silbernen Handschellen waren durch die hei?e Sonne noch hei?er geworden, der Schwei?, der ihr von der Stirn tropfte, reizte ihren verbrannten Hals. Neveah schluckte das von Schmerzen erf¨¹llte Wimmern hinunter, das ihr zu entkommen drohte. In jedem Moment wurde sie von jemandem beobachtet. Und weil jemand zusah, durfte sie keine Schw?che zeigen, um ihnen nicht noch mehr Ass zum Lachen zu geben. "Sei stark, Veah... auch das wird vergehen." fl¨¹sterte der Wolf in Neveah. Neveah nickte und holte tief Luft, um sich auf die kommenden Tage voller Schmerz vorzubereiten... Drei Tage, hatte Lord Decaron gesagt. Drei Tage k?nnten den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. _______________ Kaideonndete auf der Landettform, seine uen sicherstellend, dass sein gro?er K?rper fest und stabil stand, bevor er seine Fl¨¹gel ablegte und sie an seine Seiten ppte. Vor ihm waren Lords Kirgan und Cassian bereits angekommen, sie hatten den Flug angef¨¹hrt und die W¨¹stendrachen zur Festung eskortiert. "Was ist da unten los? Die Bediensteten scheinen viel aktiver zu sein als sonst." Garron, der hinter Kaideon seine menschliche Form angenommen hatte, fragte neugierig. "Was geht das dich an? Hat dir niemand gesagt, dass du viel zu neugierig f¨¹r dein eigenes Wohl bist?" Rodvan tadelte ihn sofort und lie? keine Gelegenheit aus, Garron zu belehren. "Es war nur eine harmlose Frage und ich verstehe nicht, warum du mir antwortest, ich habe nicht mit dir gesprochen." Garron konterte mit einem finsteren Blick. "Wir sind in der Drachenburg,ss dein unkultiviertes Benehmen hinter dir." Coran mischte sich ein und bezog sich dabei sowohl auf Rodvan als auch auf Garron. "Ein Diener wird f¨¹r ein Verbrechen bestraft und kniet im Hof." erkl?rte Rodrick den W¨¹stendrachen. "Das blondhaarige M?dchen mit den Ketten? Ich dachte, meine Augen seien von der Sonne get?uscht worden. Was k?nnte sie getan haben, um so grausam bestraft zu werden?" fragte Orin mit hochgezogener Augenbraue. "Sie hat Lady Kaliana verletzt." antwortete Rodrick mit finsterer Miene. "Die Reiterin von Lord Imagor?" fragte Rodvan ¨¹berrascht und Rodrick nickte. "Es ist eine Angelegenheit, die behandelt wird, aber der Grund, der dich hierher gebracht hat, ist von gr??erer Bedeutung." sagte Rodrick und offenbarte den W¨¹stendrachen nichts weiter. "Ah ... nun, sehr gut." Garron sagte und nickte verst?ndnisvoll. "Unser Oberherr erwartet euch." fuhr Rodrick fort. Kirgan, Cassian und Rodrick gingen zuerst hinein, und Kaideon und die W¨¹stendrachen folgten ihnen. Sie waren auf die oberste Ebene gndet und brauchten daher nichtnge, um im Arbeitszimmer von K?nig Jian anzukommen. "Mein Herr." Die W¨¹stendrachen gr¨¹?ten gleichzeitig, gingen auf ein Knie und verneigten sich tief. Alle au?er Kaideon, der nichts sagte und stehen blieb, nur seinen Kopf zu einer Verbeugung senkte. "Kaideon." K?nig Jian begr¨¹?te ihn und schritt auf den ruhigen Drachen zu. Die beiden tauschten einen festen H?ndedruck aus und K?nig Jian legte Kaideon eine Hand auf die Schulter. "Mein Krieger, wie viele Jahrzehnte ist es her, seit ich dich das letzte Mal gesehen habe?" fragte K?nig Jian liebevoll. Ein kleines, seltenes L?cheln legte sich auf Kaideons Lippen, als er seinen Kopf f¨¹r eine weitere Verbeugung senkte. Chapter 135: Abgeschirmt von einem Regenguss (Kap.135)

Chapter 135: Abgeschirmt von einem Regenguss (Kap.135)

"N...eveah..." Das vertraute,ngsame Zeichnen erreichte Neveahs Geh?r und ihre Augen tterten auf, Als sie aufblickte, traf ihr Blick sofort auf diese pechschwarzen Augen, die ihr so vertraut waren. Neveah blickte zum Berg Edar hin¨¹ber, bevor sie ihren Blick ¨¹ber den Hof schweifen lie?, Alle Bewegungen waren zum Stillstand gekommen, und auch die harschen und ver?chtlichen Stimmen, die Neveah verdr?ngt hatte, waren verschwunden. Auch die Diener und anderen Adligen, die st?ndig vorbeikamen, um einen Blick auf Neveahs erb?rmlichen Zustand zu werfen, waren nirgends zu sehen. Neveah hob nur eine Augenbraue, denn in der Gegenwart des schwarzen Unholds schien der Bergfried zu seiner gewohnten Ruhe zur¨¹ckgekehrt zu sein, die durch Neveahs Bestrafung gest?rt worden war. "Xenon ... was machst du hier unten?" fragte Neveah, als ihr Blick wieder zu Xenon zur¨¹ckkehrte. Die Miene des schwarzen Drachen war ruhig, doch in seinen Augeng ein Ausdruck des Unmuts, als er Neveah ruhig betrachtete. "Siehst du ... du." Xenon antwortete in einem sachlichen Ton, als w?re es f¨¹r Neveah gar nicht n?tig gewesen, eine so dumme Frage zu stellen. "Aber du kommst nicht gerne hierher in den Bergfried... du magst den Schrecken der Bewohner bei deinem Anblick nicht sehen, du willst auch niemanden verletzen... also warum kommst du hierher?" fragte Neveah. Neveah wusste, dass sie sich dumm anstellte, als sie sich an all die Gr¨¹nde erinnerte, warum Xenon den Bergfried nie besuchte, au?er wenn er direkt auf die h?chste Ebene von K?nig Jian flog. Aber in diesem Moment wollte sie es einfach wissen ... oder vielleicht wollte sie Xenon einfach nur sprechen h?ren. Um Xenons tiefen Bariton zu h?ren, der ein fremdes Gef¨¹hl von Trost mit sich brachte, um zu wissen, ob sie wirklich sicher sein konnte, dass zumindest Xenon im Drachenturm auf ihrer Seite war. "Du... Ich mag... dich." Kam Xenons Antwort, eine einfache, ehrliche Aussage, die als Antwort auf alle Fragen Neveahs diente. Eine Aussage, die vermittelte, dass f¨¹r die eine Person, die er sch?tzte, alle seine Abneigungen keine Rolle mehr spielten. Die Ehrlichkeit in Xenons Tonfall lie? Neveah sprachlos zur¨¹ck und sie konnte ihn nur anstarren, als er die letzte Stufe der ttform bestieg und zu Neveah hin¨¹berging. Xenon ging in die Hocke, so dass er und Neveah auf Augenh?he waren, und er neigte seinen Kopf zur Seite und starrte Neveah an, als w?re sie das Interessanteste auf der Welt. Xenon streckte seine Hand nach Neveah aus, er hatte keine Handschuhe an und so waren seine Krallen deutlich zu sehen, aber Neveah fand sie nicht beunruhigend. Neveah blieb ruhig, auch als Xenons Handfl?che an ihrer Wangeg und sein Daumen beruhigend ¨¹ber sie strich, Xenon war vorsichtig, sehr vorsichtig, damit seine Krallen nicht Neveahs Haut streiften, und seine freie Hand hob sich, um Neveahs Hals zu streicheln, bevor er die silberne Manschette ergriff. "Xenon... ich ube nicht..." Neveah begann zu protestieren, aber die Worte erstarben auf ihrer Zunge, als Xenon ihr einen strengen Blick zuwarf. "Sei still..."llte Xenon, w?hrend sein Griff die silberne Manschette fester packte, bis sie in zwei Teile zerbrach und von Neveahs Hals abfiel. Von ihrem Hals zu ihren Handgelenken fielen die Manschetten ebenfalls ab, und ohne das Silber konnte Neveah endlich richtig atmen, und sie holte zitternd Luft. Xenons Augenbrauen zuckten, als er Neveahs Kopf sanft zur Seite drehte und den Grad des Schadens begutachtete, wobei sein Daumen sanft ¨¹ber ihren verkohlten Hals strich. Neveah war sich nicht sicher, warum, aber diese z?rtliche Geste von Xenon, die so gar nicht zu seiner Pers?nlichkeit passte, und der Ausdruck tiefer Besorgnis in seinen Augen lie?en ihre Abwehrkr?fte br?ckeln. Ein erstickter Schluchzer entkam Neveahs Lippen und sie sch¨¹ttelte schnell den Kopf, wobei sie den Kopf zur¨¹ckwarf, um die Tr?nen zur¨¹ckzuhalten. Xenons Daumen fing den einzigen Tropfen auf, der Neveahs Wange hinunterrutschte, und er runzelte leicht die Stirn. "Jian...un...dankbar bast...ard..." murmelte Xenon leise vor sich hin. Trotz der Situation konnte Neveah das leise Lachen nicht unterdr¨¹cken, das ihr entschl¨¹pfte. "Du solltest nicht so ¨¹ber deinen K?nig sprechen..." sagte Neveah leise und Xenon spottete. "Wenn du so zu mir kommst und die Handschellen abnimmst, ist das ein Akt des Widerstands gegen deinen K?nig, Xenon." Neveah fuhr in einem ernsteren Ton fort. "Du bist ... verletzt." erwiderte Xenon, ohne sich weiter f¨¹r sein Handeln zu rechtfertigen. "Und das werdet ihr auch sein, wenn ihr euch auf meine Seite stellt." erinnerte Neveah. "Du ... bist ... Xenons Antwort...sibilit?t." sagte Xenon erneut und Neveah senkte ihren Blick, unsicher, was sie darauf antworten sollte. "Was hast du vor zu tun?" fragte Neveah nach einem Moment der Stille. "K?mpfen...trotzen..." antwortete Xenon in einem unbeeindruckten Ton. Neveahs Augen weiteten sich und sie sch¨¹ttelte schnell den Kopf, sie konnte nicht zssen, dass sie der Grund daf¨¹r war, dass Xenon gegen K?nig Jian k?mpfte. Neveah wusste, wie sehr Xenon K?nig Jian liebte, er w¨¹rde niemals in der Lage sein, K?nig Jian zu verletzen... am Ende war Xenon derjenige, der verletzt werden w¨¹rde. "Ich habe geh?rt, wenn du k?mpfst, kehrt dein wilder Dunst zur¨¹ck. Du bist schon songe n¨¹chtern, ich m?chte, dass du so bleibst." "Ich habe nichts falsch gemacht, die Wahrheit wird sich durchsetzen..." versicherte Neveah Xenon in einem zittrigen Ton. Xenon starrte Neveah mit einer hochgezogenen Braue an, sein Blick fragte Neveah, ob sie wirklich an das ubte, was sie gerade gesagt hatte. Neveah ubte nicht ... sie ubte nicht, dass es in dieser Welt Wahrheit gab. Es gab nur die Starken und die Schwachen, und hier in der Drachenburg war Neveah die Schwache. "Wenn ich schon hier sein muss, dann muss ich auch stark werden, nicht wahr?" fragte Neveah mit einem Seufzer. Xenon sah Neveah nur still an, ohne etwas zu erwidern, vielleicht verstand er ihre Worte nicht. ¡¯Aber Xenon... Ich will nicht stark sein. Ich habe alles losgssen ... den Hass, die Wut, ich will einfach nur frei sein ... und das kannst du mir nicht geben ...¡¯ Neveah dachte den Rest ihrer Aussage vor sich hin. "Mach dir keine Sorgen um mich, ich habe meinen eigenen Weg, mein Leben zu sch¨¹tzen. Ich will nicht, dass du dich einmischst." sagte Neveah mit einem Seufzer. Aus demselben Grund war Neveah nicht bereit, von Menarx Hilfe anzunehmen, Diese beiden Drachen behandelten sie anders als alle anderen, auch Lord Everon. Aber sie konnte es sich nicht leisten, einem Drachen ihre Dankbarkeit zu schulden. Wenn sie sich in der Schuld f¨¹hlte, w¨¹rde es viel zu schwierig sein, sie zu vessen, wenn die Zeit gekommen war. W?hrend Neveah sprach, ert?nte ein Donnerscg hoch oben am Himmel, und im n?chsten Moment prasselten Regentropfen vom Himmel herab. "Wenn der Regen kommt, solltest du gehen." sagte Neveah zu Xenon. Xenon runzelte bei Neveahs Worten die Stirn, bevor er sich aufrichtete und zur¨¹cktrat. Gerade als Neveah ubte, dass er wirklich gehen w¨¹rde, h?rte der Regen, der auf sie niederprasselte, ganz auf und Neveah blickte auf, ¨¹ber ihrem Kopf befand sich ein massiver schwarzer Fl¨¹gel, der den str?menden Regen abschirmte, und Neveah warf einen Blick ¨¹ber ihre Schulter, um Xenon zu sehen, der immer noch auf sie herabstarrte. Doch dieses Mal waren es nicht die h¨¹bschen Gesichtsz¨¹ge, sondern die imposanten und grimmigen bernsteinfarbenen Augen des m?chtigen schwarzen Drachens. "Musst du es mir so schwer machen?" fl¨¹sterte Neveah, w?hrend sie den Kopf senkte und den Tr?nen freien Lauf lie?, Denn sie wusste genau, dass mit jeder ungewollten Geste der Z?rtlichkeit dieses wilden schwarzen Drachen, Ihre Entschlossenheit wurde schw?cher und die Mauern, die sie um sich herum errichtet hatte, bekamen Risse. _________________ "Wieuten Eure Befehle? Mein Lehnsherr?" fragte Decaron von dort, wo er hinter K?nig Jian stand. Die D¨¹nendrachen hatten sich gerade verabschiedet und waren unter der F¨¹hrung von Kirgan und Cassian zu den k?niglichen Archiven hinabgestiegen. Im Arbeitszimmer von K?nig Jian standen Menarx und Decaron, w?hrend Lord Everon und Lord Imagor zur¨¹ckgekehrt waren, um an der Seite von Lady Kaliana Wache zu halten. Der heftige Regenguss hatte endlich aufgeh?rt, und unten war die Gestalt eines riesigen schwarzen Drachens genau dort, wohin K?nig Jians Blick gerichtet war. Erst als der schwarze Drache seine Fl¨¹gel einppte, wurde eine kleine Gestalt sichtbar, die auf der ttform kniete. "Lord Xenon sch¨¹tzte die Wolfsprinzessin, bis der Regen aufh?rte, und selbst dann blieb er an ihrer Seite, bis sie einschlief." "Seit dem Mittag wagt sich niemand mehr durch den Hof, und es sieht nicht so aus, als ob Lord Xenon vorhat, bald zu gehen." berichtete Lord Decaron. "Dies ist genauso sein Hof wie meiner. Vessen? Wer wagt es, das von ihm zu vengen?" murmelte K?nig Jian leise, w?hrend er eine Hand auf das Gel?nder legte, Er hielt sie fest ummmert, bevor er von ihr absprang und auf die Erde weit unten st¨¹rzte. Im Nu war an K?nig Jians Stelle ein riesiger Drache mit goldenen Schuppen zu sehen, der erst wieder in seine menschliche Gestalt zur¨¹ckkehrte, als er ¨¹ber der ttform schwebte. K?nig Jian warf einen Blick auf die Wolfsprinzessin, die immer noch wie befohlen kniete, aber selbst in dieser Position irgendwie fest schlief. Xenons gro?er Drachenkopf hob sich von der Stelle, an der er neben der scfenden W?lfin ruhte, und seine bernsteinfarbenen Augen ruhten auf K?nig Jian. "Ich sagte, du sollst nicht ... du ignorierst meine Worte. Habt Ihr Euch jetzt beruhigt?" fragte K?nig Jian in ruhigem Ton, Sein Blick verengte sich, als der riesige schwarze Drache sich leicht bewegte, so dass seine Gestalt die scfende Prinzessin vor K?nig Jians Blicken abschirmte. Chapter 136: Wen hasst du? (Kap. 136)

Chapter 136: Wen hasst du? (Kap. 136)

"Was ist dieses Xenon? Du schirmst sie vor mir ab? Ist das ein Akt der Aggression?" fragte K?nig Jian in leisem Ton. Xenons Augen leuchteten und sein Oberk?rper hob sich leicht an, als er K?nig Jians menschliche Gestalt ¨¹berragte und auf ihn herabblickte. "Agg...ression? Du wirst es noch sehen." dachte Xenon zu K?nig Jian durch deren Geist. Xenons Tonfall war kalt und bissig, er machte keine Anstalten, seinen Zorn zu verbergen, und K?nig Jian war einen Momentng verbl¨¹fft, so kalt behandelt zu werden. "Was ist sie... Xenon?! Wie tief reicht das?!" zischte K?nig Jian w¨¹tend, und seine H?nde ballten sich zu F?usten. "Sie geh?rt mir! Und du stellst mich auf die Probe... Jian. Ich habe mich einmal zur¨¹ckgehalten...meine Geduld ist am Ende..." Xenon dachte zur¨¹ck an Jian. K?nig Jians Brauen zuckten bei Xenons Erkl?rung. "Du hast sie ohne zu z?gern auf dir reitenssen... von Anfang an war es deine Absicht, sie zu binden?..." fragte K?nig Jian in leisem Ton. "Sie ist meine Rettung... ich bin nicht abgeneigt..." dachte Xenon und seine bernsteinfarbenen Augen leuchteten. "Ich eube es nicht...ich kann dir alles andere euben, jeden anderen Reiter als sie!" tobte K?nig Jian. Ein leises Knurren entschl¨¹pfte Xenon, w?hrend sich sein Blick leicht verengte. "Die Entscheidung ... liegt bei mir." stellte Xenon r. K?nig Jian sp¨¹rte, wie die Wut in ihm aufstieg, es war songe her, dass er sich mit einem n¨¹chternen Xenon unterhalten konnte, K?nig Jian konnte nicht uben, dass Xenon ihn auf diese Weise konfrontieren w¨¹rde. "Ihr habt Euer Schwert schon einmal gegen mich erhoben ... wegen einer Frau. Habt Ihr die Absicht, es wieder zu tun?" fragte K?nig Jian in eiskaltem Ton. In dem Moment, in dem die Worte aus Jians Lippen kamen, bereute er sie sofort, als er den Schmerz bemerkte, der in Xenons Augen aufblitzte. "Xenon, ich h?tte das nicht sagen sollen..." K?nig Jian begann sich zu entschuldigen, doch Xenon unterbrach ihn. "Der, den du hasst ... ist es der kleine Wolf ... oder ich?" Xenon dachte nach. _________________ Die Kutsche, die in der Nacht zuvor den Drachenturm vessen hatte, rollte an der Waldgrenze eines riesigen Waldes zum Stehen. Sie hatte sich nicht allzu weit vom Bergfried entfernt, aber der Abstieg war beschwerlich und hatte eine ganze Weile gedauert. Als die Kutsche anhielt, stieg Adrienne aus und blickte sich kurz um, bevor sie die Kapuze ihres Umhangs abzog. "Sind Sie sicher, dass wir nicht verfolgt wurden?" fragte Adrienne den Kutscher, der daraufhin nickte. "Mdy, beeilt Euch mit Euren Gesch?ften, damit Ihr rechtzeitig zur¨¹ck seid, bevor jemand bemerkt, dass Ihr weggegangen seid." erwiderte der Kutscher. Adrienne machte sich auf den Weg zum Wald und ohne zu z?gern, ging sie hinein. Sie ging z¨¹gig einen ausgetretenen Pfad hinunter, der ihr offensichtlich vertraut war, und so dauerte es nichtnge, bis sie zu einer H?hle kam. Adrienne ging in die H?hle hinein, tiefer in die innerste H?hle, wo ein kleines Becken zu sehen war. Adrienne ging zum Rand des Beckens und schaute sich noch einmal um, bevor sie hineinging und vollst?ndig in das Becken eintauchte. Ein magischer nz durchzog das Becken, und als Adrienne die Augen aufschlug, stand sie am Rand eines anderen Sees, der sich von dem in der H?hle v?llig unterschied. Am Rande des Sees stand eine sch?ne Frau, diengsam Fischfutter ins Wasser fallen lie?. Ihr Haar schimmerte kupferfarben und fiel ihr in Kaskaden ¨¹ber den R¨¹cken, wobei sie einen Teil davon hochgehalten und Blumen hineingeflochten hatte. Sie trug ein bodenges, hellues Kleid, dessen Saum sich um sie herum ausbreitete, und hinter ihr tterte ein Paar Gespensterfl¨¹gel. "Die magischen Interferenzen im Drachenturm sind schwer zu ¨¹berwinden. Verzeiht mir, dass ich Euch nicht fr¨¹her aufgesucht habe, Tante." Adrienne entschuldigte sich bei der fremden Frau. "Jetzt bist du ja da. Dies ist nur ein Illusionsportal, und du wirst bald zu deinem K?rper zur¨¹ckkehren m¨¹ssen. Da du gekommen bist, um mich zu sehen, nehme ich an, du hast etwas zu berichten." Die Frau antwortete mit einem l?ssigen Achselzucken. "Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich dich zu deiner Schwester in den Drachenturm geschickt habe. In dieser Zeit hast du die Drachenlords aus der Ferne kennengelernt." "Sag mir, hast du dein Herz an einen Drachenlord geh?ngt?" fragte die Frau, die sich noch immer auf das Verteilen des Fischfutters konzentrierte. "Das habe ich." antwortete Adrienne mit leiser Stimme. "Wer ist es?" Fragte die Frau. "I..." begann Adrienne, brach dann aber ab. "Du warst schon immer ehrgeizig, ich bezweifle nicht, dass du eine gute Wahl getroffen hast. Ihr m¨¹sst Eure Gedanken nicht preisgeben. Nun, warum bist du zu mir gekommen?" Fragte die Frau Adrienne. Adrienne trat vor und holte einen in ein wei?es Tuch gewickelten Gegenstand hervor, den sie der Frau ¨¹berreichte. Die Frau stellte schlie?lich die Schale mit dem Fischfutter beiseite und betrachtete Adrienne einen Momentng, bevor sie das wei?e Tuch nahm und es ?fe und ein seltsam aussehendes Kraut zum Vorschein brachte. Der Blick der Frau verengte sich leicht, und in ihren Augeng ein Erkennen. "Was willst du damit?" vengte die Frau in leisem Ton. "Sag mir nicht, du hast es genommen? Mit welcher Absicht? Um einem einfachen Diener zu schaden?" Fragte die Frau kalt. "Ich dachte nur ... wenn wir das Heilmittel f¨¹r Lady Kaliana beschaffen k?nnen, hat unser n endlich eine Chance, die Gunst des Drachenk?nigs zu engen." erkl?rte Adrienne. "Seine Gunst engen? Oder seinen Zorn auf sich ziehen?! Meinst du, sie werden nicht merken, dass dies die Vermisste ist?" " Es ist ein Kraut, das nur einmal im Jahrhundert w?chst ... k?nnen wir es uns leisten, es als ein gefundenes Heilmittel zu pr?sentieren?" Fragte die Frau Adrienne mit einer hochgezogenen Braue. "Ich ... so weit habe ich nicht gedacht ..." stotterte Adrienne. "Das ist deine Schw?che ... du denkst nicht. Du bist ehrgeizig, aber du bstest dich mit kleinlichem Groll und Rachegef¨¹hlen. Wenn du nur ein bisschen mehr wie Ke sein k?nntest, objektiv und zielstrebig." schimpfte die Frau und sch¨¹ttelte entt?uscht den Kopf. "Das ist ein Problem, das du nicht h?ttest anfachen sollen, Adrienne. Ihr solltet nach einer Methode suchen, um die Sache aus der Welt zu schaffen, denn unser n wird nichts mit eurem Komplott zu tun haben." "Und pass auf, dass du den hart erk?mpften Ruf deiner Schwester nicht in den Dreck ziehst." mahnte die Frau, als sie Adrienne das Kraut zur¨¹ckgab. "Verzeiht mir." Adrienne entschuldigte sich und senkte ihren Kopf zu einer Verbeugung. "H?r zu Adrienne, du stammst aus einer gro?en und edlen Blutlinie. Ihr m¨¹sst Euch nicht in triviale Rivalit?ten verwickelnssen ... wenn Ihr einen Diener loswerden wollt, k?nnt Ihr Euch sicher einen weniger l?stigen Weg ¨¹berlegen." riet die Frau. "Wenn Ihr das Herz des Drachenk?nigs gewinnen wollt, m¨¹sst Ihr lernen, das zu sch?tzen, was er sch?tzt, und das zu sch¨¹tzen, was ihm teuer ist." Die Frau fuhr fort. "Wie hast du..." fragte Adrienne erstaunt. "Du bist ein Kind, das ich aufgezogen habe, Adrienne. Was hoffst du vor mir zu verbergen?" Fragte die Frau mit einer hochgezogenen Braue. "Je gr??er dein Ehrgeiz ist, desto gr??ere Opfer musst du bringen. Die Lady Kaliana mag die erste von ihnen sein ... aber solche Opfer haben immer schwerwiegende Konsequenzen." sagte die Frau und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Kehrt zur¨¹ck in den Bergfried, Adrienne. Ich vertraue darauf, dass du die richtigen Entscheidungen treffen wirst." Beendete die Frau und winkte mit der Hand. Adrienne wurde von einer unsichtbaren Kraft nach hinten gezogen und st¨¹rzte zur¨¹ck ins Wasser, und genau wie zuvor fand sie sich bald am Rande des Beckens in der H?hle wieder. Noch erstaunlicher war, dass Adriennes Haare und Kleidung keinen Tropfen Wasser aufgesaugt hatten, beide waren v?llig trocken. Adrienne blickte auf das Kraut in ihrer Hand hinunter und runzelte leicht die Stirn. "Ich weigere mich zu uben, dass ich einen einfachen Diener nicht loswerden kann." murmelte Adrienne vor sich hin, als sie die H?hle verlie?. Die Kutsche machte sich auf den R¨¹ckweg zum Drachenfried, und die ganze Zeit ¨¹ber kochte Adrienne innerlich vor Wut. Sie hatte diese Reise mit so vielen Hoffnungen angetreten, und nun w¨¹rde sie diese Chance aufgeben m¨¹ssen, nur weil ihre Tante nicht mutig genug war. ___________ Adrienne stieg aus ihrer Kutsche und schaute sich um, bevor sie den Kutscher entlie? und zur¨¹ck in den Bergfried ging. Adrienne machte sich auf den Weg in den vierten Stock, es war bereits sp?ter Nachmittag und so begee Adrienne unterwegs nicht mehr vielen Menschen. Bald erreichte sie das vierte Stockwerk, wo sie anhielt und die Halle inspizierte, um sicherzugehen, dass niemand in der N?he war. Alle adligen Damen auf dieser Ebene waren zu ihren jeweiligen Akademien gegangen, und Adrienne wusste, dass sie sich beeilen musste, um zum Saal der Heilerin zu gngen. Aber vorher musste Adrienne, wie ihre Tante es ihr aufgetragen hatte, das bstende Kraut aus ihren H?nden bekommen. Adrienne ging den Flur hinunter, vorbei an der T¨¹r zu ihrem Zimmer und erreichte das Zimmer einige Zeit nach ihrem eigenen. Chapter 137: Schn?ppchen (Kap.137)

Chapter 137: Schn?ppchen (Kap.137)

Der erste Morgengrauen weckte Neveah, und sie hob die Hand, um sich den Rest des Scfes aus den Augen zu wischen. Neveah war sich nicht einmal sicher, wann sie eingescfen war, ihr Verstand war durch die Ersch?pfung vernebelt und es fiel ihr schwer, r zu denken, da ihre Handgelenke und ihr Hals schmerzten, Auch ihre Knie f¨¹hlten sich taub an, und alles, woran sich Neveah erinnern konnte, war dieses warme Gef¨¹hl, das die K?lte und den bei?enden Nachtwind nach einem starken Regen vertrieb. ¡¯Xenon...¡¯ dachte Neveah und erinnerte sich an die Anwesenheit des wilden schwarzen Drachen an ihrer Seite, bis zu dem Moment, als sie in den Scf gefallen war. Als mmenwesen strahlte er eine intensive W?rme aus, und ihn so nah bei sich zu haben, war, als h?tte sie hier drau?en im offenen Hof ihre eigene ma?geschneiderte Feuerstelle. Ein gro?er, imposanter schwarzer Kamin, der von au?en so furchteinfl??end aussah, aber ein so zartes Herz hatte, Neveah war sich sicher, dass nicht viele ihrer Meinung ¨¹ber Xenon zustimmen w¨¹rden, aber alles, was sie von dem schwarzen Drachen gesehen hatte, entsprach nicht dem, was alle ¨¹ber ihn sagten. Zwischen Xenon und dem Rest von ihnen, sie m¨¹ssen dar¨¹ber nachdenken, wer wirklich wild ist...¡¯ dachte Neveah. Neveahs Augen tterten schlie?lich auf, sie blinzelte leicht, damit sich ihre Augen anpassen konnten. Die wohlige W?rme war immer noch da und ein kleines L?cheln legte sich auf Neveahs Lippen, als sie sich umdrehte, Doch wo sie gehofft hatte, Xenon zu finden, der auf sie herabschaute oder schlummerte, wie er es manchmal tat, sei es in Menschen- oder Drachengestalt, traf Neveah stattdessen auf ein Paar ungleiche Augen und silberwei?e Locken, die dem Drachenk?nig geh?rten. "Warum bist du es?" Neveah brummte ver?rgert, ihr L?cheln verschwand g?nzlich und ein leerer Ausdruck trat an seine Stelle. K?nig Jian stand am Rande der ttform, die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt, und seine Haltung war so k?niglich und edel wie immer. Er strahlte eine so majest?tische Aura aus, dass Neveah sich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass dies einfach falsch war. Wie kann man ein so grausames und kaltes Herz haben und trotzdem so kultiviert und zivilisiert erscheinen? fragte sich Neveah, w?hrend sie zu ihm hinaufstarrte. Nur einen kurzen Moment, nachdem sie beschuldigt worden war, Ketten f¨¹r sie bereit zu haben ... das Ausma? des Eifers, Neveah zu ruinieren, war einfach unublich. Als ob er Neveahs Gedanken kennen w¨¹rde, warf K?nig Jian ihr einen kalten Blick zu. "Derjenige, den Sie zu sehen erwarten, ist nicht hier." erkl?rte K?nig Jian in seinem charakteristischen kalten Ton. "Das sehe ich." murmelte Neveah als Antwort, w?hrend sie ihren Blick von dem Drachenk?nig abwandte und stattdessen vor sich hin starrte. "Womit verdanke ich die gesch?tzte Anwesenheit Eurer Gnaden?" fragte Neveah, als K?nig Jian daraufhin nicht sprach. "Drei Tage waren Kalia verg?nnt, und das Gleiche war Euch verg?nnt, ein Tag ist verstrichen. Habt Ihr nichts zu sagen?" fragte K?nig Jian. "Es gab nie etwas zu sagen. Ich habe alles gesagt, was ich sagen musste." antwortete Neveah ausdruckslos. "Ihr m¨¹sst zuversichtlich sein ... zuversichtlich in Bezug auf Xenons Gunst ..." stellte K?nig Jian fest. Obwohl sich sein Ton nicht ?nderte, konnte Neveah K?nig Jians Anschuldigung verstehen. "Xenons Gunst?...Das ist in der Tat interessant." begann Neveah, als sie zu K?nig Jian aufblickte. "Doch mein Stolz eubt es mir nicht, jemandem zu vertrauen oder irgendwelche Gefallen von Euresgleichen anzunehmen." "Was auch immer am Ende dieser drei Tage geschieht, ist mein eigenes Schicksal, ich werde keinen anderen bsten... Ich werde auch nicht der Grund daf¨¹r sein, dass Xenon seine Schuppen beschmutzt, um gegen Euch zu k?mpfen, Euer Gnaden..." erwiderte Neveah ruhig. K?nig Jians Blick verengte sich bei Neveahs Worten. "Ihr wisst, dass Xenon Euch nicht retten kann. Und dennoch seid Ihr so zuversichtlich?" fragte K?nig Jian misstrauisch. "Das ultimative Ende ist nur der Tod, nicht wahr? ... In meiner Welt ist der Tod keine so gro?e Sache." antwortete Neveah mit einem hohlen L?cheln. "Habt Ihr wirklich keine Angst vor dem Tod ... oder habt Ihr schon Eure eigenen Pl?ne gemacht?" fragte K?nig Jian. "Ich habe nichts Falsches getan, und ich wei?, dass du mich nur verfolgst, um deine Abneigung und dein Misstrauen mir gegen¨¹ber zu befriedigen." "Es gibt nichts und niemanden, der mich vor Eurer Dunkelheit retten kann, Euer Gnaden. Warum muss ich mir die M¨¹he machen, Pl?ne zu machen?" fragte Neveah mit einem Spott. K?nig Jian antwortete nicht sofort, sondern starrte Neveah eine ganze Weile mit zusammengekniffenen Augen an. " Lord Everon fleht darum, dich zu retten, und schw?rt, eine Methode zu suchen, um Kalia wieder gesund zu machen... Menarx hat Xenon aufgesucht und ihm von deinen Ketten erz?hlt, doch er ubt, ich wisse nichts davon." "... Xenon ist vor Wut gefl¨¹chtet, vielleicht w¨¹rde er mich bek?mpfen, wenn er noch l?nger verweilt, ubst du, meine Sorge gilt allein den Mauserschuppen?" behauptete K?nig Jian. "Sie betrachten mich als Bedrohung f¨¹r die, die Sie sch?tzen, und deshalb... Ich muss sterben, schuldig oder nicht. Warum habt Ihr mich dann ¨¹berhaupt hierher gebracht?" fragte Neveah. "Es war das erste Mal, dass er mich um etwas bat... sei es auch noch so abscheulich, er bat mich um Hilfe..." antwortete K?nig Jian und brach am Ende ab. Neveah blinzelte und war einen Momentng von K?nig Jians ehrlicher Antwort ¨¹berrascht. "Xenon wird sich f¨¹r mich nicht gegen Euch stellen, Euer Gnaden. War das in der H?hle nicht deutlich genug? F¨¹r mich war es das n?mlich." versicherte Neveah, und ein freudloses Kichern entwich ihr. "Wenn Ihr leben wollt, solltet Ihr mir einen Grund geben, Euch nicht zu t?ten ... zwei Tage sind alles, was Ihr habt." erinnerte K?nig Jian, als er sich auf den Weg machte. "Lady Kaliana, Xenon sch?tzt sowohl Mutter als auch Kind ... genauso wie Menarx und Lord Everon, genauso wie ihr. Habt ihr wirklich vor, in den verbleibenden zwei Tagen auf die Vorsehung zu warten?" fragte Neveah. Das war ihr schon seit einiger Zeit durch den Kopf gegangen, denn es war nicht so, dass Neveahs Tod Mutter und Kind zur¨¹ckbringen k?nnte, wenn ihnen etwas zust??t. Wenn sie starben und Neveah auch starb, war das eine Art Trost f¨¹r den Verlust? "Die H?lfte meines Lebens ist auf der Suche nach einer Antwort... Vorsehung? Euer Leben ist das einzige, das daf¨¹r ¨¹brig ist." K?nig Jian antwortete ausdruckslos. "Ich ube nicht an die Vorsehung oder das Schicksal, Euer Gnaden. Wenn Ihr nicht wollt, dass Eure Vertrauten sich an meine Seite stellen, dann muss diese Situation, in der ich gerettet werden muss, bereinigt werden..." "Ihr habt demjenigen, der Lady Kaliana retten kann, einen Wunsch angeboten... kann ich darauf vertrauen, dass Ihr Euer Wort halten werdet?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Ein K?nig bricht niemals sein Wort." erwiderte K?nig Jian. "Nun gut, ich bin bereit, Euch einen Ausweg anzubieten ... einen Weg, bei dem Ihr nicht der B?sewicht sein m¨¹sst, sondern ich stattdessen." "Ich werde dir deine Vertrauten zur¨¹ckgeben und komplett aus ihren K?pfen verschwinden..." Neveah brach ab. Und auch aus ihrem Leben...¡¯ f¨¹gte Neveah in Gedanken hinzu. "Im Gegenzugss mich ¨¹ber mein eigenes Schicksal entscheiden. Ich werde deinen Neffen und auch die Mutter des Kindes retten ... koste es, was es wolle." entschied Neveah. Neveah war sich nicht sicher, warum sie ¨¹berhaupt einen solchen Handel einging, sie hatte zun?chst beschlossen, nichts zu tun, Aber Neveah erkannte, wenn sie die Jungfrau in N?ten blieb, w¨¹rde es immer welche geben, die den Helden spielen wollten. Xenon... Menarx, diese beiden wurden vom Drachenk?nig gesch?tzt. Je mehr sie sich auf ihre Seite stellten, desto mehr ?rger w¨¹rde sie bekommen, so war es nun einmal. Und so musste Neveah sich selbst retten ... durch ihre eigenen H?nde. Vor dieser Anschuldigung und vor dem Drachenturm selbst. Freiheit im Tausch gegen das Leben des Neffen des Drachenk?nigs und der Mutter des Kindes - f¨¹r Neveah war das kein unm?glicher Tausch. Und sollte es ihr nicht gelingen, Mutter und Kind zu retten, ganz gleich, ob sie es versuchte oder hier kniete, nichts tat und auf die Entscheidung des Himmels wartete, w¨¹rde sie dennoch das gleiche Schicksal wie Mutter und Kind teilen m¨¹ssen. "Ich habe einen Rat von Reitern einberufen, du sollst vor ihnen stehen und sie werden urteilen ... wenn man deinen Worten trauen kann." erwiderte K?nig Jian, nachdem er einen Momentng nachgedacht hatte. "Und Ihr k?nnt dieses Urteil nicht selbst f?llen?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Ich kenne mein Urteil. Ich kann und werde Euch niemals f¨¹r vertrauensw¨¹rdig halten, Prinzessin." erkl?rte K?nig Jian ausdruckslos. "Eure Worte werde ich mir merken. Sorgt daf¨¹r, dass Ihr immer die gleiche Energie beibehaltet, Euer Gnaden." " Verabscheut mich und misstraut mir immer, so wie Ihr es jetzt tut." sagte Neveah mit einem leisen Glucksen. K?nig Jian warf einen Blick ¨¹ber seine Schulter, ein komplizierter Ausdruck in seinen Augen, als er Neveah einen Momentng ruhig betrachtete. "Ich ube nicht, dass du zu mir gekommen bist, nur um hier zu stehen und zu verweilen, bis ich etwas aus eigenem Antrieb gesagt habe." "Was hat Sie denn dazu bewogen, mich anzuh?ren?" fragte Neveah misstrauisch. "Er hat es von mir vengt..." murmelte K?nig Jian als Antwort und schritt davon. Neveah starrte dem Drachenk?nig einenngen Momentng hinterher, sie war sich nicht sicher, warum, aber sie hatte heute ein neues Verst?ndnis f¨¹r ihn gewonnen. "Du musst viele Menschen verloren haben... wenn du die, die du noch hast, so heftig besch¨¹tzt..." murmelte Neveah zu sich selbst und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Jeder Drache musste seine eigene Geschichte haben, einen Grund, warum er so war, wie er war... aber was spielte das f¨¹r eine Rolle? Wer hatte keine Geschichte? Neveah war es ganz sicher nicht, denn wenn es jemals eine mit der dunkelsten Geschichte einer schrecklichen Vergangenheit gab... Neveah k?nnte von zwei Leben und einem ganzen Leben sprechen, das noch vor ihrg, denn selbst in diesem Augenblick musste sie noch... Frieden finden. Chapter 138: Hinterh?ltige Motive (Kap.138)

Chapter 138: Hinterh?ltige Motive (Kap.138)

"Nicht einmischen...nicht einmischen...so leicht ist es zu sagen f¨¹r alle. Ich w¨¹nschte auch, ich k?nnte einfach wegschauen..." "Ich wei?, ich sollte es tun, aber was kann ich machen, wenn ich nicht in der Lage dazu bin?", dachte Menarx bei sich, als er stillstand und aufblickte. So vertieft in seinen Gedanken hatte er nicht bemerkt, wohin er ging. Erst jetzt, als er vor Neveahs Zimmer stand, wurde er sich dessen bewusst. Wie er ¨¹berhaupt in den sich erhebenden Raum gngte und bis zur vierten Ebene hinunterkam, war f¨¹r Menarx ein R?tsel und der Drachenwandler konnte nur seufzen. "Ich muss den Verstand verlieren.", murmelte Menarx vor sich hin, w?hrend er seine Hand zur T¨¹r ausstreckte, sie ?fe und eintrat. Menarx sah sich um, das Quartier, das Neveah zugewiesen war, war noch immer so wie bei seiner Vergabe - komplett karg und ohne jegliche Dekoration. Ohne konkretes Wissen ¨¹ber sein eigenes Quartier w¨¹rde er dieses sogar damit verwechseln. "Es sollte ein Verbrechen sein, dass eine Frau so...," brach Menarx ab, unsicher, welches Wort er w?hlen sollte. Er war unsicher, was er von Neveahs Quartier erwartete, aber er h?tte gedacht, dass eine Prinzessin ein so einfaches Zimmer ihren luxuri?seren Vorlieben anpassen w¨¹rde. Es gab so viele Dinge, die Menarx realisierte, die nur seine eigenen Annahmen waren. In Wahrheit wusste er nicht viel ¨¹ber Neveahs Pers?nlichkeit. "Wo sollte sie auch die Zeit hernehmen, um sich um ihr ?u?eres zu k¨¹mmern, wenn sie hierher gebracht wurde, um Xenons Dienerin zu sein?" murmelte Menarx mit einem Seufzer, w?hrend er die T¨¹r schloss. Menarx konnte nicht sagen, warum seine F¨¹?e ihn hierher gef¨¹hrt hatten. Da er sich nicht ¨¹berwinden konnte, Neveah drau?en im Hof anzusprechen, war er vielleicht gekommen, um einen Moment der rheit zu suchen. Unterdessen war auf der anderen Seite von Neveahs T¨¹r auch Lady Adrienne angekommen und hatte Menarx¡¯ Eintreten nur um einen kurzen Moment verpasst. "Es wird eine Versammlung der Reiter einberufen, und es ist unwahrscheinlich, dass das Zimmer des Dieners nicht bereits durchsucht wurde...", Adriennes Hand erstarrte, als sie sie auf den T¨¹rknauf legte und den Schritt, den sie gleich tun wollte, ¨¹berdachte. Die Drachen waren penibel genau bei ihren Gesch?ften, und da Adrienne einen ganzen Tagng weg war, war sie sich sicher, dass bereits eine Durchsuchung stattgefunden hatte. Frustriert knirschte Adrienne mit den Z?hnen, als ihr bewusst wurde, dass sie falsch berec hatte. "Ich h?tte es gleich zu Beginnssen sollen.", dachte Adrienne bei sich. Es schien, als ob ihre Bem¨¹hungen, die H?utungsschuppen von Lord Everon zu stehlen, umsonst gewesen waren. Aber wie dem auch sei, Adrienne musste das Kraut loswerden und der sicherste tz, an dem es versteckt werden konnte, war der, der bereits gr¨¹ndlich durchsucht worden war. "Ich werde es erst einmal hiessen und dann eine Gelegenheit finden, es zu benutzen.", dachte Adrienne bei sich. Mit diesem Gedanken drehte sie den T¨¹rknauf und stie? die T¨¹r auf. In dem Moment, in dem die T¨¹r ge?f war, zuckte Adrienne erschrocken zusammen, als sie feststellte, dass bereits jemand drinnen war. Menarx warf einen Blick ¨¹ber die Schulter, eine einzelne Augenbraue hob sich bei der neuen Anwesenheit. "L...Lord Menarx..." stotterte Adrienne, w?hrend sich ihre Augen weiteten. Von allen Leuten h?tte sie nie erwartet, dass sie Lord Menarx von den Rubinschuppen hier antreffen w¨¹rde. "Lady Adrienne.", best?tigte Menarx, allerdings verengten sich seine Augen misstrauisch bei Adrianne¡¯s Reaktion. Adrienne bemerkte, dass sie die Fassung verloren hatte und korrigierte ihre Miene rasch. "Bitte verzeiht meine St?rung, Mylord.", sagte Adrienne in leisem Ton und senkte ihren Kopf zu einer Verbeugung. Adriennes Verhalten war vollkommen kultiviert und zeugte von tiefem Respekt und Ehrfurcht. "Was f¨¹hrt Euch hierher?" fragte Menarx und winkte Adrianne¡¯s F?rmlichkeit ab. "Ich...", Adrienne brach ab, w?hrend sie versuchte, eine usible Erkl?rung heraufzubeschw?ren. "Ich bin auf der Suche nach Euch, Mylord.", sagte Adrienne schnell. "Auf der Suche nach mir?... Hier?", fragte Menarx unsicher und blickte pr¨¹fend auf ihre Umgebung. Dies war kein Ort, an dem jemand einen Lorddrachen der k?niglichen Garde erwarten w¨¹rde, sogar Menarx selbst wusste, dass er hier nichts zu suchen hatte. So, warum sollte ihn jemand auf der vierten Ebene, in einem Raum, der jemand anderem geh?rte, suchen? Da sie wusste, dass Menarx ihren Worten nicht ubte, ?nderte Adrienne schnell ihre Erkl?rung. "Ich... ich sah jemanden hineingehen und ich fand das verd?chtig, daher kam ich, um nachzuschauen. Ich wusste nicht, dass Ihr es seid, Lord Menarx.", sagte Adrienne entschuldigend. "Oh? Also musstest du mit einer L¨¹ge anfangen?", fragte Menarx spitz.Adrienne zuckte leicht zusammen und bedauerte zutiefst ihre Entscheidung, hierher gekommen zu sein. Sie hatte stets ein w¨¹rdiges und respektvolles Image bei den Lord Dragons aufrechterhalten und hart daran gearbeitet, dieses Image zu gewinnen. "Ich war von Eurer Anwesenheit hier ¨¹berrascht, mein Herr. Nie h?tte ich gedacht, dass Ihr derjenige wart, den ich hierher kommen sah." "Angesichts all dessen, was hier passiert, m¨¹ssen wir besonders vorsichtig sein, wer hierher kommt und geht." erkl?rte Adrienne. "Was passiert denn? Welche Art von Dingen?" fragte Menarx. "Ich meine, da Lord Xenons Diener unter Verdacht steht, bef¨¹rchte ich, dass jemand mit Hintergedanken hierher kommen k?nnte." antwortete Adrienne in einem erzwungen ruhigen Ton. "Hintergedanken? Hmm, es war mir nicht r, dass Du Dir solche Sorgen um Neveah machen w¨¹rdest. Ihr Beide m¨¹sst Euch gut verstehen." stellte Menarx n¨¹chtern fest. Menarx f¨¹hlte sich nicht wirklich verbunden mit den Bewohnern des Bergfrieds, au?er K?nig Jian, der K?nigsgarde, Lord Everon und den anderen Drachenherren hielt er keinen Kontakt zu anderen. Trotzdem war er nicht unwissend ¨¹ber die Vorg?nge im Drachenturm und wusste, dass Neveah bei ihrer Ankunft vor allem von den adligen Damen verspottet wurde. "Wir hatten kaum Gelegenheit, uns besser kennenzulernen." antwortete Adrienne mit einem leisen Seufzer. Menarx runzelte leicht die Stirn. Er wusste, dass Adrienne eine angesehene Adelsdame war, die auch f¨¹r ihre Freundlichkeit und ihren angenehmen Charakter bekannt war. Aber in diesem Moment konnte Menarx nicht anders, als zu sp¨¹ren, dass etwas nicht stimmte. Jemand, der in seinem Leben bereits Tausende von Menschen befragt hatte, konnte Menarx ¨¹berall Nervosit?t ausmachen. Und in diesem Moment war Lady Adrienne davon erf¨¹llt. Bevor er etwas weiteres sagen konnte, betrat eine dritte Person den Raum. Eine junge Frau von beeindruckender Sch?nheit, die Adrienne unublich ?hnlich sah und ein dunkelgr¨¹nes Reiterkleid trug. "Schwester?" rief Lady Ke, den Blick zwischen Adrienne und Menarx schweifenssend. "Lord Menarx." gr¨¹?te Ke mit einer kleinen Verbeugung. "Ah ... Ke, du wurdest zum Rat einberufen?" fragte Menarx, als er sich an den Rat der Reiter erinnerte. "Ja, mein Herr. Ich bin gerade mit Lodenworth eingetroffen und habe nach Adrienne gesucht." antwortete Ke mit einem kleinen L?cheln. Menarx brummte als Antwort, nickte sich selbst zu und dann verabschiedeten sich die beiden Feen. Er verweilte nur einen Moment l?nger, bevor er den Kopf sch¨¹ttelte und sich auf den Weg machte. Der Rat der Reiter w¨¹rde bald zusammentreten und seine Anwesenheit war erforderlich. _________________ "Wie konntest du nur so un¨¹berlegt handeln, Addie?!" seinen Lady Ke w¨¹tend und schloss die T¨¹r zu Adriennes Zimmer knallend hinter sich. Sie drehte sich um und starrte Adrienne mit einem strengen Blick an. "Wenn ich nicht gerade in dem Moment hierher gekommen w?re, h?tte Lord Menarx dich schon durchschaut. Wei?t du, wer er ist?! Ihm entgeht nichts!" belehrte Ke. "Aber Schwester..." protestierte Adrienne. "Als du mir von deiner Unzufriedenheit mit der Dienerin erz?hlt hast, was habe ich dir damals gesagt?!" stellte Ke in den Raum. "Du hast gesagt, ich sollte es darauf beruhenssen und keinen ?rger verursachen." murmelte Adrienne leise. Adrienne¡¯s Lippen zitterten unter dem Zorn ihrer Schwester, doch sie hielt stand. "Sie ist nur eine einfache Dienerin, Schwester. Musst du dich auch noch darum sorgen, wie ich mit ihr umgehe?" fragte Adrienne mit zittriger Stimme. "Addie! Lady Kaliana liegt im Sterben! Verstehst du das?! Die einzige Reiterin der k?niglichen Wache liegt im Sterben!" zischte Ke, frustriert durch ihre Haare fahrend. "Seine Eminenz wird sie retten, dessen bin ich mir sicher..." verteidigte Adrienne ihre Position. "Und was, wenn er versagt?! Was dann!?" zischte Ke zur¨¹ck. Adrienne antwortete nicht, sie hatte nichts zu erwidern und senkte stattdessen den Kopf. Wenn es eine Sache gab, die Adrienne sicher wusste, dann dass ihre Schwester Ke es nie ertragen konnte, sie traurig oder niedergescgen zu sehen. "Addie, es tut mir leid. Ich h?tte nicht schreien sollen." seufzte Ke und legte Adrienne eine Hand auf die Schulter. "Ich werde mich um alles k¨¹mmern. Das Kraut, alles andere, ich k¨¹mmere mich darum. Vergiss einfach, dass das alles je passiert ist." versicherte Ke. "Was die Dienerin betrifft, ich denke, du solltest sie in Ruhessen, Adrienne. Ein paar Auseinandersetzungen reichen nicht aus, um ihr Leben zu gef?hrden." riet Ke. Adrienne nickte widerwillig, doch in ihren Augeng ein dunkler Ausdruck. Chapter 139: Der Rat beginnt (Kap.139)

Chapter 139: Der Rat beginnt (Kap.139)

Als Menarx sich auf den Weg zur dritten Ebene machte, wo die Ratssitzung stattfinden sollte, wurde er von Lord Everon abgefangen. "Everon! Was machst du denn hier unten? Du solltest an der Seite von Kalia sein." fragte Menarx in einem besorgten Ton. "Ich werde dorthin zur¨¹ckkehren, Kalias Zustand ist kritisch, ich werde ihr nicht mehr von der Seite weichen. Das bedeutet, dass ich bei der Ratssitzung nicht anwesend sein werde." sagte Lord Everon. "Hei?t das..." fragte Menarx in einem schmerzhaften Ton, unf?hig, seine Worte zu vollenden. "Ich werde Kaliana nicht sterbenssen, Narx. Ich werde mir nie verzeihen, wenn ich Imagors Frau nicht retten kann. Ich werde alles tun, was ich kann, und auch das, was ich nicht kann ... aber in der Zwischenzeit ..." "Au?er mir... gibt es nur noch dich, der diesem Kind vertraut. Du hast gesagt, du w¨¹rdest sie besch¨¹tzen, Narx, aber der Rat ist das h?chste Entscheidungsgremium, gleich nach unserem Lehnsherrn." "Eine Entscheidung, die im Rat getroffen wurde, wird Bestand haben, was immer dort beschlossen wird, wird Neveahs Realit?t werden." "Von den Drachenf¨¹rsten und -reitern, die den Rat bildeten, hatte die K?nigswache das gr??te Mitspracherecht..." erinnerte Lord Everon. In der K?nigsgarde konnte Menarx bereits die Gedanken seiner Br¨¹der vorhersehen. Imagor w¨¹rde f¨¹r die sofortige Hinrichtung stimmen, denn Menarx wusste, dass Imagor ¨¹berzeugt war, dass Neveah die Schuldige war. Imagor war verzweifelt, er hatte Angst, seinen Reiter zu verlieren, und deshalb schlug er um sich, denn er konnte nicht klug genug sein, um die Tatsache zu ber¨¹cksichtigen, dass Neveah nichts von all dem hatte. Imagor w¨¹rde niemals auf Neveahs Seite stehen, so viel war sicher. Und dann war da noch Cassian, der kein Wort ¨¹ber seine Gedanken in dieser Angelegenheit verloren hatte, aber Menarx wusste, dass Cassian auf der Seite von Imagor stehen w¨¹rde. Cassian war mit Neveah nicht vertraut, er hatte keinen Grund, sie zu verteidigen. Kirgan war immer ein warmer Sonnenstrahl und der umg?nglichste Lord Drache in der k?niglichen Garde, aber Menarx wusste, dass Kirgan seine Br¨¹der sehr besch¨¹tzen wollte. Kirgan w¨¹rde Neveah eher selbst t?ten, als sich auf ihre Seite zu stellen. Damit blieb nur noch Menarx in der K?nigsgarde ¨¹brig, der Neveahs Leben sch¨¹tzen wollte. Zun?chst war Menarx erleichtert gewesen, als er von dem Rat h?rte, denn das bedeutete, dass K?nig Jian Neveah am Lebenssen w¨¹rde, anstatt sie selbst zu verurteilen. Doch in diesem Moment wurde Menarx r, dass sich niemand im Rat f¨¹r Neveah einsetzen w¨¹rde, niemand au?er ihm. "Ich h?tte nie geubt, dass ich das einmal sagen w¨¹rde, aber ich bin in der Minderheit." sagte Menarx in einem grimmigen Ton. "Dann m¨¹sst ihr die Chancen ausgleichen, so gut ihr k?nnt ... dieses Kind, es w?re j?mmerlich, wenn sie so sterben w¨¹rde ..." sagte Lord Everon mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Du meinst..." murmelte Menarx und brach ab. "Es gibt noch ein Mitglied der k?niglichen Garde, Menarx. Und seine Worte haben mehr Gewicht als deine." erkl?rte Lord Everon. "Xenon vor den Rat bringen?! Wollt Ihr mich umbringenssen?! Xenon hat seit fast einem Jahrhundert nicht mehr an einem Konzil teilgenommen!" rief Menarx aus. "Nun denn ... ihr m¨¹sst ihn dazu bringen. Du hast es schon einmal getan." Lord Everon wies darauf hin. Menarx¡¯ Augen weiteten sich leicht, er hatte nicht gewusst, dass Lord Everon wusste, dass er zum Berg Edar gegangen war, um K?nig Jian zu verraten. "Ihr wusstet es?" fragte Menarx mit einem sichtbaren Zusammenzucken. "Jeder wei? es... Narx." erwiderte Lord Everon, w?hrend er an Menarx vorbeischritt. Menarx seufzte schwer, es hatte ihn viel Kraft gekostet, Xenon davon abzuhalten, zu K?nig Jian zu gehen und ihn davon zu ¨¹berzeugen, stattdessen auf Neveahs Seite zu gehen. Xenon hatte immer geubt, dass der beste Schutz darin bestand, diejenigen auszuschalten, die Schaden anrichteten, aber Menarx wusste es besser. Menarx wusste, was Neveah in diesem Moment wirklich brauchte... war Trost. ____________ Es gab Zeiten, in denen man eine Entscheidung aus einem Impuls oder einem vorherrschenden Gef¨¹hl heraus traf, wie eine pl?tzliche Woge der Zuversicht, und erst in dem Moment, nachdem man die Handlung ausgef¨¹hrt hatte, wurde einem r, wie schlecht durchdacht diese Entscheidung war. Genau so f¨¹hlte sich Neveah in dem Moment, als sie am Mittag des zweiten Tages in den Rat der Reiter gef¨¹hrt wurde, der aus zwanzig Reitern und ihren Drachenlords sowie vielen anderen Drachenlords bestand. Erneut wurde Neveah in den Thronsaal auf der dritten Ebene gef¨¹hrt, und in dem Moment, als die T¨¹ren ge?f wurden, richteten sich alle Augen auf Neveah. Neveah war es in ihrem kurzen Leben schon gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen, und in den letzten Tagen erst recht, Es war jedoch ein gewaltiger Unterschied, ob sie von Dienern und adligen Damen angestarrt wurde, die sie hassten, oder ob sie von Drachenf¨¹rsten und Drachenreitern angestarrt wurde, die sie h?chstwahrscheinlich immer noch hassten. Vielleichtg der Unterschied darin, dass Neveah bereits das Gef¨¹hl hatte, unter den Blicken so vieler feuerspeiender Bestien sichtlich zu schmelzen. Es fiel Neveah schwer, die Fassung zu bewahren, aber irgendwie schaffte sie es dennoch, eine gerade Miene und einen ausdruckslosen Gesichtsausdruck zu bewahren, als sie hineingef¨¹hrt wurde. Bald stand Neveah in der Mitte der Halle, und erst dann trat K?nig Jian aus einer Seitent¨¹r. Die Drachenf¨¹rsten und -reiter verbeugten sich tief, als er eintrat, w?hrend er zu seinem Thron schritt und tz nahm. "R¨¹hrt euch." K?nig Jian eubte es, seine Stimme war fest und imposant. "Ich habe euch hierher gerufen, um ¨¹ber das Schicksal desjenigen zu beraten, von dem man annimmt, dass er die Mauserschuppen gestohlen hat." begann K?nig Jian, w?hrend sein Blick auch auf Neveah ruhte. "Mein Lehnsherr, die Werw?lfin ist eine Au?enseiterin, doch sie ist die Drahtzieherin solch b?sartiger Taten und weigert sich, ihr Verbrechen zu gestehen oder zu sagen, wer dahinter steckt. Sie muss vor Gericht gestellt werden!" Ein Reiter meldete sich zuerst zu Wort, ein junger Mann mit rotbraunem Haar. Die einleitende Stellungnahme ¨¹berraschte Neveah nicht im Geringsten, sie wusste genau, was mit einem Prozess gemeint war; Ein Prozess w¨¹rde bedeuten, dass Neveah wie jeder andere Verbrecher verh?rt und zu einem Gest?ndnis gefoltert werden w¨¹rde. "Ich stimme zu, die H?utungsschuppen m¨¹ssen wiedergefunden werden. Wir k?nnen nicht feststellen, dass der Werwolf nicht bereit ist zu gestehen, snge Lord Menarx noch nicht die Verantwortung ¨¹bernommen hat." Diesmal meldete sich ein Lord Dragon zu Wort. "Der Werwolf sollte Lord Menarx ¨¹bessen werden, er wird alle Informationen sammeln, die wir wissen m¨¹ssen, bevor wir ein endg¨¹ltiges Urteil f?llen." Ein anderer Reiter stimmte zu. "Und wenn sie nach der Verhandlung immer noch nicht bereit ist, zu sprechen?" fragte ein dritter Reiter. "Dann stirbt sie!" Lord Imagor knurrte von seinem tz aus und konnte seinen Zorn kaum unterdr¨¹cken. "W?hrend wir hier sitzen und ¨¹ber ihr Schicksal entscheiden, k?mpft Kalia um ihr Leben! Sie muss dazu gebracht werden, die H?utungsschuppen auszuh?ndigen, oder sie wird in St¨¹cke gerissen!" Lord Imagor bestand darauf. Seine Worte lie?en alle verstummen, denn sie konnten ihm nicht widersprechen, denn es ging um das Leben von Lord Imagors Reiterin und Kind. "Sollen wir die M?glichkeit ignorieren, dass dieser Werwolf unschuldig sein k?nnte?" Eine Stimme meldete sich pl?tzlich zu Wort und durchbrach die Stille. Alle Augen richteten sich auf einen fremden Mann, der hinter einem anderen sitzenden Mann stand. "Rodvan, sprichst du f¨¹r dich selbst?" fragte Lord Cassian. "Ich spreche f¨¹r den D¨¹nenlord." Der Drachenlord namens Rodvan antwortete leichthin. "Kaideon, was denkt ihr?" fragte K?nig Jian. "Der D¨¹nenlord ist der Meinung, dass dieser Umstand eher ungew?hnlich ist. Wir haben noch nie einen Verbrecher gesehen, der aus einem begangenen Verbrechen keinen Nutzen zieht." "Wenn der Wolfsgestaltwandler wirklich die H?utungsschuppen genommen hat, warum sollte er dann warten, bis er gefasst wird?" "Es sei denn, der Wolfsgestaltwandler ist kein besonders scuer T?ter, aber dass die entfremdetste Existenz im Bergfried in einer solchen Situation erwischt wird und der einzige Beweis ihre Anwesenheit in der Halle der Heilerin ist, macht es usibler, dass dies nur eine Falle ist." fuhr Rodvan fort. Neveah hob eine Augenbraue und warf einen Blick auf diesen D¨¹nenf¨¹rsten, der aus irgendeinem Grund f¨¹r sie sprach. Doch Neveahs Blick verweilte nichtnge, denn im n?chsten Moment ?fen sich die T¨¹ren zum Saal und Xenon und Menarx traten ein. War es vorher still in der Halle, so verfiel sie in diesem Moment in Totenstille. Sogar K?nig Jian war ¨¹berrascht und beobachtete, wie Xenon den Saal betrat und zuerst auf Neveah zuging. "Warum bist du hierher gekommen?" fragte Neveah, als sie in ihrem schockierten Zustand endlich die Worte formulieren konnte. "Schweig." erwiderte Xenon und legte Neveah eine Hand auf die Schulter, bevor er an ihr vorbei nach vorne ging. Er verbeugte sich vor K?nig Jian und nahm dann den freien tz direkt unter dem Podest ein, von dem Neveah erst jetzt erkannte, dass es Xenons tz im Rat war. "Xenon..." K?nig Jian begann, brach dann aber ab, weil er nicht wusste, was er sagen sollte. Stattdessen warf er einen fragenden Blick auf Menarx, der ebenfalls tz nahm und l?ssig mit den Schultern zuckte. "Vielleicht war die Ank¨¹ndigung dieses Prozesses vorher unr. Dies ist kein Rat, der versammelt ist, um ¨¹ber das Schicksal eines Au?enseiters zu entscheiden ... es ist ein Rat, der ¨¹ber das Schicksal von Neveah, der Dienerin von Lord Xenon, entscheidet." "Ihr m?gt alle eure Haltung ¨¹berdenken und mit der Darlegung eurer Meinungen fortfahren ... der Rat beginnt jetzt wirklich." erkl?rte Menarx in festem Ton. Chapter 140: Keine Opposition (Kap.140)

Chapter 140: Keine Opposition (Kap.140)

"Wenn mein Schicksal von euch allen hier entschieden werden soll, darf ich dann wenigstens sprechen?" unterbrach Neveah. Die Beratungen hatten wieder begonnen, und die Drachenf¨¹rsten und -reiter waren immer noch der Meinung, dass es das Beste sei, Neveah an Menarx zu ¨¹bergeben, damit sie verh?rt werden konnte. Es gab sogar einige, die der Meinung waren, dass Neveah ohne Gerichtsverfahren hingerichtet werden sollte, obwohl sie mit ihrer Meinung vorsichtig waren, da Xenons grimmige Augen bereits zu einem t?dlichen Blick verengt waren. Die Beratungen waren noch nicht allzunge im Gange, als Neveah sie unterbrach, und nun waren alle Augen im Saal wieder auf sie gerichtet. "Was habt Ihr zu sagen?" fragte Lord Kirgan. "Ich werde beschuldigt, die in Lord Everons Arbeitszimmer sicher verwahrten Mauserschuppen entwendet zu haben, und mein angebliches Motiv daf¨¹r ... ist, einen Reiter, den ich noch nie getroffen habe, in eine ungl¨¹ckliche Lage zu bringen." "Ich habe nicht die Absicht, die Weisheit hinter dieser Schlussfolgerung zu bestreiten, aber wenn ich dieses Motiv wegnehmen soll, ube ich, dass dieser Rat einige Schwierigkeiten haben wird, andere hervorzuzaubern." sagte Neveah in einem leeren Ton. "Ich werde die Beratungen sehr viel einfacher machen. Die Lady Kaliana... Ich werde ihr das Leben retten, und wenn ich versage, k?nnt ihr mich einfach t?ten." beendete Neveah. "Wie kommst du darauf, dass ich dich in die N?he meiner Kaliasse?!" Lord Imagor knurrte, seine Augen gl¨¹hten und Schuppen s?umten die Seite seines Halses. Neveah warf dem w¨¹tenden Drachen einen ausdruckslosen Blick zu, so sehr sie sich auch w¨¹nschte, sie k?nnte sich ¨¹ber ihn ?rgern, Neveah war sich dar¨¹ber im ren, dass angesichts des Zustands seines Reiters niemand Ruhe und Verst?ndnis von Lord Imagor erwarten konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt war Lord Imagor nie unh?flich zu Neveah gewesen oder hatte ihr ?rger bereitet, was bedeutete, dass er keinen pers?nlichen Hass gegen sie hegte, sondern nur um das Schicksal seiner Reiterin f¨¹rchtete. "Mein ¨¹berleben h?ngt von Eurer Kalia und Eurem Kind ab, Mylord. Ich ube nicht, dass es jemanden gibt, der sie so sehr retten will wie ich." antwortete Neveah aufrichtig. Lord Imagor war sichtlich erstaunt ¨¹ber Neveahs Worte und die Ehrlichkeit in ihrem Tonfall, aber er ¨¹berspielte es schnell. "Und warum sollte dieser Rat dir vertrauen? Warum sollte ich Ihnen trauen?" vengte Lord Imagor in einem gef?hrlich ruhigen Ton. "Ich habe ..." Eine Stimme unterbrach ihn in einem tiefen Tonfall. Neveah brauchte nicht hinzusehen, um zu wissen, dass Xenon seine ersten Worte an den Rat gerichtet hatte, und wieder standen sie unter Schock. Neveahs Blick wanderte zur¨¹ck zu Xenon, der sich von seinem tz erhob, der nur einen Schritt von dem Thron entfernt war, auf dem der Drachenk?nig selbst sa?. Seine schwarzen Gew?nder hingen hinter ihm her, als er mitngsamen, aber zielstrebigen Schritten zu Neveah hin¨¹berging. Xenon blieb in einiger Entfernung von Neveah stehen, drehte sich um und zog einen Dolch aus seinem G¨¹rtel, sehr zu Neveahs Entsetzen. "Xenon... was..." begann Neveah besorgt zu fragen, doch die Worte erstarben ihr auf der Zunge, Vor Neveahs Augen und den Augen aller anderen Ratsmitglieder hob Xenon den Dolch und schnitt sich tief in die Handfl?che, sodass Blut floss. "Vertraue ihr... ich tue es..." sagte Xenon schlie?lich und brachte die Worte nur mit M¨¹he heraus. Neveahs Augen weiteten sich, als Xenon den Dolch wegsteckte, w?hrend seine rechte Hand blutete und sich das Blut zu seinen F¨¹?en sammelte. "Wenn ein Drachenlord bereit ist, sein Blut zu vergie?en, ist der Rat nach altem Recht verpflichtet, sein Blutgel¨¹bde zu erf¨¹llen", ert?nte Menarx¡¯ Stimmeut und deutlich und durchbrach die t?dliche Stille im Saal. "Xenon b¨¹rgt mit seinem eigenen Blut f¨¹r seinen Diener, ich werde mich auf sein Gel¨¹bde vessen." erkl?rte Menarx ohne zu z?gern. Die anderen Drachenlords ergriffen weder das Wort noch widersprachen sie Menarx¡¯ Worten, sondern warteten auf die Entscheidung der ¨¹brigen Mitglieder der K?nigswache. W?hrend alle darauf warteten, dass ein anderer Drachenlord der k?niglichen Garde das Wort ergriff, sprach stattdessen jemand von viel gr??erer Bedeutung. "F¨¹r Xenons Blut ... ist kein Widerstand eubt." K?nig Jian, der geschwiegen hatte, seit Xenon hereingekommen war, sprach schlie?lich in seinem kalten, aber herrschs¨¹chtigen Ton. "Wenn die Dienerin ihr Versprechen nicht einh?lt, wird sie nicht nur get?tet, sondern Xenon wird auch nach dem Drachengesetz bestraft." entschied K?nig Jian, w?hrend er sich erhob, um sich zu verabschieden. "Warte! Das kann nicht dein Ernst sein! Xenon hat nichts mit der Sache zu tun!" rief Neveah widerspr¨¹chlich und lie? K?nig Jian mit ihren Worten aufhorchen. "Durch seine eigene Entscheidung ... hat er es jetzt." erwiderte K?nig Jian und warf einen Blick auf Xenon, der einen unbeeindruckten Gesichtsausdruck aufsetzte. "Xenon, du..." Neveah begann, gegen Xenon zu protestieren, doch ein Blick von ihm lie? sie verstummen. "Braves M?dchen..." lobte Xenon in seinem tr?gen Tonfall, "Ich werde dich zu Lady Kaliana bringen." sagte Menarx zu Neveah. Neveah sch¨¹rzte die Lippen und starrte Xenon an, es gab viele Dinge, die sie sagen wollte, sie wollte ihn unbedingt daf¨¹r tadeln, dass er nicht an Ort und Stelle geblieben war, Aber sie konnte sich nicht dazu durchringen, etwas zu sagen. Xenon nickte Neveah zu, als sie ihm eubte zu gehen, und wieder gehorchte sie ohne zu fragen. Menarx f¨¹hrte den Weg nach drau?en und Neveah folgte ihm, sie gingen leise den Flur enng, bis sie den aufsteigenden Raum erreichten. "Warum hast du ihn mitgebracht?" Neveah brach das Schweigen in dem Moment, als sie in den Aufstiegsraum traten. K?nig Jian hatte bereits durchblickenssen, dass derjenige, der Xenons Hilfe bei beiden Gelegenheiten in Anspruch genommen hatte, Menarx war, und Neveah wollte wissen, warum. "Bring... Ich geh?re zwar zur k?niglichen Garde, aber selbst ich kann Xenon nicht aus eigenem Antrieb ¡¯bringen¡¯." erwiderte Menarx. Neveah wusste, dass sie Menarx¡¯ Worten nicht widersprechen konnte, wenn Xenon nicht selbst kommen wollte, konnte ihn niemand dazu zwingen. "Alles, was ich getan habe, war, ihn ... davon abzuhalten, den Kampf zu w?hlen, und ihm eine L?sung anzubieten, die euch beide sch¨¹tzen w¨¹rde." fuhr Menarx fort. "Was ist, wenn er verletzt wird? Habt ihr keine Angst, dass er verletzt wird, um mich zu retten?" fragte Neveah. Trotz der kalten Spannung zwischen Xenon und dem Rest der K?nigswache konnte Neveah sehen, wie sehr sie sich alle umeinander sorgten. Ihre Br¨¹derlichkeit ging viel tiefer als Blutsbande, es war deutlich zu sehen, wie sie immer an die Sicherheit des anderen dachten, auch ohne es zu merken. "Ich bin hier ... niemandem wird etwas geschehen." versicherte Menarx. "Du hast meine Frage immer noch nicht beantwortet... ¡¯Warum¡¯?" fragte Neveah erneut. "Du hast mich gebeten, mich nicht einzumischen... das ist der beste Weg, wie ich deiner Bitte nachkommen kann." f¨¹gte Menarx in einem angenden Tonfall hinzu. Neveah f¨¹hlte sich ein wenig schuldig wegen Menarx¡¯ Anschuldigungen, es gab so wenige Drachenf¨¹rsten, die sich wirklich darum k¨¹mmerten, ob Neveah lebte oder starb, und die wenigen, die es taten, wies Neveah stattdessen ab. Langsam hatte Neveah erkannt, dass diese Sorgen echt waren, aber selbst das machte ihr nur noch mehr Angst. "Verstehst du nicht, warum ich dich nicht dabei haben will?" fragte Neveah mit einem Seufzer. Diejenige zu sein, die die Br¨¹der gegeneinander aufbrachte, war das Letzte, was Neveah wollte. Sie hatte den Schmerz und das Grauen einer zerr¨¹tteten Familie kennengelernt, weil sie in eine solche hineingeboren worden war, aber sie w¨¹rde niemals ein so sch?nes Band zerst?ren, wie es zwischen den W?chtern des K?nigs bestand. "Ich verstehe, aber es steht dir nicht zu, zu bestimmen, was es uns kosten w¨¹rde, dein Leben zu retten... Veah." "Du musst nur leben, denn wenn du es nicht tust... wird der Preis viel h?her sein. Also bitte mich nicht, mich nicht einzumischen... Ich werde es auf jeden Fall tun." gab Menarx z?gernd zu. Menarx¡¯ Worte waren f¨¹r Neveah seltsam, seltsam deshalb, weil sie nie erwartet hatte, dass jemand mehr darauf bedacht sein w¨¹rde, ihr eigenes Leben zu retten, als sie selbst es war. Sie hatte auch nicht erwartet, dass es sich bei dieser Person um Menarx handeln w¨¹rde, den ewig finsteren und kalten rubingeschuppten Drachen. "H?here Kosten ... seit wann ist mein Leben so wertvoll geworden?" dachte Neveah bei sich, doch sie reagierte nicht auf Menarx¡¯ Worte. "Dieser Drache, er ist aufrichtig..." dachte Neveahs Wolf bei sich. "Ich wei?..." dachte Neveah zu ihrer W?lfin zur¨¹ck. ________________ Von den beiden h?chsten Ebenen, die f¨¹r alle au?er der k?niglichen Wache tabu waren, geh?rte die h?chste Ebene allein K?nig Jian, w?hrend die zweith?chste Ebene der k?niglichen Wache vorbehalten war. Neveah h?tte nie gedacht, dass sie sich w?hrend ihres Aufenthalts im Drachenturm einmal auf der zweith?chsten Ebene wiederfinden w¨¹rde, aber da war sie nun. Mit Menarx¡¯ F¨¹hrung stand Neveah nun direkt vor dem Quartier von Lord Imagor der Argentinischen Schuppen, und aus dem Inneren vernahmen ihre empfindlichen Ohren das Ger?usch von schmerzhaftem undngsamem Atmen. Die T¨¹r ?fe sich und Lord Everon stand auf der anderen Seite und blickte zwischen Neveah und Menarx hin und her. "Ich habe von dem Rat geh?rt ... ubst du, dass du eine L?sung bieten kannst, wo ich nicht in der Lage war?" Lord Everon fragte Neveah direkt. "Das tue ich." erwiderte Neveah. "Gebt mir einen Grund, meinen Patienten Eurer Obhut anzuvertrauen." Lord Everon wandte ein. "Ich muss sie retten ... weil ich keine andere Wahl habe. Ihr Leben ist gleichwertig mit meinem... Ich kann es mir nicht leisten zu versagen." versicherte Neveah in festem Ton. Chapter 141: Dame Kaliana (Kap.141)

Chapter 141: Dame Kaliana (Kap.141)

Einen Momentng betrachtete Lord Everon Neveah in absoluter Stille, die Augen leicht zusammengekniffen. Neveah verstand, dass Lord Everon nicht versuchte, sich gegen sie zu stellen, sondern dass er sich um Lady Kaliana sorgte, die unter seiner Obhut stand. Neveah war sich sicher, dass Lord Everon mit seinen F?higkeiten und seinem Fachwissen das Leben von Lady Kaliana auf jeden Fall retten w¨¹rde... nur dass Neveahs Schicksal bereits in Erw?gung gezogen wurde. Wenn Lady Kaliana lebte, konnte Neveah ihr Leben behalten, aber ihre Schuld w¨¹rde nicht gemildert und Neveah w¨¹rde immer noch verurteilt werden. Wenn es Neveah jedoch gel?nge, Lady Kaliana zu retten und sich einen Wunsch des Drachenk?nigs zu verdienen, w¨¹rde vielleicht alles anders ausgehen. "Ihr habt Jahrhunderte gelebt, Eure Eminenz. Aber Ihr habt mein Leben nicht gelebt oder die Dinge gesehen, die ich gesehen habe... Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass ich sie retten kann, aber ich werde alles tun, was ich kann." fuhr Neveah fort. "Nun gut, ich werde Sie beim Wort nehmen." Lord Everon akzeptierte und trat zur Seite, um Neveah hereinzssen. In dem Moment, in dem Neveah eintrat, verga? sie beim ersten Anblick von Lady Kaliana,  ihre eigenen pers?nlichen Interessen v?llig; Neveahs Blick blieb an der sch?nen Frau h?ngen, die auf dem Bettg und deren schwarze Locken sich hinter ihr ausbreiteten. Schon bevor sie eintrat, konnte Neveah erkennen, dass sich Lady Kaliana in einem kritischen Zustand befand, doch als sie sie mit eigenen Augen sah, erstarrte Neveah f¨¹r einen Moment. Obwohl Lady Kaliana schlief, zuckten ihre Augenbrauen hin und wieder und ihre Gesichtsz¨¹ge verzogen sich vor Schmerz. An der Seite trug ein Diener eine Schale mit blutrot gef?rbtem Wasser und blutverschmierten T¨¹chern weg. Neveah konnte erkennen, dass Lady Kalianas Ausdehnung bereits begonnen hatte und Lady Kaliana viel zu schnell blutete. Neveah konnte sich nicht vorstellen, wie viel Blut bereits ges?ubert worden war, und die Tatsache, dass Lady Kaliana trotz dieser Umst?nde noch lebte und gesund war, zeugte nur von Lord Everons fachkundiger Pflege. Eine Decke wurde ¨¹ber Lady Kaliana gelegt, aber selbst dann konnte Neveah noch die leichte Vorw?lbung von Lady Kalianas Bauch aus der Decke, die sie bedeckte, sehen. Neveah konnte auch Lady Kalianas raues und schmerzhaftes Atmen viel deutlicher h?ren, als wenn sie auf der anderen Seite der T¨¹r war. W?hrend Neveah den Anblick von Lord Imagors Reiter auf sich wirken lie?, bemerkte sie Lady Kalianas Hand, die selbst in ihrem bewusstlosen Zustand sch¨¹tzend ¨¹ber ihrem Bauch ruhte. Neveah konnte sich eines tiefen Gef¨¹hls der W?rme in ihrem Herzen nicht erwehren, denn der Anblick rief die Erinnerung an Luna Colleen wach. Neveah hatte die Z?rtlichkeit der Liebe und F¨¹rsorge einer Mutter f¨¹r ihr Kind nie erlebt, sie hatte nie geubt, dass es so etwas ¨¹berhaupt gab. Aber Neveah hatte sie zum ersten Mal erlebt, als sie Luna Colleen beobachtete, und jetzt, als sie Lady Kaliana anstarrte, erlebte Neveah sie erneut. Und aus irgendeinem Grund wusste Neveah, dass sie dieses Kind einfach retten musste ... sowohl die Mutter als auch das Kind, egal was es kosten w¨¹rde. Nicht, weil sie damit ihr Leben retten konnten, sondern weil keine Mutter den Schmerz ¨¹ber den Verlust eines Kindes verdiente und kein Kind ohne Mutter aufwachsen sollte. Es konnte nicht das eine oder das andere sein, Mutter und Kind mussten leben, sie hatten immer noch Lord Imagor, der vor Sorge und Schrecken ¨¹ber ihr Schicksal den Verstand verlor. Neveah warf schlie?lich einen Blick zu Lord Imagor hin¨¹ber, dessen Anwesenheit sie bisher geflissentlich ignoriert hatte. Sein dunkler, hasserf¨¹llter Blick war auf Neveah gerichtet, seit sie den Raum betreten hatte, und Neveah war ¨¹berrascht, dass er sie noch nicht angegriffen hatte, sondern sie nur mit grimmigen Augen beobachtete. Lord Imagor sa? an der Seite seiner Reiterin und hielt ihre Hand fest, Neveah wusste, dass er Lady Kaliana nicht so sehr tr?sten wollte, sondern vielmehr sich selbst. Obwohl Neveah Lord Imagor nicht gut kannte, geh?rte er zu den sechs Drachen, die sie aus der Eclipse Domain geholt hatten. Und so hatte sie zumindest sein Antlitz gesehen, das sich stark von dem unterschied, wie er in diesem Augenblick aussah, mit ger?teten Augen und dunklen Ringen unter den Augen. Sein Haar war ungepflegt und sein Bart verwachsen, doch er k¨¹mmerte sich nicht um sein ?u?eres, nicht wenn alles, was ihm wichtig war, vor seinen Augeng. Neveah war voller Ehrfurcht, auch wenn es albern war, einem Drachenlord, der ihr nach dem Leben trachtete, Ehrfurcht entgegenzubringen, so war Neveah doch voller Ehrfurcht vor der ¨¹berw?ltigenden Liebe, die Lord Imagor f¨¹r seine Reiterin empfand. Es war eine Art von Liebe, die man ebenso deutlich sehen wie sp¨¹ren konnte, wenn man sie nur beobachtete, wenn man sah, wie er sich fest an seine Reiterin mmerte, Er hielt eine starke Fassade aufrecht, doch das Zittern seiner Unterlippe verriet ihn. Neveah war sich sicher, dass Lord Imagor ohne ihre Anwesenheit in Tr?nen ausbrechen w¨¹rde, wenn er nicht schon alle Tr?nen herausgeweint h?tte. Und Neveah war nicht die Einzige, die das bemerkte, Wie aus einem Instinkt heraus war Menarx, der mit Neveah hereingekommen war, an die Seite von Lord Imagor getreten und hatte ihm eine Hand auf die Schulter gelegt. Zwischen den beiden wurden keine Worte gewechselt, aber Neveah bemerkte, dass Lord Imagor sich zur Unterst¨¹tzung an Menarx lehnte, so subtil es auch war. "Jian und unsere Br¨¹der werden bald hier sein ... ruh dich aus." murmelte Menarx in leisem Ton zu Lord Imagor, und Lord Imagor nickte als Antwort. Das Band, das sie verbindet... So etwas habe ich noch nie gesehen.¡¯ dachte Neveahs Wolf, ebenfalls voller Ehrfurcht. "Lady Kaliana ist von sterblicher Blutlinie. Sie hat keine Blutsbande zu den Asvar-Bestien, sie ist rein menschlich." "Ein Drachenkind auszutragen, ist f¨¹r ihren K?rper sehr anstrengend und verbraucht zu viel ihrer Energie ... wir wussten immer, dass es kein einfacher Prozess sein w¨¹rde." "Imagor war bereit, auf das Kind zu verzichten, aber Kalia wollte davon nichts wissen. In den letzten vier Monaten habe ich jede Phase der Entwicklung des F?tus genau beobachtet." Lord Everon fuhr fort. "Bis vor kurzem war alles in bester Ordnung. Ein Drachenf?tus kann nur in W?rme und Geborgenheit gedeihen. Kalia hat von Natur aus eine kalte K?rperkonstitution, die im Widerspruch zu ihrem Kind steht..." Chapter 142: Entscheiden Sie selbst (Kap.142)

Chapter 142: Entscheiden Sie selbst (Kap.142)

"Bis vor kurzem war alles in perfektem Zustand. Ein Drachenf?tus kann nur in W?rme und Geborgenheit gedeihen. Kalia hat von Natur aus eine kalte K?rperkonstitution, die mit der ihres Kindes kollidiert." "Daher erkennt der F?tus den Scho? seiner Mutter nicht mehr als sicher an und will seine Geburt erzwingen...doch er ist noch unterentwickelt und kann jetzt nicht geboren werden." "Eine Zwangsgeburt muss verhindert werden, die einfachste L?sung w?re, Kalias innere W?rme anzureichern, damit der F?tus beruhigt wird, aber ohne die H?utungsschuppen." "Wir m¨¹ssen auf andere Methoden zur¨¹ckgreifen, um Zwangswehen zu verhindern." Lord Everon unterrichtete Neveah ¨¹ber Lady Kalianas Zustand. "Welche M?glichkeiten gibt es?" fragte Neveah mit gerunzelter Stirn, als sie zu Lady Kaliana hin¨¹berging und in ihrem Schritt erstarrte, als Lord Imagor ein leises Knurren von sich gab. "Lass sie." ¨¹berzeugte Menarx und nickte Neveah zu, um fortzufahren. "Lady Kaliana hat eine schwache Konstitution, es ist schwierig, sich auf eine Behandlungsmethode zu einigen, die ihr auf Dauer nicht schadet." erwiderte Lord Everon. Neveah runzelte leicht die Stirn, als sie sich hinunterbeugte und eine Handfl?che auf Lady Kalianas Stirn legte, Der Schwei?, der sich auf Lady Kalianas Brauen sammelte, f¨¹hlte sich kalt an, so kalt, dass es Neveah selbst schockierte. Neveah zog ihre Hand weg und starrte nur auf Lady Kaliana hinunter, w?hrend sich in ihrem Kopf die R?der drehten. Lady Kalianas eigene K?rperkonstitution kollidierte mit der nat¨¹rlichen Hitze eines Drachenf?tus und f¨¹hrte zu einer instabilen Schwangerschaft. "Bei diesem Tempo erm¨¹det sie, wenn man die erzwungenen Wehen mit Kr?utern verhindert. Nach dieser Episode wird sie schw?cher werden, und der Rest der Schwangerschaft wird noch anstrengender f¨¹r sie sein." murmelte Neveah in leisem Ton. "Was schl?gst du dann vor?" fragte Lord Everon. Neveah hatte schonnge dar¨¹ber nachgedacht, bevor sie Lady Kaliana erblickte, aber jetzt, wo sie Lady Kalianas Zustand sah, war sie noch mehr davon ¨¹berzeugt, dass sie es tun sollte, war Neveah noch mehr davon ¨¹berzeugt, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Lady Kaliana war ein Mensch, und ihr K?rper w¨¹rde niemals f¨¹r einen Drachenf?tus geei sein. Es war schon ein Wunder, dass sie das Kind songe in sich getragen hatte, und Neveah konnte sich die Entschlossenheit und den Willen dieser Reiterin nicht einmal ansatzweise vorstellen. "Das Kind will geboren werden, dannss das Kind geboren werden." verk¨¹ndete Neveah. Lord Everons Augen weiteten sich bei Neveahs Vorscg und auch Lord Imagor und Menarx waren schockiert. "Sie ist erst vier Monate alt!" rief Lord Everon aus. Neveah drehte sich zu ihm um, mit einem entschlossenen Blick in ihren Augen. Die Anwesenheit von Lord Imagor und sein t?dlicher Blick interessierten sie nicht, Es war ihr auch egal, was irgendjemand von ihrem Vorscg halten w¨¹rde, die Drachenf¨¹rsten wollten sie bereits tot sehen. Ein oder zwei beleidigende Worte zu sagen, w¨¹rde keinen Unterschied machen. "Das bedeutet, dass vier Monate f¨¹r die Entwicklung des F?tus zur Verf¨¹gung stehen. Das wird als unzureichend angesehen, und das verstehe ich auch. Aber dies ist ein Drachenf?tus, nicht wahr?" fragte Neveah ernst. "Der F?tus ist noch in Drachenform! Unverwandelt und zerbrechlich!" Lord Everon zischte mit einem Kopfsch¨¹tteln, entsetzt ¨¹ber Neveahs Vorscg. "Aber er ist in seinem Ei eingeschlossen... ein Ei, das mit jedem verschwendeten Augenblick zerbrechlicher wird! Wenn es so unm?glich ist, der Zwangsarbeit ein Ende zu setzen, sollten wir etwas anderes versuchen!" war Neveah ¨¹berzeugt. "Ich wusste, wir h?tten sie einfach t?ten sollen! knurrte Lord Imagor. "Ach, halt die ppe! Was wei?t du denn ¨¹berhaupt?! Wenn du nur dasitzt und dich an deinen Reiter mmerst, wird sie das nicht retten! Ich zumindest bin verzweifelt genug, Lady Kaliana zu retten, um alles zu versuchen, und es ist nicht einmal mein Kind, das sie tr?gt!" "Unterbrich mich nicht, wenn ich mit jemandem spreche, der tats?chlich wei?, was er tut!" Neveah knurrte zur¨¹ck, ihr Wolf stieg an die Oberfl?che, w?hrend ihre Worte Lord Imagor v?llig verbl¨¹fften. "Veah! Beruhige dich!" Menarx unterbrach sich, bevor Lord Imagor seinen Schock ¨¹berwinden und sich auf Neveah st¨¹rzen konnte, um seine urspr¨¹ngliche Absicht, ihr den Kopf abzuscgen, weiterzuverfolgen. Zu diesem Zeitpunkt machte Neveah sich nicht einmal die M¨¹he, ihren Wolf zur¨¹ckzuhalten. Diese Gruppe von Menschen lie? sie in der Sonne auf hartem Beton knien und legte ihr schwere Silberjoche um Hals und Handgelenke. Und obwohl Neveah wusste, dass sie sie hassen sollte, wollte sie stattdessen das Leben von Lady Kaliana retten, aber sie wollten sie nicht einmal anh?ren. "Das werde ich nicht! Niemand ist in der Lage, mir zu sagen, was ich zu tun habe! Ich habe gesagt, dass ich sie retten werde, und das werde ich auch tun, und wenn ihr durch Schreien die Realit?t in eure K?pfe bekommt, dann ist Schreien genau das, was ich tun werde!" Neveah schoss Menarx ebenso w¨¹tend nieder. "Diese Frau!..." rief Neveah aus und deutete auf Lady Kaliana. "Diese Frau hat Schmerzen! Und keine noch so bet?ubenden Kr?uter, die ihr ihr gebt, k?nnen daran etwas ?ndern! Sie ist keine Drachendame, sie ist ein Mensch, und im Gegensatz zu euch allen sind wir anderen nicht unzerst?rbar!" "Dies ist nicht der Zeitpunkt, um an archaischen ¨¹berzeugungen festzuhalten, beide Optionen sind genauso gef?hrlich wie die andere, aber wenn wir uns den Wehen hingeben, m¨¹ssen wir wenigstens nicht warten und zusehen, wie die Mutter ihre Kr?fte im Kampf gegen einen nat¨¹rlichen Instinkt aufbraucht!" schnauzte Neveah. Wie kann man von einer Frau, die sich bereits im Stadium der Dtation befindet, vengen, dass sie abwartet? "Seht ihr nicht, was f¨¹r Lady Kaliana am wichtigsten ist?! W?hrend die ganze Welt hier drau?en debattiert, besch¨¹tzt sie ihr Kind sogar im Scf vor allen!" "Die Mutter hat sich f¨¹r den F?tus entschieden, welches Recht habt ihr alle, ihr diese Entscheidung zu verweigern?!" Neveah schnauzte. "Verfestigen Sie das Ei, verhindern Sie, dass der F?tus ausbricht undssen Sie das Ei unversehrt austragen. Sorgen Sie f¨¹r eine k¨¹nstliche Ern?hrung au?erhalb des Mutterleibs, bis der F?tus geschl¨¹pft ist!" "Das Kind hat eine ¨¹berlebenschance von 80 %, und obwohl die Chancen der Mutter geringer sind, garantiere ich, dass sie immer noch eine Chance hat! Und ich ube, sie w¨¹rde wollen, dass das Leben ihres Kindes vor ihrem eigenen steht!" "Oder ihr entscheidet euch f¨¹r eure Idee und hofft, dass der Sch?pfer jetzt eingreift... und f¨¹r jede andere Komplikation, die f¨¹r den Rest der Schwangerschaft auftreten kann! Das entscheidet ihr alle selbst!" "Wenn ihr alle bereit seid, mich zu t?ten, werde ich in meiner verdammten Zelle warten!" beendete Neveah und st¨¹rmte aus dem Raum. Sie war fertig mit diesen sturen Drachen, der Tod schien ihr eine bessere Option zu sein, als mit ihnen einen Raum zu teilen. Chapter 143: A Herb (Ch.143)

Chapter 143: A Herb (Ch.143)

Als Neveah aus Lord Imagors Quartier st¨¹rmte, stie? sie direkt mit etwas... oder jemandem zusammen und ihr Gesicht traf auf eine harte Brust, Eine Reihe von Schimpfw?rtern entkam Neveah, als sie eine Hand hob, um sich den Kopf zu reiben. "Warum zum Teufel stehst du mir im Weg?!" vengte Neveah, als ihr Blick nach oben schoss, nur um von einem Paar ungleicher Augen getroffen zu werden. Direkt an der T¨¹r stand K?nig Jian, begleitet vom Rest der k?niglichen Garde, den Lords Kirgan, Cassian und erstaunlicherweise auch Xenon. Neveahs Wut k¨¹hlte sich fast augenblicklich ab, als sie vier der m?chtigsten Drachen im Bergfried sah, die sich ihr gerade in den Weg stellten. Eine einzelne Augenbraue kr?uselte sich auf K?nig Jians Gesicht bei Neveahs Worten, aber sie konnte nichts tun, die Worte waren bereits gesagt und konnten nicht mehr zur¨¹ckgenommen werden. Und selbst wenn sie es k?nnten, hatte Neveah nicht die Absicht, sie zur¨¹ckzunehmen. Neveah wartete nicht auf den Gesichtsausdruck oder die Reaktion des Drachenk?nigs, als sie an ihm vorbeiging, Doch sie kam nicht weit, denn Xenons Hand schoss hervor, um ihr Handgelenk zu packen und sie daran zu hindern, sich weiter zu bewegen. "Was zum Teufel ubst du, was du da tust?!" Neveah zischte ver?rgert, w?hrend sie Xenon mit einem t?dlichen Blick bedachte. "Wie ich sehe, bist du nicht so gutm¨¹tig, wie du uns hast ubenssen." bemerkte K?nig Jian in seinem ¨¹blichen leeren Ton und warf Xenon einen Blick zu. "Was soll das hei?en?" sp?ttelte Neveah, deren Augen immer noch schwach leuchteten. K?nig Jian sprach nicht weiter, sondern ging in das Quartier von Lord Imagor, Kirgan und Cassian folgten ihm. "Mein Lehnsherr." Die Lords Everon, Imagor und Menarx gr¨¹?ten unisono. K?nig Jian brummte als Antwort, w?hrend er zum Bett von Lady Kaliana hin¨¹berging, sich neben sie setzte und einen Momentng auf ihren ssen Gesichtsausdruck hinunterblickte. Seine Brauen zogen sich besorgt zusammen, bevor sein Blick zu Lord Imagor wanderte. "Wieutet Eure Entscheidung?" fragte K?nig Jian Lord Imagor. "Ich... ich wei? nicht, was ich uben soll, Jian..." gab F¨¹rst Imagor in einem schmerzlichen Tonfall zu. "Dann ubt an mich ... Ihr werdet Kalia nicht verlieren. Ich werde es nicht zssen." schwor K?nig Jian feierlich. Lord Imagor nickte und hob eine Hand, um seinen Kopf zu st¨¹tzen, w?hrend er zittrig einatmete. "Everon ... sind ihre Worte realisierbar?" fragte K?nig Jian, der immer noch ¨¹ber die Worte nachdachte, die er von Neveah geh?rt hatte. W?hrenddessen lieferten sich Neveah und Xenon direkt vor Lord Imagors Quartier einen t?dlichen Kampf. Nun ja, Neveah war die Einzige, die die Blicke auf sich zog, w?hrend Xenon nur seinen ¨¹blichen finsteren Gesichtsausdruck hatte. "Vor einem Moment warst du noch auf meiner Seite..." betonte Neveah, w?hrend sie auf Xenons Griff um ihre Hand hinunterblickte, der sie am Gehen hinderte. "Bleib..." bat Xenon Neveah, als er ihre Hand sofort loslie?. "Du h?ltst mich also nicht zur¨¹ck ... sondern bittest mich zu bleiben?" stellte Neveah misstrauisch fest und Xenon nickte als Antwort. "Ich hatte sowieso kein gut durchdachtes Ziel." brummte Neveah leise, w?hrend sie sich mit dem R¨¹cken gegen die Wand lehnte. Xenon brummte als Antwort, als w¨¹rde er sagen, dass er das bereits herausgefunden hatte. "Willst du nicht reingehen? Du solltest nicht hier drau?en bleiben, wenn alle anderen da drin sind." fragte Neveah nach einem Moment der Stille. Neveah hatte erwartet, dass Xenon auch in das Quartier von Lord Imagor gehen w¨¹rde, aber er stand nur neben ihr und machte keine Anstalten, hineinzugehen. "Nein ... dange ... rous ..." antwortete Xenon in seinem ¨¹blichenngsamen Tonfall. Neveah warf Xenon einen Blick zu, ein Stirnrunzeln legte sich auf ihr Gesicht. "Ich ube nicht, dass es irgendjemandem etwas ausmachen w¨¹rde, seinen gef?hrlichen Bruder in solch einer Zeit an seiner Seite zu haben..." gab Neveah zu bedenken. "So gef?hrlich du auch bist, ich denke, dass du f¨¹r Lord Imagor ... in dieser Zeit eine gro?e Quelle des Trostes sein wirst." f¨¹gte Neveah hinzu. Xenon antwortete nicht sofort, sondern starrte nur vor sich hin. "Tu nicht so, als w¨¹rdest du meine Worte nicht verstehen. Ich wei?, dass du es tust ... und ich wei? auch, dass du nicht nur wegen mir hierher gekommen bist ..." rief Neveah Xenon auf seine Absicht hin zu. "Also steh nicht hier drau?en und mach dir Sorgen, das solltest du ... da drinnen tun." beharrte Neveah. "Neugierig..." Xenon brummte genervt, als er Neveahs Hand ergriff und sie mit sich zog, sehr zu ihrem Entsetzen. Sie hatte nicht einmal die Gelegenheit zu protestieren, bevor sie sich wieder in Lord Imagors Quartier befand. Alle Augen richteten sich auf sie, und Neveah zog eine Grimasse, weil sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, nicht zum ersten oder hundertsten Mal. Einen Momentng sprach niemand, K?nig Jian und der Rest der k?niglichen Wache starrten Xenon nur ¨¹berrascht an. " Ich hatte mich schon gefragt, ob du nicht reinkommen w¨¹rdest." K?nig Jian brach das Schweigen, als sein Blick wieder zu Lord Imagor wanderte. "Wann habe ich euch f¨¹nf zuletzt in einem Raum gesehen ... ohne uen und Gebr¨¹ll?" mischte sich Lord Everon ein, ein kleines L?cheln auf den Lippen, Lord Everons L?cheln wurde schw?cher, als Xenon ihm einen b?sen Blick zuwarf, da er wusste, dass sich die uen und das Gebr¨¹ll direkt auf Xenon und seine unfreundliche Art bezogen. "Ich wollte sagen, dass Eure seltene Anwesenheit sehr gesch?tzt wird... Mylord." Lord Everon korrigierte sich, obwohl seine Augen zeigten, dass seine anf?nglichen Worte genau das waren, was er meinte. "Xenon..." Lord Imagor war der Letzte, der seinen Schock ¨¹berwinden konnte. Die beiden Br¨¹der waren sich vor kurzem bege, aber ihr Treffen war nicht so gut veufen, denn es w?re beinahe zu einem Kampf gekommen, wenn K?nig Jian nicht eingegriffen h?tte. Xenon betrachtete Lord Imagor einen Momentng schweigend, bevor er leise vor sich hin spottete. "H?sslich ... furchtbar ... also ..." meinte Xenon und bezog sich dabei auf Lord Imagors zerlumpte Erscheinung. Lord Imagor schwieg einen Moment, bevor seine Lippen zuckten und er in leises Lachen ausbrach. "Ich h?tte es nie gesagt, aber er hat nicht unrecht ... Sie sehen schrecklich aus!" Kirgan stimmte ihm zu und kicherte leise vor sich hin. Cassian kicherte, w?hrend K?nig Jian und Menarx ¨¹ber den Rest von ihnen den Kopf sch¨¹ttelten. "Verzeiht mir ... dass ich euch angegriffen habe." entschuldigte sich Lord Imagor, als sein Lachen verstummte. Alle Blicke richteten sich auf Xenon, der eine Antwort erwartete, und Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass sie dieser Szene nicht h?tte beiwohnen sollen. Aber was auch immer es war, die W?rme und Kameradschaft zwischen den Br¨¹dern war wirklich beeindruckend. "Er sagt, du w¨¹rdest verlieren ... du solltest dir verzeihen, dass du deinen eigenen Tod suchst." antwortete K?nig Jian f¨¹r Xenon am¨¹siert. Neveah hatte f¨¹r einen Moment vergessen, dass K?nig Jian der Einzige war, der Xenons Botschaft verstehen konnte, auch wenn er nicht sprach. "Diese Arroganz... Ich nehme meine Entschuldigung zur¨¹ck." Lord Imagor spottete ver?rgert. Xenon diskutierte nicht mit Lord Imagor, sondern ging zu Lady Kaliana hin¨¹ber, wobei er Neveah immer noch mit sich zog, als w?re sie seine bewegliche Motivationsquelle. "Du kommst nur zu Kalia, wenn sie in diesem Zustand ist, sie w?re w¨¹tend." murmelte Lord Imagor in leisem Ton. Neveah sp¨¹rte, wie Xenons Griff um ihre Hand immer fester wurde, und sie blickte zu ihm auf. Einen Momentng nahm sie die Schuldgef¨¹hle wahr, die sich in diesen pechschwarzen Augen widerspiegelten, bevor sie so schnell wieder verschwanden, wie sie gekommen waren. Nach einem Moment blickte Xenon auf Neveah hinunter. "Ich ... vertraue Veah ..." sagte Xenon, und obwohl seine Worte nur bruchst¨¹ckhaft waren, war sein Ton fest und unnachgiebig. "Das hast du schon...oft gesagt..." K?nig Jian grummelte und warf auch Neveah einen Blick zu. "Ich setze mein Leben darauf, ich ube nicht, dass ich noch ¨¹berzeugender sein kann." sagte Neveah, die das Gef¨¹hl hatte, dass von ihr erwartet wurde, in diesem Moment etwas zu sagen. "Ich ube, Neveahs Vorscg ist machbar." antwortete Lord Everon schlie?lich auf die Frage von K?nig Jian. K?nig Jian dachte einen Moment dar¨¹ber nach, bevor er zu Lord Imagor blickte, der mit einem schweren Seufzer zustimmend nickte. Neveah war ¨¹berrascht, dass der unnachgiebige Lord Imagor tats?chlich zustimmte, aber sie wusste, dass es nicht darang, dass der Drachenlord ihr vertraute. Esg vielmehr daran, dass Lord Imagor Xenons Worten und seinem Urteil vertraute. "Also gut. Ich werde dieser absurden Vereinbarung zustimmen. Was muss zuerst getan werden?" fragte K?nig Jian. Neveah sprach nicht sofort, bis Xenon ihr zunickte und sie schlie?lich ihre Absichten offenbarte. "Es gibt ein Kraut, das bei der Blutzirktion hilft... wo ich herkomme, ist es daf¨¹r bekannt, dass es als Nebeneffekt die K?rperkonstitution erw?rmt." "Es w?chst in feuchtem, bergigem Gel?nde und hat einen rauen, dunkelgr¨¹nen St?ngel, die Bl¨¹ten und der St?ngel sind unbedeutend... aber in der Wurzel liegt die Potenz." "Sie ist nicht ann?hernd so stark wie diese... H?utungssk, aber sie wird Lady Kalianange genug stabilisieren, um eine sichere Geburt einzuleiten." begann Neveah. "Es gibt ein solches Kraut?" Lord Imagor fragte Lord Everon, der nickte. "Der Beschreibung nach klingt es ?hnlich wie die Ubrith-Blume... Ich habe noch nie geh?rt, dass ihre Wurzel als Heilpnze verwendet wird." sagte Lord Everon verbl¨¹fft. "Sie ist gar nicht so selten und wird meist als Heilpnze ¨¹bersehen, doch Wolfsmenschen brauchen keine erhitzte K?rperkonstitution und so ist sie f¨¹r uns... ein t?dliches Gift..." erkl?rte Neveah und brach f¨¹r einen Moment ab. "Ich habe es einmal gekostet... also wei? ich, wenn diese sengende Hitze, die jedes Organ verbrennt, das ist, was ein Drachenf?tus braucht... das Kraut wird dir das geben..." murmelte Neveah in einem mncholischen Ton. Chapter 144: Ein M?rchen zum H?ren (Kap.144)

Chapter 144: Ein M?rchen zum H?ren (Kap.144)

Neveahs Worte verbl¨¹fften die Drachen einen Momentng, aber Neveah wechselte schnell das Thema. "Nat¨¹rlich werden Eure Eminenz andere Ma?nahmen ergreifen m¨¹ssen, um sicherzustellen, dass das Ei nicht schl¨¹pft, bis der F?tus geboren ist. Dieses Kraut wird dabei helfen, den F?tus zu beruhigen." versicherte Neveah. "Seid Ihr sicher?" fragte Lord Everon und Neveah nickte als Antwort. "Zweifellos wird der F?tusnge genug stabilisiert, damit das Ei geboren werden kann." antwortete Neveah mit Gewissheit. Die Ubrith-Blume war den Drachen bekannt, obwohl sie in der Eclipse-Dom?ne unter einem ganz anderen Namen bekannt war. Ohne die Alphak?nigin und ihre Gouvernante h?tte Neveah auch nie davon erfahren, und Neveah hatte nicht erwartet, dass ihre Kenntnisse ¨¹ber giftige Kr?uter sich als n¨¹tzlich erweisen w¨¹rden. Neveah war jedoch erleichtert, dass die Blume, von der sie sprach, tats?chlich in der Asvarian-Hochburg wuchs, sonst w?re sie viel zu l?stig gewesen. "Die Ubrith-Blume bl¨¹ht nicht im Drachenturm oder in den umliegenden Bergen. Aber sie bl¨¹ht in der menschlichen Siedlung einen Tagesritt entfernt." teilte Lord Everon ihnen mit. "Ein Tagesritt? Wird bis dahin alles in Ordnung sein?" fragte Lord Imagor besorgt. "Die Flucht w?re viel eher m?glich, aber Neveah muss pers?nlich kommen. Die Ubrith-Blume ist eine Wildblume und nicht viele k?nnen sie erkennen." antwortete Lord Everon. "Ich?" fragte Neveah unsicher und Lord Everon nickte. "Die Wurzel der Ubrith-Blume zu ernten, ist ein heikles Unterfangen, jeder andere w¨¹rde sie besch?digen und nur du kennst den richtigen Zustand, um ihre Kraft zu erhalten." sagte Lord Everon in einem ernsten Ton. "Dann kann Xenon sie mitnehmen ... sie w¨¹rden in ein paar Stunden zur¨¹ckkehren." ¨¹berlegte Lord Imagor. "Es ist die menschliche Siedlung, Imagor, du wei?t genau, was f¨¹r ein Tumult beim blo?en Anblick von Xenon entstehen w¨¹rde." erinnerte Lord Everon. Xenon sch¨¹rzte die Lippen, widersprach aber Lord Everons Worten nicht. "Dann muss es wohl das Reiten sein?" fragte Lord Imagor in einem besorgten Ton. "Ein Tag ist nicht zu sp?t, Imagor. Daf¨¹r werde ich sorgen. Kalia wird auf die Geburt des Kindes vorbereitet sein." versicherte Lord Everon. "Kannst du es tun? Die Ubrith-Blume holen und rechtzeitig zur¨¹ckkehren?" K?nig Jian, der die ganze Zeit ¨¹ber geschwiegen hatte, stellte Neveah die Frage. "Habe ich denn eine Wahl?" Neveah antwortete mit einer eigenen Frage. Auf Neveahs Frage gab es keine Antwort, und Neveah erwartete auch keine Antwort. "Ich werde dich begleiten. Du kennst den Weg nicht und es ist nicht sicher, allein unterwegs zu sein." meldete sich Menarx zu Wort, bevor jemand etwas anderes sagen konnte. Neveah blickte zu Xenon hin¨¹ber, der zustimmend nickte. Dann richtete Neveah ihren Blick auf die bewusstlose Lady Kaliana und ihr Entschluss stand fest. "Nun gut. ", stimmte Neveah zu. "Du solltest bleiben." sagte Neveah zu Xenon, w?hrend sie sich umdrehte und aus Lord Imagors Quartier ging. "Veah! Wo willst du denn hin?" Menarx rief Neveah hinterher, als sie die Flure enngging. "Um mich umzuziehen. Ich treffe dich in K¨¹rze in den St?llen." antwortete Neveah, ohne sich umzudrehen. Es dauerte nichtnge, bis Neveah den aufsteigenden Raum erreichte, der sie direkt in die vierte Ebene hinunterf¨¹hrte. Auf dem Weg dorthin begee Neveah niemandem, und dar¨¹ber war sie froh, denn die Sonne w¨¹rde bald untergehen, und Neveah wusste, dass sie den Bergfried ohne Verz?gerung vessen mussten, wenn sie hofften, rechtzeitig zur¨¹ckzukehren. Als Neveah ihr Zimmer betrat, atmete sie leise auf und lehnte sich an die T¨¹r ihres Zimmers. Die letzten Tage hatten Neveah viel abvengt, und selbst jetzt war ihr Leben noch nicht sicher, doch wie immer musste sie sich zusammenrei?en und ruhig bleiben. Mit einem zittrigen Atemzug holte Neveah ihr Reitkleid, das sie auf der Asvarian Beacon bekommen hatte, und machte sich auf den Weg in ihren Waschraum. ______________ Kurze Zeit sp?ter stand Neveah in ihrem schwarzen Reitkleid in den St?llen des k?niglichen Bergfrieds und hatte ihr Haar zu einem unordentlichen Pferdeschwanz zur¨¹ckgebunden. "Du wei?t doch sicher, wie man ein Pferd reitet, nicht wahr?" fragte Menarx, als er aus den St?llen kam. Hinter ihm folgten zwei Stallknechte, die jeweils ein anderes Pferd f¨¹hrten. Beide Pferde waren k und muskul?s und vor allem auf Schnelligkeit ausgelegt. Sie waren gesattelt worden, w?hrend Neveah sich wusch und umzog, und erst jetzt fiel Menarx ein, dass Neveah m?glicherweise nicht mit dem Reiten vertraut war. "Warum? Ein Werwolf hat keinen Grund, sich mit dem Reiten auszukennen, ein Drache aber schon?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Es ist nur eine Frage, Veah, du brauchst dich nicht zu verteidigen. Es steht viel f¨¹r dich auf dem Spiel ... und f¨¹r uns alle. Ich will nur sichergehen, dass du keine Unannehmlichkeiten hast." erwiderte Menarx mit einem Seufzer. Neveah schritt an ihm vorbei, nahm die Z¨¹gel eines der Pferde in die Hand und strich ihm mit der Hand ¨¹ber die M?hne. "Ich werde kein Unbehagen haben, wenn wir mit dem Kraut zur¨¹ckkehren und ich nicht mehr als ¨¹belt?terin gelten muss." murmelte Neveah, w?hrend sie ihren Fu? auf den Steigb¨¹gel setzte und das Pferd bestieg. Menarx stieg ebenfalls auf sein Pferd, trieb es in einenngsamen Galopp und ritt mit Neveah nicht weit hinter ihr aus dem Bergfried. Dies war Neveahs erster Ausflug ¨¹ber den Drachenturm hinaus, seit sie in der Asvarian-Hochburg angekommen war. Neveah hatte gehofft, dass ein solcher Tag der Tag ihrer Freiheit sein w¨¹rde, aber stattdessen verlie? sie den Drachenturm nicht f¨¹r ihre eigene Sache, sondern f¨¹r die eines anderen. Das Leben brachte wirklich viele Wendungen mit sich, und kaum eine davon war so, wie man es sich erhoffte. __________________ Sing mir eine Melodie aus tausend N?chten... Erz?hl mir eine Geschichte, die so alt ist wie tausend Jahre... Ein M?rchen von einem Volk, so stark wie tausend M?nner... Eine Geschichte,nge verloren in diesen tausend Jahren...¡¯ Der gefl¨¹gelte Mann summte diesen Ton vor sich hin, w?hrend er am Rande einer Klippe sa? und den Sonnenuntergang betrachtete, w?hrend er aus einem Weinkelch trank. Seine H?rner fingen die letzten Strahlen des Sonnenuntergangs ein und wirkten noch furchterregender, ein gewaltiger Kontrast zu seinen schillernden Gesichtsz¨¹gen. Sein feuerrotes Haar war nach hinten und aus dem Gesicht geflochten, und seine Fl¨¹gel waren ordentlich auf seinem R¨¹cken zusammengerollt. Seine Augen blickten mit einer Kapuze nach vorn, und man k?nnte annehmen, dass der Wein ihn bereits berauscht hatte, w?hrend erngsam seine Melodie summte. Ihn umgab eine heitere Aura, als ob er sich nicht um die Welt, das Leben oder den Tod k¨¹mmerte, sondern einfach nur dasa? und den Lauf der Zeit beobachtete. "Mein Herr." Eine weibliche Stimme unterbrach die Melodie des gefl¨¹gelten Mannes, und er hielt inne, wobei sich seine Brauen zu einem leichten Stirnrunzeln verzogen. Der gefl¨¹gelte Mann brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, wer da sprach, denn es gab nur eine Person, die es wagte, in seiner Gegenwart zu sprechen, und das war die Frau im schwarzen Kleid. "Celeste... wirst du mir diesen Moment des Friedens nicht g?nnen?" fragte der gefl¨¹gelte Mann, Sein Tonfall war vollkommen r, nicht der geringste Tonfall war zu h?ren, was bewies, dass der Wein, den er getrunken hatte, ihm kaum geschadet hatte und er noch v?llig n¨¹chtern war. "Mein Herr, es geschehen seltsame Dinge im Bergfried. Wie ich h?re, gibt es ?rger mit einem der W?chter des K?nigs. Der Drachenlord von Argentinischer Schuppe." Die Frau namens Celeste berichtete. Celestes Worte weckten schlie?lich das Interesse des gefl¨¹gelten Mannes und er stellte seinen Kelch beiseite. "Imagor ... was k?nnte einen wie ihn wohl beunruhigen?" fragte der gefl¨¹gelte Mann mit einer hochgezogenen Braue. Und dann ver?nderten sich seine Gesichtsz¨¹ge, als ob er sich an etwas erinnerte. "Es muss um seinen Reiter gehen." sagte der gefl¨¹gelte Mann nachdenklich. "In der Tat. Es scheint, dass der Reiter von Lord Imagor in einer schlimmen Lage ist. Aus unseren Berichten geht nicht hervor, was ihr genau zugesto?en ist, aber der Drachenlord mit den Rubinschuppen soll den Bergfried ¨¹berst¨¹rzt vessen haben." "Er wird von dem Werwolfm?dchen begleitet. Diejenige, die beim letzten Mal unsere Pl?ne durchkreuzte und das Gift anstelle des Drachenk?nigs einnahm. Sie reiten in Richtung der menschlichen Siedlung." berichtete Celeste. "Menarx und das seltsame M?dchen auch?... In die Menschenstadt? Interessant..." murmelte der gefl¨¹gelte Mann vor sich hin und neigte den Kopf nachdenklich zur Seite. "Wir haben uns seit dem Vorfall mit dem Gift zur¨¹ckgehalten, mein Herr." "Aber jetzt, wo sich eine solche Gelegenheit bietet, sollten wir, auch wenn wir ihm nicht den Kopf abscgen k?nnen, unseren Zug machen und das Herz des Drachenk?nigs durchbohren." sagte Celeste in einem b?sartigen Ton. "Der Tod eines k?niglichen W?chters... ein Schmerz, der dem Drachenk?nig das Herz zerrei?t. Das ist eine Geschichte, von der ich gerne h?ren w¨¹rde..." murmelte der gefl¨¹gelte Mann neugierig vor sich hin. "Nun denn... schickt eine Nachricht an das schwarze Netzwerk." Der gefl¨¹gelte Mann stimmte zu, nahm seinen Kelch wieder in die Hand und trank einen Schluck davon. "Er mit den rubinroten Schuppen... soll seinen letzten Flug erleben und von da an... nicht mehr fliegen..." Der gefl¨¹gelte Mann summte sich eine neue Melodie. Chapter 145: Ein Zweig bricht (Kap.145)

Chapter 145: Ein Zweig bricht (Kap.145)

Die Dunkelheit hatte sich bereits ¨¹ber den Himmel gelegt, als Neveah und Menarx nach einemngen Tagesritt endlich ihr Ziel erreichten. "Hier." rief Menarx Neveah zu, Neveah brachte ihr Pferd zum Stehen, der pl?tzliche Ruck f¨¹hrte zu leichtem Protest ihres Pferdes und lie? Neveah fast abwerfen. Neveah konnte ihr Reittier nur beruhigen, da sie bereits an das Reiten von Pferden gew?hnt war und genau wusste, wie man sie beruhigt. "Schhh... ist schon gut, es ist alles in Ordnung..." versicherte Neveah dem Pferd, w?hrend sie ihm beruhigend ¨¹ber die Seite streichelte. Das Pferd beruhigte sich bald, und Neveah warf Menarx einen Blick zu, der sein Pferd ebenfalls beruhigt hatte und ihr nun ruhig zusah, wie sie ihr Pferd entspannte. "Dies ist der n?chstgelegene Berg in der menschlichen Siedlung. Aber der Weg dahinter ist bekanntlich steil, wir m¨¹ssen vorsichtig sein." erkl?rte Menarx sein pl?tzliches Handeln. "H?ttest du das vielleicht schon viel fr¨¹her andeuten k?nnen? Wir reiten schon seit fast einem halben Tag mit dieser Geschwindigkeit." fragte Neveah mit leerem Ton und Menarx sch¨¹ttelte den Kopf. "Mein Fehler." Menarx akzeptierte, obwohl er nicht den Eindruck machte, dass er seine Tat bereute. "Der Mond steht hoch am Himmel, es sind mindestens sechs Stunden vergangen, seit wir den Bergfried vessen haben." murmelte Neveah nachdenklich, w?hrend sie ihr Pferd zu einemngsamen Trab anspornte. Menarx und Neveah ritten seit dem Vessen des Bergfrieds ohne Unterbrechung, und Menarx f¨¹hrte sie durch einen weniger befahrenen Weg der menschlichen Siedlung. Er war nicht weit von der eigentlichen Siedlung entfernt undg n?her an der Waldgrenze, so dass die Menschen diesen Weg nicht allzu oft einschlugen. Besonders zu so sp?ter Stunde ritten die beiden mit Leichtigkeit hindurch, trafen nur auf wenige Passanten und sch?pften keinen Verdacht. "Sieben, um genau zu sein." erg?nzte Menarx, dessen Augen den Wald schon auf dem Weg dorthin vorsichtig abtasteten. "Wir haben den schnellsten Weg genommen, so haben wir genug Zeit, das Kraut zu finden." f¨¹gte Menarx hinzu. "Wir sind kaum Menschen bege, wenn es einen solchen Weg g?be, w?re es f¨¹r Xenon in Ordnung gewesen, mich mitzunehmen." sagte Neveah, wobei ihr die Worte unbewusst herausrutschten. Menarx warf Neveah einen Blick ¨¹ber die Schulter zu, und erst dann erinnerte sie sich daran, was ihre Worte bedeuteten, w?hrend sie sich gleichzeitig im Geiste daf¨¹r tadelte, dass sie ihre Gedanken zu Xenon schweifen lie?. "Ich meine, nicht dass ich deine fesselnde Gesellschaft nicht genie?e ..." begann Neveah zu erkl?ren, doch Menarx sch¨¹ttelte den Kopf. "Du bist mit Xenon vertrauter als mit uns anderen, und das aus gutem Grund, denn er ist der Grund, warum du ¨¹berhaupt hierher gebracht wurdest." Menarx winkte gssen ab. "Es ist in Ordnung, wenn du seine Anwesenheit der meinen vorziehst ... zumindest im Moment." f¨¹gte Menarx hinzu, bevor er seinen Blick abwandte. ¡¯Vorerst?... Was soll das ¨¹berhaupt bedeuten?¡¯ murmelte Neveah verbl¨¹fft vor sich hin. ¡¯Wer wei??¡¯ dachte Neveahs Wolf zur¨¹ck an sie. "Kannst du sagen, wo genau die Blume bl¨¹hen k?nnte?" fragte Menarx und unterbrach Neveahs Gedanken. Neveah runzelte leicht die Stirn, als sie sich in dem unbekannten Wald umschaute, der sich vor ihnen erstreckte. "Es w¨¹rde einen Moment dauern." antwortete Neveah, w?hrend sie von ihrem Pferd abstieg und eine kurze Strecke vorausging, bevor sie sich hinhockte. Sie zog ihren Handschuh aus, legte ihre Handfl?che ch auf den Boden und schloss die Augen, w?hrend sie ihren Wolf an die Oberfl?che steigen lie?. Mit der Anwesenheit von Neveahs Wolf an der Oberfl?che sch?rften sich ihre Sinne noch mehr, auch ihr Geruchssinn war pr?ziser. Neveah sichtete die Ger¨¹che, und wenn sie etwas ¨¹ber die Ubrith-Blume wusste, dann die Tatsache, dass sie an einem feuchten Ort wuchs. Dieser Wald war Neveah zwar unbekannt, aber ihre scharfen Sinne konnten ihr den Weg weisen, und sie vertraute ihren Sinnen vollkommen. "Ich kann es nicht genau sagen, aber ich kann uns die allgemeine Richtung zeigen, sobald wir nahe genug sind, sollte ich es wissen." antwortete Neveah, w?hrend sie sich wieder aufrichtete und in die Richtung wies. Bevor Menarx etwas sagen konnte, ert?nte das Grollen von Neveahs Magen. Neveahs Hand wanderte zu ihrem Magen, erst da fiel ihr ein, wie hungrig sie war. "Hungrig?" fragte Menarx mit einer hochgezogenen Braue. "Ich war einen ganzen Tagng in einer Zelle und habe einen weiteren Tag im Hof gekniet... Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal etwas gegessen habe." " Nur weil ihr Drachen kaum Nahrung braucht, hei?t das nicht, dass jeder so viel Gl¨¹ck hat." murmelte Neveah, als sie sich auf den Weg zur¨¹ck zu ihrem Pferd machte. "Ich war zu nachl?ssig... Ich werde euch sofort etwas besorgen." sagte Menarx in schuldbewusstem Ton, w?hrend er von seinem Pferd abstieg. Neveah runzelte die Stirn angesichts der merkw¨¹rdigen Reaktion von Menarx, hielt ihn aber schnell auf. "Es geht mir gut. Lass uns einfach schnell die Blume holen, damit wir zur¨¹ckkehren k?nnen, denn Lord Everon erwartet uns." sagte Neveah abweisend. "Bist du dir sicher?" fragte Menarx zweifelnd und Neveah nickte. "Ich bin okay, Menarx." versicherte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "Ich aber nicht..." murmelte Menarx, als er von seinem Pferd stieg. "Wir sind viel fr¨¹her angekommen als erwartet. Du brauchst deine Kraft, um die Blume zu finden. Die Aufgabe ist wichtig... und du auch." "Warte einfach hier, ich bin gleich zur¨¹ck." versprach Menarx Neveah. "Aber..." Neveah begann zu protestieren, doch als Menarx zu ihr her¨¹berkam und ihr die Z¨¹gel seines Pferdes gab, konnte sie ihre Worte nicht aussprechen. "Warte auf mich, ich bin bald zur¨¹ck." sagte Menarx noch einmal, bevor er einen Pfad in den Wald einschlug, der links von dem Wegg, den sie eigentlich gehen sollten. "Aber ich sagte schon, es geht mir gut..." murmelte Neveah, als sie ebenfalls von ihrem Pferd stieg. Sie wollte wirklich nicht Schuld daran sein, dass sich ihre Aufgabe verz?gerte. Aber Menarx¡¯ Worte lie?en sie nachdenken und sie seufzte schwer. "Du wei?t, dass ich den Wald nicht kenne... Man k?nnte meinen, du hast einen Tunnelblick." murmelte Neveah und in ihrer Stimmeg ein Hauch von Am¨¹sement. Neveah kannte Menarx nicht besonders gut, aber sie wusste, dass er sich nicht leicht von einer wichtigen Aufgabe oder Pflicht ablenken lie?. Anfangs war Menarx sogar nicht bereit gewesen, ein Auge auf Neveah zu haben, als sie in Asvarian Beacon waren. Er hatte es sogar als Zeitverschwendung betrachtet. "Es ist so wenig Zeit vergangen, und er verh?lt sich schon so anders..." murmelte Neveah. ¡¯Ich denke, das war schon immer die urspr¨¹ngliche Pers?nlichkeit des roten Drachens. Nur hat er uns damals als Au?enstehende... angesehen. Doch jetzt...¡¯ begann Neveahs Wolf zu sagen, brach aber ab. "Aber jetzt... wei?t du auch nicht, was er uns jetzt von uns h?lt." erg?nzte Neveah f¨¹r ihren Wolf. ¡¯Ich kann die Gedanken dieser Drachen nicht erahnen, Veah. Ich wei? nicht, was bei ihnen Wahrheit ist und was nicht... Das beunruhigt mich.¡¯ dachte Neveahs Wolf. Neveah brummte als Antwort, w?hrend sie sich auf einen Baumstumpf setzte, nachdem sie die Z¨¹gel der Pferde an einem Baum befestigt hatte. "Im Moment m¨¹ssen wir einfach nur einen Weg finden, um zu ¨¹berleben... Snge wir leben, werden wir schon eine L?sung finden." murmelte Neveah zu ihrer W?lfin. "Stimmt genau." antwortete Neveahs W?lfin, woraufhin sich ein kleines L?cheln auf Neveahs Lippen legte. ¡¯Bist du sicher, dass das Kraut die Reiterin retten kann?¡¯ fragte Neveahs W?lfin. "Es wird mehr brauchen als nur das Kraut. Aber das Kraut spielt auch eine Rolle, snge wir das sichergestellt haben." antwortete Neveah ihrer W?lfin. W?hrend Neveah dort sa?, wurde ihre Ruhe unterbrochen, als sie ein Knacken h?rte. "Das ging aber schnell..." begann Neveah, brach aber ab, als sie einen seltsamen, unbekannten und unublich schrecklichen Geruch bemerkte. Ein Geruch, der definitiv nichts mit Menarx zu tun hatte, dessen angenehmen Geruch Neveah schon gut kannte. Neveah schluckte jede ?u?erung hinunter, die sie sagen wollte, und standngsam auf, wobei sie sich v?llig ger?uschlos bewegte. Der Gestank war noch nicht nahe, aber Neveah wusste sicher, dass er auf sie zukam, zusammen mit dem, was auch immer diesen Gestank verursachte. Au?erdem war der Gestank weder von einem Drachen, Menschen oder einer Fee, was Neveah bekannt war. Es war etwas ganz anderes. Etwas, das Neveah nicht sicher war, ob sie es herausfinden wollte. Tats?chlich ubte Neveah nicht, dass etwas so schrecklich riechen konnte. Es roch nach einem verrottenden Kadaver, oder schlimmer, wenn es etwas Schlimmeres gab. So sehr Neveah auch uben wollte, der Wind trug einfach nur den Gestank zu ihr, Das ferne Knacken eines Zweigs machte ihr r, dass da wirklich etwas drau?en war. Menarx w?re niemals so ungeschickt, ?ste knacken zussen, wenn er sich bewegte. Er war ein ausgezeicer Krieger mit jahrhundertnger Erfahrung... wer oder was also kam auf sie zu? Chapter 146: Ablenkung (Kap.146)

Chapter 146: Ablenkung (Kap.146)

Menarx war noch nicht so weit gegangen, als er an eine Rinne kam, in der ein Baum reife Beeren trug. In der Zeit, die er brauchte, um bis zu diesem Punkt zu gehen, hatte er sich die ganze Zeit ¨¹ber mit Schuldgef¨¹hlen herumgegt. Menarx konnte nicht uben, dass er v?llig vergessen hatte, dass Neveah nichts gegessen hatte, er war so sehr darauf konzentriert gewesen, sie aus ihrer prek?ren Lage zu befreien, dass er tats?chlich ein Grundbed¨¹rfnis vergessen hatte. Auch wenn alle anderen es taten, hatte Menarx das Gef¨¹hl, dass er derjenige sein musste, der Neveahs Bed¨¹rfnisse besser kannte, denn wie konnte er sich sonst von ihr unterscheiden als seine Br¨¹der? Was Menarx wollte, dar¨¹ber war er sich auch nicht ganz im ren. Aber es hatte noch nie jemanden gegeben, von dem er sich so sehr Anerkennung w¨¹nschte wie von Neveah, Aus welchem Grund auch immer, er wollte f¨¹r sie nicht nur anders sein als seine Br¨¹der, er wollte als... besonders angesehen werden. "Wie dumm." Menarx tadelte sich selbst f¨¹r seine Gedanken, w?hrend er sich auf die Situation konzentrierte, um die es ging. Die Beeren waren gro? und saftig rot, und ein kleines L?cheln legte sich auf seine Lippen, als er ein paar von ihnen pfl¨¹ckte. Menarx kostete eine, nur um sicherzugehen, denn er wusste, dass einige dieser Beeren einen sehr sauren und unangenehmen Geschmack haben konnten, nur eine bestimmte Sorte war tats?chlich so s¨¹?, wie sie aussah. Menarx nickte zustimmend und verstaute die Beeren in einem kleinen Beutel, den er sich um die H¨¹fte geschnallt hatte, Er hatte vor, weiterzugehen und noch ein paar andere Fr¨¹chte zu holen, nur f¨¹r den Fall, dass Neveah die Art von Beeren, die er gepfl¨¹ckt hatte, nicht gew?hnt war, aber in diesem Moment ¨¹berkam ihn ein Gef¨¹hl der Gefahr. In seinem ganzen Leben, mit jahrhundertnger Erfahrung, gab es nichts, dem Menarx mehr vertraute als seinem eigenen Instinkt, Genau in diesem Moment, aus heiterem Himmel, zerrten Menarx¡¯ Instinkte an ihm, und Menarx wusste ohne Zweifel, dass etwas nicht stimmte. "Veah." murmelte Menarx vor sich hin, als er sich umdrehte und in die Richtung zur¨¹cklief, in der er Neveah vessen hatte. ________________ Aufprall... Aufprall... Aufprall... Das Ger?usch der Schritte wurde f¨¹r Neveahs Geh?r h?rbar, und Neveah rutschte schnell hinter einen Baum, um sich zu verstecken. Neveah atmete tief ein und verdeckte ihren Geruch, ein Akt, an den sie sich bereits gew?hnt hatte, da sie ihre wahre Gestalt songe verbergen musste, dass sie ihren Geruch hervorragend verbergen konnte. Der Baum, hinter dem Neveah sich verstecken wollte, stand in ausreichender Entfernung von der Stelle, an der die Pferde standen und an der sie zuvor gesessen hatte. Er war breit genug, um ihre Gestalt vollst?ndig zu verbergen, so dass man nicht erkennen konnte, dass sich jemand dahinter versteckte. Neveah wartete in absoluter Stille, und mit jeder Sekunde, die verstrich, wurden die Schritte h?rbarer, und es ng immer seltsamer in Neveahs Ohren. Es ng eher wie das Klopfen von Hufen als wie Schritte, und Neveahs Stirn legte sich leicht in Falten. Der Gestank wurde st?rker, und bald h?rte Neveah ein leises Knurren. Neveah warf einen kurzen Blick um den Baum herum, gerade als das, was da kam, aus der Baumreihe auftauchte, und Neveah bereute es sofort. ¡¯Was um alles in der Welt...¡¯ dachte Neveah und ihre Augen weiteten sich, als sie die monstr?se Kreatur sah, die mit nichts vergleichbar war, was sie jemals zuvor gesehen hatte. Die Kreatur war gro? und gigantisch gebaut, sie war mindestens 1,80 m gro? und hatte tats?chlich Hufe anstelle von F¨¹?en, und ihr K?rper war mit rostbraunen Haaren bedeckt, Von den Hufen bis hin zum Oberk?rper. Aber was Neveah am meisten beeindruckte, war das entsetzliche Gesicht, Neveah konnte nicht einmal sagen, um was f¨¹r eine Art von Tier es sich handelte. Es hatte zwei scharfe H?rner, die seitlich von den Lippen abstanden, und gro?e, rote Augen, die sich hin und her bewegten. Es sah aus wie eine Mischung aus einem Schnabel und einem Pferd, und Neveah konnte es nur entsetzt anstarren und immer wieder blinzeln, um sicherzugehen, dass sie wirklich richtig sah. "Dunkle Zauberei... Ich sp¨¹re es. Es muss eine beschworene Bestie sein!" dachte Neveahs Wolf bei sich. Es gibt so eine schreckliche Art von dunkler Magie?! dachte Neveah zur¨¹ck, als sie die Augen der Bestie auf die Pferde richtete. Die Bestie schn¨¹ffelte hektisch und suchte ¨¹berall, w?hrend sie umherh¨¹pfte, es war r, dass sie auf der Suche nach etwas war ... oder besser gesagt, dass sie etwas verfolgte. Und Neveah hatte das ungute Gef¨¹hl, dass sie und Menarx dieses "Etwas" waren, das die Bestie suchte. Alle Ger?usche, die die Bestie von sich gab, waren Grunzen und Knurren, w?hrend sie sich an die Pferde heranpirschte, bis sie ganz in der N?he war. Neveah beobachtete mit Entsetzen, wie sich die Bestie auf ein Pferd st¨¹rzte und es im Handumdrehen zerfetzte, so dass das Blut nur so spritzte. Die Bestie h?rte nicht auf, das Pferd zu t?ten, sondern riss es in St¨¹cke, und Neveahs Herz wurde kalt. Als das Biest seinen Sprung machte, konnte Neveah erkennen, wie wild und blutr¨¹nstig es war. Dieses Biest war nicht nur dazu da, Neveah einen Blick in eine erschreckende Existenz zu erm?glichen... es hatte einen T?tungsbefehl und f¨¹hrte diesen offensichtlich bei allem aus, was in Sichtweite war. "K?nnen wir es besiegen?" dachte Neveah an ihren Wolf, "Ich kann seine Kraft nicht einsch?tzen, wir hatten aber noch nie mit einer Kreatur der dunklen Magie zu tun..." dachte ihr Wolf zur¨¹ck. "Wir k?nnten fliehen... es ist mit seiner Nahrung besch?ftigt." dachte ihr Wolf, Neveah wollte gerade zustimmen, als sie sich pl?tzlich daran erinnerte, dass sie nicht allein hier war. "Menarx wird zur¨¹ckkehren, wir k?nnen nicht einfach gehen. Wenn er uns beide sucht, wird er uns auf die eine oder andere Weise finden." ¨¹berlegte Neveah erneut. Menarx h?tte keine Ahnung, in was er hineinl?uft und Neveah konnte sich nicht vorstellen, welches Schicksal jemanden erwartet, der von so einer brutalen Kreatur ¨¹berrascht wird. "Jemand muss wirklich den Tod der Lady Kaliana bezwecken, wen haben die Drachen nur erz¨¹rnt?" fragte Neveah sich, w?hrend sie ihre H?nde zu F?usten ballte. ¡¯Wenn du nicht gehen willst, dannsst uns es versuchen...¡¯ dachte ihr Wolf mit einem grimmigen und autorit?ren Ton zur¨¹ck. "Verflucht sei das..." murmelte Neveah leise, Bevor Neveah sich bewegen konnte, legte sich eine Hand auf ihre Schulter und hielt sie fest, w?hrend eine andere ihren Mund bedeckte, um sie am Schreien zu hindern. "Veah... ich bin¡¯s." fl¨¹sterte Menarx, als seine Hand von ihren Lippen fiel. Neveahs Schultern sanken vor Erleichterung, als sie sich zu Menarx umdrehte, der wie aus dem Nichts auftauchte. Menarx hob eine Hand an seine Lippen und bedeutete Neveah, still zu sein, w?hrend er zur Bestie hin¨¹berblickte, die immer noch mit ihrer Mahlzeit besch?ftigt war. "Ich h?tte dich nicht alleinessen sollen..." fl¨¹sterte Menarx schuldbewusst. "Wie bist du schon hier?" fl¨¹sterte Neveah. "Ich wei? es nicht, die Anwesenheit der dunklen Magie muss meine Instinkte geweckt haben... Ich wusste, etwas stimmte nicht und du warst alleine hier." antwortete Menarx entschuldigend. "Wir sollten gehen, wir k?nnen weit genug wegkommen, bevor es uns bemerkt." schlug Neveah Menarx leise vor. "Warum bist du nicht gegangen? Du hattest die Chance... erkennst du keine Gefahr, wenn du sie siehst?" tadelte Menarx, seinen Blick immer noch auf das Biest gerichtet. "Aber du hast mich gebeten, hier zu warten." konterte Neveah mit einem Stirnrunzeln. Menarx sah Neveah an, ¨¹berrascht von ihrer Antwort, bevor sein Gesichtsausdruck sich ver?nderte und Neveah konnte es nicht recht interpretieren. "Ein Kobold wird mit einer Duftspur herbeigerufen, ich ube, es hat meine... Ich kann ihm nicht entkommen, aber du kannst." erwiderte Menarx mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Du willst, dass ich dich hier alleinesse? Mit diesem... Ding?!" zischte Neveah leise und runzelte die Stirn, als Menarx¡¯ Lippen am¨¹siert zuckten. "Ist dir mein Wohl etwa wichtig?" fragte Menarx mit hochgezogener Augenbraue. "Ist das jetzt ¨¹berhaupt der Punkt?!" erwiderte Neveah ver?rgert und Menarx¡¯ Lippen formten ein kleines L?cheln. "Ich bin Lord Menarx von den Rubinschuppen... es braucht viel mehr als einen Kobold, um mich zu besiegen. Aber wenn du hier bist, lenkst du mich ab." sagte Menarx ernst. "Wieso bin ich eine Ablenkung?" fragte Neveah ver?rgert. Menarx z?gerte mit seiner Antwort, obwohl ihm die Antwort r war, brauchte er einen Moment, um die passenden Worte zu finden. "In meiner Obhut, Veah, w¨¹rde ich es nicht aushalten, dir auch nur einen Kratzer zuzuf¨¹gen... Ich w¨¹rde es mir nie verzeihen, wenn dir etwas zusto?en sollte. Lass das meine Sache sein und geh, hole die Ubrith-Blume." ¨¹berredete Menarx. Neveah blickte zur Bestie und dann wieder zu Menarx und seufzte. "Ich gehe und komme bald zur¨¹ck ... Tu nur nichts Dummes..." warnte Neveah. "Dumm wie...?" fragte Menarx mit einem am¨¹sierten L?cheln. "Zum Beispiel sterben..." murmelte Neveah und warf Menarx einen kurzen warnenden Blick zu, bevor sie sich unauff?llig von der Szene entfernte. Chapter 147: Der Mann in Schwarz(Kap.147)

Chapter 147: Der Mann in Schwarz(Kap.147)

¡¯Wo ist es?¡¯ dachte Neveah bei sich, als sie tiefer in den Berg vordrang, Der Wald war um sie herum immer dichter geworden, und der Pfad selbst war schmaler geworden, Neveah konnte sehen, dass dieser Berg trotz seiner N?he zur menschlichen Siedlung nicht viel besucht wurde, und seine steilen Pfade waren nicht gerade g¨¹nstig, um ihn zu begehen. Es war erst kurze Zeit her, dass Neveah Menarx vessen hatte, um das Kraut auf eigene Faust zu finden, Bei jedem verd?chtigen Ger?usch, das sie h?rte, war Neveah hin- und hergerissen zwischen Erleichterung und Misstrauen. Einerseits erwartete Neveah, Menarx jeden Moment auftauchen zu sehen... sie wollte uben, dass er siegreich sein und sie finden w¨¹rde, bevor sie sich auf den Weg zu ihm machte. Mit jedem Augenblick, in dem Neveah sich an das grauenhafte Aussehen dieser Kreatur erinnerte, konnte sie die aufkommende Sorge nicht unterdr¨¹cken. Je l?nger es dauerte, bis sie das Kraut gefunden hatte und Menarx immer noch nicht in Sicht war, desto mehr fragte sich Neveah, ob etwas schief gufen war. "Was, wenn er in Gefahr ist? H?tten wir ihn vielleicht nicht zur¨¹cssen sollen?" dachte Neveah unsicher zu ihrer W?lfin. "Er ist ein Drache Veah und eindeutig ein m?chtiger. So ungern ich das auch zugebe, aber unsere Anwesenheit kann nicht viel f¨¹r ihn tun." erwiderte Neveahs Wolf ihr gegen¨¹ber. Neveah konnte den Worten ihrer W?lfin nicht widersprechen, zwischen ihr und Menarx hatte Menarx die gr??ere Chance, die beschworene Bestie zu besiegen. "Machst du dir wirklich Sorgen um sein Schicksal? Es hat f¨¹r uns keine Bedeutung, wenn er stirbt..." gab Neveahs Wolf zu bedenken. Neveah sch¨¹rzte die Lippen und runzelte leicht die Stirn; Obwohl sie die Drachen nicht mochte und Neveah nicht ubte, dass sie es jemals sein w¨¹rde, bedeutete das nicht, dass sie ihnen den Tod w¨¹nschte. Alles, was Neveah wollte, war ihre eigene Freiheit, sie wollte nicht, dass dabei Leben verloren gingen ... zumindest nicht, bis es keine anderen M?glichkeiten mehr gab. "Menarx war nicht so schrecklich zu uns wie die H?lfte der Menschen, die wir in unserem Leben kennen gelernt haben. Seid dankbar f¨¹r die kleinen Dinge, denkt daran." Neveah dachte an ihren Wolf zur¨¹ck. "Du hast ihm einmal das Leben gerettet, wir sind ihm keine Dankbarkeit schuldig." Neveahs Wolf antwortete mit einem Spott. "Es hat mich viel M¨¹he gekostet, ihn zu retten, und ich h?tte dabei fast mein eigenes Leben verloren. Es w?re eine Verschwendung, wenn er jetzt sterben w¨¹rde." ¨¹berlegte Neveah. "Au?erdem ist Menarx Xenons Bruder ... es w¨¹rde Xenon brechen, wenn ihm etwas zusto?en w¨¹rde." Neveah gab ihre Gedanken mit einem leisen Seufzer zu. "Und wenn Xenon gebrochen ist... was w¨¹rde es f¨¹r dich bedeuten?" fragte Neveahs Wolf erneut. Was bedeutete es f¨¹r sie? Die Frage, die Neveahs Wolf stellte, traf Neveah und sie war sprachlos. Aus welchem Grund auch immer, Neveah hatte in letzter Zeit beobachtet, dass sie unbewusst an Xenon dachte. Er nannte uns seine Verantwortung, warum habe ich das Gef¨¹hl, dass es stattdessen umgekehrt ist? dachte Neveahs Wolf erneut. Vielleicht hatte ihre W?lfin recht, vielleicht betrachtete Neveah Xenon in gewisser Weise als ihre Verantwortung. Es k?nnte daran liegen, dass Neveah wusste, dass ihre Anwesenheit hier in erster Linie der Sache Xenons diente, Oder Neveah hatte sich in dieser kurzen Zeit viel zu sehr an den d¨¹steren schwarzen Drachen gew?hnt. Neveah war sich nicht sicher, welche Antwort sie geben sollte, aber sie wollte auch nicht dar¨¹ber nachdenken und antwortete daher nicht. "Hilf mir einfach beim Suchen, ja?" dachte Neveah mit einem ver?rgerten Seufzer zu ihrem Wolf. Neveah und Menarx hatten nur einen Tag Zeit, um die Ubrith-Blume zu finden und zum Bergfried zur¨¹ckzukehren. Neveah kam bald an einem kleinen See an und folgte absichtlich dem Ger?usch des Wassers, da sie wusste, dass die Ubrith-Blume meist an feuchten Orten bl¨¹hte. Neveah suchte die Ufer des Sees und die Gr¨¹nfl?chen um ihn herum ab, bis sie entdeckte, wonach sie suchte. "Zum Gl¨¹ck ist diese Blume nicht so selten ... sonst h?tte es ?rger gegeben." murmelte Neveah und seufzte erleichtert, als sie zu ihr hin¨¹bereilte. Die Ubrith-Blume war eine Wildblume, ein Unkraut, das ganz von selbst auf jedem geeien Boden wuchs, ohne dass es angebaut wurde. Sie wucherte in den W?ldern rund um den Finsternis-Pst und war ein regelm??iger Anblick in der Finsternis-Dom?ne, wobei kaum jemand wusste, welche Wirkung die Wurzel dieser Wildblume hatte. Manchmal fragte sich Neveah, woher die Alphak?nigin so viel ¨¹ber giftige Kr?uter wusste, dass sie sogar die Wirkung der Wurzel einer Wildblume herausgefunden hatte. Neveah sch¨¹ttelte bei dem Gedanken an ihre Stiefmutter schnell den Kopf, das Leben im Eclipse Pce war das Letzte, woran Neveah im Moment denken wollte. Sorgf?ltig pfl¨¹ckte Neveah die Blume und verstaute sie in ihrer Tasche, bevor sie sich aufrichtete. Neveah machte sich auf den R¨¹ckweg, es war eine angemessene Entfernung, aber wenn sie z¨¹gig ging, w¨¹rde sie in k¨¹rzester Zeit wieder bei Menarx sein. Neveah konnte nur darauf vertrauen, dass es sicher sein w¨¹rde, dorthin zur¨¹ckzukehren, da sie selbst keinen anderen Weg aus dem Wald kannte als den, durch den Menarx sie gef¨¹hrt hatte. Als Neveah den Pfad hinunterging, hielt sie pl?tzlich in ihrem Schritt inne und runzelte leicht die Stirn. "Wer ist da?" fragte Neveah, wobei ihre Ohren leicht zuckten. "Du bist ziemlich sensibel ... f¨¹r ein kleines M?dchen ..." Eine tiefe Stimme antwortete von irgendwo oben. Neveah blickte auf und entdeckte eine einsame Gestalt, die hoch ¨¹ber ihr auf einem Ast sa?, gekleidet in pechschwarze Gew?nder und mit einer Maske, die sein Gesicht verdeckte. "Ich h?tte es wissen m¨¹ssen..." murmelte Neveah zu sich selbst, w?hrend sie den Blick senkte und ihre Tasche fester um ihre Taille schnallte. Das Leben war nie einfach f¨¹r Neveah, das wusste sie bereits. Es gab nie eine Zeit, in der ihr Leben nicht gef?hrdet war, so war es f¨¹r sie immer gewesen. Und so war Neveah unbeeindruckt, als eine weitere der abscheulichen Bestien aus dem Wald auftauchte, in deren sigen Augen sich ihr Blutdurst widerspiegelte. Chapter 148: Mann in Schwarz 2 (Kap.148)

Chapter 148: Mann in Schwarz 2 (Kap.148)

Und so war Neveah unbeeindruckt, als eine weitere der abscheulichen Bestien aus dem Wald auftauchte, in deren gl?nzenden Augen sich ihr Blutdurst widerspiegelte. Es stand nicht weit von Neveah entfernt, sein Atem warut und schwer, als sich sein Blick auf ihr niederlie?, der dicke Gestank, den es ausstr?mte, vernebelte Neveahs Nasenl?cher und Neveah unterdr¨¹ckte den Drang, sich zu ¨¹bergeben. Die Bestie stand so nah, griff aber nicht an, sondern starrte Neveah nur an... und wartete auf einen Befehl von dem, der auf einem Ast ¨¹ber ihr sa?. Neveah vermutete, dass er sie beobachtet hatte, ihr vielleicht die ganze Zeit gefolgt war, und sie hatte seine Anwesenheit bis vor einem Moment nicht einmal bemerkt. "Wer bist du?" fragte Neveah in einem dunklen Tonfall und deutete auf den fremden Mann, der oben sa?. "Niemand von Interesse..." antwortete der Mann beil?ufig. "Was wollen Sie von mir?" fragte Neveah erneut. "Ihr seid nicht diejenige, die ich suche... die mit den Rubinschuppen... die ist es, die ich will." Antwortete der Mann. "Und du hoffst, ihn mit mir zu finden?" fragte Neveah erneut. "Ich hoffe, dass er... kommt, um dich zu finden. Bis dahin muss ich dich bitten, mich zu begleiten." Erwiderte der Mann. Neveah brauchte nicht weiter zu fragen, ihr war r, warum dieser Attent?ter sie holen wollte, w?hrend sie Menarx ablenkte, Sie wussten genau, dass sie gegen Menarx selbst keine Chance hatten, und so sollte Neveah der K?der sein ... um Menarx in einen Hinterhalt zu locken. Menarx hatte gesagt, Neveah w¨¹rde eine Ablenkung sein... Neveah war schon damit unzufrieden, das Letzte, was sie wollte, war die Schw?che eines anderen zu sein. Ob aus Pflichtgef¨¹hl oder aus Sorge, Neveah wusste, dass Menarx hinter ihr her sein w¨¹rde, und er w¨¹rde in Gefahr sein. Aber es gab ein kleines Problem bei diesem n des Mannes in Schwarz: Neveah war keine Jungfrau in N?ten, die gerettet werden musste. "Ich stehe im Moment unter Zeitdruck und kann es mir nicht leisten, entf¨¹hrt zu werden, daher muss ich Ihr Angebot ablehnen und mich auf den Weg machen." erwiderte Neveah ruhig. Ein am¨¹siertes Kichern erng von dem Mann, der auf dem Baum sa?, als w?ren Neveahs Worte das Lustigste, was er je geh?rt hatte. "ubst du wirklich, dass du hier lebend wegkommst?" fragte der Mann, Genau in diesem Moment machte die Bestie einen weiteren Schritt nach vorne, ein wildes Knurren ert?nte. Neveah hatte noch nie in ihrem Leben eine beschworene Bestie gesehen, sie wusste nicht einmal, dass solche Dinge existierten. Obwohl Neveah von den Schrecken der dunklen Zauberei geh?rt hatte, war die Finsternis-Dom?ne weit vom Terrain der Hexen und anderer magischer Kreaturen entfernt. Neveah konnte die St?rke dieser Bestie nicht einsch?tzen, aber sie wusste auch, dass es keine Rolle spielte. Die Bestie hatte sie ins Visier genommen, es ging entweder um ihr Leben oder um das ihre. Blitzschnell st¨¹rzte sich die Bestie auf Neveah, Neveahs Wolf erhob sich an die Oberfl?che, ihre Augen gl¨¹hten und ihre uen und Eckz?hne verl?ngerten sich, ein wildes Knurren erng von ihr, Die Bestie war in der Luft und ihre Geschwindigkeit war blendend, aber Neveah blieb standhaft, sie drehte sich zur Seite und versetzte der Bestie einen kr?ftigen Tritt, der sie zu Boden brachte. Die Bestie schlug nach Neveahs F¨¹?en und sie sprang gerade noch rechtzeitig weg, um den scharfen uen zu entkommen, doch Neveah erwischte die Bewegung des Schwanzes der Bestie nicht mehr rechtzeitig, Der Schwanz der Bestie traf Neveah mit voller Wucht, so dass ihr der Wind aus den Segeln genommen wurde, und die Wucht lie? sie durch die Luft taumeln und gegen einen Baumstamm prallen. Der Schmerz explodierte in Neveahs R¨¹cken, und ein schmerzhaftes St?hnen entwich ihr, sie h?rte deutlich das Ger?usch ihrer eigenen knackenden Knochen, "Shit!" Neveah zischte ver?rgert, als die Bestie erneut zuschlug, und Neveah rollte sich aus dem Weg und entkam nur knapp dem Angriff des Tieres. Der Ranzen, den sie sich um die H¨¹fte geschnallt hatte, l?ste sich durch Neveahs Bewegung und Neveahs Augen weiteten sich leicht. Darin befand sich die Ubrith-Blume, und nachngem Suchen hatte Neveah gerade ein St¨¹ck davon gefunden, Der Tag war weit fortgeschritten, Neveah wusste nicht, wienge es dauern w¨¹rde, eine weitere zu finden, und sowohl Lady Kalianas Leben als auch Neveahs eigenes Leben hingen von der Ubrith-Blume ab. Die Drachen z?hlten alle auf sie, aber das war nicht so wichtig wie das Vertrauen, das Xenon, Menarx und Lord Everon in sie gesetzt hatten. Neveah wollte sich auf den Beutel st¨¹rzen, sah aber entsetzt zu, wie der Huf des Tieres direkt auf den Beutel auftrat und ihn in die Erde rammte. Neveah knurrte w¨¹tend, Wut stieg in ihr auf und ein T?tungsinstinkt ¨¹bermannte jeden ihrer Gedanken, Es war in Ordnung, dass die Dinge f¨¹r sie nie einfach waren, es war in Ordnung, dass sie im Vergleich zu anderen dreimal so hart f¨¹r alles in ihrem Leben arbeiten musste, Es war in Ordnung, dass sie ihr ganzes Lebenng f¨¹r ihre eigene Freiheit k?mpfen musste, f¨¹r das, was ihr eigentlich zustehen sollte, aber mit jedem Tag, der verging, stellte sie fest, dass es immer weiter von ihr entfernt war. All das war in Ordnung, aber was nicht in Ordnung war, war, dass die Menschen st?ndig ihre Bem¨¹hungen zerst?rten, dass niemand jemals ihre Zustimmung einholte, bevor er sich in ihr Leben einmischte. So war es im Finsternispst, so war es im Drachenturm, und jetzt wagte es sogar ein schwarz gekleideter Attent?ter, sich mit ihr anzulegen... "Ich habe es bereits gesagt... niemand stellt sich mir in den Weg! Nicht in diesem Leben!" Neveah zischte, als ihre Verwandlung einsetzte und ihre menschliche Gestalt dem Alpha-K?nig-Wolf in ihr tz machte. Ein markersch¨¹tterndes Knurren dr?hnte aus Neveah, als sie stand und die Bestie um einen ganzen Zentimeter ¨¹berragte. Weder die Bestie noch der Mann in Schwarz hatten mit Neveahs Verwandlung gerec, und was sie noch mehr schockierte, war ihre gigantische Gr??e. Blitzschnell st¨¹rzte sie sich auf die Bestie und riss sie zu Boden, wobei sich ihre Krallen in die Schultern des Tieres gruben. Die Bestie knurrte heftig und wehrte sich unter Neveah, als ihre Krallen noch tiefer gruben und ihr blitzschnell den Kopf abrissen. Blut spritzte ¨¹ber Neveah und befleckte ihr mitternachtsues Haar, w?hrend ihr Blick zu dem Mann in Schwarz wanderte, der immer noch auf sie herabstarrte. ¡¯Kleines M?dchen? Wer?...dieser K?nig?¡¯ dachte Neveah, w?hrend Wut durch ihre Adern schoss. Chapter 149: The Better Option (Ch.149)

Chapter 149: The Better Option (Ch.149)

Als Neveah den Mann in Schwarz mit zusammengekniffenen Augen anstarrte, starrte dieser sie auch direkt an, Neveah konnte seine Augen nicht sehen, da sie von einer Vollmaske verdeckt waren, aber Neveah wollte sie auch nicht sehen. Das einzige, was Neveah in den Augen des Mannes in Schwarz sehen wollte, war der Moment, in dem das Licht in seinen Augenngsam erlosch, w?hrend sie das Leben aus ihm herausl?schte. Ein einziger Sprung w¨¹rde gen¨¹gen ... ein einziger Sprung, und Neveah w¨¹rde mit dem Mann in Schwarz kurzen Prozess machen, ihre Eckz?hne in ihm versenken und sein Fleisch zerfetzen. Neveah wollte sich vorw?rts bewegen, doch sie runzelte leicht die Stirn, als sich ihre Gliedma?en nicht bewegten, als ob eine unsichtbare Kraft sie festhielte und an Ort und Stelle hielt. "Versuch nicht, dich zu bewegen. Wenn du dich wehrst, wirst du sp¨¹ren, wie die Schranken immer enger werden, bis sie dich erdr¨¹cken ... also w¨¹rde ich an deiner Stelle an Ort und Stelle bleiben ... und mich keinen Zentimeter bewegen." Der Mann in Schwarz sprach von dort aus, wo er sa?. Erst jetzt verstand Neveah die ruhige und unbeeindruckte Aura, die den Mann in Schwarz umgab, selbst wenn Neveah seinem Haustier gerade den Kopf abgerissen hatte. ¡¯Zauberei...¡¯ dachte Neveahs Wolf, und Neveahs Augen verengten sich zu einem noch t?dlicheren Blick. Neveah k?mpfte gegen die Kraft, die sie zur¨¹ckhielt, aber sie konnte sie nicht ¨¹berwinden, wie sollte sie besiegen, was sie nicht einmal sehen konnte? Ein schmerzhaftes Keuchen entwich ihr, als sich die Fesseln bei jeder Bewegung enger zogen, genau wie der Mann in Schwarz es gesagt hatte, bis Neveah das Gef¨¹hl hatte, dass ihre Knochen zerschmettert w¨¹rden, wenn sie sich noch einmal bewegte. "Geben Sie mir das kleine M?dchen zur¨¹ck, ja?" fragte der Mann in Schwarz, nachdem er einen Momentng schweigend Neveahs Kampf beobachtet hatte. ¡¯Der Bastard!¡¯ w¨¹tete Neveahs Wolf. Neveah verwandelte sich zur¨¹ck in ihre menschliche Gestalt, ihre Gliedma?en waren immer noch an Ort und Stelle, w?hrend sie den Mann in Schwarz ausdruckslos anstarrte. "ubst du wirklich, dass du hier lebend rauskommst?" Neveah stellte ihm genau dieselbe Frage, die er ihr gestellt hatte. Neveah wusste, dass ihre Worte den Mann in Schwarz w¨¹tend machten, aber er blieb ruhig. "Wei?t du, warum Magie als die t?dlichste Kraft der Natur gilt?" fragte der Mann in Schwarz beil?ufig. Neveahs Augenbrauen zogen sich in die H?he, aber sie antwortete nicht. "Genau deshalb, weil sie die Schwachstelle ist - selbst f¨¹r die Starken." Der Mann in Schwarz fuhr fort, w?hrend er vom Ast sprang und perfekt auf seinen F¨¹?enndete. Langsam pirschte er sich an Neveah heran, w?hrend sie nichts anderes tun konnte, als ihn anzustarren, nicht einmal ihr Kopf bewegte sich nach ihrem Willen. Es war, als w?ren alle ihre Muskeln und Gelenke mit unsichtbaren Ketten gefesselt, die sie wie angewurzelt auf der Stelle hielten, genau in der Position, in der der Mann in Schwarz sie haben wollte. Neveah st?rte das nicht, sie wartete nur ab und beobachtete, denn sie wusste, dass sich ihr Wolf nach einer Weile an die Grenzen gew?hnen und sie dann ¨¹berwinden w¨¹rde. "Du versteckst dich hinter Zauberspr¨¹chen und kleinen Tricks, wienge ubst du, dass du so die Oberhand behalten kannst?" fragte Neveah mit einem leeren Ton. "Lange genug..." Der Mann in Schwarz antwortete leichthin. "In dieser Zeit k?nnte ich dich entweder t?ten..." begann der Mann in Schwarz, als er vor Neveah ankam, nur einen Schritt von ihr entfernt. "Oder Sie genauer unter die Lupe nehmen." Erg?nzte er und fuhr mit der Hand an Neveahs Gesicht enng, wobei er die verirrten Haarstr?hnen zur¨¹ckstrich. "Diese Hand ... du wirst sie verlieren." schwor Neveah in einem dunklen Tonfall. "Ist das eine Drohung?" fragte der Mann in Schwarz neugierig, w?hrend er sich n?her an Neveah heranlehnte, so dass ihre Gesichter nur noch Zentimeter voneinander entfernt waren. "Ich mache keine Drohungen." erwiderte Neveah kalt. "Interessant... Ich h?tte nie gedacht, dass die neue Pr?senz im Drachenturm so faszinierend sein w¨¹rde..." murmelte der Mann in Schwarz vor sich hin, w?hrend er sich weglehnte. "Ich w?re nie so dumm, den mit den Rubinschuppen zu untersch?tzen... aber ich habe Euch untersch?tzt, also sollte ich mich gescgen geben." Der Mann in Schwarz fuhr fort. "Zu Ehren unserer ersten Begegnung werde ich zuerst zur¨¹cktreten. In der Hoffnung, dass wir danach noch viele Begegnungen haben werden..." f¨¹gte der Mann in Schwarz hinzu. "So viele, wie n?tig sind, um deinen Kopf zu bekommen." erwiderte Neveah ausdruckslos. "In der Tat... wie ist dein Name, kleines M?dchen?" Fragte der Mann in Schwarz. Neveah antwortete nicht, sondern starrte ihn nur mit einem finsteren Blick aus ihren Augen an. "Nun gut, ich werde bei unserem n?chsten Treffen erneut fragen." beschloss der Mann in Schwarz. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, entfernte er sich einige Schritte von Neveah und ging eine kurze Strecke weiter, bevor er stehen blieb. "Wenn du dich nicht wiedersehen willst, gibt es immer noch eine M?glichkeit... aber snge du an der Seite der Drachen bist, ist es unser Schicksal, uns zu treffen. Wenn ich dich wiedersehe, gehe ich davon aus, dass du unser Schicksal akzeptiert hast..." f¨¹gte der Mann in Schwarz hinzu. Als er aus dem Blickfeld verschwand, gewann Neveah die Kontrolle ¨¹ber ihre Gliedma?en zur¨¹ck und schnappte nach Luft. Die Grenzen waren so eng und erdr¨¹ckend geworden, dass Neveah kaum noch Luft bekam, ihre Hand schoss zu ihrer Brust und sie saugte gro?e Mengen Luft ein, um den Schmerz in ihrer Brust zu lindern. "Veah!" Menarx¡¯ Stimme durchbrach Neveahs keuchenden Anfall, und sie blickte zu ihm hin¨¹ber und sah, wie er mit vor Panik geweiteten Augen zu ihr eilte. "Schei?e!" rief Menarx aus, als er die ¨¹berreste des Kobolds sah, den Neveah enthauptet hatte, und erkannte, dass auch Neveah angegriffen worden war. Menarx sagte kein Wort und stellte keine Fragen, stattdessen legte er eine Hand auf Neveahs R¨¹cken und rieb sie beruhigend. "Atmen ... einfach atmen ..." beschwichtigte Menarx. Neveah folgte seinen Worten und nahmngsamere, aber tiefere Atemz¨¹ge, die ihr halfen, sich zu beruhigen. "Geht es dir gut?" fragte Neveah, w?hrend sie ihre Atmungngsam wieder beruhigte. "Das sollte ich dich fragen." Menarx antwortete mit einem Stirnrunzeln. "Mir geht es gut..." versicherte Neveah, w?hrend sie sich von Menarx entfernte und zu ihrem Schulranzen hin¨¹berging. Neveah lehnte sich hinunter und starrte seufzend darauf. "Wienge haben wir noch, bis wir zur¨¹ckkehren m¨¹ssen? Das Pster, das ich gefunden habe, ist bereits ruiniert." sagte Neveah zu Menarx, der zu ihr her¨¹berkam. "Nicht mehrnge, wir sollten zur¨¹ckgehen." Menarx antwortete in einem grimmigen Ton. "Aber wir k?nnen nicht zur¨¹ck, ohne es zu finden." beharrte Neveah. "Unser Aufenthaltsort ist verraten worden, dieser Berg ist nicht mehr sicher. Wenn wir noch l?nger bleiben, k?nntest du verletzt werden ... und was n¨¹tzt es, wenn wir zur¨¹ckbleiben, wenn der Tag sich dem Ende zuneigt?" ¨¹berlegte Menarx. "Ich ube nicht, dass ihr euch den Luxus leisten k?nnt, euch jetzt um mich zu sorgen. Wenn wir es nicht finden, wird Lady Kaliana sterben ... und ich auch." erinnerte ihn Neveah mit einem spitzen Blick, w?hrend sie ihre Tasche aufzog. "Schuppen! ubst du, ich wei? das nicht, Veah?! Aber gerade eben, als ich dich nicht einmal finden konnte, war ich mir nicht einmal sicher, ob du noch am Leben bist! I..." begann Menarx, brach dann aber ab. Neveah war fassungslos ¨¹ber Menarx¡¯ Ausbruch und starrte ihn nur an, blinzelte schockiert. "Du... was?" fragte Neveah nach einem Moment. "Ich bin in Panik geraten, Veah. Und ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal... so etwas passiert ist..." antwortete Menarx mit einem Seufzer. Neveah blinzelte, unsicher, was genau sie darauf erwidern sollte, aber die Ehrlichkeit in Menarx¡¯ Worten und die Aufrichtigkeit in seinen Augen beeindruckten sie. Neveah kannte Menarx kaum, aber sie hatte gesehen, wie objektiv er war, er war jemand, der alles mit einer ruhigen, zielstrebigen Art anging ... er schien wirklich nicht der Typ zu sein, der wegen irgendetwas in Panik geraten konnte. Warum also sorgte er sich um ihre Sicherheit? "La? mich dich einfach zur¨¹ck in Sicherheit bringen, Veah. Du solltest gar nicht erst in diese Sache hineingezogen werden... was meine Familie betrifft, werde ich mich auf meine Weise darum k¨¹mmern." versicherte Menarx und streckte eine Hand nach Neveah aus. Neveah starrte nur auf Menarx¡¯ angebotene Hand, bevor sie den Blick abwandte, um ¨¹ber ihre Optionen nachzudenken, und dann bemerkte sie das Blumenbeet, das aus ihrer Tasche hervorlugte. Von dem Beet, das sie geerntet hatte, waren die meisten v?llig zerdr¨¹ckt worden, aber die Wurzel des Beetes war noch intakt... die Blume selbst war nie von Bedeutung, alles, was z?hlte, war die Wurzel. "Menarx, das kann man noch verwenden!" rief Neveah erleichtert aus, w?hrend sie schnell Menarx¡¯ Hand nahm und sich aufrichtete. Erst dann fiel Neveah ein, dass sie keinen Weg mehr zur¨¹ck hatten. "Warte ... die Pferde wurden gefressen ..." begann Neveah und erschauderte sichtlich bei der Erinnerung. "Wie kommen wir zur¨¹ck?" fragte Neveah mit einem Stirnrunzeln. Neveahs Aufmerksamkeit wurde erregt, als Menarx seinen Griff um ihre Hand etwas fester machte, bevor er ihre Hand loslie?. "Was denkst du, warum ich meine Hand angeboten habe?" fragte Menarx mit einer hochgezogenen Augenbraue, w?hrend er sichngsam von ihr entfernte, wobei sich ein kleines Grinsen auf seine Lippen legte, als Neveahs Augen sich vor Entsetzen weiteten. "Auf keinen Fall!" Neveah lehnte sofort ab. "Wir sind einen halben Tagesritt vom Bergfried und vier Stunden zu Fu? von der menschlichen Siedlung entfernt ... all das ist Zeit, die wir nicht er¨¹brigen k?nnen." "Wir werden in drei Stunden im Bergfried zur¨¹ckerwartet, habt ihr eine bessere Idee?" fragte Menarx und neigte seinen Kopf fragend zur Seite. Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf und Menarx zuckte mit den Schultern. "Das dachte ich auch." Erwiderte Menarx. Chapter 150: Festhalten (Kap.150)

Chapter 150: Festhalten (Kap.150)

Neveah holte tief Luft, es gab keine einfache L?sung, sie ubte nicht, dass es eine L?sung gab, die sie weniger verunsichert h?tte als jetzt. Als sie den tieferen Sinn noch nicht kannte, war es ganz anders als jetzt, wo sie sich dessen voll bewusst war. Doch Neveah wusste, dass sie im Moment kaum eine andere Wahl hatte, Menarx sah Neveah einen Momentng an. Anfangs fand er ihre Reaktion am¨¹sant, doch als er ihre gerunzelten Brauen sah, w?hrend sie ernsthaft dar¨¹ber nachdachte, machte er sich Sorgen. "Ich bin derjenige, der dir meine Zustimmung gibt, Veah. Es muss keine Bedeutung damit verbunden sein, snge wir beide uns einig sind." "Das Wichtigste ist das Band des Vertrauens ... Drachenreiten gilt als ein Akt der Intimit?t, denn wer auf einem Drachen reitet, genie?t das Vertrauen des Drachens." "Und es gibt niemanden, dem ein Drache mehr vertraut als seinem Reiter. Aber ich vertraue dir ... du brauchst dich also nicht zu f¨¹rchten." versicherte Menarx, "Oder wir k?nnen den Berg hinabsteigen und Pferde holen, was immer dir ein gutes Gef¨¹hl gibt." bot Menarx mit einem L?cheln an. Neveah war sichtlich beunruhigt von dem Gedanken und Menarx f¨¹hlte sich ein wenig schuldig, weil er ihn am¨¹sant fand oder ihn ¨¹berhaupt vorgescgen hatte. Inzwischen war Neveahs vermeintlich nachdenklicher Blick auf die kleinen Blutstropfen gerichtet, die von Menarx¡¯ rechtem Arm tropften, und nicht einmal auf seine Worte. "Du bist verletzt." stellte Neveah fest, die es gerade erst bemerkt hatte. Menarx blickte zu seinem Arm hin¨¹ber, als h?tte er es gerade erst bemerkt, bevor er l?ssig mit den Schultern zuckte. "Es ist nur ein Kratzer, das wird heilen." erwiderte Menarx, ohne sich gro? um seinen Zustand zu k¨¹mmern. Neveah runzelte die Stirn, sie hatte Menarx noch nicht k?mpfen sehen, aber sie war sich sicher, dass er sehr geschickt war, sie hatte nur nicht gesehen, wie er sich in einem Kampf verletzt hatte. Neveah erinnerte sich auch daran, dass der Mann in Schwarz eindeutig gesagt hatte, er w¨¹rde Menarx nicht untersch?tzen, was bedeutete, dass das, womit Menarx gek?mpft hatte, bevor er zu ihr kam, mehr als nur ein Kobold war. Ein einziger Kobold war nicht ann?hernd stark genug, um Menarx zu schaden, das hatte Menarx selbst gesagt, und das war der einzige Grund, warum Neveah ihn ¨¹berhaupt allein gssen hatte, Obwohl, wenn Neveah jetzt dar¨¹ber nachdachte, wurde ihr r, dass Menarx genau das beabsichtigt hatte. "Hast du mich deshalb gehenssen? Weil du wusstest, dass noch etwas anderes als der Kobold in der N?heuerte?" fragte Neveah mit zusammengekniffenen Augen. Menarx antwortete nicht, aber das leichte Zucken seiner Augen verriet ihn. "Als du zu mir kamst, hat die Kreatur ... dich gejagt?" vermutete Neveah. Menarx war so heimlich gekommen und hatte sie ebenso schnell wieder weggeschickt, als er sagte, sie w¨¹rde eine Ablenkung sein. "Er war hinter mir her... das waren sie alle. Es versperrte mir den Weg auf dem Weg zur¨¹ck zu euch. Ich konnte es nicht bek?mpfen, ohne deinen Zustand zu kennen... also habe ich eine Ablenkung geschaffen..." erkl?rte Menarx. "Mit deinem Blut." erg?nzte Neveah und Menarx nickte. "Es war die einzige M?glichkeit, ihnnge genug abzulenken, um euch zu finden. Ich bin erleichtert, dass ich rechtzeitig angekommen bin, bevor der Kobold euch gesp¨¹rt hat." erwiderte Menarx achselzuckend. Irgendwie hatte sich das Gespr?ch wieder auf Neveahs Sicherheit vegert, und Neveah konnte nicht verstehen, warum Menarx sich den Luxus leistete, um ihre Sicherheit besorgt zu sein und sich dabei selbst verletzt hatte. "Du solltest lernen, dich auf deine eigenen K?mpfe zu konzentrieren. Wie konntest du nur songe leben und dich so einmischen? Ich kann sehr gut auf mich selbst aufpassen." Neveah stie? ver?rgert die Luft aus. "Veah, es ist nur ein Kratzer ... ruh dich aus." erwiderte Menarx mit einem kleinen L?cheln, das sich auf seine Lippen legte. "Wie kann man eine R¨¹ge in Worte der Besorgnis ¨¹bersetzen?" fragte Neveah ungl?ubig. "Sind sie das nicht? F¨¹r mich ngen sie wie Besorgnis." Menarx antwortete mit einem selbstgef?lligen Blick. "Der Blutverlust muss dein Geh?r beeintr?chtigt haben." entschied Neveah. Menarxchte leise, seine Augen funkelten am¨¹siert. "Kommt schon, wir sollten jetzt den Berg hinuntergehen. Wir haben keine Zeit zu verlieren." Menarx antwortete mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Das wird zunge dauern." Neveah lehnte ab, Zwar widerstrebte ihr der Gedanke an die Flucht, aber nur wegen dem, was sie von Davina geh?rt hatte, Aber wie Menarx gesagt hatte, war es kein Akt der Intimit?t, wenn sie es nicht als solchen betrachtete... was wirklich z?hlte, war, ob sie bereit war, Menarx¡¯ Vertrauen in sie zu akzeptieren. So sehr es sie auch verwirrte, zweifelte Neveah nicht im Geringsten daran, dass Menarx ihr vertraute, so viel hatte er bereits bewiesen. Menarx¡¯ Eifer, sie zu retten, und seine Entschlossenheit, Neveahs Leben zu sch¨¹tzen, waren eine Wertsch?tzung, von der Neveah nicht wusste, wie sie sich diese verdient hatte. "Rechtzeitig zur¨¹ckzukommen ist dringender." entschied Neveah und sch¨¹ttelte ihr Z?gern ab. Menarx nickte, als sich seine Gestalt direkt vor Neveahs Augen ver?nderte, die Muskeln vergr??erten sich und dehnten sich aus, bis der gewaltige rote Drache vor ihr stand. "Sich so zu verwandeln ... tut das nicht weh?" fragte Neveah, bevor sie es merkte. Menarx¡¯ rote Augen ruhten auf ihr, bevor er unter seinem Atem grunzte und seinen massigen Kopf leicht sch¨¹ttelte. "Nun... es ist eine Form, die du schon dein ganzes Lebenng hast, seit Jahrhunderten... es sollte inzwischen ganz nat¨¹rlich sein." murmelte Neveah nachdenklich. Neveah holte tief Luft, bevor sie zu Menarx hin¨¹berging und an seiner Seite stehen blieb, wo sie anfing, ¨¹ber ihre M?glichkeiten nachzudenken. Menarx war nicht so gro? wie Xenon, bisher war Xenon der gr??te Drache, den Neveah gesehen hatte. Das bedeutete jedoch nicht, dass Menarx¡¯ Drachengestalt klein war, ganz im Gegenteil. Menarx war mindestens dreimal so gro? wie Neveah in Wolfsgestalt, und Neveahs Wolfsgestalt war riesig. Sich das einzugestehen, hinterlie? einen bitteren Geschmack auf Neveahs Zunge, aber im Vergleich zu den Drachen konnte man Neveahs Gr??e als unbedeutend bezeichnen. Neveah war schon ein paar Mal auf Xenon geritten, aber selbst da war sie sich nicht sicher, wie man einen Drachen ohne Sattel richtig besteigt. Ein Pferd ohne Sattel zu reiten war kein Problem, aber ein Drache war etwas ganz anderes. Jeder Teil ihrer Gestalt schimmerte wie ein Edelstein, Neveah wusste nicht einmal, wo genau sie sich festhalten sollte. Nachdem sie ein paar Mal auf Xenon geritten war, hatte Neveah ihren eigenen Weg gefunden ... aber Menarx war nicht Xenon, sein K?rperbau war anders, eine t?dliche, unantastbare Sch?nheit von ganz eigener Art. Seine roten Schuppen sahen wirklich wie Rubine aus, Neveah vermutete, dass sie sogar weitaus wertvoller sein k?nnten als der eigentliche Edelstein selbst. "Deine Wunde, spiegelt sie sich nicht in deiner Drachengestalt wider?" fragte Neveah neugierig. Menarx grunzte erneut und bewegte seinen Fl¨¹gel leicht, um seinen Oberarm zu zeigen, an dem sich eine kleine Sch¨¹rfwunde befand, die leicht blutete. Neveah hob eine Hand zu einem Stachel, der aus Menarx¡¯ Fl¨¹gel ragte, hielt sich daran fest, setzte einen Fu? auf seinen Arm und klettertengsam zu seinem R¨¹cken hinauf, wobei sie darauf achtete, ihn nicht zu verletzen. "Ich bin nicht so zerbrechlich, wei?t du ... meine Schuppen werden nicht abrei?en und ich kann dein Gewicht kaum sp¨¹ren." Eine tiefe, grollende Stimme ert?nte in Neveahs Kopf. Neveah w?re beinahe wieder auf den Boden gest¨¹rzt, als sie vor Schreck aufschrie. "Wie kannst du in meinem Kopf sein?!" rief Neveah aus. "Weil wir in Kontakt sind." erwiderte Menarx in Neveahs Kopf. "Es gab so eine erstaunliche F?higkeit?!" fragte Neveah erstaunt. "Xenon kann mit seinem Verstand nicht kommunizieren, mit niemandem au?er unserem Lehnsherrn ... es ist eine F?higkeit, die er zusammen mit seiner Sprache verloren hat, als sein wilder Dunst begann." dachte Menarx zu Neveah und verstand ihre Frage. Menarx¡¯ Stimme in Neveahs Kopf war etwas anders als seine tats?chliche Stimme, sie ng animalischer und kehliger, war aber immer noch r und deutlich. Neveah vermutete, dass dies Menarx¡¯ Stimme in der Drachengestalt war, beeinflusst von seinen r?uberischen Eigenschaften in der Drachengestalt. Dieser Moment brachte jedoch eine Erinnerung in Neveahs Ged?chtnis zur¨¹ck, die sie vor diesem Moment v?llig vergessen hatte. Die Erinnerung an eine Stimme in ihrem Kopf, von der Neveah bis zu diesem Moment nicht sicher war, ob sie sie sich nur eingebildet hatte. "Ist das nur m?glich, wenn ich in Kontakt mit dem Drachen bin?" fragte Neveah, um sicherzugehen. Die Verwicklungen um die Drachen waren viel zu kompliziert, Neveah ubte nicht, dass sie ihre Wege jemals ganz verstehen w¨¹rde. "Ja, sonst h?ttest du mich schon vor diesem Moment in deinem Kopf geh?rt." erwiderte Menarx. Neveah runzelte leicht die Stirn, bevor sie mit den Schultern zuckte und den Rest des Weges nach oben ging, wo sie sich auf Menarx¡¯ R¨¹cken niederlie?. "Halt dich fest." sagte Menarx¡¯ Stimme in Neveahs Gedanken. "Kenne ich das nicht?" erwiderte Neveah und stie? einen tiefen Seufzer aus, w?hrend sie sich auf eine Reise vorbereitete, f¨¹r die sie ganz sicher nicht gemacht war. Mit einem Sprung spannte Menarx seine Fl¨¹gel weit auf, seine gro?e Spannweite warf einen dunklen Schatten ¨¹ber den Wald, als ein einziger Fl¨¹gelscg sie in die Luft brachte. Sie schwebten direkt ¨¹ber dem Wald, und Menarx gewann mit jedem Augenblick an H?he, bis sie knapp unter den Wolken flogen.  Chapter 151: Nichts geht über ein Monster (Kap.151)

Chapter 151: Nichts geht ¨¹ber ein Monster (Kap.151)

Eine kurze Zeit verging, und Neveah hatte sich an die gro?e H?he gew?hnt, der Wind k¨¹hlte auf ihrer Haut und Neveahs Augen wurden schwer. Ersch?pfung zerrte an ihren Muskeln, Neveah war sich nicht sicher, ob es geistige Ersch?pfung oder k?rperliche Ersch?pfung war, Vielleicht war es aber auch die Erleichterung dar¨¹ber, dass sie sicher zur¨¹ckkehren w¨¹rden und ihre Aufgabe erf¨¹llt war und ihr Leben nicht mehr in Gefahr schwebte. Was auch immer es war, ihre Augenlider sanken herab und ihre Sicht wurde unscharf. Es kostete sie viel M¨¹he, die Augen offen zu halten, Neveah blinzelte ihre M¨¹digkeit weg und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "K?mpf nicht dagegen an ... scf ein." Menarx¡¯ Stimme ert?nte in Neveahs Kopf. "Und in die unbekannten Tiefen hinabst¨¹rzen? Ich ube nicht." erwiderte Neveah mit groggy Stimme. "Du wirst nicht herunterfallen, Veah. Mit mir hier ... niemals." versicherte Menarx Neveah am¨¹siert. "Ich w¨¹rde dich ja gerne beim Wort nehmen, aber wenn ich jetzt einscfe und im Jenseits erwache... wie soll ich dich daf¨¹r verantwortlich machen?" Neveah spottete und sch¨¹ttelte den Kopf. "Veah... w?re es so schwer, wenn du mir einfach vertrauen w¨¹rdest?" dachte Menarx zu Neveah. Neveah runzelte leicht die Stirn, als sie ¨¹ber Menarx¡¯ Worte nachdachte. Vertrauen? Es war ein Wort, das Neveah schon so oft geh?rt hatte, doch sie konnte nicht behaupten, seine Bedeutung zu verstehen. Bei dem Leben, in das Neveah hineingeboren worden war, hatte sie nie den Luxus, jemandem zu vertrauen. Ein Leben, in dem sie immer ¨¹ber ihre Schulter blicken musste, in Angst vor dem einen oder anderen... denn das einzige, was alle gemeinsam hatten, war der Hass auf Neveah. Wo sollte sie da anfangen zu verstehen, was Vertrauen bedeutet? Und das eigene Leben in die H?nde eines anderen zu legen? "Wenn du etwas von mir vengst, Narx... dann solltest du mit etwas beginnen, das ich tats?chlich geben kann..." erwiderte Neveah m¨¹de. Neveah kam nicht dazu, mehr zu sagen, denn sie schlief gegen ihren Willen ein und legte ihren Kopf auf Menarx¡¯ Schuppen. "Veah?..." dachte Menarx zu Neveah, doch er bekam keine Antwort, seine gro?en roten Kugeln leuchteten, fast so hell wie seine Schuppen es immer taten. "Narx... das ist mein eigener Name. Doch wenn du ihn sagst, klingt er... anders..." dachte Menarx zu Neveah, w?hrend er seine Fl¨¹gel leicht kr¨¹mmte und seinen Flug stabilisierte. Auf diese Weise w¨¹rde die Sch?nheit, die auf seinem R¨¹cken schlief, nicht allzu sehr durchgesch¨¹ttelt werden, bis er zur Landung ansetzte. _______________ Xenon stand auf dem Balkon von Imagors Quartier und starrte auf den Hof hinunter. Er konnte die Ger?usche aus Imagors Quartier h?ren, als Everon sich zusammen mit anderen Heilern um Lady Kaliana k¨¹mmerte und die Reiterin auf die Geburt vorbereitete. Es war schon ein paar Stunden her, dass Xenon auf dem Balkon gestanden hatte, die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt und die Augen leicht zusammengekniffen. Eine Stunde... Zwei Stunden... Und dann drei... Xenon z?hlte genau die Stunden, in denen er Neveah nicht sehen konnte, er wusste nicht, dass ein Tag song sein konnte, und er dehnte sich mit jeder Stunde, die verging, noch weiter aus. Es w¨¹rde nicht mehrnge dauern, Xenon sp¨¹rte, wie seine Geduld am Ende war, bald w¨¹rde er sich auf die Suche nach Neveah machen. Xenon konnte ihre Sicherheit einfach niemandem anvertrauen, schon gar nicht seinen Br¨¹dern, die nicht wussten, wie kostbar Neveah war. Alles, woran sie denken konnten, war, sie in Gefahr zu bringen. Xenon wusste wirklich nicht, wie er sich mit diesen unvern¨¹nftigen Bestien verb¨¹nden konnte. W?hrenddessen stand K?nig Jian auf der h?chsten Ebene auf seinem eigenen Balkon und beobachtete Xenon. In letzter Zeit stellte K?nig Jian fest, dass er immer nur zusah... die Ver?nderungen um ihn herum beobachtete, die anscheinend nur er sehen konnte. "Wienge steht er schon da?" fragte K?nig Jian. Rodrick stand hinter K?nig Jian, den Kopf gesenkt und hob ihn erst auf K?nig Jians Frage hin. "Seit das M?dchen den Bergfried vessen hat." antwortete Rodrick K?nig Jian. "Ins Nichts zu starren wird den Tag nicht schneller vergehenssen... wei? er das nicht?" murmelte K?nig Jian vor sich hin. "Lord Xenon ist n¨¹chtern, ich ube, er ist sich dessen voll bewusst." erwiderte Rodrick z?gernd. "In der Tat, er ist n¨¹chtern ... und doch wartet er dort und macht sich Sorgen." "Es w¨¹rde meinem Herzen gut tun, wenn er so besorgt auf Narx warten w¨¹rde." erkl?rte K?nig Jian in seinem charakteristischen leeren Ton. K?nig Jian sch¨¹ttelte leicht den Kopf, er konnte Xenon einfach nicht mehr verstehen. "Lord Xenon sorgt sich um die Br¨¹der, deshalb hat er seine Einsamkeit ¨¹berhaupt erst vessen... Ich ube, mein Lehnsherr sollte nur an das denken." ¨¹berlegte Rodrick. "Ja... Ich wei? es besser, Xenons Sorgen liegen woanders. Es ist schon gut genug, dass er den Bergfried betreten hat." fuhr K?nig Jian mit einem Seufzer fort. Bevor noch etwas gesagt werden konnte, erblickten sie in der Ferne eine Silhouette, und K?nig Jian runzelte die Stirn. "Narx kehrt zur¨¹ck..." begann K?nig Jian, brach aber ab, als er bemerkte, wer auf dem R¨¹cken des roten Drachens sa?. Aus dieser Entfernung konnte K?nig Jian deutlich die goldenen Locken erkennen, die sich im Wind wiegten. "Xenon ist nicht der Einzige, der mir Sorgen macht..." murmelte K?nig Jian, als er einen Blick auf die Stelle warf, an der Xenon stand, um festzustellen, dass Xenon nicht mehr da war. K?nig Jians Blick wanderte zur Landettform auf der zweiten Ebene, wo Menarx seinen Abstieg machen w¨¹rde, und nat¨¹rlich stand Xenon jetzt dort. Menarxndete bald und es wurden keine Worte zwischen den beiden Drachen gewechselt, stattdessen bewegte sich Xenon vorw?rts und bahnte sich seinen Weg auf Menarx¡¯ R¨¹cken. K?nig Jian runzelte leicht die Stirn, als er sah, wie Xenon Neveah in seine Arme hob und sie auf Menarx¡¯ R¨¹cken hinuntertrug, erst dann nahm Menarx wieder seine menschliche Gestalt an. "Sie schl?ft... w?hrend meine beiden Br¨¹der gesch¨¹ttelt wurden, schl?ft das M?dchen..." dachte K?nig Jian bei sich und sch¨¹ttelte missmutig den Kopf. "Wo w¨¹rde er sie hinbringen? Vielleicht auf den Berg Edar?" fragte Rodrick, als Xenon mit Neveah in seinen Armen in den Bergfried zur¨¹ckkehrte. K?nig Jian antwortete nicht, er konnte auch nicht erraten, welche Gedanken Xenon im Kopf hatte. "ubt ihr, dass die Aufgabe erf¨¹llt wurde?" fragte Rodrick erneut. "H?tte sie sonst die n?tige Ruhe, um einzuscfen?" K?nig Jian antwortete mit einer eigenen Frage. "Das ist wahr." Rodrick nickte zustimmend. Da ert?nte ein Ger?usch aus K?nig Jians Quartier und unterbrach ihr Gespr?ch. K?nig Jian runzelte die Stirn und warf einen Blick auf Rodrick. "Ich war es nicht... Ich habe nach niemandem geschickt." verteidigte sich Rodrick schnell. K?nig Jian verlie? daraufhin den Balkon und ging zur¨¹ck in sein Quartier, wo er einen Anblick bot, der ihn v?llig verbl¨¹ffte. "Was ubst du, was du da tust?" vengte K?nig Jian, als Xenon in sein Zimmer trat und eine scfende Neveah in seinen Armen wiegte. Xenon antwortete nicht, sondern schritt in King Jians Zimmer, als geh?re ihm der Raum, ging zu King Jians Bett und warf dann einen Blick zur¨¹ck auf den verbl¨¹fften King Jian. "Ich denke, ich werde mich entschuldigen." Rodrick, der ebenfalls nicht verstand, was da vor sich ging, verbeugte sich schnell und eilte davon, bevor er zwischen die Fronten geriet. K?nig Jian stand noch immer in einiger Entfernung von seiner T¨¹r und wusste nicht, wie er darauf reagieren sollte, bis er die Forderung in Xenons Augen bemerkte. "Die Decke zur¨¹ckziehen? Warum sollte ich? Du kannst nicht einfach hier hereintzen und sie auf mein Bett legen! Nimm sie mit in dein eigenes Zimmer!" K?nig Jian zischte ver?rgert. "Krach..." Xenon erwiderte nichts sagend. "Ich will sie nicht hier haben!" stellte K?nig Jian r und ignorierte Xenons Stichelei. Xenon spottete leise vor sich hin, richtete Neveah so aus, dass sie an seiner Schulter ruhte, zog die Decke von K?nig Jians Bett zur¨¹ck und legte Neveah vorsichtig hin. Dann zog Xenon die Decke ¨¹ber sie, und K?nig Jian konnte sie nur mit offenem Mund anstarren. Xenon hob eine Hand, um Neveahs Haare aus dem Gesicht zu streichen, und gerade als er sich entfernen wollte, hielt Neveah sich an seinem Gewand fest, und Xenon bemerkte es erst, als er ein leichtes Ziehen sp¨¹rte. "Xenon..." rief Neveahs verscfene Stimme, ihre Augen tterten m¨¹de auf. "Hmm?" Xenon antwortete, als er sich umdrehte, um Neveahs Blick zu begegnen, und beobachtete, wie sich ein kleines L?cheln auf ihre Lippen legte. Xenon konnte sehen, dass Neveah kaum wach war, er bezweifelte, dass sie ¨¹berhaupt richtig sehen konnte, da ihre Augen hingen. "Heute ... habe ich ein Monster gesehen, mit scharfen Z?hnen und hervorquellenden Augen... es war schrecklich und hat auch furchtbar gestunken." murmelte Neveah m¨¹de. Xenon hob eine Augenbraue und warf einen Blick auf K?nig Jian, der die Szene vor seinen Augen in absoluter Stille beobachtete. "Dann ... dachte ich an dich, ich w¨¹nschte, du w?rst bei mir, um es auch zu sehen... um zu sehen, wie schrecklich und furchterregend ein wahres Monster ist." "Also verstehst du ganz genau... dass du nicht so bist... du bist schillernd und warm und du riechst nach Morgentau und Erde... wirklich angenehm..." Neveahs Hand l?ste sich von Xenons Gewand und ihre Augen fielen zu. "Also, wenn du das n?chste Mal Dinge sagst wie ... du bist b?se ... und ein Monster, werde ich dir den Mund mit einem schmutzigen Lappen stopfen." beendete Neveah schl?frig. Neveahs Atmung wurde wieder gleichm??ig, was darauf hindeutete, dass sie wieder eingescfen war, und Xenon blickte auf sie herab, mit einem z?rtlichen Blick in seinen Augen und einem seltenen L?cheln auf den Lippen. Chapter 152: Eine ausgel?ste Erinnerung (Kap.152)

Chapter 152: Eine ausgel?ste Erinnerung (Kap.152)

~~~~~~~~~~~ Xenon stieg die letzte Treppe zum Turm hinauf und ein kleines L?cheln legte sich auf seine Lippen, als er sie erblickte. Die Angst, die er versp¨¹rte, legte sich sofort, und er atmete tief durch. Einen Momentng hatte er sich Sorgen gemacht, aber dann stand sie da, ihre schwarzen Locken fielen ihr in Wellen ¨¹ber den R¨¹cken, und sie trug ein elegantes Kleid in einem uton, Obwohl die Dunkelheit den Himmel bedeckte und der Mond noch nicht aufgegangen war, konnte Xenon ihn selbst in der Finsternis noch gut sehen. Die Nachtsicht war nur einer der vielen Vorteile des Drachendaseins, und die Sch?nheit in der Dunkelheit deutlich sehen zu k?nnen, war nur eine unbedeutende Sache, doch sie zauberte ein L?cheln auf Xenons Lippen. Alles an ihr brachte Xenon zum L?cheln, sie war der Mittelpunkt seines Gl¨¹cks ... seine Welt, sein Ein und Alles. Xenon wusste, dass sie seine Gegenwart noch nicht sp¨¹rte, und so vengsamte er seine Schritte, bis er direkt hinter ihr war. Seine Arme legten sich von hinten um ihre Taille und zogen sie n?her an sich heran. Xenon vergrub seine Nase in ihrem Nacken und atmete ihren vertrauten Duft ein, der sein Herz erw?rmte und all seine Sorgen erleichterte. Indem er sie so hielt, verga? Xenon alle Sorgen seines turbulenten Fluges. Sie widersetzte sich Xenons Umarmung nicht, Xenon war ihr so vertraut wie sie ihm und sie lehnte sich instinktiv an ihn zur¨¹ck. "Da bist du ja... Ich habe ¨¹berall nach dir gesucht." fl¨¹sterte Xenon ihr mit ged?mpfter Stimme zu und dr¨¹ckte ihr einen Kuss auf den Hals. "Es war zum Ersticken, im zweiten Stockwerk eingesperrt zu sein, ich bin rausgekommen, um etwas Luft zu schnappen..." erwiderte sie in einem warmen Ton. "Nur daf¨¹r...?" fragte Xenon mit einem schmollenden Tonfall. "Und auch, um auf deine R¨¹ckkehr zu warten, du Dummkopf." f¨¹gte sie hinzu undchte leise auf Xenons Dr?ngen hin. Ihr Lachen, so warm wie es war, zauberte Xenon ein strahlendes L?cheln auf die Lippen. "Das h?ttest du vorher sagen sollen ... au?erdem, wenn du heute mit mir reiten w¨¹rdest, m¨¹sstest du mich nicht vermissen." Xenon wies darauf hin. "Ich habe nie gesagt, dass ich dich vermisse." Siechte auf. "Ich bin seit zwei Tagen weg, das brauchst du nicht zu sagen." Erwiderte Xenon s¨¹ffisant. "Dummerchen, seit wann bist du denn zur¨¹ck? Ich habe nach dir gesucht, aber deine Schuppen verschwinden perfekt in der Dunkelheit, ich habe dich trotzdem vermisst." Sagte sie mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Meine Schuppen sind eine perfekte Tarnung ... von den Bestien Asvars reitest du die einzige mit schwarzen Schuppen. Dein Drache ist einmalig." Xenon prahlte. "Mit seinen gro?en Z?hnen und den wulstigen Augen, meinst du?" Sie konterte. "Man hat mir gesagt, ich sei ein ziemlich h¨¹bscher Drache ... in beiden Formen. Das verletzt meine Gef¨¹hle." sagte Xenon in einem traurigen Tonfall. Sie warf ihm einen Blick ¨¹ber ihre Schulter zu, bevor sie den Kopf sch¨¹ttelte. "Ja, du bist schillernd und warm und du riechst nach Morgentau und Erde... neben anderen liebenswerten Eigenschaften. Du bist die Perfektion Xenons ... eine, die ich nicht verdient habe." Gab sie schlie?lich zu. Xenonchte leise und zog sie n?her zu sich heran. "Ich bin es, der gese wurde... diesen Segen werde ich f¨¹r immer festhalten... und niemals lossen." schwor Xenon in einem tiefen Ton. "Niemals lossen..." Sie stimmte mit einem L?cheln zu. ~~~~~~~~~~~ Xenons Augen tterten auf, ein schmerzhaftes Keuchen entwich ihm, als seine Hand zu seiner Brust hochschoss. Sein Herz f¨¹hlte sich eng und stickig an, als die Erinnerungen in seinem Kopf wieder auftauchten. Erinnerungen, an die er sich nur ungern erinnerte ... Erinnerungen, die er jahrzehntng versucht hatte zu vergessen. Doch all seine Bem¨¹hungen erwiesen sich als fruchtlos, diese Erinnerungen lebten direkt unter seinem Bewusstsein und kamen in jedem m?glichen Moment ans Licht. Sie ¨¹berfielen seinen Verstand bei jeder subtilen Erinnerung... so subtil, wie wenn er eine ?hnliche Aussage von einem anderen h?rte. "Xenon? Bist du in Ordnung?" Jians Stimme erng im Hintergrund, aber Xenon beachtete ihn nicht, Xenons Augen wanderten zum Bett, und f¨¹r einen Moment sah er ein vertrautes Gesicht mit schwarzem Haar, das ausgebreitet war ... das Gesicht von jemandem, den er so sehr geliebt und genauso sehr gehasst hatte. "Nein ... nein!" rief Xenon aus und taumelte r¨¹ckw?rts, w?hrend er entsetzt starrte. Jian, der durch Xenons pl?tzliches Erwachen von den Schriftrollen, an denen er arbeitete, abgelenkt war, sprang auf und eilte an Xenons Seite. Jian verfolgte Xenons Blick bis zum Bett, in dem Neveah schlief, und sah die Panik in Xenons Augen, eine Emotion, die nur einer in Xenon ausl?sen konnte... Jian verstand sofort. "Xenon, rei? dich zusammen. Sie ist es nicht... das ist Neveah, die du dort siehst... sie ist sie nicht," versicherte Jian und legte beide H?nde auf Xenons zitternde Schultern. Als die vorherrschende Erinnerung aus Xenons Geist versste, ver?nderte sich die Anssicht auf dem Bett vor ihm... es war nicht mehr die schwarzhaarige Sch?nheit dort, sondern Neveah mit den goldenen Locken. "Sie erinnert dich an sie, oder?", fragte Jian in leiser Stimme, als Xenons Atmen sichngsam beruhigte. Xenon antwortete nicht und Jian brauchte auch keine Antwort, er wusste schon mit Sicherheit, dass er Recht hatte. "Warum h?ltst du sie dann so nahe? Eine, die dasselbe Gef¨¹hl ausl?st, das dir einst so viel Schmerz bereitet hat?", fragte Jian mit einem Schmerz in der Stimme. Xenon sagte wieder nichts, stattdessen erhob er sich und ging hinaus auf Jians Balkon. Mit einem komplizierten Blick sah Jian dem schwarzen Drachen hinterher. Nachdem er Xenon einen Momentng hinterhergestarrt hatte, richtete sich Jians Blick auf Neveah. "Du siehst ihr ¨¹berhaupt nicht ?hnlich...und doch bringst du Erinnerungen an sie mit", murmelte Jian. Vielleicht war es nicht ihre Absicht, aber Jian konnte nur die Tatsache akzeptieren, dass seit Neveahs Ankunft im Drachenschloss zu viele Dinge sich ver?ndert hatten, und dass die meisten dieser Ver?nderungen schlussendlich nur Probleme mit sich bringen w¨¹rden. _______________ Ein leises St?hnen entwich Neveahs Lippen, als ihre Augen sich ?fen. Sie hielt eine Hand vor die Augen, um das grelle Licht abzuschirmen, und es dauerte einen Moment, bis sie sich daran gew?hnt hatte. Als sich ihre Augen an das Licht gew?hnt hatten, sah sie eine Decke, die sie noch nie zuvor gesehen hatte, nicht einmal im Drachenschloss, und ihre Augenbrauen zogen sich zusammen. "Hat Menarx mich fallenssen und ich bin gestorben?... Ist das das Jenseits?", murmelte Neveah verwirrt vor sich hin. Sie konnte sich allerdings sehr gut daran erinnern, wie es sich anf¨¹hlte zu sterben, und es war sicherlich nicht so wunderbar, dass man vor Energie strotzte. "Wenn du wach bist, dann geh", unterbrach eine vertraute kalte Stimme Neveahs Gedanken. Neveah schlug fast erschrocken die Augen auf, ihr Kopf ruckte fast schmerzhaft in ihrer Eile, zu best?tigen, wer genau zu ihr gesprochen hatte. Und wie Neveah es erwartet hatte, starrte ein ausdrucksloser Drachenk?nig sie von der anderen Seite des gro?en Raumes an. Sein Blick war kalt wie immer und seine Hand ruhte auf einer Schriftrolle, an der er zu arbeiten schien. "Was... was tust du hier?", stammelte Neveah ¨¹berrascht. "In meinen eigenen R?umen zu sein meinst du...?", fragte K?nig Jian zur¨¹ck und hob dabei eine Augenbraue. ¡¯Seinem Zimmer?!¡¯, schrie Neveah in Gedanken und Panik schoss durch ihren Kopf, w?hrend ihre H?nde schnell an ihren K?rper griffen. K?nig Jian starrte Neveah verwirrt an; erst als sie den Bettvorhang vorsichtig zur Seite schob und misstrauisch darunter blickte, begriff er. "Was hast du mit mir gemacht?", fragte Neveah misstrauisch; jedoch beruhigte sie sich, als sie sah, dass sie bis auf ihre Stiefel bekleidet war. "Was stellst du dir vor? Steh von meinem Bett auf und geh," murmelte K?nig Jian und widmete sich wieder seiner Schriftrolle. "Aufstehen und gehen?" Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. Ihr Gesichtsausdruck ver?nderte sich, als Jians Blick erneut auf ihrg. "Muss ich mich ein drittes Mal wiederholen?", fragte K?nig Jian mit gerunzelter Stirn. "Ich habe nicht darum gebeten, hierher gebracht zu werden, also fahr nicht mit mir herum. Ich bin diejenige, die man in einem Moment der Schw?che ausgenutzt hat", murrte Neveah und stand auf. Jians Blick verengte sich; Neveah hatte nicht gedacht, dass sein Blick noch k?lter werden k?nnte, doch bei ihrer Anschuldigung wurde er es. Neveah schluckte h?rbar, als sie schnell ihre Stiefel anzog und in Gedanken Xenon verfluchte, da sie sich an seine Anwesenheit in der vorherigen Nacht erinnerte. Dann stand Neveah auf und ging zur T¨¹r, bevor sie in ihrem Schritt innehielt. "Soll ich dich von meinem Balkon werfen?", fragte K?nig Jian mit dunkler Stimme. "Das w¨¹rde dir sicherlich viel Freude bereiten... du liegst mir seit Ewigkeiten in den Ohren, was gibt es Neues?", gab Neveah sp?ttisch zur¨¹ck. "Ich wollte nur sicher gehen... dass du dein Versprechen nicht vergessen hast", erinnerte Neveah. K?nig Jian richtete den Blick wieder auf seine Schriftrolle. "Wenn Kalia wieder gesund ist... wirst du deinen Wunsch erf¨¹llt bekommen", sagte K?nig Jian in einem abweisenden Ton. "Egal, was ich von dir venge... du musst es erf¨¹llen. Vergiss das nicht", stellte Neveah r, bevor sie sich umdrehte und hinausging. Chapter 153: Pin Drop Silence (Kap.153)

Chapter 153: Pin Drop Silence (Kap.153)

"Aaaaaaaaaaaaahhhhhh!!!!!!!" Ein schmerzerf¨¹llter Schrei hallte durch die G?nge der zweiten Ebene und brachte die sonst so ruhige Atmosph?re v?llig aus dem Gleichgewicht. Im gesamten Bergfried herrschte Totenstille, kein Laut war von allen Ebenen zu h?ren, denn Drachen, Reiter und Bergfriedbewohner blieben in ihren Quartieren und warteten auf Nachricht aus der zweiten Ebene. Die Drachenw?chter waren in h?chster rmbereitschaft, da der Bergfried von drei Schutzzonen umgeben war und jeder Weg, der zur zweiten Ebene f¨¹hrte, streng bewacht wurde. Am Mittag dieses Tages hatte sich im Bergfried die Nachricht verbreitet, dass die Reiterin von Lord Imagor von argentinischen Schuppen die Geburtswehen begonnen hatte. Dies war eine kritische Geburt, das Schicksal von Lady Kaliana konnte nicht bestimmt werden, die Drachen und die k?niglichen Heiler hatten alles getan, was sie konnten, Lady Kalianas Schicksal wurde nun dem Sch?pfer ¨¹bessen. "Aaaaaaaaaaaaahhhhh!!!!" Der herzzerrei?ende Schmerzensschrei hallte erneut wider und beunruhigte die Herzen aller, die ihn h?ren konnten. "Sagt mir nur jemand, dass es richtig l?uft..." kr?chzte Lord Imagor, der im Flur an der Wand lehnte und den Kopf in die Hand gest¨¹tzt hatte. Die Lords Kirgan, Cassian, Menarx und K?nig Jian waren alle anwesend, um ihrem Bruder die n?tige Unterst¨¹tzung zukommen zussen, nur Lord Xenon selbst war nicht anwesend, Niemand hatte wirklich erwartet, dass er anwesend sein w¨¹rde, und der pechschwarze Mantel, der ¨¹ber Lord Imagors Schultern drapiert war, verriet, dass Lord Xenon etwas zur¨¹ckgssen hatte, das ihm die Kraft geben w¨¹rde, die er nicht pers?nlich anbieten konnte. "Imagor ... sei unbesorgt, keine Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten." versicherte Cassian, obwohl sich seine Augen vor Sorge verengten und seine H?nde zu F?usten an den Seiten geballt waren. "Ich will nur... bei der Waage! Ich brauche sie einfach in Sicherheit, ich wei? nicht, was ich sonst tun w¨¹rde..." murmelte Lord Imagor, w?hrend er darum k?mpfte, seine Ruhe zu bewahren. "Everon hat geschworen, dass Kalia in Sicherheit sein wird, er wird alles tun, was m?glich ist und auch, was nicht m?glich ist." erinnerte Menarx mit einem Seufzer. Es war ein seltener Anblick f¨¹r die Br¨¹der, einen von ihnen in solch einem Zustand zu sehen, denn als Anf¨¹hrer und Besch¨¹tzer der Asvarian-Hochburg konnten sie sich niemals Schw?che leisten. Es war ihre Aufgabe, in jeder Situation stark und ruhig zu sein, doch es gab Situationen wie diese, in denen Ruhe unm?glich war. "Eine Geburt ist ein Besuch an den Pforten der H?lle, das habe ich schon oft geh?rt, aber erst jetzt sehe ich die Wahrheit darin..." "Dass meine Kalia so gro?e Schmerzen hat, ist meine Schuld." Lord Imagor atmete aus, seine Stimme schmerzte, w?hrend seine Hand seine umgekehrte Waage direkt ¨¹ber seinem Herzen ummmerte. "Ich sp¨¹re ihren Schmerz, ihre Angst, ihre Ersch?pfung ... alles. Ich m?chte ihr das alles nehmen... Ich sollte derjenige sein, der leidet, ich sollte derjenige sein, der ihr den Schmerz nimmt..." fuhr Lord Imagor fort. W?re er in der Gegenwart von jemand anderem gewesen, h?tte Lord Imagor vielleicht den Anschein von St?rke aufrechterhalten, aber um ihn herum waren seine Br¨¹der, denen er sein Leben anvertraute. F¨¹rst Imagor wusste, dass er vor ihnen nur deshalb schwach sein konnte, weil sie f¨¹r ihn stark sein w¨¹rden, weil sie ihn im Zaum halten und ihn wieder zusammensetzen w¨¹rden, selbst wenn er zusammenbrach. "Du wirst deinen Sohn halten, Imagor. Du wirst ihn mit Kalia aufziehen, und ich werde ihm bei seiner Geburt als meinem ersten Neffen einen k?niglichen Namen geben." "Du solltest wissen, dass ein K?nig nur die Wahrheit spricht." sagte K?nig Jian von dort aus, wo er stand, die Arme hinter seinem R¨¹cken verschr?nkt. K?nig Jians Gesichtsausdruck war v?llig ruhig, es schien, als seien er und Lord Menarx die einzigen unter den Br¨¹dern, die nicht ersch¨¹ttert waren. Vielleicht aus unterschiedlichen Gr¨¹nden, vielleicht aber auch aus denselben... man konnte nicht sagen, welche Gedanken dem Drachenk?nig durch den Kopf gingen, Aber was Lord Menarx¡¯ Gedanken und Zuversicht betraf, so wurden sie deutlich, als sich die T¨¹ren ?fen und Neveah mit einer Schale blutigen Wassers herauskam. "Wie geht es ihr?! Wie geht es ihr?!" Lord Imagor ergriff als erster das Wort und konnte sich nicht mehr zur¨¹ckhalten. Die Drachenf¨¹rsten hatten keine Neuigkeiten mehr, seit Lord Everon sie aus Lord Imagors Quartier verwiesen und nur einer Gruppe von Heilerinnen, Dienern und Neveah Zutritt gew?hrt hatte. Die Drachenf¨¹rsten und Neveah selbst hatten nicht damit gerec, dass Lord Everon Neveahs Anwesenheit w?hrend des Geburtsvorgangs vengen w¨¹rde, aber niemand protestierte, denn alles, was z?hlte, war die Gew?hrleistung von Lady Kalianas Sicherheit. Neveah war nicht ¨¹berrascht, dass sich die k?nigliche Wache und sogar der Drachenk?nig in der Halle versammelt hatten, und sie ging an ihnen vorbei, um das Wasser in ein Fass zu sch¨¹tten. Neveah sch¨¹rzte leicht die Lippen, sie konnte keine versichernden Worte finden, die Geburt des Kindes war immer noch ein Kampf und Neveah wusste, dass es ein schwieriger Prozess sein w¨¹rde. Lady Kaliana hatte viel Kraft und vor allem viel Blut verloren, w?hrend man versuchte, die fr¨¹hen Wehen zu verhindern. Letztendlich war das, was f¨¹r die Geburt gebraucht werden w¨¹rde, Lady Kalianas letzte Kraftreserve. Ob das ausreichen w¨¹rde, konnte Neveah nicht sagen, aber sie war bereit, alles zu tun, um Lady Kaliana zu retten. Neveah antwortete nicht auf Lord Imagors Frage, sie wollte gerade wieder aufbrechen, als Menarx ihren Arm ergriff. Neveah runzelte leicht die Stirn, warf einen Blick auf Menarx und dann hinunter zu seiner Hand. "Imagor ... er muss etwas wissen ... irgendetwas." beschwichtigte Menarx; Neveah konnte ihre Angst verstehen, aber sie wusste nicht, was man in einer solchen Situation sagen sollte. Sie selbst hatte immer noch M¨¹he, ihre Ruhe zu bewahren, w?hrend sie Lady Kalianas Schmerzen beobachtete, auch wenn Neveah die Reiterin kaum kannte. Neveah holte tief Luft und wandte sich an Lord Imagor. "Eure Reiterin ist schwach, mein Herr. Sie hat in den letzten Tagen zu viel Blut verloren und auch ihre Kr?fte ersch?pft, so dass uns kaum noch etwas bleibt, womit wir arbeiten k?nnen..." begann Neveah und sah die Verzweiflung in Lord Imagors Augen. "Ihr G?tter, nein!" rief Lord Imagor aus, und seine Augen fielen zu. Esg nicht in Neveahs Absicht, einen bereits am Boden zerst?rten Lord Imagor zu demoralisieren, deshalb h?tte sie lieber nichts gesagt. Aber da sie darauf bestanden, etwas zu erfahren, w¨¹rde Neveah einen objektiven Bericht abgeben. Au?erdem hatte Neveah etwas auf dem Herzen gehabt, das sie erw?gt hatte, zu erw?hnen oder nicht, aber zu diesem Zeitpunkt war es das Beste, alles zu sagen und zu erledigen. "Du willst damit sagen ..." begann Menarx, aber Neveah unterbrach ihn. "Ich habe noch nie ein so starkes und eigensinniges Tier gesehen wie deine Reiterin. Sie ist kaum bei Bewusstsein, aber sie h?lt sich fest..." fuhr Neveah fort, Neveah hielt einen Moment inne, bevor sie weitersprach. "Ich bin gekommen, um ihr das letzte Mittel zu bringen und die letzte M?glichkeit, sie zu retten." sagte Neveah. "Was? Was brauchst du?" fragte Lord Imagor ohne zu z?gern und seine Augen leuchteten auf. "Du... Ich m?chte, dass Sie da reingehen und ihre Hand halten, ihr sagen, dass Sie sie nicht verlieren k?nnen. Sagen Sie ihr, wie das Leben ohne sie w?re ... sagen Sie ihr, wie sehr Sie sie lieben ..." sagte Neveah, Nachdem sie viele M?glichkeiten in Betracht gezogen hatte, entschied sich Neveah f¨¹r diesen letzten Ausweg. Wenn das Band zwischen Drache und Reiter so etwas wie ein Paarungsband war, dann war Neveah sicher, dass die einzige Stimme, auf die Lady Kaliana in diesem Moment h?ren w¨¹rde, die von Lord Imagor war. Snge Lady Kaliana bei Bewusstsein bleiben konnte, bis das Kind geboren war, w¨¹rde es Mutter und Kind gut gehen, aber das war schwer zu erwarten, wenn Lady Kaliana bereits so viel Blut verloren hatte. Schlie?lich war Lady Kaliana nur ein Mensch, und songe durchzuhalten war schon eine au?ergew?hnliche Leistung. Wenn sie in die Bewusstlosigkeit abrutschte ... dann w¨¹rde alles vorbei sein. "Wenn ihre Kr?fte schwinden, wird sie sie von dem beziehen, den sie am meisten sch?tzt, und das seid Ihr, Lord Imagor." "Lord Everon macht sich Sorgen, dass Ihr den Anblick Eures Reiters in Schmerzen nicht ertragen k?nnt, deshalb l?sst er Euch hier drau?en warten... aber ich denke da anders." murmelte Neveah, Neveah hatte Lord Everon nicht vorher um Eubnis gefragt, weshalb sie z?gerte, etwas zu sagen, aber Neveah schluckte ihr Z?gern hinunter. Es war das, was Neveah zu diesem Zeitpunkt f¨¹r richtig hielt, und so folgte sie ihrem Instinkt. "Deine Reiterin ist schwach, ich brauche dich, um sie zu st?rken ... um ihre St?rke und die deines Kindes zu sein. Du kannst stark sein und dich zusammenrei?en... oder du kannst schwach sein und weinen," "Aber was auch immer du tun wirst, tu es an ihrer Seite... damit sie dich h?rt und wei?, dass du da bist." beendete Neveah ihre Worte. Die Drachenf¨¹rsten starrten Neveah schweigend an, aber sie k¨¹mmerte sich nicht um ihre Blicke. Neveah hatte alles getan, was menschlich m?glich war, dies war der letzte Ausweg. Neveah warf den Kopf zur¨¹ck und blinzelte die Tr?nen zur¨¹ck, die sich in ihren Augen sammelten, bevor sie Menarx¡¯ Hand abstreifte und zur¨¹ck in Lord Imagors Quartier ging. Alles, was gesagt werden musste, war gesagt worden, alles, was getan werden musste, war getan worden ... Lady Kalianas Leben und Neveahs Schicksal, dasg nun in den H?nden der Vorsehung. Chapter 154: Warten (Kap.154)

Chapter 154: Warten (Kap.154)

Die Sonne war gerade hinter dem Horizont untergegangen, als Neveah auf den Balkon von Lord Imagors Quartier trat und einen tiefen Atemzug ausstie?, von dem sie nicht wusste, dass sie ihn hielt. Sie konnte kaum etwas sehen, da sie so hoch oben waren, aber das Gef¨¹hl der kalten Brise, die ¨¹ber ihre Haut strich, beruhigte sie auf eine Weise, wie es nichts anderes tun konnte. Neveah starrte auf ihre H?nde hinunter und stellte fest, dass sie zitterten, ihre Brust f¨¹hlte sich stickig und eng an, all der Druck und die Angst, zu denen sie in den letzten Tagen gezwungen gewesen war, hatten ihren Tribut gefordert. Der Anblick ihrer zitternden H?nde beunruhigte Neveah und sie ballte sie zu einer festen Faust, um das Zittern zu beruhigen. Nicht einmal, als Neveah zur¨¹ck im Eclipse Pce war, f¨¹hlte sie sich von irgendetwas so ersch¨¹ttert, Neveahs Leben war immer in Gefahr, das war nichts Neues. Aber dieses Mal hatte Neveah es wirklich an sich heran gssen, und sie konnte nicht einmal sagen, warum. Vielleicht war es die Last, das Leben von Mutter und Kind zu schultern und nicht nur ihr eigenes Leben allein, Zu wissen, dass ihr Tod direkt mit dem Tod eines anderen verbunden sein w¨¹rde, nicht nur eines, sondern von zwei... "Dass du dir immer noch den Luxus leisten kannst, dir Sorgen um andere zu machen?" murmelte Neveah zu sich selbst und sch¨¹ttelte den Kopf. Es war das zweite Mal, dass Neveah einer Geburt beiwohnte, und trotz ihrer eigenen Situation war sie sehr erleichtert. "Das hast du gut gemacht." Menarx¡¯ Stimme durchbrach Neveahs Gedanken und Neveah blickte ¨¹ber ihre Schulter zu ihm. "Lord Everon sagt, es wird gut gehen?" Neveah fragtengsam, sie hatte nicht gewartet, um Lord Everons Diagnose zu h?ren, bevor sie nach drau?en eilte, um Luft zu schnappen. "Der F?tus wird zu seiner eigenen Zeit schl¨¹pfen, aber er lebt ... ebenso wie Kalia." teilte Menarx mit. Neveah nicktengsam, sie wusste bereits, dass es Mutter und Kind gut gehen w¨¹rde, aber es war dennoch beruhigend, es von einem anderen zu h?ren. "Ihr werdet jetzt in Sicherheit sein, ihr solltet in euer Quartier zur¨¹ckkehren und euch ausruhen." sagte Menarx zu Neveah. "Sicher..." murmelte Neveah, das Wort f¨¹hlte sich fremd auf ihrer Zunge an. "Ich werde dich in dein Quartier begleiten." bot Menarx an. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, als sie von der Reling zur¨¹cktrat. "Ich kenne meinen Weg zur¨¹ck... Ich werde selbst gehen." Neveah lehnte ab, als sie an Menarx vorbeiging und sich auf den Weg zu Lord Imagors Quartier machte. K?nig Jian und der Rest der k?niglichen Garde waren immer noch anwesend, sie waren nach Lady Kalianas erfolgreicher Entbindung hereingekommen. Sie waren in ein Gespr?ch mit Lord Everon vertieft und nahmen kaum Notiz von Neveahs Anwesenheit, F¨¹r Neveah war das kein Problem, denn sie machte sich ohne Unterbrechung auf den Weg nach drau?en. Die Tatsache, dass niemand versuchte, sie aufzuhalten, war gut genug f¨¹r Neveah, denn in den letzten Tagen war es ihr nicht eubt, sich allein im Bergfried zu bewegen. Neveahs Kopf war mit Gedanken besch?ftigt, und sie achtete nicht besonders darauf, als sie den aufsteigenden Raum betrat, Erst als er zum Stillstand kam, bemerkte Neveah, dass sie sich nicht auf der vierten Ebene befand, sondern ganz nach unten ins Erdgeschoss gegangen war. Neveah stie? einen Seufzer aus, sie war wohl noch nicht bereit, in ein normales Leben zur¨¹ckzukehren, und als sie aus dem aufsteigenden Raum trat, schaute sie sich einen Momentng im Erdgeschoss um, Sie war nicht einmal ¨¹berrascht, als sie die gesch?ftige Atmosph?re sah, in der sich die Bediensteten bewegten und aufgeregt uderten. Die Nachricht von Lady Kalianas Geburt hatte sich bereits herumgesprochen, sie war es wert, gefeiert zu werden, und es herrschte eine seltene festliche Stimmung, die so ganz anders war als die ¨¹bliche d¨¹stere Atmosph?re im Bergfried. Nat¨¹rlich erregte Neveahs Anwesenheit gro?e Aufmerksamkeit. Als sie durch den Saal schritt, folgten ihr wie immer viele Augen. Neveah fragte sich, ob es so ein Schock war, dass sie ein paar Tage, nachdem sie vor eben diesen Augen in silbernen Ketten gedem¨¹tigt worden war, frei herumlief. Sie sch?tzte, dass ihr ¨¹berleben f¨¹r viele eine Entt?uschung sein w¨¹rde, denn es schien ein ziemlicher Spa? gewesen zu sein, als Neveah zum Tode verurteilt war. Es war schon kurz nach Sonnenuntergang, und da sie sich bereits im Hof befand, ging Neveah einfach weiter und lie? sich von ihren F¨¹?en den einzigen Weg durch den Bergfried zeigen, den sie kannte. Bald erreichte Neveah die wackelige Br¨¹cke und blickte zur ?ffnung der H?hle hinauf. Seit Neveah im Quartier des Drachenk?nigs aufgewacht war, hatte sie Xenon nicht mehr gesehen, und Neveah fragte sich, was er wohl vorhatte. Was auch immer es war, Neveah wollte Xenon die guten Neuigkeiten selbst mitteilen ... sie wollte ihn wissenssen, dass es seinem Neffen gut ging und auch Neveah selbst wouf sein w¨¹rde. Am Ende der Br¨¹cke, wo sie immer stand, wartete Neveah. Wann immer Neveah hierher kam, stand Xenon auf der anderen Seite der Br¨¹cke und wartete auf ihre Ankunft. An jedem einzelnen Tag, seit sie seine Dienerin geworden war, ob in der Morgend?mmerung, am Mittag oder in der Abendd?mmerung, fand Neveah ihn hier, wann immer sie herauskam. Heute aber war Xenon nirgends zu sehen. Neveah vermutete, dass sie unerwartet gekommen war, und sie war bereit, dieses Mal zu warten. Aber es verging eine kurze Zeit und es gab keine Anzeichen von Bewegung in der H?hle, Xenon tauchte auch nicht auf und Neveahs Brauen zogen sich leicht zusammen. ubst du, dass etwas passiert ist, w?hrend wir gescfen haben? dachte Neveahs Wolf bei sich. "Ich wei? es nicht. Vielleicht hat er uns noch nicht erwartet und wei? deshalb nicht, dass wir hier sind." dachte Neveah zu ihrer W?lfin zur¨¹ck. Dann blickte Neveah unsicher auf die Br¨¹cke hinunter, es war eine andere Gewissheit, wenn Xenon auf der anderen Seite wartete ... aber wenn Neveah die Br¨¹cke allein ¨¹berqueren musste, l?ste das Unbehagen in ihr aus. "Nun, wir sind schon da." murmelte Neveah zu sich selbst, sie holte tief Luft und zwang sich, einen Fu? vor den anderen zu setzen, um ¨¹ber die Br¨¹cke zu gehen. Chapter 155: Jenseits der inneren H?hle (Kap.155)

Chapter 155: Jenseits der inneren H?hle (Kap.155)

"Xenon?" rief Neveah, als sie nach einem t¨¹ckischen Aufstieg den steilen Berg hinauf in die H?hle trat. Die ganze Zeit ¨¹ber, als Xenon den Berg erklommen hatte, w?hrend Neveah sich an ihn mmerte, hatte der schwarze Drache es so leicht erscheinenssen. Aber nach ein paar Ausrutschern, die Neveah beinahe in die Tiefe st¨¹rzen lie?en, hatte sie begriffen, dass nichts so einfach war, wie es aussah. Jetzt war Neveah endlich in der H?hle angekommen. Sie schaute sich in der weiten ?u?eren H?hle um, Alles war noch genau so, wie Neveah es in Erinnerung hatte, als sie das letzte Mal hier war, Der Stapel Pelze... Neveahs Geschichtsb¨¹cher, die sich an der Seite stapelten, und sogar die eingefallene Wand, in die Xenon von K?nig Jian geschleudert worden war - alles war noch genauso wie damals. Xenon hatte nichts umger?umt, und Neveah vermutete, dass er weder die Zeit noch die Mu?e dazu hatte, nicht, wenn er die letzten Tage damit verbracht hatte, sich um sie zu sorgen. "Er ist eine seltene Seele..." murmelte Neveah zu sich selbst, ein kleines L?cheln legte sich auf ihre Lippen. Neveah ging tiefer in die H?hle hinein, Xenon war nicht in Sicht, aber Neveah wusste, dass er in der N?he war, sie konnte seinen Geruch von dort, wo sie stand, wahrnehmen. "Xenon?" rief Neveah erneut. Wieder gab es keine Antwort, und Neveahs Brauen zogen sich besorgt zusammen. Xenon h?tte ihre Anwesenheit mit Sicherheit gesp¨¹rt, ganz gleich, wo er sich befand, und doch war er nicht herausgekommen, das war untypisch f¨¹r ihn. Neveah erwog, sich zu verabschieden und zu einem sp?teren Zeitpunkt zur¨¹ckzukehren, aber nach diesem t¨¹ckischen Aufstieg hielt sie es f¨¹r dumm, zu gehen, ohne zu sehen, wegen wem sie gekommen war. Neveahs Blick fiel auf den Eingang zur inneren H?hle, sie war noch nie dort gewesen, und es gab auch keinen Grund daf¨¹r, denn Xenon holte alles, was sie brauchte, bevor Neveah auch nur daran denken konnte zu fragen. Neveah sch¨¹rzte leicht die Lippen und dachte einen Moment nach, bevor sie sich auf den Weg zur inneren H?hle machte. "Xenon? Ich bin¡¯s, Veah..." rief Neveah. Sie wartete noch einen Moment auf eine Antwort, und als diese ausblieb, wagte sich Neveah in den Tunnel, der zur inneren H?hle f¨¹hrte. Der Tunnel war dunkel, die einzigen Lichtstrahlen, die hereindrangen, kamen aus der ?u?eren H?hle, und je tiefer Neveah in den Tunnel ging, desto schw?cher wurde das Licht, und bald war Neveah in stockdunkler Umgebung. Neveahs Augen gew?hnten sich schnell an die Dunkelheit, bis sie nicht mehr weit vor sich ein Licht wahrnahm und bald in eine andere H?hle eintrat. Diese H?hle war viel kleiner als Xenons ?u?ere H?hle, es gab viele Regale, die ordentlich in der H?hle angeor waren, und Neveah war ¨¹berrascht, dass es einen solchen Ort in Xenons H?hle gab. Neveah sah sich kurz um, in den Regalengen viele Schriftrollen, und es gab auch eine ganze Reihe von B¨¹chern. "Ah... ich sehe, da war jemand mal ein B¨¹cherwurm..." murmelte Neveah zu sich selbst, ihre Lippen zuckten leicht. Als Neveah weiterging, achtete sie nicht auf ihren Weg und trat gegen einen Gegenstand, der ihr im Wegg, was ihre Aufmerksamkeit auf eine zusammengerollte Schriftrolle auf dem Boden lenkte. Neveahs Stirn kr?uselte sich neugierig, als sie sich umsah und feststellte, dass alles andere an seinem tz war, nur die Schriftrolle selbst nicht. Neveah beugte sich hinunter und hob sie auf. Die Schriftrolle entfaltete sich, bevor Neveah sie festhalten konnte, und enth¨¹llte ein wundersch?nes Gem?lde einer schwarzhaarigen Frau mit babyuen Augen und einem strahlenden L?cheln. Einen Momentng starrte Neveah mit gro?en Augen auf das Gem?lde, so sehr war sie beeindruckt, wie realistisch das Bild wirkte, dass es schien, als ob die schwarzhaarige Frau Neveah zur¨¹ckstarrte. Neveah blinzelte, v?llig verbl¨¹fft von dem Gem?lde, bevor sie ihre ¨¹berraschung absch¨¹ttelte. "Ein so wertvolles Gem?lde, er sollte es nicht so achtlos herumliegenssen. Es w?re ruiniert, wenn ich darauf trete." murmelte Neveah zu sich selbst und sch¨¹ttelte den Kopf ¨¹ber Xenons Unachtsamkeit. Neveah dachte nicht daran, sich zu fragen, wer die Frau auf dem Gem?lde war, die Frau war sch?n, eine warme Art von Sch?nheit, die eher beruhigend als auff?llig war. Abgesehen von den schwarzen Haaren gab es keine Gemeinsamkeiten zwischen Xenon und der Frau, aber das war es auch schon und Neveah machte sich nicht die M¨¹he, irgendwelche Vermutungen anzustellen. Als Neveah sich aufrichtete und ¨¹berlegte, wo sie das Bild hinstellen sollte, schaute sie sich in den Regalen um, bevor sie leicht den Kopf sch¨¹ttelte. "Es sollte eine Ordnung geben, ich werde ihn einfach bitten, es wieder an seinen tz zu stellen, wenn ich ihn sehe." beschloss Neveah, w?hrend sie weiterging und sich ihren Weg durch die innere H?hle zum Ausgang auf der anderen Seite bahnte. Neveah trat aus der H?hle in ein windiges Gel?nde und ihre Augen weiteten sich leicht, als sie erkannte, dass dies ein v?llig anderer Teil des Berges Edar war, den sie noch nie zuvor gesehen hatte. Neveah hatte nicht die Zeit, die atemberaubende Aussicht von so hoch oben zu genie?en, Ein kaum h?rbares Knurren drang an Neveahs Ohren und sie drehte sich sofort in die Richtung, Neveah hatte Xenons Knurren schon so oft geh?rt, dass sie es jetzt leicht erkennen konnte. "Xenon?" rief Neveah und ging in den lichten Wald, der sich in einiger Entfernung vom H?hlenausgang befand. Neveah wagte sich in den Wald und schaute sich um, sie war dankbar, dass es noch nicht ganz dunkel war, nur so konnte sie es wagen, sich in diesem steilen Gebirge zurechtzufinden. Neveah verfolgte Xenons Geruch und folgte ihm genau in die Richtung, aus der das Knurren gekommen war. Xenons Duftspur f¨¹hrte Neveah ein gutes St¨¹ck von der H?hle weg und f¨¹hrte sie tiefer in den Wald hinein, bis sie zu einer Lichtung kam. Dort auf der Lichtung kniete Xenon neben einem Felsen, die Hand wie zur Unterst¨¹tzung darauf gest¨¹tzt, mit dem R¨¹cken zu Neveah, und sein Gewand war hinter ihm ausgebreitet. Neveah atmete erleichtert auf, als sie Xenon erblickte, und machte sich schnell auf den Weg zu ihm, Auf halbem Weg zu Xenon grollte ein warnendes Knurren aus ihm heraus, ein Knurren, das Neveah in ihrem Schritt innehalten lie?. Chapter 156: Das B?se im Inneren (Kap.156)

Chapter 156: Das B?se im Inneren (Kap.156)

Ein leises Knurren entkam Xenon gegen seinen Willen, als er auf unsicheren F¨¹?en in seine H?hle taumelte, Er st¨¹tzte sich mit einer Hand an der Wand ab, um sich abzust¨¹tzen, als ein stechender Schmerz durch seinen Sch?del fuhr und einutes Klingeln in seinen Ohren widerhallte. Xenons Augen waren weit aufgerissen und benommen, seine Pupillen huschten hin und her, unf?hig, sich auf etwas Bestimmtes zu konzentrieren, und sein Atem war schwer und hallte durch die H?hle. Da war er wieder... dieser Wahnsinn, der ihn in den unerwartetsten Momenten ¨¹berkam, diese unkontrollierbare Wut und Blutlust, die von seinem Geist Besitz ergriff. Dieser b?sartige Fluch, der ihn jahrzehntng gegt hatte, auferlegt von der einen Person, die ihn am meisten sch?tzen sollte. Es hatte nur einer Erinnerung bedurft... nur einer Erinnerung an sie, um die Dunkelheit, das B?se, das in ihmuerte, auszul?sen... das B?se, dem er niemals entkommen konnte. Wie ein Virus breitete es sich in dem Moment, in dem es ausgel?st wurde, aus...ngsam und unertr?glich schmerzhaft, aber stetig und sicher, und Xenon konnte es bis in die Knochen sp¨¹ren. Der wilde Dunst war im Anmarsch... Xenon konnte es sp¨¹ren, er konnte es daran erkennen, wie seine Kehle juckte, ein trockenes und kratzendes Gef¨¹hl, begleitet von einem wachsenden Durst, Xenon sp¨¹rte, wie seine Schuppen aus der Haut wuchsen und eine Seite seines Halses und sogar sein Kinn bedeckten. Sein Zahnfleisch schmerzte f¨¹rchterlich, als sich seine Eckz?hne verl?ngerten, viel gr??er und sch?rfer, als es in menschlicher Form m?glich war, Sie bohrten sich in seine Unterlippe und zogen Blut, das an den Seiten seiner Lippen herunterlief. Xenon konnte das Ger?usch seiner Krallen h?ren, die an der Wand kratzten, wo er sein Gewicht hielt, Seine Ohren zuckten, die unbedeutendsten Ger?usche wie der wehende Wind und die fernen Schreie der Tiere, die auf dem Berg Edaruerten, halltenut zu ihm und durchdrangen schmerzhaft seine empfindlichen Ohren. Ein Atemzug... zwei Atemz¨¹ge, und dann drei... Xenon atmete tief ein und hielt den Atem an, bevor erngsam ausatmete, in dem verzweifelten Versuch, sich zu beruhigen und den wilden Dunst zu stoppen. Ihn zu stoppen, bevor er ihn v?llig in Bescg nahm, aber wann waren seine Bem¨¹hungen jemals erfolgreich gewesen? W?hrend seine Sinne sch?rfer wurden, vernebelten sich Xenons Verstand und seine Gedanken und wurden v?llig verworren. Xenon konnte nicht mehr r denken, er konnte an nichts anderes mehr denken als an seine Verzweiflung, dem zu entkommen, was kommen w¨¹rde. Xenon taumelte vorw?rts und ging auf wackligen F¨¹?en tiefer in seine H?hle hinein, bis er die innere H?hle erreichte. W?hrend er sich bewegte, schlug er eine Richtung ein, die er bei rem Verstand niemals eingescgen h?tte, und holte eine Schriftrolle hervor, die l?ngst entsorgt und vergessen sein sollte. Jahrzehnte waren vergangen, doch selbst nach ihrem Tod konnte sich Xenon nicht vollst?ndig von der Wirkung befreien, die sie auf ihn hintessen hatte. Sie hatte ihn zu dem gemacht... zu einem Monster, das in seinem Zustand des Wahnsinns nur eine einzige Existenz anerkennen w¨¹rde... die ihre. Ein weiteres leises Knurren drang aus Xenon, als er die Schriftrolle beiseite warf und dem Drang widerstand, sie zu ?ffnen ... ein Blick darauf w¨¹rde alles nur noch schlimmer machen. Xenon w¨¹rde nie wieder zssen, dass sie ihn kontrollierte, er w¨¹rde dagegen ank?mpfen, egal wie schmerzhaft es war. Xenon lie? seine innere H?hle hinter sich und wagte sich in die hinteren Berge, taumelte in die W?lder ... in die Wildnis, wo ein Monster wie er wirklich hingeh?rte. Es war m¨¹hsam, einen Fu? vor den anderen zu setzen, aber Xenon dr?ngte vorw?rts, bis er die Lichtung erreichte ... den einzigen Ort, an dem er sicher sein konnte, dass er niemanden verletzen w¨¹rde. Jeder im Drachenturm wusste es besser, als hierher zu kommen, und au?erdem wusste Xenon, dass seine Br¨¹der nicht wussten, dass sein Dunst zur¨¹ckkehrte. Xenon sank auf die Knie und st¨¹tzte sich mit der Hand an einem Felsen ab, w?hrend er keuchte, Ein Atemzug... zwei Atemz¨¹ge, und dann drei... Xenon z?hlte seine Atemz¨¹ge noch einmal, es bestand kaum Hoffnung, dass es etwas n¨¹tzen w¨¹rde, aber wenn es das Einzige war, was man tun konnte, musste Xenon es trotzdem versuchen. Es gab noch ein anderes Mittel... ein Mittel, das Xenon vor kurzem entdeckt, aber noch nicht best?tigt hatte, doch zu diesem Zeitpunkt wagte er nicht, es zu versuchen. Obwohl Xenon wusste, dass der Gedanke an die goldhaarige Prinzessin eine Beruhigung brachte, die all seine Turbulenzen in Schach hielt, In diesem Moment hatte sich das Bild der goldhaarigen Prinzessin und der schwarzhaarigen Frau in seinem Kopf verwoben, und wenn er an die eine dachte, riskierte er, an die andere zu denken. Es gab keine ?hnlichkeit im Gesicht... das stimmte, Xenon konnte nicht einmal sagen, warum er die eine mit der anderen verglich, wo es doch nie zuvor so gewesen war. Aber Xenon konnte die Abl?ufe in seinem eigenen Kopf nicht kontrollieren... wog die ?hnlichkeit?... Was genau? Und dann, als Xenons Gedanken entglitten, als der Wahnsinn seinen Verstand beanspruchte, h?rte Xenon eine vertraute Stimme, die nach ihm rief. "Xenon?" Die Stimme erng aus einiger Entfernung, jenseits des Waldes, doch sie war f¨¹r Xenons empfindliche Ohren v?llig r. In diesem Moment, irgendwo jenseits der verworrenen Gedanken in Xenons Kopf, regte sich ein Gef¨¹hl der Angst. Nicht f¨¹r sich selbst, sondern f¨¹r denjenigen, der zu ihm kam, v?llig ahnungslos, in welchem Zustand er sich befand und was Xenons wilder Dunst wirklich bedeutete. Nicht wissend, dass das erste, was Xenon vor ihrer Stimme und ihren Schritten wahrnahm, der ng ihres Herzscgs war... das rhythmische Pochen, das als Beweis f¨¹r das Leben diente. Und dann das Ger?usch des Blutes, das durch unsere Adern floss, gepumpt von eben jenem Organ, das ¨¹ber Leben und Tod eines jeden Lebewesens entschied... sterblich oder ¨¹bernat¨¹rlich gleicherma?en. "Lass..." versuchte Xenon zu sagen, aber alles, was er herausbrachte, war ein leises Knurren. ...Niemand sollte hier sein... Sie h?tte vor allem nicht hier sein sollen, sie h?tte in diesem Moment ¨¹berall anders sein k?nnen, aber der einzige Ort, an dem sie nicht h?tte sein sollen, war hier... wo Xenonuerte. Ein Xenon, der bald verschwunden sein w¨¹rde, und an seiner Stelle w¨¹rde der schwarze Unhold stehen. Und doch war sie hier, und sie ging auf ihn zu, ohne zu ahnen, dass sie ihn nicht lebend vessen w¨¹rde, wenn der letzte Faden der Kontrolle, an dem Xenon sich so verzweifelt festhielt, entglitt. Chapter 157: Was er sieht (Kap.157)

Chapter 157: Was er sieht (Kap.157)

"Xenon... was ist hier los? Ist alles in Ordnung mit dir?" fragte Neveah unsicher, Vor einem Tag war Xenon noch v?llig in Ordnung gewesen, Neveah hatte nicht geh?rt, dass in der kurzen Zeit, in der sie Xenon nicht gesehen hatte, etwas Ungew?hnliches passiert war; Das leise Knurren, das Xenon von sich gab, verunsicherte sie, und Neveah holte tief Luft, bevor sie es wagte, einen weiteren Schritt auf ihn zuzugehen. Neveah bewegte sich vorsichtig, irgendetwas stimmte nicht mit Xenon und sie konnte es sp¨¹ren, aber sie konnte es nicht genau zuordnen. Eine seltsame Aura ging von ihm aus, und er gab Neveah keine Antwort und w¨¹rdigte sie auch nicht ihrer Anwesenheit. Als Neveah nahe genug herankam und Xenons warnendes Knurren ignorierte, streckte sie eine Hand nach Xenons Schulter aus, aber ihre Hand kam nicht weit. Xenons Hand schoss hoch, um ihre zu ergreifen, und Neveahs Augen weiteten sich leicht, als sie das raue und schuppige Gef¨¹hl seiner Handfl?che sp¨¹rte, In dem Moment, als Xenons Kopf hochschnellte und er sich umdrehte, bekam Neveah einen Blick auf seinen Zustand und die Schriftrolle, die sie immer noch in der Hand hielt, fiel ihr aus den H?nden. Xenons Augen hatten den durchdringenden Bernsteinton seiner Drachenseite angenommen, und als sein Blick auf Neveah ruhte, atmete er schwer und eine Blutspur lief ¨¹ber seine Lippen, Ein leises Keuchen entrang sich ihr, und Neveah sp¨¹rte, wie ihr ein Schauer ¨¹ber den R¨¹cken kroch. Xenons Blick wanderte kurz zu der Schriftrolle, und in diesem Moment ver?nderte sich der Ausdruck in seinen Augen. Bevor Neveah etwas tun oder sagen konnte, packte Xenons Hand ihren Hals mit einem erdr¨¹ckenden Griff und seine Augen gl¨¹hten vor Wut. "Xenon..." Neveah keuchte schockiert auf, als ihre H?nde instinktiv nach oben wanderten, um Xenons Hand von ihrem Hals zu l?sen. Neveah fehlten immer noch die Worte, denn der Xenon, den sie anstarrte, war v?llig anders als der Xenon, den sie kannte. Da war keine Z?rtlichkeit in seinem Blick, keine zur¨¹ckhaltende Unschuld und Naivit?t, alles was Neveah in Xenons Augen sehen konnte, war Blutdurst. Xenons Griff um Neveahs Kehle wurde fester und fester. "Misha..." Xenon knurrte ein Wort, das Neveah nicht ganz verstehen konnte, als sie sp¨¹rte, wie ihre Luftr?hre unter Xenons Griff zusammengedr¨¹ckt wurde. "Xenon... du tust mir weh..." Neveah keuchte auf und zerrte an Xenons Hand, damit er seinen Griff lockerte, aber sein Griff wurde nur noch fester. Neveah wurde an ihrer Kehle von den F¨¹?en gehoben, und ihre Beine baumelten in der Luft, w?hrend ihre Luftzufuhr v?llig abgeschnitten war. "Xenon..." keuchte Neveah wieder heraus, Sie hoffte, dass ihre Worte zu ihm durchdringen w¨¹rden, aber es war ein vergeblicher Versuch. "Misha..." Xenon knurrte erneut. ¡¯Mischa...¡¯ dachte Neveah, es war ein Wort, das sie noch nie zuvor geh?rt hatte, und doch ng es in Neveahs Ohren vertraut. Und dann machte es klick, Neveahs Blick wanderte zu dem Gem?lde, das aufgerollt auf dem Bodeng, Genau wie zuvor schien es Neveah, als ob die schwarzhaarige Frau sie anstarrte und direkt in Neveahs Seele blickte. Es war beunruhigend, aber noch beunruhigender war die Schrift am unteren Rand des Gem?ldes. Selbst als Neveah nach Atem rang, konnte sie noch deutlich sehen, dass das Gem?lde zuvor nur zur H?lfte ge?f war. Doch in diesem Moment wurde es ganz aufgerollt und enth¨¹llte das gesamte Gem?lde sowie einen Teil, den Neveah zuvor nicht bemerkt hatte... den unteren Teil, auf dem eine kurze Notiz hintessen wurde. Die Schrift war kaum lesbar und so klein geschrieben, dass sie leicht zu ¨¹bersehen war. Doch von all den Teilen der Schrift, die Neveah in diesem Moment nicht erkennen konnte, konnte sie das Wort... Mischa erkennen. Mischa ... ist nicht irgendein Wort ... es ist ein Name ... ihr Name ...¡¯ erkannte Neveah. Neveah f¨¹hlte sich bereits schwindelig und schwarze Flecken tanzten ¨¹ber ihre Vision, aber die R?der drehten sich in ihrem Kopf und Neveah verstand, was in diesem Moment geschah. ¡¯Was er sieht...bin nicht ich...er sieht sie...¡¯ dachte Neveah entsetzt. Was auch immer die schwarzhaarige Frau Xenon angetan hatte, die Strafe wurde in diesem Moment an Neveah ausgeteilt. Und aus diesem Grund verstand Neveah, dass sie heute vielleicht sterben w¨¹rde... denn dies war nicht das Xenon, das sie gewohnt war, dies war der wilde Dunst, vor dem sie jeder gewarnt hatte. Der wilde Dunst, den Neveah die ganze Zeit ¨¹ber als nichts abgetan hatte, weil sie sich an eine Seite von Xenon gew?hnt hatte, die jeden Moment entgleiten konnte. Und nun war Xenon ausgerutscht, und es gab niemanden, der Neveah vor seinen H?nden h?tte retten k?nnen. Von all den Dingen, die ihr im Drachenturm zum Verh?ngnis werden konnten, hatte Neveah nicht einmal geubt, dass es Xenons H?nde sein w¨¹rden. "Xenon ... bitte ... h?r auf. Ich bin es, ich bin es, Veah... h?rst du nicht meine Stimme? Komm zur¨¹ck zu mir, bitte..." keuchte Neveah und suchte Xenons Augen, w?hrend sie gegen die Bewusstlosigkeit ank?mpfte. Neveah suchte Xenons Augen, aber sie erkannte ihn nicht, nur den Wahnsinn, der sich in seinen bernsteinfarbenen Augen widerspiegelte. Tr?nen stiegen Neveah in die Augen und liefen ihr ¨¹ber die Wangen, als sie erkannte, dass Xenon nicht auf ihr Flehen h?ren w¨¹rde. Ihre H?nde l?sten sich von Xenons Handgelenk und Neveah gab den Kampf auf, stattdessen starrte sie nur auf die bernsteinfarbenen Augen, ihr Herz zog sich vor Schmerz zusammen. Wenn Neveah um ihr Leben h?tte bangen m¨¹ssen, waren ihre Gedanken stattdessen auf Xenon gerichtet... auf die Manifestation des B?sen in ihm, die ihn so sehr erschreckte. Neveahs Herz schmerzte f¨¹r ihn, es schmerzte, weil sie wusste, dass ihr Tod nur ein weiterer Beweis f¨¹r Xenon sein w¨¹rde, dass er wirklich das Monster war, f¨¹r das er sich hielt. Gerade als Neveah sicher war, dass sie ihn zur¨¹ck in seine Welt bringen konnte, zur¨¹ck zu seiner Familie und den Menschen, die er liebte... geschah dies. Wenn wir sterben... w¨¹rde er sich das jemals verzeihen? fragte Neveah ihre W?lfin, als ihre Glieder schwach wurden. Neveah brauchte ihre W?lfin nicht, um zu antworten, sie kannte die Antwort bereits selbst, und so hob sie mit dem letzten Qu?ntchen Kraft, das Neveah aufbringen konnte, eine Hand an Xenons Wange. Ihre Handfl?che legte sich ¨¹ber seine Schuppen, ihr Daumen streichelte z?rtlich seine Wange. "Xenon... Ich wei? nicht, ob ich das schon einmal gesagt habe ... aber ich m?chte, dass du es nie vergisst ..." Neveah keuchte, und ihre Worte kamen nur mit M¨¹he heraus. "Wenn ich durch Eure Hand sterben sollte... werde ich dich nicht verabscheuen." fl¨¹sterte Neveah schwach. Chapter 158: Eine Erinnerung (Kap.158)

Chapter 158: Eine Erinnerung (Kap.158)

Neveahs Augenlider wurden schwer und es war bereits unm?glich, ihre Hand zu heben. Langsam fiel ihr ihre Hand von Xenons Wange an ihre Seite. Ihre Augen fielenngsam zu und in diesem Moment lockerte Xenon seinen Griff um ihren Hals. Neveah sackte zusammen und ein pl?tzlicher Luftzug drang in ihre Atemwege ein. Sie keuchte und hustete heftig, w?hrend ihre Lungen so viel Luft wie nur m?glich einsogen. W?hrend sie nach Luft schnappte und sich an die Kehle griff, konnte man ihr rasantes Atmen sichtbar sehen. Die ganze Zeit ¨¹ber beobachtete Xenon sie entsetzt, seine Hand noch immer erhoben und Neveahs Blut von seinen uen tropfend, welche die Seiten ihres Halses durchbohrt hatten. In seinem Gesicht war Entsetzen und Unuben ¨¹ber sein eigenes Handeln zu sehen. Trotz ihres anhaltenden Hustens warf Neveah Xenon einen besorgten Blick zu. Bei ihrem Blick taumelte Xenon zur¨¹ck, unf?hig, Neveahs angenden Blick standzuhalten. "Bist ... bist du wieder da...?" brachte Neveah hervor, ihre Stimme war heiser. Sie wusste, dass ihre Luftr?hre schwer geprellt war, die Prellungen an ihrem Hals waren jedoch weitaus schlimmer. "Ich... Ich..." stotterte Xenon und wich noch weiter zur¨¹ck. "Es ist in Ordnung... wirklich..." versicherte Neveah, bevor sie erneut einen Hustenanfall hatte und sich m¨¹hsam in eine Sitzposition hievte und sich gegen den Baum hinter ihr lehnte. "Es ist...nicht..." entgee Xenon kaum h?rbar und wandte sich ab. Neveah konnte Xenons Schuldgef¨¹hle verstehen - er war knapp davor gewesen, ihr das Leben zu nehmen und hatte sich nur knapp zur¨¹ckgehalten. Selbst jetzt konnte sie sehen, dass Xenon immer noch einen internen Kampf gegen die Dunkelheit in ihm f¨¹hrte. "Ich...geh..." forderte Xenon Neveah auf, seine Stimme war eiskalt und Neveah k?mpfte sich gerade auf ihre Beine. Sie nahm seine zuckenden H?nde wahr und erkannte, dass es noch nicht vorbei war. "Geh...jetzt!" br¨¹llte Xenon mit einer fast tierischen Stimme. "Es ist nichts passiert, Xenon... nichts. Du hast die Kontrolle behalten... du kannst sie kontrollieren. Bitte... was auch immer das hier ist, k?mpfe dagegen..." riet Neveah, w?hrend sie Xenon beobachtete. "Ich kann...nicht... dagegen k?mpfen..." antwortete er mit schmerzvoller Stimme und ballte seine F?uste, seine uen gruben sich in sein eigenes Fleisch. "Gestern ging es dir doch noch gut... wie konnte sowas passieren?" fragte Neveah besorgt. "Du..." br¨¹llte Xenon sie an und drehte sich zu ihr um, seinen Blick fest auf sie gerichtet. Neveah schluckte h?rbar, als sie in seine wilden, raubtierhaften Augen sah. Was sie jedoch sprachlos machte, war Xenons Anschuldigung. "Ich... habe den wilden Dunst ausgel?st?" fragte Neveah unsicher, unf?hig Xenons Bedeutung zu verstehen. Sein Blick schweifte zu dem Bild von Misha, das aufgerollt am Bodeng und Neveah folgte seinem Blick. "Misha...so hast du mich genannt. Seit wann siehst du mich als jemand anderes?" fragte siengsam und beobachtete seine Augen. Xenon antwortete nicht, sein Kopf zuckte leicht und genervt fuhr Neveah sich mit der Hand durch die Haare, w?hrend ihr Geist spekulierte. "Wienge? Kann es sein, dass... von Anfang an...?" "Der Grund, warum du von Anfang an so fasziniert von mir warst... der Grund, den selbst du nicht genau sagen kannst, war, weil... ich dich an sie erinnere?" fragte Neveah in leisem Ton. Wieder kam keine Antwort von Xenon. Neveah war sich nicht sicher, ob er sie ¨¹berhaupt h?rte, da er gegen die Dunkelheit in ihm um die Kontrolle seines eigenen Willens k?mpfte. "Ich war nie das Gegengift, sondern... nur eine Erinnerung daran..." murmelte sie und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Geh..." knurrte Xenon bereits zum dritten Mal. Langsam nickte Neveah und dieses Mal trat sie einen Schritt zur¨¹ck. "Ich bin keine Hilfe f¨¹r dich. Ich sollte gar nicht hier sein... Es tut mir leid. Ich hoffe, du kommst dr¨¹ber hinweg." murmelte sie leise und drehte sich um, um den Weg zu gehen, den sie gekommen war. Innerlich dachte sie: Das einzige Mal in meinem Leben, in dem ich dachte, ich sei etwas Besonderes...wie immerg ich falsch. ¡ª¡ª¡ª¡ª¡ª¡ª¡ª¡ª¡ª¡ª_ Die T¨¹r zum Heilungssaal sprang auf und Rosalie kam hastig herein, sie eilte zu ihrem Sitz neben Adrienne und Celia. Beide waren bereits anwesend und Rosalie war diejenige, die zu sp?t gekommen war. "Habt ihr es geh?rt?" fl¨¹sterte Rosalie keuchend, als sie sich hinsetzte. "H?ren was? Du erf?hrst als erstes von allem, was im Bergfried passiert. Daf¨¹r kommst du nie rechtzeitig zum Unterricht." murmelt Celia, deren Nase in ihrem Journal vergraben war."Ach,ss gut sein. Du kommst doch nur hierher in diesen Raum um zu lernen... alle Bewohner der Festung sind heute drinnen und ich bin nur gekommen, weil ich wusste, dass ich euch beide hier finden w¨¹rde." erwiderte Rosalie mit einem Augenrollen. "Nun, ich wusste, dass ich Celia vertieft in ihr Tagebuch hier finden w¨¹rde, aber Addie? Du hast dein Tagebuch schon abgeschlossen. Was f¨¹hrt dich in die Halle?" fragte Rosalie neugierig. "Addies Schwester hat sie hergeschickt, um zu lernen. Sie darf nicht vor Sonnenuntergang gehen. Sie will nicht sagen, was sie getan hat, um Lady Ke zu ver?rgern." teilte Celia mit, ohne aufzublicken. "Nimm es nicht zu schwer, bei all dem, was hier gerade passiert, sind alle Reiter momentan sehr nerv?s." gab Rosalie zu bedenken. "Die Stimmung in dieser Festung, ich konnte die ganze Nacht kein Auge zumachen... Ich bete, dass der Sturm bald vor¨¹berzieht..." murmelte Celia leise vor sich hin. "Ratet mal, warum ich so eilig gekommen bin, um es euch zu sagen?! Lady Kaliana hat sicher entbunden!" rief Rosalie aufgeregt aus. Celia und Adrienne schauten gleichzeitig auf. "Wirklich?" fragte Celia und legte ihr Buch zur Seite. "Zweifellos! Sogar dieser Diener wandelt jetzt frei in der Festung umher!" erz?hlte Rosalie. "Nun, ich habe geh?rt, dass sie gro?e Anstrengungen unternommen hat, um Lady Kaliana zu retten. Und es ist nur nat¨¹rlich, dass Verdienst ein Verbrechen aufhebt. Man fragt sich, warum sie das Heilkraut ¨¹berhaupt genommen hat." meinte Celia und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Du verstehst immer noch nicht, worauf ich hinauswill!" rief Rosalie ver?rgert aus. "Worauf denn?" fragte Celia mit gerunzelter Stirn. "Um es kurz zu machen... der Diener hat Lady Kaliana und das Kind gerettet..." wies Rosalie darauf hin. "Ich ube, das haben wir bereits begriffen." gab Celia sp?ttisch zur¨¹ck. "Und davor gab es einen k?niglichen Ess von Seiner Gnaden..." erinnerte Rosalie. "Oh mein Gott! Wer immer Lady Kaliana rettet, bekommt einen Wunsch erf¨¹llt! Der Diener bekommt einen Wunsch von Seiner Gnaden!" rief Celia aus, als sie endlich verstand, worauf Rosalie hinauswollte. "Ist das nicht einfach unubliches Gl¨¹ck?" fragte Rosalie mit einem vertr?umten Seufzer. "Ich wei? ... oder?" murmelte Adrienne, w?hrend sie aufstand. "Gehst du?" fragte Celia. "Hmm... es ist bereits Sonnenuntergang. Ich w¨¹rde mich gerne ausruhen." antwortete Adrienne geistesabwesend und verlie? den Saal der Heilerinnen. Adrienne wanderte den Flur enng, ihre H?nde waren zu F?usten geballt, w?hrend ihr warmes L?cheln auf ihren Lippen spielte und sie immer noch ruhig und anmutig wirkte. Adrienne betrat den Aufzug und fand Davina darin vor. "Meine Dame." gr¨¹?te Davina und senkte ihren Kopf zu einer Verbeugung. Adrienne brummte als Antwort, als sie sich zu Davina in den Aufzug gesellte. "Ach ja, ich hatte gent, sp?ter heute noch die vierte Ebene zu besuchen." Davina begann nach einem Moment der Stille. "Die Schneiderin wird ein paar neue Kleider f¨¹r die Damen der vierten Ebene fertigen, hat meine Dame irgendwelche speziellen W¨¹nsche?" fragte Davina. "Aus welchem Grund?" murmelte Adrienne abwesend, sie hatte gerade andere Gedanken im Kopf und war nicht in Stimmung zu udern. "Die Pr¨¹fung f¨¹r neue Diener findet bald statt, ebenso wie die j?hrlichen Pr¨¹fungen f¨¹r alle Akademien. Lord Rodrick hat den Dienern befohlen, den angehenden Heilerinnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken." erwiderte Davina. "Ah... das habe ich wohl vergessen. Im Moment f?llt mir nichts ein." antwortete Adrienne mit einem gezwungenen L?cheln. "Dann werde ich in einigen Stunden einige Diener hochschicken, um die Ma?e meiner Dame zu holen. Vielleicht hat meine Dame bis dahin einen Wunsch?" schlug Davina vor. "Ich m?chte zu dem Zeitpunkt niemanden, den ich nicht kenne, in meiner N?he haben." erwiderte Adrienne und versuchte ihre Fassung zu bewahren, obwohl sie den Diener eigentlich nur anschreien wollte. W?re es ein anderer Diener gewesen, h?tte Adrienne das niedere Wesen bereits zurechtgewiesen, aber da es sich um die Tochter von Lord Rodrick handelte, musste Adrienne h?flich sein. "W?re es meiner Dame dann lieber, wenn ich selbst ihre Ma?e nehme?" bot Davina an. "Wie auch immer es euch passt." erwiderte Adrienne, als der Aufzug anhielt und sie aus ihm heraustrat. "Ich komme in K¨¹rze vorbei.", sagte Davina, als sich die Aufzugt¨¹ren schlossen. Adrienne ging weiter den Flur enng, bis sie ihr Zimmer erreichte. Sie stie? die T¨¹r auf, trat ein und schlug sie hinter sich zu. Adrienne lehnte sich an die T¨¹r und atmete schwer, w?hrend ihr Blick leicht verengt wurde. "Arrrghh!!" schrie Adrienne w¨¹tend auf, als sie zu ihrem Tisch st¨¹rmte und den Inhalt davon wischte, sodass alles auf den Boden fiel. "Sie darf frei heruufen? Mit wessen Eubnis?!" zischte Adrienne und schlug eine Hand auf den Tisch, ihre Augen gl¨¹hten vor Wut. Adriennes Augen tterten zu, w?hrend sie versuchte, ihren Atem zu kontrollieren und ihre Fassung wiederzuengen. Als die Wut nachlie?, erinnerte sich Adrienne wieder an eine k¨¹rzliche Begebenheit. Chapter 159: Adriennes Grübeleien (Kap.159)

Chapter 159: Adriennes Gr¨¹beleien (Kap.159)

~~~~~~~~~ "Es ist dir nicht eubt, Hand an den Diener zu legen, Addie." betonte Lady Ke zum hundertsten Mal, kurz bevor sie sich verabschiedete. Adrienne biss sich auf die Lippe, um das Schluchzen zur¨¹ckzuhalten, das ihr im Hals stecken blieb. "Ich verstehe nicht, Schwester, ich verstehe nicht, warum Sie so besorgt dar¨¹ber sein m¨¹ssen ... warum Sie mich deswegen belehren m¨¹ssen ..." sagte Adrienne mit einer Stimme, die kaum ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinausging. Lady Ke stie? einen leisen Seufzer aus, als sie sich wieder an Adriennes Seite setzte. "Ich wollte nicht dar¨¹ber sprechen, da wir nicht ¨¹ber die Beratungen des Drachenrates sprechen sollen, aber ich muss es wohl sagen, damit du es verstehst." sagte Lady Ke und ein weiterer schwerer Seufzer entrang sich ihr. "Wir sind Schwestern, gibt es irgendetwas, das du nicht mit mir teilen kannst?" fragte Adrienne, "In der Tat, du bist meine kostbare Schwester. Ich werde dir nichts vorenthalten, vor allem dann nicht, wenn es dir die Augen ?ffnen wird, um die Gefahr auf deinem Weg zu erkennen." Zuletzt antwortete Ke mit einem Nicken. "Addie, ich sage dir nicht, dass du Hand an den Diener legen sollst, nicht weil ich zornig auf dich bin. Es gibt einen wichtigeren Grund daf¨¹r ..." begann Lady Ke. "Welchen denn? Welcher Grund macht sie so unantastbar? Ist es die Gunst von Lord Xenon? Auch das wei? ich ... aber trotzdem macht sie mich w¨¹tend und ruiniert alles ... Ich will, dass sie verschwindet..." Adrienne schluchzte leise. "Du bist es gewohnt, deinen Willen zu bekommen, und so bist du verw?hnt und anspruchsvoll geworden. Eine einfache Meinungsverschiedenheit ist kein ausreichender Grund, einem anderen das Leben zu nehmen, Adrienne." sagte Lady Ke in einem entt?uschten Ton. "Es ist meine Schuld, ich habe dich zu sehr verw?hnt." fuhr Lady Ke fort. "Schwester..." sagte Adrienne ungl?ubig, sie konnte nicht uben, dass ihre Schwester nicht auf ihrer Seite stand, wie sie es immer tat. "Was missf?llt dir so sehr? Die Tatsache, dass Lord Everon Gefallen an dem Diener gefunden hat und du hoffst, sein Nachfolger zu werden?" "Oder ist es die Gunst Lord Xenons f¨¹r sie und dass alle im Bergfried es nicht wagen, sie zu beleidigen? Oder f¨¹hlt sich meine liebe Schwester vielleicht unzul?nglich, weil es nun eine andere in diesem Bergfried gibt, die ebenso sch?n und anmutig ist wie Ihr?" fragte Lady Ke mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Ich mag sie einfach nicht, mein Instinkt sagt mir, dass sie ?rger bedeutet. Sogar Ihr vergleicht sie mit mir ... Ihr wisst doch, was es mich gekostet hat, so weit zu kommen!" rief Adrienne aus. "Beruhige dich Addie, niemand kann dir etwas wegnehmen. Du bist diejenige, die alles, was du hast, aufs Spiel setzt." "Lass mich dir sagen, dass der Grund daf¨¹r nicht nur Lord Xenon ist... Ich warne dich vor dem Diener wegen meines Lehnsherrn ... der Drachenk?nig ist der Grund." verriet Lady Ke. Adriennes Blick schnellte bei der Erw?hnung des Drachenk?nigs hoch. "Seine Gnaden? Was hat der Diener mit ihm zu tun?" Adrienne fragte misstrauisch. "Ihr seht, nur wenige der Drachen wissen davon, denn mein Lehnsherr hat es so angeor. Aber Lodenworth hat mir erz?hlt, dass in der Lichthalle ein Anscg auf Meinen Lehnsherrn ver¨¹bt wurde." verriet Lady Ke. "Jemand hat versucht, Seine Gnaden zu verletzen?! Eine Fee?!" Adrienne keuchte entsetzt auf. "In der Tat. Lodenworth hat wiederholt erkl?rt, dass ich daf¨¹r sorgen soll, dass unser n nicht in die Sache hineingezogen wird. Es ist schon gut genug, dass mein Lehnsherr nicht versucht, unsere k?nigliche Familie f¨¹r dieses Ereignis verantwortlich zu machen." erkl?rte Lady Ke mit einem Nicken. "Die drei Feen, die das Verbrechen begangen haben, wurden in die Kerker unterhalb des Bergfrieds geworfen ... in Lord Menarx¡¯ Bezirk!" fuhr Lady Ke in ernstem Ton fort. "Lord Menarx selbst f¨¹hrt das Verh?r durch... ein Anscg auf das Leben Seiner Gnaden kann niemandem sonst ¨¹bessen werden. Aber Lord Menarx¡¯ Bezirk gilt als ein schlimmeres Schicksal als der Tod..." murmelte Adrienne in leisem Ton. "Es ist gut, dass du den Ernst der Lage verstehst. Sogar der Feenf¨¹rst der Lichthalle wurde festgenommen und unter strenge Bewachung in den G?stequartieren der dritten Ebene untergebracht..." "Dort befindet er sich auch jetzt noch, da mein Lehnsherr noch eine Entscheidung treffen muss." fuhr Lady Ke fort. "Aber der Elfenlord ist ein Drachenreiter!" rief Adrienne erstaunt aus. "Es geht um das Leben meines Lehnsherrn. Der Lorddrache des Feenf¨¹rsten kniet am Ahnenschrein nieder, um Bu?e zu tun, weil er es vers?umt hat, Meinen Lehnsherrn in seinem Territorium zu besch¨¹tzen." "Der Feenf¨¹rst und sein Drachenf¨¹rst k?nnen sich der Verantwortung nicht entziehen, sie bekennen sich zu ihrer Schuld und wollen bestraft werden. Mein Lehnsherr muss noch ein Dekret essen." Lady Ke fuhr fort. "Wir alle wissen, wie sehr Mein Lehnsherr den Feenf¨¹rsten und seinen Drachenf¨¹rsten sch?tzt, ihre Verbindung war eine, die Mein Lehnsherr selbst geleitet hat." "Wenn man bedenkt, dass Mein Lehnsherr den einen eingesperrt und den anderen in der Ahnenhalle kniend zur¨¹ckl?sst ... ¨¹ber seinen Zorn muss nicht viel gesagt werden." sagte Lady Ke mit einem sichtbaren Schaudern. "So etwas ist passiert?" fragte Adrienne erstaunt. "In der Tat." Lady Ke bejahte. "Aber was hat das mit dem Diener zu tun?" fragte Adrienne verwirrt. "Addie ... derjenige, der den vergifteten Wein anstelle Meines Lehnsherrn getrunken hat, war dieser Diener." enth¨¹llte Lady Ke. "Was?!" fragte Adrienne schockiert. "Die Dienerin hat ihr Leben riskiert, um Meinen Lehnsherrn zu retten und w?re dabei fast gestorben. Seine Eminenz hat ihr nur knapp das Leben gerettet!" "Ihr versteht, was das bedeutet, richtig? Der Diener, den ihr Schaden wollt, ist der Wohlt?ter meines Herrn." enth¨¹llte Lady Ke. "Der Wohlt?ter Seiner Gnaden..." murmelte Adrienne vor sich hin, ihre Lippen zitterten vor Wut. ~~~~~~~~~ "Eine Wohlt?terin... und jetzt wird Seiner Gnaden ihr einen Wunsch erf¨¹llen?" murmelte Adrienne vor sich hin, als die Erinnerung in ihrem Kopf versste. "F¨¹r eine niedrig stehende Dame... welchen Wunsch w¨¹rde sie wohl ?u?ern?" mutma?te Adrienne und die H?nde zitterten vor Panik. Adrienne hatte noch nicht ihren Zug gemacht, sie konnte es nicht zssen, dass jemand anderes sie zuvorkam... schon gar nicht ein einfacher Diener. "Jetzt verstehe ich, warum ich von Anfang an so unzufrieden mit dir war... Du begehrst, was mein ist! Ich wusste es!" zischte Adrienne w¨¹tend. Adrienne stand auf und warf den Kopf zur¨¹ck, w?hrend sie versuchte, ihre Atmung zu kontrollieren um sich zu beruhigen. "Gut dann...ss mal sehen, wie hoch du klettern kannst." dachte Adrienne still f¨¹r sich. ______________ "Lady Adrienne?" Eine Stimme rief von Adriennes T¨¹r. Adrienne blickte vom Bett auf, auf dem sieg, zusammengerollt und die Arme um sich g. "Wer ist das?" fragte Adrienne. "Ich bin¡¯s, Davina, Mdy." kam die Antwort. "Oh, die T¨¹r ist offen. Komm rein." eubte Lady Adrienne. Die T¨¹r ?fe sich und Davina trat ein, gerade als Lady Adrienne sich auf ihrem Bett aufsetzte. "Du kommst genau richtig, ich wollte gerade zu Bett gehen." sagte Lady Adrienne und winkte Davina in ihr Scfzimmer. "Entschuldige die Versp?tung. Ich habe einige neue Stoffe von der Schneiderin geholt, damit du sie dir ansehen und eine Auswahl treffen kannst." erwiderte Davina mit einem L?cheln. "Ah, wirklich? Ich dachte schon, du hast unseren Termin vergessen." antwortete Lady Adrienne l?chelnd. "Wie k?nnte ich?"chte Davina leise. "Dann gib sie mir." sagte Lady Adrienne und streckte ihre H?nde aus. Davina reichte ihr das B¨¹ndel mit den verschiedenen Stoffen. "Sie sind wirklich wundersch?n." murmelte Adrienne ehrf¨¹rchtig, w?hrend sie die Stoffe betrachtete und einen nach dem anderen ausw?hlte. "Sag mir, welcher Stoff meinst du w¨¹rde besser aussehen?" fragte Adrienne und hob einen helluen und einen pfirsichfarbenen Stoff hoch. "Der letztere, er passt zu deinen Augen." antwortete Davina nach kurzem ¨¹berlegen. "So ist es?" fragte Adrienne mit einem warmen L?cheln, w?hrend sie die zwei Stoffe betrachtete. "Gut dann, ich vertraue deinem Urteil und nehme das." entschied Adrienne. "Ich bin sehr dankbar." sagte Davina mit einer Verbeugung. "Oh, bitte, nicht schon wieder eine Verbeugung. Lass bitte die F?rmlichkeiten weg, ja? Sie sind eher erdr¨¹ckend und wir kennen uns schonnge genug." "Ich w¨¹rde sagen, wir sind ¨¹ber dieses Stadium hinaus." neckte Adrienne, als sie aufstand. "Ja, das ist wohl wahr." erwiderte Davina undchte leise. "K?nntest du jetzt die Ma?e nehmen? Ich denke, viel hat sich nicht ver?ndert, seitdem ich das letzte Mal vermessen wurde." bemerkte Adrienne gssen. "Dadurch, dass du in den letzten Jahren deine Kleidung von deinem n geliefert bekommen hast, ist sich die Schneiderin nicht sicher, ob sie die genauen Ma?e hat. Ich werde sie nur best?tigen." versprach Davina. "Fang ruhig an, ich hoffe, ich bin nicht zu leicht bekleidet. Ich habe schon mein Nachthemd angezogen." murmelte Adrienne, w?hrend sie wartete. "Ist es nicht ein bisschen zu fr¨¹h daf¨¹r?" fragte Davina. "Vielleicht." kicherte Adrienne. Davina r¨¹ckte n?her und Adrienne breitete ihre Arme aus, um Davina ihre Oberweite messen zussen. Als Davina sich umdrehte, um die Ma?e zu notieren... bewegte Adrienne¡¯s Hand zu dem Ring an ihrem Finger, drehte ihn ein wenig, um seine Kraft freizusetzen. Chapter 160: Zwingen (Ch.160)

Chapter 160: Zwingen (Ch.160)

"Es gibt Gesetze, die die Bewohner des Drachenturmes binden..." begann Adrienne in einemngsamen Tonfall, w?hrend ihre H?nde von den Stellen abfielen, an denen sie auf beiden Seiten von Davinas Schl?fe gelegen hatten. "Gesetze, die f¨¹r Gro? und Klein strikt vorgeschrieben sind und denen sich niemand zu widersetzen wagt. Die Drachen haben eine so undurchdringliche und herrschs¨¹chtige Dynastie geschaffen, dass es Ehrfurcht einfl??end ist..." lobte Adrienne. "Unter diesen Gesetzen gibt es eines, das den Gebrauch von Magie innerhalb des Bergfrieds f¨¹r alle Bewohner verbietet, unabh?ngig von Rang und Rasse." fuhr Adrienne fort, ihre Hand ruhte auf Davinas Schulter, w?hrend sie sich vor sie stellte. Adrienne starrte Davina an, die wie versteinert dastand, Ein L?chelng auf Adriennes Lippen, als sie den benommenen Blick in Davinas Augen und den kaum wahrnehmbaren Schimmer in Davinas Pupillen beobachtete. Dieser nz spiegelte das Vorhandensein von Zwangsmagie wider, und jemand, der sie noch nie gesehen hatte, w¨¹rde sie nicht erkennen k?nnen, Und selbst wenn man es schon einmal gesehen h?tte, w¨¹rde man den nz leicht ¨¹bersehen, wenn man nicht genau genug hinsah. "Die Konsequenzen, wenn man sich solchen Gesetzen widersetzt, sind schwerwiegend, nicht einmal die Gr??ten unter uns sind mutig genug, sich den Drachen zu widersetzen..." fuhr Adrienne fort. "Aber ich bin anders... ich wage es." sagte Adrienne, w?hrend sie auf ihren Ring hinunterblickte und ihn in seine urspr¨¹ngliche Position zur¨¹ckdrehte. "Wie kann man von uns, die wir durch Magie geboren wurden... die Magie leben und atmen, erwarten, dass wir unseren Vorteil wegwerfen? Das Einzige, was uns von anderen unterscheidet?" murmelte Adrienne vor sich hin. "Bei meinen Verwandten ist die Magie eine Gabe der Natur... aber ich bin anders geboren worden. Meine Magie l?sst keine Blumen bl¨¹hen oder B?ume wachsen ... meine Magie beugt das Herz nach meinem Willen." verriet Adrienne und ihr L?cheln wurde noch breiter. "Als Fee, die mit einer so kostbaren Gabe geboren wurde, war ich immer dazu bestimmt, an der Spitze der Welt zu stehen... der tz an der Seite des Erhabenen, der f¨¹r mich bestimmt war." Sie fuhr fort. "Und du... du wirst dich als sehr n¨¹tzlich erweisen. Ich habe ein kleines Unbehagen, ich muss mich darum k¨¹mmern... aber das ist etwas, was ich nicht pers?nlich tun kann, und deshalb wirst du mir helfen, nicht wahr?" fragte Adrienne Davina. Davina antwortete nicht und Adrienne erwartete auch keine Antwort, da Davina unter Adriennes Zwang stand, konnte sie nat¨¹rlich nur das tun, was Adrienne eubte. "Die Nacht ist kurz, ich werde zur Sache kommen... unten in den Kerkern, in einem Teil, der als Lord Menarx¡¯ Revier bekannt ist, gibt es Leute, denen du helfen musst..." begann Adrienne mit einem L?cheln. "¨¹berbringe ihnen diese Worte..." Adrienne fuhr fort. "Um euer Versagen zu s¨¹hnen, d¨¹rft ihr mit dem Leben eines anderen b¨¹?en... derjenige, der sich der Mission in den Weg gestellt hat, ist das neue Ziel." Adrienne fl¨¹sterte Davina die Worte in einem leisen Ton zu. Dann trat Adrienne zur¨¹ck, mit einem Glitzern in den Augen, als sie Davina dabei beobachtete, wie sie die Stoffe und alles, was sie mitgebracht hatte, einsammelte und ohne ein einziges Wort zu sagen ging. "Wer auch immer hinter dem Attentat steckt... Ich werde mir Ihre Autorit?t f¨¹r eine kurze Zeit ausleihen m¨¹ssen." murmelte Adrienne vor sich hin. Adrienne hatte keine Ahnung, wer sich die Loyalit?t der Feen in der Lichthalle erkauft und die Vergiftung des Drachenk?nigs angeor hatte, aber was machte das schon? Welches Schwert w?re besser geei als ein Schwert, das nicht ihres war? Welches Verbrechen konnte besser ausgef¨¹hrt werden als eines, das niemals mit ihr in Verbindung gebracht werden konnte? "Ich hatte nie vor, so weit zu gehen, aber eine Nuss, die zu hart ist, um sie zu knacken ... erfordert eine h?rtere Vorgehensweise ..." murmelte Adrienne, als sie sich auf den Weg zur¨¹ck in ihr Bett machte. F¨¹r den Moment w¨¹rde Adrienne in Ruhe scfen, denn sie wusste, dass sich mit dem Morgengrauen die Dinge ?ndern w¨¹rden. ______________ Neveah stand auf der wackeligen Br¨¹cke und blickte zum Bergfried hin¨¹ber Sie konnte die festliche Stimmung praktisch von dort aus sp¨¹ren, wo sie stand, und sie hatte ¨¹berhaupt kein Interesse daran, in den Bergfried zur¨¹ckzukehren. Diese Atmosph?re w¨¹rde Neveah ¨¹berhaupt nicht gefallen. Neveah war froh, dass Lady Kaliana und ihr Kind in Sicherheit sein w¨¹rden, Aber sie war sich immer noch dar¨¹ber im ren, dass sie sich im Drachenturm niemals zu Hause f¨¹hlen w¨¹rde. Tats?chlich war sich Neveah in diesem Moment rer dar¨¹ber als je zuvor, und das hatte seinen guten Grund. Die ganze Festlichkeit hatte Neveahs Leben gef?hrdet, und irgendwie wusste Neveah, dass es immer so sein w¨¹rde... Ein Unrecht w¨¹rde im Drachenturm begangen werden und alle Augen w¨¹rden sich auf Neveah richten, sie war die Au?enseiterin... die Fremde, diejenige, die f¨¹r alles den Kopf hinhalten musste. Ein leiser Atemzug entkam Neveahs Lippen und sie beobachtete, wie er sich zu einer wei?en Wolke formte. "Es wird wohl bald Winter werden... die Temperatur scheint mit jedem Tag k?lter zu werden." murmelte Neveah vor sich hin. In der Finsternis-Dom?ne war es bereits Winter, das war, bevor Neveah nach Dragon Keep gebracht worden war. Neveah war sich nicht sicher, ob es schon einen Jahreszeitenwechsel gegeben hatte, denn man konnte das Wetter in der Finsternisdom?ne nie wirklich vorhersagen. Auch hier in der Drachenburg konnte Neveah keine sichtbaren Anzeichen f¨¹r einen Jahreszeitenwechsel erkennen, und so war sie sich nicht sicher, ob die K?lte, die sie empfand, ¨¹berhaupt der Temperatur geschuldet war. Neveah entfernte sich von der pprigen Br¨¹cke und machte einen Umweg um den Bergfried. Sie war sich nicht ganz sicher, wohin sie ging, aber Neveah konnte ihre allgemeine Richtung erahnen. W?hrend sie sich bewegte, schweiften ihre Gedanken ab, doch Neveah konnte nicht genau sagen, was genau ihr Herz bstete. War es Xenon? Lag es daran, dass sie sich so sehr an seine Anh?nglichkeit gew?hnt hatte, dass es so schwer war, mit dieser Seite von ihm zurechtzukommen? Neveah konnte nicht sagen, dass sie w¨¹tend auf Xenon war. Wer w¨¹sste besser als Neveah, wie verheerend es war, sein Leben nicht nach seinem eigenen Willen leben zu k?nnen? F¨¹r jemanden, der jahrzehntng unter einem solch b?sartigen Fluch gelitten hatte, der ihm den Willen raubte, war das mehr als Wut... Neveah empfand Mitleid. Und noch mehr als das erkannte Neveah, dass sie verletzt war... verletzt dar¨¹ber, dass sie Xenon nicht helfen konnte und stattdessen noch mehr Schmerz verursachte. "Und die Frau ... Misha? K¨¹mmert dich ihre Existenz ¨¹berhaupt nicht?" ¨¹berlegte Neveahs Wolf misstrauisch. Neveah ¨¹berlegte einen Momentng, bevor sie l?ssig mit den Schultern zuckte. "Wir haben nicht den Luxus, uns um allzu viele Dinge zu k¨¹mmern ... also w¨¹rde ich meine Sorge allein auf ihn legen. Ich werde mich nur darum k¨¹mmern, dass es ihm gut geht, dass er in Frieden lebt und seine Probleme ¨¹berwindet." murmelte Neveah leise vor sich hin. "Dennoch leugnest du nicht, dass du dich um den schwarzen Drachen sorgst?" Neveahs Wolf konfrontierte sie mit ihrer unerbittlichen Neugier. "I? Oder wir?" Neveah schoss mit einem Spott zur¨¹ck. "Du hast deine eigenen Gedanken und ich habe meine, bring uns nicht durcheinander, nur um dich vor der Verantwortung zu dr¨¹cken." Neveahs Wolf dachte an sie zur¨¹ck. "Dannss mich dich Folgendes fragen... wenn es mir nicht egal ist, w¨¹rde es etwas ?ndern? W¨¹rde die Welt pl?tzlich einfacher f¨¹r uns werden?" fragte Neveah ihre W?lfin. Neveahs Wolf antwortete nicht, offensichtlich hatte sie keine weiteren Worte zu sagen. Auch Neveah sch¨¹ttelte ihre Gedanken ab und blickte nach oben, wobei sie eine Augenbraue hochzog, als sie feststellte, dass sie irgendwie an der Klippe aus der Nacht ihres ersten Laufs im Drachenturm angekommen war. Neveah konnte nicht uben, dass sie so tief in Gedanken versunken war, dass sie das ferne Rauschen der Wellen weit unten an der Klippe ¨¹bersehen hatte. "Wie bin ich nur so schnell so weit gekommen?" murmelte Neveah zu sich selbst, als sie sich dem Rand n?herte und dar¨¹ber sp?hte, Obwohl Neveah diese Klippe schon einmal gesehen hatte, war sie wieder einmal von dem gro?en Fall ¨¹berrascht. Der Drachenfried schien eine Ebene zu sein, aber jetzt erinnerte sich Neveah daran, dass der Bergfried in einen Berg hineingebaut war und sie sich wirklich hoch ¨¹ber der Ebene befanden. "Hat euch denn niemand beigebracht, euch von gef?hrlichen Klippen fernzuhalten? Du k?nntest einfach in den Tod st¨¹rzen." Eine Stimme ert?nte hinter Neveah. Neveah blickte auf, drehte sichngsam um und stellte fest, dass sie in zwei bekannte Gesichter starrte. Es waren die Gesichter der beiden Feen von der Wiese des Leuchtturms von Asvarian, die beiden Feen, die den n zur Ermordung des Drachenk?nigs besprochen hatten. Neveah hatte sie v?llig vergessen, niemand hatte ihr etwas ¨¹ber das Schicksal dieser Feen gesagt, und so hatte Neveah angenommen, dass sie f¨¹r ihr Verbrechen ordentlich bestraft worden waren. Aber da standen sie nun und pirschten sich von zwei Seiten an Neveah heran, Sie trugen beide nicht mehr als Lumpen, zerfetzte und blutverschmierte Kleidungsstreifen, die von den vielen Schrecken zeugten, die sie durchgemacht hatten. "Ist es nur einen Moment her?" Fragte eine der beiden Feen. Es war die Fee, der Neveah einen Fl¨¹gel abgerissen hatte, und die Intensit?t des Hasses, der sich in seinen Augen widerspiegelte, lie? Neveah ein L?cheln aufblitzen. "Niemand hat erw?hnt, dass es ein Wiedersehen geben w¨¹rde..." murmelte Neveah, und ihre Augen huschten von einer Fee zur anderen. Chapter 161: Das Brummen der Magie (Kap.161)

Chapter 161: Das Brummen der Magie (Kap.161)

K?nig Jian sa? an seinem Schreibtisch, seine Hand glitt ¨¹ber eine ausgerollte Schriftrolle und schrieb in gro?en Lettern ein Wort nieder. Sein Blick war auf die Schriftrolle konzentriert und ein Hauch eines L?chelns zeigte sich auf seinen Lippen. Ein Anblick, der beim Drachenk?nig selten vorkam. In diesem Moment war K?nig Jians Einstellung anders als sonst: die kalte Aura, die er normalerweise ausstrahlte, hatte merklich nachgssen und sein Gesichtsausdruck war nicht so frostig wie gew?hnlich. "Mein Gebieter, wenn es Euch so sehr erfreut, ist es kein Verbrechen, offen zu l?cheln", sagte Rodrick zu K?nig Jian, dessen Lippen ein sichtbares Zucken aufwiesen. "Ihr spielt mit dem Tod", entgee K?nig Jian, ohne aufzublicken. "Ich habe mich unpassend ausgedr¨¹ckt", sagte Rodrick in entschuldigendem Ton, obwohl der am¨¹sierte Blick in seinen Augen immer noch zu erkennen war. Schlie?lich legte K?nig Jian seine Feder nieder, hob die Schriftrolle hoch und betrachtete die Buchstaben, die er geschrieben hatte. "Was meint Ihr?" fragte K?nig Jian und reichte die Schriftrolle an Rodrick weiter. Rodrick nahm die Schriftrolle entgegen unds darauf geschriebene Wortngsam vor. "Ein Name, der eines k?niglichen Prinzen w¨¹rdig ist!" rief Rodrick erfreut aus und nickte. "Lord Imagor ist ein wenig zu hochtrabend. Das Kind ist noch nicht geboren und er erwartet, dass Ihr Euer Wort haltet", f¨¹gte Rodrick mit einem leisen Glucksen hinzu. "Imagor und Kalia machen sich schon seit Monaten Sorgen um die instabile Schwangerschaft, sie hatten einfach keine Zeit, um ¨¹ber einen Namen f¨¹r ihren Sohn nachzudenken." "Und er ist so fr¨¹h gezeugt worden... Nur vier Monate nach der Empf?ngnis, da bin auch ich ¨¹berrascht." "Aber ich habe mein Wort gegeben und ich gedenke, es zu halten. Sonst w¨¹rde Imagor mir nie wieder Ruhe geben", antwortete K?nig Jian mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Soll ich die Nachricht auf die zweite Ebene schicken?" fragte Rodrick. K?nig Jian dachte einen Moment dar¨¹ber nach, bevor er den Kopf sch¨¹ttelte. "Nein, noch nicht. Kalia muss erst wieder zu sich kommen. Lassen wir Imagor in Ruhe f¨¹r seinen Reiter und sein Kind sorgen." "Ich m?chte es zuerst Xenon und meinen Br¨¹dern zeigen... Das Kind ist unser erster Neffe und Xenon war schon immer besser in solchen Angelegenheiten", beschloss K?nig Jian. "Ich bin mit diesem Namen nicht ganz zufrieden, vielleicht hat Xenon eine bessere Idee. Es sind noch ein paar Monate, bis das Kind geboren wird", f¨¹gte K?nig Jian hinzu und nahm die Schriftrolle zur¨¹ck. K?nig Jian warf einen Blick auf den Namen, den er geschrieben hatte, rollte dann die Schriftrolle zusammen und legte sie in seine Schude. "Holt die Berichte des Tages, ich habe noch keine Zeit gehabt, sie anzusehen...", sagte K?nig Jian zu Rodrick und brach ab. "Macht Ihr Euch Sorgen um Lord Xenon?" fragte Rodrick verstehend. K?nig Jian seufzte leise, als er an das Entsetzen auf Xenons Gesicht dachte, als dieser aus seinem Albtraum erwachte. Obwohl er nicht wusste, wovon Xenon getr?umt hatte, konnte K?nig Jian eine g¨¹ltige Vermutung anstellen. Es gab nur wenige Dinge, die Xenon so sehr ersch¨¹ttern konnten... eigentlich gab es nur eines. "Er ist so hastig abgereist, dass ich nicht sagen kann, ob es ihm gut geht. Dar¨¹ber hinaus hat er mich aus seinem Ged?chtnis verdr?ngt und mich gebeten, ihn in Ruhe zussen", murmelte K?nig Jian und hob eine Hand, um seine Schl?fe zu reiben. Das linderte die Schmerzen in seinem Kopf nicht, und das hatte K?nig Jian auch nicht erwartet, er war an solch ein Leiden bereits gew?hnt. "Sind die Schmerzen zur¨¹ckgekehrt? Soll ich Lord Everon rufen?" fragte Rodrick besorgt. "Nein... nein, Everon braucht seine Ruhe. Er hat sich sehr angestrengt, ich m?chte ihn nicht weiter bsten", lehnte K?nig Jian sofort ab. "Aber... es ist fast eine Woche her, seit Ihr das letzte Mal gescfen habt. Die Herren w¨¹rden unzufrieden sein, wenn sie w¨¹ssten, dass Ihr ihnen das verschweigt", wandte Rodrick ein. K?nig Jian warf Rodrick einen Blick zu, der einen sofortigen Protest in den Augen des Letzteren zum Schweigen brachte. "Sollen meine Br¨¹der auch an meinem Bett Wache halten und mich in den Scf singen?" fragte K?nig Jian mit hochgezogener Augenbraue. "Das habe ich nicht gemeint, mein Gebieter. Aber die Tr?nke, die Lord Everon aus den Schuppen der Opferge hergestellt hat, waren die einzige Sache, die Euch beim Scfen geholfen hat, und ohne sie...", sagte Rodrick leise murmelnd. "Mir geht es gut, nur ein paar Tage ohne Scf werden mich nicht umbringen." "Ich w¨¹rde die Kr?uter lieber f¨¹r Kalia und meinen Neffen verwenden. Auch wenn sie weg sind, ist meine Familie in Sicherheit und ich bin beruhigt", erwiderte K?nig Jian abwehrend. Rodrick sagte nichts weiter, holte die Berichte, wie es ihm K?nig Jian angewiesen hatte, brachte sie ihm und legte sie auf den Tisch. K?nig Jian griff nach einer Schriftrolle, doch seine Hand erstarrte auf halbem Weg. Sein Blick verengte sich leicht, als seine Sinne ihn auf eine pl?tzliche Ver?nderung in der Atmosph?re aufmerksam machten. Die Ver?nderung war gering, kaum wahrnehmbar, aber K?nig Jian wusste genau, wie es sich anf¨¹hlte, wenn die Hallen des Bergfrieds von Magie erf¨¹llt waren. Da war das leise Brummen, das von der Magie ausging, die W?nde des Bergfrieds waren aus alter Magie gemacht, sie konnten Magie definitiv erkennen.Aber es gab eine Art von Magie, von der sich K?nig Jian in Acht nahm... Dann gab es noch die Zauberei, die er absolut verabscheute - finstere, dunkle Magie, die die Ursache f¨¹r viele Probleme gewesen war. Vom schwarzen Netzwerk... bis hin zu der Stadt, ¨¹ber die man nicht sprechen durfte, alles hing mit dunkler Magie zusammen. ¨¹berall, wo die dunkle Magie zu sp¨¹ren war, bedeutete das ?rger. "Zauberei... jemand wendet dunkle Magie in meiner Festung an." murmelte K?nig Jian. Rodricks Augen weiteten sich vor Schreck ¨¹ber die Aussage von K?nig Jian. "Ich werde der Sache nachgehen." versicherte Rodrick sofort. "Ohne Zweifel... aber zuerst sehe ich nach Imagor. Das Kind ist gerade erst geboren, wer wagt es, in dieser Zeit Unruhe zu stiften?" zischte K?nig Jian mit d¨¹sterem Blick, als er aufstand. K?nig Jian verlie? sein Quartier und machte sich auf den Weg zur zweiten Ebene, wo er zeitgleich mit Menarx bei Lord Imagors Quartier eintraf. Die beiden Br¨¹der blickten sich an. "Hast du es gesp¨¹rt?" fragte K?nig Jian. "Tats?chlich, mein Lehnsherr. Kirgan und Cassian sind bereits dabei. Ich bin... f¨¹r alle F?lle gekommen." antwortete Menarx mit einer Verbeugung. K?nig Jian sprach nicht weiter und trat in das Quartier von Lord Imagor ein. Er war erleichtert, als er sah, dass Lady Kaliana noch immer schlief und Imagor an ihrer Seite sa?. In einem kleinen Bettchen in der N?heg das Ei und strahlte pulsierende Lebensenergie aus. Auch Lord Everon war anwesend und blickte auf das Ei hinunter. "Mein Lehnsherr?" fragte Imagor, erhob sich und ging zu K?nig Jian und Menarx, die beide einige Meter entfernt standen. Nach dem Blick in Imagors Augen zu urteilen, war er der Einzige der Br¨¹der, der noch nicht bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte. "Du hast dich ersch?pft, Imagor. Dein Geist ist m¨¹de und deine Sinne sind abgestumpft." erkl?rte K?nig Jian, als Imagor bei ihnen war. "Was ist passiert?" fragte Imagor besorgt. "Dunkle Magie." antwortete Menarx. "Hier im Drachenturm?!" schnappte Imagor erschrocken nach Luft, dann verh?rtete sich sein Blick vor Wut. "Ich hole meine Klinge." stie? Imagor bedrohlich hervor und wollte in den inneren Raum zur¨¹ckkehren, aber K?nig Jian hielt ihn zur¨¹ck. "Bleib hier ... und wache ¨¹ber deine Frau und deinen Sohn. Ich werde mich darum k¨¹mmern." entschied K?nig Jian. "Mein Lehnsherr... pers?nlich?" fragte Imagor. "B?se Vorzeichen...am Tag der Geburt deines Sohnes. Ich wei? nicht, wer den Tod heraufbeschw?rt, aber er wird ihn bekommen!" murmelte K?nig Jian und ballte die H?nde zur Faust. "Everon... ich m?chte dich bitten, auf sie aufzupassen." sagte K?nig Jian zu Lord Everon, der ruhig die Situation ¨¹berdachte. "Versteht sich." antwortete Lord Everon ohne zu z?gern. K?nig Jian drehte sich um und ging hinaus, Menarx folgte ihm. Sie erreichten den Aufzug, wo bereits jemand auf sie wartete. "Kaideon." begr¨¹?te K?nig Jian den W¨¹stenlord, der am Rand des Aufzugs lehnte. "Hat der W¨¹stenlord es auch gesp¨¹rt?" fragte Menarx wissend, und Kaideon nickte. "Deine Sinne sind am sch?rfsten, Kaideon. Wei?t du, wo die Quelle liegt?" fragte K?nig Jian, und Kaideon nickte erneut. "Wo?" fragte K?nig Jian, als er und Menarx in den Aufzug traten. Kaideon sah Menarx an und deutete leicht mit dem Kopf. K?nig Jian und Menarx, die den W¨¹stenlord schon seit Jahrhunderten kannten, verstanden seine Aussage ohne Worte. "Mein Bezirk..." murmelte Menarx verst?ndnisvoll und seine Augen blinzelten leicht. "Ich habe nicht gut aufgepasst, ich wage es nicht, Euch gegen¨¹berzutreten." entschuldigte sich Menarx sofort und senkte seinen Kopf in einer Verbeugung. K?nig Jian antwortete nicht sofort, aber nach einem Moment warf er Menarx einen Blick zu. "Aber du musst, in die Kerker dann. Kaideon, du wirst uns begleiten." wies K?nig Jian an. Chapter 162: Zwei sind besser als einer (Kap.162)

Chapter 162: Zwei sind besser als einer (Kap.162)

Je n?her K?nig Jian und Menarx den Kerkern kamen, desto st?rker wurde die Intensit?t der Magie und destouter wurde das unangenehme Ger?usch in ihren Ohren. W?hrend das Brummen der Magie r und sonor war, war der ng der dunklen Magie ein unheilvolles Klingeln, das von den W?nden des Bergfrieds widerhallte. F¨¹r die Drachen mit ihrem empfindlichen Geh?r war es ein durchdringendes Ger?usch, das unangenehme Erinnerungen an ihre Vorfahren und die Jahrhunderte weckte, in denen sie f¨¹r Magie anf?llig waren und ausgebeutet wurden. K?nig Jian st¨¹rmte hinunter in die Kerker, Cassian und Kirgan waren ihnen auf halbem Weg entgegengekommen, und so kamen alle f¨¹nf Drachenf¨¹rsten gleichzeitig in Menarx¡¯ Bezirk an. Der Ort, der als "Lord Menarx¡¯ Bezirk" bezeic wurde, war ein Teil der Kerker, in den die h?rtesten Verbrecher eingeliefert wurden, um von Menarx pers?nlich in Augenschein genommen zu werden. Diese Art von Verbrechern waren diejenigen, die die schwersten Verbrechen begangen hatten und bereit waren zu sterben, bevor sie ein Gest?ndnis ablegten. F¨¹r solche Verbrecher gab es immer noch Menarx, der mit seinen meisterhaften Verh?r- und Folterk¨¹nsten jede Person dazu bringen konnte, zu gestehen, was er wollte. Es war ein Bereich, der sorgf?ltig von Drachenw?chtern bewacht wurde, und als sie ankamen, stellten die f¨¹nf Drachenf¨¹rsten fest, dass das Viertel immer noch gut bewacht war. Die Drachenw?chter standen Wache, wie sie es immer taten, und auf den ersten Blick schien nichts in diesem Viertel fehl am tz zu sein. "Kaideon?" sagte K?nig Jian zu dem D¨¹nenf¨¹rsten. Kaideon ging voraus und f¨¹hrte den Rest des Weges durch die Kerker, er folgte abwechselnd der Spur der dunklen Magie, die er sp¨¹rte, bis sie zu einer bestimmten Zelle kamen. Dies war die Zelle, in der die Feen gefangen gehalten wurden, die versucht hatten, K?nig Jian zu vergiften, und obwohl die Zelle selbst unversehrt war, sah die Situation innerhalb der Zelle ganz anders aus. "Was machen die da?!" zischte Kirgan, als die Lord Dragons den Anblick der beiden Feen auf sich wirken lie?en. Beide sa?en mit gekreuzten Beinen in ihren jeweiligen Zellen, die Ketten, die sie fesselten, waren irgendwie verschwunden, und sie waren beide tief in Meditation versunken. Menarx hingegen stand zornig da, unf?hig zu uben, dass so etwas B?sartiges in seinem Bezirk geschehen konnte, Was K?nig Jian als erstes auffiel, war die Rune, die um die Feen herum gezeic war, die Rune war aus einer dicken roten Substanz gezeic, Und der stechende metallische Gestank machte deutlich, dass es sich um Blut handelte. Aus den seltsamen Ges?ngen, die von ihnen ausgingen, und der pulsierenden Aura der dunklen Magie in der Zelle war r, dass die beiden Feen einen Zauber wirkten. "Ist das wichtig?" fragte Cassian in einem bedrohlichen Ton. "Es spielt keine Rolle." stimmte Kirgan zu. Es ging nicht mehr darum, was die Feen taten, sondern um die Tatsache, dass sie es wagten, dunkle Zauberei zu praktizieren, selbst wenn sie eingesperrt waren. Es war eine stillschweigende ¨¹bereinkunft zwischen den Lorddrachen, dass es nicht mehr n?tig war, sie am Leben zussen. Ein leises Knurren entwich Kirgan, als er zu der Zelle st¨¹rmte und die T¨¹r mit einem Fu?tritt aufriss, so dass die Metallt¨¹r aus den Angeln flog und gegen die Wand krachte. "Halt! Stopp!" rief eine Stimme, kurz bevor Kirgan sich auf die erste Fee st¨¹rzen konnte. K?nig Jian warf einen Blick auf die Person, die ihn unterbrochen hatte, und seine Augenbrauen zogen sich leicht zusammen, als er den Feenf¨¹rsten der Lichthalle, Lord Nalon, entdeckte. Es ¨¹berraschte nicht, dass er von seinem Lorddrachen, Lord Vick, begleitet wurde. Lord Nalon war ein ker, hochgewachsener Mann mit kupferfarbenem Haar und honigbraunen Augen, dessen gespenstische Fl¨¹gel hinter ihm tterten, wenn er sich bewegte, was auf seinen aufgeregten Zustand hindeutete. Hinter ihm folgte Lord Vick, ein breiter und muskul?ser Lorddrache mit staubbraunem Haar und einem grimmigen Auftreten. Beide waren nach dem Vorfall in der Lichthalle festgenommen und an verschiedenen Orten im Bergfried eingesperrt worden, doch irgendwie waren sie gemeinsam im Kerker angekommen. "Unser Lehnsherr hat angeor, dass ihr bis auf weiteres in euren Quartieren bleiben m¨¹sst... ist das ein Akt der Missachtung?!" knurrte Cassian und versuchte, den Elfenf¨¹rsten daran zu hindern, sich K?nig Jian zu n?hern. "Mein Lehnsherr, Nalon w¨¹rde sich niemals Eurem Befehl widersetzen. Ich bitte Euch, ihn anzuh?ren." Lord Vick meldete sich zu Wort, um Lord Nalon vor Cassians Wut zu sch¨¹tzen. "Cassian, halt dich zur¨¹ck." befahl K?nig Jian. Cassian trat zur Seite, wie ihm befohlen wurde, und eubte den Lords Nalon und Vick, sich K?nig Jian zu n?hern. "Mein Lehnsherr, ich habe die Anwesenheit von dunkler Magie gesp¨¹rt und musste pers?nlich kommen." " Ich verspreche Euch, dies ist kein Zauber der Feen ... meine Art praktiziert keine dunkle Magie." begann Lord Nalon ernsthaft. "Das ist mir bewusst, sonst w¨¹rde ich Euresgleichen nicht in mein Schlossssen." erwiderte K?nig Jian ruhig, obwohl er angesichts der pulsierenden dunklen Magie ringsum alles andere als das war. "Dies ist ein Zauber der dunklen Magie, und obwohl alle Magiekundigen der dunklen Magie f?hig sind, ist es eine Kunst, die nicht leicht zu meistern ist." "Von allen, die noch leben und die dunklen K¨¹nste praktizieren, ist das Schwarze Netz das bekannteste." fuhr Lord Nalon fort. "Menarx ubt auch, dass Ihre Lichthalle durch das schwarze Netzwerk kompromittiert wurde. Aber ich h?tte nicht gedacht, dass es ein solches Ausma? annehmen w¨¹rde..." murmelte K?nig Jian und blickte zur¨¹ck zu den Feen, die noch immer in ihren Zauber vertieft waren. "Das ist meine Nachl?ssigkeit als Herr der Lichthalle. Ich werde jede einzelne von ihnen finden, die ihre Seelen an die Dunkelheit verkauft haben, ich werde nicht zssen, dass sie die Lichthalle noch weiter verunreinigen." schwor Lord Nalon feierlich. "Warum hast du Kirgan aufgehalten?" fragte Cassian von dort aus, wo er stand, und f¨¹hlte sich unwohl dabei, dass sich der Zauber der dunklen Magie immer noch direkt vor ihren Augen entfaltete. "Vergebt mir, mein Lehnsherr. Aber ich kenne mich ein wenig mit den dunklen K¨¹nsten aus, und ein Zauber wie dieser ... das ist ein Zauber, den Ihr nicht brechen wollt." sagte Lord Nalon in einem grimmigen Ton. "Kirgan...tritt zur¨¹ck." befahl K?nig Jian sofort, da er nicht bereit war, ein Risiko mit einem seiner Br¨¹der einzugehen. "Was f¨¹r ein Zauber ist es?" fragte K?nig Jian, als Kirgan sich in sicherer Entfernung von der Fee befand. "Mein Lehnsherr, es ist eine Art Illusionszauber." verriet F¨¹rst Nalon. "Ein Illusionszauber?" Menarx murmelte verwirrt. "Ein Illusionszauber ist ein ?u?erst m?chtiger Zauber der dunklen Magie, es ist ein Zauber, der auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist." "Das Ziel wird in eine Illusion hineingezogen, unf?hig zu erkennen, was real ist und was nicht, und innerhalb dieser Illusion werden die gr??ten ?ngste des Ziels zur Waffe gegen das Ziel." "Das Ziel steckt in einer Welt der Illusion fest, in der alles und jedes es t?ten kann." sagte Lord Nalon. K?nig Jians Augen verengten sich leicht, als er zu den Feen zur¨¹ckblickte. "Wer ist die Zielperson? Hinter wem sind sie her?" fragte K?nig Jian sofort. "Alles, was man braucht, ist ein pers?nlicher Gegenstand des Ziels, und der Zauber wird dort wirken, wo das Ziel ist." sagte Lord Nalon. "Ein pers?nlicher Gegenstand?" murmelte K?nig Jian, bevor er Kirgan zunickte. Kirgan ging zu der Fee hin¨¹ber und hockte sich hin, seine Augen tasteten die meditierende Fee ab, bevor sie sich auf der Hand der Fee niederlie?en, die zu einer Faust geballt war. Kirgan ?fe die Faust der Fee und zog einen Streifen Kleidung heraus, den er seinem Blick entgegenhielt. "Es ist ... ein St¨¹ck schwarzer Stoff." Kirgan sprach auf. "Schwarzer Stoff?!" rief Menarx, als er in die Zelle st¨¹rmte, Kirgan den Stoff aus der Hand riss und ihn zu seinem Blick hob, Fast sofort schlug ihm ein schwacher, aber ?u?erst vertrauter Geruch entgegen. Au?er Lord Xenon gab es im Bergfried nur eine Person, die ausschlie?lich schwarze Kleidung trug, und dieser Geruch war unverkennbar. Ein Geruch, der Menarx in jedem Moment in den Sinn kam, wie konnte er ihn nicht erkennen? "Veah! Das ist die von Neveah!" rief Menarx aus, und seine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als er zu K?nig Jian zur¨¹ckeilte und ihm den schwarzen Stoffstreifen reichte. K?nig Jian runzelte leicht die Stirn, aber er zweifelte nicht an Menarx¡¯ Schlussfolgerung. Aus welchem Grund auch immer... auch er erkannte diesen Geruch sofort, seine Laken verstr?mten nach jener Nacht denselben Duft... Hatte er nicht deshalb w¨¹tend angeor, dass sie gewechselt werden sollten? "Warum genau sollten sie es auf das M?dchen abgesehen haben?" murmelte K?nig Jian leise vor sich hin. "Musst du das fragen?" konterte Menarx und warf K?nig Jian einen finsteren Blick zu. K?nig Jian verstand, was Menarx meinte, auch wenn niemand wagte, es auszusprechen... au?er Xenon. Tatsache war, dass Neveah in jener Nacht in der Lichthalle ihr Leben riskiert hatte, um K?nig Jian zu retten, und im Gegenzug hatte sie den n des schwarzen Netzwerks vereitelt. Das bedeutete, dass sie nun zu jemandem geworden war, den sie loswerden wollten. "Kann der Bann gebrochen werden?" fragte K?nig Jian Lord Nalon. "Ich f¨¹rchte ... ein bereits ausgesprochener Zauber kann nur von der Zielperson selbst gebrochen werden, deshalb habe ich Lord Kirgan aufgehalten." " Wenn jemand den Zauber in diesem Moment unterbricht... werden sowohl die Zaubernden als auch das Ziel sterben." "Wer auch immer sie ist... wo auch immer sie ist, sie wird ihrem Tod ins Auge sehen und niemand von euch kann sie retten." sagte Lord Nalon in einem grimmigen Ton. K?nig Jians Blick verfinsterte sich bei diesen Worten und er warf einen Blick auf Menarx, der sichtlich vor Wut zitterte. "Ich werde sie finden ... bitte mich nicht, mich nicht einzumischen." stellte Menarx r. "Zwei sind immer noch besser als einer..." murmelte K?nig Jian, w?hrend er auf den schwarzen Stoffstreifen hinunterblickte, bevor er den Kerker verlie?. Chapter 163: A Silhouette (Ch.163)

Chapter 163: A Silhouette (Ch.163)

Ein dichter wei?er Nebel sickerte aus dem Wald vor uns, so dicht, dass er den Wald vollst?ndig verdeckte und immer n?her an den Rand der Klippe kroch, wo Neveah stand. Was ist das ... was ist hier los? dachte Neveah und kniff misstrauisch die Augen zusammen. ¡¯Magie... sei vorsichtig, Veah¡¯, dachte Neveahs Wolf in einem grimmigen Tonfall. Im einen Moment konnte Neveah die beiden Feen noch sehen, doch im n?chsten Moment waren sie aus dem Blickfeld verschwunden, verschluckt von dem dichten wei?en Nebel. Das letzte, was Neveah von ihnen sah, war das finstere L?cheln auf ihren Lippen und das b?sartige Glitzern in ihren Augen, und die letzten Worte der m?nnlichen Fee hallten ¨¹berall um Neveah herum wider. "Du bist stark ... das ist wahr. Aber wie stark kannst du sein, wenn deine gr??ten ?ngste... zum Leben erwachen?" hatte die m?nnliche Fee gesagt, und diese Worte erngen wieder und wieder, als sie aus dem Blickfeld verschwanden. Als der Nebel die beiden Feen verschluckte, begann er, n?her an Neveah heranzukriechen. Neveah wich einen Schritt zur¨¹ck und blickte hinter sich, als sie feststellte, dass sie sich bereits am Rande der Klippe befand. Wenn Neveah sich noch weiter zur¨¹ckzog, w¨¹rde sie vom Rand der Klippe st¨¹rzen und den sicheren Tod finden. Das Rauschen der Wellen weit unten hallte noch immer in Neveahs Ohren wider, allein die Ger?usche verrieten, wie stark die Str?mung war. Neveah w¨¹rde niemals in der Lage sein, gegen solche Str?mungen anzuk?mpfen, sie konnte diesen Sturz einfach nicht riskieren. Doch der Nebel kam immer n?her, und Neveahs Augen tterten zu, als er alles um sie herum verg und sie sp¨¹rte, wie sie mit aller Kraft nach vorne gezogen wurde und direkt in seine Mitte fiel. Einutes Klingeln durchdrang Neveahs Augen und ihre H?nde schossen nach oben, um sich die Ohren zuzuhalten, als sie von dem wei?en Nebel herumgewirbelt wurde. Als das Klingeln verklungen war, konnte Neveah endlich ihre Ohren lossen und ihre Augen ?fen sichngsam. Einen Momentng sah sie nur den wei?en Nebel, der um sie herumwirbelte, und seltsames Fl¨¹stern, gespenstisches Rauschen und Murmeln ert?nte von ¨¹berall her, als w¨¹rde der Nebel selbst die Ger?usche erzeugen. Die Ger?usche selbst waren erschreckend, und Neveah holte tief Luft, um ihr Herz zu beruhigen. Neveah blickte sich um, aber es war vergeblich. Sie konnte kaum einen Zentimeter vor sich sehen. "Was f¨¹r eine Art von Zauberei ist das..." murmelte Neveah in einem misstrauischen Ton. Neveah konnte nicht verstehen, was hier vor sich ging, sie war mit der Funktionsweise der Magie nicht vertraut, Aber wenn es etwas gab, das Neveah mit Sicherheit wusste, dann war es die Tatsache, dass sie sich in diesem Augenblick in gro?er Gefahr befand. Ihre Instinkte schrien danach, und Neveah wusste, dass sie den Weg aus dem Nebel finden musste, wenn sie eine ¨¹berlebenschance haben wollte. H?re auf ein Ger?usch. Filtere das Murmeln aus dem Nebel heraus undusche genauer...¡¯ Neveahs Wolf f¨¹hrte sie. Neveah folgte der Anweisung ihres Wolfes sofort, ihre Augen tterten zu. Neveah blendete all ihre anderen Sinne aus und konzentrierte sich nur auf die Ger?usche, die sie um sich herum h?rte. Das Fl¨¹stern und Murmeln, das aus dem Nebel selbst kam, vernebelte Neveahs Geh?r, aber sie filterte es durch und konzentrierte sich darauf, jedes andere Ger?usch aufzufangen, das ihr eine Richtung geben konnte. Und dann fing Neveah ein Ger?usch auf. Es war kaum h?rbar, aber es unterschied sich von den eindringlichen Ger?uschen, die um Neveah herum erngen. Es ng wie ein entferntes Atmen, und Neveahs Augen rissen auf. "Jemand ist hier... Wo auch immer hier ist..." murmelte Neveah vor sich hin. Ohne Zeit zu verlieren, folgte Neveah schnell dem Atemger?usch und lie? sich von ihrem Geh?r durch den Nebel leiten. Der Nebel war eiskalt und Neveah g ihre Arme um sich, w?hrend sie sichngsam, aber vorsichtig bewegte. Es dauerte nichtnge, aber bald lichtete sich der Nebel, und Neveah blinzelte leicht, als sie in der Ferne eine Silhouette entdeckte. Die Silhouette war die eines gut gebauten Mannes mit pechschwarzem Haar, und ein Gef¨¹hl der Vertrautheit regte sich in Neveahs Herz. "Xenon?" murmelte Neveah zu sich selbst, w?hrend sie ihren Schritt beschleunigte. Die einzige Person mit pechschwarzem Haar, die bei Neveah ein so intensives Gef¨¹hl der Vertrautheit ausl?sen konnte, musste Xenon sein, das wusste sie ohne Zweifel. Neveah eilte in diese Richtung, und die ferne Silhouette wurde deutlicher, als sich der Nebel aufl?ste und einen Wald zum Vorschein brachte. In ihrer Eile, zu der Silhouette zu gngen, bemerkte Neveah nicht, wie vertraut ihr dieser Wald war, sie sah nur den Mann vor sich. Obwohl er ihr den R¨¹cken zuwandte, war er in einen schwarzen Umhang gekleidet, was Neveah noch mehr davon ¨¹berzeugte, dass es sich um Xenon handelte. Xenon ist hier... jetzt ist alles in Ordnung... dachte Neveah erleichtert zu ihrer W?lfin. Sei vorsichtig, Veah, irgendetwas f¨¹hlt sich komisch an...¡¯ dachte Neveahs W?lfin besorgt, obwohl sie Neveah nicht davon abhielt, sich dem Mann zu n?hern. Jetzt war Neveah nur noch wenige Schritte von ihm entfernt und so stand sie auf und rief ihm zu. "Xenon ... was ist das f¨¹r ein Ort?" fragte Neveah besorgt. Es kam keine Antwort, und Neveahs Brauen zogen sich leicht zusammen. "Xenon?" rief Neveah erneut und streckte eine Hand aus, aber Neveahs Hand erstarrte in der Luft, als sie eine Stimme h?rte. Diese Stimme kam ihr tats?chlich bekannt vor, doch es war eine Stimme, von der Neveah nie gedacht h?tte, dass sie sie noch einmal h?ren w¨¹rde. "Du nennst mich den Namen eines anderen ... wie kannst du es wagen, mich zu vergessen, Omega?" Sagte die Stimme. Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen, als der Mann sich umdrehte und stechend gr¨¹ne Augen zum Vorschein kamen, wo eigentlich pechschwarze Kugeln sein sollten, Und ein Gesicht, das ganz bestimmt nicht Xenon war ... nein, es war das Gesicht von Neveahs Albtraum. Ein Schauer des Entsetzens lief Neveah ¨¹ber den R¨¹cken und ihre H?nde zitterten sichtlich. "A... Alessio..." stotterte Neveah und taumelte r¨¹ckw?rts, als sie mit dem Schrecken konfrontiert wurde, den sie in der Eclipse Domain zur¨¹ckgssen hatte. Ein pulsierendes Gef¨¹hl machte sich in Neveahs Herz breit und ihre Hand schoss zu ihrer Brust, als das Paarungsband... Dieses verfluchte Band, das sie in den Tiefen ihres Herzens vergraben hatte, erwachte zum Leben, stark und ¨¹berw?ltigend. "Omega..." begann Alessio, "Nicht... nenn mich nicht so... mein Name ist Neveah..." Neveah stotterte in einem zittrigen Tonfall. "Omega..." sagte er erneut, als wolle er Neveah r machen, dass dies tats?chlich ihr wahrer Name war. "Hast du vergessen, wer du bist? ...Zu wem du wirklich geh?rst?" fragte Alessio, w?hrend er einen Schritt nach vorne machte. Neveah wich wieder zur¨¹ck, ihr Herz schlug so schnell und das Paarungsband zerrte heftig an ihr, vengte, dass sie sich ihm n?herte und nicht entfernte. Aber Neveah k?mpfte gegen diesen ¨¹berw?ltigenden Drang an, sie w¨¹rde sich niemals von dem Paarungsband beherrschenssen. "Du bist meine Gef?hrtin ... meine! Der Sch?pfer wollte, dass wir zusammen sind... du kannst niemand anderen haben!" "Wie kannst du es wagen, nach einem anderen zu rufen?! Wie kannst du es wagen, dein Herz einem anderen zu schenken?! Du bist mein!" br¨¹llte Alessio, und seine Stimme ersch¨¹tterte den Wald selbst. Alessios Augen leuchteten in einem hellen Gr¨¹n, um die Anwesenheit seines Wolfes Terran an der Oberfl?che zu zeigen. "Nein...nein! Ich werde niemals dir geh?ren! Niemals!" br¨¹llte Neveah zur¨¹ck und sch¨¹ttelte w¨¹tend den Kopf. Das Schicksal konnte sie nicht mit einem Schrecken verkuppeln und ihr keinen Auswegssen, das w¨¹rde Neveah niemals dulden. "Du kannst es leugnen, so viel du willst, Omega, aber das Band schwelt in dir... du kannst niemals mit einem anderen zusammen sein, denn mein Schatten wird immer ¨¹ber deinem Herzen schweben..." "Ich erinnere dich daran, dass du Omega... du hast mich geliebt..." sagte Alessio in einem wissenden Ton. "L¨¹gen...alles L¨¹gen!" zischte Neveah, w?hrend sie gegen das Ziehen des Paarungsbandes in ihr ank?mpfte. Alessio kam n?her, und bei jedem Schritt, den er n?her kam, wich Neveah einen Schritt zur¨¹ck. Nur, dass jedes Mal, wenn Neveah einen Schritt zur¨¹ckwich, ein scharfer Schmerz ihr Herz durchbohrte, als w¨¹rde sie einen Dolch tiefer in ihr Herz sto?en. "Du kannst es abstreifen, aber du wirst es nie loswerden ... mich ..." erkl?rte Alessio mit einem besessenen Grinsen auf den Lippen. "Du bist ein D?mon..." knurrte Neveah und atmete schwer. Alessio neigte den Kopf zur Seite und am¨¹sierte sich ¨¹ber Neveahs Anschuldigung. "Das bin ich in der Tat... aber Liebe, ich bin dein innerer D?mon..." "Du kannst also weufen, so weit du willst, aber du kannst niemals vor deinem Schicksal davoufen. Alessio Terran Lothaire ist dein Schicksal... Omega." "Im Leben... und im Tod... f¨¹r alle Ewigkeit..." sagte Alessio deutlich. Jedes Wort, das Alessio sagte, zerriss Neveahs Herz und Tr?nen stiegen ihr in die Augen und liefen ihr ¨¹ber die Wangen. "Was willst du... was willst du von mir?" fragte Neveah in zittrigem Tonfall. "Dich zur¨¹ck zum Anfang bringen... zu deinem Anfang..." sagte Alessio zu Neveah mit einem Grinsen. "Mein Anfang... und woher willst du etwas davon wissen?" fragte Neveah verbl¨¹fft. "Weil dieser Tag... dein Ende h?tte sein m¨¹ssen." zischte Alessio. Der schwarze Umhang verschwand von seinem R¨¹cken und ein furchterregendes Knurren entwich seinen Lippen, w?hrend seine Krallen und Eckz?hne l?nger wurden. In Alessios Augeng ein m?rderischer Blick, genau wie an jenem Tag... dem Tag, an dem Alessio sie get?tet hatte... Chapter 164: Ein Irrtum zum Sterben (Kap.164)

Chapter 164: Ein Irrtum zum Sterben (Kap.164)

Ein k¨¹hles Gef¨¹hl des Schreckens legte sich in Neveahs Herz, sie wusste genau, was kommen w¨¹rde ... sie hatte immer gewusst, dass dieser Tag wieder kommen w¨¹rde. Alles, was Neveah getan hatte, war, um zu verhindern, dass ihr dasselbe Schicksal ein zweites Mal widerfuhr, und trotz all ihrer Bem¨¹hungen konnte sie nicht uben, dass sie immer noch hier war. Neveah warf einen Blick in die Runde, sie hatte sich ihre Umgebung nicht genau angesehen, und so wurde ihr erst jetzt bewusst, wie vertraut ihr der Wald um sie herum eigentlich war. Es war der Wald oben in Mount Vernon, der Ort, an dem Neveah gestorben war. "Wie kann ich nur wieder hier sein ...?" dachte Neveah best¨¹rzt bei sich. "Wie ich schon sagte, du kannst deinem eigenen Schicksal nicht entkommen, Veah." antwortete Alessio auf Neveahs Gedanken, sein Tonfall war kehlig. Neveahs Augen weiteten sich leicht, als sie feststellte, dass Alessio auch ihre Gedanken h?ren konnte, und es machte ihr umso deutlicher, dass dies nicht m?glich sein konnte. "Du..." begann Neveah, hielt aber inne und holte tief Luft. Du hast das hinter dir, Veah... du hast das hinter dir. erinnerte sich Neveah. "Du machst mir keine Angst." beendete Neveah schlie?lich in einem gezwungen ruhigen Ton. Alessio hob eine einzelne Augenbraue und machte einen Schritt nach vorne, doch dieses Mal wich Neveah nicht zur¨¹ck, sie blieb standhaft und sah Alessio direkt in die Augen. All der Schmerz, den Neveah durch die Hand ihres vermeintlichen Gef?hrten erlitten hatte, schoss ihr durch den Kopf und Wut stieg in Neveahs Herz auf. Damals hatte Neveah nicht gewagt, f¨¹r sich selbst zu sprechen oder sich zu verteidigen, aber diese Zeiten waren l?ngst vorbei... Diesmal war Neveah anders. "Du machst mir keine Angst." sagte Neveah wieder, ihr Tonfall viel fester und ¨¹berzeugter. "L¨¹gen ... wie kannst du deinen eigenen Albtraum nicht f¨¹rchten?" zischte Alessio w¨¹tend. Neveah spottete ¨¹ber Alessios Reaktion, und dieses Mal war sie es, die einen Schritt auf ihn zuging. "H?r zu, k?niglicher Prinz ... du bist ein niedertr?chtiger Feigling, der mich von hinten angegriffen hat, weil du genau wusstest, dass du mir niemals direkt gegen¨¹bertreten kannst." "Du bist ein erb?rmlicher Verlierer, dessen ganze Welt an der Erkenntnis zerbricht, dass es noch einen anderen gibt, der genauso einen Anspruch auf den Thron hat wie du..." Neveah hielt inne und kicherte leise. Je mehr sie sprach, desto mehr wurde ihr bewusst, wie wahr ihre Worte waren. Alles, was Alessio ihr angetan hatte, geschah nur, weil er derjenige war, der Angst hatte ... Angst davor, wie m?chtig sie werden k?nnte, Angst davor, was sie ihm wegnehmen w¨¹rde, Angst davor, was er f¨¹r sie empfand... "Du bist derjenige, der mich immer geliebt hat, Alessio... war das nicht der einzige Grund, warum du mich so sehr gequ?lt hast? Um deinen Gef¨¹hlen zu trotzen?" fragte Neveah schmunzelnd. "Du hast es gewagt, mir die Schuld an all deinen Fehlern zu geben. Hast du gehofft, ich w¨¹rde vor Angst zusammenbrechen, damit du deinen Willen bekommst, so wie du es fr¨¹her getan hast?" " Hast du wirklich geubt, dass ich noch so schwach bin?" Neveah zischte und trat noch einen Schritt n?her an Alessio heran. "Ich, Neveah ... ich bin nicht das M?dchen, das du kanntest, Alessio." stellte Neveah in einemngsamen und festen Tonfall r, wobei sie jedes Wort so betonte, dass Alessio es deutlich h?rte. "F¨¹r eine unbedeutende Existenz wie du es bist ... bist du es ¨¹berhaupt wert, dich meinen Albtraum zu nennen?" knurrte Neveah w¨¹tend und ihre Augen blitzten. Die Wut, die in Neveah aufstieg, brannte durch ihre Adern und erinnerte sie daran, dass sie einst nur ein Funke war, der nun zu einer lodernden mme geworden war. Sie war nicht l?nger jemand, der sein Haupt vor einem anderen beugen musste, um zu ¨¹berleben... allein mit ihrer Macht w¨¹rde Neveah ihr eigenes Schicksal bestimmen. Alessio war von Neveahs Reaktion verbl¨¹fft, aber Neveah war noch nicht fertig. "Dewegen... habe ich gelernt, einem anderen niemals den R¨¹cken zuzuwenden. Du bist ein D?mon... das ist wahr. Aber hast du vergessen, dass du mich auch zu einem gemacht hast?" "Was ubst du, wer von uns beiden ist der gr??ere D?mon?" fragte Neveah, und ihre Lippen verzogen sich zu einem Grinsen. "ubst du wirklich, du kannst meinen Verstand aushebeln und mich mit einer Erinnerung an ihn schw?chen?! Zeig mir dein wahres Gesicht!" knurrte Neveah und st¨¹rzte sich auf ihn. Ihre Krallen verl?ngerten sich und ummmerten Alessios Hals, bevor er ihre Bewegung ¨¹berhaupt wahrnehmen konnte. Neveahs Augen gl¨¹hten, ihr Wolf kam an die Oberfl?che, als sie Alessio an seinem Hals hochhob und ihn unsanft gegen einen Baum schleuderte. "Wenn du hoffst, meine ?ngste zu manipulieren ... solltest du nicht mit jemandem anfangen, den ich verabscheue ... denn dann wirst du dich meinem Zorn stellen m¨¹ssen ..." knurrte Neveah. Alessio wehrte sich gegen Neveahs Griff, doch ihre Krallen schlossen sich um seinen Hals und quetschten das Leben aus ihm heraus. "Veah! Ich bin es... ich bin Alessio..." keuchte Alessio und krallte sich an Neveahs H?nden fest. Neveah kicherte leise und beugte sich n?her zu dem Gesicht, das ihr so vertraut war, obwohl sie wusste, dass es nur eine Nachahmung war. "Ich sehe, du dachtest, ich w¨¹rde ihn niemals t?ten k?nnen... wenn du in meinem Kopf bist, solltest du genauer hinsehen und wissen, dass..." " Ich habe jede Nacht meines Lebens davon getr?umt, ihn in Fetzen zu rei?en! Zwei Lebenng!" br¨¹llte Neveah mit einem animalischen Knurren. "Dachtest du wirklich, ich w¨¹rde auf diesen fadenscheinigen Zauber hereinfallen? Wenn du denjenigen verk?rpern willst, den ich f¨¹rchte ... dann musst du ihn erst einmal so kennen wie ich." fl¨¹sterte Neveah, "Alessio Terran Lothaire hat nie so viele Worte gemacht ... alles, was er sagen wollte, hat er mir gezeigt ... auf die qualvollste Art und Weise." Neveah erinnerte sich mit einem leisen Glucksen. "So... er hat das Lebenngsam aus mir herausgequetscht... ohne ein Wort zu sagen, bis ich nichts anderes mehr tun konnte, als mich seinem Willen zu unterwerfen..." Neveah beugte sich weiter vor, so dass sie direkt an Alessios Ohr war. "Und dann fl¨¹sterte er mir zu...¡¯Menvi El Lumet Kur¡¯..." "Diese Worte sollten mich daran erinnern... dass er immer zu mir kommen w¨¹rde..." fl¨¹sterte Neveah in leisem Ton. "Aber wei?t du... ich habe einmal geubt, dass er mich niemals wirklich t?ten k?nnte, aber er hat es getan..." "Mit der gleichen M¨¹nze habe ich mir geschworen... wenn ich diesen D?mon jemals wieder zu Gesicht bekomme, werde ich ihn t?ten." Neveah zischte in einem bedrohlichen Ton. "Du h?ttest dich f¨¹r jemand anderen ausgeben sollen... f¨¹r irgendjemand anderen als ihn. F¨¹r diesen Fehler musst du sterben." beendete Neveah mit einem Schmunzeln. Chapter 165: Nicht vorbei (Kap.165)

Chapter 165: Nicht vorbei (Kap.165)

Neveahs Hand bewegte sich in einer scharfen Drehung und brach das zerbrechliche Genick in ihrem Griff, ein durchdringender Schrei entkam Alessios Imitator und ersch¨¹tterte den Wald selbst. Neveah konnte nur entsetzt zusehen, wie das Gesicht von Alessio ckerte und sich immer mehr verzerrte, bis seine gesamte Gestalt in Funken der Magie explodierte, Die Explosion setzte eine unsichtbare Kraft frei, die Neveah durch die Luft zur¨¹ckschleuderte und mit knochenbrecherischer Wucht auf den Boden krachte. Die Stelle, an der Neveah zu Boden ging, befand sich inmitten des wei?en Nebels, der sie wieder einmal von allen Seiten einh¨¹llte. Ein leiser Schmerzenut entwich Neveahs Lippen, als sie sich umdrehte, bis sie schwer atmend auf dem Bodeng. Neveah starrte nach oben, ihr Brustkorb hob und senkte sich schnell. Sieg einfach nur da und starrte in den Nebel hinauf, w?hrend das Fl¨¹stern und Zischen um sie herum widerhallte. "Warum bin ich noch hier? Ist es noch nicht vorbei?" fl¨¹sterte Neveah zu sich selbst, w?hrend sie darum k?mpfte, ihr rasendes Herz zu beruhigen. Das Paarungsband pulsierte noch immer in ihr, und Neveah biss die Z?hne zusammen, es war nur ein Zauber gewesen, doch die Erinnerung an Alessio hatte das verfluchte Band geweckt. Neveah seufzte schwer und setzte sich auf, auch wenn sie nichts als den wei?en Nebel sehen konnte. "Wir m¨¹ssen hier raus, wir k?nnen nicht zunge hier drin bleiben." meinte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah nickte und k?mpfte sich auf die Beine, erstarrte aber, als ihre Ohren das deutliche Ger?usch eines Schluchzens wahrnahmen. Neveah blieb wie erstarrt stehen unduschte genau, und tats?chlich erreichte sie das Ger?usch eines entfernten Schluchzens. "Was ist es dieses Mal? Meinst du, es ist klug, seiner Spur noch einmal zu folgen?" fragte Neveah ihre W?lfin. "Ich ube nicht, dass wir eine Wahl haben." meinte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah seufzte leise, als sie auf das Ger?uschuschte und ihmngsam folgte. Es dauerte nur einen kurzen Spaziergang, bis sich der wei?e Nebel wieder zur¨¹ckzog, so wie er es zuvor getan hatte. Was sich ihr offenbarte, war ein Anblick, der Neveah in Erstaunen versetzte. Weit vor ihr erstreckte sich eine W¨¹ste aus reinem wei?en Schnee. Schnee, so weit das Auge reichte, und Neveah kniff die Augen zusammen, als sie sich umschaute, bis sie eine seltsame Frau entdeckte. Die Frau stand inmitten des Schnees, leise Schluchzer erngen von ihr, und jeder Schluchzer war von gro?er Verzweiflung erf¨¹llt. Ein kaltes Gef¨¹hl machte sich in Neveahs Herz breit, nicht wegen der schluchzenden Frau... Was Neveah zutiefst ersch¨¹tterte, war die Farbe des Haares dieser Frau... ein reines Wei?, so makellos wie die frischen Schneetropfen selbst. Und dieser Anblick weckte in Neveah eine Erinnerung. ...Der Winter naht, Veah. Als der erste Schnee zu rieseln begann, wurde ich an deine Mutter erinnert... mit Haar so wei? wie Schnee, ihr Name war Eira... Neveah erinnerte sich, dass Alpha-K?nig Lothaire diese Worte auf einen Zettel geschrieben hatte, der ihr im Eclipse Hunt Pack zugeschickt worden war. Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf, ein zittriger Atem entrang sich ihr, als sie einen Schritt zur¨¹cktrat. Ihre H?nde zitterten, und ihr Herz raste wie wild, weil sie wusste, was das werden w¨¹rde. "Nein ... nicht das ... nicht sie ..." murmelte Neveah vor sich hin, als sie sich abwandte und versuchte, in die entgegengesetzte Richtung zur¨¹ckzugehen, so weit weg von der Frau mit dem schneewei?en Haar, wie sie konnte. Aber Neveah merkte, dass sie keinen einzigen Schritt machen konnte, als ob ein schweres Gewicht auf ihre Glieder dr¨¹ckte, ihre Beine wollten sich nicht bewegen. "Veah ..." rief eine zitternde Stimme hinter Neveah. Das Schluchzen war verklungen, Neveahs Herz sank, als sie leise Schritte h?rte, die sich ihr von hinten n?herten. Neveah k?mpfte gegen die unsichtbare Kraft, die sie wie angewurzelt auf der Stelle hielt, aber sie konnte nichts dagegen tun, so sehr sie sich auch anstrengte, ihre Beine lie?en sich nicht bewegen. "Ich kann es mit allem und jedem aufnehmen, aber nicht mit ihr ..." fl¨¹sterte Neveah zu sich selbst, als sie sp¨¹rte, wie die Panik in ihr hochkochte. "Veah... mein Kind..." rief die Stimme erneut, Obwohl Neveah wusste, dass sie nicht echt war, obwohl sie wusste, dass alles nur ein Zauber war, l?sten diese Worte einen Schmerz in ihrem Herzen aus und ein Schluchzen kroch in ihrer Kehle hoch. Neveah biss sich auf die Lippe, um es zur¨¹ckzuhalten, ihre H?nde ballten sich zu F?usten, w?hrend sie versuchte, Kraft aus dem Mantra in ihrem Kopf zu sch?pfen. Es ist nicht echt... sie ist nicht echt... skandierte Neveah in ihrem Kopf. Neveah erstarrte in dem Moment, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte und eine K?lte ausstrahlte, die tief in ihre Knochen drang. "Geh weg von mir..." fl¨¹sterte Neveah, als die Hand ¨¹ber ihre Schulter wanderte. "Veah, mein liebes Kind... ich habe mich so sehr nach dir gesehnt. Warum wendest du dich von mir ab?" fl¨¹sterte die Frau in Neveahs Ohren, w?hrend ihre Hand zu Neveahs geballter Faust hinab wanderte. "Nimm meine Hand, Kind. Nimm meine Hand und komm mit mir ...ss mich dich von all dem wegbringen ..." beschwichtigte die Frau. Neveah biss sich auf die Lippe, es war erschreckend, wie r sie wusste, dass dies alles ein Zauber war, doch ihr Herz war versucht, darauf hereinzufallen... die angebotene Hand zu nehmen und alles andere zu vergessen. Es war nicht einmal das erste Mal, dass Neveah so dumm war, ihr ganzes Lebenng... der einzige Grund, warum sie es nicht gewagt hatte, sich der Kontrolle des Alphak?nigs zu entziehen, war nichts anderes als ihr Wunsch, etwas ¨¹ber ihre Mutter zu erfahren. Um auch nur das kleinste Detail zu erfahren, war Neveah bereit, alles zu tun, was der Alphak?nig ihr befahl... selbst wenn es gegen alles ging, wof¨¹r sie stand. Das war schon immer ihre gr??te Schw?che gewesen, und wieder einmal wurde sie ihr vor Augen gef¨¹hrt, und Neveahs Herz geriet ins Wanken. "Du bist nicht sie..." zischte Neveah in einem zittrigen Ton. Die Frau reagierte nicht sofort, stattdessen wanderte ihre Hand an Neveahs Arm hinauf zu ihrer Schulter und dann wieder hinunter zu ihrem Arm. Kurz bevor sich der Griff der Frau schmerzhaft festigte, fr?stelte Neveah, als sich kalte Schauer ¨¹ber ihren K?rper ausbreiteten, als w?re sie in Schnee getaucht. "Und wie kannst du dir sicher sein ... du hast sie nie gekannt, nicht wahr?" erwiderte die Frau leise fl¨¹sternd. Chapter 166: Solange Sie k?nnen (Kap. 166)

Chapter 166: Snge Sie k?nnen (Kap. 166)

"Und wie kannst du dir da sicher sein... du hast sie nie gekannt, oder?..." Die Frau antwortete leise fl¨¹sternd. "Du bist nicht sie." wiederholte Neveah und schloss die Augen, um ihre Gef¨¹hle zu unterdr¨¹cken. "Vielleicht... aber ich k?nnte dir von ihr erz?hlen, wenn du willst." bot die Frau mit einem leisen Glucksen an. "Woher wollen Sie etwas ¨¹ber meine Mutter wissen?" fragte Neveah mit einem Stirnrunzeln. "Es gibt Dinge, die dein Herz wei?... aber dein Verstand nicht. Ich k?nnte Euch Euer Herz zeigen... und im Gegenzug m¨¹sst Ihr mir Euer Leben schenken." Die Frau feilschte. "Warum sollte ich zu einem solchen Tausch bereit sein?" fragte Neveah in leisem Ton. "Ihr m¨¹sst nicht bereit sein. Wo ist dein Zorn? Wo ist Euer Feuer? Warum kannst du deine eigenen F¨¹?e nicht bewegen?" Die Frau spottete. "In dieser Welt schw?cht dich nur dein gr??ter Albtraum." "Deine Sehnsucht nach einem, den du nie gekannt hast, ist das nicht die gr??te Fessel um dein Herz?" fragte die Frau erneut. "Diesmal hast du recht ... das ist meine gr??te Schw?che ... das ist mein wahrer Albtraum." fl¨¹sterte Neveah leise, w?hrend sie einen ersch¨¹tternden Atemzug einsaugte. "Dann wirst du von nun an nur noch schw?cher werden... die Fesseln deiner Sehnsucht werden die Fesseln sein, die dich daran hindern, diesem Albtraum zu entfliehen... du bist besiegt." Die Frau gackerte siegessicher; Neveah sp¨¹rte, wie die Hand der Frau von ihrer Schulter zu ihrem Nacken wanderte und sich der Griff von Sekunde zu Sekunde fester anf¨¹hlte. Neveahs Augen tterten zu, als sie sich w¨¹nschte, dass sich ihr Herz beruhigen w¨¹rde. "Ich sehne mich nach ihr... Diese Wahrheit kann ich nicht leugnen. Doch wenn ich einen Abschluss finden will, darf ich noch nicht sterben." murmelte Neveah leise vor sich hin. "Meine Gef¨¹hle kontrollieren mich nicht, sondern ich entscheide selbst, wie viel Einfluss sie auf mich haben." fuhr Neveah fort. Sie sp¨¹rte, wie ihr Herz still wurde und in die kalte Schale zur¨¹ckkehrte, die sie zu ihrem eigenen Schutz um es herum gebaut hatte. Ihr Herz konnte sich nach ihrer Mutter sehnen... das tat es immer, aber genau wie bei der Partnerschaftsbindung war Neveah daran gew?hnt, ihre eigenen W¨¹nsche zu bek?mpfen. Neveah hob eine Hand zu der Hand um ihren Hals, ergriff sie und zogngsam daran. "Was die k?rperliche Kraft angeht, sind Feen den Werw?lfen unterlegen." stellte Neveah mit leeren Augen fest, als sie sich mit einer einzigen Hand aus dem Griff der Feen befreite. "Auch ohne meine Beine kann ich dich genauso leicht t?ten... selbst wenn alle meine Gliedma?en festgehalten werden, w¨¹rde ich immer noch einen Weg finden, dich zu t?ten." "Warum? Weil niemand entscheiden kann, wann mein Leben endet ... nicht dieses Mal." murmelte Neveah, w?hrend sie die Fee nach vorne zerrte, damit sie ihr direkt in die Augen blicken konnte. Wie Neveah erwartet hatte, war das Gesicht das der weiblichen Fee. Wie konnten sie wirklich Neveahs Mutter verk?rpern, wenn es in Neveahs Kopf keine Erinnerung an sie gab? Neveah hatte ihre Mutter nie kennengelernt, sie wusste nicht, wie ihre Mutter aussah, alles, was Neveah wusste, war ein Name und die Haarfarbe ihrer Mutter. "Du bist nichts weiter als eine vessene Existenz! Dein Gef?hrte wollte dich nicht... deine Familie wollte dich nicht... sogar deine Mutter wollte dich nicht!" Die Fee br¨¹llte in Neveahs Gesicht. "Das wei? ich bereits... musst du mich daran erinnern?" fragte Neveah mit einem leeren Ton. Obwohl Neveah ihre Beine nicht bewegen konnte, waren ihre H?nde v?llig in Ordnung, und als ihr Wolf an die Oberfl?che kam, fuhren ihre Krallen aus. "Wenn ich meine Mutter jemals wiedersehen soll... muss ich erst einmal leben, meinst du nicht?" fragte Neveah in leisem Ton. "Du bittest mich, dir mein Leben zu geben... ist dir r, dass mein Leben alles ist, was ich noch habe?" fuhr Neveah fort. "Du sprichst davon, dass du so leicht mit dem Leben feilschen kannst, nur weil du es dir leisten kannst zu sterben...aber ich bin anders..." beendete Neveah. "Dennoch w¨¹rdest du dich von Xenon t?tenssen und keinen Groll hegen... warum? Weil du dich um einen Mann sorgst, dessen Herz einer anderen geh?rt." Die Fee spottete mit einem dunklen Kichern. Neveah stie? einen Seufzer aus, die Fee nutzte jeden Zweifel aus, den sie in Neveahs Verstand gefunden hatte... jede Sorge, jede Angst. "Gib¡¯s auf... Ich habe mich an mein ungl¨¹ckliches Los gew?hnt, es wird dir nichts n¨¹tzen, es gegen mich zu verwenden." "Du hast mein Herz gesehen, du solltest wissen, dass meine mentale St?rke aus Schmerz und Schwierigkeiten geschmiedet wurde ... das ist nichts, was du ¨¹berw?ltigen kannst." erwiderte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken. Die Fee versuchte, sich aus Neveahs Griff zu befreien, aber Neveah hielt sie nur noch fester fest. "Ich werde dir nichts tun, l?se den Zauber auf." forderte Neveah in einem leeren Ton. Ihr Herz f¨¹hlte sich m¨¹de an und sie war bereits ersch?pft von dem Zauber, sie wollte nur noch weg von ihm. Pl?tzlich begann die Fee in Neveahs Griff zu zittern. Neveah lie? ihre Hand los und sah mit einer hochgezogenen Augenbraue zu, wie die Fee zitternd in den Schnee sackte. Es war, als w¨¹rde ihr jemand die Lebenskraft entziehen, aber es war ganz sicher nicht Neveah, die nur ihre Hand ber¨¹hrt hatte. "Was ist los mit dir?" fragte Neveah unsicher. "Ich habe versagt ... mein Leben wird gebraucht ..." Die Fee keuchte auf. "Snge du im Drachenturm bleibst ... wirst du dein Leben nicht behalten k?nnen. Wir m?gen versagt haben, aber es wird andere geben!" Die Fee zischte in einem w¨¹tenden Ton. "Was hat es mit dem Drachenturm auf sich, dass er so l?stig sein muss?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Ihr seid mitten in eine jahrhundertealte Fehde hineingetreten ... ich soll euch sagen, ihr sollt verschwinden, snge ihr noch k?nnt." Die Fee keuchte auf, als sich ihre Gestaltngsam aufzul?sen begann. Neveahs Brauen runzelten sich bei der Erw?hnung eines ¡¯er¡¯. "Wer?" fragte Neveah. "Derjenige, der mein Leben vengt..." Die Fee kr?chzte. "Wer ist es? Wer hat Einfluss auf deinen eigenen Zauber?" fragte Neveah misstrauisch. "Der Mann ... in Schwarz ..." Die Fee keuchte auf, bevor ihre Gestalt in Funken der Magie explodierte, wie schon zuvor. "Der Mann in Schwarz?" Neveah dachte bei sich. "K?nnte es... der Attent?ter aus dem Wald sein?" fragte sich Neveah gerade, als eine unsichtbare Kraft sie von der Szene wegzog. Chapter 167: Unterbrochene Gedanken (Kap.167)

Chapter 167: Unterbrochene Gedanken (Kap.167)

~Die Insel Kezrar D¨²n: Hauptquartier des Schwarzen Netzwerks Celeste ging einenngen, gewundenen Gang hinunter, ihre Abs?tze pperten auf dem Marmorboden und ihre Miene war zu einem tiefen Stirnrunzeln verzogen. Normalerweise lie? sie sich ihre Stimmung nicht anmerken, aber dieses Mal war Celeste sehr ver?rgert, und es gab keine M?glichkeit, dies zu verbergen. Die Wut brannte in ihren Adern und sie konnte sie kaum zur¨¹ckhalten. Celeste beschleunigte ihren Schritt, bis sie an einer gro?en Doppelt¨¹r aus Holz ankam, sie stie? sie auf, trat ein und schlug die T¨¹r mit solcher Wucht zu, dass sie pperte. Dann drehte sich Celestengsam um, und ihr Blick blieb sofort auf dem einzigen anderen Bewohner des Flurs haften. Ihre H?nde ballten sich zu F?usten, und Celeste holte tief Luft, um sich zu beruhigen, aber es war vergeblich. Dort in der Halle sa? der Mann in Schwarz auf einem Podest; Sein charakteristischer schwarzer Umhang war hinter ihm ausgebreitet, und seine Beine waren ¨¹bereinandergescgen, w?hrend seine Kapuze und seine Maske noch immer intakt waren und sein Gesicht vor den Blicken verbargen. "Dass du dich selbst in dieser Situation noch so wohl f¨¹hlst, macht dich zu einem einzigartigen Mann." begann Celeste in einem tr¨¹gerisch ruhigen Ton. Der Mann in Schwarz reagierte nicht, er blieb regungslos, es schien, als schliefe er tief und fest, aber niemand konnte denuten Knall ¨¹berh?ren, der ert?nte, als die T¨¹r zugeknallt wurde. "Muss ich mich wiederholen?" fragte Celeste in einem dunklen Tonfall, da sie wusste, dass sie ignoriert wurde. Der Mann in Schwarz stie? ein leises Grunzen des Unmuts aus, er war nicht ¨¹berrascht ¨¹ber Celestes Ankunft... er hatte sie sogar erwartet. Celeste war immer f¨¹r einen Wutanfall gut, wenn die Dinge nicht so liefen, wie sie wollte, und der Mann in Schwarz wusste das nur zu gut. Aber trotzdem empfand er Celestes unh?fliches Auftreten und die Unterbrechung seiner Gedanken als ?u?erst unangenehm. Die Hand des Mannes in Schwarz hob sich und gestikulierte in Richtung der T¨¹ren. "Ist es eine Angewohnheit von Ihnen, Ihren ?rger am Eigentum anderer Leute auszssen?" Schlie?lich ergriff er das Wort, sein Tonfall war l?ssig, doch esg ein t?dlicher Hauch darin. "Azkar!" Celeste zischte in einem warnenden Ton. ¡¯Da ist sie schon wieder...¡¯ dachte er ver?rgert bei sich. "Du bist viel zuut, wenn du dich wegen jeder Kleinigkeit so aufregst, steuerst du auf einen vorzeitigen Tod zu." Der Mann in Schwarz, Azkar, wies ihn darauf hin. "Du wei?t, warum ich gekommen bin. Was hat das zu bedeuten?!" vengte Celeste. "Der rubingeschuppte Drache war m?chtiger, als ich erwartet hatte, ich habe versagt ... was wollt ihr noch h?ren?" fragte Azkar gngweilt. "Du hast versagt ... oder du hast dich ohne Grund zur¨¹ckgezogen?!" schnauzte Celeste w¨¹tend. Azkar antwortete nicht sofort, er zog sich zur¨¹ck ... aber zu Azkars Verteidigung, es war nicht ohne Grund. "Wie auch immer du es ausdr¨¹cken willst. Ich habe die Aufgabe nicht wie befohlen ausgef¨¹hrt, ich hatte einen Sinneswandel. So einfach ist das." erwiderte Azkar schlie?lich achselzuckend. "Du hattest einen Sinneswandel ...?" Celeste wiederholtengsam, ihr Blick verengte sich leicht. "Und Ihr w¨¹nscht, dass ich diese Worte Seiner Lordschaft ¨¹bermittle?" fragte Celeste in einem eiskalten Ton. Einen Momentng herrschte Schweigen im Saal, dann setzte sich Azkar auf und richtete sich so auf, dass er Celeste nun mit Interesse beobachtete. "H?re ich in deinen Worten eine Drohung?" fragte Azkar, wobei er den Kopf leicht zur Seite neigte. "Azkar ... du beschreitest einen gef?hrlichen Weg, und das Ergebnis wird dir nicht gefallen. Du wirst deine Befehle ohne Wenn und Aber ausf¨¹hren!" warnte Celeste, w?hrend sie weiter in die Halle schritt. Azkar brach in leises Lachen aus, und ein am¨¹sierter Seufzer entrang sich ihm, nachdem sein Lachen verklungen war. "Ich ... Azkar, Herr von Kezrar D¨²n ... Ich tue nur, was mir gef?llt. Seine Lordschaft ist noch nicht in meine Halle gest¨¹rmt und hat eine Szene gemacht... f¨¹r wen haltet Ihr Euch eigentlich?" fragte Azkar in einem leisen, aber dunklen Ton. "Die rechte Hand Seiner Lordschaft." erwiderte Celeste fest. "Ihr k?nntet der Sch?pfer selbst werden ... und trotzdem w¨¹rdet Ihr mir niemals Befehle erteilen." stellte Azkar r. Celestes Augen spiegelten ihren Unmut wider, aber sie ging nicht weiter auf Azkar ein. Azkar war niemand, den Celeste beleidigen wollte, und das aus gutem Grund. "Was genau hast du vor?" fragte Celeste in einem viel ruhigeren Ton. Azkar zuckte l?ssig mit den Schultern und lehnte sich zur¨¹ck. "Der Rubinschuppige... Ich werde Seiner Lordschaft zu gegebener Zeit seinen Kopf anbieten." erwiderte Azkar. "Und was k?nnt ihr von meinen Helfern sagen, die ihr get?tet habt? Denen aus der Lichthalle?" fragte Celeste erneut. "Oh... die? Sie haben meinen Zauber angewendet ... ohne meine Zustimmung. Ich dachte, du h?ttest den Befehl dazu gegeben..." sagte Azkar, in einem unzufriedenen Tonfall. Azkar war seiner Arbeit nachgegangen, als er sp¨¹rte, dass jemand einen Zauber aus¨¹bte, den er selbst geformt hatte ... einen Zauber, der mit seinem eigenen Blut verbunden war. Es h?tte keine Rolle gespielt, wenn das Ziel jemand anderes gewesen w?re, aber als Azkar sp¨¹rte, wer es war ... handelte er, bevor er es ganz begriffen hatte. Azkar musste sich noch entscheiden, was er von dem kleinen M?dchen hielt, aber sie war jetzt nur noch interessanter f¨¹r ihn geworden. "Das spielt keine Rolle... sie haben Hand an jemanden gelegt, den sie nicht h?tten anfassen sollen, nat¨¹rlich... das w¨¹rde Konsequenzen haben." murmelte Azkar in einem dunklen Tonfall. Celeste runzelte bei Azkars Worten die Stirn und verschr?nkte die Arme hinter dem R¨¹cken. "Muss ich mir Sorgen machen?" fragte Celeste mit einer hochgezogenen Braue. "Die Angelegenheiten, die in meinen Zust?ndigkeitsbereich fallen, werden zu gegebener Zeit erledigt werden. Ihr k?nnt Seiner Lordschaft versichern, dass alles unter Azkars Kontrolle steht." versicherte Azkar. Celeste sagte nichts mehr, drehte sich um und ging so schnell, wie sie gekommen war, um Azkar seinen eigenen Gedanken zu ¨¹bessen. "Also ... wo war ich?" murmelte Azkar vor sich hin, als er sich wieder auf sein Podest legte. Die Gedanken an eine gewisse Sch?nheit mit goldfarbenem Haar kehrten in Azkars Kopf zur¨¹ck, und er konnte ihnen nicht widerstehen. "Soll ich eine Vermutung anstellen ... w¨¹rden wir uns wiedersehen? Oder w¨¹rde sie meine Warnung beherzigen?" murmelte Azkar neugierig vor sich hin. Chapter 168: Mein Wunsch ist... (Kap.168)

Chapter 168: Mein Wunsch ist... (Kap.168)

Als der Rausch der Magie versste, ?fe Neveah die Augen und fand sich am Rande der Klippe wieder. Sie stand bedenklich nahe am Rand, nur wenige Schritte davon entfernt, und jede pl?tzliche Bewegung w¨¹rde sie ¨¹ber den Rand st¨¹rzenssen. Jetzt, wo Neveah dar¨¹ber nachdachte, schien die Klippe eine bessere Option zu sein als die emotionale Folter, die sie in diesem Zauber erlebt hatte. Eine Erinnerung an alles, was sie so verzweifelt zu vergessen w¨¹nschte, und eine so grausame Erinnerung, die tief in die Wunden in ihrem Herzen grub, die nie verheilt waren. Von allen im Drachenturm war Neveah immer noch diejenige, die mit einem solchen Zauber konfrontiert wurde... Neveah war dar¨¹ber nicht einmal ¨¹berrascht. Der Sch?pfer hat mir nie seine Gnade gezeigt... was sollte ich da noch hoffen? dachte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "Veah!" rief Menarx Neveah zu und sie blickte auf, um Menarx, K?nig Jian und den seltsamen Mann zu sehen, der sich beim Rat f¨¹r sie eingesetzt hatte. Sie kamen gerade aus dem Wald und Neveah hob eine Hand, um sie daran zu hindern, noch n?her zu kommen, w?hrend sie um Atem rang. Die durch den Zauber ausgel?sten Erinnerungen ¨¹berw?ltigten noch immer Neveahs Verstand und das Paarungsband pulsierte heftig in ihr. "Veah ... bist du in Ordnung?" fragte Menarx, als erngsamer wurde. "Nicht... komm nicht n?her..." stotterte Neveah in einem zittrigen Tonfall, w?hrend ihre Hand auf ihrem unregelm??ig scgenden Herzen ruhte. Neveah keuchte h?rbar, ein stechender Schmerz schwang in der Partnerbindung mit und breitete sich in ihr aus. Ein Schmerz, der sie daran erinnerte, dass sich ihre Realit?t nie ge?ndert hatte, sie hatte sie nur verdr?ngt und in Verleugnung gelebt. Tief in den dunkelsten Ecken ihres Verstandes, wo Neveah es verborgen hielt, wurde das Paarungsband mit der Zeit immer st?rker und ¨¹berw?ltigender. Die ganze Zeit ¨¹ber ubte Neveah, dass die Zeit alles l?sen w¨¹rde. Snge sie am Leben war, w¨¹rde sich alles f¨¹gen. Neveah hatte geubt, snge sie ihr Leben sch¨¹tzte, w¨¹rde der Tag kommen, an dem sie sich endlich von den Fesseln ihrer Vergangenheit und dieser verfluchten Bindung befreien w¨¹rde. Ein Tag, an dem sie v?llig verschwinden w¨¹rden. Aber all das war nur ihr Wunschdenken gewesen, nichts hatte sich ge?ndert ... sie war Tausende von Meilen von der Eclipse Domain entfernt, am anderen Ende der Welt, und noch immer hatte sich nichts ge?ndert. Genauso, wie sich meine Realit?t hier in der Drachenburg nicht von der Finsternisdom?ne unterscheidet... Ich hatte gedacht, die Tage, an denen ich auf Schritt und Tritt um mein Leben k?mpfen musste, seien vorbei, aber da habe ich mich gewaltig get?uscht...¡¯ dachte Neveah bei sich. Ein freudloses Kichern entkam ihr, als sie sich dessen bewusst wurde, und die ganze Zeit ¨¹ber verdr?ngte Neveah die Wahrheit. Sie verdr?ngte sie, denn es gab zumindest eine gute Sache, die ihr der Drachenturm gegeben hatte; Menschen wie Menarx und Lord Everon, die an sie ubten, ihr vertrauten und sie besch¨¹tzen wollten, auch wenn sie keinen Grund dazu hatten... Menschen wie Xenon, die eine Welt, die so fremd und ungewohnt war, ein wenig ertr?glich machten... eine Welt, die so kalt war, ein wenig warm. Aber in Wahrheit war Neveah nicht ehrlich genug zu sich selbst gewesen. Selbst mit diesen Menschen war es noch nicht genug... Es war nicht genug, ein Leben in der Drachenburg zu akzeptieren, ein Leben als Au?enseiterin, f¨¹r immer verd?chtigt und bedroht. Das wird sich nie ?ndern ... werde ich immer so um mein Leben k?mpfen m¨¹ssen? dachte Neveah bei sich, als die letzte Warnung der Fee in ihrem Kopf erng. Damals in der Finsternis-Dom?ne schien die ganze Welt gegen sie zu sein, Und selbst hier im Drachenturm f¨¹hlte sich Neveah noch genauso. Was ihr noch vertrauter war, war dieses Gef¨¹hl der Hilflosigkeit... Dieses Gef¨¹hl der Ungerechtigkeit, ein Gef¨¹hl, das mit dem Wissen einherging, dass sie nichts getan hatte, um das alles zu verdienen. "Veah?" rief Menarx unsicher und trat vorsichtig einen Schritt n?her an sie heran, seine Miene zutiefst besorgt. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten, als sie einen Schritt von ihnen zur¨¹cktrat und die drei Drachen aufschreckte. "Schuppen! Veah, beweg dich nicht!" rief Menarx in Panik, als er erkannte, wie nahe Neveah am Rand der Klippe stand. "Ich sagte ... komm nicht n?her ..." warnte Neveah in einem dunklen Tonfall. "Okay... okay, ich werde mich keinen Zentimeter bewegen. Sag mir nur, was hier los ist..." ¨¹berlegte Menarx und hob seine H?nde, um zu zeigen, dass er Neveah nichts B?ses wollte. Neveah warf Menarx einen Blick zu, sie wusste es bereits, sie wusste bereits, dass Menarx ihr niemals etwas antun w¨¹rde. Aber seine Welt... die Welt der Drachen war eine andere Geschichte. "Deine Welt ist all das, wovon ich nie ein Teil sein wollte." begann Neveah in einem zittrigen Ton. "Deine Welt ist b?sartig und b?se ... sie wird mich verschlingen." fuhr Neveah fort, w?hrend sich ihr Blick auf den Drachenk?nig richtete, der die ganze Zeit ¨¹ber still gewesen war. "Neveah, komm hierher." befahl K?nig Jian direkt, sein Blick verengte sich, als er Neveahs N?he zum Rand der Klippe beobachtete. "Du ubst tats?chlich, dass du mich herumkommandieren kannst..." sagte Neveah und kicherte leise, w?hrend sie ihren Kopf zur¨¹ckwarf und die Tr?nen zur¨¹ckblinzelte, die sich in ihren Augen gesammelt hatten. Neveahs Emotionen waren bereits au?er Kontrolle geraten, sie hatte sie kaumnge genug zur¨¹ckhalten k?nnen, um den Zauber zu ¨¹berstehen, aber jetzt war der d¨¹nne Strang der Kontrolle, an dem sie sich verzweifelt festhielt, bereits gerissen. "Veah, ich wei? nicht, was du in dieser Illusion gesehen hast, aber ube mir, nichts davon war real. Ich bin jetzt hier... Ich werde dich besch¨¹tzen, also bitte, geh einfach von der Klippe weg." Menarx flehte, sein Tonfall war besorgt. "Mich besch¨¹tzen?..." Neveah spottete leise, als sie den dumpfen Schmerz in ihrer Kehle sp¨¹rte, wo Xenon fast ihre Luftr?hre zerquetscht hatte. Neveah machte ihm keinen Vorwurf, sie verstand seine Lage. Aber diese Begegnung mit Xenon hatte Neveah eine Realit?t vor Augen gef¨¹hrt, die sie die ganze Zeit ¨¹ber ignoriert hatte. "Die ganze Gefahr, der ich hier bege bin, war euretwegen..." "In dieser Asvarian-Hochburg seid ihr Drachen die gr??te Gefahr f¨¹r mich..." erwiderte Neveah. Die Worte schmeckten bitter auf ihrer Zunge, aber es war eine Wahrheit, die Neveah akzeptieren musste. Neveahs Worte lie?en Menarx verstummen, w?hrend sich sein Gesichtsausdruck in einen Ausdruck von Schuld verwandelte. Keiner der Drachen konnte Neveahs Worte widerlegen, denn alles, was Neveah zustie?, geschah nicht wegen ihrer eigenen S¨¹nden, sondern sie war einfach ins Kreuzfeuer geraten. Zwischen den Drachen und einem Feind, den Neveah nicht einmal kannte. Wenn das Schicksal es auf uns abgesehen hat, dann werde ich es bis zum ?u?ersten treiben... wenn es nach unserem Leben trachtet, werde ich ihm eine letzte Chance geben... dachte Neveah zu ihrer W?lfin. Wir sind der gleichen Meinung. dachte Neveahs Wolf zur¨¹ck und stimmte dem zu, was Neveah beabsichtigte. "Euer Gnaden, der verehrte Drachenk?nig..." begann Neveah, "Ihr habt mir versprochen, dass Ihr mir einen Wunsch erf¨¹llen w¨¹rdet, worum ich auch immer bitte." K?nig Jian runzelte bei Neveahs Worten leicht die Stirn. "Mein Wunsch ist..." Chapter 169: Nie wieder (Kap.169)

Chapter 169: Nie wieder (Kap.169)

"Mein Wunsch ist..." begann Neveah und blickte auf, so dass sie K?nig Jian direkt in die Augen blicken konnte. Neveah musterte diese ungleichen Augen, die drei Drachen warteten auf ihre Worte, aber irgendwie..; Ein Blick in K?nig Jians Augen und Neveah wusste bereits, wie das Ganze enden w¨¹rde, daher hatte sie, noch bevor sie die Worte aussprach, keinerlei Erwartungen. "Lasst mich gehen,sst mich den Drachenturm vessen." Neveah atmetengsam, ihr Tonfall war von Ersch?pfung und Verzweiflung gepr?gt. Neveah hatte es sich wieder und wieder ¨¹berlegt. Den Drachenturm zu vessen war der einzige Weg, wie sie wirklich zu sich selbst finden konnte, doch zu gehen, nur um f¨¹r den Rest ihres Lebens gejagt und verfolgt zu werden, war keine wahre Freiheit. Wenn die Drachen sie einfach gehenssen w¨¹rden, k?nnte Neveah die Scherben ihres Lebens aufsammeln und zumindest versuchen, sich ein Leben in Frieden aufzubauen, das ihr verwehrt worden war. "Schuppen! Veah!" rief Menarx best¨¹rzt aus, Neveahs Wunsch hinterlie? einen Schmerz in seinem Herzen, aber er wagte nicht, sich zu bewegen, denn er wu?te, da? Neveah sich zur¨¹ckziehen w¨¹rde, wenn er eine pl?tzliche Bewegung machte. Die Klippeg direkt hinter Neveah, sie hatte keine M?glichkeit mehr, sich zur¨¹ckzuziehen. Jeder Schritt, den sie r¨¹ckw?rts machte, w¨¹rde sie in die tosenden Wellen unter ihr st¨¹rzen. K?nig Jian war v?llig still und starrte Neveah nur mit zusammengekniffenen Augen an. "Nein." antwortete K?nig Jian schlie?lich mit einem einzigen Wort, genau so, wie Neveah es erwartet hatte. Neveahs Herz sank bei K?nig Jians offener Ablehnung, er hatte nicht einmal einen Moment ¨¹ber ihre Worte nachgedacht, was nur bedeutete, dass er nicht die Absicht hatte, sie den Drachenturm vessen zussen... niemals. "Das Wort eines K?nigs kann nicht gebrochen werden... Das waren Worte, die du selbst zu mir gesagt hast." erinnerte Neveah entt?uscht. "Ich kann dir alles andere gew?hren ... nur das nicht." erwiderte K?nig Jian. "Ich will nichts anderes! Es gibt nichts, was du f¨¹r mich tun kannst! Ich will nur das... das ist alles, was ich will!" knurrte Neveah, Wut schoss durch ihre Adern. Es war nicht King Jians Entscheidung, ihre Freiheit... ihr Leben und ihr Tod, Neveah ubte, dass es immer ihre eigene Entscheidung h?tte sein sollen. Doch das Einzige, was Neveah ihr ganzes Lebenng nie gehabt hatte, war der Luxus, selbst entscheiden zu k?nnen... alles, was ihr bisher widerfahren war, geschah durch den Willen eines anderen. Selbst als Neveah beschloss, die Finsternis-Dom?ne f¨¹r immer zu vessen, war es letztlich der Wille eines anderen gewesen. Die ganze Zeit ¨¹ber war sie nur der Bauer auf dem Schachbrett und alle anderen waren die Schachspieler. "Nein." behauptete K?nig Jian in einem Ton, der keinen Raum f¨¹r Argumente lie?. "Warum? Kannst du es dir nicht leisten, das Gewicht des Drachengoldes zu verlieren, das du im Austausch erhalten hast?" Neveah spottete leise vor sich hin. Neveah hatte nichts erwartet, aber die Tatsache, dass sie nun im Drachenturm festsa?, war eine zu bittere Pille, um sie zu schlucken. "Komm hierher ... das ist genug gesagt." befahl K?nig Jian in einem strengen Ton, Neveah stie? ein leises Glucksen aus, der befehlende Ton, mit dem K?nig Jian sie ansprach, ging ihr auf die Nerven und weckte die Dominanz ihres Wolfes. "Nein." erwiderte Neveah in genau der gleichen Weise, mit der K?nig Jian ihren Wunsch zur¨¹ckwies. "Wenn ich schon nicht w?hlen kann, wie ich lebe... sollte ich wenigstens w?hlen k?nnen, wann ich sterbe." murmelte Neveah vor sich hin. Und dann, der eine Schritt zur¨¹ck, der dem Ganzen ein Ende setzen w¨¹rde... Neveah machte diesen Schritt. "Veah!!!" Neveah konnte Menarx¡¯ entsetzten Schrei h?ren, als sie den Rand der Klippe hinunterst¨¹rzte und ihr K?rper mit rasender Geschwindigkeit in die Tiefe st¨¹rzte. Einen Momentng schien die Welt stillzustehen, und Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass alles andere in der Zeit eingefroren war und sie die Einzige war, die sich noch bewegte. Eine schmerzhaftngsame Bewegung, eine Reise zu einem endg¨¹ltigen Ende. Ein mncholischer Ausdruckg auf Neveahs Gesicht, w?hrend der Wind um sie herum tobte. Ihr Herz f¨¹hlte sich schwer an, als l?ge eine schwere Last darauf, und irgendwo in ihrem Kopf pulsierte das Paarungsband und erinnerte Neveah an seine Anwesenheit. Neveah musste uben, dass es nur noch eine kurze Zeit dauern w¨¹rde, eine kurze Zeit ... all der Schmerz und die Verzweiflung, die sie f¨¹hlte, w¨¹rden keine Rolle spielen, was z?hlen w¨¹rde, war ihr eigenes Schicksal. Man sagte, man k?nne seinem eigenen Schicksal nicht davoufen, vielleicht stimmte das ja... Neveah hatte versucht, gegen ihr eigenes Schicksal zu leben, aber sieh nur, wo sie sich wiederfand. Ganz am Anfang, mit dem Tod vor Augen und der Erkenntnis im Herzen, dass sie zum Sterben geboren war. Aber es war in Ordnung... es war alles in Ordnung, Neveah f¨¹hlte, wenn der Tod ihr einziger Weg war, dann w¨¹rde ihr die Flucht nichts n¨¹tzen. Es kam eine Zeit im Leben, in der man sich seinem Schicksal stellen musste, und f¨¹r Neveah war diese Zeit jetzt gekommen. Ich k?mpfte so verzweifelt um mein Leben ... nicht, weil ich den Tod f¨¹rchtete, sondern weil ich nicht ubte, dass ein anderer mein Ende selbst bestimmen k?nnte...¡¯ dachte Neveah bei sich, w?hrend sie beobachtete, wie der Rand der Klippe immer weiter in die Ferne r¨¹ckte. Es war schade, dass es so enden w¨¹rde, verschluckt von den Wellen, nachdem sie alles ¨¹berlebt hatte, was ihr von der Finsternis-Dom?ne bis hin zum Drachenfried zugemutet worden war. Es gab viele andere M?glichkeiten, wie Neveah ihr Ende finden konnte, Neveah wusste, dass dies nicht ihre einzige Wahl war, aber auf all diesen anderen Wegen w?re sie nur ein Spielball im Spiel eines anderen Menschen. War es Stolz? War es dumm von Neveah, dass sie lieber einen ereignislosen Tod wie diesen sterben wollte, als von jemand anderem hintergangen und get?tet zu werden? Ich will nicht sterben, doch wenn ich muss ... dann habe ich mich entschieden, nach meinen eigenen Bedingungen zu sterben. Wenn der Sch?pfer nach meinem Leben trachtet... biete ich es jetzt an... ohne Reue, nehmt es... Denn wenn ich diesen Tag ¨¹berlebe, wird es nie wieder eine Chance geben.¡¯ schwor Neveah in ihrem Herzen und schloss ihre Augen. Chapter 170: Rastlose N?chte (Kap.170)

Chapter 170: Rastlose N?chte (Kap.170)

Die Sonne war im k?niglichen Pst des Finsternisgebiets l?ngst untergegangen, doch in einer Nacht, die eigentlich friedlich h?tte veufen sollen, waren viele Menschen hellwach und tief beunruhigt. Zu diesen Menschen geh?rte auch der k?nigliche Prinz des Finsternisreiches, Alessio Terran Lothaire. Alessiog wach und war in Gedanken versunken, Gedanken, die er nicht einmal ansatzweise ergr¨¹nden konnte, doch sie raubten ihm die Nachtruhe, und das schon seit vielen N?chten. Alessio konnte sich wahrlich nicht erinnern, wann er das letzte Mal einen erholsamen Scf gehabt hatte, seine N?chte waren von ruhelosem Hin- und Herw?lzen im Bett erf¨¹llt gewesen, begleitet von einem schweren Herzen und tiefem Bedauern. Aber aus irgendeinem Grund war diese Nacht weitaus schlimmer. Alessio war mit einem pulsierenden Schmerz in seinem Herzen aufgewacht, von dem er wusste, dass er dem Paarungsband geschuldet war. So war Alessio in den letzten Stunden gewesen, hatte an die Decke gestarrt und war mit einer Vielzahl von Gedanken besch?ftigt gewesen. So sehr Alessio sich auch bem¨¹hte, Neveah ging ihm einfach nicht aus dem Kopf... Ihre ¨¹ppigen goldenen Locken, die schimmerten, als w?ren sie aus feinstem goldenen Garn gesponnen und zu bezaubernden Wellen geflochten, die in Kaskaden ¨¹ber ihren R¨¹cken fielen. Neveah trug ihr Haar immerng und endete kurz vor ihrer Taille, direkt vor der Kurve ihres Hinterns, Alessio wusste, dass es nicht so war, weil sie es so wollte, sondern nur, weil sein Vater... ihr Vater es so angeor hatte. Wenn er jetzt dar¨¹ber nachdachte, musste Alessio zugeben, dass Neveah nur das war, was man ihr befohlen hatte... sanftm¨¹tig, anmutig, eine vollkommen elegante Sch?nheit, die man begehren konnte. So perfekt, dass Alessio nicht akzeptieren konnte, dass er einer von denen war... einer von denen, die ihren Reizen egen. War das der Grund, warum sie ihm so auf die Nerven gegangen war? Weil er zu viel Angst hatte, sich einzugestehen, dass Neveah schonnge sein Herz bewegt hatte? Auch wenn er wusste, wie falsch es war, seine Halbschwester... sein eigenes Blut so zu begehren, wie er es tat. All das war, bis Alessio erkannte, dass seine Gef¨¹hle nie unangebracht gewesen waren, sondern der Wille des Sch?pfers... es gab nichts, was richtiger war als die Verbindung mit Neveah. Alessio konnte es nicht mehr leugnen, jetzt ... konnte er nur noch an sie denken. Vom Moment des Aufwachens bis zu N?chten wie diesen, wie ein Besessener, war sein Geist v?llig von Gedanken an sie erf¨¹llt Alles, was sie gewesen war, alles, was sie so einzigartig und unwiderstehlich gemacht hatte, konnte sich Alessio lebhaft in Erinnerung rufen, sein Geist konnte ein genaues Bild von ihr in seinem Kopf malen. Es war ein Wahnsinn, von dem er sich nicht befreien konnte, ein Wahnsinn, der schon viel l?nger andauerte, als Alessio zugeben wollte. Alessio w¨¹nschte, er h?tte sagen k?nnen, es h?tte erst in dem Moment begonnen, als Neveah ihn vessen hatte, aber das w?re alles gelogen ... seine Probleme dauerten schon viel l?nger an und ein Ende war nicht in Sicht. Und so hatte Alessio nach einer Methode gesucht, sein Vengen zu lindern. "Euer Gnaden..." Als Alessio die Stimme neben sich h?rte, drehte er sich zu der h¨¹bschen Omega in seinem Bett um. Mit einem schw¨¹len L?cheln kroch siengsam unter die Decke, und schon bald wurde Alessios pochendes Vengen von ihrem warmen, feuchten Mund verschlungen. Ein leises Zischen entkam Alessio, sein Kopf lehnte sich zur¨¹ck, als das angenehme Kribbeln ihn ¨¹berflutete, Die Omega war geschickt mit ihrer Zunge, und das war nur nat¨¹rlich, denn sie hatte Alessio schon so oft im Bett bedient und wusste, wie sie seine Bed¨¹rfnisse befriedigen konnte. Alessios Hand griff nach unten und wickelte das Haar der Omega um seine Faust, er dr¨¹ckte sie weiter auf sich. Es h?tte sein Vengen d?mpfen sollen, es h?tte seinen Geist von dem ablenken sollen, was... oder wen er wirklich begehrte, aber aus irgendeinem Grund hatte Alessio dieses Mal keinen Erfolg. Ohne seine Kontrolle schweiften Alessios Gedanken ab, Er konnte nicht umhin, sich vorzustellen, dass das karamellbraune Haar des Omega stattdessen das vertraute goldene Haar war; Er konnte nicht umhin, sich ihre Lippen vorzustellen, dieses weiche, rosige Rosa, das er einmal gekostet hatte und das ihm einfach nicht aus dem Kopf ging. "Omega..." st?hnte Alessio und sp¨¹rte, wie sich seine Erregung mit den Bildern, die ihm durch den Kopf gingen, noch verst?rkte.  Kaum h?rte Alessio das Klopfen an seiner T¨¹r, flog diese auf und unterbrach den Moment. W¨¹tend griff Alessio nach dem n?chstbesten Gegenstand, den seine H?nde finden konnten, einem spokal aus seiner Seitenschude, "Verpiss dich!" knurrte Alessio w¨¹tend, er hatte extra angeor, dass niemand in die N?he seines Quartiers kommen sollte. Alessio schleuderte den Kelch in seiner Hand auf den Eindringling und sah zu, wie er direkt ¨¹ber seiner Mutter gegen die Wand prallte und die sscherben um sie herum herabreen. Alessios Augen weiteten sich leicht, als er sah, wer an der T¨¹r stand, und er war dankbar f¨¹r die Entscheidung in letzter Sekunde, sein Ziel ¨¹ber die T¨¹r zu verlegen. H?tte er den Kelch richtig geworfen, h?tte er genau das Ziel getroffen und seine Mutter h?chstwahrscheinlich verletzt. "M... Mutter, was machst du denn hier?" fragte Alessio genervt und schob die Omega von sich weg. Alphak?nigin Vilma stand an der T¨¹r, ihr Blick verengte sich missbilligend, als sie Alessios halbnackten Zustand und den unbekleideten Omega betrachtete, der eilig aus dem Zimmer huschte. "Wienge willst du dich noch mit solchen verwerflichen Handlungen aufhalten? Du vers?umst seit Wochen die Ratsversammlung, du vernachl?ssigst dein Training... dein Vater ist w¨¹tend!" rief Alphak?nigin Vilma aus. Alessio runzelte die Stirn ¨¹ber den Tonfall seiner Mutter, er war nicht jemand, der Respektlosigkeit von irgendjemandem duldete... abgesehen von seinem Vater waren alle anderen in der Eclipse Domain unter seiner W¨¹rde und das w¨¹rde auch immer so bleiben. Alessio holte tief Luft, um sich zu beruhigen, und sah seine Mutter mit leerem Blick an. "Bist du deshalb in mein Quartier gekommen?" fragte Alessio direkt. Alphak?nigin Vilma war von Alessios kaltem Tonfall sichtlich ¨¹berrascht und starrte einen Momentng schockiert zu ihm auf. "Was ist ¨¹ber dich gekommen?" fragte Alphak?nigin Vilma best¨¹rzt. Alessio spottete leise vor sich hin, legte sich wieder auf sein Bett und wandte sich von seiner Mutter ab. Seine Mutter sorgte sich um ihn, so viel wusste Alessio... aber sie sorgte sich nicht genug, Wenn sie es getan h?tte, dann h?tte sie gewusst, dass Neveah, die sie verkauft hatten, in Wirklichkeit ein St¨¹ck von Alessios Seele war... seine eigene Gef?hrtin. Chapter 171: Ein rechtzeitiger Erlass (Kap. 171)

Chapter 171: Ein rechtzeitiger Ess (Kap. 171)

"Alessio... du bist erst seit etwas mehr als einem Jahr k?niglicher Prinz." "Dies ist eine kritische Zeit, wenn Ihr die Nachfolge Eures Vaters antreten wollt. Wie kannst du das als selbstverst?ndlich hinnehmen?" fragte Alphak?nigin Vilma in tiefer Sorge. "Vater ist noch jung, er wird noch viele Jahre regieren. Warum sollte ich mir die M¨¹he machen? Er sieht in mir nur eine schlechte Imitation seiner selbst." murmelte Alessio in einem dunklen Tonfall, w?hrend ihm die Augen zufielen. "Alessio, wie kannst du so etwas sagen?! Dein Vater hat dir die Herrschaftsrechte ¨¹ber ein Drittel der Eclipse Domain ¨¹bertragen. Und das Zeichen des Sch?pfers, das du tr?gst, beweist, dass dein Anspruch wahr ist." "Dein Vater wird dich als seinen Erben ehren, snge du seine Erwartungen nicht entt?uschst. Snge du dir seinen Respekt verdienen und deinen Wert f¨¹r ihn beweisen kannst." begr¨¹ndete Alphak?nigin Vilma. Alessio gluckste leise vor sich hin, seine Mutter schien die Einzige zu sein, die noch immer leue, was f¨¹r ein Mann ihr Gef?hrte wirklich war. "Beweise deinen Wert... wie ist das f¨¹r dich gufen, Mutter? Er hat dich zur K?nigin gekr?nt und anderswo ein Kind gezeugt." Alessio sprach die Worte aus, die ihm durch den Kopf gingen, bevor er es merkte. Alessio bereute seine Worte sofort, als er das Keuchen seiner Mutter h?rte und Alessio sich auf seinem Bett aufsetzte. "Ich h?tte das nicht sagen sollen." Alessio entschuldigte sich in einem schuldbewussten Ton. Alessio wusste, wie sehr die Realit?t der Untreue seines Vaters seine Mutter immer noch qu?lte, deshalb konnte er ihm immer noch nicht offenbaren, wer Neveah war, denn er wusste, dass seine Mutter am Boden zerst?rt sein w¨¹rde. In all diesen Jahren verabscheute Alessio seinen Vater f¨¹r dieses eine Unrecht, das er seiner eigenen Gef?hrtin angetan hatte. Und um seine Schande zu vertuschen, hatte Alessios Vater angeor, dass die Nachricht verbreitet werden sollte, dass seine Gef?hrtin, K?nigin Vilma, eine Tochter zur Welt gebracht hatte, Auch wenn alle im Finsternis-Pst und im Finsternis-Fang-Rudel wussten, dass es so etwas nicht gab, wurde der Rest der Finsternis-Dom?ne doch gut get?uscht. F¨¹r Alessios Mutter war es eine Qual, der sie nie entkommen konnte, und da sie es sich nicht leisten konnte, sich auch noch ihrem Gef?hrten zu widersetzen, konnte sie ihre Bitterkeit nur hinunterschlucken. "Du hast keine Ahnung!" knurrte Alphak?nigin Vilma ihren Sohn w¨¹tend an. Alessio biss sich auf die Lippe und zwang seinen Wolf, nicht gegen die Zurechtweisung zu protestieren. "Wenn diese Schl*mpe Eira nicht gewesen w?re ... wie h?tte Lothaire so etwas Dummes tun k?nnen?!" knurrte Alphak?nigin Vilma. Alessio antwortete nicht, sondern sah nur schweigend zu, wie seine Mutter einen Anfall bekam, wie sie es immer tat, wenn sie an dieses Ereignis erinnert wurde. Alessio f¨¹hlte sich schlecht f¨¹r seine Mutter, aber jetzt f¨¹hlte er sich noch mehr schlecht f¨¹r sich selbst. Seinem Vater w?re es viel lieber gewesen, wenn Neveah seine Verbindung zur gr??ten k?niglichen Dynastie, den Drachenwandlern, gewesen w?re, und so war der Alphak?nig bereit, jede andere Verwendung f¨¹r Neveah aufzugeben. Seine Mutter hingegen w¨¹rde Neveah lieber mit ihren eigenen H?nden t?ten, als ihre R¨¹ckkehr mitanzusehen, Alessio wusste das, denn es gab eine Zeit, in der er genau denselben Gedanken gehabt hatte. Aber Alessio dachte jetzt anders... er wollte Neveah zur¨¹ck, zur¨¹ck an seine Seite, wo sie wirklich hingeh?rte. Das Erwachen durch das energetische Pulsieren des Paarungsbandes in dieser Nacht hatte seinen Entschluss weiter gefestigt, denn es sagte ihm, dass Neveah immer noch an ihn dachte. Das Paarungsband war nur deshalb so aktiv geworden, weil Neveah, egal wo sie sich in diesem Moment befand, immer noch Alessio in ihrem Herzen trug. Und der Gedanke daran war alles, was Alessio wissen musste, aber es gab nur eine Sache, die ihn beunruhigte. Alessio hatte nicht die Macht oder das Zeug dazu, sich gegen die Drachenwandler zu stellen, und sein Vater w¨¹rde ihn niemals unterst¨¹tzen. Doch die n?chsten Worte von Alphak?nigin Vilma gaben Alessio die Antworten, nach denen er die ganze Zeit gesucht hatte. "Und du! Mach dich an die Arbeit! Dein Vater hat den Beginn seiner Reise durch die Dom?ne angeor." "In seiner Abwesenheit liegen der Eclipse-Pst und die Angelegenheiten der Dom?ne in deinen H?nden. Du musst all die Entt?uschungen wieder gutmachen, die du im letzten Monat verursacht hast!" "Du musst der perfekte Sohn sein, den dein Vater von dir erwartet, und dir seinen Respekt verschaffen!" behauptete Alphak?nigin Vilma mit Nachdruck. Alessio hob eine einzelne Augenbraue, als seine Mutter mit ihrer Tirade von Vorw¨¹rfen fortfuhr, aber er konnte nichts anderes h?ren als die erste Ank¨¹ndigung, die sie gemacht hatte. ¡¯Vater... geht weg?¡¯ dachte Alessio bei sich. "Alessio, h?rst du mir ¨¹berhaupt zu?!" schnauzte Alphak?nigin Vilma. Alessio blickte zu seiner Mutter auf und nickte geistesabwesend, w?hrend er ihr dabei zusah, wie sie die Worte zu Ende sprach, die sie zu sagen hatte. "Wienge ... wann hat er das beschlossen?" fragte Alessio erstaunt, denn er hatte nichts davon geh?rt, und ihm wurde die Verantwortung f¨¹r die Dom?ne ¨¹bessen. "Nachdem das Gipfeltreffen der Alphas auf diese Weise ausgesetzt wurde, haben die Eclipse-Alphas die eine oder andere Unzufriedenheit gezeigt." "Um die Dinge wieder in Ordnung zu bringen, beschloss dein Vater kurzerhand, eine Rundreise durch die Eclipse-Dom?ne anzuk¨¹ndigen." "Er wird mit seinem Beta und einem Trupp Rudelkrieger in einer vierten Nacht aufbrechen, und die Tour wird voraussichtlich mindestens ein paar Monate dauern." "In dieser Zeit wird dein Vater nicht in der Lage sein, sich um die Angelegenheiten der Eclipse Domain zu k¨¹mmern, und trotz deiner j¨¹ngsten Entt?uschungen hat er beschlossen, dies dir zu ¨¹bessen." verriet Alphak?nigin Vilma. "Das liegt daran, dass ich sein einziger Sohn bin ... in Wahrheit hat er sonst niemanden." erwiderte Alessio leise murmelnd. "Du solltest besser nicht die n?chste Ratsversammlung verpassen!" warnte Alphak?nigin Vilma, bevor sie hinausst¨¹rmte und Alessio seinen Gedanken ¨¹berlie?. "Vater verl?sst die Eclipse Domain ... f¨¹r Monate?" murmelte Alessio wieder vor sich hin, immer noch in Gedanken bei dem, was er gerade geh?rt hatte. Und pl?tzlich wusste Alessio genau, wie er die Macht engen konnte, sich gegen die Drachenwandler zu behaupten. "Ein Pst wie Eclipse sollte niemals... ohne K?nig bleiben." murmelte Alessio in leisem Ton. Chapter 172: Str?me (Kap.172)

Chapter 172: Str?me (Kap.172)

"Veahhh!!!" Menarx¡¯ Herz wurde kalt, als Neveah von der Kante der Klippe fiel. Menarx setzte sich sofort in Bewegung, st¨¹rzte sich auf den Rand der Klippe und sprang Neveah hinterher. Wenn er schnell genug war, wusste Menarx, dass er Neveah noch rechtzeitig einholen konnte, wenn er sie nur sehen konnte. Der Wind rauschte um ihn herum, als er mit rasender Geschwindigkeit hinunterschoss und wild um sich blickte. Der Nebel versperrte ihm die Sicht, Neveah war bereits durch ihn hindurch verschwunden und Menarx konnte ihre Gestalt nicht erkennen. Wie war sie so schnell verschwunden?¡¯ Es war nur ein Augenblick gewesen, Menarx konnte es einfach nicht verstehen. Menarx¡¯ Herz sank, seine Ohren konnten das Rauschen der nahen Wellen wahrnehmen, aber er war darauf bedacht, Neveah zu finden, und nahm es nicht zur Kenntnis. Seine Augen suchten den Nebel ab, mit seiner Sehkraft h?tte er wenigstens einen Hauch von ihr sehen m¨¹ssen... irgendetwas, aber da war nichts. Gerade als er den Nebel durchbrach, wurde Menarx¡¯ Sturz unterbrochen, als gro?e uen ihn umgen und ihn auffingen, kurz bevor er ins Wasser st¨¹rzen konnte. Menarx hatte nicht bemerkt, dass er bereits so nah an den Str?mungen war, dass er den richtigen Moment zum Umschwenken verpasst hatte und von den Str?mungen verschluckt worden w?re. "Mein Lehnsherr." Menarx wusste genau, wer ihn erwischt hatte. "Du Narr! Du h?ttest sie retten k?nnen, wenn du dich verwandelt h?ttest! Suchst du den Tod?!" br¨¹llte Jian Menarx durch ihre Verbindung an, als er ihn ein gutes St¨¹ck entfernt ans Ufer warf. Schuldgef¨¹hle und Entsetzen erfassten Menarx, er jagte in Sekundenbruchteilen hinterher, aber er hatte Neveah verfehlt und sie war in die Str?mungen gest¨¹rzt. Die Str?mungen unterhalb der Klippe waren daf¨¹r bekannt, extrem heftig zu sein, selbst f¨¹r Drachenwandler t?dlich. Noch schlimmer war, dass sich die Str?mungen nicht weit vor ihnen in einen Wasserfall ergossen. In menschlicher Gestalt konnten sie die Str?mungen nicht durchqueren, ohne sich darin zu verfangen, der Fluss war zu ch f¨¹r ihre massiven Drachengestalten, die einzige M?glichkeit war, sich ¨¹ber ihn zu erheben. "Wir m¨¹ssen sie finden, bevor sie den Wasserfall hinunterst¨¹rzt!" dachte Menarx verzweifelt zu K?nig Jian. "Wie l?stig!" K?nig Jian dachte w¨¹tend zur¨¹ck. "Verschiebe dich und folge den Str?men!" zischte K?nig Jian, w?hrend er in einem Blitz aus goldenen Schuppen vorw?rts schoss und seine Fl¨¹gel durch die Luft schnitten. So kalt er auch war, ein Gef¨¹hl der Dringlichkeit und ein Hauch von Panik machten sich in K?nig Jians Herz breit. Neveah hatte sich fallenssen, es war so pl?tzlich passiert, dass K?nig Jian unvorbereitet war. Was genau hatte er gesagt, das so schrecklich war, dass sie sich entschieden hatte, von der Klippe zu springen? Wenn er nur schnell genug gewesen w?re ... aber dieser vergeudete Moment reichte aus, um alles in Schiege zu bringen. Er konnte sich nicht vorstellen, wie er das Xenon erkl?ren sollte, er konnte nur hoffen, dass sie rechtzeitig zu Neveah kamen. Menarx verschwendete keine Zeit, sprang auf, seine Schicht ¨¹bernahm und er schoss auf K?nig Jian zu. ______________ Menarx¡¯ Stimme, die nach ihr rief, ng noch immer in Neveahs Ohren, selbst als ihr die Augen zufielen, sie konnte sich den entsetzten Ausdruck auf seinem Gesicht vorstellen, als er sie in den Tod st¨¹rzen sah. Dennoch war Neveah froh, dass von den Menschen, die ihr Ende mit ansahen, wenigstens Xenon nicht zu ihnen geh?rte. Wenigstens w¨¹rde sie dem schwarzen Drachen, der schon so gebrochen war, keinen Kummer bereiten. Der Sturz schien ewig zu dauern, und gerade als Neveah dachte, er w¨¹rde nie enden, sp¨¹rte sie, wie ihr kraftvoller Abstieg abbrach, als sie in den Fluss unter ihr st¨¹rzte. Neveah schnappte nach Luft, als die Wellen sie mit sich rissen und in verschiedene Richtungen schleuderten. Die krachenden Wellen, die sie von oben geh?rt hatte, waren jetzt noch heftiger, da sie von den Wellen umschlungen wurde, Das Wasser war eiskalt, k?lter als alles, was Neveah je gesp¨¹rt hatte, und es drang in ihre Knochen und irgendwie auch in ihr Herz ein. Nichts h?tte sie auf diese K?lte vorbereiten k?nnen, nicht einmal das Sterben selbst; Trotzdem hatte Neveah weder die Kraft noch den Willen, gegen die Str?mung anzuk?mpfen, und so lie? sie sich einfach von den Wellen tragen. Die Kraft des Wassers, das sich flussabw?rts bewegte, war gewaltig; Die Sturzb?che schleuderten sie hin und her, aber sie konnte nichts dagegen tun. Neveah verschluckte sich an dem Wasser, als sie mehrmals unter Wasser gezogen wurde und wieder auftauchte, wobei die Wellen sie nach oben und dann wieder nach unten zogen, wie es ihr beliebte. Neveah k?mpfte nicht darum, sich ¨¹ber Wasser zu halten, und sie gab die Kontrolle ¨¹ber die Situation auf, Die rauschenden Wellen krachten um sie herum, und die Felsen enng des Weges rissen gnadenlos an ihrer Haut und zogen ihr Blut heraus. Die Wellen schienen einen eigenen Willen zu haben, denn sie warfen sie in alle Richtungen, selbst wenn man sie jetzt noch retten wollte, waren die Wellen zu schnell und zu stark. Wasser drang in ihre Nasenl?cher und brannte ihr in den Lungen, als sie schlie?lich unter die Wellen gezogen wurde; Neveah fand sich bald in den Tiefen des Flusses wieder, und dieses Mal endg¨¹ltig, Ihre Muskeln waren bereits geschw?cht, sie hatte keinen Kampf mehr in sich. Die friedliche Tiefe war ein auffallender Kontrast zu dem Grauen an der Oberfl?che. Ihre Arme f¨¹hlten sich schwer an, ihre Brust schmerzte, ihre Lungen brannten. Neveah sp¨¹rte das vertraute kalte Gef¨¹hl, das ihre Muskeln erfasste, als ihr Bewusstsein herausgerissen wurde. ¡¯Das war es... so f¨¹hlte sich der Tod an...¡¯ erinnerte sich Neveah, denn sie hatte sich schon einmal so gef¨¹hlt. Neveah konnte jedoch nicht allzunge dar¨¹ber nachdenken; Die Str?mung schleuderte sie bald gegen einen Felsen und ihr Kopf schlug hart auf, als sie das Bewusstsein verlor und die Dunkelheit mit offenen Armen empfing. Neveahs leblose Gestalt bewegte sich mit der Str?mung des Wassers, das sich immer weiter von dem Ort entfernte, an dem diejenigen waren, die verzweifelt nach ihr suchten. Chapter 173: Even So (Ch.173)

Chapter 173: Even So (Ch.173)

"Die Flugpatrouillenpl?ne sind entsprechend angepasst worden. Die dritte und f¨¹nfte Staffel sind vom Futter zur¨¹ckgekehrt." "Die neunte und zw?lfte Staffel bereiten sich auf den Abflug vor, ihre Flugroute wurde bereits zugewiesen." " Aufgrund von Berichten ¨¹ber verd?chtige Aktivit?ten des einfachen Volkes in den Bezirken Maneward und Downtown ist die zugewiesene Route etwas anders als ¨¹blich." begann Kirgan, "Es gibt mehrere Berichte ¨¹ber das Auftauchen von Zwergen-Truppen in diesen beiden Bezirken, aber es gibt noch keinen Grund zur Beunruhigung." "Zwergen aus der Verborgenen Stadt ist es nicht verboten, einen Fu? in Keep Skies zu setzen, aber ich habe angeor, dass sie genau beobachtet werden sollen, nur f¨¹r den Fall, dass es Hintergedanken gibt." "Die neunte Schwadron patrouilliert im Bezirk Maneward, woher die meisten Berichte stammen". "Sie haben den Befehl, einzugreifen, wenn es die Situation erfordert, aber ich ube, Hidden City ist nicht wagemutig genug, um Unruhe zu stiften." berichtete Kirgan und legte eine Schriftrolle auf den Tisch. "Der Herr von Dusk Castle hat eine Nachricht geschickt, die Meinungsverschiedenheiten zwischen den ns der Herbstfeen und dem Meervolk haben ein angespanntes Patt erreicht, er sieht voraus, dass eine ht bald beginnen k?nnte." "Die Burg der D?mmerung ist die n?chstgelegene asvarische Festung an den Ufern des Mer-Meeres, sollte es zu einer ht kommen, k?nnen die D?mmerungsdrachen nicht unbeteiligt bleiben." fuhr Kirgan fort und legte eine weitere Schriftrolle auf den Tisch. "Mitten im Kreuzfeuer zu stehen, wird unangenehm sein, der Herr der D?mmerung sucht ein Geschwader, um den Streit zu beenden, bevor er sich ausweitet..." "Wenn man sie nicht unter Kontrolle h?lt, werden das Meervolk und die Herbstfeen zu dreist werden, wenn es mein Lehnsherr eubt... werde ich mich pers?nlich darum k¨¹mmern." versicherte Kirgan, bevor er eine kleine Pause einlegte; Kirgan beobachtete K?nig Jian, der an seinem Schreibtisch sa? und eine Schriftrolle vor sich ausgebreitet hatte, doch der entr¨¹ckte Blick des Drachenk?nigs zeigte, dass er mit seinen Gedanken ganz woanders war. Drei Tage ... es sind bereits drei Tage vergangen. Wir h?tten sie schon l?ngst lebend finden m¨¹ssen ... oder tot. Wie konnte sie einfach verschwinden?¡¯ gr¨¹belte K?nig Jian vor sich hin. So sehr er sich auch bem¨¹hte, K?nig Jian konnte nicht verstehen, wie eine Person, die er mit eigenen Augen hatte fallen sehen, pl?tzlich nirgendwo mehr zu finden war. "Mein Lehnsherr?" Kirgan lenkte die Aufmerksamkeit von K?nig Jian auf sich. K?nig Jians Blick wanderte zur¨¹ck zu Kirgan, er brauchte einen Moment, um all die Worte zu erfassen, die Kirgan gerade gesagt hatte, bevor K?nig Jianngsam nickte. "... F¨¹hren Sie das Programm durch, das Sie f¨¹r am besten geei halten. Wenn Ihr Euch pers?nlich darum k¨¹mmert, wird der Herr der D?mmerung sicher sein." erwiderte K?nig Jian auf Kurgans Worte. Kirgan seufzte leise, er bezweifelte, dass K?nig Jian in der richtigen Stimmung war, um von all diesen Angelegenheiten zu h?ren, doch als K?nig des obersten Reiches konnte er es sich nicht leisten, seine Pflichten auch nur einen Tagng zu vernachl?ssigen. "Die zweite Schwadron wurde zu den Klippen entsandt, sie durchk?mmen seit Tagen die Ufer und werden weiter suchen..." "Es ist der Wille meines Lehnsherrn, die Drachenw?chter werden nicht nachgeben, das M?dchen wird so oder so gefunden werden." versicherte Kirgan mit Bestimmtheit. K?nig Jian runzelte leicht die Stirn, er hatte nichts von seinen Gedanken gesagt, doch Kirgan schloss sofort, dass er von Gedanken an Neveah bstet war. Kirgan hatte nicht Unrecht ... aber es st?rte K?nig Jian, dass er Recht hatte. Ja, sie war von einer Klippe gest¨¹rzt ... aber warum genau ging ihn das so sehr an? Warum f¨¹hlte er sich ¨¹berhaupt so schuldig? "Wie viele haben einen Sturz von der Klippe ¨¹berlebt?" fragte K?nig Jian nach einem Moment der Stille. Kirgan antwortete nicht sofort, unsicher, ob K?nig Jian wirklich wollte, dass er antwortete, oder ob er nur eine rhetorische Frage stellte. Schlie?lich antwortete Kirgan doch, und sein Tonfall war grimmig, als er die Wahrheit sprach. "Die Klippen sind nur f¨¹r fliegende Tiere geei... f¨¹r alle anderen ist es ein Sturz, der hoch genug ist, um als sicherer Tod bezeic zu werden. Und die Str?mungen darunter..." Kirgan brach an dieser Stelle ab. Es schien nicht angebracht, noch mehr zu sagen, alles, was Kirgan sagen konnte, waren Fakten, die K?nig Jian bereits sehr gut kannte. "Dann ist es ein hoffnungsloses Unterfangen..." murmelte K?nig Jian vor sich hin, als sich seine T¨¹r ?fe. K?nig Jian und Kirgan hoben ihre Blicke und sahen Menarx hereinkommen, wie immer mit finsterer Miene und einer distanzierten, unnahbaren Ausstrahlung. Was jedoch anders war, war der Blick in seinen Augen, wie Br¨¹der... K?nig Jian und Kirgan wussten beide, dass Menarx¡¯ Augen all das zeigten, was er sonst nicht preisgeben w¨¹rde. Doch dieses Mal waren Menarx¡¯ Augen v?llig leer, sie verrieten nichts von dem, was er in diesem Moment f¨¹hlte. "Mein Lehnsherr." gr¨¹?te Menarx und senkte seinen Kopf zu einer Verbeugung. "Narx... ich habe Eure Anwesenheit nicht erwartet." sagte K?nig Jian aufrichtig und legte die Schriftrolle in seiner Hand beiseite. "Die Flugpatrouille bricht bald auf, ich werde nicht fliehen, und Imagor ist im Moment nicht f?hig. Ich werde Cassian bem¨¹hen m¨¹ssen, um die kommenden Tage zu ¨¹berbr¨¹cken." teilte Menarx mit. K?nig Jian ¨¹berlegte, ob er widersprechen sollte, entschied sich aber dagegen und nickte zustimmend. "Ich verstehe... Kirgan wird ihm Bescheid geben." beschloss K?nig Jian. "Wie ist es ... bei den Klippen?" fragte K?nig Jian nach einem Moment der Stille. "Genauso wie bei eurer Abreise." erwiderte Menarx ruhig. Sein Tonfall und seine Haltung wirkten vollkommen nat¨¹rlich... ein wenig zu nat¨¹rlich sogar. "...Xenon...?" fragte K?nig Jian misstrauisch. "Er hat die Ufer nicht vessen, seit er davon geh?rt hat... er hat auch keine menschliche Gestalt angenommen." erwiderte Menarx. "Der wilde Dunst? Ist er n¨¹chtern?" fragte K?nig Jian. "Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber er beachtet niemanden sonst... Ich ube, er hat seine Gedanken unter Kontrolle, zumindest in einem vern¨¹nftigen Ausma?." teilte Menarx nachdenklich mit. "Noch nie hat sich der wilde Dunst so schnell verzogen..." murmelte K?nig Jian erstaunt. "Es scheint, er hat ihn selbst unterdr¨¹ckt." erwiderte Menarx, wobei sein Tonfall endlich einen Hauch von Erleichterung verriet. "Den wilden Dunst zu unterdr¨¹cken... ist seine Sorge um sie wirklich so gro??" murmelte K?nig Jian, bevor er leicht den Kopf sch¨¹ttelte. "Und du Narx... wienge willst du die Klippen absuchen?" fragte K?nig Jian mit einem Seufzer. "Beabsichtigt Ihr, mir den R¨¹ckzug zu befehlen?" fragte Menarx zur¨¹ck, seinen Blick leicht verengt. K?nig Jian betrachtete Menarx einen Momentng schweigend, bevor er leicht den Kopf sch¨¹ttelte. "So viel sollte ich wissen... Ich werde daf¨¹r sorgen, dass Eure Aufgaben in Eurer Abwesenheit ordnungsgem?? erledigt werden." sagte K?nig Jian schlie?lich. Menarx seufzte erleichtert, dass K?nig Jian auf seiner Seite war. "Ich werde mit ihr zur¨¹ckkehren..." versicherte Menarx, bevor er sich verabschiedete. K?nig Jian starrte ihm nach, bevor er einen leisen Seufzer ausstie?. "Narx... wenn er seine Gedanken so verbirgt, beunruhigt mich das am meisten..." "Seit sie hier ist, gibt es ein Problem nach dem anderen... aber trotzdem..." murmelte K?nig Jian, brach ab und behielt den Rest seiner Gedanken f¨¹r sich. Chapter 174: Ein vertrautes Gefühl (Kap.174)

Chapter 174: Ein vertrautes Gef¨¹hl (Kap.174)

"Ihr Haar ist das gl?nzendste, das ich je gesehen habe ... und sie ist so sch?n, Mama ..." Eine ehrf¨¹rchtige Stimme drang durch die Dunkelheit, die Neveahs Verstand tr¨¹bte. Einfach so verschwand die Dunkelheitngsam, ebenso wie das taube Gef¨¹hl und Neveah sp¨¹rte einen schrecklichen Schmerz in ihrem Sch?del. Neveahs Augenlider f¨¹hlten sich schwer an, und sie konnte sie nicht ?ffnen, so sehr sie sich auch anstrengte, Der Schmerz und die Schmerzen, die Neveah am ganzen K?rper versp¨¹rte, reichten aus, um ihr zu sagen, dass dies nicht das Leben nach dem Tod war, und dann waren da noch die Ger?usche um sie herum, die in ihre empfindlichen Ohren drangen und die Schmerzen in ihrem Kopf noch verschlimmerten. ¡¯Ich habe gelebt?¡¯ dachte Neveah erstaunt bei sich. "Ruhig Ro...sie wacht auf!" Eine andere Stimme tadelte sie in einem leisen Fl¨¹sterton. Neveah zuckte zusammen, das Fl¨¹stern ng viel zuut in Neveahs Ohren und sie st?hnte leise. Langsam und nach mehreren gescheiterten Versuchen zwang Neveah ihre Augen zu ?ffnen, kniff sie aber sofort wieder zu und hob eine Hand, um ihre Augen vor den hellen Strahlen zu sch¨¹tzen. In diesem Moment spielte Neveahs Verstand alles ab, was geschehen war ... von den Illusionen bis zu ihrem Sturz und dann zur¨¹ck zu diesem kurzen Moment in der Vorh?lle. Einen Momentng hatte Neveah wirklich geubt, dass es f¨¹r sie vorbei war... aber unerwartet war das Sterben viel schwieriger, als sie dachte. Wer h?tte gedacht, dass ich nicht einmal ¨¹ber meinen eigenen Tod entscheiden kann? dachte Neveah bei sich, w?hrend sie sich den kurzen Moment in der Vorh?lle noch einmal durch den Kopf gehen lie?. ~~~~~~~~~~~~ Dunkelheit ... wieder einmal war Neveah mit dieser erstickenden Dunkelheit konfrontiert. Sie bedr?ngte ihr Bewusstsein von allen Seiten, wollte sie verschlingen und nie wieder aufstehenssen. Ein Hauch von Panik regte sich in Neveahs Herz, als sie fr?stelte, obwohl ihr diese Szene vertraut war ... wer konnte schon wirklich mit dem Tod vertraut sein? Ein so hart erk?mpftes Leben... hast du es wirklich aus Angst vor dem Unbekannten verwirkt? Aus heiterem Himmel regte sich ein Gedanke in Neveahs Herz. Wie k?nnen andere ein Leben wie das deine wertsch?tzen, wenn du es nicht wertsch?tzt?... kam ein weiterer fragender Gedanke. Neveah war sich sicher, dass dies nicht ihre eigenen Gedanken waren, aber in dieser Welt der Dunkelheit, gefangen in ihrem eigenen Geist ... gab es niemanden au?er ihr selbst. Reicht es nicht, das Beste aus dem zu machen, was dir gegeben wurde? Der Gedanke tauchte zum dritten Mal in Neveahs Kopf auf. "I...I...." stotterte Neveah heraus, unsicher, was sie auf diese Fragen antworten sollte. Erst jetzt, als sich die Aufregung in ihrem Herzen gelegt hatte, erkannte Neveah den Fehler in ihrem Handeln... in ihrer Entscheidung. Neveah hatte es sich zu einfach gemacht, der Tod war keine L?sung f¨¹r irgendetwas, stattdessen war er ihr erb?rmlicher Versuch, ihrer Realit?t zu entkommen. So stark sich Neveah auch ubte zu sein, sie erkannte, dass dies nur ihre Art war, wegzufen und gegen ihre Qualen zu protestieren. Als der Tod das Einzige war, was es f¨¹r sie in der Finsternis-Dom?ne gab, hatte Neveah alles getan, um zu leben... war das dasselbe Leben, das sie auf dem Grund eines Flusses beendete? Dies waren die letzten Gedanken, die Neveah ergr¨¹nden konnte, bevor ihr Bewusstsein und alles, was es war, von der Dunkelheit verschluckt wurde. ~~~~~~~~~~~~~~ "Du bist wach ... geht es dir gut?" Eine aufgeregte Stimme riss Neveah aus ihren Gedanken. "Zu...hell..." kr?chzte Neveah, ihre Kehle war heiser und schmerzhaft. "Oh... richtig!" rief die zweite Stimme in einem Ton aus, der f¨¹r Neveahs Wohlbefinden viel zuut war. Einen Momentng war ein Schlurfen zu h?ren, dann wurde das Licht im Raum leicht ged?mpft. Erst dann lie? Neveah ihre Hand sinken und ihre Augen tterten wieder auf. Neveah blinzelte einen Momentng, um sich an das Licht zu gew?hnen, bevor sie ihre Umgebung wahrnehmen konnte. Als Neveahs Augen umherwanderten, stellte sie fest, dass sie sich in einem seltsamen, recht gro?en Scfzimmer befand, das ganz sicher nicht ihr eigenes Zimmer im Drachenturm war. Anhand der Ger?usche, die Neveah von au?erhalb des Zimmers wahrnehmen konnte, und dem Geruch von Gew¨¹rzen konnte sie erkennen, dass irgendwo in der N?he eine Mahlzeit zubereitet wurde. Die Atmosph?re war warm und gem¨¹tlich, auch wenn sie nicht vertraut war, und das reichte aus, um Neveah zu sagen, dass dies ganz sicher nicht der Drachenturm war. Mit seinen kalten Mauern, die jeden Schritt zu ¨¹berwachen schienen, so wie jeder andere Pst, in dem Neveah das Pech hatte zu leben, glich der Drachenturm eher einem gro?en, luxuri?sen Kerker als einem Zuhause. "W... wo bin ich...?" stotterte Neveah und brach danach in einen Hustenanfall aus. Ein paar kleine F¨¹?e schlurften, und bald stand ein s Wasser direkt vor Neveahs Gesicht... niemand reichte es ihr, es schwebte einfach in der Luft. Neveah blinzelte verbl¨¹fft, als sie das schwebende s anstarrte, und erst dann achtete sie auf die Gesellschaft, die sie hatte. Es war eine Frau mittleren Alters mit einem freundlichen L?cheln, gekleidet in normaler B?ckerkleidung, mit einer wei?en Sch¨¹rze ¨¹ber dem Kleid und zu einem ordentlichen Dutt zur¨¹ckgezogenem Haar. Neveah vermutete, dass diese freundlich aussehende Frau die zweite Stimme war, die sie die ganze Zeit geh?rt hatte. Und dr¨¹ben an einem Tisch, auf dem eine Wassersche stand, sa? ein Junge, dessen Augen konzentriert zusammengekniffen waren. Auf den ersten Blick schien er nicht ?lter als sieben Jahre zu sein, aber hier in der Asvarian-Hochburg wusste Neveah, dass man das Alter nie auf den ersten Blick erkennen konnte. Neveah vermutete, dass dies die erste Stimme war, die ihr Haar auf so aufgeregte Weise gelobt hatte, und in diesem Moment folgte Neveah seinem Blick zu dem schwebenden sbecher, und ihre Augen weiteten sich vor Erkenntnis. "Machst ... du das?" fragte Neveah heiser. "Du solltest etwas trinken, Roman hat diese F?higkeit gerade erst erlernt, seine Magie ist noch unterentwickelt und unzuverl?ssig." schlug die Frau mittleren Alters vor. Gerade als die Frau diese Worte sagte, kippte das schwebende s bedenklich und Neveah nahm es, bevor der Inhalt ¨¹berschwappen konnte. Neveah hob das s an ihre Lippen, ihre Glieder protestierten gegen die pl?tzliche Bewegung, aber sie ignorierte es und schluckte die erfrischende Fl¨¹ssigkeit hinunter, um ihre ausged?rrte Kehle zu beruhigen. Chapter 175: Irgendwo in Maneward (Kap.175)

Chapter 175: Irgendwo in Maneward (Kap.175)

Als der Inhalt des Bechers leer war, sah Neveah auf die zwei unbekannten Gesichter und fragte sich, ob sie erwartet wurde, den Becher wieder in die Luft zu stellen. Wenn es um Magie ging, war Neveah immer etwas verloren. Es war eine Variable, an die sie nicht gew?hnt war, Werw?lfe waren nicht mit solchen F?higkeiten gese. In dieser Hinsicht fand Neveah das Eclipse-Reich beruhigender als die Asvarian-Festung. Zumindest musste Neveah im Eclipse-Reich keine Angst haben, dass jemand sie aus dem Komfort ihrer Verliese heraus verzauberte. Was z?hlte, war die St?rke... Die Starken herrschten und alle anderen waren ihnen untergeor. Aber in der Asvarian-Festung... gab es alle Arten von St?rke, den feuerspeienden Atem des Drachens, Zauberer, die Monster heraufbeschw?ren konnten... und vielleicht noch viele andere, die ihr noch begegnen w¨¹rden. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, der blo?e Gedanke daran verst?rte sie. "Gib mir das." Die Frau mittleren Alters nahm den Becher von Neveah und gab ihn an den Jungen weiter, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder Neveah zuwandte. "Wo bin ich?" Neveah fragte wieder, diesmal war ihre Stimme nicht so heiser wie zuvor und ihre Worte ngen rer. Ihre Stimme wurde r und die Feindseligkeit in ihrem eiskalten Ton wurde deutlich. "Entschuldigung. Sie sind hier sicher, Sie m¨¹ssen sich keine Sorgen machen." Die Frau mittleren Alters versicherte mit einem freundlichen L?cheln. Nachdem sie Lady Adrienne und ihre makellose Fassade kennengelernt hatte, ubte Neveah nicht, dass sie jemals wieder auf ein freundliches L?cheln hereinfallen w¨¹rde. Neveahs Ausdruck blieb kalt und sie setzte sich aufs Bett, die Z?hne gegen den Schmerz zusammenbei?end, der bei ihrer Bewegung aufkam. "Mein Name ist Lydia und das ist mein Enkel Roman." Die Frau stellte sich schnell vor, da sie wusste, dass Neveahs Feindseligkeit eskalieren w¨¹rde, wenn sie nicht anfing zu sprechen. "Das ist unser Zuhause, am Rande von Maneward." informierte Lydia und machte eine Geste um Neveah herum. "Maneward?" Neveah murmelte leise. Es war ein Name, den Neveah schon einmal von Davina geh?rt hatte. Von den zw?lf Festungen der Asvarian-Hochburg war Keep Skies, der Sitz der Drachenwandler und Heimat von Dragon Keep, die gr??te Festung in Bezug auf die Gr??e und beherbergte die gr??te Bev?lkerung von verschiedenen Arten. Die Festung bestand aus sechs Bezirken, der erste war nat¨¹rlich Dragon Keep und seine Zitadelle. Die anderen f¨¹nf waren: Innenstadt, S¨¹dbezirk, Tavern¡¯s End, The Fodder und Maneward. Nach dem, was Neveah wusste,g Maneward am ?stlichen Ende von Keep Skies und war einen Tagesritt von Dragon Keep entfernt. Neveah war noch nie in Maneward oder einem der anderen Bezirke gewesen, selbst als sie mit Menarx in den S¨¹dbezirk ritt. Sie hielten Abstand von der menschlichen Ansiedlung und ritten geradeaus in den Wald. Dennoch konnte Neveah bereits von dieser einen Reise erkennen, wie gro? Keep Skies wirklich war. Sie wollte sich nicht einmal die wahre Gr??e der Asvarian-Festung vorstellen. Es war kein Wunder, dass die Legenden erz?hlten, dass die Drachenwandler die Welt beherrschten. Es schien wirklich so, als w¨¹rde ihr Territorium so weit reichen, wie die Karten. "Wie bin ich nach Maneward gekommen...?" Neveah fragte unsicher und konnte nicht uben, dass sie einen Tagesritt von Dragon Keep in einen anderen Bezirk von Keep Skies gemacht hatte. Obwohl sie nicht einmal eubt war, Dragon Keep zu vessen, au?er f¨¹r ihre Pflichten gegen¨¹ber Xenon am Mount Edar. "Erinnerst du dich daran, was dir passiert ist?" fragte Lydia, als sie sich neben Neveah setzte. "Ich.. Ich bin gefallen." antwortete Neveahngsam. Sie entschied, dass es klug w?re, die Umst?nde ihres Sturzes f¨¹r sich zu behalten, bis sie vollst?ndig verstand, wo sie war und wie sie hierher gekommen war. "Mein Sohn liefert das Eis nach Dragon Keep. Er macht die Reise zweimal pro Woche, da Eis in Dragon Keep kaum haltbar ist." "Die Aura der Drachen dringt sogar durch die dicken W?nde des Eiskellers. Wenn das Eis nicht regelm??ig geliefert wird, wird die Festung kein Eis mehr haben." verriet Lydia. "Vor drei Tagen machte er seine ¨¹bliche Fahrt zur Festung und auf dem R¨¹ckweg... fand er dich am Ufer des Sunder angesp¨¹lt." erkl?rte Lydia. "Der Sunder...?" fragte Neveah unsicher. "Der Fluss, der durch die Zitadelle, die Innenstadt und das Tavern¡¯s End flie?t." antwortete Lydia, ¨¹berrascht, dass Neveah nichts von der Sunder wusste. "Hast du noch nie von der Sunder geh?rt? Du bist nicht von hier, oder?" fragte Lydia. Neveah antwortete nicht sofort, nickte schlie?lich jedoch einmal. Es machte keinen Sinn, so zu tun, als h?tte sie Ahnung. Abgesehen von dem, was Neveah in den Geschichtsb¨¹chern gelesen hatte und was Davina ihr erz?hlt hatte, wusste Neveah kaum etwas ¨¹ber die Asvarian-Festung. "Du hast ein ziemlich anderes Gesicht, ¨¹berhaupt nicht wie ein normales. Selbst wenn du bewusstlos warst, sind all deine Verletzungen von selbst geheilt..." murmelte Lydia nachdenklich. "Wie bist du an den Ufern der Sunder angeschwemmt worden?" fragte Lydia nachtr?glich. "Eine komplizierte Reihe von Ereignissen." Neveah antwortete mit einem Seufzer. "Wienge bin ich schon wieder hier?" fragte Neveah. "Drei Tage." antwortete Lydia. Neveah zuckte zusammen, drehte sich, sodass ihre Beine am Rand des Bettes hingen und stand auf. "Danke f¨¹r deine Hilfe. Ich habe nichts Wertvolles bei mir, aber du hast mein Wort, wenn wir uns wiedersehen, werde ich sicherlich etwas zur¨¹ckerstatten." versprach Neveah. "Du bist noch nicht in der Lage, zu gehen, Kind. Deine Verletzungen sind zwar geheilt, aber du warstnge im Wasser, es ist schon ein Wunder, dass du ¨¹berlebt hast, dein K?rper braucht immer noch Ruhe." Lydia stoppte Neveah schnell. Chapter 176: Selbstbeschuldigung (Kap.176)

Chapter 176: Selbstbeschuldigung (Kap.176)

Neveah konnte die Besorgnis in Lydias Tonfall sp¨¹ren, und das verwirrte sie sehr. Eigentlich h?tte sie eine Fremde sein m¨¹ssen, die Lydia nicht erwarten konnte, loszuwerden. Wenn es etwas gab, das Neveah herausgefunden hatte, dann war es, wie unwillkommen die Asvarianer fremden Spezies gegen¨¹ber waren. War das nicht der Grund, warum alle im Drachenturm sie verabscheuten? "Drei Tage sindng genug, es w?re falsch von mir, mich weiter aufzudr?ngen." Neveah lehnte h?flich ab. Au?erdem wusste Neveah, dass sie sich ihren n?chsten Schritt ¨¹berlegen musste, denn sie konnte nicht sicher sein, wenn sie weiterhin liegen blieb. "Du w¨¹rdest dich nicht aufdr?ngen, da mein Sohn dich gefunden und nach Hause gebracht hat, muss ich mich um dich k¨¹mmern, bis du wieder ganz gesund bist, damit seine Bem¨¹hungen nicht umsonst waren." beharrte Lydia. "Aber ..." Neveah begann zu protestieren, aber ihre Worte wurden von Lydia abgeschnitten. "Keine Widerrede. Leg dich wieder hin, schnell, dein Kopf hat einen harten Scg abbekommen, dir k?nnte schwindelig werden bei der ganzen Bewegung." tadelte Lydia mit geschmollten Lippen. Neveah starrte Lydia einen Momentng schweigend an, bevor sie sich wieder hinsetzte und ein leises St?hnen des Schmerzes ihre Lippen verlie?. "Na bitte ... immer noch so tough?" stichelte Lydia. Neveah antwortete nicht, sondern legte sich wieder auf das Bett und seufzte leise, w?hrend sie sich fragte, was genau sie von nun an tun sollte. Im Nachhinein betrachtet, hatte Neveah genau das bekommen, was sie wollte... auch wenn sie daf¨¹r ihr Leben riskieren musste, war sie nun aus diesen kalten Mauern heraus. Ja, sie hatte es aus dem Drachenturm geschafft, aber jetzt, wo sie drau?en war... wohin genau sollte sie gehen? _______________ "Es ist alles meine Schuld... Ich habe das getan..." "Es ist alles meine Schuld... Ich habe das verursacht..." Dieses Mantra schoss Xenon immer wieder durch den Kopf, w?hrend er ¨¹ber die Uferlinie schwebte, so weit der Fluss reichte. In den letzten drei Tagen war dies alles, woran Xenon denken konnte, seit er geh?rt hatte, dass der kleine Wolf von einer Klippe gesprungen war. Es war nicht einmal das erste Mal, dass Xenon diese Flucht unternahm, er konnte nichts anderes tun, als weiter zu suchen, unerm¨¹dlich, bis er sie fand. Dieses ¨¹berw?ltigende Gef¨¹hl von Schuld und Scham hatte sich in Xenons Herz eingenistet, alles, was er in diesem Moment empfand, war tiefes, intensives Bedauern. Dieses Gef¨¹hl des Selbsthasses, das Wissen, dass derjenigen, die er liebte, nur sewegen Schaden zugef¨¹gt worden war. Die kleine W?lfin war gekommen, um ihn zu finden, sie war gekommen, um ihn zu finden, weil sie ihn liebte. Xenon konnte es in ihren Augen sehen, dass Neveah sich um ihn sorgte. Bei allen anderen behielt sie stets einen ausdruckslosen Blick bei, aber sie verbarg nie die W?rme in ihren Augen, wenn sie ihn ansah. Xenon hatte sich einmal gefragt, ob das darang, dass sie ubte, er k?nne es nicht verstehen ... viele Menschen wussten nicht genau, wie viel Xenon begreifen konnte und was nicht. Zugleich wusste Xenon, dass Neveah ihre Gedanken nicht vor ihm verbarg, weil sie ihm vertraute. Vertrauen ... ihr Vertrauen, ein Privileg, das sie niemandem sonst gegeben hatte, irgendwie hatte Xenon es verdient, ohne zu wissen, wie er w¨¹rdig geworden war. Die W?rme, die er immer in ihren Augen fand, kam nur daher, dass Neveah sie ihn sehen lie?, sie lie? ihn ohne Worte sehen, dass er genauso gesch?tzt wurde, wie er sie sch?tzte. Zwischen den beiden hatte Neveah in allem, was sie f¨¹r Xenon tat, nie nachgssen, selbst wenn sie nicht an ein Versprechen gebunden war. Es war Xenon, der versagt hatte. Der Berg Edar sollte ein sicheres Paradies f¨¹r seine kleine W?lfin sein, Xenon sollte derjenige sein, zu dem sie immer kommen konnte, wenn alles andere und jeder andere auf der Gegenseite stand. Er sollte derjenige sein, der immer auf ihrer Seite stand, wie also konnte Xenon ihr auf diese Weise schaden? Die Erinnerung daran... der Blick in ihren Augen, als er das Leben aus ihr herausquetschte, die Krallen, die sich in ihren zerbrechlichen Hals gruben... sie verfolgte ihn noch immer, selbst in diesem Moment. Jetzt, da die Dunkelheit in seinem Geist etwas zur¨¹ckgewichen war und sich in den Tiefen kr?uselte und w¨¹hlte, erinnerte sich Xenon noch deutlicher daran. Die ganze Zeit ¨¹ber lie? die W?rme in Neveahs Augen nicht nach, sie starrte ihn nur an, mit einem schmerzhaften Blick... nicht f¨¹r sich selbst, sondern f¨¹r Xenon. Sie hat mein wahres Ich gesehen... sie hat das Monster gesehen, das ich versteckt habe und doch... dachte Xenon schmerzhaft bei sich, als er am Flussuferndete. Selbst nachdem sie das alles gesehen hatte, zeigte sie keine Angst und verachtete ihn nicht einmal. Im Gegenteil, Neveah wollte immer noch an seiner Seite bleiben. Xenon selbst hatte sie weggeschickt, sie verletzt, indem er ihr zu verstehen gab, dass der Schatten einer anderen Frau immer noch ¨¹ber seinem Herzen lebte. Xenon konnte nicht einmal ansatzweise mit Worten beschreiben, wie er sich in diesem Moment f¨¹hlte. Dieses Gef¨¹hl, wenn man sein Versprechen nicht gehalten hatte... Xenon hatte geschworen, die kleine W?lfin zu besch¨¹tzen, er hatte sie von ihrem Zuhause weggebracht, in der Gewissheit, dass er sie besch¨¹tzen konnte. Aus Egoismus behielt Xenon sie die ganze Zeit ¨¹ber an seiner Seite, auch wenn er sie h?tte gehenssen k?nnen, wenn er gewollt h?tte ... er h?tte ihr die Freiheit geben k?nnen, von der er wusste, dass sie sie am meisten begehrte. Aber Xenon konnte es sich nicht leisten, sie gehen zussen, denn alles, was die kleine W?lfin war, war alles, von dem Xenon nicht einmal wusste, dass er es brauchte, bis er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Doch am Ende hatte Xenon alles ruiniert... Der wilde Dunst hatte sich schon beim Anblick ihrer Tr?nen verzogen, Xenon war bei rem Verstand, als er Neveah wegschickte. Xenon hatte es getan, weil er es nicht ertragen konnte, dem ins Auge zu sehen, was er getan hatte. Es hatte so viele Gelegenheiten gegeben, seine kleine W?lfin festzuhalten, ihr nachzufen, sobald sie weg war, aber Xenon hatte es nicht gewagt. "Sie sagte... sie w¨¹rde mich nicht verabscheuen..." dachte Xenon in einem schmerzhaften Tonfall. Xenon wusste es nur zu gut, die kleine W?lfin konnte ihm verzeihen... aber wenn sie ihn so verlie?, w¨¹rde er sich das nie verzeihen. Chapter 177: Ausguck (Kap.177)

Chapter 177: Ausguck (Kap.177)

Neveah stand auf den Feldern hinter dem Haus von Lydia und ihrer Familie. Es war ein kleines Feld, das als Mini-Gem¨¹segarten diente und von Holzpf?hlen umgeben war, damit das Gem¨¹se nicht zertrampelt wurde. Neveah war sich nicht sicher, wienge sie schon hier stand und in Gedanken versunken war. Nachdem sie sich einen weiteren Tag im Bett ausgeruht hatte, war sie bereits vollst?ndig geheilt, und ihr Wolf war es auch. Vier Tage in einem Haus waren jedoch zu viel f¨¹r Neveah, und da alle anderen mit ihren t?glichen Gesch?ften besch?ftigt waren, machte sie einen Schritt nach drau?en, um sich ihre Umgebung anzusehen. Es war ein normales Haus auf einem Feld, nicht weit von der Stadt entfernt, und die Luft war warm und sauber, was Neveahs Herz erleichterte. Hier drau?en gab es nicht viel zu sehen, aber irgendwie fand Neveah es viel beruhigender als den luxuri?sen Drachenturm. In den letzten Tagen war Neveah gr??tenteils sich selbst ¨¹bessen gewesen. Lydia war B?ckerin und immer am Herd besch?ftigt, und ihr Enkel Roman war ein Energieb¨¹ndel. Hyperaktiv und ¨¹berm??ig gespr?chig, bekam Neveah selbst mit dem Jungen im Nebenzimmer kaum Scf, aber das machte ihr nichts aus. Selbst jetzt konnte Neveah noch h?ren, wie er sich mit seiner Gro?mutter unterhielt und ¨¹ber alles M?gliche sprach, was die arme Lydia manchmal zum hysterischen Lachen brachte und ihn ein anderes Mal streng zurechtwies. Inzwischen hatte Neveah au?er Lydia und Roman noch niemanden getroffen. Lydia sagte, dass ihr Sohn, der Neveah gerettet hatte, unterwegs war, um einen neuen Vorrat an Eis zu holen, w?hrend Neveah bewusstlos war. Der vergangene Tag war friedlich und ereignislos veufen. Es warnge her, dass Neveah sich v?llig ausruhen konnte, und so schlief sie bis sp?t in den Morgen hinein. Jetzt war es fast Mittag, und es war der f¨¹nfte Tag, seit Neveah die Klippe hinuntergest¨¹rzt war. Neveah wollte nicht einmal dar¨¹ber nachdenken, wie es im Drachenturm aussah, denn sie wusste, dass ihr Herz sofort in Aufruhr geraten w¨¹rde, wenn sie es tat. Neveah konnte sich noch immer an den entsetzten Schrei von Menarx erinnern, als w?re es erst gestern gewesen, er hallte in ihrem Kopf nach und erf¨¹llte ihr Herz mit einem nagenden Schuldgef¨¹hl, auch wenn Neveah wusste, dass sie keinen Grund hatte, sich schuldig zu f¨¹hlen. Neveah brauchte nicht zu fragen, um zu wissen, dass Menarx nach ihr suchen w¨¹rde... sie brauchte sich nicht zu wundern, um zu wissen, wie verzweifelt er suchen w¨¹rde. Menarx hatte sich nie die M¨¹he gemacht, die Tatsache zu verbergen, dass er sich um Neveah sorgte, selbst wenn sie es nicht wahrhaben wollte und sich nur daran erinnerte, dass er einer ihrer Entf¨¹hrer war, wie konnte sie es nicht wissen? Von den wenigen Menschen, die sich wirklich um Neveah im Drachenturm k¨¹mmerten, war Menarx nur hinter einem her... einem gewissen schwarz geschuppten Drachen. Xenon... da war noch Xenon, den Neveah in einem solchen Zustand zur¨¹ckgssen hatte... Hatte er den wilden Dunst ¨¹berwunden? Hatte er von ihrem Sturz geh?rt? War er auf der Suche nach ihr? Oder war er erleichtert, dass sie fort war und ihn nicht mehr an seinen vergangenen Schmerz erinnern w¨¹rde? Es gab viele Fragen, die bei dem Gedanken an Xenon auf einmal auftauchten, Mit dem Gedanken an den Drachenturm und die Drachen kamen zu viele Bedenken, und Neveah hatte beschlossen, das alles lieber aus ihrem Kopf zu verdr?ngen. "Woah... woah..." Romans Stimme riss Neveah aus ihren Gedanken und sie warf einen Blick ¨¹ber ihre Schulter, um den jungen Mann mit ausgestreckten Armen zu entdecken. Wie immer spielte er mit seinen magischen F?higkeiten und Neveah starrte mit leerem Blick auf den Holzklotz, den er in der Luft schweben lie?. "Was machst du da?" fragte Neveah spitz und beobachtete, wie sich das Holzngsam und stetig durch die Luft bewegte. Roman stand in einigem Abstand davon und kontrollierte die Bewegung. Als Neveah die Richtung verfolgte, in die der Stamm ging, erkannte sie, dass Roman vorhatte, ihn zu einem bereits hohen Stapel von Holzscheiten hinzuzuf¨¹gen. Es handelte sich dabei um das frisch aufgestapelte Holz, das Lydia hatte liefernssen, um damit ihren Ofen f¨¹r eine weitere Woche des Backens und Lieferns von Geb?ck zu befeuern. Obwohl Neveah sich zur¨¹ckgehalten hatte, waren ihre Ohren nicht zu h?ren. Ohne dass Neveah sich anstrengen musste, h?rte sie jedes einzelne Wort, jede Diskussion und jedes Ereignis, das zwischen Lydia und Roman ausgetauscht wurde, bequem von ihrem Zimmer aus. Von den ¨¹brig gebliebenen St?mmen der letzten Lieferung war nur noch dieser schwebende Stamm ¨¹brig geblieben, und es schien, als wolle Roman ihn mit dem Rest aufstapeln, da er neben der Axt herumgelegen hatte. Lydia konnte das Holz nicht selbst spalten, Neveah wusste, dass sie auf die R¨¹ckkehr ihres Sohnes wartete, er w¨¹rde sich f¨¹r sie um das Holz k¨¹mmern. "Ich halte den Stamm aus dem Weg." erwiderte Roman mit einem strahlenden L?cheln. Der junge Mann l?chelte immer, wenn er mit Neveah sprach oder sie auch nur ansah, und wenn Lydia ihn nicht wiederholt gewarnt h?tte, h?tte er sie mit einem leichtsinnigen L?cheln und einem strahlenden Blick bedacht, Neveah wusste, dass der junge Bursche sie niemals alleinssen w¨¹rde, und das war ziemlich niedlich, und Neveah konnte sich ein kleines L?cheln nicht verkneifen, das sich auf ihre Lippen legte. "Bist du sicher, dass du dich mit ihnen anlegen willst? Der Handwerker hat eine ganze Weile gebraucht, um sie so ordentlich zu stapeln." erinnerte Neveah. "Ich bin gleich fertig, ich muss sie nur noch genau ¨¹ber ..." Roman begann, unterbrach sich aber mit einem Aufschrei, als er den ¨¹berblick verlor. Der Holzklotz fiel unkontrolliert aus der H?he, in der er schwebte, auf den ordentlichen Stapel und lie? alle St?mme ¨¹berall hinunterrollen. "Igitt!!!" Der junge Bursche kreischte entsetzt auf und schlug die Hand vor den Mund. Neveah nahm an, dass Roman sich genau vorstellen konnte, wie w¨¹tend Lydia sein w¨¹rde, wenn sie den Hinterhof in einem solchen Zustand vorfand. "Haltet Ausschau nach mir, ich muss das in Ordnung bringen!" rief Roman schnell und eilte zu den Baumst?mmen hin¨¹ber, die immer noch vom Stapel herunterrollten. "Ausschau halten? Wieso ich? Ich habe nichts damit zu tun." erwiderte Neveah am¨¹siert, w?hrend sie zur T¨¹r hin¨¹berblickte, denn ihre Sinne verrieten ihr, wo genau sich Lydia in dem kleinen Haus befand. Chapter 178: Ausschau halten (Kap.178)

Chapter 178: Ausschau halten (Kap.178)

Neveah sah Roman dabei zu, wie er sich abm¨¹hte, das Chaos, das er angerichtet hatte, in Ordnung zu bringen, aber er hatte einfach nicht die Kraft, so gro?e St?mme hochzuheben. Der junge Bursche grunzte frustriert, bevor er einen flehenden Blick zu Neveah warf. "Was?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue, immer noch Lydia im Auge behaltend. Nach den Ger?uschen zu urteilen, die Neveah in der K¨¹che h?rte, hatte Lydia den ?rger, den Roman ausgel?st hatte, nicht bemerkt, doch es w¨¹rde nichtnge dauern, bis sie ihn bemerkte. "?hmm... kannst du mir helfen, sie hochzuheben? Die Holzscheite sind zu schwer ... bitte?" fragte Roman hoffnungsvoll. Neveah rollte mit den Augen ¨¹ber den jungen Mann, ging zu ihm hin¨¹ber und strich ihm leicht ¨¹ber die Stirn. "Es gibt Dinge, die du mit deinen H?nden machen solltest, Ro, Magie ist kein Spielzeug." schimpfte Neveah, obwohl ihre Lippen leicht zuckten. "Hey!" rief Roman und hob eine Hand, um sich die Stirn zu reiben, w?hrend seine Lippen einen Schmollmund zogen. "Ich bin kein Kind mehr, wei?t du, ich bin dieses Jahr schon sechs Sommerng." gab Roman ver?rgert zur¨¹ck. Neveah kicherte leise vor sich hin und warf dem jungen Mann einen komischen Blick zu. "Eins, zwei, drei ... bis sechs, meinst du? Ich brauche nur zwei H?nde, um das zu z?hlen, und es werden noch viele Finger ¨¹brig bleiben." Neveah antwortete mit einem Kopfsch¨¹tteln. "So alt siehst du auch nicht aus. Oma sagt, du bist noch nicht einmal erwachsen!" schoss Roman zu seiner Verteidigung zur¨¹ck. Neveah hob eine Augenbraue, sie hatte nichts ¨¹ber ihr Alter gesagt, aber es war nur nat¨¹rlich, dass Lydia ihre eigenen Spektionen anstellte. "Dann kann ich als Nicht-Erwachsener ... Ich kann dir nicht helfen, dein Chaos zu beseitigen. Meine Kinderarme sind so klein, wie soll ich diese gro?en Baumst?mme heben?" Neveah stichelte und wollte zur¨¹ckgehen, aber Roman beeilte sich, ihr den Weg zu versperren. "Warte! Warte!... Geh nicht, Oma wird mir die Haut abziehen, wenn ich hier nicht aufr?ume." flehte Roman ?ngstlich. "Selbst wenn ich bleibe, ubst du wirklich, dass ich diese Baumst?mme heben kann?" Neveah wies auf das Offensichtliche hin. Roman runzelte nachdenklich die Stirn, als er ¨¹ber Neveahs Worte nachdachte. "Was kann ich dann tun?" fragte Roman best¨¹rzt. "Ich k?nnte versuchen, ein paar zu heben." bot Neveah an und hob ¨¹berrascht eine Braue, als Roman den Kopf sch¨¹ttelte. "Du hast dich gerade erst erholt, ich will nicht, dass du wieder krank liegst. Ich habe den Scmassel angerichtet, ich werde ihn beheben. Au?erdem... Ich bin der Mann, ich kann nicht zssen, dass du etwas zu Langweiliges machst." Roman wies sie ab und bl?hte seine Brust auf, w?hrend er sprach. "Hast du diese Worte von deinem Vater geh?rt?" fragte Neveah undchte leise, w?hrend sie zu den Baumst?mmen zur¨¹ckging. Neveah sah sich einen Momentng um, bevor sie den n?chstgelegenen Baumstamm mit einer Hand anhob. Der Stamm selbst war fast so gro? wie Neveahs K?rpergr??e und auch breit, aber f¨¹r Neveah wog er kaum etwas. Neveah warf Roman einen Blick zu, der sie schockiert anstarrte, die Augen weit aufgerissen und den Mund weit offen. "H?ltst du mich immer noch f¨¹r ein Kind?" fragte Neveah, w?hrend sie ein weiteres Holzscheit aufhob und sich auf den Weg machte, um es ordentlich aufzustapeln. Es waren etwa zwanzig St?mme, und es w¨¹rde einige Fahrten erfordern, um sie alle wieder so zu tzieren, wie sie vorher gelegen hatten. "Du... kannst zwei davon anheben?!" rief Roman erstaunt aus. "Nur, weil ich nur zwei H?nde habe... wenn ich so dar¨¹ber nachdenke, k?nnte ich wahrscheinlich zehn nehmen... so schwer ist es eigentlich nicht." antwortete Neveah und kicherte vor sich hin, als Romans Augen gro? wurden. "Bist du... eine Drachendame?!" Roman schnappte entgeistert nach Luft. "Dummer Junge... wei?t du nicht, dass es keine Drachendamen gibt?" Eine Stimme unterbrach ihn. Neveah blickte ¨¹ber ihre Schulter und entdeckte einen seltsamen Mann, der mit einer weiten Tunika und Lederhosen bekleidet war. Er war etwa 1,70 m gro? und hatte eine breite Statur, die der des jungen R?mers verbl¨¹ffend ?hnlich sah. Neveah hatte nicht geh?rt, wie er sich n?herte, und das ¨¹berraschte sie, aber sie wusste bereits, wer er war, ohne dass sie fragen musste. Ebenso blickte der Mann zu Neveah hin¨¹ber, und seine Augen leuchteten auf. "Warum? Du bist wach!" rief er erstaunt aus. Neveah konnte erkennen, dass dies Lydias Sohn war, der Mann, der sie am Ufer gefunden und gerettet hatte. "Du musst Trevin sein." best?tigte Neveah und senkte ihren Kopf zu einer kleinen Verbeugung. "Oh, bitte nicht. Ich bin nur ein B¨¹rgerlicher, ihr braucht mich nicht so hoch zu achten." Trevin unterbrach Neveah schnell mit einem Kichern. "Ganz gleich, wer du bist, du hast mich gerettet. Du hast meine Dankbarkeit." Neveah dr¨¹ckte sich in einem ehrlichen Ton aus. "Ich habe nicht wirklich viel getan, geschweige denn davon gesprochen. Ich bin erleichtert, dass es dir gut geht, ich war so besorgt, dass ich nach meiner Frau geschickt habe." sagte Trevin und ging zu Neveah hin¨¹ber. "Ah, Lydia hat mir von Romans Mutter erz?hlt. Sie ist Jungmagierin an der Akademie der Magie, ja?" fragte Neveah. Trevin nickte l?chelnd und strich seinem Sohn auf die gleiche Weise ¨¹ber die Stirn wie Neveah. "Vater!" rief Roman in einem ver?rgerten Ton aus. "Wie kannst du eine genesende Frau so schwere Baumst?mme tragenssen?" tadelte Trevin, bevor er sich an Neveah wandte. "Du solltest dich ausruhen, hier drau?en ist es kalt, und nachdem du songe im Wasser warst, k?nntest du dir eine Erk?ltung holen." sagte Trevin. "Ich bekomme nicht so leicht eine Erk?ltung... au?erdem, wie ich Ro schon gesagt habe... es br?uchte mindestens zehn davon auf einmal, bevor ich es f¨¹r schwer halte." antwortete Neveah ehrlich. Neveah hob zwei weitere Holzscheite auf und trug sie zum Stapel hin¨¹ber, wo sie sie ordentlich ablegte. Als sie sich umdrehte, sah sie Trevin, der sie schockiert anstarrte, genauso wie Roman vor einem Moment. "Siehst du, Vater? Sie ist wirklich eine Drachendame!" rief Roman siegessicher aus. "Wie oft muss ich dir noch sagen, dass es keine Drachendamen gibt?" grummelte Trevin und warf seinem Sohn einen Blick zu. "Nur weil du es kannst, hei?t das nicht, dass du es auch solltest. Lass es jetzt sein, ich werde sie in Ordnung bringen." Trevin beharrte immer noch darauf, w?hrend er sich daran machte, die Holzscheite aufzuheben. Neveah machte noch eine Runde, bevor sie zur Seite trat und Roman einen Blick zuwarf. "Gibt es wirklich keine Drachendamen?" fragte Neveah neugierig. Chapter 179: A Familiar Name (Ch.179)

Chapter 179: A Familiar Name (Ch.179)

"Gibt es wirklich keine Drachendamen?" fragte Neveah neugierig. Trevin hatte es schon zweimal erw?hnt, und erst da wurde Neveah r, dass sie wirklich noch keinem weiblichen Drachen bege war, sondern nur weiblichen Reitern. Neveah hatte nicht viele Drachen getroffen, aber sie hatte genug getroffen, und alle Drachen, die sie getroffen hatte, waren diejenigen, die die h?chsten R?nge in der Festung innehatten. Unter ihnen allen, sogar im Rat, hatte Neveah keinen einzigen weiblichen Drachenwandler bemerkt. Sie hatte sich einmal dar¨¹ber gewundert, aber bei all dem, was geschehen war, hatte Neveah es v?llig vergessen. Als Trevin es jetzt erw?hnte, war Neveahs Neugierde wieder geweckt. In den Geschichtsb¨¹chern, die Neveah gelesen hatte, stand nichts ¨¹ber dieses Ph?nomen, wie konnte es sein, dass nur m?nnliche Drachen den Himmel der Festung durchquerten? Es war viel zu merkw¨¹rdig, dass die Drachen nur ein Geschlecht hatten. "Vater und Mutter haben es mir erz?hlt. Ich habe auch von meinen Lehrern geh?rt, dass alle unsere Lorddrachen m?nnlich sind ... es hat nie eine weibliche Drachin gegeben." Roman antwortete mit einem Nicken. "Wieso ist das so? Alle Spezies geb?ren m?nnlich und weiblich, wie k?nnen die Drachen nur ein Geschlecht geb?ren?" fragte Neveah verbl¨¹fft, w?hrend sie sich auf einen Baumstamm setzte. Trevin blickte zu Neveah hin¨¹ber und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Unsere Lorddrachen sind die heiligen Anf¨¹hrer der Festung, wir sprechen nicht leichtfertig ¨¹ber sie..." begann Trevin in einem ehrf¨¹rchtigen Ton. "Dann sollte ich nicht neugierig sein." murmelte Neveah verst?ndnisvoll. Neveah schmollte leicht und war entt?uscht, dass sie ihre Neugier nicht befriedigen konnte, aber ihre Neugierde wurde durch Trevins n?chste Worte wieder geweckt. "Aber ich kann es dir sagen, wenn du so neugierig bist, es zu erfahren. Es ist nicht so, dass die Lorddrachen keine weiblichen Nachkommen zeugen, sie zeugen sehr wohl weibliche Nachkommen... aber es ist extrem selten." "Eine von hundert Geburten wird ein Weibchen, und selbst dann haben die weiblichen Nachkommen der Drachen nicht die F?higkeit, sich zu verwandeln." erkl?rte Trevin, w?hrend er die St?mme bewegte. Neveah runzelte leicht die Stirn, denn ohne die F?higkeit, sich zu verwandeln, w¨¹rde das bedeuten, dass die weiblichen Nachkommen der Drachen als Menschen geboren wurden. "Du meinst, sie sind Menschen?" fragte Neveah verbl¨¹fft. "Nicht ganz, niemand mit reinem Asvar-Blut kann als Mensch bezeic werden. Sie sind mit gesteigerten k?rperlichen F?higkeiten gese ... schneller und st?rker als jeder andere Mensch." "Sie sind auch st?rker als andere Asvarian-Menschen, aber sie sind keine Drachen. Sie k?nnen sich nicht verwandeln und haben nicht die anderen Gaben, die Drachen haben." erkl?rte Trevin. Trevins Worte machten Neveah neugierig und sie dachte einen Momentng dar¨¹ber nach. Seit sie angefangen hatte, von den Drachen zu lesen, hatte sich Neveah viel zu sehr f¨¹r die Geschichten ¨¹ber ihre Vergangenheit interessiert, als dass sie etwas mit ihnen zu tun haben wollte. Wenn sie es nicht besser w¨¹sste, w¨¹rde Neveah sogar denken, dass sie sich wie jemand verhielt, der mehr ¨¹ber die Drachen wissen wollte ... um sie zu verstehen. "Warum k?nnen sich die m?nnlichen Nachkommen in Drachengestalt verwandeln, die weiblichen aber nicht?" "War das schon immer so, von Anfang an? Oder k?nnte irgendwann in der Geschichte etwas schief gufen sein?" Neveah ertappte sich dabei, wie sie eine Frage nach der anderen stellte. Neveah konnte nicht einmal verstehen, warum sie sich so sehr daf¨¹r interessierte, sie hatte sich noch nie so sehr f¨¹r die Gr¨¹ndungsgeschichte der Wolfsmenschen interessiert, Aber wenn es um die Drachen ging, war sie es einfach. Trevinchte herzlich ¨¹ber Neveahs Reihe von Fragen und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Wenn ich sehe, wie eifrig du bist, w¨¹nschte ich, ich w¨¹sste die Antwort auf deine Fragen. Aber wirklich, niemand au?er den Lorddrachen selbst wei? genau, warum es so ist ... oder ob es schon immer so war." "Soviel wir alle wissen, hat es nie eine Drachendame gegeben ... aber unsere Lebensspanne ist viel zu kurz und die Lorddrachen haben Generationen von uns ¨¹berlebt." "Vielleicht ist das, was wir wissen, nur das, was unsere Zeit uns eubt. Die Vergangenheit ist mit ihren Geschichten verschwunden und nur wenigen bekannt." "Wenn man etwas ¨¹ber Drachen wissen will, muss man einen Drachen fragen." schloss Trevin mit einem Achselzucken. Trevins Worte kamen Neveah furchtbar bekannt vor und erinnerten sie an genau das, was Menarx immer zu sticheln pflegte. Neveahs Lippen zuckten leicht, bevor sie schnell den Kopf sch¨¹ttelte und ihre Aufmerksamkeit auf die gegenw?rtige Neugierde richtete. "Es sind also Menschen ... aber nicht wirklich Menschen?" fragte Neveah unsicher, "Ah... hier in der Festung gibt es einen Namen f¨¹r sie. Man k?nnte es einen Titel der Ehrfurcht und des Respekts nennen." Trevin antwortete mit einem Achselzucken. "Ein Titel? Was ist das?" fragte Neveah neugierig. "Helles Blut ... Man nennt sie Hellbl¨¹ter." erwiderte Trevin, wieder war sein Tonfall von tiefer Ehrfurcht gepr?gt und ein L?chelng auf seinen Lippen. Doch Neveah achtete gar nicht auf Trevins Gesichtsausdruck, sondern lie? die Worte, die er gerade gesagt hatte, noch einmal in ihrem Kopf Revue passieren. Lichtblut ... der Name kam ihr nur allzu bekannt vor, Neveah war sich sicher, dass sie ihn schon einmal geh?rt hatte, aber sie konnte sich nicht erinnern, wann oder wo. Es war, als w?re die Erinnerung direkt vor ihrem geistigen Auge, aber sie konnte sie einfach nicht fassen, egal wie sehr sie sich anstrengte. "Kommt alle herein, das Mittagessen ist fertig! Schnell Veah, du musst rechtzeitig essen, um deine Genesung zu beschleunigen!" rief Lydia ihnen zu. Trevin legte das letzte Holz ab und ging zu Neveah hin¨¹ber, die immer noch gedankenverloren auf dem Baumstamm sa?. Neveah hatte Lydias Ruf gar nicht geh?rt, es war Trevins Stimme, die sie schlie?lich aus ihren Gedanken riss. "Ist es so interessant, dass es dich so verwirrt? Kommt jetzt,sst das Essen nicht kalt werden." sagte Trevin und bedeutete Neveah mit einer Geste, sich aufzurichten. Neveah gehorchte und lie? sich von Trevin das letzte Holzscheit wegnehmen, bevor sie beide zur¨¹ck in die kleine H¨¹tte gingen. W?hrend Neveah ging, wurde ihr Geist immer noch von einem tiefen Gef¨¹hl der Vertrautheit bstet, und sie konnte es einfach nicht absch¨¹tteln. "Lichtbl¨¹te?... Wo habe ich diesen Namen schon einmal geh?rt...?" fragte sich Neveah, als sie den Raum betrat. Chapter 180: Das Herz einer Erbin (Kap.180)

Chapter 180: Das Herz einer Erbin (Kap.180)

~Fort zed: 10. Festung der Asvarian Stronghold~ Die Sonne hatte gerade begonnen, hinter dem Horizont unterzugehen, und senkte sich wie ¨¹blichngsam direkt ¨¹ber Fort zed und seiner bl¨¹henden Stadt. Die Stadt war gesch?ftig wie immer, Fort zed war ein Zentrum f¨¹r Gesch?fte und Handel, in dem sich die verschiedenen V?lker trafen, um Sch?tze und wertvolle Waren auszutauschen. Unter den zw?lf Festungen der Asvarian-Hochburg galt Fort zed als eine der gesch?ftigsten St?dte undg nach der Zitadelle von Keep Skies an dritter Stelle. Es war auch der zentrale Punkt, an dem sich die Handelsrouten, die in die und aus der Asvarischen Festung f¨¹hrten, immer trafen, und so stand das dritte Asvarische Leuchtfeuer m?chtig in Fort zed. Zusammen mit seiner Lichthalle diente es als uneinnehmbare Verteidigungslinie zum Schutz der Handelswege und der Lebensmittelversorgung, die um die gesamte Festung zirkulierten. Neben dem Asvarischen Leuchtfeuer gab es noch ein weiteres imposantes Bauwerk in Fort zed, Es war eine m?chtige Burg, nicht ann?hernd so imposant wie der Drachenturm, aber ebenso prestigetr?chtig wie die D¨¹nenburg in den wei?en D¨¹nen. Die hoch aufragende Feuerburg beherbergte die Feuerdrachen, die Fort zed seit Jahrhunderten besch¨¹tzten und sicherten, seit es die asvarische Festung gab. Zu dieser Zeit waren nur ein paar riesige Schatten zu sehen, die Fort zed in der Ferne umkreisten. Die Flugpatrouille war noch nicht zur Burg zur¨¹ckgekehrt, sie w¨¹rde erst kurz vor Tagesanbruch zur¨¹ckkehren, wenn die zweite Gruppe der Flugpatrouille flugbereit war. In den Hallen der uen Burg gingen die Drachenw?chter und Diener ihren jeweiligen Pflichten nach, gab es eine Person, die von all dem Trubel im Schloss unber¨¹hrt blieb und in ihrem gem¨¹tlichen Quartier leise vor sich hin summte. Estelle stand vor ihrem Ankleidespiegel und hielt ein wundersch?nes gelbes Kleid dicht an ihre Figur heran. Das Kleid war exquisit gearbeitet, mit zahlreichen Blumen, die mit Silberf?den um den Saum herum gestickt waren. Estelle hatte einen vertr?umten Blick und einen Hauch von L?cheln auf den Lippen. Das Kleid eng an sich gedr¨¹ckt, wirbelte sie leicht herum, und ihr L?cheln wurde breiter, als der Saum des Kleides mit ihrer Bewegung mitschwang. Der Stoff des Kleides war leicht und luftig, es war wirklich sch?n, und Estelle hatte es extra f¨¹r heute anfertigenssen. "W¨¹rde es ihm gefallen? Er hat immer gesagt, dass ich in Gelb wundersch?n aussehe ..." ¨¹berlegte Estelleut. Immer, wenn sie diese Worte h?rte, erinnerte sich Estelle lebhaft daran, wie ihr Herz tterte und ihre Wangen bei der Erinnerung daran err?teten. Das Kleid war wirklich wundersch?n, nur w¨¹rde Estelle es nicht sofort tragen k?nnen, und so konnte sie es nur auf diese Weise bewundern, bis es an der Zeit war, das Kleid stolz zu tragen und zu zeigen. Estelle seufzte wehm¨¹tig, als sie das Kleid ordentlich zusammenfaltete, damit es keine Falten schlug, und dann legte sie es sorgf?ltig weg. Estelle brauchte niemanden, der ihr sagte, wie teuer das Kleid war, denn die Schneiderin von Schloss zed hatte es mit viel Liebe zum Detail auf Estelles Wunsch hin angefertigt. Ein Wunsch, den Estelle im Geheimen ge?u?ert hatte, damit ihr Vater keinen Wind davon bekam. "Nun, es spielt eigentlich keine Rolle, was das Kleid kostet, Vater kann es sich immer noch leisten." murmelte Estelle mit einem l?ssigen Achselzucken vor sich hin. Estelles Vater war schlie?lich der zed Lord, der den Herrschertitel von Fort zed, der zehnten der zw?lf gro?en Festungen der Asvarian-Hochburg, innehatte. Au?erdem war Estelle das einzige Kind des zed Lords, und als Tochter eines Drachenlords war sie die am meisten gesch?tzte Tochter des zed Lords. Nach Estelles Worten gab es wirklich niemanden in der Burg, der es wagen konnte, sie abzulehnen, aber selbst dann musste Estelle mit ihren Handlungen ?u?erst vorsichtig sein. Warum genau? Weil Estelle etwas getan hatte, was ihr Vater niemals guthei?en w¨¹rde, sie hatte sich in einen Menschen verliebt... einen Menschen, der nicht aus Asvarian stammte. Estelle ging zu ihrem Fenster und starrte hinaus in die G?rten. Um diese Zeit, so wusste Estelle, w¨¹rde er hier vorbeikommen... Jason, der Stallknecht f¨¹r alle, aber f¨¹r Estelle war er derjenige, der ihr Herz zum ttern brachte. Estelle schaute aus dem Fenster, und gerade als sie das dachte, schritt Jason ¨¹ber den Hof und f¨¹hrte eines der Pferde ihres Vaters in den Stall zur¨¹ck, nachdem es kurz auf den hinteren Feldern geweidet hatte. Mit seinem rostbraunen Haar und seinem sommersprossigen Gesicht hatte Estelle noch nie jemanden gesehen, der so liebenswert war wie Jason, und ein L?cheln legte sich auf ihre Lippen, als er stehen blieb und aufblickte. Es war nicht das erste Mal, dass sie sich begeen, aber Estelle stellte fest, dass sie immer das gleiche Gef¨¹hl hatte, als sie ihn zum ersten Mal traf. Dieser kindliche Leichtsinn, der Estelle so fremd war, und doch konnte sie sich dieses Gef¨¹hl nicht verkneifen. Estelle hob ihre Hand zu einem kleinen Winken und Jason winkte zur¨¹ck, ein breites L?cheln erhellte sein Gesicht. Sie wechselten keine Worte, es war schwierig, die Gef¨¹hle, die sie teilten, offen auszudr¨¹cken, wenn so viele Augen im Schloss waren. Aber Estelle machte das nichts aus, sie war zufrieden damit, ihm bei der Erf¨¹llung seiner Pflichten zuzusehen, wenn sie konnte. Und wenn die Sonne unterging und der Tag zu Ende war, zog sich Jason in sein Quartier zur¨¹ck, und dann ging Estelle zu ihm. Es war bereits ein ganzer Sommer vergangen, seit sie beide ihre Gef¨¹hle f¨¹reinander ausgedr¨¹ckt hatten, und heute w¨¹rde es genau ein Sommer werden. Estelle war begierig darauf, Jason zu sehen, und zwar aus einem wichtigen Grund, Nach der R¨¹ckkehr ihres Vaters ins Schloss w¨¹rde Estelle ihm sagen, dass sie denjenigen gefunden hatte, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen w¨¹rde. Chapter 181: Abtrennung (Kap.181)

Chapter 181: Abtrennung (Kap.181)

Estelle stie? einen leisen Seufzer aus und blickte von der Leinwand auf, auf der sie geistesabwesend eine Szenerie mit einem Geflecht aus verschiedenen Farben malte. Da sie nichts anderes zu tun hatte, hatte sie ihre Staffelei und die Pinsel herausgeholt, um sich zu besch?ftigen, aber es war schwer, sich auf das Malen zu konzentrieren, wenn sie so aufgeregt war. "Der Tag k?nnte nichtngsamer vergehen." begte sich Estelle und stellte ver?rgert fest, dass die Sonne immer noch ihren Weg nach unten fand. Estelle musste sich fragen, ob die Tage immer song waren, oder ob sie vielleicht nur zu ?ngstlich war. Sie hatte ihren Unterricht f¨¹r den Tag l?ngst beendet, und Estelle wollte nicht hier rumsitzen und warten, w?hrend ein so besonderer Tag so schnell vor¨¹ber war, Aber Estelle k Jason m¨¹sste erst aus den St?llen enssen werden, bevor er sich in sein Quartier zur¨¹ckziehen k?nnte. "Er ist viel zu flei?ig, ich sollte mit Vater ¨¹ber die l?stigen Pflichten der Stallknechte sprechen." bemerkte Estelle zu sich selbst. "Es gibt genug H?nde auf der Burg, und die Pferde werden kaum gebraucht, w?re es da n?tig, songe zu arbeiten?" murmelte Estelle, w?hrend sie sich wieder dem Gem?lde zuwandte. Gerade als Estelle ihre Arbeit an der Leinwand vor ihr fortsetzte, ?fe sich ihre T¨¹r und Lord Starron von Fort zed trat ein. "Vater!" rief Estelle ¨¹berrascht aus, sprang auf und warf die Staffelei mitsamt dem Gem?lde, an dem sie arbeitete, um. Lord Starron zog angesichts der erschrockenen Reaktion seiner Tochter eine Augenbraue hoch und verschr?nkte die Arme vor der Brust, w?hrend er die Augen misstrauisch verengte. "Habe ich bei etwas gest?rt?" fragte Lord Starron. "Nein, Vater ... ganz und gar nicht." erwiderte Estelle schnell. Als sie merkte, dass ihre Reaktion viel zu extrem gewesen war, entkam Estelle ein nerv?ses Kichern, w?hrend sie den Kopf senkte, um dem Blick ihres Vaters auszuweichen. "Hmmm..." Lord Starron brummte leise und lie? seinen misstrauischen Blick noch einen Momentng auf Estelle ruhen, bevor er zu ihr hin¨¹berging. "Vielleicht h?tte ich zuerst anklopfen sollen, du bist ein Lichtbl¨¹ter und doch so leicht zu erschrecken." Lord Starron kicherte leise, als er Estelles Gem?lde in die Hand nahm und es begutachtete. Estelle stie? einen unh?rbaren Seufzer der Erleichterung aus, als ihr Vater ihre Reaktion beiseite schob, und sie beugte sich schnell hinunter, um die verstreuten Pinsel aufzuheben und sie beiseite zu legen. "Mach dich nicht ¨¹ber mich lustig, Vater. Ich habe dich nicht vor dem Morgengrauen erwartet, die Flugpatrouille kehrt erst im Morgengrauen zur¨¹ck." Estelle grummelte leise vor sich hin. "Man sollte meinen, meine eigene Tochter h?tte mich lieber weg als in unmittelbarer N?he." bemerkte Lord Starron in einem ¨¹bertrieben gequ?lten Ton. Estelle verdrehte bei den Worten ihres Vaters die Augen, obwohl in ihrem Herzen ein Gef¨¹hl der Schuld aufbl¨¹hte, weil die Worte ihres Vaters so zutreffend waren. Es hatte Estelle so viel M¨¹he gekostet, daf¨¹r zu sorgen, dass ihr Vater genau an diesem Tag auf Flugpatrouille sein w¨¹rde, Doch nun, da Lord Starron unangek¨¹ndigt zur¨¹ckgekehrt war, wusste Estelle, dass sie alle Hoffnungen f¨¹r diesen Tag aufgeben musste. "Ich bin vor der Flugpatrouille zur¨¹ckgekehrt, unser zed Castle erwartet einen wichtigen Gast und wir m¨¹ssen rechtzeitig Vorbereitungen treffen." verriet Lord Starron. Estelle wurde bei der Erw?hnung eines Gastes hellh?rig; Estelle wusste nur zu gut, wie unwillkommen ihr Vater der Anwesenheit von Fremden in seinem Schloss gegen¨¹ber war, Das war der Grund, warum ein so gro?es Schloss wie das zed Castle in einer gesch?ftigen Stadt wie Fort zed nur selten G?ste zu Besuch hatte. So war es seit dem Tod von Estelles Mutter gewesen. Damit Lord Starron einen Gast empfing, musste es sich um jemanden von besonderem Rang handeln oder der Grund des Besuchs musste ihrem Vater wichtig genug sein. "Ein Gast? Wer ist es?" fragte Estelle neugierig. "Ein Gast, den wir mit einem gro?en Bankett begr¨¹?en m¨¹ssen. Nun, ich wei? nichts ¨¹ber die Organisation eines Banketts, und so kann ich nur kommen, um Euch um Hilfe zu bitten." erkl?rte Lord Starron. Estelle war jetzt noch neugieriger, ihr Vater hatte schon songe kein Bankett mehr ausgerichtet, wer konnte so wichtig sein, dass ihr Vater bereit war, ein Bankett auszurichten? "Ernsthaft Vater, wer ist es? Wer ist dieser Gast? K?nnte es ein Herr einer Festung sein? Oder vielleicht jemand aus Keep Skies?" fragte Estelle neugierig. "Der junge Lord von Fort Scabbard." antwortete Lord Starron mit einem Achselzucken. "Dante?!" rief Estelle angenehm ¨¹berrascht aus. "Ah ... du erinnerst dich also doch an ihn." Lord Starron best?tigte dies mit einem Nicken. "Mutter hat ihm auf Wunsch seines Vaters jahrng alles ¨¹ber die Lordschaft beigebracht, nat¨¹rlich erinnere ich mich an ihn." Estellechte auf. "Aber Dante hat Burg zed seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr besucht, nicht seit er seinem Vater bei der Herrschaft ¨¹ber Fort Scabbard geholfen hat." Estelle erinnerte sich in einem verwirrten Ton. "Warum sollte er sich entscheiden, so pl?tzlich und so kurzfristig zu kommen?" fragte Estelle mit einer hochgezogenen Braue. Lord Starron schwieg einen Momentng, bevor er schwer seufzte. "Der junge Bursche hat vor einem Monat eine Durchtrennung erlitten." verriet Lord Starron in einem grimmigen Ton. Estelle schnappte entsetzt nach Luft bei der Erw?hnung einer Durchtrennung. Eine Abtrennung war eines der verheerendsten Dinge, die einem Drachenlord je widerfahren konnten. So nannte man die Zerst?rung eines Paarbandes, noch bevor es zu einer ersten Begegnung zwischen Drache und Reiter kam. Eine Trennung erfolgte, wenn der Schicksalsreiter eines Drachens starb, bevor die beiden einander entdeckten, so dass ihr Schicksalsband durchtrennt wurde, noch bevor es sich voll entfalten konnte. F¨¹r Drachenlords war die Bindung an ihren Schicksalsreiter ein wichtiger Teil ihrer Existenz, weshalb eine Durchtrennung ?u?erst schmerzhaft war und es schon vorgekommen war, dass Drachenlords sie nicht ¨¹berlebt hatten. Lord Starron sch¨¹ttelte leicht den Kopf und stie? einen weiteren Seufzer aus. "Dante ist in einem schlechten Zustand, Elle. Sein Vater bittet uns um Hilfe." verriet Lord Starron. "Unsere Hilfe? Gewiss! Was k?nnen wir tun?" fragte Estelle ohne zu z?gern. Dante war f¨¹r Estelle ein guter Freund und sogar ein Bruder, und wenn es in ihrer Macht stand, w¨¹rde sie ihm auf jeden Fall durch diese dunkle Zeit helfen. Lord Starron starrte Estelle einen Momentng schweigend an, bevor er sprach. "Ein neues Band, um das zu ersetzen, das zerbrochen wurde ... Elle, Dante sucht deine Hand zur Heirat und dein Band als sein Reiter." verk¨¹ndete Lord Starron. Chapter 182: Kein Drache (Kap.182)

Chapter 182: Kein Drache (Kap.182)

"Dante ... hat um meine Hand angehalten?" fragte Estellengsam, die Worte waren f¨¹r sie schockierend und auch schwer zu verstehen. Es war ?u?erst selten, dass ein Drachenlord um die Hand einer Frau anhielt, die nicht sein Schicksal war, so sehr verehrten die Drachen ihre Verb¨¹ndeten. Sie waren bereit, jahrhundertng zu warten, bis sie das fehlende St¨¹ck ihrer Seele gefunden hatten, und sie w¨¹rden sich niemals mit weniger zufrieden geben. Es gab jedoch auch Ausnahmen, wie in diesem Fall, in dem es bereits sicher war, dass Dante nicht mehr auf sein Schicksal warten musste. Wenn ein Drache seinen Reiter verlor, konnte er w?hlen, ob er eine Bindung mit einem neuen Reiter eingehen oder ohne Reiter bleiben wollte. Die Bindung an einen neuen Reiter w¨¹rde den Schmerz der Trennung lindern und das durchtrennte Band ersetzen, was f¨¹r Drachen, die eine Trennung erlitten hatten, als die richtige Entscheidung galt. Dennoch war es eine Entscheidung, die nach reiflicher ¨¹berlegung getroffen wurde, und diese neue Bindung konnte nur mit jemandem eingegangen werden, dem der Drache vollkommen vertraute. "Aber... aber warum?" Estelle stotterte verbl¨¹fft vor sich hin. Sie konnte nicht verstehen, warum Dante sie nach einem ganzen Jahrzehnt der Trennung ohne ein einziges Wort zu sagen an sich binden wollte. "Wei?t du es denn nicht? Sie beide sind zusammen aufgewachsen, Sie sind die einzige Frau, zu der Dante in all den Jahren eine enge Beziehung hatte. Nur eine Verbindung mit dir wird erfolgreich sein." erwiderte Lord Starron und stie? einen weiteren Seufzer aus. Auch Lord Starron fand die Situation nicht angenehm, er hatte nicht die Absicht, seine Tochter mit einer Heirat zu verkuppeln. Es fiel ihm schwer, seiner Tochter solche Worte mitzuteilen, aber Lord Starron hatte das Gef¨¹hl, dass er zumindest so viel f¨¹r Dante tun konnte, und er dachte, dass Estelle vielleicht nicht abgeneigt sein w¨¹rde. Dante war schlie?lich ein Mann, den Estelle mochte und an den sie sich auch nach einem Jahrzehnt noch gerne erinnerte. "Du wei?t, wie der Herr von Fort Scabbard ist. Er w¨¹rde nie um Hilfe bitten, es sei denn, ihm bliebe keine andere Wahl, und ich bin auch verbl¨¹fft, so kurzfristig eine Nachricht aus Fort Scabbard zu erhalten." Lord Starron begann nachdenklich. "Was auch immer ihre Absichten sind, du musst nicht bstet werden, Elle." "Die Entscheidung liegt letztlich bei Euch, aber ich habe seine Bitte angenommen, f¨¹r einige Monate in zed Castle zu wohnen. In dieser Zeit k?nnt ihr zwei euch kennenlernen..." Lord Starron begann, wurde aber unterbrochen. "Nein!" unterbrach Estelle und lehnte das Arrangement direkt ab. Lord Starron verstummte angesichts von Estelles Ablehnung, er hatte gewusst, dass Estelle einer arrangierten Ehe niemals zustimmen w¨¹rde. Lord Starron selbst hatte kein Interesse daran, dass seine Tochter sich mit einem Mann verband, den sie nicht liebte, aber Estelles Tonfall ¨¹berraschte Lord Starron. "Nein, Vater, ich kann Dante nicht heiraten." fuhr Estelle fort und sch¨¹ttelte entschieden den Kopf. "Ich spreche nicht von Heirat, sondern davon, einen lieben Freund in unserem Schloss aufzunehmen, wo seine Kindheitserinnerungen geblieben sind. Aber wenn du Dante nicht hier haben willst," "K?nnte es sein, dass ... du bereits jemanden im Sinn hast?" fragte Lord Starron seine Tochter in einem verbl¨¹fften Ton. Estelles Gesichtsausdruck wurde schuldbewusst, sie biss sich auf die Lippe und verfiel in absolutes Schweigen. Wie sollte Estelle ihrem Vater erkl?ren, wer genau diese Person war, die sie im Sinn hatte? Wie sollte sie dem Zorn ihres Vaters begegnen? Aber Estelle konnte nur daran denken, wie verletzt Jason sein w¨¹rde, wenn er Wind davon bek?me, dass sie Dante beherbergte, obwohl er von Dantes Absichten wusste. "Die Tatsache, dass du meine Worte nicht sofort widerlegst, zeigt, dass ich Recht habe. Wie kommt es, dass du nichts davon gesagt hast?" fragte Lord Starron mit einem tiefen Stirnrunzeln. H?tte Lord Starron gewusst, dass Estelles Herz bereits an einem anderen hing, h?tte er das Angebot von Fort Scabbard gar nicht erst in Betracht gezogen. "Vater... I..." stotterte Estelle nerv?s, doch sie wurde unterbrochen, als Lord Starron eine viel zu genaue Vermutung anstellte. "Dein Gesichtsausdruck und dein Mangel an Worten ... sag mir nicht, dass die Person, die du im Sinn hast, eine ist, die ich niemals guthei?en w¨¹rde?" fragte Lord Starron misstrauisch. Nachdem er diese Worte gesagt hatte, w?hrend Estelle entsetzt ¨¹ber die Vermutung ihres Vaters aussah, dachte Lord Starron tiefer nach und fand es heraus. "Ein Mensch ... ein Mensch ohne asvarische Abstammung." schlussfolgerte Lord Starron in leisem Ton, und sein Blick verfinsterte sich zu einem Ausdruck intensiven Missfallens. Als Estelle erkannte, dass es keinen Ausweg mehr gab, senkte sie den Kopf und nicktengsam, um die Worte ihres Vaters zu akzeptieren. Das war nicht die Art und Weise, wie Estelle gehofft hatte, ihrem Vater diese Nachricht zu ¨¹berbringen, denn sie wusste, wie sehr sie ihn ver?rgern w¨¹rde. Aber es war schon so weit gekommen, und es war jetzt ein Jahr her, dass Estelle und Jason zusammen waren, Estelle konnte es nicht l?nger verheimlichen. "Vater ... er ist derjenige, den ich liebe, und deshalb kann ich Dante nicht heiraten ... oder mich mit ihm verbinden." sagte Estelle mit leiser Stimme. "Er? ...Wer ist es?" fragte Lord Starron mit einem tiefen, aber gef?hrlichen Knurren. "Wirst du ihm etwas antun?" fragte Estelle nerv?s und beobachtete den grimmigen Blick ihres Vaters. "Er wagt es, meine Tochter zu begehren ... er muss einen Todeswunsch haben." Lord Starron leue nicht einmal seine Absichten. "Aber Vater! Er hat nichts Falsches getan!" rief Estelle frustriert aus. "Nein, hat er nicht. Du bist derjenige, der Unrecht getan hat. W?hrend du dein Herz an einen Sterblichen verschenkst ... hast du da nicht an die qu?lende Tatsache gedacht, dass du ihn mit Sicherheit um viele Jahrhunderte ¨¹berleben wirst?" Lord Starron schnauzte w¨¹tend. Lord Starron konnte nicht verstehen, warum seine Tochter zu denen geh?rte, die das Unerreichbare begehrten, obwohl die Natur selbst daf¨¹r gesorgt hatte, dass diese beiden Rassen niemals eins werden konnten. "Wir werden einen Weg finden, um es zu ¨¹berwinden ... wir werden ..." erwiderte Estelle zittrig. "Warum ubst du, dass Drachen nicht die Gesellschaft von Sterblichen suchen?! Wir sind von verschiedenen Welten!" zischte Lord Starron. "Aber du hast einen sterblichen Vater gebunden! Viele Drachen finden ihr Schicksal bei den Sterblichen!" konterte Estelle. "Ein Drache kann seine Langlebigkeit mit derjenigen teilen, die er liebt ... aber Elle, du bist kein Drache ..." erinnerte Lord Starron in einem schweren Ton. Chapter 183: Ungerechtes Schicksal (Kap.183)

Chapter 183: Ungerechtes Schicksal (Kap.183)

Die Sonne war endlich untergegangen, und doch waren all die Aufregung und Vorfreude in Estelles Herzen verflogen und durch ein schweres Gef¨¹hl von Verzweiflung und Hilflosigkeit ersetzt worden. Jeder von Estelles Schritten war eine sinnlose T?tigkeit, sie wusste nicht genau, wohin sie ging, hatte kein Ziel vor Augen und wollte einfach nur weitergehen. Vielleicht w¨¹rde, wenn Estelle weit genug ging, ihre Sorgen gelindert, oder ihre Muskeln w¨¹rden so sehr schmerzen, dass sie den Schmerz in ihrem Herzen ¨¹berwinden k?nnten. Es war das erste Mal in ihrem Leben, dass sie sich mit ihrem Vater gestritten hatte, sich ihm so offen stellte und ihn sogar verlie?. Aber wie konnte Estelle leugnen, wie richtig die Worte ihres Vaters waren? Wie konnte sie ¨¹bersehen, dass ein Leichtblut niemals so gese sein k?nnte wie ein echter Drache? ¡¯Du bist kein Drache...¡¯ Lord Starrons Worte hallten in Estelles Kopf wider, als sie durch den Hof der uen Burg schritt. Es war eine Realit?t, die schon immer schwer auf Estellestete, auch wenn niemand dar¨¹ber sprach oder sie deswegen weniger sch?tzte. Estelle war diejenige, die weniger von sich hielt, die sich unzul?nglich f¨¹hlte ... die das Gef¨¹hl hatte, dass das Schicksal ihr und all den anderen, die in der gleichen Situation geboren worden waren, ungerecht war. Als Tochter von einem Drachen und seinem Reiter hatte Estelle reines Asvar-Blut in ihren Adern, Estelle war unempfindlich gegen mmen, sie war stark, schnell und besa? gesch?rfte Sinne, alles, was sie h?tte zu einer wahren Drachenherrin machen sollen. Alles, was sie h?tte geei machen sollen, die Nachfolge der Herrschaft von Fort zed anzutreten, ohne dass sie sich mit einem Drachenherrn h?tte verbinden m¨¹ssen. Und doch war sie es nicht. Ohne die F?higkeit, sich zu verwandeln, konnte Estelle nie auf einer Stufe mit den Drachen der Asvarian-Hochburg stehen, sie konnte nie ein Fort regieren oder eine Flugpatrouille anf¨¹hren. Estelle konnte nie die Befehlshaberin der Drachenwachen sein, ihre Autorit?t w¨¹rde immer nur bis zu den inneren Angelegenheiten der brennenden Burg reichen, und selbst dieses Privileg wurde ihr nur gewehrt, weil ihr Vater es so wollte. Estelle w¨¹rde nie den Wind in ihren Fl¨¹geln sp¨¹ren oder gegen die Wolken antreten k?nnen, wie ihr Vater es tat ... sie w¨¹rde nie in der Lage sein, die Welt von hoch oben in den L¨¹ften zu sehen und als Besch¨¹tzerin des Forts zu gelten. Estelle vengte danach, sie wollte all dies sehr und ihr Vater wusste das auch. Es gab nichts, dass Estelle an dem, was sie war, ?ndern konnte, aber es gab eine Chance, mit der Estelle alles erreichen konnte, nach dem sie sich sehnte. Ja, Estelle konnte nie selbst ein Drache sein, aber als Drachenreiterin w¨¹rde sie alles bekommen, was sie wollte, doch um welchen Preis? ¡¯W¨¹rdest du, wenn du dich daf¨¹r entscheiden w¨¹rdest, einen Sterblichen zu lieben, deine Lebensspanne f¨¹r ihn aufgeben? Ich habe bereits deine Mutter verloren, w¨¹rdest du es zssen, dass ich meine eigene Tochter ¨¹berlebe?¡¯ Lord Starrons Worte ngen eindringlich in Estelle¡¯s Kopf. Estelle hatte behauptet, sie k?nnten einen Weg finden, aber in Wahrheit wusste sie, dass es nur einen einzigen Weg gab. Estelle war weder ein Drache noch ein Mensch, aber um mit Jason zusammen sein zu k?nnen, m¨¹sste Estelle Mensch werden. Estelle konnte kein echter Drache sein, aber k?nnte sie wirklich als Mensch leben? K?nnte sie ihre Familie und ihren n f¨¹r ein paar fl¨¹chtige Jahrzehnte des Gl¨¹cks aufgeben? Ohne ihren Vater und ihren n fragte sich Estelle, ob sie ¨¹berhaupt wirklich gl¨¹cklich sein konnte ... ihr Vater war alles, was sie hatte, wie konnte Estelle es ertragen, ihn so furchtbar zu verletzen? Zwischen ihrem Wunsch nach einem tz bei ihrem Volk und ihrer Liebe zu Jason f¨¹hlte sich Estelle erdr¨¹ckt und hilflos. Was war der richtige Weg? Gab es keine L?sung, bei der sie alles behalten konnte? Estelle wollte nichts verlieren, sie wollte niemanden im Stichssen. Aber wenn sie es musste... wenn es wirklich keine andere Wahl gab, wusste Estelle bereits, wie sie sich entscheiden w¨¹rde. "Ich habe Jason versprochen, dass wir zusammen sein werden, ich kann ihn nicht im Stichssen ... Snge ich ihn habe, wird alles gut sein." versicherte sich Estelle leise. Nachdem sie sich f¨¹r eine Sache entschieden hatte, fiel Estelles Aufmerksamkeit endlich wieder auf ihre Umgebung. Als sie sich umschaute, stellte Estelle fest, dass sie weit ¨¹ber die verbrannte Burg hinaus in die Stadt gegangen war. "Wienge bin ich eigentlich schon unterwegs?" fragte sich Estelle, als sie einen Blick in den Himmel warf und feststellte, dass der Mond bereits hoch am Himmel stand. Es war schon sp?t in der Nacht und Estelle hatte das Schloss am fr¨¹hen Abend vessen. Mindestens vier Stunden waren vergangen, vielleicht sogar mehr, Estelle konnte es nicht genau sagen. Es war immer so bei ihr, wenn Estelles Geist bstet war, verlor sie das Zeitgef¨¹hl und befand sich auf dem Weg in die Stadt, genau diesem Weg. Estelle wusste genau, wohin ihr Herz sie gef¨¹hrt hatte. Nicht weit von dem Ort, an dem Estelle stand, befand sich der Eingang zum Wald, und im Inneren des Waldes, gab es eine Lichtung mit einem ren See, in dem das Mondlicht sich spiegelte. Estelle erinnerte sich, dass sie immer mit ihrer Mutter hierhin gekommen war, als sie noch viel j¨¹nger war. Es war der Lieblingstz ihrer Mutter, und irgendwie wurde es auch Estelles Lieblingsort. Wann immer ihr Herz bstet war, fand Estelle dort Frieden und rheit ... es war ihr eigener Zufluchtsort. "Ich bin schon so weit gekommen... Ich kann genauso gut weitermachen." murmelte Estelle vor sich hin. Obwohl Estelle ihre Wahl bereits getroffen hatte und ihr Herz fest an ihrer Entscheidung h?ngt, hoffte sie, den Mut zu finden, den es brauchte, um einen solch k¨¹hnen Schritt zu tun. Estelle setzte ihren Weg fort, dankbar f¨¹r den Schutz der Dunkelheit, die ihre Identit?t vor den vorbeigehenden B¨¹rgern verbarg. Es war schon so sp?t in der Nacht, doch im Fort herrschte immer noch gesch?ftiges Treiben, als w?re es Tag. Selbst von der einsamen Stra?e aus, auf der Estelle ging, konnte sie die Ger?usche des Lebens um sie herum h?ren. Ger?usche von Lachen und Gl¨¹ckseligkeit, von Kindern, die herumwuselten und unendlichen Unruhe verursachten... "In dieser sch?nen Stadt lebt meine geliebte Festung, diese Stadt, die meine Vorfahren seit Jahrhunderten besch¨¹tzt haben... auch ohne mein Schloss oder meine Titel, hier drau?en als einer dieser Menschen." "Es m?gen nur ein paar fl¨¹chtige Jahre sein, doch ich denke, ich kann immer noch gl¨¹cklich sein." murmelte Estelle, ein kleines L?cheln setzte sich auf ihre Lippen. Chapter 184: Ein Angebot (Kap.184)

Chapter 184: Ein Angebot (Kap.184)

Die kleine Lichtung war genauso atemberaubend sch?n, wie Estelle sie in Erinnerung hatte, und in dem Moment, in dem sie aus der N?he der B?ume hinaustrat, f¨¹hlte sich ihr Herz bereits wohl. Estelle lie? ihren Blick ¨¹ber die Lichtung schweifen, die sie so sehr liebte. Nicht viele Menschen wussten von ihrer Existenz, und die Menschen konnten sich nicht dazu durchringen, auf der Suche nach einem Moment der Ruhe so weit in den Wald vorzudringen. Doch f¨¹r Estelle gab es in ganz Fort zed keinen sch?neren Ort als diesen. Estelle war zur besten Zeit gekommen, der Mond stand hoch am Himmel und spiegelte sich perfekt in dem kleinen See, und Estelle ging auf den Rand des Wassers zu, Sie zog ihre Schuhe aus und tauchte ihre F¨¹?e in das kalte Wasser, w?hrend sie sich an den Rand des Sees setzte. Estelle zog die Knie an die Brust und legte den Kopf auf die Knie, w?hrend sie schweigend das Wasser betrachtete und die Ruhe und Gssenheit der Atmosph?re genoss. "Darf ich mich zu Ihnen setzen?" Eine unbekannte Stimme durchbrach den Dunst von Estelles Gedanken. Diese Stimme hatte etwas an sich, das Estelle einen kalten Schauer ¨¹ber den R¨¹cken jagte, und ihre Instinkte schrien nach Gefahr. Wenn es etwas gab, das Lord Starron seiner Tochter r gemacht hatte, dann war es die Tatsache, dass sie niemals an ihren Instinkten zweifeln sollte, und jede Lehre, die ihr Vater ihr gab, hatte Estelle sich zu Herzen genommen. Im n?chsten Moment war Estelle auf den Beinen, ihre Hand schoss zu dem Dolch in ihrem G¨¹rtel und ihre Augen verengten sich, als sie den seltsamen, schwarz gekleideten Mann betrachtete. ¨¹ber seine Schultern war ein pechschwarzer Mantel drapiert, der seine Silhouette perfekt in die Dunkelheit einf¨¹gte, und ¨¹ber seinem Gesichtg eine gro?e Kapuze, die sein Gesicht in Schatten verbarg. Estelle blinzelte leicht, aber der Mann stand gerade so weit weg von den Strahlen des Mondlichts, dass Estelle kein einziges Merkmal ausmachen konnte. "Nun ... das ist eine Art, einen Gast zu empfangen." sagte der fremde Mann zu Estelle und schnalzte h?rbar mit der Zunge. "Wer seid Ihr?" fragte Estelle sofort, ihr Tonfall gef?hrlich leise, w?hrend sie ihren Dolch leicht zog. Estelle konnte nicht genau sagen, was dieser Mann war, aber sie wusste mit Sicherheit, dass er kein Drache war. "Offensichtlich nicht der, den du erwartet hast ... und offen gesagt, mein Name ist f¨¹r dich nicht von Bedeutung, junges Lichtblut." sagte der fremde Mann mit einem l?ssigen Achselzucken. Estelles Augenbrauen verzogen sich zu einem Stirnrunzeln, da sie sich nicht sicher war, worauf der seltsame Mann hinauswollte und warum er genau wusste, wer sie war. "Da du wei?t, wer ich bin, solltest du wissen, dass es keine gute Idee ist, sich so anzuschleichen." bemerkte Estelle in einem dunklen Tonfall. "Es war nicht meine Absicht, mich anzuschleichen." Erwiderte der fremde Mann. "Du hast dichutlos bewegt, und ich kann dich nicht sp¨¹ren ... wenn das nicht f¨¹r deine Absicht spricht, dann wei? ich nicht, was es ist." sagte Estelle misstrauisch. "Wenn du mich so unh?flich wegschickst, verpasst du das Angebot, das ich mitbringe... ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst." sagte der fremde Mann und lehnte sich gegen einen Baum. "Angebot? Was k?nntest du haben, was Estelle Starron von Fort zed brauchen k?nnte?" Estelle spottete entr¨¹stet. Der seltsame Mann neigte den Kopf zur Seite und betrachtete Estelle einen Momentng schweigend. "Es gibt einen Ort namens Insel Kezrar D¨²n, dort ... k?nnen alle W¨¹nsche erf¨¹llt werden. Ich kann dir sagen, wie du dorthin kommst, aber nur, wenn du es wissen willst." bot der fremde Mann an. "Kezrar D¨²n... welche Insel? Wie kommst du darauf, dass es etwas gibt, das ich begehre?" schnauzte Estelle und verlor bereits die Geduld mit diesem seltsamen Mann. "Ruhig, Kind ... du tr?gst das Blut der mmen in dir, doch du kannst nicht lodern wie deine Verwandten ... aber ich muss dir sagen, dass es eine Zeit gab, in der es keine Lichtbl¨¹ter gab." "Stattdessen gab es die Drachen... gro?e Himmelsbestien, die Seite an Seite mit den Lorddrachen schwebten." verriet der seltsame Mann. Bei der Erw?hnung der Sie-Drachen erstarrte Estelle sofort. "Du l¨¹gst! Jeder wei?, dass es keine Sie-Drachen gibt!" Estelle zischte w¨¹tend, ver?rgert dar¨¹ber, dass das Gespr?chsthema genau das war, was ihr Herz bstete. "ubst du das wirklich? Dass die Gabe der Drachengestalt nur den M?nnchen verliehen wurde? Dass es niemals ein weibliches Wesen von Drachenart gab? K?nnte es so eine ungerechte Einschr?nkung bei irgendeiner Rasse geben?" "K?nnte der Sch?pfer so ungerecht sein... das M?nnchen dem Weibchen vorziehen?" Fragte der fremde Mann. Estelle ?fe den Mund, um zu argumentieren, aber ihr fehlten die Worte und so konnte sie nur in Schweigen verfallen. Sie hatte auch schon oft dar¨¹ber nachgedacht, wie konnte es eine so ungerechte Einschr?nkung der Natur geben? Dass man als Frau geboren wurde, weil man sich nicht verwandeln konnte? "Wisst Ihr auch, dass das, was Eure Verwandlung behindert, nicht die Natur ist ... sondern die Magie?" Der fremde Mann fragte erneut. Diesmal weiteten sich Estelles Augen und ihre Hand fiel von dem Dolch an ihrem G¨¹rtel weg. Ihr Vater hatte ihr gegen¨¹ber nie etwas Derartiges erw?hnt, Estelle hatte immer geubt, dass es nie einen weiblichen Drachen gegeben hatte. Aber die ¨¹berzeugung in den Worten des Mannes in Schwarz machte Estelle r, dass seine Worte vielleicht wahr sein k?nnten. "Wei?t du auch, dass diese Barriere der Magie, die dir auferlegt wurde, aufgehoben werden kann? Durch die Nutzung deines Drachenblutes ... k?nntest du die erste Drachin sein, die sich seit der Gr¨¹ndung Asvars in die L¨¹fte erhebt?" fragte der fremde Mann erneut. Estelles H?nde zitterten leicht, als die Worte des fremden Mannes immer wieder in ihrem Kopf widerhallten, immer und immer wieder, und bevor sie es merkte, rutschte ihr eine einzige Frage heraus. "Was ... was wollen Sie?" fragte Estelle in zittrigem Tonfall und tief in ihrem Inneren, Estelles Instinkte sagten ihr, dass sie diese Worte am Ende bereuen w¨¹rde, aber was einmal gesagt war, konnte nicht mehr zur¨¹ckgenommen werden. Chapter 185: Der Preis (Kap.185)

Chapter 185: Der Preis (Kap.185)

Estelle blickte den Flur hinunter, ihr Herz pochte in ihrer Brust, w?hrend sie wartete und beobachtete, bis sie sicher war, dass niemand kam. Die Position jeder Wache und ihre Patrouillenwege durch das erleuchtete Schloss hatte Estelle schonnge auswendig gelernt, Sie wusste genau, wann jedes W?chterpaar den jeweiligen Gang hinuntergehen w¨¹rde und wer welchen Gang zu welcher Zeit bewachte. Estelle wusste auch, wann in der Halle ihres Vaters ein Wachwechsel stattfinden w¨¹rde und wann ihr Vater abwesend sein w¨¹rde. Aber trotzdem zitterte Estelle vor Angst, sie wurde das Gef¨¹hl nicht los, dass sie am Ende erwischt werden w¨¹rde. Wenn Estelle erwischt wurde, wie genau sollte sie es ihrem Vater erkl?ren? Estelle wusste, dass ihr Vater sie sehr liebte, aber sie wusste auch, dass man ihr das nie verzeihen w¨¹rde. Was ich will, ist ein Schatz, der sich im Besitz deines Vaters befindet. Ich habe geh?rt, dass er in einer Kiste aus Eichenholz versiegelt ist, die im Arbeitszimmer des Herrn der verbrannten Burg aufbewahrt wird. ¡¯Dein Vater tr?gt den Schl¨¹ssel immer bei sich.¡¯ hatte der seltsame Mann gesagt, der mehr ¨¹ber das Gebrannte Schloss wusste, als jemand unbekannter Herkunft h?tte wissen d¨¹rfen. Der blo?e Gedanke an die Genauigkeit seines Wissens beunruhigte Estelle immer noch sehr und lie? sie sp¨¹ren, dass das Gebrannte Schloss l?ngst unterwandert war. Aber wie konnte sie es wagen, auf einen Verr?ter zu schimpfen, wenn Estelle wegen ihrer eigenen egoistischen W¨¹nsche im Begriff war, selbst einer zu werden... Die erste Drachin, die sich in die L¨¹fte Asvars erhob ... das w¨¹rde bedeuten, dass sie Jason mehr als nur ein paar fl¨¹chtige Jahrzehnte schenken k?nnte, wenn sie ihn zu ihrem Reiter machte ... Jahrhunderte w¨¹rden nur der Anfang sein. Der Preis an sich war hoch, aber welcher gro?e Wunsch war nicht mit hohen Kosten verbunden? Du bittest mich ... dir den Schl¨¹ssnh?nger meines Vaters zu besorgen?! Er nimmt ihn nie ab.¡¯ Estelle hatte sich nerv?s mit dem fremden Mann gestritten. ¡¯Der Schl¨¹ssnh?nger... Sie brauchen sich nicht darum zu k¨¹mmern. Holen Sie mir einfach das K?stchen und unser Gesch?ft ist erledigt.¡¯ versicherte der fremde Mann. Dieser Schatz, von dem du sprichst ... was ist er?¡¯, hatte Estelle z?gernd gefragt. Es k?nnte vieles sein, aber f¨¹r dich ist es nur der Preis f¨¹r ein neues Leben...¡¯, antwortete der seltsame Mann. Estelle sch¨¹ttelte ihre Gedanken ab und konzentrierte sich auf die Gegenwart. Lord Starron war zur Zeit nicht in seinem Arbeitszimmer, und dies war die einzige Chance, die Estelle bekommen w¨¹rde, sie hatte nur die kurze Zeit bis zum Morgengrauen. Estelle holte tief Luft, um ihre ?ngste zu bes?nftigen, bevor sie hinter der Ecke hervortrat und z¨¹gig den Flur hinunterging. Sie wollte gerade um die Ecke biegen, als eine Stimme sie aufhielt. "Wer ist da?!" Ein Drachenw?chter rief, und Estelle hielt in ihrem Schritt inne, ballte die H?nde zu F?usten und drehte sichngsam um. "Oh! Elle, du bist es nur. Ich dachte, ich h?tte jemanden herumschleichen sehen." Der Drachenw?chter best?tigte dies erleichtert und senkte seinen Kopf zu einer respektvollen Verbeugung. "Ah ... ja, ich habe ein Tagebuch im Arbeitszimmer meines Vaters vergessen, ich werde es gleich holen und in mein Quartier zur¨¹ckkehren." antwortete Estelle mit einem nerv?sen Glucksen. "Nat¨¹rlich, nur zu." Der Drachenw?chter eubte es und setzte seinen Weg durch den Flur fort. Erst als er um die Ecke verschwand, stie? Estelle einen Seufzer der Erleichterung aus und hob eine Hand auf ihr unruhig scgendes Herz. Estelle setzte ihren Weg schnell fort und gngte bald sicher in das Arbeitszimmer ihres Vaters. Den Grundriss des lodernden Schlosses selbst und den des Arbeitszimmers ihres Vaters kannte Estelle wie ihre Westentasche, aber was Estelle nicht wusste, war, wo genau ihr Vater einen solchen Schatz aufbewahren w¨¹rde. Estelle hatte keine Zeit zu verlieren und begann eilig mit ihrer Suche, wobei sie den Schreibtisch ihres Vaters und die dazugeh?rigen Schuden durchsuchte, bevor sie zu den B¨¹cherregalen ¨¹berging. Beim Durchsuchen des ersten Regals fand Estelle nichts, und sie holte zitternd Luft und blickte nerv?s zur T¨¹r hin¨¹ber. "Wo ist es ... wo ist es nur ..." ?rgerte sich Estelle und ging zum n?chsten Regal und dann zum ¨¹bern?chsten. Doch Estelle fand nichts wie eine Kiste aus Eichenholz, und ihr Herz sank, denn der seltsame Mann hatte Estelle das Ultimatum der Morgend?mmerung gestellt. Wenn Estelle den Schatz bis zum Morgengrauen nicht finden konnte, dann w¨¹rde das bedeuten, dass sie ihren Teil der Abmachung nicht eingehalten hatte. Estelle hielt kurz inne und beschloss, dar¨¹ber nachzudenken, anstatt ziellos zu suchen, denn ihr war r, dass sie in Anbetracht der Pers?nlichkeit ihres Vaters besser abschneiden w¨¹rde. Keiner kannte Lord Starron von Fort zed besser als seine einzige Tochter. Es gab nicht viele Sch?tze, bei denen Lord Starron mit der Wimper gezuckt h?tte, denn als Drachenlord, der zwei Jahrhunderteng ¨¹ber Fort zed geherrscht hatte, was fehlte Lord Starron an Sch?tzen? Doch gerade dieser Schatz bedeutete so viel, dass Lord Starron den Schl¨¹ssnh?nger bei sich trug. Wenn Estelle dar¨¹ber nachdachte, wusste sie, dass ihr Vater einen solchen Schatz nicht einfach herumliegenssen w¨¹rde, sondern ihn an einem Ort aufbewahren w¨¹rde, an dem ihn niemand suchen w¨¹rde und von dem niemand etwas wissen w¨¹rde. "Mutters Gedenktafel!" rief Estelle leise fl¨¹sternd und eilte zu der goldenen Tafel, auf der der Name ihrer Mutter eingraviert war. Es war eine Tafel, die der Drachenk?nig selbst zu Ehren von Estelles Mutter eingraviert hatte, als die Reiterin zu Grabe getragen wurde, die gr??te Ehrerbietung, die man einer Reiterin erweisen konnte, und ein Zeichen ihrer Ehre und Tapferkeit. Lord Starron stellte es immer auf eine kleine S?ule in seinem Arbeitszimmer, es war eines seiner wertvollsten Besitzt¨¹mer. Estelle eilte am Schreibtisch ihres Vaters vorbei und hinter die Regale zu der S?ule, auf der die kette ihrer Mutter ruhte. Sie ging in die Hocke und ?fe die Schude, die an der S?ule befestigt war, und dort stand das K?stchen aus Eichenholz, von dem der fremde Mann gesprochen hatte. Woher soll ich wissen, welches K?stchen es ist? hatte Estelle den seltsamen Mann gefragt. Es gibt ein goldenes Schloss, das es versiegelt, aber dar¨¹ber hinaus... das K?stchen, von dem ich spreche, ist mit Runen graviert, und auf der Oberseite findest du das Bild einer goldenen Waage.¡¯ Die Worte des seltsamen Mannes hallten in Estelles Kopf wider, als sie nach dem K?stchen griff... Chapter 186: Die verlorene Insel (Kap.186)

Chapter 186: Die verlorene Insel (Kap.186)

Die Worte des fremden Mannes hallten in Estelles Kopf nach, w?hrend sie nach der Box griff und sie herausnahm. Estelle starrte auf die Box, zweifelte jedoch nicht daran, dass dies es war. Wie der fremde Mann gesagt hatte, war auf dem Deckel eine goldene Sk abgebildet. Wieder einmal beunruhigte Estelle die Genauigkeit der Worte des fremden Mannes und die Tiefe seines Wissens ¨¹ber Themen, die er eigentlich nichts wissen sollte. "Wie konnte er genau wissen, wie diese Box aussehen w¨¹rde? Selbst ich wei? nichts davon." murmelte Estelle unbehaglich vor sich hin, bevor sie aufblickte. Ihr Blick traf auf die Gedenktafel ihrer Mutter und f¨¹r einen Moment fror sie an Ort und Stelle ein und starrte es nur an, w?hrend Schuldgef¨¹hle in ihr aufw¨¹hlten. Es f¨¹hlte sich f¨¹r Estelle so an, als w¨¹rde ihre Mutter sie direkt anstarren, die Augen verengt vor Missbilligung, wie es immer der Fall war, wenn Estelle unartig war. "Es ist nur ein Schatz... Vater kann Tausende davon entbehren, wenn n?tig. Ich werde ihm irgendwie entsch?digen." stammelte Estelle und versuchte krampfhaft, ihre Argumentation zu verteidigen. Estelle stand auf und wollte gerade hinausgehen, als sie innehielt, um einen erneuten Blick auf die Gedenktafel ihrer Mutter zu werfen. Estelle konnte sich von der Schuld in ihrem Herzen nicht befreien und so hielt sie die Box fest ummmert und Tr?nen stiegen in ihre Augen. "Was willst du, dass ich tue, Mutter?" kr?chzte Estelle in einem bebenden Tonfall. Diese Box und was immer sie enthielt, war die Antwort auf alle ihre Probleme. Sie musste sie nur dem fremden Mann ¨¹bergeben und er w¨¹rde ihr geben, was sie so verzweifelt wollte. Doch in diesem Moment kam ein Gedanke in Estelles Kopf. ¡¯Ich kann meinen Teil der Abmachung erf¨¹llen, aber w¨¹rde er wirklich seinen erf¨¹llen?¡¯ gr¨¹belte Estelle vor sich hin. Die pl?tzliche Erkenntnis, dass sie von ihrer eigenen Gier so geblendet gewesen war, dass sie nicht einmal einen Moment innehielt, um zu ¨¹berlegen, ob der fremde Mann wirklich vertrauensw¨¹rdig war, lie? Estelle innehalten. Sie wusste nichts ¨¹ber den fremden Mann oder den Schatz in der Box, und ob dieser wirklich entbehrlich war. Wie konnte sie einfach so davon ausgehen, dass der fremde Mann seinen Teil der Vereinbarung einhalten w¨¹rde, ohne jegliche Gewissheit? Wie konnte sie sicher sein, dass seine Worte wahr waren? Es kam Estelle so vor, als h?tte die Anwesenheit der Gedenktafel ihrer Mutter sie zur Besinnung gebracht... nat¨¹rlich d?mpfte das nicht ihren Wunsch nach einer Ver?nderung ihrer Realit?t. Aber es weckte Zweifel, Zweifel, die Estelle brauchte, bevor sie sich auf einen solch dunklen Pfad begab. "Wenn ich alles opfern muss, muss ich sichergehen, dass ich meine Familie nicht in Gefahr bringe... was auch immer es ist, ich bin die Herrin von Fort zed." murmelte Estelle, bevor sie zu den B¨¹cherregalen ihres Vaters hin¨¹berging, die Box immer noch fest in der Hand, Sie durchsuchte die B?nde nach dem, was sie ben?tigte. Estelle wusste von den Drachen, dass sie jedes Ereignis der Geschichte aufzeicen, um k¨¹nftigen Generationen als Orientierung zu dienen. "Es muss etwas ¨¹ber die Insel Kezrar D¨²n in den B?nden von Fort Kezrar D¨²n stehen." murmelte Estelle und schlie?lich fiel ihr Blick auf das gesuchte Band "Die Aufzeichnungen ¨¹ber die zw?lf gro?en Festungen der Asvarian-Festung und ihre Territorien" murmelte Estelle, w?hrend sie das Band herauszog und zum Schreibtisch ihres Vaters ging. Estelle schlug es auf und lehnte sich f¨¹r einen Moment von der Staubwolke ab, bevor sie es schnell durchbl?tterte. Estelle war sich sicher wenn sie irgendetwas... irgendein Wissen ¨¹ber die Insel Kezrar D¨²n h?tte, k?nnte sie verstehen, in welche Gefahr sie sich begeben w¨¹rde. "Fort Kezrar D¨²n, die sechste der zw?lf gro?en Festungen..." murmelte Estelle zu sich selbst, basierend auf dem Grundwissen, das sie ¨¹ber Kezrar D¨²n hatte. Estelle bl?tterte durch die Aufzeichnungen der Festungen, bis sie bei der sechsten ankam, wo die Worte ¡¯Fort Kezrar D¨²n der s¨¹dlichen Berge¡¯ fettgedruckt geschrieben standen. Ohne zu z?gern, begann Estelle zu lesen. "Fort Kezrar D¨²n, regiert seit dem gro?en Krieg vom Drachenf¨¹rsten Makenra und seinem Lord Reiter, Fenrich..." "Es ist eines der gr??ten Gebiete der Asvarian-Hochburg und verf¨¹gt ¨¹ber eine riesige Territorium, das sich vom Schneekamm... bis zur verlorenen Insel erstreckt..." Estellesut vor. "Die verlorene Insel?" fragte Estelle, sie war ¨¹berrascht, da sie der Geschichte und den Gebieten der Asvarian-Hochburg noch nie viel Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Estelle wandte sich schnell der Karte zu und fuhr mit dem Finger ¨¹ber die Gebiete, bis sie zu einem schwarzen Fleck kam, der als verlorene Insel bezeic wurde. Estelle bl?tterte weiter, um mehr ¨¹ber diese verlorene Insel zu erfahren. "Die verlorene Insel... ein gro?es Gebiet von Kezrar D¨²n, das nach dem Sturz des vorherigen Drachenk?nigs verschwand und nichts als ein riesiges Meer zur¨¹cklie?." "Ein magisches Ph?nomen, das noch nicht verstanden ist. Die verlorene Insel hie? einst Insel Kezrar D¨²n und war die Heimat des Signe-Stammes, der von dem gro?en Zauberer, der im Kampf starb...Azkar." Estellesut, ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen. "In letzter Zeit haben die ¨¹berlebenden Zauberer und J¨¹nger von Azkar eine Organisation gegr¨¹ndet, die sich zum Ziel gesetzt hat, die neue Dynastie zu st¨¹rzen und Chaos im Land anzustiften; sie nennen sich ¡¯Das Schwarze Netzwerk¡¯." beendete Estelle, ihre H?nde zitterten. Vielleicht erkannte sie die Worte ¡¯Signe-Stamm¡¯ oder ¡¯loyalistische Zauberer¡¯ nicht, aber sie erkannte den Namen ¡¯Schwarzes Netzwerk.¡¯ Die aufkeimenden Gef¨¹hle in ihr waren eine Mischung aus Wut und Entsetzen, als sie auf die Gedenktafel ihrer Mutter starrte, auf der die Worte eingraviert waren: ¡¯Die Lady Reiterin Ellen von Fort zed, die nun ihren letzten Flug antritt, begleitet vom Schattendrachen ins Jenseits.¡¯ ¡¯Geehrte Reiterin, geliebte Ehefrau und Mutter, gefallen durch die H?nde schwarzer Magie...m?gen die Generationen diese Blutfehde mit dem Schwarzen Netzwerk nie vergessen...so verk¨¹ndet der K?nig.¡¯ Chapter 187: Ein Befehl zum Verlassen (Kap.187)

Chapter 187: Ein Befehl zum Vessen (Kap.187)

"Das Schwarze Netzwerk..." murmelte Estelle, ihre Hand wanderte zu dem Dolch in ihrem G¨¹rtel, als ein t?dliches Funkeln in ihren Augen aufblitzte. Estelle konnte nicht uben, welch schweren Fehler sie begangen hatte, als sie sich mit ihrem Erzfeind verb¨¹ndet hatte... mit den M?rdern, die ihrer Mutter das Leben genommen hatten. "Du hast eine Begegnung mit mir ¨¹berlebt, eine weitere wirst du nicht ¨¹berleben." schwor sich Estelle. Bevor Estelle etwas anderes tun konnte, ?fen sich die T¨¹ren und Lord Starron st¨¹rmte herein. Lord Starron hielt einen Moment inne und starrte Estelle nur den Bruchteil einer Sekundeng direkt an, bevor seine Augen zu der Kiste aus Eichenholz in ihrem Griff wanderten. Estelles Augen weiteten sich vor Entsetzen ¨¹ber die pl?tzliche Ankunft ihres Vaters. "Vater! ... Ich kann es erkl?ren ... Es tut mir leid... Es tut mir leid!" Estelle geriet sofort in Panik, weil sie den Zorn ihres Vaters f¨¹rchtete. Estelle stand unter Schock, als Lord Starron sich umdrehte und die T¨¹r zuschlug. "Ich bin froh, dich hier zu finden, Elle ... Schnell, hol einen Mantel." wies Lord Starron sofort an. Lord Starron ging dann zu seinem Schreibtisch hin¨¹ber, griff an die Seiten und hob ihn mit Leichtigkeit an. Er schob den gro?en Schreibtisch zur T¨¹r hin¨¹ber und versperrte sie, bevor er sich wieder an Estelle wandte. "Was ist hier los?" fragte Estelle unbehaglich, w?hrend sie sich beeilte, den Auftrag ihres Vaters zu erf¨¹llen und den Mantel zu holen. "Die erste Flugpatrouille ist nicht zur¨¹ckgekehrt, sie haben von einer seltsamen Energie an den Grenzen berichtet." "Ich habe die zweite Patrouille losgeschickt, um sie bei der Untersuchung zu unterst¨¹tzen, aber das war nur ein Ablenkungsman?ver." "W?hrend wir sprechen, wird das Schloss angegriffen... das Schwarze Netzwerk hat das Erdgeschoss gest¨¹rmt." informierte Lord Starron Estelle, w?hrend er zu ihr zur¨¹ckkehrte, ihr den Mantel abnahm und ihn ihr ¨¹ber die Schultern h?ngte. Estelles Augen weiteten sich bei der Enth¨¹llung ihres Vaters. Fort zed hatte nur zwei interne Flugpatrouillen, die anderen wurden direkt von Dragon Keep aus entsandt. Wenn beide Patrouillen losgeschickt wurden, blieben zehn titulierte Drachen in Fort zed zur¨¹ck. Selbst gegen eine ganze Armee konnte sich ein einzelner Drache behaupten. Aber gegen dunkle Zauberer und schwarze Magie war das etwas ganz anderes. "Vater, was tust du da?" fragte Estelle nerv?s, als Lord Starron die Schn¨¹re des Umhangs f¨¹r sie sicherte. "Ein Bann wurde ¨¹ber das Schloss gelegt, niemand im Schloss kann die Gestalt eines Drachen annehmen. Wir werden uns ihnen direkt stellen m¨¹ssen ... aber zuerst musst du Fort zed vessen." sagte Lord Starron in einem ernsten Ton. "Was?! Nein!" rief Estelle entsetzt aus. Lord Starron packte Estelle fest an der Schulter und sah ihr tief in die Augen. "Du kennst dieses Schloss besser als jeder andere, wenn sich jemand erfolgreich hinausschleichen kann, dann bist du es." " Niemand wei?, dass Fort zed angegriffen wird, du musst die Fluchtpatrouille finden ...ss die zedrachen unseren Lehnsherrn benachrichtigen und dann sofort zur¨¹ckkehren." wies Lord Starron an. "Aber ... aber ich kann dich doch nicht einfach vessen!" rief Estelle aus und sch¨¹ttelte ablehnend den Kopf. "H?r zu, Elle! Dein Vater ist Lord Starron von Fort zed, hast du das verstanden? Ichsse mich nicht von einfachen Zauberern zu Fall bringen, aber ich kann nur ruhig scfen, wenn du in Sicherheit bist!" Lord Starron schnaubte, bevor er tief einatmete. "Sie sind nicht gekommen, um mich zu t?ten ... sie k?nnen mich auch nicht t?ten, sie sind wegen der Schatulle in deinen H?nden gekommen. Diese Kiste ist wichtiger als alles andere, sie darf nicht in die falschen H?nde fallen." "Jetzt wirst du den gl¨¹henden Drachen Bescheid geben und die Schatulle sicher zum Drachenturm eskortierenssen." "Hast du mich verstanden, Estelle Starron?" fragte Lord Starron in einem festen Ton. "Ja ... Mylord ..." stotterte Estelle und wusste, dass ihr Vater keine Bitte, sondern einen Befehl aussprach. Es konnte nichts weiter gesagt werden, als sich n?hernde Schritte h?rbar wurden. Lord Starron griff sich an den Hals und nahm den Schl¨¹ssnh?nger ab, den er immer trug, und legte ihn Estelle um den Hals, so dass er an ihrer Brust ag. "Ich dachte immer, es w¨¹rde genug Zeit sein, ich w¨¹nschte mir, dass du frei von Sorgen leben k?nntest ..." begann Lord Starron und hielt kurz inne. "Du bist mein einziger Erbe, ganz gleich, was die anderen sagen. Und mit der Zeit wirst du ¨¹ber Fort zed herrschen ... dein Vater hat nie jemand anderen in Betracht gezogen." "Du magst nicht als Drache geboren sein, aber du hast mein Blut, und du leuchtest als der hellste meiner leuchtenden Drachen. Du bist w¨¹rdig... denke niemals anders." "Es w?re deine Aufgabe gewesen, dies zu besch¨¹tzen ... es ist die geschworene Pflicht unserer Familie. Ich werde es dir schon viel fr¨¹her anvertrauen." sagte Lord Starron zu Estelle. "Die Fallt¨¹r unter der Gedenktafel deiner Mutter wird dich sicher in die untere Etage bringen ... geh jetzt." wies Lord Starron an. Estelles Lippen zitterten, als ihr ein Schluchzen im Hals stecken blieb, so hatte sich ihr Vater noch nie angeh?rt, und es machte ihr gro?e Angst. "Ich werde bald zur¨¹ck sein... Ich schw?re es. Ich werde die gl¨¹henden Drachen holen und diese Bastarde niedermachen!" schwor Estelle, w?hrend sie die Kiste aus Eichenholz fester an sich dr¨¹ckte. Lord Starron f¨¹hrte Estelle zu der S?ule hin¨¹ber, auf der die Gedenktafel ihrer Mutter ruhte. Er schob die S?ule beiseite, um die darunter verborgene Fallt¨¹r freizulegen. Lord Starron zog die Fallt¨¹r auf und reichte Estelle die Hand, um ihr zu helfen, in die Fallt¨¹r hinunterzuklettern. Estelle stand an einem der Gitterst?be und starrte zu Lord Starron hinauf, ihre Augen standen voller Tr?nen. "Elle ... du musst lossen." Lord Starron erinnerte Estelle mit einem kleinen L?cheln an den festen Griff, den Estelle noch immer um die Hand ihres Vaters hatte. "Ich will nicht..." Estelle kr?chzte, und Lord Starron seufzte. "Dummes Kind, wie willst du mit der Verantwortung als Erbe von Fort zed umgehen, wenn du immer noch so emotional bist?" fragte Lord Starron. Estelle biss sich auf die zitternde Lippe und lie?ngsam die Hand ihres Vaters los. "Denk daran, die zedrachen zu finden und ihnen von dem Angriff auf Fort zed zu berichten. Sie sollen nichts ¨¹berst¨¹rzen, Fort zed ist von dunkler Magie umh¨¹llt." "Danach vertraut ihr die Kiste eurem Onkel Ranjor an, damit er sie unserem Lehnsherrn ¨¹bergibt. Wenn dort etwas fehlt, m¨¹sst ihr es selbst abliefern." erinnerte Lord Starron. Estelle nickte verst?ndnisvoll, doch ihr Herz sank, als Lord Starron die Fallt¨¹r herunterlie?. Das letzte, was Estelle sah, war das versichernde L?cheln ihres Vaters, bevor sich die T¨¹r schloss und die Dunkelheit unter ihr sie verschluckte. Chapter 188: Eine Entdeckung (Kap.188)

Chapter 188: Eine Entdeckung (Kap.188)

Nach einer kurzen Zeit des Abstiegs in der Dunkelheit erreichte Estelle die Steckdose. Sie zog die Deckentte eines Raumes im unteren Stockwerk beiseite, sprang hindurch undndeteutlos auf dem Boden. Als sie sich umsah, stellte sie erleichtert fest, dass sie sich in einem Lagerraum befand und niemand sonst anwesend war. Trotzdem konnte Estelle Kampfger?usche und das Klirren von Schwertern von irgendwo aus dem Flur h?ren, und ihr Herz klopfte unruhig. "Jasons Zimmer ist nicht weit von hier, wenn das Schwarze Netzwerk hierher gekommen ist, dann ist Jason in Gefahr." murmelte Estelle entsetzt vor sich hin. Estelle blickte auf die Schachtel in ihrer Hand und ¨¹berlegte, ob sie es riskieren sollte, Jason zu retten, aber egal, wie Estelle dar¨¹ber dachte, sie konnte nicht gehen, wenn sie wusste, dass Jason in Gefahr war. Estelle holte schnell eine Tasche und legte die Schachtel hinein, zog ihren Mantel aus, h?ngte sich die Tasche ¨¹ber die Schultern und zog dann ihren Mantel dar¨¹ber an. Dann versteckte Estelle den Schl¨¹sselbund unter dem Halsausschnitt ihres Kleides und atmete tief ein. Im Schloss wimmelte es von dunklen Zauberern, aber Estelle war sich sicher, dass sie es bis zu Jasons Zimmer schaffen konnte, ohne entdeckt zu werden, wenn sie nur ihr Wissen ¨¹ber das Schloss richtig einsetzte. Estelle wartete unduschte, bis sie sicher war, dass der Weg frei war, und erst dann wagte sie sich hinaus und eilte so schnell sie konnte den Flur enng. Wann immer Estelle herannahende Schritte wahrnahm, versteckte sie sich hinter einer der geschnitzten Drachenstatuen und wartete so leise wie m?glich, bis sie vorbei waren. Es dauerte nichtnge, bis Estelle die letzte Kurve vor Jasons Quartier erreichte, doch eine Stimme erreichte sie und Estelle blieb sofort stehen. "Wo ist das M?dchen?!" Eine Stimme, die offensichtlich zu einem dunklen Zauberer geh?rte, zischte. "Ich wei? es nicht, sie ist nicht zu mir gekommen. Ich habe dir bereits gesagt, wo sie sich auf der Lichtung aufh?lt und alles andere, was du ¨¹ber die ue Burg wissen musst." Eine andere Stimme, die unverkennbar die von Jason war, antwortete. Ein k¨¹hles Gef¨¹hl lief Estelle ¨¹ber den R¨¹cken, ihr Herz gefror so sicher, wie ihr ganzer K?rper vor Angst erstarrte. Jason...geh?rt zum Schwarzen Netzwerk...¡¯? dachte Estelle ungl?ubig bei sich. Doch wie konnte sie an einer Realit?t zweifeln, die sich direkt vor ihren Augen abspielte? Jason stand genau dort mit dem dunklen Zauberer und unterhielt sich mit nicht dem geringsten Zittern in seiner Stimme. Der sch¨¹chterne Jason, den Estelle so gut kannte und liebte, war nirgends zu finden. "Deine einzige Aufgabe war es, daf¨¹r zu sorgen, dass Estelle Starron kein Problem wird! Der Gegenstand, wegen dem wir gekommen sind, befindet sich in ihren H?nden, und es ist r, dass sie uns nicht zur Seite stehen wird." Der dunkle Zauberer schnauzte ver?rgert. "Gebt mir nur etwas Zeit, ich werde sie finden. Snge sie sich in der uen Burg aufh?lt, wird sie bestimmt zu mir kommen, weil sie Angst hat, dass ich in Gefahr gerate." versicherte Jason beruhigend. "Dann beeilt euch, ihr wollt unseren Herrn nicht ver?rgern." warnte der dunkle Zauberer Jason. Estelle zitterte, Tr?nen des Verrats und der Scham liefen ihr ¨¹ber die Wangen. Ein erstickter Laut entkam ihren Lippen, ohne dass sie ihn kontrollieren konnte, und erregte die Aufmerksamkeit von Jason und dem dunklen Zauberer. "Wer ist da?!" knurrte der dunkle Zauberer. Bevor Estelle etwas sagen konnte, legte sich eine Hand ¨¹ber ihre Lippen, eine andere packte sie an der Taille und zog sie weg. Estelles Herz h?mmerte in ihrer Brust, als sie in einen dunklen Raum gezogen wurde. Estelles Hand wanderte zittrig zu dem Dolch an ihrem G¨¹rtel und griff danach, und in dem Moment, als die Hand von ihren Lippen abfiel, Estelle wirbelte herum, zog ihren Dolch mit einer schnellen Bewegung heraus und dr¨¹ckte ihn gegen den Hals ihres Angreifers. Der vermeintliche Angreifer hob beide H?nde in die Luft und Estelles Augen weiteten sich, als sie in ein vertrautes Gesicht blickte. "Du warst so wild und bist wie angewurzelt stehen geblieben, um darauf zu warten, erwischt zu werden? Habt Ihr im Moment ¨¹berhaupt den Luxus, Euch das Herz zu brechen, Lady Starron?" Fragte er in einem leeren Ton. "Dante?!" Estelle rief schockiert aus. Obwohl Estelle den jungen Lord von Fort Scabbard seit einem ganzen Jahrzehnt nicht mehr gesehen hatte, erkannte sie ihn sofort. "Pssst ... sei still, ja? Hier wimmelt es nur so von dunklen Zauberern." zischte Dante ver?rgert. "Was ... was machst du denn hier?" fragte Estelle stotternd; "Nimm das erst mal weg ... mein Raubtier mag es nicht, wenn man ihm droht." warnte Dante in einem dunklen Tonfall. Estelle nahm schnell ihren Dolch weg und zog die Klinge aus der Scheide, bevor sie verwirrt zu Dante aufblickte. Gerade als sie etwas sagen wollte, brachte Dante sie zum Schweigen. "Wir haben keine Zeit zu verlieren, sie werden nicht aufh?ren, bis sie dich gefunden haben ... wir sollten zuerst aus dem zed Castle verschwinden." sagte Dante und ging zu einem gro?en Fenster, das auf den Innenhof hinausf¨¹hrte. Dante zog es auf und sprang hinaus, wobei er einen Momentng die Umgebung inspizierte, bevor er sich wieder umdrehte. "Alles r ... komm raus." wies Dante an und bot eine Hand an. Estelle bewegte sich zum Fenster, nahm Dantes angebotene Hand und stieg durch das Fenster aus, bevor Dante es schloss. "Ich kann nicht die Drachenform annehmen, irgendein seltsamer Zauber wurde in dieser Gegend ausgesprochen." "Es wird schwer sein, nicht entdeckt zu werden, ich kann nicht genau sagen, wie viele von diesen Zauberern es gibt. Ich wei? nicht, wie ich da hineingeraten bin, aber dein Vater wird mich k?pfenssen, wenn ich dich nicht in Sicherheit bringe." "So wie ich das sehe, werde ich dir einen blutigen Weg bahnen und dabei vielleicht meinen Kopf verlieren." "Das ist dein Schloss, wenn du irgendwelche Ideen hast, w?re jetzt der richtige Zeitpunkt, sie zu ?u?ern." murmelte Dante zu Estelle, w?hrend er sich tief hockte. "Ideen?" Estelle fragte unsicher. "Ja, Lady Starron. Wie wollt Ihr es schaffen, allein zu entkommen?" fragte Dante und hielt seinen Blick wachsam. "Ich hatte vor, Jason zu bitten, uns ein Pferd aus den St?llen zu holen." verriet Estelle in zittrigem Tonfall. "Offensichtlich hatte Jason andere Pl?ne ... Jetzt streich ihn aus dem Bild und denk noch einmal dar¨¹ber nach." zischte Dante eindringlich. Chapter 189: Was sie suchen (Kap.189)

Chapter 189: Was sie suchen (Kap.189)

Estelle konnte kaum ihre Schluchzen und die schnell in ihrem Herzen aufkeimende Verzweiflung unterdr¨¹cken, und Dantes Worte waren unangenehm zu h?ren. "Sprich nicht von Dingen, von denen du keine Ahnung hast!" erwiderte Estelle mit grimmigem Tonfall. "Wir m¨¹ssen uns unseren Weg nach drau?en erk?mpfen." murmelte Dante kopfsch¨¹ttelnd, doch als er aufstehen wollte, hielt Estelle ihn zur¨¹ck. "Es gibt einen Ausweg. Erinnerst du dich an den Waldpfad, den uns meine Mutter gezeigt hat? Das Schwarz Netzwerk wird ihn niemals finden." sagte Estelle. Dante sah Estelle kurz an, bevor erngsam nickte. "Das tue ich, komm mit." sagte Dante und f¨¹hrte den Weg. Sie schlichen an dem mmen Schloss vorbei, immer darauf bedacht, keinen der dunklen Zauberer zu treffen. Bald erreichten sie den Waldpfad. Ohne zu z?gern wagten sie sich in den Wald und navigierten mit Hilfe ihrer Erinnerung durch ihn. Sie hatten das mmen Schloss und die Ger?usche der ht schnell hinter sich gssen. Erst dann hielt Dante an und gab Estelle einen Moment Zeit, um durchzuatmen. "Wir sind zwar aus dem mmen Schloss drau?en, m¨¹ssen aber immer noch Fort med vessen." mahnte Dante, w?hrend Estelle tief durchatmete. "F¨¹r ein Lichtblut ... bist du ziemlich schwach." bemerkte Dante sachlich und lie? sich von dem harten Blick, den er daraufhin von ihr erhielt, nicht beirren. Estelle hatte weder den Willen noch die Kraft, Dante zu widersprechen. Wie k?nnte er auch verstehen, dass nicht die Ersch?pfung sie schw?chte, sondern der schreckliche Schmerz in ihrem Herzen. "Mein Vater sagte, du w¨¹rdest in zwei Tagen ankommen. Warum bist du schon jetzt hier?" fragte Estelle nach einigen tiefen Atemz¨¹gen. Dantechte leise, w?hrend sein Blick die Umgebung musterte. "Zu sp?t habe ich bemerkt, dass mein Vater Lord Starron eine Nachricht geschickt hat, um meine pers?nlichen Angelegenheiten zu kl?ren. Selbstverst?ndlich kam ich vorzeitig, um das Missverst?ndnis aufzukl?ren." antwortete Dante gedankenverloren. "Ein Missverst?ndnis?" fragte Estelle verwirrt. Dante sah sie schlie?lich wieder an und musterte Estelle einen Momentng schweigend, bevor er nickte. "Ich bin gekommen, um mit dir unter vier Augen zu sprechen, damit du den Antrag meines Vaters in meinem Namen ablehnst." erkl?rte Dante. "Du warst nicht derjenige, der um meine Hand angehalten hat?" fragte Estelle ¨¹berrascht. Dante hob eine Augenbraue, verschr?nkte die Arme vor der Brust und zog ver?rgert die Lippen zusammen. "Nein, das war ich nicht. Ich hatte nie solche Absichten, Elle, und ich entschuldige mich f¨¹r alle Unannehmlichkeiten, die mein Vater dir bereitet hat." versicherte Dante. Estelle konnte es nicht verstehen; erst vor wenigen Stunden hatte ihr Vater gesagt, dass Dante eifrig um ihre Hand angehalten hat, und nun dementierte Dante dies. "Und die Trennung...? Ist sie... wirklich passiert?" fragte Estelle unsicher. Dantes Gesichtsausdruck wurde kalt und seine Augen verengten sich leicht. "Ja. Und trotzdem habe ich nicht vor, eine weitere Bindung einzugehen." "Mein Vater ubt zu wissen, was das Beste f¨¹r mich ist, aber er irrt sich. Eine Bindung an jemand anderen wird nichts an der Tatsache ?ndern, dass mein Schicksalspartner nicht mehr von dieser Welt ist." "Ich werde nur nehmen, was mir rechtm??igerweise zusteht. Niemand anders wird je genug sein... wenn der Sch?pfer will, dass ich keinen Reiter habe, dann soll es so sein." sagte Dante bestimmt. Estelle war von Dantes Erkl?rung ¨¹berrascht. W?hrend sie sich Gedanken dar¨¹ber gemacht hatte, wie sie ihn abweisen sollte, da sie einst ein enges Paar gewesen waren, In Wirklichkeit hatte Dante nie vorgehabt, sie als seine Reiterin an seine Seite zu binden. Es war nur eine Idee seines Vaters gewesen, um Dante aus der Verzweiflung einer Trennung zu holen. Estelle h?tte sich erleichtert f¨¹hlen sollen; sie war entsetzt gewesen bei dem Gedanken, Dante aus Pflichtgef¨¹hl heiraten zu m¨¹ssen. Aber jetzt machte das keinen Unterschied mehr. Jason war die ganze Zeit ein Verr?ter gewesen, ein Verb¨¹ndeter des Schwarzen Netzwerks, und Estelle war die Dumme gewesen. "Wenn du fertig bist mit deinen Fragen, sollten wir gehen. Nur weil niemand von diesem Pfad wei?, hei?t das nicht, dass er sicher ist... nirgendwo ist man sicher, snge man nicht aus Fort zed drau?en ist." meinte Dante nach einer kurzen Stille. Estelle nicktengsam, w?hrend Dante den Weg anf¨¹hrte und sie ihm folgte. "ubst du, wir k?nnen aus den Stadttoren herauskommen, bevor wir entdeckt werden?" fragte Estelle Dante, w?hrend sie sich beeilte, mit seinen gro?en Schritten Schritt zu halten. "Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Das Schwarze Netzwerk hat das Schloss direkt infiltriert, sie haben weder die Mannst?rke noch die Kraft, das gesamte Fort med anzugreifen." "Aber das Schloss ist komplett umzingelt und vom Rest des Forts abgeschnitten. Soweit ich beurteilen kann, gibt es keine M?glichkeit, Informationen herauszubringen, da der Zauber unsere Gedankenverbindung beeintr?chtigt." "Die Menschen von Fort zed haben keine Ahnung, was im Pst passiert ist." teilte Dante mit. "Dann m¨¹ssen wir sie warnen!" rief Estelle aus, woraufhin sie einen vernichtenden Blick von Dante erntete. "Warum z¨¹ndest du nicht einfach ein Rauchsignal und sagst allen, dass du hier bist?" antwortete Dante sp?ttisch. "Lord Starron regiert Fort zed seit Jahrhunderten, er hat sicherlich eine Methode, die Leute zu warnen, wenn er das wollte." "Tatsache, dass er sich entschieden hat, es zu verschweigen, zeigt, dass er keine Panik unter den B¨¹rgern verursachen will. Das bedeutet ebenfalls, dass Lord Starron sicher ist, dass das Schwarze Netzwerk nicht gekommen ist, um Menschenleben zu vernichten." "Sie haben ein anderes Ziel, das nur das mmen Schloss betrifft. Das Schwarze Netzwerk will keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen und auch Lord Starron will nicht, dass seine Leute in Gefahr geraten." schlussfolgerte Dante. "Der Wendepunkt w?re also das Ziel des Schwarzen Netzwerks; Ich ube, wenn sie bekommen, was sie suchen, werden sie sich zur¨¹ckziehen, ohne weiteren ?rger zu verursachen." sagte Dante. Estelle biss sich auf die Lippe; der Sack auf ihrem R¨¹cken f¨¹hlte sich pl?tzlich schwer an, als ihr bewusst wurde, dass sie gerade den Gegenstand bei sich trug, den das Schwarze Netzwerk suchte. Chapter 190: Ein Ausweg (Kap.190)

Chapter 190: Ein Ausweg (Kap.190)

"Und wenn sie es nicht tun?" fragte Estelle beunruhigt. "Das ist keine Frage des ¡¯Falls¡¯. Sie werden es sicher nicht tun, Drachen verhandeln nicht mit Zauberern oder ¨¹berhaupt mit jemandem. Lord Starron wird daf¨¹r sorgen, dass das Schwarze Netzwerk niemals sein Ziel erreicht." erwiderte Dante mit ¨¹berzeugung. "Also ... mein Vater ist in Gefahr?" fragte Estelle nerv?s. "Nicht direkt. Den Lord von Fort zed so direkt zu verletzen, hie?e, der Festung offen den Krieg zu erkl?ren. Das kann sich das Schwarze Netzwerk noch nicht leisten." "Au?erdem haben sie nicht das Zeug dazu, Lord Starron zu t?ten. Er ist ein Drachenlord und ein verehrter Krieger von Asvar." "Selbst wenn sie ihr Ziel nicht erreichen, wird sich das Schwarze Netzwerk zur¨¹ckziehen m¨¹ssen." "Sie haben keine Chance gegen die gl¨¹henden Drachen. Die einzige vor¨¹bergehende ¨¹berlegenheit, die sie haben, ist der Zauber, der verhindert, dass sich die gl¨¹henden Drachen innerhalb des Schlosses verwandeln k?nnen." "Aber ein Drache in Menschengestalt ist nur wenig weniger m?chtig als in seiner Drachengestalt, das wei? das Schwarze Netz." "Das ¨¹berraschungsmoment ist vorerst auf ihrer Seite, sie werden sich sicher zur¨¹ckziehen, bevor sich der Spie? umdreht ... kein Feuerdrache wird zu Schaden kommen." versicherte Dante. "Warum muss Vater mich dann wegschicken?" fragte Estelle, obwohl sie wusste, dass es an dem Gegenstandg, den sie bei sich trug. "Um Eure Sicherheit zu gew?hrleisten, Lady Starron. Ihr seid schlie?lich Lord Starrons gr??te Schw?che, wenn Ihr gefangen genommen werdet, wird das Schwarze Netzwerk gewinnen." "Die einzige M?glichkeit f¨¹r die uen Drachen, die Situation zu wenden, ist, dass sie sich keine Sorgen um Sie machen m¨¹ssen." Dante antwortete ausdruckslos. Es war nicht gerade angenehm, als Schw?che bezeic zu werden, aber Estelle wusste, dass Dante Recht hatte: Wenn sie zur¨¹ck in der uen Burg war, konnte sich ihr Vater nicht auf den Kampf konzentrieren. "Meine einzige Sorge ist ... die dunkle Magie ist unberechenbar. Wenn das Schwarze Netzwerk sein Ziel verfehlt, werden sie dann wirklich mit leeren H?nden gehen?" Dante dachteut nach, bevor er seufzte. "Ich vertraue auf die F?higkeiten und das Urteilsverm?gen deines Vaters. Ich werde dich aus Fort zed hinaus zu deinen Onkeln auf Patrouille schicken, damit du ihnen berichten kannst, was geschehen ist." entschied Dante, w?hrend er Estelle die Hand reichte und bemerkte, wie sie sich abm¨¹hte, aufzuholen. Estelle nahm geistesabwesend Dantes angebotene Hand, und die beiden setzten ihren Weg durch den Waldpfad in z¨¹gigem Tempo fort. Der Waldweg, der aus der uen Burg herausf¨¹hrte, schnitt durch einen gro?en Teil von Fort zed, aber irgendwann w¨¹rden sie aus dem Wald herauskommen m¨¹ssen, um durch die Stadttore zu gngen. "Das Schwarze Netzwerk wird sich im Verborgenen halten und die Stadttore im Auge behalten, um nach euch zu suchen. Wir werden vorsichtig sein m¨¹ssen." sagte Dante zu Estelle, als sie sich dem Waldrand n?herten. Estelle dachte einen Momentng dar¨¹ber nach, dass Fort zed als gro?e Festung bezeic wurde, weil es das wirklich war. Mit hoch aufragenden, uneinnehmbaren Mauern und den Stadtwachen, die den Ein- und Ausgang kontrollierten, mussten alle anderen au?er den Drachen, deren Weg durch den Himmel f¨¹hrte, ihre Identit?t nachweisen, bevor sie einreisen durften. Besonders streng waren die Sicherheitsvorkehrungen zu sp?ter Stunde und vor dem Morgengrauen, wenn die Flugpatrouille unterwegs war. Da Fort zed ein wichtiges Handelszentrum war, das zahlreiche Handelsrouten bewachte, war ein solches Ma? an Sicherheit zu erwarten, zumal Fort zed rtiv nahe an der verborgenen Stadtg. Von allen V?lkern, die die Drachenwandler erobert hatten, konnte die verborgene Stadt der Zwerge noch als unabh?ngig von der Drachenherrschaft betrachtet werden. Daher waren die Zwerge immer b?sartig und schmiedeten b?swillige Pl?ne. Zum Schutz der menschlichen H?ndler, die auf den Handelswegen unterwegs waren, musste Fort zed absolut sicher sein. Nachdem er einen Momentng dar¨¹ber nachgedacht hatte, kam ihm eine Idee. "Zurzeit trifft in Fort zed eine Lieferung von der Schmiedegilde in The Rudder ein. Nach der Lieferung brechen die Kaufleute sofort auf, damit sie rechtzeitig zur¨¹ckkehren k?nnen." "Das ist schon seit vielen Jahren so, wenn wir uns unter die H?ndler mischen k?nnen, wird uns niemand verd?chtig finden oder uns ausmachen." gab Estelle an Dante weiter. "Du kennst deinen Weg in und aus Fort zed selbst in einer solchen Situation ... lobenswert." murmelte Dante mit einem verst?ndnisvollen Nicken. "Ich habe mein ganzes Leben hier verbracht. Niemand kennt Fort zed besser als ich ... und doch w?re es mir lieber, wenn dies das einzige Mal w?re, dass ich mich aus meinem eigenen Haus schleichen m¨¹sste." antwortete Estelle mit einem schweren Seufzer. _________________ "Halt!" rief ein Soldat der Stadtwache und hielt die gesamte Versorgungsgruppe an. Estelle und Dante standen am Ende der Gruppe, gekleidet in Roben, die sie vor kurzem zwei Mitgliedern der Gilde entrissen hatten. Selbst um diese Zeit hatte Estelle noch ein schlechtes Gewissen, weil sie die beiden Schmiede bewusstlos in einer Gasse zur¨¹ckgssen hatte, aber das war die einzige M?glichkeit, Fort zed um diese Zeit zu vessen, die ihr einfiel. Die Schmiede konnten immer noch gehen, wenn die Sonne aufging, aber in dem Moment, in dem das Schwarze Netzwerk bemerkte, dass Estelle nicht mehr im uen Schloss war, w¨¹rden sie die Stadt auf der Suche nach ihr durchk?mmen. Estelle hielt den Kopf gesenkt, als die Stadtwache die Karren inspizierte und die Erkennungsmarken aller Mitglieder der Schmiedezunft ¨¹berpr¨¹fte. Der Stadtw?chter ging die Reihe enng und kam bald bei Dante und Estelle an, die am Ende der Reihe standen. Dante ¨¹berreichte seinen Ausweis und der W?chter ¨¹berpr¨¹fte ihn, bevor er zu Estelle ging. Estelle streckte ihre Hand aus, um ihre Erkennungsmarke zu zeigen, wobei sie ihren Blick nach unten richtete, so dass die Kapuze ihres Umhangs ihr Gesicht verdeckte. Der Stadtw?chter pr¨¹fte den Ausweis und reichte ihn Estelle zur¨¹ck. Gerade als Estelle aufatmen wollte, griff der Stadtw?chter nach dem Griff seines Schwertes. "Deine Erkennungsmarke ist richtig... aber f¨¹r einen Schmied ist dein K?rperbau eher ungew?hnlich. Und wo ist Euer Zunftwappen?!" vengte die Stadtwache in einem schroffen Ton. Estelle zuckte zusammen, als sie wusste, dass sie ertappt worden waren. Es war eine Ironie des Schicksals, dass Lord Starron die menschlichen Wachen pers?nlich ausbildete, nur damit sie viel zu aufmerksam waren, obwohl Estelle gehofft hatte, dass sie es nicht bemerken w¨¹rden. Aus den Augenwinkeln sah Estelle ein Aufblitzen von Metall und sie wusste, dass Dante seine Klinge ziehen w¨¹rde... Chapter 191: A Strange Spell (Ch.191)

Chapter 191: A Strange Spell (Ch.191)

Estelle streckte ihre Hand nach Dante aus und hielt ihn mit einem festen Griff am Handgelenk davon ab, seine Klinge zu ziehen. Dante warf Estelle einen fragenden Blick zu, aber sie sch¨¹ttelte leicht den Kopf und er gab nach. Gleichzeitig bewegte sie ihren Mantel leicht, so dass der Griff ihres Dolches f¨¹r einen kurzen Moment zum Vorschein kam. Es war nur ein kurzer Moment, aber Estelle wusste, dass der Soldat es bemerkt hatte, denn er trat sofort zur¨¹ck und r?usperte sich. "Es scheint alles in Ordnung zu sein,sst sie durch." Der Soldat gab die Eubnis und die Stadttore wurden ge?f, um sie durchzssen. Die Gruppe verlie? Fort zed, und die Tore wurden bald hinter ihnen geschlossen, w?hrend sie im Schutze der Dunkelheit ihren Weg auf dem Pfad fortsetzten, der von Fort zed wegf¨¹hrte. W?hrend die Aufmerksamkeit der ¨¹brigen Hufschmiede darauf gerichtet war, den R¨¹ckweg rechtzeitig anzutreten, zog Dante Estelle weg, und sie schlugen einen anderen Weg ein, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. "Wir sind drau?en, aber dieser Weg f¨¹hrt zum Ruder. Wir m¨¹ssen nach Westen gehen." sagte Dante zu Estelle, als sie in den Wald gingen und sich von der Hauptstra?e fernhielten. "Gib mir einen Moment." sagte Estelle und sog einen zittrigen Atem ein, als sie sich an einen Baum setzte und den Kopf anlehnte. Jetzt, wo sie aus Fort zed heraus war, f¨¹hlte sich Estelle ¨¹berw?ltigt "Wir sind noch nicht weit von Fort zed entfernt, ich ube nicht, dass es klug ist, jetzt eine Pause einzulegen." erkl?rte Dante. Was weise war... und was nicht, das konnte Estelle in diesem Moment nicht begreifen. Estelles Herz war schwer vor Sorge um ihren Vater, und gleichzeitig gingen ihr die Worte, die sie geh?rt hatte, immer wieder durch den Kopf: "Deine einzige Aufgabe war es, daf¨¹r zu sorgen, dass Estelle Starron kein Problem wird! Der Gegenstand, wegen dem wir gekommen sind, ist in ihren H?nden, und es ist r, dass sie uns nicht zur Seite stehen wird." Das waren die Worte, die der Zauberer gesagt hatte, und Jason leue sie nicht, was bedeutete, dass er die ganze Zeit mit einem n an Estelle herangetreten war. "Ich muss nur... Ich brauche einen Moment zum Durchatmen, Dante. Ist das in Ordnung? Nur einen Moment." beteuerte Estelle und fuhr sich frustriert mit der Hand durch die Haare, w?hrend sie die Tr?nen zur¨¹ckblinzelte, die sich in ihren Augen sammelten. Es war schon so weit, aber Estelle wurde immer noch nicht dieses enge und stickige Gef¨¹hl in ihrer Brust los, sie hatte das Gef¨¹hl, als w¨¹rde sie in ein schluchzendes Chaos zusammenbrechen, wenn sie noch einen Schritt machte. Welchen Teil von "Jason aus dem Spielssen" hast du nicht ganz verstanden, Elle? Dies ist nicht der Zeitpunkt, um zu verzweifeln ..." Dante grummelte leise vor sich hin. Jedes Wort, das Dante sagte, ging Estelle auf die Nerven, und sie ertappte sich dabei, wie sie wieder ausrastete. "Was wei?t du schon von Liebe, Dante?! Hm?!" zischte Estelle durch knirschende Z?hne. Dante versteifte sich leicht bei Estelles Worten und warf ihr einen leeren Blick zu. "Warum? Weil ich dazu verdammt bin, sie nie zu haben? Na sch?n." Dante spottete leise und sch¨¹ttelte den Kopf. "Das ... das ist nicht das, was ich meinte." Estelle korrigierte ihre Worte schnell, sie hatte nicht vorgehabt, eine solche Aussage zu machen, obwohl sie wusste, dass Dante eine Trennung durchgemacht hatte. "Nein Elle ... du hast es so gemeint." konterte Dante. Estelle ?fe den Mund, um zu protestieren, doch dann entkam ihr ein erstickter Schluchzer, und sie schlug die H?nde vor den Mund, als ob diese eine Handlung sie zusammenhalten w¨¹rde. "Du machst dich ¨¹ber mich lustig und dann schluchzt du... wer hat mehr Grund zu weinen, du oder ich?" fragte Dante mit einem Seufzer, w?hrend er sich ebenfalls hinsetzte. Dante hielt Abstand, er n?herte sich Estelle nicht, sondern hielt seinen Blick starr nach vorne gerichtet, um ihr Zeit zu geben, ihre Schluchzer herauszssen. Estelle lie? sich jedoch nicht allzu viel Zeit, denn Dante schoss bald auf die Beine. "Was ist los? Was h?rst du?" fragte Estelle in zittrigem Tonfall. "Jemand ist da drau?en." gab Dante an Estelle weiter. Estelle runzelte leicht die Stirn unduschte auf das Ger?usch, das Dante aufgeschnappt hatte, es dauerte einen Moment, aber sie konnte das leiseste Rascheln von Bl?ttern wahrnehmen. Estelle konnte nicht uben, dass das Schwarze Netz sie so leicht eingeholt hatte, irgendetwas an diesem Ger?usch beunruhigte sie. "Wir sollten uns davon entfernen!" zischte Dante, als Estelle sich in die Richtung des Ger?usches bewegte. "Ich habe ein schlechtes Gef¨¹hl dabei..." murmelte Estelle und brach ab, als sie dem Ger?usch folgte. Dante blickte kurz in den Himmel, bevor er seufzte und Estelle hinterherging. Sie folgten dem Ger?usch, bis sie an der Quelle ankamen, und versteckten sich schnell. Zwei Zauberer des Schwarzen Netzes knieten auf einer Lichtung vor einem anderen Zauberer in pechschwarzer Kleidung mit einer schwarzen Maske, die sein Gesicht bedeckte. "Habt ihr es gefunden?" fragte der maskierte Mann. "Nein, mein Herr. Das M?dchen ist mit dem Gegenstand entkommen, aber wir werden ihn verfolgen." Antwortete einer der knienden Zauberer. "Nun... Ich h?tte nicht weniger von dem verbrannten Herrn erwartet. Und die andere Angelegenheit?" Fragte der maskierte Mann erneut. "Die Bluts?ulen wurden wie befohlen an den Ley-Linien rund um Fort zed aufgestellt, die Drachen sind zu sehr auf unseren Angriff und den Schutz des Gegenstandes konzentriert, um es zu merken." Der zweite kniende Zauberer berichtete. "Sie haben es nicht bemerkt, als die Insel Kezrar D¨²n f¨¹r die Schatten verloren war... wie sollten sie es jetzt bemerken?" Fragte der Maskierte. "Was beabsichtigt mein Herr?" Der zweite kniende Zauberer fragte erneut. "Wir haben uns viel zunge zur¨¹ckgezogen, Asvar hat die Macht des Signe-Stammes vergessen... Ich m?chte sie daran erinnern..." Der maskierte Mann streckte eine Hand aus. Blitzschnell schlitzte er seine Handfl?che mit einem Dolch auf und lie? sein Blut auf die Erde flie?en. "Erwecke die Bluts?ulen,ss die Erde auf meinen Befehl h?ren." " Tage werden zu N?chten... Berge und Fl¨¹sse sto?en zusammen, die Kardinaltore versinken in Dunkelheit. Was einst stand... steht nicht mehr..." Der maskierte Mann fl¨¹sterte. Chapter 192: Nicht Westen...sondern Süden (Kap.192)

Chapter 192: Nicht Westen...sondern S¨¹den (Kap.192)

"Erwecke die Bluts?ulen,ss die Erde auf meinen Befehl h?ren." " Tage werden zu N?chten... Berge und Fl¨¹sse kollidieren, die Kardinaltore versinken in Dunkelheit. Was einst stand... steht nicht mehr..." fl¨¹sterte der maskierte Mann. Das Pl?tschern von tropfendem Blut hallte ungew?hnlichut wider, als die Stimme des Maskierten ert?nte. In Zeitlupe l?ste jeder Blutstropfen, der zu Boden tropfte, ein schallendes Echo aus, und Estelle konnte nur zusehen... unf?hig zu verstehen oder zu begreifen, was sich vor ihren Augen abspielte. Die Ver?nderung begann mit einer leichten Verschiebung in der Luft, einer Verschiebung, die so subtil war, dass sie kaum wahrgenommen werden konnte, aberngsam wurde sie deutlicher, als die Atmosph?re mit einer unbekannten Kraft aufgden wurde. Estelle standen die Haare zu Berge, und ein k¨¹hles Gef¨¹hl des Schreckens lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken, F¨¹r einen Moment blickte Estelle an ihrer Haut hinunter, und sie konnte sehen, wie sich kalter Schwei? bildete. Irgendwie warnten Estelles Instinkte sie vor der Tatsache, dass etwas Schreckliches passieren w¨¹rde ... etwas, das den Lauf der Dinge in der Asvarian-Hochburg ver?ndern w¨¹rde. Und Estelle konnte nichts dagegen tun, nichts als mit gro?en Augen undngsamem Atem zusehen, um ihre Anwesenheit zu verbergen. Was dann kam, war ein Beben, direkt unter Estelles F¨¹?en und ¨¹berall sonst, wie es schien. Die Erde bebte ganz leicht, wie zu Beginn eines Erdbebens, und dann ging dieses Beben in ein heftiges Zittern ¨¹ber. ¡¯Was ist das?... was passiert da?!¡¯ dachte Estelle entsetzt. Der Schrei dunkler Magie durchdrang die stille Nacht und Estelles Hand schoss hoch, um sich die Ohren zuzuhalten, und ihre Augen schlossen sich gegen ihren Willen. Ein h?mmernder Schmerz durchzog Estelles Kopf und sie biss sich auf die Lippe, um einen Schmerzensschrei zu unterdr¨¹cken. Estelle hatte das Gef¨¹hl, als w¨¹rde ihr der Kopf zerrissen, und sie konnte nicht einmal wagen zu schreien, sonst w?ren die dunklen Zauberer rmiert. Gerade als es sich so anf¨¹hlte, als w¨¹rde sie vor Schmerz das Bewusstsein verlieren, umfasste ein Paar Arme Estelle von hinten und zog sie zur¨¹ck an die W?rme seiner Brust. Estelle blickte auf und sah, dass Dante sie anstarrte, einen Finger auf den Lippen, um zu verhindern, dass sie einen Laut von sich gab. Der Schmerz versste schnell bei Dantes Ber¨¹hrung, als w?re Dante selbst ein sch¨¹tzender Panzer, und Estelle konnte nur verwirrt zu ihm aufblicken. ¡¯Dunkle Zauberei...¡¯ murmelte Dante zu Estelle, und dann verstand Estelle es. Dunkle Zauberei beutete alles Leben um sich herum aus, wenn sie gewirkt wurde, und zog ihre Kraft aus der Lebenskraft der Lebewesen gegen ihren Willen. Es war t?dlich, sich in unmittelbarer N?he eines Zaubers aufzuhalten, doch es gab eine Ausnahme, Eine Spezies, die zwar nicht v?llig unempfindlich war, aber eine gro?e Widerstandsf?higkeit gegen alle Arten von Magie besa?: Drachen. Wenn die N?he zum Ursprung eines Zaubers der dunklen Magie Estelle so beeintr?chtigte, w¨¹rde die Wirkung auf einen echten Drachen nur gering sein. Estelle bemerkte, dass Dantes Augenbrauen leicht gerunzelt waren, sie konnte sehen, dass er das alles sp¨¹rte, nur nicht so stark wie sie eben noch. Doch die Umarmung von Dante hielt die Auswirkungen des Zaubers auch von Estelle ab. Estelle atmetengsam aus und mmerte sich an Dante, w?hrend sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Szene vor ihr richtete. Und was Estelle in diesem Moment sah, w¨¹rde sie niemals erkl?ren oder vergessen k?nnen... Direkt vor ihren Augen verschwanden die hoch aufragenden und imposanten Mauern von Fort zed und alles, was es sch¨¹tzte. Einfach so, wie es von der verlorenen Insel erz?hlt wurde... Eine ganze Festung der Asvar-Hochburg, die zehnte der zw?lf gro?en Festungen, Fort zed des Ostens... verschwand. ________________ "Es ist weg..." kr?chzte Estelle, die sichtlich zitterte, als sie an einem Baum sa? und wie benommen vor sich hin starrte. "Die Stadt... das Leuchtfeuer... mein Volk... mein Vater... das ganze Fort ist weg, Dante... einfach weg..." stotterte Estelle in zittrigem Tonfall, Tr?nen liefen ihr ¨¹ber die Wangen. In diesem Moment sa? auch Dante, mit dem R¨¹cken gegen einen Baum gelehnt, Sein Blick war in die Richtung gerichtet, in der eben noch Fort zed gestanden hatte, ein riesiges Gebiet, das jetzt nur noch eine unendliche Weite war. Dantes Ausdruck war nicht zu entziffern. "Und wir haben einfach zugesehen, wie es ... verschwand. Wir haben nichts getan! Wir haben nichts getan, Dante!" Estelle schluchzte auf. "Elle... Elle, beruhige dich..." Dante wurde durch Estelles Ausbruch aus seiner Benommenheit gerissen und ging zu ihr hin¨¹ber, um sich vor ihr niederzukauern. "Wie kannst du mich bitten, ruhig zu sein?! Wie kannst du ¨¹berhaupt ruhig sein?!" Estelle war nur einen Moment davon entfernt, hysterisch zu werden. Was sie gerade miterlebt hatte, war etwas, das gar nicht m?glich sein konnte, und doch geschah es direkt vor ihren Augen. Eine Stadt ... und Tausende von Leben in ihr waren in einem Wimpernscg verschwunden, als h?tte es sie nie gegeben. Und in dieser Stadt war jeder, den Estelle kannte und liebte, ihre ganze Familie... ihre ganze Welt. "H?r zu, Elle... es ist nicht m?glich, dass ein einziger Zauberer ein Fort unserer Festung mit einem einzigen Zauberspruch vollst?ndig zerst?ren kann..." "Wir sind Drachen! Die wahre Macht von Asvar! Es ist nicht m?glich." behauptete Dante mit Bestimmtheit. "Was ist dann hier passiert, Dante? Wo sind denn alle?!" Estelle schluchzte auf. "Entf¨¹hrt ... ja. Und wo? Das ist es, was wir herausfinden m¨¹ssen." sagte Dante fest und legte seine H?nde auf Estelles Schultern. "Wie?! Habt ihr den Zauberer nicht geh?rt? Eine Barriere wurde im Westen errichtet ... wir k?nnen sie nicht ¨¹berwinden, um Onkel Ranjor und die gl¨¹henden Drachen zu finden!" rief Estelle aus. "Es gibt niemanden, der uns hilft ... niemanden!" Estelle schluchzte, ihre Schultern zitterten, w?hrend sie sich fest an den Schulranzen mmerte. Dante sch¨¹ttelte verneinend den Kopf, sein Blick verengte sich vor Entschlossenheit. "Wenn wir nicht nach Westen gehen k?nnen ... dann m¨¹ssen wir nach S¨¹den gehen!" zischte Dante entschlossen. "S¨¹den... S¨¹den..." murmelte Estelle, als ihre Augen sich vor Erkenntnis weiteten. "S¨¹den... nach Keep Skies!" rief Estelle aus. "Um den Himmel zu bewahren." bekr?ftigte Dante. Chapter 193: Harte Worte (Kap.193)

Chapter 193: Harte Worte (Kap.193)

Im n?chsten Moment war Estelle schon wieder auf den Beinen und wischte sich eilig die Tr?nen weg. Estelle hatte auch vergessen, dass Lord Starron deutlich gemacht hatte, dass der ihr anvertraute Gegenstand in den Drachenfried gebracht werden sollte. Urspr¨¹nglich sollte Ranjor, Lord Starrons Stellvertreter, den Flug antreten, wenn Estelle die Kiste zu ihm bringen k?nnte. Aber Lord Starron sagte auch, wenn Ranjor den Flug nicht machen k?nne, m¨¹sse Estelle die Kiste selbst abliefern. Bei der Erw?hnung von Keep Skies fielen ihr Lord Starrons Anweisungen wieder ein, die Estelle irgendwie vergessen hatte, und sie wusste genau, was sie zu tun hatte. Als ob ihr Vater dieses Szenario vorhersehen konnte, hatte er Estelle bereits die entsprechenden Anweisungen gegeben ... nach S¨¹den zu fliegen und sich beim Drachenk?nig zu melden. Estelles Augen verengten sich vor Entschlossenheit, ihre H?nde ballten sich zu festen F?usten. "Unser Lehnsherr wird sie niemals davonkommenssen, weil sie ein Auge auf meinen Vater und Fort zed geworfen haben ... die k?nigliche Garde wird das schwarze Netzwerk dem Erdboden gleichmachen und alles in Ordnung bringen!" murmelte Estelle mit Gewissheit, als sie sich an Dante wandte. "Wir m¨¹ssen uns beeilen, um so schnell wie m?glich im Drachenturm anzukommen. Wenn wir jetzt die Flucht ergreifen, sollten wir in sieben Tagen ankommen." "Aber wenn man bedenkt, dass du f¨¹r deine Fluggeschwindigkeit bekannt bist, k?nnten wir vielleicht sogar noch schneller ankommen, wenn wir ohne Pause fliegen ... h?chstens f¨¹nf Tage." Estelle berece im Geiste die Entfernung. "Fliegen?" fragte Dante leicht ¨¹berrascht, als w?ren Estelles Worte unerwartet gewesen. "Fliegen. Du bist einer der schnellsten Drachen von Fort Scabbard, du wirst mich zum Dragon Keep bringen, Dante ... was sonst?" fragte Estelle geistesabwesend. Dante hob leicht eine Augenbraue und verschr?nkte die Arme vor der Brust, w?hrend er einmal den Kopf sch¨¹ttelte. "Nein... ich kann nicht." antwortete Dante ausdruckslos. "Was meinst du mit nein?" fragte Estelle verbl¨¹fft, bevor es ihr einfiel und sie einen Seufzer ausstie?. "Dante... Ich wei?, dass wir beide mit dem Heiratsantrag und allem anderen nicht so gut rkommen und danach..." Estelle stockte f¨¹r einen Moment, da sie die Trennung nicht erw?hnen wollte. "Danach... w¨¹rdest du nicht mehr wollen, dass irgendjemand auf deiner Drachenform reitet, aber sie hat keine Bedeutung, wenn wir ihr keine beimessen." ¨¹berlegte Estelle. Dantes Gesichtsausdruck blieb bei Estelles Worten unver?ndert. "Fort zed ist in Gefahr, Dante, willst du einfach zusehen, wie das schwarze Netzwerk damit durchkommt?! Ist das ¨¹berhaupt der richtige Zeitpunkt, um das zu ¨¹berdenken?! ubst du, ich will in dieser Situation sein?!" Estelle schnauzte frustriert. "Ihr Ton gef?llt mir nicht, Lady Starron." warnte Dante und zog die Stirn in Falten. Estelle holte tief Luft, um ihre Wut und Frustration zu z¨¹geln, sie konnte nicht uben, dass Dante zu einem so kritischen Zeitpunkt so schwierig war. Einen Drachen zu reiten hatte eine gro?e Bedeutung, das wusste Estelle auch, aber es war die einzige M?glichkeit, die sie in diesem Moment hatten. "Dante ... es geht um meinen Vater, meine Familie. Fort zed ist genauso dein Zuhause wie meins, das wei?t du." flehte Estelle und machte einen Schritt nach vorne. Dante machte einen Schritt zur¨¹ck, und sein R¨¹ckzug lie? auch Estelle innehalten. "Gut! Du hast deinen Reiter verloren! Von mir aus kann der Rest der Welt brennen, wenn es dir recht ist!" "Alles andere ist egal, weil Lord Dante ein kleines Ungl¨¹ck erlitten hat, oder?! Es gibt gr??ere Probleme in der Festung, als einem Reiter nachzutrauern, den man nicht einmal kennt!" Estelles Kontrolle entglitt wieder und die Worte kamen heraus, bevor sie sie stoppen konnte. "Dante... es tut mir leid... I..." Estelle begann sich sofort zu entschuldigen, brach dann aber ab, weil sie nicht wusste, wie sie die Worte, die sie gerade gesagt hatte, zur¨¹cknehmen sollte. Estelles Herz sank vor Schuldgef¨¹hlen, als Dante einen weiteren Schritt zur¨¹cktrat, sein ausdrucksloser Gesichtsausdruck spiegelte einen Anflug von Schmerz wider, der nur einen Momentng zu sehen war, bevor er verschwand. Dante hob bei Estelles Worten eine Braue und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Warum bin ich ¨¹berhaupt hierher gekommen?" murmelte Dante, als er sich zum Gehen wandte, aber auf halbem Weg stehen blieb. "Wei?t du, f¨¹r jemanden, der einen Spion des Schwarzen Netzwerks in seinem eigenen Schloss beherbergt ... wei?t du wirklich, wie man den Helden spielt." sagte Dante in einem Ton der Abneigung. Dantes Erwiderung war wie ein Eimer eiskalten Wassers, der ¨¹ber Estelle gesch¨¹ttet wurde, als sie ihren Blick senkte und ihr die Tr?nen in die Augen stiegen. Die Scham und die Schuldgef¨¹hle, die sich ¨¹ber sie legten,steten wie ein Joch auf Estelles Schultern, denn sie wusste genau, dass das, was Dante wusste, nicht einmal das Schlimmste war, was sie getan hatte. Dante hatte nur gesehen, wie Estelle sich das Herz wegen eines Spions brach, den sie t?richterweise und blindlings liebte ... er wusste nichts von dem, was Estelle bereit gewesen war, f¨¹r Jason zu opfern. In diesem Moment erinnerte sich Estelle an die harschen Worte, die sie zu ihrem Vater gesagt hatte, als er sich gegen ihre Beziehung zu Jason ausgesprochen hatte. Und die Tatsache, dass, wenn Jason ein Spion war, er nicht der einzige war. Da war noch sie... Estelle, die beinahe den Schatz ihrer Familie an das Schwarze Netzwerk geliefert h?tte. "Du hast Recht... welches Recht habe ich, jemanden zu retten? Das ist alles meine Schuld..." kr?chzte Estelle und g ihre Arme um sich, als ob sie dadurch klein genug w?re, um zu verschwinden. "Es begann in dem Moment, als ich beschloss, dass es in Ordnung war, ihn ¨¹ber meine Familie zu stellen. H?tte ich das Treffen mit ihm aufgedeckt, h?tte ich Vater rechtzeitig warnen k?nnen ... es ist alles meine Schuld ..." Estelle schluchzte. Dante stand still da und sah Estelle schweigend zu, wie sie versuchte, sich zusammenzurei?en, aber es gng ihr nicht. Er wollte nicht wissen, worauf Estelle sich bezog, Dante konnte sich schon denken, was geschehen war. "Wenn du nochuter weinst, bekommen wir Gesellschaft." bemerkte Dante und brach endlich sein Schweigen. "Wir? Wolltest du nicht gerade gehen?" fragte Estelle und hob ihren tr?nen¨¹berstr?mten Blick zu Dante. Dante antwortete nicht sofort, seufzte aber nach einem Moment und ging zu Estelle hin¨¹ber und reichte ihr ein Taschentuch, um sich die Tr?nen abzuwischen. "Wenn ich dich hier drau?en alleinsse, wird Lord Starron mich in meinen Tr?umen heimsuchen und mich bei lebendigem Leib h?uten, wenn er zur¨¹ckkommt." Dante brummte in einem Ton der Resignation. "Also ... wirst du mich nach Keep Skies bringen?" fragte Estelle hoffnungsvoll. "Elle ... es ist nicht so, dass ich dich nicht mitnehmen will, es ist nur so, dass ich es nicht kann." verriet Dante. Chapter 194: Ein M?dchen (Kap.194)

Chapter 194: Ein M?dchen (Kap.194)

"Elle ... es ist nicht so, dass ich dich nicht mitnehmen will, es ist so, dass ich es nicht kann." verriet Dante. "Du kannst nicht?", wiederholte Ellengsam, unsicher, ob sie Dantes Bedeutung richtig verstanden hatte. "Warum nicht? Du bist ein Drache." sagte Elle verbl¨¹fft. Dante sch¨¹rzte die Lippen, sein Gesichtsausdruck verriet ein kleines Z?gern, bevor er schlie?lich sprach. "Nach ... dem ..." begann Dante und hielt kurz inne. Estelle runzelte leicht die Stirn, sie wusste, was Dante mit ¡¯dem¡¯ meinte. Das Einzige, wor¨¹ber er so ungern sprach, war die Abtrennung. "Ich war nicht in der Lage, die Drachenform anzunehmen." erg?nzte Dante schlie?lich. "Was?!" Estelle rief mit gro?en Augen aus. Dante runzelte die Stirn ¨¹ber Estelles Reaktion und Estelle korrigierte schnell ihren Gesichtsausdruck. "Was soll das hei?en?" fragte Estelle in einem leiseren Ton, immer noch geschockt von Dantes Enth¨¹llung. "Ich kann mich nicht an viel erinnern, wirklich nicht. Nur an den Moment, als ich sp¨¹rte, wie das Band brach... als ob ein Teil von mir herausgerissen wurde." " Mein Vater sagt, ich habe tagng Schmerzen gehabt und geschrien, bis ich nicht mehr schreien konnte..." Dante begann, sein Blick war benommen und gequ?lt. "Ich habe alles und jeden verdr?ngt, Tag f¨¹r Tag... Langsam ertrank ich in dem Schmerz. Vater sagt, er habe mich beobachtet, hilflos und unf?hig, mich in die Realit?t zur¨¹ckzuholen." "Damals verstand er, warum eine Durchtrennung das Leben eines Drachens fordern konnte. Es h?tte auch meins genommen, aber irgendwie habe ich es ¨¹berstanden." sagte Dante mit einem schweren Seufzer. "Ich... ich wei? nicht, was ich sagen soll..." stotterte Estelle, deren Herz schrecklich schmerzte, als sie h?rte, was Dante alles durchgemacht hatte. Dante l?chelte leicht ¨¹ber Estelles Worte, ein L?cheln, das seine Augen nicht ganz erreichte. "Sp?ter wurde mir r, dass ich meine Drachenseite blockiert hatte, um den Schmerz zu bet?uben. Ich habe eine Art mentale Blockade zwischen meiner Drachenseite und mir errichtet..." fuhr Dante in einem verwirrten Tonfall fort. "Ich wei? nicht einmal, wie ich das gemacht habe... Ich sch?tze, ich konnte den Schmerz nicht ertragen, oder vielleicht wusste ich, dass er mich t?ten w¨¹rde, und ich war noch nicht bereit zu sterben." Dante fuhr fort. "Um dich zu sch¨¹tzen, war es dein Besch¨¹tzerinstinkt, der sich in einer Zeit der Schw?che meldete, um dich zu besch¨¹tzen... und der einzige Weg, das zu tun, war, die Seite abzuschneiden, die dir Schmerz brachte." murmelte Estelle verst?ndnisvoll. Dante zuckte l?ssig mit den Schultern, er hatte keine eigenen Worte, um es zu erkl?ren. "Vater sagt, dass ich mich wieder verwandeln kann, wenn ich wirklich ¨¹ber mein durchtrenntes Band hinwegkomme ... ein neues Band mit jemandem eingehen kann, der mir wichtig ist." "Und das ist wahrscheinlich der Grund, warum er dich f¨¹r mich ausgew?hlt hat... er kennt niemand anderen." sagte Dante mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Weil dir etwas an mir liegt?" fragte Estelle mit einem kleinen L?cheln, sie hatte nie auch nur eine Sekunde daran gezweifelt, dass Dante sich um sie sorgte. Sie waren zusammen aufgewachsen und waren unzertrennlich gewesen, bis Estelles Mutter gestorben war. Dante hob seinen Blick f¨¹r einen Moment zu Estelle und rollte dann mit den Augen. "So nervig undut wie du immer bist ... und unvern¨¹nftig dazu. Du bist mein bester Freund. Du liegst mir am Herzen." gab Dante zu. "Und deshalb... Ich bin froh, dass mein Vater eine so absurde Entscheidung getroffen hat. Nur so konnte ich rechtzeitig eintreffen, um f¨¹r deine Sicherheit zu sorgen..." "Und selbst wenn ich auf Schritt und Tritt von dir so ver?rgert werde, dass ich versucht bin, dich deinem Schicksal zu ¨¹bessen," "Ich werde f¨¹r deine Sicherheit sorgen und dich in einem St¨¹ck zu deinem Vater und nach Fort zed zur¨¹ckbringen." schwor Dante feierlich. "Ich werde dich nach Keep Skies bringen, Elle. Ich kann dich nicht dorthin fliegen, aber es gibt andere Reisem?glichkeiten als den Flug." "Es wird eine viel l?ngere Reise werden, eine sehr anstrengende zudem ... ohne die Privilegien, an die du gew?hnt bist." "Aber ich kann dich sicher dorthin bringen ... wenn wir jetzt aufbrechen, sollten wir Keep Skies in zwei Monaten erreichen. Willst du immer noch in den S¨¹den?" fragte Dante mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Wenn es bedeutet, meinen Vater und Fort zed zu retten ... egal, wienge es dauert, ich muss gehen." antwortete Estelle ohne zu z?gern. Dante hatte diese Worte bereits erwartet und nickte als Antwort. "Nun gut... komm, ich werde uns Pferde und Proviant f¨¹r die Reise besorgen." sagte Dante und reichte Estelle die Hand. Estelle warf einen Blick zur¨¹ck auf das, was von Fort zed ¨¹brig geblieben war, und ihre Augen verengten sich entschlossen. "Warte nur ab... Ich werde mit einer Armee von Drachen zur¨¹ckkehren und die mmen der H?lle ¨¹ber alle bringen, die daran beteiligt waren." "Fort zed wird nur eine Zeitng weg sein... aber das Schwarze Netzwerk wird f¨¹r alle Ewigkeit ausgel?scht werden." schwor Estelle, als sie Dantes angebotene Hand ergriff und die beiden die ersten Schritte auf einemngen und gef?hrlichen Weg machten. ___________________ Der gefl¨¹gelte Mann sa? wie immer an seinem Felsen und betrachtete den Himmel mit einem ruhigen Blick. Doch wie immer wurde sein friedlicher Zustand durch die Ankunft von Celeste unterbrochen. "Mein Herr. Azkar hat das Schwarze Netz ohne ein Wort verlegt." meldete Celeste in grimmigem Tonfall. "Ah ... hat er das jetzt?" Fragte der gefl¨¹gelte Mann in leisem Ton, w?hrend er eine Karte herauszog, sie aufrollte und das Gebiet, das Fort zed darstellte,ngsam einzeice. "Du klingst nicht ¨¹berrascht. Du hast diese Befehle gegeben?" erkannte Celeste. Der gefl¨¹gelte Mann antwortete nicht, gab weder zu, noch leue er. "Das ist die Chance, eine der zw?lf gro?en Festungen auszul?schen, ein Scg, von dem sich K?nig Jian niemals erholen wird. Warum habt ihr euch f¨¹r diesen Weg entschieden?" fragte Celeste verwirrt. "Ausl?schen? Wenn wir die Welt ausl?schen, was bliebe dann noch ¨¹brig, um sie zu regieren? Ein K?nig sollte seinem eigenen Volk gegen¨¹ber wohlwollend sein." mahnte der gefl¨¹gelte Mann und schnalzte entt?uscht mit der Zunge. "Vergebt mir, mein Herr. Ich habe zu einfach gedacht. Die Welt wird bald Euch geh?ren, keine kaputte Welt ... sondern das oberste Reich, so wie es ist." sagte Celeste verst?ndnisvoll. "Aber nat¨¹rlich m¨¹ssen noch einige Opfer gebracht werden...in wessen H?nden liegt der Schatz?" Fragte der gefl¨¹gelte Mann. "Ein M?dchen...die Tochter von Lord Starron." berichtete Celeste. "Ein M?dchen... wird ihrer Mutter viel fr¨¹her folgen m¨¹ssen. Armes kleines Ding..." Der gefl¨¹gelte Mann summte vor sich hin. Chapter 195: Einige k?nnten es sich leisten (Kap.195)

Chapter 195: Einige k?nnten es sich leisten (Kap.195)

~Drachenfried, zehn Tage nach Neveahs Fall "Narx." rief K?nig Jian Menarx zu, der auf seinem Balkon stand und ins Leere starrte. K?nig Jian war gerade erst in Menarx¡¯ Quartier getreten und Menarx hatte seine Anwesenheit nicht einmal zur Kenntnis genommen. In den letzten Tagen hatte sich Menarx immer mehr zur¨¹ckgezogen und war geistesabwesend geworden, was seinen Br¨¹dern zunehmend Sorgen bereitete. "Narx." rief K?nig Jian erneut, als Menarx keine Antwort gab. Menarx drehte sich um und warf einen Blick ¨¹ber die Schulter zu K?nig Jian. Sein Blick verweilte nur einen Moment auf K?nig Jian, bevor er wieder dorthin zur¨¹ckkehrte, wo er zuvor gewesen war. "Es ist zehn Tage her..." K?nig Jian begann, brach dann aber ab, da er selbst nicht wusste, was er sagen sollte. Sollte er sagen, dass Neveah nun mit Sicherheit tot war und es an der Zeit war, sich damit abzufinden? Konnte er Menarx davon ¨¹berzeugen, wenn er selbst noch nicht begriff, wie es dazu gekommen war? Konnte er Menarx sagen, er solle sich zusammenrei?en, wenn Menarx nicht der Einzige im Drachenturm war, der davon betroffen war? Konnte er Menarx sagen, er solle aufgeben, wenn K?nig Jian selbst keinen Befehl zum Abzug der Drachenw?chter gegeben hatte, sondern ihnen stattdessen befahl, ihre Suche zu intensivieren? "Euer R¨¹ckzug bringt den Zeitn der Flugpatrouillen durcheinander, wienge wollt ihr euch noch von Kirgan und Cassian vertretenssen?" K?nig Jian entschied sich f¨¹r ein leichteres Thema. "Sie schaffen das schon." erwiderte Menarx in einem Ton des Desinteresses. K?nig Jian runzelte leicht die Stirn, der Menarx, den er kannte, war einer der wildesten und brutalsten seiner Br¨¹der... Der Tag, an dem Menarx sich in einem solchen Zustand der Verzweiflung befand und keine Anstalten machte, dies zu verbergen, lie? K?nig Jian nicht einmal wissen, was er zu Menarx sagen sollte. K?nig Jian hatte nie erwartet, dass Menarx von Neveah so tief betroffen sein w¨¹rde, ein tiefes Schuldgef¨¹hl hatte sich in seinem Herzen eingenistet und er konnte es einfach nicht absch¨¹tteln. "Das k?nnen sie ... aber du wei?t, dass es mir nicht darum geht." fuhr K?nig Jian fort und stellte sich neben Menarx. "Hier so zu stehen und in Richtung der Klippe zu starren, was ist das f¨¹r ein ungeb¨¹hrliches Verhalten?" fragte K?nig Jian direkt. Menarx antwortete nicht sofort und senkte seinen Blick f¨¹r einen Moment, bevor er sprach. "Ich sollte dorthin gehen... weiter suchen, aber ich traue mich nicht, zu gehen, um wieder zu h?ren, dass sie noch nicht gefunden wurde..." Menarx murmelte leise vor sich hin. "Das M?dchen... Ihr sorgt Euch um sie?" fragte K?nig Jian. "Sorge... ist eine Untertreibung." erwiderte Menarx ohne zu z?gern. "Das ist es, was ich von Xenon bef¨¹rchtet habe... Ich kann nicht uben, dass es nicht einer... sondern zwei von euch sein sollen." sagte K?nig Jian. "Dann musst du erleichtert sein... ohne sie brauchst du dir keine Sorgen zu machen." Menarx antwortete ausdruckslos. "Sieh dich genau an und sag mir noch einmal, dass ich mir keine Sorgen machen muss." schoss K?nig Jian zur¨¹ck und warf Menarx einen b?sen Blick zu. Menarx grunzte leise, sagte aber nichts weiter, denn er machte sich keine Sorgen um seinen derzeitigen Zustand. "Wienge noch? Wienge dauert es, bis du das absch¨¹ttelst?" fragte K?nig Jian nach einem Moment der Stille. "Absch¨¹tteln ... ab?" Menarx wiederholte die Wortengsam, w?hrend sein Blick zu K?nig Jian wanderte. "Jian... wie kannst du damit ¨¹berhaupt einverstanden sein? St?rt es dich wirklich nicht im Geringsten?" fragte Menarx verbl¨¹fft. "Sie ist aus eigenem Willen gesprungen." erinnerte K?nig Jian in d¨¹sterem Tonfall. "Wir haben sie in den Tod getrieben, Jian! Verdrehen Sie nicht die Tatsachen!" schnauzte Menarx. K?nig Jians Augenbrauen zuckten leicht bei Menarx¡¯ Tonfall, aber er reagierte nicht weiter darauf. "Jian... Ich wei?, ich wei?, nach dem, was mit Xenon passiert ist ... bist du bei jedem vorsichtig. Du machst dir Sorgen um uns alle und willst, dass wir in Sicherheit sind..." "Ich verstehe das alles, ich kenne dein Herz, aber Jian... Mischa war Mischa und Neveah ist Neveah, die beiden sind nicht dieselbe Person... sie werden es nie sein." begr¨¹ndete Menarx. "Xenon ist wieder in den wilden Dunst gefallen, und du hast nichts davon gewusst, denn die Flugpatrouille hat Kirgan und Cassian gr??tenteils ferngehalten und Imagor hat sich um seinen Reiter gek¨¹mmert... Ich musste mich in diesen Tagen allein gegen das Reittier Edar wehren." " Ich f¨¹rchte, ich k?nnte gegen Xenon k?mpfen, wenn er versucht, auszubrechen..." "Die Petitionen haben wieder begonnen, sie sagen, Xenon ist eine Gefahr, die nicht beherbergt werden darf ... eine Gefahr, die ausgerottet werden muss." "Die beiden sind in der Tat nicht das Gleiche. Und was f¨¹r ein Mensch ist Neveah dann?" fragte K?nig Jian k¨¹hl. "Der eine hat ihn gebrochen... der andere bricht dich, sag mir Narx? Wie soll ich den Unterschied erkennen?" fragte K?nig Jian erneut. "Jian ... es geht hier nicht um sie. Neveah hat nichts falsch gemacht, aber sie tr?gt die Last deines Hasses auf Mischa." "Sie war nur hier, weil Xenon darum gebeten hat und wir ihm nachgegeben haben. Unter uns gesagt, Xenon und der Rest von uns, wann hatte sie jemals eine Wahl bei all dem?!" zischte Menarx. Menarx¡¯ Worte waren die Wahrheit, die nicht einmal K?nig Jian leugnen konnte, und so blieb er ruhig. "Du kennst die Wahrheit und willst sie nicht einmal zugeben. Du bist so sehr von der Vergangenheit geblendet, dass ich mich frage, wer von dir und Xenon wirklich verflucht wurde..." murmelte Menarx mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Was wollt ihr dann von mir h?ren?" fragte K?nig Jian mit einem Stirnrunzeln. "Die Wahrheit, Jian." Menarx antwortete ausdruckslos. "Ich wollte nicht, dass sie springt! Woher sollte ich wissen, dass sie sich nicht um ihr Leben sorgen w¨¹rde?! Ich h?tte nichts von dem gesagt, was ich getan habe. Zum Teufel, ich h?tte dich sie alleine suchenssen, da meine Anwesenheit alles zu ruinieren scheint..." "Es bricht mir das Herz, dich und Xenon so zu sehen... Ich m?chte auch, dass sie gefunden wird, aber es gibt nichts, was ich tun kann, ist das wahr?" fragte K?nig Jian eindringlich. Menarx war ¨¹ber K?nig Jians Worte leicht ¨¹berrascht. "Jian..." begann Menarx, doch K?nig Jian unterbrach ihn. "Aber ich habe ein Reich zu regieren, Menarx. Millionen von Leben liegen in meinen H?nden... Ich bin der Drachenk?nig, du kannst es dir leisten, zu verzweifeln... Xenon kann es sich leisten, durchzudrehen, aber ich?... Mir kann es nur gut gehen!" K?nig Jian zischte, als er sich umdrehte und hinausst¨¹rmte. "Schuppen! Veah, wo um alles in der Welt bist du?" fl¨¹sterte Menarx in schwerem Ton, w?hrend er K?nig Jian hinterherstarrte. Chapter 196: Alptraum (Kap.196)

Chapter 196: Alptraum (Kap.196)

Pochen... Pochen... Pochen... Das Ger?usch von Neveahs Herzschl?gen warut und deutlich in ihren Ohren zu h?ren, ihr Atem kam in kurzen St??en und ihr Herz schlug gegen ihren Brustkorb, als w¨¹rde es jeden Moment herausspringen. Wie immer stand sie in der Dunkelheit, Schatten bedr?ngten sie von allen Seiten, Neveah konnte kaum einen Schritt vor sich sehen, aber sie konnte es sich nicht leisten, sich mit ihrer Umgebung zu besch?ftigen. Diese Kurzatmigkeit... dieser schreckliche Schmerz, dieses unwillkommene Ziehen, Neveah wusste genau, was es war... f¨¹r wen solche Gef¨¹hle aufkamen. "Omega... wagst du es, mich zu vergessen...?" Diese vertraute Stimme knurrte in ihren Ohren und Neveahs Herz sank in die Magengrube. "Es ist nur noch eine Frage der Zeit, Omega...du wei?t es, dass ich dich holen werde...um das zu bekommen, was mir geh?rt..." schwor er in einem dunklen, eindringlichen Ton. ~~~~~~~~~ Neveahs Augen rissen auf, ein ersticktes Keuchen entwich ihr, als sie sichtlich erschauderte. "Derselbe Albtraum... seither jede Nacht..." Neveah keuchte leise, w?hrend sie sich bem¨¹hte, ihre Atmung zu beruhigen und gleichzeitig das Ziehen des Partnerschaftsbandes zu ignorieren, das wieder einmal zum Leben erwacht war. Seit diesem Zauber war das Paarungsband so aktiv wie damals, als Neveah es zum ersten Mal entdeckt hatte... er qu?lte Neveahs N?chte mit seiner Gegenwart, seiner Stimme... seinen Erinnerungen. Neveah konnte sich nicht einmal daran erinnern, wann sie das letzte Mal gut gescfen hatte, ohne mit kaltem Schwei? und einem vor Angst zitternden Herzen zu erwachen. Der Zauber war vor¨¹ber, aber die Auswirkungen, die er hinterlie?, waren grausam und schrecklich, und alle Anstrengungen, die Neveah unternommen hatte, um das Paarungsband und die damit verbundenen Gef¨¹hle zu begraben, waren vergeblich gewesen. Neveah kletterte vom Bett und ging zum Tisch in der Mitte, schenkte sich ein s Wasser ein und trank es in einem Zug aus, um ihre ausged?rrte Kehle zu beruhigen. Neveah stellte die Tasse ab und st¨¹tzte sich auf ihre H?nde, die auf dem Tisch ruhten, w?hrend sie die Augen schloss. "Er macht mir keine Angst... Ich werde nicht in seinem Schatten leben." erinnerte sich Neveah und sch?pfte Kraft aus ihren Worten. Neveah brauchte eine kurze Zeit, um sich zu beruhigen, und erst dann ?fe sie die Augen wieder. Neveah ging zum Fenster und stie? es auf, so dass der k¨¹hle Wind des fr¨¹hen Morgens hereindrang. "Es wird bald d?mmern." murmelte Neveah zu sich selbst, als sie zur¨¹cktrat, ihr Haar zu einem Dutt hochsteckte und aus der H¨¹tte ging. Neveah achtete darauf, leise zu sein, um niemanden zu wecken, als sie aus dem Haus trat und sich dann auf den Weg zu den Feldern machte, weit genug von der H¨¹tte entfernt, um ihre Wolfsgestalt anzunehmen. Neveah lie? ihre Wolfsgestalt an die Oberfl?che kommen, und die Verwandlung ging mit gro?er Leichtigkeit ¨¹ber die B¨¹hne. Da sie sich an eine schmerzhafte Verwandlung gew?hnt hatte, wenn sie ihre Wolfsgestalt annahm, f¨¹hlte sich Neveah wohl, als ihre Verwandlung schnell und ereignislos verlief. In den letzten Tagen hatte Neveah jeden Tag ihre Wolfsgestalt angenommen und sich all die Freiheiten geg?nnt, die sie sich als Wolf in der Finsternis-Dom?ne und sogar in der Drachenburg nicht leisten konnte. Die Felder, die die H¨¹tte umgaben, waren gro? genug, und die menschliche Siedlung Manewardg ganz auf der anderen Seite des riesigen Feldes. Neveah musste nicht bef¨¹rchten, jemandem ¨¹ber den Weg zuufen, und selbst wenn, w?re es nicht mehr als das, was sie bew?ltigen konnte. "Was tr?delt ihr da herum? Lass uns gehen!" Neveahs Wolf unterbrach ihre Gedanken ?ngstlich. Neveah rollte mit den Augen, bevor sie die Kontrolle an ihren Wolf abgab, der sofort mit rasender Geschwindigkeit in die Felder st¨¹rmte. "Es sind bereits zehn Tage vergangen, und wir haben uns zur¨¹ckgezogen, wie du vorgescgen hast. Inzwischen wird der Drachenturm unsere Existenz vergessen haben." "Es sollte sicher sein, aufzubrechen, und ich halte es nicht f¨¹r klug, zunge hier zu verweilen ... wir m¨¹ssen jetzt unseren Weg w?hlen." dachte Neveah zu ihrem Wolf, w?hrend sie liefen. "Verbrenne dein Herz jetzt nicht mit besorgniserregenden Gedanken, es wird immer Zeit sein, sich Sorgen zu machen, Veah. Atme einfach...das haben wir uns verdient." Neveahs Wolf dachte an sie zur¨¹ck. "Atmen?..." dachte Neveah mit einem schweren Seufzer, schob ihre Sorgen beiseite und richtete ihre Aufmerksamkeit auf diesen Moment... Diesen Moment, in dem sie nur den Wind sp¨¹ren musste, der ¨¹ber ihr Fell strich, und die Erde unter ihren Pfoten. ______________ "Also... dieser Zauber l?sst Menschen verschwinden?" fragte Neveah zweifelnd, w?hrend sie ¨¹ber Romans Schulter auf die Schriftrolle in seinen H?nden starrte. Alles, was Neveah sehen konnte, waren Runen und seltsame Worte, die sie nicht verstand, und Neveah war sich bereits v?llig sicher, dass sie nie mit der Magie und ihrer Funktionsweise zurechtkommen w¨¹rde. "Ich sage dir, ich habe meine Mutter einmal gesehen, wie sie es gemacht hat. Warte nur ab, ich werde es bald herausfinden." versicherte Roman Neveah zuversichtlich. "Genau." murmelte Neveah als Antwort, w?hrend sie an Roman vorbeiging, sich auf den Boden setzte und das Buch aufhob, in dem sie gerade gelesen hatte, bevor Roman sie darauf aufmerksam machte. "Hier steht..." begann Roman, als er eine Hand in Neveahs Richtung hob und einige seltsame Worte murmelte. Neveahs Blick schoss sofort nach oben und sie hob eine Hand, um Roman aufzuhalten, bevor er mit seinem Zauberspruch fortfahren konnte. "Woah! Woah! Bleib stehen, Ro... du hast gesagt, der Zauber l?sst Menschen verschwinden, warum richtest du diese H?nde auf mich?" fragte Neveah und bewegte sich zur Seite, so dass sie nicht mehr in dieser Richtung stand. "Aber wie kann ich wissen, ob es funktioniert, wenn ich es nicht ausprobiere?" jammerte Roman. "Ich w¨¹rde sagen, probiere es erst einmal nicht an Menschen aus. Wer wei? schon, wohin sie verschwinden? Warum gehst du nicht in die Scheune und ¨¹bst erst einmal mit den Tieren im Stall?" schlug Neveah vor. Roman dachte einen Moment dar¨¹ber nach, bevor er den Kopf sch¨¹ttelte. "Ein Verschwindezauber f¨¹r Menschen sollte an Menschen getestet werden." argumentierte Roman. "Und wenn ich verschwinde, wer nimmt dich dann mit zum Spielen auf die Felder, wenn Oma besch?ftigt ist? Oder dich davor bewahren, gescholten zu werden?" Neveah verhandelte mit dem st?rrischen Kind. Wieder brauchte Roman einen Moment, um ¨¹ber Neveahs Worte nachzudenken, bevor er zustimmend nickte. "Veah!" rief Lydia Neveah zu, als sie in der K¨¹che stand und einen Teig ete. "Ich komme!" rief Neveah zur¨¹ck und warf Roman einen warnenden Blick zu. "Mach jetzt blo? keinen ?rger... Ich habe ein Auge auf dich." warnte Neveah, bevor sie sich auf den Weg machte, um Lydias Ruf zu folgen. Chapter 197: Eine neue Norm (Kap.197)

Chapter 197: Eine neue Norm (Kap.197)

"Lydia? Du hast mich gebraucht?" fragte Neveah, als sie in die K¨¹che kam, in der Lydia immer backte. "Oh, Veah. Komm doch rein." Lydia winkte Neveah mit einem strahlenden L?cheln heran. Der Geruch des frisch gebackenen Geb?cks hatte Neveah schon l?ngst erreicht, aber als sie so nah dran war, setzte sich ein kleines L?cheln auf ihre Lippen. "Das riecht himmlisch." sagte Neveah wahrheitsgem??. "Ich hoffe sehr, dass es auch so gut schmeckt, ich habe dieses neue Rezept ausprobiert, das ich mir ausgedacht habe, wei?t du." sagte Lydia, w?hrend sie ein sternf?rmiges Geb?ck aufhob und es Neveah reichte. "Oh... ich darf also probieren, wie ich sehe..." brummte Neveah grinsend, als sie das Geb?ck entgegennahm. "Was kann ich tun? Deine Geschmacksknospen sind schockierend genau... du kannst praktisch jeden Makel erkennen." verteidigte sich Lydia mit einem Schmollmund. "Das kommt davon, wenn man sein ganzes Lebenng aufpassen muss, was man isst." erwiderte Neveah unbewusst, w?hrend sie einen Bissen nahm. Neveah kautengsam darauf herum und genoss den Geschmack. "Was denkst du?" fragte Lydia eifrig. "Hast du da irgendeine Nuss hineingemischt?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Nur einen Hauch von N¨¹ssen... Ich hoffte, es w¨¹rde nicht zu sehr auffallen, da die N¨¹sse einen bitteren Nachgeschmack haben." gab Lydia verlegen zu. "Nun, du hast gute Arbeit geleistet, um den Nachgeschmack loszuwerden ... aber man sieht ihn trotzdem." erwiderte Neveah mit einem L?cheln. "Was meinst du, was ich tun kann? N¨¹sse machen den Geschmack so viel besser, der Nachgeschmack ist nur das Problem." Lydia schnaufte frustriert aus. "Du wei?t doch, dass ich weder koche noch backe." betonte Neveah. "Nicht, weil du es nicht kannst, du hast einfach keine Lust auf solche T?tigkeiten. Aber das hier ist mein ganzer Stolz, also musst du mir dabei helfen." Lydia konterte mit einem Schmollmund, der dem von Roman verbl¨¹ffend ?hnlich war. "Sch?n, sch?n." Neveahchte leise, w?hrend sie zum Tisch hin¨¹berging und auf die Zutaten starrte, die Lydia benutzte. "Die Sache ist die, dass du den Nussextrakt nur in einer kleinen Menge hinzugef¨¹gt hast, er sollte nicht so auff?llig sein ... es ist nur so, dass ich ihn so oder so herausnehmen w¨¹rde, snge er vorhanden ist." versicherte Neveah Lydia. "Und es gibt andere mit so empfindlichen Geschmacksknospen wie deinen, ich kann es nicht riskieren... es muss perfekt sein." sagte Lydia mit einem Seufzer. "Ich h?re dich." erwiderte Neveah, w?hrend sie die Zutaten genau studierte. "Als ich es probiert habe ... war alles genau richtig, bis ich einen seltsamen Geschmack wahrgenommen habe, ich wusste nicht sofort, dass es Nuss war." "Wahrscheinlichg es an der Mischung aus N¨¹ssen und etwas anderem hier, was auch immer diese Zutat war, sie ¨¹berdeckte den Geschmack der Nuss fast perfekt." "Vielleicht k?nnen Sie mehr davon oder eine st?rkere Alternative hinzuf¨¹gen, aber nicht so viel, dass es den urspr¨¹nglichen Geschmack beeintr?chtigt." schlug Neveah vor. Sich ¨¹ber solche beil?ufigen Aktivit?ten und das t?gliche Leben zu unterhalten, war in den letzten zehn Tagen zur neuen Normalit?t f¨¹r Neveah geworden. Nicht mehr songe ans ¨¹berleben denken zu m¨¹ssen, sich nicht mehr eingesperrt zu f¨¹hlen, das war ein seltsames und ungewohntes Gef¨¹hl f¨¹r Neveah. "Kannst du es aussuchen? Ich habe so viele Zutaten hinzugef¨¹gt." fragte Lydia hoffnungsvoll. Neveah brummte leise, bevor sie einen weiteren Bissen von dem Geb?ck nahm und dann als Antwort nickte. "Es wird einen Moment dauern." sagte Neveah zu Lydia. Nacheinander kostete Neveah jede der Zutaten und kombinierte sie mit einem Finger, den sie in den Nussextrakt tauchte, bis sie sie gefunden hatte. "Du bist eine Lebensretterin!" rief Lydia erleichtert aus. Neveahchte leise, sch¨¹ttelte den Kopf und wich zur¨¹ck, um Lydia ihren Freiraum zussen. "Aber wirklich, Veah, w¨¹rdest du nicht noch einmal dar¨¹ber nachdenken, mir in der Konditorei zu helfen? Du kannst dir nicht vorstellen, wie toll es w?re, wenn du mein Geb?ck kritisieren w¨¹rdest." bot Lydia zum hundertsten Mal an. Neveah schwieg einen Moment. In den letzten Tagen hatten sowohl Lydia als auch Trevin immer wieder versucht, Neveah f¨¹r ihre eigenen Gesch?fte zu gewinnen. Sie hatten alle m?glichen Methoden ausprobiert, um auch Neveah zu ¨¹berzeugen, und sie hatten es so oft angeboten ... doch nicht ein einziges Mal hatten sie Neveah nach ihrer wahren Identit?t gefragt oder danach, woher sie kam. Neveah war sich nicht sicher, ob es darang, dass sie Angst hatten, es anzusprechen, oder ob es sie einfach nicht interessierte. Es war f¨¹r Neveah schwer zu begreifen, dass sie einen Fremden beherbergte, ¨¹ber den sie nichts wusste, wie es Lydia und Trevin taten. "Wei?t du, Lydia, ich wollte dich schonnge fragen ... willst du denn gar nichts ¨¹ber mich wissen? Wie ich an der K¨¹ste gndet bin? Oder wer ich bin und woher ich komme?" "Du wei?t ganz genau, dass ich kein Mensch bin, aber du hast nicht danach gefragt, welcher Rasse ich genau angeh?re ... hast du keine Angst, dass ich deine Familie in Gefahr bringe?" fragte Neveah ernst. Lydia hielt einen Moment inne und warf einen Blick zu Neveah hin¨¹ber, bevor sie leicht l?chelte. "Ich mache mir Sorgen ... es w?re merkw¨¹rdig, wenn ich es nicht t?te." gab Lydia zu. "Warum dann?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "W¨¹rdest du es mir sagen, wenn ich fragen w¨¹rde? Wer du bist? Woher du kommst? W¨¹rdest du es mir sagen?" fragte Lydia zur¨¹ck. Lydias Frage lie? Neveah in Schweigen verharren, sie hatte nicht die Absicht, jemals wieder jemandem ihre Identit?t zu offenbaren. "Siehst du? Du bist noch nicht bereit, dar¨¹ber zu sprechen, und so habe ich beschlossen, darauf zu vertrauen, dass du dar¨¹ber sprechen wirst, wenn du bereit bist." sagte Lydia achselzuckend. "Und um ehrlich zu sein ... ein lieber Freund hat mich gebeten, ¨¹ber dich zu wachen." f¨¹gte Lydia mit einem L?cheln hinzu. Neveah hob eine Augenbraue, aber Lydia wandte sich ab, da sie offensichtlich nicht die Absicht hatte, weitere Erkl?rungen abzugeben, und Neveah hatte keine Lust, neugierig zu sein. Aus welchem Grund auch immer Trevin und Lydia sie in den letzten zehn Tagen gerettet und umsorgt hatten, Neveah war trotzdem dankbar. "Sieh doch mal nach Ro, ja? Der Junge ist nie so ruhig, es sei denn, er treibt Unfug." sagte Lydia zu Neveah. Neveah nickte, als sie die K¨¹che verlie? und dorthin zur¨¹ckging, wo sie Roman zur¨¹ckgssen hatte. Chapter 198: Von Erz und einer Feuergrube (Kap.198)

Chapter 198: Von Erz und einer Feuergrube (Kap.198)

Als Neveah in das provisorische Spielzimmer zur¨¹ckkam, war es v?llig leer, Roman war nirgends zu sehen und auch sein Zauberbuch war nicht da. "Ich bin nur kurz weg und schon hat er etwas vor." Neveah grunzte leise vor sich hin, w?hrend sie das kleine H?uschen durchsuchte. "Ro?" rief Neveah, w?hrend sie von einem Zimmer zum anderen ging. Dann erinnerte sich Neveah an ihre Worte ¨¹ber die Scheune, seufzte und machte sich auf den Weg zur Scheune. "Roman ... h?r auf, herumzuspielen!" rief Neveah, als sie sich in der Scheune duckte, doch Roman war nirgends zu finden. Neveah zog die Stirn in Falten, als sie sich um die Seite der H¨¹tte herum nach vorne drehte, wo Trevin seinen Wagen mit F?ssern belud, die er in die Berge bringen w¨¹rde, um sie mit Eis zu f¨¹llen. "Oh, Veah. Willst du mit mir in die Stadt fahren, um beim Schmied ein paar Werkzeuge zu holen? Die meisten meiner Werkzeuge sind verrostet." fragte Trevin Neveah. "Sicher, ich werde Lydia fragen, ob sie etwas zu liefern hat. Hast du Ro gesehen?" fragte Neveah. "Er ist vorhin in die Felder gerannt, um ein Kaninchen zu jagen, er hat ein Auge auf das arme Ding geworfen, damit er es verzaubern kann. Hoffentlich ist es flink genug, um ihm zu entkommen." erwiderte Trevin kichernd. Neveah stie? einen Seufzer der Erleichterung aus und Trevin warf ihr einen Blick zu. "Oh,ss dich von Roman nicht beunruhigen, Veah. Der Bursche ist so schelmisch wie immer, er verh?lt sich nur ruhig, wenn du in der N?he bist, und das nur, weil er dich anhimmelt." "Du wei?t doch, dass er jedes Mal ganz aus dem H?uschen ist, wenn du reinkommst." Trevin stichelte. "Urggh! Trevin!" rief Neveah ver?rgert aus und erschauderte bei Trevins Worten. "Ach komm schon, gib meinem kleinen Mann ein Jahrzehnt und ein paar Jahre, und du w¨¹rdest ihm nicht widerstehen k?nnen." f¨¹gte Trevin mit einem Augenzwinkern hinzu. "Und du fragst dich, nach wem er sich richtet?" fragte Neveah spitz. Trevinchte herzhaft und wusste, dass er Neveahs Worten nicht widersprechen konnte. "Meine Frau wird in ein paar Tagen von der Akademie zur¨¹ckkehren, sie hat in Romans und meinen Briefen so viel von dir geh?rt, dass sie es kaum erwarten kann, dich zu sehen." "Ich hoffe, sie wird Sie sehen k?nnen..." begann Trevin und brach dann mit einem L?cheln ab. "Ich werde sehen, wie das geht." antwortete Neveah, ohne zu versichern, dass sie bis dahin in der N?he bleiben w¨¹rde. "Okay, das geht." akzeptierte Trevin, w?hrend er die F?sser weiter auf den Wagen stellte. "Ich sehe mal nach Lydia, ob sie etwas aus der Stadt braucht." sagte Neveah, als sie sich zur H¨¹tte umdrehte. Genau in diesem Moment hallte einuter Schrei durch die Felder und Neveah erstarrte auf der Stelle. Der Schrecken in dieser Stimme lie? eine brodelnde Wut in Neveahs Adern aufsteigen. Ihr Blick wandte sich Trevin zu, keiner brauchte etwas zu sagen, sie wussten beide genau, wer diese Stimme hatte. "Bleib drinnen... Ich sehe mir das an." befahl Trevin sofort, w?hrend er sich ein Schwert schnappte, das er immer bei sich trug. "Von wegen." Neveah lehnte sofort ab, brach in einen Spurt aus und rannte in die Felder, dem ng von Romans Stimme folgend. _____________ "Ich ube, das Ger?usch kam aus dieser Richtung." sagte Neveah zu Trevin, als siengsamer wurde. Sie hatten nur einen kurzen Moment gebraucht, um in das Herz des Feldes vorzudringen, aber das Feld war so riesig, dass es sie nicht weiterbrachte, einfach hindurchzufen. Sie mussten eine genaue Richtung bestimmen. "Roman! Ro! Komm schon, Junge, antworte mir!" rief Trevin neben Neveah, w?hrend sie die Felder durchsuchten. Die Gr?ser waren so hoch, dass sie Neveahs Gr??e ¨¹berragten, und so mussten sie sich durchzw?ngen. "Roman!" rief Trevin erneut, sein Tonfall war besorgt. Romans Schrei war so pl?tzlich gekommen, dass weder Neveah noch Trevin genau sagen konnten, was in der kurzen Zeit, die Roman allein auf den Feldern verbracht hatte, schief gegangen war. Neveahs Augen verengten sich, sie lie? ihren Wolf an die Oberfl?che steigen, w?hrend sie die Felder abtastete, bevor sie Romans Fu?spuren entdeckte. "Er hat die Felder in diese Richtung vessen... sein Schrei erng von weit her, wir konnten ihn nur wegen des Echos h?ren, er muss ¨¹ber die Felder hinausgegangen sein." sagte Neveah zu Trevin. "Schuppen!" rief Trevin aus, als er Neveahs F¨¹hrung folgte. Neveah verfolgte schnell den Weg, den Roman genommen hatte. Der Junge war nicht schnell genug, um in so kurzer Zeit so weit zu kommen, also bezweifelte Neveah, dass er den ganzen Weg bis zur anderen Seite der Felder zur¨¹ckgelegt hatte. Romans Fu?spuren f¨¹hrten stattdessen nach links, in einen Wald, der die Felder verbarrikadierte. Neveah z?gerte nicht, in den Wald vorzudringen, und lie? die hohen Gr?ser hinter sich, um Romans Fu?spuren besser verfolgen zu k?nnen. "Seine Fu?spuren sind uneben, er muss hinter dem Kaninchen her gewesen und bis hierher gekommen sein." sagte Neveah, w?hrend sie z¨¹gig durch den Wald ging. Es war erst ein paar Augenblicke her, dass sie Romans Schrei geh?rt hatten, Neveah konnte sich nicht einmal ansatzweise vorstellen, welcher Gefahr Roman bege war, aber die Zeit dr?ngte. "Sein Geruch wird immer st?rker." murmelte Neveah, w?hrend ihr z¨¹giger Gang in einngsames Joggen ¨¹berging und ihre Augen immer noch den Wald abtasteten. Neveah lie? sich von Romans Geruch den Weg zeigen, den er genommen hatte, bis sie an dem Punkt ankam, an dem sich sein Geruch am st?rksten konzentrierte, und dann blieb Neveah stehen. "Er ist nicht hier..." murmelte Trevin entsetzt. "Ist er nicht." Neveah stimmte ihm zu, als ihr Blick auf einen Baumstamm fiel und siengsam zu ihm hin¨¹berging. Neveah ging in die Hocke und griff nach dem Baumstamm, ihre Hand traf auf eine nasse Substanz, sie zog ihn zur¨¹ck und hob ihn in die H?he. "Blut!" rief Trevin aus, seine Augen weiteten sich vor Schreck. "Trevin, konzentriere dich! ... Hier ist ein Geruch. Ich wei? nicht, was es ist, es riecht nach feuchter Erde, einer Art Metall oder Erz und einer Feuergrube... nicht die Art, die man bei den Schmieden bekommt, wie eine Mine oder so." sagte Neveah zu Trevin mit Nachdruck. "Zwerge!" zischte Trevin, Chapter 199: Bericht einer Sichtung (Ch.199)

Chapter 199: Bericht einer Sichtung (Ch.199)

Zwerge... das war eine Rasse, der Neveah in ihren achtzehn Lebensjahren nie das Ungl¨¹ck hatte zu begegnen, Zu Recht, denn die Finsternis-Dom?ne und das Werwolfgebiet waren vom Rest des ¨¹bernat¨¹rlichen Reiches abgeschnitten. Aber Neveah hatte sicherlich die Geschichten geh?rt, die man sich ¨¹ber sie erz?hlte, ¨¹ber ihr gro?es Reich, die verborgene Stadt unter der Erde und ¨¹ber ihre boshafte und rachs¨¹chtige Natur. Nicht nur das, die Zwerge waren auch extrem territorial und gierig, sie horteten Mineralien und Erze, bauten sie nur zu ihrem eigenen Nutzen ab und unterbanden jeden Handel mit Edelmetallen in ihrem Gebiet. Die Zwerge hatten immer das eine oder andere Ziel vor Augen und waren daf¨¹r bekannt, dass sie vor nichts zur¨¹ckschreckten, um es zu bekommen, und vor allem waren sie extrem gef?hrlich. Mit den Zwergen war nicht zu spa?en, so viel war r, denn nur sie konnten der Herrschaft der Drachen irgendwie widerstehen und ihre Unabh?ngigkeit bewahren. "Sind Zwerge eine ¨¹bliche Erscheinung in Maneward?" fragte Neveah Trevin misstrauisch. "Nicht wirklich, sie d¨¹rfen das Drachengebiet nur zum Zweck des Handels betreten. Was k?nnten sie von Roman wollen?" fragte Trevin ungl?ubig. Auch Neveah konnte diese Frage nicht beantworten, sie wusste nur, dass sich ihre Sinne niemals irren konnten. Roman war gegen seinen Willen entf¨¹hrt worden, und der T?ter geh?rte zum Volk der Zwerge. "Ich sch?tze, das werden wir herausfinden, wenn wir sie finden." sagte Neveah, w?hrend sie weiter durch den Wald ging und Romans Duftspur folgte. Die Verfolgung von Romans Geruch f¨¹hrte Neveah und Trevin durch den Wald, und es schien, als k?men sie der Quelle immer n?her, bis sie aus dem Wald ausbrachen und sich nicht mehr weit von der gesch?ftigen Stadt Maneward befanden. "Die Duftspur... schneidet hier ab." verriet Neveah mit leicht gerunzelten Brauen leicht. "Schuppen! Wir m¨¹ssen Ro finden... wir m¨¹ssen!" sagte Trevin in einem entsetzten Ton. "Sie k?nnen nicht woanders hingegangen sein, es ist erst kurze Zeit her. Sie m¨¹ssen noch in Maneward sein." sagte Neveah mit Bestimmtheit. "Veah... Ich habe ein schlechtes Gef¨¹hl dabei. Irgendetwas sagt mir, da? das nicht reibungslos aufen wird." dachte Neveahs Wolf zu ihr. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten, sie hatte es immer vermieden, in die Stadt zu gehen, selbst wenn Trevin oder Lydia angeboten hatten, sie mitzunehmen. Sie hatte geubt, dass es nach all der Zeit, die vergangen war, endlich in Ordnung sein w¨¹rde, aber jetzt war sie auf dem Weg nach Maneward, und zwar nicht f¨¹r eine lockere Angelegenheit, sondern f¨¹r eine unangenehme. Neveah wusste genau, dass es ein Risiko war, einen Fu? nach Maneward zu setzen, aber sie dachte nicht zweimal dar¨¹ber nach. "Diesmal ¨¹besse ich dir die Sache." dachte Neveah an ihre W?lfin zur¨¹ck, w?hrend sie Trevin zunickte. _______________ Die T¨¹r zu Jians Arbeitszimmer ?fe sich, und Menarx trat ein. Er war nicht ¨¹berrascht, Jian an seinem Schreibtisch zu finden, wo ein Stapel Akten und Schriftrollen auf seine Aufmerksamkeit wartete. Menarx war sich sicher, dass Jian seine Anwesenheit bemerkt hatte, aber er w¨¹rdigte ihn keines Blickes, sondern konzentrierte sich ganz auf seine Arbeit. "Darf ich hereinkommen?" fragte Menarx z?gernd. "Du bist schon drin." antwortete Jian, ohne aufzublicken. Menarx seufzte, es hatte einige Stunden gedauert, bis er sich dazu durchgerungen hatte, Jian hinterherzugehen, nachdem dieser w¨¹tend weggegangen war, und nun ignorierte Jian ihn ganz offensichtlich. "Willst du wirklich so sein?" fragte Menarx mit einem Stirnrunzeln. Obwohl Menarx sich bem¨¹hte, die Spannung abzubauen, bedeutete das nicht, dass er Jian nicht f¨¹r das verantwortlich machte, was mit Neveah geschehen war. Alles, was Menarx in diesem Moment tun wollte, war, sich in seinem Quartier zu verkriechen und sich keinen Zentimeter zu bewegen, bis Neveah zur¨¹ckkehrte, weil er einfach nicht uben wollte, dass sie tot war. Doch Jians Worte erinnerten Menarx daran, dass er als St¨¹tze der Asvarian-Hochburg nicht immer alles so machen konnte, wie er es wollte. Es gab immer die Notwendigkeit, das Reich unter dem Schutz der k?niglichen Garde zu betrachten. "Wie bin ich denn so?" entgee Jian und blickte schlie?lich zu Menarx auf, mit einem kalten Blick in seinen Augen. "Du wirfst mir den Blick zu ... den Blick, den du allen anderen gibst, nur nicht uns." Menarx wies mit einem Seufzer darauf hin. "Ich habe die Flugpatrouille f¨¹r den n?chsten Monat angepasst. Ich habe Ihren Zeitn gestrichen und alle Ihre Aufgaben Decaron und Lodenworth zugewiesen." "Ich habe angeor, dass ihr nicht gest?rt werden d¨¹rft, also tut, was immer ihr wollt..." eubte Jian in einem leeren Ton. "Jian ... du bist unvern¨¹nftig und rachs¨¹chtig." sagte Menarx mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Ich gebe dir die Zeit, die du brauchst ... um zu dir selbst zur¨¹ckzukehren." korrigierte sich Jian. "Ich brauche keine Zeit... Ich werde mich nie damit abfinden k?nnen... dass sie weg ist. Ich werde mich nie damit abfinden oder es akzeptieren k?nnen." erwiderte Menarx mit einem Seufzer. Jian starrte Menarx einen Momentng an, bevor er den Kopf sch¨¹ttelte. "Ich dachte, du w¨¹sstest es besser, als dich von einer Frau verzehren zussen." murmelte Jian leise vor sich hin. "Ich wusste es besser, doch sie tat es." Menarx seufzte. "Und wenn sie wirklich ... weg ist? Werde ich dann auch deinen Verlust tragen?" Jian stellte die Frage, die ihn in den letzten zehn Tagen bstet hatte. Bevor Menarx oder Jian noch etwas sagen konnten, wurde die T¨¹r zu Jians Arbeitszimmer aufgesto?en und Decaron st¨¹rmte herein. "Wir haben sie gefunden!" rief Decaron eilig aus, und seine Worte zogen sofort die Aufmerksamkeit von Jian und Menarx auf sich. "Sie..." Menarx brach ab, da er nicht zu hoffen wagte, dass Decaron wirklich die meinte, f¨¹r die er sich hielt. "Im Bergfried kommt die Nachricht an, dass die Zwerge, wie erwartet, Unruhe gestiftet haben. Die Drachenw?chter wurden losgeschickt, um sich darum zu k¨¹mmern." "Aber... zusammen mit diesem Bericht kam die Nachricht von einer Sichtung. Ein Wolf mit mitternachtsuem Fell..." erkl?rte Decaron eilig. Mitternachtsues Fell, dieses wundersch?ne Fell, das im Mondlicht leuchtete... Menarx hatte es schon ein paar Mal gesehen... in jenen N?chten, in denen sie sich im Schutz der Dunkelheit in den Hof schlich, in dem uben, niemand k?nne sie sehen. Wie h?tte Neveah wissen k?nnen, dass weit oben in den Wolken ein rotgeschupptes Tier sie beobachtete, und ein warmes Gef¨¹hl nistete sich in seinem Herzen ein... ein Gef¨¹hl, das nun zu bleiben begann. Und so wusste Menarx, dass es niemand anderes sein konnte. "Wo?" fragte Menarx mit leiser Stimme. "Maneward." berichtete Decaron. Das war das einzige Wort, das Menarx brauchte, denn im n?chsten Moment war er aus dem Blickfeld verschwunden. Chapter 200: Auslaufen (Kap. 200)

Chapter 200: Auufen (Kap. 200)

Als die Sonne am Himmel von Maneward, einem der bev?lkerungsreichsten Bezirke von Keep Skies, hinter den Horizont zu sinken begann, kam es zu einem unerwarteten Ereignis, ereie sich ein unerwartetes Ereignis direkt auf dem Stadttz, vor einer Menge von Schaulustigen. Wie kannst du es wagen... eine Waffe gegen ein Kind zu erheben...? dachte Neveahs Wolf, w?hrend Wut durch ihre Adern schoss und sie mit dem intensiven Wunsch, Blut zu vergie?en, in Brand setzte. Ein Wolf war ein wildes und wildes Wesen, das hatte Neveah bis zu diesem Moment, als sie in ihrem eigenen Kopf feststeckte, nie ganz verstanden. Wie ein sekund?res Wesen in ihrem eigenen K?rper, unf?hig, ihre Gedanken und Handlungen zu kontrollieren, weil alles von ihrer anderen H?lfte gesteuert wurde... der Bestie in ihr. Irgendwie war die Wut ihres Wolfes ausgel?st worden... eine Wut, die so intensiv war, dass man meinen k?nnte, Neveah h?tte es mit ihren gr??ten Feinden zu tun..; Und nun hatte Neveahs Wolf die Kontrolle ergriffen und w¨¹rde sie nicht mehr an Neveah zur¨¹ckgeben. Neveah wusste ohne Zweifel, dass ihr Wolf alle neun Zwerge vor ihren Augen t?ten und dann die vier, die sich davongemacht hatten, jagen w¨¹rde. H?r zu ... wir m¨¹ssen niemanden t?ten. Wir haben jetzt Roman, beruhige dich.¡¯ warnte Neveah ihre W?lfin, die nicht verstehen konnte, warum ihr Wolf so ungew?hnlich aufgeregt war. Neveah hatte ihren Wolf nur ein paar Mal so erlebt, aber bei diesen Gelegenheiten, zwischen Alessio und Neveahs Vater, war die Reaktion ihres Wolfes gerechtfertigt. Aber dieses Mal konnte Neveah einfach nicht verstehen, warum ihr Wolf so w¨¹tend war. ¡¯Beruhigen?...ich will nicht...¡¯ antwortete Neveahs Wolf ihr ¨¹ber ihre Verbindung. Neveah konnte aus dem Tonfall ihrer W?lfin heraush?ren, dass sie bereits beschlossen hatte, alle Zwerge, die Roman entf¨¹hrt hatten, hinzurichten, und Neveah wusste, dass ihre W?lfin nicht vom Gegenteil ¨¹berzeugt werden konnte. ¡¯Ich bin damit nicht einverstanden! Das tue ich nicht! sagte Neveah deutlich und versuchte, ihren Wolf umzustimmen. Nicht, weil die Zwerge unschuldig waren, sie hatten einem unschuldigen Kind wehgetan und verdienten daher den Tod. Aber es gab Hunderte von Augen, Hunderte von B¨¹rgern in Maneward, die sie beobachteten. Neveah hatte ihre Identit?t bereits preisgegeben, sie war sich sicher, dass die Nachricht den Drachenturm bald erreichen w¨¹rde, Neveah sah keinen Sinn darin, die Situation eskalieren zussen. Es gibt weder dich noch mich, Veah ... wir sind ein und dieselbe Person. Ich will ihre K?pfe... und du wei?t genau, dass du dasselbe willst.¡¯ erinnerte Neveahs Wolf. Von der Suche nach Roman, der verschwunden war... Wie konnte es nur so weit kommen? Aber auch so konnte Neveah die Worte ihres Wolfes nicht leugnen. Es schien, als h?tte ihr Wolf Neveahs fl¨¹chtiges Vengen aufgegriffen und es zu einem ¨¹berw?ltigenden Vengen verst?rkt. Neveahs Pfoten gruben sich tiefer in die Erde, als sie sich an den Anf¨¹hrer der Zwergengruppe heranpirschte, eine Pfote vor der anderen,ngsam und r?uberisch. F¨¹r alle anderen konnte Neveah nichts tun. Neveah hatte ihr Bestes gegeben, sich zur¨¹ckzuhalten, bis dieser Zwerg versuchte, Roman zu verletzen, und deshalb konnte er nicht verschont werden. Neveah war eine, die denen, die sie besch¨¹tzen wollte, nie ein Leid verzieh, vielleicht weil es nur selten Menschen gab, die ihr so wichtig waren, dass sie sie besch¨¹tzen wollte. Neveahs Wolfskopf war leicht zur Seite geneigt, ihre scharfen Augen waren grimmig zusammengekniffen, und ihre spitzen Eckz?hne waren deutlich zu sehen, w?hrend ein leises Knurren ihre Lippen verlie?. Vor Neveahs massiver Statur war der ver?ngstigte Zwerg wie ein Sandkorn, und Neveah wusste, dass es nichts ausmachen w¨¹rde, ihn unter ihren Pfoten zu zerschmettern oder in zwei Teile zu rei?en. Neveah dachte nicht daran, den Zwerg mit ihren Eckz?hnen zu zerquetschen, sie wollte nicht das schmutzige Blut des Zwerges auf ihrer Zunge haben. Ihre Gedanken kreisten um die dunkelsten Methoden, mit denen sie diesem Zwerg ein Ende bereiten konnte, und ihre Muskeln zuckten in Erwartung, Die Wut und der Blutdurst, die Neveah verzehrten, waren selbst ihr fremd, und sie konnte nicht sagen, ob es wirklich ihre Wut war oder ob sie zu ihrem Wolf geh?rte. Alles, was Neveah wusste, war der intensive Kampf, den sie in diesem Moment mit ihrem eigenen Verstand f¨¹hrte, um ein Gef¨¹hl der Kontrolle und Vernunft wiederzuengen, bevor sie jemandem Schaden zuf¨¹gte. "Das ist genug ... wir haben genug getan." dachte Neveah zu ihrem Wolf, w?hrend sie um Kontrolle k?mpfte und verhinderte, dass der blutr¨¹nstige Drang ihres Wolfes sie noch mehr beeinflusste, als er es ohnehin schon tat. "Wir sollten ihn t?ten! Alle von ihnen!" zischte Neveahs Wolf w¨¹tend, w?hrend sie sich immer noch an den zitternden Zwerg heranpirschte, dessen Gesicht so wei? wie ein tt Papier war. "Nein! H?r auf! Genug davon!" Neveah schnappte nach ihrer W?lfin. "Nimm ihn einfach und geh ... verschone uns! Bitte verschont uns!" flehte der unansehnlich aussehende Zwerg verzweifelt, w?hrend er von Neveahs massigem K?rperbau wegkroch Neveah holte tief Luft, als ihr Wolf sich ihrem Willen widersetzte, eine Tat, die Neveahs Wolf noch nie zuvor getan hatte. ¡¯Genug!¡¯ Neveah knurrte erneut, diesmal zwang sie die Pr?senz ihres Wolfes zur¨¹ck in ihren Geist und gewann die Kontrolle zur¨¹ck. Erst dann bemerkte Neveah die Aufmerksamkeit, die sie auf sich gezogen hatte, und ihr Herz sank, nicht wegen des Schreckens und der Verurteilung in den Augen dieser B¨¹rger, Neveah war nie jemand, der sich um die Meinung anderer scherte, sondern weil Neveah ihre Anwesenheit nicht zu sp¨¹ren brauchte, um zu wissen, dass die Drachen jeden Moment hier sein w¨¹rden. Neveah drehte sich um und ihr Blick fiel auf einen gro??ugigen Roman, der sich fest an seinen Vater mmerte. Neveah hatte nie vorgehabt, sich mitten ins Herz von Maneward zu begeben, aber um Roman zu retten, blieb ihr keine andere Wahl. Wie sie vorausgesagt hatte, w¨¹rde die Rettung von Roman sie erneut die Freiheit kosten. "Veah..." begann Trevin und trat einen Schritt n?her. Neveah wartete nicht ab, was er zu sagen hatte, ihr Schicksal mit Lydias Familie w¨¹rde jetzt enden, und sie hatte auch die Schuld an Trevin zur¨¹ckgezahlt, der ihr das Leben gerettet hatte. Neveah verlie? den Ort des Geschehens und lief eilig auf den Wald zu ... wenn sie nur schnell genug w?re, g?be es vielleicht noch Hoffnung f¨¹r sie. Aber konnte ein Wolf wirklich schneller sein als ein Drache? Chapter 201: Ein einsamer Wolf oder etwas Anderes? (Kap.201)

Chapter 201: Ein einsamer Wolf oder etwas Anderes? (Kap.201)

Warum lief sie weg? Neveah war sich nicht ganz sicher. Sie konnte nicht sagen, ob sie wirklich so viel Angst davor hatte, auf dem Weg zur¨¹ck zum Drachenfried gefangen zu werden, oder ob sie mehr ¨¹ber ihren eigenen Mangel an Kontrolle entsetzt war. Als sie im Wald ankam, weit weg von den Hunderten von Augen, die sie beobachteten, kehrte Neveah in ihre menschliche Gestalt zur¨¹ck und war dankbar, dass sie gelernt hatte, ihre Kleidung w?hrend ihrer Schicht nicht zu zerrei?en. "Verdammt noch mal!" zischte Neveah und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. Neveah wusste, dass sie sich so oder so von Lydias Familie trennen musste, sie hatte nur nicht damit gerec, dass sie ein so gro?es Spektakel daraus machen w¨¹rde. Die Rasse der Werw?lfe wurde nie von den Drachen besiegt, und Neveah wusste, dass der Anblick eines Werwolfs in der Asvarian-Hochburg als ungew?hnlich angesehen werden konnte. Das bedeutete, dass sich die Nachricht von ihrer Verwandlung noch schneller verbreiten w¨¹rde als ein Lauffeuer. Neveah hatte geubt, die Kontrolle ihrem Wolf zu ¨¹bessen, w¨¹rde sicherstellen, dass die Dinge sauber und schnell abgewickelt w¨¹rden, aber jetzt wurde ihr r, dass sie die falsche Entscheidung getroffen hatte. Roman zu finden und zu retten war keine so gro?e Sache gewesen, die Zwerge hatten keine Chance gegen Neveah, sobald sie ihre Spur aufgenommen hatte. Doch ihr Wolf hatte sie in der Hitze des Gefechts verraten, und jetzt gab es kein Zur¨¹ck mehr. "Was hast du dir dabei gedacht?! Jemand h?tte verletzt werden k?nnen!" Neveah zischte ihren Wolf an, der in Neveahs Kopf unruhig umherlief, genau wie Neveah im Wald. "Und was ist damit? Soll ich Angst haben, ein paar unbedeutende Leben zu nehmen?" dachte Neveahs Wolf zu ihr zur¨¹ck, immer noch vor Wut strotzend. Die Wut von Neveahs Wolf richtete sich nun gegen Neveah, weil sie sie gewaltsam der Kontrolle entzogen hatte. "Wir sind keine Wilden, die t?ten, ohne an die Konsequenzen zu denken! Wei?t du ¨¹berhaupt, was passieren kann, wenn Zwerge auf den Stra?en von Maneward von einem Wolfswandler get?tet werden? Noch dazu mit so vielen wachsamen Augen?" Neveah dachte frustriert an ihren Wolf zur¨¹ck. "Die Zwerge werden w¨¹tend sein ... und die Drachen auch. Aber was hat das f¨¹r Auswirkungen auf uns? Wir sind eine eigene Macht, ich werde mich nicht davon abhaltenssen, zu tun, was ich will." Neveahs Wolf lie? nicht locker. "Was ist in dich gefahren? Ich kann deinen Blutdurst und dein Unbehagen sp¨¹ren. Das ist so untypisch f¨¹r dich." dachte Neveah zu ihrer W?lfin. "Was ist? Ich bin ein Alphak?nigswolf, Veah. Ich war immer dazu bestimmt, so zu sein... herrschs¨¹chtig, gnadenlos... genau wie der Rest der Familie." dachte Neveahs Wolf zur¨¹ck. Diese Worte von Neveahs Wolf brachten Neveahs Verstand ins Taumeln und sie erstarrte voruter Schock. Niemals... nicht ein einziges Mal hatte Neveahs Wolf ihre Blutsbande mit Alphak?nig Lothaire Raul bekr?ftigt, Neveahs Wolf w¨¹rde nicht einmal einen Hinweis darauf geben, weil es Neveahs Wolf so sehr anwiderte. Aber jetzt hatte Neveahs Wolf soeben zugegeben, dass sie famili?re Bindungen und sogar die Eigenschaften von Alphak?nig Lothaire teilt. "Wir sind nicht wie sie! Wir werden es nie sein!" schnauzte Neveah ihre W?lfin an und w¨¹nschte sich, sie k?nnte ihre W?lfin aus ihren Gedanken rei?en und ihr etwas Verstand in ihren gro?en pelzigen Kopf einpr¨¹geln. "Bist du dir da sicher? Oder sagst du das nur, weil du dich dann besser f¨¹hlst?" fragte Neveahs Wolf sie. Neveah verstummte v?llig, jedes Wort und jede Handlung ihres Wolfes in den letzten Stunden brachte sie v?llig durcheinander. Das Einzige, was Neveah zu diesem Zeitpunkt wusste, war die Tatsache, dass etwas nicht stimmte... furchtbar falsch. "Bitte... hilf mir einfach zu verstehen, was mit dir los ist, du bist wie eine v?llig andere Seele..." dachte Neveah verwirrt zu ihrem Wolf. Neveahs W?lfin war einen Momentng still, sie antwortete nicht sofort auf Neveahs Frage, sondern schien zu ¨¹berlegen, wie sie am besten antworten sollte. "Ich habe dich gewarnt, dich nicht an die Menschen zu binden, nicht wahr... Veah?" meinte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah blinzelte erstaunt, in den letzten zehn Tagen hatte ihr Wolf Neveah immer wieder daran erinnert, sich nicht emotional an Lydias Familie zu binden. Neveah hatte geubt, dass es ihr Wolf war, der wie immer vorsichtig war, und sie hatte auch versucht, den Rat ihres Wolfes zu befolgen. "Was hat das mit dem hier zu tun?" fragte Neveah ihre W?lfin. "Du wolltest das Kind retten... und dein Wille ist meiner. Was du zu retten w¨¹nschst... muss ich um jeden Preis retten." "Erinnerst du dich an die Worte, die Alpha Dane zu uns gesagt hat? Damals, am ersten Tag der Ausbildung?" Neveahs Wolf dachte an sie zur¨¹ck. Neveah konnte es immer noch nicht verstehen... bis es klick machte. Einmal hatte Alpha Dane ein paar besorgniserregende Worte gesagt, die Neveah noch tagng danach besch?ftigt hatten. "Ein Wolf ohne Bindung... ein Alphak?nig ohne Rudel. W?lfe leben von Bindungen, das ist der wichtigste Teil unserer Existenz... die Bindung an die Familie... an ein Rudel... an einen Partner... das vervollst?ndigt einen Wolf und mildert seine wahre wilde Natur..." "Wenn du songe ohne eine dieser Bindungen ¨¹berlebst, bist du eine starke Frau, Veah. Aber vergiss nicht... ein Wolf ist ein Wesen der Bindung. Wenn du den Weg eines einsamen Wolfes w?hlst... mu?t du die Konsequenzen tragen." "Das Schicksal der Schurken... es ist auch mit dieser Tatsache verbunden. Dass ein Wolf ohne Bindung letztendlich... wild wird. Solltest du deinen Wolf jemals als seltsam und schwer zu kontrollieren empfinden, dann w¨¹rde das bedeuten, dass sich meine Worte bewahrheiten k?nnten." "Ein solches Schicksal w¨¹nsche ich dir nicht, Neveah, also lebe nicht so kalt und wende dich von allen ab... du hast etwas Besseres verdient." hatte Alpha Dane gesagt. Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie sich an Alpha Dane¡¯s Worte erinnerte, pl?tzlich f¨¹hlten sich ihre Beine zu schwach an und sie taumelte r¨¹ckw?rts, wobei sie sich an einen Baum lehnte, um sich abzust¨¹tzen. Es gab diejenigen, die als Schurken lebten und ein einsames Leben w?hlten ... und es gab diejenigen, die tats?chlich abtr¨¹nnig geworden waren und sich im Wahnsinn verloren hatten. Von den beiden galt der eine als einsamer Wolf und der andere als Wilder... der Unterschied war eine einfache Tatsache. Der eine hatte noch das, was er sch¨¹tzen wollte... w?hrend der andere nichts mehr zu verlieren hatte. Von den beiden... wusste Neveah genau, welchen Weg sie einscgen w¨¹rde. "Werden wir... abtr¨¹nnig?" fragte Neveah entsetzt. Chapter 202: Einen Schritt zu sp?t (Kap.202)

Chapter 202: Einen Schritt zu sp?t (Kap.202)

Menarx hatte sich in seinem Leben noch niengsam gef¨¹hlt, er war einer der schnellsten Drachen, die in der Asvarian-Hochburg unterwegs waren, schnell genug, um in die Geschichte einzugehen. Sein ker, muskul?ser K?rperbau und seine gew?lbten Schuppen machten ihn flugf?higer als die meisten Drachen, die er kannte, und sein Titel als W?chter des K?nigs sorgte daf¨¹r, dass er in seinem Leben schon so viele Fl¨¹ge durchgef¨¹hrt hatte, dass ihm die L¨¹fte nur allzu vertraut geworden waren. Selbst die gr??ten H?hen spielten f¨¹r Menarx keine Rolle, doch in diesem Moment, als Menarx auf Maneward zusteuerte, hatte er pl?tzlich das Gef¨¹hl, dass er sich nicht schnell genug bewegte. Wenn alles so w?re, wie er es sich w¨¹nschte, h?tte Menarx Maneward bereits in einem Wimpernscg erreicht, denn jede verschwendete Sekunde war eine Sekunde mehr von Neveah entfernt. Es war ein alberner Gedanke, wenn man bedenkt, dass Menarx die letzten zehn Tage ohne sie verbracht hatte und ein paar Sekunden mehr nichts h?tten bedeuten sollen, aber Menarx konnte sich seiner Angst einfach nicht erwehren. Die letzten zehn Tage waren eine Qual gewesen, und Menarx war sich nicht sicher, ob er eine so harte Zeit erlebt hatte wie diese seit dem gro?en Krieg ... oder dem Beginn von Xenons wildem Dunst. Erst jetzt wurde Menarx r, wie am Boden zerst?rt Xenon sich gef¨¹hlt haben musste... die Person zu verlieren, der er sein Herz und sein Leben in mehr als einer Hinsicht gegeben hatte. Menarx ubte nicht, dass er Xenon jemals wieder einen Vorwurf machen konnte, in nur zehn Tagen hatte auch Menarx gesp¨¹rt, wie er seinen Verstand verlor, doch Xenon hatte jahrzehntng mit dem wilden Dunst gelebt. Aber jetzt w¨¹rde alles gut werden... mit Neveahs R¨¹ckkehr war Menarx sicher, dass nicht nur er selbst, sondern auch Xenon sich jetzt wohlf¨¹hlen w¨¹rde. Neveah war in Maneward. Die ganze Zeit ¨¹ber war sie nicht tot, sie war nur in Maneward, nur einen kurzen Flug von der Drachenburg entfernt. Der Gedanke schoss Menarx immer wieder durch den Kopf, als der Bezirk Maneward in Sichtweite kam und er zur Landung ansetzte, sich in der Luft drehte und auf dem Bodenndete. Die B¨¹rger schrien vor ¨¹berraschung ¨¹ber Menarx¡¯ pl?tzliche Ankunft, aber er schenkte ihnen keine Beachtung, sondern st¨¹rmte auf die Drachenw?chter zu, w?hrend seine Augen nach Neveahs vertrautem Gesicht suchten. "Lord Kaideon ist zuerst eingetroffen." meldete eine Drachenwache, bevor Menarx ¨¹berhaupt fragen konnte. Es gab niemanden im Drachenturm, der nicht von Neveahs Sturz geh?rt hatte und davon, wie Menarx, Xenon und sogar K?nig Jian nach ihr suchten, so dass es keiner Worte bedurfte. Die Drachenw?chter verstanden bereits den Bericht, den Menarx h?ren wollte. "Wo ist sie?!" forderte Menarx, als er sich umdrehte und Kaideon bereits mit vor der Brust verschr?nkten Armen dastand, w?hrend die Drachenw?chter die Zwerge abf¨¹hrten und die Menge zerstreuten. Ausgerec Kaideon... Menarx hatte nicht erwartet, ihn hier anzutreffen, und so war er ¨¹berrascht, aber er dachte nicht weiter dar¨¹ber nach; Immerhin war Kaideon der Herr der D¨¹nen. Gleich nach der k?niglichen Garde kamen die Herren der zw?lf Festungen, und Kaideon war einer der rangh?chsten Herren, Als derjenige, dem K?nig Jian am meisten vertraute, gab es keinen Ort, an dem Kaideon nicht sein konnte, und keine Angelegenheit, in die er sich nicht einmischen konnte. Kaideon warf einen Blick zu Menarx hin¨¹ber und hob auf dessen Frage hin eine Augenbraue, aber er gab keine Antwort. Und das hatte man auch nicht erwartet, denn jeder wusste, dass Kaideon nicht sprach, sondern sein Stellvertreter Rodvan an seiner Stelle sprach. Aber Rodvan war nirgends zu sehen, und Menarx hatte weder die Zeit noch die Geduld zu warten. "Du musst sie gesehen haben, Kaideon." fuhr Menarx fort, wohl wissend, dass Kaideon genau wusste, auf wen er sich bezog. Kaideon sch¨¹ttelte einmal den Kopf und verschr?nkte die Arme vor der Brust, sein Blick war ausdruckslos. "Es ist h?chst unwahrscheinlich, dass der D¨¹nenlord sie nicht zu Gesicht bekommen w¨¹rde. Ihr wollt also sagen, dass sie bereits gegangen ist?" fragte Menarx wissend. Kaideon nickte zustimmend zu Menarx¡¯ Worten, die bezeugten, dass Kaideon tats?chlich rechtzeitig gekommen war, um Neveah zu sehen. "Du wei?t, dass wir nach ihr gesucht haben ... warum hast du sie nicht aufgehalten?" Menarx zischte, bemerkte aber seinen unh?flichen Tonfall, als Kaideons Blick sich verengte und der D¨¹nenf¨¹rst leise spottete. "Warum solltest du? Ist es das, was du sagen willst?" fragte Menarx, der Kaideon gut genug kannte, um seine Gesten zu verstehen. Kaideon war ein geheimnisumwitterter Drache, und selbst Menarx wusste, dass man bei dem D¨¹nenlord vorsichtig sein musste, aber zu diesem Zeitpunkt hatte Menarx die Vorsicht bereits ¨¹ber Bord geworfen. Wenn Vorsicht ihn daran hindern w¨¹rde, Neveah heute zu finden, dann hatte Menarx keinen Grund dazu. "K?nnte es sein, dass du die ganze Zeit von ihrem Aufenthaltsort wusstest?!" Menarx verstand pl?tzlich und seine Augen verengten sich zu einem grellen Blick. Kaideon blickte unschuldig vor sich hin, als h?tte er keine Ahnung, worauf Menarx anspielte, aber das reichte, um Menarx¡¯ Verdacht zu best?tigen. "Kaideon!" Menarx schnappte ungl?ubig nach Luft, und in seinem Tonfall spiegelte sich ein Hauch von Schmerz wider. Kaideons Blick richtete sich wieder auf Menarx, und irgendwie wurde Menarx r, warum Rodvan Kaideons Absichten ohne Worte oder Gedanken leicht vermitteln konnte. Kaideon hatte die ausdrucksst?rksten Augen, wenn er ihnen eubte, etwas anderes als leer zu sein. In dem angenden Blick Kaideons konnte Menarx alles sehen, was Kaideon dazu zu sagen hatte, und er zuckte sichtlich zusammen. "Es war falsch von uns, sie vor Gericht zu stellen, und ich hatte keine Ahnung, dass Jians Worte sie so ver?rgern w¨¹rden. Es war unsere Schuld, dass sie gesprungen ist, und wahrscheinlich will sie nicht zur¨¹ckkehren", hielt Menarx an dieser Stelle inne. "Aber sagen Sie mir trotzdem, wohin sie gegangen ist ... so viel wissen Sie doch." ¨¹berlegte Menarx und gab Kaideons Anschuldigungen zu. Kaideon zuckte l?ssig mit den Schultern, was eine unverhohlene Ablehnung von Menarx¡¯ Bitte darstellte. "Selbst auf Jians Befehl hin? Du furchtloser... grausamer Bastard." murmelte Menarx leise vor sich hin, w?hrend er sich daran machte, Neveah selbst aufzusp¨¹ren. Snge sie gerade hier war, war Menarx sicher, dass er sie finden konnte, und so st¨¹rmte er in Richtung Wald, denn er wusste, dass Neveah genau dorthin gehen w¨¹rde. Chapter 203: Ein Grund (Kap.203)

Chapter 203: Ein Grund (Kap.203)

Neveah st?hnte leise vor sich hin, einen Momentng konnte sie nur dasitzen und ¨¹ber ihr grausames Schicksal nachdenken. Es war nicht ihre Schuld, dass sie keine Bindung und keine Familie haben konnte. Neveahs Mutter hatte sie bei ihrer Geburt vor den Toren des Eclipse Pce ausgesetzt, und ihr Vater betrachtete sie als Gegenstand, der an den Meistbietenden verkauft werden sollte. Neveahs Halbbruder war irgendwie ihr Gef?hrte geworden, und selbst er wollte sie nicht... und selbst wenn er es wollte, w¨¹rde Neveah lieber abtr¨¹nnig werden, als ihn zu akzeptieren. Ein Herz, das grausam genug war, um Neveah einmal zu ermorden, war kein Herz, dem Neveah jemals vertrauen oder das sie lieben konnte, es war ein Herz, das sie stattdessen mit einem Dolch durchbohren w¨¹rde. Und dann war Neveah eine, deren Identit?t als Alphak?nig-Wolf verborgen bleiben musste, wie konnte sie eine Rudelbindung haben? In Neveahs Leben gab es zu diesem Zeitpunkt niemanden, den sie lieben konnte, Neveah ubte nicht, dass sie noch zur Liebe f?hig war, also was genau konnte sie tun, au?er ihr Schicksal zu akzeptieren? "Ich bin jemand, der seinen Wolf ¨¹ber ein Jahrzehntng ausgesperrt hat, ohne entdeckt zu werden. Ich habe mich nie dem Schicksal gebeugt und ich werde auch jetzt nicht damit anfangen." "Unsere gr??te Macht ist unser Wille. Du hast mich, ich werde dich nicht zur Wilden werdenssen. Sei dir dessen sicher." schwor Neveah ihrer W?lfin. "Ich wei?." dachte Neveahs Wolf, der endlich wieder zu seinem normalen Ich zur¨¹ckgefunden hatte. So wie sie bis zu diesem Moment alles herausgefunden hatte, war Neveah sicher, dass sie auch dies herausfinden w¨¹rde... sie w¨¹rde ihren eigenen Weg finden. "Davon abgesehen sollten wir aufbrechen." dachte Neveah zu ihrer W?lfin, w?hrend sie sich aufrichtete. "Musst du das?" Eine vertraute Stimme erreichte Neveah und sie erstarrte, ihre Augen weiteten sich, als Menarx aus dem Schutz der B?ume hervortrat. Der Blick in seinen Augen war eine komplizierte Mischung aus Erleichterung und Verzweiflung, und Neveah schluckte gezwungenerma?en die Schuldgef¨¹hle hinunter, die in ihrem Herzen aufkeimten. In den letzten Tagen hatte Neveah alle Gedanken an Menarx, Xenon, Everon und Davina verdr?ngt... all die Menschen, die einen zweiten Gedanken ausl?sen konnten. Doch jetzt, angesichts eines am Boden zerst?rt aussehenden Menarx, der sichtlich verletzt war und sich nicht die M¨¹he machte, dies zu verbergen, war Neveah nicht sicher, wie sie reagieren sollte. "Du..." begann Neveah und hielt auf halbem Weg inne, als sie frustriert eine Hand an ihre Stirn legte. Neveah hatte gehofft, dass sie nicht in eine solche Situation geraten w¨¹rde, in der sie den wenigen guten Menschen, die in den Hallen des Drachenturms wandelten, gegen¨¹bertreten musste. "Ich ... was? Willst du, dass ich gehe? So tun, als h?tte ich dich nicht gesehen? Dich f¨¹r einen Toten halten?" fragte Menarx in einem leisen Ton. Er blieb auf einer Stelle stehen, als f¨¹rchtete er, Neveah zu verscheuchen, wenn er auch nur einen Schritt nach vorne machte. Neveah schwieg einen Momentng, bevor sie schlie?lich eine Antwort gab. "Kannst du das tun ... wenn ich dich darum bitte, wirst du das f¨¹r mich tun?" fragte Neveah z?gernd. "Du kalte, herzlose Frau." murmelte Menarx unter seinem Atem bei Neveahs Worten. Neveah seufzte leise, sie war sich nicht einmal sicher, warum sie diejenige war, die sich schuldig f¨¹hlte, aber irgendwie wusste sie ohne Zweifel, dass die letzten zehn Tage f¨¹r Menarx schwierig gewesen waren. "Da du wei?t, was f¨¹r eine Frau ich bin, solltest du mich nicht in den Drachenfried zur¨¹ckkehrenssen. Wenn Ihr das tut... werde ich noch mehr Unruhe stiften, als ich es ohnehin schon getan habe." sagte Neveah aufrichtig. Neveah hoffte, dass Menarx die Dinge so bssen w¨¹rde, wie sie waren, so war es f¨¹r alle anderen besser. Immerhin... konnte Neveah nichts mehr f¨¹r Xenon tun, sein wilder Dunst war sogar mit ihr an seiner Seite zur¨¹ckgekehrt. "Besorgnis...? Wenn ich mir Sorgen um dich machen darf... mich um dich sorgen darf, warum sollte ich das ablehnen?" Die Antwort von Menarx kam f¨¹r Neveah v?llig unerwartet. "Ihr Drachen habt mich wegen Xenon hierher gebracht, nicht wahr?..." "Aber jetzt habe ich keinen Grund mehr, hier zu sein. Ich bin f¨¹r die Drachen nutzlos, ich bin nicht wichtig genug, als dass ihr euch um mich k¨¹mmern m¨¹sstet... seht ihr das nicht?" Neveah seufzte verzweifelt. Menarx¡¯ Blick, der die ganze Zeit ¨¹ber Neveahs Augen gemieden hatte, richtete sich schlie?lich auf Neveahs Augen. "Wenn du nicht von Bedeutung bist ... dann liegt es an mir, das zu entscheiden." zischte Menarx. Blitzschnell bewegte er sich, und es dauerte nur einen Wimpernscg, bis Neveah Menarx direkt vor sich sah und auf sie herabstarrte. Menarx war so nah, dass es kaum einen Zentimeter Abstand zwischen ihnen gab, sein Geruch umh¨¹llte Neveah vollst?ndig und Neveah konnte nur ¨¹berrascht zu ihm aufblinzeln. "Was hat das zu bedeuten?" fragte Neveahngsam. In Menarx¡¯ roten Augenh?hlen spiegelte sich ein Strom von Emotionen, die sich so schnell bewegten, dass Neveah kaum eine von ihnen identifizieren oder gar herausfinden konnte, was Menarx in diesem Moment dachte. Alles, was Neveah wusste, war, dass eine W?rme und Z?rtlichkeit, eine intensive Bewunderung in Menarx¡¯ Augeng, die so sichtbar war, dass Neveah nicht einmal die Tatsache leugnen konnte, dass sie an sie gerichtet war. ¡¯Menarx... liebt mich...¡¯ erkannte Neveah in diesem Moment v?llig schockiert. Dieses Ma? an intensiver Bewunderung in diesen roten Augen war unverkennbar, Menarx starrte auf Neveah herab, als w?re sie das Wertvollste, was es gab. Es war ein Blick, der so rein und aufrichtig war, dass es keiner Worte bedurfte, ein Blick, den Neveah in all ihren achtzehn Lebensjahren noch nie erhalten hatte. "Wenn du keinen Grund hast, in den Drachenfried zur¨¹ckzukehren ... dann werde ich dir einen Grund geben, Veah." begann Menarx, seine Hand hob sich, um Neveahs Wange z?rtlich zu streicheln und ihr Haar hinter das Ohr zu streichen. "Menarx... I..." stotterte Neveah, um Worte verlegen. "Wenn sonst nichts... dannss mich dein Grund sein." flehte Menarx. Neveahs Atem stockte in ihrer Kehle, als Menarx¡¯ Blick zu ihren Lippen hinabschweifte, Neveah wusste schon vorher, was kommen w¨¹rde, aber das bereitete sie nicht auf den Moment vor, in dem Menarx¡¯ Kopf sich senkte und seine Lippen die ihren in einem brennenden Kuss eroberten. Chapter 204: Ein wahres Zuhause (Kap.204)

Chapter 204: Ein wahres Zuhause (Kap.204)

Menarx zog sichngsam zur¨¹ck, sein Herz raste eine Meile pro Sekunde, denn er wusste, dass es nun an der Zeit war, Neveahs Reaktion zu sehen. Menarx hatte nicht vorgehabt, Neveah zu k¨¹ssen, ohne vorher ihre Zustimmung einzuholen, aber zu h?ren, wie sie ihre eigene Bedeutung herunterspielte, w?hrend er selbst praktisch den Verstand f¨¹r sie verlor... Menarx konnte sich einfach nicht zur¨¹ckhalten. Neveah verstand nicht... wie sehr sie gesch?tzt wurde, und das tat Menarx im Herzen weh. ¨¹ber diesen Schmerz hinaus sp¨¹rte Menarx die Angst, dass er zur¨¹ckgewiesen werden w¨¹rde und Neveah ihm nicht euben w¨¹rde, ihr zu zeigen, wie wertvoll sie f¨¹r ihn war. Menarx¡¯ Augen blieben einen Momentng geschlossen, seine Lippen kribbelten und sein Herz war warm... dieses Gef¨¹hl und dieser Moment waren so kostbar, dass Menarx sich der Realit?t nicht stellen wollte. Menarx wusste bereits, dass seine Gef¨¹hle nicht erwidert wurden, und obwohl Neveah ihn nicht wegstie?, erwiderte sie den Kuss auch nicht. Und so war es f¨¹r Menarx an der Zeit, dieser kostbaren Frau sein Herz zu offenbaren, ganz gleich, wie es ausgehen w¨¹rde. "Veah... ich..." begann Menarx, als seine Augen auftterten. Doch genau in diesem Moment st¨¹rzte Neveah nach vorne und fiel v?llig scff in Menarx¡¯ Arme. Menarx war einen Momentng ¨¹berrascht, aber Neveahs stabile Atmung versicherte ihm, dass es ihr gut ging und sie nur bewusstlos war. "Ich bin dabei, dir zu beichten, und was...? Du f?llst genau in diesem Moment in Ohnmacht?" fragte Menarx undchte leise vor sich hin, w?hrend er Neveah in seine Arme hob. Menarx starrte auf sie herab, auf ihren friedlichen Gesichtsausdruck, w?hrend sie sich ausruhte, und das ue Gef¨¹hl in seiner Magengrube wurde nur noch st?rker. "Ich bin ¨¹ber vierhundert Jahre alt, wie kommt es, dass du mich immer noch so bewegen kannst? Mein Herz sollte inzwischen hart genug sein ... aber du gibst mir das Gef¨¹hl, ein dummes Kind zu sein." murmelte Menarx, ein kleines L?cheln auf seinen Lippen. "Ich werde dich zur¨¹ck in den Drachenfried bringen... Ich wei?, du willst es nicht, aber vertrau mir..." "Ich werde die Drachenburg zu einem wahren Zuhause f¨¹r dich machen, Neveah." schwor Menarx feierlich, w?hrend er in die Richtung zur¨¹ckging, aus der er gekommen war, und sein aufgew¨¹hltes Herz sich endlich beruhigte. ______________ "Ich kann nicht uben, dass du dich von mir in den Bergfried zur¨¹ckbringen l?sst, nachdem du mir tagng deine ganze Arbeitst aufgeb¨¹rdet hast." "Ich wusste, dass du grausam bist ... aber nicht so sehr. Das ist v?llig hisch und ?rgerlich." dachte Kirgan zu Menarx. Kirgan war in Drachengestalt und machte sich mit Menarx auf dem R¨¹cken und Neveah in Menarx¡¯ Armen auf den R¨¹ckweg zum Drachenfried. Menarx hatte Kirgan benachrichtigt, der gekommen war, um sie zu holen, da Menarx nicht die Drachengestalt annehmen konnte, w?hrend Neveah schlief. Nat¨¹rlich gab es Kaideon, den D¨¹nenlord, aber Menarx m¨¹ssten drei K?pfe wachsen, bevor er es wagen w¨¹rde, Kaideon um einen solchen Gefallen zu bitten. "Mach dich nicht l?cherlich. Ich liebe dich, du liebst mich ... was willst du mehr? Es ist nur vern¨¹nftig, dass du mich mitnimmst." Menarx dachte am¨¹siert an Kirgan zur¨¹ck. "Widerlich! Lass mich einfach los!" Kirgan zischte, als er auf der Landettform im vierten Stockndete. Menarx lie? sich Zeit, um abzusteigen, sehr zum Entsetzen von Kirgan, und in dem Moment, als Menarx mit Neveah in den Armen abstieg, kehrte Kirgan in seine menschliche Gestalt zur¨¹ck, mit einem b?sen Blick in den Augen. "Jetzt, wo das M?dchen zur¨¹ck ist ... kannst du dich zusammenrei?en? Ich ube, ich werde mir einen Fl¨¹gel abrei?en, wenn ich noch eine Wocheng eine Flugpatrouille anf¨¹hre." begte sich Kirgan, obwohl ein kleines L?cheln auf seinen Lippeng. "Wei?t du, ich w¨¹rde das vor Jian nie zugeben, aber ... egal ob du oder Xenon, dich so zu sehen, macht mich froh." gab Kirgan gegen¨¹ber Menarx zu. Menarx gluckste leise, nickte aber als Antwort. "Sag Jian, dass ich mit ihr und auch mit Everon zur¨¹ckgekehrt bin." vengte Menarx, als er sich auf den Weg in die vierte Ebene zu Neveahs Zimmer machte. "Lord Menarx." Eine vertraute Stimme gr¨¹?te, als Menarx an der T¨¹r zu Neveahs Zimmer ankam. "Lady Adrienne." Menarx erwiderte den Gru?, ohne sich umzudrehen, denn er sp¨¹rte genau, wer es war, ohne ihn sehen zu m¨¹ssen. "Geht es ihr gut?" fragte Lady Adrienne erneut. "Sicherlich." Menarx antwortete, er war nicht in der Stimmung f¨¹r ein Gespr?ch und so ging er in Neveahs Zimmer und schlug die T¨¹r zu. Menarx schaute sich kurz in Neveahs Zimmer um, zum Gl¨¹ck hatte er die Diener beauftragt, es sauber zu halten, und so war alles in perfektem Zustand. Menarx legte Neveah auf ihr Bett und zog die Decke ¨¹ber sie, bevor er sich neben sie setzte und sie mit einem verschmitzten L?cheln auf den Lippen ansah. "Wusstest du das, Veah? Du bist wirklich wundersch?n..." sagte Menarx leise. "Ich hoffe sehr, dass sich dieses L?cheln auszahlt." bemerkte Lord Everon, als er die T¨¹r aufstie? und eintrat. "Hast du nie gelernt, anzuklopfen und auf die Eubnis zu warten, einzutreten?" Menarx brummte ver?rgert ¨¹ber die Unterbrechung. Lord Everon sah sich einen Momentng um, bevor er spottete. "Es ist nicht dein Quartier, du hast kein Mitspracherecht." erwiderte Lord Everon mit einem Augenrollen. "Wie bist du so schnell hierher gekommen? Ich habe Kirgan gerade erst gesagt, er solle mich benachrichtigen, und er ist sicher, dass er zuerst zu Jian geht." fragte Menarx mit einer hochgezogenen Braue. "Ich habe geh?rt, dass du dich auf die Suche nach ihr begeben hast, und deshalb habe ich im Voraus ein St?rkungsmittel und eine Petition vorbereitet, um dich aus dem Drachenturm zu vertreiben." "Wenn du mit ihr zur¨¹ckkehrst, wird sie sicher ihre Energie wieder auff¨¹llen m¨¹ssen. Und wenn du versagst, k?nntest du einfach den Weg zur¨¹ckgehen, den du gekommen bist." erwiderte Lord Everon l?ssig. Menarx sch¨¹ttelte den Kopf, nicht einmal ¨¹berrascht von den Worten seines Cousins. "Wie typisch f¨¹r dich." Erwiderte Menarx. "Nun? Geht zur Seite. Lasst mich einen Blick auf das Ausma? des Schadens werfen, den Ihr und Jian dem armen Kind zugef¨¹gt habt." sagte Lord Everon und schob Menarx zur Seite. Chapter 205: Kein Frieden (Kap.205)

Chapter 205: Kein Frieden (Kap.205)

"Schaden? Was soll das hei?en?" fragte Menarx in einem ver?rgerten Ton, w?hrend er zur Seite trat. "Der Sch?pfer allein wei?, was ihr beiden gesagt habt, um Veah von einer Klippe springen zussen." Lord Everon fuhr angend fort. "Ich habe nicht einmal ein Wort gesagt!" Menarx verteidigte sich. "Ein Komplize also." schlussfolgerte Lord Everon. "Kaideon war auch dabei." erinnerte Menarx. "Kaideon ist nicht so herzlos wie ihr beide. Wie kann ich ihn mit euresgleichen vergleichen?" fragte Lord Everon ohne Umschweife. "Ich sehe, wie es ist." Menarx grummelte leise vor sich hin, w?hrend er sich gegen eine Wand lehnte. Menarx st?rte sich nicht im Geringsten an den Worten von Lord Everon. Snge Neveah in Sicherheit war, bezweifelte Menarx, dass ihm in diesem Moment irgendetwas auf die Nerven gehen konnte. "Also ... hast du es ihr gesagt?" fragte Lord Everon, w?hrend er Neveahs Zustand ¨¹berpr¨¹fte. "Wor¨¹ber?" fragte Menarx mit einer hochgezogenen Braue. "Muss ich es buchstabieren? Dar¨¹ber, wie sie das ganze Eis, das dein Herz umh¨¹llt, weggesprengt hat..." begann Lord Everon, aber Menarx unterbrach ihn. "Ich verstehe, was du meinst. Nun, ich sch?tze...?" Menarx antwortete mit einem Achselzucken. "Die einzige Antwort auf eine Frage wie diese ist ja oder nein, Menarx." Lord Everon wies darauf hin. "Nein... zumindest nicht direkt." Menarx antwortete mit einem Seufzer. "Ich werde nichts weiter sagen als dies. Unser n ist ein n von Heilern und Kriegern." " Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Neveah in den Heilk¨¹nsten unseres ns zu unterweisen. Da du einen anderen Weg gew?hlt und mir die F¨¹hrung des ns ¨¹bessen hast," "Ich sollte jemanden haben, dem ich sie anvertrauen kann." verriet Lord Everon. Menarx wurde daraufhin hellh?rig, ein kleines L?cheln umspielte seine Lippen. "Veah wird die perfekte Besetzung sein. Du hast gesehen, wie es mit Kalia gufen ist, sie hat das Potenzial." Menarx stimmte ohne zu z?gern zu. "Das wei? ich bereits, ich wu?te es von dem Moment an, als ich sie erblickte. Du bist der Einzige, der zungsam ist, um meine Absichten zu durchschauen." Lord Everon antwortete mit einem Spott. "Nach den Regeln des ns kann nur jemand, der zur Familie geh?rt, das Heilwissen unseres ns ¨¹bernehmen. Das war der einzige Grund f¨¹r mein Z?gern, und deshalb habe ich eine Aufgabe f¨¹r dich." fuhr Lord Everon fort, w?hrend er sich Menarx zuwandte. "Ich m?chte, dass du Neveah zur Familie machst ... kannst du das?" fragte Lord Everon in einem ernsten Ton. Menarx l?chelte leicht und nickte mit Bestimmtheit. "Wir teilen dieselben Gedanken. Die Dame mit den Rubinschuppen ist geei, von der k?niglichen Heilerin angeleitet zu werden und die K¨¹nste unseres ns zu erben. Ich werde mein Bestes geben." versicherte Menarx. "Ich bin sicher, das werdet ihr." erwiderte Lord Everon mit einem leisen Kichern, warf Neveah einen letzten Blick zu und verabschiedete sich dann. ______________ Adrienne stand an Ort und Stelle vor ihrer T¨¹r und starrte auf die geschlossene T¨¹r, nachdem Lord Menarx l?ngst gegangen war, ihre H?nde zu F?usten geballt und ihre Gedanken rasten. Ihre Gedanken waren v?llig blockiert und sie war hin- und hergerissen zwischen Schock und wachsender Wut. Wie hatte Adrienne das nur erwarten k?nnen? Woher h?tte sie wissen sollen, dass es so schwierig sein w¨¹rde, einen einfachen Diener loszuwerden? ¡¯Sie war zur¨¹ck ... irgendwie ist sie zur¨¹ckgekehrt.¡¯ Das war alles, woran Adrienne denken konnte, nach all den Anstrengungen, die sie unternommen hatte, um Neveah loszuwerden, und die so weit gingen, dass sie ihre Gabe einsetzte, Das M?dchen war unversehrt zur¨¹ckgekehrt, in den Armen eines W?chters des K?nigs, der sie wie einen seltenen Schatz in der Hand hielt. Wut brannte durch Adriennes Adern, als sie sich so fest auf die Lippe biss, dass der metallische Geschmack von Blut auf ihrer Zunge zur¨¹ckblieb. "Adrienne? Ist alles in Ordnung mit dir?" Lord Everon, der gerade aus Neveahs Zimmer gekommen war, hielt inne, als er Adrienne bemerkte. Adrienne zwang ein L?cheln auf ihre Lippen und senkte den Kopf zu einer Verbeugung. "Ich wollte Euer Eminenz gr¨¹?en, aber Ihr scheint in Eile zu sein." zwang sich Adrienne in ihrem charakteristischen ruhigen Ton. "Ach, sagt mir nicht, dass Ihr hier drau?en wart, als ich hereinkam? Ich muss zu besch?ftigt gewesen sein, ich habe Sie gar nicht bemerkt." Lord Everon antwortete mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Sie wissen, was ich von solchen Formalit?ten halte, Sie brauchen sich au?erhalb des Unterrichts nicht damit zu befassen." Lord Everon entlie? sie, w?hrend er seinen Weg fortsetzte und den Flur hinunterging. Adrienne ballte die F?uste noch fester, und ihr L?cheln verschwand von ihren Lippen, sobald Lord Everon au?er Sichtweite war. Adrienne unterdr¨¹ckte ihre Wut und ging zur¨¹ck in ihr Zimmer, und erst als sie in ihrem Zimmer war, entkam ihr ein w¨¹tendes Zischen. "Bevor sie auftauchte, war ich Ihre talentierteste Auszubildende. Und was?... Ihr habt meine Anwesenheit nicht bemerkt?!" murmelte Adrienne mit zusammengebissenen Z?hnen vor sich hin und hielt sich an der Kante ihres Lesetisches fest. "Sie ist lebend zur¨¹ckgekehrt. F¨¹r jeden Tag, den sie hier im Drachenturm ist ... wie viel Dem¨¹tigung muss ich noch ertragen?" "Nach allem, was ich getan habe, um so weit zu kommen, bin ich im Vergleich zu ihr unbedeutend?! Sie war nur zehn Tage weg und der ganze Bergfried wurde auf der Suche nach ihr umgest¨¹rzt..." Adrienne hauchte mit zittriger Stimme, Tr?nen der Wut und Frustration sammelten sich in ihren Augen. "Seine Gnaden hat sogar die Drachenw?chter losgeschickt und nie ihren R¨¹ckzug angeor... trotz all meiner Bem¨¹hungen verliere ich immer noch gegen einen einfachen Diener!" "Alles, was ich durch dieses gro?e Risiko erreicht habe, ist die Erkenntnis ... wie sehr dieser Diener im Bergfried gesch?tzt wird." kr?chzte Adrienne heraus. Adrienne hob eine Hand, um sich frustriert durch die Haare zu fahren, und holte tief Luft, um ihre Fassung wiederzuengen, bevor sie sichngsam die Tr?nen abwischte. "Wenn ich sie gehensse, wird sie alles haben, was mir rechtm??ig geh?rt. Wenn ich sie nicht loswerde ... wird es keinen tz mehr f¨¹r mich im Drachenturm geben." Adrienne begriff. "Nun gut, dann... Ich bin bereit, meine Niedege dieses eine Mal zuzugeben. Aber snge ich hier im Drachenturm bin, werde ich dich niemals in Ruhessen!" schwor sich Adrienne k?mpferisch. Chapter 206: Jemand, auf den man sich verlassen kann (Kap.206)

Chapter 206: Jemand, auf den man sich vessen kann (Kap.206)

Neveahs Augenlider zuckten leicht, als der Griff der Bewusstlosigkeit von ihr abfiel und siengsam wieder zu Bewusstsein kam. Ihre Augen tterten schwach auf und ihre Hand wanderte nach oben, um ihre Augen vor dem hellen Licht ihrer Umgebung zu sch¨¹tzen. Einen Momentng fragte sich Neveah, wo genau sie sich befand, aber dieser Moment dauerte nichtnge. "Du bist wach?" Eine unbekannte Stimme erreichte Neveah, die Stimme war die einer Frau. Neveah st?hnte leise auf, als sie ihren Kopf zur Seite neigte, ihre Augen tterten wieder zu, als sich ihr Kopf durch die pl?tzliche Bewegung drehte und ihre Sicht verzerrte. "Wo bin ich?" fragte Neveah, ohne die Augen zu ?ffnen, ihre Stimme war noch immer von Ersch?pfung gepr?gt. "In deinem Zimmer ... im vierten Stock." antwortete die Frau ohne zu z?gern. "Vierter Stock..." murmelte Neveah leise, w?hrend ein leiser Seufzer ihren Lippen entwich. Vierter Stock... das bedeutete, dass sie wieder im Drachenturm war, und Neveah war nicht einmal ¨¹berrascht, sie f¨¹hlte sich nur leicht ver?rgert. Was konnte sie schon erwarten, nachdem sie direkt in Menarx¡¯ Armen bewusstlos geworden war, obwohl sie so weit wie m?glich von ihm h?tte weufen sollen? Schlimmer noch, Neveah erinnerte sich jetzt deutlich daran, was kurz vor ihrer Bewusstlosigkeit geschehen war. "Menarx, dieser unkultivierte Rohling ..." murmelte Neveahut, was dem anderen Bewohner ihres Zimmers ein leises Glucksen entlockte. Neveahs Augen rissen in diesem Moment auf, und sie blickte zur Seite, um ein Gesicht zu sehen, das sie sofort erkannte. "Lady Kaliana!" rief Neveah aus und setzte sich blitzschnell auf ihrem Bett auf, nur damit ihr Kopf sich wieder drehte. "Ganz ruhig... Everon sagt, Ihr h?ttet Euch bei Eurem Sturz ziemlich schwer am Kopf verletzt. Obwohl du bereits geheilt bist, wirst du noch eine Weile ein mulmiges Gef¨¹hl haben." warnte Lady Kaliana und eilte zu Neveahs Seite hin¨¹ber. Lady Kaliana half Neveah, sich wieder hinzulegen, und ein kleines L?cheln umspielte ihre Lippen, w?hrend Neveah sie nur anschaute. Lady Kaliana, die Reiterin von Lord Imagor und die einzige Reiterin in der Garde des K?nigs. Dieselbe Frau, die vor einiger Zeit am Rande des Todes gestanden hatte und von deren ¨¹berleben Neveahs Leben abhing. Neveah hatte nicht damit gerec, Lady Kaliana an ihrem Bett zu sehen, zumal Lady Kaliana noch immer bewusstlos war und gerade an dem Tag, an dem Neveah gest¨¹rzt war, mit ihrem Genesungsprozess begonnen hatte. "Wenn man bedenkt, dass du mir das Leben gerettet hast, sollte ich diejenige sein, die dich so ansieht. Ist es denn fair, mir zuvorzukommen?" fragte Lady Kaliana nach einem Moment des Schweigens. "Oh, ich..." begann Neveah, brach dann aber ab. Da sie nichts zu sagen hatte, konnte Neveah nur ihren Blick abwenden. Neveah hatte nicht die Absicht, so zu starren, sie war nur wirklich ¨¹berrascht, Lady Kaliana in ihrem eigenen Zimmer zu finden. "Ihr k?nnt ruhig mit mir sprechen und auf F?rmlichkeiten verzichten, wenn Euch das st?rt." mischte sich Lady Kaliana ein, da sie ubte, dass Neveah sich nun scheute, zu sprechen. "Ah, nein ... das nicht. Ich bin nur froh, dass Ihr Euch gut erholt habt." gab Neveah wahrheitsgem?? zu. "Ihr habt das m?glich gemacht." sagte Lady Kaliana dankbar, als sie sich an Neveahs Bett setzte und ihre H?nde nahm. " Ich bin vor ein paar Tagen wieder zu Bewusstsein gekommen und habe alles, was passiert ist, von meinem Geliebten erfahren. Als ich von deinem Sturz h?rte... f¨¹hlte ich mich zutiefst gekr?nkt, dass ich nicht in der Lage sein w¨¹rde, auch nur einmal meine Dankbarkeit auszudr¨¹cken." begann Lady Kaliana. "Und so bestand ich darauf, bald nach Narx¡¯ R¨¹ckkehr mit Euch herbeizukommen. Ich wollte die erste Person sein, die du siehst, wenn du erwachst... und ich wollte, dass das erste, was du h?rst, ist... dass du meinen Dank hast, Neveah." "Ich bin dir auf ewig dankbar... f¨¹r mich, meinen Geliebten... und unser Kind." sagte Lady Kaliana mit ernster Stimme. Neveah war fassungslos ¨¹ber Lady Kalianas Worte und wusste einen Momentng nicht, was sie darauf antworten sollte, doch schlie?lich sch¨¹ttelte sie ihre ¨¹berraschung ab. "Ich habe nur getan, was ich tun musste ... um mein eigenes Leben zu retten. Ich bin kein so gro?artiger Mensch." stellte Neveah r. Lady Kaliana sch¨¹ttelte leicht den Kopf, ein am¨¹siertes L?cheln auf den Lippen. "Irgendwie wusste ich, dass du das sagen w¨¹rdest. Aber unabh?ngig davon, welche Absichten du hattest, ?ndert das nichts an den Ergebnissen ... du bist der einzige Grund, warum mein Kind und ich leben und wouf sind, Neveah. Das ist die unumst??liche Wahrheit." beharrte Lady Kaliana. Neveah hatte keine Worte, um zu widersprechen, und so schwieg sie einfach. "Ich wei?, dass du dich hier im Bergfried nicht wohlf¨¹hlst, die Umst?nde, unter denen du hierher gebracht wurdest,ssen das nicht zu." "Aber ich wollte dich wissenssen, dass du, wenn du niemanden hast, auf den du dich vessen kannst, jetzt mich hast, und mein Kind nat¨¹rlich." f¨¹gte Lady Kaliana hinzu. Neveahchte leise und nickte verst?ndnisvoll mit dem Kopf. "Einen kleinen Prinzen zu haben, auf den man sich vessen kann ... das ist wirklich beruhigend." erwiderte Neveah mit einem kleinen L?cheln. "Das ist es... aber ich bezweifle, dass wir die Einzigen sind." sagte Lady Kaliana mit einem wissenden Blick in ihren Augen. Neveah hob eine Braue, sie war sich nicht sicher, worauf Lady Kaliana anspielte, aber sie wollte es auch nicht wissen. "Ich werde euch vorerst in Ruhessen, sonst w¨¹rde Narx einen Groll hegen." f¨¹gte Lady Kaliana kichernd hinzu, w?hrend sie sich erhob und sich verabschiedete. Gerade als Neveah Lady Kaliana hinterherstarrte und bewunderte, wie k?niglich und anmutig die Reiterin auftrat, trat eine vertraute Gestalt in ihr Blickfeld. "Du bist wach..." murmelte Menarx mit einem kleinen L?cheln auf den Lippen, ein L?cheln, das Neveah nicht zu erwidern gedachte. Neveahs Augen verengten sich zu einem schiefen Blick, der so hart war, dass sie sah, wie Menarx sichtlich zusammenzuckte. "Du hasserf¨¹llter Bastard..." murmelte Neveah in leisem Ton. "Veah... ich wei?, du wolltest nicht hierher zur¨¹ckkehren..." begann Menarx zu erkl?ren, doch Neveah unterbrach ihn. "Du wu?test es, und doch hast du mich hierher zur¨¹ckgebracht... in einem Moment, in dem ich zu schwach war, mich zu verteidigen, hast du das ausgenutzt und mich direkt zur¨¹ck in diesen gottvessenen Bergfried geschickt!" knurrte Neveah in eiskaltem Tonfall. "Veah... kannst du mich bitte nur einen Moment anh?ren?" flehte Menarx. Neveah spottete unter ihr und wandte ihr Gesicht ab. "Es gibt nichts, was du sagen k?nntest, was irgendetwas ?ndern k?nnte ... geh einfach." murmelte Neveah. Chapter 207: Von Rubinrot (Kap.207)

Chapter 207: Von Rubinrot (Kap.207)

Neveah hielt ihren Blick auf die Wand gerichtet, sie wollte im Moment wirklich nur f¨¹r sich sein, und dann war da noch die Tatsache, dass ihr der Kuss immer wieder durch den Kopf ging. Neveah verstand es nicht... nun, irgendwo in ihrem Hinterkopf verstand sie es doch. Da war eine kleine Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagte, wie offensichtlich es war, Wie offensichtlich es schon immer gewesen war, seit sie in Dragon Keep angekommen war, dass in Menarx¡¯ Augen etwas mehrg, wenn er sie ansah. Dass sich sein Tonfall gleich nach der Lichthalle ver?ndert hatte und dieser kalte Ton nicht mehr zu finden war, wenn er mit ihr sprach. Neveah hatte es bemerkt... sie w¨¹rde l¨¹gen, wenn sie behauptete, es nicht bemerkt zu haben, aber sie hatte sich einfach eubt, die Ver?nderungen, die offensichtlichen Unterschiede zu ignorieren. Dass der Menarx, der mit dem Rest der k?niglichen Garde in der Finsternis-Dom?ne angekommen war, ganz sicher nicht derselbe Menarx war, der sie jeden Morgen aus ihrem Zimmer abholte und sie in die Halle von Lord Everon begleitete. Wenn sie nachdachte ... nachdachte, sich erinnerte ... kamen ihr so viele Dinge in den Sinn, die Neveah ¨¹bersehen hatte oder ¨¹bersehen wollte, was das, was Neveah immer noch nicht uben wollte, nur noch offensichtlicher machte. Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf, das war das Problem, wenn man zu viel ¨¹ber ein Szenario nachdachte... es w¨¹rde anfangen, andere unerw¨¹nschte Gedanken und Verd?chtigungen zu wecken. Jetzt f¨¹hlte es sich noch unangenehmer an, Menarx gegen¨¹berzustehen, und das war die beste Reaktion, auf die sich Neveah einigen konnte. Sie konnte ihn nur wegschicken... Neveah wagte nicht einmal, ¨¹ber einen tieferen Sinn von Menarx¡¯ Handlungen nachzudenken, denn Menarx war vor allem eine St¨¹tze der Drachenburg. Menarx war ein Mann mit Macht, Ansehen und Einfluss, doch seine dunkle Seite war umso offensichtlicher... M?nner wie diesen konnte Neveah niemals vorhersagen oder verstehen. Das war vielleicht einer der Gr¨¹nde, warum Neveah aus dem Drachenturm weg wollte... Xenon und jetzt Menarx, Neveah konnte keinen von ihnen verstehen, jeder ihrer Gedanken und Handlungen war r?tselhafter als der vorherige. Und je mehr sie sich in ihrer N?he aufhielt, desto weniger verstand sie sich selbst... das war eine Realit?t, der sich Neveah nicht stellen wollte. Ein Moment verging, und Neveah konnte Menarx¡¯ Anwesenheit immer noch sp¨¹ren, sie sp¨¹rte, wie er einen Schritt auf sie zukam, aber innehielt und sich dann zur¨¹ckzog, wie sie es gew¨¹nscht hatte. Gerade als Menarx die T¨¹r erreichte, hielt er erneut inne, und seine Handlungen verrieten, wie sehr er sich im Zwiespalt befand. ¡¯Du bist genauso zerrissen wie er... Nur, dass du an Ort und Stelle sitzt, damit man es nicht sieht.¡¯ wies Neveahs Wolf darauf hin. Neveah runzelte leicht die Stirn, ihre W?lfin war wieder die Stimme der Vernunft und Neveahs pers?nlicher Realit?tscheck, wie sie es fr¨¹her einmal war, Aber Neveah konnte sich des Gef¨¹hls nicht erwehren, dass dies nicht der beste Zeitpunkt f¨¹r einen Realit?tscheck war. Warum sollte ich im Zwiespalt sein? konterte Neveah. Weil du ihn bereits f¨¹r verl?sslich h?ltst... Veah.¡¯, erkl?rte Neveahs Wolf. Das ist er ganz sicher, ich kann mich immer darauf vessen, dass er mich ungeachtet meiner eigenen Meinung schreiend und tretend zur¨¹ck nach Dragon Keep schleppt. grummelte Neveah. Wenn es das ist, was du uben willst...¡¯ Neveahs Wolf sagte diese letzten Worte und zog sich in den hintersten Winkel von Neveahs Kopf zur¨¹ck, was das Ende ihrer Unterhaltung bedeutete. Neveah h?tte ihre Gedanken noch weiter verteidigt, aber Menarx¡¯ Stimme unterbrach ihre Absichten. "Wenn du den Drachenturm vessen willst ... wenn es wirklich das ist, was du willst, werde ich alles tun, was n?tig ist, um dich nach Hause zu bringen ... oder wohin auch immer du gehen willst." versprach Menarx in leisem Tonfall. Bei der Erw?hnung von Zuhause sank Neveahs Herz. Die Drachen verstanden nicht ganz, was f¨¹r ein Leben Neveah in der Finsternis-Dom?ne f¨¹hrte. Sie ubten, sie h?tten sie aus einem Leben voller Prestige und Gl¨¹ckseligkeit gerissen, eine geliebte und gesch?tzte Prinzessin des Finsternisgebiets, genau wie alle anderen im Finsternisgebiet. Neveah hatte nicht ein einziges Mal daran gedacht, in die Finsternisdom?ne zur¨¹ckzukehren, nicht einmal, als sie hier im Drachenturm mehrmals dem Tod ins Auge geblickt hatte. "Was k¨¹mmert es dich, was ich mir w¨¹nsche?" murmelte Neveah, ihr Tonfall war immer noch kalt. "Das tut es ... mehr als alles andere. Snge es dich gl¨¹cklich macht, werde ich alles tun..." versicherte Menarx. Neveah war verbl¨¹fft von der ¨¹berzeugung in Menarx¡¯ Tonfall, und einen Momentng konnte sie nichts erwidern, sondern starrte ihn nur schweigend an. "Dein L?cheln ... so warm und strahlend ist alles wert, ich will nicht, dass du es wegen uns verlierst." fuhr Menarx fort. "Wenn du also gehen willst, dann sag das Wort Veah. Ich werde dich auf der Stelle wegbringen ... so weit du gehen willst." "Aber wenn du einfach bleiben k?nntest... dann? mich dein Grund sein, Veah. Wenn du nur bleiben k?nntest... dann hoffe ich, dir meine Welt geben zu k?nnen." schwor Menarx, sein Tonfall war ernst. "Deine Welt?" wiederholte Neveah unsicher. "Ich w¨¹rde dir mein Herz anbieten, aber das hast du bereits beansprucht..." gab Menarx mit leisem Tonfall zu. "Alles, was ich dir jetzt anbieten kann, ist ein Weg, im Drachenturm zu bleiben... nicht als Diener, sondern als eine Frau, auf die niemand es wagen w¨¹rde, herabzusehen." "Der einzige Weg, wie ich dich wirklich vor meinesgleichen sch¨¹tzen kann, ist, dir alles zu geben, was ich habe ... und alles, was ich bin. Und ich venge nicht, dass du mir dein Herz schenkst, das werde ich nur haben, wenn du bereit bist, es mir zu geben..." "Ich bitte nur darum, dass du meines h?ltst, denn ich werde es nie zur¨¹cknehmen. Mein Herz... meine Liebe und alles andere, was bereits dir geh?rt." schwor Menarx. Neveah schluckte h?rbar, v?llig sprachlos von Menarx¡¯ Worten und noch mehr, als er zu ihrem Schrank hin¨¹berging und ein B¨¹ndel ordentlich gefalteter Kleidung herauszog. "Ich habe oft an dich gedacht ... zu oft, muss ich zugeben. Ich habe mich gefragt, ob es dir stehen w¨¹rde, und ich habe gehofft, es w¨¹rde..." begann Menarx, als er es neben Neveah ablegte. "Ich habe es anfertigenssen... an dem Tag, als du Xenons Diener wurdest. Auf diese Weise gebe ich dir ... alles von mir." sagte Menarx mit einem kleinen L?cheln. Damit verabschiedete er sich und lie? Neveah zur¨¹ck, die auf das atemberaubend sch?ne Kleid der Reiterin hinunterstarrte... in einem rubinroten Farbton. Chapter 208: Eine Entscheidung (Kap.208)

Chapter 208: Eine Entscheidung (Kap.208)

¡¯Ein Reiter ... ein echter Drachenreiter. Nicht nur irgendein Drachenreiter, sondern ein Reiter der k?niglichen Garde...¡¯ Neveah starrte auf das Kleid des Reiters hinunter, ihre Gedanken ¨¹berschlugen sich. Sie konnte nicht uben, was Menarx ihr gerade angeboten hatte. Neveah warnge genug im Drachenturm gewesen, um zu verstehen, was es bedeutete, eine Drachenreiterin zu sein ... oder zumindest so viel zu verstehen, wie ein Au?enstehender es konnte. Es gab keine Verwechslung, ein Drache w¨¹rde tausendmal sterben, bevor er sich den falschen Reiter aussuchen w¨¹rde, vor allem, wenn es darum ging, einen anderen als seinen vorbestimmten Gef?hrten zu binden. Ein an einen Drachen gebundener Reiter hatte einen zu gro?en Einfluss auf den Drachen, eine falsche Wahl konnte nicht nur f¨¹r den Drachen, sondern auch f¨¹r seine Art den Untergang bedeuten. Jahrhunderte w¨¹rden vergehen, und das Herz eines Drachens w¨¹rde nie auftauen, bis er auf den ihm zugedachten Gef?hrten traf... wie war es also zu diesem Zeitpunkt gekommen? Neveah konnte nicht anders, als sich zu fragen, was sie falsch gemacht hatte... oder richtig, um sich ein so gro?es Vertrauen von Menarx aus Rubinschuppen zu verdienen. Neveah streckte eine Hand nach dem Kleid aus und lie? sie ¨¹ber den weichen Stoff gleiten; Es f¨¹hlte sich ein wenig wie Leder an, aber Neveah wusste, dass es das nicht war, denn sie hatte von Davina geh?rt, dass die Roben der Drachenreiter feuerfest waren, geschneidert und verzaubert in der Akademie der Magie. Es gab keine einzige falsche Naht, es war eine Art von Kleidung, bei der jeder einzelnen Naht so viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde, denn sie sollte von jemandem mit gro?er Ehre getragen werden. "Das war nicht f¨¹r mich bestimmt..." erinnerte sich Neveah mit einer Stimme, die kaum mehr als ein Fl¨¹stern war. Was Menarx anbot, war seine Liebe... und sein Leben. Ein Angebot, das so gro? und so wahrhaftig war, dass Neveah nicht sicher war, ob sie es wagen konnte, es anzunehmen. War es richtig, die Liebe eines Mannes anzunehmen, dessen Gef?hrtin noch irgendwo da drau?en in der Welt war? War es richtig, sich an einen Mann zu binden, wenn sich ihr Herz noch nach einem anderen sehnte? Bei diesem Gedanken schweiften Neveahs Gedanken zu einem bestimmten Drachen... mit Augen so schwarz wie Onyx und einer Wildheit, die so furchterregend und doch genauso sch?n war. Ein Mann, der als Gefahr und Tod definiert wurde, doch alles, woran Neveah denken konnte, wenn sie an ihn dachte, war W?rme und ein Gef¨¹hl der Sicherheit, das ihr niemand sonst je gegeben hatte. Ein Mann, von dem Neveah wusste, dass er sie ¨¹ber alles und jeden stellen w¨¹rde ... dass er f¨¹r sie und an ihrer Seite stehen w¨¹rde, egal, gegen wen er sich stellte. Ein Mann, der immer auf ihrer Seite war, auch wenn er es nicht sein musste. "Wie ist es dazu gekommen?" kr?chzte Neveah, ihre Kehle verstopft von Verzweiflung, w?hrend ihr Herz eine Melodie sang, die Neveah sicher wiedererkennen w¨¹rde. Irgendwo zwischen den tr?gen Z¨¹gen und dem gutturalen Knurren, irgendwo zwischen den animalischen Tendenzen und den r?uberischen Schritten. Irgendwo zwischen diesen furchterregenden Augen, in denen sich ein Kummer verbarg, den Neveah noch nicht verstehen konnte, und einem wilden Wahnsinn, den Neveah nicht begreifen konnte. Irgendwie und irgendwo zwischen all dem... erkannte Neveah, dass sie sich von dem schwarz geschuppten Drachen hatte bewegenssen. Es war eine Erkenntnis, die sie weder schockierte noch ¨¹berraschte, denn Neveah vermutete, dass sie tief im Inneren schon immer gewusst hatte, was sie wirklich von Xenon hielt. Irgendwo tief in ihrem Inneren war die Pflege von Xenon nie eine l?stige Pflicht f¨¹r sie gewesen, sondern ein Vergn¨¹gen ... vielleicht hatte sie sich schonnge in ihn verliebt, von dem Moment an, als sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte. "Aber was macht das schon?" fragte Neveahut, und ein freudloses Kichern entwich ihr. "Derjenige, der mein Herz bewegt, kann niemals mir geh?ren ... sein Herz geh?rte immer einem anderen, und ich war die ganze Zeit nur ... ein Ersatz." erinnerte sich Neveah, ein schmerzhaftes L?cheln auf ihren Lippen. "Veah..." meinte Neveahs Wolf in schwerem Ton zu ihr, doch Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und unterbrach ihren Wolf. "Ich muss nicht getr?stet werden... Ich habe mich inzwischen an mein eigenes Schicksal gew?hnt. Noch nie wurde mir ein Wunsch von mir erf¨¹llt..." "Der Sch?pfer hat mir nie seine Gnade gezeigt... Ich bin jetzt daran gew?hnt." erwiderte Neveah mit einem leisen Kichern. Neveah hob eine Hand an ihre Wange und wischte sich den Schwei? ab, der ohne ihr Wissen heruntergetropft war. "Verdammt... Ich bin zu emotional geworden." Neveah tadelte sich selbst, als sie das Kleid, das Menarx ihr angeboten hatte, beiseite schob und sich wieder auf ihr Bett legen wollte, doch die n?chsten Worte ihres Wolfes hielten sie auf. "Veah... der Sch?pfer zeigt uns keine Gnade, und doch liegt seine Gnade direkt vor uns... wirst du sie wirklich wegschieben?" fragte Neveahs Wolf sie. Neveah schwieg, als ihr Blick wieder auf das Reitkleid fiel, die Lippen leicht gesch¨¹rzt. "Wir lieben Menarx nicht... wie k?nnen wir es wagen, seine Liebe anzunehmen?" fragte Neveah ihre W?lfin. "Er wei? das... und trotzdem gibt er sie uns." erwiderte Neveahs Wolf ohne zu z?gern. "Ich wei? nichts davon, eine Reiterin zu sein, niemand w¨¹rde mich akzeptieren. Ich will ihm nicht zur Last fallen." murmelte Neveah in leisem Ton. "Seit wann k¨¹mmert es dich, was die Leute denken? Was wir nicht wissen, das k?nnen wir lernen. Wer auch immer uns f¨¹r unw¨¹rdig h?lt, wir m¨¹ssen nur unseren Wert beweisen." Neveahs Wolf widersprach ihren Zweifeln erneut. "W?re das ¨¹berhaupt richtig ... er und ich, w?ren wir richtig?" fragte Neveah erneut. "Wenn du am Rande einer Klippe stehen w¨¹rdest und tausend W?lfe von Eclipse Fang dir die Hand reichen w¨¹rden und Menarx auch... wessen Hand w¨¹rdest du nehmen?" fragte Neveahs Wolf sie. "Die von Menarx." Neveah antwortete ohne zu z?gern, es gab keinen Grund, ¨¹ber eine solche Frage nachzudenken. "Da ... dieses Gef¨¹hl nennt man Vertrauen, Veah. Und Vertrauen ist nie falsch." schlussfolgerte Neveahs Wolf, bevor er sich in den hinteren Teil von Neveahs Gedanken zur¨¹ckzog. Neveah starrte auf das Reitkleid hinunter, ihr Herz war hin- und hergerissen; Ihre Gedanken wanderten immer wieder zur¨¹ck zu Xenon, sie begannen mit sch?nen Erinnerungen und endeten mit dem schmerzhaften Gef¨¹hl, dass Xenons Krallen sich in ihren Hals gruben. "Manchmal ist das, was wir wollen ... was wir begehren, nicht die beste Wahl ..." Soutete der Gedanke in Neveahs Kopf. Chapter 209: Versprich es mir (Kap.209)

Chapter 209: Versprich es mir (Kap.209)

Neveah sp?hte aus ihrem Quartier und fand Menarx immer noch dort stehen, obwohl sie ihn gebeten hatte zu gehen, irgendwie wusste sie schon, dass sie ihn dort finden w¨¹rde. Neveah r?usperte sich leicht, als sie hinausging, und zog damit Menarx¡¯ Aufmerksamkeit auf sich. Menarx drehte sich sofort um und lie? seinen Blick auf Neveah ruhen. Sie wanderten von ihrem Gesicht hinunter zu ihrer Kleidung, Neveah trug ein Nachthemd, das sie gerade nach dem Waschen angezogen hatte. In Menarx¡¯ Augen spiegelte sich Schmerz wider, aber nur f¨¹r einen kurzen Moment, bevor er verflog und durch Verst?ndnis ersetzt wurde. "Ich werde dich aus dem Drachenturm begleiten... wohin m?chtest du gehen?" fragte Menarx Neveah mit einem kleinen L?cheln auf den Lippen. Menarx¡¯ Verst?ndnis und Akzeptanz war wirklich selten, und Neveah konnte nicht anders, als sein L?cheln zu erwidern. "Ich... ich werde aus diesem Kleid nicht scu. Es hat seltsame Verschl¨¹sse und Rei?verschl¨¹sse an den falschen Stellen... Ich bin sicher, Ihr wisst besser als ich, wie man ein Reiterkleid tr?gt..." stotterte Neveah unsicher. Menarx reagierte nicht sofort, einen Momentng schien es, als sei er vor Schock ¨¹ber Neveahs Worte erstarrt, doch als dieser Moment vor¨¹ber war, leuchteten seine Augen heller, als Neveah sie je gesehen hatte. "Du meinst..." begann Menarx und brach ab. "Komm einfach rein und hilf mir dabei... steh nicht da drau?en rum und errege Aufmerksamkeit." Neveah grummelte leise vor sich hin, als sie sich in ihr Zimmer zur¨¹ckzog. Menarx folgte Neveah und schloss die T¨¹r hinter sich. Er beobachtete, wie Neveah sich vor den Spiegel stellte und ihr Spiegelbild anstarrte. "Du wei?t, dass du eines Tages deine Gef?hrtin finden wirst, nicht wahr?" fragte Neveah in leisem Ton. Menarx¡¯ Herz tat weh, weil er wusste, dass Neveah sich ¨¹ber das, was sie f¨¹r das Unvermeidliche hielt, Sorgen machte. Vor allem, weil Neveah nicht verstand, was f¨¹r ein Mann er war, denn Menarx hatte eine Entscheidung getroffen und w¨¹rde sich von nichts anderem mehr bewegenssen... nicht einmal vom Schicksal. Er hatte vier Jahrhunderte gewartet und noch immer nicht seine Auserw?hlte gefunden, aber Menarx ubte, dass der Sch?pfer ihm stattdessen Neveah gegeben hatte, und Menarx konnte sich keine Frau vorstellen, die er ¨¹ber Neveah stellen konnte. "Du bist meine Verbundene, diejenige, die ich ausgew?hlt habe. Es wird keine andere geben." schwor Menarx feierlich, w?hrend er sich auf Neveah zubewegte und hinter ihr stehen blieb. "Es ist leicht, das jetzt zu sagen..." erwiderte Neveah ausdruckslos. Menarx beobachtete Neveahs Gesichtsausdruck im Spiegel, er konnte die Verwirrung und die Zweifel in ihren Augen sehen... ihre Augen waren auch rot und leicht geschwollen, was zeigte, dass sie geweint hatte. Ein intensiver Drang, diese kostbare Frau vor ihm zu besch¨¹tzen und zu ehren, ¨¹berkam Menarx¡¯ Herz, und seine Arme legten sich um Neveahs Taille und dr¨¹ckten sie fest an seine Brust. Sein Herz tterte, als Neveah ihn nicht wegstie? oder sich von ihm zur¨¹ckzog, sondern sich in seine Umarmung zur¨¹cklehnte und seine Unterst¨¹tzung und seinen Trost annahm. Menarx vergrub sein Gesicht in Neveahs Nacken und atmete ihren Duft ein... sie duftete nach Lavendel, Kiefernholz und frischem Regen, ein Duft, der so himmlisch war, Menarx hatte ihn in dem Moment wahrgenommen, als er den Speisesaal des Eclipse Pce betreten hatte. Und in dem Moment, als er Neveah zum ersten Mal erblickte, dachte Menarx, dass es kein Wunder war, dass Xenon so fasziniert war. Aber erst im Lichtsaal begriff Menarx, dass Neveah mehr als nur bezaubernd war... sie war alles, was gut und ehrenhaft war. Eine Frau, die man nicht nur wegen ihrer Sch?nheit, sondern auch wegen ihres Herzens begehrte. Menarx hatte noch nie eine Frau wie Neveah getroffen, und er w¨¹rde verdammt sein, wenn er sie lossen w¨¹rde. " Das Schicksal trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen ... wenn es das t?te, w?rst du schon immer f¨¹r mich bestimmt gewesen." fl¨¹sterte Menarx in leisem Ton. "Doch Schicksal ist Schicksal... Ich w¨¹sste genug dar¨¹ber, ich habe mein ganzes Lebenng versucht, ihm zu entkommen... und doch habe ich es nie besiegt, nicht ein einziges Mal." erwiderte Neveah zu Menarx. Menarx nahm Neveahs Worte zur Kenntnis, sie hatte nie ¨¹ber ihr Leben vor dem Drachenturm gesprochen und so wusste Menarx nicht viel ¨¹ber Neveah. Er hatte jedoch immer geubt, dass sie ihre Geheimnisse zu ihrer eigenen Zeit preisgeben w¨¹rde, und Menarx w¨¹rde nicht versuchen, sie auch nur einen Momentng zu erfahren, bevor sie dazu bereit war. "Derjenige, der deine Hand h?lt, ist Menarx von Rubinschuppen... Ich habe noch nie eine ht verloren, nicht ein einziges Mal..." "Wenn das Schicksal der Feind ist,sst mich an Eurer Seite k?mpfen." fragte Menarx hoffnungsvoll. "Und wenn wir scheitern?" fragte Neveah. "Dann scheitern wir gemeinsam." erwiderte Menarx ohne zu z?gern. "Du bist eine seltene Seele... Menarx. Es w¨¹rde meinem Herzen gut tun, wenn du dir wirklich mein Herz verdienen w¨¹rdest. Also sorge daf¨¹r, dass du es tust... bring mich dazu, dich zu lieben, damit ich an niemand anderen als dich denke." murmelte Neveah, w?hrend sie tief einatmete undngsam wieder ausatmete. "Vertrau mir." versicherte Menarx und ein L?cheln erhellte sein Gesicht. "Das tue ich... bei dem Sch?pfer, ich vertraue dir... aber was ich nicht vertraue, ist der Sch?pfer selbst..." gab Neveah zu und ein leiser Seufzer entkam ihren Lippen. "Versprich mir eines... wenn dein Herz jemals schwankt, wenn es jemals den geringsten Zweifel in deinem Herzen gibt... dannss mich unbedingt gehen." Neveah stellte eine letzte Bitte. Irgendwie sp¨¹rte Neveah, dass jeder Weg, den der Sch?pfer ihr vorgab, letztlich ein weiterer Versuch war, sie zu brechen. Sie wusste, dass Menarx zu gut war, um wahr zu sein, doch im Moment... hatte Neveah beschlossen, diese eine gute Sache zu akzeptieren, auch wenn sie ihr Verderben sein w¨¹rde. "Veah..." fl¨¹sterte Menarx in einem schmerzhaften Tonfall, als er Neveahs Bedeutung verstand. "Versprich es mir, Menarx. Ich bin jemand, der genug Dunkelheit gesehen hat... Ich kenne nichts anderes, als mich selbst zu sch¨¹tzen... also versprich es mir." "Dass du mich gehen l?sst, wenn es unvermeidlich ist... auch wenn es uns beide zerbricht." "Ich will alles von Euch, Lord Menarx... oder gar nichts." stellte Neveah r. "Ich versichere Euch, ein solcher Tag wird nie kommen... aber Ihr habt mein Wort." schwor Menarx. Chapter 210: Druck (Kap.210)

Chapter 210: Druck (Kap.210)

Hoch oben auf dem h?chsten Gebirgszug eines der Berge, die den Drachenfried umgeben, war ein goldgl?nzender Fleck zu sehen. Dieser goldgl?nzende Fleck war ein seltener Anblick, und bei n?herem Hinsehen entdeckte man einen riesigen Drachen, so gro? wie ein kleiner Berg, mit goldenen Schuppen. Erg auf der Spitze des Berges, seine Hinterbeine waren hinter ihm eingerollt, und seine Vorderbeinegen ¨¹bereinander, so dass eine leichte Erh?hung entstand, auf der sein gro?er Kopfg. Die Augen waren geschlossen, der Drache schien in einem tiefen Schlummer zu liegen, und die Sonnenstrahlen spiegelten sich auf seinen Schuppen und erzeugten ein bezauberndes Farbenspiel. Dies war wahrlich ein seltener Anblick, denn der goldgeschuppte Drache war nur selten im Blickfeld der Sterblichen. Bei der Verantwortung, die ein so gro?es Reich wie die Festung von Asvarian tr?gt, wurde der goldgeschuppte Drache au?erhalb der Festungsmauern und in geringerer H?he unter den Wolken kaum gesehen. Aber es war immer noch eine viel zu gro?e H?he, und die B¨¹rger der zentralen Zitadelle und die Bewohner des Bergfrieds hatten immer noch nicht das Privileg, den Anblick zur Kenntnis zu nehmen. Der goldgeschuppte Drache zog es eindeutig vor, so zu bleiben. Immer eine geheimnisumwitterte Gestalt zu sein, die hoch ¨¹ber dem Rest der Welt stand... bekannt und doch schwer zu verstehen oder zu begreifen. In einiger Entfernung von dem goldgeschuppten Drachen stieg ein keuchender Lord Rodrick den Gebirgszug hinauf, sein schweres Atmen war in der Stille des Gebirges zu h?ren. "Schuppen! Da bist du ja! Ich habe ¨¹berall gesucht!" rief Lord Rodrick verzweifelt aus, w?hrend er sich hinunterbeugte und die H?nde auf die Knie st¨¹tzte. Lord Rodrick brauchte einen Moment, um zu Atem zu kommen, und hob eine Hand, um sich den Schwei? von der Stirn zu wischen. Nachdem ein Moment vergangen war und seine Atmung sich endlich stabilisiert hatte, warf Lord Rodrick dem goldgeschuppten Drachen, der Lord Rodricks Anwesenheit nicht einmal zur Kenntnis genommen hatte, einen b?sen Blick zu. "Ich bin viel zu alt, um mich solch anstrengenden Aktivit?ten wie dem Bergsteigen zu unterziehen, mein Lehnsherr." sagte Lord Rodrick, immer noch schnaufend. Die Augenlider des goldenen Schuppendrachens zuckten leicht, aber das war das einzige Zeichen daf¨¹r, dass er etwas von dem, was Lord Rodrick gesagt hatte, geh?rt hatte. Aber es bedurfte wirklich keiner Worte. Lord Rodrick hattenge genug bei dem goldgeschuppten Drachen gedient, um ein wenig von seinen Gedanken zu erahnen. Und so konnte Lord Rodrick erahnen, welche Reaktion der goldgeschuppte Drache auf seine Worte haben w¨¹rde. "Vielleicht nicht so alt wie Euer Gnaden ... aber unsere Lebensspannen sind nicht miteinander vergleichbar. F¨¹r meine Rasse gelte ich als im Rentenalter." verteidigte sich Lord Rodrick. Wieder gab der goldgeschuppte Drache keine Antwort, und Lord Rodrick stie? einen Seufzer aus. "Ich m?chte den Frieden Eurer Gnaden nicht st?ren, ich bin nur gekommen, um ¨¹ber die Aufgaben zu berichten, die Ihr mir zugewiesen habt. fuhr Lord Rodrick fort, w?hrend er n?her an den goldgeschuppten Drachen herantrat. "Das M?dchen hat das Bewusstsein wiederengt, Lord Menarx k¨¹mmert sich pers?nlich um sie. Ich habe sie genau beobachtet, sie ist bei guter Gesundheit... abgesehen davon, dass sie w¨¹tend auf Lord Menarx ist." "Offensichtlich wollte sie uns alle im ubenssen, sie sei tot, damit sie nicht in den Drachenturm zur¨¹ckkehren muss." teilte Lord Rodrick mit. Ein leises Grollen ert?nte von dem goldgeschuppten Drachen und ein Strom von Dampf str?mte aus seinen N¨¹stern. "Euer Gnaden hat das schon erwartet. Es war wahrscheinlicher, dass sie sich versteckt hatte, als dass sie tot war, aber Ihr wolltet lieber, dass Lord Menarx das Letztere ubt." Lord Rodrick fuhr fort. "Wie Ihr vermutet habt, hatte der D¨¹nenlord seine Hand bei ihrem Verschwinden im Spiel ... oder zumindest wusste er von ihrem Aufenthaltsort, sagte aber nichts davon. Aus irgendeinem Grund bevorzugt er das M?dchen." f¨¹gte Lord Rodrick hinzu. "Ich nehme an, dass es daf¨¹r einen Grund gibt, soll ich mir das mal ansehen?" fragte Lord Rodrick. Der goldgeschuppte Drache bewegte sich leicht und vegerte sein vorderes Glied. "Ich verstehe. Der D¨¹nenlord genie?t das Vertrauen Eurer Gnaden, es gibt keinen Grund, sich in seine Angelegenheiten einzumischen." Lord Rodrick nickte verst?ndnisvoll. "Abgesehen von dem M?dchen gibt es noch mehr zu berichten. Die Drachenf¨¹rsten wollen einen Reiterrat einberufen... vielleicht ist es noch zu fr¨¹h nach dem letzten, aber die Zeiten erfordern es." "Die Nachricht von Lord Xenons wildem Dunst hat sich sogar jenseits des Burghimmels verbreitet, und wie immerssen diejenigen, die rebellische Gedanken hegen, keine Gelegenheit aus, die Drachenburg niederzurei?en." "Ihr erstes Ziel ist wieder einmal Lord Xenon und der wilde Dunst kommt zu einem denkbar ung¨¹nstigen Zeitpunkt." "Zusammen mit der leichten St?rung durch die Zwerge haben die Rebellen begonnen, gegens?tzliche Meinungen zu sammeln und Ger¨¹chte zu verbreiten, um die ?ffentliche Meinung zu beeinflussen." "Sie sagen, die R¨¹ckkehr des wilden Dunstes von Lord Xenon sei ein schlechtes Omen, das unruhige Zeiten ank¨¹ndigt. Sie versuchen, den Drachenrat unter Druck zu setzen, damit dieser ¨¹ber das seitngem diskutierte Schicksal von Lord Xenon entscheidet." verk¨¹ndete Lord Rodrick in grimmigem Tonfall. "W?hrend wir hier sprechen, ¨¹berschwemmen Petitionen den Bergfried. Ich f¨¹rchte, dass sie sich nicht nur mit dem Verbot des Berges Edar begn¨¹gen werden... ihr Ziel ist Lord Xenon und die Unruhen der Vergangenheit werden wieder aufgew¨¹hlt werden." "Zu einem solchen Zeitpunktssen die Herren der gro?en Festungen veuten, dass sie die Entscheidung des Rates unnachgiebig unterst¨¹tzen... doch von Fort zed gibt es keine Nachricht." "Der Rat m?chte ¨¹ber die Petitionen bez¨¹glich Lord Xenon beraten und dar¨¹ber, was getan werden muss, um diese Rebellen in Schach zu halten." " Auch die Angelegenheit von Fort zed ist besorgniserregend... werden Euer Gnaden einen Rat euben?" fragte Lord Rodrick. Die Augen des goldgeschuppten Drachens ?fen sich schlie?lich und ein t?dlicher Blick blitzte in seinen Augen auf. "Ichsse sie einen Momentng in Ruhe und diese Sch?dlinge uben, sie k?nnten zu dreist werden... und vengen von mir, Xenon zu vessen?" dachte K?nig Jian bei sich. K?nig Jian warf Lord Rodrick einen Blick zu, denn er wusste, dass Lord Rodrick verstehen w¨¹rde, was er meinte. "Ich werde einen Rat der Reiter einberufen." sagte Lord Rodrick verst?ndnisvoll, als er sich zum Gehen wandte. Chapter 211: Neue Welt (Kap.211)

Chapter 211: Neue Welt (Kap.211)

Die T¨¹ren zum Audienzsaal wurden ge?f, und K?nig Jian schritt herein, majest?tisch und imposant wie immer. Jeder seiner Schritte n?tigte Respekt ab, und die Drachenlords und -reiter verneigten sich tief, bis er auf seinem Thron tz genommen hatte. K?nig Jian schaute sich im Saal um, der Rat war vollz?hlig anwesend, bis auf Xenon, der unvermeidlich abwesend war, und Menarx. Eigentlich war K?nig Jian immer der Letzte, der zum Rat kam, denn alle anderen waren verpflichtet, sofort zu erscheinen, wenn sie gerufen wurden. Selbst die k?nigliche Garde machte da keine Ausnahme, au?er bei der Flugpatrouille oder bei einem Auftrag. Aber Menarx war f¨¹r keine dieser Aufgaben eingeteilt, denn der Drachenlord hatte sich seit Neveahs Verschwinden geweigert, an einer seiner Aufgaben teilzunehmen. Aber Neveah war doch zur¨¹ckgekehrt, nicht wahr? K?nig Jian war sich nicht sicher, welche Entschuldigung es f¨¹r Menarx¡¯ Abwesenheit diesmal geben k?nnte, und er runzelte ver?rgert die Stirn. K?nig Jians Blick verengte sich leicht, als er einen Blick zu Lord Rodrick warf, der an seinem tz im Rat stand. Lord Rodrick sch¨¹ttelte den Kopf, um zu zeigen, dass er keine Ahnung hatte, und K?nig Jians fragender Blick richtete sich auf Kirgan. "Menarx sollte bald hier sein." meinte Kirgan zu K?nig Jian ¨¹ber ihre Verbindung. K?nig Jian hob eine Augenbraue, er wusste, dass Menarx beschlossen hatte, sich pers?nlich um Neveah zu k¨¹mmern, aber das bedeutete nicht, dass er einem Rat fernbleiben konnte. Bevor K?nig Jian weiter dar¨¹ber nachdenken konnte, ?fen sich die T¨¹ren zur Audienzhalle erneut und Menarx schritt hinein, aber er war nicht allein. Diesmal... Menarx wurde von jemandem begleitet, und als das Verst?ndnis d?mmerte, wurde es im ganzen Saal mucksm?uschenstill. ____________ "Bist du dir da sicher? Ich w¨¹rde sagen, es ist ein bisschen zu fr¨¹h, um dies dem Rat zu unterbreiten." fragte Neveah Menarx unsicher, w?hrend sie ihr Haar zu einem Pferdeschwanz hochsteckte, wie sie es bei den Reitern gesehen hatte. "Fr¨¹her ... oder sp?ter werden sie davon erfahren." erwiderte Menarx mit einem L?cheln, w?hrend er sich an die Wand lehnte und Neveah beobachtete. "Nun, das ist auch wahr... aber trotzdem ist der Rat das h?chste Entscheidungsgremium Asvars." fuhr Neveah fort und straffte ihre Armsch¨¹tzer. Das rote Reitkleid war eine Mischung aus einer Robe und Lederhosen, es gab einen d¨¹nnen silbernen G¨¹rtel, den Neveah um ihre Taille befestigte, und das Kleid selbst hatte silberne Verzierungen an den R?ndern. Der hintere Teil der Robe hatte einen hohen Halsausschnitt, w?hrend der vordere Teil niedrig war, aber nicht so sehr, dass er zu viel Haut zeigte. Das Gewand war bequem, und wie Menarx gesagt hatte, passte es perfekt, und Neveah fragte sich nicht, wie Menarx ihre Ma?e so genau ermittelt hatte ... da waren ja noch Davina und die Schneiderin des Bergfrieds. Die ?rmel des Kleides waren an den Handgelenken mit Armsch¨¹tzern gesichert, und es gab einen Umhang, der zu dem Kleid geh?rte, aber Neveah k¨¹mmerte sich nicht darum. Neveah zog das Gewand nur an, um die Passform zu pr¨¹fen, zumindest hatte sie das gedacht, bevor Menarx verk¨¹ndete, dass es einen Reiterrat geben w¨¹rde und Neveah ihn begleiten w¨¹rde. Es w?re das zweite Mal, dass Neveah vor dem Rat, den angesehensten Drachen und Reitern der Festung, stehen w¨¹rde, aber dieses Mal w¨¹rde sie keine Kriminelle sein, die auf ihr Urteil wartet. Diesmal w¨¹rde Neveah die Herrin der Rubinschuppen sein. Die zweite Reiterin in der Garde des K?nigs in vier Jahrhunderten. Menarx sprach beil?ufig dar¨¹ber, er bat Neveah, sich zu entspannen, aber Neveah konnte sich des Gef¨¹hls nicht erwehren, dass dies nicht reibungslos aufen w¨¹rde. "Zu der du jetzt geh?rst, Veah." erinnerte Menarx. Neveah seufzte leise, sie war dankbar f¨¹r Menarx¡¯ Zusicherung, aber gleichzeitig konnte sie nicht anders, als leicht besorgt zu sein. "Vor einem Moment wurde derselbe Rat zu meinem Verh?r einberufen. Sie haben ¨¹ber mein Schicksal beraten und beinahe meinen Tod beschlossen... Ich ube nicht, dass sie sich freuen w¨¹rden, mich zu sehen." fuhr Neveah fort. "Warum? Hast du Angst?" fragte Menarx. "Angst?" Neveah antwortete sp?ttisch und drehte sich mit hochgezogenen Augenbrauen zu Menarx um. "Ich habe mein Schicksal gew?hlt ... an Eurer Seite zu stehen ist meine eigene Entscheidung. Ich bin die Herrin der Rubinschuppen. Wovor genau habt Ihr Angst?" fragte Neveah und neigte ihren Kopf zur Seite. Menarx¡¯ L?cheln wurde breiter, als er zu Neveah hin¨¹berging und seine H?nde auf ihre Schultern legte. "Du bist perfekt, Veah." Menarx stimmte zu. "Bist du sicher, dass du m?chtest, dass ich dich zum Rat begleite?" fragte Neveah erneut, und Menarx nickte. "Ich m?chte die Dinge nicht einen Moment l?nger sossen, wie sie sind. Bei Einbruch der Nacht sollte jeder in der Festung wissen, dass Lord Menarx einen Verb¨¹ndeten gew?hlt hat." Menarx bekr?ftigte dies. Neveah sch¨¹rzte die Lippen, um ihr Herz zu beruhigen und ihre Zweifel zu verdr?ngen. Um in dieser unbekannten Welt der Drachen zu ¨¹berleben, gab es nur eine sichere Methode. Neveah musste ein Teil dieser seltsamen, unbekannten Welt werden... sie musste diese Welt zu ihrer machen. Wenn Neveah die Drachenburg nicht vessen konnte, konnte sie zumindest daf¨¹r sorgen, dass die Drachenburg f¨¹r sie nicht zu einer weiteren Eclipse-Dom?ne wurde. Sie w¨¹rde daf¨¹r sorgen, dass sie zu einer Kraft wurde, die niemand hier in Dragon Keep herauszufordern wagte, und gleichzeitig w¨¹rde sie sich entscheiden, wem sie ihr Herz anvertrauen konnte... das Paarungsband sei verdammt. "Dann werde ich von jetzt an alle H?nde voll zu tun haben. Dann geh voran." murmelte Neveah. Menarx trat zur¨¹ck und reichte Neveah eine Hand, die sie ohne zu z?gern annahm. "Ich muss sagen ... Rot ist wirklich deine Farbe, Veah." f¨¹gte Menarx im Nachhinein hinzu. Neveah gluckste leise und nickte zustimmend... schwarz war toll, aber rot war auch nicht schlecht. Menarx f¨¹hrte sie zum Audienzsaal auf der dritten Ebene, und es dauerte nicht allzunge, bis sie dort ankamen. Als sich die T¨¹ren ?fen, brachte Neveah ihr Herz zum Schweigen, hob den Kopf und betrat ihre neue Welt. Chapter 212: Sie kennenlernen (Kap.212)

Chapter 212: Sie kennenlernen (Kap.212)

Stille... v?llige und absolute Stille brach ¨¹ber den Audienzsaal herein, niemand wagte ein Wort zu sagen, sie konnten Lord Menarx und seine Begleiter nur anstarren, ebenso wie K?nig Jian. F¨¹rst Menarx von Rubinschuppen stand gewiss nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, so schillernd seine Erscheinung auch war, der Rat hatte ihn schon oft gesehen und konnte ¨¹ber seine Ankunft nicht so schockiert sein. Stattdessen war die Aufmerksamkeit des gesamten Rates auf Neveah gerichtet, die neben Menarx stand, und nicht nur stand, sondern auch ihre Kleidung war ganz anders als sonst. Die Kleidung eines Reiters war eine Kleidung, die man auf den ersten Blick erkennen konnte, jeder andere Reiter im Rat trug eine ?hnliche Kleidung mit demselben einzigartigen Stoff, aber in verschiedenen Stilen und Farben. Es war keine Kleidung, die von jedem getragen werden konnte, und vor allem war es die Farbe, die Neveah trug. Es gab keine Notwendigkeit oder Verassung f¨¹r eine Erkl?rung, Neveahs Kleidung sprach B?nde und war die einzige Erkl?rung, die n?tig war... es gab niemanden im Rat, der nicht sofort verstand, was dies bedeutete. Aber selbst wenn sie die Bedeutung verstanden, war dies eine v?llig unerwartete Wendung der Ereignisse. Menarx¡¯ Stimme durchbrach die Stille, sein Tonfall war fest wie immer, als er sprach. "Verzeihen Sie die Versp?tung. Ich ube nicht, dass es zu diesem Zeitpunkt einen Grund f¨¹r eine Vorstellung gibt... der Rat ist bereits mit meiner Reiterin, Lady Neveah, vertraut." versicherte Menarx. Mit diesen Worten schritt er mit Neveah an seiner Seite weiter in die Halle und blieb ganz vorne stehen, wo er sich vor K?nig Jian verbeugte. Dann kletterte Menarx auf seinen tz neben K?nig Jian, ein Privileg, das nur der Wache des K?nigs zustand, und an seiner Seite stand Neveah. Ihre Miene war ruhig, als starrten nicht mehr als ein Dutzend Drachen und ihre Reiter direkt auf sie. ¡¯Seid auf der Hut. Von nun an werden wir allen anderen einen Schritt voraus sein m¨¹ssen... besonders diesem Rat.¡¯ dachte Neveahs Wolf bei sich. ¡¯Kenne ich das nicht?¡¯ dachte Neveah zu ihrer W?lfin zur¨¹ck. "Das ist... eine ziemliche ¨¹berraschung." Lord Lodenworth ergriff das Wort und r?usperte sich. Lord Lodenworth war Lady Kes Reiter, der Schwager von Adrienne, der nervigen Fee, die es auf Neveah abgesehen hatte. Er scheint uns nicht sehr zu m?gen. bemerkte Neveahs Wolf, und Neveah schmunzelte leicht. Auch dasg im Rahmen von Neveahs Erwartung. Davina hatte sie bereits vorgewarnt. ¡¯Ich habe so oder so keine Meinung ¨¹ber ihn, seine Abneigung spielt keine Rolle.¡¯ dachte Neveah unbeteiligt an ihren Wolf zur¨¹ck. Zuerst hatte Neveah gedacht, sie w?re nerv?s... eingesch¨¹chtert oder sogar ver?ngstigt, wieder vor dem Rat zu stehen. Aber jetzt, wo sie sich ihren Blicken stellte, erinnerte sich Neveah daran, dass sie schon viel Schlimmeres durchgemacht hatte, Verglichen mit all dem, was sie in der Finsternisdom?ne durchgemacht hatte, war dies nichts. Stattdessen konnte sie nicht anders, als sich mit jedem einzelnen Gesicht im Rat vertraut zu machen, das waren die M?chte des Drachenturms... sie w¨¹rde sie besser kennen m¨¹ssen als sie sich selbst. Sie w¨¹rde diejenigen kennenlernen m¨¹ssen, die f¨¹r sie waren und diejenigen, die gegen sie waren... denen, die es wert waren, dass man ihnen vertraute, w¨¹rde Neveah versuchen zu vertrauen. Diejenigen, die sich um sie sorgten, w¨¹rden ihrerseits f¨¹r sie sorgen... Diejenigen, die gegen sie waren, w¨¹rden daf¨¹r sorgen, dass sie sie niemals verletzen konnten. So viel, wie sie erhielt, w¨¹rde sie auch zur¨¹ckgeben... ob Gutes oder B?ses w¨¹rde in M¨¹nzen zur¨¹ckgezahlt werden. "In der Tat." Decaron stimmte zu. Lord Decaron... Neveah hatte eine Meinung ¨¹ber diesen Drachenlord, er schien ein aufrichtiger und ehrlicher Mann zu sein. Obwohl er Neveah zum Knien auf den Hof gezerrt hatte, hegte sie keinen Groll gegen ihn. "Narx hat es dieses Mal wirklich geschafft." murmelte Kirgan leise zu Cassian, ein am¨¹siertes Grinsen auf den Lippen. Lord Kirgan, von den Wachen des K?nigs, war der einzige, mit dem Neveah von Anfang an gut auskam, sie f¨¹rchtete nicht, was er von ihr hielt. "Ich sehe, du wusstest davon." erwiderte Cassian, immer noch ratlos ¨¹ber das, was er gerade tat. Lord Cassian von der K?nigsgarde war unnahbar, aber aufgeschlossen. Er hielt von Anfang an Abstand zu Neveah, aber Neveah wusste, dass er sie nicht verabscheute... es war ihm nur v?llig egal. "Ihr habt geh?rt, dass Menarx von Rubinschuppen gebunden werden soll. Was f¨¹r eine gro?e ¨¹berraschung ist das? Es hatnge auf sich wartenssen." Die Worte von Lord Imagor kamen v?llig unerwartet. Neveah war selbst ¨¹berrascht von Lord Imagors beil?ufiger Annahmeerkl?rung, die die Spannung im Audienzsaal v?llig l?ste. Lord Imagor war anders. Vor einer Woche war er noch auf Neveahs Kopf aus gewesen, aber irgendetwas schien sich ge?ndert zu haben. Es war seltsam, wie die Drachen in aller Ruhe und ohne Worte ¨¹ber das Thema nachdachten und sich dann stillschweigend einigten, w?hrend Neveah sich in aller Ruhe ein Urteil ¨¹ber jeden von ihnen bildete. Keiner aus der k?niglichen Garde schien dagegen zu sein, und so hatte auch der Rest des Rates keinen Grund, dagegen zu sein. Es gab nur eine letzte Sorge, und das war die ausbleibende Reaktion des Drachenk?nigs. Neveah war versucht, K?nig Jian einen kurzen Blick zuzuwerfen, nur aus Neugierde, denn sie wollte sehen, zu welchem Ausdruck er noch f?hig war, abgesehen von diesem kalten, abschreckenden Blick. Aber Neveah verzichtete darauf und hielt ihren Blick starr nach vorne gerichtet, Menarx hatte ihr versichert, dass seine Entscheidung absolut war. Niemand konnte sich der Wahl eines Drachen f¨¹r seine Gef?hrtin widersetzen, denn eine solche Wahl wurde von dem betreffenden Drachen sorgf?ltig getroffen. Neveah hatte sich nicht wirklich Sorgen gemacht, dass sich jemand widersetzen k?nnte, sie waren nicht gekommen, um ihre Zustimmung zu erbitten. Aber nat¨¹rlich wusste Neveah mit Sicherheit, dass der Drachenk?nig sie jetzt umso mehr verabscheuen w¨¹rde, aber das war ihr v?llig egal. "Der Rat ist zusammengekommen, um ¨¹ber die dringende Situation zu beraten ... da wir nun alle anwesend sind, werden wir fortfahren." sprach K?nig Jian schlie?lich. Chapter 213: Petitionen (Ch.213)

Chapter 213: Petitionen (Ch.213)

"Die tributpflichtigen F¨¹rsten haben sich zusammengeschlossen und begonnen, die ?ffentliche Meinung zu ihren Gunsten zu beeinflussen." "Diesmal sind sie recht k¨¹hn, sie bestehen darauf, dass Lord Xenons wilder Dunst nicht mehr zu kontrollieren ist und eine drastische Entscheidung getroffen werden muss, um den Frieden in der Festung wiederherzustellen." Lord Decaron begann als Erster. Bei der Erw?hnung von Xenon wurde Neveah sofort hellh?rig. "Ihre Forderungen sind noch im Rahmen des M?glichen, auch wenn ihr Motiv nicht erkennbar ist." "Lord Xenon ist eine Macht, die man f¨¹rchten muss, ob es nun unsere Art ist oder nicht. Wenn es so schlimm wird wie bei diesem ersten Mal, braucht es mindestens ein Dutzend von uns Drachen, um ihn zu ¨¹berw?ltigen." "F¨¹r jemanden, der so stark ist, dass selbst wir Drachen hilflos sind, w?re er ein Schrecken f¨¹r die anderen Rassen. Wir haben keine Mittel, um den Schwarzen Unhold zu kontrollieren oder zu b?ndigen, falls der wilde Dunst seinen H?hepunkt erreicht." behauptete Lord Lodenworth. Neveahs Herz sank bei den Worten, die Lord Lodenworth gerade gesagt hatte, bis in die Magengrube. Neveah hatte nicht erwartet, Xenon an ihrer Seite zu finden, als sie wieder zu sich kam, nicht nach ihrer letzten Begegnung ... aber Neveah w¨¹rde l¨¹gen, wenn sie behaupten w¨¹rde, sie h?tte keine Hoffnung gehabt. Hoffnung, dass Xenon zu sich selbst zur¨¹ckgekehrt war, dass er die schreckliche Dunkelheit, die ihn verzehrte, ¨¹berwunden hatte und wieder der Schwarzgeschuppte war, den sie kannte ... der Xenon, bei dem sie sich sicher und gesch?tzt f¨¹hlte. Aber Neveah wusste selbst, dass das zu viel vengt war, selbst jetzt... Neveah konnte sich immer noch deutlich an den wilden und blutd¨¹rstigen Blick in Xenons Augen erinnern, als er ihr die Atemwege abschnitt. Sie konnte sich noch deutlich an das kalte Gef¨¹hl des Schreckens erinnern, das ihr den R¨¹cken hinunterlief, ein Schrecken, den sie in diesem Moment immer noch sp¨¹rte, als w?re es erst gestern passiert. Xenon war im wilden Dunst verschwunden ... diese zehn Tage hatten nichts ver?ndert; Der Xenon, den Neveah kannte, war immer noch verschwunden, und es gab nichts, was Neveah oder irgendjemand tun konnte, um ihn zu sich selbst zur¨¹ckzubringen. W?hrend ein Rat einberufen wurde, um Xenons Schicksal f¨¹r die Sicherheit und Stabilit?t der Festung zu er?rtern, konnte Neveah zwar den Grund in Lord Lodenworths Worten verstehen, aber sie wollte trotzdem nichts damit zu tun haben. Xenon hat schon so viel durchgemacht ... er leidet bereits. Niemand hat das Recht, ¨¹ber sein Schicksal zu entscheiden ... niemand!¡¯ dachte Neveah bei sich und ballte ihre H?nde zu festen F?usten. Veah... beherrsche dich. Ein K?nig wird niemals von Gef¨¹hlen beherrscht.¡¯ erinnerte Neveahs Wolf sie. Niemals von Gef¨¹hlen regiert.¡¯ wiederholte Neveah zu sich selbst. Neveah holte tief Luft, ballte ihre F?uste und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Rat. Dieser Rat war Xenons Familie, sein n. Wie gro? der Druck auch sein mochte, Neveah wollte uben, dass sie ihm niemals nachgeben w¨¹rden. Die ganze Zeit ¨¹ber stand der Rat fest an der Seite von K?nig Jian und sch¨¹tzte Xenon... das w¨¹rde sich doch nicht ?ndern, oder? "Was w¨¹rden sie als eine drastische Entscheidung bezeichnen?" fragte Lord Imagor mit einem sp?ttischen L?cheln. "Ihre Forderungen sind r. Das Volk lebt in Angst vor dem Schwarzen Unhold, und da sich die Nachricht von Xenons wildem Dunst verbreitet, fliehen die B¨¹rger aus der Umgebung des Bergfrieds." meldete sich ein anderer Drachenlord. "Was soll die ganze Aufregung? Wir sind Xenons wildem Dunst in den letzten Jahrzehnten unz?hlige Male bege und haben ihn in Schach halten k?nnen ... es k?nnten schon hundert Mal oder mehr gewesen sein." "Dies ist sogar die l?ngste Zeit, die Xenon n¨¹chtern geblieben ist. Wir werden uns darum k¨¹mmern, wie wir es immer tun, warum ist es diesmal so eine gro?e Sache geworden?" Fragte ein Reiter, den Neveah nicht erkannte, sp?ttisch. "So unangenehm es uns auch ist, diese Diskussion zu f¨¹hren, das Problem ist dringlicher, als du denkst. Aus irgendeinem Grund ubt man, dass Xenons wilder Dunst diesmal genauso schlimm sein wird wie beim ersten Mal." "Wir alle kennen die gro?en Sch?den, die bei diesem Ereignis entstanden sind, und wenn die Menschen uben, dass es wieder so sein wird, haben sie allen Grund zu fliehen." erkl?rte Lord Decaron. "Irgendjemand muss also falsche Ger¨¹chte verbreiten. Was wissen sie sonst ¨¹ber Xenons Zustand, wenn er die ganze Zeit im Berg Edar eingesperrt war?" Ein Drachenlord murmelte nachdenklich. "Wer auch immer es ist, sie hoffen, die ?ffentlichkeit dazu zu bringen, zu uben, dass wir Drachen unf?hig sind, unsere Pflichten zu erf¨¹llen und die Bindung an unsere Sippe ¨¹ber die Sicherheit des Volkes stellen." Lord Lodenworth stimmte zu. "Wir k?nnen die Petitionen nicht v?llig ignorieren, wir m¨¹ssen einen Weg finden, das Volk zu beruhigen. Unser Lehnsherr hat jahrhundertnge Anstrengungen unternommen, um das Vertrauen des Volkes zu gewinnen, das d¨¹rfen wir nicht verlieren." f¨¹gte Lord Decaron hinzu. "Ich frage noch einmal, was w¨¹rde man als drastische Entscheidung bezeichnen?" fragte Lord Imagor, der genau wissen wollte, was in den Petitionen gefordert wurde. "Die Petitionen gehen in die Zehntausende... aber ihre Forderung ist dieselbe. Verbannung ... oder Hinrichtung." verk¨¹ndete Lord Rodrick in einem grimmigen Ton. Neveahs Herz wurde kalt und ihre Augen weiteten sich. Der gesamte Rat verstummte bei Lord Rodricks Enth¨¹llung, selbst Lord Lodenworth, der von Vernunft geredet hatte, war schockiert. "Hinrichtung?! Was f¨¹r ein Unsinn! Wen exekutieren?!" rief Lord Lodenworth entsetzt aus. "Es scheint, dass ihr alle nicht ganz begreift, wie schlimm die Lage ist." K?nig Jian sprach zum ersten Mal, seit die Beratungen begonnen hatten. Er blickte auf den Stapel von Petitionen, der vor ihmg, hob die oberste auf und begann sie zu lesen. "Lord Tedrin vom Volk der Elfen wendet sich in aller Bescheidenheit an den obersten K?nig: Es gibt eine gro?e Bedrohung f¨¹r die Festung, die nicht l?nger geduldet werden kann." "Euer Gnaden m?ge die Hinrichtung Xenons anordnen." K?nig Jians den Brief mit einem leisen Kichern vor, warf ihn dann beiseite und nahm einen anderen in die Hand. "Lady Hilda von der S¨¹d-Mer-See ... fordert Xenons Hinrichtung." K?nig Jians sie erneut vor und warf sie beiseite, bevor er den Tisch mit den Petitionen umstie?. "Es gibt Tausende davon in meinem Arbeitszimmer ... und noch mehr in meinem Quartier! Und was?! Sie sind im Rahmen des M?glichen?!" K?nig Jian knurrte. Chapter 214: Inhaftiert auf dem Berg Edar (Kap.214)

Chapter 214: Inhaftiert auf dem Berg Edar (Kap.214)

"Es gibt Tausende davon in meinem Arbeitszimmer... mehr in meinem Quartier! Und was?! Sie sind in Ordnung?!" K?nig Jian knurrte. "Ich habe mich unpassend ausgedr¨¹ckt, mein Lehnsherr." Lord Lodenworth entschuldigte sich sofort, denn er wusste, dass er derjenige war, der die Worte gesagt hatte, die K?nig Jian ver?rgerten. Lord Lodenworth hatte nicht ganz unrecht, aber Neveah atmete angesichts der Reaktion von K?nig Jian erleichtert auf. Seine Reaktion reichte aus, um Neveah zu sagen, dass K?nig Jian auf jeden Fall f¨¹r Xenon eintreten w¨¹rde, Snge Xenon in Sicherheit war, brauchte sich Neveah keine Sorgen zu machen... wenn nicht, wenn Xenon wirklich in Gefahr war, wusste Neveah nicht, was sie tun sollte. Allerdings hatte Neveah nicht damit gerec, dass ihr leiser Seufzer der Erleichterung von einer bestimmten Person missverstanden werden w¨¹rde, deren scharfer Blick sich auf sie richtete. Die Atmosph?re in der Halle ?nderte sich v?llig, es war, als w¨¹rde sich pl?tzlich eine K?lte an den W?nden ausbreiten, die Temperatur sank merklich. Neveah hatte es vor diesem Moment nicht bemerkt, und sie war sich auch nicht sicher, aber irgendwie schien es, als ob die Stimmung des Drachenk?nigs seine unmittelbare Umgebung beeinflusste. "Die Lady Neveah hat sicher etwas zu sagen." K?nig Jian wandte sich direkt an Neveah, sein Tonfall war gef?hrlich leise. Wieder einmal richteten sich alle Augen auf Neveah. Neveah war verbl¨¹fft ¨¹ber die Erw?hnung ihres Namens und drehte sich um, um K?nig Jians schr?gem Blick zu begegnen, der auf sie gerichtet war. Seine ungleichen Augenh?hlen gl¨¹hten, aber Neveah konnte nicht erkennen, was genau dieser komplizierte Blick in seinen Augen bedeutete. Neben Neveah spannte sich Menarx an und ergriff Neveahs Hand. "Mein Lehnsherr ..." Menarx wollte sie unterbrechen, doch K?nig Jian hob eine Hand, um ihn zum Schweigen zu bringen. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf ¨¹ber Menarx, dessen Blick sich leicht verengte, sie brauchte Menarx nicht, der sich f¨¹r sie mit K?nig Jian anlegte oder ihm trotzte... zumindest noch nicht. Neveah war sich nicht sicher, was genau sie getan hatte, um K?nig Jian zu provozieren, aber der Blick in seinen Augen war voller Wut, und Neveah wusste, dass die Situation nur eskalieren w¨¹rde, wenn sie nichts sagen w¨¹rde. "Nun? W?ren Sie bereit, vor dem Rat zu sprechen? Ich bin sicher, dass wir alle sehr an Eurer Meinung interessiert sind." beharrte K?nig Jian. Neveah biss sich leicht auf die Lippe, sie hatte bereits beschlossen, dass sie sich niemals von irgendjemandem einsch¨¹chternssen w¨¹rde, ganz gleich, wer diese Person war. Es spielte keine Rolle, ob es sich um den Drachenk?nig oder jemand Gr??eren handelte, Neveahs Entschlossenheit w¨¹rde nicht ersch¨¹ttert werden. Menarx¡¯ Griff um Neveahs Hand wurde fester und beruhigender, er sprach nicht, aber Neveah verstand seine Botschaft. Menarx hielt sie weder zur¨¹ck noch dr?ngte er sie, die Entscheidung zu sprechen oder nicht,g bei Neveah, und Neveah wusste, dass Menarx sie vor jeder Art von Gegenreaktion sch¨¹tzen w¨¹rde. "Wenn Euer Gnaden es befehlen, werde ich auf jeden Fall sprechen." erwiderte Neveah schlie?lich. "Lord Xenon ist ein Mitglied der k?niglichen Garde, eine S?ule der asvarischen Festung. Wenn die Petitionen besagen, dass seine Existenz eine gro?e Gefahr darstellt..." "Welchen Nutzen h?tte es dann f¨¹r die Festung, Lord Xenon zu st¨¹rzen?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Der Rat wird gebeten, einen Besch¨¹tzer der Festung hinzurichten ... einen Verwandten. Und hier stehen wir und erw?gen es tats?chlich, w?hrend der Rest der Welt zusieht." "Sieht zu, wie sich die unbesiegten Drachen gegenseitig niedermachen. Was f¨¹r ein Witz." Neveah spottete mit einem Augenrollen. "Das ist ein wenig ¨¹bertrieben, Lady Neveah. Bittet Ihr den Rat, die Petitionen komplett zu ignorieren?" fragte Lord Lodenworth. "¨¹bersehen ... sicherlich nicht. Der Rat hat die Aufgabe, die Festung zu sch¨¹tzen, und die Drachenlords sind das Herzst¨¹ck dieser Festung." "Dann tut genau das, sch¨¹tzt die Festung und sch¨¹tzt auch ihr Herz. Die Welt... die Drachenf¨¹rsten, Lord Xenon, euer Schutz umfasst all das." "Aber wenn eine Hinrichtung die Art und Weise ist, wie der Rat besch¨¹tzt, dann wird eure Rasse schlie?lich durch eure eigenen H?nde aussterben... und es wird immer noch Feder, Tinte, Papier und Rebellen geben, die noch Jahrhunderteng Petitionen schreiben werden." "Seinen Verwandten zu schaden, sollte niemals eine Wahl sein... bis es keine andere Wahl mehr gibt." schloss Neveah. Neveahs Worte riefen ein Gemurmel unter den Reitern und Drachenf¨¹rsten hervor, auch K?nig Jian ergriff nicht sofort das Wort. "Lady Neveah hat Recht ... wir k?nnen nicht damit beginnen, unsere eigene Art zu exekutieren, nur weil es von uns vengt wird. Lord Xenons wilder Dunst ist in den letzten Jahrzehnten sehr gut zurechtgekommen." Rodvan, die rechte Hand des D¨¹nenlords, meldete sich zu Wort. "In der Tat." Lord Decaron stimmte zu. K?nig Jians Blick verweilte noch einen Moment auf Neveah, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder dem Rest des Rates zuwandte. "Xenon hat darum gebeten, in Handschellen gelegt zu werden. Bis dieser wilde Dunst vor¨¹ber ist, wird er den Berg Edar nicht vessen, und auch danach nicht, bis er sich wieder unter Kontrolle hat." verk¨¹ndete K?nig Jian und lie? den Rat in stummem Entsetzen zur¨¹ck. "In Handschellen?! Das ist zu brutal! Warum sollte er um so etwas bitten? Was ist so anders an diesem wilden Dunst, dass er bereit ist, sich so zu qu?len?" rief Kirgan entsetzt aus. Was immer es f¨¹r die Drachen bedeutete, in Handschellen gelegt zu werden, Neveah konnte sehen, dass es etwas Schreckliches war. Der Ausdruck auf den Gesichtern der Lorddrachen machte es deutlich. "Muss es so weit kommen?" Rodvan ¨¹bermittelte erneut die Worte von Lord Kaideon. "Es ist sein eigener Wunsch, und obwohl ich es nicht will, werde ich ihn erf¨¹llen. Lord Xenon wird in den Berg Edar zur¨¹ckgeschickt, bis er lernt, den wilden Dunst zu kontrollieren ... seien es Tage, Monate, Jahre oder sogar ein Jahrhundert." entschied K?nig Jian in schwerem Ton. "Narx... was bedeutet es, in Handschellen gelegt zu werden?" fl¨¹sterte Neveah zu Menarx. Menarx blickte zu ihr hinunter, ein trauriges L?cheln auf den Lippen. "Du kennst unsere Geschichte ... und die Zeiten, in denen wir in Ketten lebten ..." sagte Menarx zu Neveah zur¨¹ck. Neveah nickte schnell, sie hatte so viel dar¨¹ber in den B?nden gelesen, die Lord Rodrick ihr gegeben hatte. "F¨¹r einen Drachen... ist der Tod ein g¨¹tigeres Schicksal ... als Ketten." Das war die einzige Erkl?rung, die Menarx gab. Wieder sank Neveah das Herz in die Magengrube, denn sie wusste besser als jeder andere, warum dieser wilde Dunst anders war als die anderen... warum Xenon eine solche Entscheidung getroffen hatte. Weil ... er mir wehgetan hat ... dachte Neveah am Boden zerst?rt. Chapter 215: Die dargestellte Farbe (Kap.215)

Chapter 215: Die dargestellte Farbe (Kap.215)

Als der Rat enssen wurde, nahmen die Drachenherren und -reiter ihren Abschied, w?hrend K?nig Jian noch auf seinem Thron sa?, Obwohl sein Gesicht nichts preisgab, war seine Ersch?pfung in seinen Augen zu sehen. Die Leibgarde des K?nigs war die letzte, die ging, und als Menarx zusammen mit Neveah an seiner Seite die Treppe hinunterging, hielt sie K?nig Jian auf. "Nicht du..." sagte K?nig Jian. Beide drehten sich um und Neveah hob eine Augenbraue, da sie feststellte, dass K?nig Jians Blick auf sie gerichtet war. "Mein Gebieter?" fragte Menarx unsicher. "Jeder geht... au?er ihr." wiederholte K?nig Jian. Menarx hob eine Augenbraue, bevor er Neveah einen Blick zuwarf, und Neveah nickte zustimmend. "Ich bin gleich drau?en." sagte Menarx und erst dann verlie? er den Raum zusammen mit dem Rest von der K?nigsleibgarde. Die T¨¹ren zum Saal wurden geschlossen und Neveah stand da und starrte hinauf zu K?nig Jian, der einfach nur im absoluten Schweigen zur¨¹ckstarrte. Ein Moment verging und K?nig Jian sagte immer noch nichts. Neveah f¨¹hlte sich pl?tzlich unsicher und es erforderte eine bewusste Anstrengung ihrerseits, nicht nerv?s zu werden. Es war Neveah bereits r, dass, wenn es jemanden gab, der sie am meisten im Drachenturm verabscheute, es der Drachenk?nig sein musste. Nun...da war auch noch die nervt?tende Fee, aber um sie wollte Neveah sich im Moment nicht k¨¹mmern. Was z?hlte, war die Tatsache, dass Neveah nicht genau sagen konnte, was der Drachenk?nig ihr pers?nlich mitteilen wollte, so dringend, dass er sogar die K?nigsleibgarde wegschickte. ¡¯Er wird uns wahrscheinlich wieder bedrohen...uns f¨¹r alles die Schuld geben, was in der Drachenburg schief l?uft.¡¯ dachte der Wolf von Neveah. Neveah schmunzelte am¨¹siert, ihr Wolf wusste immer genau die richtigen Worte, um ihre Ruhe wiederherzustellen. "Ben?tigt Eure Gnaden etwas?" Neveah brach das Schweigen zuerst, als es den Anschein hatte, dass K?nig Jian nicht die Absicht hatte, dies selbst zu tun. "Xenon...du hast ihn w?hrend seiner Dunstphase getroffen." K?nig Jian fragte nicht, sondern stellte nur fest und wartete jedoch auf eine Antwort von Neveah. Neveah biss sich leicht auf die Lippe, niemand wusste, dass sie nach Lady Kalianas Entbindung direkt zum Berg Edar gegangen war und niemand wusste, dass sie fast an Xenons Hand gestorben w?re. Sie wussten nur von dem Vorfall an der Klippe und sonst nichts. Neveah hatte gehofft, dass sie nie dar¨¹ber sprechen m¨¹sste, sie wollte denen, die Xenon tot sehen wollten, keinen weiteren Grund liefern. Zu dieser Zeit war Xenon bereits in Gefahr, Neveah wollte ihm nicht noch mehr ?rger bereiten. "Das habe ich." gab Neveah z?gerlich zu. Sie war sich nicht sicher, wie K?nig Jian davon erfahren hatte, aber sie wusste, dass es keinen Grund gab, es zu leugnen. Vielleicht hatte Xenon ihm davon erz?hlt, oder vielleicht wusste K?nig Jian es einfach nur... der Drachenk?nig war immer intuitiv. "Er hat dich verletzt." murmelte K?nig Jian, geradeut genug f¨¹r Neveah, um ihn zu h?ren. Wieder fragte K?nig Jian nicht, sondern sprach nur aus, was er bereits wusste. "Ich...es war nichts." wies Neveah schnell zur¨¹ck. K?nig Jian spottete unter seinem Atem ¨¹ber Neveahs Worte. "Das l?sst es nur noch schlimmer klingen." bemerkte K?nig Jian. Neveah sagte nichts dazu, sie wandte nur den Blick ab und machte eine ernste Miene. "Ging es deshalb darum, dass du gehen wolltest? Und sogar von einer Klippe gesprungen bist?" fragte K?nig Jian nach einem Moment der Stille. "Du hast deinen Teil der Vereinbarung gebrochen, du hast meinen Wunsch abgelehnt. Das hat nichts mit Xenon zu tun." erinnerte Neveah mit einem Stirnrunzeln. "Ich war es also wirklich?" fragte K?nig Jian mit einer hochgezogenen Augenbraue. Neveah wollte gerade K?nig Jians Worte best?tigen, doch dann dachte sie dar¨¹ber nach und sch¨¹ttelte den Kopf. "Meine Entscheidungen haben nichts mit irgendjemandem zu tun." erwiderte Neveah. "Und jetzt?" fragte K?nig Jian. "Ich werde nicht noch einmal von einer Klippe springen, wenn das dein Anliegen ist." antwortete Neveah, unsicher, was K?nig Jian wirklich wissen wollte. Offenbar war Neveahs Antwort f¨¹r K?nig Jian gut genug, denn er fragte nicht weiter nach. "Meld dich bei der Reitakademie, ich werde vorher Bescheid geben...vielleicht kann noch ein anst?ndiger Reiter aus dir werden." gab K?nig Jian Anweisung. "Ist es eubt?" fragte Neveah ¨¹berrascht, sie hatte nicht erwartet, dass K?nig Jian ihr euben w¨¹rde, Menarx¡¯ Reiterin zu sein. "Ich sprach nur von einer Reiterin...welche Farbe du vertreten sollst, wird noch zu sehen sein." beendete K?nig Jian das Gespr?ch, w?hrend er mit einer Handbewegung Neveah entlie?. Neveah senkte den Kopf zu einer Verbeugung und verlie? dann den Raum. Als sie vor dem Saal ankam, blieb sie stehen und warf einen kurzen Blick zur¨¹ck, nur um festzustellen, dass diese ungleichen Augen ihr direkt entgegenstarrten. Es war nur f¨¹r den Bruchteil einer Sekunde, bevor sich die T¨¹ren zum Saal wieder schlossen und Neveah in Verwirrung zur¨¹ckgssen wurde. "Was meinte er genau?" murmelte Neveah vor sich hin. "Veah, ist alles in Ordnung?" fragte Menarx, als er von seinem tz her¨¹berkam und auf Neveah wartete. Neveah nicktengsam, w?hrend sie immer noch ¨¹ber die Bedeutung von K?nig Jian nachdachte. "Er sagt...ich soll mich bei der Reitakademie melden." sagte Neveah zu Menarx. "Ich wollte gerade darauf zu sprechen kommen. Alles, was du ¨¹ber Drachen und das Drachenreiten wissen musst, wird dir an der Akademie sorgf?ltig vermittelt. Die Meister werden dich anleiten." versicherte Menarx. "Reitakademie...?" murmelte Neveah vor sich hin. "Als Reiter in der k?niglichen Garde musst du dich unter der Anleitung der Meister in der Akademie pr¨¹fenssen." "Alle Reiter m¨¹ssen diese Phase durcufen, aber du wirst die erste und einzige Wolfswandlerin sein, Veah... es wird anstrengend und schwierig sein. Wirst du damit zurechtkommen?" fragte Menarx besorgt. Neveah l?chelte leicht, sie war sich nicht sicher, was Menarx von ihr hielt, wenn er nur w¨¹sste, was Neveah schon alles durchgemacht hatte, w¨¹rde er sich nicht so um sie sorgen. "Ich komme schon zurecht, Narx, vertrau mir." versicherte Neveah. "Dann bringe ich dich morgen bei Sonnenaufgang dorthin." sagte Menarx. "Morgen? Warum nicht heute?" fragte Neveah. "Heute... es gibt einen Ort, den ich dir zeigen m?chte." erwiderte Menarx l?chelnd, w?hrend er Neveah seine Hand reichte. Chapter 216: So weit es geht (Kap.216)

Chapter 216: So weit es geht (Kap.216)

~Der Eklipse-Pst~ Die T¨¹ren zum Thronsaal wurden aufgerissen und Alpha-K?nigin Vilma st¨¹rmte in den Raum. Ihre Augen leuchteten vor Wut. Mit diesen suchte sie den Thronsaal ab, bevor sie sich auf Alessio festsetzten, der auf dem tz des Alpha-K?nigs sa?, wobei er seiner Mutter mit hochgezogenen Augenbrauen direkt in die Augen blickte. Neben ihm sa? Lado, mit dem Alessio kurz zuvor gesprochen hatte. "Alessio! Was hast du blo? vor?!" fuhr Alpha K?nigin Vilma zornig auf, als sie weiter in den Saal schritt. Alessio hob eine Augenbraue, hob die Hand und entlie? Lado. Lado verlie? den Raum und Alessio blieb alleine mit seiner Mutter zur¨¹ck. "W¨¹rdest du es auch wagen, so hereinzust¨¹rmen, wenn mein Vater anwesend w?re, genau hier, wo ich gerade sitze?" fragte Alessio mit gef?hrlich leiser Stimme. Terran, Alessios Wolf,uerte innerhalb von ihm, bereit, jeden Moment hervorzubrechen. Alessio hatte in letzter Zeit oft bemerkt, dass sein Zorn leicht entmmt wurde, und mit jedem vergangenen Tag wurde Terran unruhiger. Alpha K?nigin Vilma wurde von Alessios Worten vor den Kopf gesto?en. Sie ?fe den Mund, um zu sprechen, fand jedoch keine passenden Worte und schloss ihn wieder. "Beruhige dich, Mutter. Ich nehme es dir nicht ¨¹bel. Welches Vergn¨¹gen verschafft mir dein unangek¨¹ndigter Besuch?" fragte Alessio und zwang seinen Wolf zur Ruhe. "Dein Vater ist seit drei Tagen weg, Alessio. Wie kommt es, dass alle Wachen neu positioniert werden?" "Sollte dein Vater zur¨¹ckkommen und feststellen, dass der Eklipse-Pst anders aussieht als er ihn vessen hat, musst du daf¨¹r bezahlen." donnerte Alpha K?nigin Vilma anschuldigend. Alessio l?chelte sp?ttisch unterdr¨¹ckt aufgrund der Worte seiner Mutter. Snge w¨¹rde er seinen Vater nicht einsch¨¹chternssen. Es gab Zeiten, da reichte die blo?e Erw?hnung des Namens seines Vaters, um Alessio zur Ordnung zur¨¹ckzurufen, doch diese Zeiten waren nun vorbei. Alessio hatte das Interesse verloren, seinem Vater oder jemand anderem nachzugeben. "Genau das ist also dein Anliegen...aber du musst dir keine Sorgen machen, Mutter. Ich bin der einzige Sohn meines Vaters, was mich unverzichtbar macht." "Du solltest eher dar¨¹ber besorgt sein, dass ich ihn f¨¹r entbehrlich halte... F¨¹r mich, ist Vater ersetzlich." entgee Alessio mit gehobener Schulter und einem b?sen Funkeln in seinen Augen. Alpha K?nigin Vilma keuchte leise auf und taumelte zur¨¹ck. "Alessio... was hast du nur vor?" fragte Alpha K?nigin Vilma schockiert. Alessio schmunzelte und sah sich im Thronsaal um. "Mutter, es ist an der Zeit, dass all dies... mir geh?rt." antwortete Alessio. Alessio verschwieg seiner Mutter die Wahrheit nicht, auf welche Weise auch immer, sie oder sonst wer konnte nichts dagegen tun. "In den letzten Tagen gab es seltsame Bewegungen rund um die Festung." "Die Krieger... die Eklipse-Alphas, sogar die Hexen. Du... du nst deinen Vater zu st¨¹rzen?" fl¨¹sterte K?nigin Vilma. "Ich w¨¹rde es nicht als Sturz bezeichnen, Mutter. Ich w¨¹rde es... Nachfolge nennen." entgee Alessio gssen. "Alessio... muss es wirklich soweit kommen? Du bist der vorgesehene Nachfolger deines Vaters! Warum versuchst du, alles in Unordnung zu bringen?!" rief Alpha K?nigin Vilma mit zittriger Stimme aus. "Durchaus. Ich w¨¹rde ohnehin sein Nachfolger. Was macht es schon f¨¹r einen Unterschied, wenn es eher fr¨¹her als sp?ter geschieht?" fragte Alessio neugierig, er stieg vom Thron herab und ging die Treppe hinunter. Alessio ging gssen zu seiner Mutter hin¨¹ber, blieb neben ihr stehen und beugte sich so nah zu ihr her¨¹ber, dass nur sie seine Worte h?ren konnte. "Vater hat durch K?mpfe und Blutvergie?en seinen Thron engt. Vaters Herrschaft wurde durch noch mehr Blutvergie?en und Schrecken aufrechterhalten. Wann wurde in unserem Geschlecht jemals etwas auf ehrliche und faire Weise getan?" "Mein Vater ist ein Schl?chter... ein Tyrann. Doch er ist mein Vater und wenn es eine Sache gibt, die ich von ihm gelernt habe, dann ist es die, dass Recht und Unrecht durch den Sieger bestimmt werden..." "Vater muss auch gewusst haben, als er begonnen hat, mich so zu erziehen wie er, dass ich genau wie er, alles, was ich begehre, mit Blut ergreifen werde." "Ich werde Alpha K?nig sein, Mutter. Nicht, wenn Vater es will, sondern wenn ich es will... und wenn ich daf¨¹r das Eklipse-Gebiet mit Blut ummanteln muss, dann werde ich das tun." zischte Alessio finster. "Alessio... du in Gottes Namen, was ist nur mit dir geschehen?!" rief Alpha K?nigin Vilma auf. "Ich war schon immer so, Mutter. Du warst nur zu sehr von deiner eigenen Dunkelheit eingenommen, um meine zu erkennen." antwortete Alessio mit hochgezogenen Schultern. "Nun, Mutter, wenn die Zeit reif ist, musst du ebenfalls eine Seite w?hlen." Hauchte Alessio in einem leisen Fl¨¹sterton, der K?nigin Vilma kalte Schauer des Schreckens ¨¹ber den R¨¹ckenufen lie?. "Und was willst du mit deinem Vater anstellen?" fragte Alpha K?nigin Vilma nerv?s. "Vater? Selbst ohne meine Hilfe hat er bereits zu viele Feinde. In dem Augenblick, wo er den Schutz des Eklipse-Pstes verlie?, h?tte er auf die Konsequenzen vorbereitet sein m¨¹ssen." "Ich bezweifle, dass ich selbst etwas unternehmen muss, wenn doch, dann bleibt immer noch gen¨¹gend Zeit." "Aber zuerst... muss ich das Schloss des K?nigs einnehmen, die Armee des K?nigs, die Welt des K?nigs und dann... das Leben des K?nigs." Antwortete Alessio mit einem kalten L?cheln. "Du w¨¹rdest deinen eigenen Vater t?ten?" Alpha K?nigin Vilma atmete entsetzt auf. "Vater sagte mir einmal... ¡¯Macht kennt keine Bindung¡¯..." Alessio begann, und seine Augen verschwammen, als er eine Erinnerung hervorrief. "Er sagte diese Worte, kurz bevor er mich meinen besten Freund t?ten lie?. Damals war ich gerade erst zw?lf Sommer alt, aber ich erinnere mich noch an die W?rme seines Herzens, das ich in meinen H?nden hielt, und das Blut, das von meinen Krallen tropfte." "Es war nicht meine erste T?tung, bei weitem nicht... und auch nicht die Letzte. Aber es war der Mord, den Vater am meisten zu sch?tzen wusste." murmelte Alessio. "Warum? Weil er in diesem Augenblick in mir das Monster erkannte, das er auch war." "Ja, Mutter, ich bin das Monster, das er geschaffen hat. Und w?hrend er mich schuf, standest du daneben und hast zugeschaut. Dieses Mal... wirst du genau das Gleiche tun m¨¹ssen." fl¨¹sterte Alessio. "Wie weit... wie weit wirst du gehen, Alessio?" erkundigte sich Alpha K?nigin Vilma. "So weit... wie es n?tig ist." antwortete Alessio, bevor er an K?nigin Vilma vorbeischritt und aus dem Saal marschierte. Chapter 217: Was kommen wird (Kap.217)

Chapter 217: Was kommen wird (Kap.217)

Alessio warf einen Blick auf die T¨¹r vor seinen Augen, und wieder einmal hatten ihn seine F¨¹?e hierher zur¨¹ckgef¨¹hrt, an den letzten Ort, an dem noch Spuren ihres Duftes hafteten. In den letzten Tagen hatte Alessios Weg immer hierher gef¨¹hrt, vor allem in den Momenten, in denen er in tiefe Gedanken versunken war und nicht wusste, wohin er wollte. Vor dieser Zeit... Alessio konnte es nicht einmal wagen, hierher zu kommen, er konnte vor seinem Vater keine Schw?che zeigen. Das war es, was es bedeutete, K?nig zu sein... dass kein Wort au?er dem meinen z?hlte. Dass es keinen gr??eren Schrecken als mich gab...¡¯ dachte Alessio bei sich. Am anderen Ende der geschlossenen T¨¹r h?rte er Bewegungen, und Alessios Augen verengten sich leicht. ¡¯Jemand ist hier...¡¯ dachte Alessio bei sich und griff nach dem T¨¹rknauf. Kurz bevor Alessio den T¨¹rknauf ergreifen konnte, ?fe sich die T¨¹r von selbst und Alessio sah sich einer gro??ugigen W?lfin gegen¨¹ber. Alessio erkannte die W?lfin, sie war Neveahs Pflege zugeteilt worden, nachdem Neveahs Erzieherin verstorben war. Ein tiefes, gef?hrliches Knurren entrang sich Alessio beim Anblick der W?lfin, die bereits vor Angst erstarrt war. Alessio erkannte den Schrecken, der in ihren Augen aufblitzte, und das spornte ihn nur noch mehr an, so dass er alles daran setzte, sich nicht auf sie zu st¨¹rzen und ihr die Kehle durchzurei?en. "Euer Gnaden!" rief die W?lfin La schlie?lich erstaunt aus. "Ihr ... warum seid Ihr hier?" fragte Alessio in eiskaltem Ton. Dies war Neveahs Quartier, die letzten Spuren ihres Duftes befanden sich hier, inmitten ihrer pers?nlichen Sachen. Es war der einzige Ort, an dem Alessio Ruhe finden und den schrecklichen Schmerz in seinem Herzen lindern konnte ... f¨¹r Alessio war es ein heiliger Ort. Es war kein Ort, den irgendjemand besuchen konnte, diese letzten Spuren von Neveah geh?rten ihm... und ihm allein, Alessio w¨¹rde nicht zssen, dass jemand anderes ihn entweihte. "ICH... ICH..." stotterte La, und ihre Worte wurden unterbrochen, als Alessios Hand nach ihrer Kehle griff. "Das spielt keine Rolle... du wirst nie wieder hierher kommen, hast du verstanden?" knurrte Alessio. "J... ja... Euer Gnaden." stotterte La heraus. Alessio lie? seinen Griff um Las Hals los und sie huschte ver?ngstigt davon. Alessio holte tief Luft, um Terran zu beruhigen, als er in den Raum trat, in dem Neveah gewohnt hatte, bevor sie weggebracht wurde. Als Alessio die T¨¹r schloss, lie? er seinen Blick ¨¹ber Neveahs Quartier schweifen, und sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Alessio fragte sich, wie es sein konnte, dass ihm erst jetzt bewusst wurde, wie schrecklich Neveahs Leben hier im Eclipse Pce gewesen war. Ihr Quartier an sich war klein, viel zu klein f¨¹r jemanden, der den Titel einer Prinzessin trug, und jeder einzelne Gegenstand in ihrem Quartier, so wusste Alessio, war von seinem Vater ausgew?hlt worden. Es war ein Zimmer, in dem Neveah gelebt hatte, aber es gab nichts, was Neveahs Geschmack entsprach... Alessio konnte nicht behaupten, Neveahs Vorlieben zu kennen, aber er kannte die seines Vaters. Und all das schrie nach der eleganten, naiven Sch?nheit, f¨¹r die er Neveah gehalten hatte... nichts von der trotzigen und wilden Sch?nheit, von der Alessio wusste, dass Neveah es war. Mehr noch, Alessio konnte sehen, dass es in Neveahs Quartier kaum etwas von Wert gab, w?hrend sein eigener Schreibtisch und sein Bettgestell mit Edelsteinen ausgekleidet und aus dem luxuri?sesten Holz gefertigt waren. Alessio wusste, dass sein Vater damit sicherstellen wollte, dass Neveah niemals vergessen w¨¹rde, dass sie immer nur so viel sein konnte, wie er es ihr eubte zu sein. Dass all das Prestige und der Ruhm nur an der Oberfl?chegen, in ihrem Inneren war Neveah nichts weiter als ein Gegenstand, der benutzt und entsorgt werden konnte, wenn er seinen Zweck erf¨¹llt hatte. "Das h?tte ich nie von dir gedacht... Omega. Wahrhaftig..." murmelte Alessio leise, w?hrend er eine Hand auf Alessios Schreibtisch legte. "F¨¹r mich... warst du immer eine mme, die so hell brannte, zu hell, dass der Wunsch, dich zu erobern, mich verzehrte..." "Wenn du ein Gegenstand sein solltest... warst du der Gegenstand, den ich am meisten begehrte. Ein Vengen, das ich ausschalten musste, wenn es bedeutete, dich zu opfern... nur in den Momenten, in denen ich dich verletzte, nur dann w¨¹rdest du zu mir schauen." fuhr Alessio fort, "Warum also musstest du so perfekt sein? Warum musstest du alles sein, was ich mir w¨¹nschte und doch mein Blut teilen?! Warum schien Vaters Besessenheit von dir gr??er zu sein als seine Liebe zu mir?!" "Warum musstest du mir das Gef¨¹hl geben, dass du mein Verderben sein w¨¹rdest?! Du h?ttest einfach ..." Alessio brach an dieser Stelle ab und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. "Ich habe alles getan, was ich konnte, um dich wegzusto?en, aber du hast meinen Geist verzehrt und mir keine Wahl gssen..." "Nun sieh, was ich alles tun werde, um dich wieder zu haben..." fl¨¹sterte er. Ein leiser Seufzer entrang sich Alessio, als er sich an Neveahs Schreibtisch setzte und eine Feder und ein Pergament hervorzog. Als er das Pergament an seine Nase hielt, atmete Alessio tief ein, und seine Augen leuchteten, als Neveahs Duft seinen Geist vernebelte. Dann legte Alessio das Pergament hin und begann zu schreiben... "An mein geliebtes Omega, W¨¹rdest du gut leben? Ich w¨¹nsche mir von ganzem Herzen, dass du es nicht tust... Ich w¨¹nsche, dass deine Tage ohne mich so schrecklich sind wie meine Tage ohne dich... Ich w¨¹nsche, dass dein Herz genauso gequ?lt und zerr¨¹ttet wird, wie du meines vessen hast... Ich w¨¹nsche mir, dass der Wahnsinn deinen Geist verzehrt und der Wahnsinn deine Gedanken vernebelt, so wie es bei mir der Fall war... Ich w¨¹nschte, du h?ttest kein Gl¨¹ck gekannt und kein L?cheln gezeigt, denn ich habe nichts davon gekannt... Ich w¨¹nsche mir, dass es kein Zuhause f¨¹r dich gibt, sondern dass du es in meinen Armen findest... Ich w¨¹nsche mir, dass du mein bist und ich dein, so wie es sein soll... oder wir beide werden ein grausames Ende finden... Ist es dumm von mir, dir auf diese Weise zu schreiben? Ihr m¨¹sst mich f¨¹r verr¨¹ckt halten... und ich w¨¹rde sagen, dass ich es bin. Ich habe meinen Verstand verloren, und ich w¨¹rde noch mehr f¨¹r Euch verlieren... Ich w¨¹rde eine Blutspur ziehen, die direkt zu dir f¨¹hrt, meine Geliebte... so weit will ich gehen. Darf ich dir sagen, was kommen wird?... Ich bin es... Ich werde kommen... Und am Ende seiner Notiz legte Alessio seine Feder nieder und zog einen Dolch hervor, den er quer durch seine Handfl?che schnitt. Als er seine Hand ¨¹ber das Pergament hielt, lie? er sein Blut ¨¹ber den Zettel tropfen... und versiegelte seine Worte wie ein Gel¨¹bde in seinem Herzen. Chapter 218: Vielleicht, ein Alptraum... (Kap.218)

Chapter 218: Vielleicht, ein Alptraum... (Kap.218)

~Irgendwo in der Asvarischen Festung ¡¯Elle... Kind...¡¯ Eine Stimme rief aus der Dunkelheit, drang direkt in Estelles Bewusstsein ein und hallte in ihrem Kopf wider. Diese Stimme, Estelle kannte sie. Es war die Stimme, die immer mit W?rme und Liebe erf¨¹llt war, eine Stimme, die Estelle Trost spendete, egal, was ihr Herz bstete. Eine Stimme, die Estelle mit nur wenigen Worten alle Sorgen nehmen konnte. "Vater?" rief Estelle, ihre Augen weit aufgerissen und verzweifelt, w?hrend ihr Blick durch die Umgebung schweifte. Erst jetzt nahm Estelle ihre Umgebung wahr, und die Erkenntnis, wo sie war, lie? sie innehalten. Irgendwie war Estelle wieder in den Hallen des brennenden Schlosses, den Hallen, durch die sie als Kind gerannt war und die sie wie ihre Westentasche kannte. Diese vertrauten Hallen ihres Zuhauses, ein Ort voller W?rme, Liebe und Lachen ... ein Ort, der mit all den wertvollsten und liebsten Erinnerungen gef¨¹llt war. "B..aber wie?... Fort zed ist verschwunden! Ich war drau?en im Wald..." fragte sich Estelle verbl¨¹fft. Sie erinnerte sich deutlich daran, dass sie gerade eben noch mit Dante im Wald gewesen war, nachdem sie eine Wocheng nach S¨¹den geritten war. Wie konnte es sein, dass sie wieder hier war? Wieder zu Hause? In dem Fort zed, das direkt vor ihren Augen verschwunden war? "K?nnte es sein ... dass das alles nur ein Traum war?" fragte sich Estelle, w?hrend sie eine Hand nach der vertrauten Wand ausstreckte und sie mit einer Hand enng der Wand zog. Die W?rme, die von den W?nden ausging, war genau so, wie Estelle sie in Erinnerung hatte, und die kleinen Risse im Drachenstein waren genau wie fr¨¹her, eine raue und rohe Sch?nheit. Estelle konnte es nicht verstehen, Jasons Verrat ... das Schwarze Netzwerk, der Angriff auf die ue Burg, die Fallt¨¹r unter dem Altar ihrer Mutter und sogar der Schatz, der ihr anvertraut worden war, war das alles nur ein Traum gewesen? Ein schrecklicher Albtraum, in dem Estelle alle falschen Entscheidungen getroffen hatte und jeder, den sie kannte und liebte, ihr in einem Augenblick genommen worden war. "Aber es f¨¹hlte sich alles so real an..." murmelte Estelle verwirrt vor sich hin. Sie konnte sich noch lebhaft an alles erinnern, was geschehen war, sie erinnerte sich lebhaft an den Schmerz und die Verzweiflung, die ihren Geist verzehrten... den Schrecken, der sie ergriff und sie bis auf die Knochen fr?steln lie?. An die unertr?glichen Schmerzen, die ihr der schreckliche Zauber bereitet hatte, als er wirkte, und an die Scham und den Selbsthass, mit denen sie in den letzten Tagen gek?mpft hatte. Wie konnte das alles nur ein Albtraum gewesen sein? Wie konnte sich ein Albtraum so real anf¨¹hlen? Estelle konnte es nicht begreifen, sie konnte nicht begreifen, was da geschah. "Aber wenn dies das Zuhause ist ... dann ist diese Stimme ..." dachte Estelle und erinnerte sich an die Stimme, die sie gerade geh?rt hatte. Ohne Zeit zu verlieren, rannte Estelle die Flure hinunter, in Richtung des Arbeitszimmers ihres Vaters, von dem sie wusste, dass sie ihn immer finden w¨¹rde. Lord Starron sa? immer dort und wartete auf Estelles morgendliche Begr¨¹?ung, nachdem er von einer Flugpatrouille zur¨¹ckgekehrt war, und er war sich sicher, Estelle damit zu necken, dass sie immer noch so sehr an ihm hing. Estelle beschleunigte ihre Schritte, bis sie das Arbeitszimmer ihres Vaters erreichte, stie? die T¨¹r auf und stolperte hinein. Genau wie Estelle es erwartet hatte, sa? Lord Starron genau dort und sein Blick schnellte zu ihr hoch, als sie hereinstolperte. "Vater! Scales, du bist hier!" rief Estelle erleichtert aus, wobei ihr die Tr?nen unkontrolliert aus den Augen glitten. Estelle st¨¹rzte auf ihren Vater zu und warf sich in seine Arme, schluchzteut und mmerte sich an ihren Vater, als ob ihr Leben davon abhinge ... und das tat es auch. Es hie?, man wisse nicht, wie wertvoll ein geliebter Mensch war, bis er von einem gegangen war. Estelle war anders, sie hatte immer gewusst, wie wertvoll ihr Vater war... Estelle sch?tzte ihn mehr als alles andere. Was Estelle jedoch nicht gewusst hatte, war, wie verheerend und unertr?glich das Leben ohne ihren Vater sein w¨¹rde, und das hatte sie in den letzten Tagen deutlich gesp¨¹rt. Jeder Tag seit jener Nacht war qu?lender als der vorherige, Estelle fand kaum noch Scf und jede Mahlzeit schmeckte auf ihrer Zunge grauenhaft. Ihre Welt hatte sich pl?tzlich in einen endlosen Abgrund verwandelt, und Estelle war mitten hindurchgefallen und hatte einfach weitergest¨¹rzt, ohne Halt zu finden. Als w?re ihre Welt pl?tzlich in Dunkelheit getaucht, konnte Estelle den Weg nicht mehr sehen, egal wie viele Schritte sie weiterging. Wenn Dante nicht gewesen w?re... war Estelle sicher, dass sie nicht mehr weitergehen konnte. Wie sollte irgendjemand verstehen, wie es ihr seit jener Nacht ergangen war? "Warum? Bist du nicht begierig, mich zu sehen? Ich war einen Tagng weg, Elle ... Man k?nnte meinen, es seien Monate gewesen. So eine Heulsuse." tadelte Lord Starron, obwohl seine Lippen zu einem z?rtlichen L?cheln verzogen waren. Estelle schluchzte nur noch heftiger bei den Worten ihres Vaters, seinem vertrauten tiefen Bariton und der W?rme in seiner Stimme. Dasngsame, rhythmische Klopfen auf ihren R¨¹cken, mit dem Lord Starron Estelle tr?stete, wann immer sie in Zeiten der Verzweiflung zu ihm kam. Das Vibrieren seiner Brust, wenn er am¨¹siert kicherte, und sein Duft, der so vertraut war. "Ich dachte, ich h?tte dich verloren... alle waren weg... Ich war die Einzige, die noch ¨¹brig war..." Estelle schluchzte am Boden zerst?rt auf. "Wie kann es sein, dass ich mein kostbares Kind vessen w¨¹rde? Du bist Vaters Lebensader, wei?t du..." erinnerte Lord Starron in einem beruhigenden Ton. "Aber du hast es getan ... es ist passiert! Alles verschwand, genau wie die verlorene Insel ... alles war weg." beharrte Estelle und umarmte ihren Vater fester. "Wie ich sehe, hattest du einen schrecklichen Albtraum, meine Liebste." murmelte Lord Starron besorgt. "Es war furchtbar, Vater! Schrecklich! Das Schwarze Netz kam ... Du hast mir befohlen, mit dem Schatz zu verschwinden, um ihn zu besch¨¹tzen! Ich habe mich rausgeschlichen... aber es war so schwer, rauszukommen... I..." verriet Estelle, immer noch zitternd, und ihre Stimme versagte am Ende, als ihr Schluchzen immer heftiger wurde. "Ich habe dich gebeten zu gehen?... wohin?" fragte Lord Starron. "Um..." Estelle begann zu antworten, aber dann brach sie ab. Als ich einen Alptraum vor diesem hatte... Vater w¨¹rde mich nie daran erinnernssen...¡¯ dachte Estelle bei sich. Chapter 219: Etwas aus (Kap.219)

Chapter 219: Etwas aus (Kap.219)

Dante stie? einen leisen Seufzer aus, als er auf der Suche nach frischem Wasser durch den Wald ging, um die Wasserh?ute wieder aufzuf¨¹llen. Die Vorr?te, die sie vor dem Vessen von Fort zed besorgt hatten, w¨¹rden bald aufgebraucht sein, und Dante hoffte, dass sie diesen Wald bald hinter sichssen und die n?chste menschliche Siedlung erreichen w¨¹rden. Nat¨¹rlich konnte Dante immer nach Vorr?ten suchen, aber er wusste nicht, ob Estelle sich daran gew?hnen w¨¹rde, denn sie hatte immer im ¨¹berfluss gelebt. W?hrend Dante sich in entspanntem Tempo bewegte, gingen ihm beunruhigende Gedanken durch den Kopf. Obwohl Dante sich bem¨¹hte, nicht zu viel an all das zu denken, was in den letzten Tagen geschehen war, Dasg nicht daran, dass er wirklich nicht beunruhigt war, sondern nur daran, dass er nicht wollte, dass Estelle seine Sorgen sp¨¹rte. Dante wusste, dass Estelle sich darauf verlie?, dass er in dieser turbulenten Zeit die starke Seite war, und Dante konnte sie nicht entt?uschen. Es war bereits eine Woche vergangen, seit sie aufgebrochen waren, und Dante konnte Estelles Verzweiflung sp¨¹ren, die immer gr??er zu werden schien, je weiter sie sich von Fort zed entfernten. Dante hatte nichts davon gesagt, er wusste nicht, wie er Estelle tr?sten konnte oder was genau die richtigen Worte w?ren. Gab es ¨¹berhaupt die richtigen Worte, wenn das gesamte Fort zed direkt vor Estelles Augen verschwunden war und ihren Vater und die Menschen, die sie liebten, mit sich genommen hatte? Nur der Sch?pfer wusste, was mit Fort zed geschehen war, aber Dante wagte nicht, das Schlimmste zu denken, er konnte nur wie Estelle uben, dass sich alles aufkl?ren w¨¹rde, sobald sie im Dragon Keep angekommen waren. Es war das erste Mal in Dantes Leben, dass er in einem songsamen Tempo wie ein Mensch reiste, und es fiel ihm schwer, sich daran zu gew?hnen, obwohl er sich das nicht anmerken lie?. Es blieb ihnen keine andere Wahl, und so konnte Dante nur sein Bestes geben. Allerdings bedauerte Dante, dass seine Probleme auch zu einem so ung¨¹nstigen Zeitpunkt gekommen waren. Wenn Dante wenigstens noch schalten k?nnte, h?tten sie jetzt schon eine L?sung, und je mehr Tage vergingen, desto gr??er wurde die Unruhe. Dante sch¨¹ttelte seine Gedanken ab, als er schlie?lich am Bach ankam, wo er sich hinhockte und begann, die Wasserh?ute zu f¨¹llen. W?hrend Dante dies tat, fiel ihm pl?tzlich etwas auf, das er eigentlich schon viel fr¨¹her h?tte bemerken m¨¹ssen. Der Wald um Dante herum war still und ruhig, so still, dass es ihm verd?chtig vorkam. Es kam ihm so vor, als w?re der Wald viel zu still, als dass das zu einer solchen Zeit m?glich w?re, und Dantes Augen verengten sich misstrauisch, und seine Brauen runzelten sich zu einem tiefen Stirnrunzeln. "Irgendetwas stimmt hier nicht." murmelte Dante leise vor sich hin, w?hrend er schnell die Wasserh?ute f¨¹llte und sich auf den Weg zur¨¹ck zu Estelle machte. Als er dort ankam, wo er Estelle zur¨¹ckgssen hatte, fand Dante sie an einem Baum sitzend vor, wo sie bereits eingescfen war. Dante verstaute die Wasserfelle auf ihren Pferden, bevor er zu Estelle ging und sich neben sie hockte. "Elle? Elle, wach auf." rief Dante Estelle zu, als er sie leicht wachr¨¹ttelte. Estelle war nicht ansprechbar und reagierte nicht im Geringsten auf Dantes Versuche, sie blieb vollkommen still, die Augen geschlossen und mit friedlichem Gesichtsausdruck. "Komm schon, Elle, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, wir m¨¹ssen so schnell wie m?glich von hier verschwinden." fl¨¹sterte Dante eindringlich, w?hrend er versuchte, Estelle noch einmal wachzur¨¹tteln, aber es war letztlich ein vergeblicher Versuch. Dantes Brauen zogen sich besorgt zusammen, als er einen Blick auf ihre unmittelbare Umgebung warf; Dantes Sinne nahmen keine fremden Ger¨¹che oder Ger?usche wahr, und es schien auch niemand au?er ihnen im Wald zu sein. Dennoch konnte Dante nicht sicher sein. Seine Instinkte waren v?llig ¨¹berreizt, und er konnte nicht einmal sagen, warum. "Dieser Wald hat einfach etwas an sich." murmelte Dante vor sich hin, w?hrend er eine Handfl?che auf den Boden legte und die Augen schloss. Dante sch?rfte seine Sinne, um herauszufinden, warum er sich so unwohl f¨¹hlte, aber so sehr er sich auch bem¨¹hte, er konnte nichts wahrnehmen. Dante stie? einen leisen Seufzer aus, er war sich sicher, dass seine Instinkte ihn noch nie im Stich gssen hatten, und wenn er sich so unwohl f¨¹hlte, dann musste es daf¨¹r einen guten Grund geben. Es war immer noch das Beste, auf Nummer sicher zu gehen, dieser Wald w¨¹rde es einfach nicht tun, und obwohl Dante wusste, dass Estelle schon ersch?pft war von dem Ritt ohne Pause, bei dem sie sich kaum ausruhen konnte, wusste er, dass sie hier nicht allzunge verweilen konnten. "Elle, wach auf. Wir m¨¹ssen aus diesem Wald verschwinden. Wach auf." fl¨¹sterte Dante eindringlich, aber Estelle reagierte immer noch nicht. In diesem Moment begann Dante zu begreifen, dass das, was mit diesem Wald nicht stimmte, vielleicht direkt vor seinen Augeng. Estelle konnte nicht in einem so tiefen Scf liegen, dass sie auf Dantes Rufe nicht reagierte, da musste etwas nicht stimmen. "Elle! Elle!" rief Dante und r¨¹ttelte mit mehr Nachdruck an Estelles Schultern, aber Estelle reagierte immer noch nicht. "Scales! Was ist mit dir passiert?!" rief Dante panisch aus und bereute es sofort, Estelle allein gssen zu haben. In den letzten Tagen war Dante an Estelle¡¯s Seite geblieben, er war derjenige, der ¨¹ber sie wachte und sie besch¨¹tzte. Diesmal versicherte Estelle ihm, dass er ohne Sorgen gehen k?nne und sie genau an dieser Stelle auf ihn warten w¨¹rde, Dante wurde nun r, dass er sie niemals h?tte vessen d¨¹rfen. "Elle, wir m¨¹ssen gehen." sagte Dante entschlossen, w?hrend er Estelle in die Arme nahm und sie zu seinem Pferd trug. Gerade als Dante Estelle auf sein Pferd setzte, sp¨¹rte er, wie ihn eine schwere Kraft am Hinterkopf traf, und Dantes Augen weiteten sich, Er drehte sich ruckartig um und sah seinen Angreifer an, bevor er bewusstlos zu Boden sank. Chapter 220: Unerlaubtes Betreten (Kap.220)

Chapter 220: Uneubtes Betreten (Kap.220)

"Ich habe dich gebeten zu gehen?... wohin?" fragte Lord Starron. "Um..." Estelle begann zu antworten, aber dann brach sie ab. Als ich einen Alptraum vor diesem hatte... Vater w¨¹rde mich nie daran erinnernssen...¡¯ dachte Estelle bei sich. Seit dem Tod ihrer Mutter wurde Estelle oft von Albtr?umen gegt, die sie aus dem Scf rissen. Lord Starron wusste das, und er versicherte Estelle immer, dass es nur ein Albtraum war. Anstatt ihn wieder zu erleben, bat Lord Starron sie, ihr Herz zu beruhigen und alle ?ngste zu vertreiben. Lord Starron fragte Estelle erst dann, was es mit dem Albtraum auf sich hatte, als sie sich l?ngst wieder beruhigt hatte, denn Lord Starron wollte nicht, dass Estelle noch verzweifelter wurde. Es war nur ein kleiner Unterschied, etwas, das die meisten sogar als unbedeutend ansehen w¨¹rden ... vielleicht f¨¹hlte sich Lord Starron heute einfach nur bstet und verhielt sich anders als er selbst. Aber Estelle wusste es besser, die Handlungen ihres Vaters waren seit ¨¹ber einem Jahrzehnt gleichbleibend... er w¨¹rde nie nach den genauen Einzelheiten ihres Alptraums fragen, denn das w¨¹rde Estelle nur noch mehr Angst machen. Lord Starron w¨¹rde lieber alles tun, um Estelle von ihrem Albtraum abzulenken, manchmal erz?hlte er sogar dumme Witze. Wie konnte Estelle diesen offensichtlichen Unterschied nicht f¨¹r bedeutsam halten? Wie konnte Estelle ihren eigenen Vater nicht erkennen? Pl?tzlich wurde Estelle r, dass es gar kein Albtraum gewesen war. Das Schwarze Netzwerk, Jason, das Verschwinden von Fort zed... nichts davon war ein Albtraum gewesen. Alles, was jetzt um sie herum geschah, konnte nur der Zauberei geschuldet sein, das hier, direkt vor ihren Augen, war der Albtraum. "Du bist nicht mein Vater!" zischte Estelle, als sie sich scharf von demjenigen entfernte, der es war. In diesem Moment ert?nte ein ohrenbet?ubender Schrei um Estelle herum, und ihre Hand schoss hoch, um ihre empfindlichen Ohren zu bedecken, w?hrend sie zu Boden st¨¹rzte. Lord Starrons Arbeitszimmer war pl?tzlich von Schatten umh¨¹llt und verschwand aus Estelles Blickfeld. "Wo ist es?! Wo ist es?!" Eine w¨¹tende Stimme br¨¹llte w¨¹tend, als Estelles Umgebung von der Dunkelheit verschluckt wurde und eine krallenbewehrte Hand ihre Kehle packte und ihr die Atemwege abschnitt. Estelle schnappte nach Luft und krallte sich an der Hand fest, die aus einer Masse von Schatten bestand, aber der Griff war zu fest und lie? sich nicht lockern. Estelle konnte nur nach Luft schnappen, w?hrend sie ihre Worte herauspresste. "Geh ... zur ... H?lle!" zischte Estelle zwischen den Atemz¨¹gen zur¨¹ck, und die Schreie um sie herum wurden nochuter. "Ich werde dich finden! Ich werde dich finden, wo immer du bist!" Die w¨¹tende Stimme zischte gerade, als Estelles Bewusstsein zur¨¹ckgerissen wurde. ~~~~~~~~~~ Estelles Augen rissen mit einem Keuchen auf, und ihre Hand schoss zu ihrem Hals, wo sie sich die Kehle zuhielt, w?hrend sie heftig hustete und nach Luft rang. Der Albtraum war so real gewesen, dass Estelle immer noch die kalte K?lte der Schattenmasse sp¨¹rte, die ihr die Atemwege abschnitt. Als sich Estelles Atmung beruhigte, kam ein leises St?hnen ¨¹ber ihre Lippen, und ihre H?nde hoben sich, um ihren Kopf zu st¨¹tzen, wo ein pulsierender Schmerz ¨¹ber ihre Schl?fe schoss. ¡¯Was um alles in der Welt...¡¯ dachte Estelle, w?hrend sie sich auf die Beine k?mpfte und sich am n?chstgelegenen Baum festhielt, um Halt und Bnce zu finden. Das erste, was Estelle bemerkte, war die eisige K?lte, die ihr bis in die Knochen drang und sie sichtlich fr?steln lie?. Estelle g die Arme um sich, um sich etwas W?rme zu bewahren, und sch¨¹ttelte den Kopf, um ihre verschwommene Sicht zu kl?ren. Wo bin ich?", fragte sich Estelleut, w?hrend sie sich in dem dichten Wald umsah, der v?llig in Schatten geh¨¹llt war. W?re Estelle ein Mensch gewesen, h?tte sie nicht einmal einen Schritt vor sich sehen k?nnen, und der einzige Grund, warum sie es noch konnte, war das Drachenblut in ihren Adern. Estelle bemerkte, dass dieser Teil des Waldes ganz anders aussah als der letzte, an den sie sich erinnerte, bevor sie einschlief, aber an den Ger¨¹chen um sie herum konnte Estelle erkennen, dass es immer noch derselbe Wald war. Es war nur so, dass sie viel tiefer in den Wald eingedrungen waren und sich weit von ihrem Reisepfad entfernt hatten. Die B?ume waren viel gr??er, mitngen, audenden ?sten und breiten Bl?ttern, die das Licht verdunkelten. Nicht einmal die schw?chsten Lichtstrahlen konnten durch das Bl?tterdach dringen, und Estelle runzelte leicht die Stirn, weil sie sich nicht sicher war, wie sie hierher gekommen war. Was Estelle noch mehr beunruhigte, war die Tatsache, dass Dante nirgendwo in Sicht war ... er h?tte bereits zu ihr zur¨¹ckkehren m¨¹ssen, aber Estelle konnte nur die geringsten Spuren seines Geruchs wahrnehmen. Estelle wollte gerade einen Schritt nach vorne machen, um Dante zu suchen, als sie Stimmen h?rte, die sich aus der Ferne n?herten und ganz sicher nicht zu Dante geh?rten. Estelles Augen weiteten sich leicht, und sie versteckte sich schnell hinter einem Baum und wartete schweigend, um zu sehen, wer es war. Es dauerte einen Moment, aber schon bald brach eine Silhouette durch den Schutz der B?ume, und Estelle wurde sofort von dem intensiven Duft von Blumen getroffen ... er vermischte sich so perfekt mit dem Duft der Natur, dass es schwer war, ihn zu erkennen. Trotzdem konnte Estelle nicht genau sagen, warum ihr das nicht schon fr¨¹her aufgefallen war, aber es war ganz eindeutig der Geruch von Feen. Estelles Augen weiteten sich leicht, sie hatte zwar gewusst, dass das Volk der Feen ein gro?es Gebiet in der Asvarian-Hochburg bewohnte, aber sie hatte nicht erwartet, dass sie ihnen begegnen w¨¹rden. Obwohl das Volk der Feen von den Drachen unterworfen worden war, durften sie ihr Territorium und ihre Monarchie behalten, alle Feenns hatten ihr eigenes Territorium und ihre W?lder. Nur umfasste die Festung Asvarian nun all diese Gebiete, doch gleichzeitig zollten die Drachen den unterworfenen V?lkern Respekt und betraten ihr Territorium nicht unangemeldet. Die Fae waren von Natur aus ?u?erst territorial und mochten keine Eindringlinge... dass sie auf diese Weise in einen ihrer W?lder gestolpert waren, bedeutete f¨¹r Estelle ?rger. Estelle klopfte sich schnell auf den R¨¹cken und atmete erleichtert auf, als sie feststellte, dass ihre Tasche und der Gegenstand noch sicher auf ihrem R¨¹cken befestigt waren. "Du ubst doch nicht wirklich, dass du dich vor uns verstecken kannst, oder? Komm heraus ... der nf¨¹hrer ruft dich." rief eine der Stimmen zu Estelle. Chapter 221: Bergauf (Kap.221)

Chapter 221: Bergauf (Kap.221)

"Die St?lle?" fragte Neveah Menarx mit einer hochgezogenen Augenbraue, als sie die Richtung erkannte, in die sie gingen. W?hrend der ganzen Zeit, die sie gebraucht hatten, um den Drachenturm zu vessen und auf den Hof zu gehen, waren Neveah und Menarx der Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit gewesen, und Menarx war sichtlich erfreut dar¨¹ber. Sein normalerweise d¨¹sterer Gesichtsausdruck war nicht mehr zu sehen, und das, was Neveah als seltenes L?cheln kannte, da Menarx selten l?chelte, hatte sich zu einem breiten Grinsen entwickelt, Dieses Grinsen hatte sich auf Menarx¡¯ Lippen festgesetzt, seit Neveah aus dem Audienzsaal gekommen war, und so selten wie Menarx¡¯ L?cheln war auch die Tatsache, dass dieses L?cheln wirklich seine Augen zum Leuchten brachte. Jeder Ausdruck von Menarx war ehrlich und aufrichtig, und Neveah konnte sich nicht einmal ansatzweise vorstellen, was sie getan hatte, um mit einem so strahlenden L?cheln belohnt zu werden. War ihre Akzeptanz wirklich genug, um jemanden so gl¨¹cklich zu machen? Neveah ubte das nicht... sogar ihr eigener Gef?hrte hatte das anders gesehen. Doch es spielte sich direkt vor ihren Augen ab und Neveah musste sich fragen, was Menarx in ihr sah. "Nun ... ja. Die Entfernung ist nicht so gro?, aber zu Fu? w¨¹rde es eine ganze Weile dauern." erwiderte Menarx und warf Neveah einen verschmitzten Blick zu. Gehen war das letzte Wort, das Neveah von einem Drachen zu h?ren erwartet h?tte, und sie blinzelte erstaunt. "Gehen? Wo du doch fliegen kannst?" murmelte Neveah verbl¨¹fft vor sich hin, w?hrend sie sich abm¨¹hte, mit Menarx¡¯ gro?en Schritten Schritt zu halten. "Drachen k?nnen nicht immer fliegen, Veah. Wir haben nicht ohne Grund Beine, wei?t du." bemerkte Menarx und kicherte am¨¹siert. Menarx war so aufrichtig gl¨¹cklich, dass man es ihm bei jeder seiner Handlungen ansah, und Neveah fand, dass Menarx¡¯ Stimmung ansteckend war, so dass sie sich ein kleines L?cheln nicht verkneifen konnte. "Nein, das wusste ich nicht." erwiderte Neveah mit einem Augenrollen. "Wir k?nnten hinfliegen, wenn du willst ... aber dann w?ren wir hoch ¨¹ber dem Boden. Du kommst nicht oft im Bergfried vorbei, du solltest das Terrain besser kennenlernen." erkl?rte Menarx. "Ist das wirklich dein Grund?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. Menarx l?chelte daraufhin nur und sagte nichts weiter, sondern lie? Neveahs Hand los. "Ich bin gleich wieder da." versicherte Menarx, als er sich in die St?lle begab. Neveah stand vor dem Stall und wartete geduldig auf Menarx, der hineingegangen war, um die Pferde zu holen. Neveah hatte nichts davon gesagt, aber sie fand, dass Menarx wirklich R¨¹cksicht auf sie nahm und sie ohne ein Wort zu sagen zu den St?llen f¨¹hrte. Nun, da Neveah sich entschieden hatte, Menarx¡¯ Reiterin zu sein, h?tte Menarx Neveah selbst reiten d¨¹rfen, aber es schien, als w¨¹rde er warten... bis Neveah selbst es eubte. Neveah seufzte leise, es war erst ein Tag vergangen und Neveah hatte bereits das Gef¨¹hl, dass Menarx zu gut war, um wahr zu sein. Der Gedanke daran hinterlie? ein mncholisches Gef¨¹hl in Neveahs Herz, denn wann immer etwas Gutes Neveah so direkt ins Gesicht starrte, war der Untergang nicht weit entfernt. So war es mit Alessio, so war es mit Luna Colleen und dem Eclipse Hunt Pack, so war es mit Xenon und jetzt mit Menarx. Ich wage es nicht einmal, mich zu freuen... was ist nur aus mir geworden? dachte Neveah bei sich. Es war die unvermeidliche Wahrheit, Neveah betrachtete Menarx mit Misstrauen, und sie ubte, dass sich das in n?chster Zeit nicht ?ndern w¨¹rde. Neveah sch¨¹ttelte ihre Gedanken ab, als Menarx mit einem einzelnen Pferd zur¨¹ckkehrte. Neveah hob eine Augenbraue und schaute Menarx hinterher, um zu sehen, ob ein Stallknecht ein weiteres Pferd mitbrachte, aber es war kein Stallknecht in Sicht. "Wie kann es nur eines sein?" fragte Neveah, und Menarx zuckte l?ssig mit den Schultern. "Der Weg ist steil... Ich werde keine Ruhe haben, wenn ihr weit weg von mir seid." antwortete Menarx in einem verlegenen Ton. Neveah brummte als Antwort, Menarx kannte das Terrain besser, also wusste nur er, wohin er Neveah f¨¹hren w¨¹rde. Menarx bot Neveah eine Hand an, um ihr beim Aufstehen zu helfen, und Neveah warf ihm einen Blick zu. "Ich kann ganz gut allein auf ein Pferd steigen." erinnerte Neveah. "Ich wei? ... aber ich bin hier, also musst du das auch nicht." erwiderte Menarx leichthin und wedelte zur Betonung mit der Hand herum. Neveah seufzte leise, als sie Menarx¡¯ angebotene Hand nahm, stellte ihren Fu? auf den Steigb¨¹gel, stieg auf das Pferd und lie? sich nieder, w?hrend Menarx hinter ihr aufstieg. Menarx¡¯ H?nde ergriffen die Z¨¹gel auf beiden Seiten von Neveah und er trieb das Pferd zu einem schnellen Galopp aus dem Drachenturm heraus an. __________________ "Wo sind wir?" fragte Neveah Menarx neugierig, als er das Pferd zum Stillstand brachte. "Wir m¨¹ssen bergauf gehen, den Rest des Weges k?nnen wirufen." teilte Menarx mit, als er vom Pferd abstieg und Neveah beim Absteigen half, indem er sie an der Taille anhob. "Menarx!" Neveah rief ¨¹berrascht aus und fand den Halt, als Menarx sie absetzte, ein kleines Grinsen auf den Lippen. "Du solltest mehr essen ... du wiegst ja kaum etwas." riet Menarx, w?hrend er die Z¨¹gel des Pferdes an einem Baum befestigte. "Wie w?re es, wenn du versuchst, mich in meiner anderen Gestalt zu heben? Ich k?nnte dich auch in Menschengestalt mit Leichtigkeit hochheben." konterte Neveah widerwillig. "Komm schon." erwiderte Menarx kopfsch¨¹ttelnd, w?hrend er den Weg bergauf f¨¹hrte. Sie gingen eine Weile schweigend, bis Menarx sich pl?tzlich umdrehte, so dass er Neveah gegen¨¹berstand und weiter r¨¹ckw?rts ging. "Was tust du da? Du k?nntest den Halt verlieren und dich verletzen." fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Ich habe einfach Lust, dich anzustarren." Menarx antwortete mit einem l?ssigen Achselzucken. Neveah erschauderte sichtlich ¨¹ber Menarx¡¯ l?cherliche Aussage, w?hrend sich ihr Herz vor Schuldgef¨¹hlen zusammenzog. Diese Seite von Menarx war so ungewohnt, dass Neveah wusste, dass sie es einfach nicht verdient hatte... vor allem, da sie sich noch nicht sicher war, was sie f¨¹r Menarx empfand. "Du hast v?llig den Verstand verloren." entschied Neveah kopfsch¨¹ttelnd, w?hrend sie an Menarx vorbei eilte und weiterging, als w¨¹rde sie den Weg kennen. Menarx¡¯ Lachen verfolgte Neveah den ganzen Weg ¨¹ber. "Warte doch! Du verirrst dich noch!" rief Menarx, w?hrend er sich beeilte, ihre ¨¹berst¨¹rzten Schritte einzuholen. Chapter 222: Bergauf 2 (Kap.222)

Chapter 222: Bergauf 2 (Kap.222)

"Was ist das f¨¹r ein Ort?" fragte Neveah leise fl¨¹sternd, als sie endlich die h?chste Erhebung erreichten. Der Ort, an dem sie jetzt standen, war hoch genug, um als kleiner Berg bezeic zu werden, der sich weit ¨¹ber den Boden erhob, aber nicht ann?hernd so hoch war wie der Drachenturm oder der Berg Edar. Von diesem Punkt aus hatten sie einen ren Blick auf einen gro?en Teil von Keep Skies. Vor ihren Augen erstreckte sich ein weites Gebiet, das mit dem Bezirk von Himmelsrand begann und sogar noch dar¨¹ber hinaus ging. Neveah konnte die Ansammlungen von H¨¹tten und H?usern sehen, die ¨¹ber das Gebiet verteilt waren, und sie konnte die Ger?usche des Lebens h?ren, die von weit unten kamen. Das Gebiet erstreckte sich meilenweit und weit in Sichtweite ragte eine hohe S?ule aus dem Boden, die den Himmel zu durchsto?en schien. ¨¹ber der S?ule sah der Himmel ganz anders aus als sonst. Er war eine Mischung aus verschiedenen roten und grauen Farbt?nen. Und obwohl Neveah nicht sagen konnte, was solch ein seltsames Ph?nomen verursachen k?nnte, konnte sie nicht anders, als ehrf¨¹rchtig zu starren. Neveah hatte noch nie einen roten Himmel gesehen, und sie hatte von ein paar ?lteren Wolfswandlern von seltenen Ph?nomenen wie Blutmonden und uen Monden geh?rt, aber sie hatte noch nie etwas davon gesehen. Aber nicht ein einziges Mal hatte Neveah von einem roten Himmel geh?rt, bei dem sogar die Wolken in den roten Farbton ¨¹bergingen. Es war ein seltsamer und unwahrscheinlicher, aber sch?ner Anblick, und Neveah nahm ihnngsam in sich auf; Sie hatte gewusst, dass die Asvarian-Hochburg und ihr Sitz der Macht, der Himmelsfried, ein Ort vieler seltener und seltsamer Intrigen war, aber sie hatte nicht gewusst, dass er so sch?n war. Aus dieser Entfernung sah es aus wie ein friedliches Paradies, in dem alles unter dem r?tlichen Himmel in vollkommener Gl¨¹ckseligkeit lebte, und die S?ule selbst, die so fehl am tz stand, war einzigartig und faszinierend. "Dies ist der Norden des Drachenturmes, was vor euren Augen liegt, ist Tavern¡¯s End, der vierte Bezirk von Keep Skies." erkl?rte Menarx, als er neben Neveah zu stehen kam. Neveahuschte Menarx¡¯ Worten mit gespannter Aufmerksamkeit, sie war schon immer von der Geschichte und dem Gel?nde der Asvarian-Hochburg fasziniert gewesen, und es war in der Tat etwas anderes, es pers?nlich zu h?ren, als dar¨¹ber zu lesen. "Weit jenseits davon liegt die Burg der D?mmerung, die durch die Futterrillen von Keep Skies begrenzt wird." " "Dahinter erhebt sich Fort Inferno in seiner ganzen feurigen Macht, direkt in einen aktiven Vulkan gebaut." fuhr Menarx fort und beobachtete am¨¹siert Neveahs ehrf¨¹rchtige Miene. "Und ganz am Rande, wo das Asvarianische Leuchtfeuer des Nordens liegt, befindet sich North¡¯s End ... meine Heimat." verriet Menarx. Neveahs Augen weiteten sich vor ¨¹berraschung, als sie sich zu Menarx umdrehte. "Deine Heimat? Du stammst nicht aus der Drachenburg?" fragte Neveah erstaunt. Die f¨¹nf Lords der K?nigsgarde und K?nig Jian schienen so eng miteinander verbunden zu sein, dass Neveah immer angenommen hatte, sie geh?rten demselben n an ... oder waren zumindest zusammen aufgewachsen. Ansonsten konnte Neveah das Vertrauen und die Liebe, die sie f¨¹reinander empfanden, nicht verstehen. "Ah... aber es gab eine Zeit, da gab es weder den Drachenturm noch die Himmelsfeste noch unsere Festung." erinnerte sich Menarx mit einem traurigen L?cheln. "F¨¹r uns Drachen gab es eine Zeit, in der wir keinen Ort hatten, den wir unser Eigen nennen konnten... bevor die Festung erbaut wurde, bevor das Oberste Reich seine Herrschaft engte... waren die Bestien von Asvar nichts." fuhr Menarx fort. Neveah wusste das, auch wenn es ihr immer noch schwer fiel, zu begreifen, wie so m?chtige Bestien in Ketten gelegt und von anderen kontrolliert werden konnten, Tatsache war, dass es geschehen war, und die Erinnerungen daran waren f¨¹r die Asvarian-Bestien so lebendig wie eh und je. "Du hast diese Zeiten miterlebt?" fragte Neveah Menarxngsam und rece im Geiste aus, wie viele Jahrhunderte das her war. Menarx sch¨¹ttelte leicht den Kopf und verschr?nkte die Arme hinter seinem R¨¹cken. "Ich habe die Schrecken miterlebt, aber ich kannte sie nicht so sehr wie meine Verwandten." "Ich wurde im Kielwasser solch turbulenter Zeiten geboren, in einer Zeit, die die Anf?nge des Aufstandes verzeice. An einem Ort weit weg von hier, einem Ort, der heute in der Festung als North¡¯s End bekannt ist." Menarx antwortete. "Du wurdest urspr¨¹nglich im Norden geboren... wie kam es, dass du..." Neveah brach ab, unsicher, was sie eigentlich fragen wollte. "In der k?niglichen Garde? So weit weg von zu Hause?" fragte Menarx mit einem leisen Kichern. Neveah nicktengsam, sie wusste nichts von der k?niglichen Garde, und vor dieser Zeit war das auch nicht ihre Angelegenheit. Aber jetzt waren die Dinge anders, und Neveah erinnerte sich daran, dass alles, was Menarx betraf, auch ihre Angelegenheit sein musste. "Mein n ... meine Familie hat an der Seite von Lord Agardan gek?mpft, an der Spitze des Aufstandes, als Besch¨¹tzer des Nordens." erwiderte Menarx. "Agardan, der Bezwinger? Der erste Drachenk?nig?" Neveah erinnerte sich an den Namen aus den B?nden, die sie studiert hatte. "Ich sehe, du kennst deine Geschichte." sagte Menarx anerkennend und warf Neveah einen Blick zu. "So viel, wie in den B¨¹chern steht..." erwiderte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken. "In der Tat. Lord Agardan sandte einen Ruf zum Kampf und die Patriarchen aller St?mme und ns folgten ihm... auch mein Vater." Menarx fuhr fort. "Ich war damals noch ein Kind, und mein Vater, ein edler Vollblutdrache und nchef, wurde gezwungen, als Minendrache zu dienen." verriet Menarx, sein Tonfall war dunkel, w?hrend sich seine H?nde zu F?usten ballten. "Ein Grubendrache?" wiederholte Neveah. "Die Drachen des Nordens sind daf¨¹r bekannt, die hei?esten mmen zu speien ... die mmen meines Vaters waren unter anderem die hellsten und brannten am heftigsten. Aus seinen mmen konnten Drachensteine veredelt und zu kostbaren Edelsteinen geschmiedet werden." erkl?rte Menarx. Neveah zuckte leicht zusammen, als sie sich vorstellte, wie sie in Ketten gelegt und gezwungen wurde, auf Befehl mmen zu speien und Sch?tze f¨¹r ihre Entf¨¹hrer zu schmieden. Den Geschmack von Fesseln kannte Neveah besser als die meisten. Sie war zwar nicht in Ketten gefesselt gewesen, aber das war nur ein Teil der Gnade, die sie in der Finsternis-Dom?ne erfahren hatte. Der bittere Geschmack der Knechtschaftg ihr noch immer schwer auf der Zunge, wie konnte Neveah ihn so leicht vergessen? Chapter 223: Schwelgen in Erinnerungen (Kap.223)

Chapter 223: Schwelgen in Erinnerungen (Kap.223)

Der bittere Geschmack der Fesselungg ihr noch immer schwer auf der Zunge, wie konnte Neveah ihn so leicht vergessen? Vielleicht war das der Grund daf¨¹r, dass Neveah, so sehr sie sich auch bem¨¹hte, die Drachen nicht hassen konnte, und sie konnte sie auch nicht mit den W?lfen der Eclipse Fang auf eine Stufe stellen. Es war eine Ironie der Geschichte, dass Neveah die Gefangenschaft der Drachen gegen ihren Willen f¨¹r ein viel besseres Schicksal hielt als das, das sie in ihrem eigenen Haus erlitten hatte... in den H?nden ihrer eigenen Familie. Aber das war nur die Realit?t, nichts, was die Drachen getan hatten, konnte sich mit der Grausamkeit von Alphak?nig Lothaire messen. Vielleichtg es daran, dass Neveah von Fremden nicht viel R¨¹cksicht erwartet hatte, und wo es keine Erwartungen gab, gab es auch keine Entt?uschung. Aber von ihrer eigenen Familie ... das war zweifellos ein anderer Fall. "Das ist ja furchtbar." murmelte Neveah in leisem Ton. "Aber so war unsere Realit?t und es gab viele, die ein noch schrecklicheres Schicksal hatten. Kampfdrachen, Zuchtdrachen ..." Menarx brach ab und verstummte am Ende. Neveah wusste, dass es f¨¹r eine Rasse, die Macht und Ehre so sehr sch?tzte wie die Drachen, schwierig gewesen sein musste, ¨¹ber eine solche Vergangenheit zu sprechen. Menarx brauchte nicht viel mehr zu sagen, Neveah wusste von den Drachen, die gezwungen wurden, gegeneinander zu k?mpfen und Gebiete f¨¹r ihre Entf¨¹hrer zu erobern, und von den Drachen, die gezwungen wurden, sich zu binden und fortzupnzen ... alles gegen ihren Willen. Es gab nichts Schrecklicheres, als wenn man selbst seine grundlegenden Instinkte dem Willen eines anderen unterwerfen musste. "Lord Agardans Aufruf zum Kampf kam zu einem Zeitpunkt, an dem meine Art bereit war, die Freiheit zur¨¹ckzuerobern oder bei dem Versuch zu sterben." fuhr Menarx nach einem Moment der Stille fort. Menarx¡¯ Augen waren distanziert, sein Verstand spielte die Erinnerungen an all das, wovon er sprach, noch einmal ab. "Mein Vater folgte dem Ruf zum Kampf. Und als mein Vater die Norddrachen rief und zu ihnen sagte ... es sei Zeit, die Fesseln zu sprengen, hatte ich gerade meinen siebten Sommer hinter mir ... vor vielen, vielen Monden." Menarx erinnerte sich. "Mein Vater f¨¹hrte die Norddrachen auf Befehl von Lord Agardan an und bahnte ihnen einen Pfad aus Blut und Asche auf ihrem Flug ins Herz unserer Festung... genau in diese Himmelsfeste." "Von North¡¯s End bis hin zu Fort Inferno und Dusk Castle ... mein n f¨¹hrte den Angriff an und eroberte alles, was sich ihm in den Weg stellte, bis sie sich Lord Agardans Hauptarmee anschlossen." sagte Menarx, sein Tonfall war von Respekt und Ehrfurcht gepr?gt. Allein der Tonfall, mit dem Menarx ¨¹ber seinen n, seine Familie und seinen Vater sprach, zeigte, wie sehr er sie respektierte. Das war ein weiterer Grund, warum es Neveah schwerfiel, zu begreifen, warum ihre eigene Familie so anders war... so dunkel und b?se. W?hrend andere Familien sich gegenseitig respektierten und ehrten, ihre Blutsbande mehr sch?tzten als ihr eigenes Leben... kannte Neveah nur eine Familie, die von Gier und Machthunger erf¨¹llt war. "Aber es war nicht ohne Opfer... und es war genau diese S?ule, an der mein Vater sein Leben aushauchte." murmelte Menarx mit leiser Stimme. Neveah schnappte leise nach Luft und ihr Blick wanderte zur¨¹ck zu der S?ule, die hoch ¨¹ber dem ganzen Tavernenende stand. Die S?ule wirkte in Neveahs Augen jetzt noch imposanter, denn ihr war r, dass diese S?ule eine tiefere Bedeutung f¨¹r Menarx und die Festung hatte. "Vater hat seine Mission erf¨¹llt, er hat den Norden erobert und sein Volk und alle St?mme und ns des Nordens befreit." "Doch er hat nicht mehr erlebt, welch gro?es Reich aus seinem Opfer entstanden ist..." fuhr Menarx fort und seufzte leise. Neveah konnte Menarx¡¯ Verzweiflung sp¨¹ren, sie war deutlich in seiner Miene zu sehen. Aber sie hatte keine Worte, die Menarx Trost spenden konnten, und so konnte sie nur schweigen und Menarx alles sagenssen, was er zu sagen hatte, und hoffen, dass es sein Herz ensten w¨¹rde. "Mein n wurde zu Besch¨¹tzern des Nordens ernannt, und seither wird ein Turnier abgehalten, und der siegreiche Krieger des Nordens wird mit einem tz in der k?niglichen Garde geehrt." "Anstelle meines Vaters diente mein Bruder in der K?nigsgarde mit Lord Agardan, als dieser zum Hochk?nig gekr?nt wurde." "Und als Hochk?nig Agardan starb ... wollte mein Bruder keinem anderen dienen und zog sich nach North¡¯s End zur¨¹ck." verriet Menarx. "Also Hochk?nig Agardan..." begann Neveah, brach dann aber ab. "Er war der erste Drachenk?nig, der erste bekannte Drache mit goldenen Schuppen und der Vater meines Lehnsherrn." erg?nzte Menarx, der bereits ahnte, was Neveah wissen wollte. "Drachenk?nig Jian ist der zweite Drachenk?nig seit der Gr¨¹ndung der Festung?" fragte Neveah erstaunt. "Der dritte. Mein Lehnsherr ist der zweitgeborene Sohn. Nach dem Tod von Hochk?nig Agardan gab es einen anderen Nachfolger, seinen erstgeborenen Sohn." erkl?rte Menarx. "Ah ... aber ich habe noch nie etwas von einem anderen Drachenk?nig geh?rt. Oder dass Seine Gnaden einen Blutsbruder hatte." wunderte sich Neveahut. "Und das aus gutem Grund." sagte Menarx in einem ernsten Ton, aber mehr sagte er nicht. Neveah fragte auch nicht weiter, wer auch immer vor K?nig Jian regiert hatte, war f¨¹r Neveah nicht von Bng. "Wenn dein Bruder in der K?nigsgarde von Hochk?nig Agardan war, h?ttest du ihn dann nicht abl?sen m¨¹ssen?" fragte Neveah neugierig. "Das h?tte ich tun k?nnen ... aber der Dienst als K?nigswache ist eine Pflicht und eine lebennge Verpflichtung. Das ist keine Entscheidung, die man leicht trifft... Ich fand den urspr¨¹nglichen Nachfolger des Hochk?nigs meines Blutschwurs nicht w¨¹rdig und habe deshalb nicht am Turnier teilgenommen." erkl?rte Menarx. "Aber Seine Gnaden war w¨¹rdig?" fragte Neveah erneut. Menarx warf Neveah einen Blick zu, da er wusste, dass sie und K?nig Jian nicht gerade die besten Freunde waren. "Er ist w¨¹rdig." Menarx antwortete mit einem Nicken. "Diese S?ule steht f¨¹r den ersten Besch¨¹tzer des Nordens und erinnert bis heute an die Tapferkeit und das Opfer meines Vaters." "Und vor dieser S?ule habe ich einen Blutschwur geleistet, meinen Lehnsherrn, meine Br¨¹der und mein Volk zu besch¨¹tzen ... f¨¹r sie zu leben und, wenn es von mir vengt wird, f¨¹r sie zu sterben." "Und als mein Eid mit meinem Blut und auf die Ehre meines Vaters und meines ns geschworen und besiegelt war, wurde ich zu Lord Menarx von Rubinschuppen... Besch¨¹tzer des Nordens." sagte Menarx. Chapter 224: Vielleicht, nicht heute (Kap. 224)

Chapter 224: Vielleicht, nicht heute (Kap. 224)

"Den Willen deines Vaters fortzuf¨¹hren, ich sehe, wie viel dir das bedeutet... Ich kann auch sehen, dass du es verdient hast. Ihr habt Eurem Titel und Eurer Blutlinie alle Ehre gemacht." sagte Neveah wahrheitsgem??. Menarx war ein ehrenwerter Mann, der seinem Lehnsherrn treu ergeben war und seine Eidbr¨¹der sehr sch?tzte. Er war auch sehr geradlinig und entschlossen, und Neveah konnte sich immer darauf vessen, dass Menarx ehrlich war, auch wenn seine Worte manchmal extrem und unverbl¨¹mt waren. Seit dem Moment, in dem Menarx sich entschlossen hatte, Neveah zu akzeptieren, hatte er dies nie wieder r¨¹ckg?ngig gemacht, selbst wenn so viele ungeheuerliche Anschuldigungen gegen Neveah erhoben wurden. Gerade deshalb fand Neveah Menarx so beeindruckend, und sie konnte ihm seine anf?ngliche Verachtung nicht ¨¹bel nehmen. Er war eine seltene und sch?ne Seele, die Dunkelheit gekannt hatte und dennoch unbefleckt blieb... Neveah konnte das von sich selbst nicht behaupten. Neveahs Worte brachten ihr das L?cheln ein, das sie auf Menarx¡¯ Gesicht zu sehen gehofft hatte, und seine traurige Miene verfl¨¹chtigte sich. "Es ist alles, wof¨¹r ich gelebt habe, um des Ansehens meines Vaters w¨¹rdig zu sein. Mein Bruder trug den Titel, und er hat seine Pflicht nicht verfehlt ... nun ruht die Ehre meines ns auf mir." "Es ist ein Titel von gro?er Bedeutung, er bedeutet eine gro?e Pflicht und mit dieser Pflicht wird ein gro?es Opfer erwartet." "Ich hoffe, dass ich diese Pflicht mit euch teilen kann ... aber nur, wenn ihr es w¨¹nscht ... wenn ihr es wirklich wollt." betonte Menarx. "Narx..." begann Neveah, doch Menarx sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Ich wei?, dass du mich nicht liebst, Veah." sagte Menarx direkt und Neveah zuckte sichtlich zusammen, nickte aber. Neveah hatte sich nichts vorgemacht, was ihre Gef¨¹hle anging, was sie f¨¹r Menarx empfand, war tiefer Respekt und Vertrauen... aber Neveah wusste nicht einmal genau, was Liebe war. Sie wusste nicht, wie man einen anderen Menschen liebt, und wenn sie jemals Z?rtlichkeit in ihrem Herzen sp¨¹rte, war Neveahs erste Reaktion immer, sie loszuwerden. Neveah wusste auch, dass ihr Wolf in der Liebe kein Risiko eingehen w¨¹rde, nicht nach dem, was sie bereits durchgemacht hatten. Wie Neveahs Wolf immer zu sagen pflegte, hatte ein K?nig keine Freunde. Das Gleiche galt f¨¹r jede Art von Gesellschaft... ihre W?lfin wollte sie nicht haben und Neveah selbst konnte sie sich nicht leisten. Neveah hatte sich l?ngst mit ihrem harten Schicksal abgefunden, es gab nicht viel, was sie tun konnte... aber dieses kostbare und ehrliche Gef¨¹hl, das Menarx ihr bot, konnte Neveah einfach nicht lossen. Obwohl Neveah ihr eigenes Herz nicht kannte, war sie zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich und vollkommen davon ¨¹berzeugt, dass sie geliebt und wertgesch?tzt wurde. Der Mann vor Neveahs Augen liebte sie, sie konnte es in jeder seiner Handlungen, in jedem seiner Blicke, in jedem seiner Worte sehen ... sie hatte es auch schonnge gewusst. Wenn dies das einzig Gute war, das der Sch?pfer ihr bieten w¨¹rde, wollte Neveah es festhalten... wenn auch nur f¨¹r dieses eine Mal, sie wollte egoistisch sein. War Liebe so wichtig? W?re es nicht in Ordnung, Menarx songe zu lieben und zu vertrauen, wie es ihr Schicksal zulie?? "Verzeih mir, Menarx. Ich kann dir zu diesem Zeitpunkt kein bestimmtes Versprechen geben... Ich kann f¨¹r mich keine andere Wahl treffen als diese." begann Neveah in einem schuldbewussten Ton. Es war derselbe Grund, aus dem sie Lucas abgewiesen hatte, aber dieses Mal konnte Neveah nicht die selbstlose Entscheidung treffen, die sie zuvor getroffen hatte. Neveah hatte diese Entscheidung getroffen, weil es die einzige M?glichkeit war, die ihr einfiel, um sicher im Drachenturm zu bleiben... vielleicht war es egoistisch. Aber Neveah hatte schon einmal den Tod gekostet und w?re zum zweiten Mal fast in diesen Str?mungen umgekommen, sie konnte sich nicht vorstellen, wie viel mehr Schrecken sie erwartete. "Dieser Bergfried... dein Zuhause, er macht mir Angst. ¨¹berall um mich herum sind M?chte, gegen die ich keine Chance habe, nicht zum ersten Mal in meinem Leben... Ich bin die Beute." An dieser Stelle hielt Neveah inne und holte tief Luft, um sich zu beruhigen. Neveah hasste es, sich schwach zu f¨¹hlen, sie verabscheute dieses Gef¨¹hl der Hilflosigkeit, aber es war das einzige konstante Gef¨¹hl, das sie ihr ganzes Lebenng gekannt hatte. "Alles und jeder ist gegen mich, vom Gift in der Lichthalle ¨¹ber die H?utungsschuppen bis hin zu diesem Zauber an der Klippe..." "Jede Abzweigung, die ich nehme, endet auf einem falschen Weg, und ich lebe damit, dass mein Leben auf dem Spiel steht." Neveah sagte in einem schweren Ton, es fiel ihr schwer, ihre wahrsten Gedanken zuzugeben, aber sie hatte das Gef¨¹hl, dass sie Menarx diese Ehrlichkeit schuldete. "Ich bin ver?ngstigt. Beim Sch?pfer, ich f¨¹rchte mich vor dem Unbekannten und dem Alltag jenseits von hier... aber ich will nicht mehr." "Ich will nicht die Beute sein... das Bauernopfer, oder diejenige, die immer ums ¨¹berleben k?mpfen muss. Ich will einfach nur leben... wirklich leben." Neveah stie? einen ersch?pften Seufzer aus. "Ich kann dir also nicht mein Herz versprechen... nicht in diesem Moment. Du w¨¹rdest eine Bindung mit einer Frau riskieren, die dich vielleicht niemals lieben wird ... du bist diejenige, die betrogen wird." "Du kannst es dir immer noch anders ¨¹berlegen, Menarx. Du kannst jetzt immer noch aussteigen... Ich verstehe das." versicherte Neveah aufrichtig. "Es ist in Ordnung. Ich werde nicht mehr vengen, als du bereit bist zu geben, Veah. Was ich mir am meisten w¨¹nsche, ist, dich zu besch¨¹tzen ... dich in Sicherheit zu wissen." "Also, alles, was du zu tun w¨¹nschst ... alles, was du erreichen willst, nimm den Kopf hoch und geh es an. Ich werde dein Halt sein, deine St?rke, dein Schild und dein F¨¹hrer." Menarx antwortete mit einem Kopfsch¨¹tteln. "W¨¹rde es wirklich gut gehen? Wird es dir gut gehen?" fragte Neveah zweifelnd. Menarx gluckste leise und neigte den Kopf zur Seite. "Ich werde dich genug f¨¹r uns beide lieben, Neveah. Ich werde dich so sehr lieben, dass du keine andere Wahl haben wirst, als mich auch zu lieben." erwiderte Menarx voller Zuversicht. "Ich habe noch nie ein Gel¨¹bde gebrochen, das ich vor dieser S?ule abgelegt habe... Was immer ich hier gesagt habe, ich setze mein Leben aufs Spiel, um es zu erreichen." "Ich werde dein Herz gewinnen, Neveah... vielleicht nicht heute, aber eines Tages. Ich werde dich dazu bringen, mir hier deine Liebe zu gestehen, damit mein Vater uns seinen Segen geben kann... aber bis dahin werde ich dich zur m?chtigsten Frau im Drachenberg machen." "Ich w¨¹rde gerne sehen, wer es wagt, dir noch einmal etwas anzutun." sagte Menarx in einem dunklen Tonfall. Chapter 225: Nicht mehr und nicht weniger (Kap.225)

Chapter 225: Nicht mehr und nicht weniger (Kap.225)

Neveah stand und sah zu, wie Menarx mit der Leichtigkeit der Beherrschung seine Drachengestalt annahm, wobei seine rubinroten Schuppen die Sonnenstrahlen einfingen. Er streckte seine Fl¨¹gel aus und grunzte leise, als sich seine gro?en Augen auf Neveah niederlie?en. Einen Momentng z?gerte Neveah. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte man sagen, dass das Reiten von Menarx in einer Situation war, in der sie keine anderen M?glichkeiten mehr hatten. Auf diese Weise konnte Neveah immer noch sagen, dass es nichts bedeuten w¨¹rde, aber dieses Mal war es anders... dieses Mal w¨¹rde es ihre eigene Entscheidung sein. Dies w¨¹rde bedeuten, dass sie Menarx als ihren Drachen voll und ganz akzeptieren w¨¹rde. Obwohl es dieses Mal nicht mehr bedeuten w¨¹rde... w¨¹rde es auch nicht weniger bedeuten. Er ist die beste Wahl f¨¹r uns, Veah. Wir brauchen ein Band, um meinen Blutdurst zu z¨¹geln... Menarx ist derjenige, dem ich am meisten vertraue.¡¯ erinnerte Neveahs Wolf sie. Obwohl Neveah und ihr Wolf eine Einheit bildeten, waren sie nicht immer einer Meinung, und das war auch jetzt so. Neveah verstand zwar das Urteil ihres Wolfes, und sie vertraute Menarx ebenso sehr wie ihr Wolf, aber er war nicht derjenige, dem Neveah am meisten vertraute... Doch derjenige, dem man am meisten vertraut, liebt einen anderen, und am Ende... werden wir die einzigen sein, die verletzt werden. Am Ende sind wir immer diejenigen, die verletzt werden.¡¯ Lass deine Entschlossenheit nicht schwanken, wir k?nnen es uns nicht leisten, unser Herz falsch oder gar nicht zu verschenken. erinnerte Neveahs Wolf sie. Neveah sch¨¹rzte die Lippen, es war f¨¹r sie in Ordnung, dass Xenons Herz einem anderen geh?rte, damit konnte sie noch umgehen. Was sie nicht ertragen konnte, war die Tatsache, dass Neveah die ganze Zeit geubt hatte, ihre Anwesenheit k?nne seinem wilden Dunst helfen. Dieser ube hatte Neveah ein Gef¨¹hl von Zielstrebigkeit gegeben, aber jetzt erkannte sie, dass es gar nicht sie war... nur die Person, an die Neveah Xenon erinnerte. Was bedeutete, dass Neveah Xenon keine Hilfe war, Er hat uns mit anderen verwechselt, und das hat seinen wilden Dunst nur noch verschlimmert. Genau wie bei dem, was passiert ist, werden wir seinen Verstand nur verwirren und ihm noch mehr Leid zuf¨¹gen.¡¯ erinnerte Neveahs Wolf mit einem leisen Seufzer. Neveah konnte ihrer W?lfin nicht widersprechen, denn wenn es so war... wenn sie letztendlich die Ursache f¨¹r den Schmerz sein w¨¹rde, w?re es Neveah viel lieber, sie h?tte Xenon nie getroffen. ¡¯Du hast recht. Ich werde nur daran denken, was das Beste f¨¹r uns ist... das ist auch das Beste f¨¹r ihn.¡¯ dachte Neveah an ihren Wolf zur¨¹ck. Menarx und Neveah waren zu einer ¨¹bereinkunft gekommen, und Neveah war sich sicher, dass sie sich auf Menarx vessen konnte... Neveah wusste es besser, als auf mehr zu hoffen. So viel war schon genug... so viel musste reichen. Neveah fasste ihren Entschluss und ging zu Menarx hin¨¹ber, zog ihre Handschuhe aus und legte eine Hand auf sein oberes Glied. Als Neveahs Hand Menarx¡¯ Schuppen ber¨¹hrte, ert?nte seine vertraute Stimme in ihrem Kopf. "Unser Lehnsherr ruft mich, ich werde dich zuerst zur¨¹ckschicken." dachte Menarx zu Neveah. Neveah nickte, w?hrend sie auf Menarx¡¯ R¨¹cken kletterte und sich in einer bequemen Position niederlie?. Es war nicht das erste Mal, dass Neveah auf einen Drachen stieg, also war es viel einfacher als beim ersten Mal. "Bereit?" meinte Menarx zu Neveah. "Ja,ss uns gehen." Neveah stimmte zu. Menarx st¨¹rzte sich nach vorne und sprang mit einer wendigen Bewegung in den Himmel, wobei seine Fl¨¹gel gegen den Wind schlugen und sie in die H?he trugen. Als sie eine angemessene H?he erreicht hatten, schoss Menarx nach vorne. "Es hat eine Stunde gedauert, bis hierher zu kommen, wienge w¨¹rde es dauern, zur¨¹ck zum Drachenturm zu kommen?" fragte Neveah Menarx neugierig. "Wir sind doch schon da." meinte Menarx am¨¹siert zu Neveah. Neveahs Augen weiteten sich vor ¨¹berraschung, getreu Menarx¡¯ Worten wurde der Drachenturm im n?chsten Moment sichtbar und Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass es nur ein paar Minuten gewesen waren. "Der Flug ist ein gro?er Unterschied zu dem, was du gewohnt bist, du wirst dich daran gew?hnen." dachte Menarx zu Neveah, w?hrend er auf der Landettform aufsetzte. Menarx¡¯ Landung verlief z¨¹gig, und Neveah war immer noch verbl¨¹fft, wie schnell sie angekommen waren, als eine vertraute Stimme nach ihr rief. "Veah!" rief Davina und Neveah warf einen Blick hin¨¹ber, um Davina auf der Landettform auftauchen zu sehen. "Geh schon mal vor, ich werde dich suchen, nachdem ich unseren Lehnsherrn gesehen habe." meinte Menarx zu Neveah. "Das ging wirklich schnell von meinem Lehnsherrn zu unserem Lehnsherrn ... wer auch immer gesagt hat, dass ich damit einverstanden bin ..." Neveah grummelte leise vor sich hin, als sie von Menarx¡¯ R¨¹cken abstieg, aber sie brach am Ende ab. Menarx schnaubte am¨¹siert, als er Neveah mit seinem gro?en Kopf zu verstehen gab, dass sie einsteigen sollte, und machte sich dann wieder auf den Weg zur h?chsten Ebene. Neveah starrte ihm einen Momentng hinterher, bevor sie sich Davina zuwandte. "Schuppen, Veah! Ich habe dich schon seit Wochen nicht mehr gesehen! Und was soll das mit dem Springen von einer Klippe?!" Davina setzte sofort zu einer Tirade an. Neveah stie? einen Seufzer aus und hob eine Hand, um die Haarstr?hnen zu ordnen, die sich durch die Flucht gel?st hatten. Sie war nicht in der Stimmung, sich Davinas Fragerei zu stellen, aber Neveah wusste, dass sie ihr nicht entkommen konnte. "Ich dachte, du h?ttest schon l?ngst damit aufgeh?rt, ich meine, ich bin sicher, der Bergfried war viel ruhiger, als ich weg war." Neveah grummelte leise vor sich hin. "Ich war ein paar Tage weg, ich habe erst bei meiner R¨¹ckkehr vor drei Tagen erfahren, was passiert ist. Und beim Sch?pfer, wenn Lord Menarx dich nicht schon gefunden h?tte, w¨¹rde ich den Fluss ausleeren!" zischte Davina w¨¹tend. Neveah war ¨¹ber Davinas heftige Besorgnis erstaunt und starrte einen Momentng die w¨¹tende Davina an, die verwundert blinzelte, bevor Neveah schlie?lich kicherte. "Ich bin jetzt hier, nicht wahr? Lord Everon sagt, ich habe mir den Kopf ganz sch?n angescgen, es ist sch?dlich f¨¹r meine Gesundheit, wenn du weiter schreist." murmelte Neveah. Davina spottete h?rbar und starrte Neveah einen Momentng finster an, bevor sie den restlichen Abstand zwischen ihnen ¨¹berbr¨¹ckte und Neveah in eine feste Umarmung zog. Neveah versteifte sich instinktiv bei Davinas Umarmung, ihr Wolf knurrte gef?hrlich in ihrem Kopf bei dieser N?he, aber Neveah z¨¹gelte ihren Wolf und blieb ruhig. Chapter 226: Was ist gut? (Kap.226)

Chapter 226: Was ist gut? (Kap.226)

Neveahs steife Haltung entspannte sich erst, als Davina sich zur¨¹ckzog und einen Schritt zur¨¹cktrat, aus Neveahs pers?nlichem Bereich heraus. Davina schien Neveahs ablehnende Reaktion auf ihre Umarmung nicht einmal bemerkt zu haben, und Neveah war froh dar¨¹ber. Neveah hatte es noch nie gemocht, jemanden in ihrer N?he zu haben... sie war schon einmal gestorben, weil sie ihren Schutz vernachl?ssigt hatte, es w?re dumm von ihr, eine Wiederholung zuzssen. An diesem Punkt in Neveahs Leben war jeder, der ihr zu nahe kommen konnte, ohne ihre Instinkte auszul?sen, jemand, dem sie zutiefst vertraute... und von solchen Menschen gab es nicht viele. ¡¯Gibt es welche?¡¯ dachte Neveahs Wolf, aber Neveah hatte keine Antwort und so blieb sie still. "Mach das nicht noch einmal, ich habe mir wirklich Sorgen um dich gemacht." belehrte Davina sie mit einem strengen Blick. Neveah konnte keine Versprechungen machen und so nickte sie nur, sagte aber nichts darauf. Als das gekl?rt war, betrachtete Davina Neveah und nahm ihre Kleidung zur Kenntnis. "Nun, ich kann nicht sagen, dass ich das erwartet h?tte..." murmelte Davina erstaunt. "Da muss ich zustimmen." Erwiderte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken. Davina sprach nicht weiter und gestikulierte in Richtung der vierten Ebene. "Komm jetzt, du solltest dich etwas ausruhen. Lord Everon hat erw?hnt, dass du absolute Ruhe brauchst, du wirst rechtzeitig genug Zeit haben, um mit deinem Beau zu fliegen." stichelte Davina. Neveah verdrehte die Augen und lie? sich von Davina mitziehen, als sie in den vierten Stock gingen. "Richtig, du hast erw?hnt, dass du nicht im Bergfried warst. Wie kommt es, dass du nichts davon erz?hlt hast?" erinnerte sich Neveah pl?tzlich. Davina warf Neveah einen nachdenklichen Blick zu, als sie einen Moment innehielt. "Nun, du musstest dich um die Geburt von Lady Kaliana k¨¹mmern. Ich war wohl so ¨¹berw?ltigt von allem, was passierte, dass ich vor Lady Kalianas Entbindung gegangen bin." "Wenn ich jetzt dar¨¹ber nachdenke, wei? ich nicht einmal mehr, warum ich gegangen bin. Ich sch?tze, ich war einfach so besorgt, dass ich die letzten Tage in der Zitadelle bei meiner Tante verbracht habe und erst heute zur¨¹ckgekehrt bin." sagte Davina nachdenklich. "Du warst nicht diejenige, die eingesperrt war, und irgendwie warst du noch mehr ¨¹berw?ltigt als ich, wenn man bedenkt, dass du jetzt sogar Dinge vergisst." erwiderte Neveah am¨¹siert. "Ach,ss es gut sein. Immerhin stehst du jetzt nicht mehr unter meiner Obhut. Aber mach dir keinen ?rger ... du hast schon genug angerichtet." warnte Davina. "Was habe ich denn getan?" fragte Neveah unschuldig. Davina spottete ¨¹ber Neveahs unschuldigen Tonfall, bevor sie ihren Schritt beschleunigte, wobei sie Neveah immer noch mit sich zerrte. "Wenn du so besorgt um mich bist, solltest du an meine Gesundheit denken." bemerkte Neveah, als sie durch Davinas heftiges Ziehen fast das Gleichgewicht verlor. "Daran h?ttest du denken sollen, bevor du von einer Klippe gesprungen bist und so ein Chaos angerichtet hast." konterte Davina. "Aber was habe ich denn getan?!" fragte Neveah diesmal in ehrlicher Verbl¨¹ffung. "Abgesehen davon, dass du dich tot gestellt und den ganzen Bergfried nach dir suchenssen hast? Wie ich h?re, wurde Lord Xenons wilder Dunst durch die Nachricht von deinem Sturz ausgel?st." "Trotzdem hat er seinen wilden Dunst unterdr¨¹ckt und tagng gesucht, der Dunst kehrte erst wieder zur¨¹ck, als er dich nicht finden konnte." warf Davina ein. Bei der Erw?hnung von Xenon blieb Neveah sofort stehen und Davina wurde zur¨¹ckgezogen, da sie Neveah nicht wirklich ziehen konnte, wenn Neveah es nicht zulie?. Neveah war schlie?lich immer noch ein Wolfswandler, sie war nicht so schwach. "Er hat was...? fragte Neveah in einem kaum h?rbaren Fl¨¹sterton, als ihre ¨¹berraschung nachlie?. "Du wusstest es nicht?" fragte Davina mit einer hochgezogenen Braue. "Nein, nein, wusste ich nicht! Wie konnte er in diesem Zustand nach mir suchen?!" rief Neveah verbl¨¹fft aus. "Nun, Lord Xenon hat den wilden Dunst w?hrend der Suche zur¨¹ckgehalten. Wie ich h?re, ging es ihm ein paar Tageng gut, und er kehrte erst zur¨¹ck, als sich die Ger¨¹chte verbreiteten, dass du mit Sicherheit tot bist." erkl?rte Davinangsam. Neveah ?fe den Mund, um zu sprechen, schloss ihn aber wieder, unf?hig, ein Wort zu formulieren, w?hrend sich ihr Herz vor Sorge und Schuldgef¨¹hlen zusammenzog. "Als Dienerin solltet Ihr Eurem Herrn nicht solche Sorgen bereiten. Nun, da Lord Xenon darum gebeten hat, in Handschellen gelegt zu werden, bin ich sicher, dass der Bergfried f¨¹r viele Tage angespannt sein wird... ", fuhr Davina fort und brach mit einem schweren Seufzer ab. W?hrenddessen stand Neveah einfach nur da und schien wie bet?ubt zu sein. "Zumindest uben jetzt alle, dass deine Anwesenheit das Einzige war, was Lord Xenons wilden Dunst ferngehalten hat." " Jetzt, wo er in deiner Abwesenheit zur¨¹ckgekehrt ist, k?nnen sie endlich sehen, was du alles Gutes f¨¹r den Bergfried getan hast, und alle sind erleichtert ¨¹ber deine R¨¹ckkehr." schloss Davina. Mit diesen Worten zog Davina Neveah mit sich, bis sie in Neveahs Zimmer ankamen, w?hrend Neveahs Verstand von dem, was sie gerade geh?rt hatte, schwirrte. ¡¯Gut?¡¯ dachte Neveah bei sich. Was war gut? Neveah ubte nicht, dass sie etwas getan hatte ... zumindest nicht f¨¹r Xenon. Neveah und K?nig Jian waren eindeutig die einzigen, die wussten, dass Xenons wilder Dunst bereits zur¨¹ckgekehrt war, bevor Neveah von der Klippe gest¨¹rzt war... Neveah war sich sogar ziemlich sicher, dass sie ihn ausgel?st hatte. Die Begegnung zwischen Xenon und Neveah auf dem Berg Edar war Beweis genug daf¨¹r, dass Neveah als Erinnerung an Xenons vergangene Liebe den wilden Dunst ausgel?st hatte. Und Neveah hatte die Sache noch verschlimmert, indem sie von der Klippe sprang und Xenon, der bereits verletzt war, Sorgen bereitete. Wie konnte man also uben, dass Neveahs R¨¹ckkehr eine Erleichterung war? Jetzt, wo Xenon sogar angekettet sein w¨¹rde? "Gibt es keine M?glichkeit? Keine M?glichkeit, dass Seine Gnaden seine Entscheidung, Xenon in Ketten zu legen, zur¨¹cknehmen kann?" fragte Neveah Davina, w?hrend sie sich geistesabwesend auf ihr Bett setzte. "Angekettet? Oh nein, Lord Xenon wird in Handschellen gelegt und nicht angekettet." erwiderte Davina in einem grimmigen Ton. "Gibt es da einen Unterschied?" fragte Neveah misstrauisch und Davina nicktengsam. "Ein Drache kann sich leicht aus den Ketten befreien ... eine Drachenfessel ist eine Kette, die nur aus Magie besteht, so wie es die Zauberer in den fr¨¹hen Jahren gemacht haben ... es ist die einzige M?glichkeit, einen Drachen wirklich zu fesseln." verriet Davina. "Xenon soll gefesselt werden...durch Magie...?" wiederholte Neveah entsetzt f¨¹r sich. Chapter 227: A Burdensome Order (Ch.227)

Chapter 227: A Burdensome Order (Ch.227)

"Xenon soll gebunden werden ... durch Magie ...?" wiederholte Neveah entsetzt. "Nun, was sonst? Ein normaler Drache ist st?rker als jedes Metall, das du dir vorstellen kannst, keine Ketten, die aus Erzen oder Metallen gefertigt sind, k?nnen ihn fesseln." "Sie w¨¹rden es so leicht durchbrechen, wie ich einen d¨¹nnen, zerbrechlichen Ast brechen w¨¹rde. Es ist einfach nutzlos gegen sie." " Die Geschichte hat genug Lektionen gelehrt, und die vielleicht schlimmste Lektion, die sie uns erteilt hat, ist die, wie man einen Drachen wirklich bindet." sagte Davina mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Und da ich wei?, dass dies die Entscheidung von Lord Xenon ist, ube ich nicht, dass Seine Gnaden oder die k?nigliche Garde sich dem widersetzen w¨¹rden ... von uns allen m¨¹ssen sie diejenigen sein, die am meisten unter dieser Entscheidung leiden." f¨¹gte Davina hinzu. Neveah seufzte schwer, auch sie ubte nicht, dass sich jemand gegen eine Entscheidung stellen k?nnte, die Xenon selbst getroffen hatte, die einzige Person, die etwas dagegen tun konnte, war Xenon selbst. Aber Xenon hatte seine Entscheidung bereits getroffen, w¨¹rde er jemanden anh?ren? Neveah wollte uben, dass sie diejenige war, die Xenon von diesem Wahnsinn abbringen konnte, sie wollte uben, dass, wenn Xenon auf jemanden h?ren w¨¹rde, sie es sein w¨¹rde. Xenon hatte ihr immer zugeh?rt, zumindest hatte sie das gedacht, aber Neveah hatte in dem Moment, als sie in Xenons wilde Augen blickte, erkannt, wie falsch sieg. Jetzt hatte die T?uschung nachgssen... Neveah kannte ihren tz, sie wusste genau, was sie f¨¹r Xenon war. "Du bist nicht l?nger die Dienerin von Lord Xenon, Veah. Bste dich nicht damit, Lord Everon wird dir bald dein Tonikum hochschicken. Nimm es auf jeden Fall und ruhe dich etwas aus." sagte Davina zu Neveah, bevor sie sich verabschiedete. Endlich ihren eigenen Gedanken ¨¹bessen, biss sich Neveah ?ngstlich auf die Lippe, als sie sich fragte, ob sie sich einmischen sollte oder ob ihre Einmischung alles nur noch schlimmer machen w¨¹rde. Wenn wir uns einmischen w¨¹rden, was w¨¹rden wir dann tun, Veah? Dies ist immer noch der Drachenturm... ein Ort, an dem wir keine Macht haben.¡¯ erinnerte Neveahs Wolf sie. Neveah zischte leise, sie hasste die Tatsache, dass ihr Wolf vollkommen Recht hatte. Es gab nichts, was Neveah f¨¹r Xenon oder irgendjemanden tun konnte ... es war schon schwer genug, sich selbst in der Drachenburg am Leben zu erhalten. Mit welchem Recht soll ich ihn bitten, seine Entscheidung zu ?ndern? Als seine Dienerin? Als sein Freund? Als was genau?¡¯ dachte Neveah bei sich, und ein freudloses L?cheln umspielte ihre Lippen. "Unsere Wege sind jetzt verschieden." erinnerte sich Neveah mit einem Seufzer. Neveah erhob sich, zog ihr Reitkleid aus und warf sich ein legeres wei?es Kleid ¨¹ber, bevor sie zur¨¹ck zu ihrem Bett ging. Neveah zog die Decke zur¨¹ck und legte sich hin, wobei sie sie wieder bis zum Hals hochzog. Pl?tzlich f¨¹hlte sich Neveah v?llig ausgugt und wollte sich nur noch hinlegen. Sie rollte sich auf ihrem Bett zusammen und schloss die Augen... obwohl es gar nicht so einfach war, Scf zu finden. Als es kurze Zeit sp?ter an Neveahs T¨¹r klopfte, setzte sie sich auf ihrem Bett auf. "Komm herein." Neveah lie? es zu, sie wusste bereits, wer auf der anderen Seite war. Menarx¡¯ Geruch konnte Neveah bereits leicht erkennen, und so lehnte sie sich gegen ihre Kopfst¨¹tze, als Menarx mit einem Tablett hereinkam. "Ist das das Gebr?u von Lord Everon?" fragte Neveah mit einem Stirnrunzeln, den bitteren Geschmack bereits vorwegnehmend. "Es wird dir helfen, wieder zu Kr?ften zu kommen, und du brauchst alle Kraft, die du kriegen kannst, wenn du morgen an der Akademie teilnehmen willst." Menarx antwortete am¨¹siert. "Urggh." Neveah st?hnte, als Menarx zu ihr ging und ihr die Schale mit dem medizinischen Tonikum reichte. Neveah runzelte die Stirn, als sie es an die Lippen hob und die bittere Fl¨¹ssigkeit hinunterschluckte, bevor sie es wieder auf das Tablett stellte. "Du siehst beunruhigt aus, ist etwas passiert?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. Schon als Menarx hereinkam, hatte sie bemerkt, dass seine Miene nicht mehr dieselbe war wie damals, als er sie auf der Landettform zur¨¹ckgssen hatte. Menarx stellte das Tablett beiseite und setzte sich an Neveahs Bett. Er nahm Neveahs Hand in seine, hob sie an seine Lippen und gab ihr einen leichten Kuss auf den Handr¨¹cken, bevor er seine Stirn darauf legte. Seine Augen waren geschlossen und er atmete einen schweren Seufzer aus. "F¨¹r einen Moment ...ss uns einfach einen Moment so bleiben." murmelte Menarx in leisem Ton. Neveah beobachtete Menarx, ihre Brauen zogen sich besorgt zusammen, sie konnte sehen, dass er Schwierigkeiten hatte. "Was ist los? Was ist passiert?" fragte Neveah leise. "Ich... Jian befiehlt mir, zur Akademie der Magie zu fliegen. Ich muss den Schulleiter dazu bringen, die m?chtigste Drachenmanschette zu wirken ... f¨¹r Xenon." erkl?rte Menarx mit einem leisen Seufzer. Der schreckliche Schmerz, den Neveah m¨¹hsam verdr?ngt hatte, kroch wieder hoch und Neveah stie? einen zittrigen Atemzug aus. "Allein der Gedanke daran bringt so schreckliche Erinnerungen zur¨¹ck. Wie soll ich einen solchen Befehl ausf¨¹hren? Wie kann Xenon so grausam sein, dies von uns zu vengen?" fragte Menarx best¨¹rzt. Neveah konnte sehen, dass Menarx durch seine Befehle zutiefst bstet war, und Menarx wusste ebenso, dass Neveah von Xenons Angelegenheiten zutiefst betroffen war, so dass es keiner Worte bedurfte. Neveah lie? Menarx schweigend seine Gedanken sammeln, es gab wirklich nichts, was sie sagen konnte, um ihm seine Aufgabe zu erleichtern. "Muss es so sein?" fragte Neveah nach einem Moment der Stille. "Xenon ist der Einzige, der es aufhalten kann." erwiderte Menarx, w?hrend er einen Blick zu Neveah hob. "Jian hat nicht die Absicht, ihn aufzuhalten, aber ich wei?, wenn es einen anderen Weg g?be, w¨¹rde er dem niemals zustimmen." "Doch selbst wenn es keinen anderen Weg gibt ... dies ist einfach nicht der richtige Weg. Ich wei?, es ist viel vengt, Xenon in seinem jetzigen Zustand zu sehen ist gef?hrlich ... aber ... w¨¹rdest du mit ihm sprechen?" fragte Menarx Neveah hoffnungsvoll. Neveah sch¨¹rzte leicht die Lippen, sie wusste, dass es f¨¹r Menarx schwer gewesen sein musste, eine solche Bitte an sie zu richten. "Wenn er seine Br¨¹der nicht anh?ren will, warum sollte er dann auf mich h?ren?" murmelte Neveah leise. "ubst du das wirklich?" fragte Menarx. Chapter 228: Unruhig (Kap.228)

Chapter 228: Unruhig (Kap.228)

Es waren schon ein paar Stunden vergangen, seit Menarx sich verabschiedet hatte, doch Neveahs Geist kam noch nicht zur Ruhe. Tats?chlich wurde Neveah mit jedem Augenblick unruhiger, und Menarx¡¯ Worte gingen ihr immer wieder durch den Kopf. "ubst du das wirklich?" Menarx hatte gefragt, und esg eine Bedeutung in seinen Worten, die er nicht erkl?ren wollte, und obwohl Neveah wartete, hatte Menarx nichts weiter dazu gesagt. Neveah hattenge ¨¹ber diese Worte nachgedacht, um zu verstehen, was Menarx damit sagen wollte, und ihr war immer noch nicht r, warum Menarx sie gesagt hatte. ubte sie wirklich, dass Xenon ihr nicht zuh?ren w¨¹rde? Neveah ubte es, auch wenn sie das Gegenteil uben wollte, denn sie wollte nicht l?nger in dem Irruben leben, sie sei etwas Besonderes f¨¹r Xenon. Die Realit?t hatte sie hart und unbarmherzig getroffen, als Xenon ihr in die Augen sah und einen anderen forderte, und Neveah wollte sich nie wieder in dieser Lage befinden. Doch die Frage von Menarxstete immer noch schwer auf Neveahs Gem¨¹t und raubte ihr den Scf. Bedeuteten Menarx¡¯ Worte, dass Xenon diese Entscheidung wirklich wegen Neveah getroffen hatte? "Mit wessen Eubnis f¨¹hlt er sich mir gegen¨¹ber schuldig? Ich will seine Schuld nicht..." murmelte Neveah vor sich hin. Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass sie sich noch erb?rmlicher f¨¹hlen w¨¹rde, wenn Xenon nach diesem Ereignis nur noch Schuldgef¨¹hle h?tte. "Der Pelz des Sch?pfers!" Neveah grunzte unter ihrem Atem. Neveah wusste, dass sie die ganze Nacht oder sogar tagng unruhig sein w¨¹rde, wenn sie die Dinge mit sich und Xenon nicht in Ordnung brachte. Wenn ¨¹berhaupt, musste Neveah sicher sein, dass sie nicht der Grund daf¨¹r war, dass Xenon sich selbst verletzte. Neveah setzte sich auf ihrem Bett auf und fuhr sich mit der Hand durch die Haare, um ihre unordentlichen Str?hnen zu b?ndigen. Sie warf einen Blick auf die Seite ihres Bettes, wo Menarx ein neu gen?htes Reitkleid und ein Paar Stiefel zur¨¹ckgssen hatte. Menarx war vor ein paar Stunden gekommen, um nach Neveah zu sehen, bevor er in die Zitadelle geflogen war, um den Auftrag des Drachenk?nigs auszuf¨¹hren, den er erhalten hatte. Die Anwesenheit von Menarx lenkte Neveahs Gedanken zumindest f¨¹r kurze Zeit ab, und sie hatten sich eine Weile unterhalten, bevor er sich verabschiedete. Neveah hatte auch auf Menarx¡¯ Bitte keine Antwort gegeben, aber jetzt, wo sie dar¨¹ber nachdachte, war es das Beste, was sie zu diesem Zeitpunkt tun konnte. Neveah stand von ihrem Bett auf, zog ihre Schuhe an und holte einen Mantel, bevor sie aus ihrem Zimmer ging. In dem Moment, in dem Neveah ihre T¨¹r ?fe, trafen ihre Augen auf ein bekanntes Gesicht, und Neveah hielt in ihrem Schritt inne und hob eine Augenbraue. Es schien, als sei Lady Adrienne zur gleichen Zeit wie Neveah aus ihrem Zimmer getreten ... oder vielleicht stand sie auch schon da und starrte direkt auf Neveahs T¨¹r. Neveah konnte es nicht sagen, und sie hatte auch nicht die Zeit, dar¨¹ber nachzudenken, und so betrachtete sie Lady Adrienne einen Momentng mit einem unbeholfenen Blick, bevor sie den Flur hinunterging. _______________ K?nig Jian stand auf dem Balkon seines Quartiers und blickte vom h?chsten Stockwerk des Bergfrieds hinunter, von wo aus er seine Zitadelle ¨¹berblicken und das Leben seines Volkes beobachten konnte. Wann immer Jians Herz aufgew¨¹hlt war, fand er sich hier wieder, und in der Tat war er ?fters hier als nicht. Besonders in den letzten Wochen, als jeder Tag ein Problem nach dem anderen mit sich brachte. Im Drachenturm hatte sich wirklich nichts ver?ndert, nur sie war anders... Eine Pr?senz, die eigentlich unbedeutend sein sollte, doch sie hatte einen so gro?en Sturm mit sich gebracht, dass sein ganzer Bergfried umgeworfen wurde. Vielleicht war es nicht ihre Absicht, aber K?nig Jian war nur bereit, die Tatsache zu sehen, dass sich zu viele Dinge ver?ndert hatten, seit Neveah im Drachenturm angekommen war, "Mein Lehnsherr, Ihr solltet Euch f¨¹r die Nacht zur¨¹ckziehen." Die Stimme von Lord Rodrick riss K?nig Jian aus seinen Gedanken. "Der Scf entzieht sich mir ... und das schon seit Wochen. Wozu die M¨¹he?" Jian antwortete ausdruckslos. "Mein Lehnsherr, ohne die H?utungsschuppen wird Eure Scflosigkeit von Tag zu Tag schlimmer. Ihr habt seit Wochen nicht mehr gescfen... vielleicht sollten wir Lord Everon rufen?" fragte Lord Rodrick. Jian runzelte leicht die Stirn, seine Unf?higkeit zu scfen hatte ihn schon seit Jahrzehnten gegt, er hatte sich daran gew?hnt. Eine Zeitng waren die von Everon aus den Schuppen der Mauser gebrauten Tr?nke das einzige Mittel, das ihm Scf verschaffte, aber das Kraut war so selten. Everon hatte so gro?e Anstrengungen unternommen, um es zu erwerben, dass es nur f¨¹r Jians St?rkungsmittel reserviert war, aber das war songe, bis Lady Kalianas Zustand es erforderte. "Kalia geht es gut ... und dem Kind auch. Das ist genug, die H?utungsschuppen sind nicht so wichtig." Jian wies sie ab. "Trotzdem ... das Verschwinden der H?utungsschuppen ist beunruhigend. Ich ben?tige einen umfassenden Bericht dar¨¹ber. Wenn es nicht die Wolfsprinzessin ist, gibt es immer noch jemanden in meinem Bergfried, der mir Schaden zuf¨¹gen will." befahl Jian. "Wie mein Lehnsherr befiehlt." erwiderte Lord Rodrick mit einer Verbeugung. "Ihr k?nnt gehen." Jian entlie? Lord Rodrick, w?hrend er sich in sein Quartier zur¨¹ckzog und auf die T¨¹r zuging. "Mein Lehnsherr geht zum Berg Edar? Zu Fu??" fragte Lord Rodrick. "Ich sollte zum hundertsten Mal fragen ... wenn er so stur sein muss ... vielleicht kann ich mir in der Zeit, die es braucht, einen n ausdenken, um ihn zu ¨¹berzeugen." antwortete Jian, ohne sich umzudrehen. Jian verlie? sein Quartier und gingngsam den Flur enng, die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Es war schon eine Weile her, dass er den Bergfried vessen hatte, normalerweise zog er es nicht vor, durch die Hallen des Bergfrieds zu gehen oder ¨¹berhaupt zu gehen. Er war ein Tier des Fluges, die L¨¹fte waren sein wahrer Weg, und hoch oben in dieser H?he gab es keine St?rungen, und er konnte ganz allein sein, wie er es am liebsten tat. Aber dieses Mal brauchte Jian Zeit zum Nachdenken. Er musste sich ¨¹berlegen, wie er einen sturen schwarz geschuppten Drachen davon ¨¹berzeugen konnte, dass es zu grausam f¨¹r ihn selbst und f¨¹r alle anderen war, sich in Handschellen zu legen. Chapter 229: Erinnerungen (Kap.229)

Chapter 229: Erinnerungen (Kap.229)

Jian lehnte an einem Felsen, sein Kopf nach hinten geneigt, seine Z¨¹ge wurden von den Sonnenstrahlen erhellt und seine silbernen Locken schimmerten schwach im Sonnenlicht. Sein Haar war aufgel?st und reichte in chaotischen Str?hnen bis zu seinen Schultern. Nicht weit vor ihm floss ein kleiner Bach, dessen ruhiges Wasser seine nackten F¨¹?e umsp¨¹lte. Seine Stiefel und seine Jacke hatte er zur Seite gelegt. Er trug eine weite wei?e Tunika und Lederhosen, die ?rmel seiner Tunika waren mit Armschienen gesichert. Um seine Taille trug er eine goldene Sch?rpe, die exakt den Farbton seiner Schuppen hatte. Nach monatnger F¨¹hrung der Flugpatrouille im Auftrag seines Bruders, des Drachenk?nigs Asrig - eine Strafe daf¨¹r, dass er sich gegen dessen W¨¹nsche aufgelehnt hatte - war Jian erst vor ein paar Stunden zur¨¹ckgekehrt. Anstatt sich in der Drachenburg zu melden, war Jian zuerst hierher gekommen und obwohl er wusste, dass das den Zorn seines Bruders entfachen w¨¹rde, hatte er nicht vor, so bald zur¨¹ckzukehren. Die Drachenfestung... die Dynastie seines Bruders, alles widersprach Jians ¨¹berzeugungen und wenn er nichts dagegen tun konnte, wollte er lieber nicht Zeuge oder Teil eines solchen Wahnsinns sein. "Jian... Ich wusste, dass ich dich hier finden w¨¹rde." Eine vertraute Stimme riss Jian aus seinen Gedanken. "Xenon... Du hast es dir zum Hobby gemacht, mich zu verfolgen, wie ich sehe. Und ich hatte gehofft, du w¨¹rdest nichts von meiner R¨¹ckkehr erfahren, damit ich etwas Ruhe haben k?nnte." murmelte Jian mit geschlossenen Augen. Xenonchte leise, als er aus dem nahen W?ldchen hervortrat und seine schwarzen Roben hinter ihm im Wind tterten. "Muss ich sagen, dass es mir ein Vergn¨¹gen ist, dich zur¨¹ckgeholt zu haben, mein Prinz?" Xenon fragte kaum verhohlen am¨¹siert. "Gewiss ist es das nicht." grummelte Jian. "Nun, du siehst wirklich... schrecklich aus. Aber du warstnge genug weg, mein Freund." sagte Xenon. "Mein Prinz... Mein Freund... entscheide dich, Xenon. Spiel nicht mit meinen Gef¨¹hlen, Himmel wei?, es hat Monate gedauert, bis der ehrenwerteste Drachengarde ein einziges Gespr?ch mit dem st?rrischen und illoyalen Drachenprinzen f¨¹hren konnte." "Im Nachhinein h?tte ich mich nicht bem¨¹ht, h?tte ich gewusst, dass du solche Probleme machst." sagte Jian sp?ttisch. "Kein gr??eres Problem als du selbst, mein Freund. Dein Bruder hat mich geschickt dich zu holen... zu denken, dass er ubt jetzt Befehle mir erteilen zu k?nnen." sagte Xenon und nahm neben Jian tz. "Asrig ist Drachenk?nig, der Sch?pfer helfe dir, falls jemand deine Worte h?rt... du wirst h?ngen, Xenon." warnte Jian halbherzig. "Und du w¨¹rdest das zssen?" Xenon fragte mit hochgezogener Augenbraue. "Ich m¨¹sste nicht... mein Bruder w¨¹rde es als Aufgabe ansehen, dich loszuwerden." antwortete Jian mit einem Schulterzucken. "Stimmt ja... Ich bin Xenon, der schwarze Drache des gr??ten ns der Drachenkrieger. Mich zu t?ten, w?re wirklich eine Aufgabe." stimmte Xenon zu. "Aber du weichst meiner Frage aus, Jian. W¨¹rdest du zusehen, wie es passiert? Zusehen, wie dein Bruder meinen Kopf auf einen Spie? steckt f¨¹r alle sichtbar?" fragte Xenon erneut. "Ich widerspreche ihm und Asrig schickt mich als Strafe fort." "Dieses Mal war es zur kriegerischen Grenze von Runderloc, wo die Trolle w¨¹ten und unsere Festungen angreifen. Das n?chste Mal... k?nnte es mein Kopf am Spie? sein." sagte Jian mit dunkler Stimme. "Dein Bruder ist ein j?mmerlicher Bastard, das ist sicher... trotzdem, du weichst meiner Frage aus." beharrte Xenon. "Was willst du dann von mir h?ren? Dass ich die verfluchte Festung st¨¹rzen w¨¹rde, wenn Asrig einen der meinen ber¨¹hrt?! Dass ich meinen eigenen Bruder in St¨¹cke rei?en w¨¹rde, um meinen engsten Freund zu retten, und das ohne zu z?gern?!" fauchte Jian. "Da... das ist der Drachenprinz, den ich kenne. Nicht der Sturkopf, der gerade noch in Selbstmitleid ertrinkt. Das ist, wer du bist, Jian... ein nobler und ehrenhafter Mann." erinnerte Xenon mit einem leisen Lachen. "Dein Bruder hat mir einen tz in der k?niglichen Garde angeboten." sagte Xenon nach einer Weile der Stille. Jian warf Xenon einen Blick zu und zog eine Augenbraue hoch. "Viele w¨¹rden das als eine gro?e Ehre betrachten." stellte Jian fest. "Er kann seine Ehre in seinen Tyrannenarsch stecken!" schimpfte Xenon und rollte mit den Augen. "Und du hast sein Angebot abgelehnt... in diesen Worten?" fragte Jian belustigt. "Einfach nein war das beste, was ich aufbringen konnte... es war entweder das oder dies." antwortete Xenon. "Mein Bruder mag es nicht, abgewiesen zu werden, er wird sicherlich einen Groll hegen und bei der geringsten Gelegenheit an dir r?chen." warnte Jian besorgt. "Nun, ich habe nicht vor, sein zartes Ego zu pflegen, und ich kenne seine Kleinlichkeit sehr gut." "Aber meine Haltung bleibt unver?ndert. Ich werde das nur einmal sagen, Jian. Ich schw?re nur einem K?nig einen Blutschwur... und das ist Jian von den Goldenen Schuppen." kl?rte Xenon. "Ich bin kein K?nig, Xenon, und ich werde nie einer sein. Die Gesetze unserer Art beg¨¹nstigen die Erstgeburt, deshalb ist Asrig rechtm??iger Nachfolger." murmelte Jian leise. "Und ist seine Dynastie rechtm??ig? Seine Gesetze, die jeden, der nicht zur Drachenart geh?rt, in Ketten legen?! Unschuldige Menschen zur Unterwerfung zwingen?! Kriegsgefangene versven?!" "Dein Bruder verbreitet die Tyrannei, die wir erlitten haben! Und ub mir, eines Tages werden sich die Leute erheben, so wie wir es getan haben!" "Kein unschuldiger Mann verdient es, in Ketten zu leben, Jian. Kein Volk verdient Sverei! Nicht mal eins!" "Und mach keinen Fehler, du wirst K?nig sein, mein Freund. Du wirst das gro?artige und noble Reich, das dein Vater aufgebaut hat, wiederherstellen und ich werde in allem an deiner Seite sein." "Also nein, ich werde deinem Bruder keinen Treueid schw?ren. Meine Loyalit?t geh?rt dir, ob du sie willst oder nicht! Und wenn du sie nicht willst... dann fessel mich." fauchte Xenon, w?hrend er aufstand. "Xenon, warte..." rief Jian, bevor Xenon w¨¹tend davoufen konnte. "Deine Loyalit?t... Ich werde sie annehmen und auch deinen Eid, wenn die Zeit reif ist. Au?erdem... Handschellen w¨¹rden dir furchtbar stehen." beendete Jian mit einem leisen Kichern. ~~~~~~~~~~ Der Aufzug stoppte auf halber Strecke und Jian blieb darin stehen, die Arme vor der Brust verschr?nkt und die Augen geschlossen, w?hrend seine Erinnerungen in den Hintergrund traten. Chapter 230: Allen au?er ihm bekannt (Kap.230)

Chapter 230: Allen au?er ihm bekannt (Kap.230)

Der Aufzug blieb halbwegs stehen und Jian stand darin, die Augen geschlossen, seine Arme ¨¹ber der Brust verschr?nkt, w?hrend seine Erinnerungen in den Hintergrund traten. Die T¨¹ren zum Aufzug ?fen sich, jemand hatte ihn von einer der unteren Ebenen gestoppt. Jians Augen blieben geschlossen, doch seine Nase zuckte leicht als er den Geruch einer Fee bemerkte. "Euere Hoheit!" rief Lady Adrienne ¨¹berrascht, ihr Atem stockte, als sie direkt auf den Drachenk?nig starrte. Nach einem kurzen Moment konnte Adrienne ihre Neugierde nicht mehr z¨¹geln und beschloss, Neveah zu verfolgen, um zu sehen, wo sie zu dieser sp?ten Stunde hinwollte. Adrienne h?tte nie damit gerec, Dragon King Jian zu begegnen - dem begehrtesten Mann im ganzen Asvarian-Festung und dem Mann, den sie beabsichtigte, f¨¹r sich zu gewinnen. Adrienne hatte bisher noch nie die Gelegenheit dazu gehabt, der Drachenk?nig war ein Einzelg?nger und wurde kaum gesehen. Sie wusste auch nichts ¨¹ber Jians Vorlieben oder welche Orte er bevorzugte, daher f¨¹hlte Adrienne sich f¨¹r die l?ngste Zeit hilflos. Adrienne mmerte sich nur daran, dass, wenn sie in der Heilerakademie gut genug w?re und Lord Everons pers?nliche Sch¨¹lerin w¨¹rde, sie Lord Everon immer begleiten w¨¹rde, auch wenn er zum K?nig gerufen wurde. K?nig Jian w¨¹rde keinen anderen Heiler als Lord Everon empfangen, das war Adriennes einzige M?glichkeit, dem Drachenk?nig nahe genug zu kommen. Wenn das nicht der Fall w?re, h?tte Adrienne sich f¨¹r die Heilkunst interessiert? Nur eine einfache ?rztin zu werden, war sicherlich nicht ihr Ziel. Jian konnte w?hrenddessen nicht von der neuen Anwesenheit gest?rt werden, er vermutete, es w¨¹rde jeder ¨¹berraschen, ihn zu so sp?ter Stunde im Aufzug zu finden, wenn er sonst nur geflogen war. "Guten Tag, Eure Hoheit. Darf ich eintreten?" fragte Lady Adrienne, deren Ton ganz pl?tzlich wechselte. Jians Sch¨¹chternheit und versch?mter Ton kamen ihm nicht ¨¹berraschend, er hatte geh?rt, dass es im Schloss viele Frauen gab, die ihn ins Visier genommen hatten. F¨¹r Jian war es ein Wunder, warum sich jemand die M¨¹he machen w¨¹rde, sich ausgerec den Unerreichbaren zu w¨¹nschen, aber Jian vermutete, dass jeder, der lebte, seine eigene Urteilsf?higkeit h?tte, ob sie nun fehlgeleitet war oder nicht. Und wieder konnte Jian nicht gest?rt werden, um zu antworten. Lady Adrienne realisierte das ebenfalls. Es w?re das kl¨¹gste gewesen, zu gehen, aber wie k?nnte sie eine solche Gelegenheit aufgeben? Lady Adrienne trat in den Aufzug und lie? die T¨¹ren wieder schlie?en und der Aufzug setzte seine Abw?rtsfahrt fort. Die Stille war unertr?glich, Adrienne fragte sich sogar, ob der Drachenk?nig eingescfen war, er bewegte sich so ¨¹berhaupt nicht. Und doch strahlte er eine majest?tische und k?nigliche Aura aus, der Adrienne nicht widerstehen konnte. Adrienne hatte es schon immer gewusst, doch sie war dem Drachenk?nig noch nie so nah gewesen und sie hatte sich noch nie in ihrem Leben so nerv?s gef¨¹hlt. "Er ist einfach majest?tisch." dachte Adrienne ehrf¨¹rchtig und ¨¹berlegte, was sie sagen k?nnte, um die Stille zu brechen. Adrienne ete ihre Finger, w?hrend sie ¨¹berlegte, was sie sagen sollte. Bald w¨¹rde der Aufzug das Erdgeschoss erreichen, Adrienne musste einen Eindruck hintessen. "Ihr findet keinen Scf, Eure Hoheit?" fragte Adrienne schnell. Adriennes Frage wurde mit Schweigen beantwortet und sie biss sich auf die Lippe, w?hrend sie einen Blick auf den Drachenk?nig warf. "Ich.." Adrienne versuchte es erneut, wurde jedoch mitten im Satz unterbrochen. "Sind wir bekannt?" K?nig Jian sprach zum ersten Mal, seine reiche Baritonstimme lie? Adriennes Herz schneller scgen als je zuvor. Aber die Worte des Drachenk?nigs verwirrten Adrienne. Sie war Lady Adrienne, Prinzessin der Feen und Schw?gerin von Lord Lodenworth. Adrienne trug den Titel der sch?nsten Jungfrau in der Festung. Wenn nichts anderes, war Adrienne sicher, dass sie durch das ganze Schloss und vielleicht sogar die gesamte Festung bekannt war. "Ich bin Adrienne, Eure Hoheit. Lady Adrienne." sagte Adrienne schnell und verpasste keinen Scg, nachdem der Drachenk?nig endlich einige Worte gesagt hatte. "Hmmm... das sagt mir nichts." murmelte K?nig Jian, w?hrend der Aufzug anhielt und er ausstieg und keinen einzigen Moment zur¨¹cksah. Adrienne starrte K?nig Jian nach, ihre Lippen bebten, als die Wut in ihrem Herzen hochkochte. "Es ist in Ordnung, wenn ihr mich jetzt noch nicht kennt...ihr werdet es bald genug kennen." schwor Adrienne, als sich die T¨¹ren des Aufzugs wieder schlossen. Als die T¨¹ren sich schlossen, kam Adrienne ein beunruhigender Gedanke. "Dieser Diener hat sich auch zu so sp?ter Stunde herausgeschlichen und dann Seine Hoheit?... Kann das sein?" murmelte Adrienne best¨¹rzt, bevor sie schnell den Kopf sch¨¹ttelte. "Es kann nicht sein... ein einfacher Diener kann es unm?glich schaffen, Seiner Hoheit Gesellschaft zu leisten." beruhigte sich Adrienne, doch ihr Herz war sehr unruhig, denn sogar sie war sich ihrer Worte nicht sicher. W?hrend der Aufzug geschlossen wurde, stand Jian bereits drau?en im Hof des Drachenschlosses. Die k¨¹hle Brise war ein willkommenes Gef¨¹hl und Jian hielt f¨¹r einen Moment inne und atmete die frische Luft tief ein. Er neigte seinen Kopf zur¨¹ck und sah die letzte Flugpatrouille, die das Schloss verlie?. Sie w¨¹rden in einigen Tagen zur¨¹ckkehren, nachdem sie durch den Himmel des Schlosses und die angrenzenden Gebiete geflogen waren. Dann setzte Jian seinen Weg zum Mount Edar ¨¹ber die Landroute fort, sein Tempo warngsam und er hatte keine Absicht, seine Schritte zu beschleunigen. Auch bis zu diesem Augenblick war Jian nicht sicher, was genau er Xenon sagen w¨¹rde, wenn er ank?me. Jian stoppte wieder, als er eine kurze Strecke von der Br¨¹cke entfernt war und entdeckte, dass er nicht der Einzige war, der zum Mount Edar ging. Langsam und vorsichtig bewegte sich niemand anderes als Neveah ¨¹ber die Br¨¹cke und hielt alle paar Augenblicke inne, um einen tiefen Atemzug zu nehmen. "Was zum Teufel macht sie dort?" murmelte Jian mit hochgezogener Augenbraue. Chapter 231: Wieder auf der wackligen Brücke (Kap.231)

Chapter 231: Wieder auf der wackligen Br¨¹cke (Kap.231)

Ein starker Windsto? lie? die h?lzerne Vorrichtung, die Neveah als Halt diente, bedenklich schwanken, und Neveah erstarrte v?llig und ¨¹berdachte, ob es klug war, hierher zu kommen. "Vielleicht h?tte ich mir das besser ¨¹berlegen sollen?" fragte Neveah rhetorisch, und ein nerv?ses Kichern entwich ihren Lippen, als sie bemerkte, wie viel weiter das andere Ende der Br¨¹cke entfernt war. Wieder einmal ¨¹berquerte Neveah die wackelige Br¨¹cke. Es war nicht das erste Mal, dass Neveah ¨¹ber diese Br¨¹cke ging, aber es war mit Sicherheit die be?ngstigendste ¨¹berquerung, die sie seit ihrem ersten Besuch auf dem Berg Edar machen w¨¹rde. Neveah konnte nicht sagen, ob sie ihre ?ngste auf die seltsam windige Nacht schieben konnte, die die Br¨¹cke nicht l?nger als eine Sekunde an ihrem tzssen wollte. "War diese Br¨¹cke nachts immer so wackelig?" fragte sich Neveahut. Vielleicht hatte es vor dieser Nacht schon viele andere windige N?chte gegeben, aber Neveah hatte nie etwas davon mitbekommen, Wie sollte sie auch, wenn sie bei all ihren R¨¹ckreisen vom Berg Edar zu sp?ter Stunde in der W?rme von Xenons Armeng, einer W?rme, die jede Besorgnis vertrieb... "Ich kann unm?glich Angst vor der H?he haben." murmelte Neveah in einem leisen Ton zu sich selbst. Es war ein seltsamer Gedanke, wenn man bedenkt, dass Neveah schon auf zwei riesigen Drachen geritten war und nicht ein einziges Mal davon betroffen gewesen war. Vielleicht hatte es etwas mit Vertrauen zu tun, denn bei jedem Ritt, den Neveah unternommen hatte, hatte sie dem Drachen, mit dem sie ritt, absolut vertraut. Neveah kannte das bisher nicht, denn au?er beim Drachenreiten war sie in Xenons Abwesenheit noch nie mit einer so gro?en H?he konfrontiert worden. Es gab nur das eine Mal, als sie zu Xenon geeilt war, nachdem Lady Kaliana au?er Gefahr war, und an diesem Tag hatte Neveah die ¨¹berquerung ganz allein geschafft. Wenn Neveah daran zur¨¹ckdachte, war sie so aufgeregt gewesen, Xenon zu sehen, dass sie nicht viel nachgedacht hatte, als sie ¨¹ber die Br¨¹cke lief. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, es war ihr r, dass sie irgendwie viel abh?ngiger von dem schwarzgeschuppten Drachen geworden war, als sie es jemals von jemandem gewesen war. Der Gedanke daran missfiel Neveah sehr, und w?hrend sie ¨¹berlegte, den Weg zur¨¹ckzugehen, den sie gekommen war, beruhigte Neveah ihre ?ngste und holte tief Luft. "Nicht aus Vertrauen in einen anderen... nur aus eigenem Willen." erinnerte sich Neveah. Im n?chsten Moment richtete Neveah ihre Haltung auf, denn wenn es etwas gab, worin Neveah geschickt war, dann war es, eine Fassade aufzusetzen, dass alles in Ordnung war, auch wenn sie innerlich zitterte. "Zeig niemals Angst..." murmelte Neveah vor sich hin, das war die Regel, nach der sie immer gelebt hatte. "Indem wir uns auf ihn vessen haben, haben wir unsngsam selbst verloren." dachte Neveahs Wolf zu ihr und Neveah wusste, dass ihr Wolf Recht hatte. F¨¹r jemanden, der wie Neveah gelebt hatte, war ihre gr??te St?rke die Tatsache, dass sie nie jemandem v?llig vertraute oder sich auf jemanden verlie?, au?er auf sich selbst. Aber bei Xenon... hatte Neveah das v?llig vergessen. "Nicht mehr." versicherte Neveah ihrer W?lfin, w?hrend sie ihren Geist beruhigte und in ruhigem und entspanntem Tempo ¨¹ber die Br¨¹cke ging. Nat¨¹rlich ubte Neveah, dass all ihre inneren Konflikte nur ihr selbst bekannt waren, als sie in ihren Zustand der Ruhe zur¨¹ckkehrte, Wie konnte sie wissen, dass nicht weit entfernt, verborgen in den Schatten der Nacht, jede ihrer Handlungen von einem ?u?erst verbl¨¹fften Drachenk?nig genau beobachtet wurde. In Unkenntnis dieser Tatsache ging Neveah unversehrt auf die andere Seite hin¨¹ber und stie? einen leisen Seufzer der Erleichterung aus, bevor sie den t¨¹ckischen Aufstieg an der Seite des Berges Edar in Angriff nahm. Bald erreichte Neveah den Eingang zu Xenons H?hle und kletterte hinein, wobei sie sich die H?nde abwischte, bevor sie die Kapuze ihres Umhangs herunterlie?. Einen Momentng lie? Neveah ihren Blick ¨¹ber Xenons H?hle schweifen, ein Ort, der ihr so vertraut war. Die H?hle war genau so, wie Neveah sie vessen hatte, mit den Fellen ordentlich zusammengefaltet an der Seite und den B?nden, die sie noch zur¨¹ckbringen sollte, direkt daneben. Langsam ging Neveah zu dem Stapel Pelze hin¨¹ber, auf dem sie einen anderen Mantel von ihr zur¨¹ckgssen hatte, als sie von Lord Everon und den Drachenw?chtern abgef¨¹hrt worden war, weil man sie beschuldigt hatte, Lady Kaliana etwas angetan zu haben. Neveah hockte sich hin und legte eine Hand auf den Mantel, sie wusste, dass er manipuliert worden war... sie war nicht dazu gekommen, ihn so ordentlich abzulegen, das musste Xenons eigenes Werk sein. "Er muss sich Sorgen gemacht haben..." sagte Neveah leise und sog einen zittrigen Atem ein, um die aufsteigenden Gef¨¹hle zu unterdr¨¹cken. Neveah zog ihre Hand zur¨¹ck und ballte sie zu einer festen Faust, um nicht in Versuchung zu kommen, etwas anderes zu ber¨¹hren. Neveah wollte nur daran denken, weshalb sie hergekommen war, sie war nur gekommen, um dieses Ereignis mit Xenon zu kl?ren ... um ihm r zu machen, dass sie nicht seine Ausrede sein w¨¹rde, um sich zu bestrafen. Dass er kein Recht hatte, sich selbst zu verletzen, weil er sie verletzt hatte... denn das w¨¹rde nichts an der Tatsache ?ndern, dass er sie verletzt hatte... dass er jedes Vertrauen, das sie in das, was auch immer sie hatten, hatte, zerst?rt hatte. Und jetzt konnte Neveah nie wieder auf seine W?rme und Z?rtlichkeit vertrauen, ohne daran zu zweifeln, ob sie wirklich diejenige in seinen Augen war... oder nur die Kopie einer anderen. Eine Erinnerung an die Frau, die er wirklich sch¨¹tzen und umsorgen wollte. Neveah hatte bereits alles verloren, Familie, geliebte Menschen, einen Gef?hrten... sogar ihr eigenes Leben. Vielleicht w?re es zutreffender zu sagen, dass Neveah nie wirklich etwas davon gehabt hatte, nicht einmal ihr eigenes Leben. Aber wenn es etwas gab, das Neveah hatte, dann war es ihre W¨¹rde ... das war alles, was sie noch hatte. Neveah w¨¹rde sich nicht nach einem Mann sehnen, der eine andere in seinem Herzen hatte, sie w¨¹rde nie etwas begehren, was ihr nicht zustand... Neveah w¨¹rde lieber ihr eigenes Herz herausschneiden, als noch einmal der Narr zu sein. "Alessio war genug ... das eine Mal war genug." murmelte Neveah vor sich hin. Sich erneut dem Risiko auszusetzen, gebrochen zu werden... Neveah w¨¹rde das niemals f¨¹r jemanden riskieren, nicht einmal, wenn es Xenon w?re. Chapter 232: Beobachten und Warten (Kap.232)

Chapter 232: Beobachten und Warten (Kap.232)

Xenon war nicht in der ?u?eren H?hle zu sehen, doch Neveah konnte sp¨¹ren, dass er k¨¹rzlich hier gewesen war. Die Temperatur in der H?hle war warm, ein gro?er Kontrast zur K?lte drau?en. Es war bereits Winter und obwohl Neveah den ersten Schnee noch nicht gesehen hatte, waren die Tage zunehmend k?lter. Doch in Xenons H?hle war es so warm wie eh und je, ausgeglichen durch Xenons nat¨¹rliche Feuerenergie. Dar¨¹ber hinaus konnte Neveah Xenons Geruch immer noch wahrnehmen...er war zwar etwas versst, aber f¨¹r Neveah war das schon genug. "Nicht gerade der beste Zeitpunkt, um sich zu verstecken, oder?" murmelte Neveah leise. Neveah wusste, dass sie nicht viel Zeit hatte. Sie war sicher, dass ihr Besuch auf dem Berg Edar nicht unbemerkt bleiben w¨¹rde. Sie konnte nur hoffen, dass die Drachenw?chter ein Auge zudr¨¹cken w¨¹rden, damit sie sagen k?nnte, was sie zu sagen hatte, denn wenn nicht heute, bezweifelte Neveah, dass sie den Willen finden w¨¹rde, wieder auf die Suche nach Xenon zu gehen. Die Beziehung zwischen Xenon und Neveah hatte bereits ein Ende gefunden, soviel stand fest. Neveah warf einen Blick in die innere H?hle. Sie hatte sich nur einmal bisher hineingewagt und es war damals nicht gut gufen. Es herrschte eine gewisse Vorsicht und Zur¨¹ckhaltung, erneut in die innere H?hle zu gehen. "Ich h?tte es Menarx ¨¹bessen sollen, mich herzubringen. Dann h?tte ich mich nicht herumschleichen m¨¹ssen." Grummelte Neveah. Mit einem weiteren Seufzer und wachsender Beklemmung betraten Neveah die innere H?hle. Ein leises Schnauben entwich Neveahs Lippen, als sie das Chaos in Xenons innerer H?hle sah. So weit Neveahs Augen reichten, waren die Regale in mehrere Teile zerbrochen, die ordentlich aufbewahrten B¨¹cher in Fetzen gerissen und die T?pferwaren und Schatzkisten zerscgen. Es gab noch eine Reihe anderer zerst?rter Dinge, die Neveah nicht identifizieren konnte, da sie zu einem Haufen Asche geworden waren. Diese innere H?hle, die Neveah beim ersten Anblick als beeindruckend empfunden hatte...ein Teil von Xenons H?hle, der die einzige Spur des Mannes, der er vor dem wilden Dunst war, enthielt, war v?llig zerst?rt. ¨¹berall an den W?nden waren Kratz- und Brandspuren, Tische, St¨¹hle, Bettzeug, Kleidung, nichts war mehr intakt. "Oh G?tter!" Keuchte Neveah erneut angesichts des Schadens, den Xenon in seinem eigenen Zuhause angerichtet hatte. Neveahs Herz schn¨¹rte sich vor Schmerz zusammen. Es war unertr?glich f¨¹r sie, die Auswirkungen des wilden Dunstes auf Xenon zu sehen. Nicht, weil Neveah sich um jemand anderen sorgte, sondern weil Neveah sich darum sorgte, was Xenon sich selbst antun konnte...er war ein gro?es Risiko, aber f¨¹r niemanden gr??er als f¨¹r sich selbst. Neveah folgte dem Pfad der Zerst?rung und bahnte sichngsam ihren Weg aus der inneren H?hle hinaus, hinaus auf den hinteren Berg. Genau wie die innere H?hle war auch der gesamte Gipfel des hinteren Berges von Edar zerst?rt. B?ume waren gef?llt oder bis auf den Boden abgerissen worden, es war Zerst?rung, soweit Neveahs Augen sehen konnten. Es war totenstill auf dem hinteren Berg, und wie k?nnte es anders sein? Hieruerte ein Ungeheuer des Todes und der Zerst?rung, der schwarze Schrecken der Asvarian-Festung... das gr??te, t?dlichste Lebewesen der Drachenart und genau der Mann, den Neveah gesucht hatte. "Menarx hatte gesagt, der wilde Dunst sei in gr??erer Intensit?t zur¨¹ckgekehrt... was bedeutet, dass Xenon mich vielleicht gar nicht erkennt..." Neveah dachte endlich an ein gro?es Problem, das sie schon viel fr¨¹her h?tte erkennen m¨¹ssen. Es war kein Wunder, dass Menarx sie hatte begleiten wollen... der Xenon, mit dem Neveah es hier zu tun haben w¨¹rde, war der Xenon von damals, der Xenon, der gem?chlich ihre Kehle gequetscht hatte, w?hrend er sie mit einem Wahnsinn ansah, den Neveah nicht begreifen konnte, oder vielleicht w?re er sogar noch schlimmer. Bei der Erinnerung schauderte Neveah sichtlich, denn sie wusste, dass sie Xenon so oder so gegen¨¹bertreten m¨¹sste. Noch bevor Neveah anfangen konnte, ihren eigenen Verstand in Frage zu stellen, erreichte sie ein leises Grollen, kurz bevor der Boden unter ihren F¨¹?en zu beben begann. Neveahs W?lfin knurrte leise in ihrem Kopf und Neveah brauchte niemanden, der ihr sagte, dass er hier war. Neveah schluckte nerv?s, ihre H?nde ballten sich zu F?usten, w?hrend sie tief einatmete. Xenon war noch weit weg, das konnte Neveah f¨¹hlen, er war irgendwo im Wald, aber er hatte sie gesp¨¹rt und beobachtete sie. Es gab keine Hoffnung mehr, in Sicherheit zu kommen, obwohl es fraglich war, wollte Neveah doch noch uben, dass Xenon ihr nicht schaden w¨¹rde. Und selbst wenn er es tun w¨¹rde, konnte Neveah nicht zur¨¹ckweichen, denn sie war entschlossen, Xenon heute ihre Meinung zu sagen, ob er das nun h?ren wollte oder nicht. Da Xenon Neveahs Geruch wahrgenommen hatte, wusste Neveah, wenn sie fl¨¹chten w¨¹rde, w¨¹rde er sie jagen und es w¨¹rde schnell zu einer Jagd werden. Ein J?ger und ein Gejagter, ein Raubtier und eine Beute. Wenn ¨¹berhaupt, wollte Neveah eine solche Szene zwischen Xenon und sich selbst vermeiden. "Wir m¨¹ssen uns ihm stellen." Dachte Neveahs W?lfin und Neveah sammelte ihre Gedanken, als ein weiteres Grollen durch den hinteren Berg hallte und Neveah einen kalten Schauer ¨¹ber den R¨¹cken jagte. Neveah wartete und ein Moment verging, aber Xenon tauchte immer noch nicht auf, stattdessen wurde seine gr¨¹blerische Pr?senz nur noch intensiver. "Er beobachtet... er wartet. Hier zu stehen, zeigt Angst und wir f¨¹rchten nichts und niemanden. Wenn wir nicht zur¨¹ckk?nnen, m¨¹ssen wir vorw?rts gehen." Dachte Neveahs W?lfin fest zu ihr. "Vorw?rts gehen... zu ihm?" Murmelte Neveah leise. "Wozu sind wir hierher gekommen?" Antwortete Neveahs W?lfin mit einer eigenen Frage. "Wegen ihm... wir sind wegen ihm hier." Antwortete Neveah und ballte ihre F?uste noch fester, als sie den ersten Schritt in Richtung Wald machte. Chapter 233: A Rumble Behind (Ch.233)

Chapter 233: A Rumble Behind (Ch.233)

Neveah wagte sich in den Wald, oder genauer gesagt, in das, was davon ¨¹brig war. Sie gingngsam und vorsichtig, ¨¹berallgen umgest¨¹rzte B?ume und zerbrochene Baumst?mme, und Neveah musste vorsichtig sein, wo sie hintrat. Mehr noch, die Haare in ihrem Nacken standen ihr zu Berge, ihr Instinkt sagte ihr, dass ¨¹berall Gefahruerte, aber es war schwer, eine genaue Richtung zu bestimmen. Neveah war sich nicht einmal sicher, wohin sie ging, sie wusste nicht, welchen Weg Xenon eingescgen hatte oder wo genau er sich befand, sie wusste nur, dass sie sich ihm mit jedem Schritt n?herte. Das Beben der Erde war immer wieder aufgetreten, Neveah war sich nicht sicher, was es zu bedeuten hatte, aber sie hatte bereits beschlossen, keine Angst zu zeigen, und so lie? sie sich nicht davon abschrecken. Nach ein paar weiteren Schritten hielt ein knirschendes Ger?usch Neveah auf. Neveah blickte nach unten und stellte fest, dass ihre Stiefel mit einem seltsamen Gegenstand in Ber¨¹hrung gekommen waren. In der Hocke hob Neveah den Gegenstand auf und hob ihn in die H?he, ihre Augen weiteten sich leicht, als sie ihn sofort erkannte. Obwohl es dunkel und mit Scmm verschmutzt war, war das, was Neveah vor sich hielt, ein Teil des Gem?ldes der sch?nen Frau namens Misha. "Hat er..." murmelte Neveah verwirrt vor sich hin, als sie feststellte, dass das Gem?lde an vielen Stellen w¨¹tend zerrissen worden war und dies nur ein Teil davon war. Das lie? Neveah f¨¹r einen Moment innehalten. "War sie nicht seine geliebte Frau? Oder zumindest jemand, den er liebte?" fragte sich Neveahut, bevor sie schnell den Kopf sch¨¹ttelte und das zerrissene St¨¹ck des Gem?ldes genau dort liegen lie?, wo es gewesen war. Neveah wollte nicht in all das hineingezogen werden, was auch immer zwischen Xenon und der Frau auf dem Gem?lde war ... es war tief genug, dass es Xenon bis heute noch besch?ftigte. Xenon war beim Anblick des Gem?ldes in Rage geraten, Neveah konnte nicht entscheiden, ob es Sehnsucht, Liebe oder Hass war... Xenons Reaktion war schwer zu deuten. Alles, was Neveah wusste, war, dass sie nicht die Frau auf dem Gem?lde war und dass die Frau auf dem Gem?lde diejenige war, die Xenon wirklich an seiner Seite brauchte. Neveah wollte gerade einen weiteren Schritt nach vorne machen, als ein weiteres tiefes Grollen ert?nte, begleitet von einer Welle gl¨¹hender Hitze und einem sehr vertrauten Geruch. Doch dieses Mal war das Ger?usch anders als zuvor... diesmal ng es so nah, als w?re es direkt neben Neveahs Ohren. Neveahs Augen weiteten sich, als ihre Instinkte sie auf Xenons Anwesenheit aufmerksam machten. Sie hatte ihn gefunden... oder besser gesagt, er war derjenige, der sie gefunden hatte, aber was auch immer es war, Neveah wusste ohne Zweifel, dass Xenon direkt hinter ihr war. Das tiefe Grollen kam erneut, und dieses Mal befeuchtete ein Dampfstrahl Neveahs Haar und lie? es in alle Richtungen str?uben. Dieser Dampf war so hei?, dass es sich anf¨¹hlte, als w?re Neveah pl?tzlich mitten in einen aktiven Vulkan geschleudert worden. Der Schwei? perlte auf Neveahs Stirn und tropfte an ihr herunter, als sie sichngsam umdrehte, um dem schwarzen Unhold ins Gesicht zu sehen. Wie Neveah erwartet hatte, starrte der riesige Kopf des schwarzen Drachens auf sie herab, seine feurigen, gl¨¹henden Augen verengten sich und seine Lippen entbl??ten seine furchterregenden Reihen scharfer Z?hne. Und dann senkte er den Kopf, so dass er sich auf gleicher H?he mit ihr befand, seine Augen starrten so intensiv, als k?nnte er sie durchbohren, und Neveah war sich sicher, dass er das konnte. Der hei?e Atem des schwarzen Drachens wehte ¨¹ber Neveahs Gesicht, er war so nah, dass Neveah der Atem stockte, sie wagte nicht zu atmen... sie wusste nicht einmal mehr, wie man atmete. Neveah starrte einfach nur zu ihm hoch, unf?hig, sich zu bewegen oder einen vern¨¹nftigen Gedanken zu fassen, au?er der Tatsache, dass, wenn sie sich nur einen Schritt weiter bewegte, ihr Kopf direkt gegen Xenons Stirn sto?en w¨¹rde. Oder er w¨¹rde sie beim kleinsten Zucken verschlingen, und das w?re dann das ereignisreiche Ende ihres erb?rmlichen Lebens. Neveah versuchte, keine d¨¹steren Gedanken zu hegen, aber mit Xenons gro?en Kulleraugen, die aus so kurzer Entfernung wie riesige Feuerbecken aussahen, konnte sie nicht anders, konnte Neveah nicht umhin, an all die Dinge zu denken, die in dieser Nacht schief gehen konnten, und es begann und endete damit, dass sie in einer Lache ihres eigenen Blutes starb. Nur wusste Neveah dieses Mal, dass sie wahrscheinlich keine ¨¹berreste haben w¨¹rde... h?chstens einen Haufen Asche und ein paar verirrte Knochenst¨¹cke. Von allen Todesf?llen, die Neveah erlebt hatte, war dies das einzige Mal, dass sie sich nicht besonders f¨¹rchtete... sie konnte auch nicht sagen, warum, vielleicht hatte sie sich zu sehr an den Tod gew?hnt, um ihn zu f¨¹rchten. Vielleicht war es aber auch gar nicht der Tod, an den Neveah sich gew?hnt hatte... vielmehr war es die furchterregende Bestie direkt vor Neveahs Augen, die ihr, so sehr sie sich auch bem¨¹hte, einfach keine Angst einjagen konnte. Selbst mit dem Wahnsinn, der sich deutlich in seinen Augen widerspiegelte, selbst mit den Erinnerungen an ihre letzte Konfrontation mit seinem wilden Dunst, Dennoch konnte Neveah keine Angst empfinden. Anstatt sich zu f¨¹rchten, und obwohl sie alle M?glichkeiten kannte, wie dieser schwarze Drache ihr Leben beenden konnte, konnte Neveah nicht anders, als sich zu fragen... Als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, sah er gar nicht so schlecht aus ... Es ist erst ein paar Tage her, wie kann er da schon so abgemagert aussehen? dachte Neveah bei sich. ¡¯Abgezehrt? Wie kannst du dir den Luxus euben, dir Sorgen um ihn zu machen? Er ist aus den Angeln gehoben! Und er wird uns wahrscheinlich in zwei H?lften rei?en!¡¯, dachte Neveahs Wolf erstaunt zu ihr. Neveah ignorierte ihren Wolf und ¨¹berlegte, was sie in diesem Moment am besten sagen konnte und was sie am wenigsten in Gefahr brachte. "Xenon... ich ... hallo ..." stotterte Neveah heraus. Nachdem sie sich ein paar Minutenng den Kopf zerbrochen hatte, war das das Beste, was Neveah einfiel, und als Xenons Augen sich wieder verengten, wusste Neveah, dass ihr eine Menge ?rger bevorstand. Chapter 234: Nach der Nacht (Kap.234)

Chapter 234: Nach der Nacht (Kap.234)

Ein leises Knurren ert?nte von dem schwarzen Drachen bei Neveahs Worten, seine Lippen waren gesch¨¹rzt und sein t?dliches Gebiss blitzte im helleren Licht auf. Neveah zitterte sichtlich, Xenons schweres Atmen und seine zusammengekniffenen Augen waren Beweis genug, dass der schwarzgeschuppte Drache aufgeregt war. Vielleicht war eine beil?ufige Begr¨¹?ung nicht der beste Weg, um dieses Gespr?ch zu beginnen. "Seid gegr¨¹?t, mein Herr." Neveahs Gesichtsausdruck ?nderte sich augenblicklich und kehrte zum Anstand zur¨¹ck. Sie senkte ihren Kopf leicht zu einer respektvollen Verbeugung, gerade so viel, dass sie sich verbeugte, aber nicht so viel, dass sie mit Xenon in Kontakt kam. "Ich bin gekommen, um mit Ihnen zu sprechen." begann Neveah und blickte wieder zu Xenon auf, der sie mit zusammengekniffenen Augen schweigend beobachtete. "Obwohl ich zugeben muss, dass dies kein guter Zeitpunkt zu sein scheint ... um zu sprechen." fuhr Neveah fort. "Aber es gibt Worte, die ich Euch in dieser Nacht sagen muss, mein Herr. Selbst wenn ich mein Leben riskiere... denn sobald der Morgen graut, f¨¹rchte ich, dass es mir nicht mehr verg?nnt sein wird, ein Gespr?ch mit Euch zu f¨¹hren." sagte Neveah. Tats?chlich w¨¹rde sich Neveah bei Tagesanbruch auf den Weg zur Reiterakademie machen. Sie w¨¹rde einen Schritt tun, der ihr Schicksal als Reiterin von Lord Menarx besiegeln w¨¹rde. Wie k?nnte sie sich Gedanken oder Sorgen um einen anderen Drachenlord machen? Neveah war keine, die das in sie gesetzte Vertrauen missbrauchen w¨¹rde, und da sie sich entschlossen hatte, Menarx zu akzeptieren und ihr Leben auf ihn zu setzen, w¨¹rde Neveah alle anderen Gedanken oder kindischen W¨¹nsche lossen m¨¹ssen. Wenn der Morgen graute, w¨¹rden die Tage als Dienerin und Gef?hrtin von Lord Xenon wahrlich vorbei sein, und zwar nicht nur f¨¹r die Welt, sondern auch in Neveahs Herzen. Nur so konnte Neveah sich Menarx gegen¨¹ber weniger schuldig f¨¹hlen. Wenn ich ihn schon nicht lieben kann, dann werde ich mich wenigstens nicht nach einer anderen sehnen, w?hrend ich an seiner Seite bin. Er hat mehr verdient als das ... mehr als mich.¡¯ dachte Neveah bei sich. Neveah r?usperte sich, um ihre Gedanken abzusch¨¹tteln. Wenn es etwas gab, das Neveah besser konnte als jeder andere, dann war es, die edle und k?nigliche Prinzessin perfekt zu spielen. "Mein Herr braucht nicht zu sprechen, es reicht, wenn er zuh?rt. Was ich zu sagen habe, bedarf keiner Antwort... Ich wei? es bereits." fuhr Neveah fort. Irgendwie verga? sie die furchterregende, aufgeregte Bestie vor ihr, w?hrend sie sprach. "Man sagt, du willst Handschellen anlegen, ich werde nicht so t?richt sein zu uben, dass du dir selbst Schaden zuf¨¹gen willst... wegen mir..." Neveah hielt leicht inne und sog einen zittrigen Atem ein. "Doch wenn... nur wenn das der Fall ist", fuhr Neveah fort und hob ihren Blick, um direkt in diese feurigen Glutkugeln zur¨¹ckzustarren. "Findest du es nicht unfair mir gegen¨¹ber, Xenon? Erscheine ich dir so erb?rmlich, dass du mich f¨¹r dieses Ereignis entsch?digen w¨¹rdest, indem du dich selbst verletzst?" "ubst du, dass ich mich dadurch besser f¨¹hle... dass der erste Mann, der mir etwas bedeutet, mir in die Augen sehen und mich einen anderen nennen kann, denn das tut es nicht!" sagte Neveah deutlich. Irgendwie waren diese Worte herausgekommen, ohne dass Neveah sie beabsichtigt hatte, und Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen ¨¹ber ihr eigenes Gest?ndnis. Ein Schnauben des schwarzgeschuppten Drachen, das verd?chtig nach Belustigung ng, lie? Neveah noch mehr erschrecken. "Findest du das lustig? Du l?sst den ganzen Bergfried mit deiner selbsts¨¹chtigen, rachs¨¹chtigen und absurden Entscheidung heute Nacht nicht zur Ruhe kommen und was? Du wagst es zuchen?" Neveah zischte w¨¹tend, Der schwarzgeschuppte Drache sah nur zu, starrte schweigend vor sich hin, und die Tatsache, dass sie nicht sagen konnte, was Xenon genau dachte, regte Neveah nur noch mehr auf. "Du hast die Kontrolle, Xenon, ube nicht, dass du dich hinter dem wilden Dunst verstecken kannst. Du verstehst genau, was ich sage, also werde ich direkt sein ..." Neveah w¨¹nschte, sie k?nnte Xenon w¨¹tend machen, aber ihre Wut verflog genauso schnell, wie sie gekommen war. "Kannst du deine Entscheidung nicht noch einmal ¨¹berdenken?" fragte Neveah in einem Ton der Best¨¹rzung. "Wenn ich wirklich etwas damit zu tun habe, dann sollte ich auch ein Mitspracherecht haben ... und ich sage, dass ich nicht will, dass du verletzt wirst, Xenon ... Ich kann einfach... Ich kann nicht..." murmelte Neveah, ihr Tonfall war kaum mehr als ein Fl¨¹stern. Neveah suchte Xenons Augen und konnte nichts sehen, was darauf hindeutete, dass Xenon da war, alles, was sie sah, war Wut und diese Dunkelheit, die direkt unter der Oberfl?cheuerte. Es war gut genug, dass Xenon sie nicht angegriffen hatte, das bedeutete zumindest, dass er nicht v?llig verloren war. Aber Neveah hoffte wohl zu sehr, dass Xenon sie verstehen w¨¹rde, und es war schade, wenn er es nicht tat. Nach diesem Moment w¨¹rde Neveah diese Worte nie wieder sagen. Nach diesem Moment w¨¹rde Neveah diese unn?tigen Sorgen und Bedenken v?llig ausblenden und nur noch an ihre eigene Zukunft denken ... an das Leben, das sie hier in der Drachenburg f¨¹hren konnte. Das war alles, was Neveah von nun an zssen w¨¹rde, sie hatte genug Schmerz erfahren und Neveah konnte sich nicht mehr viel mehr leisten, Ein Lebewesen konnte nur so viel Herzschmerz ertragen, wie es wollte, selbst wenn es Neveah war. Neveah k?mpfte bereits, k?mpfte darum, ihren Verstand zu bewahren und sich nicht in der Dunkelheit ihres Geistes zu verlieren. Wenn Xenon sie nicht ins Licht ziehen konnte, dann brauchte Neveah ihn nicht. Sie war verdorben und er war eine gr??ere Finsternis, zwei Schatten hatten keinen tz zusammen, sie w¨¹rden sich nur gegenseitig ins Verderben f¨¹hren... es war besser so. Neveah seufzte leise, das Beste, was sie in diesem Moment tun konnte, war, ihre wahren Gef¨¹hle herauszssen, wenn auch nur f¨¹r dieses eine Mal. Dies war das letzte Mal, dass sie sich solche Gef¨¹hle eubte. Du tust dir selbst nur noch mehr weh... er kann dich nicht verstehen. dachte Neveahs Wolf zu Neveah. ¡¯Es war einen Versuch wert, wenn meine Worte Xenon ¨¹berzeugen konnten, dann w?ren zumindest die kurzen... kurzen Momente der W?rme, die wir miteinander geteilt haben, keine Verschwendung gewesen.¡¯ Neveah dachte an ihre W?lfin zur¨¹ck. "Ich habe alles gesagt, was ich zu sagen hatte, ich sollte jetzt zur¨¹ckkehren. Ich wei? nicht, ob du mich verstehen kannst, aber vielleicht ist es besser, wenn du es nicht kannst." "F¨¹r die Tage bis hierher bin ich Euch zutiefst dankbar, Lord Xenon von Onyx Scales." "Nach heute Abend werden sich Eure und meine Wege nicht mehr kreuzen." murmelte Neveah, als sie sich zum Gehen wandte, doch ein markersch¨¹tterndes Knurren lie? Neveah innehalten. "W...mit...wessen...Eubnis?!" Es war das vertraute, faule Knurren, und Neveah erstarrte v?llig. Chapter 235: Sag das noch mal (Kap.235)

Chapter 235: Sag das noch mal (Kap.235)

?W...mit...wessen Eubnis?!" Dieses vertraute, tr?ge Lallen ert?nte und Neveah erstarrte vollkommen. Ein kalter Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken und das hatte nichts mit der k¨¹hlen Nachtbrise zu tun. Sie hatte nicht bemerkt, dass Xenon sich verwandelt hatte; einen Moment zuvor war er noch in Drachenform und es war nur etwas mehr als ein einziger Atemzug vergangen. Nicht nur, dass Neveah Xenons Verwandlung nicht bemerkt hatte, sie hatte auch keine Bewegung bemerkt. Doch pl?tzlich sp¨¹rte sie Xenons Pr?senz direkt hinter sich und h?rte seine leisen, keuchenden Atemz¨¹ge. F¨¹r ein Gesch?pf von so hoher Gr??e ¨¹berraschte Xenons Geschicklichkeit Neveah immer wieder. Als ein weiblicher Alpha Wolf erachtete Neveah ihre Sinne als ?u?erst ausgepr?gt. Sie konnte selbst die kleinste Ver?nderung in der Luft wahrnehmen und hatte unerm¨¹dlich unter der Anleitung von Alpha Dane trainiert, um ihre Sinne zu sch?rfen. Wie hatte Xenon sich so schnell bewegen k?nnen, dass selbst Neveahs empfindliches Geh?r seine Bewegung nicht bemerkte? Schlimmer noch, Neveah war nicht weit genug gegangen, um Xenon entkommen zu k?nnen. Sie war genau in seiner Reichweite und Sch?pfer wusste, dass sie nichts dagegen tun konnte. Neveah wagte es nicht, sich umzudrehen. Sie konnte nur in ihrem erstarrten Zustand stehen bleiben, die Augen weit aufgerissen, als sie Xenons hei?en Atem direkt an ihrem Hals sp¨¹rte. Er war nah, dieses Mal sogar n?her als gerade in seiner Drachenform. Aber im Gegensatz zu seiner Drachenform, die sie nur in Stille anstarrte, bewegte sich Xenons Hand blitzschnell. Er umfasste Neveahs Taille und zog sie zur¨¹ck, sodass sie vollst?ndig gegen ihn gedr¨¹ckt wurde. Ein ¨¹berraschter Aufschrei entwich Neveah, als sie pl?tzlich gegen Xenons Brust gedr¨¹ckt wurde. Sein Arm war fest um ihre Taille gelegt, sodass sie sich keinen Zentimeter bewegen konnte, selbst wenn sie es versucht h?tte. Noch schlimmer war, dass Neveah es h?tte versuchen sollen ... sie wusste, dass sie es h?tte tun sollen, doch sie tat es nicht ... sie konnte es nicht. Der Gedanke, sich von Xenon zu entfernen, kam ihr in diesem Moment nicht einmal in den Sinn, als h?tte ihr Geist pl?tzlich zungsam gearbeitet, um eine vern¨¹nftige Vorgehensweise zu begreifen. Und wie k?nnte Neveah auch hoffen? Es war ¨¹ber eine Woche her, seit sie Xenon das letzte Mal gesehen hatte ... das letzte Mal seine W?rme und Ber¨¹hrung gesp¨¹rt hatte ... und beim Sch?pfer! Seine Pr?senz... ¡¯War seine Pr?senz immer schon so dominierend?¡¯, fragte sich Neveah. ¡¯Riecht er immer so gut ...¡¯ kam ein weiterer unerw¨¹nschter Gedanke in ihr auf. Xenons vertraute W?rme umh¨¹llte Neveah, sein Duft benomm ihr die Sinne und sie biss auf ihre Lippe, um sich zu konzentrieren. ¡¯Das entwickelt sich in eine eher unerwartete Richtung ...¡¯ dachte Neveahs furchtloser Wolf bei sich. Die ¨¹bliche, sp?ttische und herrische Toge ihres Wolfs war jetzt so ruhig wie stilles Wasser und es erschreckte Neveah noch mehr, dass ihr Wolf in einer Situation, in der sie eigentlich w¨¹tend sein sollte, solche Ruhe zeigen konnte. Es wurde noch schwieriger f¨¹r Neveah, sich zu konzentrieren, als Xenon sich weiter nach unten beugte, seinen Kopf in Neveahs Nacken vergrub und tief einatmete. Seine Haare streiften Neveahs Wange und da Xenon ihrer so nahe war, fehlten Neveah v?llig die Worte. "Mit ... w... wessen ... Eubnis ...?" fragte Xenon erneut, seine Stimme kaum mehr als ein Fl¨¹stern, welches durch Neveahs Mantel ged?mpft wurde. Mit jedem Wort, das er sagte, erw?rmte sein Atem die leicht entbl??te Haut an Neveahs Hals und obwohl der hei?e Atem von Xenon die K?lte der Nacht h?tte vertreiben sollen, Neveah empfand es genau umgekehrt, denn ein Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken. War es die K?lte? Oder war es etwas anderes? "Ich ... Xenon ..." stotterte Neveah, unf?hig, ihre Worte zusammenzuf¨¹gen ... oder besser gesagt, Neveah hatte keine Worte. Was sollte man in einer solchen Situation auch schon sagen? Neveah war gekommen, um Xenon von seiner Entscheidung abzubringen ... wie konnte sie nun diejenige sein, die davon abgebracht wird? Und au?er seiner r?tselhaften Frage hatte Xenon kein Wort gesagt, doch jede seiner Handlungen waren genug Aussage. Obwohl sie die Gefahren kannte, die mit der Konfrontation mit der Schwarz Bestie verbunden waren, war Neveah trotzdem hierher gekommen. Doch warum erschien ihr diese Seite von Xenon als gr??erer Gefahr als die Bestie von eben? Mehr als ihr Leben f¨¹rchtete Neveah, dass ihr Herz ber¨¹hrt werden k?nnte. Es gab keinen sicheren Weg in den Untergang als die Schw?che der Gef¨¹hle. Und bei Xenon war das Risiko noch gr??er, denn in dem Moment, in dem Neveahs Herz einen unregelm??igen Scg machte, wurde ihr ein Gedanke bewusst ... vielleicht der einzige Gedanke, den Neveah begreifen konnte. ¡¯Wen sieht er in diesem Moment? Wen w¨¹nscht er sich wirklich zu halten? Ist es mein Name in seinem Herzen ... oder der Name eines anderen?¡¯, dachte Neveah, w?hrend sie ihre H?nde zu festen F?usten ballte. "Du w...weisst ... es ..." Xenon begann wieder zu sprechen, seine Worte kamen m¨¹hsam und bruchst¨¹ckhaft heraus, aber Neveah konnte sie verstehen. "Wissen ... was wei? ich?" stotterte Neveah nerv?s und wunderte sich, dass sie pl?tzlich nicht viel besser ng als Xenon. "Wem ... du g...geh?rst ..." antwortete Xenon in festem Ton. Er fragte nicht, in seinem Tonfallg keine Frage. Stattdessen sprach er, gab eine Tatsache wieder, die er f¨¹r sicher hielt. Neveahs Augen weiteten sich bei Xenons Erkl?rung noch mehr und ihre Gedanken rasten. Der Nebel, in dem sie sich kurzzeitig befunden hatte, wich und Neveah verarbeitete Xenons Worte erneut. ¡¯Wem ich geh?re? Das kann nur ich entscheiden.¡¯ dachte Neveah. Ihre Augen verengten sich leicht, sie versuchte, sich aus Xenons Griff zu befreien, aber er hielt sie nur noch fester fest. "Ich geh?re keinem!" widersprach Neveah fest. Xenon kicherte d¨¹ster und drehte Neveah so herum, dass sie ihn direkt ansah. Ihre gro?en Augen starrten in Xenons eigene pechschwarze Augen, die besitzergreifend verengt waren. Die Emotionen, die sich in Xenons Augen widerspiegelten, waren schwer zu deuten und doch so intensiv, dass Neveah erneut verbl¨¹fft war. "Sag ... das ... noch einmal ... n," forderte Xenon sie auf. Neveah ?fe den Mund, um etwas zu sagen, doch bevor sie etwas sagen konnte, senkte Xenon den Kopf und seine Lippen eroberten Neveahs Lippen in einem gl¨¹henden Kuss. Chapter 236: Eine Saison in Tajmaé (Kap.236)

Chapter 236: Eine Saison in Tajma¨¦ (Kap.236)

~Tajma¨¦-Wald; Nymphengebiet fern?stlich von Keep Skies "Wie bitte?!" fragte Dante mit einer hochgezogenen Augenbraue und starrte ungl?ubig auf die Gruppe von Nymphen, die ihn bewusstlos gescgen hatten. Die Worte, die die Nymphe gerade gesagt hatte, lie?en Dante seine Wut v?llig vergessen, als er erwachte und sich an einen Baum gefesselt und mit einem Sack ¨¹ber dem Kopf wiederfand. Dann wurde der Sack abgenommen, und Dantes Entf¨¹hrer, f¨¹nf Fremde, standen um ihn herum und starrten ihn mit einem breiten, beunruhigenden L?cheln an. Zuerst hatte Dante gedacht, er sei von Feen entf¨¹hrt worden, doch er hatte schnell gemerkt, dass seinen Entf¨¹hrern das offensichtliche Anh?ngsel zum Fliegen fehlte. Dante kannte viele Feen, und das Einzige, was sie alle gemeinsam hatten, waren diese gespenstischen Fl¨¹gel, und diese Gruppe hatte nichts dergleichen, obwohl sie genauso roch wie Feen. Die Feenrasse umfasste eine gro?e Vielfalt an Arten, von Nymphen bis zu Dryaden, die Feen herrschten sogar ¨¹ber die weniger bedeutenden Arten wie Zentauren und Kobolde... die alle der Asvarischen Hochburg untergeor waren. Abgesehen von den asvarischen Bestien konnte man die Feen als die n?chstgr??ere Rasse betrachten, und sie waren mit Sicherheit zahlenm??ig weitaus st?rker als die Drachen. In Ermangelung von Fl¨¹geln und mit ihrem menschen?hnlichen Aussehen konnte es sich nur um eine andere Feenart handeln, n?mlich um die Nymphen. Dante hatte nicht bemerkt, dass sie dem Gebiet der Nymphen so nahe gekommen waren, das ¨¹berhaupt nicht auf ihrem Wegg. Erst jetzt wurde Dante r, dass Flugreisen und Reisen zu Lande viel zu unterschiedlich waren. Dante war den Weg nach Keep Skies schon oft gegangen, aber noch nie auf dem Landweg, und obwohl er sich einzureden versuchte, dass er genau wusste, wohin sie unterwegs waren ... schien es, als h?tte er sie veufen. Sie zu verirren war eine Sache, aber sich von Nymphen entf¨¹hren zussen und Estelle allein zussen, war eine ganz andere Sache. Aber im Moment waren das noch die geringsten von Dantes Sorgen. Die gr??te davon waren die Worte, die die Anf¨¹hrerin dieser Nymphengruppe gerade gesagt hatte. "Es ist Bl¨¹tezeit f¨¹r uns Nymphen, wir kommen ¨¹ber die Grenzen des Waldes hinaus, um nach dem Preis f¨¹r die Hohe Jungfrau zu jagen." "Unsere Gruppe findet, dass du als Preis geei bist, daher sollst du uns als Tribut angeboten werden. Es ist eine gro?e Ehre, der Hohen Jungfrau zu dienen." Die m?nnliche Nymphe erkl?rte es noch einmal, inngsameren Worten unduterem Ton, als ob Dante schwerh?rig w?re. Nun, es gab viele Dinge, die die Nymphe gerade gesagt hatte, die Dante nicht gefielen, aber zu diesen Dingen geh?rte die Erw?hnung der Worte ¡¯Bl¨¹tezeit¡¯ ... und Preis. Dante war sehr belesen, und von einem Drachenlord wurde vengt, dass er mit der Natur und der Kultur aller Rassen, die unter der Herrschaft der Festung standen, vertraut war, insbesondere von einem Drachenlord aus Dantes Geschlecht. Dante hatte jede Rasse intensiv studiert und verf¨¹gte daher ¨¹ber mehr als nur das Grundwissen ¨¹ber alle Rassen in der Asvarian-Hochburg. Die Worte Bl¨¹tezeit kamen Dante daher sehr bekannt vor, er war sich sicher, dass er schon einmal davon gelesen hatte. Und er brauchte nur einen Moment, um sich daran zu erinnern, wo er davon gelesen hatte und was genau diese Worte bedeuteten. "Bl¨¹tezeit ... wie Paarungszeit ...?" fragte Dante misstrauisch und hoffte, dass seine Erinnerung ihn t?uschte und es in der Bl¨¹tezeit nur um Blumen ging. "Aye!" rief eine andere der Nymphen sofort aus, sichtlich erfreut, dass Dante endlich etwas verstand, nur dass er es nicht verstand. Dante brauchte einen weiteren Moment, um dar¨¹ber nachzudenken, was genau das Wort "Preis" im Zusammenhang mit der Bl¨¹tezeit bedeutete, und ein Schrei des Entsetzens entrang sich ihm, als er es begriffen hatte. "Ihr wollt, dass ich mich mit einer von euch Nymphen paare?!" rief Dante entsetzt aus und warf seine Fassung als edler Drachenlord v?llig ¨¹ber Bord, als ihm r wurde, warum er gefangen genommen worden war. Wenn die Bl¨¹tezeit kam, veranstalteten die Nymphen ein Fest, und es wurde eine Jagd ausgerufen, bei der die unverpaarten Nymphen jenseits der Waldgrenzen nach potenziellen Partnern suchen konnten. Nur war das, was die Nymphen "suchen" nannten, im Grunde genommen das Einfangen derjenigen, die ihnen gefielen, und das Zur¨¹ckbringen in die Nymphensiedlung. "Aye!" Diesmal war die m?nnliche Nymphe diejenige, die zustimmte, und Dantes Augen weiteten sich, als er aufsprang und die Handschellen, die ihm angelegt worden waren, v?llig verga?. Die unsichtbaren Fesseln wurden bei Dantes Widerstand sofort sichtbar, sie leuchteten in einem schwachen Grau, und Dante wurde in seine urspr¨¹ngliche Position zur¨¹ckgezerrt, gleich nachdem ein stechender Schmerz durch ihn geschossen war. "Schuppen!" rief Dante aus, als alle Stellen, mit denen die verzauberte Manschette in Ber¨¹hrung kam, schmerzhaft stachen, eine Warnung, dass Dante sich nicht weiter bewegen konnte, als es die Manschetten eubten. Dante warf einen w¨¹tenden Blick auf die Nymphen, die sie gefesselt hatten, und Wut stieg in ihm auf ... er konnte nicht uben, dass er sich mit so etwas abgeben musste. Dante war ein edelbl¨¹tiger Lorddrache! Bald war er Herr des gro?en Fort Scabbard; Zur¨¹ck in seinem Fort wagte es niemand, in Dantes Gegenwart falsch zu atmen! Er war nicht jemand, den die Nymphen nach Belieben entf¨¹hren und fesseln konnten... "Ihrsst mich sofort gehen, oder euer ganzer n wird sich daf¨¹r verantworten m¨¹ssen!" Dante knurrte w¨¹tend. Die Nymphen tauschten angesichts von Dantes Drohungen Blicke aus, bevor sie in Gel?chter ausbrachen. "Wie wollt ihr das erreichen? Wir Nymphen f¨¹rchten niemanden und wir achten nur auf unsere Kulturen, ihr seid in der Bl¨¹tezeit in unsere Jagdgr¨¹nde eingedrungen... daran seid ihr selbst schuld." Die m?nnliche Nymphe konterte mit einem Spott. Dante knurrte leise, seine Augen verengten sich vor Wut. "Zur H?lle mit eurer Bl¨¹tezeit! Ich werde das nicht mitmachen! Nicht einmal in tausend Jahren! Lasst mich sofort gehen!" knurrte Dante. "Drei Bl¨¹tezeiten und wir finden endlich eine, die dem Geschmack der Jungfrau entspricht, wir bringen dich zur¨¹ck zur Jungfrau, sobald wir das Lager abbrechen." Die m?nnliche Nymphe fuhr fort, als k?nne sie Dantes Worte nicht h?ren. "Arggh!" Dantes Zornesschrei ersch¨¹tterte den Wald ... doch der Wald war gro? genug, so dass sein Schrei nur bis zu einem bestimmten Punkt vordringen konnte ... Chapter 237: Eine Saison in Tajmaé 2 (Kap.237)

Chapter 237: Eine Saison in Tajma¨¦ 2 (Kap.237)

Der Wald von Tajma¨¦ war in Schatten getaucht, als die Nacht hereinbrach, und noch immer sa? Dante, an den Baum hinter ihm gefesselt, die Augen fest in Meditation geschlossen, w?hrend er vor Wut kochte. Die Stunden waren schnell vergangen, und es d?mmerte Dante, dass er aus dieser Situation nicht so schnell herauskommen w¨¹rde. Es hatte auch keinen Sinn, um Hilfe zu rufen, Dante war sich sicher, dass die Flugpatrouille ihn so weit im Tajma¨¦-Wald nicht h?ren w¨¹rde, Au?erdem war sich Dante nicht sicher, welche Flugpatrouille diese Route befehligt hatte, denn sieg am n?chsten an Fort zed und weit entfernt von den anderen Forts, so dass sie eigentlich unter die Obhut von Fort zed h?tte fallen m¨¹ssen. Doch Dante wusste besser als jeder andere, dass die zedrachen unp?sslich waren, was bedeutete, dass alle Gebiete, die unter ihrer Obhut standen, ungesch¨¹tzt waren. Keep Skies war noch so weit entfernt, dass Dante nicht sicher war, ob die Nachricht ¨¹ber den Fall von Fort zed den Drachenturm erreicht hatte. W?re es nur um sein eigenes Schicksal gegangen, w?re Dante nicht so besorgt gewesen. Er w¨¹rde ruhig zusehen und warten, bis die Nymphen den gro?en Fehler machten, ihm die Handschellen abzunehmen, dann w¨¹rde die H?lle losbrechen. Doch Dante hatte Estelle allein gssen, und der Gedanke daran, wie besorgt sie sein w¨¹rde, machte Dante unruhig. Mehr noch, Dante machte sich Sorgen, dass Estelle auch gefangen genommen worden sein k?nnte. Wenn auch nicht von dieser Gruppe von Nymphen, sondern von einer anderen Gruppe. Die Nymphen hatten Dante v?llig ignoriert, und Dante selbst war nicht in der Stimmung, ein Gespr?ch mit seinen Entf¨¹hrern zu f¨¹hren, aber er musste es einfach wissen. "Ihr solltet mir wenigstens sagen, was ihr mit meiner Gef?hrtin gemacht habt." rief Dante den Nymphen zu, die um ein kleines Lagerfeuer sa?en. "Hey! Ich rede mit dir!" Dante knurrte, als die Nymphen ihn wieder einmal ignorierten. "Du meinst das M?dchen?" Die m?nnliche Nymphe, die Dante f¨¹r Timmon gehalten hatte, fragte schlie?lich. "Ja, das M?dchen. Wo ist sie?!" fragte Dante schnell. Timmon seufzte gngweilt und bewegte sich mit einem kleinen Stock um die Holzscheite des Lagerfeuers. "Nun, wir haben sie nicht entf¨¹hrt, falls du das wissen willst. Sie sollte wieder dort sein, wo wir dich hingebracht haben ... oder vielleicht irgendwo auf der Suche nach dir. Woher sollen wir das wissen?" fragte Timmon mit einem l?ssigen Achselzucken. Dantes Augen verengten sich, als er die Nymphe d¨¹ster anstarrte und ¨¹berlegte, wie er die Nymphe foltern k?nnte, weil sie Estelle ?rger bereitet hatte. Dante wusste es auch, obwohl er nichts davon gesagt hatte, er wusste, dass Estelle eine Art Schatz besch¨¹tzte. Estelle w¨¹rde ihr den Beutel nie abnehmen, aber Dante konnte eine seltsame Kraft sp¨¹ren, die von dem ausging, was darin verborgen war, und so wusste er, dass sie in gr??erer Gefahr waren, als er bereit war,ut zuzugeben. Wenn das Schwarze Netzwerk hinter Estelle her war, um den Schatz zu holen, und Dante nicht da war, um sie zu besch¨¹tzen... Allein der Gedanke daran lie? Dante entsetzt zur¨¹ck, er w¨¹rde sich nie verzeihen, wenn Estelle in irgendeiner Weise zu Schaden k?me. "Wenn ihr etwas zust??t, werdet ihr das mit eurem Leben bezahlen." schwor Dante in einem gef?hrlich tiefen Ton. "Du wirfst st?ndig mit Drohungen um dich, wer genau bist du?" fragte Timmon mit einem Augenrollen. "Er kann doch kein Drachenlord sein, oder?" sagte eine der f¨¹nf Nymphen, die kaum sprach, in einem misstrauischen Ton. Alle f¨¹nf Nymphen verfielen in Schweigen und tauschten einen Momentng entsetzte Blicke aus. "Oh bitte! Er riecht nicht nach Drache, vielleicht ist er der Sohn einer edlen Menschenfamilie." schlug die weibliche Nymphe vor undchte vor sich hin. "W¨¹rden wir uns von Menschen einsch¨¹chternssen?" Timmon sp?ttelte leise vor sich hin. Dante runzelte die Stirn, er war kein Mensch ... er war so weit von einem Menschen entfernt, wie nur irgendjemand sein konnte. Aber er war ein Drachenlord, der sich nicht verwandeln konnte, und Dante hatte keine Ahnung, wann seine Drachenseite wieder auftauchen w¨¹rde. Dante wusste, dass es sinnlos war, zu behaupten, ein Drachenlord zu sein, die Nymphen w¨¹rden es ihm nicht abkaufen, und er konnte seine Behauptungen nicht einmal untermauern, nicht bevor ihm diese Handschellen abgenommen wurden. Dante konnte nur hoffen, dass es Estelle gut gehen w¨¹rde, bis er den Weg zu ihr zur¨¹ckfand. ________________ "Wo bringst du mich hin?" fragte Estelle mit einem tiefen Stirnrunzeln, als sie der Gruppe von Nymphen folgte und tiefer in den Wald ging. Die Gruppe von Nymphen, die Estelle getroffen hatte, geh?rte zur Waldpatrouille, und nach dem, was Estelle geh?rt hatte, waren sie damit beauftragt, den Wald Tajma¨¦ vor dem Fest der Bl¨¹te zu sch¨¹tzen. Zu einer solchen Zeit wurden keine Eindringlinge im Nymphengebiet geduldet "Ich habe bereits rgestellt, dass alles, was unter dem Himmel ist, den Drachen geh?rt. Ihr k?nnt diejenigen, die Drachenblut haben, nicht wegen unbefugten Betretens festnehmen." fuhr Estelle fort, als die Nymphen ihre Worte ignorierten. "Du behauptest, Estelle Starron zu sein, das Lichtblut von Fort zed. Es gibt keine Beweise f¨¹r deine Behauptung, deshalb musst du mit uns in die Stadt zur¨¹ckkehren und dich vor unserem nf¨¹hrer verantworten." sagte der Anf¨¹hrer der Wachen. "Ich sagte doch, dass ich auf Dante warten muss! Er wird nach mir suchen, und ich muss dort sein, wo er mich finden kann!" zischte Estelle und fragte sich, ob die Nymphen Schwierigkeiten hatten, sie zu verstehen. "Es ist Bl¨¹tezeit ... ist der Gef?hrte, von dem du sprichst, m?nnlich?" fragte die Oberw?chterin. "1,90 Meter gro?, kupferfarbenes Haar und gut aussehend." beschrieb Estelle schnell. "Nun denn, ich f¨¹rchte, Euer Begleiter erf¨¹llt die Anforderungen und ist bereits Teil der bl¨¹henden Jagd. Wie ich bereits sagte, ist dies der ung¨¹nstigste Zeitpunkt, um den Wald Tajma¨¦ zu betreten." erwiderte der Oberw?chter. "Bl¨¹hende Jagd? Was soll das ¨¹berhaupt bedeuten?!" fragte Estelle ver?rgert. "Die Bl¨¹tejagd ist das wichtigste Ereignis der Bl¨¹tezeit. Es ist die Zeit, in der sich alle Nymphenns im Wald von Tajma¨¦ versammeln, w?hrend die Jagd ausgerufen wird." "Es werden Gruppen ausgesandt, um geeie Kandidatinnen f¨¹r verschiedene unverpaarte Nymphen zu suchen, und der Wald Tajma¨¦ ist das Jagdgebiet..." "Nach dem, was du sagst, klingt es f¨¹r mich so, als sei deine Gef?hrtin jetzt ein Preis." Der Oberw?chter antwortete mit einem Achselzucken. "Was?!?!!" rief Estelle entsetzt aus. Chapter 238: Eine Saison in Tajmaé 3 (Kap.238)

Chapter 238: Eine Saison in Tajma¨¦ 3 (Kap.238)

"Damit ich das richtig verstehe. Dante wurde entf¨¹hrt, um sich mit einer Nymphe zu paaren?" fragte Estelle, immer noch unf?hig zu begreifen, was sie gerade geh?rt hatte. "Es ist so, wie du geh?rt hast, M?dchen. Drei ns versammeln sich zur Bl¨¹tezeit im Wald von Tajma¨¦. Der Nord-n, der Zigeuner-n und der Druiden-n." "Wir Druidennymphen leben nach einem Ehrenkodex. Wir werden niemals eine unwillige Gef?hrtin nehmen. Aber unsere beiden Bruderns sind eine andere Geschichte." "Die Bev?lkerung unserer Rasse hat im letzten Jahrhundert stark abgenommen. "Unsere Art braucht starke Gef?hrten, um unsere Abstammung fortzuf¨¹hren, daher werden rassen¨¹bergreifende Verbindungen bevorzugt, insbesondere mit Menschen mit einer geseen Aura." "W?hrend wir Druiden stolz darauf sind, unsere Auserw?hlten zu umwerben, werden die Nords und Zigeuner einen Partner nehmen, der eine gesee Aura ausstrahlt, mit oder ohne Zustimmung." erwiderte der Oberw?chter, w?hrend er den Weg tiefer in den Wald f¨¹hrte. Estelle schnappte entsetzt nach Luft, sie konnte sich nicht vorstellen, dass es noch Nymphenns gab, die solche archaischen Bindungstraditionen pflegten. Es bestand kein Zweifel daran, dass Dante alle Anforderungen erf¨¹llen w¨¹rde, er war breit, gro?, stark und auch noch unversch?mt gutaussehend... Estelle wusste nichts ¨¹ber gesee Auren, aber sie wusste sicher, dass Dante ein guter Fang war. Estelle konnte sich nicht vorstellen, dass irgendjemand vor Dantes Charme ein Auge zudr¨¹cken k?nnte. "Das ist ja furchtbar!" rief Estelle mit einem Schaudern aus. "In der Tat. Unser nf¨¹hrer hat uns den Schutz der jungen Druidennymphen anvertraut, damit sie nicht gezwungen werden, sich gegen ihren Willen zu binden, wenn sie an der bl¨¹henden Jagd teilnehmen." Die andere Druidennymphe stimmte zu. "Wenn die Nord- und Zigeunerns noch die alten Br?uche ehren, wie kann euer n dann einfach zusehen, wie sie unschuldige Menschen wegschleppen?" Estelle zischte w¨¹tend. "Wir Nymphen besch¨¹tzen die Unsrigen, und die alten Br?uche haben sich seit Jahrhunderten bew?hrt. Nur weil wir nicht einer Meinung sind, hei?t das nicht, dass wir uns gegen unsere eigene Art stellen." erwiderte die Oberw?chterin. "Also ist nur deine Sippe wichtig? Alle anderen k?nnen zur H?lle fahren?" Estelle spottete leise vor sich hin. "Und eure Art ist anders? Die Tyrannei der Drachen herrscht seit Jahrhunderten, so sehr, dass sie wohl vergessen haben, dass sie es waren, die in Kettengen." konterte der Oberw?chter und warf Estelle einen b?sen Blick zu. Bei der Erw?hnung ihres Volkes schoss Wut durch Estelles Adern. Diese tributpflichtigen V?lker waren schon immer undankbar gewesen, und Estelle war es gewohnt, ihre Unzufriedenheit mit der Oberherrschaft der Asvar-Bestien zu sehen. "Die Drachen haben diese L?nder gerettet! Sie besch¨¹tzen diese L?nder, sie haben Blut vergossen, um die Festung und jedes Volk vor dunklen M?chten und gro?en Bestien zu sch¨¹tzen!" "Das Gleiche kann man nicht von den Nymphen sagen, die sich seit Generationen in ihren W?ldern verstecken!" "Alles, was ihr wisst, sind die kurzen Jahrhunderte verdorbenen Ruhmes, als eure Art sich mit den dunklen M?chten verb¨¹ndete, um meine Art zu versven! Ihr solltet alle in Ketten gelegt werden!" Estelle schnappte sofort zur¨¹ck, ihre Augen loderten vor Wut. Damals hatten sich alle V?lker zusammengetan, um die Bestien von Asvar zu ¨¹berw?ltigen, weil sie gierig nach Drachensch?tzen waren. Sie nahmen ihnen die Freiheit und legten sie in Ketten. Estelle wusste, dass viele Generationen vergangen waren und sich die Zeiten ge?ndert hatten, aber sie w¨¹rde nie vergessen, was ihre Mutter sie ¨¹ber diese schrecklichen Tage gelehrt hatte. Jetzt, wo sich der Spie? umgedreht hatte, waren die anderen Rassen immer schnell dabei, Tyrannei anzuprangern ... und verga?en dabei, dass sie selbst die Tyrannen waren, nur eben vor einigen Jahrhunderten. "Wo wir gerade von diesen Zeiten sprechen, ihr und eure Artgenossen d¨¹rft immer noch euer Leben und eure Territorien behalten ... ihr solltet dankbar sein f¨¹r die Gnade, die euch zuteil wurde." schloss Estelle in einem dunklen Tonfall. Der Oberw?chter warf Estelle noch einen Blick zu, bevor er leise vor sich hin brummte. "Seitdem sind viele Generationen vergangen, wir sind nicht mehr dieselben, die unsere Vorfahren einst waren." " Aber unsere Traditionen und Kulturen wurden vom Drachenk?nig in die Freiheit enssen. Du und dein Begleiter h?ttet euch vom Wald Tajma¨¦ fernhalten sollen." murmelte der Oberw?chter. Estelle holte tief Luft, um ihre Wut zu bes?nftigen. Wenn sie eine Chance haben wollte, Dante zu finden, w¨¹rde sie die Hilfe der Druidennymphen brauchen. Wenn sie der einzige n waren, der mit den alten Br?uchen nicht einverstanden war, dann war Estelle sicher, dass sie ihr helfen konnten, Dante zu befreien. "Du sagst, das Fest findet hier im Tajma¨¦-Wald statt, also sind alle drei ns aus euren jeweiligen Territorien hierher gekommen, um sich zu treffen?" fragte Estelle in einem viel ruhigeren Ton. "Es ist ein Fest, das einmal in jedem Jahrzehnt stattfindet, deshalb sind wir weit gereist, um daran teilzunehmen. Der Wald Tajma¨¦ ist unser heiligster Wald, und hier werden die Jagd und die Bindungszeremonien abgehalten." "Sobald die Bl¨¹tezeit vorbei ist, erhalten die Frischverm?hlten den Segen des Waldgeistes und die ns kehren alle in ihre Territorien zur¨¹ck." Die andere Nymphe best?tigte Estelles Worte. "Bindungszeremonie..." murmelte Estelle entsetzt vor sich hin. "Mach dir keine Sorgen, es ist nicht so schlimm, wie du denkst. Die Nord- und Zigeunernymphen haben zwar gewaltsam Gefangene gemacht, aber die Gefangenen haben immer noch ein Mitspracherecht bei ihrem eigenen Schicksal." versicherte der Oberw?chter. "Wahrhaftig?" Estelle atmete erleichtert auf. "Der Gefangene muss eine Zeit von einer vierten Nacht abwarten, in der die unverpaarten Nymphen, deren Lust er erregt hat, um seine Hand wetteifern ... und dann liegt die Entscheidung, wen er bindet, allein bei ihm." erkl?rte der Oberw?chter. "Wie kann das ¨¹berhaupt eine Wahl sein?! Er muss doch eine binden! Kann er sich nicht aussuchen, ob er losgssen wird?" fragte Estelle erstaunt. Der Oberw?chter gluckste leise und sch¨¹ttelte den Kopf. "Viele Menschen str?men in den Wald von Tajma¨¦ in der Hoffnung, als Preis ausgew?hlt zu werden. Es wird als gro?e Ehre angesehen. Lossen? Das kommt nicht in Frage." erwiderte der Oberw?chter. Estelle runzelte besorgt die Stirn, sie konnte sich nicht vorstellen, wie Dante auf diese Situation reagieren w¨¹rde, aber sie wusste mit Sicherheit, dass er nicht erfreut sein w¨¹rde. Da sie selbst als Drache geboren wurde, wusste Estelle, dass es ein gro?es Unrecht gab, das einem Drachen niemals angetan werden durfte, n?mlich zur Bindung gezwungen zu werden. Aber f¨¹r einen Drachen wie Dante war es noch schlimmer... ein Drache, der eine Trennung erlitten hatte. ¡¯Ich muss Dante bald finden! Ich muss es tun!¡¯ dachte Estelle voller Dringlichkeit, als sie tiefer in den Wald Tajma¨¦ vordrangen. Chapter 239: Eine Saison in Tajmaé 4 (Kap.239)

Chapter 239: Eine Saison in Tajma¨¦ 4 (Kap.239)

Es waren bereits einige Stunden vergangen und Estelles Geduld ging zusehends zu Ende. Um genau zu sein, hing ihre Geduld bereits an den letzten F?den. Estelle bezweifelte, dass sie dieses ziellose Wandern noch viel l?nger ertragen k?nnte. Sie konnte sich kaum darauf vessen, dass die Druidennymphen sie dorthin brachten, wie sie es versprochen hatten. Und selbst wenn sie es taten, schienen sie die Dringlichkeit, die Estelle versp¨¹rte, nicht zu verstehen. Estelle war v?llig verwirrt aufgewacht, und vom Schrecken ihres Alptraums noch immer stark beeintr?chtigt, wurde sie von diesen Druidennymphen ¨¹berrascht. Estelle hatte auch keine anst?ndige Mahlzeit zu sich genommen, ihr Magen grollte vor Hunger. Dies besorgte sie nur umso mehr um Dante. Dante war es immer, der sich um die Mahlzeiten k¨¹mmerte, gleich zu Beginn ihrer Reise. Er hatte alles in die Hand genommen, ohne dass Estelle fragen musste. Vielleicht hatte er sie zur falschen Zeit im Wald von Tajma¨¦ verirrt... doch dies ?nderte nichts daran, dass ihr dies bewusst war. Estelle h?tte ohne Dante nicht so schnell so weit kommen k?nnen und sie k?nnte den Rest der Reise auch nicht ohne ihn ¨¹berstehen. Estelle warf dem Hauptmann der Wache erneut einen finsteren Blick zu und nicht zum ersten Mal in der letzten Stunde. Seit sie Estelle gefangen genommen hatten, schienen sich diese Nymphen nicht die Bohne um Estelles Wohlbefinden zu k¨¹mmern. Sie wussten nichts dar¨¹ber, wie unruhig Estelle sich unter all den fremden Menschen f¨¹hlte, und dass sie nicht wusste, wo genau Dante war. Wenn Estelle ihre ?u?erlichen Sorgen in Betracht zog, waren die R?nder ihres Kleides komplett mit Scmm besudelt und durch das Schwitzen waren ihre Kleidung und Haare feucht, sodass einige Str?hnen in ihrem Gesicht klebten. Estelle ben?tigte dringend eine Dusche. W?re Dante hier gewesen, h?tte er einen sauberen Bach gefunden und Wache gehalten, w?hrend Estelle sich wusch, so wie er es in den vergangenen Tagen getan hatte. Dante dies, Dante das... Wenn Estelle dar¨¹ber nachdachte, hatte sie eigentlich nichts f¨¹r sich selbst getan, au?er zu schmollen, w?hrend sie Dante alle Sorgen ¨¹berlie?. War es ihr Vertrauen in Dante, das sie so von ihm abh?ngig machte? Oderg es daran, dass Dante die einzige vertraute Person war, die Estelle noch geblieben war? Estelle war sich nicht sicher und sie wollte auch nicht dar¨¹ber nachdenken. Alles, was sie wusste, war, dass Dante so viel f¨¹r sie getan hatte, ohne die geringste Beschwerde. W?hrend Dante von skrupellosen Nymphen gefangen genommen wurde, hatte Estelle all das verscfen. Estelle war sich sicher, dass Dante sofort bemerkt h?tte, wenn die Rollen getauscht worden w?ren... genauer gesagt, Dante w¨¹rde Estelle nienge genug aus den Augen verlieren, um sie in Gefahr zu bringen. "Wie weit ist es noch?" fragte Estelle erneut, ihre Hand ummmerte ihr Kleid, um die wachsende Panik zu beruhigen. Mit jedem verstrichenen Moment wuchs Estelles Sorge um Dante... wer wei?, was diese Nymphen mit ihm machten, w?hrend sie so viel Zeit vergeudete? "Wenn du auch tausendmal fragst, es wird die Distanz nicht verk¨¹rzen. Sei unbesorgt, wir werden bald ankommen", versicherte der Hauptmann der Wache. Estelle biss sich auf die Lippe. Die Druidennymphen wollten sie nur zu ihrem nf¨¹hrer bringen, damit er ihre Identit?t best?tigte. Aber Estelle wollte den nf¨¹hrer der Druidennymphen aus einem ganz anderen Grund sehen. Estelle w¨¹rde dies dem Hauptmann nicht verraten, denn nach seiner Art zu reden, sah er nichts Falsches an Dantes Gefangennahme. Estelle w¨¹rde ihren eigenen Weg finden m¨¹ssen, um den nf¨¹hrer der Druidennymphen zu ¨¹berzeugen, und je eher sie ihn traf, desto eher k?nnte sie herausfinden, wie sie ihn ¨¹berzeugen k?nnte. "Ich w¨¹rde sagen, du solltest nicht so ungeduldig sein, anzukommen. Wir Nymphen sind Fremden gegen¨¹ber nicht freundlich, auch wenn sie Drachenblut in sich tragen. Aber zuerst... werden wir herausfinden, ob du tats?chlich diejenige bist, f¨¹r die du dich ausgibst", wies die andere Druiden-Nymphe auf das Offensichtliche hin. "Bringt mich einfach zu eurem nf¨¹hrer, ja? Mit untergebenen verliere ich nicht gern Zeit", sagte Estelle ver?rgert. "Du denkst wohl, du k?nntest ¨¹ber uns herrschen, pass auf, M?dchen!" warnte die zweite Druidennymphe und verengte die Augen ¨¹ber Estelles hochmantigen Ton. "Lass das M?dchen in Ruhe." Der Hauptmann der Wache mahnte seinen Kameraden, bevor Estelle mit einem Widerwort reagieren konnte. Die zweite Druidennymphe grummelte leise vor sich hin, aber er gehorchte den Befehlen seines Vorgesetzten und sagte nichts mehr. Auch Estelle hielt ihre Zunge. So aufgebracht sie auch war, sie konnte es sich nicht leisten, die Druidennymphen zu ver?rgern, zumindest nicht, bis Dante wieder an ihrer Seite war. ¡¯Warte nur, bis Dante h?rt, wie unh?flich du zu mir warst¡¯, dachte Estelle bei sich und fixierte die zweite Druidennymphe noch einen Momentng mit ihrem Blick, bevor sie ihn senkte. Sie gingen eine kurze Weile schweigend weiter, und die ganze Zeit ¨¹ber war Estelle in ihre eigenen Gedanken vertieft. Etwa eine Stunde sp?ter erreichten sie eine Lichtung und die Druidennymphen blieben stehen. "Ist das sie? Die Siedlung der Nymphen?" fragte Estelle, als sie ebenfalls stehen blieb und ihren Blick ¨¹ber die che Lichtung schweifen lie?, auf der es au?er einigen gro?en Felsen und einem kleinen See nichts gab. "Bestimmt nicht." Der zweite Druide antwortete sp?ttisch. "Mehr darfst du nicht erfahren. Ab hier d¨¹rfen die Pfade, die ins Herz des Waldes Tajma¨¦ f¨¹hren, Fremden nicht mehr bekannt gemacht werden", erkl?rte der Hauptmann, w?hrend er eine Augenbinde hochhielt. "Warum ist das notwendig?" fragte Estelle und starrte misstrauisch auf die Augenbinde. "Denn diejenigen, die den Weg hinein sehen... d¨¹rfen den Wald Tajma¨¦ niemals wieder vessen." Die Stimme des zweiten Druiden ert?nte direkt hinter Estelle, die sich in ihrer Ablenkung hinter sie geschlichen hatte. Estelles Augen weiteten sich, doch bevor sie reagieren konnte, ber¨¹hrte die Kraft den Nacken von Estelle und ihre Augen weiteten sich, als vor ihren Augen schwarze Punkte tanzten. "Du..." begann Estelle zu sagen, aber sie schaffte es nicht, ihre Worte zu beenden. "Ich bitte um Verzeihung", waren die letzten Worte, die Estelle vom Hauptmann der Wache h?rte, bevor ihr Bewusstsein in die Dunkelheit gerissen wurde. Chapter 240: Ein Moment der Stille (Kap.240)

Chapter 240: Ein Moment der Stille (Kap.240)

Man sagte, es g?be einen Moment, in dem die ganze Welt stillstand, stillstand und zusah, wie man die eine Entscheidung traf, die einen entweder befl¨¹geln oder zerst?ren konnte... F¨¹r Xenon war dieser Moment jetzt, denn in dem Moment, als sich ihre Lippen ber¨¹hrten, h?tte Xenon schw?ren k?nnen, dass er sp¨¹rte, wie die ganze Welt zum Stillstand kam. Als ob die Winde w¨¹ssten, dass sie diesen Moment ruinieren w¨¹rden, wenn sie zu stark wehten... und so hielten sie sich zur¨¹ck. Als ob die Grillen w¨¹ssten, dass sie diesen Moment ruinieren w¨¹rden, wenn sie zuut zirpten... und so blieben auch sie still. Vielleicht war es aber auch gar nicht die Welt um ihn herum, die zum Stillstand gekommen war ... vielleicht war es Xenons eigene Welt, in der Hoffnung, diesen Moment einzufangen und ihn in sein Herz einzupr?gen. Die Au?enwelt war v?llig verschwunden und Xenon konnte nichts mehr h?ren, sp¨¹ren oder f¨¹hlen... au?er ihr. Oh, wie er sie sp¨¹rte! Ihr Duft, der so verf¨¹hrerisch war, dass er Xenon vom ersten Moment an auf die Probe gestellt hatte. Die W?rme ihrer Gegenwart, die so annehmend und tr?stend war, dass sie Xenons ersch?pfter Seele das zarte Gef¨¹hl von Heimat vermittelte. Und wirklich, sie war ein Zuhause ... f¨¹r Xenon f¨¹hlte sich Neveah an, als k?me er nach Hause; In einer Zeit, in der sich seine ganze Welt d¨¹ster und hoffnungslos anf¨¹hlte, war Xenon irgendwie... unter Tausenden und Abertausenden von Menschen auf dieser Welt... mit einer Unzahl von Orten, an denen er h?ttenden k?nnen, war Xenon im Wolfsgebiet gndet, wo er eine kleine, schluchzende W?lfin erblickte, und der Sch?pfer wusste es damals... aber Xenon wusste es besser, dass sie es sein w¨¹rde... dass sie seine Rettung war. Aber was Xenon damals nicht gewusst hatte, war, wie sehr er sich nach diesem Moment sehnen w¨¹rde, Das Gef¨¹hl von Neveahs Lippen auf seinen... der Geschmack von ihr, es war jenseits dessen, was Xenons gegenw?rtiges Vokabr ihm euben w¨¹rde zu beschreiben. Aber wenn man ihn fragte, w¨¹rde er es noch einmal sagen... dass die Frau in seinen Armen sich wie ein Zuhause anf¨¹hlte, wie alles Gute und Richtige, alles, von dem Xenon bis jetzt nicht wusste, dass er es brauchte. Xenon hatte aus einem Impuls heraus gehandelt. Xenon hatte das nicht vorher gent... wie h?tte er einen solchen n aushecken k?nnen, wenn er darum k?mpfte, die abrutschenden Ranken seiner eigenen Vernunft festzuhalten? Doch in dem Moment, als Xenons Lippen die von Neveah trafen, verstand Xenon endlich, was die ganze Zeit ¨¹ber mit der Welt nicht in Ordnung war. Sie war es, alles in Xenons Welt war falsch gewesen, weil Neveah nicht an seiner Seite war. Seine Tage waren viel l?nger und anstrengender gewesen, seine N?chte viel k?lter ... dasg nur daran, dass ein St¨¹ck fehlte, und dieses St¨¹ckg nun in Xenons Armen, zart und eidend. Jede Zelle in Xenons K?rper mmte auf, als er Neveah mit einem z?rtlichen Bed¨¹rfnis k¨¹sste, das sich schnell zu verzweifelter Leidenschaft entwickelte. Eine vertraute W?rme erbl¨¹hte in Xenons Herz, breitete sich in seinen Adern aus, und mit jedem Weg, den sie in Xenon zur¨¹cklegte, wich die Dunkelheit, die in ihm brodelte und w¨¹hlte, zur¨¹ck. Als ob sie verbrannt w¨¹rde, wich die Dunkelheit in ihrem verzweifelten Bestreben zu entkommen schnell zur¨¹ck und hinterlie? Xenon mit einer rheit, die er seit Jahrzehnten nicht mehr gesp¨¹rt hatte! Doch diese W?rme, die die Dunkelheit wie eine lodernde mme verzehrte, f¨¹hlte sich f¨¹r Xenon nur warm und kuschelig an, aber da war noch ein anderes Gef¨¹hl, das weder warm noch kuschelig war. Nein ... es war heftig und alles verzehrend und es erhitzte jede Zelle in Xenons K?rper, so dass er sich mehr und mehr nach ihr sehnte, w?hrend ihre hei?en Atemz¨¹ge miteinander verschmolzen. Xenon konnte ihre gemeinsamen Atemz¨¹ge schmecken, das Pochen ihres gemeinsamen Herzscgs sp¨¹ren... Dieses Gef¨¹hl, Xenon wusste genau, was es war. Vengen, ein starkes und alles verzehrendes Bed¨¹rfnis nach der Frau in seinen Armen. Und Xenon machte sich nicht die M¨¹he, es zu z¨¹geln oder zu kontrollieren, wenn seine Worte nicht genug sagten, wollte Xenon, dass Neveah sp¨¹rte... wie sehr er sich nach ihr sehnte. Die ganze Zeit ¨¹ber k¨¹sste Xenon Neveah z?rtlich, und sie stand wie erstarrt vor Schock, weder reagierte sie, noch zog sie sich zur¨¹ck. Doch als Xenons z?rtlicher Kuss immer eindringlicher und fordernder wurde, setzte Xenons Herz mehrere Schl?ge aus, als Neveah schlie?lich seinen Kuss erwiderte. Sie erwiderte den Kuss mit der gleichen Leidenschaft wie er, ihre linke Hand ruhte auf Xenons Taille, w?hrend die andere z?rtlich Xenons Gesicht umfasste, w?hrend sie noch n?her an Xenon heranr¨¹ckte. Xenon erschauderte bei ihrer Ber¨¹hrung, ihre Bewegungen waren sanft und zaghaft, als sich ihre Lippen ?fen, um Xenon vollst?ndigen Zugang zu gew?hren. Ein leises Knurren grollte in Xenons Kehle, jede von Neveahs Handlungen sch¨¹rte die mmen des Vengens in Xenon... doch die Z?rtlichkeit in seinem Herzen war genau das, was Xenon Schw?che in den Knien sp¨¹ren lie?. Was war das f¨¹r ein Wahnsinn? Was waren das f¨¹r ¨¹berw?ltigende Gef¨¹hle? Wie konnte sein zerr¨¹ttetes Herz irgendwie das Wissen zusammensetzen, um sich so verzweifelt nach einer Frau zu sehnen? Sie so leidenschaftlich zu verehren? Xenon konnte es nicht verstehen, er konnte nicht verstehen, wie er so f¨¹hlen konnte, wie er es tat, er wusste nur, dass er ein hoffnungsloser Fall war ... genau wie Jian ihn immer gewarnt hatte. Xenon hatte sich Hals ¨¹ber Kopf in diese Frau verliebt, und er w¨¹rde nichts daran ?ndern. Xenon zog Neveah noch n?her an sich heran, sie war ihm schon so nah, doch er brauchte sie noch n?her, so nah, dass er nicht sagen konnte, wo er aufh?rte und wo sie begann. Ein zustimmendes Knurren erng in seiner Kehle, als Neveah ohne Protest nachgab und sich fest an Xenon mmerte, als w?re er das einzig Stabile in ihrer Welt. Sie gab und Xenon nahm so viel, wie Neveah zu geben bereit war, doch er sehnte sich nur nach mehr ... wie ein s¨¹chtig machender Nektar berauschte sich Xenon an dem Gef¨¹hl der Frau in seinen Armen, an ihrem Duft, ihrem Atem ... einfach an allem. Xenon zog sich zur¨¹ck, irgendwo in seinem Hinterkopf erinnerte er sich daran, dass Neveah atmen musste, doch seine Lippen h?rten nicht auf, sie zu verw?hnen. Xenon zog an den F?den von Neveahs Mantel und lie? ihn fallen, so dass die zarte Haut ihres Halses zum Vorschein kam, die im Mondlicht glitzerte, und Xenon brauchte keine Aufforderung, um die Kostprobe zu machen... Chapter 241: Ich werde es dich wissen lassen (Kap.241)

Chapter 241: Ich werde es dich wissenssen (Kap.241)

Xenon zog sich zur¨¹ck, irgendwo in seinem Hinterkopf erinnerte er sich, dass Neveah atmen musste, doch seine Lippen h?rten nicht auf, sie zu verw?hnen. Xenon zog an den Schn¨¹ren von Neveahs Mantel und lie? sie fallen, so dass die zarte Haut ihres Halses zum Vorschein kam, die im Mondlicht glitzerte, und Xenon brauchte keine Eidung, um sie zu kosten. Neveahs zitternde Atemz¨¹ge reizten Xenon nur noch mehr und er wollte mehr als alles andere diese leisen Seufzer der Lust h?ren. Ein leises Keuchen entwich Neveah, als Xenons Zunge ¨¹ber ihren Nacken strich. Der Geschmack ihrer Haut... Xenon sp¨¹rte, wie sich sein Verstand drehte, die Dunkelheit hatte nichts mit dem Wahnsinn zu tun, den Neveah in ihm ausl?ste. Aber im Gegensatz zu dem Wahnsinn, der ihm Angst machte, war dies ein Wahnsinn, nach dem Xenon sich tats?chlich sehnte. Xenon senkte seinen Kopf, seine Lippen kitzelten jeden Zentimeter von Neveahs Hals, bis er die empfindliche Stelle fand, die sie in seinen Armen erzittern lie?. Ein leises St?hnen entkam Neveah, Xenon hatte noch nie ein angenehmeres Ger?usch geh?rt... aber was er umso mehr h?ren wollte, war Neveahs Best?tigung, dass sie ihm geh?rte. Doch Neveahs Reaktion auf ihn, ihr hei?er Atem und die Art und Weise, wie sie sich ihm v?llig hingab, sagten Xenon alles, was er wissen musste. Er war nicht der Einzige, der sich in den Wahnsinn des Begehrens st¨¹rzte. "Sag...es...noch...einmal..." Xenon wagte es erneut, seine Stimme war ged?mpft, w?hrend er sanfte, neckische K¨¹sse auf Neveahs Hals verteilte. Xenon wollte es h?ren... wenn Neveah es wagte, das abzulehnen, von dem sie beide wussten, dass es wahr war. In der Zwischenzeit war Neveahs Verstand v?llig durcheinander, und sie k?mpfte darum, sich wieder zu konzentrieren, aber mit Xenons K¨¹ssen entglitt ihr die Konzentration nur noch mehr. Sie konnte kaum noch an etwas anderes denken als an ihre gemeinsamen Atemz¨¹ge ... es war zum Verr¨¹cktwerden, auf s¨¹ndhafte Weise. ¡¯Wie war das noch mal? Neveah gr¨¹belte ¨¹ber die Worte nach, die Xenon gerade gesagt hatte. Neveah wollte es nicht selbst sagen, also tat Xenon es. So schwer es auch war, die Worte zu formulieren, es waren Worte, die Xenon immer wieder in seinem Herzen gesagt hatte... Er hatte sie oft genug gesagt, so dass ihm die Worte viel leichter fielen. "Ich ... werde ... dich ... jetzt ... wissenssen, dass ... du ... mir ... geh?rst ...!" erkl?rte Xenon direkt an Neveahs Ohren, sein Tonfall war tief und besitzergreifend. Es dauerte einen Moment, bis sie die Worte verinnerlicht hatte, und als Xenons Worte verklungen waren, erinnerte sich Neveah an das Gespr?ch, das sie vor all dem gef¨¹hrt hatten. Neveahs Verstand erinnerte sich, dass sie dieselben Worte schon einmal geh?rt hatte, und eine Erinnerung tauchte in ihrem Kopf auf... ~~~~~~~~~~~~~~ "Du hast keine Ahnung... wienge ich dich begehrt habe, Omega. Wer w¨¹rde schon denken, dass du die ganze Zeit mir geh?rst?" Alessio fuhr fort, diesmal schoss seine rechte Hand nach vorne und umschloss Neveahs Taille, bevor sie ¨¹berhaupt reagieren konnte. Alessio zog Neveah n?her an sich heran, so dass sie von seinem Duft umh¨¹llt war, w?hrend seine linke Hand sich hob und mit einem Finger ¨¹ber Neveahs Wange strich. Elektrisierende Schocks durchstr?mten Neveahs Adern, die Schocks waren stark an allen Stellen, an denen Alessios Haut Neveahs Haut ber¨¹hrte, und h?tte Neveah ihr Herz und ihren Willen nicht geh?rtet, w?re sie vielleicht immer noch schwach f¨¹r das Paarungsband. Aber die Neveah, die in diesem Leben erwacht war, war nicht mehr die Neveah aus dem vorherigen Leben, und die Neveah von vor einem halben Jahr war nicht mehr dieselbe Neveah wie die, die in diesem Moment hier stand. Selbst als sie erkannte, dass Alessio ihr Gef?hrte war, war die Spannung des Freundschaftsbandes auf Neveahs Seite bereits bet?ubt und Neveah f¨¹hlte sich nicht im Geringsten bewegt. Neveah sp¨¹rte nur ein D¨¦j¨¤-vu-Gef¨¹hl, als Alessio dieselben Worte wiederholte, die er im vorigen Leben gesagt hatte, Worte, die zugaben, dass er in Neveah immer mehr als eine Schwester gesehen hatte, die er verabscheute. Neveah hatte es damals nicht verstanden, und auch jetzt verstand sie noch immer nicht, warum die Person, die ihr das Leben von Kindesbeinen an zur H?lle gemacht hatte, es wagen konnte zu behaupten, er begehre sie. Aber andererseits... Begehren war genau das... Lust. Ein Bed¨¹rfnis, Neveah zu besitzen, nicht aus der Z?rtlichkeit des Herzens heraus, sondern aus seinem l¨¹sternen Vengen heraus. "Ich wei?, du kannst es genauso f¨¹hlen wie ich, Omega. Du warst ein Mensch und hast dochnge genug unter uns gelebt, um zu verstehen, was es bedeutet ... tu nicht so, als w¨¹sstest du nicht, was du f¨¹r mich bist." sagte Alessio in leisem Ton, Sein Ton war kaum h?rbar, als er seinen Kopf zu Neveahs Schulter senkte und ihren Duft tief einatmete, seine Augen kehrten zur¨¹ck, um sich mit einem Leuchten in ihnen auf Neveahs Augen niederzssen. "Aber wenn du es noch nicht wei?t... Ich werde es dich jetzt wissenssen, da du mir geh?rst!" verk¨¹ndete Alessio in einem Tonfall, der von Besessenheit gepr?gt war. ~~~~~~~~~~~~ ¡¯Ich werde es dich jetzt wissenssen... dass du mir geh?rst!¡¯ hatte Xenon gesagt und die Worte hallten in Neveahs Kopf wieder und wieder. Einmal als Xenons Stimme, dann als die von Alessio, bevor sich der Vorgang wiederholte, bis diese Worte ohrenbet?ubend in Neveahs Kopf widerhallten. Als h?tte man einen Eimer eiskalten Wassers ¨¹ber Neveah ausgekippt, kehrten ihre Sinne in diesem Augenblick zu ihr zur¨¹ck. "Stopp." protestierte Neveah schwach, als sie versuchte, Xenon wegzusto?en. Die Realit?t dessen, was sie hatte geschehenssen, traf Neveah schwer und sie sp¨¹rte eine aufsteigende Panik, die ihre Atemwege verstopfte und ihr das Atmen schwer machte. Neveah wehrte sich gegen Xenons Griff, w?hrend sie nach Atem rang. Das Paarungsband zeigte sein h?ssliches Haupt und pulsierte schmerzhaft in Neveahs Kopf. Xenons Ber¨¹hrungen f¨¹hlten sich jetzt wie sengende Verbrennungen an, Und alles, was Neveah wollte, war, sich in Sicherheit zu bringen, wo sie sich selbst und den wahnsinnigen Terror, der in ihr eingraviert war, in Ordnung bringen konnte. So gern Neveah auch geubt h?tte, dass Alessio keine Macht ¨¹ber sie hatte, so wusste sie doch, dass er eine bleibende Wirkung hintessen hatte, die sie nie wirklich loswerden w¨¹rde. Das Paarungsband war das eine, das andere war der Terror... Chapter 242: Laufen (Kap.242)

Chapter 242: Laufen (Kap.242)

"Lass mich los!" zischte Neveah eindringlich, und ihre Stimme ¨¹berschlug sich am Ende. Auch Xenon schien durch Neveahs Tonfall wieder zur Besinnung zu kommen und trat schnell einen Schritt zur¨¹ck, hielt sich aber immer noch an Neveahs Hand fest. "V...Veah..." murmelte Xenon leise. Neveah hielt ihren Blick gesenkt, w?hrend sie versuchte, ihre Atmung zu beruhigen, Sie wagte es nicht, Xenons z?rtlichen Blick zu erwidern, aus Angst, dass sie erneut seinem Charme erliegen w¨¹rde. Die Erinnerung an Alessio, die ausgel?st worden war, lie? das Paarungsband in Neveahs Geist pulsieren und erinnerte sie daran, dass sie niemals wirklich so leben konnte, wie sie wollte. Neveah wusste, dass Xenon seine Worte nicht b?se gemeint hatte, er war nicht wie Alessio, doch er hatte erreicht, was Alessio nie haben konnte. Neveahs Herz war ger¨¹hrt, und deshalb f¨¹rchtete sie Xenon... sie hatte Angst vor dem, was sie f¨¹r diesen schwarzgeschuppten Drachen empfand und was es sie kosten w¨¹rde, wenn ihr grausames Schicksal eine weitere Wendung nahm. "Ich geh?re zu niemandem Xenon... das ist meine Antwort....niemals mehr." warnte Neveah in zittrigem Tonfall, als sie ihre Hand zur¨¹ckzog und so schnell wie ihre Beine sie tragen konnten, davonrannte. Xenon blieb stehen und starrte Neveah hinterher. Er sah nicht im Geringsten entt?uscht aus, stattdesseng ein vertr?umtes L?cheln auf seinem Gesicht, als er einen Daumen an seine Lippen hob. Xenon war sich jetzt sicher, was er wollte, und noch sicherer war er sich, dass sie ihn auch wollte. Die Nacht f¨¹hlte sich f¨¹r Xenon pl?tzlich ganz reizvoll an, und sein L?cheln weitete sich zu einem Grinsen. "Lauf..." murmelte Xenon vor sich hin. ¡¯Ich werde dich immer wieder verfolgen, kleiner Wolf.¡¯ Xenon vervollst?ndigte die Worte in seinem Kopf und kicherte leise, w?hrend seine Zunge ¨¹ber seine Lippen fuhr. ________________ "Ich h?tte nicht herkommen sollen! Beim Sch?pfer, was ist nur los mit mir?!" Neveah schimpfte mit sich selbst, w?hrend sie den Weg zur¨¹cklief, den sie gekommen war, und noch immer darum rang, wieder zu Atem zu kommen und ihr Herz zu beruhigen. Neveah hatte gar nicht bemerkt, dass sie auf der Suche nach Xenon so tief in den Wald eingedrungen war, und nun musste sie erst einmal zu seiner H?hle zur¨¹ckkehren, bevor sie den Abstieg antreten konnte. Das Pulsieren des Paarbandes und das anhaltende Gef¨¹hl von Xenons Ber¨¹hrung war ein wenig zu ¨¹berw?ltigend f¨¹r Neveah. Sie war hin- und hergerissen zwischen den Erinnerungen, die Xenon in ihr geweckt hatte, und dem seltsamen, unbekannten Vengen, das Xenon selbst geweckt hatte... Neveahs Lippen kribbelten immer noch und sie war sich ziemlich sicher, dass Xenons Kuss einen uen Fleck hintessen hatte, so aufdringlich war er, so fordernd, so... "Denk nicht dar¨¹ber nach!" rief Neveah aus und sch¨¹ttelte schnell den Kopf. Obwohl sie es sagte, hatte ihr Verstand eine ganz andere Meinung und ihre Gedanken schweiften st?ndig ab. In ihrer Ablenkung achtete Neveah nicht auf den Weg vor ihr und stie? direkt mit einer Gestalt zusammen, die auf dem Weg stand. "Brauchst du Hilfe auf dem R¨¹ckweg? Du scheinst ziemlich... abgelenkt zu sein." kommentierte eine vertraute Stimme, gerade als Neveah denjenigen, der es war, anschnauzen wollte. Neveahs Augen weiteten sich, als sie die Stimme sofort erkannte, und ihr Blick schnellte nach oben. Tats?chlich starrte Neveah direkt auf die vertrauten, ungleichen Augen des Drachenk?nigs und ein Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken. Schnell wich Neveah zur¨¹ck, ihre Augen weit aufgerissen und erschrocken. "Was... was tust du hier?!" stotterte Neveah heraus. K?nig Jian stand auf, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt, und starrte Neveah einen Momentng schweigend an, die Stirn perfekt gew?lbt. "Das sollte ich dich fragen." erwiderte K?nig Jian. ¡¯Hat er etwas gesehen?!¡¯ dachte Neveah in Panik. ¡¯Das bezweifle ich, aber wir k?nnen es nicht mit Sicherheit sagen. Er hasst uns und noch mehr hasst er es, wenn wir uns in der N?he von Xenon aufhalten, er w¨¹rde niemals so ruhig sein, wenn er etwas sehen w¨¹rde.¡¯ dachte Neveahs Wolf zu ihr zur¨¹ck. Neveah lie? sich von ihrer W?lfin beruhigen und zwang sich, sich zu beruhigen. Das war schwer, nach allem, was gerade passiert war, aber Neveah war es gewohnt, sich zu verstellen. Neveah r?usperte sich und passte ihre Gesichtsz¨¹ge an, um ganz ruhig zu sein. "Das geht Sie nichts an." erwiderte Neveah kalt. Seit der Klippe ubte Neveah nicht mehr, dass sie einen Grund hatte, dem Drachenk?nig gegen¨¹ber h?flich zu sein. Sie w¨¹rde Menarx nur nachsichtig behandeln, weil sie nicht wollte, dass er sich Sorgen machte. K?nig Jian starrte Neveah noch einen Momentng an, bevor er nickte. "In Ordnung." K?nig Jian stimmte zu. "Wenn das alles ist, dann werde ich mich verabschieden... Euer Gnaden." sagte Neveah und verbeugte sich leicht. K?nig Jian trat zur Seite und gab Neveah ein Zeichen, ihren Weg fortzusetzen. Neveahs Blick verengte sich misstrauisch, K?nig Jian war normalerweise immer kalt und barsch, doch er bestand nicht darauf und lie? sie gehen? Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, als sie an K?nig Jian vorbeiging und zu Xenons H?hle ging, doch K?nig Jians Worte hielten sie auf. "Du wirkst ziemlich aufgeregt, dein Haar ist durcheinander, du tr?gst ein Nachthemd ... und deine Lippe ... ist geprellt." K?nig Jian wies auf die offensichtlichen Fakten hin, bevor er seinen Weg fortsetzte, ohne abzuwarten, was Neveah als N?chstes sagen w¨¹rde. Neveah stand an Ort und Stelle, die Augen weit aufgerissen wie ein Kind, das mit dem Handgelenk in einer Keksdose gefangen war. Neveahs Hand schoss zuerst zu ihren nackten Schultern, und ein St?hnen der Frustration entrang sich ihr, als sie merkte, dass sie ihren Mantel dort hinten vergessen hatte. Dann hob Neveah eine Hand an ihre Lippe, und ein leichter Schmerz verriet ihr, dass die Worte von K?nig Jian wahr waren. Xenon hatte wirklich einen uen Fleck auf Neveahs Lippen hintessen und noch viele weitere Beweise f¨¹r das, was gerade passiert war. Jeder, der bei Verstand war, w¨¹rde es erkennen k?nnen, und wenn man ihn raten lie?e, w?re Neveah entsetzt, dass seine Vermutung noch viel weiter gehen w¨¹rde. Neveah drehte sich um und starrte K?nig Jian hinterher. Sie war sich sicher, dass der Drachenk?nig zu seiner eigenen Schlussfolgerung gekommen war, und zwar, wenn er nicht alles mit eigenen Augen gesehen hatte. Bei dem Gedanken daran f¨¹hlte sich Neveah sehr unwohl. Seit ihrer Ankunft im Bergfried war der Drachenk?nig Jian hinter ihr her gewesen. Neveah konnte nicht anders, als sich zu fragen, was der Drachenk?nig mit diesem Wissen anfangen w¨¹rde. Chapter 243: Ein ungutes Gefühl (Kap.243)

Chapter 243: Ein ungutes Gef¨¹hl (Kap.243)

Dumpf... Dumpf... Dumpf... Neveah konnte den ng ihres eigenen Herzscgs h?ren, als sie die vierte Etage erreichte und den Korridor zu ihrem Quartier hinuntereilte. Erst als Neveah in der Sicherheit ihres Zimmers ankam, wagte sie es, den Atem auszuhauchen, den sie angehalten hatte, und ihre Hand schoss an ihre Brust. Nie zuvor hatte Neveah gewusst, dass ihr Herz so schnell scgen konnte, und ein frustriertes St?hnen entkam ihr, als sie sich gegen ihre T¨¹r lehnte, rhythmisch atmete, um sich zu beruhigen. Es dauerte einen Moment, bis sich Neveahs Herz wieder beruhigte, das jedoch nur tz f¨¹r das Pochen der Verbindung zu ihrem Gef?hrten in ihr machte. Neveah zischte, rutschte auf den Boden und zog ihre Knie an ihre Brust, w?hrend sie ihre Arme um sie g. F¨¹r jemanden, der in seinem Leben nicht viele Emotionen erfahren hatte, war alles, was passiert war, f¨¹r Neveah ein wenig zu ¨¹berw?ltigend. Erst jetzt kehrte der Gedanke an Menarx in Neveahs Kopf zur¨¹ck und ein bitteres Schuldgef¨¹hl entfaltete sich in ihr. Neveah wusste nicht, warum sie Xenon gek¨¹sst hatte, obwohl sie wusste, dass sie es nicht tun sollte, warum alle ihre Bedenken in diesem Moment wie weggesen waren. Was noch schwieriger einzusehen war, war die Tatsache, dass sie jeden einzelnen Moment davon genossen hatte... Dieser Gedanke verst?rkte das schmerzhafte Pochen der Verbindung zu ihrem Gef?hrten, als ob es sie warnen und daran erinnern wollte, dass sie ihr eigenes Schicksal nicht ?ndern konnte. "Was tue ich eigentlich?" fragte sich Neveah mit zitternder Stimme und vergrub ihren Kopf in den Knien. Irgendwie... w?hrend sie da sa?, ihr Herz voller Verwirrung und der schreckliche Schmerz der Verbindung zu ihrem Gef?hrten, der sie qu?lte, schlief Neveah ein. _______________ Die Sonnenstrahlen, die durch ihr teilweise ge?fes Fenster fielen, weckten Neveah am n?chsten Morgen. Es war bereits etwas nach Tagesanbruch, die Sonne erhob sich majest?tisch ¨¹ber den Horizont und h¨¹llte alles unter sich in ihre strahlenden Strahlen. Sicherlich war der gesamte Bergfried zu dieser Zeit bereits in vollem Gange, doch Neveahs eigener Tag hatte gerade erst begonnen und sie hatte kaum das Gef¨¹hl, ¨¹berhaupt die Augen geschlossen zu haben. Neveahs Augen tterten auf, sie sah sich kurz um und sinnierte ¨¹ber ihre seltsame Position an der T¨¹r, obwohl sie ein perfektes Bett hatte. Erst dann kamen die Erinnerungen an die letzte Nacht zur¨¹ck. Neveah st?hnte leise auf, lehnte ihren Kopf gegen die T¨¹r und streckte ihre Beine aus um den Krampf zu l?sen. Ihre Beine waren taub geworden, weil sie songe in dieser Position verharrt hatte, und Neveah tadelte sich selbst daf¨¹r, dass sie es nicht einmal bis zu ihrem Bett geschafft hatte. Nach einem Moment erhob sich Neveah, aber sie taumelte ein wenig zur¨¹ck, als ihr schwindelig wurde und sie eine Hand zur T¨¹r ausstreckte, um sich zu st¨¹tzen. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, um ihre Sicht zu kl?ren, aber es n¨¹tzte nichts. Ihre Muskeln f¨¹hlten sich schwach und schwer an, ihr Kopf pochte und in ihrem Magen rumorte es. Nie zuvor hatte sich Neveah so gef¨¹hlt, zumindest nicht, seit sie ins Drachenturm gekommen war. Und die einzigen Male, in denen Neveah sich so gef¨¹hlt hatte, waren die Gelegenheiten, bei denen sie irgendein Gift zu sich genommen hatte, das ihr von der Alphak?nigin Vilma zur Verf¨¹gung gestellt worden war. ¡¯Du bist ersch?pft, Veah. Sowohl geistig als auch k?rperlich, das wirkt sich auf dich aus. Du vergisst, dass ein Teil von dir immer noch menschlich ist und es gibt Zeiten, in denen dein K?rper die Bstung nicht aushalten kann." ¡¯Solltest du immer noch zur Reiterakademie gehen?¡¯ ¨¹berlegte Neveahs Wolf. ¡¯Menarx hat versprochen, mich abzuholen, ich sollte rechtzeitig zu seiner Ankunft fertig sein... es wird mein erster Tag sein, w?re es dann nicht unangebracht, sich krankschreiben zussen?¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf zur¨¹ck. ¡¯Ruhe dich wenigstens ein paar Minuten aus. Du musst deinen Geist beruhigen, wenn wir den Tag ¨¹berstehen wollen.¡¯ riet Neveahs Wolf besorgt. Neveah seufzte leise und begab sichngsam zu ihrem Bett, wo sie sich hinsetzte und ihren Kopf in die H?nde st¨¹tzte, dabei unbewusst ihre brennende Temperatur wahrnehmend. W?re Neveah ein Mensch gewesen, h?tte sie daraus schlussfolgern k?nnen, dass sie irgendein Fieber gehabt h?tte. ¡¯Ist es nicht ironisch? Bei all den Male, die ich einen Kuss geteilt habe, brachten diese drei letzten Erfahrungen ein ?rgernis nach dem anderen.¡¯ ¡¯Alessio k¨¹sste mich und ich wurde ins Drachenturm gebracht. Menarx k¨¹sste mich und ich verlor buchst?blich das Bewusstsein... nun Xenon und ich f¨¹hle mich, als w?re ich von einem Felsbrocken ¨¹berrollt worden.¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf.Neveahs Verstand war benommen, genauso wie ihre Sicht. Sie hatte das Gef¨¹hl, jeden Augenblick in Ohnmacht zu fallen. "Jetzt ist nicht die Zeit, Witze zu machen, Veah. Deine Schmerzen werden nur noch schlimmer und ich kann dich davon nicht erl?sen." dachte Neveahs Wolf bei sich. "Ich bin doch nicht krank, oder? Werw?lfe werden nicht krank..." fl¨¹sterte Neveah leise und f¨¹hlte eine Unsicherheit dar¨¹ber, was sie gerade f¨¹hlte. "Es ist die Gef?hrtenbindung, Veah. Sie sp¨¹rt dein Vengen nach einem anderen und wird darauf nicht freundlich reagieren." erkl?rte ihr Neveahs Wolf. "Ich habe noch nie geh?rt, dass die Gef?hrtenbindung so l?stig sein kann. In den letzten Monaten habe ich sie erfolgreich unterdr¨¹ckt und es gab keine Probleme." entgee Neveah verwirrt. "Ich verstehe es auch nicht, aber ich wei?, dass das, was wir f¨¹hlen, sicher ein Effekt der Gef?hrtenbindung ist." antwortete Neveahs Wolf, genauso verwirrt. Unzufrieden st?hnte Neveah auf, sie konnte nicht uben, dass die Gef?hrtenbindung immer noch ¨¹ber ihr schwebte - nach all der Zeit. Sie hatte das Gef¨¹hl, als k?nne sie Alessios Schatten nie loswerden... es war beunruhigend. "Wie w¨¹rde es reagieren, wenn ich mehr als nur einen Kuss zugssen h?tte?..." murmelte Neveah und lehnte sich zur¨¹ck auf ihr Bett, den Arm ¨¹ber die Augen gelegt. Die grellen Sonnenstrahlen verschlimmerten nur noch den Schmerz in Neveahs Kopf. Sie konnte in ihrem Zustand nicht zum Fenster gngen, um die Gardinen zuzuziehen, daher konnte sie nur ihre Augen abschirmen. "M?chtest du es wirklich herausfinden?" fragte Neveahs Wolf. "Ich h?tte sicherstellen sollen, ihn abzuweisen... diese verhasste Bindung ein f¨¹r alle Mal zu l?sen. Muss ich damit leben?" brummte Neveah ersch?pft. "Umso mehr Grund f¨¹r dich, dich mit einem anderen zu verbinden. Mit jemandem, dem wir trauen k?nnen." erinnerte Neveahs Wolf. "Eine Bindung, der ich vertrauen kann... nur das wird dich davon abhalten, abtr¨¹nnig zu werden und die Gef?hrtenbindung zu l?sen. Das wei? ich." fl¨¹sterte Neveah seufzend. "Und wer kann uns diese... eine Bindung geben, der wir vertrauen k?nnen?" fragte Neveahs Wolf. "Woher soll ich das wissen?" fragte Neveah, deren Kopf immer noch unertr?glich schmerzte und die sich ¨¹bel f¨¹hlte. "Eine mme, die zu hei? brennt, brennt am schnellsten aus... ein Vengen, das zu ¨¹berw?ltigend ist, f¨¹hrt sicher in den Untergang. Was wir brauchen, ist Ruhe und Stabilit?t." erinnerte Neveahs Wolf. "Was wir brauchen... ist Menarx." fl¨¹sterte Neveah und verstand, was ihr Wolf damit sagen wollte. Xenon war die mme, die zu hei? brannte... das Vengen, das zu ¨¹berw?ltigend war, um sicher zu sein. "Du wei?t es genauso gut wie ich, Xenon ist ein Risiko, das wir uns nicht leisten k?nnen... wir sind selbst gebrochen, wie sollen wir jemand anderen reparieren?" fragte Neveahs Wolf nach. "Ich wei?, okay... ich ube, das musst du nicht mehr aussprechen." murmelte Neveah und rieb sich die schmerzende Schl?fe. Neveah wusste, dass ihr Wolf nur ihr Bestes im Sinn hatte und f¨¹hlte sich gleichzeitig gekr?nkt, dass ihr Wolf anscheinend die ganze Schuld, f¨¹r das, was mit Xenon passiert war, von sich zu schieben schien. Neveah war sicher, dass ihr Wolf, h?tte er etwas getan... irgendetwas anderes, als sich in ruhiges Schweigen zur¨¹ckzuziehen, h?tte dazu f¨¹hren k?nnen, dass Neveah vielleicht nicht so leichtsinnig gewesen w?re. Neveah wollte zumindest uben... dass sie sich nicht so sehr auf Xenon eingssen hatte, dass sie die Vorsicht ihres Wolfes ignorieren w¨¹rde. "Wir teilen einen Verstand, Veah... ein Herz. Ich sorge mich genauso um den schwarzschuppigen Drachen, wie du es tust. Aber ich wei?, dass es zu viel ist, zu hoffen, dass Dinge nach unseren Vorstellungenufen." sagte Neveahs Wolf zu ihr. "Und es ist uns fern, mehr zu wollen, als unser Schicksal es eubt? Richtig?" fragte Neveah mit einem freudlosen Lachen. "Es ist uns fern, eine so kostbare Seele wie die von Menarx zu verletzen, nur um fl¨¹chtige W¨¹nsche zu verfolgen." korrigierte Neveahs Wolf. Neveah seufzte leise, ihr Verstand war verwirrt und sie sp¨¹rte, wie ihr der Schwei? auf die Stirn rann. Jeder Zentimeter ihres K?rpers schmerzte furchtbar und ihr Kopf pochte heftig. Die Gef?hrtenbindung war gnadenlos in ihrer Reaktion, und Neveah konnte nicht vorhersagen, wann sie in ihrer Folter nacssen w¨¹rde. "Ich wei?... ich wei?." entgee Neveah ihrem Wolf m¨¹de. Schmerz war einfach nur Schmerz. Wenn das Schicksal wirklich ubte, es k?nne ihre Entscheidungen mit der Gef?hrtenbindung kontrollieren, danng es gewaltig falsch. Neveah hatte in ihrem Leben schon genug Schmerzen erfahren, egal wie schwer oder qualvoll... sie w¨¹rde immer wieder ihre eigenen Entscheidungen treffen, und das Schicksal k?nne verdammt sein. Chapter 244: Glockengel?ut (Kap.244)

Chapter 244: Glockengel?ut (Kap.244)

Jian sa? an seinem Schreibtisch,s haufenweise Petitionen durch und schickte ab und zu Befehle ab. Der stets pflichtbewusste Lord Rodrick stand neben Jians Schreibtisch, sortierte die Schriftrollen, schickte die Befehle ab und legte die Schriftrollen, um die sich Jian gek¨¹mmert hatte, ins Regal. Es war erst kurze Zeit her, dass Jian im Morgengrauen vom Berg Edar zur¨¹ckgekehrt war, und so sehr er sich auch bem¨¹hte, sein Geist konnte sich nicht vollst?ndig auf seine Arbeit konzentrieren. Nicht zum ersten Mal ertappte sich Jian dabei, dass seine Gedanken zur¨¹ck in die Nacht zuvor wanderten ... zu der Szene, in die er hineingegangen war, eine Szene, die Jian noch nicht richtig zu deuten wusste. Soll ich w¨¹tend sein? Unzufrieden? Entt?uscht?¡¯ dachte Jian bei sich. Ehrlich gesagt war sich Jian nicht sicher, wie er sich f¨¹hlen sollte... er wusste nur, dass seine Gedanken st?ndig abschweiften, und das gefiel Jian ¨¹berhaupt nicht. Jian sch¨¹ttelte schnell den Kopf und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die Schriftrolle in seiner Hand, bevor seine Gedanken noch weiter abschweifen konnten. "Mein Lehnsherr, geht es Euch gut? Ihr scheint heute ziemlich abgelenkt zu sein." fragte Lord Rodrick besorgt und bemerkte den kurzen Moment, in dem Jian abwesend gewesen war. "Mir geht es gut, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen." antwortete Jian ausdruckslos und schrieb eine kurze Notiz auf die Schriftrolle, nachdem er sie gelesen hatte. "Ist am Berg Edar etwas passiert?" fragte Lord Rodrick nach einem Moment der Stille erneut. "Sicherlich nicht! Was k?nnte da schon passieren?!" erwiderte Jian sofort, wobei sein Ton Lord Rodrick ¨¹berrumpelte. Als er sich seiner ¨¹berzogenen Reaktion bewusst wurde, holte Jian tief Luft und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Es ist alles in Ordnung, Rodrick. Ich habe in der letzten Woche nicht einen Moment gescfen, und vielleicht hat das gr??ere Auswirkungen, als ich zun?chst dachte." versicherte Jian in einem viel ruhigeren Ton. "Dann sollte sich mein Lehnsherr wenigstens etwas ausruhen. Gebt mir die Eubnis, Lord Everon zu holen, so kann es nicht weitergehen." flehte Lord Rodrick. Jian seufzte, hob eine Hand und rieb sich die Schl?fe. "Ich werde mich zu Bett begeben, nachdem ich mich um diese Bitten gek¨¹mmert habe. Ihr k?nnt Everon dann rufen. Wenn er jetzt davon erf?hrt, wird er einen Aufstand machen und mich daran hindern, daran zu arbeiten." Jian lenkte schlie?lich ein. "Dann werde ich Euch etwas Nektar holen, vielleicht wird es Euch gut tun." bot Lord Rodrick an. Jian brummte als Antwort und wandte seine Aufmerksamkeit wieder den Schriftrollen zu, sein Blick verengte sich zu einem Stirnrunzeln. Noch immer gab es keine Nachricht aus Fort zed, und das war ganz anders als bei Lord Starron und Lord Ranjor. Jian war zutiefst besorgt dar¨¹ber, aber er konnte im Moment nichts tun. Jian hatte Decaron nach Fort zed geschickt, und so w¨¹rden sie in ein paar Tagen Nachricht erhalten. Bis dahin konnte Jian nur Decarons R¨¹ckkehr abwarten, aber tief in seinem Inneren hatte Jian wirklich ein ungutes Gef¨¹hl. Und dann war da noch die Sache mit den Wei?en D¨¹nen. Kaideon war bereits seit einem halben Monat im Drachenturm und in dieser Zeit hatten sie die Archive durchforstet. Aber es waren zu viele B?nde, um sie zu durchforsten, und sie hatten noch nichts entdeckt, was einen Hinweis darauf geben k?nnte, was das Monster in den Wei?en D¨¹nen war. Jian hatte jedoch eine Gruppe unter der F¨¹hrung eines seiner vertrauensw¨¹rdigsten Drachenw?chter ausgesandt, um den D¨¹nen-Drachen in Kaideons Abwesenheit zu helfen. Auch diese Angelegenheit bstete Jian... alles, was Kaideon dazu bringen k?nnte, zum Drachenturm zu rennen, um Hilfe zu holen, war h?chst beunruhigend. Doch dies war eine weitere Sorge, die Jian dazu zwang, geduldig auf Neuigkeiten zu warten. Es geschahen so viele Dinge gleichzeitig in der ganzen Festung und sogar in seinem eigenen Bergfried... erst jetzt wurde Jian r, dass es ziemlich anstrengend war, Drachenk?nig zu sein. "Der Zwergenk?nig schickt eine Petition, in der er die Bestrafung des Wolfes fordert, der seine Soldaten angegriffen hat. Er behauptet, diese unschuldigen Soldaten seien zu ver?ngstigt, um noch einmal einen Fu? in Keep Skies zu setzen..."s Jianut vor, eine einzelne Augenbraue hochgezogen. "Wenn das so ist, wissen sie, dass das M?dchen in unserem Gewahrsam ist?" fragte Lord Rodrick. "Nein, dank Menarx und Kaideon, die in Maneward so viel Aufhebens gemacht haben." Jian grummelte leise vor sich hin. "Die Zwerge haben noch keine Aggression oder Illoyalit?t gezeigt, zumindest nicht offen. Daher gilt der Friedensvertrag noch immer, und sie werden diese Chance, uns in die Enge zu treiben, nicht so leicht verstreichenssen." Jian fuhr fort. "Was gedenkt mein Lehnsherr zu tun? Lord Menarx w?re ver?rgert, wenn der Name des M?dchens zur Sprache k?me." fragte Lord Rodrick besorgt. "Menarx¡¯ Unmut ist eine Sache, aber..." begann Jian, brach aber ab, als seine Gedanken wieder zur letzten Nacht zur¨¹ckkehrten. "Mein Lehnsherr?" rief Lord Rodrick, als Jian auch nach einem Moment nicht sprach. "Vergiss es. Der Zwergenk?nig und seine Forderungen seien verdammt. Niemand stellt Forderungen an mich ... niemand." sagte Jian in einem dunklen Tonfall. "Der Zwergenk?nig ist vor allem f¨¹r seine Gerissenheit bekannt. M¨¹ssen wir uns Sorgen machen, dass er etwas gegen das M?dchen unternimmt?" fragte Lord Rodrick. "Sie hat nur versucht, ein Kind zu sch¨¹tzen. Alle in Keep Skies stehen unter meinem Schutz, ubt er, dass er mit dieser Nummer durchkommt, wenn er die Schuld zuerst auf sich nimmt?" fragte Jian mit einem Spott. "Ich habe der Drachenwache den Befehl gegeben, jeden einzelnen dieser Kretins hinzurichten, der Hand an das Kind gelegt hat. Ich bin derjenige, der ihren Tod befohlen hat, dann soll er doch auf mich losgehen." murmelte Jian mit einem bedrohlichen Blick in seinen Augen. Lord Rodrick stellte einen Kelch mit Nektar vor Jian hin und sagte nichts weiter. Jian warf die Schriftrolle beiseite, bevor er den Kelch nahm, und erhob sich. Er hatte stundeng gesessen, und Jian wollte seine Muskeln einen Momentng dehnen, bevor er sich wieder an die Arbeit machte. Doch in dem Moment, in dem Jian sich aufrichtete, schoss ein stechender Schmerz durch seinen Unterleib, als h?tte man ihn gestochen, und Jians Augen weiteten sich. Der Schmerz war pl?tzlich und unertr?glich, doch Jian wusste, dass dieser Schmerz gar nicht von ihm stammte... Der Kelch fiel ihm aus der Hand, w?hrend Jian nach hinten taumelte und sich mit der Hand an den Unterleib fasste, w?hrend ihm ein leises Zischen des Schmerzes entwich. "Mein Lehnsherr... Mein Lehnsherr, geht es Euch gut?!" fragte Lord Rodrick in Panik. "Meine Br¨¹der ... einer von ihnen ist verletzt!" zischte Jian, w?hrend er seinen Mantel packte und aus seinem Quartier st¨¹rmte, gerade als bedrohliche Glocken im Drachenturm zu l?uten begannen. ______________ "Veah! Veah!" Eine vertraute Stimme, die Neveah von weit unten im Flur rief, erreichte Neveah, die auf ihrem Bettg, Neveah war sich nicht sicher, wienge es her war, die Schmerzen in ihrem Kopf waren nur noch schlimmer geworden und Neveah konnte die Zeit nicht mehr verfolgen. Sie wusste nur, dass Menarx sie abholen w¨¹rde, wenn es an der Zeit war, sich auf den Weg zur Akademie zu machen, und Neveah hoffte, dass sie sich bis dahin wieder gefangen hatte. Die R¨¹ckwirkung der Paarungsbindung hatte sich viel l?nger hingezogen, als Neveah erwartet hatte, aber sie warngsam abgeklungen, und das war der einzige Grund, warum Neveah genug Bewusstsein hatte, um zu wissen, dass sie gerufen wurde. "Was k?nnte das sein?" fragte sich Neveah, die Stimme ng sehr nach Davina. Aber Neveah konnte sich keinen Grund vorstellen, warum Davina ihren Namen mit solcher Dringlichkeit rufen w¨¹rde. Neveah war keine W?rterin mehr und musste daher nicht fr¨¹h aufstehen oder sich um irgendwelche Aufgaben k¨¹mmern, was konnte also jemand um diese Zeit von ihr wollen? Neveah st?hnte leise auf und drehte sich auf ihrem Bett um. Ihr Blick wanderte zu ihrer T¨¹r, die aufsprang, noch bevor Neveah sich aufsetzen konnte. Als sich die T¨¹r ?fe, st¨¹rmte eine panisch aussehende Davina herein, ganz anders als sie es sonst war. "Veah! Es ist Lord Menarx..." begann Davina eilig, brach aber ab, als ihr Blick auf Neveah fiel. Davinas Augen weiteten sich, als sie Neveahs Zustand bemerkte, und sie eilte herbei. "Wie kannst du so ss aussehen?" fragte Davina besorgt, als sie an Neveahs Bett ankam. Davina legte eine Hand auf Neveahs Stirn und zog sie zischend sofort wieder weg. "Schuppen! Du gl¨¹hst ja f?rmlich! Wienge bist du schon so?! Warum hast du niemanden rufenssen?" rief Davina panisch aus, w?hrend sie sich auf den Weg machte, um vielleicht Lord Everon oder jemanden zu holen. In Anbetracht von Neveahs Zustand schien Davina vergessen zu haben, welche dringenden Nachrichten ihr gebracht worden waren, oder vielleicht wollte sie nicht dar¨¹ber sprechen. Aber Neveah hatte Menarx¡¯ Namen bereits geh?rt, und so schoss ihre Hand hervor, um Davinas Handgelenk zu ergreifen und Davina daran zu hindern, sich zu entfernen. "Menarx ... du wolltest etwas ¨¹ber Menarx sagen ...?" fragte Neveah in einem heiseren Ton, der kaum ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinausging. Davina erstarrte bei Neveahs Frage, ein grimmiger Ausdruckg auf ihrem Gesicht, als sich ihr Blick auf Neveah niederlie?. "Veah ... ich ..." stotterte Davina zittrig heraus. Bevor Davina mehr sagen konnte, hallte ein eindringliches Glockengel?ut durch den Bergfried. "Glocken... l?utende Glocken... Everon sagte, es bedeutet ?rger... es bedeutet, dass ein Drache... verletzt wurde." stotterte Neveah und erinnerte sich an das, was Lord Everon einst zu ihr gesagt hatte. Da d?mmerte es Neveah, und ihr Blick wanderte zu Davina, w?hrend sie ungl?ubig den Kopf sch¨¹ttelte. "Nein...nein..." murmelte Neveah, aber Davinas Gesichtsausdruck wurde nur noch grimmiger. "W...es hei?t...Lord Menarx...auf seinem R¨¹ckflug zum Bergfried...wurde er aus dem Himmel geschossen!" verriet Davina mit einem Schluchzen. Chapter 245: Glockenl?uten 2 (Kap.245)

Chapter 245: Glockenl?uten 2 (Kap.245)

"Es hei?t...Lord Menarx...auf seinem R¨¹ckflug zum Bergfried...wurde er aus dem Himmel geschossen!" verriet Davina mit einem Schluchzen. "Aus dem Himmel geschossen..." wiederholte Neveahngsam, unf?hig zu begreifen, was sie gerade geh?rt hatte. Warum sollte Menarx aus dem Himmel geschossen werden? Von wem? Zu welchem Zweck? "Veah... atme erst einmal durch..." Davina begann, Neveah zu beruhigen, auf der Hut vor Neveahs Reaktion. Als die Worte verklungen waren, weiteten sich Neveahs Augen vor Entsetzen, und sie kletterte von ihrem Bett, wobei sie ihr Gewicht auf die F¨¹?e legte, bevor sie vollst?ndig vorbereitet war. Neveahs Umgebung drehte sich und sie verlor das Gleichgewicht, konnte sich aber im letzten Moment mit einer Hand an der Kopfst¨¹tze festhalten. "Veah, du bist nicht in der Lage..." begann Davina wieder, aber Neveah war ¨¹berhaupt nicht daran interessiert, was Davina zu sagen hatte. Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf, ihre Sicht wurde endlich stabil, und sie schnappte sich einen Bademantel, den sie ¨¹ber ihr Nachthemd zog, bevor sie aus ihrem Zimmer st¨¹rmte. Kaum war Neveah hinter ihrer T¨¹r, ert?nte dasute L?uten der Glocken, sout, dass Neveahs empfindliche Ohren klingelten. "Veah, bitte! Du wei?t doch gar nicht, wo du ihn findest!" rief Davina hinter Neveah her. Neveah st¨¹tzte sich mit einer Hand an der Wand ab, w?hrend sie auf wackligen F¨¹?en zu dem aufsteigenden Raum eilte. "Die h?chste Ebene... er w¨¹rde auf die h?chste Ebene gebracht werden..." murmelte Neveah vor sich hin, als sie den Hebel bet?tigte und den Aufw?rtsraum zum Stehen brachte. Die T¨¹ren des aufsteigenden Raums ?fen sich und enth¨¹llten zwei vage bekannte adlige Damen. "Was zum..." Eine der adligen Damen begann zu protestieren, als Neveah hineinstolperte. "Lassen Sie mich los!" Neveah zischte, denn sie wusste, dass sie auf eine untere Ebene gingen und sie dringend den Aufw?rtsraum brauchte, um nach oben zu gngen. Neveah schenkte ihnen keine Beachtung, als die edlen Damen aus dem Aufw?rtsraum huschten und die T¨¹ren schlie?en lie?en. Als sich der Aufstiegsraum in Bewegung setzte, ballte und l?ste Neveah ihre F?uste vor Aufregung. Die Glocken l?uteten immer nochut, ein oder zwei Glockenschl?ge waren schon schlimm genug, aber sie l?uteten einfach weiter, und dieser eindringliche ng schoss Neveah durch den Kopf. Menarx ... es muss ihm gut gehen. Es muss ihm gut gehen...¡¯ murmelte Neveah vor sich hin, die Worte wiederholten sich in ihrem Kopf wie ein einstudiertes Mantra. W?hrend die Angst in Neveahs Herz pochte, gingen ihr zahlreiche Gedanken durch den Kopf. Was sollte das sein? War es die Vergeltung f¨¹r die letzte Nacht? Daf¨¹r, dass sie ihr Versprechen ihm gegen¨¹ber innerhalb eines Augenblicks gebrochen hatte? Oder war es ihre Strafe daf¨¹r, dass sie es gewagt hatte, sich ihrem Schicksal zu widersetzen? W¨¹rde Menarx gesch?digt werden, weil sie ihn gew?hlt hatte? Konnte der Sch?pfer wirklich so grausam sein? Neveahs Kopf pochte heftig, aber das war ihr v?llig gleichg¨¹ltig, denn die dunklen Gedanken, die ihren Verstand vernebelten, verst?rkten nur ihre Angst und Furcht. Der aufsteigende Raum bewegte sich zungsam, Neveah konnte nicht sagen, ob er schon immer songsam gewesen war oder ob sie sich das alles nur einbildete. Aber sie ballte die F?uste, um sich zur¨¹ckzuhalten, w?hrend sich der aufsteigende Raum in gleichm??igem Tempo bewegte. Es dauerte nur wenige Sekunden, aber diese Sekunden f¨¹hlten sich f¨¹r Neveah wie eine Ewigkeit an, und als der Aufw?rtsraum schlie?lich die h?chste Ebene erreichte, eilte Neveah aus ihm heraus. Gerade als sie das tat, raste eine Gestalt an Neveah vorbei, und an der Robe, die er trug, erkannte sie sofort Lord Kirgan; Einen Momentng trafen sich ihre Blicke, und was Neveah in diesen Augen sah, war ein Schrecken, der zu dem passte, was sie f¨¹hlte. Es war nur ein kurzer Moment, denn im n?chsten war Kirgan schon wieder verschwunden und raste auf die Landettform zu. Neveah konnte seine Silhouette kaum erkennen, doch sie wusste genau, in welche Richtung er ging, und sie wusste es auch. Es dauerte nicht allzunge, bis sie die Landettform erreichten, wo sich eine d¨¹stere Stimmung ¨¹ber die bereits anwesenden Drachenlords legte. "Veah!" Lord Everon eilte zu Neveah und ergriff ihre Hand, gerade als sie leicht schwankte. "Wo ist er?... Wo ist er?!" vengte Neveah in heiserem Ton. "Du siehst nicht so gut aus, du solltest nicht hier drau?en sein, Veah. Wir werden uns darum k¨¹mmern, kehre in dein Quartier zur¨¹ck." begr¨¹ndete Lord Everon, Neveahs Frage ausweichend. "Den Teufel werde ich tun!" schnauzte Neveah, zog ihre Hand von Lord Everon weg und machte sich auf den Weg nach vorne. Neveahs Augen suchten schnell die ttform ab, es gab etwa ein Dutzend Drachenw?chter, aber Menarx war nirgends zu finden, Neveah merkte erst, dass sie an der falschen Stelle suchte, als K?nig Jian sich bewegte. Neveah hatte nicht einmal bemerkt, dass K?nig Jian an der ttform stand, sie bemerkte ihn erst, als seine Stimme den Sims, auf dem sie standen, ersch¨¹tterte. "Narx!!" br¨¹llte K?nig Jian, als er auf den Rand der ttform zust¨¹rmte und sich hinunterst¨¹rzte, seine Stimme verng, um einem erdbebenartigen Br¨¹llen tz zu machen, und die Verzweiflung in seinem Ton ersch¨¹tterte Neveah bis ins Mark. Blitzschnell schoss der riesige Drache mit den goldenen Schuppen in den Himmel und flog auf eine Gestalt zu, die er zuerst gesichtet hatte. Die Lords Kirgan, Imagor und Cassian waren nicht weit dahinter und schossen in ihrer Drachengestalt hinter K?nig Jian her. Neveah beobachtete mit wachsender Besorgnis, wie sich die vier Drachen an einem bestimmten Punkt ausbreiteten, als die vertraute Silhouette eines rotgeschuppten Drachen sichtbar wurde, dessen Flugngsam und schwach war. Zu seinen beiden Seiten befand sich ein Drachenlord der Drachengarde, der ihm beim Flug half. Die Drachenw?chter entfernten sich und wurden durch K?nig Jian und die k?nigliche Garde ersetzt, die Menarx von allen Seiten umzingelten und seinen Flug lenkten, damit er nicht abst¨¹rzte. Sie waren so weit entfernt, dass Neveah kaum etwas anderes als die Farbe ihrer Schuppen erkennen konnte. Doch als sie n?her kamen und sichtbarer wurden, war das erste, was Neveah sah, dernge, gl?nzende Speer, der aus Menarx¡¯ Oberarm ragte, dessen Klinge ihn vollst?ndig durchbohrt hatte. "Narx! Ihr G?tter! Narx!" rief Neveah und eilte nach vorne, doch sie wurde von Lord Everon aufgehalten, der sie am Arm festhielt. "Veah, Menarx¡¯ Zustand ist kritisch! Ich mu? mich um ihn k¨¹mmern, sobald sie gndet sind! Aber du darfst bei dem, was kommt, nicht dabei sein, es wird schwer sein, zuzusehen." Lord Everon dr?ngte darauf, w?hrend er sich an einen Drachenlord wandte. "Begleite Lady Neveah zur¨¹ck in ihr Quartier." wies Lord Everon an. Chapter 246: ?rger am Himmel (Kap.246)

Chapter 246: ?rger am Himmel (Kap.246)

"Begleite Lady Neveah zur¨¹ck in ihr Quartier." wies Lord Everon an. Der Drachenlord gehorchte sofort, ergriff Neveahs Hand und zog sie mit sich zur¨¹ck. Neveah wehrte sich gegen den Griff des Drachenlords, aber er war viel st?rker und sein Griff war fest, als er Neveah vom Rand weg und zur¨¹ck zum Eingang der Landettform zog. "Lass mich los! Lass mich sofort los!" Neveah knurrte in einem animalischen Ton, ihr Wolf kam an die Oberfl?che. "Beruhigt Euch, Lady Neveah. Wir m¨¹ssen meinem Lehnsherrn und der k?niglichen Garde euben, Menarx¡¯ Landung zu leiten, sonst wird er abst¨¹rzen." argumentierte der Drachenlord ruhig. Neveahs Kampf stoppte f¨¹r einen Moment bei den Worten des Drachenlords. Die anderen Drachenlords hatten sich ebenfalls zur¨¹ckgezogen, um den Rand der Landettform f¨¹r Menarx¡¯ Landung freizumachen. Als die W?chter des K?nigs ihn n?her an den Rand f¨¹hrten, entfernten sie sich ganz am Rand, so dass Menarx nur mit der Hilfe von K?nig Jiannden konnte. Menarx¡¯ Landung war schwer und unkoordiniert, er krachte auf die Seite, aber der Aufprall war dank der Unterst¨¹tzung durch K?nig Jian leicht. Die Landettform erbebte durch den Aufprall von Menarx und K?nig Jian, und Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie das Ausma? von Menarx¡¯ Verletzung deutlich sah. Schnell sammelte sich Blut unter seiner Gestalt, und er knurrte schwach, w?hrend er sich m¨¹hsam aufrichtete, um dann wieder zu Boden zu st¨¹rzen. Menarx sch¨¹ttelte seinen gro?en Drachenkopf, sein Knurren war schmerzhaft und unruhig, und Neveah konnte nur entsetzt zusehen. Kaum war King Jian gndet, verwandelte er sich wieder in seine menschliche Gestalt. "Immer noch Narx!" K?nig Jian knurrte und legte eine Hand auf Menarx¡¯ Seite, um ihn zu beruhigen. "Everon!!" K?nig Jian rief nach Lord Everon, der im Handumdrehen an seiner Seite war. "Wir sollten jetzt gehen. Lord Everon befiehlt, dass du nicht anwesend sein sollst." erinnerte der Drachenlord, w?hrend er Neveah an sich zog. Neveah erwachte aus ihrem Schockzustand und stie? den Drachenlord mit einem grimmigen Knurren von sich. Sie taten alle so, als w¨¹rden sie sie akzeptieren, aber jetzt, wo es so weit war, wollten sie, dass sie ging? Gehen, nachdem sie Menarx in einem solchen Zustand gesehen hatte? "Fassen Sie mich nicht an!" warnte Neveah heftig und ihre Stimme zog die Aufmerksamkeit aller Drachenf¨¹rsten auf sich. Auch Menarx, der zuvor ruhig war, knurrte als Antwort, w?hrend er sich m¨¹hsam wieder aufrichtete und knurrte. "Narx! Bleib stehen! Du tust dir noch weh!" befahl K?nig Jian. Menarx knurrte K?nig Jian an, zuckte mit den Schultern und knurrte die Drachenf¨¹rsten, die ihn an der Bewegung hinderten, w¨¹tend an. Neveahs Herz sank, als Menarx¡¯ Verletzung durch seine Bewegungen immer st?rker blutete, und sie verfluchte sich im Geiste daf¨¹r, dass sie ihn gerufen hatte ... aber jetzt war es zu sp?t, Menarx hatte Neveahs Ruf bereits geh?rt. "Bringt sie weg, ja?! Ich brauche ihn ruhig!" zischte Lord Everon eindringlich, ohne sich auch nur umzudrehen. "Narx!" rief Neveah, als sie herbeieilte, aber ihr Weg wurde von einem anderen Drachenlord versperrt. Menarx stie? ein markersch¨¹tterndes Knurren aus, und sein r?chelnder Atem verriet, wie w¨¹tend und unruhig er war. Neveah wusste, dass sie zu Menarx gehen musste, er w¨¹rde sich nicht beruhigen, wenn sie es nicht tat. "Ich bin die Herrin der Rubinschuppen! Wenn jemand hier sein sollte!..." zischte Neveah und richtete ihren w¨¹tenden Blick auf Lord Everon. "Wer denn sonst, wenn nicht ich?!" forderte Neveah, und ihr Blick forderte Lord Everon auf, ihre Worte zu erwidern. "Lasst sie durch." befahl K?nig Jian und die Drachenlords traten zur Seite. Neveah eilte an ihm vorbei, eilte zu Menarx hin¨¹ber, blieb vor ihm stehen und blickte ihm in die m¨¹den Augen. Menarx¡¯ Kopf senkte sich, um auf gleicher H?he mit Neveah zu sein, und sie streckte eine Hand aus, um sich auf seine Schuppen zu legen. "Bleib Narx ...ss Everon seine Arbeit machen, ich werde hier sein, ich gehe nirgendwo hin." versicherte Neveah. Menarx knurrte erneut, als er wieder in sich zusammensackte, unf?hig, sein Gewicht auf seinem verletzten Glied zu halten. "Haltet ihn ruhig ... wir m¨¹ssen den Speer herausziehen." K?nig Jians Stimme ert?nte von neben Neveah. "Narx ... oh G?tter!" Neveahs Stimme zitterte, als sie das Ausma? seiner Verletzung aus so kurzer Entfernung sah. Neveah knietengsam in der Bluche von Menarx und erschauderte, als das Blut ihr Nachtkleid durchn?sste. Ein Schluchzen blieb Neveah in der Kehle stecken, und sie hatte M¨¹he, es zur¨¹ckzuhalten, w?hrend sie ihre Arme so weit wie m?glich um Menarx¡¯ Kopf g und ihren Kopf an seine Schuppen dr¨¹ckte. "Still... weine nicht. Es ist nur eine Sch¨¹rfwunde." Menarx¡¯ m¨¹de Stimme erng in Neveahs Kopf. Menarx¡¯ Schuppen waren seltsam kalt, ganz anders als seine ¨¹bliche W?rme und zutiefst beunruhigend. Seine Atemz¨¹ge waren schwer undngsam, und ab und zu drang ein leises Knurren aus ihm heraus. "Welcher Sch¨¹rfwunde? W¨¹rde dich eine Sch¨¹rfwunde so schw?chen?" r¨¹gte Neveah zittrig. "Narx ... das wird weh tun, halt dich fest." sagte K?nig Jian zu Menarx. "Nimm es raus... mir geht es gut." Menarx¡¯ Gedanken ngen in Neveahs Kopf, obwohl sie wusste, dass er mit K?nig Jian sprach. "Du musst es abbrechen und aus der Klinge herausziehen. Tritt zur¨¹ck, Veah." sagte Lord Everon. Neveah zuckte sichtlich zusammen, als sie sich ein wenig entfernte und beobachtete, wie Lord Cassia vorsichtig zu Menarx¡¯ Arm hinaufkletterte und den Speer ergriff. Ein Knurren drang aus Menarx und Neveah biss sich auf die Lippe, um ihre Tr?nen zur¨¹ckzuhalten. F¨¹rst Cassian wartete einen Moment, bevor er den Speer in zwei Teile brach und ihn beiseite warf. Dann griff K?nig Jian nach der scharfen Klinge des Speers, die aus Menarx¡¯ Schulter ragte. Neveah war sich sicher, dass die Klinge in seine Handfl?che schneiden w¨¹rde, aber das war K?nig Jian egal, er warf einen Blick auf Menarx, bevor er sie mit einem Ruck herauszog. Menarx stie? einen zittrigen Atem aus, als Lord Everon die Blutung schnell stoppte. "Du kannst dich jetzt verwandeln, Narx, damit ich mich richtig um dich k¨¹mmern kann." eubte Lord Everon. Menarx knurrte leise, als sich seine Gestaltngsam ver?nderte, und im Handumdrehen war anstelle eines riesigen rotgeschuppten Drachens ein stark blutender Menarx zu sehen, der sich an seine Schulter mmerte. "Ich... ich habe es gesehen..." stotterte Menarx zittrig heraus. "Die Bestie, von der Kaideon sprach ... sie war nicht in den Wei?en D¨¹nen! Es ist auf dem Weg hierher... nach Keep Skies!" presste Menarx eindringlich hervor. Chapter 247: Hartes Gesetz (Ch.247)

Chapter 247: Hartes Gesetz (Ch.247)

"Ich... ich habe es gesehen..." stotterte Menarx zittrig heraus, "Die Bestie, von der Kaideon sprach ... sie war nicht in den Wei?en D¨¹nen! Es ist auf dem Weg hierher... nach Keep Skies!" presste Menarx eindringlich hervor und keuchte danach. In seinem Zustand Worte zu erzwingen, fiel ihm sichtlich schwer, aber das hinderte Menarx nicht im Geringsten daran. "Das kann nicht sein..." Lord Cassian keuchte und tauschte einen Blick mit den Lords Kirgan und Imagor aus. Neveah war sich nicht sicher, warum, aber die k?nigliche Garde schien eine solche Gefahr in der N?he ihres Gel?ndes nicht erwartet zu haben. "Das w¨¹rde ich gerne sagen ... aber ich habe es verdammt noch mal gesehen! Mit meinen eigenen Augen! Das verdammte Monster durchstreift unser Land ... ohne einen Funken Furcht!" zischte Menarx, sein Tonfall war vom Schmerz geschw?cht, aber immer noch fest und eindringlich. Menarx war aufgew¨¹hlt, w¨¹tend ¨¹ber den Gedanken, dass sein Volk in Gefahr war. Er zuckte nach vorne und versuchte, sich aufzusetzen, und Neveah hielt sich an seiner guten Schulter fest, um ihn zu beruhigen. "Nicht bewegen ... du wirst dich verletzen." warnte Neveah in schmerzhaftem Tonfall. Sie w¨¹nschte sich mehr als alles andere, dass Menarx aufh?rte zu reden und seine Kr?fte schonte, aber Neveah wusste, dass Menarx¡¯ Pflicht vor allem anderen kam... sogar vor seinem eigenen Leben. Menarx war den ganzen Weg mit einer verletzten Gliedma?e geflogen, auch wenn der Flug bedeutete, dass sich seine Verletzung verschlimmern w¨¹rde, damit er rechtzeitig ankommen konnte, um seinen Bericht abzugeben. Neveah ubte nicht, dass sie einen berechtigten Grund hatte, ihn aufzuhalten, das war Menarx¡¯ Aufgabe als Besch¨¹tzer... wof¨¹r er lebte und sterben w¨¹rde. Menarx hatte es Neveah selbst gesagt, in dem Moment, als er Neveah gebeten hatte, seine Hand zu nehmen. Und Neveah hatte seine angebotene Hand genommen, sie hatte ihn ihren Drachen genannt... und doch fragte sich Neveah, was sie tat, wenn ihr Drache verletzt wurde? "Narx ... bitte beruhige dich ..." Lord Everon begann zu argumentieren, w?hrend er versuchte, Menarx¡¯ Verletzung zu versorgen. "Ich bin ruhig! Ich sage dir ganz ruhig... dass eine Bestie unser Land durchstreift! Unsere Zitadelle! Wir haben daf¨¹r jetzt keine Zeit! Wir m¨¹ssen es erscgen!" Menarx zischte ver?rgert und wies die Ber¨¹hrung von Lord Everon achselzuckend zur¨¹ck. Dabei bewegte Menarx seine verletzte Schulter zu schnell, und er st?hnte vor Schmerz. "Ihr G?tter! Menarx!" rief Neveah frustriert aus. "Mir geht¡¯s gut, mir geht¡¯s gut." versicherte Menarx z?hneknirschend und legte seine gute Hand auf Neveahs Taille. "Mein Lehnsherr ... ein Golem, gr??er als jeder, den ich je gesehen habe ... und es ist nicht irgendein Golem, sondern einer von der Art der Trolle." Menarx stie? die Worte aus. Auf der Landettform herrschte v?llige Stille, alle anwesenden Drachenlords h?rten Menarx¡¯ Worte und jeder brauchte einen Moment, um sie zu verarbeiten. Neveah war sich nicht sicher, was Menarx¡¯ Worte bedeuteten, aber sie hinterlie?en auf jeden Fall einen Eindruck. Auch K?nig Jian war von Menarx¡¯ Offenbarung ¨¹berrascht, er reagierte nicht sofort, aber seine H?nde ballten sich zu F?usten an seinen Seiten. "Zuerst k¨¹mmern wir uns um deine Verletzung... Kirgan, bring ihn in sein Quartier." wies K?nig Jian an. "Mein Lehnsherr, h?rt..." Menarx begann zu protestieren, als Kirgan sich hinunterbeugte, um ihm aufzuhelfen. "Nein, du h?rst zu, Menarx! Ihr werdet tun, was ich sage, denn ein verdammter Troll ist zweitrangig gegen¨¹ber Eurem Wohlergehen! Und tot n¨¹tzt du mir nichts!" schnauzte K?nig Jian. Menarx st?hnte ver?rgert ¨¹ber K?nig Jians Tadel und runzelte die Stirn, als K?nig Jian zu ihm hin¨¹berst¨¹rmte. "Geh zur Seite." befahl K?nig Jian Neveah. Neveah trat wie befohlen von Menarx weg. K?nig Jian beugte sich hinunter und half Menarx auf die Beine, wobei er seinen guten Arm um seine Schulter legte. "Ich kann gehen..." Menarx protestierte, wurde aber von allen ignoriert. "Komm, Everon..." befahl K?nig Jian und stockte, als sein Blick f¨¹r einen kurzen Moment zu Neveah wanderte. "Und der Rest von euch auch." f¨¹gte K?nig Jian hinzu. Irgendwie wusste Neveah, dass der "Rest von euch", von dem K?nig Jian sprach, sie einschloss. Aber selbst wenn das nicht der Fall w?re, w¨¹rde Neveah trotzdem mitgehen. Sie verschwendete keine Zeit und eilte K?nig Jian, Lord Everon und der k?niglichen Wache hinterher, als diese sich wieder auf den Weg machten. "Nichts von dem, was hier gesagt wurde, verl?sst dieses Haus!" befahl K?nig Jian streng, als er an den anwesenden Drachenf¨¹rsten vorbeist¨¹rmte. "Mein Lehnsherr ... mir geht es gut, ich werde heilen. Ihr m¨¹sst mich erst anh?ren... begann Menarx erneut. "Everon, was brauchst du?" fragte K?nig Jian, w?hrend er den Weg zu dem f¨¹hrte, von dem Neveah annahm, dass es Menarx¡¯ Quartier im zweiten Stock war. "Ich habe die Heilerhalle benachrichtigt, alles ist bereits vorbereitet. Ich muss zuerst das Ausma? des Schadens feststellen". Lord Everon antwortete sofort. "Jian!" Menarx zischte ver?rgert. "Sprechen Sie, wenn Sie m¨¹ssen, Sie k?nnen sprechen, w?hrend Sie behandelt werden. Am besten auch hinter verschlossenen T¨¹ren, Kaideons Entdeckung wurde nie ?ffentlich bekannt gemacht." erinnerte K?nig Jian. "Ich habe es gesp¨¹rt, Jian, gerade als ich die Akademie der Magie verlie? ... es war genau so, wie Kaideon es beschrieben hat ..." Menarx stie? es in einem gequ?lten Ton hervor. "Eine dunkle, kalte Aura, die in der Luft hing... und ein schrecklicher, schrecklicher Gestank. Ich musste es untersuchen... um zu wissen, was es war..." fuhr Menarx fort. Lord Imagor ging voraus, stie? die T¨¹r auf, und sie traten alle ein. Sie brachten Menarx zu seinem Bett, legten ihn darauf und traten zur¨¹ck, um Lord Everon arbeiten zussen. "Es ist Jahrhunderte her... seit ich das letzte Mal einen Troll gesehen habe. Ich war weit entfernt, doch auch er sp¨¹rte mich... Ich flog auf ihn zu, aber ich wurde getroffen, jemand schleuderte den Speer von hinten... Ich konnte nicht erkennen, wer..." "Ich st¨¹rzte ab... konnte meinen Sturz gerade noch abfangen, aber das Biest war weit weg, bevor ich meinen Flug stabilisieren konnte....ein Biest von so gro?er Gr??e, es war einfach weg... und der, der mich getroffen hatte, auch..." Menarx erz?hlte alles, was geschehen war, w?hrend Lord Everon ein Gebr?u erhitzte. "Er verblutet schnell, Everon!" K?nig Jian schnappte eindringlich nach Luft. "Veah! Das Kr?utertablett!" Lord Everons Stimme r¨¹ttelte Neveah zum Handeln auf. Da erinnerte sie sich daran, dass sie auch ein oder zwei Dinge ¨¹ber das Heilen wusste. Neveah holte schnell das Kr?utertablett, das Lord Everon vengt hatte, reichte es ihm und sah zu, wie er ein paar weitere Kr?uter in sein Gebr?u warf. Der Inhalt des Topfes kochte und blubberte schnell, und die Kr?uter, die dem Gebr?u hinzugef¨¹gt wurden, schmolzen bald mit ihm zusammen. "Lass ihn etwas davon trinken." wies Lord Everon an. Neveah sch¨¹ttete eine Schale mit dem Gebr?u aus, eilte zur¨¹ck zum Bett und setzte sich an Menarx¡¯ Seite. "Es wird gegen die Schmerzen helfen, du musst es ganz austrinken." sagte Neveah in einem zittrigen Ton. Menarx¡¯ Blick wanderte zu Neveah und seine Lippen verzogen sich zu einem tr?gen L?cheln. "Ich werde alles trinken, was ... du mir gibst ..." erwiderte Menarx zwischen schmerzhaften St?hnen. Neveah war sich nicht sicher, ob siechen oder weinen wollte, selbst in seinem Zustand war Menarx noch genauso albern wie immer. "Trink es einfach..." Neveah bestand darauf und legte eine Hand unter Menarx¡¯ Kopf, um ihm zu helfen, sich aufzurichten, dann setzte sie die Schale an seine Lippen und lie? ihn das Gebr?u austrinken. "Schrecklich... schmeckend..." kommentierte Menarx und erntete daf¨¹r Blicke von allen im Raum. "Der Tod schmeckt noch schrecklicher, Menarx." erwiderte Lord Everon als Erster und kam mit einer weiteren Schale Gebr?u her¨¹ber. "Oh... ich werde nicht sterben... Ich habe keinen Grund dazu..." Menarx st?hnte auf und kicherte heiser, w?hrend er mit seiner freien Hand nach Neveahs Hand griff. "Flirtet er etwa gerade? W?hrend er in seinem eigenen Blut getr?nkt ist und der Schattendrache irgendwouert, um sich seine Seele zu schnappen? Ich ube, ich k?nnte kotzen." Lord Cassian grummelte von irgendwoher im Raum. "Cassian ... kannst du den Schattendrachen nicht mal erw?hnen?" schimpfte Kirgan mit einem sichtbaren Schaudern. "Das wird weh tun." Lord Everon unterbrach ihr Gez?nk mit einem Kopfsch¨¹tteln. Lord Everon war offensichtlich an diese Seite der k?niglichen Garde gew?hnt, nur Neveah fiel es schwer, zu verstehen, was um sie herum geschah. "Ich habe ... schon Schlimmeres erlebt ..." Menarx st?hnte auf. "Ihr tut so, als w?rt ihr hart..." Lord Cassian spottete. Lord Everon riss die Kleidung um Menarx¡¯ Wunde herum ab und goss das Gebr?u, das er gerade von einer erhitzten tte genommen hatte, direkt dar¨¹ber. "Schuppen!" Menarx zischte, w?hrend sich sein R¨¹cken leicht w?lbte und seine Miene sich vor Schmerz verzerrte. Neveah zuckte zusammen und ihr Griff um Menarx¡¯ Hand wurde unbewusst fester, als das erhitzte Gebr?u sich durch Menarx¡¯ Haut brannte und ein brutzelndes Ger?usch verursachte. Lord Everon machte sich an die Arbeit, die Verletzung zu s?ubern, w?hrend Menarx h?rbar keuchte und versuchte, wieder zu Atem zu kommen. "Ich habe eine Pille in dein Gebr?u gemischt, du solltest dich schl?frig f¨¹hlen. K?mpfe nicht dagegen an ... scf ein undss deinen K?rper heilen." mahnte Lord Everon. "Was f¨¹r eine Aufregung. So habe ich mir den heutigen Tag nicht vorgestellt..." Menarx grummelte zwischen schweren Atemz¨¹gen, seinen Blick auf Neveah gerichtet. "Ihr habt Lord Everon geh?rt, geht scfen. Du kannst alles sagen, was du brauchst, wenn du erwachst." beharrte Neveah. "Jian..." begann Menarx. "Ich werde mich sofort darum k¨¹mmern, danke f¨¹r deine rechtzeitige Warnung, Bruder." versicherte K?nig Jian Menarx. Menarx sah aus, als wollte er noch mehr sagen, aber die Wirkung der Kr?uter war stark, und seine Augen tterten zu, als er in den Scf abdriftete. Chapter 248: Ver?nderte Miene (Kap.248)

Chapter 248: Ver?nderte Miene (Kap.248)

?Wie geht es ihm?", fragte K?nig Jian an Lord Everon gewandt, der vorsichtig mit Neveahs Hilfe Menarx¡¯ verletzte Schulter verband. Lord Everon reichte Neveah den Verband und sie legte ihn behutsam um Menarx¡¯ Oberk?rper, um ihn zu stabilisieren, bevor Lord Everon die verletzte Stelle bandagierte. ?Er hat viel Blut verloren, aber Narx ist stark. Keine lebenswichtigen Organe wurden verletzt, nicht dank seinem Angreifer. Der Speer verfehlte seine Hauptfl¨¹gelvene nur knapp." ?Meine Vermutung ist, dass es drau?en zu dunkel war und Menarx sich zu schnell bewegte, sodass sein Angreifer ihn nur in der Schulter erwischte. H?tte Menarx die Anwesenheit seines Angreifers bemerkt, h?tte der Angreifer keine Chance gehabt." ?Die Wunde ist ziemlich tief und das liegt daran, dass er sich w?hrend seines R¨¹ckflugs mit seinem verletzten Glied gesto?en hat, ich w¨¹rde sagen, dass er seinen rechten Arm eine Weile nicht bewegen kann." ?Zum Gl¨¹ck sind seine Fl¨¹gel unversehrt, sodass sein Flugverm?gen nicht beeintr?chtigt wird. Die erlittenen Sch?den sind nicht so schwerwiegend, er wird heilen, vorausgesetzt er kann ungest?rt ruhen.", berichtete Lord Everon, als er den Verband festzurrte. ?Wienge wird er scfen?", fragte Lord Imagor besorgt. ?Er wird aufwachen, sobald die Wirkung der Kr?uter abklingt. Mach dir keine Sorgen", beruhigte Lord Everon. ?Und wienge wird das dauern? Angesichts der Situation brauchen wir seinen Rat", erinnerte Lord Kirgan. ?Das Gebr?u ist stark genug, um ihn f¨¹r zwei Tage auszuschalten. Ich w¨¹rde vorscgen, ihr nt vorl?ufig ohne ihn", antwortete Lord Everon. ?Das ist kein Problem. Narx¡¯ Wohlergehen hat oberste Priorit?t. Die anderen Angelegenheiten k?nnen wir problemlos bew?ltigen", sagte Lord Cassian mit einem Nicken. ?Wirst du bei ihm bleiben?", fragte K?nig Jian Lord Everon. ?Nat¨¹rlich, ich werde ein Auge auf ihn haben. Ihr k?nnt euch alle um die dringenden Angelegenheiten k¨¹mmern", versicherte Lord Everon. ?Gut... Kirgan, wo ist Kaideon?", fragte K?nig Jian und wandte sich an seinen Leibw?chter. K?nig Jians Haltung und Tonfall hatten sich von dem besorgten Freund von eben in den kalten und grausamen Drachenk?nig verwandelt. ?Soweit ich wei?, hat sich der D¨¹nenherr auf die Suche nach dem ehemaligen k?niglichen Schreiber gemacht, der die Aufzeichnungen aufbewahrt hat. Er befindet sich derzeit in der Akademie der Schmiede", berichtete Kirgan. ?Nimm den Speer mit zur Akademie, ich will wissen, wo er geschmiedet wurde, wie er hergestellt wurde, wer ihn gemacht hat und wie viele H?nde er seitdem ber¨¹hrt hat." ?Und bring Kaideon... sofort!", befahl K?nig Jian. ?Aye!", Kirgan nahm den Befehl an und zog sich zur¨¹ck. ?Imagor, geh in die Archive und hole Rodvan und Garron. Ich will einen umfassenden Bericht ¨¹ber alles, was sie bis jetzt gefunden haben." ?Anschlie?end sollen unsere besten Spurensucher die Futterrillen aufsuchen. Rauron und Mauldray werden sie f¨¹hren. Wenn eine Trort in meinem Gebietuert, will ich genau wissen, wo sie ist!" zischte K?nig Jian. ?Verstanden", erwiderte Lord Imagor und verlie? den Raum, um seinen Auftrag auszuf¨¹hren. ?Cassian...versammel die zw?lf Schwadrone", wies K?nig Jian Lord Cassian an. ?Mein Herr", Lord Cassian verneigte sich und ging. Als die k?nigliche Wache gegangen war, waren K?nig Jian, Lord Everon, Neveah und der bewusstlose Menarx die einzigen, die sich noch im Raum befanden. ?Neveah?", rief K?nig Jian. Neveah blickte ¨¹berrascht auf, unsicher, warum sie gerufen wurde. ?Geh zur¨¹ck in deine Quartiere, du siehst schrecklich aus", murmelte K?nig Jian in einem viel ruhigeren Ton. Neveah zog die Augenbrauen hoch, als sie sich selbst betrachtete. Wie K?nig Jian gesagt hatte, war Neveahs Erscheinungsbild wirklich chaotisch. Neveah hatte sich noch nicht gewaschen, sie hatte ihren Morgen damit verbracht, sich vor Schmerzen hin und her zu w?lzen und war durchtr?nkt von ihrem eigenen Schwei?. Sie trug immer noch ihr Nachthemd und dar¨¹ber nur einen d¨¹nnen Morgenmantel. Beides war silberfarben und an den meisten Stellen rot von Menarx¡¯ Blut. Neveah seufzte leise, sie hatte nicht einmal die Kraft, sich um ihr ?u?eres zu k¨¹mmern. ?Spielt das eine Rolle? Mir geht¡¯s gut, ich..." Neveah begann, gegen K?nig Jians Anweisung zu protestieren, aber er unterbrach sie. ?Neveah! Hast du es je in Erw?gung gezogen, einmal zuzuh?ren?", fauchte K?nig Jian und drehte sich zu Neveah um. Aufgrund K?nig Jians Tonfall verstummte Neveah und konnte nur noch den Mund aufmachen und wieder schlie?en. ?Everon wird sich vorerst um Menarx k¨¹mmern. Geh zur¨¹ck in deine Quartiere und zieh dich um. Du musst dich wie befohlen bei der Reiterakademie melden", fuhr K?nig Jian fort. Neveah blinzelte erstaunt. Sie konnte nicht uben, was K?nig Jian sagte. Die Reiterakademie? Wer k¨¹mmerte sich um irgendeine Akademie, wenn Menarx so schwer verletzt war? ?Aber...", begann Neveah erneut zu protestieren und wieder unterbrach er sie. ?Du willst also Reiterin werden? Dann musst du zuerst wissen...wenn dein Drache verletzt ist, musst du gerade dann stark und unersch¨¹tterlich sein", sagte K?nig Jian in einem ernsten Ton. ?Viele Augen ruhen auf dir, Neveah. Wenn du auch nur einen Moment z?gerst, wirst du hier nicht ¨¹berleben k?nnen." ?Geh zur Akademie, behalte alles im Auge und informiere mich, welche Informationen ¨¹ber Menarx¡¯ Bericht weitergegeben wurden. Am Ende des Tages darfst du zur¨¹ckkehren und dich um Menarx k¨¹mmern", befahl K?nig Jian. Neveah biss sich auf die Lippe, sie wusste, dass K?nig Jian recht hatte. Hier im Drachenturm waren viele Augen auf sie gerichtet und der einzige Grund, dass sie sich entschieden hatte, eine Reiterin zu werden, war, dass sie ¨¹berleben wollte. Sie konnte sich nicht euben, jetzt Schw?che zu zeigen. Wenn Neveah eine Drachenreiterin werden wollte, dann sollte sie eine sein, auf die niemand herabzusehen wagte. Neveah verstand das, aber was hatte das alles ¨¹berhaupt mit K?nig Jian zu tun? H?tte er nicht am meisten zu gewinnen, wenn Neveah sich nicht als Reiterin qualifizierte? Chapter 249: Ein Ziel (Kap.249)

Chapter 249: Ein Ziel (Kap.249)

Neveah verstand das, aber was hatte das alles ¨¹berhaupt mit K?nig Jian zu tun? H?tte er nicht am meisten zu gewinnen, wenn Neveah sich nicht als Reiterin qualifizierte? Das w¨¹rde bedeuten, dass sie sowohl Menarx als auch Xenon aufgeben m¨¹sste, und Neveah war der Meinung, dass dies das beste Szenario f¨¹r den Drachenk?nig war. "Wir wissen beide, dass er das wollen w¨¹rde." f¨¹gte K?nig Jian hinzu. Er...? War es dumm, dass Neveah nicht sicher war, welchen ¡¯er¡¯ K?nig Jian meinte? Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf und beschloss, nicht weiter dar¨¹ber nachzudenken. Ihr Verstand konnte nur eine bestimmte Menge verarbeiten, und das wollte sie jetzt nicht tun. Was auch immer der Drachenk?nig meinte, das Einzige, was r war, war die Tatsache, dass er nicht fragte, sondern einen Befehl erteilte. Und so sehr Neveah auch versucht war, ihn zurechtzuweisen, gab sie zu, dass seine Worte nicht unangemessen waren. Es w?re nicht gut, wenn sie in diesem Zustand hier an der Seite von Menarx sitzen w¨¹rde. "Ich verstehe, Euer Gnaden." gab Neveah schlie?lich mit einer kleinen Verbeugung nach. K?nig Jian antwortete nicht, sondern wandte sich zum Gehen, blieb aber noch einmal stehen. "In der Akademie gibt es B?nde, die von der Art der Trolle erz?hlen, holt sie euch vom Meister, wenn ihr schon dabei seid, und bringt sie mir, wenn ihr zur¨¹ckkommt. f¨¹gte K?nig Jian hinzu, bevor er sich entfernte. B?nde ¨¹ber die Trort?¡¯ dachte Neveah und erinnerte sich, dass Menarx die Trort erw?hnt hatte. Wenn nichts Neveah dazu motivierte, sich in der Reiterakademie zu melden, dann war dieser letzte Befehl genug. In K?nig Jians Befehl stand zwar nichts davon, dass sie die B?nde selbst durchgehen sollte, aber es wurde auch nicht erw?hnt, dass Neveah das nicht sollte. Eine Bestie, die eine derartig rmierte Reaktion des immer gleichbleibenden Menarx hervorrufen konnte, wollte auch Neveah wissen. Neveah seufzte leise, w?hrend sie zu Menarx hin¨¹berblickte und sich fragte, ob es in Ordnung war, ihren Blick von ihm abzuwenden. "Ich werde hier sein, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Au?erdem wird er noch viel l?nger bewusstlos sein, geh nur." mischte sich Lord Everon ein, ein etwas seltsames L?cheln auf den Lippen. "Okay... ich werde dann gehen." murmelte Neveah, w?hrend ihr Blick noch einen Momentng verweilte, dann verlie? auch sie Menarx¡¯ Quartier. Neveah schloss behutsam Menarx¡¯ T¨¹r und holte tief Luft, w?hrend sie ihren Weg zum Aufw?rtsraum fortsetzte. Jetzt, da sich die Panik gelegt hatte, f¨¹hlte sich Neveah pl?tzlich extrem ersch?pft. Das Gef¨¹hl von Menarx¡¯ Blut auf ihrer Hautstete schwer auf ihrem Herzen. Neveahs Schritte warenngsam, sie ubte nicht, dass sie noch schneller gehen konnte. Obwohl das Paarungsband ruhig geworden war, f¨¹hlte sie sich immer noch lethargisch. Neveah erreichte schlie?lich den aufsteigenden Raum und trat ein, zum Gl¨¹ck war er unbesetzt, denn au?er der K?nigswache durfte niemand so hoch hinauf. Neveah lehnte sich gegen das kalte Metall und schloss die Augen, w?hrend sich der Aufw?rtsraum in gleichm??igem Tempo bewegte, bis er zum Stillstand kam. Neveah stieg aus und machte sich auf den Weg zu ihrem Zimmer, wobei sie die Blicke einiger Diener und adliger Damen ignorierte, die an ihr vorbeigingen. Es war bereits Mittag, die meisten adligen Damen waren bereits zu ihren verschiedenen Akademien aufgebrochen, so dass Neveah nicht mehr viele Leute antraf. Die Nachricht von Menarx¡¯ Verletzung musste sich bereits herumgesprochen haben, denn sie hatte Neveah schon vor seiner Ankunft erreicht. Neveah konnte h?ren, wie sie fl¨¹sterten, aber sie war in ihre eigenen Gedanken versunken und konnte sich nicht darum k¨¹mmern, wor¨¹ber sie sprachen. Sie wusste bereits, dass sie das Gespr?chsthema sein w¨¹rde, mehr gab es nicht zu wissen. Neveah erreichte ihr Quartier, trat ein und schloss die T¨¹r hinter sich. Einen Momentng stand sie einfach nur da, lehnte sich gegen die T¨¹r und atmete tief ein. Diese Szene war Neveah nur allzu vertraut, und der Drachenturm wurde von Tag zu Tag schwieriger zu handhaben... aber Neveah wusste, dass sie es schaffen w¨¹rde, sie musste es einfach. Neveah machte sich auf den Weg in ihren Waschraum und f¨¹llte geistesabwesend ihr Bad, bevor sie sich ihrer Kleidung entledigte und eintrat. Sie lie? sich in die Wanne sinken, zog die Knie an die Brust, g die Arme darum und sah zu, wie das Blut von ihrer Haut in das re Wasser gesp¨¹lt wurde. "Das Blut von Menarx..." murmelte Neveah vor sich hin und dachte an den ersten Anblick zur¨¹ck, als er auf die Landettform st¨¹rzte, unruhig und mit Schmerzen. Menarx war keiner, der gerne l?chelte, er war nicht so unbek¨¹mmert und sorglos wie Lord Kirgan. Er trug immer einen hasserf¨¹llten Gesichtsausdruck, als w?re er auf die ganze Welt w¨¹tend, aber trotzdem... sein Anblick, so schwach und zerbrechlich, lie? Neveah bis auf die Knochen erschaudern. Einen Momentng hatte Neveah geubt, dass sie Menarx nicht mehr sehen w¨¹rde. Die ganze Zeit ¨¹ber hatte Neveah dem Tod immer wieder ins Auge geblickt... sie hatte nie erkannt, dass es etwas so Schreckliches gab, wie dem eigenen Tod ins Auge zu sehen. Neveah hatte Menschen sterben sehen, aber sie war nie davon betroffen gewesen. Es gab kaum jemanden, den sie f¨¹r unverzichtbar hielt, nicht einmal ihre eigene Familie. Aber der Gedanke, dass Menarx dieser kalten, eisigen Dunkelheit gegen¨¹berstand, die die Seele verg ... dieser Schrecken, der tief in die Knochen sank, der Schrecken des Todes, den Neveah erlebt hatte, er war schwer zu ertragen. Neveah stie? einen zittrigen Atemzug aus, w?hrend sie ihren Kopf zur¨¹ckwarf. Wenn sie daran zur¨¹ckdachte, gab es viele Dinge im Leben, die Neveah noch nicht verstanden hatte. Das Leben war immer wei? oder schwarz gewesen, es war immer um Leben oder Sterben gegangen... Aber heute hatte Neveah eines dieser Dinge verstanden... sie erkannte einen leichten Graustich, etwas, das nicht schwarz oder wei? war. "Ich bin nicht der Einzige, den ich besch¨¹tzen muss... Menarx, Xenon... ihre Familien und Angeh?rigen, sie alle m¨¹ssen in Sicherheit sein, damit ich mich wohl f¨¹hle." "Weil... sie mir wichtig sind..." Neveah erkannte Dieses Gef¨¹hl, sich um jemanden zu k¨¹mmern, ein anderes Leben mehr zu sch?tzen als das eigene... es war be?ngstigend, und doch f¨¹hlte es sich an wie das Einzige, wovor es sich zu f¨¹rchten lohnt... Es f¨¹hlte sich an wie das eine unter den vielen Dingen, die Neveah nie hatte haben d¨¹rfen... Ein Ziel... Chapter 250: Eine Saison in Tajmaé 5 (Kap.250)

Chapter 250: Eine Saison in Tajma¨¦ 5 (Kap.250)

Es war bereits ein ganzer Tag vergangen, wenn Dante nicht irrte. Es war schwer zu sagen, da sie tiefer in den Wald gingen, wo die hoch aufragenden B?ume das Sonnenlicht blockierten. Nur an wenigen Stellen, wo das Licht durchdrang, wurde der Wald schwach beleuchtet. Dante hatte trotz seiner schrecklichen Situation irgendwie wieder seine Ruhe gefunden. Dante wusste, Wut w¨¹rde ihm nicht gut tun. Das Einzige, was ihm wirklich Sorgen bereitete, war Estelle. "Wir werden bald den Tajma¨¦-Wald erreichen", verk¨¹ndete Timmon Dante, w?hrend sie ihn den Waldweg enng begleiteten. Dante antwortete nicht, seine Brauen waren leicht gerunzelt. Es machte keinen Sinn, sich mit den Lebenden Toten anzufreunden. Denn Dante w¨¹rde daf¨¹r sorgen, dass diese Nymphen f¨¹r ihr Vergehen mit Blut bezahlten. Dante war nie grausam oder blutr¨¹nstig wie einige seiner Verwandten gewesen, aber er war auch nicht der Barmherzigste. Jede Sekunde, die er in diesem Wald verbrachte, war eine Sekunde mehr, in der Estelle alleine war, eine Sekunde, die gef?hrlicher f¨¹r Estelle war, eine Sekunde l?nger auf ihrer Reise nach Keep Skies. F¨¹r Dante ging es um mehr als nur ihn. Es waren Estelle, Lord Starron und die gesamte Festung zed - und diese Nymphen hatten keine Ahnung, welchen ?rger sie verursachten. "Ist es in Ordnung, ihm nicht die Augen zu verbinden?", fragte eine der Nymphen und beobachtete misstrauisch Dantes zusammengekniffenen Blick. Seit Dante unheimlich still geworden war, wurde er das Gef¨¹hl nicht los, dass die Nymphen durch seine pl?tzliche Ruhe noch verunsicherter waren. Dante vermutete, sie h?tten erwartet, dass ein Mensch den ganzen Weg schreien oder weiterk?mpfen w¨¹rde. "Er soll der Geliebte der Hohen Jungfrau werden, er muss unsere Sitten lernen", erinnerte Timmon. "Trotzdem kann man Menschen nicht trauen. Der Weg zum Herzen des Tajma¨¦-Waldes wurde schon immer streng geh¨¹tet", entgee die Nymphe Timmon. "Nur weil diejenigen, die den Weg hinein sehen, ihn vielleicht nie wieder vessen. Der Preis der Hohen Jungfrau w¨¹rde dennoch nicht gehen", antwortete Timmon mit einem Schulterzucken. ¡¯Der Preis der Hohen Jungfrau.¡¯ Das war in k¨¹rzester Zeit Dantes neuer Titel geworden und er empfand es als ?u?erst unangenehm. Dante hatte in seinem Leben noch nie so beleidigt, aber f¨¹r alles gibt es ein erstes Mal. Ein ganzes Fort war vor ein paar Tagen verschwunden, und Dante wusste, dass sein Problem damit ¨¹berhaupt nicht vergleichbar war. W?hrend Dante in Gedanken versunken war, erreichten sie bald ein gro?es Tor, das anscheinend nur aus zwei S?ulen bestand, die mitten im Wald errichtet worden waren. Auf den ersten Blick sah man auf der anderen Seite nur einen riesigen Wald, aber Dante wusste, dass dies nur eine Illusion war. Dante konnte die magische Energie sp¨¹ren, die von den S?ulen ausgehend und deshalb wusste er mit Sicherheit, dass es ein Tor war. Die Nymphen f¨¹hrten Dante direkt hindurch und Dante erschauderte, als er durch die magische Barriere trat und auf der anderen Seite ankam. Genau wie Dante erwartet hatte, breitete sich vor seinen Augen eine riesige Siedlung aus. Elegant gebaute H¨¹tten unterschiedlicher Gr??egen unten, in georer Anordnung, sodass die Nymphen sich bewegen konnten. So scharf Dantes Sehkraft auch war, er konnte immer noch nicht das Ende der Siedlung sehen und aus dem Stegreif w¨¹rde Dante sagen, dass hier etwa tausend Nymphen lebten. "Kommt mit, die Hohe Jungfrau erwartet euch", sagte Timmon, w?hrend er den Weg hinunter zur Siedlung f¨¹hrte. Dante wurde den Pfad hinuntergetrieben, die Handschellen zogen ihn in die Richtung, in die Timmon ihn f¨¹hren wollte. Dante fand es recht ironisch, dass die Nymphen keine Ahnung hatten, dass er ein Drachenlord war, und trotzdem hatten sie ihm eine Handschelle angelegt. H?tte es sich um etwas anderes gehandelt, h?tten sie ihn nicht fesseln k?nnen. Und selbst diese Manschette war kaum stark genug, es war nur so, dass Dantes Drachenseite schlief. Dante war nicht in voller St?rke und deshalb w¨¹rde es ein vergeblicher Versuch sein, die Manschette zu durchbrechen. Er konnte nur den Moment abwarten, in dem sie ihm abgenommen w¨¹rde. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten sie die belebte Siedlung der Nymphen. Wie in jeder Stadt konnte man die Nymphen sehen, wie sie hin und her liefen und sich um ihre pers?nlichen Angelegenheiten k¨¹mmerten. Als Dante vorbeigef¨¹hrt wurde, verstummte das leise Gepper der Nymphen, die stehen blieben und fl¨¹sternd miteinander sprachen. "Die Hohe Jungfrau sucht schon seit vielen Monden nach einem w¨¹rdigen Gef?hrten, die nsleute wissen alle davon", erkl?rte Timmon Dante die Blicke, als ob es Dante interessieren w¨¹rde. "Dieser Teil der Siedlung geh?rt zum Nordn, ein Fluss trennt sie von den ns der Zigeuner und Druiden." "Die Jagd ist bereits vorbei, viele Gruppen werden in dieser Zeit zur¨¹ckkehren. Danach finden die Turniere statt", fuhr Timmon fort. ¡¯Turniere?¡¯ Dante wunderte sich. "Ich wei?, ihr fragt euch sicher, was die Turniere bedeuten. Sie werden zu Ehren derjenigen abgehalten, die sich die Nymphe, mit der sie sich paaren wollen, aussuchen k?nnen." "Die Nymphen konkurrieren in dem Turnier um den Preis und die siegreiche Nymphe wird sich mit dem Preis verbinden", erkl?rte Timmon. "Der Kampf um die Lebensgef?hrtin ist bei uns Nymphen ein Beweis f¨¹r St?rke und Hingabe, und es wird angenommen, dass derjenige, der als Sieger hervorgeht, es am meisten verdient hat." "Wenn ich meine Meinung sagen soll, w¨¹rde ich sagen, dass ihr keinen Grund habt, an den Turnieren teilzunehmen. Die Hohe Jungfrau wird bestimmt mit dir zufrieden sein, du musst nur ihre Bindung annehmen." "Wie ich bereits sagte, ist die Verbindung mit der Hohen Jungfrau eine gro?e Ehre, die man nur einmal im Leben hat. Reichtum, Macht, Prestige ... das alles sollst du haben. Du hast wirklich nichts zu verlieren", riet Timmon. Dantechte leise ¨¹ber die Worte der Nymphe. Gab es irgendetwas von diesen Dingen, das ein Drachenlord nicht schon hatte? Dante interessierte sich nicht im Geringsten daf¨¹r. "Wir werden bald ankommen, die Hohe Jungfrau erwartet uns in ihrer Halle", sagte Timmon, als sie sich einem seltsam aussehenden Bauwerk n?herten. Der Rest der Gruppe l?ste sich auf, so dass nur Timmon und die Nymphe ¨¹brig blieben, um Dante den Rest des Weges zu begleiten. Das Geb?ude, das vor ihnen stand, war viel gr??er als die anderen H¨¹tten und es schien eine Art Tempel zu sein. Eine ganze Reihe von Treppen f¨¹hrte hinauf zu einer gro?en Doppelt¨¹r, die auf beiden Seiten von zwei Nymphen bewacht wurde. Dante wurde die Treppe hinauf und zu den T¨¹ren gef¨¹hrt. "Die Hohe Jungfrau hat deine Botschaft erhalten, sie erwartet dich", sagte einer der W?chter, als er die T¨¹r ?fe, um sie durchzssen. "Die Hohe Jungfrau ist die heilige Anf¨¹hrerin des Nordns. Sie darf nicht beleidigt werden, deshalb sprecht mit Bedacht vor ihr", warnte Timmon, w?hrend er Dante den Flur hinunterf¨¹hrte. Am Ende des Flurs bogen sie rechts ab und dann noch einmal, was zu einer weiteren Doppelt¨¹r f¨¹hrte. Diesmal waren die Doppelt¨¹ren nicht bewacht und standen bereits teilweise offen. "Hohe Jungfrau, ich bin es", meldete sich Timmon von der T¨¹r aus. "Dann kommt herein, z?gert nicht", ert?nte eine helle, federleichte Stimme von drinnen. _________________ Estelle erwachte mit einem dumpfen Schmerz im Kopf, st?hnte leise und w?lzte sich um, als ihre Augen auftterten. Estelle setzte sich auf, st¨¹tzte ihren Kopf in die H?nde und brauchte einen Moment, um ihre Gedanken zu ordnen. "Ich war auf dem Weg zum nf¨¹hrer der Druidennymphen mit der Hauptwache...", murmelte Estelle vor sich hin, w?hrend sie die Ereignisse in ihrem verschwommenen Geist zusammensetzte. "Wir kamen bis zur Lichtung und dann... diese Bastarde", zischte Estelle und zuckte zusammen, als ein weiterer scharfer Schmerz durch ihren Kopf schoss. "Vorsichtige Sprache, Kind", erreichte eine Stimme Estelle. Estelles Augen weiteten sich, als ihr Kopf hochschnellte, sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie Gesellschaft hatte. Estelle hatte nicht einmal bemerkt, wo sie war oder warum sie sich in einem Zimmer zu befinden schien. "Wer bist du?" fragte Estelle misstrauisch und blickte zusammen, als ein wei?haariger alter Mann aus dem Schatten des Raumes trat. Estelle blinzelte erstaunt, als sie den Mann anstarrte. ¡¯War das nicht die Nymphensiedlung?¡¯ fragte sich Estelle verwirrt. Der Mann schien nach menschlichem Ermessen in den Achtzigern zu sein, was Estelle ¨¹berraschte, denn sie wusste genau, dass die Feen eine sehrnge Lebensspanne von Jahrhunderten hatten. Es war kaum vorstellbar, dass es eine Nymphe gab, die k?rperlich so stark gealtert war. Es war wahrscheinlicher, dass sie tot war, als dass sie songe gelebt hatte, dass sich ihre Lebensspanne auf ihr ?u?eres niederschlug. Estelle sch¨¹ttelte schnell den Kopf, um sich wieder zu konzentrieren, nur f¨¹r den Fall, dass sie sich etwas einbildete, aber selbst danach stand der gebeugte alte Mann immer noch da und st¨¹tzte sich auf seinen Gehstock und starrte Estelle an. Chapter 251: Eine Saison in Tajmaé 6 (Kap.251)

Chapter 251: Eine Saison in Tajma¨¦ 6 (Kap.251)

"Wer sind Sie ...?" fragte Estelle erneut in einem misstrauischen Ton und brach damit das Schweigen und den Blickkontakt. Es gab viele seltsame Vorkommnisse in der Asvarian-Hochburg, und nach allem, was sie in den letzten Tagen erlebt hatte, erinnerte sich Estelle daran, dass es das Beste war, sich an Merkw¨¹rdigkeiten zu gew?hnen. "Ah... verzeiht meine Manieren. Man kennt mich als Lord Farren, Hochmeister des Druidenns." Der alte Mann stellte sich vor. ¡¯Hochmeister?¡¯ Estelle dachte nach. Nach der Hierarchie der Nymphenart w?re der Hochmeister gleichbedeutend mit dem nherrn. "Der nherr der Druiden?" fragte Estelle zur Best?tigung, w?hrend sie sich aufrechter setzte. "Ich ube schon." antwortete Lord Farren mit einem leisen Glucksen. Estelle blinzelte erstaunt, wenn Lord Farren n-Lord war, h?tte er der m?chtigste Nymphe unter den Druiden sein m¨¹ssen Je st?rker die Magie der Feenart, desto l?nger ihre Lebensspanne. Wie war es m?glich, dass Lord Farren so gealtert war? "Ist das so eine gro?e ¨¹berraschung?" fragte Lord Farren am¨¹siert und nahm Estelles Reaktion zur Kenntnis. Estelle merkte, dass sich ihre Gedanken in ihrem Gesichtsausdruck widerspiegelten, und korrigierte schnell ihre Miene, indem sie sich leise r?usperte. "Ach ... nichts dergleichen. Ich bin nur ein wenig verwirrt..." erkl?rte Estelle und hob eine Hand auf die schmerzende Stelle an ihrem Kopf, wo sie gescgen worden war. "Ich muss mich f¨¹r die Unh?flichkeit meiner Untergebenen entschuldigen, Mdy. Ich hoffe, Ihr f¨¹hlt Euch wohl?" fragte Lord Farren und neigte seinen Kopf besorgt zur Seite. Estelle f¨¹hlte sich gewiss nicht wohl, ihr Kopf schmerzte f¨¹rchterlich, sie brauchte dringend ein Bad und eine warme Mahlzeit, und vor allem war sie krank vor Sorge um Dante. Wie konnte jemand sie ansehen und fragen, ob es ihr gut ging? Das tat sie ganz sicher nicht! Aber nat¨¹rlich sagte Estelle nichts von alledem. Stattdessen zwang sie ein L?cheln auf ihre Lippen. "Ich werde leben." erwiderte Estelle h?flich. Lord Farren hob eine Augenbraue ¨¹ber die pl?tzliche Ver?nderung in Estelles Tonfall. "Nun, Ihr seid ganz anders, als meine Untergebenen von Euch erz?hlen." bemerkte Lord Farren. "Was haben sie ¨¹ber mich gesagt?!" Estelle zischte ver?rgert und bemerkte eine Sekunde zu sp?t, dass sie ihr bescheidenes und h?fliches Auftreten einen Moment, nachdem sie es aufgenommen hatte, abgelegt hatte. "Da ... das ist das Lichtblut von Fort zed." Lord Farren gluckste anerkennend. Estelle blinzelte ¨¹berrascht, Lord Farren hatte ihr keine Fragen gestellt, wie war er also zu dem Schluss gekommen, dass sie wirklich Estelle Starron war? Estelle hatte geubt, sie m¨¹sse sich mit zahlreichen Fakten beweisen, doch sie war gerade erst aufgewacht und hatte kaum ein Wort gesagt. "Wie k?nnen Sie sicher sein, dass ich... Estelle Starron bin?" fragte Estelle misstrauisch. Lord Farren zuckte mit den Schultern, als er sich vorw?rts bewegte, sein Schritt warngsam, da er sich vollst?ndig auf seinen Stock st¨¹tzen musste. Er ging hin¨¹ber zu einem stabilen Holzschemel in einer Ecke des kleinen Raumes und setzte sich schwer atmend hin. "Sie sind das Ebenbild Ihrer Mutter, Lady Estelle. Und Ihr habt das Temperament Eures Vaters, hochm¨¹tig und schnell zornig." erwiderte Lord Farren mit einem l?ssigen Achselzucken. Estelle sch¨¹rzte die Lippen, bis zu den letzten Tagen hatte sie keinen Grund, schnell w¨¹tend zu werden, aber sie konnte nicht leugnen, dass sie dem Temperament ihres Vaters ?hnelte. Deshalb kamen sie auch so gut miteinander aus, und wann immer es den geringsten Streit zwischen Lord Starron und seiner Tochter gab, schien es, als w¨¹rde die ue Burg an diesem Tag zusammenbrechen. Estelle konnte die Erw?hnung ihres Vaters immer noch ignorieren, der Lord von Fort zed war in dieser Gegend wohlbekannt. All diese L?ndereien standen unter seiner Vormundschaft, und so war es nur nat¨¹rlich, dass er bekannt war. Aber bei ihrer Mutter war das anders: Estelles Mutter war schon vor vielen Jahrzehnten gestorben. Wie konnte sie Lord Farren bekannt sein? "Du kennst meine Eltern?" fragte Estelle, die Augen argw?hnisch zusammengekniffen. "Das tue ich. Ich war einst H?ndler in Fort zed, das ist ¨¹ber ein Jahrhundert her." verriet Lord Farren. In Fort zed gab es viele Rassen, aber sicher nicht die Nymphen, die ein zur¨¹ckgezogenes Leben in ihrem Wald bevorzugten. Estelle verengte ihren Blick leicht, w?hrend sie ihren Geruchssinn konzentrierte, denn schon seit einiger Zeit hatte sie das Gef¨¹hl, dass Lord Farren nicht ganz wie ein Feenwesen roch. "Du bist ... ein Mensch?!" stellte Estelle erstaunt fest. Lord Farren kicherte als Antwort und blickte an sich herunter, bevor sein Blick wieder zu Estelle wanderte. "Nun... offensichtlich." erwiderte Lord Farren. Wenn Lord Farren ein Mensch war, dann machte es durchaus Sinn, dass er so gealtert war. "Wie kommt es dann, dass du hier bist, als..." begann Estelle zu fragen, brach dann aber ab. "Als Hochmeister? Gab es jemals eine Bestimmung, dass ein Mensch eine andere Rasse nicht f¨¹hren darf?" fragte Lord Farren und zog eine Braue hoch. "Nicht direkt eine Regel... aber...nun ja..." stotterte Estelle unsicher. "Wenn ich mich nicht irre, bist du die einzige Tochter des Lord Starron. Dann folgt es doch, dass du in der Zukunft Fort zed regieren wirst ... aber du bist kein Drache, oder?" fragte Lord Farren. Daraufhin schwieg Estelle, sie hatte sich nie f¨¹r w¨¹rdig gehalten, Fort zed zu regieren. In diesem Augenblick wurde Estelle r, dass ihr Vater sie stets als seine Erbin gesehen hatte. Nur sie selbst betrachtete sich als ungeei. Nun erkannte Estelle, dass sie genau wie Dante, die Erbin von Fort zed war. Das war ein weiterer Grund, warum sie bald fliehen und ihre Familie und ihr Volk retten musste. "Das bin ich nicht." erkl?rte Estelle. "W¨¹rde dich das aufhalten?" fragte Lord Farren erneut und hob eine Augenbraue. Estelle sch¨¹ttelte den Kopf, snge sie den Segen ihres Vaters hatte, war nichts anderes mehr von Bedeutung. "Nein... nein, das w¨¹rde es nicht."antwortete Estelle bestimmt. "Nun, es ist kein Geheimnis, dass ein Mensch Hochmeister des Druidenns ist. Unsere Rolle im Leben wird nicht immer von unserer Rasse bestimmt. Es gibt Ausnahmen." meinte Lord Farren mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Ich verstehe..." murmelte Estelle und betrachtete Lord Farren schweigend. "Du fragst dich, wie alt ich tats?chlich bin." sagte Lord Farren weise. Das lie? Estelle nerv?s kichern, sie musste zugeben, dass dieser Gedanke ihr schon durch den Kopf gegangen war. Lord Farren behauptete, vor ¨¹ber einem Jahrhundert in Fort zed gelebt zu haben. Aber wenn man seine menschliche Lebenserwartung bedenkt, sah er nicht aus, als h?tte er schon ein Jahrhundert hinter sich. "Wenn du es teilen m?chtest, nat¨¹rlich." antwortete Estelle verlegen. "Ich hatte das Gl¨¹ck, in der Hohen Jungfrau des Druidenns eine Partnerin zu finden. Meine geliebte Frau und ich haben ein wundervolles Jahrhundert miteinander verbracht..." schwelgte Lord Farren in Erinnerungen. "Es mag euch schwerfallen, das zu uben, aber die Macht der Paarbindung ist so gro?, dass sie auch mich ver?ndert hat. Ich bin in diesen wunderbaren Jahrzehnten keinen einzigen Tag gealtert... bis sie uns dann vessen hat..." "W?hrend der Seuche, die die Feen vor acht Jahrzehnten heimsuchte. Sie vertraute mir ihren gesamten n und unseren kleinen Sohn an. Doch mit ihrem Tod, unsere Bindung..." Lord Farren brach mit einem schweren Seufzer ab. "Die Bindung wurde gel?st... ebenso wie die Wirkung ihrer Magie auf dich. Daher hast du wieder angefangen zu altern." sagte Estelle verst?ndnisvoll. "Sie hatte gehofft, dass es nicht so weit kommen w¨¹rde. Sie lie? mich versprechen, eine andere Nymphe zu binden." sagte Lord Farren mit einem traurigen L?cheln. "Aber du konntest es nicht." sagte Estellengsam. "F¨¹r mich ist das Altern nun ein Segen. Ich konnte nicht mit ihr gehen, als sie starb, da ich versprach, den n zu sch¨¹tzen." "Aber mit jedem Tag, der vergeht und mein K?rper schw?cher wird, wei? ich, dass ich ihr bald folgen werde. Jetzt w¨¹nsche ich mir nur noch, dass unser n gedeiht und in Frieden lebt, w?hrend meine letzten Tage n?her r¨¹cken." beendete Lord Farren. Estelle war erstaunt, dass Lord Farren so offen ¨¹ber sich sprach, und war noch ¨¹berraschter, wie sehr er mit sich selbst im Reinen war. "Du kennst mich kaum. Ist es okay, mir das alles zu erz?hlen?" fragte Estelle und zog eine Augenbraue hoch. "Es ist kein Geheimnis. Und ich kenne dich, Estelle. Du bist die Tochter von Lord und Lady Starron, denen ich gro?en Respekt zolle." entkr?ftete Lord Farren Estelles Bedenken. "In diesem Zusammenhang muss ich fragen... was macht das Lichtblut von Fort zed im Wald von Tajma¨¦?" fragte Lord Farren. Estelle ¨¹berlegte, ob sie die Wahrheit sagen sollte, und entschied sich schlie?lich daf¨¹r. "Fort zed wurde angegriffen, die Bev?lkerung ist in Gefahr und die Kommunikation ist abgeschnitten. Mein Vater schickte mich nach Keep Skies, um eine Audienz beim Drachenk?nig zu erbitten." offenbarte Estelle. Lord Farren¡¯s Augen weiteten sich bei Estelles Worten. "Dann musst du deine Reise sofort fortsetzen!" sagte Lord Farren schnell. Estelle presste die Lippen zusammen, auch sie wollte ihre Reise fortsetzen, aber es gab eine Komplikation. "Ich reiste mit einem Gef?hrten. Wir sind unwissentlich in den Wald von Tajma¨¦ eingedrungen und er wurde von Nymphen auf der Blumentreiben-Jagd gefangen genommen... Ich brauche Hilfe, ihn zu retten, Lord Farren." erkl?rte Estelle entschieden. "Wenn es die Blumentreiben-Jagd ist, dann f¨¹rchte ich, dass dein Gef?hrte nicht zu dir zur¨¹ckkehren wird." sagte Lord Farren und sch¨¹ttelte den Kopf. "Aber er muss! Ich kann ohne ihn nicht weitermachen! Ihr m¨¹sst mir helfen, bitte!" flehte Estelle verzweifelt. "Dieser Gef?hrte von dir... welche Bedeutung hat er f¨¹r dich, Lady Estelle?" fragte Lord Farren und hob eine Augenbraue. In Estelles Kopf drehten sich die R?der und sie tzte mit der einzigen Sache heraus, die sie wusste, dass Lord Farren ¨¹berzeugen w¨¹rde. "Mein Ehemann! Er ist mein Ehemann!" tze es aus Estelle heraus. Chapter 252: Eine Saison in Tajmaé 7 (Kap.252)

Chapter 252: Eine Saison in Tajma¨¦ 7 (Kap.252)

"Mein Mann! Er ist mein Mann!" tze Estelle heraus. Die Worte waren heraus, bevor Estelle sie vollst?ndig verarbeiten konnte, und Estelle merkte ein wenig zu sp?t, wie dumm ihre Behauptungen ngen. Sah sie ¨¹berhaupt aus wie eine Frau, die verheiratet gewesen war? Hatte sie ein bestimmtes Aussehen? Konnte man unterscheiden, ob man wirklich verheiratet war oder nicht? Estelle wusste es nicht, sie wusste nicht, wie das alles funktionierte. Aber es gab keine M?glichkeit, das Gesagte zur¨¹ckzunehmen, nicht, wenn Estelle ihr Leben und auch das von Dante wertsch?tzte. Estelle wurde ganz kalt ums Herz, es war nicht ihre bevorzugte Methode, auf Betrug zur¨¹ckzugreifen, aber angesichts der Umst?nde blieb ihr keine andere Wahl. Der Wald von Tajma¨¦ war Estelle v?llig fremd, und selbst wenn Lord Farren sie jetzt fressen w¨¹rde, wie sollte sie jemals hoffen, Dante allein in einem riesigen Wald mit magischen Barrieren und ¨¹ber tausend Nymphen zu finden? Und wenn Estelle ihn finden w¨¹rde, was k?me dann? Wie sollte sie einen ganzen n von Nymphen davon ¨¹berzeugen, dass Dante kein Kandidat f¨¹r eine bl¨¹hende Jagd sein konnte? Estelle wusste, dass sie nur eine weitere Gefangene sein w¨¹rde, so etwas war nur m?glich, wenn es andersherum war... Wenn Estelle diejenige war, die gefangen genommen wurde und Dante die Rettung durchf¨¹hrte, dann wusste Estelle ohne Zweifel, dass Dante Forest Tajma¨¦ sofort umst¨¹rzen w¨¹rde... er war immer so besch¨¹tzend und zuverl?ssig. Aber Estelle hatte nicht so viel Vertrauen in sich selbst und ihre F?higkeiten wie in Dante. Dante war ein starker, allm?chtiger Drache, der eine Zitadelle in Schutt und Asche legen konnte und trotzdem unbeschadet davonkam. Zwar war Dante derzeit ohne seinen Drachen, aber Estelle konnte sehen, dass ihn das nicht im Geringsten demoralisierte. Dante war all das, w?hrend sie nur... Estelle, das einzig Imposante an ihr war ihr Nachname, Starron. Selbst wenn Estelle in diesem Moment mit der Suche beginnen w¨¹rde, w¨¹rde sie ihn ¨¹berhaupt rechtzeitig finden, oder w?re Dante bereits gezwungen gewesen, sich zu binden oder Schlimmeres? Was wurde dann aus ihrer Mission? Ob Dante es nun wusste oder nicht, er war bereits ein wichtiger Teil von Estelles Pl?nen. Es war eine Mission, von der Estelle wusste, dass sie sie nicht selbst ausf¨¹hren konnte. Beim Sch?pfer bezweifelte Estelle, dass sie es bis zur n?chsten Festung schaffen w¨¹rde, bevor sie verhungern w¨¹rde. Und selbst wenn sie es ¨¹berleben w¨¹rde, wie sollte Estelle dem Drachenk?nig allein gegen¨¹bertreten? Wo sollte sie anfangen? ¡¯Ich brauche Dante... Ich muss ihn um jeden Preis retten!¡¯ erinnerte sich Estelle, als die Schuldgef¨¹hle des Betrugs sie gerade ¨¹berkamen. Einen freundlichen alten Mann wie Lord Farren f¨¹r eine gute Sache anzul¨¹gen, konnte doch nicht so schlimm sein, oder? Estelle konnte es sich nicht leisten, an etwas anderes zu denken, sie konnte nur an Dante denken. An Dantes Sicherheit, an Dantes Wohlergehen ... nichts anderes war wichtig. Jetzt kam es darauf an, ob Lord Farren Estelles Behauptung uben w¨¹rde. Lord Farren schien eine ganze Menge ¨¹ber Fort zed und Estelles Familie zu wissen. Er hatte Estelle sogar sofort erkannt. Estelle fragte sich, wie viel Lord Farren ¨¹ber Fort zed wusste, w¨¹rde er auch alles ¨¹ber sie wissen? Dass sie Dante seit ¨¹ber einem Jahrzehnt nicht mehr getroffen hatte, bevor sie vor ein paar Tagen verheiratet waren? Estelle konnte es nicht sagen, sie konnte nur ein ernstes Gesicht machen und hoffen, dass alles, was Lord Farren gesagt hatte, so viel war, wie er ¨¹ber die Starrons wusste. Lord Farrens Augen weiteten sich bei Estelles pl?tzlicher Enth¨¹llung, und es schien, als sei Estelles Reaktion weit von dem entfernt, was er erwartet hatte. Estelle biss sich auf die Lippe, um ihre Nervosit?t zu verbergen, w?hrend sie darauf wartete, dass ihre Worte die gew¨¹nschte Wirkung erzielten. Es war nur ein kurzes Gespr?ch mit Lord Farren gewesen, aber Estelle konnte bereits erkennen, wie sehr er das Band zwischen Ehepartnern und den Bund der Ehe sch?tzte. Da sie das wusste, konnte Estelle nur auf Lord Farrens Einf¨¹hlungsverm?gen z?hlen, ein riskantes Gesch?ft, aber es war die einzige Karte, die Estelle zu diesem Zeitpunkt ausspielen konnte. "Wahrhaftig? Dann ist das schrecklich!" rief Lord Farren aus und sch¨¹ttelte tief besorgt den Kopf. "Es ist kein Wunder, dass du dir so gro?e Sorgen gemacht hast, das muss ein Schock f¨¹r dich gewesen sein." Lord Farren hatte Mitgef¨¹hl. Estelle suchte einen Momentng unauff?llig Lord Starrons Blick, und als sie merkte, dass er wirklich ¨¹berzeugt war, atmete sie einen unh?rbaren Seufzer der Erleichterung aus. Aber Estelle wusste, dass sie es nicht einfach dabei bssen konnte, sie musste mehr tun. "Das war es wirklich..." antwortete Estelle in einem niedergescgenen Ton und schniefte. Es brauchte nicht viel, damit Estelle die Tr?nen ¨¹ber die Wangen liefen, bei all der Frustration und Verzweiflung der letzten Tage hatte Estelle ihre Tr?nen bis jetzt zur¨¹ckgehalten. "Ich wollte nur kurz einscfen ... sie haben ihn einfach mitgenommen und ich konnte nichts tun, um ihm zu helfen!" Estelle schluchzte leise und hob eine Hand an die Lippen, um das Ger?usch zu unterdr¨¹cken und sich zu beruhigen. "Oh liebes M?dchen, vergie? keine Tr?nen. Wenn der Junge bereits mit dir verlobt ist, dann ist es dein gutes Recht, seine Freiheit zu vengen". versicherte Lord Farren und richtete sich auf. "Aber wenn wir Erfolg haben wollen, m¨¹ssen wir herausfinden, welcher der ns ihn gefangen genommen hat und f¨¹r welche Nymphe er bestimmt war." "Damit werden wir zuerst beginnen, und dann werde ich mit meinen n?ltesten sprechen und wir werden entscheiden, wie wir euch helfen k?nnen." "Wenn man die betreffende Nymphe zur Vernunft bringen kann, sollte die Sache ohne gro?e Schwierigkeiten ¨¹ber die B¨¹hne gehen. Wenn nicht... Lord Farren brach ab und sch¨¹ttelte den Kopf. "Die Zeit ist von entscheidender Bedeutung, Lady Starron! Ich habe gerade noch vor Eurem Aufwachen erfahren, dass die Turniere morgen beginnen sollen." "Und die Fesseln sollen in drei Tagen gese und besiegelt werden! Wenn Euer Angeh?riger in dieser Zeit an einen anderen vergeben wird, ist es zu sp?t, ihn zu retten!" fuhr Lord Farren eindringlich fort. Estelles Augen weiteten sich, sie hatte vom Oberw?chter geh?rt, dass es mindestens vierzehn Tage dauern w¨¹rde, bis die Bande der bl¨¹henden Jagd vollzogen waren. Doch aus vierzehn Tagen waren nun drei Tage geworden! Drei Tage, mehr hatte Estelle nicht, um Dante zu retten, und der Sch?pfer wusste, was die Nymphen mit ihm anstellen w¨¹rden, wenn sie versagte. "Dann werde ich mit dir gehen..." sagte Estelle, wischte sich schnell die Tr?nen ab und stand auf. Estelle konnte endlich etwas tun, und sie wusste, dass Dante mit der Hilfe des Druidenns gerettet werden konnte. All ihre Bem¨¹hungen, den nf¨¹hrer pers?nlich zu treffen, w¨¹rden nicht umsonst gewesen sein. "Lady Starron, Ihr m¨¹sst Euch noch ein wenig ausruhen. Ich werde mich um alles k¨¹mmern, vielleicht ist es nicht die beste Idee, Sie jetzt schon einzubeziehen." "Es ist nicht ungew?hnlich, dass einem die Gef?hrtin entrissen wird, am Ende muss immer die Macht ins Spiel kommen. Ich m?chte nicht, dass du in einen Streit verwickelt wirst, nur f¨¹r den Fall, dass die gew¨¹nschte Nymphe unnachgiebig ist." Lord Farren versuchte, Estelle aufzuhalten, aber Estelle lie? das nicht zu. "Nein! Ich werde nicht hier sitzen wie eine verw?hnte Prinzessin, w?hrend Dante da drau?en ist, ganz allein! Ich werde nicht darauf warten, dass er zu mir gebracht wird! Ich werde nicht darauf warten, dass die Welt mir den Weg frei macht!" rief Estelle und die Tr?nen liefen ihr ¨¹ber die Wangen. "Das habe ich mein ganzes Lebenng genug getan... alle haben mich besch¨¹tzt, aber ich konnte nie jemanden besch¨¹tzen. Nicht mehr..." "Ich werde jetzt jeden besch¨¹tzen, der mir etwas bedeutet. Mit meinen eigenen H?nden! Mit meinem eigenen Blut, wenn n?tig! Und ich werde mit ihm beginnen... mit Dante." Estelle holte tief Luft. "Es ist mir egal, wer ein Auge auf Dante geworfen hat, ich habe nichts gegen einen Kampf. Ich bin Estelle Starron, ich kann mich im Kampf sehr gut behaupten." "Es w?re eine Verschwendung deines Atems zu versuchen, mich aufzuhalten, alsoss es. Sag mir einfach, was ich f¨¹r ihn tun kann ... Ich werde alles tun." flehte Estelle und wischte sich w¨¹tend die Tr?nen ab, die einfach nicht aufh?ren wollten zu fallen. Lord Farren verstummte bei Estelles Ausbruch und starrte sie einenngen Momentng schweigend an. "Ich war einmal Zeuge, wie dein Vater deine Mutter vor seinen eigenen mmenden Drachen verteidigte ... er war wild, unnachgiebig und so m?chtig! Ich stand in Ehrfurcht vor seiner Gro?artigkeit und der St?rke ihrer Verbindung..." "Ich h?tte nie geubt, dass ich so einen Anblick noch einmal erleben w¨¹rde ... aber Ihr, Lady Estelle, seid genauso wild." lobte Lord Farren mit einem kleinen L?cheln. ¡¯K?mpferisch?¡¯ dachte Estelle. Sie konnte zugeben, dass sie hochm¨¹tig und schnell zornig war, aber Estelle wusste nicht, ob sie wirklich wild war oder ob das ¨¹berhaupt etwas z?hlte. "Dante hast du gesagt?" fragte Lord Farren. Estelle nicktengsam, immer noch bem¨¹ht, ihren Atem von ihrem Ausbruch zu beruhigen. "Er hat gut gew?hlt, er ist ein gl¨¹cklicher Mann." sagte Lord Farren mit einem Nicken. "Dann kommt, wir m¨¹ssen uns beeilen." sagte Lord Farren und gab Estelle ein Zeichen, ihm den Weg zu zeigen. Chapter 253: Eine Saison in Tajmaé 8 (Kap.253)

Chapter 253: Eine Saison in Tajma¨¦ 8 (Kap.253)

Die innere Halle der H¨¹tte der Hohen Jungfrau war ein seltsam anmutender Raum, das war das erste, was Dante auffiel, als er die Halle betrat. Sie war anders als der Rest der H¨¹tte, die man als Wohnst?tte einer Nymphe erwarten w¨¹rde. Nymphen waren Wesen des Waldes, die Natur war f¨¹r sie eine Quelle des Lebens, eine Quelle der Magie und ein wichtiger Teil ihrer Existenz. Daher war es f¨¹r Dante kein Wunder, dass die gesamte Nymphensiedlung eine Mischung aus Wald und Stadt war. Die H¨¹tte der Hohen Jungfrau selbst war aus Holz und nur aus nat¨¹rlichen Materialien gebaut, wie alle H¨¹tten, die Dante auf dem Weg hierher gesehen hatte, soweit sie in die Siedlung gekommen waren. Die innere Halle des Hauses der Hohen Jungfrau glich einer Wiese. Gro?e B?ume standen herum, deren ?ste und Bl?tter einen Baldachin bildeten, der die Halle nur schwach beleuchtete. Es gab nur einen schmalen Weg, der von der T¨¹r zum Thron f¨¹hrte, und auf beiden Seiten des Weges wuchsen B?ume, der Weg selbst war mit abgefallenen Bl?ttern ¨¹bers?t. Ansonsten glich der Rest der Halle einer Blumenwiese mit vielen verschiedenen Blumenarten, es schien mehr ein Garten als eine innere Halle zu sein. In der Mitte der Halle stand der Thron, den Dante bereits bemerkt hatte. Der Thron war aus einem gro?en Baum geschnitzt, der direkt aus dem Boden wuchs und dessen Wurzeln sich sternf?rmig nach allen Seiten ausbreiteten. Der Baum stand hoch und stolz, viele ?ste ragten noch aus ihm heraus, und irgendwie konnte Dante sp¨¹ren, dass in dem Baum noch Leben steckte. Die ?ste trugen noch immer Bl?tter und Fr¨¹chte, und Dante war sich nicht sicher, wie ein Thron aus einem Baum geschnitzt werden konnte, ohne dass der Baum absterbte. Aber das Seltsamste an der Halle waren die glitzernden Ornamente, die von oben herabhingen und ein leises Klimpern erzeugten. Es waren Dutzende von ihnen, und Dante warf einen Blick nach oben, wobei er die Stirn runzelte. Von den ?sten der B?ume baumelten Ornamente, seltsame Gegenst?nde, eingemei?elte Runen und sogar Talismane. Der Duft von Weihrauch und Gew¨¹rzen hing schwer in der Luft, und Dante fragte sich einen Momentng, ob dies eine Art Schrein oder eine Nymphenhalle war. Wenn er dar¨¹ber nachdachte, hatte Dante einmal irgendwo gelesen, dass es Nymphen gab, die mit der Gabe der Wahrsagerei gese waren, und andere, die sich in ge?chteter Magie wie Geisterbeschw?rung und anderen K¨¹nsten, die man als dunkle Magie bezeichnen konnte, tummelten. Aber den Nymphen war vor Jahrhunderten die Freiheit gew?hrt worden, ihre Kulturen zu praktizieren, snge keine Unschuldigen dadurch zu Schaden kamen. Dante sch¨¹ttelte leicht den Kopf, er wollte nicht neugierig auf seine Umgebung sein, es ging ihn nichts an, was das hier war. In der Halle herrschte absolute Stille, abgesehen von den beunruhigenden Ger?uschen, die von den seltsamen Gegenst?nden ausgingen, die von oben herabhingen, Das und das kaum h?rbare Ger?usch von Schritten auf den Fluren, wenn gelegentlich eine Nymphe vorbeikam. In der H¨¹tte der Hohen Jungfrau wohnten nicht viele Nymphen, und Dante sch?tzte, dass es au?er ihren Gehilfen kaum jemand anderes gab. Um genau zu sein, war es keine Vermutung, Dante konnte nur die Anwesenheit von etwa zehn Nymphen in der H¨¹tte wahrnehmen, und er wusste, dass zwei von ihnen auf dem Weg zum Ausgang waren. Nachdem sie ihre Beute abgeliefert hatten, waren die Nymphen gegangen, noch bevor die Hohe Jungfrau sich zeigte. Nun stand Dante in der Mitte der inneren Halle, w?hrend die Hohe Jungfrau irgendwo in ihrer wald?hnlichen Halle war, irgendwo, das Dante nicht wissen wollte. Ein Moment verging, und die Hohe Jungfrau machte immer noch keine Anstalten, sich zu n?hern, und Dante musste sich fragen, ob sie ein Versteckspiel spielten. Wenn dem so war, hatte Dante nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen, und so fielen ihm die Augen zu. ¡¯Zehn Schuppen... neun Schuppen... acht Schuppen...¡¯ Dante z?hlte in seinem Kopf r¨¹ckw?rts, um seine Ruhe zu bewahren, Obwohl Dante viel lieber die Sekunden z?hlen w¨¹rde, die er brauchte, um eine beleidigende Nymphe nach der anderen auszul?schen ... aber f¨¹r den Moment w¨¹rde das gen¨¹gen m¨¹ssen. Dante sp¨¹rte die Augen der Hohen Jungfrau auf sich gerichtet, sie beobachtete jede seiner Bewegungen ... nur gab es nicht viel zu beobachten, denn Dante hatte nicht vor, sich auch nur einen Schritt von seinem tz zu bewegen. Dante war sich nicht sicher, ob seine einzige Begleitung begriffen hatte, dass es ihr nichts brachte, ihn aus dem Schatten heraus zu beobachten, denn schlie?lich bewegte sie sich. "Die Halle, in der du stehst, ist die heilige Halle der Nord-Nymphen..." Die Hohe Jungfrau brach als Erste das Schweigen. "Nicht vielen ist es verg?nnt, diese Halle zu betreten... schon gar nicht einem Fremden. Ich mag keine Fremden... wie ihr seht." Die Hohe Jungfrau fuhr fort. Dante konnte ihre Bewegungen wahrnehmen, ihre leichten, zierlichen Schritte, als sie sich ihm n?herte, das Rascheln ihres Kleides um ihre Kn?chel, ihrenngsamen, gleichm??igen Atem, aber er war nicht im Geringsten neugierig darauf. Dante hatte die Augen geschlossen, und er hatte vor, sie songe geschlossen zu halten, bis es ihm gefiel, etwas anderes zu tun. "Vielleicht m¨¹sstet Ihr nicht allzunge ein Fremder sein..." murmelte die Hohe Jungfrau. Die Hohe Jungfrau lie? sich Zeit, um zu Dante zu kommen, ihre Schritte warenngsam und gemessen, Dante konnte erkennen, dass er bereits in dem Moment, in dem er den Saal betrat, intensiv beobachtet wurde. Die Chance war gering, aber Dante hoffte, dass die Hohe Jungfrau nicht mit ihm zufrieden sein w¨¹rde Auf diese Weise k?nnte er sich auf den Weg machen und alle k?nnten weitermachen, als w?re nichts passiert; Aber wenn die Dinge so weitergingen, konnte Dante nicht versprechen, dass mit den Nymphen alles in Ordnung sein w¨¹rde, wenn er wieder frei war. Die Hohe Jungfrau blieb einen Moment vor Dante stehen und beugte sich so weit vor, dass ihr Duft Dante vollst?ndig einh¨¹llte. Dante war sich sicher, dass ihr Gesicht kaum einen Zentimeter von seinem entfernt war. "Geseer Tag, Geliebter... Ich hoffe, deine Reise hierher war nichts als angenehm." fl¨¹sterte die Hohe Jungfrau und ihr Atem strich ¨¹ber Dantes Gesicht. Dante erwiderte nichts, er wollte keine Nettigkeiten mit einer Nymphe austauschen. "Hmmm ... keine Worte ..." kommentierte die Hohe Jungfrau beil?ufig, ihre Finger ruhten leicht auf Dantes Schultern. Dante verzog keine Miene, als die Hohe Jungfrau ihnngsam umkreiste, ihre Finger folgten ihrem Weg, bis sie wieder vor Dante stand. "F¨¹r einen Menschen habt ihr eine recht seltsame Miene... ruhig, gefasst... selbstbewusst, und ich rieche kein bisschen Angst... und auch keine Aufregung..." Die Hohe Jungfrau sprach wieder "Habt Ihr vor, Eure Augen geschlossen zu halten? Du solltest etwas sagen, irgendetwas... wenn du so still bist, dann gehe ich davon aus, dass du einverstanden bist." Sagte die Hohe Jungfrau leise. "Hast du Probleme mit deiner Sehkraft, dass du mir so nahe kommen musst, um mich zu sehen? Oder hast du einfach keine Achtung vor Grenzen?" fragte Dante in einem leeren Ton. Die Hohe Jungfrau antwortete nicht sofort, aber nach einem Moment brach sie in Gel?chter aus und lehnte sich weg. "Und ich dachte schon, du w¨¹rdest nicht mit mir sprechen ... wir werden gut miteinander auskommen, das kann ich dir sagen." fl¨¹sterte die Hohe Jungfrau, als sie einen Schritt zur¨¹cktrat. __________________ "Der Nordn?" fragte Estelle, w?hrend sie den Oberw?chter ansah. Estelle sa? jetzt mit Lord Farren und den ?ltesten des Druidenns in einer anderen Halle, wo Lord Farren den ?ltesten die Situation geschildert hatte. Es war keine leichte Aufgabe gewesen, aber mit Lord Farrens Hilfe hatten die ?ltesten schlie?lich zugestimmt, Estelle zu helfen. Estelle hatte vor kurzem auch erfahren, dass der Hauptw?chter Lord Farrens Sohn und baldiger Hochmeister des Druidenns war. "Meine Quellen berichten, dass Lady Starrons Gatte dorthin entf¨¹hrt wurde. Die Gruppe, der er begee, sind Untergebene der Hohen Magd des Nord-ns." "Daher ist es nicht ¨¹bertrieben zu schlie?en, dass die Nymphe, die er treffen wollte, die Hohe Jungfrau selbst ist." berichtete der Oberw?chter in einem grimmigen Ton. Estelle sp¨¹rte die Ver?nderung der Atmosph?re in der Halle und runzelte leicht die Stirn. "Wenn Dante die Beute der Hohen Jungfrau ist, was w¨¹rde das f¨¹r uns bedeuten?" fragte Estelle unsicher. "Die Hohe Jungfrau des Nord-ns ist f¨¹r ihre trotzige Art bekannt. Unter ihrer Herrschaft sind die drei ns ?fter aneinandergeraten, als es n?tig gewesen w?re; "Es w?re einfacher gewesen, den Zigeunern zu konfrontieren, aber das..." begann einer der ?ltesten und brach am Ende ab. Estelle konnte aus dem Tonfall des ?ltesten heraush?ren, dass mit dieser Hohen Jungfrau nicht zu spa?en war, aber f¨¹r Estelle machte das ¨¹berhaupt keinen Unterschied. "Ob es nun die Hohe Jungfrau oder ein Waldgeist ist, ich werde ihnen Dante nicht ¨¹bessen." erkl?rte Estelle fest. "Die Hohe Jungfrau des Nord-ns l?sst sich nicht so leicht zur Vernunft bringen, aber ich werde ihr sofort eine schriftliche Nachricht zukommenssen." versicherte Lord Farren mit einem Seufzer. Chapter 254: Gefangen in einem Attentat (Kap.254)

Chapter 254: Gefangen in einem Attentat (Kap.254)

Die Hohe Jungfrau ging den Pfad hinunter. Ihre Schritte waren leicht und ihre Bewegungen nahezu ger?uschlos, bis auf das Rauschen ihres Kleides um ihre Kn?chel. Man h?rte nur ein leises Knistern, als die Hohe Jungfrau ¨¹ber die herabgefallenen Bl?tter, die den Pfad s?umten, schritt. Die Hohe Jungfrau war barfu?. So viel konnte Dante anhand des ngs ihrer Schritte erkennen. Nicht, dass es f¨¹r ihn wichtig war. Esg nur in Dantes Natur, jedes Detail zu beachten. Die seltsamen Gegenst?nde, die von oben herabhingen, schwankten noch st?rker, als die Hohe Jungfrau vorbeiging - als ob sie ihre Anwesenheit sp¨¹rten. Irgendwo hatte Dante geh?rt, dass die Anf¨¹hrerin eines Nymphenns die m?chtigste Magie besa?, und tats?chlich konnte Dante die Pr?senz der Magie der Hohen Jungfrau in der Halle sp¨¹ren. Auch wenn Dante sie sp¨¹ren konnte, war es schwer, die exakte St?rke ihrer Magie zu bestimmen. Dante ging davon aus, dass sie der Magie einer Adelsfee entsprach. Unter den Fae besa?en die Feen die m?chtigste Magie, und so hatte Dante nie wirklich dar¨¹ber nachgedacht, wie m?chtig eine Nymphe sein k?nnte. "Die Menschen sind wirklich am¨¹sant... sie leben in Selbstzweifeln, Selbstverleugnung, Selbstt?uschung... eine wahrlich erb?rmliche Existenz." "Wir Nymphen sind anders, wir akzeptieren unser wahres Selbst. Wir wagen es, unsere W¨¹nsche zu verwirklichen." erkl?rte die Hohe Jungfrau stolz. "Ich habe drei bl¨¹hende Jahreszeiten gewartet. Es gab viele vor mir, aber ich wusste, dass ich ihn erkennen w¨¹rde, wenn ich ihn sehe." Die Hohe Jungfrau wechselte das Thema mitten im Satz. "Ist dir nicht bewusst, dass deine Sinne umso sch?rfer werden, wenn du die Augen schlie?t?" Die Hohe Jungfrauchte leise in sich hinein und kommentierte am¨¹siert, als sie stehen blieb. Dante vermutete, dass die Hohe Jungfrau einen Blick ¨¹ber ihre Schulter auf ihn warf, aber das war schwer zu sagen. "Du siehst nichts, aber du nimmst alles wahr... du h?rst meine Stimme, meine Schritte, du bist dir meiner Anwesenheit bewusst. Bald wird dein Geist beginnen, ein Bild von mir zu formen." "Dann kommt die Neugier... alle eurer Art widersetzen sich dem Unvermeidlichen, aber am Ende erliegen sie ihm." "Die Augen vor mir zu verschlie?en, ist doch nur ein zweckloser Versuch der Selbstt?uschung, findest du nicht?" fuhr die Hohe Jungfrau fort. "Unvermeidlich wird dein Ende sein." antwortete Dante in einem unbeteiligten Ton. "Hartn?ckig... Das hat man mir von dir erz?hlt." Die Hohe Jungfrau seufzte vor sich hin. "Wenn du es nicht mit eigenen Augen sehen willst, kann ich dir alles erz?hlen, was du sehen w¨¹rdest. Komm,ss mich dir die Sch?nheit meiner Welt zeigen." entschied die Hohe Jungfrau und setzte ihren Weg fort. Dante bewegte sich keinen Zentimeter, bis die Fessel um seine Gliedma?en ihn nach vorne zog. Dante runzelte die Stirn, aber gab widerwillig nach. "Alles, was dich umgibt, sind die heiligen Artefakte des Nordns. Von den drei Nymphenns ist nur der Nordn den alten Br?uchen treu geblieben." erkl?rte die Hohe Jungfrau w?hrend sie weiter ging. "Wei?t Du, es gibt viele Geschichten ¨¹ber den Nordn. Ich bin sicher, du hast sie in deiner Jugend geh?rt. Alles, was du wusstest... w?re es besser, du vergisst." "Wenn du nichts weiter sagen willst, solltest du zumindest sagen, was dich zum Wald Tajma¨¦ gef¨¹hrt hat. Woher kommst du?" fragte die Hohe Jungfrau. Die Hohe Jungfrau summte leise, als Dante immer noch schwieg. "Schicksal hat dich hierher...zu mir gebracht. Dein urspr¨¹nglicher Weg spielt keine Rolle. Wir werden einen m?chtigen n aufbauen, du und ich... gr??er als alle anderen Nymphenns." "Ich sehe es... und ich wei? mit Sicherheit, dass ich bekommen werde, was ich will." beendete die Hohe Jungfrau, als sie stehen blieb. "Die Bl¨¹tezeit neigt sich dem Ende zu, ich muss voraussehen, was uns erwartet." entschied die Hohe Jungfrau. Dante ging davon aus, dass die Hohe Jungfrau tz nahm, da sie bald darauf begann, merkw¨¹rdige Worte zu murmeln. Dante trat ein paar Schritte zur¨¹ck, bis er gegen einen Baum lehnte und wartete. Die Zeit verging wie im Flug, und Dante war sich sicher, dass schon einige Stunden vergangen waren, aber die Ges?nge der Hohen Jungfrau verstummten nicht. In diesem Moment zuckte Dantes Ohr, als er ein Rascheln irgendwo weiter vorn in der Halle wahrnahm. Dante runzelte leicht die Stirn. Er sp¨¹rte eine seltsame Pr?senz, die er zuvor nicht bemerkt hatte. "Eins...zwei..." z?hlte Dante. Es waren zwei Nymphen, die sich n?herten, und sie kamen nicht vom Eingang der Halle. Dante vermutete, dass es auf der anderen Seite einen weiteren Eingang gab, oder vielleicht ?fe diese Halle tats?chlich in einen Wald. Auf irgendeine Weise wusste Dante, dass diese beiden Nymphen hier nicht sein sollten. Also konzentrierte er seine Sinne, um ihr Gespr?ch zu h?ren. "Da die Bl¨¹tezeit zu Ende geht, muss die Hohe Jungfrau die letzte Weissagung vollziehen." sagte eine Stimme."Die Hohe Jungfrau ist am schw?chsten, wenn sie diviniert. Und mit dem Erscheinen ihrer Beute sind alle W?chter-Nymphen weit vom inneren Saal entfernt. Dies ist der perfekte Moment." erwiderte die zweite Stimme. Dante hob eine Augenbraue, er konnte die t?dliche Absicht der Eindringlinge sp¨¹ren. Es schien, als g?be es einige im Nordn, die der Hohen Jungfrau B?ses wollten. Dante hatte sich mitten in einem Attentatsversuch wiedergefunden. ¡¯Die Nymphen sind ziemlich dramatisch.¡¯ dachte Dante und sch¨¹ttelte den Kopf. Er schloss die Augen und ignorierte den Rest des Gespr?chs. Was auch immer mit der Hohen Jungfrau geschehen sollte, es war ihm gleichg¨¹ltig. Die Eindringlingeuerten eine Weile in den Schatten, beobachteten und warteten. Dante konnte jede Bewegung sp¨¹ren, machte jedoch keine Anstalten, die Hohe Jungfrau zu warnen. Bald traten die Eindringlinge hervor, einer n?herte sich der Hohen Jungfrau, w?hrend der andere sich Dante n?herte. Eine kalte Klinge wurde im n?chsten Moment gegen Dantes Hals gedr¨¹ckt und eine bedrohliche Stimme fl¨¹sterte. "Wenn du leben m?chtest ... dann sei still." drohte die Stimme. Dante lehnte sich still gegen den Baum, ein kleines am¨¹siertes L?cheln auf den Lippen. Der Gesang der Hohen Jungfrau verstummte schlie?lich, sie hatte ihre Gesellschaft viel zu sp?t bemerkt. "Sie dringen in heiliges Land ein. Ich habe Sie nicht gerufen... was m?chten Sie?" fragte die Hohe Jungfrau mit leiser Stimme. Anhand der Worte der Hohen Jungfrau konnte Dante erkennen, dass sie die beiden Eindringlinge erkannte. "Lady Melissa... der Nordn h?tte immer von einem w¨¹rdigen Mann regiert werden sollen." erwiderte eine der Stimmen. "Sie h?tten niemals die Sicherheit Ihres Pstes vessen und w?hrend der Bl¨¹tezeit den Wald Tajma¨¦ aufsuchen sollen." fuhr er fort. "Sie sind hier, um mich zu t?ten? Auf wessen Befehl?!" fauchte die Hohe Jungfrau w¨¹tend. "Spielt es eine Rolle? Sie werden nichtnge genug leben, um etwas dagegen zu unternehmen." antwortete die Stimme. "Wachen! Wachen!" rief die Hohe Jungfrau um Hilfe. Hilfe, die Dante wusste, dass sie nicht kommen w¨¹rde. Von Anfang an hatte ihn gewundert, warum in der H¨¹tte so wenige Nymphen waren... dies war wohl der Grund. Zu diesem Zeitpunkt waren die anderen Nymphen zu weit entfernt, um den Hilferuf der Hohen Jungfrau zu h?ren. Anhand des Zitterns in der Stimme der Hohen Jungfrau vermutete Dante, dass sie in der gleichen Lage war wie er, mit einer Klinge am Hals. Nach Dantes Meinung hatte die Hohe Jungfrau es verdient. Jeder, der zulie?, dass sein n Unschuldige einfing, um sie zum Paaren zu zwingen, w¨¹rde sicherlich kein angenehmes Ende finden. Dante fand es nur am¨¹sant, dass zwei Attent?ter ausreichten, um eine Hohe Jungfrau zu t?ten. ¡¯Ich sch?tze, sie ist doch nicht so m?chtig.¡¯ dachte Dante. Drachen wurden dazu erzogen, selbstst?ndig zu sein. Sie w¨¹rden niemals so verwundbar sein, wenn sie keine Wachen h?tten. "Niemand kann Sie h?ren, Lady Melissa..." spottete die erste Stimme. "Das war gent...gleich zu Beginn der Bl¨¹tezeit. Gent f¨¹r den Moment, in dem ich am schw?chsten sein w¨¹rde. Die letzte Weissagung am Ende der Saison." murmelte die Hohe Jungfrau in Erkenntnis. "Die Herrscherfamilie des Nordns sollte sich ?ndern, seit der verstorbene Hochmeister eine weibliche Erbin ernannt hat." sagte die erste Stimme. Die Hohe Jungfrau holte erschauernd Atem, bevor sie leisechte. "Indem Sie Ihre wahren Absichten jetzt offenbaren, zeigen Sie nur, wie sehr Sie mich f¨¹rchten... Ihre unw¨¹rdige, weibliche Herrscherin." antwortete die Hohe Jungfrau kichernd. Dante wurde aus seiner Meditation gerissen, als die Klinge an seinem Hals zu tief einschnitt. Dante zischte, seine Augen schnappten auf und er warf seinen Kopf zur¨¹ck und stie? ihn gegen den Kopf des zweiten Attent?ters. Dante h?rte das sickende Ger?usch, als der Sch?del der Nymphe durch den Aufprall zertr¨¹mmert wurde, und der K?rper des Attent?ters fiel mit einem dumpfen Scg zu Boden. Dante hob eine Hand an seinen Hals und begutachtete die Verletzung mit einem Stirnrunzeln, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder der Hohen Jungfrau und dem anderen Attent?ter zuwandte, die beide schockiert zu ihm starrten. Chapter 255: Gefangen bei einem Attentat 2 (Kap.255)

Chapter 255: Gefangen bei einem Attentat 2 (Kap.255)

"Entschuldigen Sie meine Unterbrechung... Sie k?nnen weitermachen.", sagte Dante, nachdem er sein Publikum mit einer hochgezogenen Augenbraue gemustert hatte. Dante wusste nicht genau, was die beiden Nymphen so schockiert anstarrten. War es die Tatsache, dass er eine Nymphe get?tet hatte, die es gewagt hatte, sein Blut zu vergie?en? Oder dass es nur einen einzigen Scg daf¨¹r gebraucht hatte? Dante konnte es nicht sagen. "Du ... Wer bist du ...?", stotterte der noch lebende Eindringling. Dantes Blick wanderte zu den H?nden des Eindringlings und bemerkte das leichte Zittern. Dante konnte die Angst des Eindringlings riechen; sie war subtil, aber sp¨¹rbar. Dante vermutete, dass die Angst des Eindringlings nur so subtil war, da er sich nicht vorstellen k?nnte, was Dante wirklich war. "Spielt das eine Rolle?", fragte Dante und konnte die Bewegung der Hohen Jungfrau sp¨¹ren, noch bevor sie den Eindringling mit einem unerwarteten Tritt zur¨¹ckstie?. Der Eindringling schnappte ¨¹berrascht nach Luft, w?hrend er nach hinten taumelte und Dante sah das Ganze belustigt mit an. Dante war sich nicht sicher, ob die Drachen einfach zu brutal waren, aber er ubte nicht, dass er jemals einen so erb?rmlichen Attentatsversuch oder einen so schwachen nf¨¹hrer gesehen hatte. Die Hohe Jungfrau erhob sich mit zitternden Beinen und hielt sich den Kopf, w?hrend sie leicht schwankte. Dante runzelte die Stirn, es schien, als ob ein Tritt die einzige Verteidigung war, zu der die Hohe Jungfrau f?hig war. "Ich... ich habe schon die Weissagung begonnen... ich kann die Visionen nicht stoppen...", stotterte die Hohe Jungfrau und schuf eine kurze Distanz zwischen ihr und dem Attent?ter, so weit es ihre zitternden Glieder eubten. Dante sch¨¹rzte die Lippen und erkannte, dass die Hohe Jungfrau nur so schwach war, weil sie mitten in einer Weissagung steckte und ihr Bewusstsein durch ihre Visionen gespalten war. Der Eindringling st?hnte leise und die Hohe Jungfrau streckte eine Hand aus und murmelte einen Zauberspruch. Dante beobachtete schweigend, wie pl?tzlich eine Ranke auftauchte, den Kn?chel des Eindringlings ummmerte und ihn zu Boden riss. Die ausgestreckte Hand der Hohen Jungfrau zitterte vor Anstrengung, sie kniete nieder und ihre Augen zuckten. "Er wird... nicht... gehalten...", stotterte sie schwach und blickte Dante an. "Was hat das mit mir zu tun?", fragte Dante ruhig. "Die Fesseln an dir... sie l?sen sich nicht, selbst wenn ich sterbe... und wer immer mich tot sehen will, wird dich nicht fressen...", antwortete die Hohe Jungfrau. Dante runzelte die Stirn und blickte auf die Fesseln an seinen Hand- und Fu?gelenken. "ubst du, dass ich eine bessere L?sung f¨¹r dich finden werde?", fragte Dante sp?ttisch. "Ich nehme an, du wirst nicht zusehen, wie ich sterbe... Deine Ehre kann ich in deinen Augen sehen...", fl¨¹sterte sie schwach, bevor sie wieder zu Boden fiel. Dante beobachtete, wie die Augen der Hohen Jungfrau wei? wurden und ihre Pupillen verschwanden. "Sie hat eine Vision.", bemerkte Dante und sah zu dem Eindringling zur¨¹ck, der sich bereits befreit hatte. "Mischt euch nicht ein, das hat nichts mit euch zu tun.", warnte der Eindringling Dante, w?hrend erngsam auf ihn zukam. Dante Neigte den Kopf zur Seite, er wollte sich ebenfalls nicht einmischen. Aber wenn die Hohe Jungfrau mit etwas recht hatte, dann damit, dass Dante ihrem Dilemma nicht tatenlos zusehen konnte. Seufzend wandte sich Dante dem Eindringling zu. Die verzauberten Handschellen lie?en ihm etwas Freiheit zur Bewegung und das war mehr als genug, um eine einzige Nymphe loszuwerden. Dante bewegte sich blitzschnell, war direkt vor dem Eindringling, seine H?nde schnellten hoch, ergriffen den Kopf des Eindringlings, drehten ihn mit einer schnellen Bewegung, und sah zu wie der Eindringling scff zu seinen F¨¹?en fiel. Dante trat zur¨¹ck, ging zur Hohen Jungfrau hin¨¹ber, hockte sich hin und sah sie an. Als er seine Hand ausstreckte und sie ber¨¹hrte, durchfuhr ihn eine Welle von Magie und riss sein Bewusst-sein in einen dunklen Abgrund. __________________ Neveah stand vor einem bodengen Spiegel und betrachtete ihr Spiegelbild, w?hrend sie ihr Reiterkleid anzog. Der rote Stoff f¨¹hlte sich angenehm auf Neveahs Haut an und sie befestigtengsam die Tr?ger ihres Armschutzes. Im Moment konnte sie nur an Menarx¡¯ Wohlergehen denken und Neveah seufzte schwer, sie war nicht in der Lage, die Reiterakademie zu besuchen. "Aber die Befehle des K?nigs m¨¹ssen befolgt werden...", murmelte Neveah zu sich selbst und rollte mit den Augen, w?hrend sie sich abwandte und zur T¨¹r ging.Auf der anderen Seite fand Neveah Lord Rodrick, der auf sie wartete; sie hatte seine Ankunft vor einem Moment gesp¨¹rt. "Hat Seine Gnaden noch weitere Anweisungen f¨¹r mich?" fragte Neveah mit hochgezogenen Augenbrauen. "Mein Herr befiehlt, dass ich Euch zur Akademie begleite. Ihr wart noch nie dort und kennt den Weg nicht." antwortete Lord Rodrick. "Wie gro?z¨¹gig von ihm. Eine Karte oder einige Wegbeschreibungen w¨¹rden ausreichen, Mylord." entgee Neveah, w?hrend sie ganz hinaus trat und die T¨¹r hinter sich schloss. "Ich werde Euch den Weg zeigen." erwiderte Lord Rodrick, Neveahs bissigen Ton ignorierend. Lord Rodrick ging den Flur hinunter und Neveah folgte ihm seufzend und band ihr Haar zu einem Pferdeschwanz zusammen. "Die Reiterakademie ist die angesehenste Akademie in der Asvarian-Festung, es ist eine Ehre, in ihren Reihen willkommen zu sein." erkl?rte Lord Rodrick nach einem Moment der Stille. "Willkommen? W?re ich das wirklich?" fragte Neveah sp?ttisch. "Du wurdest auch nicht willkommen gehei?en, als du zum ersten Mal in Dragon Keep ankamst, aber hier bist du, mit dem einzigen Diener des K?nigs, der dich an deinem ersten Tag an der Akademie pers?nlich begleitet..." "Ihr werdet mir zustimmen, dass Ihr Eure Methoden habt." entgee Lord Rodrick und warf Neveah einen spitzen Blick zu, als sie in den Fahrstuhl eintraten. Neveah brummte leise und begann ¨¹ber Lord Rodricks Worte nachzudenken. K?nig Jian h?tte jeden schicken k?nnen, um sie zu begleiten, doch er entschied sich, den hoch angesehenen Lord Rodrick zu schicken. ¡¯Was genau ist seine Absicht?¡¯ dachte Neveah und erinnerte sich an ihr Treffen am Abend auf dem Berg Edar. "Ich werde nie verstehen, wie er denkt." murmelte Neveah unterm Atem und seufzte ver?rgert. "Mein Herr ist Drachenk?nig, er ist nicht dazu da um verstanden zu werden. Ihm wird nur gehorcht." stellte Lord Rodrick r. "Ja, genau." antwortete Neveah sp?ttisch, als der Fahrstuhl das Erdgeschoss erreichte. Lord Rodrick trat zuerst aus und Neveah folgte ihm. "Die Reiterakademie ist nicht weit vom Bergfried entfernt. Eine Stunde Ritt nach Westen zum Rabengipfel." erkl?rte Lord Rodrick. "Es wird von Euch erwartet, dass Ihr immer p¨¹nktlich zu den Terminen erscheint, die der Akademieleiter, der f¨¹r Eure Ausbildung zust?ndig ist, festgelegt hat." "Wie ich geh?rt habe, hatte Lord Menarx nicht die Zeit, einen Akademieleiter f¨¹r Euch zu bestimmen, daher hat mein Herr mich mit dieser Aufgabe betraut." fuhr Lord Rodrick fort, als sie den Hof betraten. Lord Rodrick hob eine Hand und der Stallbursche, der mit zwei Pferden auf sie wartete, kam herbei. "Wenn Menarx sich noch nicht entschieden hat, nehme ich an, dass er zuerst meine Meinung h?ren wollte." bemerkte Neveah. "Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, ist Lord Menarx derzeit zu krank, um dies mit Euch zu besprechen... und ich bin nicht Lord Menarx." antwortete Lord Rodrick mit einem Schulterzucken und einer auffordernden Geste f¨¹r Neveah, ihr Pferd zu besteigen. "Nun denn, wie es Euch gef?llt... oder besser gesagt, wie es Seine Gnaden w¨¹nscht, Mylord." erwiderte Neveah und warf einen Blick auf das Pferd, das ihr zur Verf¨¹gung gestellt wurde. Neveah bemerkte, dass es dasselbe Pferd war, welches Menarx benutzt hatte, um ihr den Norden und die L?nder unter seinem Schutz zu zeigen. "Warum dieses?" fragte Neveah neugierig den Stallburschen. "Wusstet Ihr das nicht, Mdy? Dies ist ein Reittier, das in den n?rdlichen L?ndern gez¨¹chtet wurde. Lord Menarx hat es uns gebracht und es darf nur von Euch geritten werden." antwortete der Stallbursche. "Hat er das?" murmelte Neveah leise und streichelte das pechschwarze Fell des Pferdes, ein kleines L?cheln auf den Lippen. Neveah war r, dass Menarx dieses Pferd als Geschenk f¨¹r sie gesehen hatte, doch er hatte davon nichts erw?hnt... vielleicht wollte er sie nicht unter Druck setzen, seine Zuneigung anzunehmen. Neveah konnte nicht anders, als sich zu fragen, seit wann er das Pferd von seiner Heimat mitgebracht hatte... oder genauer gesagt, seit wann er sie als seine Reiterin gew?hlt hatte? Oder hatte er vielleicht immer schon gewusst, dass sie diejenige war, die er wollte? "Lord Menarx ist nicht der beste beim Schenken, wie ich sehe." merkte Lord Rodrick mit einem Kopfsch¨¹tteln an, als er sein Pferd bestieg. "Nein, Mylord. Er ist perfekt..." antwortete Neveah, w?hrend sie auf ihr Pferd stieg. Es h?tte keinen besseren Zeitpunkt f¨¹r Menarx¡¯ Geschenk geben k?nnen... jetzt, wo Neveah ihren ersten Schritt als offizielle Reiterin von Menarx ohne ihn an ihrer Seite machen musste. Aber Neveah wusste, dass Menarx in Gedanken bei ihr war... seine Aufrichtigkeit gab ihr die Kraft, die sie brauchte, um den Tag zu ¨¹berstehen. Lord Rodrick ritt aus dem Schlossgel?nde hinaus und Neveah folgte ihm dicht auf den Fersen. Chapter 256: Die Reiterakademie (Kap.256)

Chapter 256: Die Reiterakademie (Kap.256)

"Woah..." Neveah lenkte ihr Pferd zum Stehen, als sie den Gipfel des Raben erreichten. Dort stand die Reiterakademie der Festung Asvarian in ihrer ganzen Pracht. Ein Zentrum des Lernens, in dem alle Reiter ausgebildet wurden, bis sie ihre Reitkunst perfektioniert hatten. Neveah hatte von Davina geh?rt, dass die Akademie gleich nach dem Aufstand erbaut worden war und dass seitdem jeder Drachenreiter in dieser Akademie ausgebildet worden war. Neveah lie? ihren Blick einen Momentng schweifen, und wenn man sie fragen w¨¹rde, w¨¹rde sie sagen, dass es eher wie eine Festung als eine Akademie aussah. Das erste, worauf sie zuritten, waren die massiven Eisentore, die als Eingang zu der riesigen Akademie dienten. Diese Tore waren verriegelt, und Neveah hob eine einzelne Augenbraue dar¨¹ber. "Ich nehme an, dass sie uns nicht erwartet haben?" fragte Neveah Lord Rodrick, der ebenfalls neben ihr stehen geblieben war. "Nichts dergleichen, eure Ankunft wurde in dem Moment angek¨¹ndigt, als mein Lehnsherr verk¨¹ndete, dass ihr euch den Reihen der Reiter anschlie?en w¨¹rdet." versicherte Lord Rodrick. "Doch die Tore sind verriegelt? Und keine einzige Wache in Sicht?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue und fragte sich, wie sie wohl hineingngen sollte. "Nun, ihr solltet bei Sonnenaufgang ankommen. Und die meisten Drachenreiter kommen mit ihren Drachen an, daher w¨¹rden die Tore keine Rolle spielen." erwiderte Lord Rodrick. "Hmmm." Neveah brummte, sie erkundigte sich nicht weiter, als sich die Tore zur Reiterakademie leicht ?fen. "Gib diesen Zettel dem Reiter, der dich empf?ngt." sagte Lord Rodrick, stieg von seinem Pferd ab und ging zu Neveah hin¨¹ber, um ihr den Zettel zu ¨¹berreichen. "Mein Lehnsherr befiehlt, Euch zu versichern, dass man sich bis zu Eurer R¨¹ckkehr um Lord Menarx k¨¹mmern wird. Er weist auch an, dass Ihr den Euch erteilten Auftrag ausf¨¹hren sollt." teilte Lord Rodrick mit. "Das kann ich tun." murmelte Neveah als Antwort und blickte auf die Notiz, die Lord Rodrick ihr gab. "Dann mach weiter." ermutigte Lord Rodrick sie. Neveah nickte, trieb ihr Pferd an und ritt in einemngsamen Trab in die Akademie. In dem Moment, in dem Neveah die Tore durchquert hatte, knallten sie von selbst zu, und Neveah blickte mit einer hochgezogenen Augenbraue zum Tor zur¨¹ck. Gerade als Neveah ihren Blick wieder nach vorne richtete, sp¨¹rte sie eine Ver?nderung in der Luft und ihre Augen verengten sich. Neveah lehnte sich gerade noch rechtzeitig zur Seite, als ein glitzernder, scharfer Dolch an ihr vorbeirauschte, genau dort, wo sich ihr Kopf befunden hatte. Neveah verlor durch ihre pl?tzliche Bewegung das Gleichgewicht und st¨¹rzte vom Pferd. Neveah ¨¹berschlug sich undndete in der Hocke, wobei sie eine Hand auf ihre Schulter legte, die bei ihrem Sturz am st?rksten getroffen worden war. Neveahs Blick blieb zun?chst auf dem Dolch haften, der sich in einer S?ule hinter ihr verankert hatte, und ihr Blick verengte sich leicht, w?hrend sie einen Atemzug einatmete, um ihre Wut zu unterdr¨¹cken. "Zeig dich... Ichsse mich nicht zweimal bitten!" zischte Neveah und lie? ihren Blick auf der S?ule ruhen, hinter der sie ihren Angreifer vermutete. Neveah konnte die Pr?senz sp¨¹ren, sie hatte auch den Geruch wahrgenommen, aber beides war Neveah nicht vertraut. "Du musst Neveah sein." sagte eine Stimme, als eine junge Frau hinter der S?ule hervortrat und den Weg zu Neveah hinunterging. Ihr Haar war tiefschwarz und sie trug einen rostbraunen Reiteranzug mit einem G¨¹rtel, in dem mindestens zehn Dolche steckten, ?hnlich dem, den sie gerade nach Neveah geworfen hatte. Das Ger?usch ihrer Stiefel, die auf dem Boden ckten, und der unschuldige Gesichtsausdruck missfielen Neveah, aber sie schluckte ihre Wut hinunter. Dies sollte ihr erster Tag in der Akademie sein, und wenn auch nur um Menarx¡¯ willen, Neveah wollte keinen ?rger machen. "Ich bin, und du bist ...?" fragte Neveah, w?hrend sie sich aufrichtete und ihre Schulter im Kreis bewegte, um das Unbehagen zu lindern. Die Frau antwortete nicht sofort, stattdessen ging sie an Neveah vorbei zur S?ule und holte ihren Dolch heraus, den sie in ihrem G¨¹rtel verstaute, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Neveah richtete. "Ich wurde beauftragt, Euch zu empfangen. Ich bin Lady Elina, Reiterin von Lord Rexon aus der Zweiten Schwadron." stellte sich die Frau stolz vor. Neveah hatte zwar geh?rt, wie K?nig Jian die zw?lf Schwadronen erw?hnt hatte, aber sie wusste nichts ¨¹ber ihre Bedeutung oder den Rang eines Drachenlords in der zweiten Schwadron. Aus dem stolzen Tonfall dieser Elina konnte Neveah jedoch schlie?en, dass es sich bei der zweiten Schwadron wahrscheinlich um einen hochrangigen Titel handelte. Was spielt das f¨¹r eine Rolle? Es ist nichts im Vergleich zur k?niglichen Garde.¡¯ dachte Neveahs Wolf, und Neveah konnte ihr nicht widersprechen. "Elina..." begann Neveah, wurde aber unterbrochen. "Lady Elina." korrigierte Elina. Neveah kicherte leise und neigte den Kopf zur Seite. "Sie haben mich mit Neveah angesprochen, ich nahm an, wir w¨¹rden die F?rmlichkeiten fallenssen ... Elina." erwiderte Neveah ausdruckslos. Elina runzelte bei Neveahs Worten sichtlich die Stirn, bevor sie auf das Pferd deutete. "Die Pferde m¨¹ssen an den Toren abgesattelt werden. Jemand wird sich darum k¨¹mmern." teilte Elina mit. "Worte h?tten ausgereicht, wenn das deine Absicht war. Ihr k?nntet jemanden verletzen, wenn ihr diese Dinger durch die Gegend werft." stellte Neveah r. "Ich tue, was mir gef?llt. Ein Drachenreiter sollte immer wachsam sein, es ist nicht meine Schuld, wenn du... unqualifiziert bist." erwiderte Elina schmunzelnd und legte eine Hand auf ihren G¨¹rtel. Neveah hob eine einzelne Augenbraue, sie war von Elinas Worten ¨¹berhaupt nicht ¨¹berrascht. Das war genau die Art von Empfang, die Neveah von der Reiterakademie erwartet hatte. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, wandte sich ihrem Pferd zu und streichelte es liebevoll. "Ich werde dich jetzt hierssen." murmelte Neveah und strich dem Pferd mit der Hand ¨¹ber die M?hne, bevor sie sich entfernte. "Deine Gedanken sind wohl¨¹berlegt. Wenn ihr geschickt wurdet, um mich zu empfangen, dann tut das auch. Lord Rodrick hat mich gebeten, diese Nachricht weiterzugeben." sagte Neveah und ¨¹berreichte ihr den Zettel. "Lord Rodrick war hier?" fragte Elina erstaunt. "War er." antwortete Neveah mit einem Nicken. Chapter 257: Die Reiterakademie 2 (Kap.257)

Chapter 257: Die Reiterakademie 2 (Kap.257)

Elina ppte den Zettel auf, den Neveah ihr gegeben hatte,s den Inhalt und kicherte. "Wei?t du, was hier steht?" fragte Elina Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. Neveah ubte nicht, dass es wichtig war, Lord Rodrick hatte gesagt, sie solle ihn an den Reiter weitergeben, der sie empfangen sollte, und genau das hatte Neveah getan. "Nein." antwortete Neveah ausdruckslos. Elina nickte, verstaute den Zettel in ihrem G¨¹rtel, drehte sich um und machte eine Geste mit dem Kopf. "Dann komm, ich zeige dir deinen Meister." informierte Elina, w?hrend sie den Weg hinunterf¨¹hrte. Neveah warf einen Blick zu den Toren der Akademie, bevor sie Elina folgte. Der gepsterte Weg war auf beiden Seiten durch hohe S?ulen verbarrikadiert, und der Weg f¨¹hrte vom Tor direkt durch ein weites Feld und weiter zum Eingang eines gro?en Geb?udes. "Das ist die ?u?ere Landettform f¨¹r Drachenf¨¹rsten und f¨¹r Flug¨¹bungen. Hier k?nnen mindestens f¨¹nfzig Drachen gleichzeitignden, daher ist es die gr??te Landettform, selbst im Vergleich zum Drachenturm." "Nat¨¹rlich hat ein so gro?er Raum noch viele weitere Verwendungszwecke, die du mit der Zeit kennenlernen wirst." informierte Elina und deutete auf das gro?e Feld, das sich kilometerweit erstreckte. "Dahinter befindet sich der erste Turm, in dem sich die Studienr?ume, die B¨¹ros der Meister und der anderen Mitarbeiter der Akademie befinden." "Die Bibliothek, die Waffenkammer, der Kartenraum, der Geschichtssaal, der Versammlungsraum und andere befinden sich alle im ersten Turm." fuhr Elina fort und gestikulierte zu dem gro?en Geb?ude am Ende des gepsterten Weges. "Es w¨¹rde ewig dauern, euch jeden dieser Orte zu zeigen, also m¨¹sst ihr sie im Laufe der Zeit selbst entdecken." "Du kannst sicher sein, dass deine Aufmerksamkeit in jeder Halle irgendwann einmal ben?tigt wird." sagte Elina, als sie weitergingen. "Hinter dem ersten Turm befindet sich der zweite Turm, der Wohnsitz der Reiter. Aber unser Ziel ist der erste Turm." informierte Elina. "Nun, wie in jeder Akademie in der Festung ist die Hierarchie in der Reiterakademie sehr ?hnlich." "Die Akademie hat einen Hauptmeister und drei Seniormeister, die f¨¹r die Anleitung der Reiter zust?ndig sind. Au?erdem gibt es Juniormeister, die f¨¹r andere Studieng?nge zust?ndig sind." "Jeder Studiengang ist obligatorisch, sei es Geschichte oder Kampftraining. Keinem Reiter ist es eubt, sich von einem dieser Kurse zu befreien, unabh?ngig von seiner... Zugeh?rigkeit." f¨¹gte Elina hinzu und warf Neveah einen Blick zu. Neveah ignorierte den offensichtlichen Seitenhieb in Elinas Worten und folgte ihr einfach stillschweigend. Neveahs Blick schweifte umher, es waren ein paar Leute in Sicht, aber keiner von ihnen war ein Reiter. In Anbetracht der Tageszeit erinnerte sich Neveah daran, dass die anderen adligen Damen um diese Zeit mit ihrem Unterricht besch?ftigt waren, und so nahm sie an, dass es den Reitern ebenso erging. "Dies ist Studienzeit, die meisten Reiter sind um diese Zeit in ihren Studierzimmern. Meisterin Heather h?lt jedoch eine Unterrichtsstunde auf dem ¨¹bungstz hinter dem ersten Turm ab." "Wir werden zum anderen Eingang des ersten Turms gehen, also werden wir zuerst am Trainingsfeld vorbeikommen." sagte Elina, als ob sie ahnte, was Neveah dachte. "Ich ube nicht, dass du dich heute mit dem Lernen besch?ftigen musst. Zuerst musst du deinen Meister treffen." f¨¹gte Elina hinzu und r?usperte sich zum Schluss. Neveah sp¨¹rte, dass sie damit versuchte, ihre Belustigung zu verbergen, aber sie war sich nicht sicher. Irgendetwas stimmte nicht an Elinas Verhalten und daran, dass sie sich pl?tzlich so wohl dabei f¨¹hlte, Neveah so viel ¨¹ber die Akademie zu erz?hlen. Neveah bemerkte auch, dass Elinas seltsames Verhalten in dem Moment begann, als sie die Notiz von Lord Rodricks. Neveah fragte sich, was genau Lord Rodrick in seinem Brief geschrieben hatte und warum es f¨¹r Elina so interessant war. Neveah machte sich nicht die M¨¹he zu fragen, sie wusste, dass Elina es ihr nicht sagen w¨¹rde, selbst wenn sie fragen w¨¹rde. Und Neveah war sich sicher, dass sie es noch fr¨¹h genug herausfinden w¨¹rde. Anstatt sich mit Elinas seltsamen Handlungen zu besch?ftigen, schweiften Neveahs Gedanken zu einer Person, an die sie den ganzen Tag bewusst nicht gedacht hatte... die Person oben im Berg Edar. Menarx war verletzt... h?tte er es geh?rt? fragte sich Neveah bei sich selbst. Neveah war sich sicher, dass sich die Nachricht von Menarx¡¯ Angriff inzwischen in ganz Keep Skies herumgesprochen hatte, Obwohl die Nachricht einen Ort wie den Berg Edar nicht erreichen konnte, wusste Neveah, dass es m?glich war, dass Xenon sp¨¹rte, dass Menarx verletzt war... sie waren doch alle miteinander verbunden, nicht wahr? ¡¯Er w¨¹rde sich Sorgen machen...¡¯ dachte Neveah, die gut genug wusste, wie sehr Xenon seine Br¨¹der sch?tzte, auch wenn er nicht wusste, wie er es zeigen sollte. Neveah brauchte nicht zu fragen, ob Xenon den Berg hinabsteigen w¨¹rde, Neveah wusste, dass er das nicht tun w¨¹rde... nicht einmal f¨¹r Menarx. ¡¯Vergiss ihn, Neveah... Xenons Weg ist dunkel und er kann ihn nur allein gehen.¡¯ erinnerte Neveahs Wolf sie. "In der Tat." murmelte Neveah vor sich hin. "Ist sie das?" fragte eine unbekannte Stimme, die Neveah aus ihren Gedanken riss. Neveah richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihre Umgebung und stellte fest, dass sie den ¨¹bungstz erreicht hatten und eine Gruppe von sechs Reitern auf sie zukam. "Das ist Neveah, ich soll sie zu ihrem Herrn begleiten." erwiderte Elina. Neveah warf einen Blick auf die Gruppe von Reitern und das war alles, was sie brauchte, um zu erkennen, dass sie nicht gemocht wurde. "Neveah... die Wolfsprinzessin, die zum Preis des Drachenk?nigs, zur Dienerin des schwarzen Teufels und zur Reiterin von Lord Menarx wurde. Dein Ruhm eilt dir voraus!" rief eine rothaarige Reiterin in einem dunkelgelben Reitkleid. Die anderen Reiter brachen bei ihren Worten in Gel?chter aus. "Es ist mutig von dir, hier hereinzukommen, in unsere Reihen einzutreten ... als Dienerin, dein Herr wurde wild. Ein Reiter f¨¹r nur einen Tag und dein Drache w?re fast gestorben..." "Ein lebender... atmender Fluch steht vor uns." fuhr der rothaarige Reiter h?hnisch fort. Chapter 258: Eine neue Welt (Kap.258)

Chapter 258: Eine neue Welt (Kap.258)

Neveahs Gesichtsausdruck war gngweilt, als die Gruppe von Reitern ¨¹ber die Worte der rothaarigen Reiterin kicherte. Jinx... das Ungl¨¹ck, diese Worte waren schwer und schwer zu h?ren, aber trotzdem nahm Neveah sie gssen auf. Wenn es in Neveahs Leben etwas gab, woran sie am meisten gew?hnt war... dann war es, das Ziel der Verachtung zu sein, von allen gehasst und verachtet zu werden. In der Finsternis-Dom?ne war es genauso, und so hinterlie?en die Worte, die eigentlich scharf und verletzend sein sollten, kaum einen Eindruck. "F¨¹hlst du keine Schuld, dass der Herr der rubinroten Schuppen genau in dem Moment Schaden genommen hat, in dem er sich mit dir verbunden hat?" Die rothaarige Reiterin fuhr fort, ihr Tonfall war frostig. Neveahs Augenbrauen zuckten leicht. Es gab Worte, die man einfach ignorieren konnte... und andere, die trotzdem einen Stich hinterlie?en. Nicht wegen irgendjemandes Meinung, sondern weil Neveah bereits den Gedanken hegte... ob es wirklich ein Zufall war, dass Menarx genau an dem Tag verletzt wurde, an dem er sie als seine Reiterin ank¨¹ndigte. Oder war es wieder Neveahs schlechtes Schicksal, das die F?den zog? Das sie daran erinnerte, dass sie, wenn sie jemals eine von ihr gew?hlte Richtung einschlug, immer wieder an den Ausgangspunkt zur¨¹ckgezogen werden w¨¹rde. ¡¯Veah ... denk nicht daran, oder an irgendetwas anderes. Wir sind jetzt hier, und wir vertreten Menarx¡¯ Herz und Absichten... wir m¨¹ssen einfach unser Bestes tun, um ihn zu ehren.¡¯ dachte Neveahs Wolf zu ihr. ¡¯Unser Bestes?... Das kann ich leisten.¡¯ dachte Neveah zur¨¹ck und sch¨¹ttelte alle abweichenden Gedanken ab. "Genug jetzt, Fiona. Musst du nicht in deiner sse sein oder soll ich Meisterin Heather von deiner Abwesenheit berichten?" Elina unterbrach sie, bevor die Rothaarige noch etwas sagen konnte. Neveah war leicht ¨¹berrascht, dass Elina sich die M¨¹he gemacht hatte zu intervenieren, denn vor einem Moment war Elina noch diejenige, die einen Wurfdolch nach ihr geworfen hatte. "Und was geht es dich an? Meisterin Heather hat rgestellt, dass die neue Reiterin keine Sonderbehandlung erh?lt." entgee die Rothaarige Elina k¨¹hl. Elina antwortete nicht, aber ihre Hand wanderte nach oben und legte sich auf ihren Messerg¨¹rtel - ihre Handlungen sprachen f¨¹r sich. Die Augenbrauen der rothaarigen Reiterin runzelten sich missbilligend bei Elinas Drohung und sie musterte Elina f¨¹r einen Moment mit einem b?sen Blick, bevor ihr Blick wieder zu Neveah wanderte. "Was ist? Keine Verteidigung von deiner Seite? ... Nun, das solltest du auch nicht. Worte werden dir hier an der Akademie nicht helfen." "Vorausgesetzt, du darfst l?nger bleiben als die paar Tage, die Lord Menarx brauchen wird, um zu erkennen, was f¨¹r ein Fehler das ist." Die rothaarige Reiterin grinste, als sie ihre Gruppe vorbeif¨¹hrte. Als sie vorbeigegangen waren, stie? Elina einen ver?rgerten Seufzer aus. Ihre H?nde verweilten noch einen Moment an ihrem G¨¹rtel, als ob sie ¨¹berlegte, ob sie der Rothaarigen doch noch ein Messer hinterherschleudern sollte. Als sie schlie?lich zu einer Entscheidung gekommen zu sein schien, lie? Elina ihre Hand sinken und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder Neveah zu. "Wie du vielleicht bemerkt hast, bist du hier ziemlich bekannt. Schon seit dem Reiterrat, wo du, wie ich geh?rt habe, den gesamten Rat als ¡¯gro?en Witz¡¯ bezeic hast." berichtete Elina mit leerem Tonfall. "Das ist Lady Fiona, Lord Conrads Reiterin der vierten Schwadron. Die vierte Schwadron ist die Stadtwache und Lord Conrad ist Lord Lodenworths direkter Untergebener... sie ist nicht jemand, mit dem du dich anlegen solltest." fuhr Elina fort. "Oder sie ubt das zumindest." f¨¹gte Elina mit einem Kopfsch¨¹tteln hinzu. "Warum, ¨¹berrascht dich ihre Meinung ¨¹ber dich?" fragte Elina, als Neveah nicht auf sie reagierte. "Nein... es st?rt mich, dass du f¨¹r mich eintrittst." antwortete Neveah unverbl¨¹mt. Elina zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern, als sie an Neveah vorbeiging und den Weg weiterf¨¹hrte. "Erstens, ich bin beauftragt, dich zu deinem Herrn zu bringen, am St¨¹ck. Zweitens, es ist eine Tatsache, dass ich dich nicht mag... und ich stimme ihren Worten nicht zu." "Lord Menarx wurde in dem Moment, in dem er beschloss, dich zu binden, verletzt und du wirst es nicht vergessen... und es wird dir auch nicht vergeben." "In der Reiterakademie wirst du lernen, dass die wichtigste Regel ist, dass die Drachenherren heilig sind, unersetzlich, aber bei den Reitern ist es anders." "Die Drachenherren sehen das vielleicht anders, aber uns wird beigebracht, niemals zu vergessen, dass wir diejenigen sind, die geopfert werden m¨¹ssen, wenn eine solche Zeit kommt, und nicht umgekehrt." "Ob wirklich du Schuld bist oder nicht, wenn du Lord Menarx¡¯s Reiter bist, dann ist es deine lebennge Aufgabe, ihn zu besch¨¹tzen... eine Pflicht, die du an deinem allerersten Tag nicht erf¨¹llt hast." beschuldigte Elina. Neveah zuckte zusammen, das stimmte schon... sie hatte Menarx an jenem Abend schon entt?uscht, mehr als es jemand je erfahren w¨¹rde. "Ich bin sicher, Fiona und ich sind nicht die einzigen in unseren Reihen, die ¨¹berzeugt sind, dass du keine gute Reiterin sein wirst. Mein Rat? Benutze die Tore, durch die du hereingekommen bist... lieber fr¨¹her als sp?ter." erkl?rte Elina. Neveah presste leicht die Lippen zusammen, sie machte sich schon genug Vorw¨¹rfe wegen Menarx¡¯ Lage. Was spielte es f¨¹r eine Rolle, wenn alle anderen auch ihr die Schuld zuschoben? "Ich bin mir deiner Abneigung durchaus bewusst, Elina. Ich konnte das deutlich genug an der Spitze deines Dolches erkennen... kurz bevor ich ihm knapp entkam. Und das ist ein Grund mehr, warum ich deine Einmischung in meine Angelegenheiten nicht brauche." antwortete Neveah ausdruckslos. Elina hielt einen Moment inne und schien ¨¹ber Neveahs re Warnung nachzudenken. "Meine Meinung nach hat Fiona weder das Recht noch den tz, sich dir auf so unw¨¹rdige Weise zu n?hern." "Wir Reiter leben nach dem Ehrenkodex, Beleidigungen und Spott sind unter unserer W¨¹rde. Fiona hat ihre Arroganz noch nicht gez¨¹gelt und sie nimmt einen schlechten Einfluss auf die j¨¹ngeren Reiter, das ist besch?mend." "Hier in der Akademie sprechen wir durch St?rke und Geschicklichkeit... wie Fiona sagte, Worte sind hier nutzlos, offensichtlich f?llt es ihr schwer, ihren eigenen Rat zu befolgen." beendete Elina mit einem leeren Blick. "Verstehe." antwortete Neveah, Elinas Worte entsprachen bereits ihren Erwartungen. + Die Reiter-Akademie war eine neue Welt und Neveah war sicher, dass jeder weitere Tag so ereignisreich sein w¨¹rde wie dieser. Chapter 259: Meister Maloway (Kap.259)

Chapter 259: Meister Maloway (Kap.259)

Der erste Turm der Reiterakademie war ein beeindruckendes Geb?ude - gro? und mit vielen Hallen. Drachengarden patrouillierten auf dem Balkon und in den Hallen, somit war er gut bewacht. Die Drachengarde bestand sowohl aus Drachenlords als auch aus irdischen Soldaten und so war Neveah nicht ¨¹berrascht, dass die Soldaten, die die Drachengarde-R¨¹stungen trugen, eine Mischung aus Menschen und anderen Rassen waren. Es gab auch einige Drachenlords, und das war ausreichender Schutz, denn ein Drache war so viel wert wie eine ganze Armee. Der Turm war so gebaut, dass eine Wendeltreppe um die Au?enmauer herum zu den verschiedenen G?ngen f¨¹hrte. Dadurch konnte niemand in einen der G?nge eindringen, ohne von den Wachposten bemerkt zu werden. "Die Akademien gelten, wie Sie bereits wissen, als S?ule der Hochburg. Jeder von ihnen genie?t die unersch¨¹tterliche Aufmerksamkeit seiner Gnade," sagte Elina. "Die Sicherheit innerhalb der Akademie ist l¨¹ckenlos. Was Sie sehen, ist nur die Oberfl?che. Sie werden es vielleicht nicht sehen, aber Sie sollten wissen, dass sie da sind," informierte Elina. Elina f¨¹hrte den Weg die Treppe hinauf und sie stiegen f¨¹r einen kurzen Moment auf, bevor sie nach rechts in einen eher ruhigen Flur abbog. "Im ersten Flur befinden sich das B¨¹ro von Meisterin Heather und Meister Gerwin. Sie sind zwei der drei leitenden Meister in der Reiterakademie," erkl?rte Elina. "Alle Reiter des zw?lften Geschwaders werden einem Senior-Meister zugewiesen, und der dir zugewiesene Meister befindet sich auf dieser Ebene. Von allen drei Senior-Meistern ist Meister Maloway der rangh?chste und erfahrenste," f¨¹gte Elina hinzu. "Lord Rodrick hat also gut gew?hlt," murmelte Neveah. Sie hatte nicht viel erwartet, als die Wahl Lord Rodrick ¨¹bessen wurde, und so war es eine angenehme ¨¹berraschung. "Aber Meister Maloway hat auch die wenigsten Sch¨¹ler, einschlie?lich dir... es gibt im Moment nur zehn Reiter unter Meister Maloways F¨¹hrung," f¨¹gte Elina hinzu. "Zehn...Ist das nicht seltsam?" fragte Neveah. Etwas sagte ihr, dass sie zu fr¨¹h ¨¹ber Lord Rodricks gute Wahl gesprochen hatte. "Unterst¨¹tzt von den Junior-Meistern haben Meisterin Heather und Meister Gerwin jeweils ein paar hundert Reiter unter sich. Wenn der Unterschied Euch nicht genug sagt, gibt es nicht viel mehr, was es tut," antwortete Elina, ohne Neveah eine direkte Antwort zu geben. "Ich nehme an, dieser Meister Maloway ist nicht die erste Wahl und das aus gutem Grund..." "Er entt?uscht nie," murmelte Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. Das ng eher nach einer Wahl, die K?nig Jian f¨¹r Neveah treffen w¨¹rde. Sie hatte nicht erwartet, dass er es ihr leicht machen w¨¹rde. "Wenn du hoffst, einen Tag unter Meister Maloways F¨¹hrung zu ¨¹berstehen, behalte deine Meinung f¨¹r dich," sagte Elina, ohne sich umzudrehen. Neveah zog leicht die Lippen zusammen bei Elinas Tadel, schwieg aber und folgte Elina, bis sie die h?lzerne Doppelt¨¹r erreichten, die in Meister Maloways Arbeitszimmer f¨¹hrte. Elina klopfte zweimal und wartete, bis sie eine Antwort h?rte. "Herein," ert?nte aus dem Raum eine raue Stimme. "Passt auf Eure Worte auf... Ich w¨¹rde es nicht guthei?en, wenn ich dich wieder zu den Toren hinausbegleiten m¨¹sste," warnte Elina und blickte auf Neveah. "Seid versichert, dass ich mich nicht so leicht absch¨¹ttelnsse," erwiderte Neveah mit einem l?ssigen Achselzucken. "Nun, wenn du nicht vorhast, einzutreten, dann verschwinde!" kam die Stimme erneut, rau und grob. Elinas Blick verengte sich leicht und sie schien versucht zu sein, noch etwas zu sagen, aber sie entschied sich dagegen und stie? die T¨¹r auf. "Verzeiht mir, Meister Maloway. Ich bin es, Elina," sagte Elina, als sie eintrat und den Weg an einigen Regalen vorbei zu Meister Maloways Schreibtisch wies. Neveah trat nach und schaute sich kurz im Arbeitszimmer um, bevor ihr Blick auf dem Schreibtisch auf einen d¨¹nnen, gebrechlich aussehenden alten Mann fiel, der dar¨¹ber gebeugt sa?. Anders h?tte Neveah einen herk?mmlichen, freundlichen Nachbarschaftsopa beschrieben. Einer von der Sorte, die immer ein freundliches L?cheln im Gesicht tragen und S¨¹?igkeiten verteilen. Neveah hatte bisher nur in B¨¹chern von solchen freundlichen alten M?nnern gelesen, aber sie nahm an, dass so einer aussehen w¨¹rde. "Ich bin sicher, dass ich schon wei?, wer ihr seid, meine Sinne sind nicht so schwach wie eure!" antwortete Meister Maloway mit einem rauen Keuchen, ohne Elina und Neveahs Anwesenheit ¨¹berhaupt zu beachten. Neveah blinzelte ¨¹berrascht, es war nur ein kurzer Moment vergangen und sie erkannte sofort, dass dieser alte Mann alles andere als freundlich war. "Nat¨¹rlich, Meister," stimmte Elina mit einem Augenrollen zu. "Hast du Probleme mit deinen Augen, M?dchen?" fragte Meister Maloway und Elina erstarrte sichtlich. Neveah hob eine Augenbraue, obwohl Meister Maloway nicht einmal aufgeblickt hatte, wusste er irgendwie, was Elina getan hatte. "Nur ein Stich, Meister," erwiderte Elina. "Was f¨¹r ein Unsinn! Geh zur Seite, M?dchen,ss mich die Bewerberin sehen, die du mir bringst," befahl Meister Maloway. Elina gehorchte sofort und trat zur Seite, so dass Neveah voll sichtbar wurde. Nur blickte Meister Maloway immer noch nicht auf. "Nicht viel Fleisch auf den Knochen. Passt sicher besser zu einem Kleid als zu einem Reiteranzug. Strahlt die Arroganz eines ¨¹berdimensionierten Pfaus aus..." "Und ich muss mich fragen, ob das Heben eines Utensils angesichts dieser d¨¹nnen Arme ein Problem darstellt ... ein Schwert hat sicherlich nichts in demselben Raum wie diesem zu suchen. Und was ist der ganze Nutzen dieser Haare? Ein Griff?" Meister Maloway pr¨¹fte, ohne aufzuschauen. "Ich habe nicht viel erwartet, aber das ist wirklich entt?uschend. Vielleicht hast du mir die falsche Person gebracht?" fragte Meister Maloway diesmal Elina. ¡¯Ich ube, ich verstehe, warum er nicht gemocht wird,¡¯ dachte Neveahs Wolf. ¡¯Du ubst?¡¯ dachte Neveah zur¨¹ck und war entsetzt. Chapter 260: Meister Maloway (Kap.260)

Chapter 260: Meister Maloway (Kap.260)

"Das ist in der Tat die Wahl von Lord Menarx, Meister. Lord Rodrick hat sie h?chstpers?nlich zu unseren Toren eskortiert." antwortete Elina auf die Frage von Meister Maloway. "Er hat sogar eine Nachricht hintessen, Meister." f¨¹gte Elina hinzu, zog den Zettel aus ihrem G¨¹rtel und legte ihn auf Meister Maloways Schreibtisch. "Das ist also derjenige, um den sich der ganze Aufruhr gedreht hat?" murmelte Meister Maloway ungl?ubig vor sich hin und winkte mit der Hand, um Elina zu enssen. Elina ging, wie Meister Maloway es ihr befahl, und lie? Neveah allein vor dem fremden Mann zur¨¹ck. Meister Maloway griff nach dem Zettel und nahm ihn an sich. W?hrend der ganzen Zeit hatte Meister Maloway nicht ein einziges Mal aufgesehen, und Neveah musste sich fragen, ob der schrullige alte Mann Augen auf seinem Kopf voller ergrauter Haare hatte. "Wie ist dein Name, M?dchen?" fragte Meister Maloway, nachdem er den Zettel durchgelesen hatte. "Neveah." antwortete Neveah. "Hast du keinen Nachnamen?" fragte Meister Maloway ver?rgert. "W¨¹rde das eine Rolle spielen?" fragte Neveah stirnrunzelnd zur¨¹ck, sie sah nicht ein, warum sie ihren Nachnamen erw?hnen musste. Bisher hatte sich niemand im Drachenturm f¨¹r Neveahs Vergangenheit und ihr Leben, bevor sie hierher gebracht wurde, interessiert, und Neveah war froh dar¨¹ber. "Und sie hat eine scharfe Zunge. Lord Menarx muss seine Augen an seinem Hinterkopf haben. Es ist kein Wunder, dass er einen Speer nicht sehen konnte, bevor er ihn traf." entschied Meister Maloway h?rbar. "Ja, sie hat wirklich eine scharfe Zunge... Und Ihr werdet Menarx aus Eurem Mundssen, Sir." stellte Neveah in einem festen Tonfall r. Meister Maloway kicherte am¨¹siert ¨¹ber Neveahs Worte. "Nun, du bist nicht v?llig hoffnungslos. Mit etwas M¨¹he k?nntet Ihr Eure Feinde zu Tode reden." erwiderte Meister Maloway. Neveah sch¨¹rzte die Lippen, sie hatte noch nie mit jemandem zu tun gehabt, von dem sie bereits wusste, dass er sich nicht ¨¹berredenssen w¨¹rde. "Also, wie hei?t das M?dchen?" fragte Meister Maloway erneut, der immer noch auf einem Pergament auf seinem Schreibtisch schrieb. "Neveah... Omega Lothaire." antwortete Neveah. "Nun, Neveah... nenne mir einen triftigen Grund, warum ich diese Vereinbarung akzeptieren und dich unter meine Obhut nehmen sollte." sagte Meister Maloway. "Das m¨¹sst Ihr nicht." antwortete Neveah ausdruckslos. Meister Maloway hielt einen Moment inne, bevor er weiterschrieb, denn das, woran er gerade arbeitete, war eindeutig wichtiger, als Neveahs Anwesenheit zur Kenntnis zu nehmen. "Du willst also keine Reiterin sein?" fragte Meister Maloway. "Mein Wunsch hat nichts mit dir zu tun. Es ist Eure eigene Entscheidung, wen Ihr unter Eure Vormundschaft nehmt oder nicht. Wie ich meinen Wunsch erreiche, ist meine eigene Sache." "Ihr seid nicht der einzige Weg, ein Reiter zu werden, Herr. Wenn wir uns nicht einigen k?nnen, werde ich einen anderen Weg finden." erwiderte Neveah unverbl¨¹mt. "Du solltest wissen, dass du bei keinem der Meister in der Gunst stehst." informierte Meister Maloway. "Ihr seid es auch nicht f¨¹r die Reiter." erwiderte Neveah. Meister Maloway schwieg einen Momentng, bevor er am¨¹siert kicherte. "Dann scheinen wir etwas gemeinsam zu haben." sagte Meister Maloway, w?hrend er noch einmal auf den Zettel hinunterblickte. "Von diesem Moment an werde ich dich mit gro?em Widerwillen auf deinem Weg zu einem anst?ndigen Reiter begleiten." sagte Meister Maloway nach einem Moment der Stille. Meister Maloway hob schlie?lich seinen Blick zu Neveah und Neveah war ¨¹berrascht, als sie seine Augen bemerkte. Meister Maloways Augen waren nur zwei wei?e Kugeln, ganz wei?, ohne jegliche Pupillen. "Ich brauche meine Augen nicht, um zu sehen, M?dchen." sagte Meister Maloway in dem Moment, als ein Rabe aus dem Arbeitszimmer herausflog und sich auf Meister Maloways Schulter niederlie?. Neveah hatte die Anwesenheit des Raben nicht wahrgenommen, aber sie erkannte schnell, dass die Augen, die sie die ganze Zeit beobachtet hatten, nicht die von Meister Maloway waren, sondern die des Raben. Umso erstaunter war Neveah, dass Meister Maloway andeutete, dass der Rabe seine Augen waren. "Au?erdem ... funktionieren meine eigenen Augen sehr gut, sie sehen nur nicht so aus." f¨¹gte Meister Maloway hinzu und hob den Zettel von Lord Rodrick in Neveahs Blickfeld. "Wisst Ihr, was auf diesem Zettel steht?" fragte Meister Maloway. "Ich wei? es nicht." Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, denn durch die wiederholte Erw?hnung des Zettels war auch Neveah neugierig geworden, was darauf stand. Meister Maloway brummte leise, als er Neveah den Zettel hinhielt. Neveah hob eine Augenbraue und ging hin¨¹ber, nahm ihm den Zettel aus der Hand und hob ihn in die H?he. Auf dem Zettel stand nur ein einziges Wort: "Worth". "Wert?" fragte Neveah, unsicher ¨¹ber die Bedeutung dieses Wortes. "Verstehst du seine Bedeutung?" fragte Meister Maloway. "W?rtlich?" fragte Neveah, um sicherzugehen, und Meister Maloway antwortete sp?ttisch. "Die Bedeutung, Neveah. Hast du schon von den f¨¹nf Pr¨¹fungen geh?rt?" fragte Meister Maloway erneut. Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf und Meister Maloway grummelte leise vor sich hin. "Du sollst eine Reiterin sein und wei?t doch nichts von der Akademie?" Meister Maloway warf ihr vor. "Es war kein Weg, den ich bis vor ein paar Tagen gent hatte." verteidigte sich Neveah wahrheitsgem??. "Und in diesen Tagen?" Meister Maloway beharrte. "Meine Aufmerksamkeit wurde von anderen Angelegenheiten in Anspruch genommen. Ich gebe zu, dass meine Kenntnisse ¨¹ber die Wege der Akademie unzureichend sind... Ich werde das ?ndern, sobald sich mir die Gelegenheit dazu bietet." Neveah antwortete direkt. "Was f¨¹r eine eloquente Rechtfertigung f¨¹r Unwissenheit." lobte Meister Maloway sarkastisch, w?hrend er sich mit einem Grunzen aufrichtete und einen Stock aufhob, der an seinem Schreibtisch lehnte. "Die f¨¹nf Pr¨¹fungen sind die Herausforderungen, die jeder Reiter w?hrend seiner Studienzeit in der Akademie zu bew?ltigen hat, und erst wenn er alle f¨¹nf Pr¨¹fungen bestanden hat, kann man davon ausgehen, dass er seine Studienzeit in der Akademie abgeschlossen hat." erkl?rte Meister Maloway. Neveah trat zur Seite, als Meister Malowayngsam seinen Schreibtisch umrundete und dann an ihr vorbei zur T¨¹r ging, wobei er sich die ganze Zeit ¨¹ber auf seinen Stock st¨¹tzte. ~Anmerkung des Autors Massenver?ffentlichung heute! Chapter 261: Worth (Kap. 261)

Chapter 261: Worth (Kap. 261)

"Und? Komm mit." sagte Meister Maloway zu Neveah, als er aus seiner T¨¹r trat. Neveah blickte kurz auf, als ob ihr das die Geduld geben w¨¹rde, die sie so dringend brauchte. Danach drehte sie sich um und folgte Meister Maloway, und dieses Mal f¨¹hrte er sie durch das Treppenhaus im Turm selbst. Neveah nahm an, dass Meister Maloway wahrscheinlich von der Au?entreppe st¨¹rzen w¨¹rde, da seine Schritte so unsicher waren. "Jede Pr¨¹fung wird nur dann gew?hrt, wenn der Reiter bereit ist, sich ihr zu stellen. Die meisten Reiter legen ihre erste Pr¨¹fung ein paar Jahre nach ihrem Eintritt in die Akademie ab." fuhr Meister Maloway fort, wobei sein Stock bei jedem Schritt ein rhythmisches Klopfen von sich gab. Auf ihrem Weg nach unten begeen sie kaum jemandem, obwohl Neveah die Anwesenheit von Leben in den Hallen sp¨¹rte, an denen sie vorbeikamen. Nach Elinas Worten wurden diese Hallen von den Meistern der Reiterakademie bewohnt, und die Totenstille in den Hallen zeigte, wie organisiert und geregelt alles in der Akademie war. "Die Pr¨¹fung f¨¹r jeden Reiter ist anders, so wie es auch bei dir sein wird. Wir werden genau herausfinden, was auf dich zukommt." sagte Meister Maloway. "Meine? Ich soll mich einer Pr¨¹fung stellen?" fragte Neveah und runzelte die Stirn. "Die erste Pr¨¹fung ist bekanntlich die Pr¨¹fung des Wertes. Auf k?niglichen Befehl wirst du dich ihr ab heute stellen." Meister Maloway antwortete, als seien seine Worte das Selbstverst?ndlichste der Welt. "Ihr habt gerade erst gesagt, dass ein Reiter sich dieser Pr¨¹fung stellen muss, wenn er f¨¹r bereit gehalten wird." erinnerte Neveah. "Und? Das ist die Haltung unseres Lehnsherrn, hast du ein Problem damit?" fragte Meister Maloway. Neveah runzelte leicht die Stirn, sch¨¹ttelte aber den Kopf. Erneut regte sich Misstrauen in ihr, sie verstand einfach nicht, welche Absichten der Drachenk?nig verfolgte. Hielt er Neveah wirklich f¨¹r w¨¹rdig, sich der ersten Pr¨¹fung zu stellen, gleich an dem Tag, an dem sie die Akademie betreten hatte? Oder steckte ein Hintergedanke dahinter. "Diese Pr¨¹fung... was wird von mir vengt?" fragte Neveah misstrauisch, als sie drau?en auf dem gepsterten Weg ankamen. "Ein Scheitern w¨¹rde bedeuten, dass du niemals in die Reihen der Reiter aufgenommen wirst und dass du die Bindung zu deinem Drachen verlierst und ihn nie wieder sehen darfst." "Ein Reiter, der sich einer Pr¨¹fung unterziehen muss, darf das Gel?nde der Akademie nicht vessen, bevor die Pr¨¹fung bestanden ist." erwiderte Meister Maloway. Neveah hielt in ihren Schritten inne, ihre Augen weiteten sich bei dem, was sie gerade geh?rt hatte. "Was soll das bedeuten ...?" fragte Neveahngsam. Meister Maloway blieb ebenfalls stehen und warf einen Blick zu Neveah hin¨¹ber. "Du darfst nicht in den Drachenfried zur¨¹ckkehren, bevor du die Pr¨¹fung des Wertes abgeschlossen hast. Wenn du sie nicht abschlie?en kannst, musst du deine Bindung an Lord Menarx aufgeben, mit oder ohne seine Zustimmung." wiederholte Meister Maloway, diesmal in einem strengen Ton. "Aber Menarx..." begann Neveah zu argumentieren, aber Meister Maloway unterbrach sie mitten im Satz. "Die Trennung von deinem Drachen ist auch eine Pr¨¹fung der St?rke. Lord Menarx wird auch in deiner Abwesenheit gut versorgt werden, du musst nur den Willen unseres Lehnsherrn ehren und deinen Wert beweisen." stellte Meister Maloway r. "Die Bindung an Menarx zu verlieren, wenn man versagt ... ist diese Konsequenz f¨¹r alle Reiter gleich oder nur f¨¹r mich?" fragte Neveah misstrauisch. Meister Maloway antwortete nicht, aber sein Schweigen war die einzige Antwort, die Neveah brauchte. Dies war eine Konsequenz, die nur sie betraf... sie war die einzige Reiterin, die dies erleiden w¨¹rde. Neveah trat einen Schritt zur¨¹ck, ihr Blick verengte sich leicht, als ihr endlich r wurde, was der Drachenk?nig beabsichtigte. "Er will mich hier einsperren! Weg von Menarx!" Neveah zischte ver?rgert, als sie einen weiteren Schritt zur¨¹cktrat. Menarx war bewusstlos, er konnte sich jetzt nicht einmischen oder zu Neveah kommen. Und wenn Neveah die Bindung zu ihm aufgeben musste, bevor er erwachte, konnte sie ihr Wort nicht mehr zur¨¹cknehmen. "Neveah! Die Entscheidung ist gefallen!" warnte Meister Maloway barsch. "Aber warum ... was habe ich falsch gemacht? Warum muss ich zu so etwas gezwungen werden?" Neveah knurrte, Wut stieg in ihren Adern auf. "Weil ... er hat ... er hat alles gesehen ..." murmelte Neveah zu sich selbst in der Erkenntnis, dass ihre H?nde zu F?usten geballt waren. "Ich will, dass er es mir ins Gesicht sagt. Sag mir, dass ich unw¨¹rdig bin!" beschloss Neveah, w?hrend sie sich umdrehte und zur¨¹ck zum Ausgang st¨¹rmte. "Neveah, komm zur¨¹ck! Du kannst dich den Befehlen unseres Lehnsherrn nicht widersetzen!" rief Meister Maloway Neveah w¨¹tend zu. "Zur H?lle mit deinem K?nig! Er hat kein Recht, eine solche Entscheidung zu treffen! Ichsse mich nicht kontrollieren!" knurrte Neveah und brach in einen Wetuf aus. Neveah hatte Menarx ein Versprechen gegeben, sie w¨¹rde ihr Wort nicht brechen ... nicht einmal f¨¹r den Drachenk?nig. Der Einzige, der ihr Versprechen brechen konnte, war Menarx selbst, Neveah w¨¹rde nur Menarx¡¯ Worte h?ren. "Haltet sie auf!" befahl Meister Maloway. Die Reiter, die auf dem Feld trainierten, und die Drachenw?chter jagten Neveah hinterher. Die Drachenw?chter tauchten aus dem Nichts auf, und Neveah begriff, was Elina gemeint hatte, als sie sagte, dass Neveah sie vielleicht nicht sehen w¨¹rde, aber sie m¨¹sse sich nur daran erinnern, dass sie da waren. Neveah blieb stehen, als ihr der Weg versperrt war und sie von allen Seiten von Drachenw?chtern umgeben war. Neveahs Blick schweifte umher, und ihre F?uste ballten sich fester. "Neveah, du h?rst sofort mit diesem Unsinn auf und machst dich bereit, dich deinem Prozess zu stellen!" befahl Meister Maloway. "Sie haben mir nichts zu befehlen! Keiner tut das!" knurrte Neveah zur¨¹ck. Die Wut, die durch ihre Adern floss, war schwer zu kontrollieren, und Neveah konnte sich nicht zur¨¹ckhalten. Neveahs Wolf kam in ihrer Wut an die Oberfl?che, und Neveah sp¨¹rte, wie ihre Verwandlung einsetzte, ihre Knochen knackten und formten sich, ihre Haut spannte sich und ihr Fell brach durch. Im n?chsten Moment starrte Neveah in ihrer massiven Wolfsgestalt auf die Drachenw?chter herab und ein markersch¨¹tterndes Knurren drang aus ihrer Kehle. Neveah st¨¹rzte sich auf die n?chstgelegenen Drachenw?chter und riss drei auf einmal zu Boden. Mit einem Schwanzhieb schleuderte sie zwei weitere weg und fuhr ihre Krallen aus, um die Reiterin Fiona festzunageln, einfach weil sie ein unangenehmer Anblick war. Neveah knurrte die gro??ugige Fiona an, bevor sich ihre wilden Wolfsaugen auf Meister Maloway richteten und ein weiteres Knurren aus ihrer Kehle ert?nte. Neveah wechselte die Gestalt und kehrte in ihre menschliche Form zur¨¹ck, wobei ihre Kleidung unber¨¹hrt blieb. "Worth? Euer K?nig wird sich einen besseren Grund suchen m¨¹ssen, wenn er hofft, mich loszuwerden." zischte Neveah, w?hrend sie an Meister Maloway vorbeist¨¹rmte und zur¨¹ck in die Akademie ging. Chapter 262: Adamantium Ore (Ch.262)

Chapter 262: Adamantium Ore (Ch.262)

"Im Thronsaal des Drachenfrieds herrschte Totenstille, das einzige Ger?usch war dasngsame Klopfen der Finger des Drachenk?nigs auf der Armlehne seines Throns. Seine Miene lie? alle Drachenf¨¹rsten verstummen, und die abschreckende Aura, die er ausstrahlte, lie? alle im Saal aufhorchen. Tap... tap... tap... Jedes Klopfen hallteuter durch den Thronsaal, als es h?tte sein m¨¹ssen, und die Drachengebieter warteten still darauf, dass K?nig Jian die Stille brach. Keiner wagte es, den Mund aufzumachen, und keiner wollte es tun, denn ein Drachenlord war verletzt worden, und das w¨¹rde K?nig Jian nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schlimmer noch, es handelte sich nicht um irgendeinen Drachenlord, sondern um Lord Menarx von Rubinschuppen, Bruder und Helfer des Drachenk?nigs. Der Drachenk?nig war daf¨¹r bekannt, dass er nur wenige Worte machte. Bevor er sprach, musste jedes Wort eine Aussage haben, oder er w¨¹rde ¨¹berhaupt nicht sprechen. In diesem Moment wussten die Drachenf¨¹rsten, dass K?nig Jian sich die Zeit nahm, seine Wut zu bes?nftigen, bevor er sprach, doch als er dann sprach, war r, dass seine Versuche, sich zu beruhigen, erfolglos waren. "Menarx wurde verletzt..." K?nig Jian begann in einem unheimlich ruhigen Tonfall, seinen Worten folgte ein leises Kichern, w?hrend er einen Momentng zu Boden blickte. "Mein Bruder... hier, in Keep Skies..." fuhr K?nig Jian fort, bevor er sich fester an die Armlehne seines Throns mmerte und seine Krallen an dem Edelstein kratzten, der in seiner Armlehne eingssen war. "Ich venge eine Erkl?rung... in Blut!" zischte K?nig Jian leise, wobei es seiner Stimme trotz seiner offensichtlichen Erregung gng, ruhig zu klingen. "Mein Lehnsherr, Rauron und Mauldray haben die Flucht ergriffen. Was auch immer an unseren Grenzenuert, sie werden es finden." "Gebt dem vierten Geschwader diese Ehre, wir werden es beenden und seinen Kopf vor Euch abliefern!" versicherte Lord Lodenworth und trat vor. "Mein Lehnsherr, mein drittes Geschwader ist zum Kampf bereit. Ihr m¨¹sst nur den Befehl dazu geben." sagte Lord Cassian und trat von seinem tz neben K?nig Jian herunter, um vor ihm zu stehen. K?nig Jian schloss die Augen und tippte wieder mit den Fingern auf die Armlehne seines Throns. Viele Gedanken gingen ihm durch den Kopf, und einer war blutiger als der andere ... dieser Blutdurst, dieses Vengen nach Krieg war das, was K?nig Jian nur m¨¹hsam z?hmen konnte. Aber K?nig Jian wusste es genau, ein Drache war ein Tier des Krieges und des Blutvergie?ens, und dieser Drang konnte niemals gez?hmt werden. In diesem Moment ?fen sich die T¨¹ren zum Thronsaal und F¨¹rst Kirgan schritt zusammen mit F¨¹rst Kaideon von den Wei?en D¨¹nen und einem weiteren Mann in Ledersch¨¹rze und Handschuhen hinein. Lord Kaideon senkte den Kopf zu einer Verbeugung, bevor er seinen tz unter den Drachenf¨¹rsten einnahm, w?hrend Lord Kirgan zu seinem tz an der Seite von K?nig Jian schritt. "Meister Tirone." K?nig Jian best?tigte die Anwesenheit des Leiters der Akademie der Schmiede. "Mein Lehnsherr, ich habe Eure Nachricht erhalten und die Klinge wie befohlen untersucht. Es ist ein Bericht, den ich pers?nlich ¨¹berbringen muss." begann Meister Tirone und pr?sentierte die Klinge des Speers, der Menarx getroffen hatte. "Wer...?" fragte K?nig Jian mit einemngsamen Knurren, er brauchte nur einen Namen, eine Beschreibung ... eine Rasse, irgendetwas. "Der Speer wurde aus Zwergenstahl gefertigt, doch es gibt ein anderes Material. Es gibt kein Erz, das ich nicht gesehen habe, und es gibt keines, das ich nicht erkennen kann. Viele Jahrzehnte sind vergangen, aber ich kann diese Geschicklichkeit nicht ¨¹bersehen!" "Unter dem ?u?eren Mantel des Zwergenstahls liegt das st?rkste Adamantiumerz, das vor allem f¨¹r seine F?higkeit bekannt ist, gepanzerte Drachenschuppen zu durchbohren!" berichtete Meister Tirone. Lord Cassian stie? ein wildes Knurren aus, als er die Klinge des Speers nahm und sie zu seinem Blick hob, bevor er sie mit Leichtigkeit entzwei brach. Genau wie Meister Tirone gesagt hatte, war der innere Teil der Klinge aus reinem Adamantium, einem Erz, das seit dem Umsturz verboten war. "Das ist Adamantium-Erz! Das war kein Zufall, mein Lehnsherr! Die Zwerge haben begonnen, Adamantium abzubauen!" zischte Lord Cassian und pr?sentierte K?nig Jian die Klinge. K?nig Jians Augenbrauen zuckten, als er die Klinge nahm und sie untersuchte, bevor er sie ablegte. "Das verborgene K?nigreich hat das Friedensabkommen gebrochen! Wir sollten es in Schutt und Asche legen! Feuer und Blut!" Ein Drachenlord knurrte. "Feuer und Blut!" Die Drachenf¨¹rsten schlossen sich dem Ruf an. "Zwerge ... sie m¨¹ssen einen Todeswunsch haben." Lord Kirgan knurrte leise. K?nig Jian kicherte leise vor sich hin, obwohl seine Miene alles andere als am¨¹siert war. Es war umso erschreckender, dass der Drachenk?nig eine solche Ruhe ausstrahlte, w?hrend alle anderen w¨¹tend waren. "Wie wir wissen, ist das Schmieden eines Golems eine Kunst der dunklen Magie ... das schwarze Netzwerk ist sicherlich daran beteiligt. Mein Lehnsherr, Garron, wird uns pers?nlich ¨¹ber unsere Erkenntnisse berichten." sagte Lord Rodvan von dort aus, wo er stand. Kaideon trat vor und legte seine Hand auf den Griff seines Schwertes. Er sprach keine Worte, aber seine Absicht war deutlich zu erkennen. "Die Festung ist schon viel zunge ruhig, viele haben ihren tz vergessen und wir m¨¹ssen sie daran erinnern!" "Dass die Welt den Bestien von Asvar geh?rt! Dies ist die Drachendynastie, und sie wird es bis zum Ende der Tage sein!" Lord Imagor knurrte, als er ebenfalls vor K?nig Jian trat. "Feuer und Blut, Bruder. Gew?hre mir die Ehre, den Angriff anzuf¨¹hren." sagte Lord Imagor und lie? sich auf ein Knie nieder. "Als Erstes m¨¹ssen wir die Adamantium-Minen ausfindig machen. Kaideon, Lodenworth und das vierte Geschwader ... findet sie und macht sie zu Asche!" "Was den Zwergenk?nig betrifft, so k?nnt ihr mit ihm verfahren, wie ihr es f¨¹r richtig haltet." befahl K?nig Jian. "Auf Raurons und Mauldrays Bericht hin machen wir uns auf den Weg zu den Futterrillen. Cassian, Rodvan und die dritte Schwadron ... mit mir." K?nig Jian fuhr fort. "Mein Lehnsherr wird pers?nlich mitgehen?" fragte Kirgan. "Ich m?chte diese Bestie mit eigenen Augen sehen. Kirgan und das zweite Geschwader verst?rken die Sicherheit um den Bergfried. Das erste, f¨¹nfte und siebte Geschwader ¨¹bernimmt die Zitadelle. Verschieben Sie die Flugpatrouillen und ?ndern Sie die Flugrouten." "Von diesem Moment an ... werde ich von allem, was in Keep Skies geschieht, in dem Moment erfahren, in dem es geschieht ... und keinen Augenblick sp?ter." stellte K?nig Jian r. Chapter 263: Ausgel?ste Erinnerungen (Kap.263)

Chapter 263: Ausgel?ste Erinnerungen (Kap.263)

K?nig Jian sa?nge nach Abgang seiner Untergebenen in seinem Thronsaal. Seine Augen waren in Meditation geschlossen, seinen Kopf st¨¹tzte er an seine geschlossene Faust. Er konnte vom Thron aus vernehmen, was in den nahegelegenen Ebenen der Festung geschah, w?hrend die Drachenherrscher und Drachenw?chter versammelt wurden, um die Befehle des Drachenk?nigs auszuf¨¹hren. Es w¨¹rde nun nicht mehrnge dauern, Jian wusste, dass sein Drachen ihm die Antworten geben w¨¹rden, die er suchte. Und dar¨¹ber hinaus wusste er auch, dass die Drachen immer siegen w¨¹rden. Die Welt wusste es auch, und doch wagten sie es immer wieder, sich gegen die Drachen zu stellen. Die Zwerge... das schwarze Netzwerk, und der Verlust des Kontakts mit Fort zed, es war ein Ungl¨¹ck nach dem anderen. Der jahrzehntnge Frieden in der Festung war in Gefahr, aber Bedrohungen waren f¨¹r die Bestien von Asvar nichts Neues. Jian wusste, er w¨¹rde sich bald um sie k¨¹mmern m¨¹ssen. Er hoffte, ein weiteres Blutbad vermeiden zu k?nnen, aber mit jedem Tag war rer, dass es unvermeidlich war. Unbewusst wanderte Jians Hand zu seiner unteren Bauchregion, wo die Kennzeichnung seiner Verbindung mit der K?nigswacheg - genau die Stelle, an der er fr¨¹her am Tag Menarx¡¯ Schmerz gesp¨¹rt hatte. Er konnte sich noch an die Panik erinnern, besonders in dem Moment, als die Glocken zu l?uten begannen... jene Glocken, die Erinnerungen an die Vergangenheit weckten. Er erinnerte sich an eine Zeit als die Welt noch jung und unentdeckt war, an eine Zeit, als das Schicksal seines Volkes nicht auf seinen Schultern, sondern auf denen desjenigenstete, den er einst f¨¹r w¨¹rdiger als sich selbst hielt. ~~~~~~~~~~~ Die traurige Melodie der Totenglocken hallte durch die Drachenfestung, sie erinnerte st?ndig an den Tod des gro?en Drachenk?nigs Agardan, dem Bezwinger. Es war der dritte Monat der Trauerzeit und diese sollte eigentlich schon vorbei sein. Doch niemand konnte sich dazu aufraffen, die offizielle Erkl?rung abzugeben. Keiner konnte es wagen, die Worte auszusprechen, mit denen die Drachen dazu aufgefordert wurden, von einem K?nig Abschied zu nehmen, der ihnen ihre Freiheit und eine grandiose Dynastie geschenkt hatte. Innerhalb der Festung trauerten die Drachenherren alle auf ihre Weise, doch keiner litt so sehr wie die beiden Prinzen Asrig und Jian. "Mein Lehenherr," begr¨¹?te Jian seinen Bruder in ged?mpftem Ton, als er dessen Gemach betrat und verneigte sich. Jian hatte sich vernachl?ssigt; er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal auf sein Aussehen geachtet hatte. Jian wollte sich nur in eine H?hle zur¨¹ckziehen, einen Ort, an dem kein Licht eindrang und die Welt still stand. Ein Ort, an dem Jian in seinem Schmerz und seiner Verzweiflung schwelgen konnte. Und das hatte Jian in den letzten drei Monaten getan, aber an diesem Tag war er gekommen, weil er wusste, dass jemand ihn brauchen w¨¹rde. "Bruder ... da bist du ja," best?tigte Drachenk?nig Asrig, als er ¨¹ber seine Schulter blickte und die Stirn runzelte. "Vergiss diese Formalit?ten, Jian...nicht heute..." entgee Asrig und holte tief Luft. "Morgen wirst du gekr?nt werden, Asrig. So muss es sein..." erinnerte Jian, als er neben seinem Bruder trat, der vom Balkon hinabschaute. "Die Zeit ist noch nicht gekommen...ich ertrage es heute nicht..." antwortete Asrig kopfsch¨¹ttelnd. "Der Rat ist besorgt, du hast noch keinen Befehl gegeben..." nach einem Moment der Stille sprach Jian erneut. "Haben sie dich aufgesucht?" fragte Asrig und sah Jian fl¨¹chtig an, bevor er mit mirthlosem Lachen den Blick abwandte. "Mein zuk¨¹nftiger Rat bringt zuerst seine Sorgen vor dich... vielleicht solltest du K?nig sein, du hast sicher die richtige Schuppenfarbe." stellte Asrig fest. "Treib keine Sp??e, Asrig. Vater hat dir seinen Thron und seine Dynastie hintessen, und es gibt niemanden, der geeier w?re. Die Farbe deiner Schuppen ?ndert daran nichts." erwiderte Jian entschlossen und legte Asrig eine Hand auf die Schulter. "Jian...ich f¨¹rchte, sie erwarten zu viel von mir. Vater war ein so gro?er Mann, wie soll ich sein Erbe weiterf¨¹hren?" fl¨¹sterte Asrig. "Dein Erbe...dein Erbe, Asrig. Deine Geschichte muss nicht so sein wie die deines Vaters. Du bist Asrig...und das braucht die Festung." erinnerte Jian. "Ich werde dich jetzt deinen Gedanken ¨¹bessen, mein Lehensherr." sagte Jian, als er sich auf den Weg nach drau?en machte, doch Asrigs Worte hielten ihn auf. "Jian, im Morgengrauen bin ich der m?chtigste Drache unter uns... und ein K?nig bittet nie." "Deshalb werde ich heute meine Bitte aussprechen...wenn ich jemals den falschen Weg einscge, versprich mir...dass du mich t?ten wirst." fragte Asrig im Fl¨¹sterton. Jian sah seinen Bruder einen Momentng an, bevor er leisechte. "Es ist ok, nerv?s und unsicher zu sein, Asrig. Aber sei dir sicher, du wirst es schaffen... ich wei? es." versicherte Jian. "Gut...teile meinen Befehl mit. Die Glocken... d¨¹rfen nun ruhen." antwortete Asrig und schenkte Jian ein L?cheln, bevor er wieder mit seinem ziellosen Blick vom Balkon starte. Jians Blick verweilte einen Moment auf seinem Bruder, ein ungutes Gef¨¹hl in seinem Herzen, bevor er sich auf den Weg hinaus machte. "Auf Befehl des Drachenk?nigs Asrig sollen die Glocken zum Schweigen gebracht werden..." verk¨¹ndete Jian dem Rat, obwohl Asrigs Worte schwer auf seinem Herzensteten. ~~~~~~~~~ "Mein Liege." Die Stimme von Lord Rodrick unterbrach Jians Gedanken. Jian brummte als Antwort auf Lord Rodricks Ankunft. "Ich habe mich wie von dir beauftragt um Lady Neveah gek¨¹mmert. Meister Maloway hat die Botschaft sicher verstanden...und Lady Neveah hat sie offensichtlich nicht gesch?tzt." berichtete Lord Rodrick. Jians Augen tterten auf und er warf Lord Rodrick einen Blick zu. "Erz?hl es mir." bat Jian. "Die Drachenwachen berichten von einem Angriff eines ?u?erst w¨¹tenden, gro?en Wolfes" antwortete Lord Rodrick. "Oh...?" murmelte Jian, seine dunklen Erinnerungen fl¨¹chteten, seine Lippen zuckten kaum merklich. Chapter 264: Garron’s Bericht (Kap.264)

Chapter 264: Garron¡¯s Bericht (Kap.264)

"Mein Lehnsherr?" rief Lord Rodrick unsicher, als Jian nichts mehr zu dem Thema sagte. Lord Rodrick f¨¹hlte sich ziemlich beunruhigt wegen Neveah, obwohl er nicht viel mit dem M?dchen zu tun hatte, betrachtete Davina sie als eine gute Freundin und so konnte Lord Rodrick seine Besorgnis nicht verbergen. Der Drachenk?nig war keiner, der ohne Grund eine Entscheidung traf, und Rodrick war sich nicht sicher, warum Jian beschlossen hatte, Neveah zu Meister Maloway zu schicken. Es war untypisch f¨¹r Jian, sich so sehr um die Angelegenheiten eines anderen zu k¨¹mmern, und da er wusste, wie wichtig Neveah sowohl f¨¹r Lord Xenon als auch f¨¹r Lord Menarx war, Lord Rodrick bef¨¹rchtete, dass Jian sich die Missbilligung seiner Br¨¹der zuziehen w¨¹rde. Jian blickte einen Momentng zu Lord Rodrick hin¨¹ber und starrte ihn mit leerem Blick an. Als er merkte, dass das alles war, was Jian zu erwidern hatte, wechselte Lord Rodrick das Thema. "Ah ... die D¨¹nendrachen warten in Eurem Arbeitszimmer, mein Lehnsherr. Ich ube, Lord Garron hat einige Dinge zu berichten." "Lord Kirgan ist gleich drau?en." teilte Lord Rodrick mit. Jian brummte als Antwort, als er aufstand und an Lord Rodrick vorbeischritt, der ihm folgte. Als er aus dem Thronsaal trat, senkte Kirgan, der die ganze Zeit gewartet hatte, den Kopf und verbeugte sich. "Eure Gedanken sind also gekl?rt?" fragte Kirgan. "W?hrend du vor meinem Thronsaal auf und ab gehst? Ich ube nicht." Jian antwortete mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Cassian und Imagor haben Aufgaben zu erledigen, und deine sind sogar noch gr??er ... wir k?nnen dich nicht ganz alleinssen." verteidigte sich Kirgan. "Ich bin zutiefst ger¨¹hrt, Bruder." erwiderte Jian in seinem charakteristischen Monoton und Kirgan kicherte als Antwort. Jian ging weiter den Flur enng, Kirgan an seiner Seite. "Der Trollgolem ... wie konnte er ¨¹berhaupt so weit kommen? Es ist erst etwas mehr als einen halben Monat her, dass wir die Nachricht von Kaideon erhalten haben, dass die Wei?en D¨¹nen an der n?rdlichen Grenze liegen." "Abgesehen von der Flucht, wie konnte eine Bestie von so gro?er Gr??e so schnell nach Keep Skies kommen? Ohne von der Flugpatrouille entdeckt zu werden?" "Eine Bestie, die weder Fl¨¹gel noch einen eigenen Verstand hat ... das ergibt einfach keinen Sinn." sagte Kirgan mit einem Kopfsch¨¹tteln Alle Drachenf¨¹rsten hatten sich dar¨¹ber Gedanken gemacht, aber niemand hatte es offen ausgesprochen, weil es nicht n?tig war. Wenn eines r war, dann die Tatsache, dass ein gr??eres Komplott und eine gr??ere Macht hinter dem Trollgolem steckte. "Vielleicht werden die Bem¨¹hungen der D¨¹nendrachen etwas Licht ins Dunkel bringen." sagte Lord Rodrick mit einem Seufzer. Es war Wochen her, dass die D¨¹nendrachen in Dragon Keep angekommen waren, und sie hatten in diesen Tagen pflichtbewusst die verborgenen Archive von Dragon Keep durchforstet. In den verborgenen Archiven befand sich die gr??te Sammlung von Aufzeichnungen aus den Jahrhunderten vor dem Aufstand, es gab Tausende von B?nden zu durchsuchen, und so reichten selbst diese letzten Wochen nicht ann?hernd aus. "Wenn mehr hinter der Bestie steckt, werden die Archive es verraten. Diese Aufzeichnungen ¨¹ber die dunklen K¨¹nste m¨¹ssen etwas enthalten. Wenn ¨¹berhaupt, m¨¹ssen wir wissen, woher es kommt, am wenigsten ...." sagte Kirgan mit einem Kopfsch¨¹tteln. Vor dem Aufstand war die dunkle Zauberei weit verbreitet, und genau deshalb wurden diese historischen Aufzeichnungen, die von solch einem ¨¹bel berichteten, verp?nt und weggesperrt. "Kaideons Urteilsverm?gen hat uns noch nie entt?uscht. Wenn er darauf besteht, dass die Antworten, die wir suchen, in diesen Aufzeichnungen zu finden sind, dann wird es so sein." murmelte Jian als Antwort. "Bedeutet das, dass die Bestie wirklich mit dem verbotenen Schattensumpf in Verbindung steht? Mein Lehnsherr hat w?hrend des Konzils nichts dar¨¹ber gesagt, aber du denkst das Gleiche?" fragte Kirgan beunruhigt. Jian antwortete nicht, er musste sich erst noch eine eigene Meinung bilden, aber Jian vertraute auf das Urteil seines D¨¹nenherrn. Ein Golem war eine Kreatur der dunklen Magie, jeder Zauberer, der m?chtig genug war, konnte den Zauber wirken, aber ein Trollgolem war eine Seltenheit. Das reichte zwar nicht aus, um ihn mit dem l?ngst vergessenen Reich in Verbindung zu bringen, aber jede Sorge, die der D¨¹nenf¨¹rst ?u?erte, konnte nicht als selbstverst?ndlich angesehen werden. Jian w¨¹rde keinen Raum f¨¹r Zweifelssen, irgendetwas stimmte nicht und er wollte wissen, was es war. "Noch einmal, Kaideon hat sich noch nie geirrt ... das wissen wir bereits." erwiderte Jian schlie?lich. Jian hatte vollst?ndigen Zugang zu den verborgenen Archiven gew?hrt, aber er wusste, dass die D¨¹nendrachen Zeit brauchen w¨¹rden, um in den B?nden, in denen die Ereignisse des verbotenen Schattensumpfes aufgezeic waren, einige n¨¹tzliche Informationen zu finden. Gleichzeitig hoffte Jian, dass ihre Bedenken unangebracht waren. "Die vierte Schwadron?" fragte Jian, w?hrend er weiterging. "Lodenworth hat Sp?her losgeschickt, um die Adamantium-Minen aufzusp¨¹ren. Das vierte Geschwader ist in Bereitschaft." antwortete Kirgan. "Wenn die Zwerge mit dem heimlichen Abbau des Erzes begonnen haben, werden sie die Minen gut versteckt haben. Sie m¨¹ssen eine gr¨¹ndliche Suche durchf¨¹hren." wies Jian an. Kirgan nickte als Antwort, als sie Jians Arbeitszimmer erreichten. "Mein Lehnsherr." Die D¨¹nendrachen gr¨¹?ten unisono. Jian ging zu seinem Schreibtisch hin¨¹ber und setzte sich, bevor er den D¨¹nen-Drachen gestikulierend bedeutete, tz zu nehmen. "Diese Aufzeichnungen enthalten die schrecklichsten Details ... verzeiht die Zeit, die wir gebraucht haben, um Euch einen Bericht zu bringen." Rodvan entschuldigte sich zuerst. "Das wei? ich... mein Vater hatte einst angeor, dass sie genau zu diesem Zweck zerst?rt werden." erwiderte Jian mit einem Nicken. "Ich habe einen Bericht verfasst, wie es mir aufgetragen wurde, aber es gibt etwas, das ich euch pers?nlich sagen muss." begann Garron, als er den Bericht vor Jian hinlegte. "Alle Aufzeichnungen ¨¹ber diesen verfluchten Ort wurden in den versteckten Archiven aufbewahrt, und in diesen Wochen ist mir ein beunruhigender Faktor aufgefallen..." sagte Garron und brach f¨¹r einen Moment ab. "Was ist es?" fragte Kirgan mit einem Stirnrunzeln. "Der fehlende Inhalt, mein Lehnsherr. In vielen, wenn nicht allen B?nden fehlen die wichtigsten Aufzeichnungen." verriet Garron in einem grimmigen Ton. "Wenn mein Lehnsherr mit uns in die verborgenen Archive hinabsteigen will, gibt es Dinge, die nur gezeigt und nicht gesagt werden k?nnen." fuhr Garron fort. Jian warf einen Blick auf den schweigenden Kaideon, der zustimmend nickte. "Nun gut, geh voran..." sagte Jian. Chapter 265: Die Reiterakademie (Kap.265)

Chapter 265: Die Reiterakademie (Kap.265)

"Der Saal der Geschichte! Sofort!" hatte Meister Maloway w¨¹tend befohlen, bevor er wutentbrannt davonst¨¹rmte... ein am¨¹santer Anblick, wenn man bedenkt, dass sein Gehstock seine einzige St¨¹tze war. Neveahs Ausbruch hatte eine Menschenmenge von Reitern und Drachenw?chtern angelockt, die versuchten, Neveah zu b?ndigen. Nicht, dass sie Erfolg gehabt h?tten ¨C Neveah hatte nur aufgeh?rt, weil Menarx ihr in den Sinn kam. Sonst h?tte es mehr als nur ein paar Drachenw?chter gebraucht, um sie zu bezwingen. Meister Maloways Befehl, sie in die Halle der Geschichte zu begleiten, war das einzige, was Neveah in ihrer Rage wirklich wahrgenommen hatte. Alle anderen Worte ¨C gleich ob sie der Argumentation dienten oder einen Tadel darstellten - waren ungeh?rt verhallt. Und nun, nichtnge nach diesem Befehl, schritt Neveahngsam den Gang hinunter, begleitet von vier Reitern und zwei Drachenw?chtern, die sie zum ersten Turm f¨¹hrten. Es ¨¹berraschte nicht, dass unter den vier Reitern, die Neveah eskortieren sollten, zwei waren, die sie bereits kannte: Elina und Fiona. "Neveah! Neveah!" rief Elina ihr immer wieder zu und wurde doch st?ndig ignoriert. Neveahs Blick war leer. Sie setzte einen Fu? vor den anderen, w?hrend ihr Wolf unruhig auf und ab ging und vor Wut strotzte. Es war f¨¹r Neveah eine Herausforderung, ihren Wolf zu z?hmen. Sie hatte keine Energie, sich auch noch um die Meinungen irgendwelcher Reiter zu k¨¹mmern. Fiona und die anderen Reiter verhielten sich die ganze Zeit ¨¹ber still, Fiona insbesondere, die gerade eine Kopfverletzung verarztete und wahrscheinlich immer noch unter dem Schock stand, dass Neveah ihr bei Bedarf mit Leichtigkeit den Kopf h?tte abrei?en k?nnen. Neveah fragte sich, was die Reiter f¨¹r ein Bild von einem Wolfswandler hatten, wenn nicht das einer Bestie, die sich in einen Menschen verwandelt. ?hnlich wie die Drachenwandler. "El... Ich denke, du solltest sie in Ruhessen." warnte einer der Reiter, den Neveah nicht kannte. Nun strahlten die Reiter eine distanzierte Vorsicht aus, die Neveah viel besser gefiel als die arrogante Haltung, die sie noch vor kurzem an den Tag gelegt hatten. "Neveah! Ich wei?, dass du mich h?rst, mich zu ignorieren ist kindisch!" rief Elina erneut und streckte eine Hand nach Neveahs Schulter aus. Neveah hielt inne, sah Elina an und knurrte warnend. Erschrocken zog Elina ihre Hand zur¨¹ck. "Du machst mir keine Angst, steck deine Eckz?hne weg." erkl?rte sie ruhig. Neveah sah Elina einen Momentng an, knurrte leise, schloss die Augen und als sie sie wieder ?fe, waren ihre Augen wieder normal. "Das wei? ich." erwiderte Neveah, die Augen rollend. Elinas Blick verengte sich leicht bei Neveahs Antwort. "Was habe ich dir gesagt, als du Meister Maloway beleidigt hast?!" fauchte Elina, jetzt, da sie Neveahs Aufmerksamkeit hatte. "Dass es etwas war, das ich nicht tun wollte." antwortete Neveah ausdruckslos und setzte ihren Weg fort. "Und... was hast du ein paar Minuten sp?ter gemacht?" fragte Elina. "Ich habe ihn beleidigt." antwortete Neveah l?ssig mit den Schultern zuckend. "Du verstehst nicht, wie schwerwiegend dein Handeln ist, oder? Du hast Meister Maloway bedroht." betonte Elina kopfsch¨¹ttelnd. "Wenn ich gewollt h?tte, dass er tot ist, w?re er es auch. Genauso wie jeder andere." erwiderte Neveah ruhig. "Du ubst wirklich, du k?nntest gegen die Drachenw?chter bestehen?" fragte Elina sp?ttisch. "Ich ube, wenn ich gehen wollte... w¨¹rde ich es tun, oder beim Versuch sterben." stellte Neveah r. Elina sch¨¹ttelte resigniert den Kopf, da sie erkannte, dass sie nicht zu Neveah durchdringen konnte. "Dann besteht also keine Hoffnung, dich zu ¨¹berzeugen, um seine Vergebung zu bitten?" fragte Elina. "Gar keine." stimmte Neveah ruhig zu. "Ich pers?nlich fand es urkomisch, ich habe Meister Maloway noch nie so w¨¹tend gesehen... obwohl, jetzt, wo ich dar¨¹ber nachdenke, ist das wahrscheinlich kein gutes Ergebnis f¨¹r dich. ¨¹brigens, ich bin Janice." sagte eine der ihnen unbekannten Reiterinnen. Sie trug ein dunkelviolettes Reiterkleid mit silbernen Stickereien, ?hnlich dem von Neveah, obwohl Neveahs Anzug viel exquisiter war. "Reiterin von Lord Veron aus der zweiten Schwadron. Leider... noch in der Ausbildung." f¨¹gte Janice hinzu. "Hmmm." war alles, was Neveah dazu sagte. "Janice, ermutige diesen Unsinn nicht." warnte Elina. "Ich w¨¹rde gerne eine Vorstellung haben, obwohl jeder schon wei?, wer du bist." fuhr Janice fort und ignorierte Elinas Tadel. Elina seufzte genervt und Neveah ¨¹berlegte einen Moment, bevor sie antwortete. "Ich bin Neveah." murmelte Neveah leise, aber Janice starrte sie immer noch erwartungsvoll an. "Die Reiterin von Lord Menarx aus der k?niglichen Garde." f¨¹gte Neveah hinzu und wusste, dass Janice das von ihr erwartete. "Die Herrin der Rubin-Schuppen... dein berechtigter Titel unter uns Reitern und im Rat ist ¡¯Ihre Eminenz¡¯. Die k?nigliche Garde sind die Br¨¹der unseres Herren, daher sind sie K?nige. Wir alle sollten uns zur Begr¨¹?ung verbeugen und so weiter." informierte Janice. "Du solltest lernen, den Mund zu halten, Janice." murmelte Fiona. "Warum? Damit du dich gegen¨¹ber deinen Vorgesetzten ¨¹berheblich benehmen kannst? Ich habe von deinem Auftritt heute geh?rt, w?hrend du in Gegenwart von Lord Menarx nie stehen konntest, ohne zu zittern." konterte Janice. Fiona hatte keine Worte, um Janices Aussage zu widerlegen, also murrte sie leise und sagte nichts weiter. "Beachte sie nicht, meistens haben neue Reiter auf Distanz zu halten. Es ist nicht leicht f¨¹r uns Reiter, so leicht zu binden, wie unsere Herrscherdrachen es tun. Sie sind ein n... eine Familie, w?hrend wir alle zu verschieden sind. Unterschiedliche Arten, unterschiedliche Werte, wir m¨¹ssen lernen, unsere Unterschiede zu ¨¹berwinden, und das ist ein zentrales Ziel der Akademie." erkl?rte Janice. "In Anbetracht deines Titels, wie es bei den Lorddrachen der Fall ist, ist in der Akademie niemand ¨¹ber oder unter dem anderen." f¨¹gte Elina hinzu. "Ich kenne meinen Titel... ich wei? auch, dass ich ihn mir verdienen muss. Ich werde nichts erwarten, bis ich es getan habe." erwiderte Neveah, als sie eine weitere Wende in den Gang machten. "War es der Zettel, der dich so ver?rgert hat?" fragte Elina nach einem Moment der Stille. Chapter 266: Wanderschaft (Kap.266)

Chapter 266: Wanderschaft (Kap.266)

Neveah warf Elina einen ausdruckslosen Blick zu. Nun konnte sie verstehen, warum Elina¡¯s Haltung sich nach dem Lesen der Notiz ver?ndert hatte. Neveah sch?tzte, dass es f¨¹r alle schien, als w¨¹rde sie auf ein Scheitern hingearbeitet werden, wenn sie die Pr¨¹fung der W¨¹rdigkeit mit nur einem Tag an der Akademie und ohne jeglichen Kenntnissen bew?ltigen m¨¹sste. Neveah vermutete, dass es nur eine List war, um sie zu zwingen, Menarx aufzugeben, weil er es selbst nicht tun w¨¹rde. Sie wusste nicht ganz sicher, was der Drachenk?nig zu gewinnen hatte, wenn sie Menarx loslie?, aber es war r, dass er v?llig gegen ihre Bindung war. "Ein weiterer Grund, warum wir es tun m¨¹ssen." dachte Neveahs Wolf, immer noch aufgebracht. Ein kleines L?cheln bildete sich auf Neveahs Lippen. Sie stimmte den Gedanken ihres Wolfs voll und ganz zu. Der Drachenk?nig hatte sie nach Belieben aus dem Domain der Finsternis entf¨¹hrt, sie Xenon als eine Art Trostpreis nach Belieben gegeben und sie dann nochmals nach seinem eigenen Willen von Xenon weggebracht. Es reichte Neveah, den Drachenk?nig seinen Willen durchsetzen zussen... Die Auseinandersetzung mit dem Schicksal war schon genug, sie wollte keinen K?nig die Rolle des "Sch?pfers" in ihrem Leben spielenssen. "Was macht das schon aus?" antwortete Neveah mit einer eigenen Frage, w?hrend sie an den majest?tischen Doppelt¨¹ren ankamen, die den Eingang zur Halle der Geschichte bildeten. "Ihr solltet die Entscheidung von Meister Maloway im Pavillon drau?en abwarten, und nicht herumwandern." riet Elina, als sie die T¨¹ren ?fen. Neveah betrat die Halle alleine und die T¨¹r wurde hinter ihr geschlossen. Sie nahm dies jedoch kaum war, da ihre Aufmerksamkeit von dem Ort gefesselt war, der in der Reiterakademie als die Halle der Geschichte bekannt war. Vor ihren Augeng ein wundersch?ner Innenhof. Sobald sie die T¨¹rschwelle ¨¹berschritten hatte, stand sie auf einem gepsterten Pfad. Eine kalte Aura ging von dem Pfad aus und Neveah vermutete, dass er aus dem gleichen Stein gebaut war wie die W?nde der Drachenfestung. Der gepsterte Weg war genau breit genug f¨¹r drei nebeneinanderufende Personen und erstreckte sich bis zur Mitte des Innenhofes, wo er sich in drei verschiedene Wege teilte, die zu drei verschiedenen Eing?ngen f¨¹hrten. Von der T¨¹r, durch die Neveah gekommen war, gab es eine Verl?ngerung ganz links, die viel breiter war und unter dem ein Pavillon errichtet worden war. Darin befand sich eine aus Stein gehauene Sitzgruppe. An beiden Seiten des gepsterten Weges befanden sich gepflegte Rasenfl?chen und Zwergb?ume, die nur bis zu Neveahs Knien reichten. Der Innenhof war elegant, da kein Wert auf Ornamente oder Dekorationen gelegt wurde. Es war einfach ein ordentlicher und erfrischender Anblick. Als Neveah von der Halle der Geschichte h?rte, hatte sie bestimmt nicht erwartet, in einen Innenhof im ersten Turm zu treten, und sie warf der T¨¹r einen verstohlenen Blick zu. Neugierig, wohin der gepsterte Weg f¨¹hren k?nnte, folgte Neveah dem Pfad, bis sie an die Stelle kam, an der er sich zu drei unterschiedlichen Pfaden trennte. Sie blickte zwischen den dreien hin und her, bevor sie sich f¨¹r den mittleren Pfad entschied. Es dauerte nur einen kurzen Spaziergang, bis sie am Eingang einer der drei S?le ankam. Sie stieg auf die Schwelle und ?fe die T¨¹r, und war ¨¹berrascht, wie leicht sie sich ?ffnen lie?. "Ich denke, wir sollten im Pavillon warten... und nicht herumwandern." dachte Neveah¡¯s Wolf. "Ich wei? das." murmelte Neveah als Antwort und betrat den Saal, bevor sie die T¨¹r hinter sich zuzog. Neveahs Blick wanderte durch den Saal, der Halle der Geschichte, wie sich herausstellte, war ein Saal, der den verstorbenen Kreaturen von Asvar gewidmet war. Rund um den Saal hingen gro?e Gem?lde vor Alt?ren, jedes zeigte einen Drachen im Flug. Die Drachen hatten alle m?glichen Farbt?ne von Schuppen, und es waren etwa zwei Dutzend. Auf jedem Gem?lde war ein Mann abgebildet, der neben dem Drachen stand, gekleidet in Gew?nder desselben Farbtons wie die Schuppen des Drachens. "Ihre Reiter?" dachte Neveahs Wolf. Neveah n?herte sich dem n?chstgelegenen Gem?lde und betrachtete es genau, um zu sehen, ob es so war, wie ihr Wolf gesagt hatte. Es war ein Drache mit Schuppen in einem Schatten von Meergr¨¹n, hell und reflektierend das Sonnenlicht. Es war so gut dargestellt, dass es f¨¹r Neveah so aussah, als ob sie einen lebendigen Drachen anstarrte, und der Drache w¨¹rde jeden Moment aus dem Gem?lde herausfliegen. Da war dann noch der Mann, der zur Seite gezogen wurde. Er stand k?niglich da, mit einem Arm auf dem R¨¹cken und der andere auf dem Schwertgriff an seiner H¨¹fte. Seine Roben hatten die exakte Farbe des Drachenschuppens, ebenso seine Augen. Seine Haare waren ein tiefes Karamellbraun, sauber geschnitten, und auf seinen Lippeng ein verschmitztes L?cheln. "Es sieht so echt aus..." staunte Neveah und war versucht, das Gem?lde zu ber¨¹hren, entschied sich jedoch dagegen. Es war die geehrte Erinnerung an einen Drachenlord, und Neveah wusste, dass es nicht ihr tz war, ¨¹berhaupt hier zu sein, geschweige denn etwas zu ber¨¹hren. Als sie das Gem?lde genau betrachtete, hatte Neveah das seltsame Gef¨¹hl der Gewissheit, dass sie die gleiche Person anstarrte... sowohl Mensch als auch Drache. Sie waren zwei verschiedene Wesen, aber in Neveahs Augen waren sie beide perfekt identisch, man konnte das eine nicht vom anderen unterschieden. "Nein ... es ist die gleiche Person, in beiden Formen..." sagte Neveah mit Bestimmtheit, w?hrend sie sich schnell zur¨¹ckzog. "Wir sollten nicht hier sein." entschied Neveah, als sie sich anschickte zu gehen, aber dann fiel ihr Blick auf ein vertrautes Gesicht. "Menarx?" fragte Neveah ¨¹berrascht, als sie zu dem Gem?lde ging, das einen Drachen mit ssuen Schuppen zeigte, ganz anders als Menarx¡¯s feuriges Rot. Aber an der Seite des Drachens stand ein Mann, der Menarx¡¯s genaues Ebenbild war. Chapter 267: Unausgesprochene Worte (Kap.267)

Chapter 267: Unausgesprochene Worte (Kap.267)

"Diese ?hnlichkeit ist unheimlich," dachte Neveahs Wolf zu ihr und Neveah nickte zustimmend. "Sicherlich... das muss Narx` Vater sein, ¨¹ber den er so liebevoll gesprochen hat," erwiderte Neveah an ihren Wolf und richtete den Blick auf das Altar. "Besch¨¹tzer des Nordens..."s Neveah die in das Altar eingravierten Worte. Es best?tigte, dass es sich wirklich um den ersten Besch¨¹tzer des Nordens handelte, den Lord von North¡¯s End und Menarx` Vater. Alles, was Menarx ¨¹ber seinen Vater erz?hlt hatte, kam Neveah wieder in den Sinn. Neveah senkte ihren Kopf in einer Verbeugung und verhielt einen Moment in Ehrfurcht, bevor sie ihren Blick wieder hob. "Ich bin Neveah, wir wurden noch nicht offiziell vorgestellt... Dieses Treffen habe ich mir so nicht vorgestellt," murmelte Neveah mit einem verlegenen Lachen. Es kam Neveah albern vor, doch w?hrend sie auf das Altar von Menarx` Vater starrte, f¨¹hlte sie pl?tzlich den Drang ihre Anwesenheit hier zu erkl?ren. "Narx hat viel ¨¹ber dich gesprochen... so viel, dass ich neugierig wurde. Wer h?tte gedacht, dass ich in diese Halle stolpern w¨¹rde, w?hrend ich auf meine Strafe warte? Das ist ziemlich peinlich," fuhr Neveah mit einem Seufzer fort. "Es gibt so viele Dinge, die schwer auf meinem Herzen liegen... Dinge, die ich niemandem erz?hlen kann, aber in diesem Moment versp¨¹re ich das Bed¨¹rfnis, etwas zu sagen... irgendwas." "In den vergangenen Tagen habe ich das Gef¨¹hl, dass ich meine Rolle als Reiterin deines Sohnes nicht gut genug wahrnehme. Narx wurde verletzt und ich ube nicht, dass ich bisher einen guten Eindruck in der Akademie hintessen habe," fl¨¹sterte Neveah leise und setzte sich auf den polierten Holzboden. Neveah hatte gehofft, Menarx` Namen nicht zu besudeln, doch das genaue Gegenteil schien eingetreten zu sein. Und was noch schlimmer war: Sie empfand nicht einmal Bedauern. Denn sie wusste, wenn sie die Zeit bis vor einer Stunde zur¨¹ckdrehen k?nnte, w¨¹rde sie immer noch genau das Gleiche tun. Sie w¨¹rde immer noch jedem zeigen, dass sie keine Macht ist, mit der man nach Belieben umgehen konnte... Nicht irgendein Meister und schon gar nicht der Drachenk?nig. "Das ist einfach wer ich bin... Wer ich entschieden habe zu sein. Mein ganzes Lebenng wurde ich zum Schweigen gebracht... So kann und will ich nicht mehr leben." "Jeder von mir erwartet, dass ich in ein Bild passe, was sie in ihrem Kopf erschaffen haben... Aber es war eine Zeit, in der ich das tat. Ich war die zur¨¹ckhaltende, f¨¹gsame Prinzessin des Eclipse Domains," sagte Neveah und lie? ein freudloses Kichern entweichen. "Unter den Anweisungen meines Vater habe ich ein Pers?nlichkeit gespielt, die nie ich selbst h?tte sein k?nnen, w?hrend ich auf den Tag wartete, an dem er ein zufriedenstellendes Angebot finden w¨¹rde, um mich zu verkaufen. Und er hat es getan, weil ich hier bin..." "Nennst du eine Frau meine Mutter, die lieber meinen Tod sehen w¨¹rde? Sie nutzte jede Gelegenheit um mich zu vergiften, sodass ich weder essen noch trinken konnte, ohne um mein Leben zu f¨¹rchten..." Neveah erschauderte sichtbar bei der Erinnerung. "Und dann war da noch mein Bruder, der Spa? daran hatte, mich zu qu?len. Er erfreute sich an jeder Peitschenstriemen, die er auf meiner Haut hinterlie?, weil es ihn auf krankhafte Weise das Gef¨¹hl gab, Macht ¨¹ber mich zu haben..." Neveah brach ab. ¡¯Er war auch mein Gef?hrte... ist mein Gef?hrte, der Mann, mit dem mich das Schicksal in einem sch?ndlichen Band verbunden hat,¡¯ Neveah beendete in Gedanken, weil sie diese Worte niemalsut aussprechen w¨¹rde. "Mein ganzes Rudel, sah in mir eine Schande, weil ihr Alpha-K?nig seine Triebe nicht zur¨¹ckhalten konnte und ein uneheliches Kind gezeugt hat... mich," schluckte Neveah einen zittrigen Atemzug ein. Seit ihrer Ankunft in Dragon Keep hatte sie diese Worte noch nie zu jemandem gesagt... andere Worte wie diese hatte sie auch nie gesagt. "Das war mein Leben. Ein hilflosen, geschmackloses Dasein, aber das war meine Realit?t... siebzehn Jahreng." "Ich will das nicht mehr f¨¹r mich. Mein Leben soll von hier an nicht mehr von anderen oder vom Schicksal bestimmt werden. Ich m?chte nicht mehr manipuliert werden oder mich dem Willen eines anderen unterwerfen... Ich will es einfach nicht," sagte Neveah fest. "Ich habe zu viel durchgemacht, um das Risiko einzugehen, denselben Weg zu gehen, der mich ins Unheil gef¨¹hrt hat." "Wei?t du was... vielleicht habt ihr alle recht. Vielleicht sollte ich hier aufgeben, bevor es zu dem Punkt kommt, an dem jemand verletzt wird." "Ich k?nnte einfach gehen...da Menarx und Xenon beide unp?sslich sind, k?nnte mich niemand aufhalten..." dachte Neveahut und sch¨¹ttelte den Kopf. Sie sah hoch zum Portrait und hatte pl?tzlich das Gef¨¹hl, dass der Blick von Menarx` Vater vorwurfsvoll war und korrigierte schnell ihre Wortwahl. "Verstehen Sie mich nicht falsch, ich nehme Ihren Sohn nicht als selbstverst?ndlich... das k?nnte ich einfach nicht. Nach meiner Meinung sch?tze ich ihn zu sehr und deswegen habe ich selbst diese Zweifel." "Ihr Sohn ist kostbar... zu kostbar, als dass ich mich ihm nicht w¨¹rdig f¨¹hle. Menarx hat mir eine Zuneigung und Liebe gezeigt, die mir nie gegeben wurde und ich w¨¹nsche mir nur das Beste f¨¹r ihn... und ich wei? nicht, ob ich das Beste f¨¹r ihn bin..." Neveah seufzte schwer. "Aber auch wenn ich das wei?, m?chte ich dieser Sache eine Chance geben. F¨¹r mich ist Menarx das Sinnbild von allem, was ich nie hatte... vertrauensw¨¹rdig, zuverl?ssig... er k¨¹mmert sich wirklich um mich." "Einen solchen Menschen findet man nicht oft im Leben, oder sogar ¨¹ber mehrere Leben hinweg. Ich kann das sagen..." "Ich bin in meinem Leben an dem Punkt angekommen, an dem ich ohne Zweifel wei?, dass er der Richtige f¨¹r mich ist... dass er mich retten kann... und zum Sch?pfer, ich muss gerettet werden... ich muss es..." Neveah brach an dieser Stelle und schaute auf ihre H?nde, w?hrend sie die Tr?nen zur¨¹ckhielt. "Narx ubt, dass er mich in seinem Leben braucht, es ist jedoch genau andersrum. Ich bin diejenige, die ihn braucht... d¨¹rftest du mich dieses Gl¨¹ck behalten?" "Ich werde ihn mein ganzes Lebenng sch?tzen, das schw?re ich. Ich bin bereit, das zu tun, was Elina sagt... mein Leben f¨¹r ihn zu geben, wenn es von mir vengt wird." "Bitte...ss es mich nur einmal in meinem Leben einfach haben... ich will nur.." Neveah seufzte leise, sagte aber nichts weiter. Und genau in diesem Augenblick r?usperte sich jemand hinter ihr... Chapter 268: Verborgene Archive (Kap.268)

Chapter 268: Verborgene Archive (Kap.268)

Die verborgenen Archive, ein Ort, der die detailliertesten und letzten existierenden Aufzeichnungen einer dunklen Dynastie beherbergt, eine Geschichte und Existenz, die die Bestien von Asvarnge begraben hatten, um sie niemals das Licht der Welt erblicken zussen. Sie waren auf der untersten Ebene der Drachenfestung gelegen, eine unterirdische Ebene tiefer noch als die Gef?ngnisse der Festung, so weit darunter, dass niemand au?er den Drachen und ihren engsten Vertrauten von deren Existenz wusste. Und niemand konnte Zutritt zu dieser Ebene der Festung engen ohne die k?nigliche Zustimmung des Drachenk?nigs, das war das Gesetz. Die verborgenen Archive waren ein Jahrhunderteng verschlossener Speicher des Wissens, zu dem selbst die Drachen niemals freiwillig hinabsteigen w¨¹rden, weil es gegen ihre Prinzipien verstie?. Dieses Mal wurde eine Ausnahme gemacht, um die Wahrheit ¨¹ber die Funde der D¨¹nen-Drachen zu kl?ren, und so befand sich Jian nur aus diesem Grund in dem Aufzug, der zu einer Ebene hinabfuhr, deren Existenz ein gro?es Geheimnis war. Weit unter der Erdoberfl?che der Drachenfestung sank der Aufzug in einemngsamen und gleichm??igen Tempo, bis er schlie?lich anhielt, leicht ruckelnd, da die Mechanik selten so weit hinabfuhr. "Nach Ihnen, mein Herr", sagte Garron, als sich die T¨¹ren des Aufzugs ?fen. Jian trat aus dem Aufzug und blickte in die steinigen, in v?llige Dunkelheit getauchten Korridore, die nur durch winzige Lichtstrahlen, die von einigen Fackeln an der Wand ausgingen, erleuchtet wurden. Der Gang war schmal und f¨¹hrte nur in eine Richtung, die andere w¨¹rde in eine Sackgasse enden. Jian wusste das schon, es gab keine Stelle in der Festung, die ihm nicht bereits bekannt war. Jeder Teil der Festung war im Einng mit den Vorgaben seines Vaters gebaut worden und obwohl Jian noch jung war, war er bei jedem Schritt seines Vaters an seiner Seite gewesen. "Der Gestank dieses Ortes...", murmelte Kirgan unter seinem Atem, schn¨¹ffelte dannut, bevor er den Kopf sch¨¹ttelte. Da sie so tief unter der Erde waren, gab es kaum atembare Luft in diesen Hallen. Die vorhandene Luft gen¨¹gte gerade noch zum Atmen, nicht mehr. Und selbst dann war jeder Atemzug erf¨¹llt von einem feuchten Gestank und etwas Schlimmerem... "Der Gestank von dunkler Magie", f¨¹gte Rodvan Kirgans Worten hinzu. Es h?tten Rodvans oder Kaideons Worte sein k?nnen, aber wer auch immer es gesagt hatte, keiner in der Gruppe konnte dem widersprechen. Der Geruch der dunklen Magieg schwer in der Luft. Sogar nach so vielen Jahrhunderten war er noch an den W?nden und in der Umgebung zu sp¨¹ren und Jian wusste, dass die Quelle in den verborgenen Archiven selbst zu finden war. Von Zauberb¨¹chern ¨¹ber magische Artefakte bis hin zu Aufzeichnungen der abscheulichsten Experimente, die mit dunkler Magie durchgef¨¹hrt wurden - jeder schreckliche Vorfall aus der Zeit vor dem Aufstand hatte hier in diesen Hallen und auf den Seiten der hier ruhenden B¨¹cher seinen tz gefunden. Und diese B¨¹cher und einige der dazugeh?rigen Artefakte hatten viele H?nde ber¨¹hrt, dabei allerlei ¨¹ble und dunkle Energien absorbiert, die jetzt auf dieser Ebene der Festung verwesten und diese vergifteten. "Ich hasse diesen Ort... habe ihn immer schon gehasst", murmelte Kirgan und klopfte seinen Mantel aus, als ob das verhindern k?nnte, dass der Gestank an ihm haften blieb. Jian sagte nichts, stimmte ihm aber zu. Tats?chlich konnte von allen seinen Verwandten, die die Existenz dieses Ortes verabscheuten, keiner es mehr hassen als Jian selbst. So sensibel wie er war, konnte Jian die F?den der dunklen Magie wahrnehmen, die ¨¹ber den Hallen hingen... sie konnten keinen Schaden anrichten, aber die blo?e Existenz von dunkler Magie war f¨¹r Jian abscheulich. Es waren dieselben Kr?fte, mit denen seine Verwandten versvt worden waren, dasselbe Wissen, das die dunklen Zauberer dazu brachte, sich als ebenb¨¹rtig mit den G?ttern zu betrachten. "Sind Sie sicher, dass mein Herr hier pers?nlich erscheinen muss?" fragte Rodrick unsicher und warf einen Blick auf die unheimlichen Hallen. "Verzeihen Sie mir, mein Herr. Es ist kein angenehmer Anblick, durch diese befleckten Hallen zu schreiten, aber das ist etwas, das Sie pers?nlich sehen m¨¹ssen. Worte k?nnen es nicht genug beschreiben", entschuldigte sich Garron. "Es macht nichts... Ich habe diese Hallen schon viele Male betreten und werde sie weiterhin betreten, snge ich K?nig bin. Dies geh?rt zu meiner eigenen Festung. Hier herrscht keine Macht au?er der, die ich eube... und sicherlich keine dunkle Magie", antwortete Jian, w?hrend er weiter die Hallen hinunterging. Warum diese Erinnerungen hier bewahrt und gesichert werden mussten, daf¨¹r hatte jeder Drache eine andere Begr¨¹ndung. Vielleicht waren sie Kriegstroph?en, Erinnerungen, die das gro?e ¨¹bel symbolisierten, das die Bestien von Asvar besiegt hatten. Vielleicht wurden sie als Erinnerung an die dunkle Vergangenheit aufbewahrt, Vielleicht dienten diese Aufzeichnungen als Warnung an die Drachen, niemals wieder dem B?sen zu verfallen, das sie einst versvt hatte. Aber f¨¹r den Drachenk?nig Agardan hatte das verborgene Archiv eine ganz andere Bedeutung... F¨¹r ihn war es ein Arsenal... ein Wissensschatz, der als Schild f¨¹r die Zukunft dienen sollte, den die Drachen nicht besa?en, aber kannten, wenn auch nur zu ihrem eigenen Schutz. Aus eben diesem Grund hatte Jian die Zerst?rung dieser Hallen nicht angeor, er wusste, dass sein Vater nie leere Worte sprach. K?nig Agardan war ein Mann mit gro?er Voraussicht und als es Fragen gab, die durch das Auftauchen eines l?ngst ausgestorbenen Troll-Golems ausgel?st worden waren... diese Hallen, diese verborgenen Archive, k?nnten die Antworten liefern. Und so hatte und w¨¹rde Jian den Willen seines Vaters ehren, diese Archive zu erhalten, denn die gr??te Gefahr f¨¹r die oberste Dynastie der Drachen war das Unbekannte. Und dieses Unbekannte war die dunkle Magie, ein Konzept, das von den Bestien von Asvar verabscheut wurde, doch die Geheimnisse des Unbekanntengen unter ihrer eigenen Festung... und es w¨¹rde Tage geben, an denen Geheimnisse nur in den Seiten dieser verbotenen Aufzeichnungen gel¨¹ftet werden konnten. Dieser Tag war solch ein Tag... Jian hoffte, es g?be nicht allzu viele mehr davon. Chapter 269: Die verborgenen Archive 2 (Kap.269)

Chapter 269: Die verborgenen Archive 2 (Kap.269)

Jian starrte auf die vor ihm aufgescgenen B?nde und seine Augenbrauen zuckten leicht, als er jeden einzelnen Band genauestens untersuchte und Garrons Bericht best?tigte. Jeder dieser B?nde enthielt Aufzeichnungen ¨¹ber die Kunst der Erschaffung verschiedenster Kreaturen...von Kobolden, ¨¹ber D?monengeister, bis hin zu den t?dlichsten Golems. In jedem dieser B?nde befand sich eine bedeutende Aufzeichnung, doch im Moment fehlten Teile von ihnen. Die wesentlichen Teile jeder Aufzeichnung waren sorgf?ltig herausgerissen worden und man w¨¹rde es nicht bemerken, wenn man nicht jeden niedergeschriebenen Vorgang genau studieren w¨¹rde, um festzustellen, dass einige Punkte fehlten. "Jemand hat diese Aufzeichnungen manipuliert. Ich habe es zuerst nicht bemerkt, aber nachdem ich mehrere B?nde durchgesehen habe, wurde mir r, warum wir nach all der Zeit kaum etwas finden konnten, um unsere Verd?chtigungen zu best?tigen." erl?uterte Garron besorgt. "Es liegt daran, dass tats?chlich nichts mehr vorhanden ist. Die wichtigsten Aufzeichnungen ¨¹ber die Erschaffung von dunklen magischen Kreaturen sind alle verschwunden." erg?nzte Rodvan, die beiden h?ufig uneinigen W¨¹stendrachen waren sich dieses Mal einig. "Dieses Archiv ist genauso sicher wie ein Tresor, es kann nur von meinem Herrn und der K?nigswache ge?f werden. Wie k?nnte jemand Zugang dazu engen?!" fragte Kirgan rmiert. "Keiner meiner Br¨¹der w¨¹rde mich verraten." sagte Jian zweifellos und uneingeschr?nkt. "Die B?nde haben eine dicke Staubschicht angesetzt und wurden seitnger Zeit nicht mehr ber¨¹hrt." "Lord Kaideon ubt, sie wurden nicht erst k¨¹rzlich manipuliert, sondern schon seit L?ngerem. Sogar seit Jahrhunderten." teilte Rodvan Kaideons Erkenntnisse mit. "Das bedeutet, es konnte nicht einfach irgendjemand gewesen sein..." Kirgan fing an zu reden, verstummte aber, als er dem schweigsamen Jian einen besorgten Blick zuwarf. "In der fr¨¹heren Dynastie haben K?nig Asrig und seine K?nigsgarde..." fing Rodvan an, wurde aber unterbrochen, als ein leises Knurren von Jian ausging. "Jian..." Kirgan fing an und legte eine Hand auf Jians Schulter, doch dieser wich zur¨¹ck. "Mach das nicht... einfach nicht." zischte Jian leise und st¨¹tzte sich mit den H?nden auf dem Tisch ab. Der Blick in den Augen des Drachenk?nigs war voller Zweifel und Verwirrung, und man konnte an einem Mann wie Jian, der seine Emotionen nie an den Tag legte, erkennen, wie hart ihn diese Offenbarung getroffen hatte. Die Offenbarung, dass der verstorbene K?nig Asrig ein weit gr??eres Verbrechen begangen hatte, als dass, weswegen er verurteilt worden war, und das erst jetzt, nach Hunderten von Jahren, offensichtlich wurde! "Willst du mir sagen, dass mein Bruder die dunklen K¨¹nste entfesselt hat?...Asrig w¨¹rde niemals...er w¨¹rde..." stotterte Jian, doch er selbst konnte seinen eigenen Worten kaum uben. Jian¡¯s Stimme verstummte, die Worte, die er gerade sagte, ngen ihm allzu vertraut und ein Gef¨¹hl von D¨¦j¨¤-vu machte sich in ihm breit. Es waren Aussagen, die Jian schon zu viele Male gemacht hatte. Asrig w¨¹rde niemals... mein Bruder w¨¹rde nicht... Aber jedes Mal wurde sich Jian sehr r daran erinnern, dass Asrig das doch getan hatte ... dass Asrig nie der Mann war, f¨¹r den Jian ihn gehalten hatte. "K?nig Asrigs Befehl, den Stamm der Signe von allen Verbrechen freizusprechen und ihnen die R¨¹ckkehr in die Gesellschaft zu erm?glichen, hatte mehr Bedeutung, als wir erkannt haben..." fing Garron erneut an, aber wurde von Kirgan unterbrochen. "Sag nichts weiter ... das reicht." sagte Kirgan, der wusste, dass Jian dadurch nur noch st?rker betroffen sein w¨¹rde. "Mein Herr, wir k?nnen das nicht ignorieren." Rodvan fuhr trotz Kurgans Warnung fort. Kirgan warf Lord Kaideon einen finsteren Blick zu, da es jedem r war, dass Rodvan niemals direkt gegen Kirgan aufbegehren w¨¹rde, aber Lord Kaideon sicherlich w¨¹rde. "Die Ernsthaftigkeit dieses Problems ist uns allen etabliert und bedeutet, dass ein gro?er Teil an Wissen ¨¹ber dunkle Magie irgendwo in der Festung steckt und uns einen schon l?ngst ausgestorbenen Trollgolem vor die T¨¹r gebracht hat." "Und mit diesem Wissen da drau?en, wird aus einem hundert. Das ist nur der Anfang." bestand Rodvan beharrlich. "Und du ubst, mein Herr wei? davon nichts?! Kaideon... halt dich zur¨¹ck." warnte der normalerweise ruhige Kirgan nochmals, diesmal allerdings war sein Ton kalt und barsch. Lord Kaideons Augenbrauen zuckten leicht und nachdem er Kurgans Blick einen Momentng erwidert hatte, legte Kaideon den Kopf leicht schief und Rodvan trat einen Schritt zur¨¹ck. W?hrend der ganzen Zeit war Jian still gewesen. Er starrte ausdruckslos vor sich hin, seine H?nde an seiner Seite zu F?usten geballt. Dann drehte er sich wortlos um, verlie? das Archiv und ging den Weg zur¨¹ck, den sie gekommen waren. Lord Rodrick wollte ihm gerade folgen, aber Kirgan hielt ihn auf und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Wohin will er in diesem Zustand gehen?" fragte Lord Rodrick besorgt. "Um rheit zu finden ... um die Wahrheit von dem Einzigen zu erfahren, der sie sagen kann." antwortete Kirgan. "Wie ist das m?glich? K?nig Asrig ist tot ... und es wurde ihm kein Denkmal gesetzt." fragte Lord Rodrick verwirrt. "Nicht unter den K?nigen, aber Asrigs Altar steht in der Halle der Geschichte der Reiterakademie... es war das Mindeste, was mein Herr tun konnte. Asrig war sein Bruder...sein eigenes Blut." erwiderte Kirgan. "Aber K?nig Asrig wurde als Verr?ter der Festung eingestuft. Nach seinem Tod wird er weder anerkannt noch geehrt. Ist es okay, dass mein Herr seinen Altar in der Reiterakademie aufstellt?" fragte Lord Rodrick besorgt. "Obwohl Asrig ein gescheiterter K?nig war, kann sein Beitrag zur Gr¨¹ndung der Reiterakademie nicht geleu werden. Ohne ihn w¨¹rde die Akademie heute nicht existieren, daher wurde diese Ausnahme gemacht und der Rat ist dar¨¹ber auch informiert." erkl?rte Kirgan. "Mein Herr hat nie dar¨¹ber gesprochen." sagte Lord Rodrick mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Mein Herr spricht auch nie ¨¹ber Asrig, warum, denkst du?" fragte Kirgan und schaute Lord Rodrick an. "Es ist eine tr¨¹be Erinnerung f¨¹r ihn." antwortete Lord Rodrick wissend. "Wir haben in den letzten Jahrhunderten viel von Jian vengt, wir haben von ihm vengt, sein eigenes Blut hinzurichten und den Namen seines Bruders aus seinem Ged?chtnis zu l?schen, alles f¨¹r das Wohl des Imperiums." "F¨¹r uns hat Jian das ¨¹bel Asrigs ausgel?scht und die Festung gerettet. Aber in Jians Augen ist er nichts mehr als ein Mann... ein Mann, der seinen eigenen Bruder get?tet hat." sagte Kirgan mit schwerem Tonfall. Chapter 270: Eine unerwartete Pr?senz (Kap.270)

Chapter 270: Eine unerwartete Pr?senz (Kap.270)

Neveah wirbelte im n?chsten Moment herum und ¨¹berlegte bereits, wie sie ihre Anwesenheit in der Geschichtshalle erkl?ren sollte, anstatt drau?en im Pavillon, wo sie eigentlich h?tte warten sollen. Neveah hatte schon genug ?rger mit den Akademieleitern, und obwohl sie ihren Ausbruch nicht zur¨¹cknehmen w¨¹rde, wenn sie die Gelegenheit dazu h?tte, wollte sie die Dinge nicht noch schlimmer machen. "Ich wei?, ich sollte nicht hier sein..." begann Neveah zu erkl?ren und ubte, dass entweder Elina, Janice oder einer der Drachenw?chter geschickt worden war, um sie zu rufen. Doch stattdessen starrte Neveah direkt in ein Paar ungleiche Augen aus hellem Gold und schimmerndem Silber. Mit seinen silbernen Locken, die zu einem Pferdeschwanz zur¨¹ckgebunden waren, und einer unordentlichen Str?hne, die ihm ¨¹ber die Stirn baumelte ... war es ganz sicher nicht Janice, Elina oder sonst jemand, den Neveah vermutet hatte. Neveah blinzelte erstaunt, als sie erkannte, dass die Person, die hinter ihr gestanden hatte, niemand anderes als der Drachenk?nig war. "Das solltest du nicht." erwiderte K?nig Jian auf Neveahs fr¨¹heres Eingest?ndnis. ¡¯Wie viel hat er geh?rt? Warum taucht er zu den unpassendsten Zeiten auf?¡¯ Neveah geriet innerlich in Panik, weil sie bef¨¹rchtete, versehentlich ihre erb?rmliche Hintergrundgeschichte preisgegeben zu haben. "ICH... ICH..." stotterte Neveah unsicher, bevor sie schnell den Kopf sch¨¹ttelte und sich daran erinnerte, dass es genau dieser Drachenk?nig war, der angeor hatte, dass sie hier in der Akademie festgehalten wurde, ohne vorher irgendwelche Informationen zu erhalten. "Ich bin Ihnen keine Erkl?rung schuldig, Euer Gnaden. Offensichtlich seid Ihr nicht so sehr auf Erkl?rungen aus, sonst w¨¹sste ich genau, warum Ihr mich hier und fern von Menarx gefangen halten wollt ... aber das tue ich nicht und ich bezweifle sehr, dass ich das tun werde." antwortete Neveah in eiskaltem Ton. Neveah erwartete, dass der Drachenk?nig sie anfauchen oder zumindest eine harte und kalte Aussage machen w¨¹rde, wie er es immer tat, aber stattdessen starrte er Neveah nur schweigend an. Und dann, nach einem wohlngen Moment des Schweigens, sagte K?nig Jian zwei Worte, von denen Neveah nie geubt h?tte, sie jemals von ihm zu h?ren. "Ich entschuldige mich." murmelte K?nig Jian in einem tiefen, ersch?pften Ton, den Blick immer noch auf Neveah gerichtet. Diese beiden Worte schossen Neveah immer wieder durch den Kopf, und ihr blieb vor Schreck der Mund offen stehen, weil sie nicht uben konnte, dass sie diese Worte gerade geh?rt hatte. "Du... was?" stotterte Neveah, bevor sie ihre Worte schnell ?nderte, denn Neveah ubte nicht, dass sie ihren Schock unterdr¨¹cken konnte, wenn der Drachenk?nig diese Worte wiederholte. "Geht es dir ... gut?" fragte Neveah zweifelnd und musterte die Miene des Drachenk?nigs. Und erst da bemerkte Neveah, dass mit K?nig Jian etwas nicht stimmte; Neveah war sich nicht sicher, was es war, und gleichzeitig waren es viele Dinge. Erstens war da dieser Tonfall, schwer und ersch?pft, als l?ge die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern ... und wer k?nnte sagen, dass es nicht so war? Und dann war da eine dunkle, d¨¹stere Aura, die schwer auf dem Drachenk?nig ruhte, und wenn Neveah eine Vermutung anstellen d¨¹rfte, h?tte sie schw?ren k?nnen, dass das, was sie in diesem Moment sah, ... Verzweiflung war. Eine Emotion, so dunkel und herzzerrei?end sie auch war... es gab tats?chlich eine Emotion, die sich in den Augen des ewig kalten Drachenk?nigs widerspiegelte, und die St?rke der Verzweiflung, die er ausstrahlte, lie? Neveah das Gef¨¹hl haben, dass pl?tzlich nicht mehr genug Luft in der Halle war. Neveah hatte K?nig Jian noch nie so gesehen, nicht in den Monaten, die sie hier verbracht hatte. Zugegeben, der Drachenk?nig hatte Neveah nicht viel mehr als Abscheu entgegengebracht, aber trotzdem wusste sie, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. "Ist ... ist alles in Ordnung? Was ist mit dir passiert?" fragte Neveah unsicher und machte einen Schritt nach vorne, bevor sie es selbst realisieren konnte. Der Drachenk?nig blinzelte leicht, als Neveah sich ihm n?herte, und Neveah hielt in ihrem Schritt inne und machte genau diesen einen Schritt zur¨¹ck. "Ich w¨¹rde gerne einen Moment allein sein, Neveah... kannst du mir das geben?" fragte K?nig Jian, dessen Tonfall immer noch schwer vor Ersch?pfung war. "Ja ... ja, nat¨¹rlich." antwortete Neveah sofort und verlie? den Saal. An der T¨¹r hielt Neveah einen Moment inne und warf einen Blick zur¨¹ck auf den Drachenk?nig. Er stand einfach nur da und starrte nach wie vor vor sich hin, und Neveah fragte sich, was genau in den letzten Stunden geschehen war, seit sie ihn das letzte Mal zu Gesicht bekommen hatte. Neveah wusste, dass es in der Festung viele Probleme gab, aber reichte das wirklich aus, um den Drachenk?nig in so gro?e Verzweiflung zu st¨¹rzen? Die Aura der Verzweiflung, die den Drachenk?nig umgab, war so dicht, dass Neveah sie sp¨¹ren konnte, schwer und m¨¹de, als w?re sie ihre eigene... sie war ¨¹berall auf K?nig Jian und Neveah konnte sie praktisch sehen. Zum ersten Mal seit ihrer Ankunft im Drachenturm erkannte Neveah in diesem Moment... dass Drachenk?nig Jian nur ein Mensch war, wie jeder andere auch. Ein Mann mit seinen eigenen Problemen, und was auch immer seine Probleme waren, das Gewicht dieser Probleme dr¨¹ckte in diesem Moment auf ihn. "Ich werde gleich drau?en sein ... wenn du jemanden brauchst, den du herumkommandieren oder anschreien kannst ..." Neveah versp¨¹rte das Bed¨¹rfnis, etwas zu sagen, und das war alles, was ihr dazu einfiel. Sie biss sich auf die Lippe, um keine weiteren dummen Worte zu verlieren, trat hinaus und schob die T¨¹r hinter sich zu. Neveah atmete tief durch und hob eine Hand, um sich die Brust zu reiben, wo sie sich seltsam angespannt und schwer f¨¹hlte. War Verzweiflung normalerweise ansteckend? fragte sich Neveah, denn was auch immer den Drachenk?nig beunruhigte... Neveah wollte ihn ganz sicher nie wieder in einem solchen Zustand sehen. Neveah warf einen Blick zur¨¹ck zur T¨¹r und ging ein paar Schritte weg, um nicht gegen ihren Willen zuuschen, falls der Drachenk?nig unter vier Augen etwas zu sagen hatte. "Er hat keinen solchen Anstand ... aber in Anbetracht seines Zustands werde ich ihn f¨¹r heute davonkommenssen." beschloss Neveah, w?hrend sie sich auf einen tz auf dem Sims sinken lie?. Neveah ging nicht so weit weg, auch wenn die Worte dumm waren, sie hatte gesagt, sie w¨¹rde gleich drau?en sein, und das tat sie auch. Chapter 271: Sollte nicht hier sein (Kap.271)

Chapter 271: Sollte nicht hier sein (Kap.271)

Einutes Krachen im Geschichtssaal riss Neveah aus ihren Gedanken. Von ihrem tz auf der Fensterbank warf Neveah einen Blick ¨¹ber ihre Schulter auf die geschlossenen T¨¹ren und runzelte die Stirn. ¡¯Er ist der Einzige, der drin ist. Was macht er da?¡¯ fragte Neveah sich selbst. Es war ironisch, dass Neveah gerade noch w¨¹tend auf den Drachenk?nig war, aber in diesem Moment war ihre ganze Wut verschwunden. "Wo sind die k?niglichen Wachen? Mindestens eine sollten hier bei ihm sein." murmelte Neveah, zusammenzuckend, als ein weiteres Krachen aus dem Saal erscholl. Neveah sa? verkrampft da und ¨¹berlegte, ob sie jemanden zur Beruhigung des Drachenk?nig rufen sollte, bevor der Geschichtssaal in Folge seines Zorns zerst?rt w¨¹rde. Ein leises Seufzen entrang sich Neveah`s Lippen; sie ubte nicht, dass sich in seiner gegenw?rtigen Stimmung jemand trauen w¨¹rde, sich dem Drachenk?nig zu n?hern. Daher war es sinnlos, jemanden zu rufen. Sogar die k?nigliche Garde lie? ihn in Ruhe, so dachte Neveah¡¯s Wolf. "Akzeptiert." antwortete Neveah und sch¨¹ttelte leicht den Kopf, w?hrend sie einen Schritt nach vorne machte und ihre Aufmerksamkeit auf alles andere richtete, nur nicht auf die Ger?usche der Zerst?rung, die vom Saal kamen. Mit jeder vergangenen Sekunde wurde Neveah unruhiger und ihre Beunruhigung gipfelte, als ihr ein Brandgeruch auffiel. "Ist das..." begann Neveah, sprang auf und st¨¹rzte in den Geschichtssaal, nur um festzustellen, dass dieser v?llig intakt war und der Drachenk?nig nirgends zu sehen war. Neveah sah sich um und bemerkte eine weitere T¨¹r an der linken Wand, die leicht offen stand. Die ganze Zeit ¨¹ber hatte Neveah nicht bemerkt, dass dort eine T¨¹r war, weil sie sich perfekt in die Wand einf¨¹gte. Neveah vermutete, dass das Absicht war, und als noch ein weiteres Krachen ert?nte, best?tigte sich ihre Vermutung - der ganze L?rm kam aus diesem Raum. "Sicherlich wei? er besser, als hier Feuer zu legen, oder?" murmelte Neveah besorgt, w?hrend sie die Dutzende von Gem?lden betrachtete. Neveah atmete tief ein und ging vorsichtig auf die T¨¹r zu, obwohl sie wusste, dass es keine kluge Entscheidung war, sich dem Drachenk?nig zu n?hern. Aber sie konnte nicht einfach sitzen und warten. An der T¨¹r hielt Neveah einen Moment inne, bevor sie eintrat, ihre Augen weiteten sich, als sie den Raum in v?lliger Verw¨¹stung sah. Der Altar war umgest¨¹rzt, die Fensterscheiben waren in den Raum gest¨¹rzt, die Holzbretter auf dem Boden waren herausgerissen worden, kein Quadratzentimeter des Raumes war intakt geblieben. Und mitten drin stand der Drachenk?nig Jian, seine Haltung so k?niglich wie immer, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Eine seltsame Energie str?mte von ihm aus, die weitere Bodenbretter aus ihrer Verankerung riss. Seine Wut beeinflusst alles um ihn herum.¡¯ dachte Neveah¡¯s Wolf erstaunt. Bevor Neveah antworten konnte, flog eine gro?e sscherbe aus den zerbrochenen Fenstern auf sie zu, gef?hrlich scharf und spitz. Der Schrecken lie? Neveah instinktiv die H?nde zum Schutz hochschnellen und die Augen schlie?en, w?hrend ein Schrei der ¨¹berraschung entwischte. Neveah wartete auf den Schmerz, den die scharfe sscherbe sicherlich verursachen w¨¹rde, aber dieser kam nicht. Als die erwartete Kollision immer noch nicht eintrat, ?fe Neveah vorsichtig die Augen und schrie ¨¹berrascht auf, als sie den starren Blick des Drachenk?nigs sah, der nur wenige Meter von ihr entfernt war. Neveah¡äs Blick wanderte nach unten und sah den scharfen Splitter in der Hand des Drachenk?nigs. Sie bemerkte, dass K?nig Jian den Splitter gefangen hatte, bevor er sie treffen konnte. "Ich... ich sollte nicht hier sein..." gestand Neveah, nicht zum ersten Mal in der letzten Stunde. "Das solltest du nicht." Der Ton in der Stimme des K?nigs war kalt und tief, aber seine Antwort war genauso wie bei der vorherigen Frage. "Ich... nun... du brennst..." murmelte Neveah und bemerkte erst jetzt, dass sie den Geruch von etwas Brennendem wahrgenommen hatte. mmen tanzten enng der Hand des K?nigs, obwohl seine Kleidung nicht brannte. "Ich bin mir dessen bewusst." antwortete K?nig Jian und warf die sscherbe weg. K?nig Jian blickte sich in der Halle um, die er v?llig zerst?rt hatte, als ob er sich gerade bewusst wurde, welches Ausma? der Zerst?rung seine blo?e Anwesenheit verursacht hatte. Sein Blick verharrte auf einer Holztafel auf dem Boden und er ging r¨¹ber, um sie aufzuheben. In dem Moment, als K?nig Jians Hand die Tafel ber¨¹hrte, zischte das Holz und der Teil, den er ber¨¹hrte, verbrannte in einem Augenblick, sodass die Tafel wieder zu Boden fiel. "ICH r?um das auf... du verbrennst nur alles." Neveah, die bisher still zugeschaut hatte, unterbrach den K?nig und trat zu ihm. "Du musst weggehen...setz dich da r¨¹ber und beruhig dich...wie auch immer." riet Neveah in einem leisen Murmeln. K?nig Jian, der immer noch in der Hocke war, starrte Neveah schweigend an, bevor er aufstand und sich zur Seite setzte. Neveah richtete den Altar wieder auf und hob den geschm¨¹ckten Halter auf, auf dem die Gedenktafel tziert werden sollte. Nachdem sie beides gerichtet hatte, hob Neveah die Tafel auf und wischte mit dem ?rmel den Dreck ab, der sie befleckt hatte. Neveah hielt die Tafel dicht an ihr Gesicht, um das Ausma? des Schadens genauer zu begutachten. "Hmm...der Name fehlt..." stellte Neveah fest und bemerkte schlie?lich, dass die Gedenktafel v?llig leer war. Nicht einmal ein Name oder ein Tribut f¨¹r den verstorbenen Drachenlord war darauf zu sehen. "Ihm wurde kein Tribut zuteil..." antwortete K?nig Jian leise. Chapter 272: Eine schwer zu beantwortende Frage (Kap.272)

Chapter 272: Eine schwer zu beantwortende Frage (Kap.272)

Neveah war ¨¹berrascht, als sie eine Antwort von K?nig Jian h?rte, die sie ¨¹berhaupt nicht erwartet hatte. "Nicht mal ein Portr?t?" fragte Neveah ¨¹berrascht und suchte nach Resten eines Bildes, konnte aber keines finden. Es war Neveah noch nie zu Ohren gekommen, dass ein Drachenlord von seiner eigenen Familie ignoriert wurde. In ihrem eigenen Rudel war es ¨¹blich, Ausgesto?ene und Untergebene zu haben. Aber sowas passierte bei den Drachen nicht. Die Einheit und Liebe, die zwischen Asvars Tieren herrschte, war eine Eigenschaft, um die Neveah sie oft beneidet hatte. Es war eine unerwartete ¨¹berraschung zu erfahren, dass es tats?chlich einen Drachenlord gibt, der von seiner Familie nicht f¨¹r w¨¹rdig befunden wurde, einen Tribut zu leisten. "Asrig wurde nur soviel zugestanden... nach unseren Gesetzen war das Gro?z¨¹gigkeit." antwortete K?nig Jian. Neveah b¨¹ckte sich, hob die herumliegenden sscherben auf und legte sie beiseite, damit sich niemand daran verletzte. "Er muss nicht sehr sympathisch gewesen sein... Ich nehme an, ihr habt beide den selben Mentor gehabt." murmelte Neveah mehr zu sich selbst, die Worte kamen aus ihr heraus, bevor sie sie stoppen konnte. Neveah h?rte ein leises Kichern und schaute ¨¹berrascht hoch, um ein fl¨¹chtiges L?cheln auf den Lippen von K?nig Jian zu entdecken. Es verweilte nur einen Augenblick und war dann auch schon wieder verschwunden. Neveah fragte sich, ob sie es ¨¹berhaupt gesehen hatte. "Du hast recht, genau das haben wir. Alles, was mein Bruder und ich wussten, haben wir von unserem Vater gelernt." antwortete K?nig Jian und lehnte sich gegen die Wand, die Augen geschlossen. ¡¯Sein Bruder?!¡¯ dachte Neveah erschrocken. ¡¯War das nicht der fr¨¹here Drachenk?nig, den Menarx genannt hatte... der, ¨¹ber den man nicht sprechen sollte?¡¯ erinnerte sie Neveahs Wolf. Neveahs Augen weiteten sich bei der Erkenntnis, dass sie gerade ein vom Drachenk?nig verbotenes Thema mit dem Drachenk?nig selbst besprach. ¡¯Was bedenklich sein sollte, ist die Tatsache, dass wir ¨¹berhaupt ein Gespr?ch mit ¡¯ihm¡¯ f¨¹hren.¡¯ dachte Neveahs Wolf, dabei betonte er das ¡¯Ihn¡¯. ¡¯Ich sp¨¹re keine b?sen Absichten... du etwa?¡¯ f¨¹gte Neveahs Wolf unsicher hinzu. Es war selten, dass Neveahs Wolf unsicher war, aber wenn es um den Drachenk?nig ging, war es unm?glich, seine wahren Gedanken zu entschl¨¹sseln. ¡¯Abgesehen davon, dass er uns hier eingesperrt hat...nein, das wei? ich nicht.¡¯ stimmte Neveah zu. W?hrend Neveah abgelenkt war, schnitt die sscherbe, die sie aufgehoben hatte, in ihre Handfl?che und Neveah zischte vor Schmerz. "Du machst deine Arbeit nicht besonders gut." murmelte K?nig Jian und ?fe die Augen, als er zu Neveah hin¨¹berblickte, die ihre blutende Handfl?che ummmerte. "Es ist nur ein Kratzer." erwiderte Neveah, in dem Wissen, dass der Drachenk?nig darauf anspielte, dass Neveah sich geschnitten hatte. "Zeig es mir." befahl K?nig Jian, als er sich von der Wand abstie?, an der er lehnte. "Oh...nein, es ist in Ordnung. Ich heile schnell, siehst du?" versicherte Neveah und hob ihre verletzte Handfl?che, damit K?nig Jian sie von dort aus sehen konnte. Der kleine Schnitt hatte ein bisschen geblutet, aber hatte schon angefangen zu heilen und K?nig Jian bemerkte das auch. "Hmmm, Wolfswandler sind nicht v?llig nutzlos." kommentierte K?nig Jian und schloss wieder die Augen. Neveah sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf, stand auf und schob die restlichen sscherben zur Seite. "Ich habe keine Lust mehr zu helfen." murrte Neveah, als sie gehen wollte. Doch die Worte von K?nig Jian hielten sie auf. "Ist es Menarx...oder Xenon...in deinem Herzen?" fragte K?nig Jian. Neveah blieb stehen, ihr Herz sank tief in die Brust, als sie sichngsam umdrehte und wusste, dass dies der Moment war, in dem sie sich f¨¹r das, was auf dem Berg Edar geschehen war, w¨¹rde verantworten m¨¹ssen. "Ich...Wie viel hast du gesehen?" fragte Neveah unsicher. Diese Frage hatte Neveah seit jener Nacht besch?ftigt, und da es nun so weit gekommen war, beschloss sie, dass es das Beste war, einfach zu fragen. Die Anwesenheit des Drachenk?nigs auf dem Berg Edar in jener Nacht war etwas, das Neveah nicht vergessen konnte, ihr Gl¨¹ck war keines, das sie diese Nacht einfach h?tte vorbeiziehenssen. Neveah hatte schon die ganze Zeit vermutet, dass der Drachenk?nig etwas gesehen hatte und wenn er es gesehen h?tte, w?re es schon gn?dig, dass er es noch nicht ?ffentlich gemacht hatte. "Alles." antwortete K?nig Jian ausdruckslos. Neveah schluckte h?rbar, die Augen des Drachenk?nigs waren immer noch geschlossen und so konnte Neveah seinen Gesichtsausdruck nicht lesen oder hoffen, seine Stimmung zu erahnen. Sie gng es aber auch nicht, wenn sie ihm direkt in die kalten Augen sah. "Ich... ich kann das nicht beantworten..." antwortete Neveah schlie?lich und erinnerte sich daran, dass sie nichts getan hatte, wof¨¹r sie sich sch?men musste. "Mit anderen Worten: Sie wissen es nicht einmal." folgerte K?nig Jian. Neveah h?tte gerne widersprochen, aber sie hatte keine Worte, um sich zu verteidigen, und so schwieg sie einfach. "Ihr macht sicherlich ?rger... Ich muss noch entscheiden, ob Ihr ?rger es wert ist." murmelte K?nig Jian und stand auf. Neveah versteifte sich, sie konnte nicht ahnen, was der Drachenk?nig als N?chstes tun oder sagen w¨¹rde, aber sie hatte ganz sicher nicht erwartet, dass er beil?ufig das Thema wechseln w¨¹rde. "Der Trollgolem ist schwierig aufzusp¨¹ren, aber meine Drachen haben seine Spur aufgenommen und in kurzer Zeit werden sie ihn auch finden." "Angesichts dessen, dass seine Spur ihn immer n?her an eine menschliche Siedlung f¨¹hrt, wird er bald ¨¹ber mein Volk herfallen... das werde ich nicht zssen." begann K?nig Jian. "Ich f¨¹hre die Drachen der Bergfestung in die ht gegen den Trollgolem bei Tagesanbruch und nach meiner R¨¹ckkehr gedenke ich, die verborgene Stadt zu unterjochen. Die Zwerge waren schon viel zunge sich selbst ¨¹bessen." "Sollten die Tributv?lker von meiner Abreise erfahren, k?nnten sie in meiner Abwesenheit f¨¹r Unruhe sorgen. Bist Du dir bewusst, was das bedeutet?" fragte K?nig Jian. "Krieg... es k?nnte Krieg geben, jenseits der verborgenen Stadt und jenseits des Trollgolems." erwiderte Neveah mit einem Nicken, aber sie wusste, dass mehr dahinter steckte. Chapter 273: Ein anderer Grund (Kap.273)

Chapter 273: Ein anderer Grund (Kap.273)

"Krieg... es k?nnte Krieg geben, jenseits der verborgenen Stadt und jenseits des Trollgolems." Neveah antwortete mit einem Nicken, aber sie wusste, dass da mehr dahinter steckte. K?nig Jian wusste genau, dass es diejenigen geben w¨¹rde, die Unruhe stiften w¨¹rden, wenn er den Drachenturm verlie?, und um das zu vermeiden, k?nnte K?nig Jian sicherlich einen anderen Drachenlord damit beauftragen, den Trollgolem zu unterwerfen. Doch er entschied sich, die Drachenf¨¹rsten selbst zu den Futterrinnen zu f¨¹hren, und das konnte nicht ohne Grund geschehen. "Euer Gnaden will absichtlich, dass sich die tributpflichtigen V?lker bewegen. Es kann nur sein, weil Ihr ubt, dass die Zwerge Hilfe von au?en haben und Ihr wissen wollt, wer..." Neveah erkannte. "Es k?nnte das Schwarze Netzwerk sein." murmelte K?nig Jian nachdenklich. "Die Gruppe, die Menarx und mich drau?en im Wald angegriffen hat?" fragte Neveah, die sich daran erinnerte, dass Kirgan dies am Kopfende erw?hnt hatte. "Ihr wisst von dem Schwarzen Netzwerk?" fragte K?nig Jian mit einer hochgezogenen Braue. "Ich habe es einmal geh?rt... Menarx schickte Lord Kirgan auf unserem R¨¹ckflug aus dem Wald einen Gedanken. Er sagte, das Schwarze Netzwerk stecke dahinter." gab Neveah zu. "Menarx und ich wurden von Monstern angegriffen... und seitdem wurde es nie wieder erw?hnt. Ich vermute, dasg daran, dass die Beh?rden bereits gut genug wussten, wer dahinter steckte." f¨¹gte Neveah hinzu, als K?nig Jian sie nur schweigend anstarrte. "Du wei?t viel mehr, als du zugibst." kommentierte K?nig Jian schlie?lich. Neveah war sich nicht sicher, ob der Drachenk?nig diese Worte gut oder schlecht gemeint hatte, aber sie dachte nicht weiter dar¨¹ber nach. "Das ist so weit ich wei?." erwiderte Neveah ehrlich. K?nig Jians Blick verengte sich misstrauisch, bevor er nickte. "Es k?nnte das Schwarze Netz sein ... nein, das ist es sicherlich. Aber da ist noch mehr, ich muss alle wissen, die daran beteiligt sind... Ich werde keine Verr?ter in meinem Land beherbergen." sagte K?nig Jian entschlossen. Neveah verstand, dass es eine schwierige Aufgabe war, ein so gro?es Reich wie die Asvarian-Hochburg, das so viele verschiedene Rassen umfasste, die alle ihre eigenen Ziele verfolgten, mit eiserner Faust zu kontrollieren. Die Herrscher der tributpflichtigen Rassen w¨¹rden die Drachen immer nur als ihre Untertanen betrachten, egal wie viel freie Hand ihnen gew?hrt wurde. Keine Rasse wollte unter der Kontrolle einer anderen stehen, aber die Realit?t der ¨¹bernat¨¹rlichen Rasse war, dass es immer eine Rasse geben w¨¹rde, die ¨¹ber den anderen stand. So etwas wie Koexistenz gab es nicht, wer schwankte, wurde unterworfen, die Drachen hatten bereits einen Vorgeschmack auf diese harte Realit?t und kannten sie daher besser als alle anderen. Das ¨¹bernat¨¹rliche Reich war eine Welt, in der nur die Starken herrschten, und von allen Rassen konnte Neveah sagen, dass es der Segen der Festung war, dass die Bestien von Asvar die oberste Macht waren. Die Drachenwandler waren weit davon entfernt, perfekt zu sein, aber Neveah hatte die Herrschaft ihres eigenen Vaters ¨¹ber die Eclipse Domain miterlebt. Wenn man Schlimmeres gesehen hatte, erkannte man sicherlich eine gerechte Herrschaft, und wenn man Neveahs pers?nliche Gedanken ¨¹ber den Drachenk?nig beiseite schob, war seine Herrschaft nicht mit der ihres Vaters zu vergleichen. "Warum erz?hlst du mir das?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Meine Br¨¹der wollen dich in Sicherheit wissen, und ich bin verpflichtet, ihre W¨¹nsche zu erf¨¹llen." "In der Zeit, in der ich weg bin, wird der Bergfried St¨¹tzpunkt der Zw?lferstaffel sein, und alle Bewohner sollen f¨¹r diese Zeit in ihre H?user in der Zitadelle zur¨¹ckkehren. Was dich betrifft, so ist die Akademie der sicherste Ort." "Du wolltest eine Erkl?rung, hier ist sie. Menarx wird bei seiner Sippe sicher sein... du bist anders." "Wie ich schon sagte, werden viele Augen auf dich gerichtet sein ... die Mauern der Akademie werden dich au?er Sichtweite halten, und die F?higkeiten, die du hier lernen wirst, werden dich aufnge Sicht sch¨¹tzen, mehr will ich nicht tun." "Wenn du ein Reiter in der k?niglichen Garde sein willst, musst du ein Gewinn sein. Menarx¡¯ Liebe reicht nicht aus, um dich zu halten. ¨¹brigens... ich war nie hier." K?nig Jian sagte nichts sagend, als er an Neveah vorbeiging und aus dem Saal ging. "Das war alles nur, um zu sagen, dass er mich zu meiner eigenen Sicherheit hergeschickt hat?" fragte Neveah verbl¨¹fft und fragte sich, ob das der stets schweigsame Drachenk?nig war, der kaum ein Wort ¨¹ber die verlor, die er f¨¹r unw¨¹rdig hielt. Du solltest dir mehr Gedanken dar¨¹ber machen, wie wir erkl?ren k?nnen, was hier passiert ist. erinnerte Neveahs Wolf sie. Neveah blickte sich in der Halle um, und als sie K?nig Jians letzte Aussage bemerkte, stie? sie einen leisen Seufzer aus. "Ich versuche nur einen Momentng, ihn nicht zu m?gen, und schon im n?chsten gibt er mir einen anderen Grund." Neveah st?hnte auf, als sich die T¨¹ren ?fen und eine entsetzt dreinblickende Elina hereinkam. _______________ "Du h?ttest nur hier bleiben m¨¹ssen, Neveah! Ist dir ¨¹berhaupt r, was das f¨¹r ein Ort ist?!" Elina zischte Neveah an und Neveah rollte ver?rgert mit den Augen, als sie in eine andere Halle gef¨¹hrt wurde, wo ihr Urteil auf sie wartete. "Die Missachtung von Meister Maloway, die Missachtung unseres Lehnsherrn, der Versuch, aus der Akademie auszubrechen, die Verletzung eines Reiterkollegen und nun auch noch das uneubte Betreten und die Zerst?rung der Halle der Geschichte wurden dir zur Last gelegt. Was habt Ihr zu Eurer Verteidigung zu sagen?" fragte Meister Gerwin in einem ruhigen Ton. Neveahs H?nde waren vor Aufregung zu F?usten geballt, als sie Meister Maloway und den beiden anderen Senior Meistern der Reiterakademie gegen¨¹berstand, zusammen mit zehn Junior Meistern, die um einen Tisch herum sa?en. Nun, Neveah hatte gewusst, dass ihr erster Tag in der Reiterakademie nicht so gut veufen w¨¹rde, aber sie hatte sicher nicht erwartet, dass sie vor einen ?ltestenrat gerufen werden w¨¹rde. Die ersten drei Vorw¨¹rfe konnte Neveah leicht zugeben, aber die Zerst?rung der Halle der Geschichte hatte nichts mit ihr zu tun. "Zum hundertsten Mal, ich habe einen Versto? begangen. Aber mit dem Rest habe ich nichts zu tun." antwortete Neveah mit einem Seufzer. "Wei?t du dann zuf?llig, wer noch in die Halle eingedrungen ist? Du warst dort, du solltest es wissen." fragte Meisterin Heather mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Es war..." begann Neveah und stie? dann einen Seufzer aus. "Ich wei? es nicht... Ich habe nichts gesehen." murmelte Neveah leise vor sich hin. Chapter 274: Eine seltsame Vision (Kap.274)

Chapter 274: Eine seltsame Vision (Kap.274)

~Nord n Siedlung, Wald Tajma¨¦~ "Was ist das hier f¨¹r ein Ort?" Dante schaute sich fragend in der dunklen Halle um, in der er sich befand. Die Halle erstreckte sich soweit das Auge reichte, und der Boden, auf dem er stand, schien aus dem gleichen Material wie die W?nde zu sein. Es handelte sich um ein seltsames, dunkles Material, das so tt wie Marmor aussah, aber schon die kleinste Bewegung l?ste Wellen auf der Oberfl?che aus, als st¨¹nde Dante auf Wasser. "Ich habe keine Zeit f¨¹r so etwas." Dante murmelte genervt und machte einen vorsichtigen Schritt nach vorne, legte eine Hand auf die Wand, um sie zu f¨¹hlen. Dante zog seine Hand zur¨¹ck, als Wellen sich von der Stelle, an der seine Hand die Wand ber¨¹hrt hatte, ausbreiteten. Dante warf einen Blick auf die Handschellen, die ihm angelegt waren und ein leises Knurren entrang sich seiner Kehle. Es blieb nicht viel Zeit, bis die Hohe Jungfrau wieder zu Bewusstsein kam, diese Zeit w?re besser investiert gewesen, um einen Weg zur¨¹ck zu Estelle zu finden. Aber stattdessen befand Dante sich hier, in dieser seltsamen Halle, in die er durch die Vision der Hohen Jungfrau gebracht worden war. "Vision... die Hohe Jungfrau hatte eine Vision, als ich sie ber¨¹hrt habe." erinnerte Dante sich und schaute sich noch einmal in dieser seltsamen Umgebung um, in ihm keimte ein Verdacht. "K?nnte es sein... dass ich gerade auch eine Vision durchlebe?" Dante murmelte zu sich selbst und kam zu dem Schluss, dass das die beste Erkl?rung f¨¹r seine Situation war. Aber es blieb die Frage, was genau f¨¹r eine Art von Vision das war und wie er aus dieser herauskommen konnte. "Wie viele Tage habe ich Elles Mission nun schon aufgehalten? Wenn ich schon in einer Vision bin, sollte ich zumindest etwas N¨¹tzliches sehen." "Die gegenw?rtige Situation in Keep Skies, oder zumindest was aus Fort zed geworden ist. Was hat es mit dieser endlosen Halle auf sich? Das ist einfach nur Pech." Dante schimpfte genervt und bewegte sichngsam den Gang enng, in der Hoffnung, einen Ausweg zu finden. Dante lief immer weiter, zumindest schien es ihm so, aber er konnte es nicht genau sagen, denn egal wie weit er ging, sah ¨¹berall genau gleich aus. Frustration kochte in Dante hoch, als er sich in der Halle umsah und seine Stirn in ein tiefes Stirnrunzeln legte. Dante versuchte seine Drachenseite zu finden, aber wie schon zuvor schien zwischen ihnen eine zu gro?e Distanz zu bestehen, die Dante einfach nicht ¨¹berwinden konnte. "Sogar in dieser Vision kann ich mich nicht verwandeln." Dante murmelte mit einem Seufzer zu sich selbst, w?hrend er seinen ziellosen Marsch fortsetzte. "Vielleicht komme ich ans Ende, wenn ichnge genug gehe. Oder wenn nicht, wird es zumindest der Hohen Jungfrau genug Zeit geben, um wieder zu sich zu kommen, damit ich auch hier rausgssen werden kann." "Gleichzeitig werde ich nicht meinen Verstand verlieren, wenn ich nur an einem Ort bleibe." beschloss Dante. Gerade als Dante seinen Weg fortsetzte, hielt er erneut inne, als er eine Pr?senz wahrnahm, die sich von irgendwo aus dem Flur n?herte. Zuerst sp¨¹rte Dante nur eine Pr?senz und kurz darauf h?rte er leises Schuhgetrappel. So leise, dass Dante wusste, dass es sich um einen erfahreneren K?mpfer handeln musste, um eine solcheutlose Bewegung zu beherrschen. Das bedeutete auch, dass die Person, die sich n?herte, sicherlich gef?hrlich war, und Dante schaute sich nicht einmal um, er wusste bereits, dass es nirgendwo ein Versteck gab. Dante sah auf seine Handschellen, sie lie?en nicht viel Bewegungsspielraum zu, ein Kampf w¨¹rde also nicht zu seinen Gunsten ausgehen. Dante konnte nur hoffen, dass das Sterben in einer Vision bedeuten w¨¹rde, dass er wieder zur Gegenwart aufwachen w¨¹rde, und wenn es noch eine Hoffnung gab, hoffte Dante, dass er so weit wie m?glich von den nymphomanischen Nymphen entfernt aufwachen w¨¹rde. Bevor Dante weiter nachdenken konnte, h?rte er ein leises Murren. "H?rt dieser Tunnel denn nie auf? Ich bin jetzt sicher schon seit Stunden hier unten." Sagte eine helle Frauenstimme, als eine Silhouette ins Blickfeld trat. Genau in dem Moment, als sie diese Worte sagte, ver?nderte sich Dantes Umgebung von einer Halle mit pechschwarzen W?nden zu einem ebenso dunklen und feuchten Tunnel. Dante starrte auf die neue Gestalt, und blinzelte erstaunt, als er feststellte, dass es sich um eine junge Frau handelte, die ein paar Sommer vor ihrem zwanzigsten Lebensjahr zu sein schien. Die Frau trug einen Reiteranzug mit einem pechschwarzen Umhang dar¨¹ber, als ob sie ihren Anzug verstecken wolle, und Dante konnte nicht genau erkennen, welche Farbe sie trug. Unter dem weiten Kapuzenrand des Umhangs, erhaschte Dante einen Blick auf goldene Haarstr?hnen, gerade als die junge Frau direkt an ihm vorbeiging, als h?tte sie ihn gar nicht gesehen. Dante blinzelte erstaunt, schaute auf sich selbst herunter und fragte sich, ob er so klein war, dass er so leicht ¨¹bersehen werden konnte, obwohl er direkt in ihrem Blickfeld stand. "Sie kann mich nicht sehen, ich bin hier nur eine dritte Partei." stellte Dante fest, als er sich umdrehte und der seltsamen Reiterin mit dem schwarzen Umhang folgte. Sie bewegte sich schnell und heimlich, ihre Schritte waren schnell und es war f¨¹r Dante eine Herausforderung, mit ihr Schritt zu halten, da die Handschellen ihm ein Bein stellten. Dennoch hielt Dante so dicht wie nur m?glich auf sie zu. Wer auch immer diese Frau war, sie war die erste Person, die Dante seit er sich an diesem seltsamen Ort befand gesehen hatte. Dante war sich v?llig sicher, dass er ihr folgen sollte, es bestand nicht der kleinste Zweifel daran, dass diese Vision, was auch immer sie war, sich um sie drehte. Es war eigenartig, dass Dante sich so sicher f¨¹hlte, doch es war etwas, das er schlichtweg wusste; Wenn nichts anderes, w¨¹rde diese Frau ihm einen Ausweg zeigen, aber zuerst musste Dante sicherstellen, dass er sie nicht aus den Augen verlor. Mit diesem Gedanken im Kopf, beschleunigte Dante seine Schritte und lief so schnell wie es die Handschellen zulie?en weiter, immer den Blick auf den raschelnden Pfad des pechschwarzen Umhangs gerichtet. Chapter 275: Eine seltsame Vision 2 (Kap.275)

Chapter 275: Eine seltsame Vision 2 (Kap.275)

Die Reiterin ging weiter, blieb immer wieder stehen, um sich umzusehen, und manchmal beugte sie sich vor und legte eine Handfl?che auf den Boden, um nach Vibrationen zu suchen. Dante folgte ihr dicht auf den Fersen. Er hatte sich bereits vergewissert, dass es sich nur um eine Vision handelte, die sich um ihn herum abspielte, und dass die Reiterin ihn ¨¹berhaupt nicht sehen konnte. Au?erdem konnte Dante immer noch nicht den geringsten Blick auf ihr Aussehen erhaschen, da ihre Bewegungen schnell und zielgerichtet waren. Dante konnte nicht sagen, ob die Reiterin genau wusste, wohin sie ging, aber er schloss daraus, dass sie einen Weg aus dem Tunnel finden wollte. An ihrer raschen Bewegung konnte Dante erkennen, dass sie es eilig hatte, und sie schien auch aufgeregt zu sein, obwohl sie ihre Emotionen sehr gut zu verbergen wusste. "Ist das eine Vision f¨¹r die hohe Jungfrau? Oder hat das irgendwie mit mir zu tun? Ich erkenne sie ¨¹berhaupt nicht wieder." murmelte Dante vor sich hin, w?hrend er den Reiter verfolgte. Dante konnte nicht viel ¨¹ber die Reiterin sagen, au?er der Tatsache, dass sie weiblich war, und dass sie mit Sicherheit eine ausgebildete K?mpferin war. Sie war ebenso sensibel f¨¹r ihre Umgebung und ?u?erst wachsam und nahm selbst die kleinsten Ger?usche von vorbeifliegenden Insekten wahr. "Sie ist stark, so viel kann ich sagen." schlussfolgerte Dante f¨¹r sich, aber das half ihm immer noch nicht, die Bedeutung dieser Vision zu verstehen. Dante blieb nichts anderes ¨¹brig, als ihr weiter zu folgen, und so tat er genau das. Es dauerte nichtnge, bis sie an einer Weggabelung ankamen, zwei Tunnel?ffnungen, die in verschiedene Richtungen f¨¹hrten, und wieder hockte sich der Reiter auf den Boden, um zu versuchen, den richtigen Weg zu entziffern. "Links ... links ist der Weg nach drau?en." murmelte die Reiterin erst nach einem Moment zu sich selbst. Dann setzte sie ihren Weg fort und verdoppelte ihren Schritt mit so gro?er Geschwindigkeit, dass Dante sie beinahe wieder verloren h?tte. Irgendwie gng es Dante, ihrer Bewegung zu folgen, und nach einer kurzen Weile ?fe sich der Tunnel vor ihnen, genau wie die Reiterin vorausgesagt hatte. Die Reiterin eilte weiter, bis sie aus dem Ende des Tunnels herauskam und Dante direkt hinter ihr in einen gro?en Wald lief. "Sie sollten nicht weit sein... Ich muss sie finden." murmelte die Reiterin vor sich hin. Oder vielleicht waren es ihre Gedanken, die Dante h?rte, denn er konnte nicht mit Sicherheit sagen, dass die Reiterin ihre Lippen bewegt hatte. Irgendwie sp¨¹rte Dante, dass diese Reiterin einen Hauch von Wichtigkeit umgab, sie hatte einfach etwas K?nigliches und Imposantes an sich. Sie hatte etwas an sich, das Dante sagte, dass sie ein wichtiges Teil eines Puzzles war, aber welches Puzzle genau? Dante konnte es nicht sagen. Alles, was Dante wusste, war, dass er hoffte, sie w¨¹rde finden, was immer sie suchte, und vielleicht war der Sinn dieser Vision, daf¨¹r zu sorgen, dass sie es tat. Doch dieser Gedankengang verlie? Dante, als er ein leises Knurren h?rte, das die Erde erzittern lie?. Dante str?ubten sich die Nackenhaare und seine Instinkte meldeten sich sofort, um ihn vor der Gefahr zu warnen. Ein schrecklicher Gestank hing in der Luft, es roch nach toten, verwesenden K?rpern, und Dantes Blick verengte sich leicht, seine Augen suchten den Wald vorsichtig ab. Diesmal war Dante derjenige, der sich hinhockte und eine Hand auf die Erde legte. Dante sch?rfte seine Sinne und sp¨¹rte sie, die Ersch¨¹tterungen, die bis in die Tiefe reichten. Dante konnte nicht sagen, was es zu bedeuten hatte, aber eines wusste er mit Sicherheit. "Irgendetwas ist da drau?en..." erkannte Dante und sprang auf, um die ahnungslose Reiterin zu warnen. Aber sie war schon weit voraus, und Dante konnte nur noch einen kurzen Blick auf ihren Mantel erhaschen, als sie in den B?umen verschwand. "Warte! Warte, du kannst da nicht reingehen!" rief Dante der Reiterin panisch zu und eilte ihr so schnell er konnte hinterher. Doch es war ein vergeblicher Versuch, sie bewegte sich zu schnell, und selbst wenn Dante sie einholen konnte, wie sollte er die Reiterin vor der gro?en Gefahr warnen, wenn sie ihn nicht einmal sehen konnte? "Ich muss etwas tun!" dachte sich Dante und eilte in die Richtung, die die Reiterin eingescgen hatte. Dante konnte es nicht dabei bssen, wer auch immer diese Reiterin war, sie war an einen seiner Verwandten gebunden ... sie war das Leben und die Welt eines Drachenlords. Dante wusste genau, wie es sich anf¨¹hlte, die eine Person zu verlieren, die der Sch?pfer speziell f¨¹r einen geschaffen hatte, und er konnte nicht zssen, dass ein anderer so etwas durchmachen musste, wenn er es verhindern konnte. Dante rannte so schnell er konnte, rief verzweifelt nach der Reiterin, aber sie blickte nicht einmal zur¨¹ck, und seine Warnungen stie?en auf taube Ohren. In seiner Eile bewegte sich Dante zu schnell und ¨¹berschritt den Spielraum der Manschette, die seine Glieder festhielt. Dante wurde nach unten gezerrt, verlor das Gleichgewicht und st¨¹rzte mit einem schmerzhaften Grunzen auf den Boden. "Du kannst da nicht reingehen! Das d¨¹rfen Sie nicht!" rief Dante, w?hrend er sich wieder auf die Beine k?mpfte. Seine Stimme wurde durch das Ger?usch von fl¨¹chtenden V?geln unterbrochen, die zu Hunderten aus den B?umen stiegen, ver?ngstigt und auf der Flucht vor etwas. Dante blickte auf und seine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sich ein gigantischer Schatten ¨¹ber dem Wald erhob, der das Sonnenlicht verdunkelte und den Wald in Dunkelheit tauchte. Ein weiteres tiefes Grollen ersch¨¹tterte den Wald, und Dante blieb der Mund offen stehen, als die Silhouette einer gro?en Bestie sichtbar wurde. Es war noch weit entfernt, doch die Silhouette vor Dante war so gro? wie drei gro?e Drachen zusammen. Dante wusste auch, dass die junge Reiterin diesem gro?en Ungeheuer unm?glich allein entgegentreten konnte, Ohne ihren Drachen w¨¹rde sie zerschmettert werden, bevor sie ihre Klinge ziehen konnte "Rette sie... Ich muss sie retten!" dachte Dante eindringlich bei sich, w?hrend er mit allem, was er hatte, nach innen griff und verzweifelt nach seiner Drachenseite rief. Chapter 276: Er ist der Eine (Kap.276)

Chapter 276: Er ist der Eine (Kap.276)

Die Nacht war still wie immer auf den Wiesen des Nord-ns, selbst nachdem das unangenehme Ereignis des Tages vor¨¹ber war. In den ns hatte sich herumgesprochen, dass ein Anscg auf die Hohe Jungfrau ver¨¹bt worden war, und jede Nymphe h?rte die erstaunliche Nachricht, dass die Hohe Jungfrau von ihrem Preis gerettet worden war. Auch die Weissagung der Hohen Jungfrau war ein gro?er Erfolg, und die Turniere der Bl¨¹tezeit w¨¹rden bald beginnen. Eine erfolgreiche Weissagung w¨¹rde ein weiteres bl¨¹hendes Jahrzehnt f¨¹r die Nord-Nymphen bedeuten und die Herrschaft der Hohen Jungfrau weiter festigen. "Sei still, gib keinen Laut von dir." ermahnte die Hohe Jungfrau Melissa ihre Gefolgsleute, als sie in ihr Quartier traten, angef¨¹hrt von Timmon, dem Hauptw?chter des Nord-ns. "Wir sind gekommen, wie wir geh?rt haben. Es ist eine gro?e Erleichterung, dass Ihr wieder bei Bewusstsein seid, Mdy. Wir hatten bef¨¹rchtet, Ihr w¨¹rdet in einen dunklen Strudel fallen." sagte Timmon in einem ruhigen Ton. Ein dunkler Strudel war eine gef¨¹rchtete Gefahr der Wahrsagerei, ein Zustand, in dem das Bewusstsein in der Ebene zwischen einer Vision und der Realit?t verloren ging und nicht wiederhergestellt werden konnte. Aus Angst vor dunklen Wirbeln wurden die Nymphen, die um den Willen des Sch?pfers wahrsagten, in v?lliger Ruhe und Stille sich selbst ¨¹bessen, ohne dass sie unterbrochen werden durften. "Es ist wirklich eine Erleichterung." Einer von Timmons Untergebenen pflichtete ihm bei, ebenfalls im Fl¨¹sterton. Das Bed¨¹rfnis nach Ruhe bedurfte keiner Erkl?rung, denn auf dem Bett, neben dem die Hohe Jungfrau sa?,g Dante, der noch tief schlief. "Was ist mit ihm passiert?" fragte Timmon und warf einen Blick zu Dante hin¨¹ber. "Er hat mir das Leben gerettet, das ist es." antwortete die Hohe Jungfrau Melissa und warf einen z?rtlichen Blick auf den scfenden Dante. "Wann wird er erwachen?" fragte Timmon erneut und warf ebenfalls einen Blick auf Dante. "Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, in ein paar Stunden oder ein paar Tagen. Der arme Junge wurde durch die Magie der Nymphen in den Strudel der Weissagung gesogen, ich kann nicht sagen, welche Auswirkungen das auf einen Menschen hat." gab die Hohe Jungfrau Melissa mit einem Seufzer zu. "Meine Vermutung ist, dass er von einer Vision gegt wird. Von der Vergangenheit oder der Zukunft, ich wei? es nicht, aber eine Vision, die f¨¹r seinen Weg von Bedeutung sein wird... Ich hoffe, es ist eine, mit der er umgehen kann." f¨¹gte die Hohe Jungfrau Melissa hinzu. "Aber er wird erwachen?" fragte Timmon, um sicherzugehen. "Das wird er, bald." Erwiderte die Hohe Jungfrau mit einem Nicken. "Aber das Turnier wird morgen beginnen. Wenn das Band zwischen Mdy und dem Menschen nicht bestimmt ist, muss er an den Turnieren teilnehmen." erinnerte Timmon. "Das wird nicht n?tig sein, ich beabsichtige, ihn im Morgengrauen zu binden." erwiderte die Hohe Jungfrau Melissa mit Bestimmtheit. "Bei Tagesanbruch?! Es ist noch nicht Zeit f¨¹r die Segnung der Fesseln. Und was ist mit dem Menschen? Hat er seine Zustimmung zu einer Bindung gegeben?" fragte Timmon mit vor ¨¹berraschung geweiteten Augen. "Er hat mir das Leben gerettet, von welchem gr??eren Einverst?ndnis sollten wir sprechen?" Die Hohe Jungfrau Melissa antwortete mit einer eigenen Frage. "Aber eine m¨¹ndliche Zustimmung ist erforderlich. Er ist noch nicht erwacht, was soll geschehen, wenn er bis zum Morgengrauen nicht erwacht ist?" fragte Timmon beunruhigt. "Wir werden mit der Verbindung bei Sonnenaufgang fortfahren, das ist meine Entscheidung." beharrte die Hohe Jungfrau Melissa. "Das w?re so, als w¨¹rde man ihm die Bindung aufzwingen! Sobald er dein Zeichen tr?gt, gibt es kein Zur¨¹ck mehr! Dies zu tun, w?hrend er schl?ft, ist ... unangemessen." ¨¹berlegte Timmon und tauschte einen Blick mit seinen Untergebenen aus. "Ich habe drei bl¨¹hende Jahreszeiten gewartet, Timmon. Drei Jahrzehnte! Und was heute geschehen ist, hat mir nur noch deutlicher gemacht, dass ich die k?nigliche Blutlinie so schnell wie m?glich vermehren muss." "Ich muss einen Erben geb?ren, einen m?nnlichen Erben, damit diejenigen, die es auf meinen Thron abgesehen haben, ihrer Gier ein Ende setzen k?nnen." Die Hohe Jungfrau Melissa zischte. "Er ist derjenige Tim... Ich wei? es. Es gibt keine Nymphe, die es wagt, mir meinen Anspruch streitig zu machen, und deshalb wird er nicht am Turnier teilnehmen m¨¹ssen." "Vielleicht verabscheut er mein Handeln heute, aber mit der Zeit wird er unsere Verbindung zu sch?tzen wissen. Ich werde ihnngsam ¨¹berzeugen, und mit der Zeit wird er mir wirklich sein Herz ?ffnen." sagte die Hohe Jungfrau Melissa mit Bestimmtheit. "Ich werde ihn im Morgengrauen binden, es sind nur noch wenige Stunden. Beeilt euch mit den Vorbereitungen." befahl die Hohe Jungfrau Melissa. Die Nymphen verabschiedeten sich, und die Hohe Jungfrau Melissa wurde mit ihren eigenen Gedanken allein gssen. Die Hohe Jungfrau Melissa wandte ihre Aufmerksamkeit wieder Dante zu und blickte mit einem tr?umerischen Blick auf ihre neu gefundene Beute hinab. "Wo warst du mein ganzes Lebenng?" murmelte die Hohe Jungfrau Melissa und dachte an die vielen Jahrzehnte zur¨¹ck, die vergangen waren, seit sie die nf¨¹hrerin geworden war. "Alle sehen mich als die M?chtigste meiner Sippe an... sie erwarten von mir Antworten auf Schritt und Tritt, und ich bin verpflichtet, sie zu geben." "Sie erwarten von mir, dass ich meinen n vor dem Untergang bewahre, dass ich die St?rke und der Besch¨¹tzer meines Volkes bin. Wer hat daran gedacht, mich zu retten?" murmelte die Hohe Jungfrau Melissa leise und streckte eine Hand aus, um das verirrte Haar aus Dantes Stirn zu streichen. "Du bist der erste, dem ich in meinemngen Leben mein Leben anvertraut habe. Ich werde es nicht zur¨¹cknehmen..." entschied die Hohe Jungfrau Melissa mit einem z?rtlichen L?cheln. Sie konnte nicht umhin, sich zu fragen, welche Vision er durch ihre Magie erhalten hatte und was er in diesem Moment sehen w¨¹rde. "Ein Teil von mir hofft, dass der Sch?pfer dir unsere gemeinsame Zukunft zeigt, denn du musst genauso wie ich verstehen, wie sch?n und strahlend sie ist..." murmelte die Hohe Jungfrau Melissa. "Es sind nur noch wenige Stunden bis zur Morgend?mmerung, es wird nicht mehrnge dauern. Wenn du erwachst, werden unsere Schicksale bereits f¨¹r die Ewigkeit verwoben sein." "So scfe gut, meine Geliebte, was auch immer dein Weg vorher war, ist bereits Vergangenheit. Dein tz ist an meiner Seite, von diesem Tag an ... bis zu unserem letzten." Sagte sie. Chapter 277: Estelles Wut (Kap.277)

Chapter 277: Estelles Wut (Kap.277)

Die Morgend?mmerung brach bald ¨¹ber den Wald Tajma¨¦ herein, und die Nord-Nymphen hatten die Bindungszeremonie zwischen der Hohen Jungfrau und ihrem auserw?hlten Preis vorbereitet. Da sie in aller Eile vorbereitet wurde, verbreitete sich das Wort nicht unter dem n, sondern sollte erst am Ende der Bl¨¹tezeit bekannt gegeben werden. Nur einige wenige vertrauensw¨¹rdige Nymphen w¨¹rden anwesend sein, was dem Wunsch von Lady Melissa entsprach, da der Drahtzieher hinter dem Attentat noch nicht entdeckt worden war In den Gem?chern der Hohen Jungfrau bereiteten ihre Gehilfen sie auf die Zeremonie vor, w?hrend die Hohe Jungfrau vor dem bodengen Spiegel stand und ihr Spiegelbild betrachtete. "Dieses Kleid wurde am Tag meiner Kr?nung angefertigt, es sollte getragen werden, wenn ich einen Verb¨¹ndeten finde... drei Jahrzehnte sp?ter ist es noch genauso sch?n wie damals, als ich es zum ersten Mal sah." Lady Melissa begutachtete es und fuhr mit einer Hand ¨¹ber die L?nge ihres Kleides. "Es ist in der Tat wundersch?n, und Mdy ist sogar noch sch?ner." Eine weibliche Nymphe stimmte mit einem warmen L?cheln zu. Lady Melissa eubte sich ein kleines L?cheln, w?hrend sie sich durch die Haare strich. "Die Absicht meiner Herrin muss erst noch erwachen." sagte die weibliche Nymphe nach einem Moment der Stille. "Er ist stur und stolz, so viel kann ich sagen ... das ist das Beste." erwiderte Lady Melissa. W?hrend Lady Melissa sprach, trat Timmon in ihr Quartier und sie warf einen Blick ¨¹ber ihre Schulter. "Welches Wort?" fragte Lady Melissa. "Eine Nachricht vom Druidenn, Mdy." teilte Timmon mit und reichte Lady Melissa einen Zettel. Lady Melissa nahm den Zettel unds ihn durch, wobei sie die Brauen ?rgerlich runzelte, bevor sie ihn in ihrer Faust zerkn¨¹llte. Die Aufregung, die sich auf ihrem Gesicht widerspiegelte, war nicht zu ¨¹bersehen, aber Lady Melissa war schnell dabei, sie zu verbergen. "Mdy, der Inhalt ..." begann Timmon zu fragen, wurde aber von Lady Melissa unterbrochen. "Es ist nichts, ignorieren Sie es." erwiderte Lady Melissa ruhig und sagte nichts ¨¹ber den Inhalt des Briefes. "Nun gut, die Zeremonie ist vorbereitet." meldete Timmon. "Dann geleite die mir zugedachte ... mit der Sorgfalt und dem Respekt, der meiner Verbundenen geb¨¹hrt." befahl Lady Melissa, w?hrend sie einen letzten Blick in den Spiegel warf, bevor sie hinausging. _______________ "Kein Wort?" fragte Lord Farren unruhig, w?hrend er sein Gewicht auf seinen Stock st¨¹tzte. Eine Gruppe von Druidennymphen unter der F¨¹hrung ihrer nf¨¹hrerin hatte Estelle zur Nymphen-Siedlung auf der anderen Seite des Sees, dem Druidengebiet, eskortiert. Nun standen sie da und warteten auf die Antwort der hohen Jungfrau des Nord-ns, die viel l?nger dauerte als erwartet. Der Oberw?chter sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Noch keine. Vielleicht h?tten wir einfach in unserer Siedlung warten sollen? Ist es in Ordnung, dass wir so in die Siedlung der Nord eindringen?" fragte der Oberw?chter unsicher. Estelle ballte ihre F?uste vor Aufregung und warf dem Oberw?chter einen finsteren Blick zu. "Wenn ihr nicht hineingehen wollt, werde ich es tun." Estelle machte ihre Haltung deutlich, sie war schon so weit gekommen und w¨¹rde nicht ohne Dante zur¨¹ckgehen. "Es d?mmert bereits, und das Turnier beginnt, sobald die Sonne aufgegangen ist, wir m¨¹ssen die Hohe Jungfrau sehen und unser Anliegen vorbringen. "Ich bin sicher, dass sie Verst?ndnis f¨¹r unsere Gr¨¹nde haben wird." entschied Lord Farren, w?hrend er den Weg den kleinen H¨¹gel hinunter anf¨¹hrte, auf dem sie standen. Estelle folgte schnell hinter ihm, als sie sich auf den Weg in die Siedlung des Nordns machten. In dem Moment, als sie in Sichtweite waren, eilten Wachnymphen herbei, um ihre Ann?herung aufzuhalten. "Hoher Meister Farren, was haben wir diesem pl?tzlichen Besuch zu verdanken?" fragte eine der Wachnymphen erstaunt. "Wir haben eine dringende Nachricht f¨¹r die Hohe Jungfrau und m¨¹ssen sie in aller Eile sehen." teilte Lord Farren mit. "Ich werde die Hohe Jungfrau sofort benachrichtigen, wenn Ihr in einer H¨¹tte warten w¨¹rdet..." bot die Nymphe an, doch Lord Farren sch¨¹ttelte den Kopf und widersprach. "Dringend hei?t, dass es nicht warten kann, junge Dame. Begleitet mich zu Eurer Hohen Jungfrau, ich bin sicher, dass sie einen Verwandten nicht abweisen w¨¹rde." Lord Farren bestand darauf. Der W?chter z?gerte einen Moment, und gerade als Estelle dar¨¹ber nachdachte, ihn aus dem Weg zu schubsen, trat der W?chter zur Seite. "Nun gut, dann komm mit mir. Die Hohe Jungfrau ist mit ein paar edlen Nymphen am See. Ich bin mir nicht sicher, zu welchem Zweck, aber sie hat befohlen, nicht gest?rt zu werden." "Ich hoffe, Lord Farren w¨¹rde sich f¨¹r mich einsetzen, wenn ich deswegen in Schwierigkeiten geraten sollte." Sagte die Wache und ging voraus. "Gewiss, gewiss." versicherte Lord Farren. Die Druidennymphen wurden in die Siedlung der Nord gef¨¹hrt und zum See geleitet. Estelle versp¨¹rte ein Gef¨¹hl der Dringlichkeit, je n?her sie kamen, sie hatte sich nicht mehr sicher gef¨¹hlt, seit sie aufgewacht war und festgestellt hatte, dass Dante verschwunden war, und jetzt war sie noch unruhiger. Bald erreichten sie eine Lichtung, auf der offenbar eine Zeremonie stattfand, und Estelle konnte Dantes Anwesenheit bereits sp¨¹ren. Als sie n?her kamen, erkannte Estelle, um welche Zeremonie es sich handelte. "Lady Melissa vom Nord n hat ihre Absicht erkl?rt, diesen... Mann als Lebensgef?hrten zu nehmen, um ihr Zeichen zu tragen und ihr Leben mit ihm zu teilen." "Nach unseren Br?uchen muss Lady Melissa dem Menschen nun einen Strang ihrer Magie gew?hren, damit sie aneinander gebunden werden k?nnen." verk¨¹ndete eine Stimme. Estelles Augen weiteten sich vor Entsetzen, und sie schoss vorw?rts, dr?ngte sich an Lord Farren und der Wache vorbei, die sie f¨¹hrte. Estelle rannte geradewegs auf die Lichtung, wo ihr Blick sofort auf Dante fiel, der auf einem Bett aus Bl?tterng, w?hrend eine Frau inngen Gew?ndern neben ihm kniete und eine Hand auf seine Stirn legte. In diesem Moment sp¨¹rte Estelle eine Wut, wie sie sie noch nie zuvor empfunden hatte, durch ihre Adern str?men und ein intensives, ¨¹berw?ltigendes Vengen, Dante zu besch¨¹tzen, so wie er es f¨¹r sie getan hatte. "Wie kannst du es wagen, ihn anzufassen?! Gehen Sie sofort von ihm weg!" br¨¹llte Estelle und st¨¹rmte auf die Frau zu, mit einer t?dlichen Wut, die in ihren Augen gl?nzte. Chapter 278: Eine Forderung (Kap.278)

Chapter 278: Eine Forderung (Kap.278)

Die Nymphenw?chterinnen waren sofort zur Stelle, um ihre Hohe Jungfrau zu besch¨¹tzen. Sie st¨¹rmten nach vorn und versperrten Estelle den Weg. Estelle hielt atemlos in ihrem Schritt inne. Ihre H?nde ballten sich zu festen F?usten an ihrer Seite, so fest, dass sich ihre Fingern?gel in ihr Fleisch bohrten, doch sie nahm es kaum wahr. Noch nie in ihrem Leben hatte Estelle sich so w¨¹tend gef¨¹hlt, nicht einmal, als ihr Vater ihr verboten hatte, mit Jason zusammen zu sein. Das war das einzige Mal, an das sich Estelle erinnern konnte, dass sie ihren Willen nicht bekommen hatte. Diese Wut war nichts im Vergleich zur Trotzigkeit und Eigensinnigkeit der Feuerprinzessin - dies war etwas weit Gr??eres. Die Wut, die durch Estelles Adern str?mte, ¨¹bertraf den Schrecken, den sie in jener Nacht empfunden hatte, als Fort zed verschwunden war. Die Luft in ihren Lungen f¨¹hlte sich hei? und brennend an, als Estelle schwer einatmete, ihre Brust hob und senkte sich schnell, und sie konnte es nicht einmal erw?gen, sich zu beruhigen. Alles, was Estelle sehen konnte, alles, was sie wollte, war Dante in seinem wehrlosen Zustand und die Frau, die dies ausnutzte. "Und wer bist du genau, um von meinem Verb¨¹ndeten zu sprechen?" fragte die Hohe Jungfrau des Nord-ns. ¡¯Verbunden ... verbunden ... verbunden!¡¯ Immer wieder schossen diese Worte durch Estelles Kopf, ein Mantra, das ihre Wut anheizte undngsam jeden vern¨¹nftigen Gedanken verdr?ngte. Sie stellte sich vor, wie diese Nymphenfrau Dante, den stets zuverl?ssigen Dante, verletzt hatte, um ihn in einem solchen Zustand zur¨¹ck zussen. Mit jedem Szenario, das in ihrem Kopf auftauchte, wuchs der Drang, dem Feind einen weitaus gr??eren Schaden zuzuf¨¹gen. "Estelle Starron ... und ich will deinen Kopf!" zischte Estelle und machte einen weiteren Schritt vorw?rts. Ihr Blick huschte zu den Nymphenw?chterinnen, die begannen, sie zu umkreisen. Eins ... zwei ... drei, Estelle z?hlte die K?pfe und kam auf sieben. Sieben Nymphenw?chterinnen umkreisten Estelle im Moment, und ihr empfindliches Geh?r nahm wahr, dass sich weitere n?herten. Bald w?re sie von Nymphenw?chterinnen umgeben, bevor sie ¨¹berhaupt einen Schritt tun k?nnte. Rational gesehen wusste Estelle, dass sie keine Chance hatte, aber die Rationalit?t war in dem Moment aus dem Fenster geflogen, als sie Dante erblickt hatte. Alles, was sie im Moment versp¨¹rte, war Wut, eine wachsende Mordlust und der Durst nach dem Blut dieser einen Frau, die sich im Zentrum von Estelles Blickfeld befand. Ein Lichtblut war dieser Art von Wesen - obwohl Estelle die Gaben eines echten Drachens fehlten, mangelt es ihr sicherlich nicht an Wut und unkontrollierten Trieben. Estelle hatte ihren Vater oft sagen h?ren, dass der Grund, warum ein Lichtblut dazu erzogen wurde, seine Emotionen immer im Zaum zu halten, die F¨¹lle an Wildheit war, f¨¹r die sie keine Verwendung oder Ausdrucksm?glichkeit hatten. Ein Drache konnte zumindest Feuer speien ... aber was sollte Estelle mit all der Wut anfangen, die in diesem Moment durch ihre Adern brannte? Diesem intensiven Drang zu t?ten? Besonders, wenn Estelle genau wusste, dass es nur sie gegen die Nymphenart war. Und der Gedanke daran machte Estelle nur noch w¨¹tender. Ja, es war nur sie ... sie hatte schon alle verloren, und nun war es nur noch sie, denn diese Nymphen hatten ihr die einzige Person genommen, die ihr noch geblieben war. Jeder und alles in der Welt reizte Estelle, und sie hatte genug davon. "Halt dich zur¨¹ck, M?dchen, wir wollen dir nicht wehtun," warnte eine der Nymphenw?chterinnen. In Gedanken fragte sich Estelle, ob sie auf die Nymphen wie jemand wirkte, der bei dem Gedanken, verletzt zu werden, eingesch¨¹chtert war. "Ich bin Estelle Starron von Fort zed... Lichtblut, Drachenblut! Tut mir also weh ... ich fordere dich heraus!" konterte Estelle, ihre Muskeln waren gespannt und bereit, jeden Moment zuzuscgen. Sie konnte es nicht mit allen aufnehmen, das wusste Estelle. Aber sie w¨¹rde diejenige t?ten, die Dante angegriffen hatte, egal was es kostete. Estelle sp¨¹rte einen Arm auf ihrer Schulter, und ihr w¨¹tender Blick richtete sich auf Lord Farren. Ihre F?uste zuckten, Estelle w¨¹rde nur ein paar Worte euben, und wenn ihr der ng dieser Worte nicht gefiel, w¨¹rde jemand daf¨¹r bezahlen. "Kind, beruhige dich. Lass mich das kl?ren, ich bin gekommen, um dir zu helfen," versicherte Lord Farren. Estelle atmete tief durch und richtete ihren Blick wieder auf die Nymphe, die immer noch unversch?mt nahe bei Dante stand. "Sag ihr, sie soll sich von Dante fernhalten, oder so wahr mir der Sch?pfer hilft ..." drohte Estelle in einem gef?hrlich tiefen Tonfall. "Und warum sollte ich das tun?" Die Hohe Jungfrau antwortete zuerst, bevor Lord Farren auch nur ein Wort sagen konnte. "Weil ... er mir geh?rt!" erkl?rte Estelle, die Worte kamen viel energischer und mit viel mehr Nachdruck heraus, als sie beabsichtigt hatte. Die W?chter-Nymphen hielten inne, die Hohe Jungfrau ebenfalls, und selbst Estelle war einen Momentng wie gel?hmt von ihrer eigenen Erkl?rung und dem besitzergreifenden Tonfall, in dem sie dies ausdr¨¹ckte. Aber die Worte waren nun einmal ausgesprochen und lie?en sich nicht mehr zur¨¹cknehmen. "Was ist dein Anspruch auf ihn?" fragte die Hohe Jungfrau mit kalter Stimme. "Dante ist mein Ehemann," antwortete Estelle direkt. "Das stimmt, Lady Melissa, ich habe Ihnen eine Nachricht geschickt, in der ich das best?tige. Der Mann geh?rt einer anderen, Sie k?nnen eine bereits bestehende Bindung nicht au?er Kraft setzen. Sie m¨¹ssen ihn gehenssen ... zu seiner Frau," unterst¨¹tzte Lord Farren und versuchte, die Situation zu beruhigen. Hoch Jungfrau Melissa sp?ttelteut ¨¹ber Lord Farrens Worte. "Ich muss ¨¹berhaupt nichts tun, Lord Farren. Und Sie k?nnen mich nicht zwingen, denn die Behauptung ist nur von dem Lichtblut, und mein Verbundener kann sie nicht best?tigen ... Wie soll ich wissen, dass sie nicht l¨¹gt?" konterte Hoch Jungfrau Melissa. "Verbunden?! Du kennst nicht einmal seinen Namen!" zischte Estelle ungl?ubig. "Wir werden gemeinsam ein Leben aufbauen, Kind. Es ist noch genug Zeit, um alles zu wissen, was ich wissen muss." "Wir Nymphen erkennen den Richtigen auf den ersten Blick ... und wir irren uns nie," stellte die Hohe Jungfrau Melissa r. Chapter 279: Eine Herausforderung (Kap.279)

Chapter 279: Eine Herausforderung (Kap.279)

"Was ich wusste, als ich ihn sah, ist alles, was ich wissen muss." Die Hohe Jungfrau Melissa fuhr fort. "Ob er nun eine Frau ist oder nicht, sein bisheriges Leben spielt keine Rolle mehr. Das ist der Weg der Nymphen, das Alte muss zu Gunsten eines neuen Morgens zur¨¹ckgssen werden." "So war es auch, als Raina Lord Farren fand ... und so ist es auch jetzt." erwiderte die Hohe Jungfrau Melissa ausdruckslos. Estelle konnte ihre Wut kaum unterdr¨¹cken, sie warf Lord Farren einen Blick zu und verstand, was Hochm?dchen Melissa andeuten wollte.  "Melissa, sprich nicht ¨¹ber etwas, das du nicht verstehst, oder beschmutze Rainas Namen mit deinen b?sen Absichten ..." "Was Raina und ich gefunden haben, war eine wahre und reine Liebe, aber vor allem... auf Gegenseitigkeit. Ich habe meine Vergangenheit aus eigenem Willen aufgegeben! Eine Wahl, die Ihr dem jungen Burschen offensichtlich nicht gssen habt!" konterte Lord Farren in harschem Ton. "Und wer sagt, dass ich ihm nicht die Wahl gssen habe? Wie sicher seid Ihr, dass er Euch w?hlen w¨¹rde?" erkundigte sich Lady Melissa. Estelle biss sich auf die Lippe, um nicht aufzufallen, denn Lady Melissas Worte sollten Zweifel in Estelles Herz wecken, das verstand Estelle deutlich. Und einen Momentng lie? es Estelle innehalten, als sie sich daran erinnerte, dass es erst ein paar Tage her war, dass sie Dante das letzte Mal gesehen hatte, und dass es schon ein Jahrzehnt her war. Sie waren getrennt gewesen, seit Estelles Mutter gestorben war, und das reichte aus, um Estelle fragen zussen, ob Dante immer noch derselbe Mann war, den sie kannte ... derselbe Mann, der immer an ihrer Seite war und sie in all den Jahren besch¨¹tzt und gef¨¹hrt hatte. Derselbe Mann, auf den sie sich vessen konnte, dass er immer hinter ihr stand, egal wie sehr sie eine G?re war oder wie w¨¹tend sie ihn machte, auch wenn Estelle immer nur an sich selbst dachte und nie an Dantes eigene Opfer. "Als ich Mutter verlor... Ich habe ihn weggesto?en, und deshalb ist er gegangen. Ich habe ihm die Schuld daf¨¹r gegeben, dass er mich vessen hat, und dabei vergessen, dass er es nur getan hat, weil ... er wohl geubt hat, dass es das war, was ich wirklich wollte ..." Estelle atmete leise aus, unsicher, warum sie diese Worte ¨¹berhaupt sagte. "Selbst wenn er wusste, dass ich nur l¨¹ge, lie? er mir so viel Freiraum, wie ich brauchte... und in der Zeit, als er mich am meisten brauchte, als seine ganze Welt zusammenbrach, war ich nicht f¨¹r ihn da..." "Ich hatte die Wahl, und ich habe mich nicht f¨¹r ihn entschieden." Estelles Stimme brach, als sie daran dachte, wie viel Schmerz Dante w?hrend der Trennung erlitten hatte. Und wie wenig R¨¹cksicht sie auf Dantes eigenen Schmerz und seine Verzweiflung genommen hatte. "Doch genau in dem Moment, als ich ihn am meisten brauchte, war er p¨¹nktlich zur Stelle, selbst songe danach! Nicht einmal einen Moment zu sp?t!" "Ich kann gar nicht z?hlen, wie oft er mir das Leben gerettet hat, und ich wei?, dass ich es meistens nicht verdient hatte, gerettet zu werden, weil ich mein eigener Feind war!" "Und doch war er da! Verstehst du das?! Dante war immer da!" schrie Estelle und Tr?nen liefen ihr ¨¹ber die Wangen, als ihre Gef¨¹hle sie ¨¹berw?ltigten. Lady Melissa verstand nicht, dass das, was Estelle und Dante teilten, kein so schwaches Band war, dass Zweifel zwischen ihnen aufkommen konnten, Estelle konnte niemals an seinen Absichten zweifeln. Dante und Estelle waren nicht gebunden, sie waren auch nicht wirklich verheiratet, aber Estelle wusste, dass das Band, das sie teilten, viel st?rker war. Das war der Grund, warum Dante bereit war, seine eigene Festung, seine eigene Familie zur¨¹ckzssen und sein Leben aufs Spiel zu setzen, um Estelle bei ihrer Mission zu sch¨¹tzen. Und Estelle wusste, dass Dante, wenn er noch einmal die Chance bek?me, genau die gleiche Entscheidung treffen w¨¹rde. "Er wird an meiner Seite sein, wenn ich ihn am meisten brauche ... wie er es immer war." Estelle erkannte. "Dieser Mann, den du da siehst ... wir sind Seite an Seite aufgewachsen. Alles, was er wei?, haben ihm meine eigenen Eltern beigebracht, er war mehr ein Sohn f¨¹r meine Mutter als ich eine Tochter f¨¹r sie, und er kennt mich sogar besser, als ich mich selbst kenne." "Soweit ich mich erinnern kann, war Dante f¨¹r mich immer nur eines: eine Familie. Und das wird sich nie ?ndern, also ja, ich wei? ohne einen einzigen Zweifel, dass Dante immer... immer mich w?hlen wird!" erkl?rte Estelle mit Bestimmtheit. "ube also nicht einen Moment, dass ich ihn dir wegnehmensse... Ich w¨¹rde zuerst sterben, tausendmal mehr!" Estelle machte ihre Haltung deutlich. Estelles Worte lie?en die Lichtung verstummen, und die Nymphenw?chterinnen tauschten Blicke aus. "Lady Melissa, seht Ihr es nicht? Das ist die Liebe, von der ich gerade gesprochen habe, das ist nichts, was Ihr dazwischenschieben k?nnt oder solltet ...sst ihn gehen." argumentierte Lord Farren. Lady Melissachte leise und neigte ihren Kopf zur Seite. "Du bist nicht die einzige, die er gerettet hat, M?dchen. Und aus deinen Worten geht hervor, dass du seine Aufrichtigkeit nie zu sch?tzen gewusst hast ... vielleicht hat ihn das Schicksal deshalb zu mir geschickt." "Der Schatz, den du f¨¹r selbstverst?ndlich hieltest, ich werde ihn zu meinem machen. Ich werde ihn hegen und pflegen, damit er deine Existenz und die Schwierigkeiten, die du ihm bereitet hast, vergisst." erwiderte Lady Melissa trotzig. Lady Melissas Worte trafen Estelle wie ein Dolch im Herzen, denn Estelle wusste, dass sie nicht weit von der Wahrheit entfernt waren. Estelle war schrecklich zu Dante gewesen, auch zu ihrem Vater, und sie hatte keine Chance bekommen, die Dinge mit ihrem Vater wieder in Ordnung zu bringen ... aber bei Dante gab es noch eine Chance. "Du hast Recht. Ich hatte immer das Gef¨¹hl, Anspruch auf Dantes F¨¹rsorge zu haben, und deshalb war sie mir nie etwas wert. Aber jetzt ist es mir r... Ich verstehe es jetzt." gab Estelle leise zu. "Ich habe die Chance, das wiedergutzumachen, und ich werde nicht zssen, dass du mir das wegnimmst! Dieses Mal... werde ich diejenige sein, die f¨¹r ihn k?mpft, dieses Mal... werde ich ihn retten!" sagte Estelle entschlossen. "Du hast deinen im abgesteckt... und ich habe meinen abgesteckt. Da es scheint, dass wir uns nicht einigen k?nnen, soll dies auf die alte Weise gel?st werden." beschloss Lady Melissa. "Die alten Wege?" fragte Estelle unsicher und warf einen Blick zu Lord Farren hin¨¹ber. "Die ht ... das Turnier ..." Lord Farren antwortetengsam. "Die Hohe Jungfrau ist die m?chtigste Nymphe des Nordns, ihre Magie ist stark... noch st?rker nach einer erfolgreichen Weissagung. Ihr k?nnt es nicht allein mit ihr aufnehmen..." Der Oberw?chter der Druiden ergriff schlie?lich zum ersten Mal das Wort. "Wenn es das ist, was ich tun muss, um Dante zu retten, dann werde ich es tun. Estelle Starron von Fort zed nimmt deine Herausforderung an." Estelle antwortete ohne zu z?gern. Chapter 280: Der Drache in dir (Kap.280)

Chapter 280: Der Drache in dir (Kap.280)

Die Sonne war hoch ¨¹ber dem Wald von Tajma¨¦ aufgegangen und warf ihre Strahlen ¨¹ber den Versammlungstz, wo bald einng erwartetes Ereignis stattfinden sollte. Es war die festgesetzte Zeit f¨¹r die Turniere der Nord- und Zigeunernymphenns, der beiden ns, die noch die alten Br?uche der Bl¨¹tezeit befolgten. Und obwohl die Druidennymphen diese alten Gesetze nicht mehr befolgten, war es ihre Pflicht, der Eidung der anderen ns zu folgen und bei den Turnieren dabei zu sein. Alle Nymphen der drei ns hatten sich auf der gr??ten Lichtung im Herzen des Waldes versammelt. Die Lichtung war gro? genug, um mehr als tausend Nymphen zu fassen, und gro?e B?ume sperrten die Lichtung von allen Seiten ab. Die B?ume waren so gro?, dass man sie nicht als normale B?ume bezeichnen konnte. Angereichert durch die Magie der Nymphen wuchsen sie zu gewaltigen H?hen heran und ihre ?ste waren gro? genug, um den Nymphen als Ruhetz zu dienen. Hunderte von Nymphen sa?en bereits auf den ?sten und blickten erwartungsvoll auf den Beginn des Turniers hinunter, viele andere hockten auf den Felsen am Rande der Lichtung. Diese Lichtung war der abgelegenste Teil des Waldes Tajma¨¦, ein Versammlungstz, der gut versteckt in den tiefsten Teilen des Waldesg und auf dem alle Turniere der Bl¨¹tezeit abgehalten wurden. Die Turniere galten als heiliges Ereignis, ein vom Sch?pfer gesees Kr?ftemessen, bevor die Bande der Bl¨¹tezeit gefestigt werden konnten. Es war auch eine Chance f¨¹r die Nymphen, ihren Anspruch auf die Preise der Saison zu erheben, die eine Bindung mit den ihnen zugedachten abgelehnt hatten. In der Bl¨¹tezeit hatte es viele Turniere gegeben, aber die Vorfreude auf dieses Turnier war weitaus gr??er als je zuvor, und der Grund daf¨¹r war der Kampf um den Preis der Hohen Jungfrau. Es hatte sich unter den ns herumgesprochen, dass dieses Mal ein Anspruch auf den Preis der Hohen Jungfrau erhoben wurde, und dieser Anspruch wurde nicht von einer Nymphe erhoben, keine Nymphe w¨¹rde so waghalsig sein. Diesmal wurde der Anspruch von einem hellen Blut erhoben... einem Kind der Drachen, eben jenen Drachen, die vor all den Jahrhunderten die Fae und Nymphen unter ihre Herrschaft gebracht hatten. Wie nicht anders zu erwarten, herrschte eine tiefe Feindschaft, die ¨¹ber Generationen weitergegeben worden war, und f¨¹r die meisten hatte dieser Kampf zwischen einer Nymphe und einem Lichtbl¨¹ter sicherlich eine gr??ere Bedeutung. In einiger Entfernung, verborgen in der N?he der B?ume, stand Estelle und blickte auf einen kleinen See. In der Zeit, die die Vorbereitung des Turniertzes gedauert hatte, war den Herausforderern Zeit gegeben worden, sich auf den bevorstehenden Kampf vorzubereiten. Aber Estelle hatte nichts vorzubereiten, und so war sie einfach losgewandert. Estelle war nur kurz gufen, dem Rauschen des Wassers folgend, wie sie es immer tat, wenn sie den Weg nicht fand, und das hatte sie zu einer kleinen Lichtung gef¨¹hrt, an der ein sauberer Bach vorbeifloss. Die Lichtung war nichts Besonderes, doch der Reichtum der Natur rundherum erinnerte Estelle an ihre Lichtung in Fort zed, den Ort, an den ihre Mutter sie immer mitgenommen hatte. Diese Lichtung hatte eine so besondere Bedeutung f¨¹r Estelle, dass die Erinnerung an sie einen dumpfen Schmerz in ihrem Herzen ausl?ste. "Ich war dumm ... w¨¹rde ich eine Chance bekommen, das wiedergutzumachen?" murmelte Estelle vor sich hin, w?hrend sie sich auf einen Stuhl sinken lie?, einen kleinen Stein aufhob und ihn in den Bach warf. Die Wellen, die sich auf der Wasseroberfl?che ausbreiteten, wirkten seltsam beruhigend, oder vielleicht war es auch nur die Gssenheit und der Frieden, der sich einstellte, wenn man wusste, dass man vor einem entscheidenden Moment im Leben stand. "Ich habe trainiert, viele Jahreng. Aber ich frage mich, ob meine eigene Kraft ausreichen wird ... Magie gegen ein Schwert?" fuhr Estelle fort undchte leise vor sich hin. "Wenigstens hatten meine Verwandten ihre furchterregenden uen, ihre Schneidez?hne und Feuer ... alles, was ich habe, bin ... nun ja, nur ich." sagte Estellengsam und warf einen weiteren Kieselstein in den See. "Ich habe keine Angst, es w?re eine Schande f¨¹r meine Blutlinie, eine Nymphe zu f¨¹rchten... aber diese Angst, die mit dem Wissen einhergeht, dass ich es mir nicht leisten kann, zu verlieren? Das ist es, was mich bstet." "Wenn ich versage, wird Dante rechtm??ig ihr geh?ren. Sie wird ihn an sich binden, und er wird nie die Chance haben, eine Entscheidung zu treffen..." "Dante kann es sich nicht leisten, dass die Bindung noch einmal gebrochen wird, nicht nach der Durchtrennung. Selbst wenn er nicht will ... er w¨¹rde es nicht ¨¹berleben." murmelte Estelle leise und der blo?e Gedanke daran jagte ihr einen Schauer des Entsetzens ¨¹ber den R¨¹cken. "Ich bin die Einzige, die ihn jetzt noch besch¨¹tzen kann, und ich bin bereit, alles zu tun, was n?tig ist, aber ich bin kein Drache. Wird das ausreichen?" fragte Estelle zweifelnd, Estelle war sich nicht sicher, warum sie all ihre ?ngste zugab, selbst wenn es niemanden gab, der ihr antworten konnte, aber diese Lichtung und ihre Vertrautheit hatten etwas an sich, das sie beruhigte. So sicher, wie man sein kann, wenn man gegen die Hohe Jungfrau eines Nymphenns antritt. "F¨¹hlt es sich so an, wenn das Schicksal eines anderen Lebens auf einem ruht? Ist es so schwer f¨¹r Vater ... und den anderen Drachenlord, der Tausende und Abertausende von Wesen besch¨¹tzen muss?" "Ein Drachenlord zu sein ist viel mehr, als nur einen Drachen zu haben, das verstehe ich jetzt. Es ist nur Dante, den ich besch¨¹tzen muss, und meine H?nde h?ren nicht auf zu zittern ..." Estelle brach an dieser Stelle ab und stie? einen leisen Seufzer aus. Estelle hatte es immer gehasst, als Frau geboren zu werden, denn das bedeutete, dass sie nie einen Drachen haben w¨¹rde und ihr Volk nie so anf¨¹hren konnte, wie es ihre Vorfahren getan hatten. "Wenn die Dinge anders gufen w?ren ... wenn ich das Angebot angenommen h?tte, einen Drachen und Jason bekommen h?tte ... w?re ich dann gl¨¹cklich gewesen?" fragte sich Estelle, obwohl sie die Antwort darauf bereits kannte. "Ich bezweifle, dass du die Antworten findest, die du suchst, wenn du so in den Strom starrst." Lord Farrens Stimme unterbrach Estelles Gedanken. "Wienge hast du mir schon zugeh?rt?" fragte Estelle und merkte, dass sie zu tief in Gedanken versunken war, um Lord Farrens Ann?herung zu bemerken. "Nichtnge. Ich kann nicht umhin zu sehen, dass du dich nicht wirklich f¨¹r einen Drachen h?ltst." bemerkte Lord Farren, als er sichngsam n?herte und das trockene Laub unter seinen F¨¹?en knirschte. "Drachen haben eine Drachenseite, ich nicht." Estelle wies auf das Offensichtliche hin. "Ich habe kein bisschen Magie und geh?re nicht zu dieser Rasse, aber wenn mir jemals jemand sagen w¨¹rde, ich sei weniger Nymphe als sie, w¨¹rde ich ihm meinen Stock ¨¹ber den Kopf ziehen." konterte Lord Farren. Estelle kicherte und warf Lord Farren einen Blick zu. "Hast du denn nie das Gef¨¹hl, dass du nicht dazugeh?rst? Als w?ren alle anderen diese unubliche Naturgewalt, und du bist nur... du?" fragte Estelle neugierig. "Kind, ich habe mein Leben meinem n gewidmet. Jeden Atemzug und jeden Schritt f¨¹r meinen n, und selbst wenn ich mich... unzul?nglich f¨¹hle, erinnere ich mich daran, dass ich genauso viel gebe wie alle anderen." erwiderte Lord Farren mit Bestimmtheit. "Woher wisst Ihr das? Wie viel gibt denn jeder?" fragte Estelle erneut mit einem Seufzer. "Alles, was sie zu geben haben, Kind. Alles, was sie sind, und das tue ich auch, in all meiner menschlichen Pracht." "Ich gebe meinen Dienst nur nicht auf die gleiche Weise wie sie. Nicht mit Magie, Zauberspr¨¹chen oder dem Singen f¨¹r B?ume... Ich leiste meinen Dienst so, wie ich es kann, und ich brauche niemanden, der mir sagt, wie gro? mein Wert ist." "Ihr seht keine Nymphen, die mit einem Stock herumhumpeln und mit einem Fu? in der T¨¹r des Todes stehen und dennoch einen ganzen n in Wohlstand und Ordnung halten. Das ist etwas, was nur ich tun kann ... dieser menschliche nf¨¹hrer der Nymphen." sagte Lord Farren mit einem L?cheln. "Ihr seht hier keine Drachen, die Dante retten k?nnten. Es ist etwas, das nur du tun kannst ... weil du zuf?llig zu diesem Zeitpunkt f¨¹r ihn da bist, genau dann, wenn du es sein musst." "Und jetzt zeigst du mir den Drachen, der das tut?" fragte Lord Farren. "Es gibt keinen..." erwiderte Estelle mit einem kleinen L?cheln. "Nein, es gibt einen...dich." erwiderte Lord Farren und stupste Estelle mit seinem Stock an. "Ich wei? nicht so viel ¨¹ber die Worte, die du gesagt hast, aber ich wei?, dass die geschworene Pflicht der Drachen nie an ihre Drachenseite gebunden war. Vielmehr ist es ihr nat¨¹rlicher Instinkt, zu besch¨¹tzen und zu bewahren ... und das sehe ich auch in dir." "Du magst also keine Schuppen haben, keine gro?en Killerz?hne, keine wulstigen Augen und auch nicht so gro? wie ein Berg sein ... aber es steckt ein Drache in dir, Kind." "Und heute hat er sich geoutet und der Hohen Jungfrau eines Nordns gesagt, dass er nicht hergeben wird, was ihm geh?rt." "Jetzt ist die Zeit gekommen. Du musst den Drachen nehmen und sein Feuer auf der Lichtung niederregnenssen ... wie war der htruf noch gleich?" fragte Lord Farren. "Feuer und Blut!" zischte Estelle, die Augen grimmig zusammengekniffen, als sie sich aufrichtete. Chapter 281: Erstes Blut (Kap.281)

Chapter 281: Erstes Blut (Kap.281)

Estelle stand auf der Lichtung, mit einem fest ummmerten Schwert in ihrer Hand, der Hohen Jungfrau gegen¨¹ber. Derutstarke Beifall der Nymphen zur Unterst¨¹tzung ihrer nf¨¹hrerin, hallte um Estelle herum. Estelle nahm einen tiefen Atemzug, beruhigte ihr Herz und blendete alle Ger?usche um sich herum aus, um sich voll und ganz auf den bevorstehenden Kampf konzentrieren zu k?nnen. Die Hohe Jungfrau stand dort, ruhig und anmutig, mit ihren H?nden vor ihr positioniert. Ihr Gesichtsausdruck war voller Selbstvertrauen, und Estelle konnte erkennen, dass die Hohe Jungfrau nicht ubte, dass Estelle eine Chance gegen sie hatte. Und das mit gutem Grund, wenn man bedenkt, dass Estelle kein Wesen war, das mit Magie gese war. Estelle hatte auch selbst Zweifel, doch sie hatte diese auf der anderen Seite der Lichtung gssen, bevor sie in die Mitte trat. Jetzt war es f¨¹r Estelle das Wichtigste, alles einzusetzen, was sie hatte und was man ihr beigebracht hatte. "Die Regeln sind einfach ... der Sieger erzielt das erste Blut." verk¨¹ndete der Hauptw?chter der Nordnymphen. Erstes Blut zu erzielen, galt als noch anspruchsvoller als einen Kampf auf Leben und Tod. Ein Kampf auf Leben und Tod bedeutete viele Chancen zu haben, zu fallen und wieder aufzustehen bis zum letzten Atemzug. Beim ersten Blut reicht jedoch ein einziger Fehler und die ht ist verloren. Estelles F?uste ballten sich fester, ihre Augen verengten sich leicht, als eine Trommel dreimal gescgen wurde. Der Kampf hatte begonnen. Der Beifall der Nymphen wurde nochuter und aufgeregter, als Estelle ihre Hand auf den Griff ihres Schwertes legte und ihren Blick auf das Geschehen fokussierte. Dieuten Anfeuerungsrufe um sie herum durchdrangen weiterhin Estelles Konzentration und lenkten sie ab. Estelle lie? ihren Blick ¨¹ber die Lichtung schweifen und schnell von einer Nymphe zur n?chsten h¨¹pfen, deren Anfeuerungsrufeut und ¨¹berw?ltigend waren. Estelle sch¨¹ttelte ihre ?ngste ab und lie? ihre Augen schlie?en, w?hrend sie sich an die Momente auf dem ¨¹bungstz mit ihrem Vater und ihrem Onkel Ranjor erinnerte. "Vater, was soll ich tun, wenn ich einem st?rkeren Gegner gegen¨¹berstehe ... viel st?rker als ich?" Estelle hatte es einmal Lord Starron gefragt. "Du lernst die richtigen Fragen zu stellen, meine Kleine. Jede ht erfordert einen anderen Ansatz, jede ht wird auf eine andere Weise gewonnen ... verstehen deinen Gegner, aber nicht nur deinen Gegner." "Verstehen deine Umgebung, und du wirst wissen, was der Kampf von dir vengt." Lord Starrons Worte hallten in Estelles Gedanken wider. "Vengsame deinen Herzscg,ss die ganze Welt verssen ... die anderen sind unwichtig, das einzige was existiert bist du und dein Feind." "Konzentriere dich auf deine Umgebung,ss dich von deinen Sinnen leiten... was du h?rst, kann irref¨¹hrend sein, was du siehst, kann eine Illusion sein, fokussiere dich auf das, was du f¨¹hlst." "Elle, wei?t du, was einen Drachen unbesiegbar macht?" hatte Lord Starron gefragt. "Ihre Gr??e?" Estelle fragte unsicher zur¨¹ck. "Nein, meine Kleine. St?rke, Gr??e, Waffen oder gepanzerte Schuppen ... nichts davon ist richtig." "Die gr??te St?rke eines Drachen ist sein Instinkt, sch?rfer als jedes Schwert. Diesem Instinkt kannst du vertrauen, Elle, er wird dich leiten, wenn sonst nichts mehr hilft." sagte Lord Starrons Stimme. Der Geist Estelles beruhigte sich vollst?ndig, die Anfeuerungsrufe und ablenkenden Ger?usche verssten vollkommen und das einzige, was Estelle h?ren konnte, war der Herzscg der Person ihr gegen¨¹ber. Ruhige, gleichm??ige Schl?ge f¨¹r einen kurzen Moment und in dem Moment, in dem sich das Muster ?nderte, wusste Estelle, dass ihr Gegner bereit war, sich zu bewegen. Estelles Augen tterten auf, sie zog ihr Schwert und schwang es gerade noch rechtzeitig, um eine aus dem Boden schie?ende Ranke niederzuscgen. Ranken, Felsen, B?ume, alles im Wald war dem Willen der Hohen Jungfrau unterworfen. Estelle stand einem Wesen des Waldes direkt in ihrem eigenen Wald gegen¨¹ber. "Das bietet keinen Vorteile." dachte sich Estelle, w?hrend sie auf den n?chsten Angriff der Hohen Jungfrau wartete, ihre Sinne hochsensibilisiert, um die kleinste Bewegung wahrzunehmen. "Du bist ein Lichtblut, du schaffst dir deine eigenen Vorteile." Sagte die Stimme in Estelles Kopf. Weitere Ranken schossen aus dem Boden um Estelle herum und st¨¹rzten sich auf sie, eine nach der anderen, und Estelle schwang ihr Schwert in schneller Folge und schlug sie nieder. Die Ranken waren hartn?ckig, je mehr Estelle zuschlug, desto mehr wuchsen sie. "Sie versucht, dich fernzuhalten, sie wird dir nicht selbst gegen¨¹bertreten, sondern verl?sst sich ausschlie?lich auf ihre Magie..." fl¨¹sterte die Stimme in Estelle¡¯s Kopf. "Sie ist nicht sicher in ihrer Kampfkraft... das ist mein Vorteil. Ich muss die Distanz zwischen uns verk¨¹rzen und ihre Magie irgendwie einschr?nken..." erkannte Estelle, w?hrend sie die Ranken niederschlug, die sie von allen Seiten umzingelt hielten. Estelle konzentrierte sich auf das Ger?usch der Ranken, das leichte Zittern der Erde, kurz bevor sie in die H?he schossen, sie machte sich mit diesem Ger?usch vertraut, damit sie vorhersagen konnte, wo jede Ranke auftauchen w¨¹rde. Die Ranken waren schnell und konnten Estelle leicht ¨¹berw?ltigen, Estelle war gezwungen, ein paar Schritte zur¨¹ckzuweichen, w?hrend sie schnell zuschlug, um nicht inmitten der Ranken zunden. Estelle vermutete, das dies die Absicht der Hohen Jungfrau war. Wenn Estelle von den Ranken eingeklemmt w?re und keine M?glichkeit zur Flucht h?tte, w?re sie wehrlos und der Kampf w?re vorbei, bevor er ¨¹berhaupt richtig begonnen h?tte. Estelle schnitt die Ranken von der Wurzel ab, doch sie wuchsen schnell wieder nach, und jedes Mal, wenn Estelle sie abschnitt, schienen sie noch schneller zu wachsen. Bald war Estelle v?llig von Ranken umgeben, so sehr sie auch versuchte, sich den Weg freizuscgen. Und die Ranken wuchsen immer weiter, so dass eine dicke Mauer aus sich kreuzenden Ranken entstand. Estelle h?rte auf zu k?mpfen und lie? die Ranken wachsen, wie sie wollten, stattdessen konzentrierte sie ihre Aufmerksamkeit auf das Ger?usch der Ranken, die sich unter dem Boden bewegten. "Das Wesentliche, daran, seinen Feind und seine Umgebung zu kennen, ist, dass man jede Unregelm??igkeit zu seinen Gunsten nutzt." Kam die Stimme, genau die Worte, die ihr Vater vor songer Zeit zu ihr gesagt hatte. "Was h?ltst du f¨¹r den Vorteil des Feindes? Er kann auch deiner sein." erinnerte die Stimme. Chapter 282: Besiegt (Kap.282)

Chapter 282: Besiegt (Kap.282)

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Ranken eine Mauer rund um Estelle gebildet und begannenngsam, die ?ffnung an der Spitze zu schlie?en. Sie war vollst?ndig eingeschlossen und konnte sich nicht mehr bewegen. Dann sp¨¹rte Estelle das Beben, als eine weitere Ranke herbeigerufen wurde. Sie hatte vorausgesehen, dass diese Ranke nahe genug an ihr erscheinen w¨¹rde, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Gerade als die Ranke aus dem Boden schoss, bewegte sich Estelle schnell, machte sich leichter und packte die Ranke, deren Kraft sie nach oben und durch die ?ffnung katapultierte. Siendete auf der anderen Seite der Rankenwand und st¨¹rzte sich ohne zu z?gern auf die hohe Maid, das Schwert bereit zum Kampf. Die hohe Maid hatte nicht erwartet, dass Estelle der Rankenfalle so pl?tzlich entkommen w¨¹rde und sie murmelte hastig einen Zauberspruch und hob eine Hand gegen die angreifende Estelle. Ein Stein vom Rand der Lichtung schoss von der Seite auf Estelle zu. Sie sprang zur Seite, um ihm zu entkommen, ihr Angriff vengsamte sich f¨¹r einen Moment. Estelles Blick verengte sich, sie war jetzt auf halbem Weg zu der hohen Maid, aber ein weiterer Stein flog bereits auf sie zu und w¨¹rde sie treffen, wenn sie nicht stoppte. Estelle fauchte leise und rutschte nach unten, um unter dem Stein durchzukommen, aber schon kam der n?chste. Dieses Mal konnte Estelle ihm nicht ausweichen. Sie hob ihr Schwert und zerschlug den Stein, die Wucht des Aufpralls lie? Estelle leicht zur¨¹ckschwanken. "Gib auf, du kommst nicht weiter." sagte Lady Melissa r und hob beide H?nde, woraufhin noch mehr Steine aufstiegen, die auf den Befehl der hohen Maid warteten. Estelle kam ins Stolpern, sie wusste, dass sie einem oder zwei dieser Steine in schneller Folge entkommen k?nnte, vielleicht sogar dreien. Aber ¨¹ber ihr schwebten mehr als zehn Steine und es war r, dass sie bei jedem Schritt, den Estelle unternahm, h?chstwahrscheinlich getroffen w¨¹rde. Und wenn Estelle getroffen w¨¹rde, w¨¹rde das erste Blut flie?en und der Kampf w?re beendet. "Du versteckst dich hinter deiner Magie, soll das etwa deine W¨¹rdigkeit f¨¹r Dante beweisen?!" fauchte Estelle w¨¹tend und ihre Augen suchten hastig nach dem sichersten Weg, um zur hohen Maid zu gngen. "Du hast dein Schwert und deine gesch?rften Sinne, ich habe meine Magie. Wir sind zwei verschiedene Rassen und k?mpfen sicherlich auf unterschiedliche Weise. Unter uns Nymphen ist k?rperliche St?rke zweitrangig gegen¨¹ber m?chtiger Magie." Die hohe Maid antwortete scheinbar gssen. "Dante ist kein Zauberer, er ist ein K?mpfer! Ein angesehener Krieger! Du wirst ihm niemals gerecht werden!" schnappte Estelle. "Und du?" Die hohe Maid schoss zur¨¹ck und Estelle bemerkte, dass ihre pr?zisen Worte die Gssenheit der Hohen Maid ins Wanken gebracht hatten. " Ihre Magie erfordert Konzentration, sie kann sich nicht leisten, abgelenkt zu werden." murmelte Estelle, ihre H?nde sich enger um ihr Schwert mmernd. "Betrug, Entf¨¹hrung, erzwungene Bindung... das sind alles Vergehen, die Dante niemals vergeben wird und vor allem? Mich zu verletzen... Dante wird das nie verzeihen!" Estelle sagte entschlossen, sie wusste, dass ihre Worte der Hohen Maid nicht gefallen w¨¹rden. Die Augen der Hohen Maid verengten sich vor Missfallen. "Das werden wir noch sehen." erwiderte die Hohe Jungfrau, w?hrend sie ihre Hand zur Seite drehte und drei Steine auf einmal auf Estelle abschoss. Bei diesem Anblick weiteten sich Estelles Augen leicht und sie sprang so schnell sie konnte aus dem Weg. Sie konnte den ersten und zweiten Stein leicht ausweichen, aber beim Ausweichen des dritten verlor sie den Halt und fiel zu Boden. Sie rollte schnell weg, als ein weiterer Stein direkt neben ihr einschlug. Estelle zuckte leicht und erhob sich mit einem leisen St?hnen. "Ich blute nicht so leicht.", erkl?rte sie k¨¹hl und st¨¹rzte sich erneut auf die Hohe Maid. Estelle tat ihr Bestes, um den Steinen auszuweichen, wich aus, wo sie konnte und schlug durch, wo sie es nicht konnte. Zum Gl¨¹ck war das Schwert, das Estelle schwang, Dantes Schwert. Es war in der Schmiede-Akademie gefertigt worden, aus dem st?rksten Stahl geschmiedet und konnte nicht so leicht zerst?rt werden. Als sie in den S¨¹den zogen, hatte Dante Estelle das Schwert zu ihrem Schutz geliehen, f¨¹r den Fall, dass er einmal nicht da w?re, um sie zu sch¨¹tzen. Dantes Klinge und die Schatulle, die ihr Vater ihr gegeben hatte, waren die einzigen beiden Dinge, die Estelle bei sich trug und die sie bis zu diesem Moment nie aus den Augen gssen hatte. Und gerade als sie sich an die Kiste erinnerte, die sicher an ihrem R¨¹cken befestigt war, raste ein viel gr??erer Stein als die anderen auf sie zu. Estelle drehte sich im letzten Moment weg, aber der Rand ihres Umhangs verfing sich an der gezackten Kante des Steins. Estelles Umhang wurde heruntergerissen, der Riemen ihrer Tasche kam los und wurde mit ihrem Umhang mitgerissen, die Tasche, in der sie den Schatz aufbewahrt hatte, st¨¹rzte zu Boden. "Nein!" Estelle schrie vor Entsetzen auf, als sie sich nach ihrer Tasche streckte und diese auffing, bevor sie auf den Boden fallen konnte. Die Tasche wurde noch rechtzeitig aufgefangen, aber Estelle selbst prallte hart mit dem Kopf gegen einen Stein. Sie verlor nicht das Bewusstsein, aber als Estelle ihre Hand an ihren Kopf hob und eine dicke Fl¨¹ssigkeit f¨¹hlte, ¨¹berkam sie ein Gef¨¹hl der Verzweiflung. Die Tasche war sicher, der Schatz darin unversehrt, aber Estelle hatte als Erste geblutet, was bedeutete, dass die Hohe Maid gewonnen hatte. Die Rufe der Nymphen wurden nochuter, sie stampften mit den F¨¹?en auf den Boden und erzeugten eine ngvolle Siegesmelodie. "Das M?dchen blutet, dann ist das Schicksal besiegelt..." begann der Anf¨¹hrer der Nord-Nymphen zu sagen, wurde aber vom Anf¨¹hrer der Druiden-Nymphen unterbrochen. "Das stimmt nicht, das M?dchen blutet nicht wegen des Angriffs der Hohen Jungfrau, sondern wegen ihres eigenen Versuchs, ihr Eigentum zur¨¹ckzuholen. Das hat nichts mit dem Kampf zu tun!" Der Anf¨¹hrer der Druiden-Nymphen bestand darauf und trat vor. "Mein Sohn hat recht. Lady Estelle wurde durch ihr eigenes Handeln verletzt. Dies sollte nicht als erster Blutverlust gelten. Ein Angriff der Hohen Jungfrau selbst muss das erste Blut vergie?en." Lord Farren stimmte zu. Chapter 283: Rasender Maroon (Kap.283)

Chapter 283: Rasender Maroon (Kap.283)

Der Hauptw?chter des Nord-ns schien protestieren zu wollen, wurde jedoch von Lady Melissa gestoppt, die ihre Hand hob, um ihre Nymphen zu beruhigen. "Nun gut, ich habe einen Vorscg, den Lord Farren sicherlich zufriedenstellen wird." begann Lady Melissa und gingngsam auf Estelle zu, dunkle Funken in ihren Augen. "¨¹ber das erste Blut kann gestritten werden... aber der Tod ist gewiss." beendete Lady Melissa und winkte l?ssig mit der Hand. Pl?tzlich schossen aus allen Richtungen Ranken auf Estelle zu, mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Es gab kein Entrinnen und Estelle hatte ihr Schwert im Versuch, den Schatz zu retten, verloren. Die Ranken gen sich um Estelles Hals und Gliedma?en und hoben siengsam vom Boden auf und spannten sich dabei im selben Tempo fest. "Lady Melissa! Was tun Sie da?!" rief Lord Farren aus und machte einen Schritt nach vorne, wurde aber von den Wachnymphen des Nordens aufgehalten. Es gab nicht gen¨¹gend Druiden-Nymphen, um den Nord-Nymphen auf ihrem eigenen Territorium entgegenzutreten, daher waren auch sie in dieser Situation machtlos. "Das widerspricht den Regeln des Turniers! Ihr k?nnt das nicht tun!" schrie die Hauptw?chterin der Druiden-Nymphen w¨¹tend. Estelle k?mpfte um Luft, w?hrend die Ranken schmerzhaft um sie herum fester zogen, sowohl die Luft als auch die Durchblutung abschnitten. Die Ranken waren dick und stark, und so sehr Estelle sich auch wehrte, sie konnte ihrem Griff nicht entkommen. Bei jeder Bewegung von Estelle zogen sich die Ranken nur noch schmerzhafter zusammen. Estelle¡¯s Sicht verschwamm, es fiel ihr schwer, sich auf die Umgebung zu konzentrieren, w?hrend ihr die Luft mit jeder Sekunde abgeschn¨¹rt wurde. ¡¯Ich darf nicht so sterben... Was passiert dann mit Vater und dem ganzen n?¡¯ dachte Estelle, w?hrend sie weiter k?mpfte und wild mit ihren Armen und Beinen um sich schlug, um sich zu befreien. "Gib auf, und ich k?nnte dich vielleicht verschonen." Die sp?ttische Stimme der Hohen Maid erreichte Estelle. Estelle versuchte zu sprechen, aber ihre Worte kamen nur als gequ?ltes Keuchen heraus und so sch¨¹ttelte sie stattdessen den Kopf, so gut sie konnte in ihrer Situation. Besiegt? Drachen wurden nie besiegt, sie bettelten nie um ihr Leben oder senkten den Kopf vor jemandem. ¡¯Ich will nicht die Schande meiner Abstammung sein.¡¯ dachte Estelle bei sich, w?hrend ihr die Tr?nen in die Augen stiegen, sie wusste, dass es kein Entkommen von diesem Schicksal gab. Estelle hatte gegen die Hohe Maiden verloren und jetzt w¨¹rde sie daf¨¹r bezahlen. Aber vielleicht war der Tod ein besseres Schicksal als zuzusehen, wie Dantes Leben zerst?rt wird und sie nichts tun konnte, um ihm zu helfen. Zumindest ging dieser Gedanke Estelle durch den Kopf, als schwarze Flecken ¨¹ber ihr Sichtfeld tanzten. "Ich tue dir leid, Dante...es tut mir leid..." murmelte Estelle unh?rbar. Das Bewusstsein schien Estelle zu entgleiten, als pl?tzlich ein erdersch¨¹tterndes Br¨¹llen den ganzen Wald ersch¨¹tterte. Derute Fl¨¹gelscg hallte ¨¹ber die Lichtung und wirbelte Schmutz, Ger?ll und starke Windb?en auf, die die Nymphen wegschleuderten. Ein weiteres Br¨¹llen ersch¨¹tterte den Wald und Estelle richtete so gut es ging ihren Kopf auf, um einen Blick auf die kastanienbraunen Schuppen zu erhaschen. Diese Schuppen... selbst mit ihrem unkonzentrierten Geist und ihrer verschwommenen Sicht, konnte Estelle sie ¨¹berall erkennen. "Es ist ein Drache! Es ist ein Drache!" schrie eine Nymphe in Panik. Ein Tumult brach auf der Lichtung aus, als die Nymphen sich vor Schreck in die B?ume fl¨¹chteten, gerade als ein riesiger Drachendete und eine Welle aus Staub und Felsen durch seine Landung verursachte. Sein Gewicht grub sich ein und schuf einen gro?en Krater um seine Vorder- und Hinterl?ufe und seine gro?en Fl¨¹gel wurden immer noch zur Seite ausgebreitet, die B?ume umst¨¹rzten und die Nymphen in Angst und Schrecken versetzten. Durch die Landung des Drachens wurde auch die Hohe Mutter aus dem Gleichgewicht gebracht und die Ranken um Estelle l?sten sich. Estelle fiel zu Boden undndete auf den Knien, sie mmerte sich an ihren Hals und rang nach Luft. "Nenn dich, Herr Drache! Die Nymphen sind mit den Drachen im Frieden, du kannst nicht einfach so in unser Land eindringen!" stellte sich der Hauptw?chter des Nord-ns ihm w¨¹tend entgegen. Der aufgeregte, kastanienbraun geschuppte Drache stie? ein weiteres erdersch¨¹tterndes Br¨¹llen aus, seine Gliedma?en zuckten und waren bereit, sich auf ihn zu st¨¹rzen. "Lord Dante Temur von Fort Scabbard! Das ist sein Name!" rief Estelle, als sie endlich wieder zu Atem gekommen war. Auf der ganzen Lichtung herrschte Totenstille, das einzige Ger?usch war das aufgeregte Atmen des kastanienbraunen Drachen. Der Drache war so gro?, dass er mehr als die H?lfte der Lichtung einnahm und die Nymphen, die nicht um ihr Leben geflohen waren, auf engem Raum und hinter den B?umen zur¨¹cklie?. Estelle k?mpfte sich auf die Beine und ging zu Dantes Drachen hin¨¹ber, eine Hand auf seine Hinterl?ufe gelegt. "Dante...?" dachte Estelle zu ihm durch die durch Hautkontakt hergestellte Gedankenverbindung. Dante grunzte leise und drehte seinen gro?en Kopf, so dass er auf Estelle hinunterblickte. Estelles Kehle war von einem Schluchzen verstopft, Dantes Drache war ihr so vertraut, ein Drache, den sie seit ¨¹ber einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen hatte. "Dein Einhornhorn ist l?nger geworden..." kr?chzte Estelle. Dantes Drache hatte ein einzelnes Horn, das im Gegensatz zu anderen Drachenh?rnern von der Stirn ragte und Estelle hatte ihn immer damit aufgezogen, als sie j¨¹nger waren, erz?hlte ihm, dass er irgendwo Einhornblut in seinen Adern hatte. "Sch?rfer auch..." hallte Dantes Stimme in Estelles Gedanken wieder. Estellechte, nickte zustimmend, w?hrend Tr?nen aus ihren Augen rannen, "Warum bist du gekommen und hast dich verletzt? Ich w¨¹rde niemals eine fremde Nymphe als Partnerin akzeptieren..." Dante dachte erneut zu Estelle. "Ich... ich wusste nicht, was ich sonst tun sollte..." brachte Estelle stotternd hervor. "Dannss mich es dir zeigen..." dachte Dante zur¨¹ck, und wendete sich den Nymphen zu und lie? ein wildes Gebr¨¹ll aus seiner Kehle dringen. Dann verwandelte sich Dante, seine Drachengestalt wich seiner menschlichen Seite, und im n?chsten Moment stand Dante an der Stelle seines Drachen, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt, und eine herrische Aura str?mte von ihm aus. "Ich sollte euren Wald niederbrennen... dich und deinen n zu einem Haufen Asche reduzieren!" knurrte Dante drohend. Chapter 284: Das Ende der Saison (Kap.284)

Chapter 284: Das Ende der Saison (Kap.284)

"Ich sollte euren Wald abholzen ... dich und deinen n in einem Haufen Asche zur¨¹cssen!" knurrte Dante. Er konnte die Erregung seiner Raubtierseite sp¨¹ren, sein Drache war direkt an der Oberfl?che, als der Geruch von Blut in der Luftg. Und Estelle war die Einzige, die blutete, ein Anblick, der Dante ganz und gar nicht gefiel. "Ich habe geschworen, sie in einem St¨¹ck zu halten, ichsse sie nicht aus den Augen, denn ich kann es nicht einmal ertragen, sie mit einem Kratzer zu sehen! Nun sieh, was du angerichtet hast!" zischte Dante w¨¹tend. "Dante... Es geht mir gut, es geht mir gut." versicherte Estelle und legte eine Hand auf Dantes Arm, um ihn zu beruhigen, wobei sich ihre Wangen bei Dantes Worten vor Verlegenheit rot f?rbten. Lady Melissa war immer noch v?llig verbl¨¹fft, als Dante einen bedrohlichen Schritt nach vorne machte, und hob eine Augenbraue, als die Nymphenwachen seine Ann?herung schnell stoppten. "Ihr wollt mit mir k?mpfen?" fragte Dante Timmon mit einem am¨¹sierten Spott. "Wenn ich muss." Erwiderte Timmon. "Mutig, das muss ich Euchssen. Die gleiche Tapferkeit, mit der du mich bewusstlos gescgen und gegen meinen Willen hierher gebracht hast." erinnerte sich Dante. Timmon wusste nicht, was er darauf antworten sollte, und senkte den Blick. "Ihr ... Ihr seid ein Drachenlord?" Lady Melissa stotterte, als ihr die Erkenntnis d?mmerte. "Muss ich das best?tigen? Oder Euch sagen, was ich von Handschellen halte?" fragte Dante in einem dunklen Ton. Es bstete ihn bereits, dass sein Drache so pl?tzlich zur¨¹ckgekehrt war, genau wie in seiner Vision, und ein tiefes Unbehagen machte sich in seinem Herzen breit, als sein Geist ihn immer wieder zu dieser Vision zur¨¹ckzog. "Ich wusste es nicht, Mylord ... verzeiht mir." sagte Lady Melissa und senkte ihren Kopf zu einer Verbeugung. "Ich w¨¹rde Euch das ¨¹bel nehmen, aber Eure Kr?fte haben mir eine r?tselhafte Vision hintessen, die ich verstehen muss." erwiderte Dante, nachdem er einen Momentng nur starrte. "Was f¨¹r eine Vision Ihr auch immer gesehen habt, mein Herr, sie k¨¹ndigt ein Ereignis an, das eintreten wird. Es sollte nicht ignoriert werden." erwiderte Lady Melissangsam. "Die Nord-Nymphen werden sich zu einem g¨¹nstigeren Zeitpunkt daf¨¹r verantworten m¨¹ssen, freut Euch darauf." beendete Dante und wandte sich zum Gehen. "Abgesehen davon, dass ich euch nicht erkannt habe, ube ich nicht, dass ich etwas getan habe, das eine Erkl?rung verdient. Ich habe lediglich den Weg meines Volkes beobachtet, um eine Bindung zu suchen." "Deine Frau hat sich schon oft als unw¨¹rdig erwiesen, was sie auch zugibt. Und doch hast du sie wieder einmal gerettet, wie du es die ganze Zeit ¨¹ber als Einziger getan hast." "Ich kann nicht verstehen, warum ein Lorddrache eine unw¨¹rdige Gef?hrtin binden will." fragte Lady Melissa, ehrlich gesagt, verbl¨¹fft. Dante hielt bei der Erw?hnung des Wortes ¡¯Ehefrau¡¯ in seinem Schritt inne und warf Estelle einen fragenden Blick zu. Estelle wich seinem Blick aus, zappelte sichtlich und Dante grunzte unter seinem Atem. "Es ist meine Entscheidung, sie zu besch¨¹tzen, das bedarf keiner Erkl?rung und verpflichtet sie auch nicht, mein Handeln zu erwidern." "Elle kann sein, wer immer sie will, wie immer sie will, und ich werde sie trotzdem besch¨¹tzen. Ich habe mich daf¨¹r entschieden und werde nicht nachgeben, das ist keine Frage des Wertes." erwiderte Dante, w?hrend er zu Estelle hin¨¹berging. "Wir gehen jetzt." sagte Dante fest, nahm Estelles Hand und zog sie mit sich. "Dante warte... sie haben mir geholfen, dich zu finden." sagte Estelle schnell und deutete auf Lord Farren und die Druidennymphen, die Dante ebenfalls aus der Ferne misstrauisch beobachteten. Dante blieb stehen und blickte in die Richtung, in die Estelle zeigte. "Wer?" fragte Dante. "Es sind Nymphen des Druidenns, Lord Farren und sein Sohn haben sie hierher gef¨¹hrt, um mir zu helfen." fl¨¹sterte Estelle Dante zu. Dante war bereits zu dem Schluss gekommen, dass alle Nymphen nicht zu retten waren, und so lie? ihn dies innehalten. "Haben sie das?" fragte Dante und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die Druidennymphen. "Daf¨¹r, dass ihr sie an meiner Stelle in Sicherheit gebracht habt, habt ihr meine Dankbarkeit." sagte Dante und senkte seinen Kopf zu einer kleinen Verbeugung. "Ah ... es gibt keinen Grund f¨¹r solche F?rmlichkeiten, junger Drachenlord." versicherte Lord Farren mit einem Kopfsch¨¹tteln. Dante griff an seinen G¨¹rtel, zog eine kleine Kugel heraus und reichte sie Estelle. Estelles Augen weiteten sich, als sie auf den Schatz hinunterstarrte, denn sie wusste, dass er durch Dantes Feuer aus Drachenstein veredelt worden war. Drachen waren besonders besitzergreifend f¨¹r solche Sch?tze und gaben sie nie so einfach her, sie waren zu kostbar. "Wir vengen keine Bezahlung f¨¹r unsere Hilfe." beeilte sich Lord Farren zu versichern. "Es ist keine Bezahlung, sondern ein Schatz, den ich geschmiedet habe. Er hat einen gro?en Geldwert, aber einen noch gr??eren Wert als das, er ist mit mir und meinem n verbunden." "Als Gegenleistung f¨¹r die Rettung von Elle genie?t der Druidenn den Schutz von Fort Scabbard. Solltet ihr jemals Hilfe ben?tigen, auch noch in Jahrhunderten, sucht mich oder meine Sippe auf ... die Drachen von Fort Scabbard werden euch nicht abweisen." sagte Dante. Estelle hielt die Kugel vorsichtig, als w?re sie das Wertvollste auf der Welt, und brachte sie zu Lord Farren. "Das ist zu wertvoll, ich kann es nicht wagen, es anzunehmen!" Lord Farren rief erstaunt aus. "F¨¹r Drachen gibt es Wert im Tausch gegen Wert." versicherte Estelle, Es bedurfte keiner weiteren Worte, um Dantes Absicht zu verdeutlichen, der Wert seines Reichsapfels war das, was er f¨¹r w¨¹rdig hielt, seine Dankbarkeit f¨¹r Estelles Wohlergehen auszudr¨¹cken. "Ihr seid sehr wertvoll, Mdy. Ich erinnere mich, dass ich zuvor gesagt habe, dass der junge Drachenlord sich gl¨¹cklich sch?tzen kann, Euch zu haben, und ich sehe jetzt, dass Ihr die Gl¨¹ckliche seid." sagte Lord Farren mit einem warmen L?cheln und nahm die Kugel entgegen. "Ich danke Euch." murmelte Estelle und verbeugte sich leicht, bevor sie zur¨¹ck an Dantes Seite eilte. Die Nymphen blickten Dante und Estelle hinterher und verstanden, welch gro?e Gnade es war, dass Dante f¨¹r die Schmach, die er in ihrem Land erlitten hatte, nicht sein Pfund Fleisch genommen hatte. "Wir Nymphen sind den Drachen wegen ihrer Oberherrschaft feindlich gesinnt, doch wir m¨¹ssen zugeben, dass diese Bestien von Asvar dieser Oberherrschaft w¨¹rdig sind." sagte Lord Farren mit einem Nicken seines Kopfes. Chapter 285: Ein Kampf (Kap.285)

Chapter 285: Ein Kampf (Kap.285)

Dante st¨¹rmte durch den Wald, mit jedem erregten Schritt entfernte er sich weiter von der Nymphensiedlung. Sein Gesichtsausdruck war d¨¹ster und er verstr?mte eine aufgeregte Aura, ohne sich auch nur einmal umzublicken. Die ganze Zeit bem¨¹hte sich Estelle, mit seinen kraftvollen Schritten Schritt zu halten, denn das war alles, was sie angesichts von Dantes schlechter Laune tun konnte. Estelle hatte mehrmals versucht, ein Gespr?ch zu beginnen, aber jedes Mal wurde sie von Dante komplett ignoriert, was Estelle ein tiefes Unbehagen bereitete. Sie konnte nicht nachvollziehen, warum Dante so w¨¹tend war, nicht dass er keinen Grund dazu gehabt h?tte, sie wusste nur nicht, worauf er seine Wut zur¨¹ckf¨¹hrte. "Dante, gehngsamer", versuchte Estelle erneut und joggte quasi, um mit Dantes schnellen Schritten mithalten zu k?nnen. Wieder erhielt Estelle keine Antwort und in ihrem Inneren kochte die Frustration und das verzweifelte Bed¨¹rfnis, ein Wort von Dante zu h?ren, damit sie verstehen konnte, was ihn ver?rgerte. "Dante, kannst du bitte etwas sagen? Wirufen schon seit Stunden und du sagst nicht einmal ein Wort!" rief Estelle frustriert aus. Dante setzte einfach seinen Weg fort, als ob er Estelles Worte nicht h?ren konnte. "Sag etwas, Dante! Wenn du auf mich w¨¹tend bist, sollte ich zumindest wissen, warum!" Estelle bestand darauf, da sie es nicht ertragen konnte, von Dante ignoriert zu werden. Aber Estelles Bem¨¹hungen waren vergeblich, denn Dante hatte ¨¹berhaupt keine Absicht, ein Wort zu sagen, er war ganz auf die Mission konzentriert, sie aus dem Wald herauszubringen. Als Estelle jetzt dar¨¹ber nachdachte, wurde ihr r, dass es f¨¹r sie viel einfacher gewesen w?re, nach einem F¨¹hrer aus dem Wald zu fragen. Aber Dante war losgufen, bevor Estelle ¨¹berhaupt r denken konnte. Estelle war sich nicht sicher, ob es die R¨¹ckkehr seiner Drachenseite war, die Dante in Unruhe versetzte, oder ob es etwas anderes war. "Bist du w¨¹tend auf mich... weil ich gelogen habe, dass wir ein Paar sind?" fragte Estelle vorsichtig. Dante hielt in seinem Schritt einen Moment inne, ging dann aber weiter. Es kam Estelle so vor, als ob Dante etwas sagen wollte, sich aber dann dagegen entschied. "Unter den gegebenen Umst?nden hatte ich keine andere Wahl. Es war der einzige Weg, die Druidennymphen davon zu ¨¹berzeugen, zu helfen... Es tut mir leid, ok? Aber sei bitte nicht so zu mir", flehte Estelle. Aber Dante ignorierte immer noch Estelles Worte und auch ihre Entschuldigung, und Estelle wusste nicht, was sie tun oder sagen sollte. In all der Zeit, in der Estelle Dante kannte, hatte sie noch nie seine Missbilligung oder seinen Unmut erlebt und wusste nicht, wie sie damit umgehen sollte. "Dante...", Estelle versuchte es erneut, wurde aber von einem ver?rgerten Grunzen unterbrochen. "Ich w?re dankbar f¨¹r etwas Stille, Lady Starron. Ich muss mich konzentrieren, und du hilfst dabei nicht", unterbrach Dante sie, ohne sich umzudrehen. Estelle f¨¹hlte sich wie vor den Kopf gescgen. Dante w¨¹rde sie nur dann so f?rmlich ansprechen, wenn er extrem unzufrieden war. "Nicht, bevor du mir sagst, was ich falsch gemacht habe! Du bist grausam! Was erwartest du von mir?!" vengte Estelle. "Fange an, schneller zu gehen! Danach w?re etwas Ruhe, falls du das hinkriegst", antwortete Dante, ohne auch nur einmal zur¨¹ckzublicken. "Dante, was ist nur in dich gefahren?! So kenn ich dich nicht!" schrie Estelle frustriert. "Wie definierst du dann ¡¯mich¡¯?" fragte Dante in einem leeren Ton. Die Frage lie? Estelle kurz innehalten, aber das dauerte nur einen kurzen Moment. "Du w¨¹rdest fragen, wie es meiner Wunde geht! Du w¨¹rdest mich tr?sten und versprechen, der Hohen Jungfrau eine Lektion zu erteilen! Und du schreist mich nie an!" tzte es nur so aus Estelle heraus. "Ich kann damit jetzt nicht umgehen", murmelte Dante leise und beschleunigte seinen Schritt. "Du kannst nicht so zu mir sein! Ich habe alles getan, um dich zu retten! Alles, was ich getan habe, war f¨¹r dich!" beharrte Estelle, w?hrend sie sich beeilte, um Dante einzuholen. "Ich erinnere mich nicht daran, dass ich dich gebeten habe, dich in Gefahr zu bringen, um mich zu retten, so funktioniert das nicht", entgee Dante. "Wie funktioniert es dann?!" vengte Estelle zu wissen. "Ich besch¨¹tze dich, erinnerst du dich nicht?! Ichsse nicht zu, dass dir etwas zust??t! Ich sch¨¹tze dich, so funktioniert das!" gab Dante zur¨¹ck. "Und was ist mit dir?! Wer besch¨¹tzt dich?!" zischte Estelle und griff nach Dantes Arm, um ihn daran zu hindern, sich weiterzubewegen. Sie konnte nicht uben, dass sie sich nach allem, was sie gerade durchgemacht hatten, streiten w¨¹rden."Seit wann k¨¹mmert dich das?! Das war schon immer mein eigenes Problem. Es ist unn?tig, dass du dich daneben benimmst. Sei einfach so, wie du schon immer warst ... egoistisch und g?renhaft." erwiderte Dante. Bei Estelle wusste Dante, dass er immer derjenige sein w¨¹rde, der sich bem¨¹hte, und er hatte es so seinssen, snge sie in Sicherheit war. Bei dieser pl?tzlichen Ver?nderung war sich Dante nicht sicher, welche Bedeutung er ihr beimessen konnte, und mehr noch, er wusste nicht, wie tief er betroffen war. Die Trennung hatte Dante emotional v?llig ausgugt, er konnte in diesem Moment nicht mit verd?chtigen Gef¨¹hlen umgehen... er wollte es nicht. Der Gedanke, dass Estelle alles tat, um ihn zu besch¨¹tzen, hatte eine seltsame Z?rtlichkeit in ihm geweckt, und Dante war sich sicher, dass dies nicht seine ¨¹bliche z?rtliche F¨¹rsorge f¨¹r einen lieben Freund war. Dieser Wald muss einige l¨¹sterne Geister haben, die mir ein seltsames Gef¨¹hl geben, je schneller ich hier weg bin, desto schneller kann ich einen ren Kopf bekommen. ¡¯Angezogen von Elle? Dieselbe Elle, mit der ich in unserer Jugend nackt im Regen getanzt habe? Dieselbe Elle, die mich von der Grenze fliegen lie?, um Handt¨¹cher f¨¹r ihren ersten Blutfluss zu holen? Ich muss den Verstand verlieren.¡¯ entschied Dante in Gedanken mit einem Schauder des Entsetzens; Dante hatte nicht bemerkt, wie hart seine Worte geklungen hatten, bis Estelle leise keuchte und einen zittrigen Schritt zur¨¹ck und weg von Dante machte. Dante wollte ihr gerade versichern, dass er diese Worte nicht so gemeint hatte, aber er sch¨¹ttelte schnell den Kopf, drehte sich um und setzte seinen Weg fort. "Wage es nicht, von mir wegzugehen, du Bastard!" schluchzte Estelle, und ihre Worte brachten Dante zum Stehen. Der Anblick von Dante, der sie einfach so verlie?, war viel zu viel f¨¹r Estelle, nicht nach all den Schrecken, die sie in der letzten Woche ertragen hatte. Dante war alles, was Estelle noch hatte, und das wusste sie auch. Estelle musste sich fragen, wann alles schief gufen war, wann hatte sie begonnen, alle, die sich um sie sorgten, im Stich zussen? Aber Estelle brauchte nicht zu fragen, sie wusste genau, wann. Nachdem Estelles Mutter gestorben war, hatte sich Estelle v?llig ver?ndert. Sie schloss alle aus, auch Dante und ihren Vater, und machte alles und jeden f¨¹r ihren Verlust verantwortlich. Dieser Kummer und die Verzweiflung hatten aus der fr?hlichen Estelle einen neuen Menschen gemacht, einen Menschen, der sich nur um sich selbst k¨¹mmerte und seine eigenen Bed¨¹rfnisse ¨¹ber die aller anderen stellte. Wenn Estelle dar¨¹ber nachdachte, wusste sie, dass es ein Wunder war, dass Dante nicht schon vornger Zeit die Geduld mit ihr verloren hatte, denn wie alle anderen ubte er, dass Estelle wieder sie selbst sein w¨¹rde, wenn der Kummer vor¨¹ber war. Aber das war nie geschehen, nicht einmal ein Jahrzehnt sp?ter. "Ich wei? auch, dass ich schwer zu ertragen war. Es war nicht immer so zwischen uns... als Mutter noch hier war, war ich dir eine echte Freundin." schlussfolgerte Estelle in zittrigem Ton und mmerte sich an Strohhalme. "Du hast dich ver?ndert, Elle, und das schon seitnger Zeit. Welchen Sinn hat es, jetzt dar¨¹ber zu sprechen?" fragte Dante mit einem Seufzer. "Ich verstehe es jetzt, ich verstehe es! In dem Moment, als ich aufwachte und dich nirgends finden konnte, wurde mir bewusst, wie wertvoll du f¨¹r mich bist, Dante." "Mehr als du wei?t! Mehr als ich bis jetzt wusste!... Ich kann dich nicht auch noch verlieren ... also sei nicht kalt zu mir, nicht jetzt ..." Estelle flehte. Es gab noch viel mehr Worte, die sie sagen wollte, so viel mehr, was Estelle sagen musste, aber sie konnte sich nicht dazu durchringen, sie zu sagen. "Wir werden diese Diskussion jetzt nicht f¨¹hren, wir m¨¹ssen uns aufmachen, um den Himmel zu bewahren." sagte Dante mit einem schweren Seufzer und blickte sich kurz um. "Bei diesem Tempo werden wir nicht so schnell von hier wegkommen ... die Flucht ist unsere beste Option." entschied Dante. "Flucht? Bist du dir da sicher?" fragte Estelle unsicher, sie wusste, was es f¨¹r einen Drachen bedeutete, von jemandem geritten zu werden. "Hast du eine bessere M?glichkeit? Denn die habe ich nicht. Die Situation erfordert es, die Notwendigkeit ist die einzige Bedeutung, die damit verbunden ist." erwiderte Dante. Estelle zuckte leicht zusammen, sie war sich nicht sicher, warum Dantes Worte so schwer zu h?ren waren, wenn das, was er sagte, die Tatsache war. "Wir sollten uns einen gr??eren Raum suchen, ich werde meinen Fl¨¹gel verletzen, wenn ich hier abhebe." murmelte Dante, als er weitermachen wollte. "Nein..." erwiderte Estelle leise. "Nein? Was soll das hei?en?" fragte Dante verbl¨¹fft. "Ich ... ich will nicht, dass es aus der Not heraus geschieht." fuhr Estelle fort, ihr Tonfall war immer noch leise. Estelles Worte lie?en Dante innehalten und er warf ihr einen verwirrten Blick zu. "Wenn nicht aus Notwendigkeit, was dann?" fragte Dante, v?llig unwissend, was Estelle meinte. "Du Narr ... warum ist es so schwer f¨¹r dich, etwas zu verstehen?" Estelle brummte leise vor sich hin. Chapter 286: Den Himmel bewahren (Kap.286)

Chapter 286: Den Himmel bewahren (Kap.286)

"Du Narr... warum f?llt es dir so schwer, irgendetwas zu verstehen?" murmelte Estelle unter ihrem Atem. Estelle w¨¹nschte, Dante k?nnte in ihr Herz sehen. Das h?tte die Dinge f¨¹r sie so viel einfacher gemacht. Dann m¨¹sste sie nicht darum k?mpfen, irgendwelche Worte zu ?u?ern, nur um sie aus Mangel an Mut wieder hinunterzuschlucken. Estelle war in diesem Moment m¨¹de, zutiefst ersch?pft, und dasg nicht an der Hohen Jungfrau, den Nymphen, dem Schwarzen Netz oder irgendetwas anderem... Es war nur Dante und die Wahrheit ¨¹ber ihn, die sie sich nie zu gestehen gewagt hatte. Eine Wahrheit, die Estelle wusste, dass sie sie sich nie eingestehen w¨¹rde, zumindest nicht jetzt... in diesem Moment, in dem Dante wartete und sie still beobachtete. Ihre Aufgabe war es nur zu sprechen. Aber gerade das Reden war das Problem. "Was verstehe ich nicht?" fragte Dante mit hochgezogener Augenbraue. Estelles Schweigen zog sich nun schon l?nger hin und Dantes Geduld schwindete. "Ich... Ich..." stammelte Estelle und ballte und l?ste ihre F?uste, w?hrend sie nach den besten Worten suchte, um auszudr¨¹cken, was sie in diesem Moment f¨¹hlte. Estelle hatte in den letzten Tagen eine unerwartete Erkenntnis gewonnen und war sich dessen nun umso sicherer. Sie war sich sicher, dass sie die ganze Zeit das Offensichtliche ¨¹bersehen hatte... oder sie hatte es verdr?ngt, weil sie es einfach nicht uben wollte. Aber jetzt, nach allem, was gerade passiert war, konnte sie es nicht mehr leugnen. "Elle, kannst du nicht einmal in deinem Leben die Dinge einfach machen?" fragte Dante verzweifelt, als Estelle immer noch nichts sagen konnte. Es war wieder einer von Estelles Wutausbr¨¹chen, zumindest ubte Dante das. Irgendwo in Dantes Kopf rece er damit, dass Estelle jeden Moment eine absurde Entscheidung treffen w¨¹rde, wie ihm zu sagen, dass sie seine Begleitung auf ihrer Mission nicht mehr wollte. Dante bereitete sich auf die kalten, harten Worte vor, die Estelle, wie er wusste, sagen w¨¹rde. Wann immer Estelle verletzt wurde, war es ihr n, den Schmerz zur¨¹ckzuschleudern. "Lass mich bitte einfach ausreden." Estelle sagte mit einem zittrigen Seufzer zur¨¹ck. Dante grunzte leise, schwieg aber und wartete, bis Estelle ihre Gedanken gesammelt hatte und sprechen konnte. "Die Trennung... sie muss f¨¹r dich so schmerzhaft und furchterregend gewesen sein." begann Estelle in einem ton, der von Trauer durchdrungen war. Diese Worte waren v?llig unerwartet und ganz und gar nicht die kalten, harten Worte, die Dante erwartet hatte. Dante hob eine Augenbraue, sie hatte sich nie die M¨¹he gemacht, zu anerkennen, was er durchgemacht hatte, und wenn er ehrlich war, war ihm das eine Erleichterung. In den letzten Monaten hatte er von seinen Verwandten nur Mitleid erhalten, und das war mental anstrengend. Aber als Estelle fragte, h?rte er in ihrem Tonfall keine Sympathie, stattdessen sp¨¹rte Dante Schmerz. Das machte es ihm leichter, das Thema anzusprechen. "Ich bin eines Tages aufgewacht und habe festgestellt, dass die andere H?lfte meiner Seele... einfach weg war. Und es gab nichts, was ich dagegen tun konnte." "Ich konnte sie nicht besch¨¹tzen oder retten, ich konnte nicht zu ihrufen oder gar an ihrer Seite sein, weil ich nicht einmal wusste, wer sie war oder wo auf der Welt ich sie finden konnte..." "Ich f¨¹hlte, wie ein Teil von mir starb, Elle. Mein Herz zerbrach St¨¹ck f¨¹r St¨¹ck in mir... Schmerz? Das ist untertrieben." antwortete Dante mit einem leisen Seufzer. Dante war sich nicht sicher, warum er so ehrlich war, er fand es nicht leicht, ¨¹ber seine Gef¨¹hle zu sprechen, aber mit Estelle war es selbst nach einem Jahrzehnt noch ein Impuls f¨¹r Dante. Wenn ein Drache jemandem sein Vertrauen schenkte, konnte er es nie zur¨¹cknehmen. Estelle biss sich auf die Lippe und nickte verst?ndnisvoll. "Ich wei?, was ich gleich sagen werde, k?nnte dich ver?rgern, aber dieses Mal muss ich ehrlich zu mir selbst sein ..." fing Estelle wieder an. "Wenn einige Zeit vergangen ist... ich meine, auch nach einem Jahrzehnt oder mehr... wenn es sich leichter anf¨¹hlt und nicht mehr so verheerend wie jetzt... auch nur ein bisschen..." stotterte Estelle. "Also, was ich versuche zu sagen ist... wenn dein Herz bereit ist, w¨¹rdest du es zssen, dass ich versuche... dich zu heilen? Eine neue Bindung, um die alte zu ersetzen..." fragte Estelle leise. "Ich brauche dein Mitleid nicht." erwiderte Dante emotionslos, seine Stirn in Unmut gerunzelt. "Das ist nicht der Punkt Dante... Ich wei?, dass ich derjenige war, der den Vorscg deines Vaters abgelehnt hat und das war dumm von mir." "Ich will nicht den gleichen Fehler machen, den ich vor einem Jahrzehnt gemacht habe. Ich dachte, ich w¨¹rde dich dieses Mal wirklich verlieren, und es war... unaushaltbar.""Ich... ich m?chte mehr als nur ein Freund f¨¹r dich sein, Dante, wenn du einverstanden bist. Es muss auch nicht sofort sein... nur, wenn du bereit bist." erwiderte Estelle, ihre Stimme immer noch leise. Das Herz von Dante schlug zum ersten Mal seit der Trennung pl?tzlich und unregelm??ig, eine intensive Reaktion auf die Worte, die Estelle sagte. Dante fragte sich, ob sie das bedeuteten, was er dachte, oder ob sein Verstand eine Szene erschuf, um sein Leben noch ungl¨¹cklicher zu machen, als es ohnehin schon war. "Was meinst du mit ¡¯demselben Fehler¡¯?" fragte Dante behutsam. Von all den Worten, die Estelle gesagt hatte, waren es diese Worte, die Dantes Aufmerksamkeit erregten. Er konnte immer noch nicht verstehen, was vor einem Jahrzehnt zwischen ihnen passiert war. "Ich... vor einem Jahrzehnt, als du in unserer H?hle schliefst... Ich wollte sicher sein, ob es noch Hoffnung gibt... also habe ich nachgeschaut. Ich ber¨¹hrte deine umgekehrte Schuppe... und nichts passierte." Estelle gab endlich eine Wahrheit zu, die sie nie zuvor ausgesprochen hatte. "Das war der Grund, warum du dich von mir abgewandt hast." stellte Dante ¨¹berrascht fest. "Es tat zu sehr weh, der Realit?t ins Gesicht zu sehen, dass du niemals mein sein k?nntest. Ich ubte, es w?re das Beste, wenn du weg w?rst... damit ich nicht mitansehen muss, wie du dein Gl¨¹ck mit jemand anderem findest." "Jetzt habe ich das Gef¨¹hl... dass ich dich verflucht habe... und das tut mir so leid. Als ich von der Trennung erfuhr, brach ich zusammen..." "Ich wollte nicht nur ein Ersatz f¨¹r die Liebe sein, die du nie haben konntest... nicht, wenn ich selbst eine Version von dir gefunden hatte, die tats?chlich mir geh?ren k?nnte." Estelle schluchzte leise. "Jason?" fragte Dante nach einem Moment der bet?ubten Stille. "Hast du das nie bemerkt? Er klingt wie du... und k¨¹mmert sich um mich, so wie du es getan hast." murmelte Estelle. "Oh, Elle..." Dante seufzte, als er sah, wie Estelle mit ihren Schluchzern k?mpfte. In den letzten Tagen hatte Dante wiederholt erlebt, wie Estelle solch eine St?rke zeigte, vor allem seit der Nacht in Fort zed. Die Estelle, die es geschafft hatte, nach den Ereignissen in Fort zed weiterzumachen, indem sie ihre Mission zur Priorit?t machte. Die Estelle, die gerade so furchtlos gegen die Hohe Jungfrau gek?mpft hatte, statt zu warten, dass Dante sie findet. Das war die Estelle, die Dante seit seiner Jugend kannte, die Frau, die all ihre Trauer und Verzweiflung begraben hatte, bis sie verloren ging. "Ich wei?, es ist zu viel vengt, aber... du musst mich nicht ernst nehmen... Ich wollte nur, dass du Bescheid wei?t." versicherte Estelle und zwang ein L?cheln auf ihre Lippen, das nicht hielt. Einen Augenblickng starrte Dante nur auf Estelle, sprachlos von ihren Worten. "Wenn du mich durch jemanden ersetzen wolltest... h?tte er ein bisschen gr??er sein sollen." tze es schlie?lich aus Dante heraus, vollkommen neben der Spur. "Dante!" Estelle rief ungl?ubig aus, bevor sie in Lachen ausbrach. "Elle... eine Trennung wie die meine gilt als Todesurteil. Warum ubst du, habe ich ¨¹berlebt?" fragte Dante, w?hrend er die Distanz zwischen ihnen ¨¹berbr¨¹ckte. "Als ich eine wertvolle Erinnerung brauchte, an die ich mich mmern konnte... einen Lebensgrund, dachte ich an Estelle Starron... die Frau, die ich am meisten sch?tze." sagte Dante, Er legte seine Hand auf Estelles Wange und wischte ihre Tr?nen mit seinem Daumen weg. "Wenn also einige Zeit vergangen ist... Sicher nicht noch ein weiteres Jahrzehnt oder mehr." "Aber wenn es sich leichter anf¨¹hlt und nicht mehr so verheerend wie jetzt... selbst wenn nur ein kleines bisschen..." Dante wiederholte Estelles Worte und ?nderte die Teile, die ihm nicht gefielen. "Also was ich sagen will ist... wenn mein Herz bereit ist, werde ich es dir anvertrauen. Eine neue Verbindung, um die alte zu ersetzen." Dante beendete mit einem kleinen L?cheln. "Wirklich?" fragte Estelle ¨¹berrascht. "Ich m?chte es nicht anders." versicherte Dante. Er beugte sich herunter und gab Estelle einen sanften Kuss auf die Stirn, bevor er ihre Hand nahm und sie zu einer gr??eren Fl?che f¨¹hrte. Dante nahm seine Drachengestalt an, das massive kastanienbraune Biest in all seiner wilden Sch?nheit, eine Sch?nheit, die Estelle immer wieder verbl¨¹ffte, egal wie oft sie die Verwandlung miterlebt hatte. Sein gro?er Kopf drehte sich zu Estelle und nickte ihr zu. Estelle ging hin¨¹ber und kletterte auf Dantes R¨¹cken. "Um die Himmel zu bewahren?" fragte Estelle. "Um die Himmel zu bewahren." Dantes Zustimmung hallte in Estelles Kopf wider, als er sich in die L¨¹fte erhob. Chapter 287: Der zukünftige K?nig (Kap.287)

Chapter 287: Der zuk¨¹nftige K?nig (Kap.287)

~Der Eclipse-Pst, das Herz der Eclipse-Dom?ne~ Der Thronsaal des Eclipse-Pstes war vollst?ndig in Dunkelheit und Schatten geh¨¹llt, jedes bisschen Licht war verbannt, um nur Dunkelheit zur¨¹ckzssen. Alle Vorh?nge und T¨¹ren des Thronsaals waren geschlossen, jeder Punkt, durch den ein Lichtstrahl h?tte dringen k?nnen, war vollst?ndig versiegelt worden. So entstand eine d¨¹stere Atmosph?re, die schwer ¨¹ber dem Saalg. Einst war der Thronsaal des Eclipse-Pstes der pr?chtigste Raum im gesamten Pst gewesen, mit juwelenbesetzten Wandteppichen und erlesener Einrichtung, die von Macht und Prestige zeugten. Dies war die von Alphak?nig Lothaire ausgew?hlte Gestaltung f¨¹r seinen Thronsaal. Jedoch hat jeder Herrscher seinen eigenen Geschmack und mit dem Aufkommen eines neuen Alphak?nigs war der Thronsaal nur der Anfang vieler Ver?nderungen. In diesem d¨¹steren Saal, auf dem Thron sitzend, war niemand anderes als der Prinz und baldige Alphak?nig des Eclipse-Reiches, Alessio Terran Lothaire. Alessio war in pechschwarze k?nigliche Gew?nder gekleidet - ebenso majest?tisch wie der Titel, den er bald tragen w¨¹rde. Seine Gew?nder passten perfekt zu der Dunkelheit des Saales, was es schwierig machte, ihn zu erkennen, abgesehen vom schwachen Leuchten seiner waldgr¨¹nen Augen und dem leisen Summen eines Liedes - einem Volkslied in der alten Wolfsprache. Die Melodie warngsam und eindringlich, und Alessio summte sie, weil er sich nicht ganz an die Worte erinnern konnte. Das Lied fand er nie besonders interessant, nur der eindringliche Ton hatte ihn fasziniert. Wenn Alessio nachdachte, erinnerte er sich vage, dass das Lied von gro?en hten und Blutvergie?en und der Dunkelheit und Verderbtheit in den Herzen der Menschen handelte. "Immer wieder habe ich mich gefragt ... Wie w¨¹rde es sich anf¨¹hlen, diesen Thron endlich zu besetzen?" fragte sich Alessiout und leise murmelnd. "Und selbst jetzt, da ich auf diesem Thron sitze, frage ich mich immer noch... Wie w¨¹rde es sich anf¨¹hlen, wirklich zum Alphak?nig zu werden?" fuhr Alessio fort. Alessio hob die Hand an seine Schl?fe, ihm fehlte ein ?u?erst wichtiger Gegenstand... Eine Krone, die eines wahren Alphak?nigs w¨¹rdig ist. Es gab eine Krone, die auf einem Halter an Alessios Seite ruhte. Aber diese Krone war ein unangenehmer Anblick f¨¹r Alessio, denn sie geh?rte nicht ihm. "Jeder K?nig wird zusammen mit seiner Krone begraben, das ist die Tradition der Eclipse-W?lfe. Daher sollte ein K?nig eine Krone schaffen, die f¨¹r ihn eine Bedeutung hat..." "Aber welche Bedeutung genau?" murmelte Alessio vor sich hin. Seit einem halben Monat war Alphak?nig Lothaire Raul schon auf seiner Reise durch die Eclipse-Dom?ne unterwegs. In dieser Zeit hatte Alessio die Macht im Eclipse-Pst und im Eclipse-Fang-Rudel an sich gerissen. Er hatte die vollst?ndige und absolute Kontrolle ¨¹ber die Krieger seines Vaters und ¨¹ber alle von den Eclipse-F?ngen in Bescg genommenen L?ndereien und Wege ¨¹bernommen. Es war nicht besonders schwierig gewesen, Alessio hatte einfach getan, was auch sein Vater getan hatte, als er den Thron f¨¹r sich selbst in Anspruch nahm. Es war eine einfache Methode ... alle gnadenlos zu t?ten, die seiner Herrschaft widersprachen, als Warnung an alle anderen und als Zeichen von St?rke und Dominanz. Die gr??te Waffe, die ein K?nig einsetzen konnte, war die Angst seiner Untergebenen, und genau das hatte Alessio von seinem Vater gelernt. Und Alessio war sich sicher, dass sein Vater unublich stolz darauf sein w¨¹rde, wie gut Alessio in den letzten Wochen gelernt hatte. Alessios Augen fielen zu, und in seinem Kopf spielten sich die Szenen ab, in denen er die Loyalisten seines Vaters, die sich weigerten, ihm Treue zu schw?ren, in St¨¹cke gerissen hatte. Es war nur zu schade, dass es nicht genug gab, um ein Exempel zu statuieren, denn nach ein paar Todesf?llen f¨¹gten sich alle stillschweigend. Irgendwo in Alessios Kopf w¨¹nschte er, es h?tte mehr gebraucht... Er war nicht im Geringsten zufrieden. Alessio holte tief Luft und unterdr¨¹ckte seine blutdurstigen Begierden. "Die Methoden meines Vaters sind grausam... aber sie waren immer effektiv." murmelte Alessio mit einem leisen Kichern vor sich hin. Alessio war sich nicht sicher, welche Nachricht seinen Vater von der Macht¨¹bernahme erreicht hatte, Alessio hatte daf¨¹r gesorgt, dass sich die Nachricht nicht verbreitete... So w¨¹rde sein Vater bis zu seiner R¨¹ckkehr nicht erfahren, was ihn getroffen hatte. Das hei?t, wenn Alphak?nig Lothaire lebend zur¨¹ckkehren w¨¹rde, nachdem Alessio die Reiseroute seines Vaters allen seinen Feinden verraten hatte. Aber selbst wenn Alphak?nig Lothaire zur¨¹ckkehren w¨¹rde, war Alessio bereit... Das Eclipse-Reich wurde immer von den St?rksten regiert, und Alessio war begierig, seine St?rke gegen seinen Vater zu testen. In nicht allzu ferner Zeit w¨¹rde Alessio seinen Einfluss ¨¹ber die Grenzen von Eclipse Fang hinaus auf die anderen Eclipse-Rudel ausdehnen.Einer nach dem anderen w¨¹rde er unterwerfen. Vielleicht w¨¹rde Alessio dann auf mehr Widerstand sto?en als hier, und das k?me ihm gerade recht. Aber zuvor musste Alessio zum Alphak?nig gekr?nt werden. Und was ist eine Kr?nung ohne eine Krone? "Ich kann k?mpfen und Blut vergie?en. Warum muss ich mir auch noch eine Bedeutung f¨¹r eine Krone ¨¹berlegen?" murmelte Alessio ver?rgert. Alessio griff nach der Krone seines Vaters, nahm sie in Augenschein und untersuchte sie genau. Es war eine exquisite Arbeit, das war wahr, aber Alessio fand nichts Ausgefallenes daran. "Sie erinnert mich so sehr an ihn... Wie wurde sie angefertigt, um seine perfekte Verk?rperung zu sein? Welchen Bedeutung hat dieses St¨¹ck Metall f¨¹r ihn?" fragte sich Alessiout. Alessio konnte es nicht verstehen. Was sollte er den Schmieden befehlen, etwas zu schaffen, das f¨¹r ihn symbolisch und pers?nlich Bedeutung hatte? ¡¯Was auch immer es ist, wir finden die Antworten nicht hier.¡¯ dachte Terran gruff, Alessios Wolf, in seinem rauen, tierischen Knurren. Terran sprach nicht viel. Er war das, was Alessio als die Verk?rperung seiner gesamten Dunkelheit und Wut beschreiben w¨¹rde. Terran war blutr¨¹nstig und unbarmherzig. Alessio fragte sich immer, ob sein Vater stolzer w?re, wenn Terran die Gesamtheit seines Sohnes w?re und es keinen Alessio g?be. ¡¯Wir sind eins. Lothaire hat unsere Gef?hrtin verkauft... Wir brauchen ihn nicht, um stolz zu sein. Wir brauchen ihn tot und aus dem Bild.¡¯ dachte Terran ver?rgert an Alessio. "Dem kann ich nur zustimmen." murmelte Alessio zustimmend auf Terrans Worte. "Die Antworten, die wir suchen, wo k?nnten wir sie wohl finden?" fragte Alessio seinen Wolf. ¡¯Was ist das auff?lligste Merkmal einer Krone?¡¯ fragte Terran zur¨¹ck. Alessio hob die Krone seines Vaters hoch, sein Blick ruhte auf dem tiefuen Edelstein in der Mitte der Krone. Er war das Erste, was man bemerken w¨¹rde, wenn man die Krone betrachtet - die Hauptattraktion eines sonst eher gew?hnlich anmutenden Kopfschmucks. "Ein Edelstein ... ein seltener Edelstein." murmelte Alessio als Antwort. ¡¯Vielleicht ist der Edelstein das, was f¨¹r Lothaire eine Bedeutung hat?¡¯ dachte Terran zu Alessio. "Dann w¨¹rden die Antworten, die wir suchen, in Vaters Schatzkammer liegen." erkl?rte Alessio, w?hrend er aufstand und den Thronsaal verlie?. ______________ Bald kam Alessio im Arbeitszimmer seines Vaters an. Die Schatzkammer von Alphak?nig Lothaire befand sich irgendwo in die Innenr?ume seines Arbeitszimmers, aber Alessio wusste nicht genau wo. So gro? war das Vertrauen seines Vaters in ihn... so gut wie gar keins. Deswegen war Alessio nicht besorgt, dass sein Vater durch seinen Verrat verletzt sein k?nnte. Er wusste, dass sein Vater sowieso nicht viel von ihm erwartete. Alessio schweifte mit dem Blick durch das sorgf?ltig eingerichtete Arbeitszimmer mit Dutzenden von B¨¹cherregalen. Alessio war sich sicher, dass sein Vater keines dieser B¨¹cher jemals gelesen hatte. Die meisten davon handelten von Tugend und Moral - Eigenschaften, die sein Vater nicht besa?. ¡¯Er hat uns immer weggeschickt, bevor er den Geheimgang zu seiner Schatzkammer ge?f hat. Es muss irgendwo eine Fallt¨¹r versteckt sein... Denk nach.¡¯ dachte Terran zu Alessio. Alessio schloss seine Augen, um intensiv nachzudenken, wie Terran es vorgescgen hatte. W?hrend Terran die furchterregende und blutr¨¹nstige Seite war, war Alessio die gerissene und berechnende Seite. Sowohl Alessio als auch Terran kannten ihre individuellen St?rken gut genug und wussten, wann sie die Kontrolle dem anderen ¨¹bessen sollten. "Wenn es eine Fallt¨¹r gibt, muss es irgendwo einen gut versteckten Hebel geben. Der Hebel w¨¹rde die Fallt¨¹r ?ffnen, aber wo k?nnte er sein?" ¨¹berlegte Alessiout. "Wenn ich Vater w?re... von Reichtum besessen, w¨¹rde ich den Hebel unbewusst irgendwo in Reichweite aufbewahren. An einem Ort, der sich am sichersten anf¨¹hlt..." murmelte Alessio, w?hrend er zu Vaters Schreibtisch ging. Alessio beugte sich hinunter und tastete unter dem Schreibtisch herum, bis er ein seltsames Fach ber¨¹hrte. Alessio zog daran und ein leises, kaum h?rbares Surren war zu h?ren. Als er ¨¹ber die Schulter blickte, bemerkte Alessio, dass die B¨¹cherregale nicht mehr so aussahen wie zuvor. "Einer von euch ist es..." murmelte Alessio und suchte nach dem verschobenen Regal, bis sein Blick auf das einzige Regal fiel, das nicht mehr an seinem urspr¨¹nglichen tz stand. Chapter 288: Die Schatzkammer im Palast der Finsternis (Kap.288)

Chapter 288: Die Schatzkammer im Pst der Finsternis (Kap.288)

Alessio ging zu dem Regal hin¨¹ber und griff nach einem Buch, das zwischen den anderen etwas hervorstach. Es war das einzige Merkw¨¹rdige, abgesehen von der ver?nderten Position des Regals, so dass Alessio wusste, dass er den wahren Hebel gefunden hatte. Es gab nichts, was er jemals wirklich vor unserem Wissen verbergen konnte, wir haben ihn nur in der T?uschung lebenssen, dass sein Wille Gesetz war. Diese Zeiten sind l?ngst vorbei ... jetzt geh?rt alles, was Lothaires Wille war, uns. Terran spornte Alessio mit einem dunklen Knurren an. "Es war schon immer so vorgesehen." Alessio stimmte zu. Alessio zog an dem Buch, und das Regal bewegte sich zur Seite und enth¨¹llte eine dahinter verborgene Eisent¨¹r. Alessio starrte die T¨¹r einen Momentng schweigend an, bevor er nach dem Knauf griff und versuchte, die T¨¹r aufzusto?en, aber sie lie? sich nicht bewegen. Alessio hatte nicht wirklich damit gerec, aber er wusste auch, dass ein gewaltsames Aufbrechen der T¨¹r nicht in Frage kam, sein Vater h?tte f¨¹r diesen Fall eine Sicherheitsma?nahme getroffen. Es gab nichts, was Alessio besser konnte, als wie sein Vater zu denken... Alphak?nig Lothaire hatte Alessio schlie?lich dazu erzogen, eine andere Version seiner selbst zu sein. Und wenn man Alessio fragen w¨¹rde, w¨¹rde er sagen, dass sein Vater das gut gemacht hatte. Jetzt war Alessio mehr sein Vater als er selbst. Und das bedeutete, dass Alessio nach dem Gesetz lebte, sich zu nehmen, was immer er wollte, und sich dabei zu vergn¨¹gen. "Viel Aufhebens, um einen Schatz zu verbergen." murmelte Alessio leise vor sich hin, als er auf den T¨¹rknauf hinunterblickte. Rundherum waren Zahlen eingraviert, und Alessio runzelte leicht die Stirn, bevor er den Knauf drehte und ein bestimmtes Datum aneinanderreihte. Es gab viele Daten, die Alessio h?tte ausprobieren k?nnen, aber er kannte das eine Datum, von dem seine Mutter immer gesprochen hatte, nur zu gut. Es war der Tag, an dem Alpha-K?nig Lothaire die Frau getroffen hatte, die ihn verhext hatte. Alessio war nicht sonderlich ¨¹berrascht, als er ein Klicken an der T¨¹r h?rte, das ihm verriet, dass er den Passcode gleich beim ersten Versuch richtig eingegeben hatte. Er war immer berechenbar ... und doch ubt er, dass wir die Schwachen sind. dachte Terran mit einem Anflug von Emp?rung an Alessio. Alessios Brauen runzelten sich nur noch mehr zu einem tiefen Stirnrunzeln. "Vater tr?gt sie immer noch in seinem Herzen ... kein Wunder, dass Mutter sich nie sicher f¨¹hlt." murmelte Alessio und sch¨¹ttelte den Kopf. Die Welt geh?rt jetzt uns, was k¨¹mmert uns ihr altes M?rchen? Wir werden die Geschichte jetzt schreiben.¡¯ erinnerte Terran Alessio. Die T¨¹r ?fe sich und gab den Blick auf einen schmalen, schwach beleuchteten Gang frei, in den Alessio eintrat und die T¨¹r hinter sich zuzog. Alessio gingngsam den Gang hinunter, die W?nde auf beiden Seiten waren nur eine Arml?nge entfernt, und der Gang konnte nur von zwei nebeneinander stehenden Personen betreten werden. Die pers?nliche Schatzkammer von Alphak?nig Lothaire war f¨¹r Alessio kein Geheimnis, er hatte nur noch nie Zutritt gehabt, und niemand wagte es, sie zu betreten. Au?er den treuesten Rabenw?chtern seines Vaters durfte niemand die Schatzkammer betreten. Bei seinem Vater hatte Alessio immer gewusst, was er zu erwarten hatte und was er niemals zu erfahren wagen durfte. Dies war eines dieser Dinge, obwohl Alessio nicht sicher war, welche Art von Reichtum sein Vater hier verbarg, dass er ihn vor seinem eigenen Sohn und dem gesamten Rudel verbarg. Ein weiterer Beweis daf¨¹r, dass er nie wirklich vorhatte, uns seinen Thron zu vermachen ... er hat uns nicht genug vertraut. erinnerte Terran Alessio. Alessio konnte Terrans Worten nicht widersprechen, er wusste auch, wie viel das Vertrauen seines Vaters wert war. Alessio hatte sich viel zu oft gefragt, warum der Rest des Rudels die Angst vor seinem Vater nicht ¨¹berwinden konnte. Aber andererseits regierte Alphak?nig Lothaire die Eclipse Domain mit eiserner Faust ... nur dass ein Alphak?nig-Wolf wie Alessio niemals wirklich gez?hmt werden konnte. Zu uben, dass er wirklich unseren Willen kontrollierte, war seine eigene Illusion. Wir sind gr??er, als Lothaire je zu sein hoffen k?nnte.¡¯ knurrte Terran in Alessios Gedanken. Der Gang zog sich ein kurzes St¨¹ck hinunter, bevor er nach links abbog. Es gab keinen anderen Weg als diesen, und so ging Alessio dorthin. Es dauerte nichtnge, bis sich der Gang in einen kleinen Saal ?fe, in dem noch mehr Regale standen als im Arbeitszimmer von Alpha King Lothaire. Alessio sah sich um und war nicht ¨¹berrascht, Hunderte von kostbaren Edelsteinen und anderen seltenen Sch?tzen zu sehen, die in gut gearbeiteten Kisten mit ge?fen Deckeln aufbewahrt wurden. Auf den ersten Blick konnte Alessio ?u?erst seltene Sch?tze wie die Tr?nen der Meerjungfrau, die Kristallkugeln der Hexen und noch seltenere Sch?tze erkennen. Alessio hatte immer gewusst, dass sein Vater einen unvergleichlichen Reichtum angeh?uft hatte, aber seine Besessenheit von materiellen Dingen konnte Alessio immer noch nicht verstehen. Nichts davon hatte auch nur ann?hernd ausgereicht, um die Gier seines Vaters zu stillen, das wusste Alessio besser als jeder andere, schlie?lich war er der Henker seines Vaters ... oder er war es gewesen, aber jetzt nicht mehr. Die Temperatur in der Schatzkammer war seltsam kalt, nicht so kalt, dass man fr?steln konnte, aber doch merklich kalt. Es war zwar immer noch Winter, aber Alessio hatte nicht erwartet, dass die K?lte so weit reichen w¨¹rde. Alessio ging zum n?chstgelegenen Regal und hob eine erbsengro?e Meerjungfrauen-Tr?ne in die H?he, deren kleine Perle in einem ssen Rosa leuchtete. Sie war sch?n anzusehen, so viel war wahr. Aber abgesehen davon war die Tr?ne der Meerjungfrau f¨¹r Alessio nicht von Interesse. "Etwas von Bedeutung..." murmelte Alessio vor sich hin, w?hrend erngsam weiterging und einen Schatz nach dem anderen untersuchte. F¨¹r Alessio waren sie nichts weiter als gl?nzende Gegenst?nde, und vielleicht war Alessio gerade in dieser Hinsicht ganz anders als sein Vater. "Das ist keine Hilfe." entschied Alessio nach einem kurzen Moment, und gerade als er den Weg zur¨¹ckgehen wollte, fiel ihm etwas ins Auge. Chapter 289: Die Schatzkammer im Palast der Finsternis (Kap.289)

Chapter 289: Die Schatzkammer im Pst der Finsternis (Kap.289)

"Das ist keine Hilfe." entschied Alessio nach einem kurzen Moment, und gerade als er den Weg zur¨¹ckgehen wollte, fiel ihm etwas ins Auge. Esg in einer Kiste im allerletzten Regal, verdeckt von den anderen Regalen, die mit attraktiveren Edelsteinen und Sch?tzen ¨¹berf¨¹llt waren. Es war praktisch unauff?llig, so sehr, dass Alessio es fast ¨¹bersehen h?tte, doch in dem Moment, in dem er sich umdrehte, war jeder andere Edelstein l?ngst vergessen. Er gl?nzte nicht, aber das spielte keine Rolle, als Alessio zu dem Regal ging und auf die Drachenschuppe hinunterstarrte. Bis vor kurzem hatte Alessio noch nicht viele oder gar keine Drachen gesehen, aber ihr Ruhm und ihre Vormachtstellung in allen L?ndern jenseits des Meeres war weit verbreitet, selbst hier im Wolfsgebiet, wo ihre Herrschaft noch nicht so weit fortgeschritten war. Alessio wusste also genug, um die gro?e, raue und gebogene Schuppe zu erkennen, die gerade so gro? war wie seine Handfl?che, aber eine von Hunderten von Schuppen war, die den Panzer eines Drachen bildeten. Auf den ersten Blick schien es sich um eine schwarze Schuppe zu handeln, doch bei n?herer Betrachtung erkannte Alessio, dass sie ihre Farbe zu wechseln schien, zwischen verschiedenen dunklen Schattierungen, und Alessio konnte nicht sagen, welche genau ihre urspr¨¹ngliche Farbe war. Alessio nahm die Schuppe in die Hand und starrte sie in widerwilliger Ehrfurcht an. Alessio konnte nicht umhin, sich zu fragen, wie genau sein Vater in den Besitz einer Drachenschuppe gekommen war. Aber Alessio hatte keinen Zweifel daran, dass er genau das gefunden hatte, was ihm etwas bedeutete und woraus er seine Krone fertigenssen w¨¹rde. Es gab keinen anderen Schatz in dieser Halle, der damit verglichen werden konnte, ein Symbol f¨¹r seinen einzigen Zweck als Alphak?nig... Eine ht anzuk¨¹ndigen, die gr??er war als jede andere, die das ¨¹bernat¨¹rliche Reich je gesehen hatte, und das Ende der Drachen herbeizuf¨¹hren. Dies war die Sache, die Alessio sich in seinem Herzen geschworen hatte, trotz aller Widrigkeiten zu erreichen ... oder er w¨¹rde das ¨¹bernat¨¹rliche Reich bei dem Versuch ruinieren. Ein finsteres L?cheln fand seinen Weg auf Alessios Lippen, als er mit dem Daumen ¨¹ber die raue Drachenschuppe strich. Irgendwie konnte Alessio immer noch die Macht sp¨¹ren, die sich darin verbarg, und wie eine s¨¹chtig machende Droge hatte Alessio den einen Schatz entdeckt, den er am meisten begehrte. "Hunderte von ihnen werde ich f¨¹r mich haben... eine Troph?e nach der anderen werde ich in meiner Schatzkammer sammeln... ¨¹ber den gefallenen K?rpern meiner Feinde..." murmelte Alessio, und seine Augen funkelten vor Blutdurst. Alessio ppte den Deckel der Schatulle zu und nahm sie aus dem Regal, in der Absicht, direkt zum Handwerker zu gehen. Gerade als er es aus dem Weg schob, bemerkte Alessio, dass sich an der Wand hinter dem Regal ein T¨¹rknauf befand. Er f¨¹gte sich so perfekt in die Wand ein, dass man ihn gar nicht bemerken w¨¹rde. "Noch ein Geheimgang ...?" fragte sich Alessiout, w?hrend er die Kiste wieder abstellte und das Regal zur Seite schob. Dies war nun Alessios Finsternispst, und er w¨¹rde nicht zssen, dass ihm auch nur ein Teil davon unbekannt blieb. Alessio stie? die T¨¹r auf und trat in eine angrenzende Halle; Es war nur ein Saal, der durch eine Mauer von der Schatzkammer getrennt war, es h?tte keinen so gro?en Unterschied geben d¨¹rfen. Aber in dem Moment, in dem Alessio eintrat, f¨¹hlte er sich wie auf einen Schneeberg versetzt. Die Temperatur sank drastisch, und aus der sp¨¹rbaren K?lte wurde schnell klirrende K?lte. Es war, als w?re Alessio direkt in einen noch brutaleren Winter als den jetzigen eingetreten, eine K?lte, wie sie nur auf hohen Berggipfeln zu finden war, wo es nichts als Eis und K?lte gab. Alessio fr?stelte sichtlich, selbst der Stoffwechsel seines K?rpers und die innere W?rme seines Wolfes konnten seine K?rpertemperatur nicht schnell genug regulieren, und Alessio blieb von der K?lte nicht verschont. Es gab noch eine andere Ver?nderung, die noch seltsamer war als die Temperatur: Alessio bemerkte eine starke Aura der Magie; Da er die Rabenw?chter seines Vaters beobachtet hatte, konnte Alessio die Macht der Hexen erkennen, wenn er sie sp¨¹rte, und dies war sicherlich Hexenmagie! "Was ist das f¨¹r ein Ort?" fragte sich Alessio, als er die T¨¹rngsam zuschob und in die Halle trat. Alessio knirschte mit den Z?hnen gegen die K?lte an, als er sich tiefer in die Halle hineinwagte, und erst als er sich in der Mitte der Halle befand, erblickte Alessio einen grauenhaften Anblick. Vor ihm, auf einer erh?hten ttform am anderen Ende der Halle,g ein Mensch... ein echter Mensch! Alessio konnte zwar nur die Silhouette erkennen, da der K?rper von Kopf bis Fu? mit einem wei?en Tuch bedeckt war, aber es handelte sich mit Sicherheit um die Gestalt eines Menschen. Ob es sich um eine Leiche oder einen lebenden Menschen handelte, konnte Alessio nicht sagen... nicht, snge er noch unter Schock stand, als er entdeckte, dass sein Vater eine Person in seinem Geheimzimmer versteckt hatte. "Was ist das?!" rief Alessio verbl¨¹fft aus, als er sich vorsichtig an die ttform heranwagte und die Stufen hinaufstieg, die zu dem hohen Podest f¨¹hrten, auf dem die Leicheg. Alessio z?gerte einen Moment, bevor er eine Hand nach dem wei?en Tuch ausstreckte und es leicht herunterzog, um eine atemberaubend sch?ne Frau zu enth¨¹llen ... ein Anblick, der Alessios Herz vor Entsetzen zum Stillstand brachte. Mit Haaren so wei? wie der reinste Schnee und einer ?u?erst vertrauten Erscheinung, Eine verbl¨¹ffende, fast erschreckende ?hnlichkeit... mit Alessios geliebter Frau. Alessio brauchte keinen Wahrsager, um zu wissen, wen er da anstarrte. Dies war dieselbe Frau, die der Albtraum in den Erinnerungen seiner Mutter war, der Dorn im Herzen seiner Mutter. Die Frau, die den Alphak?nig der Finsternisdom?ne verhext hatte, damit er den Frevel beging, seine eigene Gef?hrtin zu verraten... Die Frau, von der sich Alessio tausendmal gefragt hatte, wie sie das Herz seines Vaters erobert und bis zum heutigen Tag gehalten hatte. Die Frau, die der eigentliche Grund f¨¹r Alessios zerr¨¹ttete Familie war... Mit einem entsetzten Keuchen taumelte Alessio zur¨¹ck, er hatte noch nie Grund gehabt, es zu erw?hnen, aber Alessio kannte ihren Namen... denn sein Vater rief ihn sogar in seinen Tr?umen... "Eira..." Alessio keuchte. Chapter 290: Mitten im Nirgendwo (Kap.290)

Chapter 290: Mitten im Nirgendwo (Kap.290)

Ein kalter Wind fegte ¨¹ber ein weites Feld und trug eine dicke Schneedecke mit sich. Der Schnee wirbelte im Wind und reengsam auf die Erdoberfl?che und auf eine im Schnee liegende Gestalt herab. Neveahs Augenlider zuckten leicht, die Sonnenstrahlen drangen durch ihre geschlossenen Lider und vertrieben den Dunst des Scfes, der sich an ihr Bewusstsein mmerte. Ein leises St?hnen entkam Neveahs Lippen, sie hob eine Hand, um ihre Augen vor den Sonnenstrahlen zu sch¨¹tzen. Irgendwo in Neveahs Hinterkopf fragte sie sich, was es mit dieser eisigen K?lte auf sich hatte. Unbewusst griff Neveah an ihre Seite und tastete nach ihrer Decke, um den kalten Wind abzuwehren, aber siendete bei einer Handvoll eiskaltem Schnee. ¡¯¡¯Was zum...?¡¯¡¯ fragte sich Neveah schl?frig, als ihre Augenngsam auftterten und sie direkt in den offenen Himmel starrte, in dem sich Grau- und ut?ne zu einer wundersch?nen Harmonie vermischten. Aber die Sch?nheit dieses Anblicks war zweitrangig gegen¨¹ber Neveahs Erstaunen, als sie sich ihrer Umgebung voll bewusst wurde. Der pfeifende Wind, die wogende Schneedecke und die kalte N?sse, die sie durch ihren Reitanzug hindurch sp¨¹ren konnte. Neveah neigte den Kopf zur Seite und starrte verwirrt in das weite Schneefeld hinaus; ¡¯¡¯Wo bin ich?¡¯¡¯ fragte sich Neveah, als sie sich leicht aufsetzte und mit einem Blick um sich herum feststellte, dass sie allein in einem unendlichen Feld aus dichtem Schnee sa?. Neveah blinzelte einmal und dann zweimal, doch als sie die Augen ?fe, stellte sie fest, dass sie sich immer noch in einem fremden Schnend befand, einem Ort, an den sie sich nicht erinnern konnte, wie sie dorthin gekommen war oder was genau sie dort scfend tat. ¡¯¡¯Das muss eine Art Illusion sein... das ist es bestimmt.¡¯¡¯ versicherte sich Neveah mit einem unsicheren Glucksen. Wenn Neveah sich richtig erinnerte, und da war sie sich sicher, war das letzte, woran sie sich erinnerte, dass sie von Elina und Janice zur¨¹ck in ihr Quartier in der Reiterakademie gef¨¹hrt wurde. Es war kurz nachdem Neveah von den ?ltesten mit einer strengen Verwarnung und nicht viel mehr enssen worden war. Neveah sollte sich eine gute Nachtruhe g?nnen, bevor ihre Pr¨¹fungen im Morgengrauen beginnen w¨¹rden. Wie hatte sie also ihr perfektes Bett in der Reiterakademie vessen, um sich auf einem Schneefeld mitten im Nirgendwo wiederzufinden? Es ergab einfach keinen Sinn, und Neveah kam zu dem Schluss, dass es sich nur um eine Illusion oder einen Albtraum handeln konnte. Keine der beiden M?glichkeiten ng f¨¹r Neveah sonderlich verlockend. Als sie sich an das letzte Mal erinnerte, als sie in einer Illusion gefangen war, erschauderte Neveah sichtlich, und das hatte nichts mit dem kalten Wind zu tun. ¡¯¡¯Diese Feen sind alle tot. Ich k?nnte nicht noch einmal in ihrer Illusion gefangen sein...¡¯¡¯ versicherte sich Neveah; Ein einziges Ereignis, das sie von ihren gr??ten ?ngsten befreite, war mehr als genug, um Neveah ein Lebenng zu begleiten... Neveah musste noch immer die Narben ¨¹berwinden, die seit der Erweckung der Partnerschaftsbindung in ihrem Herzen zur¨¹ckgeblieben waren, und sie ubte nicht, dass sie sich dem noch einmal stellen konnte. ¡¯¡¯Es muss nur ein Traum sein... nur ein Traum.¡¯¡¯ versicherte sich Neveah im Stillen und k?mpfte sich vom verschneiten Boden auf die Beine. Sie schloss die Augen und sch¨¹ttelte energisch den Kopf hin und her, um abzusch¨¹tteln, was auch immer ihr da vorgespielt wurde, aber es war vergeblich. Als Neveah die Augen wieder ?fe, stand sie immer noch mitten im Nirgendwo. ¡¯¡¯So einfach kann es nicht sein, oder?¡¯¡¯ murmelte Neveah vor sich hin. Neveah stie? einen leisen Seufzer aus, als sie die Schneeflocken vom Oberteil ihres Reiteranzugs abstaubte, bevor sie eine Hand hob, um ihr feuchtes Haar aus dem Pferdeschwanz zu wickeln. Die Schneeflocken waren an Neveahs Haar haften geblieben, und Neveah fragte sich, wienge sie im Schnee gewesen war, dass ihr Haar so feucht geworden war. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und sch¨¹ttelte die Schneeflocken ab, bevor sie mit der Hand durch ihr Haar fuhr, um den Rest herauszuholen. Es war ein vergeblicher Versuch, da es immer noch leicht schneite und die Schneeflocken einfach wieder auf Neveahs Haarndeten. ¡¯¡¯Das ist verr¨¹ckt...¡¯¡¯ Neveah grummelte leise vor sich hin, w?hrend sie ihren Blick ¨¹ber das Feld schweifen lie?. Neveah war v?llig ratlos, was sie tun sollte. Ebeng sie noch in dem seltsamen, aber seltsam bequemen Bett ihres neuen Wohnquartiers, und im n?chsten Moment befand sie sich drau?en an einem unbekannten Ort. Das Vern¨¹nftigste w?re, einen Weg hier raus zu finden, ¨¹ber den Rest k?nnen wir sp?ter nachdenken. Neveahs Wolf meldete sich schlie?lich in Neveahs Kopf zu Wort. Das hei?t, auch du hast keine Ahnung, wie wir hierhergekommen sind." Neveah dachte an ihren Wolf zur¨¹ck. "Ich kann eine Vermutung anstellen. Der alte Maloway wartete wahrscheinlich, bis wir wehrlos waren und brachte uns hierher, um sich f¨¹r das Knurren an ihm zu r?chen." ?u?erte Neveahs Wolf mit Gewissheit und unterschwelliger Bosheit. Neveah dachte einen Moment dar¨¹ber nach, sch¨¹ttelte dann jedoch ihren Kopf. "Er ist nur ein alter Mann... er kann sich kaum aufrecht halten. Er kann sich es nicht leisten, so kleinlich zu sein." Neveah wies auf den Verdacht ihres Wolfes hin. "Wir sind diejenigen, die sich keine R¨¹cksicht leisten k?nnen. Hast du nicht bemerkt, dass wir so einfach entkamen?" dachte Neveahs Wolf zur¨¹ck. "Ich dachte, Menarx sei unsere einzige M?glichkeit, um wirklich in der Festung zu leben und nicht nur Tag f¨¹r Tag zu ¨¹berleben und st?ndig ¨¹ber unsere Schultern zu blicken... Aber ich habe mich geirrt, wir sind einfach nicht dazu bestimmt, hier zu sein.", knurrte Neveahs Wolf. "Da ist es wieder... Du bist in letzter Zeit zu oft gereizt, und du wei?t genauso gut wie ich, dass es nur schlimmer wird, wenn wir nicht mindestens eine Bindung zssen." Neveah dachte zur¨¹ck an ihren Wolf. Neveahs Wolf antwortete nicht, sie konnte die Wahrheit in Neveahs Worten nicht leugnen. "Jedenfalls ist meine Vermutung ganz anders als deine... Ich ube, das ist unsere Pr¨¹fung." dachte Neveah zu ihrem Wolf, w?hrend sie durch den Schnee stapfte und eine zuf?llige Richtung einschlug. Neveah hatte ihre Richtung aufgrund der Silhouette eines hohen Berges gew?hlt, den sie von dort, wo sie stand, vage erkennen konnte. Es war das Einzige, was in dem Schneefeld hervorstach, also nahm Neveah an, dass sie dorthin gehen sollte. "Du bist zungsam,ss mich raus." meinte Neveahs Wolf zu ihr, w?hrend Neveah sich durch den dicken Schnee k?mpfte und ihre Stiefel bei jedem Schritt versanken. "In Ordnung." antwortete Neveah, und lie? ihren Wolf an die Oberfl?che kommen, ¨¹bernahm ihre Gestalt und bald sah Neveah durch die Augen ihres Wolfes. Die Sicht von Neveah in Wolfsgestalt war sch?rfer und der Berg, den sie zuvor nur vage erkennen konnte, war jetzt rer zu sehen. Es war auch f¨¹r Neveahs Pfoten viel einfacher, sich im dichten Schnee zurechtzufinden. Neveah st¨¹rmte in ihrer Wolfsgestalt vorw?rts, ihre Pfoten ber¨¹hrten den Schnee nur einen kurzen Moment, bevor sie sich nach vorne katapultierte. Die k¨¹hle Luft f¨¹hlte sich mit Neveahs dickem Fell aus mitternachtsuem Pelz nicht mehr so kalt an. Ein aufgeregtes Jaulen kam von Neveah, als sie noch schneller rannte und die Kontrolle v?llig an ihren Wolf ¨¹bergab. Sie rannten mit be?ngstigender Geschwindigkeit, der Wind blies in Neveahs Fell, und sie musste zugeben, dass sie schonnge nicht mehr so frei gewesen war... frei, sie selbst zu sein. Neveah hatte pl?tzlich das Gef¨¹hl, dass es eigentlich gar nicht so schlecht war, ganz alleine an einem unbekannten Ort aufzuwachen, wenn das bedeutete, einen Moment der Ruhe und des Durchatmens zu haben. "Was, meinst du, werden wir im Berg finden?" dachte Neveahs Wolf zu ihr. "Ich kann das Wesen der Drachen und ihrer Bekannten nicht ann?hernd erfassen. Wir k?nnen nur sicher sein, wenn wir dort ankommen." Neveah dachte zur¨¹ck an ihren Wolf. "Wie werden wir wissen, in welcher Form die Pr¨¹fung sein wird?" dachte Neveahs Wolf erneut nach. "Das ist eine unangenehme Ver?nderung... Normalerweise bin ich diejenige mit den Fragen und du hast immer alle Antworten." erinnerte Neveah ihren Wolf am¨¹siert an die Dynamik ihrer Beziehung. "Es w?re besser, wenn du einfach zugeben w¨¹rdest, dass du keine Ahnung hast." Neveahs Wolf schnaubte in ihrem Geistesband. "Du bist in meinem Kopf, du w¨¹rdest es wissen, wenn ich es w¨¹sste... Aber andererseits w?ren wir nicht im Scf hierher gebracht worden, wenn wir es von Anfang an h?tten wissen sollen." Neveah machte einen logischen Punkt. "Wir wurden ¨¹berrumpelt und Himmel wei?, wohin gebracht ohne unser Wissen und selbst jetzt, wissen wir noch nicht, was vor uns liegt." "Ich wei? nicht, wie es dir geht, Veah, aber das klingt nach einer Geschichte, deren Ende uns nicht gefallen wird..." "Eine Geschichte, die damit begann, dass wir vertraut haben und unsere Wachsamkeit nachgssen hat... Wir sind nicht mehr so vorsichtig wie zu unseren Zeiten im Drachenturm und ich sag dir, das wird nicht gut enden." erinnerte Nevea. Chapter 291: Mitte von Nirgendwo 2 (Kap.291)

Chapter 291: Mitte von Nirgendwo 2 (Kap.291)

Der schneebedeckte Berg tauchte vor ihr auf, in dieser Entfernung war er nun vollst?ndig zu sehen, und Neveah wurdengsamer, als sie die letzte Runde zur¨¹cklegte. Ihr Fell war vollst?ndig mit Schnee bedeckt, einige der kalten Flocken waren auf ihrem Fell geschmolzen und die k¨¹hle Fl¨¹ssigkeit sickerte hinein und verbreitete ihre K?lte tief und schnell. So kalt es auch war, Neveah empfand es nicht als l?stig oder unpassend. Stattdessen f¨¹hlten sich der Schnee, die K?lte und der pfeifende Wind auf seltsame Weise vertraut und gleicherma?en beruhigend an. Vielleicht war es nur so, dass Neveah sich daran gew?hnt hatte, in ihrer eigenen Gesellschaft zu sein, vielleicht war es aber auch etwas anderes, das sie noch nicht verstanden hatte. Aber was auch immer es war, Neveah dachte nicht weiter dar¨¹ber nach. Neveah sprang am Fu?e des Berges zum Stehen und sch¨¹ttelte sich kr?ftig, um den Schnee aus ihrem Fell zu bekommen. Das, Veah, nennst du einen Lauf... Ich wette, mit deinen winzigen Beinen w?ren wir immer noch so weit zur¨¹ck, wie wir angefangen haben. sp?ttelte Neveahs Wolf, ihr Tonfall war leicht und aufgeregt. Es warnge her, dass Neveah so eine aufrichtige Begeisterung im Tonfall ihrer W?lfin geh?rt hatte. Neveah wusste, dass ihre W?lfin nicht ann?hernd so viel Freiheit bekam, wie sie brauchte, und Neveah verabscheute sich selbst daf¨¹r... dass sie nicht stark genug war, ihrer W?lfin das uneingeschr?nkte Leben zu erm?glichen, das sie verdiente. Neveah fand die Aufregung ihrer W?lfin herzerw?rmend und sicherlich ansteckend. ¡¯Haha ... wie am¨¹sant.¡¯ dachte Neveah an ihren Wolf zur¨¹ck, der s¨¹ffisant gluckste. ¡¯K?nnten wir nicht einfach so bleiben?¡¯ dachte Neveahs Wolf wehm¨¹tig. "In Wolfsgestalt? So angenehm das auch klingen mag, meine Beine w?ren f¨¹r diesen Aufstieg besser geei." dachte Neveah zur¨¹ck und blickte auf den zerkl¨¹fteten Berg mit seinen steilen Pfaden hinauf. Mit gro?em Widerwillen trat Neveahs Wolfsgestalt in den Hintergrund und mit ihr auch ihre Wolfsgestalt. Es schien ein entmutigender Aufstieg zu sein, und er erinnerte Neveah an einen Aufstieg, der noch viel entmutigender gewesen war. Neveah fragte sich, ob ihr dieser Aufstieg leichter gefallen w?re, wenn sie den h?ufigen Aufstieg auf den Berg Edar ohne Hilfe geschafft h?tte. ¡¯Du tust es schon wieder.¡¯ dachte Neveahs Wolf in ruhiger Resignation. ¡¯¡¯Was tun?¡¯¡¯ murmelte Neveah unschuldig. ¡¯Ich denke an ihn.¡¯ erwiderte Neveahs Wolf in einem sachlichen Ton. Neveah seufzte leise, sie konnte es nicht leugnen, selbst wenn sie es wollte. Es gab viele Aspekte in Neveahs Leben, ¨¹ber die sie keine Kontrolle hatte, und so sehr Neveah es auch hasste, es zuzugeben, Xenon war einer dieser Aspekte. ¡¯¡¯Ich versuche, nicht...¡¯¡¯ begann Neveah. Ich w¨¹rde gerne uben, dass mir das gut gelingt ... aber es f¨¹hlt sich nicht so an. Ich habe nicht das Gef¨¹hl, dass ich wirklich ¨¹ber ihn hinwegkomme, oder dass ich das jemals tun werde.¡¯¡¯ gab Neveah zu. Wenn sie schon niemandem sonst die Wahrheit sagen konnte, so konnte sie es wenigstens sich selbst sagen. ¡¯¡¯Das hei?t... Du ubst, er ist der Richtige?¡¯¡¯ fragte Neveahs Wolf zweifelnd. ¡¯¡¯Das hei?t... ich habe keine Ahnung, was ich... wir hier tun.¡¯¡¯ Neveah antwortete mit einem schweren Seufzer. Neveahs W?lfin wurde still, und als sie auch nach einemngen Moment nicht sprach, wusste Neveah, dass sie die falschen Worte gesagt hatte. Ich will damit nicht sagen, dass meine Entscheidung ins Wanken geraten ist. Ich wei?, dass Narx die richtige Wahl ist, und es geht nicht nur darum, was er f¨¹r uns tun kann... Ich habe begonnen, mich f¨¹r ihn zu interessieren. Ich wei?, dass du das auch tust, deshalb hast du ihn gew?hlt.¡¯¡¯ Ich liebe das, was ich mit Menarx bin, und ich wei?, dass diese Gef¨¹hle noch wachsen werden, aber...¡¯¡¯ Neveah brach ab, nicht sicher, was sie sagen sollte. "Aber du liebst auch einen anderen... Und deshalb f¨¹hlt es sich falsch an.¡¯ erg?nzte Neveahs Wolf. Neveah erwartete, dass ihr Wolf ihr einen strengen Vortrag dar¨¹ber halten w¨¹rde, dass Xenon es nicht wert war, Menarx zu verlieren. Obwohl es eine Belehrung war, die Neveah nicht brauchte, wusste Neveah, wie wertvoll Menarx war... sie wusste gut genug, was es bedeuten w¨¹rde, ihn wegen eines fl¨¹chtigen Traums zu verlieren. Doch Neveah zog keine Vergleiche zwischen Menarx und Xenon, in ihrem Herzen waren beide kostbar, und wen auch immer sie lossen w¨¹rde, es w?re ein Schmerz, mit dem sie f¨¹r immer w¨¹rde leben m¨¹ssen. Neveah war ¨¹berrascht ¨¹ber die n?chsten Worte ihres Wolfes, die ganz und gar nicht der Vortrag waren, den sie erwartet hatte. Wenn wir nicht mit diesen anhaltenden Gef¨¹hlen abschlie?en, dann tun wir dem einzigen Guten, das wir in der Drachenwarte gefunden haben, Unrecht: Menarx und Xenon. dachte Neveahs Wolf bei sich. Vielleichtg es an der Ruhe, die einkehrte, als sie nachnger Zeit wieder freiufenssen wurde, aber Neveahs Wolf widersprach nicht und verurteilte Xenon nicht wegen seiner Fehler. Stattdessen gngte sie zu exakt dem Schluss, den Neveah in den letzten Tagen seit jener Nacht gezogen hatte... ein richtiges Ende, eine abschlie?ende Kl?rung zu finden. Etwas, was diese Zweifel, die Neveah einfach nicht absch¨¹tteln konnte, beseitigen k?nnte. "Einen Abschluss, wie findet man den?" fragte Neveah. ¡¯¡¯Wo sonst, wenn nicht bei ihm?¡¯¡¯ fragte Neveahs Wolf zur¨¹ck. ¡¯¡¯Was meinst du mit ¡¯von ihm¡¯?!¡¯¡¯ Neveah zischte, wohl wissend, dass ihr Wolf Xenon meinte. ¡¯¡¯Wir k?nnen nur sicher sein, wenn wir der richtigen Person die richtigen Fragen stellen.¡¯¡¯ antwortete Neveahs Wolf. ¡¯¡¯Was meinst du, ist die richtige Frage?¡¯¡¯ fragte Neveah. ¡¯¡¯Wer ist Misha? Und welche Geschichte verbirgt sich hinter ihrer Erinnerung?¡¯¡¯ antwortete Neveahs Wolf. Neveah dachte einen Moment dar¨¹ber nach, sch¨¹ttelte dann aber entschieden den Kopf. Das letzte Mal, als Misha zur Sprache kam... hatte Neveah eine Seite von Xenon gesehen, die sie nie wieder sehen wollte. ¡¯¡¯Siehst du? In unseren Herzen gibt es eine Seite von Xenon, die wir nicht bereit sind zu verstehen oder zu akzeptieren. Wir wagen es nicht einmal, sie anzuerkennen, weil wir Angst vor ihr haben...¡¯¡¯ ¡¯¡¯Und snge wir diese Angst nicht ¨¹berwinden, wird es immer dieses Gef¨¹hl des Unrechts geben... Beantwortet das deine Frage?¡¯¡¯ fragte Neveahs Wolf sie. ¡¯¡¯Eine Seite von ihm, die ich nicht akzeptieren kann...¡¯¡¯ murmelte Neveah vor sich hin. Neveah wusste, was es war... es war die Seite von Xenon, die die Frau namens Misha immer noch liebte und vielleicht immer lieben w¨¹rde. "Wenn ich mich nicht traue, die Frage zu stellen ... dann habe ich meine eigene Antwort gefunden. Nur wenn ich es wage zu fragen, kann ich sicher sein, dass er der richtige ist..." murmelte Neveah leise. Es war eine einfache L?sung f¨¹r ein zutiefst beunruhigendes Problem, und Neveah w¨¹rde die Antwort auf ihre Gef¨¹hle in ihrem eigenen Handeln finden m¨¹ssen. "Wenn er der Richtige ist, dann finden wir den Mut, uns seiner Vergangenheit und der Wahrheit in seinem Herzen zu stellen. Beobachte und warte, Veah... F¨¹r immer ist einenge Zeit, genug um sicher zu sein." meinte der Wolf Neveahs innerlich. Neveah sagte nichts mehr, als sie die kurze Strecke zum Fu? des Berges zur¨¹cklegte und ihren Aufstieg begann. Sie hatte keine Worte mehr zu sagen, deshalb war es am besten, ihre Energie in den Aufstieg zu stecken. Neveah begann den Aufstieg, indem sie nach oben griff und ihren ersten Halt fand. Es waren vielleicht ein paar Stunden oder noch mehr vergangen, Neveah war sich nicht sicher, aber als sie das erste Gebirge erreichte, schmerzten ihre Muskeln furchtbar und ihre H?nde waren wund und bluteten. Ungl¨¹cklicherweise waren die Handschuhe das einzige Teil ihrer Reitausr¨¹stung, das Neveah vor ihrem Scfengehen nicht angezogen hatte, und niemand hatte sich die M¨¹he gemacht, es f¨¹r sie zu tun. Neveah war nur erleichtert, dass sie so ersch?pft war, dass sie sich nicht die M¨¹he gemacht hatte, ihr Nachthemd anzuziehen, sonst w?re sie hier drau?en in solch d¨¹nnen Kleidern abgesetzt worden. ¡¯¡¯Die Methoden der Akademie sind ziemlich brutal.¡¯¡¯ murmelte Neveah. Mit den dicken Stiefeln, die Neveah noch trug, hatten ihre F¨¹?e einen besseren Schutz und es war leichter, Tritte zu finden als Griffe. Der w¨¹tende Wind in dieser H?he blockierte die meisten anderen Ger?usche, und Neveah hatte gedacht, wenn der Wind noch st?rker w¨¹rde, w¨¹rde sie ihren Halt verlieren und die gro?e H?he, die sie erklommen hatte, hinunterfallen. Mit einem erleichterten Seufzer zog Neveah sich auf die erste che Fl?che am Berg hinauf und beeilte sich, sich von der Kante zu entfernen, sodass sie nicht herunterfallen w¨¹rde. Als Neveah sich in sicherer Entfernung von der H?hle niederlie?, rieb sie ihre H?nde aneinander, hielt sie sich an die Lippen und blies etwas Luft hinein, um sie zu erw?rmen. Nach einem Moment der Erholung, inspizierte sie ihre Umgebung. Neveahs Augen fielen bald auf eine gut versteckte H?hle im Berg und Neveah hob eine Augenbraue. Langsam und leise, erhob sie sich und ging in Richtung der H?hle. Chapter 292: Jade Dragon (Ch.292)

Chapter 292: Jade Dragon (Ch.292)

In dem Moment, als Neveah die dunkle H?hle betrat, ersch¨¹tterte ein starkes Beben den Boden direkt unter ihren F¨¹?en. Das Beben kam so unerwartet, als h?tte die H?hle eine fremde Pr?senz erkannt und sie entschieden zur¨¹ckgewiesen. Darauf war Neveah ¨¹berhaupt nicht vorbereitet und so wurde sie ¨¹berrumpelt. Neveahs Verwirrung w?hrte nur einen Moment, denn im n?chsten Moment erkannte sie die Ursache des Bebens. Eine dicke Steint¨¹r verschloss den Eingang der H?hle, durch die Neveah gerade gekommen war, eine Steint¨¹r, die Neveah vorher nicht bemerkt hatte. Als die T¨¹r herunterkam, verdunkelte sie jeden Lichtstrahl und schloss sich schnell. Veah, verschwinde! befahl Neveahs Wolf ihr mit einem strengen Zischen. In dem Moment, in dem Neveahs Wolf diese Worte sagte, rannte Neveah instinktiv auf die T¨¹r zu, und Neveah war sich sicher, dass sie es hinausgeschafft h?tte, aber die Ersch¨¹tterungen des Bodens wurden st?rker, und sie wurde aus dem Gleichgewicht geworfen. Neveah rollte den steilen Pfad hinunter und stie? gegen Felsen, die aus dem unebenen Boden ragten, die H?hle bebte immer noch heftig und die T¨¹r war zugefallen, so dass kein Licht mehr zu sehen war und die H?hle in v?lliger Dunkelheitg. Neveah streckte sich immer wieder aus und versuchte, ihr Gleichgewicht zu finden, aber es gab keinen Halt, und Neveah st¨¹rzte direkt in eine gro?e ?ffnung im Boden, die in einen anderen Teil der H?hle f¨¹hrte. Es war eine gro?e H?he bis zur unteren H?hle, und Neveah st¨¹rzte aus dieser H?he direkt in ein Gew?sser, und ein leises Keuchen entwich ihr, als sie direkt ins Wasser fiel. Eine Reihe von Luftsen entkam Neveahs Lippen, sie war nicht in der Lage gewesen, den Atem anzuhalten, bevor sie in das kalte Becken fiel, und die Wucht ihres Sturzes zog sie in die Tiefe, wo Neveahs Kopf unsanft gegen einen Felsen prallte. Ein D¨¦j¨¤-vu-Gef¨¹hl machte sich in Neveahs Herz breit, als sie sich sofort an die heftigen Str?mungen erinnerte, die sie damals an der Klippe unter Wasser gezogen hatten. Neveah f¨¹hlte sich benommen und ein stechender Schmerz durchzog ihren Kopf, Neveah war sich sicher, dass sie durch diesen Scg schwer verletzt worden war. Au?erdem stieg der Druck in Neveahs Brust, da sie nicht mehr atmen konnte. An die Oberfl?che, Veah, schwimm! mahnte Neveahs Wolf sie durch. Neveah sch¨¹ttelte schnell den Schleier der Bewusstlosigkeit ab, der an ihr zerrte, um sie herum war es stockdunkel und das Wasser war eiskalt. Neveah konnte ¨¹berhaupt nichts sehen, sie bestimmte eine allgemeine Richtung anhand des Fallwinkels und schwamm dann nach oben, wobei sie gegen das Wasser stie?. Neveahs Kopf durchbrach bald die Oberfl?che, und sie sog tief und zitternd den Atem ein und blickte sich um. Die untere H?hle, in die sie gefallen war, war immer noch dunkel, aber nicht mehr so dunkel wie unter dem Wasser. Neveah schwamm zum Rand des Beckens und kletterte heraus, legte sich ch auf den Boden und holte tief Luft. "Nennen Sie Ihre Identit?t, Reiterin." Ein tiefer, animalischer Ton erng in Neveahs Kopf und Neveahs Augen weiteten sich. Neveah setzte sich sofort auf, blickte sich schnell um, ihr Blick war verengt und ihre Muskeln angespannt, bereit, sich jeden Moment auf sie zu st¨¹rzen. "Wer sind Sie?!" vengte Neveah in einem dunklen Ton. "Nennen Sie Ihre Identit?t!" befahl die Stimme erneut, dieut in Neveahs Kopf widerhallte. Neveahs Kopf pochte noch heftiger und sie hob eine Hand, um sich den Kopf zu st¨¹tzen und biss die Z?hne gegen den Schmerz zusammen. "Neveah Omega Lothaire... Herrin der Rubinschuppen!" verk¨¹ndete Neveah, bevor die Stimme wieder sprechen konnte. "Die Wache des K?nigs?... Es ist viele Jahrzehnte her, dass die Wache des K?nigs ein Band gekn¨¹pft hat." "In der Tat... die letzte von euch, die durch meine Tore ging, war die mit den Sirenenaugen. Misha... sie wurde Lady of Onyx Scales genannt." Die Stimme erng wieder in Neveahs Kopf, nicht mehr sout wie zuvor. "Wer bist du und warum bist du in meinem Kopf?!" vengte Neveah. "Was denkst du?" Die Stimme fragte erneut in Neveahs Kopf. "Du bist ein Drachenlord. Aber ich sollte dich nicht in meinem Kopf h?ren, wir stehen nicht in Kontakt." antwortete Neveah. "Bist du dir sicher?" Die Stimme fragte erneut, gerade als sich der Boden unter Neveahs Handfl?che bewegte. Neveah sprang auf, als sich das Ende einesngen Schwanzes von der Stelle entfernte, an der sie gesessen hatte. Neveah wich zur¨¹ck, bis sie gegen die Wand gedr¨¹ckt wurde, und studierte den felsigen Boden um ihre F¨¹?e mit zusammengekniffenen Augen. Ein Aufschrei der ¨¹berraschung blieb in Neveahs Kehle stecken, als ein riesiger Drache aus dem Becken auftauchte und Wasser auf seine Schuppen und H?rner prasselte. Mit Entsetzen stellte Neveah fest, dass sie direkt in das Ruhebett eines so gewaltigen Tieres gest¨¹rzt war. Der Drache war von einem jadegr¨¹nen Farbton, und alles, was Neveah von ihm sah, war nur der Kopf und die Schulter seines oberen Teils. Der gro?e Drachenkopf drehte sichngsam und seine gro?en gelben Augen fixierten Neveah f¨¹r einen Moment. Neveah betrachtete den Drachen vorsichtig, sie wusste, dass er ihr nichts tun w¨¹rde, aber gleichzeitig konnte sie nicht v?llig sicher sein. Au?er dem W?chter des K?nigs hatte Neveah nur wenig Kontakt mit anderen Drachen, Es waren auch erst einige Monate vergangen, seit Neveah in der Drachenfestung angekommen war, daher konnte sie nicht behaupten, ein tieferes Verst?ndnis f¨¹r die Drachenkunde engt zu haben. Als Neveah den imposanten Jade-Drachen studierte, bemerkte sie, dass etwas nicht stimmte. "Ihnen... fehlt ein Fl¨¹gel..." rief Neveah mit weit aufgerissenen Augen aus. Im n?chsten Moment bedauerte Neveah ihre Worte, als der Drache ein tiefes Grollen von sich gab und seine gro?en Z?hne bedrohlich entbl??te. Neveah schluckteut, erinnerte sich daran, dass dies nicht Menarx war, dem ihre Worte nichts ausmachten... dies war ein v?llig fremder und unbekannter Drache. Offensichtlich war dieser Drache auch feindselig und konnte es nicht sch?tzen, dass Neveah auf seine Behinderung hinwies. ¡¯Wir sollten hier verschwinden.¡¯ dachte Neveahs Wolf vorsichtig, w?hrend der Jade-Drache immer noch leise grollte, seine furchterregenden Augen immer noch auf Neveah fixiert. ¡¯Weufen w¨¹rde ihn nur noch w¨¹tender machen.¡¯ dachte Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln zur¨¹ck an ihren Wolf. "Vergebt mir, meine Herr. Es war nicht meine Absicht, Euch zu ver?rgern... Ich h?tte das nicht sagen sollen." entschuldigte sich Neveah ehrlich, hob beide H?nde, um zu zeigen, dass sie nichts B?ses im Sinn hatte. Die Augen des Jade-Drachen verengten sich leicht, bevor er wieder grollte und seinen Schwanz aus dem Wasser rutschen lie? und auf Neveah zukam. Neveah warnte sich vor dem Schwanz des Jade-Drachens. Er war nicht so t?dlich wie der von Xenon, der in einer gro?en Stachelkugel endete, die durch alles scgen konnte. Sicherlich war er nicht ¨¹ber seine gesamte L?nge mit furchterregend scharfen Stacheln bedeckt wie der Schwanz von Menarx, von dem Neveah sicher war, dass er alles zerrei?en konnte. Er war auch nicht am Ende ausgekr¨¹mmt wie die scharfe Spitze eines m?chtigen Speers, die die Form des Schwanzes des Drachenk?nigs hatte. Von den wenigen Drachen, die Neveah aus der N?he gesehen hatte, waren die Schw?nze sehr unterschiedlich, aber jeder von ihnen war eine t?dliche Waffe. Der Schwanz des Jade-Drachens war d¨¹nn undng, endete aber in einer erschreckend scharfen Spitze. Es war ein weiteres t?dliches Anh?ngsel und Neveah hatte nicht das geringste Interesse, in seiner N?he zu sein. Der Schwanz des Jade-Drachens schwebte vor Neveah und sie wusste, was der Drache von ihr wollte. Mit gro?er Widerwilligkeit streckte Neveah ihre rechte Hand aus und der d¨¹nne Schwanz des Drachen umg ihr Handgelenk, wobei die raue Textur der kleineren Schuppen, die den Schwanz s?umten, Neveahs Haut streifte. "Ich bin Lord Skiren, W?chter der ewig brennenden H?hle, und ich bin es, der deine W¨¹rdigkeit pr¨¹fen wird, junge Reiter." Die Stimme des Jade-Drachen erng erneut in Neveahs Kopf. "Lord Skiren..." murmelte Neveah leise vor sich hin. Sie war sich sicher, dass sie diesen Namen erkannte und es dauerte nur einen Moment, bis die Erkenntnis sie traf. "Lord Skiren?! ... Der aus den Geschichtsb¨¹chern ?!" rief Neveah ehrf¨¹rchtig aus und verga? dabei v?llig die unterw¨¹rfige Haltung, die sie noch vor einem Moment eingenommen hatte. "Das ist unublich..." murmelte Neveah, nun den Jade-Drachen mit weiten, faszinierten Augen anstarend. "Was hast du von mir geh?rt?" fragte Lord Skiren Neveah und seine gro?en Augen spiegelten seine Verwirrung ¨¹ber den pl?tzlichen Wandel in Neveahs Sichtweise wider. "So viel, wie in den B¨¹chern steht. Der j¨¹ngste Drache, der einen n in die ht bei der Rebellion gef¨¹hrt und an der Seite von Hochk?nig Agardan furchtlos gek?mpft hat." "Der jadegr¨¹ne Drache, der eine siegreiche ht befehligte, noch bevor seine Fl¨¹gel im jugendlichen Alter von zwanzig Sommern durch das fortschreitende Alter geh?rtet wurden..." "Ein Drachenlord der Siebten Staffel des Hochk?nigs Agardan. Ein m?chtiger Krieger, der in menschlicher Gestalt einen Stab schwang und Armeen von dunklen Zauberern in Angst und Schrecken versetzte... Er galt als t?dlich, ob in Schuppen oder menschlicher Haut." "Der j¨¹ngste Krieger... der j¨¹ngste W?chter des K?nigs und doch derjenige, der das gr??te Opfer f¨¹r seinen K?nig gebracht hat... seinen Fl¨¹gel..." Neveah sprudelte alles heraus, was sie wusste, und brach beim letzten Teil ab. Chapter 293: Viel lesen (Kap.293)

Chapter 293: Viel lesen (Kap.293)

"Alles, was Ihr geh?rt habt, ist ein Name. Wie k?nnt Ihr sicher sein, dass ich derjenige bin, von dem Eure B¨¹cher sprechen?" fragte Lord Skiren. "Die Genealogie der Herolde der Asvarian-Festung. Kapitel zwei tituliert als ¡¯Der urgr¨¹ne Geschuppte¡¯, Eintrag vier: Der Herr der urgr¨¹nen Schuppen, wie seinem Titel zu entnehmen ist, besa? Schuppen von einem k¨¹hlen, dunklen Jadegr¨¹n." "Seine Augenh?hlen leuchteten gelb, ein Leuchtfeuer, das von weither sichtbar war. Sein Schwanz war einenge und m?chtige Peitsche, seine Schuppen hatten die Form eines Halbmondes... er geh?rte zum Ostmeer-n und besa? folglich eine nat¨¹rliche Affinit?t zum Wasser." "Er lebte und atmete in der Tiefe so m¨¹helos wie an Land. Seine mmen waren ber¨¹hmt f¨¹r ihre eiskalte Aura und seine bevorzugte Umgebung war ein eiskaltes Klima. Der Eintrag war recht anschaulich und alle Umst?nde scheinen perfekt zu passen." antwortete Neveah und blickte scharfsichtig in der H?hle umher. "Das zweite Kapitel der Genealogie der Herolde spricht zwar von dem urgr¨¹nen Geschuppten, aber der urgr¨¹ne Geschuppte, der dort erw?hnt wird, war als Lord Tanlor bekannt, ich werde jedoch Skiren genannt." "Ihr m¨¹sst inzwischen realisiert haben, dass viele Drachen mit Schuppen in einer ?hnlichen Farbe zur Welt kommen. "Euer Drachenlord Menarx, der den Titel des rubinroten Geschuppten tr?gt, ist nicht der einzige Drache mit roten Schuppen. Es gibt viele andere, man k?nnte sich leicht irren." sagte Lord Skiren nach einem Moment der Stille. "Adelsfamilien der Asvarian-Festung, Kapitel 107, tituliert als ¡¯Adelsheroldswappen¡¯ Eintrag 17: Dem Herrn der urgr¨¹nen Schuppen wurde vom Hochk?nig Agardan der Name Tanlor zugleich mit seinem Heroldswappen verliehen, sein urspr¨¹nglicher Name geriet danach in Vergessenheit." "Geschichte und Territorien der Asvarian-Festung, Zweite Auge. Pr?zise zitiert in Kapitel 207, tituliert als ¡¯Der erste Flug Richtung S¨¹den¡¯, Eintrag f¨¹nf: Unter den Drachenf¨¹rsten, die Agardan, den Unterwerfer, auf seiner Reise begleiteten, war ein junger Jadegr¨¹ner Drache, dessen Fl¨¹gel noch nicht ausgeh?rtet waren." "Sein Name war Skiren..." konterte Neveah. In der H?hle herrschte Totenstille. Das einzige Ger?usch, das zu h?ren war, waren die Wassertropfen, die vom jadegr¨¹nen Drachen heruntertropften und zur¨¹ck in das Wasserbecken fielen. Man h?rte auch das Rieseln von Wasser, das irgendwo in der H?hle auf den steinigen Boden traf. Der intensive Blick des Jadegr¨¹n-Drachens war demoralisierend und Neveah biss auf ihre Lippe, es war bereits das hundertste Mal alleine an diesem Tag, dass sie ihre Gedanken freien Lauf lie? und sie ohne R¨¹cksicht auf Konsequenzenut aussprach. Neveah konnte nicht einmal erahnen, welche Gedanken dem Jadegr¨¹n-Drachen durch den Kopf gingen, das einzige erkennbare Anzeichen f¨¹r seine Unzufriedenheit war der Griff seines Schwanzes um Neveahs Handgelenk. Der Griff des Schwanzes des Jadegr¨¹n-Drachens war nun schmerzhaft fest, er w¨¹rde sicherlich einen uen Fleck hintessen, und er wurde noch straffer, doch Neveah lie? keinen Laut von sich. In einem kurzen Moment staunensvoller Neugier wusste Neveah, dass sie mehr als genug gesagt hatte. Nun konnte sie nur noch darauf warten, dass der Jadegr¨¹n-Drache zuerst die Stille brach. "Ich sehe, du hast mich sehr eingehend studiert." ert?nte Lord Skirens Stimme in Neveahs Gedanken. Neveah hatte erwartet, dass die n?chsten Worte des Jadegr¨¹n-Drachens ein drohendes Knurren w?ren, doch es war genau das Gegenteil. Die Stimme in Neveahs Kopf war ruhig und der Unterton eher am¨¹siert. "So viel, wie in den Geschichtsb¨¹chern steht, davon habe ich auch das meiste gelesen." antwortete Neveah aufrichtig. "Bist du also eine neugierige Person?" fragte Lord Skiren. "Normalerweise nicht ... selektiv." antwortete Neveah. "Ihr wisst viel, junge Reiterin, mehr als Euer Alter oder Eure Herkunft zssen sollten. Ich habe viele Jahrhunderte gelebt und viele Reiter haben meine T¨¹ren aufgesucht, jedoch kennen nicht viele von mir." sagte Lord Skiren. Dies war der letzte Gedanke, den er in Neveahs Kopf sprach. Lord Skiren zog seinen Schwanz zur¨¹ck und vor Neveahs Augen verwandelte sich der m?chtige Jadegr¨¹nstern-Drache in einen Mann und trat aus dem Wasser ans Ufer. Lord Skiren war ein Mann, der nach menschlichem Ermessen in den sp?ten Drei?igern zu sein schien. In seiner menschlichen Gestalt waren seine Augen exakt der Farbton des Jadegr¨¹ns seiner Drachenschuppen, ganz so wie es bei Xenon und seinen unendlichen, geheimnisvollen tief schwarzen Teichen der Fall war. Lord Skiren war etwa 1,80 m gro? und trug eine weit geschnittene Tunika und Lederhosen, die sicherlich schon viele bessere Jahre gesehen hatten. Seine Kleidung war v?llig trocken, obwohl er gerade im Wasser gewesen war, aber Neveah verstand, dass die Eigenschaften seiner Drachengestalt nicht unbedingt sichtbare Auswirkungen auf seine menschliche Gestalt haben mussten. Lord Skirens Haare waren kurz geschnitten und im Vergleich zu seiner Umgebung erstaunlich gepflegt. Eine Narbe zog sich von der Spitze seiner linken Augenbraue bis hin zur Oberlippe. Seine Erscheinung war k?mpferisch, ein alter, vom Kampf gezeicer Drache durch und durch. Obwohl Neveah nicht verstand, warum jemand allein in einer dunklen, eiskalten H?hle leben wollte, vermutete sie, dass sie es nachvollziehen k?nnte, h?tte sie nur halb so viele hten wie ein Drache wie Lord Skiren erlebt. "Ich sollte Lord Xenon von Onyxschuppen dienen, das erforderte viel Studium. In den ersten Wochen nach meiner Ankunft in der Drachenwarte habe ich nichts anderes getan als zu lesen." erkl?rte Neveah, als sie bemerkte, dass Lord Skiren sie erwartungsvoll ansah. "Dein Wissen ¨¹ber unsere Geschichte ist gr??tenteils unzureichend, offenbar hatte niemand dich beim Lernen begleitet." stellte Lord Skiren fest, w?hrend er die Arme vor der Brust verschr?nkte. Neveah runzelte die Stirn, sie war sicher, sich alles genau so zu erinnern, wie es geschrieben stand. Sie konnte nicht sagen, welcher Teil ihrer Aussage fehlerhaft war. "Ich war nie in der k?niglichen Wache." fuhr Lord Skiren fort. "Aber in den B¨¹chern hei?t es eindeutig..." fing Neveah argumentativ an, wurde aber von Lord Skirens barschem Ton unterbrochen. "Ich wei?, was die B¨¹cher aussagen, M?dchen! Aber meinst du wirklich, dass B¨¹cher meine eigene Geschichte besser kennen als ich selbst?", fragte Lord Skiren herausfordernd. "Wenn man es aus dieser Perspektive betrachtet... stimme Ich Ihnen zu." antwortete Neveah und trat von der H?hlenwand weg, an welche sie sich zur¨¹ckgezogen hatte. In menschlicher Gestalt wirkte der Jadedrache nicht mehr so furchterregend wie noch einen Augenblick zuvor. "Wenn du nie in der k?niglichen Wache warst, warum behaupten die B¨¹cher dann, du w?rst es gewesen?" fragte Neveah neugierig. "Ich sehe keine Verassung, dir das zu sagen. Nur weil du mich erkannt hast, bedeutet das nicht, dass ich dich sympathisch genug finde, um meiner Vergangenheit nachzuh?ngen." antwortete Lord Skiren ausdruckslos. "In Ordnung." Neveah nickte verst?ndnisvoll und unterdr¨¹ckte ihre Neugier. "Von allen Reitern wird nur die K?nigswache zu ihrer ersten Pr¨¹fung in meine Richtung geschickt. Warum ubst du, ist das so?" fragte Lord Skiren Neveah, w?hrend er sie mit seinem Kopf aufforderte, ihm zu folgen und dann einen dunklen Pfad hinunterging. "Die Reiter der k?niglichen Garde tragen gro?e Verantwortung und sind zu einem Eid verpflichtet ... ihre Pr¨¹fungen werden als ein Ereignis von gro?er Bedeutung angesehen." erwiderte Neveah. "Die k?nigliche Wache sind die nobelsten und am meisten verehrten Drachenherren, aber diese Ehre hat einen hohen Preis." "Sie m¨¹ssen sich st?ndig mit Leben und Tod auseinandersetzen, sie m¨¹ssen bereit sein, das ultimative Opfer zu bringen, wann immer es von ihnen vengt wird." "Wenn du deine Geschichte gut genug gelesen h?ttest, w¨¹sstest du, dass sich das Leben der Drachen ¨¹ber Jahrhunderte erstreckt," "Seit der Gr¨¹ndung der Festung bis zum heutigen Tag leben nur noch eine Handvoll der ehemaligen K?nigswache." offenbarte Lord Skiren in einem sachlichen Tonfall. "Ich werde also keinnges Leben haben." schlussfolgerte Neveah. "Von den sieben k?niglichen W?chtern des Hochk?nigs Agardan sind nur noch zwei ¨¹brig... einer davon ist der Bruder deines Herrn." f¨¹gte Lord Skiren hinzu. "Das wei? ich." erwiderte Neveah, und blieb dicht bei Lord Skiren, da sie kaum mehr als ein paar Schritte weit sehen konnte. "Der nachfolgende Hochk?nig und Vorg?nger unseres Lehnherrn r¨¹hmte sich einer k?niglichen Garde von zehn m?chtigen Drachen... keiner von ihnen lebt heute noch." f¨¹gte Lord Skiren hinzu. "Ich wusste das nicht..." antwortete Neveah und erinnerte sich an den Anblick von K?nig Jian in der nicht gekennzeicen Gedenkhalle des verstorbenen K?nigs Asrig. "Unser Lehnsherr ist umsichtig, er hat nur f¨¹nf vertrauensw¨¹rdige Personen auserw?hlt, die verpflichtet sind, f¨¹r ihn zu sterben. Man kann nicht sagen, wann ihre Pflicht ihr Leben kosten wird, aber eins ist sicher: dieser Tag wird kommen." betonte Lord Skiren erneut. "Warum erz?hlst du mir das?" fragte Neveah misstrauisch. "Du bist nicht wie die anderen, Kaileen und Misha waren die wahren Gebundenen ihrer Lord-Drachen. Du bist ein auserw?hltes Band, du hast noch die M?glichkeit, deinen Weg zu ¨¹berdenken." antwortete Lord Skiren. Misha... das war das zweite Mal, dass ihr Name fiel, und obwohl Neveah die erste Erw?hnung bedacht ignorierte, fiel es ihr schwer, die in ihrem Hals steckengebliebene Frage herunterzuschlucken. Chapter 294: H?hle des ewigen Feuers (Kap.294)

Chapter 294: H?hle des ewigen Feuers (Kap.294)

"Wer, sagtest du, war sie noch mal ... die Lady Misha?" fragte Neveah, bevor sie sich zur¨¹ckhalten konnte. Neveah hatte Lord Skirens Worte von vorhin geh?rt, Lady Misha war die letzte Reiterin, die sich den Pr¨¹fungen in seiner H?hle gestellt hatte. Neveah hatte auch die Worte geh?rt, die Lord Skiren gerade gesagt hatte, von wahren Bindungen ... aber sie musste einfach sicher sein. "Xenons wahrer Reiter und Geliebter." antwortete Lord Skiren, ohne sich umzudrehen. Bei dieser Best?tigung sp¨¹rte Neveah, wie ihr f¨¹r einen Moment der Atem stockte, als h?tte sie ein Scg in die Magengrube getroffen. Ein dumpfer Schmerz bl¨¹hte in Neveahs Herz auf. Neveah hatte die ganze Zeit gewusst, dass Xenon die seltsame Frau namens Misha sehr mochte. Es hatte nur ein Portr?t von ihr gebraucht, damit Xenon v?llig den Verstand verlor, aber Neveah hatte nie von jemandem geh?rt, wer Mischa wirklich war. Niemand sprach ein Wort ¨¹ber sie, niemand wagte es, aus Angst, Xenons Wut zu sch¨¹ren, und Neveah selbst wagte nicht einmal zu fragen. H?tte sie gefragt, dann h?tte sie bereits gewusst, dass Lady Mischa f¨¹r Xenon weit mehr war als nur eine gesch?tzte Erinnerung. Sie war weit mehr als nur eine Frau, die er liebte ... sie war die andere H?lfte seiner Seele, sie war nicht nur in seinem Herzen ... sie war ein Teil seines Herzens. "Sie war seine Schicksalsreiterin... seine wahre Gef?hrtin." murmelte Neveah leise vor sich hin, die Worte sanken noch tiefer ein, als sie sie mit ihren eigenen Lippen aussprach. "Lord Xenons geliebte Frau ist allen bekannt, die in der Festung Asvarian leben und atmen, falls du noch nichts von ihr geh?rt hast." "Dann w?re es in Eurem Interesse, bessere Bekanntschaften mit echten Menschen zu machen und nicht nur mit B¨¹chern." "Diese Frau mit den Sirenenaugen war sein Verh?ngnis, eine Frau, f¨¹r die er die Festung in mmen setzte und sein heiliges Gel¨¹bde brach ... ein Drache der K?nigsgarde ist immer noch nichts anderes als ein Mensch." f¨¹gte Lord Skiren hinzu, ohne zu ahnen, welche Wirkung seine Worte auf Neveah hatten. Jedes Wort, das Lord Skiren sagte, hallte wiederholt in Neveahs Kopf nach. Eine Frau, f¨¹r die er die Festung in Brand gesteckt hatte...¡¯ dachte Neveah. Neveah erinnerte sich daran, dass Davina einmal gesagt hatte, Xenons wilder Dunst habe wegen einer Frau begonnen... diese Frau war Mischa, seine wahre Gef?hrtin. Neveah wusste, wie tief das Band zwischen einem Drachen und seinem Reiter war, sie hatte gesehen, wie Lord Imagor praktisch verwelkte, als das Leben seines Reiters unsicher war. Es war ein weitaus st?rkeres Band als jedes, das Neveah unter W?lfen erlebt hatte. In dem Moment, in dem ein Drache sich mit einem Reiter verband, wurde der Reiter zur Essenz seines Lebens und zum Grund seiner Existenz... die Bindung an einen Gef?hrten war damit nicht einmal ansatzweise zu vergleichen. ¡¯Veah...¡¯ dachte Neveahs Wolf beunruhigt bei sich. Es war die ganze Zeit das Band einer wahren Gef?hrtin... es ist ein Band, das ich so gut kenne, ein Band, das niemals ¨¹berwunden werden kann.¡¯ dachte Neveah, mehr zu sich selbst als zu ihrer W?lfin. Das dumpfe Pochen des Paarbandes irgendwo im Hintergrund von Neveahs Bewusstsein meldete sich wieder, um Neveah daran zu erinnern, dass sie selbst immer noch in denselben Fesseln steckte. Der einzige Unterschied war der Liebesfaktor: W?hrend Neveah Alessio nie geliebt hatte, hatte Xenon immer nur Mischa geliebt. Neveah eubte sich ein freudloses L?cheln, ihr eigener wahrer Gef?hrte hatte ihr einst das Leben genommen, es war schwer, ihre Situation mit einer anderen zu vergleichen. Das Band einer wahren Gef?hrtin war wie ein b?ser Schatten, den man nie absch¨¹tteln konnte, ein Schatten, mit dem Neveah zwei Lebenng gelebt hatte. Sie wusste, mit welchen K?mpfen Xenon jetzt konfrontiert war, sie verstand es deutlich, und die letzten Hoffnungsf?den in Neveahs Herz verk¨¹mmerten. "Das ist sie ... die H?hle des ewigen Feuers." sagte Lord Skiren zu Neveah, als sie vor einer gro?en Steint¨¹r ankamen. Neveah wurde aus ihren mncholischen Gedanken gerissen, die Ablenkung war willkommen, obwohl sie den pochenden Schmerz in Neveahs Herz nicht lindern konnte. "Was soll ich nur tun?" fragte Neveah leise. "Im Herzen dieser H?hle befindet sich ein mmenstrang, der zu jedem Drachen geh?rt, der noch keine Bindung eingegangen ist. Es ist der einzige Teil dieses Schneeberges, der von Jahrhundert zu Jahrhundert hei? brennt." "Daher wird sie die H?hle des ewigen Feuers genannt. F¨¹rst Menarx wurde nie gebunden, sein mmenstrang befindet sich noch immer darin ... du musst ihn einfordern und mit dir herausbringen." wies Lord Skiren an. "Wenn es Hunderte von mmen darin gibt, wie soll ich dann wissen, welche zu Menarx geh?rt?" fragte Neveah. "Du kannst es nicht sagen, es ist mit Lord Menarx verbunden und wei?, wer du bist. Wenn du w¨¹rdig bist, wird es dich erkennen und dich zuerst finden.¡¯¡¯ ¡¯¡¯Aber das h?ngt davon ab, ob du es in das Herz der H?hle schaffst.¡¯¡¯ sagte Lord Skiren. "Was meinst du mit ¡¯falls¡¯?" fragte Neveah und warf einen Blick zu Lord Skiren. "Du kannst jederzeit aufgeben, aber vergiss nicht, dass du niemals als wahrer Reiter gelten kannst, wenn du die f¨¹nf Pr¨¹fungen nicht bestanden hast." "Deine erste Pr¨¹fung beginnt jetzt, junger Reiter. Nimmst du an?" fragte F¨¹rst Skiren, ohne Neveahs Frage zu beachten. "Ich akzeptiere." antwortete Neveah ohne zu z?gern. _________________ Es war noch recht fr¨¹h am Tag, die Sonne war gerade hinter dem Horizont aufgestiegen und die Zitadelle von Keep Skies schlief noch, aber in Dragon Keep war es ganz anders. Die Stimmung im Bergfried war kalt und d¨¹ster, und das war sie auch, seit Lord Menarx aus dem Himmel geschossen worden war. Der Unmut und die Wut der Drachen spiegelten sich an den W?nden des Bergfrieds wider, als ob der Bergfried durch den Zorn der Drachen zum Leben erwacht w?re. Und auch der Bergfried selbst schien zu erkennen, dass sein einziger wahrer Herr seine Hallen vessen hatte. Es war der Morgen, nachdem der Drachenk?nig mit seinem zweiten Geschwader geflohen war, und in seiner Abwesenheit waren die letzten F?den der W?rme in dem kalten Drachenturm verschwunden. Die H?hle eines Drachen war so sehr ein Teil von ihm wie seine Gliedma?en, und der m?chtige Drachenturm war in Wahrheit die H?hle des gro?en Drachenk?nigs. Ohne seine Feuerkraft, die den Bergfried w?rmte, war er bereits f¨¹r alles Leben au?er den Drachen unbewohnbar geworden. Die Hallen des Drachenturmes waren vollst?ndig von den Drachenf¨¹rsten besetzt, alle Bewohner und Bediensteten waren zu ihrem eigenen Schutz hinausgeschickt worden, da der Drachenturm zu einer provisorischen Basis gemacht worden war. Das Zw?lfergeschwader hatte in diesen Tagen viel zu tun, denn es war das erste Mal seitnger Zeit, dass die Drachen eine andere Rasse bezwingen mussten, aber sie hatten alle gewusst, dass dies schonnge bevorstand. Die verborgene Stadt war in der gro?en ht sich selbst ¨¹bessen worden, ein Privileg, das die Zwerge ¨¹berhaupt nicht verdient hatten, und ein Fehler, den die Drachen korrigieren wollten. Von allen zw?lf Schwadronen war die ht um die verborgene Stadt der vierten Schwadron anvertraut worden, und so war es keine ¨¹berraschung, dass Lord Lodenworths gro?er gr¨¹ner Drache nun regelm??ig auf der Landettform der zweiten Ebene zu sehen war. Grimmig und aufgeregt br¨¹llte das gr¨¹n geschuppte Tier Befehle und bereitete sein Geschwader auf den Kampfbefehl vor. In der Zwischenzeit gab es immer noch einige im Drachenturm, die in solchen Zeiten nichts zu suchen hatten, und eine von ihnen war Lady Adrienne. Lady Adrienne stand in dem aufsteigenden Raum, die Arme um sich geschlungen, w?hrend sie ihren Mantel noch fester um sich zog. Die K?lte des Drachenturmes lie? sich nicht so leicht abwehren, und trotz all ihrer Versuche, die W?rme zu bewahren, durchlief Adrienne ein sichtbarer Schauer. Nach kurzer Zeit, gerade als Adrienne mit den Z?hnen zu ppern begann, kam der aufsteigende Raum direkt auf der zweiten Ebene zum Stehen. Die zweite Ebene war eine H?he, die Adrienne noch nie betreten durfte, die gesamte Etage war allein f¨¹r die k?nigliche Garde reserviert. Abgesehen von den Drachenf¨¹rsten musste jeder, der auf diese Ebene hinaufstieg, mit dem Tod rechnen. Das war die unausgesprochene Regel im Bergfried, an die sich jeder strikt hielt, um sich nicht den Zorn des Drachenk?nigs zuzuziehen. Und doch verkehrte eine einfache Dienerin auf dieser Ebene, als w?re es ihr eigenes Zuhause. Ein dunkler und hasserf¨¹llter Gedanke tauchte in Adriennes Kopf auf. Der Gedanke erregte Wut und Unmut in Adrienne, die sie zu ignorieren versuchte, seit sie erfahren hatte, dass die Dienerin die Reiterin von Lord Menarx sein sollte. Das h?tte ein perfektes Arrangement sein sollen, es h?tte Adrienne befriedigen sollen, zu best?tigen, dass der Diener nie ein Auge auf ihren Wunschdrachen geworfen hatte. Es h?tte alles in Ordnung sein sollen, snge es nicht Adriennes geliebter Drachenk?nig war, der in die Falle des Dieners getappt war... Aber es war nicht in Ordnung... nicht ann?hernd. W?hrend Adrienne noch nicht mehr als einen Blick von K?nig Jian erhalten hatte, hatte ein einfacher Diener zwei der einflussreichsten Drachenf¨¹rsten in der Festung ¨¹berrumpelt. Und jetzt hatte sie die Reiterakademie betreten, und alles, was Adrienne in Jahrzehnten erreicht hatte, war immer noch ... nichts. Chapter 295: Der aufgewühlte Conrad (Kap.295)

Chapter 295: Der aufgew¨¹hlte Conrad (Kap.295)

Der aufsteigende Raum kam bald zum Stillstand, und Adrienne trat auf die zweite Ebene hinaus, die Arme noch fester um sich geschlungen, um sich vor dem Fr?steln zu sch¨¹tzen. Adrienne blickte den Gang der zweiten Ebene hinunter, ein komplizierter Ausdruck spiegelte sich in ihren Augen. Die zweite Ebene unterschied sich deutlich von allen unteren Ebenen, die Einrichtung war minimalistisch, praktisch nicht vorhanden. Die Mitglieder der k?niglichen Garde waren allesamt kampferprobte Krieger, die Jahrhunderte des Krieges und der Auseinandersetzungen hinter sich hatten, und so war es nur nat¨¹rlich, dass sie es vorzogen, dass ihr Wohnbereich kahl war. Die zweite Ebene sah zwar gew?hnlicher aus als die anderen Ebenen, aber der Unterschiedg im Prestige der dort wohnenden Drachen. Die zweite Ebene war riesig und blieb von den meisten der von Lord Rodrick regelm??ig eubten Umbauten unber¨¹hrt, aber ihre ruhige Erscheinung war von einer exquisiten und uralten Eleganz. Es war wirklich so, wie man sich eine Drachenh?hle vorstellt, und so gro? diese Ebene auch war, es gab tats?chlich nur f¨¹nf Drachenlords, die den Status hatten, dort zu wohnen. Eigentlich vier, wenn man den Zustand von Lord Xenon bedenkt. In Adriennes Augen war die vierte Ebene alles, was sie sich vorgestellt hatte, ein Ort, an dem Macht und Prestige sogar an den W?nden zu sp¨¹ren waren, aber das war nicht die Ebene, die Adrienne sich w¨¹nschte, was sie wollte, war weit mehr als das. Adrienne fr?stelte sichtlich, die K?lte wurde schnell unertr?glich, und ihr d¨¹nner Mantel bot kaum Schutz, sie war gewiss nicht f¨¹r diesen Ass gekleidet. Es war nicht so, dass Adrienne ¨¹berhaupt wusste, dass es einen Ass geben w¨¹rde, diese K?lte war eine seltsame und ungewohnte Temperatur im Bergfried. Die W?nde des Drachenturmes waren nie wirklich warm gewesen, sie hatten immer eine kalte Aura ausgestrahlt, aber sie waren nie so verheerend gewesen. Was genau hatte Adrienne zu dieser Zeit im Drachenturm zu suchen, w¨¹rde man sich fragen? Adrienne selbst war sich nicht sicher, aber angesichts der Unruhen, die in der Festung herrschten, konnte Adrienne nicht einfach stillsitzen wie jeder andere Bewohner ... sie betrachtete sich nicht als gew?hnlichen Bewohner. Die vierte Schwadron hatte aus der zweiten und dritten Ebene eine Kriegsbasis gemacht, und Adrienne hatte sich auf die Suche nach ihrer Schwester gemacht, in der Hoffnung, dass sie ihr irgendwie helfen konnte. Um die angesehenste unter den Reitern zu sein, wusste Adrienne, dass sie nicht nur das Herz des Drachenk?nigs gewinnen musste, sondern auch von seinen Lorddrachen akzeptiert werden musste. Sie mussten sehen, dass sie w¨¹rdig genug war, um an der Seite des Drachenk?nigs zu sein, und welche Gelegenheit bot sich da besser als in unruhigen Zeiten? Adrienne eilte den Gang hinunter, so schnell es ihre grazi?sen Schritte zulie?en, und obwohl sie mit der zweiten Ebene nicht vertraut war, konnte sie doch erkennen, wo sich die Landettform befinden w¨¹rde. Dort, so wusste Adrienne, w¨¹rde sie ihre Schwester und die Battle Lords des vierten Geschwaders finden. Adrienne kam bald an der Landettform an und wurde sofort von einem Drachenlord aufgehalten, der an der T¨¹r stand, einem gro?en, blonden Drachenlord, den sie als einen der rangh?chsten Drachen des vierten Geschwaders erkannte. "Adron, ich bin¡¯s nur." sagte Adrienne mit einem kleinen L?cheln. "Lady Adrienne, der Bergfried ist zu dieser Zeit kein Ort, an dem man sich aufhalten sollte. Bitte kehren Sie in die Zitadelle zur¨¹ck." erwiderte Adron h?flich. "Ich werde nur zu Ke gehen und dann verschwinden, ich werde nicht st?ren." versicherte Adrienne. Der Drachenlord Adron dachte einen Moment dar¨¹ber nach, bevor er nickte und zur Seite trat. "Lord Lodenworth und seine Dame sind gleich um die Ecke, es gibt viel, was ihre Aufmerksamkeit erfordert. Beeilt euch mit eurem Gesch?ft und macht euch auf den Weg." wies Adron an. Adrienne zwang ein dankbares L?cheln auf ihre Lippen, ein L?cheln, das ihren Unmut ¨¹ber die Worte des Drachenlords und den Befehl in seinem Tonfall perfekt verbarg ... sie w¨¹rden nur eine gewisse Zeitng von oben herab mit ihr sprechen k?nnen. Mit der Zeit w¨¹rde es niemand mehr wagen, sie zu missachten, und das war die Zuversicht, die es Adrienne eubte, ungeachtet der Situation die Ruhe zu bewahren. "Wird gemacht." Adrienne stimmte zu und senkte ihren Kopf zu einer kleinen Verbeugung, bevor sie an Adron vorbeiging. Etwa ein Dutzend Drachenlords versammelten sich um eine gro?e Karte, die auf einem Tisch in der Landettformg. Die ttform war wirklich zu einem Kriegsraum umfunktioniert worden und die Atmosph?re war kalt und unfreundlich. Die auf dem Tisch ausgebreitete Karte zeigte eine Miniaturdarstellung der Gebiete rund um die verborgene Stadt, und die Drachenf¨¹rsten standen herum und entschieden sich f¨¹r eine Flugroute und eine Angriffsformation. Die verborgene Stadt war anders als alle anderen St?dte, die die Drachen unterworfen hatten, sie war vollst?ndig unterirdisch und w¨¹rde eine absolut sichere Strategie, eine besondere Angriffsmethode und eine gr¨¹ndliche nung erfordern. Weder Lord Lodenworth noch Ke, Adriennes Schwester, sa?en am Tisch, und Adrienne schaute sich auf der Landettform nach ihnen um. Adrienne fand nicht, wen sie suchte, aber ihr Blick fiel auf einen Anblick, der ihr Interesse weckte. "Wer hat dich verletzt? Sag es mir ... sag nur ein Wort, und ich sorge daf¨¹r, dass sie die Gliedma?en verlieren, mit denen sie Hand an das gelegt haben, was mir geh?rt!" erkundigte sich ein aufgeregter Lord Drache bei seinem Reiter. Der besagte Lord Drache war Lord Conrad, der unmittelbare Untergebene von Lord Lodenworth aus der vierten Schwadron, und in diesem Moment war Lord Conrad sichtlich aufgeregt, w?hrend er seinen Reiter untersuchte. Lady Fiona, Lord Conrads Reiterin, versorgte eine Kopfverletzung mit einem sauberen Lappen, und Lord Conrad war sicher nicht erfreut, dies zu sehen. Das Paar stand abseits von den ¨¹brigen Drachenlords, nicht auf Wunsch von Lord Conrad, denn der Drachenlord war bereit, die Person aufzusp¨¹ren, die seiner Reiterin Schaden zugef¨¹gt hatte. In der Zwischenzeit brachte Lady Fiona ihren Drachen zum Schweigen und zog ihn in eine weiter entfernte Ecke, damit seine Worte keine Aufmerksamkeit erregten, aber es war zu sp?t, Adriennes Aufmerksamkeit war bereits geweckt. Lord Conrad gefiel es nicht, dass man ihn zum Schweigen brachte, aber er gehorchte seiner Reiterin und ging zur Seite. Lord Conrad zog Fionas Hand von ihrem Kopf weg und untersuchte die Verletzung genau. "Fi... gib mir einen Namen, das ist alles. Ich werde mich sofort um eine Erkl?rung f¨¹r dich bem¨¹hen." versicherte Lord Conrad seiner Reiterin, die schnell den Kopf sch¨¹ttelte und ihm leise Worte zufl¨¹sterte. Adrienne trat n?her an das Paar heran, blieb bei Lord Conrad stehen und beide Augen richteten sich auf sie. "Es scheint ein Kratzer von einer Kralle zu sein ... der Kralle eines Wolfes." Adrienne gab Lord Conrad eine Antwort. "Adrienne, bitte halte dich da raus!" Lady Fiona schrie schnell, aber die Worte waren bereits gesprochen. "Eine Wolfskralle?" fragte Lord Conrad in einem tiefen, k¨¹hlen Ton. Seine Miene hatte sich bereits in etwas Dunkles und Furchterregendes verwandelt, und seine H?nde ballten sich am Ende zu festen F?usten. "Es ist nichts, es geht mir gut ... es war nur ein Versehen." versicherte Lady Fiona ihrem Drachen und warf der unschuldig dreinblickenden Adrienne einen Blick zu. "Versehen? Das soll mir die W?lfin selbst sagen!" zischte Lord Conrad, w?hrend er davonstapfte. "Addie, was machst du denn hier?" rief Ke hinter Adrienne, und Adrienne drehte sich um, um den fragenden Blick ihrer Schwester zu sehen. "Du solltest nicht hier sein ... du zitterst ja buchst?blich in deinen Stiefeln." f¨¹gte Ke hinzu und bedeutete Adrienne, ihr zu einem anderen Tisch zu folgen, an dem Lord Lodenworth mit einigen seiner unmittelbaren Untergebenen sa?. "Liebes M?dchen, komm her." Lord Lodenworth winkte Adrienne zu sich und griff nach dem Pelzmantel, der ¨¹ber der Armlehne seines Stuhls hing. Lord Lodenworth stand auf, legte Adrienne den Mantel ¨¹ber die Schulter und betrachtete mit einem leichten Stirnrunzeln ihre sse Gesichtsfarbe. "Ihr solltet um diese Zeit nicht im Bergfried unterwegs sein, das ist unsicher." schimpfte Lord Lodenworth, w?hrend er eine erhitzte Handfl?che ch gegen Adriennes Stirn legte. Adrienne sp¨¹rte, wie W?rme durch ihre Adern floss, als Lord Lodenworths mmenaura ihre Magie entfaltete, jede K?lte vertrieb und Adriennes K?rperw?rme wiederherstellte. Adrienne atmete erleichtert auf, als Lord Lodenworth den Mantel fester um sie zog. "Geliebte, k¨¹mmere dich um deine Schwester und kehre dann zur¨¹ck." sagte Lord Lodenworth zu seiner Reiterin und bedeutete ihr, Adrienne wegzuf¨¹hren, damit die Drachenf¨¹rsten ihre Beratungen fortsetzen konnten. "Komm schon." sagte Ke und f¨¹hrte Adrienne zur¨¹ck zu einer ruhigeren Seite der Landettform, wo ihre Unterhaltung die Kampfvorbereitungen nicht behindern w¨¹rde. "Was ist los, brauchst du etwas?" fragte Ke besorgt. "Nein, ganz und gar nicht." Adrienne antwortete mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Was du da vorhin getan hast ... Conrad so zu provozieren, ist das eine weitere Verschw?rung gegen die Herrin der Rubinschuppen?" fragte Ke misstrauisch. Adriennes Augenbrauen zuckten ver?rgert ¨¹ber die Art und Weise, in der ihre Schwester einen einfachen Diener betrachtete. Ke stie? einen Seufzer aus, als sie die Ver?nderung in Adriennes Gesichtsausdruck bemerkte, sie brauchte nicht zu fragen, um zu wissen, was genau Adrienne dachte. "Addie, es mag dir nicht gefallen, aber dies ist tats?chlich ihre neue Identit?t, sie ist nicht l?nger eine Dienerin, der du nach Belieben schaden kannst. Du musst jetzt aufpassen, was du in ihrer N?he tust, oder du musst mit Lord Menarx¡¯ Zorn rechnen." warnte Ke. Chapter 296: Groggy und desorientiert (Kap.296)

Chapter 296: Groggy und desorientiert (Kap.296)

"Genau das war der Grund, warum sie den Diener nie in Ruhessen konnte," dachte Adrienne verachten in sich hinein. Es schien so, als h?tte niemand ein Problem damit, dass ein Ausw?rtiger mit Methoden, die Adrienne als geschmacklos empfand, eine einflussreiche Position im Drachenturm ¨¹bernahm. Aber Adrienne w¨¹rde das selbst in die Hand nehmen ... oder vielleicht sogar nicht m¨¹ssen. Gerade hatte Adrienne eine effizientere Methode entdeckt, eine, bei der sie keinen Finger krumm machen musste. Sie wusste genau, was sie ab jetzt tun musste. Auf die Worte ihrer Schwester reagierte Adrienne nicht, ihr Gesichtsausdruck ?nderte sich in keiner Weise. Sie hatte ihre Fassade so gut im Griff, dass sie selbst in Gegenwart ihrer engsten Familie Bestand hatte. Adrienne fand Kes Worte nicht einsch¨¹chternd, mit der Zeit w¨¹rde sie die einzige Person sein, die sogar die k?nigliche Garde nicht zu einsch¨¹chtern wagte. "Wie ich sehe, kann ich hier nicht weiterhelfen und werde mich nun zur¨¹ckziehen," antwortete Adrienne schlie?lich nach einem Moment der Stille. Ke seufzte leise, sie wusste, wie stur Adrienne sein konnte und jegliche weitere Worte h?tten Adrienne nur provoziert. "Ich werde nichts mehr sagen, sei vorsichtig mit deinen Aktionen und bitte, halte dich aus Schwierigkeiten heraus. Es gibt nur so viel, was ich f¨¹r dich vertuschen kann," warnte Ke. Mit Verst?ndnis nickte Adrienne, sie w¨¹rde sich sicherlich aus ?rger heraushalten. Das war das, was sie am besten konnte: aus dem Verborgenen heraus die F?den ziehen. Ohne ein weiteres Wort verabschiedete sich Adrienne, als sie den Flur betrat,g ein kleines L?cheln auf ihren Lippen. Schneller noch als zuvor beeilte sie sich, ihre Pl?ne in die Tat umzusetzen. Es war jemand, den sie dringend treffen musste... eine Person, die nicht freiwillig dabei sein w¨¹rde. Aber nat¨¹rlich spielte das keine Rolle... __________ Die Sonnenstrahlen, die durch die Jalousettenfelder drangen, weckten Menarx aus seinem tiefen Scf und ein leises St?hnen kam ¨¹ber seine Lippen. Die Tinktur, die Everon ihm verabreicht hatte, war sehr stark und hatte Menarx genau zwei Tage im Scf gehalten, wie von Everon vorhergesagt. Und jetzt, w?hrend die Wirkungngsam abnahm, f¨¹hlte sich Menarx benommen und desorientiert, zwei Gef¨¹hle, die er nie zu bew?ltigen hatte, da er in der Gruppe immer der N¨¹chterne und Gr¨¹ndliche war. Es war seltsam f¨¹r Menarx, aufzuwachen und sich immer noch so ersch?pft zu f¨¹hlen, und die Schwere seiner Gliedma?en war noch fremdlicher und unangenehmer. Ein weiteres St?hnen kam von Menarx, als er den Kopf von den Sonnenstrahlen abwandte und einen kurzen Moment der Benommenheit versp¨¹rte, der aber bald verflog. Es war schwierig, einen vern¨¹nftigen Gedanken zu fassen, aber als Menarx nach einem weiteren kurzen Moment endlich re Gedanken fassen konnte, war sein erster Gedanke tief verbittert. Everons Tinktur f¨¹hlt sich schlimmer an als der Tod... dachte Menarx ver?rgert. Menarx h?tte den Tod sicherlich einer solchen Nutzlosigkeit vorgezogen, aber er verdr?ngte den Gedanken sobald er aufkam... er konnte es sich nicht leisten zu sterben, wenn er jemanden hatte, zu dem er zur¨¹ckkehren konnte. Der Gedanke an Neveah zauberte ein L?cheln auf Menarx¡¯ Lippen und er lie? endlich seine Augen aufblitzen und ignorierte den schmerzhaften Stich der Sonnenstrahlen. Er warf einen kurzen Blick in seine Quartiere, soweit es seine schmerzende Schulter zulie?, aber die Person, die er suchte, war nirgends zu finden. "Veah..." rief Menarx mit heiserer Stimme und sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um sein Bewusstsein wiederherzustellen, w?hrend er auf dem Bett aufstand. Als er Neveah nicht fand, seufzte Menarx leise, aber sein Blick fiel auf ihren Umhang, der ¨¹ber einen Stuhl neben seinem Bett hing. Er erinnerte sich daran, dass das die Nachtkleider waren, die Neveah in der Nacht getragen hatte, als er sich von ihr verabschiedet hatte und zur Akademie der Schmiede geflogen war, um eine Manschette f¨¹r Xenon anfertigen zussen. Nicht, dass seine Mission so gut veufen w?re, denn er kehrte schlie?lich schwer verletzt und mit einer schrecklichen Nachricht zur¨¹ck. Das ?u?ere Gewand war immer noch rot vom Blut, dass Menarx erkannte als sein eigenes und Menarx ¨¹berlegte, wie sehr er Neveah beunruhigt hatte, als er nur wenige Stunden nach Bekanntgabe seiner Pl?ne in solch einem Zustand zur¨¹ckkehrte. "Ich muss sie finden... mich vergewissern, dass es ihr gut geht," murmelte Menarx, als er aufstehen wollte, aber seine T¨¹r schwang auf und ein stirnrunzelnder Everon trat ein. "Wo ubst du, dass du in diesem Zustand hingehst?" fragte Everon in sanftem Ton. "Zu Veah... wohin sonst?" erwiderte Menarx sofort, setzte seine Beine auf den Boden und rollte seine verletzte Schulter, um sie zu pr¨¹fen. "Zu Veah... wohin sonst?" Everon imitierte mit einem am¨¹sierten Kichern und erntete einen vernichtenden Blick von Menarx. "Du bist gerade erst aufgewacht, Narx. Atme erst einmal durch... und einen Moment, wenn du schon dabei bist," f¨¹gte Everon hinzu und trat vollst?ndig ein und schlo? die T¨¹r hinter sich."Wienge war ich schon weg?" fragte Menarx und stellte damit die Frage, die ihm am wichtigsten war... Wie viele Tage hatte er Veah allein gssen, um den Schrecken der Bergfestung zu bek?mpfen, nachdem er ihr seinen ewigen Schutz geschworen hatte? "Zwei Tage," antwortete Everon. "Dann hatte ich genug Zeit," sagte Menarx entschieden. "Das ist nicht deine Entscheidung. Ich bin der Heiler und bestimme, dass du das Bett nicht vessen darfst, bis ich es eube," beharrte Everon und fixierte Menarx mit einem warnenden Blick, als dieser n?her an den Bettrand rutschte. "Ich f¨¹hle mich gut. Dein Trank schmeckt und f¨¹hlt sich zwar schrecklich an, aber er wirkt. Ich sp¨¹re kaum Schmerzen," versicherte Menarx und bewegte seine Schulter. "Du l¨¹gst... Die Wunde mag nicht mehr so tief sein wie am Anfang, blutet aber immer noch. Wundert es dich nicht, warum du songsam heilst?" fragte Everon und rollte mit den Augen. Menarx warf Everon einen fragenden Blick zu und griff nach seinen Stiefeln. Menarx musste zugeben, dass er nicht damit gerec hatte, mit den Schmerzen seiner Wunden aufzuwachen. Everons Trank war sicherlich kein Allheilmittel, aber er sollte Menarx¡¯ nat¨¹rliche, schnelle Heilung beschleunigen. Menarx h?tte eigentlich schon vollst?ndig geheilt sein m¨¹ssen. Selbst ohne den Trank h?tte Menarx eigentlich gut heilen sollen, weil er wusste, wie schnell sich seine Wunden immer geheilt hatten. Schlie?lich war er ein adliger Drachenlord. Menarx wusste, dass die Tatsache, dass er immer noch nicht vollst?ndig geheilt war, bedeutete, dass mehr hinter seinem Angriff steckte, als ihm bewusst war. "Die Zwerge haben begonnen, Adamantiumerz abzubauen. Die Eigenschaften des Erzes wurden in der Speerspitze entdeckt, die dich durchbohrt hat... Deshalb konnte sie deine Schuppen so leicht durchdringen. Wei?t du, was das bedeutet?" fragte Everon ernst. "Die Zwerge suchen einen Tanz mit dem Feuer?" Menarx antwortete mit einer Frage und einem finsteren Blick. "Das bedeutet, dass du h?ttest sterben k?nnen, Narx... w?re der Speer an ein lebenswichtiges Organ gngt, dann h?ttest du getanzt, aber nicht mit dem Feuer, sondern mit dem Schattendrachen!" stellte Everon trocken fest. Menarx l?chelte leicht und neigte den Kopf zur Seite. "Und du k?nntest ohne mich nicht leben?" fragte Menarx am¨¹siert. "Du nimmst das nicht so ernst, wie du solltest... Es war eine knappe Sache, Narx. Du hattest nur Gl¨¹ck," beharrte Everon. Menarx seufzte leise, beugte sich vor und begann, seine Stiefel zu schn¨¹ren. "Es ist nicht mein erster Tanz mit dem Tod, Cousin... und es wird auch nicht mein letzter sein. Ich bin der W?chter des K?nigs. Ich bin schon ein Dutzend Mal dem Tod knapp entkommen," erwiderte Menarx gssen. "Und deine Br¨¹der?" fragte Everon und hob eine Augenbraue. "Sie m¨¹ssen sich wirklich Sorgen gemacht haben," murmelte Menarx und seufzte. "Unser Lehnsherr hat der verborgenen Stadt den Krieg erkl?rt und jagt selbst den Trollgolem... ¡¯Besorgt¡¯ ist noch untertrieben," entgee Everon. Menarx kicherte leise. Er hatte nichts anderes von seinen Br¨¹dern erwartet. Ein Kratzer bei einem von ihnen und es war Krieg, so war es schon immer. "Ich bin zutiefst ger¨¹hrt," sagte Menarx. "Es scheint dich nicht zu st?ren, dass du h?ttest sterben k?nnen, oder? Und was ist mit Veah, deiner baldigen Gef?hrtin?" versuchte Everon erneut. Menarx pausierte. Er konnte nicht einfach so sterben, jetzt, wo er Veah hatte. "Wo ist sie?" fragte Menarx. "Unser Lehnsherr hat sie in die Akademie einberufen. Sie wollte nicht gehen, aber sie konnte seinem direkten Befehl nicht widerstehen. Man hat ihr befohlen, danach die erste Pr¨¹fung zu absolvieren," berichtete Everon resigniert. "Eine Pr¨¹fung?! Jetzt schon?! Mit wessen Eubnis?!" Menarx zischte und sprang auf. "Jians... offensichtlich," antwortete Everon. "Dieser rachs¨¹chtige..." Menarx begann zu fluchen, hielt aber inne. "Was auch immer es ist, Neveah ist in der Akademie sicherer. Ihr Prozess wird bald vorbei sein und du wirst sie erst danach sehen, du solltest dich zuerst im Kriegszimmer melden," riet Everon. Menarx murrte leise vor sich hin. Er hatte sich ihre ersten gemeinsamen Tage anders vorgestellt. Menarx war sich sicher, dass es viele gab, die Neveah das Leben schwer gemacht hatten... darunter auch der Drachenk?nig. "Sobald die Pr¨¹fung vorbei ist, will ich es sofort wissen!" stellte Menarx r. Chapter 297: Ever-Burn-H?hle 2 (Kap.297)

Chapter 297: Ever-Burn-H?hle 2 (Kap.297)

"Ich akzeptiere." erwiderte Neveah, ohne zu z?gern. Auf Neveahs Worte hin hoben sich die Steint¨¹ren von selbst mit einem hallenden ?chzen und enth¨¹lltenngsam den Eingang zur H?hle des Immerbrandes. Sobald die Steint¨¹r weit genug aufgesto?en war, nickte Lord Skiren Neveah zu und trat einen Schritt zur¨¹ck. "Es gibt ein Zeitlimit, junge Reiterin. Du kannst nicht wissen, wienge es genau ist, das solltest du nur bedenken." f¨¹gte Lord Skiren hinzu. Neveah verstand die Botschaft, dass sie nun alleine weitergehen sollte, und trat durch den Eingang in die H?hle. Im selben Moment, als Neveah eingetreten war, schlugen die Steint¨¹ren wieder zu, wirbelten Staub auf und verursachten ein kurzes Beben. Neveah wandte ihren Kopf von den Staubpartikeln ab und hob eine Hand, um ihre Nase vor ihnen zu sch¨¹tzen. Der Staub legte sich bald, und Neveah konnte ihre Umgebung in Augenschein nehmen. Sobald die T¨¹r versiegelt war, hat die Pr¨¹fung von Neveah wirklich begonnen. Es gab keinen Weg zur¨¹ck aus der H?hle durch diesen Eingang und der einzige Weg, der vor ihrg, f¨¹hrte nach vorn. Neveah blieb stehen und warf einen kurzen Blick auf die Steint¨¹r, bevor sie sich umdrehte, um die andere Seite zu betrachten. Die Ever-burn-H?hle war genauso dunkel wie der Weg, der zu ihr f¨¹hrte, und ohne Lord Skiren als Wegweiser brauchte Neveah einen Moment, um ihre Sicht zu sch?rfen. Neveah ging behutsam weiter, w?hrend ihre Augen sich an die Dunkelheit gew?hnten. Sie konnte kaum mehr als ein paar Schritte vor sich sehen, aber sie wusste, dass die Dunkelheit nach einer gewissen Zeit leichter zu durchschauen sein w¨¹rde. Tats?chlich vereinfachte sich die Sache, nachdem Neveah ein paar Schritte in die H?hle hineingegangen war und ihre Sicht auf den Rand eines Abgrundes gerichtet hatte. Neveah sah im letzten Moment nach unten und ihre Augen weiteten sich leicht, als sie bemerkte, dass sie das Ende des festen Bodens erreicht hatte und nur einen Schritt weiter ein tiefer Fall in einen dunklen Abgrundg, weit gr??er als der Sturz in Lord Skirens Pool. Neveahs F¨¹?e standen direkt an der Kante und nur ein einziger Schritt nach vorn h?tte sie ins Ungewisse st¨¹rzenssen. Neveah trat einen Schritt zur¨¹ck, weg vom Abgrund, und begann dann, die H?hle abzusuchen, ihre Augen etwas zusammengekniffen. Nicht weit entfernt gab es nach links einen schmalen Pfad, der sich ¨¹ber den Abgrund erstreckte, so schmal, dass Neveah sich unsicher war, ob jemand beide F¨¹?e nebeneinander setzen konnte. Es war unm?glich, einen so schmalen Pfad stetig zu ¨¹berqueren, aber es war der einzige Weg ¨¹ber den Abgrund und der einzige Weg nach vorn ... es sei denn, sie w¨¹rde in den Abgrund st¨¹rzen. Basierend auf der Struktur der H?hle war Neveah ¨¹berzeugt, dass selbst wenn der Sturz sie nicht t?ten w¨¹rde, sie tief hinunterst¨¹rzen w¨¹rde, mindestens so weit wie sie aufgestiegen war, um zu dieser Bergkette zu gngen. Dies war inmitten des Berges, man konnte nicht sagen, was sie unten finden w¨¹rde, aber Neveah hielt es nicht f¨¹r einen sinnvollen Weg zum Herzen der Ever-burn-H?hle. Stattdessen war Neveah ¨¹berzeugt, dass sie tiefer in die H?hle hinein musste. Neveah ging behutsam auf den schmalen Pfad zu, einen Pfad, der sogar die wackelige Br¨¹cke in den Schatten stellte. Er war nur breit genug, damit Neveah einen Fu? vor den anderen setzen konnte, und das erforderte ?u?erste Vorsicht. Au?er das war der Pfad nicht besondersnge, und es w¨¹rde nur wenige Minuten dauern, bis Neveah wieder auf festem Boden stand. Neveah ging auf den Pfad zu und setzte einen Fu? darauf, er kam ihr fest genug vor und so begann sie die ¨¹berquerung. Es gab keine Probleme, bis sie die H?lfte des Weges geschafft hatte. In diesem Moment zuckten ihre Ohren und nahmen das Ger?usch von surrenden Mechanismen in der stillen H?hle auf. Neveah sp¨¹rte, wie etwas durch die Luft schoss und direkt auf sie zusteuerte, und sie lehnte zur Seite, gerade als ein Pfeil an ihr vorbeizischte. Bevor Neveah sich wieder aufrichten konnte, schoss ein weiterer Pfeil auf sie zu, und sie drehte sich um, wobei sie in ihrer Bewegung beinahe von dem Weg abgerutscht w?re. Im selben Moment, in dem Neveah ihr Gleichgewicht wiederfand, wurde ihr r, warum Lord Skiren gesagt hatte, dass sie es wahrscheinlich bis zum Herzen der H?hle schaffen w¨¹rde. Die Ever-burn-H?hle war mit verschiedenen Fallen gespickt, das wurde Neveah r, als weitere Pfeile auf sie abgefeuert wurden. Die Pfeile bewegten sich so schnell, dass Neveah kaum ihr Ger?usch h?rte, bevor sie bereits in ihrer Reichweite waren. So behutsam wie m?glich wich Neveah den Pfeilen aus und versuchte dabei, nicht vom Weg zu fallen.Neveah hatte bereits die H?lfte des Weges hinter sich gebracht. Eine R¨¹ckkehr war keine Option, also machte sie einfach weiter. Die Pfeile folgten einem Muster, das erkannte Neveah nach einigen Ausweichbewegungen. Sie wurden in Zweiergruppen abgefeuert und es dauerte mindestens drei Herzschl?ge, bis der Mechanismus, wo auch immer er sich befand, eine weitere Gruppe abfeuerte. Das gab Neveah drei Herzschl?ge Zeit, so viel Strecke wie m?glich zu ¨¹berbr¨¹cken, bevor sie sich einer weiteren Gruppe entgegenstellen musste. Neveahs empfindliches Geh?r war gefordert, sie nahm die Pfeile so schnell wie m?glich wahr, sodass sie gerade noch rechtzeitig ausweichen und weiter vorankommen konnte. Ein leiser Schmerzenut entwich Neveah, als ein Pfeil sie streifte, gerade als sie unter zwei gleichzeitig ausweichen konnte. Doch das hielt sie nicht auf. Nach jedem Abschuss bewegte sich Neveah weiter, hielt nach drei Herzschl?gen inne, um die n?chste Pfeilgruppe abzuwehren. Bald war sie auf der anderen Seite und das Surren des Mechanismus verstummte... genau wie die Pfeile. Neveah ber¨¹hrte ihre Wange, die leicht gekratzt worden war, aber bereits verheilt und nur noch ein Hauch von Blut zu sehen war. ¡¯Wenn diese H?hle voller Fallen ist, dann ist das sicherlich erst der Anfang und es wird wahrscheinlich immer schwieriger werden.¡¯ ¡¯ubst du, wir sind in der richtigen Verfassung, um dieser Herausforderung zu begegnen?¡¯ dachte Neveahs Wolf. "Wieso sollten wir nicht? Es ist nichts passiert, was ¨¹ber das hinausgeht, was wir bereits erwartet haben... woran wir schon gew?hnt sind." "Ich kenne mein Schicksal, warum muss ich mich damit herumscgen?" murmelte Neveah, als sie tiefer in die H?hle vordrang. Vor ihr befand sich ein schmaler Gang, der von der ersten H?hle wegf¨¹hrte, die Neveah gerade durchquert hatte. Neveah betrat den Gang, und genau in diesem Moment ersch¨¹tterte ein Beben den Boden unter ihren F¨¹?en. Neveah hatte dieses Ph?nomen schon oft genug erlebt, um zu wissen, was als n?chstes passieren w¨¹rde, also setzte sie sofort zu einem Sprint an. Hinter Neveah h?rte sie ein donnerndes Krachen, genau dort, wo sie gerade noch gestanden hatte, doch sie blickte nicht zur¨¹ck. Nicht, als sich direkt vor ihr vier Steint¨¹ren befanden, die sich alle mit unterschiedlicher Geschwindigkeit schlossen. Das Krachen hinter Neveah war definitiv eine geschlossene T¨¹r. Es gab kein Zur¨¹ck, und wenn Neveah nicht schnell genug war, w¨¹rde sie in diesem Gang feststecken. W¨¹rde Neveah steckenbleiben, m¨¹sste sie das Rennen aufgeben oder riskieren zu ersticken. Neveah versuchte nicht einmal, sich zu verwandeln, obwohl das ihre Geschwindigkeit erh?hen w¨¹rde. Der Gang war viel zu schmal, ihre Wolfsgestalt w¨¹rde niemals hineinpassen. Neveah rannte an der ersten Steint¨¹r vorbei, als sie etwas gr??er als sie war, und kurz darauf an der zweiten, als sie genau auf ihrer H?he war und sie nur knapp daran vorbeiging. Die dritte und die vierte Steint¨¹r schlossen sich vor ihr, die vierte schneller als die dritte. Neveah duckte sich unter der dritten T¨¹r hindurch, rannte weiter und rutschte gerade noch unter der vierten Steint¨¹r hindurch, bevor sie ebenfalls zuschlug. Neveah warf einen Blick ¨¹ber ihre Schulter, alle Steint¨¹ren waren nun geschlossen und es war kein Hebel in Sicht, um sie wieder zu ?ffnen. Nicht, dass Neveah es riskieren w¨¹rde, den Weg durch den Gang noch einmal zu wagen, wenn sie darin h?tte zerquetscht werden k?nnen. ¡¯Ich bezweifle, dass sie uns wirklich wegen eines Tests sterbenssen w¨¹rden... es muss eine Methode geben, um sicherzustellen, dass es keine Opfer gibt.¡¯ dachte Neveahs Wolf. "Mit Drachen? Das kann man nie wissen." murmelte Neveah eine Antwort zu ihrem Wolf. Neveah strich mit der Hand die Haarstr?hnen aus dem Gesicht, die ihr in die Augen gefallen waren, bevor sie ihren Reiteranzug abstaubte. "Welche H?hle wir auch durchqueren, es wird einen Mechanismus geben, der uns hindert, zur¨¹ckzukehren, so wie ich das sehe." stellte Neveah fest. "Und jede H?hle, die wir passieren, bringt uns n?her ans Herz der H?hle." f¨¹gte Neveah hinzu. ¡¯Wir sollten uns besser nicht zu sicher f¨¹hlen, Veah... wer wei?, was uns noch bevorsteht?¡¯ warnte Neveahs Wolf. "Das werden wir sehen, sch?tze ich." erwiderte Neveah, als sie endg¨¹ltig aus dem Schatten des Ganges trat und schlie?lich einen Blick in die gro?e H?hle warf, die sie gerade betreten hatte. Chapter 298: Ein Ausflug in die Stadt. (Kap. 298)

Chapter 298: Ein Ausflug in die Stadt. (Kap. 298)

Die Sonne war nun vollst?ndig aufgegangen, und in dem Moment, in dem Adrienne aus dem Erdgeschoss des Drachenturmes trat, atmete sie erleichtert auf, als die k¨¹hle Aura zur¨¹ckblieb. Adrienne hatte auch erkannt, dass der Bergfried durch die Abwesenheit des Drachenk?nigs in einen so unertr?glichen Zustand geraten war. Er war das Licht der Festung... der st?rkste und m?chtigste Drache, der edelste und m?chtigste unter seinen Artgenossen, ein Mann, dessen blo?e Anwesenheit die Festung selbst zum Leben erweckte. Adrienne hatte immer gewusst, dass der Drachenk?nig der Richtige war, er war vom ersten Moment an ihre Wahl gewesen und Adrienne hatte nie zur¨¹ckgeblickt. "Seine Gnaden sollte bald zur¨¹ckkehren ... der Bergfried ist ohne ihn nicht mehr derselbe." murmelte Adrienne leise und zog den Pelzmantel fester um sich. "Zumindest... wenn er das n?chste Mal abreist, sollte ich in der Lage sein, ihn zu begleiten. Ich muss daf¨¹r sorgen, dass ich bei dieser Gelegenheit in seiner Gunst stehe." f¨¹gte Adrienne hinzu. Drau?en im Hof wartete bereits eine Kutsche auf Adrienne. Als k?niglich geborene Fae war Adrienne der Luxus verg?nnt, selbst so weit weg von zu Hause. Adrienne ging z¨¹gig zu ihrer Kutsche hin¨¹ber, in der der Kutscher sa? und sie erwartete. "Wird Mdy nach Hause fahren?" fragte der Kutscher. Adrienne runzelte leicht die Stirn bei der Erw?hnung von Zuhause. Das Herrenhaus in der Zitadelle, in dem sie zu wohnen gezwungen war, war nicht das, was Adrienne als Zuhause betrachtete. Es gab nur ein Zuhause f¨¹r Adrienne, und das war nicht einmal im k?niglichen Wald der Fae, wo sie urspr¨¹nglich geboren und aufgewachsen war, sondern hier in Dragon Keep, an der Seite des Drachenk?nigs. "Nicht das Herrenhaus ... wir werden in die Stadt fahren." sagte Adrienne zu dem Kutscher. "In die Innenstadt?! Aber das ist doch kein Ort f¨¹r eine edle Dame und schon gar nicht f¨¹r eine Fae!" rief der Kutscher erstaunt aus. Adriennes Stirnrunzeln vertiefte sich angesichts desuten Tons des Kutschers, sie blickte sich um, um sicherzugehen, dass niemand etwas geh?rt hatte, bevor sie dem Kutscher einen finsteren Blick zuwarf. "Meine Tante hat dich gebeten, mich zu begleiten, um mir zu helfen, und das ist alles, was du tun darfst. Sie werden nie an der Reihe sein, meine Absichten in Frage zu stellen." "Wir fahren in die Stadt, und das ist alles. Nimm den auff?lligsten Weg, ich brauche dir nicht zu sagen, dass ich im Geheimen reise." warnte Adrienne in einem eiskalten Ton, bevor sie in ihre Kutsche stieg. Wenig sp?ter setzte sich die Kutsche in Bewegung und machte sich auf denngen Weg vom Drachenfried hinunter. Der Weg f¨¹hrte steil den Berg hinunter, aus dem der Bergfried selbst gebaut war, und so fuhr die Kutsche nurngsam hinunter. Erst als sie den Drachenturm vollst?ndig hinter sich gssen hatten, wurde die Kutsche zu einem gleichm??igen Tempo angeregt. "Mdy, es wird mindestens einen Tagesritt dauern, bis wir in der Stadt ankommen." Sagte der Kutscher zu Adrienne von au?erhalb der Kutsche. Adrienne gab keine Antwort, ein Tag... eine Woche oder sogar ein Monat, das war nicht wirklich wichtig. Adrienne w¨¹rde so oder so in die Stadt fahren, nur dort konnte sie einen wichtigen Aspekt ihres ns verwirklichen. Es blieb nicht viel Zeit, denn nur jetzt, da die Bewohner des Bergfrieds in die Zitadelle hinausgeschickt wurden, konnte Adrienne sicher sein, dass sie nicht beobachtet werden w¨¹rde. ___________________ Die Atmosph?re ?nderte sich merklich in dem Moment, als die Kutsche die letzte Kurve nahm, die sie direkt in die Stra?en des Stadtzentrums f¨¹hrte. Es war sp?ter Mittag, als die Kutsche in der Innenstadt ankam. Sie hatten den k¨¹rzesten und schnellsten Weg genommen und die ganze Nacht ¨¹ber nicht angehalten, so dass sie noch vor Auf eines Tages angekommen waren. Zu dieser Zeit herrschte in dem Viertel Hochbetrieb, und die Karren und Kutschen fuhren unter der Aufsicht von Drachenw?chtern ein und aus. Die Stra?en waren ¨¹berf¨¹llt, und die meisten Bewohner des Stadtviertels waren unterwegs, um ihrer t?glichen Routine nachzugehen. Wie jeder andere Bezirk von Keep Skies war auch der Innenstadtbezirk bev?lkert und immer ein gesch?ftiger Ort, an dem die H?ndler ein- und ausgingen, um Handel zu treiben. Adrienne konnte das gesch?ftige Treiben auf der Stra?e h?ren, denn obwohl das Stadtzentrum eine gro?e Anzahl von Menschen beherbergte, war es doch streng organisiert und hatte gut geregelte Regeln. Die Drachen hatten eine geore Struktur, in der sie jedes Viertel und jede Festung koordinierten, um die Sicherheit und den Wohlstand der Menschen zu gew?hrleisten. Kein anderes Volk war so fortschrittlich und innovativ wie die Drachen, das wusste Adrienne nur zu gut. Deshalb war auch keine andere Rasse in der Lage gewesen, das gesamte Reich ¨¹ber Jahrhunderte hinweg unter ihre Herrschaft zu bringen. So wie es ¨¹berall in Keep Skies Akademien gab, so gab es auch Z¨¹nfte, die alle Lebensbereiche vom Schmied bis zum Stra?enverk?ufer regelten ... jeder war einer Zunft oder einem Verband unterstellt. In den zw?lf gro?en Festungen der Asvarian-Hochburg war es genauso, so dass die Drachen die vollst?ndige und absolute Kontrolle ¨¹ber Recht und Ordnung besa?en. F¨¹r alles andere hatten die Drachen v?llige Freiheit gew?hrt. Doch im Gegensatz zu anderen Bezirken gab es hier Drachenw?chter, die regelm??ig auf Patrouille durch die Stra?en des Stadtbezirks gingen. In den anderen Bezirken war es nicht ¨¹blich, dass Drachenw?chter das Leben der einfachen Leute st?rten, aber hier in der Innenstadt war es normal. Und dasg daran, dass das Stadtzentrum haupts?chlich von den sogenannten "Gebrandmarkten" bev?lkert war, wie die Bewohner der Festung Asvarian es nannten. Die meisten derjenigen, die sich in der Innenstadt niedergssen hatten, waren Verbrecher, die nach dem Umsturz begnadigt worden waren. Auf Befehl des Drachenk?nigs konnten sie leben, wie es ihnen gefiel, snge sie sich wie jeder andere B¨¹rger an die Gesetze hielten, doch wurde das Viertel aufgrund der Vorgeschichte der meisten Bewohner strenger bewacht. Es war ein Bew?hrungs- und Reformationsbezirk, in dem die Bewohner wieder in die Gesellschaft aufgenommen werden konnten, wenn sie es f¨¹r w¨¹rdig befunden wurden. Adrienne zog den Vorhang ihrer Kutsche beiseite und sp?hte hinaus. Sie zuckte leicht zusammen, als sie den unheimlichen Blick eines Kobolds mit leuchtend gelben Augen und schuppiger Haut sah. Der Kobold zischte von dort aus, wo er stand, und Adrienne lie? schnell die Vorh?nge herunter, denn es w¨¹rde ihr nichts n¨¹tzen, sich auf eine Konfrontation einzssen. "Mdy, wohin sollen wir fahren?" fragte der Kutscher, als die Kutsche durch die Stra?en des Innenstadtbezirks rollte. "Downtown Inn." antwortete Adrienne leise. "Ihr wollt die Gebrochene Klinge befragen?" Der Kutscher stellte entsetzt fest. Die Gebrochene Klinge war unter den finsteren Gem¨¹tern der Festung ein verschwiegener Name, Alle wussten von ihrer Existenz, aber nur wenige kannten ihren wahren Zweck, und das aus gutem Grund, denn sie geh?rten zu dem B?sen, das die Drachenf¨¹rsten sofort ausrotten wollten. Aber f¨¹r viele, auch f¨¹r Adrienne, waren sie ein notwendiges ¨¹bel. "Ich wei?." erwiderte Adrienne schlicht. Der Kutscher protestierte nicht, aber Adrienne sp¨¹rte, dass er nicht einverstanden war, und sie verstand seine Bedenken. Das Stadtzentrum war ein Ort der Reformation, aber nicht jeder konnte wirklich reformiert werden. Es bot jenen ein normales Leben, die einst wegen ihrer Andersartigkeit eingesperrt worden waren, vor allem Halbbl¨¹tern anderer Rassen, die der fr¨¹here Drachenk?nig nicht duldete. Es gab jedoch auch einige, die die Gelegenheit genutzt hatten, um sich hier in der Innenstadt eine Basis des Verbrechens zu schaffen, ohne dass die Drachenf¨¹rsten davon wussten. Eine davon war die "Zerbrochene Klinge". Oberfl?chlich betrachtet war sie eine H?ndlergilde, doch die Waren, mit denen sie handelte, waren anders als bei jeder anderen Handelsorganisation. Alle verbotenen und geschmuggelten Waren konnten bei der "Gebrochenen Klinge" erworben werden, und es gab keine Grenzen f¨¹r die Dienstleistungen, die sie anboten, snge das Gold stimmte. Die wichtigsten Waren, mit denen die Gebrochene Klinge handelte, waren Informationen und Verbrechen... f¨¹r den richtigen Preis konnten sie jede Information beschaffen, die man unter dem Himmel brauchte. Und f¨¹r den richtigen Preis konnte die Gebrochene Klinge jeden und alles auf nat¨¹rliche Weise verschwindenssen. So faszinierend beides auch war, es gab etwas, was die Gebrochene Klinge hatte, das f¨¹r Adrienne noch interessanter war. Zu den Dienstleistungen, die sie anboten, geh?rten Antworten auf Fragen, die sich dem Verst?ndnis der Sterblichen entzogen, denn im Dienste der Gebrochenen Klinge stand ein m?chtiger Seher. F¨¹r den richtigen Preis konnte man die Antwort auf jede Frage finden, selbst auf eine Frage, die unm?glich war ... snge sie der Erde, dem Himmel und anderen Naturgewalten bekannt war. Nun suchte Adrienne nach einer Antwort auf eine Frage, die weit jenseits der Meereg, in einem Land, das von der Herrschaft der Drachen unber¨¹hrt blieb ... dem Land der Wolfswechsler. Um die Drachenf¨¹rsten gegen den Diener aufzubringen, brauchte Adrienne etwas ... etwas, das den Diener vollst?ndig und vollst?ndig vernichten konnte. Und Adrienne wusste genau, welche Frage sie stellen musste... Chapter 299: Gasthaus in der Innenstadt (Ch.299)

Chapter 299: Gasthaus in der Innenstadt (Ch.299)

Die Dunkelheit der Nacht hatte sich bereits ¨¹ber den Himmel des Stadtviertels gelegt, als die Kutsche, die das Viertel am sp?ten Mittag erreicht hatte, schlie?lich vor dem Downtown Inn zum Stehen kam. Es hatte noch ein paar Stunden gedauert, bis man das Gasthaus erreicht hatte, aber das war bereits erwartet worden. An diesem Tag war viel los gewesen, und es waren viele Handelsgesellschaften eingetroffen, so dass die Stra?en ¨¹berf¨¹llt waren und die Kutschen viel Verkehr hatten. Au?erdem mussten sie die Kontrollpunkte passieren, die von den Drachenw?chtern dieses Bezirks eingerichtet worden waren. Aber schlie?lich war die Kutsche am Ziel angekommen. Das Gasthaus "Downtown" befand sich in den tiefsten Tiefen des Bezirks, einem ruhigen Teil der Stadt, der abseits des gesch?ftigen Treibens, der Handelswege und der Reisestra?eng. Die Stille in diesem Teil des Viertels war keine heitere Stille, wie man sie in der N?he von hochssigen Gesch?ftsh?usern finden w¨¹rde, sondern eine unheimliche Stille. Eine Stille, die von Gefahr k¨¹ndete und die viele davon abhielt, sich in dieser Gegend aufzuhalten. Das Downtown Inn war ein renommiertes Gasthaus im Bezirk, das jedoch daf¨¹r bekannt war, dass es von einigen furchterregenden Z¨¹nften und Banden im Downtown District unterst¨¹tzt wurde. Nur die ber¨¹chtigtsten der Gebrandmarkten w¨¹rden es wagen, dieses Gasthaus aufzusuchen. Auch wenn das Viertel von den Drachenw?chtern gut kontrolliert wurde, konnten sie nicht alle Schlupfl?cher abdecken. Deshalb waren die Stra?en um das Gasthaus herum v?llig leer, viele hielten sich von diesem Gasthaus fern, snge sie keinen ?rger suchten. Trotzdem waren aus dem Inneren des Gasthausesute und ungest¨¹me Ger?usche zu h?ren, die die ruhige Atmosph?re unterbrachen. Das Gasthaus war um diese Zeit gut beleuchtet, da es zu dieser Zeit die meisten G?ste beherbergte. Es war ein Ort, an dem sich nur diejenigen aus dem Stadtviertel herumtreiben konnten, die mutig genug waren, und es war sicherlich kein Ort f¨¹r eine junge Dame. Als die Kutsche zum Stehen kam, schaute sich der Kutscher mit einem wachsamen Blick in den Augen auf der einsamen Stra?e um. "Mdy, wir sind angekommen." sagte der Kutscher zu Adrienne. Adrienne zog die Vorh?nge beiseite und sp?hte durch das Fenster hinaus, um ihre Umgebung zu studieren. Dies war tats?chlich das Gasthaus in der Innenstadt, Adrienne war noch nie hier gewesen, aber es war genau so, wie ihre Tante es beschrieben hatte, Ein Gasthaus, das wie ein gew?hnlicher Rasttz f¨¹r reisende Kaufleute und Arbeiter aussah, mit kaum etwas Auff?lligem an seinem ?u?eren, so dass man es immer leicht ¨¹bersehen konnte. Es war genau die Art von Ort, die die Gebrochene Klinge als Fassade benutzen w¨¹rde, um ihre wahre Basis zu verschleiern, denn die Drachen waren immer f¨¹r ein ehrliches Gesch?ft zu haben. Es war schwer, dass eine so luxuri?se Kutsche wie die von Adrienne neben dem Gasthaus in der Innenstadt nicht auffiel. "Fahren Sie weiter und bringen Sie die Kutsche in die dunkle Gasse, bevor es jemand sieht." wies Adrienne an, denn sie wusste, dass es nicht zu ihren Gunsten sein w¨¹rde, wenn die Kutsche, in der sie ankam, von zu vielen Leuten gesehen wurde. Der Kutscher befolgte die Anweisungen und lenkte die Kutsche am Gasthaus in der Innenstadt vorbei, bevor er in eine dunkle Gasse einbog, in der sie v?llig verschwanden. Adrienne holte ihren Mantel und einen Schleier, mit dem sie ihr Gesicht verbergen wollte. Obwohl Adrienne hier nach Antworten suchte, wusste sie, was f¨¹r ein Ort das Gasthaus in der Innenstadt war, und sie wusste auch, dass sie alle Vorsichtsma?nahmen treffen musste. Es gab viele Dinge, von denen Adrienne nicht wollte, dass sie ihre Identit?t preisgab oder mit einem der Gebrandmarkten in Schwierigkeiten geriet. Adrienne zog schnell ihre Kleidung an und achtete darauf, dass ihre Fl¨¹gel unter ihrem Mantel verborgen blieben. So sehr Adrienne es auch verabscheute, sie in geschlossenen R?umen zu verstecken, war es doch von gr??ter Wichtigkeit, dass sie sich nicht anmerken lie?, dass sie zum Stamm der Fae geh?rte. Die Gebrandmarkten des Stadtviertels hatten alle ihre eigenen Pl?ne und Hintergrundgeschichten, und wer wusste schon, ob es nicht einige gab, die einen Groll gegen die Fae hegten? Dar¨¹ber hinaus wurde dieser Teil der Stadt von den Drachenw?chtern streng bewacht, und Adrienne wollte, dass niemand erfuhr, dass sie jemals hier gewesen war. Eine Frau in einem Mantel konnte nicht leicht identifiziert werden, wenn jemand nachfragte, aber eine Frau mit einem Mantel und Fl¨¹geln w¨¹rde die Fae-ns mit Sicherheit auf den n rufen. Dies war Adriennes pers?nliche Aufgabe, die nichts mit ihren Pflichten gegen¨¹ber ihrem Stamm zu tun hatte, und so war es unklug, beides miteinander zu vermischen. Zumal Adrienne wusste, dass sowohl ihre Schwester als auch ihre Tante herausgefunden hatten, dass sie hinter dem W?chter her war, und keiner von beiden unterst¨¹tzte Adriennes Handeln. "Sie verstehen nicht ... dass es der schlimmste Fehler ist, der einem unteufen kann, wenn man ein Hindernis f¨¹r die Zukunft zur¨¹ckl?sst." murmelte Adrienne angewidert vor sich hin. Jedes Hindernis, das sich Adrienne in den Weg stellte, musste schnell und effektiv aus dem Weg ger?umt werden, das war Adriennes ¨¹berzeugung. "Zuerst ... w?re es nur darum gegangen, einen Diener loszuwerden, ein unbedeutendes Leben, bei dem niemand zweimal hinschauen w¨¹rde. Aber sie haben mich daran gehindert." "Man lie? das Hindernis verweilen, und so wuchs es... jetzt ist es die Beseitigung eines Reiters der k?niglichen Garde. Wie viel gr??er w¨¹rde dieses Hindernis werden, wenn man es noch l?nger lie?e?" fuhr Adrienne fort. Adrienne wollte sich nicht fragen, sie wollte es sich nicht euben, sich zu fragen, und dasg daran, dass Adrienne dem Ganzen ein Ende setzen w¨¹rde, bevor es ¨¹berhaupt so weit kam. "Viele haben die Mauern des Drachenturmes durchschritten und sind unbekannt geblieben, doch in nur wenigen Monaten ... ist ein einfacher Wolfswandler sogar au?erhalb der Mauern des Drachenturmes bekannt." "Wenn mein Volk seinen tz zur¨¹ckerobern soll, d¨¹rfen wir nicht zssen, dass jemand anderes als einer der Unseren die gegenw?rtige Hierarchie durchbricht." beschloss Adrienne. Sie konnte nicht verstehen, warum ihre Schwester Ke und ihre Tante nicht erkannten, dass Neveah eine Variable war, die sie nicht eingent hatten und die eine gro?e Gefahr f¨¹r ihre Pl?ne darstellte. Als Adrienne sicher war, dass sie in der Menge nicht erkannt werden konnte, zog sie sich die gro?e Kapuze des Umhangs ¨¹ber den Kopf und trat hinaus. Adrienne runzelte leicht die Stirn, als ihre Stiefel direkt in eine Wasserpf¨¹tze traten, als sie auf den Boden trat. Dreckige Wasserpf¨¹tzen f¨¹llten die unebenen Stellen der Gasse, und Adrienne r¨¹mpfte leicht die Nase, bevor sie sich daran erinnerte, dass sie sich anpassen musste. Um sich anzupassen, durfte Adrienne ihren Status nicht zeigen, sonst w¨¹rde er sofort bemerkt werden. Die Gebrandmarkten waren vieles, aber sie waren gewiss nicht leichtgl?ubig. Sonst h?tten sie die Tyrannei der vorherigen Dynastie nicht ¨¹berlebt und w?ren nicht in ein Zeitalter der Freiheit gngt. Kleine Regentropfen fielen vom Himmel und der Kutscher holte einen Regenschirm, aber Adrienne hob eine Hand, um ihn aufzuhalten. "Bleiben Sie hier drau?en, ich werde allein hineingehen." wies Adrienne den Kutscher an. "Aber Mdy, das ist zu gef?hrlich!" begr¨¹ndete der Kutscher leise fl¨¹sternd. "Tun Sie, was man Ihnen sagt, ich werde bald zur¨¹ckkehren und wir werden sofort zur¨¹ckfahren." erwiderte Adrienne, als sie sich aus der Gasse wagte und ihren Mantel enger um sich zog. Es war ein kurzer Weg zur¨¹ck zum Gasthaus, und Adrienne sah sich kurz um, bevor sie auf die T¨¹r zuging, sie aufstie? und eintrat. Die Glocke an der T¨¹r l?utete, als Adrienne die Empfangshalle betrat, in der sich nur der Tresen befand, an dem einer der Gastwirte die G?ste empfing. Als sie eintrat, h?rte Adrienne dieuten Ger?usche aus der Bierhalle, aber dort hatte sie nichts zu suchen. Stattdessen ging sie direkt zum Tresen, wo ein junger Mann in b¨¹rgerlicher Kleidung sie begr¨¹?te. "Willkommen in der Stadt. M?chten Sie sich auf einen Drink setzen oder eine Unterkunft buchen?" fragte der junge Gastwirt, w?hrend er mit einem Abakus rece. "Nichts von alledem." erwiderte Adrienne. "W?ren Sie dann interessiert an ..." Der junge Gastwirt begann erneut, aber Adrienne unterbrach ihn. "Ich bin gekommen, um mich mit der Gebrochenen Klinge zu beraten." sagte Adrienne entschlossen. Adriennes Worte wurden mit einem kurzen Schweigen quittiert, als der junge Gastwirt aufblickte und Adriennes maskierte Erscheinung betrachtete, bevor er leisechte. "Die Kaufmannsgilde? Sie reisen in der Stadt ein und aus, du solltest dich bei ihren Lagern erkundigen. Dies ist ein Gasthaus." erwiderte der junge Gastwirt und winkte abweisend mit der Hand. "Wenn ich normale Waren wollte, w¨¹rde ich nat¨¹rlich zu ihrem Lager gehen. Aber was ich suche, kann ich nur hier bekommen, ich werde mich sofort mit der Zerbrochenen Klinge beraten..." sagte Adrienne in eiskaltem Ton und legte einen Geldbeutel auf den Tisch. Das erregte die Aufmerksamkeit des jungen Gastwirts, der schlie?lich seinen Abakus beiseite legte und den Geldbeutel aufhob, um sein Gewicht zu pr¨¹fen. "Wenn du wegen ihnen hier bist, dann kennst du wohl die Regeln... bist du allein gekommen?" fragte der junge Gastwirt in ernstem Ton. Chapter 300: Gasthaus in der Innenstadt 2 (Ch.300)

Chapter 300: Gasthaus in der Innenstadt 2 (Ch.300)

"Wenn du hier wegen ihnen bist, nehme ich an, du kennst die Regeln ... bist du alleine gekommen?" fragte der junge Gastwirt mit ernstem Unterton. "Ja, das bin ich." best?tigte Adrienne. Die Antwort, die Adrienne erhielt, war ein leises Sp?tten, w?hrend der junge Gastwirt sich ¨¹ber die Theke beugte und seine Augen leicht verengte. "Und die Kutsche, die im Schatten der Gasse verborgen ist?" fragte der junge Gastwirt und hob dabei eine Augenbraue. Es ¨¹berraschte Adrienne kurz, dass die Gebrochene Klinge bereits von der Kutsche wusste, obwohl sie sichergestellt hatte, dass sie verborgen geblieben war. Und sie hatten es gewusst, bevor sie hereinkam. Das bedeutete, sie hatten Beobachter au?erhalb des Gasthauses und m?glicherweise in ganz Downtown und dar¨¹ber hinaus. Adrienne erholte sich schnell wieder. Immerhin handelte es sich dabei um eine Gilde, die es geschafft hatte, ihre geheimen Aktivit?ten vor den Drachenf¨¹rsten zu verbergen. Sie mussten schon effizient sein, um das zu erreichen. "Ich kenne die Regeln, es besteht kein Grund zur Sorge. Ich bin die Einzige, der ihr Eiss gew?hren werdet." versicherte Adrienne. "Ist auch dein Kutscher derselben Meinung? Er scheint unruhig zu sein. " fragte der junge Gastwirt und hob eine Augenbraue. Seine Augen verrieten ein schwaches Leuchten, das kaum wahrnehmbar war, aber Adrienne bemerkte den Unterschied und erkannte es sofort. "Du bist ein Animage." murmelte Adrienne, sichtlich ¨¹berrascht. "Oh, was hat mich verraten?" fragte der Gastwirt auf spottende Weise, als ob er es am¨¹sant f?nde, dass Adrienne erst jetzt realisierte, was offensichtlich sein sollte. Animages sind eine Rasse, die mit der F?higkeit geboren wird, geistige Verbindungen mit Tieren zu teilen. Obwohl sie mit fast jedem existierenden Tier kommunizieren und sogar durch sie hindurch sehen k?nnen, haben sie auch ein eigenes Geisttier. Adrienne wusste nicht viel ¨¹ber Animage, sie waren eine der kleineren Rassen mit einer extrem kleinen, fast unbedeutenden Bev?lkerung. Sie wurden selten gesehen und hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Geschichte hintessen, daher hatte sich Adrienne nie intensiv mit ihnen befasst. Sie waren nicht eine bedeutende Rasse wie die Fae, Menschen oder Asvariern. Sie wurden einfach ¨¹bersehen. Adrienne kannte nur einen Animage in der Zitadelle und sie war ihm nie pers?nlich bege. Er hie? Meister Maloway und war Mitglied der Reiterakademie. Sein Geisttier war ein Rabe. Adrienne nahm an, dass auch dieser junge Gastwirt ein Geisttier hatte, und dass er gerade ihre Kutsche durch die Augen seines Geisttiers beobachtete. "Er hat Befehl erhalten, dort zu bleiben, und er wird es auch tun, snge ihr euch rechtzeitig um mich k¨¹mmert, damit ich weiterreisen kann." "Eure Anfrage stellt lediglich eine Verz?gerung dar, die Bedenken ausl?st." erwiderte Adrienne ausdruckslos. Adrienne f¨¹hlte sich nicht wohl dabei, zunge in der Gastst?tte Downtown zu bleiben. Sie w?re peinlich ber¨¹hrt, sollte jemand sie erkennen. "Hmmm ... nun gut. Ihr habt das passende Gold, um von mir Zugang zu bekommen. Ich kann nicht sagen, ob euch eine Beratung gew?hrt wird, aber ichsse euch eintreten." sagte der junge Gastwirt schlie?lich. Der junge Gastwirt trat von der Theke zur¨¹ck und rief einen anderen jungen Mann herbei, um seinen tz einzunehmen. "Folgen Sie mir." sagte er und f¨¹hrte den Weg durch eine ruhige Halle tiefer in das Gasthaus hinein. Adrienne folgte dem Gastwirt stillschweigend. Er ging in einem flotten Tempo. "Das Gasthaus Downtown ... wie wusstet ihr, dass ihr hierher kommen solltet?" fragte er nach einer Weile der Stille. "Ich habe von den richtigen Leuten geh?rt." erwiderte Adrienne. "Wie habt ihr dann erkannt, dass ich derjenige bin, den ihr sucht? Ihr wisst offensichtlich nichts ¨¹ber mich." fragte er erneut. "Die richtigen Leute haben mir erz?hlt, dass der Wegbereiter zur Gilde der Gebrochenen Klinge eine Narbe ¨¹ber der rechten Augenbraue hat... mehr muss ich nicht wissen." entgee Adrienne. Der Gastwirt stellte keine weiteren Fragen. Er f¨¹hrte sie durch weitere G?nge, bis sie schlie?lich an einer Seitent¨¹r ankamen. Dort stand ein grimmig aussehender Zwerg mit vollem Bart und wulstigen Augen Wache. "Sie sucht die Beratung der Gilde." teilte der junge Gastwirt dem Zwerg mit, der grunzte und Adrienne einen Blick zuwarf. Dann drehte sich der junge Gastwirt um und entfernte sich, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Adrienne wusste, dass der junge Gastwirt nur ein Bote war. Dies war das Ende des Weges, den er ihr zeigen konnte."Was ist mit deiner Kleidung?" Der Zwerg brummte missmutig und starrte auf Adriennes Mantel und die gro?e Kapuze, die ihr Gesicht vollst?ndig bedeckte. Der Zwerg sprach mit einem ¨¹berraschend ren Akzent, was f¨¹r Adrienne darauf hindeutete, dass er schonnge ¨¹ber der Oberfl?che der verborgenen Stadt gelebt hatte. Die Zwerge der verborgenen Stadt sprachen eine andere Sprache und konnten die Gemeinsprache nur mit einem dicken und sehr auff?lligen Akzent sprechen. Vielleicht war dieser Zwerg ¨¹berhaupt nicht in der verborgenen Stadt geboren und hatte den Gro?teil seines Lebens unter den anderen V?lkern verbracht. "Auch du hast etwas zu verbergen, genau wie ich. Das Gold wird sprechen, nicht mein Aussehen." entgee Adrienne fest. "Zieh das an... Ich werde dich den Rest des Weges f¨¹hren." Der Zwerg grunzte zur Antwort. Adrienne schaute auf den schwarzen Stoffstreifen hinunter, sie wusste, dass er als Augenbinde gedacht war. "Ist das wirklich n?tig?" fragte Adrienne angewidert. "Unser Territorium... unsere Regeln. Wenn dir das nicht passt, kannst du dich jetzt zur¨¹ckziehen." stellte der Zwerg r. Adriennes H?nde ballten sich zu F?usten an ihren Seiten. Zwerge... sie waren immer so frech und anma?end, sie konnte sie einfach nicht ausstehen. ¡¯Lodenworth wird eure verborgene Stadt bald in mmen aufgehenssen... abscheulicher Bastard.¡¯ dachte Adrienne bei sich. Adrienne nahm die Augenbinde, sie war aus einem wichtigen Grund gekommen und konnte nicht mit leeren H?nden zur¨¹ckkehren. "Was jetzt?" fragte Adrienne, als die Augenbinde um ihre Augen gewickelt war. Adrienne sp¨¹rte einen Stock in ihrer Hand und nahm ihn, sie runzelte leicht die Stirn, als sie gezogen wurde, um zu folgen. ______________ Neveah atmete tief durch, als sie sah, dass ihre F¨¹?e bereits im Treibsand verschwunden waren. Von dem Moment an, als Neveah die H?hle betreten hatte, stand sie schon in einem T¨¹mpel aus nassem Scmm und ihre F¨¹?e waren innerhalb weniger Atemz¨¹ge bis zu den Kn?cheln eingesunken. Der Scmm war dick und die Grube war gro?, sie nahm die ganze H?hle ein. Neveah wusste, dass sie, selbst wenn sie mit aller Kraft einige Schritte vorw?rts machen k?nnte, keine M?glichkeit h?tte, das Ende der H?hle zu erreichen. Neveah atmete noch einmal tief ein und aus, um ihren Geist und ihren K?rper zu beruhigen und den Adrenalinschub von vorhin nacssen zussen. Mit gssener Miene sah sie sich in der H?hle um und malte sich bereits verschiedene Szenarien aus, wie sie aus dem stetig steigenden Scmm herauskommen k?nnte. Zwei Statuen von gro?en Drachen standen auf beiden Seiten der T¨¹r, durch die Neveah gehen musste. Sie waren das Einzige in der ganzen H?hle, abgesehen von der Scmmgrube. ¡¯Wir sinken schneller,ss mich hoch.¡¯ dachte Neveahs Wolf in ihr. "Zu viel Gewicht, es k?nnte alles nur noch schlimmer machen." murmelte Neveah als Antwort, w?hrend sie sah, wie der Scmm ¨¹ber ihre Kn?chel stieg und immer weiter nach oben kletterte. "Vergiss nicht, Reiterin, du kannst jederzeit aufgeben und wirst herausgssen." hallte Lord Skirens Stimme in der H?hle wider. Neveah machte keine Anstalten, sich umzusehen, sie wusste, dass der Jade-Drache auf die eine oder andere Weise immer ein Auge auf sie haben w¨¹rde. "Es ist nur Treibsand... Ich habe es ¨¹berlebt, als ich elf Sommer alt war, warum sollte das genug sein, um mich zu bezwingen?" murmelte Neveah und rollte mit den Augen. Neveah wusste, dass sie ihr Gewicht verringern k?nnte, indem sie sich sanft zur¨¹cklehnte und ihre Muskeln entspannte, aber die Grube war zu gro?, sie hatte nichts, woran sie sich festhalten und herausziehen k?nnte, es sei denn, sie entschied sich, in den Gang zur¨¹ckzukehren, aus dem sie gekommen war. Neveah griff nach ihrem G¨¹rtel und zog ihn samt dem kleinen Dolch, der an ihrer H¨¹fte befestigt war, ab. Sie zog auch ihren ?u?eren Mantel aus, riss den vom Scmm durchn?ssten Teil ab und warf ihn zur Seite. Der G¨¹rtel bestand aus Dutzenden von Silberringen, die mit Scufen und h?ngenden Ringen verbunden waren. Neveah schnallte den G¨¹rtel schnell um und schloss die Scufen so zusammen, dass sie einenge Kette bildeten. Dann riss sie ihren ?u?eren Mantel auseinander, band die Enden zusammen und befestigte ein Ende fest um ihre Taille. Das andere Ende befestigte Neveah an ihrem Ketteng¨¹rtel und den letzten Ring des G¨¹rtels befestigte sie an dem gezogenen Dolch. Neveah hielt die Kette in der Mitte und drehte sie, um Schwung zu holen, bevor sie sie mit aller Kraft ausstie? und beobachtete, wie sich der Dolch in die Statue bohrte. Sie zog leicht an der Kette, um sicherzustellen, dass sie ihr Gewicht tragen konnte. Chapter 301: Ever-Burn-H?hle 3 (Kap.301)

Chapter 301: Ever-Burn-H?hle 3 (Kap.301)

Mit einem leisen Grunzen kletterte Neveah aus der Scmmgrube und grub ihre Krallen in den Boden, um ihr Gewicht zu halten und nicht wieder in die Grube zu rutschen. Von Neveahs Taille abw?rts bis zu ihren F¨¹?en war sie vollst?ndig mit Scmm bedeckt, und ein Teil des Scmms war beim Herauskrabbeln in ihr Haar gngt und hatte sogar ihr Gesicht verschmutzt. Als Neveah ganz drau?en war, legte sie sich auf den R¨¹cken und starrte ins Leere, w?hrend siengsam atmete. Es war anstrengend gewesen, aus der Scmmgrube herauszukommen, der Scmm war dick und schwer zu durchdringen, selbst wenn Neveah eine Hand zum Festhalten hatte. Aber Neveahs Ausdauer war bereits trainiert, selbst wenn ihre Arme und Muskeln schmerzten, sah sie dar¨¹ber hinweg. Neveah atmete nur kurz durch, bevor sie sich wieder aufrichtete und das behelfsm??ige Seil, das sie um ihre Taille gelegt hatte, l?ste. Neveah entledigte sich ihres ?u?eren Gewandes, der Stoff war scmmverkrustet und an einigen Stellen zerrissen, es hatte keinen Nutzen mehr f¨¹r sie. Neveah trug nur noch eine gut sitzende Reithose und ein ?rmelloses, gut sitzendes Hemd, das ihre Taille frei lie?. Das war bis jetzt alles, was von Neveahs Reiterkleidung ¨¹brig geblieben war, und sie hoffte, dass sie sich nicht mehr davon trennen musste, bis sie aus dieser H?hle heraus war. Neveah holte den G¨¹rtel aus Silberringen und ihren Dolch, die sich beide noch als n¨¹tzlich erweisen k?nnten. Nachdem Neveah sie verstaut hatte, ging sie zu den h?lzernen Doppelt¨¹ren in der Wand, die in eine weitere H?hle f¨¹hrten. Neveah dr¨¹ckte gegen die T¨¹r, aber sie lie? sich nicht bewegen. Leise seufzend machte Neveah einen Schritt zur¨¹ck und trat hinaus. Die T¨¹r schwang auf, ein paar Holzsplitter l?sten sich durch die Wucht von Neveahs Scg von ihrem tz. Neveah trat in die n?chste H?hle und blickte sich kurz um. Sie hatte die Pfeile, die Steint¨¹ren und die Scmmgrube durchquert, und Neveah musste sich fragen, wie weit es noch bis zum Herzen der H?hle des Immerbrandes war. Diese H?hle schien nur eine leere Halle zu sein, aber Neveah wusste, dass dies nur darang, dass sie die Falle f¨¹r diese H?hle noch nicht ausgel?st hatte. Neveah wusste auch, dass es keine M?glichkeit gab, ¨¹ber diese H?hle hinauszukommen, ohne die Fallen zu ¨¹berwinden, das war der Sinn der Pr¨¹fung. Auf der anderen Seite der H?hle f¨¹hrte eine Treppe nach oben, sie war in die linke Wand eingebaut, und das war der einzige Ausgang, was bedeutete, dass Neveah dorthin gehen musste. Neveah zog ihren Dolch heraus und warf ihn in die H?hle hinaus, w?hrend sie noch an der T¨¹r stand. Sie sah zu, wie der Dolch in einiger Entfernung in der H?hle auf den Boden fiel, und wartete dann. Ein Moment verging, ohne dass etwas geschah, und Neveah kniff misstrauisch die Augen zusammen. Gerade als Neveah einen Schritt nach vorne machen wollte, unterbrach ein st?hnendes Ger?usch die ruhige Atmosph?re der H?hle und Neveah blickte auf, um ein gro?es Bett aus Stacheln zu sehen, das in die H?hle hinabfiel. Das gro?e Bett aus Stacheln war fast so gro?, dass es die gesamte H?hle bedeckte, es war mit einer starken Kette an der Decke befestigt, und diese Kette lie? es gerade herunter. Neveah hatte es vorher gar nicht bemerkt, sowohl die Oberseite des Bettes, die mit der Kette verbunden war, als auch die Unterseite waren mit scharfen Metallstacheln versehen. Das Bett sank tief, bis es fast den Boden erreicht hatte, und blieb dann pl?tzlich stehen, nur wenige Zentimeter vom Boden entfernt. Neveah wusste bereits, dass es nur einen Ausweg gab, aber sie warf ihren Ketteng¨¹rtel noch immer auf das Stachelbett, nur um sicherzugehen, dass nichts weiter passieren w¨¹rde. Neveah wartete wieder, und dann konnte sie h?ren, wie sich die Ketten bewegten, als das Stachelbett wieder nach oben gezogen wurde. Neveah beobachtete seine Bewegung, es stieg blitzschnell bis knapp ¨¹ber ihre H?he und Neveah z?hlte von da an. In nur wenigen Herzschl?gen wurde das Stachelbett blitzschnell wieder auf seinen Ausgangspunkt gesenkt. "Es bewegt sich in einer Sekunde nach oben und bleibt etwa eine halbe Minute so, bevor es sich wieder senkt und ebenfalls eine halbe Minute so bleibt." murmelte Neveah vor sich hin. Neveah nahm das Bewegungsmuster zur Kenntnis und senkte sich ab, um sich ch auf den Boden zu legen; es war gerade genug tz, um unter das Stachelbett zu kriechen. Einatmend st¨¹tzte sich Neveah auf ihre Ellbogen und kroch unter das Stachelbett. Die Stacheln waren scharf und einige waren l?nger als die anderen. Neveah hatte damit gerec und biss die Z?hne gegen den Schmerz zusammen, als einer der l?ngeren Stacheln ihren R¨¹cken aufschlitzte. Neveah kroch weiter und z?hlte in ihrem Kopf die Sekunden herunter. Eins...zwei...drei...vier... Neveah z?hlte weiter, bis es eine halbe Minute war, und in dem Moment, in dem das Stachelbett hochgezogen wurde, war Neveah auf den Beinen und st¨¹rzte sich in einen schnellen Lauf. Wieder z?hlte Neveah im Geiste mit, und als die Zeit um war, lie? sie sich wieder fallen, gerade als das Stachelbett heruntergssen wurde, und Neveah kroch weiter vorw?rts. Abwechselnd krabbelnd und rennend legte Neveah die Weite der H?hle in k¨¹rzester Zeit zur¨¹ck und kam auf der anderen Seite an, aber sie war nicht v?llig unversehrt. Neveah konnte sp¨¹ren, wie ihr das Blut den R¨¹cken hinunterlief, mehrmals hatte ein l?ngerer Dorn ihren R¨¹cken aufgeschlitzt oder durchbohrt. Neveah ignorierte den Schmerz, als sie die Treppe hinaufstieg und das Stachelbett und seine H?hle hinter sich lie?. Oben angekommen, trat Neveah in eine weitere H?hle, und dieses Mal war sie nicht einmal ¨¹berrascht, als die Steint¨¹r hinter ihr zuschlug und die H?hle in v?lliger Dunkelheit zur¨¹cklie?. Die Dunkelheit hielt nur kurz an, und schon bald materialisierte sich von irgendwo in der H?hle ein schwaches Leuchten. Neveah bewegte sichngsam in Richtung dieses Leuchtens, aber es schien, als w?re das gar nicht n?tig. Das schwache Leuchten kam auch auf Neveah zu, und als es n?her kam, erhellte es den Weg, und Neveah konnte endlich sehen, dass sie an dem angekommen war, was Lord Skiren das Herz der H?hle des ewigen Feuers genannt hatte. ¨¹berall an den W?nden befanden sich kleine Schlote, in denen jeweils ein kleiner gl¨¹hender Strang von etwas war, von dem Neveah wusste, dass es mmen waren, auch wenn sie eher wie gl¨¹hende Str?nge aus magischer Energie aussahen. Es gab Dutzende und Dutzende von ihnen, so weit Neveahs Augen sehen konnten, den Gang hinunter und so hoch, wie sie sehen konnte, bis zum hohen Dach der H?hle. Das Gl¨¹hen all dieser Schlote war viel schw?cher als das des sich n?hernden, so dass sie unbemerkt bleiben konnten, doch die sengende Aura, die sie verstr?mten, machte die Atmosph?re vergleichbar mit der eines Vulkans. Die Temperatur in der H?hle stieg so stark an, dass sie sich bereits brennend anf¨¹hlte und Neveah der Schwei? auf Stirn und R¨¹cken stand. Neveah wusste, dass es f¨¹r sie unm?glich war, unter Hunderten von mmen diejenige zu erkennen, die zu Menarx geh?rte, und auch nicht zu hoffen, dass sie sie in weniger als einem Jahrzehnt finden w¨¹rde. Aber Lord Skiren hatte Neveah gesagt, dass Menarx¡¯ mmenstrang immer noch mit ihm verbunden war, dass er sein Herz verstand und sie zuerst finden w¨¹rde, snge sie es bis zum Herzen der H?hle schaffte. "Dann... muss das schwache Gl¨¹hen, das sich n?hert... es sein..." erkannte Neveah. Doch bevor Neveah ganz begreifen konnte, was sie sah, trat eine Silhouette in ihr Blickfeld und Neveahs Blick richtete sich auf Lord Skiren. "Warst du... die ganze Zeit irgendwo in der N?he?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Mehr oder weniger." antwortete Lord Skiren direkt. "Dies ist das Herz der Ever-burn-H?hle." Neveah wies auf das Offensichtliche hin. "So ist es. Ihr seid in so kurzer Zeit so weit gekommen, dass ihr euch jetzt eurer wahren Pr¨¹fung stellen m¨¹sst." sagte Lord Skiren, und seine jadegr¨¹nen Augen funkelten in der Dunkelheit. "Wenn das alles nicht die Pr¨¹fung war... was ist es dann?" fragte Neveah unsicher. "Was wisst Ihr ¨¹ber die Pr¨¹fungen?" fragte Lord Skiren, als er einen Schritt auf Neveah zuging. "Es gibt ... f¨¹nf von ihnen?" antwortete Neveah unsicher. "Und was noch?" fragte F¨¹rst Skiren erneut. "Erst wenn man alle f¨¹nf ¨¹berwunden hat, kann man als wahrer Reiter erkannt werden?" Neveah antwortete erneut, unsicher, welche Antwort Lord Skiren h?ren wollte. "W¨¹rdest du sagen, dass f¨¹nf Pr¨¹fungen ausreichen, um ein Reiter zu werden?" fragte Lord Skiren erneut. "Das ist der Weg der Akademie, wie man mir sagte." antwortete Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "In der Tat, f¨¹nf Pr¨¹fungen beweisen, dass man zum Reiter geei ist, aber was einen wirklich zum Reiter macht, sind nicht die Pr¨¹fungen selbst, sondern das, was danach kommt." sagte Lord Skiren und trat einen weiteren Schritt vor. "Was ist das, was danach kommt?" fragte Neveah misstrauisch, w?hrend ihre rechte Handngsam zu ihrem Dolch wanderte, den sie wieder in die Scheide an ihrer H¨¹fte gesteckt hatte. Chapter 302: Was kommt danach (Kap.302)

Chapter 302: Was kommt danach (Kap.302)

"Was kommt danach?" fragte Neveah misstrauisch, w?hrend ihre rechte Hand sich ihrem Dolch n?herte, den sie wieder in der Scheide an ihrer H¨¹fte befestigt hatte. Irgendwie konnte Neveah sp¨¹ren, dass F¨¹rst Skirens Gesichtsausdruck anders war, sein Tonfall und der Blick in seinen Augen hatten etwas Seltsames an sich. Auch seine Worte waren seltsam: Neveah war im Herzen der H?hle des ewigen Feuers angekommen, und nun behauptete er, der Prozess w¨¹rde erst beginnen? Was genau hatte Neveah dann gerade ertragen m¨¹ssen? Neveah konnte es nicht verstehen. Neveah hatte immer noch nicht gelernt, zu vertrauen, und das war eine Sache, von der Neveah nicht ubte, dass sie sie ¨¹berhaupt lernen wollte. Der einzige Grund, warum Neveah bis zu diesem Augenblick ¨¹berlebt hatte, war, dass sie wusste, dass sie sich vor allem und jedem in Acht nehmen musste. Und der einzige Grund, warum sie einmal dem Tod ins Auge geblickt hatte, war, dass sie den schweren Fehler begangen hatte, jemandem den R¨¹cken zuzuwenden. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit war dieser Jemand eine Person, der Neveah damals vertraute, und das Vertrauen war an diesem Tag in Neveahs Herzen gestorben... oder zumindest h?tte Neveah gerne geubt, dass es das war. Jedes Wort oder Verhalten, das Neveah nicht verstand, machte sie misstrauisch, und sie hatte derzeit keine Ahnung, was Lord Skiren meinte oder beabsichtigte. "Ein Reiter muss zuerst die f¨¹nf Pr¨¹fungen durcufen, so viel ist wahr. Irgendwann in der Ausbildung wird der Reiter dann erfahren, was nach den f¨¹nf Pr¨¹fungen kommt." "Wann das sein wird, h?ngt von den F?higkeiten des Reiters ab, aber ich denke, dass dieser Zeitpunkt genau jetzt ist, und deshalb werde ich euch sagen, was danach kommt." "Zuerst kommen die f¨¹nf Pr¨¹fungen und danach die drei Verschmelzungen ... das ist der Weg der Drachen." erwiderte F¨¹rst Skiren. "Verschmelzungen? Davon habe ich noch nie geh?rt... was bedeutet das?" fragte Neveah unsicher, ihre Hand ruhte noch immer auf dem Griff ihres Dolches, als Lord Skiren einen weiteren Schritt nach vorne machte. Meister Maloway, Lord Rodrick und sogar der Drachenk?nig, sie alle hatten von den f¨¹nf Pr¨¹fungen gesprochen, aber niemand hatte etwas von einer Verschmelzung gesagt. Neveah wich vorsichtig zur¨¹ck und hielt einen Sicherheitsabstand zu dem Jadedrachen, der sich ihr ohne ersichtlichen Grund immer weiter gen?hert hatte. Es war h?chst unwahrscheinlich, dass Lord Skiren Neveah zu diesem Zeitpunkt etwas antun w¨¹rde, aber Neveah war nicht bereit, ein Risiko einzugehen ... die meisten Drachen, denen sie bege war, waren keine sehr freundlichen Menschen. "Ein Reiter ist nicht nur dem Namen nach ein Drache, sondern in der Gesamtheit seines Wesens. Man muss einen Drachen durch die drei Verschmelzungen vollst?ndig an sich binden, das ist keine Aufgabe... nur eine Pflicht." "Die drei Verschmelzungen: Die Verschmelzung des Feuers, die Verschmelzung des Blutes und die Verschmelzung der Seele." "Die Verschmelzung des Feuers verfeinert den K?rper, alle wahren Reiter m¨¹ssen unempfindlich gegen Feuer sein. Um einen Drachen zu binden, muss man mit Feuer gel?utert werden, damit der K?rper bereit ist, sein Feuer aufzunehmen." erkl?rte F¨¹rst Skiren. "Ihr meint... ich muss mit Feuer gel?utert werden, um mit Menarx¡¯ mme zu verschmelzen?" fragte Neveah. "Hast du geubt, dass ein Reiter nur den Flug und den Kampf lernen muss? Ein Drache ist ein Feuertier, ein Drachenreiter muss ihm ebenb¨¹rtig sein ... das bedeutet, dass du auch das Feuer in seiner ganzen Kraft und Sch?nheit kennen musst." "Du musst es kennen und du musst eins mit ihm werden." stellte Lord Skiren r. "Erst wenn dein K?rper gel?utert ist, kannst du es ertragen, mit der Drachenmme zu verschmelzen, besonders mit einer so heftigen mme wie der von Menarx. Ihr wisst doch von Menarx¡¯ Erbe, nicht wahr?" fragte Lord Skiren. Neveah erinnerte sich, Menarx hatte gesagt, er sei ein Norddrache, und er hatte Neveah auch erz?hlt, dass die mmen der Norddrachen am meisten gef¨¹rchtet seien. "North¡¯s End ist sein Geburtsort, er ist ein Norddrache und Norddrachen spucken die hei?esten mmen." erwiderte Neveah. Lord Skiren nickte zustimmend zu Neveahs Wissen. "Obwohl Menarx¡¯ mme euch erkennt, k?nnt ihr sie nicht ber¨¹hren, geschweige denn mit ihr eins werden ... sie wird euch von innen und au?en verbrennen, bis nur noch Asche von euch ¨¹brig ist." Lord Skiren scherzte. "Oh..." murmelte Neveah und lie? ihre Hand wieder an ihre Seite fallen, als sie sich wieder einmal sicher war, dass Lord Skiren ihr nichts B?ses wollte. "Nach Euren Worten kommen die f¨¹nf Pr¨¹fungen vor den drei Verschmelzungen." "Das bedeutet, dass es eine bestimmte Reihenfolge gibt, nicht wahr? Ich bereite mich bei meiner f¨¹nften Pr¨¹fung auf die Verschmelzung vor?" fragte Neveah, um sicherzugehen. "F¨¹r jeden Fahrer ist der Zeitpunkt des Zusammenschlusses individuell. Die Verschmelzung wird gew?hrt, wenn du als bereit erachtet wirst." "F¨¹r alle Reiter, die in der Festung leben und atmen, ist der Jadedrache derjenige, der dies bestimmt ... und ich sage, dass eure Verschmelzung mit dem Feuer an diesem Tag gew?hrt wird." erkl?rte Lord Skiren. Neveah blinzelte erstaunt, denn es stand bereits fest, dass sie sich der ersten Pr¨¹fung unterziehen musste, obwohl sie gerade erst in die Akademie eingetreten war und v?llig unvorbereitet war. Das war schon eine gro?e Ungerechtigkeit, die ihr angetan wurde, und Neveah konnte sich nur dem Willen des Drachenk?nigs f¨¹gen, aber diese Verschmelzung war ¨¹berhaupt nicht Teil des ns gewesen. "K?nnte es sein ... dass Seine Gnaden dies angeor hat?" fragte Neveahngsam. F¨¹rst Skiren hob auf Neveahs Frage eine Braue, bevor er leicht den Kopf sch¨¹ttelte. "Der Einzige, der die Zusammenf¨¹hrung des Feuers f¨¹r jeden Reiter in der gesamten Festung Asvarian anordnen kann, bin ich ... nicht einmal mein Lehnsherr kann einen solchen Befehl geben." sagte Lord Skiren. "Warum habt Ihr dann beschlossen, mich jetzt mit einer Verschmelzung konfrontieren zussen? Was auch immer es ist, ich nehme an, es wird f¨¹r die letzte Pr¨¹fung aufbewahrt, weil es nicht leicht zu bew?ltigen ist." fragte Neveah. "Das stimmt, die Verschmelzung von Feuer ist eine unertr?glich schmerzhafte Angelegenheit. Du bist kein Gesch?pf des Feuers, Feuer in deine Adern zu zwingen w?re schmerzhafter als der Tod." "Den Reitern wird beigebracht, sich den Schmerzen der Verschmelzung im Laufe ihrer Ausbildung und Pr¨¹fungen zu stellen, das kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bevor man dazu bereit ist." "Lady Kaliana wurde die Verschmelzung des Feuers zwei Jahre nach ihrer zweiten Pr¨¹fung gew?hrt und Lady Misha erhielt die Verschmelzung bei ihrer dritten Pr¨¹fung. Diese beiden sind die k¨¹rzeste Zeitspanne von allen Reitern." Lord Skiren gab eine ehrliche Antwort. Neveah sog bei Lord Skirens Worten den Atem ein, es war nichts weniger als das, was sie bereits erwartet hatte. "Warum dann ich? Warum gerade jetzt? Ich bin erst seit ein paar Tagen Reiterin." Neveah wies auf das Offensichtliche hin. "Die Zeit, die Lady Kaliana brauchte, um ihre Feuerverschmelzung zu erhalten, war genausong wie die Zeit, die sie brauchte, um die Bedeutung der wichtigsten Aufgabe der K?nigswache zu verstehen." begann Lord Skiren. "Das Gleiche gilt f¨¹r Lady Misha und f¨¹r jeden anderen Reiter. Aber das ist eine Pflicht, die du bereits verstehst, junger Reiter." sagte Lord Skiren. Neveahs Brauen zogen sich verwirrt zusammen, sie wusste nichts ¨¹ber die wichtigste Aufgabe der K?nigswache, geschweige denn, dass sie sie verstand. "Welche Pflicht verstehe ich denn?" fragte Neveah. "Wisst Ihr eigentlich, welcher Ethnie die beiden einzigen Reiter angeh?ren, die jemals in der Garde des regierenden K?nigs waren?" fragte Lord Skiren. Neveah verstummte, sie hatte nie wirklich etwas dar¨¹ber gelernt, aber jetzt, da Lord Skiren es erw?hnte, war die Festung Asvarian die Heimat vieler verschiedener Ethnien. Neveah hatte die Reiter nur als solche gesehen, als Drachenreiter. Sie hatte nicht dar¨¹ber nachgedacht, dass nicht alle diese Reiter Menschen waren, so wie Lady Adriennes Schwester eine Reiterin war, aber eine k?niglich geborene Fee. "Nein ... ich habe keine Ahnung." antwortete Neveah ehrlich. "¨¹berleg es dir noch einmal, du bist ein Wolfswandler. Du solltest es merken." ermutigte Lord Skiren. Neveah erinnerte sich an die wenigen Male, die sie Lady Kaliana getroffen hatte, obwohl es nicht viel zu erz?hlen gab, da Neveah Lady Kaliana nur einmal nach ihrer Geburt getroffen hatte. Neveah erinnerte sich daran, dass Lady Kalianas Duft schwer zu erkennen war, da er Spuren von Lord Imagors Duft trug, aber selbst wenn sie intensiv dar¨¹ber nachdachte, hatte Neveah nichts Ungew?hnliches bemerkt. Lady Kalianas Duft war der eines Menschen, genau wie der von Davina. "Ich bin mir nicht sicher, Lady Kaliana scheint ein Mensch zu sein. Es gibt keine besonderen Merkmale, die darauf hindeuten, dass sie einer anderen Ethnie angeh?rt..." antwortete Neveah und brach am Ende ab, da sie sich nicht ganz sicher war. "Aber f¨¹r einen Menschen ist sie viel aufmerksamer und ihre k?rperliche Konstitution ist st?rker. Sie hat es ¨¹berlebt, so viel Blut zu verlieren und war in der Lage, tagng so starke Schmerzen bei der Zwangsarbeit zu ertragen." "Sie ist ein Mensch, der viel st?rker ist als ein normaler Mensch, und das hat nichts mit ihrer Verbindung zu Lord Imagor zu tun... sie ist einfach..." Neveah brach ab, als sie sich an etwas erinnerte. Davina hatte uns einmal erz?hlt, dass es in der Festung Asvarian zwei verschiedene sterbliche Ethnien gibt. erinnerte Neveahs Wolf sie. Wahre Sterbliche sind die Menschen, die wir in der Finsternis-Dom?ne kennen, und jene Sterblichen, durch deren Adern asvarische Blut flie?t. vervollst?ndigte Neveah den Gedanken ihres Wolfes. Chapter 303: Verschmelzung des Feuers (Kap.303)

Chapter 303: Verschmelzung des Feuers (Kap.303)

"Lady Kaliana ist eine Sterbliche mit asvarischen Blut, daher ist sie st?rker, schneller und ihre Sinne sind sch?rfer als die eines durchschnittlichen Sterblichen." antwortete Neveah, nachdem sie dar¨¹ber nachgedacht hatte. "Und Lady Misha?" fragte Lord Skiren, als Neveah nichts mehr sagte. "Ich bin der Lady of Onyx Scales noch nie bege und kann es daher nicht sagen." Neveah antwortete ausdruckslos, alles, was sie ¨¹ber Lady Misha wusste, waren die Bruchst¨¹cke, die sie hier und da aufgeschnappt hatte, auch von Lord Skiren selbst. Woher sollte sie auch wissen, welcher Ethnie Lady Mischa angeh?rte? "Ah, das ist wahr. Seit diesem Ereignis sind bereits Jahrzehnte vergangen. Es ist schwer, hier unten den Lauf der Zeit zu verfolgen." sagte Lord Skiren mit einem verst?ndnisvollen Nicken. ¡¯Dieses Ereignis?¡¯ fragte sich Neveah unbewusst, sch¨¹ttelte den Gedanken aber schnell wieder ab. Was auch immer es war, es hatte sie nie interessiert, und jetzt spielte es auch keine Rolle mehr. "Die Dame mit den Onyxschuppen wurde von den Hexen geboren. Daher verf¨¹gte sie auch ¨¹ber F?higkeiten, die weit ¨¹ber denen eines durchschnittlichen Menschengen, und da du ein Wolfswandler bist, bist du genauso." fuhr Lord Skiren fort. "Hexen?" fragte Neveah erstaunt. Neveah hatte gedacht, dass Arten wie Hexen und Vampire weit jenseits des Meeres lebten, in den von den Wolfswandlern beherrschten Gebieten, aus denen Neveah selbst stammte. Neveah hatte nicht gewusst, dass es in diesem Teil der Welt auch Hexen gab. "Was hat das mit der Verschmelzung des Feuers zu tun?" fragte Neveah verwirrt, sie verstand immer noch nicht, worauf Lord Skiren hinauswollte. "Als ein Wesen, das mit F?higkeiten geboren wurde, die es st?rker und schneller als die meisten anderen machen, ist es ein nat¨¹rlicher Instinkt, sich diesen Vorteil zunutze zu machen, wenn man mit Schwierigkeiten konfrontiert wird." "Du, Neveah, bist ein Wolfswandler. Im Laufe der Pr¨¹fung hast du Schaden erlitten und sogar Angst erfahren, ist es dir nie in den Sinn gekommen, dass deine Wolfsseite dir einen Vorteil verschaffen k?nnte?" fragte Lord Skiren. "Ich... ich bin mir nicht sicher. Wenn es einen Vorteil gab, war er f¨¹r mich nicht offensichtlich... Ich habe mich einfach nicht verwandelt, weil ich keine Notwendigkeit dazu sah." antwortete Neveah unsicher. "Aber ich habe dir vor Beginn der Pr¨¹fung r gemacht, dass deine Bem¨¹hungen umsonst waren, wenn du nicht innerhalb einer bestimmten Zeitspanne im Herzen der H?hle ankommst." "Eine Zeitspanne, die ich euch nicht genannt habe, ist euch nicht in den Sinn gekommen, dass ihr mit Hilfe eurer Wolfsseite die Fallen noch schneller ¨¹berwinden k?nntet?" fragte Lord Skiren erneut. Neveah dachte im Stillen dar¨¹ber nach, es gab in der Tat Zeiten, in denen ihr Wolf an die Oberfl?che h?tte kommen k?nnen und die Dinge viel einfacher gemacht h?tte, aber Neveah hatte das nie in Betracht gezogen. Neveah war sich nicht sicher, ob es darang, dass sie sich nicht so oft verwandelte und deshalb noch mehr auf ihre menschliche Gestalt angewiesen war, oder ob es etwas anderes war. "In der ersten H?hle ist dir der tiefe Fall und der schmale Pfad dar¨¹ber aufgefallen, hast du nicht auch bemerkt, dass deine Wolfsseite diesen Sprung leicht h?tte ¨¹berwinden k?nnen, ohne den Pfad gehen zu m¨¹ssen?" fragte Lord Skiren mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Nun... das wusste ich..." erkannte Neveah nach einem Moment der Stille. Sie wusste, dass ihr Wolf leicht auf die andere Seite h?tte springen k?nnen, sie hatte diese M?glichkeit nur nicht in Betracht gezogen. "Weiter, du hast den Pfeilmechanismus in dem Moment gesp¨¹rt, als er sich zu bewegen begann, daher nehme ich an, dass du genau wusstest, wo der Mechanismus war." erkl?rte Lord Skiren. "Ja... Der Mechanismus war in der linken Wand in Form eines Fackelhalters eingssen." antwortete Neveah. "Ihr hattet einen Dolch in Eurem Besitz, und nach dem, was ich gesehen habe, wisst Ihr sehr wohl, wie man ihn benutzt." "Deine scharfen Sinne haben dir den Vorteil verschafft, einen Dolch gegen den Mechanismus zu schleudern, h?tte ihn vollst?ndig zerst?rt. H?ttest du das erreichen k?nnen?" fragte Lord Skiren. "Ja." antwortete Neveah aufrichtig. "Warum hast du dich dann stattdessen f¨¹r die Pfeile entschieden?" fragte F¨¹rst Skiren. "Ich... ich bin mir nicht sicher." murmelte Neveah als Antwort. Die Temperatur in der H?hle, die sich bei F¨¹rst Skirens Ankunft beruhigt hatte, stieg stetig wieder an, und Neveah fiel es schwer, bei einer so extremen Temperatur r zu denken. Erst als F¨¹rst Skiren sie direkt damit konfrontierte, wurde Neveah r, dass sie all das unbewusst wusste, aber aus Gr¨¹nden, die sie sich nicht erkl?ren konnte, einfach verdr?ngt hatte. "Die ganze Zeit ¨¹ber hast du dich entschieden, dich jeder Falle zu stellen, obwohl du sie leicht h?ttest vermeiden k?nnen. Warum ist das so?" fragte Lord Skiren erneut. "Das war doch der Sinn des Prozesses, oder nicht? Wenn ich mich ihnen nicht stelle, ist der Sinn der Pr¨¹fung verfehlt." sagte Neveah mit einem Stirnrunzeln. "Eine nat¨¹rliche Reaktion w?re es, den einfachsten Ausweg zu w?hlen, das ist der ¨¹bliche Fehler der meisten Reiter und der Grund, warum du anders bist." sagte Lord Skiren. "Was soll das hei?en?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Du bist unbeeindruckt von der Vorstellung von Schmerz, du verabscheust ihn nicht. Stattdessen begr¨¹?t ihr ihn und stellt euch ihm direkt. Ein Reiter, der den Schmerz f¨¹rchtet, kann sich der ersten Verschmelzung nicht stellen." "Dar¨¹ber hinaus verstehst du, dass der wahre Zweck der Pr¨¹fung darin besteht, dein K?nnen zu beweisen. Schmerz ist das vertrauteste Gef¨¹hl f¨¹r einen Reiter in der k?niglichen Garde, und du wei?t das besser als deine Kameraden." "Die gr??te Aufgabe der K?nigsgarde ist die Aufopferung, die Bereitschaft, die eigene Sicherheit f¨¹r den K?nig zu opfern. Jemand, der den leichten Weg w?hlt, wei? nichts von Aufopferung, junger Reiter. ", beendete Lord Skiren. Neveah sch¨¹rzte leicht die Lippen, sie hatte die Tiefe der Pr¨¹fungen ¨¹berhaupt nicht verstanden, sie hatte geubt, dass es nur darum ging, die Fallen zu ¨¹berwinden. Aber die eigentliche Pr¨¹fungg in jeder ihrer Entscheidungen, in jedem Weg, den sie im Gegensatz zu einem anderen w?hlte ... das war die wahre Pr¨¹fung. "Was soll ich jetzt tun?" fragte Neveah leise. "Die Verschmelzung des Feuers." sagte Lord Skiren und deutete mit einer Geste auf die wenigen Stufen, die hinunter in die Hauptebene der H?hle f¨¹hrten. Der Boden der H?hle bewegte sich von der Mitte weg und eine Lache aus fl¨¹ssigem Feuer wurde sichtbar. Es war Feuer, daran gab es keinen Zweifel. Die sengende Hitze, die es ausstrahlte, und das knisternde Ger?usch machten deutlich, dass es sich tats?chlich um fl¨¹ssiges Feuer handelte, doch es war anders als jedes andere Feuer, das Neveah jemals zuvor gesehen hatte. Dieses Feuer hatte einen seltsamen dunkelgr¨¹nen Farbton, es sah ¨¹berhaupt nicht wie Feuer aus, war es aber ganz sicher. "Gr¨¹nes Feuer brennt hei? und verfeinert den K?rper von innen. Tritt ein oder verliere die Pr¨¹fung." befahl Lord Skiren. "Wenn ich den Schmerz nicht aushalte, was passiert dann?" fragte Neveahngsam. "Das gr¨¹ne Feuer wird durch deinen Schmerz gen?hrt, wenn du ihm erliegst, wird es nur noch hei?er brennen." erwiderte Lord Skiren. "ubt Ihr wirklich, dass ich bereit bin, mich dem zu stellen ... in diesem Moment?" fragte Neveah erneut. "Es gibt keine Gewissheiten... das kann man erst am Ende der Verschmelzung wissen." sagte Lord Skiren mit einem l?ssigen Achselzucken. "Das bedeutet... dass ich sterben k?nnte?" fragte Neveah, um sicherzugehen. "Das Feuer kann dich nicht t?ten, aber der Schmerz schon." Lord Skiren gab eine ehrliche Antwort. "Ich verstehe..." murmelte Neveah vor sich hin. Neveah z?gerte nur einen Moment, bevor sie ihren G¨¹rtel und ihren Dolch ablegte. Mitngsamen Schritten stieg Neveah die Stufen zum Pool hinunter, holte tief Luft und stieg hinein. Der Schmerz kam sofort, in dem Moment, als die gr¨¹ne Fl¨¹ssigkeit Neveahs Stiefel ber¨¹hrte, wusste Neveah ohne Zweifel, dass sie direkt ins Feuer getreten war. Da Neveah kein Drache war und keine ihrer Formen gegen mmen resistent war, sp¨¹rte sie die Verbrennung bis auf die Knochen, die Haut ihrer F¨¹?e brutzelte unter den Stiefeln. Der Reiteranzug war feuerfest, aber Neveah war es nicht, und die mmen brannten gnadenlos. Neveah biss die Z?hne gegen den Schmerz zusammen und ging weiter in die gr¨¹ne mme hinein... das Feuer war unbarmherzig, aber Neveahs Wille war noch unbarmherziger. Ein Schmerz, wie ihn Neveah noch nie zuvor gesp¨¹rt hatte, brannte durch ihre Adern, die mmen leckten an Neveahs entbl??ter Haut und drangen irgendwie unter ihre Kleidung. Neveah k?nnte schw?ren, dass sie sogar sp¨¹rte, wie das Feuer in ihre Adern str?mte, und mit jedem Schritt nach vorn wurde der Schmerz unertr?glicher. Neveahs Lippen zitterten, ein Schluchzen blieb ihr in der Kehle stecken und sie biss die Z?hne zusammen, um gegen den Schmerz anzuk?mpfen. Jede Schmerzgrenze, von der Neveah ubte, sie zu haben, war ausgereizt, und doch machte Neveah weiter. Zuerst reichte das fl¨¹ssige Feuer bis zu ihrer Taille, und als sie tiefer eindrang, stieg es stetig an und brannte sich seinen Weg von ihrer Taille nach oben, bis sie brusttief in den mmen stand und dann schultertief. Und als Neveahs Schultern eintauchten, war ihre Grenze erreicht. Ein Schmerzensschrei entrang sich Neveahs Kehle und hallte in der Ever-Burn-H?hle wider. Chapter 304: Meister Maloways Besorgnis (Kap.304)

Chapter 304: Meister Maloways Besorgnis (Kap.304)

Meister Maloway gingngsam den Korridor des ersten Turms hinunter, die Brauen zu seinem typischen Stirnrunzeln verzogen. Bei jedem seiner Schritte klopfte sein Stock leicht auf den Boden und bildete einen Rhythmus. Neben Meister Maloway befand sich ein weiterer ?lterer Meister der Akademie, Meister Gerwin, der Meister Maloway mit hinter dem R¨¹cken verschr?nkten H?nden begleitete. "Sie folgen mir st?ndig, haben Sie Angst, ich k?nnte fallen und die Treppe hinunterst¨¹rzen?" fragte Meister Maloway nach einem Moment des Schweigens in ver?rgertem Tonfall. "Ich habe dich schonnge nicht mehr so aktiv gesehen. Bist du so besorgt um das M?dchen, das du kaum kennst?" fragte Meister Gerwin zur¨¹ck. "Besorgt?!" Meister Maloway rief entr¨¹stet aus, seineute Stimme hallte durch die stillen G?nge und st?rte die Ruhe im Turm, wie es ¨¹blich war. "Was meinst du mit Sorgen?! Um wen sollte ich mir denn Sorgen machen?!" forderte Meister Maloway. Ein leises Sp?tteln ert?nte von Meister Gerwin. "Nun, um Euren neuen Sch¨¹tzling. Das Wolfsm?dchen, das seine Z?hne vor dir gefletscht hat." Meister Gerwin antwortete sachlich. "Welche Sorge?! Du sagst doch selbst, dass sie mich angegriffen hat, und du ubst, ich mache mir Sorgen um sie?" Meister Maloway schnaufte aus. "Du verkriechst dich die meiste Zeit des Tages in deinem B¨¹ro und kommst nur raus, wenn du unbedingt musst." " Aber Sie haben sich seit ¨¹ber einem Tag kaum hingesetzt ... Meines Wissens ist ungew?hnlich aktiv zu sein Ihre eigene Version von ?ngstlichem Heruufen." Meister Gerwin wies darauf hin. "Wenn du so einen Unsinn von dir gibst, musst du dir irgendwo den Kopf gesto?en haben und deine Weisheit genau dort verloren haben." Meister Maloway spottete, w?hrend er weiterging und seine Schritte beschleunigte, um Meister Gerwin zu ¨¹berholen. Meister Gerwin kicherte leise vor sich hin und holte Meister Maloway leicht ein. "Ihr wart schon immer ein schwieriger Mensch, aber das gilt nicht f¨¹r die Reiter, die Ihr unter Eure Fittiche nehmt." "Deshalb seid Ihr so w?hlerisch, weil Ihr diejenigen, die Ihr ausw?hlt, zu sehr sch?tzt, und es gibt nur so viel Wert, wie Ihr in Eurem kalten, unfreundlichen Herzen aufbringen k?nnt, um es zu verteilen. Es ist besser, es f¨¹r einige wenige zu reservieren." Meister Gerwin fuhr mit seiner unwillkommenen Einsch?tzung fort. "Ich habe das M?dchen nicht ausgesucht, es war der Befehl unseres Lehnsherrn." Meister Maloway entgee mit einer Ver?rgerung. "Wie ich dich kenne, h?ttest du einen gro?en Wutanfall bekommen, bis Seine Gnaden die Nase voll hat und seinen Befehl zur¨¹cknimmt ... aber das hast du nicht getan, was nur bedeutet, dass du sie guthei?t." konterte Meister Gerwin. "Und wenn Ihr es nicht getan habt, dann tut Ihr es jetzt sicherlich. Seht nur, wie leicht ihr sie davonkommensst, als sie vor den ?ltestenrat gerufen wurde." f¨¹gte Meister Gerwin hinzu. "Das liegt daran, dass ich wei?, wer die Halle der Geschichte verm?belt hat ... ach, vergiss es! Wozu soll ich mich mit dir streiten?" Meister Maloway schnaufte leise vor sich hin. "Machen Sie sich nicht so viele Sorgen, Meister Maloway, auch wenn sie unvorbereitet in die Pr¨¹fung geworfen wurde, ist sie ganz sch?n anstrengend... offensichtlich. Ich bin mir sicher, dass sie es schaffen kann." beschwichtigte Meister Gerwin. Meister Maloway schnaufte erneut und bewegte sich noch schneller, so schwer ihm das auch fiel, w?hrend Meister Gerwin leisechte. Pl?tzlich blieb Meister Maloway stehen und drehte sich um, was Meister Gerwin erschreckte, der das nicht erwartet hatte. "Was?... Was ist los?..." fragte Meister Gerwin misstrauisch, w?hrend Meister Maloway ihn nur nachdenklich anstarrte. "Ich frage mich, da Ihr so viel ¨¹ber alles wisst, k?nntet Ihr vielleicht herausfinden, warum unser Lehnsherr mir das M?dchen anvertraut hat? Ausgerec mir?" fragte Meister Maloway neugierig. Meister Gerwin hielt inne und ¨¹berlegte kurz. "Ihr seid der angesehenste Meister der Akademie. Wenn das M?dchen Eure Anerkennung engen soll, w?re ihr Leben hier in der Festung sicherlich einfacher." ¨¹berlegte Meister Gerwin. "Wenn das so ist, warum sollte unser Lehnsherr ihr das Leben leichter machen wollen? Wenn man ihn kennt?" fragte Meister Maloway erneut. "Das... ich wei? es nicht..." murmelte Meister Gerwin und sch¨¹ttelte den Kopf. "Ihr habt also auch keine Antwort?" Meister Maloway schnaubte und wandte sich ab. "Aber was macht das schon?!" rief Meister Gerwin Meister Maloway zu. "Wenn ich wei?, welche Erwartungen unser Lehnsherr an das M?dchen hat, kann ich erst wissen, welchen Reiter ich aus ihr machen soll." erwiderte Meister Maloway. Bevor Meister Gerwin etwas Weiteres sagen konnte, schwebte ein gro?er Schatten direkt ¨¹ber dem ersten Turm und bewegte sich nach Osten. Beide Meister warteten auf das leichte Beben, das die Landung eines Drachens ank¨¹ndigte, aber es kam nicht, und Meister Maloway tauschte einen Blick mit Meister Gerwin aus. "War das nicht Konrad von der vierten Schwadron?" fragte Meister Maloway und schaute aus dem Fenster des Korridors. "Fiona wurde weggerufen, das vierte Geschwader fliegt bald in die ht." antwortete Meister Gerwin. "Was bringt ihn dann hierher? Ausgerec in die hinteren Berge?" fragte Meister Maloway mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Die hinteren Berge ... die H?hlen! Fiona ist durch Neveahs Ausbruch verletzt worden, Lord Conrad muss davon geh?rt haben!" erkl?rte Meister Gerwin. Meister Maloways Augen weiteten sich leicht, die hinteren Berge waren weit entfernt, es war unm?glich, dass sie einen Drachen ¨¹berholen konnten. Und selbst wenn sie rechtzeitig ank?men, wie sollten sie einen w¨¹tenden Drachen davon abhalten, sein Pfund Fleisch zu suchen? "Conrad war schon immer zornig und schnell w¨¹tend! Er ist ein gef?hrlicher Besch¨¹tzer seines Reiters und wird leicht blind vor Wut!" rief Meister Maloway aus. "Aber Conrad ist ein fairer Mann, er muss eine Entschuldigung suchen. Ich ube, er wird nicht so hart zu Neveah sein, wenn sie rstellt, dass es keine Absicht war." versicherte Meister Gerwin Meister Maloway. "Sieht es so aus, als w¨¹rde sich das M?dchen entschuldigen und um Vergebung bitten, selbst wenn sie einem w¨¹tenden Drachen gegen¨¹bersteht?" Meister Maloway scherzte. "Nein ... nein, das tut es nicht." stellte Meister Gerwin fest. "Neveah ist stur, sie wird Conrads Wut mit Sicherheit ausl?sen! Er k?nnte das M?dchen verletzen, bevor er es ¨¹berhaupt merkt! Schnell, gebt dem Bergfried Bescheid ... das M?dchen ist in Gefahr!" befahl Meister Maloway, als er aus dem Turm eilte. ________________ "Bleib ruhig. Du bist erst vor einer Stunde wieder zu Bewusstsein gekommen, ich w¨¹rde dich leicht wieder in den Scf schicken, wenn du nicht an Ort und Stelle bleibst." warnte Kirgan und warf Menarx einen Blick zu, w?hrend er seine Verb?nde wechselte. "Richtig." Menarx grummelte als Antwort und lehnte sich zur¨¹ck an sein Kopfteil. Eine Stunde war vergangen, und Menarx sp¨¹rte immer noch die Schwere in seinen Muskeln, obwohl sie nicht mehr so schlimm war wie in dem Moment, als er aufgewacht war. Kirgan war eingetroffen, sobald er von Everon geh?rt hatte, w?hrend Imagor und Cassian zu diesem Zeitpunkt nicht im Bergfried waren und auch nicht bald zur¨¹ckkehren w¨¹rden. Die Wache des K?nigs und der Drachenk?nig waren jedoch dar¨¹ber informiert worden, dass Menarx nun bei Bewusstsein war, und auch die Drachenf¨¹rsten w¨¹rden es bald erfahren, da Menarx die Kriegsanstrengungen anf¨¹hren w¨¹rde, sobald er angezogen war. Im Moment sollte er sich nur darauf vorbereiten, die Verantwortung zu ¨¹bernehmen, aber so sehr er sich auch bem¨¹hte, Menarx konnte einfach nicht ruhig scfen. "Veah wird es doch gut gehen, oder? Lord Skiren wird nicht zu hart zu ihr sein?" fragte Menarx zum hundertsten Mal. Kirgan kicherte leise vor sich hin, w?hrend er die Verb?nde befestigte und sich dann aufrichtete. "Deinem Reiter Narx wird nichts passieren, da kannst du dir sicher sein. Du bist ein ganz sch?ner Brocken geworden, seit du einen Reiter gew?hlt hast ... eine interessante Entwicklung, muss ich sagen." stichelte Kirgan. Menarx rollte mit den Augen, als er versuchte, von seinem Bett aufzustehen, aber er zuckte leicht zusammen, als seine Bewegung den Schmerz in seiner verletzten Schulter wieder weckte. "Warte einen Moment, Everon wird bald mit einem Tonikum zur¨¹ckkehren, das gegen die Schmerzen helfen wird." versicherte Kirgan. "Ich ube, ich kann f¨¹r den Rest meines Daseins auf seine St?rkungsmittel verzichten." Menarx wies das mit einem Schaudern zur¨¹ck, als er sich trotz der Schmerzen aufrichtete. "Dein Cousin wird nicht erfreut sein, das zu h?ren, und der Rest deines Daseins wird nicht sehrng sein, wenn du so weitermachst." Kirgan wies darauf hin, dass Menarx schon wieder auf den Beinen war. Menarx wollte gerade etwas erwidern, als seine T¨¹r aufgerissen wurde und eine panische Reiterin hereinkam. "Lady Fiona?" fragte Kirgan mit einem Stirnrunzeln. "Mein Herr..." begann Fiona, brach aber ab, als sie einen stirnrunzelnden Menarx bemerkte, der sie anstarrte. "Lord Menarx! Ihr seid wach!" rief Fiona erstaunt aus. "Und Sie sind einfach in mein Zimmer gest¨¹rmt." Menarx antwortete ausdruckslos. "Verzeiht mir, mein Herr. Ich musste mich beeilen, ich habe wirklich geubt, er h?tte es seinssen... Ich zog mich zur¨¹ck, um mich auszuruhen, und als ich aufwachte, konnte ich ihn nicht finden!" rief Fiona aus. "Beruhige dich und sprich deutlich, Fiona." versicherte Kirgan. "Es gab vor zwei Tagen einen Vorfall in der Akademie. Lady Neveah erfuhr, dass sie Lord Menarx nicht sehen durfte, bevor die Pr¨¹fungen vorbei waren, und sie geriet in Rage..." begann Fiona zu erkl?ren. Bei der Erw?hnung von Neveah wurde Menarx¡¯ Aufmerksamkeit geweckt. "Ich habe sie daran gehindert, die Akademie zu vessen und wurde dabei verletzt... aber Conrad hat geh?rt, dass sie es war, und ich ube... er geht jetzt zu ihr..." verriet Fiona mit einem sichtbaren Zusammenzucken. "Er... traut sich?" fragte Menarx mit leiser Stimme und st¨¹rmte aus seinem Quartier, bevor Kirgan etwas sagen konnte. Chapter 305: Jenseits der ewig brennenden H?hle (Kap.305)

Chapter 305: Jenseits der ewig brennenden H?hle (Kap.305)

Neveahg im Schnee und starrte in den Himmel. Ihre Augen waren nur leicht ge?f und ihre leisen Atemz¨¹ge hallten ¨¹ber das stille Schneefeld. Es gab kein anderes Ger?usch als Neveahs Atmen und das kaum h?rbare Rieseln des Schnees, der auf den Boden fiel und seinen tz im wei?en Feld einnahm. Mit jedem Atemzug vengte Neveah nach mehr und so atmete sie noch tiefer ein, ihre Lungen dehnten sich bis zu ihrer maximalen Kapazit?t aus, aber es f¨¹hlte sich immer noch nicht genug an... nicht ann?hernd. Schmerz war wahrlich ein interessantes Konzept, Neveah hatte sich noch nie so sehr nach Luft gesehnt wie jetzt nach der Begegnung mit Alessio. Neveah war sich sicher, dass sie ins Feuer getreten war, doch irgendwie gab ihr der Schmerz das Gef¨¹hl, keine Luft mehr zu haben, wie jemand, der ertrunken war... ganz im Gegensatz zu dem, was sie h?tte f¨¹hlen sollen. Obwohl Neveahs Wille so stark war wie immer, reagierte ihr K?rper auf den Schmerz in einer Weise, die ihr unbegreiflich war. Er zerrte an allen Sinnen und versuchte verzweifelt, Neveah dazu zu bringen, ihn anzuerkennen. Aber Neveah hatte schon genug Geschrei f¨¹r einen Tag, und das war alles, was Neveah an Anerkennung kannte. Der Schnee fielngsam und gleichm??ig, Flocken fielen auf Neveahs Haut und schmolzen an der Ber¨¹hrungsstelle mit einem zischenden Ger?usch weg. Neveah grub ihre Arme weiter in den Schnee, wenn sie die Wahl h?tte, w¨¹rde sie sich sogar unter einer Schicht des gefrierenden Schnees vergraben. Der Schnee war eisig kalt, aber er war eine willkommene Erleichterung f¨¹r ihre Haut, die mit zahlreichen sen und Verbrennungen ¨¹bers?t war. Lord Skiren hatte gesagt, dass das gr¨¹ne Feuer sie nicht t?ten w¨¹rde, aber er hatte nie gesagt, dass Neveah unverbrannt aus dem Feuer kommen w¨¹rde. Wie sie es aus dem gr¨¹nen Feuer und aus der H?hle des ewigen Feuers geschafft hatte, daran konnte sich Neveah kaum noch erinnern, ihr Verstand war noch immer von der Intensit?t der Schmerzen, die sie gerade ertragen hatte, benebelt. Neveah hatte es geschafft... irgendwie hatte sie die Verschmelzung des Feuers ¨¹berlebt, und jetzt hatte sie das Gef¨¹hl, dass ihr K?rper nicht mehr der ihre war. Innerlich und ?u?erlich f¨¹hlte sich Neveah, als w?re ihre gesamte K?rperverfassung auf den Kopf gestellt worden, und sie drehte sich immer noch, ohne dass bald Erleichterung in Sicht war. Irgendwann hatte Neveah den Drang versp¨¹rt, sich zu ¨¹bergeben, aber ihr Magen hatte keinen Inhalt und so konnte sie nur trocken husten. Neveahs Venen und Muskeln waren angespannt, das Blut str?mte in rmierendem Tempo durch ihre Adern, ausgel?st durch das seltsame Ritual, das sie gerade durcufen hatte, und alles war schmerzhaft. Der Schmerz war so gro?, dass Neveah nicht einmal sicher war, ob ihr Gehirn noch etwas davon registrieren konnte, und jetzt wollte sie nur noch hier liegen und sich in dieser unertr?glichen Erfahrung suhlen. Neveah verschwendete keinen einzigen Gedanken daran, von diesem Berg zur¨¹ck zur Akademie zu finden, alles was sie wollte, war, dass die Welt still war... damit sie es auch sein konnte. Keine Worte, keine Bewegung... nichts, das war der einzige Weg, von dem Neveah ubte, dass sie ihre Kraft wiederengen und auf die Beine kommen k?nnte. Neveah hatte immer geubt, dass sie die schlimmsten Schmerzen schon erlebt hatte und sich deshalb nicht davon beirrenssen w¨¹rde. Neveah war schon einmal gestorben, nicht wahr? Und zwar durch die Hand ihrer eigenen Gef?hrtin. Allein in einem kalten, feuchten Wald verblutet, einngsamer und schmerzhafter Tod. Gab es etwas Qualvolleres? Gab es etwas, das Neveah danach nicht ertragen konnte? Das war Neveahs ¨¹berzeugung, die Zuversicht, um die sich Neveahs Handeln drehte. Ich habe den Schmerz in seiner wahrsten Form gekostet... Ich kenne ihn und er kennt mich, ich f¨¹rchte ihn nicht... er f¨¹rchtet mich.¡¯ Das waren die Worte, die Neveah im Hinterkopf hatte, und bis jetzt hatte das auch ganz gut funktioniert. Doch in dem Moment, als sie ihren Schrei nicht mehr unterdr¨¹cken konnte, war Neveah r geworden, dass nicht einmal sie das wahre Ausma? des Schmerzes gekostet hatte, das man empfinden konnte. In einem dunklen Abgrund musste man sich dem Schmerz stellen, und selbst wenn man zum Licht ging, war der Schmerz immer noch da, um einen zu gr¨¹?en. Gab es jemals einen Weg, auf dem man dem Schmerz nicht begegnen w¨¹rde? Neveah wusste, dass es keinen gab, denn alles, was wertvoll war, wurde durch Schmerz erworben... Neveah hatte das immer gewusst. Das gr¨¹ne Feuer hatte sich direkt in ihre Haut und durch ihre Adern gebrannt, es hatte sich durch jede Zelle und jedes Organ ihres K?rpers gebrannt ... und doch hatte Neveah es ertragen. Veah, das hat uns der Festigung unseres Bandes mit Menarx einen Schritt n?her gebracht... bereust du es? dachte Neveahs Wolf zu ihr. "Bedauern?" murmelte Neveah und l?chelte leise vor sich hin. "Menarx ist mehr wert... wie kann ich es wagen, auf sein Herz zu hoffen, wenn ich ihm nicht so viel zur¨¹ckgeben kann?" fragte Neveah zur¨¹ck. Neveahs Haut war rot und rau und ihr R¨¹cken und ihre Handfl?chen bluteten immer noch, aber Neveah f¨¹hlte etwas, das sie schonnge nicht mehr gesp¨¹rt hatte ... ein Gef¨¹hl der Erf¨¹llung. Wir sollten uns auf den R¨¹ckweg machen, ich ube, man erwartet von uns, dass wir uns nach Abschluss der Pr¨¹fungen in der Akademie zur¨¹ckmelden. dachte Neveahs Wolf bei sich. "Lass mich eine Weile ausruhen ... der Rest der Welt kann warten." murmelte Neveah als Antwort und lie? ihre Augen zufallen, als sich ihre Atmung endlich beruhigte. Neveahs Frieden war nur von kurzer Dauer, denn im n?chsten Moment ersch¨¹tterte ein Beben die Erde und einuter Aufprall, als ein Drachendete. Neveah wusste, wer auch immer dieser Drache war, es war niemand, den sie kannte, aber sie war viel zu ersch?pft, um sich darum zu k¨¹mmern. "Du bist Neveah." Sagte eine schroffe Stimme in einem sachlichen Ton. Ein leiser Seufzer entkam Neveah, als ihre Augen wieder auftterten, sie k?mpfte sich auf die Beine und sah sich einem Drachenlord gegen¨¹ber, der in schwarze Lederhosen und eine weite wei?e Tunika gekleidet war. "Wer will das wissen?" fragte Neveah. "Konrad von der vierten Schwadron." Der Drachenlord antwortete. Der Name kam Neveah bekannt vor, und sie versuchte sich zu erinnern, wo sie ihn geh?rt hatte, aber es fiel ihr schwer, sich nach der Tortur, die sie gerade durchgemacht hatte, zu konzentrieren. "Zu welchem Zweck sucht mich mein Herr auf?" fragte Neveah, die gut genug wusste, dass jeder Drachenlord mit gr??tem Respekt zu betrachten war. "Du hast Fiona verletzt." Der Drachenlord Conrad kam direkt zur Sache. Neveah hob leicht eine Augenbraue, als sie sich daran erinnerte, dass Elina erw?hnt hatte, dass Lady Fiona an einen Drachenlord der vierten Schwadron gebunden war, einen direkten Untergebenen von Lord Lodenworth, der den Namen Conrad trug. Neveah war sich nicht sicher, welche Antwort sie dem Drachenlord geben sollte, seine Worte waren keine Frage, sondern eine Feststellung. Der sicherste Weg, den Zorn eines Drachen auszul?sen, war, seinen Reiter zu verletzen, ganz gleich, wie klein oder unbedeutend der Schaden war. Davina hatte Neveah dies wiederholt r gemacht, und so war Neveah nicht ¨¹berrascht ¨¹ber die Aggression von Lord Conrad. Neveah vermutete, dass der Drachenlord bereits genau wusste, was geschehen war und dazu gef¨¹hrt hatte, dass Lady Fiona eine Verletzung am Kopf erlitten hatte, und Neveah konnte die Verantwortung nicht leugnen. "Ich war es." erwiderte Neveah direkt. Lord Conrads Augen verengten sich leicht, als Neveah dies zugab. "Ihr seid die Auserkorene von Menarx und deshalb muss ich Euch mit Herzlichkeit behandeln ... so viel Herzlichkeit, wie eine Auserkorene verdient." "Ich will ganz direkt sein: Wusstest du, dass Fiona ein reiner Mensch ist und im Gegensatz zu den anderen Reitern kein Asvar-Blut hat und nicht schnell heilen wird?" "Wusstet Ihr, dass sie in Eurem Zorn wirklich h?tte get?tet werden k?nnen?" forderte Lord Conrad kalt. Neveah antwortete nicht sofort, denn wie schon bei Lord Skiren, der eine ?hnliche Frage gestellt hatte, hatte Neveah sich nie wirklich Gedanken ¨¹ber die Herkunft von Reitern gemacht. Neveah sah sie nur als Reiter und war sich daher dieser Tatsache ¨¹berhaupt nicht bewusst. Und Fiona war von dem Moment an, als Neveah ihr zum ersten Mal bege war, eine ziemlich grimmige Frau, von der Neveah nicht einmal ahnen konnte, dass sie ein Mensch war. "Ich hatte nicht die Absicht, deinen Reiter zu verletzen, falls du das wissen willst." erwiderte Neveah nach einem Moment der Stille. "Das ist nicht das, was ich geh?rt habe ... Ihr seid bekannt daf¨¹r, eigensinnig und zerst?rerisch zu sein. Seit du im Dragon Keep angekommen bist, hast du ein Problem nach dem anderen verursacht." Lord Conrad scherzte. "Ich bin mir nicht sicher, was das mit dieser Sache zu tun hat. Ich w¨¹rde es zu sch?tzen wissen, wenn Ihr Eure Absichten direkt ?u?ern w¨¹rdet, Mylord." Neveah erwiderte mit einem Stirnrunzeln. "Ihr wollt wissen, ob ich hierher gekommen bin, um Euch zu schaden? Um dieselbe Spur zu hintessen, die Ihr meinem Reiter zugef¨¹gt habt?" fragte Lord Conrad in leisem Ton und machte einen bedrohlichen Schritt nach vorn. "Seid Ihr?" fragte Neveah und beobachtete Lord Conrads Bewegung mit einem leeren Blick. Lord Conrad kam nicht dazu, zu antworten, da ein riesiger Schatten ¨¹ber ihm schwebte, sich in der Luft bewegte und direkt vor Neveahndete, "Ich w¨¹rde auch gerne deine Antwort h?ren, Conrad." Das war die vertraute Stimme, die Neveah nicht mehr geh?rt hatte, seit sie sein Bett vessen hatte. Chapter 306: The Seer (Ch.306)

Chapter 306: The Seer (Ch.306)

Adrienne sa? steif auf einem eisernen Stuhl, die H?nde im Scho? gefaltet, und wartete. Worauf genau sie wartete, war Adrienne nicht sicher. Es k?nnte ein Etwas oder Jemand sein, oder vielleicht spielte die zerbrochene Klinge auch nur ein Spiel, Adrienne konnte es nicht sagen. Die Augenbinde war abgenommen worden, aber das machte keinen gro?en Unterschied, denn Adrienne befand sich in einem Raum, der in v?llige Dunkelheit geh¨¹llt war. Nicht einmal ein einziger Lichtstrahl drang durch, und Adrienne konnte nicht sagen, wo genau sie sich befand. Der Zwerg hatte Adrienne ¨¹ber eine Stundeng gef¨¹hrt, und Adrienne hatte nichts von dem Weg gesehen, den sie genommen hatten. Sie wusste nur, dass sie in eine Kutsche gestiegen waren und durch einen Wald gefahren waren. Als sie angehalten hatten, waren sie eine Weile gufen, bevor sie durch eine T¨¹r gingen und dann einen Gang enng, bis sie in diesem Raum angekommen waren. Der Zwerg brachte Adrienne dazu, sich auf diesen Stuhl zu setzen, als sie hier ankamen, und verabschiedete sich dann, ohne ein einziges Wort zu sagen. Adrienne war mit den Regeln der gebrochenen Klinge nicht vertraut und so blieb ihr nichts anderes ¨¹brig, als zu warten. Es war schwer zu sagen, wie viel Zeit vergangen war, Adrienne konnte in diesem dunklen Raum nichts wahrnehmen, nicht einmal ein einziges Ger?usch einer Bewegung war von irgendwoher zu h?ren. Aber Adrienne war sich sicher, dass sie beobachtet wurde, sie konnten sie nicht v?llig sich selbst ¨¹bessen, ohne sie im Auge zu behalten. Die gebrochene Klinge war ?u?erst vorsichtig im Umgang, so viel wusste Adrienne. Und das mussten sie auch sein, denn der kleinste Fehler ihrerseits w¨¹rde sie dem Wissen der Drachenlords aussetzen, was das Ende der Organisation bedeuten w¨¹rde. Adrienne vermutete, dass sie sich Zeit nahmen, um sicherzugehen, dass sie keine Spionin war und wirklich zu dem Zweck gekommen war, den sie behauptete. Obwohl Adrienne das verstand, war sie bereits ?u?erst ver?rgert und ihre Geduld war schnell ersch?pft. Adrienne musste in die Zitadelle zur¨¹ckkehren, bevor jemand ihre Abwesenheit bemerkte; w?re sie im Bergfried gewesen, h?tte sie es nicht einmal gewagt, songe drau?en zu bleiben. "Ich bin gekommen, um Eure Dienste in Anspruch zu nehmen, und ich werde zahlen, was immer Ihr an Gold vengt! Dieser Empfang ist ziemlich unpassend!" rief Adrienne in die Dunkelheit hinaus. Ihre Geduld war am Ende und die unheimliche Stille im Raum war beunruhigend. "Was sollen wir f¨¹r dich tun?" Eine Stimme hallte in der Dunkelheit wider, als sich eine Silhouette in einer Ecke des Raumes bewegte und aus dem Schatten hervortrat. Erst da bemerkte Adrienne, dass sie in Begleitung eines Mannes war, dessen T?towierung die H?lfte seines Gesichts bedeckte, Er war die ganze Zeit ¨¹ber da gewesen, und irgendwie hatte Adrienne ihn gar nicht bemerkt. Adrienne versuchte sich schnell zu beruhigen, sie durfte sich nicht anmerkenssen, dass sie eingesch¨¹chtert war oder Angst hatte. "Ich m?chte den Seher befragen." sagte Adrienne in einem festen Ton. Der t?towierte Mann schwieg einen Momentng, bevor er leise kicherte. "Ihr wisst, dass Wahrsagen als eine Kunst der dunklen Magie gilt? Zu welchem Zweck w¨¹rdet Ihr eine Weissagung ben?tigen?" fragte der t?towierte Mann, w?hrend er ebenfalls tz nahm. "Soll ich Eure Neugierde unterhalten? Die Antworten, die ich suche, haben nichts mit der Zerbrochenen Klinge zu tun. Ich werde das Honorar bezahlen, Ihr m¨¹sst mich nur zu dem Seher f¨¹hren." Adrienne antwortete ausdruckslos. "Er ist keiner, mit dem man sich einfach so treffen kann, nur weil man es m?chte, M?dchen." Erwiderte der t?towierte Mann. "Ich muss den Seher sofort sehen, ich werde das Dreifache deines Honorars zahlen." bot Adrienne an. "Ihr wisst noch nicht einmal, welches Honorar wir von Euch vengen werden, und Ihr scgt ein solches Gesch?ft vor?" Fragte der Mann. Adrienne hielt inne, sie kannte kein anderes Honorar als Gold. Was konnte die zerbrochene Klinge noch von ihr vengen? "Ihr m¨¹sst uben, dass Gold ausreicht, um unsere Dienste zu erkaufen, nun, das ist es normalerweise auch, aber nicht dieses Mal." Der t?towierte Mann fuhr fort. "Was soll das hei?en? Wenn nicht Gold, was wollt Ihr dann als Gegenleistung?" fragte Adrienne mit einem tiefen Stirnrunzeln. "Wir werden euch einen Gefallen tun, und als Gegenleistung f¨¹r unseren Gefallen m¨¹sst ihr uns einen Gefallen erweisen." Erwiderte der t?towierte Mann. "Einen Gefallen? Welchen Gefallen genau?" fragte Adrienne mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir dir sagen, was wir brauchen. Bist du mit unseren Bedingungen einverstanden?" Fragte er. Adrienne dachte nur kurz dar¨¹ber nach, bevor sie nickte. "Sehr gut, ich bin einverstanden." Adrienne nahm die Abmachung an. "Euer Wort, ihr m¨¹sst es mit eurem Blut besiegeln... f¨¹r die Formalit?ten, da eure Identit?t uns unbekannt ist." sagte der t?towierte Mann und legte ein leeres Pergamentpapier auf den Tisch. Adrienne stand auf und ging zum Tisch hin¨¹ber, zog einen Dolch heraus, stach sich mit der Spitze in den Finger und dr¨¹ckte ihn auf das leere Pergament. "Reicht das aus?" fragte Adrienne. "Gewiss, komm mit mir." Der t?towierte Mann antwortete mit einem Grinsen. Er nahm das Pergament und verstaute es in seinem Mantel. Dann drehte er sich um und f¨¹hrte sie aus dem Zimmer und einen Gang enng, an dessen Ende sie nach links in einen anderen Gang abbogen. Bald erreichten sie eine h?lzerne Doppelt¨¹r, und der Mann stie? die T¨¹r auf und f¨¹hrte sie hinein. Sie traten in eine gro?e Halle mit einer hohen Decke, in der es au?er Wandteppichen an den W?nden nichts gab. Der Mann f¨¹hrte Adrienne in die Mitte der Halle, wo es einen offenen Raum und eine Treppe gab, die nach unten f¨¹hrte. "Unten wartet er auf dich, du wirst allein gehen." Sagte der t?towierte Mann. Adrienne nickte, zog ihren Mantel fester um sich und gingngsam die Treppe hinunter. Gerade als Adrienne auf halbem Weg nach unten war, schloss sich die ?ffnung, durch die sie gerade gegangen war, und der h?hlenartige Raumg in v?lliger Dunkelheit. Aus der Mitte des Raumes kam eine Spur von Licht, Adrienne ging vorsichtig die Treppe hinunter, und obwohl sie versuchte, die Fassung zu bewahren, konnte sie das Gef¨¹hl des Unbehagens nicht absch¨¹tteln. Vielleicht war es nicht die beste L?sung gewesen, zur Gebrochenen Klinge zu kommen, aber daran konnte Adrienne jetzt nicht denken, denn dies war der einzige Weg, den sie sich vorstellen konnte. Adrienne ummmerte ihren Mantel fest, sie war bereit, sich zu verteidigen, wenn es dazu kommen sollte. Wie der t?towierte Mann gesagt hatte, galt die Wahrsagerei als eine Kunst der dunklen Magie, vor allem, wenn sie von denen ausge¨¹bt wurde, die sich nicht an die Moral von Gut und B?se hielten. Adrienne wusste, wie furchterregend dunkle Magie sein konnte, nicht einmal sie selbst traute sich, ihr zu begegnen. Adrienne n?herte sich vorsichtig, ihre Augen suchten die Umgebung nach Anzeichen von Gefahr ab. Als sie sich dem Licht n?herte, z?gerte Adrienne f¨¹r einen kurzen Moment. Adrienne hatte sich nie viel aus Moral oder dem Konzept von Gut und B?se gemacht, snge sie ihren Willen durchsetzen konnte. Aber dies war wirklich das erste Mal, dass Adrienne sich direkt in Angelegenheiten der dunklen Magie einmischen w¨¹rde. Nat¨¹rlich dauerte Adriennes Z?gern nur einen Momentng. Die H?hle war dunkel und feucht, die Luft dick mit dem Geruch von feuchter Erde und modrigem Stein. Adriennes Augen gew?hnten sichngsam an die nun hellere H?hle, als sie in den Bereich kam, den das Licht erhellte, Erst dann konnte Adrienne ihre Umgebung vollst?ndig erkennen, die H?hle war voller seltsamer Runen und noch seltsamerer Gegenst?nde. Es gab Haufen glitzernder Edelsteine, ein paar uralte Schriftrollen waren hoch auf einem chen Felsen gestapelt, und die seltsamen Runen, die in die H?hlenw?nde eingraviert waren, strahlten ein unheimliches Licht aus. Doch all das r¨¹ckte in Adriennes Hinterkopf, als ihre Aufmerksamkeit auf die Gestalt in der Mitte der H?hle gelenkt wurde. Der Seher war ganz und gar nicht das, was Adrienne erwartet hatte. Auf einer leicht erh?hten ttform sa? im Schneidersitz ein Junge, der nach menschlichem Ermessen etwa zehn Sommer alt war. Sein Kopf war kahl, v?llig haarlos, und auf seine Kopfhaut war mit schwarzer Tinte eine gro?e Rune gezeic, die sogar bis auf die Stirn reichte. Seine Augen waren rein wei?, ohne jegliche Pupillen. Adrienne blickte sich verwirrt um, es war schwer zu uben, dass dies der gro?e Seher war, von dem ihre Tante einst gesprochen hatte. Adrienne konnte nicht sagen, welcher Spezies dieser Junge angeh?rte, es gab kein Merkmal, das beweist, dass er kein Mensch war. Der Junge trug ein zerschlissenes Gewand, das von den Jahren abgenutzt war, die noch l?nger zu sein schienen als die Jahre, die er gelebt hatte. Seine Augen waren weit ge?f, aber er starrte nach vorne auf die Wand, als ob er seine Umgebung nicht wahrnehmen w¨¹rde. Adrienne sch¨¹ttelte leicht den Kopf, irgendetwas stimmte hier sicher nicht, das war die einzige Erkl?rung daf¨¹r. Adrienne wandte sich zum Gehen, doch sie erstarrte in ihrem Schritt, als ihr Name durch die stille H?hle hallte. "Prinzessin Adrienne von den Fae... Seid gegr¨¹?t..." rief der Junge Adrienne zu und lie? seinen Blick auf ihr ruhen. Chapter 307: Der Seher 2 (Kap.307)

Chapter 307: Der Seher 2 (Kap.307)

"Prinzessin Adrienne von den Fae... Seid gegr¨¹?t..." rief der Junge Adrienne zu und lie? seinen Blick auf ihr ruhen. Die Worte des Jungen schallten Adrienne immer wieder durch den Kopf. Adriennes Herz pochte in ihrer Brust, ihre Augen weiteten sich leicht. Sie hatte ihr Bestes getan, um ihre Identit?t nicht preiszugeben, niemand hatte bis jetzt etwas bemerkt, woher also hatte dieser Junge es gewusst? Adrienne drehte sichngsam um, einen Fu? nach dem anderen, bis sie dem Jungen direkt gegen¨¹berstand. Ihre Augen trafen auf seine leeren wei?en Augen, und einen Momentng war Adrienne auf seinen Blick fixiert, unf?hig, ihn abzuwenden. Und zwar nicht auf eine liebenswerte oder bezaubernde Art und Weise, sondern mit dem kalten, abschreckenden Gef¨¹hl, in einem unheimlichen Pool des Nichts gefangen zu sein. Es dauerte einen Moment, bis Adrienne merkte, dass ihr Blick viel zunge verharrt hatte. Adrienne sch¨¹ttelte leicht den Kopf und lenkte ihren Blick von den Augen ab, die auf sie gerichtet waren. "Wenn du genug gesehen hast, dann komm." rief der junge Mann Adrienne zu. Sein Ton war tief und heiser, ganz anders als sein Aussehen. Stattdessen ng er wie ein alter Mann, der schon viele Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte gesehen hatte. Adrienne tastete mit ihrer Magie nach Spuren von Zeichen, die ihr verraten k?nnten, welcher Ethnie dieser Junge angeh?rte, aber da war nichts. "Verschwende deine M¨¹he nicht, deine Magie wird dir hier nicht helfen." sagte der Junge, irgendwie wusste er genau, was Adrienne vorhatte. Adrienne trat vorsichtig einen Schritt zur¨¹ck, mit einem misstrauischen Blick in ihren Augen. Sie war hierher gekommen, um einen Seher zu befragen, aber dieser seltsame Junge schien keiner zu sein ... er schien etwas Schlimmeres zu sein. "Vorsicht ist gut... aber daf¨¹r ist es jetzt ein wenig zu sp?t, meint ihr nicht auch? Ihr seid bereits hier... Solltet Ihr herausfinden, was ich bin, w¨¹rdet Ihr dann mit leeren H?nden gehen?" Der junge Mann stellte eine Frage. Adrienne war verbl¨¹fft ¨¹ber die Frage, es stimmte, dass sie bereits hierher gekommen war und wusste, dass sie die dunkle Seite w?hlen w¨¹rde, um ihre Ziele zu erreichen. Und es stimmte auch, dass sie sich gesagt hatte, dass sie das unbedingt tun musste und es kein Zur¨¹ck mehr gab. Was spielte es also f¨¹r eine Rolle, woher die junge Seherin kam? Die junge Seherin wusste genau, was Adrienne auf dem Herzeng, und das verunsicherte sie nur noch mehr. "Woher kennst du mich?" fragte Adrienne misstrauisch, w?hrend sie einen vorsichtigen Schritt vorw?rts machte und wieder ins Licht trat. "Ich kenne nicht... Ich bin einmal einem Eurer Verwandten bege. Nur jemand, der etwas zu verbergen hat, tritt auf diese Weise vor mich, und als Eure Tante mich vor Jahrzehnten konsultierte, trug sie auch ein ?hnliches Gewand... Ich nehme an, du hast ihre F¨¹hrung erhalten." Sagte der Junge. "Du bist also die Seherin." erkannte Adrienne. "Es ist leicht zu erkennen, dass du eng mit dem Oberhaupt des dritten Fae-ns verwandt bist. Und von den beiden Prinzessinnen w¨¹rde Ke sicher keinen Fu? an einen Ort wie diesen setzen." erwiderte die junge Seherin. Adrienne blickte an sich herunter, sie hatte sich genau so gekleidet, wie ihre Tante es erw?hnt hatte, als sie Adrienne von ihrem Besuch in der Gebrochenen Klinge erz?hlte. Vielleicht h?tte Adrienne ein wenig mehr dar¨¹ber nachdenken sollen, aber es war kaum abzusehen, dass ihre Kleidung sie verraten w¨¹rde. "Dann war es mein Versehen." murmelte Adrienne erleichtert. Es war leichter zu akzeptieren, dass sie sich nicht gut genug verkleidet hatte, als zu akzeptieren, dass dieser Seher von ganz allein herausgefunden hatte, wer sie war. "Wenn das die Antwort ist, die dich beruhigt ... dann ist es so." erwiderte der Seher. Seine Worte lie?en Adrienne v?llig verbl¨¹fft zur¨¹ck, hatte er nur gesagt, was er wusste, dass Adrienne es h?ren wollte? Wenn ja, dann hatte er Adriennes Identit?t wirklich ganz allein herausgefunden und sie sogar mit ihrem Geburtstitel Prinzessin angesprochen und nicht als Lady Adrienne, wie sie in den letzten Jahrzehnten seit ihrer Ankunft in der Drachenburg h?ufiger genannt worden war. "Ihr seid gekommen, um Antworten zu suchen, nicht wahr? Warum steht Ihr so weit weg?" fragte der Seher, den Blick immer noch auf Adrienne gerichtet. Die Intensit?t des Blicks des Sehers war zerm¨¹rbend, und Adrienne brauchte einen Moment, um ihren Geist zu beruhigen, bevor sie n?her kam. "Kannst du mir dann die Antworten geben, die ich suche?" fragte Adriennengsam, als sie vor dem Seher stehen blieb. "Das h?ngt davon ab, welche Fragen du stellen willst, Adrienne." erwiderte der Seher und deutete Adrienne, sich zu setzen. "Was hat das zu bedeuten?" fragte Adrienne. Sie hatte einenngen Weg hinter sich, nur mit diesen Antworten konnte sie ihren n bei ihrer R¨¹ckkehr ausf¨¹hren und alles wieder an seinen tz zur¨¹ckbringen. "Ich kann dir die Antworten geben, die du suchst, Adrienne. Ich werde dir auch die Antworten geben, von denen du nicht wei?t, dass du sie suchst." versicherte der Seher, und seine Lippen verzogen sich zu einem L?cheln. Adrienne setzte sich hin und nahm dabei ihre Kapuze und Maske ab. Der Seher wusste bereits, wer sie war, eine Verkleidung war hier unten nicht mehr n?tig. "Was wisst Ihr ¨¹ber die Antworten, die ich suche?" fragte Adrienne misstrauisch. "Bevor ich dir die Antworten gebe, die du suchst, musst du mir eine Frage beantworten." Sagte der Seher, sein L?cheln noch immer auf den Lippen. "Ich habe bereits eine Abmachung getroffen, bevor mir eine Beratung gew?hrt wurde. Welche Bedingungen muss ich noch erf¨¹llen?" fragte Adrienne mit einem Stirnrunzeln. "Ein Versprechen mit Blut? Das ist zwar ein ehrenwertes Gesch?ft, aber es n¨¹tzt mir nichts, wenn Eure Antwort nicht stimmt." "Ihr wollt Dinge erforschen, die den Menschen nicht bekannt sind, und mit verbotenen Methoden nach Antworten suchen, daf¨¹r ist kein Preis zu hoch." stellte der Seher r. Adriennes Stirnrunzeln vertiefte sich, aber sie war schon so weit gekommen und so nickte sie zustimmend. "Hier ist meine Frage, sie ist nicht so kompliziert, sie erfordert nur eine einfache Antwort." versicherte der Seher, w?hrend er sich aufrichtete, seine erste Bewegung au?er der Bewegung seines Blickes. "Es gab eine Zeit, in der die Fae an der Spitze des ¨¹bernat¨¹rlichen Reiches standen, vor dem Aufstand. Selbst das dunkle Imperium wagte es nicht, eure Art zu beleidigen und suchte stattdessen ein B¨¹ndnis." "W?hrend die Bestien von Asvar Sven in Ketten waren, war die am meisten entehrte Ethnie jener Zeit... Die Fae-ns hatten die gr??te Chance, die Dynastie der dunklen Zauberei zu st¨¹rzen..." "All der Ruhm und die Vorherrschaft der Drachen h?tte den Fae geh?rt, wenn sie sich nur mutig erhoben h?tten, bevor die Drachen sich erhoben, um ihre Freiheit zur¨¹ckzufordern." Sagte der Seher. W?hrend der Seher sprach, ging erngsam, die Hand an der Seite ausgestreckt und die Finger an den W?nden nachziehend. "Die Fae nahmen sogar die gr??te Kraft an, die ihnen zur Verf¨¹gung stand, und brachten die ns der dunklen Feen hervor... Fae-ns, die sich in dunkler Zauberei ¨¹bten. Mit ihrer nat¨¹rlichen Affinit?t f¨¹r Magie und die dunklen K¨¹nste," "Die Fae h?tten das dunkle Reich mit Leichtigkeit erobert und aus seinen Ruinen ein noch gr??eres Reich errichtet... selbst die Bestien von Asvar w?ren dann den Fae unterworfen worden." "Es h?tte nie eine gr??ere oder m?chtigere Dynastie gegeben, und eure Art wusste das. Sag mir also, warum hat deinesgleichen eine so gro?e Chance nicht wahrgenommen und sie stattdessen den Drachen ¨¹bessen?" Fragte der Seher. Adrienne war v?llig verbl¨¹fft, der Seher wusste so gut ¨¹ber die Geschichte der Fae Bescheid, ¨¹ber die sie nicht einmal untereinander sprachen. "Die ... Drachen waren zu stark ... wir konnten sie uns nicht zum Feind machen." stotterte Adrienne unsicher hervor. "Damals waren die Drachen noch in Knechtschaft. Beherrscht von dunkler Magie, h?tten sie niemals eine Chance gegen eure Art gehabt." Der Seher antwortete mit einem leisen Kichern. "Ich... die Drachen haben ihre Freiheit verdient. Der Fae-n hatte keinen Grund, sie zu verhindern oder sich auf die Seite der Zauberer zu stellen." verteidigte sich Adrienne. "Eine gerechte Tat? ...Das ist wahrlich unpassend f¨¹r eure Art. Eure Art hat sich schon seit Jahrhunderten auf die Seite der dunklen Zauberer gestellt und die Versvung der Drachen von der Seitenlinie aus beobachtet." "Ich ube nicht, dass eure Art jemals wollte, dass die Drachen frei sind ... denn nur wenn die Drachen versvt waren, konnte eure Art die st?rkste Ethnie sein." "In dem Moment, in dem die Drachen ihre Freiheit wiederengten, wurden sieben Fae-ns zusammen mit den dunklen Zauberern wegen ihrer Verbindung zur dunklen Magie vollst?ndig ausgel?scht." "Diese Freiheit, von der ihr behauptet, dass sie ihnen zusteht, war f¨¹r euren n ¨¹berhaupt nicht von Vorteil." konterte der Seher. "Diese ns haben verdient, was sie bekommen haben, die Fae, die auf der Seite der Drachen standen, wurden f¨¹r ihre Loyalit?t belohnt und leben noch immer in Privilegien." erwiderte Adrienne entschieden. "Eure Art h?tte alles haben k?nnen, dann h?ttet ihr keine Verwendung f¨¹r ein Privileg." "Der wahre Grund, Adrienne, ist dir sicher bekannt. Es ist ein Wissen, das unter den K?nigen der Fae weitergegeben wird, so viel wei? ich." Sagte der Seher erneut. Chapter 308: Ein altes M?rchen (Kap.308)

Chapter 308: Ein altes M?rchen (Kap.308)

Adrienne biss sich auf die Lippe, die Seherin wusste bereits so viel ¨¹ber die Geschichte der Fae, Welche Ausrede sie auch immer vorbringen w¨¹rde, Adrienne wusste, dass der Seher die L¨¹ge sofort erkennen w¨¹rde. Aber selbst dann konnte Adrienne sich nicht dazu durchringen, das am strengsten geh¨¹tete Geheimnis der Fae zu verraten. Sie konnte nur das preisgeben, was der Wahrheit am n?chsten kam, und hoffen, dass die Seherin es nicht herausfinden w¨¹rde. "Die Hohe K?nigin der Fae schuldete Hochk?nig Agardan das Leben, und um diese Schuld zu begleichen, schwor sie ihm die Treue, und unsere Art hat diesen Schwur seither immer eingehalten." erwiderte Adrienne leise. Der Seher gluckste leise, sein leises Glucksen hallte durch die H?hle. "Endlich ein paar wahre Worte." Sagte der Seher mit einem zustimmenden Nicken. "Ich habe deine Frage beantwortet, nun solltest du auch meine beantworten." sagte Adrienne, erleichtert, dass der Seher nicht weiter nachgehakt hatte. Doch Adrienne hatte zu fr¨¹h geendet, denn die n?chsten Worte des Sehers verrieten, dass er genau wusste, was Adrienne getan hatte. "Meines Wissens nach war das nicht alles, was passiert ist." Der Seher wies darauf hin. "Was meint Ihr? Ich habe Ihnen alles gesagt, was ich wei?." sagte Adrienne frustriert. "Aber, aber, Prinzessin Adrienne ... Eure Kunst der T?uschung ist meisterhaft, doch sie n¨¹tzt nichts gegen jemanden, der Euch durchschaut ... und in Euch ist." sagte der Seher mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Es gibt nichts mehr zu sagen, die Schuld der Dankbarkeit ist alles, was ich wei?." beharrte Adrienne und hielt ihren Blick unbewegt. "Wenn es Euch schwerf?llt, dar¨¹ber zu sprechen, soll ich es Euch sagen ... oder mehr als das, soll ich es Euch zeigen? Die Wahrheit ¨¹ber Eure Abstammung?" fragte der Seher und drehte sich so, dass er Adrienne direkt gegen¨¹berstand. Seine wei?en Augen starrten Adrienne direkt in die Augen, Adriennes Augen weiteten sich, als sie in diese endlosen Pools des Geheimnisses gesogen wurde und ihr Bewusstsein in der Dunkelheit verschwand. ~~~~~~~~~~~~~ ~Das zehnte Jahr des Aufstandes Ein gro?es, endloses gr¨¹nes Feld bedeckte die Erde, so weit das Auge reichte, mit gr¨¹nen, hochgewachsenen Gr?sern, die einem ausgewachsenen Mann um die Taille reichten. Die schiere Weite des Feldes war beeindruckend. Es dehnte sich immer weiter aus, als ob es die ganze Erde bedeckte und weder Anfang noch Ende hatte, und vielleicht hatte es das auch nicht. Die Gr?ser waren ¨¹ppig und das Feld war in reinstem Zustand, ein unber¨¹hrtes Monument der Natur. Der Himmel ¨¹ber uns warf eine Reihe wundersch?ner Farbt?ne ab, die von tiefen Gelbt?nen bis hin zu rosafarbenen Strahlen reichten, w?hrend die Sonnengsam hinter den Horizont sank und anzeigte, dass sie sich dem Sonnenuntergang n?herte. Die Sonnenstrahlen, die ¨¹ber das Feld fielen, machten das Feld noch bezaubernder. Eine leichte Brise wehte ¨¹ber das Feld, und die Gr?ser wiegten sich sanft in der Brise. Ihr leuchtendes Gr¨¹n war so lebendig, dass es aussah, als h?tte man die Wiese aus einem Gem?lde herausgepickt und auf die Erde gelegt... anders l?sst sich diese Perfektion nicht erkl?ren. Hinter dem Feld befanden sich sanfte H¨¹gel, die es umgaben. Die H¨¹gel waren ebenfalls in einem sch?nen Gr¨¹nton gehalten, aber mit subtilen Variationen, die ihnen Tiefe und Textur verliehen. Die H¨¹gel hoben und senkten sich elegant, wie eine sanfte Welle ¨¹ber die Landschaft. Gelegentlich gab es einen Baum oder einen Strauch auf den H¨¹geln, aber zum gr??ten Teil waren sie unber¨¹hrt und unber¨¹hrbar. Die Luft war dick mit dem reichen, erdigen Geruch des Grases, es war frisch und sauber, mit nur einem Hauch von Feuchtigkeit, die ihm ein leicht kaltes Gef¨¹hl gab. Auf der anderen Seite der Wiese galoppierte ein Pferd vorbei, eine kleine Silhouette in der Ferne, die immer gr??er wurde, je n?her das Pferd kam. Als das Pferd schlie?lich in Sichtweite war, sa? auf ihm eine junge Frau mit honigbraunem Haar, das bis zu den Schultern kurz geschnitten und seitlich zu einem Kriegerzopf geflochten war. Die Frau trug ein reinwei?es, mit goldenen Stickereien ¨¹berzogenes Gewand, und an ihrem G¨¹rtel war ein Schwert befestigt, auf dessen Griff ein Drachenkopf eingraviert war. Auf halbem Weg ¨¹ber das Feld brachte sie das Pferd zum Stehen, stieg ab und trat auf das Feld hinunter. Als sie das Feld betrat, konnte man das Knirschen des Grases unter ihren F¨¹?en h?ren. Es war nicht zuut, aber es war ein befriedigendes Ger?usch, das einem das Gef¨¹hl gab, mit der Erde unter den F¨¹?en verbunden zu sein, und es schien, dass diese Frau dasselbe empfand, denn ein kleines L?cheln legte sich auf ihre Lippen. Nachdem sie sich einen Moment umgesehen hatte, begann sie, durch das Feld zu gehen, und beobachtete l?chelnd, wie sich die Gr?ser wie sanfte Wellen um sie herum bewegten. Mit jedem Schritt, den sie vorw?rts machte, wichen die Gr?ser zur¨¹ck und schlossen sich wieder hinter ihr. Es war, als ob das Feld lebte und atmete und auf ihre Anwesenheit reagierte. In der Ferne konnte sie einen kleinen Bach sehen, der sich durch die H¨¹gel schl?ngelte. Es war ein glitzerndes, ues Band, das das Sonnenlicht einfing und wie Diamanten funkelte. Die Frau wusste, dass dies ihr Ziel war, und esg noch einnger Weg vor ihr, doch sie beschloss, ihn zu gehen. Ihr Pferd blieb zur¨¹ck und graste auf der Wiese, w?hrend sie allein weiter durch das Feld ging. Von dort aus, wo sie stand, konnte sie das Ger?usch des Wassers aus dem Dampf h?ren, ein sanftes Glucksen, das beruhigend und bes?nftigend war. "Der k?nigliche Wald der Fae ... er ist wirklich so bezaubernd, wie ich geh?rt habe." murmelte die Frau voller Bewunderung vor sich hin. Es war schwer, dem Drang zu widerstehen, dem Rauschen des Baches zu folgen und zu sehen, wohin er f¨¹hrte, anstatt den Weg ¨¹ber das Feld selbst zu nehmen. Als sie weiterging, nahm sie die kleinen Details wahr, die das Feld so bezaubernd machten. Hier und da wuchsen winzige Blumen, kleine Farbtupfer in dem Meer aus Gr¨¹n. Sie konnte Schmetterlinge sehen, die von Bl¨¹te zu Bl¨¹te flogen und mit ihren zarten Fl¨¹geln das Sonnenlicht einfingen. Sie konnte sogar den fernen Ruf eines Vogels h?ren, und die Frau hielt kurz inne, um aufzublicken, und ihr L?cheln wurde noch breiter, als sie den Vogel entdeckte. Doch ihre Aufmerksamkeit wurde abgelenkt, als sie das Ger?usch von Schritten wahrnahm, die sich ihr durch das hohe Gras n?herten. Bald kam eine Gruppe von zwei M?nnern und einer Frau in Sicht. "Wir sind W?chter des k?niglichen Waldes, geben Sie sich zu erkennen." forderte einer der M?nner. "Raena, Reiterin des gro?en goldenen Drachens und Anf¨¹hrerin des Aufstandes, Agardan der Bezwinger. Ich komme mit einer dringenden Botschaft der Hohen K?nigin der Fae." Die Frau stellte sich mit einem L?cheln vor. "Kommt mit uns, Ihre Gnaden erwartet Euch." sagte der Fae-W?chter mit einem Nicken und bedeutete der Frau, Raena, ihm zu folgen. Raena tat wie ihr gehei?en und folgte dem Fae-W?chter. Bald erreichten sie die Mitte des Feldes, und Raena drehte sich um und blickte mit einem warmen L?cheln zur¨¹ck auf die H¨¹gel. Die Aussicht war atemberaubend, die sanften H¨¹gel schienen endlos zu sein, ein nicht enden wollendes Meer aus Gr¨¹n, das sowohl friedlich als auch belebend war. Schon hier sp¨¹rte Raena, wie die Strapazen der nicht enden wollenden K?mpfe gegen das dunkle Imperium dahinschmelzen, w?hrend sie die Sch?nheit der Landschaft auf sich wirken lie?. Als die Sonne weiter unterging, ver?nderten sich auch die Farben der Landschaft. Das Gr¨¹n der H¨¹gel vertiefte sich und nahm einen satten Smaragdton an. Der Himmel dar¨¹ber f?rbte sich in ein leuchtendes Orange und Rosa, und die Farben vermischten sich zu einem spektakul?ren Schauspiel der Sch?nheit der Natur. Die Luft war jetzt k¨¹hl, und Raena sp¨¹rte, wie der Wind auffrischte. Raena atmete tief ein und f¨¹llte ihre Lungen mit der frischen Abendluft, und sie sp¨¹rte, wie sich ein Gef¨¹hl der Zufriedenheit und des Friedens in ihr breit machte. Als Raena an den Rand des Feldes kam, war sie versucht, sich umzudrehen und noch einmal nachzusehen, aber sie sch¨¹ttelte den Drang ab, Raena erinnerte sich daran, dass sie nach ihrem Besuch bei der Hohen K?nigin genug Zeit haben w¨¹rde, die Sch?nheit zu genie?en. In einer Welt voller Tod, hten und dunkler Magie wusste Raena, dass sie diese Szene nie vergessen w¨¹rde. Sie erinnerte sie an den wahren Zweck des Aufstandes, daran, dass es selbst inmitten all der Dunkelheit und des B?sen dieser chaotischen Welt noch Orte der Sch?nheit und des Friedens gab, noch Orte der Sch?nheit und Gssenheit gab, noch Hoffnung auf eine neue Welt, Und das war die Hoffnung, f¨¹r deren Verwirklichung die Drachen alles geben w¨¹rden, angef¨¹hrt von Agardan, dem Bezwinger ... die Hoffnung auf ein Reich, das als Festung Asvarian bekannt werden w¨¹rde. Und Raena war stolz darauf, dass sie dabei war, an Agardans Seite, und sie w¨¹rde immer dabei sein, wenn er eine neue Welt schuf, in der alles sch?n und gut war. Wenn Raena damals nur gewusst h?tte, dass diese sch?nen Anblicke die letzten sein w¨¹rden, die sie sah... vielleicht w?ren sie ihr dann nicht so sch?n erschienen. ~~~~~~~~~~~ Chapter 309: Das wahre B?se (Kap.309)

Chapter 309: Das wahre B?se (Kap.309)

"Es reicht! Das ist genug!" schrie Adrienne, und ihre magische Energie schlug aus, um den Dunst der Illusion zu vertreiben, die der Seher erzeugt hatte. Adriennes Bewusstsein kehrte zur¨¹ck und sie war sich ihrer Umgebung in der H?hle des Sehers wieder bewusst. Der Blick des Sehers war immer noch auf Adrienne gerichtet, aber auf seinen Lippeng ein finsteres L?cheln. Adrienne konnte nicht sagen, ob sie gerade tats?chlich in die Vergangenheit gesehen hatte oder ob es sich nur um eine Szene handelte, die der Seher mit seiner Magie und seinem Wissen ¨¹ber die Vergangenheit heraufbeschworen hatte. Was auch immer es war, es verursachte Adrienne eine G?nsehaut und ein kalter Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken. Adrienne verbarg ihre Reaktion so schnell sie konnte, aber der Seher hatte sie bereits bemerkt. "Warum? Wagt Ihr es nicht, den Verrat Eurer Vorfahren zu bezeugen oder das gro?e Unrecht, das sie den Drachen angetan haben?" "Du wagst nicht zuzugeben, dass deinesgleichen sich den Drachen nicht widersetzen konnte, nicht aus G¨¹te oder Mitleid, sondern aus Schuld und Scham ¨¹ber das B?se, das du begangen und verheimlicht hast?" fragte der Seher in einem am¨¹sierten Ton. "Ich ... ich wei? nicht, wovon du sprichst!" zischte Adrienne abwehrend. "Vielleicht wisst Ihr es nicht, vielleicht wisst Ihr nicht genau, was passiert ist. Vielleicht war alles, was Eure Vorfahren ¨¹berlieferten, eine vage Wahrheit, die ihren Verrat verbarg ..." begann der Seher, w?hrend erngsam zu Adrienne hin¨¹berging. "Es gibt Hunderte von Drachenf¨¹rsten, ich wage zu behaupten, dass du noch eine Handvoll M?glichkeiten hast." "Wenn Ihr wirklich nichts wisst, dann sagt mir, warum Ihr ein Auge auf den Goldschuppen geworfen habt. Soll ich wirklich uben, dass Ihr keine Hintergedanken hegt?" fuhr der Seher fort. Adriennes Augen weiteten sich, sie konnte nicht verstehen, wie der Seher zu dem Wissen gekommen war, das er hatte. Die Vergangenheit der Fae-Rasse und ihre Absichten gegen¨¹ber dem Drachenk?nig. "Ich w¨¹nsche mir aufrichtig seine Akzeptanz und Liebe, das ist alles." verteidigte sich Adrienne. "Es w?re r¨¹hrend ... wenn es wirklich nur das w?re." murmelte der Seher mit einem leisen Kichern, als er vor Adrienne ankam und sich hinunterbeugte, um Adrienne direkt in die Augen zu sehen. "Du wagst es nicht, Zeuge des Ereignisses zu sein, das kann nur daran liegen, dass du bereits wei?t, wie das Ereignis abgufen ist." behauptete der Seher sachlich. "Deine Vorfahrin hat ihren Schwur gegen¨¹ber demjenigen verraten, der ihr das Leben gerettet hat, die hochverehrte Hochk?nigin der Fae hat sich verschworen und einen Unschuldigen get?tet, wobei sie die Tat als das Werk des dunklen Reiches verschleierte." begann der Seher und blickte mit leeren Augen in Adriennes gro?e Augen. "Es war bereits eine Zeit des Krieges, also waren die dunklen Zauberer zweifellos die einfachsten S¨¹ndenb?cke." Der Seher fuhr fort und nickte verst?ndnisvoll mit dem Kopf. "Die dunklen Zauberer hatten bereits unz?hliges Unrecht an den Drachen begangen, was gab es da f¨¹r ein Problem, noch ein weiteres Unrecht hinzuzuf¨¹gen?" "Sie hatten Tausende get?tet, Drachen und jede andere Ethnie gleicherma?en in ihrer Tyrannei, sicherlich konnten sie die Last von nur einem weiteren Leben ertragen?" "Es war doch nicht zu viel zu tragen, oder? Die dunklen Zauberer waren schlie?lich schon das gro?e ¨¹bel. Sie waren bereits befleckt ... es war besser, sie zu Fall zu bringen, als einen Fleck der Finsternis auf die unbefleckte Feenart zussen." "So muss deine Vorfahrin gedacht haben, so muss sie ihr Handeln vor sich selbst gerechtfertigt haben." Sagte die Seherin in einem Ton, der kaum ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinausging. Adrienne w¨¹nschte sich in diesem Moment mehr als alles andere, dass sie die Worte des Sehers nicht h?ren k?nnte, aber sie h?rte sie, jedes einzelne Wort setzte sich schwer in ihrem Herzen fest. "Das ist genug..." fl¨¹sterte Adrienne mit zittrigem Tonfall. "Die Taten der Hochk?nigin erz¨¹rnten die Bestien von Asvar und der Aufstand gegen die reuelosen dunklen Zauberer wurde immer heftiger." Der Seher setzte seine Erz?hlung in einem viel ruhigeren Ton fort und erhob sich wieder auf seine F¨¹?e. "Ein Aufstand, der sich zehn Jahreng hingezogen hatte, endete bald darauf mit der vollst?ndigen Vernichtung der dunklen Zauberer." "Die Drachen haben alles niedergerissen und kein Leben verschont. Kein Mann, keine Frau, kein Kind ... nicht einmal ein Tier wurde verschont, und das gro?e Reich und seine gr??te Festung wurden zu dem Sumpf der Verw¨¹stung, der sie jetzt sind." Der Seher fuhr mit einem Kopfsch¨¹tteln fort. "Es war dieser eine Tod, der zum entscheidenden Faktor wurde. Dieser eine Tod war es, der die Drachen wahrhaftig in einen Blutrausch versetzte und das Ende von Tausenden von Zauberern in Feuer und Blut herbeif¨¹hrte." "Doch das war der eine Tod, der nichts mit den dunklen Zauberern zu tun hatte..." Der Seher fuhr fort und sein Grinsen wurde noch breiter, als Adriennes H?nde sichtlich zu zittern begannen. "Der wahre ¨¹belt?ter war ein Agardan, den der Bezwinger nie erwartet h?tte. Wie h?tte er wissen k?nnen, dass sein geliebter Reiter durch die Hand der Fae-K?nigin sterben w¨¹rde, deren Leben er gerettet hat?" ¨¹berlegte der Seher und schnalzte mit der Zunge. "Die Fae waren bereit, alle ihre ns, die dunkle Magie praktizierten, zu vessen, nur um das B?se, das sie getan hatten, zu verbergen ... und was f¨¹r eine hervorragende Arbeit sie dabei leisteten." "Noch Jahrhunderte sp?ter liegt diese Wahrheit unter dem Blut und den Qualen tausender dunkler Zauberer begraben, die von Agardans w¨¹tenden mmen bei lebendigem Leib verbrannt wurden..." Der Seher hielt einen Moment inne und warf einen Blick auf eine zitternde Adrienne. "Gibt es einen gr??eren Verrat als diesen? Wer war das wahre B?se in jenen Zeiten? Der Seher fragte nach. "Sag mir Adrienne, gibt es irgendeinen Teil meiner Worte, der unwahr ist?" fragte der Seher. Adrienne antwortete nicht, ihre Kehle war pl?tzlich wie zugeschn¨¹rt. Ihr Schrecken ¨¹berw?ltigte sie vor Schreck ¨¹ber das tiefe Wissen des Sehers. "Wenn du das nicht beantworten kannst, dann sag es mir wenigstens. Was ubst du, wienge diese Wahrheit noch verborgen bleiben kann, bevor sie endlich zur Kenntnis der Goldschuppen gngt?" "Dass hinter dem Tod seiner Mutter viel mehr steckte, als er wusste?" Der Seher stellte eine weitere Frage. Chapter 310: Eine Erinnerung (Kap.310)

Chapter 310: Eine Erinnerung (Kap.310)

Adriennes Augen weiteten sich und ihr Blick schnellte zu dem Seher hoch. Ihr lief das Blut in den Adern, sie konnte nicht einmal sagen, ob die Worte des Sehers eine Drohung waren, aber was auch immer sie waren, Adriennes Leben und das ihres gesamten ns hing davon ab. Wenn diese Wahrheit jemals ans Licht k?me, so wusste Adrienne mit Sicherheit, w¨¹rde das gesamte Volk der Fae ausgel?scht werden. Drachenk?nig Jian war vieles, aber Gnade geh?rte nicht dazu. K?nig Jian war daf¨¹r bekannt, weitaus grausamer zu sein als alle Drachenk?nige vor ihm, und dar¨¹ber hinaus war er ein gerechter Mann, der an Prinzipien und Moral festhielt. Es war nicht einmal eine Frage, K?nig Jian w¨¹rde die Fae-St?mme niemals davonkommenssen. "Was... was wollt Ihr...?" stotterte Adrienne, deren Fassung im Zuge ihres Schreckens v?llig dahinschmolz. "Zwei Generationen der Fae sind seitdem vergangen. In dieser Zeit wurde jeder n der Fae unabh?ngig voneinander von nf¨¹hrern regiert. Der Thron der Hohen K?nigin der Fae hat seit Jahrhunderten keine Nachfolgerin mehr gesehen." "Seitdem gab es zwar keine Hochk?nigin mehr, aber du, Adrienne, bist eine direkte Nachfahrin..." "Die damalige Hochk?nigin war deine Gro?mutter. Durch Blut und Gesetz wirst du auch f¨¹r die S¨¹nden deiner Vorfahrin zur Verantwortung gezogen..." "Vor allem, da deine Generation den Auftrag hat, das Geheimnis zu bewahren und zu begraben." Der Seher sch¨¹ttelte am¨¹siert den Kopf, w?hrend er sprach. "Die Welt hat sich immer gefragt, warum es nach dem Tod deiner Gro?mutter keine Hochk?nigin gab, obwohl jede Generation danach w¨¹rdige Nachfolgerinnen pr?sentierte." "Auch ich habe mich vornger Zeit dar¨¹ber gewundert, aber jetzt kenne ich die Antwort darauf." Der Seher fuhr fort "Damit die Krone der Hochk?nigin an deine Familie zur¨¹ckgegeben werden kann, muss die verstorbene Fae-K?nigin einen letzten Auftrag hintessen haben. Diejenige, die diese gro?e Schande des Fae-Geschlechts beseitigt, w¨¹rde dann zur Hochk?nigin ernannt werden." "Ist das nicht genau der Grund, warum deine Tante euch zwei Schwestern in den Drachenturm einschleusen lie??" Fragte der Seher wissend. "Aber ihr hattet auch eure eigenen Absichten. Den Drachenk?nig zu binden und ihm ein Kind zu geb?ren, ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass die Drachen, sollte die Wahrheit jemals ans Licht kommen, hilflos gegen die Fae-Art w?ren." "Drachen sch?tzen Verwandtschaft ¨¹ber alles, sie w¨¹rden den Stamm und die Familie des Reiters ihres K?nigs nicht verletzen ... Ihr spielt ein gro?es Spiel mit gro?en Belohnungen als Einsatz." schloss der Seher mit einem breiten Grinsen. Adrienne biss sich auf die Lippe, die Worte des Sehers waren so treffend, dass es erschreckend war. Adrienne ubte, dass es eine viel effektivere Methode gab, als Hunderte von Fae-Sch?nheiten zu trainieren, um die unnachgiebigen Drachenlords zu verf¨¹hren. Und diese Methode war das Herz des Drachenk?nigs ... wenn Adrienne das Herz des Drachenk?nigs engen k?nnte, dann, so wusste sie, k?nnten alle ?ngste ihres Volkes endlich ausger?umt werden. Wenn es ihr gel?nge, jemand zu werden, den der Drachenk?nig liebte und sch?tzte, dann h?tte Adrienne ihre eigenen M?glichkeiten, daf¨¹r zu sorgen, dass die Vergangenheit niemals ans Licht k?me. Alles, was sie brauchte ... alles, was ihr Volk retten konnte, war K?nig Jians Herz, und f¨¹r diesen tz an K?nig Jians Seite w¨¹rde sie t?ten. "Sag mir einfach, was du von mir willst..." sagte Adrienne erneut und hatte M¨¹he, die Panik zu unterdr¨¹cken, die sie empfand. "Ich ube nicht, dass der Goldschuppige eine Gef?hrtin nehmen w¨¹rde, durch deren Adern das Blut des M?rders seiner Mutter flie?t, meinst du nicht auch?" Der Seher fragte nach und ignorierte Adriennes Flehen. "Was wollt ihr eigentlich?!" Adrienne kreischte und die Tr?nen liefen ihr ¨¹ber die Wangen. "Hmm ... diese Reaktion ist erfreulich genug. Zu sehen, wie deine Maske abf?llt und in viele St¨¹cke zerbricht." stellte der Seher am¨¹siert fest. Adrienne schauderte sichtlich, die Worte des Sehers lie?en ihr einen unheimlichen Schauer ¨¹ber den R¨¹ckenufen. "Du hast weise gedacht, die einzige Schw?che eines Drachens ist in der Tat sein Reiter, und die Schw?che des Drachenk?nigs zu werden, ist die einzige Chance, die Erl?sung deines Volkes zu engen." "Du bist weitaus k¨¹hner als der Rest deiner Familie und auch gerissener. Vielleicht w?rst du wirklich diejenige, die die Schande der Vergangenheit beseitigen und die wahre Nachfolgerin der Krone der Hochk?nigin werden k?nnte." sinnierte der Seher. Er hockte sich wieder vor Adrienne hin und sah ihr in die Augen. "Ihr fragt, was ich will? Eigentlich nichts... Ich m?chte dich nur daran erinnern, wie sich Angst und Verzweiflung anf¨¹hlen, dich daran erinnern, was f¨¹r dich und deinesgleichen auf dem Spiel steht." "Ihr k?nnt es euch nicht leisten zu versagen, nicht wahr? Und so versteht es sich von selbst, dass ihr bereit sein m¨¹sst, alles zu tun, was n?tig ist... euch mit wem auch immer zusammenzutun, wenn ihr dadurch die H?hen erreichen k?nnt, die ihr erreichen wollt." Der Seher fuhr fort. "Was ... was soll das hei?en?" stotterte Adrienne misstrauisch. "Was ich damit sagen will, ist, dass du nicht in der Lage bist, einen gerechten Weg einzuscgen oder zwischen Gut und B?se zu unterscheiden... Alles, was du tun musst, ist, dein Ziel im Auge zu behalten." sagte der Seher in einem dunklen, d¨¹steren Ton. "Ich sehe es bereits in deinen Augen, dass du bereit bist, alles zu tun, was n?tig ist, die Dunkelheit ist bereits in dir, junge Fae, du wirst sie nie wieder los." "Ich m?chte, dass du dich immer daran erinnerst ... denn dieser Blick in deinen Augen ist der einzige Grund, warum ich dir helfen werde." schloss der Seher. Er setzte sich wieder in Bewegung und kehrte zu dem Podest zur¨¹ck, auf dem er gesessen hatte, als Adrienne das erste Mal hereinkam, und nahm dort wieder tz. "Nun Prinzessin Adrienne der Fae ... welche Antworten sucht Ihr?" fragte der Seher, wobei sein Tonfall nun wieder zu seiner urspr¨¹nglichen Ruhe zur¨¹ckkehrte. Chapter 311: Der Mann...Das Geheimnis (Kap.311)

Chapter 311: Der Mann...Das Geheimnis (Kap.311)

Was immer n?tig ist, um zu gewinnen... erinnerte sich Adrienne in ihrem Kopf und holte tief Luft, um ihr zitterndes Herz zu beruhigen. Adrienne war gekommen, weil sie wusste, dass sie einen falschen Weg eingescgen hatte, aber es hatte der Worte des Sehers bedurft, um ihr die Augen daf¨¹r zu ?ffnen, dass der Weg keine Rolle spielte. Wenn Adrienne scheiterte, w¨¹rde nicht nur sie, sondern ihr ganzer n in Gefahr geraten. Wenn die Hohe K?nigin aus eigenem Antrieb t?ten, die Schuld auf andere abw?lzen und Generationen ins Verderben st¨¹rzen kann, warum muss ich dann einen rechten Weg gehen? Welcher Weg mich auch immer an die Seite des Drachenk?nigs f¨¹hrt, er ist der richtige Weg. dachte Adrienne bei sich. Als sich Adriennes Herzscg wieder normalisiert hatte, sog sie einen weiteren zittrigen Atemzug ein und hob den Blick zu dem Seher. Ihre H?nde wanderten nach oben und wischten w¨¹tend die Tr?nen weg, die sich in ihren Augen sammelten. "Sag mir, was ich tun soll ... um das Hindernis in meinem Weg zu beseitigen. Snge sie sich mir in den Weg stellt, kann ich nicht beruhigt sein." erkundigte sich Adrienne bei dem Seher. "Einen Namen?" Fragte die Seherin Adrienne. "Neveah Omega Lothaire, eine Prinzessin aus der Eclipse Domain des Wolfsgebiets jenseits der Meere. Sie manipuliert die Herzen der Drachenf¨¹rsten und um sie zu vernichten ..." "Ich m?chte ihr gr??tes Geheimnis erfahren, ihre gr??te Angst, ihre gr??te Schw?che und ihren gr??ten Schmerz ... alles, was ihr ein endg¨¹ltiges Ende bereiten k?nnte." sagte Adrienne entschlossen und zog ein Kleidungsst¨¹ck hervor, das sie gestohlen hatte und das Neveah geh?rte. Adrienne ¨¹berreichte es der Seherin, ein pers?nlicher Gegenstand war immer n?tig, um eine Verbindung herzustellen. "Neveah Omega Lothaire?...Wodurch kann sie zerst?rt werden?" fragte der Seher leise, als seine Augen zufielen und er mit seiner Weissagung begann. Adrienne wartete ?ngstlich, w?hrend der Seher leise Ges?nge unter seinem Atem murmelte, sie beobachtete jede seiner Handlungen aufmerksam und mit gro?er Erwartung. Der Seher sang eine kurze Weile, bevor er nach einem Dolch an seiner Seite griff, einen Finger aufschlitzte und eine Blutlinie ¨¹ber beide Augen zog. Au?erdem tauchte er das Kleidungsst¨¹ck in eine Schale mit frischem Blut, das Adrienne zuvor nicht bemerkt hatte. ¡¯Blutopfer ... das ist dunkle Magie.¡¯ dachte Adrienne bei sich. Es gab viele Formen und K¨¹nste der dunklen Magie und Blutopfer war eine der einzigartigsten und unauff?lligsten. Im Gegensatz zu anderen K¨¹nsten der dunklen Magie, die eine starke Aura hinterlie?en, die die Drachen schon von weitem sp¨¹ren konnten. Bei der Kunst des Blutopfers konnte man nie sp¨¹ren, dass jemand die Kunst des Blutopfers praktiziert hatte, da sie keine sp¨¹rbaren Auswirkungen auf den Zauberer hatte. Mehr noch, die Kunst des Blutopfers war unberechenbar, sie konnte zwar andere mit jenseitigen magischen Kr?ften ausstatten, aber der Seher... Oder besser gesagt, der Zauberer vor Adriennes Augen nutzte das Blutopfer, um hinter den Schleier des sterblichen Lebens zu sehen. Es handelte sich nicht nur um einen Seher, sondern um einen Zauberer, der die Kunst des Blutopfers so meisterhaft beherrschte, dass sogar seine ?u?ere Erscheinung einem kaum zehn Jahre alten Jungen gefiel. Adrienne konnte nun r erkennen, dass das Aussehen des Zauberers eine T?uschung war, dieser Zauberer hatte viele Jahrhunderte gesehen. Und die ganze Zeit ¨¹ber ubte die Welt, die dunklen Zauberer seien vernichtet worden, Es gab immer noch einige ¨¹berbleibsel, die in der Festung verstreut waren, im Schatten lebten und ihre Identit?t verbargen. Dieser Seher war nur einer von ihnen, und hier war er, in der Innenstadt, einem Bezirk von Keep Skies, direkt vor der Nase der Drachenf¨¹rsten, und doch blieb seine Existenz unbemerkt. Adrienne h?tte nie gedacht, dass sie selbst einmal einem echten dunklen Zauberer begegnen w¨¹rde, ganz zu schweigen davon, dass sie sich mit einem solchen beraten oder ihn um Hilfe bitten w¨¹rde, aber hier war sie. So waren die dunklen Zauberer ¨¹berhaupt erst an die Macht gekommen, als die Herzen der Menschen gierig und verzweifelt wurden und sich an ihre dunklen K¨¹nste wandten, um Hilfe zu erhalten. Adrienne wusste das alles, es war ihr unz?hlige Male beigebracht worden, sich vor Gier und unangebrachtem Vengen zu h¨¹ten, aber was war ein Mensch ohne Vengen? Adrienne sch¨¹ttelte den Kopf und verdr?ngte die aufkommenden Schuldgef¨¹hle ... der Zweck w¨¹rde die Mittel schon heiligen, waren die Worte, mit denen sie ihre Zweifel beruhigte. Irgendwo in Adriennes Hinterkopf fragte sie sich, wienge der Frieden und die Stabilit?t der Drachendynastie anhalten w¨¹rden, wenn ¨¹berall Feindeuerten. Aber Adrienne verdr?ngte den Gedanken wieder und konzentrierte sich auf die Weissagung der Seherin. Es dauerte eine Weile, aber schlie?lich ?fen sich die Augen des Sehers, und das leere Wei?e hob sich, um Adriennes erwartungsvollen Blick zu treffen. "Die, von der du sprichst, hat nicht viele Schw?chen ... sie hat so viel verloren, dass sie bereits zu jemandem geworden ist, der nichts mehr zu verlieren hat." begann die Seherin. Adriennes Schultern sackten entt?uscht in sich zusammen, aber ihre Erwartungen wurden wieder befl¨¹gelt, als der Seher weitersprach. "Aber ... es gibt eine, die ich sehe ..." Der Seher fuhr fort. "Sag mir... was hast du gesehen?" fragte Adrienne besorgt. "Da ist ein Mann aus ihrer Vergangenheit, ein m?chtiger Mann, und in seinen H?nden liegt ihre gr??te Schw?che..." "Dieser Mann, von dem ich spreche, ist selbst der gr??te Schmerz der Wolfsprinzessin und vor allem ist er auch ihr gr??tes Geheimnis." Der Seher fuhr fort. "Ich verstehe deine Worte nicht." sagte Adrienne verwirrt. "Dieser Mann teilt ein besonderes Band mit dem M?dchen, Neveah. Ein Band, das in ihnen st?rker wird, w?hrend keiner von beiden davon wei? ... die F?den ihres Schicksals waren von Geburt an miteinander verbunden." "Eine H?lfte ihrer Seele stimmt mit seiner ¨¹berein... ein Band der Seelenverwandten." verriet der Seher. Adriennes Augen weiteten sich und ein leises Keuchen entwich ihr. "Neveah hatte bereits einen Gef?hrten? Und sie hat diese Tatsache verschwiegen und wollte sich mit Lord Menarx verbinden?" murmelte Adrienne vor sich hin, bevor sich ihre Lippen zu einem finsteren L?cheln verzogen. "Was wei?t du noch ¨¹ber diesen Mann?" fragte Adrienne schnell. "Seine Augen haben einen hellen Gr¨¹nton, und sein Herz ist voller Dunkelheit und Blutvergie?en, aber was noch gr??er ist, ist sein starkes Vengen, das zur¨¹ckzufordern, was ihm geh?rte." "Er wird vor nichts zur¨¹ckschrecken, um das M?dchen Neveah wieder bei sich zu haben, und genau in diesem Moment erreicht ein Geschenk von ihm den Seehafen des Drachenturmes." verriet der Seher. Chapter 312: Keine Nebens?chlichkeiten in der Familie. (Kap. 312)

Chapter 312: Keine Nebens?chlichkeiten in der Familie. (Kap. 312)

Das Aufwallen der fremden Pr?senz in Neveahs Adern und ihrer erhitzten Haut lie? sie sich schwer und schwindlig f¨¹hlen. Auch ihre Sicht war getr¨¹bt, und so erschien ihr die gro?e, muskul?se Silhouette, die vor ihr stand und sie vor Lord Conrad abschirmte, eher wie ein Schatten in ihren Augen. Aber diese Stimme und diese Pr?senz, die ein Gef¨¹hl der Sicherheit und Beruhigung vermittelte, war nicht zu ¨¹bersehen, es war zweifellos Menarx. Neveah blinzelte und sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um ihre Sicht zu kl?ren, aber Neveahs Handlungen bewirkten nur, dass sich ihre Umgebung drehte und die Silhouette vor ihren Augen von einem Schatten zu einem verschwommenen Schatten wurde. Neveah ?fe den Mund, um zu sprechen, aber es kamen keine Worte heraus, als Menarx eintraf, Alle Kraft, die Neveah aufgebracht hatte, um Lord Conrad gegen¨¹berzutreten, verflog, und der rasende Schmerz von vorhin kehrte in vollem Umfang zur¨¹ck. "Lord Menarx." best?tigte Conrad in einem Ton des Respekts. "Ihr nennt mich Lord, doch in meiner Abwesenheit wollt Ihr dem, was mir geh?rt, Schaden zuf¨¹gen?" vengte Menarx direkt zu wissen und ignorierte Conrads Begr¨¹?ung v?llig. "Und Fiona?" fragte Conrad ausdruckslos. Ein tiefes, t?dliches Knurren grollte aus Menarx heraus. Menarx war aufgew¨¹hlt, und auch wenn Neveah seine Gestalt kaum erkennen konnte, so zeigte sich das in seinem Tonfall. Ein tiefes Schuldgef¨¹hl regte sich in Neveahs Herz, denn das Letzte, was sie in diesem Moment wollte, war, dass Menarx mit seiner Sippe wegen ihrer eigenen Probleme k?mpfte. Im Dunst ihres Zorns hatte Neveah nicht bedacht, dass Lady Fiona auch einen Drachenherrn hatte, der wie Menarx nicht ertragen konnte, dass ihr etwas zustie?. "Wenn du einen Moment zuh?ren w¨¹rdest, w¨¹rdest du h?ren, wie Fiona zugibt, dass sie versucht hat, meinen Reiter davon abzuhalten, zu mir zu kommen..." "Ich werde nicht dulden, dass man mich von Neveah trennt, und das Gleiche gilt f¨¹r sie. Da Fiona nur ihre Befehle ausgef¨¹hrt hat, werde ich ihr das nicht zum Vorwurf machen." erwiderte Menarx. "Und wenn ich darauf bestehe, Blut abzunehmen?" fragte Conrad erneut. Menarx kicherte d¨¹ster und streckte einen Arm aus. "Auf jeden Fall... darauf bestehen. Du musst nur zuerst meins abnehmen." erkl?rte Menarx leichthin. "Du bist nicht geheilt, Menarx, und die Drachengestalt hat deine Wunden zum Bluten gebracht, ich kann dein Blut riechen. Du wirst nicht so furchteinfl??end sein wie sonst, und ich hoffe, du wei?t, dass auch ich nicht so leicht zu ¨¹berw?ltigen bin." "Du l?ufst Gefahr, deine Verletzungen zu verschlimmern, wenn du gegen mich k?mpfst, und wenn man bedenkt, was f¨¹r ein starker Gegner du bist, werde ich deine Schw?che sicher zu meinem Vorteil nutzen." betonte Conrad. "So brutal ehrlich wie immer. Ich habe keine Einw?nde und mein Zustand ist meine eigene Angelegenheit ... nutze jeden Vorteil, den du brauchst, obwohl ich bezweifle, dass das etwas am Ergebnis ?ndern w¨¹rde." Menarx stimmte zu. F¨¹r Neveah h?rte es sich an, als w¨¹rden sich die beiden Drachen auf die Bedingungen eines Kampfes einigen, und Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf. Neveah versuchte, nach Menarx zu rufen, aber mehr als einen Versuch konnte sie nicht unternehmen, bevor ihr schwarz vor Augen wurde und sie bewusstlos in den Schnee fiel. Beim Aufprall von Neveahs Sturz drehte sich Menarx um und seine Augen weiteten sich leicht. "Veah!" rief Menarx, sank auf die Knie und hob Neveahs scffen Oberk?rper in seine Arme. "Sie verbrennt! Was zum Teufel hast du mit ihr gemacht?!" Menarx knurrte Conrad an. "Als ob ich irgendetwas tun w¨¹rde, wenn ich w¨¹sste, wie du bist." murmelte Conrad und ging hin¨¹ber, um sich neben Menarx niederzukauern. "Ich habe schon zu oft von der Wolfsprinzessin geh?rt, es war an der Zeit, dass ich es mit eigenen Augen sehe." "Au?erdem wollte jemand wirklich, dass ich hierher komme und hat sich die M¨¹he gemacht, das Wolfsm?dchen als T?terin zu identifizieren... Ich mag es nicht, wenn man mich manipuliert." sagte Conrad und rollte mit den Augen. "Jemand?" fragte Menarx geistesabwesend, doch Conrad ignorierte seine Frage. "Du stammst aus einem Geschlecht von Heilern, wei?t aber nichts ¨¹ber Gesundheit... rutsch r¨¹ber." f¨¹gte Conrad hinzu, schubste Menarx zur Seite und legte eine Handfl?che auf Neveahs Stirn. Menarx runzelte leicht die Stirn, protestierte aber nicht, da er wusste, dass Conrad nicht ganz so unwissend war wie er selbst. Neveahs Haut brannte hei?, so hei?, dass Conrad ¨¹berrascht eine Augenbraue hob. Schwei?perlen standen ihr auf der Stirn, und Menarx sah besorgt zu, wie Conrad Neveahs Zustand begutachtete. "Du liebst diese Frau wirklich... wirklich." sagte Conrad, w?hrend er Neveahs Zustand untersuchte. Seine Worte enthielten keine Frage, sondern waren eine eindeutige Feststellung. "Ist das nicht der Grund, warum du ihr nicht schaden konntest?" Menarx antwortete mit einer eigenen Frage. "Schmeichle dir nicht selbst. Die Familie nimmt sich keine Nebens?chlichkeiten zu Herzen... Ich bin nur gekommen, um zu sehen, ob sie wirklich eine ist, die ich als Familie akzeptieren w¨¹rde." sagte Conrad. "Und?" fragte Menarx. "Beeinflusst meine Meinung deine Entscheidung?" fragte Conrad stattdessen. "¨¹berhaupt nicht." gab Menarx ehrlich zu. "Ich ube auch nicht, dass sie uns eine Wahl gssen hat ... Ihre mme ist bereits in ihren Adern." Conrad enth¨¹llte schlie?lich Neveahs Zustand. Menarx¡¯ Augen weiteten sich leicht und starrten auf Neveah hinunter. "Die Verschmelzung?! Jetzt schon?! W¨¹nscht er Veah den Tod?! Ich werde ein W?rtchen mit Lord Skiren reden!" knurrte Menarx. Er wollte sich aufrichten, doch Conrad hielt ihn auf. "Lord Skiren hat noch nie falsch geurteilt, wenn er die Verschmelzung eubt hat, dann nur, weil er sie f¨¹r bereit h?lt." "Sie ist eine starke Frau, die mir in diesem Zustand gegen¨¹bertritt. Wir wissen, wie schmerzhaft die Verschmelzung des Feuers ist ... nimm deinen Reiter mit, nur wenn du in ihrer N?he bist, kann ich ihr Leiden lindern." riet Conrad. "Du solltest dich in deinem Zustand nicht bewegen, ich werde dich mitnehmen... vorausgesetzt, du sprichst mit niemandem dar¨¹ber." bot Conrad z?gernd an, als er sich aufrichtete. "Ich danke Ihnen... Ich werde Everon bitten, sich um Fionas Verletzung zu k¨¹mmern und daf¨¹r zu sorgen, dass sie keine Narbe hinterl?sst." sagte Menarx dankbar. "Nat¨¹rlich wirst du das tun, das habe ich schon erwartet." erwiderte Conrad sp?ttisch, w?hrend er sich in einiger Entfernung entfernte, um seine Drachengestalt anzunehmen. Chapter 313: Niemals zurückgegeben (Kap.313)

Chapter 313: Niemals zur¨¹ckgegeben (Kap.313)

Menarx stie? einen leisen Seufzer aus, als er Neveah ansah, sein Blick war z?rtlich und bewundernd... Aufzuwachen und festzustellen, dass Neveah nicht mehr an seiner Seite war, war verletzender gewesen, als Menarx zugeben mochte. Aber zu h?ren, wie Neveah beabsichtigte, an seine Seite zur¨¹ckzukehren und dabei sogar einen Reiter zu verletzen, und sie hatte die Verschmelzung akzeptiert? Erst jetzt wurde Menarx r, dass es m?glich war, dass Drachen Schmetterlinge im Bauch hatten ... denn was war dieses warme, uschige Gef¨¹hl, wenn nicht das? Was war das f¨¹r ein seltsames Schwindelgef¨¹hl? F¨¹r jemanden, der vor ein paar Tagen fast gestorben w?re, hielt Menarx es nicht f¨¹r richtig, sich so freudig zu f¨¹hlen... und doch tat er es. Er war so ¨¹bergl¨¹cklich, dass Menarx sich in der letzten Stunde ?fters dabei ertappt hatte, ohne Grund zu l?cheln, als er zugeben wollte. ¨¹berall um sie herum bl¨¹hten wundersch?ne Blumen, eine bezaubernder als die andere, aber Menarx hatte nur Augen f¨¹r Neveah. Sieg in Menarx¡¯ Umarmung und schlief tief und fest. Ihre Atmung war gleichm??ig und ruhig, so dass Menarx wusste, dass er sich keine Sorgen um ihre Gesundheit machen musste, und doch war er es. Conrad hatte gesagt, dass Neveah sich bald erholen w¨¹rde, wenn Menarx sie nur in seiner N?he behielt, und Menarx wusste auch, dass dies eine Tatsache war... schlie?lich war es sein mmenstrang, der sie in einen solchen Zustand versetzt hatte. Menarx¡¯ Anwesenheit w¨¹rde daf¨¹r sorgen, dass sich Neveahs K?rperkonstitution schneller an die fremde Pr?senz anpasste, aber selbst wenn er das wusste, war Menarx¡¯ Verstand unruhig vor Sorge, Menarx ubte nicht, dass er Erleichterung finden w¨¹rde, bis Neveahs Augen offen waren und in die seinen starrten... diese endlosen Becken violetter Sch?nheit, die Menarx mit einem einzigen Blick in ihren Bann zogen und ihn nie mehr lossen w¨¹rden, Nicht, dass Menarx ¨¹berhaupt lossen wollte, er war genau da, wo er sein wollte. Neveah auf diese Weise in seinen Armen zu haben, gab Menarx mehr Trost, als er in seinemngen,ngen Leben je empfunden hatte, und das hie? wirklich viel, denn Menarx¡¯ Leben warng gewesen... und noch l?nger. Neveah war in einem zerzausten Zustand, ihr Haar war unordentlich um sie herum und ¨¹ber Menarx¡¯ Arm verstreut, der ihr hier drau?en auf den Feldern als Kopfst¨¹tze diente. An ihrer Haut und ihren Haaren klebte noch immer jede Menge Scmm, ebenso wie an ihren Stiefeln. Ihre Haut war rot und wund, es gab einige sen, die noch nicht verheilt waren, obwohl die meisten schon verheilt waren. Trotzdem war Menarx immer noch von der Frau in seinen Armen beeindruckt, die er so sehr bewunderte. "Wie kannst du immer so sch?n sein?" murmelte Menarx leise und strich Neveah eine Haarstr?hne aus der Stirn. In dem Moment, als Menarx¡¯ Hand ihre Haut ber¨¹hrte, lehnte sich Neveah n?her an seine Ber¨¹hrung. Es war eine unbewusste Reaktion, ihr Unterbewusstsein suchte die Erleichterung, die Menarx¡¯ Ber¨¹hrung dem brennenden Schmerz brachte, den sie ertrug, aber selbst wenn sie das wusste, setzte Menarx¡¯ Herz mehrere Schl?ge aus. Menarx hob seine Hand auf seine Brust und staunte ¨¹ber das seltsame Scgmuster seines Herzens. Solche Gef¨¹hle waren f¨¹r Drachenlords selten, und Menarx hatte noch nie so gef¨¹hlt, um es vorsichtig auszudr¨¹cken... es war ein seltsames, aber sch?nes Gef¨¹hl. W?hrend Menarx ¨¹ber die Seltsamkeit seines eigenen Herzens und die Tiefe der Gef¨¹hle nachdachte, die es jetzt in sich trug, zuckte Neveah in seinen Armen und kamngsam wieder zu sich. Ein leises St?hnen entkam Neveah, ihre Augenlider zuckten leicht. "Veah?" rief Menarx in leisem Ton, in der Hoffnung, Neveah nicht zu erschrecken. Neveahs Augen tterten auf, und sie sah Menarx¡¯ besorgten Blick, der mit gerunzelten Brauen und leicht zusammengekniffenen Augen auf Neveah herabblickte. Auch seine Nase war leicht ger¨¹mpft, und zwar auf eine Weise, die Neveah selbst in ihrem verwirrten Zustand nur als niedlich bezeichnen konnte. "Wie geht es dir?" fragte Menarx besorgt. Neveah blinzelte, sie antwortete nicht sofort und nahm sich stattdessen einen Moment Zeit, um eine Bestandsaufnahme ihres eigenen Zustands zu machen. Erinnerungen an die Everburn-H?hle, die Pr¨¹fungen, den See aus gr¨¹nem Feuer und Menarx¡¯ mmenstrang kehrten in den Vordergrund ihres Ged?chtnisses zur¨¹ck, zusammen mit der Konfrontation mit Lord Conrad, und Neveah konnte nur einen leisen Seufzer aussto?en. "Hei?..." kr?chzte Neveah schlie?lich nach einem kurzen Moment, denn das war die einzige Antwort, die ihr in den Sinn kam. Menarx war verbl¨¹fft ¨¹ber Neveahs Antwort und brach in Gel?chter aus. "Ich verstehe... Vielleicht bin ich nicht nah genug dran." sagte Menarx, immer noch leise kichernd. M¨¹de und ersch?pft starrte Neveah zu Menarx auf, ohne die Bedeutung seiner Worte zu verstehen. Sie nahm Menarx¡¯ Bewegung erst wahr, als er noch n?her an sie herantrat und dabei immer noch ihren Blick festhielt. Erst dann bemerkte Neveah, dass sie fast vollst?ndig ¨¹ber Menarxg, ihre Beine waren mit seinen verschr?nkt, ihr Oberk?rper ruhte auf seiner Brust... die auffallend wenig Kleidung trug, abgesehen von der Bandage, die um seinen Oberk?rper und Arm gewickelt war. Neveah konnte aus ihrer N?he Menarx¡¯ Herzscg h?ren, und da Menarx sich erst k¨¹rzlich bewegt hatte, war kaum noch ein Zentimeter Abstand zwischen ihnen. "Ich habe geh?rt, so nah zu sein, w¨¹rde ... helfen ..." erkl?rte Menarx als Antwort auf Neveahs fragenden Blick. W?hrend er sprach, strich sein Atem ¨¹ber Neveahs Gesicht, und f¨¹r einen Moment war Neveah sich nicht sicher, was sie vor einer Minute gedacht hatte. ¡¯Helfen? Wobei helfen?¡¯ dachte Neveah verbl¨¹fft zu ihrem Wolf und fragte sich, was sie verpasst hatte. Und das soll ich wissen?¡¯ dachte Neveahs Wolf mit einem Spott zur¨¹ck. ¡¯Richtig.¡¯ dachte Neveah und erinnerte sich daran, dass sie die einzige Person fragte, die nur so viel wusste wie Neveah selbst. "Wobei helfen?" Diesmal fragte Neveahut, ihre Stimme war immer noch heiser. "Du hast etwas von mir in dir ... Veah ..." Menarx antwortete in einem viel tieferen Ton, als er beabsichtigt hatte, seine Augen strahlten ein schwaches Leuchten aus und Menarx wusste, dass Neveah es bemerkt hatte. "Deine... deine mme?" fragte Neveahngsam, "Meine mme." Menarx stimmte zu. Neveah wusste das nur zu gut, dieser mmenstrang hatte sich durch jede Ader in ihrem K?rper gebrannt. "Soll ich ... soll ich ihn jetzt zur¨¹ckgeben?" fragte Neveah unsicher. Menarx kicherte erneut und lehnte sich n?her heran, so dass seine Nase Neveahs Nase ber¨¹hrte und ihre Lippen nur eine Haaresbreite voneinander entfernt waren. "Nein, Geliebte ... du gibst es nie zur¨¹ck ... nie." sagte Menarx, seine Worte waren tief und bedeutungsvoll. Chapter 314: Eine Geschichte dazu. (Kap. 314)

Chapter 314: Eine Geschichte dazu. (Kap. 314)

"Gib es nie wieder her..." Neveah wiederholte die Worte in einem leisen Gemurmel, als ob es genau diesen Moment brauchte, um sie zu begreifen. "Lord Skiren sagte, ich solle deine mme zur¨¹cknehmen... ich nahm an, sie sei f¨¹r dich, sie nicht zur¨¹ckzugeben w¨¹rde bedeuten..." begann Neveah erneut und brach am Ende ab, da sie sich nicht ganz sicher war, was es bedeutete, Menarx¡¯ mme in sich zu haben und sie in ihrer eigenen Obhut zu halten. Ein kleines L?cheln umspielte Menarx¡¯ Lippen, als er Neveahs verwirrten Gesichtsausdruck beobachtete, die Tatsache, dass sie wirklich nichts ¨¹ber die Wege der Drachen wusste und dennoch die Verschmelzung des Feuers ertragen hatte, nur weil man ihr gesagt hatte, es sei f¨¹r ihn. Sie war so liebenswert in ihrer Naivit?t und doch st?rker als alle Frauen, die Menarx je gekannt hatte, dass es Menarx schlicht und ergreifend verbl¨¹ffte. "Was w¨¹rde es bedeuten?" Menarx dr?ngte Neveah zum Weiterreden und beobachtete sie l?chelnd bei ihren ¨¹berlegungen. Ihre Lippen bewegten sich, als ob sie sprechen wollte, aber sie sch¨¹ttelte den Kopf und entschied sich dagegen. "Ich wei? es nicht... sag du es mir." Neveah entschied sich schlie?lich f¨¹r eine Antwort. Nicht zum ersten Mal wanderten Menarx¡¯ Augen zu Neveahs Lippen und sein Blick verweilte dort einen Moment l?nger, als er beabsichtigt hatte... nicht, dass es ihn st?rte. Menarx unterdr¨¹ckte sein Vengen und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Neveahs erwartungsvollen Blick. "Ich bin aus der mme geboren, Geliebte. Sie ist ein Teil meiner Lebensessenz... was es bedeutet, einen Strang von mir in dir zu haben, ist dies..." Menarx hielt f¨¹r einen Moment inne, "Du und ich werden eins... und dies ist das erste der drei heiligen Bande, der drei Verschmelzungen, die unsere Seelen f¨¹r ein ganzes Leben aneinander binden." erkl?rte Menarx. "Meine mme ist mit deinem Wesen verwoben, jede Ader und jede Zelle deines K?rpers hat meine Gegenwart gesp¨¹rt und anerkannt..." "Bald, wenn die Zeit vergeht und meine mme eins mit dir wird, wirst du anfangen, mich zu sp¨¹ren, hier drinnen..." sagte Menarx und legte seine Hand auf Neveahs Stirn. Neveahs Augen weiteten sich leicht bei Menarx¡¯ Worten. "Die mme ist das erste Geschenk eines Drachens an seinen Reiter, seine Frau... ein Teil von ihm selbst. Sie bedeutet, dass du jetzt mir geh?rst... Geliebte." beendete Menarx und beobachtete Neveahs Gesichtsausdruck. Er konnte sehen, wie sich eine seltsame Emotion in ihren Augen widerspiegelte, sie war nur f¨¹r einen kurzen Moment da, bevor sie verschwand, aber Menarx fing sie auf, obwohl er sich nicht sicher war, was es war. Eine fremde Art von Schrecken kroch in Menarx¡¯ Herz, als er ¨¹ber seine n?chsten Worte nachdachte, und obwohl es ihm widerstrebte, sie zu sagen, wusste er, dass es das Richtige war. "Wenn du das nicht willst... ist dies die letzte Chance, die du haben wirst, um auszusteigen, Veah. Jenseits dieses Moments... werde ich eher sterben, bevor ich dich gehensse..." sagte Menarx in aller Aufrichtigkeit. Neveah antwortete nicht sofort, sie starrte Menarx nur einen Momentng schweigend an. Viele Gedanken gingen ihr auf einmal durch den Kopf, die Zweifel und Unsicherheiten, gegen die sie die ganze Zeit angek?mpft hatte, traten in den Vordergrund und Neveah wusste, dass sie sich in diesem Moment wirklich f¨¹r ihren Weg entscheiden musste. Mit Menarx¡¯ mme in ihr wusste Neveah, dass sie ihn definitiv lieben w¨¹rde, es war nicht l?nger eine Frage ihres Willens... denn er w¨¹rde ein Teil von ihr sein und sie ein Teil von ihm. ¡¯Was sollen wir tun?¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf. Ich werde diese Entscheidung dir ¨¹bessen, Veah...¡¯ antwortete Neveahs Wolf in einem ruhigen Ton. Hier, vor Neveahs Augen, war alles, was sie sich niemals h?tte erhoffen k?nnen, selbst ¨¹ber zwei Leben hinweg, die wahrhaftigste Liebe und eine kostbare Bindung f¨¹r ein ganzes Leben ... und das mit einem Mann, der wirklich alles verdiente, was Neveah zu geben vermochte. Wenn Neveah Menarx nicht zu sich nehmen wollte, war dies das einzige Mal, dass sie ihn abweisen konnte. Die Verschmelzung des Feuers hatte bereits bewirkt, dass es nicht mehr nur um ihren Willen ging, sondern dass ihre Schicksale und ihre Lebensessenz mit jedem Augenblick, der verging, miteinander verwoben wurden, Welcher Weg war der richtige? Menarx¡¯ Bindung oder ein Leben in der Finsternis? Die Wahl war f¨¹r Neveah offensichtlich. "Es ist nicht die erste..." murmelte Neveah. "Es ist nicht dein erstes Geschenk an mich, Narx... das Pferd aus dem Norden war das erste..." erkl?rte Neveah, als Menarx verwirrt aussah. Menarx¡¯ Lippen zuckten am¨¹siert und er nickte zustimmend. "Es ist eine ziemlich kurze Liste... Ich werde sie abarbeiten m¨¹ssen, bis man sie nicht mehr z?hlen kann." erwiderte Menarx mit einem L?cheln. Neveah erwiderte das L?cheln, ihre Augen tterten zu, als sie tief einatmete. "Es gibt etwas, das ich dir sagen muss... Ich h?tte nie gedacht, dass ich das tun w¨¹rde, und ich hatte es auch nie vor..." begann Neveah, hielt aber inne, um einen weiteren Atemzug zu nehmen. "Ich wei?, da? du deine Geheimnisse hast, Veah, du mu?t nichts sagen, wenn es dir schwerf?llt, es zu sagen." versicherte Menarx. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, sie wusste, dass es nochnge dauern w¨¹rde, bis sie wirklich bereit war, ihre Vergangenheit auszusprechen, aber zumindest konnte sie damit beginnen. "Ich muss das richtig machen." beharrte Neveah, "Narx... Ich habe ... einen Gef?hrten." verriet Neveah in einem leisen Tonfall, der kaum ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinausging. "Eine Gef?hrtin?" fragte Menarx unsicher. "Einen Verb¨¹ndeten, Narx... Ich habe einen Verb¨¹ndeten." Neveah korrigierte sich. Neveah zuckte leicht zusammen, als sie sp¨¹rte, wie Menarx erstarrte. Neveah sagte nichts mehr, sie beobachtete nur noch Menarx¡¯ Gesichtsausdruck und wartete darauf, dass sie die Worte verstand. "Und doch bist du hier bei mir ... gibt es eine Geschichte dazu?" fragte Menarx nach einem Moment. Neveah lie? den Atem los, von dem sie nicht gemerkt hatte, dass sie ihn angehalten hatte, als Menarx¡¯ Stimme keinen Zorn enthielt. "Es gibt eine Geschichte... den gr??ten Schmerz, den ich je erlebt habe, habe ich durch seine Hand erfahren." Neveah hielt inne, und Menarx¡¯ Hand bewegte sich, um z?rtlich ihre Wange zu streicheln und Neveah sanft zu ermutigen. "Er ist eine Vergangenheit, zu der ich niemals zur¨¹ckkehren werde, Narx... und doch ist seine Existenz eine, die ich nicht vor dir verheimlichen kann." "Wenn das funktionieren soll, muss ich lernen, dich hineinzssen... das wird schwer sein. Aber ich will es trotzdem versuchen..." murmelte Neveah. Chapter 315: Ihre eigene Wahl (Kap.315)

Chapter 315: Ihre eigene Wahl (Kap.315)

Ein zartes L?chelng auf Menarx¡¯ Lippen, als er mit dem Daumen ¨¹ber Neveahs Wange strich, Menarx¡¯ Ber¨¹hrung vermittelte Neveah ein seltsames Gef¨¹hl des Trostes, und Neveah war sich nicht sicher, ob es an ihr oder an der Pr?senz seiner mme in ihrg, die auf ihn reagierte. Unabh?ngig davon, was es war, sah Neveah keine Notwendigkeit, dar¨¹ber nachzudenken, denn dieses Gef¨¹hl der Behaglichkeit brachte eine willkommene W?rme mit sich, und Neveah sch?tzte es schon allein deshalb. "Ich h?tte nicht gedacht, dass du eine dunkle Seite des Lebens gesehen hast, Veah. Alles, was ich ¨¹ber dich wusste, war die Vortrefflichkeit einer edlen Prinzessin deiner Art." "Und so habe ich mich immer gefragt, was es mit der Tiefe der Dunkelheit und dem Strudel des Elends in deinen Augen auf sich hat? Warum muss eine so sch?ne Erscheinung so viel Schmerz verbergen?" murmelte Menarx, "Selbst jetzt kenne ich die Antworten noch nicht. Ich wei? nicht, warum dein Blick von so viel K?lte und Hass erf¨¹llt ist... Ich wei? nicht, warum du vor Ber¨¹hrungen instinktiv zur¨¹ckschreckst und dir niemals Gesellschaft eubst..." "Ich wei? nicht, warum dunge ¨¹ber Worte nachdenkst, sie hinterfragst und die Wahrheit in ihnen entschl¨¹sselst, weil du nicht blind vertrauen willst..." "Ich wei? nicht, warum eine hohe Mauer um dein Herz existiert, die unm?glich zu ¨¹berwinden zu sein scheint... wahrlich, ich wei? nichts ¨¹ber dich, Veah." stellte Menarx mit einem leisen Seufzer fest. "Aber dennoch m?chte ich derjenige sein, der darauf wartet, da? dein Herz heilt... derjenige, zu dem du kommst, wenn du bereit bist, ¨¹ber deinen Schmerz zu sprechen. Ich m?chte derjenige sein, der sich mit dir gegen die Welt stellt... und sogar gegen deine eigene Vergangenheit." Menarx sprach mit ernster Stimme. "Nein, ich habe mich bereits dazu entschlossen, und es gibt f¨¹r mich kein Zur¨¹ck mehr, Veah. Ich werde deine Hand niemals lossen ... du brauchst dich also nur zu entspannen." versicherte Menarx. Worte ... sie waren ?u?erst unbest?ndige Dinge, Worte waren von allen gesagt worden, die Neveah kannte, und diese Worte waren von denselben Menschen gebrochen und verraten worden. Es gab Menschen, die nie in ihrem Leben ein wahrheitsgem??es Wort gesprochen hatten, doch die Aufrichtigkeit in ihrem Tonfall war so ¨¹berzeugend, dass man ihnen sein Leben anvertrauen wollte. Neveahs Vater, Alphak?nig Lothaire Raul, war einer von ihnen. Neveah hatte genug Erfahrung mit der Wankelm¨¹tigkeit der Worte von M?nnern, um zu wissen, dass sie ihnen niemals vertrauen oder uben konnte. Doch in diesem Moment ubte Neveah alles, was Menarx gesagt hatte, und vielleicht w¨¹rde sie ihm immer uben. Es k?nnte daran liegen, dass Neveah davon ¨¹berzeugt war, dass Menarx nur die Wahrheit sprach, oder es k?nnte eine Sehnsucht in ihrem Herzen sein, nur eine Person zu haben, der sie vertrauen konnte, es k?nnte auch etwas anderes sein. Aber was auch immer es war, es ¨¹berschattete jeden anderen Gedanken und lie? Neveah ohne Zweifel und nur mit der erschreckenden W?rme des ubens zur¨¹ck. "Es muss nicht leicht f¨¹r dich sein, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt in dein Leben dr?nge." erkannte Menarx an. "Nein ... es gibt keinen falschen oder richtigen Zeitpunkt, es gibt nur unsere eigene Entscheidung." Neveah wies Menarx¡¯ Bedenken zur¨¹ck. Menarx schwieg einen weiterenngen Moment und Neveah fragte sich, ob er dar¨¹ber nachdachte, was er als N?chstes sagen sollte, und das tat er tats?chlich. "Darf ich dich k¨¹ssen?..." fragte Menarx aus heiterem Himmel und hob seinen Blick wieder zu Neveah. Neveah hob eine Augenbraue, bevor sie leisechte. "Was?" fragte Menarx, ¨¹berrascht ¨¹ber Neveahs Reaktion. " Du fragst das in einem so seltsamen Tonfall... du hast noch nie so bescheiden und, ich wage es zu sagen, zahm geklungen." sagte Neveah, immer noch kichernd. "Ich habe in den letzten Stunden dar¨¹ber nachgedacht, wie ich fragen soll, es ist beruhigend zu wissen, dass du mein Elend am¨¹sant findest." Menarx brummte in einem gequ?lten Ton. "Ich kann mir nicht helfen ... es ist seltsam, dass manut um Eubnis f¨¹r einen Kuss bittet, zumindest finde ich es seltsam." bemerkte Neveah. "Das letzte Mal, als ich mir Freiheiten genommen habe ... bist du mir gegen¨¹ber ohnm?chtig geworden. Ich hielt es f¨¹r kl¨¹ger, einen anderen Weg einzuscgen." erinnerte Menarx. Neveah st?hnte verlegen auf, als sie sich an das Ereignis erinnerte, von dem Menarx sprach. "Ja ... du darfst." gab Neveah schlie?lich die von Menarx gew¨¹nschte Antwort. Diese Worte waren alles, was Menarx brauchte, als er sich n?her herabbeugte, aber einen Momentng verweilte und Neveah einfach nur ansah, seine Augen spiegelten alles wider, was er f¨¹hlte... alles, was er Neveah wissen und immer in Erinnerung behaltenssen wollte. Bewunderung, Ehrfurcht, Liebe.... alle diese Gef¨¹hle spiegelten sich so deutlich in diesen dunkelroten Augen wider, dass Neveah sie fast so sicher f¨¹hlen konnte, wie sie sie in Menarx¡¯ Augen sehen konnte. Der Empf?nger solch intensiver Gef¨¹hle zu sein, lie? Neveah dem¨¹tig werden. Menarx verweilte nur einen Moment, seine Augen suchten die von Neveah, als ob er eine Antwort suchte, die ihre Worte nicht gesagt hatten, oder vielleicht genoss er einfach nur den Moment und sch?tzte ihn so, wie er war. Und dann ber¨¹hrten Menarx¡¯ Lippen die ihren, und Neveahs Herz setzte einen Scg aus, als sich ihre Lippen zu einem sanften, z?rtlichen Kuss trafen. Zuerst war es nur eine sanfte Ber¨¹hrung von Haut auf Haut, und Neveah verstand, dass Menarx ihr immer noch die M?glichkeit gab, ihn zur¨¹ckzuweisen. Noch nie hatte sich Neveah so kontrolliert gef¨¹hlt, als h?nge die ganze Welt von jedem ihrer Worte ab, und die Welt w¨¹rde aufh?ren, sich zu drehen, wenn sie es nur wollte, denn Menarx w¨¹rde es so machen, wenn sie nur das Wort sagte. Es war ein seltsames Gef¨¹hl, so seltsam, weil die meisten Entscheidungen in ihrem Leben nie in ihrer Hand gelegen hatten. Aber dieses Mal... dieses eine Mal war der Mann, der sie so z?rtlich umarmte, Neveahs eigene Wahl, kein Schicksal... kein anderes metaphorisches oder ¨¹bernat¨¹rliches Konzept, nur Neveahs eigene Wahl. Und er war perfekt in allem, was er war... Neveah wusste das, und obwohl sich der Gedanke an einen gewissen unvollkommenen Mann in Neveahs Kopf einschlich, fand Neveah, dass sie genau da war, wo sie sein musste. Neveah lie? ihre Gedanken verssen, ihre H?nde bewegten sich, um Menarx n?her an sich zu ziehen. Chapter 316: Ihre eigene Wahl 2 (Kap.316)

Chapter 316: Ihre eigene Wahl 2 (Kap.316)

"Sonne runter... Ich sollte dich bald wieder in der Akademie haben. Es sei denn nat¨¹rlich, du willst nicht zur¨¹ckkehren." murmelte Menarx, als Neveah aus dem Waschraum herauskam. Es war einnger Weg zur¨¹ck zum Drachenturm gewesen, aber Neveah hatte sich f¨¹r einen Spaziergang entschieden, erstens, weil sie bemerkte, dass Menarx¡¯ Verletzung noch nicht verheilt war und es ihm nicht gut tun w¨¹rde, die Form zu wechseln. Zweitens brauchte Neveah einfach einen Moment der Ruhe, um ihre Gedanken zu ordnen. Sie waren endlich im Drachenfried angekommen, und Menarx blieb den ganzen Weg ¨¹ber dicht an Neveahs Seite, seine Anwesenheit vertrieb die K?lte der Burgmauern so gut, dass Neveah sie gar nicht wahrnahm. Nat¨¹rlich hatte Neveah beschlossen, sich zuerst zu waschen. Der Scmm klebte an den unpassendsten Stellen, und obwohl Menarx sich nicht daran zu st?ren schien, tat es Neveah ganz sicher. "Du solltest diese scmmverschmierten Verb?nde ausziehen, Narx. Deine Wunde k?nnte sich infizieren." mahnte Neveah, w?hrend sie ihre Roben enger um sich zog. Menarxg auf Neveahs Bett, den Kopf auf seinen Arm gest¨¹tzt, und starrte mit einem albernen L?cheln auf den Lippen zu ihr hin¨¹ber, einem L?cheln, das seit dem Kuss, den sie geteilt hatten, nicht mehr verschwunden war. Neveah r?usperte sich h?rbar, als ihr der Gedanke an den Kuss wieder in den Sinn kam, an Menarx¡¯ngsame, sinnliche Ber¨¹hrungen. Seine leichte, z?rtliche Ber¨¹hrung und die W?rme seines Atems vermischten sich mit der ihren. Menarx¡¯ Kuss hatte nichts von der feurigen Leidenschaft und der fordernden Dringlichkeit Xenons... er warngsam, s¨¹? und herzerw?rmend, eine wirklich seltsame, aber befriedigende Mischung. Das bedeutete nicht, dass es Menarx an Sinnlichkeit mangelte, Neveahs Zunge streifte ¨¹ber den uen Fleck, den Menarx auf ihrer Unterlippe hintessen hatte, und sie sch¨¹ttelte danach schnell den Kopf. "Ich habe es schon gesehen." bot Menarx an, und erst dann fiel Neveah ein, dass das Objekt ihrer Gedanken sie direkt anstarrte, sein albernes L?cheln wurde zu einem s¨¹ffisanten Grinsen. "Schmeicheln Sie sich nicht selbst..." grummelte Neveah, w?hrend sie zu ihrem Schrank ging, um ein legeres Kleid herauszuholen. Neveahs Reitanzugg bereits in Tr¨¹mmern und so w¨¹rde sie nicht zur Akademie zur¨¹ckkehren. "Musst du zur¨¹ckgehen?" Menarx brummte unwillig, als Neveah zur¨¹ck in den Waschraum ging, um sich umzuziehen. "Seine Gnaden hat angeor, dass ich in der Akademie bleiben soll, bis die Unruhen gekl?rt sind. Er w¨¹rde es nicht guthei?en, wenn ich mich widersetze." betonte Neveah. "Seit wann st?rt dich das? Du warst eine ge f¨¹r Jian, gerade weil du seine Autorit?t nicht respektierst." bemerkte Menarx. Neveah zuckte l?ssig mit den Schultern, es war nicht so, dass sie die Autorit?t des Drachenk?nigs nicht anerkannte, sie war unm?glich zu ignorieren, wenn seine Aura selbst so imposant war. Neveah sah nur keinen Grund, warum sie tun sollte, was er sagte, denn meistens bedeutete das, was der Drachenk?nig wollte, nichts Gutes f¨¹r Neveah. Doch dieses Mal war es anders gewesen. Obwohl die Methode, mit der der Drachenk?nig Neveah zur Akademie geschickt hatte, Neveah immer noch missfiel ... hatte K?nig Jian ihr dieses Mal, aus welchem Grund auch immer, pers?nlich eine Erkl?rung gegeben. Und Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass sie dieses eine Mal wenigstens den Willen des Drachenk?nigs respektieren konnte. "Ich bin die W?chterin des K?nigs ... ich muss lernen, ihn zu tolerieren." erwiderte Neveah. Menarx gluckste am¨¹siert ¨¹ber Neveahs Worte und setzte sich auf dem Bett auf. "Warum habe ich das Gef¨¹hl, dass ich etwas verpasst habe?" fragte Menarx neugierig. Neveah ?fe den Mund, um etwas zu sagen, aber als sie sich an die Worte des Drachenk?nigs erinnerte, z¨¹gelte sie schnell ihren Mund. Niemand sollte wissen, dass er in der Gedenkhalle seines Bruders gewesen war, Neveah war sich nicht sicher, ob das auch f¨¹r Menarx galt. "Ihr werdet die Unruhen bes?nftigen m¨¹ssen, Seine Gnaden ubt, dass die Akademie in dieser Zeit sicherer f¨¹r mich ist ... nach dem, was ich gesehen habe, hat er nicht unrecht. Alle Bewohner des Bergfrieds sind in ihre H?user zur¨¹ckgekehrt...ich verstehe, dass die Situation absolute Aufmerksamkeit und Diskretion erfordert." "Wenn es das ist, was ich f¨¹r Euch tun kann, n?mlich Euch aus dem Weg zu gehen ... dann werde ich das tun. Aber nur f¨¹r diese Zeit." entschied Neveah. _________________ "Ihr seht aus, als w?rt Ihr ... in einem St¨¹ck." Meister Maloway stellte das Offensichtliche fest, als er Neveah einen Momentng mit leerem Blick betrachtete, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Schriftrolle auf seinem Tisch richtete. Der Rabe, der auf dem Kleiderb¨¹gel neben der T¨¹r hockte, glotzte Neveah immer noch an, und so wusste sie, dass Meister Maloway sie immer noch beobachtete, trotzdem rollte Neveah mit den Augen. "Als euer Lord Drache euch vom Akademiegel?nde weggetragen hat und ihr eure l?cherliche Zuneigung f¨¹reinander vor aller Augen zur Schau gestellt habt, nahm ich an, dass ihr nicht zur¨¹ckkehren w¨¹rdet." Meister Maloway fuhr nach einem Moment der Stille fort. "Ich bin auf Anweisung Seiner Gnaden hier, ich wei? es besser, als dass ich nach eigenem Gutd¨¹nken gehe." Neveah zwang sich, mit zusammengebissenen Z?hnen zu sprechen. "Tust du das?" fragte Meister Maloway ungl?ubig. "Menarx soll die Kriegsanstrengungen anf¨¹hren... Ich werde ihm songe aus dem Weg gehen, wie es von mir erwartet wird. So viel kann ich tun." Neveah korrigierte sich. "Wie ich sehe, habt ihr nach eurer ersten Pr¨¹fung Erleuchtung engt." kommentierte Meister Maloway. "Ich habe auch ue Flecken, einen zerrissenen Anzug und brennende Eingeweide bekommen ... aberssen wir das, denn die Erleuchtung ist das Einzige, was von Bedeutung ist." Neveah grummelte leise vor sich hin. Meister Maloway blickte zu Neveah auf und warf ihr einen vernichtenden Blick zu, den Neveah geflissentlich ignorierte. Neveah begann zu begreifen, dass Meister Maloway nur in der Lage war, b?se Worte zu sagen und b?se Blicke zu werfen. Er war generell ein unangenehmer Mensch, und Menarx hatte Neveah versichert, dass er es nicht b?se meinte. Neveah hatte sich entschlossen, die bessere Person zu sein, aber das war ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, wie Meister Maloway war. "Ich bin nicht geneigt, deinem Gejammer Geh?r zu schenken, zieh dich in dein Quartier zur¨¹ck und warte auf weitere Befehle. Da Lord Skiren die Dynamik ver?ndert hat, muss ich nun entscheiden, welche Ausbildung dir am besten zugewiesen wird." sagte Meister Maloway in einem missbilligenden Ton und winkte mit der Hand, um Neveah zu enssen. Chapter 317: Flucht in die Au?enbezirke (Kap.317)

Chapter 317: Flucht in die Au?enbezirke (Kap.317)

Ein gro?er Drache mit goldschimmernden Schuppen schwebte in geringer H?he durch den Himmel, seine Schuppen fingen die Sonnenstrahlen ein und spiegelten sich in den Wolken, so dass sie von unten herab als ein wunderbares Schauspiel bunter Farben am Himmel erschienen. Wenn er hoch genug flog und mit einer h?heren Geschwindigkeit als einem gleichm??igen Tempo, wurde dieser Anblick von den Wolken verdeckt. Flog er jedoch niedrig, war es nur leicht erkennbar, aber schwerer zu verstehen. Nur wenige, die es irgendwie mitbekommen hatten, hielten es f¨¹r ein einmaliges kosmisches Geheimnis, das man nicht verstehen konnte, sie konnten nicht wissen, dass ein gro?es goldenes Tier durch den Himmel reiste. Selbst jetzt, in der D?mmerung der Drachendynastie, waren die gro?en Bestien von Asvar kein allt?glicher Anblick, denn ihre Welt existierte hoch oben in den Himmeln, weit ¨¹ber dem weltlichen Leben. Und es gab niemanden, der mehr von der Welt unter der Erde losgel?st war als der Drachenk?nig. Mit seinen gro?en, silberfarbenen Augen musterte er den gr¨¹nen Fleck, der sich meilenweit unter ihm erstreckte, und nahm den Anblick bis in die kleinsten Details ohne Schwierigkeiten auf. Von seiner H?he aus konnte er bis zum Ende des gr¨¹nen Feldmeeres sehen, bis zu der Siedlung, die dahinterg, und er konnte die Silhouette einiger seiner Verwandten ausmachen, die weit vor ihm ein Gel?nde umkreisten. Diese weiten gr¨¹nen Felder waren die Futtergr?ben, die Himmelsberg von allen Seiten umgaben und als Grenze dienten, die Himmelsberg von den beiden anderen gro?en Festungen trennte, die an seinem ?stlichen und westlichen Ende standen. Der Drache mit den goldenen Schuppen neigte sich zur Seite und stieg in eine gr??ere H?he, so dass seine Schuppen vollst?ndig von den Wolken verdeckt wurden und die Sonnenstrahlen nicht einfangen konnten. Der nz seiner goldenen Schuppen versste bald, und seine Gestalt war zwischen den Wolken nicht mehr zu erkennen, was eine erstaunliche Tarnf?higkeit bewies. "Mein Lehnsherr, wie weit drau?en?" Die Stimme von Cassian erng in K?nig Jians Kopf. Das zweite Geschwader war vor dem Drachenk?nig an den Rand des Himmels geflogen, angef¨¹hrt von Lord Cassian von den Saphirschuppen und Lord Kaideon von den wei?en D¨¹nen, und wartete auf die Landung ihres K?nigs. "In einem Moment." dachte K?nig Jian zur¨¹ck, w?hrend er in gleichm??igem Tempo flog. "Das zweite Geschwader ist in Bereitschaft, wir erwarten Eure Befehle." teilte Cassian mit. "Das w¨¹rde ich erwarten." War alles, was K?nig Jian als Antwort gab. Das Lager der zweiten Schwadron war direkt hinter den Futterrillen aufgescgen worden, in drei verschiedenen Positionen. Das Haupger befand sich direkt hinter den Futterrillen, w?hrend sich zwei provisorische Lager in beide Richtungen ausbreiteten und eine enge Formation um einen gro?en Wald direkt hinter dem Keep Skies bildeten. In diesem Moment machte sich K?nig Jian auf den Weg zum Haupger, wo Cassian das Kommando ¨¹bernahm, um sich dem Wald zu n?hern und den Trollgolem aufzusp¨¹ren. Dies war der Wald, in dem Menarx¡¯ Angriff stattgefunden hatte, und der letzte bekannte Aufenthaltsort des Trollgolems, und so war es nur logisch, dass die Jagd hier beginnen w¨¹rde. Das Haupger kam bald in Sicht und K?nig Jian flog dar¨¹ber hinweg. Ein leises Knurren der Anerkennung drang aus ihm heraus, als die beiden Drachenf¨¹rsten, die das Lager umkreisten, sich zur Begr¨¹?ung verbeugten, bevor sie den Weg verlie?en. "Mein Lehnsherr? fragte Cassian in K?nig Jians Gedanken, als der goldgeschuppte Drache am Lager vorbeiflog und nicht wie erwartetndete. "Welches Wort?" K?nig Jian dachte zur¨¹ck, als er ¨¹ber das Lager und dar¨¹ber hinaus in Richtung Wald flog. "Der Trollgolem ist seit dem Bericht von Lord Menarx nicht mehr gesichtet worden. Seltsam, dass ein so gro?es Ungeheuer innerhalb weniger Tage spurlos verschwindet." Cassian begann sofort mit seinem Bericht. "Kaideon befehligt das zweite Lager und sein Bericht deckt sich mit meinem. Von allen drei Punkten aus sind Teams in die tiefste Schlucht und dar¨¹ber hinaus entsandt worden und n?hern sich dem Herzen des Waldes." f¨¹gte Cassian hinzu. "Rauron und Mauldray?" fragte K?nig Jian, als er ¨¹ber den Wald flog, denn er wusste, dass das n?chste Lager der zweiten Schwadron jenseits des Kammesg. Die Lords Rauron und Mauldray waren die besten F?hrtenleser unter den zw?lf Schwadronen, und die beiden waren die ersten, die in die Au?enbezirke von Keep Skies geschickt wurden, sobald Menarx¡¯ Bericht eingegangen war. ¨¹ber die Anwesenheit des Trollgolems konnte sich Menarx nicht irren, und wenn die zweite Schwadron ihn noch nicht gesichtet hatte, w¨¹rden die F?hrtenleser mit Sicherheit ¨¹ber seine Anwesenheit informiert sein. "Die F?hrtenleserdrachen sind auf den Feldern unterwegs, sie haben wiederholt Anzeichen best?tigt. Fu?abdr¨¹cke, Kadaver von verschlungenen Tieren und Krallenspuren. B?ume wurden wahllos gef?llt, all das deutet auf die Anwesenheit des Trollgolems hin, doch es gibt keine Spur von ihm." verriet Cassian. "Ist dieser Wald so gro?, dass er eine Gefahr in meinen eigenen Landen verbergen k?nnte? Ich will nichts davon h?ren!" K?nig Jian knurrte zur¨¹ck, ver?rgert ¨¹ber den Bericht. "Mein Lehnsherr, ich habe keine Ausreden. Das zweite Geschwader wird nicht eher ruhen, bis die Bestie zur Strecke gebracht ist." Cassian schwor. "Das werdet ihr nicht." stimmte K?nig Jian zu. K?nig Jian knurrte leise, w?hrend er tiefer flog, so dass er sich knapp ¨¹ber den B?umen befand. Er erwartete nicht, dass er die Bestie selbst zu Gesicht bekommen w¨¹rde, wenn selbst seine besten F?hrtenleser sie nicht einmal zu Gesicht bekommen hatten. Aber genau wie der D¨¹nenf¨¹rst berichtet hatte, hing ein grauenhafter Gestank in der Luft, der dick und intensiv war. Es war der Gestank einer der verderbtesten K¨¹nste der dunklen Zauberei, der Nekromantie. Und so wusste K?nig Jian ohne jeden Zweifel, dass die Bestie hier drau?en war, sie war hier irgendwo. Ein weiteres tiefes Knurren drang aus K?nig Jian, als er den Wald absuchte, seine Drachenaugen verengten sich. "Wienge wirst du dich vor mir verstecken k?nnen? Das w¨¹rde ich gerne sehen..." dachte K?nig Jian, dunkler Zorn spiegelte sich in seinen Augen. Chapter 318: In Gedanken verloren (Kap.318)

Chapter 318: In Gedanken verloren (Kap.318)

Der Wald war riesig und erstreckte sich ¨¹ber Meilen und Meilen, unber¨¹hrt von der Zivilisation und ein ewig bl¨¹hendes Monument direkt jenseits der Futterrillen. K?nig Jian kannte diesen Wald, er hatte vielenge und erm¨¹dende Jahrhunderte gelebt, es gab keinen Zentimeter von Keep Skies und seiner Umgebung, der nicht in irgendeiner Form eine Bedeutung f¨¹r ihn hatte. Diese L?ndereien waren genau die L?ndereien, die er miterlebt hatte, wie sein Vater aus dem Nichts eine Dynastie aufbaute, die gr??er war als alles, was je zuvor gesehen worden war, selbst gegen alle Widerst?nde. Der verstorbene K?nig Agardan hatte jeden Zentimeter des Himmelsfrieds mit gro?er Sorgfalt gestaltet, jede Grenzmarkierung und -begrenzung, ?hnlich wie dieser Wald, war von ihm beschlossen und abgesteckt worden. F¨¹r den Drachenk?nig war dieser Wald einer, den er schon oft gesehen hatte, von den gro?en H?hen ¨¹ber ihm aus, bei den vielen Ereignissen, bei denen er eine unpassende Rede gehalten hatte und von seinem Bruder Asrig an die Grenzen verbannt worden war. Er flog ¨¹ber ihn hinweg und nahm ihn einmal zur Kenntnis und ein zweites Mal ein Jahrzehnt oder mehr sp?ter, als Asrigs Zorn bes?nftigt war und K?nig Jian endlich wieder nach Hause durfte. So vertraut ihm dieser Wald auch war, K?nig Jian hatte seinen Namen nie gekannt, wie er feststellte. Vielleicht war der Wald auch nie benannt worden und wurde immer nur als Orientierungspunkt jenseits der Futterrillen betrachtet. "Er wird bald einen Namen brauchen, hier wird eine gro?e ht gescgen." dachte K?nig Jian bei sich, als er auf einem H¨¹gel jenseits des Waldesndete. K?nig Jian faltete seine Fl¨¹gel an die Seiten, wechselte aber nicht die Gestalt, sondern stand einfach nur da, in seine eigenen Gedanken versunken. "K?mpfe ... h?ren sie denn nie auf?" fragte sich K?nig Jian. K?nig Jian hatte geubt, er h?tte sie nach dem Umsturz zum letzten Mal gesehen, nachdem er seinen eigenen Bruder, seinen einzigen blutsverwandten Verwandten, dem Schwert ausgeliefert hatte, alles f¨¹r das Wohl der Allgemeinheit... woran er st?ndig erinnert wurde, aber nie geubt hatte. Aber K?nig Jian erkannte, dass er sich zu viel erhofft hatte, er hatte sich von den Jahrhunderten des Friedens und des Wohlstands t?uschenssen, er hatte es sich zu bequem gemacht... zu sicher, dass niemand es wagen w¨¹rde, sich gegen seine Dynastie zu erheben, und nun sah er, wie falsch erg. Der Trollgolem war eine Sache, aber die Drahtzieher dahinter waren eine ganz andere Sache. Und dann waren da noch die Zwerge, l?stige kleine Kretins, die b?sartige Absichten hegten. Der Traum von einem Leben in Frieden und Ruhe war schon vornger Zeit getzt, und der allerletzte Splitter war in dem Moment zu Staub zerfallen, als K?nig Jian seinen blutenden Bruder erblickte, Nun w¨¹rde jemand daf¨¹r bezahlen m¨¹ssen, dass er alles ruiniert hatte ... und die einzige Bezahlung, die K?nig Jian akzeptierte, war die in Blut. Die Kampf- und Blutgier der Bestie in ihm war bereits erwacht, K?nig Jian konnte sp¨¹ren, wie die Dunkelheit der Wut und des Blutdurstes in ihm aufgew¨¹hlt wurde. Als kampferprobte Bestie war ihm diese Dunkelheit vertraut... sie war sogar willkommen. Und K?nig Jian f¨¹rchtete sich davor, nicht vor dem Kampf selbst, sondern vor der Seite in ihm, die sich danach sehnte... die sich danach sehnte und sich daran erfreuen w¨¹rde. In allen Menschen steckte Dunkelheit, K?nig Jian kannte sie... nur wusste die Welt nur von dem wilden Dunst, den man sehen konnte, und nicht von dem, was in ihmuerte. K?nig Jian wandte seinen gro?en Drachenkopf vom Wald ab und blickte auf die andere Seite, wo sich die menschliche Siedlung vor seinen Augen ausbreitete, deren Leben so gesch?ftig wie immer war und die nichts von dem B?sen wusste, das nur einen H¨¹gel von ihnen entferntg. Ein ¨¹bel, das die Welt, die sie kannten, umst¨¹rzen und nichts als Elend und Dunkelheit zur¨¹cssen k?nnte. Ein leises Knurren ert?nte aus K?nig Jian. Er wusste, dass dies niemals geschehen w¨¹rde, nicht snge er ein W?rtchen mitzureden hatte. Obwohl sein Traum von einem Leben in Frieden schon ?fters zerbrochen war, so oft, dass er vergessen hatte, was es bedeutete zu tr?umen, war der Frieden seines Volkes einer, f¨¹r den er sein Leben geben w¨¹rde. Das war der einzige Grund f¨¹r seine Existenz und sein lebennges Gel¨¹bde... alles zu sch¨¹tzen, wof¨¹r sein Vater und seine Sippe so hart gek?mpft hatten. Jetzt, und nicht zum ersten Mal, w¨¹rde er diesen Schwur einl?sen m¨¹ssen, mit Feuer und Blut. ________________ "Mein Lehnsherr." gr¨¹?ten die Lords Kaideon und Cassian unisono, als K?nig Jian im Haupgerndete. Es war erst kurze Zeit seit seiner Ankunft am Rande des Futterhains vergangen, aber K?nig Jian war gerade erst gndet, nachdem er die gesamte Ausdehnung des riesigen Waldes und sogar dar¨¹ber hinaus erkundet hatte. Es war schon viel zunge her, dass der Drachenk?nig hierher geflogen war, vor allem, weil die menschliche Siedlung so nahe war, und so hatte er das Bed¨¹rfnis, sich selbst ein Bild zu machen, um zu beurteilen, wie die Jagd veufen w¨¹rde. Das gro?e goldene Tier ¨¹berblickte das Lager der zweiten Staffel mit seinen silbern schimmernden Augen und ¨¹berragte seine Untergebenen in ihrer menschlichen Gestalt, obwohl das Ergebnis ?hnlich gewesen w?re, wenn sie in Drachengestalt gewesen w?ren. Abgesehen von dem schwarzen Unhold, der gr??ten Bestie Asvars, die es je gegeben hatte, kam die goldene Bestie des Drachenk?nigs nur knapp dahinter, war aber an Grausamkeit nicht zu ¨¹berbieten. K?nig Jian nahm wieder seine menschliche Gestalt an, die H?nde auf dem R¨¹cken verschr?nkt, und sein schwarzes Gewand wehte sanft im Wind hinter ihm. Auf seinem Gesicht war kaum ein Ausdruck zu erkennen, man konnte seine Stimmung nicht wirklich einsch?tzen. Aber seine Aura war dunkel und gef?hrlich, was f¨¹r seinen gro?en Unmut reichte. K?nig Jian warf einen Blick auf Cassian und dann auf Kaideon, sagte aber nichts, sondern schritt an ihnen vorbei in Richtung des Zeltes, von dem er bereits wusste, dass es f¨¹r ihn aufgebaut war. "Rauron und Mauldray wurden herbeigerufen, sie werden in k¨¹rzester Zeit eintreffen." teilte Cassian mit, w?hrend er hinter K?nig Jian herlief. Chapter 319: What Lies In Wait (Ch.319)

Chapter 319: What Lies In Wait (Ch.319)

"Es hinterl?sst Spuren, seine Spur ist ein kontinuierlicher Pfad des Todes und der Zerst?rung durch den Wald..." "Und pl?tzlich h?rt es auf, und ihr k?nnt nicht feststellen, was passiert ist?" fragte K?nig Jian mit einer hochgezogenen Augenbraue und hoffte, dass er den Bericht, den ihm zwei seiner besten F?hrtenleser vorlegten, richtig verstanden hatte. Rauron und Mauldray standen vor dem Drachenk?nig, die K?pfe gesenkt angesichts seines Zorns. In der Festung herrschte seit Jahrhunderten Frieden, die Kriege an den Grenzen waren unter Kontrolle, seit der Drachenk?nig den Thron bestieg, und es war eine Weile her, dass die Drachenf¨¹rsten es mit einem Feind zu tun hatten, der tats?chlich eine Sorge wert war. F¨¹r Rauron und Mauldray war es schon schwer zu uben, dass sie nicht in der Lage waren, den Trollgolem aufzusp¨¹ren, wo sie doch noch nie an etwas gescheitert waren. "Mein Lehnsherr, es ist genau so, wie wir berichten. Die Spuren verschwinden einfach... es sollte nicht m?glich sein, aber es ist so." erwiderte Rauron in ruhigem und festem Ton. Die Drachenf¨¹rsten wussten, dass K?nig Jian einen objektiven Bericht vengte, und den w¨¹rden sie ihm auch angesichts seines Unmuts geben, denn nur so konnte er das weitere Vorgehen bestimmen. K?nig Jian schwieg einen Moment und dachte in aller Ruhe ¨¹ber die Berichte nach, die er seit seiner Ankunft hier erhalten hatte, und aus dem Augenwinkel bemerkte er, wie Rauron und Mauldray einen Blick austauschten. "Ihr habt noch nicht alles gesagt, was es zu sagen gibt, nicht wahr?" fragte K?nig Jian in einem sachlichen Ton. "Mein Lehnsherr, Rauron hat seine Bedenken ge?u?ert. Trollgolems sind nicht wie alle anderen Golems, sie sind durch Nekromantie verzaubert und aus den Toten geschmiedet." "Daher verf¨¹gen sie ¨¹ber mehr Intelligenz als alle anderen Golems, und all ihre Handlungen werden von einem ren Ziel geleitet." begann Mauldray. "Sie werden vom Willen des Zauberers bewegt, der hinter dem Zauber steht, aber dennoch sind sie unabh?ngig vom Willen des Zauberers. Sie wissen, was notwendig ist, um die ihnen gew?hrte Lebensessenz zu erhalten, und w¨¹rden vor nichts zur¨¹ckschrecken, um sie zu bekommen." f¨¹gte Mauldray hinzu. "Das ist wahr." Cassian stimmte zu, als er neben K?nig Jian stand. "F¨¹r einen Trollgolem, der aus den Toten geschmiedet wurde, w¨¹rde der Zauber der Wiederauferstehung nur eine einzige Nahrung erfordern." Rauron fuhr dort fort, wo Mauldray aufgeh?rt hatte. "Blut... menschliches Blut" Diesmal war es Rodvan, der sprach, eine stets sichere Pr?senz an der Seite des D¨¹nenlords. "In den ersten Tagen nach dem Erwachen w¨¹rde es sich mit Tierblut oder dem Blut von irgendetwas Lebendigem begn¨¹gen, aber danach... w¨¹rde es sich der Notwendigkeit bewusst werden, etwas... Effizienteres zu erwerben." mischte sich Mauldray ein. "Sie meinen also, die menschliche Siedlung ist gef?hrdet?" fragte Cassian. Rauron sch¨¹ttelte leicht den Kopf und ging zu der Karte auf dem Tisch hin¨¹ber und zeigte auf ihren derzeitigen Standort und den der menschlichen Siedlung. Auf der Karte war zu erkennen, dass die Menschensiedlung viel n?her am Wald selbstg als das Lager der Lorddrachen. Noch n?her zu kampieren w¨¹rde die Menschen nur in rmbereitschaft versetzen, und das war das Letzte, was die Drachenf¨¹rsten wollten. "Die menschliche Siedlung ist bedroht, und das zu Recht, denn Golems kennen nichts anderes als Tod und Zerst?rung, das ist schon im Rahmen unserer Erwartungen." Rauron fuhr fort "Die Menschensiedlung liegt nur eine Haaresbreite s¨¹dlich des Waldes, doch die Spuren des Trollgolems verschwinden in ?stlicher Richtung, in einiger Entfernung zu den umgest¨¹rzten H?hlen." "Das ist das am weitesten entfernte Ziel von der Menschensiedlung. Ungeachtet des Willens des Zauberers, der den Zauber gesprochen hat, ist der erste Instinkt des Trollgolems, sich Nahrung zu beschaffen." "Es ist ein Tier, das das Leben aus gro?er Entfernung riechen kann, es wei? sicherlich von der menschlichen Siedlung, die nicht weit entfernt ist. Er sollte nicht in der Lage sein, dem Drang nach einem Festmahl zu widerstehen... und doch steuert er nicht auf die menschliche Siedlung zu." "Dieser Trollgolem... er bewegt sich in die falsche Richtung." Rauron dr¨¹ckte seine Besorgnis aus. K?nig Jian brummte leise zustimmend, der Weg, den der Trollgolem einschlug, widersprach jeglichem etablierten Wissen ¨¹ber das Verhaltensmuster von Golems. "K?nnte es also sein, dass es an der Zeit ist, ihn zu binden? Aber zu welchem Zweck genau? Er w?re nur dann am st?rksten, wenn er mehr Menschenblut zu sich nimmt..." "Sonst w¨¹rde der Zauber schw?cher werden, und der Golem wei? das, ebenso wie der Zauberer, der ihn gewirkt hat. Was k?nnte ihr Zweck sein?" fragte Rodvan. K?nig Jian schwieg, stattdessen dachte er dar¨¹ber nach. Ein Trollgolem, der durch Nekromantie erschaffen wurde, brauchte unbedingt menschliches Blut, er konnte ohne es nicht ¨¹berleben. Und je mehr menschliches Blut er verbrauchte, desto st?rker wurde er. Der erste Zweck des Trollgolems h?tte sein sollen, die menschliche Siedlung anzugreifen, doch er tat genau das Gegenteil und versteckte sich im Wald? Es konnte nur sein, dass der Golem seine Zeit nutzte, wie Rodvan gesagt hatte. Es gab einen Zweck und die Gewissheit, dass er immer noch das Blut bekommen w¨¹rde, das er f¨¹r seinen Lebensunterhalt brauchte. W?hrend K?nig Jian dar¨¹ber nachdachte, schlich sich ein Gedanke in seinen Kopf. "Jede Ethnie hat ihre eigene Art und lebt nach ihren eigenen Regeln, wir sind nicht vertraut mit der Art der Menschen... ihrer Kultur..." K?nig Jian murmelteut vor sich hin, w?hrend er seine Erinnerungen sortierte. Er war in seinen j¨¹ngeren Jahrhunderten ?fter ¨¹ber diese Siedlung geflogen, als er z?hlen konnte, was war in dieser Zeit geschehen? Im n?chsten Moment verstand K?nig Jian es, und seine Augen verengten sich vor Ver?rgerung. "Um diese Zeit... jedes Jahrzehnt gibt es ein Fest unter den Menschen. Ein Fest der Natur, gekennzeic durch eine gro?e Feier... im Herzen des Waldes selbst." "Dieses Fest beginnt in der 41. Woche nach menschlicher Jahresz?hlung..." verriet K?nig Jian. "Dies ist der letzte Tag der 40. Woche!" rief Rodvan aus. "Dann marschiert der Trollgolem nicht zur Menschensiedlung, weil er wei?... dass die Menschen im Morgengrauen direkt zu ihm kommen w¨¹rden! Er bindet seine Zeit nicht... er liegt auf der Lauer!" Rauron sprach h?rbar aus, was alle Drachenf¨¹rsten bereits erkannt hatten. Chapter 320: Viel zu lernen (Kap.320)

Chapter 320: Viel zu lernen (Kap.320)

Neveah drehte sich auf ihrem Bett um und starrte an die Decke. Es war ¨¹ber einen halben Tag her, dass Meister Maloway ihr eubt hatte, in ihr Quartier zur¨¹ckzukehren, um sich zu erholen. Neveah war sich zwar nicht sicher, wovon genau der m¨¹rrische alte Mann wollte, dass sie sich erholte, aber sie hatte bereits von Menarx geh?rt, dass sich seine mme noch eine Weile nicht beruhigen w¨¹rde. Es w¨¹rde einngsamer und oft qu?lender Prozess sein, zumal sie keine echten Partner waren. Es gab also nichts, wovon man sich erholen konnte, denn das Ergebnis der Pr¨¹fung und der Verschmelzung w¨¹rde Neveah noch wei? der Himmel wienge besch?ftigen. Die ganze Zeit ¨¹berg Neveah im Bett und hoffte, Scf zu finden, denn das war alles, was sie tun konnte, jetzt, wo sie in dieser seltsamen Akademie zur¨¹ckgssen wurde. Aber in den letzten Stunden war Neveah nicht mehr in der Lage zu scfen, und sie konnte nur noch stumpf an die Decke starren, mit deren Aussehen sie in dieser Zeit recht vertraut geworden war. Nat¨¹rlich gegen ihren Willen und weil Neveah ihre Zeit lieber in Dinge investierte, die sie f¨¹r produktiver hielt als sich zu erholen. Du bist nur unzufrieden, weil die Reiter zu einem Kampf mit ihren Drachenf¨¹rsten gerufen wurden und du dich stattdessen erholen sollst. Wir sind erst seit ein paar Tagen Reiter von Menarx, du erwartest doch nicht, dass wir an seiner Seite in die ht gerufen werden. Menarx selbst w¨¹rde es nicht euben.¡¯ Neveahs Wolf wies auf das Offensichtliche hin. Neveah grummelte leise vor sich hin, sie gab zu, dass das ein Teil ihres Unmuts war, aber gleichzeitig verstand sie die Gr¨¹nde. Neveah drehte sich noch einmal um, bevor sie einen h?rbaren Seufzer der Ver?rgerung ausstie?. Sie setzte sich auf ihrem Bett auf und blickte zu ihrem Abendessen hin¨¹ber, das unber¨¹hrt und vergessen auf dem Tischg, genau dort, wo der Pfleger, der es ihr gebracht hatte, es abgestellt hatte. Es w?re sicher kalt geworden, aber das machte nichts, denn Neveah hatte keinen gro?en Hunger. Oder besser gesagt, sie f¨¹hlte sich im Moment nicht wohl genug, um etwas zu essen. In den wenigen Tagen war so viel passiert, dass es dauern w¨¹rde, bis Neveah sich wieder wie sie selbst f¨¹hlte.l Die Akademie ist ger?umt, die Reiter der vierten Schwadron sind alle zum Kampf gerufen worden. Die Lords Imagor und Kirgan f¨¹hren die f¨¹nfte, sechste und siebte Schwadron an, um den Bergfried und die Bezirke des Bergfrieds zu sichern. Die Aufgaben wurden den ¨¹brigen Schwadronen zugewiesen, die Reiter sind alle zu ihren Drachenf¨¹rsten zur¨¹ckgekehrt. ¡¯Es werden nicht so viele Leute auf dem Akademiegel?nde sein, ich will raus.¡¯ dachte Neveahs Wolf bei sich. Die ?ltesten sind noch anwesend und die neu gebundenen Reiter auch. Ich ube nicht, dass Meister Maloway eine weitere Begegnung begr¨¹?en w¨¹rde... versucht, ihm nicht in die Quere zu kommen.¡¯ Neveah gab ohnenges Z?gern nach. Neveah stand von ihrem Bett auf, zog sich einen Mantel ¨¹ber ihr Nachthemd und verlie? ihr Quartier. Es war schon sp?t in der Nacht, die G?nge waren dunkel und es gab kaum Licht, das ihr den Weg wies, aber Neveah konnte immer noch gut genug sehen, und so ging sie in einem entspannten Tempo den Gang enng. Da mehr als die H?lfte der Drachenreiter der Akademie abwesend war, um ihren Pflichten nachzugehen, herrschte in der Akademie eine willkommene Stille. Abgesehen von den patrouillierenden Drachenw?chtern gab es kaum andere Ger?usche oder Bewegungen. Neveah verabscheute die Stille ihrer Umgebung nicht, aber sie w¨¹nschte sich sehnlichst, dass ihr Verstand dieselbe Stille kannte und keine Gedanken an rote Schuppen heraufbeschwor ... oder schwarze Schuppen. Neveah schaltete den Gedanken sofort aus, bevor er sich noch weiter heranschlich, wie sie es in den letzten Stunden getan hatte, Sie lenkte ihre Gedanken ab und verfolgte die Ger?usche jenseits des Wohnturms, Sie hoffte, eine Begegnung mit den Drachenw?chtern so weit wie m?glich zu vermeiden. Sie war noch nicht dazu gekommen, das Patrouillenmuster der W?chter in der Reiterakademie zu studieren, aber heute Nacht war ein guter Zeitpunkt daf¨¹r. Neveah begab sich ins Freie und untersuchte die Wachposten auf den T¨¹rmen, die wie erwartet alle gut bewacht waren. "Was denkst du?" fragte Neveah ihre W?lfin. "Wir haben beim letzten Mal genug rm ausgel?st, gib uns ein oder zwei Stunden Zeit und schau, ob die Patrouille nachl?sst." entschied Neveahs Wolf. "Es w¨¹rde keinen Sinn machen, jetzt zur¨¹ck zu gehen ... wozu sollten ein paar Stunden gut sein?" ¨¹berlegte Neveahut, w?hrend sie ziellos weiterging. Ein Gedanke kam Neveah als Antwort auf ihre ¨¹berlegungen in den Sinn. Wenn du vorhast, Reiterin in der Garde des K?nigs zu werden, musst du ein Gewinn sein. Menarx¡¯ Liebe reicht nicht aus, um dich zu halten...¡¯ Dies waren die letzten Worte, die der Drachenk?nig vor seiner Abreise zu Neveah sagte, und Neveah war sich nicht sicher, warum sie sich in diesem Moment daran erinnerte. Es war, als w¨¹rde ihr Geist ein Szenario heraufbeschw?ren, das sie besser als alles andere daran erinnern konnte, dass sie noch viel zu lernen hatte... viel zu beweisen, um sich ihren tz im Drachenturm zu verdienen. "Ich habe nie gesagt, dass ich mir meinen tz nicht verdienen w¨¹rde ... er macht es sich zur Aufgabe, das Schlimmste in mir zu sehen." grummelte Neveah leise vor sich hin. Er ist K?nig, das bringt der Status mit sich. Neveahs Wolf spendete etwas Trost. "Irgendwann wird er mich anerkennen m¨¹ssen, ich werde daf¨¹r sorgen, dass er es tut." sagte Neveah entschlossen. "F¨¹r Menarx?" Neveahs Wolf stellte eine recht merkw¨¹rdige Frage. "Nat¨¹rlich ... was sonst?" fragte Neveah zur¨¹ck. "Ich dachte, wir h?tten uns nie viel aus seiner Anerkennung gemacht." erinnerte Neveahs Wolf. "Er ist K?nig." War alles, was Neveah als Antwort sagte, w?hrend sie ihre Richtung ?nderte und auf den ersten Turm zusteuerte. "Wo gehen wir jetzt hin?" fragte Neveahs Wolf unsicher. "Elina sagte, die Bibliothek der Akademie w?re im ersten Turm, ich sollte dorthin gehen." "Er wollte, dass ich Informationen hole ... ¨¹ber Trollgolems. Es k?nnte ein Trick gewesen sein, aber vielleicht w¨¹rde mir das Wissen gut tun." beschloss Neveah. Chapter 321: Beim Schnüffeln erwischt (Kap.321)

Chapter 321: Beim Schn¨¹ffeln erwischt (Kap.321)

Es dauerte nicht allzunge, bis Neveah den Weg zur Bibliothek im ersten Turm fand. Sie brauchte nur dem Geruch von B¨¹chern zu folgen, und nach einer Weile des Gehens stand Neveah vor den gro?en h?lzernen Doppelt¨¹ren, von denen sie wusste, dass sie zur Bibliothek f¨¹hrten. Er hat erw?hnt, dass wir die B?nde bei den ?ltesten anfordern sollen. erinnerte Neveahs Wolf. "Meinst du, wir kehren zur¨¹ck, um Meister Maloways Zustimmung einzuholen?" fragte Neveah zur¨¹ck. Neveahs Wolf grunzte leise auf eine Art und Weise, von der Neveah wusste, dass ihr Wolf sich nicht allzu sehr um Anstand scherte. "Das dachte ich mir schon." sagte Neveah mit einem leisen Kichern und streckte die Hand aus, um die T¨¹r aufzusto?en. Die schweren Holzt¨¹ren ?fen sich knarrend, und Neveah trat in die riesige Bibliothek ein, wobei sie einen Momentng von dem Anblick, der sich ihr bot, verbl¨¹fft war. Der Raum war h?hlenartig, mit turmhohen B¨¹cherregalen, die die W?nde s?umten und sich bis zur hohen, gew?lbten Decke erstreckten. Die Luft war dick mit dem modrigen Geruch von altem Pergament und Leder, und es war kein anderes Ger?usch zu h?ren als das von Neveahs Schritten, als sie einen Schritt weiter in die Bibliothek ging. Die Bibliothek der Reiterakademie war riesig und mit Hunderten von B¨¹chern schon auf den ersten Blick sehr gut ausgestattet. Wenn selbst das Arbeitszimmer und die R?ume, die Neveah im Drachenturm besucht hatte, so viele B¨¹cher enthielten, war Nevaah nicht im Geringsten ¨¹berrascht, die Bibliothek so vorzufinden. Wenn es eine Sache gab, die Nevaah ¨¹ber Drachen herausgefunden hatte, dann war es die Tatsache, dass sie es liebten, Aufzeichnungen ¨¹ber die Geschichte zu f¨¹hren. Schriftrollen, B¨¹cher und gro?e B?nde waren in H¨¹lle und F¨¹lle zu sehen, und nach einem Blick in die Runde wurde Neveah r, warum sie angewiesen worden war, einen ?ltesten um Hilfe zu bitten ... es w?re unm?glich, diese B?nde selbst zu sortieren. Neveah atmete auf, als sie die T¨¹r zuschob, der Gedanke an die gro?e Suche, die vor ihrg, schreckte sie nicht ab, sie hatte so oder so nichts zu tun mit der Zeit, die ihr zugestanden wurde. Neveahs Schritte hallten in der Halle wider, als sie sich ihren Weg nach vorne bahnte, wobei ihr Blick ¨¹ber die unz?hligen B¨¹cher in den Regalen schweifte. Die Bibliothek war schwach beleuchtet, und an den W?nden hingen ummantelte Fackeln. Bei n?herem Hinsehen stellte sich heraus, dass es sich gar nicht um Fackeln handelte, sondern um kleine gl¨¹hende Kugeln, die so zusammengebaut waren, dass sie ein helles Leuchten und eine sich schnell ausbreitende W?rme abgaben. Es war etwas ganz anderes als die K?lte, an die Neveah gew?hnt war und die von jeder Halle ausging, die aus Drachenstein gebaut war, so wie die Bibliothek auch. Neveah war zu dem Schluss gekommen, dass Drachenstein eine angeborene kalte Aura besa?, aber jetzt war sie sich nicht mehr so sicher, ob die K?lte des Bergfrieds ¨¹berhaupt etwas mit Drachenstein zu tun hatte. "Magie..." murmelte Neveah vor sich hin, etwas, an das sie sich noch immer nicht gew?hnen konnte. Es war eine Freude, so viele B¨¹cher an einem Ort zu finden, die Regale waren endlos, und ein kleines L?cheln spielte auf Neveahs Lippen, als sie beschloss, dass dies ihr Lieblingsort in der Akademie sein w¨¹rde. Neveah ging zum n?chstgelegenen Regal und streckte ihre Finger aus, um ¨¹ber die Buchr¨¹cken zu streichen, wobei sie einen seltenen Anflug von Aufregung versp¨¹rte. Das Einzige, was Neveah an der Finsternis-Dom?ne geliebt hatte, und wenn sie ehrlich war, war die Bibliothek... und selbst dann durfte sie nur die B¨¹cher lesen, die ihr Vater f¨¹r angemessen hielt. Neveah schaute sich die B¨¹cher im Regal genauer an, einige der Titel konnte sie erkennen, w?hrend die meisten in einer ihr unbekannten Sprache geschrieben waren, "Drachensprache?" Neveah ¨¹berlegteut, sie hatte sich immer gefragt, ob die Drachen in der Zeit vor dem Aufstand eine eigene Sprache hatten. Die Werw?lfe hatten die alte Wolfssprache, und die meisten Ethnien hatten sie auch, nur dass die gew?hnliche Sprache jetzt in der ¨¹bernat¨¹rlichen Welt vorherrschend war. Auf ihrem weiteren Weg in die Bibliothek hielt Neveah gelegentlich inne, um die kunstvollen Schnitzereien zu betrachten, die die B¨¹cherregale und die verzierten S?ulen, die die Decke st¨¹tzten, schm¨¹ckten. Sie kam an mehreren Lesetischen vorbei, auf denen teilweise noch Pergamente ausgebreitet waren, w?hrend andere offensichtlich schon l?nger nicht mehr benutzt worden waren, da sie von einer d¨¹nnen Staubschicht ¨¹berzogen waren. "Trolle... wogern sie wohl die B?nde?" fragte sich Neveahut, w?hrend sie die B¨¹cher in den Regalen studierte. Sie ging zum n?chsten Regal, als sie feststellte, dass sie kaum eines der B¨¹cher aus dem ersten Regal, das ihre Aufmerksamkeit erregt hatte, wiedererkannte. "Was magst du wohl suchen, wenn du hier herumschn¨¹ffelst, Kleine?" fragte eine Stimme direkt hinter Neveah und schreckte sie auf. Neveah warf einen Blick ¨¹ber die Schulter, fand aber niemanden, und gerade als sie anfangen wollte, sich zu wundern, wanderte ihr Blick nach unten und Neveah fand sich dabei wieder, wie sie direkt auf einen b?sartigen, winzigen Menschen starrte. Mit dem buschigen Bart, der zerfledderten Kleidung, dem ?u?erst seltsamen Akzent und dem verengten, b?sen Blick wusste Neveah ohne Zweifel, dass sie einen Zwerg vor sich hatte. "Ich ... nun, ich brauche ein Buch." antwortete Neveah auf den ungeduldigen Blick des Zwerges und sch¨¹ttelte ihre momentane ¨¹berraschung ab. "Ihr durchsucht nicht die Bibliothek, bevor ihr den Bibliothekar aufgesucht habt. Das sollte man in umgekehrter Reihenfolge tun." Der Zwerg wies darauf hin und starrte Neveah immer noch an. Neveah hob kapitulierend beide H?nde und trat vom Regal weg. "Ich wusste nicht, dass um diese Zeit noch jemand hier sein w¨¹rde, ich bitte um Entschuldigung." bot Neveah an. Der Zwerg grunzte als Antwort und schob sich an Neveah vorbei, um zwischen ihr und dem Regal zu stehen. Ohne dass man es ihr sagen musste, wich Neveah noch ein paar Schritte zur¨¹ck, um dem Zwerg zu versichern, dass sie ihm nichts B?ses antun w¨¹rde, obwohl es zwischen den beiden so aussah, als ob der Zwerg ihr etwas B?ses wollte. "Ich bin Lady Neveah von Rubinschuppen, Herr, und ich suche einen Band ¨¹ber Trollgolems, d¨¹rfte ich fortfahren?" Neveah versuchte es erneut, als der Zwerg nur schweigend vor sich hin starrte. "Die Dame von Rubinschuppen?!" fragte der Zwerg ¨¹berrascht, und seine Miene ?nderte sich sofort, als ein breites L?cheln seinen Weg auf die Lippen fand. Chapter 322: Auf der Suche nach Wissen (Kap.322)

Chapter 322: Auf der Suche nach Wissen (Kap.322)

"Ja...?" sagte Neveah unsicher und fand die pl?tzliche Ver?nderung in der Miene des Zwerges seltsam. "Gesee Blizzards! Ich bin Mor¡¯ rud, Bibliothekar und Schreiber der Akademie. Seid gegr¨¹?t, Mi Lady." best?tigte der Zwerg und senkte seinen Kopf zu einer tiefen Verbeugung. Die Verbeugung war so tief, dass der buschige Bart des Zwerges, der ihm bereits bis zu den Knien reichte, nun den Boden streifte, und der Zwerg hielt die verbeugte Haltung viel l?nger, als es normal gewesen w?re. Es dauerte einen Moment, bis Neveah begriff, dass der Zwerg darauf wartete, dass sie zuerst sprach, und es schien, als w¨¹rde er nicht aufstehen, wenn sie es nicht tat. Neveah kicherte unbeholfen ¨¹ber die F?rmlichkeit, mit der sie konfrontiert wurde. "Seid unbesorgt." versicherte Neveah, und der Zwerg richtete sich auf, und seine gro?en, aufgeregten Augen fanden wieder zu Neveahs. All die Emp?rung von vorhin war v?llig vergessen. "B¨¹cher, ja? Was f¨¹r welche? Keiner kennt diese Hallen besser als ich." prahlte Mor¡¯ rud und trat von seinem tz weg, der Neveahs Weg zum Regal versperrte. Neveah beschloss, nicht viel ¨¹ber die pl?tzliche Sympathie des Zwerges f¨¹r sie nachzudenken, sie war noch nicht vielen Zwergen bege, aber die wenigen, denen sie bege war, hatten keinen besonders guten Eindruck hintessen. Und die Tatsache, dass der Drachenk?nig bei seiner R¨¹ckkehr auf die verborgene Stadt marschieren w¨¹rde, war ein weiterer Grund, warum Neveah Zwerge nicht sonderlich sympathisch fand. War es nicht ihr Adamantiumstahl, der Menarx in einen solchen Zustand versetzt hatte? "Ich war neugierig, mehr zu erfahren ¨¹ber..." begann Neveah und brach am Ende ab, da ihr r wurde, dass sie nicht wirklich wusste, ob sie den Behauptungen dieses Zwerges trauen konnte. "Woher wei? ich ¨¹berhaupt, dass du der bist, der du vorgibst zu sein ... und nicht hier herumschn¨¹ffelst, wie ich es getan habe?" fragte Neveah misstrauisch. Mor¡¯ruds Augen weiteten sich, er schien von Neveahs Anschuldigung v?llig entsetzt zu sein, und sein buschiger Bart zuckte sichtlich, als er nach den richtigen Worten suchte, um seine Behauptungen zu untermauern. "Es w?re unwahrscheinlich, dass ein Zwerg wie ich auf diesem Gel?nde unbemerkt bliebe, wenn ich keinen bekannten Status h?tte. Drachen m?gen keine Zwerge." begr¨¹ndete Mor¡¯ rud. Neveah nicktengsam, der Zwerg hatte nicht unrecht. Angesichts der angespannten Lage in der verborgenen Stadt w¨¹rde es kein Zwerg wagen, die renommierteste Akademie der Festung zu betreten. Die Drachen waren daf¨¹r bekannt, dass sie unbarmherzig waren, und obwohl der Krieg noch nicht begonnen hatte, w¨¹rde nach den Ereignissen mit Menarx jeder Zwerg, der gesichtet wurde, sofort get?tet werden. "Meine Herrin ist mit meiner Art nicht so vertraut, eubt mir, mich erneut vorzustellen. Ich bin Mor¡¯ rud, Bibliothekar und Schreiber, doch vor dieser Zeit war Mor¡¯ rud Juniorverwalter des K?nigshauses der Norddrachen." "North¡¯s End ist meine Heimat, Mi Lady und die Norddrachen sind meine Familie. Lord of Ruby Scales ist mein Wohlt?ter und n-Lord." verriet Mor¡¯ rud. Neveah nicktengsam, ihr Gem¨¹t beruhigte sich bei der Erw?hnung von Menarx. Obwohl die Zwerge zu dieser Zeit Feinde waren, waren sie das nicht immer, und einige Zwerge hatten sich in die asvarische Gesellschaft integriert. "Trollgolems... Ich war neugierig, mehr ¨¹ber sie zu erfahren. Alles, was mir wirklich eubt ist." verriet Neveah schlie?lich. "Und ich will nur meine Neugier befriedigen, mein Herr wei? nicht, dass ich hier bin, und ich w¨¹rde es vorziehen, wenn das so bliebe." f¨¹gte Neveah hinzu. Mor¡¯ rud l?chelte strahlend, obwohl Neveah nur daran erkennen konnte, dass sein Bart an den Seiten gebogen war, denn au?er seinen Augen und seiner Nase war jeder andere Teil seines Gesichts von seinem Bart verdeckt. "Als Herrin von Ruby Scales hast du uneingeschr?nkten Zugang zu diesem Gel?nde. Obwohl ich sicher bin, dass viele Euch etwas anderes uben machen wollen." gab Mor¡¯ rud weiter, w?hrend er Neveah mit einer Geste aufforderte, ihm tiefer in die Bibliothek zu folgen. Neveah gehorchte und trat hinter dem schwindelerregenden Zwerg in den Schritt. Unbewusst nahm sie zur Kenntnis, dass Mor¡¯ruds zwergischer Akzent nur in wenigen S?tzen oder W?rtern zu h?ren war. "Der m¨¹rrische alte Mann w¨¹rde das sicher nie anerkennen." murmelte Neveah leise vor sich hin. Ein tiefes Glucksen ert?nte von Mor¡¯ rud, der zustimmend mit dem Kopf nickte, es gab niemanden in der Akademie, der nicht sofort wusste, wer der m¨¹rrische Alte war. Meister Maloway war gerade f¨¹r seine unangenehme Art ber¨¹chtigt. "B?nde ¨¹ber Trollgolems und andere Kreaturen der dunklen Magie sind rar ges?t." "Wissen ¨¹ber dunkle Magie ist in der Festung verboten, und solche B?nde w¨¹rden zu viele Informationen enthalten, die m?glicherweise die Aus¨¹bung dieser Kunst f?rdern k?nnten..." "Es ist zu gef?hrlich, sie herumliegen zussen, Drachen sind gr¨¹ndlich undssen keinen Raum f¨¹r zuk¨¹nftige Probleme." fuhr Mor¡¯ rud fort, w?hrend sie den Gang hinuntergingen, vorbei an Dutzenden von B¨¹cherregalen. "Daher m¨¹ssen die meisten dieser B?nde nach dem Aufstand vernichtet worden sein. Es gibt nur einige wenige, die nach sorgf?ltiger Pr¨¹fung einggert wurden, ich wei? nicht, ob sie das Wissen enthalten, das ihr sucht, abersst euch Zeit." sagte Mor¡¯rud. Sie bogen um ein paar Ecken, und Neveah konnte die ganze Zeit ¨¹ber die schiere Gr??e dieser Bibliothek nur staunen. Neveah hatte geubt, dass sie ihre Ehrfurcht gut genug f¨¹r sich behalten konnte, aber sie merkte, dass sie es nicht tat, als Mor¡¯rud sie darauf hinwies. "Ihr wisst nicht viel ¨¹ber die Festung. Dies ist nicht einmal eine der gr??ten Bibliotheken der Festung. Hier im Himmelsfried ist die Bibliothek im Drachenturm dreimal so gro? wie diese." mischte sich Mor¡¯rud ein. "Wieso hat sie mir nie jemand gezeigt?" murmelte Neveah vor sich hin. "Es sind etwa 70000 B?nde, die hier ggert werden, das ist keine gro?e Sammlung im Vergleich zu den wirklich gro?en Bibliotheken." "Die Drachendynastie besteht seit Jahrhunderten, man k?nnte sagen, dass diese Jahrhunderte sehr ereignisreich waren. Es gibt viel, wor¨¹ber man schreiben k?nnte." "Sogar vor der Entstehung der Drachendynastie sind B?nde, die bis zum allerersten Sonnenaufgang zur¨¹ckreichen, noch gut erhalten und gesch¨¹tzt... in diesen Hallen und anderen gr??eren Bibliotheken ruht die Geschichte des ¨¹bernat¨¹rlichen Reiches." sagte Mor¡¯ rud. Chapter 323: Ausbildung (Kap.323)

Chapter 323: Ausbildung (Kap.323)

"Einen Drachen zu reiten ist kein leichtes Unterfangen, es erfordert ungeheure Geschicklichkeit und Konzentration... anders als alles, was du bis jetzt gemeistert hast." "Zuerst musst du lernen, dich auf die gr??ten H?hen einzustellen." "Ein Drache ist ein Flugtier, der Himmel ist f¨¹r ihn so viel Land wie f¨¹r dich. Um mit einem Drachenlord eins zu werden, musst du seinen Lebensraum beherrschen." Meister Maloways Stimme erng von der Spitze der Klippe, als Neveah den m¨¹hsamen Abstieg mit blo?en H?nden schaffte. Neveahs Erholungszeit war schnell vergangen, denn schon am n?chsten Tag wurde Neveah auf Befehl von Meister Maloway von den Drachenw?chtern zu dieser Klippe eskortiert. Es war eine weitere Klippe, mit der sie konfrontiert wurde, und Neveah war nicht einmal ¨¹berrascht, denn das Drachengebiet war ein gebirgiges Terrain. Es gab mehr Klippen und Berggipfel als ebenes Land. "Diese Klippe ist f¨¹r ihren gro?en Fall und ihre heftigen Winde bekannt, aber das ist nichts im Vergleich zu den Turbulenzen am Himmel. Ich werde dich innerhalb einer Stunde unten sehen." Das war das letzte, was Neveah von Meister Maloway h?rte, bevor seine Stimme im Kielwasser der wogenden Winde verng. Neveah warf einen Blick nach unten, der nichts n¨¹tzte, da es unm?glich war, durch den dichten Nebel hindurch zu sehen und festzustellen, auf welcher H?he sie sich befand. Neveah sch¨¹ttelte ihre Gedanken ab und ging weiter die Klippe hinunter. ______________ Neveah holte tief Luft, um ihre Atmung zu beruhigen, als sie den Fu? auf den Fu? der Klippe setzte, direkt an den felsigen R?ndern des Baches, der unterhalb der Klippe floss. Ihre Umgebung war ihr fremd, denn dies war nicht der Weg, den die Drachenw?chter ihr gezeigt hatten. Dies war Neveahs erste Trainingseinheit mit Meister Maloway, und sie hatte nicht erwartet, dass es einfach sein oder noch einfacher werden w¨¹rde. W?hrend sie den schnell flie?enden Bach und den dichten Wald vor sich betrachtete, blieb Neveahs Gesichtsausdruck unver?ndert. Meister Maloway hatte gesagt, dass er am Fu?e der Klippe sein w¨¹rde, und tats?chlich stand er am Rande der Klippe, auf seinen Stock gest¨¹tzt und mit einer so unangenehmen Miene wie immer. Meister Maloway blickte auf die Uhr in seiner Hand, und obwohl Neveah sicher war, dass sie gut in der Zeitg, folgte ein unbeeindrucktes Grunzen. "Bleib dran." Meister Maloway grunzte, dann ging er weiter, in Richtung des Waldes. Neveah folgte ihm, wobei sie sich unbewusst fragte, was Meister Maloway mit "Schritt halten" meinte. Meister Maloway ¨¹berquerte den Bach, wobei er mit einer f¨¹r sein Alter erstaunlichen Geschicklichkeit ¨¹ber eine Reihe von glitschigen Steinen stolperte. Neveah folgte ihm, vorsichtig, damit sie nicht von den Steinen in den Bach rutschte. Noch w?hrend Neveah sich ihren Weg bahnte, kam Meister Maloway auf der anderen Seite des Baches an und verschwand im Wald. Neveah war einen Moment sp?ter da und eilte ihm hinterher, sobald sie auf der anderen Seite des Baches angekommen war. Als sie in den Wald hineinging, konnte Neveah gerade noch einen Blick auf Meister Maloways R¨¹ckzug erhaschen, bevor er wieder au?er Sichtweite war. "Wie kann er so schnell sein?" dachte Neveahs Wolf bei sich. "Da bin ich ¨¹berfragt." erwiderte Neveah und warf einen kurzen Blick auf ihre Umgebung, bevor sie in die Richtung joggte, in der sie Meister Maloway zuletzt hatte verschwinden sehen. Und so warf Neveah immer nur kurze Blicke auf Meister Maloway, nie sah sie den m¨¹rrischen alten Mann l?nger als ein paar Sekunden an. Es war egal, ob Neveah ging, joggte oder in einen regelrechten Lauf ausbrach, irgendwie schaffte es Meister Maloway immer, ihr zu entkommen. Neveah war sich nicht einmal sicher, wie viel Zeit verging oder wienge sie sich im Wald aufhielt, aber als sie sich auf den Weg nach drau?en machte, um Meister Maloway zu finden, war der Himmel bereits von der Dunkelheit der Nacht bedeckt. Neveah blinzelte erstaunt, sie war im Morgengrauen zur Klippe gerufen worden, sie hatte nicht bemerkt, dass so viel Zeit vergangen war, aber es war so. Und Meister Maloway hatte den ganzen Weg ¨¹ber einen gleichm??igen Schritt vor ihr gehalten und war nicht ein einziges Mal ins Stocken geraten. Jetzt stand er da und starrte Neveah mit zusammengekniffenen Augen an. Meister Maloway warf ein Schwert nach Neveah, die es gerade noch rechtzeitig abfing, bevor es sie mitten ins Gesicht treffen konnte. "Schmerzhaftngsam, ¨¹berm??ig selbstbewusst ... wir werden sehen, ob deine St?rke erw?hnenswert ist." sagte Meister Maloway, w?hrend er seinen Stock zur Seite warf und seine Haltung korrigierte. Neveahs Mund blieb vor Schreck offen stehen, als der krumme alte Mann nun aufrecht vor ihr stand, die H?nde elegant hinter seinem R¨¹cken verschr?nkt. Seine Haltung und sein bedrohlicher Blick verrieten Neveah, dass sie ihren Meister gewaltig untersch?tzt hatte, und als Meister Maloway sie zum Angriff aufforderte, konnte Neveah bereits ahnen, wie dieser Kampf ausgehen w¨¹rde. Obwohl sie das wusste, zog Neveah ihr Schwert und griff an. ____________ Neveah sa? an einem gro?en B¨¹cherregal tief in der Bibliothek, wo die wenigen Strahlen der untergehenden Sonne, die von den gro?en Fenstern reflektiert wurden, nicht hineingngen konnten. Und so konnte Neveah in der Sicherheit und Ruhe des Schattens bleiben. Dies war schnell zu Neveahs bevorzugtem Lesetz geworden, denn niemand kam jemals so weit in die Bibliothek hinein, und niemand w¨¹rde sie dort bemerken, snge sie sich nicht bemerkbar machte. Nicht, dass es viele Besucher in der Bibliothek g?be, denn die meisten Reiter waren verreist, und so waren die Studiensitzungen gr??tenteils eingestellt worden. Neveah lehnte mit einem dicken Buch in der Hand am Regal und bl?tterte hin und wieder eine Seite um. Ein paar Tage waren wie im Flug vergangen, und obwohl Neveahs Ausbildung bereits voll im Gange war, suchte sie die Bibliothek immer wieder auf, wenn sie auch nur einen Moment Zeit hatte. Von den B?nden ¨¹ber Trollgolems ¨¹ber die B?nde ¨¹ber Trolle selbst bis hin zu den Aufzeichnungen der gr??ten hten, die von den Drachenf¨¹rsten gescgen wurden, und all ihren Eroberungen gab es so vieles, das Neveah mit Ehrfurcht erf¨¹llte. Neveahs Aufmerksamkeit war voll und ganz auf das Buch gerichtet und sie nahm Mor¡¯ruds Ankunft nicht zur Kenntnis. Chapter 324: Mor’rud Rückrufe (Kap.324)

Chapter 324: Mor¡¯rud R¨¹ckrufe (Kap.324)

"Mi Lady ist wieder da." best?tigte Mor¡¯rud. Es war ihm schnell zur Gewohnheit geworden, nach Neveah zu sehen, wann immer er das Gef¨¹hl hatte, sie k?nnte gekommen sein, um dort weiterzumachen, wo sie aufgeh?rt hatte. Neveah blickte zu dem grinsenden Zwerg auf und bem¨¹hte sich, sein L?cheln mit ihrem eigenen m¨¹den L?cheln zu erwidern, was ihr nicht ganz gng. "Mi Lady scheint ersch?pft zu sein." bemerkte Mor¡¯rud. "Ich bin nach dem Training hergekommen." sagte Neveah. Mor¡¯rud nickte verst?ndnisvoll und schaute dann zu dem Band hin¨¹ber, das Neveah in den H?nden hielt. "Ah ... die gro?en Eroberungen der Asvarian-Bestien. Ich w¨¹rde es eine wunderbare Lekt¨¹re nennen." sagte Mor¡¯rud. "Ist es auch. Die meisten der aufgezeicen Ereignisse liegen Jahrhunderte zur¨¹ck." behauptete Neveah. "K?nig Jians Herrschaft hat viele friedliche und bl¨¹hende Jahrhunderte erlebt, das Volk bezeugt es auch. Deshalb gibt es auch keine Aufzeichnungen ¨¹ber hten aus j¨¹ngster Zeit ... bis jetzt nicht." erkl?rte Mor¡¯rud. Neveah nickte verst?ndnisvoll, es war nicht das erste Mal, dass sie ein Zeugnis ¨¹ber die Vortrefflichkeit von K?nig Jians Regime h?rte. Neveah zweifelte nicht im Geringsten daran, denn wenn sie eines von K?nig Jian wusste, dann war es, wie sehr er Dinge besch¨¹tzte, die f¨¹r ihn von Bedeutung waren, und was war wichtiger als sein Volk? "Ich h?re immer nur von dem Aufstand und dem Umsturz, man k?nnte meinen, das seien die einzigen beiden hten, die die Festung erlebt hat." erwiderte Neveah. "Diese beiden Eroberungen waren die entscheidenden hten, die die Festung zu dem gemacht haben, was wir heute kennen, und deshalb wird auch oft von ihnen gesprochen. Davor und dazwischen gab es viele hten." erz?hlte Mor¡¯rud. "Das sehe ich jetzt auch." Neveah stimmte zu. "Ich sehe auch, dass dies nicht das erste Mal ist, dass die Drachen die verborgene Stadt erobern wollen..." begann Neveah zu sagen, brach aber ab, als ihr d?mmerte, dass ihre Worte f¨¹r Mor¡¯rud m?glicherweise unangenehm sein k?nnten. Mor¡¯rud bemerkte Neveahs Z?gern,chte und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Meine Dame kann alles fragen, was ihr wissen wollt, ich werde es euch nach bestem Wissen und Gewissen erkl?ren." versicherte Mor¡¯rud. "Es gab einmal eine Eroberung der verborgenen Stadt, doch die ht endete nicht entscheidend... die Drachen hatten damals alle anderen V?lker besiegt, warum haben sie die verborgene Stadt dann zur¨¹ckgssen?" fragte Neveah neugierig. "Wisst ihr, wir Zwerge haben keine songe Lebensspanne wie die Drachen, aber ich habe schon viele Jahrzehnte und mehr als ein Jahrhundert erlebt." begann Mor¡¯rud. "Von Hunderten von Ereignissen, die gekommen und gegangen sind, ist mir diese ht noch lebhaft in Erinnerung. In dieser ht begee ich zum ersten Mal dem Herrn der Rubinschuppen." verriet Mor¡¯rud. "Menarx?" fragte Neveah und legte ihr Buch beiseite, als ihr Interesse geweckt war. "Darf ich mich dann setzen?" fragte Mor¡¯rud mit einem leichten Kichern ¨¹ber Neveahs Interesse und Neveah nickte ohne zu z?gern. "In der Tat. Die Invasion der verborgenen Stadt kam f¨¹r meine Art nicht ¨¹berraschend, die Absicht der Drachen, das gesamte Reich zu erobern, war schon seit dem Aufstand bekannt." "Umso mehr, als die Nachricht vom Sieg der Drachen ¨¹ber die Ethnie der Mer... die letzte Ethnie, die es wagte, sich der Drachenherrschaft zu widersetzen, die Runde machte und so war bekannt, dass die verborgene Stadt die n?chste war." "Doch meine Art war nicht sehr beunruhigt. Wir waren nicht wie die anderen Ethnien, deren Territorium den Drachen ausgesetzt war, unseres war komplett unterirdisch... eine Festung, die von feindlichen Kr?ften niemals betreten werden konnte." "Wenn ich daran zur¨¹ckdenke, finde ich unsere Zuversicht l?cherlich. Die Drachen hatten gerade die Mer-Meere erobert, auch wenn es nicht ihr eigener Lebensraum war... doch irgendwie ubten wir, unsere Festung sei uneinnehmbar." sagte Mor¡¯rud mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Doch unsere Zuversicht war nicht unbegr¨¹ndet, die verborgene Stadt hatte Jahrhunderteng gestanden, und selbst die Drachen waren ratlos ... aber das hielt sie nicht auf, ganz und gar nicht." erinnerte sich Mor¡¯rud. "Ich geh?rte zu dem Bataillon, das ausgesandt wurde, um die n?rdlichen Minen vor der Invasion der Drachen zu sch¨¹tzen. Die n?rdlichen Minen waren einer der wichtigsten Au?enposten der verborgenen Stadt." "Es war auch einer der Au?enposten, die gegen den Befehl des Drachenk?nigs immer noch das Drachent?tererz abbauten." erkl?rte Mor¡¯rud. "Das Adamantium, das Menarx verletzt hat." murmelte Neveah und verstand, was das Drachent?tererz war. "Unser K?nig leistete gro?en Widerstand gegen die Unterwerfung durch die Drachen und schwor, niemals sein Haupt zu beugen, was unsere Entschlossenheit st?rkte." "Um den Drachen zu widerstehen, war es von absoluter Wichtigkeit, unsere Adamantiumminen zu sch¨¹tzen ... Adamantium war unsere einzige Hoffnung gegen die Drachen." fuhr Mor¡¯rud fort. "Tausende von uns waren bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um unseren Au?enposten zu sch¨¹tzen, auch wenn wir wussten, dass die ht nicht zu unseren Gunsten ausging... besonders f¨¹r diejenigen von uns, die die Sicherheit der Stadtmauern vessen hatten, um zu den Minen zu gehen." "Genau die Minen, die der gro?e Zorn der Drachenart waren." "Nur wegen des Vertrauens, das wir unserem K?nig entgegenbrachten, waren wir die Verteidigungslinie ¨¹ber der Oberfl?che." sagte Mor¡¯rud. "Was ist dann passiert?" fragte Neveah, als Mor¡¯rud schwieg. "Es war der f¨¹nfte Tag, seit die Kriegsglocken gel?utet wurden, als mein Bataillon zum ersten Mal die glorreichen Bestien von Asvar erblickte..." "Wir hatten mit einem Schwarm gerec, aber als ein einzelner riesiger Schatten ¨¹ber uns hinwegflog, das Sonnenlicht verdunkelte und die Mine in pechschwarze Dunkelheit tauchte, wobei das einzige Licht die rubinroten Streifen waren, die sich in den Schuppen des Tieres spiegelten... wussten wir, dass ein Schwarm nicht n?tig war." "Der Drachenk?nig hatte den Kampf mit der Absicht begonnen, zu gewinnen, er hatte uns einen der t?dlichsten Drachenf¨¹rsten geschickt... den grausamen Rubin, den ber¨¹hmten Drachenkrieger des Nordens und W?chter des K?nigs." "Da wussten wir, dass wir verloren hatten, bevor die ht ¨¹berhaupt begonnen hatte, und als die Erde unter seinem w¨¹tenden Gebr¨¹ll bebte und die erste Welle sengend hei?er mmen auf die Minen niederprasselte... schloss ich Frieden mit meinem Schicksal, ich w¨¹rde nicht lebendig nach Hause zur¨¹ckkehren." erinnerte sich Mor¡¯rud. Chapter 325: Mor’rud Rückrufe 2 (Kap.325)

Chapter 325: Mor¡¯rud R¨¹ckrufe 2 (Kap.325)

"Aber du hast es getan." sagte Neveah und kicherte leise ¨¹ber Mor¡¯ruds dramatischen Blick. "Das habe ich... doch damals wusste ich noch nicht, dass ich es tun w¨¹rde." erwiderte Mor¡¯rud. "Die Minen waren gut gebaut, nicht so tief wie die verborgene Stadt selbst, aber immer noch unterirdisch. Es gab nur einen Ausgang, der an die Oberfl?che f¨¹hrte, und der war nur f¨¹r Zwerge gebaut, f¨¹r eine so gro?e Bestie war er sicher nicht geei." "Die mmen brannten auf die Minen nieder und schickten eine Hitzewelle durch sie hindurch, aber sie brannten noch nicht durch, und die Gewissheit, dass er uns nicht erreichen konnte, ermutigte mein Bataillon." sagte Mor¡¯rud. "Menarx¡¯ erste mme muss nur eine List gewesen sein ... um eine falsche Illusion zu erzeugen, dass die Mine standhalten w¨¹rde." vermutete Neveah. "Ihr wisst, wie es ist... die mmen der Norddrachen brennen sich durch alles, und der Herr der Rubinschuppen entstammt der reinsten Blutlinie der Norddrachen." "Aber das wussten wir nicht und haben unwissend geubt, der Schutz der Minenw?nde w¨¹rde gegen seine mmen ausreichen." fuhr Mor¡¯rud fort. "Mit dieser Gewissheit entfesselten wir unseren Gegenangriff. Die Speere aus Adamantium waren bereitgelegt. Wir Zwerge sind f¨¹r viele Dinge gut, aber f¨¹r nichts so sehr wie f¨¹r unsere Handwerkskunst und unsere Maschinen." f¨¹gte Mor¡¯rud hinzu. "Wurde Menarx verletzt?" fragte Neveah. "Oh nein, der Herr der Rubinschuppen war eine Bestie des Fluges, ein Meister seiner Kunst. Seine Wendigkeit war un¨¹bertroffen, unsere Speere waren schnell, aber er war schneller, er entkam ihnen, als w?ren sie nichts." "Worauf er es abgesehen hatte, erkannten wir erst zu sp?t. Er benutzte sich selbst als K?der und trieb mein Bataillon an den Rand des Abgrunds, und wir mmerten uns an die verzweifelte Hoffnung auf einen Sieg und ?fen unser Adamantium-Gew?lbe, das im tiefsten Teil der Minen versteckt war, um einen Angriff mit voller Wucht zu entfesseln." erinnerte sich Mor¡¯rud. "Sobald der Tresor ge?f war, kam die zweite mmenwelle und diesmal... st¨¹rzten die Mine und der Tresor, der das Ziel gewesen war, ein... und begruben den gr??ten Vorrat an Adamantium." "Er sah vom Himmel aus zu, wie wir unter den Adamantium-Gew?lben begraben wurden, die wir mit unseren eigenen H?nden gebaut hatten." "Es ist schwer, sich daran zu erinnern, was nach der zweiten Feuerwelle geschah, ich wei? nur, dass ich, als sich der Staub und die Tr¨¹mmer gelegt hatten, als Erstes seine Landung und die Verwandlung von der Bestie zum Menschen sah." "Seine Augen waren benommen, als er dastand und starrte, und die n?chsten Worte waren: ¡¯Welche Befehle, Bruder?¡¯" erz?hlte Mor¡¯rud. "Wir Zwerge wussten, dass die Drachen die besondere F?higkeit haben, mit ihrem Geist ¨¹ber gro?e Entfernungen hinweg zu kommunizieren, und so wusste ich, von welchem Bruder er sprach... dem Drachenk?nig." "Und die Befehle, die er gab, wurden bald vom Herrn der Rubinschuppen wiederholt." "T?ten"... war alles, was er sagte, die roten Kugeln mmten mit einer schrecklichen Blutlust. Schwer verletzt von dem Zusammenbruch, sah ich zu, wie die Reste meines Bataillons auf ihn losgingen." "Aber er stand da, unbeeindruckt, und doch wurde jeder meiner Art, der in seine Reichweite kam, mit Leichtigkeit hingerichtet... seine uen trieften vom Blut aller, die ich kannte, und ich wusste, dass mein Leben bald nur noch ein Blutstropfen sein w¨¹rde, der an seinen uen herabrann." "Meine Verwandten erkannten bald, dass es vorbei war, dass diejenigen, die noch die Kraft zum K?mpfen hatten, vernichtet worden waren und der Rest von uns nur noch auf sein Schicksal warten konnte." "Der Rest von uns, wie ich bald feststellte, war nur noch ich, mit einem Teil meines Beins, das noch von den Tr¨¹mmern zerquetscht war. Ich war der letzte eines Bataillons von ¨¹ber hundert Mann, und es hatte nur zwei mmenwellen ¨¹berstanden." "Damals fragte ich mich, warum unser K?nig ¨¹berhaupt befahl, Adamantium abzubauen ... warum er uns gegen die m?chtigsten Bestien des Reiches antreten lie?, indem er an ihrer Schw?che r¨¹ttelte, wohl wissend, dass sie sich r?chen w¨¹rden." "Dann kam er n?her an mich heran... unsere Blicke trafen sich, bevor er zu mir hin¨¹berging und sich vor mir niederkauerte. Mir blieb der Atem weg, noch bevor sich seine Krallen um meine Kehle schlossen." "Und als er sich nur noch mit der geringsten Kraft zu drehen brauchte, hielt er inne, seine Augen wurden leer wie zuvor. Ich wusste, dass er mit einem seiner Verwandten sprach, und danach lie? er mich los und verabschiedete sich, als w?re nichts geschehen." erz?hlte Mor¡¯rud. "Ich rief nach ihm, ich musste wissen, warum er mich am Lebenssen w¨¹rde." "Und er sagte zu mir, dass er es nicht mag, wenn man ihm sagt, was er tun soll. Ich habe nie verstanden, was er meinte, bis ich in der Drachenburg von Nordende erwachte und die Nachricht h?rte..." "Der Zwergenk?nig hatte sich ergeben und bot alle Adamantiumminen und das Leben der Soldaten des Au?enpostens im Austausch f¨¹r Gnade an." "Lord Menarx hat mich verschont, weil er nicht wollte, dass es so aussieht, als h?tte er genau das getan, was der Zwergenk?nig ausgehandelt hatte... Ich verstehe diesen Grund immer noch nicht, doch er hat mir das Leben gerettet." sagte Mor¡¯rud, immer noch unf?hig, es zu begreifen. Neveahchte leise und sch¨¹ttelte den Kopf. Es ng wirklich nach Menarx, dass er etwas so Unvern¨¹nftiges getan hatte. "Nun, es ist schon sp?t, ihr solltet fr¨¹h in euer Quartier zur¨¹ckkehren, die Ruhe wird euch gut tun." riet Mor¡¯rud. Neveah seufzte widerwillig, nickte aber zustimmend, sie brauchte die Ruhe. Neveah stand auf, verlie? die Bibliothek und nahm denngen Weg durch den hinteren Wald, um zum Wohnturm zur¨¹ckzukehren. W?hrend sie ging, war Neveah in Gedanken versunken, wie sie es oft war, seit ihre Tage in eine Routine verfallen waren. ¡¯Jemand ist hier...¡¯ Neveahs Wolf lenkte ihre Aufmerksamkeit auf eine fremde Pr?senz. Neveahs Augenbrauen zogen sich leicht zusammen, als sie in ihrem Schritt innehielt und die Arme hinter ihrem R¨¹cken verschr?nkte. "Komm heraus." forderte Neveah und lie? ihren Blick zu dem gro?en Baum wandern, hinter dem sich ihrer Meinung nach jemand versteckte. Es kam keine Antwort, und Neveah seufzte, bevor sie sich st¨¹rzte und im Handumdrehen hinter dem Baum ankam. Neveah war sich nicht sicher, wen sie dort zu sehen erwartet hatte, aber sie hatte sicher nicht erwartet, eine Davina mit gro?en Augen vorzufinden, die sie anschaute. "Davina? Was machst du denn hier?" fragte Neveah verbl¨¹fft. Chapter 326: Davinas Besuch (Kap.326)

Chapter 326: Davinas Besuch (Kap.326)

"Davina? Was machst du denn hier?" fragte Neveah verwirrt und schaute sich um, um sicherzugehen, dass niemand sonst in der N?he war. Es war schon sp?t am Abend, und Neveah war mit den Regeln der Akademie vertraut genug, um zu wissen, dass Davina um diese Zeit nicht hier sein sollte. "Au?er den Reitern darf sich um diese Zeit niemand auf dem Akademiegel?nde aufhalten. Du bekommst sonst ?rger mit den Wachen." "Besonders um diese Zeit, wenn fast alle in rmbereitschaft sind, nachdem was mit Narx passiert ist, solltest du es besser wissen, als die Zitadelle um diese Zeit zu vessen." f¨¹gte Neveah hinzu. Davina antwortete nicht sofort, einen Momentng ¨¹berlegte sie, ob sie Neveah eine Antwort geben sollte oder nicht, und Neveah bemerkte den Konflikt in den Augen der Oberaufseherin. Es war ein seltsamer Blick, den Davina aufsetzte, denn Neveah kannte sie als jemanden, der immer geradeheraus war und Neveah nur bewunderte. Neveah dachte sich jedoch nicht viel dabei, da sie wusste, dass Davina schlie?lich sprechen w¨¹rde, und auch ihre Haltung entspannte sich, da es sich nur um Davina und nicht um eine Fremde handelte. "Die Wachen wissen, dass ich hier bin, ich habe darum gebeten, euch kurz zu besuchen, um die Worte meines Vaters zu ¨¹bermitteln." verriet Davina. Neveah runzelte leicht die Stirn, Lord Rodrick war das Sprachrohr des Drachenk?nigs, w¨¹rde er ihr in Abwesenheit von K?nig Jian etwas zu sagen haben? "Lord Rodricks Worte? Was ist mit ihnen?" fragte Neveah, Wieder antwortete Davina nicht. Sie sch¨¹ttelte nur den Kopf, was Neveah so verstand, dass es keine Worte von Lord Rodrick gab. Neveah hob eine Augenbraue und kicherte leise. "Ich h?tte nicht gedacht, dass Ihr tats?chlich unwahre Worte sagen k?nntet. Die Drachenw?chter anl¨¹gen? Hat Menarx dich zu mir geschickt?" fragte Neveah neugierig, denn das war die einzige Erkl?rung daf¨¹r, warum Davina den Drachenw?chtern ihre wahre Bestimmung nicht verraten konnte. Auf Befehl von Meister Maloway durfte Menarx nicht in die N?he der Akademie kommen, bis der Krieg beigelegt war, nur f¨¹r den Fall, dass er Neveah entf¨¹hren w¨¹rde, wie er es zuvor getan hatte. "Nein... Lord Menarx ist geflohen, um die verborgene Stadt auszukundschaften, und ist noch nicht zur¨¹ckgekehrt." erwiderte Davina. Neveah runzelte leicht die Stirn, es war weder Lord Rodrick noch Menarx, wer sonst h?tte Davina verassen k?nnen, Neveah einen Besuch abzustatten? "Warum bist du dann gekommen? Es kann doch nicht sein, dass du nur gekommen bist, um mich zu sehen." fragte Neveah erneut. Davina antwortete immer noch nicht, und in Neveah machte sich ein Gef¨¹hl der Unruhe breit. In Wirklichkeit kannte Neveah Davina nicht so gut, sie hatte Davina nie die Gelegenheit gegeben, mit Neveah so eng vertraut zu werden, wie Davina es zu wollen schien. Aber Neveah wusste genug, um sich zu fragen, wie anders als sonst Davina sich in diesem Moment verhielt. Neveah warf wieder einen Blick in den Wald. Es war schwer vorstellbar, dass Davina auf der Suche nach ihr hierher gekommen war, woher hatte Davina gewusst, dass Neveah diesen Weg zur¨¹ck zum Wohnturm nahm? Selbst Meister Maloway wusste nicht, dass Neveah diesen Weg bevorzugte, denn hier lie? sie ihren Wolf oft frei, wenn sie die geringste Gelegenheit dazu hatte. "Gibt es etwas, das ich wissen sollte?" fragte Neveah erneut. "Es gibt in der Tat etwas, das du wissen solltest." antwortete Davina schlie?lich und zog ein ordentlich verpacktes Pergament aus ihrem G¨¹rtel. Davina reichte es Neveah, und Neveah nahm das Pergament an sich, die Stirn immer noch fragend hochgezogen, als sie die B?nder l?ste und das Pergament entfaltete. Neveah erwartete, Schriften oder etwas ?hnliches zu sehen, aber stattdessen stieg ein dunkler Nebel aus dem Pergament auf, direkt in Neveahs Gesicht. Neveahs Augen weiteten sich leicht, als sie das Pergament beiseite warf und Davina einen ungl?ubigen Blick zuwarf, als ein stechender, scharfer Schmerz aus ihrem Bauch emporschoss und ihre Atemwege verstopfte. Der Schmerz war eine Sache, aber f¨¹r Neveah f¨¹hlte es sich an, als ob ihre Lungen ineinander kobiert w?ren, und die Wirkung war unmittelbar, ihre Umgebung begann sich zu drehen, ihre Sicht verschwamm, w?hrend sie nach Luft rang. "Davina...du..." keuchte Neveah heiser, aber der Rest ihrer Worte blieb ihr im Hals stecken und wollte einfach nicht herauskommen, Das Letzte, was Neveah sah, war Davinas unbeeindruckter Gesichtsausdruck, als sie zu Boden sackte und ohnm?chtig wurde. ___________ Der Wind war in der Morgend?mmerung eiskalt und strich ¨¹ber Jians Haut, doch er sp¨¹rte ihn kaum. Er stand auf der Spitze des H¨¹gels, wie er es schon bei seiner Ankunft getan hatte, und blickte auf die menschliche Siedlung hin¨¹ber, als die ersten Streifen des Tageslichts den Himmel erhellten. Wie immer war sein Gesichtsausdruck ausdruckslos und es war unm?glich zu sagen, welche Gedanken ihm durch den Kopf gingen. Aber wenn man unter die Oberfl?che sehen k?nnte, w¨¹rde man den Aufruhr und die Furcht sp¨¹ren, die der Drachenk?nig in sich trug, als ein weiterer Tag anbrach und die Dunkelheit am Horizont auftauchte. "Mein Lehnsherr..." rief Cassian zu Jian und unterbrach seine Gedanken. "Dies ist der erste Tag der 41. Woche." murmelte Jian, mehr zu sich selbst als zu Cassian, aber Cassian antwortete so oder so. "Das ist er in der Tat." stimmte Cassian zu. "Es ist zu sp?t, um die Stadt zu evakuieren, aber wir haben den Wald abgesperrt, wir werden die Menschen nicht hineissen. Sie werden nicht in das Kreuzfeuer geraten, da k?nnt Ihr beruhigt sein, mein Lehnsherr." versicherte Cassian, als Jian nicht sprach. "Seid unbesorgt... Das werde ich sein, wenn der Trollgolem erscgen ist." erwiderte Jian. "Sieh sie dir an, Cassian... sie haben kein Wissen... Ich werde nicht zssen, dass auch nur ein einziger verletzt wird. Das werde ich nicht." wiederholte Jian. "Dein Wunsch ... ist unser Auftrag, Bruder. Keinem einzigen wird etwas geschehen, daf¨¹r setze ich mein Leben ein." sagte Cassian und senkte seinen Kopf zu einer Verbeugung. "Dein Leben... ist ein Teil von meinem. Muss ich das noch sagen?" fragte Jian und warf einen Blick zu Cassian hin¨¹ber. "Ich wei? es." antwortete Cassian, wobei sich der Anflug eines L?chelns auf seinen Lippen abzeice. "Sag mir, warum du zu mir gekommen bist." fragte Jian, der wusste, dass hinter Cassians Anwesenheit mehr steckte. "Es ist eine Nachricht aus der Zitadelle eingetroffen ... sie ist f¨¹r dich bestimmt." berichtete Cassian. "Hmmm." Jian brummte, als er einen letzten Blick auf die Siedlung warf und dann zur¨¹ck zum Lager ging. Chapter 327: Ein dunkler Ort (Kap.327)

Chapter 327: Ein dunkler Ort (Kap.327)

"Sollte ich eine Nachricht von der Zitadelle erwarten?" fragte Jian Cassian, als sie durch das Lager zu seinem Zelt gingen. "Nicht, dass ich w¨¹sste. Kirgan und Imagor haben mit ihren Schwadronen die Verteidigung der Zitadelle bzw. des Bergfrieds ¨¹bernommen. Wir haben auch von der Genesung von Narx geh?rt." erwiderte Cassian. Jian sagte nichts, bis er in sein Zelt trat, wo die ¨¹berbrachte Nachricht auf seinem Schreibtischg. Das zusammengerollte Pergamentg in einer kleinen Holztruhe mit ge?fem Deckel, und Jian wusste, dass seine Lorddrachen die Truhe bereits untersucht hatten, um sicher zu sein, dass sie ihm sicher vorgelegt werden konnte. "Auf welche Weise wurde es geliefert?" fragte Jian mit einer hochgezogenen Augenbraue, w?hrend er auf das aufgerollte Pergament hinunterblickte. "Durch ein Bannportal, mein Lehnsherr. Sie sind sich nicht sicher, aus welcher Quelle..." berichtete Cassian und hob das Pergament auf, bevor Jian es erreichen konnte. "Ich habe Befehl gegeben, die magische Signatur aufzusp¨¹ren, es sollte nicht schwer sein, den Magier zu finden, der das getan hat, wenn er zu unserer Akademie der Magie geh?ren sollte." versicherte Cassian. "Und wenn sie es nicht sind..." f¨¹gte Cassian hinzu, lie? seine Worte aber im Raum stehen und konzentrierte sich stattdessen auf das Pergament. Cassian l?ste die Fesseln des Pergaments, rollte es auf und nahm sich einen Moment Zeit, um den Inhalt zu lesen, w?hrend Jian nur schweigend zusah. Jian bemerkte die Ver?nderung in Cassians Miene, noch bevor sie sich in seinen Augen widerspiegelte oder seinen Gesichtsausdruck zu einem Stirnrunzeln verformte. "Was steht da drin?" fragte Jian mit einer hochgezogenen Braue. "Die, die von den W?lfen Omega genannt wird, ist die Lady Neveah... die Geliebte von Narx, nicht wahr?" fragte Cassian in einem Ton, der von Unmut gepr?gt war. "Und was ist mit ihr?" fragte Jian und nahm das Pergament, als Cassian es ihm reichte. Jians die Notiz ebenfalls und sein Blick verengte sich, ein komplizierter Ausdruck blitzte ¨¹ber seine ungleichen Augen auf. _____________ Die Vertrautheit dieser Dunkelheit... die Schatten, die Neveahs Verstand vernebelten, sie waren erdr¨¹ckend. Die Dunkelheit krallte sich an Neveahs Lungen fest, verweigerte ihr den kleinsten Atemzug, saugte ihre Lebenskraft aufngsame, sp?ttische Weise ab. Als w¨¹rde sie Neveah versichern, dass sie immer da sein w¨¹rde, dass jemand, der einmal dem Tod entronnen war, nur eine Lebensschuld hatte... eine, die mit der Zeit zur¨¹ckgefordert werden w¨¹rde. Ein leises St?hnen entkam Neveah, als ihre Augen auftterten und ihre Hand hochschoss, um ihre Kehle zu ummmern... oder es zu versuchen. Neveahs Hand konnte sich nur so weit bewegen, bis sich ein stechender Schmerz in ihrem Handgelenk ausbreitete und Neveahs verwirrter Blick nach unten wanderte, um eine silberne Manschette zu entdecken, die ihre Handgelenke an einerngen Kette festhielt, die in die Wand eingssen war. Wie... wo bin ich?", dachte Neveah und Panik stieg in ihrer Brust auf, als die letzten Reste der Bewusstlosigkeit verschwanden und Neveah hellwach und sich ihrer Umgebung bewusst wurde. Es dauerte einen Moment, aber als sich Neveahs Augenngsam an die Dunkelheit gew?hnten, war das erste, was ihr auffiel, der dicke, muffige Geruch von feuchter Erde, der die Luft verpestete, Es gab noch eine Vielzahl anderer Ger¨¹che, die f¨¹r Neveahs empfindlichen Geruchssinn umso stechender waren. Der Geruch war so prant, dass Neveah kaum noch Luft bekam, aber das war noch die geringste ihrer Sorgen. Die Erinnerungen an das, was zu diesem Moment gef¨¹hrt hatte, kamen Neveah wieder in den Sinn, besonders das letzte Gesicht, das sie gesehen hatte... Davina. ¡¯Warum? Was soll das?¡¯ fragte sich Neveah v?llig verwirrt, unf?hig zu verstehen, was hier geschah und warum sie ¨¹berhaupt hier war... oder wo sie sich ¨¹berhaupt befand. Noch wichtiger war, dass Neveah nicht verstand, warum Davina ihr so etwas antun w¨¹rde, was genau hatte Davina davon, ihr wehzutun? W?hrend Neveah dar¨¹ber nachdachte, kochte eine dunkle Wut in ihrem Kopf hoch, begleitet von Selbstvorw¨¹rfen ... wie konnte sie nur Vertrauen fassen? Jemand, der nicht vertraute, konnte nicht verraten werden. Da war es wieder, jemand, von dem sie es am wenigsten erwartet hatte, war derjenige, der ihr Schaden zuf¨¹gte ... vielleicht war dies wirklich alles, was Neveahs Schicksal zulie?, vielleicht gab es nichts mehr, was das Leben ihr bieten konnte. Veah... konzentriere dich!¡¯ zischte Neveahs Wolf in Neveahs Kopf und riss Neveah damit aus der Spur ihrer dunklen Gedanken. Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf und warf einen weiteren Blick um sich, wobei sie die Pf¨¹tzen unbekannter Substanzen auf dem Boden ¨¹bersah. Was ist das f¨¹r ein Ort? fragte sich Neveah, Irgendwo in dem dunklen Raum nahm Neveah das leise Ger?usch von tropfendem Wasser wahr, und der feuchte Gestank wollte einfach nicht verschwinden. Es schien, als k?me kaum Luft herein, und Neveah erkannte, dass dieser Ort, wo immer er auch war, unterirdisch war. Neveah versuchte erneut, sich zu bewegen, aber ihre Glieder waren schwer und unbeweglich, und das lenkte Neveahs Aufmerksamkeit erneut auf die silbernen Handschellen, mit denen sie gefesselt war. ¡¯Silber... Davina wei?, dass Silber meine W?lfin schw?cht...¡¯ dachte Neveah mit Wehmut. Neveahs Augen suchten noch immer den Raum ab, es gab nicht viel zu sehen au?er Schatten und Dunkelheit. Das einzige Licht kam aus einem kleinen Riss in der Decke, aber es schien kein nat¨¹rliches Licht zu sein, und es reichte nicht ann?hernd aus, um den gesamten Raum zu erhellen. Die W?nde dieses seltsamen Ortes bestanden aus grob behauenem Stein, und die Luft war dick mit dem Geruch von Verfall und Vernachl?ssigung. Neveah konzentrierte ihre Sinne, und genau wie sie es erwartet hatte, konnte sie Spuren von Leben wahrnehmen. Ein Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken, als sie merkte, dass sie nicht allein war. Es gab noch andere Gefangene, ein gequ?lter Schrei hallte in diesem Moment durch die Stille, als ob er Neveahs Gedanken best?tigen w¨¹rde. Neveah ?fe den Mund, um zu schreien, aber ihre Stimme blieb ihr in der Kehle stecken, als sie sich wieder entschied. Es war schwer zu sagen, wie sie hierher gekommen war oder was ihr bevorstand, wenn sie die Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenkte, dass sie wach war, und so unterdr¨¹ckte Neveah ihren Zorn und blieb still. Neveah bewegte sich weiter in die Dunkelheit hinein, so weit es die Ketten zulie?en. Dort lehnte sie sich an die Wand und rollte die Knie an die Brust. "Was sollen wir jetzt tun?" dachte Neveah zu ihrem Wolf, ihre Stimme war schwach und zittrig. Chapter 328: Das Wort an das Schicksal (Kap.328)

Chapter 328: Das Wort an das Schicksal (Kap.328)

¡¯~Innere Zitadelle der verborgenen Stadt, das Zwergenreich~ Die innere Zitadelle der verborgenen Stadt ist eine starke und uneinnehmbare Festung, deren exakte Lage der Oberwelt unbekannt ist. Sie bildet das Herz der Zwergenzivilisation. Bing gab es keinen erfolgreichen Versuch, die verborgene Stadt zu erobern, was vor allem daran liegt, dass sie, ihrem Namen entsprechend, wirklich an einem unbekannten Ort liegt. Keine Karte kann genau zeigen, wo sich die verborgene Stadt befindet; bekannt ist nur ihre ungef?hre Lage, die auf den Mine-Au?enposten der Zwergenzivilisation basiert. Manche Ger¨¹chte besagen, die innere Zitadelle besitze die mystische F?higkeit, ihren Standort zu verschieben und ihre Eing?nge zum Einst¨¹rzen zu bringen, sodass sie unm?glich zu finden sei. Andere Ger¨¹chte behaupten, die Zitadelle bef?nde sich auf einer magischen Dimensionsebene und sei nicht wirklich unterirdisch, wie oft angenommen wird, was ihre Auffindbarkeit ebenfalls unm?glich macht. Solche Ger¨¹chte sind jedoch h?chstwahrscheinlich nur M?rchen, verbreitet von jenen, die Feinde davon abhalten m?chten, einen Angriff auf die st?rkste Festung der verborgenen Stadt zu wagen. Azkar wei? es besser; es kostete ihn damals gro?e Anstrengungen, aber er hat die innere Zitadelle der verborgenen Stadt ausfindig gemacht und kennt sie nun wie seine Westentasche. Endlose Hallen mit niedrigen Decken, die scheinbar direkt dar¨¹ber schweben, gebaut aus grob behauenen Steinen und Erde, ist jede Halle in Form und Erscheinung identisch wie die andere, und es wiederholt sich, so weit man gehen kann und wie oft man sich auch umdreht. Diese Hallen bilden die Residenz des Zwergenk?nigs, oberirdisch begrenzt von einem der gef?hrlichsten Berge in der Gegend. Doch darunter liegt eine pr?chtige Stadt, tief in der Erde versunken, die Heimat der gr??ten Handwerker und Bergleute, jedoch auch der ruppigsten Spezies, die in den Reichen existiert, dem Volk der Zwerge. Genau hier, in diesen Hallen, befindet sich Azkar, der mit verschr?nkten Armen hinter dem R¨¹cken gem?chlich umhergeht. Azkar hat seinen immer pr?senten schwarzen Umhang gegen eine ?rmellose Weste getauscht, da die Temperatur in den tunnrtigen Hallen sowie die gro?en Schmiedefeuer in den inneren Kavernen seine gew?hnliche Kleidung nicht zssen. Nat¨¹rlich bleibt seine schwarze Maske unber¨¹hrt ¨¹ber seinem Gesicht. Azkar ubt nicht, dass es mehr als eine Handvoll Menschen gibt, die behaupten k?nnten, sein wahres Gesicht gesehen zu haben, und wenn es nach ihm geht, wird das auch so bleiben. Er ist jemand, der existiert und doch nicht existiert, jemand, der zu den Lebenden geh?rt und doch l?ngst tot sein sollte... die Welt hat keinen tz f¨¹r jemanden wie ihn. Doch das ist ihm nicht wichtig, das war es nie. Azkar war sich immer bewusst, dass er seine eigene Welt erschaffen w¨¹rde, und mit jedem Tag, der vergeht, f¨¹hlt er sich seinem Ziel n?her. Azkar ist sogar in die Tiefen der Erde hinabgestiegen, um mit einer Rasse zu verkehren, die er zutiefst verachtet, nur um seinen Zweck zu erf¨¹llen. Ein Scheitern kommt nicht infrage. Azkar h?lt inne und blickt sich in seiner unmittelbaren Umgebung um, f¨¹r einen Moment fragt er sich, ob er vielleicht den falschen Weg eingescgen hat.Das Umschauen half wenig, denn jeder Gang sah exakt gleich aus und es war nahezu unm?glich, einen vom anderen zu unterscheiden. Wie immer verlie? sich Azkar allein auf sein Muskelged?chtnis, um ihn auf dem richtigen Weg zu jenem einzigen Ort zu f¨¹hren, an dem er einen Atemzug in dieser dr¨¹ckenden Hitze atmen konnte. Azkars Gedanken wurden unterbrochen, als eine Gruppe patrouillierender Zwergenwachen seine Aufmerksamkeit auf sich zog. "Mein Herr Azkar", gr¨¹?te einer der Zwerge vorsichtig und die gesamte Gruppe hielt respektvoll Abstand. Ein leichtes Schmunzeln zeigte sich auf Azkars Lippen, als er sich an das letzte Mal erinnerte, als ein Zwerg den schweren Fehler gemacht hatte, ihm zu nahe zu kommen. Oder an jenes andere Mal, als er falsch von einem anderen angesprochen wurde... was sich als tragische Wahl f¨¹r dessen letzte Worte herausstellte. Azkar erwiderte nichts auf die Begr¨¹?ung, denn er war jemand, der es nicht n?tig hatte, Worte an jene zu verschwenden, die er f¨¹r unw¨¹rdig hielt. "Mein K?nig erbittet Eure Anwesenheit", fuhr der W?chter fort, als er realisierte, dass Azkar nicht antworten w¨¹rde. "Ach ja?", murmelte Azkar mehr zu sich selbst als zu dem Zwerg, w?hrend er an ihm vorbeischritt und nicht vorhatte, sein Ziel zu ?ndern. Der Zwergenk?nig war ein Verb¨¹ndeter, das stimmte, doch Azkar w¨¹rde dessen Bitte zu seiner eigenen Zeit erf¨¹llen, nicht fr¨¹her. W?hrend Azkar weiterlief, hielt er pl?tzlich inne und neigte leicht den Kopf. Da war dieses nagende Gef¨¹hl, das schon vor geraumer Zeit in seinem Inneren begonnen hatte und mit der Zeit immer st?rker wurde, obwohl Azkar es beharrlich ignorierte ¨C oder es zumindest zu tun versuchte. Dieses Gef¨¹hl war das Erkennen einer vertrauten Pr?senz durch seinen Verstand, die aber unm?glich hier sein konnte. Das war nicht das erste Mal, dass Azkars Geist ihm Streiche spielte; es war seit jenem zuf?lligen Treffen ein h?ufiges Ph?nomen geworden. Und so fragte sich Azkar, wie weit sein Verstand damit gehen wollte... wieviel er von ihm fordern w¨¹rde, wenn er diesen Gedanken nachging. Doch Azkar war nie jemand, der sich vor dem Unbekannten scheute; alles Ungewisse barg f¨¹r ihn eine t?dliche Sch?nheit... genau so, wie Azkar es stets mochte. "Vielleicht, nachdem dies vor¨¹ber ist, sollte ich sie besuchen... ihr den Kopf eines Drachenlords als Geschenk zur Bekanntschaft ¨¹berreichen... sie w¨¹rde mich nicht zur¨¹ckweisen, oder?", murmelt Azkar vor sich hin, bevor er leicht den Kopf sch¨¹ttelte. "Sollte ich sie nochmals treffen... dann w¨¹rde ich es als Schicksal betrachten. Und was sagt man zum Schicksal?... Tu deinen Willen", murmelte Azkar, und ein finsteres L?cheln zeice sich auf seinen Lippen ab. Chapter 329: Die wahre St?rke (Kap.329)

Chapter 329: Die wahre St?rke (Kap.329)

Azkar legte sich auf den Rand eines gro?en Brunnens, wobei die kalten Felsen, die den Rand bildeten, eine willkommene Abk¨¹hlung f¨¹r seine erstickte Haut darstellten. Sein linker Armg auf seiner Stirn und sch¨¹tzte seine Augen vor den Lichtstreifen, die in die H?hle sickerten. Hier war man der Oberfl?che so nahe, wie man in der inneren Zitadelle nur kommen konnte, ohne die Mauern der Zitadelle zu vessen, und es war auch der einzige Ort, an den das nat¨¹rliche Licht noch reichte. Azkar war hierher gekommen in der Hoffnung auf einen Moment der Ruhe und des Friedens, ohne das Echo der brennenden Glut und des h?mmernden Stahls, das im Zwergend allgegenw?rtig war. Doch nun zweifelte Azkar an der Weisheit seiner ¨¹berlegungen, sich so nahe an einem Gew?sser aufzuhalten und damit einer gewissen l?stigen Frau die M?glichkeit zu geben, ihn zu erreichen. "H?rst du ¨¹berhaupt meine Worte? Azkar!" knurrte Celeste, und ihre Stimme drang aus dem Becken, in dem Azkars Fingerspitzen ruhten. Die Anzahl der Male, die Azkar seinen Namen von dieser knirschenden Stimme hatte schreien h?ren, ¨¹berstiegngsam die Anzahl, die er sich euben konnte. Warum musste Azkar seinen Namen aus dem Munde dieser Person h?ren, wenn er ihn viel lieber aus dem Munde einer anderen h?ren w¨¹rde? Da ist sie wieder, die Walzerin, die mir durch den Kopf geht. dachte Azkar bei sich und erkannte diesen unbewussten Gedanken als das, was er war. Nicht, dass es Azkar etwas ausmachte, er konnte sogar sagen, dass er sich daran gew?hnt hatte und es vielleicht sogar bevorzugte, dass sein Verstand nun mehr tun konnte, als nur in seiner Dunkelheit zu wirbeln und sich zu drehen. "Ich habe geh?rt, dass du von meinen Pl?nen wissen willst und dass du meinem Urteilsverm?gen nicht traust, ich habe es schon oft geh?rt, und es noch einmal zu h?ren, macht keinen gro?en Unterschied." murmelte Azkar leise vor sich hin. Azkar wirbelte leicht mit den Fingern, wodurch das Wasser kr?uselte und Celestes Bild und Stimme f¨¹r einen Moment verzerrt wurden. "Azkar!" Celeste zischte erneut. "Ich werde es nur noch zweimal ¨¹bersehen ... nutzt die Zeit weise." mischte sich Azkar ein. Azkar wusste, dass er nicht weiter erkl?ren musste, Celeste wusste genau, worauf Azkar anspielte, und einen Momentng war sie still. "Sag mir nur, was ist dein n f¨¹r den Trollgolem? Die gesamte Festung ist ¨¹berrumpelt, es ist an der Zeit, dass du deine Hand zeigst." ¨¹berlegte Celeste in einem viel ruhigeren Ton. Obwohl sie sich bem¨¹hte, ruhig zu klingen, ng Celestes Stimme immer noch deutlich gepresst und mit zusammengebissenen Z?hnen. Azkar wusste nur zu gut, dass Celeste ihn immer als unter ihrer W¨¹rde betrachten w¨¹rde, aber das war in Ordnung, denn er empfand genau das Gleiche f¨¹r sie. "Ich habe Seiner Lordschaft eine Bestie meines Blutes geschenkt. Seine Lordschaft wiederum hat es Euch geschenkt ... Ihr habt Euch diesmal entschieden, Eure eigene Hand zu zeigen, was hat das mit mir zu tun?" fragte Azkar in einem gngweilten Ton. "Der Trollgolem wird am st?rksten sein, wenn du dich einmischst... Azkar, du musst wissen, wann du unsere Differenzen f¨¹r unsere gro?e Sache beiseite schieben musst." ¨¹berlegte Celeste. Azkar warf einen kurzen Blick auf das Becken, bevor er leise kicherte. "Was ubst du, warum ich dir geholfen habe, es zu verstecken? Aber das ist alles, was ich tun werde, Celeste." "Ich habe Seiner Lordschaft Fort zed angeboten, was kannst du ihm bieten? Die Waffe geh?rt Euch ... tut, was Ihr wollt." Azkar antwortete ausdruckslos. "Sagt mir wenigstens, wie habt Ihr sie versteckt gehalten? Wenn die Waffe wirklich mir geh?rt, sollte ich alles wissen, was es damit auf sich hat." fragte Celeste. Azkar brummte leise vor sich hin, zwirbelte seine Finger im Wasser und f¨¹r einenngen Moment sah es so aus, als w¨¹rde er nicht antworten, doch er tat es. "Was w¨¹rdest du sagen, ist die gr??te St?rke der Drachen?" fragte Azkar gem?chlich. "Ihre Gr??e, ihre Wildheit und ihr gepanzertes Fell, das sie extrem schwer zu t?ten macht." antwortete Celeste. "Genau deshalb mag ich dich nicht ... du tust so, als w¨¹rdest du die Welt auf deinen Schultern tragen, aber du denkst zu einfach ... Ich frage nicht nach den offensichtlichen Antworten, Celeste." sagte Azkar und schnalzte missbilligend mit der Zunge. "Ich habe genug Jahrhunderte gelebt, um zu wissen, dass die gr??te St?rke der Drachen weder ihre Gr??e noch ihre Felle sind... es ist tats?chlich ihre menschliche Seite." murmelte Azkar. "Die von der Natur gegebene F?higkeit der Tarnung, die es einer so gro?en Bestie erm?glicht, sich in einem K?rper zu verbergen, der sich nicht von dem eines Sterblichen unterscheidet... zu leben und unbemerkt unter den Menschen zu wandeln, wenn sie wollen." "Diese menschliche Seite, die ihnen die ausgezeice Wahrnehmung und den Intellekt verleiht, die eigentlich das Manko einer Bestie sein sollten... eine Mischung aus solcher Vollkommenheit, die gr??te Kunst." murmelte Azkar. "Ich ube nicht, dass ich dir folgen kann." erwiderte Celeste unsicher. "Genau diese F?higkeit, von der ich spreche, habe ich seiner Lordschaft zum Geschenk gemacht... wie findet man eine Bestie, die nicht immer als solche erscheint?" "Die Drachen sp¨¹ren eine Bestie auf, und sie ist es wirklich... aber nicht immer. Das Meisterwerk, an dem ich jahrzehntng gearbeitet habe, wie konnte ich es so leicht besiegenssen?" "Der Trollgolemuert im K?rper eines Sterblichen, Celeste. Wie findet man nun einen Sterblichen inmitten von Hunderten?" "Die gr??te St?rke der Drachen liegt bereits in meinen H?nden. Ihre von der Natur verliehene F?higkeit kann ich jetzt nutzen... Ich kann es mir leisten, ruhig zu bleiben, Celeste. Du bist es, die sich vor seiner Lordschaft bew?hren muss." Azkar wies darauf hin. "Aber seid unbesorgt... Ich werde dir euben, meine Sch?pfung f¨¹r deine Zwecke zu nutzen. Ihr solltet nur wissen, dass es mein Blut in sich tr?gt, und wenn es besch?digt wird, werdet ihr teuer daf¨¹r bezahlen..." stellte Azkar r, bevor er mit einer Handbewegung die magische Verbindung unterbrach, die die Projektion von Celestes Anwesenheit erm?glichte. Azkar stie? einen leisen Seufzer aus, so sehr es ihn auch ?rgerte, dass Celeste einen so drastischen Schritt unternommen hatte, er war bereit, dar¨¹ber hinwegzusehen. Der Trollgolem w¨¹rde die perfekte Tarnung bieten, so dass Azkar sicher sein konnte, seine eigenen Pl?ne im Geheimen auszuf¨¹hren. Chapter 330: Das Wort zum Schicksal 2 (Kap.330)

Chapter 330: Das Wort zum Schicksal 2 (Kap.330)

Azkar runzelte leicht die Stirn, auch wenn man es ihm nicht ansah, da seine Gesichtsz¨¹ge wie immer durch seine schwarze Maske verdeckt waren. Er sa? in der zentralen H?hle der Residenz des Zwergenk?nigs, nachdem er, wie Azkar bereits gesagt hatte, der Aufforderung des Zwergenk?nigs endlich nachgekommen war. In Azkars linker Hand hielt er einen Kelch, dessen Inhalt er in seinen H?nden hin und her wirbelte, w?hrend er sich ¨¹ber die nicht enden wollenden Tiraden des Zwergenk?nigs auslie?. Der Krieg stand bevor, die Zwerge wussten es und Azkar wusste es auch. Es war alles Celestes Schuld, doch Azkar war derjenige, der mit den R¨¹ckwirkungen fertig werden musste. Die Begegnung des Trollgolems mit dem Herrn der Rubinschuppen hatte das Adamantiumerz wieder ans Licht gebracht, und nun war es f¨¹r die Drachen offensichtlich, dass die Zwerge immer noch das Drachent?tererz abbauten. Es hatte Azkar gro?e M¨¹he gekostet, dies dem Zwergenk?nig zu Ehren ihres B¨¹ndnisses zu verheimlichen, aber am Ende hatte jemand auf seiner Seite die Dinge kompliziert gemacht. Azkar st?rte das nicht sonderlich, denn die Zwerge hatten sich in dem Moment auf einen Krieg eingssen, als sie begannen, heimlich Adamantium abzubauen. Azkar hatte keinen Anteil daran, sie zu ¨¹berzeugen, das hatte der rachs¨¹chtige Zwergenk?nig ganz allein getan. Azkar profitierte nur davon, denn das Adamantiumerz war in der Tat ein Schatz, den alle, die sich gegen die Drachen stellten, begehrten. Azkar war nur unzufrieden, dass es Celeste am Ende immer noch nicht gelungen war, den Herrn der Rubinschuppen zu besiegen. Azkaruschte wieder den Worten des Zwergenk?nigs, als der st?mmige Monarch seine Pl?ne f¨¹r den Kampf darlegte und subtile Andeutungen dar¨¹ber machte, wo Azkar ins Spiel kommen w¨¹rde. Azkar wusste, worum es ging: Die Welt verabscheute ihn wegen der dunklen Magie, die er aus¨¹bte, doch in ihren verzweifelten Zeiten wandten sie sich alle an ihn, weil sie wussten, dass er ihnen die Macht geben konnte, die sie sich w¨¹nschten. Die Feenst?mme waren nicht anders gewesen, ebenso wenig wie der Zwergenk?nig, und genau deshalb w¨¹rde Azkar immer im Vorteil sein, snge die Gier im Herzen der Menschen blieb. Azkar stie? einen ver?rgerten Seufzer aus, es gab viele andere Dinge, mit denen er in diesem Moment lieber seine Zeit verbracht h?tte, als mit dem Zwergenk?nig zu sprechen, und gerade als Azkar mit seiner Geduld am Ende war, h?rte er Worte, die sein Interesse weckten. "Ihr wollt also sagen, dass Ihr einen n habt, um den Drachen zu widerstehen, wenn sie die innere Zitadelle finden?" fragte Azkar, endlich an dem Gespr?ch interessiert. "Das ist wahr!" br¨¹llte der Zwergenk?nig mit seiner tiefen, kratzigen Stimme. Sein Ton war viel zuut f¨¹r ein vertrauliches Gespr?ch in geschlossenen R?umen, aber andererseits wusste Azkar, dass dies einer der ruhigeren Momente des Zwergenk?nigs war. "Wir haben eine versteckte Karte ... eine Geisel!" verk¨¹ndete der Zwergenk?nig voller Zuversicht. "Eine Geisel? Welche Identit?t k?nnte diese Geisel haben, die euch davon ¨¹berzeugen w¨¹rde, den Drachen zu widerstehen?" fragte Azkar zweifelnd. "Es ist ein M?dchen! Ein Reiterm?dchen, das an den grausamen Rubindrachen gebunden ist! Sie ist in meinen Kerkern, angekettet in Silber!" verk¨¹ndete der Zwergenk?nig stolz. Azkar schwieg einen Moment, als er die Worte verinnerlichte. "Ein M?dchen, das an Lord Menarx gebunden ist?" fragte sich Azkar mit einem Stirnrunzeln. Normalerweise k¨¹mmerte sich Azkar nicht darum, welchen ?rger die Zwerge anrichteten, aber irgendetwas an den Worten des Zwergenk?nigs ng f¨¹r Azkar furchtbar verd?chtig. "Silberne Ketten ... silberne Ketten n¨¹tzen nichts gegen die Asvarischen Blutsbr¨¹der ... oder die Fae ..." murmelte Azkarut vor sich hin. "Sie ist weder Asvarian noch Fae, sie ist ein Wolfsm?dchen aus den fernen L?ndern jenseits des Meeres!" verriet der Zwergenk?nig. Und dann machte es klick, in diesem Moment ergab alles einen Sinn. "Wo, sagtest du, wurde das M?dchen festgehalten?" fragte Azkar erneut in leisem Tonfall. "In den Kerkern." Antwortete der Zwergenk?nig. Im n?chsten Moment war Azkar auf den Beinen und schritt aus dem Saal, ohne dem verdutzten Zwergenk?nig auch nur einen Blick zu schenken. Azkar kannte den Weg zu den Kerkern noch immer und so schritt er durch die gleichen Hallen. W?hrend Azkar ging, kehrte dieses Gef¨¹hl wieder in den Vordergrund seines Denkens zur¨¹ck. Dieses Zupfen seines Bauchgef¨¹hls, das ihn auf die Anwesenheit einer vertrauten Aura aufmerksam machte. Azkar hatte dieses Gef¨¹hl den ganzen Tag ¨¹ber immer wieder gehabt, und jedes Mal, wenn es ihn beschlichen hatte, hatte er es verdr?ngt, weil er geubt hatte, sein Verstand w¨¹rde ihm einen Streich spielen. Azkar konnte es nicht uben... dass es m?glich war, dass es ¨¹berhaupt kein Trick war, aber Azkar musste es sehen, um sicher zu sein, sonst w¨¹rde er es nicht uben. Azkar ging z¨¹gig weiter, ignorierte die Zwergenwachen, die den Eingang des Kerkers bewachten, und lie? sich von seinen Sinnen durch die Kerker leiten. Und Azkar lie? sich von seinen Sinnen leiten, bis er die Person hinter der vertrauten Aura erblickte, die sein Verstand erkannte, noch bevor er es konnte. Azkar war noch ein ganzes St¨¹ck von der Zelle entfernt, als er sie sah, und obwohl sie in der dunkelsten Ecke der Zelle sa?, in sich zusammengerollt, den Kopf auf die Knie gest¨¹tzt... wusste Azkar, dass sie es war, ohne Zweifel. Er wusste es,nge bevor sein Kopf zu der Erkenntnis kam, die ihm sein Verstand immer wieder pr?sentiert hatte, und es hatte nichts mit dem Wirrwarr aus goldenen Locken zu tun, das selbst in der Dunkelheit der Zelle noch zu leuchten schien. Azkar hielt in seinem Schritt inne und konnte nur erstaunt starren, viele Gedanken schossen ihm gleichzeitig durch den Kopf, aber Azkar konnte sich keinen Reim darauf machen. Und so beschloss Azkar, sich auf den einen Gedanken zu beschr?nken, der sich von den anderen abhob. "Ich erkenne das Schicksal, wenn ich es sehe..." murmelte Azkar vor sich hin, und ein Grinsen legte sich auf seine Lippen, w?hrend er den Rest des Weges zur Zelle zur¨¹cklegte. Chapter 331: Ein Schn?ppchen (Kap.331)

Chapter 331: Ein Schn?ppchen (Kap.331)

"Wir sehen uns wieder, kleine W?lfin." Dies waren die ersten Worte, die Neveah nach endlosen Stunden in der Dunkelheit h?rte und die die Stille unterbrachen, die ¨¹ber dem Kerker geruht hatte, seit sie wieder zu Bewusstsein gekommen war. ¡¯Da kommen sie.¡¯ Neveah dachte bei sich, sie hatte gewusst, dass, wenn sie nur wartete, irgendwann jemand kommen w¨¹rde und die Forderungen stellen w¨¹rde, die er an sie stellte. Nun, Neveah wusste nichts, was sie demjenigen, dem Davina sie ¨¹bessen hatte, n¨¹tzen k?nnte, aber zumindest war es ein erster Schritt, um zu verstehen, warum sie hier war, um ihre Verwirrung zu kl?ren. Es war nur so, dass diese Stimme... Neveah war sich sicher, dass sie sie schon einmal geh?rt hatte. Neveah hobngsam den Kopf und entdeckte die Silhouette eines schwarz gekleideten Mannes in den Schatten des Verlieses, ihr Blick wanderte nach oben und blieb an seinem Gesicht h?ngen, und in dem Moment, als sie die schwarze Gesichtsmaske erblickte, erkannte sie, wer es war. Der dunkle Zauberer aus dem Wald, er war derjenige, der die riesigen Kobolde auf Neveah und Menarx gehetzt hatte. Neveahs Augen verengten sich leicht, als sie sich an die Begegnung mit diesem Zauberer erinnerte. Wut stieg in Neveah auf, als sie erkannte, dass sie irgendwie in die H?nde des schwarzen Netzes geraten war. Der Drachenk?nig hatte sich Sorgen gemacht, dass das Schwarze Netzwerk tiefe Wurzeln in der Zitadelle und sogar im Bergfried gescgen hatte... konnte er das meinen? K?nnte Davina eine von ihnen sein?¡¯ dachte Neveahs Wolf bei sich. Lord Rodrick ist der vertrauensw¨¹rdigste Helfer von K?nig Jian... das kann nicht sein... dachte Neveah zur¨¹ck und brach ab, da es keine sichere Antwort auf die Frage ihrer W?lfin gab. "Sie erinnert sich an mich... Ich f¨¹hle mich geschmeichelt." sagte der dunkle Zauberer in einem Ton, der offensichtliche Belustigung erkennen lie?. "Ich habe nichts mit dem schwarzen Netzwerk zu tun, aber du andererseits... wie k?nnte ich das vergessen? Du verdankst mir noch immer dein Leben..." Neveah zischte leise, als sie sich aufrichtete, und ihre Miene ver?nderte sich, als ihr Wolf an die Oberfl?che kam. Der dunkle Zauberer neigte den Kopf zur Seite, und ein leises Kichern entwich ihm, als er sich n?her an die Zelle heranlehnte. "Unsere Schicksale m¨¹ssen miteinander verwoben sein... Ich finde dich ¨¹berall, wo ich mich hinwende." Die Antwort des dunklen Zauberers entsprach bei weitem nicht dem, was Neveah erwartet hatte, und ihr Stirnrunzeln vertiefte sich. "Schicksal? Daran ube ich nicht." Neveah spuckte kalt aus. "Ach? Warum denn nicht?" Fragte der dunkle Zauberer interessiert. "Was wollt Ihr von mir?" forderte Neveah stattdessen und ignorierte die Frage. "Du kannst damit beginnen, mir zu erz?hlen, wie du hierher gekommen bist." bot der dunkle Zauberer an, w?hrend er sich entspannt an eine S?ule lehnte. Neveah kicherte ¨¹ber den Versuch des dunklen Zauberers, den Unwissenden zu spielen. Sie hatte nicht die Geduld, sich auf ein zwangloses Gespr?ch einzssen, und so sagte sie nichts weiter, sondern stand einfach auf und starrte den dunklen Zauberer an. "Ich sehe... du ubst, ich bin der Schuldige." murmelte der dunkle Zauberer in seiner Erkenntnis. "Du tust mir Unrecht, kleiner Wolf. Ich hatte keine Handhabe, dich hierher zu bringen... obwohl ich zugeben muss, dass es ein Vergn¨¹gen ist, dich wieder zu sehen." Der dunkle Zauberer sprach sich selbst von aller Schuld frei. "Und das soll ich uben?" Neveah spottete. "Was kann ich denn tun, um dich zu ¨¹berzeugen? Dass dies nicht mein Werk ist?" fragte der dunkle Zauberer in einem ¨¹berraschend ernsten Ton. Neveah war einen Momentng ratlos, doch dann hob sie ihre gefesselten H?nde hoch. "Muss ich das Offensichtliche erkl?ren? Lasst mich raus." Neveah scherzte. "Okay." Erwiderte der dunkle Zauberer leichthin. "Okay?" fragte Neveah noch einmal, um sicherzugehen, dass sie sich nicht verh?rt hatte. "Okay." Der dunkle Zauberer wiederholte es, winkte mit der Hand und die Handschellen um Neveahs Handgelenk fielen ab und pperten in St¨¹cken zu Boden. Neveah rieb sich die wunden Handgelenke und zischte wegen des stechenden Schmerzes, der von den verbrannten roten Flecken rund um ihr Handgelenk ausging. "Ich kann dich raussen ... aber kommst du auch alleine hier raus?" fragte der dunkle Zauberer. Neveah sah sich einen Momentng um. "Wo ist ... hier?" fragte Neveah unsicher. "Die innere Zitadelle des Zwergenreichs." Antwortete der dunkle Zauberer mit einem Achselzucken. Neveahs Augen weiteten sich leicht. "Ich bin im Zwergenreich?" murmelte Neveah erstaunt. "Mitten drin, und muss ich dir sagen, warum du hier bist?" fragte der dunkle Zauberer. "Menarx ist auf dem Weg hierher... Ich soll benutzt werden, um ihm zu widerstehen." erkannte Neveah. "Ein gut durchdachter n, muss ich sagen. Ihr seht, Drachen sind zu leicht anh?nglich und werden durch diese Anh?nglichkeiten noch mehr geschw?cht." f¨¹gte der dunkle Zauberer hinzu. Ein leises Knurren grollte aus Neveah heraus. "ubst du, ich w¨¹rde es dir leicht machen ... ohne das Silber, wie willst du mich dann in Schach halten?" fragte Neveah und ballte ihre H?nde zu festen F?usten. "Ich? Ich will nicht, dass du gefesselt wirst, kleine W?lfin... Ein kleiner Biss macht mir nichts aus." Erwiderte der dunkle Zauberer und grinste. "Was soll das hei?en?" fragte Neveah misstrauisch. Der dunkle Zauberer gab keine Antwort, legte eine Hand auf den Riegel der Zellent¨¹r und die Zellent¨¹r schwang ohne jeglichen Widerstand auf. Der dunkle Zauberer schritt zum Eingang der Zelle und Neveah wich misstrauisch zur¨¹ck. Der dunkle Zauberer beobachtete Neveahs Bewegungen schweigend, er ging nicht weiter, sondern blieb an Ort und Stelle und reichte Neveah eine Hand. "Alleine kannst du nicht gehen. Aber mit mir ... niemand wagt es, dich aufzuhalten." sagte der dunkle Zauberer selbstbewusst. Wir m¨¹ssen von hier verschwinden... Menarx k?nnte unseretwegen zu Schaden kommen.¡¯ dachte Neveahs Wolf bei sich. Doch nichts ist umsonst gegeben.¡¯ Neveah vollendete die Worte, von denen sie wusste, dass ihr Wolf sie ungesagt lie?. "Was w¨¹rde es mich kosten, diese Hand zu nehmen?" fragte Neveah, um sicherzugehen. "Du w¨¹rdest mir dein Leben schuldig sein." erkl?rte der dunkle Zauberer ausdruckslos. Neveah zog sich weiter in die Zelle zur¨¹ck, ihr Blick verengte sich. "Ich werde Euch einen Handel vorscgen ... wenn Ihr diese Schuld nicht begleichen wollt, dann m¨¹sst Ihr mich t?ten, wenn ich Euch darum bitte." bot der dunkle Zauberer an. "Dann nimm meine Hand ... wenn du es wagst." Beendete er und wartete auf Neveahs Entscheidung. Chapter 332: Ein Mann der dunklen Geheimnisse (Kap.332)

Chapter 332: Ein Mann der dunklen Geheimnisse (Kap.332)

Neveah blickte einen Momentng auf ihre eigene Hand hinunter. Sie war nie jemand, der anhand der von anderen pr?sentierten Fakten ¨¹ber Gut oder B?se urteilte. Neveah hatte immer auf ihr eigenes Urteilsverm?gen vertraut, und in diesem Moment hatten sich all ihre Instinkte gemeldet, die ihr eine Gefahr signalisierten. Vielleicht war es ihrengsam entstehende Bindung zu Menarx, die aus ihr sprach, vielleicht war es sein mmenstrang in ihr, der ihr Inneres entz¨¹ndete und sie davor warnte, ihr Vertrauen in einen Vertreter der Dunkelheit zu setzen. Was auch immer es war, Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf und lehnte ab. Das letzte Mal, als diese Frage vor Neveah gestellt worden war, hatte sie ohne zu z?gern zugestimmt. Ohne die Konsequenzen zu kennen oder zu verstehen, hatte sie einen blinden Sprung gewagt, einfach weil sie leben wollte. Und Neveah wollte immer noch leben, nach allem, was sie durchgemacht hatte, sie wusste, dass sie das verdient hatte, aber nicht um jeden Preis. "Du bist der Todfeind meines Herrn Drachen, du hast schon einmal versucht, ihn zu verletzen, und du wirst es wieder tun, wenn sich die Gelegenheit bietet... Ich werde niemals deine Hand halten." sagte Neveah deutlich, als sie sich in die Zelle zur¨¹ckzog. Die Herrin der Rubinwaage, die sie war, das war alles, woran Neveah dachte. F¨¹r den Mann, den sie gew?hlt hatte, seine Welt, sein Herz und alles, was ihm geh?rte. Neveah wusste nicht, wie sie dieser Situation entkommen konnte, in die sie pl?tzlich von einem Mann gedr?ngt worden war, dem sie gerade erst zu vertrauen begonnen hatte, Aber das schien auch nicht die richtige Wahl zu sein. Sich ein Lebenng zu verschulden war eine gro?e Sache, Neveah w¨¹rde viel lieber ihren eigenen Ausweg finden... irgendwie. Der dunkle Zauberer schien von Neveahs Entscheidung nicht ¨¹berrascht zu sein, stattdessen kicherte er leise, w?hrend seine Hand wieder an seine Seite sank. "Du bist nicht so stark, wie ich geubt habe, kleine W?lfin... auch deine Art wird durch Bindungen und Anhaftungen geschw?cht." "Das Leben und die Loyalit?t liegen vor dir, und du hast dich f¨¹r das Letztere entschieden? Was soll es beweisen, wenn du tot bist?" Der dunkle Zauberer fragte direkt. Es schien, als sei er ehrlich verwirrt ¨¹ber Neveahs Wahl, und gleichzeitig war Neveah sicher, dass sie eine Spur von Entt?uschung in seinem Tonfall wahrnahm, aber sie konnte sich nicht sicher sein. Hatte er sich von mir eine egoistische Entscheidung erhofft? fragte sich Neveah. Er ist ein seltsames Wesen ... kompliziert in seinen Gedanken, versucht nicht, ihn zu entschl¨¹sseln, Veah. Du sollst nur wissen, was f¨¹r eine Gefahr er ist.¡¯ warnte Neveahs Wolf sie von innen heraus. Die ganze Zeit ¨¹ber hatte Neveahs Wolf nichts gesagt, und Neveah wusste, dass ihr Wolf mit ihrer Entscheidung nicht nur einverstanden war, sondern sie sogar guthie?. Es ist nur schade, dass wir vielleicht noch einmal dem Tod ins Auge sehen m¨¹ssen... f¨¹r eine Verbindung. dachte Neveah zu ihrem Wolf, denn sie konnte sich des Gedankens einfach nicht erwehren. Er ist alles wert, was wir geben k?nnen, Veah. Wir wissen das, deshalb haben wir ihn ausgew?hlt.¡¯ dachte Neveahs Wolf zur¨¹ck. Die Worte von Neveahs Wolf waren nicht dazu gedacht, Neveah in irgendeine Richtung zu lenken, sie sollten Neveah nur daran erinnern, dass man den einen niemals mit dem anderen vergleichen konnte. "Ich m?chte nichts beweisen... Ich hoffe nur, dass ich dieses Mal kein Bedauern hintesse." murmelte Neveah, mehr zu sich selbst als zu dem dunklen Zauberer. Der dunkle Zauberer beobachtete Neveah einen Momentng schweigend, ein h?fliches Glitzern in seinen Augen, bevor er in die Zelle trat und auf Neveah zuging. Neveah sp¨¹rte seine Ann?herung und blickte auf, sie wollte sich zur¨¹ckziehen, sich weiter von ihm entfernen, aber Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie feststellte, dass sie sich nicht bewegen konnte. Als w?re sie im Raum eingefroren worden, konnte Neveah kein einziges Glied bewegen. Jeder Teil von ihr wurde von einer unsichtbaren Kraft niedergehalten. F¨¹r einen Moment hatte Neveah sich eubt, die Tatsache zu ¨¹bersehen, dass sie es mit einem dunklen Zauberer zu tun hatte, wie h?tte sie hoffen k?nnen, ihn abzuweisen? "Was versuchst du zu tun?" vengte Neveah, w?hrend sie gegen die unsichtbaren Fesseln ank?mpfte und ihr Wolf an die Oberfl?che stieg, um ihr zu helfen. Der dunkle Zauberer ignorierte Neveahs Frage und blieb direkt vor ihr stehen, er hockte sich hin, das komplizierte Glitzern spiegelte sich immer noch in seinen Augen. "Aber wisst ihr... ich bin jemand, der immer seinen Willen bekommt. Ungeachtet deiner Gr¨¹nde und Motivationen tue ich, was mir gef?llt." "Jemand, den ich t?ten will, muss fr¨¹her oder sp?ter sterben... genauso wie jemand, den ich besch¨¹tzen will... werde ich es tun, auch wenn du meinen Schutz nicht w¨¹nschst." machte der dunkle Zauberer deutlich. Neveah war v?llig stumm und konnte nur entsetzt aufstarren, als der dunkle Zauberer sie in seine Arme hob. "Lass mich runter!" Neveah knurrte w¨¹tend. "Sei jetzt nicht stur... Ich k?nnte dich in aller Stille herausholen und viele Leben retten, oder du k?nntest einen Aufruhr verursachen und jeder, der sich mir in den Weg stellt, wird sterben ... du hast die Wahl." betonte der dunkle Zauberer. Neveahs n?chste Worte blieben ihr im Halse stecken, da sie sich nicht sicher war, ob der dunkle Zauberer es ernst meinte, doch es schien nicht so, als w¨¹rde er scherzen. "Du w¨¹rdest deine eigenen Verb¨¹ndeten t?ten?" fragte Neveah misstrauisch, alle ihre Instinkte in ihr waren in h?chster rmbereitschaft, doch die unsichtbare Macht war viel st?rker, als Neveah begreifen konnte. "Ich w¨¹rde jeden t?ten, kleine W?lfin ... aber dir werde ich nichts tun." Der dunkle Zauberer antwortete ausdruckslos. "Und warum ist das so?" fragte Neveah misstrauisch. "Warum? Ich bin mir selbst nicht sicher, aber etwas sagt mir, dass ich es bald verstehen werde." murmelte der dunkle Zauberer. Neveah blinzelte erstaunt und ?fe den Mund, um mehr zu sagen, wurde aber unterbrochen. "Sei jetzt still... scf ein... wenn du aufwachst, wirst du sicher sein." sagte der dunkle Zauberer. In dem Moment, als er sprach, wurden Neveahs Augenlider schwer und gegen ihren Willen schlief sie ein. Das letzte, was sie sah, war die pechschwarze Gesichtsmaske, die ein Gesicht und einen Mann mit vielen dunklen Geheimnissen verbarg. Chapter 333: Eine schiefgelaufene Rettung (Kap.333)

Chapter 333: Eine schiefgufene Rettung (Kap.333)

Azkar summte eine leise Melodie, w?hrend er entspannt durch das Tunnebyrinth ging, es war eine Melodie, die ihm immer wieder in den Sinn kam, und Azkar war sich nicht einmal sicher, wo oder wann er sie zum ersten Mal geh?rt hatte. Azkar w¨¹rde jetzt nicht dar¨¹ber nachdenken, das hatte er bereits versucht und war grandios gescheitert, er konnte sich einfach nicht erinnern, wie er die Melodie kennengelernt hatte oder warum sie ihm so gefiel. Die innere Zitadelle war einebyrinthartige Stadt, die mit Hunderten von Tunneln verbunden war, die zu verschiedenen Ausg?ngen in der gesamten Festung f¨¹hrten. So konnte das Adamantiumerz leicht vegert werden, bevor die Drachen ¨¹berhaupt Wind davon bekamen. Die Zwerge hatten die letzten Jahrzehnte seit ihrer gro?en Niedege gegen die Drachen gut genutzt, und Azkar war bereit, sie daf¨¹r zu loben. Es hatte Monate gedauert, bis Azkar sich mit dem Grundriss dieser Tunnel vertraut gemacht hatte, vor allem mit denen, die direkt mit dem Wohnsitz des Zwergenk?nigs verbunden waren. Aber es hatte sich gelohnt, denn jetzt konnte Azkar bequem und unbemerkt in jeden Teil der Festungen reisen, so wie es die Zwerge konnten. Irgendwo im Tunnel h?rte Azkar Schritte, aber er beachtete sie nicht weiter, denn es war nicht das erste Mal, dass eine Patrouille versuchte, ihn aufzuhalten. "Mein Herr Azkar! Unser K?nig vengt, dass Ihr den Gefangenen in die Arrestzellen zur¨¹ckbringt!" rief eine Wache von irgendwo am Ende des Flurs. Azkar setzte seinen Weg fort und ignorierte die Warnung v?llig. Schlie?lich war Azkar einer, der nur das tat, was ihm gefiel, und wer w¨¹sste das nicht? Die Zwerge w¨¹rden es nicht wagen, ihn anzugreifen, denn sie wussten, dass Azkar nie z?gern w¨¹rde, Blut zu vergie?en. Das B¨¹ndnis, das sie miteinander schlossen, war f¨¹r die Zwerge genauso vorteilhaft wie f¨¹r Azkar, nur dass der Zwergenk?nig jetzt, da sich ein Krieg abzeice, Azkars Hilfe umso mehr ben?tigte. Bald war Azkar so weit in die Tunnel vorgedrungen, dass die Zwergenwachen ihm nicht mehr folgten. Jetzt warf er einen Blick auf das M?dchen in seinen Armen, das immer noch fest schlief und unter dem Einfluss seines Zaubers stand. Sie war sch?n, das stimmte, aber Azkar hattenge genug gelebt, er hatte noch sch?nere Frauen gesehen ... das reichte nicht aus, um ihn zu beeindrucken. Aber dieses kleine Wolfsm?dchen hatte einfach etwas an sich, das Azkars Neugierde weckte, und snge Azkar nicht verstand, was es war, w¨¹rde er sie lebenssen. Azkar war kein Narr, er wusste genau, dass er keinen Grund hatte, sich einzumischen ... und selbst wenn er das wusste, war Einmischung alles, was Azkar tun wollte. Das Tunnebyrinth war schwer zu durchschauen, aber nachdem sie so weit gekommen waren, w¨¹rden die Zwerge sie jetzt in Ruhessen. Azkar wusste, dass die Frau in seinen Armen einen Ausweg finden w¨¹rde. Es war Zeit f¨¹r ihn, zur¨¹ckzukehren ... der Zorn des Zwergenk?nigs erwartete ihn. Azkar hockte sich hin und setzte das M?dchen in seinen Armen sanft ab, den Kopf gegen die Tunnelwand gelehnt. Ihre Augenbrauen zuckten sichtlich, und Azkar wusste, dass sie bald erwachen w¨¹rde, um zu erkennen, dass sie ihm nun gegen ihren Willen das Leben schuldete. Azkar schmunzelte vergn¨¹gt, er rece nicht damit, dass die kleine W?lfin ¨¹ber diese Wendung der Ereignisse besonders erfreut sein w¨¹rde, aber Azkar selbst war neugierig, wohin dieses verwickelte Schicksal f¨¹hren w¨¹rde. "Wie wird wohl unsere n?chste Begegnung veufen?" "Im Kampf ... mit einem Schwert an deiner Kehle vielleicht ..." murmelte Azkar und strich mit einem Finger ¨¹ber die zarte Haut an ihrem entbl??ten Hals. "Oder in weitaus w?rmeren Gen¨¹ssen? Ich w¨¹rde gerne wissen, wo sich das Rad des Schicksals dreht." sagte Azkar. Sein Blick verweilte noch einen Moment, dann wich er zur¨¹ck und ging den Weg zur¨¹ck, den er gekommen war. Azkar war noch nicht so weit gegangen, als er eine Ver?nderung in der Luft sp¨¹rte, sie war leicht und subtil, aber selbst das reichte aus, um Azkars Sinne zu aktivieren. Die Ver?nderung war kurz, aber Azkar erkannte sie als das, was sie war. So fl¨¹chtig und vor¨¹bergehend sie auch gewesen war, die R¨¹ckst?nde uralter Magie, die von den W?nden des Tunnels ausstrahlten, waren nicht zu ¨¹bersehen. Azkars Brauen zogen sich leicht zusammen, als er sichngsam umdrehte und feststellte, dass der offene Tunnel, der direkt hinter ihm weitergef¨¹hrt worden war, verschwunden und durch eine Sackgasse ersetzt worden war. Der Weg zur¨¹ck zur inneren Zitadelle war immer noch derselbe, aber das kleine Wolfsm?dchen war nicht mehr zu sehen, und alles, was vor Azkarg, war eine undurchdringliche Tunnelwand. "Der Zwergenk?nig hat eine so gro?e F?higkeit vor mir verborgen ... die Ger¨¹chte waren wahr ..." murmelte Azkar. Azkar wusste genau, was geschehen war: In seiner Wut hatte der Zwergenk?nig den Grundriss des Tunnebyrinths mit einer erstaunlichen magischen F?higkeit ver?ndert, die die Erde selbst reformieren konnte. Solch m?chtige Magie konnte niemals von einem Zwerg ausge¨¹bt werden, es sei denn, es gab noch etwas anderes bei den Zwergen ... etwas, von dem Azkar bei all seinem Wissen immer noch nichts wusste. "Das war Elfenmagie ... Naturmagie, die st?rker ist als jede, die ich je gesehen habe. Wie ist der Zwergenk?nig in den Besitz dieser Magie gekommen, und seit wann verf¨¹gen die Zwerge ¨¹ber solche F?higkeiten?" murmelte Azkar leise vor sich hin, w?hrend er zu der Wand schritt, die den tz des offenen Tunnels eingenommen hatte. Azkar legte eine Handfl?che an die Wand und streckte seine Magie aus, tastete tief in das Gewebe des Raumes hinein und suchte nach der Magie, die er gerade gesp¨¹rt hatte. Aber sie war schwer fassbar, versst, als w?re sie nie da gewesen. Wenn es etwas gab, das Azkar sp¨¹rte, dann war es der neue Grundriss des Tunnebyrinths und die genaue Richtung, in die das Labyrinth abgebogen war. "Der Zwergenk?nig ist ziemlich k¨¹hn..." murmelte Azkar vor sich hin, als er erkannte, dass der Tunnel, der eben noch hier gewesen war, sich nun zu einem ganz anderen Ziel ?fe... Und der letzte Ort, an dem Azkar das kleine Wolfsm?dchen haben wollte. Chapter 334: Wort, das unter Verschluss gehalten werden soll (Kap. 334)

Chapter 334: Wort, das unter Verschluss gehalten werden soll (Kap. 334)

Auf der h?chsten Br¨¹stung des ersten Turms der Reiterakademie wurde der Anblick einer smaragdfarbenen Bestie, die sich auf die Akademie zubewegte, immer deutlicher, je mehr Augenblicke vergingen. Der Anblick war eine willkommene Erleichterung f¨¹r den auf und ab gehenden Meister Maloway, der auf dieser H?he stand und die Ankunft von Lord Kirgan erwartete, den er herbeigerufen hatte. Meister Maloway war nicht der Einzige, der die Ankunft der einzigen im Bergfried zur¨¹ckgebliebenen K?nigswache erwartete. In nicht allzu gro?er Entfernung von Meister Maloway standen die beiden anderen Seniormeister der Akademie, Meister Heather und Gerwin. Auf den ersten Blick waren sie ruhig, jeder stand in seiner Ecke, scheinbar unbeeindruckt von Meister Maloways Unruhe, doch ihre Miene war sichtlich beunruhigt, so viel war offensichtlich. "Die k?nigliche Garde mit solcher Dringlichkeit in die Akademie zu rufen, wann hatten wir zuletzt eine so unwahrscheinliche Situation?" Meisterin Heather grummelte leise vor sich hin, wo sie stand. Die Reiterakademie genoss einen guten Ruf, und eine ihrer wertvollsten Auszeichnungen war, dass sie ihre Angelegenheiten unabh?ngig vom Bergfried regelte. Doch es gab F?lle wie diesen, bei denen keiner in der Akademie genau wusste, wie man damit umgehen sollte. "Heather, das betreffende M?dchen ist Meister Maloway anvertraut. Sie soll die Wache des K?nigs ¨¹bernehmen und ihre Identit?t ist nicht einfach ... wir m¨¹ssen Lord Kirgan um Rat fragen." erinnerte Meister Gerwin seinen Kollegen. "Ihr wisst so gut wie ich, dass die Akademie streng bewacht wird, noch nie hat es einen Vorfall wie diesen gegeben. Wie konnte sich die Lady Neveah in Luft aufl?sen? Das muss doch einen Sinn ergeben!" Meisterin Heather zischte frustriert. Es blieb nicht viel Zeit, um mehr zu sagen, denn Lord Kirgans Drachengestalt war bereits angekommen und schwebte nun direkt neben der Br¨¹stung. Der gr¨¹n geschuppte Drache bewegte sich, und Lord Kirgan trat in seiner menschlichen Gestalt mit zusammengekniffenen Augen auf die ttform hinunter. "Die Lady Neveah ... ist verschwunden?" vengte Kirgan in leisem Ton, die Augen auf Meister Maloway gerichtet. Es war offensichtlich, dass Lord Kirgan die Worte von Meisterin Heather bereits geh?rt hatte, w?hrend Meister Maloway eifrig dar¨¹ber nachdachte, wie er die Nachricht am besten ¨¹berbringen konnte. "Mein Herr, es ist so, wie Ihr geh?rt habt. Lady Neveah... ist nicht auf dem Gel?nde der Akademie." Meister Maloway antwortete direkt, es gab keine M?glichkeit, die Wahrheit zu besch?nigen. So r?tselhaft es f¨¹r die Meister der Akademie auch war, sie waren im Morgengrauen aufgewacht und hatten festgestellt, dass die Dame mit den Rubinschuppen spurlos verschwunden war. Es gab keine Spuren von Eindringlingen, keine Anzeichen eines Kampfes, nichts, was auf eine unfreiwillige Gefangennahme hindeutete. "Wie ist das passiert?" fragte Kirgan. "Lady Neveah ist im Morgengrauen nicht zum Training erschienen. Ich hatte darum gebeten, sie herbeizurufen, aber als wir in ihrem Quartier ankamen, stellten wir fest, dass sie am Abend zuvor nicht zur¨¹ckgekehrt war." "Die diensthabenden Wachen k?nnen nicht feststellen, wie ... aber niemand hat sie seit letzter Nacht gesehen oder von ihr geh?rt." erkl?rte Meister Maloway. Kirgan runzelte die Stirn, er war gerade von einer Flugpatrouille zur¨¹ckgekehrt, als er die dringende Aufforderung von Meister Maloway erhielt. Wie er Meister Maloway kannte, wusste Kirgan, dass es sich nicht um eine Bagatelle handeln konnte, aber er hatte sicher nicht erwartet, dass er mit Neveahs Verschwinden konfrontiert werden w¨¹rde Neveah... das Wolfsm?dchen war bereits mit zu vielen Menschen verwoben, die Kirgan sch?tzte, In dieser kritischen Zeit war es das Letzte, was passieren durfte, dass sie zu Schaden kam. Kirgan war f¨¹r die Verteidigung des Bergfrieds zust?ndig, und das war eine Angelegenheit, mit der nur er sich zu diesem Zeitpunkt besch?ftigen konnte. "Sag mir, dass du Menarx keine Nachricht geschickt hast." fragte Kirgan zuerst. "Wir haben es unter Verschluss gehalten, in Erwartung Eurer Diskretion." versicherte Meister Maloway. "Menarx f¨¹hrt das vierte Geschwader zum ersten Au?enposten des Zwergenreichs am Rande der Zitadelle." "Seine Verletzungen sind noch kritisch, er strengt sich schon an. Wir wissen genug, um zu wissen, welche Folgen diese Nachricht haben w¨¹rde ... er darf nichts davon erfahren." stellte Kirgan r. "Gut verstanden." Meister Maloway stimmte mit einem verst?ndnisvollen Nicken zu. "Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort?" Kirgan erkundigte sich, w?hrend sein Verstand bereits ¨¹ber die M?glichkeiten nachdachte. "In der Bibliothek, Mor¡¯rud hat sie kurz nach der zehnten Stunde enssen. Er wartet in meinem Arbeitszimmer." Meister Maloway meldete sich ohne Verz?gerung. "Ich will, dass jede einzelne Wache, die letzte Nacht Dienst hatte, herbeigerufen wird, ich werde das selbst regeln ... Krieg droht am Horizont, ich werde nicht zssen, dass meine Br¨¹der davon erfahren." erkl?rte Kirgan mit strenger Stimme. Kirgan schritt an Meister Maloway vorbei in den ersten Turm, wo er direkt auf Meister Maloways Arbeitszimmer zusteuerte. W?hrend Kirgan ging, hielt er pl?tzlich auf halbem Weg inne, als ihm ein weiterer Gedanke in den Sinn kam, ein zutiefst beunruhigender Gedanke. "Und haltet das mit allen Mitteln vom Berg Edar fern. Nicht ein einziges Gefl¨¹ster verl?sst das Gel?nde der Akademie, bis Neveah gefunden ist..." mahnte Kirgan streng. "Oder die Zwerge w?ren unsere geringste Sorge..." f¨¹gte Kirgan in einem leisen Gemurmel hinzu. Man brauchte nicht nachzufragen, welche Macht in den Tiefen des Berges Edaruerte, in einer vor¨¹bergehenden Einsamkeit, weit weg von den Unruhen, die in der Festung herrschten. Doch wenn Kirgan eines wusste, dann, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die Bestie vom Berg Edar wieder ins Rampenlicht zur¨¹ckkehrte. Doch im Moment wusste Kirgan, dass es f¨¹r alle viel sicherer war, wenn er in der Ferneuerte, bis sich die Gem¨¹ter beruhigt hatten. Vor allem jetzt, wo der Name ¡¯Neveah¡¯ auf so unwahrscheinliche Weise ins Spiel gekommen war ... er war der sicherste Ausl?ser, der einen Regen des Schreckens ausl?sen w¨¹rde, dessen war sich Kirgan sehr bewusst. "ubt mein Herr, dass etwas Ungew?hnliches passiert sein k?nnte?" fragte Meister Gerwin besorgt, als sie Kirgan folgten. Allein der Gedanke daran jagte Kirgan einen kalten Schauer ¨¹ber den R¨¹cken. Es war ihm unm?glich, auch nur daran zu denken, welche Auswirkungen das haben w¨¹rde. Kurgans erste Reaktion war ein freudloses Kichern. "Unerw¨¹nscht? Das wollen wir doch schwer hoffen..." murmelte Kirgan und sch¨¹ttelte den Kopf. Chapter 335: Minen-Au?enposten (Kap.335)

Chapter 335: Minen-Au?enposten (Kap.335)

Menarx sa? an seinem Tisch im Kommandozelt und starrte auf die Karten, die vor ihm ausgebreitet waren. Sein Tisch war ein einziges Durcheinander aus Schriftrollen, Karten, Landmarken und einem Dutzend anderer Akten, manche offen, andere geschlossen und ordentlich an einer Seite gestapelt. Die meisten der ge?fen Schriftrollen enthielten die Berichte der letzten Sp?htrupps, die seit der Ankunft auf zwergischem Terrain ausgesandt worden waren. In Menarx¡¯ Hand befand sich ein schwarzer Tintenstift, mit dem er einige Punkte auf der einen Karte markierte und auf der anderen nachzeice. Wenn sich die Punkte an einem Ort trafen, notierte Menarx dies in einer separaten Schriftrolle. Die vierte Schwadron hatte ihr Lager nur einen Tagesflug vom ersten Au?enposten der Zwerge entfernt aufgescgen, au?er Sichtweite, aber nahe genug, um das Terrain der Zwerge im Auge zu behalten. In den letzten Stunden hatte Menarx begonnen, verschiedene Karten der Festung zu studieren, von denen jede das gesamte asvarische Terrain aus einem anderen Blickwinkel wiedergab. Doch Menarx¡¯ Augenmerk galt vor allem dem Gebiet, von dem bekannt war, dass es den Zwergen geh?rte. Die oberste Dynastie der Drachen herrschte ¨¹ber alle Gebiete, aber jede Ethnie behielt ihre urspr¨¹nglichen Grenzen und Territorien. Die Mers hatten ihr Mer-Meer, die Zwerge hatten die verborgene Stadt darunter und die Minenvorposten an der Oberfl?che, Die Fae-ns hatten den Sunthron-Wald und die mit ihm verbundenen W?lder, und die Liste lie?e sich beliebig fortsetzen, All dies umfasste die Festung mit ihren zw?lf Festungen, die an verschiedenen strategischen Punkten des Reichesgen. Obwohl Menarx die meisten dieser Karten schon seitngem auswendig kannte, wollte er nicht, dass ihm etwas entging, denn er war bei der Ausf¨¹hrung seiner Befehle immer ?u?erst genau. Ein Gef¨¹hl von Deja Vu machte sich in Menarx breit, und das schon seit seiner Ankunft auf dem ersten Au?enposten. Es war das zweite Mal, dass Menarx mit der F¨¹hrung des Angriffs auf die Zwerge betraut wurde, denn bei der letzten ht war es derselbe Kampfdrache gewesen, der den Befehl gegeben hatte. Aber irgendetwas an dieser ht f¨¹hlte sich ganz anders an, und Menarx war sich nicht sicher, ob es darang, dass er bereits eine Wunde aus Adamantium trug, die es umso realer machte, dass ein Drache wirklich durch die Klinge eines Zwerges fallen konnte, Oder ob es etwas anderes in seinem Bauch war, etwas, das seine Instinkte ausl?ste. Menarx sp¨¹rte, wie sich eine Person seinem Zelt n?herte, er wusste genau, wer es war, aber er machte sich nicht die M¨¹he, aufzublicken, denn seine Aufmerksamkeit war voll und ganz auf ihn gerichtet. "Du bist nun schon einen ganzen Tagng dabei, Narx. Als dein Cousin und Verwandter respektiere und sch?tze ich deinen Flei?..." "Aber als Euer Arzt muss ich zugeben, dass ich in Erw?gung gezogen habe, Euch bewusstlos zu scgen, wenn es Euch dazu bringen w¨¹rde, eine Pause einzulegen." Everon tadelte. "Die Zwerge waren schon immer ehrgeizig und unvern¨¹nftig, gierig und maniptiv ... doch sie wissen genug, um unsere Geduld nicht auf die Probe zu stellen." murmelte Menarx, mehr zu sich selbst als zu Everon. "Sieht nicht so aus, als w¨¹ssten sie etwas... wenn man bedenkt, dass sie einen Lorddrachen der k?niglichen Garde angegriffen haben." erwiderte Everon und setzte sich Menarx gegen¨¹ber. "Ich habe schon gegen Zwerge gek?mpft, Ron. Sie sind nicht zu untersch?tzen. Ihre Feigheit gilt nicht als Schw?che, denn sie wissen immer, dass sie hten vermeiden, die sie nicht gewinnen k?nnen." "Wenn die Zwerge Unruhe stiften, gibt es immer einen Grund ... eine Motivation ... eine Quelle, aus der sie Zuversicht sch?pfen." "Das letzte Mal war es ihr verstecktes Gew?lbe aus Adamantium und das Wissen, dass sie die einzige Waffe in ihrer Hand halten, die einen Drachen t?ten kann." erinnerte Menarx. "Vielleicht ist ihre Motivation immer noch dieselbe? Sie haben das Adamantium-Gew?lbe damals zerscgen und alles niedergerissen, aber vielleicht haben die Zwerge ein neues gebaut?" fragte Everon neugierig. "Reine Adern von Adamantium-Erz sind extrem schwer aufzusp¨¹ren und noch schwieriger in h?chster Reinheit abzubauen." "Um ein Gew?lbe dieser Gr??e zu errichten, br?uchte man Jahrhunderte und sehr viel Arbeitskraft, unvorstellbare Mengen an Vorr?ten, Stahl und dergleichen." "Wie konnte uns ein solches Unterfangen entgehen?" Menarx wies darauf hin. "Aber die Tatsache bleibt, dass die Zwerge eine Quelle f¨¹r Adamantium haben. Wenn es diesen einen Speer gab ... dann muss es noch viel mehr geben, wo er herkommt." erwiderte Everon. "Adamantium ist ein nat¨¹rliches Erz, es kann nicht wirklich zerst?rt werden. Wir hatten nicht die falsche Erwartung, ihm nie wieder zu begegnen." "Der Abbau des Erzes ist eine Kriegserkl?rung an die Drachenart, wir m¨¹ssen nur deutlich machen, welche Konsequenzen ein Versto? gegen das Drachengesetz hat." sagte Menarx, der immer noch Punkte auf der Karte markierte. "Unabh?ngig davon ist es eine Tatsache, dass wir anf?llig f¨¹r Adamantium sind ... snge es im Spiel ist, d¨¹rfen wir die Zwerge nicht untersch?tzen." f¨¹gte Menarx hinzu. "Es geht darum, die Quelle zu zerst?ren und dabei Verluste zu vermeiden, und der einfachste Weg, dies zu erreichen, ist die ¨¹bernahme der inneren Zitadelle selbst." sagte Everon verst?ndnisvoll. "Der Zwergenk?nig ist ein gerissener Mann. Er w¨¹rde ohne weiteres tausend seiner Soldaten sterbenssen, um sein eigenes Leben zu retten. Das zeigt, dass der Krieg zu ihm gebracht werden muss, dieses Mal darf ihm keine Flucht gestattet werden. "Er muss auf den Geschmack kommen... von Feuer und Blut. versicherte Menarx. "Die innere Zitadelle des Zwergenreichs... ihre einzige St?rke liegt darin, dass wir ihren Standort nicht kennen." fuhr Menarx fort. "Das vierte Geschwader wird nicht angreifen, bis Jian es befiehlt, unsere einzige Aufgabe ist es, das Zwergenreich zu bgern und alle Versorgungswege zur Oberfl?che abzuschneiden." sagte Menarx und deutete mit einer Geste auf einige Punkte, die er markiert hatte. "Der sicherste Weg, die innere Zitadelle aufzusp¨¹ren, ist, sie zu isolieren. Ich verstehe Ihre Absicht." Everon stimmte zu. "Urspr¨¹nglich gab es sieben Minenvorposten des Zwergenreichs, die durch gro?e Minen gekennzeic waren, die einzige Gebietsmarkierung der verborgenen Stadt, die die Oberfl?che durchbrach." "Alle sieben Au?enposten versorgen die innere Zitadelle mit dem N?tigsten f¨¹r die Tausende von Zwergen, die unter der Oberfl?che leben." "Diese Au?enposten zu isolieren w?re kein Problem, das Problem liegt in den Versorgungswegen, von denen wir nichts wissen." Menarx erkl?rte, was er in den letzten Stunden markiert hatte. Chapter 336: Minen-Au?enposten (Kap.336)

Chapter 336: Minen-Au?enposten (Kap.336)

"Die sieben Au?enposten der Zwerge sind bereits bekannt, die Zwerge sind viel scuer, als dass sie einen davon als ihre Hauptversorgungsroute nutzen w¨¹rden." "Ich nehme auch an, dass ihre Versorgungsroute sich st?ndig ?ndert und dennoch irgendwie direkt mit der inneren Zitadelle verbunden ist." "Wir wissen nicht alles, was es ¨¹ber die Zwerge zu wissen gibt, Ron, und das ist an sich schon ein Mangel." murmelte Menarx mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Du bist ein kriegerischer Drache, das ist deine St?rke. Du wirst es schon schaffen, Narx. Aber du musst dabei deine Gesundheit in den Vordergrund stellen." "Sagt die Tatsache, dass der k?nigliche Heiler dich auf deiner Mission begleitet hat, nicht genug dar¨¹ber aus, dass dein Zustand immer noch kritisch ist?" fragte Everon mit einem Seufzer. "Ich werde heilen ... es istngsam, aber ich werde heilen." murmelte Menarx abweisend. Everon seufzte erneut, er wusste, wie stur Menarx sein konnte, wenn es um seine Pflichten ging, man konnte ihn nicht davon abbringen. Aber Everon war dankbar, dass er noch eine Methode hatte, um zu seinem sturen Cousin durchzudringen. "Was ubst du, was Neveah dazu sagen w¨¹rde?" fragte Everon, wohl wissend, dass er damit Menarx¡¯ Aufmerksamkeit erregen w¨¹rde. Wie Everon erwartet hatte, schenkte Menarx ihm schlie?lich einen Blick, ein am¨¹siertes L?cheln legte sich auf seine Lippen. "Sie spricht nicht viel... sie w¨¹rde mich stattdessen blenden, damit ich tue, was sie will." erwiderte Menarx, und seinen Worten folgte ein tiefer Seufzer, der von Sehnsucht gepr?gt war. "Du solltest dir immer vor Augen halten, dass du nicht l?nger ein einsamer Krieger bist, Menarx. Du hast eine Reiterin ... eine Frau, f¨¹r die du die Welt sein wirst." "Du kannst nicht mehr so sorglos mit deinem Leben umgehen wie fr¨¹her. Jetzt muss ich deine Wunden s?ubern und die Verb?nde wechseln, und ich will, dass du brav bist." f¨¹gte Everon zur Sicherheit hinzu. Menarx verdrehte die Augen, tat aber, was Everon wollte. Er legte den Marker ab, den er in der Hand gehalten hatte, stand auf und setzte sich auf das provisorische Bett. "Mach dein Ding." eubte Menarx und zog sein Hemd aus. Ein leises St?hnen des Schmerzes entwich Menarx, als sich seine Bewegung direkt auf die Verletzung auswirkte. "Du ubst vielleicht, dass du die Schmerzen ertragen kannst, aber bei Adamantium wissen wir beide, dass der Schmerz deine geringste Sorge ist." warnte Everon, w?hrend er sich an die Arbeit machte und den blutverschmierten Verband abwickelte. Menarx antwortete nicht, er verstand genau, wovor Everon warnte. Eine Wunde, die ihm durch eine andere Waffe zugef¨¹gt worden w?re, w?re bereits verheilt, aber bei Adamantium wurde die nat¨¹rliche Heilungsf?higkeit, die er als Drachenlord besa?, v?llig in den Schatten gestellt. Menarx¡¯ Heilungsrate war zu diesem Zeitpunkt nur wenig besser als die eines Menschen. "Du wirst noch mindestens ein paar Tageng nicht in der Lage sein, dich zu bewegen. Denken Sie nicht einmal daran, es jemals wieder zu tun." fuhr Everon fort, w?hrend er arbeitete. Menarx grummelte leise vor sich hin und zuckte sichtlich zusammen, als Everon zur Warnung besonders heftig an der Bandage zog. Menarx wollte gerade etwas sagen, als Lodenworth hereinkam. "Mein Herr Menarx." Er gr¨¹?te und senkte den Kopf zu einer Verbeugung. "Lodenworth, r¨¹hrt Euch. Welches Wort?" Menarx fragte, w?hrend Everon ein Kr?utez auf seine Wunden legte. "Bericht der Patrouille: Conrad und Adron haben eine Gruppe von Zwergen entdeckt, die einen Umweg um den zweiten Au?enposten machen. Sie scheinen ein normaler Versorgungstrupp zu sein, aber ihr Verhalten ist verd?chtig." meldete Lodenworth. "Inwiefern verd?chtig?" fragte Menarx mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Sie nehmen die hintere Bergroute um den zweiten Au?enposten herum." berichtete Lodenworth. "Alte zwergische Folklore und Aberube, die mit dieser Route verbunden sind, machen sie zur am wenigsten erwarteten Route f¨¹r ein Versorgungsteam..." "Der hintere Berg m¨¹ndet in eine Wasserfallklippe, steile Pfade, nicht gerade die erste Wahl f¨¹r den Transport von Waren." sch?tzte Lodenworth ein. Menarx dachte einen Moment dar¨¹ber nach, bevor er zustimmend nickte. "Wie weit drau?en?" erkundigte sich Menarx. "Ein Flug von einer Stunde." antwortete Lodenworth. "Conrad und Adron k?nnten verdeckt angreifen... Wir werden es uns ansehen." entschied Menarx. "Verstanden." Lodenworth akzeptierte den Befehl und verabschiedete sich. "Ich werde dich gleich wieder zusammenflickenssen ... und ich werde dich auch wieder mitnehmen." Everon brummte seufzend, bevor Menarx ein Wort sagen konnte. "Ich wei? dich sehr zu sch?tzen, mein Blut." sagte Menarx und kicherte vor sich hin, als Everon bei seinen Worten schnaubte. "Ich brauche deine Anerkennung nicht, ich brauche deine Heilung, damit ich zur¨¹ckkehren kann ... die Luft in diesen Minengebieten ist nicht nach meinem Geschmack." Everon kl?rte auf. "Du bist viel zu zart f¨¹r einen Drachen, Ron. Erinnere mich daran, wann du das letzte Mal den Himmel vessen hast? Oder gek?mpft hast?" fragte Menarx. "Nicht jeder Drachenlord muss f¨¹r seinen Lebensunterhalt Feuer und Blut beschw?ren, Narx. Ich bin ein Mann der feinen K¨¹nste und des kultivierten Gem¨¹ts... Ich werde mich nicht an euren Hobbys und denen eurer Br¨¹der beteiligen." "Ihr sechs macht genug ?rger, um die Festung ein Jahrtausendng zu halten." grummelte Everon und befestigte die letzten B?nder des Verbandes. Menarx zog sein Hemd wieder an, stand auf und f¨¹hrte den Weg aus seinem Zelt, wo Lodenworth und seine Reiterin Ke bereits warteten. ___________ "Eine Gruppe von Schmugglern, getarnt als Versorgungswachen? Die Lage in den Reihen der Zwerge scheint nicht sehr vielversprechend zu sein." kommentierte Everon, als Conrad mit seinem Bericht fertig war. "Es steckt mehr dahinter, aber es ist schwer, das allein anhand ihrer Besitzt¨¹mer festzustellen. Adron wird einen vollst?ndigen Bericht einholen, sobald die Zwerge wieder bei Bewusstsein sind." gab Conrad weiter. Menarx brummte als Antwort und ging zu dem Wagen hin¨¹ber. Auf den ersten Blick war die Oberfl?che des Karrens mit frischen Fr¨¹chten bedeckt. Menarx schob die obere Schicht des Karrens beiseite, und wie erwartet befanden sich auf der darunter liegenden Schicht Dutzende von schimmernden Edelsteinen und kostbaren Erzen. "Zwerge und ihre Sch?tze..." murmelte Menarx mit einem Spott, Doch Menarx¡¯ Gesichtsausdruck ?nderte sich bald, als sich sein Blick auf einem bestimmten schimmernden Gegenstand niederlie?, der ihm nur allzu vertraut war. Menarx griff nach dem kleinen Knopf, auf dem ein nur allzu bekanntes Wappen eingraviert war. Chapter 337: Etwas Unerwünschtes (Kap.337)

Chapter 337: Etwas Unerw¨¹nschtes (Kap.337)

"Das..." murmelte Menarx leise und hob den winzigen Knopf n?her an sich heran, damit er ihn besser untersuchen konnte. "Was ist es, Narx?" fragte Everon besorgt und trat n?her an Menarx heran. Lodenworth und Conrad sahen schweigend zu, keiner der drei konnte feststellen, was genau Menarx gesehen hatte, das ihn in einen so angespannten Zustand versetzte. Aber Menarx war wie erstarrt und starrte nur auf den Gegenstand in seiner Hand. "Das..." murmelte Menarx und lie? seine Worte wieder abrei?en, die Absurdit?t dessen, was er sah, machte ihn v?llig fassungslos. Obwohl der erste Blick schon genug verraten hatte, fiel es Menarx schwer, es zu uben, Kaum zu uben, dass er einen Gegenstand, den er so gut kannte, hier mitten im Zwergend finden w¨¹rde. Es war ein sehr kleiner Gegenstand, ein Knopf, der wahrscheinlich nur in die Knopfl?cher am Handgelenk eines kleinw¨¹chsigen Menschen passen w¨¹rde. Au?erdem war er aus einem seltenen und kostbaren Edelstein gefertigt, nicht die Art von Knopf, die man ¨¹blicherweise bei Kleidermachern finden w¨¹rde, Und schon gar nicht von Zwergen, die Edelsteine lieber in Gew?lben aufbewahren, als sie als in ihre Kleidung eingen?hte essoires zu tragen. Vor allem aber war es genau der Knopf, um den Menarx die N?herin gebeten hatte, als er jedes Detail von Neveahs neuen Reitkleidern aussuchte, Zum zweiten Mal, nachdem das erste Kleid, das Menarx ihr geschenkt hatte, im Laufe der Pr¨¹fungen ruiniert worden war. "Narx, sag doch etwas ... du machst uns hier Sorgen." Everon meldete sich erneut zu Wort, als Menarx seine Reaktion immer noch nicht erkl?rt hatte. Menarx blinzelte verwirrt und fragte sich, ob es nur ein Zufall war. Es war unm?glich, dass Neveahs Kleidungsst¨¹ck hier drau?en war, unter den Sch?tzen, die von unehrlichen Zwergen herausgeschmuggelt wurden. Aber wie viele solcher Edelsteine gab es in der Festung, die zu einem Knopf verarbeitet waren und das Wappen der Norddrachen trugen? "Dieser... geh?rt Veah." verriet Menarx schlie?lich und sch¨¹ttelte erstaunt den Kopf. "Veah? Das kann nicht sein." Everon entgee kichernd, doch sein L?cheln erstarrte, als er bemerkte, dass Menarx nicht scherzte. "Es tr?gt das Wappen unseres ns... Ich habe es als essoire f¨¹r ihre Reitkleider anfertigenssen. Zu jedem von ihnen geh?rt ein Satz dieser Kn?pfe." verriet Menarx mit Schrecken und reichte Everon den Knopf. Everon untersuchte das St¨¹ck und best?tigte das Vorhandensein des Wappens. "Aber wie ist das ¨¹berhaupt m?glich? Neveah ist zur¨¹ck in der Akademie, in Keep Skies. Und wir sind weit von der Zitadelle entfernt." gab Everon zu bedenken. "Es w¨¹rde Wochen dauern, mit anderen Mitteln als dem Flug so weit zu reisen, und kein Drachenlord w¨¹rde es wagen, deinem Reiter als Reittier zu dienen, es w?re ein Sakrileg." ¨¹berlegte Everon. "Das sollte nicht m?glich sein..." Menarx stimmte zu, doch die Beweise in seiner Hand sagten etwas anderes. "Ziehen Sie keine voreiligen Schl¨¹sse, mein Herr. Wir haben nichts Unerwartetes von Keep Skies geh?rt." Lodenworth unterst¨¹tzte. "Was w¨¹rden Kirgan und die Meister der Akademie tun, wenn zuf?llig etwas..." Menarx brach ab und warf Everon einen spitzen Blick zu. "Ich vermute, sie w¨¹rden es ... unter Verschluss halten." gab Everon zu, der Kirgan fast genauso gut kannte wie Menarx. "Ich werde mit Kirgan sprechen." entschied Menarx. "Narx, die mentale Kommunikation aus dieser Entfernung wird dir sehr viel Kraft abvengen..." "Vielleicht sollten wir uns einfach darauf konzentrieren, die Informationen aus den Zwergen herauszuholen? Sie sollten etwas wissen ... wie dies in ihren Besitz gekommen ist." schlug Everon vor. "Es k?nnte wirklich nur eine Art Zufall sein." f¨¹gte Everon hinzu. "Mir geht es gut. Ich mu? mich sofort von Veahs Sicherheit ¨¹berzeugen. Nur wenn ich von Kirgan h?re, kann ich sicher sein." beharrte Menarx. Mit diesen Worten sog Menarx einen tiefen Atemzug ein und lie? seine Augen zufallen. Menarx griff in seinen Geist und sp¨¹rte das dicke, starke, pulsierende Band, das er mit seinen Br¨¹dern teilte. Den Drachenlords fiel es leicht, mit ihrem Geist zu kommunizieren, aber selbst sie hatten bei gro?en Entfernungen ihre Grenzen. F¨¹r Menarx und den Rest der k?niglichen Garde war das Band, das sie teilten, etwas ganz anderes, und es erm?glichte ihnen viel gr??ere Entfernungen zwischen den sechs. Obwohl es eine anstrengende Angelegenheit war, war es ein Leichtes, eine Kommunikationsverbindung mit einem seiner Br¨¹der herzustellen, selbst ¨¹ber eine gro?e Entfernung hinweg. Es brauchte einen Moment der Konzentration, aber schon bald konnte Menarx das Bewusstsein von Kirgan und die W?nde seines Geistes sp¨¹ren. Andere Drachenf¨¹rsten w¨¹rden von Kirgan vengen, dass er diese Gedankenmauer senkt, bevor sie ihre Gedanken teilen konnten, aber Menarx konnte sie leicht ¨¹berwinden. "Kirgan ... wo ist sie?" Menarx projizierte seine Stimme in Kurgans Geist. Da Menarx eine sekund?re Pr?senz in Kurgans Geist war, wenn auch ungebeten, sp¨¹rte er Kurgans Reaktion auf seine Stimme, ebenso wie Kirgan Menarx¡¯ Unmut und Misstrauen sp¨¹rte. Und diese erste Emotion von Kirgan war eine, die Menarx gut genug erkannte... Schuld. Und so wusste Menarx bereits, bevor Kirgan sprach, was ihn erwartete. "Narx... Veah... sie ist verschwunden." Kurgans besorgte Worte ¨¹berfluteten Menarx¡¯ Verstand. Es gab nicht viele Dinge, von denen sich ein Krieger wie der Herr der Rubinschuppen beirren lie?, selbst im Angesicht eines drohenden Krieges war seine Ruhe unersch¨¹tterlich. Viele hten hatte er in seinemngen Leben gescgen, und viele hten standen ihm noch bevor. Er war als Kampfdrache geboren und aufgewachsen, es war sein Schicksal, und Menarx hatte l?ngst seinen Frieden damit gemacht. Doch das letzte Wort, mit dem Menarx gerec hatte, als er Hunderte von Meilen von zu Hause entfernt war und den ersten Sp?htrupp zu den Au?enposten der Zwerge f¨¹hrte, war genau das, was er in diesem Moment h?rte. "Wir k?nnen nicht feststellen, wie... oder durch welche Mittel, sie ist einfach weg... Ich habe M?nner, die sie suchen, es sind schon zwei Tage vergangen." meldete Kirgan. "Zwei Tage... zwei Tage sind vergangen und ich habe nichts vom Verschwinden meiner Reiterin gewusst?!" Menarx wurde w¨¹tend. "Narx... I..." Kirgan begann zu erkl?ren, aber Menarx unterbrach ihn. "Kirgan ... du entehrst mich." dachte Menarx zur¨¹ck und brach die Verbindung ab. Menarx konnte die Ger?usche seines eigenen schweren Atems h?ren, als seine Raubtierseite in ihm aufgew¨¹hlt wurde und das Vengen, die Drachengestalt anzunehmen, in ihm aufstieg. "Narx! Du bist nicht in der Lage, dich zu verwandeln!" zischte Everon und packte Menarx fest an der Schulter. Chapter 338: Tunnel (Kap.338)

Chapter 338: Tunnel (Kap.338)

Ein leises Knurren drang aus Menarx¡¯ Kehle, er neigte seinen Kopfngsam und raubtierhaft zur Seite, sein grimmiger Blick ruhte auf Everon. Alles, was in Menarx¡¯ Kopf in diesem Moment widerhallte, war die Tatsache, dass Neveah fehlte, und Everons Argumentation war zu diesem Zeitpunkt nicht sehr willkommen. "Lass los." befahl Menarx direkt. "Sag mir, was Kirgan gesagt hat." beharrte Everon, unbeeindruckt von Menarx¡¯ aufgeregtem Zustand. Er hielt sich immer noch an Menarx¡¯ Schulter fest, sein Griff war fest und unnachgiebig. "Sie ist von der Akademie verschwunden... vor zwei Tagen." Menarx zwang die Worte durch knirschende Z?hne heraus. Everon stie? einen Seufzer aus und nicktengsam. "Zuerst m¨¹ssen wir einen vollst?ndigen Bericht von Kirgan erhalten. Das ist noch kein Grund, voreilige Schl¨¹sse zu ziehen." Everon behielt seine Haltung bei. "Everon..." begann Menarx in d¨¹sterem Tonfall, doch Everon unterbrach ihn. "H?r zu Narx... wir haben eine Mission vor uns, eine von gro?er Tragweite. Du wei?t das besser als jeder andere." "Wir k?nnen nicht zssen, dass unser kommandierender Drache kompromittiert wird, und Wut wird euch nicht helfen, sie zu finden..." "Wenn wir die Zwerge unvorsichtig angreifen, hast du selbst gesagt, dass sie nicht zu untersch?tzen sind. Wir haben es hier mit Adamantium zu tun, Narx." "Beruhige dich und h?re Kirgan an, wir werden entsprechend entscheiden." "Wenn die Zwerge Neveah haben, ist die Wahrscheinlichkeit gro?, dass sie wussten, dass ihr kommen w¨¹rdet ... gebt ihnen diese Genugtuung nicht." belehrte Everon. Menarx sog einen tiefen, zittrigen Atemzug ein und nicktengsam mit dem Kopf. "Conrad, es ist mir egal wie, aber ich will alles wissen, was diese Zwerge wissen... und ich will es jetzt wissen!" machte Menarx deutlich, als er an Everon vorbeiging. _____________ Neveahs Augen tterten auf und ein entsetztes Keuchen entwich ihren Lippen, als sie erwachte. Neveah war nicht im Unren ¨¹ber ihre Situation, sie erinnerte sich genau daran, dass sie gerade mit dem dunklen Zauberer zusammen gewesen war. ¨¹ber ihrg ein schwarzer Mantel, der sie vor dem Fr?steln bewahrte, und Neveah konnte sich denken, wer ihn zur¨¹ckgssen hatte. Neveah sch¨¹ttelte ihn schnell ab und runzelte ver?rgert die Stirn, w?hrend sie den Mantel wie einen Dolch anstarrte, als w¨¹rde sie sich dadurch auch nur ein bisschen besser f¨¹hlen. "Was ist hier passiert?" murmelte Neveah und blickte sich vorsichtig um, um zu erkennen, dass sie sich in einer Art dunklem Tunnel befand. Zu ihrer Linken befand sich ein Durchgang, der bald an einer Tunnelwand endete, und zu ihrer Rechten befand sich ein weiterer Gang, dessen Ende sie nicht sehen konnte. "Wo ist dieser Ort?" fragte Neveahut, obwohl sie wusste, dass niemand die Antworten haben w¨¹rde, die sie suchte. Veah, wir sollten zuerst hier raus. Das ist kein guter Ort, um sich gegen einen Angriff zu verteidigen ... wir k?nnen uns hier drin kaum bewegen.¡¯ Neveahs Wolf erinnerte sie an die Einschr?nkungen, die der kleine Tunnel mit sich brachte. Neveah stand auf Gehei? ihres Wolfes auf und st?hnte leise ¨¹ber die Taubheit in ihren Beinen, die von der ung¨¹nstigen Position herr¨¹hrte, in der sie sich immer wieder befand. Neveah warf einen Blick auf das rote Reitkleid, das sie trug, und seufzte leise. Das Reitkleid war nichts im Vergleich zu ihren goldenen Locken, die selbst in der Dunkelheit wie ein Leuchtfeuer wirkten. Man konnte nicht wissen, was in diesen Tunnelnuerte, und das Letzte, was Neveah wollte, war, unn?tige Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Schon gar nicht, wenn sie keine Ahnung hatte, wo sie sich befand und wohin sie jenseits der Tunnel ¨¹berhaupt unterwegs war. Nur widerwillig nahm Neveah den schwarzen Mantel, legte ihn sich ¨¹ber die Schultern und zog sich die gro?e Kapuze ¨¹ber den Kopf, um ihr Haar zu verbergen. Es dauerte einen kurzen Moment, bis die Bet?ubung nachlie? und Neveah begann, in die einzige Richtung des Tunnels zu gehen, die keine Sackgasse war. "Wir sollten immer noch irgendwo in der N?he der Zwergenzitadelle sein. So weit k?nnen wir in so kurzer Zeit nicht gekommen sein." ¨¹berlegte Neveah und betrachtete die feuchten, uralten W?nde des Tunnels. Die Luft selbst war dick mit einem modrigen Geruch und ein k¨¹hler Luftzug fl¨¹sterte durch den beunruhigend engen Gang. "Das bedeutet, dass wir irgendwo unter der Erde sind und so schnell wie m?glich wieder herauskommen m¨¹ssen." "Die Zwerge werden diesen Tunnel besser kennen als wir, sollten sie beschlie?en, uns zu verfolgen..." Neveahs Wolf steuerte ihre eigenen Gedanken bei, lie? ihre Worte aber im Raum stehen. Es gab keinen Grund, ihre Aussage zu vervollst?ndigen, wenn Neveah bereits erahnen konnte, was ihre W?lfin sagen wollte. Wenn die Zwerge sie zur Strecke brachten, w?re die R¨¹ckzahlung einer Schuld an den dunklen Zauberer die geringste von Neveahs Sorgen. Neveahs Schritte hallten bedrohlich wider, so sehr sie sich auch bem¨¹hte, sie leise zu halten. Das Ger?usch prallte von den W?nden ab, und Neveah musste einen Moment innehalten und sich noch einmal umsehen, um sicherzugehen, dass sie wirklich allein war. Obwohl der Tunnel dunkel war, konnte Neveah gut sehen, und sie beschleunigte ihre Schritte und ging z¨¹gig in die Richtung, von der sie hoffte, dass sie zu einem Ausgang f¨¹hren w¨¹rde. Neveah war dankbar, dass sie immer noch ihr Reitkleid trug, denn das Einzige, was ihr das Gl¨¹ck bescherte, war, dass sie immer f¨¹r den Ass gekleidet war, wenn sie entf¨¹hrt werden sollte. Das machte vieles einfacher, denn Neveahs Kleid war auf ung¨¹nstige Bedingungen wie diese hier spezialisiert. W?hrend Neveah ging, rieb sie sich mit einem leisen Seufzer die wunden Handgelenke. Silber brauchte immer ziemlichnge, um zu heilen. Der Schmerz an ihren Handgelenken lenkte Neveahs Gedanken zur¨¹ck zu dem Grund, warum sie ¨¹berhaupt in diese Situation geraten war, und zu dem finsteren Ausdruck in Davinas Augen. "Es ist schwer vorstellbar, dass ich die ganze Zeit ¨¹ber nicht gesp¨¹rt habe, dass mit ihr etwas nicht stimmt... dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie etwas gegen mich hegt." murmelte Neveah. "Wir k?nnen die Absichten der Menschen nicht immer richtig deuten, Veah. Was z?hlt, ist, dass sie daf¨¹r mit Blut bezahlen wird." erinnerte Neveahs Wolf sie. Neveah nicktengsam und schob ihre Gedanken beiseite, um sich stattdessen darauf zu konzentrieren, aus dem Tunnel zu kommen. Sie war sich nicht sicher, wienge sie daf¨¹r brauchen w¨¹rde, aber Neveah wusste, wenn sie nach Keep Skies zur¨¹ckkehren wollte, musste sie zuerst diesen Tunnel weit hinter sichssen. Chapter 339: Eine unerwartete Wendung (Kap.339)

Chapter 339: Eine unerwartete Wendung (Kap.339)

"Everon soll Narx genau im Auge behalten ... er soll keine voreiligen Entscheidungen treffen, bevor wir die Situation nicht voll im Griff haben." befahl Jian. "Durchk?mmt die Zitadelle und findet das M?dchen so schnell wie m?glich." "Scheut keine M¨¹hen. Auch wenn die ?ltesten etwas anderes behaupten, k?nnen wir nicht ausschlie?en, dass die Akademie infiltriert wurde." "Du wirst auf der Hut sein m¨¹ssen, Kirgan, ich will, dass bis zu meiner R¨¹ckkehr nichts mehr schiefgeht." beendete Jian. Als die mentale Kommunikationsverbindung unterbrochen wurde, starrte Jian einfach weiter vor sich hin, die Miene so leer und die Augen so unleserlich wie immer. Das einzige Zeichen daf¨¹r, dass er den Bericht, den er gerade von Kirgan erhalten hatte, wirklich zur Kenntnis genommen hatte, war das leichte Zucken seiner Augenbrauen, das seinen Unmut verriet. "Was gedenken Sie zu tun?" erkundigte sich Cassian, der an Jians Seite stand, als Jian einenngen Momentng nicht sprach. Jian grunzte leise vor sich hin, gab aber keine Antwort. "Ihr habt Menarx und Kirgan nichts von dem Pergament erz?hlt, habt Ihr vor, nicht dar¨¹ber zu sprechen? Menarx verdient es zu wissen." fuhr Cassian fort, wobei sein Tonfall verriet, wie verbl¨¹fft er von Jians Nonchnce war. Wieder gab Jian keine Antwort, aber Cassian war an seinen starrk?pfigen K?nig gew?hnt und er war sich sicher, dass er Jians Aufmerksamkeit hatte, auch wenn es anders schien. "Jian, nach allem, was wir jetzt wissen. ubst du, dass das M?dchen wirklich verschwunden ist ... oder ist sie aus eigenem Antrieb gegangen? Das ist die einzige M?glichkeit, die Sinn machen w¨¹rde, und es w?re nicht das erste Mal." ¨¹berlegte Cassian. "Was hat der Sprung von einer Klippe mit der Sache zu tun?" sprach Jian schlie?lich, sein Tonfall war ein leises Zischen. "Wie denn auch nicht? Sie ist eine, die kommt und geht, wie es ihr gef?llt, und wir beide wissen, dass es f¨¹r sie kein Problem ist, aus der Akademie zu fliehen." erinnerte Cassian. "Wenn sie k?me und ginge, wie es ihr beliebt, h?tte sie wohl nie einen Fu? in die Festung gesetzt." entgee Jian. "Sie ist in Geheimnisse eingewickelt, Jian, und Narx hat sich viel zu tief in ihr Netz aus L¨¹gen und Betrug verstrickt." beharrte Cassian. "Du hast heute sehr viele Worte gemacht, Cass." bemerkte Jian. "Du kannst das nicht l?nger ignorieren, Jian, du wirst ¨¹ber kurz oderng ¨¹ber das Schicksal des M?dchens entscheiden m¨¹ssen." wiederholte Cassian. "Habt ihr Beweise f¨¹r eure Behauptungen? Kannst du der Quelle dieses Pergaments vertrauen?" erkundigte sich Jian. "Das Netz, von dem du sprichst, hei?t Liebe, Cass. Narx liebt das M?dchen ... das tut er wirklich. Wenn du mich bittest, ¨¹ber ihr Schicksal zu entscheiden, bittest du mich, auch ¨¹ber seins zu entscheiden." "Ich werde nicht gegen das Herz meines Bruders vorgehen, snge ich nicht sicher bin, dass es einem w¨¹rdigen Zweck dient, ihn zu verletzen. Findet mir heraus, wer das Pergament geschickt hat, Cassian ... dann werde ich eine Entscheidung treffen." versicherte Jian. Wenn es etwas gab, das Jian am meisten verabscheute, dann war es, manipuliert zu werden, und Jian konnte gut sp¨¹ren, dass jemand versuchte, ihn zu zwingen. Was Jian nicht verstand, war, was Neveah so besonders machte, dass derjenige, der das nte, es riskieren w¨¹rde, den Drachenk?nig mit hineinzuziehen? "Ich verstehe." Cassian willigte ein. Bevor Cassian noch etwas sagen konnte, erreichten Kaideon und Rodvan den H¨¹gel. Es war bereits Sonnenuntergang am ersten Tag der 41. Woche, und die Drachenw?chter hatten sofort gehandelt, indem sie sich der Hilfe der Stadtwachen bedienten, um die Reihen aufzuf¨¹llen. So sehr es auch gegen Jians Willen war, konnte ihre Anwesenheit in der Stadt nicht l?nger vor den B¨¹rgern verborgen bleiben. Es war von gr??erer Bedeutung, dass die Stadtbewohner den Ernst der Lage erkannten, indem sie sich vom Wald fernhielten, mehr noch, als dass sie ihn unter Verschluss hielten. Die Absperrung des Waldes und die Unterbrechung des Festes h?tten mit Sicherheit alle Stadtbewohner und auch den im Walduernden Feind rmiert. Wie sich ein so m?chtiger Golem seit seiner Ankunft zwei Tageng verstecken konnte, war Jian immer noch ein R?tsel, aber zumindest... w¨¹rde die Stadtbev?lkerung in Sicherheit bleiben. Mehr noch als den Trollgolem auszuschalten, war Jians Priorit?t, die Sicherheit seiner Leute zu gew?hrleisten. "Mein Lehnsherr." gr¨¹?te Rodvan. "Es gab... einen ungl¨¹cklichen Vorfall." berichtete Rodvan z?gernd. "Sprecht." befahl Jian. "Zwei Leichen wurden in der menschlichen Siedlung entdeckt... ihre Todesart ist ungew?hnlich. Es ist der Trollgolem, mein Lehnsherr." offenbarte Rodvan. Jian holte scharf Luft und stie? ein ver?rgertes Grunzen aus, als er an Kaideon und Rodvan vorbeist¨¹rmte. "Ich war deutlich genug, als ich sagte, dass das Fest mit allen Mitteln verhindert werden muss! Stimmt¡¯s, Cassian?!" zischte Jian w¨¹tend. "Der Wald wurde verbarrikadiert, drei Schutzz?une sorgen daf¨¹r, dass sich seit Beginn des Festes kein Mensch mehr hineinwagt." "Die Stadtbewohner wurden vor der Anwesenheit der Drachen gewarnt, sie wissen, dass sie sich fernhalten m¨¹ssen, und wenn sie das nicht tun, k?nnen sie nicht an unserer Wache vorbeigekommen sein." teilte Cassian pflichtbewusst mit. "Dann such mir Antworten." vengte Jian und ging auf die Verteidigungslinie zu, die die Stadt vom Wald trennte. ___________ "Sie haben keine Lebensessenz mehr, ihre Haut und ihre Adern sind geschw?rzt, alles Anzeichen von Nekromantie." "Es gibt keinen Zweifel daran, was das getan hat." berichtete Cassian, der in der Hocke sa? und die Leichen untersuchte. Sie hatten soeben das Gel?nde erreicht, wo bereits einige Drachenlords der zweiten Staffel warteten. "Rauron ist in Gespr?chen mit dem Stadtoberhaupt, er sollte zur¨¹ckkehren, um detailliert zu berichten, wie die Leichen entdeckt wurden." f¨¹gte Rodvan hinzu. Auch Jian hockte sich hin und inspizierte die Leichen, wobei sich ein Stirnrunzeln auf sein Gesicht legte. "Mein Lehnsherr!" rief Rauron und joggte zu Jian hin¨¹ber. "Nach dem Bericht des Stadtoberhaupts und der Wachen wurden die Leichen nicht in der N?he des Waldes oder der Umz?unung gefunden... sie wurden in ihren H?usern entdeckt!" berichtete Rauron eilig. Jian blickte zu Rauron hin¨¹ber. "Du willst damit sagen, dass diese M?nner gar nicht in den Wald gegangen sind... sie wurden in ihren eigenen H?usern get?tet?" erkundigte sich Jian. "Ich habe mich selbst davon ¨¹berzeugt, dass sie ihre H?user wirklich nicht vessen haben." teilte Rauron mit. "Wenn sie nicht in den Wald gegangen sind... w¨¹rde das bedeuten, dass das, was sie get?tet hat... sich hinausgewagt hat!" rief Rodvan aus. "Oder es war gar nicht im Wald... sondern hier in der Siedlung..." f¨¹gte Cassian hinzu. Chapter 340: Wer ist da? (Kap.340)

Chapter 340: Wer ist da? (Kap.340)

"Aber das ist nicht m?glich, wie k?nnte sich ein Trollgolem verstecken und unter Menschen leben? Magie?" fragte Rauron verbl¨¹fft. "Das widerspricht allem, was wir ¨¹ber Golems und beschworene Bestien wissen." "Golems sind in der Tat Bestien der Zauberei, aber ich habe noch nie geh?rt, dass sie selbst Magie aus¨¹ben." sagte Rodvan mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Kaideon?" Cassian fragte nach den Gedanken des D¨¹nenf¨¹rsten. Kaideon sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um zu zeigen, dass er sich noch keine Meinung zu der Situation vor ihnen gebildet hatte. "Wie nehmen die Leute in der Stadt das auf?" fragte Jian, obwohl er es bereits voraussehen konnte. "In der ganzen Stadt herrscht Panik, mein Lehnsherr. Viele der B¨¹rger haben die Leichen selbst gesehen, bevor wir sie in Gewahrsam genommen haben." "Es hat sich ¨¹berall herumgesprochen, sogar in den Nachbarst?dten, und die Ger¨¹chte gehen bereits in die Hunderte, Tendenz steigend." "Das Stadtoberhaupt hat Dutzende von Bittstellern gemeldet, die Stadt zu evakuieren, es wird schwierig sein, die Dinge von hier an unter Kontrolle zu halten." teilte Rauron mit einem Seufzer mit. "Es steckt mehr dahinter, als wir ahnen, irgendetwas ist hier im Spiel und ich will wissen, was..." zischte Jian, w?hrend er sich aufrichtete. ____________ Ein Seufzer der Erleichterung entrang sich Neveah in dem Moment, als sie die ersten Lichtstrahlen erblickte, die von so weit vorne hereinsickerten. Neveah war sich nicht sicher, wienge sie schon gufen war, aber sie wusste, dass sie nicht darauf hoffen konnte, den ¨¹berblick zu behalten, wenn sie von pechschwarzer Dunkelheit umgeben war. Neveah verdoppelte ihr Tempo und eilte zu der ?ffnung, von der sie wusste, dass sie irgendwo vor ihrg, und nach kurzer Zeit erreichte sie sie. Es war eine sehr kleine ?ffnung, gerade gro? genug f¨¹r Neveah, um hindurchzukriechen. Gerade als Neveah sich fragen wollte, warum ein Tunnel eine so kleine ?ffnung haben sollte, erinnerte sie sich an den entscheidenden Faktor, dass diese Tunnel mit dem Zwergenreich verbunden waren. Sicherlich w¨¹rden die ?ffnungen auch deren Gr??e beg¨¹nstigen. Neveah musste sich hinhocken, um hinauszukriechen, aber f¨¹r einen Zwerg war die ?ffnung gerade so gro?, dass er hindurchgehen konnte. Neveah seufzte, als sie sich hinunterbeugte und aus der ?ffnung kroch, um zum ersten Mal seit wer wei? wienger Zeit wieder in das helle Tageslicht zu treten. Die ?ffnung war durch einen dichten Busch verdeckt, und so musste Neveah direkt hindurch treten, und der leichte Schmerz ihrer Hand verriet ihr, dass sie gequetscht worden war. Neveah zuckte zusammen und hob ihre Hand, um ihre Augen vor der Helligkeit zu sch¨¹tzen. Es dauerte eine Weile, aber schlie?lich gew?hnten sich Neveahs Augen an das Sonnenlicht. Neveah richtete sich auf und sah sich in ihrer Umgebung um, Das ¨¹ppige Gr¨¹n und die dicht stehenden B?ume vor ihr machten Neveah r, dass sie sich in einer Art Wald befand, aber in welchem Wald und in welchem Teil der Welt genau? Ein Seufzer der Frustration entrang sich Neveah, als sie sich mit der Hand an der Schl?fe rieb, ein vergeblicher Versuch, die schrecklichen Schmerzen in ihrem Kopf zu lindern, die irgendwann w?hrend ihresngen Spaziergangs aus dem Tunnel begonnen hatten. In Situationen wie dieser musste Neveah erkennen, wie wichtig diese mentale Kommunikationsverbindung war, mit der Werw?lfe und Drachen gese waren, Allerdings hatte Neveah noch nie das Privileg gehabt, es mit etwas anderem als ihrem Wolf zu erkunden. "Menarx hatte gesagt, ich w¨¹rde ihm irgendwann w?hrend der drei Verschmelzungen meine Gedanken mitteilen k?nnen, es w?re so praktisch gewesen, das jetzt zu haben." gte Neveah, w?hrend sie ziellos umherlief. "Ich habe keine Ahnung, wo ich bin und was ich jetzt tun soll? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass ein paar Tage vergangen sind und alle gemerkt haben m¨¹ssen, dass ich weg bin." "Menarx muss den Verstand verloren haben." Neveah war besorgt und lief immer noch umher. "Und wenn der Drachenk?nig auch Wind davon bekommen hat ... sein Befehlutete, das Akademiegel?nde bis zu seiner R¨¹ckkehr nicht zu vessen." "Ich bin nicht aus freien St¨¹cken gegangen, aber w¨¹rden sie das ¨¹berhaupt wissen? Ich ube nicht, dass Davina Spuren ihres Verbrechens zur¨¹cssen w¨¹rde." fuhr Neveah fort. "Ich will mir gar nicht ausmalen, was der Drachenk?nig jetzt von mir denken muss..." Neveah brach ab und erschauderte sichtlich, als sie sich seinen eiskalten Blick vorstellte. "Was ist, wenn wir uns in der Festung verirren und den Weg zur¨¹ck zur Zitadelle nicht finden? Auf den Karten, die ich gesehen habe, ist die Festung ein endloses Land..." "Beruhige dich, Neveah! Siehst du nicht, wie untypisch das f¨¹r dich ist?" Neveahs Wolf zischte ver?rgert ¨¹ber Neveahs Aufregung. Neveah h?rte auf, auf und ab zu gehen, und fuhr sich seufzend mit der Hand durch die Haare. "Ich... ich brauche einen Moment." murmelte Neveah zu sich selbst, w?hrend sie zu einem Felsen hin¨¹berging und sich dort niederlie?. Neveah holte tief Luft und ermahnte sich im Geiste, die Situation mit Ruhe anzugehen. Doch Neveahs mentale Lektion wurde unterbrochen, als sie in der Ferne einen Zweig knacken h?rte. Neveah war im selben Moment auf den Beinen. Langsam ging sie auf den Waldrand zu, von dem sie wusste, dass das Ger?usch stammte. Neveah setzte leise Schritte und zog sich die Kapuze wieder ¨¹ber den Kopf, als sie die Waldgrenze ¨¹berquerte und in den Wald hinein ging. Durch das gro?e Bl?tterdach war dieser Teil des Waldes nicht so hell wie der, in dem Neveah gerade gewesen war. Aber es war nicht ann?hernd so dunkel wie im Tunnel, und so konnte Neveah gut sehen. Soweit Neveah sehen konnte, war niemand in Sicht, aber Neveah war sich sicher, dass jemand gerade hier drau?en war. Neveah war sich nicht sicher, woher sie das wusste, ihre Sinne hatten sie einfach auf eine Pr?senz aufmerksam gemacht, und Neveah k?nnte schw?ren, dass sogar ein seltsamer Gestank in der Luftg. "Okay ... wer ist da drau?en?" fragte Neveah, nachdem sie einen Momentng ihre Umgebung inspiziert hatte. Nat¨¹rlich kam keine Antwort, und Neveah ging ein paar Schritte weiter, bevor sie wieder stehen blieb, weil ihre Instinkte an ihr zerrten. Neveah verstand die Botschaft sofort und drehte sichngsam um. Sie war nicht ¨¹berrascht, als sie einen jungen Mann entdeckte, der genau dort stand, wo sie gerade vorbeigegangen war, und seinen Blick auf sie gerichtet hatte. Chapter 341: Laufen (Kap.341)

Chapter 341: Laufen (Kap.341)

Der junge Mann schien nicht mehr als zwanzig Sommer nach menschlichem Alter zu sein, er war nur wenig ?lter als Neveahs eigenes Alter. Neveah konnte keine ¨¹bernat¨¹rlichen Spuren an ihm entdecken. Sein Geruch, sein Aussehen und alles andere wirkte so gew?hnlich... einfach nur menschlich, und Neveah w?re zu dem Schluss gekommen, dass er es war, aber dann waren da seine Augen... Dieser durchdringende Blick, der Neveah fixierte, schien ihr direkt in die Seele zu starren, und die Augen des jungen Mannes hatten einen seltsamen Gelbton, der irgendwie animalisch und geradezu unheimlich wirkte. Die Art und Weise, wie er Neveah anstarrte, war so intensiv, dass es etwa eine Minute dauerte und Neveah sicher war, dass er nicht ein einziges Mal geblinzelt hatte, es vermittelte das Gef¨¹hl von Raubtier und Beute. Neveah war die ungl¨¹ckliche Beute, auch wenn es so aussah, als w?re sie der einzige Nicht-Mensch zwischen ihnen beiden. Der junge Mann sagte auch kein einziges Wort, wie es ein normaler Mensch tun w¨¹rde, was eine weitere beunruhigende Tatsache war. Neveah runzelte leicht die Stirn, ein tiefes Gef¨¹hl des Unbehagens kribbelte in ihrer Magengrube. In Neveahs Kopf war auch ihr Wolf unruhig, ihre Instinkte wollten nicht nacssen und Neveah wusste, dass mit diesem Mann etwas nicht stimmte. So sehr Neveah das auch wusste, er war das einzige Lebewesen, das sie in der N?he wahrnehmen konnte, und vielleicht die einzige M?glichkeit, herauszufinden, wo genau sie sich befand. Neveah betrachtete den jungen Mann erneut, er war kein Drache, was eine gro?e Erleichterung war. Snge er kein Drache war, konnte sich Neveah keine andere Spezies vorstellen, bei der sie so stark benachteiligt w?re. Neveah war also zuversichtlich, dass sie es mit diesem jungen Mann aufnehmen konnte, wenn es dazu kommen sollte. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf beruhigte Neveah ihr Herz. "?hmm ... hallo?" rief Neveah unsicher, als der junge Mann nach einem Moment immer noch nicht sprach. Es kam keine Antwort auf Neveahs Worte, stattdessen blieb der junge Mann einfach stehen und starrte vor sich hin. Selbst nach songer Zeit hatte sich sein Blick nicht einen Moment von Neveah entfernt. "Verzeihen Sie meine aufdringliche Frage ... sind Sie von hier?" Neveah versuchte es erneut und trat einen Schritt vor. Vorsichtig, Veah", warnte Neveahs Wolf sie vor der Bewegung. Neveahs Stirnrunzeln vertiefte sich, als der junge Mann immer noch schwieg und keine Anstalten zu machen schien, etwas zu sagen. "Nun gut, dann ¨¹besse ich dich jetzt deinem Schicksal." schloss Neveah, w?hrend sie zur¨¹cktrat. Wieder erstarrte Neveah in ihrem Schritt, als der junge Mann ebenfalls einen Schritt nach vorne machte. Neveah hob eine Augenbraue, als sie den jungen Mann misstrauisch beobachtete, und ihre Brauen zogen sich zusammen, als sie das leichte Zucken seines Kopfes bemerkte. Sein Kopf zuckte in Abst?nden, als w¨¹sste er nicht so recht, wie er ihn an Ort und Stelle halten sollte, was Neveah sicher nicht von einem Menschen erwarten w¨¹rde. Es hatte in dem Moment begonnen, als er den Schritt nach vorne machte, und jetzt schien es Neveah, als w¨¹rde der junge Mann gegen etwas k?mpfen... oder etwas durchmachen. Was auch immer es war, Neveahs R¨¹ckzug hatte es ausgel?st, und Neveah wartete sicher nicht, um es herauszufinden. Gerade als Neveah sich umdrehen wollte, bewegte sich der junge Mann blitzschnell. Seine Bewegung war schnell, aber nicht so schnell, dass Neveah sie h?tte ¨¹bersehen k?nnen. Was auch immer er war, seine Geschwindigkeit entsprach nicht der eines Werwolfs. Gerade als er sich Neveah n?herte, drehte sich Neveah von seiner ausgestreckten Hand weg, und ein wildes Knurren entrang sich ihrer Kehle. Instinktiv fuhren Neveahs Krallen aus und siendete mit ihrer schnellen Bewegung einen Scg... keinen t?dlichen Scg, aber gerade genug, um das erste Blut zu vergie?en. Neveah sp¨¹rte, wie die dicke, nasse Fl¨¹ssigkeit an ihren Krallen herabtropfte, aber was eigentlich warmes Blut h?tte sein sollen, war stattdessen ein eiskalter, schw?rzlicher Schleim. "Bleib weg..." warnte Neveah und fletschte ihre Z?hne vor dem jungen Mann, der einen Blick auf seine verletzte Hand warf, bevor er sie auf die Seite fallen lie?. Dann richtete sich sein Blick wieder auf Neveah, deren Kopf immer noch zuckte. Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie seine Augen erblickte. Eben noch waren es diese animalischen gelben Kugeln gewesen, die schon furchterregend genug waren, aber jetzt hatten sie sich in wirbelnde Pf¨¹tzen aus pechschwarzer Dunkelheit verwandelt. Auch von ihm ging ein dunkler Nebel aus,ngsam wirbelte er um ihn herum. Neveah k?nnte schw?ren, dass sie sehen konnte, wie sich seine Haut verf?rbte, schw?rzliche Adern traten an die Oberfl?che und breiteten sich rasch aus, besonders deutlich im Gesicht. "Der Pelz des Sch?pfers! Was um alles in der Welt bist du?" rief Neveah entsetzt aus. Und dann, als ob ihr Verstand die Dinge endlich richtig verarbeiten k?nnte, kam all das Wissen aus den B¨¹chern, die Neveah in den letzten Tagen in Mor¡¯ruds Bibliothek studiert hatte, in Neveahs Kopf zur¨¹ck. "Schwarze Adern ... schwarzes Blut ... dieser Gestank! Schuppen!" rief Neveahut aus, als sie erkannte, was genau vor ihrg. Es war nur hundert Nummern zu klein und hatte die Gestalt eines Menschen und nicht die eines Monsters, das aus der Verschmelzung des Fleisches der Toten entstanden war. Aber was auch immer die Gestalt eines Menschen annehmen konnte, konnte doch sicher auch wieder in seine urspr¨¹ngliche Form zur¨¹ckkehren, wusste ein Werwolf nicht genug ¨¹ber Verwandlung? Neveah nahm das Ger?usch sich bewegender Knochen wahr, ein Prozess, an den sie bereits gew?hnt war, und Neveah verstand deutlich, dass sich direkt vor ihren Augen eine Verwandlung vollzog. Gleich w¨¹rde vor ihren Augen ein Ungeheuer stehen, gegen das sie keine Chance hatte, wenn es nach dem ging, was in diesen B¨¹chern geschrieben und gezeic war. W?re dies ein Zeitpunkt gewesen, an dem nichts auf dem Spiel stand, h?tte Neveah ohne R¨¹cksicht auf die Konsequenzen einen Versuch gewagt. Aber jetzt musste Neveah an jemand anderen denken, ihr Leben war nicht mehr nur ihr eigenes, das sie nach Belieben riskieren konnte. "Veah! Lauf!" br¨¹llte Neveahs Wolf ihr zu, und die Worte ihres Wolfes r¨¹ttelten Neveah auf. Neveah rannte los, sprang in die Luft, ihre Verwandlung ging schnell vonstatten und im n?chsten Moment sauste sie durch den Wald, so schnell ihre Pfoten sie tragen konnten. Weit hinter Neveah sp¨¹rte sie die Erde beben und dasute Krachen umst¨¹rzender B?ume, bald gefolgt von einem ohrenbet?ubenden Schrei, der den ganzen Wald ersch¨¹tterte. Aber zur¨¹ckschauen war das Einzige, was Neveah nicht tun wollte, und so rannte sie einfach weiter. Chapter 342: Von Obsidianschwingen (Kap.342)

Chapter 342: Von Obsidianschwingen (Kap.342)

Es gab Tage, an denen sich die Dinge genau zum richtigen Zeitpunkt zu unseren Gunsten ausrichteten, und f¨¹r den Drachenk?nig und das zweite Geschwader war es einer dieser Tage gewesen. In dem Moment, in dem der Trollgolem erwachte, hallte derute Schrei bis an den Rand des Waldes, ebenso wie die Wellen dunkler Magie, die sich weit dar¨¹ber hinaus ausbreiteten. Und es war genau in dem Moment, als Jian den Verteidigungsbereich umstrukturierte. Jian sp¨¹rte es zuerst, noch vor den anderen Drachenf¨¹rsten, aber kurz darauf waren sie sich alle bewusst, dass ihr Feind, der in der Dunkelheit guert hatte, aufgetaucht war. Es bedurfte keiner Worte, die ht, f¨¹r die sie gekommen waren, war nun in Sicht. Was auch immer den Ausl?ser f¨¹r das Auftauchen der Bestie gegeben hatte, es war genau im richtigen Moment geschehen. "Mauldray hat einen Standort, das Ortungsteam ist bereits dabei, ihn zu markieren." meldete Cassian an Jian. Jian blickte zu Kaideon hin¨¹ber, der sofort mit dem Kopf nickte und losst¨¹rmte, sich in den Himmel erhob, wo er sich verwandelte und in den Wald schoss. Rodvan und Cassian waren nicht weit hinter ihm und man?vrierten sich auf verschiedenen Wegen an die Bestie heran, um sie von allen Seiten zu erreichen. "Hier kommt nichts lebendig vorbei." stellte Jian r und fl¨¹chtete dann in den Wald. Die Drachenf¨¹rsten der zweiten Schwadron w¨¹rden den Verteidigungsring halten. Aber man konnte nur hoffen, dass der Trollgolem nicht die Gelegenheit haben w¨¹rde, so weit zu kommen, bevor er zu Fall gebracht wurde. ___________ Die dunkle Halle war in eine unheimliche Stille geh¨¹llt, und die Atmosph?re war von einer dunklen, kalten Aura durchdrungen. Schatten tanzten an den kalten Steinw?nden enng, die mit alten Wandteppichen geschm¨¹ckt waren, auf denen verschlungene Runen und mystische Symbole gestickt waren. In der weiten Halle gab es nur zwei schwach leuchtende Fackeln, die den Korridor s?umten, Ihre mmen ckerten schwach und schienen kurz vor dem Erl?schen zu sein, was sie auch bald taten und die Halle noch mehr in Dunkelheit tauchten. In der Mitte des Saals stand Celeste, ihr elegantes schwarzes Kleid um sie herum ausgebreitet. Auf dem Gesicht der dunklen Feeg ein komplizierter Ausdruck, und ihr Blick wanderte ¨¹ber die kunstvoll gefertigten Wandteppiche, verweilte einen Moment auf jeder Rune, bevor er zur n?chsten weiterging. Dann blieb ihr Blick auf einem der Wandteppiche h?ngen, und diesmal verweilte er besondersnge dort. Auf diesem Wandteppich war keine Rune aufgestickt, sondern das Abbild eines Menschen... einer Fee. Obwohl die Gesichtsz¨¹ge der Fee nicht zu entziffern waren, konnte man erkennen, dass es sich um eine Frau handelte, die in Form und Ausstrahlung Celeste selbst ?hnelte. Die auf den Wandteppich gestickte Fee war k und anmutig, ihre Fl¨¹gel waren ordentlich auf ihrem R¨¹cken gefaltet. Ihrnges, wallendes Ebenholzhaar fiel ihr in Kaskaden ¨¹ber die Schultern und umrahmte ein Gesicht von ?therischer Sch?nheit, das einen Hauch von Geheimnis hatte. Ihre Augen, ein faszinierender Gr¨¹nton, schimmerten mit einer starken Mischung aus Entschlossenheit und Weisheit. In der Hand der Fee befand sich ein antiker Gegenstand, ein Stab aus einer seltsamen Art von Metall. Auf dem Stab befanden sich Dutzende von Gravuren, die aber allein anhand der Stickerei nicht entziffert werden konnten. So viel Anmutung zu zeigen, wem auch immer diese Fee gesagt worden war, dass diese Stickerei bereits ein Meisterwerk war. W?hrend die Gravuren nicht zu erkennen waren, war das exquisite Aussehen des Stabes un¨¹bersehbar. Der Stab war kurz, nur etwa song wie ein Arm, und die auf den Wandteppich gestickte Fee hielt den Stab neben ihrem eigenen Arm. Kristalle in verschiedenen Formen und Gr??en zierten den Stab, und eine kleine Kristallkugel befand sich am Fu? des Stabes. Auf einzigartige Weise waren die Kristalle so bestickt worden, dass sie das Licht hervorragend einfingen und reflektierten. Oder vielleicht war das, was sie reflektierten, gar kein Licht, sondern ein schimmerndes magisches Leuchten, das von der Fee selbst ausging. In ihrer anderen Hand befand sich ein uralter Foliant, der wie jedes andere alte Buch aussah, abgenutzt durch Zeit und Gebrauch, aber die Tatsache, dass er fest in den H?nden der Feeg, zeigte, dass er viel mehr als das war. Eine letzte Verzierung war nicht zu ¨¹bersehen, und zwar die kleine Krone, die zierlich auf dem Kopf der Fee auf dem Wandteppich sa?. Sie verst?rkte die ohnehin schon imposante Aura des Wandteppichs und machte zweifelsfrei deutlich, dass es sich bei der Fee auf dem Wandteppich nicht um eine gew?hnliche Gestalt handelte, sondern um eine, die Macht und Status besa?. Und obwohl die Fee auf dem Wandteppich in den meisten Dingen Celeste selbst ?hnelte, gab es einen deutlichen Unterschied. Anstelle der leuchtenden, gespenstischen Fl¨¹gel, die scheinbar aus magischer Energie geformt waren und ordentlich auf dem R¨¹cken der Fee auf dem Wandteppich gefaltet waren, waren Celestes eigene Fl¨¹gel aus Obsidian, in denen sich der Hauch der Dunkelheit spiegelte. Zwischen den beiden Feen war eine die Verk?rperung des Lichts und die andere von der Dunkelheit gezeic. Als sie den Wandteppich wie immer im Schatten der Dunkelheit anstarrte, wurde Celeste erneut von den dunklen Erinnerungen an die Vergangenheit heimgesucht. Erinnerungen an Verzweiflung und Verrat. An die Unbest?ndigkeit von Blutsbanden, an ns, die sich gegen ihre eigenen Mitglieder wandten, an fehlgeleitete Loyalit?t und uben ... und an das Ergebnis von all dem, das Celestes eigenes Leben war. ~~~~~~~~~~~~ "Findest du mich sch?n?" fragte die junge Celeste und lie? ihre Fl¨¹gel hinter sich ttern, w?hrend sie ¨¹ber einem kleinen See schwebte und ihr eigenes Spiegelbild betrachtete. Zuvor hatten ihre Fl¨¹gel so hell geleuchtet wie alle anderen, aber jetzt hatten die obsidianfarbenen Str?hnen begonnen, dieses Licht zu tr¨¹ben, so wie bei den anderen ns, die dem Befehl der K?nigin, die dunklen K¨¹nste zu praktizieren, gefolgt waren. "Deinesgleichen werden einen neuen Orden von Kriegern bilden, Celeste, m?chtig genug, um die dunklen Zauberer zu st¨¹rzen..." begann die andere Fee, die am Ufer sa?. "Du bist die Sch?nste, die es je gab, meine Liebste mit den Obsidianfl¨¹geln. Ich soll zur Hochk?nigin gekr?nt werden und dein tz ist an meiner Seite... meine Besch¨¹tzerin und Vertrauteste." "Wir Schwestern waren schon immer dazu bestimmt, die Welt gemeinsam zu regieren." beendete sie und ein L?cheln zierte ihre Lippen. Celeste erwiderte das L?cheln, mit einem kindlichen Leuchten in den Augen, das sogar durch die obsidianfarbenen Str?hnen hindurch schimmerte, die jetzt ihre Augenh?hlen verunstalteten. ~~~~~~~~~~~ Chapter 343: Nur eine Sache richtig (Kap.343)

Chapter 343: Nur eine Sache richtig (Kap.343)

Ein leises Kichern entrang sich Celeste, als die Erinnerung versste. Es waren schon so viele Jahrhunderte vergangen, doch irgendwie erinnerte sich Celeste immer noch allzu deutlich an jede dieser Erinnerungen. Erinnerungen daran, wie sie zum ersten Mal mit der Dunkelheit in Ber¨¹hrung gekommen war, an die berauschende Macht, die damit einherging, und an die gro?e Sache, von der sie geubt hatte, dass sie ein Teil davon war. Eine Sache, f¨¹r die Celeste bereit gewesen war, alles zu tun und jedes Opfer zu bringen, sogar sich selbst mit dunkler Magie zu beflecken. Einfach so war die Dunkelheit in sie eingedrungen und hatte alles Licht, das Celeste einst gekannt hatte, verdr?ngt, bis sie sich nicht mehr davon abgrenzen konnte. Doch in all der Zeit war es nicht die Dunkelheit, die Celeste verabscheute, sondern ihr eigenes leichtgl?ubiges Vertrauen und ihre blinde Loyalit?t. Celestes gr??tes Bedauern war nichts anderes als die Fee auf dem Wandteppich, dargestellt in all der Pracht, an die Celeste einst geubt und der sie vertraut hatte... bis sie erkannte, wie falsch sieg. "Die Vergangenheit ist vorbei..." murmelte Celeste leise und erinnerte sich daran, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Diese vergangenen Erfahrungen hatten sie zumindest gelehrt, dass die Familie keine Rolle spielte, dass ns und Ethnien nicht wirklich wichtig waren. Was z?hlte, war derjenige, der auf dem Thron sa? und die Macht hatte, die Welt zu bewegen. "Weil die Macht die Schuld ¨¹berschattet, und der Starke nichts falsch machen kann." Celeste murmelte die Worte, die sie all die Jahrhunderte in ihrem Herzen getragen hatte. "Findest du mich sch?n?" fragte Celeste die Fee auf dem Wandteppich, obwohl sie wusste, dass sie dieses Mal keine Antwort erhalten w¨¹rde. Trotzdem wirbelte Celeste herum und entfaltete ihre obsidianfarbenen Fl¨¹gel, so dass sie in ihrer ganzen Dunkelheit zu sehen waren. Ein mncholisches L?chelng auf Celestes Lippen, als sie zum Stehen kam und ihren Blick wieder auf den Wandteppich richtete. "Du bist immer noch so sch?n, wie du es immer warst... und die Welt wird dich immer so in Erinnerung behalten, ohne etwas zu wissen." "Aber ich? Ich werde bis in alle Ewigkeit verschm?ht werden, selbst im Tod. Doch wissen wir beide es nicht? Wer war wirklich die Dunkelheit? Der Fluch ¨¹ber unsere Art?" fragte Celeste. "Du hattest nur in einem Punkt recht, wir Schwestern waren immer dazu bestimmt, die Welt zu regieren... Meine Hohe K?nigin." beendete Celeste, w?hrend sie sich von dem Wandteppich abwandte. Celestes Augen tterten zu, als sie einen leisen Gesang in einer beschwingten, ?therischen Sprache anstimmte. Und als Antwort auf ihre Stimme lud sich die Luft mit magischer Energie auf... Schatten tanzten mit noch gr??erer Inbrunst an den W?nden enng. Leises Fl¨¹stern schien durch die Halle zu hallen, als ob die W?nde selbst auf ihre Beschw?rungen reagierten. Celestes Beschw?rungen wurden schneller, ihre Stimme wurdeuter und noch mehr Schatten sickerten aus jeder ?ffnung in die Halle. Die Schatten schienen sich um sie herum zu versammeln, wirbelten und vergen sie wie ?therische Geister, w?hrend sie die Macht anzapfte, die in den dunklen Kr?ften der Weltg. Celestes Magie war stark, st?rker als die aller anderen ihrer Art, und die jahrnge Aus¨¹bung der dunklen K¨¹nste hatte sie noch st?rker gemacht. Doch Celeste sehnte sich nach noch mehr, und mit jedem Tag, der verging, wurde sie unruhiger. Der dunkle Kern der Magie in ihr vengte nach t?glichem Futter, und Celeste war mehr als bereit, es zu geben. W?hrend sich das Reich an der Illusion einer friedlichen und bl¨¹henden Dynastie erfreute, wuchs Celestes Kraft. Mit einer Bewegung ihres Handgelenks stiegen alle Schatten, die sie umgaben, in die H?he und bildeten eine dicke Masse um ihre Hand herum. Die Schattenmasse schwebte vor ihr und wurde mit der Zeit immer gr??er, da sich noch mehr Schatten der Verschmelzung anschlossen. Celestes Augen fixierten die Schattenmasse, ihr Blick war voller Konzentration und Absicht. Sie bewegte ihre H?nde in verschlungenen Mustern, ihr Gesang wurde immer schneller, w?hrend sie die dunkle magische Energie manipulierte und einen unsichtbaren Teppich aus Zaubern und Verzauberungen webte. Je mehr Celeste zauberte, desto st?rker wurde die Wirkung ihrer Beschw?rungen auf ihre Umgebung. Das unheimliche Fl¨¹stern, das durch die Halle hallte, verwandelte sich in einen melodischen Gesang, der sich im Rhythmus von Celestes Bewegungen hob und senkte. Ein Stromsto? durchflutete die Halle und knisterte in der Luft wie statische Elektrizit?t. Mit jeder Geste wurde die magische Energie, die um Celeste herum pulsierte, intensiver und erhellte den Saal in einem schwachen Licht. Celestes Fl¨¹gel entfalteten sich, ihre obsidianfarbenen Membranen schimmerten in einem jenseitigen nz. Sie erhob sich vom Boden und schwebte ein paar Zentimeter ¨¹ber dem kalten Steinboden. Ihre Stimme, durchdrungen von roher Kraft, hallte durch die Halle und vibrierte mit einer fesselnden Mischung aus Sch?nheit und Tod. Pl?tzlich brach ein Energiesto? aus Celestes ausgestreckter Hand hervor. Die Schattenmasse schoss vorw?rts und prallte gegen eine Steinstatue am anderen Ende des Saals. Kein Ger?usch des Aufpralls war zu h?ren, man sah nur die Schatten, die die Statue vergen. Ein unheimliches Zischen hallte durch die Halle, und als sich die Schatten aufl?sten, erwachte die Statue einer Koboldbestie zum Leben. Die Bestie stie? einutes Br¨¹llen aus, und die Halle erbebte unter dem Ansturm der Magie, wobei die alten Steine unter der Bstung ?chzten. Mit einem letzten Schwung f¨¹hrte Celeste ihre H?nde zu einem tschen zusammen und zerstreute die Restenergie, die den Saal erf¨¹llt hatte. Das Leuchten versste und lie? die Kammer wieder in Dunkelheit zur¨¹ck, und die beiden erloschenen Fackeln leuchteten von selbst wieder auf. Mit einem zufriedenen L?cheln lie? sich Celeste sanft zu Boden sinken, wobei sich ihre Fl¨¹gel ordentlich hinter ihr falteten. Langsam ging Celeste zu dem aufgeregten Tier hin¨¹ber und untersuchte esngsam, w?hrend sie um es herumging. Niemand hatte die geringste Ahnung davon, was Celeste hier unten in ihren dunklen Hallen tat... vielleicht w¨¹rden sie sie dann nicht so schnell untersch?tzen. "Nach fast einem Jahrhundert der Versuche habe ichngsam begonnen, Azkars Zauber der Bestienbeschw?rung zu verstehen..." murmelte Celeste vor sich hin, ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen. Azkar w¨¹rde nie erfahren, was ihn getroffen hatte, und wenn er merkte, was Celeste vorhatte, war es schon viel zu sp?t. Doch das L?cheln auf Celestes Gesicht verschwand schnell, als die Koboldbestie vor ihren Augen zu Staub zerfiel. Celestes Augen ckerten vor Wut, und gerade als sie einen Schrei der Frustration aussto?en wollte, sp¨¹rte sie eine Ver?nderung in der Luft und wusste, dass sie im Moment nicht den Luxus hatte, zu w¨¹ten. Irgendetwas lief anderswo schief... "Der Trollgolem ist entdeckt worden!" zischte Celeste und rief in aller Eile ein Portal herbei. Chapter 344: Reiter in einem Umhang (Kap.344)

Chapter 344: Reiter in einem Umhang (Kap.344)

Neveah war auf ihrer nicht gerade gro?artigen Flucht nur so weit gekommen, als die starke Welle dunkler Magie, die sich durch die Verwandlung des Trollgolems ¨¹ber den Wald ergoss, sie direkt traf, Neveah wurde aus dem Gleichgewicht geworfen, ihre massive Wolfsgestalt wurde von den Pfoten geschleudert und knallte unsanft gegen einen gro?en Baum. Neveah k?nnte schw?ren, dass sie ihre eigenen Knochen beim Aufprall knacken h?rte. Die Wucht des Aufpralls war so gro?, dass der Baum in zwei H?lften zerbrach und Neveah zu Boden st¨¹rzte, Der Baumstamm fiel direkt auf sie, das Gewicht raubte Neveah die Luft aus den Lungen und quetschte ihre Hintergliedma?en, was ihre Verletzungen noch verschlimmerte. Ein schmerzerf¨¹lltes Wimmern entrang sich Neveah, als sie versuchte, sich auf ihre Pfoten zu erheben, aber das Gewicht des Baumstamms war zu gro? und dr¨¹ckte sie wieder zu Boden. Er dr¨¹ckte auch auf Neveahs gebrochene Rippen, und es war schwer, richtig zu atmen. Neveah konnte in ihrer Wolfsgestalt nicht unter dem Baum hervorkriechen, aber sie wusste genau, dass sie ohnm?chtig werden w¨¹rde, wenn sie in diesem Moment in ihre menschliche Gestalt zur¨¹ckkehrte. Neveah war bereits schwer verletzt und ersch?pft von derngen Zeit, die sie in dem Tunnebyrinth und dem Kerker verbracht hatte. Das Einzige, was sie bei Bewusstsein hielt, waren die Kraft und der Wille ihres Wolfes. Neveah konnte es sich nicht leisten, in diesem Moment ohnm?chtig zu werden, nicht, wenn irgendwo da drau?en im Wald eine Bestie ihr Unwesen trieb, die sogar die Drachen aufhorchen lie?. Gerade als Neveah ¨¹ber den besten Ausweg nachdachte, h?rte sie in einiger Entfernung einen dumpfen Scg, der sich anh?rte, als w?re etwas gndet. Neveah nahm auch Spuren von fremden Ger¨¹chen wahr, die f¨¹r ihren Geschmack viel zu nah waren. Veah, schalte zuerst. Versteck dich ... wir brauchen Zeit zum Heilen." erinnerte Neveahs Wolf. Neveah verschwendete keine weitere Zeit, sie verwandelte sich zur¨¹ck in ihre menschliche Gestalt und kroch unter dem Baum hervor. Blut f¨¹llte Neveahs Lungen und sie hob eine Hand, um ihre Lippen zu bedecken, damit sie keine Schmerzenute von sich gab. Neveah kroch weg, um sich hinter einem Baum zu verstecken, und biss die Z?hne zusammen, als ihre verletzte Seite vor Schmerz explodierte. Halten Sie durch, ich werde uns so schnell wie m?glich heilen. Verliere nur nicht das Bewusstsein.¡¯ versicherte Neveahs Wolf ihr. Neveah nicktengsam, ihr Atem war schwer und schwerf?llig, aber sie hielt ihn so leise wie m?glich, besonders als die ersten Stimmen sie erreichten. Es war unm?glich, sich vorzustellen, dass sie nicht entdeckt werden w¨¹rde, denn Neveahs Versteck war nicht gerade raffiniert, aber es war das Beste, was sie tun konnte, bis sie sich besser bewegen konnte. "Es sind nur zwei... Ich muss sie zur Strecke bringen." dachte Neveah zu ihrer W?lfin, die zustimmend brummte. ¡¯Mach schon, du hast gerade noch genug Kraft. Mach es schnell.¡¯ wies Neveahs Wolf sie an. "Jemand war hier, ich schw?re es." Eine weibliche Stimme beharrte darauf. Neveahs Ohren zuckten leicht und verfolgten das Ger?usch der Bewegung, bis sie nahe genug war. Neveah holte tief Luft, st¨¹rzte sich auf den n?chsten Eindringling und packte ihn. Ihre linke Hand schloss sich um den Hals der fremden Frau, w?hrend ihre rechte Hand ihre blutende Seite ummmerte. Die pl?tzliche Bewegung verschlimmerte den Schmerz in Neveahs Seite, aber Neveah ignorierte ihn, so gut sie konnte. "Woah, woah!" rief die Frau, als Neveah an ihren Ohren knurrte und die Augen zu einem t?dlichen Blick verengte. Neveah sah nach vorne, als der Begleiter der Frau aus dem Schutz der B?ume hervortrat, mit einem Stirnrunzeln im Gesicht. Er war ein gro?er, gut aussehender, junger Mann. Breit gebaut, aber nicht so kr?ftig wie die M?nner von Dragon Keep. Neveah hatte die beiden Eindringlinge nicht gesehen, bevor sie sich auf sie st¨¹rzte, aber jetzt, wo sie sie sah, wirkten sie ziemlich normal und ¨¹berhaupt nicht gef?hrlich. Andererseits hatte auch der Trollgolem einen Momentng normal gewirkt. Neveahs Blick war grimmig und kalt, sie beobachtete die Bewegungen des jungen Mannes, bereit, jeden Moment zu handeln. "Eine Minute Elle, und schon bist du in Gefangenschaft... Ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit einer solchen St?rke mit deinem Erbe prahlst." kommentierte der junge Mann in einem ver?rgerten Tonfall. "Wegen dir haben wir uns veufen... schon wieder! Wieso ist das meine Schuld?!" rief die Frau aus, die trotz Neveahs uen an ihrer Kehle immer noch sprechen konnte, wie es ihr gefiel. "Wir haben uns nicht verirrt, das ist genau der Wald, den ich in meiner Vision gesehen habe, und Lord Decaron ist auch in diese Richtung geflogen." Der junge Mann verteidigte sich. "Du hast nie erw?hnt, dass ich in deiner Vision von einem Reiter mit Umhang als Geisel gehalten wurde!" Die junge Frau wich nicht zur¨¹ck. "So weit konnte ich nat¨¹rlich nicht in die Zukunft sehen. Meine Vision wurde unterbrochen, als ich aufwachen und dich vor den Nymphen retten musste, wei?t du noch?" Der junge Mann antwortete in einem gngweilten Ton. Neveah beobachtete die beiden erstaunt, sie schienen sich nicht im Geringsten durch ihre Anwesenheit bedroht zu f¨¹hlen. Auch nicht von der offensichtlichen Tatsache, dass sie ihre Krallen nur einen Zentimeter davon entfernt hatte, der Frau die Kehle herauszurei?en. Es war, als w¨¹ssten sie ganz genau, dass Neveah der fremden Frau nichts antun w¨¹rde. Tats?chlich brauchte Neveah nach ihren Worten nicht an ihrem Umhang hinunterzusehen, um zu erraten, dass sie sie auch kannten. "Offensichtlich muss die Reiterin mit dem Umhang nicht gerettet werden. Deine Vision war ganz falsch." Die Frau brummte, w?hrend sie eine Hand hob und leicht auf Neveahs Hand tippte. "Kannst du das vielleicht lossen? Wir haben nicht die Absicht, dir wehzutun." versicherte die Frau Neveah mit einem nerv?sen Glucksen. "Wer sind Sie beide noch mal?" fragte Neveah und zwang die Worte durch knirschende Z?hne heraus. "Ah, verzeiht meine Manieren. Ich bin Estelle... Estelle Starron von Fort zed, Mdy." Die Frau stellte sich vor. Fort zed, Neveah hatte davon gelesen. Es war die zehnte der zw?lf gro?en Festungen der Festung. "Dante ... junger Herr von Fort Scabbard. Ich gr¨¹?e Euch in aller Bescheidenheit, Herrin der Rubinschuppen." f¨¹gte der junge Mann hinzu, nachdem die Frau zu Ende gesprochen hatte. Chapter 345: Hallo (Ch.345)

Chapter 345: Hallo (Ch.345)

"Ein Drachenlord und sein Reiter also..." murmelte Neveah erleichtert, lie? ihren Griff los und taumelte zur¨¹ck, um ihr Gewicht gegen einen Baum zu lehnen. Die junge Frau, Estelle, machte Anstalten, Neveah zu helfen, aber Neveah hob eine Hand, um zu signalisieren, dass sie den Abstand zwischen ihnen sossen wollte, wie er war. "Wir sollten dich hier wegbringen, die zweite Schwadrongert nicht weit entfernt und der Kampf mit dem Trollgolem wird den ganzen Wald verw¨¹sten." teilte Dante, der junge Mann, mit. "Die ht? ... Die zweite Schwadron ... der Drachenk?nig ist hier?!" fragte Neveah mit einem Zucken, das nichts mit den Schmerzen zu tun hatte. "In der Tat. Der Trollgolem ist aufgetaucht, Lord Decaron, mit dem wir gereist sind, hat unseren Lehnsherrn in der ht unterst¨¹tzt." erwiderte Dante mit einem Nicken. Neveah seufzte schwer, es war eine Erleichterung zu wissen, dass der Trollgolem auf diejenigen treffen w¨¹rde, die ihn tats?chlich bek?mpfen konnten. Gleichzeitig sp¨¹rte Neveah ein Gef¨¹hl der Beunruhigung. Sie war sich nicht sicher, warum, es h?tte ihr schon in dem Moment r sein m¨¹ssen, als sie dem Trollgolem begee, dass sie irgendwie am Rande der Futterrinnen gndet war, genau dort, wo der Drachenk?nig war. In den Futterrillen zunden war eine Sache, und zu erkl?ren, wie genau sie hierher gekommen war, war eine ganz andere Sache, vor allem, wenn Neveah selbst nicht so genau wusste, was in den letzten Tagen mit ihr geschehen war. Es war Neveahs eigenes Leben, doch es schien, dass die Dinge um sie herum schnell au?er Kontrolle gerieten, und es fiel ihr schwer, das alles zu begreifen. Wie sollte sie sich dann dem Drachenk?nig gegen¨¹ber erkl?ren? Und Neveah zweifelte nicht daran, dass sie das tun musste. Neveah holte tief Luft, um ihren Herzscg zu beruhigen und ihre Gedanken zu ordnen, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die beiden richtete. "Wie kommt es, dass Sie wissen, wer ich bin?" fragte Neveah mit einem schweren Seufzer, "Dein Anzug tr?gt das Wappen der Norddrachen ... die Farbe verr?t auch, welcher Norddrache es ist." Diesmal antwortete Estelle. "Tut er das?" murmelte Neveah und warf einen Blick auf ihr Gewand. In ihren Augen sah es genauso aus wie jedes andere rote Reitkleid, sie war sich nicht sicher, wie die anderen den Unterschied erkennen konnten, aber sie konnten es einfach. "Fort zed und Fort Scabbard liegen beide weit im Osten ... wie kommt es, dass ihr beide hier seid?" fragte Neveah misstrauisch. Dante und Estelle tauschten einen Blick aus, vielleicht um zu entscheiden, ob es in Ordnung war, Neveah ihre Absichten zu offenbaren. "Wir sind gekommen, um Unserem Lehnsherrn einen dringenden Bericht zu ¨¹berbringen." Dante entschied sich schlie?lich f¨¹r eine vage Antwort. "Dann h?ttet ihr mit Decaron gehen sollen, doch ihr seid stattdessen zu mir gekommen." bemerkte Neveah. "Ich hatte meine Gr¨¹nde zu uben, dass Ihr in Gefahr seid, Mdy." erwiderte Dante. "In der Tat, die Vision..." murmelte Neveah und rollte mit den Augen. "Wie auch immer Sie meinen Aufenthaltsort erfahren haben, Ihre Rettung kam zu sp?t... Ich bin schon ziemlich in die Gefahr verwickelt." fuhr Neveah fort und deutete auf ihren Zustand. "Vergebt mir, Mdy..." Dante begann sich zu entschuldigen, aber Neveah unterbrach ihn mit einer Handbewegung. "Lassen Sie die F?rmlichkeiten, mein Name ist Neveah, und ich w¨¹rde es sehr begr¨¹?en, wenn Sie mir etwas Ruhe g?nnen, w?hrend ich heile." murmelte Neveah, als sie sich setzen wollte, es sich dann aber anders ¨¹berlegte. "Apropos Ruhe... warum ist es so still?" fragte Neveah und lenkte damit die Aufmerksamkeit von Dante und Estelle auf die Tatsache, dass noch keine Kampfger?usche zu h?ren waren. Auch Danteuschte einen Momentng, mit einem Stirnrunzeln im Gesicht. "Sollen wir voraussp?hen?" fragte Estelle Neveah. Neveah blinzelte erstaunt und wusste nicht, warum sie um Anweisungen gebeten wurde. Es dauerte einen Moment, bis Neveah sich daran erinnerte, dass sie im Moment eine der rangh?chsten Drachenreiterinnen in der Festung war. Wie Janice bereits gesagt hatte, sollten Elina und die anderen, auch wenn sie es nie zugeben w¨¹rden, Neveah denselben Respekt und dieselbe Achtung entgegenbringen, die sie Menarx selbst entgegenbrachten. "Das wird nicht n?tig sein, unser Lehnsherr n?hert sich." verk¨¹ndete Dante, w?hrend er sich auf die Knie sinken lie?, Estelle folgte ihm sofort, w?hrend Neveah sofort erschrak. "Er hat was?!" rief Neveah entsetzt aus und blickte sich schnell um. Neveah hatte gehofft, dass sie sich heilen, aus dem Wald schleichen und irgendwie den Weg zur¨¹ck zur Akademie beschaffen konnte, bevor der Drachenk?nig merkte, dass sie hier gewesen war. Es war eine geringe Chance, aber man konnte nur hoffen, und mit diesem n im Hinterkopf hatte Neveah nicht an einen Notfalln f¨¹r den Fall gedacht, dass sie tats?chlich auf K?nig Jian treffen w¨¹rde. Es ¨¹berraschte sie nicht, dass Dante den Drachenk?nig bereits sp¨¹ren konnte, w?hrend sie selbst noch keine Anzeichen f¨¹r seine Ann?herung wahrnahm. Sie war sich jedoch sicher, dass der Drachenk?nig nicht erfreut sein w¨¹rde, sie zu sehen, und pl?tzlich erschien ihr der Trollgolem als eine viel bessere Option. Aber Neveah hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Ausweg mehr, und es war bereits zu sp?t. Alle Gedanken kamen zum Stillstand, als das erste Aufblitzen der goldenen Schuppen in Sicht kam. Neveah biss sich auf die Lippe und wandte ihren Blick ab, als Drachenk?nig Jian zur Landung ansetzte, sich in der Luft bewegte und auf den F¨¹?enndete. "Seid gegr¨¹?t, mein Lehnsherr ... Lord Cassian." Dante und Estelle gr¨¹?ten unisono. Neveah selbst hatte keine Ahnung, dass der Drachenk?nig in Begleitung gekommen war, und sie hatte auch nicht die Absicht, einen Blick hin¨¹berzuwerfen. "Estelle, Dante ... geht mit Cassian. Ich habe von Decaron geh?rt, ich werde in K¨¹rze bei euch sein." befahl Jian. Die beiden befolgten den Befehl und gingen zusammen mit Cassian, und zur¨¹ck blieben nur eine hager aussehende, blutende Neveah und ein grimmiger Drachenk?nig. Neveah r?usperte sich nerv?s, als sie schlie?lich zum Drachenk?nig aufblickte und ¨¹ber den kalten Blick in seinen Augen zusammenzuckte. "?hmm ... hallo ..." Neveah brach die beunruhigende Stille als Erste und ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie ein t?dliches Knurren als Antwort erhielt. Chapter 346: Bereits erledigt (Kap.346)

Chapter 346: Bereits erledigt (Kap.346)

"Du..." zischte Jian d¨¹ster und trat einen Schritt n?her an Neveah heran. Die Intensit?t der Wut, die sich in diesen ungleichen Augen widerspiegelte, lie? Neveah vor Schreck verstummen. Neveah hatte erwartet, dass K?nig Jian ver?rgert sein w¨¹rde, aber dies war weit mehr als nur Ver?rgerung, es war eine ausgewachsene Wut. Der leichten Anspannung auf seinem Gesicht nach zu urteilen, sah es f¨¹r Neveah so aus, als w¨¹rde er sich kaum zur¨¹ckhalten k?nnen, sich auf sie zu st¨¹rzen. Neveah war sich nicht sicher, was genau K?nig Jian so ver?rgert hatte, aber selbst Neveahs Wolf kr?uselte sich in ihrem Kopf, genau wie Neveahs Zucken. Sein Raubtier ist direkt an der Oberfl?che, Veah, sei vorsichtig. warnte Neveahs Wolf. Neveah brauchte die Warnung nicht wirklich, sie hatte das schwache Leuchten in King Jians Augen bereits bemerkt. "Ich... ich sollte nicht hier sein..." gab Neveah zu. Es schien, als w¨¹rde Neveah diesen Satz in letzter Zeit viel zu oft sagen. Neveah dr¨¹ckte unmerklich auf ihre gebrochene Rippe, in der Hoffnung, dass der Schmerz ausreichen w¨¹rde, um sie ohnm?chtig zu machen und dieser Auseinandersetzung zu entkommen, Doch Neveah musste entt?uscht feststellen, dass ihre Rippe bereits weitgehend verheilt war. "Wie kommst du hierher, Neveah?" vengte Jian in einem k¨¹hlen, kalten Ton. Neveah dachte dar¨¹ber nach, welche Antwort sie auf diese Frage geben konnte. Es war eine Frage, mit der sie bereits gerec hatte, aber Neveah wusste, wenn sie die Wahrheit sagte, konnte es sein, dass sie damit alles nur noch schlimmer machte. Wie sollte sie K?nig Jian erkl?ren, dass die geliebte Tochter seines engsten Vertrauten sie in den R?umen der Akademie angegriffen und an Zwerge ausgeliefert hatte? Wie konnte sie solche Behauptungen aufstellen, ohne Beweise au?er ihrem Wort, wenn sie selbst nicht einmal uben konnte, was Davina getan hatte? Tief in ihrem Inneren wollte Neveah uben, dass es sich um eine Art Missverst?ndnis handelte. Neveah hoffte, dass Davina eine vern¨¹nftige Erkl?rung daf¨¹r hatte, dass sie ihr Schaden zugef¨¹gt hatte, der Davina in keiner Weise zugute kam. Neveah wollte Davina nicht auf die Angebank setzen, bevor sie die Chance hatte, Davinas Motive selbst zu verstehen. Und wie konnte sie sicher sein, dass jemand Neveahs Wort mehr uben schenken w¨¹rde als dem von Davina? Schlie?lich hatten die Drachenf¨¹rsten Davina aufwachsen sehen, w?hrend Neveah vor einigen Monaten einfach aus dem Nichts aufgetaucht war. Und Neveah hatte sich im Laufe der Zeit schon viel ?rger eingehandelt, sie w¨¹rde sich nicht mit Davina messen. Nat¨¹rlich gab es Menarx¡¯ R¨¹ckendeckung, aber Neveah wollte ihn nicht in diese Lage bringen... er stand schon genug in der Kritik, weil er sich f¨¹r eine Bindung mit Neveah entschieden hatte. Neveah wollte Davina einfach selbst fragen... warum? Zu welchem Zweck? Zu welchem Zweck? Die Antworten auf diese Fragen w¨¹rden Neveah nicht helfen, sich besser zu f¨¹hlen oder das Unrecht, das ihr angetan worden war, zu verzeihen, aber sie w¨¹rden auch nicht dazu beitragen, ?rger zu verursachen. "Ich m?chte nicht dar¨¹ber sprechen." erwiderte Neveah und verdr?ngte ihre Besorgnis. Neveah war immer eine, die sich ihren Problemen stellte, und mit ihren eigenen Methoden w¨¹rde sie das auch dieses Mal tun. Auf Zehenspitzen um den Drachenk?nig herumzugehen, um seinen Zorn zu bes?nftigen, war einfach nicht Neveahs Stil. "Omega...du stellst mich auf die Probe..." warnte K?nig Jian d¨¹ster. Neveah runzelte leicht die Stirn. K?nig Jian hatte l?ngst herausgefunden, dass sie diesen Namen als beleidigend empfand, und es war schon eine ganze Weile her, dass er ihn ihr gegen¨¹ber benutzt hatte. Dass er ihn in diesem Fall benutzte, war ein Beweis daf¨¹r, wie gro? sein Zorn war. "Und was willst du jetzt tun? Mich wieder in Ketten legen? Mich herumf¨¹hren, um von deinem Volk verachtet zu werden?" Neveah antwortete mit einem Spott. "Das habt Ihr bereits getan, Euer Gnaden." f¨¹gte Neveah hinzu. Neveah wusste, dass dies nicht gerade der beste Zeitpunkt war, um K?nig Jian zu provozieren, aber entweder dies oder sie w¨¹rde erkl?ren m¨¹ssen, was geschehen war ... zumindest so viel, wie sie wusste. "So wird es also sein? Nun gut." sagte K?nig Jian, sein Tonfall war nun unheimlich ruhig. Sein Blick verweilte noch einen Moment auf Neveah, bevor er sich umdrehte und davonst¨¹rmte. Neveah starrte dem Drachenk?nig noch einen Moment hinterher, und ein leiser Seufzer entwich ihr, als er hinter den B?umen verschwand. Einen Momentng war sie sich nicht sicher, was sie als N?chstes tun sollte, sie starrte nur vor sich hin und bereute bereits ihre Worte. "Ein ckout w?re die beste L?sung gewesen." murmelte Neveah vor sich hin. Ein Schrei der ¨¹berraschung entrang sich Neveah, als eine Gestalt hinter den B?umen hervortrat, Neveah hatte nicht erwartet, dass sie die ganze Zeit ¨¹ber Gesellschaft hatten. "Lord Kaideon..." murmelte Neveah in einem Ton der Unsicherheit. Lord Kaideon war immer einer der wenigen Drachenlords gewesen, die Neveah nicht verachteten, und Neveah hatte ihn wirklich gesch?tzt... auch wenn sie sich kaum bege waren. Neveah wusste nur zu gut, dass der D¨¹nenlord dem Drachenk?nig gegen¨¹ber absolut loyal war, und sie war sich nicht sicher, ob er ihr noch wohlgesonnen sein w¨¹rde, nachdem er Zeuge ihres Austauschs geworden war. "Ihr habt das gesehen ... Ihr m¨¹sst mich f¨¹r ein ?rgernis halten." fragte Neveah. F¨¹rst Kaideon zuckte l?ssig mit den Schultern, was darauf hindeutete, dass das, was gerade passiert war, nichts mit ihm zu tun hatte. "Ich habe meine Gr¨¹nde, warum ich hier bin... Ich halte es nur nicht f¨¹r angebracht, im Moment dar¨¹ber zu sprechen." murmelte Neveah, sie war sich nicht sicher, warum sie sich ¨¹berhaupt die M¨¹he machte, Lord Kaideon ihr Handeln zu erkl?ren. Aber Neveah hatte einfach das Bed¨¹rfnis dazu... der D¨¹nenlord hatte einfach etwas an sich, das es wert war, ihm zu vertrauen. Lord Kaideon beobachtete Neveah einen Momentng schweigend, irgendwie verstand Neveah, welche Worte er gesagt h?tte, wenn er gesprochen h?tte. "Ich wei?, dass ich zur falschen Zeit ?rger f¨¹r alle verursache." "Ich wei? auch, dass ich dazu neige, die Dinge zu verkomplizieren ... vor allem f¨¹r mich selbst, aber ich wei? auch, dass es ohne meine Hilfe noch komplizierter w?re." "Ich werde die Konsequenzen meiner Entscheidungen akzeptieren, ich bin selbst daf¨¹r verantwortlich." sagte Neveah leise. Lord Kaideon nickte verst?ndnisvoll und gab Neveah ein Zeichen, ihm zu folgen. "Danke, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Seine Gnaden in seiner Wut daran erinnert hat, dass ich den Weg zum Lager nicht kenne ... es w?re nicht richtig, mich zu veufen und meinem Urteil zu entgehen." sagte Neveah mit einem Seufzer. Lord Kaideons Lippen zuckten leicht, als er den Weg aus dem Wald herausf¨¹hrte. Chapter 347: Report In Person (Ch.347)

Chapter 347: Report In Person (Ch.347)

¡¯"Ist das sein Wille?" erkundigte sich Neveah mit Kennermiene, als sie von der Eskorte Lord Kaideons zu einem kleinen, vessenen Zelt gef¨¹hrt wurde. Esg etwas abseits von den anderen Zelten, die das Lager der zweiten Schwadron bildeten, und das einzige Zelt in der N?he war das, das Neveah als das Hauptzelt des Lagers ausgemacht hatte. Das Hauptzelt konnte nur einen offensichtlichen Bewohner haben, n?mlich jene Person, deren Wut Neveah noch immer aus der Ferne sp¨¹ren konnte. Die fehlende Reaktion Lord Kaideons war Antwort genug f¨¹r Neveah. "Ich darf also ohne Befehl nicht hinaus, stimmt¡¯s?" fragte Neveah erneut. Diesmal nickte Lord Kaideon, um zu best?tigen, dass sie genau richtigg: Neveah sollte in ihrem Zelt bleiben, bis K?nig Jian Zeit f¨¹r sie fand. "Ich verstehe." Neveah f¨¹gte sich und trat in das Zelt ein. Das Innere war schlicht und gew?hnlich, nur ein kleiner, provisorischer Lebensraum, doch nach den vergangenen Tagen war es f¨¹r Neveah ein willkommener Anblick. Sie ging zum Bett, setzte sich und gew?hrte ihrem Wolf die Stille und Ruhe, die er f¨¹r den Abschluss seines Heilungsprozesses ben?tigte. Dabei beobachtete Lord Kaideon, der hinter ihr in das Zelt getreten war, sie die ganze Zeit. "Hat er dich auch gebeten, ein Auge auf mich zu werfen?" fragte Neveah, als Lord Kaideon auch nach einer Weile nicht gegangen war. Lord Kaideon sch¨¹ttelte nur leicht den Kopf und verschr?nkte die Arme vor der Brust. Neveah runzelte verwundert die Stirn, sie wusste nicht, wieso Lord Kaideon entschieden hatte, ihre Gesellschaft zu suchen. Erst nach einem Moment kam ihr der Gedanke. "Du machst dir Sorgen, dass ich auf dumme Gedanken komme und die Lage verschlimmere... wieder einmal." mutma?te Neveah. Lord Kaideon zuckte mit den Schultern, ohne Neveahs Worte zu best?tigen oder zu dementieren. "Vielleicht ist es auch besser so, manchmal wei? ich selbst nicht, was ich tue." murmelte Neveah, bedauerte immer noch ihre Worte gegen¨¹ber K?nig Jian und noch mehr ihre alberne Versuchung, Davinas Aff?re geheim zu halten. "Kaideon, da bist du ja." Eine andere Stimme ert?nte, als jene das Zelt betrat. Neveah erkannte den Drachenlord, der stets Lord Kaideons Seite begleitete und meist an seiner Stelle sprach. "Ihr m¨¹sst mit unserem Herrn sprechen, er ist furchtbar zornig und will niemand anderen h?ren." ¨¹bermittelte der Drachenlord in ged?mpften T?nen an Kaideon. Neveah hatte geh?rt, dass dieser Drachenlord Lord Kaideons engster Freund und Stellvertreter war ¨C sein Name war Rodvan. Es faszinierte Neveah, dass die einzige Person, die mit dem Drachenk?nig sprechen konnte, selbst nicht sprach. "Lord Rodvan", gr¨¹?te Neveah und neigte leicht den Kopf. Lord Rodvans Blick fiel auf Neveah, offenbar hatte er ihre Anwesenheit erst jetzt bemerkt, weil seine ganze Aufmerksamkeit Kaideon gegolten hatte. "Nun, wenn das nicht das interessante M?dchen ist? Ich w?re ¨¹berrascht, dich hier in der Wildnis zu finden... wobei D¨¹nendrachen selten etwas ¨¹berrascht", gab Lord Rodvan den Gru? auf seine einzigartige Weise zur¨¹ck. Neveahs Lippen verzogen sich zu einem leichten Schmunzeln. Die D¨¹nendrachen machten nicht viel Aufhebens um Titel und sprachen stets frei heraus, was sie dachten ¨C ein sympathischer Zug an ihnen."Ja, er wirkt vollkommen ruhig und hat nichts gesagt. Ihr wisst, wie der Zorn unseres Lehnsherrn sein kann; dieses Schweigen verhei?t nichts Gutes", fuhr Lord Rodvan fort. Neveah konnte nicht anders, als die Worte mitzubekommen. Sie fand die Atmosph?re im Lager schon angespannt genug, und was war dann noch im Wald mit dem Trollgolem geschehen? Die Stimmung schien weder f¨¹r einen Sieg noch f¨¹r eine Niedege passend zu sein. "Was ist dort drau?en los? Stimmt etwas nicht? Was ist mit dem Trollgolem passiert?" fragte Neveah. Ihre Frage lenkte die Aufmerksamkeit der beiden Drachenf¨¹rsten auf sich, die ihr Gespr?ch fortgesetzt hatten, einer in absoluter Stille, der andere mit leiser Stimme. Sie starrten Neveah an, als ob sie gerade erst bemerkt h?tten, dass sie da war, um alles zu h?ren, was von mindestens einer Seite gesagt wurde. "Es ist nichts, worum du dich k¨¹mmern m¨¹sstest. Es besteht keine Gefahr f¨¹r dich, Kind", versicherte Lord Rodvan Neveah. "Das hat mir keine Sorgen bereitet..." murmelte Neveah leise und warf Lord Kaideon einen hoffnungsvollen Blick zu. Lord Kaideon nickte seinem Stellvertreter zu, der z?gerte nicht, zu reagieren. "Ein Sprungportal ist erschienen, der Trollgolem wurde durch es fortgeschafft", informierte Rodvan. Neveah kannte sich mit Sprungportalen aus; es war eine Sache, ¨¹ber die sie in Mor¡¯ruds Bibliothek gelesen hatte, als ihr Interesse von Golems zu Beschw?rungsmagie gewechselt war. Ein Sprungportal war ein von einem Magier, oder in diesem Fall einem dunklen Zauberer, erzeugtes Tor, das in gro?er Entfernung von dessen Position wirksam wurde, ohne Spuren zur¨¹ck zum Zaubernden zu hintessen. "Niemand wei? also, wo das Biest jetzt ist? Es k?nnte ¨¹berall hin gngt sein?" erkundigte sich Neveah besorgt. "Ein Sprungportal hat eine begrenzte Reichweite, und der Trollgolem ist sehr gro?, es d¨¹rfte nicht einfach sein, ihn so weit zu transportieren, selbst mit dunkler Magie." "Es gibt Drachen, die die magische Signatur aufsp¨¹ren, wir werden jeden Moment Neuigkeiten erhalten", versicherte Rodvan. "Meine einzige Sorge ist, dass, wenn sie es songe mit Portalen verborgen haben, es f¨¹r jeden Zauberer eine anspruchsvolle Aufgabe sein muss." "Wir d¨¹rfen die magischen F?higkeiten dieses dunklen Zauberers nicht untersch?tzen", f¨¹gte Rodvan hinzu und wandte sich diesmal an Kaideon. Neveah runzelte die Stirn bei Rodvans Worten. "Warum sollte der dunkle Zauberer sich die M¨¹he machen, seine Magie einzusetzen, um den Golem mit Portalen zu verstecken? Der Golem w¨¹rde sich von selbst an jedem Ort gut einf¨¹gen", warf Neveah ein. "Ihr seid dem Golem bege?" fragte Rodvan, w?hrend er und Kaideon Neveah ¨¹berrascht anstarrten. "Nur einen kurzen Momentng, als er noch in menschlicher Gestalt war", antwortete Neveah und nickte. Kaideon und Rodvan wechselten einen Blick. "Der Golem war in menschlicher Gestalt?! Das ist unm?glich!" rief Rodvan aus. "Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie die Verwandlung begann", beharrte Neveah. "Das war es die ganze Zeit...", murmelte Rodvan dann in stiller Erkenntnis. "Kind, komm mit uns. Du wirst dem Lehnsherrn pers?nlich ¨¹ber deine Entdeckungen berichten", wies Rodvan an, w?hrend er und Kaideon sich eilig davonmachten. Chapter 348: Pers?nliche Meldung 2 (Kap.348)

Chapter 348: Pers?nliche Meldung 2 (Kap.348)

K?nig Jian schloss meditierend die Augen, w?hrend er seine Raubtierseite beruhigte. Im Osten war Unruhe entstanden, eine gro?e Unruhe, der Jian nur mit rem Kopf begegnen konnte. Doch ein rer Kopf war schwer zu bewahren, wenn Tausende seines Volkes, Drachenf¨¹rsten und alle anderen Spezies, wie vom Erdboden verschwunden waren. "Wirst du nichts ¨¹ber Fort zed sagen?" Cassian, der schweigend zugesehen hatte, ergriff endlich das Wort. Es war noch gar nicht songe her, dass Jian den jungen Lord von Fort Scabbard und die Erbin von Fort zed enssen hatte, nachdem er einen vollst?ndigen Bericht ¨¹ber alles erhalten hatte, was sie erlebt hatten. Und danach hatte Jian kein einziges Wort mehr gesagt, und es sah nicht so aus, als w¨¹rde er in n?chster Zeit sprechen. Cassian war bereits mit seinem Verstand am Ende, das gesamte zweite Geschwader war in gro?er Wut ¨¹ber die Nachricht aus dem Osten, doch wo sie einen Kampfbefehl erwartet hatten, hatte Jian stattdessen Schweigen gefordert. "Sagen Sie das Wort, und ich werde die dritte und sechste Schwadron rufenssen. Wir werden sofort nach Osten aufbrechen." sagte Cassian erneut, als Jian nicht reagierte. "Scales! Sag etwas, Jian!" rief Cassian. "Und was tun?" fragte Jian, die Augen immer noch geschlossen. "Mein Lehnsherr..." begann Cassian, aber Jian unterbrach ihn. "Euer Zorn ist gerechtfertigt, ubt Ihr etwa, dass ich Euch nicht den Krieg erkl?ren will? Aber weswegen?! Versteht Ihr denn nicht, Cassian?!" "Ihr fliegt nach Osten, wohin?! Zu dem Heer der dunklen Zauberer, das dort wartet, um uns Fort zed nach einem Handgemenge zur¨¹ckzugeben?!" zischte Jian und riss die Augen auf. "Wenn eine ht das Geschehene ungeschehen machen k?nnte, w?re ich bereits im Osten! Aber Feuer und Blut k?nnen einen Zauber der dunklen Magie nicht r¨¹ckg?ngig machen!" "Wir wissen nicht, was mit Fort zed geschehen ist, aber wir wissen, dass das Leben Tausender unserer Leute in ihren H?nden liegt ... Ihr vengt von mir, den Krieg zu erkl?ren? Wer ist mein Feind?" vengte Jian. "Sollen wir denn gar nichts tun?" fragte Cassian mit einem schweren Seufzer. Jian spottete leise vor sich hin, ein t?dlicher Schimmer in seinen Augen. "Keiner wei? besser als die dunklen Zauberer, dass ein Krieg mit Drachen eine gute Sache ist." "Sie haben eine andere Art von ht ausgerufen ... eine ht nach ihren Bedingungen. Eine, in der wir dem Feind nicht gegen¨¹bertreten k?nnen." "Wir werden mitspielen m¨¹ssen, unsere Priorit?t ist die Sicherheit von Fort zed und seinen Bewohnern zu gew?hrleisten. Snge sie uben, dass wir unbewaf sind, wird Fort zed unangetastet bleiben." sagte Jian, seine H?nde zu F?usten geballt. "Dann sind uns die H?nde gebunden." murmelte Cassian. "Da trifft es sich gut, dass wir noch Fl¨¹gel haben. Auf mein Wort hin sollst du meine Befehle an die Zitadelle ¨¹bermitteln ... Verothrax aufwecken." entschied Jian, w?hrend er sich aufrichtete. Cassians Augen weiteten sich bei dem Namen, den Jian erw?hnte. Der Drachenk?nig hatte sich eine drastische Ma?nahme einfallenssen. "Verothrax ... das bedeutet ...?" Cassian brach ab und staunte ¨¹ber die L?sung, zu der Jian in so kurzer Zeit gekommen war. "Was denkst du, was ich gemacht habe? Mich mit euren Blicken unterhalten? Vor Angst gezittert? Oder den Verstand gesammelt, um mein Volk im Stich zussen?" fragte Jian. "Mein Vertrauen in dich hat sich noch nie als falsch erwiesen." sagte Cassian und senkte seinen Kopf zu einer Verbeugung. "Es ist nicht unser erster Tanz mit dunklen Zauberern, Bruder. Aber beim Sch?pfer... ich werde es zu unserem letzten machen." schwor Jian, und seine Augen funkelten mit kalter Bosheit. "Ich werde Imagor benachrichtigen, sobald du es eubst." Cassian willigte ein. "Zuerst ... m¨¹ssen wir die K?mpfe beenden, die wir bereits begonnen haben. Schickt Dante und Elle im Morgengrauen zur¨¹ck in die Zitadelle, das Paket in ihrem Besitz muss gut gesichert sein, und dann ruft Menarx herbei, ich habe ¨¹ber das Schicksal der verborgenen Stadt entschieden." fuhr Jian fort. "Und der Rest?" fragte Cassian nach einem Moment des Schweigens. Jian warf Cassian einen ausdruckslosen Blick zu. "Du wei?t, dass ich von dem M?dchen spreche, Jian. Menarx wird bald hier sein, hast du eine Entscheidung getroffen?" fragte Cassian. Jian runzelte leicht die Stirn, seine Augen schlossen sich abweisend. "Beantworte mir wenigstens das ... hast du sie wegen dieser Aff?re w¨¹tend gemacht? Oder weil sie die Schwere der Gefahr nicht erkannt hat, in der sie sich h?tte befinden k?nnen?" fragte Cassian scharfsinnig. "Und ubst du, das M?dchen w¨¹rde aus der Akademie fliehen und dann hierher reisen, direkt in meine H?nde? Genau zu dem Zeitpunkt, als das Pergament geliefert wurde?" fragte Jian zur¨¹ck. "Das w?re ein zu gro?er Zufall, es ist alles an seinem tz, um sie als Bedrohung darzustellen." gab Cassian zu. "Versuchen Sie nicht zu lesen, was nicht da ist, Cassian. Ich gehe davon aus, dass du mich gut genug kennst." f¨¹gte Jian hinzu. "Das tue ich..." Cassian stimmte zu, den Rest der Aussage vervollst?ndigte er im Geiste. ¡¯Genau das ist das Problem... Ich kenne dich gut genug, um eine Ver?nderung zu sp¨¹ren, egal wie subtil sie ist.¡¯ dachte Cassian in einem Tonfall, der eine Mischung aus Belustigung und Besorgnis darstellte, bei sich. "Was auch immer du im Kopf hast, es sollte besser dort bleiben." "Was das M?dchen und die Umst?nde ihres Verschwindens angeht, so werden die Meister der Akademie nach unserer R¨¹ckkehr in den Bergfried ¨¹ber ihre Taten urteilen." entschied Jian. "Wenn sie immer noch darauf besteht, ihr Schweigen zu bewahren?" fragte Cassian. "Es w?re nicht der erste radikale Reiter, dem die Meister gegen¨¹berstehen ... sie haben ihre Methoden." antwortete Jian ausdruckslos. Weder Jian noch Cassian kamen dazu, mehr zu sagen, als Kaideon und Rodvan mit Neveah im Schlepptau am Zelt ankamen. "Mein Lehnsherr." gr¨¹?te Rodvan. Jians Augen tterten auf, sein Blick ruhte auf Kaideon und wanderte dann zu Neveah. Sie stand schuldbewusst an der Zeltppe und hielt so viel Abstand wie m?glich zwischen sich und Jian. Sie sah ganz anders aus als das scharfz¨¹ngige M?dchen von vorhin, und Jian war nicht ¨¹berrascht, Er hatte auf der Br¨¹cke des Berges Edar und in der Gedenkhalle von Asrig selbst erlebt, dass Neveah eine Seite ihrer Pers?nlichkeit hatte, die sehr gut unter der Wildheit verborgen war. Wenigstens hat sie noch ein gewisses Bewusstsein. dachte Jian bei sich, er war nicht mehr so w¨¹tend wie noch vor kurzer Zeit. Aber das bedeutete nicht, dass er Neveahs Missachtung so einfach auf sich beruhenssen w¨¹rde. "Du musst Todessehnsucht haben, wenn du hierher kommst..." begann Jian in einem eiskalten Ton. Chapter 349: Gegenseitiges Gefühl (Kap.349)

Chapter 349: Gegenseitiges Gef¨¹hl (Kap.349)

"Ich bin nicht hier, weil ich es m?chte." erwiderte Neveah und kehrte schnell zu ihrer ¨¹blichen kalten Miene zur¨¹ck. "Mein Lehnsherr, Neveah hat sich dem Trollgolem gestellt." meldete Rodvan. Neveahs Augen weiteten sich leicht bei Rodvans Wortwahl, sie hatte sich ihm sicher nicht gestellt. "Ist das wahr?" fragte Jian und sein Blick wanderte zu Neveah. Neveah bemerkte, wie Jians Blick schnell ¨¹ber sie wanderte, und Neveah fragte sich, ob er sie auf Verletzungen untersuchen wollte ... oder vielleicht dachte Neveah einfach zu viel nach. "Ich habe es nicht genau gesehen..." begann Neveah und warf Rodvan einen unbeholfenen Blick zu. "Erz?hl uns alles genau so, wie es passiert ist." befahl Rodvan. Neveah blickte zu Kaideon hin¨¹ber, der aufmunternd nickte. "Es war ein Mensch, ohne jeden Zweifel. Er war genau da, als ich aus dem Tunnel kam, eruerte im Wald und machte sein eigenes Ding, und ich h?rte einen Zweig knacken". "Ich ging hin¨¹ber und da war niemand, dann drehte ich mich um und er war hinter mir. Er antwortete nicht auf meine Fragen... er sah aus wie ein normaler Mensch, hatte aber die seltsamsten Augen." "Dann wollte ich gehen, und er fing an, sich seltsam zu verhalten, zu zucken..." Neveah erz?hlte alles, was sich im Wald zugetragen hatte, bevor sie davonlief. "... und so... rannte ich weg." Neveah beendete die Erz?hlung in einem verlegenen Tonfall, es kam nicht jeden Tag vor, dass sieut verk¨¹nden musste, dass sie um ihr Leben gerannt war. Vor allem nicht vor Drachen, die sich wahrscheinlich ihr ganzes Lebenng nie als Beute f¨¹hlen mussten, weil sie so viel st?rker waren als alle anderen. "Wir h?tten nie gedacht, dass die dunklen Zauberer eine Methode haben w¨¹rden, um ihren beschworenen Bestien ein menschliches Aussehen zu verleihen." sagte Rodvan, nachdem Neveah geendet hatte. "Es ist schwer festzustellen, welcher Zauber hier zum Tragen kommt, wir werden uns mit der Akademie der Magie beraten und m?gliche Gegenma?nahmen festlegen m¨¹ssen." "Es k?nnte mehr als nur der Trollgolem sein, der in menschlicher Haut heruml?uft. Davon abgesehen macht das alles so viel einfacher zu verstehen." gab Cassian zu und warf einen Blick zu Jian, der geschwiegen hatte, seit Neveah zu sprechen begonnen hatte. Die Gedanken, die Jian im Moment durch den Kopf gingen, waren unm?glich zu entziffern, aber er schwieg noch einen Moment l?nger, bevor er schlie?lich sprach. "K?nnen Sie sich erinnern, wie er genau aussah?" fragte Jian schlie?lich. Neveah nickte als Antwort, sie verga? Gesichter nicht so leicht. "Er war ein ker Mann, mit einem jugendlichen Aussehen von etwa zwanzig Sommern nach Menschenalter. Ein paar Zentimeter gr??er als ich, mit seltsamen gelben Augen." "Er trug eine normale Hose und eine graue Tunika." berichtete Neveah. Und dann fiel Neveah etwas ein. "K?nnen Portale Blutspuren verbergen?" fragte Neveahut und lenkte damit die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich, als sie gerade mit ihren ¨¹berlegungen beginnen wollten. "Warum fragst du das?" fragte Cassian. "Ich ube, ich habe eine Wunde hintessen..." murmelte Neveah und hob ihre ue unter dem Umhang hervor, der noch immer Spuren des Blutes des Trollgolems aufwies. Neveah war sich nicht sicher, wie sie das v?llig vergessen konnte, ebenso wenig wie den Gestank, der von der Blutspur ausging. Es schien, als h?tte Jians Ankunft Neveah wirklich verwirrter gemacht, als sie zugeben wollte. "Mit seiner Blutspur k?nnte ich ihn ¨¹berall aufsp¨¹ren, snge er sich noch in diesem Gebiet befindet." "Es gibt nichts Geschickteres als den Geruchssinn eines Wolfes. Es w?re auch effizienter, eine Verst?rkung zu haben, nur f¨¹r den Fall, dass das Portal bereits ver?ndert worden ist." sagte Neveah. Die Drachenf¨¹rsten schwiegen bei Neveahs Angebot, dann ergriff Rodvan das Wort. "Ihr k?nntet m?glicherweise gef?hrdet sein." Rodvan wies auf das Offensichtliche hin. "Snge der Trollgolem da drau?en ist, ist niemand wirklich sicher. Menarx wurde bereits durch ihn verletzt, wenn ich etwas tun kann, um zu helfen, ist es meine Verantwortung." erwiderte Neveah unbeeindruckt. "Du bist ihm schon einmal bege, du solltest wissen, dass es keine Bestie ist, der du begegnen willst." Jian war nochnge nicht ¨¹berzeugt. "Gerade weil ich ihm einmal bege bin, bin ich am besten in der Lage, es aufzusp¨¹ren. Ich habe nicht vor, es zu bek?mpfen ... und ich bin nicht so hilflos, dass ich mich nicht sch¨¹tzen k?nnte." konterte Neveah. "Da hat Neveah recht." mischte sich Cassian ein. "Das k?nnte man meinen." erwiderte Jian und warf Cassian einen vernichtenden Blick zu. "Ist es nicht f¨¹r alle besser, wenn der Golem so schnell wie m?glich ausgeschaltet wird? Diese F?higkeit der Tarnung bringt viele ahnungslose Menschen in Gefahr." "Soweit wir wissen, k?nnte er bereits irgendwo in der Stadt sein, ich denke, dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, mich zu diskriminieren, Euer Gnaden." "Ihr m?gt mich vielleicht nicht, und ich muss hinzuf¨¹gen, dass das Gef¨¹hl auf Gegenseitigkeit beruht, aber wenn es etwas gibt, wof¨¹r ein Wolf besser geei ist als ein Drache, dann ist es die Geruchssuche, das ist eine Tatsache." betonte Neveah. "Die Antwort ist nein, du h?ltst dich da raus. Du hast schon genug getan." stellte Jian r. "Bei allem Respekt, Euer Gnaden, es mag Euch nicht gefallen, aber ich bin die Wache Eures K?nigs, bis Ihr beschlie?t, mich von meinen Pflichten zu entbinden ... was Ihr nicht getan habt." "Eure Angelegenheiten gehen mich schon etwas an, wie kommt Ihr darauf, mich nach Belieben absetzen zu k?nnen?" f¨¹gte Neveah eindringlich hinzu. "Schon wieder..." begann Cassian zu sagen, unterbrach sich aber, als Jian ihm einen weiteren finsteren Blick zuwarf. "Das M?dchen hat recht, ihr Vorscg ist einen Versuch wert, und Kaideon ist einverstanden. Die Gefahr ist ¨¹berschaubar, denn wir werden nicht weit hinterher sein." meldete sich Rodvan zu Wort. Es schien, dass alle anderen au?er Jian mit Neveah einverstanden waren. "Menarx ist ¨¹ber eure Anwesenheit hier informiert worden. Er wird in einem Tag hier sein, wir werden ¨¹ber seine Ankunft entscheiden." sagte Jian schlie?lich. "Ein Tag ist einenge Zeit, die F?hrte wird kalt werden..." begann Neveah, doch ihre Worte blieben ihr im Halse stecken, als Jian warnend knurrte. "Wie Euer Gnaden befehlen." Neveah passte sich mit einem gezwungenen L?cheln an. Chapter 350: Mehr zu einer Vision (Kap.350)

Chapter 350: Mehr zu einer Vision (Kap.350)

"Mit der Eubnis Eurer Gnaden werde ich mich zuerst entschuldigen. f¨¹gte Neveah hinzu. Sie wartete auf das zustimmende Nicken von Jian, das er erwiderte. Neveah senkte den Kopf zu einer Verbeugung und verlie? dann das Zelt, wobei sie den Lorddrachen gro?m¨¹tig die Privatsph?re gew?hrte, die sie brauchten, um sich in ihrer Abwesenheit zu beraten. Offensichtlich sch?tzte Jian Neveahs Anwesenheit oder Beteiligung nicht sonderlich... oder ¨¹berhaupt nicht. "Seine Gnaden wird dar¨¹ber nachdenken, da k?nnt ihr euch sicher sein." Eine vertraute Stimme versicherte Neveah, und sie drehte sich um und entdeckte ¨¹berrascht Dante. Der junge Mann lehnte nicht weit von K?nig Jians Zelt entfernt an einem Schwertst?nder, und es sah nicht so aus, als w?re er gerade erst angekommen. "Buschst du etwa Seine Gnaden?" fragte Neveah stirnrunzelnd. "Oh nein, ich habe nur zuf?llig deine letzten Worte geh?rt." "Au?erdem wei? Seine Gnaden, dass ich hier drau?en war. Meine Anwesenheit k?nnte ihm nicht entgehen, selbst wenn ich es versuchte." erwiderte Dante mit einem l?ssigen Achselzucken. "Das ist auch wahr." murmelte Neveah mit einem Nicken. "Ihr wollt also Seine Gnaden sehen? Ich ube nicht, dass jetzt ein guter Zeitpunkt w?re." f¨¹gte Neveah hinzu, wohl wissend, dass Jian und seine engsten Vertrauten eine Menge zu besprechen hatten. "Ich bin nicht wegen Seiner Gnaden hier, ich bin auf der Suche nach Euch. Elle war besorgt und ..." "Nun, nach dieser angespannten Atmosph?re im Wald dachte ich, ich schaue mal nach, und du warst nicht in deinem Zelt." erwiderte Dante. "Aber jetzt scheint auch kein guter Zeitpunkt f¨¹r dich zu sein." f¨¹gte Dante als nachtr?gliche Bemerkung hinzu. Neveah wusste, dass Dante sich auf ihre aufgew¨¹hlte Stimmung bezog, und so milderte sie schnell ihre Haltung. "Ich bin daran gew?hnt, wie sehr Seine Gnaden vor mir auf der Hut ist, das ist nichts Neues." "Ich wei? die Besorgnis zu sch?tzen, aber mir geht es sehr gut. War das alles?" fragte Neveah, w?hrend sie den Weg zur¨¹ck zu ihrem Zelt f¨¹hrte. "Nicht ganz... Ich hatte gehofft, mit Ihnen sprechen zu k?nnen." erwiderte Dante ehrlich. Neveah nickte verst?ndnisvoll, obwohl sie nicht sicher war, was Dante ihr zu sagen hatte, aber sie geleitete ihn in das ihr zugewiesene Zelt. Neveah ging zu ihrem Bett hin¨¹ber und setzte sich, sie brauchte dringend eine Dusche, aber das konnte warten, bis Dante sich verabschiedete. "Ich wei?, Sie m¨¹ssen es seltsam finden, dass ich behaupte, Sie in einer Vision gesehen zu haben..." begann Dante. Neveah ?fe den Mund, um das Gegenteil zu behaupten, aber ihre Lippen schlossen sich wieder, denn es war nicht zu leugnen, dass sie es seltsam fand. "In einer Festung, die von Magie und magischen Kreaturen beherrscht wird, geschehen viele seltsame Dinge." "Ich habe mich ebenfalls daran gew?hnt, seltsame Ideen zu unterhalten. Du bist mir keine Erkl?rungen schuldig, Dante." versicherte Neveah. "Ich h?tte nichts zu sagen, selbst wenn man eine Erkl?rung von mir vengen w¨¹rde. Ich habe auch keine Ahnung von der Vision, die ich gesehen habe." sagte Dante mit einem kleinen Kichern, w?hrend er sich auf einen Stuhl gegen¨¹ber von Neveah setzte. "Nur, dass sie so lebendig war und dass das Bed¨¹rfnis, f¨¹r deine Sicherheit zu sorgen, in der Vision noch st?rker war als im Wachzustand." "Ich hatte gehofft, Sie k?nnten mir helfen zu verstehen, warum von allen m?glichen Zuk¨¹nften, die ich h?tte sehen k?nnen, ausgerec Sie in meiner Vision vorkamen." fuhr Dante fort. "Du musst verstehen, dass wir Drachen nur wenige Tr?ume haben und jeder von ihnen von gro?er Bedeutung ist, verbunden mit den Banden, die wir teilen ... famili?re Bindungen und dergleichen." erkl?rte Dante Neveah. "Ich befand mich in einem Zustand der Losgel?stheit... mein Geist war an einem dunklen Ort und ist es immer noch. Ich habe seit ¨¹ber einem Sommer keinen einzigen Traum mehr gehabt..." "Nun, diese Vision wurde herbeigef¨¹hrt, das wei? ich. Aber ich bin Ihnen noch nie bege, und ich wusste auch nichts von Ihnen." "Und die Schwertdrachen haben keine Blutsverwandtschaft mit Lord Menarx aus dem Norden, warum habe ich Euch dann in meiner Vision gesehen?" fragte Dante verwirrt. Neveah starrte nur schweigend vor sich hin, sie war sich nicht sicher, welche Antwort Dante erwartete. Neveah konnte die Ereignisse in ihrem eigenen Leben kaum verstehen oder erkl?ren, wie sollte sie dann erkl?ren, was Dante gesehen hatte? "Verzeihen Sie meine Frage, aber ich bin mir sicher, dass es einen Sinn dahinter gibt. Ich wei? es, aber ich kann einfach nicht sagen, was genau es ist." Dante fuhr fort und seufzte leise. "Ich und Elle m¨¹ssen im Morgengrauen zur Zitadelle aufbrechen, dies ist nicht der richtige Ort f¨¹r das, was wir besch¨¹tzen m¨¹ssen, und Seine Gnaden ist damit einverstanden. Es ist schon ein gro?er Gefallen, dass wir sicher angekommen sind." "Ich ube, was ich sagen will, ist, dass ich das Bed¨¹rfnis habe, Euch zu sagen, bevor ich abreise, dass, was immer meine Vision bedeutet hat," "Mein Instinkt sagt mir, dass du bald eine gro?e Ver?nderung erleben wirst... und es wird eine sein, auf die du nicht vorbereitet bist... Ich irre mich fast nie." sagte Dante in einem ernsten Ton. Aus welchem Grund auch immer, Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass Dantes Worte nicht auf die leichte Schulter genommen werden konnten. Und Neveah war sich nicht einmal sicher, da sie nicht diejenige war, die auf solchen Aberuben h?rte, aber irgendwie wusste sie, dass Dante wirklich um ihre Sicherheit besorgt war... was auch immer seine Gr¨¹nde waren. "Du kennst mich kaum, du hast keinen Grund, dir Sorgen um mich zu machen, Dante." Neveah wies auf das Offensichtliche hin. "Tue ich nicht." Dante stimmte zu, und das war alles, was er antwortete. Einen Momentng schwiegen Dante und Neveah, in ihre jeweiligen Gedanken versunken. "Deine Nachdenklichkeit wei? ich sehr zu sch?tzen, Dante, ich werde deine Worte beherzigen." sagte Neveah schlie?lich. Dante brummte zustimmend, erhob sich und wies mit einer Geste auf die T¨¹r zu. "Jetzt muss ich meinem Onkel einen besonderen Gru? entbieten. Damit er mir nicht nachtragend ist, weil ich die Wei?en D¨¹nen seit Jahrzehnten nicht mehr besucht habe." Dante wechselte das Thema. "Dein Onkel? Ein D¨¹nen-Drache?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Oh ... du w¨¹rdest es nicht wissen, der D¨¹nenlord wurde urspr¨¹nglich in Fort Scabbard geboren." antwortete Dante mit einem l?ssigen Achselzucken, w?hrend er aus Neveahs Zelt ging. Chapter 351: Das Wort (Kap.351)

Chapter 351: Das Wort (Kap.351)

Celeste schlug nerv?s die H?nde zusammen, als sie vor dem Gebirge stand, Es war fast eine Stunde vergangen, seit sie zu ihm gekommen war, und der gefl¨¹gelte Mann hatte noch kein Wort gesagt. Zumindest nicht zu Celeste, denn der gefl¨¹gelte Mann summte immer noch diese Melodie, die er st?ndig auf den Lippen hatte, Celeste hatte diese Melodie schon so oft von ihm geh?rt, dass sie sich immer wieder fragte, welche Bedeutung sie f¨¹r ihn hatte, dass er sich so gerne daran erinnerte. Aber nat¨¹rlich war das keine Antwort, die Celeste zu erfahren wagen konnte, denn wenn es um den Zorn des gefl¨¹gelten Mannes ging, wusste Celeste genau, dass es keine Ausnahmen geben w¨¹rde. Es schien fast so, als w¨¹sste der gefl¨¹gelte Mann nichts von Celestes Anwesenheit, weil er sie seit ihrer Ankunft so gut ignoriert hatte. So sehr Celeste sich auch bem¨¹hte, sie konnte ihre Besorgnis nicht verbergen. Celeste selbst war eine Kraft, mit der man rechnen musste, und es kam nicht oft vor, dass sie sich so v?llig eingesch¨¹chtert f¨¹hlte wie bei dem gefl¨¹gelten Mann. Es war ein bitters¨¹?es Gef¨¹hl, dass sie f¨¹r den gefl¨¹gelten Mann nie eine Ausnahme sein konnte, aber f¨¹r Celeste... war er immer die Ausnahme. Wieder einmal wartete Celeste auf sein Urteil und hoffte inst?ndig, dass ihr Fehler dieses Mal nicht ¨¹ber die Gnade hinausging, die der gefl¨¹gelte Mann gew?hren w¨¹rde. Es hatte Jahrzehnte gedauert, sich sein Vertrauen zu verdienen, und es wegen einer kleinen Unachtsamkeit zu verlieren, war f¨¹r Celeste geradezu entsetzlich. Der gefl¨¹gelte Mann neigte den Kopf zur Seite und warf einen fl¨¹chtigen Blick auf Celeste. Er hatte sich Zeit gssen, denn er wusste, dass jeder Moment des Schweigens eine gr??ere Botschaft vermittelte als seine Worte. Seine Sinne waren perfekt gesch?rft, er konnte jedes leise Einatmen h?ren, die Bewegung der F¨¹?e, alle Anzeichen von Celestes Unruhe, und doch sprach er nur, wenn es ihm gefiel. Und selbst wenn er sprach, waren die Worte, die der gefl¨¹gelte Mann w?hlte, nicht die, die man in der gegenw?rtigen Situation erwarten w¨¹rde. "Du bist heute seltsam ruhig, Celeste, das ist untypisch f¨¹r dich. Du hast also nichts zu deiner Verteidigung zu sagen?" fragte der gefl¨¹gelte Mann. "Mein Herr, ich..." Celeste begann zu erkl?ren, aber da sie wirklich keine Worte fand, begn¨¹gte sie sich mit Schweigen. "Ihr habt das Starron-M?dchen durch Eure H?nde gleitenssen, ich frage mich, was genau es war, das Eure Aufmerksamkeit so in Anspruch genommen hat." Sagte der gefl¨¹gelte Mann in einem beil?ufigen Ton. Celeste zuckte sichtlich zusammen, das Team, das sie geschickt hatte, um sich um das Starron-M?dchen zu k¨¹mmern, hatte f¨¹rchterlich versagt, das Starron-M?dchen war sicher in Keep Skies angekommen, was nicht Teil des ns gewesen war. Es war eine komplizierte Situation, Celeste war so sehr auf den Trollgolem und ihre Pl?ne f¨¹r ihn konzentriert gewesen, dass sie der einen Sache, der sie am meisten h?tte Aufmerksamkeit schenken sollen, keine Beachtung geschenkt hatte. "Sag es mir, Celeste, du musst es in Worte fassen, damit ich es verstehe... obwohl ich nicht behaupten w¨¹rde, dass ich ein sehr verst?ndnisvoller Mann bin... aber ich versuche es." f¨¹gte der gefl¨¹gelte Mann hinzu. "Ich... meine Informationen haben mich dar¨¹ber informiert, dass der junge Herr von Scabbard keine Drachengestalt annehmen kann, ich nahm an, dass er leicht ¨¹berw?ltigt werden w¨¹rde." "Sie sollten eine Gelegenheit zum Angriff finden, aber dann tauchte Lord Decaron auf. Lord Decaron ist ein erfahrener Kampfdrache ... er sp¨¹rte unsere Verfolgung und lenkte ihre Route um." "Wir haben die ?nderung der Flugroute erst bemerkt, als es schon zu sp?t war, sie haben entgegen unseren Erwartungen eine l?ngere Route genommen und wir haben es vers?umt, sie vor ihrer Ankunft aufzusp¨¹ren." berichtete Celeste in einem von Scham erf¨¹llten Ton. "Hmmm ..." Der gefl¨¹gelte Mann brummte als Antwort. "Du hast dich gefragt, ob ich von Azkars Pl?nen f¨¹r Fort zed wei?..." Der gefl¨¹gelte Mann fuhr fort. "Es w?re unwahrscheinlich, dass Azkar ohne meinen Befehl handeln w¨¹rde, so viel solltest du wissen." "Um die magische Energie zu sammeln, die Azkar ben?tigt, um einen interdimensionalen Zauber zu wirken, der weitaus gr??er ist als der der Insel Kezrar Dun..." "Kannst du dir vorstellen, wie viele Jahrzehnte das gedauert hat? Oder wienge es dauern wird, bis er wieder so stark ist wie vor der Einnahme von Fort zed?" fragte der gefl¨¹gelte Mann und verstummte f¨¹r einen Moment. "Wir haben uns all die Jahrhunderte im Verborgenen gehalten. Welch gro?es Risiko war es, unsere wahre St?rke in Fort zed zu enth¨¹llen, obwohl wir wussten, dass es die Drachen rmieren w¨¹rde? Ist euch das r?" "Doch was ubt ihr, warum ich ausgerec jetzt den Befehl gegeben habe, Fort zed von allen zw?lf Festungen einzunehmen? Um alles zu riskieren?" Fragte der gefl¨¹gelte Mann erneut. "ICH ... ICH ..." Celeste stotterte, unf?hig, eine Antwort zu geben. Wahrlich, Celeste hatte keine Ahnung. Sie hatte nichts mehr von Fort zed gesagt, als sie erfuhr, dass es der Befehl des gefl¨¹gelten Mannes war, aber sie verstand wirklich nicht, warum er einen solchen Schritt unternommen hatte. Celeste war zu dem Schluss gekommen, dass es nur darum ging, den Drachenf¨¹rsten so viel ?rger einzuhandeln, dass sie erkennen w¨¹rden, dass ihre vermeintlich bl¨¹hende Dynastie nicht mehrnge Bestand haben w¨¹rde. "Nein, Celeste. Ich habe keine Erkl?rung abgegeben. Warum sollte ich mir die M¨¹he machen, Ressourcen f¨¹r eine Erkl?rung dieser Gr??enordnung zu verschwenden?" "Fort zed war schon immer das erste Ziel, und zwar wegen nichts anderem als wegen des Schatzes, den Drachenlord Starron von Fort zed bewacht." "Der gleiche Schatz, der jetzt von seiner Tochter bewacht wird und den du durch deine H?nde hast gleitenssen ... ich werde ihn dirngsam zeigen." "Jahrzehnte an magischer Energie wurden verbraucht, Azkar ist auf unbestimmte Zeit an seinem schw?chsten Punkt, die Drachen werden bald von Azkars wahrer Identit?t erfahren ... und doch war alles umsonst." "Der Schatz wurde trotzdem direkt in die H?nde des Drachenk?nigs geliefert." "Nun sag mir, Celeste, wie kannst du mich daf¨¹r entsch?digen? Und was n¨¹tzt du mir, wenn du es nicht kannst?" Der Ton des gefl¨¹gelten Mannes war immer noch ruhig und l?ssig, so als h?tte Celeste seine Pl?ne nicht einfach ¨¹ber den Haufen geworfen. "Ich werde alles tun ... du musst nur ein Wort sagen." schwor Celeste, und ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie das Ausma? ihres Versagens erkannte. "Das Wort..." murmelte der gefl¨¹gelte Mann spielerisch und warf Celeste einen Blick zu. "Und jetzt, Celeste, m?chte ich, dass du ... alles tust." Beendete er. Chapter 352: Eine Frage ohne Antwort (Kap.352)

Chapter 352: Eine Frage ohne Antwort (Kap.352)

Es war bereits nach Sonnenuntergang, und in K¨¹rze w¨¹rden die letzten Streifen des Tageslichts der Dunkelheit der Nacht weichen. Die Abendbrise war hier drau?en in den Au?enbezirken der Futterrinne besonders erfrischend, sie war ein willkommener Trost f¨¹r Jians aufgew¨¹hltes Herz. Der Trost war zwar fl¨¹chtig, aber er musste sein... wie konnte ein K?nig es wagen, nach Frieden zu streben, wenn sein Volk mit dem Gegenteil konfrontiert war? Jian hatte Gefallen an diesem H¨¹gel gefunden, vielleicht weil er die kleine Stadt darunter ¨¹berblickte, so wie sein Balkon die Zitadelle ¨¹berblickte. Der allt?gliche und vertraute Anblick brachte ein seltenes Gef¨¹hl von W?rme in Jians kaltes Herz. Der Tag war ereignisreich gewesen, aber die Nacht war auch nicht besser. Ein Hauch von Gefahrg noch immer in der Luft ... und dann war da noch dieser Schatz ... ein Schatz, den Jian vor songer Zeit aufbewahrt hatte, dass er seine Existenz fast vergessen hatte. "Decaron wird sich im Morgengrauen darum k¨¹mmern..." Cassians Stimme ert?nte hinter Jian. "Das wird er." stimmte Jian zu. "Was in dieser Kiste enthalten ist... Wie k?nnen die dunklen Zauberer davon wissen? Und was k?nnten sie damit wollen?" fragte Cassian nach einem Moment der Stille erneut. Sie hatten es die ganze Zeit ¨¹ber vermieden, ¨¹ber den Schatz zu sprechen, Es war ein streng geh¨¹tetes Geheimnis, das nur Jians engsten Vertrauten bekannt war, und selbst das junge Starron-M?dchen hatte keine Ahnung, was sich in ihrem Besitz befand. Oder von welch gro?er Bedeutung er war. Aber Jian wusste, wenn der Schatz den dunklen Zauberern bekannt war, konnte es nur eine Quelle geben. "Asrig..." murmelte Jian in einem schweren Ton. Es schien alles auf diese eine Person zur¨¹ckzuf¨¹hren zu sein. "Was sie damit wollen..." sagte Jian erneut. Das war jetzt die Frage, die selbst er nicht beantworten konnte. ____________ Der Drachenk?nig war nicht der einzige, der mehr Gedanken hatte, als er zu ordnen vermochte. Estelle sa? vor ihrem Zelt, und das schon seitnger Zeit. Immer wieder hatte Estelle versucht, sich vorzustellen, in welchem Zustand sich Fort zed befand, und mit jedem Tag, der verging, fragte sie sich, wie es ihrem Vater ging. Bei jedem Sonnenuntergang fragte sich Estelle, ob ihr Vater denselben Sonnenuntergang sah wie sie, oder ob er auf eine Ebene gebracht worden war, auf der es weder Tag noch Nacht gab. Selbst als Lord Decaron beschlossen hatte, eine l?ngere Route zu nehmen und ihren dreit?gigen Flug zu den Fodder Grooves um ein paar Tage zu verl?ngern, konnte Estelle sich keine Sorgen machen, fand Estelle, dass sie sich nicht so sehr um Lord Decarons Instinkte sorgen konnte, wie um jeden Tag, der verging. Trotz allem war Estelle in der Futterrinne angekommen. Sie hatte den Auftrag ihres Vaters erf¨¹llt, dem Drachenk?nig den Schatz zu bringen, doch... Estelle blickte auf den Schl¨¹ssnh?nger an ihrem Hals hinunter, und ein leiser Seufzer entkam ihr. Der Drachenk?nig hatte Estelle eubt, den Schl¨¹ssnh?nger zu behalten, es war das Erbst¨¹ck ihrer Familie. Sie musste es besch¨¹tzen. Selbst wenn der Schatz in der Kiste in die falschen H?nde fallen sollte, w?re er ohne den Schl¨¹ssnh?nger in Estelles Besitz nutzlos. Was den Schatz betrifft, so w¨¹rde Lord Decaron ihn zusammen mit Estelle und Dante sicher zur Zitadelle zur¨¹ckbringen. Estelle wusste, dass es nicht mehr in ihren H?ndeng, der Drachenk?nig w¨¹rde keine M¨¹hen scheuen, um Fort zed zu retten, und Estelle wurde dorthin geschickt, wo sie in Sicherheit war. Aber Estelle konnte sich des schweren Gef¨¹hls in ihrem Herzen nicht erwehren, es war dieses Gef¨¹hl der Hilflosigkeit, das ihr in letzter Zeit nur allzu vertraut geworden war. Estelle wollte in dieser Zeit nicht in Sicherheit gebracht werden, das hatte ihr Vater ihr ganzes Lebenng getan, Estelle wollte sich in die Welt hinauswagen, um gegen die Dunkelheit zu k?mpfen, die sie brauchte, um ihren Vater und ihr Volk mit ihren eigenen H?nden zu retten. Die Rolle der ¨¹berm??ig besch¨¹tzten Prinzessin hatte Estellenge genug gespielt. Aber vor dem Drachenk?nig und seiner Eliteschwadron wusste Estelle, dass sie nichts war ... dass sie hier keinen tz hatte, dass sie nur eine Last sein w¨¹rde. "Hey..." rief Dante Estelle zu und nahm neben ihr auf dem kleinen Felsen tz. Estelle hatte ihr provisorisches Zelt vessen und einen einigerma?en ruhigen tz in der N?he des Waldrandes gefunden, wo sie ihre Gedanken sortieren konnte. "Hey..." erwiderte Estelle und schenkte Dante ein kleines L?cheln. Dante erwiderte das L?cheln, bevor er wie Estelle nach vorne starrte. "Es ist also alles in Ordnung?" fragte Estelle wissend. "Lord Decaron hat die n?tigen Vorkehrungen getroffen, wir brechen bei Tagesanbruch auf." erwiderte Dante mit einem Nicken. "Ihr wollt nicht gehen." f¨¹gte Dante wissend hinzu. Dante kannte Estelle schonnge genug, es war leicht, ihre Gedankeng?nge zu entschl¨¹sseln. "Ich sollte etwas tun, Dante, man kann nicht von mir erwarten, dass ich einfach sicher in der Zitadelle sitze, w?hrend Vater und alle anderen noch in Gefahr sind." murmelte Estelle. "Seine Gnaden hat mir kein einziges Wort ¨¹ber seine Pl?ne f¨¹r Fort zed gesagt, er hat mir nur versichert, dass er alles tun w¨¹rde... Ich ube ihm, ich vertraue ihm..." "Aber ich bin kein Kind, Dante, ich bin der Erbe meines Vaters. Ich habe ein Recht zu wissen ... zu k?mpfen ... auch wenn ich kein Drache bin." fuhr Estelle fort. "Seine Gnaden hat heute viele ver?rgert..." erwiderte Dante mit einem leisen Kichern. "Ich ube nicht, dass Seine Gnaden Euch missachtet, Estelle, so ein Mann ist er nicht." "Lord Starron wird von Seiner Gnaden gesch?tzt, genau wie du ... nach dem, was mit Lady Starron passiert ist, kannst du verstehen, warum er es eilig hat, dich wegzuschicken." ¨¹berlegte Dante, als Estelle ihm einen Blick zuwarf. "Und er ist nicht der Einzige, der mehr als alles andere will, dass du in Sicherheit bist, Elle..." f¨¹gte Dante wahrheitsgem?? hinzu. "Du bist wertvoll und gesch?tzt, Elle, weil du das bist, was du schon bist, du musst niemandem etwas beweisen." stellte Dante r. "Wir haben es nach Keep Skies geschafft... Ich h?tte es nicht ohne dich geschafft. Wie bist du immer da, wenn ich dich brauche?" Estelle stellte eine Frage, die sie sich selbst immer wieder gestellt hatte. Dante l?chelte leicht und lehnte seinen Kopf zur¨¹ck, um in den Himmel zu blicken. Dante sagte nichts mehr, Estelle auch nicht, aber beide schienen sich in der Stille wohl zu f¨¹hlen, als k?nnten sie bereits alles lesen, was im Herzen des andereng. Chapter 353: Allein in Gedanken (Kap.353)

Chapter 353: Allein in Gedanken (Kap.353)

"Es wird jetzt bald d?mmern, Decaron wird seine letzten Anweisungen ben?tigen. ", brach Cassian nach kurzer Zeit das Schweigen. "Hmmm." Jian brummte als Antwort, machte aber keine Anstalten, sich von seinem tz am Rande des H¨¹gels zu erheben. Jians Augen waren ebenfalls meditativ geschlossen, und Cassian konnte erkennen, dass Jian nicht die Absicht hatte, zum Lager zur¨¹ckzukehren oder Decaron selbst zu verabschieden. Seit die Nachricht von Fort zed eingetroffen war, war Jian in einer d¨¹steren Stimmung, die weit schlimmer war als sein Zorn auf den schwer fassbaren Trollgolem. Cassian verstand, dass Jian alles, was au?erhalb ihrer Kontrolle geschah, als sein eigenes Versagen als K?nig betrachtete. Weder Cassian noch irgendjemand, der Jian kannte, w¨¹rde diesem Gedankengang zustimmen, denn Jian war der f?higste Herrscher, den die Festung je erlebt hatte. Und gerade die tiefe Liebe zu seinem Volk und den L?ndern, die sein Vater erobert hatte, war vielleicht das Einzige, was Jians Herz bewegen konnte. So sehr es Cassian auch im Herzen weh tat, mit anzusehen, wie Jian sich ¨¹ber Dinge aufregte, die sich seiner Kontrolle entzogen, so war er doch immer gewesen. Cassian brachte es auch nicht ¨¹bers Herz, ihn zu tr?sten, denn der einzige Trost, den Jian begr¨¹?en w¨¹rde, war die Gewissheit, dass sein Volk in Sicherheit war. "Decaron wird den Schatz wegbringen, willst du wirklich, dass er dorthin geschickt wird ...?" fragte Cassian. Jian gab keine Antwort, und gerade als Cassian zu dem Schluss kam, dass Jian nicht die Absicht hatte, eine Antwort zu geben, sprach Jian schlie?lich. "Es wird das Beste sein, wenn es so weit wie m?glich von mir entfernt bleibt." sagte Jian ausdruckslos. "Ich verstehe." Cassian antwortete mit einem Nicken. "Ich werde mich um Decaron und das Starron-M?dchen k¨¹mmern, der junge Lord von Fort Scabbard wird auf sie aufpassen, du brauchst dir keine Sorgen um sie zu machen." "Bleibt nicht zunge hier drau?en, kehrt bald ins Lager zur¨¹ck. Du brauchst deine Ruhe." f¨¹gte Cassian hinzu. Mit einer kleinen Verbeugung verabschiedete sich Cassian und ¨¹berlie? Jian der ruhigen Stille des Waldes und seinen Gedanken. _____________ Neveah stie? einen leisen Seufzer aus, als sie sichngsam das Blut und den Schmutz von der Haut abwusch. Neveah hatte ein paar Stunden gebraucht, um ihren Geist wieder in einen Zustand zu versetzen, in dem sie etwas anderes tun konnte, als die Zeltwand anzustarren, Nicht, dass es irgendetwas zu tun gegeben h?tte, selbst wenn Neveah es gewollt h?tte, denn nach K?nig Jians Anweisung sollte sie einfach nur dasitzen und auf Menarx¡¯ Ankunft warten. Es war bereits Nacht und alles, woran Neveah denken konnte, war, den dringend ben?tigten Scf zu bekommen. Trotz des Zorns des Drachenk?nigs war Neveah dankbar, dass man ihr immer noch die grundlegenden Annehmlichkeiten zur Verf¨¹gung stellte, um sich zu s?ubern, und sie hatte sogar eine Mahlzeit bekommen. Obwohl sie ihr Zelt nicht ohne Eubnis vessen durfte, sch?tzte Neveah, dass sie den Drachenk?nig noch nicht ganz auf dem Kieker hatte... noch nicht. Neveah hatte das Essen eine Weile stehenssen, bis sie sich daran erinnerte, dass sie nichts mehr gegessen hatte, seit sie in der Zwergenzelle festgehalten worden war. Neveah troce sich ab und sch¨¹ttelte die Gedanken an die Zwergenzelle ab. So oder so werden wir ¨¹ber alles, was geschehen ist, berichten m¨¹ssen. erinnerte Neveahs Wolf zum hundertsten Mal in den letzten Stunden. ¡¯Ich wei?...¡¯ erwiderte Neveah erneut. Ich ube nicht, dass du das wei?t, denn von Zwergen gefangen genommen zu werden, ¨¹bersteigt unsere M?glichkeiten, besonders angesichts der angespannten Lage zwischen den Drachen und der verborgenen Stadt. ¡¯Lass dich wegen Davina nicht in eine unangenehme Lage verwickeln.¡¯ fuhr Neveahs Wolf fort, immer die Stimme der Vernunft. Ich brauchte die Zeit, um dar¨¹ber nachzudenken. Wenn Menarx eintrifft, werden wir ihm sagen, was geschehen ist. Aber wir brauchen Davinas Namen nicht zu erw?hnen". Neveah machte einen Kompromiss. Wenn sie es auf uns abgesehen hat, ist die Erw?hnung ihres Namens deine geringste Sorge, Veah", erwiderte Neveahs Wolf, widersprach aber nicht Neveahs Entscheidung. Das war die beste Vorgehensweise, die Neveah im Moment einfiel, denn der Drachenk?nig vengte eine Erkl?rung und das war sein gutes Recht. Obwohl Neveah schon einmal stur genug gewesen war, ihn zurechtzuweisen, wusste sie, dass er ihr kein Unrecht getan hatte. Neveah warf einen Blick auf die Kleidung, die ihr zur Verf¨¹gung gestellt worden war, es war zwar die Kleidung eines Mannes, aber Neveah konnte in einem solchen Moment nicht w?hlerisch sein. Es war schon gut genug, dass sie nicht in ihrem schmutzigen Reitkleid heruufen musste. Das Kleidungsst¨¹ck war eine schlichte wei?e Tunika und eine Lederhose, die zum Gl¨¹ck f¨¹r einen kleinen Mann gedacht war und daher nicht allzu gro? ausfiel. Neveah zog es an, ging zum Bett hin¨¹ber und nahm tz. Sie blickte auf die kleine Wunde an ihrer Handfl?che hinunter. Neveah hatte das leichte Brennen der Wunde die ganze Zeit ¨¹ber ignoriert, da sie gr??ere Sorgen hatte. Aber jetzt, wo sogar Neveahs gebrochene Rippe gr??tenteils verheilt war, musste sich Neveah fragen, warum eine Oberfl?che noch nicht verheilt war. Neveah erinnerte sich daran, dass sie sich die Schnittwunde an dem dornigen Busch vor dem Tunnusgang zugezogen hatte. Die Wunde sollte eigentlich schon verheilt sein, aber irgendwie war sie immer noch so frisch, als w?re Neveah gerade erst verletzt worden, und sie brannte auch sehr. An den R?ndern war eine schwarze F?rbung zu sehen, die Neveah zuerst erschreckt hatte, bevor sie erkannte, dass es sich um das Blut des Trollgolems handelte. Irgendwie hat der Kontakt ihrer Wunde mit dem Blut des Trollgolems verhindert, dass sie heilen konnte. ¡¯Abgesehen von dem Stich geht es mir gut. Meinst du, das ist etwas, wor¨¹ber wir uns Sorgen machen sollten?¡¯ fragte Neveah ihre W?lfin und ballte und l?ste ihre Faust, um ihren Griff zu testen. Ich nehme an, nein. Wir sollten es von einem Arzt untersuchenssen. ¡¯, dachte Neveahs Wolf zur¨¹ck an sie. ¡¯Dann bei Tagesanbruch.¡¯ Neveah stimmte zu. Neveah legte sich auf das Bett und lie? ihre Augen zufallen, um in einen unruhigen Scf zu fallen. Chapter 354: Ich bin hier (Kap.354)

Chapter 354: Ich bin hier (Kap.354)

"Nach dir." sagte Everon und gestikulierte vor ihnen her. Vor Menarx knisterte und funkelte ein gro?es Portal voller Magie, das wie eine wirbelnde Masse gl¨¹hender Energie aussah und in einen unbekannten Abgrund f¨¹hrte. Zumindest sah es f¨¹r Menarx genau so aus. "Entweder das oder ein Tagesflug zu den Futterh?hlen, du hast mir befohlen, den schnellsten Weg f¨¹r dich zu finden." f¨¹gte Everon hinzu, als Menarx nur stumm und nachdenklich auf das Portal starrte. Menarx hatte tats?chlich einen solchen Auftrag erteilt, und er hatte bereits geahnt, dass Everon die Dienste des Magiers von der Magierakademie in Anspruch nehmen w¨¹rde, der das vierte Geschwader zu den Zwergenvorposten begleitet hatte. Obwohl er es bereits erwartet hatte, brauchte Menarx noch einen Moment. In all den Jahrhunderten, die Menarx gelebt hatte, konnte er an einer Hand abz?hlen, wie oft er sich von jemandem hatte ¨¹berredenssen, durch ein Portal zu reisen. Daf¨¹r gab es unz?hlige Gr¨¹nde, angefangen damit, dass Drachen es einfach nicht mochten, magischen Apparaten ausgesetzt zu sein. Aber jetzt brauchte Menarx keine ¨¹berzeugungsarbeit mehr zu leisten. Als er h?rte, dass Neveah in Sicherheit war, dachte Menarx nur noch daran, zu ihr zu gngen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es noch nie einen Ort gegeben, zu dem er so dringend musste, dass er ihn nicht einmal mit der Geschwindigkeit des Fluges erreichen konnte. Aber jetzt... es schien, dass sich f¨¹r Menarx vieles ge?ndert hatte, und Menarx war nicht abgeneigt, f¨¹r Neveah war er bereit, alles zu geben. Das Portal sah furchtbar unangenehm aus, und die Nachwirkungen der Kr¨¹mmung von Raum und Zeit waren f¨¹r den Reisenden immer unangenehm, aber all das war unwichtig, wenn Neveah direkt auf der anderen Seite sein w¨¹rde. Menarx¡¯ Z?gern w?hrte nichtnge, er verdr?ngte seinen Unmut und schritt direkt in das Portal hinein. Menarx st?hnte in leisem Unmut auf, als die magische Wirkung des Portals ihn blitzschnell durchstr?mte, Sie versste bald, und Menarx f¨¹hlte sich so unruhig wie immer, wenn er auf die andere Seite trat. Ein fluchender Everon kam hinter Menarx an. Lodenworth w¨¹rde das vierte Geschwader kommandieren, bis Menarx mit Jians Entscheidung f¨¹r die versteckte Stadt zur¨¹ckkehrte. Gerade als das Portal verschwand, betrat ein patrouillierender Drachenlord die Lichtung. Menarx war nicht ¨¹berrascht, die Drachenf¨¹rsten w¨¹rden jede magische Ver?nderung in ihrem Umkreis sp¨¹ren. Es war immerhin die zweite Schwadron, selbst in der Rangliste der Elite-Drachenlords standen sie ganz oben. "Lord Menarx." Der Drachenlord gr¨¹?te und senkte seinen Kopf zu einer Verbeugung. Das Portal hatte Menarx und Everon zu einer Lichtung irgendwo in der N?he der Waldgrenze gebracht, aber Menarx konnte bereits erahnen, wo das zweite Geschwader sein Lager aufgescgen hatte. Menarx erreichte bald das Lager und Cassian erwartete ihn bereits an der Waldgrenze. Cassian stand mit verschr?nkten Armen und einem am¨¹sierten Gesichtsausdruck da. "Wir haben eure Ankunft noch nicht erwartet." sagte Cassian, "Schade, Bruder." Menarx murmelte als Antwort, w?hrend er sich an einem kichernden Cassian vorbeidr?ngte. "Geh zuerst zu ihr und beruhige dich ... danach gibt es viel zu besprechen." sagte Cassian. "Wo ist sie?" fragte Menarx und Cassian gestikulierte in Richtung des Zeltes, das Neveah bewohnte. "Hat sie etwas gesagt?" fragte Menarx. "Gar nichts, sie wollte keinen Bericht ¨¹ber ihren Aufenthaltsort abgeben und Jian ist wahnsinnig." warnte Cassian. "Wann ist er das nicht?" Erwiderte Menarx. Cassian verdrehte die Augen ¨¹ber Menarx¡¯ Antwort. "Das ist keine Angelegenheit, die wir auf die leichte Schulter nehmen werden, das wei?t du." sagte Cassian ernst. "Ich habe geh?rt, dass Veah unter Bewachung gestellt wurde, auch ich habe nicht vor, das auf die leichte Schulter zu nehmen." erwiderte Menarx und warf Cassian einen Blick zu, bevor er an ihm vorbeiging und zum Zelt ging. In dem Moment, in dem Menarx das Zelt betrat, legte sich der st¨¹rmische Sturm, der in seinem Herzen aufgew¨¹hlt hatte, seit er von Neveahs Verschwinden geh?rt hatte, endlich zur Ruhe. Es war f¨¹r Menarx erstaunlich, wie der blo?e Anblick von Neveah sein Herz so beruhigte. Neveahg auf dem Bett und schlief tief und fest, und Menarx lie? die Zeltppe fallen und ging mit leisen Schritten zu ihr hin¨¹ber. Selbst bei Menarx¡¯ leisen Schritten drehte sich Neveah auf dem Bett um, und ihr Unterbewusstsein nahm Menarx¡¯ Anwesenheit wahr. Die Tatsache, dass Neveah nicht sofort erwachte, bewies Menarx, dass Neveah seine Anwesenheit unbewusst wahrnahm und ihn bereits als jemanden betrachtete, dem sie vertraute. "Ihr geht es sehr gut. Sie l?sst sich nicht verletzen ... so viel wissen wir bereits." fl¨¹sterte Everon Menarx in leisem Ton zu. Menarx seufzte leise, Everons Worte d?mpften seine Stimmung nur noch mehr. Denn f¨¹r Menarx war es nicht mehr nur sie... warum musste Neveah allein zurechtkommen, wenn sie jetzt ihn hatte? Menarx¡¯ besorgter Blick musterte Neveah von Kopf bis Fu?. Dann warfen seine Augen einen Blick in das Zelt, bevor sie sich auf dem Tisch niederlie?en, auf dem Neveahs Reitkleid fein s?uberlich gefaltetg. Menarx ging hin¨¹ber, und auf den ersten Blick konnte er bereits die Blutflecken und die zerrissenen Stellen erkennen. Anhand der Blutflecken konnte Menarx erkennen, wie schwer die Wunde war, und er konnte immer noch frisches Blut riechen, was darauf hindeutete, dass Neveah immer noch eine Wunde hatte. Ein Schmerz bl¨¹hte in Menarx¡¯ Herz auf, er konnte nicht uben, dass seine Angeh?rige in Gefahr war und er nicht an ihrer Seite war. "Es geht ihr jetzt gut... weil sie nur wei?, wie es ihr gut geht." murmelte Menarx in einem schweren Ton. "Sie hat eine Wunde an der Seite... vielleicht auch eine gebrochene Rippe und einen Schnitt an der Schl?fe. Ich vermute, sie hat einen harten Scg abbekommen." sch?tzte Everon ein und beugte sich ¨¹ber das Bett, um Neveahs Zustand zu untersuchen. "Ich dachte, es w?re das Beste, sie in Sicherheit zu bringen, auch wenn die Trennung von ihr schmerzhafter war, als von diesem verdammten Speer getroffen zu werden... " "Aber jetzt ube ich, ich k?nnte es nicht ertragen, sie aus den Augen zussen." sagte Menarx ehrlich, w?hrend er zum Bett zur¨¹ckging. Menarx nahm neben Neveah tz, bevor er sich hinlegte und einen Arm um Neveahs Taille g. Menarx zog sie n?her an sich heran, wobei er darauf achtete, ihre verletzte Seite zu schonen. "Was... Narx...?" fragte Neveah, ihre Stimme kaum mehr als ein Fl¨¹stern. "Still... ich bin¡¯s, ich bin jetzt hier... scf weiter." versicherte Menarx und zog seinen Griff fester an. Chapter 355: Umformulierte Frage (Kap.355)

Chapter 355: Umformulierte Frage (Kap.355)

Neveah war ¨¹berrascht, als sie erwachte und Menarx¡¯ Arme um sich legte. Ihre Augen waren noch schwer vom Scf, aber sie richtete sich leicht auf. Menarx lockerte seinen Griff um Neveahs Taille, damit sie sich umdrehen konnte, und Neveah war noch erstaunter, als sie feststellte, dass Lord Everon ebenfalls dort stand und sich gegen den Tisch lehnte. "Ich werde meinem Lehnsherrn Bericht erstatten." sagte Everon und nickte Neveah zum Gru? zu, bevor er sich verabschiedete. Neveahs Blick wanderte dann zu Menarx, der sie zur¨¹ckstarrte. "Wie kommt es, dass ... sie sagten, ihr w¨¹rdet in einem Tag kommen?" fragte Neveah verwirrt. "Tut es weh?" Menarx beantwortete Neveahs Frage mit einer eigenen Frage, seine Hand wanderte hinunter und verweilte knapp ¨¹ber ihrer verletzten Seite. Neveah zuckte instinktiv zusammen, bevor sie schnell ihre Gesichtsz¨¹ge zurechtr¨¹ckte, aber es war zu sp?t, Menarx hatte es bereits bemerkt. In Menarx¡¯ Augen spiegelte sich eine Vielzahl von Emotionen wider: Sorge, Erleichterung und viele andere, die Neveah nicht genau zuordnen konnte. Es war nicht Neveahs Absicht, Menarx zu beunruhigen, aber sie wusste, dass das Verstecken ihres Schmerzes Menarx nur noch mehr verletzen w¨¹rde. "Ich ... furchtbar." gab Neveah leise zu, es hatte keinen Sinn, es zu leugnen. Menarx atmete h?rbar aus und lehnte seinen Kopf an den von Neveah. "Verzeih mir, Geliebte. Wo immer du bist... ich werde da sein." "Ich bin dieses Mal zu sp?t gekommen, aber nie wieder... Ich schw?re es. Ich werde immer an deiner Seite sein." schwor Menarx in einem leisen Fl¨¹sterton. Er sagte die Worte mit einem so feierlichen Versprechen, dass Neveah sp¨¹ren konnte, wie tief und wahr er sie meinte. Neveah konnte auch sehen, wie sehr es Menarx schmerzte, zu sehen, dass sie verletzt worden war. Es war ein seltsam herzerw?rmendes Gef¨¹hl, zu wissen, dass man von jemandem so sehr gesch?tzt wurde, dass man ihn sogar mehr sch?tzte als sich selbst. Besonders f¨¹r Neveah, die sich ihr ganzes Lebenng auf niemanden au?er sich selbst vessen hatte. "Ich wei?." erwiderte Neveah und entspannte sich in Menarx¡¯ Umarmung. Neveah legte ihren Kopf an Menarx¡¯ Brust und atmete seinen vertrauten Duft ein. Die ganze Anspannung, die seit Neveahs Einsperrung in der Zwergenzelle angehalten hatte, fiel von ihr ab. Menarx brachte ein seltenes Gef¨¹hl der Beruhigung mit sich, und mehr als das, seine Anwesenheit vermittelte ein Gef¨¹hl von Heimat. Oder was auch immer dieses warme Gef¨¹hl war, Neveah war sich selbst nicht sicher, wie sich Heimat anf¨¹hlte, aber was auch immer es war, Neveah war sich sicher, dass es einfach so warm war. Menarx¡¯ Wirkung auf Neveah wurde immer st?rker, und Neveah wusste das auch. "Ich habe Seine Gnaden vielleicht beleidigt." gestand Neveah in leisem Tonfall, ihre Stimme dumpf an Menarx¡¯ Brust gepresst. "Das habe ich geh?rt ... es w?re auch nicht das erste Mal." fragte Menarx mit einem leisen Glucksen. "Hast du geh?rt, wie?" fragte Neveah. Menarx brummte als Antwort. "Kann es sein, dass meine sture kleine W?lfin ihre Taten bereits bereut?". fragte Menarx am¨¹siert. "Du bist nicht b?se auf mich?" fragte Neveah, um sicherzugehen. "Willst du wirklich, dass ich das beantworte?" fragte Menarx. Neveah nicktengsam, obwohl die Worte von Menarx sie zusammenzucken lie?en. "Jian ist mein Bruder, mein K?nig. Ich habe ihm einen lebenngen Eid geschworen, und er ist f¨¹r mich wichtiger als mein eigenes Leben." "Ich h?tte nie gedacht, dass eine Zeit kommen w¨¹rde, in der es jemanden gibt, den ich so sehr sch?tze wie ihn ... bis jetzt." sagte Menarx aufrichtig. "Ich w¨¹rde mir w¨¹nschen, dass mein Bruder und die Frau, die ich liebe, miteinander auskommen, aber ich wei?, dass es Zeit braucht." "Davon abgesehen hast du immer r gesagt, wie du zu Jian stehst, ich k?nnte dir niemals b?se sein." versicherte Menarx. Neveah sch¨¹rzte leicht die Lippen, sie wusste, dass ihre st?ndigen Auseinandersetzungen mit dem Drachenk?nig Menarx in eine schwierige Lage brachten. Aber es gab Zeiten wie diese, in denen es sich nicht vermeiden lie?. Trotzdem war Neveah bereit, f¨¹r Menarx dieses Mal einen Schritt zur¨¹ckzutreten. "Ich werde ihm die Informationen, die er haben will, nicht mehr vorenthalten... Ich werde mich auch entschuldigen." versprach Neveah. Menarx sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Meine Liebe zu dir sind keine Fesseln, Veah. Dein freier Geist und dein Eigensinn sind ein Teil dessen, was ich an dir liebe, also tu, was du willst, wenn du es willst." "Niemand wagt es, dich zu etwas zu zwingen, das werde ich nicht dulden." stellte Menarx r. "Ich wei?, dass du immer hinter mir stehst und dich f¨¹r mich entscheidest, Narx... Ich f¨¹rchte, es wird dir schaden." sagte Neveah mit einem leisen Seufzer. "Dannss es." erwiderte Menarx ohne einen Moment zu z?gern. Es war eine einfache Aussage, und doch machte Neveahs Herz einen seltsamen Sprung. Neveah starrte zu Menarx auf, die Aufrichtigkeit in seinen Augen lie? sie dem¨¹tig werden, aber mehr noch als die Demut weckte sie ein seltenes Vengen in Neveah. Neveah versp¨¹rte pl?tzlich einen starken Drang, Menarx so nahe wie m?glich zu sein, und sie konnte sich nicht einmal die M¨¹he machen, ihm zu widerstehen. "Wei?t du, ich bin normalerweise nicht der sanfte Typ. Ich bin es nicht gewohnt, f¨¹r das, was ich will, um Zustimmung zu bitten ... aber ich k?mpfe gerade gegen einen verzweifelten Drang an, und ich verliere leider..." begann Neveah. "Darf ich dich in diesem Sinne k¨¹ssen?" fragte Neveah. Menarx hob eine Augenbraue, seine Lippen zuckten am¨¹siert ¨¹ber Neveahs vertraute Worte. "Ich bevorzuge nicht die sanfte Art..." Daf¨¹r sorgte Menarx zuerst. "Also, meine Liebe, diese Frage brauchst du mir nicht zu stellen. Ich brenne schon seit Tagen darauf, deine Lippen zu schmecken... sei mir gn?dig." erwiderte Menarx in heiserem Tonfall. Neveah beugte sichngsam hinunter, bis ihre Lippen nur noch wenige Zentimeter von seinen entfernt waren, ihr Blick war immer noch auf Menarx¡¯ rote Augen gerichtet. "Ich ube, dann muss ich meine Frage neu formulieren." murmelte Neveah. Neveah bewegte sich leicht, da sie wusste, dass Menarx¡¯ Augen sie verfolgten, und richtete ihre Position so ein, dass sie sich auf ihn spreizte, wobei sie den Schmerz ihrer Wunde ignorierte. "Veah..." warnte Menarx, und seine Augen verdunkelten sich vor Vengen. "Was ich eigentlich fragen wollte, war: Darf ich mehr tun, als dich zu k¨¹ssen?" Neveah stellte sich auf die Frage ein, die sie wirklich stellen wollte. Ein leises Knurren grollte in Menarx¡¯ Brust, seine H?nde wanderten nach oben und legten sich auf Neveahs Taille. "Der Herr der Rubinschuppen ist dein Mann, nimm dir, was du willst... wann immer..." erwiderte Menarx, seine Stimme war heiserer als noch vor einem Moment. "Ich muss sagen... das h?rt sich wirklich gut an..." murmelte Neveah, als sie ihren Kopf senkte und ihre Lippen die von Menarx in einem hei?en Kuss trafen. Chapter 356: Berauschend (Kap.356)

Chapter 356: Berauschend (Kap.356)

Der Geschmack von Neveah war das, was Menarx nur mit einem Wort beschreiben konnte... Berauschend. In dem Moment, in dem Neveahs Lippen die seinen trafen, k?nnte Menarx schw?ren, dass seine Welt zum Stillstand gekommen war. Es war das erste Mal, dass Neveah einen intimen Kontakt herstellte, und Menarx¡¯ Herzscg hatte einen seltsamen Rhythmus angenommen. Neveahs Lippen waren weich und ihre Ber¨¹hrung war z?rtlich, aber k¨¹hn und absichtlich, Neveah war eine Frau, die genau wusste, was sie wollte, und Menarx liebte sie daf¨¹r. Ihr Kuss begann zun?chstngsam und neckisch, ihre rechte Hand ruhte auf Menarx¡¯ Wange und vermittelte ihm eine Geste der Bewunderung, die sie nicht in Worte fassen konnte. Und dann wurde Neveahs Kuss intensiv und leidenschaftlich und stellte jedes letzte Qu?ntchen Selbstbeherrschung auf die Probe, das Menarx zu haben ubte. Neveah war ihm schon so nahe, und er w¨¹nschte sich immer noch... nein, er brauchte sie noch n?her. Neveah zog sich f¨¹r einen Moment zur¨¹ck, ihr Blick war verdeckt, als ihre Zungengsam ¨¹ber Menarx¡¯ Unterlippe glitt. Menarx¡¯ Erregung stieg in ihm auf und es war ein Kampf, Neveah nicht umzudrehen und sie genau in diesem Moment zu erobern. "Schuppen! Veah, du wei?t bereits, welche Wirkung du auf mich hast ... du solltest mich nicht auf diese Weise verf¨¹hren, ich kann dir nicht widerstehen ..." Menarx grunzte in einem heiseren Ton. Die Anspannung in seiner Stimme verriet seinen Kampf, und auch Neveah k?mpfte mit ihrem eigenen Vengen. Es war seltsam, Neveah fand, je mehr Zeit sie mit diesem Mann verbrachte, desto mehr begann sie ihn zu bewundern... ihn zu begehren. Neveah konnte das Vengen in seinen Augen sehen, und sie wollte jeden Zentimeter dieses Vengens erforschen... Ihr Herz und ihren K?rper z?hmen, bis sie nur noch diesen Mann vor ihren Augen kannte und anerkannte... diesen Mann, der es verdient hatte. "Es ist deine Schuld Narx... Ich habe dich gebeten, mich f¨¹r dich zu begeistern, aber was auch immer du mir verabreicht hast... es sollte nicht so schnell seine Wirkung zeigen..." erwiderte Neveahngsam, wobei ihre Lippen die von Menarx leicht ber¨¹hrten. Neveahs Worte waren in ehrlicher Verwirrung gesprochen, sie konnte wirklich nicht verstehen, warum dieser Mann eine solche Wirkung auf sie hatte. Ein Knurren grollte in Menarx¡¯ Brust bei Neveahs Worten, der ng seines Namens auf ihren Lippen lie? ihn sich vorstellen, wie derselbe Name in einem Schrei der Ekstase ¨¹ber ihre Lippen kommen w¨¹rde. Neveah biss sich auf die Unterlippe, eine Handlung, die sie unbewusst immer dann tat, wenn sie tief in Gedanken versunken oder erregt war. Dieses Mal hatte ihre unbewusste Handlung zweifellos mehr mit Letzterem zu tun. "Sag mir, was dir gerade durch den Kopf geht..." forderte Menarx in leisem Tonfall, Ich sollte dich nicht so sehr wollen, wie ich es im Moment tue..." erwiderte Neveah. "Meine Veah ... das ist genau das, was du tun solltest ... denn bei dem Sch?pfer, ich ube nicht, dass ich irgendeine Selbstbeherrschung zur¨¹ckholen kann." murmelte Menarx und zog Neveahs Lippen wieder auf die seinen. Neveah erwiderte Menarx¡¯ Kuss mit der gleichen Inbrunst, ihre Lippen verschmolzen zu einem erotischen Tanz, der die mmen ihrer Begierde anfachte. Menarx¡¯ Kuss wurde immer bed¨¹rftiger, und Neveah erkannte Menarx¡¯ Bed¨¹rfnis und gab die Kontrolle ¨¹ber den Kuss ganz an ihn ab, Menarx¡¯ Griff um Neveahs Taille wurde fester, als er alles in sich aufnahm, was Neveah zu geben bereit war. Alles an dieser Frau war perfekt, eine hervorragende Mischung aus St?rke und Brinz, In diesem Moment war sie die Verk?rperung einer wahnsinnigen erotischen Verhei?ung, und Menarx fand es nicht richtig, dass jemand so s¨¹chtig machen konnte, Doch ob richtig oder falsch, Neveah war hier. Neveahs H?nde wanderten von Menarx¡¯ Gesicht weg, ihre Finger streiften leicht ¨¹ber seine Haut, nur eine geisterhafte Ber¨¹hrung von seiner Wange hinunter zu seinem Hals und dann tiefer, So viel von Menarx¡¯ Haut, wie ihr zur Verf¨¹gung stand, was angesichts des hochgeschlossenen Hemdes, das Menarx trug, nicht so viel war. Neveahs Ber¨¹hrung, so leicht sie auch war, hinterlie? eine hei?e Spur, wo immer ihre Finger dar¨¹ber streiften, und Menarx fragte sich unbewusst, warum er ¨¹berhaupt so viel Kleidung trug. H?tte er gewusst, dass Kleidung ein so l?stiges Hindernis sein konnte, h?tte er sich ganz anders gekleidet. Neveah ?fe die Kn?pfe seines Hemdes,ngsam und aufreizend, ohne ihren Kuss zu unterbrechen. Jeder vern¨¹nftige Gedanke verschwand aus Menarx¡¯ Kopf, als Neveahs Lippen den K¨¹ssen auf seinem Hals folgten und die Spur ihrer Finger nachzeicen. Und ohne R¨¹cksicht auf seine Vernunft bewegten sich Neveahs H¨¹ften inngsamen, kreisenden Bewegungen, die Menarx noch tiefer in den Abgrund erotischen Vengens trieben. Zwischen ihnen war nur noch eine d¨¹nne Schicht Kleidung, und Neveah konnte sp¨¹ren, wie sich Menarx¡¯ Vengen gegen seine Hose dr¨¹ckte, Jede Bewegung von Neveahs H¨¹ften lie? ein Kribbeln der Lust in Menarx aufsteigen. "Veah..." Menarx st?hnte leise, seine H?nde wanderten von Neveahs Taille hinunter zu ihrem Ges??, Neveahs Ber¨¹hrung lie? Menarx¡¯ K?rper in einer Sprache sprechen, die Menarx selbst nicht verstehen konnte. Jedes Kribbeln, jeder Ruck... ohne jede Anstrengung brachte Neveah Menarx dazu, vor Lust zu keuchen. Neveahs H?nde befreiten Menarx vollst?ndig von seinem Hemd, ihre Finger strichen z?rtlich ¨¹ber den Verband, der noch immer fest um seinen verletzten Arm gewickelt war. Menarx sah, wie Neveahs Blick schmerzhaft wurde, als sie sich herunterbeugte und einen leichten Kuss auf seine verletzte Schulter gab. Menarx¡¯ Verstand war von Sehnsucht getr¨¹bt, doch sein Herz war von W?rme und Z?rtlichkeit erf¨¹llt. Menarx hatte es nicht einmal f¨¹r m?glich gehalten, aber irgendwie verliebte er sich in diesem Moment wieder in Neveah. "Du bist nicht in der Lage ... und doch denkst du nur daran, dich um mich zu k¨¹mmern." murmelte Neveah und wanderte mit ihren K¨¹ssen von Menarx¡¯ Schulter hinunter zu seiner Brust. "Veah..." Menarx zischte leise, als Neveahs Zunge um seine Brustwarzen wirbelte und beide mit Aufmerksamkeit ¨¹berh?ufte, bevor sie ihren Weg hinunter zu seinem Oberk?rper fortsetzte und an seiner G¨¹rtelschnalle stoppte. "Alsoss mich dieses Mal einfach auf dich aufpassen..." fl¨¹sterte Neveah, ihre Augen waren auf Menarx fixiert. Neveah ?fengsam Menarx¡¯ G¨¹rtel und seinen Knopf, und w?hrend sie das tat, fuhr ihre Zunge heraus und befeuchtete neckisch ihre Lippen. Der einzige Gedanke, den Menarx in diesem Moment fassen konnte, war, dass diese Frau sicherlich sein Tod sein w¨¹rde. Chapter 357: Eine gespenstische Melodie (Kap.357)

Chapter 357: Eine gespenstische Melodie (Kap.357)

Eine sanfte, gespenstische Melodie schallte durch die Futterrinnen und ¨¹berschattete die Ger?usche des n?chtlichen Lebens. Es war eine merkw¨¹rdige Melodie, eine ohne Worte, nur eine vollt?nende Harmonie, die anscheinend direkt aus dem Erdinneren widerhallte und sich in die F?den des Raumes verwob. Anfangs war sie leise, kaum wahrnehmbar und leicht zu ¨¹berh?ren, doch mit der Zeit wurde sie immer deutlicher. Dieser ng durchbohrte den Nebel der Bewusstlosigkeit und verst?rte Neveahs Unterbewusstsein, und Neveah erwachte mit einem tiefen Unbehagen. Neveah war sich sicher, dass nicht einmal eine Stunde vergangen war, seit sie in Menarxs Armen eingeschlummert war, aber sie war ebenso sicher, dass es eigentlich schon Morgend?mmerung sein sollte. Eine Gruppe sollte bei Tagesanbruch zur Zitadelle aufbrechen, hatte Neveah von Dante erfahren, aber sie war ziemlich sicher, dass die Drachen sich nicht selbst verabschiedeten. Neveah warf einen Blick zu Menarx, der bereits wach und aufmerksam war; seine Armegen noch immer fest um Neveah, doch sie konnte erkennen, dass seine Aufmerksamkeit von diesem ng gefesselt war. Er hatte so pl?tzlich und unvermittelt begonnen, dass man ihn mit Sicherheit nicht einfach als gew?hnlich abtun konnte. Wenn Neveah etwas gelernt hatte, dann, dass in der Asvarischen Festung nichts gew?hnlich war. ?Was k?nnte das sein?", fragte Neveah scftrunken, Menarxs H?nde strichen beruhigend ¨¹ber Neveahs unteren R¨¹cken, um sie zu beruhigen, obwohl er nicht sofort antwortete. Menarxs Stirn war in Falten gelegt, w?hrend er leiseuschte, ein finsterer Ausdruck in seinen Augen. ?Das sind die Lieder der Feen, aber diese T?ne ... sie sind mit dunkler Magie verwoben.", murmelte Menarx. Die Drachenf¨¹rsten waren seit Jahrhunderten fest mit der Festung verbunden, es gab kaum ein Ereignis, von dem sie nichts wussten. ?Dunkle Feen also?", fragte Neveah in einem leisen Fl¨¹stern. ?Bleib drinnen, komm nicht raus.", sagte Menarx eindringlich, w?hrend er sich erhob und nach seinem abgelegten Hemd griff. ?Ach nein, das Spiel spielen wir nicht.", lehnte Neveah entschieden ab, stand ebenfalls auf und schl¨¹pfte in ihre Stiefel. Menarx wollte protestieren, doch ein strenger Blick von Neveah lie? ihn verstummen. ?Bleib an meiner Seite.", gab Menarx nach, Neveah nickte zustimmend. Menarx f¨¹hrte den Weg aus dem Zelt zur Lichtung inmitten des Lagers. Die meisten Drachenf¨¹rsten waren bereits aus ihren Zelten getreten. Die zweite Schwadron bildete eine t?dliche Kampftruppe, drei?ig Elite-Drachen stark. Von diesen Drachen hatten Rauron und Mauldray, die f¨¹hrenden Spurensucher, jeweils vier Drachen in die ht gef¨¹hrt, ein Team auf der Jagd nach dem Trollgolem und das andere auf der F?hrte des Sprungportals und des dahinterstehenden Zauberers. Die Streife der menschlichen Siedlung wurde von f¨¹nf Drachenf¨¹rsten geleitet und zehn bildeten die Au?en- und allgemeine Patrouille, sie blockierten den Wald gegen¨¹ber der Stadt und umzingelten die ?u?eren Bezirke der Futterrinnen. Mit f¨¹nfundzwanzig bereits abgestellten Drachenf¨¹rsten waren nur noch f¨¹nf im Lager. Mal abgesehen von der F¨¹hrungsebene wie Cassian, Menarx, Kaideon, Everon und Rodvan, die das gesamte Unternehmen leiteten. Die zweite Schwadron war eine vollst?ndig effiziente Kampftruppe, die bereits vollst?ndig f¨¹r die Durchf¨¹hrung ihrer Aufgaben eingeteilt war.Drachen innerhalb des Lagers zu dieser Zeit waren mehr als ausreichend, um die Basis zu sch¨¹tzen; es gab wirklich keinen Grund zur Sorge, obwohl ein Angriff auf das Lager nicht erwartet worden war. Neveah warf einen Blick in den Himmel, Die Nachtpatrouille war bereits im Flug, wachsame Augen scannten den Umkreis, w?hrend sie das Lager von oben umkreisten. Doch was Neveah schockierte, waren nicht die Drachen, die das Lager umkreisten, sondern etwas ganz anderes. Wie Neveah vermutet hatte, brach bereits die Morgend?mmerung an und die ersten Lichtstrahlen begannen, den Himmel zu erleuchten. Doch dieses nat¨¹rliche Ph?nomen wurde durch etwas behindert; eine dichte Wolke aus Dunkelheit und Schatten zog ¨¹ber den Himmel, ngsam die Silhouette der Sonne verdeckend, die noch gar nicht aufgegangen war, und verg das erste Licht. "Diese verfluchten Feiglinge", fluchte Menarx ver?rgert, als das erste Lichtngsam, aber stetig verschwand. "Narx", rief Cassian von dort, wo er mit Everon und Kaideon stand. Menarx ging zu ihnen hin¨¹ber. "Sie weben ein Sturmgewebe, mit welcher Absicht auch immer, sie wagen keinen direkten Angriff", berichtete Cassian Menarx. "Koordinaten?", fragte Menarx. "Eidon ist dran. Das Gewebe hallt von ¨¹berall her, es ist schwierig, es zu lokalisieren, und die dunkle Magie verdeckt jede Spur." "Es m¨¹ssten ungef?hr acht sein, die den Sturm singen, er wird sie erreichen... das Problem liegt bei dem, was nicht singt", erwiderte Cassian und blickte in die schnell wachsende Dunkelheit. "Die Dunkelfeen wissen besser, als Drachen direkt anzugreifen; ihre Ges?nge m?gen die Naturkr?fte beeinflussen, doch uns k?nnen sie nichts anhaben." "Sich uns so zu zeigen, ist gleichbedeutend mit dem Todeswunsch. Was meinst du, worum geht es hier?", fragte Everon verbl¨¹fft. "Das scheint mir mehr eine Ablenkung zu sein ... wo sind Dante und Estelle?" Neveah sprach ihre Gedankenut aus. "Decaron ist bereits geflohen, er kann sich gegen die Dunkelfeen behaupten... Wenn sie hinter ihm her sind, wird er das, was ihm anvertraut wurde, um jeden Preis sch¨¹tzen", sagte Cassian. "W¨¹rden die Dunkelfeen hierher kommen, ohne einen Weg zu haben, die Oberhand zu gewinnen?", fragte Neveah ungl?ubig. Cassian und Menarx tauschten Blicke aus und bevor sie weiter sprechen konnten, entwich Neveah ein Keuchen, als ein scharfer Schmerz durch ihre rechte Hand schoss. "Veah, geht es dir gut?", fragte Menarx besorgt, und seine Augen scannten Neveah schnell, bis sie sich auf ihrer Hand niederlie?en, die fest ummmert war. Menarx ergriff Neveahs rechte Hand und hob sie vor sein Gesicht. Neveah blickte ebenfalls auf ihre Handfl?che und zog die Stirn kraus, als sie feststellte, dass die dunkle F?rbung um die Schnittwunde herum noch dunkler geworden war. Neveahs Instinkte erfassten schnell, was vor sich ging... dieser Effekt der dunklen Magie, der auf ihrer Wunde verblieben war, reagierte auf eine ?hnliche Pr?senz. Und Neveah wusste, dass es sicher nicht die Dunkelfeen waren. "Der Trolgolem... er ist da drau?en", zischte Neveah, als der Schmerz in ihrer Hand noch intensiver wurde. "Aber wie kannst du das wissen?", fragte Cassian rmiert. "Ich denke... es hat ein Zeichen auf mir hintessen, ich kann es sp¨¹ren", verriet Neveah entsetzt. Chapter 358: Ein Team (Kap.358)

Chapter 358: Ein Team (Kap.358)

Die dunkle Energie wogte aus der Schnittwunde in Neveahs Handfl?che herauf, schoss durch ihre Adern die ganze Hand enng und dann wieder hinab. Der Schmerz war so, als ob Neveahs rechte Hand lichterloh brannte - unertr?glich. Neveahs Hand bebte, w?hrend sie versuchte, den Schmerz zu verdr?ngen, aber er verst?rkte sich nur umso mehr, je mehr sie sich ablenken wollte. Sogar schmerzhafter als ein gebrochener Rippenknochen oder der Aufprall gegen einen Baum. "Ein Zeichen dunkler Magie, wie konnte das geschehen?!" brummte Menarx w¨¹tend, zweifellos mit seiner Wut auf Cassian zielend. "Nein, Narx... sie wissen nichts davon. Niemand wusste es," verteidigte Neveah sich schnell und presste die Worte zwischen fest zusammengebissenen Z?hnen hervor. Es war Neveah nicht bewusst gewesen, dass das Blut des Trollgolem in ihrer Wunde eine derartige Auswirkung haben w¨¹rde. Selbst jetzt konnte Neveah nicht fassen, was hier vor sich ging. Sie musste nichtnge dar¨¹ber gr¨¹beln. Everon nahm Neveahs Hand in seine und pr¨¹fte sie. "Everon, was bedeutet das?" fauchte Menarx, dabei Neveahs Gewicht auf sich st¨¹tzend. "Ich wei? nicht, wie sie damit in Kontakt gekommen ist, aber ein Strang der dunklen Energie des Golems ist in ihren Blutkreiuf gesickert." "Vorl?ufig besteht kein Ass zur Sorge. Ich sp¨¹re kein Gift," versicherte Everon. "Dann kannst du es heilen?" fragte Menarx erleichtert. "Das f¨¹rchte ich ist etwas, was ich nicht heilen kann. Es wird von selbst verweichen, sobald der Trollgolem get?tet wird," offenbarte Everon in ernstem Ton. Menarx wollte noch etwas erwidern, doch seine Worte erstarben, alsutes Br¨¹llen den Wald ersch¨¹tterte und die gespenstische Melodie nochuter wurde. "Und hier kommt das, was nicht singt," murmelte Cassian und trat kampfbereit nach vorne. Keines dieser Br¨¹llen stammte von dem Trollgolem; das war allen r. Ihre Gefolgschaft bestand aus mehr als nur dunklen Feen und einem Trollgolem. Es war ein vollumf?nglicher Angriff und die Drachenf¨¹rsten waren bereit. Dutzende Kobold-Bestien brachen aus dem Waldrand hervor und st¨¹rzten sich mit voller Geschwindigkeit auf die Drachenf¨¹rsten zu. Ihre abscheulichen K?rper waren von der Dunkelheit gut getarnt, aber Neveah konnte sie dennoch r genug erkennen. Monstr?se Kreaturen auf zwei Hufen stehend, riesengro?, mit scharfen H?rnern und noch sch?rferen Z?hnen. Diese Bestien waren noch erschreckender als jene, denen Neveah und Menarx bege waren, als sie die Heilpnze suchten, um Imagors Reiter zu retten. "Einsatz, meine Herren! Entfacht es!" knurrte Cassian und hob eine Hand, um den Drachen ¨¹ber ihnen seine Anweisungen zu signalisieren. Die Drachenf¨¹rsten waren mehr als bereit, dem Befehl Folge zu leisten. Lautes Gebr¨¹ll durchdrang den Himmel, als ein Feuerregen die erste Welle der Koboldbeastien niederprasselte. Die Schreie der feurigen Kreaturen hallten gespenstisch durch die Nacht, vermischten sich mit dem grauslichen Ton zu einer unheimlichen Eintracht. Die Drachenf¨¹rsten unten blieben davon unber¨¹hrt, die drei Drachenf¨¹rsten in der Luft schienen alles unter Kontrolle zu haben und formten eine mmenwand, die die Koboldbestien zur¨¹ckhielt. Neveah zuckte unmerklich zusammen, der Geruch von brennendem Fleisch stach in ihren empfindlichen Sinnen, und die sengende Hitze des Drachenfeuers war selbst aus der Distanz, in der sie stand, fast unbezwingbar. Nat¨¹rlich waren die anderen Drachenf¨¹rsten davon komplett unbeeindruckt. Die mmen erleuchteten die dunkle Nacht und vertrieben die Dunkelheit, die das Lager umfangen hatte, doch die Schatten schlichen sich an die lodernden mmen heran, im Kampf darum, sie zu verzehren.Die mmen der Drachenf¨¹rsten waren nicht so leicht zu bezwingen und entfachten sich noch heftiger, w?hrend Drachen wie ein endloser Strom herabreen. "Haltet sie auf!" br¨¹llte Cassian, als weitere koboldartige Wesen aus dem Nichts anst¨¹rmten. Neveahs Aufmerksamkeit wurde von der Finesse der Kampfdrachen abgelenkt, als der Schmerz wieder einsetzte. "Hier, das wird gegen die Schmerzen helfen." Everon reichte Neveah eine seltsame, gelbe Pille. Ohne Fragen zu stellen, schluckte Neveah die Pille, immer noch angelehnt an Menarx, der sie mit besorgtem Blick musterte. "Mir geht es gut, es ist nichts." versicherte Neveah. Cassian gesellte sich wieder zu Neveah, nahm ihre Hand und untersuchte das verkohlte Fleisch um die Schnittwunde. "Ich bin deine geringste Sorge. Der Trollgolem w¨¹tet irgendwo da drau?en im Wald und wir sind hier vouf besch?ftigt." "Was auch immer dort drau?en ist, es ist in Gefahr, und ihr m¨¹sst entsprechend Vorkehrungen treffen." beharrte Neveah. "Kannst du sagen, wo genau?" fragte Rodvan. Neveah st?hnte leise und konzentrierte ihre Sinne ¨¹ber den Schmerz hinaus. "Im Norden von hier... dort sp¨¹re ich es." sagte sie mit d¨¹sterer Stimme. "Decaron ist nicht nach Norden gegangen..." begann Rodvan, wurde jedoch von Cassian unterbrochen, der vor Wutut zischte. "Es jagt nicht Decaron, es jagt Jian!" rief Cassian aus. "Was?!" Menarx war sofort rmiert. "Er ist nicht mit mir ins Lager zur¨¹ckgekehrt. Jian ist im Wald auf dem H¨¹gel exakt n?rdlich von hier... und ich konnte ihn auch nicht erreichen, ich dachte, er h?tte mich abgeschottet." erkl?rte Cassian. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, erhoben sich Kaideon und Rodvan, verwandelten sich in ihre Drachengestalt, schossen in den Himmel und verschwanden bald aus dem Blickfeld. "Und jetzt?" wollte Neveah wissen. "Decarons Sicherheit und die des jungen Starron-M?dchens und ihres Drachenlords m¨¹ssen gew?hrleistet werden, doch der rechtm??ige tz der K?nigsgarde ist an der Seite ihres K?nigs." Da war die einzige Antwort, bevor auch Cassian gen Himmel flog. "Everon wird sich um die Dinge hier k¨¹mmern. Du kannst dich entscheiden, ob du mit mir gehst oder hier auf mich wartest. Aber ich muss zu Jian." sagte Menarx zu Neveah. "Aber Everon meinte, du kannst dich noch nicht verwandeln..." begann Neveah zu protestieren, brach dann aber ab, da sie wusste, dass Menarx seine Pflichten voranstellte. "Dann gehen wir zusammen. Wir sind ein Team, Narx... du und ich." erkl?rte Neveah bestimmt. Menarx nickte, trat von Neveah zur¨¹ck und verwandelte sich schnell. Bald darauf stand ein gewaltiger roter Drache vor Neveah. Sie z?gerte keine Sekunde, kletterte auf Menarx¡¯ R¨¹cken und mit einem Satz durchstie? er den Himmel. Aber nicht ohne einen Sturzflut von mmen auf die Kobolde unter ihnen niederregnen zussen. Wie es die Legenden sagten, brannten die lodernden mmen des rubinroten Bestien hei?er als jedes andere Feuer in der riesigen Festung. Neveah ¨¹berzeugte sich selbst von dieser Wahrheit, als sie beobachtete, wie alles, was Menarx¡¯ mmen ber¨¹hrten, zu Asche zerfiel. Chapter 359: You, Die (Ch.359)

Chapter 359: You, Die (Ch.359)

Neveahs Augen waren zusammengekniffen, um sie herum heulte ein heftiger Wind, der den Beginn eines Sturms ank¨¹ndigte. Der kalte Wind peitschte durch ihr Haar, w?hrend Menarx mit rasender Geschwindigkeit ¨¹ber den Wald flog, Neveah duckte sich, um den st¨¹rmischen Winden zu entgehen, die in dem Moment eingesetzt hatten, als sie losflogen. Es war schwer, weit vor ihnen zu sehen, die von den dunklen Feen gesungenen Schatten schienen sie auf allen Seiten zu verfolgen, und der heulende Wind war auch keine Hilfe. "Es ist dunkel, halt dich fest." dachte Menarx zu Neveah, w?hrend er mit noch gr??erer Geschwindigkeit vorw?rts st¨¹rmte. Bald hatten sie Cassian eingeholt, und sie waren nur noch ein kurzes St¨¹ck vom Lager entfernt, als Neveah in der Ferne eine Silhouette erblickte. Es war eine Masse aus Schatten, die sich so schnell bewegte, dass Neveah nicht einmal sicher war, ob sie ¨¹berhaupt etwas gesehen hatte. Neveah blinzelte leicht und lie? ihren Wolf an die Oberfl?che steigen, um ihre Sinne zu verst?rken. Neveahs Augen gl¨¹hten schwach, und in diesem Moment erblickte sie die Gestalt eines Tieres in den Schatten. Es st¨¹rmte von der Seite heran, in v?lliger Stille, und Cassians Blick war starr nach vorne gerichtet, er wollte es nicht bemerken. "Cassian! Pass auf!" kreischte Neveah, doch mehr brachte sie nicht heraus, als das monstr?se Tier mit fledermausartigen Fl¨¹geln direkt auf Cassian zust¨¹rzte, Es war etwa doppelt so gro? wie Cassian, aber seine Geschwindigkeit war blendend, und seine Gestalt war pechschwarz wie die Schatten selbst. Dennoch hatte Cassian es im letzten Moment erwischt. Die beiden Bestien purzelten durch den Himmel, und Cassian gewann schnell die Oberhand, das Maul des gro?en saphiruen Drachens packte das andere Tier hart und schleuderte es weg. Neveah hatte keine Zeit, sich um Cassian zu k¨¹mmern, denn bald griffen zwei der gleichen Bestien Menarx von beiden Seiten an. Menarx wich nach links aus und wich einer der Bestien aus, wobei sein Schwanz ausschlug, in die andere Bestie krachte und ihr den Sch?del zerschmetterte. Doch die Bestie l?ste sich nur in Schatten auf, formierte sich bald wieder und griff erneut an. "Sie sind nicht echt. Sie sind von den dunklen Feen zum Leben erweckt worden." behauptete Neveah. "Schattenbestien, das ist eine Kunst der dunklen Magie. Sie sind sogar noch t?dlicher als echte Bestien." Menarx dachte an Neveah zur¨¹ck. Neveahs Blick huschte schnell umher und beobachtete, wie weitere Bestien von den Schatten geformt wurden. Mor¡¯ rud sagt, dass die Beschw?rungsmagie der Feen ganz anders ist als die der Zauberer. Sie hat eine kurze Wirkungsdauer, eine der dunklen Feen muss in der N?he sein, um den Schatten Leben einzuhauchen.¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf. Irgendwo in den Schatten w¨¹rde die dunkle Fee, die hinter diesen Schattenmonstern steckte, sein und ihren Zauber singen. Neveahs Augen leuchteten heller, als ihr Wolf sich ganz an die Oberfl?che erhob und die Quelle der Melodie verfolgte, die um sie herum nochuter erng. "Narx, geh nach links!" meinte Neveah zu Menarx. Menarx wich schnell aus und folgte Neveahs Richtung. Sie waren im Geiste miteinander verbunden und so h?rte Menarx die Worte, die Neveah mit ihrem Wolf wechselte, und er verstand ihre Absicht. Er wich nach links aus und entging nur knapp einem Treffer durch eine der Schattenbestien. Cassian konnte in der Zwischenzeit zu den Bestien sehen, aber sie w¨¹rden nicht an den Schatten vorbeikommen, wenn sie nur gegen sie k?mpften. Neveahs Blick suchte den Wald ab und blieb auf einer Lichtung unter ihr h?ngen. Da, da ist jemand.¡¯ dachte Neveahs Wolf zu ihr. "Lass mich los, du musst Cassian helfen. Geh zu Jian, wenn es aufrt, ich komme bei diesem Sturm besser an Land zurecht, ich werde ihn einholen ... vertrau mir." dachte Neveah zu Menarx. Menarx z?gerte, ein unzufriedenes Knurren entrang sich ihm, als er nachgab. "Sei vorsichtig." dachte Menarx zu Neveah. Menarx ging in den Tiefflug ¨¹ber und Neveah sprang ab, wobei sie sich in der Luft bewegte, so dass sie unbeschadetndete. Menarx hob wieder ab und Neveahs Wolfsaugen suchten den Wald ab, Ihre Ohren zuckten leicht, als sie den Weg verfolgte, bevor sie auf die Lichtung zust¨¹rmte. Neveah erblickte bald ihr Ziel, eine seltsam aussehende Frau, die in der Mitte des Waldes unter einem gro?en Baum sa?. Sie sprach kein Wort, aber die starke dunkle Aura, die sie umgab, sagte Neveah alles, was sie wissen musste. Auch die dunkle Fee sp¨¹rte Neveahs Ankunft, sie drehte sich zu Neveah um, ihre dunklen Augen leuchteten b?sartig. "Stirb!" kreischte sie und st¨¹rzte sich auf Neveah, zusammen mit einer Horde schattenhafter Ranken, die von verschiedenen Punkten aus auf Neveah zuschossen. Neveah knurrte, st¨¹rzte sich nach vorne, drehte sich geschickt von den Ranken weg und st¨¹rzte die dunkle Fee zu Boden, Neveah gab ihr keine Chance f¨¹r einen Kampf, die Magie der dunklen Fee w¨¹rde ihr die Oberhand geben, wenn Neveah es zulie?. Neveahs Kiefer griff direkt nach der entbl??ten Kehle der dunklen Fee, und ein hartes Festhalten beendete die Fee auf der Stelle. "Du stirbst." murmelte Neveah, als sie in ihre menschliche Gestalt zur¨¹ckkehrte und sich das Blut von den Lippen wischte. Neveah blickte in den Himmel, die Schatten in diesem Teil des Waldes hatten sich gelichtet und den Weg f¨¹r Menarx und Cassian frei gemacht. Aber es gab immer noch andere dunkle Feen, die sich im Wald versteckten und das Sturmlied sangen. Die Drachen w¨¹rden nicht halb so gut sein wie Neveah, wenn es darum ging, sie aufzusp¨¹ren, auch wenn sie es nie zugeben w¨¹rden, und so machte sich Neveah auf ihre eigene Mission. _________________ Jians Augen rissen auf, seine Brauen zogen sich leicht zusammen, als er eine seltsame Melodie wahrnahm, die weit in der Ferne widerhallte. Es warnge her, dass er eine solche Melodie geh?rt hatte, aber Jian konnte sich noch gut daran erinnern. "Dunkle Feen." murmelte Jian vor sich hin, w?hrend er sich aufrichtete. Jian wandte sich ¨¹ber ihre Gedankenverbindung an Cassian, aber es war vergeblich. Als ob etwas ihre Verbindung unterbrochen h?tte, konnte Jian Cassian einfach nicht erreichen. "Verdammte Singv?gel, die hier immer noch herumlungern, habe ich wirklich etwas ausgel?scht?" Jian zischte ver?rgert. Jian wollte sich gerade auf den R¨¹ckweg zum Lager machen, da hielt er inne. Da war sie, diese dunkle Aura, die in der Luftg, ganz anders als die der dunklen Feen, und Jians Blick verengte sich leicht. Jian ging in die Hocke und legte eine Handfl?che auf den Boden, seine Sinne waren auf seine Umgebung eingestellt, als er die Hand ausstreckte, um die Quelle dieser dunklen Energie aufzusp¨¹ren. Sie war nicht weit entfernt, Jian konnte sie deutlich sp¨¹ren, und was ihm noch mehr bewusst war, war, dass sie auf ihn zusteuerte ... sie wusste, dass er hier war. Jians Lippen zuckten am¨¹siert, als er aufstand und im Wald verschwand. Chapter 360: Eine Spur (Ch.360)

Chapter 360: Eine Spur (Ch.360)

Neveah ging mit leisen Schritten durch den Wald, ihre Sinne waren darauf eingestellt, auch die kleinste Ver?nderung in der Atmosph?re wahrzunehmen. Der Wald schien leblos zu sein, vielleicht war es die Wirkung der dunklen Magie, Neveah konnte es nicht genau sagen. Neveah wusste, dass sie sich keiner Sache sicher sein konnte, wenn es um dunkle Magie ging, musste sie einfach vorsichtig sein. Es war gef?hrlich, hier drau?en im Wald allein zu sein, w?hrend sie angegriffen wurden, und Neveah wusste, dass Menarx sich gro?e Sorgen machen w¨¹rde, aber sie war dankbar f¨¹r sein Vertrauen. Es war sicher nicht leicht, Neveah zu diesem Zeitpunkt allein zussen, aber Menarx wusste, dass Neveah die beste Chance hatte, schnell und unauff?llig mit den Dunkelelfen fertig zu werden. Denn w?hrend die Dunkelelfen gut darauf vorbereitet waren, ihren Standort vor den Drachen zu verbergen, konnten sie sich nicht auf Neveah vorbereiten. Der Wald war weitl?ufig, und die Dunkelelfen schienen sich an verschiedenen Stellen zu formieren, einige n?her am Lager der zweiten Schwadron, andere in einiger Entfernung. Neveah konnte die Reihenfolge dieser Formation noch nicht bestimmen, aber was auch immer es war, es sorgte daf¨¹r, dass das Tageslicht rund um den Wald vollst?ndig verbannt wurde, Ein grausamer Sturm suchte den Himmel heim und erschwerte das Fliegen bis an die Grenze der menschlichen Siedlung. Die Dunkelelfen hatten es schon einmal mit Drachen zu tun gehabt, und sie wussten, wie sie die Vorteile der Bestien von Asvar begrenzen konnten. Dieser Ortg viel zu nahe an der menschlichen Siedlung, Neveah hatte es im Flug gesp¨¹rt. Es war kein Wunder, dass die Drachen nicht ruhig scfen konnten, wenn der Trollgolem in der N?heuerte, zu viele Leben waren hier in Gefahr. Die Drachenf¨¹rsten der zweiten Schwadron, die zur Bewachung der Siedlung eingeteilt sind, werden bereits ¨¹ber den Angriff informiert sein. Sie werden in h?chster rmbereitschaft sein, bis die Gefahr ausgerottet ist. Wir k?nnen uns nur darauf konzentrieren, das Sturmlied zu beenden.¡¯ dachte Neveahs Wolf bei sich. Die Melodie scheint aus dem Wald selbst zu hallen, es ist schwierig, eine bestimmte Stimme auszumachen und zu verfolgen. Die Drachen waren den Dunkelelfen bereits auf der Spur, aber es scheint, als h?tten sie auch nicht viel Erfolg gehabt. Diesen haben wir zuf?llig erwischt, kannst du die anderen isolieren? dachte Neveah zu ihrem Wolf. Die Drachen hatten auch Schwierigkeiten, den Trollgolem aufzusp¨¹ren. In Anbetracht ihrer F?higkeiten vermute ich, dass ihr Feind mit ihren Mustern sehr vertraut ist. Drachen verfolgen ihre F?hrten haupts?chlich durch Spuren, magische Energie und Aura, aber all das wurde ver?ndert. W?lfe sind anders, Veah, wir verfolgen unsere Spur durch Geruch, Ger?usche und Instinkte... Und ich bin kein x-beliebiger Wolf, muss ich dich daran erinnern, dass ich ein Alphak?nig bin? Seit wann zweifelst du an meinen F?higkeiten?¡¯ dachte Neveahs Wolf mit einem entr¨¹steten Spott zur¨¹ck an sie. ¡¯Das w¨¹rde ich nicht wagen.¡¯ dachte Neveah zu ihrer W?lfin und rollte die Augen ¨¹ber den vertrauten hochm¨¹tigen Ton. __________ Neveah ¨¹berblickte das dichte ttwerk vor ihr. Die Luft war schwer vom Geruch feuchter Erde, und die Schatten, die das Sturmlied warf, bedeckten den Wald, Sie warfen einen Baldachin aus Dunkelheit und schattigen Mustern ¨¹ber den Waldboden. Neveah war dankbar f¨¹r die Nachtsicht, denn der Tod einer der Dunkelelfen hatte die Wirkung des Liedes nicht abgeschw?cht, au?er dass er Menarx und Cassian den Weg zu K?nig Jian freigemacht hatte. Es dauerte nichtnge, bis Neveah den Standort der zweiten dunklen Fee ausfindig gemacht hatte. Nach Neveahs Behauptung gab es acht dunkle Feen, genau wie Cassian vermutet hatte. Anhand des Standorts der zweiten Dunkelelfe und des Wirkungsbereichs des Sturmlieds konnte Neveah grob absch?tzen, in welcher Formation die Dunkelelfen diesen Angriff organisiert hatten. Es gab nur so viele Orte im Wald, an denen sich eine dunkle Fee verstecken konnte, und der gespenstische Ton hallte in einigen Bereichen st?rker als in anderen. Neveah w¨¹rde sich ihrer Behauptung nur sicher sein, wenn sich die zweite dunkle Fee wirklich an diesem Ort befand. Der Weg f¨¹hrte Neveah zu einer ruhigen Lichtung, von der Neveah annahm, dass sie bei Tageslicht ein sch?ner Anblick gewesen w?re, aber jetzt wirkte sie eher unheimlich. Neveah verlie? sich allein auf ihre Instinkte, und die hatten sie hierher gef¨¹hrt, Diese dunkle, absto?ende Aura der dunklen Magie wurdengsam zu etwas, das Neveah erkennen konnte, und sieg dicht in der Atmosph?re und begleitete diese eindringliche Melodie. Neveah war sich sicher, dass sie auf der richtigen Spur war, ihr Blick suchte die ganze Weite ab, aber sie konnte keine Spur von Leben ausmachen. Neveah war sich nicht sicher, was sie erwartet hatte, diese erste dunkle Fee in der freien Natur zu finden, war wirklich reines Gl¨¹ck. F¨¹r eine Fee, die mit der Natur und dem Wald selbst vertraut war, war es eine Sache, sie aufzusp¨¹ren, aber selbst wenn Neveah wusste, dass die Fee irgendwo hier drau?en war, wo genau? Das war die Frage... Neveahs Blick verengte sich leicht, als siengsam tiefer in die Lichtung hineinging und dabei dicht an den B?umen blieb. Die Lichtung schien vollkommen ruhig zu sein, alles war f¨¹r Neveahs Augen gut sichtbar und es gab keine Fee, Neveah konnte auch keine sp¨¹ren... zumindest nicht so, wie man es erwarten w¨¹rde. Sie ist hier, Veah... irgendwo, wir sp¨¹ren ihre Anwesenheit vielleicht nicht, aber ich wei? es. dachte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah zweifelte nicht an ihrer W?lfin, Neveah konnte es auch f¨¹hlen, dass die Fee hier war. Da war eine Pr?senz, wenn auch subtil, sie war da. Scheinbaruerte sie in den Schatten und beobachtete Neveah, Neveah hatte keine M?glichkeit, den Aufenthaltsort der Fee zu bestimmen, und so konnte sie nur abwarten, suchen und darauf warten, dass die Fee den ersten Angriff unternahm. "Runter!" rief eine Stimme zu Neveah. Neveah duckte sich instinktiv, gerade als ein Dolch ¨¹ber ihren Kopf hinweg sauste und sich in den Baum hinter ihr bohrte. Neveahs Augen weiteten sich, als sie sichngsam umdrehte und einem finsteren Elfen gegen¨¹berstand... nur sein Oberk?rper war zu sehen, der Dolch steckte in seiner Brust, W?hrend der Rest von ihm mit dem Baum verschmolzen zu sein schien. "Was um alles in der Welt?" fl¨¹sterte Neveah entsetzt. Chapter 361: Eine Spur 2 (Kap.361)

Chapter 361: Eine Spur 2 (Kap.361)

"Was um alles in der Welt?" fl¨¹sterte Neveah entsetzt. Sie hatte zwar von der Verbundenheit der Feen mit der Natur geh?rt, aber nie h?tte sie mit einer solchen M?glichkeit gerec. Neveah war sich sicher, sie h?tte nichts ahnen k?nnen, bis die dunkle Fee sie v?llig schutzlos mit einem t?dlichen Angriff traf. W¨¹tend zischend setzte die dunkle Fee zum Angriff auf Neveah an, doch diese wich geschickt aus, ergriff den Griff des Dolchs, und stie? ihn tiefer in die Brust der Fee. Blut sprudelte heraus, als Neveah den Dolch r¨¹cksichtslos drehte und somit das Leben der Fee ausl?schte. Blut spritzte ¨¹ber ihr Gesicht, als sie den Dolch herauszog, doch Neveah achtete nicht darauf. Als sie sich umdrehte, um die Person anzusehen, die ihr gerade das Leben gerettet hatte, war Neveah ¨¹berrascht, Dante, Estelle und einen bekannten Drachenlord anzutreffen. Der Drachenlord war ein junger Mann mit karamellbraunem, kurz geschnittenem Haar und grauen Augen, die eine Narbe aufzeigten, die sich von der Seite seines Kopfes bis hinunter zum Hals zog. Neveah hatte diesen Drachenlord ein- oder zweimal im Bergfried gesehen - er war ein hoch angesehener Krieger der zweiten Schwadron und zudem einer der Unnahbarsten. Die Diener wurden angehalten, sich von ihm fernzuhalten, wenn er vorbeikam, und Neveah erinnerte sich, dass Davina sie nachdr¨¹cklich gewarnt hatte, sich niemals in der N?he dieses Drachenlords stur zu zeigen, sonst w¨¹rde sie es m?glicherweise nicht ¨¹berleben. Es war irgendwie ironisch, wie viele Wendungen das Schicksal f¨¹r sie bereithielt, dachte Neveah kurz, w?hrend sich der Drachenlord ihr n?herte und sich mit gesenktem Haupt verbeugte. "Lady Neveah, ich bin Eidon von der zweiten Schwadron. Seid Ihr verletzt?" fragte Eidon, w?hrend er besorgt Neveahs Zustand musterte. "Nein, mir geht es gut, Dank Euch. Wie habt Ihr mich gefunden?" fragte Neveah und sah dabei zu Dante und Estelle hin¨¹ber, die hinter Eidon standen. "Ich war den Sturms?ngern auf der Spur und dadurch in der N?he, Lord Menarx schickte mich zu Euch, sobald unsere Wege sich trennten." "Jedoch wurde ich aufgehalten, als ich auf den jungen Schwerter-Drachen stie?." "Es ist meine Pflicht, die Sicherheit meiner Sippe zu gew?hrleisten, verzeiht mir meine versp?tete Ankunft." berichtete Eidon sachlich und bat dann um Entschuldigung. Neveah blinzelte erstaunt ¨¹ber die f?rmliche Schilderung der Ereignisse und die unerwartete Entschuldigung. "Ihr habt mir das Leben gerettet, Lord Eidon. Ich w¨¹rde sagen, Eure Ankunft war genau zur rechten Zeit." wies Neveah ihn zurecht und ihr Blick wanderte zu Dante und Estelle. "Was ist geschehen? Ich dachte, Ihr w?rt auf dem Weg zur Zitadelle?", fragte Neveah, obwohl sie sich die Antwort schon denken konnte. "Wir kamen nicht weit, wir wurden angegriffen, Lord Decaron hat unsere Verfolger abgelenkt und wir wurden getrennt", berichtete Dante. "Also ist Decaron jetzt allein?" fragte Neveah nach. Neveah erinnerte sich daran, dass Cassian beil?ufig erw?hnt hatte, Decaron h?tte etwas in seiner Obhut. Dante hatte auch erw?hnt, dass ihr Ziel die Zitadelle war, um die Sicherheit von etwas zu gew?hrleisten.Obwohl niemand direkt mit Neveah dar¨¹ber gesprochen hatte, vermutete sie, dass das Thema ihrer Gespr?che von gro?er Bedeutung war und den ganzen Trubel verursacht hatte. Wer auch immer im Besitz davon war, w?re das eigentliche Ziel, und wenn Decaron es bei sich hatte und alleine war, m¨¹sste er die volle Wucht des Angriffs ertragen. "Lord Decaron kommt alleine viel besser zurecht, Mdy. Er ist der Hauptmann der k?niglichen Drachengarde und einer unserer besten Krieger," versicherte Eidon. Neveah nickte bed?chtig ¨C es gab keinen Grund, ihre Gedanken preiszugeben, wenn das, was sie sch¨¹tzten, geheim gehalten wurde. Es w¨¹rde nichtnge dauern, bis auch Rodvan und Kaideon Decaron erreichten. ¨¹ber andere konnte Neveah nicht viel sagen, aber das K?nnen des D¨¹nenlords vertraute sie; Decaron w¨¹rde sicher sein. "Wie ist die Lage im Lager?" erkundigte sich Neveah bei Eidon. "Everon hat es im Griff, aber das Drachenfeuer hat sich weitr?umig ausgebreitet. Ihr solltet nicht erw?gen, zur¨¹ckzukehren, bis es sicher ist," entgee Eidon. "Also m?chte Menarx, dass du mich in Sicherheit bringst?" hakte Neveah nach, um sicherzugehen. "Lord Menarx hat mir befohlen, mich auf deine Anweisungen zu vessen, um die Sturms?nger zu finden, und dich zu ihm zu bringen, sobald sie ausgel?scht sind," ¨¹bermittelte Eidon seine Befehle. "Dann ist es gut, dass ihr alle hier seid. Wenn wir die Sturms?nger ausschalten k?nnen...", begann Neveah, indem sie Eidons Wortwahl aufgriff. "...wird die ht schnell vorbei sein. Der Trollgolem treibt sich hier herum; dieses Biest ist in Dunkelheit und dem Sturm, der die Flucht erschwert, am st?rksten." "Seine Gnaden und die k?nigliche Garde sind im Kampf gegen den Trollgolem im Nachteil." "Wir haben nicht viel Zeit, die Sturms?nger auszuschalten, bevor die ht ausbricht. Wenn wir uns teilen, k?nnen wir es in halb so viel Zeit schaffen," erkl?rte Neveah. "Uns zu trennen w¨¹rde bedeuten, dass du auf dich gestellt w?rst. Der Wald ist um diese Zeit gef?hrlich, Mdy," warnte Eidon. "Das bin ich auch, Eidon. Du wirst allein schneller vorankommen; Dante und Estelle werden mit mir gehen. Dante wird mich besch¨¹tzen," bot Neveah einen Kompromiss an. Neveah beugte sich nieder, griff nach einem Stock und begann, eine Form in den Boden zu zeichnen. "Ich ube, so haben sich die dunklen Feen positioniert. Wenn man die Standorte der ersten beiden bedenkt... nur diese Formation k?nnte ihre Magie in diesem Ausma? verst?rken," erl?uterte Neveah, w?hrend sie zeice. Eidon und Dante hockten sich neben Neveah und studierten ihre Zeichnung. Zwei Standorte, an denen sie die ersten beiden Feen gefunden hatten, waren auf der Zeichnung durchgestrichen und lie?en nur noch sechs Punkte ¨¹brig. "Das Problem ist, ich habe keine Karte, die zu diesen Orten genau passt," sagte Neveah. "Lasst mich das machen," bot Eidon an und nahm Neveah den Stock aus der Hand. "Wenn ich das in die Karte einpasse, ist auch dieser Ort bereits erledigt... ich habe einen der Sturms?nger auf dem Weg get?tet." "Es bleiben also f¨¹nf Orte ¨¹brig, und ich kenne diesen Wald gut genug; ich werde euch die n?tigen Wegbeschreibungen geben," sagte Eidon. Chapter 362: Engagieren Sie sich (Kap.362)

Chapter 362: Engagieren Sie sich (Kap.362)

Der Wald war an diesem Tag unnat¨¹rlich still, zu still angesichts der hten, die an verschiedenen Stellen tobten. Das einzige Ger?usch, das zu h?ren war, war ein unheimlicher Ton, der in manchen Gegendenuter war als in anderen. F¨¹r diese Lichtungen im Herzen des Waldes war das Ger?usch zu weit entfernt, um geh?rt zu werden. Aber nat¨¹rlich konnte das nicht ¨¹ber seine Auswirkungen gesagt werden. Eigentlich h?tte es schon d?mmern m¨¹ssen, doch der gesamte Waldg immer noch in der Dunkelheit der Nacht. Nicht, dass Jian etwas gegen die Dunkelheit einzuwenden hatte; es war eine gute Nacht, um zu w¨¹ten. Und den Kampf, nach dem sich Jian sehnte, w¨¹rde er bekommen, denn aus dem Schutz der B?ume heraus konnte Jian ihn nicht nur sp¨¹ren, sondern nun auch sehen...es, Der Trollgolem, der aussah wie ein Mensch, war genau so, wie Neveah ihn beschrieben hatte: eine perfekte Tarnung. H?tte Jian nichts von seiner Tarnung gewusst, w?re er leicht an ihm vorbeigegangen und h?tte ihn ¨¹bersehen, weil er ihn f¨¹r einen Menschen gehalten h?tte. Diese F?higkeit, die die dunklen Zauberer engt hatten, dieses Ma? an Exzellenz bei der Beschw?rung von Bestien, hinterlie? ein seltenes Gef¨¹hl von Unbehagen in seiner Magengrube. Hatte Jian die ¨¹berreste der dunklen Zauberer die ganze Zeit ¨¹ber wirklich untersch?tzt? K?nnte es sein, dass die dunklen Tage von damals in kleinen St¨¹ckchen wieder auflebten? Jians H?nde ballten sich an seiner Seite zu F?usten. Er war im metaphorischen Sinne im Dunkeln und Jian wusste, dass er die Dinge nicht ruhenssen konnte ... nicht mehr. Jian war der Spur des Trollgolems schon eine Weile gefolgt, heimlich durch die Schatten, bis sie zum Stillstand gekommen war. Der Trollgolem konnte seine dunkle Aura sehr gut verbergen, war das nicht der Grund, warum er sich Rauron und Mauldray songe entzogen hatte? Aber dieses Malg diese dunkle Aura schwer in der Luft. Jian wusste genau, dass der Trollgolem von seiner Anwesenheit wusste, er konnte sp¨¹ren, wie sich die dunkle Energieaura, die der Golem ausstrahlte, verst?rkte. Jian wusste, dass sich das Biest bald verwandeln und seine wahre Gestalt offenbaren w¨¹rde. Es hatte keinen Sinn mehr, sich zu verstecken. Jian trat auf die Lichtung hinaus, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt, w?hrend er den Trollgolem beobachtete. Der Trollgolem lie? sich Zeit, um sich umzudrehen, seine gelben Augen funkelten b?sartig. Jian griff nicht sofort an, sondern bewertete die Situation in seinem Kopf. Die Tatsache, dass sich der Trollgolem ausgerec jetzt Jian offenbart hatte und ihn so weit vom Rest des Waldes weggelockt hatte, als die dunklen Feen erschienen waren, lie? Jian wissen, dass dies kein Zufall war. Was auch immer f¨¹r ein Angriff gent war, jemand wollte Jian so weit wie m?glich davon fernhalten, denn wer w¨¹rde es sonst wagen, den Drachenk?nig anzugreifen? Das war ein Ablenkungsman?ver, das wusste Jian, und seine Gedanken schweiften zu Decaron und dem, was ihm anvertraut worden war. Es war nicht so schwer, den wahren Zweck dieses Angriffs herauszufinden, auch wenn Jian immer noch nicht verstehen konnte, warum die dunklen Zauberer so darauf bedacht waren, diesen Gegenstand zu sichern. Wer auch immer diesen Angriff gent hatte, hatte zumindest eine Vorstellung von Jians Pers?nlichkeit, und dies war keine Ablenkung, der er sich entziehen w¨¹rde.Der Trollgolem stellte die gr??ere Bedrohung f¨¹r sein Volk dar, f¨¹r die ahnungslosen Menschen, die in dieser Region und dar¨¹ber hinaus lebten. Es war Jians Pflicht, sein Volk zu sch¨¹tzen; sie standen immer an erster Stelle, dar¨¹ber gab es keinen Zweifel. Wenn Jian den Trollgolem jetzt nicht stoppte, war nicht abzusehen, wie viel mehr Verw¨¹stung er anrichten w¨¹rde. Jians Gedankenverbindung war immer noch blockiert; er konnte weder Cassian noch einen der Drachenlords erreichen. Jian kannte die Lage au?erhalb dieser Lichtung nicht, aber er vertraute darauf, dass seine Verwandten die Welt in seiner Abwesenheit zusammenhalten w¨¹rden ... doch der Kampf, der nun vor ihmg, war Jians eigene Aufgabe. Das erste Knacken verdrehter Knochen hallte ¨¹ber die stille Lichtung, eine Welle dunkler Energie explodierte in der Weite, als der Trollgolem seine wahre Form annahm. Jians Augen verengten sich, ein t?dliches Leuchten erstrahlte in seinen ungleichm??igen Augenh?hlen. In Celestes Halle herrschte eine k¨¹hle und dunkle Stimmung; sie sa? mitten darin und schien tief in Meditation versunken zu sein. Doch Meditation konnte Celeste nicht die Ruhe bringen, die sie wirklich brauchte. Begleitet von ihrem Pflichtgef¨¹hl gegen¨¹ber dem gefl¨¹gelten Mann war ein tief beunruhigendes Gef¨¹hl, das in dem Moment begonnen hatte, als sie ihre dunklen Feen als erste Angriffslinie in einem direkten Kampf einsetzte. ?Wie steht es?", fragte Celeste in ruhigem Ton, sie sp¨¹rte das Portal in dem Moment, als es sich ?fe und eine dunkle Fee hervortrat. ?Wir haben die Drachenlords, wo wir sie haben wollen, doch k?nnen wir sie nichtnge halten. Die Sturms?nger werden einer nach dem anderen erwischt ... Ich f¨¹rchte ...", brach die dunkle Fee in ihrem Bericht ab, als sich Celestes Aura ver?nderte. ?Wir wussten, dass das Opfer gro? sein w¨¹rde ... dieses Mal k?nnen wir es uns nicht leisten, ihn zu entt?uschen", erwiderte Celeste bestimmt. ?Ich verstehe", erwiderte die dunkle Fee mit einem Nicken. ?Wo ist der Gegenstand?", fragte Celeste. ?Drachenlord Decaron lockte die Kobolde weg; es scheint, er war zuletzt im Besitz des Gegenstandes", berichtete die dunkle Fee. ?Er h?tte fliehen k?nnen, doch er stellte sich den Kobolden direkt? Man w¨¹rde denken, Drachenlord Decaron w?re vorsichtiger. Er w¨¹rde es nicht riskieren, diesen Gegenstand direkt in Gefahr zu bringen", murmelte Celeste. ?Was hat er wohl damit gemacht?", fragte die dunkle Fee. ?Wer wurde zuletzt mit Drachenlord Decaron gesehen?", fragte Celeste. ?Das M?dchen Starron und der junge Lord von Fort zed", berichtete die dunkle Fee. ?Soll ich mich um sie k¨¹mmern?", fragte die dunkle Fee erneut. ?Nein ... Diesmal nicht. Diesmal darf es keine Fehler geben, ich muss selbst eingreifen", entschied Celeste. Chapter 363: Ein stiller Strom (Kap.363)

Chapter 363: Ein stiller Strom (Kap.363)

"Lady Neveah, seid Ihr Euch da wirklich sicher? Eure Sicherheit ist von gr??ter Bedeutung und ich wage es nicht, diese zu gef?hrden." "¨¹besst die Sturms?nger mir. Es ist nicht n?tig, dass Ihr weiter eingreift. Die Anweisungen, die Ihr gegeben habt, reichen aus." Eidon hielt noch immer nichts von Neveahs Entscheidung. "Wenn wir uns aufteilen, wird es schneller gehen und wirksamer sein, als wenn Ihr alle f¨¹nf alleine besiegt ¨C und das wisst Ihr auch." "Ich verstehe Eure Besorgnis um mich, Eidon. Aber momentan ist dies wichtiger als meine eigene Sicherheit." Neveah bestand darauf, w?hrend sie sich erhob. "Menarx w¨¹rde damit nicht einverstanden sein", antwortete Eidon emotionslos. Neveah hatte nichts, um dagegen zu halten, aber sie w¨¹rde in diesem Fall nicht nachgeben. Wenn man sich nicht rechtzeitig um die Sturms?nger k¨¹mmerte, k?nnte sogar Menarx in Gefahr geraten. Wenn sie wirklich eine Reiterin der k?niglichen Garde sein wollte, musste Neveah den Drachenf¨¹rsten r machen, dass es einen Unterschied gab zwischen einer Prinzessin und einer Reiterin auf einem Kampfdrachen. W?hrend die eine stets Schutz ben?tigte, war es die Pflicht der anderen, sich st?ndig in der direkten Linie der Gefahr zu befinden. "Eidon, ich werde nicht einfach hier sitzen und nichts tun, nur weil Ihr ubt, es w?re sicherer f¨¹r mich." "Wenn ich es richtig verstehe, seid Ihr verpflichtet, meinen Befehlen zu folgen. Wir trennen uns hier und schalten die Sturms?nger auf unseren jeweiligen Wegen aus... das ist kein Vorscg", stellte Neveah entschieden r. Neveah war sich nicht sicher, ob es ausreichen w¨¹rde, Eidon zu ¨¹berzeugen, aber es war allemal einen Versuch wert. "Gut", sagte Eidon, w?hrend er seinen Kopf in einer leichten Verbeugung senkte. "Dante, ich ¨¹besse Lady der Rubinschuppen Eurem Schutz." "Ich habe die Koordinaten, ich werde so schnell wie m?glich zur¨¹ck sein. Gefahrenuern an jeder Ecke dieses Waldes, Ihr m¨¹sst besonders vorsichtig sein", sagte Eidon zu Dante. "Ich habe verstanden", antwortete Dante mit einem Nicken. "In der Zwischenzeit seid Ihr nicht an dieses Gel?nde gew?hnt, es ist nicht sicher zu fliegen. Bleibt zu Land und sucht nach Menarx, sobald Ihr fertig seid", f¨¹gte Eidon hinzu, bevor er sich umdrehte und in den Wald ging. Neveah hatte nicht erwartet, dass Eidon ihren Befehlen so einfach folgen w¨¹rde, aber es schien, Janice hatte v?llig Recht ¨C f¨¹r Neveah waren die Dinge nicht mehr dieselben und sie musste das zuerst realisieren, damit es auch alle anderen taten. "Kommt, wir d¨¹rfen ihnen keine Zeit geben zu bemerken, dass wir ihnen auf der Spur sind", sagte Neveah zu Dante und Estelle und machte sich auf die Suche nach dem n?chsten Sturms?nger. _______________ Ein sanfter Bach schl?ngelte sich durch die Lichtung ¨C es war das erste Gew?sser, auf das Neveah in den beiden Situationen gesto?en war, mit denen sie in diesem Wald konfrontiert worden war. Keines dieser beiden Ereignisse war jedoch ein gem¨¹tlicher Spaziergang gewesen. "Ich sp¨¹re es", fl¨¹sterte Dante Neveah zu, als sie die Lichtung betraten. Es hatte keinen Sinn, sich zu verstecken, denn Neveah ging davon aus, dass die dunkle Fee ihre Ann?herung bereits wahrnehmen konnte. Es w?re t?richt gewesen anzunehmen, dass sie so vorsichtig gewesen w?ren, um unbemerkt zu bleiben.Nun ging es nur noch darum, wer im Nachteil w?re, und mit Dantes Anwesenheit war r, welche Partei die Oberhand hatte ¨C vorausgesetzt, die dunklen Feen hatten keine weiteren ¨¹berraschungen in petto. ?Er versteckte sich in Sichtweite wie der im Baum; wie konnte Eidon ihn so leicht ausmachen?", murmelte Neveah, als sie noch tiefer in die Lichtung vordrangen. Neveahs Blick schweiftengsam ¨¹ber das Gel?nde, w?hrend ihre zusammengekniffenen Augen ein schwaches Licht ausstrahlten. ¡¯Der Bach... etwas stimmt nicht mit ihm.¡¯ dachte Neveahs Wolf, als Neveahs Blick ¨¹ber den Bach strich. Neveah konzentrierte sich auf den Bach und beobachtete ihn aufmerksam. Erst jetzt bemerkte sie die leisesten Wellen auf der Wasseroberfl?che. Im Dunkeln war es kaum zu erkennen, doch Neveah ahnte bereits, was das zu bedeuten hatte. Feen hatten ein feines Gesp¨¹r f¨¹r die Natur ¨C ob licht oder dunkel. Wenn sich die vorherige dunkle Fee im Baumstamm verstecken und darin tarnen konnte, dann war der verd?chtigste Aspekt dieser Lichtung genau dieser Bach. Neveah warf Dante einen Blick zu, aber sie brauchte nichts zu sagen, denn offensichtlich hatte er bereits das gleiche bemerkt wie sie. Doch eine Person schien es noch nicht bemerkt zu haben; Estelle, die weiter in die Lichtung vorgedrungen war als Neveah und Dante, lief nun am Ufer des Baches enng. Neveah und Dante ahnten den Angriff voraus, noch bevor er erfolgte. Dennoch wurden alle ¨¹berrascht, als eine Hand aus dem Bach schoss, Estelles Kn?chel ergriff und sie ins Wasser zog. In dem Moment, als ein Schrei der ¨¹berraschung von Estelle kam, war Dante bereits in Bewegung. ?Das ¨¹bernehme ich", waren die Worte, die Neveah gerade noch von ihm aufschnappte. Estelle tauchte unter die Wasseroberfl?che und Dante folgte ihr dichtauf; er st¨¹rzte sich direkt in den Strom und griff nach ihr. Neveah eilte an den Rand des Baches und sp?hte hinein. Es war erstaunlich; Neveah h?tte nicht gedacht, dass der Bach so tief sein k?nnte, und dennoch konnte sie den Grund nicht erkennen. Neveah war sich nicht sicher, ob die Dunkelheit ihre Sicht beeintr?chtigte, aber das Wasser war still geworden und es gab keinerlei Anzeichen f¨¹r Bewegungen. Offensichtlich hatte die dunkle Fee irgendwas mit dem Bach angestellt und Dante und Estelle waren beide in ihrer Gewalt. Bei dunkler Magie gab es unendlich viele M?glichkeiten, sodass Neveah es nicht einmal zulie?, sich zu wundern. Neveah ¨¹berlegte, selbst einzutauchen, wurde aber von der Stimme ihres Wolfs im Kopf aufgehalten. ¡¯Der Scheidendrache sagte, wir sollen es ihm ¨¹bessen. Weder Drache noch Reiter sind schwach, und sie sind geei, gemeinsam zu arbeiten. Wir sollten abwarten.¡¯ Missmutig zog Neveah die Brauen zusammen, trat jedoch zur¨¹ck und wartete darauf, dass entweder Dante oder Estelle wieder an die Oberfl?che kamen. Chapter 364: Eigentum (Kap.364)

Chapter 364: Eigentum (Kap.364)

Die Minuten vergingen schnell, w?hrend das Wasser im Bach ruhig stand, und Neveah wurde zunehmend unruhig. "Sie sind unter Wasser, sie m¨¹ssten l?ngst Luft holen... wie k?nnen sie noch immer untergetaucht sein?" murmelte Neveah vor sich hin. Es war unangenehm, warten zu m¨¹ssen, ohne zu wissen, was eigentlich vor sich ging, und Neveah selbst hielt nicht viel von Dantes Versicherung. Heutzutage dachte jeder zuerst daran, Neveahs Sicherheit vor die eigene zu stellen, eine seltsame Wendung zu Neveahs Realit?t in der Eclipse-Dom?ne und den ersten Monaten nach ihrer Ankunft in der Drachenburg. Diese ganze Schutzmentalit?t war etwas, mit dem Neveah immer noch zu k?mpfen hatte. "Wir alle haben unterschiedliche Ausdauern gegen¨¹ber verschiedenen Bedingungen. Dante ist ein Kampfdrache, Neveah, wir k?nnen uns nicht mit seinen F?higkeiten messen, bleib ruhig", dachte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah st?hnte leise, denn es war tats?chlich so, dass Dante von der zweiten Schwadron als erfahrener Kampfdrache anerkannt war; er w¨¹rde sich nicht so leicht unterkriegenssen. Die erste Ver?nderung, die Neveah kurz darauf bemerkte, war die rote F?rbung, die an die Oberfl?che perlte. Zun?chst war es nur ein kleiner Fleck auf der Wasseroberfl?che, doch dieser Fleck breitete sich innerhalb weniger Augenblicke aus, als immer mehr Blut sich mit dem Wasser des Baches vermischte. Ein Blutfleck konnte vieles bedeuten, doch Neveah wollte uben, dass er nur das bedeutete, was sie sich dachte. Kurz darauf h?rte man ein Keuchen ¨¹ber die Lichtung, als Estelles Kopf zuerst auftauchte. Neveah eilte herbei und streckte eine Hand aus, um Estelle beim Heraussteigen zu helfen. Estelle ergriff Neveahs ausgestreckte Hand und schnappte zwischen Husten nach Luft. "Wo ist Dante?" fragte Neveah, als sie Estelle herauszog. Neveah atmete erleichtert auf, als auch Dantes Kopf an die Oberfl?che kam, bevor Estelle antworten konnte. Dante schien unverletzt, als er ans Ufer ging; der Bach war pl?tzlich wieder normal und der Grund war nun sichtbar, was zeigte, dass er nie besonders tief gewesen war. "Was ist gerade passiert?" fragte Neveah und starrte auf das che Ufer des Baches, dessen Grund nun deutlich sichtbar war, ganz anders als noch einen Moment zuvor. "Ein verborgener Strudel im Wasser, durch dunkle Magie entstanden, hat uns direkt hineingesogen. Die Dunkelfeen hatten diesen Angriff bis ins kleinste Detail gent", erkl?rte Dante mit gerunzelter Stirn. "Dort unten waren zwei von ihnen... wo auch immer das war", erkl?rte Dante die Verz?gerung, w?hrend er den Dolch, den er hielt, zu Boden warf. Dante hockte sich dann neben Estelle, um ihren Zustand zu ¨¹berpr¨¹fen, Neveah trat klugerweise zur¨¹ck, um sie nicht zu st?ren. "Mir geht¡¯s gut... ich bin unverletzt, aber du wurdest verletzt", antwortete Estelle und holte immer noch tief Luft. Neveah blickte zu Dante hin¨¹ber, der leicht mit dem Kopf sch¨¹ttelte. "Es ist nur ein Kratzer von der zweiten Dunkelfee, die uns ¨¹berfallen hat, das wird heilen", entgee Dante abweisend. "Es h?tte schon heilen sollen, aber das ist offensichtlich nicht der Fall, du wei?t, wie die Dunkelfeen mit Giften spielen", beharrte Estelle und zog an Dantes Hand, um die Verletzung zu untersuchen."Sieh mal, es blutet immer noch. Du heilst normalerweise schnell, Dante. Ein Kratzer sollte nichtnge anhalten", machte Estelle sich Sorgen. "Ein Kratzer? Darf ich mir das anschauen?", fragte Neveah, woraufhin Estelle schnell nickte, bevor Dante Einw?nde erheben konnte. Neveah beugte sich hinunter und untersuchte die Kratzer auf Dantes Unterarm. Jeder Kratzer war ein paar Zentimeterng, verursacht von extrem scharfen Fingern. Sie waren nicht tief, nur oberfl?chliche Wunden, doch das umliegende Gewebe war rot und geschwollen. "Es ist vergiftet, genau wie du gesagt hast. Woher wusstest du das?" Neveah runzelte die Stirn und blickte auf die weit aufgerissenen Augen Estelles. "Mein Vater hat mir einmal im Kampftraining erz?hlt, dass die Dunkelfeen ihre Krallen mit t?dlichem Gift versehen. Das ist der Grund, warum sie nie Waffen f¨¹hren." "Mit ihrer Magie und den vergifteten Krallen haben sie genug Mittel, selbst den st?rksten Gegner zu besiegen", erwiderte Estelle in panischem Ton. "Sollen wir einen Arzt aufsuchen? Wir sollten zu Lord Everon gehen!", rief Estelle ?ngstlich aus und sprang auf. "Elle, beruhige dich. Wir k?nnen nicht dorthin zur¨¹ck oder uns der ht n?hern. Hast du die Anweisungen von Lord Decaron vergessen?", erinnerte Dante sie und legte beruhigend eine Hand auf ihre Schulter. Neveah beobachtete den Austausch zwischen den beiden und schlussfolgerte, dass es einen Grund gab, warum sie sich von Decaron getrennt hatten und ihn allein gssen hatten, um ihre Angreifer wegzulocken. Neveah wusste, dass man ihr absichtlich Informationen vorenthielt, also fragte sie nicht weiter nach. "Dante ist ein Drachenlord, ein wenig Gift wird ihm nichts anhaben. Ich habe Erfahrung mit Giften, es gibt keinen Grund zur Sorge", versicherte Neveah, w?hrend sie den Kratzer erneut begutachtete. Sie ¨¹bte mit gemessenem Druck enng Dantes Unterarm aus. "Das Gift scheint eine l?hmende Wirkung zu haben, deine Muskeln werden taub", murmelte Neveah vor sich hin. "Was sollen wir tun?", fragte Estelle. "Ich kann die Ausbreitung der Taubheit nicht verhindern, aber ich kann vermeiden, dass sie bleibende Sch?den verursacht." "Dante wird f¨¹r eine kurze Zeit bewegungsunf?hig sein, wir m¨¹ssen darauf vertrauen, dass Eidon sich um den Rest k¨¹mmert. Sobald die Wirkung nachl?sst, m¨¹ssen wir Menarx suchen", murmelte Neveah. "Brauchst du etwas?", fragte Estelle sofort. "Eine ue Glockenblume und etwas frisches Wasser w¨¹rden gen¨¹gen. Ich habe auf unserem Weg hier etwas davon gesehen", sagte Neveah zu Estelle. "Ich werde es holen", entgee Estelle und stand auf, w?hrend Neveah Dante bedeutete, sich an einen Baum zu lehnen. Estelle wollte gerade gehen, kehrte jedoch um und ging zur¨¹ck zu Neveah. Sie zog einen Beutel unter ihrem Mantel hervor und reichte ihn Neveah. "Bewahre das f¨¹r mich auf. Wo Dante ist, ist es sicherer", sagte Estelle. Neveah hob eine Augenbraue und warf einen Blick zu Dante, der leicht nickte. Daraufhin nahm Neveah den Beutel und schnallte ihn sich ¨¹ber den R¨¹cken. Chapter 365: Ein Schn?ppchen (Kap.365)

Chapter 365: Ein Schn?ppchen (Kap.365)

ue Glockenblume und frisches Wasser", wiederholte Estelle in Gedanken, w?hrend sie durch den Wald lief und auf dem Weg zur¨¹ck war, den sie gekommen waren. Der Nebel und die Dunkelheit ¨¹ber dem Himmel hatten sich zu einem gewissen Grad gelichtet, obwohl die Sonne sich noch nicht zeigte und es wahrscheinlich auch nicht tun w¨¹rde, bis der Wald wieder Frieden gefunden hatte. Die ersten Strahlen des Tageslichts erschienen in diesem Teil des Waldes, und nachdem vier der Sturms?nger verschwunden waren, blieben nur noch vier ¨¹brig, und Eidon war ihnen auf der Spur. Estelle hatte das Feld der uen Glockenblumen zuvor nicht bemerkt; es war schwer, etwas in der Dunkelheit zu erkennen. Doch Neveahs Beschreibung hatte ausgereicht, und Estelle wusste, dass sie es leicht finden w¨¹rde, wenn sie Neveahs Anweisungen genau befolgte. Sie beschleunigte ihre Schritte, denn Dante zu dieser Zeit zur¨¹ckzssen, machte sie nerv?s. Ihn ¨¹berhaupt zur¨¹ckzssen, hatte sich als Unm?glichkeit erwiesen, wie Estelle feststellte. Und nun war es noch schlimmer, da Dante jene Schramme nur bekommen hatte, weil er sie besch¨¹tzt hatte, so wie er es immer tat. Dante geriet immer wieder wegen ihr in Gefahr, und Estelle verabscheute das. Fort Scabbard war sicher und gut gesch¨¹tzt, auch Dantes Familie befand sich dort. Dante hatte ¨¹berhaupt keinen Grund, hier drau?en und so weit von zu Hause entfernt zu sein; er war nur hier, weil Estelle auch hier war. ?Nachdem das hier vorbei ist, werden wir nach Fort Scabbard zur¨¹ckkehren... oder wohin auch immer Dante gehen m?chte", schwor sich Estelle. Doch in ihrem Herzen fragte sie sich, wann genau alles vorbei sein w¨¹rde. Estelle atmete erleichtert auf, als sie die uen Glockenblumen erblickte. Sie schob ihre Gedanken beiseite und eilte zu den Blumen hin¨¹ber. Neveah hatte nur um eine Blume gebeten, doch Estelle nahm sicherheitshalber ein paar mehr mit. Wof¨¹r Neveah die Blume verwenden w¨¹rde, war Estelle nicht r, doch sie wusste einfach, dass Neveah vertrauensw¨¹rdig war. Estelle musste noch frisches Wasser finden, bevor sie zu Dante und Neveah zur¨¹ckkehren konnte, also machte sie sich weiter auf den Weg. Gerade als sie sich ein wenig von dem Blumenfeld entfernt hatte, sp¨¹rte sie eine Pr?senz hinter sich. Zu sp?t, denn in genau diesem Moment legte sich eine Hand von hinten auf Estelles Schulter. Sie spannte sich an und wollte nach einem Dolch an ihrem G¨¹rtel greifen, stellte jedoch fest, dass sie weder ihre Hand noch einen anderen Teil ihres K?rpers bewegen konnte. Sie konnte nicht einmal ihren Kopf drehen, um zu sehen, wer hinter ihr stand, nur ihre Augen konnte sie noch bewegen. ?Lady Starron, ich habe Sie beobachtet und gewartet. Es ist mir eine Ehre, Sie endlich allein zu erwischen", fl¨¹sterte eine weibliche Stimme direkt an Estelles Ohr. ?Wer... sind Sie...?", fragte Estelle und schauderte vor Ekel bei dem warmen Atem, der ihr ¨¹ber die Wange strich. ?Wer ich bin, spielt keine Rolle. Was z?hlt, ist, dass Sie etwas besitzen, das ich will, und Sie werden es mir geben... oder sterben", erwiderte die fremde Frau k¨¹hl. Estelles Herz sank; sie wusste genau, was die dunklen Feen wollten, sie hatte es gewusst, seit Lord Decaron angegriffen worden war.Sie hatte auch gewusst, dass sie verfolgt werden w¨¹rden, sie hatte nur geubt, sie h?tten genug Zeit, um zu K?nig Jian zu gngen. Damals konnten sie nicht ahnen, dass der Weg zu K?nig Jian unsicher war, Neveah hatte berichtet, der Drachenk?nig stand dem Trollgolem gegen¨¹ber, Zu jenem Zeitpunkt war es selbst beim Drachenk?nig nicht sicher, in dem ganzen Wald gab es keinen Zufluchtsort und die Versuche von Lord Decaron, den ersten Angriff abzulenken, waren vergeblich gewesen. "Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst." erwiderte Estelle und bem¨¹hte sich, ruhig zu bleiben. "Oh doch, das hast du." sagte die seltsame Frau, w?hrend ihre Hand zu Estelles Nacken wanderte und den Anh?nger ergriff, den ihr Vater ihr hintessen hatte. Estelle str?ubte sich gegen die unsichtbare Kraft, die sie gefangen hielt, vergeblich ¨C sie konnte nichts tun, als der Anh?nger ihres Vaters entrissen wurde. "Das ist ein Familienerbst¨¹ck der Starrons, du wirst bezahlen, wenn du es wagst, es zu ber¨¹hren!" zischte Estelle w¨¹tend. "Die Schatulle wurde zuletzt bei dir gesehen. Wo ist sie?!" forderte die fremde Frau. "Sie ist nicht in meinem Besitz. Du wirst sie nie in die H?nde bekommen, tue, was du willst." stellte Estelle entschieden r. "Hmmm, das ube ich dir. Ich besitze etwas, das du begehrst." Die seltsame Frau erwiderte. "Was k?nntest du m?glicherweise haben, das ich haben will?" fragte Estelle mit ged?mpftem Zischen. "Deinen Vater." Die seltsame Frau antwortete emotionslos. Estelle sp¨¹rte, wie ihr der Atem stockte bei der Erw?hnung ihres Vaters, ein eiskaltes Gef¨¹hl des Entsetzens setzte sich in ihrem Magen fest. "Du willst mir meinen Vater zur¨¹ckgeben?" fragte Estellengsam. "Das h?ngt von dir ab, Estelle... Wieviel bist du bereit, im Austausch f¨¹r das, was du begehrst, zu geben?" fragte die fremde Frau. "Was geschieht mit den restlichen Menschen in Fort zed ohne meinen Vater?" fragte Estellengsam. "Sei nicht zu gierig, Lady Starron. Bist du wirklich bereit, das Leben deines Vaters gegen dein Mitleid mit anderen einzutauschen? Gegen die Entscheidung des Drachenk?nigs?" fragte die seltsame Frau. Estelle antwortete nicht sofort, sie schwieg einenngen Moment, bevor sie leise kicherte. "Mein Vater ist das Fundament von Fort zed, h?ttest du vor, ihn mir so leicht zur¨¹ckzugeben, h?ttest du das ganze Fort zed nicht zu Fall gebracht." "Deine erste gro?e Behauptung und du w¨¹rdest sie einfach f¨¹r einen Handel aufgeben?" "Du h?ltst mich wohl f¨¹r t?richt, dass ich auf deine T?uschungen hereinfallen k?nnte." sagte Estelle. Die seltsame Frau brummte leise als Antwort. "Du bist ein kluges M?dchen. Aber es ist trotzdem bedauerlich, dass du exakt das tun wirst, was ich sage...ob aus freiem Willen oder nicht." sagte die fremde Frau, immer noch kichernd. "Die dunkle Kunst der Gedankenmaniption hat keine Wirkung auf Drachen...aber meine liebe Estelle, du bist kein Drache." f¨¹gte sie hinzu. Chapter 366: Sicherste Wette (Kap.366)

Chapter 366: Sicherste Wette (Kap.366)

Mit dem Verschwinden von Estelleg es an Neveah, sich um Dante zu k¨¹mmern. Abgesehen von der sich schnell ausbreitenden Taubheit in seiner rechten Hand w¨¹rde es Dante gut gehen. Es bestand lediglich die Sorge, dass er die n?chsten Stunden nicht in Topform sein w¨¹rde. Neveah trug einen schweren Schulranzen, und sie war sich nicht sicher, ob das Gewicht von der Tasche selbst oder ihren eigenen Gedanken herr¨¹hrte. Doch Neveah wusste, dass sich in diesem Schulranzen jener Gegenstand befand, den Lord Decaron zur¨¹ck zur Zitadelle bringen sollte. ?Lord Decaron muss es Estelle ¨¹bergeben haben, weil er dachte, es w?re sicherer in ihren H?nden, um es zum Drachenk?nig zu bringen", dachte Neveahs Wolf. ?Gewiss, aber damals konnten sie nicht ahnen, dass der Trollgolem auftauchen w¨¹rde und weder der Gang zum Drachenk?nig noch die R¨¹ckkehr zum Lager derzeit m?glich w?ren", erwiderte Neveah ihrem Wolf. ?Das w¨¹rde bedeuten, dass die Dunkelelfen wirklich hinter diesem Gegenstand her sind, wie wir vermutet haben. Sie werden bald genug herausfinden, dass er nicht bei Lord Decaron ist", fuhr Neveahs Wolf fort. ?Obwohl seine Absichten gut waren, hat Lord Decaron das bereits offenbart, als er die Angreifer allein weggelockt hat." ?Dante ist ein erfahrener Kampfdrache, vergleichbar mindestens mit der f¨¹nften Staffel. Warum sollte er Decarons Schutz ben?tigen oder einem Kampf ausweichen? Es sei denn, es steht mehr auf dem Spiel", entgee Neveah ihrem Wolf. ?Wer die Situation genau analysiert, wird Lord Decarons List erkennen. Ich nehme an, er dachte, er k?nnte die Aufmerksamkeitnge genug auf sich ziehen und Dante sowie Estelle Zeit verschaffen, um K?nig Jian zu erreichen, wenn schon sonst nichts." ?All das h?ngt von der Position K?nig Jians ab. Die Gedankenverbindungen wurden unterbrochen; wie Menarx konnte auch Lord Decaron keine Kommunikation mit dem Drachenk?nig herstellen, bevor er diese Entscheidung traf." ?Er muss nicht erkannt haben, dass der Angriff nicht nur ihn, sondern das gesamte zweite Geschwader betraf", ¨¹berlegte Neveah. ?Die Frage ist nun, wenn wir nicht zum Drachenk?nig, zu Menarx oder ins Lager gngen k?nnen, wie k?nnen wir diesen Gegenstand sicher aufbewahren? Du hast Eidon weggeschickt", erinnerte Neveahs Wolf. ?Ich habe die Lage nicht rechtzeitig erkannt und auch nicht damit gerec, dass Dante vergiftet werden k?nnte. Das alles scheint zu gut gent zu sein. Da Dante geschw?cht ist, k?nnen wir nur auf eine baldige R¨¹ckkehr von Eidon hoffen", dachte Neveah zur¨¹ck. ?Wenn Elle zur¨¹ckkehrt, m¨¹ssen wir aufbrechen", sagte Dante zu Neveah und ri? sie damit aus ihren Gedanken. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und konzentrierte sich auf Dante. ?In deinem Zustand? Wenn wir eine Stunde oder so warten, k?nnte die Wirkung der uen Glockenblume einsetzen und die Ausbreitung des L?hmungseffekts einschr?nken." ?Deine Muskeln werden nur dann wieder zu Kr?ften kommen, wenn du ihnen Zeit zur Erholung gibst", sagte Neveah besorgt. ?Lady Neveah, wir m¨¹ssen in Bewegung bleiben. So ist es viel sicherer", erwiderte Dante, ohne jedoch eine Erkl?rung abzugeben. Neveah nicktengsam und verst?ndnisvoll. ?Gut, sobald Estelle zur¨¹ck ist, werden wir aufbrechen, wie du gesagt hast", stimmte Neveah zu."Wir werden Menarx suchen", f¨¹gte Neveah hinzu. "Lord Menarx wird sicherlich an der Seite meines Lehnsherren sein. Das bedeutet, auch der Trollgolem wird dort sein", erinnerte Dante. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Es gibt keine Kommunikation zwischen den Parteien, also k?nnen wir nicht sicher sein." "Und wenn es so w?re, w¨¹rden Menarx, Cassian und K?nig Jian gemeinsam schnell mit dem Trollgolem fertig werden." "Wenn es zu einem Kampf kommt, werden selbst die Dunkelelfen den Golem meiden, der nichts anderes kennt als zu t?ten... es wird sicherer sein, snge wir uns aus dem Kampf heraushalten", entschied Neveah. Die K?nigsgarde verf¨¹gte zu diesem Zeitpunkt ¨¹ber die m?chtigsten Drachen in der Festung, und Neveah ubte, dass die Bedrohung durch den Trollgolem ihre F?higkeiten nicht ¨¹bersteigen w¨¹rde. Der Trollgolem war ebenfalls ein starker Gegner, aber letztendlich ein w¨¹tendes Biest. Ein Biest, egal wie scu, w¨¹rde nicht taktisch genug vorgehen, um den Gegenstand an sich zu rei?en und den Kampf zu vessen. Mit der K?nigsgarde, die von allen Seiten angriff, wusste Neveah, dass sie sicher im Schatten bleiben konnten, aber nahe genug, um den Gegenstand zu K?nig Jian zu bringen, falls es ihnen nicht m?glich w?re, ihn zu besch¨¹tzen. Nicht einmal die Dunkelelfen w¨¹rden sich dem Trollgolem n?hern, was diesen Kampf an dieser Stelle zur sichersten Option machte. Neveah seufzte tief, lief einen Moment auf der Lichtung umher, um ihren Geist zu kl?ren und ihre Gedanken zu ordnen. Zu viele Ereignisse folgten schnell aufeinander und der schreckliche Schmerz in Neveahs rechter Hand hatte wieder eingesetzt. "Die Wirkung von Lord Everons Pille l?sst nach, und mit der Quelle in der N?he wird der Strang dunkler Magie in unseren Adern noch st?rker reagieren", erinnerte sie der Wolf von Neveah. "Ich sp¨¹re es", dachte Neveah an ihren Wolf zur¨¹ck, w?hrend sie ihre rechte Faust ballte und wieder l?ste. Der Schmerz war im Moment noch mild, so wie beim ersten Mal, als Neveah den Schnitt bemerkte, der nicht heilen wollte, aber er wurde stetig st?rker. "Vielleicht ist es das Beste, wenn ich mich davon leitensse. Ich sollte den Trollgolem ohne Probleme finden... wo der Trollgolem ist, wird K?nig Jian sein", dachte Neveah zu ihrem Wolf. "Du hast Recht. Es w?re einfacher, den Trollgolem selbst aufzusp¨¹ren, als Menarx oder den Drachenk?nig in diesem riesigen Wald zu suchen", stimmte ihr Wolf zu. Neveah brummte zustimmend, w?hrend sie zu Dante ging, um nach ihm zu sehen. Gerade als Neveah sich hinkniete, trat Estelle wieder aus dem Schutz der B?ume auf die Lichtung. Neveah warf einen Blick ¨¹ber die Schulter und erblickte die ue Glockenblume, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder Dante zuwandte. "Du kommst genau rechtzeitig, Estelle", begann Neveah, doch ihre Worte verstummten, als sich eine kalte Klinge an ihren Hals legte. Chapter 367: Für das liebe Leben (Kap.367)

Chapter 367: F¨¹r das liebe Leben (Kap.367)

"Elle, was machst du da? Leg das weg!", zischte Dante und versuchte sich aufzurichten. Er erstarrte, als Estelle das Messer noch n?her an Neveahs Hals dr¨¹ckte und Blut hervortrat. "Wenn du dich pl?tzlich bewegst, bringe ich sie wirklich um", warnte Estelle mit einem unheilvollen Ton, der ganz und gar nicht nach ihr ng. "Elle, was...", begann Dante erneut zu fragen, doch Neveah fiel ihm ins Wort. "Ihre Augen, Dante, wie schauen sie aus?", fragte Neveah. Da Neveah ihr den R¨¹cken zukehrte, konnte nur Dante Estelle sehen. "Sie leuchten merkw¨¹rdig... irgendwas stimmt nicht", murmelte Dante entsetzt. "Dunkle Magie", erkl?rte Neveah knapp. "Elle, h?r mir zu, was immer das auch ist, du musst dagegen ank?mpfen... das bist nicht du!", versuchte Dante sie zu erreichen, w?hrend seine Augen sich weiteten, als Estelle das Messer noch n?her heranf¨¹hrte. "Ich... sie zwingt mich, sie m?chte, dass ich Neveah verletze. Sie hat den Schl¨¹ssel... sie will den Gegenstand...", stammelte Estelle mit zitternder Stimme. Unbewusst legte Neveah ihre Hand auf ihre Schultertasche. "So sehr auch jeder seine Gr¨¹nde hat, wir wissen beide, dass dies zu nichts f¨¹hrt", sagte Neveahngsam und bedacht. Estelles Hand mit dem Messer zitterte sichtlich und es war r, dass sie k?mpfte, ihrer Hand Einhalt zu gebieten, doch ihr K?rper gehorchte nicht. Ohne sich zu r¨¹hren, ¨¹berlegte Neveah, wie sie die Situation meistern konnte, ohne Estelle zu verletzen. Das Messerg direkt an Neveahs Kehle und jede hastige Bewegung ihrerseits w¨¹rde Estelle verassen, den Willen dessen, der hinter alledem steckte, zu vollstrecken. "Estelle, du musst dagegen ank?mpfen...", setzte Neveah an, wurde jedoch von Estelle unterbrochen. "Ich versuche es!", zischte Estelle, und f¨¹r einen Sekundenbruchteil bewegte sich das Messer weg von Neveahs Hals. In diesem kostbaren Moment sprang Neveah weg von Estelle, w?hrend Dante Estelle zu Boden brachte. Sie sicherten die Klinge schnell, doch nicht bevor Estelles Dolch nach Neveah schnappte und einen tiefen Schnitt in ihrem rechten Handgelenk hinterlie?. "Neveah!" rief Dante besorgt, w?hrend er die strampelnde und schreiende Estelle mit seiner einzigen guten Hand festhielt. Vor Schmerz keuchend ummmerte Neveah ihr verletztes Handgelenk, das stark blutete. Der Schnitt war tief, das sp¨¹rte Neveah nur zu gut. "Du musst gehen! Lauf!", schrie Estelle Neveah zu, noch immer k?mpfend gegen Dantes Griff. Es war, als k?nnte sie ihren eigenen Verstand kaum beherrschen, w?hrend sie ¨¹ber ihren K?rper keine Kontrolle hatte. Neveah warf einen Blick umher, Dante und Estelle w¨¹rden es unter sich ausmachen, das Letzte, was Estelle tun w¨¹rde, w?re, Dante zu verletzen. Doch der Gegenstand war nun in Neveahs H?nden und weder Estelle noch Dante konnten f¨¹r seine Sicherheit garantieren. Neveah riss ein St¨¹ck ihrer Tunika ab und wickelte es hastig um ihr blutendes Handgelenk, in der Hoffnung, die Blutung irgendwie zu stillen. "Sie kommt! Du kannst ihr nicht widerstehen,uf, Neveah!", schrie Estelle.¡¯"Schuppen!" zischte Neveah ver?rgert, drehte sich um und rannte so schnell sie konnte davon. Schon wieder fand sich Neveah rennend um ihr Leben durch den Wald wieder, doch dieses Mal war die Bedrohung keine monstr?se Golemkreatur, sondern eine unsichtbare, ihren Geist kontrollierende Fee. ¡¯Veah, du verlierst Blut!¡¯ dachte ihr Wolf Neveah zu. ¡¯Warum heilt es nicht?!¡¯ dachte Neveah an ihren Wolf zur¨¹ck. ¡¯Die Wirkung der dunklen Magie des Trollgolems ist noch nicht abgeklungen. Du musst anhalten und deine Wunde versorgen!¡¯ argumentierte ihr Wolf. ¡¯Nein... das kommt nicht infrage.¡¯ entgee Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. Stattdessen verwandelte sie sich in ihre Wolfsgestalt, um schneller voranzukommen. Neveah wusste nicht einmal genau, vor was sie floh; sie wusste nur, dass es besser f¨¹r alle w?re, je schneller sie Menarx oder K?nig Jian erreichte. Neveah kam nur so weit, bevor ein m?chtiger magischer Sto? sie zu Boden warf, sie wirbelte durch die Luft und krachte einige Meter entfernt auf den Boden. Neveah f¨¹hlte, wie ihr ganzer K?rper vor Schmerzen krampfte, und konnte nicht ausmachen, wie viel davon vom Sturz und wie viel von der Frau mit den obsidianfarbenen Fl¨¹geln herr¨¹hrte, die gerade ¨¹ber Neveah hinweggeflogen war. Neveah rang darum aufzustehen, doch stattdessen knackten ihre Knochen, formten sich neu und ihr K?rper kehrte unfreiwillig in seine menschliche Form zur¨¹ck. Mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden konnte Neveah nicht aufstehen, egal wie sehr sie sich bem¨¹hte, ?hnlich wie Estelle ¨C ihr K?rper gehorchte nicht, als w?re er nicht mehr ihr eigen. Neveah konnte das Gesicht der dunklen Fee nicht sehen oder sonst irgendein Merkmal erkennen; sie nahm nur die obsidianfarbenen Fl¨¹gel wahr, die sich in einer nahen Wasserpf¨¹tze spiegelten. "Hast du schon einmal von Blutmagie geh?rt?" fragte die Frau, w?hrend Neveah sich immer noch gegen ihren Griff wehrte. Als die dunkle Fee dies sagte, verst?rkten sich die Schmerzwellen, die Neveahs K?rper durchzuckten, als ob ihr Blut r¨¹ckw?rts in ihren Adern flie?en w¨¹rde. "Wieder eine dunkle Kunst, die nur dazu dient, der Welt Schaden zuzuf¨¹gen und nichts Gutes bringt? Mit euch Dunkelfeen ist es immer das Eine nach dem Anderen", presste Neveah zwischen zusammengebissenen Z?hnen hervor. "Hmmm, so k?nnte man es formulieren", murmelte die dunkle Fee mit einem leisen Kichern. "Du wei?t, was ich will, M?dchen. Her damit", forderte die Dunkelfee. "Ich wei? was du willst? Etwas zu direkt f¨¹r unser erstes Treffen, findest du nicht?", entgee Neveah in ahnungslosem Tonfall. Die Dunkelfee sch?tzte Neveahs Scherz offensichtlich nicht. Erneut wurde Neveah durch eine unsichtbare Kraft quer durch den Wald geschleudert und der Ranzen auf ihrem R¨¹cken fiel ab, wobei die darin befindliche Kiste herausrollte. Bevor auch Neveah wieder hart auf den Boden krachte, war die Wucht des Aufpralls ersch¨¹tternd, und Neveah war sich sicher, dass einige Knochen besch?digt worden waren. "Ah, da ist es ja", murmelte die Dunkelfee. Neveah zischte vor Schmerz - die Kiste war nicht weit von ihr entfernt gndet, also griff sie danach, hielt sie fest und zog sie an ihre Brust. "Es tut mir leid, Lady, das ist ein Eilversand, bestimmt f¨¹r jemanden ganz oben in der Rangordnung... Machen Sie es nicht am Boten fest, wir tun hier alle nur unsere Pflicht", keuchte Neveah schmerzvoll. Chapter 368: Für das liebe Leben 2 (Kap.368)

Chapter 368: F¨¹r das liebe Leben 2 (Kap.368)

¡¯"Es tut mir leid, meine Dame, dies ist eine Eilzustellung f¨¹r jemanden ganz oben...ssen Sie es bitte nicht am Boten aus, wir erledigen hier alle nur unsere Arbeit." gab Neveah keuchend zur¨¹ck. "Ich werde dir die Zunge ausrei?en!" zischte die dunkle Fee voller Wut. Neveah rece mit einem weiteren Angriff, doch pl?tzlich schien etwas anderes die Aufmerksamkeit der dunklen Fee gefangen zu nehmen. Die Schachtel in Neveahs H?nden strahlte ein seltsames Licht aus und Neveah blickte erstaunt darauf. "Wer bist du ¨¹berhaupt genau? Und warum wurde dir dieses Objekt anvertraut?" fragte die dunkle Fee misstrauisch. "Ach, ich? Ich nehme an, Sie haben von der skandalumwitterten Wolfsprinzessin geh?rt, die im Drachenturm Unruhe stiftet?...Ja, das bin ich." murmelte Neveah und hielt die Schachtel immer noch fest ummmert. Das Leuchten war warm an Neveahs Brust, doch es schien keine weitere Wirkung zu haben, sodass Neveah folgerte, dass es nichts Gef?hrliches sei. In Neveahs Kopf ratterten die Gedanken, w?hrend sie versuchte, einen Weg zu finden, dieser dunklen Fee zu entkommen, besonders nun, da sie die Schachtel hatte, sie jedoch nicht besch¨¹tzen konnte. Wenn die dunkle Fee jetzt einen Schritt machte, wo Neveah kaum noch Kraft hatte, k?nnte sie ihr die Schachtel ohne weiteres entrei?en. "Ich habe von dir geh?rt. Du wurdest von deinem Zuhause entrissen und wider Willen hierher gebracht, dein Leben im Drachenturm war auch alles andere als angenehm." erkl?rte die dunkle Fee. "Du bist nur ein bemitleidenswertes Kind, weit entfernt von deinem Zuhause und deinen Lieben, es muss schwer f¨¹r dich sein, unter der Kontrolle der Drachen zu leben. Du musst sie doch hassen." sagte die dunkle Fee in einem mitf¨¹hlenden Ton. "Sie sind gut informiert. Es ist in der Tat schwer f¨¹r mich." murmelte Neveah und fand trotz der Umst?nde die Erz?hlweise der dunklen Fee am¨¹sant. Jeder nahm an, dass die Wolfsprinzessin im Drachenturm schreckliche Erfahrungen gemacht hatte, sogar die Drachen selbst. Und obwohl das, was Neveah im Drachenturm ertragen musste, nicht zu rechtfertigen war, verstand niemand, dass nichts, was sie hier tun konnten, an Neveahs wahre Realit?t im Schattendom?ne heranreichte. Warum sollte Neveah die Drachen hassen, weil sie sie missachteten, wenn ihre eigene Familie sie noch schlechter behandelt hatte? "Und bist du bereit, dein Leben f¨¹r die Drachen zu opfern, die dir keine Freundlichkeit gezeigt haben?" fragte die dunkle Fee erneut. Diese Frage brachte Neveah ins Gr¨¹beln. War sie bereit, ihr Leben f¨¹r die Drachen zu opfern? F¨¹r ihre Sache zu sterben? Anders als die meisten w¨¹rde Neveah uben, dass sie mehr Gr¨¹nde hatte, ihr Leben zu sch?tzen. Das Leben, das sie jetzt f¨¹hrte, hatte sie hart erk?mpft, und der Toduerte stets um die Ecke. Bisher hatte Neveah Gl¨¹ck gehabt, noch am Leben zu sein. War dieses Leben etwas, das sie so leicht aufgeben w¨¹rde? Neveah musste nichtnge ¨¹berlegen, um die Antwort zu kennen. "Nun, die meisten von ihnen k?nnen ziemlich nervig sein. Aber es gibt ein paar... die sind f¨¹r mich zur Familie geworden." "Familie ist nicht immer so perfekt, wie wir es uns w¨¹nschen, aber ich habe geh?rt, dass Menschen trotzdem alles f¨¹r die Familie tun...""Ich bin zwar nicht so erfolgreich in der Familie, aber ich denke, es ist einen Versuch wert." murmelte Neveah leise. Ihre Worte waren mehr zu sich selbst als zu der dunklen Fee gerichtet, aber nat¨¹rlich sch?tzte die dunkle Fee Neveahs Haltung nicht. "Nun gut, dann sollst du deinen Wunsch bekommen." Die dunkle Fee zischte. Neveahs Augen tterten zu, als sie den Angriff der dunklen Fee sp¨¹rte, und es war seltsam, dass sie in diesem Moment keine Angst um ihr eigenes Leben hatte. Nur ein mncholisches Gef¨¹hl, als ihr wieder einmal die Gedanken an Menarx in den Sinn kamen. Neveahs Augen ?fen sich jedoch wieder, als ein goldener Lichtstrahl aus dem Kasten schoss und die dunkle Fee zu Boden warf. Mit weit aufgerissenen Augen blickte Neveah auf das K?stchen hinunter, das wieder schwach leuchtete und vollkommen unversehrt war, w?hrend die dunkle Fee vor Schmerz st?hnte. Neveah hatte keine Zeit, dar¨¹ber nachzudenken, was genau diese Kiste war und wozu sie f?hig war, und es spielte auch keine Rolle, denn Neveahs einziges Ziel war es, sie zu sch¨¹tzen. Das war Neveahs Chance! Neveah k?mpfte sich auf die Beine und stolperte vorw?rts, wobei sie ihre schmerzenden Muskeln anspannte, um trotz der Schmerzen weiterzukommen. Neveah f¨¹hlte sich schwindlig und schwarze Flecken tanzten ¨¹ber ihre Sicht, aber sie ging weiter. Wir haben zu viel Blut verloren, und ich kann nicht heilen. dachte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah st?hnte leise, als sie sich an den B?umen festhielt, um weiterzukommen, aber sie kam nicht weiter. Es schien unm?glich, sich zu diesem Zeitpunkt zu bewegen, denn was auch immer die dunkle Fee mit Neveahs Blut gemacht hatte, es brachte ihre Konstitution v?llig durcheinander. Der Schnitt an ihrem Handgelenk blutete immer noch, er hatte den Stoff, mit dem Neveah ihn verbunden hatte, aufgesaugt, und Neveahs Blut hatte die Holzkiste komplett rot gef?rbt. Neveah kam nicht weit, bevor sie auf dem Boden zusammenbrach und alle Kraft ihre Muskeln verlie?. Neveah blickte auf die Kiste in ihren H?nden, ein Seufzer entkam ihren Lippen, w?hrend sie gegen die Bewusstlosigkeit ank?mpfte, die an ihr zerrte. Aber es war zu sp?t, die Menge an Blut, die Neveah bereits verloren hatte, war genug, um ihr Leben in Gefahr zu bringen, und sie heilte sich nicht. Neveah konnte sp¨¹ren, dass die dunkle Fee sich n?herte, und es war eine schmerzhafte Tatsache, dass sie weder die Kiste noch ihr eigenes Leben w¨¹rde sch¨¹tzen k?nnen. Da ist nichts zu machen. Jian, dieser kaltherzige Bastard, w¨¹rde mir daf¨¹r den Kopf abrei?en... wenn ich ¨¹berlebe, um seinen Zorn zu sp¨¹ren.¡¯ dachte Neveah bei sich, als ihr das Bewusstsein entglitt, Neveahg bewusstlos auf dem kalten Waldboden, verblutete und war der dunklen Fee ausgeliefert, die Neveah gerade eingeholt hatte. Das K?stchen in Neveahs Hand gab noch immer ein schwaches Leuchten von sich, bevor es schlie?lich dunkel wurde und in seinen urspr¨¹nglichen Zustand zur¨¹ckkehrte. Und was auch immer danach geschah, ging in Neveahs Bewusstlosigkeit unter. Chapter 369: Der Kampf gegen den Trollgolem (Kap.369)

Chapter 369: Der Kampf gegen den Trollgolem (Kap.369)

Tief im Wald ert?nte ein erdbebenartiges Br¨¹llen, das sich weit ausbreitete, als der Trollgolem seine wahre Form enth¨¹llte. W?hrend seiner Verwandlung schossen St??e dunkler magischer Energie aus dem Trollgolem hervor und breiteten sich wellenf?rmig im Wald aus, lie?en B?ume umst¨¹rzen und schleuderten Staub sowie Tr¨¹mmer durch die Luft. Die Atmosph?re war erf¨¹llt vom Gestank des Todes und dunkler Magie, als das wahre Ausma? dieses entsetzlichen Geruchs, der bisher in seiner Tarnung verborgen war, nun vollst?ndig entfesselt wurde. Ein Haufen verfaulender K?rper sank vor dem schrecklichen Duft, der sich von der gewaltigen Bestie verbreitete, in sich zusammen, w?hrend sie ein weiteres erdbebenartiges Br¨¹llen von sich gab. An diesem Ort im Wald beobachtete Jian die Verwandlung des Trollgolems, sein inneres Raubtier erwachte und suchte nach dem richtigen Moment, um anzugreifen. Die dunkle magische Energie, die w?hrend seiner Transformation vom Trollgolem ausstr?mte, war zu intensiv ¨C es w?re unm?glich f¨¹r Jian gewesen, sich zu n?hern. In einem Augenblick erhob sich eine gigantische Kreatur ¨¹ber den Wald ¨C ein gewaltiges Unget¨¹m, dreimal so gro? wie Jian in seiner Drachenform. Es bot einen schreckensvollen Anblick: Haut aus aufgebl?htem und verrottendem Fleisch, zu Hunderten miteinander verschmolzen. Der Trollgolem war ein Wesen, geschmiedet aus den ¨¹berresten der Toten, um das Bild einer monstr?sen Trollgestalt anzunehmen. Seine vier Gliedma?en waren so dick wie Baumst?mme, seine Vorderarme reichten unheilvoll nah an seine Ferse heran. Jedes Glied endete in scharfen, furchteinfl??enden uen, und aus seinen Handfl?chen hingennge Tentakel. Das Antlitz der Bestie war noch abscheulicher, und bei diesem Anblick zogen sich Jians Brauen vor Ekel zusammen. Dunkle Magie war verabscheuungsw¨¹rdig, doch die Kunst der Nekromantie, eine Form der dunklen Magie, die Lebendiges aus Tausenden von Leichen erschafft, war f¨¹r Jian zu schrecklich, um es ¨¹berhaupt zu begreifen. Wie konnte jemand solch ein Wesen beschw?ren, das Unschuldige heimsucht und terrorisiert? Jian vermochte nicht, die gesamte Gestalt dieses Wesens zu erfassen; es war Jahrhunderte her, seit er das letzte Mal einem Trollgolem gegen¨¹berstand, doch dieser war schlimmer als alles, was er in Erinnerung hatte. Die Verwandlung war abgeschlossen, und als sich die Explosion dunkler magischer Energie legte, griff die Bestie an. Eine gewaltige Faust fiel von oben herab auf den tz, an dem Jian gestanden hatte. Nun hatte die ht begonnen. Jian wich geschickt aus, gerade als die Faust des Golems ¨C schwer wie ein Felsbrocken ¨C auf den Boden krachte, die ?u?ere Schicht durchschlug und einen gro?en Krater hinterlie?. Jian verwandelte sich noch w?hrend des Sprungs von seiner menschlichen Gestalt in seine Drachenform und schoss direkt aus der Staub- und Schuttwolke empor. Er stieg auf gleiche H?he mit dem Trollgolem und stabilisierte seinen Flug. Die hoch aufragenden B?ume standen als stille Zeugen dar, ihre ?ste streckten sich aus wie verkr¨¹ppelte Finger. Aber sie waren nicht die einzigen Zeugen; die riesige Bestie ¨¹berragte mit ihrer vollen Verwandlung den Wald, und der Kampf war meilenweit sichtbar.Jian st¨¹rzte sich auf das Biest, was den Beginn eines Tanzes aus Feuer und Tod markierte. Der Trollgolem br¨¹llte vor Wut, als er merkte, dass Jian seinem Angriff entkommen war, und die Tentakel, die aus seiner anderen Hand ragten, schnellten auf Jian zu. Das majest?tische Wesen, dessen Schuppen wie geschmolzenes Gold gl?nzten, schnitt durch die Luft, seine Fl¨¹gel weit ausgebreitet, w?hrend er dahin glitt. Seine gro?en Augen funkelten t?dlich, fokussiert auf die herannahenden Tentakel. Der Drache mit den goldenen Schuppen neigte sich nach links und wich so dem ersten Tentakel aus, w?hrend seine Krallen in schneller Folge die anderen zerschmetterten. Schwarzes Blut spritzte aus den zerschnittenen Tentakeln und verteilte sich ¨¹berall, und der Trollgolem stie? einen schmerzerf¨¹llten Schrei aus, ein grauenvolles Ger?usch, das durch den Wald hallte. Die Geschwindigkeit der Bestie mit goldenen Schuppen wurde in keiner Weise behindert, und das w¨¹tende Br¨¹llen des Trollgolems dahinter sch¨¹chterte ihn nicht ein. Der Trollgolem schoss noch mehr Tentakel auf die goldene Bestie ab in dem Versuch, sie zu b?ndigen, doch die goldene Bestie war schneller. Fliegen war f¨¹r ihn so nat¨¹rlich wie Atmen und das Man?vrieren durch die Elemente kam ihm m¨¹helos vor; vor allem war er ein kampferprobter Drache. Der goldene Drache nahm geschickt einen Tentakel nach dem anderen heraus und wirbelte mit atemberaubender Geschwindigkeit durch die Luft. Er strahlte eine Aura urzeitlicher Macht aus. Seine Fl¨¹gel, breit und imposant, spannten sich aus und warfen einen Schatten auf den Waldboden. Jians Augen brannten wild, w?hrend der Trollgolem versuchte, ihn von seinem wahren K?rper fernzuhalten ¨C und bald war r, warum. Die Tentakel regenerierten sich m¨¹helos, und so sehr Jian sie auch abschlitzte, sie wuchsen in kurzer Zeit wieder nach und enth¨¹llten eine erstaunliche F?higkeit jenseits der Selbstheilung. Der Trollgolem handelte auch taktisch klug, seine Tentakel blockierten Jian von allen Seiten und seine F?uste f¨¹hrten t?dliche Schl?ge aus, was es schwierig machte, voranzukommen oder sich zur¨¹ckzuziehen. Wer auch immer diesen Trollgolem heraufbeschworen hatte, war nicht zu untersch?tzen. Unter den dunklen Zauberern, die einst die Welt beherrschten, wer war in der Nekromantie so erfahren? Jian ¨¹berblickte die Umgebung und ¨¹berlegte, wie er am besten nah genug herankommen konnte, um diesen Kampf schnell zu beenden. ¡¯Wie viel von dir selbst kannst du regenerieren?¡¯, dachte Jian bei sich. Die Zeit f¨¹r die Auseinandersetzung mit den Tentakeln war begrenzt, und so macht Jian mit einem t?dlichen Br¨¹llen einen Ausfallschritt zur Seite und schoss vorw?rts. Jians Schwanz, einnges und t?dliches Anh?ngsel, kr¨¹mmte sich am Ende wie die scharfe Spitze eines m?chtigen Speers. Er durchtrennte das dicke Fleisch des Trollgolems m¨¹helos und trennte den Arm des Golems direkt am Handgelenk ab. "Mein Lehnsherr!" Menarx¡¯ vertraute Stimme hallte in Jians Geist wider. "Du bist sp?t dran, r?ume mir den Weg." dachte Jian zur¨¹ck. Jian wirbelte vom herausspritzenden Blut weg und schoss mit einem m?rderischen Funkeln in den Augen vorw?rts. Chapter 370: Nachwirkungen (Kap.370)

Chapter 370: Nachwirkungen (Kap.370)

"Bl?de Scmpe!" zischte Celeste w¨¹tend, als sie auf der Lichtung ankam, wo das M?dchen das Bewusstsein verloren hatte. Das M?dchen war immer noch so unnachgiebig, obwohl sie wusste, dass sie keine Chance gegen Celeste hatte, und diese Art von ¨¹berzeugung war es, die Celeste am meisten verabscheute. Diese blinde Loyalit?t ?rgerte Celeste, sie erinnerte sie zu sehr an sich selbst in der Vergangenheit. Eine Zeit, in der sie jung, t?richt und unwissend ¨¹ber die Realit?ten der Welt war. Diese Torheit hatte zu Celestes gr??ten Schmerzen gef¨¹hrt, wie konnte sie es ertragen, daran erinnert zu werden? "Der Tod w¨¹rde dir Gnade gew?hren." murmelte Celeste vor sich hin, w?hrend sie auf das bewusstlose M?dchen zuging, ein b?sartiges Funkeln in den Augen. Doch Celeste wurde ¨¹berrascht, als ein Schwall magischer Energie auf sie einschlug und sie von den F¨¹?en schleuderte. Celeste prallte gegen einen Baum, ein Zischen des Schmerzes entwich ihr. Celeste sprang schnell auf die Beine, ihr K?rper war bereit zum Angriff, w?hrend sie ihre Magie beschwor. "So, so... Celeste." sagte eine vertraute Stimme. Celestes Stirn runzelte sich zu einem tiefen Stirnrunzeln, als Azkar aus dem Schutz der B?ume hervortrat. "Azkar, was tust du hier?" fragte Celeste mit einem genervten Zischen. "Du bist rausgekommen, um zu spielen, und ich dachte, ich k?nnte mir die Unterhaltungen ansehen. Obwohl ich anscheinend zu sp?t gekommen bin, werden deine Untergebenen gleich vernichtet sein." murmelte Azkar. "Diese Angelegenheit hat nichts mit dir zu tun, Azkar. Du hast dich nicht einzumischen." warnte Celeste. Azkar ignorierte Celestes Warnung und schritt zu dem bewusstlosen M?dchen hin¨¹ber und ging leicht in die Hocke. "Denk nicht im Traum daran, es zu entrei?en!" knurrte Celeste und setzte ihre Magie ein. Dutzende von Schattenranken schossen auf Azkar zu und schnitten scharf durch die Luft. Azkar winkte mit der Hand, und alle Ranken l?sten sich sofort auf, weit bevor sie ihn erreichen konnten. "Du solltest es dir gut ¨¹berlegen, bevor du mich provozierst, Celeste, ich habe kein Problem damit, dich zu beseitigen." warnte Azkar, und sein t?dlicher Blick hob sich, um sich auf Celeste niederzssen. Azkar griff nach der Kiste aus Eichenholz, die er eng an die Brust des M?dchens dr¨¹ckte, und zog sie von ihr weg. Es kostete sie einiges an Kraft, selbst als sie bewusstlos war, hielt sie die Kiste fest ummmert, aber nat¨¹rlich war Azkar st?rker. Azkar betrachtete das K?stchen einen Momentng, bevor er es Celeste zuwarf. "Wei?t du, was ich dumm finde? Dass du ubst, ich sei so kleinlich wie du, um dich zu untergraben und die Kiste selbst abzuliefern ... wie l?cherlich." murmelte Azkar. "Du hast dich heute ganz sch?n zum Narren gemacht, zumindest hat es ein Ergebnis. Du solltest jetzt zur¨¹ckgehen und dir ¨¹berlegen, wie du mich f¨¹r den Trollgolem entsch?digen willst." f¨¹gte Azkar hinzu. Celeste runzelte leicht die Stirn, aus Azkars Worten verstand sie, dass der Trollgolem nicht zu retten war. Ihre Waffe w¨¹rde dieses Mal verloren sein. "Das M?dchen ist noch am Leben." Celeste wies darauf hin. "Ihr solltet gehen, snge ich noch gro?z¨¹gig bin." erwiderte Azkar und warf Celeste einen b?sen Blick zu. Celeste schnaubte, drehte sich um und verschwand im Wald. Azkar st?hnte leise auf, als sein Blick wieder auf das M?dchen fiel. "Sieh nur, wie fest du das festh?ltst, wovon du keine Ahnung hast." "Kleiner Wolf, wenn du etwas anderes sch¨¹tzen willst, solltest du dann nicht zuerst wissen, wie du dich selbst sch¨¹tzen kannst?" murmelte Azkar und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Azkar nahm ihr verletztes Handgelenk in seine Hand, wickelte die Verletzung aus und untersuchte sie. Azkar sp¨¹rte den Strang dunkler magischer Energie des Trollgolems, es war leicht, ihn zu erkennen, denn die dunkle magische Energie des Trollgolems war Azkars eigene Magie. "Du hast etwas von mir in dir..." murmelte Azkar leise vor sich hin, w?hrend er den Strang magischer Energie aufnahm und beobachtete, wie die Wundengsam heilte. Der Heilungsprozess verlief nochngsam, aber Azkar wusste, dass das M?dchen in ein paar Tagen wieder gesund sein w¨¹rde. "Ich habe dich wieder einmal gerettet, das soll dich daf¨¹r entsch?digen, dass ich dich in diese Gefahr geschickt habe." sagte Azkar, w?hrend er sich aufrichtete. "Bis wir uns wiedersehen." beendete Azkar und verabschiedete sich ebenfalls. ___________ Die ersten Sonnenstrahlen schienen durch die dunklen Wolken und vertrieben schnell die Dunkelheit, die den Wald verschlungen hatte. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, es war schon sp?ter Vormittag, und als sich der Nebel und die Schatten lichteten, sonnte sich der Wald bald in der W?rme des Sonnenlichts. Der eindringliche Ton war nicht mehr zu h?ren, ebenso wenig wie das erdbebende Br¨¹llen und die Ger?usche des erbitterten Kampfes, alles, was ¨¹ber dem Waldg, war Stille. Nicht nur irgendeine Stille, sondern eine feierliche Stille, der Wald war Zeuge der Folgen der ht, die sich in seinen Tiefen abgespielt hatte. Die Luft war schwer von einer gewissen Mncholie, und der schreckliche Gestank war noch nicht verflogen. Pechschwarzes Blut f?rbte den Waldboden, spritzte ¨¹ber Baumst?mme und umgest¨¹rzte St?mme. Es gab Dutzende von umgest¨¹rzten B?umen, und das ¨¹ppige Gr¨¹n des Waldes war mit verdorrten Bl?ttern zur¨¹ckgeblieben, deren Leben durch das Blut des Trollgolems und die Ber¨¹hrung mit dunkler Magie ausgel?scht worden war. Aber das war noch nicht alles: ¨¹berallgen die abgetrennten Gliedma?en der monstr?sen Kreatur, Felsbrocken aus blutigem Eis, gro?e Krater und verkohlte Spuren. Weit jenseits des Ortes, an dem die ht stattgefunden hatte, gab es nichts Lebendiges mehr, nichts, was noch in einem St¨¹ck war. Jian stand inmitten von all dem, seine Gesichtsz¨¹ge waren in seinem charakteristischen leeren Ausdruck gefasst, aber in seinen Augeng ein mncholischer Ausdruck. Mit seinem ruhigen Blick begte Jian die Verw¨¹stung, die diesen Wald heimgesucht hatte, und die Natur trauerte mit ihm. "Mein Lehnsherr, es treffen Berichte ein, dass die Bedrohung im Wald vollst?ndig neutralisiert wurde." "Kaideon und Rodvan sind eingetroffen. Decaron wird bald hier sein, ebenso wie Dante, Estelle und Eidon." sagte Cassian von hinten und riss Jian aus seinen Gedanken. "Dein Arm?" fragte Jian. "Nur ein Kratzer, es geht mir gut." versicherte Cassian. Jian atmete auf, als er einen letzten Blick auf die Verw¨¹stung vor seinen Augen warf. "Lasst uns jetzt zur¨¹ckkehren." murmelte Jian, als er sich abwandte und weiterging. Jian konnte den Temperaturanstieg sp¨¹ren, als Menarx einen mmenregen aus dem Himmel herabregnen lie?, der jeden Hinweis auf die ht ins Nichts zerst?rte. Chapter 371: Ein vertrautes Zeichen (Kap.371)

Chapter 371: Ein vertrautes Zeichen (Kap.371)

Menarxndete im Sog seiner mmen auf dem Boden, seine Schulter schmerzte f¨¹rchterlich und Menarx war sicher, dass seine Wunde zu bluten begonnen hatte, Das war die Folge davon, dass er trotz seiner Verletzung die Drachenform angenommen hatte, aber es lie? sich nicht ?ndern... Menarx war nur froh, dass es vorbei war. Menarx schritt hin¨¹ber zu dem Ort, an dem Jian mit Kaideon, Rodvan und Cassian stand. Decaron war ebenfalls eingetroffen und schien Jian Bericht zu erstatten, der junge S?belzahndrache und sein Reiter waren ebenfalls da, ebenso wie Eidon. Menarx runzelte leicht die Stirn, als sich alle Augen auf ihn richteten, und sein Herz sank augenblicklich, er konnte bereits eine Vermutung anstellen, da die einzige Person, die er sehen wollte, offensichtlich fehlte. "Wo ist Veah?" fragte Menarx misstrauisch. "Mein Herr..." begann Eidon, brach dann aber ab, weil ihm die Worte fehlten. "Ich habe deutlich gesagt, da? du nicht von ihrer Seite weichen sollst!" knurrte Menarx und ging auf Eidon zu, doch Jian hielt ihn mit einer Hand auf der Schulter zur¨¹ck. "Lass sie reden." begr¨¹ndete Jian und nickte in Richtung einer entsetzt dreinblickenden Estelle. "Ich ... wir wurden von einer dunklen Fee angegriffen. Sie war m?chtig und beherrschte die Kunst der Gedankenkontrolle und der Blutmagie..." "Dante wurde vergiftet, wir haben den Schatz Neveah anvertraut..." begann Estelle in einem schwachen Ton zu erkl?ren. "Ihr habt was getan?!" Menarx zischte. "Wir dachten, wir k?nnten die dunkle Fee aufhalten, aber sie ist nie aufgetaucht, sie muss gleich nach Neveah gegangen sein..." "Wir sind hergeeilt, in der Hoffnung, sie hier zu finden, aber... Es tut mir leid, Mylord!" schluchzte Estelle und mmerte sich an Dante, w?hrend sie Menarx wachsam beobachteten. Menarx¡¯ Blick gl¨¹hte vor Wut, er biss sich auf die Lippe, um sich zu beruhigen und zu verhindern, dass er jemanden verletzte. "Es ist noch gar nicht songe her, sie m¨¹sste noch irgendwo im Wald sein. Schw?rmt aus und findet sie." wies Jian an. Menarx war schon weg, bevor Jian seinen Befehl beenden konnte, und Jian seufzte und folgte Menarx hinterher. Menarx nahm seine Drachengestalt an und schwebte in niedriger H?he ¨¹ber dem Wald, knapp ¨¹ber den B?umen. Seine gro?en Augen suchten den Wald unter ihm ab, auf der Suche nach Neveah. Es dauerte nicht allzunge, bis Menarx Neveahs vertraute Silhouette unten im Wald erblickte. Menarxndete sofort und eilte zu Neveah hin¨¹ber. Neveah sa?, an einen Baum gelehnt. Sie war bei Bewusstsein, aber kaum bei sich, ihr schwacher Blick ruhte auf Menarx, als erndete, und ein Seufzer der Erleichterung entrang sich ihr. Es war noch gar nicht songe her, dass Neveah das Bewusstsein wiederengt hatte, die W?rme der Sonne hatte sie geweckt. Neveah stellte fest, dass sie sich immer noch im Wald befand, und nat¨¹rlich war der Schatz bereits verschwunden. Es war schon schockierend f¨¹r Neveah, dass die dunkle Fee ihr Leben verschont hatte, aber sie dachte nicht weiter dar¨¹ber nach, sondern lehnte sich an einen Baum, um wieder zu Kr?ften zu kommen. "Veah!" schrie Menarx und lie? sich neben Neveah auf die Knie fallen. Als er Neveah aus der N?he betrachtete, war Menarx ersch¨¹ttert. Die wei?e Tunika, die sie trug, war an mehreren Stellen zerrissen und durch ihr Blut rot gef?rbt. Ihr Haar war zerzaust, und ihr Gesicht war voller uer Flecken, offensichtlich heilte sie zungsam. Ihre linke Hand ummmerte ihre Seite, wo Menarx sich sicher war, dass sie sich ein paar Knochen gebrochen hatte, an ihrem Handgelenk war eine tiefe Schnittwunde und Neveahs Atmung warngsam und angestrengt. "Narx, ich... ich konnte sie nicht aufhalten... die Box, sie hat sie genommen... Ich... es tut mir leid...", sagte Neveah schwach. Jedes ihrer Worte zerriss Menarx¡¯ Herz. Ihr Tonfall war niedergescgen, und es schmerzte ihn zu sehen, dass Neveah ubte, ihm k?nne etwas anderes wichtiger sein als sie. "Schuppen, Veah...", hauchte Menarx und sein Herz schmerzte, als er Neveahs Gesicht in seine H?nde legte. "Jeder kann deutlich sehen, dass du alles gegeben hast, wof¨¹r also entschuldigst du dich? Wei?t du, wie erschrocken ich war, als ich hierherkam?" "Der Schatz kann zum Teufel gehen! Das ist mir egal... du kommst an erster Stelle, deine Sicherheit ist wichtiger als alles andere", versicherte Menarx Neveah. Neveah seufzte leise, nickte aber verst?ndisvoll. "Er hat recht, wir werden uns um den Schatz k¨¹mmern. Du bist gerade noch au?er Gefahr und dass du eine fortgeschrittene Dunkelfee ¨¹berlebt hast, ist Gl¨¹ck genug", sprach Jian, der hinter Menarx stand. "Eure... Hochw¨¹rden.", begr¨¹?te Neveah ihn. "Zuerst kehren wir zum Lager zur¨¹ck, dann kannst du uns alles erz?hlen, was passiert ist", sagte Jian. Menarx wollte gerade Neveah hochheben, als er eine Pr?senz hinter sich sp¨¹rte. Er drehte sich um und sah, dass Kaideon direkt hinter ihm stand, mit der Absicht, an ihm vorbei zu gehen. Verwirrt zog Menarx die Stirn in Falten, als er bemerkte, dass Kaideons Blick auf Neveah fixiert war. "Kaideon, gibt es etwas, was du sagen m?chtest?", fragte Menarx, sein Blick wurde misstrauisch, als Kaideon einen Schritt vorw?rts machte - an ihm vorbei und n?her zu Neveah. Neveah starrte Kaideon mit gro?en Augen an, der Ausdruck in seinen Augen war zu komplex, um entziffert zu werden. "Okay, wie auch immer, hier ist Endstation f¨¹r dich.", warnte Menarx. Kaideon ignorierte Menarx¡¯ Worte, hockte sich neben Neveah und streckte seine Hand nach ihr aus. Menarx ergriff Kaideons Handgelenk, sein Inneres Raubtier kam zum Vorschein. "H?r auf, Kaideon, ich werde es nicht noch einmal sagen.", warnte Menarx. "Kaideon, du benimmst dich seltsam und ver?ngstigst das M?dchen.", unterst¨¹tzte ihn Jian. "Ich... es geht mir gut...ss ihn...", sagte Neveah. Menarx lie?ngsam von Kaideons Handgelenk ab, ein Knurren entging ihm, als Kaideons Finger Neveahs Haut streiften. Seine Finger fuhren ¨¹ber ein seltsames Zeichen, das in Neveahs Haut eingebrannt war, direkt ¨¹ber ihrem Herzen, sichtbar nur, weil ihr Gewand tief zerrissen war. Irgendwie verstand Neveah die ungestellte Frage in Kaideons Kopf. "Bei meinem Volk gilt es als Zeichen des Sch?pfers... Ich habe es vor einigen Monaten bekommen, es ist ein Symbol meiner Blutlinie und meines Erbes...", erkl?rte Neveah unsicher. "Dieses Zeichen... ich kenne es...", fl¨¹sterte Kaideon leise, und alle waren schockiert, als sie ihn nach Jahrzehnten zum ersten Mal sprechen h?rten. Aber in diesem Moment k¨¹mmerte sich Kaideon um nichts anderes. "Eira... hast du diesen Namen schon einmal geh?rt?", fragte Kaideon ernst. Neveahs Augen weiteten sich, als sie den Namen h?rte, den sie selbst erst vor Kurzem erfahren hatte. "Sie war meine Mutter...", antwortete Neveah. Chapter 372: Offenbarungen (Kap.372)

Chapter 372: Offenbarungen (Kap.372)

Sie war meine Mutter...", sagte Neveah. Kaideons Augen weiteten sich leicht, und Neveah sah erstaunt zu, wie ihm die Tr?nen in die Augen stiegen ¨C ein ungew?hnlicher Anblick bei dem sonst so beherrschten D¨¹nenlord. Auf der Lichtung herrschte grabesstille; niemand wagteut zu atmen, nachdem Kaideon seine ersten Worte gesprochen hatte. Alle blickten schockiert zu ¨C auch Menarx. ¡¯Neveah...¡¯ Eine Stimme erng in Neveahs Kopf, Kaideons Stimme, um genau zu sein. Neveah war ¨¹berrascht; ihre Augen weiteten sich im Schock, als sie Kaideons Stimme in ihrem Kopf vernahm. Sie konnte ihnut und deutlich h?ren, genauso wie sie ihren Wolf h?rte. Und das obwohl sie nicht einmal in Ber¨¹hrung mit seiner Schuppe waren. Kaideon war in menschlicher Gestalt und seine Handg wieder an seiner Seite; es gab keinen Kontakt zwischen ihnen, und dennoch konnte Neveah Kaideons Worte vernehmen. Wie war das m?glich? Sie hatten keine Gedankenverbindung ... oder irgendeine andere Verbindung. ¡¯Aber wir teilen eine Verbindung¡¯, antwortete Kaideon auf Neveahs Gedanken, und seine Stimme hallte erneut in Neveahs Geist wider. "Ich kann deine Stimme in meinem Kopf h?ren ... wie ist das m?glich?" fragte Neveah schockiert, ihreut ausgesprochenen Worte verst?rkten das Erstaunen der Umstehenden. "Dein Wolf tr?gt die Farbe meiner Schuppen, und seit dem ersten Moment, in dem ich dich erblickte, versp¨¹rte ich ein intensives und ¨¹berw?ltigendes Bed¨¹rfnis, dich zu besch¨¹tzen..." "Du verstehst mich m¨¹helos, auch wenn ich nicht spreche. St?ndig habe ich mich gefragt, was es mit dir auf sich hat... Das Zeichen, das du tr?gst, gleicht genau jenem, das mir bekannt ist, wenngleich es durch das Siegel meines ns abgewandelt wurde..." "Wie konnte ich nur nicht erkennen, dass du zu mir geh?rst?" "Wie konnte ich meine eigene Tochter nicht wiedererkennen?" fl¨¹sterte Kaideon, dieses Mal h?rbar f¨¹r alle. Neveahs Mund ?fe sich vor Verwunderung. Kaideons Worte hatten sie v?llig unvorbereitet getroffen. "T... Tochter?..." stammelte Neveah, unsicher, ob sie richtig verstanden hatte oder ob der Wind ihr einen Streich spielte. Kaideon nahm einen Anh?nger hervor, der unter seiner Kleidung verborgen gewesen war, und reichte ihn Neveah. Sie nahm ihn entgegen und blickte Kaideon einen Momentng an, bevor sie den Anh?nger in Augenschein nahm. Vier Buchstaben waren auf dem Anh?nger eingraviert ¨C die vier Buchstaben, die den Namen ihrer Mutter bildeten. Es konnte kein Zufall sein, dass Kaideon den Namen ihrer Mutter kannte, obwohl sie diesen seit ihrer Ankunft noch nie ausgesprochen hatte. Und da Kaideon diesen Anh?nger st?ndig bei sich trug, schloss Neveah, dass er f¨¹r ihn von gr??tem Wert sein musste. "Meine Mutter ... sie war ..." Neveah hielt inne, unsicher, wie sie ihre Frage formulieren sollte. "Eira war meine Reiterin", antwortete Kaideon, denn er wusste genau, was Neveah fragen wollte. "Aber wie... sie... wie?" Neveah war geschockt, konnte ihre Frage jedoch nicht zu Ende bringen noch die Antwort h?ren, denn im n?chsten Moment wurde ihr schwarz vor Augen. _____________ Kaideon stand auf dem Balkon von Menarx¡¯ Gem?chern und schaute auf die Berggipfel hinab. Die Sonne war bereits untergegangen, und die bunten Farben des Sonnenuntergangs f?rbten den Himmel, w?hrend sie am Horizont verschwand.Wienge war es her, dass Kaideon solche gew?hnlichen Szenen wahrnahm und wirklich die Sch?nheit in ihnen sah? Kaideon konnte sich kaum erinnern. Kaideons Finger spielten mit dem Anh?nger, der an seinem Hals hing, und sein Gesicht spiegelte eine Mischung aus Verwirrung, Euphorie und tiefem Gr¨¹beln wider. In all den Jahren gab es keinen Tag, an dem Kaideon nicht von seinem gro?en Verlust gepeinigt wurde, zerm¨¹rbt von der Ungewissheit dar¨¹ber, was wirklich geschehen war. Wie unerm¨¹dlich hatte Kaideon gesucht, in all den Jahren? Er h?tte die Welt umgekehrt, wenn es n?tig gewesen w?re, und doch ... er hatte nichts gefunden. Aber jetzt, fast zwei Jahrzehnte sp?ter, stand ein Wunder vor ihm, von dem Kaideon nie gewusst hatte ... ein Kind, Kaideon hatte ein Kind gezeugt. Allein der Gedanke daran war Kaideon fremd; diese Erkenntnis war sowohl Balsam f¨¹r Kaideons verwundetes Herz als auch der Ausl?ser eines wirbelnden Sturms von Fragen. Wie? Warum? Wann?... All diese Gedanken schwirrten durch Kaideons Kopf, und der Schmerz, den er tief in seinem Herzen begraben hatte, nur um weiterleben zu k?nnen, kam wieder zum Vorschein. Kaideon stie? einen leisen Seufzer aus, er konnte nicht verstehen, es gab keine M?glichkeit, es zu verstehen, und dennoch wusste er ohne den geringsten Zweifel, dass Neveah sein Kind und das von Eira war. An dieser Wahrheit hegte Kaideon keinen Zweifel, selbst ohne die heutige Offenbarung hatte Kaideon es vom ersten Augenblick an gesp¨¹rt, als er sie im Hof kniend gesehen hatte. Sie sah Eira zum Verwechseln ?hnlich; das war das Erste, das Kaideon aufhorchen lie? ... aber ihre Augen, diese auffallenden violetten Kugeln, waren nur eine Nuance heller als Kaideons eigene Augen. Und diese unnachgiebige Pers?nlichkeit, das war genau Kaideon in seiner Jugend, stur und unabh?ngig. Die ganze Zeit ¨¹ber hatte Kaideon die Wahrheit ¨¹bersehen, die direkt vor seinen Augeng. Doch jetzt, da die Wahrheit r war und er endlich erkannt hatte, was seine drachenhafte Seite immer gewusst, aber zungsam begriffen hatte, stellte sich die Frage, was w¨¹rde Neveah davon halten? Und was war eigentlich mit Eira geschehen? "Kaideon..." Menarx¡¯ Stimme holte Kaideon aus seinen Gedanken. Kaideon warf einen Blick ¨¹ber seine Schulter auf Menarx, der mit einem verwirrten Ausdruck an der T¨¹r zum Balkon stand. "Sie ist wach, Everon hat seine Untersuchung beendet. Sie m?chte dich sehen", berichtete Menarx. Kaideon nickte und lie? einen zittrigen Atemzug los. Er hatte ?ngstlich darauf gewartet, dass Neveah das Bewusstsein wiederengte, doch nun, da sie es hatte, wurde Kaideon r, dass er nicht wirklich dar¨¹ber nachgedacht hatte, was er genau sagen w¨¹rde. Was Kaideons Herz in diesem Moment ¨¹berw?ltigte, waren zwei Empfindungen, an die er sich nicht erinnern konnte, wann er sie zuletzt gef¨¹hlt hatte. Kaideon erkannte, dass er nerv?s war; so sehr, dass er seine H?nde zu F?usten ballen musste, um das Zittern zu verbergen... aber mehr als das f¨¹rchtete er sich. Kaideon machte sich auf den Weg zur¨¹ck in den Raum, doch Menarx hielt ihn an der T¨¹r auf. "Ist das... bist du dir da v?llig sicher?" fragte Menarx Kaideon. "Warum? Du wei?t doch, dass du seit einiger Zeit auf meiner schlechten Seite stehst." Kaideon murmelte als Antwort und ging an einem entsetzt aussehenden Menarx vorbei. Chapter 373: Offenbarung 2 (Kap.373)

Chapter 373: Offenbarung 2 (Kap.373)

"Schuppen! Das schmeckt ja furchtbar!" grummelte Neveah angewidert und gab Estelle die Schale mit dem Tonikum zur¨¹ck. Neveah war aufgewacht und hatte festgestellt, dass sie in Menarx¡¯ Quartier war, Estelle und Menarx waren auch da, und es schien, als h?tte Everon sich vor nicht allzunger Zeit verabschiedet. Alle Verletzungen Neveahs waren sorgf?ltig versorgt und verbunden worden. Zwar heilte Neveah noch immerngsam, w¨¹rde sich aber schon bald erholen. Das Tonikum, das Everon hintessen hatte, sollte Neveah ebenfalls helfen, schneller zu genesen, allerdings schmeckte es so, als w¨¹rde es das genaue Gegenteil bewirken. Es dauerte einen Moment, bis Neveah sich orientiert hatte und sich an alles erinnerte, was zuvor im Wald und nun geschehen war. Sie lehnte sich nur zur¨¹ck und versuchte, an nichts anderes zu denken als an den bitteren Geschmack auf ihrer Zunge. Doch das Herumgr¨¹beln w¨¹rde Neveah keine handfesten Antworten liefern, derjenige, der die Antworten hatte, die Neveah brauchte, war drau?en auf dem Balkon. "Herr Everon sagt, du musst alles austrinken." Estelle bestand darauf und schob die Schale sanft zur¨¹ck an Neveahs Lippen. Leicht die Stirn runzelnd, nahm Neveah die Schale und trank das Tonikum in einem Zug aus, ihr Gesicht verzog sich vor Abscheu. "Brav gemacht." Menarx lobte sie, als er wieder in den Raum kam, gefolgt von einem stillen Kaideon, dessen Blick auf Neveah gerichtet war. Neveah fixierte Kaideon ebenfalls, und f¨¹r einenngen Moment sprach keiner von ihnen ein Wort, bis Neveah den Blick abwandte und sich r?usperte. "Ich k¨¹mmere mich darum." sagte Estelle und nahm die leere Schale von Neveah, stellte sie beiseite und stand auf. "Ich werde Dante Bescheid sagen, dass du zu Bewusstsein gekommen bist, er hat sich gro?e Sorgen gemacht. Aber Everon wollte keine Menschenmenge hier und hat nur mir eubt, dich zu versorgen." Estelle verabschiedete sich. "Ich danke dir." erwiderte Neveah mit einem kleinen L?cheln. "Es erleichtert mich nur, dass es dir gut geht, Neveah. Wirklich." Estelle atmete erleichtert aus und schaute kurz zwischen Neveah und Kaideon hin und her, bevor sie das Quartier verlie?. Als die T¨¹r sich schloss, blieben Neveah, Menarx, Kaideon und eine ?u?erst unangenehme Stille zur¨¹ck. "Ich sollte euch beide alleinessen, damit ihr reden k?nnt... die Dinge kl?ren." Menarx packte den Stier bei den H?rnern. "Aber..." Neveah wollte protestieren, denn sie war sich nicht sicher, ob sie Kaideons Worten allein begegnen wollte. "Du wirst in Ordnung sein, mein Liebling. Ich werde direkt drau?en sein, keinen Zentimeter von der T¨¹r entfernt." Menarx beruhigte sie und ging zu Neveahs Bett. Er beugte sich hinunter und gab Neveah einen sanften Kuss auf die Stirn. "H?r dir an, was er zu sagen hat. Ich kenne Kaideon mein Lebenng. Er w¨¹rde niemals eine Behauptung aufstellen, bei der er sich nicht sicher ist. Aber wenn es ungem¨¹tlich wird, ruf mich, und ich werde da sein, um ihn zur¨¹ck in die Wei?en D¨¹nen zu bef?rdern." Menarx fl¨¹sterte zu Neveah. Langsam nickend, gaben Menarx¡¯ Worte Neveah Ruhe im Herzen und zauberten ein L?cheln auf ihre Lippen. Menarx warf Kaideon noch einen warnenden Blick zu, bevor er den Raum verlie? und die T¨¹r hinter sich schloss.Und nun war Neveah allein mit dem D¨¹nenlord und seiner absurden Behauptung, die sie weder ganz verstehen noch uben konnte. ?Menarx ist ¨¹brigens im Kampf nicht so viel st?rker als ich...", brach Kaideon mit unerwarteten Worten die Stille. Neveah blinzelte ungl?ubig und starrte den D¨¹nenlord an, der sichtlich zusammenzuckte, als ob er gerade realisierte, was er gesagt hatte. ?Entschuldigung, das wollte ich nichtut aussprechen... es ist schon eine Weile her, dass ich so offen gesprochen habe.", murmelte Kaideon, noch immer stand er ein gutes St¨¹ck entfernt von Neveahs Bett. Es wirkte, als h?tte er Angst, Neveah k?nnte aus dem Bett springen und davoufen, k?me er ihr zu nahe. Zugegebenerma?en, diese M?glichkeit stand nicht g?nzlich au?er Frage. ?Setz dich... du kannst dich hinsetzen.", sagte Neveah leise und deutete auf den Stuhl neben ihrem Bett, oder genauer gesagt, neben Menarx¡¯ Bett, denn dies waren tats?chlich Menarx¡¯ Quartiere im zweiten Stockwerk. Kaideon nickte, ging r¨¹ber und setzte sich neben Neveahs Bett. Wieder herrschte Stille und Neveah fielen keine Worte ein, sie zu durchbrechen. Es war keine peinliche Stille, sondern eine seltsame und ungewisse. Eine Stille, in der keine der beiden Parteien wusste, was zu sagen war, oder es nicht zu sagen wagten, aus Angst, die andere k?nnte es ¨¹bel nehmen. Es war die Art von Stille, die von Verwirrung und Nachdenklichkeit, von einer Vielzahl schwer zu beschreibender Gef¨¹hle gepr?gt war. Eine Stille, dieuter sprach als Worte und dennoch so zerbrechlich war, dass sie durch den Schmerz und Herzschmerz, den ein einziges Wort in diesem Moment hervorrufen k?nnte, zerscgen werden konnte. Was sollte man in dieser Situation ¨¹berhaupt sagen? Was waren die richtigen Worte f¨¹r etwas, das alles, was sie je gekannt hatten, ver?ndern w¨¹rde? ?Ich... ich wei?, das ist alles so verwirrend f¨¹r dich...", wagte Kaideon schlie?lich die ersten Worte. ?Ich nehme an, f¨¹r dich ist es dasselbe...", murmelte Neveah leise. ?Ich... Neveah, ich wei?... mein Drache wei?, dass dein Blut meines ist. Es ist nur... da ist dieses Gef¨¹hl und ich wei?, dass du es auch sp¨¹rst...", begann Kaideon, seine Worte waren durcheinander, ein Spiegelbild seiner Gedanken. ?Ich wei? nicht, was ich f¨¹hle, Kaideon.", antwortete Neveah seufzend. ?Vor ein paar Monaten musste ich mit ansehen, wie mein Vater... der einzige Vater, den ich je hatte, mich an die Drachen ver?u?erte..." ?F¨¹r f¨¹nfhunderttausend Drachengold." ?F¨¹nfhunderttausend Drachengold... zwischen meiner eigenen Familie und den Drachen, einer fremden Spezies, die ich bis dahin nur aus B¨¹chern kannte..." ?Das war mein Wert... Was f¨¹r mich ein Mythos war, hat mich direkt vor meinen Augen von meinem Vater losgekauft und ich konnte kein Wort f¨¹r mich einlegen... Ich habe das keinen Augenblick vergessen, ich habe es nicht gewagt.", sagte Neveah. ?Veah...", begann Kaideon in einem gequ?lten Tonfall, doch Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Es war schon schwer genug, ihre Worte zu finden, und wenn sie sie jetzt nicht aussprach, war Neveah sich nicht sicher, ob sie den Mut aufbringen w¨¹rde, sie noch einmal zu sagen. Chapter 374: Offenbarung 3 (Kap.374)

Chapter 374: Offenbarung 3 (Kap.374)

¡¯"Was f¨¹r ein Leben ich in diesen achtzehn Jahren gef¨¹hrt habe... die Schmerzen, die ich ertragen musste, kannst du dir nicht vorstellen..." hauchte Neveah, ihre Stimme brach. "Und jetzt kommst du zu mir und sagst mir, dass alles, was ich je gekannt habe, eine Illusion war, und alles, was ich fragen kann, ist... warum? Wenn ich hierher geh?re, warum musste ich das Leben kennen, das ich kannte?" "Was habe ich in all diesen Jahren eigentlich gewusst? Was bin ich ¨¹berhaupt? Wer bin ich?" fragte Neveah best¨¹rzt. Kaideon konnte den tiefen Schmerz in Neveahs Worten sp¨¹ren, und obwohl er nichts ¨¹ber das Leben wusste, das sie f¨¹hrte, bevor K?nig Jian sie hierher brachte, erkannte Kaideon, dass Neveah kein einfaches Leben gef¨¹hrt hatte, wie alle uben gemacht wurden, und der Gedanke daran brach ihm das Herz. "Ich habe nicht auf alle Antworten, Neveah. Ich... es qu?lt mich zu wissen, dass ich dir in meiner Unwissenheit achtzehn Jahreng nicht gerecht wurde, aber ich schw?re, dass ich es wiedergutmachen werde... wenn du es zul?sst..." gelobte Kaideon. "Ich... ich wei? nicht, was ich uben soll, Kaideon. Ich wei? nicht mehr, was ich uben soll... Ich will nur..." Neveah brach ab, zog ihre Knie an die Brust, g die Arme um sie und kontrollierte ihre Atmung, um sich zu beruhigen. "Lass mich beginnen, dir alles zu erz?hlen, was ich wei?... bitte, ich venge nicht mehr und wage es auch nicht... aber eube mir, dir einige Antworten zu geben, damit du nicht von Zweifeln gegt wirst.", flehte Kaideon. Neveah atmete schwer aus und nickte. Sie war sich nicht sicher, wie hilfreich Kaideons Antworten sein w¨¹rden, aber etwas zu wissen war besser als gar nichts. "Als ich Eira das erste Mal traf... das war genau vor zwei Jahrzehnten...", begann Kaideon, sein Blick wurde weit, als er die Erinnerungen heraufbeschwor. "Damals hatte ich eine ziemlich interessante Angewohnheit. Ich w¨¹rde von der Burg der Wei?en D¨¹nen in eine beliebige Richtung fliegen und einfach weiterfliegen... tagng, bis meine Fl¨¹gel vor Ersch?pfung nachgaben." "Jetzt, wenn ich dar¨¹ber nachdenke, w¨¹rde ich gerne sagen, es war jugendlicher Leichtsinn...aber ich war bereits einige Jahrhunderte alt." Kaideonchte leise bei dem Gedanken. Neveahs Lippen zuckten leicht, sie h?rte Kaideons Worten mit gespannter Aufmerksamkeit zu, denn es war das erste Mal, dass jemand sich die M¨¹he machte, Neveah von ihrer Mutter zu erz?hlen. Der Grund, warum Neveah all das im Reich der Finsternis ertragen hatte, war genau, weil sie darauf hoffte, dass K?nig Lothaire ihr eines Tages von ihrer Mutter erz?hlen w¨¹rde. Doch nach all den verheerenden Jahren hatte Neveah nur einen Namen erhalten und nichts weiter, sie hatte l?ngst die Hoffnung aufgegeben, jemals etwas ¨¹ber die Frau zu erfahren, die sie zur Welt gebracht hatte. "Es war w?hrend eines dieser Fl¨¹ge, dass ich... buchst?blich in deine Mutter hineingeflogen bin.", offenbarte Kaideon. "Das hat ihr sicher nicht gefallen", mutma?te Neveah. "Oh, das hat sie wirklich nicht", stimmte Kaideonchend zu."Ich war ersch?pft von einemngen Flug; fast eine Woche war vergangen, ohne dass ich eine Pause einlegen konnte, und meine Fl¨¹gel wollten einfach nicht mehr..." "Es war mitten in der Nacht, der Himmel von Dunkelheit verh¨¹llt, und ich flog in geringer H?he ¨¹ber eine eisige Ein?de... Ich dachte, es sei eine Ein?de, also sah ich keinen Grund, mich zu verbergen." "Das war auch gut so, denn ich bin ganz sch?n heftig abgest¨¹rzt. W?re ich h?her geflogen, h?tte ich mir sicher einen Fl¨¹gel gebrochen." Kaideon sch¨¹ttelte leicht den Kopf ¨¹ber seine eigene Dummheit. "Ich war noch dabei, meine Verletzungen zu begutachten, nachdem ich mich in meine Menschengestalt verwandelt hatte, als ich ein schmerzhaftes St?hnen h?rte." "Es war reines Gl¨¹ck, dass ich bei meinem Absturz eine junge W?lfin umgerannt und durch das Schneefeld geschleudert hatte, ohne es zu bemerken." "Ihr schneewei?es Fell passte so perfekt zur schneebedeckten Erde, dass ich sie wirklich nicht gesehen hatte." "Ich bemerkte auch nicht, wie sie auf mich zurannte, bis sie mich zu Boden warf, ihre Kiefer nur wenige Zentimeter von meiner Kehle entfernt, bereit mein Leben zu beenden." "Als Kampfdrache, der ich bin, wird man nicht jeden Tag von einem kleinen Wolf ¨¹berrumpelt oder in eine benachteiligte Lage gebracht ¨C und das von einem Wesen, das f¨¹nfmal kleiner ist als meine Drachengestalt," gestand Kaideon. "Ich erinnere mich an die ersten Worte, die mir ¨¹ber die Lippen kamen, als der erste Schock nachlie?..." "Du bist atemberaubend sch?n." Kaideon erinnerte sich. "Meine Gedanken verbergen? Ihr Fell war so wei? wie der erste Schnee, ich hatte noch nie ein sch?neres Wesen gesehen, und sie hatte mich fest im Griff, raubte mir buchst?blich den Atem." murmelte Kaideon. Neveahchte leise, stille Tr?nen rannen aus ihren Augen und sie machte nicht einmal den Versuch, sie abzuwischen. Es war genau so, wie Neveah ihre Mutter gesehen hatte: eine umwerfende Sch?nheit, eine starke und hervorragende W?lfin. Bing ging Neveah davon aus, dass ihre Mutter ein Mensch sei, aber die Tatsache, dass Neveah eine W?lfin hatte ¨C und dazu noch eine so m?chtige ¨C lie? Zweifel in ihr aufkommen. W?re Neveah wirklich ein Mischling, h?tte das ihre F?higkeiten als W?lfin stark beeintr?chtigt, wenn sie ¨¹berhaupt gl¨¹cklich genug w?re, eine zu haben. Das war auch der Grund, warum alle annahmen, dass Neveah ¨¹berhaupt keine W?lfin w?re, denn die meisten, die als Halbwesen, halb Mensch, halb Werwolf, geboren wurden, besa?en nicht die F?higkeit, sich zu verwandeln... so war es schon immer gewesen. "Ich nehme an, meine Worte reichten aus, um mir ein paar Momente zu verschaffen, um mich zu erkl?ren und mein Leben zu retten. Oder vielleicht fand sie mich einfach zu seltsam und nicht des T?tens w¨¹rdig..." "Aber im n?chsten Moment schwor ich, ich h?tte mich geirrt, als ich ubte, bereits den sch?nsten Anblick erlebt zu haben, denn als sie sich verwandelte... beim Sch?pfer..." fl¨¹sterte Kaideon, und die Ehrfurcht in seinen Worten verriet, was er in jenem Moment empfunden hatte. Chapter 375: Einfach... Verschwunden (Ch.375)

Chapter 375: Einfach... Verschwunden (Ch.375)

Celeste stand in ihrer Halle und betrachtete mit einem leicht besorgten Stirnrunzeln die Kiste in ihrer Hand. F¨¹r sie sah sie aus wie eine ganz gew?hnliche Holzkiste, und auch das Eichenholz, aus dem sie gefertigt war, schien nichts Besonderes zu sein. Auf der gesamten Oberfl?che der Kiste waren kunstvolle Schnitzereien, die Runen ?hnelten, aber keine davon kam Celeste bekannt vor. Und selbst wenn es wirklich Runen waren, konnte sie deren Bedeutung oder Zweck nicht entziffern. Celeste musste sich fragen, was in dieser Kiste steckte, die eine so starke magische Energie ausstrahlte. Ebenso konnte sie nicht verstehen, welche Bedeutung der Inhalt dieser Kiste f¨¹r den gefl¨¹gelten Mann hatte und warum er so besessen davon war, ihn zu engen. Es war ein Teil des ns, der Celeste niemals offenbart worden war. Celeste wurde r, dass man ihr vieles vorenthalten hatte. Sie hatte immer geubt, wenn sie nur hart genug arbeitete, k?nnte sie Azkar in den Augen des gefl¨¹gelten Mannes ersetzen und seine engste Vertraute werden. Doch es schien, als sei ein gro?er Teil ihrer Unternehmung nur Azkar und dem gefl¨¹gelten Mann bekannt und zwischen ihnen abgesprochen, was Celeste nicht durchschauen konnte. Wie konnte sie wirklich wissen, worauf sie ihren n einlie?, wenn sie selbst nach so vielen Jahrzehnten immer noch im Dunkeln gehalten wurde? Celeste seufzte leise und ballte ihre H?nde zu F?usten, w?hrend sie dar¨¹ber nachdachte, ob sie die Kiste selbst ?ffnen sollte. Es k?nnte nicht schaden, kurz einen Blick auf den Inhalt zu werfen; gleichzeitig wusste sie jedoch, dass sie dem gefl¨¹gelten Mann nichts vorenthalten konnte. Er hatte eine einzigartige F?higkeit, alles herauszufinden... er wusste es einfach, er wusste immer alles. W¨¹rde Celeste die Kiste jetzt ?ffnen, fragte sie sich, ob das, was sie darin finden w¨¹rde, es wert w?re, sich dem Zorn des gefl¨¹gelten Mannes auszusetzen. Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als eine dunkle Fee in die Halle trat. ?Lady Celeste", begr¨¹?te die Fee und verneigte sich. ?Wie viele haben ¨¹berlebt?", fragte Celeste. Sie hatten erreicht, wof¨¹r sie gekommen waren, jetzt musste ein Res¨¹mee der Opfer gezogen werden. Die dunkle Fee z?gerte kurz mit der Antwort, und Celeste atmete schwer aus. Sie ahnte bereits, was ihr Untergebener gleich sagen w¨¹rde, aber seine n?chsten Worte trafen sie dennoch hart. ?Keiner, die Sturms?nger wurden ausgel?scht", teilte die dunkle Fee mit. Celeste keuchte scharf und schloss kurz die Augen. Es war keine wirkliche ¨¹berraschung, dass die Sturms?nger nicht ¨¹berlebt hatten; sie waren den gewaltigen Bestien von Asvar gegen¨¹bergestanden ¨C wie h?tten sie eine Chance haben sollen? Sie hatten ihr Leben riskiert, damit Celeste diese Kiste bergen konnte, und sie hatten den h?chsten Preis daf¨¹r bezahlt. In Kriegen waren Tode unvermeidlich, Opfer mussten gebracht werden, um eine gro?e Sache zu erreichen ¨C das hatte sich Celeste immer wieder gesagt. Doch dies war Celestes Familie, ihr n... oder was davon ¨¹brig war, und jedes Leben war f¨¹r Celeste von unsch?tzbarem Wert.Nun hatte sie so viele sterbenssen, und sie wusste nicht einmal den Zweck ihrer Tode oder ob es sich gelohnt hatte. "Ihre ¨¹berreste?" fragte Celeste, nachdem sie ihre Stimme wieder gefangen hatte. "Wir haben gerettet, was wir konnten, bevor die Drachen den Wald in Brand setzten. Ein paar jedoch gingen in den mmen verloren." berichtete die dunkle Fee. Celestes F?uste ballten sich schmerzhaft zusammen; Drachen waren stets eine ge, sie bestimmten das Schicksal der Festung, als w?re es ihr Spieltz. Celeste wollte sie verschwinden sehen, sie wollte zusehen, wie ihre Dynastie zu nichts zerfiel, genauso wie ihr Leben, verstrickt in den mmen, die sie so sehr liebten. "Bereitet ein angemessenes Begr?bnis vor und informiert den n, dass wir sie mit gr??tem Respekt verabschieden werden", befahl Celeste leise. "Verstanden", sagte die dunkle Fee. "Und was ist mit ihm?" fragte Celeste. "Lord Azkar verschwand kurz darauf von der Szene", meldete die dunkle Fee. "Hat er nicht versucht, den Trollgolem zu retten? K?nnte er nur da gewesen sein, um das Wolfsm?dchen zu retten?" fragte Celeste misstrauisch. "Lord Azkar zeigt kein Interesse an solchen Angelegenheiten; er hat keinen Grund, ein fremdes M?dchen zu retten", erwiderte die dunkle Fee. "Hmmm...", murmelte Celeste und dachte an Azkars sch¨¹tzendes Verhalten in jener Nacht. Celeste sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken", entschied Celeste und nickte dem dunklen Fee zu, dass er gehen konnte. Nachdem er gegangen war, starrte Celeste erneut auf die Kiste, schob ihre Zweifel beiseite, schloss sie auf und schobngsam den Deckel auf. Celestes Augen weiteten sich rmiert, doch bevor sie ein Wort sagen konnte, wurde ihr die Kiste aus der Hand gerissen. Celeste drehte sich um und stellte fest, dass der gefl¨¹gelte Mann und Azkar beide in ihrer Halle sa?en und sie eindringlich anstarrten. Wann sie gekommen waren oder wie sie hereingekommen waren, konnte sich Celeste nicht vorstellen, aber sie begann sofort, sich zu erkl?ren. "Ich habe es nicht ber¨¹hrt, ich schw?re. Ich habe es so gebracht, wie es war, ich wei? nicht, was passiert ist", erkl?rte Celeste schnell. "Du meinst, der Inhalt der Kiste ist einfach... verschwunden?" fragte der gefl¨¹gelte Mann und drehte die leere Kiste um, mit einem d¨¹steren Blick in seinen Augen. "Celeste... du solltest mir eine vern¨¹nftige Erkl?rung liefern", f¨¹gte der gefl¨¹gelte Mann hinzu. In Celestes Kopf drehten sich die R?der, und dann machte es Klick. "Mein Herr! Es war das M?dchen, das Wolfsm?dchen! Ihr Blut hat den Schatz in der Kiste aktiviert... Ich habe es mit eigenen Augen gesehen, die Kiste gl¨¹hte und entfesselte eine seltsame magische Kraft, die mich angriff!" rief Celeste aus. Der gefl¨¹gelte Mann hob eine Augenbraue und blickte mit einem komplizierten Ausdruck auf die Kiste herab. "Du willst sagen, der Schatz wurde durch ihr Blut aktiviert...", murmelte der gefl¨¹gelte Mann. "Das w¨¹rde bedeuten... er hat sich mit ihr verbunden. Der Schatz... ist jetzt das M?dchen", fl¨¹sterte der gefl¨¹gelte Mann und warf einen Blick auf den schweigenden Azkar. Chapter 376: Offenbarung 4 (Kap.376)

Chapter 376: Offenbarung 4 (Kap.376)

"Aber im n?chsten Moment schwor ich, dass ich mich get?uscht hatte, als ich ubte, ich h?tte bereits den sch?nsten Anblick gesehen, denn als sie sich verwandelte... Beim Sch?pfer...", fl¨¹sterte Kaideon, und die Ehrfurcht in seinen Worten verriet, wie er sich an jenem Tag gef¨¹hlt haben musste. "Ihr Haar war so wei? wie ihr Fell, wei? wie der Schnee... es fiel in Wellen ¨¹ber ihren R¨¹cken, und sie trug einen wei?en Wintermantel." "Sie sah mich mit einem eiskalten Blick an, und dennoch verschlug es mir den Atem, obwohl meine Luftwege nicht l?nger eingequetscht wurden." "Ihre Augen waren endlose Pools eisuer Sch?nheit. Du k?nntest sie dir leicht vorstellen... du musst nur in den Spiegel schauen. Diese beiden Eigenschaften sind wirklich alles, was euch beide unterscheidet", sagte Kaideon ehrlich. Nun konnte Neveah es sich vorstellen. Das Bild ihrer Mutter war nun lebendig in ihrem Kopf, und wirklich, Neveah konnte Kaideon zustimmen, dass er allen Grund hatte, den Atem zu verlieren. "Ihre n?chsten Worte sprach sie in einem kalten, rauen Ton, aber f¨¹r meine Ohren ngen sie wie Musik. Sie wollte wissen, wer ich war und warum ich in das Territorium der W?lfe eingedrungen war, und ich konnte nur l?cheln wie ein hingerissener Narr", seufzte Kaideon leise. "Das gefiel deiner Mutter gar nicht. Eira packte mich am Hemd und zog mich durch die Weite mit sich." "Es machte mir nichts aus, aber ich fragte mich, ob sie das riesige Biest vergessen hatte, das sie eben noch fast erdr¨¹ckt h?tte und das sie nun ohne einen Funken Angst hinter sich herzog", f¨¹gte Kaideon hinzu. "Sie wollte mich zur¨¹ck zu ihrem Rudel bringen, um mich zur Rechenschaft zu ziehen, und ich hatte vor, ihr zun?chst ihren Willen zussen, um sie dann zu entf¨¹hren und so weit zu fliegen, wie ich konnte, bevor es jemand bemerkte... den Rest meiner Tage damit zu verbringen, sie zu umwerben." "Aber die Natur hatte andere Pl?ne. In dieser Nacht kam ein Schneesturm auf. Wir waren erst auf halbem Weg durch die verschneite W¨¹ste, und so mussten wir in einer H?hle Schutz suchen, bis er vor¨¹berzog." "Die Natur hatte genau in dem richtigen Moment ihr Zeichen gesetzt, und du kannst dir meine Hochstimmung vorstellen, allein mit der sch?nsten Frau, die ich je gesehen hatte... auf unbestimmte Zeit." "Ich hatte v?llig vergessen, dass ich eine Festung hatte, zu der ich zur¨¹ckkehren musste, oder dass der Schneesturm nichts gegen die St?rke meiner Fl¨¹gel ausrichten konnte und mich nicht daran hinderte, ihr zu entfliehen... daran dachte ich nicht einmal." Kaideonchte wieder. "Es war eine kalte Nacht, aber mein Herz war warm und zufrieden, trotz ihrer stechenden Blicke und ihrer stummen Behandlung. Schlie?lich wurde der Sturm schlimmer, und es war unm?glich, ein Feuer am Brennen zu halten." "Nun, da sie die Hilfe nicht brauchte, musste ich der gnte Mann sein." "Ich war aus mmen geboren und strahlte W?rme aus, die H?hle war gerade gro? genug f¨¹r meine Verwandlung, und so verwandelte ich mich und versicherte ihr, dass ich auf ihr Gehei? in menschlicher Gestalt zur¨¹ckkehren und nicht fliehen w¨¹rde", offenbarte Kaideon. "Es war nicht mehr viel tz, und wir konnten den Kontakt nicht vermeiden, auch wenn es sie st?rte. So warteten wir den Sturm ab und irgendwann wagte sie es, meine Schuppen zu ber¨¹hren." "Wer h?tte ahnen k?nnen, dass in genau dem Augenblick, als ihre Haut meine umgekehrte Schuppe streifte, uns beiden r wurde, dass das Universum genau wusste, was es tat... die Schneewei?e Sch?nheit war meine Reiterin, mein." Ein trauriges L?chelng auf Kaideons Gesicht, als er seinen Blick zu Neveah hob. "So habe ich deine Mutter kennengelernt, Neveah. Wir waren danach zwei Jahreng zusammen... aber niemand au?er meinem treuesten Freund Rodvan wusste von uns." "Im Wei?en D¨¹nengebiet kursierten Ger¨¹chte dar¨¹ber, warum ich oft monatng fort war, aber ich habe weder best?tigt noch dementiert", erz?hlte Kaideon. "Aber wenn meine Mutter deine Reiterin war und du wiederum ihr Gef?hrte, warum musstet ihr eure Beziehung geheim halten? Warum hast du sie nicht mit nach Hause genommen?" fragte Neveah verwirrt."ub mir, Veah, ich wollte das mehr als alles andere. Ich wollte es wirklich." "Aber ich durfte nicht so egoistisch sein und deine Mutter von ihrem Volk und ihren Pflichten wegnehmen, genauso wenig wie ich meine eigenen Eide als Herr der Wei?en D¨¹nen brechen konnte." "Du musst wissen, deine Mutter war kein gew?hnlicher Werwolf, sie war der Alpha-K?nig einer der vier gro?en Dom?nen, der Winterdom?ne", offenbarte Kaideon. Neveahs Kinn fiel herunter, ihre Augen waren vor Schock weit aufgerissen. "Hast du das nicht gewusst? Das Zeichen des Sch?pfers auf dir wird nur durch die Generationen der Alpha-K?nige der Winterdom?ne weitergegeben." "Es ist nicht dasselbe wie das der anderen Dom?nen", sagte Kaideonngsam. Neveah sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf, w?hrend ihr tausende Gedanken gleichzeitig durch den Kopf schossen. So schnell, dass Neveah kaum einen einzigen fassen konnte. "Veah?", rief Kaideon, als Neveah regungslos vor Schreck da stand. Neveah sprang auf, um in Menarx¡¯ Zimmer nach einem Spiegel oder etwas ?hnlichem zu suchen, das ihr Spiegelbild zeigen k?nnte. Nat¨¹rlich gab es kein solches essoire in Menarx¡¯ Zimmer, aber Neveah fand eine durchsichtige Jadette, die ihren Zweck gut erf¨¹llte. Neveah hielt sie hoch und zog den Kragen ihrer Tunika herunter, um das Zeichen des Sch?pfers zu betrachten, das sie trug. Lebhaft erinnerte sich Neveah an den Anblick von Alessios Sch?pferzeichen, das in jener Nacht eingraviert wurde ¨C es war eindeutig das Bild eines verdunkelnden Mondes. "Ein verdunkelnder Mond f¨¹r die Eklipsendom?ne...", murmelte Neveah vor sich hin. Aber Neveahs eigenes Sch?pferzeichen war kein verdunkelnder Mond, es war ein merkw¨¹rdiges Zeichen, das sie nie ganz verstanden hatte. Jetzt, da Neveah es erneut betrachtete, erkannte sie, dass das auf ihrer Haut einge?tzte Zeichen eine Schneeflocke war. "Ein verdunkelnder Mond f¨¹r die Eklipsendom?ne... Eine Schneeflocke f¨¹r die Winterdom?ne", fl¨¹sterte Neveah. Alle B¨¹cher besagten, dass es in derselben Generation nicht zwei W?lfe geben k?nne, die mit dem Alpha-K?nig geboren wurden, doch Alessio und Neveah waren nur wenige Jahre auseinander und beide mit dem Alpha-K?nig zur Welt gekommen. Neveah wurde in diesem Moment r, dass Alessio und sie beide Alpha-K?nige waren, aber nie aus derselben Dom?ne. "Wie konnte ich das die ganze Zeit ¨¹bersehen?", fl¨¹sterte Neveah in einem von Emotionen erf¨¹llten Ton. Chapter 377: Alle Wege führen zurück (Kap.377)

Chapter 377: Alle Wege f¨¹hren zur¨¹ck (Kap.377)

"Der Anker in der Mitte der Schneeflocke ... das ist das Siegel meines ns, es graviert sich auf unser Erwachsenwerden." sagte Kaideon zu Neveah von dort aus, wo er sa?. Neveah blickte zu Kaideon hin¨¹ber, der seine Hand umdrehte und ein schwarzes Zeichen, das tats?chlich einem Anker ?hnelte, auf seinem Oberarm entdeckte. Tats?chlich schnitt genau dieses Zeichen durch die Schneeflocke und verlieh der zentralen Linie ein anderes Aussehen als einer gew?hnlichen Schneeflocke. Neveah sp¨¹rte, wie die Kraft ihre Beine verlie? und sie auf dem Boden sitzend zusammensackte. "Veah!" rief Kaideon besorgt aus und eilte zu Neveah hin¨¹ber. "Geht es dir gut? Soll ich nach Everon schicken?" fragte Kaideon, aber Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Es geht mir gut... Ich brauche nur ... einen Moment." fl¨¹sterte Neveah leise. Kaideon nickte verst?ndnisvoll und nahm neben Neveah tz, er sagte nichts mehr, sondern sa? einfach neben ihr und starrte schweigend vor sich hin. Die Stille war angenehm und verst?ndnisvoll, sie erleichterte es Neveah, ihre Gedanken nacheinander zu ordnen. Es war schwer, sich mit der Tatsache abzufinden, dass sie achtzehn Jahreng und zwei Lebenng eine L¨¹ge gelebt hatte, sie war sogar einmal gestorben, als sie in diese L¨¹ge verstrickt war. So hart Neveahs Realit?t auch gewesen war, es war das einzige Leben, das Neveah gekannt hatte, und nun warf das Universum Neveah ins Gesicht, dass alles nur ein gro?er Scherz gewesen war. Neveah war sich nicht sicher, wie sie sich f¨¹hlen sollte, sie hatte nicht einmal die Kraft, zu w¨¹ten oder zu gen, sie konnte nur schweigend ¨¹ber alles nachdenken, was sie gerade geh?rt hatte. W?hrend Neveah ihre Gedanken sortierte, tauchten weitere Fragen in ihrem Kopf auf. "Warum habt ihr euch von meiner Mutter getrennt? Und warum hat sie mich an der T¨¹rschwelle des Eclipse-Pstes zur¨¹ckgssen? Wenn sie mich nicht wollte, h?tte sie mich doch wenigstens zu dir bringen k?nnen ..." fragte Neveah. "Veah, ich habe wirklich nicht alle Antworten. Aber eines wei? ich: Deine Mutter w¨¹rde dich niemals im Stichssen... sie w¨¹rde eher sterben, als das zu tun." sagte Kaideon in einem festen Ton. "Vor achtzehn Jahren wurden Eira und ich von ihrem Vater und ihrem Rudel, dem Royal Winter Pack, entdeckt. Die ?ltesten des Rudels steckten in einer Zwickm¨¹hle, keiner von uns konnte seine Pflichten zur¨¹cssen, doch wir konnten nicht getrennt werden." "Eiras Vater verabscheute die Tatsache, dass die einzige M?glichkeit darin bestand, dass Eira ihr Leben f¨¹r mich aufgeben musste, und daf¨¹r hasste er mich." Kaideon seufzte schwer. "Ich wollte die Wei?en D¨¹nen zur¨¹cssen, meinen Schwur f¨¹r sie brechen, aber Eira wollte nichts davon h?ren. Ein Drache konnte nicht frei sein und in einem Gebiet leben, in dem man uns immer noch f¨¹r einen Mythos hielt." "Sie flehte ihren Vater an, uns seinen Segen zu geben und einen anderen Erben zu w?hlen, aber er war unnachgiebig und schickte mich weg." "Ich hatte keine andere Wahl, als zu gehen, denn Eira versicherte mir, sie sei die Einzige, die ihren Vater umstimmen k?nne, und meine Anwesenheit w¨¹rde nichts n¨¹tzen." "Und so mussten wir einen Monatng getrennt bleiben. Ich erf¨¹llte meine Pflichten als D¨¹nenlord, w?hrend ich auf eine Nachricht von Eira wartete. Damals gab sie mir diesen Anh?nger, er war unser einziges Mittel der Kommunikation." "Dieser Anh?nger ist von Hexen verzaubert, ich konnte Eiras Stimme durch ihn h?ren, aber er ersch?pfte die Kraft des urspr¨¹nglichen Tr?gers und sollte nur f¨¹r dringende Zwecke verwendet werden." verriet Kaideon. "Schlie?lich f?llten sie eine Entscheidung. Eira lie? mich davon wissen. Sie hatte einen kleinen Bruder, der ein Jahrzehnt j¨¹nger war als sie, zu jung, um das Rudel zu erben, und er trug nicht das Zeichen des Sch?pfers." "Es w¨¹rde ein Ritual durchgef¨¹hrt werden, bei dem das Zeichen von Eira auf ihren kleinen Bruder ¨¹bertragen w¨¹rde, und ihr Vater w¨¹rde regieren, bis der Junge vollj?hrig w?re und den Thron ¨¹bernehmen k?nnte." "Dieser Prozess w¨¹rde vier Monate dauern ... und danach w¨¹rde ich Eira nach Hause zu den Wei?en D¨¹nen bringen." Kaideons Stimme knackte an dieser Stelle leicht, aber er holte tief Luft und fuhr fort. "Ich wartete, und vier Monate vergingen wie im Flug, und noch immer h?rte ich nichts von Eira. Ich machte mich auf den Weg in die Winterdom?ne, doch ich wurde dort feindselig empfangen." "Eira war vor drei Monaten verschwunden, und die Winterdom?ne ubte, ich h?tte sie ihr entrissen und mein Versprechen gebrochen, mich an ihre Entscheidung zu halten." "Ich habe ihnen geschworen, dass ich nichts mit dem Verschwinden von Eira zu tun hatte, und so wussten wir alle nicht, was mit Eira geschehen war, und es waren schon drei Monate vergangen!" Kaideon stie? einen zittrigen Atem aus. "Ich habe mich selbst daf¨¹r gehasst, dass ich nicht vorsichtiger war, dass ich immer von ihrer Seite gewichen bin! Ich habe jahrng nach ihr gesucht, Veah, so weit und so weit ich konnte, aber da war nichts, nicht einmal die geringsten Anzeichen ihrer Existenz, ¨¹berall wo ich hinsah!" "Als w?re Eira von der Erdoberfl?che verschwunden ... es war eine unm?gliche Situation, aber ich war hilflos und Eiras Familie auch." "Eiras Bruder sagte mir, dass Eira mir vor ihrem Verschwinden noch etwas Dringendes sagen wollte, aber sie wussten nicht, was es war... Ich wei? jetzt, dass es um dich ging, Eira wollte mir sagen, dass sie mein Kind austr?gt." fl¨¹sterte Kaideon. "Ich wusste nichts von deiner Existenz, Veah, und ich verstehe bis heute nicht ganz, was geschehen ist, aber ube mir, deine Mutter war die liebevollste Frau. Sie war standhaft und ehrenhaft, ihr Wort war ihr Band." "Sie h?tte dich nie vessen und sie w¨¹rde mich nie vessen, wenn sie die Wahl h?tte." "Deine Mutter wusste das und versicherte mir sogar, dass wir ein Kind in Pflege nehmen w¨¹rden, wenn wir kein eigenes haben k?nnten. Weder deine Mutter noch ich w¨¹rden jemals auf die Idee kommen, unser Wunder im Stich zussen." Kaideon fluchte. "Du meinst ... meine Mutter k?nnte in eine gef?hrliche Situation geraten sein?" fragte Neveah leise. "Deiner Mutter ist etwas zugesto?en, Veah, und ich hatte nie eine Spur, aber jetzt wei? ich, dass alles auf die Eclipse Domain zur¨¹ckgeht." sagte Kaideon in einem dunklen Tonfall, ein t?dliches Glitzern in seinen Augen. Chapter 378: K?nig im Dunkeln (Kap.378)

Chapter 378: K?nig im Dunkeln (Kap.378)

~Eclipse-Pst, Kern der Eclipse-Dom?ne~ Der Thronsaal des Eclipse-Pstes war noch immer von Dunkelheit umh¨¹llt ¨C ein Anblick, der nun dauerhaft zu sein schien. Ebenso wie die vielen Ver?nderungen, die sich gerade im ganzen Pst vollzogen. Es war der Tag vor der offiziellen Kr?nung von Alpha-K?nig Alessio Terran Lothaire. Inzwischen hatte sich die Kunde von Alessios Umsturz in alle Winkel der Eclipse-Dom?ne und dar¨¹ber hinaus in die anderen drei Dom?nen verbreitet. Nat¨¹rlich wusste niemand, was er von dieser Entwicklung halten sollte. Es war eine interne Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn gewesen, und obwohl die Folgen jeden Eclipse-Rudel betreffen w¨¹rden, wer h?tte es wagen k?nnen, sich einzumischen? Einerseits wurde das gesamte Werwolfsreich durch Alessios Entmachtung ins Chaos gest¨¹rzt, andererseits herrschte reges Treiben im Eclipse-Pst aufgrund der Vorbereitungen f¨¹r die Kr?nungszeremonie. In der Zwischenzeitg die Macht, die hinter all diesen Ver?nderungen stand, ausgestreckt auf seinem Thron im dunklen Saal, die Augen im Meditationszustand geschlossen. Man k?nnte annehmen, er schliefe, aber das alleinige Zeichen daf¨¹r, dass er wach war, war die Tatsache, dass er nicht allein war. Neben ihmg zusammengerollt eine kaum bekleidete Frau. Im Dunkeln waren ihre Gesichtsz¨¹ge kaum auszumachen, doch ihr Haar stach hervor ¨C ein Goldton, der dem gewisser anderer Personen ?hnelte. "Euer Gnaden, warum schaut Ihr mich nicht an?" wimmerte die Frau. Alessios Augenbrauen zuckten leicht ¨C ein sicheres Zeichen seiner Ver?rgerung. Er war in Gedanken versunken, und obwohl nicht einmal Alessio genau benennen konnte, wor¨¹ber er so tief nachdachte, behagte ihm die Unterbrechung ganz und gar nicht. "Wie war noch einmal Ihr Name?" fragte Alessio mit tiefer Stimme, ohne die Augen zu ?ffnen. "Meredith, Euer Gnaden," antwortete die Frau prompt. "Ah ja, richtig," murmelte Alessio. "Ihr Vater hat Euch geschickt, um sich bei mir einzuschmeicheln... Ihr wart so sehr damit besch?ftigt, seinem Willen zu entsprechen, dass Ihr nicht in Frage gestellt habt, warum Ihr noch nichts von ihm geh?rt habt." Alessio fuhr fort. "Ich... ich verstehe nicht," stammelte Meredith. "Was ich sagen will, ist, dass es mir missf?llt, manipuliert zu werden. Deshalb habe ich Euren Vater bereits am Tag Eurer Ankunft t?tenssen, weil er es ¨¹berhaupt in Betracht gezogen hat," erkl?rte Alessio in einfacheren Worten. Meredith erstarrte in Alessios Armen, der Schmerz h?rbar in ihrem Atem. "Der einzige Grund, warum ich Euch am Lebensse, ist die Farbe Eurer Haare... Ihr solltet nicht w¨¹nschen, dass ich Euch ansehe." "Wenn ich das tue, werde ich all die Unterschiede bemerken, und Eure Haarfarbe allein wird nicht genug sein, um Euch das Leben zu retten. Also bleibt still... und seid still," schloss Alessio. Alessio k¨¹mmerte es wahrlich nicht, was die W?lfin von seinen Worten oder Enth¨¹llungen hielt, und auch das ged?mpfte Schluchzen, das bald den Thronsaal durchzog, ber¨¹hrte ihn wenig. Gerade als Alessio einzuschlummern begann, ?fe sich der Thronsaal und Lado trat ein.Lado warf einen Blick auf die schluchzende W?lfin neben Alessio, drehte sich dann zu Alessio um und verbeugte sich zur Begr¨¹?ung. "Sprechen Sie.", gab Alessio Lado die Eubnis, die ?u?eren Umst?nde zu ignorieren. "Eure Gnaden, ein Bote ist eingetroffen." berichtete Lado. "In diesen Tagen kommen Hunderte von Boten an, Lado. Um welchen handelt es sich denn?" fragte Alessio, w?hrend er sich aufrichtete. Meredith sprang schnell vom Thron herunter auf den Boden, rollte sich zusammen und setzte ihr kl?gliches Schluchzen fort. "Vom K?nig... von Eurem Vater, der Bote ist von Eurem Vater, Eure Gnaden," offenbarte Lado. "Ahhh... er hat es endlich begriffen. Er hat wirklich seine Zeit gebraucht." murmelte Alessio mit einem leisen Glucksen. "Soll ich den Boten hereissen? Oder hat mein K?nig andere Vorhaben?" fragte Lado. "Ja, bringt ihn herein. Wie k?nnte ich den Boten meines Vaters abweisen?" gestattete Alessio. Lado nickte, und f¨¹r einen Moment funkelten seine Augen, w?hrend er ¨¹ber die Rudel-Verbindung kommunizierte. Bald darauf eskortierten zwei Rudelkrieger ein bekanntes Gesicht herein, und Alessio chuckelte in sich hinein, als er sich seinem Vaters drittem Mann gegen¨¹bersah. Der Krieger mittleren Alters wurde hereinbegleitet und, obwohl er von zwei Kriegern in Ketten gelegt und gefesselt war, demonstrierte er dennoch eine ¨¹berlegene Haltung. "Wenn das nicht Gamma Edgar ist. Ich gebe zu, als Lado hier von einem Boten sprach, h?tte ich mir nie vorstellen k?nnen, dass du es bist." bemerkte Alessio in einem angenehm ¨¹berraschten Tonfall. "Prinz Alessio, was f¨¹r eine Verderbtheit ist das? Ihr begehrt den Thron Eures Vaters?! Habt Ihr den Verstand verloren?" forderte Gamma Edgar heraus, indem er direkt zum Punkt kam. Alessio verdrehte die Augen wegen des Tadels und lehnte sich im Thron zur¨¹ck. "Ich habe mich umgesehen, und wei?t du was? Nirgendwo auf diesem Thron finde ich den Namen meines Vaters eingraviert." erwiderte Alessio l?ssig. "ubt Ihr wirklich, Ihr k?nnt tun, was Ihr wollt? Hunderte von Eclipse-Alphas stehen zu Eurem Vater, und ihr kontrolliert nur Eclipse Fang." "Mein K?nig hat mich geschickt, um Euch eine Chance zu geben, diesen Wahnsinn eigenh?ndig zu beenden, Alessio... oder Ihr werdet schreckliche Konsequenzen zu tragen haben." warnte Gamma Edgar. Alessio kicherte leise unter seinem Atem ¨¹ber die Drohung seines Vaters. Im Bruchteil einer Sekunde hatte sich Alessio von seinem Thron entfernt und erschien direkt vor Gamma Edgar, seine Krallen blitzten dabei auf. Ein entsetzter Schrei kam von der W?lfin Meredith, als Blut Alessios Gesicht und den Boden bespritzte. Gamma Edgar sank gurgelnd auf die Knie, und in Alessios Hand hielt er eine blutige Zunge. "Jetzt gehst du zur¨¹ck und sagst meinem Vater, dass das Krieg ist... und nur einer von uns wird lebend herauskommen." stellte Alessio r, als er Gamma Edgars Zunge zu ihm zur¨¹ckwarf. Die beiden Krieger zerrten Gamma Edgar fort und Alessio kehrte zu seinem Thron zur¨¹ck, zog ein Taschentuch heraus und wischte sichngsam die Hand ab. "Mein K?nig... Lothaire lebt noch, selbst nachdem seine Reiseroute bekannt wurde... sollten wir nicht irgendwas unternehmen, um zu verhindern, dass er lebend zur¨¹ckkehrt?" fragte Lado besorgt. "Ich m?chte, dass er lebendig zur¨¹ckkehrt... dann kann ich ihm meine neue Entdeckung zeigen." antwortete Alessio mit einem boshaften Grinsen. Chapter 379: Ein Gefallen (Kap.379)

Chapter 379: Ein Gefallen (Kap.379)

Lado verstand nicht genau, was Alessio meinte, aber er wusste, dass er keine Fragen stellen sollte. "Der Handwerker meldet, dass Ihre Bestellung, Euer Gnaden, zur Auslieferung bereitsteht. Soll ich ihn herbeirufen?" fragte Lado. Beim H?ren dieser Nachricht wurde Alessio hellh?rig. Er hatte nun schon fast eine Woche gewartet; es hatte zunge gedauert, einen Weg zu finden, die Drachenschuppe mit dem Willen zu verbinden. Doch zwischen dem Erfolg und dem Verlust ihres Lebens sch?tzte Alessio, dass die Handwerker eine kluge Wahl getroffen hatten. "Ich werde selbst dorthin gehen." beschloss Alessio und stand auf, doch dann erinnerte er sich an die W?lfin Meredith, die immer noch zitternd und zusammengerollt am Rand sa?. Er konnte sich selbst mit ihrer vertrauten Haarfarbe t?uschen, aber nichts anderes an ihr kam Neveah auch nur nahe. Ihre Pers?nlichkeit war viel zu sch¨¹chtern; alles, was sie tat, war zittern ¨C so leicht war selbst Neveah nicht zu ver?ngstigen, selbst als sie die naive Prinzessin spielte. Alessio wusste, dass Neveah, h?tte sie in Merediths Lage sein sollen, ihm an die Kehle gegangen w?re. Sie h?tte keinen Erfolg gehabt, aber Alessio war sicher, sie h?tte ihr Leben darauf verwettet, dass sie es versuchen w¨¹rde. ¡¯Niemand kann ihren tz einnehmen... Es gibt nur eine Neveah auf dieser Welt, die an unserer Seite stehen kann.¡¯, dachte Terran zu Alessio. Alessio widersprach Terrans Gedanken nicht, auch ihm waren sie als wahr bekannt. "Sie geh?rt dir.", sagte Alessio zu Lado und ignorierte Lados schelmisches Grinsen, als er hinausging und sich auf den Weg zur Werkstatt des Handwerkers machte. Die Werkstatt befand sich in einem abgelegenen Teil des Eclipse-Pstes, weit entfernt vom Hauptpst und n?her an der menschlichen Siedlung. Dort wurden die Edelsteine und Juwelen, die vom Pst, den K?niglichen und den Adligen ben?tigt wurden, auf raffinierte Weise hergestellt. Da Alpha-K?nig Lothaire B?lle und ?ffentliche Veranstaltungen liebte, herrschte in der Werkstatt das ganze Jahr ¨¹ber reges Treiben, um sicherzustellen, dass die K?nigsfamilie bei jeder Gelegenheit pr?chtig auftrat. F¨¹r Alessio war es ein kurzer Weg zu den St?llen, wo er sich ein Pferd holte, um den Ritt anzutreten. Er ritt durch den Waldpfad bis zur Werkstatt, wo er vom Pferd stieg und ein junger Handwerkergeselle eilte herbei, um die Z¨¹gel entgegenzunehmen. "Euer Gnaden, mein Meister ist gleich drinnen.", berichtete der junge Geselle. Alessio schritt in die Werkstatt ein, wo der leitende Handwerker sich ¨¹ber einen Tisch gebeugt hatte und an etwas arbeitete, das wie ein Anh?nger aussah. Er blickte bei Alessios Erscheinen auf und weitete seine Augen, w?hrend er sich tief zur Begr¨¹?ung verbeugte. "Euer Gnaden! Ich habe Euch nicht erwartet, vergebt mir.", entschuldigte sich der leitende Handwerker rasch, aus Angst, Alessio beleidigt zu haben. "Ist es fertig?", fragte Alessio, und der Handwerker nickte schnell. "Ich gebe gerade den letzten Schliff zu Euren Gew?ndern und f¨¹ge die Edelsteine ein, aber die K?nigskrone ist bereit.", berichtete er. Alessio brummte als Antwort, trat ganz in die Werkstatt ein, ging zu einem Holzstuhl an der Seite und nahm tz. "Ich werde sie Euch jetzt bringen.", sagte der Handwerker, w?hrend er zu einem Schrank ging und eine gro?e Truhe hervorholte.Er trug es hin¨¹ber, kniete nieder und bot es Alessio an. Alessio nahm das K?stchen, ?fe es, entnahm die Krone und betrachtete sie genau. ?Der seltsame Edelstein, den du gebracht hast, konnte nicht schmelzen, egal wie stark die mme war und es war nahezu unm?glich, ihn zu verarbeiten." ?Ich konnte nur ein St¨¹ck davon in das Zentrum eissen", berichtete der Handwerker besorgt. Alessios Aufmerksamkeit richtete sich auf die Krone, die aus einem gl?nzenden schwarzen Edelstein gefertigt war, aber extrem leicht war und kaum Gewicht hatte. Sie wirkte schlicht, strahlte jedoch eine k?nigliche Aura aus. Im Zentrum der Krone befand sich tats?chlich ein kleines St¨¹ck der seltsamen Schuppe in Tr?nenform. Es war in das Zentrum eingssen und strahlte eine eigenartig eindrucksvolle Aura aus, die perfekt mit dem Rest der Krone harmonierte. Als Alessio die Herstellung einer Krone in Auftrag gegeben hatte, war er sich nicht sicher, was er genau sehen wollte oder welche Bedeutung sie haben sollte. Doch nun, da er diese Krone betrachtete, verstand Alessio, was die B¨¹cher meinten, als sie sagten, die Krone des Alphak?nigs erz?hlte eine Geschichte ¨¹ber seine Dynastie und seine Bestimmung. ?Perfekt ... sie ist perfekt. Das hast du gut gemacht", murmelte Alessio leise. ?Es ist mir eine Ehre, Eure Gnaden", erwiderte der Handwerker erleichtert und verbeugte sich tief. Alessio erwiderte nichts, legte die Krone zur¨¹ck in das K?stchen zu den ¨¹brigen Drachenschuppen, verschloss den Deckel des K?stchens und erhob sich. ?Schickt sie sofort in meine Gem?cher", wies Alessio an, stand auf und verlie? die Werkstatt. Alessio kehrte zum Pst zur¨¹ck, doch statt zu seinen Gem?chern oder dem Thronsaal zu gehen, steuerte er das Arbeitszimmer seines Vaters an, wo sich der geheime Zugang zur Schatzkammer befand. Alessio ging denselben Weg, den er beim ersten Mal genommen hatte. Der Weg war ihm mittlerweile vertraut, da er ihn seitdem schon einige Male beschritten hatte. Bald erreichte Alessio den geheimen Raum, der in der Schatzkammer versteckt war, und trat ein, um alles so vorzufinden, wie er es vessen hatte. Die Fraug auf dem Podest und neben ihr stand ein junGER Mann in roten Roben. Die Roben waren schlicht, aber sie waren mit einzigartigen Symbolen bestickt, die von den Hexenst?mmen erz?hlten. ?Alessio... und ich dachte schon, du h?ltst mich hier gefangen", sagte der junge Mann, ohne auch nur einen kranken Blick zu werfen. ?Karan", best?tigte Alessio. ?Hier ist es besser als im Kerker, oder?", fragte Alessio. ?Ihr m¨¹sst uben, dass es ausreicht, mich aus der Obhut Eures Vaters zu befreien, um meine Dienste zu gewinnen." ?Ich bin ein Hexer, Alessio... Es braucht mehr, als mich aus dem Gef?ngnis zu befreien, um mit mir zu verhandeln", erwiderte Karan und drehte sich um, um Alessio gegen¨¹berzutreten. ?Aber Gefallen... das kann ich tun", f¨¹gte Karan hinzu. Chapter 380: Was sein soll (Kap.380)

Chapter 380: Was sein soll (Kap.380)

"Ich mag seinen Ton nicht." dachte Terran aufgeregt zu Alessio. Terran war schon immer schnell reizbar gewesen, es war also keine ¨¹berraschung, dass er bereits den Kopf des Hexenmeisters forderte. "Wir brauchen sein Wissen, bleiben Sie ruhig." dachte Alessio zur¨¹ck zu seinem Wolf, bevor er sich wieder dem Hexenmeister zuwandte. "Ein abtr¨¹nniger Hexenmeister." erinnerte Alessio Karan, wobei seine ruhige Miene seinen ?rger verbarg. Wie es abtr¨¹nnige W?lfe gab, gab es auch Hexen und Hexenmeister, die aus ihren ns verbannt worden waren, und Karan war einer davon. "Und dennoch der Einzige, den du um einen Gefallen bitten konntest." erwiderte Karan, wobei er das Wort "Gefallen" betonte. "Warum? Ihr k?nnt die Dynastie Eures Vaters st¨¹rzen, aber Ihr traut Euch nicht, die Rabenwache Eures Vaters zu befehligen?" spottete Karan. "Die Rabenwache sind S?ldner, die f¨¹r das meiste Gold gekauft wurden. Das erfordert absolute Diskretion, ?ndern kann man das nicht." entgee Alessio, w?hrend er sich Karan n?herte. "Diese Frau muss wirklich etwas Besonderes sein, wenn Ihr so viel Aufwand betreibt, mich herzubringen und meine Anwesenheit zu verbergen." "Und was genau bedeutet sie f¨¹r dich? Vielleicht eineng verlorene Geliebte..." kommentierte Karan. "Deine Neugier k?nnte dich das Leben kosten, alsoss es besser. Wenn du etwas f¨¹r mich hast, dann ist jetzt der Moment es zu sagen. Andernfalls habe ich kein Problem damit, dir den Weg zur¨¹ck in die Kerker zu weisen." stellte Alessio r. Karanchte leise, aber er kam Alessios Forderung nach. "Es ist so, dass ich viel mehr Zeit ben?tigen werde, um dir alle Antworten zu geben, die du suchst, Alessio." "Diese Situation ist komplizierter als es scheint, ich muss zugeben, dass ich noch nie etwas Derartiges gesehen habe." "Ich werde dir jedoch eine Antwort auf die Frage geben, die du mir bei deinem ersten Besuch hier gestellt hast." sagte Karan. "Ist es Magie?... Ja, welcher Zauber auch immer sie so konserviert hat, es ist ein sehr m?chtiger und alter Zauber. Unter den Hexen, die einen solchen Zauber wirken k?nnen, gibt es nur wenige." erl?uterte Karan. "Ist sie also tot?" fragte Alessio. "So einfach ist das nicht." antwortete Karan seufzend und drehte sich wieder zu der Frau auf der ttform. "Wie kann das nicht einfach sein? Ist sie tot? Das ist doch die wichtigste Frage, oder nicht?" beharrte Alessio. "Gut, du willst eine Antwort? Sie ist tot." antwortete Karan gssen. Alessio atmete scharf ein, er hatte das bereits erwartet, aber er hatte gehofft, dass es vielleicht eine andere Antwort geben k?nnte. ¡¯Tot oder lebendig, sie wird uns immer noch n¨¹tzlich sein.¡¯ dachte Terran zu Alessio und Alessio nickte zustimmend. Diese Frau, Eira, war selbst im Tod von gro?em Wert, zu viele Menschen, die eine Rolle spielten, waren mit ihr verbunden. Ihre Existenz zu entdecken hatte f¨¹r Alessio vieles einfacher gemacht. "Aber wie ich schon sagte, es ist viel komplizierter als das." f¨¹gte Karan hinzu."Was soll das bedeuten?", fragte Alessio. "Es gibt keine Lebenskraft, deshalb gibt es keinen Zweifel, dass sie wirklich gestorben ist. Aber ich sp¨¹re, dass ihre Seele noch immer in diesem Leib ist", offenbarte Karan. "Sie ist tot und ihre Seele steckt noch in ihrem K?rper, wie kann das sein?", fragte Alessio verwirrt. "Ich verstehe es auch nicht ganz, aber jemand muss verzweifelt versucht haben, ihr Leben zu bewahren. Mit einem m?chtigen Zauber wurde ihre Seele in ihrem K?rper eingeschlossen... das ist der Grund daf¨¹r, dass sie lebendig und konserviert erscheint", erkl?rte Karan es n?her. Alessio runzelte die Stirn. Er ahnte bereits, wer dieser ¡¯jemand¡¯ sein k?nnte... Was Alessio allerdings nicht wusste, war, ob sein Vater ¨¹berhaupt etwas mit Eiras Tod zu tun hatte. Er w¨¹rde seinem Vater niemals zutrauen, sie aus Bosheit zu t?ten und dann ihren K?rper so zu konservieren, damit er sich einreden konnte, sie lebte noch und w?re an seiner Seite. Die pure Verdorbenheit dieser Vorstellung lie? einen Schauer des Ekelns ¨¹ber Alessios R¨¹ckenufen ¨C und das will schon etwas hei?en, da Alessio selbst auch nicht gerade die h?chsten moralischen Standards hatte. "Kann sie gerettet werden?", fragte Alessio. Karan antwortete nicht sofort, sch¨¹ttelte aber letztendlich den Kopf. "Zuerst muss ich verstehen, welcher Zauber gewirkt wurde, von wem und wie er r¨¹ckg?ngig gemacht werden kann... Aber ich muss sagen, dass das L?sen des Zaubers nicht notwendigerweise ihr Leben rettet." "Wenn man den Zauber l?st, wird die Bindung an ihre Seele freigesetzt. Nicht vergessen, dass diese Bindung nach ihrem Tod geschaffen wurde. Ich wei? wirklich nicht, ob das L?sen des Zaubers Leben bedeutet... oder den wahren Tod", gestand Karan ehrlich. "Und es gibt keine M?glichkeit herauszufinden, wie das Ergebnis aussehen k?nnte?", hakte Alessio nach. "Nein, soweit ich wei?. Ich mag ein f?higer Hexenmeister sein, aber Zauber, die ¨¹ber die Grenze von Leben und Tod hinwegwirken, ¨¹bersteigen mein K?nnen.", antwortete Karan kopfsch¨¹ttelnd. "Daher musst du entscheiden, ob du versuchen m?chtest, diese Frau zu retten... oder ob du das Risiko lieber nicht eingehen m?chtest. Das ist jetzt die Frage.", f¨¹gte Karan hinzu. Alessio gr¨¹belte einen Moment nach, bevor er den Kopf sch¨¹ttelte. "Morgen werde ich gekr?nt, und die Kr?nung sowie die Festigung meiner Macht im Reich der Finsternis haben Vorrang." "Diese Frau ist ein wichtiger Faktor f¨¹r meine Pl?ne, ich werde dar¨¹ber nachdenken, sobald die dringenden Angelegenheiten geregelt sind", entschied Alessio. "Hei?t das, du hast keine weitere Verwendung f¨¹r mich und wirst mich wieder in den Kerker schicken?", fragte Karan, w?hrend er die Arme vor der Brust verschr?nkte. "Nein, es gibt noch mehr.", murmelte Alessio. Alessio krempelte seinen ?rmel hoch und streckte Karan seinen Arm entgegen, sodass das kleine leuchtende Zeichen an seinem Handgelenk sichtbar wurde. "Du hast mir versichert, dass es eine einmalige Sache sein w¨¹rde, als ich den Zauber wirkte", erinnerte Karan. "Ich habe gelogen", erwiderte Alessio emotionslos. "Die Maniption des Gef?hrtenbandes mit Magie, um es zu st?rken, wird euch beiden unertr?gliche Schmerzen zuf¨¹gen!", zischte Karan. "Schmerz ist gut... Schmerz erinnert uns daran, dass das, was sein soll, auch sein wird", entgee Alessio mit einem Grinsen. Chapter 381: Was nun? (Kap.381)

Chapter 381: Was nun? (Kap.381)

¡¯Alles f¨¹hrt zur¨¹ck zur Eclipse Domain...¡¯ Diese Worte hallten immer wieder in Neveahs Kopf nach. Eine Wut, wie sie Neveah noch nie zuvor versp¨¹rt hatte, wallte in ihren Adern auf, doch ein noch st?rkeres Gef¨¹hlstete schwer auf ihrem Herzen... Verzweiflung. Wie konnten achtzehn Jahre ihres Lebens von jenen, die sie f¨¹r ihre Familie gehalten hatte, v?llig ruiniert werden? Wie hatte sie ihre Tage damit verbracht, um alles zu betteln, was ihr rechtm??ig zustand? Sie mmerte sich an jeden Strohhalm, k?mpfte jeden Tag um ihr Leben und lie? ihr Herz ausbluten, ohne jemanden zu haben, auf den sie sich st¨¹tzen konnte, und versank immer tiefer in die Dunkelheit ihres Schmerzes... Doch wozu das alles? Aus welchem Grund hatte man ihr das alles angetan? Gab es ¨¹berhaupt einen ausreichenden Grund? Was konnte das Leben, das sie gef¨¹hrt und verloren hatte, je wieder gutmachen? Ein ersticktes Schluchzen entwich Neveahs Lippen, w?hrend sie gegen die Tr?nen ank?mpfte und den schrecklichen Schmerz in ihrem Herzen ertrug. "Veah... darf ich dich umarmen?" fragte Kaideon, seine Stimme erf¨¹llt von einem Schmerz, der Neveahs widerspiegelte. Schmerz f¨¹r alles Verlorene und Schmerz f¨¹r alles, was er nicht richtig gemacht hatte, f¨¹r das, wozu er nie die Chance gehabt hatte, es richtig zu machen, was dazu gef¨¹hrt hatte, dass es so weit gekommen war. Zu einem anderen Zeitpunkt h?tte Neveah ihre Gef¨¹hle verbergen k?nnen, sie tief in ihrem Herzen vergraben und so getan, als h?tten sie nie existiert. Emotionen, diese schrecklichen l?stigen Dinge, die einen schwach machen... waren das nicht die Lehren des Alpha-K?nigs Lothaire, die sie gepr?gt hatten? Mit unz?hligen Schmerzen und Qualen in ihr Herz ge?tzt, bis sie schlie?lich zu einem Teil von Neveah wurden? Doch diesmal dr?ngten sich die Emotionen, die sich ¨¹ber Jahre angesammelt hatten, hervor, und Neveah hatte das Gef¨¹hl, dass sie explodieren w¨¹rde, wenn sie sie nicht freilie?. Neveah legte ihren Kopf auf Kaideons Schulter, w?hrend sie von Schluchzern gesch¨¹ttelt wurde und am ganzen K?rper zitterte. Sie mmerte sich fest an Kaideons Hemd, als ob sie auseinanderfallen w¨¹rde, wenn sie sich nicht so festhielte. Kaideon g seine Arme um Neveah und hielt sie ebenso fest, w?hrend sie ihr Herz aussch¨¹ttete und ihre leisen Schluchzer von Sekunde zu Sekundeuter wurden. Die T¨¹r ?fe sich und Menarx st¨¹rmte herein. Seine vor Wut gl¨¹henden Augen wandelten sich schnell zu einem schmerzvollen Ausdruck, als er den Anblick der in Kaideons Armen weinenden Neveah sah. Menarx war nicht allein, aus welchem Grund auch immer, K?nig Jian war mit ihm gekommen, und nun standen sie beide still da und beobachteten, wie Neveah v?llig zusammenbrach, ihre verzweifelten Schreie die Herzen all derer zerrissen, die sie h?ren konnten. Menarx und K?nig Jian wussten beide, dass dies kein Moment war, den sie unterbrechen konnten oder sollten, und so schwiegen sie, nahmen Abschied und verlie?en den Raum erneut. Leise Tr?nen rannen aus Kaideons Augen, w?hrend Neveahs Tr?nen sein Hemd durchtr?nkten. Er hielt Neveah fest und strich beruhigend ¨¹ber ihren R¨¹cken. Es dauerte eine Weile, aber Neveahs Schluchzen beruhigte sichngsam, ihr Zittern lie? nach und ihre H?nde, mit denen sie Kaideons Hemd ummmert hatte, sanken an ihre Seiten. "Ich... es tut mir leid...", begann Neveah, doch Kaideon unterbrach sie."Schsch... entschuldige dich niemals daf¨¹r, deine Wahrheit zu zeigen, Kind." "Du hast jedes Recht, dir die Seele aus dem Leib zu schreien, wenn du m?chtest. Ich werde hier sein, um dich zu halten, also zerbrich, wenn es sein muss... die Welt kann uns mal", fl¨¹sterte Kaideon fest und strich Neveahs Haar aus ihrem Gesicht. Neveah nicktengsam. Jetzt, da ihre Tr?nen versiegt und ihr Herz beruhigt war, wurde ihr r, dass sich ihre gesamte Realit?t ver?ndert hatte. Kaideon von den Wei?en D¨¹nen war ihr Vater, es fiel ihr schwer, das zu akzeptieren, und sie wusste, dass es einenge Zeit dauern w¨¹rde, bis sie sich damit abfinden k?nnte. Und dann waren da noch die Geheimnisse, die das Eclipse Domain verbarg, und die Wahrheit dar¨¹ber, was wirklich mit ihrer Mutter passiert war. Mit den Antworten, die Neveah erhalten hatte, kamen noch mehr Fragen und sie hatte nun umso mehr Grund zu leben, denn sie musste herausfinden... was vor achtzehn Jahren wirklich geschehen war. "Was sollen wir jetzt tun?" fragte Neveah leise, ihren Kopf noch immer auf Kaideons Schulter ruhend. "Nun, wir warten ab und machen Pl?ne. Bste dein Herz nicht, ich werde die Antworten finden, die du suchst... die Antworten, die wir brauchen, koste es, was es wolle", schwor Kaideon Neveah feierlich. Neveah zweifelte nicht daran, dass Kaideon genau das tun w¨¹rde, sie war eher besorgt, dass dies nun sein Leben bestimmen w¨¹rde. Das Eclipse Domain hatte Neveahs eigenem Herzen schon genug Schaden zugef¨¹gt, sie wollte nicht, dass Kaideon denselben Schmerz erleiden musste... aber es lie? sich nicht ?ndern. Neveah brauchte keine Worte, um zu wissen, dass es nichts gab, was Kaideon davon abhalten konnte, herauszufinden, was wirklich mit seinem Reiter passiert war. Neveah teilte denselben Gedanken, sie w¨¹rde alles geben, um herauszufinden, was man ihrer Mutter angetan hatte, selbst wenn es bedeutete, das gesamte Eclipse Domain niederzurei?en, um an die Wahrheit zu gngen. Und dann war da noch diese eine Gnade, die das Schicksal Neveah zum ersten Mal zuteil geworden war, auch wenn sie achtzehn Jahre zu sp?t kam, Neveah wusste jetzt, dass sie nicht allein war, dass sie nie mehr allein sein w¨¹rde. "Und wir?" fragte Neveah leise. "Ich habe achtzehn Jahre gewartet, ohne zu wissen, worauf genau ich gewartet habe. Jetzt habe ich dich endlich gefunden." "Ich kann noch l?nger warten, Veah... songe, wie es dauert, bis du mich einl?sst, bis ich dein Vater sein darf", versicherte Kaideon. "Ich danke dir", fl¨¹sterte Neveah, ihre Augen wurden schwer vom Scf. "Nein, ich danke dir, Veah... dass du zu mir zur¨¹ckgekommen bist." Kaideon richtete sich auf, als er Neveah aufhob und sie zu ihrem Bett brachte, sie hinlegte und die Decke ¨¹ber sie zog. "Ruh dich aus", sagte Kaideon und setzte sich neben das Bett. "Hei?t das... dass ich jetzt die Erbin der Wei?en D¨¹nen bin?" fragte Neveah schl?frig, ein verspieltes L?cheln auf den Lippen. Kaideon gluckste leise, nickte aber. "Genau das bedeutet es, Lady Neveah", stimmte Kaideon mit einem liebevollen L?cheln zu. Chapter 382: Der Schuldige (Kap.382)

Chapter 382: Der Schuldige (Kap.382)

Kaideon schaute auf Neveah herab, und in seinen Augeng ein Schimmer, der bis zu jenem Tag noch nicht vorhanden war. Beobachtete, wie sie in den Scf glitt, sein Herz warm und ¨¹berschwappend vor Freude. Jetzt, wo er genauer hinblickte, wurden ihm die Unterschiede zwischen Neveah und Eira deutlicher, Z¨¹ge die eher Kaideons eigenen glichen. Neveah sah aus wie die Tochter, die Kaideon sich immer vorgestellt hatte, und dennoch war sie bereits monatng direkt vor seinen Augen gewesen, ohne dass er es bemerkt hatte. Kaideon schob diese Gedanken bei Seite, denn es war in Ordnung, jetzt wo er sie endlich erkannt hatte. Und er w?re verdammt, w¨¹rde er noch mehr Zeit verlieren, als ihm bereits entgangen war. Kaideon erhob sich und richtete Neveahs Decke, bevor er das Zimmer verlie?. Menarx stand noch immer da, lehnte an der Wand und sein Blick ruhte auf Kaideon, als dieser das Zimmer verlie? und die T¨¹r hinter sich schloss. "Wie geht es ihr?", erkundigte sich Menarx besorgt. "Sie schl?ft... offensichtlich emotional ersch¨¹ttert", antwortete Kaideon. Menarx starrte einen Moment zung ausdruckslos Kaideon an und dieser runzelte die Stirn. "Was starrst du?", fragte Kaideon. "Ich... nun, es sind Jahrzehnte vergangen, seitdem ich dich letztes Mal sprechen h?rte, Kaideon. Es ist schwer vorstellbar, dass du jetzt tats?chlich mit mir sprichst", gestand Menarx. "Ich habe mich entschieden, zu schweigen. Das wisst ihr alle", murmelte Kaideon. "Ich wei?. Wir dachten, dass du irgendwann deinen Schmerz ¨¹berwinden w¨¹rdest... aber das hast du nie, und die Stille wurde zu deiner neuen Identit?t", erwiderte Menarx mit einem Seufzer. "Wer h?tte gedacht, nach all diesen Jahren, nach dem, was geschehen ist... dass du wirklich ein Kind gezeugt hast, und dieses Kind ist Veah", f¨¹gte Menarx hinzu, w?hrend er sich seiner T¨¹r n?herte. Menarx ?fe vorsichtig die T¨¹r, sp?hte hinein und best?tigte, dass Neveah schlief. Dann schloss er die T¨¹r wieder. "Komm, Jian l?sst nach dir rufen." Mit diesen Worten drehte sich Menarx herum und f¨¹hrte Kaideon die G?nge enng zu Jians Gem?chern. Bald erreichten sie das Quartier von Jian, und Menarx klopfte einmal, bevor er die T¨¹r aufstie? und eintrat. Er lie? sie offen, damit Kaideon ihm folgen konnte. Jian war weder im Empfangsraum noch in seinem Arbeitszimmer, also ging Menarx auf den Balkon hinaus, und dort, wie erwartet, stand Jian. Mit verschr?nkten Armen hinter dem R¨¹cken erblickte er die Bergspitzen, die sich bis zum Horizont erstreckten. "Mein Herrscher", begr¨¹?ten Menarx und Kaideon im Einng. "Hmm", brummte Jian, als Zeichen, dass er ihre Anwesenheit zur Kenntnis genommen hatte, aber er sagte vorerst nichts weiter. "Die Kiste... sie bereitet Euch gro?e Sorgen", durchbrach Menarx das Schweigen nach einem kurzen Moment, da er genau wusste, was Jian auf dem Herzeng. "Ich habe immer wieder dar¨¹ber nachgedacht, aber ich verstehe einfach nicht, warum sie ihr hinterher sind", begann Jian. "Sie hatten seit Jahrhunderten oder Gott wei? wienge Zugang zu den verborgenen Archiven... Sie haben Fort zed einfach ausgel?scht." "Dann haben sie einen Trollgolem heraufbeschworen, eine uralte Magie, die schon l?ngst verloren geubt war.""Und nun haben sie einen Schatz in ihren H?nden, von dem sie keine Kenntnis haben sollten. Was wissen sie... wie viel wissen sie genau?" "Und was sie mit ihrem Wissen vorhaben, Narx, das ist es, was mir Sorgen bereitet", murmelte Jian. "Wir werden nichts unversuchtssen, um uns vor ihrer Vergeltung zu sch¨¹tzen, mein Herr. In rmbereitschaft zu bleiben und auf alles vorbereitet zu sein, ist das Beste, was wir im Moment tun k?nnen", erwiderte Menarx. Jian brummte als Antwort, wich vom Balkon zur¨¹ck und f¨¹hrte den Weg zur¨¹ck in sein Arbeitszimmer. "Wir werden besprechen, wie wir am besten mit diesen Bedrohungen umgehen, wenn Cassian, Imagor und Kirgan in die Feste zur¨¹ckkehren", sagte Jian, w?hrend er sich setzte. "Kaideon, sag mir... ist es gewiss?" fragte Jian und richtete sein Augenmerk auf Kaideon, der die ganze Zeit ¨¹ber ruhig geblieben war. "Ja, das ist es", antwortete Kaideon mit einem Nicken. Jian atmete tief aus und sch¨¹ttelte leicht den Kopf in einer Mischung aus Erstaunen und Verwunderung. "Dann ist das wirklich eine erfreuliche Nachricht und eine gute Kunde f¨¹r die D¨¹nen. Was sind deine Pl?ne f¨¹r die Zukunft?" fragte Jian. "Nachdem ich mich um den Trollgolem gek¨¹mmert habe, muss ich zu den wei?en D¨¹nen zur¨¹ckkehren. Und ich beabsichtige, meine Tochter mitzunehmen", antwortete Kaideon direkt. "Was?!" rief Menarx ungl?ubig aus. "Du hast mich geh?rt. Diese Feste ist nichts f¨¹r sie; mit Giften, die Unschuldigen untergeschoben werden, verschwundenen Dingen, Menschen, die andere ohne Beweise beschuldigen, ¨¹berall Klippen... ich k?nnte fortfahren", erwiderte Kaideon unger¨¹hrt. Jian und Menarx hatten keine Gegenargumente zu Kaideons Worten, sie konnten ihn nur mit stummem Schuldbewusstsein anstarren. Alles, was Kaideon gerade angesprochen hatte, waren einige der Ungerechtigkeiten, die Neveah seit ihrer Ankunft auf dem Drachenfelsen erdulden musste, angefangen damit, dass Menarx Neveah dazu gebracht hatte, an Jians Stelle im Leuchtfeuer von Asvarian einen Becher mit Gift zu nehmen. "Kaideon... das meinst du doch nicht ernst...", sagte Menarx schlie?lich, sein Blick schuldig verengt. "Du solltest wissen, ich scherze nie... niemals", mahnte Kaideon und ignorierte Menarx¡¯ Blick. "Was soll das ¨¹berhaupt hei?en?" zischte Menarx. "Ich meine... du solltest dir das erst in Ruhe durch den Kopf gehenssen und mich anh?ren", beeilte sich Menarx in einem h?flicheren Ton hinzuzuf¨¹gen. "Nein", antwortete Kaideon in einem Ton, der keine Widerrede duldete, zu Menarx¡¯ Entsetzen. "Das wird ja immer dramatischer", murmelte Jian von seinem tz aus und nahm eine Schriftrolle zur Hand. "Jian, sag etwas. Er kann Veah nicht einfach nach Belieben mitnehmen! Du bist der Hauptschuldige hier, du solltest die Verantwortung ¨¹bernehmen", zog Menarx Jian zur¨¹ck in die Unterhaltung, aus der er sich offensichtlich heraushalten wollte. Jian warf Menarx einen finsteren Blick f¨¹r seine Anschuldigung zu, bevor er sich leicht r?usperte. "Kaideon, das M?dchen hat gerade erst mit dem Studium an der Akademie begonnen, zudem hat sie gerade die erste Verschmelzung durchgemacht, was bedeutet, dass es ihr nicht zutr?glich w?re, von Narx getrennt zu sein." "Es hat tats?chlich... ungl¨¹ckliche Ereignisse gegeben", begann Jian, "aber der Drachenfelsen ist der Ort, an den Neveah sich am meisten gew?hnt hat und mein Bruder ist ihr Drache. Sie wird bei ihm sicher sein... und hier in der Feste, das verspreche ich dir", sprach Jian f¨¹r Menarx mit einem gequ?lten Seufzer. Chapter 383: Petition (Ch.383)

Chapter 383: Petition (Ch.383)

"Ist das ein Befehl? Oder eine Bitte?" fragte Kaideon unbeeindruckt von Jians Worten. "Muss man das so genau nehmen?" fragte Menarx hilflos. "So w¨¹sste ich, ob ich meine Ablehnung h?flich oder direkt formulieren soll." Konterte Kaideon und warf Menarx einen vorwurfsvollen Blick f¨¹r seine Unterbrechung zu. "Kaideon, bei allem Respekt, ich bin bereit, dich als Neveahs Vater anzuerkennen... Aber wenn du darauf bestehst, sie mir wegnehmen zu wollen, wirst du es mit mir zu tun bekommen." Menarx verdeutlichte seine Haltung. F¨¹r Menarx war es eine deutliche Herausforderung, seine Ruhe zu bewahren angesichts Kaideons standhafter Haltung. "Wann warst du jemals anders?" sagte Kaideon n¨¹chtern, ohne sich offensichtlich ¨¹ber Menarx¡¯ Ver?rgerung Sorgen zu machen. "Ich mochte dich mehr, als du noch geschwiegen hast." murmelte Menarx leise f¨¹r sich. "Beruhigen wir uns doch ein wenig, ja?" unterbrach Jian, bevor die beiden weitermachen konnten. "Wienge willst du ihm noch auf die Nerven gehen? Du wei?t doch, Menarx wird verteidigen, was er f¨¹r sich beansprucht hat. Es ist ziemlich unfair, mit ihm so zu spielen, oder?" rief Jian Kaideon an. Kaideon murmelte etwas vor sich hin, aber weder best?tigte noch verneinte er Jians Vorwurf. "Wie w?re es, wenn wir das M?dchen entscheidenssen, wenn sie aufwacht, ob sie lieber mit einem von euch gehen m?chte? So w?re es f¨¹r beide Seiten fair und ich muss mich nicht weiter einmischen." schlug Jian als den praktischsten Weg vor. "Mein Herr." sagte Cassians Stimme, als er die T¨¹r zu Jians Quartieren ?fe und zum Arbeitszimmer ging, wo Jian, Kaideon und Menarx noch immer standen. Kaideon hatte noch nicht auf Jians Argumente reagiert und weder Menarx noch Jian hatten Lust, weitere versteckte Spitzen vom Herrn der D¨¹nen zu h?ren. "Cassian, da bist du ja. Sag mir, dass Imagor zur¨¹ck auf dem Burghof ist." sagte Jian, dankbar f¨¹r die Unterbrechung, die es ihm ersparte, weiter ¨¹ber das Thema reden zu m¨¹ssen. "Imagor und Kirgan werden bald hier sein. Lodenworth sendet ebenfalls einen Bericht vom Zwergenau?enposten", berichtete Cassian und legte die Schriftrolle auf den Tisch. "Aber davor m?chte ich meinem Herrn noch dies mitteilen..." f¨¹gte Cassian hinzu und hielt inne. "Was denn?" fragte Menarx, da Cassian seine Aussage nicht vervollst?ndigte. "Wartet einfach ab." entgee Cassian. Genau in diesem Moment hallte derute ng eines Trommelscgs durch die stillen Burgh?fe, der ng war entfernt, aber r genug, dass die Drachenf¨¹rsten ihn deutlich h?rten. Die Trommel gab einen einzigartigen Scg von sich, einen, den die Drachenf¨¹rsten gut kannten und obwohl das Trommeln kein Grund zur Beunruhigung war, war es doch ein Ger?usch, das man nicht allzu oft h?rte. "Ist das..." begann Menarx und Cassian nickte zur Best?tigung. "Das ist die Bitttrommel, die den Rat der Reiter zusammenruft." antwortete Cassian. Menarx sch¨¹ttelte leicht den Kopf und verschr?nkte die Arme vor der Brust.Die Petitionstrommel wurde eingerichtet, um den B¨¹rgern der Zitadelle die M?glichkeit zu geben, in dringenden F?llen direkt den Rat zu informieren, wenn das normale Verfahren der Berichterstattung zungsam erschien. Sie erforderte auch die Einberufung des Reiterrates, des h?chsten Entscheidungsgremiums der Festung, was deutlich machte, dass die Angelegenheit nicht vom Drachenk?nig allein entschieden werden konnte. Das bedeutete, dass es sich bei dem zu berichtenden Sachverhalt um eine Angelegenheit von gro?er Bedeutung handeln musste, die die Aufmerksamkeit der rangh?chsten Drachenlords und Reiter von Keep Skies verdiente. Es war ein Privileg, das niemand zu missbrauchen wagte, und die B¨¹rger wussten es besser, als aus Spa? die Trommel zu scgen. Die Drachenherrschaft war nahezu perfekt, nat¨¹rlich hatte jede Dynastie ihre Fehler, aber es gab selten einen Grund f¨¹r einen B¨¹rger, die Einberufung des Reiterrates zu fordern. Deshalb war die Petitionstrommel schonnge nicht mehr geh?rt worden. "Wer m?chte zu dieser Zeit den Rat einberufen? Das ist ein ziemlich gewagter Schritt", sagte Kaideon stirnrunzelnd. Das Seltsame daran ist, dass es kein gew?hnlicher B¨¹rger ist, der uns unbekannt ist, es ist Davina, Rodricks Tochter", berichtete Cassian. Jian hob eine Augenbraue und tauschte einen Blick mit Menarx aus. ?Was k?nnte sie wohl zu berichten haben, das nicht ¨¹ber ihren Vater h?tte gesendet werden k?nnen und stattdessen einen Aufruhr erfordert?", fragte Menarx. ?Das frage ich mich auch. Das M?dchen ist doch f¨¹r die W?chter zust?ndig, nicht wahr? Rodrick ist ihr direkter Vorgesetzter, da er f¨¹r die Angelegenheiten des Bergfrieds verantwortlich ist", stimmte Cassian zu. ?Sie hat nichts bei der Petitionstrommel zu suchen, und wenn sie es doch getan hat, muss sie ihre Gr¨¹nde haben", murmelte Jian. ?Da steckt mehr dahinter, sie ist nicht allein", f¨¹gte Cassian hinzu. ?Was meinst du damit, sie ist nicht allein?", fragte Menarx. ?Vertreter des Elfenrates n?hern sich dem Bergfried. Sie haben vorausgeschickt, dass sie bei Sonnenuntergang hier sein werden und um eine Audienz beim Rat bitten", enth¨¹llte Cassian in d¨¹sterem Ton. ?Elfen? Wozu? Sie halten sich normalerweise von allen Angelegenheiten der Festung fern, was k?nnte sie wohl hierher f¨¹hren?", fragte Menarx, w?hrend er die Stirn runzelte. ?Man sagt, Davina schl?gt die Petitionstrommel mit ihrer Unterst¨¹tzung. Ich kann nicht genau sagen, worum es geht, aber dass die Elfen beteiligt sind und auch Davina... das spricht bereits B?nde", ¨¹bermittelte Cassian. ?Beruft den Reiterrat ein, und wo ist ¨¹berhaupt Rodrick?", fragte Jian. ?Er ist hinuntergegangen, um sich bei Davina zu erkundigen, er ist genauso ahnungslos wie wir", antwortete Cassian. Jian runzelte misstrauisch die Stirn. Die Elfen waren die zur¨¹ckhaltendste der tributpflichtigen Rassen und verlie?en selten ihr Gebiet. Jian erwies ihnen den geb¨¹hrenden Respekt und hielt sich auch aus ihren Angelegenheiten heraus. So war es seit Jahrzehnten. Abgesehen von gelegentlichen Begegnungen hatte Jian nicht allzu oft mit den Elfen zu tun. Dass die Elfen jetzt auftauchten, lie? Jian ahnen, dass die kommenden Tage immer schwieriger werden w¨¹rden. Chapter 384: Ein Understatement (Kap.384)

Chapter 384: Ein Understatement (Kap.384)

Menarx trat in sein Zimmer und lie? einen leisen Seufzer der Freude entweichen, als er als Erstes Neveah sah, die auf seinem Bett zusammengerollt und noch tief schlief. "An diesen Anblick k?nnte ich mich gew?hnen." murmelte Menarx. Die ganze Anspannung, die Menarx versp¨¹rt hatte, fiel von ihm ab und ein kleines L?cheln legte sich auf seine Lippen, als er die T¨¹r hinter sich schloss. "Narx." murmelte Neveah verscfen und drehte sich im Bett um, so dass sie zur T¨¹r blickte. Ihre schl?frigen Augen waren auf ihn gerichtet und Menarx zuckte entschuldigend zusammen. "Ich wollte dich nicht wecken." sagte Menarx, als er zum Bett ging. "Das macht nichts... Ich scfe sowieso nicht tief." erwiderte Neveah mit einem leichten Kopfsch¨¹tteln, ihr Blick folgte Menarx, als er sich ans Bett setzte. "Wie geht es dir wirklich mit all dem?" Menarx stellte die Frage, die ihm schwer auf der Seeleg. Alles war so schnell passiert und kam so pl?tzlich, selbst f¨¹r Menarx. Er konnte sich nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie es derjenigen ging, die mittendrin steckte. Menarx wusste, dass Neveah stets eine starke Fassade aufbaute, aber er war zutiefst besorgt, dass es ihr nicht so gut ging, wie sie vorgab. Das Bild der weinenden Neveah nagte noch immer an Menarx¡¯ Herz, und es war sehr beunruhigend, dass sie nach diesem kurzen Ausbruch gleich wieder alles in sich hineinfressen w¨¹rde. "Warst du also bei Kaideon?" vermutete Neveah aufgrund von Menarxs Frage. "Hmm, Jian hat angerufen." best?tigte Menarx. "Er hat Jian und mir rgemacht, dass die Drachen des Bergfrieds nicht gut auf ihn zu sprechen sind... wegen des Vorfalls an der Klippe, des Gifts und einer ganzen Reihe anderer Dinge." "Wie ich Kaideon kenne, wird er mindestens ein Jahrhundertng Groll hegen, er war schon immer sehr besch¨¹tzend gegen¨¹ber denen, die ihm wichtig sind." f¨¹gte Menarx mit einem hilflosen Seufzer hinzu. Neveah kicherte leise, ihre Hand legte sich auf Kaideons Scho?. "Ist da jemand m¨¹rrisch?" fragte Neveah am¨¹siert. "Es ist nur... er liegt nicht falsch. Ich wei? nicht, wie ich jemals sagen k?nnte, wie leid es mir tut f¨¹r das, was am Leuchtturm passiert ist." "Ich sage immer wieder, dass ich dich niemals verletzt sehen m?chte und vergesse dabei, dass ich dir bereits gro?en Schmerz zugef¨¹gt habe, indem ich dein Leben f¨¹r meine Pflicht in Gefahr gebracht habe." "Ich ¨¹berlege st?ndig, wie ich es wiedergutmachen kann, aber ich wei?, dass nichts den Schmerz, den ich dir zugef¨¹gt habe, wieder gutmachen kann. Es tut mir leid, mein Liebster." Menarx entschuldigte sich aufrichtig und nahm Neveahs Hand in seine. "Verdammt, er ist wirklich in deinen Kopf eingedrungen, nicht wahr?" fragte Neveah. "Es ist nicht seine Schuld, er spricht nur die Wahrheit. Und er hat allen Grund, mich nicht zu m?gen... Ich w¨¹rde mich an seiner Stelle auch nicht m?gen." antwortete Menarx mit einem Achselzucken. "Nun, Kaideons Gef¨¹hle sind durchaus berechtigt, aber seine Meinung ist nicht die meine." "H?r zu, Narx, ich mag dich... und w¨¹rde es auch nie bereuen. Ich bedauere auch nicht, was am Leuchtturm geschehen ist, denn alles, was geschehen ist, hat uns hierher gef¨¹hrt... hierher." erinnerte Neveah und deutete auf ihre verschr?nkten H?nde. "Ja, mein Leben war in Gefahr und ja, ich wurde verletzt. Aber wenn ich es nicht gewesen w?re, dann w?re es Seine Gnaden gewesen...""Aus der Sicht einer k?niglichen Wache habe ich wohl nur meine Pflicht getan, bevor ich ¨¹berhaupt wusste, dass ich ein Teil davon sein w¨¹rde," behauptete Neveah. Menarx schwieg einenngen Moment und starrte nur auf Neveah herunter. "Was ist das f¨¹r ein Blick?" fragte Neveah mit gehobener Braue. "Beim Sch?pfer, Neveah, du personifizierst die Vollkommenheit," hauchte Menarx die Worte aus, als stammten sie direkt aus seinem Herzen. Neveah verdrehte die Augen bei diesem Kompliment, obwohl sie das warme Gef¨¹hl, das es in ihr weckte, nicht abstreiten konnte. "Ich meine es ernst, Dummkopf," sagte Menarx und zwackte Neveah sanft in die Nase. "Ich bin das krasse Gegenteil von perfekt, Narx... aber es tut gut, das zu h?ren," erwiderte Neveah mit einem kleinen L?cheln. "Du wei?t, du kannst ihn Jian nennen... Du bist in der Position, ¨¹ber Formalit?ten hinwegzusehen," f¨¹gte Menarx unvermittelt hinzu. "?hm, nein danke. Es war schon schwer genug, ¡¯Eure Gnaden¡¯ zu sagen," lehnte Neveah sofort ab, sehr zu Menarx¡¯ Am¨¹sement. "Ich verstehe eure beider Abneigung, an dieser Groll festzuhalten, nicht. Es ist fast ein Jahr vergangen," bemerkte Menarx. "Es ist noch kein Jahrhundert vergangen, also ist ja alles in Ordnung," entgee Neveah n¨¹chtern. "Jetzt klingst du wie Kaideon..." murmelte Menarx, hielt inne und fuhr fort. "Du bist so geschickt darin, das Thema zu wechseln. Doch du hast mir noch keine Antwort gegeben, wie geht es dir... wirklich?" Menarx kehrte zu seiner urspr¨¹nglichen Frage zur¨¹ck. "Und es ist in Ordnung, nicht in Ordnung zu sein, Veah. Du hast gerade erfahren, dass der Vater, den du dein ganzes Lebenng kanntest, nicht wirklich deiner ist," f¨¹gte Menarx hinzu, bevor Neveah behaupten konnte, es ginge ihr gut. Neveah verstummte, Menarx hatte genau gewusst, was sie sagen wollte. "Nun... er war ohnehin kein guter Vater," antwortete Neveah mit einem Schulterzucken. Menarx sp¨¹rte den tief verwurzelten Schmerz, den Neveah in ihrem Ton zu verbergen suchte. "Veah, du wei?t, dass du mit mir sprechen kannst, oder? ¨¹ber alles... du musst mich f¨¹r dich da seinssen." "Nicht immer... Ich w¨¹rde nicht zu viel vengen, noch nicht. Aber zumindest in solchen Momenten, wenn ich wei?, dass du mich brauchst," sagte Menarx, w?hrend er mit seinem Daumen tr?stende Kreise ¨¹ber Neveahs Handr¨¹cken zog. Neveah seufzte tief, Menarx¡¯ sanfte und verst?ndnisvolle Ann?herung brachte ihre Verteidigung ins Wanken und Neveah konnte sich nicht erwehren. "H?tte ich behauptet, er sei kein guter Vater, w?re das noch untertrieben... Alphak?nig Lothaire war ein schrecklicher Vater... ein noch schlimmerer Mensch," offenbarte Neveah leise. "Hat... hat er dir wehgetan?" fragte Menarx behutsam. "Fast jeden Tag meines Lebens," antwortete Neveah, ihre Stimme brach leicht, bevor sie tief durchatmete, um sich zu beruhigen. "Komm her," murmelte Menarx und zog Neveah n?her zu sich, so dass ihr Kopf auf seinem Scho?g. Chapter 385: Dunkle Erinnerungen (Kap.385)

Chapter 385: Dunkle Erinnerungen (Kap.385)

Menarx¡¯ rechte Hand strichngsam und beruhigend ¨¹ber Neveahs Haar. Er war geduldig und setzte Neveah nicht unter Druck, obwohl sie seine tiefe Besorgnis und Wut fast sp¨¹ren konnte. "M?chtest du wirklich, dass wir diesen Weg weitergehen?", fragte Neveah und blickte zu Menarx auf. "Nur, wenn du dich dabei wohlf¨¹hlst. Ich kann warten, das werde ich immer", versicherte Menarx. Neveah seufzte leise. Es gab so vieles, ¨¹ber das sie noch nicht bereit war zu sprechen, Dinge, von denen sie ubte, dass sie niemals dar¨¹ber sprechen k?nnte. Aber Neveah wollte Menarx etwas mitteilen, etwas, das sie noch nie jemandem erz?hlt hatte ¨C etwas, das ihn wirklich verstehenssen w¨¹rde, welches Leben sie gef¨¹hrt hatte. "Ich erinnere mich noch genau an das erste Mal, als ich einen Mann t?tete, so lebendig, als w?re es gestern gewesen", begann Neveah nach einerngen Stille. "Ich war gerade vierzehn geworden und mein Vater... Lothaire, veranstaltete einen gro?en Ball zu meinen Ehren, um seine Tochter zu feiern und mich der Gesellschaft vorzustellen." "Es war eine prachtvolle Veranstaltung, bei der alle Alphas der Eclipse-Dom?ne anwesend waren und sogar Alphas aus anderen Dom?nen, die gute Beziehungen zur Eclipse-Dom?ne pflegten." "F¨¹r eine Vierzehnj?hrige war es zu pomp?s, ganz zu schweigen davon, dass es nur eine Fassade f¨¹r ein weiteres seiner politischen Man?ver war..." "Und wie immer war ich nur die ausgestellte Troph?e, f¨¹r alle sichtbar." Neveah erinnerte sich und kicherte ver?chtlich. "Ich stand dort und f¨¹hlte mich wie eine Narrenpuppe in einer Show f¨¹r Hunderte von Zuschauern, die zu den m?chtigsten M?nnern des Reiches geh?rten." "Wenn mannge genug in der Eclipse-Dom?ne lebt, versteht man, dass je m?chtiger ein Wolf ist, desto st?rker sind seine Urinstinkte... Lust... Vengen..." "Und mit der Macht kam die Illusion, dass man alles bekommen konnte, was man wollte; das war das Lieblingsspiel meines Vaters... Lothaires Lieblingsspiel." Neveah hielt inne und r?usperte sich leicht. "Das Problem bei Lothaire war, dass er nur M?nner um sich hatte, die seine schrecklichen Interessen teilten... mehr als die verantwortungsbewussteren Alphas, die er von sich fernhielt." "Diese Art von Interessen lie?en Lothaire irgendwie uben, dass es in Ordnung sei, einem siebenj?hrigen M?dchen beizubringen, wie man einen Mann verf¨¹hrt..." Neveah stockte kurz. "Oh mein Gott... Veah, was hat er dir angetan?" murmelte Menarx entsetzt. "Seit diesem Alter, w?hrend andere M?dchen auf dem Pstgel?nde Fangen spielten, wurde ich im Keller festgehalten, angekettet und gezwungen, allerlei sexuellen Handlungen zuzuschauen..." An diesem Punkt brach Neveahs Stimme und Menarx¡¯ Herz brach mit ihr. "Ich werde ihn t?ten... Ich werde ihn zerrei?en, das schw?re ich..." schwor Menarx und zog Neveah in seine Umarmung.Menarx sp¨¹rte ihre stillen Tr?nen, die sein Hemd durchn?ssten, und hielt sie noch fester, sich der Bstung bewusst, die jedes ausgesprochene Wort f¨¹r sie bedeutete. "Du musst nichts mehr sagen... Es tut mir leid... dass ich dich das noch einmal durchmachensse..." entschuldigte sich Menarx mit schmerzlicher Stimme. "Ich m?chte es, Narx. Fr¨¹her oder sp?ter muss ich diesen Teil meiner selbst mit jemandem teilen... Wenn ich es nicht jetzt beginne, werde ich vielleicht nie einen Weg aus dieser Dunkelheit finden." "Wenn ich das mit jemandem teilen muss, dann m?chte ich, dass es niemand anderes als du bist." gestand Neveah ehrlich. Menarx nickte verst?ndnisvoll und schwieg, um Neveah die Zeit zu geben, die sie ben?tigte, um die Kraft zum Weiterreden zu finden. "Das Licht in diesem Keller war immer schwach; manchmal w¨¹nschte ich mir, es w?re heller, so hell, dass es mir f¨¹r immer die Sicht nehmen w¨¹rde... oder dunkel genug, dass ich nur Schatten erkennen k?nnte." "Aber was h?tte ich gegen die Ger?usche tun k?nnen?... Au?erdem hatte ich keine Wahl. Wenn ich es gewagt h?tte, wegzusehen oder meine Augen zu schlie?en, h?tte er den Omega umgebracht, der gerade benutzt wurde, weil er nicht unterhaltsam genug war, um meine Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten." "Ich durfte also nicht wegsehen, ich musste zusehen und mir alles einpr?gen... jede Bewegung, jede empfindliche Stelle, die richtigen Worte, die richtigen Ber¨¹hrungen... verdammt, auch die richtige Art, vor Vergn¨¹gen aufzust?hnen." Neveahchte wieder, ein dunkles, schmerzhaftes Lachen. "Die Einzigen, die lebend aus dem Keller kamen, waren diejenigen, die es schafften, mir ihre Aufgaben so beizubringen, dass ich sie Schritt f¨¹r Schritt wiedergeben konnte; nur dann war er zufrieden." fuhr Neveah fort. "Er..." begann Menarx, kaum in der Lage, vor Wut die Worte zu formen. "Nein... er hat mich nie unangemessen angefasst und es auch niemandem anderen eubt. Wahrscheinlich erinnerte ich ihn zu sehr an meine Mutter, und er konnte es nicht ertragen, zuzusehen..." "Alle meine Lektionen wurden mit Hilfe von anderen erteilt... unschuldige Omegas dienten als S¨¹ndenb?cke, und nur meine Beherrschung der Lehre konnte ihr Leben retten." fl¨¹sterte Neveah. "In den ersten Monaten ¨¹berlebten viele, die in den Keller geschleppt wurden, nicht. Und schnell begriff ich, was ich tun musste... wer ich sein musste, um das Leben weiterer Unschuldiger zu retten." "Ich wurde zu seiner kleinen Diamantprinzessin, zu genau dem, was er von mir vengte... naiv und unschuldig an den Tagen, wenn er es so wollte, eine sch¨¹chterne Verf¨¹hrerin an anderen... Ich konnte sogar noch schlimmeres tun, wenn er es befahl." "Ich wurde auch gut darin... ein falsches Bild m¨¹helos aufzubauen und es ebenso schnell wieder fallen zussen." Neveah seufzte leise. "Erst an meinem vierzehnten Geburtstag war er ¨¹berzeugt, dass ich bereit war." "F¨¹r die Welt war Prinzessin Neveah Omega Lothaire ein weiteres gesees Jahr ?lter geworden, aber wir beide wussten, dass dieser Tag nur die Vollendung seines Meisterwerks darstellte." "Als der Ball zu Ende war und sich die Menge aufl?ste, aber eine ausgew?hlte Gruppe von Alphas zur¨¹ckblieb und mir befohlen wurde, dasselbe zu tun... da wusste ich genau, was mich erwartete." Neveahs Augen schlossen sich, stille Tr?nen liefen ¨¹ber ihre Wangen. Chapter 386: Dunkle Erinnerungen 2 (Kap.386)

Chapter 386: Dunkle Erinnerungen 2 (Kap.386)

"Mein Va..." Neveah begann erneut, verstummte aber und seufzte schwer. "Lothaire war vieles, aber vor allem ein kluger Mann. Er verstand, wie die Gedanken m?chtiger Menschen funktionierten und wie sie sich manipulieren lie?en." "Er lockte sie mit einem gl?nzenden Angebot, einem Paket, das er wusste, w¨¹rde kein gieriger, machthungriger Mann ablehnen k?nnen", sagte Neveah und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Es war keine ¨¹berraschung f¨¹r mich, als er bekannt gab, dass die Unterhaltung des Abends ein freundschaftlicher Kampf zwischen den anwesenden Alphas sein sollte." "Der Preis f¨¹r den Sieger war heimt¨¹ckisch. Wer auch immer gewann, konnte sich von Lothaire alles w¨¹nschen, und auf seine Ehre als Alphak?nig musste er der Bitte nachkommen." Die W?rter fielen Neveah immer noch schwer, doch je mehr sie sprach, umso leichter wurde es. Die Erinnerungen waren schrecklich, aber Neveah sp¨¹rte eine leichte Distanzierung, als ob ihr Verstandngsam begreifen w¨¹rde, dass es die Neveah von damals nicht mehr gab. "Es war ein gro?er Preis, eine leere Leinwand. Sicherlich hatten all diese m?chtigen M?nner etwas, was sie unbedingt vom Alphak?nig der Eclipse wollten." "Ein Blick in die Halle gen¨¹gte, um zu erkennen, dass alle anwesenden Alphas etwas gemeinsam hatten - abgesehen davon, dass sie gierige, selbsts¨¹chtige und l¨¹sterne W?lfe waren. Jeder von ihnen war zuvor in einen Disput um die Erweiterung seines Territoriums verwickelt gewesen, um die begehrten Hektare fruchtbaren Landes ganz im Osten einzunehmen." "Dieser Streit war einige Monate zuvor beigelegt worden, als mein Va... Lothaire offiziellen Anspruch auf diese L?ndereien erhob, wie es das Gesetz f¨¹r umstrittene Territorien vorsieht, wodurch keiner der Alphas sie letzten Endes bekam." "Ich nehme an, das war eine Tatsache, die sie seit Jahren ge?rgert hatte." Neveah schniefte und Menarx strich beruhigend ¨¹ber ihren R¨¹cken. "Und hier setzte Lothaire seine Intrige an, denn genau diese in Frage stehenden L?ndereien hatte er mir gerade zum Geburtstag geschenkt, vor all den hunderten G?sten, die den Ball besuchten." "All diese M?nner waren dabeigewesen, um es mit anzuh?ren, um zu wissen, dass das Gebiet, das sie begehrten, nun rechtlich in meinem Namen war." "Nat¨¹rlich k?mpften sie. Sie k?mpften verbissen und brachten sich fast gegenseitig um, w?hrend mein Vater dem Spektakel mit morbider Freude zusah... bis nur noch Alpha Wren stand." "Und als Alpha Wren seinen Wunsch ?u?erte, rate mal, was er vengte?" fragte Neveah leise. "Du hast richtig geraten, er vengte nach diesen L?ndereien. Und ein Alphak?nig bricht sein gegebenes Wort niemals, verstehst du? Lothaire spielte die Karte des Hilflosen, obwohl es viele Zeugen f¨¹r sein Versprechen gab." "Niemand konnte Lothaires Argumentation widersprechen. Es war unangebracht, ein Geschenk zur¨¹ckzufordern, das er eben jenen Tag gemacht hatte. Aber das bedeutete nur, dass alles in meiner Handg." "Alpha Wren war kein einf?ltiger Mann, er wusste, dass die L?ndereien nicht mehr in Lothaires H?nden waren und er nicht zur¨¹ckfordern konnte, was mir bereits geschenkt worden war.""Daher machte Alpha Wren ein Gegenangebot: Er wollte etwas anderes anstelle dieser L?ndereien haben, obwohl wir alle genau wussten, dass es nichts gab, das diesen Wert h?tte ausgleichen k?nnen." Neveahchte sp?ttisch. "Er forderte eine k?nigliche Begnadigung, die er nach eigenem Ermessen nutzen k?nnte. Eine k?nigliche Begnadigung bedeutete, dass er f¨¹r ein Verbrechen, sollte er jemals eines begehen, nicht verurteilt werden w¨¹rde ¨C unabh?ngig von der Schwere." "Und ich erkannte das Verbrechen, das Alpha Wren im Sinn hatte, als er noch in derselben Nacht in mein Zimmer einbrach..." Neveah machte erneut eine Pause. "Oh, Veah..." Menarx murmelte und sein Herz schmerzte. Es fiel Neveah schwer, dar¨¹ber zu sprechen, und so holte sie erst einmal tief Luft. "Mit einer k?niglichen Begnadigung in der Hinterhand konnte man selbst f¨¹r ein so schweres Verbrechen wie die erzwungene Paarung mit der Tochter des Alpha-K?nigs ungeschoren davonkommen... so schien es." Neveahs Ton war sarkastisch, aber es war ein vergeblicher Versuch, den Schmerz zu verbergen, der in jedem Wort mitschwang. "Doch zugleich w¨¹rde eine Prinzessin, die eine heimliche Aff?re gehabt hatte, nach unseren Gesetzen gezwungen sein, den betreffenden Mann zu heiraten, um die k?nigliche Ehre zu wahren." Neveah fuhr fort. "Ich nehme an, Alpha Wren nte, das Verbrechen zu begehen, erwischt zu werden, die k?nigliche Begnadigung einzufordern und dann die Verantwortung f¨¹r sein Handeln zu ¨¹bernehmen, indem er mich heiratet und dadurch auf jeden Fall die L?ndereien engt." Neveah fuhr fort. "Doch es lief nicht gut f¨¹r ihn, denn in jener Nacht endete er... mit meinem Dolch in seiner Kehle." "Erst als mein Vater... Lothaire mit einem wissenden Grinsen auf den Lippen erschien, wurde mir r, dass dies von Anfang an der urspr¨¹ngliche n gewesen war." "Nat¨¹rlich spielte Lothaire das Spiel geschickt. Er wusste genau, wonach all diese Alphas trachteten." "Er wusste auch, dass der Sieger des Kampfes seine Augen auf das richten w¨¹rde, das ihnen die rechtm??ige Herrschaft ¨¹ber diese L?nder sichern w¨¹rde...auf mich." Neveah machte wieder eine kurze Pause und r?usperte sich leicht. "Er warf mich mitten in einen Jahrzehnte andauernden Territorialkampf und dabei l?chelte er die ganze Zeit. Er l?chelte, weil er genauso wie ich wusste, dass das alles nur ein K?der f¨¹r das war, was er wirklich wollte... es war zu schade, dass alle anderen in ihrer Gier zu blind waren, das zu sehen." "Es wurde noch deutlicher, als mir bewusst wurde, dass Alpha Wren bereits vergiftet worden war und nur noch ein gerechtfertigter Tod erforderlich war, der keine Fragen aufkommenssen w¨¹rde." "Und die endg¨¹ltige Best?tigung war, als Lothaire Anspruch auf alle Goldminenfelder erhob, die Alpha Wren geh?rt hatten, denn dieser war gestorben, ohne einen Erben zu hintessen..." "Und da hatte mein Vater genau das bekommen, was er wollte, ohne etwas zu verlieren, und du fragst dich vielleicht, wo meine ganze Ausbildung ins Spiel kam?" fragte Neveah mit einer Stimme, die kaumuter als ein Fl¨¹stern war. "Wie, ubst du, konnte ein vierzehnj?hriges M?dchen einen ausgewachsenen Wolf, der dreimal so gro? war wie sie, t?ten, ohne zuvor seine Verteidigung zu schw?chen?" Neveah beantwortete ihre eigene Frage. Chapter 387: Lauschangriff (Kap.387)

Chapter 387: Lauschangriff (Kap.387)

"Sie m¨¹ssen nicht mit mir kommen. Ich will keinen ?rger verursachen, ich m?chte nur nach meiner Tochter sehen", sagte Kaideon und warf Jian einen genervten Blick zu, w?hrend sie im Aufzug standen. Jian hatte wiederholt versucht, Kaideon davon zu ¨¹berzeugen, dass Neveah in guten H?nden sei und er sie einfach am n?chsten Tag besuchen k?nne, statt zu so sp?ter Stunde, aber Kaideon blieb hartn?ckig. "Ich sehe die Spannungen zwischen dir und Menarx ganz deutlich", begann Jian und warf Kaideon einen durchdringenden Blick zu. "Also nein, aus meiner Perspektive finde ich deine halbherzigen Versicherungen kaum ubw¨¹rdig, besonders wenn ich bedenke, wie gut ich dich kenne, Kaideon." "Unabh?ngig davon, ob du ?rger provozieren willst oder nicht, traue ich dir und Menarx nicht, auch nur einen Moment alleine und unbeaufsichtigt zu sein... Ich m?chte lieber, dass alles heil bleibt", erwiderte Jian n¨¹chtern. "Mich so zu beobachten, wird mich nicht davon abhalten, Menarx anzugreifen, wenn ich dazu gezwungen bin. Letztlich wirst du nur hineingezogen werden", sagte Kaideon, um die Lage zu verdeutlichen. "Kaideon, sieh einfach nach ihr, und dann k?nnen wir gehen. Es ist doch nicht so schwer, einfach freundlich zu sein, oder?" fragte Jian genervt. "Doch, ist es", antwortete Kaideon direkt. Er war nicht in der Stimmung, seine Worte zu besch?nigen. Vielleicht war es wirklich besser, dass Jian ihn begleitete, denn Kaideon und Menarx hatten ihr Gespr?ch nie beenden k?nnen. Jian und Kaideon gingen den Rest des Weges schweigend, bis sie an der T¨¹r zu Menarxs Zimmer ankamen. Kaideon wollte gerade klopfen, als ihn einige Worte in einem zitternden Ton, der eindeutig von Neveah stammte, innehalten lie?en. "Ich sage es immer wieder falsch... er war kaum ein Vater f¨¹r mich, ein Titel, den er nie verdient hat, und ich hasste es, ihn so zu nennen, also warum sage ich es immer wieder falsch?" murmelte Neveah. "Veah, Liebes, zwing dich nicht dazu. Nimm es leicht, es wird Zeit brauchen, sich daran zu gew?hnen. Es ist alles, was du seit neunzehn Jahren kennst", tr?stete Menarx leise. ?Ich bin verwirrt, aufgew¨¹hlt, ich habe so viele Fragen und keine Antworten... aber tief im Inneren habe ich wohl immer gewusst... dass er nicht... nicht mein Vater sein kann." ?Aber jetzt, wo mir die Wahrheit direkt ins Gesicht starrt, wei? ich nicht, was ich damit anfangen soll", fuhr Neveah fort und brach in leises Schluchzen aus, das bis zu Jian und Kaideon hallte. Was war herzzerrei?ender, das, was Neveah gesagt hatte, oder die starken Emotionen in ihrem Ton... es war schwer zu entscheiden. Kaideons Gedanken ¨¹berschlugen sich, eine Mischung aus Wut, Verzweiflung und einer Vielzahl anderer Gef¨¹hle kroch auf einmal in ihm hoch. Nach einer kurzen Weile des Stehens vor der T¨¹r hatten Kaideon und Jian beide etwas geh?rt, von dem sie wussten, dass sie es nie h?tten h?ren sollen... vielleicht niemals.Ein Blick in Neveahs Leben in der Eclipse-Dom?ne, den sich niemand, nicht einmal Jian, h?tte vorstellen k?nnen ... dass eine solche Dunkelheit hinter ihren kalten Augenuerte. Kaideons H?nde waren zu festen F?usten geballt, seine Gestalt zitterte sichtlich vor Wut, und Jian starrte ihn nur misstrauisch an. Es war schon schlimm genug, dass sie ungewollt den vielleicht zerbrechlichsten Moment von Neveah buscht hatten, die, wie sich Jian deutlich erinnerte, ihn immer noch hasste. Schlimmer war die Tatsache, dass der Grund von Kaideons Wut am anderen Ende der Welt war, und die ganze Wut, die sich in diesem Moment in ihm aufstaute, kein Ventil finden konnte. "Kaideon, du..." begann Jian, brach dann aber ab, weil er nicht wusste, was er Kaideon nach all dem, was sie gerade geh?rt hatten, noch sagen k?nnte. Jian konnte sich nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie Kaideon sich in diesem Moment f¨¹hlte, wenn sogar er selbst davon nicht ganz unber¨¹hrt war... er war weit davon entfernt, davon unber¨¹hrt zu sein. Die Worte, die er gerade geh?rt hatte, sa?en noch immer schwer in seinem Kopf, und Jian musste sie erst noch vollst?ndig verarbeiten, aber wenn er eines wusste, dann das, dass Neveah bereits jemanden hatte, der ihr in diesem zerbrechlichen Augenblick beistand. Seit fast einem Jahr war sie im Drachenhort gewesen, und Jian hatte kein einziges Wort ¨¹ber ihre Vergangenheit von irgendeiner Quelle geh?rt; es war leicht zu verstehen, warum es kein einfaches Thema zum Besprechen war. Der einzige Grund, dass Neveah sich ¨¹berhaupt ge?f hatte, war, weil Menarx in jenem Raum mit ihr war, und Jian verstand, dass, sollte Neveah herausfinden, dass ihr Publikum mehr als nur Menarx gewesen war, die Dinge f¨¹r niemanden gut ausgehen w¨¹rden. Es gab nicht viele Dinge, zu denen Jian sich bekennen w¨¹rde, aber er wusste ganz genau, dass dies eine Grenz¨¹berschreitung war, so schockierend Neveahs Worte auch waren. Ein unvermeidliches Schuldgef¨¹hl begann, irgendwo in ihm zu brodeln. "Kaideon... ich denke, wir sollten einfach gehen." murmelte Jian zu Kaideon, der immer noch wie erstarrt an seinem tz stand. "Du bleibst drau?en." sagte Kaideon zu Jian und wollte in den Raum gehen, aber Jian packte ihn an der Schulter und zog ihn zur¨¹ck. "Ich ube nicht, dass es dem M?dchen jetzt hilft, wenn du dort hinein st¨¹rmst und w¨¹test... Du bist ihr Vater seit einem Tag, nicht wahr?" "Deine Tochter und ich sind nie einer Meinung und werden es auch nie sein, aber wenn ich eines ¨¹ber sie wei?, dann ist es die Tatsache, dass sie stark und stolz ist." "Und sie hat ihren Kopf immer hoch gehalten, songe ich sie kenne ... vielleicht sogar ein bisschen zu hoch." "Allein ihretwegen sollten wir vergessen, dass wir jemals hier waren", sagte Jian in einem n¨¹chternen, aber bestimmten Ton. Jian wartete nichtnge, zog Kaideon mit sich und sie gingen den Weg zur¨¹ck, den sie gekommen waren. Chapter 388: Rastlose Nacht (Kap.388)

Chapter 388: Rastlose Nacht (Kap.388)

"Vergiss, dass wir jemals hier waren", hatte Jian gesagt und damit einen Rat gegeben, ohne dass danach gefragt worden war. Die Worte waren leicht ¨¹ber seine Lippen gekommen, doch die Umsetzung erwies sich als nicht so einfach, wie Jian sich urspr¨¹nglich vorgestellt hatte. Wie viel Zeit war bereits vergangen? Es konnten eine Stunde sein, vielleicht aber auch viele Stunden mehr, w?hrend Jian nur auf seinem Bettg und an die Decke starrte. Es war sp?t in der Nacht geworden, und die gesamte Festung schlief, nur Scf fand Jian keinen; sein Geist war mit mehr Gedanken bden, als er zu entwirren imstande war. Das war kein seltenes Vorkommnis, denn in den vergangenen Jahrzehnten hatte Jian mehr N?chte wach in diesem Bett verbracht, als dass er schlief. Jian hatte schon immer Schwierigkeiten mit dem Scfen gehabt ¨C eine jahrhundertealte ge, mit der er sich l?ngst abgefunden hatte. Nur war es mit fortschreitender Zeit und wachsenden Sorgen immer schwieriger geworden. Noch bis vor einigen Monaten gab es wenigstens das Tonikum, das Everon aus H?utungsschuppen braute und das ihm half einzuscfen. Es war nahezu das einzige medizinisch wirksame Tinktur, das bei Jian eine Wirkung zeigte. Nun jedoch musste Jian sich diesen kalten, unruhigen N?chten stellen, so wie er allem anderen entgegentrat: unersch¨¹tterlich, seine Fassung von perfektem Wohlbefinden beibehaltend. Tats?chlich machte es ihm nichts aus. Jian hatte sich daran gew?hnt, er hatte es schon sehrnge getan ¨C l?nger, als ihm lieb war. Aber in dieser besonderen Nacht stimmte etwas nicht, etwas, das sich nicht in die normalen unruhigen N?chte einf¨¹gte, an die Jian gewohnt war. Obwohl Jian nicht genau sagen konnte, was es war, bemerkte er zumindest einen Unterschied, den man schwer ignorieren konnte. W?hrend Jian in vielen vorangegangenen N?chten nicht in der Lage gewesen war herauszufinden, was ihn so beunruhigte, wusste er dieses Mal genau, was es war. Unter Tausenden von Sorgen gab es eine, die sich diesmal abhob und Jian mit einer Erkl?rung f¨¹r seine Unruhe versorgte. Neveahs Vergangenheit ... die Worte, die sie ¨¹ber das, was ihr widerfahren war, gesagt hatte, wollten Jian einfach nicht aus dem Kopf gehen. Und noch schwieriger abzusch¨¹tteln war der wiederkehrende Gedanke, dass alles, was sie geschildert hatte, nur eine einzige Erinnerung war ... ein einziges Ereignis unter Hunderten von Erinnerungen, die sie im Laufe von neunzehn Jahren angesammelt haben musste. Jian kannte sich gut aus mit dunklen Erinnerungen, die man nicht vergessen kann, Erinnerungen, die ihn zu den unangebrachtesten Zeiten heimsuchten und ihm vor Augen f¨¹hrten, dass er ihrer Dunkelheit nie entkommen w¨¹rde, Und sie waren eine st?ndige Erinnerung an seine eigene Dunkelheit, die tief in ihm verborgeng ... zumindest wollte Jian uben, dass es so war. Die Sache war die, dass Jian genau wusste, wie es sich anf¨¹hlte, mehr dunkle Erinnerungen zu haben, als ein einzelner Mensch ertragen konnte, und es war ¨¹berhaupt kein gutes Gef¨¹hl ... weit davon entfernt. Es war sogar noch ironischer, denn so unvergesslich die angenehmsten Erinnerungen waren, diese dunklen Erinnerungen waren noch unvergesslicher.Und wenn es auch nur ann?hernd so war, wie Jian es kannte, stand jeder angenehmen Erinnerung ein hundertfaches an schrecklichen Erinnerungen gegen¨¹ber, die ihm stets vor Augen f¨¹hrten, dass die Waage niemals ausgeglichen werden konnte. Solche Erinnerungen waren unvergesslich; Jian trug noch immer Erinnerungen aus vier Jahrhunderten mit sich, ohne auch nur eine Sekunde der Ruhe, weil sie ein Teil von ihm geworden waren. Vier Jahrhunderte waren wahrhaft einenge,nge Zeit, doch f¨¹r ein M?dchen, das gerade einmal neunzehn Jahre z?hlte, waren neunzehn Jahre gleichsam eine Ewigkeit - es war ihr gesamtes Leben. Und Jian verstand nur zu gut, wie sehr jeder Tag eine Qual gewesen sein musste, daherstete es so schwer auf seinem Gewissen. So unterschied sich diese unruhige Nacht grundlegend von den anderen, denn diesmal wusste Jian genau, was ihn die ganze Nacht wach hielt. Einerseits sp¨¹rte er eine entfernte Erleichterung dar¨¹ber, dass er Neveah aus dem Eclipse Domain gerettet hatte, als er es tat. Andererseits war sich Jian nicht ganz sicher, ob es f¨¹r Neveah im Dragon Keep leichter gewesen war als im Eclipse Domain. Jian st?hnte leise und setzte sich im Bett auf. Er atmete tief und genervt aus, als er bemerkte, dass es bereits fast Morgen war. Er erinnerte sich daran, dass es eigentlich noch viel mehr gab, was ihm die ganze Nacht ¨¹ber h?tte im Kopf herumgehen sollen. Vertreter des Elfenrates waren mittlerweile in der Festung angekommen und es wurde ein Treffen des Reiterrates anberaumt, So sehr es Jian auch missfiel, dass die Elfen es wagten, seinen Rat einzuberufen, mit der offensichtlichen Absicht, eine Alleinentscheidung von ihm zu vermeiden, was wiederum bedeutete, dass sie ubten, Jian sei nicht geei, selbst ¨¹ber das Thema zu entscheiden, oder sie waren sich sicher, dass ihre Bitte direkt abgelehnt werden w¨¹rde. Jian konnte es ihnen nicht ver¨¹beln, er war es gewesen, der dieses Privileg ¨¹berhaupt erst einger?umt hatte. Am Ende konnte die Entscheidung des Rates nicht endg¨¹ltig sein ohne Jians Zustimmung. Doch Jian vermutete, oder besser gesagt, er war sich sicher, dass er die Bitte, die die Elfen mitgebracht hatten, nicht sch?tzen w¨¹rde. Wenn Jian raten m¨¹sste, w¨¹rde er sagen, dass es etwas mit Xenon zu tun hatte. Ein Stirnrunzeln legte sich auf sein Gesicht bei dem Gedanken, die Elfenvertreter w¨¹rden sicherlich nicht erfreut reagieren, wenn sie erneut Xenons Hinrichtung thematisierten. Jian hatte die Unversch?mtheit bereits einmal ¨¹bersehen; ein zweites Mal w¨¹rde es nicht geben. Aber dann war da noch Davina, Rodricks Tochter, und das war der einzige Grund, warum Jian zweifelte, dass es hier ¨¹berhaupt um Xenon ging. Jian atmete erneut tief durch, als er aus dem Bett stieg... der Morgen war angebrochen, und es war gerade rechtzeitig, um herauszufinden, welche Neuigkeiten die Elfen brachten. Chapter 389: Bauchgefühl (Kap.389)

Chapter 389: Bauchgef¨¹hl (Kap.389)

"Narx...", murmelte Neveah und sah zu Menarx hoch, der ihr mit einem albernen L?cheln auf den Lippen zusah. Ein L?cheln, das Neveah mit einem kleinen, verscfenen L?cheln erwiderte, ihre Augen noch schwer vom Scf. Neveah war sich nicht sicher, ob sie so fest gescfen hatte wie in der vorherigen Nacht. Vielleichtg es daran, dass sie sich Menarx gegen¨¹ber ge?f und einen Teil ihrer dunklen Vergangenheit geteilt hatte, aber sie f¨¹hlte sich bedeutend erleichtert. Ohne Albtr?ume oder Sorgen schlief sie nur in der W?rme von Menarx¡¯ Armen, und nun hatte sie bis weit in den Morgen hinein gescfen. "Da ist sie... Aufstehen, meine Liebe", sagte Menarx. Er beugte sich hinunter, gab Neveah einen sanften Kuss auf die Stirn, bevor er zur¨¹cktrat und fortfuhr, woran er gearbeitet hatte. "Oh G?tter... wie sp?t ist es ¨¹berhaupt? Hatten wir heute Pl?ne? Oder sollte ich mich eigentlich in der Akademie melden?" Neveah st?hnte, als sie sich im Bett aufsetzen wollte, doch Menarx hielt sie sanft davon ab. "Nein, mein Schatz, dein einziger n ist es, dich auszuruhen und wieder ganz gesund zu werden. Everon hat darauf bestanden, angeor und streng gewarnt, dass du ¨¹berhaupt nichts tun sollst, bis er gr¨¹nes Licht gibt", antwortete Menarx und sch¨¹ttelte den Kopf ¨¹ber Neveah. "War Everon heute Morgen hier?" fragte Neveah, die immer noch im Bett sa? und sich gegen das Kopfteil lehnte. "Vor einer Weile kam er vorbei, um nach dir zu sehen, und hat mir auch geholfen, meine Verb?nde zu wechseln", berichtete Menarx. Neveah wusste nicht genau, wann Menarx aufgewacht war, aber er hatte bereits seine Reithose und ein Satinhemd angezogen, und sein Mantelg ¨¹ber einem Stuhl. "Warum hast du mich nicht einfach geweckt? Daf¨¹r brauchst du Everon nicht, ich h?tte es mit viel weniger Murren erledigen k?nnen", merkte Neveah an. Menarx kicherte leise ¨¹ber Neveahs wenig subtilen Seitenhieb auf Everons Neigung, st?ndig ¨¹ber die kleinsten Dinge zu n?rgeln. "Ich wollte dich nicht aufwecken, du brauchtest deine Ruhe, und er musste so oder so nach dir sehen", erkl?rte Menarx. "Mir geht es gut, Narx, deine Verletzungen scheinen schwerer zu sein als meine und du darfst dich bewegen", entgee Neveah mit einem leisen Seufzer. "Komm her, ich will nachsehen", bestand Neveah. Menarx warf einen Blick ¨¹ber die Schulter zu Neveah, ein schiefes L?cheln auf seinen Lippen angesichts ihrer Sorge. Er kam Neveahs Bitte nach und setzte sich auf das Bett, den R¨¹cken zu ihr gewandt. Er ?fe die obersten Kn?pfe seines Hemdes und lie? es ¨¹ber seine Schulter gleiten, so dass Neveah seine verletzte Schulter besser betrachten konnte. Neveah nahm die Verletzung in Augenschein. Sie schien nicht mehr so stark zu bluten, aber es gab immer noch keine Anzeichen einer Heilung. Jeglicher Fortschritt war hinf?llig, seit Menarx sich bewegt und die Wunde wieder aufgerissen hatte. "Das tut ziemlich weh, nicht wahr?", fragte Neveah, w?hrend sie vorsichtig die Seiten des Verbandes so anpasste, dass er nicht zu stark auf die Wunde dr¨¹ckte. "Ich werde heilen, Veah. Es gehtngsam, was zu erwarten ist, da es sich um Adamantiterz handelt, aber ich werde mich bald erholen, sei unbesorgt", versicherte Menarx Neveah. "Diese verdammten Zwerge", murmelte Neveah leise vor sich hin.Es scheint, als g?be es dort immer noch b?ses Blut. Wann wirst du mir erz?hlen, wie du ins Zwergenterritorium gekommen bist?", fragte Menarx mit hochgezogener Augenbraue. "Du wusstest es?!", rief Neveah erschrocken aus, w?hrend Menarx l?ssig mit den Schultern zuckte. "So habe ich mich also nicht get?uscht. Ja, Veah, ich wusste es... Ich war kurz davor, ihre Stadt niederzubrennen, als ich h?rte, dass du in Sicherheit bist." erz?hlte Menarx. "Aber... aber wie?", fragte Neveah ¨¹berrascht. "Mal abgesehen davon, dass du pl?tzlich mitten im Nirgendwo aufgetaucht bist, ohne irgendeine Erkl?rung, wie du dorthin gekommen bist? Ich habe etwas von dir bei ein paar Zwergen gefunden, die wir gefangen genommen haben." "Ich habe sie und alles andere Lodenworth ¨¹bessen, als Jian euch in den Futtergruben gefunden hat." erkl?rte Menarx. "Dir ist schon r, dass du uns irgendwann eine Antwort schuldest...", f¨¹gte Menarx hinzu. Neveah seufzte und nickte. "Ich werde es tun... gib mir nur etwas Zeit. Ich versichere dir, ich habe nichts Unrechtes im Schilde gef¨¹hrt." sagte Neveah schnell. "Das wei? ich... Keiner zweifelt daran. Nimm dir Zeit, aber nicht zu viel, schlie?lich war Jian sehr nachsichtig und hat die Sache nicht erzwungen." sagte Menarx und lie? das Thema fallen. Ein schmerzvolles St?hnen entkam ihm, als er seine Schulter leicht bewegte, um sich selbst zu ¨¹berpr¨¹fen. "Wenn du doch nur ruhig sitzen bleiben und den vern¨¹nftigen medizinischen Rat von Everon befolgen w¨¹rdest.", bemerkte Neveah seufzend. "Sagt diejenige, die so tut, als h?tte sie das Tonikum neben sich nicht bemerkt.", entgee Menarx und zeigte auf das Tonikum, dasngsam auf der Heiztte k?chelte. "Ich habe nie behauptet, dass ich es nicht trinken w¨¹rde.", verteidigte sich Neveah mit einem Augenrollen. "Ich wei?, dass du es tun wirst. Du bist ein braves M?dchen.", lobte Menarx, w?hrend er sein Hemd richtete und wieder zukn?pfte. Er t?tschelte Neveah spielerisch auf den Kopf, bevor er sich erhob. "Der Vertreter des Elfenrats ist gestern Abend im Bergfried eingetroffen; ein Reiterrat wurde einberufen.", erkl?rte Menarx. "Ach ja? War das der Grund f¨¹r das Trommeln gestern?", fragte Neveah, die sich an den fernen ng einer Trommel erinnerte. "Eigentlich war es Davina, die die Bitttrommeln schlug... Gott allein wei?, was sie mit den Elfen vorhat.", erwiderte Menarx. Bei der Erw?hnung von Davina runzelte Neveah die Stirn. "Vielleicht sollte ich mit dir zum Rat gehen?", ¨¹berlegte Neveahut. "Liebling, Everon wird mir den Kopf abrei?en, wenn ich dich aus diesem Zimmersse, bevor er gr¨¹nes Licht gibt. Au?erdem ube ich nicht, dass es eine gro?e Sache sein wird... es sollte keine sein.", beruhigte Menarx Neveah. Neveah nicktengsam, obwohl sie sich nicht sicher war, ob Menarx Recht hatte, denn die Nennung von Davina hatte Neveahs Bauchgef¨¹hl geweckt... und dieses Bauchgef¨¹hl t?uschte sie fast nie. Chapter 390: Weinlor (Ch.390)

Chapter 390: Weinlor (Ch.390)

Jian sa? auf seinem Thron, sein Gesichtsausdruck war leer. Der Rat der Reiter war bereits versammelt, und Jian hatte zugestimmt, dass die Elfen herbeigerufen werden sollten. Die T¨¹ren zum Thronsaal ?fen sich und die Vertreter des Elfenrates schritten herein. Es waren f¨¹nf an der Zahl, drei m?nnliche und zwei weibliche Elfen. Jian erkannte drei von ihnen als Mitglieder des Elfenrats, die beiden anderen waren Elfenwachen, die ihm nicht so bekannt waren. Jahrzehnte waren vergangen, seitdem Jian die Elfen gerufen hatte, doch er erkannte die Gesichter der Ratsmitglieder wieder. Sie waren von edlem Blut und unter den Ihren hoch angesehen. "Seid gegr¨¹?t, Eure Gnaden, der Drachenk?nig", gr¨¹?ten die Elfen einstimmig, legten ihre Handfl?chen ch ¨¹ber ihr Herz und verneigten ihre K?pfe tief, wie es der Gru? der Elfen war. Der Anf¨¹hrer der Abgesandten trat vor, und Jians Stirn zuckte leicht, das einzige sichtbare Zeichen seiner Verstimmung. "Mein Lehnsherr..." dachte Cassian schuldbewusst an Jian ¨¹ber ihre Gedankenverbindung, die sie mit der ¨¹brigen k?niglichen Garde teilten. "Du hast uns nicht vorwarnen k?nnen, dass er es ist?" Kirgan war der Erste, der Cassian ¨¹ber die Gedankenverbindung konfrontierte. "Er war klug genug, seinen Namen im Vorfeld nicht zu nennen. Erst gestern Nacht, als ich sie unterhalb des Berges traf, wurde mir r, wer er ist. Ich dachte, es w?re besser, dies unerw?hnt zussen", dachte Cassian zur¨¹ck. "Das hat die Sache gerade wesentlich komplizierter gemacht", dachte Imagor. "Da sagt du was", pflichtete Menarx bei, bevor sie alle ihre Aufmerksamkeit wieder den Elfen zuwandten. Der Anf¨¹hrer der Elfen war ein junger Elf, Lord Weinlor hie? er, wenn Jians Ged?chtnis ihn nicht trog, und Jian war sich sicher, dass dem so war. Nach menschlichem Alter zu urteilen, w¨¹rde man meinen, Lord Weinlor sei Anfang drei?ig. Doch Jian wusste, dass es sich wohl um Lord Weinlors zweites Jahrhundert handelte, songe kannte Jian diesen Elf schon. Es war schwierig zu vergessen, wienge so ein problematischer Elf bereits existierte. Jian hatte keine wirkliche Meinung ¨¹ber die Elfen im Rat, denn, songe sie auch lebten, sie hatten nicht die Lebensspanne der Drachen, und es hatte seit dem Aufstand zahlreiche Ver?nderungen im Rat gegeben. Aber wenn es einen Elf gab, ¨¹ber den Jian eine Meinung hatte, dann war es dieser Lord Weinlor, und die Meinung, die Jian von ihm hatte, war gar nicht gut ¨C eine Ansicht, die von der k?niglichen Garde geteilt wurde. "Weinlor, Ihr ehrt uns mit Eurer Anwesenheit", durchbrach Kirgan zuerst die angespannte Stille, denn Jian hatte offensichtlich nicht die Absicht, die Elfen zu begr¨¹?en, nachdem er Weinlor gesehen hatte. "Die Ehre ist keinesfalls auf Gegenseitigkeit beruhend, Herr der Smaragdschuppen", erwiderte Lord Weinlor und machte damit Kirgans Versuch, diplomatisch zu bleiben, zunichte. Kirgans gezwungenes L?cheln verschwand und sein Gesichtsausdruck verwandelte sich in einen d¨¹steren Blick. "Ja, nun, wenn wir uns in diesem Punkt einig sind, beeilt euch und zieht von dannen", riet Kirgan. "Das h?ngt davon ab, wie dieses Treffen verl?uft", entgee Weinlor. Menarx schnaubte leise bei der selbstsicheren Art des Elfen, einem Tonfall, der verriet, dass er wusste, die Drachen w¨¹rden einen Krieg mit den Elfen riskieren, wenn sie ihm den Kopf abrei?en w¨¹rden, so offensichtlich wie sie dies wollten."Was f¨¹hrt dich unangemeldet zum Drachenturm?" begann Jian schlie?lich und betonte das Wort ¡¯unangemeldet¡¯. "Es gibt eine Vielzahl von Gr¨¹nden, die ich in ihrer Priorit?t aufz?hlen werde, beginnend mit dem unwichtigsten", informierte Weinlor. "Gewiss... es gibt keinen besseren Ort f¨¹r uns", sagte Imagor in einem Ton, der vor Sarkasmus triefte. "ubst du wirklich, du k?nntest nach Belieben den Reiterrat einberufen und uns hier festhalten, um uns Beschwerden vorzutragen, die du auch einfach h?ttest berichten k?nnen?!" fuhr Lady Melya von der zweiten Schwadron sie an, ihre Augen verengt vor Ver?rgerung. "Er muss wohl denken, unser Rat sei sein pers?nliches Publikum", pflichtete ihr Drache, Lord Valdon, bei. Nat¨¹rlich ignorierte Weinlor den Unmut, den sein Erscheinen ausgel?st hatte, und begann trotzdem, seine Berichte vorzutragen. "Zuerst: Der n der Herbstelfen und das Meervolk hatten im letzten Monat einige heftige Auseinandersetzungen", er?fe Weinlor. "Dar¨¹ber sind wir informiert, ich bin pers?nlich zur D?mmerburg geflogen, um mich zu vergewissern", warf Kirgan ein. "Wirklich?" fragte Weinlor in einem sp?ttischen Ton. "Wir w¨¹rden es begr¨¹?en, wenn du direkt auf den Punkt kommen k?nntest", sagte Menarx genervt. "Was Lord Kirgan damit meinte, war sicherzustellen, dass die D?mmerburg nicht in die Auseinandersetzungen hineingezogen wird, sollte es zu einer ht kommen", fuhr Weinlor fort. "Aber das war keine L?sung, oder? Es hat lediglich das htfeld vegert und das Unvermeidliche hinausgez?gert", stellte Weinlor r. "Was soll das bedeuten?" knurrte Kirgan ver?rgert, bevor er sich an Jian wandte. "Mein Lehnsherr, wie ich berichtet habe, haben sowohl der Herr des Meeres als auch die K?nigin der Herbstelfen ihr Wort gegeben, dass sie die Angriffe einstellen werden", versicherte Kirgan. "Ich bin mir sehr sicher, dass sie das gesagt haben, denn wer w¨¹rde nicht alles sagen, um die Drachenlords nicht zu ver?rgern? Ein Friedensabkommen aufzuzwingen, l?st nicht die eigentliche Ursache." "Wie ich bereits sagte, ihr habt die ht nur auf einen sp?teren Zeitpunkt verschoben", beharrte Weinlor auf seiner Meinung. "Das bestreiten wir nicht. Kirgans Befehl war, Zeit zu gewinnen und Raum f¨¹r weitere Ma?nahmen zu schaffen. Nun, das sind die Angelegenheiten des Drachenrats und werden von uns behandelt. Seit wann mischst du dich ein?", fragte Jian k¨¹hl. "Seitdem die Kampffront sich zu unserem Mondwald vegert hat", entgee Weinlor n¨¹chtern. "Die Mer haben ihre Mondk¨¹sten zur¨¹ckerobert und im Zorn auf den n der Herbstelfen allen fremden Rassen den Zutritt verboten." "Und ich bin sicher, du wei?t ebenso gut wie ich, dass das n?hrstoffreiche Wasser der Mondk¨¹sten nicht nur den k?niglichen Wald der Fae, sondern auch den Mondwald der Elfen bereichert." "Mein Volk wird mitten in diesen angeblich eingestellten Angriffen gefangen sein, und unser Mondwald wird gef?hrdet sein." "Unserer Meinung nach w?re es besser gewesen, wenn sich beide Parteien bek?mpft h?tten", sagte Weinlor. Chapter 391: Der letzte Bericht (Kap.391)

Chapter 391: Der letzte Bericht (Kap.391)

"Die Elfen sind wahrhaft selbstlos ¨C es ist inspirierend", lobte Kirgan und sch¨¹ttelte anerkennend den Kopf. "Jede Rasse k¨¹mmert sich zuerst um ihre eigenen Bnge. Da machen die Elfen keine Ausnahme. F¨¹r das Wohl der gesamten Festung oder anderer Rassen zu sorgen, ist die Aufgabe der Drachen, nicht unsere", entgee Weinlor gssen. Jian war, wie schon so oft, nicht besonders beeindruckt von Weinlors Worten und Handlungen, lie? sich aber dadurch nicht in seinen ¨¹berlegungen st?ren. Die Meermenschen hatten ihr Wort gebrochen und diese Bedenken ausgel?st. "Das Volk der Meermenschen wird eine Erkl?rung f¨¹r die Vorkommnisse an den Mondk¨¹sten abgeben. Die Elfen k?nnen darauf vertrauen, dass ich kein Unrecht zssen werde," entgee Jian. "Sehr gut, der Drachenk?nig bricht niemals sein gegebenes Wort. Mein Volk wird beruhigt sein, dass ihre Sorgen ernst genommen werden", sagte Weinlor und nickte zufrieden. Weinlor fuhr mit seinen Berichten fort, die nichtnge andauerten, da die meisten Angelegenheiten bereits in Behandlung waren. Jian vermutetengsam, dass die Elfen lediglich den Boden f¨¹r eine unversch?mte Forderung bereiteten, die bald vorgebracht werden w¨¹rde. Diese Vermutung von Jian best?tigte sich in Weinlors n?chsten Worten. "Dann werde ich nun den Hauptgrund f¨¹r die Anwesenheit des Elfenrates nennen", kam Weinlor schlie?lich zu seinem letzten Berichtspunkt und zog dabei eine Schriftrolle hervor, die er mit einer Verbeugung vorlegte. Kirgan trat an Jians Seite, nahm die Schriftrolle von Weinlor entgegen und reichte sie dann an Jian weiter. "Vor dem Rat der Drachenreiter beantragt der Elfenrat die umgehende Verurteilung von Lady Neveah, der Drachenreiterin von Lord Menarx der Rubinschuppen. Wir fordern ihre sofortige Abberufung und den Verzicht auf alle ihr verliehenen Titel!" verk¨¹ndete Weinlor. Menarx¡¯ Blick verengte sich sp¨¹rbar und seine Miene wurde sofort ernst bei der Erw?hnung von Neveah. Die gesamte Versammlung wurde rmiert, als seine auf Weinlor gerichtete Geste zu einem t?dlichen Versprechen wurde. "Du traust dich also in die Drachenburg hereinzuschneien und den Namen meiner Reiterin auszusprechen? Bist du dir der Konsequenzen bewusst?" fragte Menarx mit eisiger Stimme. "Soll das elbische Volk das als Drohung auffassen, Lord Menarx?" fragte Weinlor zur¨¹ck. Menarx l?chelte gef?hrlich und machte einen Schritt von der ttform herunter. "Betrachte es als ein Versprechen, das die Drachen der Nordenden einl?sen werden", entgee Menarx. Jian entrollte die Schrift und ¨¹berflog sie, zog die Stirn kraus und reichte sie dann an Imagor weiter. Der Inhalt der Schrift entsprach weitestgehend Weinlors Worten, nur um einiges ausf¨¹hrlicher. Einiges ausf¨¹hrlicher und bitter im Geschmack, als Imagor sie dem Rat vos. "Nach elfischem Recht kann der Elfenrat, wenn der gew?hlte Gef?hrte elbischer Hoheit vom Rat als unpassend erachtet wird, sein Recht nutzen, um die Gemeinschaft aufzul?sen und den genannten Gef?hrten durch eine angemessene Wahl zu ersetzen.""Mit diesem Hintergrund ¨¹berbringt uns der Rat die Verlobungsgaben der Lady Lissandre aus dem Volk der Sonnenfeuer-Elfen, bestimmt f¨¹r Prinz Menarx vom Volk der Eichenherz-Elfen." Imagorsut vor und warf einen misstrauischen Blick auf den w¨¹tenden Menarx. "Genug jetzt, Imagor. Ich habe genug geh?rt!" zischte Menarx. Menarx schnappte sich die Schriftrolle, zerriss sie in zwei Teile und warf sie zu Boden. Er musste sich gewaltig beherrschen, um nicht auf Weinlor loszugehen, und z?hlte im Stillen, um die Kontrolle nicht zu verlieren. "Lady Lissandre aus dem Sonnenfeuer-Volk hat bereits als Kind die Ausbildung zur Drachenreiterin erhalten und ist umgehend in der Lage, alle Pflichten als Lady der Rubinschuppen zu erf¨¹llen." "Sobald Lord Menarx die Verlobungsgeschenke annimmt, wird sie sogleich nach Drachenfeste umziehen, wo sie als Zeichen der Einigung unserer beiden V?lker verbleiben wird", fuhr Weinlor fort, mit dem, was Imagor noch nicht vorgelesen hatte. "Narx... durchatmen...", dachte Jian zu Menarx. "Du, deine Lady welcher Art auch immer und dein gesamtes Volk k?nnt zum Teufel fahren!", stellte Menarx unmissverst?ndlich r. "Magst du auch ein Drachenlord sein, du bist immer noch der Sohn einer elfischen Prinzessin, Lord Menarx. Du magst es verleugnen, aber das elfische Blut in deinen Adern l?sst sich nicht leugnen. Und du bist dem Elfenvolk ebenso verpflichtet wie den Drachen", ermahnte Weinlor in bestimmtem Ton. "Aus welchem Grund stellst du eine derart unangemessene Forderung? Was wirfst du genau Lady Neveah vor?", fragte Imagor verdutzt. "Verrat", sagte Weinlor direkt und brachte die schwerste aller Anschuldigungen mit einem einzigen Wort zum Ausdruck. Weinlors Worte hinterlie?en eine betretene Stille im ganzen Saal, eine Stille, die nur kurz w?hrte, bevor sie unterbrochen wurde. "Du musst wohl den Tod w¨¹nschen!", knurrte Menarx und machte Anstalten, sich auf ihn zu st¨¹rzen, wurde aber von Cassian zur¨¹ckgehalten, der seinen Arm schnell ergriff und ihn davon abhielt, einen Krieg zu entfesseln. Allerdings hatte anscheinend niemand bemerkt, dass Menarx nicht der Einzige war, der zur¨¹ckgehalten werden musste. Im n?chsten Augenblick wurde Weinlor blitzschnell an der Kehle gepackt und hochgehoben. Er starrte mit weit aufgerissenen Augen und um Luft ringend auf einen w¨¹tenden D¨¹nenf¨¹rsten herab. Die anderen Vertreter des Elfenvolks wollten ihrem Anf¨¹hrer beistehen, wurden jedoch von Rodvan blockiert. "Wer noch einen Schritt weitergeht, stirbt... das sind meine Anweisungen, Rodvan", stellte Kaideon r, ohne den anderen Elfen auch nur einen Blick zu g?nnen. "Verstanden", entgee Rodvan und akzeptierte Kaideons Befehle ohne zu z?gern. "Ich bin ein Vertreter des Elfenrats! Ihr d¨¹rft mich nicht so behandeln! Euer Gnaden", kr?chzte Weinlor in seinem Kampf, doch seine Worte f¨¹hrten nur dazu, dass Kaideon seinen Griff noch st?rker ansetzte. "Und ich bin der D¨¹nenf¨¹rst der Festung Asvarian... Mir ist es gleich, welche Vereinbarungen Ihr und Euer erb?rmlicher Rat f¨¹r Euren Prinzen getroffen habt, doch merkt Euch, dass ein weiterer Verleumdung meiner Tochter, der Erbin der wei?en D¨¹nen, Krieg bedeutet!"kl?rte Kaideon mit Nachdruck. Chapter 392: Die Stimme (Kap.392)

Chapter 392: Die Stimme (Kap.392)

Neveah w?lzte sich auf ihrem Bett hin und her. Ihre Gedanken kreisten immer noch um das, was Menarx ¨¹ber den Reiterrat gesagt hatte. Davina hatte die Petitionstrommel gescgen, was bedeutete, dass sie dem Rat eine bedeutende Angelegenheit zu melden hatte. Aber was genau war eine bedeutende Angelegenheit? "W¨¹rde sie dem Rat wirklich verraten, was sie getan hat? Wie wollte sie erkl?ren, dass sie mich entf¨¹hrt und ins Zwergengebiet gebracht hat?" dachte Neveahut nach. Aber selbst wenn Davina vorhatte, reinen Tisch zu machen, was hatte das mit dem Elfenrat zu tun und wieso hatten sie sich eingemischt? Neveah seufzte. Es gab bereits zu viele Sorgen, da sie naiv genug gewesen war, Davina songe zu decken. Es war jetzt nichts mehr zu machen. Sobald sich die Angelegenheiten im Rat gelegt hatten, w¨¹rde sich Neveah darum k¨¹mmern. Neveah verwarf weitere Gedanken und ihre Augen fielen zu w?hrend sie versuchte, etwas Scf zu finden und tats?chlich die Ruhe zu engen, die Everon best?ndig einforderte. Es dauerte nichtnge, bis Neveahs Augen schwer wurden und gerade als sie dabei war, einzuscfen, hallte eine leise, aber unheimliche Stimme in ihrem Kopf wider. "Omega". Die Stimme ng in Neveahs Kopf, kaum h?rbar, aber bestimmt. "Lass mich in Ruhe, M?dchen. Und seit wann nennst du mich so?" murmelte Neveahut und an ihren Wolf gewandt, w?hrend sie die Decke ¨¹ber sich zog, mit der Absicht, ihren Wolf vollst?ndig zu ignorieren. "Omega!" Dieses Mal zischte die Stimme scharf in Neveahs Kopf und sie schreckte hoch, ihre Augen aufgerissen vor Schreck. W?hrend Neveah die erste Stimme vielleicht als eine Ausrufung ihres Wolfes abgetan h?tte, ein Hirngespinst oder eine Art Trance, verwechselte sie die zweite Stimme ganz sicher nicht. Neveah war ihr ganzes Lebenng mit ihrem Wolf verbunden gewesen, sie kannte dessen ng besser als jeder andere, und Neveahs Wolf w¨¹rde sie niemals, niemals Omega nennen. "Das warst nicht du in meinem Kopf, oder?" dachte Neveah warnend an ihren Wolf. "Nein Veah, das war ich nicht." best?tigte Neveahs Wolf in einem gleichsam misstrauischen Tonfall. Seine Worte versetzten Neveah sofort in rmbereitschaft. Neveah blickte sich in ihrer Umgebung um; ein vergeblicher Versuch, denn Neveah war sich ziemlich sicher, dass sie etwas gesp¨¹rt h?tte, wenn jemand der Raum betreten h?tte. Es sei denn, es war Menarx, dessen Gegenwart Neveahs Instinkt neuerdings nicht mehr als m?gliche Gefahr einstufte. Aber selbst dann war Neveah noch wach, seit Menarx vor kurzem gegangen war. Es war noch keine halbe Stunde vergangen und ihre Augen waren nur kurz geschlossen worden; nicht einmal Menarx h?tte unbemerkt hereinkommen k?nnen. "Narx... bist du hier?" fragte Neveah vorsichtig, als siengsam vom Bett aufstand und in Richtung des Waschraums ging. Sie sp?hte hinein, fand ihn leer vor. Auch das ¨¹brige Zimmer war frei, ebenso der Balkon und der angeschlossene Raum, der Menarx¡¯ Kleiderschrank war. Neveah zog die Stirn in Falten und legte ihre Hand auf die Stirn, um sicherzugehen, dass ihre Temperatur normal war. "H?ren wir jetzt Dinge, die nicht existieren?" murmelte Neveah zu ihrem Wolf und sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf. "Ich dachte, du hast mir versichert, ich w¨¹rde nicht abtr¨¹nnig werden, wenn ich eine Bindung mit jemandem eingehe. Was ist damit passiert?" dachte Neveah wieder an ihren Wolf.Sie erinnerte sich daran, dass sie bis vor kurzem st?ndig in rmbereitschaft gewesen waren, und das war die einzige Erkl?rung, die Neveah f¨¹r den Moment hatte. "Das hat nichts damit zu tun, dass ich abtr¨¹nnig geworden bin, Veah. Und ich ube nicht, dass wir uns t?uschen." dachte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah seufzte schwer, betrat den Waschraum, f¨¹llte die Badewanne mit hei?em Wasser und zog sich aus, bevor sie hineinstieg. Erleichtert atmete Neveah aus, als sie sich ins Wasser sinken lie? und nur noch ihren Kopf ¨¹ber Wasser hielt. Neveah war sich ziemlich sicher, dass das Wasser extrem hei? war, aber sie sp¨¹rte kaum etwas, denn seit der Verschmelzung mit dem Feuer hatte sie eine gewisse Affinit?t f¨¹r Feuer und Hitze entwickelt. Es war nicht so, dass Neveah gegen¨¹ber Feuer unempfindlich war, sie hatte nur eine h?here Toleranz gegen¨¹ber sengenden Temperaturen als fr¨¹her. Neveah lehnte den Kopf an den Wannenrand und entspannte sich, doch gerade als sie zur Ruhe kam, geschah es wieder. ¡¯Omega!¡¯ Diese fordernde und raue Stimme erng wieder in Neveahs Kopf, diesmal begleitet von einem so starken Zug, dass Neveah sich ¨¹ber den Rand der Wanne beugte, als w?re sie in den Magen gescgen worden. "Fell des Sch?pfers!" rief Neveah aus, wusch sich hastig ab und sprang aus der Badewanne. Sie troce sich ab, lie? das Wasser aufen, holte sich eines von Menarxs schlichten Gew?ndern und zog ihre Lederhosen und Stiefel an. ¡¯Omega...¡¯ Die Stimme erng wieder in Neveahs Kopf, diesmal ein leiser Hohn, und Neveah st?hnte genervt. "Ich stehe doch, oder?!" zischte Neveah erbost. "Ich wei?, wenn mein Verstand mir Streiche spielt, und du musst schon viel mehr tun, wenn du mich wirklich erschrecken willst." murmelte Neveah vor sich hin. In diesem Moment wurde an der T¨¹r geklopft, und ohne hinzusehen, erkannte Neveah Estelles Duft. "Komm rein." eubte Neveah und tats?chlich trat Estelle mit einem Tablett voll Essen ein. "Veah... ist alles in Ordnung?" fragte Estelle, w?hrend sie sich mit einem verwirrten Ausdruck umsah. "Ja, warum nicht?" antwortete Neveah, noch immer ihre Stiefel schn¨¹rend. "Du hast gerade jemanden angeschrien... und es ist niemand hier." wies Estelle offensichtlich darauf hin. Neveah seufzte, sch¨¹ttelte leicht den Kopf und hob dann ihren Blick zu Estelle, ein beruhigendes L?cheln auf ihren Lippen. "Mir geht es gut, ich habe nur viel um die Ohren." versicherte Neveah, als sie dankbar das Tablett mit Essen entgegennahm. "Danke, wirklich." sagte Neveah. "Ich w?re dir dankbar, wenn du so etwas nicht f¨¹r mich tun w¨¹rdest, Estelle. Du bist eine Adelige, keine Dienerin, und ich ziehe es vor, solche Dinge selbst zu erledigen." erkl?rte Neveah. "Es macht mir nichts aus, Veah. Jemand muss sich um dich k¨¹mmern, bis du wieder vollst?ndig genesen bist, und offensichtlich verstehst du dich hier mit vielen nicht so gut." antwortete Estelle mit einem Schulterzucken. Chapter 393: Die Stimme 2 (Kap.393)

Chapter 393: Die Stimme 2 (Kap.393)

Neveah gluckste schuldbewusst. Estelle war gerade erst angekommen und wusste bereits, dass Neveah nicht die beliebteste Person im Drachenhort war. Es war nicht so, dass es Neveah st?rte, beliebt zu sein; es war nur schwer, von ihrem eigenen nicht so guten Ruf zu h?ren. "Gut, aber nur, bis Everon sagt, dass ich wieder zu meinen Aktivit?ten zur¨¹ckkehren darf. Ich bin das nicht gewohnt... zumindest seit ich im Drachenhort angekommen bin," beharrte Neveah. "Einverstanden," gab Estelle ohne Z?gern nach. Estelle nahm am Bett tz, w?hrend Neveah a?. "Du wei?t, es f?llt mir auch schwer, hier au?er mit dir und Lord Everon und Dante, der in den letzten Tagen so besch?ftigt ist, zu jemandem Kontakt zu finden," gestand Estelle. "Wieso das?" fragte Neveah und bezog sich dabei auf Dante. "Die Drachenlords nen f¨¹r Fort zed und ben?tigen die Drachen von Fort Scabbard, da Fort Scabbard dem Fort zed am n?chsten liegt," erkl?rte Estelle. "Dante ist der junge Lord von Fort Scabbard; er wird aktiv eingebunden sein. Ich wei?, die Drachenlords haben mich aus Sicherheitsgr¨¹nden au?en vor gssen, aber..." Estelle stockte. "Aber du ubst, dass du das Recht hast, in das Schicksal deiner Festung eingebunden zu werden, da du deren Erbin bist," vollendete Neveah wissend. "Ich wei?, es ist albern; sie haben alles unter Kontrolle, und ich w¨¹rde nur Probleme verursachen," murmelte Estelle seufzend. "Was f¨¹r gr??ere Probleme k?nnten schon entstehen, als die, die bereits passiert sind? Wenn das ist, was du willst, was h?lt dich dann auf?" "Meines Wissens diskriminieren die Drachenlords Frauen nicht, und Reiter werden genauso respektiert wie die Drachenlords selbst," betonte Neveah. "Es ist nur... naja, ich habe mich mein ganzes Lebenng nicht sehr in die Angelegenheiten von Fort zed eingemischt; ich nehme an, die Drachenlords wissen das bereits," erkl?rte Estelle. "Hast du irgendjemandem davon erz?hlt? Dem Herzog, der K?nigsgarde oder gar Lord Everon?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue. "Nein... nein, nur Dante," gestand Estelle. "Dann hast du nichts unternommen. Alles, was sie wissen, ist, dass du dich nicht f¨¹r Staatsangelegenheiten interessierst, Estelle. Denn das ist das Bild, das du abgibst, wenn du zul?sst, dass sie dich ausschlie?en." "Niemand w¨¹rde mehr ¨¹ber Fort zed wissen als du, nicht einmal Dante, und niemand verdient eher einen tz am Tisch als du... also mach das deutlich," riet Neveah. "Worauf wartest du noch? Auf eine offizielle Eidung der K?nigsgarde? Eine Eidung, deine eigenen Pflichten zu erf¨¹llen?" "Wenn du die Erbin von Fort zed sein willst, dann sitzt du nicht hier und schmollst, sondern gehst und zeigst es," murmelte Neveah, als sie ihr Tablett zur Seite stellte und leicht den Kopf ¨¹ber Estelles Zerbrechlichkeit sch¨¹ttelte. "Du hast recht. So habe ich das noch nicht gesehen," gab Estelle ehrlich zu. "Meiner Meinung nach bist du zu sehr daran gew?hnt, dich selbst zu bemitleiden, Estelle. Nichts wird einem auf einem Silbertablett serviert." "Wenn meine Kenntnisse ¨¹ber die Situation in Fort zed richtig sind, dann besteht echte Gefahr, und niemand wird einem Kind ein Schwert anvertrauen, um zu k?mpfen. Wenn du weiterhin ein Kind spielst, kannst du hier im Drachenhort keine R¨¹cksicht erwarten." "Sie halten dich raus, weil du noch nicht bewiesen hast, dass du helfen kannst, und wenn du das nicht beweisen kannst, ist es ebenso besser, wenn du ihnen aus dem Weg gehst," beendete Neveah. Neveah wusste, dass ihre Worte etwas hart waren, aber sie sah keinen Grund, sie zu besch?nigen.¡¯"Ich verstehe schon, warum die Leute dich nicht m?gen, Neveah", sagte Estelle undchte leise. Neveah zuckte nur l?ssig mit den Schultern. Sie wollte gerade mehr sagen, als pl?tzlich diese Stimme in ihrem Kopf wieder auftauchte. ¡¯Omega!¡¯, knurrte die Stimme w¨¹tend. Neveah zuckte zusammen und hob ihre Hand, um sich an die schmerzende Schl?fe zu fassen, w?hrend sie die Auswirkungen dessen sp¨¹rte, was in ihrem Kopf vor sich ging. "Veah, geht es dir gut? Soll ich Lord Everon rufen?", fragte Estelle besorgt und eilte zu Neveah. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und hob abwehrend die Hand, um Estelle davon abzuhalten, n?her zu kommen. Neveah biss die Z?hne zusammen und ertrug den Schmerz. Nach einem Moment lie? er nach, doch das scharfe, ziehende Gef¨¹hl in ihrem Bauch blieb unver?ndert. "Ich ... ich muss irgendwohin ...", murmelte Neveah vor sich hin. Ihr d?mmerte, dass diese Stimme, was auch immer sie war, sie irgendwohin f¨¹hrte. Und je mehr Neveah versuchte, sie zu ignorieren, desto hartn?ckiger wurde sie. "Wohin musst du? Zum Rat der Reiter?", fragte Estelle verwirrt. "Vielleicht ... vielleicht ist es das", murmelte Neveah, richtete sich auf und wollte gerade ihr Quartier vessen, hielt aber inne. Neveah warf einen Blick auf ihre Kleidung und runzelte die Stirn, bevor sie sich auf den Weg machte, von Menarx¡¯ Quartier im zweiten Stock hinunter in ihr eigenes Quartier. Sobald sie in ihrem Quartier angekommen war, holte Neveah ein Reitkleid heraus und zog es schnell an, w?hrend Estelle ihr verwirrt folgte. Sobald Neveah ordentlich angezogen war, verlie? sie ihr Quartier und ging wieder nach oben in den dritten Stock. Neveah steuerte auf die Audienzhalle zu, sobald sie den Aufzug vessen hatte, doch wurde sie durch die wiederkehrende Stimme aufgehalten. "Omega!" Die Stimme zischte diesmal noch fordernder. Neveah erkannte, dass sie nicht in die richtige Richtung ging. Sie drehte sich um und lie? sich von ihren F¨¹?en leiten, bis sie sich auf der Landettform des dritten Stocks befand. Auf der ttform waren noch zwei weitere Personen, aber nur eine erkannte Neveah. "Davina?", rief Neveah der jungen Frau zu, die regungslos vor sich hin starrte. Ein einziger Blick reichte aus, um zu erkennen, dass mit dem M?dchen, das sie kannte, etwas ganz und gar nicht stimmte. "Ihr, die Dame der Rubin-Schuppen, solltet nicht hier sein", sagte der Mann, der bei Davina stand. "Und wer seid Ihr?", fragte Neveah, ?nderte dann aber ihre Meinung. "Ihr wisst was? Das ist mir egal. Ich m?chte mit Davina sprechen", entgee Neveah abweisend und ging auf Davina zu. Der unbekannte Mann bewegte sich schnell und versperrte Neveah den Weg ¨C eine Aktion, die Neveah ganz und gar nicht passte. Chapter 394: Was sonst noch neu ist (Kap.394)

Chapter 394: Was sonst noch neu ist (Kap.394)

¡¯"Haltet sie fern von mir, sie ist die Verr?terin!" warf Davina Neveah vor und zeigte mit dem Finger auf sie. "Wir d¨¹rfen nicht zssen, dass Ihr das Zeugnis der Zeugin beeintr?chtigt, Lady Neveah. Ihr solltet zur¨¹ckgehen und das Urteil des Rates abwarten." Der fremde Mann mahnte sie. Neveah sah ihn an und sp¨¹rte eine fremde Wut in sich aufsteigen. Ihr Geist vernebelte sich, w?hrend sie den unbekannten Mann anstarrte, nicht nur an ihn, sondern tief in ihn hinein. Sie bemerkte, wie seine Augen sich weiteten, bevor er regungslos zu Boden fiel. Davina schrie entsetzt auf und st¨¹rzte zu Boden, w?hrend sie Neveah anstarrte. Neveah blinzelte verwundert und trat einen Schritt zur¨¹ck. Ihre Augen waren vor Schreck geweitet. "Ist er tot?" rief Estelle aus, die zugeschaut hatte, wie sich die Szene abspielte. Neveah beachtete Estelles Reaktion nicht, kniete sich hin und legte zwei Finger an den Hals des Mannes, um seinen Puls zu f¨¹hlen. Ein erleichtertes Seufzen entrang sich Neveah, als sie feststellte, dass er nur bewusstlos war und nicht tot. ¡¯Was ist gerade passiert? Haben wir... haben wir das getan?¡¯ dachte Neveah erschrocken an ihren Wolf, unf?hig zu begreifen, was gerade geschehen war, aber Neveah bekam keine Gelegenheit, weiter dar¨¹ber nachzudenken. ¡¯Omega!¡¯ Die Stimme zischte erneut in Neveahs Kopf. Sie st?hnte, als ein stechender Schmerz ihren Sch?del durchdrang. Sie stand auf, ging zu Davina und es schien, als h?tte sie die ganze Zeit der Stimme folgen sollen. Neveah hockte vor Davina und musterte sie mit zusammengezogenen Brauen. ¡¯Feenmagie...¡¯ sagte die Stimme in Neveahs Kopf, eine Aussage, die sie nicht ganz verstand. "Was geht hier vor? Was hast du getan, Davina?" fragte Neveah, w?hrend sie in die Augen des M?dchens blickte, das sie zu versorgen begonnen hatte. "Ich habe keine Ahnung, wovon du redest. Der Rat wird die Strafe f¨¹r deine Verbrechen festlegen." fauchte Davina mit gereiztem Tonfall. Neveahs Stirn runzelte sich leicht bei Davinas Worten. Bevor Neveah ein Wort herausbringen konnte, stie? Davina sie beiseite und eilte in Richtung des Audienzsaals. "Veah, ich ube, du steckst in Schwierigkeiten", bemerkte Estelle, die ebenso besorgt Davina hinterherblickte. "Was gibt¡¯s Neues?" murmelte Neveah, als sie sich erhob. ¡¯Feenmagie!¡¯ Die Stimme zischte wieder in Neveahs Kopf und erinnerte sie an die Worte, die sie grade ignoriert hatte. "Feenmagie..." murmelte Neveah leise vor sich hin. Es waren die ersten tats?chlichen Worte, die die Stimme in ihrem Kopf gesprochen hatte, au?er sie ¡¯Omega¡¯ zu nennen. Neveah dachte einen Moment ¨¹ber die Worte nach, bis es Klick machte. "Estelle... damals im Wald, die dunkle Fee hat etwas mit dir gemacht, das dich dazu brachte, uns anzugreifen... kannst du mir genau sagen, was passiert ist?" fragte Neveah, in Gedanken bei jener Nacht. "Es f¨¹hlte sich so an, als h?tte ich keine Kontrolle mehr ¨¹ber meinen Geist und K?rper. Es war, als w?re jemand anderes da, der mich dazu zwang, Dinge zu tun, die ich nie tun w¨¹rde." erkl?rte Estelle."Estelle...an jenem Tag sahst du genauso wild und leer aus wie Davina eben." Neveah erkannte es. "Hei?t das...?" Estelle begann, brach jedoch ab und starrte erneut in den Zuschauerraum. "Es gibt nur einen Weg, es herauszufinden. Wie schnell kannst du Dante herbringen?" fragte Neveah Estelle ernst. "Ich werde ihn sofort suchen gehen," versicherte Estelle. "Such ihn... und dann m¨¹sst ihr beide mir bei etwas helfen," sagte Neveah, w?hrend sie ihre Augen verengte. ___________ Die T¨¹ren zum Audienzsaal schwangen auf und Davina taumelte herein, was die Aufmerksamkeit aller auf sich zog. "Da... der Zeuge ist da..." kr?chzte Weinlor, der sich immer noch aus Kaideons Griff zu befreien versuchte. "Kaideon,ss ihn los," befahl Jian. Kaideon runzelte die Stirn, gehorchte jedoch auf seine Art und warf Weinlor zur Seite, sodass dieser unsanft auf dem Bodenndete. Weinlor keuchte und griff sich an den Hals. Die anderen Elfen eilten herbei, um ihn auf die Beine zu helfen. Er stand mit Unterst¨¹tzung da und starrte Kaideon finster an. "Davina, k?nntest du dem Rat alles mitteilen, was du uns berichtet hast?" Weinlor gab ihr das Zeichen, nach vorne zu gehen. "Ich..." begann Davina, wurde jedoch unterbrochen, als die T¨¹ren des Audienzsaals erneut aufgingen und Neveah eintrat, was alle Blicke auf sie lenkte. Neveah stand an der T¨¹r, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt, und ihr Blick wanderte kurz durch den Saal, verweilte kurz bei einem besorgten Kaideon, um ihn zu beruhigen. Es war ein D¨¦j¨¤-vu f¨¹r Neveah; der Rat hatte sich erneut versammelt, um ¨¹ber ihr Schicksal f¨¹r Verbrechen zu beraten, von denen sie nichts wusste. Es war nicht das erste Mal, und Neveah sp¨¹rte, dass es nicht das letzte Mal sein w¨¹rde, aber diesmal war es anders als beim letzten Mal; dieses Mal war sie keine hilflose Ausl?nderin. "Veah... du musst nicht hier sein," sagte Menarx als Erster, besorgt in seinem Ton. "Warum sollte man ein Konzil ohne den Angegten beginnen? Ich m?chte ebenfalls von meinen Verbrechen h?ren," erwiderte Neveah, w?hrend sie zum Thron schritt und die Elfen sowie Davina ignorierte. Unter der ttform angekommen, neigte Neveah ihren Kopf zur Verbeugung. "Wenn es Euer Gnaden gestattet, w¨¹rde ich gerne diesen Prozess selbst leiten. Ich habe Erfahrung aus einem fr¨¹heren Verfahren," schlug Neveah vor, was den Rat weiter verbl¨¹ffte. "Das unterst¨¹tze ich," rief eine Stimme ihre Zustimmung, und zum dritten Mal ?fen sich die T¨¹ren des Audienzsaals. Lady Kaliana, die Reiterin von Imagor, trat ein, gefolgt von Lord Everon. "Ich sehe keinen Grund gegen diesen Vorscg; wenn an all dem etwas Wahres ist, sollte es in Lady Neveahs Gegenwart besprochen werden," unterst¨¹tzte Lord Everon und nahm seinen tz im Rat ein. "Ich stimme zu, Lady Neveah hat das Recht erworben, ihre Ehre zu verteidigen," stimmte auch ein Drachenlord zu, mit dem Neveah nicht so vertraut war. Niemand im Rat schien Neveahs Anwesenheit abzulehnen, und K?nig Jian nickte seine Zustimmung. "Ich sehe keinen Grund dagegen," stimmte K?nig Jian zu. Chapter 395: Das letzte Gesicht (Kap.395)

Chapter 395: Das letzte Gesicht (Kap.395)

"Dies ist kein Prozess," argumentierte Weinlor. "Doch, jetzt ist es einer, nur haben wir noch nicht entschieden, wer tats?chlich vor Gericht steht," erwiderte Neveah in einem ruhigen und besonnenen Ton. "Wenn es ein Prozess ist, dann wird der Elfenrat die Fragen stellen," stellte Weinlor r. "Ihr Beitrag ist willkommen... vorerst," entgee Neveah abweisend. Sie war nicht hier, um sich auf Wortgefechte mit den Elfen einzssen. Neveah trat vom Thron zur¨¹ck und ging zu der auf dem Boden liegenden Schriftrolle, die in zwei H?lften zerrissen war. Wenn sie sich aus dieser Lage befreien wollte, musste Neveah wissen, was bereits gesagt worden war, bevor sie ankam, und was genau die Elfen bezweckten. "Veah, nicht..." Menarx versuchte Neveah davon abzuhalten, den Inhalt der Schriftrolle zu lesen, doch Neveah ignorierte ihn. Obwohl die Schriftrolle in zwei Teileng, konnte man den Inhalt leicht entziffern, indem man die beiden St¨¹cke n?her zusammenr¨¹ckte. Neveah untersuchte die Schriftrolle und sch¨¹ttelte leicht den Kopf, als sie erkannte, worauf die Elfen abzielten. Neveah war nicht einmal ¨¹berrascht, dass ihre Bindung zu Menarx nun in Frage gestellt wurde. Bisher war alles zu sch?n gewesen, um wahr zu sein. Neveah wusste, dass es fr¨¹her oder sp?ter zum Et kommen w¨¹rde. "Das ist nicht der Punkt," dachte Neveahs Wolf bei sich. "Stimmt," stimmte Neveah zu. Neveah w?re verdammt, wenn sie die Dinge einfach soufen lie?e, wie die Elfen es wollten. Wenn sie jemals Menarxs Seite vessen w¨¹rde, dann aus freien St¨¹cken und nicht durch irgendwelche Intrigen. "Verrat?" brach Neveah schlie?lich die Stille und sah Davina mit hochgezogener Augenbraue an. "Und du bist diejenige, die gegen mich aussagt?" fragte Neveah, obwohl sie eigentlich keine Antwort erwartete. "Gut, dannsst uns h?ren," sagte Neveah und gab Davina ein Zeichen, ihre Aussage zu beginnen." "Zuerst: Lady Neveah hat Kontakt zu den Zwergen aufgenommen und soll sich w?hrend der Zeit, in der sie als vermisst galt, im Zwergengebiet aufgehalten haben, ist das wahr?" fragte Weinlor zuerst. Der gesamte Rat verstummte bei dieser Anschuldigung. Die einzigen, die nicht ¨¹berrascht waren, waren K?nig Jian und seine Wache, denen Menarx bereits von Neveahs Aufenthaltsort erz?hlt hatte. "Das ist so," best?tigte Davina. Neveah war nicht ¨¹berrascht ¨¹ber den Beginn der Fragen; sie hatte von Anfang an gewusst, dass es eine verborgene Absicht gab, sie ins Zwergend zu schicken. Genau deshalb konnte Neveah ihre Situation nicht ohne handfeste Beweise erkl?ren. "Bestreiten Sie das, Lady Neveah?" wandte Weinlor sich an Neveah. "Ich war tats?chlich im Zwergengebiet, in einem Kerker, wo ich als K?der festgehalten wurde, um Menarx anzulocken, der zu dieser Zeit die Zwerge angreifen wollte. Wenn das bedeutet, Kontakt aufgenommen zu haben, dann gebe ich es zu," antwortete Neveah aufrichtig."Es gibt niemanden, der bezeugen kann, dass du von den Zwergen festgehalten wurdest, und nicht, dass du aus freiem Willen dort warst. Wie k?nnen wir deinen Behauptungen uben schenken? Wie sollen wir wissen, dass du nicht nur versuchst, dich mit L¨¹gen aus der Aff?re zu ziehen?" fragte Weinlor mit einem sp?ttischen Unterton. "Wieso nimmst du an, dass ich ohne Beweise spreche? Mein Herr Drache hat herausgefunden, dass ich in Zwergengebiet war, nachdem pers?nliche Gegenst?nde von mir bei einigen Zwergenschmugglern gefunden wurden." "Diese Zwerge werden noch immer an den Au?enposten festgehalten. Es w?re ein Leichtes, Lords Conrad und Lodenworth zu benachrichtigen und ihre Zeugenaussagen zu erhalten," erwiderte Neveah mit einem lockeren Schulterzucken. "Ich verf¨¹ge bereits ¨¹ber diese Aussagen," unterbrach K?nig Jian. Neveah warf einen Blick zum Drachenk?nig, der Kirgan zunickte und eine Schriftrolle hervorholte. "Du hast doch nicht etwa gedacht, dass ich im Unren dar¨¹ber bleiben w¨¹rde, oder?" fragte K?nig Jian Neveah mit hochgezogener Augenbraue. Neveah erinnerte sich daran, dass sie den Drachenk?nig praktisch gebeten hatte, sich aus ihren Angelegenheiten herauszuhalten, doch bei seiner misstrauischen Art h?tte sie damit rechnen m¨¹ssen, dass er trotzdem ermitteln w¨¹rde. Und zum ersten Mal war Neveah dankbar, dass er es tats?chlich getan hatte. Kirgan reichte den Bericht an Weinlor weiter und fasste den Inhaltut und f¨¹r alle Anwesenden h?rbar zusammen. "Laut Conrads Bericht haben die gefangenen Zwerge gestanden, alle Gegenst?nde, die sie besa?en, von Gefangenen aus Kerkerzelten gestohlen zu haben." "Sie zeigten besonders gro?es Interesse an dem Gegenstand von Lady Neveah, da sie die letzte Gefangene und die einzige Drachenreiterin war. Diese Informationen erreichten uns in der Morgend?mmerung." "Mein Herrscher hat bereits Befehle erteilt, Vergeltungsma?nahmen f¨¹r diese Provokation vorzubereiten," berichtete Kirgan. Neveah blickte zu Menarx, der den Kopf leicht sch¨¹ttelte, um zu signalisieren, dass er davon nichts wusste. "Nun, hast du noch etwas zu sagen?" fragte Neveah den Elfen. "Wenn nicht, dann nehme ich an, dass dein Zeuge keine Einw?nde haben wird, meine eigene Frage zu beantworten," fuhr Neveah fort, ohne Weinlor eine Chance zur Erwiderung zu geben. "Davina, woher wei?t du, dass ich von Zwergen entf¨¹hrt wurde? Nicht einmal die Drachengarde in der Akademie konnte sagen, was in jener Nacht mit mir geschehen ist. Doch du scheinst alles ganz genau zu wissen," begann Neveah, "Hast du mich vielleicht zusammen mit den Zwergen die Akademie vessen sehen? Es ist unvorstellbar, dass ein Vorfall dieser Art von den Drachengarden ¨¹bersehen w¨¹rde... oder bin ich heimlich ausgeschlichen und habe mich anderswo mit ihnen getroffen?" "Wie kommt es, dass eine Dienerin im Drachenturm so gut informiert ist, um davon zu wissen?" fragte Neveah direkt. "Ich... ich..." stotterte Davina, nicht in der Lage, eine Verteidigung zu formulieren. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf; was auch immer hier im Spiel war, es bedeutete genauso eine Sabotage f¨¹r Davina wie f¨¹r sie ¨C zu viele L¨¹cken, die Davina offensichtlich nicht zu schlie?en wusste. "Wir beide wissen, was an jenem Tag passiert ist, Davina. Wenn hier jemand ein Verbrechen begangen hat, dann sicher nicht ich," stellte Neveah r. "Wie kommt es, dass das letzte Gesicht, das ich gesehen habe, bevor ich in der Akademie das Bewusstsein verlor, ... Lady Adrienne von den Feen war?" fragte Neveah. Chapter 396: Wer ist? (Kap.396)

Chapter 396: Wer ist? (Kap.396)

Der Ritterrat war einmal mehr ersch¨¹ttert von Neveahs Enth¨¹llung und der Erw?hnung eines v?llig unerwarteten Namens auf der Burg, aber niemand war von Neveahs Worten so schockiert wie Davina selbst. Weshalb? Weil Davina und Neveah beide wussten, wen Neveah in jener Nacht wirklich gesehen hatte. Es war nicht so, dass Neveah unsicher war, wen sie gesehen hatte oder es nicht wagte, Davina zur Rede zu stellen. Neveah hatte sich entschieden, einen K?der auszulegen, und nur Davinas Reaktion konnte ihren Verdacht best?tigen. ¡¯Sie hat zwei M?glichkeiten. Sie l?sst Adrienne die Schuld ¨¹bernehmen, was bedeuten w¨¹rde, dass Davina selbst b?se Absichten hegt, oder sie opfert sich, um Adrienne zu sch¨¹tzen. Letztendlich werden wir feststellen k?nnen, ob Adrienne beteiligt ist oder nicht.¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf. ¡¯Wenn Davina wirklich verzaubert ist, kannst du nicht ¨¹bersehen, dass die Fee dahinter vielleicht nicht Adrienne ist, sondern jemand anderes.¡¯ ¨¹berlegte Neveahs Wolf. ¡¯Wenn dem so ist, dann wird sie Adrienne die Schuld ¨¹bessen. Es gibt keine Gewissheit, das Beste, was wir jetzt tun k?nnen, ist, unseren Instinkten zu folgen.¡¯ entgee Neveah. ¡¯Ich habe unsere Instinkte nie angezweifelt, aber mit einer anderen Pr?senz im Kopf... Ich wei? nicht mehr, ob unsere Instinkte wirklich noch die unseren sind, Veah.¡¯ dachte Neveahs Wolf. Irgendwie wusste Neveah vom Augenblick, als sie von der Feenmagie h?rte, dass es nur eine Fee gab, die sie getroffen hatte und die offensichtlich auf sie abgesehen hatte, und Neveah war sich nicht sicher, ob diese starke Gewissheit auf ihren eigenen Instinkten beruhte oder mit der Stimme in ihrem Kopf zusammenhing. Die Magie der Feen galt sowohl f¨¹r dunkle Feen als auch f¨¹r die Unbefleckten. Die m?chtigsten dunklen Feen konnten sogar die Gedanken anderer kontrollieren ¨C was hinderte die Unbefleckten daran, ?hnliche F?higkeiten zu besitzen? Es war ein gewagter Schritt, Lady Adrienne hereinzuziehen, aber wenn Neveah recht hatte und Adriennes Stellung zu komplex war, war dies ihre einzige Chance, der Feenmacht zu begegnen. Und sollte sie falsch liegen, w¨¹rde niemand durch ihre Worte Schaden nehmen. Neveah m¨¹sste nur sagen, dass alles zu schnell passierte und sie sich vielleicht nicht r erinnerte. Wenn Neveah ¨¹ber etwas sicher war, dann dass es ihr zu diesem Zeitpunkt nicht zugutekommen w¨¹rde, Davina offen zu beschuldigen, da sie bis zu diesem Zeitpunkt geschwiegen hatte ¨C es w¨¹rde wie ein blo?er Vergeltungsakt wirken. Und wenn jemand dahintersteckte, hatte diese Person Davina hierher geschickt im Wissen, dass Neveah von Davinas Verstrickung wusste und dies sicher aufdecken w¨¹rde. Sie hatten diese Situation geschaffen im Wissen, dass Neveahs Wort gegen das der Tochter von Lord Rodrick stehen w¨¹rde und es r war, zu welcher Seite die Mehrheit des Rates tendieren w¨¹rde. Und egal welche Seite verlieren w¨¹rde, auch die andere Partei w?re nicht g?nzlich sicher. Das verst?rkte Neveahs Verdacht, dass dies von jemandem gent wurde, der Davina und ihre Position auf der Burg sehr gut kannte. Keine andere Gefolgsfrau k?nnte erreichen, dass der gesamte Rat ihr Geh?r schenkt oder ihre Worte bedenkt, au?er es war Davina. Davina verlie? die Burg kaum je, es war also naheliegend anzunehmen, dass der Schuldige hier in der Burg wohnte. ?Lady Adrienne vom Fae-Geschlecht ist von k?niglichem Blut. Lady Neveah, ist Euch die Schwere Eurer Anschuldigung bewusst?", fragte einer der Drachenlords Neveah. Es war eine Reaktion, die Neveah bereits erwartet hatte, denn Lady Adriennes Ruf war tadellos, ebenso wie Davinas.Neveahs Ruf war der Einzige, der nicht makellos war. ?Und was, wenn sie k?nigliches Blut hat? Kann sie nichts falsch machen? Wenn Neveah sagt, dass sie involviert ist, dann ist sie es auch. Sie sollte hierhergebracht und verh?rt werden. Ich wei?, dass meine Tochter f¨¹r weniger konkrete Anschuldigungen vor Gericht stand", entgee Kaideon, bevor jemand anderes etwas sagen konnte. ?Lord Kaideon, ich verstehe, dass Sie pers?nlich...", begann Weinlor, wurde jedoch von einem Knurren Kaideons unterbrochen. ?Halte den Mund, oder ich rei?e dir einen neuen." Kaideon lie? keinen Zweifel an seinen Worten. Es war offensichtlich, dass Kaideon jedes seiner Worte ernst meinte. Obwohl Weinlors Augen sich vor Missfallen verengten, hielt er weise den Mund. ?Kirgan, wo befindet sich Lady Adrienne zurzeit?", fragte K?nig Jian. ?Mein Herr, Lady Adrienne ist momentan nicht auf der Burg. Sie ist zusammen mit anderen Bewohnern unterwegs. Ich werde ihre Aufenthaltsorte sofort pr¨¹fenssen", antwortete Kirgan. ?Lady Adrienne hat damit nichts zu tun; sie war jene Nacht nicht dort!", rief Davina rmiert, fiel damit direkt in Neveahs Falle und best?tigte weiterhin Neveahs Verdacht. Doch Neveah war sich immer noch nicht sicher und brauchte eine re Best?tigung. ?Und wie willst du das wissen? Warst du in jener Nacht etwa dort, Davina?", lockte Neveah. Davina konnte Neveahs Behauptungen nicht entkr?ften, ohne zuzugeben, dass sie es war, die Neveah in der Akademie bewusstlos gescgen hatte. W¨¹rde sie es zugeben? Oder w¨¹rde sie schweigen? ?Davina, du wei?t offensichtlich viel mehr ¨¹ber das, was an jenem Abend passiert ist... sogar mehr als ich. Wenn Lady Adrienne nicht verwickelt ist, wer dann?", knurrte Neveah, ihr Tonfall ?nderte sich von ruhig zu bedrohlich. In Windeseile stand Neveah vor Davina und blickte ihr direkt in die Augen. ?¨¹berlege dir gut deine n?chsten Worte, Davina. Jeder Name, der hier f?llt, wird in diese Angelegenheit hineingezogen, egal ob es jemandem gef?llt oder nicht", versicherte Neveah in einem gef?hrlich leisen Ton. ?Sie darf da nicht mit hineingezogen werden, sie darf nicht", rief Davina und zitterte merklich. Ihre Augen huschten hin und her, als suchte sie nach einem Fluchtweg. In ihren Augeng ein entfernter Blick, und auf ihrer Stirn standen trotz der k¨¹hlen Temperatur in der Burg Schwei?perlen. ?Lady Neveah, ich w¨¹rde Ihnen raten, Zeugen nicht einzusch¨¹chtern...", begann Weinlor, doch Neveah unterbrach ihn. ?Welchen Teil von ?Halt den Mund¡¯ hast du nicht verstanden?!", zischte Neveah und fixierte den Elf mit einem eiskalten Blick. Chapter 397: Schwere Anschuldigungen (Kap.397)

Chapter 397: Schwere Anschuldigungen (Kap.397)

"Euere Gnaden..." Weinlor versuchte, K?nig Jian um Hilfe zu bitten, damit Neveahs Verh?r beendet wurde, doch der K?nig unterbrach ihn, bevor er seinen Satz beenden konnte. "Bleib du mal ganz raus", befahl K?nig Jian und beobachtete das Geschehen mit unheimlicher Gssenheit. "Wie bereits erw?hnt, war das letzte Gesicht, das ich sah, bevor ich das Bewusstsein verlor, zweifellos das von Lady Adrienne der Fae. Und ich bleibe dabei. Wenn du also keine handfesten Beweise f¨¹r das Gegenteil hast, sind wir hier fertig", schloss Neveah ab. "Das w?re alles, Euere Gnaden. Weiterkommen k?nnen wir erst, wenn Lady Adrienne hier ist. Nur sie kann uns erkl?ren, warum sie in jener Nacht an der Akademie war", wandte Neveah sich an K?nig Jian. "Meine M?nner sind bereits auf der Suche nach ihr. Es wird nichtnge dauern, bis sie vor den Rat gebracht wird", berichtete Kirgan dem K?nig. "Zieht Lady Adrienne nicht unn?tig in die Angelegenheit hinein, sie hat damit nichts zu tun! Das wisst Ihr!", insistierte Davina fast verzweifelt. "Ich wei?, was ich gesehen habe, Davina. Du musst schon mehr tun, als nur zu schreien, um mein Zeugnis anzuzweifeln. Bald werden wir von Adrienne h?ren", erwiderte Neveah emotionslos, und ihre Miene kehrte zu ihrer gewohnten Ruhe zur¨¹ck, als sie von Davina wegging. "Es war nicht Lady Adrienne in jener Nacht", wiederholte Davina immer wieder. "Wer war es dann?! Du?", fragte Imagor genervt. "Ja!", tzte es aus Davina heraus, noch bevor sie es richtig realisierte. Davinas Augen weiteten sich vor Schreck, ihr Gest?ndnis ¨¹berraschte den Ritterrat sowie die Elfen, die sie mit hineingezogen hatte. "Ich... ich wollte nicht..." stammelte Davina, aber es war bereits gesagt. "Na also, das war doch nicht so schwer, oder?", fragte Neveah, w?hrend sie sich erneut Davina zuwandte. "Du warst in jener Nacht da, Davina. Du warst das letzte Gesicht, das ich sah, und du hast es zugegeben", pflichtete Neveah bei. "Du hast mich dazu gedr?ngt, das zu sagen!", rief Davina mit weit aufgerissenen Augen. "Sollen wir dann wieder Lady Adrienne herholen? Wenn du es nicht warst, wer dann?", stellte Neveah r. "Wie soll das ¨¹berhaupt sein? Keiner von uns wurde in jener Nacht gesehen", verteidigte sich Davina, obwohl das ihre Sache nicht gerade verbesserte. "Dass ich von Zwergen entf¨¹hrt wurde, beweist, dass du dort warst, Davina. Wie sonst h?ttest du diese Information haben k?nnen, wenn du nicht wusstest, was in jener Nacht geschah?" "Anstatt dir eine noch tiefere Grube zu graben, solltest du einfach meine Fragen beantworten", riet Neveah kalt. "Warum hast du es auf mich abgesehen, Davina? Was hast du davon?", fragte Neveah. "Du bist ein falscher, intrigierender Verr?ter! Du hast alle belogen und tust es auch jetzt noch. Ich habe dem Elfenrat bereits alles erz?hlt, du kannst deinen Verbrechen nicht entkommen", beschuldigte Davina weiterhin heftig. Neveah war sich nicht sicher, ob Davina nur gut schauspielerte oder ob der Zauber sie wirklich uben lie?, was sie sagte. Es war schwer zu sagen, wie Magie ¨¹berhaupt funktionierte."Wor¨¹ber genau soll ich gelogen haben?" fragte Neveah. "Du wurdest von deinem Volk zu uns gesandt, um die Drachen auszusp?hen! Du stehst in Verbindung mit Alessio Terran Lothaire, dem Alphak?nig der Eclipse-Dom?ne, und er ist dein wahrer Gef?hrte!" "Du hast dich an Lord Menarx gebunden, obwohl du bereits einen Gef?hrten hast ¨C das ist moralisch verwerflich! Der Elferrat wird dich zur Rechenschaft ziehen, weil du einen Elfenprinzen get?uscht und verf¨¹hrt hast, um deinen Willen durchzusetzen!" w¨¹tend warf Davina eine Anschuldigung nach der anderen in den Raum. Au?er sich vor Zorn, mit weit aufgerissenen Augen, suchte sie nach jeder M?glichkeit, Neveah zu st¨¹rzen, und Neveah konnte erkennen, dass ein Zauber hinter ihrer Dringlichkeit steckte, doch sie konnte sich darauf nicht besinnen. Diesmal versetzten Davinas Vorw¨¹rfe nicht nur den gesamten Rat in Schweigen, sondern machten auch Neveah selbst sprachlos. Bei der Erw?hnung von Alessio f¨¹hlte Neveah, als w?re ihr s?mtlicher Atem entrissen worden, als ob ihr gr??ter Schmerz vor einem Rat entbl??t w¨¹rde, der sie nur mit Misstrauen betrachtete. "Trau dich nicht, hier L¨¹gen zu spinnen! Was f¨¹r ein Unsinn f?llt dir da ein?!" brummte Menarx und schob Cassian beiseite, der versuchte, ihn zur¨¹ckzuhalten. "Das sind ernsthafte Beschuldigungen, Lord Menarx. Der Rat vengt, dass Ihr euch heraushaltet." ein Drachenlord des Drachenrates meldete sich zu Wort. "Menarx, bleib stehen." befahl K?nig Jian. "Kommt nicht infrage!" Menarx knurrte. "Wenn du den Befehlen deines K?nigs zuwiderhandelst, nur um Lady Neveah zu helfen, best?tigt das nur diese Vorw¨¹rfe." bemerkte Weinlor, woraufhin Menarx in seiner Bewegung innehielt. "Wie... wie kennt Ihr Alessio?" Neveahs Stimme zitterte, als sie unwillk¨¹rlich einen Schritt zur¨¹ckwich. Das war der einzige Teil von Davinas Anschuldigungen, der Neveah wirklich getroffen hatte. "ubtest du etwa, niemand w¨¹rde es herausfinden? Dass du mit einem anderen verbunden bist und dich in die Drachenburg eingeschlichen hast, um dies zu verbergen?!" "Du hast Lord Xenon als dein erstes Ziel auserkoren und seine Gef¨¹hle manipuliert, um hierher zu gngen, doch als du einsehen musstest, dass du einen wilden Drachen nicht z?hmen kannst, hast du ihn durch die vorget?uschte T?uschung deines Todes an der Klippe in einen aussichtslosen Zustand versetzt und dich dann Lord Menarx zugewandt?!" zischte Davina. Neveah f¨¹hlte sich, als h?tte man ihr ein Messer direkt ins Herz gesto?en ¨C jedes harte Wort, das Davina von sich gab,stete schwer auf Neveahs Herz und sie hatte keinerlei Worte, um diese Anschuldigungen zu widerlegen. "Gibt es f¨¹r diese Anschuldigungen ¨¹berhaupt Beweise? Denn, beim Sch?pfer, wenn nicht, wird es Konsequenzen geben." forderte Lady Kaliana heraus, welche die Szene bisher schweigend beobachtet hatte. "Wir verf¨¹gen ¨¹ber Beweise... sie sind in den H?nden des Drachenk?nigs." antwortete Weinlor unmittelbar. Neveah drehte sich um, und alle Blicke richteten sich auf K?nig Jian, der pl?tzlich im Mittelpunkt stand. "Eure Majest?t, K?nig Jian der Drachen... Ich habe Euch pers?nlich ein anonymes Geschenk durch ein unmarkiertes Portal geschickt in der Hoffnung, dass Ihr im Vorfeld unserer Ankunft angemessen handeln und die Lage untersuchen w¨¹rdet." "In diesem Zusammenhang muss ich jetzt um den Brief bitten, der sich in Eurem Besitz befindet und vom Alphak?nig Alessio aus dem Reich der Finsternis an seine Gef?hrtin Neveah gesendet wurde." best?tigte Weinlor. Chapter 398: Schwere Anschuldigungen 2 (Kap.398)

Chapter 398: Schwere Anschuldigungen 2 (Kap.398)

K?nig Jian runzelte die Stirn, verneinte jedoch nicht, den besprochenen Brief zu besitzen, und sein Schweigen richtete mehr Schaden an als jedes Wort, das er h?tte aussprechen k?nnen. "Wenn das wahr ist, sind Lady Neveahs Handlungen Sakrileg! Die heilige Bindung zu entweihen, den eigenen Gef?hrten im Stich zussen?!" emp?rte sich ein Drachenlord. "Ihr seid schnell dabei, vorschnelle Schl¨¹sse zu ziehen und mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wenn ich mich recht erinnere, ist euer Auserw?hlter ebenfalls nicht euer wahrlicher Gef?hrte. Wer sagt denn, dass jemand das Recht h?tte, ¨¹ber die Bande anderer zu urteilen?" entgee Kaideon dem Drachenlord. "Mit Veub, D¨¹nenherrscher, aber das ist eine direkte Schmach f¨¹r Lord Menarx, und genau dort liegt die Besorgnis. Wenn man Lady Neveahs Bindung an die Wei?en D¨¹nen betrachtet, kann das nicht hingenommen werden." Ein anderer Drachenlord pflichtete bei. "Schmach? Im Gegenteil, sie steht wegen der Wahl ihres Gef?hrten vor Gericht... Veah ist es, die entehrt wird." antwortete Kaideon mit monotoner Stimme. "Kaideon..." unterbrach Neveah, ehe Kaideon noch weitere Worte sprechen konnte, und sch¨¹ttelte sanft den Kopf. Die Bestien von Asvar waren f¨¹r vieles bekannt, und das Ehrerbieten und Respektieren der Seelenbindung stand ganz oben auf dieser Liste. F¨¹r sie war es das h?chste Gut, mit dem ein Lebewesen gese sein konnte ¨C heilig, eine Verbindung, auf die sie Jahrhunderte warteten, bevor sie ¨¹berhaupt eine Alternative in Betracht z?gen. Wie k?nnten sie sich nur vorstellen, dass jemand die Seelenbindung verr?t und sich f¨¹r einen anderen entscheidet, w?hrend der wahre Gef?hrte noch lebt und an ihrer Seite ist? "Den Brief... Eure Exzellenz." dr?ngte Weinlor. Dieses Mal war es Cassian, der den Brief hervorzog und Menarx misstrauisch be?ugte, als er ihm zuerst das Schreiben anbot. Menarx nahm den Brief nicht an, sondern musterte ihn einen kurzen Momentng stumm. Alle beobachteten gespannt seine Reaktion und welche Auswirkungen die gerade aufgedeckte Wahrheit auf ihn haben w¨¹rde. Dass seine auserw?hlte Reiterin ihre Bindung zu einem anderen heimlich verborgen gehalten hatte. "Das ist zum Lachen." sagte Menarx und durchbrach die angespannte Stille mit einem leisen Kichern, was weit entfernt von jeglicher zu erwartender Reaktion war. "Ich kann nicht uben, dass ich diesen Tag erleben muss, an dem wir mit einer so absurden Situation konfrontiert werden, bei der unser Rat wegen grundloser Beschuldigungen zusammenkommen muss." fuhr Menarx fort und sch¨¹ttelte den Kopf. "Geht es darum? Eure Beweise st¨¹tzen sich auf die Gewissheit, dass Veah dies vor mir verheimlicht hat? Warum sollte auch nur einer von euch denken, ich w¨¹sste nichts davon?" fragte Menarx. Sein Ton war kalt und sein charakteristischer d¨¹sterer Gesichtsausdruck hatte sich eingestellt. "Du wusstest es?" fragte Cassian ¨¹berrascht. "Dass jemand behauptet, eine Bindung mit Veah zu haben? Ja, das wei? ich schonnge. Sie hat mir als Erstes davon erz?hlt, gleich nachdem die Verschmelzung des Feuers vollendet war, und ich versicherte ihr, dass es f¨¹r mich keine Rolle spielt ¨C und das tut es auch nicht." antwortete Menarx."Behauptungen? Hei?t das, es ist keine Wahrheit daran?" fragte der Drachenlord, der zuvor gesprochen hatte. "Wir haben alle die Tatsache aus unseren K?pfen gestrichen, dass Lady Neveah urspr¨¹nglich gegen ihren Willen hierher gebracht wurde. Wie k?nnte sie sich also verb¨¹nden, um einen Ort zu infiltrieren, an den sie nie gebracht werden wollte?" verteidigte Lord Imagor Neveah, zu jedermanns ¨¹berraschung. "W¨¹rde einer von euch tatenlos zusehen, wie sein Partner von Fremden entf¨¹hrt wird?" fragte Lord Imagor scharf. "Ich erinnere mich sehr wohl an diesen Prinzen aus dem Reich der Finsternis; h?tte er uns durch den Anspruch auf seine Gef?hrtin aufgehalten, h?tte das uns zwar nicht zur¨¹ckgehalten, aber es h?tte von seiner Ehre gezeugt." "Ob an dieser Behauptung etwas dran ist oder nicht, er hat es vers?umt, seine Gef?hrtin zu besch¨¹tzen und hat damit das Recht auf seinen Anspruch verloren. Das ist die Drachenweise." betonte Lord Imagor. Lord Imagors Worte reichten aus, um die Zweifel des Rates zu zerstreuen, denn sie alle wussten, wie weit sie gehen w¨¹rden, um ihre Reiter zu sch¨¹tzen, w?ren sie in dieser Situation. "Wenn es wirklich nichts zu verbergen gibt, warum wurde es dann so sorgf?ltig verheimlicht?" gab Weinlor nicht nach. "Sollen wir etwa heruufen und ein Schild mit dieser Nachricht hochhalten? Wer von euch hat das Recht, ¨¹ber die pers?nlichen Angelegenheiten meines Reiters Bescheid zu wissen?! Keiner von euch!" knurrte Menarx erbost. "Es gibt keinen Grund, warum Veah irgendjemandem von Alessio h?tte erz?hlen sollen, also ist die Behauptung, sie h?tte es aus b?swilligen Gr¨¹nden verheimlicht, schlichtweg absurd." "Ich bin ein adelsbl¨¹tiger Herrscherdrache, ich verbinde mich mit wem mein Herz begehrt. Was k¨¹mmert es mich, wenn das Schicksal andere Pl?ne hat? In Neveah habe ich eine w¨¹rdige Gef?hrtin gefunden und ich habe bereitwillig die Wartezeit f¨¹r meine wahre Gef?hrtin, wer immer sie sein mag, aufgegeben." "Diese Entscheidung habe ich noch nie bereut und ich werde niemals davon assen. Es ist keine Unehre, Neveah als meine Reiterin zu haben, ist meine gr??te Ehre." kl?rte Menarx den Rat auf. In jedem anderen Moment w?re Neveah von Menarx¡¯ Worten ger¨¹hrt gewesen und davon, wie beharrlich er sie unterst¨¹tzt hatte, aber diesmal waren ihre Augen auf den Brief in Cassians Hand gerichtet. "Nichts weiter muss dazu gesagt werden. Wenn ihr gelesen habt, was auf diesem Pergament steht, und ich bin sicher, dass ihr das habt, dann wisst ihr, dass es einen ren Unterschied zwischen einer Drohung und einer Verschw?rung gibt." begann K?nig Jian, "Das ist sicherlich keine Nachricht, die man an einen Spion oder an einen Verb¨¹ndeten schicken w¨¹rde. Es wurden alle gebotenen Sorgf?ltigkeiten angewendet; Lady Neveah h?tte unm?glich mit ihren Leuten in Kontakt sein k?nnen, seitdem sie hierher gebracht wurde." "Und es gibt keinen Beweis daf¨¹r, dass dieses Pergament wirklich aus dem Reich der Finsternis stammt und nicht einfach gef?lscht wurde, um die Herrin der Rubinschuppen in Verruf zu bringen." "Nun, da bewiesen ist, dass Menarx von seiner Reiterin nicht irregef¨¹hrt wurde, Lady Neveah ehrbar war und ihre Vergangenheit ihrem Gef?hrten offengelegt hat, sind diese Angelegenheiten ihre pers?nlichen und als solche er¨¹brigt sich der Brief." erkl?rte K?nig Jian. Weinlor schien keine Gegenworte f¨¹r K?nig Jian zu haben, und auch Davina war machtlos, da all ihre Anschuldigungen haltlos verpufften. Neveah atmete tief durch, um sich zu beruhigen, sch¨¹ttelte ihre Gedanken ab und konzentrierte sich wieder auf die anstehenden Angelegenheiten. Chapter 399: Für wen der Prozess gedacht war (Kap.399)

Chapter 399: F¨¹r wen der Prozess gedacht war (Kap.399)

Davon abgesehen ist es nun an dir zu erkl?ren, warum genau du in jener Nacht in der Akademie warst. Und wie es geschah, dass ich in der besagten Nacht im Zwergend gndet bin", fragte Neveah Davina, die nur dastand und ihre H?nde rang. "Ich habe nichts getan, ich wei? von nichts", behauptete Davina ihre Unschuld, doch jeder hatte ihre Schuld bereits selbst gesehen. "Es ist offensichtlich, dass du etwas wei?t, Davina. Du kannst diese Tatsache nicht l?nger leugnen, du stehst jetzt vor dem Urteil des Rates, wenn du uns keine vern¨¹nftige Erkl?rung bieten kannst", warnte Everon. "Vor dem Rat zu l¨¹gen ist ein schweres Vergehen, eine Falschaussage gegen eine Dame der k?niglichen Garde ist ein noch schwerwiegenderes Verbrechen, und das sind nur einige der Angepunkte, die du f¨¹r alles tr?gst, was du heute gesagt und getan hast - angefangen beim Kontaktieren des Elfenrates bis zum Scgen der Petitionstrommel." "All diese Verbrechen zusammengenommen k?nnten dir nichts Geringeres als ein Todesurteil einbringen, Davina. Es sei denn, du hast eine vern¨¹nftige Erkl?rung f¨¹r all das, dann w?re jetzt der Zeitpunkt, sie vorzubringen", riet Lady Kaliana. "Ich... ich habe nichts zu sagen", stammelte Davina. "Das habe ich auch nicht erwartet. Diese Verhandlung war sowieso nie f¨¹r dich gedacht", entgee Neveah, gerade als sich die T¨¹ren ?fen und Estelle zusammen mit Dante eintraten, der eine schreiende Lady Adrienne mit sich zog. "Lasst mich los! Lasst mich sofort los!", kreischte Lady Adrienne, w?hrend sie gegen Dantes Griff ank?mpfte. Es dauerte einen Moment, aber als Lady Adrienne realisierte, wohin sie gebracht worden war, h?rte sie auf, sich zu wehren, erstarb und ihr Blick weitete sich vor Entsetzen, als Dante sie bis in die Mitte der Halle zog. "Junger Lord Dante, das ist die Prinzessin der Fae, begegne ihr mit Respekt", mahnte Lord Everon. "Ich k¨¹mmere mich nicht darum, wer sie ist, man hat mich gebeten, sie hierher zu bringen, und sie wollte nicht folgen", entgee Dante ohne Reue. "Wie habt ihr sie gefunden und hierher gebracht? Meine M?nner haben sich noch nicht zur¨¹ckgemeldet", fragte Kirgan mit hochgezogener Augenbraue angesichts Dantes Timing. "Ich habe Dante gebeten, mir Lady Adrienne zu bringen, da ihr Name sicherlich im Laufe des Prozesses fallen w¨¹rde, und ich m?chte, dass sie dabei ist, w?hrend Davina erkl?rt, was genau in jener Nacht passiert ist", antwortete Neveah statt Dante. Neveahs Blick war immer noch auf Davina gerichtet und beobachtete ihre Reaktion auf die Anwesenheit von Lady Adrienne, die, wie erwartet, noch nerv?ser geworden war. "Eure Hoheit, was geht hier vor sich...", sagte Lady Adrienne, w?hrend sie sich verwirrt im Saal umsah. "Dem Rat liegt eine Aussage vor, dass Sie in der Nacht, in der Lady Neveah entf¨¹hrt wurde, in der Akademie gesehen wurden. Davina hier behauptet jedoch, Sie seien unschuldig und sie sei es gewesen, die in jener Nacht an der Akademie war." "Sie hat es jedoch abgelehnt, ihre Gr¨¹nde darzulegen, und deshalb muss der Rat aufgekl?rt werden, was in dieser Nacht genau passiert ist", erkl?rte Kirgan Lady Adrienne die Lage. "Warum sollte jemand derart unvern¨¹nftige Behauptungen aufstellen? Ich war in jener Nacht sicherlich nicht in der Akademie. Die Akademie ist allen au?er den Lord-Drachen und den Drachenreitern verboten, wie h?tte ich dort sein k?nnen?", fragte Lady Adrienne in v?lliger ¨¹berraschung und Verwirrung."Dieser unvern¨¹nftigen Behauptung stammt von mir", mischte sich Neveah ein, ihr Gesichtsausdruck leer, w?hrend Lady Adrienne sie ungl?ubig anstarrte. "Ich wei? sehr wohl, dass Ihr mich nicht m?gt, Lady Neveah. Wir hatten unsere Differenzen, aber ich habe nichts getan, was eine solche Feindseligkeit Ihrerseits rechtfertigen w¨¹rde... Wie k?nnen Sie behaupten, mich in der Akademie gesehen zu haben?" fragte Lady Adrienne, ihr Tonfall zitterte bereits. "Ihr habt vollkommen recht, dass ich Euch nicht mag, und es ist gut, dass Ihr das erkennt. Wie ich schon vor dem Rat sagte, werde ich bei meiner Aussage bleiben, sollte Davina keine usible Erkl?rung liefern k?nnen", antwortete Neveah bestimmt. "Davina hat es gestanden; warum zieht Ihr mich noch weiter hinein? Euer Gnaden, das ist doch l?cherlich!" rief Lady Adrienne hilflos. "An dem Abend, als ich in der Akademie entf¨¹hrt wurde, geschah alles so nahtlos, dass selbst die Drachenw?chter nicht erkennen konnten, was passiert war." "Es gab keine Aufzeichnungen dar¨¹ber, dass jemand die Akademie betreten oder vessen hat. Es gab keine Beweise f¨¹r das Geschehene, und es schien, als w?re ich einfach von der Erde verschluckt worden", sagte Neveah ruhig. "Ich verstehe nicht, was das alles mit mir zu tun hat!" rief Lady Adrienne aus. "Ach, das tun Sie sehr wohl. Alles h?tte ein perfektes Komplott sein k?nnen, wenn der Drahtzieher auch nur einen Momentng bedacht h?tte, dass ein perfektes Komplott an sich schon ein Beweis ist", fuhr Neveah fort. "Davina ist ein Mensch, durch und durch. Sie besitzt keinerlei Magie, ist keine Drachenreiterin und auch keine versierte K?mpferin." "Es gibt keine Chance, dass sie unbemerkt geblieben w?re, h?tte sie eines der Tore zur Akademie passiert, und auf andere Weise in die Akademie gngen konnte sie auch nicht... es sei denn nat¨¹rlich, sie hatte Hilfe", fuhr Neveah fort. "Wie konnte Davina unbemerkt in die Akademie gngen und sie wieder vessen, sogar mit einer weiteren Person?", fragte Neveah. "Ein Portal", verk¨¹ndete Estelle. "In der Akademie gab es keine Spuren eines Portals", merkte ein Drachenlord an. "Das Besondere an einem Sprungportal ist, dass es keine Spuren hinterl?sst, sofern man nicht Zeuge seiner Erschaffung war." "Aber Mor¡¯rud hat mir gesagt, ein Sprungportal ben?tigt starke magische Energie und ist daher keine Kunst, die jeder beliebige anwenden kann", fuhr Neveah fort. "Das stimmt; es gibt nur wenige, die ein solches Portal erschaffen k?nnen. Hier in den Keep Skies gibt es nur die talentiertesten Magier der Magieakademie und...", Everon begann, brach dann aber ab. "K?niglich geborene Feen", erg?nzte Menarx. Chapter 400: Eine weitere Person (Kap.400)

Chapter 400: Eine weitere Person (Kap.400)

"Ich habe es nicht ganz herausgefunden, aber wenn ich zur¨¹ckdenke, hat Rodvan erw?hnt, dass Sprungportale eine sehr kurze Wirkungsreichweite haben." "Es mag sein, dass in der Akademie selbst keine Beweise zur¨¹ckgeblieben sind, aber wenn man die Reichweite der Wirkung misst, ist es nicht schwer vorherzusagen, von wo aus das Portal urspr¨¹nglich eingesetzt wurde..." Neveah brach ab, als Estelle kleine schimmernde Splitter pr?sentierte, die wie Bruchst¨¹cke eines chen Edelsteins aussahen. "Neveah lie? uns den Gebirgszug, der zur Akademie f¨¹hrt, ¨¹berpr¨¹fen, der Gebirgszug f¨¹hrt zu einer Sackgasse, und so w¨¹rden die Drachenw?chter diesen Punkt als Ausgang ¨¹bersehen, w?hrend sie nach Neveah suchen." "Wir haben diese Teile dort gefunden. Die Portalsplitter von Sprungportalen sind leicht zu ¨¹bersehen, wenn man nicht genau wei?, wonach man sucht." berichtete Dante. Kirgan trat vor, um die Scherben zu nehmen, und untersuchte sie genau, bevor er sie an Cassian weiterreichte. "Du bist der Beste in solchen Dingen, Cassian. Was denkst du?" Kirgan fragte Cassian nach seiner Meinung. "Das sind wirklich Portalsplitter von Sprungportalen, solche Splitter bleiben zur¨¹ck, wenn das Portal in der Eile gewaltsam geschlossen wird, und so zerbricht der Riss im Raum und zerf?llt in Splitter aus magischer Energie." Cassian best?tigte mit einem Nicken. "Wie kann das ein Beweis daf¨¹r sein, dass ich das Portal geschaffen habe?! Es h?tte jeder sein k?nnen!" verteidigte sich Lady Adrienne. "Das allein ist noch kein Beweis daf¨¹r, dass du das Portal ge?f hast. Die Tatsache, dass du die einzige k?nigliche Fee warst, die sich zu diesem Zeitpunkt in der N?he aufhielt, ist ebenfalls kein ausreichender Beweis." Neveah stimmte zu. "Aber obwohl mein Wissen ¨¹ber Magie begrenzt ist, k?nnte man doch feststellen, wer das Portal gewirkt hat, wenn die Scherben von einem Magier untersucht w¨¹rden, oder?" fragte Neveah, "Das w¨¹rde es. Die Portalsplitter enthalten die Spuren der magischen Energie des Urhebers, es w?re schwierig, aber nicht unm?glich f¨¹r die Akademie der Magie." Cassian stimmte zu. "K?nnen wir dann die Magier der Akademie der Magie herbeirufen und sie die Scherben untersuchenssen? Dann werden wir mit Sicherheit wissen, wer das Portal geschaffen hat. Was sagt Ihr dazu, Lady Adrienne?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. Lady Adrienne schien nicht zu wissen, was sie sagen sollte, sie versuchte, eine selbstbewusste Fassade aufrechtzuerhalten, aber Neveah konnte sehen, dass sie nerv?s war. "Der Reiterrat ist der angesehenste Rat in der Festung, was ist die Strafe f¨¹r jemanden, der vor dem Rat l¨¹gt?" fragte Neveah. "Das h?ngt von der Entscheidung des Rates ab." antwortete Kirgan. " Ich sage es hier und jetzt, wenn bewiesen wird, dass Lady Adrienne das Portal gewirkt hat, werde ich die h?chste Strafe f¨¹r L¨¹gen vor dem Rat fordern." stellte Neveah r. "Adrienne, hast du uns etwas zu sagen, bevor weitere Schritte unternommen werden?" fragte Everon Adrienne. "Ich ... ich ... es war Davina!" Lady Adrienne brach zusammen, genau wie Neveah es vorausgesehen hatte. "Wie das?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue. "Davina hat mich gebeten, ihr einen Gefallen zu tun. Ich wusste nicht, wof¨¹r das Portal gedacht war, ich schw?re es! Ich habe das Portal nur auf ihre Anweisung hin ge?f und bin danach gegangen, ich hatte keine Ahnung, dass sie so etwas tun w¨¹rde!" Lady Adrienne suchte einen anderen Ausweg. Neveah nickte und wandte sich Davina zu, die mit gesenktem Kopf den Blicken der anderen auswich, aber Neveah fragte nichts, sondern beobachtete Davina schweigend. "Veah..." begann Menarx zu sagen, als Neveah das Verh?r nach kurzer Zeit nicht fortsetzte. "Wir warten noch auf eine weitere Person, ich bitte den Rat um Geduld." sagte Neveah und ihr Blick wanderte zur T¨¹r des Saals. Es dauerte einen kurzen Moment, aber dann ?fe sich die T¨¹r und Eidon kam herein, und mit ihm Lord Rodrick, der in zerfledderte Gew?nder gekleidet war und eine Kopfverletzung zu haben schien. "Mein Lehnsherr." Lord Rodrick gr¨¹?te in einem angestrengten Ton und senkte den Kopf zu einer Verbeugung. "Hat sich denn niemand gefragt, wo Lord Rodrick die ganze Zeit war und warum er sich noch nicht zur¨¹ckgemeldet hat?" fragte Neveahut. "Wir haben einfach angenommen, dass er ver?rgert war, nachdem er Davina gesehen hat." sagte Menarx. "Rodrick ... was ist mit dir passiert?" fragte K?nig Jian stirnrunzelnd, w?hrend seine Augen den Zustand seines Adjutanten musterten. Der gesamte Rat war unheimlich still, denn es gab nichts, was K?nig Jian mehr verabscheute, als wenn die Menschen um ihn herum verletzt wurden. "Ich... ich wollte den Berg hinuntergehen, um Davie zu treffen, das war der Weg, den ich immer nahm. Ich wei? nicht, wie es passiert ist, aber ich bin ausgerutscht und den Abhang hinunter in die Schlucht gest¨¹rzt. Wenn Eidon mich nicht gefunden h?tte..." Lord Rodrick brach ab. "Aber nat¨¹rlich habt ihr das." murmelte Neveah, obwohl sie wusste, dass jeder ihre Worte noch h?ren konnte. "Kommt,sst mich nachsehen, wie es Euch geht." sagte Everon zu Lord Rodrick, aber Neveah hielt ihn auf. "Eubt mir einen Moment, Eure Eminenz." bat Neveah und sprach Everon mit seinem Titel an. "Lord Rodrick, wenn ich richtig informiert bin, haben Sie Davina gestern Abend nicht kennengelernt, oder?" fragte Neveah. "Nein, habe ich nicht. Ich bin auf dem Weg den Berg hinunter gest¨¹rzt und war bis kurz nach Sonnenaufgang bewusstlos." Lord Rodrick stimmte zu. "Dann werde ich das Bild deutlich machen. Warum wurde Lord Rodrick nicht von der Flugpatrouille sowohl w?hrend des Nachtfluges als auch bei Tagesanbruch gefunden? ", fragte Neveah, ihre Frage an Eidon gerichtet. "Er ist in einen Spalt an der Schlucht gefallen, er ist nicht zu sehen und w?re schwer zu entdecken. Ich konnte ihn nur anhand der Wegbeschreibung finden, die Lady Neveah mir von Dante schicken lie?." berichtete Eidon. "Ich bin sicher, dass es jetzt r ist, dass das alles kein Zufall oder ein Unfall gewesen sein kann?" fragte Neveah. "Es sieht so aus, als ob es gut arrangiert war, damit Rodrick Davina nicht vor der Verhandlung trifft ... aber warum sollte jemand so etwas tun?" fragte Everon verbl¨¹fft. "Warum? Davina wird es dir sagen." antwortete Neveah. "Lord Rodrick, Lady Adrienne hat angedeutet, dass Eure Tochter diejenige ist, die ein Portal angefordert hat, durch das ich aus der Akademie entf¨¹hrt wurde... w¨¹rdet Ihr so freundlich sein und Davina fragen, ob das stimmt? " "Und wenn ja, was waren ihre Gr¨¹nde daf¨¹r?" fragte Neveah. Chapter 401: Verdammt seien die Konsequenzen (Kap.401)

Chapter 401: Verdammt seien die Konsequenzen (Kap.401)

¡¯Lord Rodrick folgte der Aufforderung und n?herte sich der sichtlich angespannten Davina. Seine Augen verengten sich in Sorge und Verwirrung. "Davie... was ist hier los? Hast du wirklich versucht, Lady Neveah zu verletzen? Du magst sie doch so sehr, warum w¨¹rdest du so etwas tun wollen? Wie k?nntest du ¨¹berhaupt daran denken, Zwerge zu kontaktieren?" fragte Lord Rodrick mit hilflosem Tonfall. "Ich... ich habe es getan, ich habe es getan," murmelte Davina leise, w?hrend sie sich schuldig zu den Anschuldigungen bekannte, obwohl es logisch unm?glich war, dass sie alles alleine ohne einen konkreten Grund gent hatte. "Was sagst du da, Davina?! H?rst du dir ¨¹berhaupt zu?!" zischte Lord Rodrick und packte Davina verzweifelt an den Schultern, in der Hoffnung, ihr Vernunft einzufl??en. Everon trat vor, um Lord Rodrick aufzuhalten, doch Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um ihn davon abzuhalten ¨C diese Szene musste ohne Unterbrechungen aufen. "Davina! H?r auf deinen Vater, erz?hle alles, was du wei?t, genau so, wie es passiert ist, und zwar jetzt!" forderte Lord Rodrick streng. Obwohl seine Stimme streng war, konnte man an seiner K?rpersprache erkennen, dass er tats?chlich ver?ngstigt war. Er war entsetzt dar¨¹ber, dass Davina Verbrechen gestanden hatte, deren Strafe weit ¨¹ber das hinausging, was sie ertragen k?nnte, und niemand konnte einen Grund daf¨¹r sehen, warum sie so etwas ¨¹berhaupt tun w¨¹rde. Lord Rodrick verbarg seinen Schrecken gut, immerhin war er nur ein Mensch, und Neveah vermutete, dass das unheimliche Ruhe, die ausdruckslose Miene und die Emotionslosigkeit des K?nigs auf mehreren Ebenen auf Lord Rodrick abgef?rbt hatten. "Ich habe bereits alles gesagt, was ich wei?, und sie hat es gestanden. Darf ich mich nun zur¨¹ckziehen?" unterbrach Lady Adrienne die Szene, was wenig ¨¹berraschend war. "Ihr scheint es sehr eilig zu haben, zu gehen," stellte Neveah fest. "Wenn der Rat mit mir fertig ist, ist es nur recht und billig, dass ich gehen darf. Vor den Rat zitiert zu werden, schadet meinem Ruf und spricht schlecht ¨¹ber das B¨¹ndnis zwischen unseren V?lkern," antwortete Lady Adrienne mit zusammengebissenen Z?hnen. "Ruf?" fragte Neveah sp?ttisch. "Unabh?ngig davon, wer der Schuldige ist, macht die Tatsache, dass Ihr ein Portal herbeigerufen habt, Euch zu einer Komplizin, Lady Adrienne. Denkt nicht, Ihr k?nntet ungeschoren davonkommen," stellte Neveah r. "Ich habe nur einem Freund geholfen! Wie kann das ein Verbrechen sein?!" verteidigte sich Lady Adrienne. "Davie, sag etwas!" zischte Lord Rodrick. "Ich... ich wei? nicht.... Ich... wollte ihr nicht wehtun... Ich..." Davinas Aussage geriet ins Wanken, als Lord Rodrick zu ihr durchdrang. Ihre Augen huschten hektisch umher und in ihrem Gesicht waren deutliche Anzeichen von Anspannung zu erkennen. Ihr Atem kam kurz und schnell, und sie begann zu hyperventilieren. Es war ein ?hnliches Verhalten, wie Estelle es gezeigt hatte, als sie sich gegen die Kontrolle der dunklen Fee wehrte. Das bedeutete, dass Davinas Bewusstsein begann, sich zu wehren und ihren Verstand zur¨¹ckzugewinnen. "Sie hat eine Panikattacke. Weiter so, und sie wird das Bewusstsein verlieren, oder schlimmeres," stellte Everon fest. "Ignoriert es. Lord Rodrick, Ihr m¨¹sst ein konkretes Gest?ndnis von Davina erhalten, sonst muss sie die Folgen tragen," sagte Neveah. Die ganze Zeit ¨¹ber hatte Neveah ihren Blick fest auf Adrienne gerichtet und beobachtete jede ihrer Bewegungen genau, und in diesem Moment erkannte sie etwas.F¨¹r einen winzigen Augenblick war das Zeichen so subtil, kaum wahrnehmbar, und im n?chsten Moment war es schon wieder verschwunden. Aber Neveah war eine Wolfswandlerin - ihr entging nichts. ¡¯Sie ist wirklich diejenige, die hinter dem Zauber steckt. Eben war noch ein Leuchten in ihren Augen.¡¯ dachte der Wolf in Neveah. Sie blickte sich im Saal um; alle Augen waren auf Davina gerichtet, nur sie selbst beobachtete Adrienne genau genug, um es zu bemerken. Neveah ben?tigte handfeste Beweise, um vor allen Anwesenden aufzudecken, dass Lady Adrienne in diesem Moment Magie einsetzte. Doch wie konnte sie diese Beweise finden, wenn Neveah selbst nicht sicher war, wie Lady Adrienne alle Anzeichen ihrer Magie ¨¹berdecken konnte? Sogar das Leuchten in ihren Augen? ¡¯Wenn Magie eingesetzt wird, hinterl?sst sie Spuren. Die Drachen w¨¹rden es sofort sp¨¹ren. Es muss etwas geben, was Adriennes magische Spuren komplett verbirgt.¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf. ¡¯Wir wissen nichts ¨¹ber Feen oder wie ihre Magie funktioniert. Vielleicht haben sie eine geheime Methode?¡¯ dachte der Wolf in Neveah zur¨¹ck. Neveah runzelte besorgt die Stirn. Wenn Lady Adrienne nicht sofort vor den Augen des Rates enttarnt wurde, w¨¹rde Davina daf¨¹r b¨¹?en. ¡¯Der Ring, du dummes M?dchen!¡¯ zischte diese fremde Stimme in Neveahs Kopf, die sich nachnger Zeit des Schweigens wieder zu Wort meldete. Neveahs Blick fiel auf die H?nde der Lady Adrienne und tats?chlich, an ihrem linken Zeigefinger befand sich ein Ring, mit dem sie herumspielte. Es schien eine beil?ufige Geste, v?llig nat¨¹rlich, etwas, das jeder tun w¨¹rde, wenn er nerv?s oder besorgt w?re, und daher w¨¹rde es niemandem verd?chtig erscheinen. Doch irgendwie sp¨¹rte Neveah, dass etwas mit diesem Ring nicht stimmte. Ein schneller Blick zu Davina, die sich heftig gegen den Griff ihres Vaters wehrte und zunehmend aggressiver wurde. Neveah folgte Davinas Blick und entdeckte, dass ihre Augen auf das offene Fenster im Audienzsaal gerichtet waren - ein Fenster im dritten Stock, ein Sturz, den niemand ¨¹berleben w¨¹rde. ¡¯Sie nt, das M?dchen dazu zu bringen, sich selbst zu schaden, damit der Fall im Sand verl?uft.¡¯ sprach der Wolf in Neveah das aus, was beide erkannt hatten. Neveah ¨¹berlegte fieberhaft, was zu tun war. W¨¹rde sie jetzt eingreifen und weiterhin nicht in der Lage sein, Adriennes Beteiligung zu beweisen, h?tte sie keine Erkl?rung f¨¹r ihr Handeln und Davina w¨¹rde in den Tod springen. Doch wenn sie jetzt nicht eingriff, w¨¹rde Davina trotzdem springen ... so oder so war Davina in Gefahr. Die kommende Szene spielte sich in Neveahs Kopf ab und w?hrend sie an einem Scheideweg feststeckte, meldete sich die Stimme erneut. ¡¯Seit wann hast du deinen Mut verloren... Omega?¡¯ fragte die Stimme. Das war alles, was Neveah brauchte, um alle Konsequenzen zu ignorieren. Sie st¨¹rzte sich auf Adrienne, warf die Fee mit einer geschickten Bewegung zu Boden und zielte dabei auf den Ring ... eine Aktion, die den gesamten Rat ¨¹berraschte. "Neveah! Du darfst keinen Adligen angreifen!" rief Everon entsetzt, doch seine Worte wurden bald von gr??eren Problemen ¨¹berschattet. In dem Moment, als Neveah den Ring von Adriennes Finger riss, entlud sich ein m?chtiger Zauberscg, der gl¨¹hende Funken durch den ganzen Saal schleuderte und alle in der N?he zur¨¹ckschleuderte. Chapter 402: Sündenbock (Kap.402)

Chapter 402: S¨¹ndenbock (Kap.402)

Neveah wurde zur¨¹ckgeschleudert und prallte unsanft gegen einen Pfeiler. "Veah!" rief Menarx aus, der sich blitzschnell bewegte und im n?chsten Moment an Neveahs Seite war. Neveah st?hnte vor Schmerz, ein klingendes Ger?usch hallte durch ihren Kopf, w?hrend sie sich auf die Beine k?mpfte und sich zur Unterst¨¹tzung gegen Menarx lehnte. "Das war eine verdammt gute Folge." Neveah grummelte, sie hob eine Hand an ihren Kopf und war nicht ¨¹berrascht, eine klebrige Substanz zu sp¨¹ren, von der sie wusste, dass es ihr Blut war. "Du bist verletzt..." behauptete Menarx in leisem Tonfall. "Sie ist ziemlich stark." gab Neveah zu und t?tschelte Menarx¡¯ Arm beruhigend. Neveah warf einen Blick in den Saal und stellte fest, dass nur sie, Davina, Lord Rodrick und ein paar andere, die zu nahe standen, von Lady Adriennes Ausbruch getroffen worden waren. Der Rest des Rates, die k?nigliche Wache und K?nig Jian selbst waren v?llig unversehrt, obwohl Neveah das Gef¨¹hl hatte, dass K?nig Jian auch dann noch unversehrt w?re, wenn er Adrienne so nahe gestanden h?tte wie sie. Lady Adrienneg derweil zusammengekauert auf dem Boden, wo Neveah sie zur¨¹ckgssen hatte, und bewegte sich keinen Zentimeter, und Neveah wusste warum. Ohne den Unterdr¨¹ckungsringg eine dichte Aura von Magie in der Luft, Neveah konnte sich vorstellen, was Adrienne hinter ihrem Haar verbarg. Neveah richtete sich auf und stellte sich gerade hin. "Lady Adrienne, w¨¹rden Sie bitte Ihren Kopf heben?" fragte Neveah. Lady Adrienne bewegte sich nicht und reagierte auch nicht auf Neveahs Worte, obwohl jeder wusste, dass sie sie geh?rt hatte. "Fee, du kannst deinen Kopf jetzt heben. Wir haben es schon gesehen." betonte K?nig Jian. Es war eine ruhige Aussage, aber der Befehl im Ton des Drachenk?nigs konnte nicht mit einer Aufforderung verwechselt werden. Lady Adrienne hobngsam den Kopf, und tats?chlich, ihre Augen leuchteten hellgelb, ein Leuchten, das nicht zu ¨¹bersehen war. Und als Davina sichngsam aufsetzte und mit einem angenden Finger auf Lady Adrienne zeigte, wusste Neveah, dass ihre Aufgabe erf¨¹llt war. Adrienne war in diesem pl?tzlichen Moment aus Davinas Ged?chtnis verdr?ngt worden, und sie w¨¹rde keine Gelegenheit mehr bekommen, Davinas Erinnerungen zu manipulieren. "Sie war in meinem Kopf! Das war alles sie!" beschuldigte Davina und brach danach in Schluchzen aus. "Ich habe geh?rt, dass einige Feen seltene Gaben besitzen, die ihnen die F?higkeit verleihen, sogar den Willen anderer zu kontrollieren, wir haben gesehen, wie es einmal bei Estelle angewandt wurde, und es ist unter den k?niglich geborenen Feen sehr verbreitet." "Wie ich schon sagte, wird es heute in der Tat einen Prozess geben, und ich bin sicher, dass wir alle sehen k?nnen, wer am besten in der Lage ist, vor Gericht zu bestehen." mischte sich Neveah ein. "Sie l¨¹gt... Euer Gnaden, Ihr m¨¹sst mir uben!" flehte Adrienne mitleidig. "Eure Magie hat so gew¨¹tet ... das kann nur bedeuten, dass Ihr sie die ganze Zeit ¨¹ber benutzt habt, hier in meinem Bergfried ... direkt vor meinen Augen ... wenn sonst nichts, dann habt Ihr Euch ganz offen ¨¹ber meine Gesetze und die Gesetze, die meinen Bergfried leiten, hinweggesetzt ..." K?nig Jian brach ab, ein dunkles Kichern entrang sich ihm. Es ng eher wie ein Knurren als wie ein Kichern, und Neveah wusste, dass Ersteres viel wahrscheinlicher war als Letzteres. "Euer Gnaden... I... ich wollte nichts B?ses..." stotterte Adrienne und mmerte sich an einen Strohhalm. "Du wirst vor dem Rat gestehen, wienge du schon dabei bist, wie viel du getan hast und was du alles damit zu tun hattest." stellte K?nig Jian r. "Euer Gnaden, es gibt nichts anderes... Ich schw?re es! Ich wollte diesem Diener nur eine Lektion erteilen! Ich w¨¹rde mich Euch niemals widersetzen!" flehte Lady Adrienne. "F¨¹r dich hei?t es Lady Neveah, M?dchen!" Menarx knurrte auf Lady Adriennes Worte hin. "Euer Gnaden, bitte ... alles, was ich wollte, war an Eurer Seite zu sein! Ich habe keine b?sen Absichten gegen Euch oder Eure Dynastie ... bitte ..." Lady Adrienne schluchzte. "H?r zu...du kannst es jetzt sagen oder ichsse es von Menarx aus dir herausrei?en, es ist deine eigene Entscheidung." erwiderte K?nig Jian und lehnte sich in seinem Thron zur¨¹ck. "Du kannst damit beginnen, nachdem du meine H?utungsschuppen gestohlen hast." f¨¹gte K?nig Jian hinzu. K?nig Jians Worte ¨¹berraschten den Rat, vor allem Neveah, die mit gro?en Augen zum Drachenk?nig hin¨¹berblickte. Selbst die k?nigliche Wache starrte K?nig Jian ¨¹berrascht an, alle au?er Lord Imagor und Lady Kaliana. In diesem Moment d?mmerte es Neveah, dass sie alle drei schonnge wussten, wer hinter dem Vorfall mit den Mauserschuppen steckte, und bis zu diesem Moment war Neveahs Name nie in den Schmutz gezogen worden. "Veah..." rief Menarx warnend und griff nach Neveah, doch Neveah wich seiner Hand aus, als sie sich vorw?rts bewegte. "Sie war diejenige, die die H?utungsschuppen gestohlen hat ... Euer Gnaden wusste das die ganze Zeit ...? ", fragte Neveahngsam. K?nig Jian blickte Neveah an, sein Gesichtsausdruck war so leer und unleserlich wie immer, aber er leue Neveahs Behauptung nicht, was bedeutete, dass er es wusste. "Und die ganze Zeit ¨¹ber habt ihr mich den Makel dieses Verbrechens tragenssen?! Und Lord Imagor und Kaliana wussten es auch?" Neveah knurrte. "Veah, es hatte keinen Sinn, es zu erw?hnen..." begann Lady Kaliana zu erkl?ren und ging zu Neveah hin¨¹ber, doch Neveah hob eine Hand, um sie aufzuhalten. "Unn?tig?! Weil du und dein Kind ¨¹berlebt habt, waren meine Ehre und mein Name f¨¹r niemanden von Bng? Die Ungerechtigkeit und der Hohn, denen ich ausgesetzt war?! Die Tatsache, dass alle immer noch uben, dass ich es gestohlen habe?!" zischte Neveah. "Neveah, mach keinen Wutanfall." mahnte K?nig Jian. Neveah sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf undchte leise vor sich hin. "Ein Wutanfall... wenn ich f¨¹r mich selbst spreche, ist es ein Wutanfall... es ist nur fair, wenn ich den Kopf hinhalten muss... Ich bin die Einzige, die sich als S¨¹ndenbock ei, ich verstehe, wie das ist..." murmelte Neveah und nickte verst?ndnisvoll. "Veah..." Lady Kaliana versuchte es. "Bleib weg von mir!" warnte Neveah w¨¹tend. Sie st¨¹rmte zur ttform hin¨¹ber und riss Cassian das Pergament aus der Hand, bei dem es sich um Alessios vermeintliche Notiz handelte, dann trat sie zur¨¹ck. "Das geh?rt mir. Wenn ich mich von Eurer k?niglichen Anwesenheit entschuldigen d¨¹rfte, Euer Gnaden?" bat Neveah, doch sie wartete nicht auf eine Antwort. "Veah bitte..." Menarx versuchte, Neveah zu beruhigen, aber sie lie? das nicht zu, sie st¨¹rmte an ihm vorbei und aus dem Audienzsaal hinaus, wobei sie die T¨¹ren hinter sich zuschlug. Chapter 403: überlegungen (Kap.403)

Chapter 403: ¨¹berlegungen (Kap.403)

Neveah holte tief Luft und lehnte sich an die Wand des Aufstiegsraums, als sich die T¨¹ren gerade schlossen. Neveah hatte den Aufstiegsraum in Bewegung gesetzt, um ins Erdgeschoss zu gngen, denn alles im Drachenturm f¨¹hlte sich erdr¨¹ckend an und sie brauchte dringend etwas Luft und einen ruhigen Ort zum Nachdenken. Als sich der aufsteigende Raum stetig bewegte, erinnerte sich Neveah an das Pergament in ihrer Hand und sie hob es hoch, um es endlich in Augenschein nehmen zu k?nnen, Neveahs Herz schlug unruhig, als sie es ?ngstlich anstarrte, ob der Brief echt oder gef?lscht war, konnte Neveah bereits erkennen. Obwohl das Pergament sicherlich schon durch so viele H?nde gegangen war und kaum noch etwas von seinem urspr¨¹nglichen Geruch behalten hatte, konnte Neveah immer noch den vertrauten Geruch dieses Papiers und den Anblick des Papiers selbst wahrnehmen. Neveah konnte es leicht wiedererkennen, denn es war das Papier, das sie in ihrem Quartier in der Dom?ne der Finsternis benutzt hatte, und es duftete noch immer nach dem Lavendel des Weihrauchs in ihrem Zimmer. ¡¯Er hat uns einen Brief geschickt... Ich denke nicht, dass du ihn ?ffnen solltest, Veah¡¯, dachte Neveahs Wolf. "Wir m¨¹ssen es wissen." erwiderte Neveah leise. Langsam l?ste Neveah das Pergament, rollte es auf unds den Inhalt durch. ¡¯An meine geliebte Omega, W¨¹rdest du gut leben? Ich w¨¹nsche mir von ganzem Herzen, dass du es nicht tust... Ich w¨¹nsche, dass deine Tage ohne mich so schrecklich sind wie meine Tage ohne dich... Ich w¨¹nsche, dass dein Herz genauso gequ?lt und zerr¨¹ttet wird, wie du meines vessen hast... Ich w¨¹nsche mir, dass der Wahnsinn deinen Geist verzehrt und der Wahnsinn deine Gedanken vernebelt, so wie es bei mir der Fall war... Ich w¨¹nschte, du h?ttest kein Gl¨¹ck gekannt und kein L?cheln gezeigt, denn ich habe nichts davon gekannt... Ich w¨¹nsche mir, dass es kein Zuhause f¨¹r dich gibt, sondern dass du es in meinen Armen findest... Ich w¨¹nsche mir, dass du mein bist und ich dein, so wie es sein soll... oder wir beide werden ein grausames Ende finden... Ist es dumm von mir, dir auf diese Weise zu schreiben? Ihr m¨¹sst mich f¨¹r verr¨¹ckt halten... und ich w¨¹rde sagen, dass ich es bin. Ich habe meinen Verstand verloren, und ich w¨¹rde noch mehr f¨¹r Euch verlieren... Ich w¨¹rde eine Blutspur ziehen, die direkt zu dir f¨¹hrt, meine Geliebte... so weit will ich gehen. Darf ich dir sagen, was kommen wird?... Ich bin es... Ich werde kommen... Ein kalter Schauer des Entsetzens lief Neveah den R¨¹cken hinunter, w?hrend ihre Augen auf das blutbefleckte Pergament starrten. Alessio musste diese Worte nicht pers?nlich sagen, damit Neveah sie in seiner Stimme h?ren konnte und das feierliche Versprechen in seinem Tonfall vernahm. Wenn es etwas gab, das Neveah ¨¹ber Alessio wusste, dann, dass er, snge er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, seinen Willen durchsetzen w¨¹rde, koste es, was es wolle. Neveahs Hand sank auf ihre Seite, als ihr r wurde, dass sie, egal wie weit sie rannte, niemals wirklich davonkommen w¨¹rde. Neveah war bereits so ersch?pft, dass sie selbst bei der Erkenntnis, dass Alessio immer noch hinter ihr her war, nicht einmal mehr die Kraft hatte, etwas Bestimmtes zu empfinden, stattdessen f¨¹hlte sie nur noch eine kalte Taubheit. Ein freudloses Glucksen entkam Neveah. "Es ist gut... Vielleicht gehe ich einfach zuerst zu dir." murmelte Neveah und schloss die Augen. So oder so, Neveah wusste, dass sie zwangsl?ufig wieder auf Alessio treffen w¨¹rde, und wenn sie wissen wollte, was wirklich mit ihrer Mutter geschehen war, musste sie in die Eclipse Domain zur¨¹ckkehren. Und obwohl es hier Menschen gab, die einen tz in Neveahs Herzen hatten, hatte der Drachenk?nig Neveah heute wieder einmal eine Tatsache vor Augen gef¨¹hrt, die sie schonnge kannte, obwohl sie sich entschieden hatte, sie zu ignorieren. Die Drachenburg war ein Ort, der sich vielleicht nie wirklich wie ein Zuhause anf¨¹hlen w¨¹rde... ________________ Die bei?ende K¨¹hle des Windes in Neveahs Gesicht war ein willkommenes Gef¨¹hl. Derng erwartete erste Schnee war gekommen, als Neveah noch auf der Akademie war, aber dies war das erste Mal, dass Neveah sah, wie die unmittelbare Umgebung des Bergfrieds selbst mit Schnee bedeckt aussah. Selbst in diesem Moment schneite es leicht, der weiche, uschige Schnee, der sich in Neveahs Haar verhedderte, schmolz und befeuchtete ihr Haar, sie war ¨¹berhaupt nicht gekleidet, um bei solch einem kalten Wetter drau?en zu sein, aber Neveah machte es nichts aus. Neveah sp¨¹rte eine vertraute Pr?senz hinter sich, sie brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, wer es war. "Woher wusstest du, dass ich hier sein w¨¹rde?" fragte Neveah. "Das ist der Ort, an dem du deinen letzten gro?en Kampf mit Seiner Gnaden hattest, abgesehen von den Fodder Grooves nat¨¹rlich. Ich wusste, dass du hier sein w¨¹rdest." antwortete Kaideon, w?hrend er sich neben Neveah hinsetzte. Neveah blickte sich um, um sich zu vergewissern, dass sie wirklich an der Klippe sa?, von der sie vor einigen Monaten gesprungen war, Neveah hatte nicht einmal bemerkt, dass sie so weit herausgekommen war. "Was ist das?... Bin ich schon so berechenbar geworden?" murmelte Neveah. "Ich bin einfach gut darin, Menschen zu lesen." sagte Kaideon mit einem l?ssigen Achselzucken. "Dachtest du, ich w¨¹rde wieder abspringen?" fragte Neveah leise. "Ich w¨¹rde gerne uben, dass du genug zum Leben hast ... zumindest jetzt." sagte Kaideon und blickte zu Neveah hin¨¹ber. "Dem kann ich nicht widersprechen." Neveah stimmte mit einem leisen Kichern zu. Sie fielen in ein angenehmes Schweigen, jeder in seine eigenen Gedanken versunken, zumindest war Neveah in ihre versunken. "Dein K?nig ist ein Idiot, wei?t du?" Neveah brach das Schweigen nach einem kurzen Moment. "Das kann ich nicht bestreiten." Kaideon nutzte Neveahs Worte. Neveahs Lippen zuckten am¨¹siert, sie lehnte sich zur¨¹ck und st¨¹tzte ihr Gewicht mit den H?nden ab. "Was ist ... mit dem Prozess passiert?" fragte Neveah. "Lodenworth und Ke sind aufgetaucht." teilte Kaideon mit. "Nat¨¹rlich sind sie das." murmelte Neveah mit einem Spott. "Das M?dchen ist eine k?nigliche Fee, und Lodenworth und Ke haben beide viele Verdienste, so sehr ich sie auch tot sehen m?chte, weil sie dir wehgetan hat, der Rat wird R¨¹cksicht nehmen." gab Kaideon zu. Chapter 404: Niemals würdig (Kap.404)

Chapter 404: Niemals w¨¹rdig (Kap.404)

"¨¹berlegungen...", murmelte Neveah leise und sagte nichts weiter dazu. Es war auch wirklich nichts mehr zu sagen, diese Wendung der Geschehnisse war nicht vollkommen unerwartet und Neveah war nicht mehr so auf das Ergebnis des Prozesses fixiert, wie es fr¨¹her der Fall gewesen w?re. Ihr war bewusst, dass sie von den Drachen nicht viel erwarten konnte; sie hatten eine Dynastie zu sch¨¹tzen und ein Krieg mit den Fae-ns w?re problematisch. "Es w?re leicht, im Nachhinein einen mysteri?sen Tod zu inszenieren. Ich habe nicht vor, sie lebend aus dieser Sache herauskommen zussen... allein die Entscheidung des Rates." versicherte Kaideon Neveah. Neveah warf Kaideon einen Blick zu, ein kleines L?cheln spielte um ihre Lippen. Kaideons Worte waren sowohl am¨¹sierend als auch beruhigend, beruhigend, weil Neveah wusste, dass er jedes Wort ernst meinte und genau tun w¨¹rde, was er gesagt hatte, sollte sie es zssen. "Es ist in Ordnung, ich wollte nur mich und Davina sch¨¹tzen. Ich habe nicht vor, einen Krieg auszul?sen oder die Drachen hineinzuziehen. Sie haben bereits genug zu bew?ltigen." antwortete Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Veah... du musst dir das alles nicht gefallenssen, wei?t du?" fragte Kaideon ernst. "Was sollte ich tun, gehen?" entgee Neveah mit einer Gegenfrage. "Nachdem ich mich um den Trollgolem gek¨¹mmert habe, muss ich bald zu meiner Festung zur¨¹ckkehren. Komm mit mir nach Hause, zu den wei?en D¨¹nen, dort wird sich niemand wagen, dich zu beleidigen." bot Kaideon hoffnungsvoll an. Neveah schwieg einenngen Moment, w?hrend sie Kaideons Angebot ¨¹berdachte. So verlockend es auch ng, alles im Drachenbau zu beenden und an einen Ort zu fliehen, wo sie nicht t?glich um ihr Leben k?mpfen musste, gab es im Drachenbau mehr als nur K?mpfe und Schwierigkeiten. "Ich habe Menarx¡¯ Bund angenommen, die erste Verschmelzung ist vollzogen. Ich kann jetzt nicht zur¨¹ck, ich kann es nicht ¨¹bers Herz bringen, ihn so zu verletzen." sagte Neveah leise seufzend. "Neveah, liebst du ihn?" fragte Kaideon. Es war eine Frage, die Neveahnge vermieden hatte, aber als Kaideon sie stellte, f¨¹hlte sie den dringenden Bedarf, nach der Antwort zu suchen. Was war Liebe genau? Neveah war sich nicht sicher, ob sie jemals verstanden hatte, was sie bedeutet; aber wenn dieses Gef¨¹hl der Vollst?ndigkeit, des absoluten Vertrauens und die warmen, wohltuenden Empfindungen in ihrem Herz nicht Wahnsinn waren, was dann? "Ich... ich liebe ihn wirklich." erkannte Neveah. Kaideon kicherte leise und nickte zustimmend. "Nun, ich mag ihn nicht... oder jemand anderen, wenn es darauf ankommt. Aber Menarx ist eine gute Wahl," stimmte Kaideon widerwillig zu. "In diesem Zusammenhang m?chte ich dich daran erinnern, dass er dich vermutlich vermisst. Er sollte jeden Moment hier sein, ihr habt viel zu besprechen," murmelte Kaideon. Neveah seufzte leise und nickte zustimmend. "Veah, du hast jetzt ein Zuhause. Ich hoffe, du vergisst das nie. Du musst von jetzt an nicht mehr alles alleine machen, die D¨¹nendrachen werden immer hinter dir stehen," erinnerte Kaideon Neveah. "Trotzdem bin ich sehr stolz auf deine St?rke und auf alles, was du geworden bist, mein Kind," gab Kaideon zu, streichelte liebevoll Neveahs Kopf und erhob sich, um Abschied zu nehmen.So wie Kaideon vorhergesagt hatte, sp¨¹rte Neveah im n?chsten Moment Menarx¡¯ Anwesenheit, aber er war nicht allein. "Ich sehe, dein Drache ist nicht besonders gut darin, die Stimmung zu erfassen. Da er nun gekommen ist, sprich alles aus, was du sagen musst, ohne Zur¨¹ckhaltung. Nur so k?nnt ihr vorw?rtskommen." murmelte Kaideon, als Menarx und K?nig Jian aus dem Wald traten. "Veah!" rief Menarx rmiert aus, als er sah, wie nahe Neveah am Rande der Klippe stand. "Was macht er hier?" fragte Neveah, ohne sich umzudrehen. "Komm her!" befahl K?nig Jian. "Mir geht¡¯s gut ... es ist alles in Ordnung." sagte Neveah schnell, w?hrend Kaideons Brauen sich ?rgerlich zusammenzogen. "Mein Lehnsherr, ich denke, Ihr habt genug getan. Ich werde mich jetzt zur¨¹ckziehen, damit ich nicht ¨¹ber das hinausgehe, was angebracht ist." sagte Kaideon, als er sich entfernte. "Veah, es tut mir leid ..." begann Menarx sich zu entschuldigen, als er auf Neveah zuging, aber sie unterbrach ihn. "Wof¨¹r entschuldigst du dich? Du wusstest nichts davon." Neveah schlug seine Entschuldigung aus. Sie stand auf und starrte Menarx an, der schuldig dreinsah. "Ich werde nicht springen, Narx. Es w?re falsch, f¨¹r ihn zu sterben." murmelte Neveah und wendete sich schlie?lich K?nig Jian zu. "Der Fee sind s?mtliche Titel aberkannt, auch die des Adels, und sie wird in die Eisfestung Fort Scabbard verbannt. Dies ist eine angemessene Strafe f¨¹r das Ausma? ihrer Vergehen." ¨¹bermittelte K?nig Jian an Neveah, als w¨¹rde das alles besser machen. "Verbannung? Wie gro?z¨¹gig von Euch. Soll ich mich hinknien und meine Dankbarkeit daf¨¹r ausdr¨¹cken, dass Ihr endlich tut, was schon l?ngst h?tte geschehen sollen?" entgee Neveah trocken. "Veah, bitte ..." Menarx versuchte Neveah zu beruhigen, doch sie unterbrach ihn erneut. "Narx, halt dich da raus." warnte Neveah. "Lasst sie sprechen." sagte K?nig Jian zu Menarx und betrachtete Neveah mit gehobener Braue. Sein Gesicht war so ruhig wie immer, als h?tte er niemandem Unrecht getan, und Neveah w¨¹nschte, sie k?nnte ihm dieses Gesicht zurechtr¨¹cken. "Eure Gnaden, ich habe versucht, h?flich zu Ihnen zu sein, beim Himmel, das habe ich. Doch nichts hat sich seit unserem ersten Zusammentreffen ge?ndert." "Ich bin es leid, mich zu bem¨¹hen. Fordern Sie mich ruhig weiter heraus, denn ich werde immer zur¨¹cksto?en." "Ich bin Neveah Omega Lothaire, K?nig Jian, und auch wenn die Welt zu Ihren F¨¹?en liegt, sind Sie in meinen Augen nichts weiter als ein egoistischer, kaltherziger Drache, dessen Stolz zu gro? ist, um eigenes Unrecht einzugestehen." "Von diesem Moment an bis zu meinem letzten Tag werden Sie nie w¨¹rdig sein, mein K?nig zu sein", erkl?rte Neveah fest. Mit diesen Worten ging Neveah an K?nig Jian vorbei und machte sich auf den Weg zur¨¹ck zur Burg. Chapter 405: Hear Her Out (Ch.405)

Chapter 405: Hear Her Out (Ch.405)

¡¯"Veah, Liebes... bist du wach?" rief Menarx leise, als er zusammen mit Everon in Neveahs Gem?chern eintrat. Neveah seufzte genervt wegen des Lichtschimmers, der durch die ge?fe T¨¹r drang; sie hatte ihr Zimmer in absoluter Dunkelheit gehalten, um die Illusion zu wahren, es sei noch Nacht. "Was gibt es denn diesmal? Du wei?t, dass ich niemanden sehen will, Narx", murrte Neveah, w?hrend sie sich auf ihrem Bett aufrichtete und einen Blick auf die ungebetenen G?ste warf. "Es sind bereits drei Tage vergangen, Neveah. Du verl?sst dein Quartier kaum und ignorierst alle Einberufungen der Akademie, niemanden au?er Kaideon und Menarx willst du sehen", warf Everon ihr vor. "Das liegt daran, dass ich nicht einfach irgendwer bin, ich kann mich nicht wie der Rest von euch abfinden", verteidigte Menarx sich und ging zu Neveah hin¨¹ber, um ihr einen sanften Kuss auf die Stirn zu dr¨¹cken. "Wie auch immer", sagte Everon sp?ttisch. "Ehrlich, Veah, w¨¹sste ich es nicht besser, k?nnte man meinen, man hat dir das Herz gebrochen", merkte Everon sachlich an, w?hrend er die Vorh?nge und die Balkont¨¹r aufschob, um Licht hereinzssen. "Kannst du mich nicht einfach in Ruhessen?", fragte Neveah, obwohl sie wusste, dass es zwecklos war. "Ihr hattet einen Streit mit K?nig Jian, der meiner Meinung nach schonnge ¨¹berf?llig war. Du hast jedes Recht, w¨¹tend zu sein; ich verstehe einfach nicht, warum du deinen ?rger an dir selbst ausl?sst", sagte Menarx. "Ihr beide habt euch noch nie richtig verstanden, das sollte doch nichts Neues sein", pflichtete Everon bei, w?hrend er das Ergebnis seiner M¨¹hen pr¨¹fte, Neveahs Zimmer aufzuhellen. "Du wirst die erste Reiterin sein, die ihren tz in der k?niglichen Garde ablehnt; alle reden dar¨¹ber, wie du dem Drachenk?nig deine Meinung gegeigt hast." "Au?erdem hat sich die Kunde von den Ereignissen des Rats bereits verbreitet. Lady Neveah der Wei?en D¨¹nen und die Dame der Rubinschuppen - du musst jetzt schon die beliebteste Person in der Festung sein", sagte Everon undchte in sich hinein. "Genau deshalb m?chte ich nicht hinausgehen. Ich will nichts h?ren, was mich noch mehr ver?rgern k?nnte... geschweige denn, ihm zuf?llig ¨¹ber den Wegufen. Ich k?nnte einfach wieder die Fassung verlieren und ihm eine knallen", murrte Neveah, als sie ihre Bettdecke wegschlug und sich aufsetzte. "Wenn du zur Akademie gehst, wie alle von dir erbitten, musst du ihn nicht sehen. Die Akademieleiter uben alle, du machst sie daf¨¹r verantwortlich, dass du entf¨¹hrt wurdest; sie fordern unaufh?rlich eine Audienz... selbst jener alte Schwindler Maloway", argumentierte Everon. "Er war es, der mich ¨¹berhaupt erst dorthin gesandt hat. Ich werde nie wieder tun, was er von mir vengt. Die Akademie zu besuchen, ist f¨¹r Reiter, die der Krone treu bleiben wollen ¨C was fange ich an mit diesem Wissen?", entgee Neveah sp?ttisch. "Jetzt verh?ltst du dich wirklich trotzig. Ich frage mich, was Menarx dazu meint", sagte Everon am¨¹siert. Neveah seufzte leise, w?hrend sie den Blick zwischen Menarx und dem Haufen an Geschenken und anderen zuf?lligen Dingen hin und her wandern lie?, die sie in den letzten drei Tagen erhalten hatte. Alles Versuche von Menarx und Lady Kaliana, sie zu beruhigen. Einige Geschenke stammten sogar von den Herren Imagor und Kirgan; den ersten verstand sie, bei dem zweiten war sich Neveah nicht sicher, warum Kirgan sich einmischte. Abgesehen davon, dass sie die letzten drei Tage alle ignoriert hatte und Kirgan wahrscheinlich nur den Frieden in der Festung wiederherstellen wollte. "Er ubt, er k?nnte mich mit s¨¹?en Worten dazu bringen, zu ¨¹bersehen, dass euer K?nig sich nie entschuldigt hat", sagte Neveah und bezog sich auf Menarx, als w?re er nicht anwesend.Everon hatte Neveah den Rat gegeben, die Geschenke einfach anzunehmen, da Jian eher sterben w¨¹rde, als irgendein Unrecht zu gestehen. Neveah wusste das nur zu gut, was ihre Frustration nur noch vergr??erte. Sie verdiente offensichtlich eine Entschuldigung, die sie jedoch nie erhalten w¨¹rde. "Genau das ist das Problem mit euch", sagte Neveah ver?rgert. "Alle halten zu ihm! Ihr ubt alle, er steht ¨¹ber einer Entschuldigung, und es ist furchtbar, das mitanzusehen. Ich bleibe am besten hier." "Okay, beruhige dich. Jetzt nicht aufregen, du befindest dich noch in der Erholungsphase", mahnte Everon, als er auf Neveah zuging, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen. "Mir geht es gut, Everon", versicherte sie. "Gut denn. Was hast du vor beziehungsweise was willst du in Bezug auf Kaliana tun?", fragte Everon und nahm auf Neveahs Bett tz. "Was meinst du damit?", erwiderte Neveah und verschr?nkte ihre Arme vor der Brust. "Du wei?t genau, was ich meine, Veah. Du hast komplett verweigert, sie zu sehen. Im Gegensatz zu unserem gemeinsamen Freund tut es ihr wirklich leid", seufzte Everon. "Ja, Veah. Sie hat auch Dante und Estelle aufgesucht. Ich kann sie nicht fortw?hrend abweisen; du solltest ihr zuh?ren", stimmte Menarx zu. Neveah zog die Stirn in Falten. In den letzten drei Tagen hatte sie Kaliana mehrmals abgewiesen. Wenn sie an alles dachte, was sie durchgemacht hatte, nur um Kaliana und deren Kind zu retten, konnte Neveah nicht ¨¹ber ihren Schatten springen. "Sie sollte Reue zeigen, aber ihre Reue ?ndert nichts an der Sache", sagte Neveah emotionslos. "Dann wirst du uns wegen dem Folgenden wahrscheinlich hassen. Ich habe dir gesagt, dass sie noch nicht soweit ist, Everon", murmelte Menarx mit sp¨¹rbarem Schuldbewusstsein. In genau diesem Augenblick ?fe sich Neveahs T¨¹r erneut und Lady Kaliana trat ein. Neveahs Augen verengten sich leicht, als sie beobachtete, wie Everon eilig den Raum verlie? und nur Menarx zur¨¹ckblieb, der nun ihre ganze Wut zu sp¨¹ren bekam. "Narx, ich kann es nicht uben, dass du das getan hast", warf Neveah ihm vor. "Veah, gib Kalia nur ein paar Minuten, f¨¹r mich", bat Menarx und ergriff Neveahs Hand. "Das ist emotionale Erpressung", entgee Neveah. "Bei den G?ttern, ich liebe euch!", entfuhr es Menarx, der leisechte, als Neveah ihn von sich stie?. Menarx verlie? Neveahs Zimmer und legte im Vorbeigehen eine beruhigende Hand auf Kalianas Schulter. Erst als die T¨¹r geschlossen war, begann Kaliana zu sprechen. Chapter 406: Der Mann, der er ist (Kap.406)

Chapter 406: Der Mann, der er ist (Kap.406)

"Ich wei?, du musst sehr w¨¹tend und entt?uscht sein." begann Lady Kaliana einen Moment, nachdem Menarx hinausgetreten war. "Nein, ich ube nicht, dass du das wei?t." erwiderte Neveah ausdruckslos. "Ich schulde dir eine Erkl?rung und eine Entschuldigung daf¨¹r, warum es dir vorenthalten wurde, aber zuerst m?chte ich dich wissenssen, dass es nie die Idee Seiner Gnaden war, sondern meine Bitte." erkl?rte Lady Kaliana aufrichtig. Neveah runzelte leicht die Stirn, aber sie sagte nichts und lie? Kaliana erst einmal alles sagen, was sie sagen musste. "Ke kam mit den H?utungsschuppen zu mir, kurz nach der Geburt. Als sie das tat, waren die H?utungsschuppen bereits ruiniert." "Sie sagte mir, dass sie es war, dass sie sie genommen hatte und bat um Strafe, weil sie mich und das Kind gef?hrdet hatte... Ich konnte es nicht uben, aber ihr Gest?ndnis hatte keinen Makel." Lady Kaliana fuhr fort. "Es w?re Verrat, wenn ein Reiter eine Verschw?rung anzetteln w¨¹rde, um einen anderen von h?herem Rang zu sch?digen, Ke w¨¹rde die h?chste Strafe erhalten, und obwohl ich in dem Moment, in dem sie zu mir kam, wusste, dass es nur eine Person gab, f¨¹r die sie sich selbst riskieren w¨¹rde, um sie zu decken, konnte ich ihre Verzweiflung sehen, ihre Schwester zu sch¨¹tzen." "Ich wollte kein Aufsehen erregen, auf die Gefahr hin, Ke und Lodenworth zu verletzen, die Situation hatte sich schlie?lich beruhigt und es w¨¹rde nur Unruhe stiften, wenn Lodenworth und Imagor davon erfahren w¨¹rden, und so habe ich niemandem davon erz?hlt." gab Lady Kaliana zu. "Aber Seine Gnaden lie? das Thema nicht los, auch nicht, nachdem es sich beruhigt hatte, denn er l?sst nichts in seiner Burg unbemerkt. Er hat die Mauserschuppen bis zu Ke zur¨¹ckverfolgt und Lodenworth damit konfrontiert, erst dann habe ich Imagor davon erz?hlt." "Seine Gnaden wollte Ke dazu zwingen, den wahren Schuldigen zu nennen oder sich selbst dem Rat zu stellen, wir alle wussten bereits, wen sie sch¨¹tzte, aber weder sie noch Lodenworth w¨¹rden Adriennes Namen preisgeben, selbst wenn es sie das Leben kosten w¨¹rde ... entweder die Unschuldigen bestrafen oder es seinssen." Lady Kaliana seufzte schwer. "Ich habe Seine Gnaden darum gebeten und ihn gebeten, die Sache auf sich beruhen zussen. Ich habe ihn auch gebeten, Euch nichts davon wissen zussen... " "Ich wei?, dass das vielleicht nichts n¨¹tzt, aber Ihr m¨¹sst wissen, dass es nie seine Idee war, Euch Gerechtigkeit vorzuenthalten, K?nig Jian ist fair und gerecht... das m¨¹sst Ihr inzwischen wissen." sagte Lady Kaliana. Das war eine Tatsache, die Neveah nicht bestreiten konnte, der Drachenk?nig war vieles, aber er war kein parteiischer K?nig, so viel hatte Neveah begriffen. "Ich wei? nicht, ob es von Nutzen w?re, zu wissen, warum." murmelte Neveah. "Es ging nie um Adrienne oder dich, es ging um Ke, der ich nicht wehtun konnte. Ich kenne Ke seit ihren fr¨¹hen Tagen im Bergfried, Neveah. Sie hat ihr eigenes Leben riskiert, um meines auf dem htfeld zu retten, ?fter als ich z?hlen kann, sie ist eine gute Freundin ... " Lady Kaliana brach ab, als sie merkte, dass ihre Worte der Situation nicht gerade zutr?glich waren. "Ich habe es nicht so gemeint..." begann Lady Kaliana zu erkl?ren, aber Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Nein, du hast Recht. Ke ist schon Jahrzehnte l?nger deine Freundin und Kameradin, als du mich ¨¹berhaupt kennst, das ist ein Unterschied, dessen ich mir voll bewusst bin, das ist alles, was gesagt werden muss." sagte Neveah und nickte verst?ndnisvoll. Lady Kaliana hatte besch¨¹tzt, wen sie mehr sch?tzte, und die meisten Menschen h?tten dasselbe getan, es war der nat¨¹rliche Instinkt aller Menschen, Neveah war weder ¨¹berrascht noch verletzt dar¨¹ber, es war einfach, was es war. "Ich werde dich nicht bitten, mir zu verzeihen, ich werde nur sagen, dass es falsch von mir war, die Tatsache zu ¨¹bersehen, dass du diejenige sein w¨¹rdest, die das Verbrechen tr?gt, wenn der wahre Schuldige nie gefunden wird." "Und es tut mir aufrichtig leid, dass ich dir all das angetan habe, was du ertragen musstest. Du bist der Grund, warum ich und mein Kind noch leben, du hast das alles nicht verdient." Lady Kaliana entschuldigte sich. "Ich wage nicht zu hoffen, dass wir auch nur ann?hernd das Band teilen k?nnen, das unsere Drachen haben, aber ich w¨¹rde gerne Freunde sein... Ich wei? nicht, wie es weitergeht, aber es w?re mir eine Ehre, Euch als Freund und Kamerad zu haben." "Wie auch immer ihr euch entscheidet, ich werde es respektieren." beendete Lady Kaliana und wandte sich zum Gehen, hielt aber inne. "Wei?t du, die H?utungsschuppen h?tten mich nicht retten k?nnen, sie h?tten das Unvermeidliche nur hinausgez?gert. Die Umst?nde, unter denen wir uns trafen, waren Ihnen gegen¨¹ber unfair, und ich stehe tief in Ihrer Schuld, aber auch wenn es egoistisch von mir ist, bin ich froh, dass Sie da waren... und nicht die H?utungsschuppen." gab Lady Kaliana zu, "Dann ist wenigstens eine von uns dabei." murmelte Neveah. Lady Kaliana machte sich auf den Weg zur T¨¹r, blieb aber noch einmal stehen, diesmal drehte sie sich um. "Neveah, obwohl diese Kr?uter mir das Leben gerettet h?tten, hatten sie einen wichtigeren Zweck." "Seine Gnaden k?mpft mit Scflosigkeit, der schweren Art, bei der er tagng einfach keinen Scf findet." "Das Tonikum, das Everon aus den H?utungsschuppen gebraut hat, war das Einzige, das ihm beim Scfen half, und diese H?utungsschuppen wachsen nur einmal in Jahrzehnten, dennoch hat er sie f¨¹r mich aufgegeben... so ein Mann ist er eben." "Ich venge nicht, dass du ihn verstehst, ich sage nur, dass Seine Gnaden, anders als seine Br¨¹der, nie jemand war, der auf andere R¨¹cksicht nahm, ein K?nig muss wissen, dass er sich zur¨¹ckhalten muss... seine Sorgen k?nnen nur die der Festung allein sein." "An dem Tag, an dem ich ihn bat, zu schweigen, war es das erste Mal, dass ich ihn sichtlich besorgt und unwillig ¨¹ber irgendetwas sah. Es fiel ihm schwer ... dir gegen¨¹ber ungerecht zu sein." sagte Lady Kaliana leise. "Was die Krankheit Seiner Gnaden angeht, so wei? au?er Everon und Rodrick nur die k?nigliche Garde davon... Ich hielt es f¨¹r richtig, dass du wei?t, dass dein tz in der k?niglichen Garde f¨¹r immer dir allein geh?ren wird, ob du es willst oder nicht." Mit diesen Worten verabschiedete sich Lady Kaliana und lie? Neveah schweigend zur¨¹ck, um ¨¹ber ihre Worte nachzudenken. Chapter 407: Ich werde dir vertrauen (Kap.407)

Chapter 407: Ich werde dir vertrauen (Kap.407)

"Liebes, du bist furchtbar still gewesen." bemerkte Menarx und strich beruhigend ¨¹ber Neveahs Haar. Es war schon eine Weile her, dass Kaliana sich verabschiedet hatte, und Menarx war erst vor kurzem hereingekommen, nachdem er seine Aufgaben f¨¹r den Tag erledigt hatte. Er hatte Neveah genau so vorgefunden, wie Kaliana sie vessen hatte, auf ihrem Bett sitzend und in Gedanken versunken, und Menarx hatte sich neben sie ins Bett gelegt und Neveahs Position so angepasst, dass sie nun auf seiner Brustg. Die gleichm??igen Schl?ge von Menarx¡¯ Herz beruhigten Neveah auf eine Art und Weise, wie nichts anderes es je getan hatte, und das war ein sehr willkommenes Gef¨¹hl. "Was ist... mit Kalia passiert?" fragte Menarx, als Neveah auf seine erste Aussage nichts sagte. "Wir waren uns einig, dass wir uns nicht einig sind." erwiderte Neveah leise. "Nun, du hast genug getan, du hast ihr eine Chance gegeben. Keiner erwartet mehr von dir." versicherte Menarx. Neveah war sich nicht sicher, ob Menarx¡¯ Verst?ndnis das war, was sie in diesem Moment wollte, es machte sie nur noch frustrierter. "Jian und Imagor sind deine beiden Br¨¹der, ich wei?, wie sehr du sie liebst, du sch?tzt sie mehr als dein eigenes Leben." murmelte Neveah leise, ihre Stimme wurde durch Menarx¡¯ Brust leicht ged?mpft. "So wie ich dich." erinnerte Menarx. "Ich wei?... Ich wei?, Narx, ich habe nur das Gef¨¹hl, dass ich dich immer wieder in eine komplizierte Lage bringe, und ich hasse es, auch wenn... Ich kann es einfach nicht erzwingen." sagte Neveah ehrlich. "Veah, meine Br¨¹der und ich haben schon viel zusammen durchgemacht, wir haben uns der Welt und sogar dar¨¹ber hinaus jahrhundertng Seite an Seite gestellt. Wir werden nicht auseinanderfallen, niemals ... f¨¹rchte nicht, dass du dich zwischen uns stellen wirst." "Es ist nicht deine Aufgabe, unser Band zu bewahren, indem du deine eigenen Gef¨¹hle opferst, ich habe mir keine Frau ausgesucht, die sich meinen Entscheidungen unterwirft, ich habe Neveah gew?hlt, die die Dinge auf ihre eigene Art und Weise tut, nach ihren eigenen Entscheidungen, das ist die Frau, die ich kenne und liebe." behauptete Menarx. "Jian, Imagor und Kaliana haben dir Unrecht getan, und ich kenne dich, Veah, der einzige Grund, warum dich das verletzt, ist, weil du dich um sie sorgst. Ich bin derjenige, der dich in eine komplizierte Lage bringt, zwischen deinen Prinzipien und meiner Familie." sagte Menarx mit einem Seufzer. Sie schwiegen eine kurze Weile, bevor Menarx wieder das Wort ergriff. "Apropos Familie, Kaideon kehrt morgen zu den wei?en D¨¹nen zur¨¹ck, ich werde dich begleiten, um ihn zu verabschieden." sagte Menarx. "Ist es schon so weit?" fragte Neveah und seufzte leise, als sie sich daran erinnerte, dass es wirklich ein Tag war, bevor Kaideon gesagt hatte, dass er nach Hause zur¨¹ckkehren w¨¹rde. "Narx, ich will den Drachenturm vessen." sagte Neveah wie aus heiterem Himmel. Neveah sp¨¹rte, wie Menarx sich unter ihr versteifte, sie konnte sogar seine Panik sp¨¹ren. "Veah... was kann ich tun? Sag mir einfach, was ich tun kann..." fragte Menarx ?ngstlich, aber Neveah korrigierte ihre Worte schnell. "Narx, ich werde nicht mit Kaideon zu den wei?en D¨¹nen gehen. Ich will mit dir den Drachenturm vessen." Neveah richtete sich auf. Menarx setzte sich auf und blickte verwirrt zu Neveah hin¨¹ber. "Ich venge nicht, dass du f¨¹r immer mit mir weggehst oder deine Pflichten aufgibst, Narx, das w¨¹rde ich nie tun. Ich m?chte nur etwas Zeit von allem hier weg, ein paar Wochen... einen Monat, ein paar Monate, nur um dar¨¹ber nachzudenken und zu entscheiden, was ich wirklich will." "Weil du im Moment das einzige bist, was ich in diesem Drachenturm will, Narx, und obwohl du mehr als genug bist, f¨¹r dich und f¨¹r mich... muss ich mehr wollen." sagte Neveah. "Was immer du brauchst, Liebes. Wohin wollt ihr gehen?" fragte Menarx. Neveah ¨¹berlegte einen Moment, sie kannte nicht so viele Orte in der Festung, selbst wenn sie gehen wollte, war sie sich nicht sicher, wohin sie gehen wollte. "Du wurdest beauftragt, die Unruhen in der verborgenen Stadt zu unterdr¨¹cken und die Adamantium-Minen zu zerst?ren, wenn ich nicht verschwunden w?re, w?rst du immer noch dort." erinnerte Neveah. "Ich muss mich nicht pers?nlich darum k¨¹mmern. Lodenworth und Cassian werden das ¨¹bernehmen." erwiderte Menarx. "Narx, wie gut kennen die Drachen die verborgene Stadt? K?nnen sie sicher sein, den Ort zu finden?" fragte Neveah. Menarx dachte einen Momentng dar¨¹ber nach. "Das ist nur passiert, weil wir es beim letzten Mal nicht geschafft haben, die verborgene Stadt zu erobern und den Zwergen ihre Geheimnisse als Teil des Friedensvertrags ¨¹bessen haben, der Zwergenk?nig ist sich so sicher, dass wir nicht an ihn herankommen k?nnen, dass er die Vorherrschaft der Drachen missachtet." "Wir k?nnen ihn zwar noch einmal zur Kapittion zwingen, indem wir alle Au?enposten der Zwerge zerst?ren und ihre Nachschubwege abschneiden, aber wenn wir ihn dieses Mal nicht eindringlich genug warnen, wird er diesen Wahnsinn nur in nicht allzu ferner Zeit wiederholen. Deshalb m¨¹ssen wir die verborgene Stadt finden, koste es, was es wolle." Menarx erkl?rte Neveah die Situation. "Cassian und Lodenworth werden sie nicht rechtzeitig finden k?nnen, denn keiner von euch war bisher in der verborgenen Stadt... aber ich schon. Die verborgene Stadt... Ich werde sie dir geben, Narx." sagte Neveah in einem ernsten Ton. "Was brauchst du?" fragte Menarx, Er zweifelte nicht eine Sekundeng an Neveahs Worten, es waren diese kleinen Dinge, die Neveah sicher machten, dass Menarx der Richtige f¨¹r sie war. "Du... das vierte Geschwader, das reicht. Wir werden uns um die versteckte Stadt k¨¹mmern, dorthin m?chte ich mit dir gehen." sagte Neveah. "Ke und Lodenworth werden dort sein, seid ihr sicher, dass es in Ordnung ist? Ich kann das vierte Geschwader durch das zweite Geschwader ersetzenssen." bot Menarx an. "Die zweite Staffel hat mit der Situation in Fort zed alle H?nde voll zu tun. Lodenworth kommandiert das vierte Geschwader, ich hege keinen Groll gegen ihn." versicherte Neveah. "Es wird ein htfeld sein, Veah. Es k?nnten harte Bedingungen herrschen, du wirst ihnen dein Leben anvertrauen m¨¹ssen ..." f¨¹gte Menarx besorgt hinzu. "Soll ich einem Drachenlord vertrauen oder nicht, dem mein Drache bereits vertraut? Das sind einige meiner besten Bedenken in meinem Leben, Narx. Da du in dem chaotischen Durcheinander dabei bist, wird es mir gut gehen. Du kannst allen anderen vertrauen, ich werde nur dir vertrauen." entschied Neveah. Chapter 408: Familie (Kap.408)

Chapter 408: Familie (Kap.408)

Dunkelheit, diese vertraute Dunkelheit... es war erst kurze Zeit her, dass Neveah ihren kalten Griff gesp¨¹rt hatte, wenn auch nicht ann?herndnge genug. "Da hast du es... du l?ufst wieder weg. Alles, was du tust, ist wegrennen, was kannst du mit so einem schwachen Geist erreichen?" Diese seltsame Stimme hallte in Neveahs Bewusstsein wider und durchdrang den Dunst des Scfes. "Wer bist du?... Was bist du?!" Neveah dachte verwirrt an die Stimme zur¨¹ck. "Wer ich bin? Das musst du selbst herausfinden... Omega..." Die Stimme fl¨¹sterte eindringlich. ~~~~~~~~ Neveahs Augen rissen auf, ein leises Keuchen entwich ihr, als sie sich in ihrem dunklen Zimmer umsah. "Veah... ist alles in Ordnung?" murmelte Menarx von dort aus, wo er neben Neveahg, seine Stimme war noch vom Scf vertieft. "Mir... mir geht es gut, Narx." erwiderte Neveah, immer noch schwer atmend. Neveahs Atmung hatte sich noch nicht beruhigt, als ein scharfer Schmerz durch sie hindurchschoss, der von ihrem Bauch ausging, als h?tte man sie gerade erst gestochen. Neveah biss die Z?hne zusammen, um den Schmerzensschrei zu unterdr¨¹cken, der sich seinen Weg nach drau?en zu bahnen drohte, denn sie wusste, dass er den ohnehin schon besorgten Menarx nur rmieren w¨¹rde. "Ihr Herzscg hat sich gerade rapide beschleunigt..." bemerkte Menarx und setzte sich auf dem Bett auf. Er streckte die Hand aus und wischte mit dem ?rmel ¨¹ber den Schwei? auf Neveahs Stirn, die Brauen vor Sorge gerunzelt. "Es ist nur ein Albtraum, scf weiter. Ich bin nur kurz im Waschraum, etwas kaltes Wasser wird mir gut tun." murmelte Neveah, als sie vom Bett aufstand und sich auf den Weg zum Waschraum machte. Neveah biss die Z?hne zusammen, als sie den Waschraum betrat, die T¨¹r hinter sich schloss und sich vor Menarx¡¯ fragenden Blicken abschirmte. Neveah drehte den Wasserhahn auf, um das Wasser in die Wanneufen zussen, und das Ger?usch des flie?enden Wassers warut genug, um ihr leises Aufst?hnen vor Schmerz zu ¨¹berdecken, als sie keuchend und schnaufend zu Boden sackte. Scharfe Schmerzenssch¨¹be durchzuckten Neveah, ihre Muskeln verkrampften sich, und Neveah mmerte sich an den Rand der Badewanne, w?hrend immer wieder Wellen des Schmerzes auf sie einst¨¹rmten. Es ist das Paarungsband ... es wurde wieder ausgel?st. Wie damals, als du Xenon gek¨¹sst hast.¡¯ dachte Neveahs Wolf bei sich. ¡¯Ich dachte, wir h?tten das hinter uns...¡¯ dachte Neveah zu ihrer W?lfin, als sie den pl?tzlichen Drang versp¨¹rte, den Inhalt ihres Abendessens auszusch¨¹tten, ihn aber zur¨¹ckhielt. Unser Band mit Menarx ist noch nicht vollst?ndig, es ist erst die erste Verschmelzung vollzogen, und es ist immer noch kein Gegenst¨¹ck zu dem Paarungsband mit Alessio. Ich vermute... Alessio hat etwas getan...¡¯ verriet Neveahs Wolf besorgt. "Es w?re untypisch f¨¹r ihn, seinem Brief kein Geschenk beizulegen. Wenn ich daran denke, dass ich ihm sogar jetzt noch ausgeliefert bin." murmelte Neveah, w?hrend sie ihren Atem anhielt und ¨¹ber ihr eigenes Schicksal sp?ttisch kicherte. Sollen wir es Menarx sagen?¡¯ dachte Neveahs Wolf bei sich. "Nein ... es gibt hten, die wir gemeinsam k?mpfen, und es gibt solche, denen ich mich allein stellen muss." dachte Neveah und lehnte sich an die Wanne zur¨¹ck. _____________ "Ist das deine Entscheidung?" fragte Kaideon Neveah, als sie gemeinsam den Flur ennggingen. Es war inzwischen sp?ter Vormittag und Kaideon war von seiner Verabschiedung von K?nig Jian zur¨¹ckgekehrt, Neveah erwartete ihn in der zweiten Ebene, von wo aus sie gemeinsam zur Landettform gingen. Es war nur eine kurze Zeit, die sie auf der obersten Ebene verbracht hatten, aber Neveah war nicht einmal ¨¹berrascht, dass K?nig Jian Kaideon bereits verraten hatte, dass Neveah und Menarx noch am selben Tag zum Au?enposten der Zwerge aufbrechen w¨¹rden. "Ja, das war es." antwortete Neveah. "Etwas Zeit weg von den K?mpfen im Bergfried wird euch gut tun. " Kaideon stimmte zu. "Es tut mir leid, dass ich mich entschieden habe, woanders hinzugehen und nicht zu den Wei?en D¨¹nen." Neveah entschuldigte sich, weil sie wusste, dass Kaideon durch ihre Entscheidung verletzt worden war, auch wenn er es nicht zeigte. "Ich m?chte immer noch, dass du mit mir zu den Wei?en D¨¹nen kommst, aber ich verstehe es und werde es dieses eine Mal seinssen. Veah, sollte sich ein Vorfall wie dieser jemals wiederholen, werde ich es nicht auf sich beruhenssen... Ich werde dich wegbringen, Menarx oder nicht." stellte Kaideon r. "Ich verstehe." sagte Neveah mit einem leisen Seufzer. "Es wird einnger Flug zur¨¹ck zu den Wei?en D¨¹nen sein, du wirst den Zwergenpostennge vor mir erreichen, ich f¨¹hle mich schon jetzt nicht wohl dabei, dich zu vessen. Du musst auf dich aufpassen, und ich hoffe, du wirst mir schreiben." sagte Kaideon. "Das werde ich, so oft ich kann." versicherte Neveah. Kaideon blieb stehen, drehte sich zu Neveah um, nahm den Anh?nger ab, den er immer trug, den mit dem eingravierten Namen von Neveahs Mutter, und reichte ihn Neveah. "Aber ... das ist alles, was du von ihr hast ..." protestierte Neveah, doch Kaideon sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Ich habe sie immer hier drin gehabt... und hier drin." antwortete Kaideon und deutete auf seinen Kopf und dann auf sein Herz. "Aber dir ist so viel vorenthalten worden, es gibt so viel, was du nicht kennenlernen durftest... Ich kann nicht wiedergutmachen, was du verloren hast, aber ich hoffe, dass dieses St¨¹ck von deiner Mutter..." "Dieses St¨¹ck deiner beiden Eltern, auch wenn es noch so klein ist, kann dir in turbulenten Zeiten Trost spenden und dich daran erinnern, dass du geliebt wirst." sagte Kaideon ernsthaft. Neveah blickte auf den Anh?nger hinunter, drehte ihn um, ihr Daumen strich ¨¹ber die eingravierten Buchstaben, ein Schluchzen kroch ihre Kehle hinauf, aber Neveah zwang es hinunter. "Ich werde gut auf ihn aufpassen." versprach Neveah. "Veah, vor dieser Zeit habe ich die Wei?en D¨¹nen seit Jahrzehnten nicht mehr vessen. Der Trollgolem mag eine unerw¨¹nschte Situation gewesen sein, aber ich bin froh, dass er an meinen D¨¹nen vorbeigekommen ist." "Wenn ich ihn nicht gesp¨¹rt h?tte, w?re ich nie nach Keep Skies gekommen und vielleicht..." Kaideon brach ab und wagte nicht, sich das Szenario vorzustellen, dass er seine Tochter nicht gefunden h?tte. "Ich ube, du h?ttest mich trotzdem gefunden. Du hast meine Mutter nie aufgegeben, du h?ttest den Weg zu mir gefunden, so oder so, und wenn nicht, dann w?re ich zu dir gekommen." " Ich wei? nicht viel ¨¹ber Familie, aber ich habe geh?rt, dass sie immer wieder zueinander zur¨¹ckfinden." murmelte Neveah und lehnte ihre Stirn an Kaideons Brust. Chapter 409: Zwergen-Au?enposten (Kap.409)

Chapter 409: Zwergen-Au?enposten (Kap.409)

Lieber Kaideon, Um ehrlich zu sein, habe ich eine Stunde gebraucht, um diesen ersten Brief zu verfassen. Ich muss zugeben, dass das Schreiben von Briefen etwas ist, was ich nicht oft tue, und so f¨¹hlt es sich ein wenig seltsam an, aber ich werde mich daran gew?hnen m¨¹ssen. Wir haben gerade den Au?enposten der Zwerge erreicht, wir haben einen Tagesritt gebraucht, und Menarx sagt mir, dass es noch ein paar Tage dauern wird, bis ihr die Wei?en D¨¹nen erreicht. Ich wei? nicht, wohin ich diesen Brief schicken soll, aber ich werde ihn zu den Wei?en D¨¹nen vorausschicken, damit er das Erste ist, was ihr bei eurer Ankunft seht und wisst, dass es mir gut geht. Niemand hat mir gesagt, dass die Au?enposten der Zwerge riesige, unendliche Ebenen mit unber¨¹hrter Natur sind. Ich habe geh?rt, wie gro? die Asvarian-Hochburg ist, aber ich h?tte nie gedacht, dass sie so gro? und... so sch?n ist. Ich wei?, dass ich mich derzeit auf feindlichem Gebiet befinde und es nicht richtig sein sollte, so friedlich zu sein, aber selbst der Wind hier drau?en f¨¹hlt sich anders an als im Bergfried. Ich habe das nagende Vengen, die Nacht hier drau?en unter freiem Himmel zu verbringen, aber ich bezweifle, dass Menarx oder die Zwerge das guthei?en w¨¹rden... leider. Hier drau?en zu sitzen, ¨¹ber die weiten Ebenen unter freiem Himmel zu starren und dir davon zu schreiben... Ich habe endlich das Gef¨¹hl, dass ich richtig atmen kann. Banale und einfache Dinge wie diese k?nnen mein Herz tats?chlich erleichtern, wie kommt es, dass ich das nie wusste? Wenn sich Freiheit so anf¨¹hlt, wieso habe ich dieses sch?ne Gef¨¹hl nie wahrgenommen? Die kommenden Tage sind ungewiss und K?mpfessen sich nicht vermeiden, aber Kaideon, in all diesem Chaos... ube ich, dass ich gerade die Bedeutung des Gl¨¹cks gefunden habe. Mit freundlichen Gr¨¹?en, Neveah. ~Ich muss hinzuf¨¹gen, dass ich nicht herausfinden kann, wie dieses Briefportal Menarx mich zum Funktionieren gebracht hat, und er ist im Moment praktischerweise nicht da, ich hoffe, ich schicke das nicht an den falschen Ort... magische Instrumente und Magie an sich sind l?stig. _______________ Im Schutz der Dunkelheit eilte ein Versorgungsteam ¨¹ber die Ebene, das mehr als ein Dutzend Karren mit Lebensmitteln und anderen, aus der Ferne nicht erkennbaren Gegenst?nden mit sich f¨¹hrte. Das Versorgungsteam bestand aus etwa zwanzig Zwergen, und sie waren in h?chster rmbereitschaft, als sie die Waren ¨¹ber die Ebene transportierten. Die Fu?abdr¨¹cke und die Spur des schweren Karrens, die eigentlich zur¨¹ckbleiben sollten, verschwanden in dem Moment, in dem das Versorgungsteam vorbeigezogen war, und hinterlie?en keinerlei Spuren oder Anzeichen daf¨¹r, dass sie vorbeigekommen waren. In der Luftg ein schwacher Hauch von Magie, als eine Gruppe von Sp?hern das Versorgungsteam von der Spitze eines H¨¹gels aus beobachtete, unbemerkt vom Versorgungsteam. Die Zwerge bewegten sich schnell, um der Morgend?mmerung zuvorzukommen, und schon bald verschwanden sie in einem Wald weit voraus. "Ich habe mich gefragt, warum Lady Neveah uns einen Magier mitnehmen lie?, um ihre Spuren so perfekt zu verwischen, das ist ein ausgezeicer Verschleierungszauber. H?tten wir keinen eigenen Magier mitgenommen, h?tten wir den Schleier, der ihre Anwesenheit verbirgt, nicht durchschauen k?nnen." murmelte Conrad. "Es ist genau so, wie Lady Neveah vorausgesagt hat. Selbst nachdem sie alle Versorgungswege abgeschnitten haben, haben die Zwerge immer noch eine M?glichkeit, Vorr?te in die innere Zitadelle zu transportieren." sagte Lodenworth zu Menarx. "Sollten wir sie nicht verfolgen?" fragte Conrad Menarx. "Wie Veah schon sagte, w?re es sinnlos, sie zu verfolgen. Sie waren in der Lage, den Standort der inneren Zitadelle songe verborgen zu halten, sie w¨¹rden nicht so leicht einen Fehler machen." "Markiert die Routen, wie Veah es befohlen hat. Conrad wird Wache halten, verratet nicht, dass wir ihnen auf den Fersen sind, die Zwerge m¨¹ssen weiterhin uben, dass der Verbergungszauber, der ¨¹ber die Ebenen gelegt wurde, noch wirkt." Menarx wies an, sich vom H¨¹gel zur¨¹ckzuziehen, und verschwand im Wald dahinter. Zur¨¹ck im Lager der zweiten Schwadron sa? Neveah in Menarx¡¯ Zelt und betrachtete die Karte der zwergischen Au?enposten, wie sie es schon seit einigen Stunden tat, seit sie die Nachricht erhalten hatte, dass der Sp?htrupp bald zur¨¹ckkehren w¨¹rde. Es war bereits eine Woche vergangen, seit sie den Zwergenau?enposten erreicht hatten, und Neveah hatte sich eine Strategie zurechtgelegt, doch noch immer gab es einige Schlupfl?cher, die sie abdecken musste, und deshalb wartete sie ungeduldig auf den Bericht der Sp?her. Neveahs Aufmerksamkeit wurde von der Karte abgelenkt, als Menarx in Begleitung von Lodenworth das Zelt betrat. "Geliebte." Menarx gr¨¹?te zuerst, ging zu Neveah hin¨¹ber und dr¨¹ckte ihr einen leichten Kuss auf die Stirn. "Du bist wieder da, wie ist es gufen?" fragte Neveah. "Wie du vorausgesagt hast, m¨¹ssen die Vorr?te in der inneren Zitadelle knapp geworden sein. Sie haben schlie?lich ein Versorgungsteam ausgesandt und versucht, ihre Bewegungen mit einem Zauber vor uns zu verbergen, aber der Magier konnte ihn durchbrechen." teilte Lodenworth mit. "Die Nachschubwege waren schon abgeschnitten, bevor wir hier ankamen, und es war r, dass sie fr¨¹her oder sp?ter etwas unternehmen w¨¹rden. Habt ihr die Route markiert?" fragte Neveah. "Wie du gew¨¹nscht hast." Menarx antwortete mit einem Nicken und reichte Neveah eine kleinere Karte, auf der einige Punkte eingezeic waren. Neveah studierte die kleinere Karte und legte sie ¨¹ber die gr??ere, um die Punkte zu vergleichen. "Es ist jetzt eine Woche her, ich bin bereit, meinen n mit dir und dem zweiten Geschwader zu teilen." sagte Neveah schlie?lich mit einem Nicken. Menarx nahm am anderen Ende des Tisches tz und wartete darauf, zu h?ren, was Neveah in der vergangenen Woche gent hatte, als sie st?ndig Sp?her in ihrem Auftrag ausgesandt hatte. "Der Zwergenk?nig wei? sehr wohl, dass die Drachen ihn genau beobachten. Er w¨¹rde warten, bis es absolut notwendig ist, bevor er einen Versorgungstrupp aussendet." "Aber ein Versorgungstrupp kann nicht die gesamte Bev?lkerung der inneren Zitadelle versorgen, und ein zu gro?er Versorgungstrupp w¨¹rde selbst bei Einsatz von Magie leicht bemerkt werden." "Wenn ich also der Zwergenk?nig w?re, w¨¹rde ich mehrere kleinere Gruppen ¨¹ber verschiedene Routen und ¨¹ber einen l?ngeren Zeitraum aussenden." erkl?rte Neveah. Chapter 410: Ein anderer Weg (Kap.410)

Chapter 410: Ein anderer Weg (Kap.410)

"Wenn ich also der Zwergenk?nig w?re, w¨¹rde ich mehrere kleinere Gruppen ¨¹ber einen bestimmten Zeitraum auf verschiedenen Routen aussenden." erkl?rte Neveah. "Aber die innere Zitadelle ist so gut versteckt, dass es sicher nur wenige Ein- und Ausg?nge gibt, sonst w?re sie l?ngst entdeckt worden und h?tte den Namen ¡¯versteckte Stadt¡¯ nicht verdient." "Die Frage ist, wie kann man mehrere Versorgungsteams ¨¹ber verschiedene Routen aussenden, wenn es nur wenige Ein- und Ausgangspunkte gibt?" fragte Neveahut. "Habe ich jemals erw?hnt, wie ich aus dieser versteckten Stadt herausgekommen bin oder warum ich ubte, dass ich in der versteckten Stadt festgehalten wurde und nicht auf einem normalen Au?enposten?" fragte Neveah erneut. "Ich habe nicht viel gesehen, au?er den Zellen, in denen ich festgehalten wurde. Aber unter den Umst?nden, unter denen ich geflohen bin, sa? ich in einem Tunnel fest und musste mindestens ein paar Tageng einen Weg nach drau?en finden, wie ich mir vorstellen kann." erinnerte sich Neveah. Neveah zeigte auf einen Punkt auf der Karte. "Die ganze Zeit ¨¹ber hat die verborgene Stadt ihre Lage nicht ver?ndert. Wenn meine Vermutung richtig ist und die Zeit gemessen wurde, die sie brauchte, um in den Futtergruben aufzutauchen, m¨¹sste sie irgendwo in dieser Region liegen." sagte Neveah mit Bestimmtheit und umkreiste ein gro?es Gebiet. "Aber ich wei?, dass du das schon vermutet hast. Wenn man bedenkt, dass es sich um eine gro?e Stadt handelt, k?nnen wir davon ausgehen, dass sie sich ¨¹ber ein gro?es Gebiet erstreckt." sagte Neveah und markierte einige Punkte. "Also, es geht los. Die Tunnel, durch die ich gegangen bin, sind unterirdisch und d¨¹rften die einzigen Ein- und Ausg?nge der inneren Zitadelle sein. Wenn es an der Oberfl?che einen Eingang g?be, w?re er bereits entdeckt worden." "Und die Zwerge k?nnen sicherlich nicht die Lage einer ganzen Stadt ver?ndern, da es logischerweise unm?glich w?re, sie selbst mit Magie zu bewegen, vor allem, wenn sie unterirdisch liegt." "Es gibt noch etwas anderes, das sie leicht ver?ndern k?nnen, das aber den Anschein erwecken w¨¹rde, dass die Stadt nicht dort ist, wo sie urspr¨¹nglich war." behauptete Neveah. "Die Tunnel, sie k?nnen den Grundriss der Tunnel ver?ndern." erkannte Menarx. "Tunnel an sich sind wie unendliche Labyrinthe, es ist schon schwierig genug, einen Ausweg zu finden, wenn diese Wege nun auch noch leicht zu verschieben w?ren?" "Der Tunnel kann als Todesfalle f¨¹r alle angesehen werden, die sich hineinwagen ... und dann kommt der Teil der vielen Mythen der verborgenen Stadt, dass niemand ¨¹berlebt hat, um die Geschichte zu erz?hlen." Neveah fuhr mit einem Nicken fort. "Was ich damit sagen will, ist, dass die Ein- und Ausg?nge der inneren Zitadelle die gleichen sind, sie sind alle Ausg?nge des Tunnels, sie k?nnen nur verschoben werden, also w¨¹rden sich auch die Wege zu ihnen ?ndern." "Womit wir wieder bei der Frage w?ren, wie der Zwergenk?nig von einigen wenigen Eingangspunkten aus mehrere Gruppen ¨¹ber verschiedene Routen aussenden k?nnte. Er wird die Tunnel und damit auch die Nachschubtrupps ¨¹ber die heutige Route verlegen ...?" Neveah lie? die Frage offen. "Sie werden das einzige Team sein, das durch diese Route geht, und wenn wir ihnen gefolgt w?ren, w¨¹rde der Zwergenk?nig beim geringsten Verdacht die Tunnel umbauen, er w¨¹rde nicht z?gern, selbst wenn das gesamte Versorgungsteam mit uns stirbt, werden wir alle in den Tunneln stecken bleiben." Lodenworth verstand endlich Neveahs Argumentation. "Der Zwergenk?nig ist grausam und egoistisch, ein paar Versorgungsteams als K?der zu benutzen, um ein paar Drachenf¨¹rsten auszuschalten, ist f¨¹r ihn kein schlechter Handel." "Wenn man bedenkt, dass ein Tunnel f¨¹r einen Drachen eine Todesfalle ist, ist es unm?glich, dort seine Gestalt zu wechseln, und ich m?chte nicht, dass sich jemand in Gefahr begibt, wenn es sich vermeiden l?sst." sagte Neveah ernst. "Was k?nnen wir dann tun? Wenn dies nur der erste Versorgungstrupp ist, werden in den n?chsten Tagen noch viele weitere ¨¹ber verschiedene Routen kommen." fragte Lodenworth. "Das ist genau das, was wir wollen. Sie werden uns direkt zu ihnen f¨¹hren." sagte Neveah. "Wie? Wir k?nnen ihnen nicht folgen." Lodenworth war immer noch unsicher. "Es gibt viele M?glichkeiten der Spurensuche, Lord Lodenworth, als nur sinnlose Laufarbeit zu leisten. Wir werden sie sicher aufsp¨¹ren, nur mit einer anderen Methode." versicherte Neveah. "Diese verborgene Stadt werden wir auf zwei verschiedene Arten ausr?uchern ... wenn die eine nichts bringt, wird es die andere sicher tun." "Von nun an haben wir eine ganz andere Mission und daf¨¹r brauche ich innerhalb einer Stunde Antworten auf diese Frage. Was kaufen Zwerge normalerweise bei einer Versorgungsfahrt?" fragte Neveah. Menarx und Lodenworth tauschten unsichere Blicke aus. "Lebensmittelvorr?te? Sprengstoff?" fragte Lodenworth und Neveah warf ihm einen b?sen Blick zu. "Es sind Zwerge, Lodenworth. Keine Brandstifter." Neveah scherzte. Lodenworth zuckte verlegen mit den Schultern und Neveah seufzte ver?rgert. "Ihr Drachen wisst wirklich so gut wie nichts ¨¹ber eure Feinde, oder? Und ich meine nicht ihre politische Situation oder die Gr??e ihrer Armee? Ich meine die kleinen... leicht passierbaren Dinge wie Vorlieben." "Es w?re dumm von mir zu erwarten, dass einer von euch so denkt wie ein Zwerg... Ich sch?tze, dass es eine wichtige Kampftaktik ist, seine Feinde zu kennen, aber das gilt nicht, wenn man Feuer spuckt." stellte Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln fest. "Wenn ihr euch ¨¹berhaupt mit Taktik besch?ftigt, anstatt euch kopf¨¹ber in die Gefahr zu st¨¹rzen, weil ihr ubt, unzerst?rbar zu sein." fuhr Neveah fort. "Veah ... wir sind nahe dran, unzerst?rbar zu sein." bemerkte Menarx neckisch. "Sag das den Adamantium-Minen, die unten in der versteckten Stadt bereitstehen. Nein, Narx ... eure Art ist stark, sehr stark sogar, aber ihr seid nicht ann?hernd unzerst?rbar." "Aber unter meiner Aufsicht wirst du das sein. Der Himmel wei?, dass ich kein zweites Mal um dich weinen werde, eher w¨¹rde ich dich selbst t?ten. ", stellte Neveah r. Menarx kicherte am¨¹siert, w?hrend Lodenworth Neveah nur entgeistert anstarrte. "Lodenworth, gib dem Bergfried Bescheid. Ich will, dass Mor¡¯rud von der Akademie mit sofortiger Wirkung hierher geschickt wird, wenn ich Drachen nicht dazu bringen kann, auch nur eine Sekunde wie Zwerge zu denken, werde ich mir einen echten Zwerg besorgen." beschloss Neveah. "Sofort." sagte Lodenworth mit einem Nicken. "Was wirst du tun, wenn du das herausfindest?" fragte Menarx. "Dann werde ich eine andere Frage stellen. Woher sollten die Zwerge ihre Vorr?te nehmen?" murmelte Neveah, ihre Aufmerksamkeit auf die Karte gerichtet. "Und wenn du die Antwort darauf bekommst?" fragte Lodenworth. "Alles, was ein zwergisches Versorgungsteam wahrscheinlich kaufen wird, muss zuerst durch unsere H?nde gehen, das ist der n?chste Schritt. Wir vergessen, dass nicht nur die Zwerge in die Zitadelle gehen, sie bringen auch Waren aus allen Teilen der Welt mit." "W?hrend es ein Risiko w?re, die Zwerge selbst unbemerkt zu verfolgen, sind die Vorr?te eine ganz andere Sache. Sie sind leicht zu ¨¹bersehen, nichts, wovor man sich in Acht nehmen m¨¹sste, aber sie werden unsere Spur sein." "Gift ist nicht die einzige M?glichkeit, Nahrung in eine Waffe zu verwandeln, mit kleinen Ver?nderungen k?nnte sie zu unseren Augen werden... jeder Weg, den sie gehen, jeder Raum, in den sie geliefert werden, jeder Tisch, den sie ber¨¹hren, jede Hand... Ich werde es alles wissen." "Und mit ihnen... dieser Karte der verborgenen Stadt, die es nicht gibt, werde ich dir eine zeichnen. Einen perfekten Grundriss der Stadt, die nie den Himmel gesehen hat." sagte Neveah und ein L?cheln legte sich auf ihre Lippen. Chapter 411: An manchen Tagen mehr als an anderen (Kap.411)

Chapter 411: An manchen Tagen mehr als an anderen (Kap.411)

Lieber Kaideon, geht es Dir gut? Ich hoffe sehr, dass ich Dich nicht zu sehr beunruhigt habe, denn mir geht es gut und ich bin gesund und munter, auch wenn ich das von meiner Stimmung nicht behaupten kann. Ich habe versprochen, Dir oft zu schreiben, aber zwei Wochen sind wie im Fluge vergangen, und erst jetzt schreibe ich meinen zweiten Brief. Diese zwei Wochen waren erwartungsgem?? ereignisreich, manche Tage mehr als andere. Wir haben bei unserer Mission hier Fortschritte gemacht und kommen unserem Ziel von Tag zu Tag n?her, aber die Zwerge haben begonnen, ?rger zu machen. Bisher gab es zwei Konfrontationen mit Adamantium, und obwohl sie leicht niedergescgen wurden, wei? ich, dass es noch mehr geben wird... aber das ist es nicht, was mich ?rgert. Ich habe mich immer als das Gegenteil von gro?m¨¹tig bezeic, vielleicht h?tte ich auf Menarx¡¯ Warnung h?ren sollen, dass Lodenworth in diesen Tagen eine unvermeidliche Pr?senz sein w¨¹rde. Die ersten Tage nach meiner Ankunft waren zugegebenerma?en sehr anstrengend, und es war unm?glich, den kleinen Drachen davon zu ¨¹berzeugen, warum man mir die Kontrolle ¨¹ber die Au?enposten anvertrauen sollte. Irgendwann habe ich viele Aktionen in Erw?gung gezogen, die ich nicht zu erw?hnen wage, nur um ihn zum Schweigen zu bringen, aber mir wurde r, dass es sich um mein pers?nliches Vorurteil handelte: Lodenworth ist Kapit?n des vierten Geschwaders und w¨¹rde mir nicht ohne Grund das Kommando anvertrauen. Irgendwie haben wir einen Weg gefunden, unsere Differenzen zu ¨¹berwinden. Zumindest f¨¹r den Augenblick, obwohl ich nicht sicher bin, wienge dieser Waffenstillstand halten w¨¹rde. Weder Lodenworth noch Ke haben sich zu Adrienne ge?u?ert, und ich wei? nicht, ob sie es aus Schuldgef¨¹hlen oder aus Bosheit getan haben, obwohl ich eher zu Letzterem neige. Aber was auch immer es ist, ich bereue meine Entscheidung nicht. Ich ube, ich habe so viel mehr ¨¹ber die Drachen und die Festung gelernt, als ich in den B¨¹chern des Bergfrieds h?tte lernen k?nnen. Der Winter ist hier drau?en immer trostloser geworden, die Ebenen sind mit endlosem Wei? bedeckt und die N?chte sind k¨¹hl, und ich frage mich, wie mein Zuhause wohl aussehen w¨¹rde, wenn es verschneit w?re. Menarx hat mir erz?hlt, dass der Winter erst sp?t in die D¨¹nen kommt. Wenn diese Dinge hier rechtzeitig erledigt werden, kann ich den kommenden Winter vielleicht selbst erleben. Heimat ... das sind jetzt die Wei?en D¨¹nen, nicht wahr? Ich ube nicht, dass ich jemals wirklich eines dieser Dinge hatte, die ich Heimat nenne, zumindest keines, bei dem ich nicht jeden Tag mit dem Wunsch aufwachte, es vessen zu k?nnen. Diese warmen und neugierigen Gedanken an zu Hause zu haben... das ist das erste Mal f¨¹r mich. So sehr, dass ich Angst davor habe... zu wissen, wie dieses Zuhause tats?chlich aussieht. Mit freundlichen Gr¨¹?en, Neveah. ____________ "Mdy, Ihr habt gerufen?" gr¨¹?te Mor¡¯rud, als er das Zelt betrat und den Kopf zu einer kleinen Verbeugung senkte. "Ah, Mor¡¯rud, da seid Ihr ja." best?tigte Neveah, w?hrend sie ihren Brief fein s?uberlich zusammenfaltete und ihn weglegte. "Ich habe eine Frage...", begann Neveah und brach ab, als Mor¡¯rud bei ihren Worten leise kicherte. "Was?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Es ist schon ¨¹ber eine Woche her, dass Ihr mich gerufen habt, Lady Neveah. Und jeden Tag, an dem Ihr mich gerufen habt, habt Ihr mit genau derselben Aussage begonnen, ohne Ausnahme... Ich habe eine Frage." Mor¡¯rud wies darauf hin. Neveah dachte einen Momentng dar¨¹ber nach. "Verzeiht mir, ich habe es vers?umt, mich daf¨¹r zu interessieren, wie es Euch hier drau?en in einem Geschwadeger und fern von Eurer geliebten Bibliothek geht, da ich Euch ohne vorherige Ank¨¹ndigung gerufen habe." Neveah entschuldigte sich. "Oh nein, Mdy. Das habe ich ganz und gar nicht gemeint. Ich wollte nur darauf hinweisen, wie konsequent Ihr seid. Wenn jemand die verborgene Stadt entdecken kann, dann Ihr. Seine Gnaden kann beruhigt sein, da Ihr diese Aufgabe ¨¹bernommen habt." lobte Mor¡¯rud. "Oh..." sagte Neveah, unsicher, was sie darauf antworten sollte. "Bitte stellt Eure Frage, Mdy. Ich werde Euch die Antwort nach bestem Wissen und Gewissen geben." ermutigte Mor¡¯rud mit einem wissenden L?cheln. Neveah nickte und ¨¹berlegte, wie sie ihre Frage strukturieren sollte, doch ihre Gedanken wurden von dieser seltsamen, unwillkommenen Stimme in ihrem Kopf unterbrochen. ¡¯Sie ist wieder da... Omega ... was wirst du dieses Mal tun?¡¯ Die Stimme stichelte. Neveahs Augen weiteten sich leicht, als sie sich pl?tzlich aufrichtete. "Mdy?" fragte Mor¡¯rud. "Ich ... ich werde Euch zu einem sp?teren Zeitpunkt wieder herbeirufen. Ich muss noch woanders hin..." murmelte Neveah und eilte aus dem Zelt. "Lady Neveah!" Conrad rief Neveah von irgendwo im Lager zu, aber Neveah drehte sich nicht um, sondern machte sich auf den Weg in den Wald. Da l?uft sie weg, um sich ganz allein in ihrem Schmerz zu suhlen ... wie r¨¹cksichtsvoll ... wie erb?rmlich ...¡¯ Die Stimme spottete. Neveah ignorierte sie, sie eilte in den Wald und rannte in einem rasanten Tempo tiefer in den dichten Wald hinein, als die ersten Wellen des Schmerzes ¨¹ber sie hereinbrachen. Neveah war erst so weit gekommen, als ihre Muskeln verkrampften, der Schmerz sie durchzuckte und sie zu Boden st¨¹rzte, wobei sie den Inhalt ihres Essens ausspuckte. Neveah schnappte nach Luft und kroch ¨¹ber den Boden zu einem Baum, der gro? genug war, um sich dahinter zu setzen und den Kopf an den Stamm zu lehnen, w?hrend sie sich darauf vorbereitete, das Schlimmste zu ¨¹berstehen. Wie Neveah geschrieben hatte, waren manche Tage in diesen zwei Wochen ereignisreicher als andere, und dies war einer dieser Tage. Ein weiterer Tag, an dem das Paarungsband unerwartet zu wirken begann und Neveah zu stundengen, unertr?glichen Schmerzen verurteilte. Zuerst war es nur einmal in ein paar Tagen passiert, aber es hatte begonnen, ?fter zu passieren, t?glich... und dann mehrmals an einem einzigen Tag. Veah, wenn das so weitergeht, k?nnen wir das nicht mehrnge vor Menarx verbergen. warnte Neveahs Wolf sie besorgt. Neveah hatte keine Antwort f¨¹r ihren Wolf, sie konnte sich nur darauf konzentrieren, ihre Atmung zu kontrollieren, w?hrend sie sich in sich selbst zusammenrollte und die Wellen des Schmerzes ausspielte, wie sie es immer getan hatte. Wenn du gerettet werden willst... akzeptiere mich, Omega... akzeptiere mich und ich werde dir wahre Macht geben... Diese Stimme hallte in Neveahs Kopf wider und wie immer schloss Neveah sie aus. Chapter 412: Eine verd?chtige Gruppe (Kap.412)

Chapter 412: Eine verd?chtige Gruppe (Kap.412)

Neveah atmete erleichtert auf, als der Schmerzngsam nachlie? und ihre Atemwege sich kl?rten, endlich konnte sie wieder richtig atmen. Es war bereits sp?t in der Nacht und Neveah war schon seit ¨¹ber einer Stunde unterwegs, doch zum Gl¨¹ck war Menarx auf Patrouille und w¨¹rde ihrenge Abwesenheit nicht bemerken. Sie erhob sich, sch¨¹ttelte die Ersch?pfung von sich und wischte ihre Kleidung notd¨¹rftig ab. Es war zwecklos, den Scmm von ihrer Lederhose zu bekommen, also lie? Neveah es bleiben, wie es war. Nun erst bemerkte sie, wie weit sie im schmerzbedingten Nebel in den Wald hineingewandert war, und konnte nicht genau sagen, in welchem Teil des Waldes sie sich befand. Mit einem schweren Seufzer der Resignation erinnerte sich Neveah an die Richtung, aus der sie gekommen war, und es blieb ihr nichts anderes ¨¹brig, als diesen Weg zur¨¹ckzugehen, egal wienge es dauern w¨¹rde, um wieder ins Lager zu gngen. Als sie sich umdrehte, um zur¨¹ckzukehren, hielt sie inne. In der Ferne h?rte sie Stimmen und das Ger?usch von Schritten. Sieuschte - die Stimmen waren weit entfernt und unverst?ndlich, doch in der Luftg eine Spur, die Neveah eindeutig Zwergen zuordnen konnte. "Wie k?nnen sie nur so nahe an unser Lager herankommen?" murmelte Neveah voller Misstrauen. Die Zwerge wussten nicht genau, wo sich das Lager der Drachen befand; die Drachen hatten ihre eigenen Mittel, um dessen Lage zu verschleiern. Doch war bekannt, dass dieser Wald von Drachen ¨¹berwacht wurde. Zwerge w¨¹rden dieses Gebiet nicht betreten, wenn ihnen ihr Leben lieb war, da es au?erhalb ihres Territoriumsg und sie hier keinen Schutz hatten. Die Spur von Zwergen so nah am Lager konnte Neveah nicht ignorieren. Vorsichtig folgte Neveah dem Geruch und den Stimmen, verborgen im Schatten des Waldes, bewegte sichutlos und n?herte sich der Ger?uschquelle. Es dauerte nichtnge, und Neveah erreichte eine kleine Lichtung, auf der eine Gruppe von Zwergen um ein Feuer sa?. Rasch verbarg sie sich hinter einem Baum, um nicht entdeckt zu werden, und beobachtete die Zwerge verwundert. "Sie machen sich nicht einmal Sorgen, unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und haben sogar ein Lagerfeuer entfacht... Welch eine Dreistigkeit", dachte Neveah an ihren Wolf gewandt. "Ich ube, das ist kein gew?hnliches Feuer, Veah", gab der Wolf zur¨¹ck. Neugierig sp?hte Neveah hinter dem Baum hervor und stellte fest, dass das Feuer, obwohl es sichtbar brannte, nur ein schwaches Licht ausstrahlte und weder Rauch noch Brennholz zu sehen waren. Stattdessen entdeckte sie ein seltsames Instrument am Boden, das offenbar das Feuer erzeugte.Neveah runzelte die Stirn, es schien keine Magie im Spiel zu sein; h?tte es sich um Magie gehandelt, h?tte sie sicherlich eine Spur davon wahrgenommen. Langsam aber sicher wurde Neveah immer vertrauter mit magischen Dingen. Sie konnte erkennen, dass es sich um eine Art Apparatur handelte, die die Illusion eines falschen Feuers erweckte - es hatte das ged?mpfte Licht und die W?rme, die die Winterk?lte vertreiben konnte, aber ansonsten fehlten alle weiteren Eigenschaften eines echten Feuers. Es k?nnte ein durch Magie oder eine Technologie der Zwerge betriebener Mechanismus sein, aber was auch immer es war, schienen die Zwerge ziemlich sicher zu sein, unbemerkt zu bleiben. Das f¨¹hrte Neveah zu der Frage, warum sie ¨¹berhaupt hier waren. Wenn die Zwerge vom Au?enposten k?men und hofften, das Dracheger zu beobachten, dann war dies sicherlich kein guter Ort daf¨¹r. "Sie scheinen nicht vom Au?enposten zu sein, wenn man ihre Uniformen betrachtet", dachte Neveahs Wolf. Das bedeutete, sie waren Zwerge aus der Zitadelle, die es nicht n?tig hatten, Drachen auszusp?hen, da sie sich in ihrer Inneren Zitadelle sicher w?hnten, die ihrer Meinung nach niemand finden konnte. Zwerge vom Au?enposten ¨¹berwachten Au?enposten in den Minen und unterschieden sich vollkommen von denen, die in der Zitadelle lebten. Zudem durften Zwerge vom Au?enposten die Zitadelle erst betreten, wenn ihre Dienstzeit vor¨¹ber war, was mindestens einige Jahrzehnte dauerte. Die wenigen Konfrontationen in den letzten Wochen hatte es mit Zwergen gegeben, die die Minenau?enposten jenseits des Waldes und der Ebenen bewachten und als Ablenkung dienten, um die Drachen fernzuhalten, so dass die Versorgungsteams der Zitadelle unbemerkt passieren konnten. Sicherlich durchschaute Neveah ihre Taktik und lie? sie nur aus Absicht gew?hren. ¡¯Wenn der Zwergenk?nig m?chte, dass Ein- und Ausgang der verborgenen Stadt unbemerkt bleiben, h?tte ich erwartet, dass er dies auf Versorgungsteams beschr?nkt¡¯, ¨¹berlegte Neveah. ¡¯Das ist kein Versorgungsteam, also wer sind diese Zwergenw?chter und was bezwecken sie?¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf. Bald darauf erhielt Neveah eine Antwort auf ihre Frage, als eine Gruppe von Zwergen aus dem Vorposten auf die Lichtung trat und einen kleinen Holzk?fig mit sich f¨¹hrte, in dem ein bewusstloses Kind angekettet war. Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen, als sie stumm zusah. Das Kind war von Feenblut, Neveah konnte seinen Duft wahrnehmen. Es konnte kaum ?lter als sieben Sommer sein und schlief trotz seiner misslichen Lage tief und fest. In diesem Augenblick erinnerte sich Neveah an ein anderes Kind, das sie vor einigen Monaten in einer ?hnlichen Situation gefunden hatte. Roman... der kleine Junge, den die Zwerge damals in Maneward entf¨¹hrt hatten, war in einem K?fig wie diesem gefangen gehalten worden, schlief genau wie dieses Kind tief und fest. In Neveahs Herz wuchs der Verdacht; es war unwahrscheinlich, dass die Zwerge zuf?llig zwei Kinder in ?hnlich gestalteten K?figen und in ?hnlichem Alter in zwei v?llig verschiedenen Teilen der Festung entf¨¹hrten... Etwas ging hier vor sich, und was auch immer es war, Neveah wusste, es konnte nichts Gutes sein. Chapter 413: Eine verd?chtige Gruppe 2 (Kap.413)

Chapter 413: Eine verd?chtige Gruppe 2 (Kap.413)

"Wir haben keine Zeit, beeilt euch." sagte einer der W?chter des Au?enpostens zu der anderen Gruppe, die am Feuer gewartet hatte. Es war eine kleine Gruppe, nur vier Zwerge insgesamt, und die drei, die gerade dazugekommen waren, waren Au?enpostenw?chter. "Ihr wisst, dass das Werkzeug Zeit braucht." antwortete ein W?chter der Zitadelle, w?hrend er einen seltsamen Mechanismus aus einer gro?en Kiste zog, die er bei sich trug. Diesmal sp¨¹rte Neveah deutlich die magische Energie, die von ihm ausging, und sie konnte erkennen, dass dies kein gew?hnlicher Gegenstand war. "Der Junge wird in ein paar Monaten vollj?hrig... nimm die Magie und wir kehren zu seinem Haus zur¨¹ck. Niemand wird es bemerken..." beharrte der Zwerg vom Au?enposten. Die Zwerge tauschten weiter Worte aus, w?hrend der Zitadellenzwerg den Mechanismus einrichtete. Der dicke Akzent der Zwerge machte ihre Worte undeutlich, aber nach einem Moment konnte Neveah das Wesentliche verstehen, was sie sagten. Die ganze Zeit ¨¹ber hatten die Zwerge die Magie, die sie in ihren Tunneln und Verbergungszaubern verwendeten, durch die Absorption der Magie anderer erhalten... Kinder, deren Magie sich erst noch zeigen musste. erkannte Neveah. Sie hatte sich immer gefragt, warum die Zwerge ein beliebiges Kind wie Roman entf¨¹hrt und so schnell weggebracht hatten, aber jetzt konnte Neveah ihre Absicht verstehen. Was noch schlimmer war, die Zwerge w¨¹rden das Kind zu seiner Familie zur¨¹ckbringen, nachdem die Magie absorbiert worden war, und wenn das Kind vollj?hrig wurde, w¨¹rde sich seine Magie nicht manifestieren und niemand w¨¹rde jemals merken, dass es bereits entf¨¹hrt worden war, sie w¨¹rden einfach annehmen, dass das Kind nicht begabt war. Diese Nachricht w¨¹rde die Drachen nie erreichen, da die Kinder in einem St¨¹ck zur¨¹ckgebracht w¨¹rden, bevor man aus ihrer Entf¨¹hrung eine gro?e Sache machen k?nnte, und die Eltern w¨¹rden es in dem ubenssen, dass nichts schief gegangen sei. Neveah konnte sich nicht vorstellen, wie viele Kinder von magischer Geburt auf diese Weise ihre Magie verloren hatten, ihr Geburtsrecht und einen Teil von sich selbst, ohne jemals zu erfahren, warum. Die Zwerge haben ein weitaus gr??eres Verbrechen gegen die Festung begangen, als nur Adamantium abzubauen. dachte Neveahs Wolf ver?rgert. Die Zwerge verstummten, als der Mechanismus vollst?ndig aufgebaut war. Er sah aus wie eine schwarze Metallkiste, an der eine seltsame Kette befestigt war, die in einer kleinen Manschette aus demselben Material endete. Vor Neveahs Augen legten die Zwerge die Manschette um den Kopf des scfenden Jungen. Keiner wird rechtzeitig hier sein. dachte Neveah zu ihrer W?lfin. ¡¯Wir k?nnen es mit sieben aufnehmen.¡¯ Neveahs Wolf gab ihr Einverst?ndnis. Das war alles, was Neveah brauchte, denn sie st¨¹rzte sich blitzschnell auf den ersten Zwerg, der den Mechanismus zu bedienen schien. Neveahs Krallen bohrten sich direkt in seine Kehle, noch bevor die anderen Zwerge sie bemerken konnten, und mit einer scharfen Drehung hallte das befriedigende Knirschen ¨¹ber die Lichtung und erregte die Aufmerksamkeit der ¨¹brigen Zwerge. "Halt! Oder ich t?te!" Der Zwerg, der die Manschette hielt, zischte, als Neveah nach der Kiste griff, und Neveah erstarrte an Ort und Stelle und starrte misstrauisch auf die glitzernde, scharfe Klinge, die nun an der Kehle des scfenden Kindes ruhte. "Lass das Kind gehen, dann werde ich leise gehen und niemand muss verletzt werden ... niemand sonst." versprach Neveah und sp¨¹rte, wie die anderen f¨¹nf Zwergengsam einen Kreis bildeten, um sie von hinten anzugreifen. Neveah ¨¹berlegte, wie schnell sie zu dem Zwerg gngen konnte, der das Kind als Geisel hielt, aber ihre ¨¹berlegung verwandelte sich schnell in blendende Wut, als sie den Geruch von Blut wahrnahm, und es stammte nicht von dem Zwerg, den sie get?tet hatte. Neveah beobachtete, wie ein Rinnsal Blut den Hals des scfenden Kindes hinunterlief, wo der Zwerg die Klinge zu nah an sie herangef¨¹hrt hatte und der zerbrechliche Faden der Kontrolle, den Neveah noch hatte, riss. Neveah bewegte sich nicht, in diesem Moment schien die ganze Welt stillzustehen, und ein ungewohntes Gef¨¹hl str?mte durch Neveahs Adern. Da war die Wut, aber das war es nicht, es war etwas ganz anderes, eine Art fremde Macht, die in Neveah anschwoll, sie konnte nichts anderes h?ren, nichts anderes sehen als diesen einen Zwerg. Ihre Augen waren auf den Zwerg gerichtet, dessen Augen auch auf sie gerichtet waren. Neveah starrte ihn an, als ob sie durch ihn hindurchsehen w¨¹rde, und zwar einen Momentng, Als Neveah zu tief hineinschaute, k?nnte sie schw?ren, dass sie die Lebenskraft des Zwerges sp¨¹rte, pulsierend und lebendig, und Neveah wusste, dass sie es von dort, wo sie stand, beenden konnte, sie wusste es einfach. Rei? es ab. fl¨¹sterte diese seltsame Stimme in Neveahs Kopf. Und Neveah tat genau das, genau wie sie es zuvor mit dem Elfenw?chter getan hatte, indem sie ihn mit ihrem Geist in Scf versetzte, sie ergriff diesen Strang pulsierenden Lebens und riss fest zu. Neveah wurde erst aus ihrem Dunst gerissen, als der Zwerg regungslos zu Boden sank. Aber Neveah hatte keine Zeit zum Gr¨¹beln, sie wirbelte herum und st¨¹rzte sich auf den n?chsten Zwerg, die Krallen im Anscg, w?hrend sich die Welt immer noch in Zeitlupe bewegte und die fremde Macht immer noch in Neveahs Adern pulsierte, Alles, was Neveah selbst sp¨¹rte, war die W?rme des Blutes unter ihren Krallen und das klebrige Gef¨¹hl, als es ¨¹ber ihr Gesicht und ihre Kleidung spritzte. _____________ "Wo ist sie?" fragte Menarx ver?rgert und starrte den Bibliothekar Mor¡¯rud und Conrad an, die einzigen beiden, die Neveah hatten gehen sehen. Menarx war gerade erst von seiner Patrouille zur¨¹ckgekehrt, um mit Conrad und Fiona zu besprechen, dass sie sich auf die Suche nach Neveah machen sollten, da Neveah schon zunge weg war. "Mein Herr, sie ist vor etwa einer Stunde in den Wald gegangen und noch nicht zur¨¹ckgekehrt. Aber uns wurde berichtet, dass Zwerge in der N?he des Waldes gesichtet wurden." berichtete Conrad. "Und Ihr habt sie allein gehenssen?" Menarx zischte. "Lady Neveah mag es nicht, wenn man ihr folgt, und sie geht immer im Wald spazieren, das fand ich nicht seltsam. Der Wald liegt innerhalb der Patrouillenroute, ich hielt es nicht f¨¹r n?tig, ihr zu folgen." berichtete Conrad in einem schuldbewussten Ton. Menarx¡¯ Augenbrauen zuckten leicht und er drehte sich um, in der Absicht, den Wald zu st¨¹rmen, doch Menarx hielt inne, als er Neveah erblickte, die aus der Waldgrenze hervortrat. In ihren Armen trug sie ein seltsames Kind, aber was Menarx auffiel, war Neveahs Zustand. Ihre wei?e Tunika war fast vollst?ndig blutrot gef?rbt und ihr Gesicht war mit Blutflecken ¨¹bers?t. "Veah!" rief Menarx entsetzt aus und eilte zu Neveah hin¨¹ber. "Das ist nicht mein Blut." versicherte Neveah, die wusste, woher Menarx¡¯ Sorge stammte. Menarx atmete erleichtert auf, bevor sein Blick zu dem Kind wanderte, dessen Augenbrauen sich verwirrt zusammenzogen, weil er sich fragte, woher ein Kind kam. "Was ist passiert?" fragte Menarx besorgt und blickte auf das scfende Kind hinunter, um seinen Zustand zu pr¨¹fen. Bis auf eine kleine Wunde am Hals schien es dem Kind gut zu gehen. "Ich ube, ich habe herausgefunden, woher die Zwerge ihre ganze Magie beziehen." murmelte Neveah. Menarx hob unsicher eine Braue. Neveah atmete leise auf und ging an Menarx vorbei zu Lodenworth und Ke, wo sie das Kind an eine gro??ugige Ke ¨¹bergab. "Du w¨¹rdest besser wissen, wie man f¨¹r ein Fae-Kind sorgt." murmelte Neveah. Chapter 414: Ersch?pfung (Kap.414)

Chapter 414: Ersch?pfung (Kap.414)

"Wir haben Berichte ¨¹ber das seltsame Verschwinden von Fae-Kindern erhalten. Sie wagen sich nicht in den k?niglichen Wald, aber andere ns haben Berichte eingereicht." "In den meisten F?llen wurden die Kinder gefunden, nachdem eine Suche ausgerufen wurde und ohne Erinnerung an das, was passiert war. Wir hielten es f¨¹r verd?chtig, haben es aber nie der Drachenautorit?t gemeldet, da wir uns noch nicht sicher waren, ob es ein w¨¹rdiges Anliegen ist." gab Ke an Menarx weiter. "Au?erdem wurden in den letzten zwei Jahrzehnten immer mehr Fae-Kinder als unbegabt eingestuft. Ich ube, das war die Zeit, in der die Zwerge mit diesem n begannen. Wir h?tten uns nie vorstellen k?nnen, dass es die Zwerge waren, die das getan haben." f¨¹gte Ke mit einem Kopfsch¨¹tteln hinzu. "Ich kann das nicht uben! Zwei Jahrzehnte! Die ganze Zeit, direkt vor unserer Nase!" Konrad zischte w¨¹tend. "Wir m¨¹ssen Unseren Lehnsherrn sofort benachrichtigen." sagte Fiona, ebenso best¨¹rzt ¨¹ber das, was Neveah gerade enth¨¹llt hatte. Lodenworth nickte zustimmend, w?hrend Menarx schwieg, und das schon, seit Neveah die Nachricht von ihrer Entdeckung verk¨¹ndet hatte. Er starrte auf den Mechanismus, den Neveah als Beweismittel mitgebracht hatte und der zur Absorption von Magie diente. Er hatte einen komplizierten Gesichtsausdruck und Neveah zuckte leicht zusammen, als er mit der Faust auf den Tisch schlug und der Holztisch unter der Kraft seiner Faust zerbr?ckelte. "Ich h?tte sie ausl?schen sollen..." sagte Menarx und seine Augen leuchteten vor Wut. Es gab keine gr??ere Respektlosigkeit gegen¨¹ber den Drachen als dies, die Zerst?rung des Friedens und des Wohlstands, f¨¹r den sie so hart gearbeitet hatten, um einer Dynastie mit so vielen verschiedenen Spezies zu helfen. Menarx war der htenlord der letzten ht gegen die Zwerge gewesen, und nach dem, was Neveah in letzter Zeit geh?rt hatte, war er auch derjenige gewesen, der den Friedensvertrag anstelle des Drachenk?nigs unterzeic hatte. Obwohl der Drachenk?nig seine Zustimmung gegeben hatte und voll und ganz damit einverstanden war,g alles in Menarx¡¯ Ermessen, und er hatte sich daf¨¹r entschieden, den Krieg zu beenden, nachdem die Adamantiumminen zerst?rt worden waren. Jetzt, da r war, dass die Zwerge nicht nur den Vertrag gebrochen hatten, indem sie die ganze Zeit ¨¹ber Adamantium abgebaut hatten, sondern auch anderen V?lkern unter dem Schutz der Bestien von Asvar Schaden zugef¨¹gt hatten, f¨¹hlte sich Menarx direkt verantwortlich. "Narx, das konntest du nicht wissen. Sie haben so viele Jahrzehnte nach dem Friedensvertrag gewartet, um ihre wahren Absichten zu zeigen. Wie h?ttest du dir vorstellen k?nnen, etwas so Frevelhaftes wie den Diebstahl von Magie zu begehen?" fragte Neveah und legte eine Hand auf Menarx¡¯ Schulter. "Lodenworth, benachrichtige die Akademie f¨¹r Magie und den k?niglichen Wald der Fae ... sogar die Mers, alle Ethnien mit magischem Ursprung. Diese Situation muss genau untersucht werden." "Wienge und wie viele sind genau gesch?digt worden? Das m¨¹ssen wir wissen, um das Gewicht des Urteils zu bestimmen." wies Menarx an. "Conrad, du schickst eine Nachricht an den Bergfried. Alle Feststellungen Lodenworths sind zuerst Meinem Lehnsherrn zu melden, wir werden nach den erhaltenen Befehlen handeln. In der Zwischenzeit m¨¹ssen wir die verborgene Stadt so schnell wie m?glich finden." "Au?erdem k?nnen die Zwerge diesen n nicht allein ausgeheckt haben. Ich m?chte genau wissen, mit wem die Zwerge in den letzten zwei Jahrzehnten zu tun hatten." f¨¹gte Menarx hinzu. "Wie mein Herr befiehlt." sagten Lodenworth und Conrad unisono, bevor sie sich mit ihren Reitern verabschiedeten. Neveah und Menarx waren die einzigen, die noch im Zelt waren, und Neveah zuckte leicht zusammen, als ihr Menarx¡¯ letzte Befehle durch den Kopf gingen. "Narx... Ich ube, ich wei?, wer die Zwerge auf diese Idee gebracht hat. Wer die ganze Zeit hinter ihnen stand." gestand Neveah schuldbewusst. Menarx blickte mit einer hochgezogenen Augenbraue zu Neveah hin¨¹ber und Neveah atmete schwer aus, als sie an den dunklen Zauberer zur¨¹ckdachte, sie war ihm bisher nur zweimal bege und beide Male war sein Verhalten seltsam gewesen. So ungern Neveah es auch zugeben mochte, er hatte auch ihr das Leben gerettet. Ohne ihn h?tte sie den Zwergen niemals entkommen k?nnen, und so stand sie in seiner Schuld, weshalb sie ihn die ganze Zeit ¨¹ber nicht erw?hnt hatte. Auch weil Neveah nicht wollte, dass eine gro?e Sache daraus gemacht wurde, wusste sie nichts ¨¹ber den dunklen Zauberer oder warum er ihr geholfen hatte. Aber Neveah ubte nicht, dass sie es noch l?nger vor Menarx verbergen konnte. "Damals in den Kerkern, wo ich von den Zwergen festgehalten wurde... habe ich ihn getroffen." verriet Neveah. "Wen getroffen?" Fragte Menarx mit einer hochgezogenen Braue. "Den dunklen Zauberer, der uns damals im Wald im S¨¹dviertel angegriffen hat, als wir das Kraut suchten, um Kaliana zu retten." erkl?rte Neveah. Menarx¡¯ Augen verengten sich leicht und Neveah wusste, dass ihm nicht gefiel, was er da h?rte. "Und das sagst du mir erst jetzt?" fragte Menarx spitz. "Ich ... Narx, er hat mich aus dem Kerker befreit. Ohne seine Hilfe h?tte ich nicht entkommen k?nnen. Das Letzte, woran ich mich erinnere, ist, dass er mir seine Hilfe anbot, ich lehnte ab, aber dann wachte ich drau?en in den Tunneln auf." erkl?rte Neveah. "Und du warst ihm so dankbar, dass du mir nichts davon erz?hlen konntest? Ich verstehe das f¨¹r alle anderen... aber dachtest du, ich w¨¹rde dir deswegen auch noch das Leben schwer machen?" fragte Menarx, sein Tonfall spiegelte seine Verletzung wider. "Narx... " Neveah brach ab, unsicher, was sie sagen sollte. "Du hast getan, was du tun musstest, um dich zu sch¨¹tzen, ich verstehe das... Ich frage mich nur, ob du mir jemals genug vertrauen wirst." sagte Menarx und erhob sich auf seine F¨¹?e. "Narx, sei doch nicht so, du wei?t, dass ich dir vertraue." begr¨¹ndete Neveah. "Tust du das?" fragte Menarx und warf Neveah einen gequ?lten Blick zu. Neveah ?fe den Mund, doch dann erinnerte sie sich an den Grund, warum sie ¨¹berhaupt in den Wald gegangen war, eine weitere Sache, die sie ihm verheimlichte... Die Worte blieben ihr im Hals stecken, aus irgendeinem Grund konnte sie sie nicht aussprechen und so schwieg sie weiter. "Stimmt... Das dachte ich mir schon. Ich werde auf Patrouille sein, warte nicht auf mich. Ich werde im Morgengrauen zur¨¹ckkehren." sagte Menarx, w?hrend er aus dem Zelt schritt und Neveah sich selbst ¨¹berlie?. Neveah atmete schwer aus, nahm tz und legte ihren Kopf auf den Tisch, ein schweres Gef¨¹hl der Ersch?pfung legte sich ¨¹ber sie. Chapter 415: Bald vollst?ndig (Kap.415)

Chapter 415: Bald vollst?ndig (Kap.415)

Lieber Kaideon, Dies ist bereits mein dritter Brief, ich hatte gedacht, ich w¨¹rde das nicht durchhalten, aber irgendwie tue ich es doch, Ich ube, es tut einfach gut, jemanden zu haben, mit dem ich reden kann... Ich finde, dass ich das in diesen Tagen mehr brauche. Seit meinem letzten Brief sind drei Tage vergangen, wir haben die Befehle Seiner Gnaden ¨¹ber das Schicksal der verborgenen Stadt erhalten und die Mission schreitet wie gent voran, wir haben bereits mit der zweiten Phase begonnen, es ist nur noch eine Frage der Zeit. W?hrend sich alles andere nach meinen Pl?nen entwickelt hat, waren diese Tage dennoch die miserabelsten drei Tage.... Neveahs Hand erstarrte mitten im Satz, und mit einem leisen Seufzer zerkn¨¹llte sie das Papier, auf dem sie geschrieben hatte, und warf es zur Seite. "Mi Lady wird keinen Brief verschicken?" fragte Mor¡¯rud, der Neveah beobachtet hatte. "Nein, Kaideon wird sich zu viele Sorgen machen. Er k?nnte selbst hierher kommen, und das w¨¹rde ich nicht wollen." entschied Neveah und steckte ihre Feder zur¨¹ck in den Beutel, den sie bei sich trug. Neveah lehnte sich gegen den Baumstamm und achtete weder auf das Schwanken des Astes, auf dem sie sa?, noch auf den besorgten Blick, mit dem Mor¡¯rud sie von unten herab ansah. Mor¡¯rud hatte sie immer gewarnt, dass die H?he zu gro? und die ?ste des Baumes zu zerbrechlich waren, Er bef¨¹rchtete, dass Neveah eines Tages hinunterst¨¹rzen w¨¹rde, da sie diesen tz zu ihrem Lieblingstz gemacht hatte. Neveah war sich nicht sicher, wie sie dem Zwerg begreiflich machen konnte, dass diese H?he nur f¨¹r einen Menschen oder jemanden, der bei einem Sturz den Tod riskierte, zu hoch war. Wenn Neveah st¨¹rzte und nicht schnell genug war, um sicher zunden, w¨¹rde sie nur leichte Verletzungen davontragen, die nach kurzer Zeit wieder verheilen w¨¹rden - kein Grund zur Aufregung. "Mdy." Ein Drachenlord rief Neveah von unten zu, Neveah hatte seine Ann?herung bereits wahrgenommen und so brummte sie als Antwort. "Lord Conrads Team ist mit einer neuen Route zur¨¹ckgekehrt, er erwartet Euch in Eurem Zelt." Der Drachenlord ¨¹bermittelte seine Nachricht an Neveah. "Ich werde in K¨¹rze bei ihm sein." erwiderte Neveah. Der Drachenlord verabschiedete sich, und Neveah setzte sich widerwillig aufrecht hin und blickte kurz zu Boden, bevor sie sich l?ssig fallen lie?, sehr zum Entsetzen von Mor¡¯rud. "Mi Lady!" rief Mor¡¯rud aus, als Neveah direkt vor ihm auf zwei F¨¹?enndete, und zog angesichts seines entsetzten Gesichtsausdrucks die Brauen hoch. "Ihr habt mich schon seit Tagen ohne Probleme diesen Baum hinauf- und hinunterklettern sehen, und doch seid Ihr noch genauso besorgt wie am ersten Tag." "Man sollte meinen, du h?ttest inzwischen begriffen, dass du keinen Grund hast, dir Sorgen zu machen." Neveah wies darauf hin. "Es ist meine Pflicht, mir Sorgen zu machen, und deshalb wird Mor¡¯rud das auch weiterhin tun, Lord Menarx hat mich gebeten, auf euch aufzupassen, und Mor¡¯rud muss das unbedingt tun." erwiderte Mor¡¯rud entschlossen. Neveah war sich nicht sicher, ob es der kurze Moment der Panik war, in dem sie ubte, sie w¨¹rde fallen, oder die Entschlossenheit, aber Mor¡¯ruds Akzent, der nicht immer zu h?ren war, schlich sich heraus und war bei dieser Aussage umso deutlicher zu h?ren. Und die hochm¨¹tige Haltung des Zwerges, als er Neveah nur bis zur Taille reichte, sowie der Blick in seinen Augen, das war einfach durch und durch am¨¹sant, und w?re Neveah in der Stimmung gewesen, sich zu am¨¹sieren, h?tte sie gut dar¨¹berchen k?nnen. "Stimmt, wie r¨¹cksichtsvoll von ihm." murmelte Neveah in einem leeren Ton, w?hrend sie den Weg zur¨¹ck zum Lager f¨¹hrte. Neveah meinte die Worte, die sie gerade gesagt hatte, ernst, aber Mor¡¯rud musste sie f¨¹r Sarkasmus gehalten haben, denn er seufzte verzweifelt. "Was in der Festung ist nur mit euch beiden los? Die Atmosph?re ist schon seit drei Tagen so angespannt, Mor¡¯rud sieht, dass sich alle Sorgen machen, aber keiner traut sich, etwas zu sagen." fragte Mor¡¯rud ver?rgert. Neveah warf einen Blick zu dem Zwerg hin¨¹ber und rollte mit den Augen ¨¹ber seinen ersch?pften Gesichtsausdruck. "Du w¨¹rdest von seiner Seite eine bessere Antwort bekommen... Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich es wei?." murmelte Neveah als Antwort. "Aber meine Herrin ist mit seiner Abwesenheit v?llig einverstanden? Wenn nicht, warum schickt Ihr nicht nach ihm? ", fragte Mor¡¯rud weiter. "Es ist ja nicht so, dass ich ihn verbannt h?tte oder so. Ich habe ihm Aufgaben zugeteilt, die das zweite Patrouillenteam tagng besch?ftigen w¨¹rden." "Stellen Sie sich meine ¨¹berraschung vor, als er mir mitteilte, dass er das zweite Team anf¨¹hren wird und nicht mehr das erste. Er konnte sich nicht einmal die M¨¹he machen, zu mir zu kommen, um es mir pers?nlich mitzuteilen... irgendeine dumme Notiz." Neveah schnaubte entr¨¹stet. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das erste Team gesehen habe, bevor ich mich entschied, es Lodenworth anzuvertrauen, und jetzt ist derjenige, den ich weghaben will, hier und der andere ist weg... warum erz?hle ich Ihnen das ¨¹berhaupt?" Neveah begann zu schimpfen, als sie merkte, dass sie ihre Gedanken mit Mor¡¯rud besprach. "Weil du es dir von der Seele reden musst und dich dennoch entschieden hast, deinem Vater nicht zu schreiben. Und jetzt hast du einen Ausbruch..." Mor¡¯rud begann zu erkl?ren, als h?tte Neveah wirklich eine Antwort auf diese Frage erwartet. "Das war eine rhetorische Frage, Mor¡¯rud." unterbrach Neveah. "Ah..." sagte Mor¡¯rud verlegen und merkte, dass die Erkl?rung nicht n?tig gewesen war. "Meine Herrin sollte Lord Menarx benachrichtigen und seine sofortige R¨¹ckkehr vengen. Ihr seid doch sonst so herrschs¨¹chtig, wie kommt es, dass Ihr jetzt nichts sagen wollt?" fragte Mor¡¯rud verbl¨¹fft. "Seine R¨¹ckkehr fordern?" fragte Neveah und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Mor¡¯rud verstand nicht, was mit Menarx los war, aber Neveah wusste es, wie konnte sie seine R¨¹ckkehr vengen? Neveah sagte nichts mehr, bis sie wieder am Zelt ankamen, wo Lord Conrad und Lady Fiona gewartet hatten. "Mdy." Das Paar aus Drache und Reiterin begr¨¹?te sie unisono. "Conrad, Fiona ... was gibt es Neues?" fragte Neveah und ging zu ihrem Tisch hin¨¹ber, um sich zu setzen. "Wie Mdy vorausgesagt hat, kommen die Versorgungswege diesmal aus dem Westen der Ebenen. Die Route des Teams von letzter Nacht wurde dokumentiert." gab Conrad an Neveah weiter und reichte ihr einen kleinen Zettel. Neveah ?fe ihn und studierte die eingezeicen Routen, dann rollte sie ein viel gr??eres Papier aus, und nachdem sie es mit der Karte verglichen hatte, f¨¹gte sie den kleinen Zettel an der richtigen Stelle in etwas ein, das wie ein gro?es Puzzle aus Land und Landmarken aussah. "Mdy ... die Routen passen alle perfekt, uns fehlen nur noch ein paar Routen zum vollst?ndigen Bild." lobte Conrad. "In der Tat. In ein paar Tagen wird unsere Karte fertig sein, dann k?nnen wir das nutzen, woran das zweite Team gearbeitet hat." Neveah stimmte mit einem Nicken zu. Chapter 416: Etwas Interessantes (Kap.416)

Chapter 416: Etwas Interessantes (Kap.416)

Der gefl¨¹gelte Mann summte leise vor sich hin, als er am Rande der Klippe sa?, wie er es immer tat. Nat¨¹rlich war die Melodie, die er summte, seine Lieblingsmelodie, bei der die Worte l?ngst aus seinem Ged?chtnis verschwunden waren und nur die Melodie ¨¹brig blieb, so bekannt, als h?tte er sie erst am Vortag geh?rt. Celeste stand derweil hinter ihm und beobachtete die ruhige und entspannte Haltung des gefl¨¹gelten Mannes mit einem verwirrten Blick. Der gefl¨¹gelte Mann war fast immer ruhig, es war selten, dass er jemals etwas anderes war, das wusste Celeste. Aber da sie das wusste, meinte Celeste, wenn es irgendeinen Grund gab, etwas anderes als Ruhe zu empfinden, dann w?re jetzt sicher der richtige Zeitpunkt gewesen. Der Schatz, den der gefl¨¹gelte Mann so verzweifelt suchte, war weg, derselbe Schatz, f¨¹r den Celestes Familie ihr Leben gegeben hatte. Er war weg, und sie wussten genau, wie er verschwunden war, doch seit diesem Moment bis jetzt hatte der gefl¨¹gelte Mann noch kein einziges Wort dar¨¹ber verloren. K?nnte es sein, dass ihn die Identit?t des Wolfsm?dchens als Herrin der Rubinschuppen abgeschreckt hat? fragte sich Celeste. Aber Celeste wusste, dass das unwahrscheinlich war, denn der gefl¨¹gelte Mann hatte kein Problem damit, den Tod des Herrn von Rubinschuppe selbst zu befehlen, warum sollte er jetzt, wo es nur um die Dame ging, beunruhigt sein? Celeste verstand es nicht, sie konnte nichts davon verstehen, und dieses Schweigen, das nun schon fast einen Monat andauerte, machte siengsam fertig. "Mein Herr, Ihr habt nichts gesagt, Ihr habt keine Befehle gegeben. Auch Azkar tut nichts, wollen wir die Dinge wirklich so liegenssen?" wagte Celeste schlie?lich die Frage. Der gefl¨¹gelte Mann verstummte auf Celestes Unterbrechung, blickte ¨¹ber seine Schulter zu ihr und hob eine einzelne Braue zu einem perfekten Bogen, der fragende Ausdruck auf seinem Gesicht lie? Celeste nerv?s herumzappeln. "Ich... was ich sagen wollte, war: Mein Herr braucht nur den Befehl zu geben, und wir werden den Schatz f¨¹r Euch bergen. Jetzt, wo das M?dchen nicht mehr im Bergfried ist, ist sie eine leichtere Beute." "Mit ihr als K?der k?nnten wir uns auch des Herrn der Rubinschuppen entledigen. Damit w¨¹rden wir zwei Fliegen mit einer ppe scgen, warum z?gerst du?" Celeste korrigierte sich in einem h?flicheren Ton. Der Blick des gefl¨¹gelten Mannes verweilte eine kurze Weile auf Celeste, ohne dass er etwas sagte. Und gerade als Celeste dachte, sie w¨¹rde keine Antwort erhalten, kicherte der gefl¨¹gelte Mann leise. "Weil es interessant ist ... diese Wendung der Ereignisse, sie ist sehr interessant ..." murmelte der gefl¨¹gelte Mann und sein Blick wanderte wieder hin¨¹ber zur Morgend?mmerung. ____________ Neveah stie? einen leisen Seufzer aus, lehnte sich auf ihrem Stuhl zur¨¹ck und hob eine Hand, um sich die schmerzenden Schl?fen zu reiben, eine vergebliche Aktion, die nichts zur Linderung des schmerzhaften Pochens beitrug. "Meine Herrin sollte sich jetzt ausruhen, ihr seid seit der Verabschiedung von Lord Conrad und seiner Herrin sehr besch?ftigt." schlug Mor¡¯rud vor, der gegen¨¹ber von Neveah sa?, Er war auf Neveahs Bitte hin dort und wartete darauf, ihr mit seinem Wissen ¨¹ber das Zwergengebiet alle Fragen zu beantworten. "Wie sp?t ist es jetzt?" fragte Neveah Mor¡¯rud, als sie die kleine Karte in ihrer Hand ablegte. "Es d?mmert bereits." gab Mor¡¯rud an Neveah weiter. "Morgend?mmerung?... Es d?mmert bereits..." murmelte Neveah und legte schlie?lich die Karte ab. Conrad und Fiona hatten Neveah seit dem fr¨¹hen Mittag sich selbst ¨¹bessen, und Neveah hatte sich an die Arbeit gemacht und war seitdem damit besch?ftigt, ohne ¨¹berhaupt zu merken, wie die Zeit verging. "Diese eingezeicen Routen sind gut, aber es ist nochnge keine Karte, wenn ich sie nicht zusammensetze und die Unwichtigkeiten herausfinde. Au?erdem ist eine Karte zwar gut, aber sie wird nicht ausreichen, um die Drachen in den Tunneln zu sch¨¹tzen. " "Sobald sie die Tunnel betreten, sind sie der Gnade des Zwergenk?nigs ausgeliefert. Sollte er die Tunnel umgestalten, werden sie sich darin verirren. Ich muss zuerst alle Windungen und Kurven herausfinden ... den gesamten Grundriss, damit ich ihnen immer einen Weg aus einer Sackgasse zeigen kann." murmelte Neveah und starrte mit gerunzelten Brauen auf die Karte. Es war eine Sache, jede M?glichkeit vorherzusehen, die in den Tiefen dieser Tunnel passieren konnte, aber es war eine ganz andere Sache, einen Weg zu finden, um diese Situationen zu ¨¹berwinden. "Meine Herrin ist gr¨¹ndlich, doch ihr braucht Ruhe. Morgen ist ein neuer Tag." Mor¡¯rud beharrte immer noch. "Morgen ist schon heute." Neveah wies darauf hin, und ihre Lippen zuckten leicht, als Mor¡¯rud sie mit einem ver?rgerten Blick bedachte. "Du machst dir Sorgen um mich, obwohl du selbst ersch?pft sein musst, ich werde dich jetzt enssen. Ich werde nach dir rufen, wenn ich dich morgen brauche." Neveah wies sie ab. Mor¡¯rud nickte, erhob sich, senkte den Kopf zu einer Verbeugung, bevor er sich verabschiedete und Neveah ihren Gedanken ¨¹berlie?. Du hast schon alles zusammen, Veah. Ruh dich jetzt aus, du hast die letzten Tage kaum gescfen und hast es n?tig.¡¯ riet Neveahs Wolf. "Wenn es einfacher w?re, Scf zu finden, w?re es sch?n." murmelte Neveah und r?umte den Arbeitstisch auf, bevor sie aufstand und in den Badbereich ging. Neveah wusch sich Gesicht und H?nde, zog sich dickere Kleidung f¨¹r die kalte Winternacht an, ging hin¨¹ber zum Bett und legte sich hin, wobei sie die dicke Felldecke ¨¹ber sich zog. Die n?chste Stunde oder mehr verging damit, dass Neveah im Bettg und ins Leere starrte, erst viel sp?ter wurden ihre Augen schwer. Gerade als Neveah in den Scf abdriftete und ihr Verstand und ihr Bewusstsein sich tr¨¹bten, legte sich ein Paar Arme um sie, die eine angenehme und wohlige W?rme mit sich brachten... Doch zu dieser W?rme gesellte sich ein seltsam vertrauter Geruch, ein Geruch, den Neveahnge Zeit weit hinten in ihrem Kopf hatte liegenssen. Und obwohl es vielleicht die Ersch?pfung war, die Neveahs Verstand einen Streich spielte, war der letzte Gedanke, den ihr schl?friger Geist registrierte, ein einziges Wort, das sie in Form einer Frage aussprach. ¡¯Xenon ...?¡¯ Chapter 417: Ein Trick des Geistes (Kap.417)

Chapter 417: Ein Trick des Geistes (Kap.417)

Neveah erwachte durch das Gef¨¹hl einer Hand, die z?rtlich ¨¹ber ihr Haar strich, und kaum war sie wieder bei Bewusstsein, tauchte in ihrem Kopf eine vage Erinnerung an die vergangene Nacht auf. Diese warme Umarmung, das z?rtliche Fl¨¹stern, das sich ihrem Unterbewusstsein entzogen hatte, ein Duft, der so vertraut war, dass er sich l?ngst in ihrem Herzen festgesetzt hatte ... auch wenn er dort nichts zu suchen hatte. Die Erinnerung war unr, vielleicht ein Traum, Neveah konnte sich nicht sicher sein, aber sie war sich sicher, dass sie an einen Namen gedacht hatte... einen Namen, der nicht in ihrem Kopf h?tte sein d¨¹rfen. Ihr Verstand hatte diese Pr?senz erkannt, sogar durch den Dunst des Scfes hindurch, Aber jetzt, da sie wusste, dass in diesem Moment tats?chlich eine Pr?senz neben ihr war, war Neveah sich nicht sicher, ob sie nachschauen wollte. Was w¨¹rde sie tun, wenn es nur ein Traum gewesen w?re? Was w¨¹rde sie tun, wenn es gar kein Traum gewesen w?re? Keine dieser Fragen war leicht zu beantworten... denn keines der Gef¨¹hle, die sie ausl?sten, war richtig. ¡¯Das kann nicht sein...¡¯ Neveah wagte nicht, den Gedanken zu Ende zu denken, ihre Augen ttertenngsam auf und blieben an der Gestalt h?ngen, die neben ihrem Bett sa?. Es dauerte einen Moment, bis sich ihre Augen an das helle Licht gew?hnt hatten, aber sie taten es bald. "Narx?" fragte Neveah verwirrt. Sie hatte nicht vorgehabt, ihre Worte so ¨¹berraschend auszusprechen, aber sie konnte sie nicht mehr zur¨¹cknehmen, nachdem sie bereits ausgesprochen worden waren. Menarx¡¯ Gesichtsausdruck wurde noch schuldbewusster als zuvor, denn er verstand Neveahs Tonfall als Ausdruck ihres Unmuts. "Geliebte." sagte Menarx, ein schuldbewusstes L?cheln auf seinen Lippen. Schuld, so empfand Neveah, geh?rte eher zu ihrem eigenen Ausdruck. "Du bist zur¨¹ckgekommen, ich hatte gedacht ..." begann Neveah zu sagen, brach dann aber ab. ¡¯Was genau gedacht?¡¯ fragte sich Neveah. Was genau hatte sie denn gedacht? Dass ein gewisser schwarz geschuppter Drache auf magische Weise so weit weg von dem Ort aufgetaucht war, an dem er h?tte sein sollen? Neveah war sich nicht sicher, warum sie sich an einen ganz anderen Geruch erinnerte, schlimmer noch, warum ihr Verstand ausgerec jetzt diesen Streich mit ihr spielen wollte. Lag es daran, dass Menarx sie w¨¹tend vessen hatte und ihr Herz Trost suchte und ihn woanders fand? Lag es daran, dass sie sich in letzter Zeit so leer und am Boden zerst?rt gef¨¹hlt hatte, dass ihr Geist einen Versuch unternahm, sich selbst zu beruhigen? Und wenn es so war, warum war es dann ausgerec er? Neveah wusste nicht, was sie getan oder gesagt h?tte, wenn es wirklich er gewesen w?re... Sie hatte keine Ahnung, wie sie reagiert oder ¨¹berhaupt irgendetwas erkl?rt h?tte... sie wusste es wirklich nicht. Und nun, da es nur ein Trick ihres Verstandes gewesen war, warum konnte sie dieses erdr¨¹ckende Gef¨¹hl der Entt?uschung nicht loswerden? "Verzeih mir, Veah. Ich h?tte nicht so gehen sollen, wie ich es getan habe, es war falsch von mir, dich so zu verletzen." sagte Menarx entschuldigend. Neveah holte tief Luft und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Selbst wenn er k?me... selbst wenn er auf magische Weise in ihren Raum k?me, was genau w¨¹rde das ?ndern? Neveah hatte bereits ein Leben begonnen, in dem er nicht vorkam, sie konnte nicht alles umst¨¹rzen. Und w?re er es ¨¹berhaupt wert? Er, der sie mit einer anderen Frau verwechselte? Er, der eine andere so sehr in seinem Herzen trug ... seine wahre Verbundenheit? Was auch immer es war, es war besser, keinen weiteren Gedanken daran zu verschwenden... das war die einzige Schlussfolgerung, zu der Neveah kommen konnte. "Narx, du hast mir nicht Unrecht getan. Ich erwarte nicht, dass jeder Moment perfekt und reibungslos abl?uft, das gibt es nur in M?rchen. Es wird Zeiten geben, in denen wir beide unsere Gef¨¹hle sortieren m¨¹ssen, das verstehe ich." Neveah wies Menarx¡¯ Entschuldigung mit einem Kopfsch¨¹tteln zur¨¹ck. "Trotzdem wird das nicht wieder vorkommen. Ich kann es nicht ertragen, von dir getrennt zu sein..." gab Menarx mit einem kleinen Seufzer zu. "Das will ich hoffen..." murmelte Neveah, sie lie? ihre Worte h?ngen und vollendete sie nicht. Menarx schien das nicht zu st?ren, denn er beugte sich vor und beanspruchte Neveahs Lippen, k¨¹sste sie z?rtlich und mit all der Verehrung, die sein Herz f¨¹r sie empfand. Die beunruhigenden Gedanken in Neveahs Kopf verfl¨¹chtigten sich und ihr unruhiges Herz beruhigte sich. Es gab eine Liebe, die wie ein feuriger Sturm kam, stark und ¨¹berw?ltigend, sie verbrannte alles, was sich ihr in den Weg stellte, auch den gesunden Menschenverstand, und lie? einen hilflos zur¨¹ck, Diese Art von Liebe machte das Herz m¨¹de, doch es war schwer, ihr zu entkommen... unm?glich, sie zu vergessen, selbst wenn sie ihr Ende erreicht hatte, Und es gab eine Liebe, die ruhig und zart war, warm und beruhigend. Sie war behutsam, geduldig, pflegend und besch¨¹tzend, sie verbannte alle Zweifel und erleichterte das Herz ohne M¨¹he. Neveah, die nichts von der Liebe wusste, begannngsam zu begreifen, dass es verschiedene Formen der Liebe gab und dass keine weniger stark war als die andere. Neveah, deren Herz die meiste Zeit ihres Lebens kalt und frigide gewesen war, begannngsam zu begreifen, dass ihr Herz nun diese beiden unterschiedlichen Gef¨¹hle erkannt hatte. "Veah, ich habe nichts davon gesagt, weil ich wusste, dass du zu dieser Zeit sehr ungl¨¹cklich im Bergfried warst, aber die Akademie hat uns benachrichtigt." begann Menarx, als er sich zur¨¹ckzog. Neveah hob fragend eine Augenbraue, unsicher, worauf Menarx hinauswollte. "Sie uben, dass du bereit bist, dich der zweiten Verschmelzung zu unterziehen... es w?re ein Schritt n?her an der Vollendung unserer Verbindung und das ist auch mein Wunsch, aber die Entscheidung liegt bei dir." gab Menarx an Neveah weiter. Neveah dachte einen Momentng dar¨¹ber nach, sie hatte von Lord Skiren in der Everburn-H?hle geh?rt, dass jeder Reiter drei Verschmelzungen durcufen musste, um vollst?ndig an seinen Drachen gebunden zu sein. Die Verschmelzung des Feuers, eine Bindung der mme... dies war die erste Verschmelzung, die Neveah in der Everburn-H?hle gew?hrt wurde. Die Verschmelzung des Blutes, eine Verbindung der Schuppen... es war die zweite Verschmelzung, bei der Menarx¡¯ umgekehrte Schuppe mit Neveah verschmolzen wurde. "Die drei Verschmelzungen werden im Laufe von f¨¹nf Pr¨¹fungen gew?hrt, wenn ich richtig informiert bin. Ich habe erst eine Pr¨¹fung hinter mir, und die erste Verschmelzung wurde mir bereits gew?hrt..." "Ich habe noch vier Pr¨¹fungen vor mir, aber trotzdem genehmigt die Akademie wirklich die zweite Verschmelzung?" fragte Neveah erstaunt. Chapter 418: Wirksame Methoden (Kap.418)

Chapter 418: Wirksame Methoden (Kap.418)

Menarx l?chelte leicht bei Neveahs Frage. ?Kennst du die f¨¹nf Pr¨¹fungen der Reiterakademie?", fragte Menarx Neveah. ?Meister Maloway sagte, die erste sei bekannt als die Pr¨¹fung des Wertes", antwortete Neveah. ?Und die anderen vier?", fragte Menarx. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf; sie wusste immer noch nichts ¨¹ber die anderen vier Pr¨¹fungen. Bei all dem, was passiert war, hatte sie sich zu sehr darauf konzentriert, jeden Tag zu ¨¹berleben, als dass sie Zeit gehabt h?tte, dar¨¹ber nachzudenken. ?Die zweite Pr¨¹fung ist eine Pr¨¹fung der Integrit?t. Sie testet die Entscheidungsf?higkeiten eines Reiters und vor allem die St?rke deiner Gerechtigkeit. All das hast du ohne den geringsten Zweifel bewiesen, indem du Lady Adrienne dazu gebracht hast, ihre Verbrechen zu gestehen und daf¨¹r zu bezahlen", betonte Menarx. ?Das war die zweite Pr¨¹fung?!", fragte Neveah erstaunt. ?Abgesehen von der ersten Pr¨¹fung, werden die anderen vier nie offiziell angek¨¹ndigt; man muss sie selbst herausfinden. Deshalb sind die Pr¨¹fungen f¨¹r jeden Reiter immer anders ¨C die letzten vier Pr¨¹fungen sind reale Szenarien und das, was man am wenigsten erwartet." ?Die Leiter der Akademie beobachten genau und wissen, wann eine Pr¨¹fung zu ihrer Zufriedenheit abgeschlossen ist. Du hast deinen eigenen Namen riskiert, um Adrienne vor Gericht zu bringen, Veah, und damit die zweite Pr¨¹fung bestanden", offenbarte Menarx. Neveah blinzelte erstaunt; sie hatte sich bereits f¨¹r eine offizielle Aussteigerin der Reiterakademie gehalten. Wie konnte sie ahnen, dass sie immer noch unter deren Beobachtung stand und jede ihrer Handlungen gemessen und beurteilt wurde? ?Das war mir nicht bewusst", sagte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. ?Es tut mir auch leid, dass ich davon nichts gesagt habe, aber genau das ist der Punkt, Veah", erwiderte Menarx mit einem Nicken. ?Aber selbst wenn ich zwei Pr¨¹fungen bestanden habe, Lady Kaliana wurde die erste Verschmelzung erst nach ihrer dritten Pr¨¹fung gew?hrt", wies Neveah hin. ?Du hast mich nicht ausredenssen", sagte Menarx mit einem leisen Kichern. ?Die dritte Pr¨¹fung ist eine Pr¨¹fung des Geistes... sie testet deine mentale St?rke, dein Wissen und deine F?higkeit, Situationen zu deinen Gunsten zu wenden, besonders unter Zeitdruck", fuhr Menarx fort. ?Habe ich das getan?", fragte Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue. ?Nachdem Lady Adrienne verurteilt worden war, haben wir die Akademie der Magie gebeten, die Portalsplitter, die Dante und Estelle als Beweismittel mitgebracht hatten, genauer zu untersuchen", f¨¹gte Menarx hinzu. Neveahs Augen weiteten sich leicht, und sie wandte ihr Gesicht von Menarx¡¯ am¨¹siertem Blick ab. Neveah hatte nicht erwartet, dass sie die Portalsplitter noch untersuchen w¨¹rden, obwohl Adriennes Schuld schon durch ihr Gest?ndnis zweifelsfrei bewiesen war, weshalb sie Dante angewiesen hatte, sie sofort nach dem Prozess zu vernichten. Neveah hatte nicht einmal in Betracht gezogen, dass die Drachen noch einen weiteren Blick auf das Portal werfen w¨¹rden, um seine Quelle zu best?tigen. ?Alle Sprungportal-Splitter sind identische St¨¹cke magischer Energie. Es ist schwierig zu entschl¨¹sseln, welche Art von Magie genau verwendet wurde, da es eine schwer fassbare magische Kunst ist. Es gibt nur einen deutlichen Unterschied..." ?Die Portalsplitter des Fae-K?nigreichs l?sen sich innerhalb weniger Tage in Nichts auf. Seit deinem Verschwinden sind bereits mehr als ein paar Tage vergangen; Adriennes Portal h?tte keine Spuren hintessen sollen", wies Menarx darauf hin."Estelle und Dante wurden verh?rt, aber sie gestanden nicht, obwohl wir bereits wussten, dass es dein n war. Nur du bist furchtlos genug, um vor dem gesamten Reiterrat und dem Drachenk?nig Beweise zu fabrizieren", schloss Menarx. "Ah... man hat mich entdeckt...", sagte Neveah und zuckte zusammen, als sie sich an die Befehle erinnerte, die sie Estelle gegeben hatte. "Du wusstest, dass die Beweise von Adriennes Sprungportal zerst?rt sein w¨¹rden, sobald wir von den Fodder Grooves zur¨¹ckkehrten", "Trotzdem hast du sie mit falschen Beweisen gelockt und sie dazu gebracht, vor dem Rat ihre Verbrechen einzugestehen", fuhr Menarx fort und sch¨¹ttelte den Kopf ¨¹ber Neveahs schuldbewussten Gesichtsausdruck. "Wie konntest du einen solchen n ¨¹berhaupt entwickeln? Ihr hattet doch gar nicht genug Zeit. Ich war v?llig baff, seit ich davon erfahren habe", gestand Menarx. "K¨¹rzlich hatte ich mich nach der Trollgolem-Sache ¨¹ber Sprungportale informiert und einige interessante Fakten herausgefunden - zum Beispiel, dass solche Portale immer Spuren hintessen, weil sie in Eile zusammenbrechen." "Ich hatte nur nicht erwartet, mein Wissen so bald einzusetzen, aber ich hatte keine andere Wahl." "In dem Moment, in dem ich herausfand, dass Adrienne eine Falle f¨¹r mich vorbereitete, beschloss ich, es ihr mit gleicher M¨¹nze heimzuzahlen. Es war einfach mein Gl¨¹ck, dass ein angehender Magier der Akademie mir einen Gefallen schuldete und gerade auf dem Gel?nde war." "Ich brauchte Beweise, echt oder nicht, sie w¨¹rden die perfekte Szene schaffen, in der Adrienne in ihre eigene Falle tappen w¨¹rde. Es war auch der einzige Weg, den Rat zum Zuh?ren zu bringen", erkl?rte Neveah. "Also ja, ich habe Dante befohlen, gef?lschte Portal-Splitter zu besorgen und Adrienne in den Audienzsaal zu bringen. Mir war r, dass es keine echten Beweise mehr gab, aber ich war mir sicher, dass sie die Schuldige war und ich musste handeln", gab Neveah zu. "Ich dachte, es sei ein gro?es Verbrechen, den K?nig und den Rat zu t?uschen, ihr wusstet alle Bescheid und habt mich einfach so davonkommenssen?" fragte Neveah misstrauisch. "Gegen deine Methoden ist nichts einzuwenden, wieso ubst du, wurde nichts gesagt, als wir alle herausgefunden haben, dass die Beweise gef?lscht waren? Deine Methoden sind ?u?erst wirksam", lobte Menarx, ein kleines Grinsen auf seinen Lippen. "Die Akademie ist auch informiert worden?" fragte Neveah erneut. "Ja, das ist sie. Deshalb gilt nach den Regeln der Akademie deine dritte Pr¨¹fung nun auch als bestanden, Veah. Die vierte Pr¨¹fung ist ein Test der Pflicht... die Entscheidung zu treffen, seine Aufgabe zu erf¨¹llen, selbst wenn sie den pers?nlichen Gef¨¹hlen widerspricht." "Du standest im Konflikt mit Seiner Gnaden, und doch hast du dich entscheiden, hierherzukommen und dich um ein Problem von ihm zu k¨¹mmern, was dir bisher effektiv gelungen ist. Die Akademie hat davon geh?rt, wie du die Quelle der Magie der Zwerge aufgedeckt hast." "Gestern Abend erreichte mich eine Nachricht von Meister Maloway. Auch deine vierte Pr¨¹fung gilt als bestanden, du hast nur noch eine vor dir, Veah. Du bist die erste Reiterin, die in kurzer Zeit vier Pr¨¹fungen hintereinander bestanden hat." "Wenn wir ehrlich sind, hast du das ereignisreichste Leben aller aus den Keep Skies", sagte Menarx. Neveahchte leise, ihr Leben war tats?chlich ein Ereignis nach dem anderen. "Und jetzt sag mir, denkst du immer noch, dass du der zweiten Verschmelzung nicht w¨¹rdig bist?" fragte Menarx in einem ernsteren Ton. Neveah schwieg einen Moment, dann sch¨¹ttelte sie leicht den Kopf. "Ich werde die zweite Verschmelzung akzeptieren", entschied Neveah. Chapter 419: Ein Monat sp?ter (Kap.419)

Chapter 419: Ein Monat sp?ter (Kap.419)

¡¯~Ein Monat sp?ter Der Morgengrauen l?utete den Beginn eines neuen Tages ein und wurde von den dr?hnenden Schl?gen der Kriegstrommeln begr¨¹?t, die ¨¹ber die Ebenen hallten. Heute war kein gew?hnlicher Tag, es war der Tag, den Neveah gew?hlt hatte ¨C der Tag, an dem die verborgene Stadt ans Licht kommen sollte. Schlie?lich war die Karte, an der Neveah gearbeitet hatte, fertiggestellt, ebenso wie das vierte Geschwader. "Meine Dame, die drei Teams sind nach Ihren Anweisungen aufgebrochen; alle sieben Au?enposten der Zwerge werden angegriffen!" berichtete Lodenworth, als er in Neveahs Zelt trat. Neveah stand hinter ihrem Schreibtisch, kn?pfte die letzten Kn?pfe ihres Reiteranzugs und blickte auf die vor ihr ausgebreitete Karte. "Wienge noch?" fragte Neveah, w?hrend siengsam ihr Armband schn¨¹rte. Es war das erste Mal seit ihrer Ankunft beim Zwergenau?enposten, dass Neveah ihren Reiteranzug trug. Obwohl es die t?gliche Tracht f¨¹r alle Reiter war, empfand Neveah eine lockere Tunika als weit bequemer und gew?hnte sich noch immer daran, jederzeit in voller Montur zu sein. Das vierte Geschwader war in vier Teams aufgeteilt, die ersten drei Teams hatten unter dem Schutz der Dunkelheit die sieben Zwergenau?enposten angeflogen, und die Kriegstrommeln k¨¹ndeten ihre Ankunft an. "Die Zwerge sind kampfbereit, aber wir ebenfalls. Die Stadtwachen sind Experten in der Kriegsf¨¹hrung, die Au?enposten werden in wenigen Stunden erobert sein", berichtete Lodenworth. Die Zwerge h?tten nicht erwartet, dass die Drachen, die songe im Verborgenen waren, pl?tzlich einen Angriff starten w¨¹rden. Sie wurden ¨¹berrumpelt, und die ht w¨¹rde leicht gewonnen. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, als sie ihren roten Umhang aufhob, der k¨¹rzlich zu ihrem Anzug hinzugef¨¹gt worden war, und legte ihn sich ¨¹ber die Schultern, w?hrend sie die B?nder vorne festzurrte. "Zu fr¨¹h ... Conrad und die anderen htenherren sollen es hinausz?gern. Ich brauche, dass die ht bis zum Sonnenuntergang andauert. Die Zwerge m¨¹ssen besch?ftigt bleiben, bis wir die innere Zitadelle erreichen. Sie d¨¹rfen nicht wissen, dass wir die Tunnel durchbrochen haben", wies Neveah leise an, w?hrend sie sich b¨¹ckte, um ihre Stiefel zu schn¨¹ren. "Sofort werde ich Ihre Befehle weitergeben", sagte Lodenworth und verbeugte sich. ?Und das vierte Team?", fragte Neveah. ?Lord Menarx und der Rest des Teams warten auf Sie, meine Dame. Wir sind bereit aufzubrechen, wenn Sie es sind", berichtete Lodenworth. ?Dannsst uns aufbrechen", sagte Neveah, als sie ihren Stiefel fertig schn¨¹rte und aufstand. Sie rollte die Karte zusammen, steckte sie in eine Kartentasche und reichte sie Lodenworth. Die Karte war der einzige Wegweiser durch die Tunnel, die zur inneren Zitadelle f¨¹hrten, und sie markierte auch den genauen Standort der Zitadelle und deren vermutetes Layout. ?Sie navigieren nicht selbst, meine Dame?", fragte Lodenworth ¨¹berrascht, nachdem Neveah ihm die Karte anvertraut hatte. ?Ich habe alles, was ich brauche, hier oben", sagte Neveah und deutete auf ihren Kopf. Die Karte hatte sie l?ngst auswendig gelernt; sie musste sie nicht wirklich bei sich tragen."Dann?" fragte Lodenworth, unsicher, warum Neveah ihm noch immer die Karte hinhielt. "Ich bin jedoch nicht unfehlbar, und ich werde einen echten Navigator brauchen, mit dem ich mich beraten kann. Wir haben nur eine Chance, und diese eine Chance muss erfolgreich sein, wir d¨¹rfen uns keinen Fehler euben." "Die Karte ist f¨¹r Eure Herrin gedacht. Ich habe geh?rt, Lady Ke ist eine exzellente Navigatorin. Ich hoffe, wir k?nnen zusammenarbeiten, damit dies reibungslos verl?uft." erkl?rte Neveah emotionslos. Bisher hatten Neveah und Lady Ke Distanz zueinander gehalten. Neveah vermutete, Lady Ke machte sie f¨¹r Adriennes Schicksal verantwortlich. Sie konnte es der Fee nicht verdenken ¨C niemand w¨¹rde es leichtnehmen, die eigene Schwester verbannt zu sehen, angesichts der engen Verbindung zwischen den beiden. Aber gleichzeitig empfand Neveah keinerlei Reue. Lady Ke sprach kaum je in Neveahs Gegenwart, nicht einmal, nachdem Lord Lodenworth mit Neveah warm geworden war. Auch Neveah hatte kein Interesse, die Spannungen mit der Fee abzubauen. Nach dem, was mit Adrienne passiert war, war es unwahrscheinlich, dass Adriennes Schwester und Neveah jemals auskommen w¨¹rden, und das war v?llig in Ordnung. Neveah konnte die ¨¹berraschung auf Lady Kes Gesicht erkennen, als diese realisierte, dass Neveah ihre St?rken anerkannte und bereit war, mit ihr zu arbeiten, ohne dass Menarx darauf dr?ngte. F¨¹r Neveah war es eine Frage der Notwendigkeit, also wartete sie nicht darauf, was Lady Ke zu sagen hatte, sondern verlie? das Zelt. Im Zentrum des Lagers warteten die sieben Drachenlords, die ausgew?hlt wurden, um durch die Tunnel die innere Zitadelle zu erreichen, zusammen mit Menarx auf Neveahs Ankunft. Ein L?cheln huschte ¨¹ber Menarx¡¯ Gesicht, als er Neveah erblickte, und Neveah wusste, dass Menarx immer erfreut war, sie in seiner Farbe zu sehen. Neveah ging auf Menarx zu und erwiderte sein L?cheln mit einem ihrer eigenen, bevor sie ihre Aufmerksamkeit den Drachenlords zuwandte. "Die Angriffe auf die sieben Au?enposten werden den perfekten Rauchvorhang bilden, um uns die Zeit zu geben, die wir ben?tigen", begann Neveah und warf einen kurzen Blick zum Himmel. "Die Zwerge haben Zugang zu Waffen aus Adamantium, wir d¨¹rfen sie nicht untersch?tzen. Deshalb darf die ht nicht zunge dauern, nicht einmal, um uns mehr Zeit zu verschaffen." "Das w¨¹rde unsere Drachen in Gefahr bringen; sie m¨¹ssen die ht so schnell wie m?glich beenden. Von diesem Moment an haben wir bis Sonnenuntergang Zeit, durch die Tunnel zur inneren Zitadelle zu gngen, l?nger kann der Kampf nicht dauern, ohne dass einer der unseren verletzt wird." "Scheitern wir daran, rechtzeitig anzukommen und der Zwergenk?nig bemerkt unseren Anmarsch, riskieren wir, in den Tunneln gefangen zu sein. Scheitern wir daran, die innere Zitadelle einzunehmen, riskieren wir, den Willen Seiner Gnaden nicht zu erf¨¹llen." "Wir stehen einer Armee von Zwergen gegen¨¹ber, deren Zahl m?glicherweise in die Tausende geht, und ich w¨¹rde sagen, die Chancen stehen ziemlich unfair ... f¨¹r sie", sagte Neveah mit ausdrucksloser Miene. Die Drachenlords kicherten ¨¹ber Neveahs Worte. "Wir werden die innere Zitadelle einnehmen und den Willen Seiner Gnaden ausf¨¹hren. Bei Sonnenuntergang wird die innere Zitadelle des Zwergenreichs unter die Herrschaft der Drachen fallen ... es wird keine anderen Ergebnisse geben als dieses", stellte Neveah r. Chapter 420: Die Tunnel (Kap. 420)

Chapter 420: Die Tunnel (Kap. 420)

Die Tunnel der inneren Zitadelle waren verwinkelt und endlos. Es ¨¹bertraf nicht das, was Neveah erwartet hatte, aber trotzdem erwies es sich als schwierig, durch die stockdunkle Dunkelheit der Tunnel zu navigieren. Nicht zum ersten Mal stoppte Neveah die Gruppe mit einer erhobenen Hand, ging in die Hocke, legte eine Handfl?che auf den Boden und suchte mit ihren Sinnen die Tunnel nach irgendwelchen Anzeichen von Bewegung ab. Es war etwa eine Stunde vergangen, seit Neveahs Instinkte zu wirken begannen, seltsam rmiert, und Neveah konnte nicht genau sagen, welche Gefahr sie sp¨¹rte, aber sie wusste, dass sie nicht an ihren Instinkten zweifeln sollte. Die ersten paar Stunden im Tunnel waren ereignislos veufen, und Neveahs Karte zufolge hatten sie einen angemessenen Weg zur¨¹ckgelegt. Bisher waren sie nur auf ein paar Sackgassen gesto?en, die Neveah immer noch umgehen konnte, aber irgendwie wusste Neveah, dass es unwahrscheinlich war, dass sie nochnge unbemerkt bleiben w¨¹rden. Es waren elf Personen, die durch die Tunnel gingen, und wenn die Intensit?t der Magie, die Neveah in den Tunneln wahrnehmen konnte, ein Anhaltspunkt war, wusste Neveah, dass der Zwergenk?nig sie irgendwann wahrnehmen w¨¹rde. "Wie ist es?" fragte Menarx von neben Neveah. "Noch nichts, es sind schon ein paar Stunden vergangen und ich habe kein gutes Gef¨¹hl. Wir sollten uns beeilen." erwiderte Neveah, w?hrend sie ihren Weg fortsetzten. Sie gingen noch ein paar Minuten weiter, bis sie eine weitere Sackgasse erreichten, einen abgesperrten Tunnel. "Es ist eine weitere Sackgasse." sagte Lodenworth in leisem Ton. "Wir sind auf dem richtigen Weg... Wenn das da vorne eine Sackgasse ist, m¨¹sste irgendwo eine falsche Wand sein." murmelte Neveah, w?hrend sie die Tunnelw?nde auf beiden Seiten abtastete. "Ich ube, das ist es." Ein Drachenlord fl¨¹sterte, und Neveah ging zu seiner Seite des Tunnels hin¨¹ber, legte eine Hand auf die Wand, ihre Hand ging direkt hindurch, und Neveah warf einen Blick auf den Drachenlord und nickte zustimmend. Sie gingen hindurch und setzten ihren Weg fort. Sie waren schon eine halbe Stunde unterwegs, als ein starkes Beben die Tunnel ersch¨¹tterte und alle ihre Schritte zum Stillstand brachte. Neveah ging wieder in die Hocke und untersuchte mit ihren Sinnen die Lage des Bauwerks und erkannte es sofort. "Es bewegt sich." verk¨¹ndete Neveah. "Wir sollten uns beeilen." schlug Lodenworth vor. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, wenn sich die Tunnel in Bewegung gesetzt hatten, w¨¹rde Eile sie nicht schneller voranbringen. "Warten wir es ab..." sagte Neveah und lie? zu, dass sich der Tunnel so viel bewegte, wie er wollte. Sie konnten nur Beben und leichte Vibrationen sp¨¹ren, aber bald war der Weg vor ihnen versiegelt. "Was nun?" Fragte ein Drachenlord. "Der Tunnel hat sich in einem bestimmten Winkel bewegt..." murmelte Neveah, die immer noch mit einer Handfl?che auf dem Boden die Lage des Bauwerks studierte. Es dauerte einen Moment, bis Neveah genau feststellen konnte, wie sich der Tunnel bewegt hatte und wohin sich alle Wege verschoben hatten. "Kehrt um, ich kenne den Weg noch. Wir haben nur noch eine Stunde Zeit, beeilt euch." verk¨¹ndete Neveah, drehte sich um und ging den Weg zur¨¹ck. _______________ Der Zwergenk?nig sa? auf seinem Thron und beobachtete die drei Mitglieder seines Rates, die mit gngweiltem Gesichtsausdruck unruhig umherliefen. Eine Zwergenwache st¨¹rmte in den Saal, mit einem panischen Gesichtsausdruck. "Wie steht es um die Au?enposten?" fragte ein Ratsmitglied sofort. "Mein K?nig, die Au?enposten drei und sieben sind eingenommen! Es bleiben f¨¹nf Au?enposten unbesetzt! Wir m¨¹ssen Verst?rkung aussenden!" verk¨¹ndete der Zwergenw?chter. Die Ratsmitglieder tauschten Blicke aus, bevor sie sich an den Zwergenk?nig wandten, um seine Worte zu h?ren. "Wenn die Drachen den Au?enposten einnehmen, wisst ihr bereits, dass dies geschehen wird. Wollt ihr, dass ich Wachen der Zitadelle an die Kriegsfront schicke? Nein!" stellte der Zwergenk?nig r. "Wenn Zitadellenw?chter an die Oberfl?che gehen, wer sch¨¹tzt dann Zitadelle und K?nig?! Die Drachen werden die Zitadelle niemals finden, die Wachen der Au?enposten kennen die Risiken, wir m¨¹ssen uns auf die Sicherheit der Zitadelle konzentrieren." beschloss der Zwergenk?nig. "Mein K?nig, die Zahl der Wachen auf den Au?enposten geht in die Hunderte! Wir k?nnen nicht zusehen, wie so viele f¨¹r den ?rger, den wir verursacht haben, ausgel?scht werden!" rief ein anderes Ratsmitglied aus. "Erhebt nicht eure Stimme in meiner Gegenwart!" Der Zwergenk?nig br¨¹llte w¨¹tend, sein buschiger Bart rollte zu Boden, als er vor Wut aufsprang. Seine schweren Atemz¨¹ge hallten durch den Saal, seine wulstigen Augen waren vor Wut weit aufgerissen. "Die innere Zitadelle ist sicher. Das ist alles, was z?hlt. Tausende von Leben und k?niglichem Blut sind hier in der inneren Zitadelle, die Wachen der Au?enposten sind ¨¹berfl¨¹ssig." Der Zwergenk?nig beharrte auf seiner Meinung. "Ihr seid da! Schickt mehr Wachen, um den K?nigssaal zu umstellen. Und noch mehr, um die Tunnel zu bewachen, ich wechsle die Tunnel st¨¹ndlich als zus?tzliche Ma?nahme ... wartet die K?mpfe ab." beschloss der Zwergenk?nig, als er sich wieder auf seinen tz setzte. Die Ratsmitglieder tauschten ?ngstliche Blicke aus, als sie den unbek¨¹mmerten Gesichtsausdruck ihres K?nigs beobachteten, als Hunderte von Zwergen an der Oberfl?che get?tet wurden. Aber so war es in der verborgenen Stadt schon immer gewesen: Snge die verborgene Stadt gesch¨¹tzt war, waren alle anderen ¨¹berfl¨¹ssig. Es war auch nicht das erste Mal, dass der Zwergenk?nig den Befehl gab, seine eigenen Leute im Stich zussen, die absolute Kontrolle ¨¹ber die Tunnelg in seinen H?nden, niemand konnte die Zitadelle ohne seinen Befehl betreten oder vessen. In der Halle herrschte Stille, aber nur songe, bis eine Gruppe von Zwergenw?chtern in Panik in die Halle st¨¹rmte. "Mein K?nig! Die Zitadelle wird angegriffen! Die Drachen sind hier!" verk¨¹ndete einer der Zwergenw?chter in aller Eile. Die glubsch?ugigen Augen des Zwergenk?nigs weiteten sich vor Entsetzen, als er aufsprang und sich panisch umsah. "Aber... aber ich wechsle die Tunnel! Wie kommen die Drachen hierher?! Wie?!" Der Zwergenk?nig br¨¹llte vor Wut und Entsetzen. "Mein K?nig! Ihr m¨¹sst an einen sicheren Ort fliehen! Die Drachen kommen direkt auf den Pst zu!" schlug eine Zwergenwache schnell vor. "Wer f¨¹hrt die Drachen hierher?!" forderte der Zwergenk?nig. "Mein K?nig, es ist der grausame Rubin! Er ist h?chstpers?nlich gekommen!" verk¨¹ndete der Zwergenw?chter. Chapter 421: Zu einfach (Kap.421)

Chapter 421: Zu einfach (Kap.421)

Liebe Neveah, Zwei Monate sind wie im Flug vergangen, und das Ende deiner Zeit am Au?enposten naht. Jeder deiner Briefe hat mir in dieser Zeit gro?e Freude bereitet. Obwohl wir uns noch nichtnge kennen, bist du schnell zu einer unverzichtbaren Quelle der Freude f¨¹r mich geworden. Ich freue mich auf jeden deiner Briefe und lese sie immer wieder. Die gesamte Festung spricht von deinem gro?en Sieg ¨¹ber die verborgene Stadt, der Entmachtung und Gefangennahme des Zwergenk?nigs. Du hast mich einmal mehr stolz gemacht, aber die Festung noch mehr. Die D¨¹nendrachen warten sehns¨¹chtig auf den Tag, an dem sie dich wiedersehen k?nnen. Ich hoffe sehr, dass du bald zur¨¹ckkehren kannst, auch wenn ich verstehe, dass dich deine Pflichten noch an Drachenfeste binden. Ich habe geh?rt, dass Seine Gnaden deine sofortige R¨¹ckkehr angeor hat, und ich mache mir Sorgen, dass du die R¨¹ckkehr an diesen kalten und unwirtlichen Ort f¨¹rchtest. Z?gere nicht, mir bei der kleinsten Unannehmlichkeit zu schreiben. Ich werde zu jeder Zeit f¨¹r dich da sein, du musst nur darum bitten. Veah, nachdem die Schwierigkeiten nun aus dem Weg ger?umt sind, muss ich dir Folgendes mitteilen: Vor einer Woche habe ich nach gr¨¹ndlicher ¨¹berlegung deinem Onkel und deinem Gro?vater im Winterdom?ne geschrieben und alles erkl?rt, was passiert ist. Ich ube, dass deine Mutterfamilie gro?e Herzschmerzen erlebt hat und die Kenntnis ¨¹ber deine Existenz ihnen gro?en Trost spenden w¨¹rde. Sie freuen sich sehr darauf, dich kennenzulernen, doch es hat keine Eile. Die R¨¹ckkehr ins Wolfsterritorium ist eine wichtige Entscheidung, und du sollst dir alle Zeit nehmen, die du brauchst. Von nun an wird die Winterdom?ne als unsere Augen und Ohren im Wolfsterritorium dienen. Sie werden die Lage in der Finsternisdom?ne untersuchen und genau herausfinden, was mit Eira passiert ist. Mach dir keine Sorgen, ich werde sicherstellen, dass wir alle Antworten erhalten, die wir suchen, und alle, die damals eine Rolle gespielt haben, werden b¨¹?en. Es tut mir leid, dass ich das nicht vorher mit dir besprochen habe. Meine Liebe, pass auf dich auf und denk immer daran, dass du geliebt wirst. Mit freundlichen Gr¨¹?en, Kaideon. -------------- Neveah legte Kaideons Brief auf den Tisch und atmete leise aus. ?Was steht da drin?", fragte Menarx, der auf dem Bettg und Neveah beobachtete, dabei st¨¹tzte er seinen Kopf auf seinen Arm. ?Dass mein Gro?vater und meine Onkel mich sehen wollen. Es scheint, als h?tte ich pl?tzlich eine sehr gro?e und liebevolle Familie", antwortete Neveah mit einem Achselzucken. ?Und das gef?llt dir nicht?", fragte Menarx mit hochgezogener Augenbraue. ?Es ist einfach ... schwierig, sich daran zu gew?hnen", gab Neveah zu. ?Nimm dir Zeit, Liebes", sagte Menarx mit einem kleinen L?cheln und breitete seine Arme aus.Neveah nicktengsam, stand vom Stuhl auf, ging zu Menarx hin¨¹ber und setzte sich an seine Seite. Menarx legte seine Arme um Neveahs Taille und schaute mit einem l?ssigen L?cheln zu ihr hoch. "Wir k?nnen jetzt zum Berghaus zur¨¹ckkehren. Wenn wir zur¨¹ck sind, kannst du es nicht vermeiden, Jian zu begegnen, besonders nicht, da du diese gesamte Mission angef¨¹hrt hast", murmelte Menarx leise. "Und...?" fragte Neveah spitz. "Mein Liebling, ich m?chte einfach wissen, was dir durch den Kopf geht. Sag nicht, es ist alles in Ordnung, denn das ist es nicht. Du bist... angespannt, seitdem wir die Kontrolle ¨¹ber die verborgene Stadt ¨¹bernommen haben", bemerkte Menarx. "Ich wei?, aber es sind schon zwei Monate vergangen... Ich werde ihm nicht den Kopf abbei?en oder so", versicherte Neveah. "Das beruhigt mich sehr", sagte Menarx und kicherte, als Neveah ihn mit einem vorwurfsvollen Blick wegstie?. "Darum geht es nicht, dass ich beunruhigt bin, Narx", sagte Neveah ernster. "Was dann?" fragte Menarx, mit hochgezogener Augenbraue. Neveah seufzte auf Menarx¡¯ Frage. Sie war sich nicht sicher, wie sie genau erkl?ren sollte, was in ihr vorging. "Narx, es mag seltsam klingen, aber ich finde einfach, dass das ¨¹bernehmen der verborgenen Stadt zu leicht war, verstehst du?", sagte Neveah und blickte zu Menarx hin¨¹ber. "Veah, wir haben zwei Monateng auf den Angriff vorbereitet. Wir nten jedes kleinste Detail, daf¨¹r hast du gesorgt. Und wenn es zu leicht war, dann nur, weil alles nach n lief." "Ein n, f¨¹r den du kaum gescfen hast", erinnerte Menarx sie. "Narx, ich wei?, ich wei?. Aber das ist es nicht, alles ging nach n und ich w¨¹rde mir keine weiteren Gedanken machen, wenn wir es nur mit Zwergen zu tun gehabt h?tten", erkl?rte Neveah. "Aber Narx, jemand steckt definitiv hinter den Zwergen. Der Zwergenk?nig kann nur dann so mutig sein, wenn er jemanden im Hintergrund hat, der die F?den zieht." "Wir h?tten die Zwerge nie verd?chtigt, wenn du nicht von diesem Adamantiumspeer getroffen worden w?rst." "Sie h?tten die Angelegenheit im Stillen halten k?nnen. Warum sich so blo?stellen? Bevor sie ¨¹berhaupt darauf vorbereitet waren, mit den Gegenreaktionen konfrontiert zu werden?" fragte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "Und Narx, ich begee immerhin dem dunklen Magier in der inneren Zitadelle. Wie kommt es, dass keine Spur von ihm vorhanden ist? Wo ist er verschwunden? Warum war er ¨¹berhaupt dort? Und was hat er eigentlich getrieben, w?hrend er im Zwergengebiet war?" fuhr Neveah fort, ihre Zweifel zu ?u?ern. "Narx, wenn die dunklen Magier mit den Zwergen im Bunde waren, was wir wissen, warum lie?en sie dann die Zwerge alleine uns gegen¨¹berstehen?" fragte Neveah ernst. "Weil sie bereits haben, was sie wollten..." realisierte Menarx und setzte sich auf. "Narx, ich bin nicht wegen Jian beunruhigt. Mich beunruhigt etwas anderes ¨C das Gef¨¹hl, dass ich den Drahtziehern genau in die Karten gespielt habe... Wenn sie haben, was sie wollten, und hofften, die Verbindungen abzuschneiden, haben wir ihnen gerade geholfen, genau das zu tun." "Aber bei was genau haben wir geholfen? Was ist das gr??ere Bild hinter alledem? Warum haben sie uns nicht daran gehindert, die innere Zitadelle oder die Adamantiumminen in Besitz zu nehmen?" "Und vor allem, Narx, ich h?tte die innere Zitadelle und die Tunnel nicht finden k?nnen, wenn ich nicht fr¨¹her schon einmal dort gewesen w?re, also frage ich mich, ob meine Rettung ebenfalls Teil des ns des dunklen Magiers war?" fragte Neveah, ihre Augenbrauen misstrauisch zusammenziehend. Chapter 422: Für das Gute (Kap. 422)

Chapter 422: F¨¹r das Gute (Kap. 422)

Es war tief in der Nacht, als Neveah von einem schrecklichen Schmerz in ihrem Bauch geweckt wurde. Die Intensit?t des Schmerzes vertrieb die Schl?frigkeit beinahe augenblicklich aus ihrem Bewusstsein. Neveah setzte sich auf, wobei es all ihre Willenskraft erforderte, nicht aufzuschreien. Es war die Art von Willenskraft, die Neveah ubte, kein zweites Mal aufbringen zu k?nnen. ?Wenn du nicht willst, dass er es erf?hrt, m¨¹ssen wir verschwinden, Veah. Halte durch", tr?stete Neveahs Wolf ?ngstlich. Obwohl Neveahs Wolf ihr st?ndig sagte, dass es keinen Sinn hatte, dies vor Menarx zu verheimlichen, da er es letztendlich herausfinden w¨¹rde, gab sie Neveahs Wunsch nach, es vorerst geheim zu halten. Neveah holte tief Luft und schob vorsichtig die Decke, die sie mit Menarx teilte, beiseite. Menarx drehte sich um und Neveah zuckte leicht zusammen, w?hrend sie ihre Z?hne in die Unterlippe grub, um keinen Laut von sich zu geben, als sie sichngsam aus Menarx¡¯ Umarmung l?ste. Menarx war ein leichter Schl?fer; als kampferprobter Drache war er stets in h?chster rmbereitschaft und hatte ein nat¨¹rliches Gesp¨¹r f¨¹r seine Umgebung. Deshalb war Neveah nicht ¨¹berrascht, als Menarx¡¯ Augen aufblinzelten und er sie fragend anschaute: ?Liebling, geht es dir gut?", fragte Menarx besorgt, w?hrend seine Augen besorgt ¨¹ber Neveah wanderten. ?Es geht mir gut. Ich brauche nur etwas Luft. Ich bin gleich wieder da", versicherte Neveah und zwang ein L?cheln auf ihre Lippen, in der Hoffnung, es w?re ¨¹berzeugend genug, um Menarx zu beruhigen. ?Es ist sp?t, ich komme mit", bot Menarx an, aber Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf. ?Es dauert nur einen Moment, Narx. Du brauchst deinen Scf f¨¹r denngen R¨¹ckflug", sagte Neveah beschwichtigend. Menarx z?gerte kurz, brummte dann aber verst?ndnisvoll. ?Nun gut, es ist kalt drau?en. Nimm deinen Mantel und bleib nichtnge weg", sagte Menarx. Neveah nickte, stand auf, griff nach ihrem Mantel und verlie? das Zelt, wobei sie ihre Haltung bewahrte. Sie ging z¨¹gig durch das Lager, um die Drachenf¨¹rsten, die Nachtwache hatten, nicht zu rmieren, und ihr Verhalten ?nderte sich erst, als sie sicher den Schutz des Waldes erreicht hatte. Das erste Ger?usch, das Neveah von sich gab, war ein schmerzhaftes Keuchen. Sie stolperte durch den Wald und k?mpfte gegen den Schmerz an, der ihre Muskeln durchzog, nur um einen Fu? vor den anderen zu setzen. Neveah wusste nicht, in welche Richtung sie ging, und sie hatte auch kein Ziel im Auge. Sie wusste nur, dass sie weitergehen musste, bis sie so weit wie m?glich vom Lager entfernt war, bevor sie zusammenbrach. Sie war noch nicht weit gekommen, als eine st?rkere Schmerzwelle durch sie hindurchfuhr und auf ihre Eingeweide dr¨¹ckte, als w¨¹rde eine scharfe Klinge in ihrem Bauch gedreht. Neveah streckte sich aus und hielt sich mit einer Hand an einem Baumstamm fest, w?hrend sie keuchte und nach Luft rang, ihre Atemz¨¹ge kamen in kurzen, schweren St??en. Wieder einmal hatte das Paarungsband seine Qualen begonnen. Neveah hatte aufgeh?rt zu z?hlen, wie oft sie in den letzten zwei Monaten diesem Elend ausgesetzt gewesen war.Wie oft hatte sie sich hier, in diesem Wald, wiedergefunden, um ihren Schmerz vor der Welt zu verbergen, damit niemand diese Seite von ihr sah und niemand die Realit?t erkannte, dass sie ihrer Vergangenheit niemals wirklich entfliehen konnte... sie konnte Alessio niemals entkommen. "Veah, wir m¨¹ssen das bald Menarx sagen. Wir k?nnen ihn nicht l?nger im Dunkeln tappenssen, fr¨¹her oder sp?ter wird er es herausfinden." Neveahs Wolf teilte ihre Bedenken mit. "Ich wei?... ich wei?..." murmelte Neveah, die Z?hne zusammenbei?end. So sehr sie in diesem Moment ihren Schmerz herausschreien wollte, Neveah wusste, dass der Wald sie verbergen konnte, aber ihre Stimme w¨¹rde sicherlich Meilen weit hallen. Die Drachen waren zu sensibel, um das nicht zu bemerken. Alles, was Neveah tun konnte, war, ihre Schreie hinunterzuschlucken und darauf zu warten, dass der Schmerz verging, wie sie es in den letzten Monaten gelernt hatte. Neveahs Magen rebellierte und sie rang nach Luft. "Schuppen! Veah!" Menarx¡¯ Stimme erreichte Neveah von hinten, seine Hand ruhte beruhigend auf ihrem R¨¹cken. "Veah, was ist los? Wie kannst du in diesem Zustand sein?!" rief Menarx in Panik und sah zu, wie Neveah um Luft rang und vor Schmerzen zuckte. "Narx... bitte,ss mich allein, ich m?chte nicht, dass du mich... so siehst...", presste Neveah durch zusammengebissene Z?hne heraus. "Um Himmels willen, Veah! Ich bin dein Mann! Wie kannst du erwarten, dass ich dich so zur¨¹csse?! Wozu bin ich n¨¹tzlich, wenn ich nicht bei dir sein kann, wenn du mich wirklich brauchst?!" hauchte Menarx verzweifelt. Neveah stie? einen zitternden Atemzug aus und drehte sichngsam um. "Es tut mir leid, du hast recht..." fl¨¹sterte Neveah und lehnte ihren Kopf an Menarx¡¯ Schulter, stille Tr?nen flossen ¨¹ber ihre Wangen, aber Menarx¡¯ Griff war warm und tr?stlich. Sie verharrten einen Moment in dieser Position und der Schmerz, der in Neveah brodelte, lie? allm?hlich nach. "Ich... ich habe es nie geschafft, die Paarungsbindung mit Alessio zu l?sen. Ich habe es zwar versucht, aber... er wollte nicht, dass ich ihn zur¨¹ckweise und im n?chsten Moment wurde ich hierher gebracht, ich konnte die Sachen nicht regeln, wie ich es h?tte sollen." "Diese Bindung ist das Einzige, was mich noch mit ihm verbindet, ich w¨¹rde sie zerreissen, wenn ich k?nnte, aber das kann ich nicht...", brach Neveahs Stimme ab. "Und jetzt, wo er nicht an mich herankommen kann, nutzt er das Paarungsband. Snge wir dieses scheu?liche Band teilen, wird Alessio immer einen Zugang zu mir haben, ein kleiner Schubs reicht aus, um mich in diesen Zustand zu versetzen, und das wei? er... er wei?, dass ich dem Paarungsband hilflos ausgeliefert bin." "Diese letzte Kontrolle, die er hat, wird mich nie lossen... er wird nie aufh?ren, mich daran zu erinnern, dass er existiert. Narx... Ich kann mich nicht von ihm l?sen... ich kann nicht," schluchzte Neveah. Menarx¡¯ Blick verengte sich leicht, Wut mmte in seinen Augen auf. "Und wenn ich dir eine st?rkere Bindung gebe? Meine Umkehrschuppe ist mein Wesen, sie wird dich an mich binden und jede andere Bindung ¨¹berschreiben, Veah. Sie wird ein Ende dieses Bandes setzen... ein f¨¹r alle Mal," sagte Menarx bestimmt. Neveah lehnte sich leicht zur¨¹ck und blickte Menarx an. "Narx... das Verschmelzen der Schuppen kann erst stattfinden, nachdem die Akademie die Zeremonie vorbereitet hat. Es k?nnte Wochen dauern bis nach unserer R¨¹ckkehr...", begann Neveah, aber Menarx unterbrach sie. "Neveah, meine Liebe... nach unserer R¨¹ckkehr werde ich dir eine Zeremonie geben, die deiner W¨¹rde entspricht. Doch heute Abend, genau hier, m?chte ich, dass du ein St¨¹ck von mir hast." "Das Verschmelzen der Schuppen bedeutet, dass zwei Herzen eins werden, das Einzige, was z?hlt, ist unsere Zustimmung. Lass den Mond unser Zeuge sein, dass wir im Feuer verbunden sind... und heute in der Seele. Weise mich nicht ab...", bat Menarx, ihr in die Augen blickend. "Ich... Ja, tausendmal Ja, Narx. Ja, heute... und an allen anderen Tagen, die folgen," nahm Neveah an, ein schwaches L?cheln auf den Lippen. Chapter 423: Es hat geklappt (Kap.423)

Chapter 423: Es hat geppt (Kap.423)

Neveah keuchte, als sie ihre Augen ?fe. Sie schoss in ihrem Bett hoch und rang nach Luft. Ihr Geist f¨¹hlte sich wie eine leere Seite an, und Neveah konnte sich kaum an die Geschehnisse vor diesem Moment erinnern; ihre Hand wanderte dennoch an ihre Brust, wo ein dumpfer Schmerz nachhallte. "Veah!" Everons vertraute Stimme rief neben Neveah. ¨¹berrascht hob Neveah die Augenbraue, drehte sich leicht und ihr Blick fiel auf den besorgt dreinblickenden Everon, der an ihrem Bett sa?. "Everon?... Was machst du hier...?" Neveahs Stimme brach ab, als ihr r wurde, wo sie sich befand. Dies waren Menarxs Gem?cher, zur¨¹ck in der Drachenfestung, und Neveah war sich nicht sicher, wie sie hierhergekommen war ¨C das Letzte, an das sie sich erinnerte, war, dass sie noch in den Ebenen gewesen war. "Wie bin ich hier gndet? Ich dachte..." Neveah begann, wurde aber j?h unterbrochen, als ein pl?tzliches und intensives Gef¨¹hl der Sorge sie ¨¹berkam. "Was zum..." murmelte Neveah und runzelte die Stirn, als ihr Puls sich aus Angst und tiefer Sorge beschleunigte ¨C beides Gef¨¹hle, die sie in dem Moment ohne Grund zu haben schien. "Veah!" rief Menarx und betrat hastig den Raum, als die T¨¹r aufschwang. Sein Gesichtsausdruck spiegelte all das wider, was Neveah in diesem Augenblick empfand. Als sich ihre Blicke trafen, strahlte die Erleichterung in Menarxs Augen so intensiv wider, dass Neveahs Sorgen und Kummer verschwanden und durch W?rme und Zuneigung ersetzt wurden. Diese Gef¨¹hle waren f¨¹r jemanden wie Neveah zu intensiv, und als sie Menarx direkt ansah, wusste sie, dass diese Emotionen nicht ihre eigenen waren. ¡¯Konnte es sein, dass ich gerade... nein, unm?glich...¡¯, dachte Neveah und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Menarx trat ans Bett heran, Everon wich schnell zur Seite, damit Menarx sich setzen konnte. Er ergriff Neveahs Hand mit einem schmerzvollen Blick in den Augen. "Beim Schuppenpanzer, Veah, du hast mir einen gewaltigen Schrecken eingejagt", gestand Menarx, w?hrend er Neveahs Haar sanft strich. Verwirrt blinzelnd schaute Neveah abwechselnd zwischen Menarx und Everon hin und her. "Ich verstehe nicht, was hier vor sich geht...", murmelte Neveah z?gerlich. "Erinnerst du dich nicht, was passiert ist?" fragte Menarx ¨¹berrascht. "Nicht so recht...", gab Neveah murmelnd zur¨¹ck, die Stirn in Falten gelegt. Sie versuchte, sich zu erinnern, aber ihr Geist lieferte ihr nur verschwommene Details, die schwer zu entschl¨¹sseln waren. "Ron, du hast mir versichert, dass sie in Ordnung sein w¨¹rde!" warf Menarx vor. "Und das ist sie auch! Warum verh?ltst du dich, als w?re das meine Schuld? Du warst es, der ohne jegliche Vorsichtsma?nahme mit der Verschmelzung vorangeschritten ist! Wer macht denn sowas?!" erwiderte Everon. Neveah beobachtete die beiden mit einem genervten Gesichtsausdruck; sie machten es ihr nicht leichter, zu verstehen, was geschehen war. "Veah... ich... also...", Menarx brach ab und blickte hilfesuchend zu Everon. "Dieser Sturkopf, den ich peinlicherweise meinen Cousin nennen muss, hat seine Schuppe mit dir verschmolzen und dabei vergessen, dass dies als einer der qualvollsten Prozesse aller drei Verschmelzungen gilt", erkl?rte Everon. "Vor allem angesichts der Tatsache...", er brach ab und lie? seine Aussage in der Schwebe. "In einigen F?llen kann die zweite Verschmelzung wirklich schlimme Folgen haben und dem Reiter Schaden zuf¨¹gen", setzte Everon anstelle dessen hinzu. Du hattest einen ckout, Veah, unmittelbar nachdem ich...", begann Menarx erneut, brach aber dann ab. In diesem Moment kamenngsam die Erinnerungen zu Neveah zur¨¹ck und ihre Hand schnellte zu ihrer Brust, von der der dumpfe Schmerz noch nicht gewichen war. Sie tastete ihre Brust ab und fand, dass sich der schmerzhafte Bereich hart anf¨¹hlte, und tastete ihn vorsichtig ab. Dann zog sie ihre Tunika etwas nach unten. Neveahs Augen weiteten sich, als sie eine kleine, rubinrote Drachenschuppe entdeckte, die mit ihrer Haut verwachsen war. Das Gewebe um die Schuppe herum war ger?tet und schmerzhaft, aber die Schuppe schien, als sei sie schon immer ein Teil von ihr gewesen. Noch ¨¹berraschender war, dass Neveah die Pr?senz der Paarbindung kaum noch wahrnehmen konnte. Seitdem Alessios Brief eingetroffen war, war diese Bindung so unublich stark und ¨¹berw?ltigend gewesen, aber jetzt konnte Neveah sie kaum sp¨¹ren. Sie war nicht v?llig verschwunden, aber schw?cher als je zuvor, sie hielt nur noch an einem seidenen Faden und Neveah wusste, dass die Paarbindung endg¨¹ltig aufgel?st werden w¨¹rde, sobald die dritte Verschmelzung vollendet w?re. "Es hat funktioniert...", murmelte Neveah zu sich selbst und war verbl¨¹fft. Sie hatte nie wirklich geubt, dass ihre Bindung mit Menarx sie aus Alessios F?ngen befreien w¨¹rde, sie hatte sich schon damit abgefunden, dass sie diese Bindung f¨¹r den Rest ihres Lebens - oder zumindest bis zu Alessios Tod, denn Drachen lebten viel l?nger als Werw?lfe - im Hintergrund sp¨¹ren w¨¹rde. "Veah? ... Es tut mir leid, ich h?tte nicht gedacht, dass es so eine starke Wirkung haben w¨¹rde... Ich habe so etwas noch nie zuvor getan...", entschuldigte sich Menarx. Seine Worte wurden unterbrochen, als Neveah sich in seine Arme warf und ihn vor Freude umarmte. "Es hat geppt!" jubelte Neveah. "Bist du... bist du mir deswegen b?se?" fragte Menarx unsicher. Neveah lehnte sich zur¨¹ck, blickte ungl?ubig zu Menarx hoch. "Was macht schon ein bisschen Schmerz aus? Ich w¨¹rde das jederzeit vorziehen, als an ihn gebunden zu sein. Nein, Narx, ich bin weit davon entfernt, auf dich w¨¹tend zu sein, du wundersch?ner... wundersch?ner Mann...", schw?rmte Neveah und deckte das ¨¹berraschte Gesicht des gefrorenen Drachen mit K¨¹ssen zu. "Hast du Veah auf den Kopf fallenssen, als sie gest¨¹rzt ist?" fragte Everon misstrauisch aus seiner Position heraus. "Das w¨¹rde ich nie tun", verteidigte sich Menarx mit einem am¨¹sierten L?cheln auf den Lippen. "Ruhe jetzt, ihr beide! Ihr habt keine Ahnung, was ich in den letzten zwei Monaten durchmachen musste", beschwerte sich Neveah, legte sich zur¨¹ck ins Bett und ein m¨¹des L?chelng auf ihren Lippen. "Aber mal im Ernst, Veah, geht es dir wirklich gut? Irgendwelche Beschwerden?" Menarx machte sich noch immer Sorgen. Neveah zuckte l?ssig mit den Schultern, f¨¹hlte sich enorm erleichtert und ihr Herz so viel leichter mit der Paarbindung, die jetzt so weit in den Hintergrund ger¨¹ckt war. "Nur ein leichtes Ziehen", sagte Neveah und strich unbewusst mit ihrem Finger ¨¹ber die Schuppe. Es klopfte an der T¨¹r, und Kirgan trat nach einem Moment ein. "Narx, Neveah... Seine Gnaden fordern Euch beide zu sich", ¨¹berbrachte Kirgan die Botschaft. Chapter 424: Keiner ist besser geeignet (Kap.424)

Chapter 424: Keiner ist besser geei (Kap.424)

Neveah runzelte leicht die Stirn, als der Drachenk?nig erw?hnt wurde, und obwohl sie schnell ihren Gesichtsausdruck anpasste, entging dies Menarx nicht. "Bleib dort... ich k¨¹mmere mich darum", beruhigte Menarx Neveah. Er stand auf, ging zu Kirgan, der an der T¨¹re stand, und sagte: "Veah braucht Ruhe, ich werde gen¨¹gen." Mit einem Schulterklopfen zog Menarx Kirgan mit sich, bevor dieser protestieren konnte. Die T¨¹r schloss sich hinter ihnen und lie? Neveah und Everon alleine zur¨¹ck. "Wei?t du, irgendwann wirst du dich Jian stellen m¨¹ssen", merkte Everon in einem am¨¹sierten Tonfall an. "Es sei denn nat¨¹rlich, du hast vor, dich zu erholen und dann direkt in die n?chste ht zu st¨¹rzen", f¨¹gte er hinzu. Neveah verdrehte die Augen ¨¹ber Everons offensichtlichen Seitenhieb. "Jetzt, wo du als siegreicher htenherr zur¨¹ckgekehrt bist, sollte der Bergfried wieder lebendig werden", sagte Everon und kicherte leise vor sich hin. Mit anderen Worten, ich bin also der Grund f¨¹r ?rger?", fragte Neveah spitz. "Nicht meine Worte, aber wenn du mich um meine Meinung bittest...ja, ?rger scheint dir zu folgen", stimmte Everon zu und wich zur Seite, als Neveah ein Kissen nach ihm warf. "Jetzt beruhige dich... du bist nicht in der Verfassung zu Gewalt", tadelte Everon grinsend. Er ging zu Neveah, gab ihr eine Tablette und ein s Wasser. "Das wird dir helfen, wieder zu Kr?ften zu kommen", erkl?rte Everon, als Neveah die Tablette fragend betrachtete. Neveah nahm sie und schluckte sie mit einem Schluck Wasser hinunter, bevor sie das s an Everon zur¨¹ckgab. "Everon... vorhin wolltest du etwas sagen, hast aber aufgeh?rt", erinnerte Neveah. Everon hielt inne, antwortete nicht direkt, setzte sich jedoch zu Neveah ans Bett, und sie wusste, dass sie seine Aufmerksamkeit hatte. "Anfangs konnte ich mich nicht erinnern, aber jetzt kommt allesngsam zur¨¹ck." "Der Schmerz beim zweiten Verschmelzen war so stark, dass ich das Bewusstsein verlor und Menarx in Panik geriet. Ich habe das Gef¨¹hl, das ist nicht oft passiert... ihr Verhalten war offensichtlich merkw¨¹rdig", fuhr Neveah fort. "Ich habe auch bemerkt, dass du w¨¹tend auf Menarx warst, es aber verborgen hast, so dass ich es nicht bemerke. Was genau ist passiert, Everon? Was ist mit mir geschehen?", fragte Neveah ernsthaft. Everon atmete tief aus und begann, "Ich werde es dir nicht vorenthalten, wenn du es wissen m?chtest, aber ich hoffe, du nimmst, was ich sage, nicht zu schwer." "Du hast mein Wort", versicherte Neveah. "Nun, die Sache ist die: Der zweite Verschmelzungsvorgang ist normalerweise extrem schmerzhaft, aber die negativen Auswirkungen k?nnen in manchen F?llen viel gr??er sein als in anderen, in seltenen F?llen sogar lebensbedrohlich." "Um das zu verhindern, wird die Seelenverschmelzung in einer kontrollierten Umgebung durchgef¨¹hrt, in der die Sicherheit des Reiters unter der Leitung der ?ltesten und unter Beobachtung des Rates gew?hrleistet werden kann.""Genau deshalb findet die Zeremonie in Anwesenheit solcher Pers?nlichkeiten statt. Wir sind in der Lage, die notwendigen Ma?nahmen zu ergreifen, falls etwas schiefgeht. Narx hat diese ¨¹berlegung jedoch beiseite geschoben und euch somit m?glicherweise in Gefahr gebracht." "Obwohl ich verstehe, dass das nicht seine Absicht war, h?tte er es besser wissen m¨¹ssen", sagte Everon seufzend. "Du warst einen ganzen Tagng bewusstlos, Veah. Als Narx dich zu mir brachte, schien die Verschmelzung nach hinten losgegangen zu sein, ich dachte...", Everon brach ab. "Du dachtest, ich w?re einer dieser seltenen F?lle?", erg?nzte Neveah. "Veah... die meisten dieser seltenen F?lle, bei denen der Reiter w?hrend der Verschmelzung in Gefahr war oder unter der Bindung litt, hatten alle etwas gemeinsam", erkl?rte Everon. Jetzt verstand Neveah, worauf Everon hinauswollte und warum es ihm so schwerfiel, es auszusprechen. "Sie waren keine echten Seelenverwandten", erkannte Neveah. "Tats?chlich. In den meisten dieser gef?hrlichen Situationen kam es bei gew?hlten Seelenverwandten vor, w?hrend das Herz des Drachens bewegt wird, bietet die Bindung manchmal starken Widerstand." "Dabei wird der Reiter ungewollt verletzt. Deshalb sind wir bei der Verschmelzung von gew?hlten Seelenverwandten immer sehr vorsichtig und treffen alle notwendigen Vorsichtsma?nahmen." "Narx hat sich von seinen Emotionen leitenssen und nicht an deine Sicherheit gedacht. Als sein Cousin tut mir das aufrichtig leid", entschuldigte sich Everon aufrichtig. Neveah seufzte leise und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Er tat es nur aus Sorge um mich. Wenn jemand Schuld hat, dann bin ich es", bekr?ftigte Neveah. "Jetzt, wo es dir gut geht, gibt es keinen Grund, Schuld zuzuweisen." "Alles ist gut ausgegangen... Ich wusste es schon, als ich dich sah, aber jetzt bin ich noch sicherer. Es gibt niemanden, der besser geei w?re, Narx¡¯ Herz zu halten", sagte Everon mit einem warmen L?cheln. Neveah erwiderte Everons L?cheln mit einem kleinen L?cheln ihrerseits. ____________ K?nig Jian stand wie ¨¹blich auf dem Balkon und blickte hinunter auf die Citadel, die sich weit unter ihm erstreckte. Noch bevor Menarx an seine T¨¹r klopfte, sp¨¹rte Jian Menarx¡¯ Ann?herung und war daher nicht ¨¹berrascht, als kurz darauf geklopft wurde. Menarx betrat Jians Gem?cher, ging am Empfangsraum und an Jians Arbeitszimmer vorbei und steuerte direkt auf den Balkon zu, wo er wusste, dass Jian sich aufhalten w¨¹rde. "Mein Lehnsherr", gr¨¹?te Menarx und verneigte sich. Es war offensichtlich nicht das erste Mal, dass die beiden sich seit Menarx¡¯ R¨¹ckkehr vom Zwergenau?enposten trafen. "Narx, du bist allein", stellte Jian fest, ohne sich umzudrehen. "In der Tat", stimmte Menarx zu und trat an Jians Seite. "ubt Ihr nicht, dass ich sie f¨¹r die Missachtung einer k?niglichen Vodung bestrafenssen k?nnte?", fragte Jian mit seiner ¨¹blichen, emotionslosen und kalten Stimme. "Ich ube nicht, dass wir das Eis noch d¨¹nner werdenssen sollten, als es ohnehin schon ist", erwiderte Menarx mit einem Augenrollen. Jian brummte leise ¨¹ber die subtile Spitze von Menarx, verlie? den Balkon und ging in sein Arbeitszimmer. Chapter 425: Machtkampf (Kap.425)

Chapter 425: Machtkampf (Kap.425)

"Jian, du wei?t genau, dass ich mich bereits in einer schwierigen Lage befinde," fuhr Menarx vorwurfsvoll fort. "Und wie ist das nun mein Fehler? Ich bin nicht derjenige, der Groll hegt," murrte Jian leise und setzte sich hinter seinen Schreibtisch. "Du kannst dich nicht vor der Verantwortung dr¨¹cken, und das wei?t du auch. W¨¹rde es dich umbringen, wenigstens ein klein wenig Reue zu zeigen? Das allein w¨¹rde Veah gen¨¹gen," fragte Menarx ernst. Jian warf Menarx einen kurzen Blick zu, bevor er sich wieder der Schriftrolle auf seinem Schreibtisch zuwandte. "Ich will nicht, dass dieser stille Konflikt weitergeht; er n¨¹tzt uns allen nichts. Veah ist deine Schw?gerin. Du wirst nachgeben m¨¹ssen," riet Menarx. Jian seufzte leise bei Menarx¡¯ Worten. Er konnte nicht ignorieren, dass ein weiterer Schritt in ihrer Verbindung bedeutete, dass dies wirklich Realit?t wurde. Sowohl Menarx als auch Neveah waren fest entschlossen, und so unsicher Jian sich auch f¨¹hlte, ihm war r, dass es nicht seine Entscheidung war. So oder so war Neveah jetzt Teil der Familie. Mit der dritten Vereinigung w¨¹rden Menarx und Neveah endg¨¹ltig verbunden sein, und dann w¨¹rde die offizielle Bindungszeremonie stattfinden. Jian legte die Schriftrolle, die er in der Hand hielt, beiseite. "Ich habe von der zweiten Vereinigung geh?rt. Sie hat sich gut erholt, oder?" fragte Jian. "Ja, jetzt geht es ihr gut. Ich hatte Angst, dass etwas schiefgehen k?nnte," gab Menarx zu und nahm gegen¨¹ber von Jian tz. "Dein Handeln war un¨¹berlegt, Bruder, du solltest es besser wissen," antwortete Jian. "Ich wei?, ich wei? nicht, was in mich gefahren ist. Wenn wirklich etwas schiefgegangen w?re... wenn ich Veah verletzt h?tte... ich..." Menarx begann zu sagen, doch Jian unterbrach ihn. "Es ist nicht passiert. Beruhige dich und k¨¹mmere dich um sie," tr?stete Jian ihn. "Sind das alles Bitten der tributpflichtigen V?lker?" fragte Menarx nach einer Weile der Stille und zeigte auf die Stapel von Schriftrollen auf Jians Tisch. "Jedes Rat hat eine Petition bez¨¹glich der Situation des Zwergenk?nigs eingereicht. Nach der Untersuchung ergibt die Liste der jungen Magier, deren Magie gestohlen wurde, Hunderte," erkl?rte Jian und reichte Menarx eine Schriftrolle. Menarx ?fe die Schriftrolle unds den Inhalt, wobei er die Stirn runzelte, als er den Untersuchungsbericht sah. "Wie konnte das songe unentdeckt bleiben? Das ist unbegreiflich," kommentierte Menarx. "Bedenklich ist das richtige Wort; es war mein Fehler, die Zwerge songe zu ¨¹bersehen," sagte Jian kopfsch¨¹ttelnd. "Die Meerv?lker und die Fae sind am meisten betroffen, aber es gibt auch viele junge Magier asvarischen Blutes. Die Emp?rung ist gro?, und es wird schwierig sein, die Wogen zu gl?tten," fuhr Jian fort. "Sie fordern, dass wir die Verantwortung ¨¹bernehmen und wollen sich damit Vorteile verschaffen. Endlich haben sie die Gelegenheit, Fehler in der Herrschaft der Drachen aufzudecken; diese Chance werden sie nicht so einfach verstreichenssen..." mutma?te Menarx. Jian nickte zustimmend; es war ein unvermeidliches Ergebnis, und die Drachen wussten, dass sie mit dieser Reaktion rechnen mussten, sobald die Situation ?ffentlich bekannt wurde. Zum ersten Mal in der Geschichte der Drachendynastie war ihnen ein Verbrechen solchen Ausma?es entgangen... es war etwas, das einfach nicht passieren durfte, und doch war es passiert."Ich h?tte nicht gedacht, dass sie das m?chten. Es ist ein Versagen auf unserem Pfad, das passieren zussen." sagte Jian. "Die Nymphen, die Elfen und sogar jene, die nicht direkt betroffen sind, fordern, dass der Zwergenk?nig vor ihrem Rat angegt wird." offenbarte Jian. "Der Drachenrat ist f¨¹r alle Angelegenheiten zust?ndig, die die Sicherheit der Dynastie betreffen. Solche Petitionen stellen unsere F?higkeiten direkt in Frage." "Dies entwickelt sich schnell zu einem Machtkampf. Die ren Linien der Autorit?t werden verschoben, wenn wir es zssen, dass ein anderer Rat Vorrang vor unserem hat." sagte Menarx, w?hrend er eine weitere Schriftrolle durcs. "Deshalb m¨¹ssen wir diese Situation so schnell wie m?glich kl?ren, und zwar auf eine Weise, dass sie keine Fehler finden k?nnen." "Die ¨¹bernahme der Kontrolle ¨¹ber die innere Zitadelle war der erste Schritt zur Beibehaltung der absoluten Autorit?t. Die Petitionen sind seit der Verbreitung der Nachricht vom Sieg gestoppt worden. Wir haben bereits die Oberhand gewonnen." lobte Jian. "Was soll ich tun, mein Herr?" fragte Menarx. "Ich habe Imagor Anweisungen hintessen. Nach den ersten Untersuchungen wird der Zwergenk?nig in deinen Bezirk geschickt werden." sagte Jian. "Der Zwergenk?nig ist immer noch ein Monarch... ihn in meinen Bezirk zu senden, k?nnte zu Emp?rung f¨¹hren." wies Menarx hin. "Eine Emp?rung kann nur durch eine noch gr??ere Emp?rung ¨¹berwunden werden. Die tributpflichtigen Herrscher m¨¹ssen erkennen, dass ihre Autorit?t nur soweit reicht, wie ich es zsse. Der Zwergenk?nig wird nicht mehr als ein Verbrecher betrachtet werden; sein Titel bedeutet hier in Keep Skies nichts." "Das sollte eine subtile Botschaft an die anderen Monarchen sein, die begonnen haben, k¨¹hne Gedanken zu hegen." sagte Jian entschieden. "Ich verstehe. Ich werde mich darum k¨¹mmern." versicherte Menarx. "Es gibt noch etwas anderes. Vertreter der tributpflichtigen R?te wurden alle in die Zitadelle berufen; sie werden in wenigen Tagen in Keep Skies eintreffen." informierte Jian. "Ein einheitlicher Rat?" fragte Menarx. "Das ist die neutralste L?sung f¨¹r den Prozess gegen den Zwergenk?nig." sagte Jian mit einem Nicken. "Die Zeremonie f¨¹r deine zweite Vereinigung soll ebenfalls in wenigen Tagen stattfinden. Es wurde vor deiner R¨¹ckkehr entschieden, die Zeremonie am Geburtstag von Neveah abzuhalten." fuhr Jian fort. "Die Sorge besteht darin, dass es mit der Ankunft des einheitlichen Rates zusammenf?llt, was der Zeremonie unerw¨¹nschte Probleme bereiten k?nnte." "Ich habe euch beide gerufen, um eure Meinung zu fragen, ob wir die Vereinigungszeremonie verschieben sollen, bis der einheitliche Rat vorbeizieht; ich wei?, dass dies zu einer unbestimmten Verz?gerung f¨¹hren k?nnte..." Jian begann, wurde jedoch von Menarx unterbrochen. "Veahs... Geburtstag ist in ein paar Tagen?" fragte Menarx ¨¹berrascht. Jian blickte zu Menarx auf und blinzelte ebenso ¨¹berrascht. "Du wusstest das nicht?" fragte Jian mit hochgezogener Augenbraue. "Ich wusste es nicht." gab Menarx leise zu. "Oh." war alles, was Jian als Antwort hatte. Chapter 426: Sag es mir (Kap.426)

Chapter 426: Sag es mir (Kap.426)

"Wie bist du darauf gekommen?" fragte Menarx Jian. "Rodrick. Muss seine Tochter irgendwann mal erz?hlt haben, und ich vermute, sie hat es von Neveah.", erkl?rte Jian. "Richtig, das w?re Davina. Veah w¨¹rde nicht vielen Menschen von ihren pers?nlichen Angelegenheiten erz?hlen." murmelte Menarx. Es schmerzte ein wenig, dass auch er zu jenen geh?rte, denen solche Dinge ¨¹ber Neveah nicht bekannt waren, doch er wusste, dass es Neveah schwerfiel, Menschen an sich heranzssen... sie war die Einsamkeit zu sehr gewohnt. "Ich werde es mit Veah besprechen und wir werden es gemeinsam entscheiden.", sagte Menarx zu Jian. "Sehr gut. ¨¹berbringe ihr auch das hier." Jian nickte, w?hrend er Menarx zwei Schriftrollen ¨¹bergab. "Was ist das?" fragte Menarx mit hochgezogener Augenbraue. "Eine Aufgabe, die Neveah pers?nlich ¨¹bernehmen muss. Ihr werdet beide verstehen, worum es geht, wenn ihr es seht.", antwortete Jian. "Ich verstehe.", sagte Menarx, stand auf und verlie? den Raum. Jian beobachtete Menarx beim Gehen, dann wanderte sein Blick zu seinem offenen Balkon und er starrte in Richtung des Berges Edar. "Das war¡¯s dann... es gibt kein Zur¨¹ck mehr.", murmelte Jian leise. Dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder den Schriftrollen auf seinem Schreibtisch zu. ____________ "Hey, Liebling.", begr¨¹?te Menarx Neveah, als er in sein Zimmer trat und sie bereits angezogen vorfand. "Da bist du ja.", erwiderte Neveah. "Gehst du irgendwohin?", fragte Menarx. "Tats?chlich, ja. Everon r?t mir, mich ungest?rt zu erholen, aber ich ignoriere seinen Ratscg und folge deinem Beispiel.", antwortete Neveah. Menarx kicherte leise. Er bemerkte, dass Neveah das Ereignis aus der Anfangszeit des Au?enpostens immer noch nicht vergessen hatte, wo er eigensinnig davongufen war und sich seine Verletzung wieder aufgerissen hatte. "Mir geht¡¯s jetzt gut, Veah. Kannst du es nicht gut seinssen?", fragte Menarx am¨¹siert. "Niemals.", stellte Neveah r und drehte sich zu Menarx um, w?hrend sie ihr Haar zu einem Pferdeschwanz band. "Mir ist aufgefallen, dass ich schonnge nicht gufen bin. Mit der Lage auf dem Au?enposten musste meine W?lfin unterdr¨¹ckt bleiben, sie wird unruhig." "Ich muss sie jetzt raussen.", erkl?rte Neveah. "Dann gehe ich mit dir.", sagte Menarx, w?hrend er die von Jian erhaltenen Schriftrollen auf den Schreibtisch legte. "Jian hat mich gebeten, dir diese Schriftrollen zu bringen, obwohl ich noch nicht wei?, was genau drinsteht. Er meint, es sei eine Aufgabe, die f¨¹r dich bestimmt ist.", informierte Menarx. "Er weist mir jetzt Aufgaben zu?", fragte Neveah mit hochgezogener Braue. Menarx zog unbeschwert die Schultern hoch und Neveah seufzte, ging zum Tisch, nahm die Schriftrolle und entrollte sie, um den Inhalt zu lesen. "Hier steht, dass die Elfen deine auserw?hlte Braut als Vertreterin des vereinigten Rats entsenden werden.", sagte Neveah, als sie die Schriftrolle einem geduldig wartenden Menarx reichte. "Komm schon, das kann doch keine scherzhafte Bemerkung sein...", begann Menarx zu sagen und kicherte ¨¹ber Neveahs Sticheln. Dann bemerkte er jedoch den ernsten Ausdruck auf Neveahs Gesicht."Du machst keine Scherze." Menarx erkannte. "Nein, mache ich nicht." Neveah stimmte zu und reichte Menarx die Schriftrolle. "Veah, ich werde mit Jian sprechen..." Menarx begann, doch Neveah unterbrach ihn mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Narx, beruhige dich. Es ist in Ordnung, ich habe nichts dagegen." versicherte Neveah Menarx. "Aber die Elfen haben nur unter der Bedingung dem vereinigten Rat zugestimmt, dass du die Drachendynastie beim Prozess vertrittst, und ihre eigene Vertreterin ... sie haben sogar die Zustimmung der Meere eingeholt." "Ein gemeinsamer Appell ist nicht leicht zu ¨¹bersehen. Das muss bedeuten, dass sie etwas vorhaben, es w?re sicherer, sie abzulehnen." ¨¹berlegte Menarx. "Ihre Rechtfertigung liegt darin, dass ich die ht geleitet und das Verbrechen aufgedeckt habe, das ist ein akzeptabler Grund. Wenn wir ablehnen, haben wir keinen stichhaltigen Grund, den ihren zu widerlegen." wies Neveah hin. "Trotzdem hat die Drachendynastie das letzte Wort. Sie w¨¹rden es nicht wagen, sich zu r¨¹hren, wenn Jian den Appell zur¨¹ckweist." beharrte Menarx. "Wenn ich mich nicht irre, erkl?rt die Gr¨¹ndungsderation des Drachenk?nigs, seine Dynastie nicht mit Tyrannei zu f¨¹hren. Gerade deshalb k?nnt ihr diesen Appell beachten, aber solltet ihn nicht ignorieren." "Ich muss also einfach die Fakten der Untersuchung dem vereinigten Rat ¨¹bermitteln, richtig? Das ist doch kein gro?es Problem." versuchte Neveah Menarx zu beruhigen. "Und was ist mit der Elfenvertreterin?" fragte Menarx. "Sie ist eben das, eine Elfenvertreterin. Warum sollte ich sie als Rivalin betrachten? Sie hat keine Chance." erwiderte Neveah mit einem Achselzucken. Menarx sch¨¹ttelte den Kopf nach Neveahs ?u?erung, seine Lippen zuckten am¨¹siert. "Nein, hat sie sicherlich nicht." stimmte Menarx zu. "Es ist nur so... die Anwesenheit des vereinigten Rates ist unausweichlich, ich m?chte nur nicht, dass dein Tag durch zus?tzliche Schwierigkeiten verdorben wird." seufzte Menarx leise. "Mein Tag? Du meinst die Zeremonie? Everon erw?hnte, dass das Datum in ein paar Tagen feststeht. Es ist unser Tag, Narx. Es dreht sich nicht alles nur um mich, wei?t du." stellte Neveah r. "Veah... der Tag der Zeremonie, bedeutet er dir etwa nichts?" fragte Menarx mit hochgezogener Augenbraue. "Wovon redest du?"chte Neveah, doch dann wurde ihr bewusst, um welchen Tag der Zeremonie es sich handelte. "Es ist dein Geburtstag, Neveah." sagte Menarxut, genau wie Neveah es nun selbst erinnerte. "Und?" fragte Neveah unschl¨¹ssig, immer noch nicht begreifend, was das mit irgendwas zu tun hatte. "Und? Veah, du erreichst in ein paar Tagen ein neues Lebensjahr und du hast es nicht einmal erw?hnt. Offensichtlich hattest du das auch nicht vor." tzte es aus Menarx heraus, mehr verletzt, als er zugeben wollte. Neveah legte die zweite Schriftrolle zur¨¹ck auf den Schreibtisch, ging zum Bett und setzte sich neben Menarx. "Du bist verletzt." stellte Neveah fest. "Ich wei?... ich sollte es nicht sein, ich habe kein Recht dazu..." Menarx versiegte, unf?hig, das Offensichtliche zu leugnen. "Narx, sag das nicht. Du hast alle Rechte dazu... du mehr als jeder andere. Es ist in Ordnung zu sagen, dass ich dich verletzt habe; es ist richtig, es mir wissen zussen..." "Auf diese Weise verstehe ich dich besser. Und ich m?chte dich wirklich verstehen, Narx. Ich will dein Herz besser kennen als meines." erkl?rte Neveah mit ruhiger Stimme. "Also, was bedr¨¹ckt dich? Erz?hl mir, ja?" forderte Neveah und Menarx nickte zustimmend. Chapter 427: Ein Augenblick (Kap.427)

Chapter 427: Ein Augenblick (Kap.427)

"Veah, es von jemand anderem zu h?ren... das hat wehgetan", gestand Menarx. "Ich habe das Gef¨¹hl, je mehr ich dich kennenlerne, desto mehr wird mir r, dass ich eigentlich nichts ¨¹ber dich wei?. Nicht einmal die grundlegenden Tatsachen, die man wissen sollte", fuhr Menarx ruhig fort. Neveah zuckte leicht zusammen; ein schweres Gef¨¹hl breitete sich in ihrem Herzen aus und sie erkannte, dass dieses Gef¨¹hl nicht ihr eigenes war, sondern ein Ausl?ufer von Menarx¡¯ Emotionen, die durch ihre Verbindung sickerten. Es schien, als h?tte Menarx noch nicht bemerkt, dass Neveah bereits begonnen hatte, seine Gef¨¹hle zu sp¨¹ren, aber sie wusste, dass er es bald tun w¨¹rde. Die Verbindung war noch im Aufbau, weshalb ihre Gedanken vollst?ndig f¨¹reinander offen waren. Neveahs Emotionen jedoch waren stets kontrolliert und gesch¨¹tzt, noch mehr als die von Menarx. W?hrend sich die Verbindung bereits in Menarx gebohrt und seine wahren Gef¨¹hle offenbart hatte, musste sie dasselbe noch mit Neveah tun. "Narx, das ist nichts, wor¨¹ber ich normalerweise spreche. Ich habe es nur einmal Davina gegen¨¹ber erw?hnt, und das in einer au?ergew?hnlichen Situation, nicht weil ich es f¨¹r richtig hielt, es zu besprechen", erkl?rte Neveah ehrlich. "In welcher Situation?", fragte Menarx mit einem murrenden Unterton. Neveah seufzte, als sie an die Situation zur¨¹ckdachte, in der sie es Davina gegen¨¹ber erw?hnt hatte. "Als Davina mich fragte, welchen Tag ich aus dem Kalender streichen w¨¹rde, wenn ich k?nnte, fragte sie mich, welcher das w?re", antwortete Neveah leise. Menarx war ¨¹berrascht und sah Neveah an. "Es war nur eine beil?ufige Frage, um mir Gesellschaft zu leisten, w?hrend ich auf die W?sche wartete, da ich damals eine Dienerin war. Meine Antwort war jedoch, dass es mein Geburtstag sei, und als sie nach dem Grund fragte, erz?hlte ich ihr, dass es der Tag war, an dem ich geboren wurde", fuhr Neveah fort. "Oh, Veah...", Menarx war besorgt, legte seinen Arm um Neveahs Schulter und zog sie n?her zu sich. "Drachen machen keine gro?e Sache aus solchen Tagen, also dachte ich nicht, dass es erw?hnenswert w?re... daran habe ich vor dem ersten Mal wirklich gar nicht gedacht." "Wir leben seit Jahrhunderten, Veah. Deshalb machen wir kein gro?es Aufheben um den Lauf der Zeit, aber das bedeutet nicht, dass wir sie nicht anerkennen", erkl?rte Menarx Neveah. "H?ltst du deinen Geburtstag f¨¹r einen derart schrecklichen Tag, dass du ihn nicht einmal erinnern willst?", fragte Menarx. "Damals habe ich das wohl getan. Ich ubte damals, bei meiner Geburt von meiner Mutter vessen und einem tyrannischen Vater sowie einer Stiefmutter und einem Bruder ausgeliefert worden zu sein, die genauso schlimm waren." "Mein Geburtstag war nie etwas, das gefeiert werden sollte, Narx. Ich habe schon mal erz?hlt, wie mein vierzehnter Geburtstag ablief", erinnerte Neveah. "Das erste Mal, als du einen Mann get?tet hast..." murmelte Menarx und nickte leicht."Ich habe den Feind meines Vaters get?tet, nur um zu ¨¹berleben. Ein Mann, der selbst ein Sohn war... er hatte seine eigene Familie, Menschen, die ihn liebten und sich um ihn k¨¹mmerten. Solche, f¨¹r die sein Tod bis heute eine Qual sein wird", seufzte Neveah. Die Erinnerungen schmerzten noch immer, aber es war nicht mehr so entsetzlich wie damals, als sie es Menarx zum ersten Mal erz?hlt hatte. "Veah, Liebling... er wollte dir Schaden zuf¨¹gen, du hast getan, was notwendig war, um dich zu sch¨¹tzen, wie jeder andere auch. Du tr?gst keine Schuld", mahnte Menarx. "Ich wei?, ich wei?", murmelte Neveah. "Jedes Jahr bis zu meinem vierzehnten Geburtstag verbrachte ich in der Obhut von Lothaire. An jedem Geburtstag wurde mein Wissen gepr¨¹ft, wie weit ich im letzten Jahr vorangekommen war, und das Leben vieler Omegas stand auf dem Spiel, wenn ich nicht die richtigen Antworten wusste." "Jeder meiner Geburtstage nach dem vierzehnten war ich eine Figur in einer gro?en politischen Verschw?rung meines Vaters. Die Geschehnisse meines vierzehnten Geburtstags wiederholten sich jedes Jahr aufs Neue und wurden immer grausamer." "Ich habe nie den n?chsten Tag erreicht, ohne dass meine H?nde mit Blut befleckt waren, es war wie eine Tradition. Ich war gezwungen, am Tag meines Geburtstages meinen gr??ten Mord des Jahres zu begehen, ein Tag, an dem dieser als Vorwand diente, um Lothaires Feinde zum Schafott zu bringen", erkl?rte Neveah. "Es war schrecklich, Narx. Der Tag, den ich im Jahr am meisten f¨¹rchtete, mein Geburtstag war niemals ein Ass, auf den ich mich freuen konnte, nicht ein einziges Mal", gestand Neveah, ihre Stimme kaum mehr als ein Fl¨¹stern. "Also ja, Narx. Ich hatte nicht vor, dir davon zu erz?hlen, ich h?tte es wohl nicht einmal erinnert, wenn du es nicht erw?hnt h?ttest... denn zum ersten Mal, auch wenn der Tag so nah war, schien der wiederkehrende Schmerz der Vergangenheit so fern." "Ich war gl¨¹cklich, Narx. Ich war gl¨¹cklich, und die Dunkelheit meiner Vergangenheit und alles, was damit zusammenh?ngt, habe ich gar nicht bemerkt, als ich es weit hinter mir lie?", gab Neveah zu. "Ich hasse es, dass ich dich verletzt habe, ich..." Neveah fuhr fort, aber Menarx unterbrach sie schnell. "Jetzt sei still, Liebes. Ich bin diejenige, die im Unrecht ist, ich h?tte es nicht unbedacht erw?hnen und dich an Dinge erinnern sollen, die du verdient hast zu vergessen. Es tut mir leid, Veah... ich war zu selbsts¨¹chtig", entschuldigte sich Menarx aufrichtig. "Mir gef?llt, dass du wegen allem, was mich betrifft, so aufgew¨¹hlt bist... es zeigt, wie sehr du dich k¨¹mmerst", entgee Neveah und kicherte leise, w?hrend Menarx hilflos seufzte. Neveah beugte sich vor und ihre Lippen trafen die von Menarx zu einem sanften Kuss. Sie wollte sich zur¨¹ckziehen, doch Menarx hatte andere Pl?ne. Er zog Neveah n?her heran, vertiefte den Kuss und lie? sich auf das Bett zur¨¹ckfallen, so dass sie ihn rittlings ¨¹berzog. "Wir sollten jetzt zum Laufen gehen...", murmelte Neveah, als sie sich ein wenig zur¨¹ckzog. "Nur eine Minute...", beschwichtigte Menarx, wobei seine Lippen immer noch auf denen von Neveahgen. "Narx...", begann Neveah wieder, doch sie wurde von einer anderen Stimme unterbrochen. ¡¯Ich habe es nicht eilig, Veah, ¨¹berhaupt nicht¡¯, mischte sich Neveahs Wolf ¨¹ber ihre Verbindung ein. "Eine Minute ist in Ordnung." Neveah richtete sich auf und rollte mit den Augen ¨¹ber Menarx¡¯ triumphierendes Grinsen. Chapter 428: Der Unterschied (Kap.429)

Chapter 428: Der Unterschied (Kap.429)

"Das ist keine Entscheidung, die man allein treffen kann. Es ist ein Zeichen von Alpha King! Es ist unumkehrbar! Wir m¨¹ssen seine Zustimmung einholen, denn er hat uns den gleichen Respekt erwiesen!" zischte Neveah. "Du machst eine gro?e Sache aus einer Kleinigkeit. Wir k?nnen ihn einfach fragen, aber ich denke, ich kann mir seine Antwort schon denken." gab Neveahs Wolf zu bedenken. Neveah fand keine Worte, um ihrer W?lfin zu widersprechen; sie wusste auch, dass Menarx ihre Markierung ohne Beschwerden akzeptieren w¨¹rde. Aber trotzdem war Neveah immer der ¨¹berzeugung, dass man den richtigen Zeitpunkt f¨¹r eine Angelegenheit wie diese sp¨¹ren w¨¹rde. Es gab den richtigen Zeitpunkt, den richtigen Ort und die richtige Gem¨¹tge, und alle drei mussten gegeben sein, sonst w¨¹rde Neveah dem nicht zustimmen. "Du zweifelst immer noch an der Verbindung zu ihm", dachte Neveahs Wolf. Der Gedanke war weder angend noch voraussetzend, es war einfach eine direkte Feststellung, die Neveah nicht leugnen konnte. "Veah... wie sehr hat dich dieser Traum beeinflusst? Es ist schon songe her, beeinflusst er dich immer noch so sehr?" fragte Neveahs Wolf. "Du hast das nur getan, um deine Vermutungen zu best?tigen? Nun, du wei?t es bereits... wir beide sind betroffen." dachte Neveah zur¨¹ck, sagte aber nichts weiter; es gab nichts mehr zu sagen. "Im Gegensatz zu dir, Veah,sse ich keine Hindernisse gelten. Veah... dein Herz wurde so stark verletzt, wie kannst du immer noch so schwach sein und an etwas festhalten, das l?ngst vor¨¹ber ist?" fragte Neveahs Wolf mit einem Ton der Entt?uschung. "Sind das in deinen Augen immer noch gesch?ftlichen Bedingungen? Geht es bei Narx immer noch darum, an Macht zu gewinnen und im Drachenturm Fu? zu fassen?" dachte Neveah zu ihrer W?lfin. Das war die urspr¨¹ngliche Absicht gewesen, Neveah hatte ihre eigenen Gef¨¹hle nie in die Gleichung aufgenommen. Sie hatte gehofft, dass sie sich in Menarx verlieben w¨¹rde, aber zu Beginn waren auf Neveahs Seite nur gegenseitiger Respekt und Vertrauen. Diese beiden waren schwer zu finden, sie waren f¨¹r Neveah mehr als genug. Aber es war nicht mehr dasselbe... alles hatte sich in dem Moment ge?ndert, als sie begann, Gef¨¹hle f¨¹r Menarx zu entwickeln, Gef¨¹hle, die mit jedem Tag unublich st?rker wurden. Mit diesen Gef¨¹hlen kam die Schuld... Schuldgef¨¹hle daf¨¹r, wie alles angefangen hatte, und Misstrauen im eigenen Herzen. "F¨¹r mich hat sich das ge?ndert. Ich wei? nicht, wann, aber es hat sich ge?ndert. Deshalb kann ich es nicht ertragen, es erscheint mir unfair, dir deinen Willen zussen, wenn ich deine Absichten kenne." "Ich kann es nicht ertragen, ihn dauerhaft an mich zu binden, wenn wir beide nicht einer Meinung sind. So bleibt er zumindest verschont vor Schmerzen, sollte etwas schiefgehen, und ich muss alles alleine ertragen." dachte Neveah zu ihrer W?lfin. "Veah... du hast dich ver?ndert", dachte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah war sich nicht sicher, ob ihre W?lfin das positiv oder negativ meinte, neigte aber eher zu Letzterem. "Die Stimme in unserem Verstand hatte recht. Du bist zu weich geworden, hast vergessen, wer wir sind." Neveah war sich diesmal sicher, in welcher Weise ihre W?lfin es meinte. Sie war schwach geworden. Mitgef¨¹hl und Schuldgef¨¹hle waren Emotionen, die Neveah nie den Luxus hatte zu hegen, aber jetzt waren solche Emotionen zu einem h?ufigen Gast geworden... das war die Kehrseite des Herassens ihrer Mauern. "Ja, du bist der K?nig. Du wurdest mit unerbittlichem Willen und einem noch k¨¹hneren Geist geboren... Ich bin wohl einfach nicht so hervorragend", murmelte Neveah als Antwort. Neveah zog sich in den hintersten Winkel ihres Verstandes zur¨¹ck und lie? ihre W?lfin tun, was sie wollte. Sie beobachtete von innen, wie Menarx ihre W?lfin bewunderte, wie seine Augen vor Freude und Bewunderung leuchteten, als sie sich zu ihm herabneigte und anbot, ihn auf ihren Streifzug mitzunehmen. Die Aufrichtigkeit seiner Emotionen, die Tiefe seiner Freude, alles an ihm war so wahrhaftig und offen, und er verbarg nichts, er trug sein Herz so offen zur Schau, dass Neveah alles sehen konnte, all seine Gef¨¹hle f¨¹r sie, all das, was sie ihm bedeutete. W?hrend sein Herz so offen und durchsichtig war, war ihres umw?lkt und verbarg noch immer zu viele Geheimnisse. Sie konnte seinem Herzen trauen, aber sie hatte kein Vertrauen in ihres, das war und w¨¹rde immer der Unterschied zwischen ihnen sein.Das Gef¨¹hl, den Wind in ihrem Fell zu sp¨¹ren, hatte Neveahs unruhiges Herz immer beruhigt, doch dieses Mal... es bewirkte nichts. _______________ "Ughhh! Kannst du das nicht schneller machen?!" forderte Estelle frustriert, w?hrend sie in der Schneiderhalle auf und ab lief. "J... ja, Mdy." Die N?herin stotterte und warf Estelle einen ?ngstlichen Blick zu. "Elle, beruhig dich. Du lenkst sie nur ab, sie gibt bereits ihr Bestes." mahnte Dante, der von seinem tz an der T¨¹r aus zuschaute. "Das ist nicht schnell genug, die Zeremonie beginnt in einer Stunde und Veahs Geschenk ist immer noch nicht fertig. Ich habe den Auftrag doch schon vor einer ganzen Woche erteilt!" rief Estelle. "Wegen der bevorstehenden Zeremonie konzentrierten wir uns auf das Anfertigen des Kleides f¨¹r Lady Neveah f¨¹r den heutigen Abend und die der anderen Reiter und Adelsdamen." "Nachdem die Obern?herin die N?harbeiten erledigt hatte, ¨¹berlie? sie mir die Fertigstellung. Ich dachte, ich w?re bis Mittag fertig, aber ich bin nicht rechtzeitig von der Auslieferung der Kleider zur¨¹ckgekommen. Es tut mir wirklich leid, Lady Estelle." Die N?herin entschuldigte sich ¨¹berschw?nglich. Durch ihre Ablenkung stach die N?herin sich in den Finger und quiekte vor ¨¹berraschung und Schmerz. "Elle..." rief Dante warnend Estelle zu, gerade als sie zu tzen drohte. Estelle holte tief Luft, um sich zu beruhigen, und sch¨¹ttelte schnell den Kopf. "Es tut mir leid, ich bin zu hart zu dir. K¨¹mmere dich zuerst um deine Verletzung." lie? Estelle sie wissen. Die N?herin stand auf und ging weg, um sich um ihre Verletzung zu k¨¹mmern, w?hrend Estelle schwer ausatmete. "Warum bist du so angespannt?" fragte Dante Estelle, als sie zu ihm her¨¹berging, um sich neben ihm hinzusetzen. "Ich... ich bin nicht gerade gut darin, Freundschaften zu schlie?en, Dante. Veah ist die erste echte Freundin, die ich hatte, seit..." Estelle brach ab und dachte nach. "Nun, seit dir." wurde sich Estelle bewusst. "Und du f¨¹rchtest, dass die letzten zwei Monate alles kompliziert gemacht haben k?nnten?" erkundigte sich Dante wissend. "Ich mag Neveah wirklich... aber sie hat so eine reservierte Art, es f?llt mir schwer, sie wirklich zu verstehen. Zwei Monate sind vergangen und sie hat keinen meiner Briefe beantwortet oder nach mir gefragt, als sie zur¨¹ckkam." grummelte Estelle. "Und das l?sst dich zweifeln, ob sie dich ebenso sch?tzt?" Dante sprach die Worte aus, die Estelle nicht formulieren konnte. "Ich wei?, es ist albern von mir. Veah ist geradlinig, ehrenhaft, zuverl?ssig, weise, mutig... sie hat all die Dem¨¹tigungen ¨¹berstanden und sich den Respekt aller verdient, selbst ohne das Geburtsrecht einer Asvarianerin." "Sie f¨¹hrte selbst einen siegreichen Krieg, obwohl sie kein Drache ist. Und dann bin da noch ich..." seufzte Estelle schwer. "Elle, ihr seid tats?chlich unterschiedlich. Und der Unterschied liegt nicht in den Dingen, die du genannt hast, sondern darin, dass du deinen eigenen Wert nicht so erkennst, wie sie den ihren erkennt." "Wenn du das k?nntest, w¨¹rdest du wissen, dass es nichts daran ?ndern w¨¹rde, dass sie dich schon als Freundin betrachtet, egal ob du ihr heute Abend das bedeutungsvollste Geschenk zur Bindungszeremonie ¨¹berreichst oder nicht." beteuerte Dante. "Und woher willst du das wissen?" fragte Estelle. "Das sollte ich wissen, ich habe eine ?u?erst strenge Anweisung erhalten, auf dich aufzupassen und dich nicht alleine zussen... vor zwei Monaten." sagte Dante und kicherte belustigt vor sich hin. Chapter 429: Schnell und sicher (Kap.430)

Chapter 429: Schnell und sicher (Kap.430)

Neveah stand vor einem Spiegel und betrachtete still ihr Spiegelbild. Das Kleid, das sie trug, war von einem tiefen Rot und mit silbernen Perlen verziert, die in den Stoff eingearbeitet waren. Sie hatte sich daran gew?hnt, diese Farbe zu tragen, denn sie symbolisierte den Anspruch von Menarx, und das eingearbeitete Silber, wenn auch nur wenig, verlieh dem Kleid einen atemberaubenden Schimmer und erg?nzte wunderbar den Grundton. Das Kleid war schlicht, jedoch fein gearbeitet. Neveah hatte nicht die Gelegenheit gehabt, selbst ein Kleid auszusuchen, und sie wusste nicht genau, wer der Schneiderin diese Anweisungen gegeben hatte, aber das Ergebnis entsprach genau ihrem Geschmack. Es war zierlich und doch ausgefeilt und passte sich gut an Neveahs Figur an, aber das war keine ¨¹berraschung, denn die Schneiderin kannte ihre Ma?e. Neveah seufzte, es war an der Zeit f¨¹r ihren Auftritt. Die Zeremonie hatte gerade begonnen und die G?ste trafen bereits in Mengen ein, auch der vereinigte Rat war fr¨¹her am Tag angekommen und w¨¹rde bald zu der Zeremonie sto?en, wie Neveah von Everon erfahren hatte. Inzwischen sa? die Hauptperson des Ereignisses immer noch in ihren Gem?chern und starrte auf ihr Spiegelbild. Einige Bedienstete waren soeben gegangen, nachdem sie Neveah beim Ankleiden geholfen hatten. Jetzt musste sie sich nur noch mental auf einen ereignisreichen Abend vorbereiten. Sie sollte offiziell zur Herrin der Rubinschuppen ernannt und der Erfolg der zweiten Verschmelzung vor dem Hochadel und dem Drachenrat verk¨¹ndet werden, und da Vertreter aller verschiedenen Spezies anwesend waren, war Neveah sich nicht sicher, ob der Abend ohne Zwischenf?lle veufen w¨¹rde. Vor allem, da der von Menarx angeblich auserw?hlte Verb¨¹ndete ebenfalls anwesend sein w¨¹rde. Aber vor allem war heute ein Tag, der in Neveahs ganzem Leben nie gut gufen war: ihr neunzehnter Geburtstag. Sie hatte es erwartet, aber gehofft, dass es diesmal anders w?re. Dass sie nicht mit jenem bekannten ues Gef¨¹hl erwachen w¨¹rde, das sie jedes Jahr an diesem Tag befiel ¨C dem Gef¨¹hl, dass mit Sicherheit etwas schief gehen w¨¹rde. Bisher war der Tag ausgezeic veufen. Menarx hatte es sich zur Herzensangelegenheit gemacht und sich keine M¨¹he gespart, um den Tag seit dem Morgengrauen f¨¹r Neveah besonders zu gestalten. Sie war bereits mit Liebe und Geschenken ¨¹bersch¨¹ttet worden, sogar aus den Wei?en D¨¹nen, wo Kaideon und die D¨¹nendrachen ihre Gl¨¹ckw¨¹nsche und Gaben sandten. Trotz alledem konnte Neveah die nagende Besorgnis nicht absch¨¹tteln. Nun fragte sie sich, warum sie entschieden hatte, das Datum der Zeremonie nicht zu verschieben, wie K?nig Jian es vorgescgen hatte. "Veah, es ist Zeit", rief Menarx von der T¨¹r aus, als er in ihr Quartier trat. F¨¹r einen Moment stand Menarx einfach da und starrte Neveah an, seine Augen gl?nzten vor Ehrfurcht und Bewunderung. "Warum siehst du mich so an?" fragte Neveah, obwohl sie die Antwort schon ahnte. Menarx blinzelte und sch¨¹ttelte den Kopf, als wollte er sich selbst zur¨¹ck in die Wirklichkeit rufen. "Ich frage mich nur... wie ich so viel Gl¨¹ck hatte. Du bist wundersch?n, Neveah, wahrhaft atemberaubend", gestand Menarx und reichte ihr seine Hand. Auf Neveahs Lippen zeigte sich ein zaghaftes L?cheln. "Bist du bereit?" fragte Menarx. Neveah holte tief Luft und atmete dannngsam aus, als w¨¹rde sie mit diesem Atemzug alle ihre Sorgen verwehenssen. "Ja, ich bin es." versicherte Neveah. Sie nahm Menarx¡¯ ausgestreckte Hand und lie? sich von ihm in die gro?e Halle f¨¹hren, in der die Zeremonie stattfinden sollte. Im Saal waren nur vereinzelt G?ste unterwegs, die meisten waren bereits eingetroffen. Die Zeremonie war bereits im Gange und Menarx hatte zuvor mit der restlichen K?nigsgarde die G?ste begr¨¹?t, ehe er sich aufmachte, um Neveah zu holen. Schlie?lich erreichten sie die T¨¹r zur gro?en Halle. Zwei Drachenwachen standen Wache und hielten die G?steliste bereit, um die Ankunft jedes Gastes zu verk¨¹nden. "Lord Menarx, Lady Neveah." Die Wachen gr¨¹?ten gleichzeitig. Sie brauchten nicht auf die G?steliste zu schauen, um die Hauptpersonen der Zeremonie zu erkennen. "Einen Moment bitte." Menarx hielt den W?chter davon ab, ihre Ankunft anzuk¨¹ndigen. Menarx wandte sich Neveah zu und hielt ihrem Blick stand. "Ich habe mich einmal gefragt, wann genau der Moment war, in dem ich mich in dich verliebt habe", begann Menarx und senkte seinen Kopf, um sein L?cheln zu verbergen. "Ich dachte, es muss an dem Tag in der Blumenwiese des Asvarischen Leuchtfeuers gewesen sein, als du mein Leben gerettet hast..." erinnerte sich Menarx. "Wenn auch widerstrebend." f¨¹gte er hinzu. Neveahchte leise ¨¹ber seine Worte, die - wie treffend sie auch waren - sie sich damals eher gew¨¹nscht h?tte, Menarx zu t?ten als ihn zu retten. Doch sie tat, was notwendig war, um zu ¨¹berleben. "Ich... ich wei? nur, wie man andere sch¨¹tzt, noch nie habe ich mein Leben in die H?nde eines v?lligen Fremden gelegt." "Du warst die Erste... und wenn man bedenkt, dass ich Jahrhunderteng gelebt habe, bist du immer noch eine Premiere in vielerlei Hinsicht..." gestand Menarx. "Aber das alles war nicht korrekt, Veah. Ich ube, jetzt wei? ich, wann ich mich genau in dich verliebt habe..." "Es musste in dem Moment gewesen sein, als ich dich das erste Mal sah. Ich musste mich vom ersten Moment unserer Begegnung an in dich verliebt haben ... das ist die einzige Erkl?rung, die das Ausma? meiner leidenschaftlichen Liebe zu dir begr¨¹ndet." Menarx verstummte kurz. "Meine Liebe zu dir war schnell und sicher, sie ¨¹berw?ltigte mich, so wie sie dich sicherlich auch ¨¹berrascht hat. In einer Welt voller Unsicherheiten m?chte ich, dass du immer wei?t, dass du meine Gewissheit bist... mein Schicksal, mein Leben, mein Nordstern und mein wahrhaftigster Rubin." fl¨¹sterte Menarx. Sprachlos neigte Neveah den Kopf zur¨¹ck, um die Tr?nen zur¨¹ckzuhalten, w?hrend Menarx sie liebevoll anl?chelte und ihr einen Moment Zeit lie?, bevor er den Wachen ein Zeichen gab. "Lord und Lady der Rubin-Schuppen sind eingetroffen!!" verk¨¹ndeten die Wachen im Gleichng, als die T¨¹ren sich ?fen und Menarx und Neveah Hand in Hand in den Saal traten. Chapter 430: Eine neue Pr?senz (Kap.431)

Chapter 430: Eine neue Pr?senz (Kap.431)

Rosalie eilte den Gang hinunter und hielt dabei ihr Kleid hoch, um nicht dar¨¹ber zu stolpern, w?hrend sie hastig voranschritt und sich immer wieder umsah, um sicherzustellen, dass sie keine Aufmerksamkeit erregte. Die Burg war in diesen Tagen sehr belebt, ganz besonders heute, da sie mehr G?ste beherbergte als seit Langem und es schwierig war, sich unbemerkt zu bewegen ¨C doch Rosalie hatte kaum eine andere Wahl. In ihrer rechten Hand hielt sie ein zusammengekn¨¹lltes St¨¹ck Papier, eine Notiz, die sie von einem unbekannten Sender erhalten hatte; der Inhalt hatte Rosalie in Panik versetzt. ?Eine Nachricht an deinen Vater ist alles, was es braucht, Duncans Leben und das der anderen liegt in deinen H?nden. Ich werde im hinteren Garten der Burg auf dich warten, komm allein." Soutete die Nachricht. Die Notiz war knapp, aber Rosalie, an die sie gerichtet war, verstand die darin verborgene Drohung nur zu gut. Duncan war ebenso wie sie ein Heilerlehrling, doch im Gegensatz zu Rosalie und vielen anderen stammte er aus einem einfachen sterblichen Hintergrund. Sie geh?rten nicht einmal der asvarischen Blutlinie an, es waren schlichtweg gew?hnliche Sterbliche, und obwohl sie als wichtiger Teil der Gesellschaft galten, gab es doch einen un¨¹bersehbaren ssenunterschied. Die Drachen st?rte das ¨¹berhaupt nicht, sie waren noble Wesen, die sich ¨¹ber solche Kleinlichkeiten nicht den Kopf zerbrachen. Die Drachen waren strikt gegen diese Diskriminierung und duldete nicht, dass ihnen solche Vorf?lle zu Ohren kamen. Aber einige der asvarischen Adligen zogen dennoch eine re Trennlinie in der Rangordnung. Sie waren alle Sterbliche, doch es war ein unausgesprochenes Wissen, dass die Sterblichen mit asvarischer Abstammung sich im Vergleich zu gew?hnlichen Sterblichen ohne einen Hauch von Drachenblut als adlig betrachteten. Unter allen Adeligen war ein Hochadliger mit asvarischem Blut, Lord Myrtle, Rosalies Vater, der daf¨¹r bekannt war, sterbliche ohne asvarisches Blut regelrecht zu verachten. Die Zwistigkeiten zwischen dem Myrtle-n und den Sterblichen ohne asvarisches Blut hatten einenge Tradition und trotz Geheimhaltung wusste Rosalie, dass sich nichts ge?ndert hatte. Duncan geh?rte genau zu der Blutlinie, die Rosalies Familie so sehr verabscheute. Er war der Heiler, den Rosalie und ihre engen Freundinnen Adrienne und Celia stets ver?chtlich behandelten, isolierten und schikanierten, obwohl er begabter war als sie alle. Derselbe Duncan war der Vater des Kindes, das Rosalie in sich trug, ein Geheimnis, das sie bis an ihr Grab bewahren wollte. Denn Rosalie wusste, dass ihr Vater und ihr n, sollten sie davon erfahren, nichts unversuchtssen w¨¹rden, um Vater und Kind zu t?ten. Au?er Duncan und Celia wusste niemand von diesem Geheimnis, dachte Rosalie jedenfalls, bis sie diese Notiz erhielt. Als Rosalie den dritten Aufzugsraum erreichte, musste sie feststellen, dass auch dieser besetzt war. ?Bitte! Nur jetzt bitte!", rief Rosalie in ihrer Dringlichkeit, als sie an dem Hebel zog in der Hoffnung, dass der Aufzugsraum zu ihr hochkommen w¨¹rde, aber er fuhr einfach weiter nach unten. Rosalie wandte sich ab und eilte zum Treppenhaus. Der Weg ins Erdgeschoss war weit, aber er schien ihr besser als das Warten auf den Aufzugsraum. Sie eilte die Treppe hinunter, w?hrend alle anderen zu der Gro?veranstaltung in die Halle hinaufstrebten ¨C Rosalie war praktisch die einzige Adlige, die zu dieser Stunde in die entgegengesetzte Richtung unterwegs war. Schlie?lich fand sie eine Ebene, auf der der Aufzugsraum frei war, und sie nahm ihn hinunter ins Erdgeschoss. Von dort aus begab Rosalie sich in den hinteren Garten. Es war schon dunkel, als Rosalie die Burg verlie? ¨C der hintere Garten war abgeschieden, da die meisten G?ste durch die Vordert¨¹ren der Burg ein- und ausgingen. Niemand verweilte gerne im Dunkeln des hinteren Gartens, au?er nat¨¹rlich die Person, die Rosalie die Notiz geschickt hatte. Rosalie vengsamte ihre Schritte und blickte sich vorsichtig im Garten um. ?Hallo? Ist da jemand?", rief Rosalie in die Dunkelheit, doch erwartungsgem?? erhielt sie keine Antwort. Doch aus dem Augenwinkel nahm sie eine Bewegung weiter hinten im Garten wahr. ?Du hast mich hergebeten, jetzt bin ich hier! Zeig dich!", rief Rosalie, aber es kam kein Erfolg. Rosalie runzelte die Stirn und gingngsamer in die Richtung, aus der die Bewegung gekommen war. ¡¯"Was wollt ihr von mir?! Gold?! L?ndereien?! Sagt es einfach undsst es hinter euch!" schrie Rosalie in die Dunkelheit, doch wieder erhielt sie keine Antwort. Sie blickte besorgt zum Himmel empor ¨C sie war schon so sp?t f¨¹r die Zeremonie und w¨¹rde von ihrem Vater gewiss eine strenge Zurechtweisung bekommen. W¨¹rde sie noch l?nger z?gern, w¨¹rde er jemanden aussenden, um nach ihr zu suchen, und auch Duncan und Celia w¨¹rden bald bemerken, dass etwas nicht stimmte und sich Sorgen machen. "Ich kann nicht ohne Kl?rung der Angelegenheit zur¨¹ckkehren." murmelte Rosalie entschlossen und legte eine Hand auf ihren Bauch, in dem sie das neue Leben sp¨¹rte. Tiefer in den Garten hineingehend, sp¨¹rte sie pl?tzlich eine gewaltige Kraft, die sie am Hinterkopf traf. Mit einem Schmerzenut fiel Rosalie bewusstlos zu Boden, und unter dem Schutz der Dunkelheit zog eine Gestalt in einem schwarzen Mantel Rosalies K?rper durch den Garten, bis in eine verborgene Ecke, einen der wenigen Orte, die von den patrouillierenden Drachenf¨¹rsten von oben nicht einzusehen waren. Kurze Zeit sp?ter kehrte eine Frau ins Schloss zur¨¹ck, angekleidet in Rosalies Gew?nder und Schmuck, darunter ein juwelenbesetzter F?cher, den sie vor ihr Gesicht hielt, um es elegant und doch sicher zu verbergen. ________________ "Der Herr und die Herrin von Rubinschuppen treffen ein!" verk¨¹ndeten die Wachen. Menarx und Neveah traten in die gro?e Halle ein, begr¨¹?t von hellem Licht und einer Menge elegant und luxuri?s gekleideter G?ste. Die gro?e Halle war die gr??te im Drachenhort und beherbergte ¨¹ber dreihundert G?ste, bestehend aus dem Rat der Reiter, hohen Adligen und den angesehensten Pers?nlichkeiten von Himmelsburg und den umliegenden L?ndereien. Auch der Einheitsrat war zugegen und alle Blicke wandten sich den Eintretenden zu, als Menarx und Neveah die Halle betraten. "Sie bilden ein gutes Paar." schw?rmte eine Adlige. "Ein Duo, so perfekt wie ein Rubin." Eine andere nickte zustimmend. Viele weitere bekundeten ihre Zustimmung, indem sie ihre Bewunderung untereinander tuschelten. "Endlich habe ich Ass zu der Annahme, dass die Adligen vern¨¹nftig sein k?nnen." fl¨¹sterte Menarx Neveah zu, wohl wissend, dass sie die bewundernden Fl¨¹stern ebenso h?rte wie er. "Lokal gesehen vielleicht." fl¨¹sterte Neveah zur¨¹ck. Menarx unterdr¨¹ckte ein Kichern und blieb ernst, w?hrend sie grazi?s zum vorderen Teil der Halle schritten, wo der Thron des Drachenk?nigs auf einem Podest stand. Der K?nig thronte in seiner ganzen Pracht dort, sein Blick ¨¹ber den Saal schweifend, sein Auftreten kalt und gefasst wie immer. K?nig Jian beobachtete sie und auch Neveah erwiderte seinen Blick, als sie n?her traten. Es waren zwei Monate vergangen, seit sie den Drachenk?nig zuletzt gesehen hatte, und Neveah bemerkte, dass er nicht weniger imposant wirkte als zu der Zeit, als sie ihn vessen hatte. Als sie die erste Stufe erreichten, hielten Menarx und Neveah inne und senkten ihre K?pfe in einer tiefen Verbeugung als Zeichen des Respekts. "Erhebt euch." gebot K?nig Jian. Menarx und Neveah richteten sich auf und K?nig Jian nickte dem ?ltesten zu, der an seiner Seite stand. "Lord Menarx, gem?? unseren Traditionen sind wir auf Euren Ruf hin versammelt, um Zeugnis von Eurer erw?hlten Verbindung abzulegen. Wen f¨¹hrt Ihr an Eurer Seite?" fragte der ?ltesteut. Menarx blickte zu Neveah, ein kleines L?cheln auf seinen Lippen. Bevor er etwas sagen konnte, wurde die Ankunft einer neuen Personutstark angek¨¹ndigt. "Lord Xenon von Onyxschuppen trifft ein!!!" hallte es durch den Raum. In demselben Moment ?fen sich die T¨¹ren und eine bekannte Gestalt in tiefschwarzen Roben trat ein. Chapter 431: Eine neue Pr?senz 2 (Kap.432)

Chapter 431: Eine neue Pr?senz 2 (Kap.432)

Stille... absolute Stille herrschte in der gro?en Halle, und alle Augen waren auf die neue Erscheinung gerichtet ¨C niemand Geringeres als der Schwarze Unhold, Lord Xenon von den Onyx-Schuppen. Der gleiche schwarze Unhold, der f¨¹r unbestimmte Zeit auf den Berg Edar verbannt wurde ¨C wer h?tte jemals mit seinem unvermittelten Erscheinen gerec? Zudem sah er nicht so aus, als k?me er direkt aus dem Exil in einem Berg. Ganz im Gegenteil... in solcher k?niglichen Pracht konnte man nicht aus dem Exil kommen. Lord Xenon trug ein elegantes schwarzes Satinhemd, das nur bis zur H?lfte zugekn?pft war und die oberen drei Kn?pfe offen lie?. ¨¹ber seine Schulter war eine d¨¹nne goldene Sch?rpe gespannt, an der ein Anh?nger aus schwarzem Jade baumelte. Seine schwarzen Hosen waren aus einem eigenartigen Stoff gemacht, der leder?hnlich aussah, aber einzigartig war und durch die Beleuchtung der gro?en Halle einen subtilen nz erhielt. ¨¹ber seinem Hemd trug er einen Mantel, der hinter ihm herwehte, schwarz, aber kunstvoll mit goldenen F?den bestickt. Sein Haar, jetzt l?nger gewachsen, war zu einem Kriegerzopf gestylt, wobei eine Seite offen blieb. Xenon stand einen Momentng an der T¨¹r, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Sein Blick war geradeaus gerichtet, ohne die vielen Anwesenden zu beachten, deren Blicke auf ihn gerichtet waren. Dennoch wagte niemand, den Blick abzuwenden, denn Xenons imposante Aura forderte ungeteilte Aufmerksamkeit, und sein strenger Blick versetzte die Anwesenden in eine tranceartige Stimmung. Schrecken, Besorgnis, ¨¹berraschung, Verwirrung ¨C das waren nur einige der Emotionen, die sich in den Gesichtern der Anwesenden widerspiegelten. Xenon sp¨¹rte es: Hunderte von Augen waren in diesem Moment auf ihn gerichtet, doch seine Augen waren nur auf eine gerichtet. In dem Moment, als Xenon den Saal betrat, war keine Suche n?tig, um seine kleine W?lfin zu finden. Wie k?nnte sie nicht das Erste sein, was er sieht? Songe hatte sie seine Gedanken beherrscht, jeden seiner Gedanken... songe hatte er sich nach ihr gesehnt. Er h?tte sie in einem ¨¹berf¨¹llten Raum auch mit geschlossenen Augen und geschw?chten Sinnen ausmachen k?nnen, doch das war nicht n?tig, wenn sein Herz sie so gut kannte... so gut, dass es ihr einen dauerhaften tz in seinem gesch¨¹tzten Bereich gew?hrte. Doch selbst dann, auch wenn er sie so gut kannte, war Xenons Atem bereits entwichen, als er die hypnotisierende Sch?nheit anstarrte. ¡¯Atemberaubend...¡¯, dachte Xenon ehrf¨¹rchtig. Sein Herz begann heftig zu scgen, als w?re es eine Kriegstrommel, die im Takt von Neveahs Melodie schlug, und jeden Moment k?nnte es aus seiner Brust springen, um sie zu begr¨¹?en, bevor Xenon selbst es k?nnte. ¡¯Ruhig bleiben...¡¯, mahnte Xenon sich selbst ¨C oder genauer gesagt, sein Herz. Doch er hatte wenig Vertrauen, dass es auf ihn h?ren w¨¹rde... noch weniger Vertrauen hatte er, dass er es wollte. Vielleicht, wenn sein Herz eine Spur seines Blutes hinterlie?, um sich ihr zu pr?sentieren, w¨¹rde sie verstehen... dass sie immer f¨¹reinander bestimmt waren, auch wenn sie es selbst noch nicht wusste. Xenon war ohne viel Nachdenken hierhergekommen, er war keiner, der viel nachdachte, wenn es um Veah ging, und jetzt, da er sie sah, konnte Xenon verstehen, warum. Alles, was es brauchte, war ein Anblick von ihr, und seine farblose Welt erstrahlte in lebendigen Farben... wie sehr hatte er sie vermisst! Und sie erwiderte den Blick, mit Augen weit aufgerissen vor Staunen, und Xenon wagte zu sagen, vor Freude... Langsam, doch sicher schritt Xenon durch die Halle, verringerte den Abstand zwischen ihnen, bis er schlie?lich direkt vor ihr stand. Eine kurze Strecke trennte sie noch, die er nur zu gern ¨¹berwunden h?tte, wenn nicht der eine an ihrer Seite gestanden h?tte. "Xenon..." hauchte Neveah und brach damit die Stille, seinen Namen fl¨¹sternd in einem Zug. Dieses Wort l?ste in Xenon mehr aus, als er je zugeben w¨¹rde, und insgeheim bat er um Selbstbeherrschung, denn zu diesem Tempo w¨¹rde die Nacht damit enden, dass sie in seinen Armen auf dem Berg Edar keuchte... so wie es sein sollte, und verflucht sei, wer etwas anderes dachte. "Atemberaubend...", zog Xenon hinaus, unf?hig, dieses Gest?ndnis zur¨¹ckzuhalten, selbst unter den Blicken der vielen... auf sie gerichtet. "Es ist schon zunge her, Mdy." Dieses Mal gr¨¹?te Xenon mit mehr F?rmlichkeit und streckte Neveah die Hand hin, ein gewinnendes L?cheln auf den Lippen. W?hrend die Hunderte in der gro?en Halle bereits ¨¹berrascht waren, Xenon zu sehen, sorgte es f¨¹r eine weitere Welle der Verwunderung, ihn sprechen zu h?ren. Xenon... der wilde Xenon, seit wann hatte er solch gewandte Worte? Formulierte er seine Worte perfekt, wie in den Jahrzehnten zuvor? Das L?cheln auf Xenons Gesicht verbreiterte sich, als Neveah seine Hand ergriff, m?glicherweise unbewusst, da sie immer noch v?llig verdutzt war. Xenon f¨¹hrte Neveahs Hand an seine Lippen und hauchte einen sanften Kuss darauf, einen Kuss, der vielleicht zunge w?hrt, um noch als h?fliche Begr¨¹?ung zu gelten. In diesem verweilenden Moment hegte Xenon den Gedanken, Neveah zu sich zu ziehen und mit ihr fortzugehen, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten, diesem Schauspiel, das wohl zu nichts Gutem f¨¹hrte. Und als er schlie?lich ihre dargebotene Hand loslie?, sp¨¹rte Xenon mehr Schmerz, als er erfassen konnte. "Narx." Xenon wandte sich nun seinem Bruder zu, der an seinem angestammten tz stand, und er war hin- und hergerissen zwischen der Lust, ihn zu scgen oder die br¨¹derliche Umarmung, wie sie Br¨¹der taten. "Xenon." Menarx erwiderte die Anerkennung und trat ein wenig vor, sodass Neveah hinter ihm Schutz fand. Es war eine subtile Geste, doch die Forderung hallteut und deutlich. Xenons Brauen zuckten leicht - die Wahl, einen Scg zunden, ng immer verf¨¹hrerischer. Xenon entschied sich f¨¹r keines von beiden und richtete seine Aufmerksamkeit auf eine andere Gestalt, die nun aufstand und ihn stillschweigend beobachtete. "Xenon.", sagte K?nig Jian mit ruhiger Stimme. Xenon lie? ein schiefes L?cheln sehen, als er die Treppe hinaufschritt und zwei Stufen vor Jian stehen blieb, ehe er sich auf ein Knie niederlie?. "Xenon von den Onyx-Schuppen, dieser treulose Untertan Eurer, unterbreitet meinem Lehnherren seine Gr¨¹?e.", so begr¨¹?te Xenon mit einer tiefen Verbeugung. Chapter 432: Verantwortung übernehmen (Kap.433)

Chapter 432: Verantwortung ¨¹bernehmen (Kap.433)

Es war etwas mit der Luft in der gro?en Halle, oder vielleichtg es auch nur an Neveah, aber pl?tzlich war die Luft zu d¨¹nn geworden, das Atmen fiel ihr schwer. Neveahs Brust f¨¹hlte sich beengt an, als ob ein schweres Gewicht daraufstete, das sie erdr¨¹ckte, und jeden Moment w¨¹rde sie nachgeben. Verschiedenste Emotionen st¨¹rmten auf sie ein, Emotionen, die sie kaum identifizieren konnte, und Neveah konnte nur leise nach Luft schnappen. "Veah... geht es dir gut?" fl¨¹sterte Menarx zu Neveah. Obwohl seine Stimme leise war, entgingen seine Worte nicht der Aufmerksamkeit von Xenon und K?nig Jian, und ihre Auss?hnung wurde unterbrochen, als beide sich zu ihr umdrehten. Nicht nur ihre Blickegen auf Neveah, jeder im Raum beobachtete sie nun. "Ich bin in Ordnung... Seine Gnaden muss mit Lord Xenon sprechen, ich werde spazieren gehen." murmelte Neveah leise. "Veah..." begann Menarx, doch Neveah ergriff seine Hand. "Narx, wenn du sagst, ich soll nicht gehen, dann werde ich bleiben... Aber bitte..." Neveah flehte ihn im Fl¨¹sterton an, sie sah ihn hilflos und schuldbden an, wissend, dass jede ihrer Handlungen in diesem Moment Menarx¡¯ Herz verletzen w¨¹rde. Menarx suchte in Neveahs Augen, er konnte die Worte sehen, die sie nicht aussprechen konnte, und die Bitte, die er nicht ablehnen konnte, auch wenn es auf seine Kosten gehen w¨¹rde. "Geh, ich werde auf dich warten." gestattete Menarx, indem er Neveahs Hand beruhigend fest dr¨¹ckte. Neveah brauchte nichts weiter zu h?ren, sie hielt den Kopf hoch und ging zur Seitent¨¹r, v?llig beherrscht, bis sie auf der anderen Seite war. Neveah fasste sich an die Brust, w?hrend sie hastig durch die G?nge ging; sie hatte kein bestimmtes Ziel, da die Zeremonie noch nicht begonnen hatte. Ob es ¨¹berhaupt noch eine Zeremonie geben w¨¹rde, nachdem sie sich soeben vor den Augen von Menarx aufgel?st hatte, war fraglich. Alles, was Neveah wusste, war, dass sie nicht weit gehen konnte, aber sie musste weit genug gngen, so weit wie m?glich. Neveah ging weiter, bog um eine Ecke und stie? die T¨¹ren auf, die zu einem breiten Balkon f¨¹hrten, und zog tief und zitternd die kalte Nachtluft ein, als sie endlich die K?lte auf ihrem Gesicht sp¨¹rte. Kalt genug, um sie zur¨¹ck in die Realit?t zu holen... das hoffte sie zumindest. "Veah..." Xenons vertraute Stimme erng hinter Neveah, gerade als sie dachte, sie k?nnte endlich wieder atmen. Neveah erstarrte und drehte sichngsam um, um festzustellen, dass er genau dort stand, an der Balkont¨¹r, und sie mit einem komplizierten Blick musterte. Er war ihr direkt nachgegangen, das war der einzige Weg, warum er so schnell dort sein konnte, und der Gedanke daran, welche Szene das ausgel?st hatte, steigerte noch Neveahs Frustration. "Du h?ttest nicht kommen sollen." fl¨¹sterte Neveah. Xenon schwieg einen Moment, und Neveah dachte, er w¨¹rde gar nicht antworten, aber er tat es doch. "Meinst du jetzt... oder aus dem Exil?" fragte Xenon, seine Stimme ruhig. "Xenon..." fl¨¹sterte Neveah hilflos. Es war ironisch, dass er jetzt so deutlich sprechen konnte und die Worte, die sie jetzt austauschten, so verletzend sein w¨¹rden. Neveah atmete tief ein, um sich zu beruhigen. Xenon machte einen Schritt auf sie zu, doch Neveah hob abwehrend die Hand. "Komm nicht n?her.", warnte sie. Xenon schr?gte den Kopf, ein Zeichen, dass er nachdachte. Zu Neveahs Beruhigung blieb er dann aber doch stehen. "Was hast du vor?" fragte Neveah mit fester Stimme. "Du." Xenons Antwort kam prompt und schien die nat¨¹rlichste Sache der Welt zu sein. Neveah hatte wissen m¨¹ssen, dass er das sagen w¨¹rde; das seltsame Klopfen in ihrem Herzen h?tte sie nicht ¨¹berraschen sollen. "Dir ist die Tragweite deiner Worte bewusst?" fragte sie ungl?ubig. "Ja, das ist sie." Xenon nickte. "Und trotzdem musst du mir das Leben schwer machen?" hakte Neveah nach. "Das liegt nicht in meiner Absicht. Aber wenn es sein muss, dann wird es sein. Verzeih mir... Ich werde es wieder gut machen m¨¹ssen.", entgee er ohne Z?gern. Mit diesen Worten machte Xenon r, dass er sich nicht einfach so abweisen w¨¹rde. "Von dem Augenblick, als ich dich im Wolfsgebiet gesehen habe, wollte ich nur eins, Neveah. Schon damals warst du mein... und das bist du immer noch.", stellte Xenon r. "H?rst du eigentlich, was du sagst? Was bin ich f¨¹r dich? Ein Spielzeug, das du ablegen und nach Belieben wieder aufnehmen kannst?!", zischte Neveah w¨¹tend. Xenons Stirn runzelte sich leicht. Der Schmerz in seinen Augen ¨¹ber ihre Worte war deutlich zu erkennen, und er versuchte nicht, ihn zu verbergen. Er trat einen Schritt n?her, als wollte er ihr zeigen, wie sehr sie ihn verletzt hatte. "Wenn ich dir jemals die Bedeutung, die du f¨¹r mich hast, nicht rgemacht habe... dann ist das ein umso gr??erer Grund, es jetzt zu kl?ren." "Ich habe nicht vor, dich gehen zussen, Neveah. Ich hatte nie die Absicht und werde sie auch nie haben... selbst wenn du es vengst.", erwiderte Xenon. "Jetzt ist alles anders, Xenon. Es gibt kein ¡¯wir¡¯ mehr... nicht mehr.", sagte Neveah mit schmerzerf¨¹llter Stimme. "Monatng! Ich habe gegen meinen eigenen Verstand gek?mpft, um zu dir zur¨¹ckzukehren! Um der Mann zu sein, der dir w¨¹rdig ist! Um dir mit meinen Worten sagen zu k?nnen, wie sehr ich mich nach dir gesehnt habe!" "Es hat mich alles gekostet, nicht die H?lle loszubrechen, als ich wusste, dass du mit einem anderen zusammen bist! Alles, was ich getan habe, war, f¨¹r die M?glichkeit eines ¡¯wir¡¯ zu k?mpfen! Und jetzt? Nicht mehr?...Mit wessen Eubnis?", fragte Xenon mit be?ngstigender Ruhe. "Mit wessen Eubnis traust du dich, mich zu vergessen, Veah?...Mit wessen Eubnis willst du ¨¹ber mich hinwegkommen? Wer hat das eubt?!", zischte er. Blitzschnell stand er vor Neveah und blickte ihr direkt in die schockierten Augen. "Du hast dich in mein Herz gebrannt, in dem Moment, als ich dich das erste Mal gesehen habe... wenn ¨¹berhaupt jemand die Schuld tr?gt, dann bist du es." "Du warst mutig genug, mein Herz zu erobern und mich so verzweifelt nach dir sehnen zussen. Nun, ich geh?re bereits dir... Ich will, dass du die Verantwortung ¨¹bernimmst.", machte Xenon r. Chapter 433: So lange (Kap.434)

Chapter 433: Songe (Kap.434)

Neveahs Atem beschleunigte sich, ihr Rhythmus wurde schneller, als sie zu Xenon hochblickte, ihre Augen fixiert auf seine, jenen unendlichen Pool aus pechschwarzen Geheimnissen, der ihr so vertraut war. In seinen Augen zeigte sich ein Wirbelsturm der Emotionen, und Neveah w¨¹nschte, sie k?nnte sie nicht verstehen, doch sie tat es... sie verstand sie alle. Sein Blick nahm sie gefangen, lie? sie nicht los, unf?hig, wegzuschauen, und die Intensit?t seiner Augen schien sie nicht nur anzustarren, sondern durchsie hindurch zu starren, direkt in ihr zitterndes Herz. "Lass mich nicht im Stich, Veah... k?mpfe nicht gegen dein Herz." bat Xenon mit einem Ton, der kaum ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinauskam. Als er sprach, streifte sein Atem Neveahs Gesicht, und sie musste sich anstrengen, um einen ren Kopf zu bewahren, w?hrend ihr Verstand versuchte, sie auf einen ganz anderen Pfad zu f¨¹hren. "Erinnerst du dich?..." sagte Xenon mit gedehnter Stimme, w?hrend seine Hand auf Neveahs Wange ruhte. Sein intensiver Blick hielt sie weiterhin fest, unf?hig, wegzusehen ¨C als w?re ein Zauber ¨¹ber ihren Geist gewebt worden. "An jener Nacht auf dem Berg Edar, die W?rme deines Atems, dein bet?render Duft, das Gef¨¹hl deiner Lippen auf meinen, ihr Geschmack... deiner Haut auf meiner Zunge... diese kleinen, entz¨¹ckenden Laute, die du von dir gabst, ich konnte sie nicht aus meinem Kopf bekommen... ich konnte dich nicht vergessen." fuhr Xenon fort, seine Stimme so tief und leise wie ein Fl¨¹stern. Seine Hand legte sich um Neveahs Taille und zog sie n?her an sich heran. Er beugte sich vor ¨C sein brennender Blick heftete sich auf Neveahs Lippen. Neveah wusste, was folgen w¨¹rde; sie kannte genau Xenons Wunsch in diesem Augenblick und sie wusste nur zu gut, dass er nicht z?gern w¨¹rde, sich zu holen, was er begehrte. Alles an ihm war so verf¨¹hrerisch, gleich einer Droge, die den M?nnern ihren Verstand raubte; Xenon war eine Sucht, die Neveah zugssen hatte... eine Sucht, der zu widerstehen sie nun als unm?glich empfand. Wie konnte es sein, dass eine einzige Ber¨¹hrung von ihm Neveahs Geist vernebelte und jeden vern¨¹nftigen Gedanken vertrieb? Wie konnte es sein, dass die Entschlossenheit, die sie ¨¹ber Monate aufgebaut hatte, nun vor ihren Augen zerfiel? Sie konnte das Echo in ihrem Kopf h?ren, als jedes St¨¹ck ihrer Entschlossenheit in den Abgrund der Tiefen fiel. Neveahs Herz war ber¨¹hrt, das konnte sie nicht leugnen. Und h?tte ihr Herz nur Xenon gekannt, w?re sie kampflos besiegt worden. Aber Neveahs Herz kannte noch einen anderen, und der Gedanke an ihn holte sie zur¨¹ck in die Realit?t: Wenn sie Xenon jetzt nachgab, w¨¹rde ihre Entschlossenheit sich nie wieder erholen. "Versuchst du, mich zu verf¨¹hren?" fragte Neveah leise. "Kann ich nicht?" entgee Xenon mit einer Frage, bei der das Selbstvertrauen in seinem Tonfall typisch f¨¹r ihn war. K?nnte er nicht? F¨¹r Neveah war es eine Ironie des Schicksals, dass sie es ihr Lebenng verabscheut hatte, kontrolliert zu werden, und dennoch hatte sie sich in einen solchen herrschs¨¹chtigen Mann verliebt. Neveah atmete tief ein und sammelte ihre Gedanken. "Xenon... was in jener Nacht zwischen uns geschehen ist, h?tte nicht geschehen d¨¹rfen," sagte Neveah, ihre Stimme war wieder leer und kalt. Die Wortegen bitter auf ihrer Zunge, aber sie zwang sich dennoch, sie auszusprechen. "Blicke mich an... und sage das noch einmal. Sag, dass es ein Fehler war..." forderte Xenon heraus.Neveah wandte den Blick ab, bevor sie sprach. Sie wusste genau, dass ihr Blick sie verraten w¨¹rde, und selbst wenn nicht, konnte sie es einfach nicht ertragen, den Schmerz in seinen Augen zu sehen. "Ich werde es mir ¨¹berlegen... und so tun, als w?re es nie passiert." murmelte Neveah und ignorierte Xenons Forderung. "Was soll ich dann deiner Meinung nach tun... mich daf¨¹r entschuldigen?" fragte Xenon. "Vergiss es..." erwiderte Neveah stattdessen. "Und warum sollte ich das tun?" entgee Xenon und hob eine Augenbraue, als habe Neveah das Unm?gliche vorgescgen. Xenon war unerbittlich, das konnte Neveah in seinen Augen sehen. Es gab nichts, was sie sagen oder tun konnte, um ihn von seinem gew?hlten Weg abzubringen... au?er vielleicht eines. "Weil ich nicht deine Misha bin, Xenon. Und ich habe nicht vor, ein Ersatz f¨¹r deine verstorbene Geliebte zu sein. Du kannst deiner Vergangenheit nachtrauern, songe du willst... aber ich verdiene Besseres und das werde ich auch bekommen!" stellte Neveah r. Diesmal sah sie Xenon direkt in die Augen und machte deutlich, dass sie jedes Wort ernst meinte. Der Schmerz in seinen Augen war wie ein Dolchsto? in ihrem eigenen Herzen, doch Neveah hielt ihr Gesicht unbewegt und ihre Gef¨¹hle unter Kontrolle. Sie schob Xenon zur Seite und ging schnell davon, bevor er sich fangen konnte. "Hast du das vergessen? Ich kann deinen Herzscg h?ren, Veah... Ich wei?, wann du l¨¹gst! Du kannst nicht ewig davoufen, kleine W?lfin..." rief Xenon Neveah nach. Neveah beschleunigte ihre Schritte, doch sie wusste genau, dass dies nicht ihre letzte Begegnung mit dem Schwarzen Unhold sein w¨¹rde. _______________ Celia trat aus der gro?en Halle und blickte seufzend durch die G?nge. Sie hatte nicht gedacht, dass sie die Gelegenheit bekommen w¨¹rde, unbemerkt zu verschwinden, bis die Zeremonie vorbei war. Doch mit der Ankunft von Lord Xenon hatte sich alles in eine unerwartete Richtung entwickelt. "Wohin k?nnte sie um diese Zeit verschwunden sein?" fragte sich Celiaut und eilte den Flur enng. Sie suchte nach Rosalie, die ausgew?hlt worden war, im Namen der Heilerakademie ein Geschenk an die neu verbundene K?nigswache zu ¨¹bergeben. Doch seit Beginn der Zeremonie hatte Celia keinen Blick auf Rosalie werfen k?nnen. "Das ist so untypisch f¨¹r sie, wo doch ihr Vater und ihr Onkel hier sind." Celia wunderte sich, denn sie wusste, wie streng Rosalies Familie mit ihr umging, wenn sie auch nur ann?hernd etwas tat, was den Namen ihres ns in Verruf bringen k?nnte. Es g?be nichts Sch?ndlicheres f¨¹r Rosalies Vater und ihren n, als wenn Rosalie ihre von der Akademie auferlegte Pflicht nicht erf¨¹llte. Celia wusste das, und sie war sich sicher, dass Rosalie es noch besser wusste. Was genau konnte so wichtig sein, dass es sie von der Zeremonie fernhielt? Celia war sich nicht sicher, aber sie wusste, dass sie Rosalie schnell finden musste. Chapter 434: Niemals loslassen (Kap.435)

Chapter 434: Niemals lossen (Kap.435)

"Rosa?", rief Celia und erhaschte einen Blick auf Rosalies vertrautes Kleid, als diese um die Ecke bog. Celia atmete erleichtert auf und beeilte sich, Rosalie einzuholen, die sie noch nicht bemerkt hatte. Celia bog um die Ecke und sah gerade noch, wie Rosalie den Aufzug betrat. "Rosa!", rief Celia und hastete nach, sprang gerade noch rechtzeitig in den Aufzug, bevor die T¨¹r sich schloss. Der Aufzug war leer, abgesehen von Rosalie, die als Erste eingestiegen war. Celia, in Eile, schaute sich nicht um, sondern lehnte sich an die Wand, um Atem zu sch?pfen. "Rosa! Ich habe dich schon mehrmals gerufen! Wo warst du? Es ist bald Zeit f¨¹r die Geschenk¨¹bergabe, und du erscheinst jetzt erst!", tadelte Celia, w?hrend sich der Aufzug schloss. Celia blickte ¨¹ber ihre Schulter zu Rosalie, erhielt jedoch keine Antwort und ihr entsetzter Blick weitete sich, als sie feststellte, dass sie jemand ganz anderen anstarrte. "Du! Warum bist du hier? Wo ist Rosa?", forderte Celia sofort. Nat¨¹rlich erhielt Celia keine Antwort, nur einen b?sartigen Blick, der ihr einen kalten Schauer ¨¹ber den R¨¹cken jagte. "Du hast nichts gesehen... halte dich raus", warnte die Person in Rosalies Kleid Celia. Celia runzelte die Stirn, verharrte einen Momentng regungslos, ohne etwas zu sagen oder zu tun. Doch im n?chsten Moment griff ihre Hand nach dem Hebel, um den Aufzug zu stoppen. Celia kam allerdings nicht dazu; eine Kraft traf sie am Hinterkopf und ihre Welt begann sich zu drehen, ihr Bewusstsein versank in Dunkelheit. "Ich habe dir gesagt, du sollst dich nicht einmischen", waren die letzten Worte, die Celia h?rte, bevor sie bewusstlos zu Boden fiel. ____________ Neveah hielt vor der Seitent¨¹r, holte tief Luft, um sich zu beruhigen. Nachdem ihre Atmung sich stabilisiert hatte, stie? sie die T¨¹r auf und trat selbstbewusst ein. In dem Moment, als Neveah den Raum betrat, trafen sich ihre Blicke mit denen von Menarx, der erwartungsvoll zur Seitent¨¹r geschaut hatte. Sie wusste nicht, wienge er schon darauf gewartet hatte, dass sie zur¨¹ckkehrte ¨C vielleicht dachte er, sie k?me gar nicht zur¨¹ck. Neveah wusste, dass Menarx davon ausgehen musste, dass Xenon ihr gefolgt war, und die Tatsache, dass er trotzdem ihre Privatsph?re respektierte, lie? Neveah unsicher dar¨¹ber, was sie davon halten sollte. Menarx hatte stets deutlich gemacht, dass er Neveah vollkommen vertraute; sie war es, die ihm diesen Gefallen noch nicht erwidert hatte. Menarx war ein aufrichtiger Mann; das spiegelte sich in allem wider, was er tat, jeder Entscheidung, die er traf. Neveah konnte mit Zuversicht sagen, dass sie wahrscheinlich die erste impulsive Entscheidung war, die Menarx jemals getroffen hatte. Obwohl Neveah wusste, dass Menarx sagen w¨¹rde, seine Entscheidung, eine Verbindung mit ihr einzugehen, sei nicht impulsiv gewesen, sondern das unvermeidliche Resultat seiner Gef¨¹hle. Neveah ging zu Menarx hin¨¹ber und ignorierte die Blicke aller anderen, die auf sie gerichtet waren. W?hrend ihrer Abwesenheit war die Zeremonie unterbrochen worden, um den G?sten Zeit zum Mischen zu geben, aber mit Neveahs R¨¹ckkehr w¨¹rde sich zeigen, ob die Zeremonie fortgesetzt werden w¨¹rde oder ob dies zu einem Bankett zur Begr¨¹?ung des vereinten Rates werden sollte. Neveah hielt ihren Kopf gerade, bis sie neben Menarx stehen blieb. Sie nahm seine Hand und verschr?nkte ihre Finger. "Geht es dir jetzt besser?" fragte Menarx Neveah mit leiser Stimme. "Ja, und dir?" erwiderte Neveah. Menarx sch¨¹ttelte leicht den Kopf, und Neveah nickte verst?ndnisvoll und dr¨¹ckte seine Hand beruhigend. "Ich bin hier und ich gehe nicht fort. Nicht, es sei denn, du m?chtest das." versicherte Neveah. Menarx nickte dem Hoch?ltesten zu, der noch immer am Kopf des Saals neben K?nig Jian stand, und der Hoch?lteste forderte die Aufmerksamkeit der G?ste. Alle Augen richteten sich auf Neveah und Menarx. "Es gibt nicht viel zu sagen. Niemand hier ist sich meiner gew?hlten Bindung unbewusst und auch niemand wei? nicht, mit wem ich verbunden bin." "Wie es der Sch?pfer will und in Ehren aller Br?uche haben Neveah und ich die zweite Verschmelzung vollendet", verk¨¹ndete Menarx. "Der Herr und die Dame von Rubinschuppen, die Festung, die K?nigswache und die Drachengattung sind durch eure Verbindung gese", lobte K?nig Jian und nickte Cassian zu, der das Geschenk von K?nig Jian ¨¹berreichte. Neveah sah auf das Geschenk hinunter, ein Siegel, das sowohl das Asvarian-Siegel als auch das Wappen von North¡¯s End trug. Es war das Symbol ihrer Autorit?t als Dame von Rubinschuppen und ihrer Rechte, die Angelegenheiten der n?rdlichen Drachen zu befehlen und zu regeln. "Lady des Nordens, meine Gl¨¹ckw¨¹nsche", sagte K?nig Jian. "Gl¨¹ckw¨¹nsche an den Herrn und die Dame von Rubinschuppen!" Die G?ste stimmten zu. "Alle offiziellen Titel werden bei der n?chsten Ratsversammlung verliehen, aber heute Abend ehren wir die Dame von Rubinschuppen. M?ge eure Verbindung gese und fruchtbar sein." K?nig Jian hob einen Kelch Wein, w?hrend er den Toast aussprach. "H?rt, h?rt!" Die G?ste stimmten ein. So begann die Zeremonie, bei der sich eine Schar von G?sten Neveah und Menarx n?herte, um ihre Gl¨¹ckw¨¹nsche auszudr¨¹cken und Geschenke zu ¨¹berreichen. Alle Akademien und Z¨¹nfte der Festung hatten Vertreter gesendet, und sogar der vereinte Rat war gekommen, um zur Ehre der Zeremonie Geschenke zu ¨¹berreichen. Neveah bewahrte ein h?fliches L?cheln und nahm neben Menarx die Gl¨¹ckw¨¹nsche eines Gastes nach dem anderen entgegen. Und so sehr sich Neveah auch bem¨¹hte, sie konnte nicht ignorieren, dass beobachtende Augen auf ihrsteten. Sie war sich nicht sicher, von wo aus er sie beobachtete, denn er war noch nicht in den Saal zur¨¹ckgekehrt, aber sie sp¨¹rte Xenons Pr?senz und wusste, dass er sie in diesem Moment beobachtete. Neveah lie? ihren Blick kurz durch die Halle schweifen, sie hatte es nicht erhofft, doch ihre Augen fanden die seinen. Er befand sich nicht in der Halle, wie sie vermutet hatte, sondern blickte aus den Schatten der Ministrantengalerie herab, wo seine Silhouette kaum zu erkennen war. Aber seine Augen... diese Augen konnte Neveah ¨¹berall erkennen. In diesem Moment waren sie zu einem stillen Versprechen verengt, und die Botschaft, die sich hinter diesem Blick verbarg, hallte in Neveahs Seele wider. ¡¯Ich werde dich niemals gehenssen, kleiner Wolf.¡¯ Chapter 435: Ihre eigenen Bedingungen (Kap.436)

Chapter 435: Ihre eigenen Bedingungen (Kap.436)

Der Aufzug kam zum Stillstand, doch Adrienne trat nicht hinaus. Stattdessen blieb sie regungslos stehen, fixierte den Blick auf Celia, die noch immer bewusstlos war. Adrienne hatte sie fest genug getroffen - nach ihren Berechnungen w¨¹rde Celia f¨¹r einige Stunden au?er Gefecht sein. Und Rosalie w¨¹rde wohl erst ¨¹ber eine Stunde sp?ter wieder zu sich kommen. ¡¯Wie konnte es nur so weit kommen?¡¯, fragte sich Adrienne verwundert. Wie war es m?glich, dass der Ort, den sie ¨¹ber Jahrzehnte hinweg ihr zu Hause nennen durfte, jetzt nur mittels solcher Methoden zu betreten war? Wie hatte sich die Drachenfeste, der Hort all ihrer Tr?ume und Hoffnungen, in einen Ort verwandelt, an dem sie sich nicht mehr wagen durfte? ¡¯Wo ist es nur schiefgufen?¡¯, ¨¹berlegte sie. Monatng sa? Adrienne vereinsamt in einem sch?bigen Raum, irgendwo in einem Turm am ?u?ersten Rande der Welt und gr¨¹belte immer wieder ¨¹ber die gleiche Frage. Wo hatte sie den falschen Weg eingescgen? Lag es im Moment der Erkenntnis, dass sie bereit war, f¨¹r ihre Ziele jedes Mittel zu rechtfertigen, moralisch oder nicht? Oder begann es schon fr¨¹her, als der Keim des Ehrgeizes in ihr gepnzt und ihr Herz komplett erf¨¹llte, sie zur¨¹cklie? mit nichts als dem Vengen, immer mehr zu nehmen, obwohl sie wusste, dass sie niemals Zufriedenheit finden w¨¹rde? War es der Augenblick, als sie beschloss, das Unerreichbare sei ihr Geburtsrecht, dass sie alleine die h?chsten Ehren verdiente? Oder war es der Moment, als ihr Blick auf jenen kalten, herzlosen Drachen fiel, der an der Spitze der Welt thronte und sie begehrte nicht nur ihn, sondern auch sein Herz und die Stellung an seiner Seite? Adrienne war sich nicht sicher, doch es war bereits zu sp?t, um das Alles noch zu begreifen. Nach alledem f¨¹hlte sie, dass sie zumindest ein Ende nach ihren eigenen Bedingungen verdient hatte... ein letzter Blick auf ihn, mehr brauchte sie nicht. Schmerzen qu?lten ihre Eingeweide und sie hustete leise, w?hrend sie den kleinen F?cher an ihre Lippen hielt. Als der Hustenanfall nachlie? und sie den F?cher herunterzog, war es keine ¨¹berraschung f¨¹r sie, Blutspritzer darauf zu entdecken. Mit einem Taschentuch wischte sie sich ¨¹ber die Lippen, Schmerz spiegelte sich in ihren Augen wider. Nach all der Zeit w¨¹rde es so zu Ende gehen. Sie w¨¹rde durch ein b?sartiges Gift sterben, mit dem sie an ihrem Verbannungsort in Kontakt gekommen war. Ein Gift, dessen Herkunft sie bis heute nicht kannte und welches keinen offensichtlichen Grund daf¨¹r bot, warum jemand ihr Leben enden wollte. Jemand hatte gegen sie konspiriert, so wie sie es bei anderen getan hatte. Auf diese Weise ihre eigene Medizin zu kosten... Adrienne empfand es als passendes Schicksal. Doch selbst wenn sie es verdiente, war sie nicht bereit, so zu sterben - verbannt und vergessen. Ein solches Ende w¨¹rde sie niemals akzeptieren. Adrienne war gekommen, um sicherzustellen, dass ihr Ende unter ihren eigenen Bedingungen stattfinden w¨¹rde, hier in Dragon Keep ¨C ihrem rechtm??igen tz. Sie hob den F?cher, sodass er sie gut verdeckte, und erst dann trat sie aus dem Aufzug. Adrienne zog rasch am Hebel, um den Aufzug wieder nach unten zu schicken, bevor jemand auf die Idee kommen konnte, einzusteigen. Sie konnte nicht darauf hoffen, dass Celia nicht bewusstlos im Aufzug gefunden werden w¨¹rde, aber es w¨¹rde ihr zumindest etwas Zeit verschaffen... hoffentlich genug Zeit. Mit gesenktem Kopf schritt Adrienne den Flur enng. Kaum jemand war zu sehen; alle G?ste waren wahrscheinlich bei der Zeremonie. Eine Zeremonie, die dazu da war, zu feiern, dass die Dienerin ihren Willen durchgesetzt hatte, w?hrend Adrienne ohne Ausweg im Abgrund zur¨¹ckblieb ¨C zumindest keinen, den sie ihr lie?en. Adrienne erreichte bald den Eingang der gro?en Halle und ¨¹berreichte den Wachdrachen ihren Anh?nger. "Lady Rosalie, Ihr seid sp?t. Die Ankunft Eures ns wurde bereits verk¨¹ndet," sagte der Wachdrache, als er den Identit?tsanh?nger ¨¹berpr¨¹fte. "Ich bin nicht bei guter Gesundheit... Ich bin nur hier, um das Geschenk f¨¹r die Akademie zu ¨¹bergeben, es wurde mir zur Aufbewahrung ¨¹bessen," erkl?rte Adrienne mit leiser und heiserer Stimme. "Ist das der Grund f¨¹r den F?cher, den Ihr hochhaltet?" fragte der W?chter mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Ich habe mir eine Erk?ltung zugezogen, als ich auf Befehl von Lord Everon einige Patienten in der Zitadelle betreut habe. Ich f¨¹rchte, mein ?u?eres k?nnte unsch?n wirken, aber ich muss das Geschenk unbedingt pers?nlich ¨¹bergeben, souteten Lord Everons Anweisungen," erl?uterte Adrienne. "Dann solltet Ihr binnen einer Stunde wieder drau?en sein. Haltet Abstand und ¨¹bergebt Euer Geschenk unverz¨¹glich, wir m?chten nicht, dass die Gesundheit der G?ste beeintr?chtigt wird," erkl?rte der Wachdrache und trat zur Seite, um Adrienne durchzssen. Adrienne senkte ihren Kopf zu einer kleinen Verbeugung, bevor sie den gro?en Saal betrat. Sie hielt immer noch den Kopf gesenkt, w?hrend ihr Blick durch die Halle schweifte, schnell fand sie ihn, das Objekt ihrer Sehns¨¹chte, den Drachenk?nig. Sein Thron war leer; er stand mitten in der Menge, einen Kelch mit Wein in der Hand, w?hrend er sich mit Lord Rodrick und einem ?ltesten unterhielt. Die Atmosph?re in der gro?en Halle war warm und eidend, die G?ste mischten sich, w?hrend die meisten immer noch die Bekanntschaft mit dem Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit machten. Adrienne beobachtete sie, Lady Neveah. Mit einem kleinen L?cheln auf den Lipen uderte sie mit einer Gruppe von Reitern und genoss all die Aufmerksamkeit, die ihr zuteilwurde. Adriennes Augen fielen zu, sie atmete tief ein und lenkte ihre Aufmerksamkeit ab. Sie musste sich auf den Grund ihres Kommens konzentrieren, sie hatte nicht viel Zeit. Adrienne ging weiter in die Halle, hielt sich unauff?llig. Es blieb ihr nur wenig Zeit, bevor entweder Rosalies Familie oder Lodenworth und ihre Schwester Ke bemerken w¨¹rden, dass etwas nicht stimmte. Adrienne machte sich auf den Weg zum Drachenk?nig, mischte sich so gut es ging unter die Menge. Chapter 436: Death Note (Kap.437)

Chapter 436: Death Note (Kap.437)

Er war jetzt so nah, sie musste nur noch ein paar Schritte gehen. Bis zu diesem Zeitpunkt war Adriennes Anwesenheit unbemerkt geblieben. Es gab so viele G?ste aus allen Teilen der Festung und Vertreter verschiedenster Rassen, einschlie?lich der Abgesandten des Fae-ns, dass es f¨¹r eine Fee kein Problem war, sich unter die Menge zu mischen. Doch Adrienne wusste, dass sie bald entdeckt werden w¨¹rde. Sie hatte Rosalies Verkleidung aus gutem Grund gew?hlt... Rosalie war zu einem Teil Fae, in ihren Adern floss Fae-Blut; Adriennes Duft w¨¹rde in Rosalies Gewandern nicht verd?chtig erscheinen. Jetzt aber, wo sie sich so nahe befand, k?nnte der Drachenk?nig unm?glich ¨¹bersehen, wer sie war, sobald er sie erblickte. Aber das war in Ordnung. Adrienne war aus diesem Grund gekommen, um sicherzustellen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten w¨¹rde, dass ihre letzten Momente die Festung ins Chaos st¨¹rzen und von allen Anwesenden, besonders dem Drachenk?nig, in Erinnerung behalten w¨¹rden. War das nicht der Grund, warum ihr eigener Fae-n solche Ma?nahmen ergriffen hatte, um sie aus dem Weg zu r?umen? Um sie zu t?ten, ein Geheimnis zu sch¨¹tzen, das sie unabsichtlich entdeckt hatte? Um ein gro?es Verbrechen, das f¨¹r so viele Jahrhunderte verborgen war, f¨¹r weitere Jahrhunderte verborgen zu halten? Dieses m?chtige Geheimnis, das Adrienne in sich trug, w¨¹rde sicherstellen, dass Fae und Drachen unvers?hnlich w¨¹rden; ein Krieg w?re unvermeidlich. Und waren diese beiden Rassen nicht die m?chtigsten im Land der Festung? Ein Krieg zwischen Fae und Drachenart ¨C der bev?lkerungsreichsten und der m?chtigsten Rasse ¨C die Festung w¨¹rde einen solch blutigen Krieg nicht unbeschadet ¨¹berstehen. Die anderen Rassen m¨¹ssten sich entscheiden, Neutralit?t w¨¹rde als Feindseligkeit angesehen. Niemand bliebe unber¨¹hrt, und mit dunklen Zauberern, die im Schattenuerten, w¨¹rde dieses friedliche Zeitalter durch Adriennes Worte sein Ende finden. Das Schicksal der Festung w¨¹rde heute durch Adriennes Worte entschieden; welch gro?e Ehre, auf diese Weise zu sterben... zu wissen, dass alles und jeder mit einem untergehen w¨¹rde. Der Fae-n w¨¹rde f¨¹r seinen Verrat und die Dreistigkeit, sie zu verletzen, bluten, und die Drachenart w¨¹rde f¨¹r ihre Ablehnung und Missachtung denselben Preis zahlen. Nur so k?nnte Adrienne ihren Tod und das damit verbundene Unrecht akzeptieren. Adrienne z?gerte einen Momentng, diese letzten Schritte w¨¹rden bedeuten, dass es keinen Weg zur¨¹ck g?be. Sobald die Wahrheit ans Licht kommen w¨¹rde, w?re der Fae-n endg¨¹ltig dem Untergang geweiht. W?hrend Adrienne z?gerte, lie? sie ihren Blick erneut durch den Saal schweifen. Sie nahm die ruhige Stimmung auf, w?hrend sich die G?ste unterhielten. Nat¨¹rlichg der Gro?teil der Aufmerksamkeit immer noch auf dem Herrn und der Dame der Ruby Scales, und Adrienne beobachtete, wie ein Geschenk nach dem anderen an Neveah ¨¹berreicht wurde. Ein mncholisches Gef¨¹hl regte sich in ihrem Herzen, sie hatte sich in diese Lage gebracht, um diesen Diener zu Fall zu bringen, doch am Ende war sie es, die verloren hatte. Adrienne sch¨¹ttelte den Gedanken ab, sie hatte nur noch so viel Zeit zu leben. Ihre letzten Momente in unvergessliche zu verwandeln, konnte sie ihre Gedanken nicht an die Dienerin verschwenden. Am Ende sollte ihr Gl¨¹ck nur kurz w?hren. Adrienne wollte sich gerade wieder ihrer Mission zuwenden, als sie eine verd?chtige Gestalt erblickte ¨C eine andere als sie selbst. Es war kein unbekanntes Gesicht, Adrienne erkannte den Mann als einen jungen Schmied aus der Gilde der Schwarzschmiede. Mehr noch, sie wusste, dass er ein adliger Fae aus einem der Fae-St?mme war. Doch nicht seine Identit?t war verd?chtig, sondern das, was er in der Hand hielt. Eine wundersch?ne Ixora-Bl¨¹te, eine seltene magische Blume, die Jahrhunderte ¨¹berdauerte, ohne zu verwelken. Sie war eine der seltensten Bl¨¹ten im k?niglichen Wald der Fae. Sie konnte nur in einem Lebensraum bl¨¹hen, der von m?chtiger alter Fae-Magie gen?hrt wurde. Die Ixora-Bl¨¹te war f¨¹r ihre w?rmende Wirkung und die unendliche Liste ihrer gesundheitlichen Vorteile bekannt. Aufgrund ihrer Seltenheit wagten es selbst die adligen Fae nicht, sie f¨¹r sich zu behalten, sondern betrachteten sie als Tribut h?chsten Respekts. Sogar das Wappen des k?niglichen Fae-Blutlinie war tats?chlich eine frisch erbl¨¹hte Ixora-Blume, so hoch wurde diese Blume gesch?tzt. Es war ein kostbares Geschenk, zu kostbar, um leichtfertig weitergegeben zu werden, und Adrienne h?tte das erkennen m¨¹ssen, als ein Geschenk einer Ixora-Blume in ihrem Verbannungsort von den Fae ankam. Jetzt wusste Adrienne, was sie damals nicht wusste. Die Ixora-Bl¨¹te hatte einen ganz anderen Zweck: sie war ein perfekter Tr?ger f¨¹r Gift, v?llig unauffindbar und hinterlie? keine Spuren, nachdem das farblose, geruchlose Gift von der ersten Person eingeatmet worden war. Auf genau diese Art und Weise war Adrienne an ihrem Verbannungsort vergiftet worden, ohne den geringsten Verdacht zu sch?pfen, da sie das Geschenk von einer unbekannten Quelle angenommen hatte. Sie hatte geubt, das Ziel sei es, ihr in den kalten Mauern der Eisfestung, wo sieut k?niglichem Ess auf unbestimmte Zeit bleiben sollte, etwas W?rme zu spenden. Aber sie hatte sich schrecklich geirrt, denn was sie erhalten hatte, war kein Geschenk, sondern eine Todesbotschaft, und in diesem Moment wurde gerade diese Todesbotschaft der neu verbundenen Dame von Rubinschuppe angeboten. Sie wollen sie vergiften! erkannte Adrienne erstaunt und konnte nicht verstehen, was damit bezweckt werden sollte. Adrienne blickte sich in der Halle um, alle waren v?llig ahnungslos, niemand hatte auch nur den leisesten Verdacht... au?er Adrienne wusste es niemand. Adrienne war nicht gekommen, um der Dienerin etwas anzutun; sie hatte geubt, ihre Vendetta gegen die Dienerin w?re erst mit ihrem Tod beendet, aber hier, vor ihren Augen, w¨¹rde Neveah dasselbe Schicksal erleiden wie Adrienne. Genau dasselbe Ende... Wenn das kein Schicksal war, wusste Adrienne nicht, was es war. Chapter 437: Nichts ist richtig (Kap.438)

Chapter 437: Nichts ist richtig (Kap.438)

"Die Verbindung sei gese und fruchtbar, Lady Neveah", erng eine weitere Begr¨¹?ung. Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sie dies schon zum tausendsten Mal geh?rt hatte. So ¨¹berw?ltigend auch die Anerkennung war, die sie erhielt, so sehr sehnte sie sich nach dem Ende der Zeremonie. Sie hatte jeden Tropfen gesellschaftlicher Anmut, den sie besa?, aufgebraucht und ihre Wangen schmerzten vom andauernden L?cheln. Dennoch sah sie kein Ende der G?steschar. Sie waren noch nicht einmal bei der H?lfte angekommen. Der Rat der Vereinigten hatte sein Geschenk immer noch nicht ¨¹berreicht, und nachdem der Reiterrat nacheinander seine Gl¨¹ckw¨¹nsche ausgesprochen hatte, waren nun die Adligen, Gilden und Akademien an der Reihe. Mit so vielen herausragenden Pers?nlichkeiten in jeder dieser Organisationen ¨C wann w¨¹rde sie jemals damit fertig werden? Das St¨¹ck, das von den Spielleuten gespielt wurde, war das Einzige, das Neveah noch als beruhigend empfand. Sie war sich nicht sicher, welche Melodie es war, aber sie strahlte eine beruhigende Aura aus, jeder Ton war perfekt abgestimmt. Und der faszinierende Schattentanz, der hinter einer gro?en Leinwand im Saal aufgef¨¹hrt wurde, unterhielt die G?ste. "Das ist eine Ixora-Bl¨¹te, ein seltener Schatz aus dem K?nigswald der Fae", sagte der junge Adlige, der auf Neveah zukam, und pr?sentierte eine atemberaubend sch?ne Blume in einer svitrine. Die Blume war sch?n, auffallend sch?n, und Neveah zweifelte nicht an ihrer Seltenheit. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits Hunderte von seltenen Geschenken erhalten, so dass sie nur genug Energie hatte, um zu l?cheln, ihren Dank auszudr¨¹cken und das Geschenk den Dienern hinter sich zu ¨¹bergeben, die daf¨¹r sorgen w¨¹rden, dass es sicher verstaut wurde. "Ich sch?tze Ihre freundliche Geste sehr und werde sie gewiss in Ehren halten", erwiderte Neveah mit einem kleinen L?cheln, als sie das Geschenk entgegennahm. Sie hielt die Vitrine vorsichtig fest und wollte sie gerade an den Diener weitergeben, als der Mann, der ihr das Geschenk ¨¹berreicht hatte, Neveah aufhielt. "W?re es Ihnen zu viel M¨¹he, Mdy, die Bl¨¹te n?her zu betrachten? Sie ist noch im fr¨¹hen Stadium und wurde gerade rechtzeitig geerntet, um voll gew¨¹rdigt zu werden", schlug der Mann mit einem warmen L?cheln vor. Neveah hob fragend die Braue und blickte auf die svitrine herab. Sie konnte die Blume durch das s bereits recht gut erkennen und stimmte ihrer erstaunlichen Sch?nheit zu. Was gab es noch zu sehen? "Ein kurzer Blick wird gen¨¹gen, der Duft tr?gt noch Spuren des Morgentaus", f¨¹gte der Mann hinzu, als Neveah nur eine Braue hob. Neveah stie? einen unh?rbaren Seufzer aus. Sie wollte nur noch, dass all dies vor¨¹ber war. Menarx war irgendwo im Saal, besch?ftigte sich mit anderen G?sten und sie musste allein mit alldem fertigwerden. Am liebsten h?tte Neveah die Vitrine einfach weitergereicht, aber sie wollte nicht den Eindruck erwecken, dass sie das Geschenk nicht sch?tzte. "Sehr wohl", stimmte Neveah zu. Sie griff nach dem Deckel der Vitrine und hob ihn an, w?hrend ihr Blick neugierig auf die Bl¨¹te fiel. "Was meinen Sie?", fragte der Mann. Neveah zog leicht die Stirn kraus, denn der Duft, den die Blume verstr?mte, war zweifellos frisch und belebend, anders als alle D¨¹fte, die Neveah je zu sch?tzen gelernt hatte. Unbewusst beugte sie sich n?her, um einen deutlicheren Eindruck zu gewinnen, bevor sie eine Antwort gab. Gerade als Neveah sich vorbeugte, erschallte von irgendwo im Saal ein Ausruf. "Eindringling!", rief eine Stimme. Noch bevor Neveah reagieren konnte, wurde ihr die svitrine mit der Bl¨¹te aus der Hand gescgen und fiel zu Boden, wo sie in Dutzende St¨¹cke zersprang. Neveah wurde weggezerrt von den umherfliegenden sscherben, und ihr Kopfndete an einer warmen Brust und einem vertrauten Duft. Ein t?dliches Knurren drang aus ihm heraus, und Neveah konnte praktisch sp¨¹ren, wie seine Wut die Atmosph?re in der gro?en Halle auflud. "Menarx", murmelte Neveah, aber sie hatte keine Zeit, ¨¹ber seine Ankunft nachzudenken. Im n?chsten Moment st¨¹rzten sich eine Gruppe von Drachenw?chtern auf die Frau, die auf Neveah zugerannt war. "Es ist Gift! Es ist Gift! Verhaftet ihn!", rief sie. Erst dann erkannte Neveah die Stimme, lie? sich aus Menarx¡¯ Umarmung gleiten und starrte Adrienne v?llig ¨¹berrascht an. "Ihr m¨¹sst mir uben! Es ist Gift!" insistierte Adrienne. "Ich habe keine Ahnung, wovon sie redet! Ist das nicht die verbannte Fee?! Ihr d¨¹rft kein Wort uben, was sie sagt!" Der Mann, der die Blume ¨¹berreicht hatte, verteidigte sich hastig. Neveahs Blick runzelte sich leicht. Sie konnte in Adriennes weiten und verzweifelten Augen keinen Anflug von Unaufrichtigkeit erkennen. Doch die Augen des Mannes huschten hin und her, und Neveah erkannte, dass er nach einem Fluchtweg Ausschau hielt. "Tut, was sie sagt", befahl Neveah den Drachenw?chtern. In diesem Moment machte der Mann einen schnellen Vorsto? zum Ausgang, doch sein Weg wurde von einem sehr unzufriedenen Xenon abgeschnitten. Neveah wandte sich wieder Adrienne zu, hockte sich hinunter, um auf Augenh?he mit der knienden Fee zu sein. "Lassen Sie sie los", wies Neveah die Drachenw?chter an. Die Drachenw?chter gehorchten, zogen sich jedoch nicht zur¨¹ck. "Wie bist du hierher gekommen, Adrienne? Und wir beide wissen, dass du mich nicht magst. Also selbst wenn das, was du behauptest, wahr ist - warum w¨¹rdest du mich retten wollen?", fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue. Doch Adriennes Aufmerksamkeit richtete sich gar nicht auf Neveah. Neveahs Blick folgte dem ihren und stellte fest, dass dieser auf eine besonders gro?e Scherbe der svitrine gerichtet war. Es war nicht das erste Mal, dass Adrienne einen solchen Ausweg w?hlte, um einer Erkl?rung auszuweichen ¨C doch dieses Mal ging es nicht darum, Davinas Leben zu beenden. Adrienne st¨¹rzte sich auf den ssplitter, doch Neveah war schneller. Ihre Hand schoss hervor, packte Adriennes Handgelenk und zog sie zu sich her¨¹ber, sodass sie ihr direkt in die Augen sah. "Denk nicht einmal daran...", begann Neveah zu sagen, wurde aber von etwas v?llig Unerwartetem unterbrochen. Im Kampf, sich zu befreien, tastete Adriennes freie Hand nach Neveah, streifte ¨¹ber ihre Brust, und in diesem Moment durchzuckte ein elektrisierender Scg Neveahs Adern, ausgehend von der Stelle, die Adriennes Haut ber¨¹hrt hatte. Es war kein warmes, beruhigendes Pochen, weit gefehlt... Es war ein bitterer und qualvoll schmerzhafter Scg, der Neveah ersch¨¹tterte, ihr den Atem raubte und ihr System durcheinanderbrachte. Neveah keuchte, ihre Hand schnellte an ihre Brust, w?hrend sie zusammenppte und Blut spuckte. Die gro?e Halle versank in einem Durcheinander aus Panik und Verwirrung... Alle ubten nun an das Gift, von dem Adrienne gesprochen hatte. Alle, au?er jenen, die nahe genug an Neveah waren, um das grimmige, w¨¹tende Leuchten unter ihrem Kleid zu erkennen, als Menarx¡¯ Schuppe in Erkenntnis erwachte... die Erkenntnis eines anderen. Neveahs entsetzter Blick wanderte von Adrienne zu einem ebenso best¨¹rzten Menarx, w?hrend sie nach Luft schnappte. An seinen weit aufgerissenen Augen konnte Neveah ablesen, dass auch er gesp¨¹rt hatte, was sie gesp¨¹rt hatte... Nach Jahrhunderten des Wartens hatte Menarx nie seine Seelenverwandtschaft gefunden... aber Neveah hatte sie soeben f¨¹r ihn entdeckt, und unter Millionen von Menschen auf der Welt war es diese Frau, die ihr gegen¨¹bersa?. An einem Tag, der ausgerec Neveahs neunzehnten Sommer markierte... Es war der Tag, den sie Zeit ihres Lebens verabscheut hatte, an dem sie sich ?fter als einmal w¨¹nschte, nie geboren worden zu sein. Neveah h?rte Menarx¡¯ ferne, panische Rufe, w?hrend Blut aus Nase und Augen floss, und sie hatte wieder diesen Gedanken... ¡¯Warum war sie ¨¹berhaupt geboren worden?¡¯ An diesem Tag lief nie etwas richtig, warum hatte Neveah jemals geubt, heute w?re es anders? Chapter 438: Gegenfeuer (Kap.439)

Chapter 438: Gegenfeuer (Kap.439)

¡¯"Veah! Veah!" rief Menarx verzweifelt nach Neveah, die sofort scff in seinen Armen geworden war, als er sie aufgehoben hatte. Menarx hastete auf sein Quartier zu, seine Augen weit aufgerissen vor Panik und Entsetzen. Entsetzen...reines, unverf?lschtes Entsetzen hatte Menarx¡¯ Herz ergriffen in dem Moment, als Neveah Blut gehustet hatte, und es wurde mit jeder Sekunde schlimmer. Menarx sp¨¹rte die W?rme von Neveahs Blut, das durch den Stoff seiner Kleidung sickerte; sie blutete an Stellen, an denen sie nicht h?tte bluten sollen, und obwohl das Blutenngsam vor sich ging, wollte es einfach nicht aufh?ren. Neveah war kerngesund, stark und fit; Menarx wusste, dass es keine zugrunde liegende Erkrankung geben konnte, die dies verursachen w¨¹rde, er konnte einfach nicht begreifen, was vor sich ging! Everon eilte ihm voraus und stie? die T¨¹r auf, damit Menarx mit Neveah eintreten konnte. Menarx eilte zum Bett und legte Neveah schnell darauf ab. Er trat zur Seite und lie? Everon einen Blick auf sie werfen, w?hrend er von der Seite aus besorgt zuschaute. Everon ¨¹berpr¨¹fte Neveahs Vitalzeichen und f¨¹hlte ihren Puls, sein Gesichtsausdruck war kompliziert und seine Stirn in Konzentration gefurcht. Au?er Everon waren auch Kaliana und Imagor herbeigeeilt und standen jetzt besorgt in einiger Entfernung. Everons Untersuchung dauerte mindestens zehn Minuten und Menarx verlorngsam die Geduld ¨C aber er wusste, dass er Everon bei dessen tiefgr¨¹ndiger Konzentration nicht unterbrechen durfte. Neveahs Stirn war vor offensichtlichem Schmerz gerunzelt, ihr Gesicht schwei?bedeckt, ihre Atmung kurz und schwer, ihre H?nde selbst im Bewusstlosen Zustand zu festen F?usten geballt. Im n?chsten Augenblick st?hnte Neveah vor Schmerzen und zuckte leicht zusammen, w?hrend sie sichtbar von Kopf bis Fu? zitterte. "Haltet sie fest!" befahl Everon. Menarx gehorchte sofort, setzte sich an Neveahs Seite und dr¨¹ckte sie sanft aber bestimmt auf die Schultern, seine Augen weiteten sich, als sie ihre hei?e Haut ber¨¹hrten. "Schuppen! Sie gl¨¹ht vor Fieber! Machen Sie etwas!" rief Menarx aus. "Ich wei?! Was ubst du, tu ich gerade?!" entgee Everon harsch und griff nach seiner Medizinbox, holte eine Schale heraus und warf schnell einige Kr?uter hinein. Everon mahlte die Kr?uter eilig zu einem Pulver und goss dann irgendein Tonikum dazu. Ein zischendes Ger?usch kam vom Gebr?u, als Everon es Neveahs Lippen n?her brachte. Menarx hielt Neveah still, damit Everon ihr das Tonikum sanft einfl??en konnte. Neveah hustete es sofort aus, aber Everon hielt schnell ihre Nase zu und stoppte so ihre Atmung, wodurch sie keine andere Wahl hatte, als es runterzuschlucken. Nachdem sie das Tonikum getrunken hatte, von dem ein Teil wieder herausrutschte und das Bett durchn?sste, legte Everon es beiseite. "Das sollte ihr helfen, sich zu entspannen und die Schmerzen zu lindern. Das Fieber wird mit der Zeit nacssen, aber sie wird noch eine Weile bewusstlos bleiben." Everon wandte sich an Menarx, da er wusste, dass dieser eine Beruhigung brauchte. "Und dann?" fragte Menarx, er atmete erleichtert auf, als Neveahs Zittern aufh?rte und ihr schmerzverzerrtes Gesicht sich leicht entspannte. Everon sagte nichts, er senkte f¨¹r einen Augenblick den Kopf, um seine eigenen Emotionen zu beruhigen, die durch das schockierende Ereignis aufgew¨¹hlt worden waren."Dann? Dann m¨¹ssen wir eine L?sung finden, Narx. Eine L?sung f¨¹r deine Waage... die zweite Verschmelzung ist fehlgescgen." Everon verk¨¹ndete dies in einem d¨¹steren Tonfall. "Oh Schuppen!" rief Kaliana entsetzt aus. Menarx¡¯ Augen weiteten sich vor Schreck. Er hatte vom sch?dlichen Effekt eines Fehlversuchs w?hrend der zweiten Verschmelzung geh?rt, aber er hatte niemals selbst eine erlebt und hatte noch nicht einmal erfasst, was es bedeutete, wenn eine Verschmelzung fehlschlug. "Ron, bitte sagen Sie uns, was genau falsch l?uft." bat Imagor, w?hrend er Kalianas Hand beruhigend hielt. "Menarx¡¯ Waage hat einen echten Verbundenen erkannt, deshalb wird die Verbindung mit Neveah abgelehnt. Menarx¡¯ Waage... schadet Neveah." erkl?rte Everon n?her. Menarx sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf. Er konnte nicht uben, was er h?rte... alles, was gerade geschah, war das Ergebnis davon, dass seine Waage Neveah qu?lte, nur weil die vermeintlich wahre Bindung identifiziert worden war. "Ich... was kann ich tun?" stammelte Menarx. "Ich bin noch nie mit so einer Situation konfrontiert worden, Narx. Eine Fehlz¨¹ndung ist selten, und wenn sie auftritt, geschieht das w?hrend der Verschmelzung. In einem solchen Fall ist die Bindung noch nicht vollst?ndig ausgebildet und wir k?nnen eingreifen." "Bei Veah war die Verschmelzung jedoch bereits erfolgreich, die Bindung hergestellt. Aber mit dem pl?tzlichen Erkennen einer wahren Bindung geht alles schief." "Das Band hat bereits Wurzeln gescgen, ein R¨¹ckscg zu diesem Zeitpunkt... w¨¹rde schwerwiegendere Folgen haben, als wir je zuvor gesehen haben." erl?uterte Everon d¨¹ster. "Ich f¨¹rchte, abgesehen davon, den Schmerz zu lindern, k?nnen wir nichts f¨¹r Veah tun, Narx. Ob wir deine Waage unterdr¨¹cken k?nnen, wird von ihrer St?rke und ihrem Schicksal abh?ngen." beendete Everon. "Das wahre Band ist komplex und m?chtig. Ich werde zu den anderen gehen, vielleicht finde ich dann eher heraus, was zu tun ist." beschloss Everon, schnappte seinen Arzneikasten und ging hinaus. "Was habe ich getan?" murmelte Menarxut, die Augen geschlossen vor Schmerz und Selbstvorwurf. _______________ "Narx." begr¨¹?te Cassian, als er Menarx¡¯ Quartier betrat und Menarx in genau derselben Position vorfand, in der er ihn eine halbe Stunde zuvor vessen hatte. Er sa? am Bett, in dem Neveahg, den Kopf in die H?nde gest¨¹tzt, und hatte sich keinen Millimeter bewegt. "Everon ist bei der Fee, w?hrend wir sprechen..." begann Cassian, wurde jedoch von Menarx unterbrochen. "Ich will es nicht h?ren! Ich will nichts ¨¹ber sie h?ren!" zischte Menarx. "Doch du musst es erfahren, Everon besteht darauf." fuhr Cassian fort. "Es steht fest, dass die Fee mit einer Art Gift in Ber¨¹hrung gekommen ist, obwohl es schwierig ist, zu bestimmen, welches, da es kaum Spuren hintessen hat." "Kirgan hat die Ixora-Bl¨¹te zur Untersuchung mitgenommen und sollte bald Bericht erstatten. Der Zustand der Fee ist sehr kritisch, das Gift hat bereits ihren Blutkreiuf erreicht und n?hert sich mit jedem Moment ihrem Herzen." "Everon pr¨¹ft jede M?glichkeit, um ihr Bewusstsein wiederzuengen, und hofft, dabei eine L?sung f¨¹r Neveahs Zustand zu finden. W?hrenddessen hat Jian das Festmahl aufgel?st und die obersten drei Ebenen gesichert." "Xenon... k¨¹mmert sich um den Eindringling. Jeder tut, was er kann... aber ich f¨¹rchte, die Nachricht von den Geschehnissen hat sich bereits verbreitet. Da der Vereinigte Rat Zeuge ist, sollten wir bald mit ?rger rechnen." beendete Cassian. Chapter 439: Der ?rger kommt (Kap.440)

Chapter 439: Der ?rger kommt (Kap.440)

¡¯Wie bildet sich das Unterbewusstsein eines Menschen? War es immer eine Leere, dunkel und karg, ohne Sicht auf irgendwelche Dinge? Oder war das nur bei Neveah so? Unterschied sich die Welt des Unterbewusstseins von Mensch zu Mensch? War sie ein Spiegel des Charakters? Der Pers?nlichkeit? Der vergangenen Erfahrungen? Oder spielte das alles keine Rolle? Bis jetzt hatte Neveah sich nicht viel Gedanken dar¨¹ber gemacht, nicht einmal, als ihr diese Welt der Dunkelheit im eigenen Geist bekannt war, wo ihr Bewusstsein immer wiederndete, ?fter als sie es sich selber zugestehen wollte. Die meiste Zeit, wenn sie von dieser Dunkelheit verschlungen wurde, war Neveah sich dessen nicht bewusst. Ihr Bewusstsein wurde von der Dunkelheit v?llig ¨¹berw?ltigt, doch dieses Mal war Neveah hellwach und aufmerksam, gefangen in ihrem eigenen Geist, nur begleitet von ihrem eigenen Leid, ihren Gedanken und den Worten, die um sie herum gesprochen wurden. Neveah wusste nicht, warum es dieses Mal anders war, warum sie sich ihrer Umgebung vollkommen bewusst war und alles h?ren konnte - die panischen Schreie, die Diagnosen, Menarx¡¯s Best¨¹rzung, Cassians Bericht; sie konnte alles h?ren. Ausgerec jetzt, wo sie lieber in Vergessenheit geblieben w?re und nichts gewusst h?tte, lief nat¨¹rlich nichts nach ihrem Wunsch. Neveah sa? mitten in der Dunkelheit, die Knie an die Brust gezogen, die Stirn auf die Knie gelegt, das Gesicht verborgen - zumindest war das die Szene, die Neveahs Unterbewusstsein heraufbeschwor. ?Menarx, du bist jetzt schon den ganzen Tag an Veahs Bett. Du solltest dich etwas ausruhen, ich k¨¹mmere mich um sie", erreichte Neveah die Stimme von Lady Kaliana, die Menarx abl?sen wollte. ?Es geht mir gut.", war Menarx¡¯ einzige Antwort, dieselbe, die er auch allen anderen gegeben hatte, die sich um ihn sorgten. Neveah sp¨¹rte seine Verzweiflung, sie konnte den Selbsthass in seinem Ton h?ren, und es war umso qu?lender, weil sie nichts tun konnte, um seinen Schmerz zu lindern. Wie konnte sie Menarx helfen, wenn sie ihren eigenen Schmerz nicht lindern konnte? Was auch immer passiert war, welche Wahnsinnigkeit sich in der gro?en Halle enth¨¹llt hatte, diese absurde Realit?t, mit der Neveah sich noch auseinandersetzen musste, es war ihnen beiden gegen¨¹ber ungerecht... das hatten sie nicht verdient. Die Qualen, die Menarx durch seine Schuppen erleiden musste, hatten zwar nachgssen, aber da war immer noch ein dumpfer Schmerz, der einfach nicht weichen wollte. Neveah war sich nicht sicher, ob sie aufwachen wollte, denn sobald sie es tat, w¨¹rde alles nur noch realer werden. Wie sollte sie der Realit?t ins Auge sehen, dass Menarx¡¯ vorherbestimmte Adrienne war und sie nur eine F?lschung? Ein Ersatz? Selbst wenn sie aufwachen wollte, wusste sie nicht wie, und sie hatte weder die Kraft noch den Willen, einen Ausweg aus dem Gef?ngnis ihres Geistes zu suchen. Ein leises Knurren erreichte Neveah und sie blicktengsam auf, eine viel kleinere Version ihres Wolfes erblickend, die sie anstarrte. ?Hallo...", murmelte Neveah zur Begr¨¹?ung, sie hatte f¨¹r einen Moment vergessen, dass ihr Geist nicht nur ihr allein geh?rte, sondern auch von einer anderen Existenz bewohnt wurde. Neveahs W?lfin beobachtete sie einen Momentng in Stille, ein vielsagender Blick in ihren leuchtenden Augen, dann r¨¹ckte sie n?her und setzte sich an Neveahs Seite. "Ich hatte f¨¹r einen Augenblick vergessen, dass ich nie wirklich allein sein kann. Du und ich, wir sind alles, was wir haben ... es war schon immer so und so soll es auch sein." murmelte Neveah und strich sanft ¨¹ber das Fell ihres Wolfes, w?hrend sie l?chelte. Ein weiteres leises Knurren kam von Neveahs Wolf, der sie sanft mit dem Kopf anstie?. "Du hast recht ... Kaideon ist noch da." Neveah nickte zustimmend. "Geh zur¨¹ck. Es ist schon ein Tag vergangen, du kannst nicht ewig hier drin bleiben ... Verstecken ?ndert nichts an dem, was passiert ist. Geh raus und stelle dich dem, wie wir es immer getan haben." sagte Neveahs Wolf schlie?lich durch ihre Verbindung. Neveah seufzte leise, nickte jedoch zustimmend. ______________ "Herr Menarx!" Estelles panische Stimme erng, als sie die T¨¹r aufstie? und in Menarx¡¯ Quartiere st¨¹rmte. Menarx¡¯ grimmiger Blick traf sie von dort, wo er neben Neveahs Bett sa?, mit einem t?dlichen Ausdruck in den Augen. "Verzeiht mein st¨¹rmisches Erscheinen, Mein Herr, aber Ihr m¨¹sst schnell kommen! Dante und ich waren gerade dabei, die von Lord Everon angeforderten Kr?uter zu beschaffen, als wir dutzende magische Fae-Portale unter dem Berg ?ffnen sahen! Ein Bataillon von Fae-Soldaten unter der F¨¹hrung des Fae-K?nigsrates ist auf dem Weg zur Festung!" berichtete Estelle. "Der Fae-Rat f¨¹hrt Soldaten ins Drachengebiet? Wollen sie etwa ihren Untergang?" fragte Menarx mit einem Stirnrunzeln. "Der vereinte Rat wurde ebenfalls vom k?niglichen Fae-Rat einberufen und befindet sich gerade in der gro?en Halle und fordert eine Audienz bei seiner Gnaden!" "Auf der anderen Seite vengt der Fae-Rat eine Audienz bei Lady Neveah! Die Lords Cassian, Imagor und Dante sind mit der sechsten Schwadron den Berg hinuntergezogen, um sie aufzuhalten!" berichtete Estelle eilig. "Was wollen sie von Neveah?" fragte Menarx mit zusammengekniffenen Augen. "Sie ... sie werfen ihr vor, einer Fae-Prinzessin absichtlich Schaden zuf¨¹gen zu wollen, weil sie sich weigert, das Band aufzugeben!" enth¨¹llte Estelle best¨¹rzt. "Was?!" Menarx zischte. "Ger¨¹chte haben sich in der ganzen Festung verbreitet! Es hei?t, dass die Schuppe meines Herrn die Fae-Prinzessin Adrienne heilen k?nnte! Jetzt fordern sie, dass mein Herr den wahren Bund anerkennt! Sie bestehen darauf, dass Veah die Schuppe abgeben muss, damit sie Adrienne verliehen werden kann!" erkl?rte Estelle d¨¹ster. "Sie provozieren den Tod!" Menarx zischte w¨¹tend, erhob sich und sah mit schmerzerf¨¹lltem Blick zu Neveah. "Bleib bei ihr, weiche keinen Millimeter von ihrer Seite. Ich werde Dante hierherschicken, und wer auch immer sich Veah n?hern will ... t?tet ihn sofort." wies Menarx an, bevor er seine Quartiere st¨¹rmisch verlie?. Estelle eilte zu Neveahs Bett, setzte sich, ergriff Neveahs Hand fest. "Veah ... mach dir keine Sorgen, wirssen nichts schiefgehen." beruhigte Estelle und wischte Neveahs Stirn mit ihrem ?rmel ab. Chapter 440: Es kam (Kap.441)

Chapter 440: Es kam (Kap.441)

K?nig Jians Gesichtsausdruck war d¨¹ster und unlesbar, als er an seinem Schreibtisch sa?, die Arme ¨¹ber der Brust verschr?nkt und die Augen geschlossen. Obwohl man an seinem Gesichtsausdruck nicht ablesen konnte, wie er sich f¨¹hlte, verriet seine Aura deutlich, dass er alles andere als erfreut war. "Die Fae sind ¨¹berm¨¹tig geworden, ihnen solltet Ihr keine Beachtung schenken. Solche Angelegenheiten solltet Ihr den J¨¹ngeren ¨¹bessen", sagte Xenon von dort aus, wo er stand und Jians aufsteigendem ?rger zusah. "Ich wei? das", murmelte Jian als Antwort. "Dennoch seid Ihr unruhig, mein Herr", stellte Xenon das Offensichtliche fest. "Vielleicht, weil Ihr Euch zu wohl f¨¹hlt...", warf Jian ein, seine Augen tternd ?ffnend. "Und Ihr seid seit Eurer R¨¹ckkehr seltsam ruhig... selbst bei allem, was vor sich geht, w?re das normalerweise meine Rolle", fuhr Jian fort. Menarx hob eine Augenbraue und schnaubte leise vor sich hin. "Bin ich das? Wirklich?" fragte Xenon mit ausdrucksloser Miene. Jian suchte einen Momentng Xenons Blick, bevor er einen schweren Seufzer ausstie?. "Ihr seid so nur, wenn Ihr... Todesangst habt", sagte Jian wissend. Xenon schwieg, er best?tigte noch verneinte er Jians Beschuldigung, aber allein diese Tatsache war schon Antwort genug. "Du bist verzweifelt, zu ihr zu gehen, aber stattdessen verbrachtest du die erste Tagesh?lfte damit, den Schuldigen zu verh?ren... und die zweite H?lfte damit, mich zu umsorgen. Wann wirst du endlich tun k?nnen, was du m?chtest?", fragte Jian direkt. Xenons Augenbraue zuckte leicht und seine ruhige Fassade schwankte f¨¹r einen Moment. Es war ein ganzer Tag vergangen und Xenon hatte sich Neveahs Gem?chern kein St¨¹ck gen?hert, obwohl er nichts anderes wollte, seit dem Morgen bis zu diesem Augenblick. Stattdessen hatte er nach anderen Besch?ftigungen gesucht, die es ihm eubten, in gen¨¹gend N?he zu bleiben, auch wenn er immer noch au?er Reichweite war. Der Gedanke an Neveahs Schmerzen, die Erinnerung an sie, wie sie in ihrem eigenen Blutg, hatte sich in Xenons Ged?chtnis eingebrannt und verfolgte jeden seiner Gedanken. Das Einzige, was Xenon bei Verstand hielt, war die Gewissheit, dass es Neveah gut gehen w¨¹rde, und er wusste, dass sie in Sicherheit sein w¨¹rde, weil er daf¨¹r sorgen w¨¹rde... egal, was es ihn kosten mochte. "Mir wurde gesagt, dass ich nicht immer tun kann, was ich m?chte", entgee Xenon schlie?lich auf Jians Frage. "Seit wann h?rst du denn auf andere?", fragte Jian mit hochgezogener Augenbraue. "Ich tue es nicht, es sei denn es geht um sie... dann bin ich machtlos." grummelte Xenon. "Deine R¨¹ckkehr so zu sehen l?sst mich endlich begreifen, welche Bedeutung sie in deinem Herzen hat... wie weit du f¨¹r sie gehen w¨¹rdest. Dennoch kann ich es nicht ¨¹bers Herz bringen, sie zu beschuldigen, ihr alle befindet euch in einer heiklen Lage." sagte Jian mit einem leisen Seufzer. "Ich bin mir dessen bewusst... warum sonst sollte ich den Grund f¨¹r Veas Verletzung an ihrem Bett bewachen..." murmelte Xenon. "Ich m?chte ihm jetzt nur ein paar Schuppen abrei?en, damit er den Schmerz sp¨¹rt, aber es gibt keinen Schmerz, den ich ihm zuf¨¹gen k?nnte, der gr??er ist als der, den er sich selbst antut." "Menarx, diesen Jungen kenne ich seit Jahrhunderten, habe songe an seiner Seite gek?mpft und ihn gesch?tzt und doch habe ich ihn nie zuvor so gesehen... nicht einmal. Die Liebe in seinen Augen ist rein, tief und dem¨¹tig..." gestand Xenon. "So wie deine." wies Jian hin. "Der eine ist mein lieber Bruder, die andere ist meine geliebte Frau... der Feind ist das Schicksal, wen soll ich verantwortlich machen? Ich sollte ¨¹bergl¨¹cklich sein... Ich sollte das Gef¨¹hl haben, dass ich jetzt vielleicht meine Chance bekomme. Aber sie beide so verletzt zu sehen... das ist qu?lend, Jian." gestand Xenon mit einem schweren Seufzer. "Noch schlimmer ist, dass ich jetzt nicht zu ihr gehen kann, ohne zu f¨¹hlen, dass es eine Form des Unrechts w?re... sie hat ihre Haltung mir gegen¨¹ber deutlich gemacht. Ich habe nicht vor zu h?ren, aber ich kann mich nicht an der Zerst?rung eines anderen erfreuen..." "Was passiert ist, ist f¨¹r jeden schrecklich und das Beste, was ich f¨¹r beide tun kann, ist, aus dem Weg zu gehen und ihnen zu euben, ihre Probleme zu bew?ltigen. Was sie jetzt am meisten brauchen... ist einander." gab Xenon mit schmerzverzerrter Stimme zu. "Du bist ein ehrenwerter Mann, mein Bruder. Das warst du schon immer. Es tut meiner Seeil gut, dass du zu uns zur¨¹ckgekehrt bist." versicherte Jian und l?chelte selten und herzlich. "Daf¨¹r kannst du Neveah danken, Jian. Muss ich dich an die Worte erinnern, die ich aussprach, als ich sie das erste Mal sah?" fragte Xenon. "Sie ist meine Erl?sung..." murmelte Jian und erinnerte sich genau an Xenons Worte, die er f¨¹hlte, als sie das erste Mal seit Monaten miteinander sprachen. Diese Worte hatten Jian verasst, die Reise ins Wolfsgebiet zu machen, ein Weg, den er nie beschritten hatte und auch nicht vorgehabt hatte, nur um mit eigenen Augen zu sehen... wie diese Erl?sung aussah. Jian hatte nicht erwartet, dass Erl?sung in goldenem Blond und funkelnden Augen daherkam, in einer selbstsicheren und feurigen Pers?nlichkeit, in schnellem Verstand und einer scharfen Zunge, in unbeugsamem Willen und festen Knien. Jian musste zugeben, dass er es nie verstanden hatte, und es auch nicht akzeptieren wollte. Es war nur eine weitere gerissene Frau, die eindeutig ?rger bedeutete, und Jian fragte sich immer, warum nur er das zu sehen schien. Und sie brachte tats?chlich ?rger, den ganzen Tag... jeden Tag, oft genug, um zu beweisen, dass Jian recht hatte, aber vielleicht nicht ganz. Erst jetzt, ¨¹ber ein Jahr sp?ter, wurde es Jian r. Erst jetzt, als er Xenon so v?llig n¨¹chtern ansah, selbst ohne Neveah an seiner Seite, Jetzt wurde Jian richtiger Gl?ubiger. Erl?sung kam vielleicht nicht in einer Form, die Jian begreifen konnte, aber sie kam trotzdem. In all ihrer sturen und hitzk?pfigen Herrlichkeit kam sie und tat, was sie tun sollte... sie rettete, ohne zu scheitern. Und im Gegenzug schwor sich Jian, dass er sie retten w¨¹rde... snge er lebte, w¨¹rde er diese Schuld der Dankbarkeit zur¨¹ckzahlen, auch wenn er es nie zugeben w¨¹rde. Chapter 441: Von Onyx-Skalen (Kap.442)

Chapter 441: Von Onyx-Skalen (Kap.442)

¡¯"Lord Menarx, wir haben das Recht zu fordern, dass Ihr den Bund mit Prinzessin Adrienne ehrt, es ist schlie?lich Brauch. Wie k?nnt ihr danebenstehen und zusehen, wie euer wahrer Verb¨¹ndeter f¨¹r einen Ersatz stirbt?!" forderte Lady Diandre, als sie aus der Mitte des Fae-Rats hervortrat. Lady Diandre war eine Fee mit einer besonderen Identit?t; sie war die Hohe Dame des Fae-Rates sowie eine der letzten direkten Nachkommen der verstorbenen Hohen K?nigin der Fae. W?re das Amt der Hochk?nigin nicht durch die verstorbene Hochk?nigin abgeschafft worden, wodurch die Regierungsgewalt den nf¨¹hrern und somit dem Rat ¨¹bessen wurde, w?re Lady Diandre die geeiste Kandidatin f¨¹r den Titel der Hochk?nigin gewesen. Sie war auch die Tante der beiden Fae-Prinzessinnen, Lady Ke und Lady Adrienne. Mit ihremngen, wellenf?rmig fallenden Haar und einem jugendlich strahlenden Gesicht w?re es schwer zu erkennen gewesen, dass Lady Diandre bereits ¨¹ber drei Jahrhunderte lebte und die h?chste Macht unter den Feen innehatte. Menarx hatte nicht erwartet, dass Lady Diandre pers?nlich erscheinen w¨¹rde, doch in dem Moment, als erndete, trat sie hervor und stellte sich ihm als Erste entgegen. Die gro?en Drachenaugen von Menarx verengten sich leicht, als er auf Lady Diandre hinunterblickte, die ihm mutig und ohne ein Anzeichen von Angst aus n?chster N?he entgegentrat. "Narx, es w?re nicht n?tig gewesen, pers?nlich zu kommen", dachte Imagor und kommunizierte ¨¹ber ihre Verbindung zu Menarx. Ein leises Knurren erng aus Menarx¡¯ Kehle; er wusste genau, wor¨¹ber Imagor sich Sorgen machte, und es gab absolut keinen Weg, dass er sich dieser Pflicht entziehen w¨¹rde. Menarx verwandelte sich zur¨¹ck in seine menschliche Gestalt, sodass er nun auf gleicher H?he mit Lady Diandre stand. "Ihr wagt es, ohne Eubnis hierher zu kommen! Ihr n?hert euch dem Drachenturm, betretet unsere Zitadelle mit euren k?niglichen Streitkr?ften und denkt, dies l?sst sich einfach durch Gespr?che regeln?!" forderte Menarx. "Die k?niglichen Streitkr?fte der Fae sind unbewaf, wie Ihr sehen k?nnt", entgee Lady Diandre und gestikulierte zu den Fae-K?nigssoldaten in ihrer ¨¹blichen Kleidung, die jedoch keine Waffen trugen. "Dann hoffe ich, Ihr habt eure Magie in Euren Stammenden gssen", erwiderte Lord Cassian und machte deutlich, dass ihre unbewafe Ankunft die Schwere ihres Handelns keineswegs minderte. Diese Fae-Krieger geh?ren zur k?niglichen Garde. Sie sind dazu bestimmt, die k?nigliche Familie und deren Erben zu sch¨¹tzen, und sie sind gekommen, um ihrer Pflicht nachzukommen." "Die wahren Nachkommen der Hohen K?nigin, die Tr?ger des reinen k?niglichen Blutes, sind rar. Sollen wir tatenlos zusehen, wie das Leben meiner Nichte, Prinzessin Adrienne, durch das Drachenvolk gef?hrdet wird?!" forderte Lady Diandre. "Ihr wagt es, Euch in meine pers?nlichen Angelegenheiten einzumischen?! Hier und jetzt sage ich es, ich werde Eure Nichte nicht an mich binden! Neveah ist meine Herrin, und das wird sich nicht ?ndern!" Menarx machte seine Position in einem dunklen, unheimlich ruhigen Ton r. "Achtet auf Eure Worte und werft nicht leichtfertig mit Anschuldigungen um euch! Eure Nichte war bereits mit dem Gift in Kontakt, bevor sie zur Burg kam, was hat das mit uns zu tun?!" forderte Imagor. "Au?erdem steht noch immer eine Erkl?rung f¨¹r den Mordanscg auf Lady Neveah aus, ver¨¹bt von einem der Euren mit einem Schatz Eures Volkes. Wenn Ihr gekommen seid, um mit dem Finger zu zeigen, k?nnen wir das ebenfalls!" Xenons harsche Stimme beendete jede weitere Unterredung, die bis dahin stattgefunden hatte. "L...Lord Xenon..." stammelte Lady Diandre ¨¹berrascht, und ihre beherrschende Fassade br?ckelte beim Anblick des Schwarzen Unholds. Die Nachricht von Xenons R¨¹ckkehr hatte sich schon verbreitet, aber es selbst zu sehen ¨C Lord Xenon von den Onyx-Schuppen, so wie er vor Jahrzehnten gewesen war ¨C das war noch etwas ganz anderes. Xenon schritt voran und warf Menarx einen Blick zu, der sich kaum davon abhalten konnte, sich auf Lady Diandre zu st¨¹rzen. Xenon legte ihm die Hand auf die Schulter. "Du solltest wieder hineingehen, ¨¹bess das mir", dachte Xenon an Menarx gerichtet. Menarx sah Xenon einen Momentng an. "Mach dir keine Sorgen, ich werde schon f¨¹r gen¨¹gend Unruhe sorgen", versicherte Xenon, da er wusste, dass Menarx es nicht bei der momentanen Ruhe bssen wollte. Menarx sagte nichts, trat aber den R¨¹ckzug an. "K?nnt ihr beweisen, dass das Attentat mit uns in Verbindung steht?! Dass er nicht eigenst?ndig gehandelt hat?!" konterte Lady Diandre, ihre Stimme nun unsicher, als sie Xenon direkt gegen¨¹berstand. "Und in seinem Besitz war eine Ixora-Bl¨¹te? Die wertvolle Blume des k?niglichen Waldes, die zuf?lligerweise so innig von der k?niglichen Familie bewacht wird? Eine Fee hat eine Dame der k?niglichen Garde im Drachenkeep angegriffen ¨C was ubt ihr, k?nnen die Fae der Verantwortung entkommen?" sagte Xenon. "Ihr scheint euren tz vergessen zu haben in all den Jahren, seit ich euch das letzte Mal sah, Diandre. Ein paar minderwertige Feen wagen es, sich im Drachengebiet zu zeigen... sehr gut", f¨¹gte Xenon mit einem finsteren Grinsen hinzu. "Sechstes Geschwader! Nehmt alle hier fest! Verhaftet sie! Wer Widerstand leistet... hat sein Leben verwirkt!", befahl Xenon mit einem dunklen Blick in seinen Augen. Das sechste Geschwader gehorchte sofort. Die Protestrufe des Fae-Rates wurden ignoriert, als sie den gesamten Rat sowie die k?niglichen Wachen festnahmen. "Das d¨¹rft ihr nicht! Das werde ich nicht hinnehmen!" schrie Lady Diandre. "Mit allem Respekt, Mdy, gestattet mir, euch zu begleiten... Ich werde nicht noch einmal bitten", bot Imagor an und deutete auf das Keep. "Lord Xenon! Der Fae-n wird diese Respektlosigkeit nicht hinnehmen!" schwor Lady Diandre. "Wie ihr wisst, waren der Fae-n und der Schwarze Unhold schon immer im Streit. Jetzt, da ich zur¨¹ck bin, k?nnen wir gleich dort weitermachen, wo wir aufgeh?rt haben", erwiderte Xenon mit einem gleichg¨¹ltigen Schulterzucken. Xenon stand abseits und beobachtete mit verschr?nkten Armen, wie die Feen zum Keep gebracht wurden. "Ist das wirklich in Ordnung? Es handelt sich schlie?lich um den k?niglichen Rat der Fae", fl¨¹sterte Cassian, der neben ihm stand. "Wenn es mich nur interessieren w¨¹rde", entgee Xenon, w?hrend er den schreienden Feen nachblickte. Chapter 442: Die Welt, in der Sie leben (Kap.443)

Chapter 442: Die Welt, in der Sie leben (Kap.443)

Menarx betrat sein Quartier und sein Blick fiel sofort auf sein Bett, das auffallend leer war. Sein Herz rutschte ihm in die Hose, kalte Furcht machte sich in ihm breit. Au?er Estelle, die besorgt auf und ab ging, war niemand im Zimmer. Als sie Menarx¡¯ Ankunft bemerkte, drehte sie sich mit gro?en, wachsamen Augen zu ihm um. "Wo ist sie?" Menarx¡¯ Stimme ng eisig. "Veah ist kurz nach deiner Abreise aufgewacht. Sie hat nicht gesagt, wohin sie gehen wollte", erwiderte Estelle nerv?s. "Und du hast sie alleine gssen? In ihrem Zustand?" Menarx ng fordernd. "Sie wollte nicht, dass man ihr folgt... sie hat mir aufgetragen, hierzubleiben und dir dasselbe zu sagen", ¨¹bermittelte Estelle ernst. Menarx sog scharf Luft ein bei Estelles Worten, und sein Herz versank noch tiefer, als es bereits beim Betreten des Zimmers geschehen war. "Sie darf in ihrem Zustand nicht allein im Bergfried umherirren... schon gar nicht in dieser angespannten Lage. Ich werde sie zur¨¹ckholen, bleib hier, falls sie zur¨¹ckkommt", wies Menarx an und machte sich wieder auf den Weg nach drau?en. _______________ "Hast du davon geh?rt? Lady Adrienne war die ganze Zeit ¨¹ber Menarx¡¯ wahre Verb¨¹ndete", tuschelte eine Gruppe von Dienern untereinander. "Ist das der Grund, warum sie immer gegen Lady Neveah war, noch bevor diese entdeckt wurde?" fragte ein anderer. "Trotz allem, Lady Adrienne hat ¨¹bertrieben. Aber was soll man sagen, all das hat jetzt keine Bedeutung mehr", erwiderte der erste Diener und sch¨¹ttelte den Kopf. "Hei?t das, that die Herrin der Rubinschuppen wird wechseln? Zwei Fusionen wurden bereits vollzogen, die Verbindung steht", erg?nzte ein dritter Diener. "Das war allerdings, bevor eine echte Bindung ins Spiel kam. Eine gew?hlte Bindung kann niemals mit einer echten verglichen werden, das ist einfach unm?glich." "Ich f¨¹rchte, selbst der Herr der Rubinschuppen kann der Bindung nicht mehrnge widerstehen... Gott bewahre, sollte Lady Adrienne sterben, m¨¹sste Lord Menarx eine Trennung in Kauf nehmen! Zu seinem eigenen Besten wird er die Bindung ehren m¨¹ssen", kam eine weitere Meinung hinzu. "Und Lord Xenon hat sogar den k?niglichen Fae-Rat beleidigt, aber der Rat wird niemals nachgeben. Wie k?nnen sie zusehen, wie ihre Prinzessin stirbt, wenn Lord Menarx¡¯ Schuppe ihr Leben sicher retten kann?" fragte ein anderer. "Es scheint, als h?tte Lady Neveah keinen Ausweg mehr. Egal, wie sehr sie sich an die Bindung mmern m?chte, sie wird die wahre Verbindung nicht ¨¹berwinden k?nnen. Lord Menarx wird sichngsam von ihr l?sen... es sei denn, der k?nigliche Fae-Rat erreicht sie zuerst." W?hrend die Diener die G?nge enng eilten, beobachtete Neveah sie schweigend. So vertieft in ihren Austausch, hatten sie nicht bemerkt, dass Neveah nicht weit entfernt stand und jedes Wort mit ausdrucksloser Miene aufnahm. Sie waren nicht die Ersten oder Zweiten, denen Neveah auf ihrem kurzem Spaziergang begee. ¨¹berall wurde ¨¹ber sie gesprochen. Seit einer halben Stunde wanderte Neveah ziellos umher, ohne konkretes Ziel vor Augen. Sie hielt sich so gut es ging versteckt und nahm Wege durch den Bergfried, die meist nur von Bediensteten benutzt wurden, um niemandem begegnen zu m¨¹ssen. Aber selbst dann war ihr Name in aller Munde. Lady Neveah hier... Lady Neveah dort. Einige warfen ihr Grausamkeit vor, weil sie es abgelehnt hatte, Lady Adrienne zu retten, obwohl sie gewusst hatte, wie es geht ¨C w?hrend Neveah seit dem gro?en Ball nicht einmal mehr bei Bewusstsein gewesen war. Andere sprachen mitleidig von ihr, ein Gef¨¹hl, das Neveah am meisten verabscheute. Unter all den Male, bei denen Neveah zum Gespr?chsthema geworden war, hatte sie erst jetzt wirklich begriffen, wie unangenehm und verletzend es sein konnte... und es war das erste Mal, dass es sie ¨¹berhaupt interessierte. Neveah setzte ihren Weg fort, verlie? die Festung durch eine Seitent¨¹r und begab sich in den Wald dahinter, wo sie wusste, dass sie alleine sein konnte, wenn auch nur f¨¹r kurze Zeit. Doch nichts lief jemals nach Neveahs n, und das best?tigte sich erneut, als Lady Ke aus dem Schutz der B?ume trat. Neveah ging weiter, in der Absicht, einfach vorbeizugehen, als h?tte sie die Fee nicht gesehen, aber Lady Ke trat vor und blockierte ihren Weg. ?Lady Neveah", best?tigte Ke und senkte ihren Kopf zu einem kleinen Respektsbeugung. Neveah blieb stehen, atmete tief ein und dannngsam aus, bevor sie sprach. ?Ich habe nichts zu sagen", erkl?rte Neveah ausdruckslos, es war nicht schwierig zu erraten, weshalb Lady Ke gekommen war. Aus dem Gesichtsausdruck der Fee konnte Neveah ablesen, dass auch sie schwer unter dem vergangenen Tag gelitten hatte. Ihre ger?teten Augen deuteten darauf hin, dass sie eine Weile geweint hatte ¨C schlie?lich ging es um das Leben ihrer Schwester. ?Wenn du nicht sprechen willst, dann h?r einfach zu", erwiderte Ke. Neveah schnaubte leise, drehte sich um und ging in eine andere Richtung, hielt jedoch inne, als sie ein Ger?usch h?rte. Neveah drehte sichngsam um und sah Ke auf den Knien, ihre Augen voller Tr?nen. ?Ich wei?, das ist dir gegen¨¹ber unfair ... und ich wei?, wie egoistisch es von mir ist, das jetzt zu tun. Aber ich kann Adrienne nicht einfach so sterben sehen... ich wei? nicht, wie ich das akzeptieren soll...", sagte Ke verzweifelt. ?Ich habe nicht vor, meine Bindung zu Menarx zu brechen, das Leben deiner Schwester bedeutet mir nichts", unterbrach Neveah sie. ?Sie m?chte dich sehen... Adrienne. Ich bin nicht gekommen, um dich um etwas zu bitten, sondern darum, dass du ihr einen Moment deiner Zeit schenkst", flehte Ke. Neveah blickte zum Himmel und bat um Ruhe. ?Du wei?t, dass es falsch ist, und dennoch forderst du es. Du wei?t, dass es ungerecht ist, aber du forderst es trotzdem. Deine Schwester verdient es, um jeden Preis zu leben... aber ich nicht", murmelte Neveah in einem mncholischen Ton. ?Ke... die Welt, in der du lebst, scheint nur aus dir und deinen Lieben zu bestehen", sagte Neveah mit sp?ttischem Lachen. Neveah ging an Ke vorbei, ohne ihr weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Diesmal mied sie die Klippe, denn sie wusste, dass sie dort zuerst nach ihr suchen w¨¹rden. Stattdessen schlug sie einen Weg durch den hinteren Wald ein, den sie zuvor noch nie genommen hatte. Chapter 443: Wenn du es nicht tust, werde ich es auch nicht tun (Kap.444)

Chapter 443: Wenn du es nicht tust, werde ich es auch nicht tun (Kap.444)

Neveah starrte auf den Wasserfall, der in Kaskaden zu einem sanft flie?enden Bach hinabst¨¹rzte und sich dann in den Wald vor ihr ausdehnte, um dort aus dem Blick zu verschwinden. Es war ein malerischer Anblick, schlicht und doch bezaubernd. Neveah hatte nie geahnt, dass es in den hinteren Bergen von Dragon Keep einen so sch?nen Ort geben k?nnte. Die Berge, die Dragon Keep umgaben, waren gewaltig, aber der Berg, auf dem Dragon Keep selbst stand, war der gr??te und beherbergte viele Sehensw¨¹rdigkeiten, deren vollst?ndige Erkundung vielenge Jahre in Anspruch nehmen w¨¹rde. "Vielenge Jahre..." murmelte Neveah vor sich hin. Einmal, wenn auch nur f¨¹r kurze Zeit, konnte sie sich hier, in Dragon Keep, eine Zukunft vorstellen. Strahlend und r, voller Verhei?ungen. Doch jetzt war dieses Bild verschwommen, und Neveah war sich im Hinblick auf die Zukunft nicht einmal mehr des Folgetags sicher. Sie hatte dort schon eine unbestimmte Zeit gesessen und dem Wasserfall zugesehen, w?hrend die Zeit unbemerkt an ihr vor¨¹berzog. "Die Burg befindet sich im Aufruhr, Lady Neveah wird vermisst. Und doch sitzt hier die besagte Lady Neveah." Die vertraute Stimme von K?nig Jian holte Neveah aus ihren Gedanken. Sie blickte ¨¹ber ihre Schulter und sah K?nig Jian am Rand des Waldes stehen, angelehnt an einen Baum, die Arme verschr?nkt, schweigend beobachtete er sie. Auf seinem Gesichtg ein komplexer Ausdruck, sein Blick war wie immer r?tselhaft. Neveah wusste nicht, wienge er bereits dort gestanden hatte; ihr Geist war so umnebelt, dass sie ihn nicht bemerkt h?tte, wenn er sich nicht zu erkennen gegeben h?tte. Neveah ubte nicht, dass der Drachenk?nig speziell gekommen war, um sie zu suchen, so konnte sie nur spekulieren, warum er hier drau?en war, au?er dass der ganze Berg sein Revier war. "Wenn jemand nicht gefunden wird, liegt es im Bereich des gesunden Menschenverstandes anzunehmen, dass er nicht gefunden werden m?chte." murmelte Neveah und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem Wasserfall zu. K?nig Jian erwiderte daraufhin nichts, doch Neveah h?rte, wie er n?her kam, und sie runzelte die Stirn, als er sich in einiger Entfernung zu ihr setzte und seinen Blick ebenfalls auf den Wasserfall richtete. "Ich habe soeben zum Ausdruck gebracht, dass ich allein sein m?chte, Eure Majest?t." stellte Neveah fest und blickte zu K?nig Jian. "Ich ebenso." erwiderte K?nig Jian emotionslos, wobei sein Blick weiterhin nach vorne gerichtet war. Neveah hatte kein Argument gegen ihn; ihr war aufgefallen, dass dieser Teil des Berges abgeschirmt war, und sie hatte bereits vermutet, dass es sich um einen Teil des Berges handelte, den nur er frei betreten konnte. Genau deshalb war sie hierhergekommen, weil sie wusste, dass dies der letzte Ort sein w¨¹rde, an dem jemand sie suchen w¨¹rde, besonders Menarx, der genau wusste, wie sehr sie K?nig Jian verabscheute. Sie schwieg ebenso wie K?nig Jian. Die Stille war weder angenehm noch unbehaglich; beide waren einfach in ihren eigenen Gedanken versunken. "Der Vereinigte Rat wird auf meinen Befehl morgen tagen. Auch der Rat der Reiter ist der Meinung, dass die Angelegenheiten des Reiches nicht gef?hrdet werden d¨¹rfen. Die Situation des Zwergenk?nigs beiseite, man kann erahnen, welche Themen sonst zur Sprache kommen werden. Es l?sst sich ohnehin nicht mehrnge vermeiden." unterbrach K?nig Jian schlie?lich die Stille. "Der K?nig tut, was er tun muss, das ist mir bewusst. Aus welchem Grund erz?hlen Sie mir dies?" fragte Neveah mit einer Geste der Gleichg¨¹ltigkeit. "Sie werden Position beziehen m¨¹ssen...den Vereinigten Rat ¨¹berwachen. Sind Sie in der Lage, wie gent voranzukommen?" fragte K?nig Jian.Neveah hob eine Augenbraue und blickte zum Drachenk?nig. "Warum? Besorgt, dass ich meiner Rolle als Vertreterin der Drachendynastie nicht gerecht werde? Denkst du, ich k?nnte erneut einen Wutanfall bekommen?" fragte Neveah. "Mache daraus nicht mehr, als es ist, Neveah", entgee K?nig Jian ausdruckslos. "Was ist es dann, Euer Gnaden?" fragte Neveah. "Jede Rasse stellt sich gegen die Drachendynastie. Wir stehen im Zentrum des Machtkampfes in diesem Reich... diesmal wirst du zwischen die Fronten geraten", sagte K?nig Jian nach einem Moment des Schweigens. Neveah verstand, was K?nig Jian meinte; es gab nun genug Vorw¨¹rfe gegen sie, die verwendet werden k?nnten, wenn sie dem Rat gegen¨¹berst¨¹nde... selbst ihr Status k?nnte in Frage gestellt werden. "Euer Gnaden, ihr m¨¹sst euch keine Sorgen um mich machen." "Ich hatte es noch nie leicht. Das erwarte ich auch jetzt nicht. Seien Sie versichert, der vereinte Rat wird nach Euren W¨¹nschen veufen... Ich werde es m?glich machen," erwiderte Neveah. Neveah erhob sich und ging fort, den Drachenk?nig alleinssend. Sie ging zur¨¹ck zum Bergfried, folgte Menarx¡¯ Duftspur und fand ihn bald, da er sich bereits auf dem Weg in ihre Richtung befand. Neveah und Menarx kamen gleichzeitig von entgegengesetzten Seiten auf eine Lichtung. Ihre Blicke trafen sich, und Neveah blieb stehen, nicht gewillt, die Distanz zu verringern. In Menarx¡¯ Augeng eine Mischung aus Besorgnis und Erleichterung, w?hrend erngsam auf Neveah zuging. "Ich konnte dich nicht finden... du hast mir Sorgen bereitet." Menarx durchbrach die Stille, als er nur noch wenige Zentimeter von Neveah entfernt war. Sein Blick glitt ¨¹ber ihre Gestalt, auf der Suche nach Verletzungen. Als er sicher war, dass sie unverletzt war, zog Menarx Neveah in seine Arme und hielt sie eng umschlungen. Neveah erwiderte seine Umarmung nicht; ihre H?nde blieben scff an ihrer Seite. Doch Menarx hielt sie nur noch fester, umh¨¹llte sie mit seiner vertrauten W?rme und sein Duft ¨¹berw?ltigte ihre empfindlichen Sinne. "Liebe... sag mir, dass wir das ¨¹berstehen k?nnen. Ich bin als Lord geboren und aufgewachsen, ich kenne kein anderes Leben. Ich hatte nie Angst in meinem Leben... ich wei? nicht, wie es ist, Angst zu haben. Aber jetzt... habe ich Angst davor, dass du meine Hand losl?sst", fl¨¹sterte Menarx leise. Neveah schloss die Augen. Sie hatte sich vorgenommen, keine Schw?che zu zeigen, nicht zu zeigen, wie tief sie betroffen war, aber bei Menarx¡¯ vertrauter Stimme und der W?rme seiner Umarmung brach ihre Entschlossenheit. Ein leises Schluchzen entwich ihrer Kehle, doch sie biss sich schnell auf die Lippe, um weitere Ausbr¨¹che zu verhindern. "Kannst du... kannst du das durchstehen?... Wenn sie stirbt... die Trennung... ich...", stammelte Neveah, ihre Gedanken wirr, als sie versuchte, sie in Worte zu fassen. "Ich habe dich, Neveah. Ich habe, was andere Drachen, die die Trennung ¨¹berlebt haben, nicht haben... eine Frau, die ich mit allem, was ich bin, liebe. Ich bitte dich, mir zu vertrauen... vertraue auf meine Liebe zu dir", flehte Menarx leise, doch bestimmt. "Ich vertraue dir... Narx. Wenn du nicht losl?sst, werde ich es auch nicht tun", sagte Neveah schlie?lich und legte ihre H?nde auf Menarx¡¯ R¨¹cken. Chapter 444: Gr??ere Barmherzigkeit (Kap.445)

Chapter 444: Gr??ere Barmherzigkeit (Kap.445)

¡¯"Veah...", fl¨¹sterte Estelle leise von der T¨¹r aus und blickte in Neveahs Quartier hinein. Sie hatte bereits eine Weile an die T¨¹r geklopft, ohne dass sie eine Antwort erhielt, aber das hatte sie schon erwartet, Menarx hatte sie vorgewarnt. Neveahs Augen tterten auf, sie richtete sichngsam auf ihrem Bett auf, ein benommener Blick in ihren Augen, als sie das Bett ansah, auf dem Menarx nicht zu sehen war, und dann zur T¨¹r, wo Estelle sie mit einem breiten L?cheln ansah. "Was gibt¡¯s? Wo ist Narx?", fragte Neveah m¨¹de und hob eine Hand, um sich an der schmerzenden Schl?fe zu reiben. Ein tauber Schmerz durchstr?mte ihren Sch?del, und es war ?u?erst unangenehm. "Er ist fr¨¹h aufgestanden und hat das Zimmer vessen. Es gibt viel vorzubereiten f¨¹r den heutigen vereinigten Rat... Wie k?nnte der Herr der Rubinschuppen Zeit haben, auszuscfen?", neckte Estelle, immer noch mit einem ¨¹bertriebenen L?cheln an der T¨¹r stehend. "Willst du mir indirekt vorwerfen, dass ich verscfen habe?", murmelte Neveah m¨¹de, obwohl ein kleines L?cheln ihre Lippen zierte. "Es w¨¹rde mir nicht einfallen, die Lady of Ruby Scales zu belehren. Ich hoffe nur, dass ich immer sicher bin, wenn ich gen Norden reise.", antwortete Estelle unschuldig. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf ¨¹ber Estelles gespielte Unschuld. "Du meinst einen Flug durch die L¨¹fte des Nordens. Liebe Reiterin des jungen Schwertherrn.", erwiderte Neveah und nickte der nun err?tenden Estelle zu. "Warum stehst du st?ndig an der T¨¹r wie ein Gast? Komm herein, ich m?chte jetzt nicht aufstehen.", murmelte Neveah und legte sich wieder auf das Bett. "Menarx hat dich sicherlich ersch?pft... Ich sehe, dass er sehr leidenschaftlich ist, immerhin hat er dich so festgehalten, nachdem er dich gefunden hat, und dich hierher getragen hat, alle bis heute Morgen ausgesperrt...", sagte Estelle kichernd, als sie sich Neveah n?herte. Neveah warf Estelle einen ausdruckslosen Blick zu. "Ja, sehr leidenschaftlich. Er hat mich fest und z?rtlich umarmt und mir dann heimlich Everons absurden Trank verabreicht, der mich die ganze Nacht zum Scfen gezwungen hat und mich heute Morgen in diesem Zustand zur¨¹ckgssen hat.", antwortete Neveah mit rollenden Augen. "Es war also nur eine Sch¨¹ssel mit Medizin? Es ist nichts passiert? Wie konnte denn nichts passieren? Ihr beide wart so verliebt, nachdem ihr euch vers?hnt hattet, und von gestern Abend bis heute Morgen allein. Die Stimmung war doch perfekt und du hast durchgescfen?!", beschuldigte Estelle etwas zu energisch. "Die Stimmung war perfekt? Schau mal, was dir so alles ¨¹ber die Lippen kommt, kleines M?dchen. Ich wusste wirklich nicht, dass du so frech bist... Ich bin erleuchtet.", zurechtgewiesen Neveah nachsichtig. "Ich bin um einige Jahre ?lter als du, Veah.", wies Estelle hin. Neveah schnaubte leise, zog die Decke enger um sich und blieb liegen. Everons Tonika waren immer so stark und genauso unangenehm wie effektiv. "H?ttest du gestern nicht in deinem Zustand das Quartier vessen, h?tte Menarx sich nicht an Everon wenden m¨¹ssen. Du wei?t, wie wichtig es ist, dass du heute Abend wieder bei voller Kraft bist; wir k?nnen uns keine Zeit verschwenden.", mahnte Estelle. Neveah atmete leise aus, Estelle hatte recht. Heute Abend w¨¹rde der Einheitsrat zusammentreten, und sie w¨¹rde als Vertreterin der Drachendynastie sprechen. Was immer sie sagte oder tat, w¨¹rde auf die gesamte Dynastie zur¨¹ckfallen ¨C Schw?che zeigen durfte sie sich nicht leisten. "Ich wei?... Ich wei?. Menarx handelt bedacht, Everons Elixier wird mir helfen, mich in k¨¹rzester Zeit wieder wie mich selbst zu f¨¹hlen. Das vor¨¹bergehende Unbehagen ist es wert", stimmte Neveah zu. "Nun, da wir schon dabei sind, dir wieder zu deiner Form zu verhelfen, Lord Menarx hat mich ausdr¨¹cklich hergeschickt, um dich zu holen... also dich einzden, zu ihm in den Hof zu kommen", verriet Estelle schlie?lich den Grund ihres Besuchs. Neveah hob eine Augenbraue und warf Estelle einen fragenden Blick zu. "Hast du nicht eben noch gesagt, er sei fr¨¹h aufgebrochen, um sich um Staatsangelegenheiten zu k¨¹mmern? Was hat es nun mit dem Hof auf sich?", fragte Neveah mit angehobener Augenbraue. "Komm, tr?del nicht herum, sondern mach dich fertig, w?hrend wir reden", dr?ngte Estelle, und stupste Neveah an, um sie dazu zu bringen, das Bett zu vessen. Neveah murmelte etwas vor sich hin, doch sie befolgte die Aufforderung, stieg vom Bett und holte sich etwas zum Anziehen, ein schlichtes wei?es Kleid. "Du ziehst selten Kleider an, es sei denn, du musst oder der Ass erfordert es. Diesmal hast du dich ohne direkte Aufforderung f¨¹r ein Kleid entschieden... warum? Vielleicht hat Lord Menarx¡¯ Aufrichtigkeit dich umgehauen, und du f¨¹hlst dich nun wie eine Dame?", fuhr Estelle fort zu necken. "Du wirst das jetzt nicht ruhenssen, nicht wahr?", erwiderte Neveah mit unbewegtem Gesichtsausdruck. "Ich f¨¹rchte nicht, Mdy", erwiderte Estelle. "Du hast keine Ahnung, wie be?ngstigend es war, als du aufgest¨¹rmt bist, in dem Moment, als du das Bewusstsein wiederengt hast. Ich konnte nicht sagen, ob du w¨¹tend oder einfach nur ver?rgert warst... Ich dachte wirklich, du h?ttest beschlossen, die Beziehung zu Lord Menarx zu beenden", gestand Estelle ehrlich. Neveah schwieg f¨¹r einen Moment. Sie war wahrhaftig w¨¹tend gewesen, zutiefst verletzt ¨¹ber alles, was geschehen war, aber der Gedanke, Menarx zu vessen, war ihr nie in den Sinn gekommen ¨C eine Vorstellung, die sie einfach nicht begreifen konnte. "Und wenn ich es getan h?tte?", fragte Neveah leise, w?hrend sie ihre Sachen ore. Estelle erkannte die Schwere von Neveahs Frage und antwortete nicht sofort, sondern nahm sich einen Moment Zeit zum Nachdenken. "Es ist noch nichtnge her, seit Dante und ich zur Drachenburg kamen. Noch nichtnge, seit wir dich in den Futtergruben trafen, aber in dieser kurzen Zeit wurde uns die Tiefe der Liebe zwischen dir und Lord Menarx deutlich", begann Estelle. "Die Umst?nde diesmal sind allerdings wirklich schwierig f¨¹r euch beide, das l?sst sich nicht bestreiten. Und welchen Weg du auch immer w?hlst, niemand w¨¹rde es wagen, dich daf¨¹r zu verurteilen." "Ich habe einmal Dante von mir gesto?en, aus Angst vor dem Schicksal und der Macht unserer Verbindung", f¨¹gte Estelle leise hinzu, w?hrend sie sich neben Neveahs Bett setzte. "Hast du es je bereut?", fragte Neveah. "Jeden Tag... Aber Veah, manchmal ist das Bedauern die gr??ere Gnade", antwortete Estelle mit einem Seufzer. "So wird es zwischen Menarx und mir nicht enden", sagte Neveah schlie?lich nach einem Moment der Stille und ging ins Waschzimmer. Chapter 445: Innenhof (Kap.446)

Chapter 445: Innenhof (Kap.446)

"Komm her, Veah", wies Estelle an und deutete nach vorne. "Ich kenne diese Festung viel besser als du, Elle. Ich brauche keinen Aufpasser." Neveah stellte das Offensichtliche fest und am¨¹sierte sich ¨¹ber Estelles Verhalten. "Musst du immer so eine Spa?bremse sein?" gab Estelle zur¨¹ck. Neveah hob beschwichtigend die H?nde und lie? sich von Estelle weiterf¨¹hren. Sie folgten den G?ngen der Festung, bis sie schlie?lich hinaustraten und im Hof standen. Neveah wurde durch den Hof geleitet, bis sie zu dessen Zentrum kamen, einem Ort, an dem alle, die die Festung betraten oder verlie?en, vorbeikommen mussten. Genau hier war Neveah dazu gezwungen worden, sich hinzuknien und war von allen Bewohnern der Festung verh?hnt worden. Auf dieser ttform hatte Menarx einen gro?en Stuhl aufgestellt und sa? nun dort, nippte an einem Becher und pr¨¹fte eine gro?e Schriftrolle, die vor ihm auf einem Tisch ausgerollt war. Zur Linken errichtete eine Gruppe von Arbeitern mit flinker Handfertigkeit eine Art Apparatur, unterst¨¹tzt von einem Magier, der Metall magisch formte und so die Arbeit erleichterte. Eine Schallbarriere umschloss die Baustelle und verhinderte, dass Ger?usche in den ¨¹brigen Teil des Hofs drangen und den Alltag st?rten. Neveah konnte r sehen, was dort geschah, nahm jedoch au?er den Stimmen der Arbeiter keine weiteren Ger?usche wahr. Sie vermutete, dass dies das Werk eines anderen Magiers war. Obgleich Neveah bisher wenige Erfahrungen mit Magiern gemacht hatte, wusste sie, dass die meisten von ihnen in einem bestimmten Element besonders begabt waren ¨C und Metall sowie ng galten als untergeore Elemente. Aber nicht nur dort herrschte reges Treiben. Auf seiner rechten Seite sa? eine Gruppe von N?herinnen, die mit ihren Arbeitsutensilien etwas mit gro?er Sorgfalt anfertigten. "Was hat er vor?", fl¨¹sterte Neveah und beugte sich zu Estelle vor. Estelle zuckte mit den Schultern und schubste Neveah sanft vorw?rts, damit sie ihren Weg fortsetzte. Neveah trat zu Menarx her¨¹ber und betrachtete, wie die Arbeit auf beiden Seiten von ihm in vollem Gange war, w?hrend sein Blick fest auf die Schriftrolle gerichtet blieb. "Meine Liebe, komm zu mir", rief Menarx Neveah zu, als er ihr Nahen bemerkte. Neveah ging zu ihm, ergriff seine ausgestreckte Hand und setzte sich neben ihn. "Was ist das alles hier? Mir wurde gesagt, du w¨¹rdest dich um Staatsangelegenheiten k¨¹mmern", fragte Neveah. "Genau das tue ich auch", entgee Menarx und deutete auf die im Bau befindliche Vorrichtung sowie auf die Pl?ne, die er studierte. Es schien sich um eine Form von Folterinstrument zu handeln, und Neveah zog fragend eine Augenbraue hoch. "Ist das dein Werk?", fragte Neveah, wobei ihre Stimme Verst?ndnis verriet, als sie den Baun betrachtete. Menarx brummte best?tigend und lehnte sich in seinem Stuhl zur¨¹ck. Als es um Verh?re und Folter ging, war Menarx der f¨¹hrende Spezialist. Ein ganzer Bereich des Kerkerkomplexes war seiner Kunst gewidmet. Obwohl Neveah noch nie in Menarx¡¯ Bereich gewesen war, respektierte sie seinen Wunsch, dass sie diese Seite von ihm nicht sehen sollte. "Seit wir den Zwergenk?nig gefangen genommen haben, ist er in meinem Bereich. Ich habe unterschiedliche Methoden erwogen, damit er die Identit?t seines Drahtziehers preisgibt, aber er bleibt bei dieser Auskunft verschlossen..." "Der feige Zwerg ist bereit, sein Leben zu opfern, um diese Wahrheit zu sch¨¹tzen, und er wird umso ¨¹berheblicher, weil er wei?, dass wir ihn am Leben brauchen. Das kann ich nicht zssen." "Der vereinigte Rat hat Bedenken gegen die grausame Folter eines entthronten Monarchen ge?u?ert. Mein Lehnsherr m?chte ihre Unzufriedenheit noch verst?rken, und ich habe genau das richtige Mittel daf¨¹r", erkl?rte Menarx gssen mit einem Achselzucken. "Er m?chte deutlich machen, dass in Drachengebieten keine fremde Autorit?t gilt... am Zwergenk?nig ein Exempel zu statuieren", verstand Neveah. Das Aufstellen von Folterger?ten im Hof, wenige Stunden vor der ersten Versammlung des vereinigten Rates, sollte sowohl als Warnung als auch als Einsch¨¹chterung dienen. "In dieser Zeit gibt es viele Augen in der Festung; wir m¨¹ssen ihnen etwas Sehenswertes bieten", sagte Menarx und trank einen Schluck Wein. "Und die andere Gruppe?" fragte Neveah, auf die Schneiderinnen deutend. "Ah... ja. Die Vertreterin der Drachendynastie soll ein angemessenes Gewand erhalten. Ich habe die N?herinnen eingden, ich werde ihnen w?hrend der Arbeit Gesellschaft leisten", antwortete Menarx. "Aber Narx, ich habe schon viele Reitanz¨¹ge. Es ist nicht n?tig, die N?herinnen so sehr zu beanspruchen", entgee Neveah belustigt. "Noch einige mehr schaden nicht, und ein Festanzug unterscheidet sich betr?chtlich von einem gew?hnlichen Anzug. Ich bin sicher, sie haben nichts gegen meine Gesellschaft", erwiderte Menarx selbstbewusst. "Wie kannst du dir da so sicher sein?" fragte Neveah. "Ich habe gefragt", antwortete Menarx mit einer Gegenfrage. "Lady Neveah, Lord Menarx hat uns so eindringlich gebeten, dass wir es nicht wagen w¨¹rden, ihn abzulehnen. Es ist uns eine Ehre, Euren Festanzug zu fertigen, und Lord Menarx¡¯ Anwesenheit ist sehr willkommen", sagte eine der Schneiderinnen. Neveah warf Menarx einen genervten Blick zu und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Ich werde viel um die Ohren haben, aber ich hatte gehofft, wir k?nnten zusammen fr¨¹hst¨¹cken", sagte Menarx hoffnungsvoll. "Hier drau?en? Du hast doch selbst gesagt, dass es jetzt viele Augen in der Festung gibt", erinnerte Neveah, die sich bewusst war, dass selbst in diesem Augenblick Spione der verschiedenen V?lker jeden ihrer Schritte ¨¹berwachten. "Sie sind wirklich erfahren darin, Geschichten zu verbreiten, nicht wahr? Lassen wir sie deutlich erkennen, dass der tz an meiner Seite nur f¨¹r dich bestimmt ist", erwiderte Menarx mit einem Schulterzucken. Neveah l?chelte kurz, doch ihr L?cheln erstarb, als ihr Blick auf ein Paar Augen fiel, das sie hier und jetzt am wenigsten erwartet h?tte. Unterst¨¹tzt von Lady Ke schritt Adrienne ¨¹ber den Hof ¨C die Letzte, die Neveah in diesem Moment sehen wollte. Chapter 446: Eine unverstandene Sprache (Kap.447)

Chapter 446: Eine unverstandene Sprache (Kap.447)

Adrienne, mit ihrem schrecklich ssen Aussehen, den eingesunkenen Augen und den hohlen Wangen, die tief genug erschienen, um Wasser zu halten, war die Fee, die f¨¹r ihre bezaubernde Sch?nheit bekannt war, kaum wiederzuerkennen. Sie sah weit schlimmer aus, als Neveah erwartet hatte. Schon in der gro?en Halle hatte Neveah bemerkt, dass Adrianne anders aussah, doch die rheit ihres ver?nderten Zustands wurde erst jetzt im hellen Tageslicht, ohne die Ablenkung durch das hektische Geschehen und die Menge der Leute, deutlich. Adrienne war von Natur aus zierlich, doch bisher strahlte sie immer eine leuchtende, lebendige und vornehme Aura aus. Sie war eine Frau, ¨¹ber deren Rang man nicht erst sprechen musste. Schon aus der Ferne konnte selbst der Unkundigste erkennen, dass sie eine Frau von hohem Stand und edler Herkunft war. Ihr Auftreten, ihr Charakter, ihre Haltung und sogar ihre Art, sich zu pr?sentieren, waren keineswegs gew?hnlich, nicht einmal im Drachenturm, der Hunderte von Adligen unterschiedlichster, hoch angesehener R?nge beherbergte. Adrienne war schon immer besonders, ihre Anwesenheit lie? die anderen neben ihr verssen, als k?me sie aus einer ganz anderen Welt. Die Anmut, die sie verk?rperte, war unvergleichlich mit irgendjemandem, den Neveah bisher getroffen hatte, und Neveah hatte viele hohe Damen vom Eclipse Domain bis hinunter zum Drachenturm kennengelernt. Neveah gestand sich ein, dass Adrienne eine Macht war, mit der man rechnen musste, eine von denen, von denen man sagen konnte, sie seien exzellent geboren worden... perfekt, ohne Makel, oder vielmehr mit der F?higkeit, jeglichen Fehler zu kaschieren. In nur wenigen Monaten, seit sie aus dem Bergfried verbannt worden war, hatte sich Adrienne vollst?ndig ver?ndert. Jetzt, in einfacher Kleidung und nicht mehr in Rosalies ¨¹bertriebenem Luxusgewand, war die Ver?nderung noch offensichtlicher. Es war nicht nur ihr ?u?eres, die Ver?nderung ging tiefer. Neveah sah es in Adrianes Aura, ihrer Miene. Die sonst so souver?ne Ausstrahlung und Haltung waren vergessen. Die einst stolze Frau lie? die Schultern h?ngen, als tr¨¹ge sie das Gewicht der ganzen Festung und noch mehr. Adriannes schillernde spektrale Fl¨¹gel waren nun trocken und leblos, siegen an ihrem R¨¹cken wie ein fehl am tz wirkender Klumpen. Aber die gr??te Ver?nderung sah Neveah in Adrianes Augen. Dieser karamellbraune Blick, der einst so stolz und selbstsicher erschien, wirkte nun gebrochen, leer... tot. Adrienne starrte zu Neveah her¨¹ber. Wienge schon, wusste Neveah nicht, aber sie erwiderte den Blick, und alles, was sie sah, war eine seelenlose H¨¹lle, ein Wesen, das das Leben bereits aufgegeben hatte. Sie war so geschw?cht, dass Ke ihr gesamtes Gewicht st¨¹tzen musste. Ein Blick verriet Neveah, dass in Adrianes Muskeln keine Kraft mehr war. Neveahs Erfahrung mit Giften sagte ihr, dass das Gift in Adrianes K?rper besonders b?sartig war, alle Organe gleichzeitig angriff und sich rasch mit Hilfe des Blutkreiufs verbreitete. Bei dieser Geschwindigkeit w¨¹rde es jeden Moment das Herz erreichen... genauer gesagt, h?tte es dies bereits tun sollen. Dass sie bis jetzt noch lebte, war schon als Gl¨¹ck zu betrachten. Die Zeit, die ihr blieb,g irgendwo zwischen ein paar Tagen und den n?chsten Stunden. Es hing alles von ihrem Schicksal ab. ¡¯Veah... Veah... komm zu dir!¡¯ mahnte Neveahs Wolf, als sie Adrienne weiterhin nur anstarrte. Neveah blinzelte schnell, sch¨¹ttelte den Kopf, um sich zu sammeln und in die Realit?t zur¨¹ckzukehren. Ein pl?tzliches Fr?steln machte sich in Neveah breit, und sie wusste, dass es nicht am Wetter liegen konnte, denn die Morgensonne stand hoch am Himmel und h¨¹llte alles unter ihr in ihre w?rmenden Strahlen. Dieses Fr?steln war etwas ganz anderes, eine Mischung aus unerkl?rbaren Gef¨¹hlen, die Neveah eigentlich keinen Grund hatte zu sp¨¹ren - au?er der Tatsache, dass auch sie sterblich war. Die Schw?che, die Sterbliche gemeinsam haben, ist ein Herz, das Empathie kennt. Neveah h?tte nicht gedacht, dass sie eines Tages ein so nichtiges Gef¨¹hl f¨¹r jemanden empfinden w¨¹rde, der es absolut nicht verdient hatte. Aber als sie Adrienne mit eigenen Augen erblickte, verstand sie vollkommen, warum Ke nichts anderes vengt hatte, als dass Neveah ihr einen Besuch abstatten sollte. Denn Ke wusste, es gab nichts ¨¹berzeugenderes als Adriennes Zustand mit eigenen Augen zu sehen. ¡¯Veah... jetzt ist nicht die Zeit f¨¹r solche Gedanken. Verscheuche sie¡¯, ermahnte Neveahs Wolf sie eindringlich. Neveah folgte dem Rat und sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um sich wieder auf die Realit?t zu besinnen. Als sie wieder ganz bei sich war, erkannte sie zwei Tatsachen. Die erste war, dass Adrienne sich nun zur¨¹ck in den Bergfried bewegte, diesmal nicht mit Kes Unterst¨¹tzung, sondern alleine,ngsam und sichtlich k?mpfend. Ke sah ihr best¨¹rzt nach, und Neveah vermutete, sie war mit Adriennes Entscheidung nicht einverstanden. Neveah war sich nicht sicher, was sie von Adrienne erwartet hatte, aber sicherlich keinen friedvollen R¨¹ckzug. Hatte das Gift Adriennes Gier und Machthunger vertrieben? Menarx war genau hier, ihre letzte Chance auf das Leben, das sie sich w¨¹nschte, und ehrlich gesagt auch auf das Leben selbst. Menarx¡¯ umgekehrte Schuppe konnte das Gift bannen, so viel stand fest. Diese Chance hatte selbst das Schicksal f¨¹r sie gerechtfertigt, indem es ihr das Wunder einer wahren Bindung gew?hrte. Es war ihr Leben, ihre Hoffnungen und Tr?ume in einem Paket - ein perfektes Paket, das Herr der Rubinschuppen genannt wurde. Menarx hatte sich all die Zeit geweigert, Adrienne zu sehen, und jetzt, wo sie die M?glichkeit hatte, ihn zu sehen und ihren Fall vorzubringen, an die Bindung zu appellieren, seinen Arm zu zwingen... etwas zu tun, was auch immer es sein mochte, was tat sie? Sie ging. Und dann war da noch die zweite Tatsache... die Tatsache, dass Neveah erst jetzt bemerkte, dass der Mann neben ihr nicht ein Wort gesagt oder etwas getan hatte. Menarx zeigte absolut keine Reaktion. Als h?tte er Adrienne ¨¹berhaupt nicht gesehen, war seine ganze Aufmerksamkeit auf den un vor ihm gerichtet. Wie konnte es sein, dass er sie nicht gesehen hatte, als doch beide in dieselbe Richtung blickten, als Adrienne hinausgetreten war? Wenn Neveah nicht aufmerksam genug gewesen w?re, h?tte sie vielleicht Menarx¡¯ schneewei?e Kn?chel von seinen fest geballten F?usten und den kleinen Blutstropfen ¨¹bersehen, der den un an der Stelle befleckte, wo sich Menarx¡¯ N?gel in seine Haut gebohrt haben mussten. ?u?erlich schien es, als h?tte es keinen Austausch gegeben, aber Neveah wusste besser als jeder andere, was f¨¹r eine Macht das Band hatte - es gab keine Botschaft, die es nicht ¨¹bermitteln konnte, snge es erweckt war. Daher wusste Neveah, dass wirklich ein Austausch stattgefunden hatte. Einer, dem beide Parteien hilflos ausgeliefert waren, in einer Sprache, die selbst sie nicht verstehen w¨¹rden, und von dem keiner unber¨¹hrt bleiben konnte. ¡¯Das Band... ihr... Band...¡¯, dachte Neveah bei sich, w?hrend ihr Herz bis zum Grund ihres Magens sank. Chapter 447: Für wie lange? (Kap. 448)

Chapter 447: F¨¹r wienge? (Kap. 448)

"Narx?" rief Neveah, nachdem ein Augenblick verstrichen war. Menarx brummte als Antwort und richtete seine Aufmerksamkeit immer noch auf die upause auf dem Tisch, als s?he er sie gerade zum ersten Mal, obwohl er es war, der sie urspr¨¹nglich entworfen hatte. Neveah wusste, dass Menarx die upause eingehend studiert hatte, um gegebenenfalls rechtzeitig Anpassungen vornehmen zu k?nnen, aber ein kurzer Blick weg w¨¹rde das Ergebnis nun nicht beeintr?chtigen. Er lenkte sich absichtlich ab, um demjenigen, dessen Leben auf dem Spiel stand, keine falschen Hoffnungen zu machen. Doch Neveah fragte sich, ob Menarx einen ignorierte... w?hrend er sich vor dem anderen verbarg. Seine Augen hatten immerhin Adriennes Augen gesehen, doch Menarx¡¯ Blick war nach unten gerichtet, fokussiert, und das war nicht ungew?hnlich. Dennoch war Neveah jemand, der sehr sensibel war. Er ¨¹berkompensierte; es war schmerzhaft f¨¹r Neveah zuzusehen. Sie hatte nicht erwartet, dass er seinem Lebensgef?hrten gegen¨¹ber v?llig gleichg¨¹ltig sein w¨¹rde, aber ihr Zustand zu sehen und sich so anzustrengen, unbeeindruckt zu wirken, war alles, um Neveah nicht zu verletzen... und dennoch wurde genau das Gegenteil erreicht. Es war nicht Menarx¡¯ Schuld, es war niemandes Schuld. Dass er sich so anstrengte, war ein Beweis daf¨¹r, wie tief die Verbindung verwurzelt war, selbst wenn es R¨¹cksichtnahme auf Neveah war, bewies es nur Tatsachen, die Neveah nicht wahrhaben wollte. Weitermachen zu k?nnen, als w?re nichts passiert, das Leben so normal fortzuf¨¹hren... so gl¨¹cklich, wie sie gewesen waren, war das noch m?glich? Neveah atmete leise und griff nach Menarx¡¯ verkrampfter Faust. "Du kannst jetzt lossen... du tust dir selbst weh", sagte Neveah bes?nftigend in ruhigem Ton. Menarx hob seinen Blick zu Neveah, und f¨¹r den Bruchteil einer Sekunde, bevor er verschwand, ubte Neveah eine Spur von Traurigkeit zu erkennen. Es war so fl¨¹chtig, dass Neveah nicht sicher sein konnte, ob sie richtig gesehen hatte oder ob ihr Geist ihr Streiche spielte und Szenen erschuf. Menarx l?chelte leicht, sein L?cheln war aufrichtig, aber angespannt. Neveah suchte in seinen Augen nach Antworten auf Fragen, die sie selbst nicht kannte, Und doch, was Neveah erhielt, war ein dumpfer Schmerz von Menarx¡¯ umgekehrter Waage, die durchgehend nerv?s und widerwillig zu beruhigen war, snge Neveah bewusstlos war, aber seit Neveah erwachte, war sie vollkommen still. Da sie wieder zu reagieren begann, wusste Neveah nicht, wienge sie sich beruhigen k?nnte oder wie viel mehr Schaden sie durch ein Missgeschick nehmen w¨¹rde. Die umgekehrte Waage w¨¹rde erst wirklich zur Ruhe kommen, wenn Adriennes Angelegenheit gekl?rt war, wenn sie sterben w¨¹rde... dann konnte das Missgeschick korrigiert werden. Es war ein mncholisches Gef¨¹hl, dass der Erfolg ihrer Verbindung ebenso von Adriennes Tod abhing wie Adriennes Leben vom Scheitern ihrer Verbindung. ¡¯Ich kann seine Gef¨¹hle nicht mehr sp¨¹ren...¡¯, erkannte Neveah. Es war eine F?higkeit, die sie mit dem Erfolg der zweiten Verschmelzung gewonnen hatte, und da sie nun fehlgescgen war, hatte sie sie wieder verloren... sie war nicht einmal dazu gekommen, Menarx zu offenbaren, dass sie in der Lage war, seine Gef¨¹hle zu irgendeinem Zeitpunkt zu sp¨¹ren. Vielleicht war es besser, nichts davon zu erw?hnen. ¡¯Man sagt, dass das, was einem nicht geh?rt, eines Tages weggenommen wird.¡¯ dachte Neveah bei sich selbst.¡¯¡¯Veah...¡¯ warnte Neveahs Wolf, um ihre Gedanken zu lenken. Neveah strich mit dem Daumen ¨¹ber Menarx¡¯ verletzte Handfl?che, ein schmerzvoller Ausdruck in ihren Augen. "Es wird gleich heilen. Es geht mir gut, du brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen." versicherte Menarx, w?hrend er Neveahs besorgten Blick bemerkte. Neveah antwortete nicht, schenkte ihm jedoch ein kleines L?cheln als Zeichen, dass sie seine Worte wahrgenommen hatte. ¡¯Oberfl?chliche Wunden heilen, aber was kann man mit denen machen, die tief verborgen sind? Du sagst, es geht dir gut, aber ist das wirklich wahr? Wenn es dir jetzt gut geht... wienge bleibt das so? Wie kann ich sicher sein, dass alles in Ordnung ist?¡¯ dachte Neveah bei sich. "Komm, ich habe im Garten einen Tisch gedeckt,ss uns essen gehen." Menarx reichte Neveah seine Hand, w?hrend er sich erhob. Neveah ergriff Menarx¡¯ Hand und lie? sich von ihm f¨¹hren, ein beunruhigendes Gef¨¹hl im Herzen, und sie f¨¹rchtete, dass sie dieses Gef¨¹hl vielleicht nie mehr loswerden w¨¹rde. _____________ "Lord Rodrick." Neveah begr¨¹?te den Verwalter des K?nigspstes, der gewissenhaft an der T¨¹r von K?nig Jians Zimmer stand. "Lady Neveah." Lord Rodrick erwiderte den Gru? mit einer kleinen Verbeugung. Neveah neigte leicht den Kopf, um Respekt zu zeigen. Es war schon eine ganze Weile her, dass sie Lord Rodrick das letzte Mal getroffen hatte, und sie war sich nicht sicher, ob sich ihre Wege seit ihrer R¨¹ckkehr gekreuzt hatten. Ihr letztes Treffen schien zur Zeit der Verhandlung gewesen zu sein, als Adriennes Verbrechen vor dem Rat offenbart wurde, es war auch das letzte Mal, dass Neveah Davina gesehen hatte. Einige Monate waren bereits vergangen, viel war geschehen, und obwohl der Gedanke an Davina Neveah mehrmals gekommen war, hatte sie nicht viel mehr tun k?nnen, als dar¨¹ber nachzudenken. Jetzt ¨¹berkam Neveah ein Schuldgef¨¹hl. Sie war vor Monaten zu den Zwergen-Au?enposten aufgebrochen, als Davinas Zustand noch instabil war, und sie hatte sich bis heute nicht nach ihrer Genesung erkundigt. W?re sie Lord Rodrick jetzt nicht bege, h?tte sie vielleicht nie wieder von Davina erfahren wollen... zumindest nicht offen. Neveah vermutete, dass die damalige Situation ihr derart viele Probleme bereitet hatte, dass sie die Freundschaft als problematisch empfand. H?tte sie es nicht zugssen, wie h?tte Adrienne dann jemanden finden k?nnen, der gegen sie verwendet werden konnte? Aber das allesg jetzt in der Vergangenheit. "Davina... geht es ihr gut?" fragte Neveah nach einem Moment peinlichen Schweigens. "Meine Tochter konnte dank Ihrer Hilfe ihr Leben bewahren, es w?re undankbar von ihr, wenn es ihr nicht gut ginge. Es gab Schwierigkeiten...aber seit sie nicht mehr hier im Pst ist, erholt sie sich." erwiderte Lord Rodrick mit einem kleinen L?cheln. "Das ist beruhigend." murmelte Neveah, als sie an Lord Rodrick vorbei in die Gem?cher von K?nig Jian trat. Chapter 448: Wahlm?glichkeiten (Kap.449)

Chapter 448: Wahlm?glichkeiten (Kap.449)

In dem Moment, als Neveah das Quartier von K?nig Jian betrat, sp¨¹rte sie die Gegenwart des Drachenk?nigs, doch sie war schwach und entfernt, ¨¹berschattet von der Pr?senz eines anderen. K?nig Jian war in seinem Arbeitszimmer nicht zu sehen; er musste irgendwo anders in seinem Quartier oder anderswo sein, doch das konnte Neveah nicht weiter k¨¹mmern. Ihre Augen fixierten jene wirbelnden, pechschwarzen Tiefen, als Xenon seinen Blick von dem tz, an dem er am Schreibtisch von K?nig Jian sa?, auf sie richtete. Neveah war ¨¹berrascht, ihn dort anzutreffen, und es war bereits zu sp?t, umzukehren, da er ihre Ankunft ebenso bemerkt hatte und sie nun anstarrte. Einen Momentng starrten sie sich nur schweigend an. Was konnten sie auch anderes tun als zu starren? Es gab nichts zu sagen. Alles, was gesagt werden sollte, und sogar Dinge, die nicht h?tten gesagt werden sollen, waren in jener Nacht gesagt worden, bevor alles bergab ging. Es hatte so viele Schwierigkeiten gegeben, dass Neveah beinahe vergessen hatte, dass Xenon seit jener Nacht aus ihrem Blickfeld verschwunden war. Hatte sie ihn so sehr verletzt, dass er es nicht mehr wagte, sie zu sehen? Ein bitteres Gef¨¹hl breitete sich in ihrem Magen aus. ?Ich wusste nicht, dass er dich erwartet.", durchbrach Xenon als Erster die Stille. Wenn sie jetzt dar¨¹ber nachdachte, wie hartn?ckig Xenon in jener Nacht gewesen war, war es untypisch f¨¹r ihn, Neveah auch nur einen Moment allein zussen... selbst wenn sie sehr verletzt gewesen war. So verstand Neveah, dass Xenons Absicht, sich fernzuhalten und unsichtbar zu bleiben, darin bestand, sie nicht mit seinen Gef¨¹hlen zu bsten und die Dinge nicht noch schwieriger zu machen, als sie ohnehin schon waren. Und daf¨¹r war Neveah dankbar, sie hatte im Moment genug um die Ohren. ?Seine Hoheit ist momentan nicht hier, ich werde dann zu einem anderen Zeitpunkt wiederkommen.", murmelte Neveah und machte Anstalten zu gehen, doch Xenon hielt sie auf. ?Der vereinigte Rat beginnt in wenigen Stunden, es wird keine andere Zeit daf¨¹r geben, wof¨¹r er dich gerufen hat. Er wird bald zur¨¹ckkehren... bitte setz dich.", bot Xenon Neveah an. Xenon stand auf, gab Neveah ein Zeichen, sich dort hinzusetzen, wo er gesessen hatte, w?hrend er sich an einen anderen Sitz am Fenster setzte. Neveah stand im Weg und als Xenon an ihr vorbeiging, hielt er inne. Als der Duft von Xenon sie umwehte, stockte Neveah instinktiv der Atem, bevor er wieder seinen gewohnten Rhythmus annahm. Neveah bewegte sich, entschlossen, sich so schnell wie m?glich zu entfernen. Sie hatte nicht erwartet, dass Xenon stehen bleiben w¨¹rde. Sie standen jetzt so nahe beieinander, Seite an Seite, dass sich ihre Schultern fast ber¨¹hrten. ?Bleib... Ich werde nicht n?her kommen.", sagte Xenon, der bereits ahnte, was Neveah tun w¨¹rde. Neveah trat trotzdem einen Schritt zur¨¹ck, um etwas mehr Abstand zwischen ihnen zu bringen, allerdings nicht so viel, wie sie urspr¨¹nglich gent hatte. Xenon atmete leise aus, doch er protestierte nicht weiter gegen Neveahs Bewegung, denn er wusste, dass sie, wenn sie nicht zuh?ren wollte, sich bereits auf den Weg zur anderen Seite des Studierzimmers gemacht h?tte oder gegangen w?re. Neveah wartete geduldig darauf, was Xenon sagen w¨¹rde. Sie sah den Kampf in seinen Augen, als er seine Worte sorgf?ltig abw?gte. Xenon war noch nie gut im Umgang mit Worten gewesen, gerade weil er keine Worte verschwendete oder um den hei?en Brei herumredete, sondern die Dinge so aussprach, wie er sie f¨¹hlte. Diese Eigenart verlieh ihm eine Intensit?t, die kein anderer Mann, den Neveah kannte, besa?. Manchmal war das gut, aber manchmal auch erdr¨¹ckend und schwer zu bew?ltigen. "Bist du wirklich in Ordnung?" fragte Xenon schlie?lich, nachdem er seine Worte mit Bedacht gew?hlt hatte, seine Stimme von Sorge gepr?gt. "Ich..." Neveah setzte an zu sagen, dass es ihr gut ginge, doch dann stockte sie. Sie hatte nie etwas vor Xenon verbergen k?nnen. So geschickt sie auch darin war, ein echtes L?cheln vorzut?uschen, er durchschaute sie immer. Dieses Mal wagte Neveah einen Blick in Xenons Augen und erkannte darin, dass er die Antwort auf seine Frage bereits wusste, ja, dass er es vielleicht besser wusste als sie selbst. "Was m?chtest du h?ren?" antwortete Neveah mit einem schweren Seufzer. "M?chtest du wirklich eine Antwort auf diese Frage?" erwiderte Xenon mit einer Gegenfrage. Neveah presste die Lippen zusammen und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Es war nicht schwer zu erraten, was Xenon von Neveah h?ren wollte; er hatte sich bereits r ausgedr¨¹ckt. "Es ist hart ... tatenlos zuzusehen ... zuzusehen, wie du mittendrin steckst und solchen Schmerz erleidest ... und ich kann nichts tun." "Es zerrei?t mich ... Veah ..." gestand Xenon. "Xenon ..." Neveah atmete m¨¹de aus. "Auch wenn du f¨¹r ihn das Zentrum seiner Welt bist ... selbst wenn er dich gl¨¹cklicher macht, als ich es jemals k?nnte, auch wenn ich den tz sehe, den er in deinem Herzen einnimmt, bin ich dennoch nicht bereit, dich zu ihm gehen zussen ... Das w¨¹rde ich niemals dulden." "Ich wei? nicht, wie ich irgendeinem anderen Herzen als meinem eigenen vertrauen soll, ich wei? nicht, wie ich selbstlos sein und verzichten soll, auf das, was ich will. Die einzige Frau, die ich begehre, will mich nicht und das l?sst mich nur noch mehr nach ihr vengen ... Ich bin eben ein solch egoistischer Mann." "Wie soll ich es ertragen, dich f¨¹r einen anderen Mann leiden zu sehen? Nur wie?" fragte Xenon, wahrhaft hilflos. "Das ist meine Entscheidung, Xenon. Ich habe mich daf¨¹r entschieden, ich werde die Konsequenzen meiner Wahl tragen ... Ich ube nicht, dass ich es bereuen werde.", sagte Neveah leise. "Ich wei?, dass du verletzt bist, aber vergib mir, Xenon ... Ich werde nicht zu dir kommen.", f¨¹gte Neveah hinzu. "Trotzdem bleibt es meine Entscheidung, zu dir zu kommen, Neveah. Das ist mein eigener Entschluss. Du magst dich heute und songe du es willst von mir abwenden ... aber ich werde immer hier sein und darauf warten, dass du meine ausgestreckte Hand annimmst.", antwortete Xenon in einem ruhigen, doch entschlossenen Ton. Chapter 449: Der Vereinte Rat (Kap. 450)

Chapter 449: Der Vereinte Rat (Kap. 450)

¡¯Was passiert, wenn ich es nie tue? Wenn ich nie deine Hand nehme?¡¯ fl¨¹sterte Neveah in einem Ton, der kaum ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinausging. Es gibt tausend M?glichkeiten f¨¹r alle Situationen im Leben, w¨¹rde man jede einzeln betrachten, w?re es schwer, seinem Herzen zu folgen... Ich werde nur im Augenblick leben, Veah, in diesem Moment, in dem ich wei?, dass dein Herz mich kein einziges Mal vergessen hat...,¡¯ sagte er, mit einem Tonfall, der so zuversichtlich und bestimmt war wie immer. "Es ist Zeit." K?nig Jians Stimme riss Neveah aus ihren Gedanken. Sie schaute zum Drachenk?nig her¨¹ber, der sie mit hochgezogener Augenbraue musterte. "Ihr scheint geistesabwesend zu sein... Seid Ihr sicher, dass Ihr dies durchf¨¹hren wollt?" fragte K?nig Jian und bezog sich dabei auf die Leitung des Einheitsrates, die bereits begonnen hatte. Neveah atmetengsam aus und sah K?nig Jian an. Sie hatte nicht mehr gez?hlt, wie oft er um diese Best?tigung gebeten hatte. "F¨¹hlt euch nicht unter Druck gesetzt. Wir k?nnen jederzeit andere Arrangements treffen, Ihr m¨¹sst euch nicht zwingen," f¨¹gte K?nig Jian hinzu, als Neveah nicht sofort reagierte. In den letzten Tagen war der Drachenk?nig ¨¹beraus r¨¹cksichtsvoll gegen¨¹ber Neveah gewesen, und sie empfand das als fremd und schwierig. Vor allem, da sie wusste, dass seine F¨¹rsorge nur aus Schuldgef¨¹hlen wegen ihrer Situation mit seinen Br¨¹dern herr¨¹hrte. Es war schwer zu entscheiden, was sie f¨¹hlen sollte, wenn sie von der einen Person, von der sie gedacht hatte, er w¨¹rde seine Meinung ¨¹ber sie nie ?ndern, wie eine zerbrechliche Puppe behandelt wurde. Auch wenn seine Meinung schrecklich gewesen war, so war sie doch wenigstens konstant... In einer Welt, in der sich alles im Augenblick ?ndern konnte, schneller als man es begreifen konnte, war Best?ndigkeit etwas Gutes. In diesem Moment wurde Neveah r, dass sie sich sicherer in K?nig Jians Hass gef¨¹hlt hatte als in den letzten Tagen, in denen sie sich nicht mehr sicher war, wo er genau stand. "Du hast gesagt, es g?be niemanden, der besser geei sei, als Vertreter zu fungieren, als der Reiter, der die ht angef¨¹hrt und die verborgene Stadt unterworfen hat." "Ich bin die Einzige, die daf¨¹r sorgen kann, dass dies reibungslos ¨¹ber die B¨¹hne geht... um zu verdeutlichen, dass die Drachendynastie unnachgiebig und ¨¹berlegen bleibt," erinnerte Neveah. "Das habe ich gesagt," stimmte K?nig Jian zu. "Ich habe die Ehrungen f¨¹r meine Rolle bei der Eroberung der verborgenen Stadt erhalten, ich kann mich jetzt nicht von der Verantwortung zur¨¹ckziehen. Ich werde tun, was ihr wollt, eure Vorherrschaft ¨¹ber den vereinigten Rat aus¨¹ben und daf¨¹r sorgen, dass euch niemand jemals wieder in Frage stellt." Neveahs Haltung hatte sich nicht ver?ndert. K?nig Jian runzelte die Stirn bei Neveahs Worten und noch mehr bei dem leeren Monoton, mit dem sie sie sagte. Als w¨¹rde sie aus geborgter ¨¹berzeugung zitieren und h?tte weder uben noch Interesse an dem, was sie sagen oder tun sollte. "Du klingst seltsam... das tust du schon eine Weile," stellte K?nig Jian fest. Neveah zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern und meinte, sie k?nne keine Erkl?rung f¨¹r ihre Stimmung oder ihren geistigen Zustand liefern, denn mit jedem Tag begann das taube Gef¨¹hl, an das sie sich so gew?hnt hatte, wieder aufzutauchen. Es war subtil, gerade erst am Anfang, aber Neveah wusste, was es bedeutete. Es war noch nichtnge her, dass sie wieder zu empfinden begonnen hatte, als dass sie vergessen k?nnte, wie es sich anf¨¹hlte, wenn da einfach... nichts ist. Mit dem Vessen des Eclipse-Reiches hatte sie nicht geubt, jemals wieder in diesen Zustand zur¨¹ckzufallen. Neveah verstand sich selbst nicht. "Au?erdem, wenn ich jetzt den R¨¹ckzug antrete... w?re das nicht indirekt ein Eingest?ndnis, dass ich im Unrecht bin?" murmelte Neveah. K?nig Jian betrachtete Neveah schweigend, es sah so aus, als wolle er etwas sagen, doch dann traf Menarx ein und K?nig Jians Aufmerksamkeit vegerte sich auf ihn. "Bericht?" fragte K?nig Jian Menarx, w?hrend Lord Rodrick neben ihm seinen ?rmel richtete. Menarx wirkte mit einem anerkennenden L?cheln auf den Lippen in Neveahs Richtung, als er seinen Bericht erstattete. "Die Sache ist erledigt. Nach Anweisung wurde der Zwergenk?nig ein paar Stunden vor Beginn des Rates weggebracht. Seine Position war so gew?hlt, dass jeder, der die Festung betrat oder verlie?, seinen Zustand r erkennen konnte ... die Anspannung ist auf dem H?hepunkt." berichtete Menarx. Neveah konnte die Stimmen aus dem Audienzsaal h?ren, die emp?rten und dringenden Stimmen, die Worte austauschten. "Das ist die Emp?rung, die du suchtest. Sie kamen, um ?rger zu machen, und du begegnest ihnen mit einem noch gr??eren Chaos." murmelte Neveah. "Du wirst mittendrin sein, Veah. Wenn du das nicht machen willst, kann ich mich darum k¨¹mmern." bot Menarx an und nahm Neveahs Hand in seine. "Ob du oder ich, das Ergebnis w?re nicht so anders... wir sind ein Team." erwiderte Neveah mit einem beruhigenden L?cheln. Die Seitent¨¹ren zum Audienzsaal wurden ge?f und K?nig Jian schritt hinein, gefolgt von Neveah und Menarx. Der vereinigte Rat verstummte bei der Ankunft des K?nigs, und alle im Saal erhoben sich und verbeugten sich. Auf einer Seite sa? der Rat der Reiter und auf der anderen die Vertreter der V?lker. K?nig Jians Thron befand sich wie immer auf dem Podest und darunter auf einer ttform die f¨¹nf Sitze f¨¹r die k?nigliche Garde und ihre Reiter. K?nig Jian ging zu seinem Thron und Menarx zu seinem tz, als der Rest der k?niglichen Garde, einschlie?lich Xenons, durch die Hauptt¨¹ren einmarschierte. Sie nahmen alle tz, und der Rest des Rates tat es ihnen gleich, so dass Neveah die Einzige war, die noch vor dem Rat stand. "Ich gr¨¹?e die ehrenwerten G?ste aus der gesamten Festung. Wie ihr vielleicht schon wisst oder auch nicht, ich bin Neveah, die Herrin der Rubinschuppen, und mir wurde die Aufgabe ¨¹bertragen, den Auf dieses Rates zu ¨¹berwachen", begann Neveah, wobei sich Tonfall und Haltung vollst?ndig in einen imposanten und k?niglichen Zustand verwandelten. "Bevor ich mit dem Thema beginne, f¨¹r das wir uns hier versammelt haben, ist es uns eine Freude, solch ehrenvolle G?ste hier in der Drachenfestung zu beherbergen. Ich hoffe, die Festung war freundlich zu euch w?hrend eures kurzen und bald endenden Aufenthalts", fuhr Neveah fort, wissend, dass ihre Worte Unmut erregen w¨¹rden. Chapter 450: Wunschdenken (Kap.451)

Chapter 450: Wunschdenken (Kap.451)

"Herr Menarx... Ihr solltet nicht hier sein..." Adriennes Stimme zitterte, w?hrend sich ihre F¨¹?e unruhig bewegten und ein paar Steine die Klippe hinunterst¨¹rzten. Ihr Ton trug Schmerz und Selbstverachtung, so mitleiderregend, dass man leicht ihre Untaten und das von ihr verursachte Leid vergessen konnte. "Wollt Ihr springen? ubt Ihr wirklich, das w¨¹rde mich umstimmen?" "Ich liebe Neveah! Ihr habt nie mich gesehen, nur Jian! Ihr habt Eure Entscheidung getroffen, und jetzt? Was genau erwartet Ihr von mir?!" Menarx schnaubte ver?rgert. Menarx war ein Mann der wenigen Worte und eines bewahrenswerten Gem¨¹ts. Doch hier, seiner wahren Verbundenen gegen¨¹ber, am Rand jener Klippe, von der Neveah gest¨¹rzt war, war es unvermeidlich, dass selbst er die Beherrschung verlor. Neveah wusste dies, aber das Wissen allein machte es nicht leichter. "Ich wage nicht zu hoffen, Euer Herz zu ?ndern. Ich werde so oder so sterben. Ich habe mich mit meinem Schicksal abgefunden... alle versuchen es hinauszuz?gern... versuchen mich zu retten..." Adrienne fl¨¹sterte. "Ich bin m¨¹de und will nur, dass es ein Ende nimmt. Alle machen Euch das Leben schwer wegen mir... ich f¨¹hle mich schuldig und will Euch nicht zur Last fallen. Ich wei?, dass Ihr wollt, dass ich gehe, und wenn das alles ist, was ich f¨¹r Euch tun kann, dann bin ich bereit." Adrienne flehte in Verzweiflung. "Ihr wollt, dass ich gehe? Vielleicht... vielleicht ist es das, was ich will. Wenn Ihr Menarx kennen w¨¹rdet, w¨¹sstet Ihr, dass Ihr tot w?ret, wenn ich Euren Tod w¨¹nschte, Adrienne!" "Wenn ich wirklich Euren Tod gewollt h?tte, h?tte Everon Euer Leben nicht bewahrt. Tretet von der Klippe zur¨¹ck, Adrienne... Das k?nnt Ihr f¨¹r mich tun..." sagte Menarx, seine Stimme war ersch?pft und schmerzerf¨¹llt. Er hatte Neveah gebeten, ihm zu vertrauen, hatte sie gebeten, seine Hand nicht loszssen und auf seine Liebe zu vertrauen ¨C und sie hatte es getan. Zu welchem Zweck? ¡¯Wie konnte ich wirklich uben, er w¨¹rde seine wahre Verbundene sterbenssen, alles f¨¹r seine Liebe zu mir?¡¯ dachte Neveah bei sich. ¡¯Ich h?tte den Rat nicht vessen d¨¹rfen, ich h?tte ihm nicht folgen d¨¹rfen... Ich h?tte dies nicht mit ansehen d¨¹rfen...¡¯ In Neveahs Herz keimten viele Reuegef¨¹hle, w?hrend sie die Szene beobachtete. Ein scharfer, intensiver Schmerz durchbohrte Neveahs Unterleib und breitete sich von dort durch ihren K?rper, und sie kr¨¹mmte sich leicht und hielt sich den Bauch, w?hrend sie nach Luft schnappte. Menarx¡¯ Schuppe hatte erneut reagiert und mahnte Neveah, dass sie sich an etwas mmerte, das nicht l?nger ihr geh?rte. Neveah st¨¹tzte sich mit der rechten Hand an einen Baum, um sich zu halten, ihre Augen waren weit aufgerissen und voller Tr?nen und ihre Unterlippe war fest zwischen ihre Z?hne gepresst, so fest, dass Blut an der Seite ihrer Lippe hinab rann. Der Schmerz war zu erwarten gewesen, dennoch kostete es Neveah alle Willenskraft, keinen Schrei auszusto?en, auch wenn es kaum einen Unterschied machte. Sie wusste, was sie tun musste, um den Schmerz zu beenden, sie war es, die festhielt... ihre Entscheidungen waren der Grund f¨¹r ihren Schmerz. Da stand Neveah, verborgen im Schutz der B?ume, und beobachtete, wie der Mann, den sie f¨¹r sich beanspruchte, die Fassung ¨¹ber einer anderen Frau verlor. Doch so sehr sie ihn auch verabscheuen wollte, seine Schw?che verabscheuen wollte, konnte sie sich einfach nicht dazu durchringen. Stattdessen musste sie daran denken, wie schwierig es f¨¹r Menarx sein musste, sich in einer solchen Lage wiederzufinden, unf?hig sich um seine wahre Gef?hrtin zu k¨¹mmern und doch au?erstande sich zu kontrollieren oder das zu verhindern. Wie konnte sie ihm Vorw¨¹rfe machen, wo sie doch besser als jeder andere wusste, wie tief eine wahre Bindung reichen konnte? Sie selbst war unf?hig gewesen, eine Bindung zu einem Gef?hrten zu ¨¹berwinden, der sie bereits einmal get?tet hatte. Neveah hatte gedacht, der Tag k?nnte nicht schlimmer werden. Nach den Ereignissen des Morgens hatte sie nur auf einen erfolgreichen Rat gehofft und vielleicht auf eine friedliche Ruhe danach, doch nat¨¹rlich lief nichts, wie Neveah es sich gew¨¹nscht hatte. Wie war es dazu gekommen? Wie hatte Neveah, die in k?niglichen Gew?ndern den Rat repr?sentierte, in den hinteren Bergen enden k?nnen, gequ?lt und schmerzerf¨¹llt? Es hatte erst eine Stunde zuvor begonnen, gerade als der Rat endlich in eine Richtung lief, wie Neveah es sich erhofft hatte. Dann kam die Nachricht: "Lady Adrienne... sie ist verschwunden!" Es war der Moment, in dem Neveah die Antworten h?tte finden sollen, die sie suchte, der Moment, in dem Menarx sichtlich angespannt zu ihr aufsah, als w¨¹rde er um Eubnis bitten, doch er wartete nicht darauf, sie zu erhalten. Der Moment, in dem er sich entschloss, den Rat zu vessen, einen Rat, von dem er wusste, dass Neveah mit der Verachtung und den Blicken aller konfrontiert werden w¨¹rde. Es war ein Gef¨¹hl von D¨¦j¨¤-vu; Neveah hatte genau dasselbe in der Nacht der Zeremonie getan, als Xenon auftauchte. Neveahs Lippen verzogen sich zu einem sp?ttischen L?cheln. Das Karma war schnell und brutal zu ihr zur¨¹ckgekehrt. Als w?re es damals nicht schon r genug gewesen, war sie Menarx gefolgt und hatte den Rat im Stich gssen. Und hier stand sie nun, mit all ihren ?ngsten, die so r wie der Tag vor ihrgen. Neveah hatte damals verstanden, dass es sinnlos war, sich um den Verlust von Menarx zu sorgen. Menarx... sie hatte ihn bereits in jener Nacht verloren, als seine umgekehrte Schuppe ihre Bindung und sie selbst zur¨¹ckwies. Sie hatte Menarx nicht an Adrienne verloren, sie hatte ihn an das Schicksal verloren. An ihr eigenes grausames Schicksal, das sie schon ihr ganzes Lebenng verfolgt hatte. Menarx war nur ein weiterer Beweis daf¨¹r, dass der Sch?pfer Neveah keine Gnade zeigte. Menarx hatte ihr von Anfang an nicht wirklich geh?rt. "Es war alles nur Wunschdenken... Ich h?tte es besser wissen m¨¹ssen...", dachte Neveah bei sich. Es w?re tr?stlicher gewesen, wenn Neveah sich zum Weinen h?tte bringen k?nnen. Ihr Herz war zerbrochen, doch alles, was sie f¨¹hlte, war einfach... nichts. Chapter 451: Schon gekommen (Kap.452)

Chapter 451: Schon gekommen (Kap.452)

¡¯Omega!!!!¡¯ hallte Alessios Stimme durch den Dunst der Dunkelheit. ¡¯Du hast unsere Verbindung zertrennt! Diesen Verrat... werde ich niemals vergeben! Du kannst nicht vor mir fliehen! Du kannst mir niemals entkommen!¡¯ schrie er, und sein Ton durchdrang Neveahs Sch?del. Ein eisig kaltes Gef¨¹hl sickerte in Neveahs Knochen, hinterlie? eine Spur von Taubheit, und inmitten dieses K?ltegef¨¹hls schlugen Neveahs Augen auf, ihr Atem keuchend. Terror erf¨¹llte ihr Herz, als die Stimme und die Warnung aus ihrem Alptraum noch immer in ihrem Kopf widerhallten. Es dauerte einen Moment, bis Neveahs Panik nachlie? und ihr schlie?lich r wurde, dass es nur ein Traum gewesen war... sie war gerade aufgewacht, obwohl sie sich nicht einmal daran erinnern konnte, eingescfen zu sein. "Was ist passiert...? Wo bin ich?" fragte Neveah sich und setzte sichngsam auf, ein leises St?hnen von sich gebend. Vom Kopf fielen Schneeflocken, und Neveah erkannte, dass das eisige Gef¨¹hl tats?chlich von Schnee herr¨¹hrte ¨C aus welchem Grund auch immer, sieg mit dem Gesicht nach unten im Schnee, an einem ihr unbekannten Ort. Es war zwar immer noch Winter, aber die Jahreszeit n?herte sichngsam ihrem Ende, und so stark wie vor Neveahs Abreise zum Zwergenau?enposten schneite es um das Bergfried nicht mehr. Doch wo Neveah jetztg, war eine dicke Schneedecke und es schneite immer noch intensiv, als ob der Winter gerade erst begonnen h?tte ¨C ein ganz und gar anderes Weltbild. Neveah sp¨¹rte, wie der Schnee in ihren Haaren schmolz und sie nass machte, aber das war ihr in diesem Moment gleichg¨¹ltig. "Das letzte, woran ich mich erinnere, ist..." begann Neveah, stockte jedoch, als die Erinnerungen an das Geschehene des Tages zur¨¹ck in ihr Bewusstsein dr?ngten. Das Letzte, an das sie sich erinnerte, war ihr zielloses Umherwandern durch das hintere Gebirge, nachdem sie Zeugin geworden war, wie Menarx Adriennes Leben rettete, indem er zugab, dass er sich niemals ihren Tod gew¨¹nscht hatte. "Menarx¡¯ Schuppe... der Schmerz..." murmelte Neveah, als sie sich daran erinnerte, wie die Qual danach begonnen hatte und mit jeder Sekunde schlimmer wurde. Zwischen dem Schmerz von Menarx¡¯ Schuppe und dem schrecklichen gef¨¹hllosen Zustand hatte Neveah den Bezug zur Realit?t und ihrer Umgebung verloren und war in eine Art schmerzbedingten Nebel geraten. Sie war sich nicht sicher, wohin sie gegangen war oder wie weit sie sich vom Bergfried entfernt hatte, um hier zunden, und ihre Erinnerungen nach dem Vessen der Klippe waren verwirrt und verschwommen. Neveah sah nach oben und konnte vom offenen Himmel aus erkennen, dass sie sich auf einem Berg befinden musste, und was mehr war, es war bereits Mittag. "Aber ich habe die Klippe nachts vessen... Wienge ist das her?" fragte Neveahut und verwirrt. Es f¨¹hlte sich an, als h?tte sie einen Rausch ausgescfen, die negativen Auswirkungen von Menarx¡¯ Schuppe waren wirklich unertr?glich und wurden mit jedem Vorfall schlimmer. Das erste Mal hatte sie bewusstlos und blutend zur¨¹ckgssen, dieses Mal waren selbst ihre Erinnerungen durcheinander, und sie konnte nicht einmal sagen, wo sie gndet war. In diesem Moment pulsierte die Schuppe noch, aber der Schmerz war nun dumpf, obwohl sich Neveah nicht sicher war, wienge er anhalten w¨¹rde. Es schien, als w¨¹rde die Schuppe st?rker reagieren, wann immer Menarx¡¯ Emotionen durch Adrienne tief ersch¨¹ttert wurden ¨C das erste Mal war sein intensiver Schock, als die Verbindung entdeckt wurde, und dieses Mal war es seine Hilflosigkeit und Frustration ¨¹ber ihren Selbstmordversuch. Neveah erhob sich, aber die Welt um sie drehte sich, und sie fiel wieder auf die Knie, die Augen geschlossen, w?hrend sie darauf wartete, dass sich alles wieder beruhigte. In diesem Moment erng die seltsame, unheimliche Stimme in Neveahs Kopf, dienge Zeit geschwiegen hatte. ¡¯Omega... Ich habe dich eine Weile in Ruhe gssen. Dein Leben ist nicht leichter geworden, oder?¡¯ fragte die Stimme sp?ttisch. "Sei still!" Neveah zischte genervt. Sie hatte gedacht, sie w?re endlich diesen Irrsinn, diese Pr?senz in ihrem Kopf, losgeworden, doch es schien, als h?tte sie sich zu fr¨¹h gefreut. Nach dem Albtraum, den Neveah gerade erlebt hatte, ber¨¹hrte der Name ¡¯Omega¡¯ einen wunden Punkt. ¡¯Albtraum? ubst du wirklich, es war nur ein Albtraum, Omega?¡¯ fragte die Stimme, Neveahs Warnung vollkommen ignorierend. "Was zum Teufel willst du?! Was willst du von mir?!" knurrte Neveah. ¡¯Ah... jemand ist sehr empfindlich, wie r¨¹hrend.¡¯ erwiderte die Stimme sarkastisch. "Lass mich in Ruhe... Ich kann das gerade nicht ertragen... bitte..." Neveahs Stimme war leise, fast unh?rbar. Sie k?mpfte immer noch, sich der Realit?t zu stellen; wie konnte sie sich auf einen Streit mit einer Erscheinung in ihrem eigenen Kopf eissen? Die Tatsache, dass sie wahrscheinlich den Verstand verlor und Stimmen h?rte, war etwas, womit Neveah im Moment nicht umgehen konnte. ¡¯Du verlierst nicht den Verstand, Omega. Ganz im Gegenteil ... du hast etwas gewonnen, etwas, das jedes Lebewesen in der Festung t?ten w¨¹rde, um es zu besitzen ... und doch bist du so unwissend¡¯, sagte die Stimme entt?uscht. ¡¯Das Schicksal ist nie wohlwollend gegen¨¹ber Schwachen. Die St?rke, die ich dir anbiete... nimm sie, Omega. Nimm meine Macht an, und du bestimmst dein Schicksal nach deinem Willen¡¯, riet die Stimme. Neveah runzelte die Stirn, erinnerte sich an das Geschehen mit dem Elfen und dem Zwerg - Ereignisse, die sie am liebsten vergessen h?tte. "Ich will nichts von dir, was immer du auch sein magst." stellte Neveah r. ¡¯Eines Tages wirst du mich akzeptieren m¨¹ssen, Neveah. Unsere Schicksale sind bereits ineinander verwoben... und die Dunkelheit wird nach dir greifen¡¯, versprach die Stimme. "Ich ube, die Dunkelheit ist l?ngst hier", murmelte Neveah leise vor sich hin. Sie ignorierte die Pr?senz der Stimme, erhob sich wieder und blickte sich um. Dieses Mal waren Neveahs Sinne nicht mehr getr¨¹bt, und es dauerte nur einen Moment, bis sie erkannte, wo sie war. "Die h?chsten Gipfel des Berges Edar! Wie bin ich hierhergekommen?!" rief Neveah erstaunt aus. Chapter 452: Ein wütender Herr (Kap.453)

Chapter 452: Ein w¨¹tender Herr (Kap.453)

Mount Edar, Xenons Wohnsitz. Es war der letzte Ort, an dem Neveah sich wiederzufinden erwartet hatte. Sie hatte den Berg Edar jener Nacht vessen, ohne die Absicht, jemals zur¨¹ckzukehren. Sie hatte sich entschieden, Xenon vollst?ndig loszssen und sich jemand anderem zuzuwenden, auch wenn die Ereignisse jener Nacht nicht ganz wie gent verliefen. Wie war sie von allen m?glichen Orten ausgerec hier gndet? "Wenn man Trost sucht, ist es nat¨¹rlich, sich an den Ort zu begeben, an dem man den meisten Trost gefunden hat... f¨¹r uns ist das wohl dieser Ort", dachte Neveahs Wolf. "Ich habe mich schon gefragt, wohin du verschwunden bist", dachte Neveah zu ihrem Wolf zur¨¹ck. Neveah konnte die Worte ihres Wolfes nicht leugnen und atmete schwer aus. "Wir h?tten hier nicht herkommen sollen... egal, was passiert ist, wir k?nnen nicht in die Vergangenheit zur¨¹ckkehren", murmelte Neveah leise, mehr zu sich selbst als zu ihrem Wolf. "Niemand w¨¹rde wissen, dass wir hier waren, ich bezweifle, dass es ihnen jemals in den Sinn kommen w¨¹rde, hier nach uns zu suchen", tr?stete Neveahs Wolf sie ein wenig. Wieder einmal hatte Neveahs Wolf recht. Neveah vermutete, dass selbst Xenon nicht erwarten w¨¹rde, dass sie hierher k?me, und daher w¨¹rde es eine Weile dauern, bis jemand auf die Idee k?me, im Berg Edar nach ihr zu suchen. Das war die einzige Erkl?rung daf¨¹r, warum sie bereits songe fort sein konnte und noch niemand sie gefunden hatte. "Sie m¨¹ssen ¨¹berall suchen, es ist schon ¨¹ber einen halben Tag her", stimmte Neveahs Wolf zu. "Wir habennge genug f¨¹r Unruhe gesorgt,sst uns jetzt zur¨¹ckkehren", sagte Neveah mit einem m¨¹den Seufzer. Neveah machte sich auf den R¨¹ckweg zum Bergfried, und der Abstieg vom Berg Edar dauerte eine Weile, was Neveah wieder dar¨¹ber nachdenken lie?, wie sie in ihrem Zustand so weit nach oben gngt war. Als Neveah schlie?lich den Bergfried erreichte, herrschte dort absolutes Chaos. ¨¹berall waren Drachenwachen und Patrouillen, und Neveah fragte sich, was genau vor sich ging. In dem Moment, als Neveah die schwankende Br¨¹cke ¨¹berquerte,ndete direkt vor ihr ein m?chtiger Drache, und die Erde bebte unter der Wucht seiner Landung. Neveah japste, als sie fast von den F¨¹?en geworfen wurde, schaffte es aber, das Gleichgewicht zu halten, und warf dem vertrauten Drachen einen Blick zu. "Eidon, ich gehe davon aus, dass die Landepl?tze so angelegt sind, dass unschuldige Menschen nicht einfach weggeschleudert werden", wies Neveah hin, und deutete auf die gro?e Schlucht in der N?he, in die jeder st¨¹rzen konnte, wenn er von einer heftigen Landung durchgesch¨¹ttelt wurde. Der Drache bewegte sich im n?chsten Moment, und tats?chlich war es Lord Eidon, mit dem Neveah die Sturms?nger in den Fodder Grooves aufgesp¨¹rt und ausgel?scht hatte. "Lady Neveah! Wo zum Sch?pfer seid Ihr gewesen?! Der gesamte Bergfried steht Kopf, weil man nach Euch sucht!" rief Eidon, der zu Neveah lief, seine Stirn in Sorge gefurcht. "Ich... also...", Neveah brach ab, blickte zum Berg Edar hin¨¹ber und dann wieder zu Eidon. "Es ist kompliziert", entschied Neveah sich f¨¹r die passendste Antwort. Es d?mmerte Neveah, dass sie tats?chlich der Grund f¨¹r das ganze Aufsehen war, das sich rund um den Bergfried abspielte. "Snge es Euch gut geht. Ihr m¨¹sst sofort zur¨¹ckkehren, es wurde ein Notfall-Reiterrat einberufen... es gibt Ger¨¹chte, Ihr w?rt entf¨¹hrt worden, das war die einzige Erkl?rung f¨¹r Euer pl?tzliches Verschwinden", ¨¹bermittelte Eidon Neveah. "Ach, so ernst?" fragte Neveah mit einem schuldbewussten Kichern. "Ich bef¨¹rchte, es ist ernster, als du dir vorstellen kannst... der D¨¹nenherr ist hier!" rief Eidon dringlich. "Ist er wirklich?" erkundigte sich Neveah ¨¹berrascht. "Und er ist alles andere als gl¨¹cklich... im Gegenteil, er ist w¨¹tend und hat Lord Menarx zum Duell herausgefordert!" Eidon eilte voran. "Schuppen! Ich bin nur einen Moment weg und schon bricht die Welt auseinander." murrte Neveah. "Sie sind momentan im Audienzsaal, beeilt euch, ich begleite euch zur¨¹ck." dr?ngte Eidon. Neveah nickte und eilte mit Eidon an ihrer Seite zur¨¹ck zur Festung. "Gibt es sonst noch etwas, das ich wissen sollte?" fragte Neveah, w?hrend sie die Blicke der Vorbeigehenden ignorierte, die ihre Anwesenheit bemerkten. "Entschuldigung, Mdy, aber auch Lady Diandre und Lady Adrienne sind bei der Versammlung. Der Rat wurde aufgrund eures Verschwindens einberufen, um auch Lord Menarx¡¯ Situation zu besprechen." berichtete Eidon. "Perfekt. Selbst der Reiterrat hat beschlossen, sich einzumischen." Neveah seufzte. "Wenn man bedenkt, dass sowohl Lady Adrienne als auch Mdy an einem Tag verschwunden sind, ist es f¨¹r den Rat schwierig, nicht einzugreifen." "Der vereinigte Rat wurde ebenfalls vertagt, und ich bef¨¹rchte, Lord Menarx¡¯ F?higkeit, seine Pflichten zu dieser Zeit ordnungsgem?? zu erf¨¹llen, steht ebenfalls infrage." offenbarte Eidon. "Wie bitte?! Infrage gestellt, wie?" forderte Neveah. "Ich f¨¹rchte, du wirst dir selbst ein Bild von der Lage machen m¨¹ssen." gab Eidon schuldig zu. Neveah zischte leise vor sich hin, als sie den aufsteigenden Raum betraten, der sich in Richtung der dritten Ebene in Bewegung setzte. Neveah stand still und ignorierte die besorgten Blicke, die Eidon ihr zuwarf. Kaum hatte sich der Aufzug eine Weile bewegt, durchzuckte sie erneut dieser scharfe, brennende Schmerz im Bauch. Neveah kr¨¹mmte sich mit einem schmerzhaften Keuchen und brach in einen Hustenanfall aus, bei dem Blut aus ihren Lippen spritzte. "Lady Neveah!" rief Eidon entsetzt und hielt Neveah an den Schultern fest. Neveah keuchte schwer und sah zu Eidon hin¨¹ber, dessen Gesichtsausdruck noch entsetzter wurde. Dann hob Neveah eine Hand an das Fl¨¹ssige, das aus ihren Augen flie?t ¨C sie hatte angenommen, es seien Tr?nen, doch es war Blut. "Schuppen! Ich bringe dich ins Lazarett!" entschied Eidon schnell und wollte das Ziel des aufsteigenden Raumes ?ndern, doch Neveah hielt ihn auf. "Nein... in den Audienzsaal. Wenn ich nicht rechtzeitig dort bin, wird Kaideon Menarx t?ten... oder beim Versuch sterben." sagte Neveah mit d¨¹sterer Gewissheit. Chapter 453: Ein wütender Herr (Kap.454)

Chapter 453: Ein w¨¹tender Herr (Kap.454)

Die Spannung im Audienzsaal war so dicht, dass man sie f?rmlich mit einem Messer zerschneiden k?nnte - das Messer w¨¹rde wohl sogar stecken bleiben. Diese Atmosph?re war der Ankunft des D¨¹nenlords Kaideon geschuldet. K?nig Jian sa? auf seinem Thron, sein Gesichtsausdruck kompliziert wie immer. Er schwieg und beobachtete das Geschehen an seinem Hof. Im Zentrum des Saals stand Lord Kaideon, der unerwartet erschienen war und das Treffen des Reiterrats v?llig auf den Kopf gestellt hatte. Niemand wagte es, ein Wort zu sagen, seitdem er eingest¨¹rmt war. Seine ersten Worte waren eine Herausforderung an Lord Menarx gewesen, und das allein reichte, um jedem Anwesenden rzumachen, dass der D¨¹nenlord auf Rache aus war. Er wurde von zwei D¨¹nen-Drachen begleitet, den Lords Rodvan und Coran. Kaideons Lippen waren zu einem bedrohlichen Knurren verzerrt, und sein durchdringender Blick fixierte den schweigenden Menarx. Die Narbe, die quer ¨¹ber sein Gesicht lief, und sein besch?digtes wei?es Auge wurden durch seinen starren Blick noch auff?lliger; der D¨¹nenlord wirkte nichts weniger als furchteinfl??end. ?Lord Kaideon, ich werde nicht gegen euch k?mpfen", durchbrach Lord Menarx das Schweigen mit schmerzerf¨¹llter Stimme. ?Dann k?nnt ihr auch einfach sterben! Ich frage nur noch ein einziges Mal, Menarx! Wo ist meine Tochter?!", knurrte Kaideon w¨¹tend. ?Lord Kaideon, wir haben M?nner ausgeschickt, die jede Ecke der Zitadelle durchsuchen. Wir werden Lady Neveah finden, bevor die Nacht vorbei ist, bitte beruhigt euch", flehte Kirgan. ?Ihr erwartet von mir, dass ich ube, ihr setzt alles daran, meine Tochter zu finden, w?hrend ihr alle hier versammelt seid und noch mehr Unheil nt!?", zischte Kaideon. ?Ein Rat?! Ihr habt die Frechheit, ein Konzil abzuhalten, w?hrend meine Tochter verschwunden ist!? Was f¨¹r ein Wahnsinn ist das?!", forderte Kaideon. ?D¨¹nenlord, ihr steht in der Gegenwart unseres Lehnsherren. Achtet auf eure Worte!", warnte Cassian d¨¹ster. ?Bei allem Respekt, das werde ich nicht tun", stellte Kaideon r. ?Kaideon, bitte beruhigt euch. Lasst mich erkl?ren...", begann Menarx, doch Kaideon unterbrach ihn. ?Was genau gibt es zu erkl?ren? Warum zum Teufel sind diese beiden noch am Leben, w?hrend meine Tochter verschwunden ist?", forderte Kaideon und deutete auf Lady Diandre und Lady Adrienne. ?Erkl?rt mir, warum ich aus Ger¨¹chten von der Bedr?ngnis meiner Tochter erfahren muss! Warum musste meine Tochter eine solche Respektlosigkeit erdulden, wie eure Lady?! Warum zum Teufel bin ich in ein Konzil geraten, das ¨¹ber die Bindung meiner Tochter entscheiden sollte? In ihrer Abwesenheit?!" ?Was k?nnt ihr mir ¨¹berhaupt erkl?ren?", knurrte Kaideon. ?Kaideon, haltet euch zur¨¹ck. Ich werde keinen Zweikampf unter meinem Dach dulden", sprach schlie?lich K?nig Jian mit fester Stimme. Kaideon zischte leise vor sich hin und stie? die D¨¹nen-Drachen, die ihn festhielten, von sich. ?Mein Lehnsherr, habt ihr vergessen, dass ihr mir zugesichert habt, meine Tochter w?re hier in der Drachenburg sicher? Was ist das? Niemand kann mir sagen, wo sich mein M?dchen befindet... nicht einer von euch", sagte Kaideon, nun be?ngstigend ruhig. ?Geehrter D¨¹nenlord, es ist niemandes Schuld, dass eure Tochter emotional wurde angesichts des nat¨¹rlichen Instinkts von Lord Menarx, seine Verb¨¹ndete zu retten. Wir alle k?nnen deutlich den Unterschied zwischen einer echten und einer falschen Bindung erkennen...", begann Lady Diandre zu sagen, ihre Worte erstickten jedoch in einem ¨¹berraschten Aufschrei, als sie quer durch den Saal geschleudert wurde. Lord Rodvan war in einem Wimpernscg bei ihr, als sie gegen eine S?ule prallte, und hob sie an ihrer Kehle hoch, seine Augen in Wut entmmt. ?Fee... noch ein Wort, und du wirst deinen Kopf verlieren. Der Sch?pfer wei?, dass ich keinen Krieg mit deiner Art will... halt den Mund!", stellte Kaideon r, w?hrend Rodvans Griff sich verfestigte und Lady Diandres Luftzufuhr komplett unterbrach. "Lord Kaideon! Ihr d¨¹rft nicht zssen, dass Euer Untertan Hand an das h?chste Fae-K?nigshaus legt!" rief Lady Ke, doch ihre Worte verstummten abrupt, als Kaideon sie vernichtend ansah. "Das habe ich bereits getan... und er wird mehr als nur eine Hand anlegen," erwiderte Kaideon k¨¹hl, w?hrend er das erschrockene Keuchen von Lady Diandre ignorierte. "Lord Rodvan,sst meine Tante frei," forderte Lady Ke mit zittriger Stimme und trat vor. "Lodenworth... Eure Reiterin scheint lebensm¨¹de zu sein," stellte Kaideon n¨¹chtern fest. "Ke, misch dich nicht ein," zog Lodenworth schnell seine Reiterin zur¨¹ck. Bevor noch weitere Worte fallen konnten, schwangen die T¨¹ren zur Audienzhalle auf, und eine leise Stimme rief nach Kaideon. "Vater..." Neveah fl¨¹sterte mit zusammengebissenen Z?hnen, gest¨¹tzt von Eidon. "Veah!" rief Menarx aus. Kaideon drehte sich sofort um, und Rodvan stie? Lady Diandre beiseite. Kaideon eilte zu Neveah, gerade als sie zu Boden sank. Er fing sie auf und hielt Neveah fest in seinen Armen. "Schuppen, was haben sie dir angetan?" fragte Kaideon best¨¹rzt, w?hrend sein Blick Neveah musterte. Menarx setzte sich ebenfalls in Bewegung, doch sein Weg wurde von Rodvan und Coran blockiert. "Lord Menarx, Lady Neveah befindet sich bereits in einem solchen Zustand. Ich rate Euch, nicht n?her zu kommen," warnte Rodvan. Neveah achtete auf keinen anderen; ihr Herz schmerzte, als sie den Schmerz und die Best¨¹rzung in den Augen ihres Vaters sah. Das Letzte, was sie wollte, war, dass Kaideon sie so erblickte. "Das ist alles meine Schuld, ich h?tte dich nie hiessen d¨¹rfen..." fl¨¹sterte Kaideon gequ?lt. "Mir geht es gut..." versicherte Neveah. "Seine Schuppe tut dir so weh, warum h?ltst du dich noch fest?" fragte Kaideon. Neveah senkte den Kopf, unf?hig, sich zu erkl?ren. "Es ist nicht seine Schuld... bitte beruhige dich," bat Neveah. "Du dummes Kind... es ist alles in Ordnung, ich bin jetzt hier," versicherte Kaideon und stie? einen tiefen Seufzer aus. Kaideon half Neveah auf die Beine und legte seinen Arm um sie, sodass sie sich an ihn lehnen konnte. "Mein Lehnsherr, ich bin bereit, mich f¨¹r mein unangek¨¹ndigtes Eindringen in den Rat zu entschuldigen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es nichts weiter zu sagen. Ich bin diesmal gekommen, um meine Tochter zu den Wei?en D¨¹nen mitzunehmen... und ich werde mich nicht aufhaltenssen," verk¨¹ndete Kaideon r seine Absicht. Chapter 454: Erinnern Sie sich? (Kap.455)

Chapter 454: Erinnern Sie sich? (Kap.455)

Die Ank¨¹ndigung von Kaideon ¨¹berraschte den Reiterrat. "Lord Kaideon, diese Entscheidung ist etwas..." begann ein Drachenlord, entschied sich aber dagegen weiterzusprechen. "Veahs tz ist hier im Drachenturm. Verzeiht mir, aber ich kann nicht zssen, dass Ihr sie einfach so mitnehmt, Kaideon", erkl?rte Menarx entschieden. Er hatte Rodvans Bitte respektiert und sich Neveah nicht gen?hert, doch sein besorgter Blick verfolgte sie, und sein Herz schmerzte zutiefst, weil Neveah ihn nicht ansah. "Kaideon, ich verstehe deine Bedenken, dennoch bin ich der Meinung, dass Neveah hier im Drachenturm bleiben sollte, um diese Angelegenheiten zu kl?ren", ¨¹berlegte Lord Decaron. "Nicht zu vergessen, dass der Rat vor Lord Kaideons unangek¨¹ndigter Ankunft ¨¹bereinstimmte, dass meine Nichte Adrienne eine Chance auf Wiedergutmachung verdient. Ich ube, Lady Neveahs Abwesenheit k?nnte sogar vorteilhaft sein, vorausgesetzt, sie gibt Lord Menarx seine Schuppe zur¨¹ck...", warf Lady Diandre ein. "Lady Diandre, halten Sie sich daraus!" unterbrach Menarx. Kaideon knurrte w¨¹tend, doch Neveah griff schnell ein, bevor er losspringen konnte. "Vater ... tu es nicht", bat Neveah leise. "Veah, es ist mir gleich, was der Rat besprochen hat. Mein Versprechen an dich hat sich nicht ge?ndert", sagte Menarx zu Neveah. Neveah sp¨¹rte die Ehrlichkeit in seinen Worten, sie wusste ohne Zweifel, dass Menarx sein Versprechen ihr gegen¨¹ber halten w¨¹rde, so war er eben. Aber die Situation war nicht mehr so einfach, man konnte nicht einfach tun, was man wollte, jetzt stand mehr auf dem Spiel... ein Versprechen reichte nicht mehr aus, f¨¹r keinen von ihnen. Neveah holte tief Luft, dr?ngte den Schmerz in den Hintergrund und stabilisierte ihre Atmung, bevor sie fortfuhr. "Zuerst einmal, was die Entscheidung betrifft, im Drachenturm zu bleiben oder ihn zu vessen: Das kann niemand f¨¹r mich entscheiden. Es ist meine eigene Entscheidung, und ich werde keine Meinungen dazu zssen", stellte Neveah dem Rat in einem leisen, aber bestimmten Ton r. "Es ist soweit gekommen, ich m?chte auch h?ren, was der Rat zu sagen hat... besser hier in meiner Gegenwart als anderswo", fuhr Neveah fort. "Veah, du musst dir das nicht anh?ren", erkl?rte Menarx. "Ich m?chte es h?ren", erwiderte Neveah, ohne Menarx anzusehen oder seinen Blick zu erwidern. Neveah wartete schweigend, w?hrend der Reiterrat dar¨¹ber debattierte, ob sie sprechen sollten oder nicht. Letztendlich war dies jedoch ein Rat der Drachenlords, und das Letzte, was sie tun konnten, war, um den hei?en Brei herumzureden. "Lady Neveah, der Rat ist f¨¹r das Wohlbefinden nicht nur der Drachen, sondern der gesamten Festung verantwortlich. "Es ist daher f¨¹r uns von gro?er Bedeutung, dass Lord Menarx von der K?nigsgarde nicht beeintr?chtigt wird, denn nur so kann er seine Pflichten ohne Sorgen oder Ablenkungen erf¨¹llen", begann ein Drachenlord. "In der Tat. Alle Angelegenheiten, die die K?nigsgarde betreffen, sind Staatsangelegenheiten und k?nnen nicht durch pers?nliche Entscheidungen gel?st werden. Lord Menarx hat eine Entscheidung hinsichtlich seiner Verbundenheit getroffen, die wir anerkennen und respektieren." "Die Lage ist jetzt eine andere; die wahre Verbindung ist das m?chtigste Band, das in unserer Art bekannt ist. Wenn Lord Menarx diese Bindung verliert, k?nnte er vor einer Trennung stehen... es steht hier mehr auf dem Spiel als nur Lady Adriennes Leben." Ein weiterer Drachenlord stimmte zu. "¨¹berdies verdienen Lord Menarx und Lady Adrienne eine Chance, ihre Bindung zu ehren... nur dann kann Lord Menarx¡¯ Wahl zweifelsfrei sein. Es ist nicht unsere Absicht, eine Verbindung zwischen den beiden zu erzwingen oder die bereits bestehende zu leugnen." "Lady Adrienne hat unzweifelhaft schwere Vergehen begangen. Dennoch ist es vern¨¹nftig, vorerst ihr Leben zu schonen... Dadurch erh?lt Lord Menarx die M?glichkeit, eine wahre Entscheidung zu treffen, von der wir uben, dass er sie verdient." "Wenn sich Lord Menarx letztendlich f¨¹r Lady Neveah entscheidet, dann kann sogar der Rat der Feen keinen Einspruch rechtfertigen. Es geht darum, keine offenen Fragen zu hintessen, da Lord Menarx eine f¨¹hrende Gestalt des Drachenvolkes ist." Ein dritter Drachenlord meldete sich zu Wort. Neveah l?chelte leicht; jedes Wort, das sie sagten, war vern¨¹nftig; es war schwierig, den Tatsachen zu widersprechen. Aus der Sicht des Rates war eine wahre Bindung heilig und konnte nicht einfach verworfen werden. Wie konnten sie bei Menarx¡¯ Wahl sicher sein, wenn er noch nicht einmal die Tiefe der wahren Bindung erfahren hatte? Es war, als ob er eine Wahl traf, ohne zu wissen, was er aufgeben w¨¹rde ¨C eine Wahl, die zu der schmerzlichsten Erfahrung f¨¹hren k?nnte, die ein Drachenlord ertragen muss ¨C einer Trennung. "Im Grunde soll ich ihnen Zeit miteinander gew?hren, damit sie entscheiden k?nnen, ob sie zusammen sein wollen oder nicht... w?hrend ich als eine Option bleibe?" fasste Neveah zusammen. "Veah...", begann Menarx zu sagen, doch Neveah fiel ihm ins Wort. "Nein... ich muss das hier h?ren", beharrte Neveah. "Lady Neveah, das soll keinesfalls als Missachtung Ihrer Person verstanden werden, sondern als Vorsorge vor k¨¹nftigem Leid... Sie leiden offensichtlich ebenfalls erheblich, und ich f¨¹rchte, es wird nicht leichter. Niemand kann das Leiden unter Menarx¡¯ Schuppe verhindern... und auch Sie haben Gewissheit verdient", erkl?rte Lord Decaron. Neveah nicktengsam; es stimmte, sie litt ebenfalls und wer konnte schon sagen, dass Menarx seine Wahl nicht bedauern w¨¹rde? "Menarx hat Anspruch auf seine wahre Bindung... das ist eine Tatsache. Er verdient eine Chance, sich seiner Wahl sicher zu sein, das ist richtig... aber ich werde f¨¹r niemanden eine Option sein", stellte Neveah r. "Veah...", unterbrach Menarx sich, schob Rodvan beiseite und ging zu Neveah hin¨¹ber. "Jeder mag sagen, was er will, aber ich kenne mein eigenes Herz. Ich wei?, dass ich dich verletzt habe... Ich wei?, ich habe es nicht geschafft, meine Entschlossenheit zu beweisen, aber mein Herz hat sich nie ge?ndert", sagte Menarx mit schmerzvoller Stimme. Schlie?lich warf Neveah Menarx einen Blick zu, ihre Stirn leicht in Falten gelegt. "Narx... erinnerst du dich, was ich von dir vengt habe, am Tag, an dem ich unseren Bund akzeptierte?" fragte Neveah. Menarx¡¯ Blick ver?nderte sich, da seine Gedanken zu jenem Tag zur¨¹ckkehrten... ~~~~~~~~~~~~ Neveah sp?hte aus ihrem Quartier und fand Menarx immer noch dort stehen, obwohl sie ihn gebeten hatte zu gehen. Irgendwie wusste sie schon, dass sie ihn dort finden w¨¹rde. Leicht r?usperte sie sich, als sie hinaustrat und Menarx¡¯ Aufmerksamkeit auf sich zog. Menarx drehte sich sofort um und sein Blick fiel auf Neveah. Seine Augen wanderten von ihrem Gesicht zu ihrem Kleid, das sie gerade nach dem Waschen angezogen hatte. In Menarx¡¯ Augen war kurz Schmerz zu sehen, doch dieser wechselte schnell zu Verst?ndnis. "Ich werde dich aus dem Drachenturm begleiten... wohin m?chtest du gehen?", fragte Menarx Neveah mit einem leichten L?cheln auf den Lippen. Die Verst?ndnisbereitschaft und Akzeptanz von Menarx waren wirklich selten, und Neveah konnte nicht anders, als ihm zur¨¹ckzul?cheln. "Ich... ich verstehe dieses Kleid nicht. Es hat seltsame Verschl¨¹sse und Rei?verschl¨¹sse an ganz falschen Stellen... Du kennst dich sicher besser mit Reiterkleidern aus als ich...", stotterte Neveah unsicher. Menarx reagierte nicht sofort, einen Momentng schien er vor Schock ¨¹ber Neveahs Worte erstarrt, doch als dieser Moment vor¨¹berging, leuchteten seine Augen heller, als Neveah sie jemals gesehen hatte. "Du meinst...", begann Menarx und brach ab. "Komm einfach rein und hilf mir damit... stehe nicht drau?en herum und ziehe Aufmerksamkeit auf dich." Neveah murmelte leise vor sich hin, als sie sich zur¨¹ck in ihr Zimmer zog. Menarx folgte ihr und schloss die T¨¹r hinter sich. Er beobachtete, wie Neveah sich vor den Spiegel stellte und ihr Spiegelbild anstarrte. "Du wei?t, dass du eines Tages deinen Gef?hrten finden wirst, nicht wahr?", fragte Neveah leise. Menarx¡¯ Herz schmerzte, weil er wusste, dass Neveah sich Sorgen ¨¹ber das machte, was sie f¨¹r unvermeidlich hielt. Vor allem, weil Neveah nicht wirklich verstand, was f¨¹r ein Mann er war. Menarx hatte eine Entscheidung getroffen und w¨¹rde sich von nichts anderem beeinflussenssen, nicht einmal vom Schicksal. Er hatte vier Jahrhunderte gewartet und seine Auserw?hlte noch immer nicht gefunden, aber Menarx ubte, dass der Sch?pfer ihm stattdessen Neveah gegeben hatte, und er konnte sich keine Frau vorstellen, die er ¨¹ber Neveah stellen w¨¹rde. "Du bist meine Auserw?hlte, die ich gew?hlt habe. Es wird keine andere geben.", schwor Menarx feierlich, als er auf Neveah zuging und hinter ihr stehen blieb. "Das ist jetzt leicht zu sagen...", erwiderte Neveah ausdruckslos. Menarx beobachtete Neveahs Gesichtsausdruck im Spiegel. Er konnte die Verwirrung und die Zweifel in ihren Augen sehen. Ihre Augen waren auch rot und leicht geschwollen, was zeigte, dass sie geweint hatte. Ein intensiver Drang, die kostbare Frau vor ihm zu besch¨¹tzen und zu sch?tzen, ¨¹berkam Menarx. Seine Arme legten sich um Neveahs Taille und dr¨¹ckten sie fest an seine Brust. Sein Herz klopfte schneller, als Neveah ihn nicht wegdr¨¹ckte oder sich von ihm zur¨¹ckzog, sondern sich stattdessen in seine Umarmung zur¨¹cklehnte und seine Unterst¨¹tzung annahm. Menarx vergrub sein Gesicht in Neveahs Nacken und atmete ihren Duft ein... sie roch nach Lavendel, Kiefernholz und frischem Regen, ein Duft, der himmlisch war. Menarx hatte ihn wahrgenommen, in dem Moment, als er den Speisesaal des Eclipse Pce betreten hatte. Und in diesem ersten Moment, als er Neveah erblickte, wusste Menarx, dass es kein Wunder war, dass Xenon so fasziniert war. Aber erst in der Lichtalle erkannte Menarx, dass Neveah mehr als nur bezaubernd war ¨C sie verk?rperte alles, was gut und ehrenhaft ist. Eine Frau, die nicht nur f¨¹r ihre Sch?nheit, sondern auch f¨¹r ihr Herz begehrt wurde. Menarx hatte noch nie zuvor eine Frau wie Neveah getroffen und er w?re verdammt, wenn er sie gehenssen w¨¹rde. "Das Schicksal trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen...wenn das der Fall w?re, w?rst du schon immer f¨¹r mich bestimmt gewesen", fl¨¹sterte Menarx in sanftem Ton. "Aber das Schicksal ist nun einmal das Schicksal... Ich kenne es nur zu gut, habe mein ganzes Lebenng versucht, ihm zu entfliehen... und doch habe ich es nie bezwungen, nicht ein einziges Mal", entgee Neveah. Menarx nahm Neveahs Worte wahr, sie hatte nie ¨¹ber ihr Leben vor dem Drachenturm gesprochen, und deshalb wusste Menarx nur wenig ¨¹ber sie. Doch er hatte immer gedacht, sie w¨¹rde ihre Geheimnisse preisgeben, wenn es an der Zeit w?re, und Menarx hatte nicht vor, sie zu dr?ngen, ihm etwas zu erz?hlen, bevor sie selbst dazu bereit war. "Derjenige, der deine Hand h?lt, ist Menarx von den rubinroten Schuppen... Ich habe noch nie eine ht verloren, wirklich noch nie..." "Wenn das Schicksal der Feind ist,ss mich an deiner Seite k?mpfen", bat Menarx hoffnungsvoll. "Und wenn wir scheitern?" fragte Neveah. "Dann scheitern wir gemeinsam", antwortete Menarx ohne zu z?gern. "Du bist eine seltene Seele, Menarx. Es w¨¹rde mein Herz erfreuen, wenn du es wirklich schaffst, mein Herz zu erobern. Sorge also daf¨¹r... bringe mich dazu, dich zu lieben, sodass ich an niemand anderen denke als an dich", murmelte Neveah, atmete tief ein undngsam wieder aus. "Vertraue mir", versicherte Menarx, w?hrend ein L?cheln sein Gesicht erhellte. "Ich vertraue dir... beim Sch?pfer, ich vertraue dir... aber was ich nicht vertraue, ist der Sch?pfer selbst...", gestand Neveah, ein leiser Seufzer entwich ihren Lippen. "Versprich mir eins... Wenn dein Herz jemals schwankt, wenn auch nur der kleinste Zweifel an deinem Herzen nagt... dannss mich gehen", bat Neveah mit einer letzten Bitte. Neveah ahnte, dass jedem Weg, den der Sch?pfer ihr wies, vermutlich ein weiterer Versuch steckte, sie zu brechen. Sie wusste, dass Menarx zu sch?n war, um wahr zu sein, doch f¨¹r den Augenblick... hatte Neveah beschlossen, dieses Gute anzunehmen, auch wenn es ihr Verderben bedeuten k?nnte. "Veah...", hauchte Menarx schmerzlich, als er Neveahs Absichten verstand. "Versprich es mir, Menarx. Ich bin jemand, der genug Dunkelheit gesehen hat... ich kenne nichts anderes, als mich selbst zu besch¨¹tzen... also versprich es mir." "Dass du mich gehen l?sst, sollte es unvermeidlich sein... auch wenn es uns beide zerst?rt." "Ich will entweder alles von dir, Lord Menarx... oder gar nichts", stellte Neveah r. "Ich versichere dir, dieser Tag wird niemals kommen... aber du hast mein Wort", gelobte Menarx. Chapter 455: Abgetrennt (Kap.456)

Chapter 455: Abgetrennt (Kap.456)

"Versprich mir eins... wenn je dein Herz schwankt, wenn auch nur der kleinste Zweifel in dir ist...ss mich gehen," fl¨¹sterte Neveah leise. Das waren die genauen Worte, die sie Menarx an jenem Tag gesagt hatte, und sie hatte nicht erwartet, dass alles genau so eintreffen w¨¹rde, wie sie es vorausgesagt hatte. "Meine gr??te Schw?che ist, dass ich mein Schicksal zu gut kenne, und dennoch versuche ich es," dachte Neveah bei sich. Menarx sch¨¹ttelte den Kopf, seine Augen zeigten seine Unwilligkeit und seine Ablehnung, aber die Endg¨¹ltigkeit in Neveahs Ton war un¨¹berh?rbar. Der Rat und alle um sie herum waren in diesem Moment zu einer nebens?chlichen Angelegenheit geworden, angesichts dieses Schicksals und des Weges, den sie beide teilten. "Du hast mir auch versprochen, meine Hand nicht loszssen," beharrte Menarx, der nach Strohhalmen griff. "Und ich meinte jedes Wort davon... Ich habe nur daran gedacht, festzuhalten, Narx. Aber was bleibt noch zu halten, wenn ich wei?, dass dein Herz ins Wanken geraten ist?" fragte Neveah leise. "Veah, ich..." begann Menarx zu widersprechen, aber Neveah unterbrach ihn. "Narx... ich kenne dich, besser als ich mich selbst kenne. Ich kenne dein Herz und deine Zweifel, und h?tte ich sie nicht erkannt, so hat deine Art es deutlich genug gemacht." "Bei jedem Schmerzenspuls wusste ich, dass es ein Moment war, in dem dein Herz schwankte, und das sp¨¹rte ich umso mehr. Kannst du mir schw?ren, dass es nicht so ist? Dass ich es falsch verstanden habe?" fragte Neveah. Menarx schwieg, aber Neveah wartete nicht auf eine Antwort. Sie war sich sicher, dass er es genauso gut wusste wie sie, und wenn nicht, was spielte es dann f¨¹r eine Rolle? Es war nicht einmal in diesem Moment, sondern erst an der Klippe, dass Neveah einen Entschluss fasste. Wie konnte sie es ertragen, jemandem, den sie so verzweifelt zu retten versuchte, die Chance auf Leben vorzuenthalten? Menarx hoffte, Adrienne w¨¹rde leben; er wollte, dass sie lebte, denn der Tod war eine Endg¨¹ltigkeit, die er nicht ?ndern konnte, und Bedauern war ein Schmerz, der das Herz f¨¹r ein Lebenng narbte. Bedauern dar¨¹ber, dass sie sterben w¨¹rde, bevor er sich sicher sein konnte, dass ihre Bindung nicht f¨¹r sie bestimmt war. Wie konnte Neveah bei einem Mann, den sie mittlerweile besser kannte als sich selbst, sein Herz nicht kennen? Selbst wenn er es noch nicht genau wusste, selbst wenn er sich ihretwegen etwas anderes einredete, wie konnte sie zusehen, wie er sich im Namen seiner Liebe zu ihr eine Klinge durch sein eigenes Herz stie?? Was machte das dann aus ihr... und ihrer Liebe zu ihm? Zu einer Last? Zu einer Quelle des Schmerzes? Eine Erinnerung an das, was verloren war? Neveah schloss die Augen und griff im Geiste nach der Verbindung in ihrem Unterbewusstsein, der Verbindung, die sie mit Menarx verband. Menarx wusste noch nicht, was Neveah tat, und Neveah wusste, wenn sie diesen Schritt jetzt nicht tat, w¨¹rde sie es nie k?nnen. Menarx¡¯ Waage war v?llig aufgew¨¹hlt, Schmerz drang bei jedem Atemzug aus ihr hervor und brachte sie beinahe um. Dennoch fiel es ihr schwer, den Gedanken zuzssen, loszssen. Jeder Schmerzimpuls erinnerte sie daran, dass Menarx¡¯ Herz schwankte, und doch kostete es Neveah jeden Funken ihres Willens, sich f¨¹r dieses Ende zu entscheiden... sich daf¨¹r zu entscheiden, eines der wenigen guten Dinge, die sie hatte, gehen zussen. Ihre Verbindung war einst ein pulsierender Strang gewesen, erf¨¹llt von Leben und Kraft, der mit jedem Moment wuchs, doch nun wirkte sie bereits stumpf und m¨¹de. Sie war von alleine stark geschw?cht. Es war eine Ironie des Schicksals, dass die Verbindung, die sie ausgew?hlt hatte, diejenige war, die sich f¨¹r Neveah ihr ganzes Lebenng am echtesten, aufrichtigsten und wertvollsten anf¨¹hlte. W?hrend sie die Bindung zu Alessio niemals h?tte l?sen k?nnen, selbst wenn sie es verzweifelt versucht h?tte, lie? sich Menarx¡¯ Verbindung so leicht durchtrennen... Wie konnte es sein, dass sie bei der Paarungsbindung so hilflos war, aber genau wusste, wie sie Menarx¡¯ Bindung l?sen konnte? Ein Keuchen des Schmerzes entwich Neveah, als sie mental die Bindung durchtrennte, um Menarx¡¯ Waage freizugeben. Ein Schmerz, wie sie ihn noch nie zuvor gesp¨¹rt hatte, durchfuhr Neveah, und Menarx¡¯ Augen weiteten sich, als er realisierte, was Neveah getan hatte. "Veah!" rief Menarx entsetzt und ersch¨¹ttert, doch Neveah streckte die Hand aus, um ihn daran zu hindern, n?her zu kommen. Die Lords Rodvan und Coran bewegten sich und versperrten Menarx den Weg zu Neveah, um sie nicht zu unterbrechen. "Ich, Neveah Vairheac von den Wei?en D¨¹nen, l?se meine Bindung mit Lord Menarx von den Rubinwaagen. Ich verzichte auf alle Titel und Ehren, die mit dieser Bindung verbunden sind, und gebe zur¨¹ck, was mir gegeben wurde: mme und Waage." fl¨¹sterte Neveah leise. Neveah konnte Menarx¡¯ Proteste aus der Ferne h?ren, aber ihre Sicht war verschwommen und ihre Sinne durch den Schmerz getr¨¹bt. Vielleicht war er zur¨¹ckgehalten worden, um ihn daran zu hindern, zu ihr zu gngen, vielleicht waren er und die D¨¹nen-Drachen in eine Auseinandersetzung geraten. Neveah konnte es nicht sagen, sie konnte sich nur auf Kaideon st¨¹tzen, w?hrend eine Schmerzwelle nach der anderen ¨¹ber sie hereinbrach. Das gleiche brennende Gef¨¹hl, das sie hatte ertragen m¨¹ssen, um Menarx¡¯ mme zu akzeptieren, der gleiche stechende Schmerz, um seine Waage zu akzeptieren, Neveah erlebte alles noch einmal, diesmal als Einheit verschmolzen, als die Bindung durchtrennt wurde. Schmerz war eine seltsame Sache, er war alles, was Neveah in zwei Leben kannte, doch so sehr sie sich daran h?tte gew?hnen m¨¹ssen, es schmerzte immer noch furchtbar... So sehr sie sich auch h?tte zur¨¹ckhalten k?nnen, es mit zusammengebissenen Z?hnen zu ertragen, nun war es ihr nicht mehr m?glich. So gro? und stark Neveahs Wille auch war, er zerbrach direkt vor ihren Augen, und sie konnte nichts tun, um ihn aufzuhalten. Ein gequ?lter Schrei brach aus ihr heraus, der die W?nde des Audienzsaals ersch¨¹tterte, und das war das letzte, woran sich Neveah erinnerte, bevor sie das Bewusstsein verlor. Chapter 456: A Greater Version (Ch.457)

Chapter 456: A Greater Version (Ch.457)

~Der Pst der Finsternis, das Herz des Finsternis-Territoriums. Der Thronsaal des Finsternis-Pstes war erneut in Dunkelheit geh¨¹llt, alle Fenster waren von pechschwarzen Vorh?ngen bedeckt, durch die kein Licht eindringen konnte. Dies war inzwischen zur Normalit?t geworden, da es dem Willen des neu gekr?nten Monarchen entsprach. Was machte schon die Dunkelheit f¨¹r die Wandelw?lfe aus? Sie konnten problemlos durch die Schatten sehen, und deshalb war es keine ¨¹berraschung, dass ein Rat in einem Thronsaal abgehalten wurde, in den kein einziger Sonnenstrahl fiel. ?Mein K?nig, es sind Neuigkeiten aus dem S¨¹dterritorium eingetroffen. Der entthronte K?nig Lothaire hat begonnen, Unterst¨¹tzung von den Alpha-W?lfen des S¨¹dterritoriums zu sammeln, um ein Heer gegen Euch aufzustellen", meldete Lado. Alessio sa? auf seinem Thron, den Arm auf der Armlehne abgest¨¹tzt und den Kopf gegen die geschlossene Faust geneigt. Sein Gesichtsausdruck war nachdenklich, doch es war unm?glich, seine Gedankeng?nge zu entziffern. Sein Blick war starr und fixierte nichts Bestimmtes. Er schien leicht benommen, was darauf hinwies, dass seine Aufmerksamkeit woanders war... sicherlich weit entfernt vom Rat, der sich in seiner Gegenwart befand. ?Mein K?nig...?", rief Lado, nachdem kurz Stille herrschte und Alessio seinen Bericht nicht beachtete. Doch keine Antwort folgte. Alessio starrte weiterhin ins Leere. ?Mein K?nig...? Geht es Euch gut?", versuchte Lado es erneut, diesmal mituterer Stimme. Lados zweiter Versuch war erfolgreicher. Seinuter Ton brachte ihm einen bedrohlichen Blick von Alessio ein, dessen Aufmerksamkeit er endlich erweckt hatte. Alessios Stirn legte leichte Falten, sein Erscheinungsbild verriet, dass sich seit seiner Kr?nung viel ver?ndert hatte. Dunkle Ringe zeicen sich unter seinen Augen ab und das einst leuchtende Gr¨¹n seiner Augen war nun matt und m¨¹de. ?Ich bitte um Verzeihung, was scgen Ihr vor zu tun? Der Rat ist durch diese Nachricht sehr beunruhigt", fuhr Lado fort und neigte entschuldigend den Kopf. Alessio schwieg einen Momentng und setzte sich auf seinem Thron aufrecht hin, wobei er seinen Blick ¨¹ber den Rat schweifen lie?, als h?tte er gerade das Zusammentreffen von etwa zwanzig der rangh?chsten W?lfe und ?ltesten der Eclipse Fang bemerkt. Der Rat war merklich kleiner als zu Lothaires Zeiten, Alessio nahm dies zur Kenntnis. Von den Mitgliedern, die auff?llig abwesend waren, hatten einige seinen Vater auf dessen Rundreise durch das Finsternis-Territorium begleitet, und die restlichen waren so ungl¨¹cklich gewesen, loyal zu dessen Herrschaft zu stehen, waren jedoch zur¨¹ckgeblieben. Alessio hatte daf¨¹r gesorgt, dass sie entsprechend auf den Weg geschickt wurden, auch wenn das Ziel ihrer Reise darin bestand, den Seelensammler zu begr¨¹?en. "Beunruhigt? Warum denn das? Haben wir jemals erwartet, dass mein Vater unt?tig bleiben w¨¹rde?" ?u?erte Alessio schlie?lich und stellte seine Frage in einem ungezwungenen Ton. "Eure Hoheit, wie k?nnen wir sicher sein, dass die Alphas des S¨¹dens sich nicht f¨¹r eine Seite entscheiden werden? Uns wurde versichert, dass die meisten Alphas von Eclipse neutral geblieben sind, seitdem...", Mitch, ein Vollstrecker des Rudels, begann zu sprechen, hielt dann jedoch inne, da er es nicht wagte, seine Worte zu beenden. "Seit ich meinem Vater den Thron entrissen habe? Das ist die Wahrheit, es gibt keinen Grund, das nicht zu sagen", erwiderte Alessio und kicherte leise. Mitch r?usperte sich leicht und vermied dabei das am¨¹sierte Blickspiel Alessios. "Ja, ich verstehe eure Bedenken. Lothaire hat es bisher nie verfehlt, das zu engen, was er begehrt... das hat er allein schon damit bewiesen, wie er diesen Thron erobert hat." "Aber ihr scheint zu vergessen, dass Lothaire noch nie einem Feind gegen¨¹berstand, der seinem eigenen Sohn gleichkommt. F¨¹r jeden Schachzug, den er macht, werde ich zehn weitere setzen... er hat es mir schlie?lich beigebracht. Ihn selbst zu sein... nur eine bessere Ausgabe." Alessio murmelte dies,ut genug, dass es der Rat h?ren konnte. "Lado, was gibt es Neues zu den s¨¹dlichen Alphas?" erkundigte sich Alessio. "Es gibt einige Komplexit?ten, die wir nutzen k?nnten, Landstreitigkeiten, pers?nliche Animosit?ten, interne Uneinigkeit..." Lado brach ab, als Alessio den Kopf leicht sch¨¹ttelte. "Stimmt es, dass Alpha Gage vom Rudel Southern Eclipse Fur zwei seiner j¨¹ngeren S?hne vor einem Jahr zur Ausbildung als Vollstrecker geschickt hat?" hakte Alessio nach. "Das stimmt, Eure Hoheit. Die Ausbildung dauert drei Jahre, bevor die Ehren eines Vollstreckers verliehen werden und die Lehrlinge in ihre jeweiligen Rudel zur¨¹ckkehren d¨¹rfen." lieferte Lado weitere Informationen. "Das hei?t, beide S?hne sind noch im Gebiet von Eclipse Fang?" Alessio fragte weiter nach. "Ja, mein K?nig." best?tigte Lado. Alessio l?chelte verschmitzt und lehnte sich in seinem Thron zur¨¹ck. "Ich habe geh?rt, dass Alpha Gage als einer der angesehensten Alphas des s¨¹dlichen Territoriums und sogar der ganzen Dom?ne gilt." stellte Alessio fest. "So ist es." best?tigte ein ?ltester Alessios Worte. "Gut, dann sollen wir ihm die Aufgabe anvertrauen, das s¨¹dliche Territorium zu b?ndigen. Ein Vertrauter soll ihm meine guten Absichten ¨¹bermitteln... nat¨¹rlich vengt die H?flichkeit, dass wir nicht mit leeren H?nden erscheinen." "Einen Teil eines seiner S?hne nach Hause zu schicken, sollte ausreichend sein, um meine Aufrichtigkeit zu demonstrieren, nicht wahr? Schlie?lich ist es eine Weile her, seit sie getrennt wurden. Nur ein kleines, bedeutungsvolles St¨¹ck... nicht so gro?, dass es seine Dankbarkeit erdr¨¹ckt." sagte Alessio, noch immer l?chelnd. "Ich werde es sofort in die Wege leiten." Lado verneigte sich zum Zeichen, den Befehl entgegenzunehmen, und nickte Mitch zu, der den Thronsaal verlie?, um den Befehl auszuf¨¹hren. Nachdem der Rat enssen wurde, blieb lediglich Lado zur¨¹ck, der offensichtlich mehr mit Alessio zu besprechen hatte. "Was gibt es diesmal?" fragte Alessio mit hochgezogener Augenbraue, da er wusste, dass Lado ihm einen separaten Bericht erstatten musste. "Mein K?nig... ihr solltet ihn aufsuchen, es scheint, er hat eine Botschaft f¨¹r euch." ¨¹berbrachte Lado. Mit ¡¯ihm¡¯ erkannte Alessio sofort, dass Lado den Hexenmeister meinte, dessen Fressung nur Alessio und Lado bekannt war. "Geht es um sie?" fragte Alessio unverz¨¹glich. "Ich ube ja... er sagt, ihr m¨¹sst seinen Bericht selbst h?ren." ¨¹bermittelte Lado an Alessio. Alessio erhob sich und eilte ohne Verz?gerung hinaus. Chapter 457: Zwei Emotionen (Kap.458)

Chapter 457: Zwei Emotionen (Kap.458)

Alessio erreichte bald die verborgenen Gem?cher, in denen der verr?terische Hexenmeister Karan auf ihn wartete. "Und ich dachte schon, ich m¨¹sste eine offizielle Aufforderung zur Anwesenheit f¨¹r dich schreiben... jetzt, wo du zum Alphak?nig gekr?nt wurdest," spottete Karan ¨¹ber Alessios versp?tete Ankunft, was vom beharrlichen Hexenmeister zu erwarten war. "Es w?re f¨¹r dich von Vorteil, wenn du aufh?ren w¨¹rdest, mich zu provozieren, Karan. Du bist nur dann von Nutzen f¨¹r mich, wenn du dich unter Kontrolle hast," sagte Alessio in gleichg¨¹ltigem Ton. "Ist das nun das hundertste Mal, dass du mir mit dem Tod drohst? Man k?nnte sich fragen, warum ich ¨¹berhaupt noch lebe," erwiderte Karan mit einer gleichg¨¹ltigen Augenrolle. Alessios Lippen zogen sich zu einem Knurren zur¨¹ck, doch er hielt seinen Zorn angesichts Karans n?chsten Worten zur¨¹ck. "Ich k?nnte nat¨¹rlich jederzeit in meine Zelle zur¨¹ckkehren, wenn du kein Interesse daran hast, von meiner letzten... Entdeckung zu h?ren," schlug Karan vor. Alessios Brauen zuckten ver?rgert, doch er sagte nichts weiter und ging an Karan vorbei. "Genau dort enng," murmelte Karan und verdrehte die Augen, w?hrend er Alessio folgte. Alessio ging zur Eisttform hin¨¹ber; die Temperatur in den verborgenen Kammern war eisig kalt und unterschied sich stark von der Au?entemperatur, aber Alessio war schon oft genug hier gewesen, um sich daran zu gew?hnen. Wie immerg der K?rper der Frau auf der ttform, immer noch v?llig regungslos und eiskalt, es war genau die gleiche Situation wie bei Alessios letztem Besuch. "Ich sehe keine Ver?nderungen, Karan," bemerkte Alessio missbilligend, nachdem er den K?rper einen Momentng still beobachtet hatte. "Du hast mir deine Entscheidung nicht mitgeteilt... ob der Zauber aufgehoben werden soll oder nicht," entgee Karan. "Hei?t das, du hast eine Methode gefunden, den Zauber aufzuheben?" fragte Alessio und blickte zu Karan hin¨¹ber. "Ich k?nnte es mir nur w¨¹nschen. Ich wollte dir nur eine Erinnerung geben," sagte Karan mit einem l?ssigen Schulterzucken. Alessio runzelte die Stirn, sein Blick wurde zu einem kalten Starren. "Wozu ist meine Entscheidung f¨¹r dich von Nutzen, wenn du keine Methode hast, sie umzusetzen?" forderte Alessio. "Noch... Ich habe noch keine Methode. Es ist erst eine kurze Zeit vergangen, seitdem du zum K?nig gekr?nt wurdest, genauso kurz ist es her, seit du mich hierher gebracht hast," "Ich ube, ich habe bereits erw?hnt, dass es sich um eine komplexe Situation handelt, die einen sehr m?chtigen und sehr alten Zauber involviert... Wenn ihr so kurzfristig Antworten wollt, solltet ihr euch an denjenigen wenden, der den Zauber zuerst gesprochen hat," gab Karan direkt zur¨¹ck. Alessio zwang sich, sich zu beruhigen. Karan war von Natur aus irritierend, und wenn man jede seiner Handlungen zu Herzen nehmen w¨¹rde, w?re er bereits tausendfach get?tet worden. Aber Alessio wusste, trotz seiner Abneigung gegen den abtr¨¹nnigen Hexenmeister war Karan ein furchterregender Hexer, und falls Alessio nicht die Hexe finden konnte, die den Zauber urspr¨¹nglich gewirkt hatte, war Karan die n?chstbeste Option. "Warum bin ich hier, Karan?" fragte Alessio mit einem genervten Seufzer. Karan l?chelte leicht, da ihm bewusst war, was Alessio ben?tigte, um seinen Zorn zu z¨¹geln. "Jetzt, wo du danach fragst..." fing Karan an und trat n?her an die ttform heran, so dass er neben Alessio stand und die Frau hinab beobachtete. Karan griff nach ihren geschlossenen Augen und ?fe eines davon, w?hrend er Alessio aufforderte, einen Blick hineinzuwerfen. "Ich sehe nichts," sagte Alessio nach einem Moment und warf Karan einen finsteren Blick zu."Schau genauer hin...", insistierte Karan. Alessio tat, wie ihm gehei?en, und richtete seinen Blick erneut auf die sigen, leblosen Augen der Frau. Wie schon zuvor begee ihm nur der leere, leblose Blick eines Toten. Doch gerade als Alessio seinen Blick abwenden wollte, fing er einen leichten Schimmer auf, der sich in den Augenh?hlen der Frau widerspiegelte. "Was... was war das? Was bedeutet das?" fragte Alessio und sah erwartungsvoll zu Karan hin¨¹ber. "Ich bin nicht ganz sicher..." begann Karan, brach aber ab, als er Alessios ver?rgerten Gesichtsausdruck bemerkte. "Aber ich habe eine Theorie", f¨¹gte Karan hinzu. "Ich h?re", sagte Alessio. "Erinnerst du dich, als ich dir erkl?rt habe, dass der Zauber die Seele auch ¨¹ber den Tod hinaus an den K?rper bindet?" fragte Karan. Alessio nickte als Antwort; nichts von dem, was geschehen war, seit er das wohlgeh¨¹tete Geheimnis seines Vaters entdeckt hatte, war ihm entfallen. "Ich nahm an, die Seele sei gefangen, ohne jedes Bewusstsein, aber jetzt habe ich Ass zur Annahme, dass das nicht stimmt", fuhr Karan fort. "Das Leuchten in ihren Augen deutet darauf hin, dass die Seele in diesem K?rper vorhanden ist und ihr Bewusstsein intakt ist... wie es hei?t, gibt es im Leben ebenso viel Tod wie im Tod Leben", erl?uterte Karan. "Ich verstehe kein Wort von dem, was du sagst", gab Alessio verwirrt zu. "Du bist nicht vertraut mit Magie, deshalb f?llt es dir schwer, Konzepte zu verstehen, die an der Grenze zwischen Leben und Tod liegen. Wienge auch immer die Dame in diesem Zustand verharrt haben mag, ihre Seele versucht st?ndig, zur¨¹ck ins Leben zu gngen oder im Tod Erl?sung zu finden - welches auch immer ein Ende bedeuten mag." "Und so wurde der Bann im allerletzten Moment, als die Ereignisse des Lebens noch einmal aufblitzten, gewirkt." "Das war sicherlich nicht die Absicht des Zaubernden, aber der Zeitpunkt der Ausf¨¹hrung bewirkte, dass ein Teil ihres Bewusstseins bewahrt wurde, genau in dem Augenblick, als sie ihre Vergangenheit noch einmal durchlebte", erkl?rte Karan. "Du meinst..." Alessio brach ab, weil er noch nicht ganz folgen konnte. "Was ich meine, ist, dass im gegenw?rtigen Moment ein letzter Bewusstseinsstrang dieser Frau feststeckt und ununterbrochen ihre Erinnerungen durchlebt", sagte Karan weiter. "Und dieser letzte Strang ver?ndert sich und wenn wir ihn irgendwie ergreifen k?nnen, bevor der Bann aufgehoben wird, besteht eine gr??ere Chance, dass sie ¨¹berlebt." Karan verdeutlichte seinen Standpunkt. "Was muss dann getan werden? Wie kann das verlorene Bewusstsein wiederhergestellt werden?" fragte Alessio dr?ngend. "Das ist der knifflige Teil... die sicherste Methode ist, die beiden extremsten Emotionen hervorzurufen, die sie je gef¨¹hlt hat, intensiven Hass... und ¨¹berw?ltigende Liebe." "Und daf¨¹r w?re die Gegenwart der beiden Personen erforderlich, die diese Emotionen ausl?sten... Hast du eine Vermutung, wen die Dame am meisten hasst und wen sie am meisten liebt?" fragte Karan vorsichtig. Alessios Gesichtsausdruck wechselte sichtlich, wie konnte er das nicht wissen? "Die Person, die sie am meisten hasst, ist mein Vater, Lothaire. Und ihre am meisten geliebte Tochter... Neveah." murmelte Alessio vor sich hin. Chapter 458: Ein Ort (Kap.459)

Chapter 458: Ein Ort (Kap.459)

Leere... diese durchdringende hohle Empfindung, die sich bis in die tiefsten Winkel der Seele erstreckte, wie ein Virus, der gnadenlos jede Regung von Emotion verzehrte, w?hrend er sich unaufhaltsam nach unten fra?. Uners?ttlich fra? dieser Virus weiter und weiter, bis nichts mehr ¨¹brig blieb au?er einer alles verschlingenden Leere. So f¨¹hlte sich Neveah beim Erwachen, ein Gef¨¹hl, das in ihr noch schlimmer als die bisher gekannte Bet?ubung anmutete. Seit Neveah die Augen aufgescgen hatte, war wenig Zeit vergangen, doch sie hatte sich nicht bewegt, nicht ein Wort gesprochen; sieg reglos da, starrte zur Decke hinauf. Ironisch, dass das Erste und Einzige, das Neveah seit dem Augenblick ihres Erwachens wahrgenommen hatte, die entfernte Vertrautheit der Decke ¨¹ber ihr war ¨C die Decke ihres eigenen Zimmers in der Drachenburg, eines Ortes, den sienge nicht betreten hatte. F¨¹r Neveah war es, als h?nge ihr Geist weitab ihres K?rpers, unf?hig zu greifbaren Gedanken,g sie da und starrte, aus Angst, jede kleinste Bewegung k?nne die Welt um sie herum zum Einsturz bringen. Oder was davon noch ¨¹brig war... Die Verbindung, Menarx¡¯ Band, war verschwunden. Neveah konnte das mit beunruhigender rheit sp¨¹ren und wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Diese z?rtliche, bl¨¹hende Verbindung, Neveah hatte nicht erwartet, dass ihr Fehlen so eine tiefe Leere hintessen w¨¹rde, es schien, als h?tte sie Menarx mehr von ihrem Herzen gegeben, als ihr selbst bewusst war. Und was n¨¹tzte nun diese Erkenntnis? Jetzt, wo ihr Herz bei jedem Atemzug schmerzte, jeder Schmerz sie daran erinnerte, dass das Schicksal ihr erneut etwas genommen hatte und sie war immer noch am Leben ¨C denn Leben, das war alles, was sie tun konnte. Leben, das war das Einzige, was sie noch kontrollieren konnte, und das war zugleich die Antwort auf die Frage ¡¯was nun¡¯. Leben, unangepasst und f¨¹r sich selbst, das wollte Neveah sich zum Ziel setzen, denn sie hatte noch so viel, f¨¹r das es sich zu leben lohnte. Da war ihr Vater Kaideon, der f¨¹r sie Berge versetzen w¨¹rde und seine D¨¹nendrachen, eine Familie, die sie noch kennenlernen musste, bei denen sie sich aber jetzt schon wertgesch?tzt und geliebt f¨¹hlte. Da waren Estelle und Dante, das Paar, das irgendwie zu einer St¨¹tze und einem Vertrauten f¨¹r Neveah geworden war, auch wenn sie es niemals zugeben w¨¹rde. Da war das Winterdomizil und die Familie ihrer Mutter, die auf den Tag ihrer R¨¹ckkehr warteten. Und vor allem gab es das Mysterium um das Verschwinden ihrer Mutter und die Feinde, die sie mit eigenen H?nden bestrafen musste. Dieses Leben von ihr... Neveah wusste, es hatte gerade erst begonnen. Und so schmerzhaft jeder Augenblick auch war, es erinnerte sie nur daran, dass sie noch lebte. Neveah wischte die Tr?nen fort, die sich in ihren Augen gesammelt hatten, und blickte auf die Gestalt herab, die sie bisher am Bettende noch gar nicht bemerkt hatte.Kaideon sa? an Neveahs Bett, sein Kopf ruhte auf dem Bett, doch Neveah wusste, dass er wach war ¨C es w?re schwer f¨¹r ihn, Scf zu finden, nach allem, was passiert war. Kaideon hatte nicht bemerkt, dass Neveah bereits wach war; er schien genauso in seinen Gedanken verloren zu sein wie sie und seinen gekr¨¹mmten Schultern nach zu urteilen, vermutete Neveah Selbstvorw¨¹rfe in seinen Gedanken. "Vater..." rief Neveah. Es war ein Wort, das sienge nicht benutzt hatte, selbst im Eclipse-Dom?ne kam sie selten dazu, dieses Wort zu gebrauchen. Lothaire, der Alpha-K?nig, mochte es nicht, wenn sie ihn so nannte, es sei denn, sie mussten anderen gegen¨¹ber den Anschein wahren. Die Wahrheit war, dass Neveah immer einen Zweifel daran gehabt hatte, ob Lothaire wirklich ihr Vater war, und Lothaire selbst hatte viele Anzeichen daf¨¹r gezeigt. Neveah h?tte nie gedacht, dass sie so schnell Kaideon als ihren Vater anerkennen w¨¹rde, denn bisher hatte der Begriff "Vater" f¨¹r sie nie etwas Gutes bedeutet. Doch als sie die Szene in der Audienzhalle miterlebte, war es ihr herausgerutscht, bevor sie es ¨¹berhaupt bemerkte, und jetzt f¨¹hlte es sich an, als sei es das Einzige in ihrem Leben, das noch stimmte. Kaideon blickte sofort auf, seine Augen spiegelten seine Erleichterung wider, als er sah, wie Neveah ihn ansah. "Ich..." begann Neveah, unsicher, ob sie sich f¨¹r die Unruhe entschuldigen wollte, die sie verursacht hatte, ob sie ihre Dankbarkeit daf¨¹r ausdr¨¹cken wollte, dass er gekommen war oder einfach ihres Herzens Weh aussprechen wollte. "Ruhe jetzt, ich wei? ... Vater versteht dein Herz." Kaideon unterbrach Neveah und zog sie fest in seine Arme. In diesem Moment wusste Neveah, dass ihre Welt nicht zusammenbrechen w¨¹rde; Kaideon w¨¹rde immer da sein, um sie zusammenzuhalten. "Komm mit mir nach Hause, Veah. Dein Zuhause ist ein Ort endloser Ebenen aus wei?em Sand... die D¨¹nenburg ist keine hohe Festung, die wei?en D¨¹nen sind eine Grenzfeste, ein Ort der hten und Krieger." "Es wird nicht die edle Atmosph?re der Zitadelle haben, und mein Volk ist an die einfachen Dinge des Lebens gew?hnt, frei von Regeln und Etikette... aber ich schw?re dir, dass du alle Freiheit und Liebe der Welt haben wirst." sagte Kaideon ernsthaft zu Neveah. Neveah hatte sich entschieden, in dem Moment, als sie die Audienzhalle betrat ¨C der Drachenturm konnte nie ein Zuhause sein, und das war eine Wahrheit, die sie immer gewusst hatte. Sie kam von einem noch schlimmeren Ort und hatte keinen anderen Ort, den sie ihr Eigen nennen konnte. Aber jetzt war es anders; Neveah hatte einen Ort, weit entfernt, und es war wirklich ein Ort, von dem sie nichts wusste, aber es war ihr Erbe, das Erbe ihres Vaters... es war ihr Zuhause. "Ich werde gehen... zu den Wei?en D¨¹nen." sagte Neveah schlie?lich. Chapter 459: Was geschah (Kap.460)

Chapter 459: Was geschah (Kap.460)

Der warme, tr?stende Druck von Kaideons Umarmung konnte das hohle Gef¨¹hl in Neveahs Herz nicht g?nzlich vertreiben, doch er milderte ihre Sorgen und spendete mehr als genug Sicherheit. Doch dann schoss ihr ein Gedanke durch den Kopf, den sienge zu meiden versucht hatte. ¡¯Wenn ich in diesem Zustand bin... wie mag es Menarx ergehen?¡¯ fragte sich Neveah, als sie sich an den letzten Anblick von Menarx erinnerte, bevor sie das Bewusstsein verlor ¨C an sein w¨¹tendes Br¨¹llen ... und den Schmerz in seinen Augen. Neveah hatte getan, was sie tun musste, das, was offensichtlich das Beste f¨¹r sie beide war. Es war eine Entscheidung, die getroffen werden musste, und r war, dass Menarx diese nicht treffen konnte. Sie hatte sich dazu entschieden, seine Hand zuerst loszssen, doch in Wahrheit ... hatte sich sein Griff schonnge gel?st, und sie hatte jede Sekunde davon gef¨¹hlt. Endlich lie? Kaideon von ihr ab, seine Augen gl?nzten vor Freude ¨¹ber Neveahs Entscheidung. "Ich w¨¹rde uns sofort aufbrechenssen, doch die D¨¹nen sind selbst im Fluge weit entfernt und du bist nicht in der Verfassung zu reisen..." begann Kaideon, doch er verstummte, als er Neveahs zwiesp?ltigen Ausdruck wahrnahm. "M?chtest du nach ihm fragen?" erriet Kaideon Neveahs Gedanken ¨C und der einzige Grund f¨¹r ihr Z?gern, in seiner Gegenwart zu sprechen, war, weil die Person, nach der sie sich erkunden wollte, der letzte Name war, den Kaideon in diesem Moment zu h?ren bereit war. "Ich... nachdem ich die Bindung gel?st hatte... er..." Neveah lie? ihre Worte in der Luft verwehen, unsicher, wie sie ihr Anliegen formulieren sollte. Wollte sie fragen, ob es ihm gut ging? Neveah wollte nicht, dass Menarx verletzt wurde, das war wahr, aber wollte sie nach allem, was geschehen war, wirklich h?ren, dass ihr Verlust ihn unber¨¹hrt lie?? "Warum ist es wichtig, was mit ihm geschehen ist? Er ist ein Drache, er wird nicht so leicht sterben. Du bist diejenige, die verletzt wurde. Du bist in der gr??ten Gefahr, und trotzdem kannst du nicht aufh?ren, dich um ihn zu sorgen?" fragte Kaideon mit schmerzerf¨¹llter Stimme. "Er... nichts davon ist seine Schuld." murmelte Neveah leise und senkte den Kopf, nicht imstande, Kaideon zu beruhigen. In den Augen ihres Vaters war Menarx der B?sewicht, und Neveah verstand, dass dies nat¨¹rlich war, da ihr Vater sie am meisten liebte. Doch wenn niemand sonst begriff, dass Menarx von all dem am meisten betroffen war, wie konnte Neveah es dann nicht begreifen? Zerrissen zwischen seiner Liebe zu ihr und der Sehnsucht nach der Bindung hatte sie seinen Konflikt und seine Hilflosigkeit gesehen. Hat sie nicht alles getan, um seinen Schmerz zu lindern, selbst wenn es bedeutete, dass sie beide verletzt wurden? Kaideon seufzte schwer und fuhr sich durch die Haare. "Ich verstehe... Ich w¨¹nschte, ich t?te es nicht, aber ich verstehe es," gab Kaideon widerwillig zu. "Nachdem du das Bewusstsein verloren hattest, hat Menarx die Fassung verloren. In all den Jahrhunderten, die ich ihn kenne, habe ich ihn nie so die Kontrolle verlieren sehen. Die gebrochene Bindung und dein Zustand m¨¹ssen zu viel f¨¹r ihn gewesen sein," vertraute Kaideon Neveah mit leiser Stimme an. Neveah zuckte sp¨¹rbar zusammen, die Vorstellung allein war zu viel f¨¹r sie. "Menarx geriet in Rage und wollte dich mit sich nehmen; dieser hasserf¨¹llte Drache wei? einfach nicht, wann Schluss sein soll," fuhr Kaideon fort, seine Stimme nun dunkel und widerstrebend. "Auf Anordnung seiner Gnaden wurde er gefesselt und abgef¨¹hrt. Wahrscheinlich liegt er irgendwo angekettet und denkt ¨¹ber seine Dummheit nach ¨C im Wissen, dass er das Leid, das er meiner Tochter angetan hat, f¨¹r den Rest seines Daseins bereuen wird, so wie es sich geh?rt," erz?hlte Kaideon. "Vater...", sagte Neveah mit einem schweren Seufzer. "Au?erdem habe ich verasst, dass er sich dir nicht n?hert, bis du selbst bereit bist, ihn zu sehen, sonst h?tte ich dich sofort zu den Wei?en D¨¹nen gebracht..." "Nach allem, was passiert ist, und um mich genug zu beruhigen, damit du dich auf der Burg erholen kannst, hatte Seine Gnade keine andere Wahl, als mir zuzustimmen", fuhr Kaideon fort. Neveah seufzte erneut. Sie konnte ihrem Vater seine Entscheidung nicht ¨¹belnehmen. Die Wunden waren zu tief; es war das Beste, wenn Menarx und sie Abstand hielten. Kaideon hatte alles richtig gemacht und die Situation so gut wie m?glich unter den gegebenen Umst?nden gehandhabt. "Bis jetzt wei? ich nichts ¨¹ber Menarxs Aufenthaltsort oder Zustand, oder was der Rat beschlossen hat... snge es dich nicht betrifft, werde ich mich nicht weiter mit den Angelegenheiten der Burg besch?ftigen", schloss Kaideon. "Verzeiht mir, dass ich Euch so viele Probleme bereitet habe", entschuldigte sich Neveah schuldbewusst, da sie wusste, dass die Situation Kaideon sehr gefordert hatte. Kaideon war seinem K?nig gegen¨¹ber ?u?erst loyal; er w¨¹rde sein Leben ohne Z?gern f¨¹r K?nig Jian geben und hatte gro?en Respekt vor der k?niglichen Garde... sich ihnen so zu widersetzen, wie er es getan hatte, konnte nur ihr zuliebe sein. "Ich bin dein Vater, deine Angelegenheiten sind auch meine. Es gibt nichts an dir, das ich jemals als l?stig empfinden w¨¹rde, und du, mein Kind, hast absolut nichts falsch gemacht... zu lieben und loszssen ist eine St?rke, die nicht viele besitzen", sagte Kaideon fest. Neveah nickte und zwang ein kleines L?cheln auf ihre Lippen. "Dunenherr", rief Rodvans vertraute Stimme von der T¨¹r her. "Meine Dame", begr¨¹?te Rodvan Neveah mit einer Verbeugung, als er den Raum betrat. "Ich bin keine Dame mehr...", murmelte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "Du bist die Erbin der Wei?en D¨¹nen, unter den st?rksten der zw?lf gro?en Festungen... wenn du keine Dame bist, dann ist es niemand", entgee Rodvan trocken. Neveah blinzelte ob Rodvans Antwort. "Dein Onkel Rodvan nimmt nie ein tt vor den Mund, daran wirst du dich gew?hnen", versicherte Kaideon kichernd. "Was f¨¹hrt dich zu uns?", fragte Kaideon Rodvan. "Unser Lehnsherr ruft dich", ¨¹bermittelte Rodvan seine Botschaft. Kaideon warf Neveah einen Blick zu, und sie nickte ihm zu. "Mir geht es gut. Ich werde noch ein wenig scfen", versicherte Neveah. "Dann ruh dich aus. Estelle wird bald zu dir kommen", sagte Kaideon, stand auf, t?tschelte liebevoll Neveahs Kopf und verlie? dann mit Rodvan den Raum. Chapter 460: Kein Gefallen (Kap.461)

Chapter 460: Kein Gefallen (Kap.461)

Neveahg noch immer wach, als es an der T¨¹r klopfte. Neveah reagierte nicht, denn sie wusste, Estelle w¨¹rde sich selbst hereissen, und sie konnte einfach nicht die Kraft aufbringen zu antworten. Die T¨¹r ?fe sich kurz darauf und Schritte n?herten sich, bis sie neben Neveahs Bett zum Stillstand kamen. Neveah zog die Decke ¨¹ber sich, sicher dar¨¹ber, welchen Gesichtsausdruck Estelle jetzt machen w¨¹rde. "Schau mich nicht so an... mir geht es gut", murmelte Neveah leise. Es dauerte einen Moment, bevor Estelle antwortete, aber als sie es tat, wurde deutlich, dass die Stimme nicht zu Estelle geh?rte. "Das trifft auf eine von uns zu...", sagte Adrienne. Neveah runzelte die Stirn, sie brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, wer es war. Die Fee war definitiv die letzte Person, die Neveah sehen wollte, und es war erstaunlich, dass sie es gewagt hatte, selbst zu Neveah zu kommen. "Wenn du nicht gekommen bist, um mich ein f¨¹r alle Mal loszuwerden, kennst du den Weg nach drau?en", wies Neveah sie ohne einen Blick zu Adrienne ab. "Ich w¨¹rde nicht hierherkommen... wenn ich eine Wahl h?tte", sagte Adrienne leise. Neveah fragte sich, wie es ¨¹berhaupt eine Option f¨¹r Adrienne sein konnte, sie nach allem Geschehenen zu besuchen. "Menarx... er ist verschwunden. Wir k?nnen ihn nirgendwo finden... und ich...", Adriennes Stimme brach mitten im Satz ab. Adrienne musste ihren Satz nicht beenden, damit Neveah wusste, worauf das hinauslief. "Und dir bleibt nicht mehr viel Zeit", murmelte Neveah, als sie sich auf ihrem Bett umdrehte. Tats?chlich sah Adrienne noch schlimmer aus als beim letzten Mal, als Neveah sie gesehen hatte, und wie sie ¨¹berhaupt noch stehen konnte, war Neveah ein R?tsel. Ihre Augen waren tiefer in ihr Gesicht gesunken und sie sah noch d¨¹nner aus, wenn das m?glich war. Ihr Gesicht war bleich wie ein Gespenst, und Neveah wusste, dass nur Lord Everon in der Lage war, ihr Leben songe zu erhalten. "Lord Everon sagt, wenn Menarx nicht bis zum Morgengrauen gefunden wird...", sagte Adrienne und ihre Stimme verng erneut. Jedes ihrer Worte war anstrengend und m¨¹hsam, sie war offensichtlich ersch?pft, hielt jedoch mit aller Kraft daran fest. Warum auch nicht? Menarx hatte sie vom Rand des Abgrunds zur¨¹ckgeholt und gestanden, dass er ihr den Tod nicht w¨¹nschte... In diesem Moment konnte Neveah in Adriennes Augen sehen, dass sie an ihrem Leben festhielt, f¨¹r Menarx. "Du willst Menarx finden, jeder seiner Br¨¹der k?nnte ihn leicht f¨¹r dich finden, das wei?t du. Warum kommst du zu mir? Wir teilen keine Verbindung mehr, ich kann ihn nicht sp¨¹ren... und selbst wenn ich es k?nnte, warum sollte ich dir helfen?" ?Alles, was zur¨¹ckgegeben werden sollte, ist zur¨¹ckgegeben worden. Ich habe ihm zur¨¹ckgegeben, was ihm geh?rt... Wenn er es dir nicht geben m?chte, soll ich dann auch seinen Willen erzwingen?", fragte Neveah tonlos. "Zur K?nigsgarde... Menarx¡¯ Wille ist deren Wille. Sie werden ihn nicht finden, wenn er nicht gefunden werden m?chte... schon gar nicht f¨¹r mich", sagte Adrienne, wobei sie zwischen jedem Satz pausierte. "Aber du... du bist anders..." sagte Adrienne in einem Ton, der fast wie Ehrfurcht ng. "Ich muss dir wie eine N?rrin erscheinen... den Mann, den ich liebe, einer Frau zu ¨¹bessen, die versucht hat, mir mehrmals das Leben zu nehmen," gab Neveah mit einem sp?ttischen Lachen zur¨¹ck. Adrienne sch¨¹ttelte leicht den Kopf, senkte besch?mt den Blick. "Du warst schon immer anders...nge bevor all dies... seit dem Tag, als du hierherkamst, warst du nicht wie die anderen... du hast gestrahlt, so hell und sch?n... Ich habe es gesehen... ich wusste es, alle anderen haben es auch gesehen, nur du nicht... und deshalb habe ich dich daf¨¹r gehasst," offenbarte Adrienne leise. Neveah schnaubte leise, sie, die aus der Dunkelheit kam, war nichts weiter als ein Schatten ihres Schmerzes und Hasses. Seit wann hatten Schatten ein Leuchten? Seit wann kannte die Dunkelheit Licht? "Was wei?t du schon... Adrienne? Was wei?t du schon von irgendetwas?... nichts, genau das ist es," zischte Neveah d¨¹ster. Tief atmete Neveah durch, jetzt hatte all dies keinen Sinn mehr... alles, was ein Ende finden sollte, hatte bereits ein Ende gefunden. Alle Bande des Drachenturms waren durchtrennt, es war Zeit loszssen. "Vergiss es..." murmelte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "Ich w¨¹rde sagen, ich habe getan, was ich konnte, aber nichts davon tat ich f¨¹r dich... du verdienst nichts... aber er... er ist der Einzige, der alles verdient," stellte Neveah r und drehte sich in ihrem Bett um, so dass sie Adrienne den R¨¹cken zuwandte. "Ich wei?, dass ich dich um nichts bitten kann... und ich bin auch nicht deswegen gekommen. ¨¹ber Leben und Tod entscheidet das Schicksal... ich habe mein Schicksal akzeptiert," sagte Adrienne mit ersch?pfter Stimme. "Neveah... Menarx zerbricht und niemand kann ihn retten au?er dir. Du kannst jetzt nicht einfach gehen... bitte, geh zu ihm... hilf ihm, irgendwie," flehte Adrienne. Neveah runzelte die Stirn, unsicher, ob sie richtig verstanden hatte. "Er muss nicht zur¨¹ckkommen... es ist am besten, er bleibt fern, bis alles vor¨¹ber ist. Ich m?chte ihm keinen weiteren Schmerz zuf¨¹gen... ich bitte dich nur darum, dass du es nicht zul?sst, dass er von Schmerz und Selbstvorw¨¹rfen aufgefressen wird... Und ich bitte dich nicht um einen Gefallen, sondern scge einen Handel vor," bot Adrienne an. Neveahchte leise, ihre H?nde zu festen F?usten geballt, um sich zur¨¹ckzuhalten. "Was k?nntest du mir bieten, das ich m?glicherweise haben wollen w¨¹rde?" fragte Neveah mit dunkler Stimme. "Die gefangene Fae, die ein Attentat auf dich ver¨¹bt hat, wird niemals den Drahtzieher verraten... Fae-Todesw?chter leben und sterben, um ihren n zu sch¨¹tzen." "...du k?nntest die Fae-ns vielleicht wegen Assoziationen in die Pflicht nehmen... aber es gibt keine stichhaltigen Beweise gegen sie, die alle Rassen ¨¹berzeugen k?nnten." "Aber ich versichere dir, dass das Gift in meinem Blut und das, was dir zugeschickt wurde, von meinem n stammt... und es gibt mehr, ein Geheimnis, das gro? genug ist, um das Fae-Volk f¨¹r immer zu beherrschen..." "Es gibt so vieles, was du nicht wei?t, Neveah... und wer das Wissen hat, hat die Macht... Mit diesem Geheimnis in deiner Hand k?nntest du dich entscheiden, es den Drachen zu opfern oder die Fae-ns deinem Willen zu unterwerfen und zur m?chtigsten Frau im Bollwerk zu werden..." "Aber ich versichere dir, dass sobald du davon wei?t... das Schicksal des Fae-Volkes und der Drachen-Dynastie in deinen H?nden liegen wird... Solche Macht im Tausch daf¨¹r, meinen letzten Wunsch zu erf¨¹llen... w¨¹rdest du das nicht als einen lohnenswerten Handel betrachten?" fragte Adrienne. Chapter 461: Unver?nderte Stellen (Ch.462)

Chapter 461: Unver?nderte Stellen (Ch.462)

"Neveah schwiegnge, w?hrend sie in ihren Erinnerungen nach dem suchte, was sie ¨¹ber die Fae-ns wusste ¨C Wissen, das sie aus Geschichtsb¨¹chern und einem Jahr am Drachenhort gesammelt hatte. Sie wusste nicht viel ¨¹ber die Historie der Fae in Bezug auf die Drachendynastie, aber eines war ihr r: Obwohl die Fae-ns an der Oberfl?che gute Beziehungen zur Drachendynastie zu pflegen schienen, wusste jeder, dass diese besonders wachsam sein mussten, wenn es um das Volk der Fae ging. Es gab viele Gr¨¹nde daf¨¹r, angefangen bei der Tatsache, dass nie eine Fae im Kampf von der Drachendynastie unterworfen worden war. Stattdessen hatten sie im Anfangsstadium des Aufstandes ihre Treue dem Hohen K?nig Agardan geschworen. Die Geschichte lehrte, dass das B¨¹ndnis des m?chtigen Volkes der Fae mit der Drachendynastie auf einer jahrhundertngen Freundschaft zwischen dem Hohen K?nig Agardan und der letzten gekr?nten Hochk?nigin der Fae basierte. Die Hochk?nigin war dem Hohen K?nig Agardan zu gro?em Dank verpflichtet, da er ihr in seiner Jugend das Leben gerettet hatte. Als der Aufstand seinen H?hepunkt erreichte und die V?lker gezwungen waren, ihre Neutralit?t aufzugeben und sich zu entscheiden, stand das Volk der Fae als einziges geschlossen hinter der Drachendynastie. Es k?nnte gesagt werden, dass diese Beziehung zwischen den Drachen und der Fae-Rasse keine Unterwerfung, sondern ein B¨¹ndnis war... und Verb¨¹ndete sind nichts anderes als verborgene Feinde, die auf ihre Chance warten. Besonders ein Verb¨¹ndeter wie die Fae, die einst mit dunklen Zauberern verb¨¹ndet waren, da sie von der Zusammenarbeit mit der herrschenden Dynastie profitierten, aber nicht z?gerten, die Seiten zu wechseln. Neveah war sich sicher, dass auch die Drachen sich bewusst waren, dass die Fae nicht vollkommen vertrauensw¨¹rdig waren und wahrscheinlich im Geheimen darauf aus waren, ihre einstige Macht zur¨¹ckzuengen. Ein Verbrechen, das noch nicht begangen wurde, war kein Verbrechen, und obgleich die Drachendynastie sich vor den Fae sch¨¹tzen konnte, wie genau kannten sie deren wahres Potential? Ein Druckmittel gegen¨¹ber den Fae, um diese vollst?ndig zu kontrollieren, w?re sicherlich vorteilhaft f¨¹r die Drachen und der Zugang zu den Geheimnissen der Fae k?nnte Neveah tats?chlich in eine Position bringen, in der sie es nicht wagen w¨¹rden, sie zu kr?nken ¨C aber strebte Neveah ¨¹berhaupt eine solche Position an? Schlie?lich setzte Neveah sich auf ihrem Bett auf und blickte zu Adrienne hin¨¹ber. ¡¯Du denkst sicherlich, dass Macht eine Versuchung ist, der niemand widerstehen kann¡¯, begann Neveah mit leerem Tonfall. ¡¯Das trifft auf dich zu, da dein ganzes Streben immer darauf ausgerichtet war, die ultimative Macht zu engen, weshalb du auch ein Auge auf K?nig Jian geworfen hast¡¯, fuhr Neveah fort." Neveah hatte Adrienne schonnge durchschaut. Es war f¨¹r sie nur verwunderlich, dass Adrienne Neveah zur Feindin machte, obwohl Neveah die letzte Person war, die Adriennes Anspruch auf K?nig Jian im Wege stand. "Bis vor einiger Zeit hatte ich ebenfalls den Wunsch, m?chtig zu werden... obwohl unsere Mittel sich unterschieden haben. Aber es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass Macht die einzige M?glichkeit zum ¨¹berleben in einem fremden Land ist... aber das ist mir jetzt gleichg¨¹ltig", gestand Neveah ehrlich. "Adrienne, du bist nicht jemand, der in deinem letzten Atemzug deine Lebensrettungskarte an eine Rivalin verkaufen w¨¹rde." "Und daher nehme ich an, dass genau diese Lebensrettungskarte der Grund f¨¹r deinen derzeitigen Zustand ist... Du hattest deinen Nutzen verloren, trugst jedoch ihr Geheimnis mit dir. Da sie dich in die Enge getrieben haben, wussten sie nat¨¹rlich, dass du sie den Drachen verraten w¨¹rdest, um dich selbst zu retten, wenn sie dich am Leben lie?en", behauptete Neveah. Adriennes Augenbrauen zuckten leicht, doch sie schwieg. "Offiziell ist der Rat der Fae gekommen, um deine Rechte zu verteidigen, aber tats?chlich waren sie sicherlich erstaunt, als sie h?rten, dass du noch lebst und irgendwie dem Exil entkommen bist, um bei der Zeremonie pr?sent zu sein und wie du ihren n, mich loszuwerden, sabotiert hast. Daher mussten sie in Eile handeln... aus Angst, dass du ihr Geheimnis l¨¹ften k?nntest." "Mit der Entdeckung deiner Verbindung zu Menarx muss der Rat der Fae erkannt haben, dass du immer noch von Nutzen sein kannst. Wie k?nnten sie es sich leisten, dich sterben zussen?" murmelte Neveah. "Der urspr¨¹ngliche n war wohl, dein Leben als Druckmittel einzusetzen, um dir einen tz an Menarx¡¯ Seite zu sichern. Die Herrin der Rubinschuppen mag keine Drachenk?nigin sein, aber sie ist eine nicht zu untersch?tzende Macht... eine akzeptable Tr?stung, wie ich sagen w¨¹rde." "Du wolltest das Geheimnis deines Volkes bewahren, denn die Fae zum Opfer zu bringen, k?nnte auch deine Position gef?hrden, da du immer noch Fae-Adel bist... jedoch ist es geschehen, dass alles... mich eingeschlossen, nach deinem n lief." "Alles bis auf Menarx¡¯ Herz... und jetzt, da dein n gescheitert ist, hast du keinen Grund mehr, die Fae zu sch¨¹tzen, aber du wagst es nicht, es selbst zu offenbaren." Neveah schnalzte mit der Zunge. "Mir scheint, du hast dich und dein Volk in eine sehr komplizierte Lage gebracht und siehst keinen Ausweg... Du bist nicht hier, um zu verhandeln, Adrienne, du bist gekommen, um mir deine B¨¹rde zu ¨¹bertragen, damit du ohne Schuldgef¨¹hle sterben kannst, w?hrend ich gequ?lt ¨¹berlegen muss, welche Entscheidung ich treffen soll." "Das entbindet dich einerseits von jeglicher Verantwortung... und andererseits macht es mich in den Augen von Menarx und der Drachendynastie zur S¨¹nderin, unabh?ngig von meiner Wahl, also eine Strafe... weil ich Menarx¡¯ Herz habe", folgerte Neveah. Ihr Blick forderte Adrienne heraus, ihre Worte zu bestreiten, und auch Adriennes Gesichtsausdruck hatte sich ver?ndert. Neveahchte leise. "Ihr habt eine ziemliche Show abgezogen, und zeitweise war ich fast ¨¹berzeugt, aber ein Leopard ?ndert seine Flecken nie, nicht wahr, Lady Adrienne?" fragte Neveah mit einem d¨¹steren Blick. Chapter 462: Verliese (Kap.463)

Chapter 462: Verliese (Kap.463)

"Ja... Ich gebe zu, dass mein n seine eigenen Vereinbarungen hat... aber ich war nie Teil davon... obwohl ich mir sicher bin, dass nichts, was ich sagen k?nnte, deine Meinung ¨¹ber mich ?ndern w¨¹rde." "Du hast allen Grund, meinen Absichten zu misstrauen... aber eines hoffe ich, kannst du mir uben: Ich w¨¹rde nie etwas tun, was Menarx Schaden zuf¨¹gen w¨¹rde... niemals", sagte Adrienne schlie?lich mit einem Ton, der kaumuter als ein Fl¨¹stern war. "Ich bin es nicht, die von deiner Aufrichtigkeit ¨¹berzeugt werden muss. In ein paar Tagen werde ich gehen... und dann liegt es an dir, wie du mit deinen Problemen umgehst." "Ich brauche deine Geheimnisse nicht. Macht damit, was ihr wollt. Ich werde nur zu Menarx gehen, weil ich m?chte, dass es ihm gutgeht und er in Sicherheit ist, und nicht dewegen", stellte Neveah r, als sie sich von ihrem Bett erhob. Neveah ging zu ihrem Kleiderschrank und suchte sich etwas zum Anziehen heraus. "Du wusstest bereits... wo er ist...", murmelte Adrienne, als ihr eine Erkenntnis kam. Neveah warf Adrienne einen Blick ¨¹ber die Schulter zu und erhaschte den schmerzvollen Ausdruck in deren Augen, bevor sie ihn verbergen konnte. Neveah war sich nicht sicher, ob Adrienne noch erwartete, dass sie R¨¹cksicht auf ihre Gef¨¹hle nahm. "Wienge bin ich jetzt schon mit ihm zusammen? Wie k?nnte ich sein Herz dann nicht kennen?", entgee Neveah emotionslos. "Ich... Ich werde ein Pferd... bereitstellenssen", murmelte Adrienne, als sie sich zum Gehen wandte. "Ein Pferd wird nicht n?tig sein, Menarx befindet sich hier im Drachenhort", entgee Neveah bestimmt. "Aber... Ke hat schon ¨¹berall gesucht... du kannst nicht sp¨¹ren, wo er ist... wie kannst du dir so sicher sein?", fragte Adrienne vorsichtig. "Ich bin hier... er w¨¹rde niemals gehen", sagte Neveah, als sie das Badezimmer betrat und die T¨¹r hinter sich schloss. Neveah lehnte sich mit dem R¨¹cken gegen die T¨¹r, atmete schwer, w?hrend sie Adriennes sich entfernende Schritte h?rte und die Anstrengung in jedem ihrer Schritte wahrnahm. "Du wei?t doch, sie verdient unser Mitleid nicht...", dachte Neveahs Wolf in ihr hinein. Wieder einmal war Neveahs Wolf eine ganze Weile still gewesen und Neveah vermutete, dass dies ein Zeichen daf¨¹r war, wie sehr das durchtrennte Band sie getroffen hatte. "Wie k?nnte ich es nicht wissen... Aber es zu wissen, ist das eine. Es geht hier nie um sie...", erinnerte Neveah ihren Wolf. "Richtig. Es geht um ihn, der es nicht ¨¹bers Herz bringt, zuzusehen, wie seine wahre Gef?hrtin stirbt, und uns somit im Stich gssen hat. Es sollte uns nicht k¨¹mmern, ob es ihm gut geht oder nicht", wies Neveahs Wolf hin. Neveah seufzte leise, sie konnte die Unzufriedenheit ihres Wolfes sp¨¹ren... Sie verstand Menarxs Situation, aber sie konnte auch verstehen, dass ihr Wolf Schw?che nicht tolerierte oder was sie als Verrat ansah nicht verzieh. Menarxs Wille war nicht stark genug gewesen, um sich darauf vessen zu k?nnen und deshalb wusste Neveah, dass ihr Wolf Menarx nie wieder f¨¹r w¨¹rdig befinden w¨¹rde. ________________ "L...Lady Neveah." Die Drachengardisten, die die Verliese bewachten, sahen Neveah unsicher an, als sie ankam. Das Verlies des Drachenhorts befand sich auf einem verborgenen Untergeschossboden und Neveah kannte den Eingang nur, weil sie zu irgendeinem Zeitpunkt als Angegte eine kurze Zeit in eben jenen Verliesen verbracht hatte. Neveah machte sich auf den Weg zum Eingang, doch ein Drachengardist blockierte ihren Weg. Neveah sah ihn d¨¹ster an und hob fragend eine Augenbraue. "Lady Neveah, ich f¨¹rchte, der Zutritt zu den Verliesen ist streng geregelt... das ist kein Ort f¨¹r eine Dame...", begann einer der Drachengardisten sie abzuweisen, doch Neveah unterbrach ihn."Er ist dort drinnen, nicht wahr?" Neveahs Worte ngen eher wie eine Feststellung denn als Frage. Sie wusste zweifelsfrei, dass sich Menarx ¨C wenn er im Drachenturm unauffindbar war ¨C hier befinden musste... in den Verliesen. "Meine Dame... gem?? der Anordnung unseres Lehnsherrn d¨¹rfen Sie ihn nicht sehen." erinnerte der Drachenw?chter. "Ich bin diejenige, die ihn sehen will. Hat K?nig Jian auch befohlen, dass ich keinen Zutritt haben darf?" erwiderte Neveah gleichg¨¹ltig. Der Drachenw?chter neigte leicht den Kopf. "Genau, das habe ich mir gedacht." schloss Neveah, signalisierte dem Drachenw?chter, die T¨¹ren zu ?ffnen. Die Drachenw?chter tauschten einen Blick und nickten dann, um Neveah Eiss zu gew?hren. Sie stieg die Wendeltreppe hinab ins Untergeschoss. Als die T¨¹ren ¨¹ber ihr ins Schloss fielen, wurde der Weg vor ihr in v?llige Dunkelheit getaucht, doch Neveah lie? sich nicht beirren. Kaum hatte sie den Raum betreten, wurde sie von einem schrecklichen Geruch umh¨¹llt und unheimlichen Ger?uschen umgeben ¨C Knurren, Schreien und anderen Lauten. ¨¹berall hallten die Ger?usche wider, und Neveah war dankbar daf¨¹r, dass die Verliese gut abgeschottet und ein gutes St¨¹ck vom Weg entfernt waren. Zielstrebig ging Neveah den Weg enng; sie hatte einmal geh?rt, dass sich Menarx¡¯ Bereich im tiefsten Teil der Verliese befand, und genau dorthin steuerte sie. Nach einer Weile und einigen Abzweigungen erreichte Neveah schlie?lich eine gro?e Metallt¨¹r, die keinen Hinweis darauf gab, wohin sie f¨¹hrte. Doch allein die Atmosph?re, die von diesem Bereich ausging, gen¨¹gte, um Neveah zu best?tigen, dass sie Menarx¡¯ Bezirk gefunden hatte. Langsam ?fe Neveah die T¨¹r, trat ein und schloss sie hinter sich. Als Erstes traf sie der starke, metallische Blutgeruch, der alles andere ¨¹begerte. Ihre empfindliche Nase zuckte, sie brauchte einen Moment, um sich auf die Intensit?t des Gestanks einzustellen. Zu beiden Seiten des Weges erhoben sich Reihen versiegelter Zellen. Neveah sp¨¹rte das Leben darin, doch im Gegensatz zum Rest des Verlieses herrschte hier eine bedr¨¹ckende Stille. Schnell erkannte Neveah, dass sie zu fr¨¹h gesprochen hatte, als ein ohrenbet?ubender Schrei die Mauern erzittern lie?. Diesmal vernahm Neveah verschiedene Ger?usche ¨C ein ?chzen aus Angst und zittriges Atmen aus den verschlossenen Zellen. Die Angst und der Schrecken waren so greifbar, dass Neveah sie f?rmlich riechen und schmecken konnte. Es war bekannt, dass Menarx¡¯ Bezirk die gef?hrlichsten Verbrecher beherbergte ¨C zumindest jene, die noch verh?rt wurden. Von denen, die ihre Zeit in diesem Distrikt ¨¹berlebt hatten, gab es keinen, der noch lebte, um davon zu berichten. Angesichts solcher Angst selbst bei hartgesottenen Kriminellen konnte sich Neveah nur unsicher vorstellen, wie furchteinfl??end dieser Bezirk ¨C und der Mann, der ihn kontrollierte ¨C sein musste. Und in diesem Moment befand sich der besagte Mann in einer sehr schlechten Verfassung. Jeder in den Verliesen konnte dies genauso sicher sp¨¹ren, wie sie die gequ?lten Schreie aus der Tiefe des Bezirks h?ren konnten. Schwer seufzend drang Neveah tiefer in den Bezirk vor, dem Pfad dieses Schreis folgend. Chapter 463: Das Schwierigste (Kap.464)

Chapter 463: Das Schwierigste (Kap.464)

Es dauerte nichtnge, bis Neveah die offene Zelle erreichte, aus der der Schrei erng, und wie erwartet stand Menarx dort, sein emotionsloser Blick auf den zugerichteten Mann gerichtet, der an einem Ger?t hing, einige Zentimeter ¨¹ber dem Boden schwebend. Neveah blinzelte und erkannte erst nach einem Moment das Gesicht, das sich hinter all dem Blut verbarg. Wie sie vermutet hatte, war es in der Tat der Fae-Edelmann, der ihr bei der Zeremonie die Ixora-Blume ¨¹berreicht hatte. Der Elf war nicht mehr wiederzuerkennen, verpr¨¹gelt und an verschiedenen Stellen gebrochen, das Blut sammelte sich auf dem Boden unter ihm und tropfte noch immer schnell herab. F¨¹r Neveah war es ein R?tsel, wie der Elf noch nicht am Blutverlust gestorben war. Der Zustand, in dem der Elf sich befand, hing nur noch an einem seidenen Faden, und offensichtlich w?re der Elf selbst froh ¨¹ber den Tod gewesen, doch dieses Privileg wurde ihm verwehrt. Es erforderte ein unvergleichliches Geschick in der Kunst der Folter, jemanden in solch einem Zustand zu bssen und gleichzeitig sein Leben zu erhalten. "Snge durchgehalten zu haben, zeugt von deiner St?rke... aber viele deiner Art und noch M?chtigere haben diesen Tanz mit mir geteilt, und du kennst das Ende... sie brechen alle...", fl¨¹sterte Menarx dem Elf in einem so tiefen Ton zu, dass er kaum noch ein Fl¨¹stern war. "Sollen wir wetten, wienge du noch aush?ltst? Ich w¨¹rde sagen... h?chstens einen Tag...", sch?tzte Menarx und neigte seinen Kopf am¨¹siert zur Seite, als der Elf ihm einen grimmigen Blick zuwarf. "Ich werde dir niemals etwas sagen!...", presste der Elf m¨¹hevoll hervor. "Das ubst du also.", erwiderte Menarx, seine Lippen zu einem finsteren Grinsen verzogen. "Narx...", rief Neveah aus und machte sich endlich bemerkbar. Neveah beobachtete, wie Menarx beim ng ihrer Stimme erstarrte undngsam zu ihr umdrehte, seine Augen weit aufgerissen vor ¨¹berraschung und Schrecken zugleich. Neveahs Blick ging ¨¹ber Menarx, dessen Augen noch immer matt gl¨¹hten und dessen H?nde blut¨¹berstr?mt waren, das auf den Boden tropfte, jedoch stammte keines davon von ihm. Er war weit entfernt von "in Ordnung", und doch setzte ihr Herz einen Scg aus, als sie ihn erblickte, das hohle Gef¨¹hl kehrte zur¨¹ck... eine Erinnerung an die durchtrennte Verbindung. "Veah... du...", begann Menarx, seine H?nde zu F?usten geballt an seinen Seiten, als er Neveahs Blick auf ihnen bemerkte. "Du... wienge bist du schon hier...", fragte Menarx leise. "Schon eine Weile...", antwortete Neveah ehrlich. Menarx zuckte sichtlich zusammen. Er machte einen Schritt auf sie zu, blieb dann aber stehen, ein zwiesp?ltiger Ausdruck in seinen Augen. "Du solltest nicht hier sein...", behauptete Menarx. "Wenn die Person, die ich sehen m?chte, hier ist, und ich nicht komme... was soll ich sonst tun?", entgee Neveah mit einer Frage, ohne wirklich eine Antwort darauf zu erwarten. "Ich dachte... du wolltest mich nie wiedersehen.", gab Menarx in gequ?ltem Tonfall zu. Neveah sah in Menarx¡¯ Augen, dass er ihre Entscheidung immer noch nicht verstehen konnte. "Das denkst du also.", sagteleise, und wandte dabei genau die Worte an, die Menarx eben noch verwendet hatte. Menarx zuckte erneut zusammen, und Neveah verstand, dass dies eine Seite von ihm war, die Menarx nie gewollt hatte, dass sie sie sieht. "Das h?ttest du nicht sehen sollen... Ich...", begann Menarx, verstummte jedoch abrupt, da ihm die Worte fehlten. Neveah betrachtete Menarx einen Augenblickng schweigend, bevor sie seufzte und zum Waschbecken ging. "Komm her.", rief Neveah, nahm ein trockenes Handtuch, befeuchtete es mit Wasser und wrang dann das ¨¹bersch¨¹ssige Wasser aus. Sie drehte sich um und Menarx stand noch immer genau da, wo er zuvor verharrt hatte, wie erstarrt. Ohne weiteres zu sagen, ging Neveah auf Menarx zu, doch schnell hielt er sie auf. "Komm nicht... komm nicht her.", sagte Menarx schnell, trat aus der Zelle heraus und schloss die T¨¹r hinter sich, sodass Neveah nicht hineingehen musste.Menarx stand nun vor Neveah, und f¨¹r einen Moment starrten sie beide nur, so viele Worte und Emotionen dr¨¹ckten auf ihnen, dringend ausdrucksbed¨¹rftig, aber keiner wusste, wo er anfangen sollte. Also fuhr Neveah einfach mit ihrer Absicht fort, hob das Handtuch und wischte behutsam die Blutflecken von Menarx¡¯ Gesicht ab, dabei konzentrierte sie sich ganz darauf, ihn zu s?ubern. Nachdem sie mit seinem Gesicht fertig war, griff Neveah nach Menarx¡¯ Hand, aber er entzog sie ihr. Erwartungsvoll schaute Neveah zu ihm auf und Menarx gab nach einem Moment nach. Neveah nahm seine Hand und wischtengsam, aber gr¨¹ndlich das Blut von Finger zu Finger ab, bevor sie zur n?chsten Hand ¨¹berging, bis kein einziger Blutfleck mehr an ihm zu sehen war. Diese Prozedur hatte eine Weile gedauert und die ganze Zeit ¨¹ber starrte Menarx Neveah einfach nur leise an, seine Augen reflektierten seinen Schmerz. "M?chtest du mich nicht mehr?" brach Menarx schlie?lich die Stille. "Narx... du wei?t, dass das nicht stimmt." sagte Neveah mit schwerer Stimme. "Warum dann? Warum hast du meine Hand losgssen?" Menarx lie? seine Verletztheit nicht verbergen. "Ich..." Neveah begann, brach dann aber ab. Die Flut der Emotionen - Wut, Schmerz und viele andere - waren zu ¨¹berw?ltigend f¨¹r Neveah, sie wollte sich ihnen noch nicht stellen. "Das kann ich jetzt gerade nicht...Ich h?tte nicht kommen sollen..." erkannte Neveah, als sie sich zum Gehen wandte, doch Menarx hielt sie am Handgelenk fest. "Veah..." begann Menarx, doch Neveah fiel ihm ins Wort. "Weil ich dich so sehr will!...Zu sehr, und ich wei?, dass ich nicht so viel von dir haben kann, wie ich m?chte...nicht mehr... Ich habe dich an der Klippe gesehen, an welchen Teil deines Versprechens kann ich noch uben?! Ich bin doch nicht blind und taub!" fauchte Neveah, "Ich habe dich hereingssen, Narx! Ichsse niemanden herein, aber dich...Ich habe dich hereingssen, dir mein Vertrauen geschenkt, mein Herz... und...Narx... du hast mich verletzt und wei?t du, was das Schlimmste ist?...ich kann es dir nicht einmal vorwerfen..." spottete Neveah bitter. "Wir werden alle nur vom Schicksal verspottet. Ich kam nur her, um sicherzustellen, dass es dir gut geht... Ich habe dich gesehen, es gibt nichts, was ich mir mehr w¨¹nschen w¨¹rde." murmelte Neveah. Neveahs Worte lie?en Menarx in Schweigen versinken, als ihm r wurde, dass er keine Vorw¨¹rfe machen konnte; er war der Erste gewesen, der ihr Versprechen gebrochen hatte. Nun hatte er es so weit kommenssen und es gab keine M?glichkeit, alles wiederherzustellen, wie es einst war. "Ich...es tut mir leid, Veah. Ich wollte dich niemals so verletzen... Ich habe versagt..." gestand Menarx und lie? ihren Arm los. "Irgendwann... versagt jeder..." murmelte Neveah, als sie sich zum Gehen wandte, doch die n?chsten Worte von Menarx hielten sie in ihren Schritten zur¨¹ck. "Ich liebe dich, Neveah..." fl¨¹sterte Menarx, seine Stimme rau. "Und ich liebe dich, Menarx..." gab Neveah zu. Menarx sog scharf Luft bei Neveahs Worten und der Ironie des Moments, in dem sie gesprochen wurden. Es war das erste Mal, dass sie diese Worteut aussprach, und sie h?tte nie erwartet, dass das erste Mal auch ihr letztes sein w¨¹rde. "Schuppen! Was habe ich getan...?" zischte Menarx, seine Stimme voller Frustration und Selbstverachtung. "Wirst du mir jemals vergeben?" fragte Menarx leise. "Ich habe es bereits getan." entgee Neveah ohne zu z?gern. "Ich wei? nicht, wie... wie ich lossen soll." gestand Menarx. "Es braucht nur eine Person ... die einfach geht und nie zur¨¹ckblickt, auch wenn es das Herz zerrei?t... auch wenn es das Schwierigste ist, das man je tun muss." murmelte Neveah. Neveah machte ein paar Schritte nach vorne, dann hielt sie inne, drehte sich um und ging zur¨¹ck zu Menarx, ihre Arme legten sich um seinen Hals und zogen ihn hinab, w?hrend sie seine Lippen in einem leidenschaftlichen Kuss einforderte. Chapter 464: Wohin du auch gehst (Kap.465)

Chapter 464: Wohin du auch gehst (Kap.465)

Ein zufriedenes Knurren r¨¹hrte sich in Menarx¡¯ Brust, und seine H?nde umfassten Neveahs Taille und zogen sie enger an sich heran, als er den Kuss vertiefte. Sein Kuss hatte diesmal eine andere Qualit?t ¨C er war fordernder, dr?ngender, als wollte er symbolisch vermitteln, dass trotz der vorhandenen oder fehlenden Bindung zwischen ihnen nichts an ihren Gef¨¹hlen ge?ndert hatte. Menarx hob Neveah hoch, so dass ihre Beine fest um seine Taille geschlungen waren, und man?vrierte sie in eine leere Zelle, bis Neveahs R¨¹cken gegen die steinige Wand stie? und ihr kein Fluchtweg blieb. Wie er wusste, welche Zellen frei waren, behielt er f¨¹r sich. Irgendwo tief in ihrem Inneren wusste Neveah, dass das, was hier geschah, falsch war. Sie hatte eine Entscheidung getroffen, die alles, was sie mit Menarx teilte, beendete. Obwohl die rheit ihrer Lage offensichtlich war und sie wusste, dass dies die Dinge nur komplizierter machen w¨¹rde, fand sie nicht die Kraft hinauszugehen, als sie es h?tte tun m¨¹ssen. Neveah wollte in diesem Augenblick der Schw?che nicht vern¨¹nftig sein, nicht diesmal. _____________ Mit schwerem Herzen trat Neveah aus dem Untergeschoss. Ihr Geist war bden mit Gedanken, ihre H?nde unwillk¨¹rlich zu festen F?usten geballt, w?hrend sie die Tr?nen zur¨¹ckk?mpfte, die drohten aus ihren Augen zu entschl¨¹pfen. Menarx¡¯ Bitten, seine beruhigenden Worte, sein verlockender Duft, sein Geschmack... seine Ber¨¹hrung, sie hallten noch immer in ihr nach. Doch gleichzeitig konnten ihre eigenen Worte, die sie nach dem Abbruch des Kusses zu ihm gesagt hatte, nicht verdr?ngt werden. Sie hatte ihn verwirrt und schmerzvoll zur¨¹ckgssen, als sie Abschied nahm, im Wissen, dass er ihr nicht folgen konnte. Viele h?tten gesagt, dass Neveah das Richtige getan h?tte, aber in ihrem Herzen hatte sich nie etwas falscher angef¨¹hlt als sich von Menarx zu l?sen. Nichts hatte sich je falscher angef¨¹hlt als der schwere Schwur in ihrem Inneren, dass diese Schw?che, die sie gerade offenbarte, nicht wiederkehren d¨¹rfte, dass all die Gef¨¹hle, die auf ihrsteten, beseitigt werden mussten. Neveah hatte vor, zum Kl?ren ihres Kopfes einen Spaziergang zu machen, doch kam sie abrupt zum Stehen, als sie Adrienne direkt vor dem Untergeschoss antraf. Wienge Adrienne dort gestanden hatte, konnte Neveah nicht sagen, doch die erschrockenen Gesichter der Drachenw?chter verrieten ihre Beunruhigung ¨¹ber Adriennes Anwesenheit, besonders als Neveah aus dem Kellergeschoss aufgetaucht war. K?nig Jian hatte verf¨¹gt, dass Menarx Neveah nicht sehen durfte, doch wusste niemand, was zu tun war, wenn Neveah und Adrienne im selben Raum waren. ?Da ist Blut... an deiner Lippe...", brach Adrienne das Schweigen. Ein Stirnrunzeln legte sich ¨¹ber Neveahs Gesicht bei Adriennes Worten und sie strich mit dem Daumen ¨¹ber ihre Lippen, w?hrend sie Adriennes Blick und den darin verborgenen Schmerz beobachtete. Neveah war ersch?pft, nicht nur emotional, und sie fand nicht einmal die Kraft, Mitleid f¨¹r Adrienne zu empfinden."Geht es ihm... gut?" fragte Adrienne erneut nach einerngen Pause, als sie realisierte, dass Neveah kein Wort sagen w¨¹rde. Es gab nichts zu sagen; was auch immer Adrienne besch?ftigte, war ihr eigenes Problem. "Das wird er." Neveah antwortete emotionslos und setzte ihren Weg fort. Sie hielt jedoch inne, als sie an Adrienne vorbeikam. "Wenn du den Sonnenaufgang noch erleben solltest, dann denke daran: Die Drachen sind keine Narren. Bindung oder nicht, Menarx wird der Erste sein, der dir den Kopf abrei?t, wenn du dich gegen die Drachendynastie stellst." "Er hat Frieden mit dem Bund geschlossen, den ihr teilt. Er wird dich retten, und es ist mir egal, wer du jetzt bist oder wo deine Loyalit?ten liegen. Von diesem Moment an wirst du jemand sein, der seines Bundes w¨¹rdig ist... Oder ich werde zur¨¹ckkehren und ihn zur¨¹ckholen", stellte Neveah r. Ohne eine Antwort von Adrienne abzuwarten, entfernte sich Neveah. Sie wusste, dass sie nicht bis zu ihren Gem?chern gngen k?nnte, bevor sie zusammenbrach. Deshalb betrat sie die n?chste T¨¹r, die ihr in den Weg kam. Bald fand sie sich auf einem Balkon wieder, und dort lie? sie schlie?lich einen zitternden Atemzug heraus, ihre Hand krampfhaft ihre Brust ummmernd, als k?nnte sie ihr Herz ergreifen, wenn sie nur fest genug dr¨¹ckte. Leise keuchend sp¨¹rte Neveah, wie sich ihr Herz bei jedem Scg schmerzhaft zusammenzog, und sie holte tief Luft, w?hrend sie die Z?hne gegen den Schmerz zusammenbiss und ¨¹ber den Drachenturm und die dahinterliegende Zitadelle starrte, so weit ihr Blick nur reichte. Neveah sp¨¹rte seine Gegenwart in dem Moment, als er ankam. Sie hatte geubt, seine Abwesenheit h?tte bedeutet, dass er ihren Wunsch befolgt hatte und ferngeblieben war, aber sie erkannte, wie falsch sie gelegen hatte, als seine Arme sich um ihre Taille legten und er sie fest von hinten umarmte - so fest, dass Neveah wusste, sie k?nnte nicht auseinanderbrechen, selbst wenn sie es versuchte. "Xenon...", fl¨¹sterte Neveah leise, ihre Stimme brach. "Du hast ihn mit Worten verletzt, die du nicht ernst meintest, um ihn zu zwingen, loszssen. Doch diejenige, die am meisten verletzt ist, bist du. Warum qu?lst du dich selbst so, kleines W?lfchen?" fl¨¹sterte Xenon. "Ich dachte... ich dachte, du w?rst gegangen, aber du... du warst da... du warst die ganze Zeit da...", erkannte Neveah leise. "Ich war nie weit entfernt... und werde es auch niemals sein... Du bist mein Weg, meine Reise... und wenn ich gehen muss, wirst auch du mein Ziel sein", versicherte Xenon. "Verachtest... Verachtest du mich nicht? Ich habe beschlossen zu gehen, ohne auch nur einen Gedanken an dich zu verschwenden...", stammelte Neveah. "Dann geh. Mal sehen, wie weit du von mir wegkommen kannst...", entgee Xenon, sein warmer Atem streichelte Neveahs Gesicht, als er seinen Kopf an sie schmiegte. Neveah sog scharf die Luft ein. Die ruhige Intensit?t von Xenons Worten war nie leicht zu ertragen. "Wenn dein Herz nicht hier ist, dann gehe dorthin, wo es ist... und wenn die Zeit reif ist, werde ich dich holen... Mein Herz habe ich dir schonnge anvertraut, wohin du auch gehst... ich werde dir folgen...", schwor Xenon. Und schweigend standen sie da, der eine hatte ein Gel¨¹bde abgelegt, und der andere ubte es von ganzem Herzen. Chapter 465: Morgend?mmerung (Kap.466)

Chapter 465: Morgend?mmerung (Kap.466)

¡¯"Veah, die D¨¹nendrachen sind bereit zum Abflug, sobald du es bist." Das waren die Worte, die Neveah aus ihren tiefen Gedanken rissen und sie zur¨¹ck in die Wirklichkeit holten. "Ja, Vater... in einem Moment." antwortete Neveah rasch, Doch ihre Antwort kam einen Herzscg zu sp?t, und Kaideon trug bereits jenen wissenden Ausdruck im Gesicht, den Neveah so gut kannte ¨C das Zeichen, dass er wusste, dass etwas nicht stimmte. "Geht es dir gut?" fragte Kaideon leise, nachdem er Neveahs T¨¹r geschlossen hatte. "Denn wenn du auch nur das geringste Unwohlsein versp¨¹rst, k?nnen wir unsere R¨¹ckkehr jederzeit hinausz?gern... um sicherzustellen, dass es dir gut geht. "Du hattest gerade erst einen Tag Ruhe, und Everon besteht immer noch darauf, dass der Flug zu den D¨¹nen zu anstrengend f¨¹r deine Gesundheit sein k?nnte." erinnerte Kaideon, immer noch besorgt. Neveah seufzte leise, es war zwar erst ein Tag vergangen, aber es f¨¹hlte sich an, als w?re es bereits ein Jahr gewesen... solch einnger, d¨¹sterer Tag war schon mehr als genug. "Kind, sag mir, was dir im Kopf herumgeht. Mehr als alles andere w¨¹nsche ich mir, dass du mit mir kommst, aber ich m?chte nicht, dass du dich unwohl f¨¹hlst... Ein auserw?hltes Band mag nicht so m?chtig sein wie ein echtes Band, aber ein getrenntes Band ist eines der schmerzhaftesten Erlebnisse." "Everon ist der f?higste Arzt in der gesamten Festung, und seine Diagnose sollte man nicht au?er Achtssen. Du ben?tigst ungest?rte Ruhe und reichlich Zeit zur Erholung... Es gibt keinen Grund zur Eile." Kaideon versuchte Neveah zu beruhigen. Neveahs Entscheidung hatte Kaideon in Erstaunen versetzt, als sie in der vorherigen Nacht erkl?rte, sie wolle beim Morgengrauen den Drachenturm vessen, und er war immer noch verwirrt. Kaideon war sich nicht sicher, was genau vorgefallen war, obwohl er seine Vermutungen hatte, aber er wollte dennoch Neveahs Sichtweise h?ren. "Dein Vater ist hier, rede mit mir..." ¨¹berredete Kaideon sanft, wohlwissend, dass Neveah ihre Gef¨¹hle normalerweise f¨¹r sich behielt und allein damit k?mpfte. "Ich war bei ihm... gestern. Aber ich bin mir sicher, dass du das schon wusstest." murmelte Neveah leise. Seit seiner R¨¹ckkehr von der Beschw?rung hatte sie nichts mehr zu Kaideon gesagt, als er sie zusammengerollt im Bett liegen sah. "Und...?" fragte Kaideon und nickte, um zu zeigen, dass er es bereits wusste. Sein Ton war frei von Urteil oder Entt?uschung; alles, was Neveah in Kaideons Augen sehen konnte, war Sorge. "Sie bat darum... Aber ich brauchte auch eine Art von... Abschluss..." fl¨¹sterte Neveah. "Hast du dann das bekommen, wonach du gesucht hast?" fragte Kaideon, w?hrend er sich zu ihr begab. "Ich bin mir nicht sicher. Ich habe keine unbeantworteten Fragen mehr, alle scheinen gekl?rt zu sein... aber ich f¨¹hle mich trotzdem nicht wohler als zuvor." gab Neveah kopfsch¨¹ttelnd zu. "Ich finde hier keine L?sung, die das ?ndert. Everons Anblick... l?sst mich nicht besser f¨¹hlen, Vater. Wenn etwas, verschlimmert sein schuldbewusster Blick, wenn er mich ansieht, nur das Gef¨¹hl..." "Irgendwie ubt er, ich w¨¹rde ihm Vorw¨¹rfe machen, weil er ihr Leben gerettet hat, auch wenn Menarx es nicht befohlen hat." seufzte Neveah leise. "Gibst du ihm die Schuld?" fragte Kaideon. Neveah ¨¹berlegte einen Augenblick, es stimmte, sie wollte Everons Gegenwart meiden, aber nicht weil sie ihn beschuldigte,Es war nur diese Schuld in seinen Augen, die schwer zu erkennen war, sie lie? Neveah sp¨¹ren, dass Everon sie nie wirklich verstanden hatte. "Ich kann nicht... Ich habe einfach nicht mehr die Kraft daf¨¹r. Ich m?chte nur noch nach Hause", sagte Neveah leise. "Dannss uns nach Hause gehen", stimmte Kaideon zu. Neveah l?chelte leicht und blickte auf den Stapel Kleidung hinab, den sie sortiert hatte, einen ordentlichen Haufen sorgf?ltig gefertigter Reitkleider, alle von Menarx geschenkt. Neveah hatte sie in die W?scherei gegeben, nicht weil sie gewaschen werden mussten, sondern um sie loszuwerden, ohne sich zu sehr davon ber¨¹hren zussen. Sie hatte nicht erwartet, dass die Bediensteten den Wink nicht verstehen und sie trotzdem zur¨¹ck in ihr Quartier bringen w¨¹rden. "Nimmst du sie mit?" fragte Kaideon, als er bemerkte, wohin ihr Blick ging. Neveah hatte nichts weiter eingepackt; das brauchte sie auch nicht, denn Kaideon hatte ihr versichert, dass alles, was sie brauchte, zur Verf¨¹gung gestellt w¨¹rde ¨C alles, was zum Bergfried geh?rte, und die damit verbundenen Erinnerungen konnte sie zur¨¹cssen. Doch bei diesen Kleidern befand sich Neveah im Zwiespalt. Sie geh?rten zu den wertvollsten Geschenken, die Menarx ihr gemacht hatte, und obwohl Neveah wusste, dass es nur richtig war, alles zur¨¹ckzugeben, fiel ihr die Entscheidung schwer. Es war jedoch eine Entscheidung, die sie treffen musste, so oder so, und das Letzte, was sie brauchen konnte, war eine Kiste voller Erinnerungen an einen Mann, der niemals der ihre sein konnte. "Es d?mmert bereits, und wir haben noch keine Todesnachricht geh?rt...", bemerkte Neveah, eine Tatsache, die jedem im Bergfried bereits r war. Eine Tatsache, die Kaideon offensichtlich zu vermeiden suchte. "Du wei?t es, Vater? Sag es mir nicht. Welche Entscheidung er auch immer getroffen hat, sie ist die richtige...", murmelte Neveah und verdr?ngte alle Gedanken, die zu keimen versuchten. "Was diese Kleider angeht...ss sie Estelle verbrennen, entsorgen, was auch immer", entschied Neveah bestimmt. Neveah verlie? ihr Quartier und trug nichts weiter bei sich als eine kleine Tasche. Sie ging zur Landettform, von der sie wusste, dass dort die D¨¹nendrachen sein w¨¹rden. Es war gerade erst D?mmerung und der Bergfried war noch ruhig, abgesehen von den Bediensteten, die eilig ihre morgendlichen Aufgaben erledigten. Neveah erwartete nicht, jemanden an der Landettform vorzufinden, denn sie hatte sich bereits verabschiedet und deutlich gemacht, dass sie nicht verabschiedet werden wollte oder dass ihre Abreise zu einem gro?en Ereignis gemacht werden sollte. Aber die letzte Person, die Neveah erwartet hatte, und die einzige Person, von der sie sich nicht verabschiedet hatte, stand dort... allein, die D¨¹nendrachen waren nirgends zu sehen. Er stand da, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt, den Blick nach vorn gerichtet, den R¨¹cken zu Neveah. Doch seine k?nigliche Haltung und seine edle Aura waren unverkennbar, ebenso wie seine silbern schimmernden Locken. "Eure Exzellenz", begr¨¹?te Neveah ihn und senkte ihren Kopf zu einer kleinen Verbeugung. Chapter 466: I Owe You (Ch.467)

Chapter 466: I Owe You (Ch.467)

¡¯"Neveah", best?tigte K?nig Jian, seine Stimme ein tiefes Grollen, das seinen ohnehin schon tiefen Bariton weiter vertiefte. Neveah sch¨¹rzte ihre Lippen, in der Erwartung, mit ungebetenem Mitleid konfrontiert zu werden, welches ihr in letzter Zeit h?ufig widerfahren war ¨C falls der Drachenk?nig ¨¹berhaupt f?hig war, solche Gef¨¹hle zu zeigen. Sie hoffte, dass dies nicht der Fall sei; sie hatte bereits gen¨¹gend mitleidige Blicke ertragen, um ein drittes Leben damit zu bestreiten. K?nig Jian schwieg einen Herzscgng, dann drehte er sich um, stand nun Neveah gegen¨¹ber und fixierte sie direkt. Neveah wich seinem Blick aus, richtete ihre Aufmerksamkeit auf alles andere, bis K?nig Jian eine direkte Aufforderung aussprach. "Sieh mich an, Neveah." K?nig Jians Worte lie?en keinen Spielraum f¨¹r Widerrede. Z?gerlich hob Neveah den Blick und sah in K?nig Jians Augen, wie er es w¨¹nschte. Was sie dort sah, entsprach keineswegs ihren Erwartungen ¨C es war weder Mitleid noch sein gewohnter kalter, gef¨¹hlloser Blick. Es ?hnelte eher dem w¨¹tenden Ausdruck, den er an den Futterrillen gezeigt hatte, allerdings war es nicht genau dasselbe. Die Wut in K?nig Jians Augen war unverkennbar; Neveah sah es nicht nur in seinem Blick, sondern auch an seiner gesamten Miene, dass er w¨¹tend auf sie war, allerdings wusste sie nicht weshalb. In der Vergangenheit hatten sie endlose Meinungsverschiedenheiten ¨C eine ¨¹bereinkunft war nie zu erreichen, ihre Ideale waren zu verschieden. Neveah hatte gelernt, ihm so weit wie m?glich aus dem Weg zu gehen. Neuerdings war Neveahs Leben viel zu turbulent gewesen, als dass sie sich Zeit f¨¹r Auseinandersetzungen mit dem Drachenk?nig h?tte leisten k?nnen ¨C was hatte sie also diesmal getan, um ihn zu verstimmen? "Ich... habe ich etwas falsch gemacht?" fragte Neveah unsicher und brach die Stille, da K?nig Jian keine Anstalten machte, bald zu sprechen. Ein leises Schnauben kam von K?nig Jian als Antwort auf Neveahs Frage ¨C es schien, als k?nne er nicht fassen, dass sie sich nicht bewusst war, was sie getan hatte. "Was spielt das f¨¹r eine Rolle? Du tust immer, was dir gef?llt, das ist allgemein bekannt." sagte K?nig Jian schlie?lich, seine Stimme gab keinen Hinweis darauf, ob seine Worte eine tiefere Bedeutung hatten. "W¨¹rdest du ohne ein Wort zu sagen gehen, wenn ich nicht zu dir komme?" fragte K?nig Jian nach einem weiteren kurzen Moment der Stille. Neveah blinzelte, ¨¹berrascht von der Frage des Drachenk?nigs ¨C sie war das Letzte, was sie erwartet hatte, und sie war unsicher, welche Antwort erwartete. "Mein Vater sagte, er h?tte es bereits erw?hnt..." begann Neveah, hielt jedoch inne, als ein leises Grollen von K?nig Jian zu h?ren war. "Ich spreche nicht von Kaideon, ich frage dich." pr?zisierte K?nig Jian. "H?ttest du daran gedacht, mir deine Entscheidung pers?nlich mitzuteilen, oder nicht?" stellte K?nig Jian die Frage neu. "Ich... ich h?tte nicht daran gedacht", gestand Neveah ein. K?nig Jian schnaubte leise vor sich hin, offensichtlich hatte er Neveahs Antwort bereits erwartet.Unterdessen war sich Neveah immer noch unsicher, was K?nig Jian beabsichtigte. Es war ihr nie in den Sinn gekommen, dass sie ihre Absichten K?nig Jian offiziell mitteilen m¨¹sste. Aufgrund der Umst?nde hatte sie sich f¨¹r das entschieden, was allgemein als die beste Entscheidung galt, und nat¨¹rlich war Neveah davon ausgegangen, dass K?nig Jian keine Einw?nde erheben w¨¹rde. Aber sie hatte f¨¹r einen Moment vergessen, dass sie nicht durch einen Schicksalsscg, Zufall oder Gl¨¹ck in die Drachenburg gngt war... sie war von ihrem vermeintlichen Vater verkauft worden, und dieser Drachenk?nig hatte das L?segeld bezahlt. Die ganze Zeit hatte Neveah versucht, diesen Gedanken zu verdr?ngen, aber diese Realit?t lie? sich nicht ?ndern. "Ich... wei?, dass Eure Gnaden derjenige sind, der den Preis in Drachengold bezahlt und mich hierher zur Drachenburg gebracht hat. Die Summe, die Ihr gezahlt habt, ich wei? nicht, wie ich diese Schuld je begleichen kann. Aber die Wei?en D¨¹nen geh?ren immer noch zum Drachengebiet... Ich habe nicht die Absicht, mich Eurer Reichweite zu entziehen", argumentierte Neveah. "Mein Vater und die D¨¹nendrachen dienen Euch treu ergeben. Als die Tochter meines Vaters werde ich mich jedem Eurer Befehle widmen... aber ich kann wirklich nicht l?nger hierbleiben, Ihr m¨¹sst mich ziehenssen." Doch sie war sich nicht sicher, wie viel ihre Argumente beim unnachgiebigen Drachenk?nig bewirken w¨¹rden. "Ich muss gar nichts tun", erwiderte K?nig Jian ausdruckslos. "Ich... Nat¨¹rlich, Eure Gnaden sind der oberste Herrscher. Das war ung¨¹nstig formuliert", gestand Neveah ein, sie hatte schlichtweg nicht die Energie, sich in Wortgefechte mit K?nig Jian zu verstricken. "Was soll ich also tun?" fragte Neveah. "Wenn Ihr fortgehen m?chtet, werde ich es gestatten", sagte K?nig Jian. ¨¹berrascht hob Neveah eine Augenbraue, sie hatte nicht erwartet, dass der Drachenk?nig so leicht nachgeben w¨¹rde. "Einfach so...? Ich darf gehen...?" fragte Neveah zur Sicherheit. K?nig Jians Blick verengte sich leicht bei Neveahs Nachfrage. "Fordern Sie Ihr Gl¨¹ck nicht heraus", warnte K?nig Jian d¨¹ster. Neveah hielt den Mund geschlossen und sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um zu signalisieren, dass sie nichts weiter zu sagen hatte. "Du darfst gehen... aber..." fuhr K?nig Jian fort und warf Neveah einen missbilligenden Blick zu, als sie bei dem ¡¯aber¡¯ schwer seufzte. "Aber... ich schulde dir einen Wunsch", setzte K?nig Jian fort. "Ich nehme mein Wort nicht zur¨¹ck. M?glicherweise habe ich es das letzte Mal vers?umt, deine Bitte zu erf¨¹llen, aber ich beabsichtige nicht, mein Wort zu brechen." "Bevor du gehst, fordere deinen Wunsch ein... was immer du begehrst, ich werde es dir gew?hren", bot K?nig Jian an. "Ich... es gibt nichts, was ich mir w¨¹nsche", murmelte Neveah leise, brach aber ab, als sie sah, dass sich K?nig Jians Brauen erneut zusammenzogen. Chapter 467: Etwas vermissen (Kap.468)

Chapter 467: Etwas vermissen (Kap.468)

Neveah ¨¹berlegte es sich erneut. Wenn sie nur nach etwas fragen musste und ihr Wunsch erf¨¹llt wurde, dann war das kein schlechter Deal. Es war nur so, dass Neveah die Dinge etwas anders sah. Sie wollte wirklich nichts vom Drachenk?nig oder von jemand anderem. Da sie gehen konnte, wann sie wollte, war das f¨¹r sie v?llig ausreichend. ?Fort zed... Mir ist bewusst, Eure Gnaden, dass Ihr in diesen Monaten keine Anstrengungen scheut, um die R¨¹ckeroberung der Festung vorzubereiten, und ich wei? auch, dass Ihr die Dinge nur deshalb songe im Stillstand haltet, weil Ihr einen n habt", begann Neveah. Neveah hatte nicht beabsichtigt, sich einzumischen, aber Estelle hatte sich bisher nicht ge?u?ert, und jetzt, da Neveah ging, zweifelte sie, dass Estelle das je tun w¨¹rde. ?W¨¹rde Eure Gnaden Estelle euben, am Beratungstisch tz zu nehmen? Ich wei?, es steht mir nicht zu, dies f¨¹r jemand anderen zu erbitten, doch obwohl sie es gut verbirgt, sehe ich ihre Angst und Verzweiflung, die mit jedem Tag schlimmer wird." ?Alle anderen k?nnen vielleicht noch einen ren Kopf bewahren, weil sie wissen, dass ein n in Arbeit ist, aber dies ist ihre eigene Familie..." ?Und ja, das klingt vielleicht nach einem weiteren Grund, sie auszuschlie?en, aber w?re es so schlimm, wenn wenigstens eine Person am Tisch wirklich emotional involviert w?re?", fragte Neveah. Neveah merkte, dass sie sich erneut ungeschickt ausgedr¨¹ckt hatte, als sich der Gesichtsausdruck von K?nig Jian ver?nderte. ?Ich m?chte damit nicht andeuten, dass Eure Gnaden und die Drachenlords nicht...", begann Neveah zu erkl?ren, doch K?nig Jian unterbrach sie. ?Das haben Sie schon gesagt." K?nig Jian ?u?erte sich direkt, es war kein Vorwurf, sondern eine einfache Feststellung, und Neveah konnte es nicht abstreiten. Die Worte waren bereits gesprochen, bevor ihr auffiel, dass sie gerade den Anschein erweckt hatte, die Drachenlords w¨¹rden sich nicht ausreichend um Fort zed k¨¹mmern. Aber wie konnte Neveah nicht begreifen, wie stark das Band unter den Drachen war? Wie konnte sie nicht wissen, wie sehr sie ihre Verwandten sch?tzten? Wie konnte sie nicht die Tiefe von K?nig Jians Liebe zu seinem Volk erkennen? Sie hatte sie bei vielen Gelegenheiten direkt vor Augen gesehen, und es war f¨¹r Neveah offensichtlich, dass niemand sonst so sehr unter der misslichen Lage von Fort zed litt wie der Drachenk?nig selbst. ?Es tut mir leid. Ich wei?... alles, was Ihr f¨¹r Euer Volk tut, bis zu welchen L?ngen Ihr bereit seid zu gehen, und ich wei?, dass Ihr sogar in diesem Moment... jeden Tag z?hlt, bis Fort zed zur¨¹ckerobert werden kann...", sagte Neveah und brach ab, denn esg in ihrem eigenen Interesse, nicht weiterzusprechen. ?Ich will nur... Estelle geht unter und sie ben?tigt etwas... irgendetwas, das sie erdet. Dante reicht nicht... sie sollte alles tun d¨¹rfen, was in ihrer Macht steht f¨¹r ihr Volk, so wie Ihr es tut", sagte Neveah stattdessen. K?nig Jian starrte Neveah eine Weile schweigend an, seine Augen leicht verengt. Nicht aus Zorn, sondern aus einer Art Neugier oder einfach nur einem verwirrten Blick. Seine Augen suchten, als w?re Neveah ein R?tsel, das er nicht l?sen konnte. ?Sie haben einen einzelnen Wunsch, Sie k?nnten sich alles auf der Welt w¨¹nschen, und Sie entscheiden sich daf¨¹r, ihn jemand anderem zu geben?", fragte K?nig Jian. ?Ja... richtig... Sie halten mich sicher f¨¹r t?richt", sagte Neveah mit einem leisen Lachen. ?Sie sorgen sich um das M?dchen Starron...", fuhr K?nig Jian fort.Neveah reagierte nicht auf seine Worte, weder zustimmend noch ablehnend. Die Antwort war bereits offensichtlich. ?Du hast dich auch um die Tochter von Rodrick gek¨¹mmert... und um Menarx, Xenon... und jedes Mal warst du diejenige, die am meisten verletzt wurde", fuhr K?nig Jian fort. Neveah konnte nicht leugnen, dass ihre Beziehungen zu Davina dazu gef¨¹hrt hatten, dass sie beinahe in Adriennes Falle getappt w?re, und ihre Beziehung zu Menarx hatte sie in die derzeitige Lage gebracht... beide Szenarien, das musste Neveah einr?umen, hatten sie verletzt und ersch?pft zur¨¹ckgssen. Zum dritten Punkt war Neveah nicht bewusst gewesen, dass K?nig Jian ¨¹ber das wusste, was zwischen ihr und Xenon passiert war, bevor Xenon sich auf den Berg Edar zur¨¹ckgezogen hatte. Jedoch offenbarte die ?u?erung von K?nig Jian, dass er zumindest eine Vorstellung davon hatte. ?Findest du es immer noch lohnenswert?", fragte K?nig Jian. Neveah war sich nicht sicher, ob K?nig Jian meinte, ob sie sich um Menschen k¨¹mmerte, die sie letztendlich verletzten, oder ob sie ihren einen Wunsch f¨¹r jemand anderen einsetzte, doch die Antwort war dieselbe. Gleichzeitig war sich Neveah nicht sicher, warum sie nichts gegen K?nig Jians neugierige Fragen einzuwenden hatte, doch sie gab ihm eine ehrliche Antwort. ?Ja... es gab schlechte Zeiten, aber es gab auch viele Momente, f¨¹r die ich dankbar bin. Ich habe gelernt, nicht so berechnend zu sein ... welche Opfer ich auch immer bringen muss, ich werde sie bringen." ?Auch f¨¹r mich selbst, damit ich am Ende keine Reue habe", erwiderte Neveah achselzuckend. ?Und was ist mit dir? Wer opfert sich f¨¹r dich?", fragte K?nig Jian Neveah. ?Ich kann auf mich selbst aufpassen. Ich brauche keine Opfer von irgendjemandem... das w?re nur eine weitere B¨¹rde", erkl?rte Neveah. K?nig Jian sch¨¹ttelte leicht den Kopf, als h?tte Neveah die t?richtesten Worte gesagt, die er je geh?rt hatte. ?Jemand, der bedingungslos gibt, aber wirklich nichts als Gegenleistung erwartet... du hast recht, ich finde dich albern, Neveah", behauptete K?nig Jian. ?Wenn das dein Wunsch ist, werde ich ihn erf¨¹llen. Fort zed... ich werde daf¨¹r sorgen, dass es unbeschadet wieder an seinen tz zur¨¹ckkehrt." ?Das M?dchen Starron... ich werde mich um sie k¨¹mmern, w?hrend du nicht da bist", versicherte K?nig Jian. K?nig Jian ging weiter und blieb direkt neben Neveah stehen. ?Neveah Vairheac... an dir ist etwas Besonderes... das verstehe ich noch nicht ganz", murmelte K?nig Jian leise. ?Aber wenn ich dich das n?chste Mal sehe, werde ich sicherstellen, dass ich es verstehe", schwor K?nig Jian. Mit diesen Worten schritt der Drachenk?nig davon und ging zur¨¹ck zum Bergfried, ohne sich auch nur einmal umzudrehen. Neveah sah ihm nach, bis er am Ende des Ganges verschwand, und zog leicht die Stirn kraus. ?Warum habe ich das Gef¨¹hl, dass mir etwas entgeht?", murmelte Neveah. Chapter 468: Die Dünen (Kap.469)

Chapter 468: Die D¨¹nen (Kap.469)

Der Wind rauschte durch Neveahs Haare, ein vertrautes und beruhigendes Gef¨¹hl, w?hrend Kaideon seinen Flug in einer angemessenen H?he stabilisierte. Es war erst wenige Momente her, dass sie von der Landettform aufgestiegen waren, und Kaideon war direkt aufgestiegen, bis sie knapp unter den Wolken dahinsegelten. Neveah nahm einen tiefen Atemzug; die Luft in dieser H?he war immer anders, d¨¹nner... und die Stille, mit nur dem Wind, der um die Ohren wehte, und den eigenen Gedanken als Begleitung, bot eine besondere Art von Frieden. Neveah hatte nie wirklich begriffen, wie sch?n der Himmel war, bis sie selbst das Fliegen erlebte. Jetzt wusste sie nicht, wie sie jemals ohne dieses Gef¨¹hl, ohne diese... Freiheit leben sollte. Sie blickte ¨¹ber ihre Schulter zur¨¹ck und erhaschte einen letzten Blick auf die ehrfurchtgebietende Drachenburg, die majest?tisch ¨¹ber der restlichen Welt thronte. Ein Hauch von Wehmut legte sich tief in Neveahs Herz ¨C das Fortgehen war richtig, aber die Drachenburg war alles, was sie in den letzten beinahe zwei Jahren gekannt hatte. Es war nicht das Zuhause, das sie sich ausgesucht oder gar gewollt hatte, dennoch hatte es ihr einen Ort zum Scfen gegeben. Es hatte ihr viele Lektionen erteilt, noch mehr Schmerz... dennoch konnte Neveah es nicht verabscheuen. Alles, was vor ihrg, w¨¹rde neu und unbekannt sein, und Neveah konnte eine leichte Nostalgie nicht vermeiden. Gerade, als sie ihren Blick nach vorne richtete, entdeckte sie einen roten Lichtblitz. Sie zog die Augenbrauen zusammen und versuchte, die Richtung auszumachen, aus der der Blitz gekommen war, sah aber nur Wolken. Neveah zog die Stirn in Falten. Ihr war bekannt, dass es in jener Gegend einen namenlosen Berg gab, welchen sie noch nie besucht hatte ¨C ein Ort, der als Territorium des Drachenk?nigs galt. "Er ist dort, nicht wahr?" dachte Neveah an Kaideon gewandt. Sie wusste, dass die Sehkraft eines Drachens die eines Wolfwandlers bei weitem ¨¹bertraf; wenn sie es nicht selbst sehen konnte, so konnte es Kaideon gewiss. "Ja, er ist dort... und er ist nicht allein." antwortete Kaideon, seine Stimme hallte in Neveahs Kopf wider. Neveah seufzte leise, richtete ihren Blick wieder nach vorne und wollte nicht weiter wissen. Sie hatte beschlossen, weiterzuziehen, also gab es keinen Grund mehr zur¨¹ckzublicken... sie w¨¹rde nicht zur¨¹ckblicken. _______________ "Die D¨¹nen! Ich ube, ich sehe sie!" rief Neveahut, w?hrend sie die Augen zusammenkniff, um den wei?en Fleck in der Ferne auszumachen, der sich auff?llig von dem bergigen Terrain, das sie immer noch ¨¹berflogen, abhob. Esg so weit in der Ferne, dass Neveah es kaum erkennen konnte, und sie musste sich noch st?rker konzentrieren, um sicher zu sein. "Oder vielleicht doch nicht? Es sind jetzt Wochen vergangen, Vater ..." begte Neveah, als sie aufh?rte, zu versuchen, es besser zu sehen. Nach fast zwei Wochen ununterbrochenen Fluges n?herte sich Neveahngsam dem Ende ihrer Kr?fte. Ihre Glieder schmerzten schon vom stetigen Fliegen und Neveah war r, dass die Reise nur deshalb songe dauerte, weil die D¨¹nendrachen R¨¹cksicht auf ihr Wohlergehen genommen und mehrmals angehalten hatten, da sie annge Fl¨¹ge nicht gew?hnt war. Und Neveah f¨¹hlte sich schuldig, der Grund f¨¹r die Verz?gerungen zu sein."Das ist es, Veah. Du hast recht gesehen, die Wei?en D¨¹nen sind nicht mehr weit", dachte Kaideon zu Neveah. "Wirklich?" Neveahs Interesse war erneut geweckt, und ein kleines Grinsen breitete sich auf ihren Lippen aus, als sie den wei?en Fleck in der Ferne ausmachte. Diesmal war er gr??er und deutlicher sichtbar, sodass Neveah nun sicher sein konnte, dass er mit jedem Moment wuchs. "Ich wusste es!" sagte Neveah, zufrieden mit ihrer Beobachtungsgabe. Neveahs Worte wurden vom Wind mitgerissen, doch nicht ohne dass sie ein am¨¹siertes Knurren von Kaideon herausforderten. "Wir konnten es bereits seit geraumer Zeit sehen, meine Teure", dachte Kaideon zu Neveah. Neveah wollte gerade eine scgfertige Antwort geben, doch sie hielt inne, denn in diesem Augenblick traten die Wei?en D¨¹nen vollends ins Blickfeld. "Beim Sch?pfer! Das ist ... wundersch?n ..." fl¨¹sterte Neveah in stiller Ehrfurcht. Neveah kannte W¨¹sten, endlose Sandfl?chen, die die Erde bedeckten, soweit das Auge reichte. Und obwohl sie solch einen Anblick nur einmal erlebt hatte, auf dem Flug von der Finsternis-Dom?ne zur Drachenfestung, war diese W¨¹ste im Vergleich dazu nichts. Die Wei?en D¨¹nen waren eine Fl?che aus reinwei?em Sand, aus der Ferne h?tte man sie f¨¹r eine Wintendschaft halten k?nnen. Doch je n?her sie kamen, desto offensichtlicher wurde es, dass all das Wei?e, das sie sahen, nur Sand war. Das eigentliche Atemberaubende an diesem Land waren jedoch die D¨¹nen selbst. Hohe, majest?tische Formationen aus wei?em Sand, vom Wind kunstvoll geformt, die sich in wellenf?rmigen Bewegungen erhoben und senkten. Die Kurven waren anmutig und k¨¹nstlerisch, und bei jedem Windsto? verschob sich der wei?e Sand und formte sich zu einem neuen, ebenso atemberaubenden Bild. Dazu kamen die Sonnenstrahlen, die sich in den Sandk?rnern spiegelten, ein chaotisches Spiel aus Licht und Schatten. Neveah konnte sich kaum vorstellen, wie viele Jahrhunderte es gedauert hatte, bis diese Sandk?rner zu zahlreichen eleganten Formen geformt worden waren, und jede D¨¹ne ihre eigene einzigartige Silhouette aufwies. Neveah war bereit zu sagen, dass sie noch nie solch erhabene Pracht erlebt hatte, die dennoch ein Gef¨¹hl der Gssenheit und Ruhe ausstrahlte. Als sie ¨¹ber die D¨¹nen flogen, machte Kaideon einen scharfen Sturzflug, lenkte seine Fl¨¹gel so, dass sie schnell nach unten flogen, als w¨¹rden sie abst¨¹rzen. Kurz ¨¹ber einer D¨¹ne stabilisierte er seinen Flug wieder, so dass sie nun tief genug flogen, dass die gesamten D¨¹nen gut sichtbar waren, und Neveah sich sogar vorbeugen konnte, um die Spitze einer D¨¹ne zu ber¨¹hren. Neveah hob eine Hand, um ihre Augen zu sch¨¹tzen, w?hrend der Wind den Sand hierhin und dorthin wirbelte. "Das ist unser Zuhause, Veah ..." dachte Kaideon zu Neveah, vengsamte seinen Flug, damit sie die Aussicht voll und ganz genie?en konnte. Chapter 469: Die Dünen 2 (Kap.470)

Chapter 469: Die D¨¹nen 2 (Kap.470)

¡¯"Keine Sorge, du wirst alle Zeit der Welt haben, jeden Winkel der wei?en D¨¹nen zu erkunden. Ich werde dich begleiten... jeden Tag, wenn du es w¨¹nschst", dachte Kaideon zu einerchenden Neveah. "Du hast mich gerade eben fallen gssen! Ich denke, ich komme jetzt alleine r", entschied Neveah, immer noch kichernd, w?hrend sie sich daran erinnerte, wie sie von Kaideons R¨¹cken gerutscht war. "Ins Sand, Kind. Das wird dir gut tun", dachte Kaideon am¨¹siert zur¨¹ck. Neveah lehnte den Kopf zur¨¹ck und sch¨¹ttelte den noch in ihrem Haar haftenden Sand ab. Die Sonne war gerade hinter dem Horizont verschwunden, als sie endlich die D¨¹nenburg erreichten, zumindest Kaideon und Neveah. Kaideon hatte Rodvan und Coran vorausgeschickt und in den letzten Stunden Neveahs Neugier auf die wei?en D¨¹nen gestillt, bis beide wussten, dass es Zeit war, den Tag zu beenden. Nach einem ganzen Flugtag war Neveah v?llig ersch?pft und dringend in Bedarf eines hei?en Bades und einer Mahlzeit, die nicht getroc oder in einer fremden Herberge gefunden worden war. Die D¨¹nenburg war ein imposantes Bauwerk, sicherlich nicht vergleichbar mit der Drachenfestung, konnte aber leicht mit dem Pst der Finsternis im Finsternisdom?n mithalten. Die Landettform kam bald in Sicht und Neveah hob eine Augenbraue, als sie feststellte, dass etwa ein Dutzend Drachenlords auf sie warteten, einschlie?lich Rodvan und Coran. "?hm... bitte sag mir, dass du sie nicht zu einer f?rmlichen Begr¨¹?ung verasst hast", dachte Neveah zu Kaideon. "Nein, habe ich nicht", dachte Kaideon zur¨¹ck, w?hrend erndete. Als Kaideon gndet war, kam Rodvan her¨¹ber und half Neveah von Kaideons R¨¹cken, und obwohl Neveah es leicht selbst h?tte tun k?nnen, nahm sie dankbar seine ausgestreckte Hand an und l?chelte ihn dankbar an. "D¨¹nenherr!" Die Drachenlords gr¨¹?ten einstimmig und senkten ihre K?pfe zu einer respektvollen Verbeugung, als Kaideon wieder in seine menschliche Gestalt wechselte. "Lady Neveah." Die Drachenlords gr¨¹?ten anschlie?end und verbeugten sich vor Neveah genauso respektvoll wie vor Kaideon. Neveah l?chelte verlegen und verschr?nkte die Arme, unsicher, wie sie auf die f?rmliche Begr¨¹?ung reagieren sollte. Bereits anhand der Organisation konnte Neveah erkennen, dass die D¨¹nendrachen eine Macht waren, mit der zu rechnen war, und dass sie den Bergfrieddrachen in nichts nachstanden. "Lassen wir die F?rmlichkeiten, erschreckt sie jetzt nicht", unterwies Kaideon und trat an Neveahs Seite. Kaideon schenkte Neveah ein beruhigendes L?cheln, doch als er seinen Blick wieder auf die D¨¹nendrachen richtete, verwandelte sich sein Gesichtsausdruck in etwas v?llig anderes. An der Atmosph?re konnte Neveah bereits ablesen, dass etwas im Gange war und die D¨¹nendrachen hier nicht nur versammelt waren, um sie zu empfangen. Und die Nachricht, die Kaideon gerade ¨¹ber ihre Verbindung erhalten hatte, hatte seine Miene vollkommen ver?ndert. "Warum erfahre ich das erst jetzt?", fragte Kaideon. "Die Nachricht wurde erst heute Morgen best?tigt, mein Herr", berichtete ein D¨¹nendrache, den Neveah nicht kannte. "Die Drachenlords erwarten Euch bereits in der Versammlungshalle", f¨¹gte Rodvan hinzu. Kaideon knurrte leise, bevor er sich Neveah zuwandte. "Ich habe alles f¨¹r dich vorbereitet, Tara wird dich zu deinen Quartieren bringen und sich um alles k¨¹mmern, was du brauchst. Ich komme zu dir, sobald ich das geregelt habe", sagte Kaideon zu Neveah.Ist alles in Ordnung?", fragte Neveah besorgt und suchte in Kaideons Augen nach einer Antwort. Kaideon l?chelte sanft, nickte mit dem Kopf und legte seine H?nde behutsam auf Neveahs Wangen. Dann gab er ihr einen leisen Kuss auf die Stirn. "Ich werde es dir erl?utern, sobald ich die Situation besser durchschaue. Aber jetzt ruhe dich erst mal aus. Willkommen zu Hause, mein Kind", sagte Kaideon mit einem warmen L?cheln. Sein Blick verweilte ein letztes Mal auf Neveah, ehe er eine junge Frau heranwinkte und wegging, die D¨¹nen-Drachen folgten ihm. Neveah runzelte die Stirn, verwirrt dar¨¹ber, was wohl Kaideons Laune in Sekundenbruchteilen ver?ndert haben mochte. "Lady Neveah, ich bin Tara. Ich bin wahrscheinlich eine der wenigen jungen Damen hier in der D¨¹nenburg, die in etwa dein Alter haben", begr¨¹?te die junge Frau, die Kaideon zu Neveah geschickt hatte, sie mit einem warmen L?cheln. "Ach ja... Mein Vater hat mir von dir erz?hlt. ?hm... Deine ?ltere Schwester ist die Reiterin von Lord Orin?...", erinnerte sich Neveah. "Du meinst deinen Onkel Orin", verbesserte Tara. "Ja... genau. Und bitte nenn mich einfach Neveah", sagte Neveah noch immer abgelenkt. "Nun gut, dann komm mit. Ich zeige dir dein Zimmer. Du siehst aus, als h?ttest du einen Schneesturm durchquert ¨C und dazu noch eine Prise Sand abbekommen", sch?tzte Tara ein und kicherte leise, als Neveah ihr Haar sch¨¹ttelte. Tara f¨¹hrte Neveah in die D¨¹nenburg und durch die G?nge, wobei sie die ganze Zeit redete. Neveah jedoch h?rte nur mit einem Ohr zu. "Wir sind da", verk¨¹ndete Tara nach einer Weile und wies auf eine T¨¹r, die sie ?fe. Dann nickte sie Neveah zu, dass diese eintreten m?ge. Neveah betrat das Zimmer und warf einen kurzen Blick umher. "Was h?ltst du davon? Gef?llt es dir? Der D¨¹nenlord hat sich sehr ins Zeug gelegt, ich gehe davon aus, aus deinem Wunsch heraus", sagte Tara und wartete gespannt auf Neveahs Reaktion. Ein kleines L?cheln zeigte sich auf Neveahs Lippen, doch sie sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Es ist nicht nach meinem Geschmack... es ist eher nach dem meiner Mutter gestaltet", murmelte Neveah leise. Neveah wusste, dass Kaideon ihre Vorlieben vielleicht noch nicht so genau kannte, aber eins wusste er mit Sicherheit. Neveah w¨¹rde alles lieben, was sie ihrer Mutter auch nur ein kleines St¨¹ck n?her f¨¹hlte, und Kaideons Wissen ¨¹ber den Geschmack ihrer Mutter war tadellos. Ein einziger Blick ins Zimmer gen¨¹gte, und Neveah konnte erahnen, f¨¹r wen es eingerichtet worden war. "Ach so...", sagte Tara, als ihr die Zusammenh?nge r wurden. "Ichsse dich dich erst einmal einrichten und komme bald mit etwas zu Essen zur¨¹ck. Brauchst du sonst noch etwas?" fragte Tara nach einer kurzen Stille. "Lady Neveah?" Tara rief noch einmal, als keine Antwort kam. "Hm?" antwortete Neveah verwirrt. "?hm, ist alles in Ordnung bei dir?" erkundigte sich Tara. "Ich... ?h, hast du eine Vorstellung davon, was vorgefallen ist? Was auch immer die D¨¹nen-Drachen meinem Vater gesagt haben, es hat ihn sichtlich aufgebracht... welche Nachricht hat er genau erhalten?" fragte Neveah. Chapter 470: Die Dünen 3 (Kap.471)

Chapter 470: Die D¨¹nen 3 (Kap.471)

Tara zog nachdenklich ihre Lippen zusammen, unsicher, ob sie Neveah etwas sagen sollte. "Ich bin nicht hier, um nur noch eine verw?hnte Adelige zu sein, Tara. Fr¨¹her oder sp?ter werde ich es herausfinden," betonte Neveah. Tara z?gerte einen Moment, bevor sie schlie?lich zustimmend nickte. "Der D¨¹nenherr hat schon vor deiner Ankunft verk¨¹ndet, dass du seine Erbin bist. Niemand im D¨¹nenschloss wagt es, dir etwas vorzuenthalten," r?umte Tara ein, als sie sich neben Neveah setzte. "Es gab einige seltsame Geschehnisse in der Lichthalle und am Asvarischen Leuchtfeuer, das ist alles, was ich oder jemand anderes, au?er den D¨¹nenvollstreckern, wei?," offenbarte Tara. Die D¨¹nenvollstrecker waren die h?chstrangigen D¨¹nendrachen, und es gab nur zehn von ihnen, einschlie?lich der Herren Rodvan, Coran, Orin und Garron, die Neveah als die engsten Vertrauten ihres Vaters kannte. "Heute Morgen ist ein Bericht aus der Lichthalle f¨¹r den D¨¹nenherrn eingegangen, doch er wurde geheim gehalten. Alle Vollstrecker wurden zur Versammlungshalle gerufen; wir sollten bald mehr dar¨¹ber erfahren," fl¨¹sterte Tara Neveah zu. "Aber jetzt, Tara... das M?dchen ist gerade erst angekommen;ss ihr zumindest eine Nacht der Ruhe," t?nte eine unbekannte Stimme von der T¨¹r her, als ein D¨¹nendrache eintrat. "Orin," sagte Tara ¨¹berrascht und sch¨¹ttelte den Kopf, als Orin ihr zublinzelte. "Du bist... Lord Orin, einer von Vaters engsten Vertrauten," stellte Neveah fest. "Das hat er gesagt?" fragte Lord Orin, der D¨¹nendrache, und legte eine Hand auf seine Brust, um seine R¨¹hrung ¨¹ber das, was Neveah ungewollt enth¨¹llt hatte, zu zeigen. Neveah kicherte leise und nicktengsam. "So muss es sein. Er wollte, dass ich nach seiner ¨¹ber alles gesch?tzten Tochter sehe. Und ¨¹brigens, ich bin hier dein Onkel Orin... in den Wei?en D¨¹nen gibt es unter Verwandten keine Titel," sagte Orin, w?hrend er Neveahs Haare zerzauste und sich ihr gegen¨¹ber setzte. Neveah staunte immer noch dar¨¹ber, wie m¨¹helos sich Lord Orin als Onkel einf¨¹gte, als h?tte er sich sein ganzes Lebenng darauf gefreut. Und ob es nun Absicht war oder nicht, da war sich Neveah nicht sicher, aber seine l?ssige und spielerische Art lie? sie sich gleich wohler f¨¹hlen, viel mehr, als es Tara geschafft hatte. "Nun, M?dchen, du brauchst deine Ruhe, und dein Vater will nicht, dass du dir Sorgen machst. Zumindest nicht heute Nacht." "Wenn du mehr erfahren willst, musst du warten, bis der D¨¹nenherr am Ende der Versammlung davon berichtet... aber nach dem, was du bereits geh?rt hast, will ich nur dies sagen." "Dir muss r sein, wie wichtig das Asvarische Leuchtfeuer f¨¹r die Festung ist." "F¨¹r die D¨¹nendrachen... den D¨¹nenherrn, f¨¹r uns alle, der Schutz des Leuchtfeuers ist eine Pflicht, der wir unser Leben geschworen haben. Und wenn irgendetwas... und ich meine irgendetwas nicht stimmt..." Orin stockte. Orin musste nicht mehr sagen, damit Neveah das Ausma? verstand und was es f¨¹r ihren Vater bedeutete. "Wenn ich bedenke, dass ich ihn all die Zeit von seinen Aufgaben ferngehalten habe... ihn derart in Sorge versetzt habe, dass er mich selbst holen musste. Wenn ich beim ersten Mal mit ihm gegangen w?re..." murmelte Neveah mit einem schweren Seufzer. "Ich wei? nicht viel dar¨¹ber, was dir widerfahren ist, Neveah, aber was ich wei?, ist... Da gibt es die Pflicht deines Vaters und seine Liebe zu dir ¨C und nichts davon ist weniger wichtig als das andere," stellte Orin bestimmt r. "Also beruhige dein Herz und ruhe dich aus. Die Wei?en D¨¹nen k?nnen sicher noch eine weitere Nacht auf ihre Erbin warten," sagte Orin l?chelnd."Vater..." rief Neveah, w?hrend ihre Augen aufleuchteten, als Kaideon ihr Zimmer betrat. Es war tief in der Nacht, und Neveah hatte sich schon vornger Zeit zu Bett begeben. "Habe ich dich geweckt? Ich wollte nur nach dir sehen," sagte Kaideon sanft, als er auf Neveah zuging und sich neben ihr Bett setzte. "Nein... ich konnte kaum scfen. Ich habe gewartet... Gibt es gro?e Probleme? Und bitte sag mir nicht, dass ich mir keine Sorgen machen soll, denn das werde ich. Es vor mir zu verheimlichen, wird mich nur noch mehr beunruhigen, und ich habe das Recht, es zu wissen." "Ich bin deine Tochter. Dein Eid auf die D¨¹nen und die Festung ist auch meiner; je eher ich ihn verstehe, desto besser," murmelte Neveah, w?hrend sie sich in ihrem Bett aufrichtete. Kaideon schwieg einen Moment, bevor er seufzte. "Was wei?t du ¨¹ber die Wei?en D¨¹nen?" begann Kaideon mit einer Frage. Neveahs Stirn legte sich in Falten, sie hatte viel ¨¹ber die Wei?en D¨¹nen gelesen und geh?rt, besonders seit ihr r geworden war, dass dies ihre Heimat war. Aber alles, was sie wusste, waren nur die Dinge, die sie von verschiedenen Quellen geh?rt hatte, nicht mehr. "Nicht viel... nur das Offensichtliche," gab Neveah zu. "Du wei?t, dass die Wei?en D¨¹nen eine der wichtigsten Festungen der Festung sind?" fragte Kaideon. Neveah nickte zustimmend; wenngleich die Wichtigkeit der zw?lf gro?en Festungen nicht genug betont werden konnte, gab es einige, die an besonders strategischen Positionengen und daher strenger bewacht wurden. Darunter waren die vier Festungen, die die vier Himmelsrichtungen Ost, West, Nord und S¨¹d begrenzten. Das waren die Wei?en D¨¹nen, die sich im Norden und S¨¹den erstreckten, Fort Scabbard im Osten, North¡¯s End im hohen Norden und Kezrar Dun sowie Fort Inferno im S¨¹den. "Wei?t du warum?" fragte Kaideon weiter. "Die Wei?en D¨¹nen beherbergen einen der Asvarian-Leuchtt¨¹rme und sch¨¹tzen einen Gro?teil der n?rdlichen und s¨¹dlichen Grenzen an besonders strategischen Punkten," fasste Neveah zusammen, was sie wusste. "Richtig. Aber wei?t du auch, was jenseits dieser Grenzen liegt? Wogegen diese Grenzforts sch¨¹tzen?" fragte Kaideon erneut. Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf. Es gab nicht viele Schriften dar¨¹ber, was sich jenseits der Grenzen der Asvarian-Festung befand. Obwohl Neveah ein oder zwei seltsame Geschichten geh?rt hatte, konnte sie nichts davon best?tigen. "Reste des Dunklen Zeitalters ... das ist es. Trolle, Golems, Bestien aus dunkler Magie, die dem Aufstand entkamen und in den L?ndern Zuflucht suchten, in denen das Mal der Dunkelheit nach wie vor pr?sent ist," sagte Kaideon. "Jenseits der Grenzen liegt der Schattensumpf selbst ¨C das, was von der gr??ten Festung des Dunklen Zeitalters ¨¹brig blieb und vor allem Schattenmenschen... Kreaturen, erschaffen aus Dunkelheit, Tod und dem magischen Blut, das in den Schattensumpf gesickert ist," fuhr er fort. "Die Dunkelheit jenseits der Grenzen... sie breitet sich aus wie ein Virus und befleckt das Land. Der Asvarian-Leuchtturm ist ein Leuchtturm uralter Magie; das magische Licht h?lt die Dunkelheit und Schatten davon ab, unsere Grenzen zu ¨¹berwinden ... es sch¨¹tzt unser Volk." "Die Feen des Lichtsaals widmen sich der Erneuerung der Magie des Leuchtfeuers, sodass es nie erlischt, und wir, die die Grenzfestungen bewachen, wehren alle Gefahren ab, die sich n?hern ... um sicherzustellen, dass die Grenzen nie durchbrochen werden. Es ist unsere heilige Pflicht," sagte Kaideon, w?hrend sein Blick auf Neveah ruhte. Neveah nicktengsam; obwohl sie es noch nicht ganz verstand, wusste sie, dass sie noch das Gewicht der Pflicht kennenlernen w¨¹rde, die ihr Vater trug, und was es bedeutete, die Erbin der Wei?en D¨¹nen zu sein. Chapter 471: Die Dünen 4 (Kap.472)

Chapter 471: Die D¨¹nen 4 (Kap.472)

Ein Jahr sp?ter ~Die Stadtmauer von D¨¹nenstadt~ Kurz nach der Morgend?mmerung war D¨¹nenstadt bereits lebendig und gesch?ftig, w?hrend die morgendlichen Aktivit?ten begannen. Stra?enverk?ufer und Ladenbesitzer eilten umher, um ihre St?nde f¨¹r den Tag vorzubereiten, und die Stadtwache patrouillierte gewohnt durch die Stra?en, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung war. Das Ger?usch von Karren, die ¨¹ber das Kopfsteinpster rumpelten, und das Klirren von Schmiedearbeiten hallte durch die Stra?en und erzeugte eine vertraute Kakophonie. Die Luft war erf¨¹llt vom Geruch des Holzrauchs aus den Feuerstellen und dem Duft frisch gebackenen Brots aus den B?ckereien. Die Arbeiter marschierten in Gruppen zu den Feldern, bereit f¨¹r die Arbeit des Tages, und ihr albernes Gespr?ch undutes Lachen hallten nach. Die Stadttore waren bereits ge?f, und Reisende sowie H?ndler str?mten hinein, geduldig auf die Kontrollen der Stadtwache wartend. Es war ein lebhaftes und quirliges Schauspiel, und obwohl ein Jahr vergangen war, hatte Neveah es noch nicht satt gesehen. Neveah stand an ihrem ¨¹blichen tz, einer abgelegenen Stelle oben auf der Stadtmauer, von wo aus sie den Sonnenaufgang und das Erwachen der D¨¹nenstadt beobachtete ¨C ein Anblick, den sie zu sch?tzen gelernt hatte und der ihr Frieden gab. "Veah!" rief Taras vertraute Stimme zu Neveah herauf aus dem Treppenhaus, das zur Stadtmauer f¨¹hrte. Neveah seufzte, als die ruhige Atmosph?re durch Tara unterbrochen wurde, und das nicht zum ersten Mal. Die Wachen am Tor wussten es besser, als Neveahs morgendlichen Moment zu st?ren, aber Tara war eine ganz andere Sache. "Was gibt¡¯s?" fragte Neveah und blickte gleichg¨¹ltig zu Tara hin¨¹ber. "T?te den Boten nicht. Der D¨¹nenlord erinnert dich daran, dass du zum morgendlichen Mahl dabei sein sollst." ¨¹bermittelte Tara Neveah. "W¨¹rde ich es wagen, das zu vergessen? Vater w¨¹rde es mir nie verzeihen." murmelte Neveah und nickte, um zu zeigen, dass sie die Nachricht verstanden hatte. "Ich werde gleich hin¨¹bergehen." versicherte Neveah, als Tara noch z?gerte, ihren Blick noch unsicher. "Das solltest du besser." Tara hinterlie? eine letzte Warnung, bevor sie sich verabschiedete und Neveah der Ruhe ¨¹berlie?, die sie so liebte. Doch die Stimmung war bereits verdorben, vor allem jetzt, da Neveah unten an den Toren L?rm wahrnehmen konnte. Neveah seufzte und ging die Stadtmauer hinunter. Sie nickte den Wachen zu, die auf der Mauer Wache standen, w?hrend sie sich ihren Weg nach unten bahnte. Vor den Stadttoren hatte sich eine Menschenmenge versammelt, und Neveah runzelte die Stirn, als sie sich der Szene n?herte. Eine Gruppe von H?ndlern wurde kontrolliert, um durch die Tore zu gngen, doch einer der H?ndler hielt sich schmerzgegt die Schulter und jammerteutstark, was ungewollt die Aufmerksamkeit anderer H?ndler und Passanten auf sich zog. "Ich sage euch, ihr m¨¹sst diese Banditen festnehmen! Sie haben mir einen Arm, zwei Pferde und einen Karren voll wertvoller Waren gekostet! Wer wird mir meinen Verlust ersetzen?" jammerte der Kaufmann. "Lassen Sie ihn durch, er sollte einen Arzt aufsuchen!" rief eine Stimme aus der Menge, und viele andere stimmten zu. "Er h?lt die ge auf, wir haben alle Gesch?fte zu erledigen!" rief eine andere ver?rgerte Stimme.Die Stadtwachen versuchten, die Lage zu beruhigen und sowohl den H?ndler als auch die anderen Reisenden, die Eiss begehrten, zu bes?nftigen, w?hrend sie gleichzeitig versuchten, die Kontrolle ¨¹ber die mehr als ein Dutzend Karren zu behalten, die der H?ndler und seine Gruppe mitgebracht hatten. "Wir verstehen, dass Sie Schmerzen haben, jedoch muss eine Routinekontrolle durchgef¨¹hrt werden, bevor Ihnen der Eiss gew?hrt werden kann. Es kann keine Ausnahmen geben", erkl?rte ein Wachmann. Der H?ndler jammerte nochuter und sch¨¹rte die Emp?rung der versammelten Menge weiter an. "Leutnant." Die Wachen am Tor begr¨¹?ten Neveah, als sie n?her kam. "Was ist hier los?", fragte Neveah den rangh?chsten Wachmann vor Ort, einen jungen Menschen in den sp?ten Zwanzigern. "Mein Leutnant, dieser H?ndler behauptet, auf dem Weg hierher von Banditen angegriffen worden zu sein. Ich wollte ein Team aussenden, um seine Geschichte zu best?tigen, sobald er freigegeben ist", berichtete der Wachmann Neveah. "Sein Arm ist gebrochen! Was brauchen wir noch f¨¹r eine Best?tigung?!", rief eine Stimme aus der Menge. Der Wachmann zuckte sichtlich zusammen, da Neveah Zeuge seiner Unf?higkeit wurde, die Situation zu kontrollieren. "Verzeihen Sie mir, Leutnant. Ich werde das sofort regeln", sagte der Wachmann. "Ich wei?, dass Sie das tun werden. Er braucht doch nur einen Arzt, oder?", erwiderte Neveah gssen und ging auf den H?ndler zu. "Darf ich Ihren Arm sehen, mein Herr?", fragte Neveah den weiterhin kl?glich genden H?ndler. "Und wer sind Sie?", fragte der H?ndler Neveah misstrauisch. "Leutnant Neveah Vairheac, Dune Enforcer", stellte sie sich vor. "Darf ich nun Ihren Arm sehen?", fragte Neveah erneut. Bei der Erw?hnung der Worte "Dune Enforcer" weiteten sich die Augen des H?ndlers vor Panik und Schrecken, denn ihm war r, dass "Dune Enforcer" auch bedeutete, dass sie Drachenblut ist. "Ich habe nichts Unrechtes getan!", rief der H?ndler sofort aus. "Es hat Ihnen niemand etwas vorgeworfen, mein Herr. Sie haben nach einem Arzt gerufen und ich bin sowohl nach sterblichen als auch nach Drachenma?st?ben zertifiziert. Wenn ich mir Ihre Verletzung anschaue, haben Sie nichts zu bef¨¹rchten und die ge kann sich weiter bewegen." "Meine Untergebenen werden auch ausreichend Zeit haben, Ihre Wagen zu inspizieren. Danach werde ich pers?nlich Ihre Aussage aufnehmen und die Banditen verfolgen, von denen Sie sprechen", versicherte Neveah. "Meine Aussage? Pers?nlich?", stotterte der H?ndler. "Leutnant Vairheac ¨¹berwacht alle nicht-drachlichen milit?rischen Einheiten der Wei?en D¨¹nen, einschlie?lich der Stadtwache, der Burgwache und der D¨¹nenkavallerie. Ihre Aussage w?re ohnehin an sie weitergeleitet worden, da die Stadtwache in ihrem Zust?ndigkeitsbereich liegt", erkl?rte der Wachmann. "Darf ich nun Ihren Arm sehen, mein Herr?", fragte Neveah noch einmal. "Ich... Ich...", stotterte der H?ndler. Die aufgebrachte Menge hatte sich bereits bei Neveahs Einf¨¹hrung und ihrem Vorscg, der alle Bedenken aus dem Weg r?umte, beruhigt. "Gibt es noch andere Anliegen, die Sie uns mitteilen m?chten?", fragte Neveah. Chapter 472: Vor den Toren der Dünenstadt (Kap.473)

Chapter 472: Vor den Toren der D¨¹nenstadt (Kap.473)

Der H?ndler schaute sich um, um zu sehen, dass alle darauf warteten, dass er sich f¨¹gte, und das tat er auch und bot Neveah seinen Arm an. "Nun? K¨¹mmern Sie sich darum." Neveah nickte der Stadtwache zu, damit sie mit ihrer Inspektion fortfahren konnte. "Entschuldigen Sie mich." Neveah entschuldigte sich, w?hrend sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem H?ndler zuwandte. Neveah tastete sich an seinem Arm enng und ¨¹bte nur dosierten Druck aus, um die genaue Stelle zu finden, von der der Schmerz ausging. Sie ignorierte die schmerzerf¨¹llten Aufschreie des H?ndlers und beobachtete ihn weiter, bis sie zum Schulterbereich kam, wo der H?ndler einen ziemlichuten Schmerzensschrei ausstie?. Neveah runzelte leicht die Stirn und tastete den Bereich ab, um das Ausma? des Schadens so gut es ging durch die Kleidung des H?ndlers zu erkennen. "Es tut weh! Es tut weh! Vorsichtig! ... K?nnt Ihr nicht etwas sanfter sein, Mdy?" rief der H?ndler und blickte flehend zu Neveah, die ihn mit einem leeren Blick bedachte. "Leutnant, Sir." korrigierte Neveah ihn ruhig. "Ja, nat¨¹rlich, Leutnant ... bitte seien Sie sanft ..." Der H?ndler br¨¹llte auf. Neveah hob nur eine Augenbraue, ihr Blick war leer und ihr Gesichtsausdruck v?llig unver?ndert und unbeeindruckt von seinen verzweifelten Bitten. Sie hielt sich an seinem Arm fest und inspizierte den Bereich um seine Schulter, wo sie sicher war, dass die Haut eine sichtbare Verf?rbung aufweisen und der Knochen sichtbar verdreht aussehen w¨¹rde. "Es gibt nichts Sanftes daran, einen gebrochenen Knochen wieder einzurenken, Sir." sagte Neveah, ihre Worte h?flich, aber bestimmt. "Zur¨¹cksetzen?! Hier?!" Der H?ndler schrie bei Neveahs Worten auf und blickte sich um, als bef?nden sie sich inmitten eines htfeldes. "Wo sonst?" fragte Neveah zur¨¹ck. "Wenn Ihr uns einfach durcssen w¨¹rdet, w¨¹rde ich sofort zu einem Arzt gehen..." Der H?ndler ¨¹berlegte. "Es gibt nur drei Krankenstationen in diesem Teil der Stadt, und von den drei ?rzten, die daf¨¹r zust?ndig sind, nennen mich zwei Mentor..." sagte Neveah und warf dem H?ndler einen spitzen Blick zu. "Der dritte... er wird schon noch zu sich kommen." fuhr Neveah fort, und genau in diesem Moment schnappte sie den Arm wieder ein, w?hrend der H?ndler noch von ihren Worten abgelenkt war. Der H?ndler heulteut auf und Neveah widerstand dem Drang, die Augen zu verdrehen. "Ich werde dem Arzt eine Notiz schreiben, er wird sich um die Verb?nde und die entsprechende Salbe k¨¹mmern. Keine Sorge, Ihr Arm wird sich in ein paar Wochen erholen." versicherte Neveah. Der H?ndler nicktengsam auf Neveahs Anweisungen hin und st¨¹tzte seinen Arm mit dem anderen. "Dann ... k?nnen wir gehen?" Fragte der H?ndler Neveah mit einem Kichern. Neveah hatte schonnge beobachtet, wie er immer wieder Blicke zu den Stadtwachen warf, die die Karren inspizierten, und er hatte bemerkt, dass sie mit ihrer Inspektion fast fertig waren. Neveah ignorierte die Frage des H?ndlers und wartete darauf, von der Stadtwache zu h?ren. Die Stadtwache hatte die Karawane des H?ndlers bereits zur Seite geschoben, sodass sie die ge nicht aufhielt. Eine H?lfte der Wachen am Tor untersuchte die Karawane, w?hrend die andere H?lfte weiterhin den restlichen Reisenden Eiss gew?hrte, die durch das Tor wollten. "Leutnant, wir haben wirklich Eile..." versuchte es der H?ndler erneut. Sein Versuch, Aufsehen zu erregen, war gescheitert, und nun konnte er nur geduldig auf Neveahs Eubnis warten, passieren zu d¨¹rfen. Kurz darauf kam der verantwortliche Stadtw?chter zu Neveah her¨¹ber und fl¨¹sterte ihr einige Worte ins Ohr. "Alles scheint normal zu sein... zu normal f¨¹r eine Handelskarawane dieser Gr??e. Au?erdem hintessen die Karren zu tiefe Spuren f¨¹r die Art der G¨¹ter, die sie transportieren ... die Gewichte passen nicht zusammen," berichtete der Stadtw?chter. "Wir konnten allerdings nicht genau feststellen, was nicht stimmt. Auf Ihren Befehl, Leutnant, werden wir die gesamte Karawane festnehmen und gr¨¹ndlich untersuchen. Bei Sonnenuntergang werden wir einen Bericht vorlegen," f¨¹gte der Stadtw?chter hinzu. Neveah runzelte leicht die Stirn, denn sie sp¨¹rte immer noch die Blicke Dutzender Personen auf sich. Auch wenn sich die anf?ngliche Aufregung gelegt hatte, verweilten noch viele Schaulustige neugierig in der N?he. Den H?ndler ohne handfeste Beweise festzunehmen, w¨¹rde Bedenken erregen, und Neveah war sich bewusst, dass der H?ndler dies ebenfalls wusste. Obwohl Neveah normalerweise wenig auf die Meinung anderer gab, wusste sie, dass die ?ffentliche Meinung in solchen Angelegenheiten nicht ignoriert werden konnte. Der H?ndler beobachtete den Austausch zwischen Neveah und dem Stadtw?chter, w?hrend Neveah seinerseits seine K?rpersprache studierte, den nerv?sen Ausdruck in seinen Augen und wie sein Blick auf den Stadtgardisten gerichtet war, um zu versuchen, die ihm zugefl¨¹sterten Worte zu verstehen. Neveah warf einen Blick auf die Karren, bevor sich ihr Blick wieder dem Leutnant zuwandte, der nun ein L?cheln auf den Lippen hatte. Vielleicht hatte er Neveahs Blick als eine Geste missverstanden, mit der sie eine Art von Entsch?digung suchte. Neveah erwiderte sein L?cheln mit einem k¨¹hlen Grinsen und machte keine Anstalten, seinen Gedankengang zu widerlegen. "Ich danke Ihnen sehr f¨¹r Ihre Hilfe, Leutnant. Meine Karawane wird nur kurz in der Stadt sein, und w?hrend dieser Zeit werden wir vom Gasthaus am Wasserfall aus agieren," erkl?rte der H?ndler. "Wir haben viele kostbare Waren bei uns. Sollten Sie einmal in der N?he sein, z?gern Sie nicht, vorbeizuschauen. Ich werde Sie sicherlich gro?z¨¹gig behandeln," machte der H?ndler schnell ein subtiles Angebot. "Hmmm... Ich frage mich, was Sie mir genau anbieten k?nnten..." murmelte Neveah leise. "Der Leutnant kann sich sicher sein, dass er beeindruckt sein wird," versicherte der H?ndler und kicherte vergn¨¹gt. Neveah hob eine Augenbraue, am¨¹siert dar¨¹ber, dass der H?ndler pl?tzlich den Schmerz seines gebrochenen Arms vergessen hatte, jetzt, da die Dinge anscheinend nach seinem Willen liefen. "Ich verstehe... nun, ich werde Sie gleich gehenssen..." versicherte Neveah, w?hrend sie zu den Karren ging, gefolgt vom zust?ndigen Stadtw?chter. "Wir haben alle Karren ge?f und auch die Truhen untersucht," fl¨¹sterte der Stadtw?chter Neveah zu. "Nat¨¹rlich habt ihr das," murmelte Neveah und warf einen kurzen Blick auf den ersten Karren, bevor sie ihn umstie?, was bei allen Anwesenden Emp?rung ausl?ste, besonders bei dem H?ndler, der entsetzt aufschrie. Chapter 473: Welches Recht (Kap.474)

Chapter 473: Welches Recht (Kap.474)

Der Wagen kippte komplett um, und alle Kisten, die er bef?rdert hatte, st¨¹rzten heftig zu Boden, ihre Deckel sprangen auf und Dutzende von wertvollen G¨¹tern polterten ¨¹berall hin. Es war ein ziemliches Schauspiel, aber Neveah k¨¹mmerte es nicht sonderlich. "Meine Waren! Meine Waren!" jammerte der H?ndler kl?glich, seineuten Schreie zogen noch mehr Aufmerksamkeit auf sich. Murmeln hob sich von der Menge der Gaffer ab, eine Mischung von Meinungen zu dem, was sie sahen, doch Neveah ignorierte es einfach. "Diese Waren sind Tausende Gold wert! Wer wird mich entsch?digen?!" Der H?ndler wehgte weiter, in dem uben, er k?nne die Menge wie zuvor aufhetzen. Aber der H?ndler begriff nicht, dass dies die D¨¹nenstadt war ... es gab nur einen Weg, wie dies ausgehen konnte. Es war immer schwierig, mit neuen Reisenden zu verhandeln, die die D¨¹nen noch nie besucht hatten und die Art und Weise, wie die Dinge dort liefen, nicht verstanden - das war der einzige Grund, warum Neveah vorsichtig sein musste. In der D¨¹nenstadt w¨¹rde niemand ihre Entscheidung in Frage stellen, und sogar unter den Reisenden gab es viele, die die D¨¹nen schon ?fter besucht hatten und die Gepflogenheiten der Wei?en D¨¹nen kannten. Bei den Wei?en D¨¹nen hatte sich ein uneingeschr?nktes Vertrauen zwischen den drachenartigen Wesen und den Menschen, die sie besch¨¹tzten, entwickelt; Neveah hatte es anfangs erstaunt, doch nun verstand sie, warum ihr Vater ein so hervorragender Herrscher war. "Leutnant Vairheac wird die Wagen pers?nlich pr¨¹fen! Wer etwas dagegen einzuwenden hat, soll vortreten!" verk¨¹ndete der W?chter,ut genug, damit diesmal alle es deutlich h?ren konnten. "Ach... ist das Leutnant Neveah Vairheac? Die junge Erbin der Wei?en D¨¹nen?" fl¨¹sterte eine Stimme aus der Menge, die mit den Wei?en D¨¹nen weniger vertraut war. Aber ob vertraut mit den Wei?en D¨¹nen oder nicht, zu diesem Zeitpunkt gab es niemanden in der Festung, der noch nichts von Neveah geh?rt hatte. "Das ist sie in der Tat! Wer sonst?" fl¨¹sterte eine andere Stimme. In dem Moment l?ste sich die Menge auf und alle widmeten sich wieder ihren eigentlichen Aufgaben. Wenn sie Neveahs Einf¨¹hrung beim ersten Mal nicht gut genug verstanden hatten, so hatten sie es jetzt sicherlich. "Wenn Leutnant Vairheac das sagt, dann muss etwas Verd?chtiges dran sein!" ?u?erte jemand in der Menge. Viele andere Stimmen stimmten zu; es waren jene, die die Wege der Wei?en D¨¹nen kannten. Letztendlich konnte Neveah erkennen, dass jene, die anfangs das Durcheinander in der Menge verursacht hatten, zwar separat gereist waren, aber offenbar zur Karawane des H?ndlers geh?rten. Neveah ?u?erte sich nicht weiter dazu, ihre Aufmerksamkeit galt dem umgest¨¹rzten Wagen. Der Aufprall hatte einige der Holzteile losgel?st, aus denen er gebaut war, und dabei ein verstecktes Fach enth¨¹llt, einen Hohlraum im Boden des Wagens. "Dort... zerscgt es", wies Neveah mit einer Geste auf das geheime Fach, das nun jeder bemerkt hatte - selbst der H?ndler und seine Begleiter, die inzwischen still geworden waren. Die Stadtwachen folgten sogleich dem Befehl und schlugen den Wagen mit einigen Schl?gen auf. Dadurch wurde das geheime Fach, in dem Reihen von Schwertern am Boden des Wagens befestigt waren, vollst?ndig aufgedeckt. Der f¨¹hrende Stadtw?chter entnahm eine der Waffen und reichte sie Neveah.¡¯"Es ist ziemlich schwer f¨¹r ein Schwert. Mit ¨¹ber einem Dutzend davon auf dem Karren ist es kein Wunder, dass die R?der tiefere Spuren hintessen haben. Wahrscheinlich sind die anderen Karren ebenfalls so bden." kommentierte die verantwortliche Stadtwache. Neveah nicktengsam und pr¨¹fte das Gewicht des Schwertes. Wie die Stadtwache berichtet hatte, war die Waffe tats?chlich schwer und v?llig unausgewogen. Obwohl es meisterhaft gefertigt erschien, war es aufgrund seines Gewichts nicht mehr als eine kl?gliche Entschuldigung f¨¹r ein Schwert. Neveah zog das Schwert und betrachtete die Klinge eingehend. Vorsichtig fuhr sie mit den Fingern enng und r?tselte, welche Art von Stahl auch nach dem H?rten noch so schwer sein konnte. "Was haben Sie noch zu sagen?" fragte die Stadtwache den H?ndler, der nun schweigend dastand und nerv?s umherblickte. "Ich ... Waffen zu handeln ist kein Verbrechen!" rief der H?ndler zu seiner Verteidigung. "Nicht, wenn man das Recht dazu hat. Wenn man diese Rechte nicht besitzt, nennt man es Schmuggel." entgee Neveah, ohne ihren Blick vom Schwert abzuwenden. "H?tten Sie sie, m¨¹ssten Sie die Waffen nicht so kreativ verstecken..." Neveah begann, wurde jedoch vom H?ndler unterbrochen. "Ich m?chte den Hauptmann der Stadtwache sprechen! Laut Gesetz kann der Waffenhandel mit einer Geldstrafe beglichen werden!" "Einige meiner Waren k?nnen die Strafe zahlen und ich werde nicht dagegen protestieren, dass die Ladung bescgnahmt wird!" "Ich bin kein Asvarianer! Mir sollte zuerst ein fairer Prozess vor einem sterblichen Gericht gew?hrt werden! Ich habe kein Vergehen gegen das Drachenvolk begangen! Ich m?chte den Kapit?n sehen!" rief der H?ndler, als die Stadtwache ihn umzingelte. Erneut appellierte er an das ?ffentliche Mitgef¨¹hl, indem er das viel diskutierte Thema der Drachendynastie-Tyrannei und Unterdr¨¹ckung aufgriff, ein Thema, das in letzter Zeit zunehmend an Bedeutung gewonnen hatte. Seit sich die Drachendynastie und die Fae-ns entzweit hatten... Wer auch immer dieser H?ndler war, Neveah konnte erkennen, dass er gut ¨¹ber die aktuellen Umst?nde in der Festung informiert war. "Nach welchem Gesetz genau? Ihnen ist wohl nicht r, dass Sie sich jetzt in den Wei?en D¨¹nen befinden... hier gilt nur ein Gesetz, das oberste Gesetz." sagte Neveah, w?hrend sie das Schwert weiterhin musterte. Etwas an der Waffe beunruhigte Neveah; sie strahlte eine vertraute, unheilvolle Aura aus, doch Neveah konnte nicht genau sagen, woher dieses Gef¨¹hl kam. Neveah runzelte leicht die Stirn, hob das Schwert in ihren Blick und schlug mit einer kr?ftigen Faust auf die Klinge. Der Stahl zerbrach ¨¹berraschenderweise und gab die wahre Klinge des Schwerts frei, was auch den Grund f¨¹r das ungleichm??ige Gewicht erkl?rte. "Adamantium!" zischte Neveah, ihr Blick verdunkelte sich und richtete sich scharf auf den H?ndler. Als die Mitglieder der Karawane merkten, dass sie entdeckt worden waren, versuchten sie zu fliehen. "Nehmt sie alle fest! Keiner darf entkommen!" befahl Neveah, ihr Tonfall kalt und grimmig. Chapter 474: Abgeh?rt (Kap.475)

Chapter 474: Abgeh?rt (Kap.475)

Neveah hielt ihr Pferd direkt vor den Schlosstoren an und nickte dem Wachmann zu, der hastig herbeieilte, um die Z¨¹gel zu ¨¹bernehmen. "Ein sch?ner Morgen, Mdy." Der Wachmann gr¨¹?te mit einer kleinen Verbeugung, als Neveah ihm die Z¨¹gel ¨¹bergab. "Guten Morgen, Caleb." Neveah erwiderte den Gru?, w?hrend sie eine Schwerterkiste vom Sattel ihres Pferdes l?ste. "Jemand wird sich darum k¨¹mmern." bot der Wachmann, Caleb, an und bemerkte, dass die Kiste schwerer war, als sie aussah. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und legte sich die Kiste ¨¹ber die Schulter. "Du kennst mich, Caleb. Ich bin kein kleines Kind mehr... Ich kann meine pers?nlichen Sachen schon selbst tragen." Neveah antwortete liebevoll. Es war jene kleine Geste, die Neveah schon so oft so vielen Menschen gezeigt hatte, doch sie hatte sehr schnell erkannt, dass hier, in den D¨¹nen, die Tochter des geliebten D¨¹nenlords f¨¹r jeden ein Schatz war. "Sollen wir das Pferd in den Stall bringen?" fragte Caleb nach weiteren Anweisungen f¨¹r Neveahs Pferd. "Haltet es bereit. Ich werde innerhalb der n?chsten Stunde zu den Kasernen zur¨¹ckkehren." sagte Neveah. "Noch eine Woche fernab des Schlosses? Der D¨¹nenlord wird traurig sein." neckte Caleb. "Vater leitet alle zwei Wochen die Flugpatrouille und du h?rst mich nicht gen. Ich denke, wir sind quitt." antwortete Neveah mit einem Achselzucken. "gen?" kommentierte Caleb mit einem Schmunzeln. "Sag ihm nicht, dass ich das gesagt habe. Das bleibt unter uns, ja?" fragte Neveah und klopfte Caleb auf die Schulter, bevor sie sich eilig davonmachte. Neveah ging z¨¹gig den Weg enng, den k¨¹rzesten durch den Innenhof, zu den Schlosspforten. Dort wartete Tara bereits unruhig auf Neveah und tigerte nerv?s umher. Neveah holte tief Luft, denn sie wusste, dass sie einiges zu h?ren bek?me, doch das war im Moment ihre geringste Sorge. Im selben Augenblick erblickte Tara Neveah und eilte zu ihr her¨¹ber. "Veah! Endlich da! Das Fr¨¹hst¨¹ck war vor Ewigkeiten..." begann Tara ihre Standpauke, wurde aber von Neveah unterbrochen. "Tara, das k?nnen wir sp?ter kl?ren." sagte Neveah, als sie an Tara vorbeiging. "Veah... ist etwas passiert?" Taras Tonfall wurde besorgt, als sie Neveahs Ausdruck bemerkte. "Wo ist mein Vater?" fragte Neveah, ohne auf Taras Frage zu antworten. "So schlimm?" fragte Tara, die nun mit Neveah Schritt hielt. "Der D¨¹nenlord m¨¹sste in seinem Arbeitszimmer sein. Ein paar D¨¹nenw?chter sollten ihre Berichte ¨¹ber die Flugpatrouille abliefern." informierte Tara Neveah. "Stop mal, M?dels. Wer hat denn f¨¹r solch gro?es Aufsehen gesorgt?" Die vertraute Stimme von Coran erreichte Neveah, als er um die Ecke kam und sah, wie Neveah und Tara den Gang enngsprinteten. "Onkel Coran, das solltest du h?ren." sagte Neveah sofort und bedeutete Coran, ihr zu folgen.Coran runzelte leicht die Stirn, nickte jedoch und die drei machten sich auf den Weg zu Kaideons Arbeitszimmer. In ihrer Eile lie? Neveah den Gedanken, anzuklopfen, beiseite und stie? stattdessen die T¨¹r auf. Sie betrat den Raum inmitten eines bereitsufenden Treffens. Neveah erstarrte jedoch direkt an der T¨¹r, als ein Name erw?hnt wurde, noch bevor ihre Anwesenheit bemerkt werden konnte. "Auf dem Pergament ist das Siegel von Lord Menarx eingepr?gt," erkannte Neveah die Stimme von Lord Orin. "Es ist ziemlich k¨¹hn von ihm, uns so etwas zu schicken, nach allem, was passiert ist," murmelte Rodvan ver?rgert. "Lord Menarx ist der W?chter des K?nigs. Ihr werdet ihm den Respekt erweisen, den er verdient. Es geh?rt sich, dass alle Festungen das Pergament erhalten," erkl?rte Kaideon warnend. "Ich werde nicht dulden, dass jemand hieraus mehr macht, als geboten... meine Tochter hat nun ihren Frieden gefunden, und das soll auch so bleiben, so wahr mir Gott helfe," warnte Kaideon. "Unser Lehnsherr m?chte also, dass wir die Fae-Soldaten auf dieser Seite der Festung ¨¹berwachen und bei dem geringsten Verdacht Bericht erstatten?" wechselte Lord Orin das Thema. "Genau. Ich f¨¹rchte, die Lage mit den Fae wird sich von jetzt an nur noch versch?rfen... besonders mit Lord Menarx und seiner Lady Adrienne an vorderster Front. Wir m¨¹ssen vorbereitet sein," erwiderte Rodvan. "Mit den Fae war es ¨¹berf?llig. Es hat sich herausgestellt, dass sie in den Handel mit magischen F?higkeiten und viele andere dunkle Gesch?fte verwickelt sind... sie haben sogar mit den Zwergen Handel getrieben. Sie haben jedes nur denkbare Gesetz gebrochen." "All das w?re unter den Teppich gekehrt worden, wenn Lady Adrienne von Ruby Scales nicht eingegriffen h?tte. Sie hat sogar ein Gest?ndnis erwirkt, dass das Ixora-Gift von den Fae tziert wurde, um Veah zu schaden, und sie hat daf¨¹r gesorgt, dass sie zur Rechenschaft gezogen wurden." "Ihre Abkehr von ihrer eigenen Art ist ein Akt unvergleichlichen Mutes, die ganze Festung lobt sie," f¨¹gte Orin hinzu. "Sie hat uns in dieser Angelegenheit den Vorteil verschafft, ihre Loyalit?t zur Drachendynastie steht au?er Frage... Unser Lehnsherr hat auch die dritte Fusion genehmigt, so unverzeihlich ihre Existenz auch sein mag, sie hat es verdient," sagte Orin mit einem Seufzer. "Das geschieht also wirklich? Sie reiten... sie fliegen in den Sonnenuntergang wie die m?rchenhaften Eroberer, f¨¹r die alle sie halten?" fragte Rodvan ungl?ubig. "Ganz offensichtlich... und das ist bereits vor einem Jahr geschehen," erwiderte Orin sp?ttisch. "Ich w¨¹rde es begr¨¹?en, wenn wir uns alle auf das Thema des Treffens konzentrieren k?nnten und nicht ¨¹ber die pers?nlichen Angelegenheiten meiner Tochter sprechen w¨¹rden. W?re das zu viel vengt?" fragte Kaideon, sein Tonfall nun k¨¹hl. "Richtig, ich bitte um Entschuldigung," gab Rodvan nach. "Coran, willst du wirklich weiterhin an der T¨¹r stehen bleiben?" rief Orin. Erst dann trat Neveah vor, Coran und Tara folgten ihr schweigend. Die meisten der Vollstrecker von Dune waren anwesend, wie Tara gesagt hatte, mit Ausnahme von Garron und einem anderen, der auf Flugpatrouille war. Alle Blicke richteten sich auf Neveah und ihre Begleitung, die gerade die Sitzung unterbrochen hatten, und ein warmes L?chelng auf Kaideons Lippen, als er sah, dass es Neveah war. Alle anderen waren sichtlich unsicher, ob sie sich schuldig oder anders zeigen sollten. Ihnen allen war r, dass Neveah alles mitgeh?rt hatte. "Vater," begr¨¹?te Neveah und neigte ihren Kopf zu einer leichten Verbeugung. "Veah... da bist du ja. Komm herein, dein Bericht steht an und es gibt einige Angelegenheiten, die Rodvan pers?nlich mit dir besprechen m?chte, aber zuerst... sag mir, dass du das Fr¨¹hst¨¹ck nicht ausgssen hast," sagte Kaideon und winkte Neveah zu sich. "Ich habe... das Fr¨¹hst¨¹ck ausgssen. Ich habe einen dringenden Bericht, den ich pers?nlich vorlegen muss... Und das wird dir nicht gefallen," began Neveah und blickte kurz durch den Raum. Chapter 475: Nicht abgestumpft (Kap.476)

Chapter 475: Nicht abgestumpft (Kap.476)

Kaideon hob eine Augenbraue und warf einen Blick auf Tara und Coran, bevor er ihnen deutete, sich zu setzen. "Vater... erinnerst du dich an die zahlreichen Berichte vom letzten Jahr ¨¹ber ein Untergrunzwerk, das mit Waffen handelt und diese schmuggelt ¨C in den Festungen Scabbard, Inferno und The Rudder? Waffen, die aus Adamantium geschmiedet wurden?" fragte Neveah leise. "Die Handelswege wurden unterbrochen, abgefangen, und zahlreiche Schwarzmarktpl?tze niedergebrannt. Es ist einige Monate her, seit wir das letzte Mal Berichte erhalten haben ¨C man munkelt, der Handel sei zum Erliegen gekommen," f¨¹gte Orin hinzu. Neveah zwang sich zu einem L?cheln, als sie den Schwertkasten abnahm und auf den Tisch legte. Rodvan ?fe den Kasten und ein zischendes Ger?usch des Zorns entwich ihm, als nun jeder auf das Schwert starrte, das aus Adamantiumerz geschmiedet war und im Kasteng. Die Vollstrecker von Dune tauschten Blicke aus, sie hatten bereits eine Ahnung von der Lage, bevor Neveah noch weitere Informationen gab. "Es wurde nach Dune City geschmuggelt. Der Karawanen-H?ndler wurde an den Toren gestoppt, aber wir haben es erst im letzten Moment bemerkt." "Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass der Waffenhandel nicht schon unser Gebiet infiltriert hat. Aber was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass... er sicherlich nicht zum Erliegen gekommen ist," berichtete Neveah. "Habt ihr sie in Gewahrsam?" fragte Rodvan. "Sie werden im Moment verh?rt, aber bisher haben sie geschwiegen... deshalb denke ich, dass ich pers?nlich einschreiten muss," sagte Neveah. "Bist du in der Lage, das zu ¨¹bernehmen?" fragte Kaideon Neveah in ernstem Ton. "Ja, Vater, ich bin zuversichtlich," antwortete Neveah mit einem entschiedenen Nicken. "Gut. Dann ¨¹bernimm das. Sieh zu, dass du der Sache mit dem Schmuggel auf die Spur kommst, nimm alle Beteiligten fest und r?ume sie alle aus ... und egal, was du tust, sie m¨¹ssen innerhalb einer Woche aus unserer Stadt verschwunden sein," befahl Kaideon. "Wird gemacht," akzeptierte Neveah den Befehl. "Vater, ich habe Kontakt mit den Herren von Fort Inferno, Fort Scabbard und The Rudder aufgenommen... Ich will nicht nur unsere Stadt reinigen, sondern das gesamte Syndikat ein f¨¹r alle Mal ausmerzen." "Dann ben?tige ich auch die Unterst¨¹tzung der Bergfeste," erg?nzte Neveah, ihre letzten Worte ngen leicht widerwillig. "Was auch immer du brauchst, steht dir zur Verf¨¹gung. Du musst es nur benennen," versicherte Kaideon Neveah. "Ich werde mich sofort ans Werk machen. Was allerdings die Berichterstattung an die Bergfeste betrifft... das werde ich Vater ¨¹bessen," sagte Neveah und wandte sich zum Gehen, doch sie hielt inne. "Das Pergament... was stand darauf?" fragte Neveah, bezogen auf das Pergament, ¨¹ber das die Vollstrecker von Dune diskutiert hatten, als sie noch nichts von ihrer Anwesenheit wussten. "?hmm... Veah..." begann Orin, doch er verstummte, als Kaideon direkt zum Punkt kam. "Eine Eidung zur Zeremonie zu Ehren der vollzogenen Bindung von Lord Menarx," ¨¹bermittelte Kaideon Neveah. Neveah schwieg einen Momentng und lie? die Worte auf sich wirken. Nun konnte sie nachvollziehen, warum die Vollstrecker von Dune so aufgeregt gewesen waren. In solchen Situationen erkannte Neveah, wie gut ihr Vater sie verstand. W?hrend andere versuchten, die Information zur¨¹ckzuhalten, um ihre Gef¨¹hle zu sch¨¹tzen, pr?sentierte Kaideon es Neveah so, wie sie es bevorzugte ¨C r und direkt. "Erfreuliche Nachrichten... ein Segen f¨¹r die Festung," sagte Neveah schlie?lich nach einer kurzen Pause. Anschlie?end entschuldigte sich Neveah und verlie? den Raum.¡¯"Dieser... dieser unverzeihliche Mistkerl! Ich kann es nicht fassen!" w¨¹tete Tara, sobald sie au?er H?rweite waren. Neveah atmete tief durch; schon seit geraumer Zeit hatte sie gesehen, wie die Worte beinahe Taras Lippen entwichen w?ren. Taras Gesicht war vor Anstrengung ger?tet, sich zur¨¹ckzuhalten und ihre Meinung ¨¹ber Menarx nicht in Kaideons Gegenwart zu ?u?ern - eine Meinung, die Kaideon sicher nicht gefallen h?tte. "Lass es gut sein, Tara", sagte Neveah, tonlos. "Warum sollte ich das?! Es ist erst ein Jahr her! Konnte er nicht ein einziges Jahr warten, bevor er zur dritten Verschmelzung ¨¹bergeht?! Vor einem Jahr warst du noch mit ihm verbunden! Was ist das f¨¹r eine Sk, ?ffentliches Eigentum?!" zischte Tara. Neveah, die sich leise aus Taras Umgebung entfernt hatte, hielt inne, ihre Augenbrauen zuckten leicht. "Tara... pass auf deine Worte auf", mahnte Neveah bestimmt. "Was ist los mit dir, dass du f¨¹r ihn und den D¨¹nenlord Partei ergreifst?! Beweist seine Unf?higkeit, auch nur ein Jahr zu warten, nicht seinen wahren Charakter?!" rief Tara ungl?ubig aus. "Warten?! Wienge denn?! Wienge h?ltst du f¨¹r angemessen?! Drei Jahre, als ob er um die Toten trauern w¨¹rde?! Ein Jahrzehnt, als w?re ich selige Erinnerung?! Oder warten bis ich tot bin?!" Neveah zischte. "Veah... deine Augen..." sagte Tara vorsichtig und machte einen Schritt auf Neveah zu, doch diese hielt ihr eine Hand entgegen, um sie zu stoppen. Neveah atmete tief ein, um sich zu beruhigen, und legte ihre Hand an ihre Schl?fe. Um ihr Spiegelbild zu sehen, brauchte sie nicht - sie wusste, dass ihre Augen gl¨¹hten, und es war nicht das gew?hnliche Leuchten, das die Anwesenheit ihres Wolfes verriet, sondern ein mattes goldenes Schimmern. Die fremde Pr?senz in ihrem Inneren gab sich wieder zu erkennen, und sie zeigte sich immer ?fter... und immer mehr au?erhalb von Neveahs Kontrolle. "Sieh mal, Tara... Ich bin gegangen... ich bin gegangen. Und in dem Moment war es vorbei. Was auch immer Menarx mit seinem Leben anfangen oderssen m?chte, es hat nichts mit mir zu tun." "Lord Menarx von den Rubinschuppen ist niemandem eine Wartezeit schuldig... am wenigsten mir. Wir schulden einander keine R¨¹cksichten..." sagte Neveah seufzend. "Du hast nie erfahren, worum es bei der dritten Verschmelzung ging, nicht wahr?" fragte Tara, vollkommen aus dem Zusammenhang. Neveah schwieg einen Moment auf Taras Frage hin, dann zuckte sie leicht mit den Schultern. "Ich wei? es nicht... und ich m?chte es auch nicht wissen", antwortete Neveah ehrlich. "Bist du wirklich nicht im Geringsten davon beunruhigt?" fragte Tara mit schwerer Stimme. "Ich wei?, Tara, ich wei?, dass du dich um mich sorgst, aber mir geht¡¯s gut... Ich bin keine resignierte Frau. Ich f¨¹hre ein Leben, das ich mir vorher nur ertr?umt h?tte..." "Ich habe meinen Vater, der mich mehr liebt als sein eigenes Leben... Onkel, die niemals aufh?ren, l?stig zu sein, denn offenbar ist das ihre Aufgabe." "Ich habe dich, die ein Schwert ziehen und auf jeden losgehen w¨¹rde, der mich auch nur schief anschaut... Ich habe sogar einen Neffen...", Neveah l?chelte leicht bei diesen Worten. Die Frau von Orin hatte einen erfolgreichen Kaiserschnitt hinter sich. Es war eine schwere Geburt gewesen, doch sie hatte es durchgestanden und ihm einen Sohn und Erben geschenkt. "Was ich sagen will, ist... Ich habe jetzt eine Familie, eine Familie, die ich von ganzem Herzen liebe... und ich bereue keinen einzigen Schritt, der mich hierher gebracht hat. So schmerzhaft sie auch waren, ich w¨¹rde nichts daran ?ndern." "Also nein... Tara. Ich mache mir keine Gedanken... Was mich st?rt, ist zu sehen, wie meine Familie immer noch in der Vergangenheit feststeckt und sich weigert, den Groll gegen Menarx loszssen. Ich bin weitergezogen... und ihr solltet das auch tun", sagte Neveah und sah Tara direkt in die Augen. Chapter 476: Ruhig (Kap.477)

Chapter 476: Ruhig (Kap.477)

"Tara war einen Moment still und starrte Neveah an, sagte dann jedoch etwas, das ganz neben der Spurg. ?Deine Augen ... sie h?ren nicht auf zu leuchten ...", merkte Tara leise an. Neveah atmete tief aus, schloss die Augen. Sie lehnte den Kopf zur¨¹ck und kontrollierte ihr Atmen, in der Hoffnung, ihren Geist zu beruhigen, damit die fremde Pr?senz sich zur¨¹ckziehen w¨¹rde. Und nach einem Moment tat sie das tats?chlich ... doch gerade als Neveah ihren Gedankenblock hochziehen wollte, h?rte sie das letzte Fl¨¹stern dieser heimsuchenden Stimme. ?Du kannst mich nicht f¨¹r immer blockieren, Omega ... Ich bin jetzt ein Teil von dir und werde es immer sein ..." Sagte die Stimme, deren Worte in Neveahs Geist widerhallten, als sie sich in den hintersten Winkel ihres Verstandes zur¨¹ckzog. Neveah seufzte, ein Seufzer, der teils Erleichterung, teils Vorsicht war. Erleichterung, weil diese Episode vor¨¹bergegangen war, ohne sich zu weit auszubreiten, und Vorsicht, weil sie genau wusste, dass alles, was diese Stimme gesagt hatte, nichts als die Wahrheit war. Es war bereits ¨¹ber ein Jahr her, seit sich diese Stimme zum ersten Mal in Neveahs Geist bemerkbar gemacht hatte, und mit jedem Tag, der verging, hatte sie sich mit Neveahs Seele verschmolzen. Sie konnte praktisch sp¨¹ren, wie diese fremde Pr?senz ihr Unterbewusstsein auffra? und eins mit ihr wurde. Neveah wusste, es w¨¹rde nicht mehrnge dauern, bis sie ausbrechen w¨¹rde. Bis sie die Kontrolle dar¨¹ber verlieren w¨¹rde, und was w¨¹rde das bedeuten? Neveah hatte absolut keine Ahnung. ?Ruhig?" fragte Tara Neveah vorsichtig. ?W¨¹rde das etwas ?ndern?" erwiderte Neveah. ?Du wirst ruhig sein wollen, um das zu h?ren ...", f¨¹gte Tara z?gernd hinzu. Neveahs Augen ?fen sich scgartig, und sie fixierte Tara mit einem Blick. ?Neben dem Pergament ... es gibt noch etwas, das du wissen solltest ...", begann Tara und musterte f¨¹r einen Moment Neveahs Gesichtsausdruck, bevor sie fortfuhr. ?Der Bote, der das Pergament lieferte, kam nicht allein ... Mir wurde befohlen, nichts zu sagen ... aber ich muss dich vorwarnen ..." Taras Worte wurden von Neveah unterbrochen. ?Ich ube, daf¨¹r ist es ein bisschen zu sp?t ...", murmelte Neveah, w?hrend ihr Blick auf ein vertrautes Gesicht fiel, das direkt hinter Tara aus einem Gang trat. ?Kleine W?lfin ...", sagte Xenon, ein kleines L?cheln auf den Lippen und ein schelmisches Glitzern in seinen onyxschwarzen Augen. Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sie sp¨¹rte, wie ihr Herz stehen blieb, und obwohl es im n?chsten Moment wieder zu scgen begann, blieb Neveah v?llig atemlos. ?Xenon ...", fl¨¹sterte Neveah. Und dann, als h?tte sie ihre Benommenheit abgesch¨¹ttelt, drehte Neveah sich um und rannte davon, lie? einen hilflos dreinblickenden Xenon zur¨¹ck. _____________ ~Drachenburg (Zwei Monate nach Neveahs Abreise.) Xenon stie? die T¨¹r zum Arbeitszimmer von K?nig Jian auf und hielt in seinem Schritt inne, als sein Blick auf Menarx fiel, der bereits sa?. Menarx war nicht der Einzige, Kirgan, Imagor, Cassian und K?nig Jian selbst waren ebenfalls anwesend, und alle Augen richteten sich auf Xenon, sobald er eintrat. Xenons Blick verengte sich leicht, seine Augenbrauen zuckten, was das einzige Anzeichen seines Unmuts war.¡¯"Entschuldigt mich, mein Herr." Xenon entschuldigte sich und drehte sich um, um zu gehen. "Xenon... Xenon! Komm schon, Bruder!" rief Kirgan frustriert und beeilte sich, Xenon aufzuhalten, bevor er gehen konnte. Kirgan blockierte Xenons Weg und legte ihm eine Hand auf die Schulter, um ihn am Weitergehen zu hindern. "Und das soll mich aufhalten?" fragte Xenon mit leerem Blick und blickte auf Kirgans Hand. "Man kann sagen, ich bin sehr geschickt darin, meine Position zu halten. Was willst du tun? Mir den Arm brechen? Mich wegschleudern? Denn das ist die einzige M?glichkeit, wie du hier rauskommst." sagte Kirgan sachlich. Xenon knurrte leise, sagte aber nichts weiter und begn¨¹gte sich mit einem eiskalten Blick. "Setz dich doch einen Moment, Xenon. Das ist doch keine gro?e Bitte." Imagor sprach mit einem genervten Seufzer. "Was soll das sein? Eine Intervention oder so? Ich habe kein Interesse an dieser Sache." stellte Xenon r, w?hrend er Kirgan weiterhin fest ansah. "Xenon... setz dich." befahl K?nig Jian mit fester Stimme. Xenon zischte leise, zog sich zur¨¹ck und setzte sich mit einem Stirnrunzeln. "Ich sitze." sagte Xenon ruppig, was ihm einen vernichtenden Blick von K?nig Jian einbrachte. "Pass auf." warnte K?nig Jian. Xenon holte scharf Luft, nickte jedoch verst?ndnisvoll. "Es sind zwei Monate vergangen... und in diesen Monaten habe ich geduldig und ungeduldig darauf gewartet, dass ihr beide eure Differenzen beilegt." begann K?nig Jian. "Es geht uns gut..." begann Menarx, aber K?nig Jian unterbrach ihn. "Lass mich ausreden!" warnte K?nig Jian. "Menarx hat ein Chaos verursacht... und du auch! Keiner von euch ist in der Lage, sich richtig zu verhalten!" "Diese stille Zwietracht muss aufh?ren... und mir ist egal, wie und mit welchen Mitteln das erreicht wird, aber ich werde meine Festung wieder auf den richtigen Weg bringen." machte K?nig Jian deutlich. "Den Fall, der den Handel mit magischen F?higkeiten und seine Verbindungen zur Fae-Rasse betrifft, ¨¹besse ich euch beiden." verk¨¹ndete K?nig Jian. "Mein Herr..." begann Menarx zu sagen, verstummte aber, als K?nig Jian ihn mit einem t?dlichen Blick bedachte. "Und... snge dieser Fall nicht gekl?rt ist, ist es euch beiden nicht gestattet, private Reisen zu unternehmen... kurz gesagt, ihr d¨¹rft euch nicht den Wei?en D¨¹nen n?hern." stellte K?nig Jian r. "Das kann nicht dein Ernst sein..." murmelte Xenon ungl?ubig. "Sehe ich so aus, als w¨¹rde ich scherzen?" erwiderte K?nig Jian scharf. "Es ist mir egal, ob es einen Monat, ein Jahr oder ein Jahrzehnt dauert! Und ich frage nicht danach! Bis der Fall gekl?rt ist, m¨¹sst ihr euch auf eure Pflichten konzentrieren und einen Weg finden, zusammenzuarbeiten..." "Zwischen euch beiden und eurem kindischen Verhalten steckend, verstehe ich endlich, wie sich Neveah gef¨¹hlt haben muss und warum sie bei der ersten Gelegenheit geflohen ist. Ich habe genug von diesem Irrsinn." beendete K?nig Jian. Chapter 477: Die Unschuldigen spielen (Kap.478)

Chapter 477: Die Unschuldigen spielen (Kap.478)

~Gegenwart "Veah!" rief Xenon von irgendwo her den Flur enng. Neveah schenkte ihm keine Beachtung und setzte ihren Weg fort, bis sie das Schloss verlie?. Sie war gerade dabei, auf ihr Pferd zu steigen, als Xenon sie einholte und ihre Hand ergriff, bevor sie sich auf den Sattel schwingen konnte. "Hey... hey, es tut mir leid... es tut mir wirklich leid..." Xenon entschuldigte sich aufrichtig und zog vorsichtig an Neveahs Arm, um sie dazu zu bringen, sich ihm zuzuwenden. "Lord Xenon, ich habe derzeit andere Verpflichtungen. Wenn es Ihnen recht ist, muss ich mich um meine Pflichten k¨¹mmern." Neveahs Stimme ng gleichg¨¹ltig und monoton. Die merkliche K¨¹hle in Neveahs Tonfall ¨¹berraschte Xenon und fl??te ihm gleichzeitig Furcht ein. "Veah... sei nicht so zu mir. Ich habe dich ein Jahrng nicht gesehen... g?nn mir wenigstens eine Minute." Xenon versuchte zu argumentieren. Neveah schwieg einen Augenblick, dachte nach und willigte dann ein. Sie gab Caleb, der das Pferd herbeigef¨¹hrt hatte, die Z¨¹gel und f¨¹hrte Xenon zu einer abgeschiedenen h?lzernen Bank im Schlosshof. Neveah setzte sich, ihr Blick immer noch leblos nach vorn gerichtet. Xenon lie? sich schwer seufzend neben Neveah nieder, sein Herz erf¨¹llt von Unruhe und Sorge. Die beiden schwiegen eine Weile, w?hrend Xenon Neveah immer wieder beil?ufig ansah, um ihre Stimmung einzusch?tzen. "Du bist wirklich w¨¹tend auf mich, wie ich sehe." Xenons Stimme verriet Schuldgef¨¹hle. Neveah erwiderte nichts, es gab wirklich nichts zu sagen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie gen¨¹gend Zeit gehabt, alles zu bedenken, und es gab nichts mehr, an dem sie festhielt. "Auf einer Sk von eins bis zehn, wie sehr bist du genau auf mich w¨¹tend?" fragte Xenon, doch schnell packte er Neveahs Hand wieder, als sie aufzustehen versuchte. "Okay... okay, ich ube, die Antwort wei? ich selbst." Xenon nahm seine Frage zur¨¹ck. "Ich h?tte fr¨¹her kommen sollen... Ich h?tte... Es tut mir wirklich leid, Neveah." Xenon entschuldigte sich. Neveah hatte diese Worte von Xenon nicht erwartet und schnaubte leise ver?chtlich. "Und du ubst wirklich, das ist der Grund, warum ich sauer auf dich bin? Weil du es nicht f¨¹r n?tig befunden hast, dich zu zeigen oder in zw?lf Monaten auch nur einen Stift in die Hand zu nehmen, um mir zu schreiben?" fragte Neveah ungl?ubig. Xenon zuckte leicht zusammen, als Neveah das Jahr auf zw?lf Monate ausweitete und es noch vorwurfsvoller klingen lie?. "Wenn du nicht gekommen bist, dann m¨¹ssen gute Gr¨¹nde vorgelegen haben. Es steht mir nicht zu, deine Entscheidungen zu hinterfragen, Lord Xenon. Ich bin auch nicht so kleinlich, mich dar¨¹ber zu ?rgern."?Du sagtest, du w¨¹rdest kommen... Du hast nie gesagt, dass es bald sein w¨¹rde oder wienge es dauern w¨¹rde, und ich hatte ebenfalls keine Erwartungen... Ich ube, ich habe davon genug." erkl?rte Neveah. Xenon war jetzt verwirrt. Wenn Neveah nicht w¨¹tend auf ihn war, weil er sein Versprechen, rechtzeitig zu ihr zu kommen, nicht gehalten hatte, was genau war es dann, das sie so ver?rgerterte? ?Wenn es nicht darum geht... warum meidest du mich dann?" fragte Xenon verwirrt. Neveah fuhr sich mit der Hand durch die Haare und warf Xenon einen Blick zu. ?Du verstehst es wirklich nicht, oder?" fragte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. Xenon sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um zu zeigen, dass er keine Ahnung hatte, was er falsch gemacht hatte. ?Als ich die Drachenburg verlie?... schloss ich einen Pakt mit mir selbst, meinen eigenen Weg zu finden, meinen tz in der Festung, ohne mich auf jemanden zu vessen... was ich wirklich wollte, war, mir meinen eigenen Weg selbst zu bahnen." ?Mich selbst zu entdecken, zu verstehen, wo ich hingeh?re, was mir wichtig ist und welcher Sache ich mich widmen m?chte..." begann Neveah. ?Ich kenne das, ich kenne deine Gedanken, Veah." sagte Xenon leise. ?Wirklich? Denn ich bezweifle, dass du das tust, Xenon." entgee Neveah kopfsch¨¹ttelnd. ?Veah... Ich... ich verstehe nicht..." sagte Xenon unsicher. ?Im ersten Monat hier interessierte ich mich f¨¹rs Heilen... mein Vater lie? mich als Assistentin bei den Heilern arbeiten, es war nichts Tiefgr¨¹ndiges... Ich erkundete damals nur meine Optionen." begann Neveah. ?Wei?t du, was dann passierte?" fragte Neveah und hob eine Augenbraue, als sich Xenons Gesichtsausdruck leicht ver?nderte. ?Ich erhielt eine Eidung f¨¹r einen begehrten tz in der Heilerakademie,nge nach der Einschreibefrist... irgendwie wusste die Akademie bereits alles ¨¹ber mich und machte eine Ausnahme, um mich f¨¹r ein bereits vollst?ndig eingeschriebenes Kursjahr auszuw?hlen." sagte Neveah mit leerem Ton. Xenons Blick war v?llig verloren, perfekt gespielte Unschuld, als h?tte er keine Ahnung, wovon Neveah sprach. ?Nat¨¹rlich habe ich das Angebot abgelehnt." fuhr Neveah fort, sie wollte sehen, wienge Xenon sein Schauspiel aufrechterhalten konnte. ?Stell dir meine ¨¹berraschung vor, als nur wenige Tage sp?ter der stellvertretende Chefarzt der Krankenstation in ein anderes Fort versetzt wurde und meinem Vater eine Empfehlung hinterlie?, mir die Stelle zu geben..." fuhr Neveah fort. Inzwischen hatte Xenon beide H?nde ineinander verschr?nkt, seine Finger spielten mit dem Leder seiner Handschuhe, und er vermied es, Neveahs Blick zu treffen. ?Auch hier habe ich abgelehnt... nicht, dass mein Vater dem jemals zugestimmt h?tte, er ist sich meiner Unerfahrenheit wohl bewusst... wie k?nnte ich eine so wichtige Position ¨¹bernehmen?" fuhr Neveah fort. ?Kaideon hat keine Ahnung... er w¨¹rde Talent nicht erkennen, auch wenn es ihm ins Gesicht scgen w¨¹rde... ich..." begann Xenon zu sagen, brach jedoch mitten im Satz ab, als ihm r wurde, dass er nichts von dem wissen sollte, was Neveah sagte. ?Da wurde mir r, dass es kl¨¹ger w?re, den Heilern fernzubleiben. Irgendwann begleitete ich meinen Vater, um den ersten Flug der jungen Schl¨¹pflinge zu beobachten." ?Nichtnge danach erhielt ich eine Nachricht von der Reiterakademie, die mich als Fluglehrerin in den Wei?en D¨¹nen nominierte. Sag mal, was k?nnte ich wohl besser ¨¹ber das Fliegen wissen als der derzeitige Fluglehrer, der, nebenbei bemerkt, ein echter Drache ist?" fragte Neveah pointiert. Chapter 478: Für den Anfang (Kap. 479)

Chapter 478: F¨¹r den Anfang (Kap. 479)

Xenon warf Neveah einen fl¨¹chtigen Blick zu und wandte sich ab, als auch sie zu ihm her¨¹bersah. Er schwieg beharrlich, und Neveah hatte es nicht eilig, denn sie hatte noch viele Argumente in petto, um ihn zu ¨¹berf¨¹hren. "Es hat sich so ergeben, dass ich mich entschieden habe, mich den R?ngen meines Vaters anzuschlie?en und ein D¨¹nen-W?chter zu werden. Und in all diesen Monaten gab es nicht eine Sache, die ich nur beil?ufig erw?hnt oder bem?ngelt habe, die nicht wie durch ein Wunder erledigt oder an mich geliefert wurde", fuhr Neveah fort. "W?hrend ich gerne uben w¨¹rde, dass ich einfach nur unublich viel Gl¨¹ck habe, deutet das Geheimnis um das Ganze r auf dich hin, Xenon", bezichtigte Neveah ihn. "Wie und warum? Ich meine, es k?nnte doch jeder gewesen sein ... wieso kommst du darauf, dass ich es war?", fragte Xenon und vermied weiterhin Neveahs Blick. "Abgesehen davon, dass du es unbewusst zugegeben hast? Ich kenne dich, Xenon. Und du bist der Einzige, der so unvern¨¹nftig sein kann", konstatierte Neveah trocken. Xenon presste die Lippen aufeinander, ohne eine Verteidigung gegen das von Neveah gew?hlte Wort zu haben. "Andere h?tten meine Entscheidungen respektiert und sich ferngehalten, mich mein Leben lebenssen. Doch niemand sonst h?tte sich derart entschlossen und obsessiv in meine pers?nlichen Angelegenheiten eingemischt, dass es unvern¨¹nftig w?re." "Du jedoch, Xenon, handelst immer nach deinem Belieben. Du h?rst nicht zu ... du bist zu beherrschend und besitzergreifend, um es zuzssen, dass auch nur ein Jahr meines Lebens vorbeizieht, ohne in irgendeiner Weise einzugreifen", beschuldigte Neveah ihn. So unschuldig Xenon auch zu wirken versuchte, genau so war es, und Neveah wusste es. Xenon war von Natur aus ein beherrschender und obsessiver Mann - das hatte Neveah schnell genug bemerkt. Es verging kein einziger Moment, in dem Xenon nicht genau das tat, was ihm gefiel und was ihm am Herzeng, selbst wenn es genau das war, worum man ihn gebeten hatte, es nicht zu tun. "Und deshalb bin ich nicht w¨¹tend auf dich, weil du mich nicht besucht hast. Ich bin aus dem gegenteiligen Grund w¨¹tend... Im letzten Jahr hast du mir keine Ruhe gssen, und ich muss mich fragen, ob du ubst, ich w¨¹rde dich vergessen, wenn du nichts t?test, um mich zu ?rgern", sagte Neveah eindringlich. "?h..." Xenon begann zu sprechen, doch er verstummte wieder, da ihm immer noch die Worte fehlten, um sich zu verteidigen. "Sieh mir in die Augen, Xenon. Sieh mir direkt in die Augen und sag mir, dass alles nur Zufall war und du nichts damit zu tun hattest. Wenn du es sagst... dann werde ich es uben", forderte Neveah ihn heraus. Xenon z?gerte einen Moment, doch schlie?lich wandte er sich Neveah zu, und als sich ihre Blicke trafen ¨C ihr erwartungsvoller und sein unschl¨¹ssiger ¨C machte Neveahs Herz den vertrauten Sprung, Sie war gefangen von diesen tiefen, onyxschwarzen Augen und wie geheimnisvoll und fesselnd sie noch immer waren. Ein Jahr war vergangen, Neveah hatte gehofft, bis zu diesem Zeitpunkt ihren Kopf frei bekommen zu haben. Sie war sogar dankbar f¨¹r die Zeit fern von Xenon gewesen, eine Zeit, von der sie annahm, sie k?nne ihr Herz beruhigen. Doch in diesem Moment wurde Neveah r, wie sehr sie diesen Mann vermisst hatte ... wie sehr sie sich immer noch nach ihm sehnte ... in einem Jahr hatte sich vieles ver?ndert. War dieses Gef¨¹hl etwas, das nie vergehen w¨¹rde? Was hatte Xenon genau bewirkt, dass sein tz in ihrem Herzen songe bestehen bleiben konnte? "Xenon ... hast du nicht etwas, was du mir sagen willst?" fragte Neveah und riss sich aus ihrer Benommenheit.Xenon blinzelte, das einzige sichtbare Zeichen, dass auch er f¨¹r einen Moment nicht mehr wusste, was er dachte. ?Ich bin schuldig... Ich habe nur... Ich habe den Verstand verloren, weil ich dich nicht sehen konnte. Ich musste einfach etwas tun", murmelte Xenon und gestand damit alle Anschuldigungen von Neveah ein. ?Und meine Meinung zu ignorieren war also deine L?sung?" fragte Neveah mit einem leichten Stirnrunzeln. ?Ich hatte gehofft, es w?re nicht so offensichtlich...", gestand Xenon in einem besorgten Ton. ?Richtig...", brummte Neveah. ?Und das war der Grund, warum der ?rtliche Arzt pl?tzlich sot und zuvorkommend wurde, obwohl er mich urspr¨¹nglich als unerw¨¹nschte Konkurrenz sah?" fragte Neveah. ?Das tut mir nicht leid! Er hat dich bedroht! Und du wolltest nicht, dass Kaideon sich einmischt und hast sogar deine Identit?t geheim gehalten! Niemand darf auch nur daran denken, dir Schaden zuzuf¨¹gen, Veah... das werde ich nicht zssen...", stellte Xenon r, ohne Reue. ?Das war keine Bedrohung, Xenon. Zumindest keine ernsthafte", erwiderte Neveah mit einem Seufzer. ?Seine genauen Worte waren: ¡¯Komm nicht mehr hierher, sonst wirst du es bereuen.¡¯ Die Wei?en D¨¹nen geh?ren ihm nicht... niemand kann dir vorschreiben, wann du kommen und gehen darfst, und er hat sicherlich die Bedeutung von ¡¯bereuen¡¯ verstanden", murmelte Xenon. Neveah lie? einen tiefen Seufzer h?ren. Xenon war stur wie immer, und mit seiner Sturheit grub er sich nur noch tiefer ein. ?Du wei?t besser als ich, was an dem Tag passiert ist, denn ich war selbst dabei. Wer steckt hinter dir, Xenon?", fragte Neveah und fixierte ihn mit einem strengen Blick. Xenonchte unbeholfen, als ihm r wurde, dass er zu viel preisgegeben hatte, dass er genau ¨¹ber Neveahs Pl?ne und Geschehnisse informiert war. ?Willst du es mir nicht sagen?", fragte Neveah, w?hrend sie aufstand, um zu gehen. ?Garron! Es ist Garron...", gab Xenon seine Informationsquelle preis und zuckte dabei zusammen. Neveah spottete leise vor sich hin. Sie war nicht einmal ¨¹berrascht, dass der Informant einer ihrer Onkel war. Sie waren w¨¹tend genug auf Menarx, um hinter ihrem R¨¹cken den Vermittler zu spielen. ?Was f¨¹r einen Onkel habe ich doch. Der Verr?ter...", murmelte Neveah. ?Er hatte keine b?sen Absichten... Garron schuldet mir einen Gefallen, und ich habe ihm gedroht", gestand Xenon erneut. Neveah lie? sich auf einen Stuhl fallen und starrte in den Himmel, als w¨¹rde sie dort Hilfe und Antworten finden, was nat¨¹rlich ein vergebliches Unterfangen war. ?Was soll ich nur mit dir anfangen, Xenon?", fragte Neveah in einem verzweifelten Ton. ?Zum Anfang... umarme mich?", schlug Xenon vor, mit einem charmanten L?cheln auf den Lippen. Chapter 479: Seltsame W?lder (Kap.480)

Chapter 479: Seltsame W?lder (Kap.480)

~~~~~~~~ Ein kalter Windhauch zog durch den Wald und lie? die Bl?tter rascheln. Das leise Pfeifen durchbrach die Stille des Waldes. Es war besonders kalt in dieser Nacht, selbst f¨¹r den Winter, und das war das erste, was Jian an diesem Wald seltsam fand, Sieht man einmal davon ab, dass der Wald selbst ?u?erst seltsam und fremdartig war und Jian nicht sagen konnte, wie genau er hierher gekommen war oder warum er ¨¹berhaupt hier war. Ein kleines Stirnrunzeln legte sich auf Jians Gesicht, als er einen weiteren Blick in den Wald warf und einen weiteren Versuch unternahm, zu erkennen, wo genau er sich befand. In einem Moment hatte er endlich den schwer fassbaren Scf gefunden, und im n?chsten Moment ?fen sich seine Augen in diesem unbekannten Terrain. Der Wald, in dem Jian sich befand, war anders als alle anderen W?lder in der Festung, er war ganz anders, und Jian konnte das an den seltsamen, unbekannten Pnzen und B?umen erkennen, die hier wuchsen. So ungewohnt alles auch war, es gab ein seltsames Gef¨¹hl in Jians Herz, ein Gef¨¹hl, das ihm sagte, dass es etwas an diesem Ort gab ... etwas, an das er sich h?tte erinnern m¨¹ssen. Aber so sehr sich Jian auch bem¨¹hte, seine Erinnerungen zu sortieren, er war sich nicht sicher, was genau an diesem Ort seine Erinnerungen ausl?ste. Jian atmete einen schweren Seufzer aus, w?hrend erngsam durch den Wald ging, er hatte kein Ziel vor Augen und ging einfach weiter, in der Hoffnung, dass er dieses seltsame, zerrende Gef¨¹hl herausfinden oder zumindest einen Weg aus dem Wald finden w¨¹rde. Jian lief noch immer durch den Wald, als eine Gestalt wie ein Blitz an ihm vorbeischoss und durch den Wald verschwand, bevor Jian ¨¹berhaupt begreifen konnte, dass er nicht allein in diesem Wald war. Das war das zweite Merkw¨¹rdige an diesem Wald, die Tatsache, dass sich noch jemand in der N?he aufhielt, h?tte Jian schon vornger Zeit wissen m¨¹ssen. Eine zweite Anwesenheit h?tte ihm nicht entgehen k?nnen, es sei denn, mit seinen Sinnen stimmte etwas nicht und er war nicht so wachsam wie sonst. Die dritte seltsame Sache war f¨¹r Jian nun offensichtlich, dass etwas mit ihm nicht stimmte... oder besser gesagt, etwas mit seiner Umgebung, das ihn beeinflusste und ihm seine F?higkeiten nahm. Jian blinzelte erstaunt, wer auch immer an ihm vorbeigegangen war, war so schnell gewesen, so schnell, dass Jian kaum etwas anderes erkennen konnte als die Tatsache, dass es mit Sicherheit eine Frau war. Eine Frau in einem Mantel und einem sch?nen Kleid. Mehr noch, in dem Moment, als sie an ihm vorbeiging, klopfte Jians Herzut und dieses ziehende Gef¨¹hl wurde noch intensiver, als w¨¹rde es Jian auffordern, ihr zu folgen, denn das war die Antwort, die er suchte, All seine Verwirrung w¨¹rde sich legen, snge er sie einholen konnte. Und wenn es etwas gab, dem Jian selbst in einer fremden und ungewohnten Umgebung vertraute, dann war es sein eigener Instinkt. Ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden, rannte Jian der Frau durch den Wald hinterher. Er rannte so schnell, wie es seine Glieder zulie?en, was im Vergleich zu Jians ¨¹blicher Kraft furchtbarngsam war, aber das hielt ihn nicht ab. Ein Blitz durchzuckte den Himmel, dann folgte ein w¨¹tender Donnerscg, und die Erde bebte so heftig, als w¨¹rde sie jeden Moment auseinanderbrechen. Jian wusste, dass ein Sturm nicht mehrnge auf sich wartenssen w¨¹rde, und genau wie er es vorausgesagt hatte, begann der Sturm nicht einmal kurz darauf. Es ree in Str?men, und die ?ste und Bl?tter der hoch aufragenden B?ume boten nur wenig oder gar keinen Schutz vor dem str?menden Regen. Jians Haare und Kleidung waren in k¨¹rzester Zeit v?llig durchn?sst, aber er ignorierte das alles und lief einfach weiter. Je schneller er lief und vielleicht auch je n?her er ihr kam, desto st?rker wurde das Gef¨¹hl, das an ihm zerrte, bis es zu einem dringenden Ziehen wurde. Jian war schon eine Weile gufen, und erst dann erblickte er den Mantel in der Ferne, er konnte die Silhouette der Frau kaum erkennen, aber es schien, als w?re sie zum Stehen gekommen... oder besser gesagt, jemand hatte sie aufgehalten. In diesem Moment wurde die Frau von einer anderen, verschwommenen Gestalt zu Boden gerissen. "Nein! Lassen Sie los!" Die Frau schrie verzweifelt, ihre Stimme ng verzweifelt und zerrte direkt an Jians Herz. Ein w¨¹tendes Knurren grollte tief in Jians Kehle, und er rannte noch schneller. Gerade als Jian dachte, er k?me endlich nahe genug heran, um die Gestalt zu erkennen, rannte er geradewegs in ein festes Geb?ude. Jian wurde zur¨¹ckgeschleudert und schaffte es, auf den F¨¹?en zunden. Sofort blickte er auf und entdeckte eine kaum sichtbare Barriere, die genau an dieser Stelle pulsierte. Jian st¨¹rmte auf die Barriere zu und schlug mit der Faust dagegen, um sie mit Gewalt zu durchbrechen, aber alle Versuche von Jian waren vergeblich, die Barriere r¨¹hrte sich nicht. Zu diesem Zeitpunkt konnte Jian immer noch sehen, wie die Frau gegen den fremden Mann k?mpfte, der eindeutig versuchte, sie auszunutzen. Au?er ihrem anf?nglichen Schrei konnte Jian keine Worte mehr verstehen, und er konnte nur noch ihre Silhouetten in der Ferne ausmachen. Genau in diesem Moment wurde der Mann mit gro?er Wucht von der Frau weggeschleudert, und Jian beobachtete das Geschehen, wohl wissend, dass die Kraft von der Frau ausging, um ihre W¨¹rde zu retten. Ein ungutes Gef¨¹hl machte sich in Jians Magen breit und er wusste, wenn er diese Barriere nicht ¨¹berwinden w¨¹rde, w¨¹rde etwas furchtbar schief gehen. Jian schlug w¨¹tend mit den F?usten gegen die Barriere und beobachtete, wie die beiden in einen heftigen Streit gerieten, oder zumindest vermutete Jian, dass es einer war, denn er konnte weder Worte noch Gesichtsz¨¹ge erkennen, er wusste nur, dass die Frau im Mantel diejenige war, die vorhin an ihm vorbeigufen war. Und dann tat die Frau etwas, das Jian zutiefst entsetzte. Sie drehte sich um, um zu gehen, und Jian wusste sofort, dass dies ein schwerer Fehler sein w¨¹rde. "Dreh ihm nicht den R¨¹cken zu, du Narr! K?mpfe! Bring ihn verdammt noch mal um!" rief Jian ihr zu, in der Hoffnung, sie w¨¹rde die m?rderische Absicht, die von dem Mann ausging, genauso sp¨¹ren wie er. Aber es war bereits zu sp?t, denn im n?chsten Moment konnte Jian nur noch entsetzt zusehen, wie der Mann die Frau auf den R¨¹cken schlug. Er griff von hinten an, wie der Feigling, der er war. Ein Schmerzensschrei entrang sich der Frau und ihr wei?er Mantel f?rbte sich sofort rot mit ihrem Blut. Jian sah entsetzt zu, wie sie auf dem feuchten Boden zusammenbrach, und das war das letzte, was er sah, bevor ihn ein Schmerz durchfuhr, wie er ihn noch nie zuvor gesp¨¹rt hatte. Und gerade als der Schrei der Frau erstarb, hallte Jians eigener, gequ?lter Schrei durch den stillen Wald. ~~~~~~~~~~ Chapter 480: Gef?lschter Bericht (Ch.481)

Chapter 480: Gef?lschter Bericht (Ch.481)

Jians Augen rissen auf und f¨¹r einenngen Augenblick r¨¹hrte er sich nicht, er sa? einfach weiter in seiner Position, angelehnt an einen Baum, mit starrem Blick nach vorn. Der Schmerz, den er gerade erlebt hatte, hallte noch immer in seinem Kopf wider und sein Herz f¨¹hlte sich an, als w?re es in einem Knoten gefangen, der sich einfach nicht l?sen wollte. Jian wirkte ruhig, doch sein Herzscg war stark beschleunigt und er konnte das Keuchen, das sich Bahn brechen wollte, seit er erwacht war, kaum unterdr¨¹cken. Auf der Lichtung, auf der Jian sa?, stand Cassian einige Schritte entfernt. Seine Aufmerksamkeit galt Jian in dem Moment, als dieser erwachte. "Mein Herr... geht es Euch gut?" fragte Cassian besorgt und n?herte sich Jian. Jian antwortete nicht, doch Cassian hatte ohnehin keine Antwort erwartet. Er hockte sich neben Jian und legte zwei Finger an seinen Hals, um seinen Puls zu f¨¹hlen. "Beim Drachenschuppen!" rief Cassian aus, als er bemerkte, wie hoch Jians Herzscg war. "Jian... Jian... Hey, du bist bei mir...", versuchte Cassian Jians Aufmerksamkeit zu engen und umfasste fest seine Schultern. Cassian neigte Jians Kopf, so dass sie einander direkt in die Augen blickten, und der abwesende Ausdruck in Jians Augen beunruhigte ihn zutiefst. "Jian... konzentrier dich!" zischte Cassian. Jian blinzelte, seine Brauen zuckten leicht und das reichte aus, um Cassian zu signalisieren, dass Jian wieder bei ihm war. "Es war wieder dieser Traum...", sagte Cassian, wohlwissend, dass er nicht zu fragen brauchte, was Jian derart in die Ferne schweifen lie?, sobald er erwachte. ¡¯Ein Traum...¡¯ dachte Jian bei sich. Ja, das war es. Nur ein Traum, nicht wahr? Doch warum hatte er sich so real angef¨¹hlt? Warum verfolgte ihn das Entsetzen bis in die wachen Momente? Warum f¨¹hlte sich sein Herz nach jedem dieser Trickspiele seines Verstandes noch immer so von Trauer ummmert? Warum versp¨¹rte er eine brennende Wut in seinen Adern und einen bitteren Durst nach Rache? Wie konnte ein blo?er Traum ihn derart verwirren und ohne fremde Hilfe fassungslos zur¨¹cssen? Jian schlief selten, und wenn er Scf fand, war das f¨¹r all seine Br¨¹der eine Erleichterung. Doch nun war es nicht mehr wie fr¨¹her. Seit einem Jahr wurde Jian von einem wiederkehrenden Traum heimgesucht, so oft er die Augen schloss - im Scf oder auch w?hrend der Meditation. Dieser realistische Traum zog ihn in seinen Bann und hinterlie? ihn benommen, auch wenn er ihn schlie?lich absch¨¹ttelte. Anfangs behielt Jian es f¨¹r sich, so dass seine Br¨¹der nicht genau wussten, wann es begonnen hatte. Doch sie hatten es bald bemerkt. Seither durfte der Drachenk?nig nicht mehr alleine scfen. Stets wachte einer seiner Br¨¹der ¨¹ber ihn, bereit, ihn zu wecken, sollte es n?tig sein.Es geschah auf eine so diskrete Art und Weise, dass au?er Everon und der k?niglichen Wache niemand von dem Zustand wusste, der den Drachenk?nig nun gte; sie wussten ebenso wenig von seiner chronischen Scflosigkeit. Noch schlimmer, es war f¨¹r den Drachenk?nig nicht einfacher geworden zu scfen. In einer der seltenen N?chte, in denen Jian tats?chlich zur Ruhe kam, wurde er die ganze Nacht von diesem Traum gequ?lt. Das Einscfen war nun noch schwieriger geworden, da Jian den Scf mittlerweile verabscheute. Nachdem Jian begonnen hatte, den Scf absichtlich zu meiden, begann der Traum, seine Momente der anhaltenden Stille und Ruhe zu gen, sodass selbst die Meditation zu einer Herausforderung wurde. "Jian... das kann so nicht weitergehen," behauptete Cassian. "Mir geht es gut," wies Jian mit seinem gewohnten Monoton zur¨¹ck. "Hast du dich selbst im Spiegel gesehen? Wienge hast du nicht mehr richtig gescfen? Ein Jahr? Du bist der Einzige, der immer noch ubt, es gehe dir gut," kommentierte Cassian n¨¹chtern. Jian warf Cassian einen finsteren Blick zu, worauf Cassian leise seufzte. "H?r zu, Bruder, wir k?nnen das nicht l?nger verbergen. Es war noch in Ordnung, als du die Scflosigkeit verbergen konntest, und eine Nacht Scf pro Woche gen¨¹gte, und Meditation war ein Ersatz f¨¹r Scf." "Aber jetzt kannst du nicht mehr in Ruhe meditieren. So stark du auch sein magst, es gibt nur eine gewisse Zeit, in der du auf eine grundlegende Lebensnotwendigkeit verzichten kannst. Deine Augen zeigen, dass du schonnge nicht mehr gescfen hast...sehrnge," erkl?rte Cassian. Jian verstand, wor¨¹ber sich Cassian Sorgen machte. Anfangs ubten sie alle, es sei nur eine Phase, etwas, das bald vor¨¹bergehen w¨¹rde. Doch es war bereits ein Jahr vergangen und es war immer noch nicht vorbei. Everon hatte alles versucht und jede M?glichkeit ausgesch?pft, jedoch konnte er keine L?sung f¨¹r das finden, was den Drachenk?nig qu?lte. Everon war allerdings kein Mensch, der aufgab, und so hatte er einen k¨¹hnen Vorscg gemacht, einen Vorscg, den Jian v?llig abgelehnt hatte, ohne ihn auch nur einen Augenblick in Erw?gung zu ziehen. Jetzt, da er Cassian in die Augen sah, wusste Jian genau, worauf Cassian hinauswollte, und das missfiel ihm. "Jian... wir sind nur ein kleines St¨¹ck s¨¹dlich der Wei?en D¨¹nen. Das bedeutet, wir sind bereits einen Tagesflug vom Myriadenwald entfernt... wir sollten das Nymphenorakel des Myriadenwaldes aufsuchen, wie Everon vorschlug," ¨¹berlegte Cassian. "Ich habe bereits gesagt, ich habe kein Interesse daran, dass jemand in meine Gedanken eindringt und meine Zukunft vorhersagt! Wir sind nur hier, um die Sichtung eines weiteren Golems zu best?tigen... nichts weiter," entgee Jian entschieden und blickte Cassian direkt an. Cassian zuckte zusammen bei Jians Worten und wandte seinen Blick von Jians intensivem Starren ab, was f¨¹r Jian ausreichend war, um Cassian zu durchschauen. "Der Bericht... er wurde erfunden... um mich hierher zu locken..." erkannte Jian anhand des Blicks in Cassians Augen. "Mein Herr..." begann Cassian zu erkl?ren, doch Jian unterbrach ihn. "Wer hat sich das ausgedacht und wie viele von euch sind daran beteiligt?" forderte Jian in einem eiskalten Ton. Chapter 481: Bequem oder nicht (Kap.482)

Chapter 481: Bequem oder nicht (Kap.482)

Cassian senkte schuldbewusst den Kopf, er sagte kein Wort, aber Jian hatte bereits alle Antworten, die er suchte. ?Alle f¨¹nf von euch, und Everon kommt auch noch dazu", mutma?te Jian. Es war nicht schwer, seine Br¨¹der zu durchschauen, er kannte sie schon viel l?nger, als die meisten Menschen lebten. Jian vermutete, dass sein Verstand wirklich vernebelt gewesen sein musste, um nicht zu bemerken, was sie bis jetzt vorhatten. ?Jian, ich bin bereit zuzugeben, dass es falsch von uns war, dich im Dunkeln zussen und dich gegen deinen Willen hierher zu bringen...", begann Cassian zu sagen, wurde aber wieder unterbrochen. ?Falsch ist gelinde gesagt. Ihr habt meine Befehle direkt missachtet... Ich dulde keinen Ungehorsam", stellte Jian in einem unheimlich ruhigen Tonfall r. Cassian atmete schwer, fuhr sich mit der Hand durch die Haare und biss sich auf die Lippe ¨C eine Angewohnheit, die er immer dann zeigte, wenn er M¨¹he hatte, sich zu beherrschen, und die Geduld verlor. ?Dann ist es ja gut, dass wir mehr als nur deine Untergebenen sind, nicht wahr? Was ubst du eigentlich, warum du dich aufregst, Jian?" ?Dass wir uns so sehr um dich sorgen, dass wir unsere H?lse riskieren, auch wenn du es vielleicht selbst bist, der uns die K?pfe abschl?gt?", zischte Cassian. Jians Augenbrauen verengten sich leicht, Wut durchzog seine Adern. Sein Hals zuckte zur Seite, als sein Raubtierinstinkt an die Oberfl?che dr?ngte und danach vengte, losgssen zu werden, um Cassian seinen tz zu zeigen. Dennoch blieb Jians Miene vollkommen ruhig, er beobachtete Cassian, ohne eine Regung zu zeigen. ?Verlier diese Einstellung mir gegen¨¹ber, Cassian", warnte Jian d¨¹ster. ?Was sagst du dazu, dass meine Br¨¹der es wagen, sich gegen mich zu verschw?ren? Diejenigen, denen ich mehr vertraue als meinem eigenen Leben...", fragte Jian, sein Tonfall war immer noch ruhig, aber um einiges bedrohlicher. Jian hatte seinen tz nicht vessen, aber seine Aura hatte sich verd¨¹stert, und Cassian wichngsam zur¨¹ck, obwohl sein Blick immer noch unbeugsam war. ?Was sagst du dazu, dass du die Dunkelheit meiner Vergangenheit kennst und dass ich nichts davon erneut durchleben m?chte?", fragte Jian erneut, seine Worte ngen in einem tiefen, tierischen Knurren. ?Was sagst du dazu, dass meine Br¨¹der es f¨¹r angebracht halten, Fremden zu euben, in meinen Gedanken herumzustochern? Durch meinen Kopf zu wandern?", fragte Jian zum dritten Mal. ?Was sagst du dazu, dass du wei?t, wie sehr ich Magie verabscheue. Wie kannst du es wagen zu uben, dass ich sie an mir anwendenssen w¨¹rde?" ?Ich k?nnte im Sterben liegen, und ich w¨¹rde lieber in den Tod springen, als irgendetwas mit Magie zu tun zu haben... Du bist mein Bruder, du wei?t das! Du kennst mich!", zischte Jian. Cassian stoppte seinen R¨¹ckzug, denn kein Abstand k?nnte ihn vor Jian retten, sollte dieser die Beherrschung verlieren, und das wusste Cassian.Als ich dich so gut kennengelernt habe, wussten wir, dass es keinen anderen Weg gab, dich hierherzubringen als diesen! Gerade weil wir deine Br¨¹der sind, werden wir darauf achten, dass es dir gut geht, ob du es willst oder nicht!" Cassian blieb standhaft. Cassian holte tief Luft, um sich zu beruhigen; er konnte Jians Einstellung sehr wohl verstehen - wie k?nnte er auch nicht? "Wie k?nnte ich dein Herz nicht kennen? Ich wei?, was du von Magie h?ltst. Ich wei?, wie viel sie dir genommen hat", begann Cassian in einem ruhigeren, fast flehenden Ton. Mutter, Vater, Bruder... Jian hatte sie alle auf die eine oder andere Weise durch die Magie verloren. Wenn Jian die Macht h?tte, w¨¹rde er jede Spur von Magie auf der Erde ausl?schen, Cassian wusste das besser als jeder andere. Aber in seinem Zorn und seiner Bosheit wollte Jian einfach nicht das Gute erkennen, das die Magie ihnen auch gebracht hatte. "Ist nicht genau jene Barriere, die die gesamte Festung sch¨¹tzt, eine Manifestation der Magie? Werden nicht alle asvarischen Leuchtt¨¹rme durch dieselbe Magie in hellem nz gehalten?" erinnerte Cassian. Jian murrte leise vor sich hin und wandte seinen Blick stur von Cassian ab. "Jian, Magie ist eine Naturgewalt, die Teil aller ist, die auf dieser Erde leben und atmen, ob wir es wollen oder nicht", fuhr Cassian fort. "Manchmal ist sie eine Kraft des Guten und oft verursacht sie gro?e Zerst?rung, l?sst alles zersplittert und irreparabel zur¨¹ck." "Magie kann vieles sein, Jian. Aber dieses Mal, wenn sie dir helfen kann, das hier zu ¨¹berstehen... dann werde ich verdammt sein, bevor ich zsse, dass du dich einfach aus dieser Situation herauswindest", machte Cassian r. "H?r zu, Jian... wir sind nicht nur dann deine Br¨¹der, wenn es dir passt, sondern auch... nein, gerade dann, wenn es dir nicht passt." "Wir sind nicht deine Br¨¹der, weil wir jeder deiner Launen nachgeben, wie es jeder andere tun w¨¹rde, sondern weil wir uns immer f¨¹r dich entscheiden... selbst wenn dein Feind du selbst bist", sagte Cassian ernst. "Wir haben hunderte hten an deiner Seite gescgen, mehr als jeder von uns z?hlen k?nnte. Aber niemals f¨¹hlten wir uns so machtlos wie in diesem letzten Jahr." "Wir wissen nicht, wie wir diese ht an deiner Seite k?mpfen sollen, Jian. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten stehts du einer ht gegen¨¹ber, die deine k?nigliche Garde nicht mit dir gemeinsam bestreiten kann... aber du kannst nicht von uns vengen, tatenlos zuzusehen, wie du in einem selbstgeschaffenen Abgrund untergehst." "Das haben wir einmal bei Xenon zugssen, und Jahrzehnte des Bedauerns k?nnen dieses Versagen nicht ungeschehen machen", sagte Cassian mit schmerzerf¨¹llter Stimme. Jian brummte unh?rbar und starrte nach vorne. Er schwieg einenngen Moment. "Also gut, was hast du vor?" fragte Jian schlie?lich. "Xenon ist den Wei?en D¨¹nen vorausgegangen und wird verk¨¹nden, dass er auf einer Mission durchreist. Das wird uns eine Tarnung verschaffen..." Cassian begann umgehend seinen Bericht. Chapter 482: Ein Gedanke (Kap.483)

Chapter 482: Ein Gedanke (Kap.483)

?Um anzufangen... umarme mich?", schlug Xenon vor, ein verf¨¹hrerisches L?cheln auf seinen Lippen. Der offensichtliche Wunsch von Xenon war so typisch f¨¹r ihn, dass Neveahs Lippen sich leicht in Am¨¹sement verzogen. ?Das kann ich wohl tun.", gab Neveah zu. Ein ¨¹berraschter Laut entwich Neveah, als Xenon sie in seine Arme zog, bevor sie ¨¹berhaupt die Worte aussprechen konnte. Xenon schmiegte seinen Kopf an Neveahs Hals und atmete tief ein, gefolgt von einem Seufzer der Erleichterung. ?Dein Duft... Ich habe ihn so sehr vermisst. Ich habe dich vermisst, meine kleine W?lfin.", murmelte Xenon, seine Stimme durch Neveahs Haare ged?mpft. Neveah verblieb still und fassungslos, es war schwierig, sich ¨¹berhaupt zu bewegen so fest hielt Xenon sie, gerade genug tzssend zum Atmen und nicht mehr. ?Xenon... du kannst jetzt lossen.", fl¨¹sterte Neveahngsam, als Xenons Umarmung weit l?nger andauerte, als sie erwartet hatte. ?Einen Moment noch.", sagte Xenon und hielt immer noch an Neveah fest, als hinge sein Leben davon ab. Xenon war so nah, dass Neveah seinen Herzscg f¨¹hlen konnte, und sie h?rte die unregelm??ige Scgfolge seines Herzens und sein leises, zitterndes Atmen. Sie sprachen mehr Worte, als Xenon jemals selbst ?u?ern k?nnte, und Neveah schluckte jeden Einwand, den sie im Sinn hatte, in dem Wissen, dass Xenon gro?z¨¹gig war und sich mit einer Umarmung begn¨¹gte. Xenon... er brauchte diesen Moment, und Neveah wusste, sie konnte es nicht ertragen, ihn ihm zu verweigern, sie w¨¹rde es nicht einmal versuchen. Es war ein ganzes Jahr vergangen, Neveah gab zu, dass auch sie diesen Moment brauchte. Es dauerte eine kurze Zeit, bis Xenons Herzrate zu ihrem normalen Tempo zur¨¹ckkehrte, und erst dann sprach Neveah wieder. ?Xenon... ich werde nicht verschwinden, wenn du losl?sst, wei?t du.", sagte Neveah leise, ihr Ton subtil beruhigend. Sie war sich nicht sicher, warum Xenons Atem zitterte, aber sie wusste, dass ihre Worte ihm Trost spenden w¨¹rden. ?Das hoffe ich doch.", erwiderte Xenon und dr¨¹ckte Neveah einen Kuss auf den Hals. Xenon l?ste sich widerstrebend von ihr, behielt Neveah aber immer noch auf Arml?nge mit seinen H?nden auf ihren Schultern. Kurz starrte er nur in Neveahs Augen, sein Blick suchend, als ob er nach etwas Bestimmtem Ausschau hielt. ?Veah... diesmal kann ich nicht bleiben. Ich muss die D¨¹nen vessen bevor die Morgend?mmerung anbricht, es gibt vieles, was ich auf dieser Reise erledigen muss.", verriet Xenon Neveah. Neveah nicktengsam, voller Verst?ndnis, und Xenon atmete tief ein. ?Ich h?tte lieber, du w?rst auf mich w¨¹tend, weil ich nach einem ganzen Jahr nur einen einzigen Tag habe... Ich h?tte lieber, du w¨¹rdest fordern, dass ich bleibe.", murmelte Xenon leise. ?Aber du wei?t, das w¨¹rde ich nicht tun.", erwiderte Neveah. Xenon wusste das, Neveah war anders als jede andere Frau, die er je kennengelernt hatte, war das nicht der Grund, warum er sich in sie verliebt hatte? ?Was ich sagen will ist... ich m?chte Teil deines Tages sein, wenn auch nur f¨¹r heute. Also eile nicht davon, mich zu vessen.", bat Xenon hoffnungsvoll. Neveah dachte einen Moment dar¨¹ber nach. ?Ich muss jedoch zur Stadtwache zur¨¹ckkehren, ich habe noch Dienst...", begann Neveah, verstummte jedoch bei dem Blick in Xenons Augen."Kommst du dann mit mir?" Neveah passte sich an. Xenon nickte ohne zu z?gern und Neveah sch¨¹ttelte am¨¹siert den Kopf. Sie f¨¹hrte den Weg zur¨¹ck zu den Schlosstoren, an denen ihr Pferd noch immer auf dem gestutzten Gras am Wegesrand graste. "Caleb, hol bitte ein anderes Pferd," rief Neveah Caleb zu, der nickte und sich beeilte, ihren Befehl auszuf¨¹hren. "Wei?t du, das Pferd, das er uns bringen soll, wird uns nicht viel n¨¹tzen", merkte Xenon nach einer kurzen Stille an, w?hrend er zusah, wie Neveah ihr Pferdngsam streichelte. Neveah hob fragend eine Braue und blickte zu Xenon hin¨¹ber. "Wir sind nicht in der Drachenfeste, Xenon. Die Stadt liegt gleich hinter der Burg, der Flug muss nicht immer die erste Wahl sein", erwiderte Neveah. "Darum geht es nicht. Ich kann einfach nicht gut mit Pferden umgehen", offenbarte Xenon. "Nicht gut... Du meinst, du kannst nicht reiten?" fragte Neveah sarkastisch. Doch das L?cheln verschwand von ihrem Gesicht, als Xenonngsam nickte, was bedeutete, dass er wirklich so dachte, wie Neveah es beschrieben hatte. "Das kann doch nicht dein Ernst sein. Wienge lebst du schon? Und du hast nie das Reiten gelernt?" Neveah konnte es nicht fassen und sch¨¹tteltengsam den Kopf. Xenon zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern, scheinbar nicht weiter beunruhigt davon. "Ich meine es ernst. Ich wei? nicht, wie man reitet, denn ich hatte nie einen Grund dazu und auch keine Notwendigkeit f¨¹r eine andere Fortbewegungsart... Ich kenne keine Drachen, die reiten", verteidigte sich Xenon. Neveah verstand zwar, dass Drachen ihrer Natur nach eigene Transportmittel hatten, aber das rechtfertigte in ihren Augen nicht Xenons Unwissenheit ¨¹ber das Reiten. "Sie reiten vielleicht nicht oft, aber sie wissen zumindest wie es geht, Xenon. Du scheinst da eine Ausnahme zu sein", entgee Neveah, wobei sich ihre Lippen am¨¹siert kr?uselten. "Die Tiere meiden mich... wie du sicherlich bemerkt hast", stellte Xenon fest. In diesem Moment blickte Neveah zwischen ihrem Pferd und Xenon hin und her und realisierte, dass ihr Pferd Xenon die ganze Zeit ¨¹ber misstrauische Blicke zugeworfen hatte. W?re Neveah nicht bei ihrem Pferd geblieben und h?tte es beruhigt, w?re es ihr r, dass ihr Pferd schon l?ngst davongufen w?re, sobald Xenon sich ihm gen?hert h?tte. Neveah hielt inne und senkte ihren Kopf, um das L?cheln zu verbergen, als ihr r wurde, wie sehr sie sich an Xenon gew?hnt hatte; sie bemerkte nicht mehr, wie furchteinfl??end seine nat¨¹rliche Ausstrahlung war. Es war ihr urspr¨¹nglich sehr deutlich bewusst gewesen. Seine Aura konnte jeden erschaudernssen, noch bevor er sich bemerkbar machte. Neveah war selbst in ihren ersten Begegnungen immer vorsichtig gegen¨¹ber Xenons Aura und hatte jeden Morgen Stunden damit verbracht, ihre mentale St?rke aufzubauen, bevor sie zu ihren Pflichten am Berg Edar aufbrach. Doch nun wurde ihr bewusst, dass Xenon sie nur noch in Form eines Schauders beunruhigen konnte... ¡¯Stopp, so weit und nicht weiter!¡¯ befahl Neveah sich in Gedanken und unterband den Gedankengang, bevor er sich richtig formen konnte. Und als sie zu Xenon blickte, war sie erstaunt festzustellen, dass er sich bewegt hatte und nun direkt vor ihr stand. Neveahs Pferd bemerkte Xenon einen Moment sp?ter und galoppierte davon, genau wie Neveah vermutet hatte, sodass sie nur noch Xenon in die Augen blickt. "Der Gedanke... der dir gerade in den Sinn kam, was war das?" fragte Xenon und neigte den Kopf zur Seite, w?hrend Neveahs Augen sich weiteten. Chapter 483: Abneigung (Kap.484)

Chapter 483: Abneigung (Kap.484)

"Dein Gesichtsausdruck hat sich f¨¹r einen kurzen Moment ver?ndert, er ging schnell vorbei, aber ich habe es gesehen...", warf Xenon vorwurfsvoll ein. "Du bildest dir Dinge ein." entgee Neveah scharf. Neveah wich Xenons intensivem Blick aus und drehte sich um, in die Richtung, in die ihr Pferd davon galoppiert war. Und als sie Xenons Atemz¨¹ge n?her kommen h?rte, fragte sie sich, ob sie nicht das Gleiche h?tte tun sollen wie ihr Pferd, als sich die Gelegenheit bot. "Wenn du es ihm nicht sagen kannst, soll ich es f¨¹r dich tun?" Neveahs Wolf, der in letzter Zeit meist geschwiegen hatte, brach endlich das Schweigen und bot die h?chst unerw¨¹nschte Hilfe an. Es gibt nichts zu erz?hlen! dachte Neveah und war dabei streng zu ihrem Wolf. "Gut, ich werde es vorerst dabei bssen. Also wende dich nicht von mir ab." r?umte Xenon ein und zog an Neveahs Arm, damit sie sich wieder ihm zuwandte. "Dein Pferd ist jetzt fort. Ich ube nicht, dass es zur¨¹ckfinden wird, snge ich bei dir bin." sagte Xenon in seinem gewohnten Ton. "Bist du stolz darauf, dass ein Pferd so viel Angst vor dir hat, dass es seinen Herrn verl?sst?" fragte Neveah und hob eine Augenbraue. "Nun, das Pferd ist nicht das Einzige, das durch meine Anwesenheit beeintr?chtigt ist, also ja... ich muss zugeben, es ist reizvoll." erwiderte Xenon direkt. Neveah erbleichte bei Xenons direkter Spitze zu dem, was er gerade gesagt hatte, er w¨¹rde ruhenssen. "Warum mache ich mir ¨¹berhaupt die M¨¹he?" fragte Neveah mit einem Augenrollen. "Komm schon, es hat keinen Sinn, auf dein Pferd zu warten und ein anderes w¨¹rde nicht viel besser reagieren." Xenon bot Neveah seine Hand an. "Xenon, ich habe es schon gesagt, du kannst nicht einfach so nahe der menschlichen Siedlung davonfliegen." Neveah lehnte ab. "Dann mache ich einen Umweg. Es w?re nicht das erste Mal, dass sie einen Drachen ¨¹ber sich hinwegfliegen sehen. Schlie?lich ist dies eine Drachenfestung." stellte Xenon fest. "Sie m?gen Drachen gesehen haben, aber keinen schwarzen Drachen, Xenon. Jeder wei?, dass Lord Xenon von den Onyx-Schuppen der einzige existierende schwarze Drache ist." "Und angesichts deines Status k?nnte deine Anwesenheit hier Besorgnis verursachen und ungewollte Panik ausl?sen." behauptete Neveah. Xenon neigte seinen Kopf zur Seite und beobachtete Neveah misstrauisch. "Wenn ich nicht gesehen werden will, dann wird es so sein. Ich muss nur hoch genug fliegen, und das wei?t du. Was ist wirklich dein Problem, Veah?" fragte Xenon Neveah, da er wusste, dass hinter ihrem seltsamen Verhalten mehr steckte, als sie zugeben wollte. "Ich... ich mag das Fliegen nicht mehr." gestand Neveah. Xenons Augenbrauen zogen sich bei Neveahs Worten in Verwunderung zusammen, und er betrachtete Neveahs Gesichtsausdruck einen Momentng schweigend und erkannte, dass Neveah nicht scherzte. Genauer gesagt, Neveah spielte es herunter, indem sie es als blo?e Abneigung formulierte, w?hrend es in Wirklichkeit viel mehr war, auch wenn Neveah nicht bereit war, weiter darauf einzugehen."Wann ist das passiert?" fragte Xenon, w?hrend er Neveah sachte an der Schulter ber¨¹hrte. Neveah seufzte leise, unsicher dar¨¹ber, wann genau ihre Abneigung gegen das Fliegen begonnen hatte. Seit ihrer Ankunft im D¨¹nenpst hatte sie sich nicht mehr einem Drachen gen?hert. Kaideon hatte mehrfach versucht, Neveah von ihrer Aversion gegen das Fliegen abzubringen, aber alle Bem¨¹hungen waren erfolglos gewesen. Es schien, als h?tte mit ihrer Ankunft im D¨¹nenpst etwas in ihr nachgegeben; eine tiefe Abneigung gegen das Fliegen war fester Bestandteil von Neveahs Realit?t geworden. All die Zeit hindurch hatte Neveah es vermieden, zu viel dar¨¹ber nachzudenken; in der D¨¹nenstadt gab es keinen Ort, den sie nicht zu Land erreichen konnte. Selbst die Wei?en D¨¹nen waren nur einen Tagesritt entfernt. Es hatte keine Verassung gegeben zu fliehen, somit hatte es auch keinen Grund gegeben, sich Gedanken zu machen, warum Neveah das Fliegen nicht mehr ertragen konnte. ?Ich wei? es nicht, es ist einfach passiert. Und... ich m?chte nicht dar¨¹ber sprechen", sagte Neveah sanft. Verst?ndnisvoll nickte Xenon und ergriff Neveahs Hand. "Dann reden wir nicht weiter dar¨¹ber. Das Pferd ist da", sagte Xenon und deutete auf Caleb, der eben mit einem weiteren Pferd ankam. Diesmal hatte der Rappe schon aus der Ferne begonnen, sich zu str?uben, und Caleb hatte alle H?nde voll zu tun, ihn zu Neveah und Xenon zu f¨¹hren, was erkl?rte, warum er l?nger als gew?hnlich gebraucht hatte, um mit dem Pferd zur¨¹ckzukommen. Caleb zog an den Z¨¹geln und fl¨¹sterte dem Pferd beschw?rend zu, w?hrend er auf Neveah und Xenon zuging. "Meine Dame, entschuldigt die Verz?gerung. Ich verstehe nicht, warum er heute so nerv?s ist, beim Vessen der St?lle war alles in Ordnung", erkl?rte Caleb und warf einen Blick zum immer noch sichtlich beunruhigten Pferd. Neveah warf Xenon, der v?llig unschuldig wirkte, einen Seitenblick zu. Niemand h?tte es ohne sein Eingest?ndnis erraten k?nnen, dass er Grund f¨¹r die panische Reaktion des Pferdes war. Obwohl Caleb nichts ¨¹ber Xenons Identit?t wusste, war er als W?chter des D¨¹nenpstes erfahren genug, um Xenons Ausstrahlung zu ignorieren und einfach als die eines weiteren furchteinfl??enden Drachenlords abzutun. Xenon trat an das Pferd heran, legte seine Hand sanft auf dessen M?hne, und Neveah beobachtete erstaunt, wie das Tier sich v?llig beruhigte und sein Str?uben einstellte. Neveah wusste nicht, ob das Pferd lediglich vor Schreck erstarrt war oder ob Xenon es wirklich mit einer einzigen Ber¨¹hrung bes?nftigt hatte. Auch Caleb starrte Xenon mit einer Mischung aus ¨¹berraschung und Misstrauen an, so dass Neveah schnell eingreifen musste. "Ich danke dir, Caleb. Das wird schon gehen", sagte Neveah mit einem leisen L?cheln. Sie ging zum Pferd, schwang sich geschickt in den Sattel und sah dann erwartungsvoll zu Xenon hin¨¹ber, der geduldig wartete. Mit einem Augenrollen reichte Neveah Xenon die Hand. Chapter 484: Zeigen statt erz?hlen (Kap.485)

Chapter 484: Zeigen statt erz?hlen (Kap.485)

Xenon stieg hinter Neveah auf das Pferd und g seine Arme sicher um Neveahs Taille, noch bevor sie ihn auffordern konnte, sich festzuhalten. "Du wirst nicht herunterfallen, auch wenn du dich nicht so fest h?ltst", wies Neveah ihn hin. "Und woher willst du das wissen?" fragte Xenon. Neveah musste ihn nicht sehen, um die Belustigung in seiner Stimme zu h?ren, und beschloss daher, ihn zu ignorieren, selbst als sein Griff fester wurde. Neveah brachte das Pferd zu einemngsamen Trab und ritt in Richtung der Schlosstore. Hinter den Toren ritten sie einen kleinen H¨¹gel hinab und dann den Weg, der zur Stadt f¨¹hrte. Gerade als Neveah das Pferd zu einem schnellen Galopp antreiben wollte, griff Xenon nach den Z¨¹geln und hielt sie zur¨¹ck. "Du hast gesagt, du kannst nicht reiten", murmelte Neveah und lie? die Z¨¹gel los, doch Xenon verhinderte das. Stattdessen legte Xenon seine rechte Hand ¨¹ber ihre, sodass sie beide die Z¨¹gel festhielten, w?hrend seine linke Hand weiterhin sicher um Neveahs Tailleg. "Ich habe es nie getan... aber ich habe viele Male beobachtet, wie meine Br¨¹der geritten sind, mehr als ich mich erinnern kann, obwohl ich nie verstanden habe, was genau so faszinierend daran war." "Und ich habe viele andere reiten sehen... wenn man bedenkt, dass ich jede Aktion, die ich einmal gesehen habe, perfekt nachmachen kann und alles mit einem Blick beherrsche...", lie? Xenon seine Worte im Raum stehen. "Deswegen hast du mich dazu gebracht, ein Pferd mit dir zu teilen, anstatt getrennt zu reiten?" mutma?te Neveah. "Wenn du es so sagst, klinge ich wirklich wie eine furchtbare Person", murmelte Xenon nachdenklich. "Ich nehme an, das ist dir schon r", erwiderte Neveah sp?ttisch und zog an ihrer rechten Hand, doch Xenon lie? nicht los. "Ich will dir nahe sein... Ich kann nicht anders", verteidigte sich Xenon mit einem schweren Seufzer. Seine Worte ngen so hilflos, als w¨¹rde ihn das Bed¨¹rfnis, Neveah nahe zu sein, zu solchen Entscheidungen treiben. "Der Tag wird zu Ende gehen, Xenon, und du wirst gehen m¨¹ssen", erinnerte Neveah ihn in n¨¹chternem Ton. "Und ich werde jede Sekunde davon ausnutzen", behauptete Xenon. Neveah hatte darauf nichts zu erwidern und schwieg, lie? Xenon das Pferd in dem Tempo lenken, das ihm passte. "Also, sag mir, wann hast du beschlossen, die Stadtwache von Dune City zu ¨¹bernehmen?" fragte Xenon Neveah von hinten.Neveah dachte einen Moment nach. Das Angebot ihres Vaters, zur D¨¹nenw?chterin zu werden und sich einer nicht-drachenbasierten Milit?reinheit anzuschlie?en, waren Entscheidungen, die sie nie erwartet h?tte zu treffen. ?Im ersten Monat hier war ich unsicher, was ich wirklich wollte... das Einzige, was r war, war dass ich das Erbe meines Vaters antreten wollte... mein Leben demselben Schwur unterwerfen, seinen Zielen folgen, seine ¨¹berzeugungen teilen...", begann Neveah. ?Aber ich wusste nicht, wie. Es war... eines der seltenen Male in meinem Leben, wo ich wirklich eine eigene Entscheidung treffen musste und mir wurde r, dass ich nicht wirklich wusste, wie das geht", gestand Neveah, gefolgt von einem mncholischen Lachen. Mit Xenon war das Reden immer einfach. Neveah wusste nicht, ob es darang, dass es eine Zeit gab, in der sie die Einzige war, die sprechen konnte, und Xenon dies nicht konnte. Um die Stille zu f¨¹llen, begann Neveah mehr in Xenons Gegenwart zu sprechen, und je mehr sie es tat, desto mehr wollte sie auch. Selbst die Stille, die sie damals miteinander teilten, war f¨¹r Neveah tr?stlich. ?Mit so vielen M?glichkeiten, die mir offenstanden, ohne den Druck oder die Last von Erwartungen und Pflichten... wurde mir r, dass ich nicht wusste, was ich tun sollte." ?Ist es nicht absurd? Die Freiheit, nach der ich mich mein Lebenng gesehnt hatte, war endlich greifbar und ich wusste einfach nicht, was ich damit anfangen sollte... ich wusste nicht, wie ich sie wirklich genie?en konnte", sagte Neveah mit einem Seufzer. ?Zuerst f¨¹hlte sich nichts richtig an. Ich hatte Talent im Heilen, ein umfangreiches Wissen ¨¹ber Kr?uter und Heilmittel, aber ich merkte bald, dass mein gesamtes Heilwissen nur dazu diente, mich zu sch¨¹tzen." ?Die endlose Liste von Kr?utern und deren Wirkungen, die ich auswendig gelernt hatte, waren entweder giftige Kr?uter mit allen dazugeh?rigen Symptomen, ihre Wirkungsweise, die Art der Verabreichung..." ?Oder giftige Kr?uter, die anderen Giften entgegenwirken konnten. Oder Kr?uter und Heilmethoden, die Gifte neutralisieren konnten... oder Kr?uter, die mit anderen gemischt werden konnten, um Gifte zu erzeugen..." ?Alles, was ich ¨¹ber Kr?uter wusste, bezog sich auf deren giftige Eigenschaften oder ihre F?higkeit, als Gegengift zu wirken. Ich wusste nichts weiter dar¨¹ber... nichts, was wirklich wichtig war...", Neveah brach ab und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. ?Welche Heilerin kennt nur Gifte? Wof¨¹r k?nnte ich solches Wissen nutzen? Eine Heilerin rettet Leben... ich brauchte nichtnge, um zu erkennen, dass das kein tz f¨¹r mich ist", murmelte Neveah. Xenon unterbrach Neveah nicht, widersprach oder entgee nichts auf ihre Schlussfolgerung, aber sein Griff um ihre Taille und ihre rechte Hand wurde fester, ein Zeichen der Beruhigung und des Trosts. ?Dann sei die Heilung verdammt", sagte Xenon schlie?lich, als er sicher war, dass Neveah fertig gesprochen hatte. Neveahchte leise ¨¹ber die ¨¹berzeugung, mit der Xenon sprach. Vielleicht war es deshalb so einfach, mit ihm zu reden. In vielerlei Hinsicht war Xenon immer noch der Einzige in der Festung, der wirklich wusste, wie man Neveah beruhigen konnte. Er kannte ihr Herz, er kannte sie einfach am besten. ?Und dann...?" fragte Xenon nach einer kurzen Pause. ?Und dann, nach einer gewissen Zeit, wurde mir r, was ich wirklich wollte", antwortete Neveah. ?Wir werden bald da sein, aber anstelle es zu erz?hlen,ss es mich dir zeigen", sagte Neveah zu Xenon mit einem kleinen L?cheln auf den Lippen. Chapter 485: Intrige oder Neid (Kap.486)

Chapter 485: Intrige oder Neid (Kap.486)

Neveah ritt in einem gleichm??igen Tempo durch die belebte Stadt, schnell genug, um den St¨¹tzpunkt der Stadtwache rechtzeitig zu erreichen, um ihren Pflichten nachzukommen, aber nicht so schnell, dass sie die Aktivit?ten der B¨¹rger st?rte oder die Stra?enh?ndler ¨¹berfuhr. Au?erdem wollte sie sich und Xenon die Zeit geben, den Anblick zu genie?en. "Selbst damals im Wolfsgebiet war die menschliche Siedlung nur eine Arml?nge entfernt, und obwohl ich von Zeit zu Zeit dorthin ging... in dem Versuch, eine Art Normalit?t zu sp¨¹ren, gab es immer diese... un¨¹berbr¨¹ckbare Kluft." "Sie hatten etwas an sich, das mich faszinierte und das ich nur schwer begreifen konnte." "Das Leben, das sie f¨¹hrten, f¨¹hlte sich immer unerreichbar an. Selbst wenn ich durch ihre Stra?en ging, mitten unter ihnen, f¨¹hlte ich mich wie ein Zaungast, der von der anderen Seite einer gro?en Schlucht auf ein Leben blickt, das ich nie verstehen konnte..." Neveah hielt an dieser Stelle inne. "Wie k?nnte ich das Leben der anderen verstehen... einer v?llig anderen Spezies, wenn ich mein eigenes Leben kaum verstehe? Den Grund f¨¹r meine eigene Existenz?" Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Wenn sie daran zur¨¹ckdachte, fand sie es albern, dass sie immer so viel ¨¹ber die Menschen nachgedacht hatte, obwohl sie sich alle Gedanken ¨¹ber ihre eigene erb?rmliche Situation h?tte sparen sollen. "Ich bin immer in die Menschensiedlung gegangen, wenn ich eine Auszeit oder einen Moment zum Nachdenken brauchte, und diese Angewohnheit hat sich nicht ge?ndert, bis ich das Wolfsgebiet vessen habe ... aber selbst dann habe ich nie verstanden, was mich an ihnen so fasziniert hat." "Was war so interessant an ihnen, dass ich in ihrer Mitte immer meine Probleme vergessen und meine Sorgen beiseite schieben konnte, wobei ich ein L?cheln auf meine Lippen zwang, wenn auch nur, um mich anzupassen und nicht zu sehr aufzufallen." Neveah fuhr fort. "Und dann, zur¨¹ck im Drachenturm, war jeder Tag ereignisreicher als der letzte und ich verga? es v?llig... diese seltsame Frage, die ich nie hatte beantworten k?nnen." Neveah hielt inne und blickte sich in der Stadt um. "Ein paar Tage in der D¨¹nenstadt und ich verstand endlich... Ich habe endlich eine Antwort auf meine Frage gefunden." sagte Neveah leise. "Die Menschen... Menschen und andere Spezies gleicherma?en, die unter unserem Schutz leben, ich konnte ihr Leben nie verstehen, weil es einfach so... einfach war." "Die meisten von ihnen k¨¹mmern sich kaum darum, wer an der Macht ist, oder ob die Dynastie in den H?nden dieser oder jener Spezies ist. Wie auch immer, ihr Tagesauf bleibt unver?ndert... sie leben mit dem einfachen Gedanken, die n?chste Mahlzeit zu verdienen." "Von einem Tag auf den anderen verrichten sie dieselbe T?tigkeit mit demselben n und derselben Positivit?t wie am Tag zuvor, mit einem ebenso strahlenden L?cheln und kleinen albernen Aktionen, die ihre Routine aufpeppen." Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Ihr Leben ist so vorhersehbar... so begrenzt, und doch ist ihre Freude die wahrhaftigste, die ich je erlebt habe. Sie finden ihr Gl¨¹ck in diesen... banalen Dingen, und doch sind ihre Herzen voll, und ein ganzes Leben ist gut ausgef¨¹llt... es war einfach zu einfach." Neveahs Tonfall verriet ihr Erstaunen. Es war r, dass es ihr selbst in diesem Moment noch schwer fiel, das Gesagte zu begreifen. "Sie hatten so wenig gesehen, so wenig erlebt, wie konnte ihr Leben trotzdem so erf¨¹llt sein? Wie konnten sie so viel Liebe geben und empfangen? Tag f¨¹r Tag echtes Gl¨¹ck erleben?" "Wie k?nnen sie nur so sorglos sein, wenn Probleme sie von allen Seiten umgeben?" fragte Neveah in echter Verwirrung. D¨¹nenstadt war zu dieser Tageszeit belebt; die B¨¹rger wimmelten auf den Stra?en, die voll, aber nicht ¨¹berf¨¹llt waren. "Auch jetzt, wo wir unter ihnen wandeln, sehen sie uns und wissen, dass wir mit einem Fingerschnippen ihr Leben umw?lzen k?nnten." "Alles, was sie kennen und lieben, dem Erdboden gleichmachen... und dennoch, sieh hin, es scheint ihnen gleichg¨¹ltig zu sein." Neveah l?chelte leise, als sie eine Schar von Kindern beobachtete, die von H?ndlern und Passanten von den Stra?en vertrieben wurden. "Es ist nicht etwa Unbek¨¹mmertheit, sondern ube... der ube, dass jeder Tag einen hoffnungsvolleren Anbruch als den letzten mit sich bringt, selbst wenn es den Anschein hat, als falle alles auseinander", sagte Xenon. Dabei l?chelte er still, w?hrend er Neveah zuh?rte, und in seinem Herzen regte sich W?rme angesichts des Staunens in ihrer Stimme. "Tats?chlich... es k?nnte ihre eigene ¨¹bernat¨¹rliche Gabe sein", murmelte Neveah. Obgleich die meisten Vollstrecker der D¨¹ne ihre Aufgaben nicht auf diesem Weg wahrnehmen mussten ¨C abgesehen von ihrer offensichtlichen Flugf?higkeit ¨C, war Neveah die einzige Vollstreckerin, die direkt mit den B¨¹rgern zu tun hatte. Die Art ihrer Pflichten machte es notwendig, dass sie zwischen den Drachen und den milit?rischen Kr?ften ohne Drachengestalt vermittelte, eine Aufgabe, die Neveah sehr ernst nahm. So war es ihr ein Anliegen, eine Aufstelle f¨¹r die B¨¹rger zu sein. Vertraut genug, dass sie sich trauten, Probleme zu melden und zu wissen, dass angemessen gehandelt werden w¨¹rde. "Die Antwort auf meine Frage ist, dass ich mich irrte... die ganze Zeit ¨¹ber. Was ich f¨¹r Interesse hielt, was ich f¨¹r eine merkw¨¹rdige Faszination ihnen gegen¨¹ber empfand, war in Wahrheit... Neid", sagte Neveah nachsinnend. "Das schlichte Leben und die Freude, die sie darin finden. Die Gewohnheit eines einge¨¹bten Alltags, die Erf¨¹llung eines redlichen Lebens durch eigene harte Arbeit..." "Ich, die in der m?chtigen Burg lebe, ringsum von Schwierigkeiten bgert, im Dunkel meines eigenen Geistes ertrinkend... Ich erkannte, dass ich sie beneidet habe", gestand Neveah. "Und wei?t du, was noch d¨¹mmer ist, Xenon? Ich tue es immer noch", gab Neveah zu. "Ich wei?, dass ihr Leben nie das meine sein kann, aber ich war bereit, mich daf¨¹r einzusetzen, es nur von Weitem zu bewundern, f¨¹r den Rest meines Daseins... Ich fand, dass ich mich verpflichten wollte, es zu sch¨¹tzen." "Dazu, dieses wundervolle Volk und diese pr?chtige Lebensweise, die sie kennen und lieben, zu bewahren... bis zu meinem letzten Atemzug." Neveah sprach mit tiefer, aufrichtiger ¨¹berzeugung. Chapter 486: Ein Ziel (Kap.487)

Chapter 486: Ein Ziel (Kap.487)

Neveahs eine Akte, die auf ihrem Schreibtischg, und zog die Stirn in Falten... Sie versuchte sich zu konzentrieren, doch es war fast unm?glich, angesichts von Xenons intensivem Blick, der sie von der anderen Seite des Raumes aus unverwandt fixierte. Seit sie vor einer halben Stunde auf der Wache der Stadt angekommen waren, hatte Xenon sie die ganze Zeit so angesehen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Es war nicht nur der starre Blick an sich, sondern auch die Intensit?t, die Neveah einfach nicht wusste, wie sie damit umgehen sollte. Xenon sah Neveah an, als s?he er sie zum ersten Mal, seine Augen voller Staunen und Bewunderung leuchtend, die er nicht zu verbergen versuchte. Zwar f¨¹hlte sich Neveah geschmeichelt von Xenons hartn?ckiger und offensichtlicher Bewunderung, doch es wurde ihr r, dass es unm?glich war, in seiner Gesellschaft irgendetwas zu erledigen, und so begann sie, ihre Entscheidung zu ¨¹berdenken, Xenon eingden zu haben. "Wirst du weiterhin so auf mich starren?" fragte Neveah genervt. "Es gibt nichts, was ich lieber tun w¨¹rde", antwortete Xenon ohne ein Anzeichen von Reue, dass er es Neveah schwer machte, sich zu konzentrieren. "Xenon, ich muss diese Berichte sortieren, ablegen und meinem Vater bis zum Morgengrauen ¨¹bergeben, und du hilfst mir dabei nicht", machte Neveah ihm r. Xenon seufzte und lehnte sich in seinem Stuhl zur¨¹ck, wobei er kurz seinen Blick abwandte. Neveah wandte sich wieder den Akten zu und setzte ihre Arbeit fort, bis sie sp¨¹rte, dass Xenon wieder einen Blick auf sie warf. Neveah legte den Bericht beiseite und atmete tief durch. "Gut, es bringt nichts, mir vorzumachen, dass das hier funktioniert. Was m?chtest du den Rest des Tages machen?" fragte Neveah Xenon. "Veah, ich m?chte nicht, dass du wegen mir mit deinen Pflichten im R¨¹ckstand bist. Mir reicht es v?llig, dich den Rest des Tages zu beobachten", sagte Xenon rasch, aber Neveah lie? sich davon nicht beruhigen. "F¨¹r dich mag das in Ordnung sein, aber nicht f¨¹r mich. Du kannst mich beobachten, wenn dir das gef?llt... aber nicht hier." "Ich hatte in den letzten Monaten keinen Grund, mich von den Diensttagen der Stadtwache fernzuhalten, heute w¨¹rde es keine gro?e Schwierigkeit darstellen." "Ich werde meine Pflichten im Morgengrauen antreten, du musst dir keine Sorgen machen. Au?erdem erwarte ich immer noch den Bericht, auf den ich wirklich warte, und ich vermute, dass ich ihn heute nicht bekommen werde", beruhigte Neveah Xenon. Daraufhin hellte sich Xenons Miene auf und er stand auf, ebenso wie Neveah. "Ich m?chte zu deinem Lieblingstz in den Wei?en D¨¹nen", verk¨¹ndete Xenon, ohne weiter zu z?gern. Neveah warf ihm einen Blick zu und verdrehte die Augen, w?hrend sie ihren Schreibtisch aufr?umte und einige Akten in einem Schrank verschloss. "Warum schlie?t du die ein?" fragte Xenon, der Neveah immer noch zusah. "Weil diese Akten vertraulich sind", antwortete Neveah. "Und der Sinn der Vertraulichkeit ist, dass nur ich und der Rat meines Vaters den Inhalt kennen", f¨¹gte Neveah hinzu, als Xenon sie neugierig ansah.Xenon kicherte leise und neigte den Kopf zur Seite. "So ist es also jetzt? Die Vollstreckerin aus den D¨¹nen?" fragte Xenon mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Man muss seine Pflichten von..." Neveah begann zu sprechen, wurde aber unterbrochen. "Vergn¨¹gen trennen?" warf Xenon ein. Neveah schnaubte leise, w?hrend sie Xenon einen unger¨¹hrten Blick zuwarf. "Ich wollte ¡¯pers?nlichen Angelegenheiten¡¯ sagen." entgee Neveah n¨¹chtern. "Mein Fehler." bot Xenon an, obwohl Neveah erkennen konnte, dass er keine wirkliche Reue f¨¹r seine Worte empfand. "Genau." murmelte Neveah. "Die wei?en D¨¹nen selbst." sagte Neveah nach einem Moment der Stille. "Mein Lieblingsort in den wei?en D¨¹nen ist die D¨¹ne selbst." erkl?rte Neveah, als sie Xenons verwirrten Blick bemerkte. "Aber du bist zeitlich eingeschr?nkt und... ich kann nicht fliegen...", sagte Neveah und z?gerte f¨¹r einen Augenblick, bevor sie fortfuhr. "Also werde ich dich stattdessen an den Ort bringen, den ich immer aufsuche, wenn ich freie Zeit habe und die Stadt nicht weit vessen kann." fuhr Neveah fort. _______________ "Ich ube, ich kann verstehen, warum es dir hier gef?llt..." murmelte Xenon, w?hrend er von dem H¨¹gel, auf dem sie sa?en, auf die D¨¹nenstadt hinabblickte ¨C ein perfekter Aussichtspunkt, von dem aus man die gesamte Stadt sehen konnte, bis hin zur Stadtmauer und den wei?en D¨¹nen dahinter. Die Sonne hatte gerade zu sinken begonnen, und nach einer Weile des Reitens und uderns ¨¹ber dies und jenes hatten sie endlich den Ort erreicht, zu dem Neveah Xenon gef¨¹hrt hatte. Es hatte fast zwei Stunden gedauert, um diesen Teil der D¨¹nenstadt zu erreichen, und obwohl Neveah wusste, dass es einen anderen, viel schnelleren Weg gab, war die investierte Zeit jede Sekunde wert. "Der Blick auf meine Stadt... mein Zuhause. Ich wollte, dass es mir ins Herz gebrannt wird, damit ich nie vergesse, dass ich nun eine Bestimmung habe." betonte Neveah, deren Stimme kaum ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinauskam. "Jetzt verstehe ich, warum du so sehr fortgehen wolltest." murmelte Xenon erneut. Neveah warf Xenon einen kurzen Blick zu, sein Augenmerk war fest auf ihr, aber dann wandte er seinen Blick wieder der D¨¹nenstadt zu. "Jetzt ist die K?lte in deinem Ton kaum noch zu sp¨¹ren... Du sprichst mit W?rme und Lebendigkeit... Du bist hier wahrhaftig in Frieden, Veah. Und das war etwas, was dir die Drachenwarte nie geben konnte... Frieden." sagte Xenon leise, wobei seine Worte von Schuld durchzogen waren. Xenon war sich bewusst, dass er ebenfalls eine gro?e Rolle dabei gespielt hatte, Neveahs Zeit in der Drachenwarte schwierig zu gestalten, schon allein dadurch, dass er darauf bestanden hatte, sie von ihrem Zuhause fortzubringen, ohne sie so zu sch?tzen, wie er es h?tte tun sollen. "Misha... die Frau, mit der ich dich an jenem Tag verwechselt habe..." begann Xenon leise. Chapter 487: Die Dinge richtig tun (Kap.488)

Chapter 487: Die Dinge richtig tun (Kap.488)

Bei der Erw?hnung dieses vertrauten Namens spannte sich Neveah unbewusst an, entspannte sich jedoch wieder, als Xenons Hand sich um ihre Taille legte und sie n?her zu sich zog. Neveah war sich nicht sicher, warum Xenon pl?tzlich Mischa zur Sprache brachte, wo er doch nie zuvor ¨¹ber sie gesprochen hatte, bis Neveah selbst davon erfuhr. Nicht nur Xenon, sondern niemand in der Drachenfestung sprach ¨¹ber dieses Thema, und es war f¨¹r Neveah nicht schwer zu erkennen, dass es ein heikles Thema war. "Xenon ... du musst mir nichts dar¨¹ber sagen, ich verstehe, dass es schwer f¨¹r dich ist", sagte Neveah zu Xenon. "Ich muss nicht, aber ich will ... Ich will, dass du es wei?t. Was das letzte Mal passiert ist,stet schwer auf meinem Herzen, Veah, und ich kann nur hoffen, den Schmerz, den ich dir zugef¨¹gt habe, wiedergutzumachen ..." "Dieses Mal m?chte ich alles richtig machen. Ich m?chte dir mein Herz offenbaren ..." sagte Xenon aufrichtig. Neveah konnte die Schuld in Xenons Tonfall h?ren. Neveah hatte dieses Ereignis bereits hinter sich gssen, doch Xenon war immer noch davon bstet. "Sie war meine wahre Gef?hrtin ... Mischa", verriet Xenon leise. Neveah wusste das; sie hatte von Lord Skiren in der H?hle des ewigen Feuers erfahren, dass Mischa viele Jahrzehnte zuvor gekommen war, um sich der ersten Vereinigung zu unterziehen und Xenons mme zu beanspruchen. "Ein paar Jahrhunderte nach dem Umsturz riefen die Nymphen des Myriadenwalds ihre Paarungsjagd aus." "Seit Jian den Thron bestiegen hat, wurde ihnen die Freiheit gew?hrt, ihre kulturellen Br?uche auszu¨¹ben, und sie waren nicht die Einzigen, die versuchten, diese Freiheit zu missbrauchen ..." "Das h?tte uns fast ubenssen, wir h?tten die falsche Entscheidung getroffen, die Festung von Asrigs Tyrannei zu befreien", fuhr Xenon fort. Asrig, der Name war Neveah bekannt, und es dauerte nichtnge, bis sie sich erinnerte, dass dies der Name des fr¨¹heren Drachenk?nigs war, des Bruders von K?nig Jian ... demjenigen, dem nicht einmal ein Denkmal gesetzt wurde. "Ich war mit einer routinem??igen Inspektion der Festungen beauftragt, als mich die Nachricht erreichte, dass die Nymphen des Myriadenwalds im Zuge ihrer Paarungsjagd die Grenzen ihres Waldes ¨¹berschritten hatten ..." "Sie nahmen Gefangene aus den Nachbard?rfern mit Gewalt ... und lie?en dabei sogar einige unschuldige St?dter sterben. Sie wagten es, Jians oberstes Gesetz zu untergraben und eine schw?chere Rasse zu unterdr¨¹cken. Das konnte ich nicht dulden", sagte Xenon mit d¨¹sterer Miene und starrte nach vorn. "Ich st¨¹rmte den Myriadenwald, zerst?rte ein Drittel davon als Warnung, verh?ngte ein dauerhaftes Verbot der Paarungsjagd im Myriadenwald und forderte die Fressung aller Gefangenen." "Die Nymphen des Myriadenwalds versuchten, Widerstand zu leisten, aber sie hatten keine Chance. Ihnen blieb keine andere Wahl, als sich zu ergeben ... der Drachendynastie absolute Treue zu schw?ren und im Gegenzug ihr Leben zussen." "Und es war an diesem Tag, als ich sie traf ..." erinnerte sich Xenon, hielt kurz inne, seine Augen schlossen sich ¨C die Erinnerung war zu schmerzhaft, um sie erneut zu erleben.Sie hatte sich in den Myriadenwald geschlichen und sich unter den Gefangenen versteckt, um den Hexenj?gern zu entkommen... Zu jener Zeit war die Hexenjagd ein verbreitetes Ph?nomen, denn die Ausrottung der Hexen durch Kopfgeldjagd war eines der grausamsten Dekrete Asrigs gewesen. Es dauerte Jahrzehnte, die Hexenj?ger zu beseitigen und die abscheuliche Praxis ein f¨¹r alle Mal zu beenden. Die Hexen waren bereits eine gef?hrdete Spezies, jetzt aber am Rande der Ausl?schung, mehr als jemals zuvor. Xenon erz?hlte dies, in dem uben, Neveah h?tte nie zuvor von Hexenj?gern geh?rt. Doch Neveah kannte sich mit Hexenj?gern aus; Hexen gab es im Wolfsterritorium h?ufiger als hier in der Festung, so wie Vampire und Werw?lfe meist jenseits der Meere anzutreffen waren. Die Hexenverfolgung war eine traditionelle Handlungsweise, die verschiedene Arten aufgrund eines jahrhundertealten Konflikts aufgreifen, dessen Ursprung niemand mehr wusste, der aber ausreichte, um Hunderte zu verassen, Jagdtruppen zu bilden, mit dem alleinigen Ziel, Hexen auszurotten. Als wir uns das erste Mal trafen, hatte ich keine Ahnung, wer sie f¨¹r mich war... unter allen Gefangenen gab es niemanden sonst mit so einer zerst?rten Heimat wie sie. Ich nahm sie mit zur¨¹ck zum Drachenturm und hielt sie an meiner Seite, ich betrachtete sie lediglich als jemanden, der Schutz brauchte... aber mit der Zeit... kamen wir einander n?her und nach zwei Jahren entdeckten wir unsere Verbundenheit, offenbarte Xenon. Sie war die erste Frau, die ich jemals geliebt habe, Veah... und ich liebte sie, noch bevor ich verstand, was sie f¨¹r mich bedeutete, gestand Xenon. Xenon warf Neveah einen Blick zu, besorgt um ihre Reaktion, doch Neveah nickte nurngsam und verst?ndnisvoll. Sie hatte nicht erwartet, die einzige Frau zu sein, die Xenons Herz besa?, aber sie wollte nicht einfach nur ein Ersatz f¨¹r das Original sein. Wir waren ... ¨¹ber Jahrzehnte zusammen. Nachdem alle drei Fusionen vollzogen waren, waren wir offiziell verheiratet. Mischa war meine Gef?hrtin, meine Reiterin und meine Frau. Ich wollte mit ihr eine Familie gr¨¹nden...Kinder haben, so sicher war unsere Liebe... fuhr Xenon fort. Als sie mir sagte, sie w¨¹nsche sich ein einfaches Leben, dachte ich ¨¹ber einen R¨¹ckzug nach... meinen Titel an einen anderen abzugeben. Ich w?re bereit gewesen, meine Br¨¹der f¨¹r sie aufzugeben, meinen Eid... meinen K?nig... so sehr liebte ich sie, fl¨¹sterte Xenon. Neveahs Herz schmerzte angesichts des Schmerzes in Xenons Stimme; sie legt ihren Kopf auf seine Schulter, in der Hoffnung, ihn tr?sten zu k?nnen, und Xenon zog Neveah noch dichter an seine Seite. Und dann, eines Tages... ?nderte sich alles. Ich m?chte uben, dass sich damals alles wandelte, aber die Wahrheit war... Mischa war schon immer verd?chtig gewesen, ihr unrer Hintergrund...die Geschichte ihrer Familie oder wie sie ins Nymphengebiet gekommen war. Nichts passte zusammen, und die ganze Zeit war ich es, der entschieden hatte, dar¨¹ber hinwegzusehen. Weil ich ubte, ihre Vergangenheit w?re bedeutungslos...ihre wahre Identit?t spielte keine Rolle, snge sie bereit war, ihre Zukunft mit mir zu teilen,chte Xenon bitter. Veah... ichg so falsch...so furchtbar falsch, gestand Xenon schmerzerf¨¹llt. Chapter 488: Unterbrochen (Kap.489)

Chapter 488: Unterbrochen (Kap.489)

"Sie war eine Frau, die ich zutiefst liebte, so sehr, dass ich f¨¹r alles andere blind war. Sie schaffte es auf subtile Art, Zwietracht zwischen meinen Br¨¹dern und mir zu s?en...wir konnten in keiner Angelegenheit mehr ¨¹bereinstimmen." "Besonders Jian... die Person, die ich am meisten sch?tzte, konnte ich kaum noch ertragen. So sehr sie es auch versuchten, ich wollte nur noch mit ihr fort... f¨¹r sie." murmelte Xenon. Er schwieg einen Momentng, besch?mt ¨¹ber das Nachdenken ¨¹ber seine Taten. Neveah unterbrach Xenon nicht, sie lie? ihn songe in seiner Stille verharren, wie es ihm beliebte, bevor er fortfuhr. "Ich konnte nichts anderes sehen als das und zweifellos verabscheuten meine Br¨¹der es... sie verabscheuten sie..." Xenons Worte wurden durch denuten, hallenden ng eines Kampfhorns unterbrochen. Der ohrenbet?ubende Ton des Horns durchschnitt die friedliche Stimmung wie eine scharfe Klinge, ein m?chtiges, widerhallendes Ger?usch, das aus allen Richtungen zugleich zu kommen schien und durch Magie verst?rkt wurde. Neveah erkannte sofort den ng dieses Kampfhorns, und ihre Augen weiteten sich, als sie aufsprang. "Die Lichthalle! Das Horn erklingt aus der Lichthalle!" rief Neveah aus. Neveah konnte den ng dieses Horns nicht vergessen, sie war am ersten Morgen nach ihrer Ankunft in den Wei?en D¨¹nen damit aufgewacht, aber selbst damals... war es nicht derart ohrenbet?ubend gewesen, es hatte nicht songe angehalten. Damals erfuhr Neveah, dass das Horn bedeutete, dass das Licht des Asvarischen Leuchtfeuers nachgssen hatte und die Barriere geschw?cht war und bis zur Verst?rkung durch die Feen der Lichthalle gesichert werden musste. Es war ein Ruf zur unverz¨¹glichen Entsendung eines Trupps von Drachenf¨¹rsten, um die Barriere zu bewachen, bis sie wieder verst?rkt wurde. Aber Neveah hatte auch gelernt, dass, wenn das Horn viel l?nger unduter ert?nte, es etwas v?llig anderes bedeutete. Xenons Brauen verengten sich leicht und auch er erhob sich. Bevor einer von ihnen etwas sagen konnte, kam der m?chtige Drache mit den nachtuen Schuppen, der Lord Kaideon war, in Sicht. Kaideon st¨¹rzte herab, spannte seine Fl¨¹gel leicht und wechselte in seine menschliche Gestalt, bevor er direkt vor Neveah und Xenonndete. "Lord Xenon." Kaideon begr¨¹?te ihn und verneigte sich leicht. "Vater... das Horn..." fragte Neveah. "Das Licht des Asvarischen Leuchtfeuers ist gesunken. Es gab eine kleine L¨¹cke in der Barriere und somit eine Durchbrechung. Man sagt, ein Schattenbiest sei hindurchgebrochen und flog gen S¨¹den." berichtete Kaideon ohne Z?gern. "Meine Vollstrecker sind ihm bereits auf der Spur. Wir werden die Verfolgung aufnehmen und es ausschalten, bevor es Schaden anrichten kann. Orin ¨¹bernimmt die Verteidigung der Barriere und verhindert weitere Durchbrechungen." Kaideon handelte im vollst?ndigen Battle-Lord-Modus. "Veah, sammle deine Truppen und sorge f¨¹r die Sicherheit der Zitadelle. Alle B¨¹rger m¨¹ssen sich in die Geb?ude zur¨¹ckziehen und die Panik so gut es geht eind?mmen, du wei?t, was zu tun ist." Kaideon gab Neveah ihre Anweisungen. "Nat¨¹rlich, Vater. Sofort." Neveah nahm den Befehl sofort an. Kaideons Blick wanderte zur¨¹ck zu Xenon, und genau in diesem Moment erng ein furchterregender Schrei in der Ferne, er kam aus der Richtung der Barriere. "Ein zweiter Durchbruch!" zischte Kaideon.¡¯"Nach S¨¹den, ¨¹bernehmt das, ich k¨¹mmere mich hierum", befahl Xenon. Kaideon gehorchte sofort, klopfte Neveah auf die Schulter, drehte um und entfernte sich schnell in die Richtung, aus der er gekommen war, verschwand im n?chsten Augenblick durch die Wolken. "Xenon...", sagte Neveah, unsicher, warum ihr Herz vor Sorge so stark schlug. "Beruhige dich, Liebste. Dein Mann ist der m?chtigste Drachenlord in der Festung... eine Schattenkreatur ist nichts im Vergleich", beruhigte Xenon Neveah, neigte sich vor und gab ihr einen leichten Kuss auf die Stirn. Mit einem beruhigenden L?cheln auf den Lippen l?ste sich Xenon von ihr, drehte sich um und sprintete los. Mit einem Sprung schoss der m?chtige schwarze Drache sofort gen Himmel und flog in die Richtung, aus der die zweite Verletzung gemeldet worden war. Neveah blieb zur¨¹ck, warf einen letzten Blick in beide Richtungen. "Vater und Xenon sind beide exzellente Krieger... es ist nur eine Schattenbestie", murmelte sie zu sich selbst. Neveah nahm ihre Wolfsgestalt an - die schnellste Art, zur¨¹ck zur Zitadelle zu gngen, und Zeit f¨¹r Verz?gerungen gab es keine. Als Wolf sprintete Neveah zur Zitadelle und nahm dabei die k¨¹rzeste Strecke durch den Wald. Schnell erreichte sie die Festung, wo schon die Stadtwache und die Burggardisten durch die Stra?en marschierten. Das Horn hallte immer noch durch die Stra?en, um die B¨¹rger vor der drohenden Gefahr zu warnen, und ¨¹ber ihnen kreisten bereits die Drachentruppen, um an der Barriere Wache zu halten. Andere Drachentruppen zogen zum Asvarischen Leuchtfeuer und zur Lichthalle, sicherzustellen, dass diese bis zum Ende der Bedrohung bewacht w¨¹rden. Au?erdem gab es noch die Drachentruppen, die die Zitadelle selbst umstellten. Neveah lief auf den Kommandanten der Stadtwache zu. "Hauptmann", begr¨¹?te dieser, als Neveah wieder zu ihrer menschlichen Form zur¨¹ckkehrte. "Der Drachenperimeter um die Zitadelle ist gesichert. Unsere Aufgabe ist es nun, daf¨¹r zu sorgen, dass die Einwohner nicht ins Kreuzfeuer geraten und dass die Panik unter Kontrolle bleibt." "Die Stadtwache wird in f¨¹nf Einheiten aufgeteilt. Die ersten beiden Einheiten werden die Stra?en sichern, alle Versammlungen aufl?sen und die Leute dazu bringen, in die Sicherheit ihrer H?user zur¨¹ckzukehren, bis die Bedrohung beseitigt ist", wies Neveah an. "Die dritte und vierte Einheit sichern die Stadtmauern und die Tore. Ich will, dass die Mauern voll bewaf sind mit dem Armbrusttrupp der nicht drachenbewafen Kr?fte... f¨¹r alle F?lle." "Pfeile t?ten vielleicht keine Schattenbestien, aber sie werden sie ausreichend aufhalten, sollte es notwendig werden", fuhr Neveah fort, w?hrend sie im Schritt mit dem Kommandanten der Stadtwache und einem Bataillon durch die Stra?en der D¨¹nenstadt ging. Auf Neveahs Befehl hin setzten die Einheiten ihre Anweisungen umgehend um, jeder auf seine zugewiesene Aufgabe. "Burggarde, verdoppelt die Sicherheit der Waffenkammer, der Schatzkammer und der Gedenkhallen. Schlie?t die Burgtore und haltet sie geschlossen, bis auf Weiteres" instruierte Neveah die Burggarde. "Ich will, dass diese Stadt vollst?ndig abgeriegelt wird, und das sofort!" befahl Neveah mit Nachdruck. ¡¯ Chapter 489: Abriegelung (Kap. 490)

Chapter 489: Abriegelung (Kap. 490)

Neveah stand oben auf der Stadtmauer und blickte auf die Stadt hinunter. Die Stra?en waren bis auf die patrouillierenden Stadtwachen v?llig menschenleer. Die R?umung war rasch und effektiv erfolgt, und auch die B¨¹rger zeigten sich v?llig kooperativ, was einer der Gr¨¹nde war, warum Neveah die D¨¹nenstadt so sch?tzte. Die Einwohner und die Drachenartigen verstanden sich gut; sie waren aufeinander angewiesen, und obwohl es gelegentlich Bedenken gab, herrschte im Grunde genommen gegenseitiges Vertrauen zwischen den Drachenartigen und den Menschen. ¨¹ber der Stadt kreisten drei Drachenf¨¹rsten und hielten Wache. F¨¹r Neveah war dieser Standard-Notfauf immer wieder beeindruckend. Die Sicherheit der Menschen war den Drachenf¨¹rsten ebenso wichtig wie die Barriere, die Lichthalle und das Asvarianische Leuchtfeuer. "Leutnant Vairheac, alles ist in Ordnung," meldete der Kommandant der Stadtwache. Neveah nickte zustimmend, denn so w?ren die B¨¹rger im Falle eines nahen Kampfes au?er Gefahr. "Wienge ist es jetzt her?" fragte Neveah gedankenverloren. "Eine Stunde, Leutnant," antwortete der Kommandant der Stadtwache. "Eine Stunde...", murmelte Neveah. Eine Stunde war vergangen, seit die H?rner ert?nten, eine ganze Stunde ohne Nachricht von der Einheit, die nach S¨¹den geflogen war, oder von der Barriere. Das Asvarianische Leuchtfeuer und die Lichthalle standen unter strenger Beobachtung, und die Feen bem¨¹hten sich nach Kr?ften, die Barriere zu verst?rken. Auch Lord Orins Mannschaft sicherte die Barriere, und seitdem hatte es keinen weiteren Durchbruch gegeben. Doch es gab immer noch keine Nachricht, was aus den ersten beiden Durchbr¨¹chen geworden war. Auch das Hornsignal war verstummt, und da der gesch?ftige Tag so abrupt unterbrochen wurde, herrschte in der gesamten Stadt eine unheimliche Stille... zu still. Es war nur eine Stunde vergangen, aber f¨¹r Neveah kam es ihr viel l?nger vor. Sie beobachtete von der Stadtmauer aus und trommelte mit den Fingern auf den Beton, auf dem ihre H?nde ruhten. Neveah wurde aus ihren Gedanken gerissen, als ein Stadtw?chter hastig zu ihr kam. Neveah bemerkte das eilige Schrittger?uschnge bevor er sie erreichte und drehte den Kopf ¨¹ber die Schulter, kaum ¨¹berrascht, den Stadtw?chter zu sehen, der am Vormittag die Tore beaufsichtigt hatte, jenen, den sie beauftragt hatte, den Kaufmann zu verh?ren, der die Adamantiumwaffen unter dem Deckmantel einer Handelskarawane geschmuggelt hatte. "Leutnant Vairheac... der Gefangene... er ist entkommen," berichtete der Stadtw?chter in einem d¨¹steren Ton. Neveahs Stirn runzelte sich leicht; es gab viele Gefangene in der Stadtwache, aber sie wusste genau, dass es sich bei dem Gefangenen um den Kaufmann handelte. "Er war unter Ihrer Aufsicht, wie konnte er entkommen?" fragte Neveah in einem d¨¹steren Ton. "Da die Stadt abgeriegelt war, wurde das Verh?r unterbrochen und ich habe seine ¨¹berf¨¹hrung zur¨¹ck in die Zellen angeor... auf dem R¨¹ckweg nutzte er einen magischen Gegenstand, der in seinem Besitz versteckt war," berichtete der Stadtw?chter.Die Stadtwache pr?sentierte ein kleines Tuch, das sie entfaltete, um die darin verborgenen Portalsplitter zu enth¨¹llen. ?Sprungportal", murmelte Neveah und zog ver?rgert die Stirn kraus. Magische Artefakte waren nicht einfach zu beschaffen, weil ihre Herstellung zu viel Magie verg. Dennoch waren sie Variablen, die sich nicht vermeiden lie?en, und Neveah war sich bewusst, dass die Stadtwache gegen ein Portrtefakt machtlos w?re ¨C k?men sie ihm nicht aus dem Weg, w¨¹rden auch sie hineingezogen. ?Wie konnte euch das Artefakt entgehen? Arbeitet ihr immer so?" fragte Neveah in d¨¹sterem Tonfall. ?Verzeiht, ich werde der Sache sofort nachgehen. Angesichts der Beschaffenheit der Portalsplitter darf seine Wirkreichweite nicht gro? sein. Ich bin gekommen, um die Eubnis zu erbitten, eine Einheit aus der Stadt zu f¨¹hren, ehe er zu weit entkommt", bat der Stadtw?chter mit gesenktem Haupt. ?Ihr wisst, dass die Stadttore geschlossen bleiben m¨¹ssen, bis die Drachentruppen ein Zeichen geben. Und alle Einheiten m¨¹ssen in Bereitschaft bleiben... wir k?nnen keine abstellen, um die Verfolgung aufzunehmen", erwiderte Neveah mit finsterer Miene. ?Und das muss er auch gewusst haben. Er hat den perfekten Zeitpunkt f¨¹r seine Flucht gew?hlt. Zu jeder anderen Gelegenheit h?tten wir ihn m¨¹helos wieder eingefangen", murmelte Neveah. ?Aber Leutnant, der H?ndler ist unsere einzige Informationsquelle ¨¹ber den Handel mit Adamant. Wenn wir ihn verlieren, entgeht uns vielleicht die Chance, den Handel aufzudecken", entgee die Stadtwache besorgt. ?Als ob ich das nicht w¨¹sste", murmelte Neveah. Neveah fuhr sich genervt durch ihr Haar. Die Angelegenheit mit den Adamantwaffen fiel in ihren Zust?ndigkeitsbereich. Es war ein heikler Fall, und niemand musste Neveah sagen, was Adamant einem m?chtigen Drachen antun konnte ¨C sie hatte es mit eigenen Augen gesehen. Neveah blickte in den Himmel ¨C Nachricht schien keine in Aussicht, und die Stadt befand sich unter h?chster Sicherheitsstufe. ?Ihr k¨¹mmert euch hier um alles. Ich werde seiner Spur folgen", entschied Neveah und wandte sich an den Kommandanten der Stadtwache. ?Leutnant, wollt ihr das ganz alleine tun?", fragte der Kommandant besorgt. ?Die Verteidigung der Stadt darf unter keinen Umst?nden beeintr?chtigt werden. Die Sicherheit der Zitadelle und ihrer Bewohner hat oberste Priorit?t... alle Einheiten sind bereits eingeteilt." ?Au?erdem... es br?uchte ein ganzes Team von Stadtw?chtern. Doch ich alleine werde mehr als genug sein", sagte Neveah bestimmt. Die Worte Neveahs, sie war kein Mensch wie die meisten von ihnen, sondern eine Wolfsgestaltwandlerin und dazu noch vom hellen Blut, lie?en keinen Widerspruch zu. ?Ich werde verassen, dass die Tore f¨¹r euch ge?f werden", gab der Kommandant nach. ?Das ist nicht n?tig", entgee Neveah abweisend. Ohne ein weiteres Wort sprang Neveah ¨¹ber die hochragende Stadtmauer, zum Entsetzen der Stadtwachen, und verwandelte sich in der Luft, sodass sie auf vier Pfotenndete. Einen Momentng schn¨¹ffelte Neveah in der Luft, bevor sie in den Wald schoss. Chapter 490: Durch das Portal (Kap.491)

Chapter 490: Durch das Portal (Kap.491)

¡¯Er ist nah...¡¯, dachte Neveahs Wolf. Neveah brummte zustimmend; sie sp¨¹rte es ebenfalls. Die Angst des Mannes hinterlie? eine deutliche Spur. ¡¯Wie konnte er nur so schnell so weit kommen?¡¯, fragte Neveah sich selbst. Sie waren etwa zwei Stunden von der D¨¹nenstadt entfernt, und sie wusste, dass sie selbst auf die gleiche Entfernung bei ihrer Geschwindigkeit einen halben Tag zu Pferd gebraucht h?tte. Die Portalsplitter, die Neveah von der Stadtwache gezeigt worden waren, h?tten nach ihrer Einsch?tzung nicht eine so gro?e Wirkung entfalten k?nnen. Sie sahen aus wie gew?hnliche Brocken, doch war Neveah nun r, dass dies keine Portale waren, welche einfach so jeder erschaffen konnte. Der H?ndler hatte sich zudem absichtlich den Wei?en D¨¹nen ferngehalten, wohlwissend, dass die weite Fl?che ihm keine Deckung bieten und seine Entdeckung erleichtern w¨¹rde. Anstelle dessen war er in den kleinen Wald am Rande der D¨¹nenstadt geflohen. ¡¯Man kann nicht ausschlie?en, dass er Hilfe hatte...¡¯, bedachte Neveahs W?lfin. ¡¯Der Handel mit Adamantiumwaffen scheint tiefere Wurzeln zu haben als angenommen...¡¯, dachte Neveah. Der Zwergenk?nig hatte gestanden, bereits seit fast einem Jahrzehnt Adamantiumerz abzubauen, und diese Erze waren bereits genausong aus der verborgenen Stadt herausgeschmuggelt worden. Doch war der Zwergenk?nig selbst lediglich eine Marite, und sein Berater war der eigentliche Zust?ndige f¨¹r die Lieferungen, sodass die eigentlichen Bestimmungsorte dieser Lieferungen weiterhin unbekannt blieben. Dieser Berater war bei der Eroberung der verborgenen Stadt get?tet worden, und den Pfaden des Adamantiums zu folgen, war nun schwierig geworden. All dies war vor einem Jahr geschehen, und Neveah hatte den Bericht nach der Befragung des Zwergenk?nigs vor dem geeinten Rat erhalten. Die Drachen hatten ganze Arbeit geleistet und zahlreiche Lieferungen von Adamantium in den verschiedenen Festungen zerst?rt, aber ungeachtet dessen bl¨¹hte der Schwarzmarkt mit dem Erz weiterhin im Verborgenen. ¡¯Dort vorn¡¯, wies Neveahs Wolf sie an. Neveahs Blick fiel auf eine Lichtung etwas weiter vor ihnen, sie vernahm das Ger?usch eines rauschenden Bachs. Leise bewegten sich Neveahs Pfoten, als sie sich der Lichtung n?herte. Ein paar Schritte noch und sie erblickte ihn. Der bullige H?ndler mittleren Alters hockte am Bachufer, ¨¹bergoss sich gerade das Gesicht mit Wasser. Neveahs Wolfsaugen verengten sich, als sie den H?ndler beobachtete, um festzustellen, ob er Begleitung hatte oder ein Transportmittel bei sich f¨¹hrte. Es war niemand au?er ihm zu sehen, und Neveah konnte keine anderen Lebenszeichen in den umliegenden W?ldern feststellen. Das Ger?usch eines brechenden Zweiges verriet ihre Anwesenheit, und w?hrend ein kleines Kaninchen an ihr vorbeihuschte, drehte sich der H?ndler just in diesem Moment um und erblickte Neveahs Gestalt. Der H?ndler mochte wissen, dass es Neveah war oder auch nicht ¨C es hatten nicht viele Menschen Neveah in ihrer Wolfsgestalt in der D¨¹nenstadt gesehen oder wussten von ihr. Neveah konnte nicht einsch?tzen, ob der H?ndler derart gut informiert sein k?nnte.Neveahs m?chtiger K?rperbau machte es jedoch schwierig, sie als einen gew?hnlichen Waldwolf einzuordnen. Sie war drei Mal so gro? wie ein normaler Wolf, vielleicht sogar noch gr??er. Aber selbst wenn der H?ndler t?richt genug gewesen w?re, Neveah f¨¹r einen normalen Wolf zu halten, war das, was er tat, in jeder Hinsicht die kl¨¹gste L?sung. ¡¯Verdammt!¡¯ dachte Neveah, als der H?ndler hastig einen Gegenstand zu Boden schleuderte und sich vor ihm ein Portal aufbrauste. ¡¯Wo hat er das alles nur versteckt?!¡¯ dachte Neveah und st¨¹rzte sich auf den H?ndler, um ihn daran zu hindern, in das Portal zu springen. Gerade noch rechtzeitig packte Neveah den H?ndler und warf ihn zu Boden, aber die Wucht seines Sturzes lie? sie beide durch das Portal purzeln. _______________ Jian starrte auf den Myriadenwald, und sein Gesichtsausdruck verriet seine Abneigung ¨C ein Zeugnis seines Unmutes und seiner Widerwilligkeit. Jian h?tte sich nie vorstellen k?nnen, dass jemals der Tag k?me, an dem er einen Seher zu Rate ziehen oder sich sogar in dessen N?he begeben m¨¹sste. Es war die letzte Wahl, die Jian getroffen h?tte, w?re es allein seine Entscheidung gewesen. Doch ein K?nig kann nicht immer so viele Entscheidungen f¨¹r sich allein treffen. Stets muss zuerst ber¨¹cksichtigt werden, was das Beste f¨¹r sein Volk ist... Und die Festung brauchte keinen K?nig, dessen Verstand durch Visionen getr¨¹bt war, die er nicht verstehen oder deuten konnte. "Wir sind bereits hier, ein Sinneswandel kommt jetzt nicht mehr infrage." erkl?rte Cassian Jian, wobei er Jian sorgenvoll beobachtete. "Sinneswandel? Das trifft nur zu, wenn mein Herz mich ¨¹berhaupt hierher gef¨¹hrt h?tte." erwiderte Jian. "Jian, alles ist vorbereitet. Es wird nicht mehr als einen Tag dauern und wir werden hier verschwunden sein. Dann kannst du vergessen, dass das jemals passiert ist." versuchte Cassian zu beschwichtigen. "Und sie werden auch vergessen, dass ich hier war?" fragte Jian, ohne eine Regung zu zeigen. "Die Nymphen des Myriadenwalds haben Verschwiegenheit und absolute Treue zur Drachendynastie geschworen. Niemand au?er dem Seher und seinen Gehilfen wurde von deinem Besuch in Kenntnis gesetzt. Wir werden uns direkt auf den Weg machen, um den Seher am vereinbarten Ort zu treffen, und wir werden unterwegs niemandem begegnen." "Kirgan hat bereits alles im Vorfeld organisiert, also kannst du beruhigt sein. Aber wenn du immer noch keine Sicherheit empfindest, kann ich danach jeden einzelnen von ihnen t?ten..." bot Cassian an. Jian warf Cassian einen trockenen Blick zu, bevor er in die Ferne schaute. "Und wo genau befindet sich Xenon? Ich dachte, du h?ttest gesagt, er w¨¹rde hier sein." fragte Jian ausdruckslos. "Ich ube, wir sind fr¨¹her als gent angekommen. Xenon wird im Morgengrauen hier sein... Wir k?nnten auf ihn warten, oder vorausgehen und ihm auf dem R¨¹ckweg begegnen." schlug Cassian vor. "Einverstanden. Ich hoffe um euretwillen, dass diese Reise sich als produktiv erweist... oder ihr werdet meine verschwendete Zeit entsch?digen m¨¹ssen." machte Jian deutlich, w?hrend er Chapter 491: Gr??ter Verlust (Kap.492)

Chapter 491: Gr??ter Verlust (Kap.492)

In einer anderen Zeit, in einem anderen Leben waren wir f¨¹r einander bestimmt, du und ich. Jetzt gehe ich einmal an dir vorbei, dann ein zweites Mal, und immer wiederkehrend... Mein Herz kennt dich, doch ich kenne dich nicht... und obwohl dein Herz mich kennt, erkennst du mich nicht. -JHeart ______________ Die Sonne begann gerade zu sinken und tauchte den dichten Wald in ein warmes, goldenes Licht. Genau in diesem Moment kam die abgelegene H?hle im Tiefen des Waldes in Sicht. Wie Cassian gesagt hatte, nahmen sie einen verborgenen Pfad durch den Wald und begeen auf dem Weg zur H?hle keiner einzigen Seele. ?Hier... dieses Gebiet gilt als heilig, und die Nymphen wagen sich nur hierher, wenn sie von der Seherin gerufen werden", erkl?rte Cassian Jian. Jian runzelte ver?rgert die Stirn, w?hrend er die H?hle anstarrte. Der Eingang der H?hle wurde von uralten B?umen umrahmt, deren Wurzeln sich wie knorrige H?nde um den H?hleneingang gen, als wollten sie diesen umarmen. Hinter dem Eingang tat sich nur ein dunkler Abgrund auf. Es war erst Mittag, aber die H?hle schien bereits von Dunkelheit verschlungen zu sein; au?er dem Eingang selbst war alles in dunkle Schatten getaucht. ?Diesmal musst du es f¨¹r uns tun... das ist alles, woran du denken solltest", sagte Cassian zu Jian, da er wusste, dass Jian sehr beunruhigt war. Jian nicktengsam, und sie setzten ihren Weg zur H?hle fort. Bald erreichten sie den Eingang. ?Du solltest alleine hineingehen, ich werde hier drau?en warten", sagte Cassian, als er am Eingang stehen blieb. Jian presste kurz die Lippen aufeinander, ging jedoch ohne ein weiteres Wort in die Dunkelheit der H?hle hinein. Es dauerte nichtnge, bis sich seine Augen an die Dunkelheit gew?hnt hatten, und Jian ging in einemngsamen und entspannten Tempo den schmalen Pfad weiter, der tiefer in die H?hle f¨¹hrte. Nach einer kurzen Wanderung ?fe sich der Weg zu einer Kammer, die ein wenig heller als der Rest der H?hle war. Die Kammer schien leer zu sein, doch Jian hatte schonnge die Gegenwart von Leben gesp¨¹rt und lie? sich daher nicht im Geringsten beirren, als irgendwo in der Kammer eine kr?chzende Stimme erng. ?Der Goldschuppende... Er, der an der Spitze der Welt steht... der einzig wahre K?nig...", lobte die kr?chzende Stimme, die scheinbar aus allen Richtungen kam. Jian war sich nicht sicher, was Seher dazu brachte, immer geheimnisvoll wirken zu wollen, doch er starrte einfach ausdruckslos nach vorne, ohne sich daf¨¹r zu interessieren, von wo genau der Seher sprach. ?Man hat euch von meinem Kommen berichtet, was auch immer ihr ¨¹ber den Grund meines Hierseins wisst... vergesst es", stellte Jian r. ?Ahhh... dein Hass brennt heftig, K?nig der gro?en Bestien von Asvar. Doch was ist es, das du wirklich hasst? Ist es die Magie? Oder gibt es vielleicht mehr, als du zuzugeben bereit bist?", kr?chzte die Stimme erneut. Jians Stirn zuckte leicht, denn genau dieses Bohren und Dr?ngen wollte er um jeden Preis vermeiden. ?Ich habe Fragen, und ihr m¨¹sst mir nur Antworten geben", erwiderte Jian ausdruckslos. ?Und welche Frage w¨¹nschst du zu kl?ren?", fragte die kr?chzende Stimme. Jian schwieg einen Moment, sammelte seine Gedanken, bevor er erneut sprach.Der wiederkehrende Traum, den ich im letzten Jahr hatte... Ist er eine Vision?...eine Vorahnung...? Oder eine Erinnerung?" fragte Jian misstrauisch. "Wei?t du die Antwort darauf nicht bereits?" erng die kr?chzende Stimme. Jian runzelte die Stirn und holte scharf Luft, bevor er weitersprach. "Geh?rt diese Erinnerung zu mir? Oder zu jemand anderem?" fragte Jian erneut. "Und, wie hat es sich f¨¹r dich angef¨¹hlt, Eure Hoheit?" fragte die kr?chzende Stimme wieder. Jian dachte einen Moment dar¨¹ber nach; dieser Traum f¨¹hlte sich viel zu real an, zu pers?nlich, als dass er jemand anderem geh?ren konnte. "Dann sagt mir zumindest das: Habe ich jene Nacht ¨¹berlebt?" gab Jian seine letzte Frage zum Besten. "Du hast eine Vorstellung davon, was dieser Schmerz war. Also sage mir, wie viele deinesgleichen ¨¹berleben das... wie viele Drachen ¨¹berleben eine Enthauptung?" fragte die kr?chzende Stimme. Jian biss sich heftig auf die Lippe, seine Augen schlossen sich. "Ich starb... in jener Nacht... ich bin auch gestorben...", murmelte Jian, das Gewicht seiner Worte dr¨¹ckend schwer auf seinem Herzen. Vieles war unr, aber diese eine Tatsache... in jener Erinnerung, egal was es war, Jian hatte den gr??ten Verlust seiner Existenz durchlitten, und dieser Schmerz hatte auch sein Leben gefordert... ________________ Neveah verwandelte sich zur¨¹ck in ihre menschliche Gestalt, gerade bevor sie am anderen Ende des Portals herausgeschleudert wurde. Siendete abrupt, krachte direkt gegen einen Baumstamm und fiel zu Boden. Es war schwer, das Gleichgewicht wiederzuengen, da sie und der H?ndler unvorbereitet in das Portal hineingezogen worden waren, nicht bereit f¨¹r den pl?tzlichen Anstieg der Magie. Ein schmerzhafter Aufschrei entschl¨¹pfte ihr, als sie sich auf den R¨¹cken rollte und den Schmerz ertrug, der ihre Wirbels?ule hinaufschoss; Neveah wusste auch ohne Diagnose, dass sie sich wahrscheinlich eine Rippe gebrochen hatte. Neveah machte sich nicht die M¨¹he, auf den H?ndler zuzust¨¹rmen oder seinen Zustand zu ¨¹berpr¨¹fen; er war genauso hart gndet wie sie, und da er nur ein Mensch war, konnte Neveah seine schweren Atemz¨¹ge und den Geruch von Blut wahrnehmen. Es war nicht schwer zu erkennen, dass der H?ndler bewusstlos war und sich nicht so bald erholen w¨¹rde. ¡¯Wecke ihn auf und scge ihn wieder bewusstlos¡¯, schlug Neveahs Wolf mit Abscheu vor. "Er wird die Ruhe brauchen, es wird einiges zu kl?ren geben, wenn Vater uns so sieht", murmelte Neveah und wusste, wie ¨¹berf¨¹rsorglich Kaideon werden konnte, besonders wenn sie k?rperlichen Schaden erlitten hatte. ¡¯Ich h?tte das besser hinbekommen¡¯, stellte Neveahs Wolf fest. Er meinte damit, dass sich Neveah aus ihrer Wolfsgestalt, die viel st?rker als ihre menschliche Form war, herausverwandelt hatte. ¡¯Aber dann h?tte unsere Landung viel mehr Aufmerksamkeit auf uns gezogen, und wer wei? schon, wo wir sind¡¯, dachte Neveah an ihren Wolf. Neveahs Wolf war zu gro?; w?re sie in Wolfsgestalt gndet, h?tte der Baum, der den ersten Aufprall bekommen hatte, sicherlich entzwei gebrochen. Neveahs Wolf knurrte, widersprach aber nicht Neveahs Argumentation. Neveah schloss die Augen, als sie einfach auf dem Waldboden liegen blieb und gab ihrem Wolf Zeit, sie zu heilen. Chapter 492: Toter Wald (Kap.493)

Chapter 492: Toter Wald (Kap.493)

Neveahs erhoffter Moment der Ruhe hielt nichtnge an, nicht als ihr Wolf eine offensichtliche Tatsache ansprach, die Neveah irgendwie nicht rechtzeitig erfasst hatte. ?Veah... dieser Wald, ist er nicht seltsam? Er ist komplett still... und diese Aura..." Neveahs Wolf lenkte ihre Aufmerksamkeit auf ihre Umgebung. Als Neveahuschte, best?tigte sich, was ihr Wolf gesagt hatte: Es gab nirgends auch nur das kleinste Ger?usch von Waldbewohnern. Kein Vogelzwitschern, kein Rascheln von Eichh?rnchen oder Kaninchen, es war vollkommen anders als der Wald, in dem sie sich befunden hatten, bevor sie das Portal durchquerten. Es war, als w?re dem Wald jegliches Leben entzogen worden; selbst die B?ume und Pnzen waren seltsam geschw?rzt, kaum lebendig, aber nicht v?llig tot. Und dann war da noch diese Aura, von der Neveahs Wolf sprach, eine Art todesahnliche Atmosph?re, die ¨¹ber dem Waldg. Diese Aura erinnerte Neveah an eine, der sie vor einiger Zeit bege war. Sie war unheimlich ?hnlich der Aura des Trollgolems. Ein kalter Schauer lief Neveah ¨¹ber den R¨¹cken, als sie diese Erkenntnis traf, und sie erhob sich, um ihre unmittelbare Umgebung zu scannen. Neveahs Nase zuckte leicht; der Blutgeruch des H?ndlers wurde immer st?rker, was ihrer Lage nicht zutr?glich war. Wenn etwas f¨¹r alle Arten von Bestien und Raubtieren, ob normal oder nicht, besonders verlockend war, dann war es Blut an oberster Stelle, und menschliches Blut hatte eine besondere Anziehungskraft. Neveah wusste das, sie war selbst teils Raubtier. ?Wenn wir das Blut so deutlich riechen k?nnen, dann kann es auch alles andere wahrnehmen... wo auch immer wir sind... Ich ube nicht, dass wir erfahren wollen, was hieruert", dachte Neveah zu ihrem Wolf. Sie ging zum H?ndler hin¨¹ber, hockte sich neben ihn und riss ein St¨¹ck seines Gewandes ab. Rasch und fachm?nnisch befestigte Neveah es um die Verletzung an seinem Kopf, um die Blutung zu stoppen, das Beste, was sie im Moment tun konnte. ?Der Schnitt ist tief, er wird sicherlich eine Gehirnersch¨¹tterung haben. Die Blutung wird auch nicht so leicht stoppen", stellte Neveah fest. ?Ich kann meilenweit kein Leben wahrnehmen, was meinst du, wo k?nnten wir sein?", fragte Neveahs Wolf. Neveah presste die Lippen zusammen und dachte an den Angriff auf die Barriere und den Einbruch der Schattenbestien zur¨¹ck. Alles hatte sich schnell nacheinander erei und verst?rkte nur die Gefahr, von der Kaideon Neveah in ihrer ersten Nacht in den D¨¹nen erz?hlt hatte. ?Ich denke, deine Vermutung ist so gut wie meine", murmelte Neveah leise. Sie wollte es nicht uben, aber ein nagendes Gef¨¹hl in ihrem Bauch sagte ihr, dass dieser Wald nirgendwo in den Wei?en D¨¹neng. Es gab keinen Ort in den D¨¹nen, der so unwirklich sein konnte. Und wenn man die kurze Reichweite des Sprungportals bedenkt, war der einzige Ort, an den sie h?tten gngen k?nnen und der buchst?blich nach Tod aussah, jenes ber¨¹chtigte Land jenseits der Barriere.Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf und warf einen Blick auf den H?ndler. "Das kann nicht sein. Er ist vielleicht ein Krimineller, aber nicht so dumm. Kein Mensch w¨¹rde es wagen, hierher zu kommen, nicht einmal, um der Gefangennahme zu entgehen", entschied Neveah. "Aber wenn wir wirklich jenseits der Barriere sind... dann stecken wir in ernsthaften Schwierigkeiten." Neveah sprach die Worte aus, obwohl sie wusste, dass ihr Wolf dasselbe dachte. ¡¯Zuerst sollten wir ihn in Sicherheit bringen, in einem kleineren Raum wird es leichter sein, ihn zu verteidigen¡¯, dachte Neveahs Wolf. Neveah nickte, zog den H?ndler zu einem Baum und positionierte ihn so, dass er mit dem R¨¹cken gegen den Baum lehnte. Dann durchsuchte Neveah seine Kleidung, um herauszufinden, ob er ein weiteres Portrtefakt bei sich trug. Wenn der H?ndler eines besa?, war sich Neveah sicher, dass sie den Mechanismus entschl¨¹sseln und sie zur¨¹ck in die D¨¹nenstadt bringen konnte. Neveah suchte gr¨¹ndlich und dann noch einmal, fand jedoch nichts. "Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass es so einfach sein w¨¹rde", sagte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. Sie kletterte auf einen hohen Ast und suchte nach einem Unterschlupf, der nah genug war, um den H?ndler rechtzeitig dort unterzubringen. Sie konnte weit genug in den Wald hineinsehen, um einige H?hlen auszumachen. Neveah runzelte leicht die Stirn. Es schien wirklich kein Wildleben zu geben, und obwohl das eigentlich beruhigend sein sollte, machte es Neveah nur noch unruhiger. Was auch immer diese dunkle Aura ausstrahlte, musste diesen Wald aller Lebewesen beraubt haben, und Neveah hatte nicht vor, sein n?chstes Opfer zu werden. Neveah studierte auch die Anordnung des Waldes, um zu ermitteln, welcher der beste Weg hinaus war und in welche Richtung die D¨¹nenstadtg. Es dauerte eine Weile, aber schlie?lich konnte Neveah die Windrichtung erkennen, die ihr verriet, in welcher Richtung die Wei?en D¨¹nengen, was Neveah weiter best?tigte, dass sie tats?chlich auf der anderen Seite der Barriere waren. "Dieser verdammte Schmuggler!" zischte Neveah ver?rgert. Gerade als Neveah den Baum hinunterklettern wollte, erblickte sie in der Ferne eine vertraute Gestalt. Sie war so weit entfernt, dass Neveah sie kaum erkennen konnte. Sie blinzelte leicht und sah mit gro?en Augen, wie ein vertrauter schwarzer Drache weiter vorne vom Himmel st¨¹rzte. "Xenon!" rief Neveah entsetzt. Von ihrem Standpunkt aus konnte Neveah nicht erkennen, in welchem Zustand er war, woher er angegriffen worden war oder warum er seinen Fall nicht abbremsen konnte. Das Einzige, was Neveah sehen konnte, war der schwarze Drache, der mit einer solch enormen Geschwindigkeit herabst¨¹rzte, dass Neveah sich nichts vorstellen konnte, was diesen Sturz ¨¹berleben w¨¹rde, und dieser Gedanke lie? ihr Herz vor Angst Chapter 493: Etwas Anderes (Kap.494)

Chapter 493: Etwas Anderes (Kap.494)

Jian trat aus der H?hle und lehnte leicht den Kopf zur¨¹ck, als er erneut das Tageslicht begr¨¹?te. Es war bereits sp?t am Tag und die Sonne w¨¹rde bald untergehen, doch das Tageslicht war eine willkommene Abwechslung zur Dunkelheit und den Schatten in der H?hle. ?Wie ist es gufen?", fragte Cassian misstrauisch, als er zu Jian her¨¹berkam, von dort, wo er an der Baumgrenze gewartet hatte. Cassian blickte einen Momentng hinter Jian in die H?hle, bevor sein Blick wieder zu Jian zur¨¹ckkehrte. Obwohl Cassian nichtnge in die H?hle schaute, entging Jian dieser Akt nicht. ?Ich habe niemanden get?tet", murmelte Jian. Seine Stirn runzelte sich leicht vor Ver?rgerung, denn es hatte all seine Kraft gekostet, genau das zu untessen. ?Und?", dr?ngte Cassian. ?Es gibt nichts zu berichten", antwortete Jian ausdruckslos. ?Du warst drei Stunden dort drin, Jian. Wie konnte es songe dauern, wenn nichts Wichtiges gesagt wurde?", fragte Cassian verwirrt. Drei Stunden... Jian war sich nicht bewusst gewesen, dass so viel Zeit vergangen war. Urspr¨¹nglich hatte Jian die H?hle vessen wollen, nachdem er die Antworten auf seine Fragen erhalten hatte... aber alles war anders veufen als gent. ?Sie hat mir kaum etwas zu den Themen erz?hlt, die ich wissen wollte... lie? mich meine eigenen Fragen beantworten. Aber ¨¹ber die Dinge, die ich nicht wissen wollte... davon hat sie viel gesprochen", teilte Jian mit, was er bereit war zu teilen. Jian rang immer noch darum, sich zu beruhigen, aber er war sich nicht sicher, ob ihm das bald gelingen w¨¹rde. Das Problem mit Sehern war, dass sie nie eine direkte Antwort auf irgendetwas gaben; alles, was sie sagten, waren Worte voller Mehrdeutigkeiten, und Jian hatte nichts anderes erwartet, daher war er nicht ¨¹berrascht. Nicht ¨¹berrascht dar¨¹ber, dass er gekommen war, um rheit zu gewinnen, aber jetzt war er noch verwirrter als zuvor. Jians Kopf war voller Fragen, und jede Frage f¨¹hrte zu einer weiteren. Jian h?tte seine Antworten fordern k?nnen, sie aus dem Seher herauspressen k?nnen, wenn notwendig. Doch Jian wusste, dass es einige Antworten gab, die er selbst finden musste. ?Ich hatte gehofft, der Seher w¨¹rde zumindest eine Methode vorscgen, um diesen qu?lenden Traum loszuwerden", sagte Cassian mit einem leisen Seufzen. Jian zuckte l?ssig mit den Schultern und fuhr sich durchs Haar. ?Ich kann nicht uben, dass ich mich tats?chlich von euch ¨¹berreden lie?, einen Seher zu konsultieren", murmelte Jian leise. Jetzt, da alles genau so veufen war, wie er es vermutet hatte, fragte sich Jian, warum er sich ¨¹berhaupt die M¨¹he gemacht hatte. Nichts von dem Gesagten w¨¹rde ihm bei den Tr?umen helfen, er w¨¹rde weiterhin in jedem ruhigen Moment von ihnen gegt werden... nichts hatte sich ge?ndert. ?Es war den Versuch wert. Lass uns jetzt zur¨¹ckkehren", sagte Cassian und legte beruhigend eine Hand auf Jians Schulter. Gerade als Jian etwas erwidern wollte, durchzog ein scharfer Schmerz seinen Bauch, so pl?tzlich und unerwartet, dass Jian leise aufst?hnte. Obwohl er seine Haltung beibehielt, schoss seine Hand hoch, um seine Brust zu greifen, was Cassian rmierte. ?Jian? Was ist los? Bist du verletzt?", geriet Cassian in Panik und st¨¹tzte schnell Jians Gewicht mit einem Arm um seine Schulter. ?Ich... ich...", versuchte Jian zu sprechen, doch der stechende Schmerz breitete sich schnell aus und raubte ihm den Atem."Ich werde sie t?ten!", zischte Cassian wutentbrannt und machte Anstalten, mit wilder Entschlossenheit in die H?hle zu st¨¹rmen. Jian ergriff Cassians Hand und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Er konnte bereits sp¨¹ren, woher dieser intensive Schmerz kam und warum er ihn so stark und heftig wahrnahm. Unter all seinen Br¨¹dern gab es nur einen, dessen Schmerz Jian so intensiv sp¨¹ren konnte. Esg daran, dass jenseits ihrer Verbundenheit noch etwas anderes von ihm in Jians Besitz war ... etwas, das ihre Verbindung weit st?rker machte als zu den anderen vieren. "Der Schmerz ... er kommt nicht von mir ... er ist Xenons Schmerz," erkl?rte Jian. Cassians Augen weiteten sich leicht bei Jians Worten. "Er war in der D¨¹nenstadt, aber er wusste, dass er uns hier treffen sollte ... er h?tte schon l?ngst hier sein m¨¹ssen," sagte Cassian besorgt, als ihnen r wurde, dass etwas schief gufen sein musste. "Geht zu den D¨¹nen, erkundet, wie die Lage dort ist, und handelt entsprechend. Ich werde selbst zu Xenon gehen," wies Jian Cassian an. Cassian nickte und eilte davon, w?hrend Jian allein zur¨¹ckblieb. In Jians Augeng ein t?dlicher Schimmer, als seine menschliche Gestalt zur¨¹ckwich und dem Raubtier in seinem Inneren tz machte. ________________ Neveah durchk?mmte den Wald, ihre Augen huschten hektisch umher. Jeder Pfad sah so ?hnlich aus wie der andere, und obwohl Neveah bisher auf Xenons Duftspur vertraut hatte, wusste sie weder, wo sie war, noch wie weit sie gufen war. Es hatte eine Weile gedauert, die Strecke bis zu der Stelle zu ¨¹berbr¨¹cken, an der Xenon gest¨¹rzt war, und Neveah war versp?tet damit, den bewusstlosen H?ndler an einen sicheren Ort zu bringen. Jetzt befand sie sich an der Stelle, wo Xenon gefallen war, und so sehr sie sich auch bem¨¹hte, sie konnte ihn nicht finden. ¡¯Er kann nicht verletzt worden sein ... das ist Xenon, ich meine ... er ist der St?rkste von allen, ein Schattenwesen k?nnte ihm nichts angetan haben,¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf, auf der Suche nach einer Best?tigung, die sie selbst nicht geben konnte. ¡¯Ich bin ¨¹berzeugt, dass er in der N?he ist, bewahre die Ruhe,¡¯ beruhigte Neveahs Wolf sie. Neveah nickte, w?hrend sie weiter den Wald absuchte. Es dauerte nur einen Augenblick, bis sie ihn sah. Xenon sa? an einen Baum gelehnt, ein Bein ausgestreckt, die Hand auf dem anderen Knie liegend. Sein Kopf war gesenkt, sein Gesicht von den Haaren verdeckt, die ihm ins Gesicht fielen. "Xenon! Schuppen! Geht es dir gut?!" rief Neveah aus und eilte zu Xenon. Sie hockte sich neben ihn und ¨¹berpr¨¹fte rasch seinen Zustand. Ein Seufzer der Erleichterung entrang sich Neveah, als sie weder eine Wunde feststellte noch Blut roch. Doch der Ausdruck auf Neveahs Gesicht wechselte zu einem verwirrten Blick, als Xenon sprach. "Du solltest ... nicht hier sein ... warum bist du hier, Veah? Du musst gehen ... vess mich, sofort." Xenons Stimme war nicht der gewohnte volle Bariton, an den Neveah sich gew?hnt hatte. Nein ... es war etwas anderes, dieses schrecklichngsame Ziehen in seiner Stimme ... Chapter 494: Sag es ihm (Kap.495)

Chapter 494: Sag es ihm (Kap.495)

Neveahs Augen weiteten sich bei Xenons Worten, besonders bei dem Unterton seiner Stimme. Dieser Ton... diesesngsame Sprechen, dieser animalische Unterton ¨C wie konnte Neveah ihn nicht erkennen? Wie hatte sie nicht die Dunkelheit erkennen k?nnen, die Xenons Realit?t war, als sie ihn zum ersten Mal getroffen hatte? Wie hatte sie das Wesen von Xenons wilder Unruhe ¨¹bersehen k?nnen, nachdem sie es selbst gesp¨¹rt und den H?hepunkt seines Wahnsinns miterlebt hatte? "Xe...xenon... du... wie..." begann Neveah, unsicher, was sie genau fragen wollte. Und selbst wenn sie die richtigen Worte gefunden h?tte, w?re Xenon ¨¹berhaupt in der Lage gewesen, ihr eine Antwort zu geben? Jetzt fielen Neveah Anzeichen auf, die ihr bereits beim ersten Anblick aufgefallen sein sollten. Seine Krallen waren deutlich sichtbar, gl?nzend und scharf, sie hatten sich durch seine Handschuhe gezw?ngt. Sein Kopf zuckte ab und zu, und ein Zittern durchlief seine Gestalt, es war subtil, aber vorhanden. Diese Anzeichen waren ein stummer Kampf von Xenon um Kontrolle, und Neveahs Herz schmerzte beim Anblick. "Ich... ich kann es nicht l?nger halten... Ich m?chte dir nicht... wehtun... geh... geh jetzt..." fl¨¹sterte Xenon Neveah zu, seine Worte kamen nur mit M¨¹he heraus. Neveah verstand nicht, was vor sich ging. Direkt vor ihren Augen nahm Xenons wilde Unruhe wieder Besitz von ihm, und sie konnte nicht verstehen, warum es gerade in diesem Moment geschah. "Xenon, was kann ich tun... sag es mir nur, ich kann nicht einfach..." begann Neveah zu sagen und griff nach Xenon. Neveahs Herz sank, als Xenon zur¨¹ckwich, als ob ihre Ber¨¹hrung seine Kontrolle vollst?ndig zerbrechenssen k?nnte. "Lass..." war alles, was Xenon sagte. Neveah senkte den Kopf, ihr Kopf war voll von Gedanken, w?hrend sie nach einer L?sung suchte, doch sie bekam nicht einmal die Chance dazu. "Geh!" knurrte Xenon erneut, diesmal waren seine Worte heftig und bedrohlich, und sie erschreckten Neveah. Neveah sprang schockiert zur¨¹ck und starrte ihn mit einer Mischung aus Best¨¹rzung und Unuben an. "In Ordnung... in Ordnung, wenn das ist, was du willst." sagte Neveah leise. Es hatte keinen Sinn, Xenon zu helfen, wenn er sie in diesem Moment nicht bei sich haben wollte. Neveah verstand Xenons Gedanken, das letzte Mal, als er in ihrer Gegenwart die Kontrolle verloren hatte, h?tte er sie beinahe verletzt, und er traute sich nicht, dass es nicht wieder passieren w¨¹rde. Aber es zu verstehen machte es nicht weniger schmerzhaft. Neveah ging leise den Weg zur¨¹ck, den sie gekommen war, doch sie hatte nur ein paar Schritte gemacht, als die Stimme ihres Wolfes sie aufhielt. ¡¯Also gehen wir einfach so? Schon wieder?¡¯ dachte Neveahs Wolf. ¡¯Er will, dass ich gehe, was kann ich tun?¡¯ dachte Neveah zur¨¹ck. ¡¯Und was ist mit uns? Was ist mit dem, was wir wollen? Wird es immer so sein, dass wir gehen, sobald er es sagt, und dann f¨¹r ihn da sind, wenn er es will?¡¯ fragte Neveahs Wolf ungl?ubig. ¡¯Wir W?lfe sehnen uns nach einer stabilen und sicheren Bindung. Ich werde dieses Spiel nicht mitspielen, Veah... und du auch nicht. Sag ihm das!¡¯ bestand Neveahs Wolf darauf. Neveahs Herz zog sich zusammen und wollte nicht nacssen; diesmal musste Neveah aussprechen, was sie auf dem Herzen hatte."Xenon...wenn ich wieder so gehe...dann werden wir das niemals ¨¹berwinden k?nnen...diese Entfernung zwischen uns wegen dieser dunklen Seite von dir..." "Wenn ich so gehe...dannsse ich dich wirklich gehen." Neveah murmelte dies, ohne sich umzudrehen. Neveah atmete tief ein und lehnte den Kopf zur¨¹ck, Tr?nen der Frustration und Hilflosigkeit stiegen in ihre Augen. "Xenon...Ich...das Letzte, was ich jetzt brauche, ist, mein Herz noch einmal aufs Spiel zu setzen...einmal mit dir, und noch einmal mit Menarx..." "Mein Herz hat schon genug erlitten...ich habe genug erlitten." fl¨¹sterte Neveah. "Du wirst nicht verstehen, wie..." Neveahs Stimme brach leicht. "Wie schwer das alles f¨¹r mich ist...es bstet mich so sehr, dass ich das Gef¨¹hl habe, den Verstand zu verlieren...aber selbst dann k?nnte ich dich nicht...dich nicht lossen..." gestand Neveah. "Warum also darfst du mich wegsenden?! Warum darfst du den Verstand verlieren und mich wegsto?en, und ich darf das nicht?!" "Warum sollte ich gehen, nur weil du es willst?! Und dich dann wieder in mein Lebenssen, wenn du meinst, es ist richtig?!" Neveah verlor nun die Fassung und hielt sich nicht mehr zur¨¹ck. Ihre H?nde zitterten vor Wut und Frustration. "Wenn sie...wenn diese Frau dich zum Durchdrehen bringen konnte! Bin ich nicht gut genug, um dich zusammenzuhalten?! Kann ich nicht der Grund sein, dass du deinen Nebel ¨¹berwindest?!" "Du hast mir gesagt, dass du alles getan hast, um zu mir zur¨¹ckzukehren! Du hast mir gesagt, dass du die Dunkelheit f¨¹r mich bek?mpft hast! F¨¹r mich! Was ist also jetzt los?!" "Ich sollte derjenige sein, den du jetzt am meisten brauchst! Warum also st??t du mich weg?! Warum muss ich gehen?!" Neveahs Stimme wurde unterbrochen, als sie in Tr?nen ausbrach. Ein weiteres Schluchzen entwich Neveah, als ein vertrautes Paar Arme sie umschloss, Sie sp¨¹rte Xenons vertraute W?rme, als er sie von hinten fest umarmte, sein Duft ¨¹berw?ltigte vollkommen ihre Sinne. Mit Xenon so nah konnte Neveah das Zittern sp¨¹ren, das durch ihn ging, sie konnte das schnelle Scgen seines Herzens h?ren und Neveah erkannte in diesem Moment, dass Xenon...Angst hatte. Nicht nur Angst, Xenon war von Angst erf¨¹llt... vor seiner eigenen Dunkelheit. Angst war ein Gef¨¹hl, das Neveah sich bei Xenon nie h?tte vorstellen k?nnen, doch hier war er, er zitterte regelrecht... denn er konnte die Welt verbrennen, wenn er wollte, aber dieser Dunkelheit gegen¨¹ber...war auch Xenon hilflos. "Vess mich nicht...vess mich nicht, Veah. Bleib...hilf mir...rette mich..." flehte Xenon, seine Stimme war kaum mehr als ein Fl¨¹stern. Neveahs Augen schlossen sich, ihr Herz zitterte ebenso wie Xenon. Langsam drehte sie sich in Xenons Armen um, ihre H?nde ruhten an den Seiten seines Gesichts. Neveah blickte in seine Augen, diese bezaubernden schwarzen Augen waren geweitet, doch das Entsetzen, das sich in Xenons Augen spiegelte, war un¨¹bersehbar. "Ich...wollte...nie..., dass du...mich...so...wieder...siehst." Xenon brachte es m¨¹hsam heraus. Neveahs Herz schmerzte noch mehr, denn sie wusste, so sehr Xenon sich davor f¨¹rchtete, sich selbst wieder zu verlieren, so sehr f¨¹rchtete er sich auch davor, was sie von ihm denken w¨¹rde... von seinem wahren Ich. "Xenon...mein wundersch?ner Schwarzschuppiger...es gibt keinen einzigen Teil von dir, den ich hassen k?nnte, nicht einen..." schwor Neveah ernsthaft. Mit einem festen Blick auf Xenon geheftet, beugte sich Neveah vor und ihre Lippen fanden die seinen in einem leidenschaftlichen Kuss. Chapter 495: Das Schlimmste (Kap.496)

Chapter 495: Das Schlimmste (Kap.496)

Wann hat alles schief zu gehen begonnen? Neveah war sich unsicher. Im einen Moment k¨¹sste sie Xenon mit einem fiebrigen Eifer, seine Zittern beruhigte sich in ihrer Umarmung und seine zarten Zuneigungsbekundungen brachten Neveahs Welt zum Stillstand. In jenem Moment wusste Neveah, dass sie Xenon wirklich helfen konnte, dass sie sein Anker sein konnte, snge sie an seiner Seite war. Doch im n?chsten Augenblick wurde Neveahs Bewusstsein in die Tiefen ihres Geistes gezogen und zum ersten Mal seit Langem ¨¹bernahm Neveahs Wolf die Kontrolle. Neveah wurde unsanft zur¨¹ckgesto?en und ihr Wolf nahm Besitz von Neveahs Gestalt. Neveah konnte gar nicht schnell genug reagieren, denn schon erng ein leises, schmerzerf¨¹lltes Keuchen von Xenon, als ihre verl?ngerten Eckz?hne sich in das Fleisch seines Halses gruben und tief eindrangen. Neveah versp¨¹rte einen pl?tzlichen Schwall in ihren Adern, als ob jeder Faser ihres K?rpers entmmt w?re und tz f¨¹r eine neue Bindung machte... eine Bindung, die Neveahs Wolf gerade ohne Xenons Einwilligung geschaffen hatte. ¡¯Was hast du getan?¡¯ dachte Neveah entsetzt zu ihrem Wolf, als Xenon in dem Moment, als die Eckz?hne zur¨¹ckgezogen wurden, kraftlos in Neveahs Armen wurde. Und so gab Neveahs Wolf die Kontrolle an sie zur¨¹ck. Neveah sank auf die Knie und fing Xenons Sturz ab, w?hrend sie entsetzt auf die Bissspur an Xenons Hals starrte, aus der noch immer heftig Blut str?mte - es sickerte in seine Kleidung und auch in Neveahs. Der Biss hatte eine tiefe Wunde hintessen, und Xenon verlor schnell viel Blut, was noch verschlimmert wurde, denn Neveah wusste, dass ein Paarungsmal durch die heilenden Toxine, die Neveah an Xenon ¨¹bertrug, schnell heilen w¨¹rde. Selbst bei einem Menschen h?tte die Heilung bereits begonnen. Aber das Mal auf Xenons Schulter zeigte keine Anzeichen der Heilung. "Xenon! Xenon!" rief Neveah und r¨¹ttelte an Xenons Schultern, um ihn zu wecken, doch es war vergebens. Neveahs Hand wanderte zu Xenons Hals, um den Puls zu ¨¹berpr¨¹fen. Seine Atmung war seltsam beschleunigt und obwohl er bewusstlos war, war sein Gesichtsausdruck immer noch von Schmerz verzerrt. Neveah konnte sich vorstellen, wie die Gifte von ihrem Biss selbst in diesem Moment seinen Blutkreiuf beherrschten und seine K?rperkonstitution v?llig auf den Kopf stellten. Xenon war kein Werwolf, er war anders... Wie k?nnte sie die Auswirkungen ihres Bisses vorhersagen? Wie k?nnte sie wissen, was der Biss eines Wolfes bei einem Drachen anrichten w¨¹rde? ¡¯Was hast du getan?! Was hast du getan?!¡¯ zischte Neveah ihren Wolf durch ihre Verbindung an. ¡¯Was wir schonnge h?tten tun sollen¡¯, erwiderte Neveahs Wolf ohne jegliche Reue. "Du hast ihm wehgetan! Was soll ich jetzt tun?! Er h?rt nicht auf zu bluten!" geriet Neveah in Panik. ¡¯Die Bindung hat gerade erst begonnen, er wird nach dem Prozess heilen. Es sollte nicht l?nger als ein paar Tage dauern¡¯, dachte Neveahs Wolf zu ihr. "Du... " Neveah zischte, doch sie fand keine Worte, um ihren Wolf zu tadeln. Neveah hatte nicht einmal die Zeit dar¨¹ber nachzudenken, denn im n?chsten Augenblick hallte einutes Kreischen vom Himmel wider...Das Ger?usch war nahe, so nahe, dass Neveah wie angewurzelt stehen blieb und sichngsam umdrehte. Ihr Blick glitt den Baum hinauf, der nur eine kurze Distanz von ihnen entfernt war, und auf einem Ast thronte eine riesige Masse aus Schatten, die die Gestalt eines erschreckenden gefl¨¹gelten Ungeheuers annahm. Die Schatten wirbelten und brodelten, und die hohlen Stellen, die als Augen des Biests dienten, waren auf Neveah und den bewusstlosen Xenon gerichtet. Neveah warf einen Blick auf Xenon, dann auf das Ungeheuer. Sie bewegte sich behutsam, legte Xenon sanft auf den Boden, w?hrend ihre Augen das Biest nicht aus dem Blick lie?en. Dann richtete Neveah sich auf, ihre H?nde zu festen F?usten geballt, bereit, Xenon vor der Schattenbestie zu sch¨¹tzen. Eine Schattenbestie war eine ¨¹beraus b?sartige Kreatur, Neveah hatte zusehen m¨¹ssen, wie Menarx und Cassian gegen eine solche k?mpften und sie sich sogleich mit derselben Leichtigkeit wieder formierte. Wenigstens waren sie damals von einem Zauberer heraufbeschworen worden, doch dieses Mal waren die Schattenbestien aus den L?ndern jenseits der Barriere, belebt durch die Dunkelheit, die das Land vergiftete... sie hatten weder Ursprung noch Beschw?rer. Noch nie hatte Neveah gegen eine Schattenbestie gek?mpft, und auch in diesem Augenblick hatte sie keine Ahnung, wie man sie bezwingen k?nnte. Doch eines wusste Neveah gewiss: Das Biest w¨¹rde nicht an ihr vorbei zu Xenon gngen. Neveah holte tief Atem und genau in dem Moment, als sie ausatmete, st¨¹rzte sich das Ungeheuer mit einem wilden Schrei auf sie. Neveah war bereit, den Angriff abzuwehren, doch er kam nicht. In einem Moment war das Ungeheuer direkt auf sie zugerast, im n?chsten Moment ?nderte es seinen Kurs. Die Bestie wirbelte durch die Luft, in eine andere Richtung, und an ihrer Stelle stand nun eine Person, die Neveah nie erwartet h?tte zu sehen. Sein Blick war zu einer dunklen, zornigen Miene verengt, eine der wenigen Emotionen, die sich in seinem Gesicht zeigten. Und dieser dunkle Zorn war auf niemand anderen gerichtet als Neveah. Einen Momentng ¨¹berlegte Neveah, dass die Schattenbestie eine angenehmere Alternative gewesen w?re als die Konfrontation mit einem w¨¹tenden Drachenk?nig. K?nig Jians Blick wich nicht von Neveah, auch nicht, als die Schattenbestie erneut vor Wut kreischend auf sie zust¨¹rmte. Ohne der Bestie auch nur einen Blick zu g?nnen, hob K?nig Jian eine Hand. Ein Strom von mmen schoss daraus hervor und verg die Schattenbestie g?nzlich. Neveah sah entsetzt zu, wie die Bestie vollst?ndig von den mmen verzehrt wurde und ihre grauenvollen Schreie im Nichts verhallten. Dann legte sich wieder Stille ¨¹ber den Wald... doch diesmal war die Anspannung in der Luft so dicht, dass sie mit einem Messer zu schneiden war. Nach einem ganzen Jahr hatte Neveah nie dar¨¹ber nachgedacht, unter welchen Umst?nden sie dem Drachenk?nig wiederbegegnen w¨¹rde... sie hatte wirklich nicht gedacht, dass sich ihre Wege je wieder kreuzen w¨¹rden. Aber von all den Szenarien, die sie sich nicht ausgemalt hatte, wusste Neveah ohne jeden Zweifel, dass dies die schlimmste aller M?glichkeiten war. Chapter 496: Unterschlupf (Kap.497)

Chapter 496: Unterschlupf (Kap.497)

"Neveah... bist du jemals da, wo man dich erwartet?" fragte K?nig Jian mit einer Stimme, die eher einem tierischen Knurren als einer menschlichen Rede glich. "Y... Eure Hoheit..." stammelte Neveah. Weitere Worte blieben ihr im Hals stecken. Was sollte man auch in einer solchen Situation sagen? Neveahs Herz sank tiefer, als K?nig Jians Blick sich auf Xenon richtete und sein Gesichtsausdruck sich augenblicklich ver?nderte. "Ich... ich kann es erkl?ren..." versuchte Neveah, brach jedoch ab, als sie auf K?nig Jians ausdruckslosen Blick traf. Wortlos schritt K?nig Jian an Neveah vorbei und hockte sich neben Xenon. Langsam drehte Neveah sich um, ihr Gesichtsausdruck war rmiert, w?hrend K?nig Jian Xenons Zustand untersuchte. Sein Blick fiel zuerst auf die blutende Bisswunde an Xenons Hals. K?nig Jian kippte Xenons Kopf zur Seite und begutachtete die Wunde, seine Stirn runzelnd. "Du hast das getan," sagte K?nig Jian leise. Es war keine Frage, sondern eine Feststellung, die mit absoluter Sicherheit getroffen wurde. Neveahs F?uste entspannten sich und ballten sich dann wieder. "Ich... ich hatte nicht die Absicht, ihn zu markieren... ich habe nur... es passierte einfach..." Neveah stolperte ¨¹ber ihre Worte in einem verzweifelten Erkl?rungsversuch. "Markieren?" unterbrach K?nig Jian und schaute fragend zu Neveah hin¨¹ber. Da wurde Neveah r, dass die Drachen nicht vollst?ndig mit den Gebr?uchen der Werwandler vertraut waren, und sie bereute sofort, ¨¹berhaupt etwas gesagt zu haben. Andererseits wusste Neveah, dass K?nig Jian nicht erfreut gewesen w?re, h?tte sie ihm nicht erkl?rt, dass sie versehentlich in die Schulter seines Bruders gebissen hatte. Bevor Neveah etwas best?tigen oder verneinen konnte, hatte K?nig Jian es bereits selbst herausgearbeitet. "Das ist es, was deine Artgenossen als Paarungszeichen betrachten..." murmelte K?nig Jian in der Erkenntnis. "Xenon... das wilde Nebel schlich sich an ihn heran, ich wollte nur helfen... Ich hatte das nicht gent... Ich..." Neveah brach erneut ab und senkte schuldig den Kopf. Es gab absolut keinen Weg, sich aus dieser Situation herauszureden... dieser Situation, in der sich K?nig Jians Bef¨¹rchtungen best?tigt hatten und sie Xenon letztendlich Schaden zugef¨¹gt hatte. Neveah wartete mit angehaltenem Atem darauf, dass K?nig Jian seinen Zorn in Worte fasste und eine weitere seiner harschen Zurechtweisungen aussprach, oder vielleicht sogar ihren Kopf forderte f¨¹r das, was sie getan hatte. Sie wartete und wartete, doch es kam nicht dazu. Was kam, war nicht das, was Neveah erwartet hatte. "Wer hat dich verletzt?" waren K?nig Jians erste Worte nach einerngen Zeit des Schweigens, eine einfache Frage, die Neveah einen Moment brauchte, um sie zu verarbeiten. "Ich... ich... was?" fragte Neveah verwirrt. "Du blutest," stellte K?nig Jian fest. Neveah folgte seinem Blick zu ihrem Knie, und tats?chlich waren ihre Hosen mit Blut befleckt. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie sich beim Abfangen von Xenons Sturz einen tiefen Schnitt zugezogen hatte. "Ich... es ist nichts," sagte Neveah unsicher, noch immer v?llig verbl¨¹fft und noch verunsicherter ¨¹ber die ausbleibende Reaktion von K?nig Jian."Das war nicht die Frage", stellte K?nig Jian emotionslos fest. "Niemand, er ist gest¨¹rzt", erwiderte Neveah, die K?nig Jian aufmerksam beobachtete. K?nig Jian fixierte Neveah einen Momentng, bevor sein Blick sich wieder Xenon zuwandte. "Ich habe ihn nur einen Moment aus den Augen gssen", murmelte K?nig Jian, und seine Worte schienen mehr an sich selbst gerichtet zu sein. K?nig Jian legte einen Arm um Xenons Schulter und hob ihn mit Leichtigkeit hoch, als ob er nichts wiegen w¨¹rde, und richtete sich mit Xenons Last problemlos auf. Dann setzte K?nig Jian sich in Bewegung, wieder ohne ein Wort, und Neveah blieb zur¨¹ck, unsicher, ob es von ihr erwartet wurde, ihm zu folgen, oder ob dies K?nig Jians stiller Weg war, ihr zu sagen, dass sie in diesem dunklen Wald dem Tod geweiht war. "Worauf wartest du noch?" fragte K?nig Jian, ohne sich umzudrehen. Neveahs Augen weiteten sich, und sie setzte sich sofort in Bewegung, eilte K?nig Jian entgegen. Pl?tzlich blieb K?nig Jian stehen und Neveah hielt schnell inne, nur wenige Zentimeter trennten sie von ihm. Vorsichtig trat Neveah ein paar Schritte zur¨¹ck und bewegte sich erst weiter, als K?nig Jian seinen Weg fortsetzte. "Ich... wohin gehen wir?" fragte Neveah z?gerlich. "Die Nacht bricht bald herein und wir sind weit von der Barriere entfernt. Sobald das Tageslicht der Dunkelheit weicht... haben die Schattenbestien nichts mehr zu f¨¹rchten", erkl?rte K?nig Jian Neveah. Neveah nicktengsam. Sie erinnerte sich, dass auch Kaideon es gesagt hatte: Licht ist der gr??te Feind der Schattenbestien. Aus diesem Grund sorgten die Feen aus der Lichterhalle all die Jahrhunderte ¨¹ber daf¨¹r, dass alle asvarischen Leuchtfeuer in ihrem hellsten nz strahlten. Das Licht der asvarischen Leuchtfeuer legte eine weite Strecke jenseits der Barriere zur¨¹ck, sodass sich Schattenbestien niemals auch nur in die N?he der Barriere wagen d¨¹rften, au?er das Licht der Leuchtfeuer ckert. Ein Moment der Schw?che im Licht und die Schattenbestien w¨¹rden die Barrieren ¨¹berrannt haben. Daher waren die asvarischen Leuchtfeuer und die sie bewachenden Festungen von gr??ter Wichtigkeit in der Festung. "Sind wir wirklich so weit von der Barriere entfernt?" fragte Neveah nach einer Weile des Schweigens. "Eine halbe Flugstunde", antwortete K?nig Jian. Leicht die Stirn runzelnd ¨¹berlegte Neveah, Xenon musstenge genug fort gewesen sein, um so weit zu kommen, obwohl sie nicht verstand, warum Xenon ¨¹berhaupt die Barriere durchquert hatte. Sie nahm an, dass es darum ging, die Schattenbestie wegzulocken, um die Stadt vor Sch?den durch den Kampf zu bewahren, doch selbst dann h?tte Xenon nicht so weit fliegen m¨¹ssen. Und was hatte seinen wilden Dunst so weit hier drau?en ausgel?st und zu seinem Sturz gef¨¹hrt? "Was sollen wir tun?... Er blutet immer noch", fragte Neveah vorsichtig, unsicher dar¨¹ber, was sie sagen k?nne, was K?nig Jian endg¨¹ltig in Wut versetzen w¨¹rde. Seine derzeitig ruhige Art im Umgang mit der Verletzung an Xenons Hals war ganz und gar nicht typisch f¨¹r ihn und Neveah wusste, dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm sein konnte. "Sucht zuerst Unterschlupf. Dann werde ich mich um seine... Verwundung k¨¹mmern", antwortete K?nig Jian und hielt kurz inne, bevor er das Wort w?hlte, mit dem er die Verletzung von Neveah beschreiben wollte. Unterschlupf... Neveah war sich nicht sicher, ob sie vor den Schattenbestien Schutz suchte oder vor dem seltsam ruhigen K?nig, der vor ihr herging. Chapter 497: An deiner Stelle (Kap.498)

Chapter 497: An deiner Stelle (Kap.498)

Neveah stand unbeholfen an der Seite und sah zu, wie K?nig Jian Xenon sanft auf den Boden der H?hle absetzte. K?nig Jian ging dann zum Eingang der H?hle, er bewegte kein einziges Glied und starrte einfach nur vor sich hin, aber Neveah sah mit Erstaunen zu, wie mmen aus dem Nichts zum Leben erwachten und eine Wand ¨¹ber dem H?hleneingang bildeten. Neveah hatte noch nie einen Drachen gesehen, der das Feuer so gut beherrschte wie K?nig Jian, so gut, dass er sogar in menschlicher Gestalt mit Leichtigkeit mmen beschw?ren konnte. Neveah wusste zwar, dass Menarx auch in menschlicher Gestalt mmen beschw?ren konnte, aber sie h?tte nicht gedacht, dass seine F?higkeit so stark war... K?nig Jian war sogar noch viel besser als ein Feuermagier. K?nig Jian ging wieder zu Xenon hin¨¹ber und kauerte sich neben ihn. K?nig Jian schlitzte seine Handfl?che auf, hielt sie ¨¹ber Xenons Hals und lie? sein Blut auf den blutenden Biss tropfen. Ein zischendes Ger?usch war zu h?ren, und Neveah beobachtete, wie die Blutung sofort aufh?rte und sich die Wunde schloss, wobei eine sichtbare Narbe zur¨¹ckblieb, von der Neveah wusste, dass sie nie verschwinden w¨¹rde. Neveah zuckte sichtlich zusammen, als K?nig Jians Blick schlie?lich zu ihr wanderte und sie einen Momentng ausdruckslos anstarrte. "Setz dich." wies K?nig Jian sie an. "Es geht mir gut... I..." Neveah begann zu protestieren, aber K?nig Jian unterbrach sie. "Wir werden die ganze Nacht hier sein, Neveah. Setz dich." sagte K?nig Jian in einem Ton, der keinen Raum f¨¹r Diskussionen lie?. Neveah nickte und setzte sichngsam hin, ein gutes St¨¹ck entfernt von Xenon und K?nig Jian. Neveahs Herz schmerzte noch immer f¨¹r Xenon und war von Schuldgef¨¹hlen gegt, aber sie wusste, dass es das Beste war, wenn sie K?nig Jian aus dem Weg ging. K?nig Jian setzte sich ebenfalls und lehnte seinen Kopf an die Wand der H?hle. Er hob eine Hand, um sich die Haare aus dem Gesicht zu streichen, und stie? einen schweren Seufzer aus, als ihm die Augen zufielen. Neveah wagte einen Blick zu K?nig Jian hin¨¹ber und sah ihn zum ersten Mal richtig an, seit er aufgetaucht war. In diesem Moment wurde Neveah r, wie anders K?nig Jian aussah, und es war keine gute Art von anders. Neveah konnte nicht genau sagen, was es war, aber K?nig Jian sah... ersch?pft aus. Neveah lenkte ihren Blick ab und starrte auf ihre H?nde, die kurz nerv?s herumzappelten. Die Stille war nervenaufreibend und die Tatsache, dass K?nig Jian immer noch kein Wort gesagt hatte, seit sie die H?hle betreten hatten, beunruhigte Neveah sehr. "Euer Gnaden ... was auch immer Ihr in diesem Moment von mir denkt, Ihr habt jedes Recht ..." begann Neveah zu sagen, doch ihre Worte verstummten, als K?nig Jian scharf einatmete. Neveah hob ihren Blick vorsichtig zu ihm und erwartete, dass er sie mit seinen w¨¹tenden Augen anstarren w¨¹rde, aber stattdessen stellte sie fest, dass K?nig Jian in genau der gleichen Position war wie sie. Er lehnte an der Wand und hatte die Augen geschlossen. Neveah vermutete, dass er schlief, aber sieuschte noch einen Moment, denn das Ger?usch von K?nig Jians unregelm??igem Atem lie? sie verwirrt zur¨¹ck. "Schl?ft er? ... Oder nicht?" murmelte Neveah verwirrt. Neveah studierte K?nig Jians Gesichtsausdruck von ihrem tz aus und kam zu dem Schluss, dass er tats?chlich schlief, aber seine Augenbrauen waren leicht gerunzelt und er hatte einen angespannten Gesichtsausdruck... als ob er Schmerzen h?tte. Ein leiser Laut des Unbehagens ert?nte von ihm, und Neveah hob eine einzelne Braue. "Hat er ... einen Albtraum?" fragte sich Neveah. Hatten Drachen ¨¹berhaupt Albtr?ume? Neveah wusste es nicht. Neveah starrte zum Eingang der H?hle hin¨¹ber, aber das Ger?usch des Unbehagens von K?nig Jian kam wieder. Diesmal h?rte Neveah, wie sein Herzscg schneller wurde, und Neveah runzelte besorgt die Stirn. "Euer Gnaden? Geht es Euch gut?" rief Neveah K?nig Jian zu, w?hrend sie sich aufrichtete. Neveah ¨¹berlegte einen Momentng, ob sie K?nig Jian ignorieren oder es wagen sollte, n?her zu kommen, aber schlie?lich ging siengsam zu K?nig Jian hin¨¹ber. Neveah hockte sich neben ihn und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Neveah wollte K?nig Jian gerade wachr¨¹tteln, als sich seine Hand auf die ihre legte. Neveah unterdr¨¹ckte einen Schrei der ¨¹berraschung und wollte ihre Hand schnell zur¨¹ckziehen, aber K?nig Jian hielt sie nur noch fester. "Was ist nur los mit ihm?" dachte Neveah zu ihrem Wolf und ¨¹berlegte, wie sie davonkommen k?nnte, ohne ihn zu wecken. Neveahs Blick war immer noch auf K?nig Jian gerichtet und so konnte sie die Bewegung seiner Lippen wahrnehmen, als er einige Worte murmelte. Seine Worte waren kaum zu h?ren, und Neveah musste sich n?her heranlehnen, um sie zu verstehen. "Geh nicht... wenn du so gehst, wof¨¹r soll ich dann noch leben?" fl¨¹sterte er in einem leisen Atemzug. Diese Worte wurden mit so dicken, intensiven Emotionen gesprochen... die Art, zu der Neveah King Jian nie f?hig gewesen war, und Neveah war fassungslos und verstummte. Diese Worte... sie hinterlie?en ein seltsames, mncholisches Gef¨¹hl in Neveahs Herz, eines, das Neveah nicht genau zuordnen konnte. "Was genau hast du durchgemacht... um dich so zu machen? Eine gebrochene Seele erkennt immer eine andere... Ich wei?, dass mein Schmerz mich zu dem gemacht hat, was ich bin, also welche Art von Schmerz hast du ertragen?" murmelte Neveah leise. Erst jetzt fiel es Neveah ein... dass der kalte Drachenk?nig vielleicht nicht immer so gewesen war. Damals in der Gedenkhalle von Asrig und auch jetzt wieder konnte Neveah nicht verstehen, wer genau der Drachenk?nig war. Nicht das emotionslose Gesicht, das er der Welt zeigte, Neveah hatte diese Fassade gut genug getragen, um zu wissen, dass sich unter dieser Schicht die dunklere Wahrheit verbarg. Neveah seufzte und r¨¹ckte ihre Position so zurecht, dass sie neben K?nig Jian sa?. Sie wich nicht zur¨¹ck, als er seinen Kopf an ihre Schulter lehnte, sein Atem ng immer noch angestrengt und schwer. "Euer Gnaden, wovon tr?umt Ihr, dass es Euch solche Angst einjagt?" murmelte Neveah besorgt. Neveah hob eine Hand und z?gerte einen Moment, bevor sie sie ¨¹ber K?nig Jians Haar legte und ihmngsam ¨¹ber das Haar strich, in der Hoffnung, ihn ein wenig zu beruhigen. "Ich...ich werde dich nicht gehenssen...ich habe viele Jahrhunderte gesehen und du bist nur ein Kind...wenn der Tod einen von uns holen muss, dann soll er mich holen...." "Ich werde an deiner Stelle gehen...also lebe...lebe f¨¹r mich...das ist das einzige, was ich f¨¹r dich tun kann..." murmelte K?nig Jian unh?rbar und r¨¹ckte n?her an Neveah heran, als sich seine Atmung v?llig beruhigte. Neveah war sich nicht sicher, was K?nig Jians unbewusstes Gemurmel zu bedeuten hatte, aber sie war sich sicher, dass sie ein enges Gef¨¹hl in der Brust hatte. Und in ihrer Ablenkung bemerkte Neveah nicht die beiden geweiteten Onyxkugeln, die f¨¹r einen kurzen Moment auftterten, bevor sie sich wieder schlossen. Chapter 498: Nur zwei (Kap.499)

Chapter 498: Nur zwei (Kap.499)

Jian erwachte durch das Knistern der letzten Glut und die ersten Streifen Tageslicht, die durch den kleinen Eingang in die H?hle drangen. Er ?fengsam die Augen und stellte fest, dass er sich zum ersten Mal seitnger Zeit wieder erfrischt und ausgeruht f¨¹hlte. "Ich... habe gescfen?" murmelte Jianut und verbl¨¹fft. Jian konnte es kaum uben, er hatte sogar leichter gescfen als vor einem Jahr,nge bevor die Albtr?ume kamen, als er noch von Scflosigkeit gegt wurde. Jian hatte keine Zeit, dar¨¹ber nachzudenken, auch nicht, als er schlie?lich das Gewicht auf seinem Oberschenkel bemerkte und nach unten blickte. K?nig Jian zog die Brauen hoch, als er Neveah entdeckte, die tief schlief und ihren Kopf auf seinen Oberschenkel gelegt hatte. In diesem Moment kehrte eine verschwommene Erinnerung an die Nacht zuvor zu Jian zur¨¹ck ... die Erinnerung an seine Albtr?ume, die in dem Moment verschwanden, als ihn jemand ber¨¹hrte. Diese leichten, beruhigenden Streicheleinheiten durch sein Haar, Jian erinnerte sich jetzt daran. Und mit diesen Erinnerungen kam auch die Erkenntnis, dass der Grund, warum er Scf gefunden hatte, vielleicht dieses goldhaarige M?dchen war, das auf seinem Schenkel eingescfen war. Jian vermutete es, denn es war nicht das erste Mal... das letzte Mal, dass Jian so ausgeruht gewesen war, war, als Xenon Neveah in sein Quartier gebracht hatte... sie auf sein Bett gelegt hatte. Und Jian war kurze Zeit sp?ter mit ihrem Duft auf seinem Laken eingescfen. Jian war nie bereit gewesen, es zu uben, aber jetzt war es noch deutlicher. Was denke ich nur?¡¯ dachte Jian bei sich. Jian sch¨¹ttelte leicht den Kopf, blickte wieder auf Neveah hinunter und w?lbte eine Augenbraue, als er sah, wie eines ihrer Augen schnell zufiel. Jian wusste, dass Neveah jetzt wach war, sie war aufgewacht und hatte erkannt, in welcher Lage sie sich befand, und war nicht bereit, sich dem zu stellen. Jians Lippen zuckten leicht am¨¹siert und er fragte sich, wienge sie wohl noch so tun w¨¹rde, als ob sie schliefe. "Ich wei?, dass du wach bist, Neveah." sagte Jian. Neveah zuckte sichtlich zusammen, ihre Augen ?fen sich und sie setzte sichngsam auf, hob ihren Kopf von Jians Scho? und wich seinem Blick aus. "Ich ... ?hm ... ich werde einfach da r¨¹ber gehen..." murmelte Neveah, stand auf und ging auf die andere Seite der H?hle. Jian beobachtete Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue, w?hrend sie sich mit einer Hand durch die Haare fuhr und leise vor sich hin murmelte. "Wir sollten nach D¨¹nenstadt zur¨¹ckkehren, Cassian hat mir erz?hlt, dass dein Vater mit seinen Vollstreckern jeden Moment die Barriere st¨¹rmen wird." sagte Jian. "Aber... Xenon..." erinnerte Neveah und gestikulierte zu einem bewusstlosen Xenon hin¨¹ber. "Er wird in den n?chsten Tagen immer wieder das Bewusstsein verlieren." sagte Jian und richtete sich auf. "Und wie ... warte ..." murmelte Neveah, als sie sich endlich daran erinnerte, dass sie den H?ndler in einer anderen H?hle versteckt gssen hatte. Die ganze Zeit ¨¹ber hatte Neveah nicht einmal an ihn gedacht, aber wenn sie sich jetzt an ihn und die Begegnung mit der Schattenbestie erinnerte, zuckte sie angesichts ihrer Nachl?ssigkeit zusammen. Der H?ndler war nur ein Mensch; sollte er von einer Schattenbestie ertappt werden, w¨¹rde er die Begegnung nicht ¨¹berleben. ?Ich bin bald zur¨¹ck", sagte Neveah zu Jian. Ohne seine Antwort abzuwarten, schritt Neveah aus der H?hle heraus. Sie bahnte sich ihren Weg durch den Wald, bis sie bei der H?hle ankam, wo sie den H?ndler zur¨¹ckgssen hatte. Als Neveah eintrat, zogen sich ihre Brauen zusammen, denn der Geruch des H?ndlers war bereits versst, und sie wusste, dass sie ihn hier nicht finden w¨¹rde. Dennoch setzte sie ihren Weg nach innen fort und war erleichtert, als sie am Boden Portalsplitter fand, wo der H?ndler gewesen sein musste. ?Zumindest ist er nicht tot", murmelte Neveah. Sie konnte sich nicht vorstellen, wo der H?ndler die magischen Artefakte versteckt haben k?nnte; er musste irgendwie eine Methode gehabt haben, sie heimlich aufzubewahren. Bevor Neveah sich abwandte, fiel ihr Blick auf einen besonders gro?en Portalsplitter, der im d?mmrigen Licht der H?hle schimmerte. Sie ging hin¨¹ber, hockte sich hin, hob den Splitter auf und untersuchte ihn genau, wobei sie die noch vorhandene magische Energie wahrnahm. ?Er besitzt genug Magie, um ein kleines Portal zu erschaffen. Vielleicht reicht es aus, um die Barriere zu durchqueren", mutma?te Neveahs Wolf. ?Aber h?lt es auch wirklich? Es scheint riskant.", murmelte Neveah. Der Gedanke nagte an ihr, dass ohne ein Portal der einzige Weg zur¨¹ck in die D¨¹nenstadt die Flucht war... und das war das Letzte, was Neveah in Betracht ziehen wollte. Sie nahm den Splitter mit sich, als sie sich auf den Weg zur¨¹ck zur H?hle machte, wo sie K?nig Jian und Xenon zur¨¹ckgssen hatte. Nach einer Weile erreichte sie schlie?lich die Lichtung, wo K?nig Jian vor der H?hle stand. Sein Blick richtete sich auf sie, sobald sie aus dem Schutz der B?ume trat. ?Ich... ich ube, das kann uns helfen, zur¨¹ckzukommen...", verk¨¹ndete Neveah und hob den Portalsplitter, damit K?nig Jian ihn sehen konnte. K?nig Jian warf jedoch nicht einmal einen Blick darauf, sein Blick verharrte stattdessen auf Neveah, deren Augen sich engten. ?Lass uns nie wieder im Stich.", warnte K?nig Jian mit seiner charakteristisch neutralen Monotonie. Er trat wieder in die H?hle ein und hinterlie? die vollkommen verwirrte Neveah. Neveah kniff die Stirn zusammen; sie hatte keine Zeit, ¨¹ber K?nig Jians seltsame Worte nachzudenken. Bald trat er mit Xenon im Arm aus der H?hle heraus. ?Die Magie in diesem Splitter ist schwach; wenn ich seine Kraft mit meinem Blut anreichere, wird er halten... Aber das beschworene Portal kann maximal zwei Personen transportieren.", sagte K?nig Jian zu Neveah. Neveah blickte auf den Splitter in ihrer Hand und dann wieder zu K?nig Jian, unsicher, was sie sagen sollte. ?Nimm Xenon mit dir. Er kann in seinem Zustand nicht reiten, und ich werde alleine besser zurechtkommen.", schloss K?nig Jian, bevor Neveah etwas erwidern konnte. Chapter 499: Sekundenbruchteil (Ch.500)

Chapter 499: Sekundenbruchteil (Ch.500)

"Nimm Xenon mit. Er kann in seinem Zustand nicht reiten, und ich komme allein besser zurecht." schloss K?nig Jian, bevor Neveah etwas weiter sagen konnte. Neveah biss sich auf die Lippe, denn die Endg¨¹ltigkeit in K?nig Jians Ton machte deutlich, dass sie nichts zu sagen hatte, Und selbst wenn sie ein Mitspracherecht h?tte, was genau w¨¹rde sie sagen? Dass die beiden durchgehen sollten und sie ihren Weg selbst finden sollte? K?nig Jians Vorscg war der praktikabelste. "¨¹berlegt euch, wohin ihr gehen wollt? An einen Ort, von dem ihr wisst, dass er bei der Ankunft f¨¹r euch beide sicher sein wird. Du wei?t doch, wie das funktioniert, oder?" fragte K?nig Jian Neveah. Neveah nicktengsam, sie stellte sich die Stadtmauer der D¨¹nenstadt vor, ein Ort, der ihr nach vielen Sonnenaufg?ngen, die sie von dieser H?he aus gesehen hatte, nun so vertraut war. Der Ort, von dem aus sie die Weite der Wei?en D¨¹nen sehen konnte, und die Stadt selbst, die sie zu lieben gelernt hatte. Die Stadtmauer war immer gut bewacht, und Neveah stellte sich die W?chter der Stadtwache vor, die die Mauer s?umten. Angesichts der Bedrohung, die die Barriere durchbrochen hatte, w¨¹rde sie jetzt noch besser bewacht sein, und Neveah vermutete, dass ein D¨¹nenw?chter pers?nlich anwesend sein w¨¹rde, denn durch ihr Verschwinden herrschte Ausnahmezustand, und die Stadtmauer war Neveahs letzter bekannter Aufenthaltsort. Neveah konnte sich die Szene sehr gut vorstellen, sie konnte sich die Spannung und den Gesichtsausdruck der Stadtwache vorstellen, als einer ihrer Onkel wegen ihres Verschwindens einen Aufstand machte. "Bereit?" fragte K?nig Jian. Neveah nickte erneut und streckte ihre Hand mit dem schimmernden Splitter auf ihrer Handfl?che aus. Das Gl¨¹hen des Portalsplitters war jetzt noch st?rker, da es Neveahs Gedanken aufnahm und den Ort bestimmte, zu dem sie gehen wollte. K?nig Jian hielt seine Hand ¨¹ber Neveahs Hand und lie? sein Blut auf den Portalsplitter tropfen. Neveah hatte nicht einmal bemerkt, wie er sich in die Handfl?che geschnitten hatte. Das magische Leuchten des Portalsplitters wurde heller und nahm eine r?tliche F?rbung an, so dass es schnell das Blut von K?nig Jian aufnahm. Neveah sah erstaunt zu, sie hatte nie bemerkt, dass Drachenblut etwas Besonderes war... abgesehen von den heilenden Eigenschaften, die in den alten Texten erw?hnt worden waren. Vielleicht war aber auch nur dieser Drache besonders, weil er anders war. "Geh jetzt, Cassian wird zu dir kommen." sagte K?nig Jian, als er Xenon an Neveah weiterreichte und ihr half, Xenons Arm ¨¹ber ihre Schulter zu legen. Wenn es um Xenon ging, verbl¨¹ffte K?nig Jian Neveah immer wieder damit, wie aufmerksam und besorgt er sein konnte. Er traf sogar Vorkehrungen, dass Cassian sie empfing, als er bereits best?tigt hatte, dass Xenon nur vor¨¹bergehend bewusstlos war. "Xenon ... es wird ihm gut gehen. Daf¨¹r werde ich sorgen... So viel schulde ich ihm." Neveah versp¨¹rte das Bed¨¹rfnis, etwas zu sagen, und sie w?hlte diese Worte. K?nig Jian gab keine Antwort, und Neveah erwartete auch keine Antwort von ihm. Neveahs Hand legte sich um Xenons Taille, um ihn zu st¨¹tzen und sein Gewicht zu halten. Mit ihrer freien Hand warf sie den Portalsplitter auf den Boden. Der Portalsplitter st¨¹rzte zu Boden und zerbrach in einer Explosion magischer Energie, die einen d¨¹nnen Spalt durch den Raum riss. Es konnte wirklich nicht mehr als zwei Leute ben?tigen, genau wie K?nig Jian bereits vorausgesagt hatte. Doch Neveah f¨¹hlte sich unbehaglich dabei, K?nig Jian in einem offenkundig gef?hrlichen Gebiet zur¨¹ckzssen, besonders da er nur gekommen war, um ihnen zu helfen. Neveah warf K?nig Jian einen Blick zu, der sie mit seinem typisch ausdruckslosen Gesichtsausdruck empfing. Was sie auch sagen wollte, es blieb ihr im Hals stecken, und Neveah wandte sich wieder dem Portal zu. Das sich ?ffnende Portal war sichtlich instabil und ckerte; Neveah erkannte, dass es sich jeden Augenblick schlie?en w¨¹rde, also geleitete sie Xenon schnell zum Portal und trat hindurch. Ein Schwall von Magie umwirbelte Neveah, was vermutlich nur einen Sekundenbruchteil dauerte, sich jedoch wie ein ganzes Leben anf¨¹hlte. Magie war das Einzige, bei dem sich Neveah nicht sicher war, ob sie sich jemals daran gew?hnen k?nnte, selbst nach all der Zeit in der Asvarian-Hochburg. Bald wurden Neveah und Xenon auf der anderen Seite des Portals direkt auf die hohe Mauer der D¨¹nenstadt geschleudert und ¨¹berraschten alle Anwesenden. "Veah!" Tats?chlich war es Coran, ein D¨¹nen-Vollstrecker, der auf der Stadtmauer randalierte, wie Neveah vermutet hatte. "Bringt ihn zum Schloss, ruft den Arzt," befahl Neveah sofort. Die Stadtwache war schnell zur Stelle, um den bewusstlosen Xenon zu bergen. "Wie in der Festung bist du durch die Barriere gekommen?" rief Coran aus, als er zu Neveah hetzte, sie an der Schulter ergriff und ihren Zustand rasch ¨¹berpr¨¹fte. "Es ist einenge Geschichte...", begann Neveah und drehte sichngsam um. Das instabile Portal funkelte immer noch und zischte, kurz davor zusammenzubrechen. Durch das Portal konnte Neveah einen Blick auf den Wald werfen, aus dem sie gerade gekommen waren, und auf K?nig Jian, der auf der anderen Seite stand und still zusah. Doch das war nicht, was Neveahs Aufmerksamkeit erregte, nein... es war das monstr?se Schattenwesen, das aus einer Schattenwolke hinter K?nig Jian Gestalt annahm, mit einem Schwanz, so scharf und gespickt wie der Stachel eines Skorpions, der durch die Luft stach, direkt auf den ahnungslosen K?nig Jian. Oder vielleicht wusste er, was auf ihn zukam, denn K?nig Jians Gesichtsausdruck ver?nderte sich nicht und er starrte einfach nach vorne, sodass Neveah es nicht sagen konnte. "Euer Gnaden! Hinter euch!" schrie Neveah instinktiv, obwohl sie wusste, dass ihre Stimme ihn unm?glich erreichen konnte. Es war eine Entscheidung in Sekundenbruchteilen. Neveahs Beine bewegten sich, bevor sie ihr Handeln vollst?ndig ¨¹berdenken konnte. Es gab dutzende Gr¨¹nde, warum Neveah diesen Schritt nicht h?tte tun sollen, aber all diese Gr¨¹nde w¨¹rden viel zu sp?t kommen. Im n?chsten Moment st¨¹rzte Neveah auf K?nig Jian zu und tauchte zur¨¹ck in ein Portal, das sich fast vollst?ndig geschlossen hatte. "Veah!!!!" Corans Br¨¹llen war das Letzte, was Neveah h?rte, bevor sie von einem Wirbelwind aus heranbrausender Magie verschluckt wurde. Chapter 500: Viele Schritte (Kap.501)

Chapter 500: Viele Schritte (Kap.501)

Neveah hatte eigentlich gar nicht vor, ein Chaos anzurichten. Sie war sich nicht sicher, was genau sie im Sinn hatte, aber es wurde ihr schnell bewusst, wie falsch ihre Entscheidung war, als sie kopf¨¹ber in K?nig Jian hineinst¨¹rzte und gegen seine Brust prallte. Neveah zuckte beim Aufprall zusammen und hatte erwartet, ihn umzurei?en, aber K?nig Jian zeigte sich unersch¨¹tterlich. Instinktiv umg er Neveahs Taille und wirbelte sie beide zur Seite, gerade noch rechtzeitig, bevor der spitze Stachel der Schattenbestie genau dort in den Boden einschlug, wo sie eben noch gestanden hatten. Die Wucht des Anscgs riss die Erde auf und entfesselte Schattenwellen, die B?ume zum Umst¨¹rzen brachten, w?hrend Schmutz und Tr¨¹mmer durch die Luft wirbelten. Neveah wurde gegen einen Baum gedr¨¹ckt, und K?nig Jians breite Statur schirmte sie komplett vor dem Tumult im Hintergrund ab. Sein linker Arm st¨¹tzte sich ¨¹ber ihrem Kopf gegen den Baum, um ihr Gesicht zu sch¨¹tzen, w?hrend sein rechter Arm immer noch fest um ihre Taille gelegt war. Neveah hatte ihre Augen vor Schreck fest verschlossen und als siengsam wieder ?fe, blickte sie direkt in jene unterschiedlich gef?rbten Augen, die auf sie gerichtet waren. Diengsamen und irgendwie immer noch ruhigen Atemz¨¹ge von K?nig Jian streiften Neveahs Gesicht, so nah waren sie sich, ihre Gesichter nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Neveahs Arme waren gegen seine Brust gepresst, wo sie feststellte, dass sie seine Robe ummmert hielt. Langsam lockerte Neveah ihren Griff und senkte ihren Blick auf die Falten, die sich durch ihren festen Griff auf seiner Robe gebildet hatten. Sie starrte sie an, als w?ren sie das Interessanteste, das sie je gesehen hatte ¨C einfach, weil sie den intensiven Blick von K?nig Jian nicht ertragen konnte. Und Neveah wusste nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollte, in die sie sich selbst gebracht hatte. Irgendwo hinter ihnen schrie die Schattenbestie w¨¹tend und verw¨¹stete den Wald auf verzweifelter Suche nach ihnen, sodass noch mehr Zerst?rung und Tr¨¹mmer um sie herum aufgeworfen wurden. "Jeder flieht vor der Gefahr, aber du hast dich entschieden, ihr bei jeder Gelegenheit hinterherzujagen. Soll ich das Mut nennen? Oder Dummheit?", fragte K?nig Jian schlie?lich, sein Tonfall dunkel und missbilligend. Neveah zuckte zusammen, da sie absolut keine Worte hatte, um K?nig Jians Aussage zu widerlegen. "Ich... ich dachte...", begann Neveah und brach ab, als K?nig Jians Blick sich verfinsterte. "Dass ich nicht bemerkt h?tte, dass das Biest mir auf den Fersen war? Wie wahrscheinlich ist denn das?" entgee K?nig Jian trocken. Neveah zuckte sichtlich zusammen und nicktengsam, als sie endlich dar¨¹ber nachdachte. Es war unm?glich, dass K?nig Jian nicht von dem Angriff wusste. Es war f¨¹r Neveah so pl?tzlich gekommen, dass sie in Panik geriet, aber jetzt, wo sie dar¨¹ber nachdachte, konnte sie erkennen, dass K?nig Jian die Schattenbestie l?ngst gesp¨¹rt hatte, vielleicht sogar bevor sie Xenon durch das Portal f¨¹hrte. "Du wusstest, dass es kommen w¨¹rde... deshalb hast du gesagt, es w?re besser, alleine rzukommen...", erkannte Neveah schlie?lich. "Ich sehe nun nicht mehr so alleine aus, findest du nicht?", fragte K?nig Jian spitz. Neveah zuckte erneut zusammen, denn sie konnte selbst sehen, wie sie alles vermasselt hatte. Das Portal war zusammengebrochen, und nun war sie eine ¨¹berfl¨¹ssige Anwesenheit in der bevorstehenden ht, eine Ablenkung, die K?nig Jian nicht in seiner N?he brauchte."Ich..." begann Neveah, doch bevor sie ihren Satz beenden konnte, spritzte eine warme Fl¨¹ssigkeit in ihr Gesicht. Neveahs Augen weiteten sich, und als sie hochblickte, sah sie, wie die Spitze eines Schattenstachels sich durch K?nig Jians Schulter gebohrt hatte; die warme Fl¨¹ssigkeit war in der Tat sein Blut. "Euer Gnaden!" rief Neveah entsetzt aus. "Still jetzt, schrei nicht. Es hat immer noch keine Ahnung, wo wir sind", sagte K?nig Jian, seine Stimme angespannt, w?hrend der Stachel wieder herausgezogen wurde und er stark aus seiner Schulter blutete. "Das... warum..." stotterte Neveah. Sie h?tte fragen wollen, warum K?nig Jian dem Angriff nicht ausgewichen war, doch als sie sich umsah, verstand sie es sofort. ¨¹berallgen umgest¨¹rzte B?ume, und es gab keine M?glichkeit, sich schnell genug zu bewegen, um dem Angriff zu entkommen. K?nig Jian h?tte es vielleicht allein geschafft, aber mit Neveah war das komplizierter. W?re K?nig Jian ausgewichen, h?tte sie von dem Stachel getroffen werden k?nnen, also blieb er stehen. Schuldgef¨¹hle dr¨¹ckten auf Neveahs Herz. "Du h?ttest mich ignorieren und dich bewegen sollen. Ich kann auf mich selbst aufpassen...", begann Neveah, doch K?nig Jian unterbrach sie. "Es geht dich nichts an, dich um mein Wohlergehen zu sorgen. Was bedeutet es dir, wenn ich von der Anwesenheit des Biests hinter mir nichts wusste? Was bedeutet es dir, wenn ich im Lichthof h?tte vergiftet werden sollen? Wer bist du, um dich um meine Sicherheit zu k¨¹mmern?" "Und hier bist du... tust das Letzte, was von dir erwartet wird... wie immer", erinnerte K?nig Jian Neveah. Mit K?nig Jians Erwiderung konnte Neveah seine Entscheidung, sie zu sch¨¹tzen und sein Leben zu riskieren, kaum in Frage stellen. "In K¨¹rze wird es in seiner Wut nacssen, und seine Sinne werden sch?rfer werden." "Ich werde dich zur H?hle bringen, bevor es uns bemerkt. Diesmal... bleib stehen. Wenn ich dich mit deinem Gerechtigkeitssinn oder was auch immer im Schlepptau hinter mir herst¨¹rmen sehe... werde ich dich dem Biest zum Fra? vorwerfen", stellte K?nig Jian r. Ein Schauer ¨¹berlief Neveah bei dieser Drohung, und sie wusste, dass er durchaus in der Lage war, genau dies zu tun. "Ich will, dass du mir sagst, dass du mich verstehst, Neveah. Andernfalls werde ich dir nicht uben", bestand K?nig Jian. "Ich werde mich keinen Millimeter bewegen", versprach Neveah. K?nig Jian brummte zufrieden, und schlie?lich lehnte er sich zur¨¹ck. Mit seinem Arm noch immer um Neveahs Taille geschlungen, bewegte er sich mit atemberaubender Geschwindigkeit, steuerte durch die vom Biest verursachte Verw¨¹stung und zwar so schnell, dass Neveah selbst das Biest nicht erblickte ¨C und sie war sich sicher, dass es dem Biest genauso erging. Es war eine Erkenntnis, die Neveah schon l?ngst h?tte haben m¨¹ssen, aber es d?mmerte ihr erneut: Selbst hier drau?en in unbekanntem Terrain war der Drachenk?nig immer einen Schritt voraus ¨C vor allen anderen. Chapter 501: Bleib hier (Kap.502)

Chapter 501: Bleib hier (Kap.502)

Ein Krachen ersch¨¹tterte die H?hle von drau?en, gefolgt von einem ohrenbet?ubenden Schrei und dann unheimlichen Knurren hier und da... Eine Vielzahl von Ger?uschen hallte unaufh?rlich durch den Wald, w?hrend der Kampf tobte. Die Schreie kamen aus unterschiedlichen Richtungen, es schien nicht nur eine einzelne Schattenbestie zu sein, sondern eher wie ein Dutzend oder eine Horde, die gleichzeitig angriffen. Der Kampf selbst war weit au?erhalb von Neveahs Sicht, alles, was sie h?ren konnte, waren die Ger?usche, w?hrend sie in der schwach beleuchteten H?hle sa?. Sie mahnte sich selbst immer wieder, dass sie in diesem Moment nichts anderes tun konnte, als still zu sitzen und K?nig Jian nicht im Weg zu stehen, so wie er es angeor hatte. Es war schwer, nichts zu tun zu haben, nichts als ihre Gedanken zur Gesellschaft, w?hrend die Welt um sie herum aus den Fugen geriet. Es war ein seltsames Gef¨¹hl f¨¹r Neveah, vom Gefahren entfernt gehalten zu werden, w?hrend jemand anderes der Gefahr ganz alleine entgegentrat und eher bereit war, alleine zu k?mpfen, als sie auch nur in der N?he zu wissen. Und obwohl Neveah nie der Typ war, der Befehle befolgte, wusste sie, dass sie dieses Mal falschg. Sie hatte K?nig Jian schon oft herausgefordert, aber dieses Mal durfte sie nicht stur sein. ¡¯Es wird ihm gut gehen... er ist der Drachenk?nig.¡¯ dachte Neveahs Wolf und versuchte, ihr Trost zu spenden. Neveah wusste nicht, warum ihr Wolf f¨¹hlte, dass sie Trost brauchte, und sie war sich noch unsicherer, warum sie das Gef¨¹hl hatte, den Atem anhalten zu m¨¹ssen und nur darauf zu warten, dass die Stille im Wald zur¨¹ckkehrte, damit sie den Atem, den sie angehalten hatte, wieder heraussen konnte. Wie auch immer es war, Neveah hatte keinen Grund, die Versicherung ihres Wolfs anzuzweifeln, es war nur so, dass sie Xenon genauso viel Vertrauen... nein, sogar noch mehr Vertrauen entgegengebracht hatte, dass er unverletzt bleiben w¨¹rde, aber der Anblick, den sie erlebt hatte, erf¨¹llte sie immer noch mit Schrecken, wenn sie nur daran dachte. "Dieser Ort hat etwas an sich... Ich wei? nicht, was es ist... es ist schrecklich und ungeei f¨¹r Drachen... irgendetwas an diesem Ort wirkt sich negativ auf sie aus." murmelte Neveah ihre Gedankenut vor sich hin. Warum sonst w¨¹rden die Bestien von Asvar, die die Freiheit mehr als alles andere sch?tzten, bereit sein, sich selbst und ihre ganze Welt in einer undurchdringlichen Barriere einzuschlie?en? Die Welt war so gro? und weit, warum sollten sie ihre Welt an jeder Seite an der Barriere endenssen, wenn sie ein gr??eres Gebiet beanspruchen k?nnten? Warum waren die L?nder jenseits der Barriere verboten und warum mieden die Drachen sie vollst?ndig? Neveah hatte nicht alle Antworten, sie konnte nur warten... warten, bis die unmittelbare Bedrohung beseitigt war und K?nig Jian zu ihr zur¨¹ckkehrte. Die Zeit verstrich, und nach dem, was Neveah sch?tzte, einer halben Stunde, verstummten die Kampfger?usche endlich und der Wald kehrte wieder zur unheimlichen Stille zur¨¹ck. Neveah warf einen Blick auf den Eingang der H?hle und wartete darauf, dass K?nig Jian erschien, doch auch nach l?ngerem Warten gab es kein Zeichen von ihm. "Wo ist er... k?nnte er etwa...." Neveah begann zu sagen, stoppte jedoch, Sie konnte es nicht wagen, die Worte, die auf ihrer Zungenspitzegen, auszusprechen oder die Konsequenzen dieses schrecklichen Gedankens zu bedenken. Neveah war versucht aufzustehen, doch die strenge Warnung K?nig Jians ng in ihrem Kopf nach. "Er hat gesagt, ich soll nicht gehen..." murmelte Neveah unruhig."Aber wie konnte sie ruhig bleiben, wenn sie keine Ahnung hatte, was genau au?erhalb der H?hle passierte, in der sie sich befand? "Verdammt noch mal!" zischte Neveah frustriert, als sie aufstand. Noch immer ging Neveah in ihren eigenen Gedanken versunken auf und ab, als pl?tzlich die Atmosph?re in der H?hle d¨¹ster und unheimlich wurde. Ein Gestankg in der Luft, den Neveah als dunkle Magie erkannte; ihre Haare stellten sich auf, ihr Magen krampfte sich zusammen und ihr Herzscg vengsamte sich. All dies wurde durch ihre Instinkte ausgel?st; Neveah brauchte sich also gar nicht erst umzudrehen, um zu wissen, was am Eingang der H?hle stand. Sie stand vollkommen still, bewegte sich nicht im Geringsten, drehte sich nicht um, um nachzuschauen und reagierte auch nicht, als ein leises Kreischen in die H?hle hallte und erschreckend nah ng. ¡¯Wenn das Biest zu mir gngen konnte, bedeutet das, dass K?nig Jian...¡¯ dachte Neveah bei sich. ¡¯Denke noch nicht das Schlimmste, diese Biester bestehen aus Schatten... es w?re fast unm?glich, sie v?llig zu blockieren.¡¯ dachte Neveahs Wolf. Neveah verstand, dass K?nig Jian ganz alleine gegen eine Horde k?mpfte und eine der hartn?ckigen Bestien sich sicherlich unbemerkt an ihm vorbeigeschlichen haben k?nnte... Das, was Schattenbestien am besten k?nnen, ist die kleinste Bewegung wahrnehmen und Neveah war in der H?hle umhergegangen. ¡¯Die H?hle ist zu klein, wir k?nnen uns hier nicht bewegen,¡¯ dachte Neveahs Wolf. ¡¯Dann m¨¹ssen wir gehen,¡¯ dachte Neveah zu ihrer W?lfin zur¨¹ck. Neveah holte tief Luft und ¨¹berlegte ihren n?chsten Schritt. In dem Moment, in dem das Biest ihre Bewegung wahrnehmen w¨¹rde, w¨¹rde es sich auf sie st¨¹rzen; daher musste Neveah sich ihres n?chsten Schrittes absolut sicher sein. Sie musste v?llig sicher sein, dass sie schnell genug sein k?nnte, um an dem Schattenwesen vorbei zum H?hleneingang zu gngen, denn nur ein Kampf im Freien k?nnte ihren Nachteil verringern. ¡¯Jetzt!¡¯ wies Neveahs Wolf an. Ohne zu z?gern drehte sich Neveah um. Sie wollte gerade nach vorne springen, hielt jedoch inne, als sie K?nig Jian mit leerem Gesicht sah, der mit einer Faust voll mmen spielte. Das Biest kreischteut und starrte mit seinen hohlen Augen wild um sich, auf der Suche nach Neveah. K?nig Jian stand direkt hinter dem Biest und fixierte Neveah. Es bedurfte keiner Worte; Neveah wusste, dass sie im Weg war. Mit einer schnellen Bewegung duckte sie sich zu Boden, glitt unter dem Schattenwesen hindurch und st¨¹rzte in die wartenden Arme von K?nig Jian, der gerade einen Feuerschwall entfachte. Als das Kreischen des Biests verstummte, erloschen auch die mmen von K?nig Jian. "Hast du wirklich geubt, ich w¨¹rde es an dich herassen?" fragte K?nig Jian in leisem Ton. Chapter 502: Einziger Weg (Kap.503)

Chapter 502: Einziger Weg (Kap.503)

¡¯"Ich ..." Neveah begann zu sprechen, wurde jedoch unterbrochen. "Wir m¨¹ssen jetzt gehen." K?nig Jian unterbrach sie, sein Tonfall war bestimmt und ernst, und lie? keinen Raum f¨¹r Widerspruch. Verwirrt lie? sich Neveah von K?nig Jian am Handgelenk mitziehen. Kaum hatten sie die H?hle vessen, entwich Neveah ein entsetzter Laut, als sie das seltsame Ph?nomen am Himmel erblickte. Nun verstand sie die Dringlichkeit von K?nig Jian. Weit in der Ferne, dort, wo das Land den Himmel zu ber¨¹hren schien, w¨¹tete ein heftiger Sturm und eine riesige Masse aus wirbelnden Schatten t¨¹rmte sich auf. Es ?hnelte einem Tornado, der mit t?dlicher Rache rasend schnell vorw?rts zog und alles auf seinem Weg verschluckte. Blitze zuckten durch die wirbelnden Schatten, und obwohl Neveah sich kaum vorstellen konnte, wie es auf der Erde aussah, wurde jeder Teil des Himmels, den dieser Schattentornado ber¨¹hrte, vollkommen von Dunkelheit verschluckt. Es wirkte, als w¨¹rde der Tornado das Tageslicht aussaugen, die Sonne blockieren und den Himmel in eine dunkle, d¨¹stere Decke verwandeln. Die L?nder jenseits der Barriere hatten schon immer eine eigent¨¹mliche Farbe, der Himmel dort war dunkelviolett anstatt himmelu. Doch jetzt war dieses Dunkelviolett pechschwarz und verg noch mehr vom Himmel, w?hrend der Tornado mit unublicher Geschwindigkeit vorr¨¹ckte. ¨¹berall, wo er hinreichte, wich das Licht der Dunkelheit, und der Tag wich der Nacht. Es war, als w¨¹rden die Schatten die Sonne verschlingen, die sie f¨¹rchteten und das Gebiet f¨¹r sich beanspruchen. Neveah brauchte keinen Wahrsager, um zu wissen, dass das, was auf sie zukam und diese Turbulenzen der Schatten ausgel?st hatte, nichts Lebendiges in seinem Kielwasser zur¨¹cssen w¨¹rde. Kein Wunder, dass hier drau?en kein Leben mehr m?glich war; der Verschlinger allen Lebens hatte seine Spuren hintessen. Verbotene... verfluchte S¨¹mpfe, genau so hatte man es Neveah beschrieben. Nicht nur eine Barriere, Neveah h?tte Mauern aus ihrem eigenen Blut errichtet, wenn es dadurch die Menschen gesch¨¹tzt h?tte. Nicht einmal ihre Freiheit oder die Vorherrschaft der L¨¹fte, Neveah w?re bereit, ihr ganzes Leben eingesperrt zu sein, wenn dieses monstr?se Ph?nomen damit f¨¹r alle Zeiten abgewehrt werden k?nnte. Neveahs Augen waren vor Entsetzen geweitet, selbst als K?nig Jian in ihr Blickfeld trat und ihr die Sicht auf das versperrte, was Neveah nur als den Beginn des Todes bezeichnen konnte. "Blick nicht darauf ...ss dich nicht ersch¨¹ttern, ich bringe dich sicher zur¨¹ck ... vertrau mir", versicherte K?nig Jian. Er legte eine Hand auf ihre Schulter und dr¨¹ckte sie fest an sich, sodass sie ihre Aufmerksamkeit auf ihn richtete und den Blick von dem abwandte, was auf sie zukam. "Neveah, ich werde niemanden anderen hierher kommenssen, um uns zu holen, nicht einmal deinen Vater ... egal, was passiert", stellte K?nig Jian r. Neveah konnte sich kaum auf seine Worte konzentrieren, ihr Blick wanderte immer wieder zu dem herannahenden Tod, ihr Verstand war benommen von dem, was sie mitansehen musste."Veah! H?r mir zu!" zischte K?nig Jian eindringlich. Neveah blinzelte leicht und sch¨¹ttelte den Kopf, bevor sie sich wieder auf K?nig Jian konzentrierte und seinen ruhigen Gesichtsausdruck wahrnahm. Sie hatte seine Worte verstanden und wusste, was K?nig Jian bedeutete; er w¨¹rde es nicht riskieren, jemand anderen zu gef?hrden. "Ich f¨¹rchte, wenn noch mehr von uns die Barriere ¨¹berqueren, wird sie zu stark geschw?cht, um dem standzuhalten...das." sagte K?nig Jian mit ernster Stimme. "Es wird ¨¹ber die D¨¹nenstadt hereinbrechen, schneller als jede Seuche, die ihr je gesehen habt, und alles verschlingen, bevor wir es eind?mmen k?nnen... das werde ich nicht zssen." fuhr K?nig Jian fort. "Ich verabscheue deinen tollk¨¹hnen Mut, und es schmerzt meinen Kopf, wenn ich dar¨¹ber nachdenke, wie du so furchtlos bist und jede Situation mit Zuversicht angehst... aber genau das brauchen wir jetzt von dir, Neveah." "Und ich brauche, dass du mir voll und ganz vertraust. Und ube mir, ich werde nicht zssen, dass dir etwas zust??t, weder von den Lebenden noch von den Toten... und schon gar nicht von Schatten oder dunkler Magie." schwor K?nig Jian feierlich. Trotz der Unsicherheit der Lage, in der sie sich befanden, war dieser Schwur ernster als alles, was Neveah in ihrem Leben geh?rt hatte. Er pr?gte sich tief in ihr Herz und jegliche Angst, die sie vielleicht gehabt hatte, verflog im Nu. Neveah ubte ihm v?llig, K?nig Jian war kein Mann, der l¨¹gt. "D¨¹nenstadt ist meine Stadt, ich werde alles tun. Sagen Sie mir nur, was ich tun muss." sagte Neveah mit einem Nicken. "Es gibt... wir haben nur einen Weg hier raus. Verstehst du, was ich meine?" fragte K?nig Jian und suchte in Neveahs Augen. Neveah verstand, was K?nig Jian meinte; es gab keine Portale mehr, sie hatte die einzige Chance vertan, diesen verfluchten Ort ohne Kompromisse zu vessen. Der einzige Ausweg war nun der gleiche Weg, den K?nig Jian gekommen war ¨C die Flucht. Und es gab keinen Moment zu z?gern, jeder Augenblick z?hlte ¨C nicht nur f¨¹r ihr eigenes Leben, sondern auch f¨¹r das des gro?artigsten Anf¨¹hrers, den die Drachen je gekannt hatten, ihren K?nig. "Verzeih mir, dass es so weit gekommen ist, und ich werde f¨¹r alles entsch?digen, dass ich dich dazu gezwungen habe, dies zu ertragen..." fl¨¹sterte Neveah mit schwerer Stimme. Sie wusste keinen anderen Weg sich zu entschuldigen f¨¹r das, was bevorstand; sie musste auf K?nig Jian reiten und Neveah war sich bewusst, wie hochm¨¹tig und stolz der Drachenk?nig war. Nie zuvor hatte K?nig Jian einen Reiter geduldet, niemand, der lebte oder atmete, war jemals w¨¹rdig gewesen...niemand. Aber hier waren sie nun, und ausgerec sie... Neveah, der Dorn im Auge des Drachenk?nigs. K?nig Jian runzelte leicht die Stirn und betrachtete Neveahs Gesichtsausdruck einen Momentng v?llig verbl¨¹fft. "H?r zu, Neveah... es ist mir eine Ehre, von der tapfersten Frau, die ich je gekannt habe, geritten zu werden. Es gibt nichts zu verzeihen." stellte K?nig Jian r. Chapter 503: Eine Ahnung und ein Fall (Kap.504)

Chapter 503: Eine Ahnung und ein Fall (Kap.504)

Neveahs Herz pochte unruhig in ihrer Brust, und sie musste sich heftig auf die Lippe bei?en, um ihre Unruhe zu unterdr¨¹cken. Neveah war sich nicht sicher, ob es die seltsame, ungewohnte Abneigung gegen das Fliegen war, die sie jetzt versp¨¹rte und die ihre Unruhe hervorrief, oder die zischenden Ger?usche und Schreie aus der Ferne... oder ob es die Tatsache war, dass sie gerade auf niemand anderem als dem Drachenk?nig ritt. ?Er ist es, der durch diese Vereinbarung am meisten bstet wird, ich sollte es nicht noch schlimmer machen", erinnerte sie sich und hielt sich fest, um Stabilit?t zu bewahren. Neveah war sich bewusst, welche Bedeutung es f¨¹r die Drachen hatte, einen Menschen zu tragen ¨C es war etwas, das sie nicht einfach so jedem anboten. Doch die Dringlichkeit der Situation lie? ihnen beiden keine andere Wahl... es sei denn, der Drachenk?nig h?tte sich entschieden, Neveah ihrem Schicksal zu ¨¹bessen. K?nig Jian hatte ihr versichert, dass es in Ordnung sei und sie kein schlechtes Gewissen ihm gegen¨¹ber haben m¨¹sse, was Neveah nur noch schuldiger f¨¹hlen lie?. Bald stabilisierte K?nig Jian seinen Flug in gro?er H?he und scho? ohne Verz?gerung nach vorn, seine Fl¨¹gel schnitten scharf durch die Luft. Neveah fixierte ihren Blick nach vorn, und selbst als die zischenden Ger?uscheuter wurden, wagte sie keinen Blick zur¨¹ck. Die Geschwindigkeit von K?nig Jian war unerreicht, doch auch der Wirbel aus Schatten bewegte sich mit unvergleichlicher Geschwindigkeit. Neveah konnte nicht sagen, ob sie schnell genug w?ren, um ihn zu ¨¹berholen und erinnerte sich daran, dass K?nig Jian um ihr Vertrauen gebeten hatte ¨C alles, was sie tun konnte, war es ihm zu schenken. Neveahs Aufmerksamkeit war immer noch nach vorn gerichtet, als ihr Blick von etwas angezogen wurde... einer seltsamen Welle in der Luft. Es sah aus wie der Beginn eines Portals; Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sie gerade einen seltsamen magischen Schimmer gesehen hatte, der durch den Raum wellte und das Gel?nde verschob, als ob es sich um einen Schleier handelte. Esg vor ihnen, aber nicht direkt auf ihrem Weg, sondern weit weg in den H¨¹geln im Osten des verfluchten Landes, und Neveah erhaschte nur einen kurzen Blick darauf ¨C so schnell, dass sie sich fragte, ob sie sich get?uscht hatte. Neveah blinzelte leicht, einmal und dann noch einmal, aber es war nichts zu sehen, und der Flug von K?nig Jian war so schnell, dass sie bald vorbeigeflogen waren. ?Hast du das gesehen?", dachte Neveah zu K?nig Jian, da sie wusste, dass er sie h?ren konnte, da sie in Verbindung standen. K?nig Jian brummte nur in ihren Gedanken, doch das gen¨¹gte Neveah zu wissen, dass er nicht bemerkt hatte, was sie gesehen hatte. W?hrend Neveah ¨¹berlegte, es als nichts abzutun, konnte sie den nagenden Verdacht in ihrem Kopf nicht ignorieren. Und obwohl sie wusste, dass sie gerade die unvern¨¹nftigste Bitte stellen und vielleicht die schlechteste Entscheidung ihres Lebens treffen w¨¹rde, sagte sie es trotzdem. ?Du musst umkehren", dachte Neveah dringend zu K?nig Jian. ?Veah...", warnte K?nig Jian in ihren Gedanken. ?Ich... es gibt dort etwas, ich habe das Gef¨¹hl, dass es wichtig ist... vertraue mir", dachte Neveah zu K?nig Jian. Neveah war sich nicht sicher, ob sie sich selbst vertrauen w¨¹rde, wenn sie in K?nig Jians Lage w?re. K?nig Jian antwortete einen Momentng nicht und gerade als Neveah dachte, dass er sie ignorieren w¨¹rde, machte er eine scharfe Kehrtwendung nach links und flog jetzt in entgegengesetzter Richtung direkt auf den Wirbel aus Schatten zu. Jetzt, da sie dem Ansturm von feurigen Winden und der wirbelnden Masse aus Schatten gegen¨¹berstanden, stellte Neveah mit Entsetzen fest, dass der Tornado ¨C was auch immer er war ¨C doppelt so gro? war wie bei ihrem ersten Treffen. ?Todessturm... so wurde er fr¨¹her genannt", erng K?nig Jians Stimme in Neveahs Gedanken. Als k?nnte er ahnen, dass Neveah immer noch nicht sicher war, was sie von dem, was auf sie zukam, halten sollte. Todessturm... es war wahrlich ein passender Name, denn dieser Tornado war ein sich bewegender Abgrund des Todes. ?Das... Du bist ihm schon oft bege, nicht wahr?", dachte Neveah an K?nig Jian, ihren entsetzten Blick immer noch auf den Todessturm gerichtet.Es war ein Zauber, den die finstersten Zauberer eigens erschaffen hatten, um Drachen am Fliegen zu hindern." "Es war eine Waffe, erschaffen f¨¹r unseren Untergang... vor dem Aufstand... und viele meiner Verwandten fielen ihr zum Opfer." K?nig Jian dachte kurz an Neveah, und seine sonst so ruhige Stimme kam ins Wanken. Zum ersten Mal bezog sich K?nig Jian auf die fr¨¹he Geschichte der Drachen, auf eine Zeit, bevor sie die ¨¹bermacht waren, als die sie heute bekannt sind. Eine Zeit, in der auch sie Beute waren, ausgeliefert an die Gnade grausamer schwarzer Magier. Der Todesssturmg noch in einiger Entfernung, und anfangs hatten sie gute Fortschritte gemacht, doch jetzt flogen sie direkt darauf zu und gaben ihren Vorteil auf ¨C alles wegen Neveahs Vorahnung. "Ich... ich habe nicht bedacht... Ich h?tte es nicht tun sollen..." begann Neveah sich zu entschuldigen, doch K?nig Jian unterbrach sie. "Konzentriere dich, wir sind da." K?nig Jian brachte Neveah in Erinnerung. Neveah gehorchte sofort. K?nig Jian steuerte nun dem Weg enng, von dem sie gesprochen hatte, und Neveah streckte behutsam die Hand aus. In dem Moment, als ihre Hand vollst?ndig ausgestreckt war, stie? sie auf ein leichtes Hindernis, und eine pulsierende Barriere wurde sichtbar. Sie verschwand nur einen Augenblick sp?ter wieder, doch dieser Moment reichte aus, um Neveahs Verdacht zu best?tigen. Hier war etwas verborgen, verborgen vor Blicken und eine starke Lavendelduftg in der Luft. "Es duftet nach Lavendel," dachte Neveah zu K?nig Jian. Neveah wusste nicht genau, was es war oder was es bedeutete, doch f¨¹r K?nig Jian war es ganz anders, der gef?hrlich leise brummte, bevor er abrupt die Richtung wechselte. Neveah hatte angenommen, K?nig Jian wollte umkehren und nach Dune City zur¨¹ckkehren, nachdem sie best?tigt hatten, was Neveah gesehen hatte. Doch stattdessen schuf K?nig Jian eine Distanz zwischen ihnen und der Barriere und st¨¹rmte dann mit aller Macht darauf zu. "Haltet euch fest," warnte K?nig Jian, als er direkt gegen die Barriere prallte. Die Barriere wich nicht und die Wucht des Zusammenpralls lie? sie r¨¹ckw?rts durch den Himmel trudeln. K?nig Jian stabilisierte seinen Flug schnell wieder und setzte an, erneut gegen die Barriere zu sto?en. "Eure Hoheit, wir m¨¹ssen gehen! Es kommt immer n?her," dr?ngte Neveah K?nig Jian. "Fort zed! Fort zed ist das einzige Fort, das ein Lavendelfeld beherbergt!" antwortete K?nig Jian Neveah mit einem Zischen. Neveahs Augen weiteten sich, als sie erkannte: Hatten sie gerade den Ort entdeckt, an dem die verschwundene Festung verborgen war? War Estelles Heim samt allen Bewohnern jenseits der Barriere versteckt? War das der Grund, warum es ihnen all die Zeit ¨¹ber nicht gelungen war, die Festung aufzusp¨¹ren, ganz gleich wie sehr sie sich bem¨¹ht hatten? "Wir m¨¹ssen gehen! Die Barriere wird den Todesssturm von Fort zed fernhalten! Wir werden, wenn n?tig, eine Armee zusammenrufen und nach Fort zed zur¨¹ckkehren, wir werden zur¨¹ckkehren... also m¨¹ssen wir jetzt gehen," dachte Neveah zu K?nig Jian. Ein frustriertes Knurren kam von K?nig Jian, und er wich aus, ?nderte noch einmal die Richtung, genau als der Todesssturm das Terrain hinter ihnen verg. K?nig Jians rechter Fl¨¹gel wurde von einer Schattenmasse ergriffen, und er machte eine scharfe Wendung, um sich zu befreien. Aber Neveah war auf diese pl?tzliche Bewegung nicht gefasst und verlor das Gleichgewicht, sie rutschte von K?nig Jians R¨¹cken. Neveah versuchte sich festzummern, w?hrend sie glitt, und im Eifer des Gefechts blieb ihre Hand an einer Schuppe h?ngen, die ein St¨¹ck unterhalb von K?nig Jians Schulterg... doch es war eine, die sie nicht festhalten konnte. Denn in dem Moment, als Neveah die Schuppe ber¨¹hrte, scho? ein elektrisierender Ruck vom Ber¨¹hrungspunkt durch ihren gesamten K?rper und l?ste eine feurige Welle durch jede Ader und jede Zelle ihres K?rpers aus. Von Schrecken gepackt lie? Neveah los und st¨¹rzte ohne Halt hinunter auf den Boden weit unter ihnen. Chapter 504: Als alles anfing (Kap. 505)

Chapter 504: Als alles anfing (Kap. 505)

Die Welt vengsamte sich um Neveah herum zum Stillstand, das Kreischen und Heulen des Todessturms verssten im Hintergrund, als h?tten sie in ihrer Welt keine Existenz mehr. Neveah registrierte nicht einmal, dass sie fiel... es war schwer, irgendetwas anderes zu erfassen, w?hrend ihr Geist noch von dem Wort hallte, das ihr Wolf gerade durch ihre Verbindung gefl¨¹stert hatte. "Gef?hrte..." hatte Neveahs Wolf in einem tiefen, erstaunten Tonfall gesagt. Es war nicht wie die bestimmte Erkl?rung, die die meisten erlebten, oder wie die z?gerliche Enth¨¹llung, die ihr Wolf zeigte, als er Alessio als ihren Gef?hrten identifizierte, dies war anders. Es war eine Aussage, eine leise, nachdenkliche Aussage, die sowohl auf Wolf als auch auf Mensch einen tieferen Eindruck hinterlie? als jedes andere Gespr?ch, das sie je gef¨¹hrt hatten. Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sie bei diesem Wort Blut gehustet h?tte, wenn sie nicht gerade in den Tod st¨¹rzen w¨¹rde. So unublich es auch war, so unm?glich es auch schien... die elektrisierenden Ersch¨¹tterungen, die Neveah durchstr?mten, erz?hlten eine ganz andere Geschichte, eine, die sie nicht zu begreifen wagte. Neveah konnte nur in diese gro?en Drachenaugen starren, die genauso geschockt waren wie sie. Der Wind jaulte um Neveah, eine nicht gerade warme Erinnerung daran, dass ihr Sturz in den Tod noch nicht vorbei war. ¡¯Er ist ... unser Gef?hrte...¡¯ dachte Neveahs Wolf erneut, als ob Neveah noch eine Ank¨¹ndigung br?uchte, um es wirklich zu verstehen. Ihr Wolf k?nnte es tausend Mal sagen, und Neveah w¨¹rde es dennoch nicht fassen k?nnen. Hatte das Wort ¡¯Gef?hrte¡¯ jetzt eine neue Bedeutung? War ein Seelengef?hrte nicht mehr das, was sie kannte? Was sollte das alles bedeuten? Welche Gedankenspiele wurden hier mit ihr betrieben? Andererseits begannen viele Dinge Sinn zu ergeben... viele verworrene Gef¨¹hle oren sich endlich. Die Erkenntnis kam unerwartet, aber warum hatte Neveah das Gef¨¹hl, dass sie es irgendwie schon immer gewusst hatte? Tief im Inneren war etwas am Drachenk?nig von Anbeginn anders gewesen ¨C von dem allerersten Moment, als sie seine Augen erblickt hatte. Doch was half es, dar¨¹ber nachzudenken, wenn sie jeden Moment bei der Landung in St¨¹cke zerschmettert werden k?nnte? Neveah schloss ihre Augen und bereitete sich auf ihr Schicksal vor. "Veah... Veah... Verlier das Bewusstsein nicht! Schau mich an! Warte auf mich..." Die Stimme von K?nig Jian hallte in Neveahs Geist wider. Neveah riss ihre Augen wieder auf und sah den golden geschuppten Drachen, der direkt auf sie zuflog, die Augen zusammengekniffen. ¡¯Ich kann ihn h?ren... Ich kann ihn sogar jetzt h?ren ... Ohne Hautkontakt...¡¯ dachte Neveah. Nun erst realisierte sie, dass all dies schon einmal passiert war. ¡¯Du ... warte auf mich.¡¯ Einmal, vornger Zeit... genau diese Worte hatten in ihrem Geist nachgehallt, und sie hatte nie realisiert, wer sie zu ihr gesagt hatte, bis jetzt. ¡¯Als wir uns das erste Mal trafen... hast du zu mir gesprochen... du hast mich gebeten zu warten... auf dich zu warten...¡¯ dachte Neveah an ihn zur¨¹ck. Die Ver?nderung in K?nig Jians Augen war Best?tigung genug, dass ihm bis jetzt nie bewusst war, dass Neveah seine Gedanken in jener Nacht geh?rt hatte... So wie Neveah nie verstanden hatte, was geschehen war oder wer zu ihr gesprochen hatte.Aber was beiden r war, war die Tatsache, dass sich ihre Verbindung bereits am ersten Tag ihrer Begegnung offenbart hatte. Doch keiner von beiden hatte es erkannt... _________________ Wie f¨¹hlt es sich an, seinen wahren Gef?hrten zu finden? Es gibt viele verschiedene Geschichten unter den Drachen... So viele, dass man leicht zu dem Schluss kommen k?nnte, dass dieser eine Moment, in dem zwei verbundene Seelen sich zum ersten Mal erkennen, f¨¹r jeden Drachen anders ist. Einst,nge bevor er von mehr Verlust ¨¹berw?ltigt wurde, als ein Mensch ertragen sollte, bevor der einzige Zweck seiner Existenz die Verantwortung f¨¹r sein Volk wurde, als sein Herz eine gewisse Freiheit kannte und seine B¨¹rde leichter war, hatte sich Jian auch gefragt, wie es sich anf¨¹hlen w¨¹rde... Welche Gedanken w¨¹rden ihm durch den Kopf gehen? In welchem Rhythmus w¨¹rde sein Herz scgen? Wie und wo w¨¹rden sie sich treffen? Nie h?tte Jian in seinen k¨¹hnsten Tr?umen erwartet, dass er seinen wahren Gef?hrten in den dunklen Landen treffen w¨¹rde, gerade als er unvorsichtig genug war, sie fallen zussen. Nie h?tte er erwartet, dass sein Herz anstelle eines Rhythmus zum Stillstand kommen w¨¹rde, genau wie der Rest seiner Welt. Sein Herz stand still, als der vertraute Schrecken ihn packte, ein Schrecken, der ihn in der letzten Nacht jeden Tag heimgesucht hatte. Dieser eiskalte Schrecken, der ihn in diesem Moment ergriff, als er in ihre leblosen Augen starrte und nichts anderes tun konnte, als zuzusehen... zuzusehen, wie ihr das Leben genommen wurde. Endlich wurde das verschwommene Gesicht der Frau aus seinen Tr?umen in Jians Kopf r. Das Objekt all seiner Albtr?ume, das tiefe Gef¨¹hl des Verlustes, das ihn gte, und der herzzerrei?ende Schmerz spielten sich alle auf einmal in Jians Kopf ab, und er verstand alles. Neveah... es war die ganze Zeit Neveah. Diejenige, die er nicht besch¨¹tzen konnte... diejenige, die er verloren hatte... sie war die ganze Zeit ¨¹ber direkt vor seinen Augen gewesen. Und dann ¨¹berkam ihn eine Panik, wie sie K?nig Jian noch nie zuvor versp¨¹rt hatte. Sie einmal zu verlieren war genug... sie einmal zu entt?uschen war genug. Diesmal nicht... nie wieder. K?nig Jian schwor feierlich, sich selbst und dem Sch?pfer dar¨¹ber. "Veah... Veah... Verliere nicht das Bewusstsein! Sieh mich an! Warte auf mich..." dachte Jian zu Neveah. ¡¯Als wir uns das erste Mal trafen... hast du zu mir gesprochen... du hast mich gebeten, zu warten... auf dich zu warten...¡¯ Neveahs Stimme antwortete, eine warme, beruhigende Stimme in seinen Gedanken, trotz der Gefahr, die sie von allen Seiten bedrohte. Jians Augen weiteten sich ein wenig, er erinnerte sich jetzt daran... dass in der Nacht, als er Xenon ins Wolfsgebiet gefolgt war, alles begonnen hatte. Nein, es hatte schon viel fr¨¹her begonnen... Chapter 505: Eine Chance (Kap.506)

Chapter 505: Eine Chance (Kap.506)

Die Welt war immer nochngsam und still, als K?nig Jian seine Fl¨¹gel anlegte und die Schwerkraft wirken lie?. Er tauchte an Neveah vorbei und stabilisierte dann seinen Flug unter ihr, wodurch ihr Fall gebremst wurde. Als Neveah auf seinen R¨¹cken krachte, r¨¹ttelte der Aufprall sie zur¨¹ck in die Realit?t. Ein stechender Schmerz breitete sich ¨¹ber Neveahs R¨¹cken aus, aber sie war kaum in der Lage, ihn wahrzunehmen, angesichts des Todessturms, der nur wenige Zentimeter von ihnen entfernt tobte. "Er ist hier... wir k?nnen ihm nicht entkommen", dachte Neveah entsetzt. Sie hatte ihre Gedanken nicht einmal absichtlich gesendet, doch es schien, als h?tte sie es unbewusst getan, denn K?nig Jians beruhigende Stimme erng einen Moment sp?ter in ihrem Kopf: "Ich habe versprochen, dich in Sicherheit zu bringen, und das werde ich auch tun. Ich werde nicht zssen, dass dir etwas zust??t, Veah... vertrau mir." Diese ernsten Worte lie?en keinen Zweifel in Neveah zu, und so beruhigte sie ihr Herz. Der verfaulte Gestank, der von ihm ausging, war jetzt noch st?rker, und Neveah musste ihren Atem anhalten, weil er ihre Sinne ¨¹berw?ltigte. So nah am Sturm konnte Neveah endlich in das Gewirr der Schatten blicken und bereute sofort, dass sie es gewagt hatte. Hunderte von monstr?sen Gesichtern formierten sich und l?sten sich auf, nur um sich im Sturm erneut zu formieren, begleitet von ihrem schrecklichen Heulen und Kreischen, das ohrenbet?ubendut war und Neveahs empfindlichen Ohren durchdrang. Neveahs Magen drehte sich um, als ihre Sinne ¨¹berfordert wurden; ¨¹belkeit stieg in ihr auf, aber sie unterdr¨¹ckte sie. Als w?re der Sturm noch nicht genug Schrecken, bildeten sich aus der Masse schattenhafte Gliedma?en, die nach ihr griffen, schlugen und kratzten. Ein entsetzter Schrei stieg in Neveahs Kehle auf, als sie zur¨¹ckweichte. Doch Neveah war nicht schnell genug, und eine der greifenden H?nde erwischte ihren Absatz. "Weitermachen... einfach weitermachen", dachte Neveah zu K?nig Jian, denn sie wusste, dass er versuchen w¨¹rde, sie zu retten. Ein eisiges Fr?steln breitete sich von ihrer Ferse bis zum Bein aus; Neveah konnte es nur mit einer Erfrierung vergleichen, denn ihr Bein f¨¹hlte sich sofort gel?hmt an, und sie konnte es nicht befreien. Jeden Moment w¨¹rde Neveah in den Sturm gezogen werden. Sofort reagierte Neveah, griff nach dem Dolch an ihrem G¨¹rtel und schlug wild auf die Schattenmasse ein. Sie durchtrennte ihren Griff an ihrer Ferse. Ein ohrenbet?ubender Schrei hallte durch die gesamte Masse, ausgehend vom Schatten, den sie durchtrennt hatte. K?nig Jian senkte sich und Neveah rutschte kurz auf seinem R¨¹cken ab, bevor sie sich ¨¹berschlug und den anderen greifenden H?nden des monstr?sen Todessturms entkam. Das Gef¨¹hl war in ihr Bein zur¨¹ckgekehrt, obwohl die eisige Ber¨¹hrung Spuren von Fr?steln hintessen hatte. Ohne einen Moment zu z?gern, flog K?nig Jian weiter, w?hrend Neveah schnell einen Haltepunkt fand und ihre Haltung auf seinem R¨¹cken korrigierte, als sie dem Sturm knapp entkamen. In einem kurzen Moment hatte K?nig Jian etwas Abstand zwischen sie und den Todessturm gebracht, und Neveah atmete erleichtert auf. Sie beugte sich hinunter und massierte sanft ihr linkes Bein, um die Durchblutung anzuregen und das Fr?steln zu vertreiben. Neveah konnte immer noch das Heulen des Todessturms h?ren, der alles hinter ihnen verg, doch sie warf keinen Blick zur¨¹ck. Stattdessen hielt sie den Blick geradeaus und vertraute darauf, dass K?nig Jian sie in Sicherheit bringen w¨¹rde.Nach einer kurzen Zeit, die endlos erschien, kam endlich die D¨¹nenstadt in Sicht, und Neveahs Griff um K?nig Jian wurde fester. Es gab immer noch eine L¨¹cke in der Barriere und die kleineren Risse, die den ersten rm ausgel?st hatten, schienen sogar noch gr??er geworden zu sein. Entsetzen weitete Neveahs Augen ¨C sie hatte erwartet, dass die Barriere zu diesem Zeitpunkt vollst?ndig versiegelt sein w¨¹rde, doch offenbar war etwas schiefgufen. "Die Barriere ist geschw?cht ... sie wird dem Sturm nicht standhalten. Vater und die D¨¹nendrachen ahnen nicht, was auf sie zukommt..." dachte Neveah panisch zu K?nig Jian. "Sie wissen es... sollte die Barriere nicht halten, wird es Krieg geben", dachte K?nig Jian grimmig zur¨¹ck. Je n?her sie der Barriere kamen, desto deutlicher konnte Neveah erkennen, dass die D¨¹nendrachen sich in voller Wachsamkeit befanden. Das gesamte Bataillon war versammelt ¨C genauso hatte es K?nig Jian gesagt, sie wussten, dass es sich nicht nur um ein oder zwei verirrte Schattenbestien handelte, und die D¨¹nendrachen waren f¨¹r einen umfassenden Kampf ger¨¹stet. "Die Stadt liegt zu nah! Unsere Truppen sind nicht stark genug. Wenn der Sturm durchbricht, kann die Sicherheit der Menschen nicht gew?hrleistet werden... Du hast selbst gesagt, dass er schneller als eine Seuche ¨¹ber sie hinwegfegen wird", dachte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. "Im Moment, in dem wir die Barriere durchbrechen, wirst du zu deinem Vater gehen", wies K?nig Jian an. Neveah erstarrte daraufhin, denn ihr wurde r, dass K?nig Jian nur deshalb ruhig blieb, weil er einen n hatte. "Du wirst es alleine aufhalten", err?t Neveah seine Gedanken. K?nig Jian antwortete nicht, sein Schweigen best?tigte nur Neveahs Vermutung. Wut durchzuckte Neveahs Adern, als ihr r wurde, dass K?nig Jian nie vorhatte, sich mit ihr in Sicherheit zu bringen. Der n war, Neveah in Sicherheit zu bringen und dann sein Volk um jeden Preis zu verteidigen. "Du grausamer, herzloser Schuft! Du bringst meine ganze Welt ins Wanken und was dann?! Du suchst den Tod?! Nach wessen Eubnis?!" zischte Neveah w¨¹tend. "Veah... h?r mir zu..." begann K?nig Jian zu argumentieren. "Nein! Du h?rst mir zu, mir ist es egal, ob du der Drachenk?nig oder der Drachengott bist! Du hast nicht zu entscheiden, ein solches Opfer zu bringen! Du bist mir eine verdammte Erkl?rung schuldig, wie kannst du es wagen, dein Leben aufzugeben?" knurrte Neveah. "Ich werde mich nicht t?tenssen, Veah", erkl?rte K?nig Jian, seine Stimme von einem Hauch von Belustigung begleitet. "Ich w?re verr¨¹ckt, jetzt den Tod zu w?hlen... Nein, ich habe noch nie so sehr gewollt zu leben wie jetzt", gestand K?nig Jian. Die Barriere war nun nah und der Todessturm r¨¹ckte immer n?her, sie hatten nicht mehr viel Zeit. "Ich schulde dir eine Erkl?rung... es w¨¹rde mich tats?chlich zu einem grausamen, herzlosen Schuft machen, zu sterben. Und obwohl ich genau das bin... vielleicht sogar noch schlimmer", hielt K?nig Jian kurz inne. "Ich habe das Gef¨¹hl, dass ich vielleicht die Chance habe, anders zu sein, f¨¹r dich... "Ich k?nnte tats?chlich eine Chance haben... es ist eine Chance, die ich nicht aufgeben werde", versicherte K?nig Jian. Chapter 506: Golden (Kap.507)

Chapter 506: Golden (Kap.507)

Neveah war ratlos und wusste nicht, was sie sagen sollte. Es blieb kaum Zeit, nachzudenken oder ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Wie k?nnte sie ihn auch davon abbringen? K?nig Jian war der Drachenk?nig, und es war seine Pflicht, sein Volk zu sch¨¹tzen, selbst wenn es sein Leben forderte. ¨¹ber seine Pflicht hinaus war Neveah bewusst, wie sehr K?nig Jian sein Volk liebte. Wie k?nnte sie ihn daran hindern, genau das zu tun, wof¨¹r er lebte? Die Worte von K?nig Jian waren knapp, aber sie hatten so viel Gewicht, so viel echte Hoffnung und so viel Verhei?ung, dass Neveah nicht wusste, was sie mit ihrem Geist und dem Chaos ihrer Gedanken anfangen sollte. W?hrend ihr Dutzende von Fragen durch den Kopf schwirrten, konnte Neveah nur eine davon aussprechen: "Wirst du... verletzt werden?" fragte Neveah schlie?lich, denn die Antwort auf diese Frage war ihr in diesem Moment am wichtigsten. Zeit... man sagt, Zeit w¨¹rde alle Fragen beantworten, Neveah wusste nicht, ob das stimmte, aber sie brauchte die Gewissheit, dass noch Zeit bleiben w¨¹rde. Dass nicht alles abrupt enden w¨¹rde, bevor sie alles vollkommen verstehen konnte. Selbst wenn sie nicht wusste, ob diese Bindung ein Schachzug war oder ob sie diese Bindung ¨¹berhaupt wollte, verdiente Neveah zumindest die Zeit, es zu verstehen... Sie verdiente die Zeit, diese Entscheidung zu treffen... sie beide verdienten das. "Euch zu versprechen, dass ich nicht verletzt werde, w?re ein Versprechen, das ich m?glicherweise nicht halten kann... Das werde ich nicht tun", antwortete K?nig Jian wahrheitsgetreu. Es handelte sich um dunkle Magie; Drachen mochten wohl gegen deren Einfluss auf den Geist immun sein, aber das hie? nicht, dass sie nicht auch physisch davon verletzt werden konnten. Drachen waren vielleicht allen anderen Rassen ¨¹berlegen, aber gegen¨¹ber der Dunklen Magie mussten auch sie um ihr Leben k?mpfen... auch sie hatten seit Jahrhunderten um ihr Leben gegen das Dunkle gek?mpft. "Wie schwer?", fragte Neveahngsam. Sie hatte Menarx verletzt gesehen und versp¨¹rte, wie die Kraft ihr entwich, hatte Xenon verletzt gesehen und sp¨¹rte, wie ihr Herz stillstand. Allein bei dem Gedanken daran, dass K?nig Jian verletzt sein k?nnte, f¨¹hlte es sich f¨¹r Neveah so an, als w¨¹rde ihre ganze Welt in sich zusammenbrechen. Und es ging nicht nur um sie, sondern auch um das, was dieser Mann... dieser Drache f¨¹r die gesamte Festung bedeutete. Er war die St?rke der Festung, das feste Fundament, und nun war er mehr... f¨¹r sie war er mehr. "Ich werde nicht sterben, Veah... egal, was passiert", versicherte K?nig Jian. Neveah ubte ihm, doch sie war immer noch beunruhigt. Ihr Herz pochte so heftig, dass Neveahs Atemz¨¹ge pl?tzlich kurz und hektisch wurden, wobei Panik sie ¨¹berkam und ihr die Luft abschn¨¹rte. Sie hatten gerade die Barriere passiert und Neveah wusste, es war an der Zeit, dass er ging, um die Welt zu retten, w?hrend sein eigenes Schicksal ungewiss blieb. ¡¯Veah... atme... atme...¡¯, dachte K?nig Jian an Veah. ¡¯Du musst atmen... Wie kann ich gehen, wenn ich mir nicht sicher bin, dass es dir gut geht?¡¯, bat K?nig Jian. "Dann geh nicht... Mir geht es nicht gut, also geh nicht..." Neveah wusste, dass ihre Bitte unvern¨¹nftig war. Normalerweise w¨¹rde sie stets die Welt ¨¹ber ihre eigenen Bed¨¹rfnisse stellen, aber gerade jetzt nicht. "Veah... diese Menschen, sie sind unser Volk... diese Festung, sie ist unsere Festung... Und ich wei?, es wird dir gut gehen, denn du bist die Drachenk?nigin", dachte K?nig Jian. Mit diesen Gedanken begann er, seinen Abstieg einzuleiten, und Neveah war sich bewusst, dass sie ihn nicht aufhalten konnte. Sie hatte nicht einmal den Mut dazu... die Menschen von D¨¹nenstadt waren ebenfalls wichtig. Ihr Volk... ihre Festung, ihr Zuhause... Diese Worte hallten immer wieder in Neveahs Kopf nach, wie ein unendliches Mantra. K?nig Jian w¨¹rde sie niemals gef?hrden, indem er sie mit sich nehmen w¨¹rde, und Neveah war von einem Wirbel aus Gedanken erfasst, w?hrend sie ¨¹berlegte, was zu tun sei. "Wenn das hier unser Volk ist, wenn das hier unsere Festung ist, wenn K?nig Jian zu mir geh?rt... dann muss ich alles sch¨¹tzen, ich muss alles bewahren, das diesmal mir geh?rt." "Omega... nimm meine Hand... die Macht, die dir zusteht, ergreife sie!" Diese eindringliche Stimme kam auf und lie? allen anderen Gedanken in Neveahs Kopf verstummen. Diesmal ignorierte Neveah sie nicht. Sie dr?ngte die Stimme nicht zur¨¹ck, sie unterdr¨¹ckte sie nicht, wie sie es sonst getan h?tte. Im Gegenteil, Neveah ?fe ihrem Herzen daf¨¹r und eine Welle ungekannter Kraft erwachte in ihr, str?mte durch ihre Adern und belebte jede Zelle ihres K?rpers. "Kehr um", dachte Neveah zu K?nig Jian. ¡¯Veah...¡¯, K?nig Jian wollte widersprechen, doch Neveah unterbrach ihn. "Uns geh?rt es, sagtest du, also Jian... kehr um", beharrte Neveah. Irgendwie sp¨¹rte K?nig Jian die Ernsthaftigkeit in Neveahs Tonfall und gehorchte widerstrebend, indem er im letzten Moment abdrehte, als er geradenden wollte. Im Hintergrund konnte Neveah die Stimme ihres Vaters h?ren, der nach ihr rief, w?hrend K?nig Jian sich dem Sturm n?herte, der nur noch wenige Zentimeter von der Barriere entfernt war. "Ich werde deine Hand halten... zeige mir, was du tun kannst." Neveah dachte an diese eindringliche Stimme. Im Moment der Akzeptanz entlud sich eine Kraft in Neveah, wie sie sie noch nie zuvor empfunden hatte ¨C eine Explosion leuchtenden goldenen Lichts. Neveahs gesamte Gestalt war umh¨¹llt von einem hellen, goldenen Schein, und nicht nur sie, sondern auch K?nig Jian waren davon umgeben. Als w?ren sie eins, sp¨¹rte Neveah seine Kraft und seine Pr?senz, selbst in der Stille, die sich ¨¹ber die restliche Welt gelegt hatte. K?nig Jians Geschwindigkeit stieg, und Neveah richtete sich auf, stand aufrecht auf seinem R¨¹cken, mit vollem Vertrauen, dass sie nicht fallen w¨¹rde. Neveah streckte eine Hand aus, ihre Augen funkelten vor Zorn, als sie jede Unze Macht, die sich in ihr angesammelt hatte, freisetzte und einen Strahl goldenen Lichts aussandte, der so gro? war wie ein Drache und direkt in den Sturm stie?. Chapter 507: Licht und Feuer (Kap.508)

Chapter 507: Licht und Feuer (Kap.508)

Neveah erwachte zu leisen Stimmen, die in der Ferne zu h?ren waren und deren Worte sie kaum ausmachen konnte. Zuerst waren die Stimmen nur ein Murmeln, verschleiert durch den Nebel des Bewusstseinsverlusts, doch als sie aufmerksamer wurde, kl?rten sich die Worte, auch wenn Neveah die Quelle immer noch nicht ganz erkennen konnte. "Ist das... ist das, was ich ube?" Fl¨¹sterte eine Stimme ged?mpft. "Du kennst die Antwort bereits", kam die n¨¹chterne Erwiderung. "Aber... wie ist das ¨¹berhaupt m?glich? Wie ist all das hier m?glich?" fragte die erste Stimme erneut, diesmal vollkommen fassungslos. Diesmal kam keine Antwort, und vielleicht hatte man auch gar keine erwartet. Es dauerte einen Moment, bis Neveah begriff, dass diese Stimmen Cassian und K?nig Jian geh?rten. Neveahs Geist war jedoch immer noch benebelt, und es schien ihr unm?glich zu verstehen, was sie in ged?mpften T?nen besprachen, oder warum sie ¨¹berhaupt in ihrer N?he waren. Ein scharfer Schmerz pulsierte in ihrem Sch?del und ein dumpfer Schmerz in ihrer Wirbels?ule erinnerte Neveah daran, dass sie einen oder mehrere Hiebe abbekommen hatte. Mit gro?er M¨¹he ?fe Neveah ihre Augen, blinzelte gegen das helle Licht an und musste sie sofort wieder schlie?en. Nach einer kurzen Pause versuchte sie es erneut, lie? ihre Liderngsam ttern, und diesmal gew?hnten sich ihre Augen allm?hlich an das Licht. Neveah starrte f¨¹r eine kurze Zeit an die Decke. Sie brauchte nicht zu r?tseln, wo sie sich befand ¨C es waren ihre Quartiere in der D¨¹nenburg, deren Decke mit einem Wandgem?lde geschm¨¹ckt war, das einen bl¨¹henden Wald voll ¨¹ppigem Gr¨¹n trotz des umliegenden kalten Winters zeigte. Es beruhigte Neveahs Wolf zu jedem wachen Moment, und Kaideon hatte gro?e Sorgfalt darauf verwandt, es nach seiner Erinnerung an die W?lder des Wintergebiets zu gestalten. Neveah vermutete, er hatte es getan, um ihr das Gef¨¹hl zu geben, ihrer Mutter n?her zu sein und ihr bei der Entscheidung zu helfen, das Wintergebiet zu besuchen ¨C eine Entscheidung, zu der Neveah sich noch nicht durchgerungen hatte. Der Gedanke an diesen ungel?sten Konflikt mit ihrer Mutter verst?rkte den Schmerz in Neveahs Kopf. Schwer atmend, hob Neveah eine Hand, um ihre Schl?fe zu reiben, und warf dabei einen fl¨¹chtigen Blick durch das Zimmer, w?hrend sie versuchte, die Erinnerungen an die Vorg?nge zu sortieren, die zu diesem Moment gef¨¹hrt hatten. Das Letzte, an was sich Neveah r erinnerte, war der Sprung von der Stadtmauer und die Suche nach dem H?ndler, und dann... "Xenon", erinnerte sich Neveah, sichtlich zusammenzuckend. Doch die Erinnerungen endeten nicht dort. Neveahs Augen weiteten sich vor Schreck, als ihr Verstand mit allen Ereignissen ¨¹berflutet wurde, die sich im Laufe des letzten Tages zugetragen hatten. "K?nig Jian...das Portal... Schattenwesen...Todessturm... ein Sturz..." fl¨¹sterte Neveah leise vor sich hin und stockte, denn sie wagte es nicht,ut auszusprechen, was als N?chstes kam. Gef?hrte?! K?nig Jian war ihr Gef?hrte?!Der Gedanke versetzte Neveah in v?lliges Schweigen, ein Schweigen, das nur einen Augenblick anhielt, bevor die letzte Erinnerung in ihr aufkeimte ¨C jener spr¨¹hende goldene Lichtstrahl, der die Barriere versiegelt hatte, kurz bevor Neveah das Bewusstsein verlor. ______________ ~Ein paar Stunden zuvor Das Ger?usch der explodierenden Energie ersch¨¹tterte das Land und sandte weitreichende Wellen der Macht aus, die alle von dem winzigen Wesen ausgingen, das so ruhig auf seinem R¨¹cken stand. Neveah ... aber in diesem Moment war sie ein Leuchtfeuer, das die Kr?fte der Natur steuerte ... und eine Macht aus¨¹bte, die nicht m?glich sein sollte. "Das ... das sollte nicht m?glich sein ...", dachte Jian erstaunt, als er sah, wie das goldene Licht jeden Spalt in der Barriere versiegelte. Das Licht verg nicht den gesamten Sturm, aber es bewirkte etwas v?llig anderes. Gl¨¹hende goldene Funken breiteten sich enng der gesamten Barriere aus, bis sie, so weit das Auge reichte, in hellem Gold leuchtete und den Sturm vollst?ndig abriegelte. Aber es war noch nicht zu Ende, es hatte gerade erst begonnen. Der Sturm wogte weiterhin heftig, die Schreie und das Heulen der Schattenbestien hallten ringsum wider, w?hrend sie versuchten durchzubrechen. Unermessliche Kraft str?mte noch immer aus Neveah heraus, Jian sp¨¹rte, wie sich seine Adern aufluden ... als w¨¹rde sie ihm ihre eigene St?rke durch eine Bindung verleihen, die sie gerade erst entdeckt hatten. Eine Bindung, die noch nicht einmal vollst?ndig war, aber bereits so m?chtig. Nie hatte sich Jian so m?chtig gef¨¹hlt wie in diesem Augenblick. In diesem Moment f¨¹hlte Jian ... nein, er wusste, dass er die Welt umst¨¹rzen konnte, Hand in Hand mit seiner Gef?hrtin. Und irgendwie wusste er genau, was er in diesem Moment zu tun hatte ... er wusste, wo er hingeh?rte. Hunderte von Orakeln hatten Jian Geschichten erz?hlt, dass er der wahre und gr??te K?nig sei ... dass es vor ihm keinen Gr??eren gegeben habe und dass es nach ihm keinen mehr geben werde. Jian hatte ihnen nie geubt, bis zu diesem Moment, in dem sich seine Kiefer instinktiv ?fen, um ein erdbewegendes Br¨¹llen loszssen, und ein machtvoller mmenstrom ¨¹ber die Barriere niederprasselte. Jians mmen folgten dem Weg der gl¨¹henden Funken und verschmolzen mit dem leuchtenden Licht, als seien sie dadurch verst?rkt, Auf der Innenseite der Barriere wurde das goldene Leuchten noch heller, auf der Au?enseite schossen Jians mmen emporschie?end und setzten die gesamte Barriere in Brand. Die entsetzlichen Schreie der Schattenwesen wurden ohrenbet?ubend, als jeder Teil des Todessturms, der mit der brennenden Barriere in Ber¨¹hrung kam, augenblicklich von Jians mmen verschlungen wurde. Die mmen griffen an und zerst?rten den Sturm mit Leichtigkeit, auf der anderen Seite verteidigte das Leuchten, indem es die Barriere stark und verst?rkt hielt, damit sie von der St?rke der mmen nicht verzehrt wurde. Der Sturm hatte keine Chance, die ht war bereits entschieden ... der Sieger: Licht ... und Feuer. Chapter 508: Entt?uschung (Kap.509)

Chapter 508: Entt?uschung (Kap.509)

Cassian strich sich frustriert durch die Haare, ging kurz auf und ab und stoppte dann abrupt, um K?nig Jian wieder anzustarren. "Jian, du wei?t genauso gut wie ich, was das bedeutet. Du hast die Magie genauso erkannt wie ich, du wei?t, wo sie herkommt, was sie ist..." "Und du wei?t, dass alle es gesehen haben. Sie werden ihre Fragen stellen... Vermutungen anstellen und die D¨¹nen-Drachen sind nicht weit von der Wahrheit entfernt", erinnerte Cassian. "Wir m¨¹ssen zuerst verstehen, wie ein Schatz, von dem wir annahmen, dass er sich in den H?nden des dunklen Zauberers bef?nde, sich auf eine Weise offenbart hat, die nie zuvor gesehen wurde..." "Wir uben, dass die dunklen Zauberer sie nicht aktivieren konnten oder zumindest snge verz?gert wurden, bis wir es bergen k?nnten... Aber sie war die ganze Zeit hier. Und sie hat es direkt vor unseren Augen aktiviert", Cassian stockte in seinem Redeschwall. "Nein, das ist nicht einmal das dr?ngendste Problem. Was war das da drau?en? Ist sie tats?chlich... deine Gef?hrtin?", fragte Cassian erneut. "Die Antwort ?ndert sich nicht, egal wie oft du dieselbe Frage stellst, Cassian. Ich habe momentan keine Geduld f¨¹r deine Spielchen.", entgee Jian unmissverst?ndlich. "Hast du die Geduld, dich den D¨¹nen-Drachen zu stellen? Es wurde ein Rat einberufen und Kaideon ist alles andere als erfreut.", ¨¹bermittelte Cassian Jian. "Wann ist er das schon?", erwiderte Jian mit gehobener Augenbraue. "Du st¨¹rzt mit seiner Tochter mitten in den Sturm, bringst sie in Gefahr und ihr beide habt etwas Unm?gliches vollbracht." "Unmittelbar darauf verliert sie das Bewusstsein und ohne Erkl?rung eilst du zur D¨¹nenburg und ordnest an, dass niemand ihre Gem?cher betreten darf. Was hast du erwartet? Ein Lobgesang?", sagte Cassian trocken. Jian runzelte die Stirn, Cassian hatte die Ereignisse genau wiedergegeben und er konnte verstehen, wie er Kaideons Zorn auf sich gezogen hatte. Jian sah jedoch nicht ein, warum er sich dar¨¹ber Gedanken machen sollte, was andere denken, wenn alles, was ihm wichtig war, darin bestand, seine Gef?hrtin an einen sicheren Ort zu bringen. "Veah muss sich ausruhen und ihre Kr?fte wiederengen. Sie sollte nicht von Fragen gegt werden, die sie nicht beantworten kann, genauso wenig wie du es jetzt von mir vengst.", sagte Jian ohne Bedauern. "Ich werde zu ihnen gehen, sobald sie erwacht ist, und keinen Moment fr¨¹her. Kaideon mag in seinem Zorn mewegen das Schloss zum Einsturz bringen.", machte Jian seine Position r. Jian drehte sich um, um in Neveahs Zimmer zur¨¹ckzukehren, hielt aber inne, als die T¨¹r sich zuerst ?fe und Neveah im T¨¹rrahmen stand. Sie war nichtnge da gewesen, hatte jedochnge genug bei Bewusstsein verweilt, um alles mitzubekommen, was zwischen Cassian und Jian besprochen wurde. Es gab viele Dinge, die erw?hnt wurden, die Neveah lieber (noch) nicht verstehen wollte. Jian erstarrte einen Momentng und starrte Neveah an, und ebenso starrte Neveah ihn schweigend an. Beide konnten in dieser komplizierten Situation nicht viel tun, und sie wussten es beide. Dennoch war die Gef?hrtenbindung eine seltsame Sache, angesichts der Komplexit?t ihrer Lage konnten beide im Moment nicht viel dar¨¹ber nachdenken. ¡¯Waren ihre Augen immer violett? Ich dachte, sie w?ren u... in manchen Schattierungen sahen sie u aus... oder habe ich nur nicht genau hingesehen?¡¯, dachte Jian. ¡¯Hat niemand daran gedacht, sie mehr zu f¨¹ttern? Warum war ihre Haut so ss? War das schon immer so? Oderg es daran, dass sie diesmal ihre Kr?fte ersch?pft hatte?¡¯, ¨¹berlegte Jian weiter. "Und nun?", unterbrach Cassian das stumme Starren genervt, wurde jedoch von Jian geflissentlich ignoriert. "Ich... ich m?chte meinen Vater sehen...", durchbrach Neveah schlie?lich die Stille und wandte ihren Blick kurz von Jian auf Cassian und dann wieder auf Jian. Obwohl sie ihm dieses Mal nicht in die Augen sah, gab es etwas in seinem Blick, das Neveah noch nicht erkunden wollte. "Holt Kaideon.", befahl Jian Cassian, ohne ihn auch nur eines Blickes zu w¨¹rdigen."Kann ich jetzt zu ihm?" fragte Cassian sp?ttisch. "Sie will ihn sehen," erwiderte Jian, als sei das f¨¹r Cassian eine v?llig nachvollziehbare Begr¨¹ndung. Cassian ?fe den Mund, um etwas zu erwidern, schloss ihn aber rasch wieder und fuhr sich durchs Haar. "Es ist okay, ich werde selbst zu ihm gehen," unterbrach Neveah ihn, bevor Cassian etwas sagen konnte. "Bist du sicher, dass es dir gut geht?" fragte Jian unsicher. "Ja," antwortete Neveah und ging an Jian vorbei. Instinktiv griff Jian nach ihrem Handgelenk und hielt sie sanft fest. Jian war versucht, Neveah dazu zu dr?ngen, mit ihren eigenen Worten zuzugeben, was sie offensichtlich zu vermeiden suchte. Doch Jian entschied sich dagegen; er war schon zu aufdringlich gewesen ¨C zu aufdringlich war alles, was er gewesen war, wenn er ehrlich zu sich selbst war. "Veah... ich wei?, das ist alles nicht einfach f¨¹r dich," sagte Jian leise zu ihr. Neveah schwieg einen Moment, dann nickte sie. "Das ist es wirklich nicht," stimmte sie zu. "Du musst dich ihnen noch nicht stellen, ich schicke Kaideon zu dir... und k¨¹mmere mich um den Rat. Nimm dir die Zeit, die du brauchst... um den Kopf freizubekommen, und dann komme ich zu dir," sagte Jian. Seine Worte waren nicht fordernd, sondern geduldig und verst?ndnisvoll, zwei Eigenschaften, die Neveah beim Drachenk?nig nie erlebt hatte. Aber hatte sie ihn wirklich jemals gekannt? Er war nie jemand gewesen, den sie wirklich kennenlernen konnte, nie jemand, den sie zu verstehen gewagt hatte. Neveah sagte nichts und nickte nur, denn wenn sie zu sprechen versuchte, war sie sich nicht sicher, welcher der Hunderte Gedanken in ihrem Kopf als Erstes herauskommen w¨¹rde. Jians Blick verweilte noch einen Moment auf Neveah, dann verabschiedete er sich und Cassian folgte ihm. "Wirst du jetzt einfach so gehen? Was hast du vor? So oder so wurde die Verbindung zwischen euch beiden f¨¹r alle offensichtlich... es sei denn, sie sind blind und taub," fragte Cassian und warf einen Blick zu Neveah hin¨¹ber. "Gut," antwortete Jian, und das war alles, was er sagte. Neveah wartete, bis sie sicher war, dass sie weit genug gegangen waren, dann kauerte sie sich an ihrer T¨¹r nieder, den Kopf in die H?nde gest¨¹tzt. Die Wahrheit war, sie musste nicht r¨¹ber zu Kaideon gehen. Sie war nicht einmal emotional in der Lage, sich den D¨¹nenw?chtern und all ihren Fragen zu stellen. Die Wahrheit war, dass Neveah gerade ein seltsames Bewusstsein durch die neu entstandene Verbindung gesp¨¹rt hatte... eines, das ihr sagte, er war bei Bewusstsein... Xenon war wach. Das machte die Realit?t nur noch be?ngstigender f¨¹r Neveah, die Realit?t, dass sie gerade einem Mann eine Bindung aufgezwungen hatte und sich dann selbst eine andere eingebrockt hatte... Xenon war Xenon und Jian war Jian, und alles, woran Neveah denken konnte, war das daraus resultierende Chaos. "Was habe ich nur getan?" murmelte Neveah best¨¹rzt. Chapter 509: Sechs Monate (Kap.510)

Chapter 509: Sechs Monate (Kap.510)

~Die Insel Kezrar Dun Azkars Augen ?fen sich scgartig und er richtete sich auf seinem Thron auf. Nach einem kurzen Blick in die Halle fiel sein Augenmerk auf den kleinen Teich am Rand. Die Fische im Teich hatten begonnen, auf seltsame Weise enng des Randes zu kreisen, und Azkar wusste, dass sie ebenso wie er die Aura gesp¨¹rt hatten und folgerichtig beunruhigt waren. Askel atmete schwer, als er sich im Thron zur¨¹cklehnte und eine Hand an die Schl?fen legte. Die unheilvollen Methoden des gefl¨¹gelten Mannes, seine Herbeirufungen zu kommunizieren, hatten Azkar stets beunruhigt - und das wollte etwas hei?en, bedenkt man, dass auch Azkar selbst nicht gerade zu den besten seiner Art z?hlte. Es war einige Zeit vergangen, seit der gefl¨¹gelte Mann zuletzt Azkars Anwesenheit eingefordert hatte. Der gefl¨¹gelte Mann hatte Azkar mit seinen Aufgaben betraut und Azkar hatte sich nach besten Kr?ften bem¨¹ht, diese zu erf¨¹llen. Er hatte sich auch gut gescgen, wie er selbst uben wollte, denn er warnge nicht mehr herbeigerufen worden und hatte vor allem keinen Blick auf Celeste werfen m¨¹ssen, was f¨¹r Azkar der beste Aspekt der vergangenen f¨¹nf Monate gewesen war. Azkar ahnte, dass der Frieden, den er genossen hatte, bereits zunge angedauert hatte und er h?tte erwarten m¨¹ssen, dass eine Ver?nderung im Anzug war. "Alles, was ich wollte, war ein wenig Scf... aber ich sehe, das ist zu viel vengt", murmelte Azkar vor sich hin. Die Herbeirufung kam erneut, diesmal dr?ngender als zuvor. Der Teich in Azkars Halle begann sich schnell zu verwirbeln und Azkar st?hnte leise. Dann erstarrte Azkar, als ihm r wurde, dass etwas nicht stimmte. "Ist es bereits geschehen?" dachte Azkar misstrauisch. Azkar sch¨¹ttelte daraufhin zweifelnd den Kopf; das war kaum m?glich. Doch seine Zweifel wichen schnell, als er aufstand und zum Teich ging. Mit einer Handbewegung beruhigte er das aufgew¨¹hlte Wasser und die re Fl¨¹ssigkeit ver?nderte sich augenblicklich, um ein Bild zu offenbaren, das Azkar die n?tige Best?tigung lieferte. "Wie hat er das nur so schnell herausgefunden?" murmelte Azkar und wandte sich anschlie?end ab, um die Halle zu vessen. Nichtnge darauf befand sich Azkar an einem v?llig anderen Ort. Es war die Klippe, auf der der gefl¨¹gelte Mann stets sa?, und tats?chlich - der gefl¨¹gelte Mann war wieder dort, so wie immer. Azkar hatte sich noch nicht einmal gen?hert, als der gefl¨¹gelte Mann zu sprechen begann, denn er hatte Azkars Anwesenheit bereits im Moment seiner Ankunft gesp¨¹rt. "Soll ich davon ausgehen, dass es nun eine m¨¹hselige Angelegenheit sein wird, dich zu rufen, Azkar?" fragte der gefl¨¹gelte Mann mit einem k¨¹hlen Unterton. "Ich denke, mein Herr w¨¹rde mir zustimmen, dass die Pr?misse unserer Beziehung nicht vorsieht, dass ich zu deinen Diensten stehe", erwiderte Azkar ausdruckslos.Azkar war sich bewusst, dass seine Warnung nicht auf Gegenliebe sto?en w¨¹rde, doch das war ihm ohnehin ziemlich gleichg¨¹ltig. "Und unserem Verh?ltnis liegt auch zugrunde, dass ich mich unseren Vereinbarungen gegen¨¹ber nicht verpflichtet f¨¹hle, falls du dich als weniger n¨¹tzlich erweisen solltest", erinnerte ihn der gefl¨¹gelte Mann und warf einen Blick ¨¹ber seine Schulter auf Azkar. "Es geht um das M?dchen", best?tigte Azkar und trat n?her, sodass er in einiger Entfernung vom gefl¨¹gelten Mann stehen blieb. "Ich habe dir aufgetragen, sie im Auge zu behalten. Sie genau zu beobachten und den richtigen Moment zu finden, sie mir zu bringen...", begann der gefl¨¹gelte Mann. "Und ich habe gesagt, die Zeit sei noch nicht reif", entgee Azkar mit hochgezogener Augenbraue. "Durchaus, aber mir ist bis jetzt entgangen, dass du etwas vor mir verborgen h?ltst", beschuldigte ihn der gefl¨¹gelte Mann. Azkar sp¨¹rte ein Zucken in den Augenbrauen; er hatte es erwartet, doch er h?tte nicht gedacht, dass der gefl¨¹gelte Mann bereits alles herausfinden w¨¹rde. "Wie viel wisst Ihr?", fragte Azkar, was ihm nur ein sp?ttisches Lachen des gefl¨¹gelten Mannes einbrachte. "Was ich wei?, ist, du, Azkar, hattest von Anbeginn das Wissen, dass das Wolfsm?dchen den Schatz nicht nur aktiviert hatte, sondern auch seine Macht beherrschen konnte." "Oder zumindest hattest du einen Verdacht. Du hast etwas gesehen... etwas, das du bisher gut verheimlicht hast", fuhr der gefl¨¹gelte Mann fort. "Das M?dchen ist noch schwach. Ja, ihre Kraft hat sich viel schneller entwickelt, als ich vermutet hatte, aber es ist immer noch nicht genug f¨¹r das, was wir brauchen...", wollte Azkar anfangen, wurde aber vom gefl¨¹gelten Mann unterbrochen. "Dem widerspreche ich. Nach dem, was heute passiert ist, kann ich sagen, dass sie genau dort ist, wo ich sie brauche... Ich will sie, nicht irgendwann in der Zukunft, sondern jetzt", entschied der gefl¨¹gelte Mann. "Sie ist noch weit entfernt von ihrem wahren Potenzial. Wenn wir voreilig handeln, ist all unsere M¨¹he umsonst. In ein paar Jahren h?tte sie mehr Kontrolle ¨¹ber ihre Kr?fte", gab Azkar zu bedenken. "Was du also sagen willst, Azkar, ist, dass sie in ein paar Jahren nach dem Ritual eine ¨¹berlebenschance haben k?nnte", kommentierte der gefl¨¹gelte Mann trocken. Wieder zuckten Azkars Augenbrauen, ein unverkennbares Zeichen seiner Nervosit?t. "H?r zu, Azkar, es ist mir gleichg¨¹ltig, welches Interesse du an dem M?dchen gefunden hast, aber du musst wissen, dass ich meine Pl?ne nicht wegen ihres Lebens aufschieben werde... wenn sie unserem gro?en n geopfert werden kann, dann ist das ihre Ehre." "Also nein, ich werde nicht warten, bis sie ihr wahres Potenzial erreicht. Was auch immer du vorhast, ich gebe dir sechs Monate Zeit... danach erwarte ich, dass sie mir ausgeliefert wird...", "ub mir, Azkar, andernfalls werde ich die Sache selbst in die Hand nehmen, und du wei?t, wie ich meine Angelegenheiten regle", machte der gefl¨¹gelte Mann unmissverst?ndlich r. Ohne zu antworten, drehte sich Azkar um und verlie? den Ort. Kurz darauf wanderte Azkar durch die Stra?en der D¨¹nenstadt, gr¨¹?te Bekannte und war ganz anders gekleidet als sonst: ohne Maske und schwarze Robe, nicht l?nger erkennbar als der d¨¹stere Zauberer Azkar. An seine Stelle trat ein junger Mann voller Tatkraft, mit einer Mission... und einer Deadline. Chapter 510: Nicht heute (Kap.511)

Chapter 510: Nicht heute (Kap.511)

Kaideon trommelte mit seinen Fingern auf den Tisch in der Mitte des Saales, seine Stirn war in Falten gelegt, w?hrend er bewusst seine Atmung steuerte, um seine Wut zu z?hmen. Doch seine Erregung war f¨¹r alle sichtbar. "Was war das eben mit Neveah? Wie konnte sie... woher kennt sie Magie?" fragte Coran verdutzt. Er war der erste der D¨¹nenw?chter, der das Schweigen brach, denn die Ereignisse von zuvor hatten sie alle sprachlos gemacht. "Ich habe es gesehen ... aber ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll," murmelte Garron leise. "Wenn Veah Magie beherrschen w¨¹rde, h?tten wir es alle gesp¨¹rt. Magie hat einen unverkennbaren Geruch," bemerkte Rodvan. "Und doch kennt sie Magie, denn das war Magie! Starke, uralte Magie! Die Art, die man nur bei den k?niglichen Fae oder den Nymphenorakeln oder erfahrenen Magiern findet," beharrte Coran. "Was auch immer es war, es hat die gesamte D¨¹nenstadt gerettet, Coran, und die Barriere auf ihre maximale St?rke gebracht, was die Lichthalle im letzten Jahr nicht erreichen konnte," erinnerte Orin. "Genau das ist das Problem! Die Art von Magie, die die Barriere wiederherstellen konnte, etwas, das dutzenden Feen nicht gelungen ist?! Solche Magie existiert noch und befindet sich in Neveahs H?nden?! Ist das eine gute Nachricht f¨¹r Veah... oder eine schlechte?!" fragte Coran. "Die halbe Stadt hat das gesehen! Die andere H?lfte wird bald davon erfahren! Wir sind immer noch im Konflikt mit den Fae. Ist euch nicht r, wie gef?hrlich das f¨¹r Veah werden k?nnte?!" rief Coran aus. Die ganze Halle verstummte bei Corans Worten. So etwas wie heute hatte es in der Geschichte der Festung nie gegeben, und es gab nicht viele Menschen, die das, was sie nicht verstanden, guthei?en oder tolerieren konnten. "Kaideon, sage etwas. Dies ist nicht der Moment, um zu schweigen," dr?ngte Garron. Kaideons Blick schnappte hoch beim H?ren seines Namens. "Ich wei? es nicht, ich habe keine Kenntnis davon und mich interessieren keine Theorien. Was ich wei?, ist, dass jeder, der meiner Tochter Schaden zuf¨¹gt, sterben wird..." "Genau nachdem ich verstanden habe, warum Seine Gnaden ubt, mich in meinem eigenen verdammten Schloss von meiner Tochter fernhalten zu k?nnen!" zischte Kaideon und schlug eine Hand auf den Tisch. Kaideon war sich nicht sicher, ob er mehr ¨¹ber den Befehl des K?nigs Jian ver?rgert war, ¨¹ber all das, was seit Neveahs Verschwinden passiert war, oder vielleicht ¨¹ber seine eigene Unwissenheit. Sie war seine eigene Tochter, sie hatten unter demselben Dach gelebt, wie konnte er nichts bemerkt haben? Wie konnte er zssen, dass sie mit dem, was sie zu bew?ltigen hatte, ganz allein fertig wurde? Kaideon kam nicht dazu, weiter dar¨¹ber nachzudenken, denn die T¨¹ren ?fen sich und K?nig Jian trat in die Halle, begleitet von Cassian. Sein Blick schweifte einen Momentng ¨¹ber die Versammlung, bevor er sich auf Kaideon richtete. "Weil deine Tochter mein Bonded ist, Kaideon. Ist das ein guter Grund f¨¹r dich oder muss ich dich noch daran erinnern, dass ich dein K?nig bin und mich vor dir nicht rechtfertigen muss?" fragte K?nig Jian in einem n¨¹chternen Ton. Kaideons H?nde ballten sich zu F?usten, als er aufstand und seinen Kopf zu einer Verbeugung senkte.Mit allem geb¨¹hrenden Respekt, Eure Gnaden, das ist eine Behauptung, die Ihr nicht einfach so aufstellen k?nnt. Nein, diese Behauptung werde ich nicht akzeptieren... nicht, bevor Neveah sie best?tigt hat." konterte Kaideon entschlossen. Kaideon war sich durchaus im ren dar¨¹ber, dass K?nig Jians Worte unanfechtbar waren - er hatte aus eigener Erfahrung gelernt, wie sie St?rke und Magie geteilt hatten, ein Kunstst¨¹ck, das nur durch eine wahre Bindung m?glich war... es war von allen bezeugt worden. Aber was bedeutete es wirklich, mit dem Drachenk?nig verbunden zu sein? Was hie? es f¨¹r seine Tochter, die gerade erst ihr Gl¨¹ck und ihre Freiheit fernab der Schrecken der Drachenfeste gefunden hatte? Kaideon konnte es sich kaum vorstellen. "Kaideon... Das ist allein Sache zwischen Neveah und mir, es steht dir nicht zu, dich einzumischen." mahnte K?nig Jian mit einem tiefen, warnenden Knurren. "Eure Gnaden, das Leben und die Dinge meiner Tochter betreffen mich, seit sie zur Welt kam, und werden mich betreffen, snge ich lebe und atme." stellte Kaideon r. "Ist Euch bewusst, dass Veah sich um Xenon sorgt? Dass sie das schon seit geraumer Zeit tut?" f¨¹hrte Kaideon weiter aus. K?nig Jians Augenbrauen zuckten sichtlich unter der direkten Konfrontation. Kaideon war auf alles vorbereitet, was der Drachenk?nig auf ihn werfen w¨¹rde; er w¨¹rde nicht nachgeben, nicht, wenn es um Neveah ging. "Wenn Ihr die Absicht habt, es ihr vorzuhalten oder sie gegen ihren Willen zu einer Entscheidung zu zwingen, werdet Ihr feststellen, dass meine Treue zu Euch zwar absolut ist, aber ihr Wohlbefinden f¨¹r mich oberste Priorit?t hat." stellte Kaideon deutlich heraus. "Kaideon, das gen¨¹gt." wies K?nig Jian ihn zurecht. "Eure Gnaden..." begann Kaideon, doch K?nig Jian unterbrach ihn. "Erinnerst du dich, als du zum ersten Mal Eira, deine Gef?hrtin, gefunden hast... warst du da imstande, an etwas anderes als das Bed¨¹rfnis zu denken, bei ihr zu sein? Konntest du irgendeinen Gedanken fassen, der sie verletzen k?nnte?" "W¨¹rdest du auch nur einen Momentng daran denken wollen, von ihr getrennt zu sein?" fragte K?nig Jian n¨¹chtern. Kaideon schwieg daraufhin; er hatte nicht erwartet, dass K?nig Jian Eira erw?hnen w¨¹rde. Er war nie jemand, der mehr Worte als unbedingt n?tig machte... und so hatte K?nig Jian seitdem Kaideon das Sprechen eingestellt hatte, Eira nie wieder erw?hnt. Kaideons Argumente steckten ihm im Hals; er erinnerte sich lebhaft an den ersten Blick auf seine Gef?hrtin, wie sich seine Welt zum allerersten Mal in seinem gesamten Dasein richtig einf¨¹gte. Kaideon war sich sicher, dass er es niemals ertragen h?tte, wenn damals jemand ihm gegen¨¹ber die Worte ge?u?ert h?tte, die er eben an K?nig Jian gerichtet hatte. "Ich habe gerade erst meine Gef?hrtin gefunden, und ich wei? sehr wohl, dass der bevorstehende Weg nicht leicht sein wird... aber trotz allem bin ich ¨¹bergl¨¹cklich... Ich habe heute mehr Gl¨¹ck versp¨¹rt als jemals zuvor in Jahrhunderten." "Diesen Augenblick, diesen kostbaren Moment... m?chte ich genie?en, wenn auch nur f¨¹r einen Tag." sagte K?nig Jian leise. "Also Kaideon, wir werden dieses Gespr?ch heute nicht f¨¹hren. Geh zu Neveah... sie m?chte dich sehen." K?nig Jian lie? die Sache auf sich beruhen. Chapter 511: Bewusst (Kap.512)

Chapter 511: Bewusst (Kap.512)

"Der Tag war zweifellos ereignisreich f¨¹r uns alle. Und es ist offensichtlich, dass ?nderungen in der Lichthalle und am Asvarian-Leuchtfeuer ohne Verz?gerung erfolgen m¨¹ssen." "Au?erdem gibt es weitere Sorgen, die die D¨¹nen betreffen. Deshalb werden die D¨¹nenw?chter bei Tagesanbruch erneut zusammenkommen. Bis dahin sorgt daf¨¹r, dass die B¨¹rger beruhigt sind. Immerhin ist der Sturm vor¨¹ber." Jian wies die restlichen D¨¹nenw?chter an, sich zu zerstreuen. Dann verlie? er den Saal und bewegte sich durch die G?nge der D¨¹nenburg. Jian ging nicht in die Richtung zur¨¹ck, in der er urspr¨¹nglich gekommen war, denn er hatte Neveah gebeten, sich etwas Zeit zu nehmen, um einen ren Kopf zu bekommen, und er wusste, dass Kaideon die einzige Person war, die sie in diesem Moment sehen wollte. Stattdessen machte sich Jian auf den Weg zu dem Gang, in dem sich die G?stezimmer in der D¨¹nenstadt befanden und wo er wusste, dass Xenon sich ausruhte. Jian hatte Xenon noch keinen Besuch abgestattet, aber er hatte Cassian zu ihm geschickt, w?hrend er bei Neveah war, so dass er sicher sein konnte, dass es Xenon auch gut ging. Cassian hatte Jian pflichtbewusst ¨¹ber Xenons Zustand informiert, und obwohl Xenon noch nicht sein Bewusstsein wiederengt hatte, w¨¹rde es ihm gut gehen. Jian wusste, dass Cassian noch einige Fragen hatte, besonders ¨¹ber das Mal an Xenons Hals und was das f¨¹r Jian und Neveah bedeuten w¨¹rde, aber er war klug genug gewesen, sie bisher nicht zu stellen. Jian wusste jedoch, dass das nichtnge anhalten w¨¹rde. Bald w¨¹rden nicht nur Cassian, sondern auch seine anderen Br¨¹der es herausfinden, falls sie es nicht bereits getan hatten... Sie w¨¹rden dieselben Fragen stellen, und bevor er allen anderen antworten konnte, mussten Jian und Xenon zuerst die Antwort finden. Jian erreichte bald die T¨¹r zu dem Zimmer, von dem er wusste, dass es von Xenon bewohnt wurde, er klopfte nicht, sondern ?fe die T¨¹r vorsichtig, trat ein und schloss sie hinter sich. Jian hielt einen Moment an der T¨¹r inne und sp¨¹rte die Ver?nderung der Aura, als er eintrat. Dann drehte sich Jian um und hob ¨¹berrascht eine Augenbraue, als er Xenon im Bett liegen sah, scheinbar tief scfend. "Wenn man nach dieser Begr¨¹?ung geht, wissen wir beide, dass du sehr wohl bei Bewusstsein bist, Xenon", sagte Jian in seinem typischen monotonen Tonfall. Jian schnaubte leise, als Xenon die Augen ?fe und seinen Kopf drehte, um Jian mit einem t?dlichen Blick zu fixieren. "Wienge bist du schon wach?" fragte Jian. "Schon eine Weile...", antwortete Xenon. Jian ignorierte Xenons Blick, als er auf das Bett zuging, aber auf halbem Wege blieb er stehen und weichte blitzschnell aus, als Xenon sich auf ihn st¨¹rzte. "Wirklich, Xenon?" fragte Jian mit hochgezogener Augenbraue, aber bevor er seine Worte vollst?ndig aussprechen konnte, griff Xenon erneut an. Jian drehte sich schnell um und wich Xenons Angriff aus, doch Xenon war schnell und startete sofort einen weiteren Angriff, bei dem er sein Bein zu einem kr?ftigen Tritt ausstreckte, dem Jian nur knapp entkam. Xenons Angriffe lie?en nicht nach, und Jian verteidigte sich, wehrte ab und blockierte, sehr zu Xenons ?rger. Im n?chsten Moment st¨¹rzte sich Xenon erneut auf ihn, seine Krallen zielten direkt auf Jians Kehle. Jian sah es kommen, wich aber diesmal nicht aus. Er stand einfach da, starrte Xenon mit hochgezogenen Augenbrauen an. Xenon hielt inne, als seine Krallen nur noch wenige Zentimeter von Jians Kehle entfernt waren. "Was? Denkst du, du kannst mir nichts anhaben?", fragte Xenon und stellte Jians entspannten Zustand infrage. "¡¯Denken¡¯ ist nicht das richtige Wort. Ich wei?, dass du mir nichts anhaben kannst, Xenon", erwiderte Jian selbstbewusst und schlug Xenons Hand mit einem Augenrollen weg."Das habe ich schon einmal gemacht...", stellte Xenon fest. Jian war kurz ¨¹berrascht, dass Xenon dieses Ereignis aus der Vergangenheit erw?hnte, antwortete dann aber trotzdem. ?Du hast es versucht... und wie ist das ausgegangen?", fragte Jian. "Arroganter Bastard", murmelte Xenon leise, dochut genug, dass Jian es h?ren konnte. ?Ich bin K?nig, Arroganz ist nur eines meiner vielen essoires", sagte Jian mit einem l?ssigen Schulterzucken. Er starrte Xenon eindringlich an und deutete ihm, sich wieder ins Bett zu legen. Er hatte bemerkt, dass Xenon noch schwach war und sich erst vor kurzem aufgerappelt hatte. Es war schon eine Leistung, so schnell das Bewusstsein wiederengt zu haben. ?Du bist nicht mehr so schnell und stark. Ich hatte keine M¨¹he, deinen Angriffen auszuweichen. Es k?nnte eine Weile dauern, bis du vollst?ndig erholt bist. Mir war nicht bewusst, dass Wolfs Gift so eine Wirkung haben kann", murmelte Jian. ?Ich wusste es auch nicht; diese Z?hne sind t?dlicher, als sie aussehen", stimmte Xenon kopfsch¨¹ttelnd zu. Xenon ging zur¨¹ck zu seinem Bett und warf sich mit einem genervten St?hnen mit dem Gesicht nach unten darauf. ?Etwas sagt mir, dass du nicht gerade in bester Stimmung bist", folgerte Jian und zog einen Stuhl heran, um neben ihm tz zu nehmen. ?Vielleicht. Ich war einen ganzen Tag bewusstlos... ist es nicht etwas fr¨¹h, mein Erbe anzutreten? Ich bin noch nicht einmal tot", beschwerte sich Xenon und drehte sich um, um Jian weiterhin anstarren zu k?nnen. ?Du wei?t...", best?tigte Jian, was er bereits vermutet hatte, als Xenon ihn ziemlich unh?flich begr¨¹?t hatte. Xenons Blick war spitz und er widersprach Jians Worten nicht. ?Aber wie?", fragte Jian verwundert. ?Es war nicht Cassian, der arme Kerl war so neben der Spur, dass er nicht einmal bemerkt hat, dass ich bei Bewusstsein war", murmelte Xenon. ?Also? Es k?nnen nicht die D¨¹nendrachen gewesen sein. Sie wissen, dass derjenige, der diese Information als Erster preisgibt, dies mit seinen letzten Worten tun w¨¹rde", sinnierte Jianut. ?Xenon...", dr?ngte Jian, als Xenon schwieg. ?In der H?hle... du hast gescfen und Veah mit der Frau aus deinen Tr?umen verwechselt, aber es war kein Irrtum...", begann Xenon. ?Veah sch?pfte keinen Verdacht, als deine Albtr?ume verschwanden, aber ich schon... damals war es nur ein Verdacht, dass etwas nicht stimmte..." ?Ich kann dich durch unsere Verbindung sp¨¹ren. Auf dieselbe Weise kann ich sie sp¨¹ren, wenn auch nur schwach... und was ubst du, passiert, wenn ihr beide genau zur gleichen Zeit dasselbe intensive Gef¨¹hl versp¨¹rt?", fragte Xenon. Der Ausdruck in seinen Augen war kompliziert, und Jian war um Worte verlegen. Irgendwann hatte er es sich wohl entgehenssen... vielleicht, weil er selbst nie viel von solchen Gef¨¹hlen gehalten hatte. Jian hatte vergessen, dass Xenon seine intensivsten Gef¨¹hle sp¨¹ren konnte, so wie er auch Xenons sp¨¹ren konnte. Und obwohl er tausendmal dar¨¹ber nachgedacht hatte, wie er es Xenon beibringen sollte, was sollte Jian jetzt sagen, da er wusste, dass Xenon zur gleichen Zeit wie er selbst es erkannt hatte? Chapter 512: Impasse (Ch.513)

Chapter 512: Impasse (Ch.513)

"Ich kann nicht erkl?ren, was ich gef¨¹hlt habe oder wie ich es gef¨¹hlt habe. Ich kann nur sagen, es hat gereicht, um mich bis jetzt bei Bewusstsein zu halten", murmelte Xenon leise. Auf Xenons Worte folgte ein freudloses Kichern, als er an die unbeschreibliche Gewissheit zur¨¹ckdachte, die ihm kam: Was zwischen Neveah und Jian bestand, war von Anfang an eine echte Verbindung. Es war immer eine harte Pille gewesen, die zu schlucken war, und das war sie immer noch. Xenon wusste, dass niemand schuld war; niemand hatte diese Wendung der Ereignisse vorhersehen k?nnen. Also, wer konnte schuld sein? Er selbst? Weil er die Verbindung seines Bruders nachgegangen war? Oderg die Schuld bei Jian, der seine wahre Bindung zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt entdeckt hatte? Das Schicksal war grotesk, das war es schon immer gewesen. Xenon wandte seinen Blick von Jian ab und starrte ins Leere. Auch Jian lehnte sich in seinem Stuhl zur¨¹ck und schaute ins Nichts, w?hrend zwischen ihnen ein Moment des Schweigens eintrat. "Ist das nicht eine seltsame Ironie? Mein Bruder, den ich so sehr sch?tze... Ich habe mir f¨¹r dich die gr??te und ehrlichste Verbindung gew¨¹nscht, damit du nie den Schmerz ertragen musst, den ich erlebt habe." "Und es ist genauso geschehen, wie ich es mir erhofft hatte... die kostbarste Frau der Welt geh?rt dir", durchbrach Xenon die Stille nach einer kurzen Weile. "Doch ihr Herz geh?rt einem anderen", gestand Jian ein. Xenon warf einen Blick zu Jian her¨¹ber und zuckte l?ssig mit den Schultern. "Es ist schwer, nicht hingerissen von einem Mann wie mir zu sein... das wei?t du ja", stimmte Xenon zu. Jian spottete leise und wandte sein Gesicht ab, da er keine Lust hatte, Xenons Arroganz zu sch¨¹ren. "Es muss f¨¹r sie hart sein...", murmelte Xenon mit einem tiefen Seufzer. "Ja, das ist es. Sie f¨¹hlt sich dir gegen¨¹ber schuldig... vor allem wegen des Malzeichens", verriet Jian. Unbewusst hob Xenon eine Hand an seinen Nacken, und sein Mundwinkel zuckte kurz zu einem L?cheln. Xenon hatte nicht erwartet, dass Neveah Anspr¨¹che an ihn stellen w¨¹rde, doch noch nie in seinem Leben hatte er sich so zufrieden gef¨¹hlt. "Ich werde sie nicht aufgeben, Jian", machte Xenon seine Position deutlich. "Du warst nie ein Mann, der zur¨¹ckweicht, das ist mir bekannt", entgee Jian mit einem Nicken. "Und du auch nicht", erwiderte Xenon wissend. "In der Tat", stimmte Jian zu. "Daher befinden wir uns in einer Pattsituation", verk¨¹ndete Xenon. Jian kicherte leise ¨¹ber Xenons Wortwahl, die eher zu Everon oder einem der anderen Br¨¹der gepasst h?tte. "Veah... wo ist sie?" fragte Xenon unvermittelt. "In ihrem Quartier mit Kaideon", antwortete Jian. "Ist sie das? Ich konnte ihre Pr?senz vorhin noch schwach sp¨¹ren... aber jetzt sp¨¹re ich sie nicht mehr", murmelte Xenon, die Stirn in Falten gelegt. Jian runzelte besorgt die Stirn und erhob sich von seinem Stuhl. _________________ Die ruhige und besinnliche Atmosph?re des Waldes war genau das, was Neveah brauchte, um ihre Gedanken zu ordnen, und sie hatte einenngen Weg hinter sich gebracht, um diese Zuflucht zu finden.Nach den Ereignissen von zuvor war Neveah sicher, dass die D¨¹nenstadt noch immer unruhig war und das Ger¨¹cht ¨¹ber ihr Handeln sich wom?glich verbreitet hatte. Sie hatte sich entschlossen, die Stadt ganz zu meiden und auch jeden anderen Ort, wo sie auf bekannte Gesichter treffen k?nnte. Stattdessen war sie in den Wald am Rand der D¨¹nenstadt gegangen, ein tz, von dem sie wusste, dass er selten besucht wurde, au?er von Jagdgruppen. Und wer w¨¹rde nach einem so ereignisreichen Tag noch auf die Jagd gehen? Neveah atmete leise aus, als sie von ihrem Pferd stieg und die Z¨¹gel an einem Baum festband. Der Pfad endete hier, und Neveah musste zu Fu? weitergehen. Das war gut so, denn das Gehen lenkte sie ab. Neveah stapfte durch den Wald und zog ihren Mantel enger um sich, als die D?mmerung begann. Sie wusste nicht genau, wienge sie gescfen hatte, aber es musste bereits Mittag gewesen sein, als sie dem Todessturm gegen¨¹berstanden. Vielleicht war es immer noch derselbe Tag oder l?ngst ein anderer; Neveah war es gleichg¨¹ltig. Das Wissen um den Tag w¨¹rde sie nicht aus ihrer Lage befreien, nichts konnte das. Nachdem Neveah eine Weile ziellos durch den Wald gegangen war, sah sie tief im Wald eine Person, die gekr¨¹mmt vor ihr hockte ¨C ein sehr ungew?hnlicher Anblick zu dieser Tageszeit. Misstrauisch verengte Neveah die Augenbrauen, als sie sich dem Mannngsam n?herte, Gerade als sie fast bei ihm war, drehte er sich um. ¨¹berrascht, jemanden zu sehen, stolperte er r¨¹ckw?rts, verlor im rutschigen Scmm den Halt und fiel in ein Blumenbeet. ?Verzeihung! Ich wollte dich nicht erschrecken", entschuldigte sich Neveah sofort, als sie sah, wie der Mann von Scmm und Dreck bedeckt war und sein Mantel v?llig ruiniert. ?Treffen wir uns nicht immer unter den ungew?hnlichsten Umst?nden?", fragte er. Neveah hob eine Augenbraue, aber ihr Gesichtsausdruck ?nderte sich, als der junge Mann seine Kapuze zur¨¹ckzog und sie schmutzig anblickte. ¨¹berrascht erkannte Neveah ein vertrautes Gesicht. ?Kaz?" sagte Neveah, als sie den Mann erkannte, den sie schon oft in der meist besuchten B?ckerei der Stadt gesehen hatte. Sie hatten sich zum ersten Mal in der Stadtklinik getroffen, als Neveah seinen verrenkten Kn?chel behandelte, und dann hatten sich ihre Wege noch ein paar Mal gekreuzt, haupts?chlich in der B?ckerei. Er war auch einige Male von der Stadtwache verhaftet worden wegen diverser Gesetzes¨¹bertretungen, und Neveah gab ihm Recht, dass sie sich unter ungew?hnlichen Umst?nden bege waren. ?Was machst du hier drau?en, so gekr¨¹mmt, als ob du nichts Gutes im Sinn hast?", fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue. ?Und was machst du hier drau?en und schleichst dich an Leute ran? D¨¹rfen D¨¹nenpolizisten das ¨¹berhaupt?", erwiderte Kaz. Am¨¹siert zuckten Neveahs Lippen, als sie ihm die Hand reichte und ihm half, aus dem Blumenbeet aufzustehen. ?Ein Jahr harte Arbeit, alles ruiniert, und du bist schuld", beschuldigte Kaz und deutete auf die zertretenen Blumen, die durch seinen Fall besch?digt wurden. Neveah verzog das Gesicht, Entschuldigung stand in ihrem L?cheln. ?Nicht weit von hier gibt es einen Bach, vielleicht solltest du dich erst mal vom Scmm befreien, bevor du weiterrichtest", schlug Neveah vor. Kaz grummelte leise vor sich hin, hob einen Bogen und einen K?cher mit Pfeilen auf und deutete dann Neveah an, den Weg zu zeigen. Chapter 513: Vielleicht... Vielleicht nicht (Kap.514)

Chapter 513: Vielleicht... Vielleicht nicht (Kap.514)

"Wie weit ist es jetzt noch bis zu diesem Bach?" fragte Kaz Neveah zum dritten Mal, nachdem sie erst einige Minuten gufen waren. Neveah verdrehte genervt die Augen und blickte ¨¹ber ihre Schulter zu ihm. "Du kannst jederzeit umkehren und zur¨¹ck in die Stadt gehen, wenn dir das lieber ist," bot Neveah k¨¹hl an. "Kannst du nicht einmal sanfte Worte finden? Wer ist denn ¨¹berhaupt schuld, dass ich in diesem Zustand bin?" erwiderte Kaz vorwurfsvoll. "Es geh?rt zum gesunden Menschenverstand, Befehle zu befolgen, die zu deinem eigenen Schutz dienen, Kaz. Die Ausgangssperre der Stadt ist offensichtlich nicht vollst?ndig aufgehoben... offensichtlich hast du dich schon von Anfang an nicht daran gehalten," entgee Neveah. Kaz war bekannt daf¨¹r, ein Gesetzloser zu sein, zumindest f¨¹r Neveah und die Stadtwache, die sich mehr als einmal mit seiner rebellischen Art auseinandersetzen mussten. "Mir gef?llt es einfach nicht, Befehle zu erhalten... das nennt man Unabh?ngigkeit," sagte Kaz gssen, ohne Reue f¨¹r seine Taten zu zeigen. "Und du bist also hierhergekommen, um Blumen zu pfl¨¹cken?" fragte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. "Blumen? Mit einem Bogen und einem vollen K?cher?" erwiderte Kaz fragend. Neveah schaute ihn nun genauer an, wobei ihr erst jetzt der Bogen und der K?cher auffielen, die er mit sich trug. "Du jagst?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue. "Es klingt so, als w?re das sehr unwahrscheinlich," murmelte Kaz. "Nein, nein... Ich dachte nur, du w?rst..." Neveah brach wieder ab, unsicher, wie sie ihre Gedanken am besten formulieren sollte. "Ein Gauner von Beruf," half Kaz ihr aus. Neveah blinzelte, nickte aberngsam. Sie hatte es zwar nicht so ausdr¨¹cken wollen, aber das entsprach genau ihrem Gedanken. "Ich wusste nicht, dass du einen richtigen Beruf hast," versuchte Neveah sich auszudr¨¹cken, zuckte dann aber zusammen, als ihr r wurde, dass das nicht freundlicher ng. "Genau," murmelte Kaz und verdrehte die Augen. "Ich entschuldige mich, falls das zu... verurteilend ng," entschuldigte sich Neveah vorsichtshalber. "Du bist nicht wirklich sorry, Lieutenant," stellte Kaz fest. "Stimmt," gab Neveah zu und kicherte leise, w?hrend Kaz ver?rgert vor sich hin brummelte. "Aber ernsthaft, es war eine wahre Freude, dich in diesem letzten Monat nicht in einer meiner Zellen zu finden. Du bist eigentlich ein anst?ndiger Mensch, ich verstehe nicht, warum du immer wieder ?rger mit der Stadtwache bekommst," sagte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. "Auch anst?ndige M?nner haben ihre Fehler," brummte Kaz. Neveah stimmte mit einem Brummen zu, sagte aber nichts weiter. Sie waren endlich an dem Bach angekommen, von dem Neveah gesprochen hatte, und sie gab Kaz ein Zeichen, vorzugehen. Kaz ging an Neveah vorbei bis ans Ufer, legte seinen Bogen und K?cher ab, hockte sich hin und begann, sich die H?nde zu waschen, dann spritzte er sich etwas Wasser ins Gesicht. Dann stand Kaz auf, zog seinen scmmverschmierten Mantel aus und warf ihn zur Seite. Etwas Scmm hatte auch seine graue Tunika beschmutzt, und er begann auch sie auszuziehen, hielt aber mitten im Vorgang inne. "Hast du nicht vor, wegzuschauen?" fragte Kaz Neveah.Neveah runzelte verwirrt die Stirn, und es dauerte einen Moment, bis sie realisierte, dass Kaz andeutete, er wolle sich ausziehen. Sie hatte seine Handlungen kaum bemerkt, verloren in ihren eigenen Gedanken. ?Oh, richtig.", nickte Neveah. Kaz schaute ungl?ubig zu Neveah, die seine Worte kaum beachtete. Mit einem l?ssigen Schulterzucken wandte sie sich ab und ging zur Baumreihe, etwas entfernt vom Bach. Neveah lehnte sich an einen Baum, verschr?nkte die Arme vor der Brust und wartete, w?hrend sie die Augen verdrehte, als Kaz anfing, eine Melodie zu summen. Die Melodie kam ihr seltsam vertraut vor, sie konnte jedoch nicht sagen, wo sie sie zuvor geh?rt hatte. ?Ist dieses Volkslied hier in der Gegend verbreitet? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es schon einmal geh?rt habe.", sagte Neveah. ?Man spricht nicht mit einem Mann, der gerade badet, Leutnant ... es sei denn, man hat vor, seiner Eidung zu folgen.", riet Kaz. Neveahchte h?rbar auf und sch¨¹ttelte den Kopf ¨¹ber Kaz¡¯ bekannte Eskapaden. Wenn es etwas gab, das Kaz nie untessen hatte, seit Neveah ihn kennengelernt hatte, dann, bei jeder Gelegenheit mit ihr zu flirten. Seine Art war spielerisch und er dr?ngte sich nie auf, daher fand Neveah es eher am¨¹sant. ?Zum hundertsten Mal, Kaz, ich habe kein Interesse an dir.", erinnerte Neveah. ?Oder vielleicht ist dir das einfach noch nicht r.", schlug Kaz vor. ?Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das wei?, Kaz.", erwiderte Neveah tonlos. ?Findest du menschliche M?nner nicht attraktiv?", fragte Kaz neugierig. Neveah antwortete nicht, unsicher, ob sie irgendetwas sagen k?nnte, ohne dass Kaz weiterhaken w¨¹rde. ?Warum ist das so? Menschen sind vielleicht nicht so m?chtig wie Drachen, aber wie kannst du wissen, ob sie dir nicht gefallen, bevor du es versuchst?", fragte Kaz weiter. ?Wenn alles ausprobiert werden sollte, Kaz, h?tte ich versucht, den Groll zu schlichten, den du gegen meine Untergebenen hegst.", entgee Neveah. Kaz sagte nichts weiter und setzte seine T?tigkeit in Stille fort, bis er das Schweigen erneut brach. ?Das ist es nicht.", sagte Kaz. ?Was?", fragte Neveah verwirrt. ?Das Volkslied, es ist hier nicht verbreitet. Wenn du es geh?rt hast ... ist es unwahrscheinlich, dass es aus dieser Gegend stammt.", erkl?rte Kaz. Neveah runzelte leicht die Stirn und neigte den Kopf zur Seite. So sehr sie auch nachdachte, sie konnte sich nicht erinnern, woher sie das Lied kannte, und wischte den Gedanken beiseite. ?Dann muss ich es wohl mit etwas anderem verwechselt haben.", murmelte Neveah. Ihre Augen schlossen sich, als sie die ruhige Atmosph?re des Waldes aufnahm. ?Vielleicht ... vielleicht auch nicht.", ubte Neveah, Kaz leise murmeln zu h?ren, aber die Stimme war so leise, dass sie sich nicht sicher sein konnte. Chapter 514: überdenken (Kap.515)

Chapter 514: ¨¹berdenken (Kap.515)

"?Wo ist sie?" forderte Jian, als er direkt in Kaideons B¨¹ro st¨¹rmte. Sein Gesichtsausdruck war dunkel vor Wut, eine seltene Abwechslung zu seinem sonst so leeren und ausdruckslosen Gesicht. Jian hatte herausgefunden, dass Neveah, wie Xenon gesagt hatte, nicht in ihren Gem?chern war, wo er sie zur¨¹ckgssen hatte. Noch mehr, sie war nirgendwo im D¨¹nenschloss zu finden. Ihr Duft hatte sich l?ngst verfl¨¹chtigt, r, sie hatte das Schloss vessen, in dem Moment, als Jian ihr den R¨¹cken zugekehrt hatte. Als ob sie nur darauf gewartet h?tte, dass er au?er Sichtweite war, um dann zu fliehen. Tausende Gedanken schossen Jian in diesem Moment durch den Kopf. Hatte er bereits etwas falsch gemacht? Etwas Falsches gesagt? Jian musste zugeben, dass er darin ziemlich gut war, das Falsche zu Neveah zu sagen. Aber dieses Mal war er sich sicher, dass er nichts Schreckliches gesagt hatte. Oder war es f¨¹r Neveah so unertr?glich, mit ihm verbunden zu sein, dass sie lieber gegangen war? Jian war nie jemand, der viel ¨¹ber Situationen nachdachte oder spekulierte. Niemand wagte es jemals, Jian in eine Lage zu bringen, in der er spekulieren musste, niemand ¨¹berlebtenge genug, um das zu tun. Doch jetzt wusste Jian nicht einmal, was er denken sollte. Das Einzige, was er wusste, war, dass Neveah ihn bis gestern verachtet hatte... und das zu Recht. ¡¯Hatte sich also nichts ge?ndert?¡¯ fragte sich Jian betr¨¹bt. Er erwartete nicht, dass Neveah ¨¹ber Nacht all seine Fehler vergessen w¨¹rde ¨C und er hatte viele gemacht, das wusste Jian besser als jeder andere. Aber Neveah hatte gesagt, er m¨¹sse es erkl?ren... bedeutete das nicht, dass sie ihm Zeit geben w¨¹rde, es wieder gutzumachen? Oder ihn zumindest anzuh?ren, so dumm seine Gr¨¹nde auch sein mochten? Oder hatte Jian einfach alles falsch verstanden? Jian war bekannt daf¨¹r, unklug zu sein; vielleicht war Neveah einfach spazieren gegangen und hatte sich so weit vom D¨¹nenschloss entfernt, dass sich ihre Duftspur verfl¨¹chtigt hatte. Aber wenn er an Neveahs Eigensinn dachte, musste Jian immer wieder an die Szene denken, in der sie ohne einen Funken Angst von einer Klippe gesprungen war, nachdem er ein paar falsche Worte gesagt hatte. Neveah tat immer nur, was sie wollte; war er ihr bereits zu viel gewesen? Jians Raubtier pochte unruhig und er war hin- und hergerissen zwischen Wut und Sorge um Neveahs Wohlergehen. Es war nicht der richtige Zeitpunkt f¨¹r Neveah, sich allein in der D¨¹nenstadt herumzutreiben, nicht, wenn sich die Nachricht von ihrer magischen F?higkeit wie ein Lauffeuer in der Festung verbreitete. Der Gedanke daran beunruhigte Jian zutiefst, und er suchte unverz¨¹glich nach Kaideon, denn wenn jemand wusste, wohin Neveah gegangen war, dann war es Kaideon. Jian fand den D¨¹nenf¨¹rsten in seinem B¨¹ro sitzend vor, wie er eine Akte durchbl?tterte. Kaideon hob eine Augenbraue auf Jians Frage.""Ich wei? es nicht", erwiderte Kaideon. "Wenn du nicht w¨¹sstest, wo sie ist, w?rst du nicht so ruhig", widersprach Jian und forderte mit seinem Tonfall eine Reaktion von Kaideon. Kaideon seufzte und lehnte sich in seinem Stuhl zur¨¹ck, w?hrend er Jian einen Moment schweigend musterte. "Ich wei?, dass sie sicher ist und Zeit allein braucht. Sie kommt zur¨¹ck, wenn sie bereit ist", sagte Kaideon. ¡¯Wenn sie bereit ist?¡¯ dachte Jian. Hie? das nicht, dass sie vielleicht gar nicht zur¨¹ckkehren wollte? "Das mag f¨¹r dich in Ordnung sein, aber f¨¹r mich ist es das nicht", stellte Jian r. Jian war sich sicher, dass, sollte Neveah ihm entfliehen wollen, Kaideon ihr mehr als bereitwillig helfen w¨¹rde. "Kaideon, ich will wissen, wo sie ist, und das ist keine Bitte", forderte Jian. Kaideon runzelte die Stirn und seine Augenbrauen zogen sich ?rgerlich zusammen. "Ich muss sicherstellen, dass es ihr gut geht... mein Raubtier wird sich sonst nicht beruhigen", versuchte Jian erneut, Kaideon seufzte leise. Er konnte das Dilemma, in dem sich Jian befand, nachvollziehen, da er selbst ein Drache war. In der Fr¨¹hphase einer neuen Bindung war es f¨¹r Drachen unm?glich, l?ngere Zeit von ihrem Partner getrennt zu sein. Kaideon wusste, dass er wocheng nicht von Eiras Seite weichen konnte, ohne dass sein Inneres revoltierte. Die Bindung wirkte bei ihren Partnern nicht so stark wie bei Drachen, was die Komplexit?t der Bindung ausmachte, da sie bei jedem anders war. Aber f¨¹r Drachen war es immer intensiver... deshalb konnten sie sich selten mit einer anderen Bindung zufrieden geben, egal, wienge sie warten mussten, um ihren wahren Gef?hrten zu finden. Nichts war vergleichbar mit einer wahren Bindung, das stand au?er Frage. "Soweit ich Veah kenne, ist sie wahrscheinlich in den Wald am Stadtrand gegangen. Sie f¨¹hlt sich in der Natur wohler und das ist der einzige Weg, den sie nehmen kann, ohne durch die Stadt zu m¨¹ssen", verriet Kaideon. Jian nickte dankbar und verabschiedete sich. Er war nicht ¨¹berrascht, Xenon zu sehen, wie er an der Wand des Flurs lehnte, als er Kaideons B¨¹ro verlie?. Xenons Blick verweilte einen Moment schweigend auf Jian, bevor er ihn vorbeiwinkte. "Ich kann mich noch nicht verwandeln, sonst k?nnte ich das Bewusstsein verlieren." "Ich bin nur hier, um dich daran zu erinnern, dein Raubtier unter Kontrolle zu halten, damit du Veah nicht noch mehr erschreckst... dein Blick ist fast so wild wie meiner und von deinen H?nden springen Funken", bemerkte Xenon. Jian atmete tief durch, was jedoch nicht viel zur Beruhigung beitrug. Sein Raubtier w¨¹rde sich erst beruhigen, wenn er Neveah gesehen, sichergestellt hatte, dass es ihr gut ging und sich vergewissert hatte, dass sie nicht daran dachte, ihn zu vessen. "Du musst sie ein wenig mehr sehen als ich. Also los, bring sie nach Hause", sagte Xenon mit einem kleinen Nicken. Jian grummelte leise, setzte seinen Weg jedoch ohne Protest fort. Chapter 515: Sandelholz (Kap.516)

Chapter 515: Sandelholz (Kap.516)

Ein tiefer, erdiger Duft... Rosenholz und etwas, das an die sterbenden Glutreste eines Waldbrandes erinnert... Neveah hatte diesen bet?renden Geruch schon unz?hlige Male in Gedanken wiederholt. Erst in dieser Stille wurde ihr bewusst, dass sie sich seinen Duft so genau eingepr?gt hatte. ¡¯Hat Seine Gnaden schon immer so gerochen?... Warum ist es mir nie aufgefallen? Ein so bet?render Duft ist doch schwer zu ¨¹bersehen...¡¯ dachte Neveah, eine Mischung aus Ehrfurcht und Unuben empfindend. Diese berauschende Duftmischung hatte sich irgendwie in Neveahs Ged?chtnis gebrannt, und obwohl sie versucht hatte, sich auf dr?ngendere Angelegenheiten zu konzentrieren, konnte sie einfach ihren Verstand nicht b?ndigen. ¡¯Wie hatte wohl Alessios Duft gewirkt?¡¯ ¨¹berraschte sie sich selbst bei dem Gedanken. Neveah konnte sich kaum daran erinnern, wurde ihr r. Am allerwenigsten jetzt, wo ein anderer Duft ihren Geist v?llig umnebelt hatte, so lebendig in ihrer Erinnerung, dass sie ihn im Grunde in diesem exakten Moment riechen konnte. "Veah." Die Stimme von K?nig Jian riss Neveah aus ihren Tr?umen. Ihre Augen ?fen sich, und sie sah, wie K?nig Jian tats?chlich nur wenige Schritte von ihr entfernt stand und sie in Stille beobachtete. Neveah hatte seine Ann?herung nicht gesp¨¹rt. Sie hatte seinen Duft wahrgenommen, doch da ihre Gedanken sich um ihn drehten, hatte sie angenommen, es sei blo? eine Einbildung. Aber es war keine Einbildung, und nur der Himmel wusste, wienge er sie bereits beobachtet hatte. "Wann... wann bist du gekommen?" stammelte Neveah, richtete sich auf und r?usperte sich, um ihre Fassung wiederzugewinnen. "Vor einem Moment. Du hast niemandem Bescheid gesagt, dass du gehst." antwortete K?nig Jian, runzelte misstrauisch die Stirn, als er auf Neveah zutrat und nur wenige Zentimeter vor ihr stehen blieb. "Ich... ich musste rer Kopf bekommen." entgee Neveah leise. K?nig Jian seufzte und lie? seinen Blick nicht von Neveah abwenden. "Ich verstehe. Aber du wei?t, dass du nicht mehr die Person von gestern bist. Viele haben deine F?higkeiten gesehen... es ist nicht sicher, allein zu sein." "Und wenn es unvermeidbar ist, sollte man dann nicht seine Umgebung genau im Auge behalten?" fragte K?nig Jian. "Du hast mich gar nicht bemerkt, womit warst du so abgelenkt?" fuhr er fort. Neveahs Augen weiteten sich ein wenig bei der Frage von K?nig Jian, doch schlie?lich sch¨¹ttelte sie den Kopf. "Nichts... nichts Bestimmtes." entgee Neveah hastig. "Dein Herzscg sagt etwas anderes." bemerkte K?nig Jian scharf. Neveah hatte keine Worte, um dem zu widersprechen, K?nig Jians Sinne waren sehr fein und ihm w¨¹rde kaum etwas entgehen. Sie entschied sich f¨¹r Schweigen als beste Reaktion, doch diese Entscheidung schien nicht umsetzbar, als K?nig Jian noch einen Schritt n?her trat und Neveah ansah. K?nig Jians Ausstrahlung war, wie immer, beeindruckend und nicht zu ignorieren.Seine Augen waren leicht verengt und sein Blick forschend; die Intensit?t, die von diesen unterschiedlich gef?rbten Augen ausging, war derart durchdringend, dass Neveah sogleich den Blick abwandte ¨C sie konnte dem Blick K?nig Jians einfach nicht standhalten. Mit K?nig Jian in solch naher Distanz wurde sein Duft ¨¹berw?ltigend, und Neveahs ohnehin empfindliche Sinne verst?rkten dessen Wirkung noch. Ihr Atem blieb ihr in der Kehle stecken und ihr Herz bebte in ihrer Brust. ¡¯Dieses verdammte Gef?hrtenband...¡¯ dachte Neveah bei sich. Sie hatte bereits Erfahrungen mit der Macht eines solchen Bandes gemacht; sie wusste, wie beharrlich und schwer es zu ignorieren war, besonders in seinen Anfangsstadien. Dass es in diesem Moment scheinbar Hochbetrieb hatte, lie? Neveah erkennen, wie wesentlich das Band zwischen ihr und K?nig Jian gewachsen war, nachdem sie einander ihre Kr?fte verliehen hatten. Es wunderte sie nicht, dass sie K?nig Jian einfach nicht aus ihren Gedanken verbannen konnte und dass es ihr nicht gng, sich auf ihre Lage zu konzentrieren. "Wenn du deswegen das Schloss Dune vessen und alle in Sorge versetzt hast, um hier¨¹ber nachzudenken, dann kann es unm?glich bnglos sein... Sag es mir", forderte K?nig Jian, und an seinem Tonfall lie? sich erkennen, dass es sich dabei nicht um eine Bitte handelte. "Oder was?" entfuhr es Neveah, noch bevor sie ihre Antwort richtig bedacht hatte. Ihre erste Reaktion war es, K?nig Jian wie so oft zu widersprechen. Alte Gewohnheiten sterben eben schwer. Kaum waren die Worte ausgesprochen, bereute Neveah sie. "Oder ich werde dem ¨¹berw?ltigenden Vengen nachgeben, deine Lippen zu schmecken... Mir ist mehr danach, in diesem Kampf der Willen zu unterliegen", entgee K?nig Jian v?llig unerwartet. Neveah blinzelte schockiert und blickte K?nig Jian an. In seinen Augen konnte sie sehen, dass er jedes Wort, das er gesagt hatte, ernst meinte. H?rbar schluckend, verfluchte Neveah die Anwesenheit des Baumes hinter ihr ¨C er bot ihr keine Fluchtm?glichkeit. "Du hast gesagt... du w¨¹rdest mir Zeit geben, meine Gedanken zu ordnen", erinnerte Neveah mit einer Stimme, die kaumuter als ein Fl¨¹stern war. "Dann h?ttest du nicht einfach verschwinden sollen... Oder den Verdacht wecken d¨¹rfen, dass du in die Berge geflohen bist, um mir zu entkommen...", warf K?nig Jian vor. "Es war kein angenehmer Gedanke... Veah. Ich musste ¨¹berlegen, wie ich dich zur Rechenschaft ziehen w¨¹rde, falls sich das bewahrheitet..." fuhr K?nig Jian fort, seine Stimme voll Besitzanspruch und Dominanz. Neveah hatte diese Seite von K?nig Jian noch nie zuvor erlebt; sie wusste nicht einmal mehr, wie sie ordnungsgem?? atmen sollte ¨C geschweige denn, wie sie ihm entgegentreten sollte. "Ich... ich habe nicht... ich wollte nicht...", stammelte Neveah zu ihrer Verteidigung. "Und der Gedanke, dich vor mir zu verbergen, damit du dich nicht mit unserer Verbindung auseinandersetzen musst... und mit dem, was sie f¨¹r dich... f¨¹r uns bedeutet, kam dir nie in den Sinn?" hakte K?nig Jian nach. "Ich... ich...", Neveah stockte. Sie konnte nicht leugnen, dass der Gedanke ihr ein- oder zweimal durch den Kopf gegangen war... w?re sie feiger gewesen, h?tte sie l?ngst die Wei?en D¨¹nen ¨¹berquert. "Ich verstehe. Nun gut... Was wird es also sein? Willst du mir offenbaren, was dir durch den Kopf geht? Oder werden wir es mit ¡¯Oder was¡¯ auf sich beruhenssen?" fragte K?nig Jian mit ged?mpfter Stimme. "Sandelholz!", rief Neveah unvermittelt aus. Chapter 516: Sandelholz 2 (Kap.517)

Chapter 516: Sandelholz 2 (Kap.517)

"Sandelholz?" fragte K?nig Jian unsicher, ob er richtig verstanden hatte. "Ich... nun, ich wusste, dass da noch etwas war... aber ich konnte es nicht einordnen... es war Sandelholz", murmelte Neveah und hielt ihren Blick auf den Boden gerichtet. Warum war sie ¨¹berhaupt in dieser Situation? Warum war sie so aufgew¨¹hlt? Neveah hatte darauf keine Antwort, eigentlich hatte sie nie eine Vorliebe f¨¹r diesen Mann gehabt, im Gegenteil... es hatte Zeiten gegeben, in denen sie ihm gegen¨¹ber sogar Abneigung empfunden hatte... oder etwa nicht? R¨¹ckblickend war sich Neveah nicht sicher, ob sie ihm je etwas vorgeworfen hatte. "Was?...", fragte K?nig Jian ungl?ubig und war jetzt noch verwirrter. Er war nicht ein St¨¹ck zur¨¹ckgewichen und Neveah war sich nicht sicher, wienge sie es noch ertragen k?nnte, so zu atmen, wie sie es tat. "Dein Duft!... Ich meinte deinen Duft, okay?!", rief Neveah verzweifelt und blickte zu K?nig Jian auf. K?nig Jian blinzelte verbl¨¹fft, dann ging ihm auf, was Neveah meinte, und seine Lippen formten einngsames Grinsen. "Erleuchte mich...", forderte K?nig Jian und beugte sich noch n?her zu ihr. Sein warmer Atem streifte Neveahs Gesicht, w?hrend er sprach und sie wurde v?llig von seinem Geruch umnebelt, da er so nah war. Neveah wich zur¨¹ck, da sie dringend eine Verschnaufpause brauchte, und sp¨¹rte den Baum direkt hinter sich. Jetzt, mit dem R¨¹cken fest an den Stamm gepresst, gab es wirklich keinen Fluchtweg mehr. "Ich... nun, da war ein erdiger Moschus, glimmende Kohle, Rosenholz... aber noch etwas anderes, das ich nicht zuordnen konnte, eine Art Unterton, und ich fragte mich, was das sein k?nnte...", fuhr Neveah fort. "¨¹begert vom Rosenholz, ist es nachvollziehbar, dass es mir zuerst nicht auffiel... aber es war Sandelholz... das Letzte, wonach du riechst...", murmelte Neveah und ihre Worte kamen bruchst¨¹ckhaft heraus. Innerlich bedauerte Neveah ihre Lage, sie war ¨¹berzeugt, dass sie sich nun in den Augen von K?nig Jian wie ein Schw?rmer anh?rte, der bis ins kleinste Detail von seinem Duft schw?rmte und all seine Gedanken darin setzte, ihn zu entr?tseln. "Ich habe geh?rt, Wandler haben einen extrem sensiblen Geruchssinn... rieche ich auch so f¨¹r dich?" fragte K?nig Jian mit leisem, fasziniertem Ton. "Ich... ja...", murmelte Neveah leise. "Und ist es eine angenehme Mischung?" fragte K?nig Jian. "Ich... ja, angenehm", stimmte Neveah zu und hoffte, K?nig Jian w¨¹rde das Thema fallessen. "Wie angenehm?", beharrte K?nig Jian, ohne Anzeichen zu zeigen, dass er Neveahs Peinlichkeit beenden w¨¹rde. "Ich...", z?gerte Neveah und bi? sich auf die Lippe, unschl¨¹ssig, was sie sagen sollte. "Wie angenehm, Neveah?" fragte K?nig Jian erneut. Dieses Mal bewegte sich seine Hand; seine rechte ruhte neben Neveahs Kopf am Baum und seine linke ging an Neveahs Kiefer und neigte ihren Kopf sanft nach oben, so dass sie ihm direkt in die Augen blickte. Es war beeindruckend, dass K?nig Jian zwei v?llig unterschiedlich gef?rbte Augen hatte, doch beide blickten sie mit derselben Intensit?t an. "Bet?rend...", fl¨¹sterte Neveah das Wort, bevor sie sich zur¨¹ckhalten konnte.In dem Augenblick, als sie jenes Wort ?u?erte, verdunkelten sich K?nig Jians Augen, erf¨¹llt von unverkennbarem Vengen. Seine Pupillen weiteten sich sichtbar und seine Zunge huschte ¨¹ber seine Unterlippe. K?nig Jian stie? einenngsamen Atemzug aus und Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sich der Mann vor ihr ver?nderte, als h?tte sie einen Schalter umgelegt, ohne es zu beabsichtigen. Neveahs Augen folgten dieser einfachen, und doch unublich erotischen Bewegung und sie fragte sich, was sie zuvor eigentlich bedacht hatte. Es war etwas mit einem Schalter... sie konnte sich nicht genau erinnern. "Statt hier allein zu sinnieren, h?ttest du einfach zu mir kommen sollen... es w¨¹rde mich nicht st?ren, dich zu deiner Zufriedenheit zu berauschen", murmelte K?nig Jian mit tiefer, heiserer Stimme. Seine linke Handg noch immer an Neveahs Kiefer, und sein Daumen strichngsam ¨¹ber ihre Haut, bedrohlich nahe an ihren Lippen. "Ich entschuldige mich... aber ¡¯oder was¡¯ klingt immer noch verlockend f¨¹r mich", murmelte K?nig Jian. "Wir hatten eine Vereinbarung...", erinnerte ihn Neveah mit kaum h?rbarer Stimme. "Vielleicht h?ttest du bei Sandelholz aufh?ren sollen...", entgee K?nig Jian. Neveah ahnte, was bevorstand, doch nichts h?tte sie auf den Augenblick vorbereiten k?nnen, in dem K?nig Jians Lippen auf die ihren trafen. Konnten Drachen mehr als nur Feuer speien? Warum sonst f¨¹hlte Neveah eine pl?tzliche, feurige Woge, die durch ihre Adern schoss, alles in ihrem Weg entz¨¹ndete und jeglichen Widerstand, den sie vielleicht erwogen hatte, zerschlug? Es gab kein Z?gern, kein vorsichtiges Austasten der Kompatibilit?t, keinengsame Geste der Einwilligung. In dem Augenblick, in dem K?nig Jians Lippen mit denen von Neveah zusammenkamen, war es ein Schwall brennender Leidenschaft. Es war ein Mann, der f?rmlich einforderte, was ihm geh?rte, was ihm schon immer geh?rt hatte... Es war ein augenblicklicher, vollst?ndiger und unumst??licher Besitzanspruch... es gab keinen Machtkampf, sie beide wussten, wer das Sagen hatte. K?nig Jians Hand legte sich um Neveahs Taille und zog sie n?her an sich heran. Neveah hatte nicht gedacht, dass sie sich n?her kommen k?nnten, doch eines Besseren belehrt. Sie konnte ihn voll und ganz sp¨¹ren: seine harte, geformte Brust, seinen breiten Rahmen, in den sie so perfekt passte wie das letzte Puzzleteil... die St?rke seiner Arme, die sie festhielten, selbst als Neveah das Gef¨¹hl hatte, ihre Beine w¨¹rden gleich nachgeben, seinen berauschenden Duft... den Ursprung dieses ganzen Wahnsinns. Und dann die Bekundung seines Vengens, erregt und gespannt gegen Neveahs Schenkel dr¨¹ckte... sie wagte nicht, ihren Gedanken in diese Richtung schweifen zussen. Es gab Dutzende Gr¨¹nde, warum dies nicht h?tte passieren d¨¹rfen, tats?chlich hatte Neveah die meiste Zeit im Wald damit verbracht, einenge Liste von Gr¨¹nden zu erw?gen, warum sie und K?nig Jian nicht sein konnten. Und sie war von diesen Gr¨¹nden bis vor einem kurzen Augenblick ¨¹berzeugt gewesen, und nun konnte Neveah pl?tzlich an keinen einzigen mehr denken... Keinen Grund, warum sie ihn abweisen h?tte sollen, keinen Grund, warum sie seinen Kuss nicht h?tte erwidern sollen, mindestens. In Ermangelung eines vern¨¹nftigen Einwands schob Neveah alle Gedanken beiseite, und ihre H?nde, die so reglos an ihren Seitengen, bewegten sich, um K?nig Jians Gew?nder zu ummmern. Die D¨¹fte und Ger?usche des Waldes verblichen... alles, was ¨¹brig blieb, war er, sein Duft... sein Atem, seine ¨¹berw?ltigende Pr?senz... seine pure Existenz... Chapter 517: Durch sie (Kap.518)

Chapter 517: Durch sie (Kap.518)

Der Kuss von K?nig Jian war intensiv und schmerzhaft, k?stlich. Seine Zunge erforschte jeden Zentimeter von Neveahs Mund, schmeckte und liebkoste ihn auf eine Art und Weise, die irgendwie immer noch so z?rtlich war, dass sie eine Lache des Vengens in Neveahs Unterleib hervorrief. Neveah konnte einen Hauch von Blut schmecken, es h?tte ihr eigenes oder das von K?nig Jian sein k?nnen, es war schwer zu sagen... noch schwerer, sich darum zu k¨¹mmern, als der Stich Neveah noch tiefer in diesen Abgrund des Vengens trieb. Solch feurige Leidenschaft und alles verzehrendes Vengen hatte Neveah sich bis zu diesem Moment nie zugetraut. Neveah mmerte sich fest an K?nig Jian, sie zitterte so sehr, dass sie das Gef¨¹hl hatte, wenn sie sich nicht fest genug an ihn mmerte, w¨¹rde sie in seinen Armen zusammenbrechen. Ein leises Keuchen entwich Neveah, als K?nig Jians linke Hand von Neveahs Wange hinunter zu ihrem Hals wanderte und ihren Kopf leicht neigte, um sich den Zugang zu verschaffen, den er brauchte, Seine Lippen l?sten sich von ihren und gaben Neveah die M?glichkeit, zu Atem zu kommen, von dem sie gar nicht wusste, dass sie ihn brauchte. Sie wanderten weiter ihren Hals hinunter und hinterlie?en eine Spur brennenden Vengens, und King Jians Griff um Neveahs Hals wurde immer fester, Nicht genug, um ihr die Luft abzuschneiden, aber gerade genug, um seine Dominanz zu demonstrieren... eine unausgesprochene Erkl?rung oder Besitznahme. Neveah st?rte das nicht im Geringsten, ihre rechte Hand fuhr durch King Jians Haar und zerrte instinktiv an dem Band, das es hochhielt, so dass die L?nge seiner silbernen Locken herabfiel, genug, um sich daran festzuhalten. Ein leises Grummeln der Zustimmung erng in K?nig Jians Kehle, seine rechte Hand, die auf Neveahs H¨¹fte geruht hatte, wanderte hinunter zu Neveahs Ges??, Neveah wusste ohne Worte, was er wollte, sie wehrte sich nicht, als K?nig Jian ihr Gewicht anhob, so dass sich ihre Beine sicher um seine Taille legten. Je st?rker Neveahs Vengen wurde, desto weiter ging die Selbstbeherrschung und an diesem Punkt legte Neveah ihr Zittern ab und tauschte es gegen etwas ganz anderes ein. Neveah bewegte ihre H¨¹ften leicht und sp¨¹rte, wie sich King Jians aufgestautes Vengen in ihren Schenkel bohrte, Ein tiefes, gequ?ltes Knurren ert?nte in King Jians Kehle, ein ng, der so sch?n in Neveahs Ohren ng, dass sie wusste, dass sie mehr davon h?ren wollte, und Neveah wusste genau, wie sie bekam, was sie wollte. "Schuppen! Beweg dich nicht so auf mich zu, Veah... Der Himmel wei?, dass ich mein Raubtier kaum zur¨¹ckhalten kann..." flehte K?nig Jian. Es war keine Bitte, die Neveah erh?ren wollte. Neveah zog King Jians Kopf hoch und vereinte ihre Lippen, w?hrend sie ihre H¨¹ftenngsam kreisend bewegte und so eine kontrollierte Reibung zwischen ihnen erzeugte. K?nig Jians Atemz¨¹ge wurden hektischer und schwerer, und er lehnte seinen Kopf an Neveahs Schulter, um sich zu beruhigen. "Neveah... Neveah... wenn du nicht aufh?rst... werde ich mich nicht mehr zur¨¹ckhalten k?nnen. Ich werde dich nehmen, genau hier... genau jetzt, und ganz D¨¹nenstadt wird dich meinen Namen schreien h?ren..." schwor K?nig Jian, sein Tonfall war tief und heiser. Die Art und Weise, wie er ihren Namen in vollem Umfang mit einer Stimme rief, die sich mit seinem Vengen vertiefte, war zum Verr¨¹cktwerden. "Tu es..." Neveah stie? einenngsamen Atemzug aus. Ein animalisches Knurren ert?nte von King Jian und er hob seinen Blick zu Neveah. Ihre erhitzten Blicke trafen sich, doch der Ausdruck in K?nig Jians Augen ver?nderte sich leicht, als er in die von Neveah starrte. "Veah... deine Augen..." K?nig Jian atmete in einer Mischung aus Ehrfurcht und Sorge. "Was... was ist das...?" fragte Neveah, als eine warme Fl¨¹ssigkeit ihr linkes Auge hinabstr?mte und eine kribbelnde Spur auf ihrer Gesichtsh?lfte hinterlie?. Neveah hob ihre Hand, um die Tr?ne aufzufangen und entdeckte zu ihrem Entsetzen, dass statt einer Tr?ne eine seltsam leuchtende, goldene Fl¨¹ssigkeit an ihrer Hand klebte. "Jian... was ist das?..." fragte Neveah verunsichert. "Deine Augen... nicht nur deine Pupillen, sie alle... sie leuchten..." murmelte K?nig Jianngsam. "Ich... wie ist das m?glich... das ist noch nie passiert... ich..." Neveahs Worte stockten, als auch ihre H?nde zu leuchten begannen. Das goldene Leuchten erfasste rasch ihre Gestalt und ergriff dann auch K?nig Jian. Doch bei ihm war es anders; nicht nur ein Schein um seine Gestalt, Neveah sah mit Entsetzen, wie die Adern auf seiner nackten Haut sichtbar wurden und mit demselben Gl¨¹hen begannen, das sie auf ihn ¨¹bertrug. K?nig Jian st?hnte und l?ste sich von Neveah, w?hrend er zur¨¹ckwankte, sein Gesichtsausdruck von Schmerz gezeic. Seine Hand fuhr hoch, um seine Schl?fe zu greifen, gerade als das goldene Leuchten ¨¹ber seinen Hals zu seinem Gesicht aufstieg. Neveah erkannte, dass sie ihm mit ihrem Einfluss Schmerzen zuf¨¹gte. "Ich wei? nicht, was ich tue! Ich habe keine Ahnung, wie das geschieht!" rief Neveah verzweifelt. K?nig Jian sank auf ein Knie und ?chzte erneut vor Schmerz. Neveah streckte ihre Hand nach ihm aus, z?gerte aber, aus Angst, es k?nnte schlimmer werden. "Ich wei? nicht, wie ich es stoppen kann! Was mache ich nur mit dir?!" schluchzte Neveah und sah, wie K?nig Jian keuchend und sichtlich gequ?lt zitterte. "Es liegt... nicht an dir, Veah..." presste K?nig Jian mit zusammengebissenen Z?hnen hervor. Er blickte auf, seine Augen trafen Neveahs, und sie keuchte entsetzt, als sie das Aussehen von K?nig Jians Augen erkannte, die genau so waren, wie er ihre beschrieben hatte... Zwei strahlende Kugeln, keine Pupillen, nur ein goldenes Leuchten. "Er ist es... er bestraft mich..." sagte K?nig Jian m¨¹hevoll. "Wer? Wovon redest du?" fragte Neveah verwirrt. K?nig Jian kam schwerf?llig auf die F¨¹?e, ein wildes Knurren k?mpfte sich aus seiner Kehle, w?hrend er den Kopf von einer Seite zur anderen warf. "Demevirld!!!!! Etz Du Calihern Mezda Arhan! Lass sofort von ihr ab!!!" br¨¹llte K?nig Jian in einer Sprache, die Neveah nicht kannte. Seine dominante Aura brach in Wellen aus ihm heraus, heftiger als Neveah jemals zuvor erlebt hatte. K?nig Jians Blick starrte direkt in die Augen Neveahs. Nein, er starrte nicht Neveah an... sondern durch sie hindurch... in sie hinein... Chapter 518: Weggesperrt (Kap. 519)

Chapter 518: Weggesperrt (Kap. 519)

Ein leises Klingeln hallte durch Neveahs Kopf. Sie keuchte leise auf, w?hrend schnelle Energiestr?me unkontrolliert durch ihre Adern zuckten. Neveah sp¨¹rte eine Woge von Emotionen in sich aufkommen ¨C Wut... Verrat... All dies, so wusste sie, geh?rte nicht zu ihr und auch nicht zu ihrem Wolf. ¡¯Jian!... Jian!...¡¯ Die eindringliche Stimme in ihrem Kopf schrie in einer Wut, die sich mit Jians messen konnte. Sie kannte K?nig Jian... und offensichtlich kannte K?nig Jian sie ebenfalls. Der Befehl, den K?nig Jian ihr erteilt hatte, wirkte wie eine Fessel, die sie in Neveahs Geist niederdr¨¹ckte, und sie wehrte sich heftig dagegen. Das war furchtbar, es tobte vor Wut, Neveah konnte sp¨¹ren, wie seine Wut durch ihre Adern pulsierte, doch zugleich f¨¹hlte sie, dass es eingesch¨¹chtert war... K?nig Jians dominante Ausstrahlung ¨¹berw?ltigte es bei Weitem. Es wusste, dass es K?nig Jians Anweisung folgen musste, das f¨¹hlte Neveah. Ein schweres Gewichtstete auf ihrer Brust, machte ihr das Atmen fast unm?glich und ihre Lungen f¨¹hlten sich an, als w¨¹rden sie zerquetscht werden. Das Klingeln in Neveahs Kopf wurdeuter, nahezu ohrenbet?ubend, und gerade als Neveah dachte, sie w¨¹rde den Verstand verlieren, sp¨¹rte sie eine Hand auf ihrer Schulter und sie wurde in K?nig Jians Arme gezogen. Er hielt sie fest und eng umschlossen, streichelte beruhigend ¨¹ber ihren R¨¹cken. Seine W?rme spendete Trost, sogar im Chaos, das ihr Verstand geworden war, und seine Ber¨¹hrung beruhigte sofort den Sturm in ihr. "Ich bitte um Verzeihung, Neveah... verzeihe mir...", fl¨¹sterte K?nig Jian sanft und k¨¹sste Neveah auf den Kopf. Das Klingeln verstummte abrupt. Auch das Gewicht auf ihrer Brust verschwand wie durch Zauberhand, und Neveah konnte endlich wieder atmen. Sie mmerte sich an K?nig Jian, atmetet tief durch, und er hielt sie snge fest, bis sie vollkommen beruhigt war. Selbst danach fl¨¹sterte er weiter gefl¨¹sterte Entschuldigungen und beruhigende Worte. Sie verharrten eine Weile in absoluter Stille in dieser Position und als Neveah sicher war, wieder die Kontrolle ¨¹ber ihren Verstand zu haben, l?ste sie sich von ihm und sah zu K?nig Jian auf. Sein Blick war voller Komplexit?t, aber wenn es ein Gef¨¹hl gab, das Neveah darin lesen konnte, dann war es Schuld. "Du sagst immer wieder, dass es dir leid tut... warum?" fragte Neveah leise. K?nig Jian seufzte schwer, beugte sich hinunter, hob Neveah in seine Arme und machte sich auf den Weg aus dem Wald. "Ich kann auch alleineufen," sagte Neveah zu K?nig Jian. Sie dr?ngte nicht auf ihre Frage, denn Neveah konnte in K?nig Jians Augen sehen, dass es ein komplexes Thema war. "Das ist nicht n?tig," murmelte K?nig Jian als Antwort. Neveah bestand nicht weiter darauf. K?nig Jian war offensichtlich nicht in Stimmung und sie wollte es nicht schlimmer machen. "Die Schuld liegt bei mir... der Grund, weswegen er dich verletzt hat," sagte K?nig Jian nach einem kurzen Schweigen mit leiser Stimme.¡¯"Er... die Stimme in meinem Kopf, du hast mit ihr gesprochen... sie hat auch deinen Namen gerufen. Was ist das...?" fragte Neveah verwirrt. K?nig Jians Brauen zuckten leicht und Neveah hob eine Hand zu seinem Gesicht. "Hey... du musst nichts sagen, wenn du nicht willst. Sag es mir einfach, wenn du bereit bist", beruhigte Neveah ihn. Neveah verstand besser als jeder andere, dass es gewisse Dinge gab, die schwer zu teilen waren, selbst mit denen, denen man vertraute. Es gab vieles, was Neveah selbst niemandem erz?hlen konnte, nicht einmal von der Stimme in ihrem Kopf hatte sie jemandem erz?hlt... nicht einmal ihrem Vater. Und wer sagt, dass K?nig Jian Neveah ¨¹berhaupt vertraute? Sie hatten ihre Verbindung erst vor einem Tag entdeckt und davor waren sie kaum Freunde gewesen. "Demevirld... mein Vater nannte ihn so", offenbarte K?nig Jian Neveah, gerade als sie annahm, er w¨¹rde nichts weiter sagen. "Demevirld..." murmelte Neveah und erinnerte sich, dass K?nig Jian die Stimme in ihrem Kopf mit diesem Namen gerufen hatte und sie geantwortet hatte. "Es ist... war die Kampfwaffe meines Vaters", fuhr K?nig Jian fort. "Eine Waffe?" fragte Neveah ungl?ubig. "Keine gew?hnliche Waffe. Demevirld ist eine magische Waffe mit einem einzigen Zweck... sie verleiht Drachen die F?higkeit, Magie zu wirken, eine Macht, die uns nicht in die Wiege gelegt wurde...", sagte K?nig Jian, seine Stimme war kaum mehr als ein Fl¨¹stern. Sein Ton war d¨¹ster, und esg ein Schmerz darin, als ob jedes Wort, das er sprach, schmerzhaft f¨¹r ihn war. "Viele uben, mein Vater war allm?chtig und f¨¹hrte die Drachen im Aufstand zum Sieg." "Aber was die Welt nicht wei?, ist, dass die St?rke der Drachen gegen die dunkle Magie einfach nicht ausreichte... der Aufstand war zum Scheitern verurteilt." "Mein Vater konnte die Vorstellung einer Niedege nicht ertragen... die Vorstellung, seinem Volk nicht die Freiheit geben zu k?nnen, die er ihnen versprochen hatte..." "Also ergriff er eine drastische Ma?nahme... er schuf Demevirld... die M?glichkeit f¨¹r Drachen k?niglichen Blutes, Magie zu praktizieren. Sein Ziel war einfach... Magie mit Magie zu bek?mpfen...", murmelte K?nig Jian. Neveahs Augen weiteten sich leicht; sie hatte nicht realisiert, dass der gro?e Aufstand mehr beinhaltete, als sie bereits geh?rt hatte. "Hochk?nig Agardan f¨¹hrte die Drachen zum Sieg... das war die Zusammenfassung in allen B¨¹chern." "Demevirld... es wird an den n?chsten k?niglichen Erben weitergegeben. Aber mein Vater hat es nie an Asrig weitergegeben... stattdessen hat er es mir hintessen", murmelte K?nig Jian. Neveah brauchte nicht, dass K?nig Jian es aussprach, aber sie konnte erkennen, dass dies an sich schon einer der Konflikte zwischen den Br¨¹dern war. "Aber du hasst Magie... also wolltest du sie nicht", murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Die ht war vorbei, meine Aufgabe war es, den Frieden wiederherzustellen. Demevirld war... ist zu m?chtig, es hat einen eigenen Geist entwickelt, einen radikalen. Ich wusste, was es aus mir machen k?nnte..." "Drachen sollten keine Magie praktizieren, ich sah, wie mein Vater sich darin verlor, und ich wollte nicht dasselbe f¨¹r mich... also habe ich Demevirld weggeschlossen und in einer verzauberten Eichenholzkiste in die Heimatstadt meiner Mutter geschickt... nach Fort zed", sagte K?nig Jian. "Vier Jahrhunderteng... seit dem Tod meines Vaters, war Demevirld versiegelt. F¨¹r es... ist das der gr??te Verrat", offenbarte K?nig Jian. Chapter 519: Versiegeltes Haus 2 (Kap. 520)

Chapter 519: Versiegeltes Haus 2 (Kap. 520)

¡¯"Und nun... hat Demevirld einen neuen Wirt gefunden", machte K?nig Jian eine Pause und blickte auf Neveah herab. In seinen Augeng eine Mischung aus Sorge und Selbstvorw¨¹rfen. Neveah fehlten die Worte, aber nun ergab alles f¨¹r sie einen Sinn. Die Stimme in ihrem Kopf war kurz nach ihrer Begegnung mit der dunklen Fee erschienen. Nie h?tte Neveah erwartet, dass der Schatz, den sie an die dunkle Fee verloren hatte, stattdessen in irgendeiner Weise in ihren Geist gngt war. "Ich frage mich nur... warum hat es sich aus all den H?nden, die die Eichenholzbox ber¨¹hrt haben, ausgerec an mich gebunden? Warum ich? K?nnte es sein...dass es bereits wusste, dass wir...?" fragte Neveah ungl?ubig. K?nig Jian seufzte leise. Sie waren nun beinahe aus dem Wald heraus, aber K?nig Jian hatte einen anderen Pfad gew?hlt als den, den Neveah gekommen war. Er hatte auch Neveahs Pferd nicht abgeholt, also vermutete Neveah, dass er eine andere Richtung einschlug als die zur D¨¹nenburg. "Demevirld ist eine seltsame Waffe... Nur mein Vater versteht wirklich die Tiefe seiner F?higkeiten. Demevirld war schon immer sehr scu...", begann K?nig Jian. "Es mag zwar einen eigenen Verstand haben, doch es mangelt ihm an Gef¨¹hlen wie Empathie oder Vernunft. Es kennt nur sein Ziel, sich an einen Wirt zu binden, und daf¨¹r ist es zu allem bereit." "Ja, Veah... Ich bin mir nicht sicher, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass Demevirld bereits wusste, dass du meine Gef?hrtin sein w¨¹rdest, bevor er sich an dich gebunden hat", gab K?nig Jian in d¨¹sterem Ton zu. "Um mich zu benutzen ... um zu dir zu gngen", murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Als du deine St?rke mit mir geteilt hast, da habe ich gewusst, dass es Demevirld war... aber etwas ist anders, Veah", offenbarte K?nig Jian. "Was denn?" fragte Neveah verwirrt. "Demevirld ist ?u?erst instabil... gef?hrlich. Au?er meinem Vater hat niemand es gef¨¹hrt. Es w¨¹rde Jahre dauern, um auch nur halbwegs Kontrolle dar¨¹ber zu engen..." "Aber du hast einen ungew?hnlich starken Einfluss auf Demevirld. Du kannst seine Kraft mit mehr Kontrolle kanalisieren, als ich es f¨¹r m?glich gehalten h?tte", sagte K?nig Jian nachdenklich zu Neveah. "Ist das nun gut oder schlecht?" fragte Neveah vorsichtig. "Veah... Ich wei? es nicht, aber ich werde es nicht riskieren. Ich kann kein Risiko mit dir eingehen... Ich kann Demevirld nicht trauen, dass es dich nicht aus eigens¨¹chtigen Interessen verletzt. Seine Macht wird deinen K?rper immer st?rker beanspruchen, und da du nur teilweise Drache bist... wird es mit der Zeit immer mehr Kontrolle engen, und die magischen Tr?nen sind nur der Anfang", erkl?rte K?nig Jian. Neveah verstand, was K?nig Jian meinte. Was gerade geschehen war, hatte sich ihrer Kontrolle vollst?ndig entzogen. Seit sie Demevirlds Hand ergriffen und seine Kraft angezapft hatte, war der Einfluss, den er auf ihre physische Gestalt hatte, stark gewachsen. Urspr¨¹nglich hatte sich Demevirlds Pr?senz nur durch leuchtende Augen auf der Oberfl?che ihres Geistes gezeigt, aber was eben passiert war, ging weit dar¨¹ber hinaus. H?tte K?nig Jian nicht eingegriffen und Demevirld zum R¨¹ckzug gezwungen, h?tte es weitergemacht, ohne sich darum zu k¨¹mmern, dass es Neveah schadete. "Ich kann und werde nicht zssen, dass mein Geist der Kontrolle eines anderen unterliegt... Mein Geist geh?rt mir und meinem Wolf, es ist kein tz f¨¹r eine dritte Pr?senz", sagte Neveah ernst. Was Demevirld eben getan hatte, betraf nicht nur Neveah, sondern auch ihren Wolf, und das war etwas, was Neveah absolut nicht tolerieren konnte. "Gibt es einen Weg, es zu entfernen? Es hat sich ohne meine Zustimmung an mich gebunden, und dieses ganze Magie-Ding... das ist einfach nichts f¨¹r mich", fragte Neveah K?nig Jian hoffnungsvoll.K?nig Jian schwieg einen Moment, bevor er einmal nickte. "Ich werde die zust?ndigen Personen herbeirufen und nach einer L?sung suchen", versicherte K?nig Jian Neveah. Dann herrschte Stille. Neveah sp¨¹rte, dass es mehr zu der Geschichte von Demevirld gab, und dass ein tiefer Schmerz in K?nig Jians Stimmeg, als er davon sprach, aber sie dr?ngte nicht weiter nach. K?nig Jian hatte schon mehr preisgegeben, als Neveah erwartet hatte... er hatte sogar von seinem Vater, seinem Bruder Asrig und der Zeit der Drachendienstbarkeit gesprochen, wor¨¹ber er normalerweise nie sprach. Daf¨¹r war Neveah sehr dankbar. "Wohin gehen wir? Zur Klippe?" fragte Neveah und sah sich um, als sie feststellte, dass sie sich in einem felsigen Gel?nde befanden. Neveah erinnerte sich, dass nicht weit vor ihnen eine Klippe war. "Ich werde dich nirgendwo in der N?he einer Klippe hinbringen, Neveah", erwiderte K?nig Jian direkt. Neveahchte leise und hob eine Augenbraue, w?hrend sie das Stirnrunzeln auf K?nig Jians Gesicht studierte. "Ich bin nicht suizidal, Jian", stellte Neveah r und kicherte weiterhin leise. "Bei mir... kann ich mir nicht sicher sein", murmelte K?nig Jian. Er hielt an einem besonders hohen Felsvorsprung an, ein gutes St¨¹ck von der Klippe entfernt, und lie? Neveah dort tz nehmen, bevor er sich neben sie setzte. Neveah blickte zu K?nig Jian hin¨¹ber, unsicher, was sie ihm sagen sollte. "Es war eine impulsive Entscheidung von mir", gab Neveah zu. "Eine, zu der ich viel beigetragen habe", behauptete K?nig Jian. Neveah konnte es nicht abstreiten, K?nig Jian hatte mit seiner Weigerung, ihren berechtigten Wunsch zu erf¨¹llen, eine Rolle gespielt, aber es war nicht nur das gewesen. "Es war nur so, dass ich damals unbedingt Freiheit wollte", murmelte Neveah leise. K?nig Jian nickte verst?ndnisvoll. "Willst du immer noch so dringend fort?", fragte K?nig Jian Neveah. "Ich... nun... ich bin doch schon fort, oder nicht?", fragte Neveah. K?nig Jian blickte mit hochgezogener Augenbraue zu Neveah hin¨¹ber. "Ich meine, seht Euch um, Eure Gnaden. Das hier ist nicht Himmelskeep oder der m?chtige Drachenkeep, sondern die Wei?en D¨¹nen... mein Zuhause", sagte Neveah und ein kleines L?cheln zeice sich auf ihren Lippen ab. "Dein Zuhause", murmelte K?nig Jian. "Ich werde nicht fliehen... Fliehen hat noch nie Probleme gel?st. Und es war sowieso nie meine St?rke," sagte Neveah leise. Chapter 520: Ihr Ziel (Kap.521)

Chapter 520: Ihr Ziel (Kap.521)

¡¯"Aber..." begann K?nig Jian, der bereits ahnte, dass Neveah noch mehr auf dem Herzen hatte. "Aber ich... Xenon... Ich habe Xenon gro?es Unrecht getan. Und ich wei? nicht, wie ich ihm gegen¨¹bertreten soll... ihm begegnen soll." murmelte Neveah mit schwerer Stimme. K?nig Jian schwieg eine Weile, und Neveah zuckte sichtlich zusammen. Sie wusste, dass die Situation f¨¹r sie kompliziert war, doch auch f¨¹r K?nig Jian war es nicht anders. Xenon war sein Bruder und sie seine rechtm??ig Verbundene, auf die er Anspruch hatte. "Ihm gegen¨¹bertreten? Oder den Gef¨¹hlen, die du f¨¹r ihn hegst?" fragte K?nig Jian mit tiefer Stimme. "Ich..." Neveah begann, fand jedoch nicht die richtigen Worte; sie war sich nicht sicher, ob es ¨¹berhaupt passende Worte gab. K?nig Jian zu verletzen, war das Letzte, was Neveah wollte, aber Xenon zu verleugnen, war etwas, was sie einfach nicht konnte. "Neveah... wovor hast du wirklich Angst? Dass Xenon dich nicht lossen kann? Oder dass er es doch tut?" fragte K?nig Jian erneut und fixierte Neveah mit einem fragenden Blick. Neveah versuchte, seinem Blick auszuweichen, doch als ihre Augen auf seine trafen, verriet die Intensit?t in ihnen, dass sie ihm nichts verbergen konnte. Hat sie mehr Angst davor, dass Xenon sie nicht lossen kann? Oder ist es der Gedanke, dass er sie tats?chlich freigibt, der Neveah wirklich Angst macht? Neveah kannte die Antwort bereits. "Ich liebe Xenon. Ich liebe ihn schon seitngem..." gestand Neveah mit einer Stimme, die kaum mehr als ein Fl¨¹stern war. Neveah atmete zittrig aus; sie hatte diese Worte noch nieut ausgesprochen, nicht einmal zu sich selbst. Neveah hatte all die Zeit ihre wahren Gef¨¹hle f¨¹r Xenon bek?mpft, sie sogar vor sich selbst verleu, dass es zu einem riesigen Knoten in ihrem Herzen geworden war. Indem sie esut aussprach, f¨¹hlte Neveah, wie eine enorme Last von ihrer Brust genommen wurde und sie endlich frei atmen konnte. Auch wenn die Person, der sie es gestand, diejenige war, die nicht h?ren wollte, dass sie einen anderen Mann liebte. Aus Respekt vor K?nig Jian wurde die Wahrheit so fr¨¹h wie m?glich ausgesprochen. "Ich habe das schonnge gewusst... ich habe es selbst gesehen..." murmelte K?nig Jian. Neveah biss sich auf die Unterlippe; K?nig Jian hatte gesehen, wie sie Xenon am Berg Edar gek¨¹sst hatte, und bis zu diesem Moment hatte Neveah sich nie wirklich darum gek¨¹mmert, was er davon hielt. "Fragst du mich, ob ich dich zu ihm gehenssen soll?" fragte K?nig Jian, sein Ton war ruhig, aber darin schwang ein Unterton mit, den Neveah nicht ganz entschl¨¹sseln konnte. "Ich... das kann ich nicht von dir vengen." fl¨¹sterte Neveah. "M?chtest du, dass ich unsere Bindung l?se?" formulierte K?nig Jian seine Frage neu, diesmal ng sein Ton vollkommen unangenehm, als ob ihm das Wort selbst bitter auf der Zunge l?ge. Neveah zuckte sichtlich zusammen, allein der Gedanke daran verursachte einen stechenden Schmerz in ihrem Herzen. "Ich... ich wei? nicht, was ich tun soll. Der Gedanke, dich zur¨¹ckzuweisen... unsere Verbindung zu kappen, ich kann mir nicht vorstellen, dir das anzutun... das ist mir zu viel." sagte Neveah, ihre Stimme brach leicht. "Ich werde niemals unsere Bindung l?sen, Neveah. Nicht einmal, wenn mein Leben davon abhinge." stellte K?nig Jian r.Ungeachtet der Umst?nde fanden Neveahs Worte Trost und der Schmerz in ihrem Herzen lie? nach. "Ich brauche einfach Zeit zum Nachdenken, eine Antwort zu finden. Ich hoffe, du verstehst, dass ich meine Gef¨¹hle f¨¹r Xenon nicht einfach abschalten kann, als w?ren sie bedeutungslos..." Neveah stellte eine schwierige Frage. "Das verstehe ich. Ich war von Anfang an hier..." "Ich habe von seiner Liebe zu dir gewusst, seit er mir gesagt hat, dass er sich ein M?dchen aus dem fernen Wolfsgebiet w¨¹nscht... Ich habe dich auch daf¨¹r verabscheut, wie k?nnte ich nicht?" sagte K?nig Jian mehr zu sich selbst als zu Neveah. "Ich dachte, du w?rst nur ein weiteres h¨¹bsches Gesicht... Xenon war bereits so gebrochen, du warst nur eine weitere Komplikation. Er war zu tief involviert... etwa so, wie er es bei..." K?nig Jian brach mitten im Satz ab. "Misha." vollendete Neveah. K?nig Jian warf Neveah einen ¨¹berraschten Blick zu. "Er hat es dir erz?hlt?" fragte K?nig Jian. "Nicht viel wurde gesagt... der Bruch erfolgte, er musste gehen." antwortete Neveah. "Was ist wirklich passiert? Zwischen dir, Xenon und Misha? Xenon sagt immer, er habe dir ein gro?es Unrecht getan... aber er liebt dich mehr als alles andere, mehr als jeden... ich kann es einfach nicht fassen." fragte Neveah verwirrt. K?nig Jian schwieg einenngen Moment, bevor er sprach. "Er hat sie in seinen Geist gssen." sagte K?nig Jian. Neveah zog fragend die Stirn kraus, unsicher, was K?nig Jians Worte bedeuteten. "Siehst du, eine der schrecklichsten Formen der Zauberei ist die Gedankenmaniption. Und nach Jahrhunderten der Unterwerfung haben Drachen eine Abwehr entwickelt... eine Art Geistesblockade." "Es ist nicht so, dass wir gegen dunkle Magie immun sind, sondern wir haben eine Methode entwickelt, die sicherstellt, dass unser Geist immer gesch¨¹tzt ist... Illusionen, Gedankenkontrolle... nichts davon wirkt auf uns." erkl?rte K?nig Jian. "Aber Xenon vertraute Misha so bedingungslos, dass er sie durch seine Verteidigung lie?... und ohne zu wissen, dass sie dunkle Magie beherrscht, lie? er sie ihn schreckliche Dinge tun..." enth¨¹llte K?nig Jian. "Misha... sie wollte K?nigin werden. Meine Dynastie zu st¨¹rzen und meinen Bruder gegen mich aufzuwiegeln war meine Strafe." murmelte K?nig Jian. "Strafe? Was hast du ihr angetan?" fragte Neveah. "Ich trage das Blut des Drachenk?nigs in mir, der die Vernichtung ihrer Art befohlen hat." antwortete K?nig Jian mit einem trockenen Lachen. "Asrig ... es ging ihr die ganze Zeit um Rache." murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Um ein Ziel zu erreichen, f¨¹r das sie selbst ihre Verb¨¹ndeten opferte. Alles, was sie Xenon tun lie?, hat ihn St¨¹ck f¨¹r St¨¹ck zerbrochen." "Es ist eine Sache, die Dunkelheit zu sehen und sie zu verabscheuen, und es ist etwas ganz anderes, selbst zu jener Dunkelheit zu werden, die man sein Lebenng gehasst hat... aber das ist nicht meine Geschichte zu erz?hlen." murmelte K?nig Jian, seine Stimme ng m¨¹de. "Von all dem, was sie ihm angetan hat, das was Xenon wirklich zerst?rt hat, war als sie ihn dazu brachte, gegen mich um meinen Thron zu k?mpfen, ein Kampf auf Leben und Tod." K?nig Jian hielt inne, Er lehnte den Kopf zur¨¹ck und seufzte schwer, w?hrend Neveah in geschocktem Stillschweigen verharrte. Chapter 521: Ewige Dunkelheit (Kap.522)

Chapter 521: Ewige Dunkelheit (Kap.522)

"Wir haben zu sp?t erkannt, was sie getan hatte. Xenon war jeglicher Vernunft entr¨¹ckt. Dunkle Magie verdunkelte unsere Verbindung; ich konnte seinen Geist nicht erreichen... keiner von uns konnte," erinnerte sich K?nig Jian schmerzhaft. "Ich wei? nicht, ob ihr versteht, was es f¨¹r einen Drachen bedeutet, wenn sein Geist von jemand anderem kontrolliert wird... wenn er gegen seinen schwurverpflichteten Willen handelt, wenn er seine eigene Art verr?t..." "Ich wei? nicht, ob ihr versteht, warum sich ein Drache freiwillig fesseln l?sst und das, was wir am meisten verabscheuen, als das kleinere ¨¹bel erachtet..." K?nig Jian brach ab. Neveah sp¨¹rte ein Ziehen im Herzen bei K?nig Jians Worten. Der Drachenk?nig war nie so ausdrucksstark, nie so emotional ¨¹ber irgendjemanden oder irgendetwas. Doch als er von Xenon sprach und von dem, was Misha ihm angetan hatte, sah Neveah eine Seite an K?nig Jian, die ihr bing unbekannt gewesen war. Sie sp¨¹rte den Schmerz und das Bedauern in seinem Ton, die Intensit?t seines Hasses auf Misha und die reine, uneingeschr?nkte Liebe zu seinen Br¨¹dern. Neveah verstand nun, warum K?nig Jian eine Abneigung gegen sie hegte, weil sie in irgendeiner Form Misha ?hnelte... er wollte Xenon davor sch¨¹tzen, denselben Fehler ein zweites Mal zu machen. Xenons Fehler hatte nicht nur ihn zerbrochen, sondern alle sechs Br¨¹der bstet... aber keinen so sehr wie K?nig Jian selbst. "Was ist passiert? Hat er..." Neveah war sich nicht sicher, was sie genau fragen wollte, oder ob sie wollte, dass K?nig Jian weitererz?hlte. Als sie den Schmerz in seiner Stimme h?rte und sich vorstellte, was er durchgemacht hatte angesichts von Xenons Verrat, versp¨¹rte Neveah den dr?ngenden Wunsch, ihn zu tr?sten... diese d¨¹steren Erinnerungen zu lindern, von denen sie wusste, dass sie ihn stets verfolgen w¨¹rden. "Xenon bleibt unangefochten der m?chtigste Kampfdrache der Festung. Im Kampf... bin ich nicht einmal ihm ebenb¨¹rtig. Das wusste Misha auch," murmelte K?nig Jian. "Sie wusste auch, dass eine Herausforderung auf Leben und Tod nicht abgelehnt werden kann. Ein K?nig ist verpflichtet, seine Integrit?t zu sch¨¹tzen, sobald sie bedroht wird, nur so kann die Hierarchie aufrechterhalten werden," sagte K?nig Jian und blickte Neveah dabei an. Neveah verstand das, es war wie bei einem Wolfsrudel. Wenn das Alpha herausgefordert wird und die Herausforderung nicht annimmt, wird seine St?rke w?hrend seiner gesamten Herrschaft infrage gestellt... viele weitere werden versuchen, ihn zu st¨¹rzen. Die einzige Antwort auf eine Thronherausforderung ist der Tod, so ist es nun einmal. "Es war das erste Mal seit dem Tod meines Vaters, dass ich wusste, was es bedeutet, Angst zu haben... zu verlieren bedeutete den Tod, zu gewinnen w¨¹rde Xenons Tod bedeuten... meinen eigenen Bruder zu t?ten, als ob einmal nicht genug w?re," murmelte K?nig Jian, seine Augenbrauen zuckten leicht, das einzige Zeichen daf¨¹r, dass diese Worte aus einem vernarbten Herzen kamen. "Was auch immer das Ergebnis des Kampfes gewesen w?re, ich h?tte mir nie verziehen, dass ich Xenon nicht vor ihr besch¨¹tzt habe," murmelte K?nig Jian. "Ich h?tte sie t?ten sollen, als ich die Chance dazu hatte, selbst wenn das bedeutet h?tte, dass Xenon mich ein Lebenng gehasst h?tte," sagte K?nig Jian voller Bedauern. "In der H?hepunkt unseres Kampfes wurde mir r, dass es nur ein Ergebnis geben konnte. Ich konnte mich nicht dazu durchringen, Xenon zu verletzen, ich wurde brutal verletzt... Ich akzeptierte, dass dieser Tag mein Ende sein w¨¹rde." "Dass Jian von der Goldenen Schuppe und die gesamte k?nigliche Garde von einer blo?en Hexe vernichtet w¨¹rden... wir, die unz?hlige Territorien erobert hatten und von allen gef¨¹rchtet wurden, das war eine gro?e Ironie.""Aber Mischa hat die St?rke der Verbindung, die uns Br¨¹der vereint, untersch?tzt... sie hat Xenons Loyalit?t untersch?tzt." "Sogar ich... selbst ich habe vergessen, dass Xenon durch die feurigen Tiefen der H?lle f¨¹r mich k?mpfen w¨¹rde. Dass mein Bruder mich niemals wirklich verraten w¨¹rde..." K?nig Jian hielt erneut inne, seine Augen schlossen sich. Neveah hatte nie verstanden, warum in der gesamten Drachenfestung nie ¨¹ber Mischa gesprochen wurde; keiner der Drachenlords erw?hnte ihren Namen, nicht einmal Menarx sprach von ihr. W?re es nicht f¨¹r Lord Skiren aus der Everburn-H?hle gewesen, h?tte Neveah nicht einmal gewusst, dass Mischa eine Hexe war und Xenons wahre Verb¨¹ndete. "Xenon... er w?hlte den Tod, statt mir wehzutun, er w?hlte den Tod. Xenon schlug mit seinen Fl¨¹geln im Flug... genau in dem Moment, als seine Krallen alles h?tten beenden k?nnen." "Vor meinen Augen brach er mitten in der Luft ab und st¨¹rzte in die Tiefe... ein Fall, den niemand ¨¹berlebt h?tte, und Mischa ritt an diesem Tag auf ihm..." K?nig Jian atmete zittrig aus. Neveahs Augen weiteten sich bei den Worten von K?nig Jian. "Er hat sie mit in den Abgrund gerissen...absichtlich." Neveah fl¨¹sterte. "Er wollte mit ihr sterben... die Frau, die er mehr als alles andere liebte. Er stellte mein Leben ¨¹ber ihres und auch ¨¹ber sein eigenes, eine Wendung, die Mischa nicht erahnen konnte." "Ich habe versucht, ihn zu retten... aber ich kam zu sp?t." "Der Absturz war... schrecklich. Mischa... es gab keine Chance, dass sie ¨¹berlebt h?tte, sie starb beim Aufprall." sagte K?nig Jian. Neveah zuckte sichtlich zusammen, nicht weil sie mit Mishas Schicksal Mitleid hatte... sondern weil sie wusste, was das f¨¹r Xenon bedeutete. "Xenon selbst war schwer verletzt, erg monatng im Koma, aber er hat ¨¹berlebt... nur dass Xenon danach nie mehr derselbe war." murmelte K?nig Jian. "Aber es war nicht seine Schuld... er tat nur, was er tun musste..." fl¨¹sterte Neveah und neigte den Kopf zur¨¹ck, um die Tr?nen zu verdr?ngen, die sich in ihren Augen gesammelt hatten. Erst jetzt verstand sie vollst?ndig, was Xenon durchgemacht hatte, warum Mischa ein Dorn in seinem Herzen blieb... ein ungel?ster Knoten. "So schrecklich Mischa auch war, sie war seine Verb¨¹ndete... seine Frau, und Xenon hatte ihr Leben selbst beendet, kein Grund... keine Rechtfertigung konnte seinen Schmerz lindern." "Die R¨¹ckst?nde ihres dunklen Zaubers blieben bei ihm, ohne Meisterin, angefacht durch seinen Schmerz und seine Trauer, wurden sie zur Dunkelheit in Xenons Verstand... der wilde Dunst." sagte K?nig Jian. "Sie hatten vor mir geschworen, dass ihre Liebe ewig sein w¨¹rde... die Freude in seinen Augen, als er sein Gel¨¹bde ablegte." "Als er ihr seine Welt versprach... h?tte er nie gedacht, dass es so enden w¨¹rde... dass er, indem er seine Pflicht erf¨¹llte, das Licht in der Festung wiederherstellte, seine eigene Welt jedoch in ewige Dunkelheit versank...", murmelte K?nig Jian wehm¨¹tig. Chapter 522: Eine dritte Option (Kap.523)

Chapter 522: Eine dritte Option (Kap.523)

F¨¹r einige Jahrzehnte war Xenon von der Dunkelheit verschlungen. Er konnte nicht mehr in menschliche Gestalt zur¨¹ckkehren, und es schien, als h?tte er diese F?higkeit verloren. "Die wilde Tollheit erreichte ihren H?hepunkt, und Xenon zerst?rte alles auf seinem Weg, ohne Freund von Feind zu unterscheiden... Es gng niemandem, ihn zu kontrollieren oder zu b?ndigen." K?nig Jian seufzte leise. "Wir konnten nur tun, was in unserer Macht stand, um den Schaden zu begrenzen... wir mussten sein Umfeld evakuieren und feuerbest?ndige Barrieren errichten." "Die gesamte Festung dr?ngte auf seine Hinrichtung und Xenon selbst w¨¹nschte sich den Tod... er versuchte mehrfach, sich das Leben zu nehmen. Doch ich bin ein egoistischer Mann und konnte ihn nicht gehenssen. Xenon von mir zu nehmen, w?re f¨¹r Mischa auch im Tod noch ein Triumph gewesen." "Das konnte ich nicht zssen. Ich w¨¹rde es nicht zssen, dass sie ihren Wunsch, unser Bruderschaft zu zerscgen, erf¨¹llte. Uns blieb keine andere Wahl, als in zu fesseln." "Erst dann gewann erngsam etwas Kontrolle zur¨¹ck, und es dauerte noch ein weiteres Jahrzehnt, bis Xenon seine ersten Worte sprach." erinnerte sich K?nig Jian schweren Herzens. "Es war einnger und m¨¹hsamer Weg, Xenon wieder zu einem Bewusstseinszustand zu verhelfen, in dem du ihn getroffen hast... ihn dazu zu bringen, das Leben wieder lebenswert zu empfinden. Die Festung dazu zu bringen, zu akzeptieren, dass wir ein Hinrichtungsbegehren niemals zustimmen w¨¹rden." "Und dann kamst du... und pl?tzlich ging es Xenon besser. Ich konnte beim besten Willen nicht sagen, ob das gut war... oder nur eine weitere verborgene Gefahr." gestand K?nig Jian. Neveah sa? schweigend da und dachte ¨¹ber das nach, was K?nig Jian ihr erz?hlt hatte. Sie hatte zwar immer von Mischa gewusst, aber die Umst?nde von damals hatte sie sich bis zu diesem Moment nicht vollst?ndig vergegenw?rtigt. "Es muss unertr?glich f¨¹r ihn gewesen sein." murmelte Neveah leise. Sie konnte sich den Schmerz nicht vorstellen, den Xenon durchlitten hatte, trauernd um eine Frau, die sein Leben zerst?rt, seine Br¨¹der bedroht und ihn zu ewiger Dunkelheit verurteilt hatte. Mischa hatte Unrecht getan, doch in Xenons Augen w¨¹rde er immer der Mann sein, dessen H?nde vom Blut seiner wahren Gef?hrtin befleckt waren. Denn egal, wer oder was Mischa war, Xenon hatte sie geliebt. Jemanden zu lieben, der einem nur Schmerzen bereitet, war ein noch h?rteres Schicksal als das, was Neveah erlitten hatte. Zwar hatte Neveah ihr Ende durch die H?nde ihres Gef?hrten Alessio gefunden, aber sie hatte immer gewusst, was f¨¹r ein Mensch Alessio war, Neveah hatte sich nie eingebildet, dass Alessio ein Mann war, der es wert war, geliebt zu werden, das war er nie gewesen. Sie hatte nie viel von ihm erwartet... sie hatte ihn nie geliebt und so hart ihr Schicksal auch war, es hatte sie nicht v?llig zerbrochen. "Das war es." stimmte K?nig Jian in einem d¨¹steren Ton zu. "Und es muss auch f¨¹r dich hart gewesen sein." sagte Neveah erneut. K?nig Jian warf Neveah einen Blick zu, und sie hielt seinem Blick stand. Sie sahen einander eine Weile an, bevor Neveah ihre Hand ausstreckte und sie auf K?nig Jians Hand legte. K?nig Jian drehte seine Hand um, ihre Finger verschr?nkten sich und sanft strich er mit seinem Daumen ¨¹ber Neveahs Handr¨¹cken."Du bist ein guter Mensch, Jian... und du h?ttest nichts besser machen k?nnen, denn du hast alles getan, was notwendig war." "Du hast Xenon so gut gesch¨¹tzt, wie es m?glich war, so wie er es zssen konnte, aber man kann einen Mann nicht vor seinem eigenen Herzen sch¨¹tzen... das war nicht deine Schuld, genauso wenig wie es Xenons Schuld war." Neveah best?tigte mit fester Stimme. "Und vielleicht habe ich dich irgendwann verabscheut, weil du mich f¨¹r Verbrechen gehasst hast, von denen ich nichts wusste, und du dir nie die M¨¹he gemacht hast, mich kennenzulernen oder zu verstehen... aber jetzt verstehe ich es..." murmelte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. "Ich verstehe, wie sehr es dich verletzt haben muss, dass Xenon anscheinend denselben Weg eingescgen hat wie zuvor, mit einer Frau, von der du nichts wusstest... Ich verstehe, wie du dich gef¨¹hlt haben musst, als du denselben Fehler ein zweites Mal beobachten musstest." "Ich verstehe, dass du verzweifelt versucht hast, diesmal die Dinge richtig zu machen, auch wenn es bedeutete, f?lschlicherweise zu t?ten... das w?re eine bessere Wahl gewesen, als eine Wiederholung der vergangenen Ereignisse zu riskieren." murmelte Neveah leise. "Veah... ich habe dir Unrecht getan. Es gibt keine Entschuldigung f¨¹r mein Verhalten und es tut mir leid... Das war immer so." sagte K?nig Jian aufrichtig. Neveah hatte nicht erwartet, dass K?nig Jian sich bei ihr entschuldigen w¨¹rde; er war der Drachenk?nig, er musste sich f¨¹r nichts entschuldigen. "Ich wei?." murmelte Neveah, ein kleines L?cheln spielte um ihre Lippen. Sie verharrten einen weiteren kurzen Moment in Stille, bevor Neveah erneut das Wort ergriff. "All das macht mich nur umso sicherer, ich werde niemals diejenige sein, die sich zwischen euch beide stellt... Ich w¨¹rde lieber sterben." sagte Neveah entschlossen. "Warum denkst du, dass du dich zwischen uns stellen w¨¹rdest?" fragte K?nig Jian Neveah mit hochgezogener Augenbraue. "Ich... Es gibt keinen Weg, den ich einscgen k?nnte, der nicht damit enden w¨¹rde, dass einer von euch... oder beide verletzt werden. Ich habe tausend Mal dar¨¹ber nachgedacht und ich sehe keinen Ausweg." murmelte Neveah, ihr Ton war schmerzvoll. K?nig Jian betrachtete Neveah einen Momentng schweigend. "Und was w?re, wenn ich dir sagen w¨¹rde, dass es eine dritte M?glichkeit gibt?" fragte K?nig Jian Neveah in einem tiefen, geheimnisvollen Ton. Neveah runzelte verwirrt die Stirn und sah K?nig Jian fragend an. "Was w?re, wenn ich dir sagen w¨¹rde, dass es nicht so oder so sein muss..." fragte K?nig Jian erneut. "Ich bin mir nicht sicher, ob ich verstehe, was du meinst." sagte Neveah unsicher. "Warum ubst du, dass du eine Entscheidung treffen musst, Neveah?" fragte K?nig Jian zum dritten Mal. "Warum denkst du, dass du dich entscheiden musst, mit wem von uns beiden du zusammen sein willst... kannst du nicht einfach... es seinssen? Mit uns beiden zusammen sein?" fragte K?nig Jian, diesmal war sein Ton besorgt. Chapter 523: Sag Ja (Kap.524)

Chapter 523: Sag Ja (Kap.524)

Neveah war sprachlos, sie war sich nicht sicher, ob sie K?nig Jian richtig verstanden hatte. Stumm starrte sie ihn an, wartete darauf, dass er noch etwas sagte ¨C irgendetwas, das best?tigen w¨¹rde, dass sie sich verh?rt hatte und dass das, was sie verstand, nicht das war, was K?nig Jian gemeint hatte. Aber sein Blick verriet ihr, dass sie sich nicht verh?rt hatte. Ihre Ohren hatten sie nicht get?uscht, und aus seinem Blick wusste Neveah, dass K?nig Jian es ernst meinte mit jedem Wort. Neveah wendete ihren Blick von K?nig Jian ab. Es fiel schwer, r zu denken, wenn man in seinem intensiven Blick gefangen war, und dies war ein Moment, in dem sie rheit brauchte - vielleicht mehr als jemals zuvor in ihrem Leben. Sie richtete ihren Blick nach vorn und dachte ¨¹ber die Worte von K?nig Jian nach. Verwirrung und Unuben w¨¹hlten in ihr. Mit ihnen beiden zusammen sein? Mit Xenon und K?nig Jian? ¡¯Durfte sie wirklich so eine Wahl treffen? W?re das nicht zu egoistisch?¡¯ fragte sich Neveah. ¡¯W?ren beide M?nner wirklich bereit, so eine Wahl zu akzeptieren? Oder dachte K?nig Jian nur an meine Bed¨¹rfnisse?¡¯ In Neveahs Kopf wimmelte es von Fragen. Wenn K?nig Jian sich selbst verletzte, damit sie sich besser f¨¹hlte, konnte Neveah sich das niemals verzeihen... Sie ubte nicht, dass sie jemals wirklich gl¨¹cklich sein k?nnte, wenn sie wusste, was sie getan hatte. "Sprich nicht so mit mir, Jian. Ich verstehe, dass du es mir leichter machen willst, aber das sollte nicht auf Kosten von dir und Xenon gehen", tadelte Neveah leise. "Ich mache keine Scherze oder sage Dinge, von denen ich ube, dass du sie h?ren m?chtest, Veah. Xenon tr?gt dein Zeichen, die Entscheidung fiel schon damals." "ubst du, du k?nntest es ertragen, das r¨¹ckg?ngig zu machen? Und ubst du, ich w¨¹rde es zssen, dass du ihn so verletzt?" fragte K?nig Jian. Unsicher, welche Antwort sie geben k?nnte, blinzelte Neveah erstaunt. "Das ist eine Entscheidung, die nicht nur du allein treffen kannst, Neveah. Xenon ist mein Bruder, und ich bin es f¨¹r ihn. Du realisierst nicht, dass beide Bindungen bereits verflochten sind." "Genau wie du eine Bindung zu Xenon hast, habe ich auch eine. Man kann eine Bindung nicht von der anderen trennen, ohne dem anderen tiefen Schaden zuzuf¨¹gen", sagte K?nig Jian. "Songe du mit mir verbunden bist, wird meine Verbindung zu Xenon euch beide zusammenhalten... das ist die Natur unserer Bindung, es ist dasselbe, wenn du dich entscheidest, dich mit Xenon zu verbinden." "Der einzige Weg, wirklich frei zu sein, ist es, beide Bindungen zu l?sen..." sagte K?nig Jian. Neveahs Herz sank tief in den Magen. Der Gedanke, eine Bindung zu trennen, war schon grausam genug, wie sollte sie da beide trennen? "Das bedeutet, du hast eine Wahl zu treffen, Veah: Beide Bindungen trennen... oder es akzeptieren", offenbarte K?nig Jian, und sein Blick verriet, dass jedes seiner Worte wahr war. Er sprach nicht dr?ngend, sondern geduldig, er wollte Neveah die Tragweite ihrer Entscheidung r machen. "Hei?t das, die Verbindung, die du und Xenon teilt, w¨¹rde leiden, wenn ich die Bindung mit einem von euch l?sen w¨¹rde?" fragte Neveahngsam. K?nig Jian nickte, um Neveahs Frage zu best?tigen."Jian... ist Xenon sich dessen bewusst?" fragte Neveah K?nig Jian ungl?ubig. "Er sp¨¹rt, was ich sp¨¹re; er kennt den Zustand unserer beider Bande ebenso gut wie ich... ich ube, wir sind uns einig." antwortete K?nig Jian Neveah mit Gewissheit. Der entschlossene Ton in K?nig Jians Stimme lie? Neveah erkennen, dass beide Br¨¹der schonnge zu diesem Schluss gekommen waren, nie hatten sie auch nur einen Zweifel an dem Weg, den sie einscgen sollten. Die ganze Zeit ¨¹ber war Neveah die Einzige, die von der Wirklichkeit gequ?lt wurde, sich zwischen ihrer wahren Verbindung und dem Mann, den sie liebte, entscheiden zu m¨¹ssen. "Aber... W?re es wirklich in Ordnung? Der Ritterrat, der..." Neveah wollte gerade beginnen, doch K?nig Jian unterbrach sie. "Du darfst nicht an andere oder etwas anderes denken, Neveah. Denk nur an dich... an Xenon und an mich." behauptete K?nig Jian. Neveah biss sich auf die Lippe, ihr Geist war ¨¹berw?ltigt von Gedanken. Sie wusste, alles, was sie nun sagte, war unwiderruflich. "Wir werden kein Nein als Antwort akzeptieren, Veah." Eine Stimme, die Neveah nicht erwartet hatte, machte es deutlich. ¨¹berrascht blickte Neveah auf und sah Xenon, der ein St¨¹ck entfernt von ihnen stand, die Arme vor der Brust verschr?nkt. Neveah starrte ihn nur still an, unf?hig, Worte zu finden. Sie wusste, dass Xenon das Bewusstsein wiederengt hatte, aber sie war noch nicht bereit gewesen, ihm zu begegnen. Jetzt konnte sie ihn nur in sprachloser Verwunderung anstarren; der leise Hauch ihres Duftes, der von ihm ausging, lie? sie noch ehrf¨¹rchtiger werden. "Du musst die Verantwortung daf¨¹r ¨¹bernehmen..." sagte Xenon und deutete mit einem bestimmenden Blick auf seinen Hals. "Siehst du das nicht auch so?" fragte Xenon Neveah. Endlich l?ste Neveah sich aus ihrem D?mmerzustand und sah zu K?nig Jian hin¨¹ber, der stumm zuschaute. Neveah suchte seinen Blick, sie fand keine Ange oder Urteil, sondern nur W?rme und Bewunderung. "Bist du dir sicher? Jian... Wenn das dich irgendwie verletzen w¨¹rde..." Neveahs Stimme verng, als K?nig Jian eine Hand ausstreckte, um ihre Wange zu liebkosen. "Habe ich vergessen zu erw?hnen, dass ich Xenon am Tag seines Erwachens aus dem Koma ein Gel¨¹bde abgelegt habe... dass, falls der Sch?pfer mich mit einer wahren Bindung segnen w¨¹rde, diese Bindung auch die seine w?re." gab K?nig Jian leise zu. "Das war... vor Jahrzehnten..." murmelte Neveah leise. "Verzeih mir, Veah, das Gel¨¹bde eines K?nigs wird vom Himmel besiegelt... Xenon sollte immer ein Teil von uns sein. Ihn zu lieben... war kein Fehler." gestand K?nig Jian. Neveah sah abwechselnd zu beiden M?nnern, ihr Geist wirbelte bei all dem, was ihr offenbart wurde. "Sag uns Ja, Veah..." fl¨¹sterte K?nig Jian, sein Blick durchsuchte Neveahs Augen. Chapter 524: Tot für sie (Kap.525)

Chapter 524: Tot f¨¹r sie (Kap.525)

~Der Pst der Finsternis, Herz der Finsternisdom?ne Alessios Augen ?fen sich tternd, geweckt von den ersten Sonnenstrahlen, die durch die Vorh?nge drangen. Das einzige Zeichen daf¨¹r, dass Alessio wach war, waren seine nun ge?fen Augen. Ansonsten bewegte er sich nicht und versuchte auch nicht aufzustehen. Erg einfach nur regungslos auf dem Bett. Alessios Blick war starr an die Decke gerichtet, in seinen Augen spiegelte sich kaum Emotion, nur ein benommener Ausdruck. Selbst seine waldgr¨¹nen Iris waren matt und tr¨¹b. Esg ein siger Schimmer in seinen Augen, ein Zeichen der unvergossenen Tr?nen... Tr?nen, deren Vergie?en Alessio vergessen hatte. Es war wieder ein Morgen, an dem er sich f¨¹hlte wie in der Nacht zuvor... derselbe eisige Schmerz, der seit einem Jahr jede Nacht unweigerlich sein Herz heimsuchte. Es wurde zunehmend schwieriger, Scf zu finden und das Erwachen in die Realit?t war jedes Mal furchtbar. Wienge war es nun her, dass Neveah von der Finsternisdom?ne weggebracht wurde? Zwei Jahre? Songe war es etwa, vielleicht l?nger... Alessio hatte aufgeh?rt zu z?hlen. Die Tage zu z?hlen wurde immer qu?lender, die Tage seit er die zweite H?lfte seiner Seele verloren hatte. Anfangs hatte sich Alessio auf die N?chte gefreut, in denen sie seine Tr?ume heimsuchte, so hasserf¨¹llt ihr Blick auch war, wenigstens kam sie zu ihm... wenigstens besuchte sie noch seine Tr?ume. Eine Einbildung, eine Darstellung seiner Sehns¨¹chte, was es auch war, Alessio hatte sich darauf gefreut und darin Trost gefunden. Bei diesen Besuchen geh?rte sie ihm, und Alessio konnte sich einbilden, dass sie in seinen Tr?umen wandelte, denn obwohl sie weit voneinander entfernt waren, war er immer noch ein st?ndiger Gedanke in ihrem Kopf. Snge sie ihn in ihrem Herzen trug, w¨¹rde sie seine Tr?ume zieren, und nur dann konnte Alessio die kommenden Tage ertragen. Doch mit der Zeit wurden ihre Besuche seltener, sp?rlicher... und nun war es schon einige Monate her, dass sie zuletzt seine Tr?ume beehrte. Alessio hatte immer wieder versucht, sie ¨¹ber ihre Verbindung zu erreichen, und so sehr er wusste, dass seine Versuche ihr Schmerz bereiten w¨¹rden, es w¨¹rde sie immer an ihn erinnern. Aber im letzten Jahr war es Alessio nicht gelungen, Neveah ¨¹ber ihr Band zu erreichen, so sehr er es auch versuchte. Karan hatte jeden Zauber probiert, bis er von Alessio m¨¹de wurde und sich strikt weigerte, weiterhin mitzuwirken. Alessio hatte nach anderen Mitteln gesucht, wie viele Hexen und Hexenmeister hatte Alessio im letzten Jahr konsultiert? Doch es war umsonst. Es war, als w?re ihr Band vollst?ndig durchtrennt worden. Er konnte Neveah nicht erreichen, ihre Pr?senz am anderen Ende ihrer Seelenverbindung war v?llig verschwunden.An einem Punkt fragte sich Alessio, ob Neveah noch lebte. Doch tief im Innern wusste Alessio, dass sie lebte... sie lebte, nur f¨¹r ihn war sie nicht mehr da. Alessio neigte den Kopf zur Seite und lie? seinen Blick durch die beklemmend kleinen R?umlichkeiten schweifen, die einst Neveah geh?rt hatten. Seit einem Jahr kam Alessio jede Nacht hierher, um Trost zu suchen ¨C in den Spuren ihres Duftes, der noch an den Gegenst?nden haftete, die sie ber¨¹hrt hatte, in ihrer Kleidung... in allem, was das Leere in seinem Herzen zu f¨¹llen vermochte. Anfangs hatte ihm das Hiersein geholfen. Den Trost und die seelische Ruhe, die ihm die Gem?cher des Alpha-K?nigs nicht bieten konnten, fand er hier, und deshalb kam er immer wieder. Alessio konnte sich nicht erinnern, wann er zuletzt in seinen eigenen Gem?chern ¨¹bernachtet hatte. Mittlerweile lebte er praktisch hier... umgeben von den letzten Spuren seiner Geliebten. Alessio hatte alles darangesetzt, ihre Erinnerung lebendig zu halten, und angeor, dass niemand diese Gem?cher betreten d¨¹rfe. Nichts, was Neveah geh?rte, sollte ber¨¹hrt werden, selbst den Reinigungskr?ften war der Zutritt verwehrt. Je mehr Menschen hereinkamen, desto mehr verlor sich Neveahs Duft unter ihnen. Deshalb untersagte Alessio s?mtliche Besuche im gesamten Seitenpst, in dem sich Neveahs Gem?cher befanden. Aber so sicher wie die Tage vergingen, versste Neveahs Geruch... jeden Tag ein wenig mehr, bis nichts mehr ¨¹brig war, und alles, was dieser Raum noch war, war ein alter, verstaubter Raum. Alessio hielt trotz allem an seiner Hoffnung fest. Er hatte nicht aufgeh?rt, hierher zu kommen, in der Hoffnung, Neveah in seinen Tr?umen zu erblicken, doch es war fast ein Jahr her, und Neveah hatte seine Tr?ume kein einziges Mal beehrt. Sie hatte ihn v?llig und absolut vergessen, und bei diesem Gedanken zerbrach Alessios Herz ebenso sicher, wie es seine Adern mit lodernder Wut f¨¹llte. Alessio w¨¹rde jedem, der daran Anteil hatte, Neveah von ihm zu nehmen, niemals verzeihen... seinem Vater, seiner Mutter, der Drachenart... niemand w¨¹rde seinem Zorn entkommen. Dieses brennende Vengen nach Rache war alles, wof¨¹r Alessio jetzt noch lebte. Es war der Grund, warum er abends zu Bett ging und jeden Morgen aufstand, der Grund f¨¹r jeden schmerzvollen Atemzug, den er tat. "Mein K?nig! Neuigkeiten von der Front, unsere Truppen haben das s¨¹dliche Gebiet bgert, das Lothaire Raul Zuflucht gew?hrt", erreichte Lados Stimme Alessio ¨¹ber die Rudelverbindung. "Und Lothaire?" dachte Alessio zur¨¹ck, als er sich erhob. "Er wird k?mpfen, aber diesmal hat er keine Fluchtm?glichkeit mehr. Er ist ohne Optionen und kein anderes Rudel w¨¹rde es wagen, ihm zu helfen. Ich ube, er wird keine andere Wahl haben, als sich zu ergeben", berichtete Lado ¨¹berzeugt. "Ich habe ein ganzes Jahr darauf gewartet... beende es und bringe ihn zu mir", befahl Alessio. Alessio beendete die Verbindung und ging zu Neveahs Schreibtisch... an den Ort, von dem Alessio wusste, dass sie immer dort sa? und sich in den wenigen ihr verbleibenden Momenten mit Geschichten aus fernen Landen besch?ftigte. Alessio strich mit einer Hand ¨¹ber den Schreibtisch. "Ich habe ein sehr kostbares Geschenk f¨¹r dich, meine Geliebte, und bereite noch ein weiteres vor... Ich habe so viel getan, du w¨¹rdest mich doch nicht abweisen, oder?" murmelte Alessio und schloss die Augen. Chapter 525: Neue Lektion (Kap.526)

Chapter 525: Neue Lektion (Kap.526)

¡¯Alessio beobachtete nachdenklich, wie Karan die bewusstlose Eira untersuchte, wie er es schon seit einem Jahr t?glich tat. Karan lie? sich Zeit, murmelte leise Zauberspr¨¹che, w?hrend er die mittlerweile routinem??ige Untersuchung durchf¨¹hrte. Eine Untersuchung, die Alessio nie die Antworten lieferte, nach denen er suchte, doch Alessio gab nicht auf. Tot oder lebendig, Eira war ein unvergleichbarer Schatz f¨¹r Alessio, aber lebendig... lebendig w¨¹rde sie so viel mehr bedeuten, nicht f¨¹r Alessio selbst, sondern f¨¹r Neveah, f¨¹r die dieses Geschenk bestimmt war. "Wie steht es um sie? Wie geht es ihr?" fragte Alessio, als Karan endlich stehen blieb und seine Bewegungen einstellte. "?hnlich wie gestern ... Jeden Tag zeigt sie eine stabile, wenn auch fast unmerkliche Verbesserung. Aber das ist nicht ausreichend, um sicherzustellen, dass das Aufheben des Zaubers gefahrlos ist." sagte Karan und sch¨¹ttelte den Kopf. "Wie ich dir bereits gesagt habe, gibt es nur einen Weg, ihr Bewusstsein so weit wiederherzustellen, dass sie ¨¹berhaupt eine ¨¹berlebenschance hat. Ohne die beiden von mir ben?tigten Faktoren sind mir die H?nde gebunden." erinnerte Karan Alessio. "Ich werde sie dir beschaffen... meine Truppen werden meinen Vater bald festnehmen, und du wirst einen deiner W¨¹nsche erf¨¹llen k?nnen." versicherte Alessio Karan. "Du sprichst nur von einem... Wie steht es mit dem anderen? Die Frau, die deine Gef?hrtin ist?" fragte Karan und warf Alessio einen pr¨¹fenden Blick zu. "Das wird sich als etwas schwieriger erweisen... Ich brauche einen Anreiz, einen ¨¹berzeugenden Anreiz, der sie dazu bringt, mich nicht abzuweisen." murmelte Alessio, die Stirn in Falten gelegt. "Was auch immer du vorhast, handle schnell. Es wird eine Zeit kommen, in der die Rettung dieser Frau nicht mehr m?glich sein wird." warnte Karan. "Ich werde meinen Teil tun, Karan. Und was ist mit deinem, hast du eine Methode gefunden, den Zauber aufzuheben?" fragte Alessio Karan. "Ja, aber es gibt noch einige Details, die ich kl?ren muss. Daf¨¹r muss ich f¨¹r einige Zeit nach Hause zur¨¹ckkehren." informierte Karan Alessio. "In das Gebiet der Hexen? Du wurdest verbannt, Karan. Wie gedenkst du, dein Leben zu bewahren?" fragte Alessio mit hochgezogener Augenbraue. "Bist du um mein Leben besorgt? Oder darum, dass mein Tod bedeuten w¨¹rde, dass ich nicht in der Lage w?re, deine Trumpfkarte zum Leben zu erwecken?" fragte Karan ausdruckslos. Alessio antwortete nicht, sein Blick verd¨¹sterte sich. "Ich bin von diesem Zauber fasziniert, Alessio. Mach dir keine Sorgen, ich gehe nicht gegen dich vor... und da ich dir nur helfe, um meine eigene Neugier zu stillen, habe ich sicherlich meine Wege, unentdeckt zu reisen." sagte Karan abweisend. "Wienge wirst du weg sein?" fragte Alessio Karan. "Ein paar Monate. In dieser Zeit musst du sicherstellen, dass beide meiner Forderungen bei meiner R¨¹ckkehr erf¨¹llt sind. Es ist bereits ein Jahr vergangen und ich bin nicht der geduldigste Mensch." Karan stellte seine Position r. "Gut. Tu, was du tun musst, aber denke daran, wenn du nicht zur¨¹ckkehrst und deinen Teil der Abmachung erf¨¹llst... werde ich dich finden und daf¨¹r bezahlenssen." schwor Alessio mit t?dlichem Tonfall.Karan spottete h?rbar, sagte aber nichts, sondern entfernte sich von Alessios Anwesenheit. Alessio starrte Eirange Zeit schweigend an, und nicht zum ersten Mal bewunderte er die unheimliche ?hnlichkeit zwischen Mutter und Tochter, aber auch die offensichtlichen Unterschiede zwischen ihnen. "Du bist alles, was ich jetzt habe... Ich f¨¹rchte, ich werde in Karans Abwesenheit vorsichtiger sein m¨¹ssen. Ich wei?, dass du dich w?hrend deinesngen Aufenthalts an diesen... Ort gew?hnt haben musst, aber ich habe etwas Besseres vorbereitet..." murmelte Alessio in leisem Ton. ______________ Alessio schritt durch die G?nge des Eclipse-Pstes in Richtung Audienzsaal, und er war noch nicht weit gekommen, als der Boden unter seinen F¨¹?en heftig zu zittern begann. Alessio wurde von den F¨¹?en geschleudert, bevor er Halt finden konnte, und er st¨¹rzte zu Boden, nur dass er nicht wirklich auf dem Boden aufschlug. Stattdessen wurde Alessio durch ihn hindurchgesaugt und in schneller Folge hinausgeschleudert. Alessio prallte gegen einen Baum, bevor er mit einem leisen Schmerzensst?hnen und einem t?dlichen Blick zu Boden st¨¹rzte. Alessio hobngsam den Blick und war nicht ¨¹berrascht, in drei bekannte Gesichter zu blicken. "Rabenw?chter..." zischte Alessio, der mit den hexenbl¨¹tigen Kopfgeldj?gern seines Vaters sehr vertraut war. "Prinz Alessio." Einer der Rabenw?chter in einem schwarzen Mantel gr¨¹?te und neigte den Kopf zu einer kleinen Verbeugung des Respekts. Alessio spottete leise ¨¹ber die sp?ttische Respektsbekundung und stand auf. Er hatte sich schon gewundert, warum sein Vater die Rabengarde noch nicht eingesetzt hatte, aber jetzt erkannte Alessio, dass Lothaire nur gewartet hatte, bis er keine anderen M?glichkeiten mehr hatte... gewartet, bis Alessio ubte, dass der Sieg in seinen H?ndeng. "Ich bin jetzt Alphak?nig, erspart mir die erzwungenen H?flichkeiten... was will mein Vater?" fragte Alessio mit einer hochgezogenen Braue, seine Augen verengten sich und gl¨¹hten leicht, die Pr?senz seines Wolfes an der Oberfl?che. "Alessio Terran Lothaire, Euer Vater hat mehrfach versucht, sich mit Euch zu einigen, aber Ihr habt Euch als ziemlich... schwer zu ¨¹berzeugen erwiesen." Der Rabenw?chter fuhr in einem f?rmlichen Ton fort. "Mein Vater hat daf¨¹r gesorgt, dass ich in keiner Hinsicht ein einfacher Mann bin. Was soll ich sagen? Die Lektionen, die ich gelernt habe,ssen sich nur schwer absch¨¹tteln." Alessio antwortete mit einem l?ssigen Achselzucken. "Dann wirst du feststellen, dass dein Vater immer eine neue Lektion zu erteilen hat, junger Mann." Der Rabenw?chter antwortete mit einem sp?ttischen L?cheln. Alessio wusste, was kommen w¨¹rde, und so st¨¹rzte er sich als Erster auf den Rabenw?chter, der ihm am n?chsten stand, und griff mit seinem kr?ftigen Kiefer direkt nach dessen Kehle. Mit einem kr?ftigen Biss beendete Alessio sein Leben, bevor ihn ein benommenes Gef¨¹hl ¨¹berkam und schwarze Flecken in seinem Blickfeld tanzten. "Verdammte Hexen." dachte Alessio, und im n?chsten Moment wurde er ohnm?chtig. Chapter 526: Die Frau an seiner Seite (Kap.527)

Chapter 526: Die Frau an seiner Seite (Kap.527)

Ich stimme von ganzem Herzen zu. Neveahs W?lfin stimmte fast sofort zu, ohne auch nur einen Moment dar¨¹ber nachzudenken. Und ihre Worte waren so eindringlich und absolut, dass ihre Stimme durch Neveahs ohnehin schon von den Nachwirkungen von Demevirlds Macht schmerzenden Sch?del hallte, Sie verst?rkte den stechenden Schmerz, der sich in Neveahs Kopf ausbreitete, und machte Neveah noch unruhiger und ¨¹berw?ltigter. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um den Einfluss der W?lfin auf ihren Geist abzusch¨¹tteln. Veah, warum genau z?gerst du? Wage es nicht, mich auszuschlie?en!¡¯ zischte Neveahs Wolf, der Neveahs Absichten durchschaute, noch bevor Neveah sie selbst erkannt hatte. Genau in diesem Moment hob Neveah ihre Gedankenblockade auf, schaltete ihre W?lfin aus, damit sie nichts mehr sagte, und ein gewisses Ma? an Stille wurde in Neveahs Geist wiederhergestellt. Nur ein gewisses Ma?, denn Neveahs Gedanken waren auch ohne den Einfluss ihrer W?lfin noch immer ein ziemliches Durcheinander. Der Vorscg von K?nig Jian, den er als dritte Option bezeice, ng f¨¹r Neveah wie ein sehr erschreckendes Experiment. Nat¨¹rlich gab es einen Teil von Neveah, der nicht ¨¹ber die Tatsache hinaus denken wollte, dass die beiden M?nner, die ihr die Welt bedeuteten, bereit waren, an ihrer Seite zu sein. Aber Neveah war nie jemand, der sich kopf¨¹ber in etwas st¨¹rzte, sie hatte auf die harte Tour gelernt, immer die m?glichen Auswirkungen ihrer Handlungen und Entscheidungen zu bedenken. F¨¹r K?nig Jian war es ein Leichtes, alle anderen ¨¹berlegungen au?er Acht zussen, er war K?nig, er konnte immer tun, was er wollte, und niemand wagte es, ihn in Frage zu stellen. F¨¹r Xenon war es leicht, keine Bedenken zu haben, Xenon war jemand, der immer nur tat, was ihm gefiel, wann hatte er sich schon einmal um eine Gegenreaktion gek¨¹mmert? Wenn niemand sonst dar¨¹ber nachdachte, dass diese beiden M?nner keine gew?hnlichen M?nner waren, sondern die beiden gr??ten S?ulen der Festung Asvarian, wie konnte Neveah es dann nicht? Mein Herz f¨¹r einen zu riskieren, ist schon entmutigend genug, aber f¨¹r zwei? Und was w¨¹rde das f¨¹r die Festung bedeuten? War das eine L?sung oder ein Zeichen f¨¹r mehr ?rger?¡¯ dachte Neveah best¨¹rzt. "Veah...", begann Xenon, doch Neveah unterbrach ihn, bevor er zu Ende sprechen konnte. Diese beiden M?nner waren so ¨¹berzeugend, dass Neveah nicht einmal mehr r denken konnte, denn ihre Gedanken und Emotionen bewegten sich schneller, als sie f?hig war, sie zu begreifen. "Ich ... das ist ... einfach zu viel f¨¹r mich im Moment, tut mir leid." stotterte Neveah heraus, Im n?chsten Moment war Neveah auf den Beinen und eilte davon, ohne darauf zu warten, was sie noch zu sagen hatten. Ihr Herz schlug sehr schnell und Neveah brauchte einen Moment, um zu Atem zu kommen, bevor sie ohnm?chtig wurde. Neveah wagte es nicht, Xenons Blick zu begegnen, als sie an ihm vorbei und zur¨¹ck durch den Wald eilte, um ihr Pferd zu holen. Neveah konnte die Anwesenheit ihres Wolfes in ihrem Hinterkopf sp¨¹ren, der gegen ihre Gedankenblockade ank?mpfte und nach Befreiung vengte. Neveah wusste es besser, wenn sie ihren Wolf jetzt freilie?, w¨¹rde er sie zwingen, ihre Schritte zur¨¹ckzuverfolgen, selbst wenn das bedeutete, Neveah die Kontrolle zu entrei?en. Es dauerte nichtnge, bis Neveah dort ankam, wo sie ihr Pferd zur¨¹ckgssen hatte. Erleichtert stellte sie fest, dass weder Xenon noch K?nig Jian ihr gefolgt waren. Als Neveah tief Luft holte, schw?chte sich ihr Widerstand ab und ihr Wolf brach durch die Barriere in ihrem Gedanken, was einen stechenden Schmerz in ihrem Sch?del ausl?ste. Neveah hob eine Hand, um ihren Kopf zu st¨¹tzen, w?hrend ein leises St?hnen des Schmerzes entwich. ?Was ubst du eigentlich, was du da tust? War da nicht mal die Rede davon, dass Weufen nicht deine St?rke ist?", konfrontierte Neveahs Wolf sie, als sie sich ihm schlie?lich ganz hingab. "Bekomme ich denn keinen Moment, um alleine nachzudenken? Ich kann nicht einmal sicher sein, ob meine Gedanken meine eigenen sind oder ob sie zu tief in meinem Kopf stecken...", murmelte Neveah mit einem weiteren leisen St?hnen. "Du wei?t genau wie ich, Neveah, dass du vollkommen in ihrem Netz gefangen bist... mach dir nichts vor", erwiderte ihr Wolf. Neveah biss sich auf die Lippe; sie konnte nicht leugnen, dass jede Faser ihres Wesens sie zur¨¹ck zu ihnen dr?ngte, um ihnen zu sagen, dass sie es nicht anders haben wollte. Dass sie ihre Herzen ihr Lebenng ehren und ihre Liebe nicht entt?uschen w¨¹rde, genau deshalb tat sie das genaue Gegenteil. ?Immer wenn es uns gut geht, passiert kurz darauf etwas, das uns daran erinnert, dass der Sch?pfer uns keine Gnade zeigt. Denk an das, was mit Menarx passierte, wie sehr haben wir uns engagiert? Was kam dabei heraus?", erinnerte Neveah ihren Wolf mit emotionsloser Stimme. "In dem Moment, als wir Xenon gezeic haben, haben wir uns daf¨¹r entschieden, die Dunkelheit unserer Vergangenheit hinter uns zussen und dem Gl¨¹ck eine neue Chance zu geben", hielt Neveahs Wolf dagegen. "Wir?!", zischte Neveah. Sie konnte nicht uben, dass ihr Wolf sie in eine Entscheidung einband, die sie ganz allein getroffen hatte, unabh?ngig von Neveahs Meinung oder Gedanken dar¨¹ber. "Wir?! Hast du mich gefragt, bevor du das getan hast? Du meinst, du hast Xenon ohne meine Zustimmung gezeic", erinnerte Neveah ihren Wolf. "Und was?! Ich habe nur getan, was du tun wolltest, aber zu feige warst. Dabei habe ich ihn gerettet... f¨¹r immer!", verteidigte ihr Wolf seine Tat. Neveah atmete tief ein und hob eine Hand, um ihre Schl?fen zu reiben. "Verzeih mir, ich habe mich un¨¹berlegt ausgedr¨¹ckt... so radikal du auch sein magst, wir sind uns einig", entschuldigte sich Neveah leise. "Ich meine nur... wir sind hier gl¨¹cklich, nicht wahr? K?nig Jians Ort... Xenons Ort, das ist der Drachenhort. Was wird aus dem Leben, das wir hier aufgebaut haben? Kehren wir wirklich wieder zu einem Drachenhort zur¨¹ck?", fragte Neveah, denn diese Fragestete schwer auf ihrem Herzen. Diesmal war Neveahs Wolf still; sie hatte keine Worte, um Neveahs Aussage zu entkr?ften. Der Drachenhort war der Ort des Drachenk?nigs... Was konnte mehr ¨¹ber die Frau an der Seite des Drachenk?nigs gesagt werden? Chapter 527: Die Frau an seiner Seite (Kap.528)

Chapter 527: Die Frau an seiner Seite (Kap.528)

"Leutnant Vaireac," gr¨¹?ten die Stadtwachen, als Neveah an den Toren ihrer Basis vorbeiritt. Einer der Wachen griff gleich nach den Z¨¹geln von Neveahs Pferd, und Neveah nickte anerkennend, w?hrend sie absa?. "Ist es schon so sp?t, soll ich Ihr Pferd bereithalten?" fragte die Wache, sich erkundigend, ob Neveah bald wieder aufbrechen w¨¹rde. Neveah ¨¹berlegte kurz und blickte gen Himmel. Mehrere Stunden waren verstrichen, und es war nun sp?t am Abend. Um diese Zeit w¨¹rde sie normalerweise ihre Aufgaben f¨¹r den Tag beenden und zum Schloss zur¨¹ckkehren, um den Bedenken ihres Vaters bez¨¹glich ihrer seltenen Anwesenheit zuvorzukommen. Doch dieses Mal war Neveah extra zu dieser sp?ten Stunde zur Stadtwache gegangen, da die Stra?en wegen der noch andauernden Sperrung bereits menschenleer sein w¨¹rden. Neveah hatte immer noch keine Lust, auf die fragenden Blicke und das getuschelte Geraune der B¨¹rger von D¨¹nenstadt zu treffen. Genug Zeit war verstrichen und sicherlich wusste bereits jeder, was am Schutzwall geschehen war. Unweigerlich w¨¹rde Neveah das Gespr?chsthema sein und das sicherlich auch noch f¨¹r geraume Zeit. Es gab jedoch Pflichten, die ihre Aufmerksamkeit forderten, und diese Zeit des Tages hielt sie f¨¹r passend, um ihnen nachzugehen ¨C zumindest bis sich die Situation in der Stadt vollkommen beruhigt hatte. Au?erdem f¨¹hlte sich Neveah noch nicht bereit, irgendjemandem in der Festung D¨¹ne gegen¨¹berzutreten, besonders zwei Personen nicht, von denen sie wusste, dass sie auf ihre Entscheidung warteten. Neveah hoffte, bis zum Morgen eine L?sung f¨¹r ihre Zweifel zu finden. "Bringt sie in den Stall, ich werde noch eine Weile hier bleiben", wies Neveah an. Sie rieb sich sanft die Schl?fen, der hartn?ckige Schmerz in ihrem Kopf lie? sich nur schwer ignorieren, hatte aber schon sp¨¹rbar nachgssen. "Informiert den Kommandanten, ich m?chte ihn sprechen", ¨¹berbrachte Neveah ihre Nachricht an die Wache. Sie schritt durch die Tore, ¨¹berquerte den Hof und steuerte auf ihr B¨¹ro zu, das sich hinter dem ¨¹bungsgel?nde befand. Als sie in ihrem B¨¹ro ankam, war Neveah kaum ¨¹berrascht, einen betr?chtlichen Stapel Akten vorzufinden, die auf sie warteten. Die pl?tzliche Abriegelung hatte sicherlich viele Gesch?fte beeintr?chtigt, undut Protokoll musste die Stadtwache alle Probleme und Unstimmigkeiten kl?ren, die durch eine Noge entstanden waren. Neveah seufzte leise, band ihre Haare hoch, damit sie ihr nicht im Weg waren, zog ihren Mantel aus und warf ihn ¨¹ber den Stuhl, bevor sie sich setzte. Sie griff nach der ersten Akte, schlug sie auf unds den Berichtngsam durch, notierte dann ihre Befehle auf einem kleineren tt Pergament, welches sie an die Akte heftete. Neveah arbeitete Akte f¨¹r Akte ab, w?hrend die Zeit unbemerkt verstrich. Einige Zeit sp?ter klopfte es an der T¨¹r, und ohne hinzusehen, wusste Neveah, dass es der Kommandant war."Leutnant, Sie haben mich rufenssen?" fragte der Kommandant der Stadtwache, als er das B¨¹ro betrat. Neveah nickte, legte ihren Stift zur Seite und signalisierte dem Kommandanten, sich ihr gegen¨¹ber hinzusetzen. "Wir haben den Auftrag erhalten, den Handel mit Adamant-Erz zu unterbinden... trotz unserer R¨¹ckschl?ge m¨¹ssen wir unserer Pflicht nachkommen.", begann Neveah und bezog sich auf den Verlust des H?ndlers, der ihre einzige Informationsquelle gewesen war. "Ich ube nicht an den perfekten n, alles hinterl?sst seine Spuren. Wenn der H?ndler wirklich hierhergekommen ist, um mit Adamant zu handeln, muss es einen K?ufer geben...", sagte Neveah. "Sicherlich ist Adamant nichts, was jeder einfach so zu kaufen wagt." Der Kommandant nickte zustimmend. "Dann gibt es noch jemand anderen, der uns nicht entkommen ist, zumal die Stadt jetzt abgeriegelt ist. Beginnen Sie mit seiner genten Unterkunft... dem Gasthaus, das er benutzen wollte, um seine Waren als Tarnung f¨¹r seine wahren Absichten zu nutzen. Finden Sie heraus, was Sie k?nnen." "Lassen Sie jemanden, dem wir vertrauen, den Schwarzmarkt infiltrieren. Es ist an der Zeit, dass wir diesem ein Ende bereiten. Aberssen Sie sich Zeit, bleiben Sie wachsam... Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine Verbindungen gibt." "Gehen Sie der Sache diskret von beiden Enden her nach. Wir wollen unser Ziel nicht einsch¨¹chtern und damit vielleicht eine weitere Spur verlieren.", sagte Neveah zum Kommandanten. "Ich verstehe, ich werde mich unverz¨¹glich darum k¨¹mmern." Der Kommandant verneigte sich leicht. Er stand auf, war aber im Begriff zu gehen, z?gerte er einen Moment. "Kommandant... ich werde keine Fragen bez¨¹glich der Vorf?lle an der Barriere beantworten. Achten Sie darauf, dass Ihre M?nner sich nicht in unn?tige Nachforschungen verstricken.", stellte Neveah r, noch bevor der Kommandant etwas sagen konnte. "Nat¨¹rlich, Leutnant." Der Kommandant nickte. "Ich wollte nur sagen... danke. Dune City steht besser da, weil Sie hier sind. Ich hoffe, nochnge an Ihrer Seite zu dienen.", sagte der Kommandant und verneigte sich erneut, bevor er den Raum verlie?. Neveahs Blick folgte ihm einen kurzen Momentng, die Worte des Kommandantensteten schwer auf ihr, denn es waren genau diese Zweifel, die auch Neveah umtrieben. Dune City w¨¹rde auch ohne sie bestehen, das wusste Neveah wohl. Aber dieser Ort war das erste Mal in ihrem Leben, das sich wie ein Zuhause anf¨¹hlte. K?nnte sie ohne Dune City auskommen? Leutnant Vairheac war freiheitsliebend, loyal und beliebt. Ein angesehener D¨¹nenbesch¨¹tzer, ein Besch¨¹tzer. Er war alles, was Neveah je f¨¹r sich selbst gewollt hatte, und noch mehr. K?nigin Neveah bedeutete das Ende von Leutnant Vairheac. Was w¨¹rde K?nigin Neveah sein? Und w?re es das Opfer wert? Neveah atmete leise aus und schob ihre Gedanken beiseite. Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder den Akten zu und fuhr fort zu arbeiten. Einige Stunden m?gen vergangen sein, bis Neveah alle Akten durchgesehen hatte. Ihre Augen wurden schwer und sie legte ihren Kopf auf den Schreibtisch, wo sie bald einschlief. Chapter 528: Herzlos (Kap.529)

Chapter 528: Herzlos (Kap.529)

Xenon wusste bereits, was Neveah vorhatte, bevor sie es selbst tat. Er kannte sie gut genug, um den Ausdruck in ihren Augen zu deuten. Schonnge, bevor er richtig sprechen konnte, hatte er ihre K?rpersprache studiert ¨C ihre Gesichtsz¨¹ge, jedes Stirnrunzeln, die Ver?nderungen in ihren Augen, die jeder ihrer Gedanken hervorrief. Deshalb ¨¹berraschte es Xenon nicht, als Neveah hastig aufstand und davonlief. Das Raubtier in ihm regte sich; er hatte deutlich gemacht, dass er nur eine einzige Antwort akzeptieren w¨¹rde, und er ignorierte den Drang seines Raubtierinstinkts nicht, Neveah zu verfolgen. "Lass sie gehen, Xenon", rief K?nig Jian ihm zu, als er sich anschickte, ihr zu folgen. Xenon hielt inne und schaute fragend zu K?nig Jian hin¨¹ber. "Ich wei?, dass du nicht der Geduldigste bist, aber diesmal... wirst du es sein m¨¹ssen." "Sie ist verwirrt und ?ngstlich, und das zu Recht. Was wir von ihr vengen, ist keine leichte Entscheidung. Sie w¨¹rde es nicht sch?tzen, wenn wir darauf Einfluss nehmen... und das sollten wir auch nicht", sagte K?nig Jian, als er ebenfalls aufstand. "Es w?re keine Einflussnahme, wenn ihr Herz bei uns liegt... sie will bei uns sein, das wei?t du", entgee Xenon. "Das wei? ich... doch auch sie muss es erkennen", erwiderte K?nig Jian mit einem leisen Seufzer. "Dein Raubtier wird es nicht hinnehmen, dass sie au?er Sicht ger?t. Es wird dir schwerfallen, auch nur einen Moment von ihr getrennt zu sein. Und du wirst ihr die Zeitssen, die sie braucht? Egal, wienge das auch sein mag?" fragte Xenon erneut verwirrt. "Wenn es zu schwer wird, halte ich den Atem an... Aber ja, ich m?chte, dass sie aus freien St¨¹cken zu uns kommt, Xenon. Und wenn das bedeutet, dass ich warten muss, dann werde ich das tun... so schwer es auch sein mag", sagte K?nig Jian und nickte. Xenon dachte kurz nach, bevor er leise brummte. K?nig Jian war immer weitsichtiger und umsichtiger, das wusste Xenon genau. "Du wolltest ihr die Neuigkeit in meiner Abwesenheit ¨¹berbringen?" fragte Xenon mit hochgezogener Augenbraue. "Ich kenne dich gut... wie k?nnte ich erwarten, dass du ruhig sitzen bleibst?" erwiderte K?nig Jian mit einem Augenrollen. "Ich hatte es vor. Aber dann wollte ich doch nicht", murmelte Xenon und zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern. "Hmm. Xenon, es gibt noch mehr, wor¨¹ber wir sprechen m¨¹ssen... Fort zed. Wir haben Fort zed jenseits der Barriere ausfindig gemacht", teilte K?nig Jian in ernstem Ton mit. Xenons Blick verdunkelte sich und wurde von stummer Wut erf¨¹llt, als er das h?rte. Fort zed und alle seine Bewohner ¨C Drachen wie Menschen ¨C waren ¨¹ber Nacht verschwunden, und alle Versuche, es im letzten Jahr aufzusp¨¹ren, waren ins Leere gufen. "Ist es gewiss?" fragte Xenon. K?nig Jians Brauen zuckten leicht beim Gedanken daran, an den Geruch, den Neveah wahrgenommen hatte, und an die bedrohliche Barriere. Es war zwar nicht sicher, dass Fort zed hinter dieser Barriereg, aber es war unvorstellbar, dass eine so riesige Festung dort verborgen sein und songe ¨¹bersehen werden konnte. Die dunklen Lande waren weitl?ufig und endlos, doch Fort zed war keinesfalls eine unauff?llige Festung. Die Fl?che, die es einnehmen w¨¹rde, konnte nicht so leicht verborgen werden."Doch andererseits war das Verschwinden von Fort zed an sich schon etwas, das eigentlich unm?glich sein sollte... und dennoch war es geschehen, und nicht zum ersten Mal. "Es gibt keine andere Erkl?rung daf¨¹r, warum mitten im Nirgendwo, in den dunklen Landen, eine so m?chtige Barriere errichtet worden ist. Was auch immer Fort zed widerfahren ist, ich bin ¨¹berzeugt, dass wir die Antwort dort finden... in den dunklen Landen", sagte K?nig Jian nachdenklich. "Die k?nigliche Garde und die Schwadronen m¨¹ssen sofort mobilisiert werden", entgee Xenon. "Ich habe Cassian bereits informiert. Zun?chst m¨¹ssen wir Dune-Stadt wappnen... welcher Angriff auch immer bevorsteht, sie wird die Haupst tragen", sagte K?nig Jian mit ernstem Ton. "Was soll ich tun?" fragte Xenon pflichtbewusst. "Zuerst kl?ren Sie die Lage in der Lichtenhalle. Es muss einen Grund geben, warum die Barriere im letzten Jahr zunehmend schw?cher geworden ist". "Wenn wir die Barriere ¨¹berwinden wollen, m¨¹ssen wir sicherstellen, dass sie in unserer Abwesenheit nicht vollst?ndig zusammenbricht und Dune-Stadt schutzlos zur¨¹ckl?sst", wies K?nig Jian an. _______________ K?nig Jian murmelte leise vor sich hin, als er aufstand und zur Wachbasis der Stadt hinaufschaute. Kurz vor der Morgend?mmerung, und nachdem er stundeng wach gelegen hatte, konnte K?nig Jian dem Drang einfach nicht l?nger widerstehen und hatte sich auf die Suche nach Neveah begeben. Seine Suche f¨¹hrte ihn hierher, zur Wachbasis der Stadt. K?nig Jian war sich nicht sicher, ob seine Anwesenheit willkommen war oder nicht. Aber es waren schon ein paar Stunden vergangen, und songe schon Neveah nicht zu sehen, setzte ihm zunehmend zu. Einmal l?nger, und K?nig Jian hatte das Gef¨¹hl, dass er durchdrehen k?nnte. "Ein blo?er Blick... snge ich sie sehe, wenn auch nur aus der Ferne, wird mein Raubtiergeist eine Weile beruhigt sein", ermahnte sich K?nig Jian. K?nig Jian dachte nicht weiter nach, als er sich ungesehen an den Patrouillen und W?chtern vorbei ins Geb?ude schlich. Er folgte dem Duft von Neveah und es dauerte nichtnge, bis er sie fand. "Sie wagt es, so friedlich zu scfen, nachdem sie uns unruhig zur¨¹ckgssen hat", murmelte K?nig Jian, als er eintrat und Neveah fest scfend vorfand. Ihr Kopfg auf dem Schreibtisch, umgeben von einem Haufen Akten und ein paar Str?hnen ihres Haares hatten sich gel?st und fielen ¨¹ber ihr Gesicht. Sehr vorsichtig und leise n?herte sich K?nig Jian dem Schreibtisch, um Neveah nicht zu wecken. Gerade als K?nig Jian n?her kam, bewegte Neveah sich, hob leicht den Kopf und K?nig Jian fror in seiner Bewegung ein, da er dachte, er sei entdeckt worden. Er war jedoch erleichtert, als sie sich einfach auf die andere Seite drehte und genauso friedlich weiterschlief wie zuvor. "Du schl?fst jetzt sogar besser als in deinen eigenen Quartieren, erfreut es dich so sehr, von uns fern zu sein? Du herzlose Frau", murmelte K?nig Jian, und ein leichtes L?cheln umspielte dabei seine Lippen. Chapter 529: Unbesetzter Sitz (Ch.530)

Chapter 529: Unbesetzter Sitz (Ch.530)

Ein kalter Windzug strich durch das ge?fe Fenster und weckte Neveah. Ihre Augen ?fen sichngsam. Das Flimmern in Neveahs Blick schwand, und sie erkannte den Stapel Akten vor sich ¨C ein res Zeichen daf¨¹r, dass sie in ihrem B¨¹ro eingescfen war... wieder einmal. Ein leises St?hnen entwich ihr, als sie den Kopf hob und nach dem Fenster Ausschau hielt, um die Tageszeit zu erahnen. Doch die Vorh?nge waren zugezogen; kein Sonnenstrahl drang hindurch. "Ich... ich erinnere mich nicht, dass ich sie zugemacht habe..." murmelte Neveah vor sich hin. Normalerweise lie? Neveah die Vorh?nge ge?f, damit das Tageslicht sie wecken k?nnte, falls sie ihre Arbeit verschlief. Als sie aufstand, fiel ein Bademantel von ihren Schultern und glitt zu Boden. Neveah hob eine Braue und b¨¹ckte sich, um ihn aufzuheben. Schnell erkannte sie, wem er geh?rte. Der Geruch, der ihr seit dem Aufwachen in der Naseg, war nicht zu ¨¹bersehen; obwohl nur noch eine Spur davon vorhanden war, gen¨¹gte sie, um Neveahs Herz auf diese seltsame, hektische Weise scgen zussen. "Definitiv war ich es nicht, die sie geschlossen hat." Neveah kam zu dem Schluss. Anfangs hatte Neveah den Gedanken an diesen Duft als Hirngespinst beiseitegeschoben, aber jetzt war ihr r, dass es definitiv mehr als das war. "Ja, das ist ¨¹berhaupt nicht unheimlich..." murmelte Neveah, wobei sich ein schwaches L?cheln auf ihren Lippen abzeice. Sie ging zum Fenster, ?fe die Vorh?nge und lie? das Licht herein. Die ersten Sonnenstrahlen brachten Neveah zum Blinzeln, und es dauerte einen Moment, bis sich ihre Augen an das Licht gew?hnten und sie die Vorh?nge ganz aufzog. "Ich habe tats?chlich verscfen." Neveah seufzte leise, als sie sah, dass es schon einige Stunden nach der Morgend?mmerung war und sie sich nicht erinnern konnte, wann sie zuletzt songe gescfen hatte. Und Neveah wusste, sie selbst war nicht schuld; sie vermutete, dass jemand anderes daf¨¹r verantwortlich war... jemand, der sich die M¨¹he gemacht hatte, ihr B¨¹ro heimeliger zu gestalten, als es eigentlich sein sollte. Sie nahm sich einen Augenblick, lehnte sich aus dem Fenster und lie? den kalten Wind sie v?llig wecken, bevor sie sich zur¨¹ck in ihr B¨¹ro begab. Ein Klopfen erng an Neveahs T¨¹r, gerade als sie ihren Schreibtisch erreichte. "Guten Morgen, Leutnant." Der stellvertretende Kommandant der Stadtwache gr¨¹?te. "Und Ihnen, Stellvertreter. Ich wollte Sie gerade rufen... Die Berichte sind sortiert und Sie k?nnen sich jetzt darum k¨¹mmern." Neveah gab weiter. "Nat¨¹rlich. Der D¨¹nen-Herr hat Nachricht geschickt, Sie sind ins Schloss beordert." berichtete der Stellvertreter. Neveah nickte, sie hatte es bereits erwartet. Nach dem Vorfall an der Barriere w¨¹rden die D¨¹nen-Drachen sicherlich Fragen haben. Sie nahm ihren Mantel und das Extra, bevor sie das B¨¹ro verlie?. Neveah ritt zur¨¹ck zum D¨¹nen-Schloss. Nach ihrer Ankunft steuerte sie zuerst ihr Quartier an. Vor der T¨¹r z?gerte Neveah kurz, dann stie? sie sie auf, nicht ¨¹berrascht, Tara am anderen Ende stehen zu sehen, die Arme vor der Brust verschr?nkt. "Ich kann es erkl?ren." sagte Neveah sofort und zuckte sichtlich zusammen, als Tara wortlos zu ihrem Bett eilte und sich setzte."Wir leben im selben Schloss und ich h?re alles ¨¹ber dich von allen anderen ¨C nur nicht von dir", sagte Tara entschuldigend. "Um ehrlich zu sein, erfahre ich vieles ¨¹ber mich selbst auch nur ¨¹ber andere", erwiderte Neveah. Neveah seufzte, denn sie wusste, dass Tara mit ihrer Antwort nicht zufrieden war. Wenn jemand eine vage Ahnung von Demevirlds Existenz vor der Barriere hatte, dann waren es die drei... Estelle und Dante Neveah, die das ganze Jahr ¨¹ber h?ufig in Kontakt standen, und Tara. Sie alle wussten, dass es etwas war, das Neveah geheim halten wollte. Deshalb fragte Tara nie danach, gab Neveah jedoch immer einen Hinweis, wenn diese seltenen k?rperlichen Ver?nderungen auftraten, die auf Demevirlds Anwesenheit hindeuteten. "Ich habe ... ich habe noch nicht alle Antworten, Tara. Und die Antworten, die ich habe, kann ich nicht mit dir teilen. Ich kann dir nur versichern, dass es mir gut geht und mir nichts passieren wird", beruhigte Neveah Tara. Einen Momentng antwortete Tara nicht, bevor sie leicht nickte. "Dann werde ich nicht weiterfragen. Aber es gibt noch etwas, das ich wissen muss. Der Drachenk?nig ... ist er wirklich ... du wei?t schon ...", fragte Tara z?gerlich. Langsam nickte Neveah daraufhin, und w?hrend sie Taras weit aufgerissene Augen sah, eilte sie in ihren Waschraum, bevor Tara alles komplett verarbeiten konnte. _____________ Neveah stie? die T¨¹ren zum Sitzungssaal auf und schritt hinein, wobei sie einen Moment an der T¨¹r stehen blieb. In dem Augenblick, als sie eintrat, richteten sich alle Blicke auf sie. Sie wurde von allen Anwesenden wahrgenommen, doch besonders zwei Blicke verweilten und bedeuteten mehr als eine blo?e Anerkennung. Die D¨¹nenwachen waren alle anwesend und sa?en an ihren Pl?tzen um den Tisch herum. Am Kopfende des Tisches waren neben K?nig Jian und Xenon zwei weitere Sitze hinzugef¨¹gt worden. Es war nur noch ein freier tz ¨¹brig, und Neveah bemerkte, dass dieser verd?chtig direkt neben Xenon und nicht an ihrem ¨¹blichen tz war. Neveah war sich bewusst, dass diese Anordnung kein Zufall war, und der Entschluss, den sie gefasst hatte, um beiden M?nnern nach dem gestrigen Tag gegen¨¹berzutreten, schwand leicht. "Entschuldigen Sie meine versp?tete Ankunft", entschuldigte sich Neveah mit einer kleinen Verbeugung. "Veah, setz dich", sagte Kaideon zu Neveah. Misstrauisch blickte Neveah auf den einzigen freien tz. "Du kannst hier sitzen", begann Kaideon seinen tz anzubieten, wurde jedoch unterbrochen. "D¨¹nenherr... dein tz am Tisch in deinem Schloss, das ist dein tz. Also setz dich ... genau da, wo du bist", unterbrach Xenon Kaideon. "Es sei denn nat¨¹rlich, Neveah hat etwas dagegen, hier zu sitzen?", fragte Xenon und deutete auf den freien tz an seiner Seite. Sichtlich zusammenzuckend bei Xenons Worten und seinem tonangebenden ng, der keinen Widerspruch duldete, murmelte Neveah: "Ganz und gar nicht, Mylord", und ging zu dem angebotenen tz. Langsam setzte sich Neveah und kaum hatte sie tz genommen, schnellte ihr Herz in die H?he, als Xenons Hand beil?ufig auf ihrem Oberschenkel ruhte. Chapter 530: Eine andere Form der Gefahr (Kap.531)

Chapter 530: Eine andere Form der Gefahr (Kap.531)

Neveah warf einen misstrauischen Blick auf Xenons Hand und dann zu ihm hin¨¹ber, doch Xenons Blick war woandershin gerichtet, als h?tte er keine Ahnung, wo sich seine Hand befand. Doch Neveah zweifelte keinen Moment daran, dass es Absicht war ¨C Xenons Art, ihr zu zeigen, dass er ihr Verhalten vom Vortag missbilligte. Xenon war jemand, der immer darauf aus war, zu bekommen, was er wollte, das wusste Neveah... Er hatte nie Anstalten gemacht, diese Eigenschaft zu verbergen. Und Xenon war sich sehr wohl bewusst, wie empfindlich ihre neu geformte Bindung war. Im selben Raum zu sein, war eine Sache... Ber¨¹hrung war eine ganz andere. Selbst durch den Stoff ihrer Hose sp¨¹rte Neveah die W?rme von Xenons Handfl?che, und aus irgendeinem Grund fehlten Xenons allgegenw?rtige Lederhandschuhe, die zumindest eine weitere Schutzschicht geboten h?tten. Ob mit Absicht oder nicht, so hatte sich Neveah diesen Morgen nicht vorgestellt. Das Treffen hatte gerade erst begonnen und Neveah betete bereits um dessen schnelles Ende. Neveah biss sich auf die Lippe, Xenon w¨¹rde nur Genugtuung empfinden, wenn sie erkennen lie?, wie sehr sie durch seine Ber¨¹hrung beeinflusst war, und so ermahnte sie sich selbst im Geiste, sich zu konzentrieren. Zu Neveahs gr??ter Erleichterung blieb Xenons Hand dort, wo sie war, und machte keinen Versuch, weiter vorzudringen. Neveah lie? den Atem, den sie angehalten hatte,ngsam wieder heraus, als es nicht den Anschein hatte, dass Xenon vorhatte, weiter Unruhe zu stiften... Vielleicht wollte er nur mit Neveah in Kontakt sein, um ihre Verbindung zu beruhigen. Auch wenn die Hand auf ihrem Oberschenkel schwer zu ignorieren war, zwang Neveah sich dazu, sich auf die wichtigen Angelegenheiten zu konzentrieren. "Ich bin sicher, ihr habt alle Fragen, und das zurecht", begann K?nig Jian, sich an die D¨¹nendrachen zu wenden. Da bemerkte Neveah, dass sie zu fr¨¹h gesprochen hatte, denn Xenons Hand bewegte sich leicht und r¨¹ckte ein St¨¹ck h?her an ihrem Schenkel nach oben. Neveah holtengsam Luft und hielt ihren Gesichtsausdruck so ruhig wie m?glich. "Das, was an der Barriere geschehen ist...", setzte K?nig Jian an und warf Neveah kurz einen Blick zu, bevor er fortfuhr. Neveah wusste nicht, ob dieser Blick bedeutete, dass dieses Arrangement von beiden M?nnern gent worden war, oder ob Xenon eigenm?chtig handelte. "Das ist etwas, das wir seit Jahrhunderten nicht erlebt haben... vielleicht sogar noch nie in unserer Geschichte. Viele fragende Blicke werden sich auf die Wei?en D¨¹nen richten, in dieser Hinsicht... ihr alle m¨¹sst darauf vorbereitet sein", sagte K?nig Jian. Xenons Zeigefinger begannngsam zu klopfen, einmal, zweimal, dreimal, bevor er wieder zu einem einzelnen Klopfen zur¨¹ckkehrte. Neveah versuchte unauff?llig, ihr Bein wegzuziehen, doch Xenons Hand breitete sich aus und hielt ihr Bein fest an Ort und Stelle. "Was genau ist mit Veah passiert? Wie ist es m?glich, dass sie Magie einsetzen kann?" fragte Garron, immer noch verwirrt. "Neveah ist unwissentlich mit einer magischen Waffe uralten Ursprungs in Ber¨¹hrung gekommen... sie ist extrem m?chtig und unberechenbar und hat Neveah zu ihrem Wirt erkoren", offenbarte K?nig Jian.Neveah bemerkte, dass K?nig Jian vieles verschwiegen hatte, denn wie er Neveah anvertraut hatte, wurde die Existenz von Demevirld immer so geheim wie m?glich gehalten. Alle hier anwesenden D¨¹nen-Drachen konnten bereits ihre eigenen Vermutungen dar¨¹ber anstellen, was diese magische Waffe war, da sie urspr¨¹nglich von Demevirlds Existenz wussten. Neveah konnte sich im Moment nicht den Luxus leisten, sich dar¨¹ber Gedanken zu machen, nicht, wenn sie um ihr Leben k?mpfte, um einen ren Kopf zu bewahren. Xenon hatte sein rhythmisches Klopfen wieder aufgenommen, und Neveah wusste es besser, als zu versuchen, seiner Ber¨¹hrung zu entkommen. "Dann m¨¹ssen wir es rausholen! Unverz¨¹glich!" sagte Kaideon sofort. "Ich habe Cassian benachrichtigt. Er hat bereits damit begonnen, die m?glichen Optionen f¨¹r eine Extraktion zu pr¨¹fen, aber im Moment und ohne das entsprechende Fachwissen ist es zu riskant, es zu versuchen." erkl?rte K?nig Jian. "Hei?t das, wir k?nnen nichts dagegen tun?" fragte Rodvan besorgt. "Um Neveahs Sicherheit zu gew?hrleisten, ist das sehr wohl der Fall. Das Beste, was wir tun k?nnen, ist, den Gebrauch dieser F?higkeit so weit wie m?glich einzuschr?nken, denn je mehr sie benutzt wird, desto st?rker bindet sie sich an Neveah." enth¨¹llte K?nig Jian. "Wienge ist sie schon an Neveah gebunden? Das kann doch nicht unter meiner Aufsicht geschehen sein." fragte Kaideon und warf einen Blick zu Neveah. "Ich ... es ist etwas mehr als ein Jahr her, Vater." gab Neveah zu, wobei ihre Stimme leicht stotterte. "Dann zur¨¹ck in die Futterrillen." murmelte Kaideon vor sich hin, aber seine Worte waren deutlich genug, um geh?rt zu werden. Neveah zuckte sichtlich zusammen, sie hatte nicht gewollt, dass Kaideon es auf diese Weise herausfand, und jetzt, wo es passiert war, w¨¹nschte Neveah, sie h?tte es ihm schon fr¨¹her gesagt. Xenons Hand bewegte sich nicht und gab Neveah den Moment, den sie brauchte, um richtig zu sprechen. "Verzeih mir, ich h?tte es dir nicht vorenthalten d¨¹rfen." Neveah entschuldigte sich schuldbewusst. "Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung, ich werde daf¨¹r sorgen, dass es gut einged?mmt wird, bis es herausgeholt werden kann, und dass Neveah kein Schaden zugef¨¹gt wird." versicherte K?nig Jian. Xenons Moment des Nachdenkens war vorbei, und seine Hand bewegte sich wieder, wanderte h?her auf ihren Schenkel. "Die Nachricht davon hat sich bereits ¨¹ber die wei?en D¨¹nen hinaus verbreitet. Es wurden Befehle erteilt, die Verbreitung dieser Information einzud?mmen, aber es w?re naiv zu uben, dass die tributpflichtigen V?lker nichts davon mitbekommen w¨¹rden." "Ein Lichtblut, das Magie aus¨¹bt, wird f¨¹r jeden von ihnen ein interessantes Thema sein, und wenn eben dieses Lichtblut mit mir verbunden ist ... werden die tributpflichtigen V?lker die Gelegenheit nutzen, um mich durch Neveah ins Visier zu nehmen." sagte K?nig Jian in dunklem Ton. "Ihr braucht nur den Befehl zu geben, mein Lehnsherr, und wir werden uns sofort darum k¨¹mmern." meldete sich Coran zu Wort. Keiner der Anwesenden in der Halle war erfreut ¨¹ber die Vorstellung, dass Neveah in Gefahr sein k?nnte. Wie sollten sie auch begreifen, dass sich Neveah in diesem Moment, direkt vor ihren Augen, in einer ganz anderen Form der Gefahr befand? Chapter 531: Ein Wort (Kap.532)

Chapter 531: Ein Wort (Kap.532)

Xenons Hand war mittlerweile ein gutes St¨¹ck nach oben gewandert und verharrte f¨¹r einen Moment nur Zentimeter entfernt von Neveahs Innenschenkeln, w?hrend sein Daumenngsam ¨¹ber den Stoff ihrer Reithose strich. "Ich habe die notwendigen Vorkehrungen getroffen. Es gibt dringendere Dinge." erinnerte K?nig Jian. "Fort zed." murmelte Orin wissend. Als Xenons Hand sich wieder bewegte, erstarrte Neveah sichtlich. Sie r¨¹ckte sich auf ihrem Stuhl zurecht, eine l?ssige Bewegung, und presste ihre Schenkel zusammen, um Xenons Weg zu versperren, falls er verr¨¹ckt genug sein sollte, das zu tun, wovor Neveah sich f¨¹rchtete. Neveahs Bewegung war derart unauff?llig, dass sie niemandem aufgefallen w?re ¨C niemandem au?er Xenon, dessen Blick sich nun auf Neveah richtete. Neveah ignorierte Xenons Starren und fixierte weiterhin ihren Blick nach vorn. "Genau. Wir m¨¹ssen herausfinden, was hinter der Barriere in den dunklen Landen verborgen ist, und wir m¨¹ssen es diskret angehen..." sagte K?nig Jian nickend, brach dann jedoch mitten im Satz ab. Sein Blick glitt zu Neveah, und ihr Herz krampfte sich zusammen, weil sie genau wusste, was dieser Blick bedeutete. Zu einem anderen Zeitpunkt h?tte Neveah seine Belustigung in seinem sonst so ausdruckslosen Gesicht nicht bemerkt ... doch dieses Mal tat sie es, Esg dieser wissende Blick in seinen Augen, K?nig Jian war sich dessen, was die ganze Zeit ablief, voll bewusst, und Neveah war sich sicher. "Veah ... ist alles in Ordnung?" wich K?nig Jian vom Thema ab, was Neveah entsetzte. "Ja ... nat¨¹rlich, Euer Gnaden." sagte Neveah mit der nat¨¹rlichsten Stimme, zu der sie f?hig war. "Sieht jedoch nicht danach aus. Du wirkst ... steif." merkte K?nig Jian an. Bei diesen Worten von K?nig Jian richteten sich alle Blicke auf Neveah. "Beruhige dich... alles ist unter Kontrolle. Du musst dich heute nicht ¨¹beranstrengen, ruhe dich aus... du hast dich noch nicht vollst?ndig erholt." K?nig Jians Worte ngen irref¨¹hrend. F¨¹r jeden anderen h?tten sie als Sorge um Neveahs Wohlbefinden geklungen, und trotz der darin liegenden Aufrichtigkeit steckte auch ein Hintergedanke darin, dessen war sich nur Neveah bewusst, Die Worte von K?nig Jian ngen ¨¹berhaupt nicht wie eine Bitte... sie zu ignorieren w¨¹rde nur noch mehr Aufmerksamkeit auf Neveah ziehen, und K?nig Jian wusste das. Da nun alle Augen auf sie gerichtet waren, lehnte Neveah sichngsam zur¨¹ck in ihren Stuhl und entspannte sich, w?hrend sie die Z?hne zusammenbiss. ¡¯Du h?ttest nicht davoufen sollen... Du hast ihre Jagdinstinkte geweckt...¡¯ gab Neveahs Wolf ihr die Schuld f¨¹r die Situation. Neveah konnte erkennen, dass es ihrer W?lfin gar nichts ausmachte und diese sich nicht auf ihre Seite stellen w¨¹rde, selbst wenn es zu einer Verhandlung wegen Neveahs Situation kommen w¨¹rde. "Ihr m¨¹sst verstehen, die Gefahren der dunklen Lande sind vielf?ltig, wie ihr alle beim Todesturm erlebt habt. Daher ist Vorsicht nicht nur eine Sache... Diskretion ist eine ganz andere." fuhr K?nig Jian mit seinen Ausf¨¹hrungen fort.Xenon setzte sein qualvolles Spiel fort. Seine Hand glitt zu Neveahs innerem Oberschenkel hinab, seine Finger streiften den Schritt ihrer Hose. Neveah keuchte scharf, dankbar f¨¹r die Barriere ihrer Kleidung, denn ohne sie... Angesichts der Umst?nde war Neveah froh, dass die Drachen nicht ¨¹ber einen so empfindlichen Geruchssinn wie die Wolfsgestaltwandler verf¨¹gten. Sie w¨¹rden die Ver?nderung in Neveahs Duft nicht bemerken, da Xenon Gef¨¹hle in ihr weckte, die er besser nicht geweckt h?tte. Erregung war untertrieben, Neveah sp¨¹rte, wie ihre K?rpertemperatur als Reaktion auf die sich ausbreitende Hitze anstieg... erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie nicht so viel Selbstbeherrschung besa?, wie sie geubt hatte. Obwohl ihre Umgebung es eigentlich unm?glich machen sollte, f¨¹hlte sie sich dadurch nur noch mehr erregt. Neveah tat ihr M?glichstes, um das wachsende Vengen in ihrem Unterleib zu ignorieren, und sie war dankbar, als Kaideon sich zu Wort meldete... die Stimme ihres Vaters holte sie in die Wirklichkeit zur¨¹ck. "Ich werde mit einer Gruppe von Kundschaftern vorausgehen. Wir werden die Barriere untersuchen, um ihre Quellen und Schwachstellen aufzudecken." "Die D¨¹nen-Drachen haben diesen Teil der Barriere seit Jahrhunderten bewacht. Wir kennen das Terrain der dunklen Lande auf dieser Seite gut... wenn jemand unbemerkt von den dunklen M?chten eindringen kann, dann ich." sagte Kaideon. Neveahs Hand legte sich auf Xenons, um ihn von jeder Unbedachtheit abzuhalten. "Aber Vater, es istnge her, dass du dich jenseits der Barriere gewagt hast. Es ist wahrscheinlich, dass sich vieles ver?ndert hat, was wir nicht vorhersehen k?nnen." Neveah meldete sich zu Wort, ihr Tonfall schriller, als er sein sollte. "Ich verstehe deine Bedenken, mein Liebling, ich werde vorsichtig sein." Kaideon beruhigte Neveah mit einem sanften L?cheln. Neveah schluckte ihre Sorge hinunter und protestierte nicht weiter. Kaideon war der Einzige, der sich in den dunklen Landen auskannte, da er in all den Jahren ein wachsames Auge darauf gehabt hatte. Zudem war er der D¨¹nen-Herr, f¨¹r diese Seite der Barriere war Kaideon verantwortlich. Xenon hatte wieder genug Einf¨¹hlungsverm?gen, um Neveah sprechen zussen, doch dann griff er mit der anderen Hand nach ihr und l?ste sanft Neveahs Hand von der seinen. Neveah konnte sich nicht einmal wehren, jede pl?tzliche Bewegung w¨¹rde auffallen. "Dann ¨¹besse ich es dir, Kaideon. Du musst sp?testens in zwei Tagen zur¨¹ckkehren, unabh?ngig von deinen Entdeckungen." wies K?nig Jian an. "Ich werde Rodvan und Coran mitnehmen. Es ist das Beste, die Gruppe klein zu halten." entschied Kaideon. "Sehr wohl, weitere Befehle werden individuell an die anderen Vollstrecker weitergegeben." "In der Zwischenzeit m¨¹sst ihr die Wei?en D¨¹nen auf den Konfrontationspunkt vorbereiten... die zw?lf Geschwader stehen bereit, und meine Br¨¹der werden sich nach Kaideons Bericht zu den D¨¹nen aufmachen." K?nig Jian entlie? die D¨¹nenwachen. Die D¨¹nenwachen standen auf und Kaideon f¨¹hrte sie hinaus, da sie vor seinem Aufbruch noch weitere Besprechungen innerhalb ihrer R?nge f¨¹hren mussten. Neveah wollte mit ihnen gehen, aber Xenon hielt sie zur¨¹ck. "Neveah bleibt hier. Ich m?chte mit ihr sprechen..." verk¨¹ndete K?nig Jian. Chapter 532: Eine Erinnerung (Kap.533)

Chapter 532: Eine Erinnerung (Kap.533)

Das ppern der T¨¹ren des Versammlungssaals hinter ihr war in Neveahs Ohren vieluter, als es h?tte sein sollen. Es waren nicht nur T¨¹ren, die sich schlossen, sondern Neveahs einzige Fluchtm?glichkeit, die sich buchst?blich vor ihren Augen verschloss, und sie konnte nichts dagegen tun. "Was... kann ich f¨¹r Euch tun... Eure Hoheit?" stammelte Neveah. "Einiges..." antwortete Xenon anstelle von K?nig Jian. Neveah blickte misstrauisch hin und her zwischen Xenon und K?nig Jian, besonders da Xenons Hand immer noch dortg, wo sie gewesen war. K?nig Jian warf Neveah einen Blick zu, sprach jedoch kein Wort. Neveah hatte auch keine Gelegenheit, nachzufragen, denn Xenon lie? es nicht zu. Ein ¨¹berraschter Aufschrei entkam Neveah, als sie von ihrem Stuhl gehoben und direkt in Xenons Arme bef?rdert wurde. Wie er sich so schnell bewegt hatte, konnte Neveah nicht sagen, aber im n?chsten Moment fand sie sich auf Xenons Scho? wieder, w?hrend er sie mit einem verdunkelten Blick anstarrte. Er beugte sich vor, und die Spitze seiner Nase strich sanft ¨¹ber die freigelegte Haut an Neveahs Hals, hinab zu der Haut, die ihr Leibchen gerade noch z¨¹chtig verh¨¹llte. Neveah zitterte deutlich, unf?hig, das unregelm??ige Scgen ihres Herzens unter Xenons engem Kontakt zu verhindern. "Xenon... das... ist ein ?ffentlicher Ort...", brachte Neveah hervor und warf einen besorgten Blick zur T¨¹r. "Na und?", murmelte Xenon, seine Stimme ged?mpft durch Neveahs Haut. Neveah atmete scharf ein, als Xenons Zunge hervorschoss undngsam ¨¹ber ihre Haut strich. In seiner Kehle ert?nte ein tiefes, leises Grollen - das eines jemanden, der vor einem k?stlichen Mahl steht. "Das... das darfst du nicht... das ist nicht richtig...", versuchte Neveah, zu argumentieren. Doch Neveah wusste selbst, dass es nahezu aussichtslos war, mit Xenon vern¨¹nftig zu reden. "Es war auch nicht richtig, dass du uns gestern h?ngen gssen hast, und trotzdem hast du es getan." entgee Xenon, unerbittlich. Neveah wandte sich hilfesuchend an K?nig Jian, w?hrend Xenons Zunge noch immer Neveahs Haut schmeckte. K?nig Jian sa? in seinem Sessel, lehnte sich zur¨¹ck und beobachtete schweigend, w?hrend seine Augen sichtlich vor Vengen dunkler wurden. Neveah verfluchte ihre empfindlichen Sinne, die den Duft der Erregung beider M?nner wahrnehmen konnten - beide vollkommen unterschiedlich, doch jeder auf seine Weise berauschend. Sie hatte gehofft, Hilfe vom vern¨¹nftigeren K?nig Jian zu engen, doch der Duft seiner Erregung war so verlockend, dass sie nur noch mehr ihre eigene entfachte, so sehr sie ihn auch zu ignorieren versuchte. "Eure Hoheit...", versuchte Neveah immer noch zu argumentieren, "Nenn mich nicht so." korrigierte K?nig Jian, sein ohnehin schon tiefer Bariton wurde zu einem tiefen, kehligen Knurren. Neveah schluckte h?rbar. Es war nicht schwer zu erkennen, dass K?nig Jian keine Absicht hatte, ihr zu helfen, und seine n?chsten Worte best?tigten dies nur noch. "Ich konnte... die ganze Nacht nicht scfen. Nun, das ist ein Leiden, an das ich mich gew?hnt habe... doch was mich letzte Nacht qu?lte, war etwas g?nzlich anderes..." sagte K?nig Jian, w?hrend sein Blick Neveah gefangen hielt."Und doch hattest du keinerlei Probleme beim Scfen. Daher musste ich meine Entscheidung ¨¹berdenken ... dich in Ruhe zussen." " Ich f¨¹rchte, wenn ich das tue... k?nntest du dich wirklich dazu ¨¹berreden, zu vergessen... dass du zu uns geh?rst, egal ob du es willst oder nicht... du kannst nur zu uns geh?ren und es gibt keinen anderen Weg." machte K?nig Jian deutlich. Neveahs Herz zitterte in ihr, die schiere Dominanz in K?nig Jians Stimme war so stark, dass Neveah sie praktisch wie ein Gewicht auf ihren Schultern sp¨¹ren konnte. "Es... es ist erst ein Tag her... Ich habe nie gesagt, dass ich... dich abweisen w¨¹rde... Ich habe nur..." Neveah versuchte, ihre Lage zu erkl?ren. Neveah brachte ihre Worte nicht vollst?ndig heraus, Xenon beanspruchte Neveahs Lippen und schnitt ihr den Rest ab. Neveah widerstand Xenons Kuss nicht, es gab viele Dinge, zu denen sie mehr als f?hig war, aber das geh?rte nicht dazu. Xenon stand auf, w?hrend er Neveah immer noch in seinen Armen hielt, und zog sich auch nicht zur¨¹ck, bis er Neveah in die Arme von K?nig Jian legte. K?nig Jians rechter Arm bewegte sich zu Neveahs Taille und Neveah konnte den Beweis seines Vengens unter ihr sp¨¹ren. Xenon ging in die Knie und lie? Neveah endlich einen Moment Zeit, ihre Lage zu ¨¹berdenken. "Ich w¨¹rde dir raten, dich nicht zu bewegen, Neveah." warnte K?nig Jian Neveah, bevor sie sich darauf einstellen konnte. Neveah erstarrte auf der Stelle, ein Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken, als K?nig Jians Atem ¨¹ber ihren Hals strich. Wie Xenon es getan hatte, vergrub K?nig Jian seinen Kopf in Neveahs Nacken und atmete tief ein. "Ein Tag ohne dich Veah ist eine Qual, mein Raubtier ist st?ndig in Unruhe... reizbar. Mein Herz ist zu einem festen Knoten gepresst, der sich einfach nicht l?sen will, und alles, woran ich denken kann, bist du, st?ndig... non stop." "Ein Tag ohne uns... f¨¹r dich ist er leicht zu ertragen, aber f¨¹r uns ist es nicht dasselbe... verstehst du nicht? Wie sehr es schmerzt, zu sehen, dass ihr nicht so sehr von unserer Verbindung betroffen seid wie wir?" murmelte K?nig Jian zu Neveah. Neveah biss sich auf die Lippe, Schuldgef¨¹hle machten sich in ihrem Herzen breit. Sie hatte von der Wirkung geh?rt, die ein echtes Band auf einen Drachen hat, Sie hatte es bei Imagor und Kaliana erlebt, sie hatte es in den Augen ihres Vaters gesehen, als er von ihrer Mutter sprach, Neveah hatte es sogar bei Menarx und Adrienne gesehen, so schwer es ihr auch gefallen war, es zu akzeptieren. Aber sie hatte die Position von K?nig Jian und Xenon nicht ganz bedacht, vor allem, wenn beide Bindungen gerade erst entstanden waren. "Ich... es tut mir leid." Neveah entschuldigte sich aufrichtig. "Nicht gut genug." murmelte K?nig Jian, immer noch an Neveahs Hals gekuschelt. "Was... was willst du dann?" fragte Neveah ?ngstlich. "Eine Erinnerung ... daran, zu wem du geh?rst." antwortete Xenon dieses Mal. Neveah brachte kein weiteres Wort heraus, K?nig Jian vereinte ihre Lippen, sein Kuss war tief und leidenschaftlich und brachte jeden Protest Neveahs zum Schweigen. Xenons H?nde machten sich schnell an Neveahs Stiefeln zu schaffen, dann an dem G¨¹rtel, der Neveahs Hose an Ort und Stelle hielt, Neveahs Hose folgte kurz darauf. Chapter 533: Schauen Sie nicht weg (Kap. 534)

Chapter 533: Schauen Sie nicht weg (Kap. 534)

Neveah presste instinktiv ihre Oberschenkel zusammen, doch sie war kein Gegner f¨¹r Xenon, der sie m¨¹helos auseinanderdr?ngte und Neveah seinem Blick vollst?ndig auslieferte. Die Nasenspitze von Xenon streifte ganz leicht Neveahs Innenschenkel und erzeugte eine prickelnde Empfindung auf ihrer Haut ¨C eine Empfindung, die Neveahs Erregung noch steigerte. "Du magst uns verleugnen, aber dein K?rper spricht deine Wahrheit... dein Vengen ist deine Wahrheit," sagte Xenon mit einem tiefen, animalischen Knurren. Neveahs Scham gl?nzte verf¨¹hrerisch durch den Beweis ihres Vengens, ein Beweis daf¨¹r, dass seine Ber¨¹hrungen Neveah viel mehr beeinflussten, als sie zugeben wollte. Das entfachte in Xenon ein tiefes, intensives Vengen, sie zu schmecken... Ein brennender Drang, Neveahs beherrschte Selbstkontrolle in seinen H?nden zerfallen zu sehen, bis sie keuchend und atemlos zur¨¹ckblieb, ihre Namen auf ihrer Zunge... bis ihre Kehle zu wund war, um noch mehr zu sagen. Xenon war sich nicht sicher, ob er jemals so intensiv das Bed¨¹rfnis versp¨¹rt hatte, eine Frau zu besitzen, wie jetzt, und er schwor, dieses ¨¹berw?ltigende Vengen k?nnte ihn in die Knie zwingen... wenn er nicht bereits kniete. Doch Xenon w¨¹rde noch nicht handeln... er w¨¹rde sicherlich seinen Willen bekommen, aber jetzt war der Zweck ein anderer, und so beschwor er eine Geduld herauf, von der er nicht einmal wusste, dass er sie besa?. Xenon hielt den Hautkontakt aufrecht, einngsames, neckendes Streichen hier oder dort, tat aber nichts weiter, nichts au?er zu beobachten, wie Neveah auf seine Ber¨¹hrung reagierte. Neveah versuchte, sich von K?nig Jian loszurei?en, doch er lie? es nicht zu, sein Griff um ihre Taille wurde fester und seine freie Hand wanderte zu Neveahs freiliegendem Hals, hielt sie fest an Ort und Stelle, lie? ihr aber gerade genug Freiraum zum Atmen. Nicht, dass Neveah wirklich Atem holen konnte, da K?nig Jians Kuss noch dr?ngender geworden war, jeden Zentimeter von Neveahs Mund erkundend, ihre Lippen mit einer be?ngstigenden Besessenheit verschlingend. K?nig Jian zog sich pl?tzlich zur¨¹ck und starrte Neveah mit einem Vengen an, das noch st?rker war als Blutgier oder Kampflust ¨C beides z?hlte zu den gr??ten Leiden der Drachen. Neveahs Augen waren verhangen, doch irgendwo dort k?mpfte sie immer noch darum, die Bed¨¹rfnisse ihres K?rpers zu unterdr¨¹cken, und K?nig Jian konnte es sehen. "Warum k?mpfst du gegen deine eigenen Vengen, Veah?" fragte K?nig Jian leise, w?hrend seine Zungengsam ¨¹ber Neveahs Unterlippe fuhr, auf der sich ein kleiner Bluterguss gebildet hatte. K?nig Jian zog sich erneut zur¨¹ck, bevor Neveah ihn zu einem weiteren Kuss ziehen konnte, und verweigerte ihr den Kontakt, von dem er wusste, dass sie ihn begehrte. "Was m?chtest du...?" fragte K?nig Jianngsam. "Ich..." Neveah stockte. "Sag es, Veah. Was m?chtest du?" forderte K?nig Jian, sein Ton tief und eindringlich. "K¨¹ss mich... bitte..." fl¨¹sterte Neveah leise. Diese tiefe, flehende Stimme und ihrngsames Keuchen, als sie versuchte, ihre Atmung zu beruhigen, ihre halb verdeckten Augen, jeder Zentimeter von ihr erregte K?nig Jians Lenden und ein ¨¹berw?ltigendes Vengen, sie sofort zu besitzen, sie auf den Tisch zu dr¨¹cken und jeden Zentimeter von ihr zu beanspruchen, bis keine Unterscheidung mehr zwischen seinem Ende und ihrem Anfang bestand. K?nig Jian atmete scharf ein, um sich zu beherrschen..."Nicht gut genug..." murmelte K?nig Jian und nickte zu Xenon hin¨¹ber. Neveah sp¨¹rte, dass K?nig Jian und Xenon auf Biegen und Brechen etwas beweisen wollen, und ihr waren die H?nde gebunden. Als sie versuchte, zu Xenon hinunterzublicken, hielt sie K?nig Jian mit festem Griff an der Kehle zur¨¹ck. "Blicke mich an... wende dich nicht ab", wies K?nig Jian sie an. Leicht zogen sich Neveahs Augenbrauen zusammen, doch sie konnte seine Anweisung erst einen Moment sp?ter vollst?ndig erfassen. Ein ersch¨¹tterndes Keuchen entwich ihr, als Xenons warme, feuchte Zunge ihre Scham ber¨¹hrte undngsam durch ihre Spalte gleiten lie?. Ein leises Grollen kam von Xenon, ein leiser, aber unheimlich erotischer Laut, der etwas auszudr¨¹cken schien, das Neveah nur als Zustimmung deuten konnte. Neveah wimmerte, denn allein die Ber¨¹hrung von Xenons Zunge reichte aus, um ihre Scham zu bzen. Alle Geschehnisse, die zu diesem Moment gef¨¹hrt hatten, machten sie empf?nglich f¨¹r jede Ber¨¹hrung ¨C das sanfte Streichen von K?nig Jians Fingern ¨¹ber ihre Halspartie, sein Spiel mit ihrer Weste, Xenons H?nde auf ihren Oberschenkeln ¨C Neveahs Haut brannte ¨¹berall dort, wo sie sie ber¨¹hrten. Die Empfindungen waren ¨¹berw?ltigend, und die Leidenschaft, die in ihren Adern brodelte, war ungez?hmt. Neveah st?hnte erneut, diesmal ng sie fast schmerzerf¨¹llt, als Xenons Ber¨¹hrung verschwand. "Blicke nicht weg, andernfalls wird Xenon aufh?ren. Ich m?chte deine Augen sehen ... im Taumel deiner Leidenschaft", erinnerte K?nig Jian Neveah, deren Augen sich geschlossen hatten. Neveah gehorchte, ihre Augen ?fen sich wieder, ihr Blick ruhte fest auf K?nig Jian, w?hrend Xenons raue Zunge ein weiteres Malngsam und neckend durch ihre nassen Falten fuhr und jede Empfindung in die L?nge zog. Ein fiebriges St?hnen kam von Neveah, und sie zitterte sichtbar. K?nig Jian beobachtete Neveahs Reaktionen und unterdr¨¹ckte ein St?hnen, w?hrend das Feuer seines wachsenden Begehrens sich bis zu seiner bereits erigierten M?nnlichkeit ausbreitete. Leicht w?lbten sich Neveahs H¨¹ften, als Xenons Zunge erneut auffuhr und diesmal ihren empfindlichen Kitzler neckte. K?nig Jians Griff um sie wurde fester und hielt sie nieder, damit Xenon ihre Spalte zu seiner Zufriedenheit erkunden konnte. "Du schmeckst... gut ... so gut ... sagt Xenon... und er will mehr... er wird dich kosten, so viel er will... und songe er will...", fl¨¹sterte K?nig Jian leise und vermittelte Xenons Worte, w?hrend der T?ter Neveah mit seiner Zunge folterte und sie sich windend und keuchend zur¨¹cklie?. Neveah erkannte, dass sie durch ihre Verbindung in Kontakt waren, sie hatte gedacht, sie k?nne nicht erregter werden als sie bereits war, doch sie wurde ein weiteres Mal eines Besseren belehrt. Xenons Z?rtlichkeiten waren nicht mehr nur neckend, sondern dienten dazu, sein Vengen zu stillen. Er leckte ihre Falten mit wilder Inbrunst, als w?re sie der einzige Nektar, nach dem er sich gesehnt hatte. Mit einer solchen Gewandtheit, als kenne er ihren K?rper bereits besser als sie selbst ¨C jede empfindliche Stelle, die ihre H¨¹ften schnellen und ihre Zehen kr¨¹mmen lie?. Doch Neveah konnte ihren Blick nicht von diesen ungleichen Augen abwenden, die sie festhielten ¨C diese Augen, die dunkle... wilde Begierden widerspiegelten... Chapter 534: Alles geh?rt dir (Kap.535)

Chapter 534: Alles geh?rt dir (Kap.535)

Die vorherige ¨¹bersetzung enth?lt einige Schw?chen in Grammatik und Stil. Hier ist eine optimierte deutsche ¨¹bersetzung der englischen Originaltexte: "Mit Xenon, der immer begieriger wurde, wurde Neveahs Geist und K?rper von Empfindungen ¨¹berw?ltigt, von solchen, die sie noch nie zuvor gef¨¹hlt hatte... von solchen, die sie sich nie h?tte vorstellen k?nnen. Jede Bewegung von Xenons gieriger Zunge lie? Neveah von Kopf bis Fu? zittern, und h?tte K?nig Jian sie nicht an Ort und Stelle gehalten, war sich Neveah nicht sicher, ob sie ihrem K?rper irgendeine Form von Kontrolle h?tte beibringen k?nnen. Das Vergn¨¹gen str?mte durch Neveahs Adern wie eine Flutwelle, sie keuchte und schnappte nach Luft, mmerte sich fest an K?nig Jians Gew?nder. Xenons Zunge bewegte sich noch schneller und Neveahs R¨¹cken bog sich, ein woll¨¹stiges St?hnen entwich ihr. Neveah h?tte nicht f¨¹r m?glich gehalten, dass man diesen feuchten Muskel mit einer solchen Geschwindigkeit, in einem solchen Rhythmus bewegen k?nnte. In diesem Moment war Neveah wie ein Saiteninstrument und Xenon zupfte sie nach seiner Melodie. Seine Zunge tauchte jedes Mal tiefer in ihr triefendes Geschlecht ein, verw?hnte Neveah an Orten, von denen sie nicht wusste, dass sie existierten. Der geschickte Muskel streichelte ihre Falten, stie? tief hinein und zog sich dann zur¨¹ck, nur um noch tiefer vorzusto?en als zuvor. "Sag seinen Namen...", sagte K?nig Jian, der Neveah immer noch mit einem bezauberten und tief erregten Blick beobachtete. Neveah hatte kein Wort formen k?nnen voruter Lust, doch K?nig Jians Worte wirkten wie ein Zwang, dem sie nicht widerstehen konnte... und auch nicht wollte... "Xenon... Xenon!" st?hnte Neveah, wobei sie ihren Kopf so weit zur¨¹ckwarf, wie es K?nig Jians fester Griff um ihren Hals zulie?. K?nig Jians Griff hatte etwas Besonderes, war z?rtlich, doch so besitzergreifend und fordernd, dass Neveahs Herz genauso zitterte wie der Rest von ihr. K?nig Jians Daumen streiftengsam ¨¹ber Neveahs Unterlippe, ein zustimmendes Brummen erng in seiner Kehle. Neveahs Fesseln waren v?llig gebrochen und so gab sie ihren Vengen nach, hielt sich nicht zur¨¹ck, als ihre Zunge hervorschnellte, um K?nig Jians Daumen zu streicheln. K?nig Jians leises Brummen der Zustimmung wurde zu einem warnenden Knurren. "Neveah...", mahnte K?nig Jian, die Augen verhangen. "Jian...", erwiderte Neveah, ihre eigenen Worte in ihrer Lust st?hnend. Neveahs gesamte Gestalt verkrampfte sich vor Freude, als Xenons Zunge durch ihre Falten wirbelte. Seine Zunge leckte und stie? immer schneller und rief einen herrlichen Schmerz in ihrem Geschlecht hervor. Die St??e und St??e von Xenon waren schnell und kraftvoll, und Neveahs Laute warenuter geworden, eine Tatsache, die sie sich sicherlich nicht leisten konnte zu bemerken. Neveah bemerkte nicht einmal, wie sie K?nig Jians Daumen in ihren Mund f¨¹hrte und ihre Zungengsam darum herumwirbelte. Neveahs H¨¹ften stemmten sich gegen Xenons gierige Zunge, ihre Lippen arbeiteten um den Daumen von K?nig Jian, w?hrend ihr Geist von ihrer Leidenschaft verzehrt wurde. Die ¨¹berw?ltigenden Empfindungen steigerten sich und trieben Neveah n?her und n?her an den Rand, "Jetzt will ich eine bessere Antwort, Neveah... Was willst du?", fragte K?nig Jian Neveah erneut. Wie zuvor triefte seine Stimme von seiner Dominanz und enthielt eine Art unwiderstehlichen Zwang, der Neveah dazu brachte, ihm ihr Herz zu offenbaren, oder zu tun wonach immer es ihm vengte. Der letzte Strang an mentaler Kontrolle, an dem sich Neveah gemmert hatte, riss einfach so, ihr Geist war bereits in v?lligem Chaos, und es gab keinen Widerstand mehr gegen das, was ihr Herz als Wahrheit erkannte.""Schuppen! Ihr... ihr beide, okay! Ich m?chte euch so sehr, dass ich das Gef¨¹hl habe, ich k?nnte verr¨¹ckt werden! Ich war bereit, mich von euch im Wald nehmen zussen, wie ihr es wolltet. Und ich m?chte, dass du... sogar jetzt... du und dann Xenon... Xenon, und dann du... und wieder von vorne, in welcher Reihenfolge auch immer..." "Seht ihr denn nicht, dass ich v?llig den Verstand verloren habe?!" keuchte Neveah, ihre Stimme bebte. "Was will ich?! Jede Zelle meines K?rpers begehrt dich, genauso wie ihn! Herz, K?rper und Seele, alles, was du bist, alles, was er ist... ich m?chte alles... ich m?chte das Gesamte!" rief Neveah frustriert. Kaum waren die Worte ausgesprochen, konnte Neveah sie kaum verarbeiten, und f¨¹r einmal gesagte Worte gab es kein Zur¨¹cknehmen mehr. Sie konnte auch nicht daran denken, es zur¨¹ckzunehmen, nicht wenn Xenon darauf aus war, Neveah jeden vern¨¹nftigen Gedanken zu rauben. K?nig Jian neigte seinen Kopf leicht zur Seite, seine Lippen bildeten ein kleines, schelmisches L?cheln. Neveahs Gest?ndnis war ein Bekenntnis ihres Vengens, das sich perfekt mit dem Sehnen ihres Herzens vermischte, und es erw?rmte K?nig Jians Herz so sicher wie es seine Lenden erregte. In diesem Moment war sich K?nig Jian endlich sicher, dass diese Frau ganz und gar ihnen geh?rte, und er war noch sicherer, dass auch sie es wusste. "Alles... geh?rt dir..." murmelte K?nig Jian leise und schmiegte seinen Kopf an Neveahs Hals. F¨¹r Neveah ng es wie ein feierliches Gel?bnis, ein Schwur, der sich in ihr Herz brannte, w?hrend sie sich drehte. Neveahs Lippen formten einenutlosen Schrei, als ihr Orgasmus in einer gewaltigen Welle durch sie hindurchscho? und ihre Zehen sich kr?uselten. Xenons Zunge lie? nicht nach, und begleitete Neveahs H?hepunkt. "Du bist wundersch?n, Neveah... jetzt noch mehr..." fl¨¹sterte K?nig Jian leise und beobachtete, wie sich Neveahs Lust entfaltete. Wie berauscht schwanden Neveahs Augen, ihre Lippen teilten sich. Ihr Brustkorb hob und senkte sich schwer, ihre Zunge fuhr hervor, um ihre Lippen zu befeuchten. Xenon war aufgestanden, beugte sich vor ¨¹ber Neveah mit einem verspielten Grinsen auf den Lippen. Sein Verhalten zwang Neveah, sich zur¨¹ck in K?nig Jians Griff zu legen, und verursachte eine leichte Reibung, die K?nig Jian ein angestrengtes St?hnen entlockte. "Du solltest Jian nicht herausfordern... ub mir," murmelte Xenon zu Neveah, sein Grinsen wurde noch breiter, als Neveah h?rbar schluckte und sich versteifte. Xenon starrte auf Neveah herab, und in seinem Blick funkelten mehr Emotionen, als Neveah in diesem Moment entziffern konnte. Dann beugte er sich hinunter und eroberte Neveahs Lippen, sein Kuss war diesmalngsam und z?rtlich...eine Seltenheit, und dennoch schw?chten sie Neveahs Knie genauso wie jeder andere Kuss. Es war ein kurzer, s¨¹?er Kuss, und bevor Neveah ihn vertiefen konnte, zog er sich zur¨¹ck, und sah Neveah erneut mit einem bedeutungsschweren Blick an. "Alles geh?rt dir..." stimmte Xenon K?nig Jians Schwur zu. In diesem Moment wusste Neveah es... ihr Schicksal war besiegelt, und es gab kein Zur¨¹ck mehr. Aber zum ersten Mal war es kein Schicksal, das sie verabscheute... es war ein wunderbares Schicksal, f¨¹r das sie sich nicht einmal w¨¹rdig hielt. Und doch war sie hier und ergab sich vollkommen diesem Schicksal... komme, was wolle. Chapter 535: Aufgewühlt (Kap.536)

Chapter 535: Aufgew¨¹hlt (Kap.536)

Azkar trommelte mit dem Fu? gegen den Boden, seine Brauen zogen sich nerv?s zusammen, und so sehr er es auch versuchte, er konnte seine Unruhe einfach nicht unterdr¨¹cken. Es war ein unbefriedigendes Ende eines Tages, der mit viel Spannung und Vorfreude begonnen hatte, und Azkar verabscheute es... er verachtete es zutiefst, wenn Dinge nicht nach n verliefen. Er hasste es so sehr, dass er alles in Sichtweite zerst?ren wollte, nur um seinen Zorn zu stillen und seinem intensiven Vengen nachzugeben, Chaos anzurichten und eine Spur der Dunkelheit zu hintessen. "Warum musste er gerade jetzt auftauchen?!" zischte Azkar voller Zorn. Sein Kopf zuckte immer wieder zur Seite, sodass die geschw?rzten Adern an seinem Hals sichtbar wurden, und um ihn herum schwebte eine Wolke aus Schatten, die seine Stimmung widerspiegelte. "Warum gerade jetzt, Leon?! Warum?!" wiederholte Azkar hasserf¨¹llt. "Mein Herr, Ihr m¨¹sst Euch beruhigen..." versuchte Azkars Untergebener, Leon, zu beschwichtigen. Leon warf einen wachsamen Blick um die H?hle im Wald und beobachtete die sich ansammelnden Schatten. "Der Tag hatte perfekt begonnen! Alles lief nach n! Und dann musste er einfach erscheinen!" fuhr Azkar fort. Das M?dchen f¨¹hlte sich in seiner Gegenwart v?llig wohl und betrachtete ihn als einen ganz gew?hnlichen Menschen. Und wenn sie l?chelte, war es ein echtes L?cheln, das Azkar an ihr besonders beeindruckte. Er hatte noch nie das menschliche Geschlecht so gl¨¹cklich wahrgenommen wie in ihrer N?he. W?hrend sie gegen¨¹ber jeder anderen Rasse ihre Wachsamkeit bewahrte, hatte Azkar erkannt, dass sie etwas an den Menschen sch?tzte. Er hatte beobachtet, wie sie sich ohne Vorurteile unter sie mischte, selbst jetzt, wo sie so herausragend war. Und wenn es eine Sache gab, die sich in der Festung bew?hrte, dann war es die Einigkeit. Trotz des Trugbildes der Einigkeit gab es die unvers?hnlichen Vorurteile jeder Rasse gegen¨¹ber den anderen und das gemeinsame Vorurteil gegen¨¹ber der weit weniger begabten menschlichen Rasse. Azkar verstand, dass Vorurteile Sinn machten in einer Welt wie der Festung, in der jede Rasse um ultimative Macht rang. Was er nicht verstand, war das M?dchen und warum sie sich unter einer schw?cheren Rasse so wohl f¨¹hlen konnte. Vielleicht, weil sie sie simpler empfand als die anderen Rassen, voller Bosheit und T?uschung. Azkar hattenge genug gelebt, um zu wissen, dass keine Rasse frei von Dunkelheit war. Doch all das spielte keine Rolle mehr, denn ihre Zuneigung zu den Menschen hatte Azkar eine M?glichkeit gegeben, die er sonst nicht h?tte ergreifen k?nnen. Lange hatte Azkar herausgefunden, wie er ihre Mauern ¨¹berwinden und sich ihr n?hern konnte. Wienge hatte er gebraucht, um einen Weg zu finden, sich dem M?dchen anzun?hern? Monatng hatte er bewusst scheinbar zuf?llige Begegnungen inszeniert, die unauff?llig genug waren, um ihr nicht aufzufallen. Das M?dchen war alles andere als gew?hnlich, Azkar wusste, dass er ?u?erst vorsichtig vorgehen musste, und er hatte nie so viel M¨¹he in etwas gesteckt wie in die Erschaffung dieser neuen Identit?t, die es ihm erm?glichte, an ihren starken Instinkten vorbeizukommen.Azkar hatte nie in Betracht gezogen, dass die Frau, die ihn so sehr fasziniert hatte, Neveah, die wahre Gef?hrtin des Drachenk?nigs war, wie er heute herausgefunden hatte. Wie war das ¨¹berhaupt m?glich gewesen? War das der Grund, warum sie ihm so interessant erschien? Azkar wusste zuvor nichts davon. Sein Informant hatte ihm nur von der leuchtenden Barriere berichtet, die vom Aufstieg Demevirlids zeugte... h?tte er die gesamte Geschichte gekannt, w?re ihm alles schon fr¨¹her r gewesen. Erst jetzt wurde Azkar die Umst?nde r, dass die Heldentat nicht allein von dem M?dchen vollbracht worden war, sondern dass es noch jemand anderen gab. "Sie waren verbunden... sie waren tats?chlich verbunden...", murmelte Azkar vor sich hin und dachte an die Szene im Wald zur¨¹ck. Dies war Azkar erst jetzt bewusst geworden, nachdem Leon ihm einen vollst?ndigen Bericht ¨¹ber das Geschehen an der Barriere geliefert hatte. Nicht viele au?er den Drachen h?tten diese Szene verstanden. Die Stadt war voll von Ger¨¹chten ¨¹ber die magischen F?higkeiten des M?dchens. Die eigentliche, gr??ere Sorge hatten sie noch nicht erkannt. In all diesen Jahrhunderten hatte Azkar den Drachenk?nig nur selten gesehen, und das aus gutem Grund. In all den Jahren hatte Azkar alles getan, was er konnte, au?er eines: dem Drachenk?nig zu begegnen, Noch hatte er diesen Gedanken nicht zugssen, da er noch nicht alles erreicht hatte, was n?tig war, um den Drachenk?nig zu st¨¹rzen. Azkar hatte sich hastig zur¨¹ckgezogen, als er die Anwesenheit des Drachenk?nigs sp¨¹rte, und es ?rgerte ihn sehr, dass er sich wieder einmal zur¨¹ckgezogen hatte, nicht zum ersten Mal in diesen Jahrhunderten. Noch ?rgerlicher war, wie sp?t ihm diese Erkenntnis gekommen war. H?tte Azkar das gewusst oder auch nur geahnt, h?tte er diese Gelegenheit nicht verpasst, das M?dchen diesmal mitzunehmen. Eine Gelegenheit, die Azkar wusste, k?nnte seine letzte sein, da der Drachenk?nig nun im Spiel war. "Was wirst du jetzt tun, wirst du tun, was Seine Lordschaft w¨¹nscht? Das M?dchen zu ihm bringen?", fragte Leon. Azkar zuckte ?rgerlich mit den Augenbrauen, selbst jetzt, trotz dieser Entdeckung, war er immer noch nicht bereit, das M?dchen in Gefahr zu bringen. "Ich denke, selbst das wird jetzt nicht mehr so einfach sein. Der Drachenk?nig wird sie nicht aus den Augenssen...", murmelte Azkar. "Was sollen wir dann tun? Wir haben nur sechs Monate Zeit, und da der Drachenk?nig anwesend ist, wird es f¨¹r dich gef?hrlich sein, dich in der N?he des M?dchens aufzuhalten", machte sich Leon Sorgen. Azkar atmete tief durch, das Risiko musste er eingehen. "Ich muss jetzt vorsichtig vorgehen. Aber mehr noch, eine Gelegenheit wird sich uns nicht bieten... wir m¨¹ssen uns selbst eine schaffen", entschied Azkar. "Und die Befehle Seiner Lordschaft?", fragte Leon ?ngstlich. "Wenn ich das M?dchen in den H?nden halte, werde ich dann entscheiden, zu welchem Zweck sie am besten geei ist...", murmelte Azkar. Chapter 536: Nichts Sicheres (Kap.537)

Chapter 536: Nichts Sicheres (Kap.537)

"Mein Herr, seid Ihr Euch dessen wirklich sicher?" fragte Leon Azkar ungewiss, als sich das Portal vor ihnen mit Leben f¨¹llte. Der gro?e Spalt im Raum offenbarte ein Gel?nde, das in einen wirbelnden dunklen Nebel geh¨¹llt war und v?llig verbarg, was dahinteg. Doch um ein Portal von solcher Pr?zision zu beschw?ren, musste dieses Ziel Azkar wohlvertraut sein. Azkar sann ¨¹ber die Frage nach. Es gab nicht viele Dinge in seinemngen Leben, die er getan hatte, weil er sich ihrer v?llig sicher war. Und ebenso gab es viele Dinge, die Azkar getan hatte, die er nicht h?tte tun k?nnen, h?tte er auf Gewissheit gewartet. Es gab kaum etwas, das je sicher war... Es hatte eine Zeit gegeben, in der Azkar sicher gewesen war, dass seinesgleichen ¨¹berlegen und allm?chtig, unbesiegbar waren. Er hatte geubt, dass ihre Herrschaft bis zum Ende aller Zeiten andauern w¨¹rde, dass niemand es wagen w¨¹rde, sich ihnen zu widersetzen... Azkar h?tte sein Leben darauf verwettet. Vor dem Aufstand war das dunkle Imperium unangefochten, es h?tte immer so bleiben sollen... sie hatten alles richtig gemacht, zumindest hatte Azkar das angenommen. Dann hatte Azkar erkennen m¨¹ssen, wie falsch er gelegen hatte, als er mit ansehen musste, wie die Drachen jeden einzelnen der Seinen brutal niederschlugen, sie ausl?schten, bis kaum einer in der weiten Festung noch ¨¹brig war. Und die ¨¹berlebenden waren im ganzen Bollwerk verstreut, f¨¹r immer verdammt, im Schatten zu leben, immer im Verborgenen, denn ein Schritt ins Licht w¨¹rde den Tod bedeuten. Wie sicher war Gewissheit selbst? Alles im Leben war ein Risiko, jeder Schritt ein Wagnis, nichts war in Stein gemei?elt, selbst Schicksale konnten ver?ndert und neu geschrieben werden. Es gab keinen sicheren Weg, kein versprochenes Ziel, das Leben war nicht vorhersagbar und alles, was begann, w¨¹rde ein Ende haben. Alles, was man tun konnte, war, die Risiken so weit wie m?glich zu minimieren, indem man sich angemessen vorbereitete, und genau das hatte Azkar getan, seit Jahrhunderten hatte er nichts anderes getan. "Man kann sich bei jedem Schritt nicht sicher sein. Jetzt, wo die Drachen Demevirlds Gegenwart entdeckt haben, werden sie versuchen, ihn zu extrahieren... die Drachen wissen, wie gef?hrlich Demevirld selbst f¨¹r seinen Wirt ist." "Und niemand wei? das besser als der Drachenk?nig selbst." behauptete Azkar. "Er hat seinem Schicksal mit Demevirldnge entkommen, aber um ihretwillen... wird er Demevirld akzeptieren, selbst wenn es nur ist, um seine Verb¨¹ndeten vor Demevirlds Qualen zu bewahren." "Wenn Demevirld in die H?nde von K?nig Jian f?llt, wird all das, wof¨¹r wir so hart gearbeitet haben, umsonst sein." sagte Azkar, w?hrend sich seine Stirn in Sorgenfalten legte. Jetzt, da Azkar zur Ruhe gekommen war, konnte er die Situation endlich sorgf?ltig und mit rem Verstand bewerten. Bei weiterem Nachdenken fand Azkar, dass das M?dchen jetzt noch faszinierender war... jetzt, da sie das Herz des edelsten aller Drachen in sich trug. Der Drachenk?nig w¨¹rde nun eine Schw?che haben, eine Schw?che, die in Azkars Reichweiteg. War dies nicht eine passende Wendung des Schicksals?Doch zun?chst musste Azkar sicherstellen, dass alle losen Enden fest verknotet wurden. Demevirld war der Schl¨¹ssel, um ihre Position in der Festung zur¨¹ckzuengen, und ohne Demevirld w¨¹rde es Jahrhunderte dauern, eine andere L?sung zu finden. Snge Demevirld in Neveahs H?nden war, war es in ihrer Reichweite. Doch wenn Neveah die Waffe ihrem wahren Herrn ¨¹berlie?e, st¨¹nden sie auf verlorenem Posten. "Wir d¨¹rfen nicht zssen, dass der Drachenk?nig die Macht von Demevirld ergreift... Mit Demevirld war Agardan unaufhaltbar. Magie in den H?nden von Drachen ist ein Fehler, den wir nie h?tten zssen d¨¹rfen..." sagte Azkar nachdenklich mit tiefer Stimme. "Die Verbindung zu Demevirld wird st?rker, jedes Mal, wenn Neveah es f¨¹hrt. Jedes Mal, wenn sie seine verbotene Macht beschw?rt, vertieft sich sein Abdruck in ihrer Seele." "Die Drachen werden ihren Gebrauch von Demevirld einschr?nken, um zu verhindern, dass es sich unwiderruflich verbindet und um eine Wiederholung vergangener Ereignisse zu vermeiden." fuhr Azkar fort. "Aber wird sie in der Lage sein, im Angesicht der Gefahr wegzusehen? Wird sie es schaffen, dem Dr?ngen von Demevirld zu widerstehen?" "Ich m?chte selbst sehen, welchen Weg sie w?hlt... Was wird wichtiger sein? Ihre eigene Sicherheit oder die der Festung?... Schlie?lich ist sie die Drachenk?nigin." murmelte Azkar mit einem leichten Grinsen. "Dann m¨¹ssen wir so viel Unruhe stiften, dass Demevirld entfesselt wird. Je enger die Bindung, desto gr??er das Risiko, sie zu durchtrennen... Wenn Demevirld tief mit ihrer Seele verwoben ist, wird der Drachenk?nig wagen, ihr Leben zu riskieren, um sie zu l?sen?" Leon murmelte ebenfalls verst?ndnisvoll. "Es istnge her seit Fort zed und dem Trollgolem; es ist Zeit, die Drachen daran zu erinnern, dass wir immer noch hier sind... wartend, beobachtend... wir werden immer hier sein. Wo Licht ist, ist sicherlich auch Dunkelheit." sagte Azkar, seine Augen blitzten b?sartig. "Aber du hast esnge vermieden, dorthin zur¨¹ckzukehren. Wirst du es aushalten?" fragte Leon besorgt. "Was auch immer daraus geworden ist, es ist mein Geburtsort... es ist meine Heimat, eine Tatsache, die sich nie ?ndern wird. Alles, was ich tue... tue ich f¨¹r die Sache meines Volkes..." "Damit ich eines Tages erhobenen Hauptes vor ihnen stehen und ihnen den Untergang unserer Feinde pr?sentieren kann." fl¨¹sterte Azkar. "Was soll ich tun?" fragte Leon pflichtbewusst. "Bleib zur¨¹ck... behalte die Dinge im Auge. Dieses Mal... werde ich unser Heimand besuchen und meinem Volk meine Ehre erweisen." sagte Azkar und nickte Leon zu. Azkar schritt durch das Portal, ohne eine Spur von Z?gern. Der Magieschub verging schnell, und bald war der Wald verschwunden. Azkar stand im Umschlingung des dunklen Nebels. Ein leises Grollen erf¨¹llte Azkars Brust, als er sp¨¹rte, wie seine Magie in seinen Adern aufstieg und den Ort seiner Geburt anerkannte. Azkar neigte den Kopf leicht zur¨¹ck und schloss die Augen. "Das Herz der dunklen Lande... es ist so sch?n wie eh und je." murmelte Azkar. Chapter 537: Einst pr?chtig (Kap.538)

Chapter 537: Einst pr?chtig (Kap.538)

Azkar stapftengsam durch den Wald, seine Stiefel schleiften durch den nassen Scmm der S¨¹mpfe, und jeder Schritt wurde schwerer als der letzte, weil sich der Scmm an seinen Stiefeln festsetzte. Selbst durch das dicke Leder seiner Stiefel drang die K?lte des nassen Bodens und kroch seine bedeckte Haut hinauf, auf eine Weise, die andere abschrecken w¨¹rde, aber nicht Azkar. Dem dunklen Zauberer machte das nichts aus, es war sogar ein willkommenes Gef¨¹hl ... eines der wenigen Dinge, die ihm hier in den dunklen Landen vertraut blieben. Der Wald weckte Erinnerungen, die Azkarnge unter seiner Verantwortung und seinem Schwur, seiner Art wieder zu altem Ruhm zu verhelfen, vergraben hatte. Viele dieser Erinnerungen waren jetzt verschwommen und in Bruchst¨¹cke zerfallen, von denen die meisten widerspr¨¹chlich und schwer zuzuordnen waren. Seit dem Untergang ihrer Dynastie waren Jahrhunderte vergangen, l?nger als Azkar z?hlen konnte, und in all diesen Jahrhunderten hatte Azkar so viele Dinge gesehen und so viel erlebt, dass es schwierig geworden war, seine fr¨¹hesten Erinnerungen festzuhalten. Azkar konnte sich vage daran erinnern, dass er in seiner Kindheit durch eben diese S¨¹mpfe gerannt war, von Kopf bis Fu? mit Scmm bedeckt. Warum man ihm eubt hatte, frei durch die S¨¹mpfe zuufen, und warum er einen so unansehnlichen Sport bevorzugte, wusste Azkar nicht genau, Die Erinnerungen, die Azkar noch hatte, verrieten nicht viel mehr als ein paar fl¨¹chtige Eindr¨¹cke. Azkars Blick blinzelte leicht, als er sich kurz umsah, um festzustellen, ob er auf dem richtigen Weg war. Obwohl Azkar durch die Schatten gut sehen konnte, war der Wald, den er einst wie seine Westentasche kannte, inzwischen zugewachsen und ungez?hmt. Die Wege waren durch Ger?ll und Gestr¨¹pp versperrt, und das Gr¨¹n war von den Schatten verdunkelt, die so weit das Auge reichte, Anspruch erhoben hatten. Es war kein seltsamer Anblick, der Schattenturm war schon immer so gewesen. Aber damals war die Dunkelheit sch?n und gez?hmt gewesen... jetzt war sie einfach au?er Kontrolle geraten. Und was nicht kontrolliert werden konnte, war selbst f¨¹r diejenigen gef?hrlich, die es besa?en. Azkar ging eine Weile den Pfad hinunter, und es dauerte eine Weile, bis er endlich seinen Weg zu seinem Ziel gefunden hatte, aber als es endlich in Sichtweite war, blieb Azkar stehen und starrte es schweigend an. Der Schattenturm, eine m?chtige Festung, die nun mit dem Titel ¡¯Verbotener Sumpf¡¯ belegt war. Ein ver?chtlicher Titel der Drachen, der sich ¨¹ber Generationen hinweg gehalten hatte, bis kaum noch jemand den wahren Namen dieses wundersch?nen Ortes kannte. Und selbst dann war dieser verp?nte Titel ge?chtet und durfte niemals erw?hnt werden. Azkar wusste, dass dies zwar f¨¹r ihn ein sch?ner Ort war, aber nicht f¨¹r die Drachen. Azkar wusste, dass der Ort, den er sein Zuhause nannte, f¨¹r sie ein Ort der Gefangenschaft war... ein Ort, den sie verabscheuten und von dem sie sich ihr ganzes Lebenng danach sehnten, befreit zu werden. Aber wie grausam war es, die gro?e Geschichte von Azkars Art in Vergessenheit geraten zussen? Gab es einen gr??eren Fluch, als v?llig vergessen und aus der Existenz getilgt zu werden? Azkar konnte nicht zustimmen, dass die Strafe dem Verbrechen angemessen war. Welches Verbrechen war es ¨¹berhaupt, m?chtig zu sein? Azkar war sich bewusst, dass sein Volk keine besonders g¨¹tigen Anf¨¹hrer gewesen waren, doch hatten alle V?lker damals die Chance auf Leben, snge sie sich unterwarfen. Doch nachdem die Drachen die Macht ergriffen hatten, f¨¹hrten sie einen Kreuzzug gegen die dunkle Magie und ihre Anwender, tilgten diese aus ihrer Existenz, aus Angst vor der unbezwingbaren Kraft der dunklen Magie. Und selbst als ein Drachenk?nig aufstieg, der anders als die anderen war, der die Sch?nheit der dunklen K¨¹nste verstand und sie in ihrer vollen Macht wiederherstellen wollte, wandte sich seine eigene Art gegen ihn und er wurde get?tet. Als w?re die dunkle Magie ein Fluch und wer sie aus¨¹bte, verdiente nur den Tod. Doch die Drachen galten als rechtschaffen, auch wenn sie nichts anderes getan hatten, als Blut zu vergie?en und alle zu zerst?ren, die anders waren als sie. Es gab weder richtig noch falsch, das hatte Azkar erkannt. Die Regeln von richtig und falsch wurden von denen bestimmt, die an der Macht waren. Wenn das f¨¹r die Drachen galt, dann galt das auch f¨¹r seine Art. Azkars Lebensziel war es also, das Gleichgewicht der Macht zugunsten der Rasse zu verschieben, die ihm gerade gefiel, auch wenn es sein Volk niemals zur¨¹ckbringen konnte... es w¨¹rde das Drachenvolk ruinieren, und das war gut genug. Azkar atmete tief durch und sch¨¹ttelte Gedanken ab, die seinen Verstand mit Wut tr¨¹ben w¨¹rden, davon hatte er f¨¹r einen Tag schon genug. Azkar setzte seinen Weg fort, bis er vor den m?chtigen Toren der Festung stand und mit einer mncholischen Miene zu ihr hinaufsah. In seinem Geiste sah er die Pracht und den Ruhm dieser Festung, die vor vielen Jahrhunderten der Sitz der h?chsten Macht gewesen war. Er sah die Massen, die ein- und ausgingen, und die Bestien von Asvar, die ¨¹ber ihm flogen... In Ketten, ja... aber wenigstens war ihnen ein tz in ihrer Welt zugestanden worden. Eine Gnade, die die Drachen im Gegenzug nicht gew?hrt hatten. Nun jedochg dieselbe Festung in Ruinen und Verfall, ¨¹berwuchert von Ranken, bis kaum noch etwas zu sehen war. Einige der T¨¹rme waren eingest¨¹rzt, zerfallen durch Alter und Vernachl?ssigung. Azkar z?gerte einen Moment. Es war einige Jahrzehnte her, dass er hier gewesen war und beim letzten Mal hatte er es nicht gewagt, zu verweilen. Doch dieses Mal war er gekommen, um die richtige Waffe zu suchen... Es war schwierig, eine zu finden, die stark genug war, um die Festung zu ersch¨¹ttern, aber Azkar hatte bereits eine Idee, was der richtige Anfang sein k?nnte. Azkar ging durch das Tor, betrat aber nicht die Burg. Stattdessen umrundete er den Innenhof und ging um die Burg herum bis nach hinten. Chapter 538: Schattenturm (Kap.539)

Chapter 538: Schattenturm (Kap.539)

Bei Tagesanbruch durchstreiften Schattenbestien die d¨¹steren Lande, und Azkar vernahm ihr grauenhaftes Kreischen, das sich aus der Ferne zu ihm her¨¹ber trug. Es war bekannt, dass sie sich um den Schattenturm herum und in den gesamten dunklen Landen aufhielten, doch niemals wagten sie sich in den Schattenturm selbst. Das Tor war das ?u?erste, an das sie sich herantrauten. Es zeugte davon, wie einst bedrohlich der Schattenturm gewesen sein musste, dass selbst die ¨¹berbleibsel seiner Macht noch immer abschreckende Wirkung hatten. Langsam schritt Azkar auf dem vertrauten Pfad, den er als Kind schon unz?hlige Male beschritten hatte. Der einst gepsterte Weg war nun von Schmutz und Gestr¨¹pp ¨¹berdeckt und nicht mehr zu erkennen. Mit jedem Schritt, den Azkar tat, starrte er auf das schmerzhafte Auseinanderffen zwischen seiner Erinnerung und dem, was sich nun vor seinen Augen ausbreitete ¨C eine erdr¨¹ckende Stille, die ¨¹ber den T¨¹rmenstete. Nicht jedem war es verg?nnt, den Schattenturm so kennenzulernen, wie Azkar es tat. Als treue Diener des dunklen Herrschers von Jugend an waren Azkars Eltern angesehene Zauberer, hochgesch?tzt unter den Ihren, und Azkar wuchs hier auf, umgeben von den edelsten seiner Art. Doch er wusste, dass er niemals die Brinz seiner Eltern geerbt hatte; zu ihrem Missfallen und dem Hohn vieler seiner Artgenossen. Azkar war schon immer anders gewesen, und nie im positiven Sinne. Er war einfach weniger... weniger talentiert, weniger kraftvoll,ngsamer in der Aneignung der K¨¹nste, weniger mutig, weniger ¨¹berzeugend... So sehr, dass Azkar wohl niemals das Erbe seiner Eltern antreten w¨¹rde, und er wurde immerfort an diese Tatsache erinnert. Und wenn es etwas gab, das er trotz der verssten Erinnerungen nicht vergessen konnte, dann war es das Gef¨¹hl der Inkompetenz, das sich tief in sein Bewusstsein eingegraben hatte. Dass er das Erbe seiner Geburt nicht verdiente... "Doch am Ende... gab es sonst niemanden..." murmelte Azkar, begleitet von einem leisen Kichern. "Ihr seid alle gestorben." Endete er und sein Lachen verstummte, seine Stimme spiegelte dabei eine vielschichtige und unentwirrbare Emotion wider. Als einer der wenigen ¨¹berlebenden des Massakers wusste Azkar, dass er sich nur deshalb jahrzehntng unter den Menschen verbergen konnte und seine Existenz geheimhalten konnte, weil er so unzureichend gewesen war. Weil seine magischen F?higkeiten einst so schwach waren, dass die Drachen ihn nicht sp¨¹ren konnten und die von Drachenloyalisten gebauten Sensoren f¨¹r dunkle Magie ihn nicht einmals erfasst hatten, Niemand hatte Notiz von ihm genommen, und die wenigen Menschen, die die Wahrheit erfuhren, ignorierten ihn, da er f¨¹r sie niemals eine Bedrohung darstellen k?nnte. Azkar hatte sich mit seiner Unzul?nglichkeit arrangiert; sie hatte ihm das Leben gerettet und ihm die M?glichkeit gegeben, sich zu entwickeln... zu jener Bedrohung zu wachsen, von der sie nie geubt hatten, dass er sie je werden k?nnte. Letzten Endes hatte Azkar sich alles selbst beigebracht; es hatte fast ein Jahrhundert gedauert, bis er ansatzweise so gut war wie seine Eltern, doch Zeit war etwas Wunderbares und mit der Zeit hatte er sie alle ¨¹bertroffen...Und Jahrhunderte sp?ter war Azkar nun der Herr des Schwarzen Netzes, belebte die K¨¹nste der schwarzen Magie wieder und stellte eine der gr??ten Bedrohungen f¨¹r die Festung dar - und das schon seit Jahrhunderten. W¨¹rde der Schattenturm noch stehen, w?re sich Azkar sicher, dass er w¨¹rdig gewesen w?re, unter den m?chtigsten dunklen Magiern zu stehen. Doch trotz all seiner Erfolge konnte Azkar nicht ¨¹ber das Gef¨¹hl der Unzul?nglichkeit hinwegkommen, wenn er in seine Heimat zur¨¹ckkehrte. Er konnte den Schattenturm seit dem Aufstand nur an einer Hand abz?hlen. Die Erinnerungen an diesen Ort waren bitters¨¹? - nicht durchweg schrecklich, aber auch nicht ohne Schmerz. Hier hatte sich Azkar am unw¨¹rdigsten gef¨¹hlt und doch war es der einzige Ort, der je ein Zuhause hatte sein k?nnen. Azkar verdr?ngte seine Gedanken und beschloss, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Je schneller er den Gegenstand beschaffen k?nnte, nach dem er gekommen war, desto schneller k?nnte er diesen Ort wieder vessen. Azkar war bereits eine Weile unterwegs, als er f¨¹r einen Moment innehielt und seinen Blick schweifen lie?. Nun war er im hinteren Hof des Turms angekommen, wo sich ein gro?er Teich befand. Azkar atmetengsam aus, als er diesen sah. Er ging bed?chtig um den Teich herum, z?hlte dabei im Kopf seine Schritte, und als er einen bestimmten Punkt erreichte, hielt er an. In die Hocke gehend, wischte Azkar den Staub vom Boden, bis eine Rune sichtbar wurde. Sie war tief in den Boden eingegraben und von einem verssten roten Schimmer umrandet. Alle anderen Gew?sser, Brunnen und alles andere im Turm waren ausgetroc. Dies war der einzige Wasserbereich, der noch gef¨¹llt war, doch enthielt er keine gew?hnliche Fl¨¹ssigkeit, sondern eine seltsame Substanz, die fast silbern schimmerte und je nach Blickwinkel anders gef?rbt zu sein schien. Azkar fuhr mit einem Finger ¨¹ber die Rune, sein Fleisch kratzte ¨¹ber die harte Oberfl?che und hinterlie? eine Blutspur, w?hrend er die Rune mit Blut nachzeice. Nachdem die Rune vollst?ndig mit Blut bedeckt war, zog Azkar seine Hand zur¨¹ck und wartete dann, w?hrend er die Rune mit zusammengekniffenen Augen studierte. Ein Moment verging, ohne dass etwas geschah, doch Azkar gab nicht auf. Diesmal zog er eine kleine Klinge aus seinem G¨¹rtel, machte einen tiefen Schnitt in seine Handfl?che und hielt sie ¨¹ber die Rune, sodass sein Blut auf sie tropfte. Die Fl¨¹ssigkeit folgte dem Veuf, den die eingravierte Rune vorgab. Azkars Blick blieb auf der Rune fixiert, seine Augen konzentriert und er ballte seine Hand zur Faust, als der Blutfluss nachlie? und ein weiterer Schwall Blut auf die Rune hinabtropfte. "Was hast du vor, Kaz? Willst du dich selbst ausblutenssen?" Eine h?hnische Stimme erng hinter Azkar, mit der er sicherlich nicht gerec hatte. Chapter 539: Nicht das Gleiche (Kap. 540)

Chapter 539: Nicht das Gleiche (Kap. 540)

Azkar blieb einen Momentng still, sein Gesichtsausdruck war schwer zu entziffern. In seinen Augeng ein Ausdruck des Unmuts, doch in diesen Augen fehlte offensichtlich ein Ausdruck der ¨¹berraschung, und es war schwer zu sagen, ob Azkar sich seine ¨¹berraschung nicht anmerken lie? oder ob er einfach nicht ¨¹berrascht war, dass hier drau?en noch jemand war. "Warum, Kaz? Willst du kein Wort zu mir sagen?" Die Stimme kam wieder. Azkar ballte seine F?uste noch fester, so fest, dass seine Fingern?gel sich in die Haut seiner Handfl?che bohrten. "Nenn mich nie wieder ... so ..." warnte Azkar in einem dunklen, t?dlichen Ton, w?hrend er sich aufrichtete. Azkar drehte sichngsam um, um der Frau ins Gesicht zu sehen, die hinter ihm stand. Sie trug ein schwarzes Kleid und eine glitzernde Eisenmaske, die ihr ganzes Gesicht bedeckte und alle ihre Gesichtsz¨¹ge verbarg. Es war eine Maske, die Azkars eigener Maske sehr ?hnlich war, nur dass Azkars Maske schwarz war, w?hrend diese aus Eisen bestand. Selbst jetzt war in Azkars Augen keine ¨¹berraschung zu erkennen, was bezeugte, dass Azkar diese Frau kannte, und obwohl er ¨¹ber ihre Anwesenheit nicht ¨¹berrascht war, freute er sich auch nicht dar¨¹ber. "Ihr solltet froh sein, mich zu sehen. Zumindest k?nnte dein Blut hier etwas erwecken ... das sollte als Erfolg gewertet werden." erkl?rte Ida mit einem l?ssigen Achselzucken. Azkars Augenbrauen zuckten leicht bei dieser offensichtlichen Beleidigung, aber das war alles, was sein Gesicht an Unmut widerspiegelte. "Ida. Was habe ich gesagt, als du den Turm betreten hast?" fragte Azkar mit einem finsteren Blick in seinen Augen. Die Frau, die Azkar Ida genannt hatte, neigte ihren Kopf zur Seite, was man nur als Belustigung deuten konnte. "Nicht viele Dinge..." murmelte Ida und gingngsam auf Azkar zu. Ida blieb direkt vor ihm stehen und blickte ihm einen Momentng in die Augen, bevor sie sich an ihm vorbeidr?ngte. "Du bist nie hier, verstehst du. Wie h?ttest du auch viel sagen k?nnen?" fragte Ida, obwohl sie auf diese Frage keine Antwort erwartete. Ida hockte sich neben Azkar und studierte die Rune, die nun vollst?ndig mit Blut bedeckt war. "Irgendetwas sagt mir, dass es etwas komplizierter ist, sie zu erwecken, als deine Kobolde zu beschw?ren. Dazu braucht man mehr als Blut... einen Zauberspruch vielleicht?" fragte Ida nachdenklich. Ida blickte zu Azkar hin¨¹ber, der immer noch von ihr abgewandt war. "Sag es mir nicht..." Ida schnappte dramatisch nach Luft. "Du kennst den Zauberspruch nicht, oder?" fragte Ida mit sp?ttischer Stimme. "Ich meine, ich habe geh?rt, dass die m?chtigsten Zauberspr¨¹che nur an die vielversprechendsten Erben weitergegeben wurden ... und du warst nie einer davon." "Es kann doch nicht sein, dass man dir diesen Zauber nicht auch beigebracht hat, oder?" fragte Ida erneut. Offensichtlich kannte Ida die Antwort auf ihre Fragen und kicherte anschlie?end vor sich hin. "Was hattest du denn im Sinn? Hast du gehofft, dass deine Blutlinie ausreicht, um an eines der Haustiere der dunklen Lords heranzukommen?" fragte Ida, nachdem sie zu ihrer Zufriedenheit gcht hatte. Azkar antwortete nicht, er drehte sich um und sah Ida mit einem leeren Blick an. "Was willst du, Ida?" fragte Azkar direkt. Ida verspottete Azkars Frage h?rbar. "Jahrzehnte sind vergangen, seit du mich hier zur¨¹ckgssen hast... in diesem dunklen, trostlosen Ort, nur begleitet von meinen Gedanken, meinem Schmerz und diesen abscheulichen Kreaturen... und nun, nach all dieser Zeit, beehrst du endlich diese dunklen Lande mit deinem Erscheinen." "ubst du denn nicht, es w?re undankbar von mir, deine Ankunft zu ignorieren, ohne dich zu begr¨¹?en?" fragte Ida, ihr Tonfall triefend vor Sarkasmus und einem Hauch von Wut. "Du bist hier sicher, und das wei?t du. Also, worauf willst du hinaus, Ida?" entgee Azkar desinteressiert. "Du hast mich vessen! Du hast mich in die Dunkelheit geworfen und hier zur¨¹ckgssen! Ich habe gewartet, immer gewartet, auf deine R¨¹ckkehr, auf die Chance, die du mir versprochen hattest! Aber du scheinst all deine Versprechen vergessen zu haben!" "Oder vielleicht bist du gar nicht in der Lage, sie zu erf¨¹llen! Du sprichst von einem n, aber ich denke, das ist nur eine Ausrede!" "Eine L¨¹ge, die du dir selbst erz?hlst, weil du dich nicht traust zuzugeben, dass du zu ?ngstlich bist, etwas zu tun! Zu sehr f¨¹rchtest du das Scheitern, um es wirklich zu versuchen!" "Du hast Angst davor, eine Familie zu entt?uschen, die dir nie Beachtung schenkte! Du kannst es versuchen und versuchen, aber es wird nichts daran ?ndern, dass du die Anerkennung, die du suchst, nie erhalten wirst... weil diejenigen, die sie geben k?nnten, alle tot sind!" schnaubte Ida b?sartig. Mit einem Blitzdreher ergriff Azkar Idas Kehle mit einem eisernen Griff, schnitt ihre Luftzufuhr in einem Zug ab. "Gerettet, wolltest du wohl sagen... Ich habe dein l?stiges, wertloses Leben gerettet, als du zu dumm warst, deinen eigenen tz zu kennen, du wertloses Flittchen!" zischte Azkar. Ida rang nach Luft und krallte sich an Azkars Hand fest. Ihre Fingern?gel gruben sich in sein Fleisch, w?hrend sie verzweifelt versuchte sich zu befreien, doch bei Azkar regte sich nicht mal ein Wimpernscg. "Und schon wieder bist du noch genauso klug wie am Ende deines Lebens... Da frage ich mich, ob ich dich nicht einfach deinem Tod h?tte ¨¹bessen sollen, um es hinter mich zu bringen." Azkars Blick war d¨¹ster, als er sich nah zu ihr beugte. Dann warf Azkar Ida zur Seite und blickte auf sie herab, wie sie sich am Boden zusammenkr¨¹mmte, hustete und nach Luft japste. "Wenn es dich erm¨¹det, auf meinen n zu warten, bist du gern zur¨¹ck zur Festung eingden... genau dorthin, wo ich dich gefunden habe." entgee Azkar mit einem l?ssigen Schulterzucken. "Ich... bitte um Verzeihung... mein Vengen nach Rache hat meine Gedanken vernebelt und die Schrecken dieses dunklen Ortes..." Ida brachte eine Entschuldigung hervor. Azkar seufzte leise und neigte seinen Kopf zur¨¹ck, um sich zu beruhigen. "H?r zu, Ida... Ich habe dir eine Chance versprochen, und das werde ich halten, aber in diesem Zustand kannst du nicht zur Festung zur¨¹ckkehren." "Meine M?nner durchk?mmen die gesamte Festung, und sobald ich einen geeien K?rper f¨¹r deine Seele finde, wird deine Zeit gekommen sein." sagte Azkar in wesentlich ruhigerem Ton. Azkar beugte sich herunter und t?tschelte sanft Idas Kopf. "Du und ich, wir m¨¹ssen einander vertrauen und aufeinander bauen. Du brauchst mich, wenn du die Hoffnung hast, zur¨¹ckzukehren, und auf meinem Weg... bist du meine Trumpfkarte, eine Art Sicherheitz." murmelte Azkar. "Du und ich, wir sind gleich... wir geh?ren zu den Letzten unserer Art... wir sind beide getrieben von dem Bed¨¹rfnis nach Rache, wir beide tragen den Schmerz unseres Volkes in unseren Herzen." Azkar murmelte weiter. Ida schwieg einen Augenblick, bevor sie antwortete. "Du musst dein Schicksal verabscheuen, die Verantwortung zu tragen, Rache f¨¹r dein Volk zu suchen, w?hrend du im Innersten immer dagegen warst..." "W?hrend du als die Unzul?ngliche galtst, war ich geliebt. W?hrend mein Volk unschuldig war, war deines es nicht. Nein, Azkar... du und ich, wir sind nicht gleich." entgee Ida, ihr Ton kalt und bestimmt. Chapter 540: Von allem (Kap.541)

Chapter 540: Von allem (Kap.541)

Das seltsame Wasser im Teich war vollkommen ruhig, so wie es war, seit Azkar angekommen war. Doch pl?tzlich begann es aufzubrausen und zeigte eine Reaktion, gerade als Azkar dachte, er h?tte keinen Erfolg. Azkar wandte sich dem Teich zu, sein Blick ruhte auf der Rune, die noch immer rot von seinem Blut gef?rbt war. Die Rune hatte zu leuchten begonnen, sie reagierte auf Azkars Blut, ein komplexer Ausdruck spiegelte sich in Azkars Augen wider. Azkar trat ein paar Schritte zur¨¹ck und beobachtete schweigend, wie der Teich gewaltt?tig aufgew¨¹hlt wurde und begann, sich um eine bestimmte Achse zu wirbeln. Das Wirbeln wurde immer schneller und erzeugte fast den Anschein eines Strudels, der bis in die Tiefen des Teiches reichte, dann h?rte es pl?tzlich auf, genauso unerwartet, wie es begonnen hatte. Azkar wartete, nicht ohne Besorgnis. Er hatte dies schon einmal gesehen, aber noch nie hatte er selbst eines der Haustiere des dunklen Lords beschworen. Es war ein Privileg, das der dunkle Lord nur seinen vertrautesten Helfern gestattete, denn jedes seiner Haustiere war extrem m?chtig und besa? einen winzigen Teil der Macht des dunklen Lords. So lebten seine Waffen selbst nach seinem Tod weiter. Diese letzten W?chter, die vor der gro?en ht versteckt wurden, waren die wenigen, die ¨¹berlebten. Von den Dutzenden Haustieren des dunklen Lords, die alle verschiedenen Zwecken dienten, konnten nur drei gerettet werden und es hatte Jahrhunderte des Schlummers gebraucht, um ihre Kr?fte wiederzugewinnen. Azkar hatte tausendmal dar¨¹ber nachgedacht, wann der richtige Zeitpunkt w?re, sie auf die Welt loszssen. Doch erst als er K?nig Jian sah, wurde ihm bewusst, dass er seinen Feinden zunge Frieden gew?hrt hatte. Jahrhundertng hatten sie in der Illusion ihres Sieges geschwelgt, und jetzt... Der Drachenk?nig hatte sein einziges wahres Gl¨¹ck gefunden, es gab keinen besseren Zeitpunkt als diesen. Nur jemand, der wirklich alles hatte, konnte die tiefe Schmerz des Verlustes von allem empfinden... Als das Aufw¨¹hlen aufh?rte, tauchte zun?chst eine monstr?se ue aus dem Teich auf, dann eine zweite, bevor ein kleines, seltsam aussehendes Tier aus den Tiefen emporstieg. Es trat ans Ufer und schaute sich mit seinen Knopfaugen um. Das Wesen war etwa so gro? wie ein Kobold, mit einem kleinen K?rperbau, zwei gro?en zuckenden Augen und zwei seltsamngen H?nden im Vergleich zu seinen kurzen, st?mmigen Beinen. Seine Haut war ledrig und feucht, man konnte ein brutzelndes Ger?usch h?ren. Die gl?nzenden Augen der Kreatur richteten sich auf Azkar, sie verengten sich leicht, schienen zweifelnd, wer sie gerufen hatte. ?Ich ben?tige dich... Wie gef?llt dir die Idee eines neuen und gr??eren Zuhauses als deinen Teich?", bot Azkar an. Azkar wusste, dass das Gesch?pf seine Worte verstand. Es neigte leicht den Kopf und dann begann seine Gestalt sichngsam zu verformen und verkleinerte sich zu einem kleinen ballf?rmigen Objekt mit einer ledrigen Au?enschicht. Azkar hockte sich hin und hob den Ball auf, drehte ihn leicht in seiner Hand, bevor er sich wieder aufrichtete. Hinter Azkar n?herte sich Ida mit einer Sch¨¹ssel gef¨¹llt mit frischem Wasser. Azkar wandte sich Ida zu und tauchte den kleinen Ball leicht in das Wasser. Azkar beobachtete, wie das Wasser bald zu brodeln begann. ?Immer noch genauso giftig wie eh und je...", murmelte Azkar vor sich hin."Wohin wirst du es senden?" fragte Ida Azkar. "Ich habe dar¨¹ber nachgedacht ... alles, was sie interessiert, befindet sich in den Wei?en D¨¹nen, bis auf eine Sache ... das M?dchen Starron und ihren Drachen ... also nach Fort Scabbard." sagte Azkar mit einem finsteren Ausdruck in den Augen. ______________ Neveah biss sich auf die Lippe, um ihre Angst zu unterdr¨¹cken, als sie den Flur zum Arbeitszimmer ihres Vaters enngging. Als Kaideons Einberufung kam, war Neveah nicht ¨¹berrascht gewesen... Kaideon hatte bereits vorher Fragen gestellt, und nach dem, was in der Versammlungshalle passiert war, w¨¹rde er noch mehr Fragen haben. Es waren einige Stunden vergangen, seit sie die Versammlungshalle vessen hatte, gerade noch rechtzeitig gerettet durch Cassians Nachricht an K?nig Jian, was auch immer diese beinhaltet hatte. Und jetzt ¨¹berlegte Neveah, wie sie ihrem Vater oder sonst jemandem antworten sollte. Gl¨¹cklicherweise war die Versammlungshalle des D¨¹nen-Schlosses so gebaut, dass die Ger?usche drinnen blieben, um zu verhindern, dass wichtige Informationen nach au?en drangen. Neveah konnte sich zumindest damit tr?sten, dass sie nicht das ganze Schloss blo?gestellt hatte. Das hie? jedoch nicht, dass die D¨¹nendrachen nicht gemerkt hatten, dass etwas nicht stimmte, und bald w¨¹rde Neveah herausfinden, wie viel sie genau wussten. Bald erreichte Neveah das Arbeitszimmer ihres Vaters und klopfte einmal an die T¨¹r, bevor sie eintrat. Kaideon sa? wie immer an seinem Schreibtisch, diesmal war er allein. Sein Blick hob sich und fixierte Neveah, sobald sie eintrat. "Veah... komm", sagte Kaideon und nickte, w?hrend er aufstand und zum Balkon ging. ¡¯Er scheint nicht erfreut zu sein¡¯, stellte Neveah fest. Seit der Versammlungshalle hatte Neveah kein einziges Wort von ihrem Wolf geh?rt, und das Schweigen in Neveahs Not war zur Lieblingsbesch?ftigung ihres Wolfes geworden. Kaideon stand auf dem Balkon, und Neveah trat hinter ihm hervor und schloss die Balkont¨¹r, bevor sie zu ihm ging. Einen Momentng standen sie schweigend da, bis Kaideon das Schweigen brach. "Hast du eine Entscheidung getroffen?" fragte Kaideon Neveah. "Ja, habe ich", antwortete Neveah mit einem Nicken, bevor sie tief durchatmete. "Ich habe viele Zweifel, Vater. Zweifel, die ich einfach nicht absch¨¹tteln kann... aber trotzdem wusste ich schonnge, welche Wahl ich treffen w¨¹rde. Es gab nie einen Weg, auf dem ich ihn ... sie, aus Angst vor der Zukunft, eintauschen w¨¹rde", gestand Neveah. "Sie..." murmelte Kaideon leise, in seiner Stimmeg keine ¨¹berraschung, es schien, als w¨¹rde er es nur verarbeiten. "Der eine ist der Herr der Onyxschuppen... der andere der oberste K?nig. Veah... von nun an k?nnte es nur noch schwieriger werden", sagte Kaideon und warf Neveah einen besorgten Blick zu. Neveah senkte den Blick und nicktengsam. Kaideon seufzte leise und zog Neveah in seine Arme. "Tu, was dein Herz begehrt, mein Kind. Ich werde dich besch¨¹tzen... vor allem und jedem", schwor Kaideon und streichelte beruhigend Neveahs R¨¹cken. Chapter 541: Besorgnis (Kap.542)

Chapter 541: Besorgnis (Kap.542)

Neveah stand auf der Mauer der Lichthalle und ihr Blick verweilte auf der Barriere, die in weiter Ferne kaum auszumachen war. Die Barriere sendete weiterhin dieses warme, goldene Leuchten aus, wenn mannge genug hinsah, oder vielleicht ver?nderte sich ihre Form und Erscheinung auch dauerhaft nur in Neveahs Augen. Sie empfand ein seltsames Gef¨¹hl beim Betrachten der Barriere; es l?ste eine Art dichter Verbindung aus... schwach, aber vorhanden. Neveah wagte es nicht, dar¨¹ber nachzudenken; sie hatte beschlossen, Demevirld v?llig abzublocken, ein Versprechen, das sie auch K?nig Jian gegeben hatte. Das bedeutete, dass sie es sich nicht euben konnte, Gedanken oder Neugier zu hegen, denn das w¨¹rde Demevirld wieder wecken. Demevirld selbst brodelte leise vor sich hin, zeigte Unmut und versuchte gelegentlich, Neveahs Stimmung und Gedanken zu beeinflussen. Doch er war noch nicht stark genug, um Neveahs mentale Barriere zu durchbrechen. Neveahs Wolf knurrte in ihrem Kopf, ihre Gedanken best?tigend. Neveah war dankbar daf¨¹r, dass sie bereits daran gew?hnt war, eine andere Pr?senz in ihrem Geist zu haben. Es war der einzige Grund, warum sie ¨¹berhaupt die Hoffnung hatte, Demevirld in Schach halten zu k?nnen ¨C ihr Wolf stand ihr zur Seite und ¨¹berw?ltigte Demevirld... zumindest vorerst. Aber Demevirld war in diesem Moment nicht Neveahs gr??te Sorge ¨C es gab eine noch dringlichere Angelegenheit. Seit sie sich im D¨¹nenburg von ihrem Vater verabschiedet hatte, war ein beunruhigendes Gef¨¹hl in ihrem Magen aufgekommen. Da Kaideons Mission geheim war, hatte er Neveah gesagt, dass er sich nicht au?erhalb der Burg verabschieden w¨¹rde, und so war es auch gekommen. Neveah wusste, dass Kaideon ohne ein weiteres Wort zu seiner Mission aufbrechen w¨¹rde, also war sie hierher gekommen, um die Sorge in ihrem Herzen zu mildern und vor seiner Abreise aufzupassen, f¨¹r den Fall, dass etwas nicht stimmte. Aber egal wie sehr Neveah sich auch bem¨¹hte, sie konnte das Gef¨¹hl der Unruhe nicht absch¨¹tteln ¨C auch wenn in der letzten Stunde, in der sie die Barriere beobachtet hatte, alles v?llig ruhig und normal erschien. Seit der Todessturm verzehrt worden war und das Sonnenlicht in die Finstende zur¨¹ckgekehrt war, berichtete die Lichthalle, dass das Asvarianische Leuchtfeuer und damit auch die Barriere am st?rksten seien, und auch aus den Finstenden wurden keine verd?chtigen Bewegungen gemeldet. Nicht einmal die regelm??igen Sichtungen von Schattenmassen, die in der D?mmerung die Au?enbezirke durchstreiften. Es war alles viel zu ruhig geworden, viel zu schnell, als h?tte es nicht gerade zwei aufeinanderfolgende Durchbr¨¹che und einen vollst?ndigen Angriff auf die Barriere gegeben. Es war schwer zu uben, dass alles damit vorbei sein sollte, dass die Barriere einfach so zu weiteren hundert Jahren Frieden zur¨¹ckkehren w¨¹rde. Neveah konnte das einfach nicht hinnehmen. Was auch immer die Barriere zweimal durchbrochen hatte, es war kein Zufall. Die Schattenwesen jenseits der Barriere w¨¹rden niemals so leicht aufgeben, denn sie kannten die Bedeutung von Niedege nicht. In diesem Augenblick wusste Neveah, dass ihr Vater und zwei seiner Vollstrecker die Barriere ¨¹berqueren w¨¹rden, oder vielleicht hatten sie dies bereits getan und befanden sich nun auf der anderen Seite in den finsteren Landen, voller Gefahren und Ungewissheiten. Ihre Pl?ne und ihr Weg durch die Finstende waren nur ihnen dreien bekannt, und erschwerend kam hinzu, dass sie weder Drachengestalt annehmen noch ein Reittier nutzen konnten, sodass sie die Reise zu Fu? und mit Hilfe von Sprungportal-Artefakten bew?ltigen mussten. Da es von gr??ter Wichtigkeit war, von den Schattenwesen, die das Land durchstreiften, unbemerkt zu bleiben, waren die Sprungportale, die sie nutzen konnten, diejenigen mit den geringsten magischen Spuren, was ihre Reichweite erheblich einschr?nkte.Neveah hatte mit eigenen Augen die Schrecken gesehen, die hinter der Barriereuerten, und sie war noch nicht einmal tief in die dunklen Lande vorgedrungen. Was sie angetroffen hatten, waren lediglich die Schattenbestien an der Peripherie, die unentwegt versuchten, die Barriere zu durchbrechen. Und der Todessturm war nur ein koordinierter Angriff von unz?hligen dieser Wesen. All dieses Geschehen war nur ein fl¨¹chtiger Einblick in den furchtbaren Ort, der die dunklen Lande darstellte. Neveah konnte nicht umhin zu denken, dass ihr Vater und die D¨¹nenw?chter kaum ger¨¹stet in diese Gegenden zogen, die ihnen vielleicht nicht mehr so vertraut waren wie einst. Wenn dunkle Magie eine ganze Festung samt Bewohnern versetzen konnte, wie konnte man sich dann noch auf das Wissen vessen, das sie ¨¹ber die dunklen Lande und deren Geografie hatten? War noch irgendetwas an seinem urspr¨¹nglichen tz? W¨¹rden die Wegbeschreibungen, die sie und Jian mitgeteilt hatten, ausreichen, um ihnen den Weg zu weisen? Schlie?lich waren sie nur zu dritt angesichts einer Welt voller Unsicherheiten. "Kaideon ist nicht irgendein Drachenf¨¹rst, ihm wird schon nichts passieren", unterbrach Xenons vertraute Stimme Neveahs Gedanken. Neveahs Herz setzte aus angesichts Xenons pl?tzlicher Ankunft, und sie blickte ¨¹ber die Schulter zu ihm, verwundert, dass sie seine Ann?herung nicht bemerkt hatte, bevor er direkt hinter ihr stand. "Du bist in Gedanken, es ist verst?ndlich, dass deine Sinne abgestumpft sind", erwiderte Xenon darauf. Neveah hob ¨¹berrascht eine Augenbraue angesichts der Genauigkeit von Xenons Bemerkung. Eine Ahnung keimte in ihr auf. "Kannst du etwa... meine Gedanken...", begann Neveah misstrauisch zu fragen. Xenon neigte am¨¹siert den Kopf zur Seite und betrachtete Neveahs Miene, bevor er leicht den Kopf sch¨¹ttelte und her¨¹berging, um neben ihr zu stehen. Xenon war allein gekommen; offensichtlich hatte K?nig Jian, als Drachenk?nig, viele Angelegenheiten zu regeln. "Ich bin nicht in deinem Kopf, Veah... jedenfalls noch nicht", versicherte Xenon. Neveah verengte ihre Augen bei Xenons Worten und nahm sich vor, die notwendigen Vorsichtsma?nahmen zu treffen, falls ihre Verbindung schneller wachsen sollte, als sie es erwartet hatte. "Mein Vater ist nicht irgendein Drachenf¨¹rst... und du auch nicht, trotzdem w?rst du da drau?en fast gestorben, Xenon", erinnerte Neveah und blickte zu Xenon. Sie konnte immer noch nicht begreifen, warum Xenon auf diese Weise vom Himmel gefallen war; kein Schattenbiest h?tte das im Alleingang schaffen k?nnen. Das Bild des st¨¹rzenden Xenon lie? Neveah nicht los... Allein der Gedanke daran brachte die K?lte des Schreckens zur¨¹ck, die ihr Herz erfasst hatte. "Xenon... was ist da drau?en passiert?", fragte Neveah, als sie eine Ver?nderung in Xenons Gesichtsausdruck wahrnahm. Chapter 542: Routinem??ige ?nderungen (Kap.543)

Chapter 542: Routinem??ige ?nderungen (Kap.543)

"Xenon... was ist geschehen?" fragte Neveah, als sie die Ver?nderung in Xenons Gesichtsausdruck wahrnahm. Sie hatten bisher keine Gelegenheit gehabt, wirklich dar¨¹ber zu sprechen, was vor einigen Tagen passiert war, und es hatte Neveah st?ndig besch?ftigt. Xenon h?tte schwer verletzt werden k?nnen, oder schlimmer - es war zu knapp gewesen und ergab keinen Sinn, dass Xenon dies ohne Grund getan hatte. Xenon zog die Stirn leicht kraus, sein Blick verengte sich in Konzentration, w?hrend er einen Momentng in Schweigen nachdachte. Neveah unterbrach ihn nicht, da sie wusste, dass Xenon sprechen w¨¹rde, sobald er seine Gedanken geor hatte. Bald sch¨¹ttelte Xenon resignierend den Kopf und lie? einen verzweifelten Seufzer h?ren. "Ich habe es immer wieder durchdacht... Wieso und wie ich die Fassung in den dunklen Landen verloren habe. Ich habe immer wieder dar¨¹ber nachgedacht, und trotzdem kann ich nicht begreifen, was schiefgufen ist... Im einen Moment habe ich die Schattenbestie vernichtet, aber im n?chsten... war mein Verstand leer, es war, als h?tte ich meinen Verstand verloren... als ob er gar nicht mehr mir geh?rte," murmelte Xenon verwirrt. "Und ehe ich mein Bewusstsein wiederengt hatte, hatte ich meinen Flug unterbrochen und st¨¹rzte ab." Xenon fuhr fort, noch immer offensichtlich verbl¨¹fft. "Ich habe nicht einmal bemerkt, wie sich der Dunst eingeschlichen hat. Es hat songe gedauert, bis ich eine gewisse Kontrolle dar¨¹ber gewonnen habe, wie konnte ich sie so pl?tzlich verlieren? Ohne jegliche Vorzeichen?" fragte Xenon, eher sich selbst als Neveah. Neveah konnte die Besorgnis heraush?ren, die Xenon geschickt in seinem Ton verbarg. Je besser sie ihn kennenlernte, desto mehr konnte sie die kleinen, aber sichtbaren Anzeichen seiner Emotionen erkennen, die ihr bing entgangen waren. Xenon war verwirrt und bstet von dem, was geschehen war, besonders weil er selbst keine vern¨¹nftige Erkl?rung daf¨¹r hatte. Es gab nichts Schlimmeres als das Nichtwissen, die Unf?higkeit, ein so bedeutendes Ereignis zu erkl?ren, das h?tte sch?dlich f¨¹r sein eigenes Leben sein k?nnen. Neveah r¨¹ckte n?her zu Xenon heran, nahm seine Hand und zeice beruhigende Kreise mit ihrem Daumen auf seiner Haut. "Hey... wir werden das herausfinden. Wichtig ist, dass du den wilden Dunst wieder erfolgreich einged?mmt hast. Es wird nun umso schwieriger f¨¹r ihn, wieder aufzutauchen," tr?stete Neveah. Xenon nicktengsam und blickte Neveah an. "Das hatte nichts mit mir zu tun," erinnerte er sie. Neveah zuckte sichtlich zusammen, als sie daran zur¨¹ckdachte, was sie in jenem Augenblick getan hatte. "Ich... ich wollte dir schon l?nger sagen, dass es mir leidtut, dass ich dich markiert habe, ohne deine Zustimmung einzuholen, Xenon. Es ist un¨¹blich, etwas Derartiges zu tun, und zudem r¨¹cksichtslos... Verzeih mir," entschuldigte sich Neveah aufrichtig. Xenon hob ¨¹berrascht eine Augenbraue bei Neveahs Worten und neigte seinen Kopf leicht zur Seite. "Bist du wirklich aufrichtig?" fragte Xenon mit Nachdruck. Neveah ¨¹berlegte einen Moment, ob sie in der gleichen Situation wie damals w?re, als Xenon kurz vor einem Kontrollverlust stand, ...Neveah wusste, dass sie immer noch dieselbe Entscheidung getroffen h?tte. Sie konnte es ihrem Wolf so oft vorwerfen, wie sie wollte, doch Neveah und ihr Wolf teilten gemeinsame Gedanken und Absichten; nur war einer von ihnen dreister als der andere. "Nein, nicht wirklich," gestand Neveah schuldbewusst. Xenon kicherte leise und nickte zustimmend. "Gut, denn ich auch nicht," stellte Xenon r. Die Aufmerksamkeit von Neveah und Xenon wurde durch einen pl?tzlichen, wenngleich nur kurz anhaltenden Temperaturwechsel auf sich gezogen. Er war so fl¨¹chtig, dass man kaum uben konnte, es h?tte ¨¹berhaupt eine Ver?nderung gegeben. Neveah sah zu Xenon hin¨¹ber, um sicherzustellen, dass er es auch bemerkt hatte. Sein Gesichtsausdruck verriet eindeutig, dass dem so war; Xenon war nicht ¨¹berrascht, er erkannte sofort, worum es sich handelte. "Jian," sagte Xenon, als Neveah zu ihm hin¨¹berschaute. "Ich sp¨¹rte die angespannte Atmosph?re in der Lichthalle. Er ist au?er sich... Was hat Cassian genau berichtet?" fragte Neveah besorgt. Frauen war der Zutritt zur Lichthalle verwehrt, ausgenommen die wenigen weiblichen Bediensteten der Fae, die sich um deren allt?gliche Bed¨¹rfnisse k¨¹mmerten. Doch selbst diese hatten stark reglementierten Zugang und durften kaum in die Halle selbst. Nur m?nnliche Feen f¨¹hrten Aufsicht in der Lichthalle und kontrollierten das Asvarian-Leuchtfeuer, das wusste Neveah bereits seit ihrer ersten Nacht in der Festung. Damals w?re sie beinahe hingerichtet worden, weil sie kurz nach ihrer Ankunft aus dem Wolfsgebiet in die am weitesten westlich gelegene Lichthalle eingebrochen war. Obwohl Neveah nicht ubte, dass diese Gesetze noch auf sie anwendbar seien, hatte sie es aus Gewohnheit vermieden, die Lichthalle zu betreten. Sie war nicht hier, um sich in die Befragung von Xenon und Jian ¨¹ber die Zust?nde in der Lichthalle einzumischen. Tats?chlich hatte sie nicht einmal gewusst, dass sie dort waren, bis sie ankam. Sie war lediglich gekommen, um sich aus der Ferne von ihrem Vater zu verabschieden. "Mit der Lichthalle hier in den D¨¹nen stimmt etwas nicht, Neveah. Cassian hat sie besucht, bevor er nach Keep Skies aufbrach." "Jian hat mich beauftragt, einen Blick darauf zu werfen. Zun?chst schien nichts Ungew?hnliches vorzuliegen ... erst als ich Cassian ¨¹ber meine Untersuchung berichtete. Wenn man beide Befunde vergleicht, fallen einige Ungereimtheiten auf ..." "Einige der Fae-Arten in der Lichthalle haben sich seit Cassians Besuch ver?ndert. Sie m¨¹ssen gedacht haben, dass wir den Personalwechsel nicht bemerken w¨¹rden." "Nicht nur das, auch an ihren t?glichen Berichtsb¨¹chern wurden seit Cassians Inspektion Anpassungen vorgenommen, kaum merklich, aber sie sind vorhanden." "Das Hauptproblem ist, dass Cassians Besuch unerwartet und unmittelbar nach einem Sicherheitsbruch stattfand ... sie hatten keine Zeit, etwas zu vertuschen. Seitdem hatten sie die Zeit dazu ... doch sie sind nicht bereit, eine usible Erkl?rung f¨¹r mehr als routinem??ige ?nderungen zu liefern." berichtete Xenon. "Routinem??ige ?nderungen direkt nach einem Einbruch? Und warum wurde mein Vater dar¨¹ber nicht informiert? Die genten Personalver?nderungen in der Lichthalle werden pers?nlich von meinem Vater geregelt, und soweit ich wei?, sind in den n?chsten Monaten keine ?nderungen vorgesehen," teilte Neveah Xenon mit. Chapter 543: Berichte aus der Lichthalle (Kap.544)

Chapter 543: Berichte aus der Lichthalle (Kap.544)

"Ich ube nicht an Zuf?lle und zweifle ebenso wenig an fest zugesicherter Loyalit?t... der Herr der Lichthalle bildet da keine Ausnahme." "Jahrzehntnger Dienst, wohl bedacht, eine Audienz bei Jian pers?nlich und die Gelegenheit, die Gr¨¹nde f¨¹r sein Versagen zu erkl?ren, stellen den gr??ten Respekt dar, den ich bieten kann", sagte Xenon mit dunkler Stimme. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lord River so handeln w¨¹rde, mein Vater sch?tzt ihn sehr, trotz seiner Vorbehalte gegen¨¹ber den Fae." "Er wurde sogar damit beauftragt, dem erstgeborenen Sohn von Onkel Orin einen Namen zu geben... wenn es etwas zu sagen gibt, warum sollte er es ¨¹berhaupt verschweigen?" fragte sich Neveahut und runzelte die Stirn. Sie verstand einfach nicht, was in der Lichthalle los war, und ihr Vater hatte im letzten Jahr viel Schadensbegrenzung betrieben, doch sichtbare Verbesserungen blieben aus. "Selbst wenn ich uben w¨¹rde, dass es nichts sein k?nnte... dass es vielleicht sogar nichts mit dem Zustand der Barriere zu tun hat, lenkt der Herr der Lichthalle ab, und das ist kein gutes Zeichen." "Wenn nichts zu verbergen ist, sollten die Geschichten ¨¹bereinstimmen, und wenn nicht, dann wird jemand zur Rechenschaft gezogen werden m¨¹ssen", sagte Xenon. "Der Herr der Lichthalle ist seit Jahrhunderten vertrauensw¨¹rdig, er hat nie das Gegenteil bewiesen... Bei diesem Vorfall f?llt es jedoch schwer, seine Absichten nicht in Frage zu stellen... daher Jians Zorn." "Und das ist nicht einmal das erste Mal", murmelte Xenon ver?rgert. "Vor einem Jahr... da gab es auch schon Probleme in der Lichthalle", sagte Neveah nickend. "Kaideon hat die Situation damals angemessen in den Griff bekommen, es scheint jedoch mehr dahinter zu stecken, als wir erkannt haben. Jian w¨¹nscht eine private Audienz mit Lord River, und ich werde mich nicht einmischen", offenbarte Xenon. Neveah zog die Stirn leicht kraus; sie hatte den Verfall der Barriere ebenfalls als ?u?erst beunruhigend empfunden, besonders nachdem ihr Vater im vergangenen Jahr erhebliche Ver?nderungen vorgenommen hatte, um die Barriere wieder auf ihre urspr¨¹ngliche St?rke zu bringen. Der pl?tzliche Bruch war eine Sache, aber was war so schwierig daran, einen ren und pr?zisen Bericht dar¨¹ber zu erstellen, wie es dazu kam? F¨¹r eine Barriere, die sie seit Jahrhunderten verst?rkt hatten? "Mein Vater hat die Lichthalle nach dem Bruch besucht, ich ube, Onkel Rodvan war bei ihm." "Trotz der hektischen letzten beiden Tage, muss mein Vater einen Bericht ¨¹ber seine Erkenntnisse verfasst haben, vielleicht bringt ein Vergleich mit deinem und Cassians Bericht etwas mehr rheit", schlug Neveah vor. "Bevor Vater aufbrach, war er besorgt ¨¹ber den Zustand der Lichthalle... jetzt verstehe ich, warum", murmelte Neveah. "Kaideon h?tte die Dinge sicherlich erleichtert, aber seine enge Bindung zu Lord River ist der Grund, warum er absichtlich von der j¨¹ngsten Untersuchung ausgeschlossen wurde", gab Xenon zu. Neveah nickte verst?ndnisvoll. Es war r¨¹cksichtsvoll von K?nig Jian, ihren Vater nicht gegen jemanden antreten zussen, zu dem er seit Jahrhunderten eine enge Beziehung pflegte. Das w¨¹rde ihn in eine schwierige Lage bringen, au?erdem gab es eine dringendere Mission, die er ¨¹bernommen hatte. "Ich habe vielleicht nicht so viel Erfahrung wie mein Vater, aber ich kenne mich mit den Angelegenheiten der Lichthalle aus. Ich werde den Bericht meines Vaters beschaffen... von diesem Ereignis und auch von vor einem Jahr, und ihn im Hinblick auf deine Erkenntnisse und die von Cassian pr¨¹fen.""Was auch immer nicht stimmt, ich werde es melden", entschied Neveah. "Ich werde dich dann zur¨¹ckbegleiten. Es ist nicht sicher f¨¹r dich, allein unterwegs zu sein", sagte Xenon, doch Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, um ihn umzustimmen. "Die Lichthalle hat Vorrang, und ich kenne mich in Dune City gut aus. Ich werde den ¨¹berf¨¹llten Stra?en ausweichen und direkt zum Schloss zur¨¹ckkehren, ohne Umwege", versicherte Neveah. "Auch die Flugpatrouille ist im Einsatz. Mein Vater hat angeor, dass sie immer ein Auge auf mich werfen, sie werden schneller eingreifen, als jemand auch nur daran denken k?nnte, mir etwas anzutun... In Abwesenheit meines Vaters ist das Leben des Erben noch wertvoller, wei?t du", f¨¹gte Neveah mit einem leichten L?cheln hinzu. Xenon musste leise ¨¹ber Neveahs dezenten Stolzchen. "Du solltest bei Jian bleiben, er k?nnte deine Hilfe brauchen... oder umgekehrt, wenn dir irgendwann die Geduld ausgeht... was bald der Fall sein k?nnte", sagte Neveah zu Xenon. Xenon¡¯s Lippen zuckten leicht, doch er nickte, beugte sich vor und gab Neveah einen Kuss auf die Stirn. "Pass auf dich auf, meine Liebe", murmelte Xenon liebevoll. Neveah ging an der Wand der Lichthalle enng, warf einen besorgten Blick auf deren T¨¹ren. Die private Audienz des K?nigs Jian mit Lord River dauerte schon eine Weile und es sah nicht danach aus, als w¨¹rde sie bald ein Ende finden. Was immer sie besprachen, Neveah sp¨¹rte, dass K?nig Jians Ver?rgerung mit der Zeit zunahm; die leichten Temperaturschwankungen um die Lichthalle herum waren ein eindeutiges Zeichen daf¨¹r. Doch Neveah konnte sich sein vollkommen ruhiges Gesicht vorstellen, selbst in diesem Moment. K?nig Jians Emotionen spiegelten sich nie in seinem Gesicht wider, er war eben so ein Mann. Es war merkw¨¹rdig, der Gedanke, dass K?nig Jian so schlechter Laune war, ver?rgerte Neveah gleicherma?en und sie musste tief durchatmen, um den aufkommenden ?rger zu verdr?ngen. Die Angelegenheiten des Asvarischen Leuchtfeuers und der Lichthalle waren ?u?erst heikel und da sie auf mehreren Jahrhunderten beruhten, war es am besten, sie den Drachenf¨¹rsten pers?nlich zu ¨¹bessen. Das Beste, was Neveah tun konnte, war, so viel Einblick in die Situation zu geben, wie sie nur konnte. _______________ Es war bereits dunkel, als Neveah im D¨¹nenschloss ankam. Die Schlosswachen auf n?chtlicher Patrouille waren bereits unterwegs, und Neveah ritt durch das Tor und stieg an der Pforte des Schlosses vom Pferd. Sie ging direkt ins Arbeitszimmer ihres Vaters, um mit ihren Nachforschungen zu beginnen. Chapter 544: Berichte aus der Lichthalle (Kap.545)

Chapter 544: Berichte aus der Lichthalle (Kap.545)

Die G?nge von Burg Dune waren still, und nur wenige Burgwachen patrouillierten, alle bekannt bei Neveah. Sie verneigten sich zur Begr¨¹?ung, w?hrend Neveah vor¨¹berging und Neveah erwiderte mit einem Nicken. Nicht vielen Burgwachen war es eubt, die Burg selbst zu betreten, denn Burg Dune war so gut gesch¨¹tzt, dass nur Kaideons Vertrauteste Zugang hatten. Die Burg ben?tigte auch nicht so viel Schutz durch die Burgwachen, nicht wenn sie das Zuhause der wilden D¨¹nendrachen war. Bald waren die Hallen v?llig leer, als Neveah den Saal ihres Vaters erreichte, dieser Teil von Burg Dune war besonders abgesperrt, au?er auf Befehl des D¨¹nenf¨¹rsten. An jedem anderen Tag w?re dieser Teil der Burg immer noch beleuchtet gewesen, da der D¨¹nenf¨¹rst h?ufig bis sp?t in die Nacht arbeitete, eine Tendenz, die der D¨¹nenf¨¹rst missbilligte, die Neveah jedoch ¨¹bernommen hatte, doch heute war es ganz anders. Es gab nur ein ged?mpftes Licht, das von den in die W?nde eingssenen Leuchtkugeln kam, gerade genug, um den Korridor zu erhellen. Bald erreichte Neveah das Arbeitszimmer ihres Vaters, legte ihre Hand auf den T¨¹rknauf, Neveah sp¨¹rte eine vertraute W?rme unter ihrer Handfl?che aufsteigen, die mme ihres Vaters, die in den Knauf eingegossen war, konnte Eindringlinge unterscheiden und w¨¹rde niemandem Unbekanntem den Zugang zu seinem Arbeitszimmer euben. Neveah drehte leicht den Knauf und das Klicken der Schl?sser hallte durch den stillen Flur, w?hrend die T¨¹r sich ?fe. Neveah betrat das Arbeitszimmer ihres Vaters, warf einen kurzen Blick umher, bevor sie die T¨¹r hinter sich schloss und zu seinem Schreibtisch ging. Der Einbruchg nur zwei Tage zur¨¹ck und Neveah wusste, dass ihr Vater bei all den anderen Ereignissen, in die er verwickelt war, nicht genug Zeit hatte, sich mit der Situation in der Lichtsaal auseinanderzusetzen. Doch der D¨¹nenf¨¹rst war immer pflichtbewusst und gr¨¹ndlich, Neveah zweifelte nicht daran, dass ihr Vater irgendwo einen Bericht abgelegt oder zumindest einige Beobachtungen notiert hatte, mit der Absicht, sp?ter genauer nachzuforschen. Der D¨¹nenf¨¹rst kannte den Lichtsaal besonders gut. Wenn Xenon und Cassian bei ihrem Besuch etwas Ungew?hnliches gesp¨¹rt hatten, konnte es ihrem Vater nicht entgangen sein. Neveah ubte sogar, dass ihr Vater viel mehr bemerkt h?tte als jeder andere, nur hatte der D¨¹nenf¨¹rst einen anderen Ansatz, er machte nie ¨¹berst¨¹rzte Bewegungen oder gab seine Verd?chtigungen bekannt, bevor er sie nicht ohne begr¨¹ndeten Zweifel best?tigen konnte. Schon gar nicht, wenn es um den Lichtsaal ging, der sowohl mit der Barriere als auch mit dem Volk der Fae zu tun hatte, einem weiteren Volk, das vorsichtig beobachtet werden musste. "Vater sagte, ich soll den Lichtsaal im Auge behalten, bis er zur¨¹ckkehrt, er w¨¹rde mir das nicht sagen, wenn er nicht schon w¨¹sste, dass es in dem Moment, in dem er geht, zum Problem werden k?nnte..." "Er hat auch nicht versucht, Jian oder Xenon davon abzuhalten, sich darum zu k¨¹mmern, er muss es ihnen anvertraut haben, bevor er ging. Vater l?sst nie lose Enden." murmelte Neveah vor sich hin, w?hrend sie den Schreibtisch ihres Vaters durchsuchte. "Der einzige Grund, warum Vater sich nicht pers?nlich darum k¨¹mmert, ist, dass er ubt, dass die Ergebnisse, die Jian und Xenon machen w¨¹rden, seine Fragen beantworten w¨¹rden... die L¨¹cken f¨¹llen und ihm eine andere Perspektive bieten w¨¹rden, die er allein nicht finden konnte..." fuhr Neveah fort."Gleichzeitig ist die Lichthalle ein Machtzentrum geworden, und die aktuelle Unstimmigkeit zwischen den Fae und den Drachen hat sie noch instabiler gemacht." "Sogar die Drachen m¨¹ssen vorsichtig sein, da die entscheidende Rolle, die die Feen der Lichthalle bei der Aufrechterhaltung der Barriere spielen, nicht ignoriert werden kann... wenn Lord River etwas verbirgt, ist es unwahrscheinlich, dass der Rat der Fae nicht beteiligt ist." Neveah ¨¹berlegte. Es gab in Kaideons B¨¹ro keine Dokumente zur Lichthalle, und Neveah seufzte. Sie trat zur¨¹ck und sah sich im Arbeitszimmer um, bevor sie sich am Schreibtisch ihres Vaters umdrehte und zur Wand hinter seinem Stuhl ging. Neveah durchsuchte das Regal, in dem sie wusste, dass ihr Vater seine wichtigsten Berichte ablegte. Dieses Regal war in einem Geheimfach in der Wand versteckt, zu dem nur die D¨¹nenw?chter oder sie selbst in der Abwesenheit ihres Vaters Zugang hatten. Nach einer kurzen Suche fand sie die Abteilung f¨¹r Berichte ¨¹ber die Lichthalle, und ganz obeng ein kleines, noch unversiegeltes Pergament, das lediglich mit einer Schnur gebunden war. Es war eindeutig neu hinzugef¨¹gt worden, da es nicht so ordentlich gestapelt war wie die anderen Berichte, und es war nur ein kleiner Bogen, nicht eine ganze Akte. Neveah nahm es heraus und ?fe es. Sicher genug war das Pergament mit der noch nicht ganz getrocen Tinte ihres Vaters beschrieben. Es enthielt kurze Notizen, keinen ausf¨¹hrlichen Bericht, aber Neveah wusste, dass dies die neuesten Beobachtungen ihres Vaters waren, und sies sofort den Inhalt durch: "Das zentrale St¨¹ck der Lichthalle, das Quartrefoil, wurde vor einem Jahr als Teil der geforderten Umstrukturierung zur Kanalisation der magischen F?higkeiten neu gegossen." "Ungleichm??ige Lichtverteilung... seltsame Reflexion im rechten Winkel." "Personal, das in die Umstrukturierung und den Import der Kanalisierungsedelsteine involviert war..." Es waren bruchst¨¹ckhafte Informationen, noch nicht vollst?ndig zusammengesetzt, und Neveah konnte erkennen, dass ihr Vater die Absicht hatte, die Angelegenheit nach seiner R¨¹ckkehr weiter zu untersuchen, und dass er auch Jian und Xenon brauchte, um eigene Feststellungen zu treffen. Als Herr der D¨¹nen konnte er seinem K?nig keine unfertigen Verdachtsmomente ¨¹bermitteln. Es beunruhigte Neveah, wie viel sie noch nicht ¨¹ber die Vorg?nge auf dem D¨¹nenschloss wusste, fokussiert darauf, die Stimme des Volkes zu sein, hatte sie ihre Drachenseite und die echten Pflichten der Erbin vernachl?ssigt. Neveah holte die anderen Berichte ¨¹ber die Lichthalle hervor, es gab Stapel davon, die einige Jahrzehnte zur¨¹ckreichten, und legte den Haufen auf den Tisch, mental auf einenge Nacht eingestellt. Sie ?fe die erste Akte und stellte fest, dass die offiziellen Akten nicht in der ¨¹blichen Sprache verfasst waren, ein zus?tzlicher Schutz f¨¹r wichtige Informationen, vermutete sie. Die Akten waren alle in der Drachensprache verfasst, und obwohl Neveah die Sprache nicht vollst?ndig beherrschte, hatte sie sienge genug studiert, um einige Dinge zu verstehen. Dennoch w¨¹rde es mehr als ihr begrenztes Wissen erfordern, um die Stapel von Akten durchzulesen. Chapter 545: Nichts zu befürchten (Kap.546)

Chapter 545: Nichts zu bef¨¹rchten (Kap.546)

Neveah durchst?berte die Regale und fand ein Studienbuch, das ihr Vater f¨¹r ihre Unterrichtsstunden in Drachensprache vorbereitet hatte. Es war ganz hinten im Regal verstaut und gebunden; es hatte ein ganz gew?hnliches Aussehen, sodass man nicht erkennen konnte, um was f¨¹r ein Buch es sich handelte. Es gab keine B¨¹cher, die die Drachensprache lehrten, da sie unter den Drachengesch?pfen von den Eltern an die Kinder weitergegeben wurde. Dennoch hatte Kaideon einen vorl?ufigen Leitfaden erstellt, um Neveah dabei zu helfen, sich mit den wichtigsten W?rtern und ihrer Bedeutung vertraut zu machen. Das Buch selbst jedoch wurde von Kaideon kontrolliert und er regulierte den Gebrauch durch Neveah, so dass sie nicht zu abh?ngig von dem Buch wurde, sondern sich mehr darauf konzentrierte, selbst zu ¨¹ben und durch Zuh?ren und Verinnerlichen ein Verst?ndnis zu entwickeln. Neveah erkannte, dass sie dem nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt hatte, wie sie h?tte sollen. Sie hatte nie eine Unterrichtsstunde verpasst oder ¨¹bersprungen und auch bei ihren privaten Studien hatte sie sich nicht nachl?ssig gezeigt. Doch die Stadtwache war immer sehr besch?ftigt und mit Aufgaben ¨¹beden, sodass sie nicht immer die zus?tzlichen Stunden investieren konnte, die sie gerne gewollt h?tte. Ebenso hatte Neveah erst vor ein paar Monaten damit begonnen, Drachensprache zu studieren, da sie mit den Lektionen ¨¹ber den Umgang mit der Stadtwache und der menschlichen Bev?lkerung als Drachenvertreterin ¨¹berfordert war. Drachensprache war schwierig und kompliziert, mehr als jede andere Sprache, die Neveah gekannt oder geh?rt hatte, aber sie war ein Teil der Kultur der Bestien von Asvar. Und wenn Neveah ¨¹ber die D¨¹nen herrschen sollte, war es das Mindeste, dass sie sich an die Lebensweise der Drachen anpasste. Neveah bedauerte, dass sie sie noch nicht beherrschte, denn das h?tte ihr vieles erleichtert. Aber jetzt war Neveah sicher, dass es die ganze Nacht dauern w¨¹rde. Ohne weiteren Aufschub setzte sich Neveah an den Schreibtisch ihres Vaters und begann die Berichte zu studieren. ___________________ "Als Herr der Lichthalle ist es meine Unf?higkeit, die zu der Verletzung gef¨¹hrt hat. Ich ¨¹bernehme die volle Verantwortung daf¨¹r und akzeptiere jede Strafe, die Eure Gnaden f¨¹r mein Vergehen als angemessen erachten.", gestand Lord River. Jian sa? schweigend am vorderen Ende der Halle und beobachtete den Herrn der Lichthalle, der mit gesenktem Kopf kniete. Obwohl der Fae-Lord versuchte, eine mutige Fassade aufrechtzuerhalten, war es schwer zu erreichen, da er sichtlich von Kopf bis Fu? zitterte. Jian konnte sehen, dass Xenon den Fae-Lord wirklich ersch¨¹ttert hatte, was zu erwarten war, da es niemanden in der Festung gab, der nicht den Herrn der Onyxschuppen f¨¹rchtete. Allerdings konnte Jian auch sehen, dass Xenon sich zur¨¹ckgehalten hatte; der Fae-Lord verheimlichte dreist Informationen und Xenon hatte die Informationen noch nicht aus ihm herausgezwungen. "Das ist nicht das, was ich h?ren m?chte, River. Deine Schw?chen sind offensichtlich genug... warum sie zustande gekommen sind, ist jedoch nicht so r.", sagte Jian. "Ich habe bisher kein einziges Wort zu dir gesagt, du musst verstehen, warum.", fuhr Jian fort.Jian hatte den Fae-Lord in der letzten halben Stunde schweigend beobachtet, ohne ein Wort zu sagen. In dieser Zeit hatte der Fae-Lord von sichtbarem Zittern zu geballten und wieder gel?sten F?usten ¨¹bergegangen. Auch seine Stirn war schwei?nass und Jian konnte seinen beschleunigten Herzscg h?ren. Jian selbst hatte die Zeit gebraucht, um seine Wut zu z?hmen, und genau diese Zeit hatte den Unterschied gemacht zwischen dem sofortigen Enthaupten des Fae-Lords bei dessen Anblick und dem tats?chlichen Zuh?ren. "Lord Xenon hat alle Fragen Eurer Gnaden gestellt." erwiderte Lord River leise, seine Stimme zitternd. "Ihr seid nicht so t?richt zu uben, dass Ihr die Wache meines K?nigs t?uschen k?nntet. Ich werde Euren Bericht also nur einmal anh?ren... ¨¹berlegt Euch gut, was Ihr mir sagen wollt." sagte Jian, sein Tonfall ng leer und frei von jeglicher Emotion. "Ich... die Ursache des Versto?es l?sst sich auf einige Mitarbeiter zur¨¹ckf¨¹hren, die das Polieren des Quartrefoils falsch gehandhabt haben. Deshalb wurde ein Personalwechsel vorgenommen..." begann Lord River, aber Jian unterbrach ihn. "Und das geschah nach Cassians Besuch? Ohne dass der D¨¹nenlord, den ich daran erinnern muss, allein f¨¹r alle Personngelegenheiten hier in der Lichthalle zust?ndig ist, dar¨¹ber informiert wurde?" fragte Jian in unver?ndertem Tonfall. "Ich... die Situation war dringlich und die Barriere musste verst?rkt werden. Daher habe ich eigenm?chtig gehandelt... Ich verdiene den Tod." stammelte Lord River heraus. "Nun gut. Wenn Ihr mir nicht das sagen wollt, was ich wissen muss, dann ist das fair genug. Ihr seid ein Fae-Krieger, Ihr m¨¹sst Euch Eurer F?higkeit sicher sein, in jeder Situation die Wahrheit zu verschweigen..." sagte Jian. "Ich werde die Aufgabe, die Ihr mir anvertraut habt, annehmen und herausfinden, was hier im letzten Jahr wirklich geschehen ist, Lord River. In der Zwischenzeit werdet Ihr im Kerker warten und Euch auf den Besuch meines Bruders Menarx vorbereiten." "Wenn er kommt, m¨¹sst Ihr ihm genau das sagen, was Ihr Xenon und mir gesagt habt." erinnerte Jian. "Euer Gnaden! Ich habe nichts als die Wahrheit gesagt! Ich schw?re es!" geriet Lord River in Panik bei der Erw?hnung von Menarx. Jian neigte den Kopf zur Seite; Xenon und Jian selbst waren schwer zu handhaben, aber sie neigten eher dazu, in ihrer Wut den Tod zu bringen. Aber Menarx war anders... er war geduldig, vorsichtig und erfahren genug, sein Opfer am Rande des Lebens zu halten, bis er alle Informationen hatte, die er brauchte. Die meisten Menschen f¨¹rchteten den Tod, doch die gr??eren M?nner, die Krieger, wussten, dass das, was wirklich zu f¨¹rchten war, die Unf?higkeit war, zu sterben, wenn man es sich w¨¹nschte. "Dann habt Ihr nichts zu f¨¹rchten." sagte Jian, als er aufstand. Jian ging an Lord River vorbei und stoppte kurz vor der T¨¹r. "Macht keinen Fehler, Lord River. Ihr m?gt zwar von Fae-Blut sein, aber Ihr habt mir die Treue geschworen... Sollte ich herausfinden, dass Ihr etwas mit dem Bruch zu tun habt, werde ich Euch als Verr?ter an meiner Art betrachten... und Ihr wisst, welches Schicksal einen Verr?ter erwartet." sagte Jian und verlie? dann den Raum. Chapter 546: Lauern (Kap.547)

Chapter 546: Lauern (Kap.547)

Die Lichthalle, ein Orden aus Fae, die dem Drachenk?nig verschworen waren, hatte die alleinige Aufgabe, die Barriere zu verst?rken, welche die gesamte Festung umspannte und sie von allen Seiten sch¨¹tzte. Obwohl es ein Orden der Fae war, stand er v?llig au?erhalb des Einflusses der Fae-Volks und das war seit seiner Gr¨¹ndung so, weil dies f¨¹r seinen Betrieb unerl?sslich war. Es gab so viele Lichthallen wie asvarische Leuchtfeuer, und sowohl die Leuchtfeuer als auch die Barriere selbst waren von der in den Lichthallen kanalisierten Magie abh?ngig. Insgesamt gab es vier Lichthallen, die die gesamte Barriere verst?rkten, und jede dieser Lichthallen war darauf ausgelegt, genau hundert Fae zu beherbergen, die jeweils ihre eigenen spezifischen Aufgaben hatten. Die Lichthalle hatte zudem eine festgelegte Hierarchie, die von der Drachenart bestimmt wurde. "An der Spitze stehen der Herr der Lichthalle und die drei Erz-Fae-Lords." "Jeder der Erz-Fae-Lords beherrscht elementbasierte Magie. Die vier Hauptelemente ¨C Feuer, Erde, Wasser und Luft ¨C und mit dieser Gabe widmen sie ihr Leben der St?rkung eines der vier B?gen des Quartrefoils." "Die Vereinigung aller vier Elemente schuf eine un¨¹berwindliche Barriere, die jeder Form oder Art von Dunkelheit widerstand, Dunkelheit, die eine Manifestation des f¨¹nften Elements, des Geistes war... und so war es seit der Gr¨¹ndung der Festung." murmelte Neveah leise und drehte einen Stift in ihrer Hand, w?hrend sie das, was sie gelesen hatte,ut zusammenfasste. All dies war Teil des Basiswissens, das ihr Vater ihr vornger Zeit vermittelt hatte, doch es war notwendig, dies zu ber¨¹cksichtigen, w?hrend sie die Berichte studierte. Neveah wusste nicht, wie viele Stunden vergangen waren, da sie zu sehr darauf konzentriert war, die Berichte zu entschl¨¹sseln, und nun war sie mehr als zur H?lfte durchgekommen, mit nur noch etwa zwei Dutzend ¨¹brig. "Die vier Lords, die die B?gen verst?rken, spielen die entscheidende Rolle. Sie geh?ren zu den m?chtigsten Fae der Festung, daher k?nnen ihre Aufgaben von niemandem ¨¹bernommen werden, der nicht die gleiche Expertise im Kanalisieren erreicht hat." "Ihnen folgen die zehn Fae, die das Quartrefoil t?glich mit Lichtenergie polieren und das Licht des asvarischen Leuchtfeuers kanalisieren, das enng der Barriere scheint und sie weiter festigt." "Die folgende Rangordnung der Fae hat verschiedene Aufgaben, einschlie?lich der Reinigung der Kanalisierungsedelsteine, damit die Magie der vier Lords richtig kanalisiert werden kann. Diese Aufgabe ist unter verschiedenen Gruppen geregelt." Neveah erinnerte sich. "Alle hundert Fae, vom Lichtlord selbst bis zum niedrigsten Diener in der Halle, werden gr¨¹ndlich gepr¨¹ft, bevor sie einen tz im Orden bekommen." "Die derzeitige Ordnung in der Lichthalle ist seit fast einem Jahrhundert unver?ndert, obwohl in den letzten Jahrzehnten bei Bedarf einige geringf¨¹gige Personal?nderungen vorgenommen wurden." fuhr Neveah fort. "Vor einem Jahr berichtete Lord River von einer Fluktuation des Lichts im Leuchtfeuer; dies war der Grund f¨¹r den Zorn meines Vaters am Tag unserer R¨¹ckkehr." Neveah stand auf, als sie anfing, sich intensiv mit den wichtigsten Berichten zu besch?ftigen. Nach dieser ganzen Zeit hatte sie die Berichte, die mit den Notizen ihres Vaters in Verbindung standen, einsortiert und die irrelevanten Berichte beiseitegelegt. "Die Ursache des Problems wurde auf defekte Kanalisierungsedelsteine zur¨¹ckgef¨¹hrt, und um das zu beheben, besagen die Berichte, dass mein Vater Lord River die Genehmigung erteilte, das komplette Quartrefoil mit einer neuen Lieferung der seltenen Kanalisierungsedelsteine zu erneuern, ein Projekt, das einen ganzen Monat dauerte und eine betr?chtliche Summe Drachengold kostete.""Das Projekt zog sich so in die L?nge, weil jeweils nur ein Bogen gleichzeitig erneuert werden konnte; weniger als drei B?gen h?tten nicht ausgereicht, um die Barriere aufrechtzuerhalten, so durfte also immer nur ein Bogen zur selben Zeit beeintr?chtigt sein." merkte Neveah an. Sie nahm den halbfertigen Bericht ihres Vaters zur Hand unds ihn erneut durch. Besonders hob ihr Vater die Mitarbeiter hervor, die am Umbau beteiligt und am Import der leitenden Edelsteine beteiligt waren, denen f¨¹r die Dauer des Projekts vor¨¹bergehender Zugang zur Lichthalle gew?hrt worden war. "Warum hat Vater sie erw?hnt?" fragte sich Neveah. Noch vertieft in ihre Gedanken, nahm Neveah einen vertrauten Duft wahr, der ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Sie zog die Augenbrauen hoch und blickte zum Balkon des Arbeitszimmers ihres Vaters. Nachdem sie den Bericht beiseitegelegt hatte, ging sie zum Balkon, ?fe die T¨¹r und trat hinaus. Es ¨¹berraschte sie nicht im Geringsten, K?nig Jian dort stehen zu sehen, der auf die Stadt darunter herabblickte. "Die D¨¹nenstadt hat zu dieser Uhrzeit einen ganz besonderen Charme..." murmelte K?nig Jian, als Neveah dazutrat. "Ich hoffe, ich unterbreche Ihren Genuss nicht, indem ich mich auf meinem Balkon herumtreibe, wo Sie eigentlich nicht sein sollten." entgee Neveah. K?nig Jian wandte seinen Blick Neveah zu, ein Hauch eines L?chelns zeigte sich auf seinen Lippen, doch Neveah entging der d¨¹stere Ausdruck, der sich in seinen Augen verbarg, nicht. Neveah bemerkte, dass es nun ein wenig einfacher f¨¹r sie war, ihn zu lesen. So kalt und beherrscht der Drachenk?nig auch sein mochte, Neveah konnte inzwischen Dinge wahrnehmen, die ihr vor einigen Tagen noch verborgen geblieben w?ren. Sie konnte erkennen, dass die Gedanken, die K?nig Jian vor ihrem Eintreffen gehegt hatte, alles andere als angenehm waren. Er war gerade von einem Verh?r zur¨¹ckgekehrt, und Neveah vermutete, dass es nicht besonders gut veufen war. "Sie sind zur¨¹ck... Wienge sind Sie schon hier?" fragte Neveah, als sie auf ihn zuging. "Schon eine Weile." antwortete K?nig Jian wahrheitsgem??. "Warum haben Sie mich nicht wissenssen, dass Sie gekommen sind?" fragte Neveah und blieb neben K?nig Jian stehen. "Sie waren sehr konzentriert, ich wollte Sie nicht st?ren... Aber mein inneres Raubtier gibt mir keine Ruhe, da wir Ihre Anwesenheit sehr vermisst haben. Daher konnte ich nur auf Ihrem Balkon verweilen, wo ich eigentlich nicht sein sollte." gestand K?nig Jian. Chapter 547: Nicht wie jeder andere (Kap.548)

Chapter 547: Nicht wie jeder andere (Kap.548)

Neveahs Lippen zuckten leicht bei der Antwort von K?nig Jian. Es ¨¹berraschte sie, dass er so offen ¨¹ber seine Gef¨¹hle sprach, besonders da er normalerweise nicht viele Worte machte. Neveah begann zu erkennen, dass sie vieles ¨¹ber den Drachenk?nig nur angenommen hatte... es gab nicht viele Fakten, die sie kannte, sie wusste nicht wirklich viel mit Sicherheit. ¡¯Wir k?nnen ihn kennenlernen... in unserem eigenen Tempo, von jetzt an.¡¯ dachte Neveahs Wolf. Ein leichtes L?cheln umspielte Neveahs Lippen, ihre W?lfin hatte sich daran gew?hnt,nge zu schweigen und sprach in letzter Zeit selten, doch Neveah sp¨¹rte immer, dass sie einer Meinung waren. Falls es jemals anders sein sollte, zweifelte Neveah nicht daran, dass ihre W?lfin sich zu Wort melden w¨¹rde. "Geht es dir gut?" fragte Neveah nach einem Moment der Stille und beobachtete K?nig Jians Gesichtsausdruck. K?nig Jian warf Neveah einen Blick zu, sein Blick verweilte einen Momentng und gerade als er antworten wollte, fuhr Neveah fort. "Ihr seid nicht..." entschied Neveah eigenm?chtig. K?nig Jian neigte den Kopf zur Seite und beobachtete Neveah schweigend, als w¨¹rde ihn interessieren, was sie zu sagen hatte. "Heute fr¨¹her... habt ihr euren Zorn schlecht verborgen." sagte Neveah weiter, im Wissen, dass es mehr als ein paar Worte brauchen w¨¹rde, um K?nig Jian zu irgendeinem Gest?ndnis zu bewegen. Es war f¨¹r Neveah seltsam festzustellen, dass sie wirklich seine Gedanken wissen wollte... sie wollte wirklich wissen, was ihn so sehr bstete, dass er hier drau?en stand und nicht hineingekommen war. "Ihr seid bekannt daf¨¹r, eine k¨¹hle und ruhige Haltung zu wahren... das ist eine Kunst, in der ihr exzellent seid." sagte Neveah ehrlich. "Ist das nicht bei jedem Herrscher so?" fragte K?nig Jian. "Bei denen, die ich kenne, nicht... Die M?nner, die ich kenne, finden ihre Gr??e darin, zu tun, was ihnen gef?llt, besonders die M?nner mit gro?en Titeln." "Sie toben ungebremst und verschlingen alles um sich herum in ihrem Zorn..." "Und genauso suchen und nehmen sie ihre Freuden ohne R¨¹cksicht darauf, wer dabei Schaden nimmt... sie erkennen nicht, dass sie sich in diesen Momenten der Emotionen und Begierden als schwach offenbaren, und der Rest der Welt kann sicher sein, dass sie noch sterblich sind." "Kennt er Habgier, dann unterscheidet er sich nicht viel von mir... kennt er Wut, so ist er aus Fleisch und Blut. Aber bei Ihnen... f?llt es schwer zu sagen." Neveah machte eine kurze Pause. "Oft habe ich euch absichtlich gereizt... vielleicht deshalb, weil ich dieselbe Gewissheit suchte." "Ein Mann, der sich selbst m??igt, auch wenn seine Natur zu den grundlegendsten Trieben tendiert, das ist keine Eigenschaft, die ich von Herrschern kenne..." gestand Neveah. "Ich habe noch keinen K?nig wie Sie getroffen, Jian. Ich ube nicht, dass ich jemals einen Mann wie Euch kennengelernt habe." murmelte Neveah, w?hrend sie den Kopf sch¨¹ttelte.K?nig Jian verharrte f¨¹r einen kurzen Moment in Schweigen, w?hrend er ¨¹ber Neveahs Worte nachsann. "Im Grunde bin ich nicht viel anders als jeder andere Mann, Neveah. Zumindest war ich es nicht immer..." "Ich habe nur mehr gesehen... mehr gelernt, genug, um zu wissen, dass ich fest stehen muss... auf dem Nichts, wenn es sein muss, selbst wenn die Welt unter mir wegbricht." "Nur wenn ich fest stehe, wird mein Volk standhaft bleiben, nur wenn ich mich nicht bewege, wird es Vertrauen fassen." "Wer ¨¹ber ein Gebiet herrscht, so gro? wie diese Festung... ich kann es mir nicht leisten, wie jeder andere Mann zu sein, Neveah. Ich bin ein Herrscher ¨¹ber viele K?nige... ich kann es mir genauso wenig leisten, wie jeder andere K?nig zu sein." K?nig Jians Stimme war leise, seine Worte waren bestimmt. Seine Aussagen waren seine ¨¹berzeugung und f¨¹r Neveah war es s¨¹?sauer... er war ganz und gar ein K?nig, und doch lie? diese Rolle keinen Raum, etwas anderes zu sein. "Wann darfst du... einfach du selbst sein? Nicht der oberste K?nig, sondern einfach nur Jian?" fragte Neveah. K?nig Jian antwortete nicht sofort, Neveah meinte, er w¨¹rde es gar nicht tun, aber schlie?lich tat er es doch. "Hier... bei dir." sagte K?nig Jian und streckte seine Hand ihr entgegen. Neveah presste ihre Lippen zusammen, um ihr pochendes Herz zu beruhigen. Sie legte ihre Hand in seine ausgestreckte Hand und wehrte sich nicht, als er sie n?her zu sich zog, so dass sie Schulter an Schulter standen. "Dann erz?hl mir... was beschwert dich?" fragte Neveah sanft. "Lord River..." murmelte K?nig Jian. "Ich kenne ihn, seit er kaum mehr als ein paar Sommer alt war. Sein Vater war weder Freund noch Feind, doch einen, den ich zutiefst respektierte. Deshalb hatte ich keinen Zweifel daran, ihm eine meiner Lichts?le anzuvertrauen, sobald er die Elementmagie gemeistert hatte." "Das Feenvolk war strikt dagegen, Lord River geh?rte keiner ihrer adeligen Linien an, deshalb galt er ihnen als unw¨¹rdig... sie sahen ihn als ungeei an, doch ihre Hierarchie bedeutete mir nichts." fuhr K?nig Jian fort. "In all den vergangenen Jahrhunderten hatte ich nie Ass, diese Entscheidung zu hinterfragen..." K?nig Jian verstummte. "Bis jetzt." ergriff Neveah das Wort. "Sein Blick war etwas, das ich nie vergessen werde... er war adlig, ehrenhaft. Bei jemandem, der so jung war wie er, war das selten zu finden, vor allem bei den tr¨¹gerischen Feenv?lkern." erinnerte sich K?nig Jian. "Aber heute... ich sah mich um und konnte diese Ehre, die ich Jahrzehnteng in ihm gesehen hatte, nicht wiederfinden, es war, als ob sie nie existiert h?tte... er konnte nicht einmal meinem Blick standhalten, und alles, was er sagte, waren L¨¹gen und T?uschungen." "F¨¹r jemanden, der songe lebt wie ich, habe ich die Wahrheit erkannt, dass Ver?nderung alle Menschen trifft, so sicher wie die Jahreszeiten. Ich wei? es... Ich wei? es wohl..." K?nig Jian brach erneut ab. "Und dennoch kannst du deine Entt?uschung nicht verbergen." murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Entt?uschung... aber mehr ein Gef¨¹hl des Verlustes... Ich habe einen treuen Vasallen verloren, und ich wei? nicht einmal, wann und wie es geschehen ist..." sagte K?nig Jian mit einem komplexen Ausdruck in seinen Augen. Chapter 548: Eine St?rke (Kap.549)

Chapter 548: Eine St?rke (Kap.549)

Neveah atmete leise auf, unsicher, wie sie auf K?nig Jians Worte reagieren sollte. Sie hatte nicht erwartet, dass er sich ebenfalls solche Sorgen machen w¨¹rde. "F¨¹r die ¨¹berzeugungen von Lord River seid Ihr nicht verantwortlich, Eure Gnaden," erinnerte Neveah. "Und Lord River ist ein angesehener ?ltester, selbst hier in den D¨¹nen. Es muss mehr dahinterstecken, als wir derzeit wissen. Noch ist nichts gewiss." "In Abwesenheit meines Vaters trage ich die Verantwortung f¨¹r die D¨¹nen. Die Wiederherstellung von Fort zed hat Vorrang... was die inneren Angelegenheiten angeht, ¨¹besst sie mir und den D¨¹nen-Drachen," sagte Neveah in einem ernsteren Ton. K?nig Jian nicktengsam und stimmte Neveahs Worten zu. "Alle Geschwader stehen bereit und warten auf Kaideons Nachricht. Xenon wird bald zur¨¹ckkehren, nachdem er den Zustand der Barriere ¨¹berpr¨¹ft hat. Aber ihr m¨¹sst wissen, dass Menarx in diesem Moment zu den D¨¹nen fliegt... begleitet von seiner Herrin," offenbarte K?nig Jian Neveah. Neveah zeigte keine Reaktion auf K?nig Jians Enth¨¹llung, sie hatte so viel bereits geahnt... sei es f¨¹r die Lichthalle oder Fort zed, Menarx musste gerufen werden. "Ich werde die D¨¹nen-Drachen darauf vorbereiten, sie zu empfangen," sagte Neveah schlie?lich mit einem Nicken. K?nig Jian betrachtete Neveahs Gesichtsausdruck und fand ihre Reaktion oder das Ausbleiben einer solchen besorgniserregend. "Bist du wirklich damit einverstanden, Veah? Sei ehrlich zu mir," fragte K?nig Jian. "Mir geht es gut. Fr¨¹her oder sp?ter werde ich ihm begegnen m¨¹ssen, das ist mir r. Und seine Expertise wird hier ben?tigt, ich werde dem nicht im Wege stehen," erkl?rte Neveah. "Es ist sp?t und du bist schon eine Weile hier drau?en, du solltest dich etwas ausruhen," schlug Neveah K?nig Jian vor. "Das spielt keine Rolle... ich werde sowieso keinen Scf finden," erwiderte K?nig Jian leise. "Trotzdem, sobald die Nachricht meines Vaters eintrifft... wenn es so ist, wie wir vermutet haben, werden die Tage hier in den D¨¹nen nicht mehr so ruhig und friedlich sein wie jetzt," murmelte Neveah und blickte auf die Stadt hinunter. Neveah konnte sich der Bef¨¹rchtung nicht erwehren, die sich in ihrem Herzen festgesetzt hatte. Wenn es darauf ankam, Fort zed zur¨¹ckzuerobern, war der einzige Ort, der den Drachentruppen als St¨¹tzpunkt dienen konnte und dennoch in Reichweite der dunklen L?nderg, genau hier... in den Wei?en D¨¹nen. Unz?hlige Drachen w¨¹rden auf die Stadt marschieren, sich den Gefahren jenseits der Barriere stellen, aber was w¨¹rde mit den einfachen Leuten von D¨¹nenstadt geschehen? Mitten im Geschehen, zwischen den M?chten, die sicher einen Gegenangriff in den dunklen Landen starten w¨¹rden, und den Drachen, die sicher nicht lockerssen w¨¹rden, bis Fort zed zur¨¹ckerobert war. "Du solltest dich ausruhen, so gut du kannst, zumindest jetzt," f¨¹gte Neveah hinzu. "Die D¨¹nen werden im Kreuzfeuer nicht ¨¹berrannt werden, Veah. Dies ist auch eine meiner Festungen, ich werde sie nicht in Gefahr bringen," versicherte K?nig Jian Neveah. "Nein... du tust, was du tun musst, um Fort zed zu retten, ein Jahr ist einenge Zeit... du hast dichnge genug zur¨¹ckgehalten," erwiderte Neveah stattdessen. "Wenn ihr das G?stequartier f¨¹r unpassend haltet, dann ruht euch in meinem Quartier aus... Ich wei? nicht, was es sonst noch gibt, aber ich habe sicherlich das bequemste Bett in der D¨¹nenburg," wechselte Neveah das Thema zu etwas Unbeschwerterem. K?nig Jian warf Neveah einen Blick zu und neigte den Kopf zur Seite."Soll ich das als Eidung verstehen, die Nacht gemeinsam zu verbringen?" fragte K?nig Jian direkt. Neveah verschluckte sich und geriet in einen Hustenanfall. Sie hustete heftig, w?hrend K?nig Jian ihr den R¨¹cken klopfte, leise vor sich hin kichernd. "Ich ube nicht." K?nig Jian beantwortete seine eigene Frage und streichelte Neveah beruhigend den R¨¹cken. "Bitte sagen Sie so etwas nicht in aller ?ffentlichkeit." gte Neveah. "Das ist aber eine ganz andere Seite von dir als die Frau, die ich heute fr¨¹her in meinen Armen hatte..." K?nig Jian lenkte Neveahs Gedanken auf den Sitzungssaal zur¨¹ck. "Wirst du dich ausruhen? Oder nicht?" Neveah fragte, mit einem missbilligenden Gesichtsausdruck aus K?nig Jians Reichweite tretend. "Du sorgst dich so um mein Wohl, wie k?nnte ich da nein sagen? Geh voran." sagte K?nig Jian mit einem kleinen L?cheln auf den Lippen. Neveah f¨¹gte sich, wobei sie all das, was sie protestierend sagen wollte, herunterschluckte. Wenn sie es wagte, K?nig Jian zu widersprechen, w¨¹rde er schon einen Weg finden, um ihr erneut ein Gest?ndnis zu entlocken. Neveah kehrte in das B¨¹ro ihres Vaters zur¨¹ck, schloss die Balkont¨¹ren und verriegelte sie. Sie drehte sich um, nicht ¨¹berrascht, K?nig Jian dabei zu finden, wie er die Berichte ¨¹berblickte, die sie auf dem Schreibtisch ausgebreitet hatte. "Du warst sehr flei?ig. Wirst du es schaffen, die Arbeit abzuschlie?en, bevor Menarx eintrifft?" fragte K?nig Jian. "M?chtet Ihr nicht, dass Lord River Menarx bege?" fragte Neveah und ging auf K?nig Jian zu. Sie sortierte die Berichte auf dem Schreibtisch ihres Vaters und legte die meisten beiseite, nahm aber einige mit sich. "Narx ist mein Bruder, ich kenne seine F?higkeiten. Schuldig oder nicht, kein Mann bleibt nach Menarx der Gleiche... seine Kunst besteht darin, nicht nur den K?rper, sondern auch den Geist zu brechen." sagte K?nig Jian. "Menarx wird zweifellos die Wahrheit ans Licht bringen... aber wie Narx immer zu mir sagte..." "Ein Mann, den ich ihm anvertraue, ist ein zum Tode Verurteilter, ungeachtet dessen, was Narx findet." K?nig Jian sprach die Wahrheit aus. "Ich werde die Arbeit beenden, bevor Menarx ankommt. Und wenn nicht, sind deine Methoden der richtige Weg... Wenn Lord River den Schutz der Menschen in den D¨¹nen gef?hrdet, hat er Euch bereits entt?uscht." sagte Neveah zu K?nig Jian. "Ihr kennt ihn seit einem Jahr, viele w¨¹rden mich anflehen, um sein Leben betteln... mich bitten, ihn zu retten und seine S¨¹nden zu vergeben." wies K?nig Jian hin. "Ich bin keine sentimentale Frau, Jian. Wer Unrecht begangen hat, sollte daf¨¹r bestraft werden..." murmelte Neveah und gestikulierte zur T¨¹r. "Und ich werde Dich nie aus pers?nlichen Interessen in eine schwierige Lage bringen, nur weil Du meinen Bitten entsprechen w¨¹rdest... Ich will Dir eine St¨¹tze sein, Jian... keine Schw?che." machte Neveah deutlich. Chapter 549: Bequemer (Kap.550)

Chapter 549: Bequemer (Kap.550)

Neveah sa? neben ihrem Bett und beobachtete K?nig Jian, der nun tief und fest schlief, sein Atem gingngsam und gleichm??ig. Kurz nachdem er sich auf Neveahs Bett gelegt hatte, war er eingescfen, und Neveah konnte erkennen, dass er nicht erwartet hatte, Scf zu finden, da er nur sein Obergewand abgelegt, die Stiefel jedoch noch anbehalten hatte. Sein silbernes Haar breitete sich auf dem Kissen aus und er sah so friedlich aus, dass Neveah ihren Blick nicht von ihm abwenden konnte. Sie hatte ihn nie zuvor so gesehen; es gab nur wenige Gesichtsausdr¨¹cke, denen K?nig Jian f?hig war. Erst in den letzten Tagen hatte Neveah erlebt, dass er zu viel mehr f?hig war als nur zu diesen. Aber dennoch umgab ihn immer diese k¨¹hle, einsame Aura, die sich nie g?nzlich aufl?ste, selbst wenn er unter seinen Br¨¹dern weilte. Der Drachenk?nig war stets auf der Hut, immer misstrauisch, st?ndig bewusst alles und jeden um sich herum. Neveah erkannte erst jetzt, was das wirklich bedeutete. F¨¹r sie war es das erste Mal, dass sie diese Aura nicht wahrnahm, das erste Mal, dass sie ¨¹berzeugt war, der Drachenk?nig habe seine Wachsamkeit vollst?ndig abgelegt und sei wahrlich im Frieden. Neveah wusste, dass dieser Zustand nicht von Dauer sein w¨¹rde. In dem Moment, in dem er erwachen w¨¹rde, w¨¹rde die Last seiner Pflichten zur¨¹ckkehren und mit ihr diese Aura eines einsamen Herrschers. Ihr Blick wanderte hinunter zu K?nig Jians Hand, die noch immer fest die ihre ummmerte, selbst im tiefsten Scf; er war eingescfen, w?hrend er ihre Hand hielt, und hatte sie noch immer nicht losgssen. "Ich habe immer gedacht, dass Xenon ein schwieriger Mann zu umsorgen ist ... aber du bist um einiges komplizierter. Ich werde mit euch beiden alle H?nde voll zu tun haben, nicht wahr?" murmelte Neveah leise und strich ihm sanft verirrte Haarstr?hnen aus der Stirn. Ein leiser Seufzer entfuhr Neveah, und sie nahm den Bericht, den sie zuvors, wieder mit ihrer freien Hand auf und widmete sich erneut ihrer Lekt¨¹re. ______________ Die warmen Sonnenstrahlen, die auf sein Gesicht trafen, weckten K?nig Jian, und seine Augen ttertenngsam auf. Er blinzelte leicht ¨C das helle Licht der teilweise ge?fen Vorh?nge war viel zu grell f¨¹r seine Augen. Es dauerte nur einen Moment, bis seine Augen sich an das Licht gew?hnt hatten, dann drehte er sich leicht und sein Blick fiel auf Neveah, die immer noch dasa?, wo sie gesessen hatte, den Blick auf eine Akte in ihrer Hand gerichtet. Ein vertrautes W?rmegef¨¹hl breitete sich in ihm aus, und K?nig Jian blieb ruhig liegen, ohne die Absicht, auf sich aufmerksam zu machen, dass er nun wach war. "Du bist wach", murmelte Neveah, ohne dabei in seine Richtung zu sehen, ihre Sinne so scharf wie immer. "Ich bevorzuge es hell in meinen Gem?chern in den Morgenstunden. Ich w¨¹rde die Lichtstrahlen aussperren, aber ich werde gefangen gehalten", f¨¹gte Neveah hinzu und zog leicht an ihrer Hand. K?nig Jian blickte nach unten und stellte fest, dass er immer noch ihre Hand hielt, genauso wie vor dem Einscfen, und dennoch lie? er nicht los. "Hmmm... wie sp?t ist es?" fragte K?nig Jian leise, er hatte eine Vermutung, wollte jedoch eine Best?tigung. "Kurz nach Sonnenaufgang", antwortete Neveah mit einem gleichg¨¹ltigen Schulterzucken. Das Erste, was K?nig Jian bemerkte, war die Tatsache, dass es schon nach Sonnenaufgang war, was bedeutete, dass er ¨¹ber f¨¹nf Stunden gescfen hatte. Es war das zweite Mal seit seiner Ankunft in den D¨¹nen, dass er songe gescfen hatte; zuvor war es mehr als ein Jahr her, dass er auch nur eine Stunde am St¨¹ck erholsamen Scf gefunden hatte. "Du warst die ganze Nacht wach", stellte K?nig Jian fest. "Zu meinem Gl¨¹ck kann ich scfen, wann immer ich will", entgee Neveah mit beruhigendem Ton. "Das ist nun wirklich kein Grund zum Angeben", brummte K?nig Jian leise.Neveah zuckte bei den Worten von K?nig Jian mit den Schultern, sagte aber nichts. "Xenon?" fragte K?nig Jian. "Er ist hier." best?tigte Neveah. "Ich sehe es." sagte K?nig Jian und l?chelte leicht, als Neveahs Hand hochschoss, um ihre Lippen zu bedecken. Neveah deutete mit dem Kopf auf ihren Waschraum, gerade als Xenon herauskam und sich mit der Hand durch sein feuchtes Haar fuhr. Sein schwarzes Gewand war offen und hing locker ¨¹ber seinem K?rper; er sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um das Wasser aus seinem Haar zu bekommen. Ohne zu z?gern richtete Neveah ihren Blick wieder auf den Bericht in ihrer Hand und ignorierte den genervten Seufzer, der in ihrem Kopf widerhallte. "Ich werde dein Quartier oft benutzen." verk¨¹ndete Xenon direkt. Neveahs Blick schnellte daraufhin hoch, und sie sch¨¹ttelte den Kopf. "Damit bin ich nicht einverstanden, das ist mein Quartier, warum w¨¹rdest du das wollen?!" fragte Neveah rmiert. Xenon gestikulierte zu K?nig Jian, der immer noch Neveahs Bett in Bescg nahm, als w?re es sein gutes Recht. "Weil es hier bequemer aussieht." erkl?rte Xenon n¨¹chtern. Neveah seufzte tief und zog ihre Hand von K?nig Jian weg, der sich sichtlich am¨¹sierte. "Auf keinen Fall!" stellte Neveah r. "Macht euch jetzt n¨¹tzlich, snge ihr hier seid, und erz?hlt mir etwas ¨¹ber das Kanalisieren von Edelsteinen." bat Neveah und legte den Bericht, den sie in der Hand hielt, beiseite. "Und or eure Kleidung..." f¨¹gte Neveah hinzu, wobei sie sich an Xenon wandte. K?nig Jian hob bei Neveahs Frage eine Augenbraue. "Kanalisierende Edelsteine... sie sind extrem selten und k?nnen nur aus den Tiefen der Nordsee geerntet werden, daher sind sie schwer zu beschaffen." erl?uterte K?nig Jian. "Warum ist das so?" fragte Neveah neugierig. "Obwohl das Mer-Volk unter der Drachen-Dynastie unterworfen wurde, ist ihr Terrain f¨¹r unsere Art am ungeeisten." "Deshalb kann man sagen, dass unsere Einflussnahme auf dem Meer begrenzter ist als an Land. Es ist anders bei den Fae, die eine Grenze zu den Mers haben und einen jahrhundertealten Handelspakt pflegen." "Der Handel mit kanalisierenden Edelsteinen ist ein Teil des Vertrages zwischen den Mers und den Fae. Um den Frieden zu wahren, mischen sich die Drachen nicht ein, da wir keine gro?e Verwendung f¨¹r kanalisierende Edelsteine haben." erkl?rte K?nig Jian. "Im Gegenzug sind die Fae verpflichtet, die Akademie der Magie, die Akademie der Schmiede und vor allem die Halle des Lichts zu versorgen, wenn sie den Gegenstand ben?tigen - zu einem angemessenen Preis, nat¨¹rlich." f¨¹gte Xenon hinzu. Neveah runzelte nachdenklich die Stirn. Es war ein sehr vern¨¹nftiges und faires Arrangement von den Drachen, wo sie doch jeden Handel h?tten monopolisieren k?nnen, um alle Spezies weiter zu unterjochen. "Veah... stehen die Fae hinter Lord River, nicht wahr?" fragte Xenon. Chapter 550: Waterfall Inn (Ch.551)

Chapter 550: Waterfall Inn (Ch.551)

?Es gibt keine konkreten Beweise f¨¹r diese Schlussfolgerung ... aber ich bef¨¹rchte, sie sind nicht unbeteiligt", gab Nevaeh zu. ?Diesmal kommen sie nicht ungestraft davon", sagte Xenon d¨¹ster. ?Ohne handfeste Beweise, die sie direkt mit der Sache in Verbindung bringen, wird es schwierig, sie zu ¨¹berf¨¹hren. Haben sie nicht genau auf diese Weise bisher immer verhindert, f¨¹r ihre Verbrechen geradestehen zu m¨¹ssen? Indem sie ein paar Opfer bringen, um den Kern zu sch¨¹tzen?", fragte Nevaeh. Im vergangenen Jahr hatte sich herausgestellt, dass die Fae in etliche dubiose Angelegenheiten verstrickt waren, aber es gab nie genug ¨¹berzeugende Beweise. So hatten sie zahlreiche ihrer eigenen Ratsmitglieder oder noberh?upter verbannt, damit diese die Anschuldigungen auf sich nahmen, w?hrend der Rest der Fae unbeteiligt blieb. Mit dieser S¨¹ndenbockstrategie konnten die Drachen nicht weiter machen und die eigentlichen Anf¨¹hrer des ns f¨¹r die Verbrechen verurteilen. ?All die Bedenken meines Vaters betreffen das Projekt vom letzten Jahr, den Wiederaufbau des Quatrefoils. Er hat auch merkw¨¹rdige Lichtreflexionen auf dem Quatrefoil festgehalten... irgendwas wurde definitiv nicht richtig gemacht", murmelte Nevaeh. Nevaeh durchforstete die Berichte auf der Suche nach demjenigen, der von der Beschaffung der seltenen Kanalisierungsedelsteine und dem dazugeh?rigen Verfahren handelte. Dieser Bericht war besonders detailliert, da Kanalisierungsedelsteine extrem selten waren. Sies ihn erneut durch und legte ihn dann beiseite. Beim Nachdenken ¨¹ber den Bericht verengten sich Nevaehs Augen leicht, als sie einen speziellen Abschnitt erneuts, der ihr seltsam vertraut erschien. ?Waterfall Gasthaus...", murmelte Nevaeh leise und stand scgartig auf. Unter den Handelsagenturen, die an der Beschaffung der erforderlichen Menge an Kanalisierungsedelsteinen beteiligt waren, war auch das Waterfall Gasthaus aufgef¨¹hrt. ?Das Waterfall Gasthaus war an der Einfuhr von Kanalisierungsedelsteinen beteiligt?... Ist das nicht dasselbe Gasthaus, das jener Kaufmann erw?hnt hat?", erinnerte sich Nevaeh. Nevaehs Augen weiteten sich ein wenig ¨C sie war sich sicher, dass es sich beim Waterfall Gasthaus um genau jene Herberge handelte, die sie die Stadtwache hatte untersuchenssen, weil sie in irgendeiner Weise mit dem Kaufmann verbunden war, der Adamantwaffen eingef¨¹hrt hatte. ?Ich muss zur Stadtwache", verk¨¹ndete Nevaeh. Ohne auf eine Antwort zu warten, verlie? sie ihr Quartier. Kurze Zeit darauf war Nevaeh bereits bei der Stadtwache angekommen. Sie ging in ihrem B¨¹ro auf und ab und wartete auf die R¨¹ckkehr des Kommandeurs der Stadtwache. Nach ihrer Ankunft hatte sie ihn sofort herbeigerufen und Nevaeh hoffte, er h?tte schon einen Bericht f¨¹r sie, auch wenn erst etwas mehr als ein Tag vergangen war. Ein Klopfen an der T¨¹r machte Nevaeh auf das Erscheinen des Kommandeurs aufmerksam und sie blickte auf, als sich die T¨¹r ?fe. ?Leutnant", gr¨¹?te der Kommandeur. ?Kommandeur, da sind Sie. Bitte nehmen Sie tz", wies Nevaeh ihn an und setzte sich ebenfalls. ?Ich habe Ihre dringende Vodung erhalten", begann der Kommandeur in besorgtem Tonfall. ?Kommandeur, wie weit sind Sie mit der Aufgabe, die ich Ihnen ¨¹bertragen habe?", fragte Nevaeh. ?Wie angeor, hat einer unserer Leute den Schwarzmarkt infiltriert. Es wird noch mindestens ein paar Tage dauern, bis wir Informationen erwarten k?nnen", berichtete der Kommandeur."Ein paar Tage..." sinnierte Neveah, Neveah war sich bewusst, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht alle Antworten erhalten konnte, jedoch gab es jetzt eine F?hrte und diese wies in dieselbe Richtung, aus der auch die Adamantiumwaffen stammten. So beunruhigend es auch sein mochte, Neveah w¨¹rde ihr Bestes tun, bis ihr Vater zur¨¹ckkehrte. Sobald Kaideon zur¨¹ck war, w¨¹rde alles rer werden. "Und das Gasthaus?" fragte Neveah. "Ich wollte einen Bericht abgeben, sobald du im Einsatz bist. Ich habe das Gasthaus untersucht und es ist ziemlich ungew?hnlich; es bedient ausschlie?lich H?ndler von au?erhalb der Stadt, nie aber H?ndler aus der Stadt selbst." "Zudem ist es kein unabh?ngiges Gesch?ft, sondern Teil einer Handelsagentur hier in der Stadt D¨¹nenstadt." "Die Agentur ist eingetragen und legal, Tadel konnte ich keinen finden. Aber das Ger¨¹cht geht um, dass sie tief im Schwarzmarkt verstrickt sind... was noch merkw¨¹rdiger ist, es ist kein von Menschen gef¨¹hrtes Gesch?ft." enth¨¹llte der Kommandant. "Die Fae." vermutete Neveah. Der Kommandant nicktengsam, leicht ¨¹berrascht, dass Neveah richtigg. "Auf den ersten Blick scheint es, als w¨¹rde es von Menschen gef¨¹hrt, aber da steckt mehr dahinter. Meine M?nner haben beobachtet, wie eine ganze Menge Fae, getarnt als Menschen, das Gasthaus betreten und vessen haben." berichtete der Kommandant. "Die Zahl der Fae, die das Gasthaus besuchen, ist gr??er als die aller anderen Spezies zusammengenommen. Die Tatsache, dass sie sich als Menschen ausgeben, wirft weitere Fragen auf." f¨¹gte der Kommandant hinzu. Neveah gr¨¹belte ¨¹ber die Worte des Kommandanten und runzelte nachdenklich die Stirn. "Du sagst, es handelt sich um eine Handelsagentur und das Gasthaus ist nur ein Teil davon. Wie hei?t diese Handelsagentur?" fragte Neveah. "Die Zersprungene Klinge, so nennt sich die Agentur, zu der das Gasthaus am Wasserfall geh?rt." berichtete der Kommandant. "Die Zersprungene Klinge..." Neveah murmelte leise, sie hatte noch nie von einer solchen Agentur in der D¨¹nenstadt geh?rt, aber Neveah war erst seit einem Jahr hier und ihr war bewusst, dass es noch viel gab, was sie nicht kannte. "Unser Informant am Schwarzmarkt soll sich auch Die Zersprungene Klinge vorkn?pfen und herausfinden, ob sie Verbindungen zu kanalisierenden Edelsteinen haben." wies Neveah an. "Ich werde die Anweisung sofort weitergeben." best?tigte der Kommandant. Der Kommandant erhob sich, um sich zu verabschieden, doch Neveah hielt ihn zur¨¹ck. "Jedes Gasthaus muss genaue Aufzeichnungen ¨¹ber Besucher und einggerte Waren f¨¹hren, umso mehr, wenn es sich um eine Tarnung f¨¹r etwas Gr??eres handelt." murmelte Neveah. "Das ist richtig." pflichtete der Kommandant mit einem Nicken bei. "Buchen Sie einen tz im Gasthaus am Wasserfall und finden Sie eine passende Tarnung, um einen weiteren Ihrer M?nner dorthin zu schicken. Seine Aufgabe liegt auf der Hand: herausfinden, wo die Aufzeichnungen ggert werden, vor allem die von vor einem Jahr." instruierte Neveah. "Ich verstehe." sagte der Kommandant. "Noch besser, ich werde selbst hingehen." entschied Neveah. "Aber Leutnant..." Der Kommandant versuchte zu protestieren, doch Neveah unterbrach ihn. "Keine Aber, Kommandant. Treffen Sie die notwendigen Vorkehrungen." sagte Neveah bestimmt. Chapter 551: Zu stehlen (Kap.552)

Chapter 551: Zu stehlen (Kap.552)

Neveah seufzte leise, als sie tiefer in die Wanne ihres Badebeckens sank. Die W?rme des Wassers konnte ihre Angst nicht lindern noch ihre Gedanken beruhigen, und Neveah war sich nicht sicher, ob es ¨¹berhaupt etwas gab, das das k?nnte. Dieses tief verwurzelte Unbehagen war erneut aufgekeimt, und Neveah konnte es einfach nicht absch¨¹tteln, geschweige denn den Grund daf¨¹r erkennen. "Ich habe klein beigegeben und meinem Herzen gefolgt. Ich habe vor, alles zu geben, damit es funktioniert und nichts zu bedauern. Ich bin momentan an einem guten Punkt in meinem Leben; warum f¨¹hle ich mich dann so rastlos?" murmelte Neveah leise vor sich hin. Sie wollte ihre Unruhe auf die beunruhigenden Ereignisse in den D¨¹nen zur¨¹ckf¨¹hren, und vielleicht war das zu einem gewissen Grad auch berechtigt, aber Neveah wusste, dass das nicht alles war... da gab es noch etwas anderes, etwas, das sie nicht genau benennen konnte. Es klopfte an der T¨¹r und dann ?fe sich die T¨¹r zu Neveahs Waschraum. Neveah brauchte nicht aufzusehen, um zu wissen, wer es war. "Privatsph?re, Tara", murmelte Neveah, als Tara hereinmarschierte, als geh?rte ihr der Ort. "Ach bitte. Davon werden wir noch reichlich haben, wenn wir tot sind", entgee Tara und nahm gegen¨¹ber von Neveahs Badewanne tz. Neveahs Augen sprangen auf und sie warf der l?stigen Frau einen genervten Blick zu. "Was gibt¡¯s denn diesmal?" fragte Neveah mit einem kleinen Seufzer. "Darf ich nicht vorbeischauen, wo du doch jetzt das Bett des Drachenk?nigs geteilt hast?" fragte Tara mit gespielter Verachtung. "Ich habe nichts geteilt, Tara. Lass deine Fantasie nicht mit dir durchgehen", erwiderte Neveah und rollte mit den Augen. "Aber das wirst du doch, bald schon?" stichelte Tara. Neveah erwiderte Taras Blick kalt und Tara schnaubte erneut. "Ich darf ja nicht dar¨¹ber sprechen, alsosse ich wenigstens meine Fantasie arbeiten", verteidigte Tara ihre Haltung. Neveah seufzte leise. Auch wenn die Vollstrecker der D¨¹nen informiert worden waren, gab es noch keine offizielle Ank¨¹ndigung, die sie als Gef?hrtin von K?nig Jian offenbarte. Und weil keine Ank¨¹ndigungen gemacht worden waren, wagten die Eingeweihten nicht, das Wissen weiterzugeben. "Es gibt immer noch wilde Spektionen in den D¨¹nen und anderswo, aber es bleiben Ger¨¹chte, bis eine offizielle Best?tigung erfolgt... sobald diese erfolgt, wird dein Weg direkt zur Drachenfeste f¨¹hren", sagte Tara ernst. Neveah wusste, dasg nur daran, dass dies schwierige Zeiten waren und die Umst?nde ung¨¹nstig; w¨¹rde die Unruhe beigelegt, w¨¹rde K?nig Jian ihr Band vor der gesamten Festung verk¨¹nden. "Ich werde bereit sein", antwortete Neveah mit einem Nicken. Tara gew?hrte sich ein kleines L?cheln, bevor sie das Gespr?chsthema wechselte. "Estelle hat Nachricht geschickt, Seine Gnaden hat Lord Dante beauftragt, das siebte Geschwader zu kommandieren. Lord Orin sagt, sie werden die erste Einheit sein, die eintrifft", gab Tara weiter. "Wir befinden uns am ?u?ersten Rand der Festung, die erste und vierte Schwadron m¨¹ssen die Himmelsfestung sch¨¹tzen. Sie k?nnen nicht so weit herausfliegen, besonders nicht in Abwesenheit des Drachenk?nigs", murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Es ist wahrscheinlich, dass dieses Mal das zweite, dritte und siebte Geschwader den Kampfauftrag erhalten... falls es dazu kommt", sagte Neveah."Seine Gnaden und Lord Xenon sind einmal mehr mit den Vollstreckern von Dune ausgezogen. Ein Milit?rst¨¹tzpunkt wird errichtet, und Seine Gnaden ¨¹berwacht den Prozess pers?nlich." "Es scheint wirklich eine ht in den D¨¹nen bevorzustehen... wenn es eine Armee w?re, die uns entgegenk?me, w?re mir nicht bange. Aber ein Kampf drau?en in den dunklen Landen...", murmelte Tara besorgt. "Bstet Euch nicht mit Gedanken an das, was noch kommen mag; die Drachen haben sich der dunklen Magie oft gestellt und sind siegreich geblieben. Auch diesmal werden sie es schaffen", sagte Neveah mit Zuversicht. "Es war ohnehin mein Vorhaben, Dich aufzusuchen", f¨¹gte Neveah hinzu. Tara hob fragend die Braue und sah Neveah erwartungsvoll an. "Bevor Seine Gnaden und Lord Xenon zur¨¹ckkehren, gibt es etwas, das ich stehlen muss... noch heute Nacht", offenbarte Neveah. Tara neigte bei Neveahs Worten den Kopf zur Seite. "Stehlen?" fragte Tara unsicher. "Ja, Tara, stehlen", best?tigte Neveah. "Heute Abend... finde ich Zeit", stimmte Tara zu und nickte. _______________ Das Waterfall Inn war ein massiver Bau, der einen gro?en Teil einer der entlegeneren Stra?en in der Stadt Dune einnahm. Es war ein Teil der Stadt, den Neveah nur selten betreten hatte, es sei denn, es ging um bestimmte Aufgaben, denn es unterstand der Zust?ndigkeit eines anderen Vollstreckers von Dune. Dasg haupts?chlich daran, dass die Mehrheit der Bev?lkerung in dieser Gegend H?ndler waren, die mit magischen G¨¹tern handelten, und sie geh?rten meist anderen V?lkern an. Nur wenige Menschen waren in diesem Viertel t?tig, und obwohl Dune City vorwiegend eine menschliche Siedlung war, gab es auch andere V?lker, die sich hier niedergssen hatten. Wie zu erwarten, tendierten diese V?lker dazu, sich so weit wie m?glich von den Menschen zu distanzieren, weshalb es immer noch Stadtteile gab, die daf¨¹r bekannt waren, insbesondere von anderen V?lkern bev?lkert zu sein, wo Menschen weniger pr?sent waren. In diesen Stadtteilen war erh?hte Vorsicht geboten, und es waren Orte, an denen nur ein ausgewachsener Drache f¨¹r Ordnung sorgen konnte. In dieser Nacht wirkte die Herberge besonders vessen, ebenso wie die Stra?e, die zu ihr f¨¹hrte. Das war nur nat¨¹rlich; eine Herberge war in erster Linie ein Ort der Unterkunft und erst in zweiter Linie ein Ort des Gesch?fts. Da die Stadt abgeriegelt war, mussten H?ndler, die in Dune City gefangen waren, ihr Gesch?ft ruhenssen und in den H?usern verbleiben. Auch waren keine neuen Kaufleute gekommen, um sich niederzssen, denn die Stadttore waren f¨¹r alle Au?enstehenden fest verschlossen und w¨¹rden es noch einige Tageng bleiben. Die Herberge w¨¹rde noch eine Weile ein schleppendes Gesch?ft erfahren. Da die Stra?en so waren, wie sie waren, war es nicht schwer, die h?lzerne Kutsche, gezogen von einem einzelnen Pferd, zu ¨¹bersehen, die vor die T¨¹ren der Herberge fuhr. Chapter 552: Waterfall Inn (Ch.553)

Chapter 552: Waterfall Inn (Ch.553)

Einutes Klopfen an den T¨¹ren des Waterfall Inn hallte durch die stillen Stra?en, und die T¨¹ren schwangen auf. Ein Mann mittleren Alters in braunen Gew?ndern stand auf der anderen Seite, ein steifes L?cheln auf dem Gesicht. "Entschuldigung, mein Herr. Aber das Gasthaus nimmt derzeit keine G?ste mehr auf", erkl?rte der Mann mittleren Alters, der vermutlich der Gastwirt war, mit rauer Stimme. "Ich habe eine Reservierung", erwiderte Neveah und vertiefte ihre Stimme so gut sie konnte. Der Gastwirt musterte Neveah einen Momentng, sein Blick verweilte auf dem Schal, den sie um Kopf und Hals gewickelt hatte, sodass nur ihre Augen sichtbar waren. Dar¨¹ber trug Neveah einen Strohhut, der tief herabhing und sogar ihre Augen verbarg. Es war eine typische Schutzkleidung f¨¹r H?ndler, die durch die W¨¹ste reisten, um sich bei Sandst¨¹rmen vor dem wei?en Sand zu sch¨¹tzen. "Darf ich es sehen?" fragte der Gastwirt, dessen Stimme nach einem gr¨¹ndlichen Blick auf Neveah einen h?flicheren Ton annahm. Neveah war beeindruckt, dass der Gastwirt tats?chlich auf die Verkleidung hereingefallen war, die Tara f¨¹r sie zusammengestellt hatte. Tara war ?u?erst geschickt in dieser Kunst, und deshalb hatte Neveah nicht protestiert, als Tara ihr rmachte, dass sie nicht als sie selbst zum Waterfall Inn gehen konnte, nicht wenn sie nicht sofort erkannt werden wollte. Mit Neveahs goldenen Locken und ihrem Status w?re sie h?chstwahrscheinlich sofort erkannt worden, sobald sie an der T¨¹r ankam. Urspr¨¹nglich hatte Neveah nicht vorgehabt, ihre Identit?t zu verbergen, aber Tara hatte es geschafft. Neben den gro?en Roben, die fast doppelt so gro? wie Neveah waren und jede Kurve oder jedes Anzeichen daf¨¹r, dass Neveah eine Frau war, vergen, gab es auch den falschen Bart und zus?tzliche Haut, die Tara Neveahs Gesicht hinzugef¨¹gt hatte, um die Illusion eines schmalen Mannes zu erzeugen. Neveah erkannte sich selbst nicht wieder, und wer sie nicht kannte, w¨¹rde die Verkleidung nicht durchschauen. Neveah zog die kleine Holztafel hervor, die der Kommandant der Stadtwache f¨¹r sie besorgt hatte. Eigentlich h?tte sie einem Nymphen-Kopfgeldj?ger geh?ren sollen, der im Dienste des Fae-Rates stand, aber dieser Kopfgeldj?ger war vor ein paar Tagen von den D¨¹nenw?chtern festgenommen worden, sodass Neveah nun seine Identit?t und seine Reservierung nutzen w¨¹rde. Neveah kannte den Kopfgeldj?ger nicht, aber die D¨¹nenw?chter hatten den k?niglichen Befehl erhalten, jeden mit Beziehungen zu den Fae schon vor dem Bruch abzuwehren, und das hatten sie getan. Als Neveah dem Gastwirt die kette ¨¹berreichte, beobachtete sie, wie er sie pr¨¹fte und bemerkte die Ver?nderung in seinem Gesichtsausdruck. "Wenn mein Herr Hut und Schal abnehmen w¨¹rde ... es sind beunruhigende Zeiten, und wir m¨¹ssen besonders vorsichtig sein", erkl?rte der Gastwirt undchte nerv?s. Neveah runzelte leicht die Stirn, ihre Hand wanderte zum Griff des Schwertes, das an ihrem G¨¹rtel baumelte. "Ist es das erste Mal, dass du jemanden so gekleidet siehst? Ich nehme an, dass es viele mit fragw¨¹rdiger Identit?t gibt... schlie?lich ist dies das Waterfall Inn", erwiderte Neveah ausdruckslos. Der Gastwirt beobachtete Neveah einen Momentng misstrauisch, bevor er ein aufrichtiges Grinsen zeigte. "Ihr seid tats?chlich Sir ckbird", begr¨¹?te der Gastwirt. ¡¯Amsel?¡¯ dachte Neveah, das war sicherlich nicht der Name, den der Kopfgeldj?ger den D¨¹nenw?chtern gegeben hatte, aber Neveah sagte nichtsut. Neveah konnte es nicht uben, das musste ein komplettes Verbrechersyndikat sein, das war ¨¹berhaupt kein Gasthaus. Sie konnten sogar einen Kopfgeldj?ger erkennen, den die D¨¹nenpolizisten auf den ersten Blick nur m¨¹hsam identifizieren konnten.¡¯Warum erwarten sie einen Kopfgeldj?ger?¡¯ fragte sich Neveah besorgt. ¡¯Veah... sei vorsichtig.¡¯ warnte Neveahs Wolf. "Ich musste sicherstellen, da dein Schwertknauf ganz anders aussieht." f¨¹gte der Wirt hinzu. "Sie erwarten doch nicht, dass ich mit essoires heruufe, die mich verraten, oder?" fragte Neveah und spielte das Spiel mit. "Nat¨¹rlich, nat¨¹rlich." Der Wirt stimmte zu. Der Blick des Wirts glitt von Neveah zu der Kutsche, mit der sie hierher gekommen war. "Haben Sie Begleitung, mein Herr?" fragte der Wirt. "Gibt es eine bessere Tarnung als eine Dame an meinem Arm?" fragte Neveah, zuckte l?ssig mit den Schultern und ging zur Kutsche, um Tara die Hand zu reichen, damit sie aussteigen konnte. Tara trug die Gew?nder einer einfachen Frau und ihr Haar war zu einem Dutt hochgesteckt. Sie nahm Neveahs Hand und stieg aus der Kutsche. Neveah geleitete Tara zu den T¨¹ren des Gasthauses. Der Wirt beobachtete Tara argw?hnisch, bevor sein Blick zu Neveah zur¨¹ckwanderte und er ihr mit einer Geste bedeutete, sich mit ihm zur Seite zu begeben. "Herr? Kann man der Dame vertrauen?" fragte der Wirt. "Und wenn nicht? Was dann?" erwiderte Neveah unger¨¹hrt. "Wir d¨¹rfen nicht zssen, dass irgendwelche Nachrichten durchsickern..." deutete der Wirt an. Neveah verstand zwar nicht genau, worauf der Wirt hinauswollte, aber sie nickte nur. "Keine Sorge, wenn ihre Rolle ausgespielt ist... werde ich mich darum k¨¹mmern." Neveah gab eine k¨¹hne Erkl?rung ab, w?hrend sie ¨¹ber den Knauf ihres Schwertes strich. Der Wirt nickte zustimmend und sein Grinsen kehrte zur¨¹ck. "Einen herzlichen Willkommen, meine Dame. Bitte, treten Sie ein! Kommen Sie!" Der Wirt begr¨¹?te sie und gab ihnen das Zeichen, einzutreten. Neveah tauschte einen Blick mit Tara und beide betraten das Wasserfall-Gasthaus. Kaum waren sie durch die T¨¹r getreten, befanden sie sich in einer gro?en Halle, die selbst zu dieser Tageszeit hell erleuchtet war. Die Halle war gef¨¹llt mit Holztischen und -st¨¹hlen, und einige Leute sa?en an den Tischen, w?hrend ein einsamer S?nger auf einer kleinen B¨¹hne eine leise Melodie spielte. Das Gasthaus verf¨¹gte ¨¹ber zwei Etagen; es war nicht das beste Gasthaus, das Neveah je gesehen hatte, aber es konnte auch nicht einfach als ein lokales Wirtshaus abgetan werden. Neveah warf unauff?llig Blicke um sich, gab sich aber keine Bl??e. Wer immer sie auch vorgab zu sein, diese Person war schon einmal in diesem Gasthaus gewesen, und Neveah durfte nicht zeigen, dass es ihr erster Besuch war. Chapter 553: Amsel (Kap.554)

Chapter 553: Amsel (Kap.554)

K?nig Jianndete und nahm wieder seine menschliche Gestalt an. Er ging hin¨¹ber zu Xenon, Lord Orin und Lord Garron, die ihn in einiger Entfernung von der Barriere erwarteten. "Diese drei Punkte sind die schw?chsten Stellen in der Barriere und ben?tigen verst?rkte Bewachung, aber seit Veah ... ist es beeindruckend." gab Lord Orin erstaunt zu. K?nig Jian starrte die Barriere an, sein Blick verengte sich leicht. Er konnte noch immer den schwachen goldenen Lichtschein sehen, der gelegentlich enng der Barriere pulsierte. Der Punkt, an dem sie standen, war weit von dem Ort entfernt, an dem Neveah die Macht von Demevirld entfesselt hatte, und dennoch war er davon nicht unber¨¹hrt. Die Barriere pulsierte kr?ftig, die D¨¹nenw?chter gaben zu, dass sie die Barriere so stark wie seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen hatten. Einerseits war das wirklich beeindruckend. Andererseits war es sogar noch besorgniserregender. "Sie hat solch eine Macht auf Anhieb entfesselt ... Demevirld zu unterdr¨¹cken wird schwieriger sein, als wir dachten." dachte Xenon ¨¹ber ihre Verbindung zu K?nig Jian. K?nig Jians Augenbrauen zuckten leicht, aber er ?u?erte sich nicht dazu und starrte nur weiter auf die Barriere. "Mindestens hundert Drachen, die ¨¹ber die Barriere hinausgehen, das w?re das erste Mal seit... das erste Mal, seit die Barriere errichtet wurde. Wie gro? werden die Auswirkungen auf die Barriere sein? K?nnen wir sie eind?mmen?" fragte Xenon Lord Orin. Die Barriere sch¨¹tzte zwar vor dunklen M?chten, doch je mehr Menschen sie durchquerten, desto mehr wurde die Kraft der Kanalisierung beeintr?chtigt und die Barriere geschw?cht. Es war jedoch nie zuvor eine Armee von Drachen ¨¹ber die Barriere vorgedrungen, und nicht nur Drachen, sondern auch Magier wurden herbeigerufen, um den Zauber, der auf Fort zed gewirkt worden war, r¨¹ckg?ngig zu machen. "Vor einigen Jahrzehnten h?tten wir das geschafft. Aber dieses Mal... die Halle des Lichts ist nicht mehr das, was sie einmal war. Ich bin mir nicht sicher, ob sie standhalten kann." gestand Lord Orin. "Wir k?nnen nur darauf vertrauen, dass die derzeitige St?rke der Barriere bestehen bleibt. Wenn sie so stark bleibt, wird es keine Probleme geben." f¨¹gte Lord Garron hinzu. "Wenn die Barriere zusammenbricht..." Xenon brach ab. "Schattenwesen werden in die D¨¹nenstadt vorr¨¹cken. Alle anderen Lichthallen werden ebenfalls geschw?cht, was die verbleibenden drei Teile der Barriere in Gefahr bringt. Wenn Fort zed wirklich in den dunklen Landen versteckt wurde, war das ein durchdachter Schachzug..." "Ein Vormarsch wird schwierig sein, ein R¨¹ckzug auch. Wir haben nur begrenzte M?glichkeiten." sagte Lord Garron nachdenklich. "Ich w¨¹rde sagen, es w?re das Beste, wenn Kaideon mit einem negativen Bericht zur¨¹ckkehrt. Aber das w¨¹rde nur bedeuten, dass Fort zed noch frei ist..." fuhr Lord Garron mit einem Kopfsch¨¹tteln fort. "Garron, mein Herrscher hat Fort zed selbst gesp¨¹rt. Er w¨¹rde sich nicht irren." sagte Xenon mit Bestimmtheit. K?nig Jian sp¨¹rte ein Ziehen an seinem Gedankenblock, er konnte sp¨¹ren, woher es kam und so senkte er seinen Block. ¡¯Sag es mir, Cassian.¡¯ dachte K?nig Jian zu Cassian. ¡¯Ich habe deine Worte an Everon weitergegeben. Er wird eine Methode finden, Demevirld zu extrahieren, aber er ben?tigt etwas Zeit.¡¯ erng Cassians Stimme in K?nig Jians Gedanken. ¡¯Es gibt noch mehr.¡¯ fuhr Cassian fort. ¡¯Menarx hat einen beunruhigenden Bericht. Die Spione, die von der Lady of Ruby Scales im k?niglichen Wald der Fae eingesetzt wurden, berichten, dass ckBird von einem der Fae-ns zu den D¨¹nen geschickt wurde.¡¯ berichtete Cassian. ¡¯ckbird?¡¯ fragte K?nig Jian und zog die Brauen leicht zusammen."Er ist ein Kopfgeldj?ger, Kirgan und ich sind ihm einmal bege. Er ist kein gew?hnlicher Kopfgeldj?ger; man verd?chtigte ihn einmal, mit drei Morden in Verbindung zu stehen, aber die Fae mischten sich ein und vertuschten die Sache. Da alle Opfer Fae waren,g es an ihnen zu entscheiden, und wir haben uns da nicht eingemischt", teilte Cassian mit. "Ein Kopfgeldj?ger und ein Fae-Attent?ter... hier in den D¨¹nen. Wienge ist das her?", fragte K?nig Jian. "Am selben Tag, an dem wir zum Myriadenwald aufgebrochen sind", berichtete Cassian. "Wenn das so ist, dann muss er bereits in der D¨¹nenstadt sein", dachte K?nig Jian nach. "Wir wissen nicht, was er vorhat, aber das Zeitfenster ¨C so nah am Ereignis des Bruchs ¨C kann kein Zufall sein", sagte Cassian. "Schickt mir ein Portr?t von ihm", befahl K?nig Jian. Kurz darauf ?fe sich ein kleines Briefportal, und ein zusammengerolltes Pergament wurde ¨¹bergeben. K?nig Jian entrollte das Pergament und betrachtete das Bild eines Mannes, geh¨¹llt in weite Gew?nder, mit einem Schal und Hut, die seine Gesichtsz¨¹ge verdeckten. Er reichte das Pergament an Xenon weiter, der es pr¨¹fend ansah und dabei die Stirn runzelte. "Orin, finde diese Person. Durchk?mmt die Stadt, wenn es sein muss", befahl Xenon und gab das Pergament weiter an Lord Orin. Lord Orin musterte es einen Moment, bevor er eine Augenbraue hochzog. "Wir haben diesen Mann in Gewahrsam. Er wurde festgenommen, als er versuchte, sich in die Stadt zu schleichen", meldete Lord Orin. K?nig Jian und Xenon tauschten daraufhin Blicke. "Konntet ihr ein Gest?ndnis erpressen?", fragte Xenon. "Er bleibt standhaft, nannte allerdings einen Namen, der ganz offensichtlich erfunden war. Jedoch deuten die essoires, die er bei sich trug, darauf hin, dass er von den Nymphen stammt und ein Kopfgeldj?ger ist", erkl?rte Lord Orin. "Es ist nichts Ungew?hnliches f¨¹r Kopfgeldj?ger, diese Gegend zu durchqueren, um nach ¡¯The Rudder¡¯ zu gngen, aber weil er das Zeichen des Fae-Rates bei sich trug, haben wir ihn festgenommen." "Da der Bruch kurze Zeit sp?ter erfolgte, m¨¹ssen wir ihn noch vor Gericht stellen", offenbarte Lord Orin. "Wir uben, es war kein Zufall. Die D¨¹nenstadt war sein eigentliches Ziel", gab Xenon zu bedenken. "Aber Kopfgeldj?ger ist es nicht gestattet, in Dune City zu operieren, nur in ¡¯The Rudder¡¯. Warum sollte er hierherkommen?", fragte Lord Orin und zog die Augenbraue hoch. "Oh Scales!" entfuhr es Lord Garron. "Garron, was hast du gemacht?", fragte Lord Orin, als sich alle Blicke auf ihn richteten. "Zuvor ben?tigte der Kommandant der Stadtwache eine Tarnidentit?t, um einen Ort zu infiltrieren, der im Verdacht stand, mit dem Schwarzmarkt in Verbindung zu stehen... Ich gestattete ihm, die Identit?t des Kopfgeldj?gers zu nutzen... und die Ermittlung..." "Neveah leitet sie", offenbarte Lord Garron. Chapter 554: Verkleidung (Kap.555)

Chapter 554: Verkleidung (Kap.555)

Der Wirt begab sich weiter voran, um mit einigen anderen zu sprechen, die ?hnlich wie er gekleidet waren. Neveah hielt ihren Blick starr nach vorn gerichtet,uschte jedoch aufmerksam, um ihre Unterhaltung aufzuschnappen. "Ist das Sir ckbird?" fragte einer der Wirtsleute zweifelnd und warf Neveah einen heimlichen Blick zu. "Jene Kleidung ist sein Markenzeichen. Au?erdem zeigt er nie sein wahres Gesicht, eine Best?tigung ist unm?glich", entgee der Wirt, der sie in Empfang genommen hatte. "Wir k?nnen nur die Anweisungen weiterleiten, die wir bekommen haben. Wird der Auftrag korrekt ausgef¨¹hrt, wissen wir sicher, ob er wirklich Sir ckbird ist. Wenn nicht, w¨¹rde die Mission ohnehin das Leben des Hochstaplers fordern", f¨¹gte ein dritter Wirt hinzu. "Zudem haben wir Augen, die hier Wache halten", meinte der Wirt und lie? seinen Blick durch den Saal schweifen. Unter den Leuten an den Tischen konnte Neveah einige ausmachen, die besonders verd?chtig wirkten. Sie waren ganz r Fae, verkleidet jedoch als Kaufleute, ihre Fl¨¹gel unter weiten seidenen Gew?ndern verborgen. ¡¯Mission? Was genau nen sie da?¡¯ fragte sich Neveah. "Warum geben sich so viele von ihnen als Menschen aus? Hier in D¨¹nenstadt gibt es keine Gesetze gegen Fae", fl¨¹sterte Tara Neveah mit ged?mpfter Stimme zu. Neveah sah zu Tara hin¨¹ber und sch¨¹ttelte leicht den Kopf; ein Signal an Tara, nichts weiter zu sagen. Der Wirt und seine Kollegen wechselten noch einige Worte, bevor er sich wieder Neveah zuwandte. "Ich zeige dir zuerst dein Zimmer, danach wird das Wasser f¨¹r dein Bad bereitet, und kurz darauf servieren wir dir das Essen", ¨¹bermittelte der Wirt ihr. "Hmm", war alles, was Neveah erwiderte. Neveah war bewusst, dass es wohl das Beste w?re, m?glichst selten zu sprechen, ihre Stimme w¨¹rde sie am ehesten verraten, und sie war sich sicher, dass sie bereits verd?chtig kl?nge. Der Wirt f¨¹hrte sie nach oben in die oberste Etage, Neveah und Tara folgten ihm. Durch einen Flur gngten sie zu einer T¨¹r, die er ?fe und dann beiseitetritt, um Neveah und Tara ein Zeichen zu geben, einzutreten. "Die Diener werden gleich zu euch hochkommen, macht es euch in der Zwischenzeit gem¨¹tlich", sagte der Wirt. Neveah nickte nur einmal, und der Wirt verabschiedete sich und schloss die T¨¹r. Tara ?fe den Mund, um etwas zu sagen, doch Neveah legte einen Finger an ihre Lippen und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Sie deutete zur T¨¹r und dann zu ihren Ohren, um zu signalisieren, dass der Wirt nur ein paar Schritte zur¨¹ckgetreten war, um den Anschein zu erwecken, er sei gegangen, tats?chlich aber hatte er den Raum noch nicht vessen. Neveah erkannte, dass das Personal im Gasthaus zum Wasserfall ihr nicht vollst?ndig auf den Leim ging, aber sie konnten es nicht mit Gewissheit sagen, denn dieser ckbird schien ein Mann zu sein, den sie nicht ganz durchschauten und den sie nicht kr?nken wollten. Falls sie Neveah bedr?ngten und sie sich tats?chlich als der echte Sir ckbird herausstellte, k?nnten sie die Folgen nicht tragen. Neveah fragte sich, was f¨¹r eine Person dieser Sir ckbird sein musste, dass die Leute im Gasthaus zum Wasserfall derart misstrauisch gegen¨¹ber ihm waren. Selbst die an den Tischen in der Halle im Erdgeschoss Sitzenden wurden merklich still, als Neveah in ihrer Tarnung hereintrat. Neveah begann zu bef¨¹rchten, dass es ein Fehler gewesen sein k?nnte, sich als dieser ckbird auszugeben, doch ein R¨¹ckzug war nun nicht mehr m?glich. Neveah wartete eine Weile, bis sie h?rte, wie der Wirt seine Lauschversuche einstellte und seine Schritte sich entfernten.Als Neveah sichergestellt hatte, dass die K¨¹ste r war, ging sie r¨¹ber und setzte sich an den kleinen Holztisch. "Und jetzt?" fragte Tara und beobachtete Neveah. "Jetzt warten wir.", sagte Neveah und folgte mit dem Finger den Linien, die auf die Scheide ihres Schwertes graviert waren, w?hrend sie versuchte, die Lage zu erfassen. Es dauerte nur einen kurzen Moment, bis es an der T¨¹r klopfte. Neveah nickte Tara zu, damit sie die T¨¹r ?fe. Tara ging zur T¨¹r, ?fe sie und eine junge Magd trat ein, einen Eimer mit dampfendem Wasser tragend. "Gn?diger Herr, ich bringe das Wasser f¨¹r Euer Bad.", sagte die junge Magd h?flich. Neveah und Tara tauschten einen Blick aus, und Neveah nickte Tara unauff?llig zu; die Magd nahm den stummen Dialog nicht wahr und wartete lediglich auf Anweisungen. "Bringen Sie es r¨¹ber zum Waschraum. Ich werde sein Bad bereiten.", wies Tara an und ging zusammen mit der Magd weg. Neveah wartete einen kurzen Augenblick, bevor Tara wieder erschien, in einer Hand ein B¨¹ndel Kleidung, das der Magd geh?rte, und in der anderen den leeren Eimer, den die Magd benutzt hatte, um das Wasser zu bringen. "Mit diesem hier..." begann Tara und ahmte die Geste nach, die Neveah mit den Augen gemacht hatte. "Du meinst nicht, dass ich sie umbringen soll, oder?" Tara wollte bei Neveah nachhaken. Neveah warf Tara einen ver?rgerten Blick zu; sie schaffte es irgendwie immer noch, selbst in ihrer Lage, Witze zu rei?en. "Nat¨¹rlich nicht. Zieh das hier an und gib mir das. Ich werde mich drau?en umsehen.", sagte Neveah. Sie ging durch das Zimmer, zog die Vorh?nge zu und streifte die ¨¹berfl¨¹ssigen Gew?nder ab, bis sie nur noch in ihrem schwarzen Untergewand dastand. Neveah reichte Tara die Verkleidung und schl¨¹pfte selbst in das Gewand der Magd. "Setz dich.", wies Tara sie an. Tara holte eine kleine Tasche hervor, in der sie einige ihrer Werkzeuge hatte, und machte sich z¨¹gig daran, Neveahs Gesicht zu ver?ndern, indem sie den falschen Bart und alles, was sie m?nnlich wirken lie?, entfernte. Sie reinigte Neveahs Gesicht mit einem feuchten Tuch und nahm dann einige Ver?nderungen vor, um sie der Magd so ?hnlich wie m?glich erscheinen zussen. "Es war gut, dass wir deine Haare schwarz gef?rbt haben. Mit deiner Haarfarbe w?rst du sonst definitiv aufgefallen.", sagte Tara nachdenklich und nickte zufrieden mit ihrer Arbeit. "Zieh das an.", erinnerte Neveah Tara daran, Sir ckbirds Kleidung anzulegen. "Warum muss ich das?" murmelte Tara. "Weil du die Magd sein musst und wenn jemand vorbeischaut, muss ein Sir ckbird vorhanden sein. Leg sie ins Bett oder sonst wohin, aber bitte... t?te niemanden.", bat Neveah eindringlich. Tara antwortete nicht, und Neveah seufzte resigniert. "Die Nacht hat gerade erst begonnen, wir haben nur noch ein paar Stunden, bevor wir aufbrechen m¨¹ssen. Ich werde mich umschauen und sehen, was ich herausfinden kann. Vertraue ich darauf, dass du hier alles im Griff hast?", fragte Neveah. "Ich komm schon zurecht.", versicherte Tara. Neveah nickte, klopfte das Kleid der Magd zurecht und ging hinaus. Chapter 555: Waterfall Inn (Ch.556)

Chapter 555: Waterfall Inn (Ch.556)

K?nig Jian stie? die T¨¹r zu Neveahs Gem?chern auf, doch er brauchte sich nicht erst umschauen, um zu wissen, dass Neveah schon l?ngst verschwunden war. Seine Stirn legte sich in Sorgenfalten, und er eilte auf Xenon zu, der gerade zur¨¹ckgekehrt war. "Sie befindet sich weder im Schloss noch bei der Stadtwache", berichtete Xenon besorgt. K?nig Jian hatte so etwas bereits erwartet; man konnte es Neveah nicht ver¨¹beln, die Dinge in die eigene Hand zu nehmen ¨C sie war immer so mutig. "Ihr Untergebener?" erkundigte sich K?nig Jian. "Der Kommandant der Stadtwache hat Dienstfrei", informierte Xenon. "Ermittle seinen Aufenthaltsort und finde genau heraus, wo sie ist, behalte sie im Auge und schreite ein, sobald Gefahr droht. Mit diesem ckbird werde ich mich selbst befassen", wies K?nig Jian an. Xenon machte sich sofort auf den Weg, und auch K?nig Jian verlie? den Ort. Anders als bei den Keep Skiesgen die Kerker von D¨¹nenburg nicht unterhalb der Burg. Die Kerker befanden sich auf der Flugpatrouillenbasis der Dune Dragons, einem ganz anderen Ort als die D¨¹nenburg, wo die Drachen w?hrend ihrer Schichten patrouillierten. Es war ein kurzer Flug, kaum ein paar Minuten, und K?nig Jian erreichte die Basis. Mitten im Flug wechselte er in seine menschliche Gestalt undndete auf den F¨¹?en. Garron stand bereits bereit, um ihn in Empfang zu nehmen. "Mein Lehnsherr. Lord Orin ist jetzt bei ihm. Bitte folgen Sie mir", wies Garron an. K?nig Jian folgte Garrons Wegweisung und wurde durch die Basis bis hin zu den Kerkern gef¨¹hrt. Die Kerker waren in Dunkelheit geh¨¹llt, und obwohl K?nig Jian gut genug sehen konnte, wusste er, dass dies f¨¹r viele andere nicht zutraf. Orin stand an der T¨¹r der Zelle, die den Mann beherbergte, den K?nig Jian sehen wollte. K?nig Jian trat an die Zellent¨¹r und erblickte den Mann darin sitzend, mit einem unnachgiebigen Ausdruck im Gesicht. Er war hager, sein Aussehen listig und b?sartig, Narben zogen sich enng seiner Gesichtsseite herunter. "Er behauptet, nicht Sir ckbird zu sein. Geben Sie uns eine halbe Stunde, und wir werden alles aus ihm herausbekommen", versicherte Orin K?nig Jian. "Songe kann ich nicht warten", entgee K?nig Jian. Die Augen von K?nig Jian begannen schwach zu gl¨¹hen, und ein Feuerring entfachte sich um den Nymphen in der Gef?ngniszelle. Der Nymphe sprang mit einem erschrockenen Schrei auf, als die mmen ihn leckten; sie waren scgartig so hoch wie seine Oberschenkel und umgaben ihn so, dass er nicht entkommen konnte. "Feuer! Jemand muss helfen! Feuer!", schrie der Nymphe um Hilfe. "Ich werde nur einmal fragen...", unterbrach ihn K?nig Jian mit einer unheilvoll tiefen Stimme. "Wer... wer bist du?! Was denkst du, was du hier tust?! " schrie der Nymphe in einer Mischung aus Panik und Schmerz, w?hrend der Kreis aus mmen sich um ihn zusammenzog und die mmen jede Stelle seiner Haut, die sie ber¨¹hrten, verbrannten.¡¯"Was ist deine Mission in den D¨¹nen?" fragte K?nig Jian, seine Wortengsam, aber voller verhei?ungsvollem Drohen. __________________ Neveah hielt ihren Kopf gesenkt, w?hrend sie durch die Halle des Wasserfall-Gasthauses ging, in der die Tische und St¨¹hle aufgestellt waren. Mittlerweile sa?en dort mehr Menschen als zu dem Zeitpunkt, als Neveah und Tara eingetreten waren, und es gabute und ausgssene Gespr?che in verschiedenen Teilen des Saals, die eine l?rmende Atmosph?re schufen. Neveah vermutete, dass das Gasthaus im Laufe der Stunden immer unruhiger werden w¨¹rde, wenn die fr¨¹hen Abendstunden der Nacht wichen. Viele G?ste, die tags¨¹ber nicht im Gasthaus waren, w¨¹rden zu dieser Zeit zur¨¹ckkehren. "Du musst vorher verschwinden, besonders mit Tara hier. Ihre Kampff?higkeiten sind unzureichend. Wenn wir uns den Weg nach drau?en erk?mpfen m¨¹ssen, wird sie eine Bstung sein", erinnerte Neveahs Wolf sie. "Wenn wir uns den Weg nach drau?en erk?mpfen m¨¹ssen, f¨¹rchte ich, dass es auch f¨¹r uns schwierig werden wird... mit dem Fae-Volk kommt die Magie", dachte Neveah an ihren Wolf zur¨¹ck. "Dann beeile dich", mahnte Neveahs Wolf sie. Neveah atmete auf, sie hatte es geschafft, die Halle zu durchqueren, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, und ging dann den hinteren Gang enng, den sie andere Angestellte des Gasthauses hatte gehen sehen. Neveah folgte einer anderen Magd, die aus einem anderen Raum im unteren Stockwerk gekommen war, und blieb hinter ihr, w?hrend sie tiefer durch einen schwach beleuchteten Flur gingen. "Hast du sein Gesicht gesehen? Ich habe geh?rt, dass niemand jemals sein Gesicht gesehen hat", fl¨¹sterte die Magd, mit der Neveah ging, als sie weit genug vom Flur entfernt waren. Neveah sch¨¹tteltengsam den Kopf, wissend, dass es das Beste war, kein Wort zu sagen. "Das dachte ich mir", murmelte die Magd und fragte gl¨¹cklicherweise nicht weiter. Andere Arbeiter gingen vorbei, und bald erblickte Neveah die vertrauten Gew?nder eines Gastwirts vor sich. Der Gastwirt bog weiter vorne nach links ab, und Neveah blieb mit der anderen Magd an Ort und Stelle, bis sie diesen Punkt erreicht hatten, und wich dann aus, als die Magd vor ihr nicht aufpasste, und nahm den Weg, den der Gastwirt genommen hatte. Sie erblickte den Gastwirt erneut, als er am Ende des Ganges eine T¨¹r betrat und diese halb offen lie?. "Wir haben keine Zeit zu warten, bis er weg ist", erinnerte Neveahs Wolf sie. "Ich verstehe", dachte Neveah zur¨¹ck. Neveah schaute sich im Flur um und vergewisserte sich, dass niemand in der N?he war, bevor sie dem Gastwirt nachschlich und die T¨¹rutlos schloss. Der Gastwirt war ¨¹ber einen Schreibtisch gebeugt und durchsuchte die Schude auf der anderen Seite, w?hrend Neveah sich leise von hinten an ihn heranschlich und ihre Schritte so ger?uschlos wie m?glich machte. Es w?re viel schwieriger gewesen, wenn es sich um einen der Fae handelte, der als Mensch verkleidet war, denn obwohl die Fae nicht mit so sensiblen Sinnen gese waren wie die Wolfswandler, waren sie definitiv viel aufmerksamer f¨¹r ihre Umgebung als Menschen. Aber aus irgendeinem Grund hatte Neveah angenommen, dass der Gastwirt wirklich ein Mensch war. Als Neveah direkt hinter ihm stand, hob sie eine Hand und versetzte ihm einen gezielten Scg auf den Hinterkopf, fing den Fall des Gastwirts ab, als er das Bewusstsein verlor. Chapter 556: Ein Schuppen (Kap.557)

Chapter 556: Ein Schuppen (Kap.557)

Neveah durchw¨¹hlte das B¨¹ro auf der Suche nach allem, was Hinweise zu den geheimen Gesch?ften des Wasserfall-Gasthauses liefern k?nnte. Ein Buchhaltungsbuch, eine Notiz, ein Brief ¨C irgendetwas, das mehr Aufschluss ¨¹ber die Angelegenheiten mit Lord River geben k?nnte. Der Wirt war noch immer bewusstlos und niemand sonst war gekommen, aber Neveah wusste, dass es nichtnge dauern w¨¹rde, bis jemand nach ihm sehen w¨¹rde. Auf dem Schreibtischg nichts von Interesse, und Neveah hatte mit der Durchsuchung der Regale begonnen. Gerade als sie zu dem Schluss kam, dass hier nichts zu finden sei, entdeckte sie ein kleines Buch, das hinter anderen B¨¹chern im Regal verstecktg. Neveah zog es heraus, bl?tterte hindurch und sah, dass Daten und Namen eingetragen waren. Welche Bedeutung das auch haben mochte, da es versteckt wurde, vermutete Neveah, dass es Informationen enthielt, die geheim gehalten werden sollten. Das Buch zuppend, versteckte Neveah es bei sich, warf dem Wirt einen kurzen Blick zu und verlie? dann leise das Zimmer, indem sie die T¨¹r hinter sich schloss, ohne ein Ger?usch zu verursachen. Auf dem Gang war niemand zu sehen, und Neveah eilte zur¨¹ck, um zu Tara zur¨¹ckzukehren. Kaum trat Neveah in den schwach beleuchteten Flur, wo die Angestellten vorbeigingen, h?rte sie eine Stimme nach ihr rufen. "He! Wo warst du?! Komm schnell hierher!" wies die Stimme an. Neveah drehte sich um und erblickte eine st?mmige Frau mit einer Sch¨¹rze voller Mehlspuren. Der Duft von Gew¨¹rzeng schwer in der Luft und Neveah zuckte leicht zusammen, als ihr die intensiven Ger¨¹che in die Nase stiegen, je n?her sie der Frau kam. "Das ist nicht der Moment zum Faulenzen, ich werde das den Chefs melden m¨¹ssen. Nun beeil dich, schlie? dich den anderen M?dchen an und bring das Tablett mit dem Essen zu den Feldarbeitern." befahl die st?mmige Frau Neveah. Sie packte Neveah am Schultergelenk ¨C ein schmerzhafter Griff ¨C und schob sie unsanft vor sich her. Neveah fing sich geschickt; w?re es jemand anderes gewesen, w?re er wahrscheinlich direkt zu Boden gegangen. Obwohl Neveahs Schulter schmerzte, wo die Hand der K?chin gelegen hatte, ignorierte sie das leicht. ¡¯Ich werde sie in St¨¹cke rei?en!¡¯, knurrte Neveahs Wolf in ihrem Kopf, ver?rgert ¨¹ber die ruppige Behandlung durch die K?chin. ¡¯Ruhe jetzt. Wir m¨¹ssen nur eine Gelegenheit finden zu gehen; Tara ist ganz allein.¡¯, ermahnte Neveah ihren Wolf. Neveah folgte dem starken Geruch von Essen und fand die K¨¹che, w?hrend sie vor der Frau herlief, damit es nicht so aussah, als w¨¹sste sie nicht, wohin sie ging. Als sie den Eingang zur K¨¹che erreichten, dr?ngte sich die st?mmige Frau an Neveah vorbei und st¨¹rmte hinein. Die K¨¹che des Gasthauses war ziemlich gro?; neben der st?mmigen K?chin gab es noch drei weitere Personen in Sch¨¹rzen und einige junge M?dchen, die Tabletts voller Essen durch eine andere T¨¹r auf der gegen¨¹berliegenden Seite hinaustrugen. Im n?chsten Moment wurde Neveah ein gro?es Tablett in die Hand gedr?ngt, vollgepackt mit dampfendem Essen. Neveah hielt ihren Kopf gesenkt und folgte den anderen M?dchen durch eine Seitent¨¹r und einen ?u?eren Gang, der zum Innenhof hinter dem Gasthaus f¨¹hrte.Die M?gde gingen z¨¹gig ¨¹ber den Hof, und Neveah fragte sich, wohin sie gingen, denn sie konnte in der Ferne kaum jemanden sehen, nur ein alter, vessener Schuppeng vor ihr. Neveah folgte ihnen trotzdem, die M?gde ¨¹berquerten den Hof und als sie den vessenen Schuppen erreichten, gingen sie schnell hinein. Neveah sp¨¹rte das leise Summen der Magie, als sie am Eingang des Schuppens ankam, aber sie hatte keine Zeit, dar¨¹ber nachzudenken, da andere hinter ihr waren und sie die ge nicht aufhalten konnte, ohne Verdacht zu erregen. Neveah trat durch den Eingang des Schuppens und war nicht im Geringsten ¨¹berrascht, als sie feststellte, dass das, was sie betreten hatten, gar kein Schuppen war. Von au?en wirkte er wie ein vessener alter Schuppen und war nichts Besonderes, aber innen sah es ganz anders aus. Das Innere war viel gr??er als die Au?enansicht des Schuppens, fast f¨¹nfmal so gro? wie der Schuppen selbst, und was sich darin befand, waren keine vessenen Werkzeuge, sondern fast ein Dutzend biederer M?nner, die gro?e Holzkisten abluden und sie zu dem bereits vorhandenen Haufen hinzuf¨¹gten. Es handelte sich nicht um einen Schuppen, sondern um ein Lager. Wof¨¹r genau? Das konnte Neveah noch nicht sagen. "Macht eine Pause! Unser Essen ist da!" rief einer der M?nner, die in der Lagerhalle arbeiteten, den anderen zu. Die anderen M?nner kamen herbei und versammelten sich um ein kleines Feuer, das in der Mitte des Lagers entz¨¹ndet worden war. Neveah folgte den anderen M?gden, die zu den Arbeitern hin¨¹bergingen und ihnen ein Tablett nach dem anderen ¨¹berreichten. Neveah folgte der Reihe, bis sie bei dem Mann ankam, den sie bedienen sollte, und streckte ihm das Tablett entgegen, wobei sie sich mehr darauf konzentrierte, herauszufinden, was in diesen Kisten war. "Sieht aus, als w¨¹rde es gut schmecken..." Der muskul?se Mann, den Neveah bediente, lobte sie. "Aber ich wette, Sie schmecken besser." f¨¹gte er hinzu, Die anderen M?nnerchten ¨¹berschw?nglich ¨¹ber seine Worte. Neveahs Augenbrauen zuckten leicht, ihre Nase r¨¹mpfte sich, als mit seinen Worten auch ein schrecklicher Gestank nach au?en drang. Neveah unterdr¨¹ckte den Drang, reflexartig zu reagieren, als der muskul?se Mann ihre H?nde statt des Tabletts ergriff. "Warum habe ich Sie noch nie gesehen? Heben Sie den Kopf." wies er Neveah an. Der Mann griff mit einer Hand an Neveahs Kinn, um ihren Kopf zu heben, aber Neveah wandte den Kopf ab. "Eine temperamentvolle Person..." kommentierte der sse Mann mit einem leisen Kichern. Neveah zuckte sichtlich zusammen und biss sich auf die Lippe, um ihren Wolf zu b?ndigen. Sie warf einen Blick zu den anderen Dienstm?dchen, aber die wichen ihr rasch aus. Das allein gen¨¹gte, um Neveah r zu machen, dass dies ein regelm??iges Ereignis war und die M?gde es schon oft gesehen hatten, weshalb sie wussten, dass sie ein Auge zudr¨¹cken mussten. Chapter 557: Ein Zufall ... oder nicht? (Kap. 558)

Chapter 557: Ein Zufall ... oder nicht? (Kap. 558)

Neveah biss die Z?hne zusammen ¨C sie stand kurz davor, alle Vorsicht ¨¹ber Bord zu werfen und die feuchten H?nde, die ihre ergriffen, mit einem Ruck vom kr?ftigen K?rper des Mannes zu l?sen. Doch bevor Neveah sich entscheiden konnte, erng eine weitere Stimme. "Nimm die H?nde von ihr!" Die vertraute Stimme ert?nte in w¨¹tendem Knurren. ¨¹berrascht weiteten sich Neveahs Augen, als sie ¨¹ber die Schulter blickte. Sie erkannte das vertraute Gesicht. Kaz stand am Eingang des Schuppens, den Bogen gespannt, einen Pfeil aufgelegt und zum Abschuss bereit ¨C sein Ziel war niemand anderes als der muskul?se Mann, der Neveah festhielt. Bevor Neveah ¨¹berhaupt realisieren konnte, was genau Kaz hier tat, lie? er den Pfeil los. Der Pfeil sauste knapp an Neveahs Wange vorbei und durchbohrte die Kehle des Mannes. All dies geschah in Sekundenbruchteilen, noch bevor der Mann auf Kaz¡¯ Drohung reagieren konnte. Es schien, als w¨¹rde die Welt f¨¹r einen Moment stillstehen. Dann unterbrach der gurgelnde Mann die Stille, als er schwer zu Boden st¨¹rzte, die Augen weit aufgerissen, an seinem eigenen Blut erstickend. Im n?chsten Moment hallten die entsetzten Schreie der M?gde durch das Lagerhaus; sie fl¨¹chteten zur Seite und kauerten sich, von Schrecken ergriffen, zusammen. F¨¹r die anderen Arbeiter dauerte es einen Moment, bis sie die Situation begriffen. Als sie es taten, gerieten sie jedoch in Wut ¨C zu Recht, denn einer von ihnen war gerade vor ihren Augen von einer unbekannten Person get?tet worden. Kaz stand noch immer an der T¨¹r, mit seinem Bogen und fast leerem K?cher. Die anderen Arbeiter st¨¹rmten w¨¹tend auf Kaz zu. Neveah wusste, er w¨¹rde gegen sie nicht bestehen k?nnen ¨C er war nur ein Mensch und sein Bogen im Nahkampf nutzlos. "Schuppen!" fl¨¹sterte Neveah und lie? das Tablett fallen, als sie sich vorw?rtsschleuderte. Sie schoss durch die Luft undndete direkt vor Kaz, bevor seine Angreifer ihn erreichen konnten. "Mach die T¨¹r zu", wies Neveah Kaz an und dann warf sie sich in den Kampf. Als sie dem ersten Angreifer begee, fuhren Neveahs uen blitzschnell aus und durchschnitten seine Kehle. In dem Augenblick, als der metallische Geruch von Blut ihr die Sinne ¨¹berflutete und Blutstropfen in ihr Gesicht spritzten, sp¨¹rte Neveah, wie ihre Kontrolle gef?hrlich schwand. Unaufhaltsam st¨¹rzte Neveah sich auf den N?chsten. Mit ihrer Geschwindigkeit entging sie m¨¹helos deren Schl?gen. Ihre Augen leuchteten schwach ¨C der Wolf in ihr dr?ngte an die Oberfl?che, verst?rkte ihre F?higkeiten. Ihr Atem war ruhig, ihre Bewegungen geschmeidig und wendig, ihre Augen zu einem tierischen Blick verengt. Ihre Lippen waren zur¨¹ckgezogen, die verl?ngerten Rei?z?hne entbl??t, und sie sp¨¹rte das vertraute Kribbeln ihres Fells, das sie unterdr¨¹ckte. Neveah wusste nicht, wieng die Zeit verging, ihr Verstand war von ihrem Jagdtrieb benebelt, und sie hatte keinen anderen Gedanken, bis sie umringt von einem Dutzend toter M?nner stand und ihre Krallen von Blut triefen. Sie atmete tief ein. Ihr animalischer Blick fiel auf die ver?ngstigten M?gde, ihr Blick verengte sich leicht, und aus ihrer Kehle drang ein tiefes Knurren. Der Duft ihrer Angstg schwer in der Luft, besonders intensiv f¨¹r Neveahs sensitive Sinne, ein Duft wie eine Droge, der ihr Raubtier anstachelte ... einen Blutdurst zu stillen, der nie wirklich gestillt werden konnte. "Bitte ... bitte, t?tet uns nicht ... bitte", flehte eine der mutigeren M?gde mit zitternder Stimme Neveah an.Neveahs Augenbrauen zuckten leicht, w?hrend ein erschrockenes Flehen durch den Dunst drang, der sie umh¨¹llt hatte. Sie holte einen weiteren Atemzug und k?mpfte gegen ihren inneren Wolf an. ¡¯Ruhig, M?dchen... das reicht jetzt...¡¯ dachte Neveah an ihren Wolf gerichtet, w?hrend ihr Kopf sichtbar zuckte, als ein leichter Kampf zwischen den beiden Schutzbewohnern ihres K?rpers entmmte. Es dauerte einen Augenblick, bis Neveah sich soweit im Griff hatte, um von den zitternden M?gden wegzutreten und ihnen zu versichern, dass sie ihnen nichts tun w¨¹rde. "Ihr.habt.nichts.gesehen." stellte Neveah r und artikulierte jedes Wort so deutlich, dass die zitternden M?dchen verstanden, dass es keine Frage war. "Geht zur¨¹ck zu euren Aufgaben, ihr habt keine Ahnung, was hier heute Nacht passierte... es geschah erst, nachdem ihr gegangen wart." f¨¹gte Neveah hinzu. Sie wandte ihren Kopf zur T¨¹r und nickte Kaz zu, der immer noch dort stand. Er hatte die T¨¹r geschlossen, so wie Neveah es angeor hatte, bevor das Chaos ausbrach. Kaz ?fe die T¨¹r und trat zur Seite. "Geht." wies Neveah an. Die M?gde starrten Neveah misstrauisch an, als sie sich erhoben und aus dem Lagerhus eilten, bis nur Neveah und Kaz ¨¹brig waren, sowie ein Dutzend toter M?nner. Kaz schloss die T¨¹r erneut, aber Neveah schenkte ihm keine Beachtung. Stattdessen ¨¹berblickte Neveah das Lagerhaus, ihr Blick glitt von einem Toten zum n?chsten und verweilte bei den tiefen Schnitten, die sie an verschiedenen t?dlichen Stellen hintessen hatte. Dieses Ma? an Brutalit?t... Neveah wurde bewusst, dass sie das schonnge,nge nicht mehr gezeigt hatte. "Notwehr." meldete sich Kaz zu Wort, als k?nne er Neveahs Gedanken lesen und ihre komplexen ¨¹berlegungen darin erkennen. "Es sind Menschen... sie sind es, die vor mir besch¨¹tzt werden m¨¹ssen." murmelte Neveah. Sie hob die Hand und betrachtete sie, unf?hig zu begreifen, wie sie gerade ein Dutzend M?nner get?tet hatte, ohne es auch nur anzuzweifeln. Wie dieser Gedanke ihr als Erstes in der Situation in den Sinn gekommen war und sie ihn dann tats?chlich ausgef¨¹hrt hatte. "Schuppen!" knurrte Neveah und ballte ihre H?nde zu F?usten. "H?ttest du nichts getan, h?tten sie mich nicht gehenssen... w?re es dann besser gewesen, wenn ich gestorben w?re, Leutnant? Du bist ein Raubtier... ein pr?chtiges. Warum k?mpfst du gegen deine wahre Natur?" fragte Kaz und ging auf Neveah zu. "Nicht...bleib genau dort... komm mir nicht zu nahe", warnte Neveah. "Ich bin mir nicht sicher, was ich tun k?nnte." f¨¹gte sie hinzu. Sie neigte ihren Kopf f¨¹r einen Moment nach hinten und dann richtete sich ihr Blick auf Kaz. "Kaz... dich zu so ungew?hnlichen Zeiten zu treffen, das ist schon zu oft passiert... zu oft, um noch Zufall zu sein." murmelte Neveah, ihr Ton eiskalt. "Wie wusstest du, dass ich hier sein w¨¹rde?" fragte Neveah d¨¹ster. Chapter 558: Ein Zufall ... oder nicht? (Kap. 559)

Chapter 558: Ein Zufall ... oder nicht? (Kap. 559)

Kaz schwieg einen Moment, einen Moment zung, und Neveah deutete das als Zeichen daf¨¹r, dass er keine gute Antwort f¨¹r sie hatte. Es d?mmerte Neveah, dass Kaz zu ruhig war, viel zu ruhig f¨¹r einen Menschen, der gerade mitangesehen hatte, wie sie ¨¹ber ein Dutzend ausgewachsene M?nner seines Volkes niedermetzelte. Er blieb v?llig unbeeindruckt und uderte mit Neveah, als g?be es keine Leichen um sie herum. Selbst f¨¹r einen Menschen, der einen anderen ohne zu z?gern erschie?en konnte, h?tte Neveahs Brutalit?t einen Eindruck hintessen m¨¹ssen... aber das tat sie nicht. "Er war schon immer verd?chtig", stimmte Neveahs Wolf ihren Gedanken zu. Wut brodelte tief in Neveah, suchte nach einem Ausweg, einer M?glichkeit, sich zu enden, und Neveah konnte sich kaum zur¨¹ckhalten, als ihre Krallen wieder zu wachsen begannen. "Wenn ich etwas sage, das du nicht h?ren m?chtest, wirst du mich dann t?ten, wie du es mit ihnen getan hast?" sprach Kaz schlie?lich und stellte eine ziemlich unangenehme Frage. Neveahs Augenbrauen zuckten leicht, sie neigte den Kopf zur Seite und atmete tief ein, um sich zu beruhigen. "Es kommt darauf an, was du sagen willst, Kaz. Ich habe bereits Blut vergossen; ein Leben mehr oder weniger w¨¹rde keinen gro?en Unterschied machen", entgee Neveah, nun mit ruhigerer Stimme. Aber Neveah wusste, und sie war sich sicher, dass auch Kaz es wusste, dass diese Ruhe nicht anhalten w¨¹rde, wenn er etwas Falsches sagen w¨¹rde. "Ich finde dich anziehend", sagte Kaz ¨¹berraschend. Neveahs Stirn runzelte sich bei Kaz¡¯ Gest?ndnis. "Ich wei? von deinem Interesse, Kaz. Das erkl?rt aber nicht, warum du hier bist", behauptete Neveah. "Es als blo?es Interesse zu bezeichnen, w?re eine Untertreibung... Meine Zuneigung dir gegen¨¹ber ist so stark, dass ich jede Anstrengung unternommen habe, um von deinen Bewegungen zu erfahren, denn das ist die einzige Chance, dich zu treffen", f¨¹hrte Kaz fort und hielt Neveahs Blick fest. "Ich mag dich so sehr, dass ich dem Kommandanten der Stadtwache mit dem Leben seiner Frau gedroht habe, sollte er mir nicht verraten, wo du dich aufh?ltst", enth¨¹llte Kaz. Neveahs Blick verengte sich daraufhin leicht, ihre Wut schwappte ¨¹ber. Kaz starrte immer noch direkt in Neveahs w¨¹tende Augen und fuhr fort. "Ich w¨¹rde es auch wieder tun, dir ist sicherlich bewusst, dass ich mich nicht an Regeln halte. Ich wei? nur, dass ich dich will, Leutnant Vairheac... und so werde ich, wenn ich etwas will", sagte Kaz. Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass diese Worte eine beunruhigende Aura ausstrahlten, die bei einem Menschen nicht h?tte sein sollen. Doch im n?chsten Moment war sie verschwunden und Neveah war sich nicht sicher, ob sie jemals wirklich vorhanden war. "Kaz, es war t?richt von mir, eine Bekanntschaft mit einem Menschen zu machen. Ich hatte f¨¹r einen Moment vergessen... wie emotional deine Art sein kann und wie sch?dlich diese Emotionen werden k?nnen, wenn man sie nicht im Griff hat." "Lass mich das deutlich machen: Ich geh?re einem anderen, und in meinem Herzen wird nie tz f¨¹r einen anderen sein", stellte Neveah r."Das Herz ist immer Ver?nderungen unterworfen", entgee Kaz unger¨¹hrt auf Neveahs Worte. F¨¹r einen Menschen war er ziemlich k¨¹hn. Er begehrte sogar eine Lichtbl¨¹terin. Zu k¨¹hn, wie Neveah feststellen musste. "Nicht meins", gab Neveah n¨¹chtern zur¨¹ck. "Ich wei? deine Bem¨¹hungen um meine Sicherheit zu sch?tzen, obwohl sie unangebracht waren. Und deshalb werde ich die Angelegenheit mit dem Kommandanten der Stadtwache ¨¹bergehen ... aber hier endet es." "Ich werde dem Kommandanten der Stadtwache euben, dich auf der Stelle zu exekutieren, solltest du seiner Familie jemals wieder zu nahe kommen... und was mich betrifft, so bedenke beim n?chsten Mal, wenn ich dich sehe, dass du wie einer von ihnen enden k?nntest", stellte Neveah r. Neveah beendete ihre Worte und ging zu den Kisten, die die Arbeiter gestapelt hatten. Sie ?fe gewaltsam eine der h?lzernen Kisten und stellte fest, dass sie mit verschiedenen magischen Artefakten gef¨¹llt war, was ihren Blick leicht verengen lie?. Neveah beugte sich herunter und entfernte die oberste Schicht in der Kiste, entdeckte darunter eine Schicht, die mit einem sehr bekannten Erz gef¨¹llt war. "Adamantium...", murmelte Neveah mit zusammengebissenen Z?hnen. Sie ?fe eine weitere Kiste und untersuchte sie. Darin verborgen war noch mehr Adamantium-Erz, und oben aufgen weitere magische Artefakte und Edelsteine, darunter auch Kanalisierungskristalle, die mit dem k?niglichen Siegel der Mer-Volkes versehen waren. Solche Kanalisierungskristalle, die eigentlich nur an den Fae-Rat und die Fae-nf¨¹hrer gehandelt wurden. "Die Fae haben ganz sch?n was angestellt, nicht wahr? Wem werden sie diesmal die Schuld zuschieben?" murmelte Neveah vor sich hin. In diesem Lagerhaus allein stapelten sich hunderte von Kisten, und Neveah war sich nahezu sicher, dass dies nicht der einzige Einsatzort war. ¡¯So viel ist genug f¨¹r eine handfeste Ange gegen die Fae, aber man kann sie nicht mit der Lichthalle in Verbindung bringen.¡¯ dachte Neveahs Wolf. ¡¯Ich muss selbst zu Lord River gehen. Wenn er nicht im Namen seines Vaters nachgibt, werde ich der Erste sein, der ihn an Menarx ausliefert.¡¯ dachte Neveah. Beim Vessen runzelte Neveah leicht die Stirn, da Kaz immer noch da stand und sie mit verschr?nkten Armen beobachtete. Neveah hatte alles gesagt, was zu sagen war, und verlie? das Lagerhaus, wissend, dass es nichtnge dauern w¨¹rde, bis herausgefunden w¨¹rde, was hier vor sich gegangen war. Gerade als Neveah die T¨¹r erreichte, hielt sie Kaz¡¯ Worte inne. "Dein eigenes Herz mag sich vielleicht nicht ver?ndern, aber wie kannst du so sicher ¨¹ber das Herz eines anderen sein? Du hast selbst erlebt, wie schnell sich ein Herz wandeln kann." "Bist du dir wirklich sicher, dass es nichts gibt, was den Weg, den du nun gehst, umkehren k?nnte?" fragte Kaz. Es schien, als ob Kaz etwas ¨¹ber Neveah wusste, das sie nicht wusste, doch Neveah hatte keine Zeit, dar¨¹ber nachzudenken. "Du solltest besser gehen, bevor man dich entdeckt. Der Sch?pfer wei?, dass ein Pfeil gegen die Fae nutzlos w?re", murmelte Neveah und ging fort. Chapter 559: Eine schlechte Entscheidung (Ch.560)

Chapter 559: Eine schlechte Entscheidung (Ch.560)

Azkar beobachtete Neveah, w?hrend sich ein Hauch eines L?chelns auf seinen Lippen abzeice. Es war weder d¨¹ster noch b?sartig, sondern wirkte tats?chlich echt. Doch bei Azkar konnte man nie mit Sicherheit sagen, was wirklich in seinem Kopf vor sich ging. "Wenn du mich verabscheuen w¨¹rdest, w¨¹rde es dir gleichg¨¹ltig sein, was mit mir passiert... und doch hast du eine Warnung hintessen. Du bist seit der verborgenen Stadt schwach geworden, Neveah... du kennst nun Mitgef¨¹hl, und du merkst es nicht einmal." Azkar schnalzte leise mit der Zunge. "Doch selbst jetzt bist du noch faszinierender." murmelte Azkar und kicherte vor sich hin. "Mein Herr." Leons Stimme erng, als er aus den Schatten trat. Wo er die ganze Zeit ¨¹ber gewesen war, lie? sich nur mutma?en. "Ihr seid so eilig hierher gekommen, um das M?dchen zu retten. Was ist mit unserem Vorhaben hier?" fragte Leon Azkar. Azkar sch¨¹ttelte leicht den Kopf und blickte sich im Lagerhaus um. Der Gestank von Blut war bei?end in der Luft und die Szenerie war etwas, das Azkar als Kunstwerk bezeichnen w¨¹rde. "Lassen wir die Fae ihr Chaos selbst bew?ltigen. Die Saat der Zwietracht tr?gt bereits Fr¨¹chte, und es wird nicht mehrnge dauern, bis das B¨¹ndnis zwischen den Fae und den Drachen vollst?ndig zerbricht." "Wir haben unsere Rolle gespielt, wir sollten Neveah nicht im Wege stehen." beschloss Azkar. "Wohin dann als n?chstes? Fort Scabbard?" erkundigte sich Leon. "Das ist nun eine Angelegenheit, die du ¨¹bernehmen musst." sagte Azkar zu Leon. "Ich? Wo wird mein Herr sein?" fragte Leon verwirrt. "Ich werde dem M?dchen ihren Laufssen... hier, auf Drachengebiet. Sie hat sich das verdient... als Drachenk?nigin." murmelte Azkar. "Aber auf meinem Land? Das ist ein ganz anderes Spiel. Es w?re unziemlich, Fort zed so einfach zur¨¹ckzugeben, meinst du nicht auch?" murmelte Azkar, seine Brauen zuckten leicht, das einzige sichtbare Zeichen seiner Ver?rgerung. ______________ "Schuppen, Veah! Wo warst du? Ich dachte schon, du w?rst gefangen genommen worden." rief Tara aus, als Neveah den Raum betrat. Tara warf einen Blick auf Neveah und ihre Augen weiteten sich leicht, als sie die Blutflecken bemerkte, die Neveah bei ihrer R¨¹ckkehr in den Raum zu verbergen versucht hatte. Was sie erfolgreich vor anderen verbergen konnte, w¨¹rde Taras Blick jedoch nicht entgehen. "Du hast gesagt, niemanden zu t?ten." erinnerte Tara Neveah an ihre eigenen Anweisungen. "Es... ist einfach passiert. Wir sollten von hier verschwinden." sagte Neveah schnell zu Tara. "Aber nicht bevor du das gesehen hast." sagte Tara. Tara reichte Neveah einen Zettel, der auf dem Tablettg, das ihnen gebracht worden war. Neveah nahm den Zettel unds ihn durch, ihre Augen weiteten sich leicht. "Das Ziel ist Lord River." stand auf dem Zettel.Es waren eindeutig Anweisungen f¨¹r Sir ckbird ¨C sein T?tungsauftrag. "Die Fae nen also, Lord River loszuwerden?" fragte Neveah ¨¹berrascht. "Der Notiz war eine Karte des Grundrisses der Licht-Halle beigelegt," berichtete Tara und gab Neveah die Karte. Neveah ¨¹berflog die Karte und nicktengsam. "Wir m¨¹ssen unbedingt Lord River einen Besuch abstatten. In was genau hat er sich da hineingezogen?" murmelte Neveah, w?hrend sie die Karte und die Notiz verstaute. "Es gibt nur ein kleines Problem: Wir bekommen Gesellschaft," teilte Tara Neveah mit. Neveahs Augenbrauen zogen sich zusammen, als sie zu Tara hin¨¹bersah. "Es scheint, als w?re die Aufgabe nicht nur dir anvertraut worden. Die Licht-Halle ist kein Ort, in den man einfach so eindringen kann," sagte Tara bedeutungsvoll. "Von wie vielen reden wir genau?" fragte Neveah und legte ihr Dienstm?dchen-Gewand ab. "Das kann ich nicht genau sagen. Aber sie sind bereits gesattelt und warten im Hof auf euch," erkl?rte Tara. "Sollen wir sie absch¨¹tteln und zum Schloss zur¨¹ckkehren?" fragte Tara. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf zu Taras Vorscg. "Wenn das, was du gerade gesagt hast, stimmt, dann wird Lord River heute Nacht sterben. Entweder durch die Hand von Sir ckbird oder durch jemand anderen," murmelte Neveah. "Ich w¨¹rde es vorziehen, es w?ren meine eigenen H?nde. Er darf nicht mit den Geheimnissen sterben, die er tr?gt... was auch immer Lord River wei?, es scheint die Fae genug zu beunruhigen." "Das hei?t, Lord River ist der Hebel, den wir ben?tigen... gegen die Fae," sagte Neveah nachdenklich. "Wirst du ihm Informationen entlocken k?nnen? Er hat es sogar gewagt, Seine Gnaden herauszufordern," merkte Tara besorgt an. "Ich vielleicht nicht. Aber ich hoffe, Sir ckbird wird dort erfolgreicher sein, wo wir anderen es nicht waren." "Lord River hegt immer noch Loyalit?t gegen¨¹ber den Fae. Er muss gewisse Gef¨¹hle hegen, die ihn davon abhalten, sie zu verraten, selbst auf Kosten seines Lebens und seiner Ehre... er ist schlie?lich immer noch ein Fae von Blut und Erbe," mutma?te Neveah. "Leider ist sein Pflichtbewusstsein v?llig fehl am tz, und er wird erkennen, wie falsch er liegt, wenn er erf?hrt, dass die Fae ihn zuerst ohne Z?gern verraten haben," f¨¹gte Neveah hinzu. "Er war bereit, f¨¹r seine Geheimnisse zu sterben, das wurde r, als er vor Seiner Gnaden offen gelogen hat, was an sich schon ein mit dem Tod zu bestrafendes Vergehen ist... er wei? genau, dass es keinen Weg gibt, lebend aus dieser Sache herauszukommen," entgee Tara. "Das ist das Problem, Tara. Verr?tern wird nie vergeben, egal aus welchem Grund. Lord River wei?, dass das Brechen von Drachengesetzen den sicheren Tod bedeutet... und wenn er sowieso sterben muss, wird er sterben, um die Geheimnisse zu sch¨¹tzen, die er bewahrt." "Aber wir Sterblichen sind interessante Wesen. W¨¹rde seine Entschlossenheit dieselbe bleiben, wenn der Tod, den er von den Drachen herbeigesehnt hat, von seiner eigenen Art, die er zu sch¨¹tzen versucht, herbeigef¨¹hrt wird?" fragte Neveah. "Die Fae werden nicht nacssen in ihren Bem¨¹hungen, Lord River loszuwerden, denn sie wissen, dass Lord Menarx¡¯ Ankunft das Ende bedeutet... sie m¨¹ssen Lord River t?ten, bevor Menarx ihn erreicht... auf diese Weise findet alles ein Ende." "Ohne die Fae h?tte Lord River eine M?glichkeit gefunden, sich selbst das Leben zu nehmen, aus Angst vor Menarx, um dem Schicksal zu entgehen, das ihn erwartet." "Seine Gnaden wussten das, er wusste, dass es Vorsicht erfordert, auf Menarx¡¯ Ankunft zu warten... selbst ich kann sagen, welche Art Mann Lord River ist, aber die Fae haben es vers?umt, seiner Loyalit?t zu vertrauen." "Sie haben einen Fehler gemacht, Tara. Und das ?ndert alles," schloss Neveah. Chapter 560: Kompromittiert (Kap. 561)

Chapter 560: Kompromittiert (Kap. 561)

Neveah starrte auf die kleine T¨¹r, die in die Wand eingssen und von den Ranken der Blumenwiese v?llig verdeckt war. Sie schien Teil der Mauer selbst zu sein, als h?tte man sie ausgeschnitten, um den Eingang zu formen, wodurch sie v?llig unscheinbar wirkte. So sehr, dass man nie ahnen w¨¹rde, dass sich dort ein Eingang befand, es sei denn, man w¨¹sste, wie man ihn ?ffnen kann. Die Ranken, die sich enng der Wand erstreckten, boten perfekte Tarnung, besonders vor Blicken aus der H?he. ¡¯Wer immer diesen Eingang auch geschaffen hat, kennt die Drachen gut und wei?, wie man den Augen am Himmel entkommt.¡¯ notierte Neveah in Gedanken. "Dies ist ein Geheimeingang, der zum Westfl¨¹gel der Lichterhalle f¨¹hrt. Lord River hat ihn eigenh?ndig errichtet. Er liegt nicht weit von den Kerkern entfernt, undut zuverl?ssigen Informationen wird Lord River derzeit dort festgehalten," informierte einer der Kopfgeldj?ger Neveah. Genau wie Tara gesagt hatte, waren zwei weitere Kopfgeldj?ger mit Neveah gekommen. Einer der beiden war ein gro?er, muskul?ser Mann, wohingegen der andere gro?, k und t?dlich aussah. Beide waren Fae, wie Neveah feststellte, doch war sie sich nicht sicher, ob sie tats?chlich Kopfgeldj?ger waren, wie sie behaupteten, oder sich lediglich als solche ausgaben, um ihre wahre Identit?t zu verbergen. "Bis hierher begleiten wir dich. Der Rest liegt bei dir," sagte der ke Mann zu Neveah. "Nachdem die Tat vollbracht ist, werden wir einen Fluchtweg f¨¹r dich freimachen. Du musst nur dem eingezeicen Pfad auf der Karte folgen," erg?nzte der andere. Neveah nicktengsam und schritt durch die T¨¹r. Es ¨¹berraschte sie nicht, als diese hinter ihr geschlossen wurde. Jetzt befand sich Neveah auf der kleinen Blumenwiese der Lichterhalle. Die Lichterhalle beherbergte Hunderte der Fae und glich daher eher einem Wald als einem zivilisierten Ort ¨C zumindest kannte Neveah solche Hallen. Das imposante Bauwerk der Lichterhalle thronte inmitten dieses nat¨¹rlichen Lebensraumes, der durch die Magie und Lebenskraft aller dort lebenden Fae gen?hrt wurde. In dem Wald blieb Neveah ungesehen und kannte sich dank ihrer Kenntnisse ¨¹ber die Organisation der Patrouillen innerhalb der Lichterhalle gut aus. Aber Neveah verlie? den Wald nicht, sondern ging ein St¨¹ck weiter, schlich zur Seite und verbarg sich zwischen den B?umen. Sie wartete einen Moment, und gerade als sie begann zu uben, dass sie sich geirrt hatte, ?fe sich die verborgene T¨¹r erneut, und zwei m?nnliche Feen traten hindurch. Sie unterschieden sich stark von den vermeintlichen Kopfgeldj?gern, jung und sanftm¨¹tig wie die meisten Fae, jedoch waren ihre Augen Neveah wohl bekannt. Sie wusste genug ¨¹ber Tarnmagie, um zu verstehen, dass Magiebegabte ihr Aussehen leicht ?ndern konnten, doch die Augen zu verbergen, war schwieriger. "Ich wusste es, sie geh?ren auch zu den Fae der Lichterhalle. Nicht nur Lord River... viele hier sind in Gefahr," murmelte Neveah vor sich hin. Neveah richtete sich auf und drehte sich um, ihre Augen weiteten sich vor ¨¹berraschung, als ihr Blick auf den verstimmt dreinblickenden Xenon fiel. Neveah stolperte r¨¹ckw?rts und h?tte fast das Gleichgewicht verloren, doch Xenon griff nach ihrem Arm und zog sie zu sich heran, so dass sie nur noch wenige Zentimeter von ihm entfernt stand. "Ich... wie kommst du hierher?" fragte Neveah Xenon mit leiser Stimme und blickte durch den gro?en Hut, der ihre Augen verdeckte, zu ihm auf."Du siehst l?cherlich aus", sagte Xenon zuerst, ganz ernst und objektiv. Neveah kicherte verlegen und hob eine Hand, um ihren Hut zurechtzur¨¹cken. "Du neigst dazu, andere zu beunruhigen, Veah", bemerkte Xenon und sein Griff um Neveahs Hand straffte sich leicht. Es war nicht so fest, dass es schmerzte, aber fest genug, um ihm die n?tige Beruhigung zu geben. "Ich... es tut mir leid, ich wollte zur¨¹ck sein, bevor du davon erf?hrst", entschuldigte sich Neveah schuldbewusst. Xenon starrte f¨¹r einen Moment auf Neveah hinunter und gestikulierte dann hinter ihr. "Sie sind Verr?ter?" fragte Xenon Neveah und bezog sich auf die zwei Fae, die gerade vorbeigegangen waren. "Sie und viele andere... diese Lichthalle, sie ist bereits in den H?nden der Fae", gestand Neveah. Xenons Brauen zuckten leicht bei Neveahs Worten, es war auch hart f¨¹r Neveah, das zuzugeben. Schlie?lich waren dies die Wei?en D¨¹nen... es bedeutete nur, dass sie nicht vorsichtig genug gewesen waren. "Menarx wird bei Tagesanbruch eintreffen. Bis dahin hast du Zeit, danach... musst du dich heraushalten", stellte Xenon r und lie? Neveahs Hand los. Neveah starrte ¨¹berrascht zu Xenon, sie hatte bef¨¹rchtet, dass sie angeschrien oder mit F¨¹?en tretend nach Hause geschleppt werden w¨¹rde, so herrisch konnte Xenon sein. Tats?chlich war er herrischer, als er sonst etwas war. "Ich werde nicht weit weg sein", f¨¹gte Xenon hinzu, um zu kl?ren, dass er Neveah nicht sich selbst ¨¹berlie?. Neveah nicktengsam und machte sich auf den Weg, sie hielt inne, als sie etwas Abstand gewonnen hatte, und blickte zur¨¹ck, aber Xenon war nirgends zu sehen. H?tte sie seine Ber¨¹hrung nicht gesp¨¹rt, h?tte Neveah sich gefragt, ob sie ihn sich nur eingebildet hatte. Neveah setzte ihren Weg fort, schlich geschickt durch die helle Halle, bis sie die Verliese erreichte. Neveah hatte ein streng bewachtes Geb?ude erwartet, doch es gab kaum einige Wachen, was ganz anders war, als sie je von der Lichthalle geh?rt hatte. Neveah konnte erkennen, dass auch dies arrangiert worden war, und sie sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Wie tief reicht der Einfluss der Fae hier?", fragte sich Neveah. Ohne Zeit zu verlieren, schlich Neveah an den wenigen Wachen vorbei, in die Kerker hinein, direkt zur Zelle von Lord River. Die Kerker waren v?llig dunkel und ohne jegliche Beleuchtung, und als Neveah die Zelle erreichte, erblickte sie Lord River. Obwohl sie ihn sehen konnte, konnte er sie nicht sehen. Aber Neveah stellte sicher, dass er ihr h?ren konnte, als ihre Stiefel den Boden ber¨¹hrten, einuter Schritt nach dem anderen. Chapter 561: Ein Besucher (Kap. 562)

Chapter 561: Ein Besucher (Kap. 562)

Lord River sa? in der schwach erleuchteten Zelle des dunklen Verlieses, mit dem R¨¹cken an die kalte Steinwand gelehnt. Die einzige Lichtquelle war ein kleines, vergittertes Fenster irgendwo weit unten im Flur, doch das reichte nicht aus, um die Zelle zu erhellen, und das war auch nicht beabsichtigt. Die Luft war schwer von muffigen Ger¨¹chen, und das Ger?usch von tropfendem Wasser hallte in Lord Rivers Geh?r wider, als k?me es gleichzeitig von ¨¹berall und nirgendwo. In Lord Rivers Kopf schwirrten tausend Gedanken, keiner davon angenehm. Vor ein paar Tagen war er noch der gefeierte und von allen respektierte Lord der Halle des D¨¹nenlichts gewesen, aber das war nun eine ferne Erinnerung. Lord River hatte gewusst, dass dieser Tag kommen w¨¹rde. Er hatte geubt, sich mental darauf vorbereitet zu haben, doch erst jetzt erkannte er, wie sehr er sich geirrt hatte, er hatte sich zu viel zugetraut. ¡¯Die Drachen zeigen niemals Gnade... sie sind grausame Wilde...¡¯ dachte Lord River und verdrehte unruhig die Finger. Er war ver?ngstigt, zutiefst ver?ngstigt, das konnte Lord River nicht l?nger leugnen. Die Ungewissheit ¨¹ber seine Zukunftstete schwer auf seiner Seele und erf¨¹llte ihn mit einem Grauen, das ihn in der dr¨¹ckenden Stille seiner Zelle zu ersticken drohte. Das Ger?usch von Schritten, die durch die stillen Verliesg?nge widerhallten, riss Lord River aus seinen qu?lenden Gedanken. Sein K?rper spannte sich unwillk¨¹rlich an, seine Muskeln wie eine Feder, die kurz davor war, zu zerrei?en. ¡¯War es schon so weit?¡¯ fragte er sich. ¡¯War Lord Menarx gekommen, um ein weiteres erfolgreiches Experiment an ihm durchzuf¨¹hren?¡¯ Die Schritte halltenut, doch nicht sout wie in Lord Rivers Kopf, und er z?hlte jeden Schritt. ¡¯Eins... zwei... drei... f¨¹nf, wie viele Schritte w¨¹rde es noch dauern, bis der Anfang seines Schreckens eintraf?¡¯ Lord Rivers Atmung wurde ch und schnell, sein Brustkorb hob und senkte sich mit jeder panischen Einatmung. Er richtete sich leicht auf und blickte sich um. Es war dunkel, viel zu dunkel, um weit sehen zu k?nnen. Die Verliese waren absichtlich so gebaut, mit W?nden, die sich zu verschlie?en schienen, und G?ngen, in denen weder bei Tag noch bei Nacht ein Lichtstrahl eindringen konnte. Lord River wusste das, denn er hatte eine wichtige Rolle bei der nung der Verliese gespielt, um sie f¨¹r das Fae-Volk zu einem gespenstischen Ort zu machen. Die Lichtenhalle war die Heimat der Fae, nur die Fae der Lichtenhalle konnten in diesen Verliesen gefangen gehalten werden. Damals hatte Lord River nicht gedacht, dass er einer der wenigen sein w¨¹rde, die in diese dunklen Verliese geworfen werden w¨¹rden, doch diese Zeit war gekommen. Lord River atmete tief ein und sammelte seinen Verstand. Schw?che zeigen durfte er jetzt nicht, daf¨¹r war es bereits zu sp?t. "Wer... ist da?" fragte Lord River mit heiserer Stimme. So sehr er sich auch bem¨¹hte, das Zittern aus seiner Stimme und seinen H?nden konnte er nicht unterdr¨¹cken. ¡¯Sechs... sieben... acht...¡¯ Lord Rivers Z?hlung stoppte genau in dem Moment, als die Schritte zum Stillstand kamen und wieder v?llige Stille ¨¹ber dem Verlies herrschte.Lord River konnte nach wie vor nicht erkennen, wie sein Besucher aussah, doch er konnte gerade noch eine Silhouette ausmachen, die an den Toren der gegen¨¹berliegenden Zelle lehnte. Wie die meisten Zellen in der Lichtalle war auch diese leer. Die Lichtalle war ein Ort, der die Drachenschar anzog. Hier in der Lichtalle nahm man keine Gefangenen. Der Tod war die einzige Strafe f¨¹r jedes Vergehen, notwendig, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Lord River wartete und wartete, doch es kam keine Antwort. Gerade als Lord River zu dem Schluss kam, dass alles nur Einbildung war, sein ver?ngstigter Verstand ihm in dieser Dunkelheit erneut Streiche spielte, wurde die Stille von einem Ger?usch durchbrochen ¨C einem leisen Scharren von F¨¹?en, Stiefeln, die ¨¹ber den rauen Zellenboden schleiften. Diese stumme Einsch¨¹chterung, diese unausgesprochene Erkl?rung von Raubtier zu Beute, hatte Lord River bereits von den zahlreichen Taktiken des Lord Menarx geh?rt, den Verstand zu verwirren, und jetzt w¨¹rde er es mit eigenen Augen erleben. "Lord Menarx...", begann Lord River, nur um von einem leisen Spott unterbrochen zu werden. Lord River schrie ¨¹berrascht auf, als pl?tzlich ein Gegenstand in seine Zelle geworfen wurde und direkt neben ihmndete. "Was ist das... Ich werde es nicht anfassen!", erkl?rte Lord River mit vorgespielter Entschlossenheit. Wieder erfolgte keine Antwort, nur Schweigen. Wer auch immer gekommen war, schien es vollkommen in Ordnung zu finden, einfach zuzusehen, wie Lord River von seinen eigenen ?ngsten ¨¹berw?ltigt wurde. Schlie?lich gab Lord River nach. Er ergriff den Gegenstand und hob ihn auf. Seine Augen weiteten sich, als das gl?nzende Metall einer kleinen Klinge ihn anstarrte. "Was ist... wozu ist das gut...?", stammelte Lord River. ¡¯W¨¹rden sie von ihm vengen, sich selbst das Leben zu nehmen?¡¯, fragte sich Lord River. Der Gedanke war ihm bereits mehrfach durch den Kopf gegangen und er h?tte sich nur zu gern eine einfache Flucht gew¨¹nscht, doch einmal mehr erkannte Lord River zu sp?t, dass er sich selbst mehr zugetraut hatte, als er bereit war einzugestehen. Mit zitternden H?nden hielt Lord River die Klinge, und erst jetzt bemerkte er das kleine Pergament, das neben der Klinge gelegen und anscheinend mit ihr gemeinsam hineingeworfen worden war. Lord River warf einen Blick auf die Silhouette, legte dann die Klinge zur Seite und griff nach dem Pergament. Er entfaltete esngsam unds den Inhalt, wobei seine Augen sich weiteten. "Das Ziel ist... Lord River...",s Lord Riverut vor und seine erschrockenen Augen wandten sich wieder der Silhouette zu. "Ihr stammt nicht von den Drachen... Ihr seid... von den Fae...", murmelte Lord River, als ihm die Erkenntnis kam. "Sagt, was hat ein Mann wie Ihr getan, um ein solches Kopfgeld auf Euren Kopf zu ziehen?", sprach die Besucherin zum ersten Mal. Lord River bemerkte, dass es eine weibliche Stimme war, doch die Gssenheit, mit der die Worte gesprochen wurden, verrieten ihm, dass diese Person nicht zu untersch?tzen war. "Die Fae haben Euch geschickt? Wahrhaftig?", fragte Lord River erneut, seine Stimme bebend. "Wer sonst h?tte das richtige Motiv, Euch tot zu sehen? Selbst die Drachen wollen Euch lebend, zumindest vorerst...", sagte die Stimme erneut. Chapter 562: Endgültige Entscheidung (Kap.563)

Chapter 562: Endg¨¹ltige Entscheidung (Kap.563)

Lord River sinnierte einen Moment, hatte er doch den Gro?teil seines Lebens in der Halle des Lichts verbracht, kaum anders als ein Gefangener, nur dass er in seinem Fall den Diensteid freiwillig geschworen hatte. Lord River hatte nicht viele Feinde, sein gesamtes Universum begann und endete in der Halle des Lichts. Es gab nur zwei V?lker, mit denen er interagierte: die Drachen, denen er seinen Treueeid geschworen hatte, und die Fae, seine eigenen Leute. Welches dieser V?lker w?re wohl eher geneigt, sein Leben auf so hinterh?ltige Weise zu beenden? "Warum muss ich sterben?! Ich habe alles getan, was vengt wurde! Ich habe die Befehle aufs Spiel meines eigenen Lebens hin befolgt, also warum muss ich sterben?" raste Lord River und erhob sich. "Wie sollte ich die Antwort darauf wissen?" fragte die Stimme erneut, diesmal n?her an Lord Rivers Zelle herantretend. Lord River wich vorsichtig zur¨¹ck, Panik stand ihm in den Augen. "Nur du selbst wei?t wirklich, warum du sterben musst", sagte die Stimme. Diesmal konnte Lord River endlich der Stimme ein Gesicht zuordnen und begriff, warum sie ihm so bekannt erschienen war. "Lady Neveah?..." fragte Lord River verwirrt und sah zu, wie Neveah Hut und Schal ablegte. Ihre Haarfarbe war seltsamerweise anders. Lord River hatte die Erbin von Schloss Dune nicht oft getroffen; sie hatte ihren Vater nur einmal in die Halle des Lichts begleitet, und selbst da hatte er sie nur aus der Ferne gesehen. Danach gab es noch ein paar weitere Male. Trotz der wenigen Begegnungen war Lady Neveah Vairheac ein unverwechselbares Gesicht, das man nicht verwechseln oder vergessen konnte. "Was soll das bedeuten? Hat Lord Kaideon dich dazu ¨¹berredet?" fragte Lord River emp?rt. Lady Neveah neigte leicht den Kopf zur Seite, ihr Haar fiel ihr ¨¹ber die Schultern. "Woher kommt das pl?tzliche Selbstvertrauen, Lord River? Noch vor einem Moment konntest du kaum sprechen ... bin ich nicht furchteinfl??end genug?" fragte Neveah mit leiser Stimme. Lord River ?fe den Mund, um zu antworten, schloss ihn dann aber wieder. Seit der Panne hatte er viele Ger¨¹chte geh?rt, die meisten drehten sich um eben diese Neveah Vairheac. Lord River war sich nicht sicher, ob er die Antwort auf ihre Frage wissen wollte. "Ihr wagt es, meinen Vater zu nennen? Wenn mein Vater selbst gekommen w?re, dann nur, um euch den Tod zu bringen... denn ihr habt die Ehre der D¨¹nen durch den Schmutz gezogen." "Was ubt ihr, was es bedeutet, meinen Vater in eine Lage zu bringen, wo es so aussieht, als k?nnte er sein eigenes Haus nicht f¨¹hren... das auch noch vor dem Drachenk?nig?" fragte Neveah, ihr Tonfall war gespenstisch ruhig. "Ich... meine Verehrung f¨¹r den D¨¹nenlord war immer aufrichtig, ob du es ubst oder nicht. Es gibt Dinge, die ¨¹ber dein Verst?ndnis hinausgehen, du bist Jahrhunderte zu kurz, um dich einzumischen." verteidigte Lord River standhaft seine Position. Neveah hob daraufhin eine Augenbraue und kicherte leise. "Ausfl¨¹chte stehen dir nicht, Lord River. Ich bin alt genug, um die Bedeutung des Wortes ¡¯Verr?ter¡¯ zu verstehen", behauptete Neveah. "Ihr solltet euch da raushalten... das geht euch nichts an, auch euren Vater nicht. Die Halle des Lichts wurde immer unabh?ngig gef¨¹hrt, ich werde die Verantwortung alleine tragen." sagte Lord River schlie?lich nach einem kurzen Moment des Schweigens. "Es gibt nichts in den Wei?en D¨¹nen, das man von den Vairheacs trennen k?nnte. Das ist die Basis meines Vaters... alles, was ihr getan habt, ist, seine Ehre mit F¨¹?en zu treten. Und was wollt ihr tun? Verantwortung ¨¹bernehmen? Seid ihr dazu ¨¹berhaupt qualifiziert?" zischte Neveah d¨¹ster. "Der Gast, der euch von den Fae geschickt wurde, ist in den H?nden der Vollstrecker von Dune, obwohl ich nicht sehe, warum wir uns einmischen sollten... in die Angelegenheiten der Halle des Lichts, wie ihr so deutlich betont habt."Wenn die Fae wollen, dass Ihr sterbt, solltet Ihr sterben, Lord River. Wenn Ihr schon Euren Treueschwur gegen¨¹ber meinem Lehnsherren nicht halten konntet, bleibt Eurer Art wenigstens bis zum Ende treu", riet Neveah. "Ich bin nur hier, um Euer Gesicht zu sehen und zu beobachten, wie hoch Euch Eure Art sch?tzt... Jetzt frage ich Euch, ist es das wert?" erkundigte sich Neveah in einem neutralen Tonfall. Lord River knirschte mit den Z?hnen und ballte seine H?nde zu festen F?usten. "Ich durchschaue Euch, Neveah. Ihr versucht, mich aus der Fassung zu bringen, mich dazu zu bringen, Euch alles zu verraten, was Ihr wissen wollt", beschuldigte Lord River. Neveah kicherte leise und sch¨¹ttelte den Kopf ¨¹ber Lord Rivers Worte. "Ihr seid wirklich unterhaltsam. Ihr m¨¹sst ein Genie sein, dass Ihr Absichten erkennt, die nicht bereits offensichtlich waren", ?u?erte Neveah sarkastisch. "Versucht es noch einmal, mal sehen, ob ich Euer Geheimnis herausbekomme oder nicht", ermutigte Neveah. Lord River runzelte die Stirn, sein Blick verengte sich. "Das also ist Euer wahres Gesicht... Ihr seid nicht die w¨¹rdevolle und ruhige Dame, als die Euch Lord Kaideon darstellte", sagte Lord River leise. Neveah schmunzelte, lehnte sich leicht vor. "ubt mir, Lord River... wenn Ihr mich jetzt absto?end findet, h?ttet Ihr mich vor einigen Jahren nicht kennenlernen wollen", versicherte Neveah. "Nun", fuhr Neveah fort und lehnte sich wieder zur¨¹ck. "So wie ich die Sache sehe, habt Ihr verschiedene Optionen. Ich k?nnte dieses Gewand zur¨¹ckgeben, wem es geh?rt, und den Kopfgeldj?ger seinen Auftrag unbehelligt ausf¨¹hrenssen." "Oder ich k?nnte ihn gefangen halten, so dass Ihr bis zum Morgengrauen lebt, um Lord Menarx gegen¨¹berzutreten. Ich k?nnte Euch auch jetzt gleich selbst t?ten... wenn Ihr das m?chtet", f¨¹hrte Neveah die Optionen auf. "Was ich im Wesentlichen sagen will, ist, dass ich Euch anders als die Fae die Wahl Eures eigenen Endes ¨¹besse. Ganz gleich, f¨¹r welchen Weg Ihr Euch entscheidet, ich werde daf¨¹r sorgen, dass es genau so geschieht... Ihr habt mein Wort", versicherte Neveah. Lord River blinzelte ¨¹berrascht: "Wollt Ihr mich nicht auffordern zu erz?hlen, was ich wei? und mir im Gegenzug eine Chance zu leben anbieten?" fragte er verwirrt. "Warum sollte ich das tun?" fragte Neveah mit einem sp?ttischen Lachen. "Ihr standet in der Gegenwart des Drachenk?nigs und habt es gewagt zu l¨¹gen. Ihr h?ttet damals wissen m¨¹ssen, dass dies nur auf eine Weise enden kann... Eure einzige Option ist, wie Ihr sterbt", kl?rte Neveah auf. "Und mein Gest?ndnis? Ihr h?ttet es aus mir herausholen k?nnen... h?ttet Eure Verkleidung bis zum Ende aufrechterhalten k?nnen. Warum habt Ihr das nicht gemacht?" fragte Lord River. Neveah dachte einen Moment nach, bevor sie gleichg¨¹ltig mit den Schultern zuckte. "Ihr wurdet in jungen Jahren zum Lord dieser Lichthalle erw?hlt... Ihr habt die gro?e Ehre angenommen, weil man Euch erw?hlt hat. Aber ich frage mich... ob das jemals ein Weg war, den Ihr wirklich wolltet..." "Ihr habt die Barriere ¨¹ber Jahrhunderte aufrechterhalten, ohne ein anderes Leben oder einen anderen Zweck zu haben... sicherlich habt Ihr nicht einmal bemerkt, wann es aufh?rte, sich wie eine Ehre anzuf¨¹hlen und mehr wie eine Last..." "Als Zwietracht zwischen der Rasse, der Ihr dient, und jener, zu der Ihr geh?rt, aufkeimte, muss es sich angef¨¹hlt haben... wie ein Zwiespalt zwischen einem Felsen und einem harten Ort", dachte Neveah mehr ¨¹ber Lord Rivers Perspektive nach, als ihr bewusst war. "Und nun m¨¹sst Ihr sterben... obwohl Ihr Euch nicht einmal sicher seid, ob die Sache, f¨¹r die Ihr sterben werdet, ¨¹berhaupt Eure Wahl war oder nicht." "Ihr habt sehrnge gelebt, Lord River... wie Ihr sagtet, ich bin Jahrhunderte entfernt davon, Euch zu verstehen." "Aber was ich kenne, ist das Gef¨¹hl, niemals die M?glichkeit einer Wahl gehabt zu haben..." "Auf diese Weise zu sterben... das ist eine zu harte Wirklichkeit f¨¹r jeden", murmelte Neveah. "Zumindest in diesen letzten Tagen... muss jede Entscheidung von Euch selbst stammen. Das kann ich Euch nicht abnehmen, Lord River. Also werde ich Euch zu nichts zwingen... Ihr k?nnt w?hlen, mit Euren Geheimnissen zu sterben, genau hier, und ich werde es Euch erm?glichen", versicherte Neveah. Chapter 563: Was mir geh?rt (Kap.564)

Chapter 563: Was mir geh?rt (Kap.564)

Neveah verlie? das Verlies und lie? einen leisen Seufzer h?ren, als sie die endlose Dunkelheit hinter sich lie?. Die Nacht war bereits weit fortgeschritten und der Mond stand hoch am Himmel. Vor den Verliesen war niemand zu sehen; Neveah nahm an, dass jemand in Erwartung ihrer R¨¹ckkehr f¨¹r Ordnung gesorgt hatte. F¨¹r einen kurzen Moment verharrte Neveah und blickte in Stille auf den Mond. Die k¨¹hle Nachtluft beruhigte sie, doch noch beruhigender war die vertraute Gegenwart von Xenon, die Neveah gesp¨¹rt hatte,nge bevor er sichtbar wurde. Xenon stand neben ihr und sah gen Himmel, um zu entdecken, was ihre Aufmerksamkeit gefangen hatte, doch er fand es nicht. "Geht es dir gut?" erkundigte sich Xenon zuerst, seine Stirn in Sorge gefaltet, w?hrend er Neveah musterte. "Mir geht es gut", antwortete Neveah und schenkte Xenon ein beruhigendes L?cheln. "Dann komm, Jian wartet", teilte Xenon ihr mit. Neveah wandte sich an Xenon: "Jian ist hier?" fragte sie. "Du bist hier. Wo sollte er sonst sein?" erwiderte Xenon mit einer Gegenfrage. Neveah zuckte sp¨¹rbar zusammen, Xenon war unzufrieden... doch K?nig Jian, er w¨¹rde es nicht bei Unmut bssen. Sie hatte insgeheim gehofft, zur¨¹ckzukehren, bevor ¨¹berhaupt jemand bemerkte, dass sie gegangen war. Wie h?tte sie ahnen k?nnen, was geschehen w¨¹rde? "Ist er... w¨¹tend auf mich?" fragte Neveah vorsichtig. Xenon sah Neveah an und betrachtete sie einen Augenblickng, sein Blick verengte sich leicht. "Mach das nicht, Veah. F¨¹rchte ihn nicht... er wird dir niemals wehtun. Die ganze Welt k?nnte untergehen, aber Jian w¨¹rde dir nie etwas zuleide tun", stellte Xenon r. Neveah nicktengsam, sie wusste das... aber sie hatte den Drachenk?nig schon songe gef¨¹rchtet, das war nichts, was sie in ein paar Tagen ¨¹berwinden konnte. "Eure Bindung ist zu zerbrechlich und zu neu, als dass er gelernt h?tte, damit umzugehen..." "Er ringt mit dem zwanghaften Bed¨¹rfnis, in jedem Augenblick bei dir zu sein. Es ist ein st?ndiger Kampf zwischen Jian und seiner Raubtiernatur... Dich nicht zu sehen, ist schmerzhaft... k?rperlich schmerzhaft", erkl?rte Xenon Neveah. "Aber keine Ahnung zu haben, wo du bist oder ob du in Gefahr bist... das ist Folter, Neveah." sagte Xenon und atmete leise. Xenon hatte Neveahs Frage mehr als beantwortet, und Neveah lie? einen schweren Seufzer h?ren. "Komm", sagte Xenon und reichte ihr die Hand. Neveah ergriff Xenons ausgestreckte Hand und folgte ihm durch die Lichtallee. "Frauen ist der Zutritt zur Lichtallee nicht gestattet...", erinnerte Neveah Xenon, als sie die T¨¹ren der Allee erreichten. Neveah war stehengeblieben, weil sie eine gewisse D¨¦j¨¤-vu-Empfindung versp¨¹rte. Das letzte Mal, als sie eine Lichtallee betreten hatte, war es nicht gut ausgegangen. "Diese Lichtallee ist bereits von Gesetzlosen ¨¹beufen, welche Regeln gibt es da noch?", fragte Xenon unbesorgt. "Und du bist nicht irgendeine Frau", f¨¹gte Xenon hinzu und setzte seinen Weg fort. Neveah protestierte nicht, sie folgte Xenon durch die G?nge, bis sie die T¨¹ren der Haupthalle erreichten. Die T¨¹ren standen offen, und als sie hindurchtraten, sa? K?nig Jian genau dort auf der allerletzten Stufe an der Stirnseite der Halle, seinen Blick auf das Zentralst¨¹ck gerichtet, das einen Gro?teil der Halle einnahm.Das Herzst¨¹ck war prachtvoll, ein Viertelkranz eingssen in den Boden aus Tausenden von reinen, magiekanalisierenden Edelsteinen, und es pulsierte mit magischer Energie, so lebendig, dass man sie praktisch schmecken konnte. Neveah hatte einmal eine Zeichnung des Herzst¨¹cks gesehen, doch nichts konnte das Erlebnis ¨¹bertreffen, es mit eigenen Augen zu sehen. K?nig Jians Blick hob sich zu Neveah, glitt ¨¹ber die L?ngs ihres K?rpers und kehrte dann zur¨¹ck, um sich in ihren Augen zu verankern. Seine Augen, diese ungleichen Sph?ren, strahlten ein sanftes Leuchten aus, und seine Aura war ¨¹berw?ltigend, sie str?mte in starken, imposanten Wellen von ihm aus. K?nig Jian sagte nichts, doch der Ausdruck in seinen Augen lud Neveah ein. Es wurden keine Worte gesprochen, aber Neveah konnte seinen Ruf irgendwo in ihrem Geist sp¨¹ren. "Sein Raubtier kommt an die Oberfl?che... geh zu ihm...ngsam...", sagte Xenon von dort, wo er stand. Neveah schluckte h?rbar und machtengsame, bed?chtige Schritte auf K?nig Jian zu. Ein tiefes Knurren erf¨¹llte K?nig Jians Kehle, als Neveah in angemessener Entfernung war, und Neveah hielt inne. Eine dr¨¹ckende Stille legte sich dicht ¨¹ber die Halle. Neveah war unsicher, ob sie vorr¨¹cken oder zur¨¹ckweichen sollte, und Xenon gab keine weiteren Anweisungen; es schien, als k?nnte auch er nicht entschl¨¹sseln, was K?nig Jian wollte. Neveah wartete darauf, dass K?nig Jian die Stille brach, doch als er nichts weiter tat als zu starren und das einen Moment zung, ergriff Neveah das Wort in der Hoffnung, die Lage zu entsch?rfen. "Lord River wird gegen die Fae aussagen...", begann Neveah. "Er hat alles aufgeschrieben, was geschehen ist...", sagte Neveah und zog das Pergament hervor, welches Lord River ihr gegeben hatte, um es K?nig Jian zu ¨¹berreichen. K?nig Jians Blick wanderte nicht einmal zum Pergament, seine Augen waren immer noch fest auf Neveah gerichtet. Neveah wollte einen Schritt vorw?rts tun, doch ein weiteres warnendes Knurren hielt sie zur¨¹ck. Neveah biss sich auf die Lippe, gingngsam in die Hocke und tzierte das Pergament auf den Boden. Als sie wieder aufstand, weiteten sich Neveahs Augen, denn K?nig Jian stand nun direkt vor ihr. Es war kaum ein Zentimeter Abstand zwischen ihnen. Wie er sich so schnell bewegt hatte, konnte Neveah nicht fassen. Sie konnte nur wie erstarrt stehen bleiben, aus Angst, jede kleinste Bewegung k?nnte K?nig Jian noch mehr erz¨¹rnen. K?nig Jians Blick senkte sich und er ergriff Neveahs Hand, hob sie zu seinem Gesicht, die Spitze seiner Nase streifte ihr Handgelenk. Das Gl¨¹hen in K?nig Jians Augen wurde noch deutlicher und aus seiner Kehle rollte ein weiteres Knurren. "Jemand hat dich angefasst...", sagte K?nig Jian. ¨¹berraschung zeigte sich in Neveahs Augen wegen der Pr?zision, mit der K?nig Jian den Ort ausmachte, wo der Feldarbeiter ihre Hand gehalten hatte. "Niemand legt Hand an das, was mir geh?rt!", knurrte K?nig Jian. "Willst du sehen, wie ich wahnsinnig werde?", fragte K?nig Jianngsam, mit tiefer und rauer Stimme. "Ich...", setzte Neveah an, aber K?nig Jian unterbrach sie. "M?chtest du wirklich sehen, was ich wahrhaftig begehre? Dieses Vengen, dich zu besitzen... willst du erleben, wie weit ich bereit bin zu gehen?", fragte K?nig Jian. Die T¨¹ren zur Halle knallten zu, der Laut hallte durch Neveahs Geist. ¡¯Xenon... du Verr?ter.¡¯, dachte Neveah niedergescgen. Chapter 564: Entsch?digung (Kap.565)

Chapter 564: Entsch?digung (Kap.565)

"Xenon... du Verr?ter", dachte Neveah best¨¹rzt. Xenon hatte den Saal vessen, Neveah musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, dass er gegangen war. Sie sp¨¹rte seine Anwesenheit direkt vor der T¨¹r. Neveah war sich nicht sicher, was genau sie mental ausgetauscht hatten, aber die beiden M?nner waren gerade zu einer Einigung gekommen. Neveah nahm einen tiefen Atemzug, bevor sie endlich die Worte fand, um K?nig Jian zu antworten. "Er, der mich ber¨¹hrte, lebt nicht mehr... und es wird sich nicht wiederholen", offenbarte Neveah in der Hoffnung, K?nig Jian damit zu beruhigen. "Es wird sich nicht wiederholen", stimmte K?nig Jian in einem niedrigen Tonfall zu. Neveah atmetengsam aus, Erleichterung breitete sich in ihr aus, als K?nig Jian zustimmte. Sie ubte, er w¨¹rde nachgeben, doch bald erkannte sie ihren Irrtum. "Ich werde daf¨¹r sorgen...", f¨¹gte K?nig Jian hinzu, seine Stimme ng immer noch animalisch. K?nig Jian beugte sich vor, seine Lippen streiften sanft Neveahs, und dann k¨¹sste er sie mit einer Intensit?t, die f¨¹r Neveah schwer zu erwidern war. Neveah wehrte sich nicht gegen K?nig Jians Kuss, ihre H?nde ummmerten seine ?u?eren Gew?nder, w?hrend seine Zunge jeden Zentimeter ihres Mundes erkundete und sich nahm, was er vengte. Die H?nde des K?nigs wanderten von Neveahs Taille zu den B?ndern ihres Gewandes, und in diesem Augenblick hielt Neveah ihn auf. "Jian... dies ist die Halle des Lichts...", erinnerte Neveah ihn, als sie sich zur¨¹ckzog und somit K?nig Jian nur noch mehr ver?rgerte. K?nig Jians Augenbrauen zuckten, als er auf Neveahs Hand herabblickte, die ¨¹ber seinerg und verhinderte, dass er sie entkleidete. "Und was soll das bedeuten?...", fragte K?nig Jian ?hnlich wie zuvor in der Versammlungshalle. Neveah konnte die Botschaft verstehen, ohne dass er weitere Worte verlor. Es gab keinen Ort in der Festung, der ihm nicht geh?rte, niemanden, der ihm verbieten k?nnte, zu tun, was er wollte, wo auch immer er es wollte und wann immer es ihm gefiel. "Es ist unangebracht", murmelte Neveahngsam. K?nig Jian lehnte seine Stirn an Neveahs, zog einen tiefen und zitternden Atemzug ein. "Weise mich nicht zur¨¹ck... Neveah... ich bin mir nicht sicher, ob ich mich zur¨¹ckhalten kann...", sagte K?nig Jian in einem tiefen, beinahe schmerzvollen Ton. Neveah sp¨¹rte seinen Kampf; sein Raubtiertrieb dr?ngte ihn an den Rand und er konnte ihm kaum widerstehen ¨C im Gegensatz zu Neveah hatte er nicht das Privileg, seine Raubtierseite zu blockieren. Zwischen den beiden Wesenheiten von Drache und Mensch gab es keine Trennung; sein Raubtier war praktisch sein eigener Verstand. Neveahs H?nde glittenngsam zu ihren Seiten hinab. "Was muss ich tun? Um dich zu beruhigen?", fragte Neveah leise. K?nig Jians Blick wanderte zu Neveahs Augen, das Leuchten in seinen machte sie umso fesselnder, und Neveah hielt seinem Blick stand ¨C sie hatte keine Wahl, sie konnte nicht wegsehen. "Alles?", fragte K?nig Jian. Neveah wusste, dass es eine sehr gef?hrliche Vereinbarung mit dem Drachenk?nig war, doch es war der einzige Weg, damit er seine Raubtierseite unterdr¨¹cken und wieder zu dem ruhigen und gesammelten Mann werden konnte, den sie kannte. "Alles", stimmte Neveah mit einem kleinen Nicken zu.Das Licht in K?nig Jians Augen wurde heller, als er Neveahs Worte h?rte, ein Zeichen daf¨¹r, dass er ¨¹ber ihre Zustimmung hocherfreut war. Neveah rece damit, dass K?nig Jian von ihr vengen w¨¹rde, sich seinem offensichtlichen Begehren zu ergeben. Als er sie jedoch erneut k¨¹sste, sanft und leidenschaftlich, leistete sie keinen Widerstand. Was Neveah allerdings g?nzlich unerwartet traf, war ein brennender Schmerz, der pl?tzlich in ihrer Brust aufblitzte ¨C als w?re ihre Haut in fl¨¹ssiges Feuer getaucht worden, nein, es war noch schlimmer. Schockiert l?ste sich Neveah von K?nig Jian, blickte auf ihre Brust und ihre Augen weiteten sich beim Anblick einer kleinen, goldenen Schuppe, die hell leuchtend sich in ihre Haut grub, direkt ¨¹ber ihrem Herzen. Das Strahlen um die Schuppe her verbrannte den Stoff, der Neveahs Haut verdeckte, und fra? sich durch, wobei es unertr?gliche Schmerzen verursachte. Schmerz ¨C hei?er, glei?ender und sengender Schmerz, weit schlimmer als alles, was Neveah zuvor erlitten hatte. Menarx mme, das Empfangen einer Schuppe von Menarx, das Entfernen einer Schuppe von Menarx ... sogar der Tod durch Alessios Hand, keines dieser schmerzhaften Erlebnisse konnte mit dem verglichen werden, was Neveah jetzt empfand. ¡¯Die Verschmelzung der Schuppen...¡¯, erkannte Neveah entsetzt. Sie hatte dies noch nicht erlebt, seit sie das Bewusstsein verloren hatte. Neveahs Lippen formten einen stummen Schrei, w?hrend sie in K?nig Jians Arme sank. Neveah sah zu ihm auf, rang heftig nach Luft, ihre Augen ungl?ubig geweitet. Die Verschmelzung der Schuppen war die zweite Vereinigung, von gro?er Bedeutung ... wie hatte er es einfach so tun k?nnen? In seinem Zorn? "Wehre dich nicht dagegen ... es wird weniger schmerzhaft sein, wenn du nachgibst...", tr?stete K?nig Jian, w?hrend er Neveahs Haar strich. Neveah wollte etwas sagen, aber es kam nur ein schmerzerf¨¹lltes Keuchen ¨¹ber ihre Lippen. Die T¨¹ren flogen auf und Xenon st¨¹rmte herein. Seine Augen weiteten sich, als er Neveah in Schmerzen kr¨¹mmen sah und Jian, der sie festhielt. Xenon eilte zu Neveahs Seite, kniete sich neben sie und ergriff ihre Hand, sein Gesicht von Schmerz gezeic. Neveah hielt sich fest an Xenons Hand, w?hrend der Schmerz ihren K?rper heimsuchte, so intensiv, dass sie nicht einmal schreien konnte. Zum ersten Mal betete Neveah, die Dunkelheit m?ge von ihr Besitz ergreifen. Den Trost und die Leichtigkeit jenes bewusstlosen Zustandes. "Die umgekehrte Schuppe des Drachenk?nigs ... sie ist nicht bereit f¨¹r solche Schmerzen. Du h?ttest dich zur¨¹ckhalten m¨¹ssen... Jian.", murmelte Xenon hilflos, w?hrend er sah, wie Neveah nach Atem rang. Der Raubtierblick K?nig Jiansg immer noch auf der Lauer und sein brennender Blick schweifte zu Xenon, Entschlossenheitg in seinen Augen. Xenon seufzte schwer ... es d?mmerte ihm, dass er Neveahs Schmerz nicht nur sah, sondern auch sp¨¹rte ... nur schwach, doch er konnte die Spuren des Unbehagens tief in ihr f¨¹hlen, durch ihre Verbindung. "Veah... h?r mir zu. Teile deinen Schmerz mit mir durch unsere Verbindung ... gib mir so viel, wie du kannst...", sprach Xenon zu Neveah. Neveah verstand, was Xenon meinte, doch sie sch¨¹ttelte den Kopf leicht in Ablehnung. Xenons Griff an ihrer Hand wurde immer fester. "Liebe ... tu, was ich sage. Lass mich deinen Schmerz erleichtern ... bitte...", bat Xenon eindringlich. "Meine Verbindung... hat dir schon genug Schmerzen bereitet. Das ist meine Bu?e ... Ich sollte sie... alleine ertragen...", presste Neveah die Worte zwischen Atemz¨¹gen hervor. Chapter 565: Alleine gehen (Kap.566)

Chapter 565: Alleine gehen (Kap.566)

Die Welle der Magie, die durch das Portal str?mte, hinterlie? ein unangenehmes Ger?usch in Kaideons Ohren, als er aus dem Sprungportal herauskam. Coran und Rodvan folgten ihm, doch eine genauere Beschreibung f¨¹r Corans Ankunft w?re, dass er aus dem Portal geschleudert wurde. Kaideons Hand auf Corans Schulter gab ihm Stabilit?t und verhinderte eine unsichere Landung. Kaideon murmelte leise vor sich hin, sein Unbehagen gegen¨¹ber der pulsierenden Magie zur¨¹ckhaltend, es dauerte einen Moment, bis sie versste. Kaideon wusste, dass es kaum l?nger als eine Sekunde war, doch diese kurze Zeitspanne gen¨¹gte, um ihn nerv?s zu machen. So sehr er es auch versuchte, Kaideon ubte nicht, dass er sich jemals an die Magie gew?hnen k?nnte... sie erinnerte ihn zu sehr an eine Zeit, die weit zur¨¹cg. Kaideon hockte sich hin, nahm eine Handvoll gr?ulichen Sand und lie? die K?rner durch seine Finger wehen, um die Windrichtung zu bestimmen. Als die meisten K?rner weggetragen worden waren, stand Kaideon auf und wischte die restlichen Sandk?rner von seiner Hand, w?hrend sich eine Falte auf seiner Stirn bildete. ?Wie weit sind wir jetzt?", dachte Coran ¨¹ber ihre Gedankenverbindung zu Kaideon. Da sich die drei Drachenf¨¹rsten in geringer Entfernung befanden, konnten sie leicht mit ihren Gedanken kommunizieren, ohne zu viel Energie aufzuwenden. Eine F?higkeit, die sich als viel schwieriger herausstellen w¨¹rde, sollten sie w?hrend ihrer Mission getrennt werden. Dies war das dritte Sprungportal innerhalb der letzten halben Tage, und Kaideon konnte nun feststellen, dass das unbemerkte Navigieren in den dunklen Landen sehr viel schwieriger geworden war, seit er das letzte Mal hier war. Die karge Landschaft war eine Mischung aus W¨¹ste und vessenen Ruinen, mit toten W?ldern in der Ferne. Als Kaideon das letzte Mal hier gewesen war, waren noch gro?e Ruinen des ersten Tempels vorhanden, doch nun waren sie nirgends zu sehen. Als h?tten sie zu Staub zerfallen oder w?ren an einen anderen Ort verlegt worden. Der gro?e Felsen, der jetzt in Sicht war, war zuvor noch nie hier gewesen, nicht in diesem Teil der dunklen Lande. Kaideon hatte nicht gedacht, dass ein paar Jahrzehnte song seien, aber er hatte sich gewaltig geirrt. Kaum etwas war noch erkennbar. Und die dunklen Lande waren noch... dunkler geworden, wenn das ¨¹berhaupt m?glich war. Die Sonne schien immer noch, also war es nicht sichtbar dunkler, aber die Schwere der dunklen Aura in der Luft war viel st?rker, als Kaideon es in Erinnerung hatte, so dicht, dass Kaideon h?tte schw?ren k?nnen, eine Klinge w¨¹rde sie durchschneiden und geschw?rzte Innereien zum Vorschein bringen. ¡¯Wie eine eiternde Wunde... die Zeit hat sie nur noch schlimmer gemacht. Das Einzige, was sich nicht ver?ndert hat, ist die Aura hier... die Aura des Todes und des Verfalls, sie ist noch schlimmer geworden.¡¯ dachte Kaideon. ¡¯Wir sind erst ein kurzes St¨¹ck hineingegangen. Alles hat sich in so kurzer Zeit ver?ndert, sogar das Layout... ohne diese Karte bin ich mir nicht sicher, ob wir den Weg finden w¨¹rden.", dachte Rodvan zu Kaideon, w?hrend er auf die Karte blickte. K?nig Jian hatte die Richtungen eingezeic, als er sich an das Gel?nde erinnerte, und angesichts von K?nig Jians F?higkeiten hatte er sogar in der Eile ihrer R¨¹ckkehr die wichtigsten Orientierungspunkte festgehalten... oder die, die noch vorhanden waren.Die Barriere war weitl?ufig und der Weg, den K?nig Jian und Neveah f¨¹r ihre R¨¹ckkehr genutzt hatten, war ganz anders als derjenige, auf dem Xenon das Schattenwesen verfolgt hatte. W?hrend Xenon ¨¹ber die toten W?lder geflogen war, in denen der Durchbruch stattgefunden hatte, war K?nig Jian ¨¹ber das ausgedehnte, ?de Land zur¨¹ckgekehrt. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Karten der dunklen L?nder ungenau, und ohne die M?glichkeit, den Himmel oder Portale zu nutzen, k?nnte man sich leicht verirren und nie einen Ausweg finden. Kaideon und seine Gruppe blieben nahe am Waldrand, da sie im Freien leicht entdeckt werden k?nnten, wagtensich jedoch nicht in den Wald, da dieser voll von Schattenbestien war, die sich vor dem Sonnenlicht versteckt hielten. "Wir m¨¹ssen uns beeilen, snge die Sonne noch scheint. Nachts zu reisen, wird noch schwieriger sein", dachte Kaideon zu Rodvan und Coran. Die beiden Drachenf¨¹rsten nickten zustimmend und setzten ihren Weg z¨¹gig fort, um das n?chste Wahrzeichen zu erreichen, von dem aus sie ein Portal nutzen konnten. Es dauerte nichtnge, bis die Drachenf¨¹rsten den von K?nig Jian beschriebenen gebrochenen Baum fanden. "Von hier aus ist es nur ein Sprung bis zum Rand des Sandes. Das ist der letzte Orientierungspunkt. Bald darauf werden wir die unidentifizierte Barriere erreichen", erkl?rte Rodvan. Kaideon nickte und zog das magische Artefakt hervor, das speziell daf¨¹r hergestellt worden war, kurze Distanzportale zu erschaffen. Es hatte die Form eines Kompasses und als Kaideon es ?fe, strahlte es ein magisches Leuchten aus. Er streckte es aus und beschwor ein Portal. Das Portal riss im Raum auf und schuf eine ?ffnung, die gerade gro? genug war, damit sie hindurchgehen konnten. Kaideon spannte sich an und trat erneut hindurch, im Erwarten des magischen Wirbels, der folgen sollte. Er kam schnell und verschwand bald darauf, sodass sie sich erneut auf dem Boden der dunklen L?ndereien befanden. Doch das Gel?nde war nun anders, statt einer ?den Sandw¨¹ste war es trockenes Land mit rissiger Erde, aus der zuf?llig Dampfstr?me aufstiegen. Das trockene Land erstreckte sich, so weit das Auge reichte. "Wienge noch?" fragte Kaideon Rodvan, w?hrend er ihre Umgebung musterte und absch?tzte, wie viel Zeit sie noch hatten, bevor die Sonne unterging. "Wir sind seit mehr als einem halben Tag hier, wir sollten die Barriere bei Einbruch der Nacht erreichen", erg?nzte Rodvan. Kaideon runzelte die Stirn, ein Gef¨¹hl der Unruhe keimte in ihm auf, und er konnte nicht sagen, was es war. "Ihr beiden, sucht euch einen geeien Unterschlupf f¨¹r die Nacht; die Schattenbestien werden bald herumstreunen, und wir k?nnen uns nicht verteidigen ... Der Todessturm wird bei jedem Fluchtversuch zur¨¹ckkehren", wies Kaideon an. "Ich werde alleine weitergehen. So wird es schneller gehen, und es wird keine Zeit sein, einen Unterschlupf zu suchen, wenn wir alle zusammen gehen. Ich werde alleine gehen ... und auf meine Anweisungen warten", sagte Kaideon entschlossen. Chapter 566: Vulkanischer Sand (Kap.567)

Chapter 566: Vulkanischer Sand (Kap.567)

"Die Barriere...", murmelte Kaideon zu sich selbst, w?hrend seine Hand auf eine halbstarre Wandfl?che stie?, irgendwo im Nichts. Beim blo?en Betrachten konnte man das weite, karge Land vor sich sehen, ununterbrochen. Doch es gab eine Art magischen Schild, der jeden am Weitergehen hinderte, eine seltsame Demarkationslinie, die sich nur bei Ber¨¹hrung zeigte. Kaideon streckte seine Hand aus und beobachtete nachdenklich, wie die Barriere sich um seine Finger zu kr?useln begann, wodurch sich der Blick auf das dahinterliegende ?nd kurz verzerrte, bevor er sich wieder normalisierte. "Das ist sie." best?tigte Kaideon Coran und Rodvan ¨¹ber ihre Gedankenverbindung. "Kaideon, die Schattenbestien haben seit Sonnenuntergang Jagd gemacht. Ihr solltet erstmal Unterschlupf finden und die Barriere im Morgengrauen untersuchen", schlug Rodvan in Kaideons Gedanken vor. Kaideon blickte zum Himmel auf; es war bereits sp?tabends und l?ngst die Zeit gekommen, in der die Schattenbestien aus ihren Verstecken kriechen. Ein paar hatte Kaideon bereits ausgemacht, doch er war gut getarnt und hielt sein Tempo und seine Atmung songsam wie m?glich. So furchteinfl??end die Schattenbestien auch sein mochten, die meisten von ihnen navigierten eher mit ihren Sinnen als mit den Augen. Kaideon war es bis jetzt gelungen, unbemerkt zu bleiben. Es waren schon einige Stunden seit dem Sonnenuntergang vergangen. Und Kaideon befand sich in einer offenen Landschaft, egal wie vorsichtig er bis hierhin gewesen war, je mehr die Nacht fortschritt, desto sch?rfer wurden die Sinne der Bestien und desto gr??er wurde die Gefahr. In kurzer Zeit w¨¹rde die Nacht ¨¹ber ihn hereinbrechen, der Himmel jedes Licht verlieren au?er den wenigen Strahlen, die der Mond durch die sich sammelnden Schatten werfen konnte. Es war bereits gef?hrlich, zu dieser Zeit drau?en zu sein, und Kaideon hatte nicht erwartet, dass es songe dauern w¨¹rde, die Barriere zu finden, nachdem er auf dem Fesnd angekommen war. "Wir haben nicht genug Zeit, wenn wir nm??ig zur¨¹ckkehren wollen. Macht euch keine Sorgen um mich, ich werde vorsichtig sein", dachte Kaideon zu seinen Untergebenen. Kaideon hielt die Gedankenverbindung offen, so dass seine Gedanken sich frei ¨¹bertragen konnten, w?hrend er die Barriere inspizierte. "Der Sensor f¨¹r dunkle Magie ist hier nicht sehr n¨¹tzlich", murmelte Kaideon, w?hrend er auf den ?u?erlichen Teil des Portals schaute, bei dem es sich tats?chlich um einen Kompass handelte. Der Zeiger des Kompasses hatte sich w?hrend ihrer gesamten Zeit in den dunklen Landen unruhig bewegt. Es gab so viele dunkle Kreaturen im Verborgenen, dass der Sensor v?llig ¨¹berfordert war und nicht in der Lage, die gesuchte Barriere von allem anderen zu unterscheiden. Es war Kaideon ¨¹bessen worden, den genauen tz der Barriere auf eigene Faust zu finden, und das hatte er nun getan. Kaideon schloss den Kompass und steckte ihn weg in sein Gewand. Er streckte seine Hand noch einmal nach der Barriere aus und schloss die Augen. "Was sp¨¹rst du?", fragte Coran. Kaideon hatte genug Erfahrungen mit dunkler Magie, wenn jemand eine Schw?che in der Barriere erkennen konnte, dann war er das. "Die Barriere zeigt keinerlei Zeichen dunkler Magie, keine sp¨¹rbare Aura... sie wurde nicht von einem dunklen Zauberer erschaffen," folgerte Kaideon. "Es f¨¹hlt sich an... fast wie... Hexenmagie," murmelte Kaideon ungewiss. "Hexenmagie? Das kann doch nicht sein... wie viele von ihnen gibt es noch?" fragte Rodvan ¨¹berrascht. "Nur eine Handvoll, die eines gemeinsam haben...", erinnerte Kaideon. "Einen Rachefeldzug gegen die Drachensippe," erg?nzte Rodvan."Es w?re keine ¨¹berraschung, wenn das Schwarze Netzwerk die F?higkeiten einer fl¨¹chtigen Hexe nutzen w¨¹rde, sie w¨¹rden alles tun, um es uns heimzuzahlen." f¨¹gte Rodvan hinzu. "Aber warum ausgerec Hexenmagie f¨¹r diese Barriere?" fragte Coran. "Weil die Drachen die meiste Erfahrung mit dunkler Magie haben. Die einzigen, die die dunkle Magie fast so gut kennen wie das Schwarze Netz selbst, sind die Drachen ... Hexenmagie hingegen ist die magische Kunst, mit der wir am wenigsten vertraut sind." "Die Hexen waren schon immer schwer fassbare Nomaden, schon vor dem Aufstand... wir hatten nie viel mit dieser Ethnie zu tun und auch danach haben wir sie nie bek?mpft oder unterworfen, bis der Vernichtungsbefehl erteilt wurde." murmelte Kaideon und ging in die Hocke, um sie genauer zu untersuchen. "Das zeigt, wie wenig wir wirklich ¨¹ber Hexenmagie wissen, verglichen mit dunkler Magie, Fae-Magie und den Magierk¨¹nsten. ", schloss Kaideon. "Wenn sie solche Vorsichtsma?nahmen gegen uns getroffen haben, kann das nur bedeuten, dass es das wirklich sein k?nnte." dachte Coran. Kaideon runzelte leicht die Stirn, er bezweifelte nicht, dass diese Barriere mit Fort zed in Verbindung stand. Es gab nicht ein einziges Mal, dass Neveahs Sinne ungenau waren, ein Wolf war in dieser Hinsicht besser ausgestattet... wenn sie eine F?hrte aufgenommen hatte, die mit Fort zed verbunden war, dann konnte sie nicht falsch liegen. "Wenn Veah es gesp¨¹rt hat, dann ube ich es. Aber wir brauchen physische Beweise... da? hinter dieser Barriere Fort zed liegt." dachte Kaideon zur¨¹ck. Kaideon legte eine Handfl?che auf den Boden, ¨¹ber die rissige, trockene Erde, fuhrngsam mit den Fingern dar¨¹ber und hob sie zu seinem Blick empor. Sofort kam ihm eine Erinnerung in den Sinn, die songe zur¨¹cg. ~~~~~~~~~~~~ "Er macht das an jedem Todestag. Was ubst du, was er da macht?" Rodvans Stimme erng in Kaideons Gedanken, w?hrend die beiden Drachenf¨¹rsten Lord Starron dabei beobachteten, wie er die Mauern von Fort zed umkreiste. Eine seltsame sandige Masse ree vom Himmel auf die Mauern herab, eine dunkle, gr?uliche Farbe. "Er zollt seinen Tribut auf seine Weise..." Kaideon dachte zur¨¹ck an Rodvan. "Tribut...?" Rodvan fragte unsicher. "Starron, dieser Junge und seine Dame trafen sich zum ersten Mal in Fort Inferno, nachdem der letzte Vulkan ausgebrochen war. Damals... ree mmender Vulkansand auf die menschliche Siedlung herab, und ein Starron, der zu Besuch war, sichtete ihn." "Er flog tief und sch¨¹tzte die Menschen mit seinem eigenen K?rper." "Die ganze Siedlung verbrannte in den mmen, alle Menschen waren in Sicherheit und unter ihnen war die junge Frau, die Lady Starron werden sollte..." "Jahrng erz?hlte Lady Starron immer wieder von ihrer ersten Begegnung... in ihren Worten war nichts sch?ner gewesen... als dieser feurige Regen und das gro?e Tier, das ihnen zu Hilfe kam." "Das ist Lord Starron... der an jedem Todestag die Szene von damals nachstellt, um seine Herrin daran zu erinnern... dass er ihr immer geh?ren w¨¹rde." erkl?rte Kaideon. "Er hat vulkanischen Sand den ganzen Weg von Fort zed hergebracht?" fragte Rodvan erstaunt. "Das macht er jedes Jahr, Rodvan... ganz allein... der einzige Ort, an dem man Vulkansand au?er in Fort Inferno finden kann, ist eben dieses Fort zed." dachte Kaideon mit einem Kopfsch¨¹tteln an Rodvan. ~~~~~~~~~~~~ "Vulkansand..." murmelte Kaideon und erkannte die paar seltsamen Sandpartikel an seinen H?nden als das, was sie waren. Chapter 567: Ein Spiel (Kap.568)

Chapter 567: Ein Spiel (Kap.568)

"Vulkansand...", murmelte Kaideon und erkannte die seltsamen Sandk?rnchen an seinen H?nden. "Das ist es... Veah hatte recht... Fort zed befindet sich hier...", dachte Kaideon zu seinen Untergebenen. "Kaideon, wir haben, was wir suchten.", ¨¹bermittelte Rodvan Kaideon, besorgt wegen der vorger¨¹ckten Stunde. "Aber das reicht bei weitem nicht... die Best?tigung allein gen¨¹gt nicht, wir m¨¹ssen eine Schwachstelle finden...", dachte Kaideon an Rodvan zur¨¹ck. "Es ist Hexenmagie, wie du sagtest, wir wissen viel zu wenig dar¨¹ber. Wir sollten zur¨¹ckkehren und die ?lteren Magier um Rat fragen.", bestand Rodvan. "Du hast Recht...", seufzte Kaideon. Bevor Kaideon mehr sagen konnte, wurde die mentale Kommunikationsverbindung zwischen den drei Drachenlords j?h unterbrochen. Kaideons Augen verengten sich, als er den pl?tzlichen Anstieg dunkler Magie wahrnahm. Langsam griff er nach dem Sensorapparat und ?fe ihn. Und tats?chlich, der Zeiger bewegte sich unkontrolliert hin und her. ¡¯Solch m?chtige dunkle Energie!¡¯, dachte Kaideon. Das Ger?usch von tschenden H?nden hallte durch das stille Gel?nde, unterbrach die Stille und Kaideons Gedanken. Kaideon ballte die H?nde zu F?usten und drehte sichngsam um, dem dunklen Zauberer gegen¨¹berzutreten, der in schwarze Roben geh¨¹llt war und dessen Gesicht von einer schwarzen Maske verdeckt wurde. Der dunkle Zauberer stand ruhig da, die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Seine Robe wehte im Wind und die Mondstrahlen spiegelten sich auf seiner Maske wider. "Kaideon Vairheac, mit Schuppen in tiefem Mitternachtsu. Dein Ruf eilt dir voraus.", durchbrach der dunkle Zauberer die Stille als Erster. "Und du musst der f¨¹hrende Fl¨¹chtling sein, der dieses Schwarze Netzwerk leitet, eine Gruppe von weiteren wahnhaften Fl¨¹chtlingen... Ich sehe, du bist endlich ins Licht getreten.", mutma?te Kaideon. Der dunkle Zauberer neigte seinen Kopf zur Seite. "Ich mochte es mehr, als du noch geschwiegen hast, D¨¹nenf¨¹rst.", bemerkte der dunkle Zauberer. "Ihr seid weit gereist, es w?re unangebracht von mir, Euch nicht pers?nlich zu begr¨¹?en.", sagte der dunkle Zauberer. Kaideon schwieg kurze Zeit, dann erng ein leises Kichern von ihm. "Azkar... du hast dem Tod abermals ein Schnippchen gescgen.", sagte Kaideon. "Es gibt nicht viele, die meine Anwesenheit noch erkennen w¨¹rden...", merkte Azkar an. "Du warst es nie wert, dass man sich an dich erinnert...", erwiderte Kaideon gleichg¨¹ltig. Azkarchte kalt und nickte zustimmend. "Fort zed hat es mir angetan, wisst ihr. Ich habe es bis zu den Dimensions-Ebenen gebracht... das einzige seiner Art.", offenbarte Azkar. ¡¯Dimensions-Ebenen...¡¯, dachte Kaideon bei sich. Kaideon hatte es f¨¹r einen Mythos gehalten, dass es in den dunklen Landen verborgene Eing?nge zu seltsamen Dimensionen gab, die aus dunkler Magie geschaffen wurden und aus denen die feurigsten dunklen Bestien beschworen wurden. Jetzt machte es Sinn: Fort zed war in eine andere Dimension versetzt worden, und der Eingang zu jener Dimension war durch diese Barriere verdeckt. "Findest du es nicht unverantwortlich, hinter meinem R¨¹cken zu nen und es mir zu entwenden?", fragte Azkar in einem tiefen, t?dlichen Ton. "Entwenden? Dort drinnen sind Hunderte von Leben... alle B¨¹rger der Festung.", erwiderte Kaideon.?Fort zed wird wieder an seinen rechtm??igen tz zur¨¹ckkehren. Dagegen k?nnt ihr nichts unternehmen", stellte Kaideon r. ?Dann muss ich eine eindringliche Lektion erteilen... Es wird den Drachen nicht leichtfallen, ein zweites Mal die dunklen Lande zu durchqueren", murmelte Azkar nachdenklich. ?Was haltet ihr von den dunklen Landen? Ist es genau so, wie ihr es euch erhofft hattet? Wahrhaftig verboten...", fragte Azkar. ?All das ist ein Ergebnis der dunklen Magie. Wem gebt ihr die Schuld?", fragte Kaideon verwundert. ?Was h?ltst du dann... von diesem dunklen Land als deinem Grab?", passte Azkar seine Frage an. ?Das h?ngt davon ab, ob du dazu in der Lage bist", entgee Kaideon unbeeindruckt. ?Ich? Bei der dunklen Magie ging es nie darum, fair zu spielen, Lord Kaideon", erinnerte Azkar. Eine gewaltige Energiesto? entlud sich aus ihm heraus, und als Antwort halltenutstarke Schreie in der Ferne wider, die Ankunft der Schattenbestien ank¨¹ndigend. Kaideon bereitete sich auf den Kampf vor, von dem er wusste, dass er bevorstand. ?Sollen wir ein Spiel spielen, Lord Kaideon?", fragte Azkar. ?K?mpfe hier bis zum Tod... und ich werde hundert unschuldige B¨¹rger von Fort zed senden, um dich zu begleiten...", bot Azkar an. ?Oder... werde der Champion von Fort zed", beendete Azkar. ?Champion?", fragte Kaideon, ein Gef¨¹hl des Unbehagens in ihm aufkeimend. __________________ K?nig Jian sa? gegen¨¹ber von Neveahs Bett, die H?nde ineinander verschr?nkt, w?hrend Lord Orin sie untersuchte. Es war bereits Morgend?mmerung, seit einigen Stunden und Neveah war noch immer nicht zu Bewusstsein gekommen. K?nig Jians Raubtierinstinkt hatte sich l?ngst beruhigt und an die Stelle des intensiven Dranges zu besitzen, war ein tiefes Gef¨¹hl von Reue und Unuben ¨¹ber das, was er getan hatte, getreten. Alles war viel zu schnell passiert, und jetzt, da sich seine Wut gelegt hatte, spielte sich die Szene immer wieder in seinem Kopf ab. Die Sonne gingngsam auf, aber die Vorh?nge waren geschlossen geblieben, seit sie zur Burg D¨¹ne zur¨¹ckgekehrt waren. ?Wie steht es um sie?", fragte Xenon Lord Orin, als dieser von Neveahs Bett zur¨¹cktrat. Lord Orins unsicherer Blick wanderte zwischen Xenon und K?nig Jian hin und her, dann seufzte er. ?Ich ube, wir m¨¹ssen die Ankunft von Everon abwarten", offenbarte Lord Orin. Der k?nigliche Arzt war eilig herbeigerufen worden und hatte den Befehl erhalten, sich sofort zur Burg D¨¹ne zu begeben, trotz der Mission, die ihm bereits zugeteilt worden war. Eine Reise durch ein Portal w¨¹rde die Reise schnell und rechtzeitig erm?glichen. Es war der einzige Weg, eine Reise, die mindestens einige Tage dauern sollte, in nur wenige Stunden zu bew?ltigen. Inzwischen war Lord Orin immer noch nicht r, was geschehen war, und weder Xenon noch K?nig Jian schienen in der richtigen Verfassung zu sein. Es gab nicht viel, was Lord Orin tun konnte, also verabschiedete er sich ohne ein weiteres Wort. ?Ich... ich wollte sie nicht verletzen... Ich wei? nicht... Schuppen!", rief K?nig Jian frustriert aus. ?Das Verschmelzen von Schuppen ist bekannterma?en eine qualvolle Angelegenheit... aber das ist Neveah. Ich f¨¹rchte, der Schmerz ist das geringste eurer Probleme...", sagte Xenon leise. Chapter 568: Dünenfürst (Kap.569)

Chapter 568: D¨¹nenf¨¹rst (Kap.569)

Das Ger?usch schlurfender Bewegungen weckte Neveah undngsam ?fen sich ihre Augen. Neveah blinzelte, lie? ihren Blick durch das Quartier schweifen und suchte nach der Ursache des L?rms. Ihre Suche war schnell beendet, als sie Everon erblickte, der auf dem Boden kauerte und seinen Kopf von einer Seite zur anderen drehte. "Was machst du hier und benimmst dich so seltsam?" fragte Neveah neugierig, ihre Stimme heiser vom Nichtgebrauch. Everons Blick schnellte hoch, seine Augen trafen auf Neveahs und ein liebevolles L?cheln breitete sich auf seinen Lippen aus. "Meine liebe Veah, du bist ja noch bissiger als ich in Erinnerung hatte", kommentierte Everon, w?hrend er aufstand. "Du hast meine Frage nicht beantwortet", murmelte Neveah m¨¹de und beobachtete, wie Everon sich ihrem Bett n?herte. "Ist das wirklich das Erste, was du nach einem Jahr zu mir sagen willst? M?chtest du nicht erfahren, wie ich hierhergekommen bin?" fragte Everon mit hochgezogener Augenbraue. Neveah rollte mit den Augen, und ein leichtes Am¨¹sement zeigte sich auf ihren Lippen. "Ich kann es mir ungef?hr denken. Du hast einen weiten Weg zur¨¹ckgelegt", murmelte Neveah und richtete ihren Blick zur Decke. Es war f¨¹r Neveah nicht schwer, sich an das zu erinnern, was passiert war, bevor sie das Bewusstsein verloren hatte; die Erinnerung kam zur¨¹ck in dem Moment, als sie die Augen ?fe. Ihr ganzer K?rper schmerzte furchtbar, und sie f¨¹hlte sich fremd, ganz und gar nicht wie sie selbst. "Sch?n, dich zu sehen, Everon", sagte Neveah schlie?lich und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf Everon, der nun neben ihrem Bett sa?. Everon betrachtete Neveah still, ?fe den Mund, um etwas zu sagen, schloss ihn aber wieder und wiederholte die Bewegung. Neveah brauchte nicht zu fragen, um zu wissen, dass ihn etwas besch?ftigte. "¨¹berraschend...", verk¨¹ndete Neveah mit heiserer Stimme. Everon sch¨¹ttelte den Kopf und streckte die Hand nach Neveahs Stirn aus. Sie blieb still liegen und lie? ihn ungehindert untersuchen. "Wienge habe ich noch? Werde ich sterben?" fragte Neveah. Everon verschm?hte Neveahs d¨¹stere Worte. "Ein paar Tage ungest?rter Ruhe und du wirst dich ohne Schwierigkeiten erholen", sagte er, stand auf und richtete sich auf. "Ironisch...diesmal nimmst du es viel gssener als beim letzten Mal", murmelte Neveah leise. Everon antwortete nicht sofort, sondern hielt in seiner Bewegung kurz inne. "Angesichts der Umst?nde war das Resultat eines Fehlscgs damals sicher...jetzt ist die Wahrscheinlichkeit vernachl?ssigbar", erwiderte Everon. Neveah war nicht ¨¹berrascht; die Fusion, f¨¹r die sie sich entschieden und eingewilligt hatte, h?tte beinahe ihr Leben gekostet, doch diese... die ohne ihre Zustimmung erfolgt war, wirkte genau entgegengesetzt. Abgesehen von den Nachwirkungen des Schmerzes f¨¹hlte sie sich gest?rkt und seltsamerweise... erholt. "Eine echte Bindung ist wahrlich unvergleichlich", sagte Neveah und kicherte leise. "Xenon wird jede Minute hier sein. Er ist kurz bevor du wieder zu Bewusstsein kamst gegangen", teilte Everon Neveah mit. Everons Worte passten nicht ganz zu seinem Gesichtsausdruck, und Neveah runzelte die Stirn. "Sag es mir", forderte Neveah, wohlwissend, dass Everon Informationen zur¨¹ckhielt. Everon hob eine Augenbraue bei Neveahs Aufforderung. "Tu nicht so, als w¨¹sstest du nicht, was ich meine", begann Neveah und brach dann ab.¡¯"Xenon und Jian haben mich beide in deine Obhut gegeben..." murmelte Neveah und ihr wurde bewusst, wie seltsam das von den beiden besitzergreifenden M?nnern war. "Welcher Tag ist heute? Wienge war ich bewusstlos?" fragte Neveah Everon misstrauisch. "Neveah, du brauchst Ruhe.", wich Everon aus. Zwei Tage, Kaideon sollte in zwei Tagen zur¨¹ckkehren. Es waren bereits zwei Tage vergangen. "Everon... wo ist mein Vater?" fragte Neveah besorgt. "Veah...", Everon z?gerte einen Moment. "Lord Rodvan und Coran sind vor Kurzem zur¨¹ckgekehrt... Ich kenne die Details nicht, aber es scheint, dass Lord Kaideon nicht mit ihnen zur¨¹ckgekehrt ist.", offenbarte Everon. Neveah warf die Decke zur¨¹ck und stellte sich auf ihre F¨¹?e, die Z?hne zusammengebissen wegen der anhaltenden Schmerzen. Sie ignorierte Everons Versuche, sie aufzuhalten, und verlie? ihr Zimmer. "Zieh wenigstens deine Schuhe an, Veah...", rief Everon Neveah nach, aber sie eilte bereits barfu? den Flur enng. Neveah steuerte direkt auf den Versammlungssaal zu, in dem sie wusste, dass die Vollstrecker von Dune sein w¨¹rden, und stie? die T¨¹ren auf, sobald sie dort ankam. Im Saal stand K?nig Jian, den R¨¹cken zur T¨¹r gekehrt und die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Xenon war ebenfalls anwesend, zusammen mit den anderen Vollstreckern von Dune, und noch eine weitere Person, ein Gesicht, von dem Neveah wusste, dass sie es treffen w¨¹rde, aber gehofft hatte, es nicht zu tun. Und er war es, der als Erster sprach, als alle anderen beim Eintreten von Neveah in betretenes Schweigen verfielen. "Neveah...", sagte Menarx mit einer Stimme, die kaum mehr als ein Fl¨¹stern war. Neveahs Blick verweilte einen Moment auf Menarx, aber sie hatte nicht den Luxus, seine Anwesenheit zu best?tigen. Ihr Blick wanderte zu Rodvan und Coran, den beiden D¨¹nendrachen, die ihren Vater in die dunklen L?nder begleitet hatten. Ihre K?pfe waren gesenkt und keiner von ihnen wagte es, Neveahs Blick zu begegnen. Sie sahen auch mitgenommen aus, wie Neveah feststellte. "Rodvan... wo ist mein Vater?", fragte Neveah vorsichtig. "Sagt etwas!", zischte Neveah, als einen Momentng niemand sprach. Rodvan zuckte bei Neveahs Tonfall sichtlich zusammen, bevor er einen Schritt nach vorne tat und Neveah eine Hand entgegenstreckte. In seiner Hand hielt er eine Halskette mit einem Anh?nger, der den Namen ihrer Mutter trug, denselben Anh?nger, den ihr Vater immer bei sich trug. "Wir haben so weit in den dunklen L?ndern gesucht, wie das Tageslicht es zulie?... aber das war alles, was wir gefunden haben...", verriet Rodvan in d¨¹sterem Tonfall. "Ich... was willst du mir damit sagen?", fragte Neveahngsam und starrte misstrauisch auf den Anh?nger. "Wir uben, dass der D¨¹nenlord nach Fort zed gebracht wurde.", unterbrach Xenon und legte eine Hand auf Neveahs R¨¹cken. Bei Xenons Ber¨¹hrung lie? Neveah einen Atemzug los, von dem sie gar nicht wusste, dass sie ihn angehalten hatte. "Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass er unverletzt ist... aber wienge noch...", unterbrach Coran, als Rodvan ihm einen b?sen Blick zuwarf. "Der D¨¹nenlord hat Anweisungen hintessen, falls ihm etwas zusto?en sollte... Als Erbin musst du den Titel und alle damit verbundenen Pflichten sofort ¨¹bernehmen." "Neveah Vairheac, bis zur R¨¹ckkehr Kaideons... bist du jetzt D¨¹nenlord.", verk¨¹ndete Rodvan. Neveahs H?nde zitterten und sie ballte sie zu festen F?usten an ihren Seiten. Neveah streckte die Hand aus und nahm den Anh?nger ihres Vaters entgegen, bevor sie sich umdrehte und den Versammlungssaal verlie?, k?mpfend gegen die Tr?nen, die sich in ihren Augen sammelten. Chapter 569: Das Ergebnis (Kap.570)

Chapter 569: Das Ergebnis (Kap.570)

Neveah sa? auf einer Bank im Innenhof und hatte noch vor einem Moment das Gef¨¹hl erstickt zu werden, buchst?blich von ihrem eigenen Atem, wenn sie nicht aus dem D¨¹nen-Schloss hinaus an die frische Luft ginge. Die Bank im Innenhof war der weiteste Punkt, den Neveah erreichen konnte, bevor ihre Beine nachgaben, weshalb sie hier sa?, die H?nde neben sich auf der Holzbank. Ihr Blick war gesenkt, ihre F¨¹?e waren verschmutzt, ebenso die S?ume ihrer weiten Satinhosen, und sie wippte leicht mit den F¨¹?en im Scmm. Nach dem Morgentau war der Garten feucht; sie war barfu? hindurchgegangen, was Neveah bis zu diesem Augenblick gar nicht bemerkt hatte. Rodvans Nachrichten hatten sich schlie?lich gesenkt, Kaideons Aufenthaltsort war unbekannt... Seine Anwesenheit in Fort zed war an sich nur eine Annahme, eine Hypothese, um die M?glichkeit auszuschlie?en, dass... ?Schuppen...", murmelte Neveah und sch¨¹ttelte ihre d¨¹steren Gedanken ab. Ein leiser Seufzer entwich ihr, als sie den Blick zum Himmel hob und etwas blinzelte. Die Sonnenstrahlen brannten in ihren empfindlichen Augen und Neveah streckte die Hand aus, tzierte den Anh?nger ihres Vaters im Sonnenlicht und beobachtete, wie die Strahlen sich im Metall brachen. ?Veah... da bist du.", erng Xenons vertraute Stimme hinter ihr. Seine Schritte waren vollkommenutlos, als er her¨¹berging und neben Neveah auf die Bank tz nahm. Xenon sagte nichts; er sa? einfach nur schweigend da, unsicher, was er Neveah in solch einem Moment sagen sollte. ?Schau dir das an, Xenon... ist es nicht merkw¨¹rdig, dass gerade das hier das einzige ist, was mein Vater zur¨¹cklie??", durchbrach Neveah die Stille und schwenkte den Anh?nger durch die Luft. Xenons Blick folgte dem Anh?nger, aber er hatte keine Antwort f¨¹r Neveah. Nur Lord Kaideon selbst k?nnte seine Absichten kennen, und er war nicht hier, um sie zu erl?utern. ?Warum hat Vater das hier zur¨¹ckgssen? Es w?re nicht von ihm weggekommen, wenn es nicht seine Absicht gewesen w?re...", sinnierte Neveah nachdenklich, ?Sollte es mir eine Botschaft ¨¹bermitteln? Ich wei? kaum etwas ¨¹ber meine Mutter, was f¨¹r eine Botschaft w?re das? Warum schickt er mir dies und nicht etwas anderes?", fragte Neveah verwirrt. Xenon seufzte leise. Er hatte nicht erwartet, Neveah in Tr?nen vorzufinden; sie war nie eine Frau f¨¹r Tr?nen gewesen. Ihr Schmerz wurde stets auf andere Weise mitgeteilt und Xenon erkannte, dass es diesmal genauso war ¨C sie gr¨¹belte zu viel, schuf sich selbst eine Methode, um ihren Geist zu besch?ftigen. ?Kaideon wird in Sicherheit sein, Veah. Er geh?rt zu den m?chtigsten unserer Art", beruhigte Xenon Neveah. Neveahs Hand sank herab, sie atmete tief ein und schloss ihre Augen, um sich zu beruhigen. ?Ich wei?... und deshalb mache ich mir umso mehr Sorgen... Je mehr jemand gef¨¹rchtet wird, desto verzweifelter wird sein Feind sein", r?umte Neveah leise ein. ?Um dem D¨¹nenherrn zu trotzen, wird es viel mehr als blo?e Verzweiflung brauchen", sagte Xenon mit vollkommener Zuversicht. ?Veah... du bist ohne ein Wort gegangen, jeder macht sich Sorgen um dich", f¨¹gte Xenon nach einer kurzen Pause hinzu. ?Mit ¡¯jeder¡¯... meinst du Jian", mutma?te Neveah und warf schlie?lich Xenon einen Blick zu. Neveah verstaute den Anh?nger und lehnte sich zur¨¹ck gegen die Lehne der Holzbank. ?Ist es jetzt nicht ein bisschen sp?t, sich um mich zu Sorgen?", fragte Neveah leise. Xenon atmete auf, legte seinen Arm um Neveahs Schulter und schob ihren Kopf sanft, sodass er auf seiner Schulter ruhte. Neveah lie? den Trost zu, den Xenon ihr bot; sein Duft beruhigte sie auf eine Art und Weise, die sie allein nicht h?tte erreichen k?nnen."Sprich mit mir, meine Liebe. Erz?hle mir, was dir Sorgen bereitet." Xenon ermunterte sanft. "Ich m?chte jetzt nicht nachdenken... halt mich einfach. So wird es sich nicht so anf¨¹hlen, als ob die Welt im Begriff steht, auseinanderzufallen..." murmelte Neveah und sch?pfte die n?tige Kraft. Die beiden verharrten so f¨¹r einen kurzen Moment, bevor Neveah wieder zu sprechen begann. "Ein Schatten von ihm liegt ¨¹ber dir; durch deine Wahl teilst du seine Schuld, und so h?ltst du mich... so vorsichtig, so anders als sonst..." stellte Neveah leise fest. "Du wirst keine Ruhe finden, bis du f¨¹r ihn gesprochen hast..." murmelte Neveah. "Veah..." hauchte Xenon schuldig. "Dann erz?hle mir, was du f¨¹r ihn sagen willst... und warum er nicht selbst zu mir kommt... es w?re besser, eine Last zu mindern, damit ich mich nur noch um das Wohl meines Vaters k¨¹mmern muss." sagte Neveah leise, "Er ist nicht selbst zu dir gekommen, weil er f¨¹rchtet, du w¨¹rdest ihn nicht empfangen..." antwortete Xenon auf Neveahs Frage. "Und was Kaideon betrifft... er wagt es nicht, dir gegen¨¹berzutreten. Du h?ttest heute nicht damit aufwachen sollen... nicht nach dem, was letzte Nacht passiert ist." f¨¹gte Xenon in leisem Ton hinzu. "Die Noge meines Vaters geht nicht auf deine Kappe... ebenso wenig auf die von Jian. Ich wei? genau, gegen wen ich meinen Zorn richten soll." stellte Neveah r. "Ich wei? auch, dass er f¨¹r dich immer an erster Stelle steht... ¨¹ber allem anderen. Also sag einfach, was du sagen musst, Xenon. Undss uns damit abschlie?en..." Neveah brach ab. "Vielleicht war das vor dir der Fall, aber jetzt ist es anders. Es gibt kein Davor und Danach... es gibt nur die zwei Gr¨¹nde, f¨¹r die ich lebe." sagte Xenon in ernstem Ton. "Ich werde dich lieben, mit oder ohne Jian, Veah... das ist eine Tatsache. Die Worte, die ich sprechen m?chte, sind nicht sewegen, sondern mewegen..." "Da Kaideon verschwunden ist, kann ich nicht vorhersagen, was du als n?chstes tun wirst, aber ich wei?, dass es un¨¹berlegt und gef?hrlich sein wird." sagte Xenon wissend. "Du bist es gewohnt, unabh?ngig zu sein... Das wei? ich und ich bewundere dich daf¨¹r." gestand Xenon. "Du wei?t dich selbst zu sch¨¹tzen, das wissen wir. Aber unsere Raubtiernatur wird es nicht hinnehmen, in unseren Augen bist du der Teil von uns, der zu jeder Zeit... vor allem besch¨¹tzt werden muss." "Dass du dich ohne ein Wort in Gefahr begibst... du vergisst, dass jede deiner Entscheidungen nun mehr als nur dich alleine betrifft." murmelte Xenon. Neveah zuckte leicht zusammen, erst jetzt ¨¹berlegte sie, ob ihr Vorhaben, es f¨¹r sich zu behalten, vielleicht doch nicht richtig war. Und Xenons Worte sollten verhindern, dass sich das wiederholt, was Neveah nicht leugnen konnte, dass sie wahrscheinlich tun w¨¹rde. "Jian und ich... wir sind von der Pers?nlichkeit her sehr verschieden, aber was noch wichtiger ist, die Konsequenzen unserer Position unterscheiden sich... Veah." "Wenn du sterben m?chtest... bin ich derjenige, der dich ohne zu z?gern begleiten wird..." "Aber f¨¹r Jian... f¨¹r den Drachenk?nig, dessen Leben das Schicksal der ganzen Festung bestimmt, kann er nicht nach seinem Belieben handeln, und wir k?nnen es uns auch nicht leisten, dass er tut, was er will." "Sein Leben ist nicht sein eigenes, um es einfach zu verlieren, und aus diesem Grund... muss dein Leben ebenso beschaffen sein." "Weil nur, wenn du lebst, der K?nig des Reiches leben kann." sagte Xenon bedeutungsvoll. "Er hat dich an sich gebunden... mit seiner Schuppe in dir tr?gst du nun die Verantwortung f¨¹r sein Leben, das an deines gekn¨¹pft ist... das ist eine gro?e B¨¹rde, aber auch der sicherste Weg, um dich zu sch¨¹tzen..." "Ich billige seine Methoden nicht, aber das Ergebnis ist das, was auch ich mir f¨¹r dich w¨¹nsche...dass du dein Leben genauso wertsch?tzt, wie du unseres sch?tzt." r?umte Xenon Chapter 570: Was nun (Kap.571)

Chapter 570: Was nun (Kap.571)

Ich billige seine Methoden nicht, aber das Ergebnis ist auch das, was ich anstrebe... dass du dein Leben ebenso sch?tzt wie das unsere. Die Worte hallten Neveah immer wieder im Kopf wider, und das nicht zum ersten Mal in der vergangenen Stunde. "Was soll das ¨¹berhaupt hei?en? Dass ich falsch und Jian richtig liege? Wird erwartet, dass ich zu ihm gehe und mich bei ihm f¨¹r sein Geschenk bedanke?" fragte Neveah ungl?ubig. Neveah sa? am Rand ihrer Badewanne, ihre Hand eingetaucht in das warme Wasser, das das Holzbecken f¨¹llte, und lie? es leicht kreisen. "Wann habe ich mein Leben je nicht gesch?tzt? Es ist ja nicht so, als h?tte ich vor zu sterben, hingegangen... das Einzige, was mich h?tte t?ten k?nnen, w?re diese Schuppe gewesen." Neveah murmelte leise vor sich hin. Neveah verstand es nicht. K?nig Jian hatte sie bing immer machenssen, was sie wollte, selbst wenn er sie verachtete. Und jetzt diese sanfte Behandlung ¨C Neveah war unsicher, wie sie darauf reagieren sollte. Einerseits wusste sie, dass sie Besorgnis erregt hatte, andererseits ubte sie nicht, dass sie schon so eingeschr?nkt sein sollte in dem, was sie tun wollte. "Drachenk?nigin... das Leben, das mit diesem Titel einhergeht ..." Neveah brach ab. Sie zog ihre Hand zur¨¹ck, sch¨¹ttelte die Wassertropfen ab und stand auf, um den Wasserhahn zuzudrehen. Neveah seufzte, ?fe den Abfluss und lie? das Wasser ab. Sie hatte l?ngst aufgeh?rt sich zu waschen und hatte gar nicht bemerkt, dass sie das Bad noch einmal eingssen hatte. Sie zog den Bademantel enger um sich und stieg aus der Wanne, kaum ¨¹berrascht, Tara auf ihrem Bett sitzen zu sehen. "Ich habe geh?rt, du hast von Orin und deiner Schwester eine Standpauke bekommen. Es tut mir leid, ich h?tte dich nicht mitnehmen sollen." Neveah entschuldigte sich mit einem kleinen Seufzer. K?nig Jians Groll hatte seinerseits Lord Orins Zorn entfacht. Noch nie hatten die D¨¹nenlords an Neveahs F?higkeiten gezweifelt, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln, sie hatten sie lediglich unterst¨¹tzt und Hilfestellung angeboten, wenn sie diese ben?tigte. "Es ist, als ob sie pl?tzlich nicht mehr darauf vertrauen, dass ich mich selbst um mich k¨¹mmern kann. Ich habe es den D¨¹nenlords das letzte Jahr ¨¹ber ohne Zweifel bewiesen, und nur ein paar Worte des Drachenk?nigs... und ein ganzes Jahr ist umgeschrieben worden." Neveah empfand es als ungerecht. "Du bist nicht mehr dieselbe Person wie im letzten Jahr, Veah. Jeder muss sich nat¨¹rlich darauf einstellen, solltest du nicht auch einige ?nderungen vornehmen?" fragte Tara Neveah eindringlich. "Ich..." Neveah begann zu widersprechen, verstummte dann aber. "Nun ja, du kannst dich zumindest damit tr?sten, dass die Anstrengungen Fr¨¹chte getragen haben. Das Wasserfall-Gasthaus war ein zentraler Punkt f¨¹r den Informationsaustausch und die Aufzeichnungen ¨¹ber den Schwarzmarkt sind sehr detailliert." "Die Stadtwache und Lord Garron haben sich um das Wasserfall-Gasthaus gek¨¹mmert... alle G?ste und Angestellten wurden zur Vernehmung festgenommen und die Schwarzmarktwaren bescgnahmt." "Die Verh?reufen und viele Beteiligte sind enttarnt worden, Garron ubt, dass sie in ein paar Tagen den Schwarzmarkt in der D¨¹nenstadt vollst?ndig zerscgen k?nnen." "Und die Quelle des Adamantiums l?sst sich bis zu den Fae zur¨¹ckverfolgen, mit zul?ssigen Beweisen und Lord Rivers Aussage... es wird einen Prozess geben, und die Fae werden gezwungen sein, viele Opfer zu bringen, um daraus zu kommen." "Aber angesichts ihrer Einmischung in die Lichtkammer, um ihre Beteiligung am Handel zu verschleiern, werden sie nicht genug Leben haben, um diesen zu kompensieren." berichtete Tara Neveah. "Man kann nicht sagen, wie damit umgegangen wird, die Fae sind schlie?lich eine an sich m?chtige Rasse und ein Krieg w¨¹rde keiner der Rassen oder der Festung insgesamt n¨¹tzen..." "Aber zumindest haben wir die Waffe den Drachenf¨¹rsten ¨¹bergeben, unser Teil ist getan.""Ich habe mein Versprechen gegen¨¹ber meinem Vater eingehalten, der Handel mit Adamantium wird aufgedeckt und ausgemerzt werden." murmelte Neveah leise und atmete erleichtert auf. Tara seufzte ebenfalls leise, erhob sich, ging zu Neveah und deutete ihr, sich auf das Bett zu setzen. Sie holte eine B¨¹rste und fing an,ngsam Neveahs Haare zu entwirren. "Dem D¨¹nenherr wird es gutgehen, Veah... die Drachenlords werden keine M¨¹hen scheuen. Du musst jetzt die Ruhe bewahren... die D¨¹nen-Drachen werden nun nach dir Ausschau halten, und du musst das Vertrauen deines Vaters rechtfertigen." mahnte Tara leise. "Ich verstehe." antwortete Neveah ebenso leise. Tara band Neveahs Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen, um sie aus dem Gesicht zu halten, und frisierte sie auf eine Weise, von der Neveah sicher war, sie selbst nie hinbekommen zu haben. "Hier, zieh das an." sagte Tara und reichte ihr ein ma?geschneidertes wei?es Reitkleid, das sich eng an Neveahs K?rper anschmiegte. Das Kleid war ¨¹ber einer Schulter asymmetrisch geschnitten und lie? eine Schulter von Neveah frei. Neveah konnte sich nicht erinnern, wann es geschneidert worden war; die meisten ihrer Kleider wurden hier ohne ihre Anfrage angefertigt, und sie war sich sicher, dass Tara oder die Reiterin Lord Orins darum gebeten hatten. "Du kannst nicht l?nger die Robe der Stadtwache tragen, du geh?rst nicht zur Stadtwache." erinnerte Tara. "Richtig..." murmelte Neveah. Sie nahm das Kleid und zog sich im Waschraum um. Als sie zur¨¹ckkehrte, wartete Tara bereits mit einem Paar schwarzer Stiefel auf sie. "Was gibt es Neues?" fragte Neveah, w?hrend sie sich hinsetzte, um die Stiefel zu schn¨¹ren. "Die Lichthalle wurde vorl?ufig Lord Eldowin anvertraut. Seine Gnaden hat nur einem vertrauensw¨¹rdigen Mann die Aufsicht ¨¹bessen, w?hrend das gesamte Personal ausgewechselt wird." "Lord Eldowin... er ist ein Meister der Magieakademie?" erinnerte sich Neveah. "In der Tat. Auch wenn er zu den Fae geh?rt, steht er in Verbindung mit einem Drachenlord und ist somit vertrauensw¨¹rdig. Lord Menarx kam mit ihm." ¨¹bermittelte Tara. "Ah... ich verstehe ..." murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Lord River wird bis zu seinem Prozess vor dem vereinten Rat nach Dragon¡¯s Keep zur¨¹ckgebracht." fuhr Tara fort. "Lady Adrienne wird sich um den Transport k¨¹mmern, falls die Fae etwas versuchen sollten... und danach zur¨¹ckkehren." Tara z?gerte kurz, bevor sie diese Information weitergab. "Ihr braucht nicht vorsichtig mit Euren Worten zu sein, ich bin mir sehr wohl bewusst... dass sie dort sein wird, wo er ist." versicherte Neveah Tara mit einer Geste der Abwendung. "Und was jetzt?" fragte Tara. "Jetzt... r¨¹cken wir alles wieder gerade. Fort zed... mein Vater und auch ich." murmelte Neveah und schloss die Kette mit dem Anh?nger um ihren Hals. Chapter 571: Alles wollen (Kap.572)

Chapter 571: Alles wollen (Kap.572)

Alessio erwachte durch einen brennenden Schmerz in seinen Handgelenken, und ein leises St?hnen entwich ihm, als er sich aufrichtete. Es war nicht das erste Mal, dass er in diesem Verlies erwachte, gequ?lt vom Schmerz der silbernen Fesseln um seine Handgelenke und der t?dlichen Stille. Er blickte auf sein Handgelenk hinunter, das von dem durchdringenden Silber ger?tet und wund war ¨C ein unaufh?rlicher Kreiuf des Heilens und erneuten Verbrennens bei der kleinsten Bewegung. "Elegant." murmelte Alessio und richtete sich auf, um sich gegen die Wand zu lehnen. Als Alessio sich gut positioniert hatte, vernahm er sie, das Ger?usch n?herkommender Schritte. Dumpf...dumpf...dumpf... Alessio erkannte dieses unheimliche Ger?usch,nge bevor ein Wort gesprochen wurde. "Nun, wenn das nicht der neue Alphak?nig ist..." erng eine h?hnische Stimme aus dem Schatten. Langsam hob Alessio den Blick und sah unger¨¹hrt, wie Alphak?nig Lothaire mit einem Grinsen auf den Lippen zur¨¹ckblickte. Alessio richtete sich auf und erwiderte das Grinsen mit einem eigenen. "Hallo Vater... ich habe mich schon gefragt, wann du auftauchen w¨¹rdest." gr¨¹?te Alessio gssen. "Ich hoffe, ich habe dich nicht allzunge wartenssen." entgee Alphak?nig Lothaire und verschr?nkte seine Arme vor der Brust. "Ich w¨¹rde nein sagen, aber angesichts der Unterkunft... muss ich feststellen, euer Empfang ist ziemlich ungeh?rig. So behandelt man keinen K?nig, findet Ihr nicht auch?" "¡¯Der K?nig ist Gott¡¯... das habt Ihr mir selbst beigebracht. Mich einzusperren sollte als S¨¹nde angesehen werden... eine S¨¹nde gegen euren Gott." sagte Alessio, seine Stimme war locker, doch schwang ein t?dlicher Unterton mit. Alphak?nig Lothaire schwieg einen Momentng und dann dehnte sich sein Grinsen zu einem breiten L?cheln und er kicherte leise. "Du hast Mut gefasst, mein Sohn... der Thron bewirkt Wunder bei einem Mann, nicht wahr? Es gibt einen ganz besonderen Kick, besonders, wenn er einem nicht geh?rt..." lie? Alphak?nig Lothaire bedeutungsschwanger offen. "Ich ube, Vater w¨¹rde es besser wissen. Die Welt wei?, dass mein Vater K?nig war, die Erbfolge ist nat¨¹rlich... Ich frage mich, ob Vater das Gleiche behaupten kann?" fragte Alessio und kicherte leise. Das Grinsen verschwand von Alphak?nig Lothaires Gesicht und seine Miene wurde d¨¹ster. "F¨¹r einen Thron, der ebenso wenig euch geh?rte, nehmt Ihr das Ganze etwas zu pers?nlich." kommentierte Alessio und hob seine gefesselten H?nde. "Der Thron geh?rt dem Mann, der ihn sich nehmen kann!" knurrte Alphak?nig Lothaire. "Genau das meine ich..." stimmte Alessio zu, seine Stimme ebenso dunkel und t?dlich. Alphak?nig Lothaires Blick verengte sich zu einer frostigen Starre, bevor sich seine Miene wieder aufhellte. "H?ttest du auch nur halb so viel Mut gezeigt, dann w?re ich nicht so entt?uscht von dir gewesen. Ich k?nnte fast sagen, dass ich jetzt stolz auf dich bin, mein Sohn... beinahe..." lobte Alphak?nig Lothaire. "Aber du verstehst die Reihenfolge nicht... wenn du dir etwas nehmen willst, dann entwendest du es nicht heimlich, w?hrend der Besitzer abwesend ist, wie ein winselnder Feigling... nein..." "Du nimmst es ihm direkt ins Gesicht... kurz bevor du ihm das Herz herausrei?t. So wird es wirklich deins." belehrte Alphak?nig Lothaire leise und trat n?her an die T¨¹r der Zelle heran. "Willst du so verzweifelt sein wie ich, mein Sohn? Dann h?ttest du einen Weg finden m¨¹ssen, mich zu t?ten. Monate sind vergangen, und hier stehe ich, lebendig und wouf..." h?hnte Alphak?nig Lothaire. "Nicht so gut..." unterbrach Alessio und betrachtete seinen Vater von Kopf bis Fu?. Weit entfernt von den Annehmlichkeiten seines Eclipse-Pstes und stetig von Alessios M?nnern bedr?ngt, sah Alphak?nig Lothaire ziemlich ramponiert aus.Nicht so, dass er abgezehrt wirkte, aber genug, um Alessio ein tiefes Gef¨¹hl der Genugtuung zu verschaffen. Nie hatte er seinen Vater als weniger als w¨¹rdevoll gesehen. Alpha K?nig Lothaire spottete leise f¨¹r sich. "ubtest du wirklich, dass du damit durchkommen w¨¹rdest? Dass ich nicht f?hig w?re, dich zu fassen?" fragte Alpha K?nig Lothaire d¨¹ster. "Oh, mir ist sehr wohl bewusst, wie einfallsreich du bist, Vater. Du hast mir alles beigebracht, was ich wei?. Ich bin nicht naiv genug zu uben, dass ich dich f¨¹r immer ¨¹berlisten k?nnte..." "Tats?chlich war es unerwartet und entt?uschend, dass ich dich songe ¨¹berlisten konnte..." "Ich hatte schon angenommen, du w?rst alt und senil geworden. Es beruhigt mich zu wissen, dass du immer noch ein ebenb¨¹rtiger Gegner bist." erwiderte Alessio, seine Schultern zuckten leicht in einer beil?ufigen Geste. Die Augenbrauen von Alpha K?nig Lothaire zuckten sichtlich ver?rgert, doch in seinen Augen funkelte Interesse. "Da es nun soweit gekommen ist, werde ich dir eine Chance geben. Du bist immer noch mein einziger Sohn, mein alleiniger Erbe. Dich zu t?ten, w?re ein Verlust f¨¹r mich... Es w?re m¨¹hsam, eine neue Last zu zeugen, sie in meinen Wegen zu unterrichten und sie so aufzuziehen, wie du es bist." "Wir m¨¹ssen keine Freunde sein, aber wir sind Feinde, die koexistieren k?nnen, du und ich... wie wir es immer getan haben. Ich muss den Thron meiner eigenen Blutlinie ¨¹bessen, das ist der wahre Sieg." behauptete Alpha K?nig Lothaire. "Und was muss ich tun, damit das geschieht?" fragte Alessio mit gehobener Augenbraue. Alpha K?nig Lothaire l?chelte schief bei Alessios Interesse. "Tritt zur¨¹ck von Thron und Kr?nung. Gib deine Verbrechen zu und knie vor mir nieder im Beisein aller Eclipse-Alphas... stehe an meiner Seite, w?hrend ich die zerreisse, die dich unterst¨¹tzt haben." "Ich kann meinem Blut vergeben, aber alle anderen m¨¹ssen bezahlen. Wenn du das tust, werde ich die Angelegenheit auf sich beruhenssen, und alles wird an seinen rechtm??igen tz zur¨¹ckkehren." versicherte Alpha K?nig Lothaire. ¡¯Der rechtm??ige tz?¡¯ dachte Alessio. Die Welt war nicht mehr in Ordnung. "Alles au?er einer Sache..." murmelte Alessio leise. "Was?" fragte Alpha K?nig Lothaire. "Nicht alles kann an seinen tz zur¨¹ckgef¨¹hrt werden, Vater. Manche Dinge, einmal verloren, sind f¨¹r immer fort..."stellte Alessiouter fest. "Was soll das bedeuten?" vengte Alpha K?nig Lothaire zu wissen. "Meine Absicht ist einfach, Vater. Ich w¨¹nsche nicht zu koexistieren... Ich will herrschen." "Ich will alles... alles, was dir geh?rt, alles, was du mir geben musst, das, was du mir nicht geben willst, selbst das, was du fortgegeben hast... Ich werde alles an mich rei?en!" erkl?rte Alessio kalt. Alpha K?nig Lothaire schwieg einen Moment, dannchte er leise, sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf. "Geht es hierbei um sie, nicht wahr?!" fragte Alpha K?nig Lothaire belustigt. "Die ganze Zeit ¨¹ber? Ich dachte, du w?rst endlich erwachsen geworden und was jetzt?! Deine Motivation war sie?! Omega?! Du liebeskranker Narr!" knurrte Alpha K?nig Lothaire. "Liebeskummer..." murmelte Alessio leise, "Du hast es selbst gesagt, Vater, wir sind uns ?hnlich. Beide begehren wir eine Frau bis zum Rand des Wahnsinns... Neveah ist meine Wahnsinnige. Aber auch du bist nicht ohne Schuld, nicht wahr, Vater?" "War Eira ihr Name...?" fragte Alessio, mit einem gef?hrlichen nz in den Augen. Chapter 572: Eine Emotion namens Angst (Kap.573)

Chapter 572: Eine Emotion namens Angst (Kap.573)

"Das ist richtig. Dein wohlbeh¨¹tetes Geheimnis ist nun kein Geheimnis mehr," teilte Alessio beil?ufig mit. Das Gesicht des Alphak?nigs Lothaire ver?nderte sich scgartig, als diese Worte gefallen waren. "Du... was hast du getan?" zischte Alphak?nig Lothaire, seine Augen verengten sich zu einem wilden, d¨¹steren Blick. Ein Grinsen breitete sich auf Alessios Lippen aus, und er lehnte sich l?ssig gegen die Wand. Der Schatz, den er entdeckt hatte, w¨¹rde nun seinen Zweck erf¨¹llen. "Hast du gedacht, ich w¨¹rde es vers?umen, mir einen Vorteil zu sichern? Ich habe dich nie untersch?tzt, Vater. Du bist es, der mich untersch?tzt hat," erkl?rte Alessio gssen. Alphak?nig Lothaires Brauen zuckten im Zorn, als er mit einer Hand gegen die Gitterst?be der Zelle schlug. Das Silber frass sich in die Haut seiner Handfl?che, aber er k¨¹mmerte sich nicht darum, und zitterte sichtbar vor Wut. "Was hast du mit ihr gemacht?!" forderte Alphak?nig Lothaire. Alessio antwortete nicht, er beobachtete nur still, wie der Zorn seines Vaters anschwellte. "Sag es mir!" br¨¹llte Alphak?nig Lothaire. Alessios Grinsen wurde noch breiter, der nz in seinen Augen zeugte von seiner Freude ¨¹ber die Reaktion seines Vaters. "Wie k?nnte ich mir nur vorstellen, etwas Schlimmeres zu tun, als das, was du ihr bereits angetan hast?" fragte Alessio mit kaum verhohlener Belustigung. "Selbst wenn ich es versuchen w¨¹rde, k?me ich niemals an dich heran." "Deine Grausamkeit ist un¨¹bertroffen," lobte Alessio. "So wahr mir der Sch?pfer helfe, ich werde dich zerrei?en... ob Sohn oder nicht," schwor Lothaire w¨¹tend. Alessio kicherte leise und neigte den Kopf nach hinten. "Tu, was du willst. Ich h?tte nicht nach der Krone gegriffen, wenn ich den Tod f¨¹rchten w¨¹rde," entgee Alessio unbeeindruckt. "Ist es auch wegen ihr?! Weil ich deiner Begierde nach deiner Schwester ein Ende bereitet habe, du verdorbener Bastard?!" knurrte Lothaire. "Schwester? Aber ist sie das wirklich?" fragte Alessio, als pl?tzlich alles r wurde. "Was soll das bedeuten?" zischte Lothaire. Aber bei dieser Aussage war Lothaires Stimme f¨¹r einen kurzen Moment ins Stocken geraten, und Alessio entging diese Ver?nderung nicht. Alessio schnaubte leise vor sich hin, es war ihm unbegreiflich, dass er songe gebraucht hatte, um auch nur den Verdacht zu hegen, dass vielleicht alles von Anfang an eine L¨¹ge war. Dass es die ganze Zeit eine gro?e T?uschung zu Lothaires verdorbenen Vergn¨¹gen gewesen sein k?nnte. Jeder, der Augen hatte, konnte sehen, dass Neveah unm?glich mit seiner Familie verwandt sein konnte, sie war ihnen nicht im Geringsten ?hnlich. "Ich habe die Frau gesehen, die du geliebt hast, Vater... die Frau, die du mehr geliebt hast als deine eigene Gef?hrtin, deine unsterbliche Eira."¡¯"Ich habe sie gesehen, ich habe gesehen, was du ihr angetan hast, wie du sie auf widerw?rtige Weise weder lebendig noch tot gehalten hast, snge es bedeutete, dass sie dir allein geh?rte." Alessio spuckte aus. "Ich wei? ohne jeden Zweifel, dass eine solche Frau niemals dein Kind getragen h?tte... sie w?re tausendmal lieber gestorben, als dein Kind auszutragen." "Omega... Neveah, war immer anders, immer besser, immer mehr und ich... ich habe es verabscheut..." Alessios Stimme verstummte f¨¹r einen Moment. "Aber jetzt ergibt alles einen Sinn, warum sie selbst in diesem verfluchten Pst immer noch so strahlend l?cheln konnte, warum Schatten und Dunkelheit ihr Leuchten niemals tr¨¹ben konnten..." "Warum ich mich ihr gegen¨¹ber minderwertig f¨¹hlte, unw¨¹rdig, selbst als sie zu meinen F¨¹?en zerst?rt wurde," "W?hrend ich Tag f¨¹r Tag immer mehr wie du wurde, konnte sie einfach nicht verdorben werden, denn sie geh?rte nicht dir. Neveah h?tte niemals in eine Blutlinie wie unsere geboren werden k?nnen... dieses ver?chtliche Blut von dir!" zischte Alessio. "Schweig." befahl Lothaire leise. Alessio hatte nicht vor, zu gehorchen, er hatte endlich die Freiheit, seine Meinung zu sagen und er hatte nicht vor, sich zur¨¹ckzuhalten. "Die ganze Zeit ¨¹ber hat Eira dich nicht geliebt. Es war nur deine unerwiderte Liebe... es war nur dein Vengen nach dem, was du nie haben konntest." "Wie sehr muss dich das ge?rgert haben! Gew?hnt, dir brutal alles zu nehmen, was du begehrst, und wie sehr muss es dich ge?rgert haben, dass du sie nicht haben konntest! Nicht einmal das Schicksal war dir gn?dig und hat dir meine Mutter geschenkt!" "Es muss dich so sehr ge?rgert haben, dass du ihr Kind zu deinem gemacht hast! Weil die Welt ubte, sie h?tte dein Kind zur Welt gebracht, und die Illusion erschaffen wurde, dass sie einst dein war, damit du dich besser f¨¹hlst mit deinem armseligen, unw¨¹rdigen Selbst!" Alessio knurrte. "Halt dein Maul!!!" br¨¹llte Lothaire. Alessiochte leise, ein zufriedenes Grinsen auf seinen Lippen. "Irgendwann kann auch mein Vater nicht mehr die Fassung bewahren... nur ein kleinlicher Mann, der seine Niedege nicht akzeptieren kann, Tatsache ist, dass du Eira nie hattest... wer ist jetzt der verkommene Bastard?" fragte Alessio und kicherte vor sich hin. "ubst du, du wirst besser sein? Wenn Omega so wie ihre Mutter ist, wirst du niemals w¨¹rdig in ihren Augen sein..." versicherte Lothaire Alessio kalt, seine Augen funkelten vor Wut. "Das unterscheidet uns. Du hast nichts, was Eira festh?lt, du k?nntest nur auf Selbstt?uschung zur¨¹ckgreifen, aber ich bin anders..." Alessio brach kurz ab und beugte sich vor. "Siehst du, Vater, es gibt ein Geheimnis, dass ich dir nicht zu enth¨¹llen wagte, aus Angst vor deiner Verachtung und Entt?uschung." "Aber da das jetzt keine Rolle mehr spielt, werde ich es dir verraten. Neveah ist meine Gef?hrtin... meine wahre Gef?hrtin." verriet Alessio und grinste erfreut. Lothaires Augen weiteten sich vor ¨¹berraschung ¨¹ber Alessios Enth¨¹llung. "Das hast du nicht erwartet, oder? Dass das Schicksal mir das Wunder schenken w¨¹rde, das du nie haben konntest?" spottete Alessio. "Und was soll das? Omega ist l?ngst fort, in ein Reich, das du niemals erreichen k?nntest, selbst wenn du es versuchen w¨¹rdest." erwiderte Lothaire sp?ttisch. "Dann muss ich dir sehr danken, Vater, dass du mir die eine Person gegeben hast, f¨¹r die Neveah alles geben w¨¹rde, um sie zu finden... Eira, die Mutter, nach der Neveah ihr ganzes Lebenng gesucht und sich gesehnt hat." antwortete Alessio mit einem wissenden L?cheln. "Du... du wirst sie mit Hilfe von Eira hierher zur¨¹cklocken... und du wirst mich auch mit Eira zwingen, mich zu unterwerfen..." erkannte Lothaire. "Ich werde sicher dort erfolgreich sein, wo du versagt hast, Vater. Du kannst also beruhigt sein und einen Schritt zur¨¹cktreten. Du musst jetzt entscheiden, ob du mich hier und jetzt t?test und das verlierst, was von Eira ¨¹brig ist... oder ob du deinen neuen K?nig akzeptierst..." beendete Alessio und lehnte sich zur¨¹ck an die Wand. Zum ersten Mal spiegelte sich eine seltene Emotion in Lothaires Augen wider, als er seinen grinsenden Sohn anstarrte... diese Emotion war Angst. Chapter 573: K?niglicher Saal (Kap. 574)

Chapter 573: K?niglicher Saal (Kap. 574)

~Fae K?nigswald, Herz des Fae-Reiches~ Lady Diandre schritt durch die Halle, Besorgnis war in ihre Z¨¹ge eingegraben. Ihre H?nde, die an ihren Seiten ruhten, ballten und entfalteten sich wiederholt, w?hrend ihre Augen immer wieder hektisch umherschweiften. Besonders oft richtete sie ihren Blick auf die T¨¹ren der Halle, um sicherzustellen, dass die Wachposten, die den k?niglichen Saal bewachten, ihre Anwesenheit noch nicht bemerkt hatten. Diese Halle, in der Lady Diandre sich befand, war die K?nigliche Halle der Fae im K?nigswald, oder wie andere Rassen sie nennen w¨¹rden, der Thronsaal. Die K?nigliche Halle der Fae war schonnge vessen, ihr einst ehrenvoller Name und Zweck waren in den Jahrhunderten verloren gegangen, in denen es keinen gekr?nten Herrscher der Fae gegeben hatte - Jahrhunderte, die zung waren, um sie zu z?hlen. Die K?nigliche Halle der Fae war noch immer gro?artig und majest?tisch, geschm¨¹ckt mit komplexer Fae-Architektur, die sich nahtlos in die Natur einf¨¹gte. Doch mit den Jahrhunderten des Vessenseins hatten Ranken und Moos begonnen, Teile der Struktur zur¨¹ckzuerobern und gaben ihr ein leicht ¨¹berwachsenes Aussehen. Der Eingang zur Halle, einst eidend und k?niglich, stand nun still und imposant da, die T¨¹ren fest verschlossen, um alle Besucher abzuwehren, gem?? den Gesetzen, die der Fae-Rat auf Gehei? der letzten Hohen K?nigin essen hatte. Diese k?nigliche Halle war nun nichts weiter als ein weiter Raum, gef¨¹llt mit ¨¹berbleibseln ihrer einstigen Pracht. borate Kronleuchter hingen von der Decke, ihre Kristalle matt vor Staub und Vernachl?ssigung. Wandteppiche mit Szenen aus der Fae-Folklore und bestickte Runen s?umten die W?nde, deren Farben mit der Zeit versst waren. Im Zentrum der K?niglichen Halle befand sich die gro?e Rebenttform, auf der einst ein prunkvoller Thron stand, von dem aus die Hohe K?nigin alle Fae regierte und befahl. Lady Diandre hielt in ihrem Schritt inne, ihr Blick fiel auf die Rebenttform, und sie schrittngsam darauf zu, streckte eine Hand nach den Ranken aus, hielt sich jedoch zur¨¹ck, ihre Hand ber¨¹hrte die Ranken gerade noch nicht. Lady Diandre atmetengsam aus, um ihre Angst zu beruhigen. Die starken, magischen Reben, aus denen die Rebenttform geschaffen war, standen immer noch so da, wie zuvor, miteinander verflochten, um eine robuste, gewobene ttform zu schaffen, doch es gab keinen Thron mehr auf der ttform. Die Rebenttform war ein einzigartiges und uraltes Wunder der Magie und bei voller Vitalit?t entstand der k?nigliche Thron aus ihr heraus, naturw¨¹chsig, kr?ftige Reben wuchsen hervor, um den m?chtigen Sitz der Autorit?t der Fae zu formen. Derzeit war die Rebenttform einfach leer und verwelkt, die einst lebendigen Ranken br?unlich und verdorrt, ihre Vitalit?t hatte sich ¨¹ber die Jahrengsam ersch?pft. Die Vitalit?t der Rebenttform hing von der Magie der Hohen K?nigin der Fae ab, die Ranken bereicherten ihre Naturmagie, so wie ihre Magie die Vitalit?t der ttform bereicherte. Ohne Hohe K?nigin und ohne Thron hatte der Rebenttform seit Jahrhunderten die Nahrung der Fae-Magie gefehlt. Wienge sie noch bestehen konnte, bevor sie ihre Vitalit?t vollst?ndig verlor, war unbekannt. Sonnenlicht fiel durch die Buntsfenster und warf bunte Muster auf den Marmorboden. Die Luft war schwer von der Stille, die in jede Ritze des Saals gesickert war und die noch viele Jahrhunderte so bleiben w¨¹rde, es sei denn, es wurde bald etwas dagegen unternommen. Dies war der Zweck, f¨¹r den Lady Diandre all die Jahrhunderte gelebt hatte: die Wiederherstellung des k?niglichen Geschlechts der Fae auf ihren rechtm??igen Thron.Sie hatte alles f¨¹r diese Sache gegeben, Schwei?, Blut, Tr?nen... Was hatte sie nicht geopfert? Und jetzt zerfiel alles allm?hlich St¨¹ck f¨¹r St¨¹ck, und es schien, als g?be es nichts, was sie dagegen tun konnte. Die ?ngste, die Lady Diandre m¨¹hsam unterdr¨¹ckt hatte, kehrten scgartig zur¨¹ck und sie setzte ihr nerv?ses Auf-und-Ab fort. Von der ttform der Weinreben kehrte sie wieder zum Brunnen zur¨¹ck, neben dem sie so unruhig gestanden hatte. "Warum dauert es nur songe? Warum empf?ngt sie mich nicht?!" rief Lady Diandre frustriert und blickte ?ngstlich auf das Wasser in der Mitte der Halle. Das Wasser im Brunneng vollkommen ruhig und ungest?rt. Lady Diandre stie? einen frustrierten Schrei aus, und aus ihrer Hand schoss eine Zauberexplosion, die direkt in das Wasser traf. Das Wasser des Brunnens schoss empor und spritzte in alle Richtungen. Lady Diandres Brust hob und senkte sich heftig, ihre Augen weiteten sich, als sie die Stimmen der W?chter vernahm. "Wer ist da?!" rief einer der k?niglichen Gardisten, die mit der Bewachung der K?nigshalle betraut waren. ¡¯Ich darf hier nicht gefasst werden!¡¯ schoss es Lady Diandre rmiert durch den Kopf. Als k?nigliche Vertreterin konnte selbst sie es sich nicht euben, die letzten Anweisungen der verstorbenen Hochk?nigin zu ignorieren, Und jene Anweisungen verboten ausdr¨¹cklich allen Mitgliedern der k?niglichen Familie, die K?nigshalle zu betreten, bis die Schulden bei den Drachen beglichen waren. Lady Diandre sah sich hastig nach einem Versteck um, doch bevor sie sich vom Brunnen entfernen konnte, zog sie eine Kraft hinein. Lady Diandre stie? einenutlosen Schrei aus, bevor ihr Kopf ins Wasser tauchte; alle Ger?usche verstummten und sie k?mpfte gegen die Magie an, die sie tiefer und tiefer in den Teich dr¨¹ckte. Und dann, nachdem es eine Ewigkeit zu sein schien, konnte sie endlich wieder atmen. Lady Diandres Kopf durchbrach die Oberfl?che einer kleinen Wasserfl?che, ihre H?nde mmerten sich an den Rand und sie keuchte nach Luft. "Willkommen in meiner dunklen Halle, meine Tochter", begr¨¹?te sie Celeste mit lockerem Ton und beobachtete mit einem desinteressierten Blick, wie Lady Diandre um Luft rang. Lady Diandre hustete gewaltsam, um das Wasser auszuspucken, das sie w?hrend ihres Kampfes verschluckt hatte. Es dauerte eine Weile, bis Lady Diandre sich wieder gefasst hatte, und dann zog sie ihre durchn?sste Gestalt aus dem Becken auf die schwarzen Fliesen der dunklen Halle. "Du schwarzbl¨¹tige Hexe!" zischte Lady Diandre w¨¹tend. Ein kleines L?cheln zeice sich auf Celestes Lippen ab und sie lehnte sich in ihrem Stuhl vor. "Immer noch so aufbrausend wie ehedem, wie ich sehe..." stellte Celeste fest. Chapter 574: Fehlerhaftes Teil (Kap.575)

Chapter 574: Fehlerhaftes Teil (Kap.575)

"Du hast mich angelogen... Du hast mich get?uscht," beschuldigte Lady Diandre, ihre Stimme war heiser, w?hrend sie die Worte aus ihrer schmerzenden Kehle presste. Ein weiterer Anfall heftigen Hustens bahnte sich seinen Weg aus ihrem Hals und sie hustete noch mehr Wasser heraus. Lady Diandre ummmerte kr?ftig ihre Brust, w?hrend sie sich bem¨¹hte, ihren Atem zu stabilisieren. Ihre Fl¨¹gel hingen schwer hinter ihr, tropften Wasser auf die schwarzen Fliesen. Lady Diandre konnte sich kaum aufrechthalten, ihre Fl¨¹gel, nun durchn?sst, waren doppelt so schwer wie normal und schmerzten vor dem ungewohnten Gewicht, das es fast unm?glich machte, sie zu bewegen. Trotz ihres Zustands waren Diandres Augen zu einem finsteren, angenden Blick verengt und fixierten Celeste. "Ich venge eine Erkl?rung! Das ist nicht das, was du mir versprochen hast!" zischte Diandre. "Ihr solltet Eure Vorw¨¹rfe etwas pr?zisieren, meine Tochter. Was genau wollt Ihr fragen... Beruhigt Euch und sprecht deutlich," sagte Celeste gssen. Celeste stand auf und gingngsam auf Lady Diandre zu, dabei ging sie etwas in die Hocke, sodass sie sich auf Augenh?he mit der keuchenden Fee befand. "Mein Tor zum k?niglichen Wald ist nach wie vor instabil und f¨¹r Reisen ungeei, wie ich feststelle," bemerkte Celeste, w?hrend sie Diandres Zustand musterte. "Du hast mir geschworen, dass dies nie auf uns zur¨¹ckfallen w¨¹rde!" erinnerte Diandre aufgebracht. "Das habe ich," gab Celeste n¨¹chtern zur¨¹ck. "Tu nicht so, als w¨¹sstest du nicht, wovon ich rede! Du hast mich ¨¹berredet, dass du meine Spuren verwischen w¨¹rdest," fauchte Diandre. "H?tte ich nicht deine Zusage gehabt, h?tte ich mich nie in die Angelegenheiten der Lichthalle eingemischt! Jetzt ist alles offen zutage getreten! Es wird einen Prozess geben! Der Drachenk?nig wird das nicht hinnehmen!" sorgte sich Lady Diandre. "Ach... Ich hatte nicht erwartet, dass die D¨¹nen so schnell entdeckt werden w¨¹rden; ich habe die Drachen schon wieder untersch?tzt," sinnierte Celeste nachdenklich. "River wird aussagen, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Dinge jeglicher Kontrolle entgleiten, ich k?nnte auch zum Verh?r vorgden werden!" sagte Lady Diandre ?ngstlich. "Und was geht das Euch an? Es gibt viele, die durchaus geei sind, den Fall auf sich zu nehmen. Ihr m¨¹sst nur den passendsten Kandidaten finden," wies Celeste hin. "Ist das alles, was du zu sagen hast? Das ist nicht einfach etwas, das verfliegt, indem man es irgendeiner Adelsfee in die Schuhe schiebt! Hier geht es um die Lichthalle! Alles steht auf dem Spiel! Es k?nnte wirklich zu einem Krieg kommen!" rief Lady Diandre. Celestes Miene blieb selbst bei der Erw?hnung eines Krieges unger¨¹hrt. Als ob es ein beliebiges anderes Wort ohne Bedeutung w?re. Lady Diandre hielt inne und betrachtete Celeste einen Momentng, ihre Augen weiteten sich rmiert, als ihr eine Erkenntnis kam. "Das war... dein Ziel? Die Feen gegen die Drachen aufzuhetzen, um deinen Groll gegen unsere beiden Arten zu bes?nftigen?" erkannte Lady Diandre pl?tzlich.Celestechte leise und sch¨¹ttelte den Kopf. "Lass dich nicht von deiner Fantasie mitrei?en. Was ist dein Ziel, Diandre? Warum hast du meine Hand gehalten? Das solltest du bedenken." erinnerte Celeste, w?hrend sie sich aufrichtete. "Die Krone der Hochk?nigin..." murmelte Diandre leise. "Und du wirst sie erhalten. Du bist deinem Ziel sogar schon einen Schritt n?her, doch du bist zu blind, um das zu erkennen..." tadelte Celeste entt?uscht. "Zu meiner Zeit waren die Fae meisterhaft in ihren Intrigen. So sehr, dass sie die einzige Rasse waren, die w?hrend der Herrschaft des Dunklen Imperiums und selbst nach dem Aufstand standhaft blieb... Es ist bedauerlich, dass die Fae nun so tief gesunken sind." murmelte Celeste und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Erst wenn die ns in Aufruhr sind, werden sie einen Anf¨¹hrer um Rat suchen. Nur in einer Zeit des Krieges wird der Bedarf nach einem Fae-Herrscher entstehen." "Vergiss niemals, dass die gr??ten Hindernisse auf deinem Weg zur Krone der Hochk?nigin nicht die Drachen sind... es ist der Fae-Rat, der sich an der Macht berauscht hat, die er in Abwesenheit der k?niglichen Autorit?t angesammelt hat." "Eine Macht, die sie niemals freiwillig an die k?nigliche Familie zur¨¹ckgeben werden..." Celeste stockte. "Sie werden alles tun, um die R¨¹ckkehr der k?niglichen Blutlinie zu verhindern." "War das nicht der Grund, warum du meine Hand gehalten hast? Weil du selbst deinem eigenen Volk nicht trauen konntest? Weil du bef¨¹rchtet hast, was aus der k?niglichen Blutlinie werden w¨¹rde, wenn herausk?me, dass siengsam ihre magischen F?higkeiten verlieren?" fragte Celeste und hob eine Augenbraue, w?hrend siengsam weiterging. "War das nicht der Grund, warum du die dunkle Magie gesucht hast? Die gleiche Macht, die dein Volk aufgegeben hat, um sich selbst zu retten? War das nicht der Grund, warum du das einzige lebende Mitglied der k?niglichen Fae-Linie aus dieser Generation gesucht hast?" fragte Celeste wissend. Lady Diandre senkte den Blick zu Boden, sie hatte nichts zu ihrer Verteidigung zu sagen. "Ich habe nichts anderes getan, als dir zu helfen, dein Geheimnis zu bewahren. Ich habe dir die alten Methoden beigebracht, magische F?higkeiten zu stehlen, ohne dass sie jemals zu dir zur¨¹ckf¨¹hren, und ich habe dir eine Methode gegeben, die Magie deiner kostbaren k?niglichen Linie wiederherzustellen." erinnerte Celeste. "Ich habe die Zwerge als S¨¹ndenb?cke benutzt, da ich wusste, dass sie in ihrer Gier nach Reichtum den Handel mit magischen F?higkeiten ins Leben rufen w¨¹rden, was als perfekte Tarnung diente, um deine Aktivit?ten vor deinen Ratskollegen und den Drachen zu verbergen." fuhr Celeste fort. "Ich habe den Trollgolem und die Sturms?nger eingesetzt, um eine Ablenkung von Azkar zu schaffen, damit deine Geheimnisse verborgen bleiben... und was hast du f¨¹r mich getan?" "Das Verstecken des Adamantiums in der Lichthalle war meine Idee, weil du es nicht geschafft hast, die Drachen von der verborgenen Stadt fernzuhalten." "Es war deine Aufgabe, daf¨¹r zu sorgen, dass Lord River den Mund h?lt und die Barriere intakt bleibt... du hast das sehr scmpig gemacht, und was jetzt?" fragte Celeste. Lady Diandre schwieg und Celeste fuhr fort. "Du bist mir in diesen Jahrzehnten nicht sehr n¨¹tzlich gewesen, Diandre. Man muss wissen, wann man ein fehlerhaftes Ger?t loswerden muss, und ich ube, es ist an der Zeit, die Fehler zu beheben und das fehlerhafte Teil zu ersetzen, meinst du nicht auch? Ke?" rief Celeste. Bei der Erw?hnung des vertrauten Namens weiteten sich die Augen von Lady Diandre. Chapter 575: Versicherung (Ch.576)

Chapter 575: Versicherung (Ch.576)

"Du warst mir ¨¹ber die Jahrzehnte hinweg nicht sehr n¨¹tzlich, Diandre. Man muss wissen, wann es an der Zeit ist, sich von einer fehlerhaften Ausr¨¹stung zu trennen, und ich ube, es ist an der Zeit, die Fehler zu beheben und das defekte Teil zu ersetzen, findest du nicht auch? Ke?" rief Celeste. Bei der Erw?hnung dieses vertrauten Namens weiteten sich Lady Diandres Augen in einer Mischung aus Entsetzen und Unuben. Ihr Gesichtsausdruck wurde noch entsetzter, als sie ihre Nichte erblickte, das letzte Gesicht, das sie in Celestes d¨¹sterem Saal erwartet hatte. Ke trat aus den Schatten hervor, einen ausdruckslosen Gesichtsausdruck auflegend. Ihr Blick schweiftengsam ¨¹ber Lady Diandre und erfasste ihren Zustand, doch sie blieb unger¨¹hrt. "Wenn jemand nicht l?nger zuverl?ssig ist, w?re es nur richtig, ihn beiseitezulegen." antwortete Ke auf Celestes Frage. Celeste tschte aufgeregt in die H?nde, ein strahlendes L?cheln erleuchtete ihr Gesicht und ihre obsidianfarbenen Fl¨¹gel schlugen leise, hoben sie kurz vom Boden ab. "Ist sie nicht entz¨¹ckend?" schw?rmte Celeste aufgeregt von Ke. Sie stand auf, ging zu Ke und strich ihr in bewundernder Weise sanft durchs Haar. "Du hast einen solchen Schatz vor mir versteckt, Diandre. Ich muss sagen, du bist nicht sehr zuverl?ssig." kommentierte Celeste, noch immerchend. "Ich werde euch beidenssen, um es zu besprechen. Anschlie?end kannst du an deinen tz zur¨¹ckkehren, damit Lodenworth nicht nach dir zu suchen beginnt." gew?hrte Celeste. Mit diesen Worten verabschiedete sich Celeste, ihre Schritte waren wie immer anmutig und ihr schwarzes Gewand wirbelte um ihre Kn?chel. Nachdem Celeste gegangen war, kehrte Stille in den dunklen Saal zur¨¹ck, undnge Zeit wurde kein Wort gesprochen, um die Stille zu brechen. Lady Diandre stand immer noch unter Schock, sie starrte Ke an, ihr Mund ?fe und schloss sich wieder, w?hrend sie nach den richtigen Worten suchte. Lady Diandre fand keinen Erfolg und so brach Ke die Stille zuerst. "Warum siehst du so ¨¹berrascht aus? Du kannst hier sein und ich nicht?" fragte Ke Lady Diandre mit gehobener Augenbraue. Lady Diandre war vollkommen entsetzt, sie konnte Ke nur ungl?ubig anstarren. "Du kannst nicht hier sein! Wei?t du, was dies f¨¹r ein Ort ist?! Wei?t du, wer sie ist?!" zischte Lady Diandre leise. "Sie ist meine Tante, oder etwa nicht? Vielleicht ist sie eine Generation weiter oben, aber trotzdem ist sie Familie... genau wie du." antwortete Ke emotionslos. "Fa... Familie? Familie?!" spie Lady Diandre die Worte aus, als schmeckten sie bitter auf ihrer Zunge. "Habe ich etwas Falsches gesagt?" fragte Ke neugierig, die Brauen hochgezogen. Lady Diandre war sprachlos und konnte Ke nur mit offenem Mund anstarren. "Bist du dir bewusst, dass sie eine Abneigung gegen die Fae-K?nigen hat? Sie w¨¹rde uns eher vernichten, als uns zu helfen, und was? Familie? Du kannst sie immer noch als Familie betrachten?! Sie ist eine dunkle Fee!" rief Lady Diandre fassungslos aus. "Nicht einfach nur eine dunkle Fee, sie ist die dunkle Fee! Sie war die allererste, die diese Kunst beherrscht hat!" f¨¹gte Lady Diandre nachdr¨¹cklich hinzu. "Wenn sie so schrecklich ist, warum bist du dann hier?" stellte Ke eine Frage. Eine Frage, auf die Lady Diandre keine Antwort hatte. Ihr war der Groll von Celeste gegen¨¹ber den Fae-K?nigh?usern wohl bekannt, also warum hatte sie trotzdem bei ihr um Hilfe nachgesucht? "Dachtest du, ich w¨¹rde nie herausfinden, dass du dich mit der Dunkelheit verb¨¹ndet hast?" fragte Ke. "Ich habe meine Gr¨¹nde, Ke. Ich w¨¹rde alles geben, um das zur¨¹ckzuengen, was uns geh?rt, aber du kannst nicht dasselbe tun. Was habe ich immer gesagt? Nichts darf dich beschmutzen!" erinnerte Lady Diandre. "Ich habe nur getan, was notwendig war, um den Fluch zu brechen und unseren rechtm??igen tz wiederherzustellen!" rief Lady Diandre hilflos aus. "Warum darfst du es und ich nicht? Wer bist du, zu bestimmen, ob ich beschmutzt werden darf oder nicht?" forderte Ke. Lady Diandre konnte nicht uben, dass Ke eine solche Frage stellte. "Um dich zu besch¨¹tzen! Um deine Schwester zu besch¨¹tzen! Wir sind die letzten des k?niglichen Blutes! Wenn etwas schiefgeht, kann ich es mir nicht leisten, euch beide mit in den Abgrund zu ziehen." rechtfertigte Lady Diandre."Das sind die Worte, die du songe wiederholt hast, und ich habe dir geubt. Ich habe dir vertraut und einfach gewartet... bis ich Addie sah, ss und vergiftet durch die Ixora-Bl¨¹te." sagte Ke mit einer tiefen, gequ?lten Stimme. "Addie war dem Tod geweiht... sie sollte sterben, und das konnte sie nur unserer eigenen Art verdanken!" zischte Ke. "Das... es war nicht meine Entscheidung. Adrienne ist impulsiv und starrk?pfig, der Fae-Rat bef¨¹rchtete, sie w¨¹rde in ihrem Zorn all ihr Wissen preisgeben, und es war ein einstimmiger Beschluss... ich konnte nichts tun." verteidigte sich Lady Diandre. "Adrienne hat viele Fehler gemacht, f¨¹r die sie schon im Exil bezahlt. Ihr habt geschworen, uns zu besch¨¹tzen, das h?ttet ihr tun sollen! Um jeden Preis!" "Der Fae-Rat war immer hinter uns her... um die k?nigliche Linie auszul?schen. Du konntest nicht einmal Addie sch¨¹tzen, wie kann ich dir also noch vertrauen und darauf z?hlen, dass du irgendetwas richtig machst?" fragte Ke direkt. "Da wurde mir r, dass ich im Moment, in dem ich einen Fehler mache, genauso leicht beiseitegeschoben werden k?nnte. W?re ich diejenige, die vergiftet w¨¹rde, w¨¹rdest du Addie genau dasselbe sagen... dass du nichts tun k?nntest." murmelte Ke. "Ich w¨¹rde dir niemals so etwas antun, Ke. Du bist nicht wie Adrienne! Du bist perfekt, makellos, du sollst die n?chste Hohe K?nigin werden, ich w¨¹rde alles geben, um dich zu sch¨¹tzen... also musst du von hier fortgehen und nie zur¨¹ckkehren." argumentierte Lady Diandre. "Sag mir nicht, was ich tun undssen soll!" rief Ke aus. "Ich habe mein ganzes Lebenng jeder deiner Anweisungen, jedem deiner Befehle gefolgt. Du sch?tzt mich nur so sehr, weil ich alles tue, was du vengst... ich trotze dir nicht, im Gegensatz zu Addie." "Deshalb h?ltst du mich f¨¹r geeier, Hohe K?nigin zu werden, weil ich diejenige bin, die du kontrollieren kannst. Du begehrst vielleicht nicht den Thron f¨¹r dich selbst, aber du begehrst etwas Gr??eres, und das habe ich immer gewusst..." Ke stockte, neigte den Kopf zur¨¹ck, um die Tr?nen, die sich in ihren Augen angesammelt hatten, wegzublinzeln. "Als K?niginmacherin sein. Die Hohe K?nigin in deiner Hand zu haben... alles, was du bisher getan hast, hat das bewiesen." "Du sagst, du m?chtest, dass ich unber¨¹hrt bleibe. Aber alles, was du, Adrienne und der gesamte Rat getan haben, hat mich mit hinuntergezogen. Jeder betrachtet mich mit Verachtung, weil ich deine Blutlinie teile!" "Ich kann mich nicht distanzieren, selbst wenn ich es wollte, und so bin ich fertig..." "... Ich habe es satt, nach deinen Regeln zu tanzen und still zu sein, meine Ambitionen zu verbergen, weil du es befahlst." "Ich habe es satt, nach den Spielregeln anderer zu spielen." "Ich werde die Dinge jetzt nach meinem eigenen Gutd¨¹nken machen, beginnend mit der Aufhebung des Fluchs." stellte Ke r. "Einen Fluch aufzuheben, ist nicht so leicht, Ke! Hast du nicht gesehen, wie ich seit Jahrzehnten auf dieses Ziel hinarbeite? Wir haben unz?hlige Methoden ausprobiert, doch ohne Erfolg. Was l?sst dich uben, dass du erfolgreicher sein wirst?" fragte Lady Diandre schwach. Kechte leise und sch¨¹ttelte den Kopf. "Wer sagt denn, es sei nicht leicht? Es ist nur deshalb schwierig, weil ihr blind f¨¹r die offensichtliche L?sung seid... du dachtest, du w¨¹sstest alles, aber ich habe gesehen, wie du in deiner Unwissenheit herumgetappt bist, und ich habe genug davon." murmelte Ke. "Du ubst an das Verschmelzen unserer beiden Rassen durch untrennbare Bande, bis der Fluch schwach genug ist. Addie ubte, der Besitz des Herzens des Drachenk?nigs w¨¹rde uns von dem Fluch befreien... ich aber nicht." "Ich bin mit einem Vorscg zu Celeste gegangen. Im Nachhinein k?nnen wir dar¨¹ber streiten, ich werde ihrem Groll nachgeben... aber zuerst m¨¹ssen wir einen gemeinsamen Feind beseitigen." "Der Fluch, den die Hohe K?nigin aus Liebe und Schuldgef¨¹hlen gegen¨¹ber Agardan aussprach, ist mit Agardans Blutlinie verkn¨¹pft. Es gibt eine einfache L?sung... Agardans Blutlinie, an die der Fluch gebunden ist, auszul?schen." "Wenn niemand mehr da ist, der die Schuld einfordert... verliert der Fluch seine G¨¹ltigkeit." sagte Ke ausdruckslos. "Ihr... Ihr meint..." stammelte Lady Diandre. "Den Drachenk?nig t?ten... den Letzten von Agardans Blutlinie." beendete Ke. "Du... wie kannst du nur ¨¹ber so etwas nachdenken? Lodenworth wird dir das nie verzeihen!" rief Lady Diandre entsetzt aus. "Das wird er... ich habe eine Gew?hr, wei?t du..." murmelte Ke, w?hrend sie ihre Hand auf ihren Bauch legte. "Du bist schwanger... mit Lodenworths Kind..." erkannte Lady Diandre. "Bald werden wir nicht mehr die Letzten der k?niglichen Fae-Blutlinie sein. Bevor mein Kind zur Welt kommt, ist es meine Pflicht als Mutter, den Weg f¨¹r sie freizumachen." "Ich werde nicht zssen, dass sie den Fluch unserer Blutlinie erbt..." schwor Ke. Chapter 576: Die Antwort (Kap.577)

Chapter 576: Die Antwort (Kap.577)

Neveah betrachtete ihr Spiegelbild im gro?en Spiegel, doch ihr Aussehen war ihr nicht wirklich wichtig, ihre Aufmerksamkeit galt dem Anh?nger, der in der Mitte ihrer Brust, knapp ¨¹ber der B¨¹stengrenze, ruhte. Es war ein unscheinbares Silberst¨¹ck, aber irgendwie sp¨¹rte Neveah instinktiv, dass es etwas Gr??eres bedeutete, dass es eine Art Botschaft war, die ihr Vater ¨¹bermitteln wollte. Neveah war sich nicht sicher, ob Xenon recht hatte und sie dem St¨¹ck nur deshalb Bedeutung beima?, weil es das einzige war, was ihr Vater vor seinem Verschwinden zur¨¹ckgssen hatte. War es wirklich eine Botschaft, die Kaideon hintessen hatte? Wenn das Erstere zutraf, wusste Neveah, dass sie sich zusammenrei?en musste, und wenn es Letzteres war, wie sollte Neveah herausfinden, was der Anh?nger bedeutete? Neveah seufzte leise. Tara hatte sich bereits verabschiedet, um Lord Garron bei der Sortierung der Untegen aus der Wasserfall-Gastst?tte zu helfen. So l?stig es auch sein mochte, Neveah konnte sich momentan nicht weiter um den Adamantium-Handel k¨¹mmern, denn zwischen der Stadtwache und Lord Garron gab es genug H?nde f¨¹r den Fall. Angesichts von Lord Kaideons Verschwinden hatte man einen dringenden Rat einberufen, um ¨¹ber das weitere Vorgehen zu beraten. Neveah ging zur T¨¹r, um sich auf den Weg zum Sitzungssaal zu machen. Doch dasute Echo des Glockengel?uts lie? Neveah innehalten. Die Glocken l?utetenut, ihr gendes Gel?ut hallte vom Asvarianischen Leuchtfeuer durch die gesamte D¨¹nenstadt. "Die Glocken des Leuchtfeuers..." murmelte Neveah. Das letzte Mal, als dies geschah, gab es einen Durchbruch. Doch der ng der Glocken verstummte schnell genug f¨¹r diejenigen, die wussten, was der ng der Glocken und deren Dauer anzeigte. Neveah konnte erkennen, dass das L?uten der Glocken auf einen versuchten Einbruch hindeutete. W?re der Einbruch erfolgreich gewesen, h?tten die Glocken mindestens sieben Rundenng gel?utet, um die D¨¹nen-Drachen aus allen Ecken der Stadt herbeizurufen. Ein versuchter Einbruch war jedoch schon beunruhigend genug. Es war nicht das erste Mal, dass die Glocken seit Neveahs Erwachen gel?utet wurden, und Tara hatte gesagt, dass es sogar passiert war, w?hrend Neveah bewusstlos war. Die letzten Tage waren die Ruhe vor dem Sturm gewesen, mit Kaideons Verschwinden hatte der Sturm begonnen, und Neveah f¨¹rchtete, dass er so heftig auf die D¨¹nen prallen w¨¹rde, dass sie alles daran setzen mussten, nicht von ihm ¨¹berrollt zu werden. Neveah verlie? sofort ihre Unterkunft und machte sich auf den Weg in die Versammlungshalle. "Wir m¨¹ssen ¨¹ber die Barriere hinausgngen. Wir k?nnen nicht einfach unt?tig bleiben, wenn wir nicht wissen, wo sich Kaideon aufh?lt", war die erste Stimme, die Neveah erreichte, die von Lord Orin. "In den letzten Tagen wurde viermal versucht, die Barriere zu durchbrechen. Die Barriere wird direkt angegriffen. Wenn wir Dune City nicht sichern k?nnen, dann w?re es unklug, ¨¹ber die Barriere hinauszugehen." "Die Barriere wird jede Dekade einige Male angegriffen. Aber bis vor Kurzem gab es noch nie einen erfolgreichen Durchbruch. Diese wiederholten Angriffe m¨¹ssen darauf zur¨¹ckzuf¨¹hren sein, dass die Schattenwesen die Schw?che der Barriere gesp¨¹rt haben", stimmte Menarx zu. "Die Angriffe werden nicht nacssen, bis die Barriere ihre optimale St?rke wiederengt hat. Die Schattenwesen sind gedankenlose Kreaturen und werden bei jeder sich bietenden Gelegenheit weiter vorr¨¹cken, bei jeder kleinen Schw?chung der Barriere", f¨¹gte Cassian hinzu. "Adamantium wirkt der Energie der kanalisierenden Edelsteine entgegen. Das von Lord River im vergangenen Jahr im Lichtsaal versteckte Adamantium hat die Kraft des Quartrefoils stark geschw?cht. Ein ganz neues Quartrefoil wird dadurch v?llig nutzlos gemacht", grummelte Menarx ver?rgert. "Die Fae werden f¨¹r ihre Beteiligung an diesem Dilemma b¨¹?en, aber im Moment geht es darum, einen Ausweg zu finden", erinnerte Lord Rodvan. "Es h?ngt alles davon ab, ob wir das Quatrefoil rechtzeitig wieder zu seiner vollen St?rke bringen k?nnen, nur dann k?nnen wir darauf vertrauen, dass die Barriere einem Vormarsch eines Geschwaders standh?lt. Ein paar Drachen sind kein gro?es Problem, aber die Barriere wird wanken, wenn wir auch nur ein Dutzend in kurzer Zeit zum Fliegen bringen", sagte Cassian in einem unzufriedenen Ton. "Um die Menge an kanalisierenden Edelsteinen zu beschaffen, die ben?tigt wird, um das Quartrefoil wiederherzustellen, br?uchten wir mindestens einen weiteren Monat... Das bedeutet, dass wir etwa genausonge nicht ¨¹ber die Barriere hinauskommen k?nnen." "Im Grunde ist ein weiterer Monat eine Zeit, die wir nicht haben. Und wir k?nnen Fort zed nicht weniger als einem Dutzend Drachen anvertrauen, wir wissen nicht genau, was dort drau?en ist und was ihnen begegnen wird... das schlie?t die Magier noch nicht einmal mit ein", wies Lord Coran darauf hin. "In ihrem jetzigen Zustand hat die Barriere aufgrund ?u?erer Einfl¨¹sse ¨¹ber ihre Kapazit?t hinausgehalten. Aber sie wird irgendwann zusammenbrechen, und da das Viertelkreuz zerst?rt ist, sind Lord Eldowins H?nde gebunden", f¨¹gte Lord Coran hinzu. "Was scgen Sie also vor? Welche M?glichkeiten haben wir, die Barriere so zu verst?rken, dass sie den Flug eines Geschwaders ¨¹bersteht?", fragte Cassian die Dune-Vollstrecker."Die Barriere ist komplex, sie wurde so konzipiert. Lange hat man geubt, dass nur die Fae die n?tige Magie besitzen, um sie zu verst?rken, und selbst sie w¨¹rden die Edelsteine als Medium ben?tigen, um ihre Magie zu verst?rken...", begann Rodvan. "Es gab bisher nur eine Ausnahme...", setzte Rodvan an, genauer gesagt, wurde er von einem leisen Knurren von K?nig Jian unterbrochen. Alle im Sitzungssaal wussten bereits, worauf Lord Rodvan anspielte, und auch Neveah, die drau?enuschte, war sich dessen bewusst. Neveah ?fe die T¨¹ren und trat ein. "Rodvan hat recht, Demevirld ist die L?sung", sagte Neveah, als sie den Saal betrat. Die T¨¹ren schlossen sich hinter ihr, w?hrend Neveah den Raum ¨¹berblickte. Der Versammlungssaal war voll besetzt mit den D¨¹nenw?chtern, au?er Lord Garron, der mit Angelegenheiten des Waterfall Inn und der Light Hall besch?ftigt war. Sie alle sa?en am runden Tisch und alle Blicke richteten sich auf Neveah, als sie den Raum betrat. Unter all den Blicken fehlte besonders einer, und das war der von K?nig Jian. K?nig Jian war der einzige, der nicht am Tisch sa?. Sein tz war leer, stattdessen stand er dahinter, und wie zuvor war er Neveah abgewandt. Neveah war sich nicht sicher, ob er sich die ganze Zeit, seit sie vor ein paar Stunden gegangen war, in dieser Position befunden hatte, aber er verhielt sich genau wie zu dem Moment, als sie heute das erste Mal den Sitzungssaal betreten hatte, um von dem Verschwinden ihres Vaters zu erfahren. Neveahs Blick traf stattdessen auf Xenon, und Xenon sch¨¹ttelte leicht den Kopf, als wollte er Neveah davon abhalten, aber sie hatte die Worte bereits ausgesprochen. "Nein. Auf keinen Fall", stellte K?nig Jian r, ohne auch nur einen Moment zur¨¹ckzublicken. Er wich ihrem Blick aus, das wusste Neveah. Sie h?tte nicht gedacht, dass K?nig Jian auch jetzt noch so weitermachen w¨¹rde, aber offensichtlich traute er sich nicht, ihr gegen¨¹berzutreten, nachdem was zwischen ihnen geschehen war. Neveah seufzte schwer, sie konnte K?nig Jians Missbilligung verstehen. Demevirlds Macht und Einfluss waren ihm bestens bekannt. Sie bezweifelte nichts von dem, was er gesagt hatte. Demevirld war gef?hrlich, unberechenbar und verk?rperte alles B?se... aber er war die einzige M?glichkeit. Wenn Demevirlds Macht ihnen einen Monat ersparen und ihren Vater sowie Fort zed in Sicherheit bringen konnte, dann hielt Neveah ein wenig Unannehmlichkeiten f¨¹r sich f¨¹r nicht erw?hnenswert. "H?rt mich an, es muss einen Weg geben, wie ich einschreiten kann. Es w?re nur dieses eine Mal, unter kontrollierten..." Neveah begann zu argumentieren, doch K?nig Jian unterbrach sie mitten im Satz. "Halt dich zur¨¹ck, Neveah", befahl K?nig Jian in einem leisen, aber bestimmten Ton. Neveah atmete scharf ein, der Bereich ¨¹ber ihrem Herzen, in den K?nig Jians Schuppe eingedrungen war, schmerzte leicht, als w¨¹rde sie K?nig Jians Warnung auf ernsthaftere Weise ¨¹bermitteln. Neveah schob den Effekt der Schuppe beiseite, froh dar¨¹ber, dass sie noch nicht voll entwickelt und daher noch nicht ¨¹berw?ltigend war. "Mit allem geb¨¹hrenden Respekt, Eure Gnaden. Dies ist mein Schloss... ich werde meine Meinung sagen", stellte Neveah r. ¡¯Ruhig, Veah, provoziere ihn nicht¡¯, warnte Neveahs Wolf sie vorsichtig. In der gesamten Versammlungshalle herrschte Stille, niemand wagte es, sich in den Scgabtausch zwischen Neveah und dem Drachenk?nig einzumischen, aus Angst, ins Kreuzfeuer zu geraten. Ein leises, warnendes Knurren ert?nte von K?nig Jian. "Eure Gnaden, wir haben keinen Monat. Fort zed... mein Vater... wir wissen nicht, welches Schicksal sie in diesem Moment erleiden", fuhr Neveah mit dem fort, was sie gesagt hatte. "W?hrend wir hier sitzen und beraten, sind die Leben in Fort zed in Gefahr. Wenn Demevirlds Macht die Barrierenge genug aufrechterhalten kann, warum z?gern wir dann?", fragte Neveah. Chapter 577: Schattendrache (Kap.578)

Chapter 577: Schattendrache (Kap.578)

K?nig Jian antwortete nicht, aber seine Aura wandelte sich von etwas Imposantem zu geradezu zornigem. Neveah sp¨¹rte die Ver?nderung und alle anderen in der Halle auch. K?nig Jian war durch die aufeinanderfolgenden Ereignisse bereits aufgew¨¹hlt, Die Stille, die ¨¹ber den Saal hereinbrach, war bedr¨¹ckend, und K?nig Jians Schweigen machte sie noch unheimlicher. Auch Neveah wollte ihn nicht weiter provozieren, aber dieses Thema musste um jeden Preis besprochen werden. Neveah wusste jedoch, dass Demevirld f¨¹r K?nig Jian ein heikles Thema war, und so w?hlte sie einen anderen Ansatz. "Ich m?chte mit Seiner Gnaden und Lord Xenon allein sprechen." Neveah brach das Schweigen nach einem kurzen Moment. "Die Versammlung wird in K¨¹rze wieder zusammenkommen." verk¨¹ndete Xenon und unterbrach die Versammlung abrupt, um Neveah die n?tige Privatsph?re zu gew?hren. Xenon erhob sich, und die D¨¹nenw?chter folgten ihm rasch. Sie lie?en sich nicht zweimal bitten und verlie?en z¨¹gig den Saal. Cassian und Menarx verlie?en den Saal ebenfalls auf Xenons Dr?ngen hin, oder vielleicht hatte K?nig Jian den Befehl ¨¹ber ihre Gedankenverbindung gegeben, Neveah konnte es nicht sagen. Aber in einem Augenblick war der Sitzungssaal bis auf Neveah, Xenon und K?nig Jian evakuiert. Erst dann gab K?nig Jian Neveah eine Antwort. Zum ersten Mal, seit Neveah in der Lichthalle das Bewusstsein verloren hatte, begee ihr Blick dem von K?nig Jian, als er sich endlich zu ihr umdrehte und sein intensiver Blick den ihren sofort fand. Neveah wandte ihre Augen nicht ab, sie hielt K?nig Jians Blick stand, was angesichts der Intensit?t des Blicks nicht leicht war. In seinen Augen konnte sie nur wenige Emotionen entziffern. Und die auff?lligste von ihnen war Schuld ... es war Schuld in seinen Augen, als er sie anstarrte. Schuldgef¨¹hle, die so stark waren, dass Neveah sie praktisch sp¨¹ren konnte. "Fragst du das wirklich, weil du es nicht wei?t? Oder wollt Ihr nur meine Grenzen austesten?" fragte K?nig Jian Neveah in leisem Ton. "Ich gebe zu, es gab Zeiten, in denen ich dich absichtlich ver?rgert habe, aber das ist jetzt nicht der Fall." antwortete Neveah ehrlich. K?nig Jian grunzte leise, nickte aber mit dem Kopf, um zu zeigen, dass er Neveahs Worte nicht anzweifelte. Auch seine bedr¨¹ckende Aura lie? nach, und er gewann ein gewisses Ma? an Ruhe. "Die Dinge m¨¹ssen in der richtigen Reihenfolge erledigt werden. Ich war heute Morgen nicht in der besten Verfassung, aber jetzt muss ich es wissen." "Wird das Vermeiden von mir die letzte Nacht vergessen machen?" fragte Neveah zuerst. Neveah wusste, dass K?nig Jian kein Mann der vielen Worte war. Wahrscheinlich wusste er nicht einmal, was er ihr sagen sollte, und so hatte er sich entschieden, ihr Freiraum zu geben, von dem Neveah nicht ubte, dass sie ihn nutzen konnte. Anfangs war Neveah ver?rgert gewesen, aber Xenons Worte halfen ihr, besser zu verstehen. Neveah war von Natur aus ebenfalls ein Raubtier, sie konnte die Instinkte nachempfinden ... und sie hatte mehr oder weniger genau dasselbe mit Xenon gemacht, wenn auch aus ganz anderen Gr¨¹nden. Die einzige Gemeinsamkeit, die Neveah nachempfinden konnte, war die Tatsache, dass sie in dem Moment, als ihr Wolf die Kontrolle ¨¹bernahm und Xenon markierte, nichts dagegen tun konnte, auch wenn sie nicht einverstanden war. King Jian hatte es sogar noch schlimmer: Seine Raubtierseite war keine eigenst?ndige Entit?t, sondern so sehr mit seiner Seele verwoben, dass es selbst f¨¹r ihn unm?glich war, die eine von der anderen zu unterscheiden. Und w?hrend Neveah die Schuld abw?lzen konnte, hatte er diesen Luxus nicht. K?nig Jians Augen weiteten sich leicht bei Neveahs direkter Konfrontation. "Mir ist bewusst, dass es nicht verschwindet. Ich erwarte nicht, dass du mein Unrecht so einfach aufgibst ... das werde ich auch nicht." murmelte K?nig Jian als Antwort. Neveah tr?stete sich mit der Tatsache, dass K?nig Jian wenigstens zugab, dass es falsch gewesen war, seine Absichten ohne ihre Zustimmung zu verfolgen. Aber die Erkl?rung von K?nig Jian, dass er sich das Geschehene nicht so leicht verzeihen w¨¹rde, beunruhigte Neveah sehr. "Es war falsch von dir, die Verschmelzung einzuleiten, ohne meine Zustimmung einzuholen." Neveah stimmte zu. K?nig Jian zuckte sichtlich zusammen, aber er nickte verst?ndnisvoll. "Und es war falsch von mir, etwas zu unternehmen, ohne dich ¨¹ber meinen Aufenthaltsort zu informieren, obwohl ich genau wei?, dass unser Band zu diesem Zeitpunkt... zerbrechlich ist und eine gro?e Bstung f¨¹r dich darstellt." gab Neveah zu. "Wir haben beide schlechte Entscheidungen getroffen... und werden wahrscheinlich noch mehr treffen." fuhr Neveah fort. "Also... hasst du mich nicht? Ich habe Euch mehr als genug Gr¨¹nde daf¨¹r gegeben, und jetzt noch einen weiteren." sagte K?nig Jian, mehr zu sich selbst als zu Neveah. Neveah z?gerte einen Moment, aber das beharrliche Dr?ngen ihrer W?lfin, ihren Gef?hrten zu tr?sten, brachte sie dazu, den Raum zu durchqueren, bis sie nur noch in geringer Entfernung von K?nig Jian stand. K?nig Jian beobachtete Neveah schweigend, er machte keine Anstalten, sich zu bewegen, auch nicht, als Neveah in Reichweite war, nicht, bis Neveah darum bat. "Halte mich, Jian." sagte Neveah leise und blickte zu K?nig Jian auf. K?nig Jian gehorchte ohne zu z?gern und zog Neveah in seine Arme, er hielt sie fest, als ob sie verschwinden w¨¹rde, wenn er sie nicht fest genug festhielte. "Ich bin w¨¹tend, entt?uscht... aber ich werde dich nicht hassen, Jian. Ich hatte viel Zeit, dar¨¹ber hinwegzukommen, und wenn ich es k?nnte, h?tte ich es schon getan", murmelte Neveah leise f¨¹r sich. K?nig Jian seufzte leise bei Neveahs Worten. "Ich habe dir wehgetan... vergib mir", fl¨¹sterte K?nig Jian. "Ich habe es schon getan", versicherte Neveah. K?nig Jian schmiegte seinen Kopf z?rtlich an Neveahs Hals, und obwohl es ihr besserer Verstand ihr sagte, zuckte Neveah kurz zusammen. Es war nur eine fl¨¹chtige Reaktion, die K?nig Jian jedoch nicht entging. K?nig Jian seufzte und entfernte sichngsam von Neveah. "Dein Instinkt hat mich als Gefahr erkannt... Ich will dich nicht dr?ngen. Nimm dir Zeit ... bis du dich wieder wohl mit mir f¨¹hlst", sagte K?nig Jian verst?ndnisvoll, als er sich zur¨¹ckzog und seinen tz einnahm. Neveah warf Xenon einen hilflosen Blick zu, doch Xenon sch¨¹ttelte leicht den Kopf und riet ihr davon ab, das Thema weiter zu verfolgen. Neveah nahm ebenfalls tz und blickte einen Momentng zwischen Xenon und Jian hin und her, bevor sie sprach. "Ich wei?, keiner von euch unterst¨¹tzt das, aber Demevirlds Macht k?nnte die Barriere geradenge genug aufrechterhalten, um die Staffel und die Magier zu bewegen." "ubt ihr nicht, wir haben genug Grund, es zu versuchen? Es steht so viel auf dem Spiel", ¨¹berlegte Neveah. "Ich werde deiner Bitte nicht nachkommen, Geliebte. Ich werde einen anderen, besseren Weg finden", beharrte K?nig Jian. "Wir haben nicht den Luxus der Zeit. Fort zed ist schon seit einem Jahr verschwunden... ein weiterer Tag ist ein Risiko", Neveah blickte hilfesuchend zu Xenon, doch Xenons Gesicht blieb unnachgiebiger als das Jians. "Demevirld ist nicht nur eine Gefahr, er ist ein Parasit... in dem Moment, in dem du dich ihm ?ffnest, schl?gt er feste Wurzeln." "Demevirld ist einer, der nur nimmt und nimmt, um sich zu st?rken, selbst wenn es dich umbringt. Und ihr wollt, dass wir euch zssen, ihm gegen¨¹ber verletzlich zu sein? Davon will ich nichts h?ren." "Demevirld wird wie gent extrahiert, Veah. Die ?ltesten, die den Vorgang durchf¨¹hren, werden bald eintreffen", sagte Xenon unbeirrbar. "Wenn nicht Demevirld, was haben wir dann f¨¹r Optionen?" fragte Neveah mit einem Seufzer. Die T¨¹ren des Versammlungssaales ?fen sich und Cassian sowie die Vollstrecker von Dune kehrten an ihre Pl?tze zur¨¹ck, wahrscheinlich auf Gehei? von K?nig Jian. Es fehlte nur Menarx. Gerade als sie tz genommen hatten, machte K?nig Jian seinen n bekannt. "Ich werde das Geschwader nicht in die Dunklen L?nder vorr¨¹ckenssen. Ich habe meine Kriegsherren zu einer anderen ht in den D¨¹nen zusammenberufen", murmelte K?nig Jian. Neveah runzelte verwirrt die Stirn, als sie zwischen K?nig Jian und Xenon hin und hersah. "Xenon, es ist an der Zeit. Rufe Verothrax zur D¨¹nenburg, sobald er eintrifft", befahl K?nig Jian und erhob sich. "Mein Herr, beabsichtigt Ihr wahrhaftig, Verothrax zu entfesseln?" fragte Cassian mit einem Blick, der K?nig Jian folgte. "Ihr sch¨¹tzt ihn ¨¹ber alle Ma?en und wolltet ihn nicht einmal w?hrend des Zwergenkrieges herbeirufen, nicht einmal auf meine Bitte hin", f¨¹gte Cassian hinzu. K?nig Jian warf Cassian einen tadelnden Blick zu wegen dieser ¨¹berfl¨¹ssigen Information. "Hast du eine bessere Idee?" forderte K?nig Jian heraus. "Verothrax herbeizurufen ist richtig; er wird diese Jagd schnell beenden, bevor die Zahl der Toten weiter anw?chst", stimmte Rodvan zu. Neveah verstand immer noch nicht, worauf man sich einigte. "Ich widerspreche nicht..." Cassian begann, doch entschied sich angesichts von K?nig Jians Blick daf¨¹r, nicht weiterzureden. "Das Herbeirufen von Verothrax sollte mit Vorsicht behandelt werden", "Seine F?higkeiten entziehen sich selbst seiner Kontrolle, und es n¨¹tzt nichts, wenn er zunge in der N?he von Menschen verweilt", f¨¹gte Rodvan hinzu. "Wei? ich das nicht?" murmelte K?nig Jian als Antwort. "Wer ist Verothrax?" unterbrach Neveah in v?lliger Verwirrung. Die Drachen aus den D¨¹nen tauschten Blicke bei Neveahs Frage aus, doch Xenon gab eine Antwort. "Der Schattendrache", enth¨¹llte Xenon. "Schattendrache? Wie die drachische Version des Sensenmanns? Derselbe Schattendrache, der die Seelen der verstorbenen Drachen ins Jenseits f¨¹hrt?" Neveah fragte erstaunt. Chapter 578: Schattendrache 2 (Kap.579)

Chapter 578: Schattendrache 2 (Kap.579)

"Der Schattendrache?" wollte Neveah sicher gehen. Sie hatte den Ausdruck schon einige Male geh?rt, wenn es um Tote ging, aber niemals h?tte sie sich vorstellen k?nnen, dass es tats?chlich einen Schattendrachen gab. Trotz der angespannten Lage musste Orin leise kichern, als er neben Neveah sa?, weil er ihren Schock am¨¹sant fand. Neveah warf ihm einen w¨¹tenden Blick zu, woraufhin Orin rasch sein L?cheln verlor. "Meine Liebe, Verothrax ist keine blo?e Legende oder ein Mythos. Er ist in der Tat lebendig und ein echter Drache... und er wird zusammen mit den ?ltesten hierher kommen," erkl?rte K?nig Jian Neveah. Leise nachdenklich sch¨¹ttelte Neveah den Kopf. K?nig Jian erteilte weitere Anweisungen in Bezug auf die Lichthalle und verabschiedete dann die Drachen, sodass die Halle erneut leer wurde. "Das... Ich verstehe nicht... was hast du vor, Jian?" fragte Neveah, als sich die T¨¹ren zur Versammlungshalle schlossen. "Wenn du nicht vorhast, das Geschwader durch die Barriere zu schicken, ist dieser Verothrax alles, was du drau?en brauchst? Kann er wirklich so m?chtig sein? Wir haben beide den Todessturm erlebt... er ist erbarmungslos und es gibt eine unendliche Armee von Schattenwesen dort drau?en..." ?u?erte Neveah besorgt. "Ich hatte nie vor, das Geschwader durch die Barriere zu f¨¹hren. Ich werde nur sechs Drachen mitnehmen, einschlie?lich Verothrax... der Rest werden Magier sein, um die Hexenbarriere zu durchbrechen und Fort zed zu sichern... das ist alles, was ich ben?tige," sagte K?nig Jian. "Bei der Zauberei spielt die Anzahl keine Rolle, entscheidend ist die Taktik. Ich habe damitnge genug gearbeitet, um zu wissen, was funktioniert," f¨¹hrte K?nig Jian fort. "Und du hast einen n... du hattest schon immer einen n f¨¹r Fort zed. Vielleicht hast du es aus demselben Grund das letzte Jahr ruhenssen..." murmelte Neveah, obwohl ihre Worte deutlich genug waren. "Wusste mein Vater davon? Von diesem Verothrax und dem, was du mit ihm vorhast?" fragte Neveah K?nig Jian. "Mehr als die meisten," antwortete K?nig Jian aufrichtig. "Du wusstest also... dass mein Vater m?glicherweise nicht zur¨¹ckkehren w¨¹rde? Oder war das Teil des ns?" hakte Neveah nach. K?nig Jian sch¨¹ttelte leicht den Kopf bei Neveahs Worten. "Kein n... aber es gab keine M?glichkeit, die nicht in Betracht gezogen wurde," r?umte K?nig Jian ein. "Ja... okay..." murmelte Neveah und nicktengsam. "Also, wenn ich dich richtig verstehe, wirst du gehen... und ich werde nicht mitkommen," schlussfolgerte Neveah die Absichten von K?nig Jian. "Die D¨¹nengebiete stehen jetzt unter deinem Kommando, du musst nat¨¹rlich hierbleiben," entgee K?nig Jian. "Komm mir nicht mit dieser Ausrede, Jian. Ich dachte, du k?nntest es nicht ertragen, von mir getrennt zu sein, aber das ist genau das, was passieren wird, nicht wahr? Du auf der anderen Seite der Barriere? Und wenn die Hexenbarriere f?llt, wirst du auf einer anderen Dimensionsebene sein... und ich soll hier bleiben...?" fragte Neveah. "Ich werde tun, was ich tun muss, Veah, Xenon wird bei dir sein," sagte K?nig Jian. Neveah sagte nichts mehr, sie starrte K?nig Jian nur schweigend an und nickte dann."Gut. Wenn es das Beste f¨¹r meinen Vater und Fort zed ist, dann ist das entscheidend." sagte Neveah. Sie erhob sich und verlie? den Saal, w?hrend K?nig Jian ihr mit einem schmerzvollen Ausdruck im Blick hinterhersah. "Wann wirst du aufbrechen?" fragte Xenon K?nig Jian nach einer Weile. "Sobald Verothrax eintrifft." erkl?rte K?nig Jian. "Also bei Tagesanbruch." mutma?te Xenon. "Dieses Mal kannst du mich nicht begleiten, Bruder." murmelte K?nig Jian entschuldigend. "Wenn nicht ich, dann m¨¹ssen Cassian und Menarx mit dir gehen. Kirgan und Imagor k?nnen den Himmel der Festung nicht vessen, wenn die anderen von uns fehlen." bestimmte Xenon. "Cassian alleine wird ausreichen. Narx... hat seine eigenen Befehle." sagte K?nig Jian, w?hrend er den Kopf sch¨¹ttelte. Xenon zog leicht die Stirn kraus, nickte jedoch zustimmend. "Ich werde die notwendigen Vorkehrungen treffen." sagte Xenon. Neveah hatte sich nicht weit vom Saal entfernt; sie stand zur Seite und wartete darauf, dass Xenon auftrat. "Erz?hl mir von Verothrax... Was ist er? Was kann er tun?...Ist seine Anwesenheit eher eine Gefahr oder ein Nutzen?...Berichte mir alles, was ich wissen soll und noch nicht wei?." bat Neveah Xenon. "Gehen wir ein St¨¹ck." sagte Xenon zu Neveah und nickte ihrer Bitte zustimmend. Xenon reichte Neveah seine Hand, und sie ergriff sie, um an seiner Seite den Gang enngzugehen. "Es gibt vieles, was du noch nicht ¨¹ber meine Art wei?t, Veah... insbesondere gibt es einige von uns, die sich von allen anderen, die du kennst, unterscheiden..." begann Xenon. "Obwohl Drachen als Feuerwesen bekannt sind, sind wir die ?ltesten Gesch?pfe der ur?ltesten Magie... genau wie Feen, Hexen oder jede andere Rasse sind wir aus der Magie geboren." "Und obgleich wir nicht direkt Magie anwenden, gibt es unter uns diejenigen, die extrem seltene F?higkeiten jenseits des mmenatems beherrschen... F?higkeiten, die ¨¹ber alles hinausgehen, was du dir vorstellen kannst... gef?hrliche F?higkeiten, Veah." sagte Xenon ernst. "Es sind keine F?higkeiten, die sie leicht offenbaren w¨¹rden, und daher w¨¹rden viele nie erkennen, dass ein Drachenlord mehr als nur sein Feuer hat." "Die Zauberer fanden das heraus... und nutzten es zu ihrem Vorteil. Diese Einzigartigen unserer Art wurden zu Versuchsobjekten... Jahrhundertng, um die Funktionsweise ihrer F?higkeiten zu verstehen und f¨¹r sich nutzen zu k?nnen, haben die dunklen Zauberer alles getan... alle m?glichen Dinge..." "Und nur wenige von ihnen ¨¹berlebten, um die neue Morgend?mmerung zu sehen..." lie? Xenon das Gespr?ch ausklingen. Neveah zuckte sichtbar zusammen. Sie hatte sich gefragt, warum sie nie davon geh?rt hatte, doch wenn es ein Thema gab, ¨¹ber das die Drachenlords nur schwer sprechen konnten, dann war es dieses finstere Zeitalter. "Von den wenigen, die bis heute leben, ist einer von ihnen Verothrax. Verothrax¡¯ F?higkeit ist... Worte k?nnen sie nicht beschreiben, Veah. Ich hoffe, du wirst niemals Zeugin davon werden, was er zu tun vermag, aber sei versichert, dass der Todessog im Vergleich zu Verothrax nichts ist." sagte Xenon ernsthaft. Chapter 579: Die Art der Dunkelheit (Kap.580)

Chapter 579: Die Art der Dunkelheit (Kap.580)

Ein Monat sp?ter -Tagebuch des Unbekannten: Eintrag 025- NEVEAHS SICHT: Wie viele Tage sind seit jenem schrecklichen Tag verstrichen? Viele haben den ¨¹berblick verloren... aber ich nicht. Ich denke noch r an diesen Tag, als w?re es gestern gewesen, an den Tag, der wie jeder andere normale begonnen hatte, bevor sich alles ?nderte... Es war der Tag, als unsere Welt... unsere Festung, wie wir sie kannten, in v?llige Dunkelheit versunken ist, wie k?nnte man das vergessen? Wie k?nnte ich es vergessen? Es war nicht die Dunkelheit eines fehlenden Sonnenlichts, obwohl es Tage gab, an denen ich unter den strahlenden Sonnenstrahlen stand und mir w¨¹nschte, auch sie w?ren verschwunden. Es w?re besser gewesen, wenn die Festung kein Sonnenlicht mehr gekannt h?tte, als das, was jetzt bekannt war. Die Tage und N?chte folgen ihrem Lauf, aber nichts ist wirklich beim Alten. Es war keine Dunkelheit, die durch dunkle M?chte kam, denn dann h?tten wir unseren Feind gekannt, wir w¨¹ssten, wie wir ihn bek?mpfen sollten. Es war eine Finsternis aus unserer Mitte, eine Dunkelheit in unseren eigenen Reihen... das Drachenreich wurde durch eines seiner eigenen Mitglieder bedroht und das ersch¨¹tterte die Festung bis in ihren Kern. Vier ihrer gr??ten St¨¹tzpfeiler wurden weggerissen... Das Schicksal des Drachenk?nigs bleibt ungewiss... das ist die eigentliche Bedeutung der Dunkelheit. Hier schreibe ich erneut... am 35. Tag, seit Verothrax die Welt in Scherben gelegt hat... Ich schreibe, weil ichngsam den Verstand verliere, und ich sonst nichts tun kann als dies... Denn wie kann man eine Welt wieder herstellen, die zerbrochen ist, wenn der K?nig der Welt unauffindbar bleibt? ~~~~~~~~~~~~ Neveah legte ihren Stift nieder, ein Stirnrunzeln zeice sich auf ihrem Gesicht ab, als sie das Tagebuch in ihrer Schude verstaute und die Schude mit Nachdruck schloss. ¡¯Was mache ich hier eigentlich?¡¯ fragte sich Neveah. ¡¯Tagebuch f¨¹hren? Habe ich dazu ¨¹berhaupt den Luxus in dieser Zeit? Habe ich irgendwelche Rechte daf¨¹r verdient?¡¯ Diese Fragen hatte Neveah sich immer wieder gestellt. Everon hatte gesagt, es w¨¹rde ihr helfen, zur Ruhe zu kommen, ihre Frustration zu ¨¹berwinden, einen ren Kopf zu behalten, was jetzt am n?tigsten f¨¹r sie sei... aber Neveah war sich nicht sicher, ob es ihr ¨¹berhaupt geholfen hatte. Es zu schreiben ?nderte nichts, Schreiben durchdrang das Miasma nicht und brachte nicht zur¨¹ck, was Neveah genommen wurde... von der Festung. Neveah schloss ihre Augen und atmete tief ein, ein bebender Atemzug, in der Hoffnung, sich zu beruhigen und den Zorn und die Frustration, die in ihr brodelten, zu mildern. Ihre qu?lenden Gedanken wurden von den Ger?uschen n?hernder Schritte unterbrochen. "D¨¹nenherr." begr¨¹?te Coran sie an der T¨¹r zu Neveahs B¨¹ro. Neveah zuckte sichtlich zusammen; es fiel ihr immer noch schwer, diesen Titel zu h?ren, mit einem Titel angesprochen zu werden, der rechtm??ig ihrem Vater geh?rte. Doch nach einem Monat ohne ein Wort von ihrem Vater war es ein Titel, der nun seitnger Zeit mit Neveah verbunden war, l?nger, als sie es je hatte ertragen k?nnen."Ruf mich bei meinem Namen, Coran. Du wei?t... was ich von diesem Titel halte", erinnerte Neveah den D¨¹nenvollstrecker. Coran nicktengsam, offensichtlich musste er immer wieder daran erinnert werden, vorsichtig mit seinen Worten umzugehen. Coran sah furchtbar aus, seine sonst so gepflegten Haare waren zerzaust und sein Bart war l?nger gewachsen, als es seine Gewohnheit war. In seinen Augeng ein entr¨¹ckter Blick, einer, der sich eingestellt hatte, seitdem er aus den Dunklen Landen zur¨¹ckgekehrt war... ohne Kaideon. Neveah erkannte Selbstvorw¨¹rfe, wenn sie sie sah; es war ein bekannter Ausdruck in den Gesichtern vieler, denen sie in letzter Zeit bege war. Menarx, Everon, Kirgan, sie alle trugen denselben Blick... einen, der sagte, dass sie es h?tten besser machen k?nnen, irgendetwas h?tten tun k?nnen... irgendetwas, um den jetzigen Zustand zu verhindern, in dem sie alle gndet waren. Neveah war sich sicher, dass auch ihre Augen diesen Blick zuweilen gespiegelt hatten. Aber zumindest wusste sie besser, dass Bedauern nichts ?ndern konnte. Neveah atmete aus, dies war nicht die Zeit, um sich ¨¹ber einen Titel zu sorgen; es gab weitaus wichtigere Angelegenheiten, und snge sie D¨¹nenherrin war, w¨¹rde Neveah ihre Rolle erf¨¹llen. "Die D¨¹nenw?chter sind alle im Versammlungssaal versammelt, um die Berichte des vergangenen Tages vorzulegen", berichtete Coran an Neveah. "Ich werde gleich dort sein", murmelte Neveah. Coran senkte seinen Kopf zu einer kleinen Verbeugung und verlie? den Raum, lie? Neveah ihren Gedanken ¨¹bessen. Neveah nahm sich einen Moment, um ihre Gef¨¹hle zu stabilisieren, bevor sie sich erhob und sich in Richtung des Versammlungssaals begab. Als Neveah den Sitzungssaal erreichte, hielt sie inne. Erinnerungen von vor einem Monat ¨¹berfluteten ihren Geist... Erinnerungen an das letzte Mal, als sie ihn gesehen hatte... ~~~~~~~~~ K?nig Jian blickte von der Karte, die er genau studierte, auf und beobachtete Neveah, die in den Versammlungssaal getreten war. K?nig Jian sagte nichts, sondern verfolgte Neveahs Bewegungen, bis sie direkt vor ihm stand und ihre Hand auf die seine legte. "Es ist sp?t, Veah. Du solltest ruhen", sagte K?nig Jian und legte die Karte beiseite. "Wer von uns kann in solch einer Zeit schon scfen?...Du bist nur bis zum Morgengrauen hier... Xenon ist drau?en und bereitet deinen Aufbruch vor. Wie kann ich da scfen?" fragte Neveah K?nig Jian. K?nig Jian l?chelte leicht ¨¹ber Neveahs Worte. "M?chtest du meinen Aufbruch nicht sehen?" fragte K?nig Jian und lehnte sich in seinem Sitz zur¨¹ck. "Ich wei?, es wird schwer f¨¹r dich sein... ich wei?, es ist etwas, das nur du vollbringen kannst. Trotzdem... Ich w¨¹nschte, du w?rest nicht so stur und w¨¹rdest mich mitnehmenssen", gab Neveah zu. "Ichsse dich nicht zur¨¹ck, weil ich dich nicht bei mir haben m?chte, Geliebte. Der Sch?pfer wei?, dass ich dich jeden Moment jeden Tages an meiner Seite haben m?chte... aber es wird eine Zeit kommen, in der ich dich von deinen Pflichten gegen¨¹ber den D¨¹nen entbinden muss." "Wenn nur dieses eine Mal... werde ich dich den D¨¹nen ¨¹ber mich stellenssen. Ohne Kaideon... kannst du die D¨¹nen nicht vessen", sagte K?nig Jian. Neveah seufzte leise; sie verstand K?nig Jians Gef¨¹hle, aber aus irgendeinem Grund konnte sie ihr Unbehagen einfach nicht absch¨¹tteln. "Du wei?t, ich mache dir keine Vorw¨¹rfe, oder? F¨¹r das, was... mit meinem Vater passiert ist?" fragte Neveah, um sicherzugehen. "Es gibt vieles, wof¨¹r du mich nicht zur Verantwortung ziehst, meine Geliebte. Aber ich bin der Drachenk?nig... die Schuld kann bei niemand anderem liegen", murmelte K?nig Jian. "Nein, Jian. K?nig oder nicht K?nig, du bist immer noch ein Mensch wie jeder andere... die Probleme der Welt sind nicht deine Schuld", bestand Neveah. Chapter 580: Die zerbrochene Welt (Kap.581)

Chapter 580: Die zerbrochene Welt (Kap.581)

"Ich h?tte mehr sagen sollen... darauf bestehen sollen, mit ihm zu gehen... h?tte ihn zur¨¹ckhalten sollen... irgendetwas..." Wiederholte sich immer wieder in Neveahs Gedanken, ein Gedanke, der sie nie loslie? in den vergangenen Monaten. Doch Bedauern w¨¹rde die Tatsache nicht ?ndern, dass die Welt zerbrochen war und w?hrend Neveah auf dieser Seite war...g alles, was ihr wichtig war, auf der anderen Seite. Neveah stie? die T¨¹r zum Versammlungssaal auf und sch¨¹ttelte die Erinnerungen ab, die ihr Bewusstsein ¨¹berschwemmten. "D¨¹nenf¨¹rst." Die D¨¹nenw?chter begr¨¹?ten sie. Neveah ging nicht auf die Anrede ein, sondern lie? ihren Blick durch den Versammlungssaal schweifen. Noch vor einem Monat war der runde Tisch besetzt und es mussten sogar zus?tzliche St¨¹hle hinzugef¨¹gt werden, um all den G?sten tz zu bieten, die auf der D¨¹nenburg eingetroffen waren. Diese zus?tzlichen St¨¹hle waren nicht entfernt worden, und so war die Abwesenheit mehrerer Personen am Tisch nicht zu ¨¹bersehen. Selbst unter den urspr¨¹nglichen Pl?tzen am Tisch f¨¹r die R?nge der D¨¹nenw?chter fften offensichtliche L¨¹cken. Der tz, der Rodvan und Orin geh?rte, die unter dem Dutzend Drachen waren, die K?nig Jian jenseits der Barriere begleitet hatten... Der tz, der Kaideon geh?rte, der schon vor jenem Tag vor einem Monat verschwunden war... Neveah hatte nicht verasst, dass der Versammlungssaal umgestaltet wird, wenn auch nur, um zu erinnern... an das, was nicht mehr da war. Neveah nahm ihren tz am Kopfende des Tisches ein und zeigte den D¨¹nenw?chtern, dass sie sich setzen sollten. Einen Momentng schwieg Neveah, sammelte ihre Gedanken, um die Berichte der D¨¹nenw?chter entgegenzunehmen. "Die Miasma-Patrouille...sst uns damit beginnen." sagte Neveah und blickte zu Coran, um seinen Bericht entgegenzunehmen. Coran nickte, stand auf und ging zu der gro?en Karte, die an einem Pfeiler im Versammlungssaal hing. "Wie uns allen bewusst ist, verlor Verothrax vor einem Monat bei dem Versuch, den Todessturm zu unterdr¨¹cken, die Kontrolle ¨¹ber seine Leere-F?higkeit - ein Ereignis, das f¨¹r uns alle wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam..." begann Coran. "Anstatt den Todessturm in die Leere des Raumes zu verbannen, wie es seine Absicht war, entfesselte Verothrax ein Vakuum direkt an den Grenzen der D¨¹nenstadt." "Ein Vakuum so m?chtig, dass es die Erde aufbrach und einen gro?en Canyon bildete, gef¨¹llt mit dem dunklen Miasma... die Welt spaltend... in zwei H?lften..." Coran stockte. Stille kehrte im Saal ein, und jeder erinnerte sich an den Tag, an dem alles geschehen war. Jeder hatte seine eigene Erinnerung an diesen Tag... und Neveah h?tte nie f¨¹r m?glich gehalten, dass dies wirklich geschehen konnte, h?tte sie es nicht selbst miterlebt."Die Magier haben eine Formel zur Wiederherstellung von Fort zed entwickelt, an der sie gearbeitet haben. Im letzten Jahr haben wir keine Bem¨¹hungen gescheut, Fort zed zur¨¹ckzugewinnen." "Die Formel umfasst mehrere Ley-Linien, die die dunklen Zauberer verwenden, um ihre m?chtigsten Zauber zu verst?rken. Der einzige Weg, diese zu erreichen, ist der Flug... Sobald diese Punkte zerst?rt sind, wird der Zauber umgekehrt und Fort zed wird an seinen tz zur¨¹ckkehren", offenbarte Xenon. Neveah nicktengsam, K?nig Jian hatte wirklich die ganze Zeit einen n gehabt. "Ein weiterer Teil des ns ist die F?higkeit von Verothrax." "Gerade hinter der Barriere, nur eine kurze Strecke entfernt,uert der Todessturm, der st?rker geworden ist, seitdem wir ihn durch unsere Flucht in den dunklen Landen ausgel?st haben. Sobald meine Art irgendwo in den dunklen Landen fliegt, wird er sofort angreifen." "Aber um die Sicherheit von Fort zed zu gew?hrleisten, m¨¹ssen wir die Ley-Linien in den Dimensions-Ebenen finden. Die Dimensions-Ebenen sind voll von allen Arten von Schattenbestien..." "Selbst wenn sie es wie Kaideon, Coran und Rodvan schaffen sollten, dem Todessturm zu entkommen, w¨¹rde der Todessturm die Drachen von hinten angreifen, sobald sie fliehen." "Das ist ein Risiko, das sie nicht eingehen k?nnen, und deshalb muss der Todessturm ausgerottet werden, bevor sie die Barriere erreichen... das ist die Hauptaufgabe von Verothrax", erkl?rte Xenon gegen¨¹ber Neveah. "Ist das der Grund, warum Verothrax vor einem Jahr erweckt wurde? Aus genau diesem Grund?" fragte Neveah und unterdr¨¹ckte ein Schaudern, als sie an den schrecklichen Anblick des totenbleichen Drachenlords Verothrax zur¨¹ckdachte. Es war nur ein fl¨¹chtiger Blick aus der Ferne gewesen, Xenon hatte Neveah nicht in die N?he von Verothrax gssen, aber Neveah hatte hartn?ckig beobachtet, wie Verothrax K?nig Jian begr¨¹?te. Niemand hatte Neveahs Anwesenheit aus der Ferne wahrgenommen, aber Verothrax schon. In dem Moment, in dem er sich umdrehte, richteten sich seine furchterregenden schwarzen Augen direkt auf Neveahs Versteck, Und dann hatten sich seine Lippen zu einem finsteren Grinsen verzogen, das Neveah einen kalten Schauer des Entsetzens ¨¹ber den R¨¹cken jagte. Verothrax hatte etwas Erstaunliches getan, er hatte den Kopf zu einer Verbeugung in Neveahs Richtung geneigt, und damit hatte Neveah gewusst... dass Verothrax von dort, wo er stand, und nur von diesem einen Blick aus erkennen konnte, dass Neveah die Schuppe des Drachenk?nigs trug. Es war nur ein fl¨¹chtiger Blick, aber er reichte aus, um Neveah zu sagen, dass Verothrax keine Existenz war, mit der sie Bekanntschaft machen wollte. "In der Tat. Das Verschwinden von Fort zed vor einem Jahr war einzigartig, genau wie die Verlorene Insel von Kezrar Dun. Jian vermutete schonnge, dass der beteiligte Zauber die F?higkeiten von Verothrax ben?tigt, um neutralisiert zu werden... keiner von uns kann die Erde selbst bewegen, wie es der dunkle Zauberer getan hatte", murmelte Xenon. "Und das ist auch der Grund, warum wir ein Jahr gebraucht haben, um Fort zed zu erreichen, erstens, weil der genaue Ort unbekannt war... und zweitens, weil Verothrax nicht bereit war, eine solche Verantwortung zu tragen, bevor seine F?higkeit stabilisiert wurde." "Und es hat ein Jahr gedauert, bis wir sicher waren, dass er eingesetzt werden kann", gab Xenon zu. "Wie kommt es, dass Verothrax so sprunghaft ist?" fragte Neveah besorgt. "Verothrax ist nicht sprunghaft, Veah. Seine F?higkeit ist... manchmal zu stark f¨¹r ihn. Das ist der Grund, warum wir ihn nie ins Spiel bringen, es sei denn, es ist absolut notwendig... und dies ist eine solche Situation." "Das ist ein weiterer Grund, warum es Verothrax und nicht Demevirld sein muss. Selbst wenn Demevirld die Barriere halten kann, kann er den Todessturm nicht besiegen... wenn er solche Magie einsetzt, wird sie dich zerrei?en, Veah... Magie ist selbst f¨¹r diejenigen, die sie anwenden, schrecklich", sagte Xenon, sein Tonfall wurde bei dem blo?en Gedanken d¨¹ster. Chapter 581: Die zerbrochene Welt 2 (Kap.582)

Chapter 581: Die zerbrochene Welt 2 (Kap.582)

"Das ist ein weiterer Grund, warum es Verothrax und nicht Demevirld sein muss. Selbst wenn Demevirld die Barriere halten kann, kann er den Todessturm nicht bezwingen ... wenn er solche Magie einsetzt, wird sie dich zerrei?en, Veah ... Magie ist entsetzlich, selbst f¨¹r die, die sie beherrschen", sagte Xenon, dessen Tonfall bei dem blo?en Gedanken dunkler wurde. Neveah verstand die Bedenken beider Drachenherren und wusste, warum sie nicht wollten, dass sie noch tiefer mit Demevirld verstrickt wurde, als sie bereits war. "Jian hat es mir auch erkl?rt, und ich verstehe, warum Demevirld keine gute L?sung ist. Ich werde Demevirlds Hand nicht noch einmal ergreifen ... ihr beide seid dagegen", sagte Neveah mit einem Nicken zu Xenon. "Wird alles nach n veufen, oder?", fragte Neveah Xenon. Sie konnte das Gef¨¹hl der Unruhe in ihr immer noch nicht absch¨¹tteln. "Xenon, was ist los?", fragte Neveah besorgt, als Xenon sich sichtlich anspannte, w?hrend er neben ihr an den W?nden der Lichtenhalle stand. "Ich ... etwas stimmt nicht ... mit Jian ...", sagte Xenonngsam. Neveah hob eine Hand an ihre Brust, an der Stelle, wo Jians Schuppe geruht hatte, und zog die Stirn leicht in Falten. Ihre Verbindung war noch zu zart, noch zu unreif, sie konnte nichts sp¨¹ren. "Aber ... sie sind erst vor einem halben Tag aufgebrochen, was k?nnte...", begann Neveah zu sagen, brach jedoch ab, als Xenons Blick sich ihr zuwandte. "Du musst zu ihm gehen...", erriet Neveah, bevor Xenon ein Wort sagen konnte. Xenon zuckte sichtlich zusammen, Neveah konnte den Konflikt in seinen Augen sehen. Er z?gerte, sie allein zussen, aber sie konnte auch seine Sorge um Jians Wohlergehen erkennen, und Neveah wusste, dass Xenon niemals Ruhe finden w¨¹rde, wenn er sich nicht vergewisserte, dass Jian unverletzt war. "Ich werde nicht von deiner Seite weichen. Cassian wird sich um ihn k¨¹mmern...", begann Xenon zu sagen, aber Neveah unterbrach ihn. "Geh, Xenon. Mir geht es hier gut ... die D¨¹nendrachen werden auf mich aufpassen, Everon ist auch hier und das dritte Geschwader wird bald eintreffen. Du kannst zur¨¹ckkehren, nachdem du dich vergewissert hast, dass es ihm gut geht", versicherte Neveah Xenon. "Veah...", begann Xenon zu protestieren, aber Neveah l?ste ihre Hand, die mit Xenons Hand verschlungen war. "Geh ... niemand kann ihn so gut besch¨¹tzen wie du", sagte Neveah bestimmt. "Aber ... wird es dir wirklich gut gehen? Das letzte Mal, als du in die dunklen Lande gegangen bist...", brach Neveah ab und erinnerte sich daran, wie sich Xenons wilder Dunst manifestiert hatte. "Mir wird es gut gehen, ich habe dies", sagte Xenon und hob eine Hand an den Punkt zwischen Hals und Schulter, wo Neveah eine Markierung hintessen hatte. Neveah presste leicht die Lippen aufeinander, nickte jedoch. Xenon z?gerte noch einen Moment, bevor er Neveah n?her an sich zog und sie leicht auf die Stirn k¨¹sste. "Ich werde zur¨¹ckkehren, sobald ich sicher bin, dass alles in Ordnung ist. Warte auf mich", sagte Xenon zu Neveah. Neveah nickte und Xenon sprang ¨¹ber die Mauer. Neveah wartete nur einen Moment, bevor sich der m?chtige schwarze Drache ¨¹ber die Mauer erhob. Jene gro?en Augen drehten sich noch einmal zu Neveah, und sie nickte l?chelnd und gab Xenon ein Zeichen, weiterzugehen. Xenon schoss voraus und verschwand im Nu durch die Barriere, die weit vor ihmg. Die Barriere leuchtete schwach auf, so wie sie es tat, seit Neveah Demevirlds Macht darauf entfesselt hatte. "Veah, wir sollten zur¨¹ck zur Burg gehen", riss Corans Stimme Neveah aus ihren Gedanken. Neveah warf einen Blick ¨¹ber ihre Schulter und sah Coran, Garron und Lord Everon, die zur Barriere gegangen waren, um sicherzustellen, dass nach dem Durchgang von Jians Elitegruppe nichts schiefging."Nur einen Moment..." sagte Neveah leise. Sie verharrte noch kurz, und gerade als sie sich umdrehte, um zur D¨¹nenburg zur¨¹ckzugehen, zerschnitt ein durchdringender Schrei pl?tzlich die Stille. Neveahs H?nde schnellten hoch, um ihre empfindlichen Ohren zu sch¨¹tzen. "Schuppen! Was ist das?!" rief Coran entsetzt und hastete zum Rand der Mauer. Auch Neveah blickte hoch, ihre Augen weiteten sich. Am Himmel jenseits der Barriere ?fe sich pl?tzlich ein Riss im Raum. Einutes, kreischendes Ger?usch begleitete ihn. Zun?chst war es nur ein kleiner, schimmernder Riss, der sich kaum vom dunkler werdenden Himmel abhob. Doch dann wuchs er schnell, wurde immer gr??er und intensiver, bis er einem riesigen Schlund der Dunkelheit glich. "Es ist eine Leere! Die F?higkeit von Verothrax!" rief Everon aus. "Sie wird in der realen Welt entfesselt! Was macht er da?!" fragte Garron entsetzt. Neveah hatte kein Wort gesagt, sie konnte nur stumm starren. Ihre Augen waren weit aufgerissen, voller Entsetzen, und der ?rger ¨¹ber den durchdringenden Schrei war l?ngst vergessen. Neveahs Herz schlug heftig in ihrer Brust, w?hrend sie entsetzt zusah. Die magische Leere ergoss sich in die reale Welt. Der durchdringende Schrei verwandelte sich in ein ohrenbet?ubendes Br¨¹llen, das die Luft erf¨¹llte. Der Boden unter Neveahs F¨¹?en begann heftig zu beben, Vibrationen breiteten sich von den dunklen L?ndern jenseits der Barriere bis zu den W?nden der Lichthalle aus. Die Barriere gl¨¹hte auf, um die Schockwellen zu absorbieren und die Auswirkungen auf die D¨¹nenl?nder zu verringern. Kleine goldene Funken tanzten enng ihrer L?nge, die Barriere leuchtete hell auf und erlosch dann ebenso schnell wieder. Der Hohlraum am Himmel st¨¹rzte geradewegs zu Boden, und alles, was sie hinter der Barriere sehen konnten, verwandelte sich in ein chaotisches Bild der Zerst?rung. "Xenon ist da drau?en! Xenon!" schrie Neveah entsetzt auf, aber es war zwecklos. Xenon war l?ngst fort, in jenes Land, das nun in sich zusammenfiel. Die magische Leere dehnte sich weiter aus, w?hrend sie fiel, und st¨¹rzte dann ab. Ein ohrenbet?ubendes Ger?usch des Aufpralls und eine Welle aus Dreck und Tr¨¹mmern stieg in den Himmel auf. Der Dreck und die Tr¨¹mmer verdeckten alles, aber als sich der Staub legte, offenbarte sich eine noch schrecklichere Realit?t. Die Leere hatte sich durch die Erde gegraben, wie ein Messer durch Butter, und schuf eine tiefe Schlucht, die sich kilometerweit zu erstrecken schien. Und in Neveahs Kopf wiederholten sich die Worte Xenons von zuvor. "Verothrax¡¯ F?higkeit ist... Worte k?nnen sie nicht beschreiben, Veah. Ich hoffe, dass du niemals erleben musst, was er tun kann." Xenon hatte recht... Chapter 582: Wem man vertrauen kann (Kap.583)

Chapter 582: Wem man vertrauen kann (Kap.583)

Ein Monat war vergangen, seit sie unwissentlich Xenon zu Jian geschickt hatte und somit das Schicksal beider besiegelte. Xenon h?tte zumindest gewusst, was zu tun ist, wenn er hier gewesen w?re. Sie waren so eng miteinander verbunden; h?tte irgendjemand Erfolg haben k?nnen, Jian zu erreichen und zu best?tigen, dass er unversehrt war, dann w?re es nur Xenon. Doch das war nun nichts als Neveahs Wunschdenken. Kaideon, Xenon, Jian... Neveah stand wieder dort, wo sie angefangen hatte, allein. Neveah hielt ihre H?nde zu festen F?usten geballt, als die Erinnerung versste. Wut und Frustration brodelten in ihr, und sie biss die Z?hne zusammen, um sie zu unterdr¨¹cken ¨C eine Handlung, die sie mehrmals t?glich wiederholen musste, um den Tag zu ¨¹berstehen. Everon hatte sie immer wieder ermahnt, ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten, aber das war leichter gesagt als getan. Noch vor ein paar Jahren h?tte Neveah nicht gedacht, dass sie jemals die Person sein w¨¹rde, die sie heute war ¨C eine Person, die andere so sehr zu sch?tzen wusste, dass ihr in deren Abwesenheit das Durchkommen schwerfiel. Sie h?tte nie gedacht, dass sie zu jemandem werden w¨¹rde, der solche Angst vorm Alleinsein hatte. Doch wie konnte man zur¨¹ckschauen, nachdem man die W?rme der Liebe gesp¨¹rt hatte? Neveah sah keinen Weg zur¨¹ck und hoffte mit allem, was sie hatte, dass der Sch?pfer nicht so grausam sein w¨¹rde, das von ihr zu vengen. "Von der Barriere an den D¨¹nen... bis zu einem noch nicht genau bestimmten Punkt hat sich die gro?e Schlucht zu einem unerw¨¹nschten Wahrzeichen entwickelt und dringt immer tiefer in die dunklen Lande ein, nimmt dabei mehr Boden in Anspruch", fuhr Coran mit seinem Bericht fort. "Das dunkle Miasma, das aus dem verschlossenen Todessturm kommt, hat einen dichten Nebel um die Schlucht gelegt. Mit der Magie von Verothrax ist der Todessturm an die unbekannten Tiefen der Schlucht gebunden." "Der Todessturm kann der Schlucht nicht entrinnen, aber der miasmatische Nebel, den er ausst??t, st??t giftige D?mpfe aus und st¨¹rzt alle fliegenden Wesen direkt in diese Tiefen. Ein Flug ¨¹ber die Schlucht ist somit unm?glich", sagte Coran mit niedergescgener Stimme. Neveah zuckte sichtbar zusammen. An diesem Tag hatten sie die Bedeutung der gro?en Schlucht und des dunklen miasmatischen Nebels, der aus ihr str?mte, f¨¹r die Flugwesen erkannt. Eine Lektion, die Coran und Garron beinahe das Leben gekostet h?tte. ~~~~~~~~~~~~ "Neveah! Nicht!" Everon hielt Neveah fest, kurz bevor sie ¨¹ber die Mauer der Lichthalle springen konnte. Zu diesem Zeitpunkt waren viele andere D¨¹nendrachen an der Mauer der Lichthalle angekommen und flogen tief umher, wartend auf Befehle, wie sie sich dem stellen sollten, was vor ihneng. Diejenigen, die sich auf Flugpatrouille befunden hatten, bevor es geschah, diejenigen, die in der Kaserne waren, und sogar die aus dem Schloss, umkreisten die Barriere im Flug, wagten sich aber nicht hindurch. Die Barriere war zu schwach, und niemand konnte sich ausmalen, was dahinterg. "Wir m¨¹ssen rausgehen! Xenon ist dort drau?en!" schrie Neveah und k?mpfte gegen Everons Griff. "Xenons Fluggeschwindigkeit ist unvergleichlich! Er wird nicht gefangen werden! Du musst ruhig bleiben... Dies ist dein Territorium, was auch immer geschieht, du musst f¨¹r die Sicherheit des Volkes sorgen, die D¨¹nen haben Vorrang!" zischte Everon dringlich.Everons Worte holten Neveah scgartig in die Realit?t zur¨¹ck und sie h?rte auf, sich zu wehren. "Ich muss wissen, was passiert ist... Ich muss es einfach wissen..." beharrte Neveah best¨¹rzt. "Garron und ich werden nachsehen und sofort Bericht erstatten. Keine Sorge, wir werden Xenon zur¨¹ckbringen, falls wir ihn erblicken. Du musst hier alles im Blick behalten, Veah", sagte Coran zu Neveah, bevor er und Garron sich in die L¨¹fte schwangen und ¨¹ber die Mauer flogen. Neveah ging mit wackeligen Schritten zum Rand der Mauer und sah erneut den erschreckenden Anblick der ffenden Schlucht in der Erde. Die Schlucht schien gr??er zu werden, Neveah war sich nicht sicher, ob ihre Augen sie t?uschten oder ob die Erde wirklich nicht aufgeh?rt hatte, einzubrechen. Echoes der grauenhaften Schreie der Schattenbestien drangen ununterbrochen aus der Tiefe der Schlucht. Neveah richtete ihren Blick auf die Barriere und studierte sie einen Momentng, um das Beste zu ermitteln. Die Barriere hatte bing gehalten, man konnte nur darauf hoffen, dass sie auch weiterhin standhalten w¨¹rde, w?hrend sich die Schockwellen ¨¹ber die Erde ausbreiteten. Auch wenn sie nicht so heftig waren wie das erste Mal, durfte man eine erneute Attacke nicht untersch?tzen. "Was sollen wir tun, Veah? Du siehst die D¨¹nen durch die Augen Kaideons und niemand kennt sie besser als er", fragte Everon Neveah. ¡¯Was w¨¹rde mein Vater tun?¡¯, dachte Neveah. Neveah schloss die Augen und blendete die Ger?usche des Chaos jenseits der Barriere aus. Die Schreie hinter der Barriere, das Ger?usch der in sich zusammenbrechenden Erde, die Laute der Verwirrung und des Entsetzens ringsum und sogar das Ger?usch ihres ?ngstlich scgenden Herzens, all das versste. ¡¯Vertraue darauf, was du gelernt und beobachtet hast, Veah. Du bist von edlem Blut, du hast Drachenblut, das Blut der mmen flie?t in deinen Adern, vertraue auf dich selbst¡¯, erinnerte Neveahs Wolf sie an die h?ufigen Zuspr¨¹che Kaideons. ¡¯Es geht nicht darum, was mein Vater tun w¨¹rde. Dies sind meine D¨¹nen, ich werde sie mit meinen eigenen F?higkeiten besch¨¹tzen.¡¯ Neveah verstand, dass dies die Botschaft ihres Vaters war. "Vater sagte, ein Dreierschritt ist am besten f¨¹r die Barriere geei, aber nicht diesmal. Bildet einen Radar-Perimeter ... Lord Turmen wird die F¨¹hrung ¨¹bernehmen", befahl Neveah entschieden. "Die Stadtwache wird f¨¹r die Sicherheit der D¨¹nenstadt sorgen. Alle D¨¹nendrachen, die auf Flugpatrouille ¨¹ber der D¨¹nenstadt sind, sollen zu ihren Posten zur¨¹ckkehren, die Stadtwache unterst¨¹tzen und die Panik eind?mmen." Neveah gab die Anweisungen schnell hintereinander aus. "Lord Eldowin", rief Neveah nach dem neuen Herrn der Lichthalle. Neveah hatte seine Ankunft in dem Moment bemerkt, als das Ereignis eintrat. "Lady Vairheac", Lord Eldowin verneigte sich. "Nehmt einige Eurer vertrauensw¨¹rdigsten Fae, um die Barriere direkt zu verst?rken, ohne das Medium des Vierpasses. Es wird anstrengend sein und viel Magie verbrauchen, doch die Barriere braucht etwas, worauf sie sich st¨¹tzen kann, und das werden wir ihr geben... wir haben nicht den Luxus ein ¨¹bliches Verfahren zu befolgen." "Ich ben?tige diejenigen, die erfahren genug sind, um ihre Magie mindestens einen Tagng ununterbrochen zu f¨¹hren... es darf keiner dabei wanken." "Wenn du Herr der Halle des D¨¹nenlichts werden sollst, ist das das einzige Ereignis, bei dem ich von deinen F?higkeiten ¨¹berzeugt werden kann... ¨¹berzeugend, wenn die Fae standhaft ist, oder..." Neveah lie? ihren Satz offen und wandte sich direkt Lord Eldowin zu. Chapter 583: Ein Risiko (Kap. 584)

Chapter 583: Ein Risiko (Kap. 584)

"Veah... die Barriere direkt zu verst?rken ist ein Risiko, es wurde noch nie auf diese Weise gemacht." "Die Barriere wurde nicht ohne Grund mit der Quarter-Folie errichtet. Kanalisierende Edelsteine verfeinern und verst?rken die Fae-Magie, ohne sie ist reine Fae-Magie naturzentriert und unzuverl?ssig. ubst du, es wird so funktionieren, wie wir es wollen?" fragte Everon Neveah leise. Lord Eldowin war bereits gegangen, um seine Anweisungen auszuf¨¹hren, und Neveah war nun ihren Gedanken ¨¹bessen, allein mit Everon an ihrer Seite. Neveah war sich bereits bewusst, dass reine Fae-Magiengfristig m?glicherweise negative Auswirkungen auf die Barriere haben k?nnte, aber ¨¹ber die Fernwirkung konnte man erst nachdenken, wenn diese Krise vor¨¹ber war. Die Barriere verlorngsam ihr Leuchten, sie musste sich speisen, genau wie alles andere, das von Magie abh?ngig war. Wenn die direkte Einspeisung von Magie in die Barriere sie auch nur einen Moment l?nger aufrechterhalten konnte, dann war es das Risiko wert. "Alles...ist jetzt ein Risiko, Everon. Alles..." murmelte Neveah leise, ihre zitternden H?nde zu festen F?usten ballend. Neveahs Blick folgte der Gruppe von Feen, die zur Barriere hinausflogen. Ihre gespenstischen Fl¨¹gel schimmerten, als sie sich trennten und verschiedene Positionen enng der Barriere einnahmen. Am Himmel ffte noch immer ein Riss, doch der leere Raum war bereits zusammengebrochen, und ein st¨¹rmisches Wetter begannngsam, mit heulenden Winden und Blitzen. Heftiges Donnergrollen hallte am Himmel, und zusammen mit dem Kreischen der Schattenbestien entstand eine schreckliche Kakophonie. Der Canyon fra? sich noch tiefer in die Erde, w?hrend er gleichzeitig breiter wurde, und das Ger?usch der zersplitternden und brechenden Erde hallte in der Ferne wider. Eine weitere Welle von Schockwellen stand bevor, entweder w¨¹rde die Barriere zusammenbrechen oder sie w¨¹rde halten. Wenn die Barriere zusammenbrach, w¨¹rde der Canyon die Erde bis zur Mauer der Lichthalle verschlingen, vielleicht w¨¹rde die Mauer seinen Vormarsch stoppen, vielleicht w¨¹rde sie einst¨¹rzen und der Canyon w¨¹rde ¨¹ber die Lichthalle hinaus zur Stadtmauer gngen. Wenn auch die Stadtmauer fiel, w¨¹rde der Canyon D¨¹nenstadt erreichen. Neveah hatte keinen Evakuierungsbefehl erteilt, alles hatte zu pl?tzlich begonnen, es blieb keine Zeit. ¡¯Wird sie halten?¡¯ fragte sich Neveah. Obwohl Neveah nach au?en hin ruhig wirkte, kochte in ihr die Angst. Hunderte, nein, Tausende von Leben standen auf dem Spiel. All diese Menschen hatte Neveah im vergangenen Jahr in Frieden leben sehen, ohne zu ahnen, dass ein solcher Tag jemals kommen w¨¹rde. ¡¯Wenn der Canyon D¨¹nenstadt erreicht...wenn das passiert...dann wird das das Ende von allem sein, was Vater aufgebaut und wof¨¹r er so hart gearbeitet hat...¡¯, dachte Neveah. ¡¯Wir m¨¹ssen tun, was immer n?tig ist¡¯, dachte Neveah, ihre F?uste so fest geballt, dass ihre Kn?chel wei? wurden. ¡¯Veah, was du in Erw?gung ziehst...¡¯, begann Neveahs Wolf, brach dann aber ab. ¡¯Gut, wenn es so weit kommt, tun wir, was wir tun m¨¹ssen¡¯, entschied sich Neveahs Wolf dagegen zu protestieren. "Veah...sag mir nicht, dass du vorhast...", begann Everon. Es dauerte einen Moment, bis Everon die doppelte Bedeutung in Neveahs Aussagen erkannte. ¡¯Alles ist ein Risiko¡¯, das bedeutete, dass es jetzt keinen Grund mehr f¨¹r Vorbehalte gab. Es gab keinen Grund mehr, etwas zur¨¹ckzuhalten, nicht wenn Tausende von Leben auf dem Spiel standen."Veah, das kannst du nicht!" rief Everon entsetzt. Neveah reagierte nicht auf Everons Ausruf, ihr Blick war fest nach vorne gerichtet, auf der Suche nach dem entscheidenden Moment. Everon trat vor, fasste Neveah an der Schulter und drehte sie zu sich herum. "Veah, h?r mir zu... du wei?t, was das bedeutet und wie sehr man dich davor gewarnt hat, un¨¹berlegt zu handeln... es k?nnte gef?hrlich werden!" rief Everon und sch¨¹ttelte Neveahs Schultern leicht, um sie zur Vernunft zu bringen. "Wenn die D¨¹nenstadt f?llt... wenn ich es nicht schaffe, die Menschen in der kurzen Zeit zu sch¨¹tzen, wie es mein Vater von mir vengt hat, wie soll ich ihm dann gegen¨¹bertreten? Den D¨¹nendrachen? Seiner Gnaden? Xenon?" fragte Neveah ratlos. "Neveah!" rief Everon ungl?ubig. Sanft l?ste Neveah seine H?nde von ihren Schultern. "Everon, ich werde keine ¨¹bereilte Entscheidung treffen. Ich werde nichts tun, es sei denn, es ist absolut notwendig... wenn es der einzige Weg ist, die Stadt zu sch¨¹tzen... nur dann werde ich diesen Schritt gehen." "Ich hoffe auch... dass es nicht dazu kommen muss", murmelte Neveah leise. Entt?uscht senkte Everon den Blick, wusste jedoch, dass Neveah Recht hatte ¨C die Sicherheit der Stadt hatte Vorrang vor jeglichem Eigenschutz. Die Feen waren an der Barriere angekommen und hatten ihre Position bezogen, gerade als die n?chste Serie von Schockwellen einsetzte und sich rasch ausbreitete. Die Erde bebte heftig, die Ersch¨¹tterungen erreichten sogar die Wand der Lichthalle. Neveah mmerte sich an den Rand der Mauer, w?hrend die Schockwellen unaufh?rlich gegen die Barriere prallten. Die Fae standen direkt auf der anderen Seite und kanalisierten Magie in die Barriere, um sie aufrechtzuerhalten. Neveah war sich bewusst, dass sie alles tun w¨¹rden, denn sie befanden sich im Zentrum der Gefahr. Sollte die Barriere einst¨¹rzen, w¨¹rde der Canyon geradewegs auf sie zukommen, und die Flugk¨¹nste der Feen waren bei weitem nicht so ausgepr?gt wie die der Drachen; ihre Fl¨¹gel waren viel zu schwach f¨¹r das turbulente Wetter, das der Canyon mit sich brachte. Eine Welle nach der anderen rollte heran, die Erde bebte in kurzen Abst?nden heftig, doch schlie?lich lie?en die Beben nach und wurden schw?cher. "Es schlie?t sich", sagte Everon zu Neveah und wies auf den Riss am Himmel. Neveah atmete einen Atemzug aus, den sie gar nicht bemerkt hatte, dass sie angehalten hatte. Als der Riss sich schloss, h?rte das dr?hnende Donnergrollen auf, ebenso der sausende Wind, und selbst das Ger?usch des einst¨¹rzenden Erdreichs kam abrupt zum Erliegen. Der Himmel war wieder r und deutlich sichtbar, und Neveah blickte in die Ferne, so weit ihr Blick reichen konnte, doch da war nichts. "Ich sehe Coran und Garron nicht..." sagte Neveahngsam und drehte sich zu Everon. Auch Everon hatte es bemerkt und zog besorgt die Stirn kraus. "Die D¨¹nendrachen an der Barriere haben sie ebenfalls aus den Augen verloren", berichtete Everon vorsichtig. "Ich muss selbst dort hinaus", sagte Neveah und lie? keinen Widerspruch zu. Chapter 584: Widersetzen Sie sich nicht (Kap. 585)

Chapter 584: Widersetzen Sie sich nicht (Kap. 585)

Neveahs Krallen gruben sich in den Boden, als sie die Entfernung zwischen der Halle des Lichts und der Barriere im Eiltempo ¨¹berbr¨¹ckte. Everons gewaltige Drachenfigur flog tief ¨¹ber sie hinweg, und sie erreichten schnell die Barriere. Neveah warf Lord Eldowin, der weiterhin seine Magie fokussierte und in die Barriere leitete, einen pr¨¹fenden Blick zu. Die Fae der Licht-Halle durften noch nicht nacssen, nicht eher, als dass sie sichergestellt hatten, dass das Ereignis wirklich vorbei war. Lord Eldowin neigte leicht den Kopf zum Gru? und trat ein St¨¹ck zur Seite, um Neveah den Durchgang zu erm?glichen. Neveahs Blick streifte kurz die Barriere, ehe sie hindurchschritt - ein erwarteter Schwall von Magie str?mte an ihr vorbei, doch sie beachtete ihn kaum noch. Nun, auf der anderen Seite, konnte Neveah das ganze Ausma? des Schadens erfassen und sie starrte nur in entsetztem Schweigen. Das Erste, was Neveah wahrnahm, war der in der Luft h?ngende Staub, der sich noch nicht vollst?ndig gelegt hatte. Nur ein schmaler Landstreifen trennte jetzt noch die Barriere von der Schlucht, und Schmutz sowie Felsbrocken rollten weiterhin die zerkl¨¹fteten Erdkanten hinab in die Tiefen der Schlucht. Neveah hob ihren Blick und nickte Everon zu, dass er hochfliegen solle. ¨¹berfliegen war die einzige M?glichkeit, die Schlucht zu ¨¹berqueren, und Neveah verf¨¹gte nicht ¨¹ber diese F?higkeit. Everon flog voraus, w?hrend Neveah die R?nder der Schlucht untersuchte, in die Tiefe sp?hte und darauf achtete, keinen Fehltritt zu machen, der sie in die Tiefe st¨¹rzenssen w¨¹rde. ¡¯Dunkelheit...¡¯, dachte Neveah, Dunkelheit war alles, was sie sehen konnte. Wie tief diese Schlucht wirklich war, war unbestimmbar, doch wenn das Echo der Schreie, die Neveah vernehmen konnte, irgendeinen Anhaltspunkt bot, dann war das Wissen um die Tiefe ihr geringstes Problem im Vergleich zu dem, was dort untenuerte. ¡¯Der Todessturm... er wurde nicht durch Xenons Flucht ausgel?st, auch nicht durch Coran und Garron, bedeutet das, dass er jetzt...¡¯ Neveah brach ab und sprang von der Kante zur¨¹ck, als weitere lose Steine in die Tiefe st¨¹rzten. Neveah richtete den Blick noch einmal gen Himmel; Everon war au?er Sicht geraten, und Neveah wanderte unruhig umher, ihre Krallen gruben in die Erde, w?hrend sie mit dem Drang rang, tiefer in die dunklen Lande vorzudringen. Gerade als Neveah die Geduld verlor, sah sie in der Ferne Everons Drachengestalt. Und er war nicht allein; an seiner einen Seite st¨¹tzte er einen anderen massiven Drachen, und an der anderen wurde derselbe Drache von Garrons vertrauter Drachengestalt gehalten. Der Drache zwischen ihnen wirkte bewusstlos oder stand kurz davor, er konnte kaum noch seinen eigenen Flug stabilisieren und wurde von Garron und Everon komplett gest¨¹tzt. ¡¯Coran!¡¯, dachte Neveah best¨¹rzt, Was geschehen war, blieb unbekannt, doch alle drei Drachen flogen f¨¹r sie. Und dann bemerkte Neveah, dass Garrons Drachengestalt f¨¹r einen Augenblick unsicher wankte. Im n?chsten Moment lie? Garron von Coran los und st¨¹rzte, mit scffen Fl¨¹geln, vom Himmel. Everon war machtlos, um Garron zu helfen, da Corans ganzes Gewicht auf ihmstete.Everon selbst verlorngsam an H?he und hatte M¨¹he, das Gleichgewicht zu halten. Neveahs Augen weiteten sich vor Schreck, und beim Zur¨¹ckblicken konnte sie drei der D¨¹nen-Drachen erkennen, die in einem verzweifelten, hastigen Flug zu Garron aufbrachen. Doch sie waren zu weit entfernt, und so gro?artig ihre Geschwindigkeit auch war, sie w¨¹rden nicht rechtzeitig eintreffen. Garron w¨¹rde geradewegs in die Tiefen der Schlucht st¨¹rzen. Neveahs Gedanken ¨¹berschlugen sich, eine gewaltige Welle regte sich in ihr auf, und sie k?mpfte darum, sie zu unterdr¨¹cken, doch es gng ihr nicht. ¡¯Rette ihn... wir m¨¹ssen deine Familie besch¨¹tzen. K?mpfe nicht gegen mich, Veah... versage mir nicht wie Jian...¡¯ Demevirlds vertraute, gespenstische Stimme fl¨¹sterte unheimlich in Neveahs Kopf. Durch die vereinten Anstrengungen von Neveah und ihrem Wolf war Demevirld in die Tiefen ihres Bewusstseins verbannt worden und konnte ihre Gedanken nicht mehr mit seinen ¨¹berzeugenden Worten beeinflussen... Doch in diesem Augenblick wankte Neveahs Kontrolle, und dieses bisschen Unsicherheit gen¨¹gte, um Demevirlds Pr?senz wieder in den Vordergrund ihres Geistes zu bringen. Neveahs uen gruben sich in die Erde, w?hrend ihre Verwandlung durch Demevirlds Einfluss erzwungen wurde. Ihre Gestalt wandelte sich zur¨¹ck in einen Menschen und eine Welle von Magie explodierte aus ihr heraus. Neveahs R¨¹cken bog sich durch, und ein schmerzhaftes Keuchen entwich ihrer Kehle. Es war alles in einem Bruchteil einer Sekunde geschehen, doch es kam Neveah wie eine Ewigkeit vor. Neveah, noch immer auf allen vieren kauernd, zitterte am ganzen K?rper, als Demevirlds ¨¹berw?ltigende Magie durch ihre zarten Blutgef??e str?mte. Neveah blickte auf, ihre Augen leuchteten in hellem Gold. Sie wusste nicht, was sie tun sollte, sie wusste nur, dass sie Garron retten musste. Ein Portal desselben goldenen Farbtons ?fe sich genau im Weg der drei D¨¹nen-Drachen, und ein Ausgangsportal tat sich unter Garron auf. Die D¨¹nen-Drachen flogen durch das Portal, ehe sie sich aufhalten konnten, und im Bruchteil einer Sekunde waren sie bei Garron, kurz bevor er unter die Erdoberfl?che fallen konnte. Die D¨¹nen-Drachen waren schnell dabei, Garrons Flug zu stabilisieren und wieder nach oben zu steigen, gerade als ein dunkler, wirbelnder Nebel aus der Schlucht aufstieg. Neveahs Blick verengte sich ein wenig, der dunkle Nebel stieg stetig auf wie Dampf, kletterte h?her und h?her und schien sich vom anderen Ende der Schlucht auszubreiten. Neveahs Nase zuckte leicht, ein seltsamer Geruch begleitete ihn. Neveah wusste, dass dieser seltsame dunkle Nebel f¨¹r den Zustand von Garron und Coran verantwortlich war. ¡¯Sie m¨¹ssen zu weit vorgeflogen sein und sind darauf gesto?en.¡¯ dachte Neveah. Langsam erhob sich Neveah, der dunkle Nebel breitete sich schnell ¨¹ber die gigantische Schlucht aus und die Drachen flogen noch immer dar¨¹ber hinweg. Mit einerngsamen Handbewegung und einem verengten Blick, reagierte Demevirlds Kraft prompt auf ihren Ruf. Eine leuchtende, goldene, schildartige Wand materialisierte sich aus dem Nichts, direkt ¨¹ber der Schlucht und so hoch wie der Himmel, und sperrte die Ausbreitung des dunklen Nebels von den Drachen ab. ¡¯Siehst du, wie angenehm es ist, wenn du mir nicht widerstehst?¡¯ lobte Demevirld erfreut. Chapter 585: Innerlich zerbrochen (Kap.586)

Chapter 585: Innerlich zerbrochen (Kap.586)

?Na, wie angenehm ist das, wenn du dich nicht widersetzt?", lobte Demevirld freudig. Durch diese eine Handlung Neveahs stieg Demevirlds Einfluss in ihrem Geist auf eine neue Ebene. Es war, als h?tte Neveah einen Damm ge?f und die Flut ¨¹berschritt alles, was sie sich h?tte vorstellen k?nnen. Jian hatte recht gehabt, erkannte Neveah. Niemand konnte besser abwarten und nach der kleinsten Schwachstelle in der Verteidigung suchen wie Demevirld, und Neveah hatte ihm diese M?glichkeit gerade gegeben. Neveah keuchte vor Schmerz, es f¨¹hlte sich an, als w¨¹rden ihre Blutgef??e von der durchstr?menden Magie implodieren. ?Wie konnte er jetzt so stark sein?! Wie nur?", dachte Neveah entsetzt. Es war noch nichtnge her, seit Demevirld das letzte Mal entfesselt worden war, doch Neveah konnte feststellen, dass er in der Zeit, in der sie ihn unterdr¨¹ckt hatte, doppelt so stark geworden war wie zuvor. Neveah sp¨¹rte, wie sich ihre Muskeln spannten; ein ¨¹berw?ltigender Druck zwang sie, ihre F¨¹?e zu bewegen. In Panik geraten, die D¨¹nendrachen waren bereits in Sicherheit, was wollte Demevirld noch? Neveah gab nicht nach, sie leistete heftigen Widerstand gegen Demevirlds Einfluss und st¨¹rzte wieder auf die Knie. Neveah keuchteut, w?hrend sie k?mpfte, um Demevirld zu unterdr¨¹cken. ?Das reicht... du bist fertig.", dachte Neveah mit kaltem Zischen zu Demevirld. ?Du hast mir nicht zu sagen, wann ich komme und gehe, Omega...", erkl?rte Demevirld, nun noch bedrohlicher. ?Da irrst du dich gewaltig. Ich werde verdammt sein, wenn ich zsse, dass du mich kontrollierst...", zischte Neveah. ?Veah! Schuppen!", rief Everons Stimme von irgendwoher, aber Neveah konnte weder seinen Standort ausmachen noch ihm gro?e Aufmerksamkeit schenken. ?Du und ich... wir sind bereits eins. Was dein ist, ist auch mein...", erinnerte Demevirld Neveah an seine schreckliche Absicht. Eine Hand legte sich auf Neveahs Schulter und sie zischte, ihr Blick schnellte nach oben, um Everons zu treffen. ?Veah... du musst Demevirld unterdr¨¹cken! Die Barriere reagiert auf seine Magie!", sagte Everon dringend zu Neveah. Neveah zischte erneut; ihr Kopf zuckte leicht und ihre Augen wechselten schnell die Farbe. Ein leuchtendes Gold und dann wieder normal, doch im n?chsten Moment kehrte das Gold zur¨¹ck. ?Veah, dein Wille ¨¹bertrifft seinen bei weitem. Gib nicht nach, du darfst dich nicht ihm hingeben!", flehte Everon best¨¹rzt. Neveah konnte Everons Worte deutlich h?ren, doch es war leichter gesagt als getan. Neveahs Finger gruben sich in die Erde, um Demevirld mit zusammengebissenen Z?hnen zu b?ndigen. ?Veah... gib mir die Kontrolle." Neveahs Wolf, der endlich wieder auftauchte, nachdem Demevirld ihren Wandel erzwungen hatte. Ohne zu z?gern ¨¹berlie? Neveah ihrem Wolf die Kontrolle, an der sie sich verzweifelt festgehalten hatte, Demevirld manifestierte sich immer dann, wenn Neveah in menschlicher Gestalt war, weil er wusste, dass Neveahs Wolf schwerer zu ¨¹berw?ltigen war. Als die Kontrolle wechselte, hallte Demevirlds zorniges Zischen durch Neveahs Kopf. ?Nicht schon wieder du!", zischte Demevirld w¨¹tend und bezog sich auf Neveahs Wolf. Ein dominierendes Knurren war die einzige Antwort von Neveahs Wolf, sout, dass es in Neveahs Kopf widerhallte und ihr die Ohren klingeln lie?.Neveahs Hand wanderte nach oben und umfasste ihren Kopf, w?hrend schwarze Punkte ihre Sicht ¨¹berzogen. Neveah setzte keinen Widerstand entgegen, ihr Wolf w¨¹rde die Bedrohung durch Demevirld um jeden Preis bek?mpfen. Zwar k?nnte Neveah f¨¹r Demevirld eine leichte Beute sein, doch ein Alpha-K?nigswolf war etwas v?llig anderes. W?hrend Neveah das Bewusstsein verlor, hallten Jians Worte in ihrem Kopf. "Demevirld ist sehr instabil... gef?hrlich. Au?er meinem Vater hat ihn noch niemand beherrscht. Jahre w¨¹rde es dauern, um nur einigerma?en Kontrolle ¨¹ber ihn zu engen... Doch du scheinst eine starke Bindung zu Demevirld zu haben, du kannst seine St?rke kontrollierter einsetzen, als ich je f¨¹r m?glich gehalten h?tte." "Ist das nun gut oder schlecht?" hatte Neveah vorsichtig nachgefragt. "Veah... Ich wei? es nicht, aber ich werde es nicht riskieren, herauszufinden. Ich kann keine Risiken mit dir eingehen... Ich vertraue Demevirld nicht, dass er dir nicht aus egoistischen Gr¨¹nden schadet." "Die Macht, die er aus¨¹bt, wird deinen K?rper zunehmend bsten, und du bist nur zum Teil Drache... Er wird mit der Zeit mehr Kontrolle engen, und die Magischen Tr?nen sind erst der Anfang. Du darfst Demevirld niemals wieder freisetzen; je ?fter du seine Macht nutzt, desto fester bindet er sich an dich..." ~~~~~~~~~~~~ "D¨¹nenf¨¹rst! D¨¹nenf¨¹rst!" Garron riss Neveah aus der Erinnerung und forderte ihre Aufmerksamkeit. Neveah blickte auf ¨C alle um den Tisch sitzenden Augen waren auf sie gerichtet. Selbst Coran hatte seine Erz?hlung unterbrochen und sah sie mit gro?en Augen an. Die Versammlung wurde abrupt unterbrochen. Neveah brauchte nicht zu fragen, warum sie angestarrt wurde; sie sp¨¹rte Demevirlds Pr?senz an der Oberfl?che ihres Geistes, so wie er sich oft heranschlich, seit sie die Kontrolle ¨¹ber ihn verloren hatte. An jenem Tag hatte Neveah einen schweren Fehler begangen; sie hatte ihr Versprechen an Jian und Xenon nicht gehalten und musste seitdem die Konsequenzen tragen. "Deine Augen..." Coran verstummte und machte Neveah auf das aufmerksam, was sie bereits wusste. Neveah sog scharf Luft ein und ummmerte die Kante ihres Sitzes so fest, dass ihre Kn?chel wei? wurden. "Sollen wir Everon rufen?" fragte Garron besorgt und machte Anstalten aufzustehen. Es war nicht das erste Mal, dass die D¨¹nen-Drachen Zeuge von Neveahs Kampf um die Kontrolle ¨¹ber ihren eigenen K?rper gegen die innere Macht wurden, die sie ¨¹berw?ltigen wollte. In den vergangenen Monaten hatte sich Neveah immer wieder anh?ren m¨¹ssen, sie solle Ruhe bewahren und ihren Geist nicht beunruhigenssen ¨C all das aus Angst vor einem erneuten Durchbruch Demevirlds. Die Welt war ?u?erlich wie innerlich zerbrochen, und auch in Neveah war es ein t?glicher Kampf, sich zusammenzuhalten. "Setz dich, Garron. Mir geht es gut..." sagte Neveah zu Garron, die Z?hne zusammenbei?en. "Aber..." setzte Garron zu einem Einwand an. Ein leises Zischen von Neveah brachte ihn mitten im Satz zum Verstummen. Neveah schloss die Augen, und es gab Zeiten, in denen sie nicht mehr unterscheiden konnte, ob ihre Reaktionen wirklich nur ihre eigenen waren, beeinflusst waren... oder ¨¹berhaupt nicht ihr geh?rten. "Fahren Sie bitte fort", wies Neveah Coran an. Chapter 586: Innerlich zerbrochen 2 (Kap.587)

Chapter 586: Innerlich zerbrochen 2 (Kap.587)

Nach einer weiteren halben Stunde kam das Treffen schnell zu einem Ende, es war eine unausgesprochene Vereinbarung angesichts von Neveahs ersichtlichem Kampf, und Neveah protestierte nicht und kommentierte es nicht. Ihr innerer Kampf war allgemein bekannt, sie konnte nicht weiter vorgeben, dass es ihr gut ging, wenn alle bereits wussten, dass dem nicht so war. Neveah blieb auf ihrem tz sitzen, als die D¨¹nendrachen den Versammlungssaal verlie?en. Erst als Neveah alleine war, lie? sie den Atem frei, von dem sie nicht einmal gewusst hatte, dass sie ihn angehalten hatte. Neveah warf einen Blick auf ihre Handfl?che und beobachtete, wie sich die Einstichstellen, wo ihre Krallen in ihre Haut gegraben hatten,ngsam schlossen. So fest hatte Neveah ihre F?uste geballt. Es war eine Herausforderung, eine so m?chtige Kraft wie Demevirld zu z?hmen, besonders mit wenig oder keiner Vorerfahrung in Magie, und das wusste Demevirld auch. ¡¯Wienge ubst du, dass du das aushalten kannst? Mich unterdr¨¹cken?¡¯, verspottete die spukhafte Stimme von Demevirld Neveah in ihrem Kopf. "Songe wie n?tig... songe es dauert", murmelte Neveah als Antwort an Demevirld. "So stark sie auch sein mag, deine W?lfin wird irgendwann ausbrennen, und du wirst nicht weit dahinter sein", drohte Demevirld Neveah d¨¹ster. "Vielleicht... oder vielleicht wirst du zuerst ausbrennen... wer wei? schon, was die Zukunft bringt", entgee Neveah gssen. Sie hatte sich l?ngst an Demevirlds Sticheleien und Drohungen gew?hnt. So sehr, dass sie davon nicht mehr aus der Ruhe gebracht wurde. ¡¯T?richtes M?dchen...¡¯, zischte Demevirld in Neveahs Gedanken und l?ste einen wiederkehrenden Schmerz in ihrem Sch?del aus. Neveah lehnte sich auf dem Stuhl zur¨¹ck und kicherte sp?ttisch. "Das bin ich..." stimmte Neveah ohne zu z?gern zu. Demevirld spottete leise, zog sich jedoch in die Tiefen von Neveahs Unterbewusstsein zur¨¹ck, wie er es immer tat, wenn ein weiterer Versuch von ihm erfolglos blieb. Erst als Demevirlds Pr?senz vollst?ndig verschwunden war, konnte Neveah ihren Wolf richtig wahrnehmen. "Wie h?ltst du das aus?" dachte Neveah besorgt zu ihrem Wolf. Neveah wusste, dass ihr Wolf in derselben schwierigen Lage steckte wie sie, wenn nicht sogar schlimmer. Demevirlds Einfluss sickerte nur dann zu Neveah durch, wenn ihr Wolf den Halt an ihm verlor. "Mir geht es gut, beachte den stolzen Eindringling nicht", versicherte ihr Wolf in einer ruhigen und zuversichtlichen Stimme... ungebrochen und ungez?hmt. Neveah atmete erleichtert auf, f¨¹r einen Moment hatte sie bef¨¹rchtet, dass ihr Wolf dieses Mal verletzt worden war. "Er kann mir nichts tun... wenn er mir schadet, schadet er dir, und er braucht uns lebend, wenn er einen Wirt haben will." "Er kann nur immer wieder vergeblich versuchen, unsere Verteidigung zu ¨¹berwinden und den tz der dominanten Pr?senz in unserem Geist einzunehmen", beruhigte Neveahs Wolf ihre Bedenken. "Warum ist er so darauf erpicht, die Kontrolle zu ¨¹bernehmen?" fragte Neveah ihren Wolf verwirrt. Anfangs war es nur alle paar Tage vorgekommen, doch jetzt musste Neveah sich t?glich mehrmals Demevirlds Unterdr¨¹ckung stellen, wobei manche Tage schlimmer waren als andere. "Er wollte uns urspr¨¹nglich nur so weit treiben, dass unsere Gef?hrtin ihn zur¨¹ckfordert und uns die Qualen erspart... aber jetzt, mit unserer Gef?hrtin...", seufzte Neveahs Wolf in Gedanken, bevor sie sprach.Neveah wusste, dass ihre W?lfin mit "unser Gef?hrte" K?nig Jian meinte. Sowohl Jian als auch Xenon wurden von ihrer W?lfin unterschiedlich, doch gleicherma?en verehrend erw?hnt. Es war f¨¹r Neveah durchaus beneidenswert, wie ihre W?lfin die Rollen von Jian und Xenon festgelegt hatte: den einen bezeice sie als ¡¯unseren Gef?hrten¡¯, den anderen als ¡¯unseren Geliebten¡¯. Indes hatte Neveah selbst kaum Antworten gefunden, und jetzt stand die Frage im Raum, ob sie ¨¹berhaupt noch die M?glichkeit dazu haben w¨¹rde. "Da Jians Zustand unbekannt ist, m?chte Demevirld mich wirklich zu seinem Wirt machen. Er hat keine andere Wahl mehr", vollendete Neveah die unvollendeten Worte ihrer W?lfin. "Deshalb wohl, weil in Jians Abwesenheit niemand so recht wei?, wie man Demevirld Einhalt gebieten kann. Demevirld ist sich bewusst, dass dies seine beste Chance ist", f¨¹gte der Wolf hinzu. Neveah st?hnte ver?rgert; es war eine st?ndige Frustration, keinen Ausweg zu kennen. Noch frustrierender war die Tatsache, dass sie es sich nicht euben konnte, frustriert zu sein. Jedes extreme oder negative Gef¨¹hl und Demevirld w¨¹rde die Gelegenheit nicht verpassen, ihre Gedanken zu beeinflussen. "Negative Emotionen...", murmelte Neveah, Diese waren ein Gro?teil ihres Lebens das Gew?hnlichste und nun mehr denn je. Neveah stand auf und ging zur Karte ¨¹ber, um die neuen Markierungen, die Coran im Laufe der Besprechung gesetzt hatte, genau zu studieren. "Die Schlucht hat sich weiter ausgebreitet und mehr von den dunklen L?ndern verschluckt... Portalzauber ist durch das Miasma instabil, Flucht ein t?dliches Risiko. Es gibt kein ¨¹berqueren, weder auf diese noch auf jene Weise..." "Was ist die L?sung? Wie kann ich euch allen helfen? Was kann ich von hier aus tun?" fragte Neveahut. Eine Frage, die sie den letzten Monat stark besch?ftigt hatte. Neveahs Gedankenstrudel wurde unterbrochen, als sich die T¨¹ren des Versammlungssaals ?fen und Tara hineinschaute. "Veah..." begann Tara, ihre leuchtenden Rehaugen voller Tr?nen. Neveah brauchte nichts zu fragen; sie eilte an Tara vorbei und durch die G?nge der D¨¹nenburg in Richtung der Gem?cher von Lord Orin. Noch auf dem Flur erreichten Neveah die Schreie eines S?uglings, die sie zur Eile trieben. Tara war dicht hinter Neveah, als diese die T¨¹r aufstie?. Die Szene, die sich Neveah bot, war nicht ¨¹berraschend, doch ihr Herz krampfte sich vor Schmerz zusammen. Ein Tablett mit Essen war umgest¨¹rzt, Teller und Speiserestegen ¨¹berall verstreut. Zusammengerollt auf ihrem Bettg Lord Orins Reiterin und Taras ?ltere Schwester, Lady Isalder, ihr kleines Kind haltend und heftig schluchzend. "Er will... nicht trinken... er will einfach nicht essen...", schluchzte Isalder auf, als sie Neveah sah. "Isa...", sagte Neveah mit schmerzerf¨¹llter Stimme. Neveah schloss die Augen und atmete scharf ein, um sich zu beruhigen. "Du gehst duschen und isst auch etwas, Isa. Das ist keine Bitte. Ich werde ihn nehmen", sagte Neveah bestimmt und ging um das Bett herum. Chapter 587: Das einzig Richtige (Kap.588)

Chapter 587: Das einzig Richtige (Kap.588)

"Du wirst selbst duschen und essen gehen, Isa. Ich frage nicht, ich werde ihn nehmen", sagte Neveah fest und ging um das Bett herum. "Ich..." Isalder begann zu protestieren, doch Neveah unterbrach sie. "Dir geht es nicht gut, Isalder!...", zischte Neveah und zuckte zusammen, als der S?ugling vor Schreck ¨¹ber Neveahs Tonfall nochuter weinte. Neveah atmete tief durch und versuchte sich zu beruhigen. ?Das bist nicht du, Veah... das bist nicht du", wiederholte Neveah ihr st?ndiges Mantra im Geiste. ?Du kannst dich kaum auf den Beinen halten und du hast einen Sohn, den du kaum zu versorgen wei?t... du hast Schmerzen, erholst dich noch von der Geburt, trauerst, bist entmutigt... was auch immer... also nein, Isa, es geht dir nicht gut." ?Es gibt nichts an dieser Situation, das in Ordnung ist, und niemand erwartet, dass es dir gut geht. Ich schon gar nicht... du kannst Tara weiter von dir sto?en, aber ube mir, bei mir wirst du damit keinen Erfolg haben", stellte Neveah r. "Gib mir das Kind... bitte. Ich werde ihm kein Haar kr¨¹mmen, nicht einmal, wenn mein Leben davon abh?ngt", sagte Neveah in einem viel ruhigeren, fast flehenden Ton. Neveah wusste, dass sie Isalder, die jetzt nur noch ihr Kind festhalten konnte, w?hrend Orins Aufenthaltsort noch ungewiss war, so viel Sicherheit wie m?glich geben musste. Langsam reichte Isalder ihren S?ugling an Neveah, die das weinende Kind sanft in ihre Arme nahm, bevor sie sich vom Bett erhob. ?Sei jetzt still, mein Kleiner. Lass deine Mama einen Moment ruhen", fl¨¹sterte Neveah liebevoll dem S?ugling zu und wiegte das Kindngsam. Der S?ugling weinte weiter untr?stlich, Neveah hatte nicht erwartet, dass es so einfach sein w¨¹rde. ?Ich werde die n?chsten Stunden bei ihm sein, ichsse ihn von Everon betreuen und bringe ihn satt und ausgeruht zu dir zur¨¹ck. Erfrische dich, iss und ruh dich aus...", Neveah brach ab und blickte sich in Lord Orins Quartier um. Die Jalousien waren noch immer fest verschlossen und kein Licht drang ein. Das Essenstablett, das Isalder wahrscheinlich in ihrer Frustration weggeworfen hatte, hatte den Inhalt fast ¨¹berall verteilt, und ¨¹berall im Raumgen Kleidungsst¨¹cke herum. Beides geh?rte dem S?ugling und Isalder selbst. Neveah seufzte leise. Von allen, die von der Katastrophe zerst?rt worden waren, war Isalder am h?rtesten getroffen und hatte sich bing kaum wieder zurechtgefunden. Man konnte es ihr nicht ver¨¹beln. Lord Orins Reiterin hatte eine schwere Geburt durchgestanden, die sie vor wenigen Monaten fast das Leben gekostet h?tte, und der Heilungsprozess verlief seither zum Leidwesen aller nur sehr schleppend. Isalder hatte immer noch zu k?mpfen, sich um ein Kleinkind zu k¨¹mmern, selbst mit Orins liebevoller Unterst¨¹tzung. Isalder war Orins einziger Schatz, er beh¨¹tete sie wie einen kostbaren Edelstein, lie? nie auch nur das kleinste Unbehagen an sie heran, und Isalder verlie? sich sehr auf ihren Drachen... beide waren sehr aufeinander angewiesen. Und dann, an einem Tag, kippte die Welt pl?tzlich um, und mit ihr brach Isalders gesamte Existenz zusammen, in dem Moment, als Orin auf unbestimmte Zeit von ihr getrennt wurde und alle Kontakte abbrachen. Nun k?mpfte Isalder jeden Tag gerade so durch. Neveah wusste, dass sie sich in einem weit schlimmeren Zustand befunden h?tte, wenn nicht ihr m¨¹tterlicher Instinkt gewesen w?re, sich um ihr Kind zu k¨¹mmern. Selbst dann gab es Tage wie heute, an denen Isalder v?llig die Fassung verlor, und solche Tage traten immer h?ufiger auf, je l?nger dieser Bruch andauerte."Tara, bring Isa in meine Gem?cher. Dieser Ort... er ist zu trostlos. Ich werde jemanden damit beauftragen, aufzur?umen und f¨¹r Ordnung zu sorgen, w?hrend sie sich erholt." murmelte Neveah. Tara nickte und eilte sofort zu ihrer Schwester, um sie zu st¨¹tzen. Neveahs Blick ruhte noch einen Moment auf Isalder, die leise schluchzte, ehe sie sich abwandte und hinausging, den S?ugling immer noch im Arm. Neveah machte sich auf den Weg zu Everons Studierzimmer; der k?nigliche Arzt hatte schnell einen St¨¹tzpunkt im D¨¹nenschloss eingerichtet, nachdem die Katastrophe eingetreten war. Es gab keinen Grund zur Drachenfestung zur¨¹ckzukehren, wenn alle Schwierigkeiten hier in D¨¹nenstadtgen. Im Drachenturm gab es au?erdem die Lords Kirgan und Imagor, die keine andere Wahl hatten, als in Abwesenheit von K?nig Jian die k?niglichen Pflichten zu ¨¹bernehmen. Der Rat der Reiter wurde unruhiger und forderte Krieg gegen die Fae. Die Herren der zehn gro?en Festungen waren verwirrt dar¨¹ber, ob sie sich auf den Krieg vorbereiten sollten oder nicht. Inzwischen wurde die Fae- Bedrohung mit jedem Tag gr??er. Die Drachenfestung sah sich Spannungen gegen¨¹ber, ¨¹ber die Neveah nicht nachdenken wollte. Die Fae waren nach dem Bruch unublich k¨¹hn geworden. In K?nig Jians Abwesenheit hatten sie sich eine Dreistigkeit angeei, die sie zuvor nicht hatten, und sie begannen, die Drachenkontrolle ¨¹ber einige ihrer Handelsrouten zu bestreiten, was zu Auseinandersetzungen mit Verlusten aufseiten der Fae f¨¹hrte. Dies lieferte den Fae den Vorwand, den sie brauchten, um den Krieg zu einem Zeitpunkt zu erkl?ren, von dem sie wussten, dass er f¨¹r die Drachen ?u?erst ungelegen war. Menarx und sein Reiter waren an den Grenzen der Fae, um die Situation im Auge zu behalten und sich auf die erste Unruhe vorzubereiten, von der jeder wusste, dass sie jeden Tag ausbrechen k?nnte. In Festung Scabbard hingegen gab es Ger¨¹chte ¨¹ber eine Seuche, die sich schnell ausbreitete und nur Menschen und keine anderen Spezies betraf. Was genau sie war, wusste niemand, aber es war wahrhaft beunruhigend, und Estelle und Dante hatten Neveah und die D¨¹nen-Drachen stets ¨¹ber die Lage auf dem Laufenden gehalten. Die Festung befand sich in einer Lage, die nur von der k?niglichen Garde bew?ltigt werden konnte - oder was von ihr ¨¹brig war. Neveah hatte mit den D¨¹nen genug zu tun. Everon war zudem geblieben, um Neveah in den D¨¹nen zu unterst¨¹tzen. Er und die drei ?ltesten, die Jian vor einem Monat eingden hatte, waren voll damit besch?ftigt, Wege zu finden, um Demevirld herauszuziehen. Eine Aufgabe, die Neveah dadurch noch erschwert hatte, dass sie Demevirld freigssen und ihre Bindung weiter gefestigt hatte. "Alles ist einfach falsch... alles..." murmelte Neveah vor sich hin. Sie blickte zu dem S?ugling hinunter, der jetzt etwas ruhiger war und dessen Weinen aufgeh?rt hatte. Er nuckelte an seinem Daumen und sah Neveah mit gro?en, tr?nen¨¹berstr?mten Augen an. "Alles au?er dir, mein Kleiner. Du bist genau richtig..." Neveah richtete sich auf, ein schwaches L?cheln auf den Lippen. "Vielleicht bist du der Einzige, der noch richtig ist..." f¨¹gte Neveah mit einem schweren Seufzer hinzu. Chapter 588: Alles für dich (Kap.589)

Chapter 588: Alles f¨¹r dich (Kap.589)

Der gefl¨¹gelte Mann sa? wie immer am Rand der Klippe und blickte in die weiten T?ler vor sich. Diese T?ler hatten f¨¹r ihn stets eine zauberhafte Sch?nheit, die ihn immer wieder an diesen Ort zur¨¹ckziehen lie?, bis er dort schlie?lich die meisten seiner Tage und N?chte verbrachte, ohne je m¨¹de des Anblicks zu werden. Doch dieses Mal war es anders als zuvor. Die sanft geschwungenen T?ler und die Wiesen mit ihren giftigen Blumen vermochten es nicht, irgendeine Art von Aufregung in dem gefl¨¹gelten Mann auszul?sen oder ihn zu beruhigen. Die Sch?nheit, an die er sich so oft verloren hatte, war nun nicht mehr zu finden; es gab kein Sch?nes, wenn Zorn in seinem Herzen g?rte, sich gef?hrlich wand und nach einem Ventil suchte, um freigesetzt zu werden. Statt eines mncholischen oder gssenen Ausdrucks, wie man ihn gew?hnlich bei dem gefl¨¹gelten Mann sah, zeicen sich nun Spuren von Unruhe auf seinem Gesicht ab, insbesondere in seinen Augen. Anstelle von Stille, die er bevorzugte, kratzten seine uen immer wieder ¨¹ber den Boden und vertilgten jede Regung von Ruhe, die es h?tte geben k?nnen. Es war nicht allt?glich, dass die Dinge nach n liefen; das wusste der gefl¨¹gelte Mann nur zu gut. Aber zumindestgen Erfolg und Misserfolg in seiner eigenen Hand. Was f¨¹r den gefl¨¹gelten Mann am wenigsten akzeptabel war, war ein Ergebnis, das vollkommen au?erhalb seiner Kontrolleg... das konnte er nicht ertragen und hatte er auch nicht auf irgendeine Weise heraufbeschw?rt. Nun sa? der gefl¨¹gelte Mann da und gr¨¹belte dar¨¹ber nach, wann und wie ihm die Kontrolle entglitten war und vor allem, wie er sie auf grausamste Weise wiederengen k?nnte. Seine d¨¹steren Gedanken waren nur ein Mittel, seinen Verstand zu besch?ftigen, w?hrend er wartete. Und gerade als die Geduld des gefl¨¹gelten Mannes zu schwinden begann, war das Warten vorbei. "Mein Herr," begr¨¹?te ihn Celeste, als das Wischen der Magie eines Portals verklungen war. Der gefl¨¹gelte Mann l?chelte leicht und blickte ¨¹ber die Schulter zu Celeste. Sie sah gut aus, viel zu gut f¨¹r jemanden, der ihm schnell zur Last wurde. "Setz dich zu mir. Ich m?chte einige Gedanken teilen... und da bist du mir eingefallen," sagte der gefl¨¹gelte Mann zu Celeste, wobei seine Stimme v?llig ruhig ng ¨C im Kontrast zu seinen wahren Empfindungen. "Es ist mir recht, zu stehen," lehnte Celeste mit einer kleinen Verbeugung ab, trat jedoch n?her, sodass sie unmittelbar hinter dem gefl¨¹gelten Mann stand. Der gefl¨¹gelte Mann begann nicht sofort zu sprechen. Er verharrte einen Momentng in Stille, bevor er seine Stimme erhob. "Wei?t du, was ich als den gr??ten Sieg betrachten w¨¹rde, wenn ich die Welt zu meinen F¨¹?en h?tte?" fragte der gefl¨¹gelte Mann Celeste leise. "Echte Vorherrschaft, ¨¹ber das, was die Drachendynastie erreicht hat..." mutma?te Celeste. Der gefl¨¹gelte Mann l?chelte leise und sch¨¹ttelte den Kopf. "Echte Vorherrschaft ist nur eine Illusion. Ich m¨¹sste es wissen. Ich bin doch drachengeboren, oder?" gab er zur¨¹ck und warf Celeste einen Blick zu. Celeste neigte ihren Kopf leicht als Entschuldigung, weil sie vielleicht die falschen Worte gew?hlt hatte. "Der Aufstand... hat die Welt enng der ethnischen Gruppen und innerhalb dieser Gruppen nach St?mmen und sogar nach ns gespalten..." begann der gefl¨¹gelte Mann. "Der Sturz hat die Welt weiter aufgeteilt, in diejenigen, die von dunkler Magie ber¨¹hrt wurden und jene, die unber¨¹hrt blieben... Drache gegen Drache, Bruder gegen Bruder, ein unvers?hnliches Zerw¨¹rfnis." "Mit jeder Dynastie schwand ein weiteres St¨¹ck des Reiches dahin... zuerst das Dunkle Reich, dann die Hexen, dann der Signe-Stamm... jeder neue Herrscher brachte eine Dezimierung mit sich. Manchmal war es eine Notwendigkeit... in anderen F?llen weniger." "Die gr??te Errungenschaft w?re, die Welt in einem St¨¹ck zu gewinnen. Die gesamte Welt, ganz... so wie sie ist. Deshalb habe ich weder Fort zed noch eine der zehn gro?en Festungen zerst?rt." "Die Welt ist nicht mein Feind, versteht ihr... sie sind gleicherma?en bedauernswert, ins Kreuzfeuer geraten zu sein. Doch damit die Welt erneuert werden kann, muss es Chaos, Zerst?rung und Tod geben... so viel wie n?tig. Nur aus der Asche kann neues Leben entstehen... Ich habe mich mit der Tatsache abgefunden, dass ich diesen gr??ten Triumph niemals erreichen werde," murmelte der gefl¨¹gelte Mann. "Alles l?uft nach n... als ob das Universum zu meinen Gunsten arbeitet, die Welt selbst ist entzweigebrochen... Chaos, Schrecken und Panik sind ¨¹berall verbreitet, genau das Ergebnis, das ich mir vorgestellt hatte..." Der gefl¨¹gelte Mann brach ab. "Wenn ich jemand w?re, der an Gl¨¹ck uben k?nnte, w?re ich jetzt erfreut... aber ich ube nicht an so etwas wie Gl¨¹ck. Sag mir, Celeste, geh?rt der Sieg wahrhaftig mir... oder dient er nur euren eigenen Absichten?" fragte der gefl¨¹gelte Mann, noch immer ruhig in der Stimme. Celestes Augenbrauen zuckten leicht, obwohl sie ihre Miene unter Kontrolle hielt. Sie hatte gewusst, dass der gefl¨¹gelte Mann irgendwann entdecken w¨¹rde, was sie getan hatte, und sie hatte sich darauf vorbereitet, ihm gegen¨¹berzutreten, wenn dieser Tag kam."Welchen Zweck k?nnte ich haben, abgesehen von deinem Ziel?" fragte Celeste. "Vielleicht, um Azkar loszuwerden, w?hrend er noch schwach ist? Ist es nicht seltsam, dass der Bruch genau dann passierte, als er auf der anderen Seite war?" fragte der gefl¨¹gelte Mann rhetorisch. "Ich konnte das nicht wissen. Eure Lordschaft hat Azkars Missionen immer vor mir geheim gehalten", entgee Celeste. "Und so r?chst du dich an mir? Indem du sicherstellst, dass Azkar auf eine Weise entfernt wird, die ich nicht r¨¹ckg?ngig machen kann? Indem du mich mit niemand anderem als dir selbst als Vertrauten zur¨¹ckl?sst?" fragte der gefl¨¹gelte Mann. Celestes Blick schweifte zur Seite; der gefl¨¹gelte Mann war sich offensichtlich sicher, dass sie von Azkars Verbleib in den dunklen Landen wusste, und sie konnte es nicht l?nger leugnen, das w¨¹rde ihn nur weiter provozieren. "Azkar hat f¨¹r dich Fort zed eingenommen, und ich habe die Welt f¨¹r dich zerst?rt. Habe ich mich nicht als w¨¹rdig f¨¹r dein Vertrauen erwiesen? Ich habe Azkar die M?glichkeit gegeben, deine Feinde ohne Einmischung zu vernichten... das alles tue ich aus Loyalit?t zu dir", sagte Celeste, w?hrend ein sch¨¹chternes L?cheln ihre Lippen zierte. "Loyalit?t...", murmelte der gefl¨¹gelte Mann leise. Die Worte schmeckten bitter auf seiner Zunge, einfach weil der gefl¨¹gelte Mann Celeste zu gut kannte und genau wusste, was sie begehrte. "Was hast du mit Verothrax gemacht?" fragte der gefl¨¹gelte Mann nach einer kurzen Stille. "Ich habe den Drachen nur daran erinnert, warum die Magie nicht ihnen geh?rt... Siehst du, Magie kann entweder ein Geschenk oder ein Fluch sein... je nachdem, in wessen H?nden sie liegt", sagte Celeste leise. "Du hast Verothrax mit der magischen Kraft gef¨¹ttert, die du die Zwerge hast stehlenssen, um seine eigene Magie zu untergraben, w?hrend die Zwerge die Schuld daf¨¹r tragen mussten, und nun auch die Fae... du musst gewusst haben, dass Verothrax erwachen w¨¹rde, als wir Fort zed einnahmen", murmelte der gefl¨¹gelte Mann in der Erkenntnis. "Die Welt, die sie zu sch¨¹tzen geschworen haben, wurde von einem der ihren verletzt. Das ist ein schwerer Scg f¨¹r die Drachen", erkl?rte Celeste, wobei sich Aufregung in ihren Tonfall mischte. "Wienge ist es her, dass du wieder mit deinen Leuten kommuniziert hast? Die ganze Aufregung um den Krieg hast auch du gesch¨¹rt. Du hast die Fae unter Kontrolle... und jemand Wertvolles in der Drachenfeste, das ist der einzige Weg, wie du an den streng bewachten Verothrax gngen konntest", murmelte der gefl¨¹gelte Mann. "Wer ist es? Wen habt ihr in die Drachenfeste eingeschleust?" fragte der gefl¨¹gelte Mann. Celestes L?cheln wurde breiter und sie neigte ihren Kopf zur Seite. "Ich werde Eure Lordschaft nicht mit den Details meiner Quellen bsten. Euer Lordschaft muss nur darauf vertrauen, dass alles, was ich tue, f¨¹r Euch tue", sagte Celeste sch¨¹chtern. "Es war mein Fehler... dass ich euch untersch?tzt habe, Celeste", murmelte der gefl¨¹gelte Mann und seine Lippen zuckten am¨¹siert. Er warf einen Blick ¨¹ber seine Schulter zu Celeste. "Dann solltest du dieses Mal besser nicht scheitern. Um alle loszuwerden, die du loswerden willst... Azkar, den Drachenk?nig, Lord Xenon, sorge daf¨¹r, dass keiner von ihnen zur¨¹ckkehrt. Denn sollte einer von ihnen ¨¹berleben..." Der gefl¨¹gelte Mann brach ab. "Lassen wir beide hoffen, dass wir einen solchen Tag nicht erleben werden", schloss der gefl¨¹gelte Mann. _________________ "Das D¨¹nenschloss berichtet, dass keine Portale durch das Miasma gehen, kein einziges! Der Nebel wird von Tag zu Tag giftiger! Und es gibt eine verdammte Seuche in Scabbard! Ganz zu schweigen von den Fae... diesen schrecklichen Wesen!" "Ist schon ein ganzer Monat vergangen! Soll ich hier einfach mit der Stadtwache sitzen, w?hrend mein Lehnsherr da drau?en ist?!" "Verdammt noch mal!", br¨¹llte Lodenworth vor Wut und warf den Kartentisch vor sich um. Er fuhr sich frustriert mit der Hand durch die Haare, bevor ihm r wurde, dass er nicht allein war. Ke sa? an der Seite und starrte mit gro?en Augen zu ihm auf, ihre Hand ummmerte ihren Unterleib. Lodenworth atmete schwer und erinnerte sich daran, dass er gerade un¨¹berlegt Kes Art verflucht hatte. Er ¨¹berbr¨¹ckte den Abstand zwischen ihnen, kniete sich nieder und legte eine Hand ¨¹ber Kes Hand. "Verzeih mir, ich wollte dich nicht erschrecken... Ich hoffe, ich habe unseren Sohn nicht beunruhigt", erwiderte Lodenworth besorgt. "Unser Sohn... Lodenworth. Bei allem, was du tust, darfst du nicht vergessen, dass es nicht mehr nur uns gibt... du musst einen ren Kopf behalten, besonders jetzt", bes?nftigte Ke Lodenworth. Lodenworth murmelte leise vor sich hin, nickte aber. "Es ist ein Segen, dich zu haben, Ke. Du bist das Einzige, was mich in diesen schwierigen Zeiten bei Verstand h?lt", fl¨¹sterte Lodenworth leise. Chapter 589: Ansteckung (Kap. 590)

Chapter 589: Ansteckung (Kap. 590)

~Fort Scabbard Die Sonne begann gerade ¨¹ber der kleinen Stadt aufzusteigen, doch ein Gef¨¹hl der Unruhe hatte sich bereits unter den Einwohnern ausgebreitet ¨C ein Gef¨¹hl, das gekommen zu sein schien, um zu bleiben. Die einst belebten Stra?en waren nun gespenstisch still, und nur wenige Menschen wagten sich in den fr¨¹hen Morgenstunden aus den dringendsten Gr¨¹nden nach drau?en und sonst nichts. Vielleicht aus der Angst heraus, dass eine solche ungew?hnliche Stunde sie anf?lliger f¨¹r die Ansteckung machen k?nnte. Vor ihnen kreisten die Patrouillendrachen, weit au?erhalb der Sicht der Menschen, aber niedrig genug, um die Siedlung im Auge zu behalten. Doch so sehr sie auch wachten, gegen diese Bedrohung konnten weder ihr Feuer noch ihre Kraft etwas ausrichten. Alles, was sie tun konnten, war besorgt zuzusehen, wie sich die Lage rapide verschlechterte und eine Stadt, diengsam von innen heraus verw¨¹stet wurde, genau ¨¹berwachten. Es handelte sich um die Siedlung am Rande von Fort Scabbard, und die ersten Anzeichen der seltsamen Seuche waren hier aufgetreten, zun?chst mit den h?ufigsten Symptomen wie Husten und Fieber, bald darauf aber auch mit weniger wahrscheinlichen Symptomen wie welkender Haut. Und so hatte es begonnen: ein Husten hier, ein Fieber dort, und es verbreitete sich schnell von einem zum anderen. In einer Siedlung, die mehrheitlich von Menschen bewohnt war, war die Geschwindigkeit der Ausbreitung unvorstellbar. Die Stra?en, die einst gesch?ftig und voller Leben waren, eine Siedlung, die vom ersten Morgengrauen an wach war, sah nun ganz andere Tage. Nicht nur die betroffene Rasse, sondern auch die anderen Rassen, die nicht von der Seuche befallen waren, hatten dem Schrecken und der Furcht nachgegeben, wer als n?chstes von der Seuche betroffen sein k?nnte. Die Stra?en waren nun mit leeren H?usern und geschlossenen Fensterl?den ges?umt. Gelegentlich unterbrach das Knarren einer T¨¹r die Stille, nur um dann von einem Hustenanfall gefolgt zu werden. Alle B¨¹rger hatten innerhalb der Grenzen ihrer eigenen H?user Restriktionen verh?ngt in dem schwachen Versuch, sich vor der unsichtbaren Bedrohung zu sch¨¹tzen, die ¨¹ber der Stadt schwebte. Der Markttz bot einen weiteren entmutigenden Anblick: Wo einst die H?ndler stolz ihre Waren ausstellten, waren nur noch vessene St?nde ¨¹brig, die von einer feinen Staubschicht bedeckt waren, die mit jedem Tag dicker wurde. Der Geruch von verfaultem Obst und Gem¨¹seg in der Luft, doch niemand schien die Mu?e zu haben, sich darum zu k¨¹mmern. Auf dem Stadttz, wo fr¨¹her die Kinder um den gro?en Brunnen spielten, stand nun ein leerer Brunnen, umgeben von verwelkten Blumen. Eine Gruppe von Stadtbeamten eilte durch die Stra?en zum Scabbard-Turm. Ihre Gesichter waren grimmig, w?hrend sie schweigend weitergingen, Berichte ¨¹ber noch gr??ere Opferzahlen in den H?nden haltend, die Symptome der Seuche zeigten. Als die Morgend?mmerung ¨¹ber die Stadt hereinbrach und diengen Schatten ¨¹ber die vessenen Stra?en und stillen Geb?ude warf, war die Atmosph?re der Angst und Unsicherheit greifbar, jeder neue Tag brachte schrecklichere Nachrichten ¨¹ber diese seltsame Ansteckung mit sich, Die Ausbr¨¹che der Seuche hatten sich festgesetzt und hinterlie?en ihre Spuren in jedem Winkel von Fort Scabbard, und keine Seele blieb davon unber¨¹hrt. "Dort, Dante." Estelle deutete auf eine Gruppe von H?uschen weit unten, aus denen ein kleiner Rauchschwaden aufstieg.Dante st¨¹rzte schnell hinab, und je n?her sie kamen, umso deutlicher sahen sie das Feuer, das von einer einzelnen H¨¹tte ausging und siengsam in mmen aufgehen lie?. Doch niemand eilte herbei, um das Feuer zu l?schen. Stattdessen hatte sich eine kleine w¨¹tende Menschengruppe versammelt, die jeden, der nur Gutes im Sinn hatte, daran hinderte, hindurchzugehen. "Sie hat das ¨¹bel ¨¹ber uns gebracht! Es begann bei einem Haus und hat sich auf die anderen in der Marlowstra?e ausgebreitet! Wir m¨¹ssen es stoppen!" schrie eine aufgebrachte Stimme. Viele andere Stimmen stimmten dem w¨¹tenden Ruf zu. "Verbrennt es! Je schneller sie stirbt, desto sicherer sind wir alle!" br¨¹llte eine weitere Stimme. Es war noch zu fr¨¹h am Tag f¨¹r solch einen Aufruhr. Aber je weiter sich die Ansteckung ausbreitete und die Panik und Furcht damit anstiegen, desto gr??er wurde auch die Unruhe. "Ich kann hier nichtnden", dachte Dante zu Estelle. "Ich werde zurechtkommen", antwortete Estelle. "Es ist der junge Lord Scabbard!" rief jemand in der Menge, als er als Erster Dante erblickte, gerade als dieser herabschoss. Dante stoppte seinen Flug kurz ¨¹ber den D?chern der H¨¹tten und Estelle sprang ab, bevor Dante wieder aufstieg; er entfernte sich jedoch nicht weit. Stattdessen schwebte er ¨¹ber dem Geschehen und warf mit seiner massiven Drachengestalt einen Schatten. Estelle sprang vom Dach,ndete in einer Hocke auf dem Boden und st¨¹rzte sich mit vor Wut gl¨¹henden Augen auf die kleine Menge zu. Beim Anblick von Dante trat totenstille ein und seine noch sichtbare Anwesenheit gen¨¹gte, um jeden Protest zum Verstummen zu bringen... alle au?er einen. "Der Befehl vom Scabbard Turm besagte, dass wir drinnen bleiben sollten, und das haben wir getan! Das M?dchen ging in die Marlowstra?e und ist infiziert zur¨¹ckgekehrt! Sie hat die Regeln gebrochen, warum m¨¹ssen wir f¨¹r ihren Ungehorsam leiden?! Es ist unser Recht, das ¨¹bel auszumerzen!" erkl?rte ein Mann mittleren Alters in aristokratischen Gew?ndern schroff. Seine Worte fanden bei der restlichen Menge Zustimmung. "Beendet diesen Wahnsinn sofort, bei Gott helfe mir!" schrie Estelle w¨¹tend. Ihre Wut wurde von einem warnenden Knurren Dantes oben und einer Dampfwolke unterstrichen, die die Menge erneut verstummen lie?. Estelle dr?ngte sich durch die Menge. Sie verschwendete keine Zeit und rannte auf die brennende H¨¹tte zu, griff schnell nach den Barrikaden, die die T¨¹ren blockierten und die Opfer des Aufruhrs einsperrten. Estelle zischte, als der Eisenhandgriff des schweren Wagens ihre Handfl?che beim Ber¨¹hren versengte. Dante br¨¹llte aufgeregt von oben, aber Estelle beachtete ihn nicht, sie packte den Wagen und warf ihn mit einem kr?ftigen Ruck zur Seite. Chapter 590: Ansteckung 2 (Kap.591)

Chapter 590: Ansteckung 2 (Kap.591)

Die Holzt¨¹ren schwangen auf, und im Hof der H¨¹tte stand ein junges Paar, das sich ummmerte, w?hrend brennende Tr¨¹mmer von ihrem Heim herabfielen. Sie starrten Estelle an, ungl?ubig, dass die T¨¹ren gerade noch rechtzeitig ge?f worden waren. Ihre junge Tochter, die kaum ?lter als zehn Jahre sein konnte, wurde zwischen ihnen gehalten, kaum bei Bewusstsein. Sie zitterte und keuchte heftig ¨C offensichtliche Anzeichen der Seuche. ?Kommt raus! Beeilt euch!", rief Estelle eindringlich. Das Paar riss sich aus seiner Starre und eilte mit der kr?nklichen Tochter aus der brennenden Hutte auf Estelle zu, gerade als das Geb?ude zu br?ckeln begann. Ein kastanienbrauner Drache stie? herab, sein K?rper sch¨¹tzte die Bewohner vor den brennenden Tr¨¹mmern und schleuderte Estelle und das Paar fort, weg von den herabfallenden feurigen Brocken. Seine gewaltigen Fl¨¹gel rissen in die D?cher benachbarter H¨¹tten und verursachten den Schaden, den er hatte vermeiden wollen. Dante verwandelte sich und lief ¨¹ber die Tr¨¹mmer, als seien die brennenden H?lzer und der Schutt nichts weiter als ein gew?hnlicher Pfad. Er n?herte sich Estelle, die sich gerade von ihrem Sturz aufgerappelt hatte. Er hockte sich hin und nahm ihre Hand, um das Ausma? des Schadens am hei?en Eisen Griff des Wagens zu pr¨¹fen, den sie gezogen hatte. Estelle sa? einfach da und lie? Dante seine Einsch?tzung vornehmen, wissend, dass dies die einzige M?glichkeit war, seine Sorgen zu bes?nftigen. Als Dante zufriedengestellt war, half er ihr auf die Beine, bevor er der aufgebrachten Menge einen vernichtenden Blick zuwarf. ?Begreift ihr, dass Mord auf dem Gebiet von Scabbard ein Verbrechen ist, ungeachtet der Beweggr¨¹nde?! ubt ihr, die Seuche gibt euch das Recht, euch barbarisch aufzuf¨¹hren?! H?user in der Stadt anzuz¨¹nden?!", br¨¹llte Dante w¨¹tend. Die Anf¨¹hrer des P?bels zogen sich eilig bei dem sichtbaren Zorn Dantes zur¨¹ck. ?Verzieht euch... sofort!", befahl Dante streng, seine Stimme hallte ¨¹ber die still protestierende Menge. Die Menge zerstreute sich schnell, bis nur Dante, Estelle und das Paar ¨¹brig blieben, dem der Tod so knapp erspart geblieben war. ?Danke, mein Herr... meine Dame.", Der Vater des kranken M?dchens brachte seine Dankbarkeit heftig zum Ausdruck und verneigte sich tief. W?hrend er sich verbeugte, zitterten seine Schultern sichtbar, und Estelles Herz brach bei dem Anblick. ?Dank ist nicht n?tig. Eure Tochter braucht dringend ?rztliche Hilfe, und Euer Heim ist...", Estelle stockte. ?Nicht mehr bewohnbar. Ich werde f¨¹r euch eine vor¨¹bergehende Unterkunft im Sanit?tsbereich vorbereitenssen, bis Euer Heim wiederaufgebaut wird.", versicherte Estelle. ?Ich danke Ihnen...", brachte der Mann hervor, noch immer schluchzend. Estelle seufzte leise, und Dante griff nach ihrer Hand und zog sie von hinten, ein Zeichen, dass es Zeit war zu gehen. Obwohl die Drachen Hilfe leisten konnten, wenn sie gebraucht wurde, hielten sie sich doch aus dem Leben der B¨¹rger heraus. Estelle nickte verst?ndnisvoll und wandte sich um, Dante zu folgen, doch ein schmerzerf¨¹llter Schrei hinter ihnen hielt beide in ihren Spuren an. ?Nein! Nein!", schluchzte die junge Mutter des kranken Kindes. Estelle drehte sich um, ihre Augen weiteten sich, als sie die scffe Hand des kleinen M?dchens neben ihr sah.Estelle wollte zu ihr eilen, aber Dante hielt sie zur¨¹ck. Sie blickte betroffen zu Dante, und er sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Dante ging selbst zur schluchzenden Mutter, kniete sich hin und suchte nach Lebenszeichen. Doch sein Gesichtsausdruck verriet, dass er bereits wusste, dass es keine Hoffnung gab. Er nahm die Hand des kleinen M?dchens und krempelte ihren ?rmel hoch. Seine Augenbrauen zuckten leicht, als er sah, dass ihre Haut sich gekr?uselt hatte und eine aschfahle Farbe angenommen hatte. Nicht nur ihr Gesicht, sondern auch der Rest ihres K?rpers war vom dritten Symptom befallen. Estelle fuhr schockiert die H?nde an die Lippen, ihre Augen weit und schmerzerf¨¹llt. "Sagen Sie mir, dass es ihr gut geht ... sagen Sie mir, dass mein Baby nur schl?ft ..." schluchzte die verzweifelte Mutter und mmerte sich an Dantes Hand. "Vergeben Sie mir, Mdy... und nehmen Sie mein Beileid entgegen." erwiderte Dante leise, "Sie sagten, sie k?nnte gerettet werden! Sie haben es mir versprochen!" schrie die junge Mutter aus, Wem sie diese Vorw¨¹rfe machte, war weder Dante noch Estelle r. Aber mit einem ernsten Gesichtsausdruck erhob sich Dante und zog sich von der trauernden Mutter zur¨¹ck. Der Vater des Kindes stand immer noch regungslos da, als w?re er vom Blitz getroffen, und Dante neigte respektvoll den Kopf, bevor er an Estelle vorbeiging. "Das kann nicht sein... eben ging es ihr noch gut... sie hat noch geatmet..." fl¨¹sterte Estelle entsetzt zu Dante. Dante legte einen Arm um Estelles Schulter und zog sie an sich heran, gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "Sie ist von uns gegangen, Elle... fasst euch." murmelte Dante leise. "Aber... aber wie? Es wurden keine Todesf?lle durch die Seuche in diesem Monat verzeic.... keine..." fl¨¹sterte Estelle und mmerte sich an Dantes Gewand. "Ich f¨¹rchte, die Statistik hat sich ge?ndert ... dies ... ist der erste Todesfall." fl¨¹sterte Dante. Seit einem Monat w¨¹tete die Seuche, und obwohl viele infiziert waren und die Zahl t?glich rapider anstieg, gab es keine Berichte ¨¹ber Todesf?lle. Die ersten und zweiten Symptome traten schnell auf, aber das dritte war vielngsamer; die Haut der Opfer verwelkte nach und nach. Dies war das erste Mal, dass das dritte Symptom so schnell wirkte, und das Ergebnis der vollst?ndigen Ausbreitung des dritten Symptoms war nun offensichtlich: der Tod. Mit dem ersten verzeicen Todesfall stellte die Ansteckung einen ganz neuen Schrecken dar, eine Best?tigung, dass sie tats?chlich t?dlich war. Eine d¨¹stere Stille legte sich ¨¹ber die beiden, eine Stille, die durchbrochen wurde, denn die Schreie und das Wehgen der trauernden Mutter hallten durch die stillen Stra?en zu dieser fr¨¹hen Morgenstunde. Viele beobachteten von hinter ihren T¨¹ren aus, entsetzt und ?ngstlich, aber niemand wagte es, hinauszugehen und Trost zu spenden, aus Angst, das n?chste Opfer zu werden. "Wir sollten zum Turm zur¨¹ckkehren..." fl¨¹sterte Dante zu Estelle. Aber Estelle stand nur da, erstarrt, und starrte hinter sich... Chapter 591: Probleme im überfluss (Kap.592)

Chapter 591: Probleme im ¨¹berfluss (Kap.592)

"Elle... Elle...", rief Dante behutsam, um Estelles Aufmerksamkeit zu gewinnen, w?hrend seine Brauen besorgt zusammengezogen waren. Sie waren gerade zum Schwertturm zur¨¹ckgekehrt, und Estelle war abgestiegen und stand nun an einer S?ule, wartete auf Dante. Doch jetzt, wo Dante sich regte, wurde r, dass Estelles Geist ¨¹berhaupt nicht anwesend war. Estelles Blick war in die Ferne gerichtet, und es brauchte einige Rufe von Dante, um sie wieder in die Realit?t zur¨¹ckzuholen. "Hmm?", fragte Estelle und r¨¹ttelte sich ein wenig, w?hrend ihr Blick auf Dantes sorgenvolle Augen fiel. Dante sp¨¹rte, dass Estelles Herz vom unerwarteten Tod des kleinen M?dchens schwer getroffen war, und er war sich unsicher, was er sagen k?nnte, um ihr Trost zu spenden. "Geht es dir gut?" fragte Dante vorsichtig und beobachtete Estelles Reaktion. Estelle l?chelte schwach, ein so offensichtlich erzwungenes L?cheln, dass selbst jemand, der sie nicht so gut kannte wie Dante, erkannt h?tte, dass ihr L?cheln alles andere als ehrlich war. Dann nickte Estelle mit dem Kopf, als wollte sie eine zus?tzliche Best?tigung geben, was ihr allerdings nicht gng. "Du warst noch nie gut darin, zu l¨¹gen, Elle", erinnerte Dante Estelle sanft. Estelles L?cheln verschwand und sie atmete bebend aus. Sie drehte sich um, ummmerte das Gel?nder der Landettform und beugte sich dar¨¹ber, in der Hoffnung, die widerspr¨¹chlichen Emotionen in ihren Augen zu verbergen. "Dieses Kind... es ist gestorben, Dante. Es ist einfach... gestorben...", sagte Estelle leise. "Das ist es", best?tigte Dante in einem ruhigen, gefassten Ton. Estelle st?hnte leise, von einer unverdienten Wut erfasst, w?hrend ihre Gef¨¹hle heftig aufgew¨¹hlt wurden. "Mach das nicht, Dante. Tu nicht so, als w?re dies nur ein weiterer Arbeitstag. Tu nicht so, als g?be es nichts weiter als eine neue Statistik, die man notieren m¨¹sste..." "Schieb es nicht einfach beiseite und mach weiter wie immer. Das war ein Kind... ein lebendiges Kind, kein Staub auf deinem Umhang, den du abrei?seln kannst. Sei nicht so gssen, als w?re alles in Ordnung, denn nichts davon ist in Ordnung... gar nichts davon...", fl¨¹sterte Estelle ver?rgert. Dante runzelte die Stirn, verdutzt dar¨¹ber, dass er nun der Angegte war. "Ich sehe, du bist aufgeregt und brauchst etwas Zeit, um dich zu beruhigen. M?chtest du, dass ich bleibe oder gehen soll?" fragte Dante Estelle nach einem Moment des Schweigens. Estelle schnaubte ungl?ubig ¨¹ber Dantes Frage und drehte sich um, um ihm gegen¨¹berzutreten. "Ich w¨¹rde bevorzugen, dass du meine Worte nicht ignorierst und mir eine direkte Antwort gibst", entgee Estelle. "Du hast keine Fragen gestellt, Elle. Du hast Vorw¨¹rfe erhoben, auf die mein Dementi angesichts deines emotionalen Zustands wahrscheinlich wenig ausrichten wird", antwortete Dante n¨¹chtern. "Mein emotionaler Zustand...", murmelte Estelle vor sich hin und ihre Stirng noch tiefer in Falten."Da haben wir es wieder, du denkst ¨¹ber alles, als ob es eine Mission w?re, bei der man objektiv sein muss..." sagte Estelle mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Willst du, dass ich zusammenbreche und jammere? Oder w?re es dir lieber, ich h?tte dem Paar die Todesbest?tigung vorenthalten, um sie ihnen dann von einem anderen Pr¨¹fer zukommen zussen? Wenn ich das alles nicht tue, bin ich dann unbeteiligt und unber¨¹hrt von dem Tod?" fragte Dante, sein Tonfall war immer noch ruhig. Estelle schwieg, sie wusste auch, dass sie in gewissem Ma?e unvern¨¹nftig war, aber sie konnte nichts daf¨¹r, dass sie so ersch¨¹ttert war und Dante v?llig in Ordnung schien. "Ich kann nur... Ich kann die meiste Zeit nicht sagen, wie du dich wirklich f¨¹hlst. Ich wei? nicht, ob ich blind geworden bin... Ich konnte so gut in dir lesen, als wir viel j¨¹nger waren, aber jetzt f?llt es mir schwer..." "Ist es wirklich so, dass du bei allem so ruhig und gssen bist? Warst du immer so zur¨¹ckhaltend und kontrolliert? Wann wurde es zu einem so schweren Verbrechen, deinen Gef¨¹hlen in w¨¹rdigen Situationen freien Lauf zussen ... oder sind die Gef¨¹hle einfach ... nicht da?" fragte Estelle Dante, eine Frage nach der anderen. "Geht es um das Kind? Geht es um uns? Oder um beides?" Dante bat Estelle um rheit. "Ich ... ich wei? es nicht." murmelte Estelle. Es war ¨¹ber ein Jahr her, und in vielerlei Hinsicht hatte Estelle Gewissheit engt, doch in ebenso vieler Hinsicht wuchs die Unsicherheit mit jedem Tag, gen?hrt durch ihre Unf?higkeit, Dante so gut zu verstehen, wie sie es gerne getan h?tte. Auf welche Fragen wollte Estelle wirklich Antworten? Estelle selbst war sich nicht sicher. "Ich habe den Tod gesehen, Elle. Zu viel davon, und das Einzige, was ich gelernt habe, ist, dass der Tod eine Endg¨¹ltigkeit ist. Das Kind ist ein Opfer der schrecklichen Situation, die Fort Scabbard getroffen hat ... das Kind wird ein ewiges Symbol f¨¹r unser Versagen als Besch¨¹tzer dieser Festung sein." "Was sind meine Tr?nen wert? Bin ich es wert, in dieser Zeit zu trauern? Es gibt noch Hunderte, die von der Seuche befallen sind, Hunderte von Leben, die auf dem Spiel stehen..." "Die Ansteckung ist t?dlich, wenn das dritte Symptom vollst?ndig manifestiert ist, die Ansteckung ist f¨¹r die Jungen noch b?sartiger als f¨¹r die Alten, in nur wenigen Tagen k?nnten Hunderte sterben... f¨¹r all diese Leben sind die Scheibendrachen verantwortlich... meine Verantwortung als Erbe." "Auch wenn die Welt untergeht, muss dies entsprechend gemeldet werden, damit Ma?nahmen ergriffen werden k?nnen... Ich w¨¹rde jeden retten, wenn ich k?nnte... wenn es ein Feind w?re, den ich bek?mpfen k?nnte, w¨¹rde er besiegt werden." "Das ist neu f¨¹r dich, genauso wie f¨¹r mich..." Dante brach ab, als sich Estelles Gesichtsausdruck ver?nderte. "Und ich bin auch noch neu f¨¹r dich?" fragte Estelle wissend. "Was soll das hei?en?" fragte Dante direkt. "Ich habe den Titel als deine Reiterin und all die Auszeichnungen, die damit einhergehen ... aber du gibst mir nichts mehr, Dante. Selbst jetzt verweigerst du mir das, was ich mir wirklich w¨¹nsche..." "Du h?ltst dich selbst vor mir zur¨¹ck... dein Herz." Estelle entschl¨¹pften die Worte zum ersten Mal, obwohl sie schon tausendmal dar¨¹ber nachgedacht hatte. "Je mehr Probleme wir haben, desto mehr entfernen wir uns voneinander. Ich bin nicht blind daf¨¹r, aber du hast mir dein Wort gegeben, dass du auf mich warten w¨¹rdest... wirst du dessen m¨¹de?" fragte Dante. Estelles Augen weiteten sich leicht und sie sch¨¹ttelte schnell den Kopf. "Ich werde dich nicht entehren, Elle... Ich werde dich nicht entehren mit einem Herzen, das von Schatten umw?lkt ist... das ist ein Gel¨¹bde, das ich halten muss, und ich hasse mich jeden Tag daf¨¹r, dass ich dich verletzen muss, um mein Gel¨¹bde zu halten... Ich hasse es, dass ich dir Schmerz zuf¨¹gen muss, um dich wirklich zu haben." Estelle versuchte zu sprechen, aber Dante hatte sich bereits verabschiedet und blickte nicht mehr zur¨¹ck. Chapter 592: Einzige Chance (Kap.593)

Chapter 592: Einzige Chance (Kap.593)

Lord Mycroft von Fort Scabbard sa? in seinem Arbeitszimmer, auf seinem Schreibtisch breitete sich ein Haufen Briefe aus, neben Schriftrollen und Dutzenden Akten. Es war so viel, dass manche Inhalte vom Tisch auf den Boden gefallen waren und Lord Mycroft mitten im Durcheinander sa?. Er war ganz konzentriert, ?fe einen Brief nach dem anderen und warf ihn nach dem Lesen zur Seite, was das Chaos auf dem Boden vergr??erte. Das Chaos war jedoch recht geor, denn jeder weggeworfene Briefndete genau auf dem wachsenden Stapel, ohne dass er auch nur hinsah. Erst als es an der T¨¹r klopfte, wurde Lord Mycroft abgelenkt. Die T¨¹r ?fe sich und Dante trat ein. "Da bist du ja, mein Junge", rief Lord Mycroft mit rauer Stimme und deutete Dante, an seinen Tisch zu kommen. "Hilf mir, diese Briefe zu sortieren. Ich habe deinem Bruder immer wieder gesagt, dass die Briefe von Keep Skies, Dune Castle und Lord Menarx separat aufbewahrt werden m¨¹ssen, da sie dringend sind... aber hier ist wieder alles durcheinander." "Durch die Seuche ist die Zahl der Briefe und Petitionen, die aus der gesamten Festung eingehen, zehnmal h?her geworden, es sind bereits Tausende an einem Tag, und ich finde nicht die, die ich zuerst bearbeiten m?chte." "Ich wei? nicht, ob die Flugpatrouille das Ged?chtnis deines Bruders durcheinander gebracht hat oder ob er sich einfach widersetzt... er kommt so sehr nach mir, was seine Unf?higkeit zur Organisation angeht, es ist erschreckend." Lord Mycroft kritisierte seinen zweiten Sohn unverbl¨¹mt. Dante antwortete nicht, und Lord Mycroft runzelte die Stirn, blickte auf, um seinen Sohn endlich anzusehen. Doch der Ausdruck in Dantes Augen brachte Lord Mycroft ins Stocken. Dantes Gem¨¹tszustand war kaum auf seinem Gesicht abzulesen, aber Lord Mycroft kannte seinen Sohn gut genug, um zu wissen, wenn etwas nicht stimmte. "Was ist drau?en passiert?" fragte Lord Mycroft und stand auf. Lord Mycroft wartete gespannt auf Dantes Antwort, ahnte aber bereits, was kommen w¨¹rde. "Es gab einen Todesfall, Vater... ein junges menschliches M?dchen, kaum zehn Jahre alt... das erste registrierte Todesopfer der Seuche." berichtete Dantengsam. Lord Mycrofts Augenbrauen zuckten leicht, er hob die H?nde und verschr?nkte sie vor seiner Brust und blickte kurz zu Boden, bevor er wieder sprach. "Rufe die Lords von Scabbard zusammen, du wirst ihnen die Nachricht ¨¹berbringen. Und wir m¨¹ssen neue Ma?nahmen besprechen... um die Opferzahl so gering wie m?glich zu halten. Jemand soll die Verstorbene zur Untersuchung durch unseren Arzt bringen... nat¨¹rlich mit Zustimmung der Eltern." sagte Lord Mycroft zu Dante. "Werden sie einverstanden sein?" fragte Dante unsicher. "Wenn wir bei der Identifizierung der Quelle der Ansteckung vorankommen wollen, m¨¹ssen wir die Toten untersuchen... gr¨¹ndlich. Hoffen wir, dass sie die Ernsthaftigkeit der Lage verstehen und bereit sind, uns zu helfen, weitere Tote zu vermeiden." sagte Lord Mycroft. "Und wenn sie immer noch nicht einverstanden sind?" fragte Dante. "Dann m¨¹ssen wir darauf bestehen... h?flich, aber bestimmt." sagte Lord Mycroft entschlossen. "Das sind zwei widerspr¨¹chliche Begriffe..." wies Dante seinen Vater hin. "Ich m?chte auch nicht, dass es dazu kommt, aber das k?nnte unsere einzige Chance sein, ein Heilmittel gegen die Seuche zu finden. Wenn eine Autopsie durchgef¨¹hrt wird, k?nnen wir die Ursache der Ansteckung und den Grund daf¨¹r, dass sie nur eine Spezies betrifft, herausfinden... es muss unsere einzige Chance sein, denn mehr Chancen bedeuten mehr Tote." sagte Lord Mycroft sachlich. "Ich werde selbst gehen. Es w?re nur richtig." entschied Dante. "Sehr gut. Nimm auch Elle mit, das M?dchen hat bereits Erfahrung. Sie wird dich beruhigen, und der Sch?pfer wei?, dass du das bei der Trauerarbeit brauchen wirst." sagte Lord Mycroft zu Dante."Das schaffe ich schon alleine." Dante lehnte ab. Lord Mycroft zog die Stirn in leichte Falten und blickte Dante an. "Was ist es dieses Mal? Es gibt genug ?u?ere Probleme, sodass wir nicht auch noch im eigenen Haus Chaos brauchen." sagte Lord Mycroft und hob fragend eine Augenbraue. "Elle war dabei, als der Tod eintrat. Sie ist momentan etwas aufgew¨¹hlt und ich habe einige Worte fallen gssen..." Dante brach ab. "Weiter... waren es Worte, um sie aufzumuntern, oder solche, die alles verschlimmerten?" fragte Lord Mycroft nach. "Ich f¨¹rchte, Letzteres." gestand Dante ein. "Du ubst?" fragte Lord Mycroft ungl?ubig schnaubend. Dante seufzte leise, unsicher, warum er gesagt hatte, was er gesagt hatte. Vielleicht war es seine Frustration, die durch ihn sprach. "Ich habe etwas gesagt, um die Dinge zu verschlimmern." gestand Dante. "Worte, als ob du dich weigerst, mit deiner Gef?hrtin das Bett zu teilen, weil du noch eine Unbekannte betrauerst?" wollte Lord Mycroft kl?ren. Dante verschluckte sich an der Luft, die er gerade einatmete, und schoss seinem Vater einen zornigen Blick zu. So sehr Lord Mycroft auch nie ein tt vor den Mund genommen hatte, Dantes Gew?hnung daran, dass sein Vater so aufdringlich war, fiel ihm schwer. Lord Mycroft unterschied sich stark von den meisten Lord Drachen. Er war alles andere als ruhig und zur¨¹ckhaltend, stattdessenut und eigensinnig... es war immer ¨¹berraschend gewesen, dass er einen Sohn wie Dante gezeugt hatte. Ausgerec Lord Mycroft war es gewesen, der hinter Dantes R¨¹cken, vor vielen Monden, um Estelles Hand f¨¹r Dante angehalten hatte. "Nur um sicherzugehen, welche Art von Unsinn ich hier eigentlich h?re." verteidigte sich Lord Mycroft auf eine wenig hilfreiche Weise. "Vater! Ich wei? gar nicht, warum ich mir die M¨¹he mache, dir ¨¹berhaupt etwas anzuvertrauen!" fauchte Dante ver?rgert. "Weil du dir aus eigenem Antrieb niemand anderen als Vertrauten erschaffen hast?" wies Lord Mycroft auf das Offensichtliche hin. Dante zuckte ?rgerlich mit den Augenbrauen, doch innerhalb eines Momentes seufzte er schwer. "Es ist nicht so, dass ich nicht bei Elle sein m?chte... Der Sch?pfer wei?, ich m?chte das, mein Vengen wird von Tag zu Tag dringlicher..." Dante hielt kurz inne. "Und jetzt?" fragte Dante seinen Vater. An der Art und Weise, wie Lord Mycroft seine Wangen bl?hte, konnte er erkennen, dass der Lord Drachen etwas zu sagen hatte und sich schwer damit tat, es zur¨¹ckzuhalten. "Bringe den Sch?pfer nicht ins Spiel. Bei deiner Geburt wurdest du mit allen n?tigen... Werkzeugen ausgestattet... wie kann deine Unf?higkeit, sie zu benutzen, das Problem des Sch?pfers sein?" murmelte Lord Mycroft z?gerlich seine Gedanken. "Das ist jetzt nicht... was... ?h..." brummte Dante und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Lord Mycroft kicherte h?hnisch, setzte sich an seinen Schreibtisch und bedeutete Dante, sich ihm gegen¨¹ber hinzusetzen. "Erz?hl mir, mein Junge... was bedr¨¹ckt dich wirklich?" fragte Lord Mycroft ernster. Chapter 593: Selbstlos oder nicht (Kap.594)

Chapter 593: Selbstlos oder nicht (Kap.594)

Dante seufzte leise, w?hrend er dar¨¹ber nachdachte, wie er seine Gedanken am besten in Worte fassen konnte, insbesondere wenn er mit seinem Vater sprach, der absichtlich schwierig sein konnte. ?Ich... Elle ist von mir abh?ngig. Das war schon immer so, und ich f¨¹rchte, ich bin genauso von ihr abh?ngig...", begann Dante. ?Und du ubst, es k?nnte vielleicht nicht wirklich Liebe sein, die ihr beide teilt, sondern eher Kameradschaft?", vermutete Lord Mycroft. Dante sch¨¹ttelte leicht den Kopf, er zweifelte nicht an seinen eigenen Gef¨¹hlen. Das vergangene Jahr hatte ihm mehr rheit dar¨¹ber gebracht, als je zuvor. ?Ich wei?, was ich f¨¹r Elle empfinde, das habe ich immer gewusst. Sie ist der einzige Grund, warum ich die Trennung ¨¹berstanden habe. Ich hatte Gl¨¹ck, mein Herz hatte bereits jemand anderen gefunden..." ?Sie ist der einzige Grund, warum ich jeden Tag weitermache, auch wenn dieses zerrei?ende Gef¨¹hl in meinem Herzen einfach nicht nacssen will." ?Was w¨¹rde Elle ohne mich tun? Wie am Boden zerst?rt w?re sie, wenn ich sie so verlie?e? W¨¹rde sie mich hassen? W¨¹rde sie stolpern und oft auf ihre typisch ungeschickte Weise fallen, wenn ich nicht mehr da w?re?" Dantechte leise vor sich hin. ?Irgendwie ist meine Drachenseite davon ¨¹berzeugt, dass wir f¨¹r Elle leben m¨¹ssen... F¨¹r mich kann es nur Elle sein, es k?nnte nie jemand anderes sein. Aber f¨¹r sie ist es nicht dasselbe. Das wahre Band haben wir nicht, und Elle wei? das... Ich wei? es, das ist eine Tatsache, die man nicht ?ndern kann..." Dante brach wieder ab und dachte im Stillen nach. ?Dante... bist du...?" fragte Lord Mycroft unsicher. ?Ja, Vater. Ich habe Angst... schreckliche Angst davor, was passieren w¨¹rde, wenn ich das noch weiter zsse... wenn ich mit der Verschmelzung beginne und dann alles schiefgeht. Das kann ich Estelle nicht antun, das kann ich nicht durchmachen...", gestand Dante. ?Warum hegst du ¨¹berhaupt solche Gedanken?" fragte Lord Mycroft verdutzt. ?Elle wurde ihr Lebenng besch¨¹tzt, sie hatte nie wirklich die Gelegenheit, die Welt zu erkunden und sich selbst zu entdecken... und in diesem letzten Jahr war ich derjenige, der an Lord Starrons Stelle f¨¹r sie gesorgt hat." Dante fuhr fort. ?Elle ist Lichtblut. Irgendwo in der Welt k?nnte es einen Lorddrachen geben, zu dem sie wirklich eine Bindung hat... Ich kann den Gedanken nicht absch¨¹tteln, dass ich mich an einen Strohhalm mmere... ?Dass mir alles im Handumdrehen entgleiten k?nnte, und wenn ja, sollte ich sie f¨¹r immer an mich binden, wenn ich das wei?? W?re es rechtens von mir, das zu tun? Neveah und Lord Menarx waren das beneidenswerteste Paar... und ich habe gesehen, wie alles im Lichte eines wahren Bandes zusammenbrach", murmelte Dante. ?Du bist nicht Lord Menarx, mein Sohn. Und Elle ist definitiv nicht Lady Neveah... dieses eine Szenario sollte kein Ma?stab f¨¹r alle auserw?hlten Verbindungen sein", tadelte Lord Mycroft seinen Sohn. ?Wie viele Lichtbl¨¹ter haben sich nicht mit einem Lorddrachen verbunden?", fragte Dante direkt.Lord Mycroft dachte einen Moment nach, bevor erngsam den Kopf sch¨¹ttelte. "Lichtbl¨¹ter m?gen zwar keine Drachen sein, aber sie werden im Blut der mmen geboren. Der einzige w¨¹rdige Gef?hrte f¨¹r einen Lichtblut ist ein Lorddrache, so hat es der Sch?pfer festgelegt", sagte Dante mit mncholischem Unterton. "F¨¹r jemanden so Kostbares wie Elle f¨¹rchte ich, dass es in ihrer Zukunft den Richtigen gibt... weit passender, als ich es je sein k?nnte. Meine wurde mir genommen, bevor ich sie ¨¹berhaupt kennen lernen konnte. Das ist mein Schicksal... mein Schmerz, den ich allein tragen muss." "Das rechtfertigt nicht, einem anderen etwas wegzunehmen. Wenn ein solcher Tag kommt, wird das Lossen qualvoll sein... doch festzuhalten, w?re ihr gegen¨¹ber ein gro?es Unrecht. War dies nicht der Grund, warum Neveah sich entschieden hat, loszssen?" erg?nzte Dante schmerzvoll. Lord Mycroft starrte seinen Sohnnge an, ohne ein Wort zu sagen. Schlie?lich sprach er. "Ich wei?, dass ich dich richtig erzogen habe, aber wie bist du zu einem solch guten jungen Mann geworden?" fragte Lord Mycroft verwundert. "Dante, h?r mir zu. Unsere Art schwindet mit jedem Jahrhundert dahin, es ist einngsamer, aber sicherer Prozess, und auch wenn wir uns dem nicht stellen wollen, ist es eine Realit?t, der wir ins Auge sehen m¨¹ssen. Wei?t du auch warum?" fragte Lord Mycroft Dante. "Es ist schwierig f¨¹r Drachen, einen Erben zu zeugen, und die Geburt von Drachennachwuchs, insbesondere eines m?nnlichen, ist noch schwieriger", antwortete Dante, ohne die Verbindung von des Vaters Worten zum Gespr?chsthema zu sehen. "Es gibt einen dritten Grund... das wahre Band unter unserer Art ist das schwierigste von allen Spezies zu entdecken. Man k?nnte Jahrhunderteng T¨¹r an T¨¹r mit seinem Verb¨¹ndeten leben und es nie wissen, bis zu einer Ber¨¹hrung von Haut zu Schuppe..." "Das bedeutet, es gibt weit mehr Drachen ohne Reiter als solche mit einer Bindung. Die Realit?t ist, dass die meisten dieser Drachen vielleicht nie ihr wahres Band finden werden... und diejenigen von uns, die es tun, geh?ren zu den Gl¨¹cklichen", stellte Lord Mycroft r. "Was noch schlimmer ist, aufgrund der Natur der Drachen ist es immer noch ein schwieriges Unterfangen, jemanden zu finden, der kompatibel genug ist, um eine Bindung einzugehen. Deshalb gibt es mit jedem Jahrhundert weniger Bindungen, weniger Fortpnzung... weniger von unserer Art", fuhr Lord Mycroft fort. "Das wei? ich, Vater", seufzte Dante. "Ist dir dann auch r, dass, wenn du Estelle jetzt aufgrund deiner ?ngste losl?sst und in den n?chsten drei Jahrhunderten ihre wahre Bindung unentdeckt bleibt... Elle zu altern beginnt und schlie?lich sterben wird?" fragte Lord Mycroft. Dante zuckte sichtlich zusammen bei Lord Mycrofts Worten. "Lady Neveah scheint eine starke Frau zu sein, und ich bewundere ihre Selbstlosigkeit... aber du, mein Sohn, du darfst egoistisch sein... das hast du dir verdient", stellte Lord Mycroft r. "Das Leben ist f¨¹r keinen von uns sicher, Dante. Jetzt ist alles, was du sicher hast, und jetzt ist es, auf das es wirklich ankommt. Der Bund der Auserw?hlten sieht sich vielen Herausforderungen gegen¨¹ber... du musst Elle vertrauen, und ihrer Liebe zu dir. Denn wenn du das nicht tust, seid ihr beide bereits verloren", sagte Lord Mycroft. Chapter 594: Das Beste für sie (Kap.595)

Chapter 594: Das Beste f¨¹r sie (Kap.595)

Dante schritt durch die G?nge des Scabbard-Turms, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Er war in seinen eigenen Gedanken versunken und gr¨¹belte immer noch ¨¹ber die Worte seines Vaters nach, als er sich auf den Weg zu Estelles Quartier machte. Es war allseits bekannt, dass Dante und Estelle noch kein gemeinsames Zimmer teilten, wie es von einem Drachen und seinem Reiter zu erwarten w?re. Viele fragende Blicke folgten ihm im Scabbard-Turm, doch niemand w¨¹rde es wagen, den Erben von Fort Scabbard direkt auf seine pers?nlichen Angelegenheiten anzusprechen. Diese Vereinbarung hatte Dante auch bei ihrer R¨¹ckkehr nach Scabbard getroffen, doch mit jedem Tag wurde die Distanz zwischen Dantes und Estelles Quartier f¨¹r Dante beschwerlicher, obwohl es ihm immer noch schwerfiel zuzugeben, dass er eine falsche Entscheidung getroffen hatte. Bald erreichte Dante Estelles Quartier, er klopfte sanft an die T¨¹r und wartete, bis er zum Eintritt aufgefordert wurde. Elle sa? an ihrem Schreibtisch im Empfangsbereich ihres Quartiers und blickte auf, als Dante eintrat. Ihre Augen leuchteten, wie sie es immer taten, wenn sie ihn sah, ein strahlendes L?cheln breitete sich auf ihren Lippen aus, aber das L?cheln gefror auf halbem Wege und ihre unschuldige Freude verwandelte sich in Besorgnis, als sie sich an ihren letzten Streit erinnerte. "Bist du immer noch b?se auf mich?", fragten Dante und Estelle fast gleichzeitig und im perfekten Einng. F¨¹r einen Moment herrschte Stille, dann kicherte Dante leise und auch Estelle l?chelte, das echte L?cheln, das sie zur¨¹ckgehalten hatte. "Waffenstillstand?", bot Estelle an, w?hrend Dante sich an die T¨¹r lehnte und sie beobachtete, ein kleines L?cheln auf seinen Lippen. Dante sch¨¹ttelte leicht den Kopf bei Estelles Worten. "Kein Waffenstillstand. Du hast nichts Falsches gesagt, und ich h?tte nicht so gehen sollen, wie ich es tat. Es gibt viele Dinge, in denen ich mich verbessern muss", sagte Dante in einem reum¨¹tigen Ton. "Ich wei?, du brauchst Zeit... Ich war zu aufgeregt und habe mich von meiner Ungeduld ¨¹bermannenssen", gab Estelle zu. "Du hast ein Herz, das den Schmerz der Menschen f¨¹hlt. Und du tr?gst dieses Herz auf der Zunge, weshalb sich die Menschen bei dir sicher und beruhigt f¨¹hlen. Ich habe noch viel zu lernen", sagte Dante mit einem Kopfsch¨¹tteln. Dante ging zu Estelle hin¨¹ber und setzte sich ihr gegen¨¹ber an den Tisch. "Woran arbeitest du?", fragte Dante neugierig. Estelle blickte auf das Pergament, das vor ihr ausgebreitetg, und atmete leise aus. "Ich wollte gerade eine Nachricht an Veah schreiben, um sie ¨¹ber die vergangene Woche hier in Scabbard zu informieren... und was gerade passiert ist. Aber ich wei? nicht, welche Worte ich verwenden soll und welche nicht...", murmelte Estelle mit einem m¨¹den Seufzer. "Weil Veah bereits viele Probleme hat?", fragte Dante wissend.Estelle seufzte erneut und legte ihren Stift auf den Tisch. ?Die D¨¹nen sind in st?ndiger Unruhe, da die Br¨¹che direkt an ihren Grenzen stattfinden. Niemand wei?, wann sie sich auf das D¨¹nengebiet ausweiten ... und dann ist da noch Xenon ... Jian und sogar Kaideon, alle verschwunden ...", sagte Estelle mit schmerzvollem Ton. ?In ihrem letzten Brief hat Veah uns angefleht, ihre Verbindung zum Drachenk?nig und zu Xenon nicht preiszugeben. Ich verstehe nicht, warum sie es geheim h?lt, wenn die Ger¨¹chte bereits ¨¹berall sind. Wie kann jemand ihren Schmerz verstehen?", fragte Estelle mit einem Seufzer. ?Snge es nicht vom Drachenk?nig best?tigt ist, bleibt es nur ein Ger¨¹cht. Wenn bekannt wird, dass Veah eine Bindung zum Drachenk?nig hat, werden die tributpflichtigen Rassen ihre Angriffe vom Drachenkeep auf die D¨¹nen vegern ..." ?Der Rat der Reiter wird ihre R¨¹ckkehr zum Drachenkeep fordern, und den D¨¹nen wird ein anderer Herr zugeteilt." ?In der Abwesenheit Seiner Gnaden wird seine Reiterin zum Ziel von Freund und Feind, und Veah h?tte dann keine andere Wahl, als zum Drachenkeep zur¨¹ckzukehren und sich an den Rat zu wenden. Sie m?chte den D¨¹nen sicher nicht mehr Probleme bereiten, als sie bereits haben", vermutete Dante. ?Was soll ich ihr dann schreiben? W?re es richtig, sie mit unseren eigenen Problemen zu bsten?" fragte Estelle Dante unsicher. ?Bevor Veah unsere Freundin und Kameradin ist, soll sie Drachenk?nigin werden. Die Welt mag es f¨¹r ein Ger¨¹cht halten, doch wir wissen, dass es wahr ist. Scabbard ist verpflichtet, der k?niglichen Autorit?t Bericht zu erstatten", erinnerte Dante. ?Aber das war kein k?niglicher Befehl ... und als ihre Vertrauten wollen wir das tun, was f¨¹r sie am besten ist. Was denkst du, ist das Beste f¨¹r Neveah? Im Unren zu bleiben? Oder w¨¹rde sie die Wahrheit wissen wollen, mit all ihren Bstungen?", stellte Dante Estelle die Frage. Estelle ¨¹berlegte nichtnge, denn sie kannte Neveahs Pers?nlichkeit sehr gut. Sie nahm ihren Stift und begann, eine Notiz auf dem Pergament zu verfassen. In ihren Augeng ein Ausdruck der Resignation, w?hrend sie dies tat, und nach kurzer Zeit war sie fertig. Estelle ¨¹berpr¨¹fte das Pergament, bevor sie es zusammenfaltete und versiegelte. ?Veah w¨¹rde nicht wollen, dass man sie im Unren l?sst", sagte Estelle entschlossen. Estelle reichte Dante das Pergament und begann einen weiteren Entwurf zu schreiben. ?F¨¹r wen ist das?", fragte Dante Estelle. ?An Lord Everon. Ich frage nach dem Stand seiner Forschung. Ich werde auch eine weitere Blutprobe schicken. Er muss ein Lichtblut finden, dessen gische Zusammensetzung der von Veah ?hnlich ist ... Nur so kann er eine L?sung f¨¹r Demevirld finden", informierte Estelle Dante. ?Wienge noch, bis Everon Antworten hat? Ich h?re, die Bindung zu Veah wird von Tag zu Tag anstrengender", murmelte Dante mit einem Seufzer. ?Wir k?nnen nur so viel Hilfe anbieten, wie Everon ben?tigt. Denkt daran, beide Botschaften getrennt zu ¨¹berbringen, Veah wei? nicht, dass Everon Lichtbl¨¹ter testet, um ein Heilmittel f¨¹r sie zu finden ... wenn sie davon w¨¹sste, w¨¹rde sie es niemals billigen", erinnerte Estelle Dante. Chapter 595: Die Unvergessenen (Kap.596)

Chapter 595: Die Unvergessenen (Kap.596)

Estelle bewegte sich gesch?ftig durch die Stoffkammer und w?hlte einige Stoffe aus, die sie ¨¹ber ihren Arm legte. Alle von ihr ausgew?hlten Stoffe waren in verschiedenen Wei?t?nen, wie sie bei der Herstellung von Totent¨¹chern in der Kultur der menschlichen Bev?lkerung von Fort Scabbard verwendet wurden. "Meinen Sie, diese Stoffe sind geei? Ich habe geh?rt, dass in der menschlichen Kultur die Familien ihre verstorbenen Lieben in diese T¨¹cher kleiden, und zwar in bester Qualit?t, die sie sich leisten k?nnen. Unserer Trauerart ist anders, ich bin mit ihrer Tradition nicht vertraut", erkundigte sich Estelle bei der Schneiderin, die sie begleitete. "Meine Dame hat recht mit ihrem Wissen. Ich habe es genauso gesehen," best?tigte die Schneiderin. "Ich habe allerdings noch nie f¨¹r einen Menschen gen?ht, also kann ich nicht behaupten, es besser zu wissen", f¨¹gte die Schneiderin hinzu. "Sie sind die renommierteste Schneiderin in ganz Scabbard und fertigen die Reitkleider f¨¹r die Scabbard-Reiter an. Dies wird Ihr erstes sein... und es soll Ihr bestes werden. Fertigen Sie es mit Sorgfalt an, es ist das Einzige, was ich f¨¹r das arme Kind tun kann..." Estelle brach ab und atmete schwer. "Machen Sie sich keine Sorgen, meine Dame. Ich werde jedes noch so kleine Detail beachten", versicherte die Schneiderin Estelle. Estelle nickte anerkennend, trug die Stoffe zum Tisch und legte sie behutsam darauf, mit einem schmerzvollen Ausdruck in den Augen. "Ich werde die Ma?e selbst nehmen... Ich habe sie kaum l?nger als ein paar Minuten gesehen, aber ich erinnere mich nur zu deutlich an ihr Gesicht. Es wird mirnge im Ged?chtnis bleiben...", murmelte Estelle mehr zu sich selbst als zur Schneiderin. "Meine Dame muss lernen loszssen. Der Weg eines Reiters wird mit vielen Verlusten gepstert sein, manche Fremde, mit denen das Schicksal Sie unfreiwillig verbindet, andere Freunde und Gef?hrten... das ist der Weg, den Sie beschreiten", gab die Schneiderin immer noch eine Antwort. Estelle warf der Schneiderin einen Blick zu; sie war eine Nymphe, aber diente schon seit ¨¹ber einem Jahrhundert im Scabbard-Turm. In diesem Jahrhundert hatte sie die Reitkleider aller Scabbard-Reiter angefertigt. Die Reiter von Scabbard vertrauten niemandem sonst als ihr, und sie nahm ihre Pflichten ebenfalls sehr ernst. Sie war praktisch ein Teil dessen, was den Scabbard-Turm ausmachte. Obwohl die Schneiderin Estelle nicht fremd war, hatte sie nie realisiert, dass sie so viel ¨¹ber Drachen, ihre Reiter und den Pfad, den sie zur Erf¨¹llung ihrer Pflichten beschritten, wusste. "Sie sprechen, als h?tten Sie selbst viel Verlust erlebt", merkte Estelle leise und behutsam an. Die Schneiderin seufzte leise. Ihr ?u?eres wirkte immer noch jugendlich, sie sah nicht ?lter aus als Ende drei?ig, wenn man nach Menschenjahren gehen w¨¹rde, aber Estelle wusste, dass Nymphen eine viel l?ngere Lebensspanne hatten und diese Schneiderin hatte sicherlich schon viel mehr Tage erlebt, als sie aussehen lie?. Und als w?re das nicht schon verr?terisch genug, so zeigte der Blick in den Augen der Schneiderin, als sie diesen Seufzer ausstie?, dass sie viel von der Verg?nglichkeit der Zeit gesehen hatte. "Menschen haben Erinnerungen an ihre verlorenen Lieben... wir Schneider haben Truhen voller nicht abgeholter Kleider. Kleider, die nicht mehr abgeholt werden k?nnen, weil es niemanden mehr gibt, der sie abholen k?nnte.""Sie wegzuwerfen f¨¹hlt sich wie ein Verbrechen an, sie zu behalten ist nur eine st?ndige Erinnerung. Der Tod eines Einzelnen trifft zu viele... jeder Mensch ist mit mehr Personen in Ber¨¹hrung gekommen, als er sich ein Lebenng erinnern kann." "Die meisten erinnern sich nicht an die Schneiderin, aber wir erinnern uns... an ihr strahlendes L?cheln, ihre erwartungsvollen Augen, das Meisterwerk, das sie nie zu Gesicht bekamen." Die Schneiderin l?chelte wehm¨¹tig. "Reiter..., die im letzten Jahrhundert gestorben sind." Estelle murmelte verst?ndnisvoll. "Aber wir geben weiter, mit Lehren... vielleicht kann eine engere Naht die n?chste ein wenig sicherer halten. Vielleicht h?lt ein festerer Stoff die dunkle Magie oder die Krallen einer Bestie fern." sagte die Schneiderin und sch¨¹ttelte ihren bedr¨¹ckten Gesichtsausdruck ab. Estelle schwieg einenngen Momentng, die Worte der Schneiderinsteten schwer auf ihr. "Ich habe nie erkannt... Ich dachte immer, die Schrecken des Todes beschr?nkten sich auf den Schmerz der Familie und der Hinterbliebenen." "Aber jeden Tag begegnen wir Dutzenden von Menschen, wir tauschen mit so vielen ein L?cheln aus, retten so viele Leben... jeder einzelne dieser Menschen, deren Leben wir auch nur f¨¹r einen fl¨¹chtigen Moment geteilt haben... diejenigen, die wir nur im Vorbeigehen treffen, teilen vielleicht den Schmerz des Verlustes im Stillen... so wie ich f¨¹r dieses arme Kind." murmelte Estelle. "Ich war immer w¨¹tend... dar¨¹ber, wie schnell die Welt meine Mutter vergessen hat. Wie alle weitermachten, als h?tte sie nie existiert, und ihr zu Ehren ein Denkmal errichteten, als k?nne man sie so ersetzen ... aber vielleicht war ich zu sehr von meinem eigenen Schmerz geblendet, um zu erkennen, dass ich nicht allein war." "Ich habe nie erkannt, dass es vielleicht viele andere gibt, die unseren Schmerz ¨¹ber den Verlust teilen... meinst du, die Schneiderin meiner Mutter hat so etwas in ihrer Truhe? Das Reitkleid meiner Mutter?" fragte Estelle die Schneiderin leise. "Hast du jemals danach gefragt? Wie es ihr ergangen ist?" Die Schneiderin fragte Estelle zur¨¹ck. Estelle zuckte sichtlich zusammen und sch¨¹tteltengsam den Kopf. Sie hatte sich nie wirklich um den Schmerz anderer gek¨¹mmert, nur um ihren eigenen; sie hatte immer gedacht, sie sei die einzige, die Schmerz hat. "Es gibt viele von uns, die Teil eures Lebens sind, eurer Missionen und Pflichten als Besch¨¹tzer der Festung. Die n?chtng wach bleiben, um sicherzustellen, dass jede Naht fehlerfrei ist... und doch werden wir nie erinnert... nicht von der Welt, nicht von dir." sagte die Schneiderin zu Estelle. "Warum arbeitest du dann so gewissenhaft weiter? Warum tust du, was du tust, wenn es keinen Nutzen f¨¹r dich hat?" fragte Estelle unsicher. "Warum besch¨¹tzen die Drachen die Festung? Warum sch¨¹tzen sie alle V?lker, die bei jeder Gelegenheit gegen sie intrigieren? Warum halten sie das ganze Reich, Freund und Feind, sicher?" Gegenfragte die Schneiderin. Estelle dachte kurz nach, bevor sie antwortete. "Pflicht... Ehre..." sagte Estelle nachdenklich. Chapter 596: Gefahr der Ausbreitung (Kap.597)

Chapter 596: Gefahr der Ausbreitung (Kap.597)

Auch Pflicht und Ehre haben ihre Grenzen... Es wird nicht erwartet, dass man mehr tut, als die Pflicht einem auferlegt. Die Familie vor dem Mob zu retten, war deine Pflicht, weiter nichts. "Du musst das Kind nicht betrauern, nachdem du es vor dem Mob gerettet hast... doch tust du es. Geh?rt das auch zu deiner Pflicht?" fragte die Schneiderin Estelle. Estelle sch¨¹ttelte den Kopf; die Schneiderin hatte recht. Niemand zwang die Drachen zu ihrem Tun, und oft war die Welt auch gegen sie... warum also taten sie es? "Loyalit?t", berichtigte Estelle ihre Antwort. Die Schneiderin l?chelte leicht und nickte. "Die Sache, der man seine Loyalit?t geschworen hat, bestimmt den Weg... nichts anderes z?hlt. Loyalit?t hat weder Anfang noch Ende..." "Die Drachen sind ihrem Schwur treu, das Reich zu sch¨¹tzen und zu erhalten... und auch ich habe mich dazu entschieden, mich in den Dienst dieser Besch¨¹tzer zu stellen. Auf dass sie durch meine bescheidenen Bem¨¹hungen die Welt sorgenfrei bewahren k?nnen. Es ist die edelste aller Aufgaben, warum sollte ich also Anerkennung beanspruchen?" "Ich sehe die Fr¨¹chte meiner Dienste in jedem geretteten Leben, in jeder abgewehrten Gefahr und jeder abgewendeten Bedrohung", schloss die Schneiderin mit einem L?cheln. ¡¯Die Sache, der man seine Loyalit?t geschworen hat, bestimmt den Weg... nichts anderes z?hlt.¡¯ ¡¯Der Weg, den ich gew?hlt habe, ist es, an Dantes Seite zu sein. Was macht es schon aus, wenn ich sein Herz nie wirklich erobern kann? Snge ich an seiner Seite sein darf... und wir der Welt gemeinsam begegnen k?nnen, ist das schon ein Segen¡¯, dachte Estelle bei sich. "Du solltest dich jetzt sputen, Lord Dante wird sicherlich schon ungeduldig nach dir suchen", f¨¹gte die Schneiderin hinzu. Estelle nicktengsam und legte den Stift beiseite, mit dem sie die Ma?e aufzeice. Dann machte Estelle sich auf den Weg zum Ausgang, hielt jedoch auf halbem Weg inne. "Ich danke Ihnen f¨¹r alles, was Sie tun, Mdy", sagte Estelle zur Schneiderin. Auch wenn die Schneiderin deutlich gemacht hatte, dass sie keine Anerkennung erwartete, erschien es Estelle unangemessen, ohne ein Wort des Dankes zu gehen, nachdem sie ihr Vertrauen geschenkt hatte. Es gab viele, die unerm¨¹dlich im Verborgenen arbeiteten, um das allt?gliche Leben der Drachen und ihrer Reiter am Laufen zu halten; sie spielten eine wichtige Rolle dabei, die Festung sicher zu machen... aber ihre Namen kannte niemand, nicht einmal die Drachen, denen sie dienten. Estelle neigte ihren Kopf zu einem kleinen Knicks und verabschiedete sich dann. Im Nachdenken ¨¹ber die Worte der Schneiderin sch¨¹ttelte Estelle leicht den Kopf, w?hrend sie die G?nge enngging. "Wissen erscheint wahrlich an den unwahrscheinlichsten Orten", dachte Estelle bei sich. Bald erreichte sie die Landettform, gerade als Dantes kastanienbraunes Ungeheuer in Sichtweite kam. Der Drache schoss auf die Landettform zu, drehte sich in der Luft undndete auf seinen F¨¹?en. "Und, wie lief es?" fragte Estelle Dante, als sie auf ihn zuging. Die Miene auf Dantes Gesicht verriet Estelle bereits alles, was sie wissen musste. "Sie haben sicher Wind von meinem Besuch bekommen. Sie wollten mich nicht empfangen. Ich habe eine Nachricht hintessen, ich kann sie nicht zu einer Audienz zwingen... nicht heute", ¨¹bermittelte Dante an Estelle.Dante hatte das Ehepaar besucht, das seine Tochter verloren hatte, um sein Beileid auszusprechen und seine Absichten zu erkl?ren, doch der Besuch war offensichtlich nicht gut veufen. "Es kann f¨¹r niemanden leicht sein, den K?rper seines verstorbenen Kindes f¨¹r Experimente herzugeben, anstatt ihn zur Ruhe zu betten." murmelte Estelle verst?ndnisvoll. "Ich wei? auch, dass ich es nicht von ihnen vengen w¨¹rde, wenn es nicht von gro?er Wichtigkeit w?re." stimmte Dante zu. "Du solltest mich mitnehmen, Onkel Mycroft ist auch daf¨¹r." f¨¹gte Estelle hinzu. "Das werde ich, wenn ich sicher bin, dass wir nicht auf Widerstand sto?en. Es ist bereits schwer genug f¨¹r dich, das miterleben zu m¨¹ssen..." Dante stockte. "Ich werde zurechtkommen. Ich werde lernen, damit umzugehen." versicherte Estelle Dante und legte ihren Arm um ihn. "Ich habe bereits alles vorbereitet, bei Tagesanbruch werden wir gemeinsam zu ihnen gehen. Und wir werden uns nicht aufdr?ngen... wir werden warten, bis sie uns empfangen, selbst wenn das bedeutet, den ganzen Tag zu warten. Kannst du das f¨¹r mich tun?" fragte Estelle Dante sanft. Dantes Augenbrauen zogen sich zusammen, da seine dominante Seite sich dagegen str?ubte, auf jemanden zu warten, wenn er seinen Willen auch anders durchsetzen konnte. Dante holte tief Luft, b?ndigte seine urspr¨¹ngliche Seite und nickte zustimmend. "Sch?n, wir werden es so machen." stimmte Dante zu. "Komm, du musst etwas essen, du hattest heute noch keine Gelegenheit zu essen." sagte Estelle und zog Dante mit sich. "Ich kann tagng ohne Essen auskommen, wei?t du." erw?hnte Dante und kicherte leise, als Estelle sp?ttisch aufst?hnte. "Ich kann das nicht, und ich m?chte nicht alleine essen." entgee Estelle bestimmt. __________________ Estelle erwachte schreckhaft, als die T¨¹r ihres Zimmers pl?tzlich aufgesto?en wurde. "Was soll das bedeuten?!" zischte Dante, der am Schreibtisch von Estelle sa?, den Eindringling an. Estelle rieb sich den Scf aus den Augen, sprang aus dem Bett und eilte her¨¹ber, um festzustellen, dass der Eindringling tats?chlich Dantes Bruder Damien Mycroft war. "Dan, es gibt Probleme. Ich habe gesehen, wie sich eine Menschenmenge um das Bestattungsinstitut versammelt hat, in dem das tote M?dchen aufgebahrt wurde. Ich bin gndet, um nachzusehen und..." Damien hielt kurz inne. Estelle und Dante tauschten einen Blick aus und sahen dann wieder zu Damien. "Es scheint, dass die Mutter des M?dchens ebenfalls mit der Seuche infiziert wurde. Und drei weitere in der N?he... die Menschenmenge ist w¨¹tend zum Bestattungsinstitut gezogen, aber das Paar war nicht zu finden." "Sie lie?en den K?rper des Kindes zur¨¹ck, verkleideten sich und sind aus Fort Scabbard geflohen!" enth¨¹llte Damien d¨¹ster. "Wenn die Mutter bereits infiziert ist..." brach Estelle ab. "Die Seuche wird sich ¨¹ber Fort Scabbard hinaus ausbreiten." erg?nzte Dante leise. "Stoppt sie! Findet sie und nehmt sie gefangen!" zischte Dante und st¨¹rmte aus dem Raum. Chapter 597: Unbekannt (Kap.598)

Chapter 597: Unbekannt (Kap.598)

"Na, f¨¹hlst du dich nicht schon viel besser, wenn du so eingewickelt und gef¨¹ttert bist?" fl¨¹sterte Veah dem Kind zu, w?hrend sie Everon, der ein exasperiertes Gesicht machte, die sche reichte. Everon nahm die sche und stellte sie in eine Sch¨¹ssel mit hei?em Wasser, bevor er sich Neveah zuwandte und die Arme vor der Brust verschr?nkte. "Das hier ist mein Arbeitszimmer, wei?t du. Keine Kinderstube." wies Everon hin. "Das ist mir durchaus bewusst. Allein der Geruch der Kr?uter macht es nahezu unm?glich, das zu vergessen." erwiderte Neveah, wobei ihr Blick immer noch auf dem schlummernden Baby in ihren Armeng. "Ich wusste nicht, dass Babysitten zu meinen Aufgaben geh?rt." begte sich Everon. "Das kam hinzu, als du dich entschlossen hast, die Bitten von Kirgan und Imagor zu ignorieren und nicht zum Drachenturm zur¨¹ckzukehren, sondern stattdessen hier bei mir zu bleiben." "Du bist hier, um mir zu helfen, meinen Geist ruhig und stabil zu halten, und all das hier wird genau das bewirken. Du machst das hervorragend, Ron." lobte Neveah. "Ich kann nicht uben, dass du das wirklich ausnutzt." murmelte Everon und sch¨¹ttelte den Kopf. Neveah zuckte l?ssig mit den Schultern und legte das Baby in ein provisorisches Bettchen, das Everon widerwillig hergerichtet hatte. "Ich lebe jetzt jeden Tag mit der Angst, den Verstand zu verlieren und in den Wahnsinn abzugleiten, und es gibt immer noch Dinge, die ich tue, die du nicht uben kannst?" erwiderte Neveah mit einer Gegenfrage. Everon schnaubte leise, aber in seinen Augen zeigte sich ein schmerzlicher Ausdruck bei Neveahs Worten. "Du wirst nicht den Verstand verlieren, Veah. Ich tue alles in meiner Macht Stehende, um das sicherzustellen." versicherte Everon Neveah. Neveah l?chelte schwach und lehnte sich zur¨¹ck in den Stuhl, in dem sie sa?. "Ich wei?... ich bin dir zur Last gefallen." murmelte Neveah mit einem schuldbewussten ng in ihrer Stimme. "Du wirst mir niemals zur Last fallen, Veah. Jemand muss sich um dich k¨¹mmern... in Abwesenheit von Jian und Xenon." erkl?rte Everon. Neveah brummte leise und schloss f¨¹r einen Moment die Augen. "Ruh dich jetzt aus, ich werde dich untersuchen, w?hrend du schl?fst." sagte Everon, w?hrend er seine T?tigkeiten fortsetzte. Neveah war dabei einzuschlummern, als Corans vertraute Stimme sie aus ihren Gedanken riss. "D¨¹nenf¨¹rst." begr¨¹?te Coran, als er Everons Arbeitszimmer betrat. Neveahs Augen sprangen auf und ihr Finger schnellte zu ihren Lippen, um Coran zum Schweigen zu bringen. Coran hob fragend die Augenbrauen, sein Blick fiel auf das Baby, das tief und fest in dem provisorischen Bettchen schlief, und dann erweiterten sich seine Augen in Verst?ndnis. Mit einem Kopfnicken deutete Coran an, dass Neveah mit ihm zur Seite treten sollte, und auch Everon folgte. "Es gibt einen Bericht von der Stadtwache. W?hrend sie die Menschenmenge am Stadttor abweisen, besteht ein gewisses Paar darauf, dich zu sehen, bevor sie gehen." ¨¹bermittelte Coran Neveah. Schonnge vor dem Zwischenfall hatte die D¨¹nenstadt eine vollst?ndige Abriegelung erlebt. Seit dem Zwischenfall galt dies erst recht, da niemand au?er in offiziellen oder dringenden F?llen die Stadt betreten oder vessen durfte. "An den Toren? Sie m?chten mich sehen? Woher kennen sie mich?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue. "Ich wei? es nicht, aberut dem Bericht des Kommandanten haben sie speziell nach dir gefragt, Lady Neveah Vairheac. Und sie gehen nicht weg, bevor sie dich gesehen haben." berichtete Coran. "Veah ist nicht jemand, die man willk¨¹rlich sehen kann, ohne Gr¨¹nde zu liefern. Fordere ihre Gr¨¹nde ein oder schicke sie weg." wies Everon Coran an. "Es sind Menschen..." f¨¹gte Coran etwas unsicher hinzu.Neveah und Everon tauschten Blicke. Neben Dune City hatte sie nichts mit den Menschen zu tun, und auch hier in Dune City hatte Neveah sich seit dem Bruch nicht mehr mit den Menschen besch?ftigt, wie fr¨¹her als Leutnant. "Das ist ziemlich ungew?hnlich", r?umte Everon ein. Neveah dachte kurz nach, nickte dann. "Nun gut, ich werde sie aufsuchen. Was k?nnte schon passieren?" fragte Neveah. "Ich begleite dich", bot Everon an und griff nach seinem Mantel, doch Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Nein, du bleibst hier. Isalder wird jeden Augenblick kommen, um ihr Kind abzuholen. Du solltest auf ihn aufpassen, bis sie hier ist, damit sie mir nicht an die Gurgel geht. Coran wird an meiner Seite bleiben." Everon lie? sich von Neveah zur¨¹ckhalten. "Ich werde nicht von deiner Seite weichen", best?tigte Coran. Everon nicktengsam und Neveah griff nach ihrem Mantel, der ¨¹ber einem Stuhl hing. Sie warf einen Blick auf das scfende Kind, bevor sie Everons B¨¹ro verlie?. "Ich werde vorausgehen, ich hole mein Pferd", sagte Neveah zu Coran. "Ein Pferd also", erwiderte Coran, ohne Neveahs Worte zu beachten. Neveah widersprach nicht und zusammen holten sie Pferde aus dem Stall und ritten zu den Stadttoren. Dort angekommen, bot sich ihnen das unruhige Bild, das mittlerweile Alltag in Dune City war. ?ngstliche B¨¹rger versuchten, aus Dune City zu fliehen, aus Furcht, die Schlucht k?nne ihr Gebiet verschlingen, w?hrend andere au?erhalb Zugang zur Stadt suchten, aus Gr¨¹nden, die sie am besten kannten. Als Neveahs Pferd sich den Toren n?herte, teilte sich die Menge und die Stadtwachen eilten herbei, um sie zu begr¨¹?en. "Leutnant, bitte hier enng", sagte einer der Wachen, nahm die Z¨¹gel von Neveahs Pferd und f¨¹hrte es zu den Toren. Neveah stieg ab und sie und Coran folgten der Wache durch einen kleinen Teil des Tores, der nur f¨¹r die Stadtwachen offen war. Auf der anderen Seite wiesen Wachen die G?ste der Stadt ab, und Neveah erblickte den Kommandanten der Stadtwache, bevor er sie sehen konnte. Sie musterte schnell das Paar, das ihm gegen¨¹berstand. Sie waren zur Seite geleitet worden, wahrscheinlich weil sie sich geweigert hatten, sich zu f¨¹gen und umzukehren. Es war ein junges Paar, wahrscheinlich Anfang drei?ig, und der Mann stand leicht sch¨¹tzend vor seiner Frau. Neveahs Blick fiel auf die Frau, eine zierliche Frau, eingeh¨¹llt in dicke M?ntel. Ohne genau hinzusehen h?tte Neveah nicht erkennen k?nnen, dass die Frau unter dem Mantel stark zitterte. Das gelegentliche, heftige Husten war jedoch un¨¹berh?rbar. "Kennst du sie?" fragte Coran. "Nein, ich habe sie noch nie gesehen", fl¨¹sterte Neveah zur¨¹ck. Neveah ging auf den Kommandanten der Stadtwache zu. "Das ist genug, Kommandant. Ich ¨¹bernehme von hier", beruhigte Neveah den Kommandanten, der bei ihrem Anblick schnell zur Seite trat. "Leutnant Vairheac", stellte sie sich vor, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Bevor das Paar etwas sagen konnte, schwankte die hustende Frau, verlor das Gleichgewicht und fiel nach hinten. Reflexartig bewegte sich Neveah nach vorne und fing die Frau mit einem Arm auf, bevor sie zu Boden fallen konnte. Chapter 598: Nichts Ungew?hnliches (Kap.599)

Chapter 598: Nichts Ungew?hnliches (Kap.599)

"Geht es dir gut?" fragte Neveah mit einer kleinen Stirnrunzel. Die zierliche Frau blickte zu Neveah auf, und Neveahs Augen weiteten sich rmiert, als sie eine dicke, neblige Finsternis in das Wei?e ihrer Augen sickern sah. Die dunkle Masse wirbelte, als w¨¹rde sie direkt aus ihren Augen str?men, und Neveah konnte nur entsetzt starren. Ihr Blick folgte von den Augen der Frau herab zu den Seiten ihres Gesichts, wo die Adern schwarz und hervorstechend waren. Ein fahler Gestank hatte die ganze Zeit in der Luft gehangen, und Neveah erkannte schlie?lich die Quelle. ¡¯Dunkle Magie...¡¯, dachte Neveah besorgt und unzufrieden bei sich. Dieser Wechsel in Neveahs Gef¨¹hlswelt gen¨¹gte, um Demevirld erneut an die Oberfl?che treten zussen. ¡¯Lass mich heraus, und ich werde sie von den Wurzeln her ausmerzen... jeden einzelnen Strang dunkler Magie, fort...¡¯, versprach Demevirld verf¨¹hrerisch in Neveahs Gedanken, als w¨¹rde er ihr die Welt schenken, wenn sie nur seine Hand ergreifen w¨¹rde. Und er w¨¹rde es tun, das wusste Neveah. Es sich selbst zu geben, denn Demevirlds H?nde zu ergreifen, bedeutete, dass sie aufh?ren w¨¹rde zu existieren, wie sie jetzt war, sie w¨¹rde zu einer Version von sich selbst werden, die sie nicht kannte. Neveah blickte auf ihre Hand hinunter, die noch immer die der zierlichen Frau hielt; ein schwacher goldener Schein ging von ihr aus, kaum sichtbar f¨¹r jeden anderen au?er Neveah selbst. Neveah beobachtete, wie die geschw?rzten Adern von der Ber¨¹hrungsstelle bis zu den Augen der Frau vertrieben wurden, bis die neblige Dunkelheit v?llig verschwunden war. In diesem Moment f¨¹hlte Neveah sich benommen und sch¨¹ttelte rasch den Kopf, um ihre Sicht zu kl?ren, und ihre vor¨¹bergehend verschwommene Sicht normalisierte sich wieder. ¡¯So einfach... ich werde alles f¨¹r dich tun, und noch viel mehr. Wirst du mich nicht vollst?ndig akzeptieren? Ich selbst habe unser gemeinsames Schicksal akzeptiert... wir sind f¨¹reinander bestimmt, Omega.¡¯, fl¨¹sterte Demevirld in seinem eindringlichen Ton. ¡¯Sei einfach still!¡¯, knurrte Neveah Demevirld barsch an, eine Zurechtweisung, die ihm nicht wirklich gefiel. "Veah? Veah?" Corans Stimme holte Neveah zur¨¹ck in die Wirklichkeit. In diesem Moment realisierte Neveah, dass alle sie anstarrten, nicht nur das Paar, der Kommandant der Stadtwache und Coran, sondern auch die Menschenmenge an den Toren. "Deine Augen..." Die zierliche Frau, deren Hand Neveah immer noch hielt, stammelte entsetzt. Neveah dachte, es w?re nur fair gewesen, wenn sie gleichartig auf das h?tte reagieren k?nnen, was sie gerade in den Augen der Frau gesehen hatte. Schnell lie? Neveah die zierliche Frau los, trat einen Schritt zur¨¹ck, drehte ihr Gesicht weg und schloss die Augen, um Demevirlds Einfluss zu verbergen. Demevirld brodelte in Neveahs Geist und sie wusste, dass sie ihn hier drau?en nicht unterdr¨¹cken konnte, wo so viele Augen auf sie gerichtet waren. "Die D¨¹nen sind zu dieser Zeit gef?hrlich, kein Ort f¨¹r jemanden mit einer Krankheit, und all unsere ?rzte sind andersweitig verpflichtet. ¨¹bermittle dem Kommandanten deine Nachricht und kehre dorthin zur¨¹ck, woher du gekommen bist", sagte Neveah entschieden. Ohne zur¨¹ckzublicken, drehte sich Neveah um und ging zur¨¹ck in die Stadt, dicht gefolgt von Coran. Der Ritt zur¨¹ck zur Burg verlief schnell, und als sie ankamen, beeilte sich Coran, an Neveahs Seite zu sein, gerade als sie von ihrem Pferd abstieg und auf wackeligem Boden leicht taumelte. "Zur¨¹cktreten", wies Coran die Burgenwachen an, die Neveah zu Hilfe eilen wollten.Neveah nahm kaum Notiz, sie war lediglich erleichtert, dass sie es bis zum Schlossgel?nde ausgehalten hatte. Ihr Zustand war den Bewohnern von Schloss Dune wohl bekannt. In Neveahs Kopf t?nte ein durchdringendes Klingeln, und sie h?tte schw?ren k?nnen, Blut aus ihren Ohren tropfen zu f¨¹hlen. Demevirldg knapp unter der Oberfl?che und wie immer wollte er sich nicht ohne Widerstand unterdr¨¹ckenssen. Doch diesmal war es anders. Neveah wusste nicht, warum dies eine ihrer heftigeren Episoden war; sie hatte emotional kaum etwas durchgemacht, dennoch war es so. "Everon... bring mich zu Everon", wies Neveah Coran an. Coran handelte unverz¨¹glich, st¨¹tzte Neveahs Gewicht, und gemeinsam eilten sie zu Everons Arbeitszimmer, wo Everon und eine sichtlich erholt wirkende Isalder leise miteinander sprachen. Beim Anblick Neveahs allerdings zeigten beide rm. Neveahs Blick fiel auf Isalder, dann auf das Baby, das Isalder im Arm hielt. "Isa, nimm das Kleine weg... Mir wird es schon besser gehen", sagte Neveah zu Isalder. Isalder z?gerte offensichtlich, blickte dann jedoch auf ihr Baby, nickte und entfernte sich. Coran half Neveah, sich hinzusetzen, und sie atmete auf, die Z?hne fest zusammengebissen. "Was hat ihn diesmal ausgel?st?", fragte Everon Coran, w?hrend er gesch?ftig herumlief, um alles zu holen, was er brauchte, um sich um Neveah zu k¨¹mmern. "Ich kann es nicht sagen. Einen Moment war alles in Ordnung und im n?chsten...", brach Coran ab. "Hast du Demevirlds Magie eingesetzt, Veah?", fragte Everon und hockte sich vor ihr nieder. Neveah zuckte sichtlich zusammen, nickte jedoch einmal. "Wider deinen Willen?", fragte Everon erneut, worauf Neveah abermals nickte. "Schuppen!", fluchte Everon und stand auf, holte ein s Wasser und reichte Neveah eine Pille. Sie nahm die Pille und schluckte sie mit ein paar Schlucken Wasser hinunter. Dann lehnte sie sich ersch?pft in den Stuhl zur¨¹ck und atmete schwer. Es dauerte nichtnge, und Demevirld zog sich zur¨¹ck. Neveah war wieder sie selbst. "Coran... hast du etwa Merkw¨¹rdiges an jener Frau bemerkt?", erkundigte sich Neveah mit m¨¹der Stimme. Coran ¨¹berlegte kurz, sch¨¹ttelte dann aber den Kopf. "Sie schien recht krank, aber kurz bevor wir gingen, sah sie pl?tzlich besser aus... Ich bin nicht sicher, ob sie wirklich krank war oder ob es T?uschung war. Ansonsten bemerkte ich nichts Ungew?hnliches", berichtete Coran an Neveah. "Nichts Ungew?hnliches... hast du keine dunkle Magie gesp¨¹rt?", hakte Neveah nochmals nach, um sicherzugehen. Coran sch¨¹ttelte den Kopf und seine Stirn legte sich in besorgte Falten. "Soll ich sie zur Befragung holen?", fragte Coran Neveah. "Nein, nein...ss es sein. Vielleicht bin ich einfach ¨¹bersensibel. Mit Demevirld kann ich meinen eigenen Sinnen nicht mehr trauen", murmelte Neveah. Chapter 599: Inkarnationen und Geister (Kap.600)

Chapter 599: Inkarnationen und Geister (Kap.600)

"In den letzten drei Tagen gab es keine nennenswerte Ausweitung des Canyons", berichtete Garron an Neveah. Die W?chter der D¨¹nen waren einmal mehr im Versammlungssaal versammelt, um vor dem Rat ihre Berichte zu pr?sentieren. "Bleibt wachsam. Wir m¨¹ssen in diesen Zeiten auf alles vorbereitet sein", sagte Neveah zu Garron. "Und wie steht es um die Evakuierungspl?ne?" wollte Neveah wissen, und ihre Frage war immer noch an Garron gerichtet. "Alle B¨¹rger, die in der N?he des ersten m?glichen Ausbreitungspunkts des Canyons leben, wurden erfolgreich an sicherere Orte innerhalb der Stadt umgesiedelt. Sollte der Canyon die Barriere ¨¹berwinden, h?tten wir mindestens noch ein paar Tage Zeit, bevor er ein Wohngebiet erreicht", erkl?rte Garron Neveah. "In der Zeit, die uns im vergangenen Monat zur Verf¨¹gung stand, haben wir gute Fortschritte gemacht. Die Situation war f¨¹r niemanden leicht, du hast meinen Dank, Garron", ?u?erte Neveah ihre Dankbarkeit. "Und was gibt es von dir zu berichten, Coran?" "Die Magier f¨¹hren immer noch Experimente durch, um herauszufinden, welche magische St?rke ben?tigt wird, um ein Portal zu erschaffen, das den Nebel durchqueren kann. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie weit er sich in die Dunklen Lande erstreckt, und unser Wissen ¨¹ber das Terrain dieser Lande ist ebenso limitiert." "Da unsere Ressourcen begrenzt sind, kommen wir nurngsam voran. Aber die Magierakademie gibt nicht auf und wird auch von den Fae der Lichthalle unterst¨¹tzt", berichtete Coran. "Und wie ist die Lage in der Lichthalle?" erkundigte sich Neveah. "Bing ist das Quatrefoil zu 80% fertiggestellt. Sobald wir die letzte Lieferung der Kanalisierungssteine erhalten, wird die Konstruktion eine weitere Woche in Anspruch nehmen, und das Quatrefoil wird vollst?ndig rekonstruiert sein. Danach wird die Barriere wieder ihre volle Kraft besitzen", informierte Coran. "Wenn das geschieht, brauchen wir uns keine Sorgen mehr machen, dass der Canyon sich ins D¨¹nenterritorium frisst. Die Lichthalle bleibt unsere h?chste Priorit?t. Was ist die Ursache f¨¹r die Verz?gerung bei den Kanalisierungssteinen?" fragte Neveah ?rgerlich. "Lord Menarx hat sie noch nicht in seinen Besitz bringen k?nnen. Die Fae horten die Lieferung, und ihr Territorium liegt zwischen unseren L?ndern und den Mer-Seen; es gibt keinen anderen Weg, als zu ¨¹bertreten", erkl?rte Coran. "Die Fae hier... die Fae dort...", murmelte Neveah und unterdr¨¹ckte schnell die aufsteigende Wut. ¡¯Kluges M?dchen...¡¯, lobte Demevirld in Neveahs Gedanken und kicherte ¨¹ber Neveahs rasche Beherrschung ihrer Gef¨¹hle. Neveah ignorierte Demevirld, sie wusste, dass er nur darauf aus war, sie zu provozieren. "Wir sind bereits uneins, wir sollten sie einfach unterwerfen", murmelte Coran ver?rgert. Die anderen D¨¹nenw?chter stimmten ihm zu. "Die K?nigsgarde darf solche Befehle nicht erteilen, es sei denn, es ist ?u?erst notwendig... bis Seine Gnaden zur¨¹ckkehrt, k?nnen wir keinen Krieg beginnen, es sei denn, er wird uns aufgezwungen", erinnerte Garron. "Sollen wir also tatenlos zusehen und sie machenssen, was sie wollen?" fragte Coran ungl?ubig. "Informiert Menarx, ich m?chte, dass diese Kanalisierungssteine so schnell wie m?glich nach Dune City geliefert werden... wen auch immer wir vor den Kopf sto?en m¨¹ssen, es muss sein. Wir k?nnen es uns nicht leisten, auf die Gef¨¹hle der Fae R¨¹cksicht zu nehmen, w?hrend sie bei jeder Gelegenheit die unseren verletzen", entschied Neveah. "Veah, bist du sicher, dass wir so nachgiebig sein sollten?" fragte Garron unsicher. "Was haben wir f¨¹r eine Wahl? Wenn es bedeutet, die Barriere wieder auf ihre volle St?rke zu bringen, dann ist das Nachgeben das Geringste, was ich zu tun bereit bin", stellte Neveah r."Deine Worte werde ich ¨¹berbringen", stimmte Coran ohne Z?gern zu. "Was gibt es noch zu besprechen?" erkundigte sich Neveah. "Ein Bericht der Stadtwache. Anscheinend hat die Zahl der Menschen, die um Eiss in die D¨¹nenstadt bitten, in den letzten Tagen enorm zugenommen. Es gibt ¨¹bertriebene Berichte von Tausenden, die t?glich aus verschiedenen Festungen und Siedlungen hierherkommen", erkl?rte Garron. Neveah zog verwirrt die Stirn kraus. "Das kommt doch nicht hin. Jeder wei? doch, dass die D¨¹nenstadt als erste von der Schlucht verschlungen wird, sollte sie sich weiter ausweiten. Dies ist kein sicherer Ort, warum wollen so viele hierhin?" fragte Neveah verwundert. "Es sind seltsame Ger¨¹chte im Uuf. Nachdem die Stadtwache in den letzten Tagen verschiedene Dinge aufgeschnappt hat, wurde ein Bericht verfasst", teilte ein anderer Vollstrecker der D¨¹nen Neveah mit. "Erz?hlen Sie mir von diesen Ger¨¹chten", forderte Neveah. "Es hei?t, die D¨¹nenstadt sei unber¨¹hrbar von dunkler Magie, weil hier ein wundersamer Besch¨¹tzer des Lichts und ein Bannender der Dunkelheit heimisch sei. Manche behaupten sogar, die Verk?rperung des Strahlenden sei hier oder sei zur¨¹ck ins Leben gekehrt und der Bruch sei ein Zeichen ihrer R¨¹ckkehr...", verlor sich Garrons Stimme. "Der Strahlende? Was ist das?" fragte Neveah unsicher. Neveah war bekannt, dass Drachen Namen f¨¹r ihre tierische Seite hatten. So wie Agardan als der Bezwingende bekannt war, Menarx als der Grausame Rubin und Xenon als das Schwarze Ungeheuer. Aber der Strahlende? Diesen Namen hatte Neveah noch nie geh?rt und sie war sich sicher, bereits umfassend ¨¹ber die Geschichte der Drachen in dieser Festung aufgekl?rt zu sein. "Es ist der Name, der der letzten Hochk?nigin der Fae verliehen wurde, die vor allem f¨¹r ihre g?ttlichen Heilkr?fte bekannt war...", offenbarte Garron z?gerlich. "Wie kann es sein, dass ich davon noch nie geh?rt habe? Eine g?ttliche Heilerin? Was genau bedeutet das?" fragte Neveah erstaunt. "Man sagte der verstorbenen Hochk?nigin nach, sie k?nne alle Krankheiten mit nur einer Ber¨¹hrung heilen. Es gab sogar Ger¨¹chte, dass sie einen Totgesagten wieder zum Leben erweckt habe." "Deswegen war sie nur knapp weniger ber¨¹hmt als unser Hochk?nig Agardan... es ist auch der Grund, weshalb der Einfluss der Fae unserer Unterwerfung widerstanden hat." "Esg in unserem eigenen Interesse, ihre Unterst¨¹tzung zu suchen, anstatt sie w?hrend des Aufstandes zu bek?mpfen, denn die Menschen ubten, die Hochk?nigin sei ein Wesen aus einer anderen Welt... oder so ?hnlich", erkl?rte Coran genauer. "Und diese tote Hochk?nigin ist nun in der D¨¹nenstadt? Was tut sie da? Geisterkram?" fragte Neveah, unsicher, ob sie richtig verstand, was sie geh?rt hatte. Die Vollstrecker der D¨¹ne kicherten am¨¹siert und Garronchte leise. "Findet den Ursprung dieser l?cherlichen Geschichte und beendet sie, bevor wir von Suchenden nach diesem Strahlenden ¨¹berrollt werden. Der Sch?pfer wei?, dass wir schon genug zu tun haben... Ihr k?nnt gehen", schloss Neveah das Treffen. W?hrend die Vollstrecker der D¨¹ne ihren Aufgaben nachgingen, blieb Neveah sitzen und dachte ¨¹ber das eben Geh?rte nach. "Verk?rperungen und Geister? Was in aller Welt?" murmelte Neveah verbl¨¹fft vor sich hin. Chapter 600: Was ist zu tun? (Kap. 601)

Chapter 600: Was ist zu tun? (Kap. 601)

"Komm." Coran gab Neveah ein Zeichen anzugreifen, als er regungslos dastand, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Neveah studierte Corans Haltung, suchte nach einer ?ffnung in seiner Verteidigung und als sie eine fand, st¨¹rmte sie nach vorne. Doch Coran war viel schneller und beweglicher. Er wich geschwind zur Seite aus, Neveahs Faust ins Leere greifenssend. Neveah zog ihre Faust zur¨¹ck und verst?rkte den Angriff mit einem Drehtritt, doch Coran fing Neveahs Fu? m¨¹helos in der Luft auf und fixierte sie mit seinem Blick. "Du bist schnell, das gebe ich zu. Aber im Kampf gegen einen Drachen fehlt es dir immer noch erheblich. Du kannst dich nicht allein auf deine Schnelligkeit vessen, wenn du es mit einem st?rkeren Gegner zu tun hast... du musst deinen Gegner zu einem Fehler zwingen." Coran deckte die Schw?chen in Neveahs Angriffsn auf. Neveah nickte, zog sich zur¨¹ck und federte auf den Fu?ballen, um ihre Haltung zu korrigieren, bevor sie erneut angriff. Dieses Mal t?uschte sie einen Scg mit der Rechten an, drehte sich nach links, griff aber dennoch im exakt richtigen Moment an, als Coran ubte, ihre Bewegung vorhergesehen zu haben. Coran fing Neveahs Faust nur wenige Zentimeter vor seinem Gesicht ab, ein kleines L?cheln auf seinen Lippen. "Du lernst schnell, das ist wahr. Aber der Unterschied in der St?rke zwischen einem Drachen und dir ist gewaltig... Schnelligkeit und ein kluger Schachzug sind nicht genug. Wie kannst du das ausgleichen?" fragte Coran Neveah. "Weufen?" fragte Neveah sarkastisch, mit einem unzufriedenen Blick in ihren Augen. "Sei nicht ungeduldig, Veah. Neben meinen nat¨¹rlichen Vorteilen hatte ich Jahrhunderte Zeit, zu trainieren und meine St?rke zu entwickeln, w?hrend du erst zwei Jahrzehnte erlebt hast. Es ist nur nat¨¹rlich, dass es Zeit braucht, bis du mir ebenb¨¹rtig bist." "Was z?hlt, ist, dass du dich mit jedem Tag, der vergeht, verbesserst und st?rker wirst. Beide Formen von dir sind viel st?rker als bei deiner Ankunft in der Burg D¨¹nen vor ¨¹ber einem Jahr... selbst f¨¹r einen reinbl¨¹tigen Drachen wirst du keine leichte Gegnerin sein." versicherte Coran. "Trotzdem nicht gut genug..." murmelte Neveah leise vor sich hin. "Veah... deine St?rke zu entwickeln ist wichtig. Aber sie wird die Vergangenheit nicht ungeschehen machen oder die Schlucht schlie?en." sagte Coran direkt. Neveah warf Coran einen Blick zu, bevor sie scharf einatmete. "Da ist es wieder. Wohin ich auch in dieser verdammten Burg gehe, ihr alle seht mich so an... mit diesen mitleidigen Blicken. Ich hasse das, Schuppenhaut!..." zischte Neveah, w?hrend sie ein Handtuch ergriff, um den Schwei? abzuwischen. "Bleib ruhig, Veah... ruhig..." ermahnte Coran, doch seine Worte machten Neveah nur noch frustrierter. "Wenn das Schicksal es vorzieht, die Welt zu teilen, statt mir auch nur eine kurze Atempause zu g?nnen, was kann ich tun? Soll ich einfach nichts tun? Ich kann nicht emotional aufgew¨¹hlt sein... Ich kann nicht schreien und weinen, so sehr ich es auch m?chte, denn wenn ich das tue, k?nnte ich eine noch gr??ere Gefahr ¨¹ber D¨¹nenstadt bringen." "Was also kann ich genau tun? Was soll ich ¨¹berhaupt tun?" fragte Neveah leise.Neveah holte noch einmal tief Luft und unterdr¨¹ckte den Strudel der Emotionen, bevor sie sich aufbauen und Demevirld eine Gelegenheit bieten konnten. "Wir sind schon den ganzen Morgen dabei. Geh hinein, mach dich frisch und suche Everon auf." sagte Coran zu Neveah. "Verzeih mir, ich sollte nicht so auf dich einreden. Es ist nicht deine Schuld... es ist niemandes Schuld." Neveah entschuldigte sich und neigte leicht den Kopf. Coran l?chelte nur und sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um zu zeigen, dass er ihr nichts ¨¹belnahm. "Von allen hast gerade du am meisten unter dem erlitten, was geschehen ist, das ist mir wohl bewusst. Es mag egoistisch klingen... aber ich bin froh, dass Seine Gnaden dich diesmal nicht mitgenommen hat." "Die Wei?en D¨¹nen k?nnen sich gl¨¹cklich sch?tzen, dich auf dieser Seite des Canyons zu haben." sagte Coran aufrichtig. Neveah l?chelte traurig und nickte zustimmend. Zumindest konnte sie das Gebiet ihres Vaters mit allem, was sie hatte, weiterhin sch¨¹tzen, wenn schon sonst nichts... es gab immerhin noch diese eine Sache, die sie tun konnte. Neveah machte sich auf den Weg zur¨¹ck zur D¨¹nenburg und zu ihren Gem?chern. Es ¨¹berraschte sie nicht, als sie die T¨¹r aufstie? und Tara auf der Couch vorfand, vertieft in eine Schriftrolle. "Ich gehe davon aus, dass du hier bist, weil du einen Bericht f¨¹r mich hast?" fragte Neveah Tara. Tara legte die Schriftrolle zur Seite und folgte Neveah in den Waschraum. "Wie du befohlen hast, habe ich vertraulich Feen rekrutiert, die aus der Halle des Lichts verbannt wurden. Mit dem Versprechen der Wiedereinstellung und der Freisprechung ihrer Vergehen gegen den Rat und das Brechen ihrer Schw¨¹re." "Sie befinden sich noch immer in Gewahrsam und ich werde sie wiederholt ¨¹berpr¨¹fen, um ihrer Loyalit?t sicher zu sein." sagte Tara zu Neveah. "Gut." lobte Neveah. "Aber Veah, ich verstehe nicht, warum du Feen rekrutierst und ihre Loyalit?t gewinnst. Alle Fae, die Lord River gedient haben, haben sich als Verr?ter herausgestellt und sollten hingerichtet werden. Wie kannst du ihnen vertrauen?" fragte Tara verwirrt. "Von den hundert Feen, die mit Lord River zusammengearbeitet haben, hat mir Lord River anvertraut, dass viele nur dem Feenrat zum Wohle ihrer Familien gehorchen." "Die Halle des Lichts wurde von Lord Eldowin vollst?ndig neu besetzt, aber w?hrend Lord River auf seinen Prozess in der Drachenfestung wartet, m¨¹ssen wir den Rest sinnvoll einsetzen. Die Verbrechen, die sie begangen haben, das Lagern von Adamantium in der Halle des Lichts, ziehen die Todesstrafe nach sich... das wissen sie besser als jeder andere." "Doch in Jians Abwesenheit kann die Todesstrafe noch nicht verh?ngt werden und der Prozess ist auf Eis gelegt. Wenn es eine Chance zur Wiedergutmachung gibt, ube ich, dass einige nicht z?gern werden, sie zu ergreifen." "So wie die Feen die Halle des Lichts unterwandert und den D¨¹nen all diese Probleme bereitet haben, so werde ich es ihnen mit gleicher M¨¹nze heimzahlen. T?usche dich nicht, Tara... die Feen werden uns angreifen, wenn wir es am wenigsten erwarten, aber wenn sie es tun, werden wir vorbereitet sein." murmelte Neveah. "Der Sch?pfer wei?, dass kein Teil der Festung in Jians Abwesenheit zerfallen wird, ich werde das nicht zssen... und wenn es mich alles kostet." sagte Neveah entschlossen. Chapter 601: Ein l?ngst vergessener Glaube (Kap.602)

Chapter 601: Ein l?ngst vergessener ube (Kap.602)

Neveah hatte sich gerade in frische Kleidung geworfen und kaum war sie aus ihren Quartieren getreten, da traf sie schon auf Garron und Coran, die dort warteten. "Was ist geschehen?" fragte Neveah misstrauisch, w?hrend siengsam die T¨¹r zu ihren Gem?chern schloss. "Das... das musst du selbst sehen." sagte Garron mit z?gerlicher Stimme. "Wo?" erkundigte sich Neveah. "An den Stadttoren." antwortete Garron. Neveah zog die Stirn in Falten, nickte jedoch und ging an ihnen vorbei den Gang enng. "Ich werde Everon holen, damit er uns begleitet. Sicher ist sicher." entschied Coran und machte sich auf in einen anderen Gang. Neveah runzelte die Stirn, doch sie hielt nicht inne. Dass Coran der Meinung war, Everons Gegenwart w?re erforderlich, lie? Neveah ahnen, dass das, was an den Stadttoren vor sich ging, sie beunruhigen w¨¹rde. "Garron, erz?hl mir... was auch immer es ist." bat Neveah Garron, als sie die Burg verlie?en. Garron seufzte leise bei Neveahs Worten. "Es ist schwer zu erkl?ren, Veah... Tausende haben sich an den Stadttoren versammelt. Sie kommen von verschiedenen Festungen, sogar von Fort Rudder her..." berichtete Garron an Neveah. "Schon wieder diese Angelegenheit mit dem Strahlenden? Hatte ich nicht befohlen, dass solche Ger¨¹chte unterdr¨¹ckt werden sollten?" fragte Neveah unzufrieden. "Das Ger¨¹cht hat sich weit mehr verbreitet, als wir angenommen hatten. Die gesamte Festung muss davon Wind bekommen haben." sagte Garron. Neveah runzelte die Stirn, aber sie sagte nichts weiter. Es dauerte nichtng, bis sie bei den Stadttoren ankamen. Das Erste, was Neveah auffiel, war, dass die Tore fest verschlossen waren; sogar das kleine Tor, durch das die Stadtwache ein- und ausging, war verriegelt, und die Stadtwache stand entweder auf der Innenseite des Tores oder enng der Stadtmauer. Das Zweite, was Neveah auffiel, war dieutstarke Stimmung, die von jenseits der Tore herrschte ¨C es war, als w¨¹rden Tausende gleichzeitig murmeln und udern. Neveah brauchte nicht zu sehen, um zu best?tigen, dass ¨C wie Garron gesagt hatte ¨C tats?chlich viele nach D¨¹nenstadt gekommen waren. Der Kommandant der Stadtwache erteilte Anweisungen an seine Untergebenen bei den Toren, als er Neveah erblickte. Der Kommandant eilte schnell zu Neveah her¨¹ber und senkte seinen Kopf zu einer Verbeugung. "Lieutenant... dies... ich werde euch zur Stadtmauer f¨¹hren." sagte der Kommandant und gab Neveah ein Zeichen, ihm zu folgen. Neveah ging an ihm vorbei die Treppe hinauf zur Stadtmauer und stand bald darauf auf der Mauer. Sie ging zur Mitte, bevor sie sich zum Rand begab, wo sie endlich die Sicht auf die Tore frei hatte. "Was in aller Welt?" fl¨¹sterte Neveah erstaunt. Tausende, Tausende von Menschen. Menschen und andere Wesen gleicherma?en. Sie hatten sich vor den Stadttoren versammelt, und der ganze Weg, der zu den Toren f¨¹hrte, war so weit das Auge reichte mit ihnen bedeckt. Wie so viele Menschen sich ¨¹ber Nacht an einem Ort versammeln konnten, war Neveah ein R?tsel, noch unverst?ndlicher war, warum genau sie hier in solch gro?er Zahl waren. Aber es waren nicht nur ihre Anzahlen, die erstaunlich waren ¨C es waren die ggen, die sie trugen. Selbstgemachte und grob gearbeitete wei?e ggen, aber das, was noch mehr ins Auge stach, war das goldene Auge, das auf jede gge gestickt war.Mehr noch, Neveah konnte sehen, dass viele der Anwesenden verschiedene Gegenst?nde mitgebracht hatten. Mit Edelsteinen gef¨¹llte Truhen und sogar K?rbe mit Fr¨¹chten ¨C alle Arten von Dingen, doch niemand war mit leeren H?nden gekommen. "Sie scheinen hier zu sein, um der Strahlenden Opfergaben zu bringen... Das war eine g?ngige Praxis f¨¹r die Hohe K?nigin der Feen." Everons Stimme erng hinter Neveah. Everon war gerade angekommen und war offensichtlich genauso verbl¨¹fft wie Neveah. "Aber es ist seltsam, dass auch viele andere Spezies hier sind..." murmelte Everon. "Warum sind sie so ¨¹berzeugt, dass hier eine Wiedergeburt der Toten ist? Was bedeutet dieser Wahnsinn?" fragte Neveah mit gerunzelter Stirn. "Veah... Ich denke, du solltest dir die Fahnen noch einmal genauer ansehen", sagte Everon vorsichtig zu Neveah. Neveah tat dies, das einzelne goldene Auge, das auf die gge gestickt war, hatte sie von Anfang an beunruhigt. Neveah lehnte sich ¨¹ber den Rand der Stadtmauer, um einen genaueren Blick darauf zu werfen. "Sie ist es! Die Strahlende! Die Strahlende ist gekommen!" rief pl?tzlich eine Stimme aus dem Nichts in der Menge. Tausende Blicke richteten sich gleichzeitig auf Neveah, und ihre Augen weiteten sich vor Schreck. Schnell zog sie sich vom Mauerrand zur¨¹ck. "Das... goldene Auge... ist es... Demevirld?" fragte Neveah unsicher bei Everon nach. Everon zuckte sichtbar zusammen, nickte jedoch zustimmend. "Es scheint, als w?ren all die Ereignisse, seit du die Barriere erleuchtet hast, verwoben worden, um einen... uben zu erschaffen. Da du sofort erkannt wurdest, kennen viele deine Momente mit dem goldenen Auge...", murmelte Everon. Neveah konnte ihren Ohren kaum uben. "Die Wiedergeburt der Toten... bin ich das? Ich habe nicht einmal Feenblut!" zischte Neveah. "Veah, beruhige dich. Angst ist in der Festung weit verbreitet, und Angst ist etwas Furchtbares, denn sie verasst die Menschen, einen Ort zu suchen, dem sie vertrauen k?nnen." "Seit Jian fort ist, brauchen die Menschen etwas, an das sie uben k?nnen, und diesmal... scheint es, als h?ttest du einen l?ngst vergessenen uben wieder erweckt", sagte Everon zu Neveah. Neveah gingngsam wieder zur Mauer und blickte auf die Menge hinunter. "Eure Hoheit! Wir sind von nah und fern gekommen, um Euch zu begr¨¹?en! Jeder von uns hier hat Familien oder Freunde, die Fort Scabbard nicht vessen k?nnen, die Seuche breitet sich schnell aus und fordert viele Menschenleben!" "Wir flehen Euch an, Eure Heilkr?fte einzusetzen und Fort Scabbard von der Seuche zu reinigen, um unsere Familien zu retten!", rief eine Stimme aus der Menge. "Entfernt die Ansteckung!" "Reinigt die Festung!" Verschiedene Stimmen hallten durch die Menge, die sich in Ehrerbietung verneigte. Neveah zuckte deutlich zusammen, als die Rufe wiederholt ert?nten und ihre Opfergaben niederlegten. "Es hat Tote in Scabbard gegeben? Warum haben wir davon nichts erfahren?" fragte Neveah Everon. "Ich ube, die dringendste Frage ist, was wir jetzt tun sollen, da sie uben, dass du die Seuche heilen kannst", antwortete Everon vorsichtig. Chapter 602: Plan?nderung (Kap.603)

Chapter 602: n?nderung (Kap.603)

Im Arbeitszimmer von Lord Mycroft von Scabbard war eine bedr¨¹ckende Stille eingekehrt. Dante lehnte mit dem R¨¹cken an der Wand und beobachtete Estelle, die unruhig auf und ab ging, w?hrend sie auf Neuigkeiten von den Scabbard-Drachen warteten. Lord Mycroft sa? ebenfalls an seinem Tisch, sein Gesichtsausdruck war d¨¹ster. Seine H?nde waren verschr?nkt, und die Aufregung war in seinen Augen deutlich zu erkennen. Es dauerte nur einen kurzen Moment, bis es an der T¨¹r klopfte und Damien Mycroft, begleitet von zwei Scabbard-Drachen, hereinkam. ?Welche Neuigkeiten?", forderte Lord Mycroft sofort einen Bericht von seinem Sohn. Damien warf einen Blick zwischen seinem Vater und seinem Bruder, bevor er seufzte. ?Das Paar wurde in Gewahrsam genommen. Sie sind aus eigenem Antrieb nach Scabbard zur¨¹ckgekehrt und wurden auf dem Markttz gefangen genommen, w?hrend sie die Kunde von der g?ttlichen Heilung... von der Seuche verbreiteten", offenbarte Damien mit einem sichtbaren Zucken. ?Und?", fragte Lord Mycroft. ?Es ist wahr... die menschliche Frau ist komplett von der Seuche geheilt. Mehrere ?rzte haben sie untersucht, niemand hat so etwas je gesehen... alle Symptome sind vollst?ndig verschwunden und sie ist bei bester Gesundheit", erkl?rte Damien erstaunt. ?Demevirld, das kann nur das sein", schloss Dante von seinem tz aus. ?Das ist nicht gut... Neveah kann nicht offenbaren, was Demevirld wirklich ist. Sie kann weder eine Beteiligung best?tigen noch verneinen. Aber jetzt werden alle Ger¨¹chte als wahr angesehen...", ?u?erte Estelle besorgt. ?Es ist nicht so einfach. Niemand au?er den Drachen wussten in diesen Jahrhunderten von der Existenz Demevirlds, selbst unter uns wurde nie dar¨¹ber gesprochen, und das hatte seinen Grund." ?Drachen sind nicht dazu bestimmt, Magie zu wirken... wenn wir offenbaren, dass einige von uns das k?nnen, wird das zu Unruhen f¨¹hren. Die Seuche, das Zerbrechen, alles Mysteri?se, das jemals ohne Erkl?rung passiert ist... sie wird entweder die Schuld als Ursache tragen oder die Erwartung, alles zu l?sen", murmelte Lord Mycroft. ?Wie weit hat sich die Nachricht verbreitet?", fragte Lord Mycroft. ?Ganz Scabbard wei? jetzt davon, und alle benachbarten Festungen sind informiert worden, es ist kaum ein paar Tage her. Ich wei? nicht, wie die Nachricht so schnell verbreiten konnte, als h?tte jemand absichtlich auf diesen Moment gewartet... auf den Moment, wenn das Paar Lady Neveah und die Magie in ihr treffen w¨¹rde." ?Auf den Moment, wenn alle Augen auf ein einziges Ereignis gerichtet sein w¨¹rden...", sagte Damien Mycroft misstrauisch. ?Hunderte, die mit der Seuche infiziert sind, bitten darum, aus Scabbard nach Dune City reisen zu d¨¹rfen, und selbst diejenigen, die nicht betroffen sind, uben, dass Dune City der einzige sichere Ort vor der Seuche ist... die Tore wurden geschlossen und alle Wege abgeriegelt, aber bei diesem Tempo f¨¹rchte ich, k?nnen wir sie nichtnge zur¨¹ckhalten." ?Sie uben, sie k?nnen nur ¨¹berleben, indem sie den Strahlenden treffen... in der Stadt herrscht totales Chaos, Vater. Und dasselbe gilt f¨¹r Fort Rudder und alle Festungen, die in Reichweite der Wei?en D¨¹nen liegen. Um die Ordnung wiederherzustellen... k?nnten wir gezwungen sein, extreme Ma?nahmen zu ergreifen oder einen Aufstand zu riskieren", offenbarte Damien. ?Aber es ist auch wahr, dass die Magie von Demevirld die Seuche heilen und vielleicht Tausende von Leben retten k?nnte...", brach Lord Mycroft ab. ?Vater, nicht du auch. Demevirld kann nicht gehandhabt werden, das hat Seine Gnaden rgestellt!", unterbrach Dante Lord Mycroft, bevor dieser seinen Gedankengang weiterverfolgen konnte. ?Das geschieht genau dann, wenn jede weitere Anwendung von Demevirlds Macht Neveah zu einer Svin seines Einflusses f¨¹r die Ewigkeit machen k?nnte... als w¨¹rde das Universum es unm?glich machen, sie von Demevirld zu trennen.", sagte Estelle best¨¹rzt. ?Was kann man dagegen tun?", murmelte Lord Mycroft vor sich hin. __________________ ?Wir m¨¹ssen in unsere H?user zur¨¹ckkehren! Wir k?nnen uns jetzt nicht in solchen Massen versammeln, das stellt jeden einzelnen von uns in Gefahr", versuchte ein mittlter Mann, der auf dem Bahnsteig im Stadtzentrum stand, die versammelte Menge zu beruhigen. Im Stadtzentrum von Fort Scabbard herrschte totales Chaos, w?hrend die Vertreter der V?lker versuchten, die immer w¨¹tender werdende Menge zu beruhigen, doch es gng ihnen nicht."?f die Stadttore!" rief eine Stimme. "Wir sind hier keine Gefangenen! Lasst uns die Stadt vessen!" schrie eine andere w¨¹tend. Die erbosten Stimmen hallten von verschiedenen Ecken des tzes wider, und irgendwo mischte sich einutes Wehgen in das Durcheinander. Vor ihnen kreisten zwei Drachen in geringer H?he, sie beobachteten das Chaos und behielten alles im Blick. Sie griffen nicht ein, sondern ¨¹berlie?en es den Vertretern der verschiedenen V?lker, die Situation zu bew?ltigen. Abseits stand ein junger Mann, eingeh¨¹llt in einen zerschlissenen grauen Umhang, und beobachtete den Aufruhr. Sein Gesichtsausdruck blieb gleichg¨¹ltig, doch als der Tumult urpl?tzlich in Gewalt umschlug und die Menge vorw?rts dr?ngte, spielte ein Grinsen um seine Lippen. Er l?ste sich von der Mauer, an die er sich gelehnt hatte. Schnellen Schrittes entfernte er sich vom Aufruhr, bahnte sich seinen Weg durch die Menge und schl¨¹pfte dann in eine Gasse. Er sah sich um, um sicherzustellen, dass er nicht aufgefallen war, und beschwor mit einer Handbewegung ein pechschwarzes Portal herauf. Er durchschritt es eilig und kam auf der anderen Seite an. In dem Wald am Rande von Fort Schabbard. Kaum wollte er seinen Weg fortsetzen, h?rte er eine leise Stimme, die nicht weit hinter ihm summte, und hielt inne. "Hallo, Leon." begr¨¹?te ihn Celestes vertraute Stimme, als sie aus dem Schutz der B?ume trat. Leon drehte sichngsam um, seine Augenbrauen bewegten sich merklich, als er sich Celeste gegen¨¹bersah. "Ich habe mich gefragt, wo sich Azkars rechte Hand in diesen schweren Zeiten aufhalten k?nnte..." bemerkte Celeste mit einem leichten L?cheln. "Ich habe geh?rt, du hast in der Abwesenheit meines Herrn Kezrar Dun besucht." antwortete Leon gssen, obwohl sein Gesichtsausdruck d¨¹ster und bedrohlich war. Celeste betrachtete Leons Gesicht einen Moment, bevor sie in Gel?chter ausbrach. "Da Azkar auf unbestimmte Zeit fort ist, muss jemand Ordnung halten. Siehst du das nicht auch so?" fragte sie mit einem schiefen L?cheln. "Unser Herr hat mir alle Angelegenheiten anvertraut. Einschlie?lich der letzten Anweisungen Azkars an dich..." sagte Celeste in einem ernsteren Ton. "Und was wei?t du ¨¹ber meine Befehle?" fragte Leon finster. "Ich wei?, dass Azkar vorhat, das Wolfsm?dchen unwiderruflich mit dem Schatz unseres Herrn zu verbinden... und ich wei? auch, dass er sie lebend will, warum auch immer..." murmelte Celeste. "Aber siehst du, Azkar ist nicht mehr da. Und jetzt sind mein Wille und deine Befehle... deshalb wird es eine kleine n?nderung geben." sagte Celeste, ein d¨¹steres L?cheln auf ihren Lippen. "Was willst du?" fragte Leon misstrauisch. "Der Schatz ist an ihre Seele gebunden... und du hast Azkars Kunst des Seelenraubs gemeistert. Wozu brauchen wir dann noch ihren physischen K?rper?" fragte Celeste grinsend. "Du meinst..." setzte Leon an. "Locke sie aus der Sicherheit der D¨¹nenstadt. Und das wird der Moment sein, in dem du ihre Seele erntest, zusammen mit dem Schatz... und dann t?test du sie." stellte Celeste r. Leons Brauen zuckten leicht, doch dann nickte er einmal und neigte in einer Verbeugung den Kopf. Chapter 603: Eine Anfrage von Scabbard (Kap.604)

Chapter 603: Eine Anfrage von Scabbard (Kap.604)

Neveah sa? an ihrem Schreibtisch im Arbeitszimmer ihres Vaters und starrte ins Leere. Ihr Tisch war ¨¹bers?t mit Aktenstapeln, die sie noch bearbeiten musste, doch sie starrte nur ausdruckslos vor sich hin. Die Aufgaben, die ihre Aufmerksamkeit forderten, wollten kein Ende nehmen; jeder Tag brachte eine neue Herausforderung mit sich. Neveah war sich nicht sicher, wienge sie diesen Rhythmus noch durchhalten konnte. Sie verharrte noch eine Weile in dieser Position, bis die T¨¹r zum Arbeitszimmer aufgesto?en wurde und Garron eintrat. ?Veah", begr¨¹?te Garron sie und ging auf Neveah zu. ?Wie sieht es aus?", fragte Neveah, ohne den Kopf zu wenden. ?Es gibt keine wesentlichen Ver?nderungen. Die Zahl ist um ein paar Dutzend gestiegen. Sie haben ihr Lager drau?en aufgescgen und weigern sich zu gehen. Sie vengen nach deiner Anwesenheit", berichtete Garron. ?Hat ihnen denn niemand gesagt, dass ich nichts mit dieser albernen ¨¹berzeugung zu tun habe?", fragte Neveah, ihre Stimme angespannt und hart. Neveah schloss die Augen; Demevirld war in ihren Gedanken weitaus pr?senter, als ihm zustand. Wahrscheinlich war er h?chst erfreut ¨¹ber die Lage und all die M?glichkeiten, die sie bot. ?Man kann sie nicht ¨¹berzeugen. Wenn wir sie vertreiben wollen, m¨¹ssen wir h?rtere Ma?nahmen ergreifen ... sonst r¨¹hren sie sich nicht vom Fleck. Sie uben, sie sind hier vor der rasant um sich greifenden Seuche sicher", antwortete Garron sachlich. ?Zwar steht in Estelles Notiz, dass jemand gestorben ist. M?glicherweise sind seit ihrer letzten Nachricht noch weitere Todesf?lle dazugekommen ...", Neveah stockte. Die Worte schmeckten bitter auf ihrer Zunge, zumal sie gehofft hatte, dass es nie so weit kommen w¨¹rde, und weil sie immer noch keinen Rat wusste, wie sie Fort Scabbard helfen konnte, abgesehen davon, dass sie st?ndig Ressourcen sandte. ¡¯W?re Jian hier ... oder Xenon, sogar mein Vater ... sie w¨¹rden wissen, was zu tun ist. Ich habe kein Recht, ein Fort zu leiten, bei mir scheint alles schiefzugehen...¡¯ Dieser Gedanke schlich sich unweigerlich in Neveahs Kopf. Neveah sch¨¹ttelte ihren Kopf leicht, um den Gedanken zu vertreiben. Es war schwer zu sagen, ob dieser von Demevirld kam, oder ob ihr eigener Verstandngsam nachgab. Erst vor drei Tagen hatte Neveah bemerkt, dass eine Nachricht von Estelle irrt¨¹mlich mit Everons Briefen vermischt worden war, und das, was Estelle Neveah schon vor drei Tagen hatte wissenssen wollen, erfuhr Neveah nun erst. So wurde ihr erst jetzt bewusst, dass die Seuche ein Leben gefordert hatte und mit ihm in Scabbard und der Umgebung eine unaufhaltsame Panik herrschte. ?Estelles Nachricht versicherte mir, dass die Seuche noch einged?mmt ist und die Mauern von Scabbard nicht vessen hat. Aber das ist bereits einige Tage her, sollte sich die Seuche ausbreiten, w?ren einige Tausend dieser Gl?ubigen das geringste unserer Probleme", sagte Neveah mit leiser, nachdenklicher Stimme. ?Was hast du vor zu tun?", fragte Garron. ¡¯Was habe ich vor zu tun?¡¯ fragte sich Neveah still. Selbst diejenigen, die mit den Gegebenheiten der Festung vertrauter waren, erwarteten von Neveah nun Antworten, von denen sie sich nicht sicher war, ob sie sie geben konnte. ?Das Wichtigste ist jetzt, die Sicherheit all dieser Menschen zu gew?hrleisten. Wir k?nnen sie nicht durch die Stadttoressen, aber ich will, dass ihr eine besondere Patrouille zusammenstellt ... haltet die Augen die ganze Nacht offen und sorgt daf¨¹r, dass niemand zu Schaden kommt." ?Tara und Isalder sollen Essen und warme M?ntel f¨¹r die Leute organisieren; das Wetter ist eisig hier in Dune City... sie h?tten es besser wissen m¨¹ssen", murmelte Neveah. Sie stand auf, griff nach einem Fl?schchen mit Pillen und schluckte einige davon herunter; ein Vorrat, den Everon ihr geschickt hatte. Es war eigentlich keine gute Idee, Demevirld mit Medikamenten zu unterdr¨¹cken, aber im Moment blieb ihr keine andere Wahl, Neveah brauchte einen ren Kopf. ?Schickt jemanden von uns nach Scabbard, durch ein Portal. Ich will einen direkten Bericht, bevor die ...", Neveah stockte, als sie eine fremde magische Energie sp¨¹rte. Sie blickte zu Garron, und beide gingen auf den Balkon zu. Neveah sah hinunter und war nicht ¨¹berrascht, als sich ein Portal ?fe und ein ihr bekanntes Gesicht heraustrat. ?Dante...", murmelte Neveah. Sie sprang ¨¹ber das Gel?nder des Balkons undndete geschickt auf ihren F¨¹?en unten, direkt vor Dante, der noch immer unzufrieden vor sich hin brummte.¡¯"Veah," gr¨¹?te Dante und neigte seinen Kopf zur Verbeugung. Neveah nickte als Antwort und warf einen kurzen Blick um Dante herum. "Elle konnte mich dieses Mal nicht begleiten. Scabbard ist..." Dante brach ab. "Es ist hier auch so. Du solltest es dir selbst ansehen," sagte Neveah zustimmend. Dante zuckte sichtbar zusammen, nickte jedoch und folgte Neveah. In der Dunkelheit des Abends machten sie sich auf den Weg zur Stadtmauer, und als sie dort ankamen, f¨¹hrte Neveah Dante auf die Spitze der Mauer, von wo aus er auf die Tausenden hinunterblicken konnte, die sich drau?en versammelt hatten. Everon und Coran waren bereits dort, ebenso wie einige andere Vollstrecker der D¨¹ne und der Kommandant der Stadtwache. Neveah wusste, dass Garron die Nachricht ¨¹ber ihre Gedankenverbindung verbreitet hatte. "Das ist schon schlimmer, als mein Vater es sich vorgestellt hat," sagte Dante kopfsch¨¹ttelnd. "Sag mir, Dante, warum uben all diese Menschen, dass ich die Seuche heilen kann? Du musst doch wissen, warum," fragte Neveah. Dante schwieg einen Moment, bevor er seufzte. "Das liegt daran, dass du... Neveah... oder Demevirld hat," offenbarte Dante in einem d¨¹steren Ton. Neveah runzelte die Stirn, leicht verwirrt, doch in diesem Moment erinnerte sie sich an ein beunruhigendes Ereignis, das einige Tage zur¨¹cg. "Das Paar am Tor!" rief Coran, der es ebenfalls herausgefunden hatte. "Neveah, sie geh?rten zu den Infizierten und sind aus Scabbard geflohen... wir haben sie jetzt in Gewahrsam, aber... die Ansteckung ist vollst?ndig verschwunden." "Der ube, dass du der Strahlende bist, wird von Stunde zu Stunde fester, und das liegt daran, dass es einen lebenden Beweis gibt... dass du die Seuche geheilt hast. Die Situation in Scabbard... wir m¨¹ssen gewaltsame Ma?nahmen ergreifen," erkl?rte Dante d¨¹ster. "Zu welchem Zweck erz?hlst du das Neveah? Du wei?t, dass Demevirld ein unm?gliches Unterfangen ist!" zischte Everon. Dante senkte den Kopf und ¨¹ber die Stadtmauer legte sich eine angespannte Stille. Neveah ging zum Rand der Stadtmauer und blickte auf die Menschenmenge hinunter. Sie waren offensichtlich m¨¹de und fr?stelten, doch r¨¹hrten sie sich nicht. Einige sa?en zusammengekauert, um sich warm zu halten. ¡¯Angst... sie sind ver?ngstigt. Und Angst ist die schlimmste Krankheit... die Ansteckung hat sie noch nicht erreicht, aber sie sind nicht besser dran,¡¯ dachte Neveah bei sich. "Was passiert jetzt? Was soll ichut Lord Mycroft tun?" fragte Neveah Dante. "Mein Vater... w¨¹nscht deine Anwesenheit in Fort Scabbard," offenbarte Dante. Neveah seufzte leise und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. "F¨¹nf Tage... Ich kann D¨¹nenstadt nicht l?nger unbeaufsichtigtssen," stellte Neveah r. "Everon und Tara werden mit mir gehen. Coran und Garron, ihr beiden m¨¹sst in D¨¹nenstadt bleiben," entschied Neveah. Chapter 604: Schwarzes Meer (Kap. 605)

Chapter 604: Schwarzes Meer (Kap. 605)

~Die Dimensionsebenen: Geburtsort der verlorenen Bestien~ Ein glei?ender Blitz zuckte ¨¹ber den Himmel und schien die Erde zu durchbohren, gefolgt von einem heftigen Donnerscg, der den Himmel zerriss. Der Himmel war zu diesem Zeitpunkt dunkelrot, eine unheilvolle Farbe, anders als der Himmel in der ganzen Festung, und die Sonne stand immer noch hoch am Himmel, selbst als pl?tzlich ein heftiges Gewitter losbrach. Es gab keinerlei Vorwarnung, der Sturm folgte auf den Donnerscg, und der Regen prasselte in einem w¨¹tenden Wolkenbruch auf die Erde unter uns nieder, Die Donnerschl?ge und die blendenden Blitze h?rten nicht auf, und als der Sturm sich festsetzte, begann sich der rote Himmel zu ver?ndern. Dunkle Schattenmassen breiteten sich weit ¨¹ber den Horizont hinaus aus, verzehrten rasch den Himmel und vertrieben mit ihrer unheimlichen Dunkelheit fast das Tageslicht. Die Schatten bedeckten nicht den gesamten Himmel, sondernuerten und lie?en nur einen Bruchteil des roten Himmels durchscheinen. Unterhalb dieses Ph?nomens am Himmel stand das m?chtige Fort zed in all seiner Pracht, wie eine Insel inmitten eines riesigen Meeres, stand Fort zed als einziges festes Land inmitten des weiten Schwarzen Meeres. Seine hohen und m?chtigen Mauern schienen die einzige Barriere zu sein, die das Schwarze Meer davon abhielt, seine Grenzen zu ¨¹berfluten und die Stadt zu ¨¹berrennen. Das Schwarze Meer war ein unendliches Meer, das sich so weit ausdehnte, wie das Auge sehen konnte. Und als der Sturm aufkam, zeigte auch das tr¨¹gerisch ruhige schwarze Meer Anzeichen von Unruhe. Das aufgew¨¹hlte Wasser wurde heftig aufgew¨¹hlt. Es war ein untr¨¹gliches Zeichen daf¨¹r, dass bald ein weiterer Schrecken die Mauern der Festung zieren w¨¹rde und eine weitere ht bevorstand. Hoch ¨¹ber der Stadt kreisten drei Drachen am Himmel und flogen tief unter den sich verdichtenden Schatten und dem roten Himmel, wobei sie mit ihren Fl¨¹geln geschickt den wechselnden Schatten auswichen. Sie flogen ein gutes St¨¹ck geradeaus auf die ue Burg zu, dann wich einer der drei Drachen scharf aus und nahm Kurs auf die Stadttore. Aus seinem Bauch ert?nte einutes Br¨¹llen, das so weit reichte, wie der Wind es tragen konnte. Es war kein Drohgebr¨¹ll oder eines, das man vor einem Angriff ausst??t, nein... es war das erste Ger?usch einer Warnung. Die Stra?en von Fort zed waren nicht mehr das, was sie einmal waren. Die Stadt, die einst ein Zentrum f¨¹r Handel und Gewerbe in der Festung Asvarian war, war jetzt karg, trostlos, fast vessen. Es gab noch eine ganze Reihe von Menschen, die ihren Gesch?ften nachgingen, aber ihre schnellen Schritte und ?ngstlichen Mienen verrieten, dass auch sie nicht mehrnge unterwegs sein w¨¹rden. Es war nicht so, dass es in zed City kein Leben gab. Ganz im Gegenteil, die Stadt war noch genauso lebendig wie zu der Zeit, als sie von den dunklen M?chten geerntet worden war... aber die Gesetze der Festung und die Dimension der Bestien waren anders. Und es war das Gewicht dieser Gesetze, dem viele erlegen waren und den Mut verloren hatten, sich aus ihren H?usern zu wagen, es sei denn, sie brauchten Vorr?te. Es gab viele Gr¨¹nde f¨¹r diese Angst, auf die Stra?e zu gehen, und einer dieser Gr¨¹nde war offensichtlich, als das Br¨¹llen des Drachens widerhallte. Ein gleiches Chaos entfesselte sich. Jene paar hundert Mutigen, die wie t?glich unterwegs waren, um Lebensmittel f¨¹r ihre Familien zu besorgen, verfielen sofort in Panik und hatten den dringenden Bedarf, in die Sicherheit ihrer Heime zur¨¹ckzukehren. Bald darauf wurden die Glocken an den Stadttoren gel?utet ¨C ein dr?hnendes Gel?ut, das den Leuten von Fort zed ank¨¹ndigte, dass es bald wieder beginnen w¨¹rde. Wie schon so oft wussten die Einwohner von Fort zed, was zu tun war. Alle Aktivit?ten wurden eingestellt, und die ohnehin sp?rlichen Stra?en der Stadt waren binnen weniger Augenblicke vollst?ndig geleert. Der Prozess verlief schnell, begleitet zwar von panischen Schreien und besorgtem Gemurmel, aber dennoch schnell ¨C schnell genug, um zu erkennen, dass dies nicht ihre erste ¨¹bung war; die Bewohner von Fort zed hatten schon viele solcher Tage erlebt. Alle lebenden Seelen suchten Unterschlupf in ihren H?usern oder in irgendeinem Geb?ude, das zum Schutz nahe genug war. In einem Augenblick war keine lebende Seele mehr in den Stra?en von Fort zed zu sehen. Die Gassen waren vessen, Waren hier und dort verstreut ¨C ein Bild der ?de und Verw¨¹stung. Und doch kreiste der Drache ¨¹ber der Stadt. Einnger Flug war es, da die Stadt gro? war, aber ein lohnender Flug; er sollte sicherstellen, dass keine Seele mehr umherirrte, noch bevor das Grauen ¨¹bernahm. In wenigen Momenten war Fort zed bereit, dem Ansturm zu begegnen. Mit verschlossenen T¨¹ren und verbarrikadierten Fenstern ger¨¹stet. Am Ende seiner zweiten Runde brummte der m?chtige Drache leise, zufrieden ¨C so zufrieden, wie man unter diesen Umst?nden sein kann. Und dann wagte der Drache einen Blick zu den Stadtmauern hinab. Wozu die Wachen ben?tigen, wenn die Feinde, die Fort zed gegen¨¹berstanden, nur durch Drachen aufgehalten werden konnten? Zwei Drachen in menschlicher Gestalt waren alles, was als Wache am Stadttor m?glich war. Und als sp¨¹rten sie den Blick ihres Verwandten am Himmel, drehten sie sich um und nickten ihm zu. Diese eine Geste symbolisierte viele unausgesprochene Worte. Worte, die nicht gesprochen werden mussten, denn von jenseits der Mauer erscholl das erste erdbewegende Br¨¹llen. "Was erwartet uns dieses Mal?" Die Stimme seiner Verwandten in der Festung erng in den Gedanken des Drachens. Der Drache blinzelte kurz, sein Blick konzentrierte sich auf das tosende schwarze Meer. "Welches Unheil w¨¹rden die dunklen Wellen, aus denen verlorene Bestien hervorgehen, heute ¨¹ber sie bringen?" fragte der Drache sich selbst. Die Antwort w¨¹rde erst offenbar, wenn das Ungeheuer aus den Meerestiefen aufstieg. Und wie bei jedem vergangenen Kampf konnten die Drachen nur hoffen, dass der Held des heutigen Tages ihnen den Sieg bringen w¨¹rde. Denn ein Sieg bedeutete ein paar Tage des Friedens und der Ruhe ... aber Niedege? Diese Antwort kannten die Drachen noch nicht. Es war eine Antwort, die sie niemals kennenlernen wollten. Chapter 605: Ein Scherz des Schicksals (Kap.606)

Chapter 605: Ein Scherz des Schicksals (Kap.606)

"Schnell, bringt die Balken her!" rief eine kr?ftige Wirtin, als sie keuchend in eine kleine Taverne hastete, Einen Korb voller Gem¨¹se hielt sie fest an sich gedr¨¹ckt, w?hrend ein besorgter Ausdruck in ihren Augen aufblitzte. Zwei Arbeiter waren bereits in Bereitschaft, und kaum hatte sie ihr Kommando ausgesprochen, griffen sie rasch nach einem gro?en Holzbalken, den sie zur T¨¹r trugen. Gerade als sie die T¨¹r verriegeln wollten, verhinderte eine Hand, dass sich diese ganz schloss. Die Augen der Arbeiter weiteten sich vor Schrecken, und in der Taverne wurde es mucksm?uschenstill. "Einen Moment." sagte eine tiefe Stimme und dr¨¹ckte die T¨¹r wieder auf, Die alte Holzt¨¹r quietschte, als w¨¹rde sie jeden Moment aus ihren Angeln fallen. Ein erleichtertes Seufzen kam von einem der Arbeiter, als ein Mann in schwarzen Roben und einer Kapuze eintrat. "Du bist es, Kaz", murmelte der Arbeiter erleichtert und machte tz, damit der Mann passieren konnte. Dann machten sie sich eilig daran, die T¨¹r der Taverne mit Balken zu sichern. "Beeilt euch, nehmt tz. Nur der Sch?pfer wei?, wie heftig diese Herausforderung werden wird." forderte die kr?ftige Wirtin Kaz auf. Die Taverneg in den Slums von Fort zed. Es war kein heruntergekommenes Viertel, sondern einfach der Teil der Stadt, in dem man weder die edelsten Menschen noch die vornehmsten Etablissements erwarten w¨¹rde, es war zudem der am wenigsten bev?lkerte Teil der zed-Stadt. Kaz blickte sich in der Taverne um und eine kleine Falte bildete sich auf seiner Stirn, als er sah, dass selbst in solchen Zeiten einige G?ste da waren, halb besoffen, und es waren nicht wenige. ¡¯Man sollte meinen, dass sie nach der w?rtlichen Entwurzelung ihres Lebens andere, noblere Hobbys finden w¨¹rden.¡¯ dachte Kaz f¨¹r sich, als er seinen Mantel abklopfte. Aber Kaz wusste, dass er gerade jetzt kein Recht hatte, sie zu richten, denn nur wegen dieser elenden Schar konnte er sich songe im Verborgenen von Fort zed aufhalten. Kaz schritt zum hintersten Teil der Schenke und setzte sich an einen Tisch. Es dauerte nichtnge, da brachte ihm ein Dienstm?dchen einen Humpen Bier und stellte ihn auf seinen Tisch. Kaz¡¯ Stirnrunzeln vertiefte sich beim Anblick des Humpens, der Geruch des billigen Biers stie? ihn ab, aber man konnte in einer solchen Taverne keinen feinen Nektar erwarten. Kaz schob seine Kapuze zur¨¹ck und lehnte sich an die R¨¹ckenlehne seines Sitzes. Es war zwar vergeblich, doch er hoffte dennoch, in der Zeit, bis diese Gefahr vorbeiziehen w¨¹rde, einen Moment Scf zu erwischen. Doch diese Hoffnung zerschlug sich, als das erste erdbebenartige Br¨¹llen von jenseits der Stadtmauer widerhallte.¡¯"Was f¨¹r ein Ungeheuer mag diesmal wohl auftauchen?" fragte einer der n¨¹chternen G?ste besorgt. "Das Schwarze Meer l?sst sich nicht vorhersagen, es k?nnte alles sein. In den letzten Monaten hatten sie es mit Trollen, Felsengolems und Trollgolems zu tun... die St?rke der Drachen von zed schwindet, sie erm¨¹den mit jedem Sieg, wienge noch, bis sie ¨¹berw?ltigt sind?" "Werden wir den Tag erleben, an dem Fort zed zur Festung zur¨¹ckkehrt?" sagte ein anderer Gast resigniert. "Dieser verdammte dunkle Zauberer und diese verdammte Dimension! Das ist alles sein Werk!" rief eine dritte Stimme w¨¹tend aus. Kaz h?rte den Austausch schweigend zu, die Augen immer noch geschlossen. ¡¯Ein Monat...¡¯ dachte Kaz bei sich. Die Zeit verl?uft in der Dimension der Bestienngsamer als in der realen Welt. Obwohl seit dem Verschwinden von Fort zed mehr als ein Jahr vergangen ist, war es hier in der Dimension der Bestien nur etwas mehr als ein Monat. Kaz hatte alles genau gent, bevor er den Zauber ausf¨¹hrte. In der Dimension der Bestien w¨¹rde es in der realen Welt mindestens ein Jahrzehnt dauern, bevor Fort zed die Vorr?te zur Aufrechterhaltung des Lebens in dieser Dimension ausgehen w¨¹rden. Auf diese Weise k?nnte er den fehlenden Teil der Welt wiederherstellen, wenn Seine Lordschaft die Kontrolle ¨¹ber die Festung ¨¹bernimmt. Die Dimension der Bestien ist die gr??te und geheimnisvollste Waffe des dunklen Imperiums; ihre Quelle reicht weit vor die Herrschaft des dunklen Lords zur¨¹ck. Daher wusste auch Kaz nur wenig dar¨¹ber, au?er dass sie nur den wertvollsten Zauberern des dunklen Lords zug?nglich war. Nach dem Aufstand war das Wissen um den Zugang zu dieser Dimensionnge Zeit verloren gegangen... aber mit Hilfe des Signe-Stammes und eines bestimmten Drachenk?nigs hatte Azkar dieses Wissen wiederengt. Sich selbst Zugang zu verschaffen, war nicht einfach gewesen; es hatte Jahrzehnte der ¨¹bung gebraucht, um dieses Kunstst¨¹ck zu vollbringen, und selbst dann hatte Kaz kaum Kontrolle ¨¹ber diese Dimension, au?er hinein- und herauszugehen. H?tte er sie, w?re er nicht selbst hier gestrandet. Kaz st?hnte leise, ?fe die Augen und blickte auf seine H?nde. Kaz versuchte zum hundertsten Mal in den letzten Tagen, seine Magie zu beschw?ren, aber es gng ihm nicht. ¡¯Der Flucht aus dem st¨¹rzenden Nichts hat zu viel meiner Magie verbraucht... es wird eine Weile dauern, bis ich mich davon erholt habe.¡¯ ¡¯Von allen Orten, zu denen ich mich im letzten Moment teleportieren konnte, habe ich diesen gew?hlt und jetzt habe ich nicht die M?glichkeit zu gehen.¡¯ dachte Kaz angewidert. Dass er seine Magie nicht hatte, bedeutete vieles, aber am dringendsten war die Tatsache, dass er die Bestien des Schwarzen Meeres nicht kontrollieren oder eind?mmen konnte. Nun musste Kaz, wie alle anderen in Fort zed, auf den weiteren Sieg der Drachen hoffen, denn sollten sie jemals eine Herausforderung verlieren, w?re alles Leben in Fort zed, einschlie?lich Kaz, in Gefahr. ¡¯Das Schicksal spielt wirklich jedem einen Streich.¡¯ Kaz grunzte erneut unzufrieden. Chapter 606: Kein Weg zurück (Kap.607)

Chapter 606: Kein Weg zur¨¹ck (Kap.607)

Der Beginn der Zeit... was bedeutete das ¨¹berhaupt? Ein Satz, der viele Bedeutungen haben konnte und gleichzeitig keine. Laut den Geschichtsb¨¹chern, die weit zur¨¹ckreichten, wurde der Beginn der Zeit durch das Aufkommen des dunklen Imperiums markiert. Der Aufstieg des Dunklen Herrschers, die Versvung der gro?en Bestien von Asvar, der Beginn einer einzigen Herrschaft und Weltherrschaft ¨C es war die ?lteste Geschichte, die jemals erz?hlt wurde, eine Geschichte so alt wie die Zeit selbst. Aber war dies wirklich der Anfang der Zeit? Gab es eine Welt vor dieser Geschichte? Und wie war die Welt vor dieser Erz?hlung? War es eine Zeit des vollkommenen Friedens? Eine gl¨¹ckselige Existenz, die vom dunklen Imperium zertreten wurde? Gab es jemals eine Zeit, in der die Festung echten Frieden und Freiheit kannte, in der sich alle Spezies unabh?ngig voneinander entwickelten, und wie waren diese Zeiten? War vor allem das dunkle Imperium von Anfang an der wahre Feind? Oder hatte der Lauf der Zeit, wie bei vielen Seelen, Gier und verdunkelte Herzen hervorgebracht? Es war eine Frage, die nicht viele beantworten konnten, nicht einmal die Drachen, die viele Jahrhunderte erlebt hatten. Nicht einmal die Lebensspanne von Drachen konnte der Realit?t von Leben und Tod entgehen, wie viele Drachen, die in dieser ?ra den Himmel durchstreiften, hatten die Tage vor dem Aufkommen des dunklen Imperiums erlebt? Es waren nicht viele... vielleicht gab es sogar keinen... Wer konnte die Wahrheit sagen, die bekannt werden musste? Das Schwarze Meer, der Geburtsort der vessenen Bestien... wahrlich, es war ein ¨¹bel, das viele vergessen hatten, ein ¨¹bel, das eben von jenem dunklen Imperium in Schach gehalten worden war. War es nicht ironisch? Wie schwer fiel es, sich an lobenswerte Taten zu erinnern, wenn sie von S¨¹nde zu S¨¹nde befleckt waren? Man konnte sich nur fragen, ob es eines Tages ein Ende der Drachendynastie geben w¨¹rde. Wie w¨¹rde man sich an sie erinnern? Als Besch¨¹tzer? Oder nur als weitere Unterdr¨¹cker? Aber was spielte das alles f¨¹r eine Rolle? Was z?hlten schon Zukunft oder Vergangenheit, wenn die Gegenwart auf dem Spiel stand? "Mein Herr." Eine Stimme erreichte K?nig Jian mitten in seinen Gedanken. K?nig Jians d¨¹sterer Blick erhob sichngsam von seinem Schreibtisch und richtete sich auf die unwillkommene Erscheinung. Gab es ¨¹berhaupt noch eine Anwesenheit, die er begr¨¹?te? Niemand hier war derjenige, den er sehen wollte... diejenige, die er mit wachsender, wahnsinniger Verzweiflung sehen wollte. Wenn er sie nicht sehen konnte, nicht bei ihr sein konnte, warum sollte er dann die Anwesenheit von irgendjemand anderem dulden? Aber K?nig Jian kannte die Antwort. Denn er musste immer noch den Weg zu ihr zur¨¹ckfinden... den Weg nach Hause, und seine Festung und deren Bewohner mitnehmen. "Starron..." knurrte K?nig Jian, sein Tonfall war tief und gef?hrlich. Seine Augen blitzten auf, und zeigten, dass er ein Raubtier war, und das war seit den letzten zwei Tagen oder mehr so, seit er hier in Fort zed angekommen war. Lord Starron senkte den Kopf zu einer Verbeugung und beobachtete K?nig Jian wachsam. "Sprich... Ich werde nicht ausrasten und dich in Brand setzen." versicherte K?nig Jian.Obwohl sein animalischer Ton nicht gerade beruhigend ng, zumindest nicht aus der Sicht von Lord Starron. "Die Magier haben Bericht erstattet. Sie konnten die Ley-Linien auf dieser Seite der Dimension noch nicht finden." berichtete Lord Starronngsam. Keine Ley-Linien... die Ley-Linien, mit denen sie in die Dimension der Bestien gereist waren, waren auf dieser Seite der Dimension nirgends zu finden, und was bedeutete das? Kein Weg zur¨¹ck... Es war ein Gedanke, den K?nig Jian nicht einmal erw?gen wollte. "Das ist nicht das, was ich h?ren will... sie m¨¹ssen sie finden, so schnell wie m?glich." sagte K?nig Jian ausdruckslos. "Sie m¨¹ssen ihre Suche au?erhalb der Mauern fortsetzen, aber die Magier sind nicht gerade zuversichtlich..." begann Lord Starron, stoppte jedoch, als ihm K?nig Jian einen bedeutungsschweren Blick zuwarf. "Ihre Zuversicht interessiert mich nicht. Wenn sie bis in die Tiefen des Schwarzen Meeres hinabsteigen m¨¹ssen... dann soll es eben sein." stellte K?nig Jian unmissverst?ndlich r. Lord Starron ?fe den Mund, um etwas zu sagen, doch eine Hand auf seiner Schulter brachte ihn zum Schweigen. "Lord Cassian." begr¨¹?te Lord Starron und neigte leicht den Kopf zu einer kleinen Verbeugung. "Ich werde mich darum k¨¹mmern, mein Herr. Orin und Ranjor werden sie begleiten, aber mehr k?nnen wir derzeit nicht entbehren." teilte Cassian mit. K?nig Jian nicktengsam, doch sein Blick ver?nderte sich bei Cassians n?chsten Worten. "Es wird mindestens einige Tage dauern..." fing Cassian an, doch er brach ab, als er den t?dlichen Blick K?nig Jians sah, den seine Worte hervorriefen. "Aber Rauron hat bereits angefangen, die beste und sicherste Route zu ermitteln... wir k?nnen seinen Bericht bald erwarten. Er ist genauso ein hervorragender Navigator wie Spurenleser." versicherte Cassian K?nig Jian eilig. "Das ist mir wohl bewusst." murmelte K?nig Jian und atmete scharf ein, um sein Raubtier in ihm zu beruhigen. Cassian nickte Lord Starron zu, der die Botschaft verstand und sich zur¨¹ckzog. Als nur noch Cassian und K?nig Jian ¨¹brig waren, sprach Cassian. "Das Portal wurde durch Verothrax¡¯ Magie und den pl?tzlichen Zusammenbruch des Nichts schwer besch?digt... selbst wenn wir die Ley-Linien finden w¨¹rden, w?re der Wiederaufbau eines Portals dieser Gr??e mit den Ressourcen, die uns zur Verf¨¹gung stehen, nicht m?glich." sagte Cassian direkt. "Cassian... Wir k?nnen das Ausma? des Schadens, den Verothrax¡¯ Zauberei angerichtet hat, nicht absch?tzen, da wir im Moment des Geschehens wegteleportiert wurden. Die Wei?en D¨¹nen sind die n?chstgelegene Festung... sollte etwas schiefgehen, w?ren sie schwer getroffen. Meine Bastion ist in Gefahr..." K?nig Jian brach ab. "Ich... habe sie zur¨¹ckgssen... verstehst du das, Cassian? Neveah... meine Reiterin, meine Frau ist in einer ganz anderen Dimension und ich wei? nicht, wie ich zu ihr zur¨¹ckfinden kann... also rede mir nicht von Schwierigkeiten." "Wir m¨¹ssen so bald wie m?glich zur Festung zur¨¹ckkehren, koste es, was es wolle." sagte K?nig Jian mit leiser, aber bestimmter Stimme. Chapter 607: Das Jetzt (Kap.608)

Chapter 607: Das Jetzt (Kap.608)

Cassian atmete tief durch, nickte jedoch verst?ndnisvoll. "Wir werden keine M¨¹he scheuen", schwor Cassian. "Das werdet ihr auch nicht", stimmte K?nig Jian zu. In den letzten zwei Tagen seit seiner Ankunft in Fort zed hatte sich K?nig Jian in dieses B¨¹ro zur¨¹ckgezogen, um sein beunruhigtes Raubtier zu beruhigen, das nach dem Kops des Nichts nerv?s geworden war. "Lasst sie rufen, es ist an der Zeit, dass ich mich der Ursache unseres Hierseins stelle", wies K?nig Jian Cassian an. K?nig Jian wandte sich wieder den Dutzenden von Schriftrollen und B?nden zu, die auf seinem Schreibtisch ausgebreitetgen. Bald darauf ?fen sich die T¨¹ren, und die Herren Starron, Kaideon, Orin und Ranjor, der Stellvertreter Lord Starrons, der zu K?nig Jians Gefolge geh?rte, traten ein. K?nig Jians Blick ruhte einen Moment auf Kaideon; er hatte den D¨¹nenf¨¹rsten seit seiner Ankunft vor zwei Tagen nicht mehr gesehen. Kaideon versteckte instinktiv seinen bandagierten Arm hinter seinem R¨¹cken, und K?nig Jians Brauen zogen sich leicht zusammen. "Lord Kaideon hat den letzten Angriff gef¨¹hrt und einen Felsengolem besiegt, den gr??ten, den wir bisher konfrontiert haben. Seine Verletzungen... sie erforderten starke Medikamente, die ihn in Scf versetzten; deshalb konnte er Euch nicht empfangen, mein Lehnsherr", erkl?rte Lord Starron. "Ihr seht... ganz sch?n mitgenommen aus, D¨¹nenf¨¹rst", sagte K?nig Jian, w?hrend er seinen Kopf leicht zu Kaideon neigte, ein Gru? und eine Anerkennung des Respekts und vielleicht auch eine Versicherung, dass alles, was Kaideon zur¨¹ckgssen hatte, von K?nig Jian ebenfalls sicher bewahrt worden war. Kaideon schmunzelte leicht und erwiderte die Geste mit einer tieferen Verbeugung. K?nig Jian empfand tief in seinem Inneren einen Stich der Schuld; Kaideon war erst k¨¹rzlich wieder zu Bewusstsein gekommen, und er hatte angeor, dass die Nachricht vom Kops des Nichts vor dem D¨¹nenf¨¹rsten geheim gehalten werden sollte. K?nig Jian schob die Schuldgef¨¹hle beiseite, er w¨¹rde es Kaideon pers?nlich im Vertrauen offenbaren. "Es ist zwei Tage her, und in dieser Zeit... habe ich all eure Berichte ¨¹ber die Ereignisse des letzten Monats gelesen. Es muss hart f¨¹r dich gewesen sein... Ich sch?me mich, dir gegen¨¹berzustehen, doch bin ich dir ewig dankbar f¨¹r deine Bem¨¹hungen", begann K?nig Jian mit einem Seufzer. "Bei den sp?rlichen uns vorliegenden Informationen und nur zehn Drachen in Fort zed, haben wir darauf vertraut, dass Eure Gnaden kommen w¨¹rden... Daran habe ich keinen Moment gezweifelt", sagte Lord Starron mit einem leichten L?cheln. "Hier in Fort zed sind meine Sippe... mein Volk; es gibt keine Dimension, zu der ich nicht gehen w¨¹rde. Verzeiht meine versp?tete Ankunft... und meine Zur¨¹ckgezogenheit in diesen zwei Tagen", sagte K?nig Jian leise. "Ich bin sicher, dass Ihr bereits von Kaideon geh?rt habt, aber ich war seit ¨¹ber einem Jahr nicht in der Festung. Die Hilfe, die Lady Estelle Starron in dieser Zeit leistete, ist nicht hoch genug zu sch?tzen", fuhr K?nig Jian fort. "Lord Cassian hat den Brief von Elle ¨¹berbracht. Ich kann kaum uben, dass ich songe nicht in der Festung war. F¨¹r deine F¨¹rsorge um meine Tochter hast du meinen Dank", sagte Lord Starron dankbar. "Ich habe eigentlich nicht viel getan. Diese Dankbarkeit geb¨¹hrt Dante Mycroft, dem jungen Schwertf¨¹rst, der in dieser Zeit nicht von Lady Starrons Seite gewichen ist", gab K?nig Jian gegen¨¹ber Lord Starron zu.Lord Starron nicktengsam und verst?ndnisvoll. "Kaideon, ich bin im Besitz von Veahs Brief f¨¹r dich. Ich werde ihn ¨¹berreichen, sobald die wichtigen Angelegenheiten abgeschlossen sind." teilte K?nig Jian dem D¨¹nenlord mit. "Hier in Fort zed gibt es nicht so viele Informationen wie in den Archiven des Bergfrieds ... es gibt kaum etwas, das von den Dimensionsebenen spricht", K?nig Jians Ton wurde ernster. "Niemand wei? mehr ¨¹ber die Dimensionsebenen und die dunklen L?nder als du, Jian." sagte Cassian, w?hrend er sich hinsetzte. K?nig Jian nicktengsam, w?hrend er in einer Schriftrolle bl?tterte, die er in der Hand hielt, und sie dann beiseite legte. "Und ich werde dir alles erz?hlen, was ich dar¨¹ber wei?." versicherte K?nig Jian, w?hrend er sich aufrichtete, die Arme auf dem R¨¹cken verschr?nkte und die Brauen leicht nachdenklich runzelte. "Mein Vater erw?hnte die Dimensionsebenen in den dunklen Landen bei vielen Gelegenheiten ... es war immer eine Sorge von ihm, ein ¨¹bel, das er nicht unber¨¹hrtssen wollte." erz?hlte K?nig Jian nachdenklich. "Die Dunkelheit, die die dunklen Lande befleckt, war ein Grund daf¨¹r, dass mein Vater keine M¨¹hen scheute, die Barriere und die Leuchtfeuer von Asvarian zu errichten ... aber es war nicht der einzige Grund." "Die Dimensionsebenen und das, was sie verbargen, hat er immer im Hinterkopf gehabt. Selbst wenn alle, die die magischen K¨¹nste kannten, um die Dimension zu erreichen, beim Aufstand get?tet worden waren... snge auch nur ein einziger dunkler Zauberer ¨¹brig blieb, wusste mein Vater, dass die Zeit kommen w¨¹rde, in der sie wieder auftauchen w¨¹rden." sagte K?nig Jian. "Vater sagte, die Dimensionsebenen seien eine alternative Dimension, die vom dunklen Lord und seinem Rat geschmiedet wurde... sie sollte ein Ort der Verbannung und Bestrafung sein." "Ein alternatives Reich f¨¹r die ausgesto?ene Spezies. In den Anf?ngen des dunklen Reiches streiften dort vessene Bestien umher, Orks, Golems aller Art, Trolle und viele mehr..." K?nig Jian brach ab. "Sie waren eine schreckliche Spezies, und der dunkle Herrscher erwarb seinen Ruhm durch die Verbannung der verlorenen Bestien in die Dimensionsebenen. Daher kommt auch der Titel ¡¯Geburtsort der verlorenen Bestien¡¯." "Das Schwarze Meer, ein durch dunkle Magie erschaffenes Gew?sser, war der Ort der Gefangenschaft, den der dunkle Lord und seine m?chtigsten Zauberer erschaffen haben... doch anstatt das Reich zu reinigen, war das Ziel des dunklen Lords immer die absolute Kontrolle ¨¹ber das Reich." "Diese Bestien wurden zu seinen Waffen... seiner Armee, die er allein durch seine dunklen K¨¹nste aus dieser Dimension herbeirief und durch dunkle Magie z?hmte. Was als Akt der Rettung gedacht war, wurde zur Grunge, durch die das dunkle Reich die Vorherrschaft an sich riss..." K?nig Jian hielt kurz inne. "Wir k?nnen uns alle daran erinnern, wie oft die Bestien der Vessenen an unseren Grenzen entfesselt wurden... wie viele von ihnen wir w?hrend des Aufstandes bek?mpft haben... und sogar w?hrend des Umsturzes." fuhr K?nig Jian fort und f¨¹gte z?gernd die letzte Zeile hinzu. "Dochssen wir die Vergangenheit hinter uns und sprechen wir ¨¹ber das Jetzt." "Starron berichtet mir, dass Fort zed alle paar Tage bgert wird... nach einem Sieg w¨¹rde das Schwarze Meer zur Ruhe kommen, bis die n?chste Bestie oder die n?chsten Bestien auftauchen." "Ebenso kann nur ein einziger Drachenlord ¨¹ber das Schwarze Meer fliegen, um sich dem Feind im Kampfkreis zu stellen. Die Wachen um den schwarzen Kreis schlie?en sich, sobald sich ein Drachenlord innerhalb seiner Grenzen befindet, und ?ffnen sich erst wieder, wenn die Bestie besiegt ist." "Alle Versuche, Hilfe anzubieten oder den schwarzen Kreis zu durchdringen, haben sich als vergeblich erwiesen... das hei?t, dass bei jedem Angriff nur ein Vertreter von unserer Seite anwesend sein kann, von dem Sieg oder Niedege abh?ngt." "Diese... Regeln kommen mir zu bekannt vor und nach reiflicher ¨¹berlegung m?chte ich, dass wir uns alle an das Lieblingsspiel des Dunklen Lords erinnern... das Spiel, das zu seinem Vergn¨¹gen das Leben vieler unserer Verwandten gefordert hat." murmelte K?nig Jian in einem dunklen Ton. Chapter 608: Unter Beschuss (Kap. 609)

Chapter 608: Unter Beschuss (Kap. 609)

Lord Starron warf einen fl¨¹chtigen Blick auf Ranjor, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder K?nig Jian zuwendete. Die Reaktionen der anderen Drachenlords waren nicht viel besser; selbst das Gesicht von Kaideon hatte sich zu einem d¨¹steren Ausdruck ver?ndert. Es gab Erinnerungen, die die Drachenlords lieber vergessen h?tten, und Ereignisse aus der Vergangenheit, ¨¹ber die sie einfach nicht sprachen. Es war eine stille ¨¹bereinkunft, und die Tage der Knechtschaft geh?rten dazu. Die Ereignisse jener Tage wurden nie erw?hnt, es sei denn, es war absolut notwendig dar¨¹ber zu sprechen. Jetzt hatte K?nig Jian selbst die Vergangenheit angesprochen, was die Drachenlords in seiner Gegenwart zutiefst beunruhigte. ?Wir kennen die Regeln des Spiels des Dunklen Lords kaum. Diejenigen, die ausgew?hlt wurden, um daran teilzunehmen, kehrten fast nie zur¨¹ck und die wenigen, die es taten...", Lord Ranjor hielt an dieser Stelle inne. Es war nicht n?tig, seine Aussage zu beenden; alle anwesenden Drachenlords wussten bereits, welchen Worten nun folgen w¨¹rden. ?Die Zur¨¹ckgekehrten waren nie mehr dieselben...", f¨¹gte Lord Ranjor hinzu. ?Was ich damit sagen will, ist, dass wir kaum einen verl?sslichen Bericht ¨¹ber die Geschehnisse zusammenstellen konnten... ¨¹ber das, was dieses Spiel genau war." ?Es gibt jemanden, der einen Bericht ¨¹ber das Spiel der Champions liefern k?nnte...", warf Cassian ein. Stille senkte sich ¨¹ber die Drachenlords im Saal, und alle Blicke richteten sich auf K?nig Jian. ?Asrig...", murmelte K?nig Jianngsam, einen Namen, den er schon viel zunge nicht mehrut ausgesprochen hatte. K?nig Jian schwieg einen Momentng. Es war seltsam f¨¹r ihn, ¨¹ber seinen Bruder zu sprechen, ohne bef¨¹rchten zu m¨¹ssen, den Zorn seiner Untergebenen zu erregen. ?Asrig war nie wirklich bereit, seine Erfahrungen zu teilen, aber aus dem Wenigen, was er sagte, konnte ich die Spielregeln verstehen", fuhr K?nig Jian fort. ?Das Spiel der Champions war eine der beliebtesten Unterhaltungsformen der dunklen Lords. Es diente vielen Zwecken, einerseits war es eine Mahnung an unsere Art... unseren tz niemals zu vergessen", sagte K?nig Jian mit kaltem und dunklem Ton. ?Andererseits war es ein Mittel, um die F?higkeiten der dunklen Zauberer zu testen, bevor sie gr??ere Aufgaben erhielten. Ein Ort, der nur mit Magie zug?nglich war, Heimat tausender Bestien... ein t?glicher Kampf ums ¨¹berleben, bei dem es nur einen Sieger geben konnte, denn eine Niedege w¨¹rde den Tod bedeuten...", erkl?rte K?nig Jian ruhig. ?Laut Asrig wurde das Spiel der Champions immer hier abgehalten... genau in dieser Dimension." sagte K?nig Jian. ?Auf Anweisung meines Vaters hat Asrig alles aufgezeic, was er ¨¹ber die Dimension und das Spiel der Champions in Erinnerung hatte. Doch aus Respekt vor den Schrecken, denen Asrig ausgesetzt war, eubte mein Vater nicht, dass diese Aufzeichnungen von anderen Augen als den seinen gesehen wurden. Diese Aufzeichnung sollte immer noch in den verborgenen Archiven der Drachenburg aufbewahrt werden..." ?Wenn wir diese Aufzeichnung in die H?nde bekommen k?nnten, k?nnten wir das Schwarze Meer wieder versiegeln.... und die Bestien daran hindern zu entkommen. Wenn diese wiederholten Angriffe aufh?ren, w?re es f¨¹r die Magier einfacher, den Bann von Fort zed umzukehren." sagte K?nig Jian nachdenklich. ?Aber wir sind hier drin und die Aufzeichnung befindet sich im verborgenen Archiv...", gab Lord Starron zu bedenken. Bevor weitere Worte gewechselt werden konnten, durchbrach dasute L?uten der Stadtglocken j?h die Stille. ?Wir werden angegriffen." verk¨¹ndete Lord Starron grimmig.Die T¨¹ren schwangen auf und zwei lodernde Drachen traten ein. "Mein Herr, das Schwarze Meer hat sich zu regen begonnen," meldete einer der lodernden Drachen. "Die Stadt?" erkundigte sich K?nig Jian sofort. "Bereits gesichert. Motran erkundet vor, um das angreifende Ungeheuer zu identifizieren," berichtete der lodernde Drache weiter. "Die j¨¹ngsten Angriffe wurden immer heftiger, der letzte Angriff... Lord Kaideon war unsere einzige Gewissheit f¨¹r einen Sieg," informierte Lord Starron. Lord Starrons Worte ¨¹berraschten K?nig Jian nicht; mit jedem Sieg schien der n?chste Gegner fast doppelt so stark wie der vorherige zu sein, als habe man die Schw?chen des letzten Kampfes berec und ausgeglichen. Und die Regeln blieben unver?ndert: Nur ein einziger Drache durfte den Kampfkreis betreten, nur ein einziger Drache durfte Fort zed repr?sentieren und sich der Bedrohung stellen, um durch einen Sieg einige Tage Frieden zu erringen. zed hatte bald keine Herrschaftsdrachen mehr, die stark genug waren, die Herausforderung allein zu bestehen. "Ein Gro?ork, mein Herr..." lieferte einer der lodernden Drachen den Bericht ¨¹ber das angreifende Ungeheuer. "Orks sind um einiges furchterregender als Golems... aber ein Gro?ork..." Lord Starron verstummte. "W?hrend des Aufstands waren mindestens drei Drachen n?tig, um den Gro?ork niederzuringen, der die Tore des Pstes des dunklen Lords bewachte," erg?nzte Lord Ranjor. Ein Unget¨¹m, das die vereinten Kr?fte von drei Drachen ben?tigte, war kein leicht zu bezwingender Gegner, das war den Drachenf¨¹rsten r. "Ich werde gehen," meldete sich Kaideon ohne Z?gern. Wenn sogar der D¨¹nenlord, einer der besten der Festung, durch den vorherigen Angriff mitgenommen war, dann konnte niemand sagen, ob auch der D¨¹nenlord siegreich zur¨¹ckkehren w¨¹rde. "In voller Kraft k?nntet Ihr vielleicht eine Chance haben, aber Ihr seid noch nicht geheilt, D¨¹nenlord," widersprach Lord Starron sofort. "Ich kenne die Tragweite genau, ich werde nicht verlieren ... Und die meisten der zehn lodernden Drachen, die snge Wache standen, haben Verletzungen erlitten... Unsere Herrschaft verf¨¹gt ¨¹ber mehr Magier als unser n, Orin und Rauron sind anderweitig gebunden." "Keiner der anderen ist mir ebenb¨¹rtig... ich bin die beste Chance, die wir haben," beharrte Kaideon. "Was bin ich dann f¨¹r dich?" fragte Cassian und hob eine Augenbraue. "Du bist der einzige W?chter des K?nigs hier, du kannst die Seite unseres Herrschers nicht vessen," entgee Kaideon direkt. Cassian warf einen Blick zu K?nig Jian, der w?hrend der Beratungen geschwiegen hatte. "Geht... bringt es nicht schnell zu Ende, zieht es in die L?nge..." wies K?nig Jian an. Cassian runzelte die Stirn, aber zwischen den beiden Drachenf¨¹rsten bestand eine stille ¨¹bereinkunft und Cassian nickte bald darauf und schritt davon. Chapter 609: Ein anderer Weg (Kap.610)

Chapter 609: Ein anderer Weg (Kap.610)

"Haltet Wache, behaltet den Kampf im Auge und erstattet rechtzeitig Bericht. Sorgt daf¨¹r, dass die Stadt unber¨¹hrt bleibt und haltet die Menschen ruhig, so wie ihr es bisher getan habt", befahl K?nig Jian den ¨¹brigen Drachenf¨¹rsten. "Kaideon, du bleibst", f¨¹gte K?nig Jian hinzu, als er sich wieder an seinen tz am Schreibtisch setzte. Die Drachenlords folgten Cassian, und im Nu waren nur noch K?nig Jian und F¨¹rst Kaideon im Arbeitszimmer. Als die T¨¹r geschlossen wurde, durchbrach Kaideon das Schweigen. "Wenn Cassian den Kampf in die L?nge zieht, erh?ht sich dann nicht das Risiko, dass er vom gro?en Ork Schaden nimmt? Er ist ungesch¨¹tzt und ohne Unterst¨¹tzung. Was, wenn der Kampf nicht wie gent verl?uft, Cassian...", fragte Kaideon besorgt. "Der Ausgang einer ht wird nicht allein durch St?rke bestimmt. Unter meiner Garde gibt es keinen, der taktischer vorgeht als Cassian. Cassian ist durchaus in der Lage, mit einem gro?en Ork umzugehen, so wie du es in deiner besten Verfassung k?nntest. Es gibt keinen Grund zur Besorgnis, noch nicht", murmelte K?nig Jian und nahm eine Schriftrolle auf seinem Schreibtisch zur Hand. "Ihr verfolgt also einen anderen n", sagte Kaideon scharfsinnig. K?nig Jian warf Kaideon einen Blick zu und nickte dann einmal. "Die Bestien, die aus dem Schwarzen Meer kommen, werden durch den vorangegangenen Sieg bestimmt. Wenn Cassian seine wahre St?rke zeigt und den Kampf zu fr¨¹h enden l?sst... wird der n?chste Gegner sicher einer sein, der sogar f¨¹r Cassian eine enorme Herausforderung darstellt; dann gibt es nur einen, der ihm entgegentreten kann", erinnerte K?nig Jian Kaideon. "Mein Herr ist der Einzige, der geschickter ist als Lord Cassian", murmelte Kaideon verst?ndnisvoll. "Wenn es etwas gibt, das Asrig ¨¹ber das Spiel des Champions gesagt hat, dann ist es, dass die eigene St?rke in dieser Dimension zum gr??ten Feind wird." "Es ist einngsames und geduldiges Spiel, aber es dauert songe, bis auch der letzte Drache vom Kampf ersch?pft ist. Dann bleiben ihnen keine Optionen mehr, und sie k?nnen nicht einmal ihr eigenes Leben sch¨¹tzen", sagte K?nig Jian d¨¹ster. "Dies ist nicht mehr die Welt des dunklen Lords, Kaideon, und wir werden seine Spiele nicht mitspielen... wir werden nicht l?nger Opfer seiner Verdorbenheit sein nach seinem Tod." "Cassian muss so viel Kraft wie m?glich zur¨¹ckhalten und sicherstellen, dass selbst dieser Kampf wie ein echter Kampf aussieht. Es wird keine weitere ht geben, in der unsere St?rke genau vorausgesagt wird. Wenn das alles ist, was wir in dieser verdammten Dimension kontrollieren k?nnen, dann werden wir das um jeden Preis tun", sagte K?nig Jian mit Nachdruck. "Es gibt noch einen anderen Grund... der Zauber auf dieser Dimension ist m?chtig, die ?lteste Form der dunklen Magie... die Zauber der urspr¨¹nglichen dunklen Zauberer." "Das sind Zauberspr¨¹che, die heute verloren gegangen sind, aber in dieser Dimension immer noch so m?chtig sind, dass sie die im Schwarzen Meer gefangenen Bestien so hervorragend kontrollieren, dass das Spiel weiterl?uft, selbst wenn der Drahtzieher schonnge tot ist", murmelte K?nig Jian. "Wir m¨¹ssen das Schwarze Meer ein f¨¹r alle Mal versiegeln. Dazu ben?tigen wir Asrigs Aufzeichnungen." "Wenn das Schwarze Meer ruht, ist der dunkle Zauber zu stark, um es ¨¹ber das Meer hinaus zu schaffen, aber ich habe gesp¨¹rt, dass er viel schw?cher geworden ist, seit die Glocken gel?utet haben", sagte K?nig Jian nachdenklich. "Das stimmt. Die Wirkung des Zaubers auf die gesamte Dimension konzentriert sich bei jeder ht auf den Kampftz und l?sst die anderen Teile der Dimension viel schw?cher werden... so sehr, dass einige Teile weit jenseits des Schwarzen Meers zu verssen beginnen", offenbarte Kaideon, was ihm aufgefallen war.W?hrend Cassian Zeit f¨¹r uns erkauft, wird Rauron beginnen, den schw?chsten Punkt der Dimension zu suchen... das bietet uns die beste Gelegenheit, um mit der Au?enwelt in Verbindung zu treten", sagte K?nig Jian mit einem Nicken. Kaideon ging zum Schreibtisch her¨¹ber und setzte sich K?nig Jian gegen¨¹ber. "Mein Herrscher... erz?hlen Sie mir, was noch ungesagt ist", ?u?erte Kaideon, als w¨¹sste er schon, dass etwas nicht stimmte, und sein Gesichtsausdruck war besorgt. K?nig Jian war nicht im Geringsten ¨¹berrascht, dass Kaideon bereits etwas im Argen vermutete. "Verothrax auszuw?hlen... war ein Fehlurteil meinerseits...", begann K?nig Jian, seine Stimme ng d¨¹ster. "Die Magie von Verothrax ging schief, sie war viel st?rker als je zuvor und er verlor die Kontrolle. Er beschwor ein Vakuum, um den Todesturm zu vertreiben, konnte aber den Riss im Raum nicht schlie?en; das Vakuum st¨¹rzte stattdessen ab... genau an der Peripherie der Barriere." "Wir kennen das ganze Ausma? der Auswirkungen nicht, da das Portal bereits in Bewegung war... wir wissen nicht, wie weit...", lie? K?nig Jian den Satz unvollendet. Kaideon holte scharf Luft und beugte sich ein wenig vor. "Sie wollen sagen, Sie wissen nicht, was mit meiner Tochter... mit meinen L?ndereien... meinen Leuten passiert ist?" fragte Kaideonngsam, seine Stimme ng unheimlich ruhig. "Neveah geht es gut... sie ist meine Reiterin. Wenn ihr irgendetwas widerfahren w?re, h?tte ich es als Erster gef¨¹hlt. Selbst wenn es passiert w?re, bevor ich wusste, was sie f¨¹r mich ist...", K?nig Jian stockte, als ihn die Erinnerung an seinen wiederkehrenden Alptraum ¨¹berkam. K?nig Jian wurde schon viele N?chte nicht mehr von diesem Alptraum heimgesucht, doch die Erinnerung daran hinterlie? immer noch einen kalten Schauer, besonders jetzt, da er genau wusste, wer die Frau in seinen Tr?umen war und warum sie ihm so viel bedeutet hatte. "Sollte mich das beruhigen? Denn das tut es nicht", entgee Kaideon kalt. "Kaideon... ich h?tte nie zugssen, dass dies geschieht. Sie m?gen mich f¨¹r meine Unzul?nglichkeit verachten, aber wir haben nicht den Luxus daf¨¹r... wir m¨¹ssen zuerst einen Weg finden, zur Festung zur¨¹ckzukehren", sagte K?nig Jian ernst. Kaideon nickte einmal und lehnte sich zur¨¹ck. "Wenn Veah und Xenon in den D¨¹nen sind, wird Ihrem Land und Ihren Leuten kein Schaden zugef¨¹gt, Kaideon. Sie werden sich darum k¨¹mmern... Aber ich muss trotzdem Nachricht senden, dass es mir gut geht und ich muss erfahren, wie der aktuelle Zustand dort ist." "Es sind hier zwei Tage vergangen, aber der Sch?pfer wei?, wienge es schon in der Festung sein kann", sagte K?nig Jian und konnte seine Besorgnis in seiner Stimme nicht verbergen. Kaideons Augenbrauen zuckten leicht, doch er b?ndigte seine Wut und atmetengsam aus. "Es gibt einen anderen Weg... um mit der Au?enwelt in Kontakt zu treten. Ich habe meiner Tochter etwas hintessen... nur f¨¹r den Fall, dass so etwas jemals passieren sollte", sagte Kaideon zu K?nig Jian. Chapter 610: Ein anderer Weg 2 (Kap.611)

Chapter 610: Ein anderer Weg 2 (Kap.611)

Jians Blick wurde bei Kaideons Worten leicht d¨¹ster. "Wie kommt es, dass du eine M?glichkeit hast, Nachricht zu sendeln, und das nicht sofort getan hast, als du hierher gekommen bist? Ist dir bewusst, wie sehr Veah sich um dein Wohlergehen gesorgt hat?" fragte Jian Kaideon. "Ich bin nur einen Tag l?nger hier als du, Jian. Mir ist v?llig r, dass ich Veah Sorgen bereitet habe, sie war keinen Moment aus meinen Gedanken." sagte Kaideon mit einem schweren Seufzer. Jian erinnerte sich an den Zeitunterschied zwischen der Festung und dieser Dimension. Es war gerade mal eine Woche vergangen, seit Kaideon in der Festung verschwunden war, also war es nur nat¨¹rlich, dass er noch nichtnge hier war. "Du bist schon bei deiner Ankunft hier in einen Kampf verwickelt worden." murmelte Jian. "Was soll ich sagen? ?rger scheint mich in letzter Zeit recht gern aufzusuchen... ein Golem war immer noch besser als Azkar selbst." antwortete Kaideon mit einem unbeschwerten Schulterzucken. "Das stimmt." Jian widersprach Kaideon nicht. Ein vessenes Biest war immer noch die bessere Wahl als ein echter Dunkler Zauberer, der dutzende auf einmal beschw?ren konnte. "Sag mal, dieser Gegenstand, von dem du sprichst, ist es der Anh?nger, den du so sehr sch?tzt?" Jian vermutete, dass Kaideon etwas so Wertvolles im dunklen Land zur¨¹ckgssen hatte, weil er wusste, dass Coran und Orin ihn finden und Neveah zur¨¹cksenden w¨¹rden. Kaideon nicktengsam und zog einen weiteren Anh?nger hervor, eine genaue Kopie des Anh?ngers, den er stets trug, nur dass es sich um einen gew?hnlichen Anh?nger in Schneeflockenform handelte. "Die Anh?nger sind ein Paar. Das mit meiner mme veredelte Silber bildet das Basismaterial, der Anh?nger selbst wurde von einer Hexe in Eiras Winterreich verzaubert. Veah hat meinen und dieser hier geh?rte Eira..." Kaideon stockte, sah l?chelnd schmerzvoll auf den Anh?nger hinunter. "Als ich ihr Verschwinden entdeckte und ¨¹ber das Meer ins Wolfsgebiet floh... ohne ein Wort, ohne eine Erkl?rung... war dies alles, was blieb... das Einzige, womit ich sie vielleicht h?tte finden k?nnen..." Kaideon atmete schwer, der Schmerz ¨¹ber seinen Verlustg schwer auf jedem Wort. "Ich h?tte nie gedacht, dass ich bereit sein w¨¹rde, dieses St¨¹ck wieder anzusehen. Die Erinnerungen, die es heraufbeschw?rt, verfolgen mich bei jedem Atemzug... Aber ich konnte das Risiko nicht eingehen, meine Tochter zu verlieren, also habe ich Vorsorge getroffen und trug beide bei mir." sagte Kaideon und gab den Anh?nger an Jian weiter. "Beide Anh?nger sind ewig miteinander verbunden. Mit ihnen kannst du mit dem Tr?ger des Gegenst¨¹cks kommunizieren. Snge der Anh?nger bei ihm ist, werden eure Tr?ume durch den Zauber auf den Anh?ngern jedes Mal beim Scfen verschmolzen." "Ich wei?, dass Veah niemals den Anh?nger ihrer Mutter ablegen wird. Sie ist intuitiv und muss geahnt haben, dass mehr dahintersteckt als nur ein Schmuckst¨¹ck. Sie wei? auch, wie wertvoll er mir ist. Sie wird ihn nicht aus den Augen verlieren und snge sie ihn tr?gt, kannst du sie erreichen, wenn sie sich dem Scf hingibt." "Ich m?chte mit meiner Tochter sprechen und wissen, dass sie sicher ist... aber in diesem Moment wirst du das mehr ben?tigen als ich..." sagte Kaideon zu Jian."Ich..." Jian atmete tief durch, vor Erleichterung, und wusste nicht, wie er seine Gef¨¹hle in Worte fassen sollte. Er hatte sich eingeredet, es w¨¹rde ihm gutgehen, dass alles in Ordnung sei, doch die Wahrheit war, dass sein Raubtier in den letzten zwei Tagen st?ndig am Rande des Zusammenbruchs stand und er kaum noch r denken konnte. "Ich dachte, es w¨¹rde Tage dauern... oder Wochen...", sagte Jian mit einem Ton voller Entsetzen. "Es kann noch deutlich l?nger dauern, bis wir zur Festung zur¨¹ckkehren k?nnen, Jian. Du bist erst k¨¹rzlich gebunden worden, und obwohl ich diese Umst?nde keinesfalls bef¨¹rworte und dich sicher nicht in der N?he meiner Tochter sehen m?chte... eine wahre Bindung ist absolut, sie verzehrt alles...", sagte Kaideon und wies auf das Offensichtliche hin, seine Stimme unzufrieden. "Dein Raubtier wird immer wieder die Kontrolle verlieren, je l?nger ihr getrennt seid, und diese Angst, die dir fremd ist, ist nur der Anfang... selbst ich hatte einen Notfalln, du solltest besser wissen, als dich auf diese Weise zu qu?len... und Veah ebenso." "Ich konnte Veah keiner sicheren Gefahr aussetzen... Ich w¨¹rde dieselbe Entscheidung noch einmal treffen, auch wenn ich t?glich darunter leide und mich durchk?mpfen muss", erkl?rte Jian tonlos. "Und was ist mit Veah? Wenn du deine Z?hne zusammenbei?en willst, dann ist das deine Sache. Aber was ist mit ihr und wie wird diese ungente Trennung sie beeinflussen?" fragte Kaideon Jian. Kaideon schnaubte leise und erhob sich. "Ihr habt noch viel zu lernen ¨¹ber die Verbindung zwischen Drachen und Reiter... und noch mehr ¨¹ber Veahs Pers?nlichkeit. Ich habe von Orin geh?rt... dass irgendwie die Verschmelzung der Schuppen vollzogen wurde.", sagte Kaideonngsam. "F¨¹r sie ist es ein R?tsel, wie es geschehen ist, aber f¨¹r mich nicht. Ich wei? durchaus, was ihr getan habt... und die Verschmelzung wird sicherstellen, dass euch diese Trennung noch mehr qu?lt. Hast du daran gedacht? Dass die Gefahr f¨¹r Veah vielleicht nicht von dieser Dimension ausgeht, sondern von dir selbst?" Kaideon sagte es ohne jede Regung. Jian stie? ein leises, warnendes Knurren aus. Kaideons Worte waren alles andere als angenehm zu h?ren, vor allem weil sie wahr waren. "Aber nat¨¹rlich, mein Herr. Macht nur weiter, ich bin mehr als gl¨¹cklich, meine Tochter in den D¨¹nen zu wissen, wo sie hingeh?rt." schloss Kaideon mit einem gezwungenen L?cheln. Kaideon erhob sich und entschuldigte sich, w?hrend er einen nachdenklich dreinschauenden Jian zur¨¹cklie?. "Er nimmt keine R¨¹cksicht auf Autorit?t, wenn es um seine Tochter geht...", murmelte Jian vor sich hin und zwang sein Raubtier, sich zu beruhigen. Jians Blick fiel auf den Anh?nger in seiner Hand. Er konnte nicht leugnen, dass Kaideons Notfalln, um mit Veah in Kontakt zu bleiben, m?glicherweise das Einzige war, das ihn bei Verstand halten k?nnte, bis er zur Festung zur¨¹ckgekehrt war. "Traumwandeln...", murmelte Jian leise. Chapter 611: Lord Mycroft (Kap.612)

Chapter 611: Lord Mycroft (Kap.612)

"Bist du bereit?" fragte Dante Neveah. Neveah nickte zustimmend und Dante begann, das Portal zu beschw?ren. Eine wirbelnde Masse magischer Energie erwachte direkt vor ihren Augen zum Leben und leuchtete so hell, dass Neveah gezwungen war, den Kopf abzuwenden, um ihre empfindlichen Augen zu sch¨¹tzen. "Ich werde zuerst hindurchgehen", sagte Dante zu Neveah. Dann trat Dante durch das Portal, viel gssener, als Neveah jemals einen Drachen im Umgang mit Magie gesehen hatte. Neveah wusste, dass sie ohne Z?gern folgen musste; das Portal w¨¹rde sich nichtnge halten und Everon und Tara mussten noch hindurch. Tara, die neben Neveah stand, trat leicht zur¨¹ck und nickte Neveah zu, voranzugehen, was sie auch tat und durch das hell leuchtende Portal schritt. Instinktiv schloss Neveah die Augen, denn es gab nichts zu sehen au?er dem grellen Leuchten, das ihre Augen reizen w¨¹rde. Sie seufzte leise, als der Schwall der Magie ¨¹ber sie hinwegfegte, jener vertraute, verhasste Schwall, der immer mit Portalreisen einherging. Neveah hatte festgestellt, dass es sich jedes Mal anders anf¨¹hlte; dieses Mal war es, als w¨¹rde eine fremde Substanz ihre Haut ¨¹berziehen, die sich eiskalt anf¨¹hlte und G?nsehaut verursachte. Magie... Eine Sache, an die Neveah nicht sicher war, ob sie sich jemals gew?hnen w¨¹rde, auch wenn sie unwissentlich von Tag zu Tag tiefer darin verstrickt wurde. Obwohl Neveah lieber nichts mit Magie zu tun gehabt h?tte ¨C angesichts all der Schwierigkeiten, die sie ihr bereits bereitet hatte ¨C gab es keine schnellere Reisemethode als die Portalreise. Nicht einmal der Drachenflug war so schnell, und Neveah w¨¹rde es absolut nicht guthei?en, auf einem anderen Drachen zu reiten, der nicht ihr eigener war, es sei denn, ihr Leben hing davon ab. Jede andere Reiseart w¨¹rde mindestens einige Tage dauern, Tage, die Fort Scabbard nicht warten konnte. Der Schwall der Magie lie? schnell nach und Neveah biss die Z?hne zusammen, als sie aus dem Portal geworfen wurde und sich absichtlich fangen musste, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Es war fr¨¹h am Morgen und die Sonne hatte gerade ihren H?hepunkt erreicht. Neveah blinzelte leicht, um ihre Augen an die Raumver?nderung zu gew?hnen. Das Portal zog sich rasch zur¨¹ck und Neveah stand in einem gro?z¨¹gigen, gut beleuchteten Salon. Nicht weit von ihr entfernt stand nat¨¹rlich Dante, der kurz vor ihr angekommen war und das Portal zu diesem genauen Ziel gef¨¹hrt hatte, und dann noch ein weiteres vertrautes Gesicht. Ein paar andere Gesichter, Drachenf¨¹rsten, die Neveah nicht ganz kannte, sa?en im Salon, und alle Augen richteten sich auf Neveah, sobald sie sich materialisierte. "Veah!" rief Estelle und kam mit einem strahlenden L?cheln auf den Lippen her¨¹bergeeilt, w?hrend sie zuvor ?ngstlich im Raum auf und ab gegangen war. Neveah erwiderte Estelles L?cheln, leistete keinen Widerstand, als Estelle liebevoll ihre Hand nahm und sie fest umarmte, und Neveah hob sogar z?gernd eine Hand, um die Umarmung zu erwidern. "Du versteifst dich nicht mehr, wenn du umarmt wirst. Du hast gro?e Fortschritte gemacht, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben", lobte Estelle, als sie sich zur¨¹ckzog, und ihr L?cheln war so strahlend, dass Neveah sich wunderte, wie ihre Wangen das aushalten konnten.Nicht, dass es Neveah etwas ausmachte, Estelle war schon immer ein Leuchtturm der Fr?hlichkeit gewesen. Sie brachte stets einen einzigartigen Hauch von Farbe und Aufregung in jeden Raum, den sie betrat. Auch jetzt war Estelles Aura so positiv wie immer und beruhigte Neveah auf gewisse Weise. Neveah konnte sich ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen und nickte zustimmend. Es gab vieles an sich selbst, das sie kaum wiedererkannte... Dinge, die sie sich vor einem Jahr noch nicht zugetraut h?tte. Hinter Neveah waren auch Tara und Lord Everon angekommen. Ein kurzer Blick gen¨¹gte Neveah, um ihre unmittelbare Umgebung wahrzunehmen. Der Salon, in den sie gekommen waren, war pr?chtig, doch das war nicht das, was Neveahs Aufmerksamkeit erregte. Stattdessen wurde sie auf die T¨¹r aufmerksam, als ein weiterer Drachenlord hereintrat, der eine erdr¨¹ckende Aura ausstrahlte, die schwer zu ignorieren war. Anhand seiner Gew?nder und der ver?nderten Stimmung im Salon erkannte Neveah, dass er hier in Fort Scabbard die h?chste Autorit?t innehatte. Er ?hnelte leicht Dante, und seine entspannten, doch zielstrebigen Schritte erinnerten Neveah deutlich an ihren Vater. Neveah wusste, dass Kaideon einst ein Degen-Drache gewesen war und dass Fort Scabbard die Wurzeln ihres Vaters waren. Au?erdem waren Lord Mycroft von Fort Scabbard und ihr Vater in ihren fr¨¹hen Jahrzehnten von demselben Meisterdrachen im Kampf ausgebildet worden. "Gut, alle sind versammelt. Everon, du bist auch da." best?tigte Lord Mycroft mit rauer Stimme, bevor sein Blick auf Neveah fiel. "Veah, mein Vater." stellte Dante sie vor, als Lord Mycroft sich ihnen n?herte. Neveah senkte ihren Kopf leicht zu einer kleinen Verbeugung aus Respekt, aber nicht zu tief, denn sie herrschte ebenfalls ¨¹ber eine Festung und wurde, unter anderen Gesichtspunkten, als von vergleichbarem Rang wie Lord Mycroft angesehen. Lord Mycroft erwiderte die Anerkennung. "Lady Neveah, ich habe viele Geschichten ¨¹ber Sie geh?rt. Oft schienen sie mir ¨¹bertrieben, doch jetzt sehe ich, dass sie eher untertrieben waren." begr¨¹?te Lord Mycroft sie herzlich. Neveah war leicht ¨¹berrascht ¨¹ber den herzlichen Scherz eines Drachenlords, besonders eines mit solch einem Status. Drachenlords waren oft kalt und reserviert in ihrem Auftreten und ihrer Sprache, und Neveah hatte nur wenige getroffen, die offen waren; Lord Kirgan war der erste und Garron der zweite. Lord Mycroft schien einer der wenigen Drachenlords zu sein, die sich nicht der dunklen und kalten Schau hingaben. Es dauerte einen Moment, bis Neveah eine Antwort formulierte, und als ihr bewusst wurde, dass sie l?nger geschwiegen hatte, als es angemessen war, r?usperte sie sich leicht. "Sie schmeicheln mir, Lord Mycroft." erwiderte Neveah. "Keineswegs. Ich bin dankbar, dass Sie meiner Bitte gefolgt sind, Scabbard zu besuchen, besonders in Zeiten wie diesen." sagte Lord Mycroft und deutete Neveah, sich zu setzen. "Bei allem geb¨¹hrenden Respekt, Mylord, ich bin Ihrer Bitte nur nachgekommen, weil ich Dante und Estelle nicht abscgen kann, und ich ube, Sie wissen das, weshalb Sie Dante pers?nlich zu mir geschickt haben und nicht nur eine einfache Nachricht." kam Neveah direkt zur Sache. Chapter 612: Lord Mycroft 2 (Kap.613)

Chapter 612: Lord Mycroft 2 (Kap.613)

Lord Mycroft hob bei Neveahs Worten eine Augenbraue, bevor er einmal nickte, ohne es zu verneinen. "Da ¨¹berall das Ger¨¹cht kursiert, dass du mit unserem Lehnsherrn verbunden bist, haben viele Lords der gro?en Festungen vorgehabt, dich aufzusuchen, doch du warst offensichtlich nicht gewillt, dabei mitzuwirken... nat¨¹rlich habe ich Ma?nahmen ergriffen." Auch Lord Mycroft kam direkt zur Sache. "Lassen wir so tun, als w¨¹sstest du nicht, was die Wahrheit ist und was Ger¨¹chte sind, mein Lord." erwiderte Neveah direkt. "Werde nicht abwehrend, Lady Neveah. Deine Versuche, deine Bindung zu unserem Lehnsherrn bis zu seiner R¨¹ckkehr geheim zu halten, sind edel, werden aber nichtnge Bestand haben." "Es gab keine offizielle Erkl?rung oder k?nigliches Dekret, das deine Bindung zu unserem Lehnsherrn vor dem Bruch festlegte. Aber wir Drachenssen uns nicht so leicht t?uschen, nicht nur ich alleine... Die Wahrheit ist uns allen r. Vor allem, wenn du ein St¨¹ck von ihm mit dir tr?gst... Ich sp¨¹re es, sogar jetzt..." Lord Mycroft brach ab und nahm ebenfalls eine direkte Haltung ein. Neveah wusste, dass Lord Mycroft sich auf Jians Schuppe bezog. Sie wusste, dass diejenigen, die gen¨¹gend Einf¨¹hlungsverm?gen besa?en, die Ver?nderung sp¨¹ren konnten. Auch wenn Neveah sich selbst nicht allzu anders f¨¹hlte, abgesehen von der st?ndigen Sehnsucht, die sie nach Kr?ften zu verbergen und zu unterdr¨¹cken suchte. Die Verschmelzung der Schuppe war pl?tzlich und in der falschen Reihenfolge erfolgt, und sie hatten sich bald wieder getrennt. Die Bindung wurde zwar jeden Tag st?rker, aber nurngsam... zumindest f¨¹r Neveah, aber aus der Sicht der anderen schien es anders zu sein. "Der Duft unseres Lehnsherrn liegt auf dir. Seine Aura ruht ¨¹ber dir, sie ist schwach... aber sie ist da. Haben dir deine D¨¹nendrachen nichts davon gesagt? Dass du wie er riechst? Dass jeder von uns, der dich ansieht, sofort wei?, wem du geh?rst?" "Dass du dich nicht mehrnge in Dune City verstecken kannst, bevor die Lords anfangen, von dir zu vengen, dass du deine Pflicht erf¨¹llst?" fragte Lord Mycroft. Neveahs Augenbrauen zuckten leicht, denn ihr entging nicht, dass Lord Mycroft einen Tadel in seinen Worten versteckt hatte. Neveah konnte verstehen, dass Lord Mycroft als Herr einer Festung ihre Entscheidung, ihre Bindung an Jian geheim zu halten, nicht nachvollziehen konnte, insbesondere jetzt, wo die Festung eine F¨¹hrungsperson brauchte, die die Z¨¹gel in die Hand nahm, es jedoch niemanden gab, der berechtigt war, das Drachenvolk anzuf¨¹hren, au?er der K?nigsgarde. Das Erbschaftssystem der Festung war sehr l¨¹ckenhaft. Jian hatte keinen Erben oder Blutsverwandten... ¡¯Aber das spielte doch nur im schlimmsten Fall eine Rolle, nicht wahr?¡¯ fragte sich Neveah. Das schlimmste Szenario w¨¹rde nie Wirklichkeit werden, darauf vertraute Neveah mit allem, was sie hatte. Neveah war sich sicher, dass auch die Lord Drachen absolut auf Jian vertrauten, es gab keinen Grund zur Sorge."Niemand wird es ansprechen... zumindest noch nicht. Sie warten darauf, dass du selbst einen Schritt machst... doch du hast nicht die Absicht dazu, oder?" fragte Lord Mycroft Neveah mit nachdenklichem Unterton. "Was macht es f¨¹r einen Unterschied, ob ich in Erscheinung trete oder nicht? Die K?nigsgarde hat Regierungserfahrung, sie genie?t den Respekt der gesamten Festung, sie sind exzellente K?mpfer und Strategen... und sie haben in dieser Zeit Hervorragendes geleistet, um die Festung zusammenzuhalten." entgee Neveah unbeeindruckt. "Jian und Xenon werden nichtnge fort sein. Die K?nigsgarde wird die Welt in Schach halten, bis sie zur¨¹ckkehren." sagte Neveah mit Zuversicht. "An der F?higkeit der K?nigsgarde zweifelt keiner, ebensowenig wie an der R¨¹ckkehr unseres Lehnsherren oder Lord Xenons. ubst du, die Drachenlords setzen mehr Vertrauen in dich als in die K?nigsgarde?" fragte Lord Mycroft und zog fragend eine Augenbraue hoch. "Genau darauf will ich hinaus. Ich bin keine bessere Wahl und eigentlich ¨¹berhaupt keine Option, abgesehen davon, dass ich Jians Verb¨¹ndete bin. Was spielt es also f¨¹r eine Rolle, ob ich allein gssen werden m?chte oder nicht? Warum sprichst du es ¨¹berhaupt an?" wandte sich Neveah an Lord Mycroft. Lord Mycroft schloss f¨¹r einen Augenblick die Augen und neigte nachdenklich den Kopf. "Weil nur der Goldschuppende den ¡¯Ruf zum Kampf¡¯ ausgeben kann, ein Dekret aus Feuer und Blut an alle Bestien Asvars in allen Winkeln der Festung... und das wissen die Fae." "Wenn es zu einer ht kommt, Lady Neveah. Dann wird diese Schuppe in dir etwas vollbringen, wozu die gesamte K?nigsgarde nicht imstande w?re... und ich f¨¹rchte, wie viele andere auch, dass du nicht nur die Bedeutung dessen nicht erkennst, sondern auch nicht bereit bist, die Verantwortung zu ¨¹bernehmen, die jetzt an dich gekn¨¹pft ist." "Aber du bist nicht l?nger einfach irgendwer, Lady Neveah. Du bist sicher nicht der Herr der Wei?en D¨¹nen... du bist die einzige Verbindung zu den Goldenen Schuppen, die es auf dieser Seite der Welt noch gibt." sagte Lord Mycroft. Neveah war sprachlos und starrte Lord Mycroft nur verbl¨¹fft an. Seine Worte fielen ihr schwer zu verstehen. "Mycroft... du hast mehr als genug gesagt. Bste das Kind nicht weiter", sagte Lord Everon, der die ganze Zeit ¨¹ber schweigend zugeh?rt hatte, schlie?lich. "Ich gebe nur die Worte weiter, die du und die D¨¹nen-Drachen, ja selbst mein eigener Sohn zu sagen vermieden haben. Jetzt, da ich das getan habe, werde ich nicht weiter dar¨¹ber sprechen, sondern mich den aktuellen Angelegenheiten widmen." Lord Mycroft beendete das Thema abrupt. "Mit deiner heutigen Ankunft in Scabbard wird die Wahrheit, die du zu verbergen versuchst, nur mehr offenkundig. Trotzdem habe ich nach dir vengt, denn die Sicherheit meines Volkes und das Wohl meiner L?ndereien sind meine Priorit?t." fuhr Lord Mycroft fort. "Das verstehe ich voll und ganz." sagte Neveah aufrichtig. "Ich ube nicht, dass du das tust. Wenn du hoffst, die Kraft in dir noch l?nger verborgen halten zu k?nnen, h?ttest du nie den Fehler machen d¨¹rfen, den B¨¹rgern davon Kenntnis zu geben... nun steht Recht und Ordnung in Scabbard auf dem Spiel, und es ist meine Pflicht, dich daf¨¹r verantwortlich zu machen." sagte Lord Mycroft mit ernstem Ton. Chapter 613: Etwas zugedeckt (Kap.614)

Chapter 613: Etwas zugedeckt (Kap.614)

Neveah schwieg f¨¹r einen Moment und lie? die Worte von Lord Mycroft auf sich wirken. Sie konnte die Wahrheit darin nicht leugnen. In einem unbedachten Moment hatte sie ihre Wachsamkeit gesenkt, und Demevirld hatte die Gelegenheit genutzt, sich zu offenbaren... um sicherzustellen, dass Neveah keine andere Wahl hatte, als ihn zu beherrschen, oder das Risiko einzugehen, noch viel mehr zu verlieren. "Lord Mycroft, so sprechen Sie nicht mit Veah! Achten Sie auf Ihren Ton und Ihre Worte!" Everon unterbrach entschieden, bevor Lord Mycroft mehr sagen konnte. "Nein, Everon... Er... er hat recht." Neveah hielt Everon davon ab, weiterzusprechen. So hart Lord Mycrofts Worte auch waren, sie waren ehrlich und objektiv, und Neveah erkannte, dass niemand mehr so mit ihr umging... weil man sich zu sehr um ihre Gef¨¹hle sorgte. Sogar wenn sie blind f¨¹r die Wahrheit war, war sich Neveah nicht sicher, ob jemand bereit w?re, ihr wehzutun, um sie zur Ordnung zu rufen. Wenn Neveah ehrlich war, gab es nur einen, der das immer getan hatte... der sie immer kalt und deutlich zurechtgewiesen hatte, der ihr die Wahrheit sagen w¨¹rde, selbst wenn es die bitterste und schmerzhafteste Wahrheit war, und das war K?nig Jian. Obwohl Neveah das damals als seine Verachtung ansah, wurde ihrngsam r, dass es dar¨¹ber hinausging. "Er hat recht... ich war zu unvorsichtig mit Demevirld... f¨¹r jemanden, der hofft, ihn geheim zu halten. Alle Drachenlords m¨¹ssen bereits Verdacht sch?pfen..." murmelte Neveah. "Da ich wei?, wie gerissen er sein kann, h?tte ich nie mit dem Paar vor den Toren der D¨¹nenstadt Kontakt aufnehmen d¨¹rfen. Nun wird jeder von mir erwarten, dass ich dasselbe Wunder f¨¹r ihre Lieben vollbringe, und wenn ich das nicht kann..." Neveah brach mittendrin ab. "wird Scabbard darunter leiden." beendete Neveah ihre eigene Aussage. "Veah, du ziehst das doch nicht ernsthaft in Betracht, oder?!" fragte Everon ungl?ubig. "Mycroft, auf Befehl unseres Oberherrn darf Veah die Magie in sich nicht nutzen, da diese extrahiert werden soll, um den Schaden zu begrenzen, den sie ihr zuf¨¹gen kann und wird! Du kannst das nicht von ihr vengen, das kommt einer Missachtung der Befehle unseres Oberherrn gleich!" zischte Everon, Seine Worte richteten sich an Lord Mycroft, da Neveah nicht antwortete. "Wissen wir das mit Sicherheit? Was wissen wir ¨¹berhaupt? Demevirld wird sogar vor uns Drachenlords geheim gehalten, seit es existiert! Nur wenige von uns wissen von seiner Existenz und noch weniger wissen genau, was es ist und was es tun k?nnte! Nicht einmal du kannst das mit Sicherheit sagen!" Lord Mycrofts Gesichtsausdruck war v?llig ruhig, aber ver?rgert ¨¹ber Everons Versuch, ihm einen k?niglichen Befehl aufzuzwingen, der ihm nicht gegeben wurde. Doch seine n?chsten Worte zerst?rten die friedliche Atmosph?re im Saal v?llig. "Alles, was ich wei?, ist, dass du Elle und so vielen anderen Leichtbl¨¹tern Blut abnimmst, um eine L?sung zu finden, wie du behauptest! Aber ohne ihr Wissen besteht deine einzige L?sung darin, einen geeien Ersatz zu finden, auf den du die Magie ¨¹bertragen kannst, nicht wahr?! Ein geeies Opfer, ja?! Jemand, der besser geei ist, seinen Verstand zu verlieren?!" konterte Lord Mycroft. Neveahs Augen weiteten sich, ebenso die von Dante und Estelle, als sich alle Blicke auf Everon richteten. Everons Gesichtsausdruck war finster, und sein Blick verengte sich zu einem stechenden Licht, das auf Lord Mycroft gerichtet war. "Mycroft... kannst du die Verantwortung f¨¹r diese Respektlosigkeit ¨¹bernehmen? Ich bin vielleicht nicht die Wache des K?nigs oder der Lord einer Festung, aber aufgrund von Blutlinie und Titeln solltest du wissen, wer h?her steht." fragte Everon. "Spricht Seine Eminenz nun von Verantwortung? Dieselbe Verantwortung, ¨¹ber die ich eben sprach? Wenn wir von Verantwortung sprechen... dann kann sich ihr niemand entziehen, meinen Sie nicht auch?" fragte Lord Mycroft ruhig, seinen Blick auf Neveah gerichtet. "Ich verstehe, dass Ihr nicht genug ¨¹ber Demevirld wisst, wir haben es nicht zugssen, dass sich die Nachricht von ihm schonnge vorher verbreitet, und das ist nicht Neveahs Schuld." "Unser Oberherr hat entschieden, dass Demevirld kein Risiko darstellt, das es wert ist, eingegangen zu werden, wenn es Neveahs Leben gef?hrdet, wenn du nicht verstehst, warum, musst du auf das Urteil unseres Oberherrn vertrauen, dass dies das Richtige ist... und ich werde auch tun, was ich tun muss." erwiderte Everon fest.Neveah konnte ihren Ohren nicht trauen, sie hatte darauf gewartet, dass Everon Lord Mycrofts Vorw¨¹rfen entgegentreten w¨¹rde, dass er etwas zu seiner Verteidigung sagen w¨¹rde, doch stattdessen war es ein offenes Gest?ndnis. "Ist das... wahr?" fragte Neveahngsam und blickte zwischen Everon und Lord Mycroft hin und her. In diesem Moment herrschte Totenstille im Saal. Everons Blick wanderte zu Neveah und ihr entging nicht die Schuld, die in seinen Augen aufblitzte. "Veah, ich..." begann Everon, doch Neveah unterbrach ihn. "Nein, antworte mir nicht. Elle, du antwortest... Hat Everon dir Blut abgenommen?!" fragte Neveah stattdessen Estelle. Estelles Augen weiteten sich, als alle Blicke sich auf sie richteten. "Verschweige es nicht, Estelle. Es ist jetzt unm?glich, das zu tun." erkl?rte Lord Mycroft. "Dante!" zischte Neveah, als Estelle sprachlos wirkte und nicht wagte, Lord Everon vor so vielen Augen direkt zu beschuldigen. Auch Dante zuckte sichtlich zusammen und warf einen misstrauischen Blick auf den immer noch ruhig wirkenden Everon, der, wie von Neveah gew¨¹nscht, vollkommen still war. "Blick ihn nicht an, blick mich an! Dante!" zischte Neveah. Dante zupfte frustriert an seinen Brauen und nickte dannngsam. "Ich kann dich nicht anl¨¹gen, Veah. Es stimmt tats?chlich." gestand Dante. Neveah sog bei dieser Best?tigung scharf die Luft ein. "Seit wann?" fragte Neveah leise. "Seit... dem Bruch." Diesmal ergriff Estelle das Wort. "Und es sind nicht nur du, sondern viele andere... Lichtbl¨¹ter... Einen ganzen Monatng..." murmelte Neveah, ihre F?uste in ihrem Scho? geballt. Diesmal antwortete niemand, Neveahs Worte waren keine Frage, sondern eine Feststellung. "Warum wurde mir das vorenthalten?" fragte Neveahngsam. "Ich..." begann Estelle zu sagen, aber Neveah unterbrach sie. "Ihr und Dante habt es offensichtlich getan, weil er euch darum gebeten hat! Du kannst mir diese Frage nicht beantworten!" knurrte Neveah, Wut durchzog ihre Adern. "Veah... Bleib ruhig, du musst ruhig bleiben." mahnte Everon Neveah mit strenger Stimme. Doch angesichts der aktuellen Situation war Everons Stimme nicht so effektiv, Neveah zu beruhigen, wie es normalerweise der Fall w?re... stattdessen bewirkte sie genau das Gegenteil. Und wenn Neveah nicht ruhig war... dann w?re es Demevirld auch nicht. Chapter 614: Das Bedürfnis nach Ruhe (Kap.615)

Chapter 614: Das Bed¨¹rfnis nach Ruhe (Kap.615)

Neveah konnte es in sich sp¨¹ren, diese dunkle Pr?senz, die sich ebenso schnell wie ihre Wut erhob und sich ¨¹ber die Gelegenheit freute, an die Oberfl?che zu steigen und einen weiteren Umsturz zu versuchen. Doch es gab kaum etwas, das Neveah tun konnte, um es zu verhindern. Mehr noch, es zu verhindern war das Letzte, woran Neveah dachte. Demevirlds Anwesenheit verst?rkte Neveahs Gef¨¹hle der Entt?uschung ¨¹ber Everon und des Unmuts ¨¹ber Lord Mycroft, und ihre Wut stieg noch weiter an. Doch Neveah blieb sitzen, die F?uste in ihrem Scho? geballt und den Blick starr nach vorne gerichtet, w?hrend sie einen aussichtslosen Kampf f¨¹hrte, ihre Fassung zu bewahren. "Deine Augen, Veah... sie sind golden... du musst dich beruhigen..." sagte Tara besorgt von ihrem tz aus. Neveahs Blick wich nicht ab, und sie reagierte nicht, als h?tte sie Tara gar nicht geh?rt. "Sag mir, warum du mir das vorenthalten hast, Everon," forderte Neveah mit einer unheimlich ruhigen Stimme. "Neveah, ich will dir nichts verheimlichen, aber ich werde nicht sprechen, wenn du dich nicht beruhigst und ruhig mit mir redest," erwiderte Everon deutlich. Everon wusste, dass der Einfluss von Demevirld in Neveahs Worten sickerte, was sie k?lter und h?rter klingen lie?, als sie jemals zu ihm sprechen w¨¹rde. "Willst du jetzt wirklich mit mir verhandeln?!" zischte Neveah und fing sich, bevor sie mehr sagen konnte. "Sag mir, warum du Blutproben von Gott wei? wie vielen Lichtbl¨¹tern gesammelt und mir vorenthalten hast!" knurrte Neveah in einem gef?hrlich tiefen Ton. "Nat¨¹rlich, weil du so reagieren w¨¹rdest und ich es mir nicht leisten kann, dich zu verunsichern. Wie k?nnte ich es dir sagen? Wie k?nnte es dir ¨¹berhaupt jemand sagen?" erwiderte Everon auf Neveahs Frage. "Dass meine Rettung vor Demevirld bedeutet, dass jemand anderes meinen tz einnehmen muss?! Ich bin mir sicher, du h?ttest einen geeien Zeitpunkt gefunden, um mir solche folgenreichen Informationen zu ¨¹bermitteln!" zischte Neveah. "ubst du wirklich, ich w¨¹rde wollen, dass Elle oder jemand anderes das durchmacht?! Diesen... Wahnsinn?! Schau mich an, Everon! Schau mir in die Augen! Sag mir, dass ich das meinem ?rgsten Feind w¨¹nschen w¨¹rde! Aber Elle?! Elle?!" zischte Neveah. "Veah, beruhige dich und h?r mir zu..." begann Everon. "Sag.mir.nicht.dass.ich.mich.beruhigen.soll!" knurrte Neveah, ihre Eckz?hne voll ausgefahren und ihre Krallen voll sichtbar, w?hrend das Fell an den Seiten ihres Halses sichtbar wurde, als siengsam eine Teilverschiebung erzwang. Ein schmerzerf¨¹lltes Keuchen entfuhr Neveah, die sich auf ihrem tz kr¨¹mmte und heftig hustete. "Veah!" rief Estelle entsetzt. "Beim Sch?pfer! Gib ihr die Pille, Everon!" rief Tara besorgt aus. "Veah!" zischte Everon und ging auf Neveah zu, wurde jedoch zur¨¹ckgeschleudert, als ihn eine Welle gl¨¹hender goldener magischer Energie traf. Everon wurde quer durch den Raum geschleudert und krachte gegen eine entfernte S?ule. Dante wollte Neveah zu Hilfe eilen, doch Neveah lie? es nicht zu. "Bleibt weg! Ihr alle!" keuchte Neveah zwischen Atemz¨¹gen, fiel von ihrem Stuhl und st¨¹rzte zu Boden, eine Hand st¨¹tzte ihr Gewicht, w?hrend die andere sich an ihre Brust mmerte, als sie verzweifelt nach Luft rang. "Komm nicht n?her... er wird dir wehtun. Demevirld ist hier... gib mir Zeit... ihn aufzuhalten..." keuchte Neveah. Everons schmerzerf¨¹llter Blick beobachtete Neveah, die mit sich rang und heftig zitterte. ¨¹berall um sie herum war dieses goldene Leuchten, das deutlich machte, dass ihr niemand zu nahe kommen konnte.Sie m¨¹sste Demevirld ganz allein und ohne ?u?ere Hilfe unterdr¨¹cken. "Bist du jetzt zufrieden, Mycroft?! Ist das, was du sehen wolltest?! Das gro?e Geheimnis, das wir vor dir verheimlicht haben?!" br¨¹llte Everon w¨¹tend, als er sich erhob. "Ich..." Lord Mycroft war um Worte verlegen, seine Augen weiteten sich. "Du denkst, wir k¨¹mmern uns zu sehr um Veah, um ihr die Wahrheit zu sagen?! Sie erlebt dies alle paar Tage, nur weil sie diese verdammte Barriere gegen den Todessturm aufrechterh?lt! Sie hat die D¨¹nen bewahrt, als das Nichts zusammenst¨¹rzte! Coran, Garron und mich vor dem dunklen Miasma bewahrt!" "Tausende von Leben wurden gerettet, wenn wir ehrlich sind! Und doch muss sie sich auf einen Berggipfel stellen und verk¨¹nden, dass sie die Drachenk?nigin ist, um euren Respekt zu verdienen?!" br¨¹llte Everon. "ubt ihr wirklich, sie hat es verdient, f¨¹r den Rest ihres Lebens mit dem Fluch von Demevirld bstet zu sein, nur um eure Bed¨¹rfnisse zu erf¨¹llen?! Denkt ihr, ihr seid in der Lage, Verantwortung zu fordern?! K?nnt ihr es verantworten, dass unser Lehnsherr seinen Reiter verliert nach so vielen Jahrhunderten der Suche?!" Everon war au?er sich vor Wut, seine Schuppen zeicen sich an der Seite seines Gesichts ab. "Und man sollte meinen, warum muss sie so hart k?mpfen, um es zu unterdr¨¹cken?! Selbst jetzt wei? sie, dass sie es zu ihren eigenen Lasten unterdr¨¹cken muss!" "Denn sollte sie jemals die Kontrolle verlieren, w?re ihr Wahnsinn das geringste unserer Probleme im Vergleich zu den Leben, die durch die Macht von Demevirld bedroht w?ren! Seht ihr nicht, dass selbst ich kaum eine Herausforderung f¨¹r sie darstelle?! Wollt ihr wirklich ein derartiges ¨¹bel auf die Welt lossen?! Wie kann das eine bessere Option sein als eine Seuche?!" knurrte Everon. "Neveah!" Eine Stimme unterbrach die Szene, als die T¨¹ren des Salons aufsprangen. Alle Blicke richteten sich auf die T¨¹r, als Menarx hereinraste. Seine rechte Faust loderte mit mmen und er schlug sie direkt in die goldene Barriere um Neveah. Neveah schrie vor Schmerz auf, denn der Scg von Menarx war sp¨¹rbar, da Demevirld in ihr war. Doch es wirkte, die Barriere brach zusammen, und Menarx fiel neben Neveah auf die Knie, ergriff ihre Schultern und drehte sie zu sich, sodass sie sich an ihn lehnen konnte. In diesem Augenblick bemerkten alle die goldenen Tr?nen, die ¨¹ber ihre Wangen liefen und im Nichts verschwanden, sobald sie den Boden ber¨¹hrten. "Oh Veah..." sagte Menarx mit schmerzverzerrter Stimme. "Narx..." fl¨¹sterte Neveah leise. "Sei jetzt ruhig. Die Pille... Everon!" befahl Menarx. Everon eilte her¨¹ber, kniete ebenfalls neben Neveah, hob ihren Kopf an und gab ihr die Pille. Sie wirkte schnell, war speziell f¨¹r Neveahs Zustand hergestellt worden und das sichtbare Zittern h?rte auf. ¨¹brig blieb eine kaum noch bewegende Neveah mit benommenen goldenen Augen und Tr?nen, die ¨¹ber ihre Wangen liefen. Menarx hob Neveah in seine Arme und warf Lord Mycroft einen zornigen Blick zu. "Ich wei? nicht, was hier vorgefallen ist, aber ich erwarte, dass Sie mir einiges zu erkl?ren haben, Lord of Scabbard!" stellte Menarx r. Als Menarx zur T¨¹r schritt, blieb sein Blick an Adrienne h?ngen, die drau?en stand und wartete. Adriennes Blick glitt zu Neveah und dann zu Menarx und der schmerzerf¨¹llte Ausdruck in ihren Augen war nicht zu ¨¹bersehen. "Geh... ich werde auf dich warten." versicherte Adrienne mit einem Nicken. Chapter 615: Risse (Kap.616)

Chapter 615: Risse (Kap.616)

Menarx legte behutsam Neveah auf Estelles Bett und trat zur¨¹ck, sodass Estelle die Decke ¨¹ber sie ziehen konnte. "Veah..." sagte Estelle besorgt und hielt Neveahs Hand fest. "Warum ist sie so kalt? Ihre Haut ist so kalt..." machte sich Estelle Sorgen. "Ein Nebeneffekt der Pille, wir setzen diese Dosis nur in extremen F?llen ein... wie diesem hier, aber es wird ihr wieder gut gehen, sobald die Wirkung nachl?sst", versicherte Everon von dort, wo er stand. Menarxs Blick verweilte einen Moment auf Neveah, bevor er sich umwendete und seinen dunklen Blick auf Everon, Tara und Dante richtete. "Ich dachte, ihr alle w¨¹sstet besser, als sie aufzuregen!" knurrte Menarx. "Sag das mal Mycroft," murmelte Everon ver?rgert. Dante senkte besch?mt den Kopf, ging es doch um seinen Vater. Menarx atmete tief durch und fuhr sich durch die Haare. "Warum ist Neveah ¨¹berhaupt hier?! Wieso hast du ihr eubt, die D¨¹nenstadt zu vessen?!" forderte Menarx. "Euben? Ich ube nicht, dass es in meiner Macht steht, Cousin... oder in deiner. Neveah ist ihr eigener Mensch; sie braucht mich nicht, um ihr zu sagen, wann sie kommen und gehen soll," antwortete Everon ausdruckslos. "So habe ich das nicht gemeint. Es handelt sich um eine heikle Situation und das wei?t du! Gerade jetzt..." presste Menarx hervor. "Lord Menarx, das war mein Fehler... Neveah hat nur zugestimmt, hierher nach Scabbard zu kommen, weil ich sie darum gebeten hatte", gestand Dante schuldbewusst. "Mir war r, dass mein Vater seit den Unruhen unzufrieden war, aber ich hatte keine Ahnung, dass er so weit gehen w¨¹rde... Verzeih mir," sagte Dante hilflos. "Es geht nicht darum, ob ich dir vergeben kann oder nicht, Dante. Ich wei?, dass du Neveah nie absichtlich Schaden zuf¨¹gen w¨¹rdest." "Aber ist dir bewusst, wie falsch alles gufen ist? Begreifst du, was Mycroft gerade getan hat? Er hat absichtlich darauf hingearbeitet, dass Demevirld aufgedeckt wird!" sagte Menarx finster. "Was meinst du mit absichtlich?" fragte Everon mit hochgezogener Augenbraue. "Hast du nicht gesp¨¹rt, dass Mycroft sich anders verhalten hat? Wie ubst du, wusste ich, dass ich um diese Zeit hier sein musste?" fragte Menarx und fuhr sich erneut durch die Haare. "Narx, ich verstehe nicht, was du meinst," sagte Everon unsicher. "Nachdem ich eine Gruppe von Fae-Spionen, die im Ruder agierten, gefangen genommen hatte, traf ich mich mit dem Herrn des Ruders, um zu besprechen, wie man sich gegen Fae-Spione zur Wehr setzen kann, die sich als Menschen tarnen." "Er vertraute mir an, dass die Herren der Festungen sich darauf geeinigt haben, Neveah auf die Probe zu stellen, um herauszufinden, ob ihr Durchbruch etwas mit ihrer neuentdeckten Magie zu tun hat, nachdem die Ger¨¹chte ¨¹ber ihre Taten an der Barriere die Runde machten," offenbarte Menarx. "Was?! Wie konnten sie nur zu einem solchen Schluss kommen?!" rief Everon ungl?ubig. "Es kursieren zu viele Ger¨¹chte, Ron. Zu viele, als dass jemand wissen k?nnte, was wahr ist und was nicht; es scheint fast so, als ob jemand sie absichtlich verbreitet... um alle auf Demevirld aufmerksam zu machen. Und dann kommt auch noch pl?tzlich die Seuche und die ganze Sache mit dem Strahlenden..." brach Menarx ab. "Sie uben, dass die Zuf?lle allzu oft mit Neveah in Verbindung stehen, zu h?ufig, um noch als Zufall durchzugehen," vervollst?ndigte Everon."Meinen sie etwa, dass Neveahs Magie den Bruch und die Ansteckung verursacht hat?" fragte Tara ungl?ubig. "Drachenlords sind weiser als das. Sie uben eher, dass jemand absichtlich versucht, Neveah durch all diese merkw¨¹rdigen Ereignisse herauszufordern..." erkl?rte Menarx. "Und sie haben beschlossen, ihr zuvorzukommen." sagte Menarx leise. "Man kann es ihnen kaum ver¨¹beln, es ist ihre Pflicht, ihre Festungen zu sch¨¹tzen und die Ansteckung ist besorgniserregend... Wenn Neveah darin verwickelt ist, werden sie das nicht wohlwollend aufnehmen. Selbst wenn alles nur geschehen ist, um sie herauszulocken... es sind Leben verloren gegangen." Menarx seufzte schwer. "Also wurde Mycroft damit beauftragt, den Test durchzuf¨¹hren... um Neveahs Magie selbst zu sehen." Everon verstand, was Menarx meinte. "Ich bin so schnell wie m?glich nach Scabbard geflogen, als ich davon erfuhr. Ich hatte gehofft, euch abzufangen, bevor ihr eintrefft, aber ich kam zu sp?t." sagte Menarx. "Unublich, dass mein Vater mich benutzt hat!" zischte Dante. Menarx warf Dante einen mitf¨¹hlenden Blick zu. "Mycroft ist zuallererst der Herr von Scabbard, bevor er dein Vater ist. Wenn er denkt, dass dein Urteilsverm?gen durch deine Bindung zu Neveah getr¨¹bt ist, hat er nat¨¹rlich getan, was er f¨¹r richtig hielt." sagte Menarx. "Und was geschieht jetzt?" fragte Tara verdutzt. "Es geht nun nicht mehr darum, ob Neveah direkt oder indirekt der Grund f¨¹r die Ansteckung ist... Das Problem ist, dass Demevirld eine gr??ere Bedrohung als die Ansteckung darstellt, und wenn dies den Gro?en Lords bekannt wird, werden sie vengen, dass Neveah... eingesperrt wird." "Wenn Xenon nur hier w?re, er hat einen gr??eren Einfluss auf die Gro?en Lords, besonders auf die starrk?pfigen Herren von Fort Inferno, Knight¡¯s Den und Kezrar Dun... diese drei sind schwierige M?nner, sollten sie davon erfahren..." Menarx lie? den Satz offen. "Dann d¨¹rfen wir nicht zssen, dass mein Vater von seinen heutigen Erlebnissen berichtet." sagte Dante schnell. "Lord Mycroft ist auch keine leichte Pers?nlichkeit, er ist den Gro?en Lords Redlichkeit schuldig. Und die K?nigsgarde kann kein k?nigliches Dekret essen, snge unser Lehnsherr lebt..." "Das w?re eine Missachtung von Jians h?chster Autorit?t, und sollten wir es tun m¨¹ssen, kann es nur mit dem Segen von mindestens vier unserer f¨¹nf geschehen... aber von dieser Seite der Festung sind wir nur drei." erkl?rte Menarx Dante. "Was ist mit der Macht der K?nigsgarde? Sie untersteht nur der k?niglichen Autorit?t. Du k?nntest meinem Vater befehlen, dar¨¹ber zu schweigen." ¨¹berlegte Dante. "Wir Drachen kennen keinen solchen gegenseitigen Respekt, Dante. Lord Mycroft ist ein Kampflord, seine Autorit?t ist weitgehend autonom. Ich kann ihn nicht zwingen, gegen sein eigenes Gewissen zu handeln, ich m?chte meine Sippe nicht entehren." Menarx lehnte sofort ab. "Dann werde ich ihn darum bitten, als sein Sohn... Ich werde ihn ersuchen, Neveah nicht zu gef?hrden!" sagte Dante bestimmt und verlie? den Raum. "Aber warum sind die Gro?en Lords pl?tzlich so sehr an Neveah interessiert? Sie sind normalerweise die Besonnensten." sagte Everon verbl¨¹fft. Menarx seufzte und ging am Everon vorbei auf den Balkon. "Ein Krieg steht bevor, Cousin... die Spannungen steigen und die Gro?en Lords haben ihren Anf¨¹hrer verloren... wir alle haben ihn verloren. Zwei der f¨¹nf S?ulen fehlen ebenfalls." "Die Festung war seit dem Aufstand niemals so verwundbar... Risse beginnen zu erscheinen, und der Feind wird diese zu seinem Vorteil nutzen... die Fae beobachten... sie warten auf ihren Moment..." murmelte Menarx in mncholischem Ton. "Sie werden bezahlen, wenn Jian zur¨¹ckkehrt!" knurrte Everon d¨¹ster. "Ich werde daf¨¹r sorgen, dass sie viel eher bezahlen..." murmelte Menarx und sah Neveah schmerzvoll an. Chapter 616: In meinen Tr?umen (Kap.617)

Chapter 616: In meinen Tr?umen (Kap.617)

Neveah st?hnte leise vor Schmerz, als siengsam wieder zu Bewusstsein kam. Ihre Augen waren schwer wie Blei und es dauerte eine Weile, bis sie sie ?ffnen konnte. Die Sonnenstrahlen waren jedoch viel zu intensiv, sodass sie gezwungen war, sie erneut zu schlie?en. Neveah hob eine Hand, um ihre Augen vor dem Licht zu sch¨¹tzen, w?hrend ein leises St?hnen entwich. Die Erinnerungen an den Grund ihres Bewusstlos-Werdens durchfluteten Neveahs Geist ¨C von Lord Mycrofts Worten bis hin zu ihrer ¨¹bertriebenen Reaktion, die Demevirld eine L¨¹cke bot, an die Oberfl?che zu gngen. Neveah seufzte leise. Obwohl sie Everons Geheimhaltung seiner Handlungen nicht gut Billigte, konnte sie verstehen, warum er es tat; sie hatte genau das getan, was er bef¨¹rchtet hatte. ?Ich werde h?ufiger bewusstlos als dass ich wach bin. Wenn das so weitergeht, sollte ich mich vielleicht einfach in ein Koma versetzen und es hinter mich bringen", dachte Neveah ver?rgert. Sie wartete einige Augenblicke, bevor sie ihre Augen wieder ?fe. Das erste, was Neveah auffiel, war, dass sie sich nicht in einem Scfzimmer befand, wie sie erwartet h?tte, sondern dass sie in den offenen Himmel starrte. Warme ut?ne und bunte Schattierungen durch die Sonnenstrahlen. Wei?e, uschige Wolken schwebten hoch oben, es war ein rer Himmel wie an einem ganz normalen Tag. Diesen Anblick hatte Neveah ¨¹berhaupt nicht erwartet; zuletzt erinnerte sie sich, im Zeichensaal des Scabbard Towers gewesen zu sein. ?Haben sie mich etwa auf die Felder geworfen?", dachte Neveah mit hochgezogener Augenbraue. Sie kicherte leise ¨¹ber die Absurdit?t des Gedankens. Sie ubte nicht, dass sie bisher etwas derart Unverzeihbares getan hatte. Als Neveah sich setzte und das Ger?usch von knisterndem Laub h?rte, richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf ihre unmittelbare Umgebung. Sie bemerkte, dass sie auf dem Waldbodeng, in einer von hohen B?umen umgebenen Lichtung. Dicht um sie herum befand sich ein Bett aus getrocen Bl?ttern, auf das man sie gelegt hatte. Neveah hob fragend eine Augenbraue, unsicher dar¨¹ber, wie sie an diesen Ort gngt war oder warum sie ¨¹berhaupt hier war. Doch Neveahs Instinkte warnten sie vor keiner Gefahr, und so lie? sie sich seufzend zur¨¹ck auf das Bl?tterbett fallen. ?Die Luft ist rein, viel zu rein f¨¹r Scabbard", stellte Neveah beil?ufig fest. Nicht einmal in den Wei?en D¨¹nen war die Luft noch so sauber, nicht mit Staubwolken, die sich aus den Schluchten erhoben und die Luft vernebelten. Es war schonnge her, dass Neveah eine derma?en saubere Luft eingeatmet hatte, die nur von den D¨¹ften der Natur um sie herum beeinflusst war. Sie konnte nicht anders, als sich einen Moment Zeit zu nehmen, um die Luft zu genie?en, zumindest f¨¹r einen kurzen Augenblick. ?Schlie?lich bin ich jetzt hier, wo auch immer das sein mag", rechtfertigte Neveah sich selbst. ?Bist du sicher, dass wir nicht sofort herausfinden wollen, wo wir sind?", sorgte sich Neveahs Wolf. ?Ich werde es gleich herausfinden", murmelte Neveah zu ihrem Wolf und lie? ihre Augen erneut schlie?en. ?Das ist sehr leichtsinnig von dir. Wir k?nnten ¨¹berall sein", gab Neveahs Wolf zur¨¹ck. Doch Neveah hatte bereits begonnen, leise vor sich hin zu summen; es war viel zunge her, dass sie solch eine Gssenheit und Seelenfrieden gefunden hatte."Es ist nur ein Augenblick, die Welt wird nicht in Grund und Boden brennen." dachte Neveah zu ihrem Wolf. "Au?erdem muss ich noch ¨¹berlegen, wie genau ich herausfinde, wo wir sind... wer wei?? Vielleicht ist das alles nur ein Traum." dachte sie weiter an ihren Wolf. Neveahs Wolf murrte unzufrieden, lie? aber nicht weiter davon ab. Noch waren Neveahs Augen geschlossen, als ein Schatten das Sonnenlicht verdunkelte. Nichts hatte ihren Ann?herungsversuch wahrgenommen, daher reagierte sie sofort rmiert. Mit einem Blinzeln ?fe Neveah die Augen, um das Gesicht zu erkennen. Ihre Augen weiteten sich, als sie in ein bekanntes Paar verschiedenfarbiger Augen blickte. Neveahs Herz setzte aus, schlug dann schneller und blieb einen Augenblick stehen, bevor es wieder normal weiterschlug. "J... Jian?" stammelte Neveah ¨¹berrascht. Jian l?chelte sanft und neigte seinen Kopf, w?hrend seine silbernen Locken ¨¹ber seine Schulter fielen. "Begreifst du, wienge ich auf dich gewartet habe? Ich dachte, du w¨¹rdest nie erscheinen..." sagte Jian leise. Neveah setzte sich ungl?ubig auf und sah sich hastig um, bevor sie ihren Blick wieder auf Jian richtete, um sich zu vergewissern, dass er tats?chlich mit ihr sprach. "Ist das... echt?" fragte Neveah z?gerlich. Jian l?chelte betr¨¹bt und sch¨¹ttelte den Kopf. "Leider bin ich noch nicht wirklich bei dir. Das hier ist nur ein Traum, meine Geliebte." erkl?rte Jian und streckte seine Hand nach Neveah aus. Instinktiv griff Neveah nach Jians Hand. Als Neveah sich erhob, zog Jian sie in seine Arme und umarmte sie fest. Neveah sp¨¹rte, wie Frust, Wut und Best¨¹rzung von ihr abfielen, wie Licht, das Dunkelheit vertreibt. Sie hielt sich genauso fest an Jian, aus Angst, er w¨¹rde verschwinden, sollte sie ihn lossen. "Ein Traum? Aber wie...?" Neveahs Verwirrung war gro?. "Das..." sagte Jian und deutete auf Neveahs Hals, w?hrend er sichngsam von ihr l?ste. Neveah sah nach unten und bemerkte erst jetzt das sanfte Leuchten, das von dem Anh?nger ihres Vaters ausging. Dann wanderte ihr Blick zu einem ?hnlich leuchtenden Anh?nger an Jians Hals. "Schuppen! Sind wir etwa... gerade in den Tr?umen des anderen?" fragte Neveah Jian erstaunt. "Ich w¨¹rde sagen, du bist in meinem Traum... dieser Ort stammt aus meinen Erinnerungen, es ist kein Ort, an dem du schon einmal warst." fl¨¹sterte Jian und deutete auf ihre Umgebung. Neveahs Hand strich ¨¹ber den Anh?nger an ihrem Hals und ihr wurde r, dass genau deshalb ihr Vater ihn zur¨¹ckgssen hatte. "Es gab also die ganze Zeit zwei davon..." murmelte Neveah erkenntnisreich. "Einer geh?rte deiner Mutter... und der andere Kaideon." best?tigte Jian Neveahs Worte. Chapter 617: Kein Weg zurück 2 (Kap.618)

Chapter 617: Kein Weg zur¨¹ck 2 (Kap.618)

"Mein Vater findet immer einen Weg, sich um mich zu k¨¹mmern, auch wenn er so weit weg ist ... Wie kann ich ihm jemals genug danken, dass er dich auf diese Weise zu mir geschickt hat?" murmelte Neveah, und ihr Herz erw?rmte sich bei diesem Anblick. "Er ist dein Vater, alles, was er tut, geschieht in seiner Liebe zu dir. Er braucht keinen Dank und er w¨¹rde nicht wollen, dass du einen solchen Gedanken hegst, in der Familie gibt es keine Schulden." antwortete Jian mit einem Kopfsch¨¹tteln. Neveah hob eine Hand zu dem Anh?nger an Jians Hals, ein kleines L?chelng auf ihren Lippen. "Der muss meiner Mutter geh?rt haben... das ist das Siegel des Winterreiches." murmelte Neveah leise und strich mit einem Daumen ¨¹ber den Anh?nger. "Meinem Vater... geht es gut?" fragte Neveah misstrauisch, w?hrend sie immer noch die Seiten des Anh?ngers abtastete. Jian nickte, ein beruhigendes L?cheln auf den Lippen. "Er scheint mich jetzt noch mehr zu hassen, und vielleicht hasst er mich sogar ganz, wenn wir zur¨¹ckkehren. f¨¹gte Jian hinzu. Neveahchte leise und lie? einen Atemzug los, von dem sie nicht einmal wusste, dass sie ihn angehalten hatte. Neveah hatte wirklich bef¨¹rchtet, dass sie alles und jeden verlieren w¨¹rde, den sie so sehr zu sch?tzen gelernt hatte. Die drei wichtigsten M?nner in ihrem Leben waren alle von der Erdoberfl?che verschwunden. Jeden Tag war es schwer gewesen, mit einer solchen Realit?t aufzuwachen ... aber jetzt gab es zumindest Hoffnung. "Es gibt so viel, was du ¨¹ber das Brechen wissen musst..." Neveah brach ab. "Das Brechen..." murmelte Jian, wobei ihm die Worte bitter auf der Zungegen. "So nennen sie es also?" fragte Jian Neveah. "Es ist ¨¹ber einen Monat her, Jian... so viel ist geschehen... so viel hat sich auf dieser Seite der Welt ver?ndert..." Neveah hielt wieder inne und sch¨¹ttelte schnell den Kopf. "Aber das kann alles warten...ss mich dich einfach ansehen." Neveah murmelte leise, ihre Hand h?rte auf, den Anh?nger zu erforschen, und sie legte ihre Handfl?che ch auf Jians Brust, um seinen Herzscg zu sp¨¹ren, Diesen rhythmischen, beruhigenden ng, der ihr umso deutlicher machte, dass es ihm gut ging ... dass es ihnen allen gut gehen w¨¹rde. Die ganze Zeit ¨¹ber starrte Neveah zu Jian auf und wagte es nicht, ihren Blick auch nur f¨¹r einen Moment abzuwenden. "Was ist das f¨¹r ein Blick in deinen Augen?" fragte Jian Neveah in einem leisen Ton. "Ich... ich sch?tze, ich kann einfach nicht uben, dass du gerade vor meinen Augen stehst, Jian. Mich umarmst... Ich wei?, es ist ein Traum, aber selbst f¨¹r einen Traum kann ich es einfach nicht uben..." gab Neveah in leisem Tonfall zu. "Magie hat auch ihre... guten Tage." murmelte Jian z?gernd. "Wenn sie dich zu mir bringt, werde ich sie nicht hassen." sagte Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. Jian l?chelte leicht, sein Blick beobachtete Neveah, als sie sich zu ihm hinaufbeugte und ihre Lippen seine in einemngsamen Kuss aus aufgestauter Sehnsucht trafen. Jian erwiderte den Kuss ohne zu z?gern und l?chelte Neveah gegen ihre Lippen, w?hrend er ihr sanft das Haar aus dem Gesicht strich, als sie sich zur¨¹ckzog. ?Verzeih mir, dass ich deine Seite vessen habe, meine Geliebte", entschuldigte sich Jian leise. ?Es gibt nichts zu verzeihen", versicherte Neveah. ?Xenon... wie geht es ihm? Wird er auch zu mir kommen? Ich schw?re, ich werde jede Stunde scfen, wenn es sein muss...", Neveah suchte schnell nach ihrem anderen Geliebten. Jians Stirnrunzeln vertiefte sich leicht in Verwirrung bei Neveahs Worten. ?Xenon? Er sollte doch an deiner Seite sein, nicht wahr?" fragte Jian verwirrt. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, mit einem unsicheren Blick in ihren Augen. ?Nein... Xenon ist dir nachgegangen, bevor das Zerbrechen begann. Er ging, um dich zu finden, und ist nicht zur¨¹ckgekehrt", offenbarte Neveah. Jians Augen weiteten sich vor Entsetzen bei diesem Gedanken. ?Veah... Xenon hat mich nie erreicht", sagte Jianngsam, als ihm die Erkenntnis ebenso d?mmerte. ?Das... das kann nicht sein. Er sagte mir, ich solle warten, er w¨¹rde sich vergewissern, dass du sicher bist, und dann zu mir zur¨¹ckkehren... aber er kam nicht zur¨¹ck. Und ich sagte mir, er muss dich getroffen haben und ihr beide w?rt zusammen... zusammen zur¨¹ckgekehrt", Neveah geriet in Panik. ?Veah, beruhige dich... beruhige dich und erz?hle mir genau, wie es passiert ist", bat Jian und zog Neveah n?her an sich heran. ?Kurz bevor das Zerbrechen begann, flog Xenon in die dunklen L?nder hinaus. Alles geschah kurz danach... Jian, wenn Xenon nicht zu dir gngt ist, dann... k?nnte er...", Neveah brach ab, allein der Gedanke lie? sie entsetzt zur¨¹ck. Es war unvorstellbar, wenn jemand dort drau?en gefangen w?re, mitten in dem Chaos. Neveah konnte nicht uben, dass jemand das ¨¹berleben k?nnte. ?Es gibt keinen Grund, das Schlimmste zu denken, Veah. Wenn den W?chtern meines K?nigs etwas zusto?en w¨¹rde, w¨¹rde ich es zuerst sp¨¹ren... keine dimensionale Barriere kann mich vor dem Schmerz unseres zerrissenen Bandes sch¨¹tzen." ?Ganz zu schweigen von Xenon, zu dem ich eine viel engere Bindung habe. Ich halte seine Schuppe... seine Lebenskraft ist mit meiner verwoben, w?re er verletzt, w¨¹rde ich es sp¨¹ren... Ich w¨¹rde denselben Schmerz erleiden, und du auch, daf¨¹r sorgen meine Schuppe und dein Zeichen auf Xenon", sagte Jian ernst zu Neveah. ?Die Leere hat sich direkt in die Erde gerissen, Jian. Sie hat eine Schlucht mit unbekannter Tiefe gebildet, die sich von unserer Barriere bis in die dunklen L?nder erstreckt, und wie weit sie reicht, wissen wir nicht... wir wissen nur, dass sie jedes Mal gr??er wird, wenn die Erde erneut zu brechen beginnt." ?Jeder jenseits unserer Barriere ist nicht sicher. Wenn Xenon nicht bei dir ist, er nicht bei mir ist und nicht verletzt ist... wo k?nnte er dann sein?", fragte Neveah tief besorgt. Jian holte tief Luft, es war eine Frage, die auch er nicht beantworten konnte. ?Veah... die dunklen L?nder sind riesig, weit mehr, als du dir vorstellen kannst. Die von Verothrax herbeigerufene Leere ist zwar m?chtig, aber sie kann nicht die gesamten dunklen L?nder zerst?ren... genauso wie es an einem Ende die Festung gibt, muss auch am anderen Ende noch etwas sein." ?Und auch Verothrax ist unauffindbar... und ich wei? mit Sicherheit, dass er m?chtig genug ist, um sich durch das Chaos zu sch¨¹tzen, das seine Magie verursacht hat. Xenon ebenfalls", sagte Jian nachdenklich. ?Aber... Xenon ist irgendwo da drau?en, ganz allein... ohne M?glichkeit, zur¨¹ckzukommen...", Neveah brach ab, der Gedanke hinterlie? schrecklichen Schmerz in ihrem Herzen. Chapter 618: Was immer Sie brauchen (Kap.619)

Chapter 618: Was immer Sie brauchen (Kap.619)

"So viel ist in so kurzer Zeit geschehen... Du hast dich gut gescgen, Veah. Kaideon h?tte die D¨¹nen niemandem besser anvertrauen k?nnen..." "Und auch ich... habe in gewisser Weise die richtige Entscheidung getroffen, dich in der Festung zu behalten." sagte Jian, nachdem Neveah ihn ¨¹ber die aktuelle Lage in der Festung informiert hatte. Neveah nicktengsam, sie hatte Jians Entscheidung zuvor missbilligt, aber nun war das nicht mehr der Fall. "Die Fae werden nicht nacssen, Jian. Sie tun alles, um zu verhindern, dass die letzte Lieferung der Kanalisierungssteine D¨¹nenstadt erreicht." "Sie haben ununterbrochen versucht, Menarx dazu zu bewegen, den ersten Aufstand zu entfachen... und ich bin der Meinung, wir k?nnen uns nicht l?nger zur¨¹ckhalten. Wir ben?tigen jene Kanalisierungssteine, um sicherzustellen, dass die Barriere wieder zu voller St?rke wird." sagte Neveah zu Jian. Es war eine Situation, die Neveah st?ndig in Unruhe versetzt hatte. Die Fae stellten tats?chlich ein Hindernis dar, ohne einen gerechtfertigten Grund, und Neveah konnte immer noch nicht erkennen, welchen Vorteil sie h?tten, sollte die Barriere zusammenbrechen. "Ich habe gez?gert zu handeln, aber Jian, ich werde diese Kanalisierungssteine um jeden Preis beschaffen, auch wenn es einen Krieg bedeutet... D¨¹nenstadt ist jeden Tag in Gefahr und ich kann nicht ruhig scfen, snge diese Bedrohung besteht." gab Neveah offen zu. "Ich wei?, Veah... D¨¹nenstadt wird als Erstes betroffen sein, falls etwas mit dem Canyon schiefgeht. Aber wenn die Barriere vollst?ndig wiederhergestellt ist, wird es keinen Grund zur Sorge geben." sagte Jian verst?ndnisvoll. "Die Fae... wir habennge vorausgesagt, dass sie sich auflehnen w¨¹rden. Nun m¨¹ssen sie uben, dass es keine bessere Gelegenheit als jetzt gibt. Ich habe ebenfalls gewartet... auf den richtigen Zeitpunkt, um ihnen ihren tz zu zeigen." ?u?erte Jian mit d¨¹sterer Miene. W?hrend ihres Spaziergangs durch den Wald hielt Jian Neveahs Hand fest, seit er die ihre ergriffen hatte, hatte er sie nicht mehr losgssen. Neveah war sich immer noch unsicher ¨¹ber den genauen Ort, da dieser aus Jians Erinnerungen stammte, aber Jian kannte sich offensichtlich im Wald aus. Und selbst wenn er es nicht gut wusste, konnten sie sich nicht in ihren eigenen Tr?umen veufen. Zumindest hoffte Neveah das. Neveah fragte nicht um Gewissheit, ihr Kopf war voller Gedanken und Sorgen, auch wenn sie genau wusste, dass Gr¨¹beln nichts l?sen w¨¹rde. "Ich habe Pl?ne gemacht, bevor ich in die Dunklen Lande aufbrach, meine Geliebte. Kannst du mir vertrauen und innehalten?" fragte Jian Neveah. "Ich werde tun, was du sagst. Aber ich werde meine eigenen Wege finden, um an diese Kanalisierungssteine zu gngen, sollte eine offene Konfrontation nicht m?glich sein... es gibt viele andere Mittel." sagte Neveah zu Jian. Jian warf Neveah einen Blick zu, seine Lippen zuckten leicht. "Handle, wie du willst, meine Geliebte. Gib den Fae nur keinen Grund, einen Krieg zu beginnen... es wird die richtige Zeit daf¨¹r geben." sagte Jian zu Neveah. Neveah nicktengsam und verst?ndnisvoll. Sie wusste, dass Jian seine Truppenverb?nde an den Rand der Wei?en D¨¹nen verlegt hatte, bevor er in die Dunklen Lande aufbrach, und viele ubten, es geschah f¨¹r die Mission in den Dunklen Landen... aber war es wirklich so? Die beiden Truppenverb?nde, die Jian verlegt hatte, waren zu dieser Zeit zu still, verharrten in ihrem Lager trotz allem, was geschehen war. Sie mischten sich nicht in die Angelegenheiten von D¨¹nenstadt ein und kehrten nicht einmal nach Keep Skies zur¨¹ck, und die Lords Kirgan und Imagor, die sich um staatspolitische Angelegenheiten k¨¹mmerte, riefen sie auch nicht zur¨¹ck. Neveah hatte schonnge den Verdacht, dass sie vor Jians Abreise andere Befehle erhalten hatten, doch sie konnte nicht genau sagen, welche. "Was auch immer du vorhast, ich werde entsprechend handeln und deine Pl?ne nicht durchkreuzen, du hast mein Wort." sicherte Neveah Jian zu.Jian brummte leise, w?hrend er ¨¹ber alles nachdachte, was Neveah ihm berichtet hatte. "Die Ansteckung... sie ist wirklich besorgniserregend. Seit dem Aufstand hat es in der Festung keine Seuche mehr gegeben... das kann keine nat¨¹rliche Ursache haben, da muss mehr dahinterstecken.", sagte Jian zu Neveah. "Ich werde mich pers?nlich darum k¨¹mmern.", versicherte Neveah. "Stelle sicher, dass Everon und Coran stets bei dir sind, Veah. Bring dich nicht in Gefahr.", mahnte Jian. "Ich kann einfach... Ich kann jetzt gerade nicht f¨¹r dich da sein und Xenon ist auch... Ich mache mir Sorgen, Veah.", sagte Jian mit angespannter Stimme. "Das wei? ich. Ich werde nichts tun, was mich in Gefahr bringt, Jian.", murmelte Neveah leise. Ein kurzer Moment der Stille trat ein, bevor Neveah wieder zu sprechen begann. "Ich kann immer noch nicht uben, dass dort dr¨¹ben erst zwei Tage vergangen sind... w?hrend wir einen ganzen Monat erlebt haben. Und nur ein Monat, w?hrend wir ein Jahr erlebt haben... das ist unvorstellbar.", sagte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. "Die Festung birgt viele solcher R?tsel, Veah.", sagte Jian zu Neveah. "Ich ube nicht, dass man sich an solche Dinge gew?hnen kann.", murmelte Neveah aufrichtig. "Ich hoffe, du musst es auch nicht. Viele dieser r?tselhaften Dinge in der Festung sind ebenso extrem gef?hrlich. Es w?re besser, wenn du sie nie erfahren m¨¹sstest.", entgee Jian. "Jian... wienge wird es dauern, bis du zur¨¹ckkehrst? Wie stehen die Dinge... ist es zu schwierig?", fragte Neveah besorgt. Jian hatte nicht viel ¨¹ber die Verh?ltnisse in den dimensionalen Ebenen gesprochen, sondern hatte Neveah das Reden ¨¹bessen, die ihm ¨¹ber den aktuellen Zustand der Festung berichtete. Und Neveah hatte viel zu berichten; sie beobachtete so viele Aspekte der Festung, wie sie nur konnte, und beschr?nkte sich nicht nur auf Dune City. Von den Fae bis zu den Mers unterrichtete Neveah Jian ¨¹ber die schwelenden Spannungen und die verr?terischen Absichten der Fae. Was Neveah jedoch nicht erw?hnt hatte, war ihre eigene Lage mit Demevirld sowie die Nachrichten ¨¹ber das Strahlende Wesen, die sich schnell verbreiteten. Neveah war unsicher, wie sie Jian von diesen Entwicklungen berichten sollte, zumal er bereits so vieles zu erw?gen hatte... vielleicht sollten manche Dinge besser ungesagt bleiben. "Es spielt keine Rolle, wie schwierig es ist, ich werde so schnell wie m?glich zur¨¹ckkehren. Aber es gibt einige Angelegenheiten, um die ich dich bitten muss, diskret zu handeln... es schmerzt mich, dich damit bsten zu m¨¹ssen.", sagte Jian zu Neveah. "Was auch immer du brauchst... du musst es mir nur sagen.", sagte Neveah sofort. "¨¹bermittle meine Worte an Imagor und Kirgan. Es gibt eine Aufzeichnung, die seit Langem in den verborgenen Archiven ggert ist...", ¨¹bertrug Jian die Aufgabe an Neveah. Chapter 619: Nicht immer eine Aufgabe (Kap.620)

Chapter 619: Nicht immer eine Aufgabe (Kap.620)

"Meinst du damit...den... Asrig?" fragte Neveah erstaunt angesichts von Jians Bitte. Jian nickte und seufzte leise. In diesem einen Seufzer erkannte Neveah die vielen widerspr¨¹chlichen Emotionen, die Jian seinem Bruder gegen¨¹ber empfand. Schmerz, Liebe, Entt?uschung... Bedauern ¨C die Gef¨¹hle waren zu zahlreich und zu komplex, als dass Neveah sie alle h?tte erfassen k?nnen. Aber die wenigen, die sie erfasst hatte, konnte sie deutlich sp¨¹ren... War es ihre Wahrnehmung dieser Emotionen oder f¨¹hlte sie sie etwa selbst? Neveahs Stirn runzelte sich bei diesem Gedanken leicht. In diesem Moment war es schwer festzustellen, da Jians Fassung sich sofort wieder einstellte und jede Emotion verschwand, sodass sein ¨¹blicher leerer, undurchdringlicher Ausdruck zur¨¹ckblieb. ¡¯Er hat sich daran gew?hnt, seine wahren Gef¨¹hle zu verbergen... es geschieht sogar, ohne dass er es bemerkt, indem er seine Emotionen begr?bt, sich selbst nicht die M?glichkeit gebend, sie wahrhaftig zu f¨¹hlen.¡¯ dachte Neveah. "Asrig, mein Vorg?nger... und mein Bruder. Ja, Veah... der Asrig", best?tigte Jian leise. Neveah wusste, dass Jian nicht viel ¨¹ber seinen Bruder sprach. Nicht nur Jian vermied es, sondern praktisch niemand sprach dar¨¹ber. H?tte Menarx ihr nicht davon erz?hlt, h?tte sie bis zu diesem Zeitpunkt nichts von der Existenz Asrigs gewusst. Neveah verstand, warum Asrig ein Name war, der nicht ausgesprochen wurde. Niemand wollte ihr genau erz?hlen, was damals passiert war, niemand wagte es auch nur anzusprechen. Auch wenn sie nicht alles wusste, was vor dem Sturz geschehen war, war ihr bewusst, dass Asrigs Herrschaft die Festung beinahe von innen zerst?rt hatte... sie in viele Teile gespalten hatte. Doch nicht nur die Festung wurde ersch¨¹ttert, sondern auch Jian selbst. Menarx hatte r gemacht, dass niemand mehr als Jian selbst unter dieser Herrschaft gelitten hatte. ¡¯Er muss furchtbar gelitten haben, als er mit ansehen musste, wie sein eigener Bruder die Welt zerst?rte, die ihm und ihrem Vater so am Herzeng... keine Wahl habend, seinen Bruder zum Feind zu machen, um die Festung und ihr Volk zu sch¨¹tzen... unf?hig, um einen Verwandten zu trauern, der zum S¨¹nder geworden war...¡¯ dachte Neveah. Neveah erinnerte sich daran, dass sie Zeugin geworden war, wie Jian die Kontrolle ¨¹ber seine mmen an Asrigs unbemarkter Gedenkst?tte verlor. ¡¯Welche Schmerzen verbirgt er nur?¡¯ dachte Neveah. Sie w¨¹nschte sich einen Tag herbei, an dem Jian ihr genug vertrauen w¨¹rde, um diese Dunkelheit mit ihr zu teilen... aber andererseits, wie viel ihrer eigenen Dunkelheit hatte sie mit ihm geteilt? Es war ein qu?lender Gedanke, der einen Stachel in seinem Pfad zur¨¹cklie?. "Der Rat der Reiter darf hiervon nichts erfahren, sie werden dir den Zugang zu den Aufzeichnungen ohne k?niglichen Ess erschweren... Asrigs Aufzeichnungen und Schriften sind... bei meinen Leuten verp?nt", offenbarte Jian Neveah z?gerlich. "Ich verstehe. Wenn das ist, was du brauchst, werde ich selbst zur Drachenfestung gehen und es holen", versicherte Neveah Jian mit entschlossenem Ton. Jians Blick wandte sich Neveah zu, ein kleines L?cheln zeice sich auf seinen Lippen ab. Er drehte sich zu Neveah und nahm auch ihre andere Hand. "Ich muss dir noch eine Krone aufsetzen und bste dich dabei so sehr... mit Dune City, der Festung, der Seuche und jetzt auch noch, ein Risiko einzugehen gegen den Reiterrat... In diesem Moment kann ich dir nicht einmal Xenon bringen, ich wei? nicht, was ich ¨¹berhaupt f¨¹r dich tun kann...", begann Jian gequ?lt. "Ich schw?re dir, meine Gef?hrtin zu sein, wird nicht immer so anspruchsvoll sein", sagte Jian und aus seinem Tonfall sprach die Schuld, die er f¨¹r alles bisher Geschehene empfand. ¡¯Du hast Recht... wir k?nnen nicht zssen, dass er herausfindet, dass Demevirld jetzt viel st?rker ist als fr¨¹her... dass wir jeden Tag um die Kontrolle k?mpfen, das w¨¹rde ihn nur zu sehr schmerzen...¡¯, dachte Neveahs Wolf und sprach endlich aus, was sie dachte. ¡¯Ich wei? es¡¯, dachte Neveah zu ihrem Wolf zur¨¹ck.Neveah l?chelte sanft bei Jians Worten und hob ihre Hand, um sie an seine Wange zu legen. "Du bist der letzte Mensch von dem ich erwartet h?tte, dass er mir je etwas bedeuten w¨¹rde... Gott wei?, wie sehr ich dich verachtet habe...", murmelte Neveah und kicherte leise bei dem Gedanken. Jian zuckte merklich zusammen bei Neveahs Worten, und obwohl er wusste, dass sie nicht darauf aus waren, ihm wehzutun, konnte er den stechenden Schmerz nicht unterdr¨¹cken. "Aber Jian, jetzt... du und ich, wir sind unausweichlich, und es ist nicht eine Krone, die das beweist, nicht der nz oder die Titel, die damit einhergehen... es ist dies hier..." Neveahs Hand glitt hinunter und ruhte auf Jians Herz. "Dies hier, das f¨¹r mich schl?gt, ist das gr??te Geschenk. Ich war blind, aber jetzt sehe ich r... wie es sich anf¨¹hlt, dich zu verlieren..." Neveah brach ab. "Ich habe es erlebt, es ist ein saurer und bitterer Schmerz, den ich nicht aushalten kann. Also wenn es bstend ist, dir anzugeh?ren, dann soll es so sein. Ich bin keine zerbrechliche Frau, Jian... Ich hei?e Neveah Vairheac, ich kann einiges ertragen... f¨¹r mich seid ihr beide, du und Xenon, alles wert..." sagte Neveah, ihre Stimme erf¨¹llt von Gef¨¹hl. Jian legte seine Hand ¨¹ber ihre auf seiner Brust, sein Blick, der auf sie herabsah, war erf¨¹llt von W?rme und Bewunderung f¨¹r ihr aufrichtiges Gest?ndnis. "Es schl?gt... tats?chlich f¨¹r dich..." sagte Jian leise. Neveah l?chelte, es war eine verwirrende Situation, so nah bei ihm zu sein und dennoch zu wissen, dass er noch weit entfernt war. Jeden Moment k?nnte sie in diese Wirklichkeit erwachen... Als h?tte das Universum ihre Gedanken vernommen, hallte eine vertraute Stimme in Neveahs Kopf wider. ¡¯Veah...¡¯, rief Elle. Neveah zuckte deutlich zusammen, als Elles Stimmeut in ihrem Kopf nachhallte. "Was ist los? Geht es dir gut?", fragte Jian sofort besorgt. "Ich... ich ube, Elle versucht mich zu wecken... aber mach dir keine Sorgen, es macht nichts, wenn ich noch ein bisschen l?nger scfe...", sagte Neveah zu Jian und sch¨¹ttelte schnell den Kopf, um ihn zu beruhigen. ¡¯Veah... es gab einen weiteren Todesfall... hier in Scabbard herrscht Chaos. Dante und sein Vater sind uneins, ich wei? nicht, was ich tun soll...¡¯, hallte Elles Stimme nochmals wider, Neveahs Blick wurde leicht d¨¹ster bei Elles Worten. "Sag es mir, Veah...", Jian konnte sehen, dass Neveah mehr wusste. "Es scheint, es gab einen weiteren Tod durch die Seuche...", fuhr Neveah fort, den Teil mit den Unruhen wessend, weil sie noch nicht erkl?ren konnte, dass sie deren Ursache war. "Dann musst du jetzt zur¨¹ck. Sie werden dich brauchen. Die Tage dauern nichtnge auf den dimensionalen Ebenen... Ich werde darauf warten, dass du wieder zu mir kommst.", beschwichtigte Jian Neveah. "Aber...", Neveah wollte widersprechen. "Veah, sei jetzt vern¨¹nftig. Auch ich muss zur¨¹ckkehren. Ich muss anfangen, Xenon durch unsere Verbundenheit zu suchen. Ich wei? nicht, ob ich ihn ¨¹ber die Dimensionen erreichen kann,", "Aber wenn jemand aus der Garde meines K?nigs ist, den ich noch ¨¹ber unsere Gedankenverbindung erreichen kann, dann muss es Xenon sein.", erkl?rte Jian zu Neveah und nickte ihr zu. Chapter 620: Tag des Aufbruchs (Kap.621)

Chapter 620: Tag des Aufbruchs (Kap.621)

Tag des Aufbruchs Xenons gro?e Drachenaugen musterten das d¨¹stere Land w?hrend des Fluges. Der Wind heulte um ihn herum und glitt ¨¹ber seine Schuppen, um seine Schnelligkeit zu f?rdern. Seine m?chtigen Fl¨¹gel durchschnitten die schattenhaften Wolken und trieben seine Gestalt blitzschnell voran. Xenons Geschwindigkeit war wie ein Blitz; er lie? sich von dem ziehenden Gef¨¹hl, das tief in seinem Innereng, zu jenem Ort leiten, zu dem er gehen musste ¨C mit der Dringlichkeit eines Menschen, der eilig heimkehren musste. Xenon musste dahin, wo er gebraucht wurde, doch wo er letztlich sein sollte,g hinter ihm, weit zur¨¹ck an den Mauern der D¨¹nenstadt, wo man wohl besorgt auf seine R¨¹ckkehr wartete. Obwohl Neveah ihn stets zu seiner Pflichterf¨¹llung verasste, schwor sich Xenon, dass dies das letzte Mal sein sollte, dass er seine Pflicht ¨¹ber sie stellte... ?Jian ist K?nig, er kann nicht anders, als seine Pflicht an erste Stelle zu setzen. Aber Neveah verdient zumindest einen von uns, der sie zum Wichtigsten macht... vor allem anderen in der Welt." Xenon hatte oft dar¨¹ber nachgedacht, wie er Neveah angemessen lieben konnte ... auf eine Art, die sie verdiente, auf eine Weise, die ihr Vertrauen in die Liebe lehren w¨¹rde, das ihr immer gefehlt hatte. Xenons Gedanken zerstreuten sich jedoch, je tiefer er in die dunklen Lande vordrang. Ein schrecklicher Gestankg in der Luft ¨C kein ¨¹berraschender, angesichts der dunklen Magie, die auf den Landenstete und die nie zu verssen schien. Die dunklen Lande, diese verbotenen S¨¹mpfe, waren seit den Tagen des Aufstands nie anziehend f¨¹r die Drachen gewesen, doch diesmal war es anders... es gab noch mehr. Selbst am Himmel konnte Xenon seltsame Ver?nderungen erkennen und er vermutete, dass dies viel mit einem neuen magischen Einfluss ¨¹ber den dunklen Landen zu tun hatte; Verothrax¡¯ Magie war selbst f¨¹r Xenon fremd. Der Todessturm hatte sich nicht ein einziges Mal so verhalten wie gew?hnlich, und Jian und seine Elitetruppe waren bereits mehrfach durch die dunklen Lande geflogen ¨C Xenon konnte erkennen, dass Verothrax¡¯ Magie bereits am Werk war. Und Xenon best?tigte seine Gedanken, als er aus der Ferne Verothrax¡¯ Drachengestalt erblickte: Seine dunkelgrauen Schuppen stachen deutlich hervor, besonders jetzt, da die Sonne noch schien und der Himmel rtiv r war. Doch es war nicht Verothrax selbst, der Xenons Blick auf sich zog, sondern der auff?llige Riss im Himmel ¨¹ber ihm. Der Riss war nicht sehr gro?, und direkt darunter schwebte Verothrax, ihn im Zaum haltend. Eine Welle schattenhafter Masse sickerte durch den Riss, aus den W?ldern der dunklen Lande, hinaus ins Unbekannte durch den von Verothrax geschaffenen Spalt im Raum ¨C jene ohrenbet?ubenden Schreie hallten bis zu Xenon hin¨¹ber und gaben ihm die Antwort auf die Frage nach dem Verbleib des Todessturms. ?Verothrax¡¯ F?higkeit der Leere ... sie ist wahrlich etwas Besonderes", dachte Xenon. Es war nicht das erste Mal, dass Xenon Zeuge wurde, wie Verothrax seine einzigartige Magie einsetzte, doch es waren mindestens vier Jahrhunderte vergangen, seit dem Sturz, dem letzten Mal, als Verothrax erwacht war. Xenon sch¨¹ttelte leicht den Kopf, sein Blick durchforstete weiterhin die dunklen Lande, auf der Suche nach Jian und seiner Elitetruppe.¡¯"Die Magier haben ihren Standort wahrscheinlich mit Magie versteckt ... Ich werde seine Anwesenheit sp¨¹ren, wenn ich nah genug bin", dachte Xenon. Doch genau in diesem Moment erng pl?tzlich ein besonders ohrenbet?ubender Schrei. Ein Ton, der sich deutlich von den ¨¹blichen Ger?uschen des Todessturms unterschied. Xenon blickte zur¨¹ck: Dort, wo Verothrax schwebte, hatte der Riss im Raum angefangen, sich zu vergr??ern, begleitet vonutem Kreischen. Er wuchs rasch, wurde immer gr??er und intensiver, bis er einem massiven Schlund der Dunkelheit glich, der mit der Masse der Schatten zu verschmelzen schien, die er eigentlich vertreiben sollte. Noch beunruhigender war, dass Verothrax an H?he verlor und zur Erde st¨¹rzte. Aus irgendeinem Grund hatte er inmitten des Falls seine menschliche Gestalt angenommen. Oder vielleicht war es eine unfreiwillige Verwandlung, Xenon konnte es aus der Entfernung nicht genau erkennen. Der Riss im Himmel wurde stetig gr??er, und der Todessturm tobte in seiner Mitte. Xenon st¨¹rzte sich auf Verothrax, erreichte ihn gerade noch rechtzeitig, griff mit seinen uen nach unten und schnappte sich Verothrax¡¯ menschliche Gestalt, um ihn vor dem weiteren Fall zu bewahren. "Was in aller Welt denkst du, was du da machst?!" dachte Xenon zu Verothrax. "Ich habe die Kontrolle verloren! Es wird abst¨¹rzen! Du Narr! Der Todessturm wird deinen Flug destabilisieren! Geh sofort weg von dort!" dachte Verothrax dr?ngend zur¨¹ck. In diesem Moment sah Xenon nach oben und stellte fest, dass er sich direkt unter dem Riss befand; es sah aus, als w¨¹rde der Himmel selbst herunterfallen, und er begann mit atemberaubender Geschwindigkeit herabzust¨¹rzen. Der Riss erstreckte sich ¨¹ber eine gro?e Fl?che, es gab kaum Hoffnung, ihn vollst?ndig zu vessen, doch Xenon verlor keine Zeit und schoss vorw?rts durch die L¨¹fte. "Du schaffst es nicht!" dachte Verothrax zu Xenon. "Unser Lehnsherr hat mir ein Portal hintessen ... Lande!" dachte Verothrax dringlich. Xenon ?nderte die Richtung und st¨¹rzte mit gro?er Geschwindigkeit zu Boden, band seine Fl¨¹gel an seine Seiten und lie? die Natur seine Geschwindigkeit im freien Fall unterst¨¹tzen. Gerade als die felsige Erdoberfl?che sichtbar wurde, warf Verothrax einen Portalstein zu Boden. Der Edelstein zersprang in viele Teile und ein Portal ?fe sich direkt unter ihnen in einem Feuerwerk aus hellen Funkenspr¨¹hen aus Magie und Licht. Das Portal sog sie nur einen Moment vor dem Aufprall ein. In einem Wirbel aus Wind und Licht schnappte das Portal zu und verschwand. Im n?chsten Moment st¨¹rzte die Leere mit gro?em Get?se auf die Erde und riss die Oberfl?che auf. Ein gro?er Riss entstand und breitete sich rasch aus, und die Erde brach auf und verg schnell die dunklen L?nder auf ihrem Weg zur Barriere der Wei?en D¨¹nen." Chapter 621: Ein dunkler Turm (Kap.622)

Chapter 621: Ein dunkler Turm (Kap.622)

Ein schmerzvolles Grunzen entrang sich Xenons Kehle, als seine Augenngsam aufblinzelten. Er kneifte sie zusammen und brauchte einen Moment, um sich an das seltsame, d?mmrige rote Licht zu gew?hnen. Als seine Sicht sich kl?rte, fand er sich unter einer unbekannten Decke wieder. Erg in einem Raum, dessen W?nde aus purem Stein gefertigt waren, nackte Steinmauern, die ihm vollkommen fremd erschienen. R?tlich glimmende Edelsteine sorgten f¨¹r die unheimliche Beleuchtung und durchzogen die W?nde. Xenon hatte es sich auf einem ungew?hnlich harten und unbequemen Lager gem¨¹tlich gemacht ¨C es war offensichtlich ein Bett, denn eine unn?tig schwere Decke bedeckte ihn bis zum Kinn. Leicht die Stirn runzelnd versuchte Xenon sich aufzurichten, doch ein scharfer Schmerz jagte durch seinen R¨¹cken und nahm seinen Ursprung in der Wirbels?ule. Xenon st?hnte leise und pr¨¹fte innerlich seine Verletzungen. "Ich muss heftig abgest¨¹rzt sein...", murmelte er und bemerkte, dass seine gesamte Wirbels?ule und seine Beine sich anf¨¹hlten, als w?ren sie in vielerlei seltsamen Winkeln gebrochen. Auch andere K?rperstellen schmerzten und deuteten darauf hin, dass er an mehreren Orten verletzt war. Xenon bemerkte zudem, dass er bereits am Heilen war, und zwar erstaunlich schnell; er konnte fast sp¨¹ren, wie Knochen und Sehnen sich abm¨¹hten, im Inneren wieder zusammenzuwachsen ¨C diese Empfindsamkeit f¨¹r seinen eigenen k?rperlichen Zustand fand er besonders ungew?hnlich. Obwohl die Heilung bereits eingesetzt hatte, war sein Zustand immer noch ziemlich zerzaust. Als Xenon einen weiteren Versuch startete, sich aufzusetzen, presste er die Z?hne zusammen und zwang sich nach oben, sank jedoch wieder auf das Bett zur¨¹ck, als seine Muskeln sich unter unertr?glichen Schmerzen verkrampften. "Schuppen...", keuchte Xenon schmerzgegt, gerade als er einen weiteren Auf nahm. In diesem Moment wurde er jedoch von einer Stimme unterbrochen: "Was machst du da?!" Die Stimme drang an sein Ohr, gleich nachdem sich die T¨¹r ge?f hatte. "Du solltest dich noch nicht bewegen; du k?nntest dich noch mehr verletzen, wenn du es erzwingst", tadelte die Stimme in einem viel sanfteren Tonfall. Xenon wandte den Kopf zur T¨¹r, wo eine seltsam aussehende junge Frau auf ihn zukam. Sie trug ein einfaches schwarzes Kleid, das ihr ein wenig zu gro? schien. Sie war eine Frau, dessen war man sich durch ihre Silhouette sicher. Aber Xenon wusste nicht, wie er die eisernen Vollgesichtsmaske, die ihre Z¨¹ge verh¨¹llte, anders bezeichnen sollte als befremdlich. Xenon kannte keine Art oder ns innerhalb der Festung, die solch eigent¨¹mliche Trachten trugen, und schlimmer noch: Er konnte keinen Geruch an der Frau feststellen. ¡¯Sie hat keinen Geruch...¡¯, stellte Xenon fest, eine h?chst merkw¨¹rdige Tatsache, und das bedeutete auch, dass es unm?glich war, allein anhand ihrer k?rperlichen Merkmale zu sagen, zu welcher Spezies sie geh?rte. Xenon zog die Stirn in Falten, als die seltsame Frau an seinem Bett innehielt. Sie streckte die Hand aus, um die Decke ¨¹ber ihm zurechtzur¨¹cken. Ihre H?nde erstarrten jedoch mitten in der Bewegung, als sie Xenons kalten Blick begee, der wortlos herausforderte, ihn zu ber¨¹hren, wenn sie des Lebens ¨¹berdr¨¹ssig war. "Wer bist du?", fragte Xenon in einem d¨¹steren Tonfall, seine Augen verengten sich zu einem hasserf¨¹llten Starren. Xenon war nicht aufgelegt, Kontakte zu kn¨¹pfen. Er musste zu Jian und dann zur¨¹ck zu Neveah, und er wusste nicht einmal, wo er sich befand oder wie er dorthin kommen sollte, wo er hin musste. Erst in diesem Augenblick wurde ihm r, dass er wirklich nicht wusste, wo er war, denn alles, an was er sich erinnern konnte, waren die ¨¹berall verstreuten Portalfragmente und das blendend helle Licht, als das Portal zum Leben erwachte. ¡¯Verothrax!¡¯, dachte Xenon und erinnerte sich, dass er nicht allein gewesen war.Xenon verengte misstrauisch seine Augen, als er Verothrax nicht mehr sehen konnte. "Wo ist Verothrax?!" vengte Xenon barsch. Die seltsam aussehende Frau zuckte zur¨¹ck, als w?re sie sichtlich verletzt von Xenons Tonfall. "Ich hei?e Ida. Keine Angst, ich habe keine b?sen Absichten... Ich habe euch beide schwer verletzt gefunden und konnte euch nicht drau?enssen, als sich die Nacht n?herte," erkl?rte die fremdartig aussehende Frau mit zitternder Stimme. "Dein Name ist mir gleichg¨¹ltig. Was bist du? Und wohin hast du Verothrax gebracht?" fragte Xenon kalt. "Ich habe deinen Freund nirgendwo hingebracht und ich besitze nicht mal die F?higkeit dazu..." sagte Ida mit unsicherer Stimme. "Au?er mir ist niemand hier drau?en, es ist unm?glich, dass ich deinen Freund woanders hingebracht h?tte. Er ist immer noch bewusstlos und liegt im Nebenzimmer," erl?uterte Ida. Daraufhin verengte Xenon noch misstrauischer die Augen. "Du hast die erste Frage nicht beantwortet. Was bist du?! Eine Fee? Angeh?rige des Meervolks?! Eine Nymphe?! Und warum riechst du nach nichts?!" zischte Xenon. Erneut trat Ida einen Schritt zur¨¹ck und zitterte merklich. "Ich... ich kann darauf keine Antwort geben..." stammelte Ida ?ngstlich. Xenons Blick wurde noch dunkler und er richtete sich j?hlings auf, wobei er den Schmerz in seiner Wirbels?ule ignorierte. "Tu das nicht! Deine Wunden sind zu schwer, du solltest dich ¨¹berhaupt nicht bewegen, sonst wird es nur schlimmer!" rief Ida entsetzt. "Du hast nicht das Recht, dich jetzt um mein Wohlergehen zu sorgen," entgee Xenon n¨¹chtern. "Ich... ich kann nicht antworten, nicht weil ich nicht will, sondern weil ich selbst nicht wei?!" rief Ida eilig, gerade als Xenon sich erhob. Sie sprang quer durch das Zimmer und kauerte sich in eine Ecke, weit genug von Xenon entfernt, lief jedoch nicht zur T¨¹r. "Du... du wei?t nicht, was du bist?" fragte Xenonngsam, unsicher, ob er richtig geh?rt hatte. Allerdings konnte Xenon, aus welchem Grund auch immer, keine L¨¹ge oder Unehrlichkeit in dem Tonfall der Frau erkennen. "Wie ist das ¨¹berhaupt m?glich?" fragte Xenon d¨¹ster. "Ich... ich bin mir nicht sicher..." stotterte sie, v?llig ver?ngstigt, w?hrend sie Xenon aufmerksam beobachtete. "Wei?t du denn, was ich bin?" fragte Xenon misstrauisch. Sie sch¨¹tteltengsam den Kopf und Xenon zog eine Augenbraue hoch. "Wo befinden wir uns ¨¹berhaupt?" hakte Xenon nach. "In einem... Turm... einem dunklen, schrecklichen Turm..." erwiderte Ida mit leiser, qu?lender Stimme. "Ein dunkler Turm... Schattenturm..." erkannte Xenon mit finsterer Miene. Chapter 622: Was ist richtig (Kap.623)

Chapter 622: Was ist richtig (Kap.623)

Fort Scabbard Neveahs Augen ?fen sichngsam, sie blinzelte und lie? sich einen Momentng Zeit, um zu realisieren, dass sie gerade getr?umt hatte. Doch selbst dieser Moment wurde durch leises Schluchzen von der Seite unterbrochen. Neveah warf einen Blick auf die leise weinende Estelle. Estelle hatte noch nicht bemerkt, dass Neveah wach war, und Neveah beobachtete sie einen Momentng schweigend, bevor sie sprach. "Weine nicht, ich bin noch nicht tot." murmelte Neveah mit heiserer Stimme. Estelles Kopf schnellte hoch, ihr Blick fiel auf Neveah und sie begann sofort mit der Befragung. "Veah! Du bist wach! Geht es dir gut? Hast du die Kontrolle wiederengt? Soll ich Everon holen?... Warte, vielleicht willst du ihn nicht sehen... aber es gibt keinen anderen qualifizierten Arzt..." Estelle redete aufgeregt. "Woah... woah, Elle. Hol erst mal Luft und dann rede. Der Sch?pfer wei?, dass ich nicht davoufen werde." Neveah unterbrach Estelle schnell und ermutigte sie, sich rer auszudr¨¹cken. Estelle atmete tief durch, ihr Brustkorb hob sich deutlich, dann atmete siengsam aus, bevor sie es erneut versuchte. "Wie f¨¹hlst du dich?" fragte Estelle besorgt. "Nach alldem... bei weitem nicht so schlecht, wie ich eigentlich sollte." gab Neveah ehrlich zu. "Sag so etwas nicht..." tadelte Estelle mit schuldhaftem Unterton. "Das meine ich ernst, Elle. Mir geht es gut... ich habe keine Schmerzen und ja, ich habe mich unter Kontrolle." beschwichtigte Neveah Estelle. Langsam setzte sich Neveah auf und Estelle half ihr dabei, sich richtig anzulehnen. "Wienge war ich bewusstlos und was habe ich verpasst?" fragte Neveah, als sie es sich bequem gemacht hatte. "Fast einen halben Tag, Veah. Und... Ruhe dich erst mal aus, ich werde dir gleich alles N?tige erz?hlen." z?gerte Estelle, Neveah ¨¹ber die aktuelle Lage in Kenntnis zu setzen. Neveah vermutete, dass Estelle annahm, sie h?tte ihre Worte im Scf nicht geh?rt, deshalb z?gerte diese, die Nachricht von einem weiteren Todesfall durch die Seuche zu ¨¹berbringen. Neveah brauchte ebenfalls einen Moment und so widersprach sie Estelle nicht. Stattdessen beobachtete sie ruhig, wie Estelle ihr einen Becher Wasser holte. "Befeuchte erst mal deine Kehle, deine Stimme ng sehr heiser." sagte Estelle und reichte Neveah den Becher. Neveah nahm den Becher entgegen und betrachtete kurz den Inhalt, gerade als sie trinken wollte, bemerkte sie einen seltsamen schwarzen Faden, der im Wasser wirbelte. Neveah hielt inne, der sbecher nur einen Hauch von ihren Lippen entfernt. Ihr Blick verengte sich leicht, als sie das Wasser misstrauisch be?ugte. "Gibt es im Scabbard Tower kein frisches Wasser?" fragte Neveah und gab Estelle das Wasser mit gerunzelter Stirn zur¨¹ck. "Was? Ist es nicht sauber?" fragte Estelle ¨¹berrascht. Estelle nahm das Wasser und betrachtete es einen Momentng, bevor sie Neveah einen verwirrten Blick zuwarf."Ich finde, es sieht ganz gut aus", wies Estelle hin. "Siehst du denn nicht, dass ..." Neveah begann und warf einen Blick auf das s Wasser. Doch dieses Mal war es vollkommen r, keine Unreinheit war zu sehen, schon gar nicht das seltsame Objekt, das Neveah zuvor darin erblickt hatte. "Nun ... Ich ... ich bin mir nicht sicher. Ich muss noch ersch?pft sein...", sagte Neveah unsicher. "Mir geht es gut, ich brauche kein Wasser", lehnte Neveah weiterhin ab. Estelle nahm das s und stellte es au?er Reichweite auf einen Beistelltisch, bevor sie zu Neveah zur¨¹ckkehrte. "Everon ... was hat er dir gesagt, dass du dein Blut hergibst?" fragte Neveah nach einer Weile der Stille. Estelles Augen weiteten sich ein wenig, als Neveah zu dieser Frage ansetzte. "Es wurde mir gesagt, das w¨¹rde helfen, eine L?sung zu finden, um dich schneller aus Demevirlds Bann zu l?sen, also tat ich es. Aber ich wei? nicht, was den anderen Lichtbl¨¹tern gesagt wurde, sie wissen ja nichts von Demevirld...", gestand Estelle ehrlich. "Ich ube, die Entscheidung, dir das vorzuenthalten, entspricht eher den ?ltesten als Everon... er hatte wohl kaum eine andere Wahl", f¨¹gte Estelle schnell hinzu. Neveah presste die Lippen auf, es behagte ihr nicht, dass sie es war, die am wenigsten ¨¹ber die Methoden wusste, die Everon und die ?ltesten, die Jian herbeigerufen hatte, anwenden wollten, um sie von Demevirld zu befreien. Und noch weniger w¨¹rde sie es begr¨¹?en, wenn diese Methoden andere in Gefahr br?chten. "Und wie gro? ist die Wahrscheinlichkeit, dass Everon und die ?ltesten nicht nach einem Heilmittel, sondern die ganze Zeit nur nach einem passenden Ersatz gesucht haben?" fragte Neveah. Es war eine Frage, von der Neveah wusste, dass Estelle sie nicht wirklich beantworten konnte; sie war mehr rhetorisch gemeint als wirklich an Estelle gerichtet. "Ich ... ich wei? es nicht, Veah. Onkel Mycroft w¨¹rde keine falschen Behauptungen aufstellen...", bot Estelle ihre Meinung an. "Das w¨¹rde er nicht ... und schon gar nicht so unverfroren, wenn es nicht best?tigt w?re. Lord Mycroft konnte die Absichten von Everon und den ?ltesten herausfinden, von denen wir alle nichts wussten." "Das muss auf ein Ereignis zur¨¹ckzuf¨¹hren sein, das vor unserer Zeit liegt. Es scheint, als w¨¹ssten alle mehr ¨¹ber meinen Zustand als ich ... mehr ¨¹ber das, was ich in mir trage, als ich selbst." murmelte Neveah leise. "Veah, wenn das tats?chlich der einzige Weg ist, um Demevirld loszuwerden ... nach dem, was ich heute gesehen habe, muss ich sagen ... ich ube, es sollte nicht vollkommen ausgeschlossen sein." "Du bist die Drachenk?nigin. Wenn das bekannt wird, werde nicht nur ich, sondern niemand vom Drachenblut z?gern, deinen tz einzunehmen ... wenn es bedeutet, dich zu sch¨¹tzen", sagte Estelle ernst. Neveah runzelte die Stirn, sie verstand, was Estelle sagte, aber sie konnte sich mit dem Gedanken nicht anfreunden. "Warum soll ich gerettet werden und jemand anders muss meinen tz einnehmen? Was f¨¹r eine Verdorbenheit ist das denn?" fragte Neveah unzufrieden. "Weil dein Leben und dein Wohlbefinden jetzt gr??ere Bedeutung haben, als dir r ist", stellte Estelle r. "Elle ... als jemand, dernge Zeit entbehrlich war, leicht zu opfern ... dessen Leben nichts wert war, habe ich etwas erkannt ... es sollte kein Leben mehr wert sein als ein anderes." "Alle Leben sind wichtig und alle Leben z?hlen ... das ist korrekt. Das ist der Ma?stab, nach dem wir leben m¨¹ssen, das ist die Welt, in der ich leben m?chte..." sagte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. Chapter 623: In die Stadt (Kap.624)

Chapter 623: In die Stadt (Kap.624)

Elle seufzte leise und t?tschelte Neveahs Oberschenkel in einer Geste des Verst?ndnisses. "Ich kenne dein Herz, Veah, aber es gibt einige Dinge, die man nicht ?ndern kann", sagte Estelle aufrichtig. Neveah presste ihre Lippen zusammen, nickte jedoch. "Ich verstehe das... mehr als du denkst", versicherte Neveah. "Sag mir, nach dem, was gerade passiert ist, wie hoch ist die Zahl der Toten bereits?" fragte Neveah, w?hrend sie die Decke zur¨¹ckwarf. "Veah, du solltest dich noch etwas ausruhen..." Estelle begann zu protestieren, doch Neveah unterbrach sie. "Es gibt keine Zeit zum Ausruhen, Elle. Ich muss so schnell wie m?glich nach D¨¹nenstadt zur¨¹ckkehren. Aber zuerst muss ich mir selbst ein Bild von dieser Seuche machen... mir den Zustand in Scabbard mit eigenen Augen ansehen", sagte Neveah in absch?tziger Weise. Neveah griff nach ihren Stiefeln und zog sie an. Sie nahm an, dass Estelle sie ausgezogen hatte, um ihr das Ausruhen zu erleichtern. "Die Zahl der Toten liegt bereits bei etwas mehr als zwei Dutzend, die Panik steigt stetig an, und die B¨¹rger versammeln sich im Stadtzentrum und vor den Toren der Festung, fordern, herausgssen zu werden", berichtete Estelle Neveah. "Die Schwerterdrachen sind im Einsatz, um die Situation so gut wie m?glich unter Kontrolle zu halten... aber es wird schwierig sein, eine Esktion dieser Situation zu verhindern", gab Estelle in d¨¹sterem Ton zu. Neveah nickte verst?ndnisvoll; ohne gewaltsame Ma?nahmen ergriffen zu haben, hatten die Scabbard-Drachen bereits genug getan. "Ich werde in die Stadt gehen und mir selbst ein Bild davon machen", sagte Neveah zu Estelle. "Veah, ist es sicher f¨¹r dich, in der Stadt zu sein? Wenn Demevirld wieder etwas ?hnliches macht wie bei dem Paar und ein weiteres Opfer heilt, gibt es keine M?glichkeit, sich von der Situation zu l?sen", erinnerte Estelle Neveah. "W?hrend wir sprechen, campiert eine Gemeinschaft von Menschen direkt vor den Toren von D¨¹nenstadt... Ich bin bereits zu tief verstrickt, um mich noch l?sen zu k?nnen", entgee Neveah, w?hrend sie ihre Stiefel fest schn¨¹rte. "Au?erdem bin ich keine g?ttliche Heilerin oder was auch immer sie uben, dass ich bin... aber ich werde zumindest alles in meiner Macht Stehende tun, um die Quelle dieser Seuche ausfindig zu machen und ein Heilmittel zu finden." "Everon ist auch hier, er ist das, was einem g?ttlichen Heiler am n?chsten kommt, das die Festung derzeit hat. Wenn jemand die Seuche heilen kann, dann er", murmelte Neveah. Neveah stand auf, griff nach ihrem Mantel und verlie? das Zimmer. Direkt vor der T¨¹r stand Tara und unerwartet ein Gesicht, das Neveah nicht gerne sah, aber erwartet hatte... Adrienne. Adrienne lehnte an der Wand gegen¨¹ber der T¨¹r zu Estelles Zimmer, und sie war die erste Person, die Neveah erblickte, als sie aus dem Zimmer trat. "Du bist wach... das ist eine Erleichterung", sagte Adrienne zu Neveah. Neveah blinzelte und starrte die Fae-Prinzessin einen kurzen Momentng ungl?ubig an, bevor sie einen fragenden Blick zu Tara warf. Tara zuckte mit den Schultern, um zu zeigen, dass auch sie keine Ahnung hatte, was hier vor sich ging, und so wanderte Neveahs Blick zur¨¹ck zu Adrienne. "Solltest du nicht bei Menarx sein? Wo auch immer er ist?" fragte Neveah mit hochgezogener Braue.¡¯"Er und Everon waren bei Lord Mycroft. Narx sagt, du solltest dich vorl?ufig von Lord Scabbard fernhalten, bis einige Bedenken gekl?rt sind ... denn Lord Mycroft besteht darauf, dich zu reizen." sagte Adrienne z?gerlich. "Ich hatte ohnehin nicht vor, Lord Scabbard zu treffen, f¨¹r heute habe ich genug von ihm. Aber ich ben?tige Everons Hilfe ... Schicke ihn zu mir, ich werde im Innenhof warten." sagte Neveah zu Adrienne. "Du gehst in die Stadt?" fragte Adrienne. "Ja, das tue ich." best?tigte Neveah. Adrienne nicktengsam und richtete sich auf, gl?ttete die ?rmel ihres Reitanzugs, ehe sie den Flur enngging. "Ich schw?re, ich habe ihr wiederholt gesagt, sie soll gehen, aber sie hat mich vollkommen ignoriert. Ich habe keine Ahnung, warum sie darauf bestanden hat, hier zu warten, bis du wach bist, anstatt mir die Nachricht von Lord Menarx zu ¨¹bermitteln ... diese falsche Zicke ..." fluchte Tara ver?rgert. "Tara, sie ist die Lady der Rubin-Schuppen, du wirst ihr den Respekt erweisen, den ihr Titel verdient, und das nicht zuletzt zu Ehren von Menarx." "Reg dich nicht auf, und ich werde eine Missachtung gegen¨¹ber Menarx nicht dulden. Lass sie sein ...ss alles sein." stellte Neveah r. "Das hast du schon tausend Mal gesagt, ich wei?... ich wei?." murmelte Tara, und ihr Gesichtsausdruck zeigte ihre Ver?rgerung. Neveah l?chelte schwach und tauschte einen Blick mit Estelle, die sich ebenfalls ¨¹ber Taras Miene am¨¹sierte. Neveah gab Estelle ein Zeichen, voranzugehen, und sie folgten ihr nach. "Elle wird uns in die Stadt bringen, sobald Everon eingetroffen ist. Du bist nicht vom Drachenblut, Tara, also halte Abstand... wir wissen noch nicht, ob Sterbliche mit Asvar-Blut anf?llig f¨¹r die Seuche sind." sagte Neveah zu Tara. "Bing gibt es keine Berichte dar¨¹ber, aber angesichts der rapide steigenden Todeszahlen breitet sich die Seuche viel schneller aus. Es ist besser, vorsichtig zu sein." stimmte Estelle zu. Tara nickte verst?ndnisvoll und die drei gingen schweigend durch die Hallen, bis sie den Innenhof unten erreichten. Neveah war nicht ¨¹berrascht, Everon bereits dort anzutreffen, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt. Er trat auf Neveah zu und musterte sie von oben bis unten. "Du siehst gut aus." kommentierte Everon. "¨¹bertreibe nicht, Ron. Du hast mir noch vieles zu erkl?ren, aber daf¨¹r wird noch Zeit sein. Jetzt gibt es dringlichere Angelegenheiten." sagte Neveah, als sie an ihm vorbeiging. Everon nicktengsam und atmete erleichtert aus, als er sich umdrehte und Neveah folgte. "Estelle, wer ist f¨¹r die Autopsie des ersten Opfers der Seuche verantwortlich?" fragte Neveah. "Da ihre W?chter verschwunden sind, konnten wir sie nicht durchf¨¹hren. Und da die Unruhen zunehmen, ist es schwierig geworden, die K?rper der Verstorbenen zu beanspruchen. Aber ich werde sofort jemanden damit beauftragen." versicherte Estelle. "Gut, Everon wird die Autopsien selbst vornehmen." sagte Neveah. Chapter 624: Into The City 2 (Ch.625)

Chapter 624: Into The City 2 (Ch.625)

Neveah vengsamte ihr Pferd zum Trab, ihre Augen weiteten sich vor Ungl?ubigkeit. Sie hatte gedacht, sie m¨¹ssten noch eine Strecke vom S?belturm aus in die Stadt reiten, doch kaum waren ihre Reittiere eine kurze Strecke von den Toren des S?belturms entfernt, stie?en Neveah und ihre Gruppe bereits auf die ersten Anzeichen von Unruhen in der Stadt S?belturm. ??f die Stadttore!", rief ein st?mmiger Mann. ?Lasst uns raus! Wollt ihr, dass wir alle hier sterben?! Gro?er Herr, erbarme dich!", schrie eine junge Frau in einemutem, verzweifelten Ton. Viele weitere ?hnlicheute Schreie und Rufe hallten weit wider, und sie waren noch nichtnge unterwegs, als Neveah Spuren davon aufnahm. Rasch hob Neveah eine Hand, um die Gruppe daran zu hindern, weiter voranzukommen. ?Langsam... da ist eine Menschenmenge voraus, gleich nach der Biegung", sagte Neveah leise. ?Veah, man darf dich nicht sehen", sagte Everon schnell. Neveah nickte und zog die Kapuze ihres Umhangs ¨¹ber den Kopf; ihre goldenen Locken waren das auff?lligste Merkmal, das sie auf den ersten Blick verraten w¨¹rde, selbst aus gro?er Entfernung. ?Geht weiter, aber nehmt den schmaleren Weg und umgeht sie. Wir sind nicht gekommen, um Konfrontationen zu suchen, und es besteht kein Zweifel, dass der Mob vor uns Autorit?ten, die sich nicht in Drachengestalt befinden, feindlich gegen¨¹bersteht", wies Neveah an. Neveah lenkte ihr Pferd auf einen schmalen Pfad, der von der Hauptstra?e abzweigte. Er war nicht so weit von der Hauptstra?e entfernt, dass sie diese nicht mehr sehen konnten, aber weit genug, um den Mob unbemerkt zu umgehen. Und so zogen sie weiter, genau wie Neveah es vorausgesagt hatte, gleich nach der Kurve. Es dauerte nichtnge, bis Neveah und ihre Gruppe die kleine Menschenmenge bemerkten, die sich auf der Hauptstra?e versammelt hatte, die zum S?belturm hinauff¨¹hrte. Es waren etwa drei Dutzend Menschen, und obwohl sie noch nicht aggressiv wirkten, nahm die Erregung zu, w?hrend sie weitermarschierten. Nat¨¹rlich wagten sie es nicht, sich dem S?belturm zu sehr zu n?hern, hatten jedoch den Turm nahe genug erreicht, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, da sie wussten, dass die dar¨¹ber kreisenden Drachen Bericht erstatten w¨¹rden. ?Ich h?tte nicht gedacht, dass die Aufr¨¹hrer so weit kommen w¨¹rden... Sie w¨¹rden sich niemals trauen, sich dem S?belturm so zu n?hern. Das muss ein Versuch sein, Lord Mycroft unter Druck zu setzen, ihnen eine Audienz zu gew?hren, aber weiter kommen sie nicht", murmelte Estelle neben Neveah. ?Vielleicht f¨¹r den Moment... untersch?tze aber nicht die Verzweiflung der Sterblichen... je tiefer die Angst und die Panik fressen, desto dreister werden sie", erwiderte Neveah. ?Die Flugpatrouille wird ein Auge darauf haben", versicherte Estelle Neveah. Neveah warf einen Blick zum Himmel und erblickte einen Drachenlord, der gerade vorbeiflog. Neveah nickte; die Drachen hatten alles im Blick und griffen nur ein, wenn es absolut notwendig war. Sie wussten, dass dies derzeit das Beste war, um gr??ere Unruhen zu vermeiden. Neveah zog die gro?e Kapuze richtig ¨¹ber den Kopf, so dass ihr Haar gut verdeckt war. ?Dann los, wir sollten in die Stadt gehen", sagte Neveah, w?hrend sie ihr Pferd zum Galopp anspornte.Die Stadt Scabbard war nicht weit vom Turm Scabbard entfernt, und je n?her sie der Stadt kamen, desto sp¨¹rbarer wurde das Gef¨¹hl der Beklommenheit. Verschiedenste Ger¨¹che erf¨¹llten die Luft, wie man sie von einer belebten Stadt erwartet. Doch der Geruch von Rauch und Asche ¨¹berwog all die anderen D¨¹fte. Der intensive Geruch von brennendem Holz und Rauchg schwer in der Luft, und so war es f¨¹r Neveah keine ¨¹berraschung, als sie irgendwo in der Stadt eine Rauchfahne aufsteigen sah. Einst war Scabbard eine lebendige und gesch?ftige Stadt, so hatte Neveah geh?rt. Jetzt befand sie sich jedoch in einem Zustand des v?lligen Chaos, kaum noch ein Schatten ihres einstigen nzes, und das innerhalb nur eines Monats. Die Stra?en, die einst vor Leben und Aktivit?t strotzten, waren nun gespenstisch ruhig, abgesehen von entfernten Lauten des Chaos und der Verzweiflung, die von den Randalierenden in den Stadtzentren ausgingen. ¨¹berall herrschte Unordnung: Vessene St?nde, umgekippte Karren und verstreute Ware. Die meisten Menschen hatten sich in ihren H?usern verbarrikadiert, zu sehr ge?ngstigt von der Ansteckungsgefahr und den Aufst?ndischen, um sich auf die Stra?e zu wagen. Abgesehen von den Punkten, an denen sich die Aufst?ndischen sammelten, wirkte die Stadt Scabbard gr??tenteils vessen, abgesehen von einigen vereinzelten Passanten, die eilig vorbeihasteten. Neveah und ihre Gruppe rittenngsam durch die Stra?en, umsichtig, um den randalierenden Gruppen auszuweichen, w?hrend Neveahs Blick umherschweifte. Mit Best¨¹rzung stellte Neveah fest, dass sie nicht wusste, wie Fort Scabbard vor einem Monat ausgesehen hatte, aber war es ?hnlich wie die anderen gro?en Festungen, die sie kannte, wie etwa Dune City, dann war dieser Zustand der Zerst?rung beunruhigend. "Bitte sagt mir nicht, dass sie begonnen haben, Eigentum zu zerst?ren..." brummte Everon verstimmt, als sie an einigen zerfallenen St?nden vorbeiritten. "Einzelne Radikale, die versuchen, die Menge aufzustacheln und die Unruhen anzufachen. Aber sie werden schnell von den Drachenlords unterdr¨¹ckt und festgesetzt." erkl?rte Estelle. "Wie viele k?nnen schon festgesetzt werden? Es scheint, als g?be es in jedem Moment einen neuen Radikalen," sagte Everon kopfsch¨¹ttelnd. "Snge die Wurzel der Probleme besteht... wenn die Ansteckung nicht geheilt wird, ist es unausweichlich, dass sich die Lage verschlimmert," sagte Neveah. Ihre Worte verhallten, als ihre Aufmerksamkeit von einem vor¨¹bergehenden jungen Paar gefesselt wurde. Die junge Frau geriet pl?tzlich in einen Hustenanfall und stoppte auf der Stelle. Ihr einziger Begleiter wich erschrocken vor ihr zur¨¹ck und eilte fluchtartig die Stra?e hinunter, w?hrend er die heftig hustende Frau allein zur¨¹cklie?. Neveah zuckte sichtlich und nickte Everon zu, der von seinem Pferd sprang und eilends zu der Frau hin¨¹berging. "Elle... diejenigen, die Symptome der Ansteckung zeigen..." Neveah konnte nicht weitersprechen, zu abgelenkt von dem Anblick Scabbards. Aber Estelle verstand, was Neveah meinte. "Sie d¨¹rfen nicht bei ihren Familien bleiben... sie werden in die Krankenstationen oder ins Rathaus gebracht und dort unter Quarant?ne gestellt. Die Beh?rden von Scabbard sorgen f¨¹r all ihre Bed¨¹rfnisse," erkl?rte Estelle. "Bring mich dorthin," murmelte Neveah leise. Chapter 625: Eine Stra?e für die Infizierten (Kap.626)

Chapter 625: Eine Stra?e f¨¹r die Infizierten (Kap.626)

"Ist das hier das Krankenhaus?" fragte Neveah ungl?ubig. Das vermeintliche Krankenhaus war weit entfernt von dem, was Neveah sich vorgestellt oder erwartet hatte, und so blieb ihr nur, erstaunt zu starren. Was Estelle als Krankenhaus bezeic hatte, war tats?chlich etwas ganz anderes. Vom ?ffentlichen Krankenhaus bis hin zum Rathaus am anderen Ende der Stra?e hatte die gesamte Gegend in ein behelfsm??iges Wohn-, Quarant?ne- und Pflegezentrum f¨¹r Infizierte umgewandelt worden. Eine ganze Stra?e war es, und jedes Geb?ude zu beiden Seiten, Restaurants, B?ckereien, Bekleidungsgesch?fte, was auch immer sie zuvor gewesen waren, sie waren Teil dieser Anstrengung geworden. Es zog sich eine ganze Reihe hin, die Infizierten vollst?ndig von den Bewohnern der anderen Stadtteile trennend, und diese Stra?e erstreckte sich ¨¹ber eine gro?e Distanz, sie war wie eine eigene kleine Gemeinschaft. Die Stadt war vollst?ndig in zwei Teile geteilt: einen Teil f¨¹r die Unber¨¹hrten und den anderen f¨¹r die Infizierten ¨C ein verheerender Anblick. Neveah verstand zwar, was Quarant?ne bedeutete, hatte jedoch nicht erwartet, dass dies so extrem sei, dass eine derart absolute und deutliche Trennung n?tig w¨¹rde. Es war nicht so, dass Neveah und die anderen Gro?f¨¹rsten nicht ¨¹ber die Ausbreitung der Seuche informiert waren ¨C sie hatten die Nachrichten keineswegs ignoriert und boten jegliche erforderliche Unterst¨¹tzung, die sie leisten konnten. Aber Neveah wurde r, dass sie die Lage nicht so dringlich genommen hatten, wie sie es h?tten tun sollen... nicht bevor von Todesf?llen die Rede war. Selbst Neveah war zu sehr mit der Lage in Dune City besch?ftigt gewesen, um sich um etwas anderes zu k¨¹mmern. Aber angesichts dessen, was aus der Stadt Scabbard geworden war, empfand Neveah Schuldgef¨¹hle, weil sie nicht so schnell gehandelt hatte, wie sie h?tte sollen. Abgesehen davon, dass sie Vorr?te geschickt hatte, hatte Neveah einfach geubt, die Drachen von Scabbard w¨¹rden alles im Griff haben. Neveah musste sich eingestehen, dass Lord Mycrofts abweisende Haltung zu diesem Zeitpunkt mehr als gerechtfertigt war; er hatte wirklich viele Sorgen, zu viele, um Zeit f¨¹r Neveah ¨¹brig zu haben. In den letzten Monaten war er allein gssen worden, weil alle ubten und darauf vertrauten, ein Gro?f¨¹rst w¨¹rde immer einen Ausweg f¨¹r seine Stadt finden. Neveah wurde bewusst, dass sie nie in Erw?gung gezogen hatte, dass Lord Mycroft vielleicht v?llig hilflos sein k?nnte... Neveah wusste, wenn es darauf ankam, war sie genauso, auch wenn sie versuchte, alle vom Gegenteil zu ¨¹berzeugen. Eine Seuche war ein pl?tzliches und unerwartetes ¨¹bel, und selbst die Drachenf¨¹rsten sahen sich nicht oft mit einer derartigen Situation konfrontiert; wie k?nnten sie daran gew?hnt sein, damit umzugehen? "Die Zahl der Infizierten w?chst t?glich, und bald werden sie aus ihren Unterk¨¹nften vertrieben. Wir k?nnen nur so viel Raum wie m?glich schaffen, um sie aufzunehmen... infiziert oder nicht, sie sind unsere Verantwortung," erkl?rte Estelle Neveah. Neveah nicktengsam; so best¨¹rzend diese Wirklichkeit auch war, so beeindruckt war sie auch vom schnellen und vern¨¹nftigen Handeln der Scabbard-Drachen, um Auseinandersetzungen zwischen den Infizierten und den Gesunden zu verhindern. Neveah war sich bewusst, was passieren konnte, wenn die Unber¨¹hrten in ihrer Verzweiflung, sich zu sch¨¹tzen, sich gegen die Infizierten wenden w¨¹rden. "Es muss schwer gewesen sein, zuzusehen, wie seine Stadt, der er jahrhundertng gedient hatte, von der Seuche heimgesucht wird... ich meine Lord Mycroft," murmelte Neveah, als sie von ihrem Pferd stieg.Der Eingang zur Stra?e war magisch abgesperrt und wurde von zwei Drachenlords bewacht. Ein einzelner Drachenlord stand au?erhalb der Absperrung Wache, w?hrend ein weiterer ¨¹ber der Stra?e kreiste. Everons Pferd hielt bald neben ihnen an, und er stieg ab und half der jungen Frau, die mit ihm geritten war, vom Pferd. Es war dieselbe junge Frau, die gerade von ihrem Begleiter vessen wurde. Neveah warf Everon einen fragenden Blick zu, und er nickte einmal, bevor er weiter zu den Absperrungen ritt. Dieses eine Nicken lie? Neveah wissen, dass Everon best?tigt hatte, dass die junge Frau ebenfalls infiziert war oder zumindest Symptome zeigte. Neveah konnte sich nicht davon l?sen, wie der Begleiter der jungen Frau sie ohne einen zweiten Gedanken oder Blick zur¨¹ckgssen hatte. Obwohl Neveah wusste, dass es nur aus Angst und Selbsterhaltungstrieb geschah, war es dennoch ein beunruhigendes Bild. "Die Menschen vor sich selbst, vor ihren Nachbarn, Freunden und Familien zu sch¨¹tzen, die aus Verzweiflung versuchen k?nnten, ihren infizierten Verwandten zu schaden ... das ist unvorstellbar," murmelte Neveah. "Ich w¨¹rde l¨¹gen, wenn ich behaupten w¨¹rde, dass es hier in Scabbard einfach war, Veah. Jeder Tag ist h?rter als der letzte, besonders f¨¹r die Drachenlords von Scabbard, die diese Stadt immer besch¨¹tzt haben," sagte Estelle zu Neveah, als sie zu den Absperrungen hin¨¹bergingen. "Tara... sei vorsichtig," erinnerte Neveah Tara, die sie ebenfalls begleitete. Everon hatte mit dem Drachenlord gesprochen, der Wache stand, und als sie ankamen, verweilte sein Blick f¨¹r einen Moment auf Neveah, bevor er den Kopf zu einer kleinen Verbeugung senkte. "Angesichts des Asvarianischen Blutes in eurer Gesellschaft, die Ansteckung entwickelt sich weiter, alle Nicht-Drachenrassen m¨¹ssen ferngehalten werden... ist das in Ordnung?" fragte der Drachenlord von Scabbard unsicher. Neveah warf einen Blick zu Tara und sch¨¹ttelte dann den Kopf. "Du hast recht, so geht es nicht. Tara, bleib hier. Ich kann das Risiko nicht eingehen," entschied Neveah und ignorierte Taras abweisenden Blick. "Aber..." begann Tara zu widersprechen. "H?r zu, Tara. Isalder leidet schon genug, ich werde ihre Schwester nicht auch noch in Gefahr bringen... warte hier drau?en," sagte Neveah bestimmt. Tara war sichtlich ver?rgert ¨¹ber diese Wendung der Ereignisse, protestierte jedoch nicht weiter, da sie Neveahs Standpunkt verstand. "Die Stra?en sind gef?hrlich mit den Randalierern und Scabbard ist unbekanntes Terrain, ich bitte Euch, sie f¨¹r mich zu beaufsichtigen, Mylord," sagte Neveah zu dem Drachen von Scabbard. Der Drachenlord nickte und trat dann zur Seite, um Neveah, Everon und Estelle durch die Absperrungen zussen. Everon f¨¹hrte den Weg hinein und begleitete die junge Frau. Chapter 626: Eine Stra?e für die Infizierten 2 (Kap.627)

Chapter 626: Eine Stra?e f¨¹r die Infizierten 2 (Kap.627)

Neveah trat von den Krankenstationen aus in einen anderen Teil der Stadt, und in diesem Augenblick ¨¹berkam sie eine Welle der Verzweiflung. "Ich werde einen tz finden, wo sie unterkommen und betreut werden kann", sagte Everon zu Neveah. Neveah nickte halbherzig, ihr Blick mehr darauf konzentriert, den Zustand von Scabbard zu pr¨¹fen. Everon begleitete die junge Frau weg, w?hrend Neveah einen Moment stehen blieb und sich umsah. Schon von der anderen Seite der Stationen aus war der Anblick rmierend, und man musste nicht einmal weit hineingehen, um einen Eindruck vom bedauernswerten Zustand zu bekommen. "Veah...", rief Estelle, um Neveahs Aufmerksamkeit zu engen, doch Neveah reagierte nicht. Ihr Kopf war voller Gedanken, selbst Neveahs Wolf war bstet von dem, was sich vor ihren Augen abspielte. Neveah sp¨¹rte die Unruhe ihres Wolfes. "Jian und Xenon w?ren best¨¹rzt, diese... Verw¨¹stung zu sehen", dachte Neveahs Wolf. Neveah verstand, dass ihr Wolf umso besorgter war, weil alles, was vor ihren Augeng, wichtig war und von ihrem Gef?hrten geliebt wurde, und obwohl er es nicht wusste,g bereits alles in Tr¨¹mmern. Neveah sp¨¹rte eine tiefe Verantwortung, eine Last, die sie sich nie eubt hatte zu tragen. In den letzten Jahren konnte sie kaum f¨¹r ihr eigenes ¨¹berleben sorgen. Woher sollte sie die Zeit nehmen, sich um andere zu k¨¹mmern? Nun aber hatte sie das Gef¨¹hl, diese Menschen furchtbar im Stich gssen zu haben, selbst wenn Neveah nicht sicher war, wie sie ihnen ¨¹berhaupt h?tte helfen k?nnen. "F¨¹hlt es sich so an, ein Anf¨¹hrer zu sein? Verantwortlich f¨¹r das Leben und Wohlergehen von Tausenden? Es ist ein sehr unfreundliches Gef¨¹hl... ein hilfloses Gef¨¹hl", dachte Neveah zu ihrem Wolf. Es war nur eine weitere Stra?e in Scabbard City, sie h?tte eine dieser belebten Stra?en sein sollen, gef¨¹llt mit reichen Eindr¨¹cken und Ger¨¹chen, wie es normalerweise in den gro?en Festungen der Fall war. Doch dieser Teil der Stadt war, obwohl ruhiger, noch st?rker verw¨¹stet als die anderen. Die Stra?en waren unheimlich still, nur einige wenige Gestalten schlurften umher. An ihren Roben erkannte Neveah, dass es sich um ?rzte oder zumindest ?rztliches Hilfspersonal handelte. Ein Beitrag der gro?en Festungen zur Eind?mmung der Seuche bestand darin, ihre besten ?rzte zu entsenden, um bei den Bem¨¹hungen zu helfen, die Seuche in Schach zu halten und vielleicht ein Heilmittel zu finden. Es war noch komplizierter, da sie nur ?rzte entsenden konnten, die nicht der sterblichen Rasse angeh?rten oder zumindest einer gemischten Rasse, da das Risiko, der Seuche zu erliegen, geringer war. Menschliche Mediziner kamen jedoch ¨¹berhaupt nicht in Frage. Neveah selbst hatte mehr als die H?lfte der in der D¨¹nenstadt ans?ssigen ?rzte nach Scabbard geschickt und nur einige wenige f¨¹r die B¨¹rger der D¨¹nenstadt zur¨¹ckgssen, um ¨¹berleben zu k?nnen. Doch nach dem, was Neveah jetzt sehen konnte, waren sie immer noch unterbesetzt. Und wie konnte es anders sein? Die Seuche forderte st¨¹ndlich mehr Opfer, und die Zahl der Toten stiegngsam, aber stetig an. Der Geruch von Kr?utern und St?rkungsmitteln hing schwer in der Luft, ebenso wie der starke Geruch brennender R¨¹ckst?nde, den Neveah einer gro?en Feuerstelle zuschrieb, die sie vor sich sehen konnte.Einige behandelnde ?rzte schoben einen Karren zur Feuerstelle; er war bden mit allerlei Kleidung, alt und zerfetzt, reich und pr?chtig ¨C Gew?nder die von Infizierten getragen wurden, wie Neveah vermutete. Die Seuche machte keinen Unterschied zwischen Arm und Reich, alle Menschen waren gleicherma?en gef?hrdet. Zudem hing der unverkennbare Gestank von Verfall und Tod in der Luft, eine faulige Mischung, die Neveahs Magen umdrehte. Die an den kopfsteingepsterten Stra?en gelegenen Geb?ude standen als leere H¨¹llen ihres einstigen nzes da, ihre Fenster vernagelt und die T¨¹ren verbarrikadiert. Doch Neveahs empfindliche Ohren konnten immer noch die Ger?usche aus dem Inneren aufschnappen. Ein leises Schluchzen hallte aus einem der Geb?ude, vermengte sich mit dem entfernten Weinen eines S?uglings ¨C Echos der verheerenden Auswirkungen der gnadenlosen Krankheit, die die Stadt in ihren t?dlichen Griff genommen hatte. Die Stra?en waren ¨¹bers?t mit Schutt und umgekippten Karren; ein einst bl¨¹hender Markttzg nun im Verfall. Doch es war immer noch nicht so schlimm wie auf der anderen Seite des Stadtviertels, wo die Aufst?nde tobten. Das Echo der Unruhen hallte durch die engen Gassen, durchdrungen vom fernen Geschrei der aufgebrachten Menschenmenge. Der dicke schwarze Rauch, der von den von radikalen Randalierern gelegten Feuern emporschwoll, war auch auf dieser Seite des Viertels noch sichtbar und warf einen d¨¹steren Schatten ¨¹ber diesen Teil der Stadt Scabbard. Selbst mit den Schutzma?nahmen, die die Aufst?ndischen fernhielten und die Infizierten einschlossen, konnte Neveah die Spannung in der Luft f¨¹hlen, ein greifbares Gef¨¹hl der Unruhe, das in jeden Stein und jede Ritze der Stadt zu sickern schien. Das Weinen des S?uglings hallte erneut, und Neveahs Augen suchten nach der Quelle des Lauts, ihr Herz krampfte sich zusammen, als sie an Isalders S?ugling dachte, den sie gehalten und geliebt hatte. Neveahs Blick fiel auf eine Frau, die am anderen Ende der Stra?e zusammengesunken sa?. Sie hielt den S?ugling fest an sich, w?hrend ein Arzt ihr eine Sch¨¹ssel mit Tonikum reichte. Als ob sie Neveahs Blick sp¨¹ren konnte, drehte sich die Frau in Neveahs Richtung, und obwohl Neveah sicher war, dass ein Sterblicher sie aus der Entfernung nicht sehen konnte, erkannte sie die Frau deutlich genug. Eine einst sch?ne Frau, deren Haut nun einen aschigen Farbton angenommen hatte. "Veah..." rief Estelle erneut und legte ihre Hand auf Neveahs Schulter. Schlie?lich wurde Neveah aus ihren Gedanken gerissen, sie warf Estelle einen schmerzerf¨¹llten Blick zu. "Wie konnte es soweit kommen?" fragte Neveah bek¨¹mmert, obwohl sie wusste, dass auch Estelle keine Antwort darauf hatte. "Wir sollten weitergehen, zunge an einer Stelle zu verweilen, w¨¹rde Aufmerksamkeit erregen." mahnte Estelle. In diesem Moment wurde sich Neveah bewusst, dass sie von Kopf bis Fu? in einen schwarzen Mantel geh¨¹llt war, und ihre Anwesenheit w¨¹rde sicherlich Blicke auf sich ziehen. "Komm", sagte Neveah zu Estelle und setzte ihren Weg durch die Stra?en fort. Chapter 627: Quelle (Kap.628)

Chapter 627: Quelle (Kap.628)

Neveah ging weiter in die Stadt hinein, allein in Begleitung von Estelle, da Everon noch nicht von dort zur¨¹ckgekehrt war, wohin er gegangen war. Estelle hatte Neveah zu einem kleinen Stand gef¨¹hrt, wo sie eine kurze Zeitng sa?en und das Geschehen aus der Ferne beobachteten, w?hrend sie auf Everon warteten, Als Everon jedoch nicht rechtzeitig zur¨¹ckkehrte, gingen Neveah und Estelle weiter. Sie hielten sich an die Hauptstra?en, da die meisten Seitenwege von Kranken bev?lkert waren, die ihre medizinischen St?rkungsmittel abholen wollten. Die ?rzte verteilten die Medikamente in georer Weise, und die Infizierten, die noch stark genug waren, um sich zu bewegen, halfen denjenigen in den Unterk¨¹nften, die zu schwach waren, um sich nach drau?en zu begeben. "Da, das ist einer meiner ?rzte,ssen Sie mich einen Blick darauf werfen und einen medizinischen Bericht ¨¹ber die Situation erstellen". sagte Neveah und wies mit einer Geste auf eine bestimmte Unterkunft. "Ich ube nicht, dass es eine gute Idee ist, zu nahe heranzugehen, Veah. Du k?nntest dich verraten oder Demevirld k?nnte ausgel?st werden. Dante sagte, wir sollten uns an die Hauptstra?en halten, wenn wir drau?en sind." Estelle riet davon ab. "Ich werde nicht zu nahe rangehen." versicherte Neveah Estelle. Neveah ging zu dem Unterstand, auf den sie hingewiesen hatte, Am Eingang stand ein Arzt, den sie wiedererkannte. Er war eine Nymphe und war in den ersten Tagen der Seuche von D¨¹nenstadt nach Fort Scabbard geschickt worden. Er geh?rte zu den ?rzten, mit denen Neveah bei ihrer Ankunft in den Wei?en D¨¹nen einige Streitigkeiten hatte, doch inzwischen hatten sie in ihrer Liebe zur Heilkunst eine gemeinsame Basis gefunden. Sein Name war Atticus, und Neveah hatte keine Sekunde dar¨¹ber nachgedacht, ihn hierher zu schicken, da sie wusste, dass er einer der besten war, die Dune City hatte. Neveah trat an seine Seite und r?usperte sich leicht, um seine Aufmerksamkeit zu erregen, wobei sie ihren Blick tief hielt, damit die Kapuze nicht einmal im Geringsten verrutschte. Atticus warf einen Blick ¨¹ber die Schulter, sein Blick war verwirrt. Neveah hob ihre Kapuze leicht an, gerade so weit, dass der Arzt erkennen konnte, wer sie war, und seine Augen weiteten sich. Atticus wollte ihn gerade gr¨¹?en, doch Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf und trat einen Schritt zur¨¹ck. Er verstand Neveahs Botschaft und entschuldigte sich. "Ich bin gleich wieder da und verteile die St?rkungsmittel, wie ich es angeor habe." Er wies einen anderen Arzt an, dort weiterzumachen, wo er aufgeh?rt hatte, bevor er zu Neveah hin¨¹berging. "Mdy, ich wusste nicht, dass Ihr nach Scabbard gekommen seid!" sagte Atticus leise und senkte den Kopf leicht, um sich respektvoll zu verbeugen. "Es wurde nicht bekannt gegeben, und ich m?chte, dass dies auch so bleibt." erwiderte Neveah. "Aber nat¨¹rlich werde ich mit niemandem dar¨¹ber sprechen." versicherte Atticus Neveah. "Warum ist Mdy hierher gekommen? Das ist ... kein Ort, an dem ihr euch aufhalten solltet." fragte Atticus besorgt. "Es ist kein Ort, an dem sich irgendjemand aufhalten sollte." erwiderte Neveah leise. Atticus seufzte, nickte aber zustimmend mit dem Kopf. "Komm mit mir", bat Neveah, als sie die Stra?e enngging. Atticus folgte ihr schnell und f¨¹r einen kurzen Moment gingen sie schweigend weiter. "Was h?ltst du bis jetzt davon? Wie war der vergangene Monat? Ist eine Heilung machbar?" fragte Neveah den Arzt. "Meine Dame, ich muss gestehen, es handelt sich um eine sehr merkw¨¹rdige Krankheit, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe", gestand Atticus. "Die Symptome beginnen wie bei einer normalen Grippe, doch im weiteren Veuf nehmen sie sehr seltsame und beunruhigende Formen an...", setzte Atticus an. "ssgraue Haut, welkend... davon habe ich geh?rt", best?tigte Neveah. "Die ?rzte haben unz?hlige Male beraten und im letzten Monat immer wieder neue Behandlungsmethoden ausprobiert, manche davon etwas erfolgreicher als andere, um die t?dlichen Symptome songe wie m?glich hinauszuz?gern." "Aber in Wahrheit gibt es bisher keine Heilung", gab Atticus zu. "Welche Kr?uter habt ihr versucht?" erkundigte sich Neveah. "Eisenh¨¹lsenwurzeln, Lakonius, R¨¹benranken und weitere ¨¹bliche Kr?uter gegen Grippe", berichtete Atticus. "Eisenh¨¹lsenwurzeln und R¨¹benranken sind extrem selten und Lakonius ist leicht verg?nglich; es ist kein Wunder, dass Scabbard st?ndig Nachschub ben?tigt", murmelte Neveah. "Stimmt. Diese Kr?uter haben sich als am wirksamsten herausgestellt, aber wir haben nicht genug, um f¨¹r so viele Menschen ein reines Extrakt herzustellen, sodass wir uns mit einer Mischung aus den ¨¹brigen, g?ngigen Kr?utern begn¨¹gen m¨¹ssen", best?tigte Atticus. "Eisenh¨¹lsen und R¨¹benranken...", murmelte Neveah. "Sie kommen vor allem im Gebiet der Fae vor, nicht wahr?" Neveah erinnerte sich an das, was sie in einem Kr?uterbuch gelesen hatte. "In der Tat. Aber die Fae stellen sie nicht zur Verf¨¹gung und der Herr von Scabbard hat sich dazu durchgerungen, sie aus den anderen gro?en Festungen zu beziehen", erkl?rte Atticus. "Wir k?nnten noch die Best?nde liefern, die wir haben, wenn wir alle Kr?uteger durchsuchen, aber irgendwann sind auch diese ersch?pft... die einzige dauerhafte L?sung ist ein Heilmittel", murmelte Neveah. "So etwas habe ich noch nie gesehen, meine Dame. Nicht in all den Jahrzehnten meiner T?tigkeit als Arzt... Ich und einige andere ?rzte spekulieren, dass es sich um ein magisches Ph?nomen handelt, aber es gibt daf¨¹r keinen Beweis und keine Spuren dunkler Magie." "Lord Mycroft hat jedoch angewiesen, dass wir solche Vermutungen nicht an das Volk weitergeben d¨¹rfen, um keine Panik zu stiften." "Und selbst wenn es sich um dunkle Magie handelte, w?ren wir bei einer Heilung machtlos. Dunkle Zauberspr¨¹che k?nnen nicht geheilt, sie m¨¹ssen an ihrer Quelle r¨¹ckg?ngig gemacht werden", sagte Atticus kopfsch¨¹ttelnd. "Nicht geheilt... nur r¨¹ckg?ngig gemacht...", murmelte Neveah leise. Jian hatte ebenfalls vermutet, dass die Seuche irgendwie mit dunkler Magie zusammenhing, und als sie es jetzt durchdachte, fiel Neveah ein, dass Demevirld zuerst bei einer Frau, die er geheilt hatte, auf dunkle Magie gesto?en war. "Die Quelle ihres Ursprungs...", dachte Neveah und ihre Augen weiteten sich leicht, als sie sich an etwas erinnerte, das sie zutiefst beunruhigt hatte. "Atticus, bringe mich zum n?chsten Wasserreservoir in dieser Gegend... schnell!" wies Neveah an. Chapter 628: Quelle 2 (Kap.629)

Chapter 628: Quelle 2 (Kap.629)

Der Text liest sich bereits recht fl¨¹ssig, weist jedoch einige kleinere Fehler oder Unstimmigkeiten in Bezug auf standardm??iges Deutsch auf. Hier ist eine optimierte ¨¹bersetzung basierend auf dem originalen englischen Text: "Das ist es, das Wasser flie?t direkt in die Unterk¨¹nfte, es ist also nicht n?tig, diesen Wasserhahn zu benutzen", erkl?rte Atticus Neveah, als er kurz darauf zum Stehen kam. "Elle, f¨¹ll einen Eimer", wies Neveah Estelle an, die ihnen stillschweigend gefolgt war. Ohne zu z?gern tat Estelle, was ihr befohlen wurde, stellte einen Holzeimer unter den Wasserhahn, drehte ihn auf und das Wasser str?mte z¨¹gig hinein. Neveah warf einen Blick auf das flie?ende Wasser. Ihre Augen verengten sich ein wenig, als der Eimer sich f¨¹llte. Als der Wasserspiegel im Eimer stieg, erblickte Neveah es erneut. Eine seltsame, schwarze, d¨¹nne Substanz, die im Wasser herumwirbelte und aussah wie Fadengeflechte. Sie verschwand jedoch rasch, nur ein Augenblickng sichtbar, und lie? Neveah zweifeln, ob sie je wirklich dort gewesen war. Der Eimer lief bald ¨¹ber, doch Neveah starrte weiterhin hinein. "Veah?" fragte Estelle unsicher, und auch Atticus betrachtete Neveah verwundert. "Sch¨¹tte es aus und f¨¹lle ihn wieder", sagte Neveah. Estelle tat, was Neveah vengt hatte, und wieder tauchte f¨¹r einen fl¨¹chtigen Moment jenes seltsame, schwarze Material auf, wirbelte im Wasser herum und verschwand dann erneut nach einem blo?en Sekundenbruchteil. Neveah runzelte leicht die Stirn und streckte die Hand aus, um den Wasserhahn zuzudrehen. Der Holzeimer, voll mit Wasser, sah nun wieder perfekt sauber und r aus, ohne jegliche Verunreinigungen. ¡¯Das hast du gesehen, nicht wahr? Es war auch vorhin in unserem Wassers.¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf. ¡¯Ich sehe, was du siehst, Veah¡¯, erwiderte Neveahs Wolf. ¡¯Wir k?nnen uns das nicht eingebildet haben, oder?¡¯ fragte Neveah, um Gewissheit zu engen. ¡¯Von allen m?glichen Vorstellungen?¡¯ gab Neveahs Wolf mit einer Gegenfrage zur¨¹ck. ¡¯Es ist unm?glich, so etwas ... bei zwei Gelegenheiten heraufzubeschw?ren.¡¯, bekr?ftigte Neveah. ¡¯Es scheint, als k?nnten es die anderen nicht sehen...¡¯, merkte Neveahs Wolf an. ¡¯Demevirld.¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf. ¡¯Demevirld in der Tat.¡¯, pflichtete Neveahs Wolf bei. Es wurde Neveah r, dass nur durch den Einfluss von Demevirld sie sehen konnte, was sie sah, und selbst dann war es durch etwas so M?chtiges verborgen, dass selbst sie es nur f¨¹r einen fl¨¹chtigen Moment erblicken konnte, w?hrend die Drachen und alle anderen davon nichts bemerkten. "Atticus, du kommst mit Everon und mir, wir f¨¹hren eine Autopsie durch", sagte Neveah zu Atticus. "Nat¨¹rlich, sofort", stimmte Atticus ohne Z?gern zu. "Dann bitte hol Everon und trefft euch mit uns wieder au?erhalb der Krankenstation. Ich sollte nun gehen, zu viele neugierige Blicke richten sich in unsere Richtung." sagte Neveah, w?hrend sie sich umdrehte und den Weg zur¨¹ckging, den sie gekommen war. ________________ Neveah stand drau?en vor den Krankenstationen, die H?nde hinter dem R¨¹cken verschr?nkt und wartete geduldig auf Everon. Es dauerte nichtnge, bis Atticus und Everon auf der anderen Seite der Mauer auftauchten und Everon auf Neveah zutrat. "Was ist so eilig? Habt ihr etwas gefunden?" fragte Everon Neveah, als er zu ihr kam. Neveah zog die Augenbrauen leicht zusammen und sch¨¹ttelte den Kopf. "Ich bin mir noch nicht sicher, aber ich habe einige Zweifel. Ich werde nach der Autopsie wieder herkommen, um das zu best?tigen", sagte Neveah zu Everon. "Dante hat alles vorbereitet, wir k?nnen beginnen, sobald wir zur¨¹ck sind", f¨¹gte Estelle hinzu."Atticus wird sich uns anschlie?en?" fragte Everon. Neveah nickte und zog ihre Kapuze leicht ¨¹ber den Kopf. "Ich ben?tige dringender als nur einen Bericht - au?erdem verf¨¹gt Atticus ¨¹ber mehr Erfahrung im Umgang mit Sterblichen als du ... du bist Drachenheiler," erinnerte Neveah Everon. Everon nicktengsam zustimmend und sie machten sich auf den R¨¹ckweg nach Scabbard. Bald erreichten sie wieder den Turm. Neveah zog ihre Kapuze ab, als sie in einen Nebensaal des Scabbard-Turms trat. Dante erwartete sie bereits und auf zwei verschiedenen Tischen in der Mitte der Hallegen zwei v?llig aschenfarbene Leichen. Der Verwesungsgeruch war unertr?glich stark, viel zu intensiv f¨¹r Leichen, die Neveah wusste, dass sie gut zur Autopsie konserviert worden waren. "Beschleunigte Verwesung..." stellte Everon fest, als er zu den Leichen hin¨¹berging. Neveah hielt kurz inne, ihr Blick fiel auf eine der Leichen, ein junges M?dchen. Da auch Estelle an ihrer Seite erstarrte, erkannte Neveah, dass es sich um die erste registrierte Tote handelte. "Einen Moment ... um den Toten zu ehren," sagte Everon. Neveah senkte leicht den Kopf und schloss in einem Moment der Stille und des Respekts f¨¹r die Verstorbenen die Augen. "Everon, du k¨¹mmerst dich darum," sagte Neveah und deutete auf die Leiche des jungen M?dchens. Neveah ging hin¨¹ber und untersuchte die Leichen, achtete dabei auf die aschenhafte Haut. Vorsichtig ?fe sie die Roben des jungen M?dchens, ihr Blick wurde etwas schmaler. Die Haut der Leichen war trocken und faltig geworden, es war fast unm?glich, nur von der Oberfl?che her etwas zu erkennen, aber Neveah bemerkte die wenigen verdunkelten Adern, die noch zu sehen waren. "Verdunkelte Adern," f¨¹gte Neveah ihrer Beobachtung hinzu. "Beginnt," wies Neveah an, w?hrend sie einen Schritt zur¨¹cktrat. Neveah zog die Handschuhe aus, die sie trug, warf sie zur Seite und beobachtete mit verschr?nkten Armen, wie Everon und Atticus mit der Autopsie begannen. Es dauerte nicht allzunge, beide waren erfahrene ?rzte und hatten die Leichen bald ge?f. Neveah wartete, w?hrend beide die Leichen untersuchten und ihre Ergebnisse meldeten. "Das Ausma? der Verwesung der inneren Organe ist rmierend," sagte Atticus ungl?ubig. "Als w?ren sie von innen verkohlt, sie haben einen schw?rzlichen Farbton angenommen. Die Verwesung begann bereits vor dem Tod und ist zu weit verbreitet," f¨¹gte Atticus hinzu. Everon schwieg einenge Zeit und betrachtete sorgf?ltig die Leiche, doch als er schlie?lich sprach, best?tigte er, was Neveah bereits vermutet hatte. "...Das ist dunkle Magie... das kann nicht die Folge einer nat¨¹rlichen Ursache sein. Und es scheint, dass der Ursprung von allem etwas war, das eingenommen wurde," stellte Everon fest. "Veah, k?nnte es sein, dass du das Wasser verd?chtigst?" fragte Estelle sofort. Estelle war bei beiden Gelegenheiten dabei gewesen, als Neveah das Wasser als verd?chtig empfunden hatte. Alle Augen richteten sich fragend auf Neveah. Neveah nickte, best?tigte damit die Frage in Estelles Blicken. "Es ist vorerst nur ein Verdacht von mir, aber ich ube, dass etwas mit der Wasserversorgung in Scabbard nicht stimmt ... etwas, das mit dunkler Magie verbunden ist," verk¨¹ndete Neveah. Chapter 629: Quelle 3 (Kap.630)

Chapter 629: Quelle 3 (Kap.630)

"Aber das Wasser sah immer in Ordnung aus, wir haben es zuerst untersucht, um die Quelle der Seuche zu finden... Eine kontaminierte Wasserquelle ist normalerweise der h?ufigste ¨¹bertragungsweg von Krankheiten, daher wird sie immer genau ¨¹berwacht." "Jedoch scheint die Ansteckung eher eine ¨¹bertragbare Art zu sein, sie geht von Mensch zu Mensch ¨¹ber." sagte Atticus verwirrt. "Und woher wissen wir das? Dass sich die Ansteckung so schnell verbreitet, indem sie von Person zu Person weitergegeben wird? Wie kann sich die Seuche so rasant ausbreiten, wenn die Quarant?ne streng durchgesetzt wird?" fragte Neveah verwirrt. Atticus ?fe den Mund, um etwas zu sagen, realisierte dann jedoch, dass er es nicht mit absoluter Sicherheit best?tigen konnte. "Dunkle Magie kann mit normalen Methoden nicht so einfach aufgesp¨¹rt werden, Atticus. Man findet sie nicht, wenn man nach Krankheitserregern sucht, sondern nach Spuren eines Zaubers." murmelte Neveah. "Elle, Wasser..." wies Neveah an. Estelle holte schnell ein s Wasser und reichte es Neveah, die noch einmal einen Blick auf das seltsame Material warf, bevor es aus dem Blickfeld verschwand. "Es ist definitiv etwas im Wasser, davon bin ich absolut ¨¹berzeugt. Du kannst es nicht sehen... aber ich kann es." sagte Neveah mit bedeutungsvollem Ton. Diejenigen, die bereits von Demevirld wussten, verstanden Neveahs Aussage ohne weitere Worte. "Wir m¨¹ssen es zuerst best?tigen, bevor wir ¨¹ber die n?chsten Schritte entscheiden. Habt ihr irgendwelche Methoden?" fragte Neveah Everon. Everon schwieg einen Moment, bevor er nickte. "Fae-Blut." sagte Everon. "Fae-Blut enth?lt Magie... Fae-Magie ist Licht- und Naturmagie. Wenn sie mit dunkler Magie in Kontakt kommt, kommt es unweigerlich zu einem Zusammenprall." erkl?rte Dante und nickte zustimmend. "Ich ben?tige das Blut eines reinbl¨¹tigen Fae." sagte Everon. "Adrienne..." murmelte Tara leise. Sie alle wussten, dass Lady Adrienne das reinste Blut aller Fae-Linien besa?, ihr Blut w¨¹rde die m?chtigste Magie enthalten und Neveahs Vermutung entweder best?tigen oder eindeutig widerlegen. "Wo ist Lady Adrienne gerade?" fragte Neveah Dante. "Lord Menarx und sein Reiter nehmen gerade an einem Treffen der Krummschwertdrachen teil, das von meinem Vater geleitet wird. Ich habe mich von diesem Treffen entschuldigt, um mich auf die Autopsie vorzubereiten." berichtete Dante. "Dann gehen wir zu ihnen. Dante, sorge daf¨¹r, dass jemand die Leichen aufr?umt und sie ordnungsgem?? bestattet." wies Neveah an. Dante nickte und verlie? den Raum, um einigen Krummschwertdrachen Anweisungen zu geben. Neveah f¨¹hrte den Weg aus der Seitenhalle in den Salon, und nachdem Dante die Seitenhalle aufger?umt hatte, begleitete er sie in den Salon. Dante ?fe die T¨¹ren und trat dann zur Seite, um Neveah einzssen. Der Saal verstummte bei Neveahs Eintritt, und Menarx erhob sich und ging auf Neveah zu. Sein Blick musterte sie schnell von Kopf bis Fu?. "Ich habe geh?rt, dass du aufgewacht bist, ich wollte dich gleich besuchen kommen." sagte Menarx zu Neveah. "Mir geht es gut." versicherte Neveah, wissend, was seine Sorge war.Neveah warf Lord Mycroft einen fl¨¹chtigen Blick zu, ehe sie ihre Aufmerksamkeit erneut Menarx zuwendete. "Es gibt etwas, das Sie wissen m¨¹ssen, aber jetzt ist nicht der richtige Moment daf¨¹r", sagte Neveah zu Menarx. Menarx nicktengsam verst?ndnisvoll und trat beiseite, damit Neveah in die Mitte des Saales gehen konnte. "Dante hat mir erz?hlt, Sie h?tten m?glicherweise eine Spur zum Ursprung der Seuche entdeckt?" fragte Lord Mycroft Neveah. "Wir werden erst nach der Best?tigung wissen, ob es sich tats?chlich um eine Spur handelt. Dazu ben?tigen wir einen Tropfen Blut einer Fae... falls es Ihnen recht ist, Lady Adrienne", meinte Neveah. Adrienne, die etwas abseits sa?, war ¨¹berrascht, dass Neveah sie ansprach. "Nat¨¹rlich..." erwiderte Adrienne, "Tara, nimm etwas Blut ab", wies Everon Tara an und reichte ihr ein Fl?schchen. Adrienne l?ste ihre Handgelenksprotektoren und streckte Tara ihre Hand entgegen. Tara zog ein kleines Messer und machte einen feinen Schnitt in Adriennes Handgelenk. Anschlie?end drehte sie Adriennes Hand um und lie? das Blut in ein kleines sgef?? tropfen, das sie von Everon erhalten hatte. "Das reicht", sagte Everon zu Tara. Tara nickte und gab das Gef?? an Estelle weiter, die es Everon brachte. Tara wollte sich gerade abwenden, doch Neveah fixierte sie mit einem eindringlichen Blick. "Ich werde... die Wunde s?ubern", murmelte Tara leise und ging zusammen mit Adrienne an ein anderes Ende der Halle. ¨¹ber ein Dutzend Scabbard-Drachen waren anwesend und beobachteten die Szene mit stiller Neugier. Everon hob das Gef?? mit Adriennes Blut in die H?he und f¨¹gtengsam ein paar Tropfen Wasser hinzu, w?hrend alle zuschauten. Neveah beobachtete geduldig. In dem Augenblick, als das Wasser das Blut im Fl?schchen ber¨¹hrte, ert?nte ein Zischger?usch, und der Inhalt wurde pechschwarz. Ein Riss bildete sich an den Seiten des Fl?schchens, und es zersprang in Everons Hand, die geschw?rzte Fl¨¹ssigkeit spritzte auf den Boden. "Was in der Festung...?" Lord Mycroft war der Erste, der die Stille brach und in seinem Sitz zur¨¹ckzuckte. "Das sind R¨¹ckst?nde dunkler Magie, die im Wasser sind und mit der Fae-Magie in Adriennes Blut reagieren", antwortete Everon mit d¨¹sterer Stimme. "Hei?t das... es war die ganze Zeit die Wasserquelle? Die das Volk von Scabbard vergiftet hat?!" rief Lord Mycroft, erz¨¹rnt. "Noch schlimmer, eine Kontamination dieses Ausma?es kann nur mit extrem machtvoller und alter dunkler Magie erfolgt sein... nicht mit jener Art, zu der das Schwarze Netzwerk f?hig ist", f¨¹gte Everon hinzu. "Die Art, wie sie f¨¹r den Dunklen Lord und seine Erzzauberer typisch war", stimmte Menarx zu. "Tedmon, versiegele sofort die Wasserversorgung der gesamten Stadt!", beauftragte Lord Mycroft einen seiner Scabbard-Drachen. "Auf der Stelle." Der Lorddrache nahm den Befehl an und schritt aus dem Saal. "Die Wasserquelle zu versiegeln wird das Problem nicht beheben. Wir m¨¹ssen den Zauber zur¨¹ckverfolgen, wo er urspr¨¹nglich gewirkt wurde, um ihn r¨¹ckg?ngig zu machen", sagte Menarx. Chapter 630: Quelle 4 (Kap.631)

Chapter 630: Quelle 4 (Kap.631)

"Au?erdem besteht eine gute Chance, dass der dunkle Zauberer, der die Kontamination verursacht hat, noch in Scabbard ist...", f¨¹gte Neveah hinzu. Lord Mycrofts H?nde ummmerten fest die Armlehne seines Stuhls. "Lord Menarx, ich bitte Sie, die Quelle der Kontamination zu ermitteln." forderte Lord Mycroft. "Die R¨¹ckst?nde der dunklen Magie sind nur f¨¹r Neveahs Augen sichtbar. Menarx kann leider nicht viel ausrichten." wies Everon hin. Lord Mycrofts Blick wanderte widerwillig zu Neveah. Esg eine angespannte Stimmung in der Luft, da es noch ungewiss war, ob Lord Mycroft den anderen gro?en Lords offenbaren w¨¹rde, was er ¨¹ber Neveah herausgefunden hatte. "Lady Neveah, wenn dies nur f¨¹r Ihre Augen sichtbar ist, dann bitte ich Sie als Lord von Scabbard um Ihre Hilfe." bat Lord Mycroft trotz seiner Zur¨¹ckhaltung. "Ich werde Ihnen verpflichtet sein." f¨¹gte Lord Mycroft hinzu. "Es ist keine Gef?lligkeit. Tun Sie, was notwendig ist, und ich werde es ebenso tun... die Wiederherstellung des Friedens in Fort Scabbard hat Vorrang." stellte Neveah r. "Wir w¨¹rden die Gef?lligkeit auch nicht ablehnen." warf Everon ein und ignorierte den finsteren Blick, den Neveah ihm zuwarf. "Atticus, kehren Sie zu Ihren Pflichten zur¨¹ck, wir k¨¹mmern uns um den Rest. Sobald das gekl?rt ist, werde ich daf¨¹r sorgen, dass Sie alle Eisenh¨¹lsenwurzeln und R¨¹benranken bekommen, die Sie ben?tigen, um die Infizierten zu heilen." versicherte Neveah. "Ich wusste sofort, dass Mdy eine L?sung finden w¨¹rde, als ich Sie sah. Sie haben das noch nie nicht geschafft... man k?nnte sagen, Sie sind der Liebling des Sch?pfers, sein Licht begleitet Sie." sagte Atticus mit kaum verhohlener Erwartung. Neveah war ¨¹berrascht, sie hatte sich nie als Liebling des Sch?pfers betrachtet, eher das Gegenteil... Atticus verbeugte sich tief und verlie? dann schnell den Saal. "Brauchen Sie Unterst¨¹tzung? Was auch immer Sie ben?tigen." fragte Lord Mycroft Neveah. "Ich habe alle Hilfe, die ich ben?tige." sagte Neveah. Lord Mycroft nickte, er wollte etwas sagen, entschied sich aber dagegen und setzte seinen Weg fort, w?hrend er Anweisungen gab. "Versammelt alle Krummdrachen, ich will diese Stadt auf den Kopf stellen, wenn es n?tig ist, um diesen verdammten Zauberer zu fassen!" "Narx, ich denke, Sie sollten Lord Mycroft begleiten. Sie haben bessere Chancen, den Zauberer aufzusp¨¹ren." schlug Neveah vor. "Das dachte ich auch... halten Sie sich von ?rger fern." sagte Menarx zu Neveah in ernstem Ton. "Wann halte ich mich je fern von ?rger?" fragte Neveah mit gehobener Braue. Menarx schnaubte leise, Adrienne trat an seine Seite und instinktiv reichte er ihr die Hand, ihre Finger verschlungen sich. Neveah bemerkte es und ein Hauch von einem L?cheln huschte ¨¹ber ihre Lippen. Menarx hielt Adrienne immer bewusst auf Abstand, wenn Neveah anwesend war, selbst nach all dieser Zeit... aber manchmal geschah es so nat¨¹rlich und unbewusst, wie jetzt. "Wann stecken Sie nicht in Schwierigkeiten, meinen Sie." korrigierte Menarx. Ein Ausweg f¨¹r Scabbard war in Sicht und die Stimmung im Saal war deutlich gel?ster. "Wenn Sie in Not sind, rufen Sie nach mir... Ich werde Ihre Stimme erkennen, snge ich am Himmel bin... Entfernung spielt keine Rolle." erkl?rte Menarx ernst. "Ich werde sie begleiten, was halten Sie eigentlich von mir?" fragte Everon verwundert. "Schreien? Wie k?nnte ich je wieder erhobenen Hauptes dastehen, wenn ich das t?te?" fragte Neveah sp?ttisch.?Du sprichst, als w¨¹rdest du Neveah nicht bereits kennen", sagte Adrienne leise. Menarxchte dar¨¹ber, nickte und schritt dann Hand in Hand mit seiner Reiterin hinaus. Neveah wechselte einen Blick mit Everon, bevor sie gssen mit den Schultern zuckte. ?Mir geht es gut", sagte Neveah und rollte mit den Augen. Alle erwarteten immer, dass sie und Menarx sich in der Gesellschaft des anderen unbehaglich f¨¹hlen w¨¹rden, aber Neveah war froh, dass dies nun endg¨¹ltig der Vergangenheit angeh?rte, f¨¹r beide... es war schonnge Vergangenheit. Was jetzt noch blieb, waren Vertrauen und Kameradschaft, und Neveah war daf¨¹r dankbar. ?Was jetzt?", fragte Tara. ?Dante, die Wasserversorgungskan?le, wohin f¨¹hren die?", fragte Neveah. ?Es gibt mehrere, aber der gr??te, der den gr??ten Teil der Stadt versorgt, ist ein Wasserreinigungsmechanismus am Wasserfall, von dem verschiedene Aqu?dukte zu gro?en Zisternen veufen, die das Wasser speichern und in die Wasserleitungen abgeben", erkl?rte Dante Neveah. ?Dort sollten wir nach einer Spur suchen. Wir sollten ein Portal nehmen... da Flucht keine Option ist", sagte Neveah und deutete Dante, den Weg zu weisen. Dante machte sich auf den Weg und die Gruppe folgte ihm. Sie hielten an der Waffenkammer, wo Dante Portrtefakte holte, bevor sie sich auf den Weg in den Innenhof machten. Dante warf ein Portrtefakt auf den Boden und als es zerbrach, wurde ein Portal zum Leben erweckt. Dante trat als Erster durch das Portal, dann folgte Neveah. Wie immer biss Neveah die Z?hne zusammen gegen die beunruhigende Wirkung des Portals, ihr Inneres kochte. Als sie auf der anderen Seite ankam, holte Neveah tief Luft, um ihr Unbehagen zu lindern, bevor sie sich in ihrer Umgebung umsah. Sie befanden sich inmitten eines Waldes und Neveah konnte das Ger?usch eines tosenden Wasserfalls von dort vorne h?ren. Als die Gruppe vollst?ndig war und sich das Portal von selbst schloss, begann Dante, den Weg durch den Wald zu weisen. Sie erreichten bald den Wasserfall, wo ein gigantisches Wasserrad in die Felsen eingssen war, das sich kraftvoll drehte. ?Das Wasserrad ist ein Antriebsmechanismus zum Pumpen und Bewegen des Wassers in den Aqu?dukten und Kan?len. Es erleichtert vor allem die Bewegung des Wassers und versorgt die Stadt mit Wasser", erkl?rte Dante Neveah. ?Ist das der Punkt, von dem es in die Aqu?dukte ¨¹bergeht?", fragte Neveah. Dante nickte. Neveah ging zum Rand des Baches unterhalb des Wasserfalls, hockte sich leicht hin und starrte aufmerksam in den Bach. Wie erwartet, wies der gesamte Bach Anzeichen der gleichen seltsamen schwarzen Materie auf, die sie zuvor gesehen hatte. Neveah tauchte eine Hand ins Wasser und zog die Augenbrauen hoch, als etwas von der schwarzen Materie um ihre Hand herumwirbelte. Obwohl Neveah best?tigen konnte, dass auch hier das Wasser infiziert war, sp¨¹rte sie keine starke dunkle Magie, nicht einmal, als sie das Wasser ber¨¹hrte. Neveah untersuchte noch einige Zeit den Rand des Wassers, aber auch nach kurzer Zeit fand sie nichts, was ihr als Beweis f¨¹r einen Zauber der dunklen Magie erschien. ?Das ist es nicht... das Wasser ist ebenfalls kontaminiert, aber das ist nicht die Quelle", sagte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. Chapter 631: Untergetaucht (Kap.632)

Chapter 631: Untergetaucht (Kap.632)

¡¯"Das ist nicht die Ursache... das Wasser ist auch verunreinigt, aber das ist nicht die Quelle", sagte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "W?re hier ein Zauber dunkler Magie von solcher St?rke gewirkt worden, w?re die Verunreinigung viel intensiver... nicht nur R¨¹ckst?nde wie diese, sondern es g?be einen deutlichen Unterschied, der deutlich genug w?re, dass wir alle ihn sp¨¹ren k?nnten..." murmelte Neveah leise. Neveah trat zur¨¹ck, sch¨¹ttelte das Wasser von ihrer Hand und starrte hinauf zum Wasserfall. "Von wo stammt der Wasserfall?", fragte Neveah. "Aus unterirdischen Quellen", antwortete Dante. "Und gibt es einen zentralen Treffpunkt aller unterirdischen Quellen in Scabbard?", fragte Neveah Dante. Dantes Augen weiteten sich leicht und er nickte mit dem Kopf. "Er ist nicht hier, komm mit mir", sagte Dante und machte sich auf den Weg durch den Wald. Sie liefen eine kurze Zeit, bevor sie ankamen. "Hier ist es", sagte Dante und deutete auf einen schnell flie?enden Bach, der sich durch den Wald zog. "Alle unterirdischen Quellen flie?en auf die eine oder andere Weise durch diesen Punkt, auch die Quellen, die andere Wasserressourcen speisen", erkl?rte Dante weiter. "ubst du, das ist der Ort, an dem der Zauber gewirkt wurde?", fragte Everon Neveah. ?hnlich wie am vorherigen Ort war keine sp¨¹rbare Aura der dunklen Magie in der Atmosph?re zu erkennen, aber Neveah lie? sich dadurch nicht entmutigen. Sie hockte sich hin und sp?hte in den Bach. Es ¨¹berraschte sie nicht, dass die schwarze Materie ¨¹berall anzutreffen war, allerdings nur f¨¹r einen kurzen Moment, bevor sie wieder verschwand. Wie auch am vorherigen Ort konnte Neveah keine Anzeichen f¨¹r etwas Unheimlicheres feststellen. "Es scheint nicht so zu sein... aber wenn nicht hier, wo dann?", murmelte Neveah und richtete sich wieder auf. Neveah wollte gerade weggehen, aber ein Ziehen in ihrem Inneren hielt sie zur¨¹ck. "Etwas stimmt nicht mit diesem Ort...", sagte Neveah und brach ab. ¡¯Und du w¨¹rdest es nicht wissen, wenn ich dich nicht aufgehalten h?tte.¡¯ Demevirlds Stimme hallte in Neveahs Gedanken wider. ¡¯Ach, sei still!¡¯ dachte Neveah an Demevirld zur¨¹ck, w?hrend ihr Wolf ihre Worte mit einem leisen Knurren in ihrem Geist wiederholte. Neveah hockte sich erneut hin, und sp?hte in den Bach. Sie sch¨¹ttelte den Kopf und wandte sich an Everon. "Feenblut... hast du noch etwas davon?", fragte Neveah. "Vertrau darauf, dass ich immer f¨¹r Notf?lle vorbereitet bin", erwiderte Everon. Er zog eine winzige Ampulle heraus, die zeigte, dass er etwas von Adrielles Blut aufbewahrt hatte.Obwohl das seltsam war, war Everon ein Heiler und das Blut einer reinbl¨¹tigen Fae ein wirksamer Bestandteil f¨¹r viele heilende Tr?nke, jedoch schwer zu beschaffen, da es nur von einer freiwilligen Quelle stammen durfte. Everon, einer der neugierigsten Drachenf¨¹rsten, die Neveah jemals getroffen hatte, war sicherlich daran interessiert, mehr Tests durchzuf¨¹hren, nachdem er die Reaktion des Fae-Blutes mit dem verseuchten Wasser gesehen hatte. Als Everon zu Adrienne ging, w?hrend Neveah mit Lord Mycroft sprach, wusste Neveah, dass Everon etwas von Adriennes Blut aufbewahren w¨¹rde. ?Ich bin mir ziemlich sicher, dass du andere Absichten damit verfolgt hast", murmelte Neveah, als sie nach dem Fl?schchen griff. ?Ein paar Tropfen, mehr haben wir nicht. Bist du sicher, dass du es hier einsetzen willst? Wenn hier tats?chlich ein Zauber gewirkt wurde, wird es ihn offenbaren, aber andernfalls w?re es eine Verschwendung, und wir haben nichts mehr davon", erinnerte Everon. ?Zum Gl¨¹ck haben wir immer noch eine lebende, atmende, reinbl¨¹tige Fae irgendwo hier oben... Vielleicht muss ich einfach diesen Schrei riskieren", erwiderte Neveah gedankenverloren, w?hrend sie das Fl?schchen nahm. Neveah ?fe den Deckel, z?gerte einen Moment, bevor sie ihn umkippte und den Inhalt in den Bach sch¨¹ttete. Das rote Blut tropftengsam ins Wasser, Tropfen f¨¹r Tropfen, bis nichts mehr im Fl?schchen war. Neveah beobachtete auf eine Reaktion oder irgendeine Ver?nderung, und gerade als sie ubte, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben, begann es im Wasser zu zischen, ?hnlich wie bei Everons Test. Doch dieses Mal verstummte das Zischen nicht schnell, sondern wurdeuter, w?hrend sich die schwarze Materie im Wasser schnell zusammenschloss und der re Strom immer dunkler wurde. Die dunkle, omin?se Aura, die zuvor gefehlt hatte, hing nun schwer in der Atmosph?re und versetzte alle in der N?he in rmbereitschaft. Der Geruch dunkler Magie mischte sich schwer und stark in die Luft, die ganze Atmosph?re nahm einen unheimlichen Unterton an. ?Das muss es sein... es muss", murmelte Neveah. ?Was f¨¹r ein starker Zauber!", rief Everon aus, als die Atmosph?re noch bedrohlicher und mit dunkler Magie aufgden wurde. ?Dante, du tr?gst doch die Runensteine der Magier bei dir, oder? Das sind die einzigen Artefakte, die einen Zauber dunkler Magie umkehren k?nnen, und zum Gl¨¹ck gibt es in jeder Festung eine ganze Menge davon", sagte Everon zu Dante. Unterdessen beobachtete Neveahs Blick, wie sich die dunkle Materie in dem verdunkelten Wasser immer weiter sammelte und zu einer massiven schwarzen Masse verband, Und es dauerte nur einen Moment, bis Neveah erkannte, dass hier etwas viel Unheilvolleres als ein Zauber der dunklen Magie am Werk war. ?Ich ube nicht, dass dies ein Zauber ist, Everon...", sagte Neveah unsicher. ?Was soll das hei?en, es ist kein Zauber?", fragte Everon verwirrt. Neveah wusste, dass sie die Einzige war, die die sich sammelnde schwarze Masse im Wasser sehen konnte, die dunkle Materie zog sich immer weiter zusammen, und je mehr sie es tat, desto mehr wurde eine Gestalt sichtbar. ?Das ist kein Zauber! Da ist etwas im Wasser! Geht zur¨¹ck!", rief Neveah und sprang auf ihre F¨¹?e. Doch bevor Neveah sich wegbewegen konnte, ummmerte eine schwarze uenhand ihren Kn?chel mit einem schraubstockartigen Griff und zog sie zu Boden. Neveah fiel, das Fl?schchen krachte auf den Boden und zersplitterte in viele St¨¹cke, w?hrend sie ¨¹ber die Erde in die tr¨¹ben Tiefen des Flusses gezogen wurde. ?Veah!" Estelles erschrockener Schrei war das letzte, was Neveah h?rte, bevor sie vollst?ndig untergetaucht war. Chapter 632: Untergetaucht 2 (Kap.633)

Chapter 632: Untergetaucht 2 (Kap.633)

Dunkelheit umh¨¹llte Neveah in dem Moment, als ihr Kopf unter Wasser tauchte und ihre Sicht durch das schwarz gef?rbte Wasser getr¨¹bt wurde. Ihre Sicht zur Oberfl?che war unbest?ndig, doch Neveah hielt ihren Blick darauf gerichtet, ihre Instinkte setzten sofort ein und sie hielt ihren Atem an. Sie versuchte, nach oben zu schwimmen, strampelte mit Beinen und Armen, doch das Gewicht, das sie nach unten zog, ¨¹bertraf bei weitem ihr eigenes, sie konnte es nicht besiegen. Neveah vernahm Ger?usche eines Angriffs. ¡¯Kobolde!¡¯ dachte Neveah und erinnerte sich an die unheimlichen Kreaturen, die durch dunkle Magie heraufbeschworen wurden. Sie hatte ihnen nur einmal zusammen mit Menarx gegen¨¹bergestanden, doch Neveah konnte das Knurren nie vergessen. Die Ger?usche kamen von der Oberfl?che und so wusste sie, dass ihre Gef?hrten nun mit eigenen Problemen konfrontiert waren und ihr nicht rechtzeitig helfen konnten. Die m?chtige Aura dunkler Magie war dicht im Wasser, so dicht, dass Neveah fast sp¨¹ren konnte, wie sie sie streifte, in ihre Haut eindrang, ihre Kraft aussaugte und ihre Muskeln schwer und m¨¹de machte. Neveah stellte fest, dass sie sich nicht mehr so agil bewegen konnte, wie sie es sonst tat, so sehr sie sich auch anstrengte. Obwohl ihr Geist vollkommen r und bei Bewusstsein war, wurde ihr K?rper immerngsamer, selbst in ihren eigenen Augen. Das unbekannte Gewicht von unten zog sie unerbittlich tiefer, mit der Absicht, Neveah in die Tiefen zu ziehen, und der Strom war keineswegs ch. Je tiefer Neveah gezogen wurde, desto dunkler wurde es und umso schwieriger war es, die Augen an die Oberfl?che zu halten. Es war nur ein kurzer Moment gewesen, aber die Oberfl?che erschien schon so weit entfernt, ein winziges Licht weit oben. Es hatte nicht genug Zeit gegeben, um noch einen letzten Atemzug zu nehmen, und so wusste Neveah, dass sie nicht mehrnge durchhalten w¨¹rde. Das Wasser um sie herum wirbelte auf, als Neveah gegen die erbarmungslose Kraft k?mpfte, die sie immer tiefer auf den Grund des Flusses zog. Sie zerrte heftig daran, ihr Bein zu befreien, doch Neveahs Versuche waren vergeblich. Je mehr sie sich wehrte, desto fester wurde der Griff um ihren Kn?chel. Die Ber¨¹hrung des unbekannten Entf¨¹hrers hinterlie? eine K¨¹hle, die Neveah selbst durch das Leder ihrer Stiefel hindurch noch sp¨¹ren konnte. Neveah erkannte, dass ihr Kampf ihre Lage nur noch verschlimmerte und hielt inne. Stattdessen wagte sie einen Blick nach unten, doch alles, was sie sehen konnte, war unendliche Dunkelheit und ein Paar gelber, unheimlich gl¨¹hender Augen. Neveah brauchte nur einen Blick, um zu erkennen, dass das Wesen, das sie nach unten zog, keine Menschlichkeit besa?. Sein Blick war v?llig finster und b?se, und in diesen Augeng nichts als die Absicht zu t?ten. ¡¯Es will uns ertr?nken...¡¯ verk¨¹ndete Neveahs Wolf das Offensichtliche. ¡¯Ich bin mir nicht sicher, warum oder wie, aber die Tatsache, dass es uns von allen anderen unterscheiden kann, um uns zu isolieren, bedeutet, dass wir gezielt werden.¡¯ dachte Neveahs Wolf. ¡¯Oder es k?nnte einfach daran liegen, dass wir am n?chsten am Rand des Flusses waren.¡¯ dachte Neveah in einem d¨¹steren Ton. ¡¯Ist jemals etwas so einfach?¡¯ fragte Neveahs Wolf. Doch sie waren nicht in der Lage, weiter dar¨¹ber nachzudenken.Neveah tastete an ihrem G¨¹rtel nach ihrem Dolch, doch sie war sich nicht sicher, wie sie ihn einsetzen sollte, wenn sie kaum etwas sehen konnte. Aber auch dieser war nirgendwo zu finden; Neveahs Hand fand nur die leere Scheide. "Er muss heruntergefallen sein, als wir das erste Mal gezogen wurden und fielen", dachte der Wolf in Neveah. Sie unterdr¨¹ckte den Drang zu zischen; sie konnte es sich nicht leisten, auch nur den kleinsten Zug zu machen, der dazu f¨¹hren w¨¹rde, dass sie ihre letzte Luftreserve verlor. Ihre Muskeln wurden immer schwerer und wenn sie nicht bald handelte, wusste Neveah, dass sie in Gefahr war. W?hrend Neveah noch ¨¹berlegte, welcher Weg der beste sein k?nnte, lockerte sich pl?tzlich der Griff um ihren Kn?chel. In den Tiefen des Wassers erhaschte Neveah einen Blick auf Stahl und Dantes vertraute Roben; mehr konnte sie nicht sehen, bevor ein schuppiger Schwanz auf sie zuraste. Neveah drehte sich so schnell sie konnte aus dem Weg, aber das Wasser behinderte ihre Bewegungen und ihre Muskeln reagierten nicht rechtzeitig. Neveah biss sich auf die Lippe, um nicht vor Schmerz zu schreien, als der scharfe, schuppige Schwanz das Ungeheuer ber¨¹hrte und ihre Schulter aufschnitt, bevor er schnell wieder zur¨¹ckschnellte. Doch Neveah hatte keine Zeit, dar¨¹ber nachzudenken, denn der Schwanz kam sofort erneut auf sie zu. Dante k?mpfte irgendwo in denselben Gew?ssern gegen das Biest, dennoch griff es Neveah weiterhin unerbittlich an und stellte sich ihr problemlos von zwei Seiten entgegen. Die Dunkelheit war ein schwerwiegender Nachteil; Neveah konnte den Schwanz kaum kommen sehen, bis er schon fast bei ihr war. Diesmal hob Neveah ihre H?nde, um den Schwanz abzublocken, und verlie? sich darauf, dass ihre Armschienen als Schild dienen w¨¹rden. Der Schwanz prallte auf die Armschienen, doch die Wucht des Scgs lie? den Stahl bersten und entbl??te Neveahs Handgelenke, sodass sie keinen Schutz mehr vor dem n?chsten Angriff hatte. Dies wurde allerdings bald zur nebens?chlichen Sorge, denn Neveah sp¨¹rte, wie ihre geistige rheit nachlie?, ihre Sicht verschwamm und sich ihr Kopf drehte. "Wir verlieren zu viel Blut, zu schnell, und das Wasser ist zu verschmutzt, es wird uns nicht heilen. Konzentriere dich, Neveah! Verliere nicht das Bewusstsein!", zischte Neveahs Wolf eindringlich. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, gerade noch rechtzeitig, um einen erneuten Angriff des Schwanzes zu erkennen. Sie wirbelte durch das Wasser zur¨¹ck und verlie? sich wieder auf ihre Beweglichkeit, die sie schon wieder im Stich lie?. Der scharfe Schwanz traf Neveahs Oberschenkel, schnitt ihn auf und hinterlie? eine Wunde, von der Neveah wusste, dass sie genauso tief war wie die an ihrer Schulter. Neveah war sich nicht sicher, inwieweit Dante von der dunklen Magie im Wasser beeinflusst wurde, die ihnen die Kraft raubte und sie anscheinend dem Gesch?pf ¨¹bertrug. Dante konnte in diesen Tiefen nicht in Drachengestalt wechseln, und obwohl seine menschliche Kraft t?dlich war, war das Gesch?pf deutlich gr??er und hatte durch den von dunkler Magie durchdrungenen Strom einen gr??eren Vorteil. Neveah verlor nun noch schneller Blut und war schwer verletzt. Sie hatte immer noch keine M?glichkeit, sich gegen den unerbittlichen Angriff zu verteidigen, den sie kaum sehen konnte, und da ihre eigene Kraft sie im Stich lie?, wusste Neveah, dass dies schnell zu einer prek?ren Lage w¨¹rde. Nicht nur ihre Umgebung war bedrohlich, auch in ihrem Inneren sp¨¹rte sie, wie Demevirld sich aufgeregt regte. "Ich... ¨¹bernehme jetzt die Kontrolle", dachte Neveah zu ihrem Wolf und ¨¹bergab die Z¨¹gel der einzigen Kraft, von der sie wusste, dass sie eine Chance hatte, Demevirlds Einfluss zu widerstehen. Chapter 633: Unterbewusstes (Kap.634)

Chapter 633: Unterbewusstes (Kap.634)

"Veah, Veah... ?ffne deine Augen, Geliebte..." Eine vertraute, beruhigende Stimme rief Neveah. Die Stimme war von Sorge erf¨¹llt und alle Sinne Neveahs erwachten zum Erkennen. ¡¯Diese Stimme... Ich kenne diese Stimme...¡¯ dachte Neveah bei sich. Neveahs Augen ?fen sich mit einem Keuchen, sie atmete verzweifelt tief ein, und w?hrend sie noch damit k?mpfte, ihre Atmung zu beruhigen, fiel ihr Blick sofort auf das vertraute Gesicht von Jian. Er hockte sich hin und sah sie besorgt an. "Geht es dir gut, Geliebte?" fragte Jian Neveah, w?hrend er sie suchend ansah. "Jian... wie..." Neveah verstummte, sie sah sich hastig um und stellte fest, dass sie irgendwie auf der Oberfl?che des Flussesg und schwebte. Ihre Umgebung war unver?ndert, es war der gleiche Wald, in dem sie gerade gewesen waren, aber Dante und der Rest der Gruppe waren nicht zu sehen. Jetzt waren nur noch sie und Jian da und niemand sonst. "Ich... verstehe nicht, wie kannst du hier sein? Ich habe nicht gescfen... Ich..." fragte Neveah Jian in einem verwirrten Ton. "Ich wei? es nicht, ich auch nicht. Ich war am meditieren, aber du hast mich hineingezogen... Ich sp¨¹rte, wie der Anh?nger reagierte, ich wusste, dass du mich riefst, und ich kam." gab Jian Neveah ebenfalls unsicher zur¨¹ck. "Meditation... zwischen einem bewussten und einem unbewussten Zustand. Ich war dabei, das Bewusstsein zu verlieren, aber mein Wolf ist immer noch bei Bewusstsein, irgendwo dazwischen... die Anh?nger m¨¹ssen sich verbunden haben, weil unser Zustand ?hnlich ist." gr¨¹belte Neveah. "Jetzt schwebe ich auf dem Wasser..." murmelte Neveah und sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf dar¨¹ber, wie anders ihre Situation noch vor einem Moment gewesen war. Noch vor einem Moment war sie in genau diesem Fluss am Ertrinken. "Es gibt viel an der Magie des Anh?ngers, das wir noch nicht verstehen. Aber sag mir, was ist los, Veah? Verlierst du das Bewusstsein? Bist du in Gefahr?" fragte Jian Neveah besorgt. "Ich..." begann Neveah zu erkl?ren, doch gerade als sie es sich anders ¨¹berlegte, ergriff ein schraubstockartiger Griff ihre Ferse. Genau auf die gleiche Weise wie zuvor. ¨¹berrumpelt stie? Neveah einen Schrei aus, als sie erneut in die tr¨¹ben Tiefen gezogen wurde. "Veah!" br¨¹llte Jian rmiert und streckte die Hand nach Neveah aus, verfehlte sie jedoch knapp. Wieder wurde Neveah unter die Oberfl?che gezogen, sie wehrte sich heftig gegen die Kraft, die sie in die Tiefe zog, w?hrend eine dunkle Dunkelheit von ¨¹berall her einsickerte und das re Wasser tr¨¹bte. Wie schon zuvor erwies sich Neveahs Kampf als zwecklos. Neveah sp¨¹rte, wie die vertraute erdr¨¹ckende Magie in ihr aufstieg, ein ¨¹berw?ltigender Anstieg, der sicher ihre Grenzen sprengen w¨¹rde. Neveah wusste, was das bedeutete - Demevirlds Magie war ihr nun nur allzu vertraut, und Neveah war nicht ¨¹berrascht, als ein schwaches, goldenes Leuchten im Wasser sich spiegelte, das von ihrer Gestalt ausging. Ein hilfloses Gef¨¹hl machte sich in Neveahs Magen breit, wie sie es schonnge nicht mehr gesp¨¹rt hatte. Entweder war es der Tod oder die Kapittion vor Demevirld, und keine dieser beiden M?glichkeiten gefiel Neveah.Demevirlds Magie in dieser Weise zu nutzen h?tte Konsequenzen, welche sich Neveah nicht leisten konnte. Jedoch verging das Gef¨¹hl der Hilflosigkeit genauso schnell, wie es gekommen war, als Neveah eine Hand auf ihrem R¨¹cken sp¨¹rte. Dieser sanfte Halt verhinderte, dass Neveah weiter sank, obwohl der Griff um ihren Kn?chel nicht locker lie?. Neveah blickte ¨¹ber ihre Schulter und ihre Augen trafen auf die bekannten, ungleichen Augen. Seine silbernen Locken bewegten sich hinter ihm im Wasser, und seine Lippen formten ein kleines, beruhigendes L?cheln. Es bedurfte keiner Worte, denn als sie in Jians Augen sah, verstand Neveah, was er vorhatte... und welche Rolle sie dabei spielte. Neveah zuckte zusammen und schluckte ihren Schrecken hinunter, als sie ihre Verbindung sp¨¹rte, so wie sie es an der Barriere getan hatte, als der Todessturm angriff. Die Verbindung war genau dort, an Neveahs Fingerspitzen, in dem Moment, als sie sie brauchte, pulsierend und lebendig, viel st?rker als es an der Barriere gewesen war, als sie zum ersten Mal... Demevirlds Magie mit Jian teilte. Neveah lie? die Magie in sich aufsteigen und kanalisierte sie durch die Barriere, sie lie? jedes Quantum von Demevirlds Magie, das sie erreichen konnte, in ihre Verbindung flie?en und sah, wie das Leuchten in Jians Augen zum Leben erwachte. Anders als bei ihr ver?nderte es nicht die Farbe seiner Augen, sondern lie? sie erstrahlen, wie sie waren. Als sie die gesamte Magie kanalisierte, lehnte sich Neveah an Jian und f¨¹hlte, wie ihre ganze Kraft sie verlie?. In diesem Moment l?ste sich der Griff um Neveahs Kn?chel, und eine gro?e schwarze Kreatur mit schleimbedeckten Schuppen schwamm heran, bis sie auf gleicher H?he mit ihnen war, den d¨¹steren Blick auf sie gerichtet, die gelben Augen zusammengekniffen. Ihr Kiefer war ge?f und entbl??te scharfe Reihen geschw?rzter Z?hne, und hinter ihr schwamm einnger Schwanz, der in einem scharfen Schlitzer endete, unruhig herum. Neveah zuckte zusammen, denn sie erinnerte sich an den Schmerz, immer wieder von diesem Schwanz aufgeschlitzt zu werden, als w¨¹rde es sich wiederholen. Aber Neveah erschrak nicht, eine vertraute Zuversicht breitete sich in ihr aus, dieselbe, die sie an der Barriere gesp¨¹rt hatte, als der Todessturm sie angriff. Es gab einen Moment, in dem die Welt stillzustehen schien, kurz bevor die Kreatur mit ihrem wild umherscgenden Schwanz auf sie zust¨¹rmte. Jian hob beil?ufig eine Hand, und seine mmen entfachten sich, umgeben von einem schwachen goldenen Schein, sie brannten hell und heftig, sogar im Wasser. Mit einer leichten Bewegung seiner Finger schleuderte er einen mmenstrom auf die Kreatur, der sie in Sekundenbruchteilen verg. Jeder Schmerzensschrei, den sie h?tte aussto?en k?nnen, ging im Wasser unter, und binnen weniger Augenblicke blieb nichts ¨¹brig, nicht einmal Asche. ¡¯Du hast es get?tet...¡¯ dachte Neveah zu Jian, irgendwie wusste sie, dass er sie h?ren konnte. Es war schlie?lich ihre eigene Welt, eine Welt, die durch die Verschmelzung ihres Unterbewusstseins entstanden war. ¡¯Ich bin nicht wirklich hier, Veah, nur in deinem Kopf... Du hast ihn get?tet. Kehre jetzt zur¨¹ck, heile deine Wunden und komm wieder zu mir...¡¯ Jians Antwort hallte in Neveahs Gedanken wider. In diesem Moment gab Neveahs K?rper der Ersch?pfung nach, ihre Augen schlossen sich und sie verlor das Bewusstsein. Chapter 634: Nicht ich (Kap.635)

Chapter 634: Nicht ich (Kap.635)

Als Neveahs Bewusstsein zur¨¹ckkehrte und siengsam die Augen wieder ?fe, fand sie sich in einer eher ungew?hnlichen Position wieder. Etwa ein Dutzend Leute starrten sie verwundert an, und Neveah beobachtete sofort ihren eigenen Zustand, um sicher zu sein, was genau sie anstarrten. Neveah blickte nach unten und sah, dass sie direkt ¨¹ber dem Bach schwebte, der immer noch in mmen stand. mmen, die selbst auf Wasser hell brannten, was nicht unbedingt ¨¹blich war. Neveahs gesamte Gestalt strahlte diesen schwachen goldenen Schein aus, und an ihren Fingerspitzen tanzten kleine mmen. Was noch schlimmer war: Neveah war nicht allein. Am Ufer des Flusses stand die Gruppe, mit der Neveah gekommen war, und nicht nur sie, sondern auch Menarx, Lord Mycroft und ein paar andere Degen-Drachen. Wann sie angekommen waren, wusste Neveah nicht, aber sie vermutete, dass Everon in der Hitze des Angriffs um Hilfe gerufen hatte. Sie alle starrten Neveah mit gro?en Augen an, und Neveah selbst war sich nicht sicher, was gerade passiert war. In diesem Moment holte Neveahs Verstand sie in die Realit?t zur¨¹ck, dass ihre H?nde in mmen standen. "Schuppen! Das ist hei?!" rief Neveah aus. Neveah sch¨¹ttelte schnell ihre H?nde, um die mmen loszuwerden, und einfach so l?ste sich der goldene Schein zusammen mit den mmen auf, und Neveah st¨¹rzte zur¨¹ck in den Fluss und verursachte ein gro?es tschen. Neveah stotterte und schnappte nach Luft und machte sich schnell und sehr verwirrt auf den Weg zum Ufer. Schwer atmend brach Neveah am Rande des Baches zusammen. "Ist es tot?" fragte Neveah unsicher und ihr Blick wanderte zu Dante, dessen Gewand v?llig durchn?sst war. Dante nicktengsam und schien nicht in der Lage zu sein, Worte zu bilden, um eine h?rbare Antwort zu geben. Lord Mycroft schien jedoch nicht so sprachlos zu sein wie sein Sohn. "Du hast es angez¨¹ndet ... und es hat sogar unter Wasser gebrannt ..." verk¨¹ndete Lord Mycroftngsam. "Ich... das war nicht ich..." Neveah verteidigte sich sofort, aber ihre Worte verstummten, als sie merkte, dass sie diese Behauptung nicht rechtfertigen konnte. Neveah sackte ersch?pft zu Boden und hatte immer noch M¨¹he, ihre Atmung zu beruhigen. Es dauerte einen Moment, bis Neveah auf die Beine kam und die Gruppe anstarrte, die sie immer noch anstarrte, als w?re sie gerade aus einem anderen Reich herabgestiegen. "Ich wei?, dass es f¨¹r euch schwer zu uben ist, aber ich war es nicht ... und ich wei? nicht, wie ich es euch erkl?ren soll, also wenn ihr einen Rat der Gro?en Lords einberufen oder mich in den Drachenturm schleppen wollt, um mich vor Gericht zu stellen, dann tut, was immer ihr wollt." "Dieses Mal war ich es wirklich nicht." sagte Neveah und richtete ihre Worte an Lord Mycroft. ¡¯Lord Mycroft tauschte einen Blick mit Menarx aus, bevor er sich wieder Neveah zuwandte. Neveah machte sich auf eine Belehrung und schwierige Entscheidungen gefasst, doch als diese ausblieben und alle weiterhin schwiegen, zog Neveah die Stirn in Falten. "Hat irgendjemand etwas zu sagen?... irgendjemand?" fragte Neveah ungeduldig. "Veah, wir wissen, dass du es nicht warst. Wir haben es deutlich gesehen, das waren Jians mmen... du hast gerade Jians mmen gef¨¹hrt..." sagte Menarxngsam. Neveah hob ¨¹berrascht eine Augenbraue, da alle Drachen es offensichtlich erkannt hatten. "Es waren tats?chlich die mmen unseres Lehnsherren, die ungehindert durch alle Naturfacetten brannten. Es ist unverkennbar, ich habe diese mmen oft genug gesehen, um sie ¨¹berall zu erkennen." Lord Mycroft stimmte voller Ehrfurcht zu. "Aber... wie ist das ¨¹berhaupt m?glich? Seine Gnaden ist uns nirgends bekannt... wir k?nnen nur spekulieren, wo er sich befindet, und ich habe noch nie von einer Verschmelzung der Schuppen geh?rt, die solch eine F?higkeit verleiht." "Oder davon, dass ein Reiter die F?higkeiten seines Drachen nutzen kann, abgesehen davon, dass er dagegen immun ist. Wie kann Veah Jians mmen beschw?ren?" fragte Everonut und an niemanden direkt gerichtet. Neveah blinzelte, sie hatte dar¨¹ber noch nicht wirklich nachgedacht, aber jetzt, da sie es tat, wurde ihr r, dass sie auch noch nie von so etwas geh?rt hatte. "Veah...hast du irgendwie Kontakt zu Jian gehabt? Du hast wiederholt gesagt, dass du es nicht warst, das kann nur hei?en, dass etwas anderes im Spiel war, das wir eben nicht sehen konnten." Menarx war der Erste, der Neveahs schuldigen Gesichtsausdruck bemerkte. Neveah schaute sich auf der Lichtung um, um sicherzugehen, dass sie allein waren. "Keine Sorge, der Angriff wurde abgewehrt. Die Kobolde, die aus dem Nichts angegriffen haben, wurden alle get?tet, und meine S?belzahndrachen jagen jetzt den Zauberer, der hinter diesem Angriff steckt." versicherte Lord Mycroft Neveah. "Beruhigt euch, es ist niemand au?er uns hier. Ihr k?nnt frei sprechen." ermutigte Menarx. Neveah warf Adrienne einen z?gernden Blick zu. "Ich verstehe, wenn du mir nicht vertraust..." begann Adrienne zu sprechen, aber Neveah unterbrach sie. "Nein, nein... es ist in Ordnung. Du bist es nicht, dem man misstrauen muss." murmelte Neveah. "Nun, er erschien vor einem Moment in meinem Sinn, weil ich in Gefahr war. Jian sagte, ich habe unbewusst nach ihm gerufen und er kam in meine Tr?ume... wir hatten in letzter Zeit irgendwie Kontakt..." verriet Neveah z?gernd. "Du hast mit Jian gesprochen?!" rief Everon leise fl¨¹sternd. "Nichtnge, die Wahrheit ist, ich war genauso hilflos und ahnungslos wie alle anderen, bis ich in Lord Mycrofts Halle das Bewusstsein verlor und Jian in meinen Tr?umen erschien..." begann Neveah bedeutungsvoll. "Mein Vater besa? ein magisches Artefakt, das es uns erm?glicht, in unseren unbewussten Momenten durch unsere Tr?ume zu kommunizieren... wir haben heute zum ersten Mal miteinander gesprochen, als ich wegen Demevirld das Bewusstsein verlor." "Und als ich gerade dabei war, das Bewusstsein zu verlieren, erschien er in meinem Geist... er rettete mich und besiegte das Biest, indem er es verbrannte. Bis jetzt habe ich nicht bemerkt, dass seine mmen durch mich kanalisiert wurden, und ich kann mir nicht erkl?ren, wie das geschehen ist, vielleicht wei? er besser Bescheid..." "Das einzige, was ich im Moment sicher sagen kann, ist, dass es unserem Lehnsherren gut geht... und dass er im Moment alles tut, um die Festung zur¨¹ckzuerobern." sagte Neveah mit einem kleinen L?cheln. Chapter 635: Nachwirkungen der Kontamination (Kap. 636)

Chapter 635: Nachwirkungen der Kontamination (Kap. 636)

"Los, beeilt euch! Nehmt alles raus und verbrennt es!" rief Dante den Wachen zu, die eine Vorrichtung bedienten, um Steine aus dem Bach zu ziehen. "Lasst sie auch das Bachbett s?ubern. Dort dr¨¹ben am Wasserfall ist die Verschmutzung ebenso schlimm." wies Lord Mycroft einige seiner Untergebenen an. Man hatte herausgefunden, dass die Bestiens¨¹lze die Quelle der Verunreinigung war, und in diesem Moment waren die Drachenlords damit besch?ftigt, den Bach von ihr zu befreien. Zwei Magier waren ebenfalls anwesend, die eilig durch ein Portal aus der Magierakademie herbeigerufen worden waren und die den Prozess anf¨¹hrten, die d¨¹stere Magieaura der Bestie zu bannen. Dank ihrer Anstrengungen war der Tarnzauber bereits aufgehoben, und alles, was Neveah durch Demevirlds F?higkeit gesehen hatte ¨C und sogar das, was sie nicht gesehen hatte, das wahre Ausma? der Verseuchung ¨C war nun f¨¹r alle sichtbar. Das Wasser selbst war vollkommen verseucht und obwohl die darin verborgene Bestie vernichtet worden war, waren ¨¹berreste des dunklen Zaubers ¨¹berall vorhanden und der Grund des Bachs war mit dem schwarzen Schleim der Bestie und zahlreichen anderen unsagbaren Substanzen bedeckt. W?hrend die Magier daf¨¹r sorgten, dass der Einfluss der dunklen Magie vollst?ndig verschwand, bem¨¹hten sich Lord Mycroft und seine Untergebenen, die Verunreinigungen zu beseitigen. "Och Mensch..." murmelte Tara angewidert. Neveah sah zu Tara hin¨¹ber, die w¨¹rgte, als ein gro?er Stein aus dem Bach gehoben wurde, bedeckt von einer dicken Schicht schwarzen Schleims und Glibbers. Es war wirklich rmierend zu sehen, dass dieses Niveau an Verseuchung und Toxizit?t durch das gesamte Wassersystem der Stadt geflossen war, ohne dass irgendjemand davon etwas mitbekommen hatte. Die gesamte Wasserversorgung hatte sich an den Lebensraum der schmierigen Bestie angepasst, und es war ein widerw?rtiger Anblick. "Ich habe wirklich ein paar Mal aus dem S?belturm getrunken. Ich kann nicht fassen, dass die ganze Festung dieses Wasser zu sich genommen hat... Mir ist ¨¹bel..." begte sich Tara. "Ich h?tte nie gedacht, dass dunkle Magie so... absto?end sein kann." sagte Estelle kopfsch¨¹ttelnd. "Damals f¨¹hrte der Dunkle Lord unz?hlige Experimente durch, um monstr?se Kreaturen mit verschiedensten F?higkeiten zu erschaffen, Wesen, die er seine Haustiere nannte... ich vermute, diese hier war nur eines davon." "Aber warum sie hier drau?en ist... das bleibt die Frage." bemerkte Everon, der neben Neveah stand. Auch Estelle sah so aus, als k?nnte sie sich jeden Moment ¨¹bergeben, aber sie behielt die Fassung und t?tschelte Tara beruhigend den R¨¹cken. "Immerhin bist du erst seit einem Tag hier, einige von uns sind seit dem Beginn der Seuche hier." erinnerte Estelle Tara. Tara w¨¹rgte erneut, hielt sich die Hand vor den Mund, sch¨¹ttelte den Kopf und torkelte zu einem Baum. Neveahs Augenbrauen zogen sich zusammen, als sie versuchte, ihr eigenes System zu beruhigen, damit sie nicht so wie Tara auf den Anblick reagierte. Die Drachenlords schienen v?llig unbeeindruckt, und Neveah wusste, esg nur daran, dass sie mehr damit besch?ftigt waren, die Wasservorr?te so schnell wie m?glich aufzubereiten, als sich Gedanken dar¨¹ber zu machen, wie viel davon sie in den letzten Monaten zu sich genommen hatten."Veah, meinst du nicht, du solltest zuerst in den Turm zur¨¹ckkehren? Du musst aus diesen nassen motten raus und deine Wunde s?ubern und verbindenssen. Das wird mehr als ein paar Tage dauern, und deine Verletzungen sind immer noch nicht vollst?ndig verheilt", schlug Dante vor und kam auf sie zu. "Dante hat Recht, du blutest noch", stimmte Estelle zu und deutete auf Neveahs Schulter, die von dem peitschenden Schwanz des Ungeheuers getroffen worden war. Die Wunde an Neveahs Oberschenkel war ihnen noch nicht bekannt, da sie nicht sichtbar war. Neveah rollte ihre Schulter ein wenig - sie hatte ihre Wunden vergessen, und erst jetzt kehrte der Schmerz zur¨¹ck. Es blutete nicht mehr so stark wie zuvor, aber es blutete immer noch und der Schmerz war qualvoll, doch es war nichts, woran Neveah nicht schon gew?hnt war. "Es heilt vielleichtngsam, wegen der Einfl¨¹sse der dunklen Magie, aber heilen wird es. Das Biest ist auch tot, also ist die Wunde nicht mit dem dunklen Toxin infiziert, wie es beim Trollgolem der Fall war... Es wird gut verheilen", versicherte Neveah. "Nicht nur meine Wunden bereiten mir Sorge; ich f¨¹rchte, wir ben?tigen eine betr?chtliche Menge an R¨¹benreben und Eisenh¨¹lsenwurzeln, damit alle, einschlie?lich der Drachenf¨¹rsten, vollst?ndig genesen k?nnen... Vielleicht zeigt sich bei ihnen keine offensichtliche Wirkung, aber wir sollten kein Risiko eingehen", murmelte Neveah zu Dante. "Du hast Recht, auch Drachen k?nnen krank werden. Wir sollten alle ber¨¹cksichtigen. Ich werde meinem Vater Bescheid geben und nach der R¨¹ckkehr von Lord Menarx k?nnen wir besprechen, wie wir vorgehen... angesichts der Spannungen mit den Fae", erwiderte Dante, bevor er zu Lord Mycroft hin¨¹berging. "H?tten wir beinahe nicht von einem Biest get?tet werden, h?ttest du einfach nichts gesagt?", fl¨¹sterte Everon Neveah zu, wobei er dieselbe Frage auf unterschiedliche Weise fast zum zw?lften Mal stellte. Neveah seufzte vor Ver?rgerung und wendete ihren Blick von den Magiern ab, die gerade Zauberspr¨¹che sangen, um die Wasserquelle zu reinigen. "Es spielt keine Rolle, wie oft du fragst, Everon. Meine Antwort bleibt gleich, es gab einfach keinen passenden Moment, dar¨¹ber zu sprechen angesichts allem, was geschehen ist... Ich hatte nicht die Absicht, dir die Information vorzuenthalten, noch nte ich, sie offiziell bekanntzugeben", murmelte Neveah. "Jian hat nicht erw?hnt, ob er wollte, dass es enth¨¹llt oder geheim bleibt, ich habe nur aus Notwendigkeit gesprochen... und du hast nicht das Recht, mich hinsichtlich des Zur¨¹ckhaltens von Informationen zu hinterfragen", f¨¹gte Neveah hinzu und sah Everon scharf an. Everon zog daraufhin die Stirn kraus und rollte mit den Augen. "Das ist eine andere Situation", entgee Everon. "Wie denn?", konterte Neveah. "Du h?ttest es uns sagen m¨¹ssen, in dem Moment, als du das erste Mal Kontakt zu Jian aufgenommen hast. Alle m?gen so tun, als w?re alles in Ordnung, aber das ist nur so, weil Pflichten trotzdem erf¨¹llt werden m¨¹ssen. Wir alle haben uns gro?e Sorgen gemacht", beharrte Everon. "Das ist mir bewusst", gab Neveah leise zur¨¹ck, entschied sich diesmal aber, einen Schritt zur¨¹ckzutreten. "Hat Seine Gnaden uns eine Nachricht hintessen?", fragte Everon Neveah. "Er hat gesagt, wir sollen diskret sein. Wenn Menarx zur¨¹ckkehrt... werden wir drei mehr dar¨¹ber sprechen", antwortete Neveah Everon. Chapter 636: Der richtige Weg oder mein Weg (Kap.637)

Chapter 636: Der richtige Weg oder mein Weg (Kap.637)

"Tut es weh?" fragte Tara besorgt. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und hob ihren Arm, damit Tara den Verband um ihre Schulter richtig anlegen konnte. "Veah? Ich bin¡¯s, Everon." Die Stimme von Everon erng an der T¨¹r. "Einen Moment." antwortete Tara an Neveahs Stelle. Sie holte Neveahs Hemd und half ihr beim Anziehen. Als Neveah angezogen war, gab sie Everon das Zeichen, hereinzukommen. "Komm rein." sagte Neveah leise, w?hrend sie sich auf dem Bett anders hinsetzte. Neveah zuckte merklich zusammen, als die Bewegung Druck auf ihre Wunden aus¨¹bte. Die T¨¹r ?fe sich und Everon kam herein, begleitet von Menarx. "Wie f¨¹hlt es sich an?" fragte Neveah die beiden, w?hrend sie leicht mit den Schultern rollte, um das Unbehagen zu lindern. "Tu das nicht, du verschlimmerst deine Wunden noch." mahnte Everon und runzelte die Stirn. "Das ist alles unn?tig, das heilt von selbst." betonte Neveah. "Was w¨¹rdest du sagen, wenn einer von uns verletzt w?re und den Rat des Heilers nicht befolgen w¨¹rde?" fragte Menarx Neveah und sein Tonfall war am¨¹siert. "Stimmt..." murmelte Neveah und lie? ihre Hand zur Seite sinken. Sie stie? einen leisen Seufzer aus. "Die Wasserversorgung wird mindestens einige Tage brauchen, bis sie wieder funktioniert, aber die Beh?rden von Scabbard werden unerm¨¹dlich daran arbeiten... in der Zwischenzeit wurde die gesamte Wasserversorgung in der Stadt unterbrochen und ein Verbot f¨¹r die Nutzung von Wasser aus der st?dtischen Umgebung verh?ngt." ¨¹bermittelte Everon an Neveah. "Wasser... wie soll die Stadt auch nur ein paar Tage ohne Wasser auskommen? Es gibt hier Tausende Menschen, Wasser ist lebenswichtig f¨¹r sie... besonders f¨¹r die, die noch infiziert sind." fragte Neveah besorgt. "Die Akademie der Magie wird einige Wassermagier schicken, die vor¨¹bergehend eine von Magie abh?ngige Wasserversorgung einrichten werden. Lord Mycroft hat bereits alles im Griff." teilte Menarx Neveah mit. Neveah nickte verst?ndnisvoll und lehnte sich gegen das Kopfteil des Bettes. "Und der Zauberer?" erkundigte sich Neveah. Menarx sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um zu signalisieren, dass es ihnen noch nicht gelungen war, ihn aufzusp¨¹ren. "Die Stadt ist abgeriegelt und die Flugpatrouille ¨¹berwacht den Himmel, aber das Schwarze Netzwerk ist ?u?erst geschickt darin, drachenartige Wesen zu meiden." berichtete Menarx bedauerlich. "Sie tun das schon seit Jahrhunderten, es w?re ¨¹berraschend, wenn sie so leicht zu fangen w?ren." murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Wir werden ihn um jeden Preis fangen, Veah. Er hat es auf dich abgesehen, das bedeutet, dass das schwarze Netzwerk endlich seine Karten offen auf den Tisch legt und dich ins Visier genommen hat... wir k?nnen es nicht zssen, dass sie jetzt noch freier agieren." sagte Menarx ernst."Der K?nig ist fort und alle Wichte sind erschienen, um ihr Spiel zu treiben... die Festung bedarf einer Reinigung, es warnge ¨¹berf?llig." murmelte Everon und nahm tz. Neveah warf Tara einen Blick zu und deutete zur T¨¹r. "Lasst uns einen Moment allein." sagte Neveah zu Tara. Tara nickte und verlie? den Raum, so dass Neveah unter vier Augen mit Menarx und Everon sprechen konnte. Als sie sicher waren, allein zu sein, ergriff Menarx das Wort. "Was sind Jians Befehle? Was kann ich tun?" fragte Menarx gewissenhaft. Die Antwort fiel Menarx wie aus der zweiten Natur, Neveah sah, dass in seinen Augen weder Zweifel noch Z?gerng und die tiefe Loyalit?t von Menarx zu Jian war f¨¹r Neveah eine Beruhigung. "Jian hat die Aufzeichnungen von Asrig vengt, die in den geheimen Archiven aufbewahrt werden." offenbarte Neveah und wartete dann, bis ihre Worte Wirkung zeigten. Everons Augen weiteten sich ein wenig, er tauschte einen Blick mit Menarx, und beide sahen schockiert zu Neveah zur¨¹ck. "Ich wei? nicht, wof¨¹r er sie ben?tigt, und ja, mir ist vollkommen r, dass diese Aufzeichnungen seit Jahrhunderten verboten sind und Informationen ¨¹ber dunkle Zauber enthalten, die niemals ans Licht kommen sollten..." Neveahs Stimme verlor sich. "Ich ube nicht, dass du das Ausma? verstehst, Neveah. Ein... Asrig..." Everon verstummte, der Name schien fremd auf seiner Zunge. "Asrig war... ist der einzige Drache, von dem bekannt ist, dass er mit dunkler Magie experimentierte und sogar die Treue der ¨¹berlebenden dunklen Zauberer errang und sie als den Signe-Stamm in k?nigliche Dienste berief." "In seinem Bestreben, eine Macht ?hnlich der magischen F?higkeiten des Hochk?nigs Agardan aufzubauen, trieb Asrig alles voran - au?er das Richtige." "Er war besessen von den Taktiken und Methoden des Dunklen Herrschers, sogar von dessen Tyrannei, und strebte danach, diese f¨¹r sich selbst zu reproduzieren. Vor allem, als er erkannte, dass Drachen tats?chlich Magie aus¨¹ben konnten." Everon stockte, sah hilfesuchend zu Menarx. Menarx seufzte tief, nahm ebenfalls tz und setzte fort, wo Everon aufgeh?rt hatte. "Asrig wurde noch eigensinniger und verderbter, als ihm Hochk?nig Agardan nach seinem Tod Demevirld nicht ¨¹berlie?, sodass der einfachste Weg zu seinem Traum, die magische Grunge Demevirlds zu verdunkeln, fruchtlos war." "Sein Interesse an dunkler Magie war tief verwurzelt, Jahrzehnte bevor er den Thron bestieg, und es wurde nur noch deutlicher, als er die ultimative Macht innehatte... Asrig ist die Schande unserer Art, Neveah." "Ein Name, der aus gutem Grund gemieden wird. Seine Aufzeichnungen sind die Manifestation seiner dunklen Gedanken, Vorstellungen und Erlebnisse, bevor und nachdem er Drachenk?nig wurde. Nicht einmal Jian kennt das gesamte Ma? an Verdorbenheit, die in diesen Schriften liegt... der Rat darf dies niemals erfahren." sagte Menarx mit ernster Stimme. "Ich verstehe sehr wohl, dass nur wenige auserw?hlte Personen Zugang zu den geheimen Archiven haben und ich bin nicht befugt, sie zu betreten. Mir ist auch r, dass es ein gro?es Risiko birgt, solch einen Aufzeichnungen zu entnehmen, insbesondere wenn nur mein Wort daf¨¹r steht." "Wenn das aber Jians Wunsch ist, werde ich es ihm beschaffen. Ich kann es auf dem richtigen Weg tun oder auf meine Weise, in jedem Fall werde ich sie erhalten. Wenn ihr mir helfen wollt, k?nnt ihr mir nur euer Vertrauen schenken." sagte Neveah direkt zu Menarx und Everon. Menarx und Everon schwiegennge, bevor Menarx schlie?lich sprach. "Dann m¨¹ssen wir zum Drachenhort zur¨¹ckkehren..." murmelte Menarx. Chapter 637: Etwas Vertrautes (Kap.638)

Chapter 637: Etwas Vertrautes (Kap.638)

Der Schattenturm... der eigentliche Schattenturm, Xenon konnte es kaum uben. Doch als er diesen Tagen zum hundertsten Mal auf dem Balkon stand und in die Ferne hinabblickte, auf der einen Seite die endlose Weite der dunklen L?ndereien, auf der anderen die riesigen verkohlten W?lder mit ihren leblosen, aschfahlen B?umen, wurde ihm einmal mehr bewusst, dass sie tats?chlich in der einzigen Struktur waren, die in diesen Landen noch intakt stand. Das prunkvollste und zugleich schauerlichste Bauwerk in diesen verbotenen S¨¹mpfen... ein Ort, noch verp?nter und gemiedener von den Drachengeschlechtern als die S¨¹mpfe selbst. Der Schattenturm war vieles: ein finsterer, erschreckender Turm, wie Ida sagte... ein Ort, an dem viel Finsternis und mannigfaltige Niedertracht stattgefunden hatten. Aber f¨¹r Xenon war er vor allem das Schloss und die Heimst?tte des Dunklen Lords und seines Rates. "Das ist Wahnsinn... Wie wurden wir nur in der Festung hierher gebracht? Von allen Orten der Welt, an die man uns senden k?nnte?" murmelte Xenon und presste die H?nde fest an seine Seiten. Xenon hatte sich diese Frage schon oft gestellt, doch eine Antwort blieb ihm verwehrt, da Verothrax noch immer bewusstlos war und Ida davon nichts wusste. So gab es niemanden, der ihm eine passende Erkl?rung liefern k?nnte. Seine Bewegung und der Ausbruch seines Zorns lie?en einen stechenden Schmerz seinen R¨¹cken durchzucken, und Xenon ergriff das Gel?nder, um sein Gleichgewicht zu wahren, wobei seine Stirn sich in Abscheu vor der eisig kalten Oberfl?che kr?uselte. Xenon war r geworden, dass jede Oberfl?che des Schlosses ?hnlich beschaffen war. Eiskalt... sie ?hnelte in gewisser Weise den gefrorenen Steinmauern von Drachenhort, doch die Aura, die von den Mauern des Schattenturms ausging, war vollkommen anders. Die Aura war dicht und durchdrungen von dunkler Energie, jener Art, die man ¨¹berall in der Welt subtil wahrnehmen konnte, wo dunkle Magie angewandt wurde, und noch etwas st?rker bei den Schattenbestien, die in den verkohlten W?ldern ihr Unwesen trieben. Aber hier, im Schattenturm, war diese Aura am intensivsten. Sie war ¨¹ber Jahrhunderte so tief in die W?nde eingezogen, dass der Turm zum Heim der m?chtigsten dunklen Magier geworden war. In jeder Ritze und jedem Spalt schien die Mauer diese dunkle Energie zu leben und zu atmen. Selbst nach songer Verw¨¹stung war es beunruhigend, dass die dunkle Energie sich kein bisschen verfl¨¹chtigt hatte, und es war kein Wunder, dass Dunkelheit und Verfall der dunklen L?ndereien ebenso niemals nachlie?en. Xenon hielt sich weiter fest am Gel?nder und mustertenge die dunklen L?ndereien. Xenon versuchte nicht mehr zu tun als das. Er wusste bereits, dass es ihm noch nicht m?glich war, die Drachengestalt anzunehmen, doch hatte er es in den ersten Tagen hier wiederholt versucht, ohne Erfolg. Xenon war sich bewusst, dass es ¨C selbst wenn er seine Umgebung auskundschaften wollte ¨C derzeit keine Option war. Er konnte nur von der H?he dieses Turms aus so weit blicken, wie seine Sicht reichte, bis er sich ausreichend erholt hatte. Es war unm?glich, von diesem Punkt aus die Auswirkungen des magischen Fehlscgs von Verothrax zu erkennen; das Ausma? der Zerst?rung blieb Xenon unbekannt, und noch bedenklicher war f¨¹r ihn das Wohl von Neveah und Jian.Xenons Herz krampfte sich vor Sorge zusammen, als er an die Worte zur¨¹ckdachte, die er Neveah gesagt hatte, bevor er sie verlie?. "Ich w?re bald zur¨¹ck... wienge ist das jetzt her? Ich war mehr als eine Woche bewusstlos und seit ich zu Bewusstsein gekommen bin, ist auch schon eine ganze Weile vergangen", murmelte Xenon vor sich hin. Die N?chte waren l?nger als die Tage in den dunklen Landen. Da die Sonne zu unterschiedlichen Zeiten auf- und unterging, war es wahrlich eine Herausforderung, genau zu ermitteln, wie viel Zeit vergangen war. Die Tage verschmolzen miteinander und oft ging die Sonne nichtnge genug auf, um als ein einzelner Tag zu gelten. Manchmal erlebte man innerhalb kurzer Zeit mehrere Sonnenauf- und -unterg?nge. Soweit drau?en in den dunklen Landen, war es genauso schrecklich, wie Xenon es aus all den Jahrhunderten in Erinnerung hatte. "Ein verfluchter Ort", murmelte Xenon ver?chtlich vor sich hin. Als er vom Balkon zur¨¹cktrat und den Raum verlie?, seufzte Xenon erleichtert. Er ging den Korridor enng, seinen Blick starr nach vorne gerichtet. Er hatte bereits genug Zeit gehabt, sich an jedem Anblick auf dem Weg zu Verothrax abzusto?en, das war jetzt nicht mehr notwendig. W?re Xenon jemand gewesen, der die positiven Seiten betrachtete, h?tte er erkannt, dass er sich in der vergangenen Zeit bereits gut erholt hatte und sich nun nach Belieben bewegen konnte. Xenon wusste, dass es nicht mehrnge dauern w¨¹rde, bis er sich wieder problemlos verwandeln konnte, aber es gab immer noch eine Sorge... Verothrax. Xenon stie? die T¨¹r auf und trat ein, um zu sehen, wie Ida Verothrax¡¯ Stirn mit einem feuchten Tuch abwischte. "Was machst du da?!" fauchte Xenon kalt. Ida zuckte ¨¹berrascht zusammen, sie hatte Xenon nicht kommen h?ren, und wich hastig von Verothrax zur¨¹ck. "Er hat wieder Fieber... Ich versuche nur, sein Fieber zu senken", erkl?rte Ida mit zitternder Stimme. Xenon brummte tief in seiner Kehle. So oft er Ida und ihre beunruhigende Eisenmaske in den letzten Tagen auch gesehen hatte, Xenons Unbehagen war nicht zu ¨¹bersehen... Aus irgendeinem Grund beunruhigte ihre Anwesenheit ihn zutiefst und lie? ihn wachsam bleiben, als g?be es etwas, vor dem er sich sch¨¹tzen m¨¹sste. Ida stellte keine physische Bedrohung dar, das war wahr. Xenon hatte das in den letzten Tagen best?tigt, aber er konnte trotzdem seinen Instinkten nicht misstrauen... da war etwas... etwas beunruhigend Vertrautes, etwas, das er nicht genau benennen konnte... Chapter 638: Etwas ruft (Kap.639)

Chapter 638: Etwas ruft (Kap.639)

"Habe ich nicht gesagt, ich will nicht, dass du ihn ber¨¹hrst?" fragte Xenon Ida mit d¨¹sterem Ton. "Ich... Ich konnte nicht einfach tatenlos zusehen. Ich muss sein Fieber senken...", verteidigte sich Ida mit zitternder Stimme. Xenons Augen verengten sich. So sehr er den Anblick auch missbilligte und Ida nicht das geringste Vertrauen schenkte, war es doch offensichtlich, dass Verothrax¡¯ Erholung zu diesem Zeitpunkt stark von ihr abh?ngig war. Sein Blick wanderte zu Verothrax, die Stirn runzelte sich besorgt. Was auch immer dort drau?en geschehen war, es hatte Verothrax seiner Kr?fte beraubt und seinen K?rper ¨¹berfordert. Xenon war sich nicht sicher, warum Verothrax¡¯ Magie, die er normalerweise beherrschte, so eine h?ssliche Wendung genommen hatte. Verothraxg Jahrhunderte im Schlummer; niemand wusste, was in diesen Jahrzehnten geschehen war. Xenon hatte jedoch nicht erwartet, dass Verothrax¡¯ Magie ihnen und vor allem ihm selbst so schaden w¨¹rde. Es war befremdlich, was geschehen war, und Xenon ahnte, dass etwas Gr??eres dahintersteckte, aber er hatte keine M?glichkeit, dies zu best?tigen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Verothrax in den letzten Tagen mehrfach das Bewusstsein verloren. Wenn er wieder zu sich kam, war er meist verwirrt und desorientiert, und selbst in ren Momenten blieb er nichtnge bei Bewusstsein. Xenon war sich nicht sicher, wie viel Zeit vergehen w¨¹rde, bis Verothrax wieder zu Kr?ften k?me und r genug w?re, ihm dabei zu helfen, den Weg zur¨¹ck zu finden und die Dinge, die er zerst?rt hatte, wieder in Ordnung zu bringen. "Eub mir nur, nach ihm zu sehen. Damit es ihm nicht schlechter geht...", bat Ida Xenon von ihrem tz aus. Xenon presste die Lippen aufeinander, trat jedoch zur Seite und lie? Ida zu Verothraxs Bett gehen, um seine Wunden zu versorgen. Ida wischte sorgf?ltig den Schwei? von Verothraxs Stirn und tat dies beharrlich, w?hrend Xenon stumm danebenstand und zusah. Es vergingen einige Stunden und mehrere Wechsel des K¨¹hlwassers, w?hrend Xenon durchgehend Wache hielt, aber schlie?lich schien Verothrax¡¯ Fieber nachzssen, sein Gesichtsausdruck entspannte sich und sein Scf wurde wesentlich ruhiger. Ida atmete erleichtert auf, als sie das Tuch niederlegte und ihre eigene Stirn trockentupfte. "Sein Fieber ist jetzt gesunken, er ist stabil... Ich wei? nicht, wienge es dauern wird, bis er sich vollst?ndig erholt. K?rperlich scheint nichts mit ihm nicht in Ordnung zu sein... aber er erlebt immer wieder R¨¹ckschl?ge." "Und die hier verf¨¹gbaren Heilkr?uter sind begrenzt. Selbst wenn es welche g?be... ich w¨¹sste nicht, was ich zubereiten sollte. Das hier ist alles, was ich im Moment tun kann...", berichtete Ida Xenon und seufzte erneut vor Ersch?pfung. Sie trat vom Bett zur¨¹ck und rollte ihre Schulter, um die steifen Muskeln zu lockern, nachdem sie Stunden damit verbracht hatte, Verothrax zu pflegen. Ida suchte sich einen Sitz und lie? sich ersch?pft darauf nieder, achtete dabei aber darauf, immer noch einen angemessenen Abstand zu Xenon zu wahren. Xenon erwiderte nichts, ging an Verothrax¡¯ Bett und beugte sich vor, um eine Hand auf dessen Stirn zu legen. Xenon brummte leise vor sich hin. Er war kein Heiler und Verothrax¡¯ Zustand blieb ihm unr.Xenon wusste nur, dass er alle physischen Verletzungen des Aufpralls davongetragen hatte, w?hrend Verothrax vollkommen unversehrt war, allerdings in einer heikleren Situation steckte. "Magie... ich werde nie verstehen, wie sie funktioniert", murmelte Xenon vor sich hin. Er drehte sich um und wollte gerade Ida bitten zu gehen, wenn sie mit allem fertig war, doch er stellte fest, dass Ida bereits tief und fest auf dem Stuhl schlief, den sie gew?hlt hatte, den Kopf an die Wand gelehnt. Xenon trat leise zu ihr hin¨¹ber, setzte jeden Schritt behutsam. Direkt vor Ida stehend, griff er nach der eisernen Maske, die ihr Gesicht verbarg. Xenon hielt inne, nur wenige Zentimeter von der Maske entfernt, und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Was geht es mich an, wer sie ist oder was sie verbirgt? Ich kann meine Gedanken nicht mit irgendeiner beliebigen Frau verschwenden... sobald ich nur den geringsten Fehler bemerke, werde ich ihren Kopf fordern", dachte er bei sich. Mit gesammelten Gedanken schaute Xenon noch einmal zu Verothrax und dann wieder zu Ida hin¨¹ber. Nach einem Seufzer ging Xenon zum Bett von Verothrax. Er legte die Hand auf den eisernen Bettrahmen und lie? seine mme hineinflie?en ¨C nicht so stark, dass es auffallen w¨¹rde, aber gerade genug, dass er es sp¨¹ren w¨¹rde, sollte jemand Verothrax zu nahe kommen. Dann verlie? Xenon das Zimmer und schloss die T¨¹r hinter sich. Am Gang angngt, blickte er nach links, zur¨¹ck zu dem Teil des Turms, den er gekommen war, dem einzigen zug?nglichen Bereich, der von Ida bewohnt wurde. Nach rechts f¨¹hrte der Weg zum Treppenhaus und zu den vielen versiegelten Etagen der Schattenburg, gesichert mit schweren Eisentoren. Xenon hatte schon viel umhergewandert und es hatte ihn nicht verwundert, dass abgesehen von dieser Etage alle anderen in eine Sackgasse f¨¹hrten. "K?nig Agardan ore nach dem Aufstand an, alle Ebenen des Schattenturms zu versiegeln... diese Tore sind mit Drachenfeuer versiegelt und k?nnen nur durch das gleiche ge?f werden", erinnerte sich Xenon. "Diese Etage ist die einzige Ausnahme, da sie bereits ein vessenes Dachgeschoss war... wie kann es sein, dass jemand schon die ganze Zeit hier ist? Sie kann unm?glich songe gelebt haben wie der Aufstand... welche Ereignisse haben sie hierher gef¨¹hrt, in die verbotenen S¨¹mpfe, wo sich sonst kein Leben hingewagt hat?" murmelte Xenon. Xenon sch¨¹ttelte den Kopf und setzte seinen Weg nach rechts fort. So oft er auch gewandert war, Xenon hatte keinen Ass gesehen, die versiegelten Etagen zu betreten... Diese Ebenen verbargen Dunkelheit und Gr?ueltaten, die die Drachen f¨¹r alle Zeit begraben wissen wollten... dennoch riefen diese Hallen zu ihm, jeden Tag, seit Xenon wieder bei Bewusstsein war. Xenon sp¨¹rte es tief in sich, es war schwer zu erkl?ren und er hatte sich jedes Mal dagegen gewehrt. ¡¯Aber jetzt, da ich hier bin, warum kommt es mir vor, als g?be es einen Grund daf¨¹r? Warum habe ich das Gef¨¹hl, dass es etwas gibt, was ich finden soll?¡¯, dachte Xenon verwirrt. Chapter 639: Wo es begann (Kap.640)

Chapter 639: Wo es begann (Kap.640)

?Es ist der Schwarze Unhold...", zischte eine fremde Stimme leise, begleitet von einem Unterton des Staunens. ?Es ist der Schwarze Unhold, nicht wahr?", fl¨¹sterte eine andere Stimme ebenso leise, so leise, dass sie kaum h?rbar war. ?Der Schwarze Unhold? Der letzte lebende Schwarzschuppige Drache?", hallte ein drittes Fl¨¹stern aus der Ferne wider. ?In der Tat. Es ist ganz sicher er!", best?tigte die erste Stimme. Xenons Brauen zuckten leicht, nicht zum ersten Mal stritten sich diese seltsamen Stimmen in diesen Tagen. In den ersten Tagen, nachdem er das Bewusstsein wiederengt hatte, war Xenon zum ersten Mal mit diesem Gef¨¹hl konfrontiert worden, als ob er aus gro?er Entfernung beobachtet werden w¨¹rde. Nat¨¹rlich war Xenon sofort rmiert, hatte die Anwesenheit jedoch nicht best?tigt, da dies nicht notwendig gewesen war. Erstens, weil es keine ¨¹berraschung war, in einem Ort wie dem Schattenturm auf eine solche seltsame Begegnung zu sto?en. Auch wenn die Drachen gehofft hatten, der schrecklichen Realit?t des dunklen Reichs ein Ende zu setzen, gab es einige finstere Dinge, von denen selbst sie nicht wussten, wie man sie loswerden konnte. Daher war es die beste Entscheidung gewesen, den dunklen Turm abzuriegeln. Denn was auch immer dortuerte, w¨¹rde f¨¹r alle Ewigkeit in diesem Turm eingeschlossen bleiben und keinen Weg in die reale Welt finden. Der zweite Grund war die Tatsache, dass die Pr?senz nur einen kurzen Moment anhielt, bevor sie verschwand, und zwar so schnell, dass Xenon sich oft fragen musste, ob er nur ¨¹berempfindlich war oder ob sie ¨¹berhaupt jemals da gewesen war. Xenon war sich nicht sicher, was diese Pr?senz genau war, aber so sehr er auch versuchte, sie zu ignorieren und so zu tun, als k?nnte er sie nicht wahrnehmen, wurde sie immer l?stiger. Anfangs war die Pr?senz still, distanziert, beobachtend und versuchte manchmal, Xenons Neugier zu wecken, um herauszufinden, was es war, aber in den letzten Tagen war sie immer dreister geworden. Zuerst begann es mit Gemurmel und unh?rbarem Gefl¨¹ster in den W?nden, bis es nun zu offenem Streiten kam. W?re Xenon irgendwo anders auf der Welt, h?tte er vielleicht geschlossen, dass ein so seltsames Ereignis bedeutete, dass er erneut den Verstand verlor... aber Xenon wusste, wie sich dieser wilde Dunst anf¨¹hlte, und das war es nicht. Der wilde Dunst geh?rte f¨¹r Xenon der Vergangenheit an und sollte seit der Einpr?gung von Neveahs Zeichen nie wieder auftreten, also was genau war das hier? Es gab alle m?glichen seltsamen Dinge in diesem dunklen Turm. Xenon war nicht einmal ¨¹berrascht von dieser Begegnung, es war ihm nur unangenehm, dass anscheinend nur er davon betroffen war. ?Und woher willst du das wissen? Es gibt die ganze Zeit ¨¹ber kein Anzeichen seiner Drachengestalt... Keine einzige schwarze Schuppe zu sehen.", fl¨¹sterte die dritte Stimme erneut. ?Wenn er es nicht ist, wer k?nnte es dann sein?", fragte die erste Stimme. ?Er... seht! Er wacht auf!", rief die zweite Stimme in Panik aus. ?Meinst du, er kann uns h?ren?", rief die erste Stimme ebenfalls. ?Das kann nicht sein!", rief die zweite Stimme aus."Ich habe nie gescfen ... und ja, ich kann dich h?ren." Xenons leises Grummeln hallte im Raum wider, w?hrend seine Augen sichngsam ?fen. ¡¯Igitt! Lauft! Schnell!¡¯ kreischte die erste Stimme. Xenon zuckte ver?rgert mit den Augenbrauen und bem¨¹hte sich nicht einmal, sich im Raum umzusehen ¨C er war sich sicher, dass es nichts zu sehen gab. So unheimlich diese Stimmen auch Nacht f¨¹r Nacht sein mochten, Xenon lie? sich davon nicht sonderlich beeindrucken. Mehr als gefl¨¹sterte Worte in der Nacht waren notwendig, um ihn zu erreichen; Dunkle Magie und ihre Ausformungen zielten stets darauf ab, Emotionen wie Angst, Abscheu und dergleichen hervorzurufen. Aber in diesem Moment war das Xenon gleichg¨¹ltig. Selbst wenn der Geist des dunklen Lords jetzt in diesen Raum treten w¨¹rde, war sich Xenon nicht sicher, ob es ihm viel ausmachen w¨¹rde. Seine ganze Aufmerksamkeit konzentrierte sich darauf, den Weg zur¨¹ckzufinden. Xenon starrte einen Momentng an die Decke. Die Stimmen waren schon l?ngst verschwunden, zur¨¹ckgewichen in die Dunkelheit, aus der sie im dunklen Turm aufgestiegen waren. Xenon fragte sich, ob es wieder einmal nur eine T?uschung seines Geistes gewesen war oder ob es wirklich geschehen war. Die Sonne ging zum ersten Mal seitngem wieder auf ¨C es waren mindestens ein paar Tage seit dem letzten Sonnenaufgang vergangen. Xenon hatte in all dieser Zeit keinen Moment Scf gefunden; von den Schreien der Schattenbestien und Schattenmenschen in den dunklen Landen bis zu den Fl¨¹stereien innerhalb der Mauern des Schattenturms. Xenon war sich nicht sicher, ob er jemals wieder ruhig scfen k?nnte, bevor er so weit wie m?glich von diesem verfluchten Ort fort war. "Zum Gl¨¹ck k?nnen Drachennge ohne Scf auskommen", murmelte Xenon vor sich hin. Xenon erhob sich, griff nach seinem ¨¹bermantel und machte sich auf den Weg, um nach Verothrax zu sehen. Als er ankam, stellte Xenon fest, dass Verothrax zum ersten Mal seitnger Zeit bei Bewusstsein war, sa? im Bett und beobachtete, wie Ida sich bewegte und die Decken um ihn herum zurechtr¨¹ckte. Verothrax warf Xenon einen fragenden Blick zu und deutete mit den Augen auf Ida, doch Xenon zuckte nur mit den Schultern ¨C auch er wusste nicht, was er von dieser seltsamen Frau halten sollte. "Wienge war ich..." begann Verothrax, lie? den Satz jedoch offen. "Eine sehrnge Zeit", antwortete Xenon und trat an die Seite von Verothraxs Bett. Als Xenon seine Hand hob, um Verothraxs Temperatur zu f¨¹hlen, ver?nderte sich dessen Gesichtsausdruck. "R¨¹hr mich nicht an!" zischte Verothrax und runzelte stirnrunzelnd die Stirn, seine dunklen Augen verengten sich zu einem stechenden Blick. Xenon schnaubte leise vor sich hin, ¨¹berpr¨¹fte aber dennoch Verothraxs Temperatur. "Du bist bei rem Verstand, das ist gut", sagte Xenon anerkennend. Verothrax nicktengsam, seufzte tr?ge und seine Lippen verzogen sich zu einem mncholischen Grinsen. "Also... der dunkle Turm ... das ist interessant ... hier hat alles begonnen", sagte Verothrax und blickte sich um. Chapter 640: Wo es begann 2 (Kap.641)

Chapter 640: Wo es begann 2 (Kap.641)

Xenons Augenbrauen verengten sich, als er Verothrax ansah, bevor er Ida einen finsteren Blick zuwarf. Ida verstand den Wink und verlie? hastig den Raum. Xenon wartete, bis er sicher war, dass Ida weit genug au?er H?rweite war, bevor er sprach. "Diese Bestimmung... sie kann unm?glich von mir gewollt gewesen sein. Das Portal wurde umgeleitet, oder es war urspr¨¹nglich f¨¹r dieses Ziel gedacht - durch dich." sagte Xenon, sein Tonfall war bestimmt. "Warum? Warum hast du uns hierhergebracht?" fragte Xenon ernsthaft. Der d¨¹stere Blick von Verothrax ruhte auf Xenon, seine dunklen Augen verengten sich zu einem schwer durchschaubaren Ausdruck. "Warum seid ihr so sicher, dass ich es war, der uns hierhergebracht hat? Weil ihr einer der wenigen unseresgleichen seid, denen es verg?nnt geblieben ist, nie zu sehen, wie der dunkle Turm aussieht?" fragte Verothrax mit seiner gewohnt eisigen und absch?tzigen Stimme. "Sollen wir anfangen, den Schmerz und die Leiden der Vergangenheit zu vergleichen? Gibt es ¨¹berhaupt einen unter uns, dem es in jener Zeit leicht gefallen ist?" erwiderte Xenon, unbeeindruckt von Verothrax¡¯ absichtlich provozierenden Worten. Verothrax presste die Lippen zusammen und wandte seinen Blick ab, nach vorn gerichtet. "Ich habe uns nicht absichtlich hierher gebracht. Ich w¨¹rde niemals freiwillig zur¨¹ckkehren, selbst wenn es der letzte Ort auf der Erde w?re... aber ich habe f¨¹r so viele Jahrhunderte geschlummert, dass meine Erinnerung wirr ist." "In jenem Augenblick m¨¹ssen meine Gedanken in die Vergangenheit gewandert sein... in die Tage, als ich in diesem verfluchten Turm gefesselt war." murmelte Verothrax. Xenon schwieg einen Moment, bevor er mit dem Kopf nickte. "Wir werden nichtnge hier sein. Sobald es dir besser geht, werden wir umgehend aufbrechen... Du musst dich nicht wieder mit diesem... Ort vertraut machen." sagte Xenon zu Verothrax und stand auf. "Wirst du mich nicht fragen, was schiefgufen ist?" fragte Verothrax, als Xenon sich zum Gehen wandte. Xenon hielt inne, drehte sich zu Verothrax um und verschr?nkte die Arme. "Wirst du es mir sagen, wenn ich frage?" erwiderte Xenon mit einer Gegenfrage. "Ich habe niemals versagt, meine Magie zu kontrollieren, und dies sollte eine leichte Aufgabe sein: einen Leer-Raum ?ffnen und den Todessturm ins Nichts verbannen, ihn erneut versiegeln..." "Ich wurde auserw?hlt, weil Unser Herr sicher war, dass ich es schaffen k?nnte, und dennoch habe ich Unheil heraufbeschworen. Solltest du mich als W?chter des K?nigs und als Pfeiler der Festung nicht tadeln und beschimpfen?" fragte Verothrax Xenon. Xenons Augenbrauen zogen sich bei diesen Worten leicht zusammen, und er sch¨¹ttelte den Kopf. "Verothrax, du warst Jahrhunderteng im Schlummer. Die Entscheidung, dich zu erwecken,g bei uns, und du hattest nicht genug Zeit, um zu alter Kraft zur¨¹ckzufinden... Schuldzuweisungen sind jetzt nicht hilfreich. Wir m¨¹ssen zur¨¹ckkehren und die Ordnung wiederherstellen, das ist das Wichtigste." entgee Xenon. "Trotz all der Zeit, nach all der Zerst?rung, die ich angerichtet habe und den vielen Leben, die ich mit meiner Magie genommen habe, behandelt ihr - du und Jian - mich immer noch wie ein zu beh¨¹tendes Kind. Ich mag viel j¨¹nger sein als ihr, aber ich habe auch meinen Anteil an Jahrhunderten." murrte Verothrax.Xenon neigte bei Verothrax¡¯ Worten den Kopf zur Seite. ?Ich habe nicht die Kontrolle ¨¹ber meine Magie verloren, etwas anderes hat eingegriffen", f¨¹gte Verothrax hinzu. Xenon hob fragend eine Augenbraue und setzte sich wieder an Verothrax¡¯ Bett. ?Was ist dieses ¡¯Etwas¡¯?", fragte Xenon. ?Ich wei? nicht genau, wie ich es erkl?ren soll... es ist eine fremde Magie in mir... etwas, das nicht mir geh?rt und meine Konstitution durcheinanderbringt. Ich sp¨¹re es in meinen Adern... es beeintr?chtigt meine Magie nachteilig und f¨¹hrt zu einem Kontrollverlust", erkl?rte Verothrax unsicher. ?Fremde Magie? Wie ist das ¨¹berhaupt m?glich...", begann Xenon, brach jedoch ab, als ihm etwas in den Sinn kam. ?Es gab das Problem mit dem Diebstahl magischer F?higkeiten von der ahnungslosen jungen Generation, bevor sich ihre Kr?fte manifestieren konnten... Zuerst nutzten die Zwerge diese gestohlene Magie, um ihre Tunnel zu verst?rken und handelten sogar mit Gold und anderen seltenen Gegenst?nden daf¨¹r." ?Dann stellte sich heraus, dass einige adlige Fae-ns Gesch?fte mit den Zwergen gemacht hatten. Der Fae-Rat konnte jedoch jegliche Verantwortung abstreiten, indem er die Verbindungen zu den beschuldigten ns k¨¹rzte..." ?Der Handel mit magischen F?higkeiten wurde beendet, und alle Spuren der verschwundenen F?higkeiten verschwanden. K?nnte es sein, dass man diese Magie bei dir eingesetzt hat?", fragte Xenon. Verothrax runzelte leicht die Stirn und hob seine Hand vor sein Gesicht. ?Wenn es Magie von einer anderen Spezies ist, w¨¹rde das erkl?ren, warum sie mir so fremd erscheint und ich sie kaum kontrollieren kann", antwortete Verothrax ernst. ?Willst du damit sagen, dass dich jemand im letzten Jahr, w?hrend du aus deinem Scf erwacht bist und deine Kr?fte wiederengt hast, mit der gestohlenen Magie dieser unschuldigen Jungen versorgt hat?" ?Das bedeutet, dass die Fae irgendwie zu dir vorgedrungen sind, weil sie wussten, dass wir dich irgendwann brauchen w¨¹rden... aber wie konnten sie so gut ¨¹ber jeden unserer Schritte informiert sein, dass sie sogar eine Falle dieser Gr??enordnung vorbereiten konnten?", sagte Xenon leise. ?Meine H?hle ist gut bewacht. Niemand wagt es, sich ihr zu n?hern, nicht einmal unsere Verwandten. Nur Lodenworth und Ke waren f¨¹r meine Pflege verantwortlich... wie sind die Fae an mich gngt?", fragte Verothrax misstrauisch. ?Ke...", zischte Verothrax leise. ?Verdammt!", grunzte Xenon in stummer Wut. So sehr Xenon es auch nicht wahrhaben wollte, die Antwort war sowohl f¨¹r ihn als auch f¨¹r Verothrax offensichtlich: Es gab nur eine Fae, die in seinem verletzlichen Zustand in die N?he von Verothrax gngt war, und das war Lodenworths Reiter. ?Der Fae-n h?tte diesen Schritt nicht ohne Grund unternommen. Sie m¨¹ssen auch gewusst haben, dass Jian Fort zed pers?nlich angreifen w¨¹rde, was bedeutet, dass ihr Ziel... der Drachenk?nig ist", stellte Verothrax fest. ?Es kann nur ein Ziel geben... die Fae beabsichtigen, einen Anspruch auf die oberste Herrschaft zu erheben. Wir wussten, dass es kommen w¨¹rde, aber das haben wir nicht erwartet", murmelte Xenon vor sich hin. ?Dann k?nnen wir nur ihren eigenen n gegen sie verwenden... Xenon, ich werde nicht l?nger in den Schlummer zur¨¹ckkehren und mich vor meiner Magie verstecken. Ich bin von Geburt an ein htenlord, und wenn die Fae es wagen, mich zu benutzen, m¨¹ssen sie die Konsequenzen sp¨¹ren", zischte Verothrax finster. Chapter 641: Gef?hrdet (Kap.642)

Chapter 641: Gef?hrdet (Kap.642)

"Er h?rt uns doch, oder etwa nicht?" murmelte eine erste ?therische Stimme leise, wie das Seufzen einer Mitternachtsbrise, die durch die hallenden G?nge des Schattenturms wehte. "Das muss so sein! Er hat es selbst verk¨¹ndet. Sicherlich sind seine Ohren auf unser gespenstisches Gemurmel eingestimmt!" schallte die zweite Stimme nachdr¨¹cklich und unnachgiebig. "Doch k?nnte seine Antwort nicht einfach zuf?llig gewesen sein? Es scheint ?u?erst unwahrscheinlich, dass ein Drache das Fl¨¹stern der Geister wahrnehmen kann." gr¨¹belte die dritte Stimme skeptisch. "Wie kann das ein Zufall sein? Er hat auf unseren Ruf geantwortet, und wir haben ihn alle geh?rt!" beharrte die zweite Stimme auf ihrer Meinung. "Aber schaut nur, wie er durch diese heiligen Hallen schreitet, ohne es zu bemerken, und das schon seit vielen Tagen. Haben wir nicht alle M?glichkeiten ausgesch?pft, um seine Aufmerksamkeit zu engen?" wies die dritte Stimme mit einem Hauch von Verzweiflung hin. "Es gibt zwei M?glichkeiten: Entweder war es reiner Zufall, oder er h?rt uns tats?chlich, tut aber so, als ob er nichts w¨¹sste." sinnierte die erste Stimme nachdenklich. "Wie k?nnten wir herausfinden, welche Wahrheit zutrifft?" erkundigte sich die dritte Stimme, deren Ton nun von Langeweile gepr?gt war. "Wir m¨¹ssen einen K?der auslegen. Wir besitzen genau den richtigen K?der f¨¹r dieses Unterfangen, nicht wahr?" erinnerte die erste Stimme sie mit einem Funken Hoffnung. "Ja, das tun wir!" meldete sich die zweite Stimme aufgeregt, ihre spektrale Essenz von Vorfreude erf¨¹llt. "Wenn der Feuerdrache mit den obsidianen Schuppen uns h?ren kann, wird er sicherlich von dem Wissen angezogen, dass viele Ruhelose danach streben, mit ihm zu kommunizieren, so wie er versucht hat, auf ?hnliche Weise durch die ?therischen F?den, die seine Art verbinden, zu anderen zu gngen... doch es war ein tragisches Scheitern." murmelte die erste Stimme. "Die arkanen Mauern, die den Turm der Dunkelheit umgeben, gew?hren keinen solchen Segen f¨¹r das Weben von Bindungen und Gedankenfl¨¹stern. Wie k?nnte man etwas anderes als Verzweiflung erwarten?" schallte die zweite Stimme mit einer gespenstischen K?lte. "Es w¨¹rde ihn jedoch interessieren zu erfahren, dass wir ein Mittel besitzen. Ja! Wir haben einen Weg gefunden, diese Mauern zu umgehen! Ein Geheimnis, das nur wir kennen! Es gibt nur diesen einen Weg!" fuhr die zweite Stimme fort. Xenon hielt inne, seine Brauen zuckten leicht. Und dann setzte er seinen Weg fort. ¡¯Schutzzonen...¡¯ dachte Xenon bei sich. Es machte jetzt Sinn. Es war die einzige vern¨¹nftige Erkl?rung daf¨¹r, warum er Jian trotz mehrfacher Versuche weder durch ihre Verbindung noch Cassian oder einen der anderen W?chter des K?nigs erreichen konnte. Aber selbst wenn er keine anderen M?glichkeiten mehr hatte, war Xenon nicht bereit, der Verlockung nachzugeben. Xenon war nur ein kurzes St¨¹ck den Gang enng gegangen, bevor er erneut stehen blieb. ¡¯Verothrax¡¯ Magie muss eine gro?e Zerst?rung angerichtet haben. Wie gro? war sie? Und wie konnte er sicher sein, dass alle sicher waren?¡¯ Ein Gedanke schlich sich in Xenons Kopf. Ohne Kommunikationsmittel war er sich immer noch nicht sicher, welches Schicksal Dune City, Neveah oder Jian ereilt hatte, und Xenon konnte nicht ruhig bleiben. ¡¯Komm jetzt zu uns, und du wirst deine Antworten erhalten...¡¯ zischte eine der geisterhaften Stimmen. Xenon setzte seinen Weg fort, die H?nde zu F?usten geballt, w?hrend das Gefl¨¹ster weiterging. Es schien von den W?nden selbst zu kommen, also war es egal, wo Xenon sich befand, er konnte sie immer noch h?ren.Nach einer kurzen Wanderung hob Xenon seinen Blick und stellte fest, dass er direkt vor einem der Tore stand, das eine Ebene des dunklen Turmes versiegelte. Es war dieselbe Ebene, zu der er sich immer hingezogen f¨¹hlte, der er jedoch jedes Mal widerstehen konnte. Die Tore wurden aus den st?rksten Metallerzen geschmiedet und durch Drachenfeuer verschmolzen, zudem waren sie mit einem Zauber belegt, der es nichts und niemandem ¨C weder Sterblichen noch sonstigen Wesen ¨C erm?glichte, hindurchzutreten. Sie waren dazu gedacht, alle dunklen M?chte, die nach der Rebellion zur¨¹ckgeblieben waren, einzuschlie?en und alle Neugierigen abzuhalten. Obwohl die Tore nicht einfach so ge?f werden konnten und nur wenige Drachen dazu in der Lage waren, konnte Xenon es ¨C falls er es wollte. Er wusste, dass sein Feuer die Schl?sser schmelzen konnte, wenn er es richtig anwendete. Was Xenon nicht absch?tzen konnte, war, was auf all den Ebenen des dunklen Turmes verborgen war. Sicherlich gab es einen Grund, warum der Hochk?nig Agardan diese Ma?nahmen ergriffen hatte. Was w¨¹rde Xenon entfesseln, entschiede er sich, das Tor zu durchschreiten? "Firedrake der Obsidianschuppen..." "Herr der schwarzen Drachenschuppen..." "Der gro?e und schreckliche Schwarzunhold..." "Nur noch wenige Schritte... M?chtest du nicht deine Liebsten h?ren und wissen, dass sie sicher sind? Z?gere nicht..." fl¨¹sterten drei gespenstische Stimmen wie aus einer Kehle. Xenon unterdr¨¹ckte ein Grunzen und den starken Drang, das Tor zu erreichen, doch sein Verstand war zerrissen, unentschlossen... Wenn Xenon sicherstellen konnte, dass Neveah in Sicherheit war, gab es dann irgendetwas, das er nicht tun w¨¹rde? Xenons Hand griff nach dem Schloss des Tores. "Ja... sammle deine Kraft, brich das Siegel..." Eine geisterhafte Stimme zischte ermutigend. "Xenon!" Verothrax¡¯ Knurren riss Xenon aus seinen Tr?umereien. Xenon blickte ¨¹ber seine Schulter, seine Hand fiel an seine Seite. "Was ubst du, was du da tust?! Du wei?t genauso gut wie ich, dass es unsere Pflicht ist, diese Hallen unangetastet zussen!" zischte Verothrax. Xenon presste seine Lippen zusammen, f¨¹r einen Moment waren sein Verstand und seine ¨¹berzeugung verschwommen und unr gewesen, alles, was er im Kopf hatte, war Neveah... und Xenon wusste genau warum. Xenon st¨¹rmte an Verothrax vorbei und kehrte den Weg zur¨¹ck, den er gekommen war, ohne ein weiteres Wort zu verlieren. ¡¯Das wilde Gewirr ist verflogen, doch es hat meine geistige Barriere geschw?cht, und die Auswirkungen beginnen sich zu zeigen. Ich bin anf?lliger f¨¹r dunkelmagische Maniptionen als je zuvor, als irgendein anderer Drachenlord... aber sie hat als Erste Anspruch auf meinen Geist erhoben, mit ihrem Zeichen.¡¯ ¡¯Genau hier im dunklen Turm, wo finstere M?chteuern, k?nnte meine Verletzlichkeit mich gef?hrden... h?tte ich nicht das... Aber wird es ausreichen, meinen Verstand davor zu bewahren, diesen finsteren M?chten zu erliegen?¡¯ dachte Xenon, w?hrend seine Hand unbewusst zu seinem Hals wanderte, wo Neveahs Zeichen ruhte. Chapter 642: Zust?ndigkeiten für Aufgaben (Kap.643)

Chapter 642: Zust?ndigkeiten f¨¹r Aufgaben (Kap.643)

Neveah stand auf dem Balkon eines auff?lligen Geb?udes in der Stadt Scabbard und beobachtete von dort aus schweigend den Sonnenaufgang in der Stadt. Obwohl sich die Stadt Scabbard selbst immer noch in einem Zustand der Verw¨¹stung befand und die Stra?en immer noch ein Chaos waren, fand Neveah, dass die Atmosph?re in Fort Scabbard viel stabiler war als zwei Tage zuvor. Das erste Licht der Morgend?mmerung tauchte ¨¹ber den Horizont und verwandelte den Himmel in ein atemberaubendes Farbenspiel. Orange- und Rosat?ne gingen nahtlos in sanfte Gelbt?ne ¨¹ber und erzeugten ein warmes Licht, das die ¨¹berreste der Nacht und die damit verbundene Dunkelheit allm?hlich verdr?ngte. Die goldenen Strahlen der strahlenden Sonne, die gerade erst am Horizont auftauchte, tauchten alles unter ihr in ein sanftes, warmes Licht. Und Neveah schaute aufmerksam zu, wie sie es schon seit dem Morgengrauen getan hatte. Sie starrte einfach nur schweigend zu, wie die Stadtngsam vom Morgen erhellt wurde. Der Sonnenaufgang war immer ein wundersch?ner Anblick, das war in Dragon Keep so, das war in Dune City so, und selbst hier in der Stadt Scabbard war der Sonnenaufgang trotz allem, was geschehen war, immer noch ein ehrfurchtgebietender Anblick. Vielleicht, weil in diesen ruhigen Momenten die Zeit stillzustehen schien und Neveah, wenn auch nur f¨¹r kurze Zeit, so tun konnte, als sei alles in der Welt noch in Ordnung. Vielleicht, weil es eines der wenigen Dinge war, die sie immer noch in ihren Bann zogen, unabh?ngig davon, in welcher Situation sie sich gerade befand... unabh?ngig davon, ob sie das niedere Omega war, die ungewollte Tochter des Eclipse-Alpha-K?nigs, oder ob sie Neveah Vairheac war, adlig von Geburt und n, ein verehrtes Lichtblut und geliebt von zwei der gr??ten M?nner der Festung. Vielleicht, weil es eine der einfachsten Freuden des Lebens war, die selbst die abnormalste Welt ein klein wenig normaler erscheinen lie?. Vielleichtg es aber auch daran, dass die h?her steigende Sonne, die alles in W?rme und Licht tauchte, ein Symbol f¨¹r neue Anf?nge und endlose M?glichkeiten war. Und Neveah wusste vor allem, dass die Scheidenstadt genau diesen Strahl der W?rme brauchte, der sie inmitten all des Aufruhrs einh¨¹llte, das buchst?bliche Licht am Ende eines dunklen Tunnels. Und Neveah brauchte ihn auch... verzweifelt. Estelle ging auf Neveah zu und stellte sich neben sie. Sie sprach nicht sofort, denn sie wusste, dass es besser war, den Moment der Ruhe nicht zu unterbrechen, sie wartete einfach schweigend und beobachtete ebenfalls den Sonnenaufgang, Erst als Neveah Estelle einen Blick zuwarf, um ihre Anwesenheit zu best?tigen, ergriff Estelle das Wort. "Die Unruhen wurden niedergescgen, als sich die Nachricht von der verseuchten Wasserquelle und den bereits ergriffenen Ma?nahmen verbreitete, haben sich die B¨¹rger schnell geor und bieten sogar freiwillig ihre Unterst¨¹tzung an, um die Reinigung der Stadt zu beschleunigen." berichtet Estelle an Neveah, "Diejenigen, die sich auf den Stra?en dr?ngten und vor dem Scabbard Tower kampierten, sind alle in ihre H?user zur¨¹ckgekehrt. Da sich best?tigt hat, dass die Seuche nicht ¨¹bertragbar ist, wurden auch die Absperrungen, die die Stadt in Teile trennen, aufgehoben." "Die Infizierten bleiben vorerst in der Istion, um angemessen behandelt zu werden, und sie d¨¹rfen noch nicht zu ihren Familien zur¨¹ckkehren, bis eine vollst?ndige Genesung oder eine angemessene Besserung eingetreten ist... nur zur Vorsicht." Estelle fuhr mit ihrem Bericht fort. "Es wird unweigerlich zu Uneinigkeit f¨¹hren ... doch was getan werden muss, muss getan werden." sagte Estelle leise. "Die gleichen geliebten Menschen, die sie nicht z?gern zu verbannen, nur um ihr eigenes Leben zu sch¨¹tzen? Sicherlich k?nnen sie die Distanz noch ein paar Tage ertragen." murmelte Neveah als Antwort. "Veah, sag nicht, dass dich dieser Anblick immer noch bedr¨¹ckt ..." seufzte Estelle bei Neveahs Worten. "Die ureigene Natur des Menschen ist eben so... Das ist mir bewusst, ich mache den Menschen ihre Schw?chen nicht zum Vorwurf. Das Leben l?sst ihnen nicht viele Optionen; wenn eine Seuche ihre Heime heimsucht, bleibt ihnen nichts anderes ¨¹brig, als zu akzeptieren, dass die Natur sich entschieden hat, grausam zu sein, und dass sie ihr machtlos ausgesetzt sind..." murmelte Neveah. "Sie k?nnen nur das Beste aus den M?glichkeiten machen, die ihnen gegeben sind. Das wei? ich besser als die meisten." sagte Neveah. "Onkel Mycroft meinte, es sei die Pflicht eines Anf¨¹hrers sicherzustellen, dass sein Volk niemals solcher Verzweiflung ausgesetzt ist, dass diese urmenschliche Natur sich Bahn bricht..." erinnerte sich Estelle an seine Worte. "Die Verantwortung eines Anf¨¹hrers ist hier in der Festung besonders schwerwiegend. Die Anf¨¹hrer, die ich vor dieser Zeit kannte, trugen nicht solch gro?e Verantwortungen... oder sie k¨¹mmerten sich nicht darum; ihr Anliegen war es eher, aus jedem Leben um sie herum die gr??tm?gliche Trag?die zu schaffen." sagte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. "Findest du die Aufgabe zu beschwerlich?" fragte Estelle Neveah. "Wie siehst du das?" gab Neveah mit einer hochgezogenen Augenbraue zur¨¹ck. Estelle dachte einen Augenblick nach, bevor sie den Kopf sch¨¹ttelte. "Als eine Starron wurde ich darauf vorbereitet, solch schwere Verantwortungen zu tragen, so sehr ich mich auch davor dr¨¹cken wollte. Jetzt, nach allem, was mit Dante geschehen ist... mit meinem Vater, bin ich bereit zu tun, was notwendig ist, egal wie anstrengend es sein mag, wenn es bedeutet, dass alles wieder an seinen rechtm??igen tz zur¨¹ckkehren kann." gestand Estelle wahrheitsgem??. "Du bist sehr gereift, Elle. Das habe ich immer gesagt... als ich dich das erste Mal traf, wirktest du wie ein Kind, das gerade erst die H?rten des Lebens zu sp¨¹ren bekommen hat." sagte Neveah. "Und was denkst du jetzt ¨¹ber mich?" fragte Estelle Neveah. Neveah warf Estelle einen kurzen Blick zu, bevor sie ihren Blick wieder nach vorne richtete. "Lady Estelle Starron von den Maroon Scales." antwortete Neveah schlicht und einfach. "Nur Drachenlords und Reiter, die direkt dem k?niglichen Drachen dienen, k?nnen einen solchen Titel wie Lord oder Lady der Maroon Scales f¨¹hren." erinnerte Estelle. "Ich wei?..." murmelte Neveah, sagte jedoch nichts weiter. "Ich habe genug gesehen. Es ist Zeit, Scabbard zu vessen. Everon soll das Portal vorbereiten." sagte Neveah zu Estelle nach einem Moment der Stille. Chapter 643: Wieder hier (Kap.644)

Chapter 643: Wieder hier (Kap.644)

"Hast du mich vergessen, Omega...?" Eine vertraute Stimme zischte leise an Neveahs Ohr vorbei. Die Stimme ng so nah, so erschreckend nah, dass Neveah seinen Atem an der Seite ihres Gesichts sp¨¹ren konnte, und ihre Sinne wurden von seinem Duft ¨¹berflutet, einem Duft, den Neveah gedacht hatte, vergessen zu haben, doch in diesem Moment war er pl?tzlich wieder so lebhaft. Diese Stimme war eine, die Neveah sich gew¨¹nscht hatte vergessen zu k?nnen, die nie wieder ihre Erinnerungen kreuzen oder sich mit ihrem Dasein vermischen sollte, doch hier war sie wieder... Und so sehr Neveah es auch versuchte, sie konnte den Schauer des Entsetzens, der ihr ¨¹ber den R¨¹cken lief, oder den Schrecken, der ihr Herz packte, nicht verhindern. Selbst als Neveah wusste, dass sie nicht mehr die Person war, die sie einst gewesen war, selbst als sie wusste, dass sie nicht mehr Opfer oder Beute f¨¹r irgendjemanden sein konnte, selbst dann war dieser kalte Schrecken ¨¹berw?ltigend, als ob der kalte Hauch des Todes sich wieder einmal an sie heranschlich,ngsam, aber sicher, und er kam mit ihm... er war ihr Tod. "Alessio..." murmelte Neveah leise, ihr Ton von Angst erf¨¹llt. "Mein!..." kam die Antwort in einem tiefen, t?dlichen Knurren. Der Tonfall war so intensiv besitzergreifend und legte einen Anspruch, auf den er kein Recht hatte, einen Anspruch, der weder Neveah noch ihrem Wolf gefiel. Es gab nur zwei Stimmen, bei denen Neveah dieses Wort h?ren wollte. "Das h?ttest du wohl gerne." entgee Neveah, ihr Tonfall war ruhig und gssen, trotz ihres inneren Konflikts. "Hast du wirklich gedacht, dass es reichen w¨¹rde, unsere Verbindung zu kappen, um mich loszuwerden? Dachtest du, ich w¨¹rde dich mit einem anderen zusammen seinssen? Niemals... Ich werde dich niemals lossen." "Habe ich es nicht gesagt? Ich werde dich holen kommen..." schwor die Stimme feierlich. Neveahs Herz zitterte in ihr, doch sie fasste sich ein Herz und drehte sich schlie?lich um, um der Stimme direkt ins Gesicht zu sehen. Hinter ihr war nichts als Dunkelheit, abgesehen von einem leuchtenden Paar waldgr¨¹ner Augen. "Komm schon... sieh zu, wie nahe du mir kommen kannst, bevor du zu Asche zerf?llst." sagte Neveah, gerade als ihr Bewusstsein von der Dunkelheit und diesen eindringlichen Augen weggezerrt wurde. ~~~~~~~~~~~ Neveahs Augen tterten auf, ihr Blick wanderte zur Seite ihres Bettes, wo Everon sa? und sie erwartungsvoll anstarrte. Sie brauchte nicht hinzusehen, um Menarx¡¯ Anwesenheit irgendwo im Raum zu sp¨¹ren. Unbewusst nahm Neveah zur Kenntnis, dass sie jetzt so leicht in der Gegenwart derer einscfen konnte, denen sie vertraute ¨C etwas, das fast unm?glich gewesen war, da sie noch vor einigen Jahren so misstrauisch gegen¨¹ber allem war. Menschen zu haben, denen man vertrauen konnte, war ein Segen, erkannte Neveah. Es verschaffte einem eine Zuversicht, die nichts anderes bieten konnte, selbst wenn man mit seinen gr??ten ?ngsten konfrontiert war. Neveah konnte die Frage in Everons Blick lesen, wartete aber, bis er sie aussprach. "Wie war es? Hast du Jian getroffen?" fragte Everon gespannt. Neveah atmete tief durch, schloss erneut die Augen, w?hrend siengsam ihr schnell scgendes Herz beruhigte und den Schrecken ihres Albtraums vertrieb. Wie viel davon eine Nachricht war und wie viel nur ein Albtraum, war sich Neveah nicht sicher.Es schien unm?glich, dass Alessio sie ohne ihre Verbindung erreichen konnte. Wie konnte er sie also immer noch in ihren Tr?umen heimsuchen? War es nur ein Spiel ihres Geistes? Oder eine Nebenwirkung des Traumwanderns? Neveah wusste es nicht. In den letzten zwei Tagen jedoch waren ihr diese waldgr¨¹nen Kugeln in ihren Tr?umen bege, und jede Begegnung war anders als die vorige. Zun?chst starrten sie nur, so intensiv, voller Wut und Besessenheit. Das war das erste Mal, dass sie von einer Stimme begleitet wurden ... seiner Stimme. "Veah?", fragte Everon, als Neveah nicht reagierte oder antwortete. Langsam sch¨¹ttelte Neveah den Kopf als Antwort auf Everons Frage. "Es sind zwei Tage seit der Wasserquelle vergangen. Wenn unser Lehnsherr dich gebeten hat, zu ihm zur¨¹ckzukehren, sobald du geheilt bist, warum verschmelzen dann deine Tr?ume nicht mehr? ubst du, dass Jian etwas zugesto?en sein k?nnte?", fragte Everon besorgt. "Zwei Tage hier k?nnten nur ein paar Stunden oder sogar weniger in jener Dimension sein, nach dem, was Veah uns erz?hlt hat. Und Jian w?re mit der Suche nach Xenon besch?ftigt ...", gab Neveah zu bedenken. "Das Traumwandeln k?nnte auch Grenzen haben, die uns unbekannt sind ... wir sollten ihm Zeit geben.", ¨¹berlegte Menarx. "Ich habe dir gesagt, dass ich in den letzten zwei Tagen keinen Erfolg hatte, aber du hast trotzdem darauf bestanden, dass ich es noch einmal versuche, bevor wir Scabbard vessen. K?nnen wir jetzt darauf einigen, es einfach nat¨¹rlich geschehen zussen?", fragte Neveah Everon mit leerem Ton. Everon war von Neveahs Tonfall ¨¹berrascht. "Ist etwas passiert ...? Du klingst ... anders als sonst.", fragte Everon unsicher. Menarx blickte ebenfalls zu Neveah r¨¹ber, sein Blick war neugierig. "Ich bin einfach... wegen Xenon und allem... Ich bin st?ndig angespannt.", gestand Neveah. Eigentlich war Neveah seitdem sie geh?rt hatte, dass Xenons Aufenthaltsort oder Situation unbekannt war, nicht mehr sie selbst, und es war noch frustrierender, dass sie im Moment nichts weiter tun konnte, als Jian so gut wie m?glich zu helfen. Everon seufzte und nickte zustimmend. "Ich wei?, wie besorgt du um ihn bist, aber Jian sagt, dass er definitiv unverletzt ist, und Menarx stimmt dem zu ... wir k?nnen nur auf die Bindung vertrauen, die sie teilen, und darauf, dass Jian ihn erreichen kann, wo auch immer er ist.", beruhigte Everon Neveah. "Trotzdem mache ich mir Sorgen ...", murmelte Neveah und setzte sich auf, um sich ans Kopfteil zu lehnen. "Du liebst ihn, das l?sst sich nicht ?ndern.", erwiderte Everon mit einem kleinen L?cheln, trotz der Situation. "Das kann es nicht sein.", seufzte Neveah leise, stand vom Bett auf und griff nach ihrem Umhang. "Dannsst uns gehen. Wir haben uns schon genug versp?tet.", sagte Neveah zu Everon. Everon nickte, und er und Menarx folgten Neveah, als sie sich zum Salon oder zum Scabbard Tower aufmachten. Lord Mycroft erwartete sie bereits zusammen mit Dante und Estelle. "Das Portal zum Drachenhort?", fragte Neveah. "Es ist fertig und von Lord Kirgan genehmigt.", best?tigte Dante. "?f es.", sagte Neveah. Chapter 644: Ein vertrauter Ort (Kap.645)

Chapter 644: Ein vertrauter Ort (Kap.645)

Die Woge der Magie flutete nur kurz ¨¹ber Neveah hinweg, verursachte jedoch den ¨¹blichen, beunruhigenden Effekt, der Portalreisen begleitet, insbesondere ¨¹ber eine solch weite Distanz. Vom Scabbard Tower bis zu den Keep Skies, das war eine Entfernung, f¨¹r die man normalerweise mehrere Sprungportale hintereinander ben?tigen w¨¹rde, um ans Ziel zu gngen. Dass ein einzelnes Portal diese weite Strecke ¨¹berwinden konnte, bedeutete, dass die Magie dahinter deutlich st?rker als ¨¹blich sein musste... Die Portrtefakte der Akademie der Magie waren f¨¹r solche Distanzen am verl?sslichsten. Obwohl sie selten waren, war es f¨¹r Drachenlords kein Problem, sie zu beschaffen. Das Portal hatte sie an einen kleinen, lichtdurchfluteten Wald auf der Spitze eines H¨¹gels gebracht und obwohl ihr eigentliches Ziel noch weit entfernt war, vernahm Neveah bereits die Ger?uschkulisse des Lebens und der gesch?ftigen Betriebsamkeit, die vertrauten D¨¹fte und erhaschte gerade einen fl¨¹chtigen Blick auf eine bekannte Ferne. "Keep-Distrikt..." murmelte Neveah leise vor sich hin, Mncholieg in ihrem Blick. Sie h?rte das Ger?usch des sich schlie?enden Portals hinter sich, gleich nach Everons genervtem Grunzen, aber Neveah lie? sich davon nicht beirren. Stattdessen ging siengsam auf Menarx zu, der aufrecht stand und sie mit einem kleinen L?cheln und einem Blick voller Verst?ndnis ansah. Auch Adrienne stand an seiner Seite, und so wenig Neveah die Fae auch mochte, sie und Menarx waren nun ein Gespann und man sah sie kaum noch getrennt voneinander. Neveah hatte es nicht f¨¹r n?tig befunden zu fragen, ob Adrienne wusste, warum sie so pl?tzlich zu Keep Skies zur¨¹ckgekehrt waren; es blieb Menarx ¨¹bessen, wie viel er seiner Reiterin anvertrauen wollte. Neveah erwiderte Menarx¡¯ L?cheln und stellte sich neben ihn. Menarx war zuerst durch das Portal gegangen, um die Umgebung zu erkunden, dann folgte Adrienne, Neveah war kurz nach der Vereinbarung hindurchgegangen. Als N?chste kam Tara und Everon war zuletzt durch das Portal geschritten. Selbst in diesem Augenblick, murrte er noch ¨¹ber sein Missfallen, durch das Portal gesto?en zu werden, w?hrend er eifrig seine zerknitterten ?rmel abklopfte, jede sichtbare Falte sorgf?ltig gl?ttend. F¨¹r einen Drachenlord, der an sich ein w¨¹rdiger K?mpfer mit einem der edelsten Gem¨¹ter war, die Neveah kannte, konnte sie nicht verstehen, warum Everon in bestimmten Situationen derart sensibel sein konnte. "Wir sind ziemlich weit von der Drachenburg entfernt", bemerkte sie nach einer kurzen Stille. "Das war Kirgans n. Er m¨¹sste eigentlich schon hier sein...", begann Menarx, brach aber ab, als sich ein gro?er Schatten weit ¨¹ber ihnen zeigte und die Sonne verdunkelte. Neveah blickte hoch, blinzelte gegen den aufgewirbelten Wind und sah, wie Staub und Ger?ll von der Erde aufstiegen. Das gro?e Tier flog bald vorbei, kreiste einmal um das Areal und war dann aus dem Blick verschwunden, schien vollkommen entschwunden zu sein. "Zelebriert er gerade wirklich solch eine Posse?" murmelte Menarx, obwohl r war, dass Menarx solch ein Verhalten seinem Bruder durchaus zutraute. Doch im n?chsten Moment rief eine vertraute Stimme von oben zu ihnen hinab. "He!", erng Kirgans vertrauter heller Bariton. Neveah schaute hinauf und konnte kaum uben, als sie Kirgan auf einem Baumast kauernd entdeckte.Seine dunkelgr¨¹nen Roben verschmolzen perfekt mit den Bl?ttern auf den Zweigen, sodass er sich, ohne aufzufallen, m¨¹helos in den B?umen verbergen konnte. Kirgan hob zu einem kleinen Gru? die Hand, lie? seinen Blick von einer Person zur n?chsten schweifen, bis er bei Neveah und Menarx verweilte. Dann fiel Kirkans Blick auf Adrienne und wanderte erneut zur¨¹ck zu Neveah und Menarx. "Wenn das nicht das entflohene Rubinp?rchen und die ungl¨¹cklich Verliebten sind. Was f¨¹r ein missliches L¨¹ftchen hat euch alle wieder zusammengef¨¹hrt?" sagte Kirgan und neigte den Kopf zur Seite. "Kirgan ..." knurrte Menarx in einem tiefen, warnenden Ton. Auf Menarx¡¯ Worte hin hob Kirgan eine Augenbraue,chte leise vor sich hin und hob beschwichtigend eine Hand. Neveah blieb einen Moment still, ehe auch sie leise kicherte. Es warnge her und sie hatte fast Kirgans Spottlust und seine Art, sich ¨¹ber alles lustig zu machen, vergessen. "Lord Kirgan, Ihr seht gut aus." sagte Neveah, wobei das Zarte eines L?chelns ihre Lippen umspielte. "F¨¹r Euch ist es ¡¯Kirgan¡¯, meine Dame ... oder ¡¯der beeindruckende Smaragd¡¯, was auch immer Euch lieber ist." erwiderte Kirgan, ein Schmunzeln auf den Lippen. "Werdet Ihr weiterhin aus dieser H?he zu uns sprechen?" fragte Menarx seinen Bruder ungehalten. Kirgan verdrehte die Augen, sprang vom Baum,ndete geschickt auf seinen F¨¹?en und trat zu ihnen, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkend. "Du k?nntest einfach sagen, dass du mich vermisst hast, Narx." grinste Kirgan Menarx an und streckte ihm den Arm entgegen. Menarx¡¯ Stirnrunzeln wandelte sich in ein finsteres Gesicht, doch nahm er Kirgans dargebotenen Arm und kurz verschr?nkten sie ihre Arme ¨C ein kurzer Moment, der jedoch f¨¹r alle, die die Bindung zwischen den W?chtern des K?nigs kannten, B?nde sprach. Sie tauschten keine Worte, aber Kirgans Aufmerksamkeit galt nun Neveah. "Veah ... das ist wirklich schon eine Weile her." bemerkte Kirgan, w?hrend sein Blick Neveah kurz musterte. "Ganz ohne Frage." stimmte Neveah zu. "Geht es Euch gut?" hakte Kirgan nach. "In jeder Hinsicht." versicherte Neveah. "Das beruhigt mich. Es darf jetzt nichts mehr schieufen ... Zu viel wurde bereits in Unordnung gebracht." "Als Narx uns von der Lage in Scabbard und Eurem bevorstehenden Besuch berichtete, bef¨¹rchteten Imagor und ich das Schlimmste." "Wir Drei, die ¨¹brig sind, k?nnten unseren Br¨¹dern und unserem Lehnsherrn nicht mehr unter die Augen treten, sollte Euch etwas zusto?en, Neveah." sagte Kirgan mit bedeutungsschwerer Stimme. "Ich w¨¹nschte, dies w?re nur ein H?flichkeitsbesuch, aber leider ist es das nicht. Die n?chste Flugpatrouille wird schon bald ¨¹ber diese Gegend kreisen ... die Sicherheitsvorkehrungen in Keep Skies sind l¨¹ckenlos, wir mussten Anpassungen vornehmen." "Zu dieser Zeit gibt es in Keep Skies keine toten Winkel, und ich habe diesen Ort bewusst gew?hlt, da er heute meiner Aufsicht untersteht." "Ich habe unten am H¨¹gel eine Kutsche vorbereitet, um Neveah vor den Augen und dem Wissen des Rates zu verbergen, wie Menarx es vengt hat. Wir k?nnen ¨¹ber den Zweck Eures Besuches sprechen, wenn wir Imagor treffen." sagte Kirgan und deutete auf einen schmalen Pfad durch den Wald. Chapter 645: Nostalgie (Kap.646)

Chapter 645: Nostalgie (Kap.646)

¡¯"Dort ..." Kirgan deutete auf die Kutsche, die er erw?hnt hatte, als sie kurz vor dem Waldrand hielten. Die Kutsche stand unauff?llig am Fu?e des H¨¹gels, etwas durch B?ume am Rand des Waldes verdeckt. Ein Kutscher sa? bereits neben der Kutsche und wartete auf ihre Ankunft. Der Kutscher war offensichtlich ein Mensch, Neveah kannte ihn nicht, aber sie wusste, wenn er hier war, dann nur, weil Kirgan sichergestellt hatte, dass er vertrauensw¨¹rdig war. Kirgan wandte sich noch einmal Neveah zu, sein Blick musterte sie und verweilte einen Moment auf ihrem Haar, woraufhin er seufzte. "Ein Kopf mit goldenem Haar gleicht einem Leuchtfeuer am Himmel, leicht zu erkennen. Du wirst gesehen werden, sobald du diesen Wald verl?sst, und da solche Merkmale hier nicht ¨¹blich sind, gibt es keinen Drachen von Keep Skies, der dich nicht erkennen k?nnte, Neveah." Kirgan wies darauf hin. Verlegen fuhr Neveah sich durch die Haare. Sie lebte bereits seit ¨¹ber einem Jahr in der Drachenburg. Das war die Heimat der Bergdrachen, und Neveah hatte die meisten von ihnen w?hrend ihrer Zeit hier schon einmal getroffen, selbst jene, die sie nicht pers?nlich kannte, hatten sie wahrscheinlich bei ihren Patrouillenfl¨¹gen aus der Luft oft gesehen und wussten genau, wie sie aussah. Die Drachen hatten immer einen nat¨¹rlichen Aussichtspunkt und hatten vermutlich jeden im Himmelreich zumindest einmal gesehen. "Kirgan hat recht." Menarx stimmte zu. "Zieh das an", sagte Kirgan zu Neveah, Er nahm seinen dunkelgr¨¹nen Umhang ab, legte ihn ¨¹ber Neveahs Schultern und zog dann die gro?e Kapuze, die Neveah erst jetzt bemerkte, ¨¹ber ihren Kopf. Neveah verschwand ganz in dem Umhang, und Kirgan trat zur¨¹ck, betrachtete sein Werk, bevor er zufrieden nickte. "Zutritt zu den Geb?uden der Drachenfestung haben nur noch die Drachenkinder, aber es gibt noch einige wenige mit der erforderlichen Freigabe, und diese Kutsche ist bereits genehmigt, ihr werdet nicht aufgehalten werden." "Menarxs R¨¹ckkehr ist nichts Ungew?hnliches, er wurde erwartet. Menarx und seine Begleitung werden mit mir am Himmel fliegen. Du, Everon und dein Gefolge fahrt mit der Kutsche zur Drachenburg, steigt nicht aus, bevor wir gndet sind." "Macht euch keine Sorgen, wir werden euch st?ndig im Auge behalten." versicherte Kirgan. Kirgan war jemand, der Neveah von Anfang an gut behandelt hatte, das wusste sie, aber dennoch... Neveah sp¨¹rte, dass seine Wertsch?tzung f¨¹r sie sich sehr ver?ndert hatte. Es zeigte sich in seiner Sprache und Aufmerksamkeit. Selbst seine K?rpersprache und sein Tonfall waren ganz anders als sonst. Es war seltsam, denn Kirgan war stets h?flich zu jedem, Neveah hatte bis zu diesem Augenblick nicht bemerkt, dass es noch immer einen Unterschied gab. ¡¯Sie wissen es... sie wissen es alle¡¯, dachte der Wolf in Neveah. Neveah hatte nie bezweifelt, dass die W?chter des K?nigs als erste von ihrer Verbindung mit Jian und Xenon erfahren hatten, und selbst wenn die ganze Welt im Ungewissen bliebe, w¨¹rde Jian es nie vor seinen Br¨¹dern verheimlichen. Doch jetzt war es anders. Lord Mycroft hatte gesagt, jeder Drachenlord in der N?he w¨¹rde es sp¨¹ren k?nnen... Jians Pr?gung auf ihr, sein Anspruch... Sie sprachen nicht direkt dar¨¹ber, aber Neveah konnte jetzt sehen, dass sie sie stillschweigend anders behandeln w¨¹rden. Mit einer solchen Wertsch?tzung konfrontiert zu werden, wusste Neveah nicht, wie sie darauf reagieren sollte.¡¯"Mach weiter." ermutigte sie Menarx. Neveah warf einen Blick auf Menarx, der leicht nickte, und ging dann zusammen mit Everon und Tara zur Kutsche. Kurz darauf setzte sich die Kutsche den Weg hinunter in Richtung Drachenfestung in Bewegung. _______________ Neveah schaute aus dem Fenster, als die Kutsche an einem der Nebeneing?nge zur Drachenfestung hielt. Es war der Eingang, der haupts?chlich von Bediensteten benutzt wurde und im Vergleich zum Haupteingang unauff?llig war. Neveah erblickte auch den vertrauten Innenhof der Drachenfestung und den in der Ferne aufragenden Berg Edar. Nostalgie breitete sich bei Neveah aus, aber sie unterdr¨¹ckte sie m¨¹helos. "Vorsicht, du bist immer noch innerhalb des Patrouillenbereichs." sagte Everon zu Neveah. Neveah presste leicht die Lippen zusammen und zog sich zur¨¹ck in die Kutsche. Kurze Zeit sp?ter wurden sie von Kirgan in die Drachenfestung begleitet. Neveah hielt ihre Kapuze auf und den Kopf gesenkt, w?hrend Kirgan sie zum Aufzug f¨¹hrte. Die normalerweise belebten Hallen der Drachenfestung im Erdgeschoss waren ungew?hnlich leer, im Gegensatz zu dem, was Neveah in Erinnerung hatte; sie begeen kaum jemandem auf ihrem Weg. Aber Neveah wusste, dass der Weg, den sie einschlugen, f¨¹r die meisten Bewohner der Festung verborgen geblieben sein mochte, aber zumindest h?tten sie einer Anzahl von Bediensteten begegnen m¨¹ssen. Neveah wartete, bis sich der Aufzug in Bewegung setzte, bevor sie ihre Frage stellte. "Die Festung...sie scheint leer zu sein." sagte Neveah fragend zu Kirgan. "So scheint es, verglichen mit dem letzten Mal, als du hier warst." erwiderte Kirgan mit einer entspannten Geste. "Alle Adligen, die hier lebten, sind schon vornger Zeit in ihre H?user in der Zitadelle zur¨¹ckgeschickt worden, ihre Dienste werden derzeit nicht ben?tigt. Der Adels- und der B¨¹rgerrat sind aufgel?st..." Kirgan brach ab. "Da Seine Gnaden abwesend ist." erg?nzte Neveah leise. "Der Drachenrat ist der einzige bestehende Rat, und alle anderen Entscheidungsgremien f¨¹r den Rest der Spezies sind aufgel?st. Es ist ¨¹blich in Zeiten der Unruhe." teilte Kirgan mit. "Das habe ich geh?rt." best?tigte Neveah mit einem Nicken. Die Festung hatte zurzeit keinen K?nig, und Neveah verstand, dass, wenn es jemals eine Zeit der Unruhe gegeben hatte, es genau jetzt war. "In diesen Zeiten ist die Drachenfestung ausschlie?lich dem Drachenvolk zug?nglich, abgesehen vom festen Personal." "Die meisten Drachen der Festung sind t?glich im Einsatz, ob hier am Himmel der Festung oder anderswo, wo ihre Aufmerksamkeit ben?tigt wird." "Die Festung erscheint nicht nur leer, Neveah...sie ist es praktisch." stellte Kirgan fest. Chapter 646: Etwas Kleines...oder Jemand (Kap.647)

Chapter 646: Etwas Kleines...oder Jemand (Kap.647)

Der Aufzug hielt auf der zweiten Ebene an, und f¨¹r einen Moment, w?hrend die anderen bereits ausstiegen, blieb Neveah noch darin stehen. Ein kalter Hauch strich in den Aufzug hinein, entwich den Hallen der zweiten Ebene, jene bekannte K?lte, die von den Mauern der Drachenfestung ausging. Besonders jetzt, wo das gr??te Feuer des Landes nicht in diesen Hallen brannte und schon zunge ferngeblieben war. Neveah wusste, die Hallen der Drachenfestung waren stets bitterkalt gewesen, doch so schlimm wie jetzt... momentan schien die K?lte t?dlich. W?hrend die Drachenlords unbeeindruckt blieben, unterdr¨¹ckte Neveah ein Zittern. Tara hatte ebenfalls damit zu k?mpfen, und auch Adrienne, obwohl sie versuchte, es zu verbergen. Menarx bemerkte es ebenfalls. Er zog seinen Mantel aus und legte ihn Adrienne ¨¹ber die Schultern; diese l?chelte dankbar, ihre Augen voller Bewunderung, als sie zu ihm aufblickte. Menarx erwiderte ihr L?cheln. Zwischen ihnen wurden keine Worte gewechselt; alles, was gesagt werden musste,g in ihren Blicken. So sehr sich Neveah auch bem¨¹hte, diese kleinen Gesten zu ignorieren, nahm sie sie dennoch wahr... Bis auf die K?lte war alles beim Alten. Neveah erinnerte sich, als w?re es erst gestern gewesen, dass sie durch diese Hallen geeilt war, um Menarx auf der Landettform zu empfangen. In Dune-City schienen diese Erinnerungen jedoch Jahrhunderte zur¨¹ckzuliegen. "Veah?" Everons fragender Tonfall holte Neveah aus ihren Gedanken. Sie blickte Everon an, r?usperte sich leicht und trat dann mit einem unterdr¨¹ckten Anflug von Nostalgie auf die zweite Ebene hinaus. ¡¯Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung, Veah. Wir haben damals alles verloren, was uns an diese Hallen band...¡¯ mahnte Neveahs Wolf. ¡¯Ich wei?... es ist nur schon songe her... und doch sieht alles aus wie damals, als sei kein einziger Tag vergangen.¡¯ dachte Neveah an ihren Wolf zur¨¹ck. ¡¯Drachen sind Gewohnheitstiere. Kein Wunder, dass sie es vorziehen, dass ihr Zuhause vom Lauf der Zeit unber¨¹hrt bleibt... Zeit ist f¨¹r sie nur eine weitere verg?ngliche Gr??e. Ein Jahr ist f¨¹r unsng... hier nicht.¡¯ f¨¹gte der Wolf in Gedanken hinzu. ¡¯Du hast Recht.¡¯ Neveah stimmte ihrer W?lfin zu. Das vergangene Jahr war eine Mischung aus Monaten der Unruhe und des Friedens und nachdem das Jahr vor¨¹ber war, st¨¹rzte die Festung wie die Ruhe vor dem Sturm in v?lliges Chaos. Nichts war mehr wie zuvor, weder Fort Scabbard noch eine der umliegenden Festungen, nicht Dune-City, nicht die Wei?en D¨¹nen, nicht die Barriere, und auch nicht die dunklen L?ndereien... nichts war unber¨¹hrt geblieben. Und doch war die m?chtige Drachenfestung, trotz sichtbarer Ver?nderungen in ihrer Belegung, ihres Aussehens und der Atmosph?re, die sie ausstrahlte, immer noch dieselbe wie immer, nur noch unheimlicher. Vertieft in ihren Gedanken, wurde Neveah durch ein leises Niesen unterbrochen, das von irgendwo am Ende des Korridors kam. "Wir sollten wohl alle zur Seite treten," k¨¹ndigte Kirgan an, der die Gruppe den Flur enng f¨¹hrte.Kirgan wich leicht zur Seite und Menarx murmelte etwas, zog jedoch Adrienne ebenfalls mit sich. Neveah runzelte die Stirn, sie bemerkte die Dringlichkeit nicht sofort, bis etwas mit einer enormen Geschwindigkeit auf sie zuraste, das Neveah kaum erkennen konnte. Neveah wich geschwind zur Seite, doch Tara, die hinter ihr stand, war nicht schnell genug, und Neveah ahnte, dass sie es auch nicht sein w¨¹rde, da sie wusste, dass Tara mehr Mensch war als alles andere. Nachdem sie ausgewichen war, schoss Neveahs Hand instinktiv vor, um Tara zu sch¨¹tzen, und sie hielt das fliegende Objekt fest, in der Annahme, es sei irgend eine Art Waffe. Neveah war jedoch ¨¹berrascht, als einutes Kreischen durch den Flur hallte und Neveah erst dann realisierte, dass sie einen Teil des Fl¨¹gels eines be?ngstigend kleinen Drachens festhielt. Der Drache war kleiner als alle anderen, die Neveah bisher gesehen hatte, etwa so gro? wie zwei junge W?lfe nebeneinander, wenn auch etwas gr??er. Auch seine Schuppen waren weich, im Gegensatz zu den harten Schuppen aller Drachen, die sie kannte. Ihre Farbe variierte zwischen einem aschigen Grau und einem dunkleren Grau, was sie zu einem Mix aus abgestuften silbernen Nuancen machte. "Was zum Teufel?!" rief Neveah und zog ihre Hand vorsichtig zur¨¹ck, als sie von einem Paar kleiner, zorniger Augen angestarrt wurde. "Das ist ..." fragte Neveah z?gerlich, w?hrend der kleine Drache n?her zu ihr flog, bis sein Drachenkopf nur noch wenige Zentimeter von Neveahs Gesicht entfernt war und seine w¨¹tenden Augen sie direkt anblickten. Neveah lehnte sich zur¨¹ck und warf einen nerv?sen Blick auf den sichtlich am¨¹sierten Everon, der hinter Tara gestanden hatte. "Veah..." rief eine vertraute Stimme zu Neveah. Neveah schautengsam zur Seite, bedacht darauf, dass jede Bewegung den kleinen Drachen noch weiter ver?rgern k?nnte, und ihr Blick fiel auf das vertraute Gesicht von Lady Kaliana, die etwas weiter den Flur hinunterstand und ein warmes L?cheln zeigte. Neveahs Blick wechselte dann zur¨¹ck zum Drachen, der sie immer noch anstarrte, dann zu Lady Kaliana, und sie blickte einen Momentng hin und her. "Das muss deine erste Begegnung mit dem jungen Lord Zephyroth sein, seitdem er geschl¨¹pft ist." sagte Everon schlie?lich. "Zephyroth ..." erinnerte sich Neveah an die k?nigliche Ank¨¹ndigung bei der Geburt von Kalianas Sohn vor all den Jahren. Obwohl er erschreckend fr¨¹h, im vierten Monat der Schwangerschaft, und im Gegensatz zu anderen Geburten, die termingem?? erfolgen, noch nicht geschl¨¹pft war, hatte Jian ihm sofort einen k?niglichen Namen verliehen, Zephyroth, der erste k?nigliche Prinz von Jians Dynastie. "Ist das ... dieses kleine Drachenei, das sich hartn?ckig geweigert hat zu schl¨¹pfen?!" fragte Neveah undchte nerv?s, als der kleine Drache leise in seiner Kehle knurrte und offensichtlich verstand, dass Neveah ihn gemeint hatte. "Ja, Veah ... er ist mein Sohn." best?tigte Kaliana undchte leise ¨¹ber die Situation, in der Neveah sich mit Zephyroth befand. "Nun... hallo dort..." gr¨¹?te Neveah vorsichtig. Chapter 647: Herzliche Grü?e (Kap.648)

Chapter 647: Herzliche Gr¨¹?e (Kap.648)

Der kleine Drache trat ein wenig zur¨¹ck und gab Neveah den Raum, sich von der eisigen Wand zu l?sen. Als Neveah sich aufgerichtet hatte, r?usperte sie sich leicht und beobachtete den kleinen grauen Drachen weiterhin misstrauisch. Jetzt, da Neveah erkannte, dass es sich um den jungen Lord Zephyroth handelte, wurde ihr r, dass sie keinen Grund hatte, ihn als klein zu betrachten. Zephyroth war erst zwei Jahre alt und bereits deutlich gr??er als ein Jungtier. In menschlicher Gestalt, so sch?tzte Neveah, w?re er in diesem Alter immer noch dabei, das Gehen und Sprechen zu perfektionieren, doch er war bereits jetzt erstaunlich flink im Fliegen. "Er wird ein gro?er Drache werden, viel gr??er als sein Vater ... vielleicht so gro? wie Xenon." murmelte Neveah voller Ehrfurcht. "Das sagt Imagor auch." Kaliana stimmte mit einem leichten L?cheln zu. Kaliana ging zu ihnen hin¨¹ber und zog ihren Sohn am Schwanz beiseite, sehr zum Missfallen des jungen Drachens. Neveah ahnte, was kommen w¨¹rde, und verhinderte unbewusst, dass sie sich versteifte, als Kaliana sie in eine Umarmung zog. "Es ist wunderbar, dich zu sehen, Veah ... wirklich." sagte Kaliana aufrichtig. Neveah blieb still, reagierte nicht und erwiderte die Umarmung nicht, bem¨¹hte sich jedoch zumindest nicht wegzuziehen. Und da sie Neveahs Wesen kannte, konnte jeder sehen, dass dies bereits so viel W?rme war, wie Neveah in Anbetracht der fr¨¹heren Spannungen zwischen ihr und Kaliana aufbringen konnte. "Ich f¨¹rchte, ich bringe keine guten Nachrichten." murmelte Neveah nach einem kurzen Moment. Kaliana wich zur¨¹ck, warf einen Blick auf Everon und Menarx und richtete dann wieder ihren Blick auf Neveah. "Unter Familie gibt es keine solche R¨¹ckhaltung." sagte Kaliana zu Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "Komm, Imagor wartet bereits auf dich. Wir haben den Reiterrat vor¨¹bergehend aufgel?st, au?er uns ist nur noch Rodrick da, du kannst beruhigt sein." Kaliana versicherte Neveah, dass sie Ma?nahmen f¨¹r Diskretion getroffen hatten. Neveah nickte und Kaliana f¨¹hrte sie den Gang enng. Gerade als Neveah ihr folgen wollte, gab Zephyroth ein leises Knurren von sich, eher aus Entr¨¹stung als aus Warnung. Neveah warf dem kleinen Drachen einen fragenden Blick zu. Sie hob eine Augenbraue, als er n?her kam, sich auf ihre Schulter setzte und seine Fl¨¹gel ordentlich faltete. Rasch bncierte Neveah ihren Stand aus, um sein Gewicht aufzunehmen, bevor sie das Gleichgewicht verlor. Sie bewegte ihre Schulter leicht, um sich an das Gewicht zu gew?hnen. "Zephyr, ist dir r, dass du in Drachengestalt ziemlich schwer bist?!" begann Kaliana, ihren Sohn zu tadeln, aber Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Das ist schon in Ordnung. Ich bin kein Drache, aber ein bisschen Gewicht schadet mir nicht." beruhigte Neveah. "Sein Vater und ich sprechen oft ¨¹ber dich, er muss dich sehr interessant finden." erkl?rte Kaliana und warf ihrem Sohn einen genervten Blick zu. "¨¹ber mich? Lord Imagor?" fragte Neveah ¨¹berrascht, als sie zu Kaliana ging. Kaliana l?chelte verlegen und nickte mit dem Kopf. Sie schien nicht n?her darauf eingehen zu wollen, doch Kirgan war mehr als bereit, diese Aufgabe zu ¨¹bernehmen."Hast du den epischen Moment vergessen, als du w?hrend Kalias Qualen zu Imagor kamst und ihn gebeten hast, zu ihr zu gehen?" fragte Kirgan f¨¹r Neveah. Daraufhin r?usperte sich Kirgan dramatisch. "Deine Reiterin ist schwach, Lord Imagor. Ich brauche dich, um sie zu st?rken ... um ihre und die St?rke eures Kindes zu sein. Du kannst stark sein und dich zusammenrei?en ... oder du kannst schwach sein und weinen." "Aber egal, was du tust, tu es an ihrer Seite ... damit sie dich h?rt und wei?, dass du da bist." Kirgan gab Neveahs Sprechweise sehr treffend wieder und verbeugte sich anschlie?end. Kurgans Darstellung sorgte f¨¹r leises Kichern unter allen, sogar Menarx und Everon, und auch Neveah l?chelte. Obwohl sie damals eine schreckliche Erfahrung gemacht hatte, bei der ihr Leben am seidenen Faden hing, war Neveah nicht verbittert... es war ihr ein Trost, dass sie jetzt alle ¨¹ber diese Erfahrungchen konnten. Sie hatten bereits Imagors Arbeitszimmer erreicht, das abseits ihrer pers?nlichen Quartiereg und ein Teil der zweiten Ebene war, die Neveah zu ihrer Zeit im Drachenturm nicht oft besucht hatte. Kaliana f¨¹hrte sie hinein, und sie betraten alle die gro?e Halle. Imagor sa? an einem Schreibtisch aus Mahagoni in der Mitte der Halle, vor ihmgen Haufen von Akten und Schriftrollen. Neben Imagor befand sich ein weiterer Sitz, von dem Neveah annahm, dass er f¨¹r Kirgan vorgesehen war, der zusammen mit Imagor die Angelegenheiten der Festung regelte. Und dann war da noch Lord Rodrick, der pflichtbewusst an Imagors Schreibtisch stand, so wie er es bei Jian tun w¨¹rde, und Schriftrollen sortierte und diejenigen ablegte, mit denen Imagor sich besch?ftigt hatte. Als sie jedoch eintraten, hob Imagor den Blick zu ihnen, ein warmes L?cheln erschien auf seinen Lippen und er hob eine Hand, um sich die Haare aus dem Gesicht zu streichen. "Narx!..." rief Imagor liebevoll, stand auf und ging um seinen Schreibtisch herum. Er ¨¹berbr¨¹ckte die Distanz zwischen ihnen mit wenigen Schritten, ergriff Menarx¡¯ Hand und zog ihn in eine Umarmung. Menarxchte tief und klopfte Imagor liebevoll auf den R¨¹cken. "Na, du bist ja schon Vater,ss deinen Sohn nicht sehen, dass du so weich bist", neckte Menarx. Imagor schnaubte leise, als er sich von Menarx l?ste und Kurgans ausgestreckte Hand beiseiteschob. "Freust du dich nicht, mich zu sehen?" fragte Kirgan gespielt ungl?ubig. "Du bist weder meine Frau noch mein Sohn, aber ich sehe dich ?fter als sie, Kirgan. Wenn du nicht schon m¨¹de von meinem Anblick bist, dann bin ich es sicher von dir", antwortete Imagor direkt und ehrlich. Kirgan war sichtlich entsetzt und suchte hilfesuchend den Blick von Lord Rodrick, der jedoch seinen Blick abwandte, offensichtlich darauf bedacht, sich aus dieser Situation herauszuhalten. "Lady Neveah", begr¨¹?te Imagor und bewegte sich an Menarx vorbei zu Neveah. Zephyroth flog schnell von Neveahs Schulter und setzte sich auf die Schulter seines Vaters. Imagor strich mit einer Hand ¨¹ber Zephyroths Kopf und streichelte ihn liebevoll. Dann richtete Imagor seine Aufmerksamkeit wieder auf Neveah, er neigte den Kopf zu einer Verbeugung und hielt sie, sehr zu Neveahs ¨¹berraschung. Neveahs Augen weiteten sich und sie starrte hilflos auf Menarx und Kirgan. Chapter 648: Difficult Request (Schwierige Anfrage) (Ch.649)

Chapter 648: Difficult Request (Schwierige Anfrage) (Ch.649)

Drachen sind Gesch?pfe der Ordnung und Hierarchie und haben ihre eigenen Wege, Respekt und Anerkennung untereinander und gegen¨¹ber ihren Oberen zu kommunizieren. Neveah hatte dies aus der Lekt¨¹re und der Beobachtung gleicher Muster bei verschiedenen Drachenlords gelernt, mit denen sie seit ihrer Ankunft in der Asvarian-Festung vor einigen Jahren die Ehre gehabt hatte zu interagieren. Genau weil Neveah deren Verhaltensmuster so genau beobachtet hatte, verstand sie die Schwere dieser scheinbar kleinen Geste, die Lord Imagor ihr gegen¨¹ber im Vorbeigehen zeigte. Es war eine Sache, das Haupt zur Anerkennung zu neigen, eine andere, einen Respekt bezeugenden Bogen zu machen, aber f¨¹r ein Mitglied der K?nigsgarde war es keine Kleinigkeit, den Kopf zu senken, die Verbeugung zu halten und auf Eubnis zu warten, sich wieder zu entspannen. Dies war die h?chste Form der Achtung, die stolze Wesen wie Drachen erweisen konnten, und war ausschlie?lich ihrem obersten Herrscher, ihrem K?nig vorbehalten. So begr¨¹?te die K?nigsgarde ihren Drachenk?nig Jian. Neveah war sich dessen bewusst und ihr Herz schlug nerv?s in ihrer Brust. Sie wusste, dass Imagor in seiner Art einzigartig war, aber nie h?tte sie erwartet oder sich darauf vorbereiten k?nnen, zu einem solchen Zeitpunkt ohne offizielle Erkl?rungen oder Titel mit diesem Grad von Wertsch?tzung konfrontiert zu werden. Weder Menarx noch Kirgan waren von Imagors offensichtlichem Ausdruck des Respekts und der Anerkennung ¨¹berrascht. W?hrend sie sich aus R¨¹cksichtnahme auf Neveahs Entscheidung, Unwissenheit vorzut?uschen, daf¨¹r entschieden hatten, subtil zu sein, hatte Imagor eine andere Pers?nlichkeit und sie hatten wohl erwartet, dass er nicht so subtil sein w¨¹rde. Menarx nickte Neveah leicht zu, sein Blick lie? sie wissen, dass sie sich selbst darum k¨¹mmern musste und sie nichts daran ?ndern k?nnten. Alle sechs Br¨¹der waren auf ihre eigene Weise sehr verschieden, das hatte Neveah w?hrend ihrer Zeit in der Drachenburg erkannt. Imagor war einer, dessen Wesen die Einhaltung von Gesetzen und Anstand verk?rperte. Er folgte den Regeln mit unbeirrbarer Hingabe und bestand stets darauf, unter seinen Gleichgestellten Anstand zu wahren. So wusste Neveah, dass sie keinen anderen Ausweg hatte, als sich der Situation direkt zu stellen. "Sei unbesorgt, Imagor", gab Neveah in ruhigem Ton ihre Eubnis. Imagor richtete sich auf, ein bedeutungsschwerer Blickg in seinen Augen, doch sprach er nicht viel von dem, was Neveah wusste, dass er gerne angesprochen h?tte. Es war ein Thema, ¨¹ber das bisher nur Lord Mycroft offen gesprochen hatte, und Neveah ubte nicht, dass sie noch eine Belehrung dar¨¹ber ben?tigte, Lord Mycrofts Worte waren aufkl?rend genug gewesen. "Kommen Sie bitte, nehmen Sie tz. Ihre Nachricht kam mit Dringlichkeit, ich nehme an, sie erfordert sofortige Aufmerksamkeit", sagte Imagor und deutete Neveah an, sich zu setzen. Neveah folgte der Aufforderung und nahm auf der Couch in Imagors Studierzimmer tz. Dann richtete Imagor einen fragenden Blick auf Tara, das einzige ihm unbekannte Gesicht. "Tara, die Schwester von Lady Isalder", stellte Neveah sie vor. Imagor nicktengsam und zuckte leicht mit der Schulter. Zephyroth verstand das Signal und breitete seine Fl¨¹gel aus, um zu seiner Mutter hin¨¹berzugehen, die ihre H?nde ausstreckte, um ihn zu empfangen. "Wenn Lady Adrienne und Tara mich begleiten w¨¹rden,ssen wir ihnen den Raum f¨¹r eine Weile", sagte Kaliana zu Adrienne und Tara. Beide stimmten zu, denn sie verstanden, dass Privatsph?re erforderlich war f¨¹r das, was zwischen der K?nigsgarde und Everon besprochen werden sollte.Als die drei sich verabschiedet hatten, verlie? auch Lord Rodrick den Saal und schloss die T¨¹r hinter sich. Imagor, Kirgan und Menarx setzten sich auf die anderen B?nke, w?hrend Everon sich neben Neveah niederlie?. Neveah wechselte einen verst?ndnisvollen Blick mit Everon und Menarx, der ihr aufmunternd zunichte. "Ich... Vor ein paar Tagen, Jian... kam Seine Gnaden zu mir." offenbarte Neveah. Kirgan und Imagor nicktenngsam ¨C offensichtlich hatte Menarx ihnen bereits einiges erz?hlt. "Narx hat es mir berichtet. Ich kann es immer noch nicht fassen." r?umte Imagor ein. "Traumwandeln?" fragte Kirgan ungl?ubig. Neveah nickte, sie griff nach dem Anh?nger, den sie um den Hals trug, nahm ihn ab, legte ihn auf den Tisch und schob ihn zu Imagor her¨¹ber. "Das ist nur mit Hilfe von etwas Magie m?glich, einer Kunst, die hier unbekannt ist, aber dort, woher ich stamme, ?fter praktiziert wird - Hexenmagie. Dieser Anh?nger und... unsere Verbindung, sie erm?glichen es, unsere Tr?ume zu vereinen." erkl?rte Neveah. Imagor nahm den Anh?nger in die Hand und betrachtete ihn f¨¹r einen Moment aufmerksam. "Er hat tats?chlich eine seltsame Ausstrahlung. Doch die Magie darin ist feinsinnig... fast nicht zu sp¨¹ren." stellte Imagor fest und reichte den Anh?nger an Kirgan weiter. "H?tte er auf jeden, der eine Verbindung teilt, dieselbe Wirkung? K?nnen wir damit mit Jian in Verbindung treten?" wollte Kirgan wissen. "Mein Vater hat ihn mir gegeben, um in Kontakt bleiben zu k?nnen. Ich nehme also an, er k?nnte dienen... aber wie der Zauber genau funktioniert, wei? ich nicht." gab Neveah zu. "Lassen wir lieber keine unbedachten Versuche zu, die den Zauber ver?ndern k?nnten. Wir wissen zu wenig, um damit zu experimentieren. Momentan ist das unser einziger Weg, mit Jian zu sprechen." riet Imagor Kirgan. Kirgan nickte zustimmend und legte den Anh?nger zur¨¹ck auf den Tisch. "Es gibt noch mehr...", f¨¹gte Everon hinzu und schilderte die Situation an der Wasserquelle in Fort Scabbard. "Schuppen... das ist kaum zu uben..." murmelte Kirgan und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Es gibt vieles, das wir aktuell nicht verstehen und kl?ren k?nnen. Das Dringlichste ist jedoch die R¨¹ckkehr Seiner Gnaden zur Festung...", begann Neveah. "Ihr habt recht. Deshalb seid ihr zu uns gekommen, nehme ich an." sagte Imagor ernst. "Und deswegen werde ich die K?nigsgarde um eine schwierige Bitte ersuchen m¨¹ssen. Eine, die euch vielleicht an der Richtigkeit meiner Worte zweifeln l?sst." fuhr Neveah fort. Kirgan und Imagor sahen einander an, bevor sie Neveah gespannt ansahen. "Ich m?chte Zutritt zu den geheimen Archiven... um die Aufzeichnungen des ehemaligen Drachenk?nigs Asrig zu finden." verk¨¹ndete Neveah der Gruppe. Chapter 649: Riskieren Sie einen Streit (Kap.650)

Chapter 649: Riskieren Sie einen Streit (Kap.650)

Imagors Gesichtsausdruck ver?nderte sich in dem Moment, als die Worte fielen, und auch Kirgan erstarrte sichtlich. Die Atmosph?re im Arbeitszimmer wurde sofort angespannt; die Erw?hnung des Namens "Asrig" stie? bei den Drachenartigen nie auf Gegenliebe, selbst Menarx und Everon, die es bereits wussten, zeigten sich verbittert. Neveah war sich im ren, dass es beim Zugang zu solchen verbotenen Aufzeichnungen um mehr ging als nur um die Befugnisse der k?niglichen Wache. Der Zugriff auf die Dokumente in den versteckten Archiven stand im direkten Widerspruch zu den Gr¨¹ndungsgesetzen von Jians Dynastie, die solche Aufzeichnungen dazu verdammt hatten, ewig verborgen zu bleiben und nie wieder ans Licht zu kommen. "Neveah, diese Bitte..." begann Imagor nach einem kurzen Moment der Stille, doch Neveah fuhr fort. "Mir wurden bereits alle Gr¨¹nde dargelegt, warum dies keine gute Idee ist, warum meine Bitte schwierig ist und warum man sie nicht einmal in Erw?gung ziehen sollte." "Ich bin mir der gro?en Kontroversen bewusst, die dies ausl?sen k?nnte, und sogar der internen Unruhen, die es hervorrufen k?nnte. Ich wei?, dass meine Worte euch in eine schwierige Lage bringen... dennoch muss ich darum bitten, sie zu respektieren. Diese Worte stammen nicht von mir, ich habe nichts Pers?nliches mit Asrig zu tun, und das wisst ihr alle." sagte Neveah ernst. Ihr Blick wanderte zwischen Kirgan und Imagor hin und her; sie waren diejenigen, die ¨¹berzeugt werden mussten. Menarx und Everon mochten die Idee vielleicht nicht unterst¨¹tzen, aber Neveah wusste, dass sie tun w¨¹rden, was sie vengte. Diese beiden vertrauten Neveah absolut. Aber Kirgan und Imagor waren anders; Neveah hatte keine besondere Beziehung zu diesen beiden Drachenlords. "Seine Gnaden hat mich beauftragt, seine Worte an die K?nigsgarde weiterzuleiten. Besorgt die Aufzeichnungen von Asrig... diskret. Und was euch alle noch mehr beunruhigen sollte, ist der n?chste Teil: Diese Aufzeichnungen m¨¹ssen mir unversehrt ¨¹bergeben werden... es mag keinen Sinn ergeben, aber so ist es nun einmal." Neveah stellte es r. Imagor presste die Lippen zusammen, ein zwiesp?ltiger Ausdruck in seinen Augen. "Meine Br¨¹der und ich wissen, dass Ihr nur die Wahrheit sprecht, Lady Neveah... Ihr seid vom Drachenblut, Ihr w¨¹rdet die Ehre unseres Lehnsherren nicht beschmutzen, daran zweifle ich nicht. Aber Asrig? Warum er?" fragte Imagor, ein Unbehagen in seiner Stimme. Neveah war ¨¹berrascht ¨¹ber Imagors Vertrauensbekenntnis, das Letzte, was sie angesichts der angespannten Beziehung, die sie immer hatten, erwartet h?tte. "Ich w¨¹nschte, ich w¨¹sste mehr als das, was ich jetzt wei?, um euch den Grund f¨¹r diese Bitte erkl?ren zu k?nnen, aber ich kenne nur so viel wie bereits mitgeteilt, Imagor... was mir am rsten ist, ist die Tatsache, dass wir alle Jian vertrauen m¨¹ssen, wenn wir ihm von Nutzen sein wollen." sagte Neveah direkt. "Mir wurde gesagt, dass au?er Jian selbst nur der Rat die Beschaffung verbotener Aufzeichnungen genehmigen kann." wiederholte Neveah. "Der Rat wird das niemals zssen. Sie werden einen Beweis f¨¹r Jians Befehl fordern und wenn sie erfahren, dass die Nachricht auf magischem Wege ¨¹bermittelt wurde, wird die G¨¹ltigkeit der Nachricht angezweifelt... es wird euer Wort gegen die Gesetze der Festung sein." ?u?erte Imagor. "Sie werden einen direkten k?niglichen Befehl von Jian pers?nlich vengen; du k?nntest der F?lschung und des Hochverrats beschuldigt werden..." ?u?erte Kirgan besorgt.Neveah st?hnte leise und strich sich mit der Hand durch die Haare. Die Gesetze, die in der Festung herrschten, waren unumst??lich, das war Neveah r. Sie befand sich in einer schwierigen Lage, als Au?enseiterin, die im Namen des Drachenk?nigs sprach. Doch sie musste Jians Anweisungen befolgen, sie konnte es sich nicht leisten, sich um etwas anderes zu k¨¹mmern. "Ich wei? sehr wohl, und es mag euch allen unangenehm klingen, aber wir k?nnen nicht versuchen, die Zustimmung des Rates einzuholen. Sie werden entschieden Widerstand leisten, und die Debatte k?nnte sich l?nger hinziehen, als wir es uns euben k?nnen." "Ich wei? nicht, wienge ich den Kontakt zu Jian aufrechterhalten kann; es wird bereits schwer, seine Tr?ume zu erreichen. Und Xenon... Ich muss ihm die Aufzeichnungen so schnell wie m?glich ¨¹bergeben. Wenn ich nicht einmal das bewerkstelligen kann... k?nnte ich den Verstand verlieren..." Neveahs Stimme brach, die Sorge, die sie zu verbergen versucht hatte, drang durch ihren Ton. Imagor atmete tief aus, sein Blick wurde merklich milder bei diesem seltenen Aufblitzen von Emotionen bei Neveah. "Neveah, ganz zu schweigen davon, dass wir Gesetze brechen w¨¹rden, hier w¨¹rde niemand z?gern, sein Leben f¨¹r Jian und Xenon zu opfern; das steht gar nicht zur Debatte", sagte Imagor bedeutungsvoll. "Aber wir d¨¹rfen nicht vergessen, dass der Reiterrat aus den edelsten und ausgezeicsten Vertretern unseres Volkes besteht... Es wird nicht leicht sein, einen solch entscheidenden Schritt ohne ihr Wissen zu gehen, selbst mit unserer vollen Unterst¨¹tzung." "Der Himmel ¨¹ber der Drachenfestung hat Augen, und die Autorit?t des Reiterrats ist nicht zu untersch?tzen; wir haben es so eingerichtet", erinnerte Imagor. "Wenn der Reiterrat davon Wind bekommt, werden sie es nicht auf die leichte Schulter nehmen... Uns wird es gut gehen, aber du...", Kirgan verstummte. "Ich werde es euch nicht noch schwerer machen. Ich werde die Aufzeichnungen holen und die Drachenfestung sofort vessen, bevor der Rat davon erf?hrt." "Wir k?nnen sie nichtnge im Unrenssen, und das kann ich auch nicht von euch allen vengen. Als St¨¹tzen der Festung kann ich nicht zssen, dass jemand von euch einen Streit mit dem Rat riskiert... nicht jetzt", sagte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "Veah...", Menarx setzte zu einem Einwand an, doch Neveah unterbrach ihn. "Ich bin jemand, der kein B¨¹ndnis mit dem Rat sucht; sie haben mich ohnehin nie akzeptiert. Ich kann es riskieren, erneut mit ihnen in Konflikt zu geraten." Imagor sch¨¹ttelte widersprechend den Kopf, doch Neveah lie? ihn nicht zu Wort kommen. "Ich brauche nur etwas Zeit, um die Aufzeichnungen zu holen und zu den Wei?en D¨¹nen zur¨¹ckzukehren... Die Reichweite des Reiterrats ist in den L?ndern meines Vaters begrenzt, und die D¨¹nendrachen werden mich besch¨¹tzen. Ich kann dem Urteil des Ratesnge genug entfliehen, um zu beweisen, dass dies die richtige Entscheidung ist", entschied Neveah fest. "Ich werde noch heute Abend die Aufzeichnungen holen und die Drachenfestung sofort vessen. F¨¹r alles Weitere vertraue ich auf euch alle", sagte Neveah. Chapter 650: Wie es sich anfühlte (Kap.651)

Chapter 650: Wie es sich anf¨¹hlte (Kap.651)

?Veah, bist du dir sicher, dass das der richtige Weg ist?", fragte Everon Neveah unsicher. Neveah sa? ruhig im Arbeitszimmer von Imagor unds schweigend in einer Schriftrolle. Imagor, Kirgan und Menarx waren vor Kurzem gegangen, um einige Angelegenheiten zu kl?ren, und Neveah blieb allein im Arbeitszimmer, um auf den Einbruch der Nacht zu warten. Es w?re unklug von ihr, sich jetzt im Drachenturm blicken zussen, daher hatte Kirgan Neveah geraten, im Arbeitszimmer zu bleiben, bis die Zeit reif war. Neveah seufzte leise, legte die Schriftrolle beiseite und blickte zu Everon hoch. ?Hast du eine bessere Idee? Wir k?nnen den Rat nicht davon abhalten, Aufkl?rung zu vengen, wenn sie es herausfinden. Jemand muss ihr Ziel sein... keiner von euch ist daf¨¹r geei", erkl?rte Neveah. ?Andererseits k?nnte die k?nigliche Garde es in ihrem Auftrag einsammeln, unabh?ngig vom Protest des Rates. Der Rat wird es nicht wagen, der K?nigsgarde gegen¨¹ber unh?flich zu sein, sie werden sich zur¨¹ckziehen m¨¹ssen", schlug Everon besorgt vor. ?In der Tat. Aber die K?nigsgarde steht in dieser Zeit f¨¹r die k?nigliche Autorit?t. ubst du, dass die tributpflichtigen V?lker tatenlos zusehen werden, wenn sie infrage gestellt werden oder wenn es interne Unstimmigkeiten zwischen dem Rat und der K?nigsgarde gibt?", fragte Neveah Everon direkt. ?Ich wei?, aber...", begann Everon zu argumentieren. ?Ron, h?r zu... dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um die K?nigsgarde in irgendeiner Weise zu gef?hrden. Mit Xenon...", Neveah stockte kurz und r?usperte sich leicht. ?Da Xenon und Cassian abwesend sind, ist die Autorit?t der K?nigsgarde allein durch die Anwesenheit von drei Personen stark beeintr?chtigt... Ihre gemeinsame Entscheidung k?nnte m?glicherweise den Rat ¨¹berstimmen, aber wenn die K?nigsgarde jetzt zweifelhaft handelt, wird das der Festung in keiner Weise zum Vorteil gereichen", sagte Neveah ernst. ?Ich bin gekommen, um Jian zu helfen, nicht um in diesen unsicheren Zeiten gr??ere Spannungen zu erzeugen", stellte Neveah r. ?Ich sehe nicht, dass es der richtige Weg ist, Jian zu helfen, indem man sich mit dem Rat anlegt. Jian selbst w¨¹rde das nicht guthei?en", betonte Everon. ?Erst wenn er zur¨¹ckkehrt... kann er mein Handeln missbilligen. Sie m¨¹ssten zuerst zur¨¹ckkehren... was h?tte es sonst f¨¹r einen Sinn?", murmelte Neveah. Sie stand auf und ging auf die T¨¹r zu. ?Nun komm schon, Veah. Wo willst du hin?", fragte Everon mit einem leisen Seufzer. ?Ich werde nicht unter dieses Niveau gehen", versicherte Neveah Everon. ?Dann... achte darauf, dass du ruhig bleibst und dir nicht zu viele Sorgen machst, in letzter Zeit war es zwar ruhig, aber man kann nie vorsichtig genug sein. Ich werde dich in K¨¹rze suchen", erinnerte Everon Neveah. Neveah verstand, dass Everon wollte, dass sie wegen Demevirld vorsichtig mit ihren Gef¨¹hlen umging. Demevirld war seit der Wasserquelle nicht mehr aufgetaucht, und Everon wunderte sich immer wieder dar¨¹ber. Everons Vermutung war, dass Demevirld vielleicht etwas ersch?pft war oder ?hnliches, aber was auch immer ihn zum Schweigen brachte, Neveah war dankbar daf¨¹r. Neveah trat aus dem Arbeitszimmer heraus und ging den Flur im zweiten Stock enng. Sie gingngsam weiter, in ihre eigenen Gedanken vertieft. Neveah dachte nicht dar¨¹ber nach, wohin sie ging, sondern lie? sich einfach von ihren F¨¹?en leiten, bis sie einen Moment sp?ter aufblickte und feststellte, dass sie nur noch wenige Schritte von Menarx¡¯ Quartier entfernt war.Es war f¨¹r Neveah nicht einmal ¨¹berraschend, denn dies war der einzige Ort auf der zweiten Ebene, den sie wirklich ihr eigen nennen konnte, wenn auch nur f¨¹r kurze Zeit. Es war gewiss einer der wenigen Orte in der Drachenfeste, an denen sie sich am meisten entspannt hatte. Doch nun gab es f¨¹r sie keinen solchen Ort mehr in der Drachenfeste. Neveah lie? ein leises Seufzen h?ren und war im Begriff, sich umzudrehen, als die T¨¹r zu Menarx¡¯ Gem?chern aufging und Adrienne hinaustrat. Adrienne sah offensichtlich ¨¹berrascht aus, Neveah dort zu sehen. Sie starrte sie mit einem erschrockenen Blick an, als h?tte man sie bei einer verbotenen Handlung ertappt. Neveah nahm eine weitere Anwesenheit wahr und ihr Blick glitt von Adrienne zur T¨¹r von Menarx, bevor er wieder zu Adrienne zur¨¹ckkehrte. ¡¯Da drin ist jemand... und es ist nicht Menarx.¡¯ dachte Neveahs Wolf zu ihr. Es schien, als w¨¹rde Adrienne gerade anfangen zu erkl?ren, doch Neveah interessierte das nicht. Sie sp¨¹rte keine Gefahr, es war jemand Bekanntes... und somit ging es sie nichts an, was in diesen Hallen vor sich ging. Neveah sagte nichts, sie drehte sich um und machte sich auf den R¨¹ckweg. Dieses Mal f¨¹hrte Neveahs Gang sie um einen Pfad der zweiten Ebene, den sie selten genommen hatte, und bald schwebte ihr Fu? ¨¹ber der ersten Stufe einer kurzen Treppe, die zur h?chsten Ebene hinauff¨¹hrte. Neveah z?gerte einen Augenblick, bevor sie weiterging und mitngsamen Schritten die oberste Ebene erreichte. Am Ende der Treppe stehend, starrte Neveah den schummrig beleuchteten Korridor enng. Die Atmosph?re dieser Ebene war anders, so sehr, dass sie Neveah zum Innehalten brachte. Neveah war sich nicht einmal sicher, ob es eine positive Ver?nderung war oder nicht, es war einfach... anders. ¡¯War es immer so... ?de?¡¯ fragte sie sich. Neveah konnte sich nicht erinnern, sie war nur selten in diesen Hallen gewesen. Es herrschte eine st?rkere K?lte, als w?re der Winter im Handumdrehen eingebrochen, und Neveah widerstand dem Drang, sich die Arme um sich zu legen oder den R¨¹ckweg anzutreten. ¨¹berall sonst in der Drachenfeste war es zumindest bewohnbar, aber diese Ebene war anders... Neveah wusste, wenn sie selbst die K?lte sp¨¹rte, w?re es f¨¹r einen Menschen schwierig, hier zu ¨¹berleben. ¡¯War es schon immer so... oder lehnen sich diese Mauern auch gegen seine Abwesenheit auf?¡¯ ¨¹berlegte Neveah. Es gab Ger¨¹chte, dass die Drachenfeste die mmenessenz des Drachenk?nigs widerspiegelte. Seine Anwesenheit erw?rmte dieses kalte, d¨¹stere, bergige Schloss und seine Abwesenheit... "So also hat es sich angef¨¹hlt..." murmelte Neveah leise vor sich hin. Chapter 651: Sag es ihr (Kap.652)

Chapter 651: Sag es ihr (Kap.652)

Neveah ging kurz den Korridor enng, bis sie zu den T¨¹ren gngte, die zu Jians Privatr?umen f¨¹hrten. Sie wusste, wo sie waren, denn sie war hier schon einmal erwacht, als Xenon sie im Scf in diese Etage gebracht hatte. Damals war sie nichtnge geblieben und war von Xenon kurz nach dem Erwachen weggebracht worden. H?tte sie damals auch nur einen Moment l?nger verweilt, h?tte sie vielleicht den Kopf verloren. So sehr hatte Jian sie verabscheut. Neveahs Lippen zuckten leicht bei dieser Erinnerung. Sie kannte Jians Quartier nicht wirklich, es war nie ihr Aufenthaltsort gewesen. Selbst jetzt war Neveah nicht sicher, warum sie hierher gekommen war, vielleicht in der Hoffnung, dass noch Spuren von ihm vorhanden waren, dass sie sich ihm vielleicht sogar ein kleines bisschen n?her f¨¹hlen konnte, wenn sie hier war. Der Berg Edar war Neveahs erster Gedanke gewesen, aber sie konnte es sich nicht leisten, aus diesen Hallen zu treten und durch eine Sichtung von der Flugpatrouille ihre Pl?ne zu gef?hrden. Aber nun, da sie hier war, fragte sie sich, was sie sich dabei gedacht hatte. ?Es ist ¨¹ber einen Monat her, seit er zuletzt hier war, jegliche Spuren von ihm sind l?ngst verschwunden...", murmelte Neveah vor sich hin. ?Lady Neveah." Eine vertraute Stimme erng hinter ihr. Neveah blickte ¨¹ber die Schulter und war nicht ¨¹berrascht, Lord Rodrick dort stehen zu sehen. Er war Jians Stellvertreter und einer der wenigen, die leichten Zugang zu diesen Hallen hatten. Neveah ahnte, dass es f¨¹r den Mann mittleren Alters nicht mehr leicht sein musste, wenn man den schweren Pelzmantel bedenkt, in den er geh¨¹llt war. Er schien gerade aus Jians Arbeitszimmer gekommen zu sein, und Neveah war so in ihre eigenen Gedanken vertieft gewesen, dass sie seine Anwesenheit gar nicht bemerkt hatte. Neveah neigte respektvoll leicht den Kopf. Lord Rodrick erwiderte die Geste und verbeugte sich noch tiefer. In seinen Augeng ein verst?ndnisvoller Ausdruck und auf seinen Lippen ein kleines L?cheln. Lord Rodrick sagte nichts, stattdessen ging er auf Neveah zu, griff an ihr vorbei, drehte den Knauf von Jians Privatquartier, ?fe die T¨¹r und trat dann zur¨¹ck. Er verbeugte sich erneut und ging den Korridor in die entgegengesetzte Richtung weiter, aus der er gekommen war. Neveah starrte ihm einen Momentng schweigend nach, bevor sie sprach. ?Davina...", rief Neveah Lord Rodrick zu. Lord Rodrick hielt in seinem Schritt inne, vielleicht ¨¹berrascht, dass Neveah seine Tochter endlich wieder anerkannte. Nach allem, was damals passiert war, konnte sich Neveah immer noch nicht dazu durchringen, Davina so zu sehen, wie zuvor. Sie sprach nie von der Dienerin oder erkundigte sich nach ihr... jedenfalls nicht soweit es Lord Rodrick bekannt war. Es war ironisch, dass Neveah nun eine etwas bessere Beziehung zu Adrienne hatte, die damals f¨¹r all das Ungl¨¹ck verantwortlich war, im Gegensatz zu Davina, die zweifellos ein Opfer war. Neveah vermutete, dass es darang, wie sehr sie verletzt worden war, weil sie Davina wirklich vertraut hatte. Lord Rodrick drehte sich um, bevor er antwortete."Es geht ihr gut. Sie hat den Bergfried vessen und betreibt nun ein Kleidergesch?ft in der Zitadelle", sagte Lord Rodrick. Neveah nicktengsam. Davina war schon immer talentiert im Schneidern gewesen. Sie nahm selbst die Ma?e der adeligen Damen und entwarf Muster, obwohl sie als Oberste Dienerin genug andere Pflichten hatte und diese Aufgaben den Schneiderinnen des Bergfrieds h?tte ¨¹bessen k?nnen. "Es erfreut mein Herz zu erfahren, dass es ihr gut geht. Den Drachenturm hinter sich zussen, war sicher eine gute Entscheidung... das kann ich am besten nachvollziehen", murmelte Neveah nickend. "Soll ich ihr eure Gr¨¹?e ¨¹bermitteln?", fragte Lord Rodrick. Neveah ¨¹berlegte einen Moment, bevor sie leicht den Kopf sch¨¹ttelte. "Wir sollten sie wohl besser nicht an alte Wunden erinnern, Davina hat nun ihren eigenen Weg unter ihresgleichen gefunden, ich w¨¹nsche nicht, dass sie sich mir gegen¨¹ber schuldig f¨¹hlt", entschied Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. Lord Rodrick seufzte leise, nickte jedoch. Als er sich zum Gehen wandte, hielt er inne. "Sie wird heiraten, Mdy", sagte er zu Neveah. ¨¹berrascht blickte Neveah auf, und ein erfreutes L?cheln breitete sich auf ihren Lippen aus. "Wirklich?", fragte Neveah. "Sie hat die letzten Wochen dar¨¹ber nachgedacht, wie sie euch in diesen Zeiten Nachricht davon ¨¹berbringen k?nnte und ob ihr bereit w?ret, diese anzunehmen... Es gibt einen Stapel Eidungen mit eurem Namen darauf, wieder und wieder geschrieben in ihrem Laden", erz?hlte Lord Rodrick mit einem kleinen Lachen. "Nach reiflicher ¨¹berlegung hat sie beschlossen, den Termin zu verschieben, bis wieder Stabilit?t in der Festung herrscht. Es ist ihr unangenehm, eine Feierlichkeit auszurichten, w?hrend wir alle...", er verstummte. "Wei? sie... von Jian und mir?", fragte Neveah. Lord Rodrick nicktengsam. Es war auch keine ¨¹berraschung, denn Davinas Vater war Jians vertrauter Gehilfe und wenn nur wenige davon wussten, dann geh?rte sie sicherlich dazu. Neveah seufzte leise. Davina war eine der Ersten gewesen, die sie wirklich als Freundin betrachtet hatte. Noch bevor sie Everon, Estelle und Dante, vor Tara kannte. Zusammen hatten sie viele sch?ne Momente erlebt und irgendwann waren Xenon und Davina der einzige Lichtblick in ihrer Zeit als Dienerin im Drachenturm gewesen. "Eure Tochter... sie hat mir beigebracht, wie man in der Festung ¨¹berlebt... unter einer Rasse, die mich mit einem Fingerschnippen ausl?schen k?nnte." "Ohne ihre Lehren h?tte ich es wahrscheinlich nicht songe ausgehalten. Ich war eine ziemliche Gefahr, als ich hierherkam", gestand Neveah. Lord Rodrickchte dar¨¹ber und nickte zustimmend. "Sterbliche haben nicht das Privileg der Zeit. Wer kann schon sagen, wann die Festung wirklich Frieden finden wird?", sagte Neveah mit einem Anflug von Traurigkeit in ihrer Stimme. "Davinas Gl¨¹ck darf nicht durch die Realit?t gefesselt sein, mit der wir konfrontiert sind... das w?re ?u?erst ungerecht." "Sagen Sie ihr," fuhr Neveah fort, ihre Stimme wurde sanfter, "dass ich ein Kleid f¨¹r die Eidung w¨¹nsche, ich habe mich nicht gro? ver?ndert, meine Ma?e sind die gleichen." "Und sagen Sie ihr, dass ich kommen werde, egal wo es sein mag", schloss Neveah leise. Chapter 652: Alles, was Sie brauchen (Kap.653)

Chapter 652: Alles, was Sie brauchen (Kap.653)

Als Lord Rodrick um die Ecke bog und au?er Sichtweite verschwand, betrat Neveah Jians Gem?cher. Sie lie? die T¨¹re leise ins Schloss fallen, w?hrend ihr Blick den Raum erfasste. Jians Gem?cher waren gewaltig, und, ?hnlich wie die von Menarx, nur sp?rlich m?bliert. Doch mehr noch als bei Menarx, hing eine weit trostlosere Aura schwer in der Luft. Neben seinem abgesonderten Arbeitszimmer am Ende des Ganges verf¨¹gte Jians privater Bereich auch ¨¹ber eine Arbeitsecke, mit einem gro?en Schreibtisch in der Mitte. Dieser Raum allein war doppelt so gro? wie Neveahs Zimmer als W?rterin. Dann gab es noch einen Aufenthaltsbereich mit Sofas und einem Tisch im Zentrum, gefolgt von seinem Scfzimmer. Enng der Wand waren T¨¹ren, die zu weiteren angrenzenden R?umen f¨¹hrten. Neveah trat ein und steuerte auf eine der T¨¹ren zu, ?fe sie und staunte, als sie eine kleine, gem¨¹tliche Bibliothek betrat, deren hoch aufragende Regale mit Schriftrollen und B¨¹chern ¨¹berf¨¹llt waren. Die Regale zogen sich enng der W?nde des runden Raums, in dessen Mitte eine eidend aussehende H?ngematte zwischen zwei Stangen baumelte. Neveahs Lippen formten ein kleines L?cheln ¨C sie konnte sich Jian lebhaft vorstellen, wie er in dieser H?ngematte, umgeben von Stille, in Schriftrollen vertieft war, w?hrend der Rest des Bergfrieds schlief, besonders in den vielen N?chten, in denen ihn selbst der Scf nicht finden wollte. Es war Neveah von Anfang an bewusst, dass sie nicht viel ¨¹ber die wahre Pers?nlichkeit des Drachenk?nigs wusste, die sich unter seiner k¨¹hlen und unnahbaren Fassade verbarg. In der kurzen Zeit, die sie gemeinsam verbracht hatten, hatte Neveah erkannt, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen ihnen gab, die sie sich nie h?tte vorstellen k?nnen. F¨¹r sie war diese private Bibliothek wie ein Traum, der Wirklichkeit wurde. Ein einsamer Ort, gef¨¹llt nur mit B¨¹chern und den Geschichten vergangener Zeiten. Aber irgendwie f¨¹hlte er sich zu heilig an, um ihn zu st?ren, und so verlie? Neveah ihn wieder und schloss die T¨¹r. Mit einem leisen Seufzer ging Neveah zum Bett von Jian hin¨¹ber. Die Laken waren k¨¹rzlich gewechselt worden, das erkannte sie sofort. Lord Rodrick w¨¹rde Jians Gem?cher in tadelloser Verfassung halten, in Erwartung seiner R¨¹ckkehr, aber Neveah fand es bedauerlich, da dies bedeutete, dass die Spuren von Jian, die er vor seiner Abreise hintessen hatte, l?ngst versst waren. Dennoch konnte Neveah noch schwach seinen vertrauten Duft wahrnehmen. Sie setzte sich auf die Bettkante und lie? ihre Finger ¨¹ber die Laken gleiten. Einen Momentng verharrte sie so, bevor sie ihre Stiefel ablegte und sich auf dem Bett zusammenkauerte. Eine Weileg sie einfach da und starrte an die Wand, doch es dauerte nichtnge, bis sie einschlief. ~~~~~~~~~ "Geliebte... ?ffne deine Augen,ss mich dich sehen..." fl¨¹sterte eine vertraute Stimme Neveah zu. Die Stimme ng so fern, dass Neveah versucht war, sie zu ignorieren und ihrer Ersch?pfung nachzugeben. "Komm schon, Liebes. Ich bin hier, willst du mich denn nicht sehen?" Die Stimme fl¨¹sterte wieder. Diesmal war sie vieluter, direkt neben Neveahs Ohr, sodass ihr ein warmer Atem gegen die Gesichtsseite wehte und ein so vertrauter Duft ihre Sinne ¨¹berflutete. Neveahs Augen tterten im selben Moment auf und sie blickte direkt in diese ungleichen Augen und dieses seltene L?cheln.Erg neben ihr auf dem Bett, seinen Kopf auf seinem Arm gest¨¹tzt und betrachtete sie, ohne den bewundernden Blick in seinen Augen zu verbergen. "Jian..." hauchte Neveah erleichtert, ihre Stimme am Ende leicht br¨¹chig. Jians Stirn legte sich in Sorgenfalten, als er Neveahs Unbehagen sp¨¹rte. "Habe ich dir Sorge bereitet? Wienge ist es jetzt her?" fragte Jianngsam. "Drei Tage," fl¨¹sterte Neveah leise. Jians Blick wurde schmerzlich, seine Augen jedoch zeigten Verst?ndnis, und er strich sanft ¨¹ber Neveahs Wange. "Verzeih mir. Ich habe Stunden damit verbracht, Xenon zu erreichen, und dabei die Zeit vergessen. Ich h?tte dir keine weiteren Sorgen bereiten sollen," sagte Jian leise. Neveahs Aufmerksamkeit kehrte zur¨¹ck, ihr Blick erwartungsvoll, doch Jians z?gerliche Miene war, als h?tte man kaltes Wasser ¨¹ber sie gesch¨¹ttet. "Was ist passiert?" fragte Neveah und schob ihre Angst beiseite. "Ich... ich wei? es nicht. Die Verbindung zwischen Xenon und mir ist tief, ungleich der zu meinen anderen Br¨¹dern, behindert durch r?umliche Differenzen. Bei Xenon ist sie so stark, dass ich in der Lage sein sollte, seinen Geist zu erreichen, unabh?ngig von Raum und Distanz..." Jians Stimme brach ab, seine Stirn zuckte leicht. "Doch aus irgendeinem Grund kann ich ihn nicht erreichen. Ich sp¨¹re ihn, aber es f¨¹hlt sich an, als w¨¹rde etwas mich blockieren... eine Art Mauer. Wo Xenon ist, da ist Magie, alt und unbarmherzig," erkl?rte Jian ernst zu Neveah. Neveahs Herz klopfte. In der Festung gab es nur wenige Arten von Magie; die Naturmagie der Fae und die Weissagungskunst der Nymphen, die Elementarmagie der Magier, die Meeresmagie der Meeresbewohner... und Zauberei. "Wenn Xenon nirgends in der Festung ist, dann k?nnte er nur..." Neveah stockte. "Dunkler Magie ausgesetzt sein," beendete Jian fest. "Die Dunklen Lande sind davon durchdrungen, aber so m?chtig, dass sie selbst dich abwehren k?nnte..." Neveah wagte nicht, weiterzusprechen. "Es gibt nur einen Ort, den kein Drache je durchquert... den Schattenturm," sagte Jian ¨¹berzeugt. "Xenon ist in so enger N?he zur dunklen Magie verwundbar wegen des wilden Nebels..., und mit dem Miasma wird es unm?glich sein, zur¨¹ckzukehren. Was k?nnen wir tun?" fragte Neveah besorgt. Jian schwieg einen Moment, vertieft in Gedanken. "Ich werde weiter versuchen, ihn zu erreichen... aber Veah, es gibt eine M?glichkeit, Xenon zu erreichen. Und ich w¨¹rde dich nicht darum bitten... wenn es sich nicht um Xenon handelte," sprach Jian z?gernd. "Was immer es braucht, sag es nur," ermutigte Neveah. "Demevirlds Magie k?nnte mich durch die Barriere bringen. Ich w¨¹nschte, es g?be einen anderen Weg, aber wenn es wirklich der Schattenturm ist, wird nichts, was ich tue, die Barrieren durchbrechen k?nnen..." sagte Jian, w?hrend er Neveahs Reaktion beobachtete. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, zog einen Arm um Jians Taille und schmiegte sich so nah wie m?glich an seine Brust. "Dann tun wir es zusammen. Nimm alles, was du ben?tigst," sagte Neveah ohne Z?gern. Chapter 653: Ich wage es (Kap.654)

Chapter 653: Ich wage es (Kap.654)

Neveah bem¨¹hte sich, eine ruhige Fassade zu wahren, als Jian sich von ihr zur¨¹ckzog, doch als er seine Hand auf ihre zitternde legte und ihre Finger ineinander verg, wurde ihr bewusst, dass sie kl?glich gescheitert war. Er hob Neveahs Hand zu seinen Lippen und hauchte einen kleinen Kuss auf ihren Handr¨¹cken. Seine Lippen verweilten dort, weckten W?rme in Neveahs Herz und boten Trost, den Worte nicht h?tten spenden k?nnen. "Ich h?tte nicht erwartet, dass ich mich bei der ersten Gelegenheit, bei der meine geliebte Frau mein Scfgemach beehrt, auf einer fremden Ebene wiederfinde... dies ist eine Qual ohnegleichen...", durchbrach Jian die Stille nach einem kurzen Augenblick. Neveah sah sich in ihrer Umgebung um und erkannte erst jetzt, dass sie sich immer noch in Jians Gem?chern befand. Wie beim letzten Mal hatte sich ihr Traum mit ihrer aktuellen Umgebung vereint und nicht mit Jians eigenen Tr?umen. "Ich h?tte nicht ohne deine Eubnis kommen sollen... Ich wollte blo?..." begann Neveah, doch Jian unterbrach sie. "Still, meine Liebe. Alles, was ich besitze, geh?rt dir von Natur aus. Ich bedauere nur, dass ich nicht wirklich an deiner Seite bin", brachte Jian Neveah zum Schweigen. "Dann musst du bald mit Xenon zu mir kommen. Sei bei mir, was auch immer du sonst begehrst... mach mich v?llig zu deinem Eigen." sagte Neveah leise. Ein tiefes Grollen hallte in Jians Kehle wider, gefolgt von einem sanften Seufzer. "Du wartest auf uns, nichts kann uns davon abhalten, zu deiner Seite zur¨¹ckzukehren... du kennst mein Herz und auch das von Xenon", sprach Jian zu Neveah mit einem feierlichen Schwur. "Demevirld...", Neveah begann zu sprechen, doch Jian sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Nimm dir Zeit, bereite deinen Geist vor. Es wird viel von Demevirlds Magie ben?tigen, um die Schutzbarrieren des Schattenturms zu durchbrechen, und weit mehr Kontrolle, als du je versucht hast", sagte Jian ernst. "Wir sollten auch Everons Rat einholen; seine Kenntnisse werden uns helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen. Ich mache mir Sorgen um Xenon, aber ich kann dich nicht gef?hrden. Er w¨¹rde das niemals billigen und ich kann es auch nicht riskieren... Ich kann es mir nicht leisten, dir Schaden zuzuf¨¹gen", fuhr Jian mit widerspr¨¹chlichem Ton fort. Neveah verstand, dass Jian um Xenon besorgt war ¨C ihre Bindung war st?rker als alles, was sie je erlebt hatte, und sie w¨¹rden immer an erster Stelle f¨¹reinander stehen. Aber nun ging es auch um sie, und deshalb z?gerte er. Es war ironisch, dass Neveah es einst verabscheut hatte, wie Jian ohne zu z?gern bereit war, sie im Drachenturm f¨¹r seine Liebsten und sein Volk zu opfern, doch jetzt war das genau das, was sie sich von ihm w¨¹nschte. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf und legte ihre Hand auf Jians Arm. "Es geht um Xenon, Jian... es gibt keine andere Entscheidung zu treffen. Wir tun, was immer n?tig ist", sagte Neveah bestimmt, und ihre Stimme verriet ihre Besorgnis. Beide wussten, Neveah war schon songe misstrauisch gegen¨¹ber Demevirld gewesen, und sie hatte nur einen fl¨¹chtigen Blick auf die schreckliche Macht werfen k?nnen, die er besa?. Es war nicht einfach, die Angst zu unterdr¨¹cken. "Ich wei?, du f¨¹rchtest, was mit dir geschehen k?nnte, wenn du die Kontrolle an Demevirld verlierst... du hast gesehen und gesp¨¹rt, wie wahnsinnig es ist, wenn der eigene Verstand von einer fremden Macht ¨¹bernommen wird." "ub mir, ich kenne diesen Schrecken besser als die meisten. Ich habe gesehen, wie er meinen Vater zerst?rt hat..." Jian hielt inne. "Ihn in einen Mann verwandelt, den ich nicht wiedererkennen konnte... Ich habe zugesehen, wie er meine Familie entzweiriss, wie er in meinem Bruder die Gier nach dem Geschmack der Magie sch¨¹rte. Und der Gedanke, dass dir dasselbe widerfahren k?nnte... der Gedanke, dass Demevirld mir einen weiteren Menschen, den ich liebe, nimmt, ist entsetzlich...", seine Stimme war voller Schmerz. Neveahs Herz schmerzte bei jedem Einblick in Jians Vergangenheit, den sie erhielt, und sie f¨¹rchtete, sich vorzustellen, wie viele Schrecken er im Laufe der Jahrhunderte erlebt hatte. "Ich habe geschworen, mich niemals mit Demevirld zu verbinden, nicht einmal, wenn mein Leben auf dem Spiel st¨¹nde. Dennoch habe ich ihn nie zerst?rt... irgendwo tief im Inneren muss ich ihn auch ersehnt haben." sagte Jian leise. "Es ist mein Versagen und meine Feigheit, die dich in diese Lage gebracht haben... und jetzt bitte ich dich, ihn zu benutzen, selbst wenn das Risiko so gro? ist... Ich habe keine Verteidigung f¨¹r mich selbst", f¨¹gte Jian mit einem schweren Seufzer hinzu."Dann sage nichts. Ich vertraue dir voll und ganz... und ich vertraue auch mir selbst, dass ich stark genug sein werde, Demevirld erneut zu besiegen. Nun musst du mir vertrauen," sagte Neveah und sah Jian tief in die Augen. Jian wirkte sichtlich verwirrt, nickte jedoch. "Sag mir, was ich tun soll," bat Neveah. Jian z?gerte kurz, bevor er sprach. "¨¹besse ihm die Kontrolle... biete sie ihm freiwillig an," sagte Jian zu Neveah. Neveah ballte ihre F?uste fest und nickte. Sie atmete tief ein, um ihren Geist zu st?rken, dann schloss sie die Augen. Sie suchte in ihrem Inneren nach jener fremden Macht, die in ihrem Geistuerte. Gew?hnlich war sie direkt an der Oberfl?che ihres Geistes, immer bereit, hervorzubrechen. Dieses Mal jedoch fiel es Neveah schwerer, Demevirld zu erreichen. Er verbarg sich in den tiefsten Tiefen ihres Geistes, schweigend wie seit jenem Ereignis an der Wasserquelle. Doch Neveah dr?ngte weiter, bis sie ihn erreichte, ihr Wolf beobachtete sie dabei aus der Ferne. In ihrer Vorstellung sah sie ihn ¨C eine Masse aus goldenen magischen Energiewellen, die schwach pulsierte, w?hrend sie ruhte. "Omega ... wenn du um Hilfe bittest, solltest du deinen Stolz ablegen und vor mir kriechen," zischte seine vertraute, unheilvolle Stimme. Neveah knurrte leise, Wut brodelte in ihren Adern. Ihre Geduld mit Demevirld war bereits am Ende und ihre Sorgen um Xenon tr¨¹bten ihren Geist. Sie hatte nicht die Mu?e, sich mit Demevirlds Eskapaden abzugeben. "Du bist derjenige, der mich weitaus mehr braucht, als ich dich jemals brauchen werde, Demevirld! Von allen H?nden, die du ber¨¹hrt hast, hast du mich ausgew?hlt, nicht nur wegen meiner Verbindung zu Jian, sondern weil ich deiner w¨¹rdig bin! Weil ich der Alpha-K?nig bin! Ohne mich bist du nichts!" "Kriechen?! Ich?!" sp?ttelte Neveah. "Ich bitte nicht um deine Hilfe, ich fordere sie! Du geh?rst nicht mir, ich geh?re dir! Und ich schw?re, Demevirld... wenn du mich herausforderst, werde ich nicht z?gern, uns beide zu vernichten, falls es n?tig sein sollte, die Welt von dir zu befreien." "Du hastnge genug in meinem Geist guert, um meine Dunkelheit besser als jeder andere zu kennen... um zu wissen, wie weit ich f¨¹r diejenigen gehen kann, die ich sch?tze. Dieses Mal bin ich es, die dir meine Hand reicht." Neveah hielt inne. Einen Momentng herrschte v?llige Stille in Neveahs Kopf, dannchte Demevirld leise. "Ich habenge genug darauf gewartet, dass du zu deinem wahren Ich findest, Neveah..." zischte Demevirld und sprach sie zum ersten Mal mit ihrem richtigen Namen an. "Neveah Omega Lothaire... geboren aus dem Lichtblut, ergreife meine Hand ... wenn du dich traust..." sagte er in einem tiefen Ton. Diese Worte und dieser Tonfall... sie kamen ihr unheimlich bekannt vor, stellte Neveah fest, als ein eiskalter Schrecken ihr Herz ergriff und ein Gef¨¹hl von D¨¦j¨¤-vu einsetzte. Dennoch gab Neveah eine Antwort, die ihr umso vertrauter war. "Ich wage es..." fl¨¹sterte Neveah. Chapter 654: Verborgenes Archiv (Kap.655)

Chapter 654: Verborgenes Archiv (Kap.655)

"Veah... Veah..." rief Everon beharrlich und sch¨¹ttelte Veahs Schulter sanft, um sie zu wecken. Die Dunkelheit der hereinbrechenden Nacht legte sich nun ¨¹ber Keep Skies, Kirgan und Menarx waren von ihren Gesch?ften zur¨¹ckgekehrt. Sie waren nun gekommen, um nach Neveah zu suchen, die unerwartet tief in Jians Gem?chern schlief. "Wach auf, Veah, es ist Nacht", fl¨¹sterte Everon leise. "K?nnte es sein... dass sie bei Jian ist?" fragte Kirgan von der T¨¹r aus, wo er stand. "Sollen wir sie wecken? Oder sie scfenssen? Vielleicht ist es etwas sehr Wichtiges?" fragte Kirgan unsicher. Menarx sch¨¹ttelte leise den Kopf und trat weiter in den Raum, um sich neben das Bett zu stellen. "Neveah hat deutlich gemacht, dass es heute Nacht geschehen muss und keinen Moment sp?ter. Wir haben bereits alles vorbereitet, und es wird wesentlich schwieriger, an die verborgenen Archive zu gngen, wenn wir diesen Moment verpassen", erinnerte Menarx. In diesem Moment schlug Neveah die Augen auf und Everon trat ¨¹berrascht einen Schritt zur¨¹ck. "Veah... deine Augen...", begann Menarx und brach dann ab. In diesem Moment strahlten Neveahs Augen golden, aber anders als bei fr¨¹heren Anl?ssen blieb die Farbe ihrer Iris unver?ndert; stattdessen war nur ein kleiner goldener Ring um ihre Pupillen zu sehen, der auf die Existenz von etwas Mehrdeutigem hinwies. Neveah sagte nichts, sie setzte sich auf und lie? ihren Blick zwischen Menarx und Everon hin- und herwandern, bevor sie zu Kirgan an der T¨¹r schaute, der ebenfalls besorgt aussah. Everon wechselte einen Blick mit Menarx; beiden war r, dass mit Neveah etwas ganz anders war. "Veah... geht es dir gut?" fragte Menarxngsam und vorsichtig. Neveah gab keine Antwort, sie starrte Menarx nur einen Moment an, dann nickte sie einmal. "Warum sollte es mir nicht gut gehen?" fragte Neveah mit gehobener Augenbraue und strich sich das Haar zurecht. Menarx nickte kaum merklich Everon zu, der schnell in seinen Ranzen griff, um eine der Pillen zu holen, die sie einsetzten, um Neveah zu beruhigen. "Das wird bei mir nicht mehr funktionieren", sagte Neveah, um zu zeigen, dass sie wusste, was Everon im Schilde f¨¹hrte, auch wenn ihr Blick auf Menarx gerichtet war. Dann wandte Neveah ihren Blick Everon zu und neigte den Kopf leicht. "Du stehst momentan nicht in hoher Gunst. Steck das weg", sagte Neveah sachlich. "Ist das..." Everon brach ab. "Demevirld, bist du es?" fragte Menarx direkt. Neveah neigte den Kopf leicht zur Seite, zuckte dann mit den Schultern. "Soll man sagen, halb und halb?" antwortete Neveah l?ssig. "Halb und halb?" fragte Everon ungl?ubig. "Du solltest die Pille nehmen, Veah... er ist zu nah an der Oberfl?che", sagte Menarx zu Neveah. "Weil ich ihn gssen habe", sagte Neveah schlicht.¡¯"Was hast du gesagt?!" rief Everon entsetzt. Neveah ignorierte Everon und stand vom Bett auf. Sie schl¨¹pfte in ihre Stiefel und ging zu Kirgan. "Wir haben keine Zeit zu verlieren. Bring mich dorthin." sagte Neveah zu Kirgan. Kirgan warf einen Blick zu Menarx, der zustimmend nickte. Kirgan drehte sich um und f¨¹hrte den Weg den Flur enng. Sie kehrten nicht zu dem Treppenhaus zur¨¹ck, das zur zweiten Ebene f¨¹hrte, sondern Kirgan f¨¹hrte sie zu dem einzigen Aufzug, der die h?chste Ebene erreichen konnte. Sie betraten den Aufzug und Neveah stand schweigend da, w?hrend sich der Aufzug in Bewegung setzte. Neveah sp¨¹rte immer noch, wie Everon und Menarx besorgt zu ihr her¨¹berschauten, doch sie beachtete es nicht. Es dauerte nichtnge, bis der Aufzug das Erdgeschoss erreichte, hielt jedoch nicht an, sondern fuhr weiter nach unten. Neveah stellte keine Fragen, denn sie wusste, dass das verborgene Archiv sich nicht auf einer der ihr bekannten Ebenen befand und nicht leicht zug?nglich f¨¹r die Bewohner der Burg war. Der Aufzug fuhr weiter nach unten, bis er schlie?lich mit einem Ruck und einem harten Klingen von Metall zum Stehen kam. Die T¨¹ren ?fen sich zu einem dunklen Gang und Neveahs Nase r¨¹mpfte sich bei dem dicken, modrigen Geruch, der in den Aufzug str?mte. "Dieser Ort... man m?chte ihn nicht oft besuchen. Keiner von uns tut das." sagte Kirgan zu Neveah, die ebenfalls sichtlich von ihrem derzeitigen Standort gest?rt wurde. Neveah trat aus dem Aufzug. Das erste, was ihr auffiel, war, wie d¨¹nn die Luft hier war. Es war keine ¨¹berraschung, Neveah wollte gar nicht erst fragen, wie tief unter der Erdoberfl?che sie sich befanden, doch sie wusste, dass sie definitiv weit unter das Niveau der unterirdischen Kerker der Drachenburg hinabgestiegen waren. Das war tiefer als Neveah w?hrend ihrer gesamten Zeit auf der Drachenburg jemals hinabgestiegen war, und bis zu diesem Moment hatte sie angenommen, dass dies das unterste Niveau der Burg selbst war. Doch Neveah wurde r, dass sie es sich zu einfach vorgestellt hatte: In einer so gro?en Bergburg wie der Drachenburg war es nur logisch, dass es mehr unbekannte als bekannte Teile gab. Neveah konnte erkennen, dass dies sicher nicht der einzige verborgene Teil der Burg war, der allen anderen vorenthalten blieb. Neveah schaute sich um, es gab keinen weiterf¨¹hrenden Weg nach links, nur eine feste Wand, und der Gang war schmal und f¨¹hrte nur in eine Richtung weiter. Kirgan f¨¹hrte weiter, und Neveah folgte ihm, Everon und Menarx dicht hinter ihr. Nachdem sie durch den Gang gegangen und mehrmals abgebogen waren, erreichten sie eine steinerne T¨¹r, bei der Kirgan anhielt. Kirgan z?gerte einen Moment, bevor er den versteckten Hebel bet?tigte und einen Teil der Wand eindr¨¹ckte. Die steinerne T¨¹r glitt auf und gab den Blick auf eine riesige Bibliothek frei, die mit der gro?en Bibliothek in der Reiterakademie vergleichbar war. "Das ist das verborgene Archiv. Der Hebel reagiert nur auf Jian oder einen der W?chter des K?nigs, niemand sonst kann ihn ?ffnen." sagte Menarx zu Neveah. Neveahs Augen weiteten sich leicht, als sie von den verborgenen Archiven geh?rt hatte, hatte sie eine Halle mit Verstecken von geheimen Schriftrollen und B?nden erwartet, aber das hier hatte sie sicher nicht erwartet. "Es beherbergt Jahrtausende alte Aufzeichnungen ¨¹ber die dunklen magischen K¨¹nste und das Zeitalter des dunklen Reiches." erg?nzte Kirgan. Chapter 655: Verborgenes Archiv 2 (Kap.656)

Chapter 655: Verborgenes Archiv 2 (Kap.656)

"Denkst du, sie hat deine Anwesenheit gesp¨¹rt?" fragte Adrienne. "Lady Neveah ist eine Wolfsgestaltwandlerin. Es w?re eigentlich ungew?hnlicher, wenn sie es nicht getan h?tte. Aber warum ist das so wichtig?" fragte Ke mit hochgezogener Augenbraue und legte ihre Haarb¨¹rste ab. "Nichts ... es ist nur so, dass Imagor und Kirgan daf¨¹r gesorgt haben, dass die Drachen der Festung und ihre Reiter jetzt nicht da sind. Ich ube nicht, dass irgendjemand damit gerec hat, dass du hier sein w¨¹rdest, zumal Lodenworth gerade zur Futtergrotte patrouillieren ist", antwortete Adrienne unsicher. "Ist es denn so ungew?hnlich, allein zur¨¹ckzukommen, um meine abwesende Schwester zu sehen? Du warst snge nicht in der Drachenfestung, dass Lodenworth nichts dagegen hat, dieses eine Mal eine Patrouille ohne mich zu machen", entgee Ke. "Zudem ist ihre unangek¨¹ndigte Anwesenheit in der Drachenfestung viel fragw¨¹rdiger, findest du nicht auch?" fragte Ke Adrienne. Adrienne seufzte leise und setzte sich auf Menarx¡¯ Bett. "Neveah hat ihre Gr¨¹nde. Menarx meint, es sei entscheidend, dass sie eine Aufzeichnung des fr¨¹heren Drachenk?nigs aus den Verborgenen Archiven besorgt", antwortete Adrienne. "Oh?" Ke fragte neugierig mit hochgezogener Augenbraue. "Du wei?t, dass der Rat nichts davon erfahren darf, stimmt¡¯s? Ich versuche, mich so weit wie m?glich rauszuhalten, alle misstrauen mir immer noch." "Menarx hat sogar gez?gert, es mir zu erz?hlen. Du wei?t, wie vorsichtig er immer noch bei Angelegenheiten ist, die Neveah betreffen", murmelte Adrienne. "Und das st?rt dich nicht?" fragte Ke. "Ich mache mir dar¨¹ber keine Gedanken, wir wissen alle, wie wir hierhergekommen sind... Ich vertraue darauf, dass Menarx mich wertsch?tzt, und ich bin dankbar f¨¹r das, was ich bereits habe", sagte Adrienne mit einem l?ssigen Schulterzucken. "Wer bist du und was hast du mit meiner rachs¨¹chtigen Schwester gemacht?" scherzte Ke gespielt entsetzt. Adrienne verdrehte die Augen ¨¹ber Kes Scherz, stand vom Bett auf und ging zu ihrer Schwester. "Wie geht es dem Kind? Hast du es schon Tante erz?hlt?" fragte Adrienne neugierig. Ke neigte ihren Kopf zur Seite und rieb sich den noch chen Unterleib. "Sie ist informiert", versicherte Ke mit einem kleinen L?cheln. Ke stand auf und Adrienne hob fragend die Augenbrauen. "Du gehst jetzt schon?" fragte Adrienne. "Es w?re unloyal von mir, etwas anderes zu tun und den n der k?niglichen Wache zu durchkreuzen. Au?erdem habe ich noch andere Dinge zu erledigen", sagte Ke. ______________ Neveah betrat das schwach erleuchtete Archiv und lie? ihren Blick f¨¹r einen Moment ¨¹ber die dunklen und tristen Hallen schweifen. Auf den ersten Blick war es nur eine dunkle Halle voller B¨¹cher und einem muffigen Geruch, der sich im Laufe von Jahrhunderten mit beschr?nkter Bel¨¹ftung angesammelt hatte, bis er fast erdr¨¹ckend war.Bei genauerem Hinsehen offenbarte sich eine intensive, unheilvolle Aura, die schwer in der Luftg und anscheinend gleichzeitig von ¨¹berall und nirgendwoher kam. Und irgendwie konnte Neveah sie nicht nur sp¨¹ren, sondern auch deutlich sehen. Sie erkannte die Spuren dunkler Magie, die an den W?nden klebten. Je mehr Neveah mit dunkler Magie in Ber¨¹hrung kam, desto rer verstand sie den Spruch, dass Magie immer Spuren hinterl?sst. Es gab stets eine Spur, sie war nur nicht f¨¹r alle sichtbar. Ob man diese Spur erkennen konnte, hing davon ab, wie empfindsam jemand war, und seit Demevirld waren Neveahs Sinne sch?rfer denn je. Die Atmosph?re in den Archiven war unbestreitbar beunruhigend, doch das st?rte Neveah nicht. Sie war nicht gekommen, um sich wohlzuf¨¹hlen, sondern nur, um zu nehmen, was sie ben?tigte, und wieder zu gehen. Neveah folgte Kirgan tiefer hinein, der sich zwischen den Regalen hindurchschl?ngelte und sie zu dem f¨¹hrte, was sie suchte. Sie erreichten ein Regal, das abseits der anderen stand, und Kirgan z?gerte einen Moment bevor er nach einer Truhe auf dem Regal griff. "Hier werden Asrigs Schriften, Tageb¨¹cher und Aufzeichnungen aufbewahrt. Sie enthalten seine privaten Gedanken und Bestrebungen sowie Details ¨¹ber seine Forschungen in der Zauberkunst." erkl?rte Kirgan Neveah. "Es ist verschlossen", stellte Neveah fest. Kirgan nickte, als er die Truhe herausholte und sie auf einen Tisch stellte, seine Stirn leicht gerunzelt. "Jian kennt vielleicht den Code. Ich kann versuchen, es aufzuschlie?en, aber Gewalt wird uns nicht weiterbringen und wir haben nicht viel Zeit." erl?uterte Kirgan. Die Truhe war nicht besonders gro?, aber immer noch gro? genug, um einige B?nde zu enthalten. Neveah war sich nicht sicher, wie viele Jahrhunderte an Aufzeichnungen darin tz fanden, doch nichts im Festungsbau war gew?hnlich. "Ich werde sie mitnehmen und Conrad versuchenssen, sie zu ?ffnen. Falls ein Magier gebraucht wird, hole ich einen aus Fort Rudder." entschied Neveah. Kirgan schaute einen Moment misstrauisch auf das Regal, nickte dann. Neveah griff danach, doch Kirgan legte seine Hand auf die Truhe. "Vergiss nicht, Neveah, was immer du in dieser Truhe findest, sind Meilensteine, die Asrig weiter in die Selbstzerst?rung getrieben haben... Sei nicht neugierig, lies nicht mehr als n?tig, nimm nur die Informationen, die du ben?tigst, und leite sie an Jian weiter." warnte Kirgan ernst. "Die Truhe darf nicht von anderen H?nden oder Augen gesehen werden. Versteck sie und sende sie zur¨¹ck zu mir, sobald du die ben?tigten Informationen hast... Ich habe gesehen, wie dunkle Magie selbst die reinsten Herzen verdorben und einfache Menschen ver?ndert hat", sagte Kirgan bedeutungsvoll zu Neveah. Neveah warf Kirgan einen Blick zu und nickte einmal. "Ich werde vorsichtig sein." versicherte sie. Dann trat Kirgan zur Seite und ¨¹berlie? Neveah die Truhe. Everon streckte eine Tasche aus und Neveah legte die Truhe hinein. Everon zog die Tasche ¨¹ber seine Schulter und nickte Neveah zu. "Imagor hat ein Portal vorbereitet, wir sollen ihn auf der Landettform der zweiten Ebene treffen. Tara ist bereits dort, wir sollten jetzt gehen", sagte Everon zu Neveah. Chapter 656: Sichtungen auf dem Freigel?nde (Kap.657)

Chapter 656: Sichtungen auf dem Freigel?nde (Kap.657)

Der Aufzugsraum machte eine pl?tzliche und scharfe Bremsung. Neveahs Brauen verengten sich leicht und ihre Augen ?fen sich weit, als sie sich von der Wand abstie?, an der sie lehnte. Der Aufzugsraum war gerade ¨¹ber die unterirdische Ebene hinausgestiegen, was bedeutete, dass sie sich derzeit im Erdgeschoss befanden, der einzigen Ebene, die allen Bewohnern der Festung gemeinsam war und die Eingangsebene der Drachenfestung. Einen Aufzugsraum von au?en anzuhalten, w?hrend er sich bereits in Bewegung befindet, w¨¹rde sich kein Dienstleister oder Festungsmitarbeiter euben oder wagen, besonders nicht diesen Aufzugsraum, der ausschlie?lich den rangh?chsten Personen der Festung vorbehalten war. Kirgan und Everon tauschten einen Blick, dann wandte Kirgan den Blick zu Neveah und neigte leicht den Kopf. Neveah verstand die Botschaft, sie bewegte sich zur Seite des Aufzugsraums und zog sich die Kapuze ¨¹ber den Kopf, gerade als sich die T¨¹ren ?fen. Kirgan trat heraus, bevor die T¨¹ren sich vollst?ndig ?ffnen konnten und die T¨¹ren begannen sich wieder von selbst zu schlie?en. "Lord Kirgan!" rief die vertraute Stimme eines Drachenlords. Es war ein Drachenlord aus dem Reiterrat, Neveah wusste es, denn sie hatte genug Auseinandersetzungen mit dem Rat gehabt, um einige Stimmen zu erkennen. "Was gibt es?" fragte Kirgan fordernd. "Ich muss euch leider mitteilen, dass mehrere dunkle Zauberer unterhalb des Berges gesichtet wurden! Die Flugpatrouille ubt, dass sie einen Weg suchen, um in das Gel?nde der Festung einzudringen." meldete der Lord Drache. "Eindringen? In diese Festung?" fragte Kirgan mit einem dunklen Lachen. "Der Reiterrat ist in die Festung zur¨¹ckgekehrt, die Sicherheitsvorkehrungen werden gerade versch?rft und das Gel?nde wird vollst?ndig durchsucht!" berichtete der Lord Drache an Kirgan. Neveahs Augenbrauen zuckten leicht, sie blickte zu Everon hin¨¹ber, der ebenfalls misstrauisch aussah. "Zauberer?! So nah an der Drachenfestung?!" zischte Kirgan w¨¹tend. "Sie k?nnen nur aus einem bestimmten Grund hierher gekommen sein, der Rat ubt, dass die verborgenen Archive kompromittiert wurden." berichtete der Lord Drache leise fl¨¹sternd. Kirgan schwieg einen Moment, dann grollte ein leises Knurren aus seiner Kehle. "Ich werde Everon bitten, Imagor ¨¹ber die Lage hier unten zu informieren." "Schickt meinen Befehl, die Flugpatrouille darf nicht gest?rt werden. Lasst die Stadtwache einen Umkreis bilden, aber sich nicht bewegen, bis ich das Kommando gebe... die K?nigsgarde ist immer noch in der Drachenfestung, ich m?chte sehen, wer es wagt, sich zu n?hern." zischte Kirgan. Das war das Letzte, was Neveah und Everon h?rten. Der Aufzugsraum setzte sich wieder in Bewegung und fuhr zur zweiten Ebene hinauf, w?hrend Neveah ¨¹ber die unerwartete Lage nachdachte. "Die Zauberer sind wegen Asrigs Schriften hier, oder nicht?" fragte Neveah Everon wissentlich. "In den letzten Jahrzehnten gab es kaum Sichtungen von dunklen Zauberern innerhalb der Festungsl¨¹fte, und das aus guten Gr¨¹nden. Die dunklen Zauberer sind nicht t?richt genug, sich der Machtzentrale so sehr zu n?hern." "Diese Truhe ist die einzige Erkl?rung f¨¹r einen solch unverfrorenen Angriff. Asrigs Schriften beinhalten... beunruhigende Informationen." sagte Everon besorgt zu Neveah. Neveah warf einen Blick auf die Tasche, die Everon trug, bevor ihre Augen sich wieder schlossen. Das schwarze Netzwerk war in die Sache hineingezogen worden, ein Ergebnis, das sie nicht erwartet hatte, besonders jetzt nicht."Von Scabbard bis zu diesem Moment haben wir innerhalb unserer Reihen unser Wort gehalten. Es handelt sich um dunkle Zauberer, nicht um Geister. Die Frage ist jedoch, wie sie von meinem Vorhaben hier erfahren haben", murmelte Neveah leise, doch deutlich h?rbar. Everons Augen weiteten sich leicht bei Neveahs Worten. "Wir wurden verraten", erkannte Everon, seine Stimme war angespannt. "Aber von wem?" fragte Everon Neveah leise. "Das wird erst wichtig sein, wenn die Nacht vor¨¹ber ist. Bis dahin m¨¹ssen wir Asrigs Schriften davor sch¨¹tzen, in die falschen H?nde zu fallen ... oder wir riskieren, selbst der Grund daf¨¹r zu sein, dass ein gr??eres ¨¹bel auf die Festung losgssen wird", sagte Neveah leise. Everon nickte einmal, und im Aufzug herrschte Stille. Es dauerte nichtnge, bis sie die zweite Ebene erreichten und die T¨¹ren sich ?fen. Sie standen einem sehr unzufriedenen Drachenlord gegen¨¹ber, der da stand, die Arme hinter dem R¨¹cken verschr?nkt, als h?tte er nur darauf gewartet. Und es w¨¹rde Neveah nicht ¨¹berraschen, dass er bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte, ihre Ankunft erwartet hatte und allein darauf wartete, ihnen den Weg abzuschneiden. "Decaron", begr¨¹?te Everon den Drachenlord. Decarons Blick traf den von Everon, seine Augen waren ausdruckslos. Decaron war nicht irgendein Drachenlord, sein Rang war gleichauf mit dem von Lord Lodenworth von der Stadtwache, und die K?nigsgarde war direkt ihm ¨¹bergeor. Doch Decaron hatte eine weit speziellere Aufgabe, er war der Leiter der k?niglichen Garde und das drachenbl¨¹tige Pendant zu Lord Rodrick, alle internen Angelegenheiten des Bergfrieds standen unter seiner Autorit?t, und nichts konnte seinem Wissen innerhalb dieser Mauern entgehen. "Eure Eminenz", verbeugte sich Decaron. Dann wanderte sein Blick zu Neveah, die immer noch an Ort und Stelle stand, ihr Gesicht von ihrer Kapuze verdeckt. Decarons Blick verweilte einen Moment, bevor er zu Everon zur¨¹ckkehrte. "Unidentifizierte Personen in den Hallen des Drachenfrieds sollen sich vor dem Rat erkl?ren und ihren Zweck darlegen", erkl?rte Decaron. "Das f?llt unter meine Autorit?t, halten Sie sich da raus", erwiderte Everon direkt. "Entschuldigung, Eure Eminenz... es sind beunruhigende Zeiten. Es wird keine Kompromisse geben", antwortete Decaron knapp und unbeeindruckt. Neveah war nicht im Geringsten von Decarons strenger Aussage ¨¹berrascht und schob ihre Kapuze zur¨¹ck, um ihre Identit?t zu enth¨¹llen. "Falle ich immer noch unter die Kategorie ?unidentifizierte Personen¡¯?" fragte Neveah Decaron. Decarons Augenbrauen zuckten leicht, er starrte einen Momentng zwischen Neveah und Everon hin und her, dann machte er Anstalten, zur Seite zu treten. Doch in diesem Moment blieb Decarons Blick an Everons Umh?ngetasche haften, und der Ausdruck in seinen Augen ?nderte sich. Sein Blick verengte sich leicht. "Ihr k?nnt gehen, wenn ihr euch nicht vor dem Rat f¨¹r dieses geheime Treiben verantworten wollt, ich werde weder fragen noch darauf bestehen. Aber zuerst m¨¹sst ihr das zur¨¹cssen. Der Inhalt davon kann und wird den Drachenfried nicht vessen", stellte Decaron r. Chapter 657: Gekidnappt (Kap.658)

Chapter 657: Gekidnappt (Kap.658)

"Decaron...", warnte Everon in einem Ton des Missfallens. "Die versteckten Archive wurden kompromittiert. Ich bin in Eile zum Bergfried zur¨¹ckgekehrt und habe dr?ngende Aufgaben zur¨¹ckgssen... Ich wollte es nicht uben. Ihr wisst genauso gut wie ich, dass es keinen gerechtfertigten Grund gibt, unsere Gesetze zu brechen." Decaron trat direkt entgegen. Vom Rang und der Abstammung her war Everon Decaron ¨¹berlegen und in einer hierarchischen Rasse wie der der Asvar-Tiere galt eine direkte Herausforderung Everons als Respektlosigkeit. Doch Situationen wie diese waren die Ausnahme; Decaron tat nur seine Pflicht, auch wenn es ihrer Sache nicht f?rderlich war. "Welche Strafe auch immer Eure Eminenz f¨¹r angemessen h?lt, ich werde sie ohne Weiteres akzeptieren. Aber ich werde daf¨¹r sorgen, dass das Zur¨¹ckgebrachte an seinen tz kommt oder ich werde es mir selbst holen", gab Decaron nicht nach. "Decaron, ich wei? nicht, was Sie geh?rt haben, aber Sie m¨¹ssen sich beruhigen. Es steckt mehr dahinter, als Sie erkennen, und im Augenblick tun Sie niemandem von uns einen Gefallen", sagte Neveah und machte einen Schritt vor, doch Everon streckte die Hand aus, um ihren Weg zu blockieren. Neveah verstand die Botschaft und hielt inne - Decaron lie? sich nicht beschwichtigen. Wenn Neveah die Wahrheit ¨¹ber Jians Befehl preisgeben w¨¹rde, h?tte Decaron nur eine Antwort parat: "Stellen Sie den Fall dem Reiterrat vor und halten Sie sich an dessen Beschluss." Neveah ubte nicht, dass Decaron ihre Worte anzweifeln w¨¹rde; er war einfach verpflichtet, in Jians Abwesenheit ?u?erst vorsichtig zu sein. "Und wenn ich darauf bestehe, an Ihnen vorbeizukommen?" fragte Everon und hob die Augenbraue. Decaron antwortete nicht, aber er r¨¹hrte sich nicht von der Stelle, was deutlich machte, was er zu tun gedachte. Die Spannung zwischen den beiden Drachenf¨¹rsten nahm rapide zu, sehr zum Leidwesen von Neveah. Everons Haltung hatte sich ge?ndert und es war selten, dass Neveah Everon erregt sah. Aber der Druck war f¨¹r alle zu diesem Zeitpunkt gro?, jede Partei hatte Gr¨¹nde, sich zu behaupten, und Decaron wusste nichts von Neveahs Mitteilung an Jian. "Ich war einige Monate nicht im Bergfried und alles scheint aus den Fugen geraten zu sein", murmelte Everon und sein Blick verengte sich. Decaron gefielen diese Worte offensichtlich nicht und er zog die Stirn in Falten. "Everon...", begann Neveah und wollte ihn von weiteren Worten abhalten, doch Everon stoppte sie. "Gehen Sie zur Landettform und fliegen Sie mit Tara. Ich werde nicht weit hinter Ihnen sein", sagte Everon zu Neveah und reichte ihr den Ranzen. Neveah konnte sehen, wie Decarons Blick dem Austausch folgte. Neveah missfiel die gegenw?rtige Situation, deshalb hatte sie darauf bestanden, alles geheim zu halten. ¡¯Veah, wir m¨¹ssen tun, was wir tun m¨¹ssen. Jian wird uns bald brauchen¡¯, erinnerte Neveahs Wolf sie. Neveah nahm den Ranzen und warf ihn sich ¨¹ber die Schulter und als sie den Blick von Decaron traf, war ihrem ein entschuldigender Ausdruck beigemischt. "Eure Eminenz, ich kann nicht begreifen, was Sie in diesem Moment vorhaben," sagte Decaron misstrauisch. Er wusste genau, dass Everon in der Lage w?re, ihm das Blockieren von Neveah zu verhindern, und er hatte in diesem Moment keine Verst?rkung dabei. "Dann tun Sie es nicht", erwiderte Everon.Everon trat vollst?ndig aus dem aufsteigenden Raum heraus, und Decaron wichngsam zur¨¹ck, sein Blick wanderte zwischen Neveah und Everon hin und her. ?Lady Neveah, es ist untypisch f¨¹r Euch, einer Konfrontation auszuweichen. Wenn Ihr Gr¨¹nde daf¨¹r habt, ist es richtig, dass Ihr Euch dem Rat stellt und Euren Standpunkt darlegt... Einfach zu gehen wird alles nur noch komplizierter machen." Decaron ?nderte seine Taktik, um Neveah zu ¨¹berzeugen. ?Veah, geh!" sagte Everon bestimmt, sein Blick forderte Decaron heraus. ?Neveah! Unter diesem Berg wimmelt es nur so von dunklen Zauberern, die auf den Gegenstanduern, den du tr?gst! Wie kannst du das, was du hast, vor dem schwarzen Netz sch¨¹tzen? Willst du es ihnen wirklich ¨¹bessen?! Was k?nnte so wichtig sein, dass du das Sicherheitsrisiko eingehst, den Drachenturm damit zu vessen?!" zischte Decaron. Neveah blickte einen Momentng zwischen Decaron und Everon hin und her, Decarons Worte waren nicht falsch, das war ein gro?es Risiko. Es war, als w¨¹rde man geradewegs in eine Falle des schwarzen Netzes gehen, Neveah k?nnte Asrigs Schriften f¨¹r immer verlieren. ?Ich entschuldige mich." sagte Neveah zu Decaron. Sie drehte sich um und st¨¹rmte den Flur hinunter, gerade als Decaron auf Everon st¨¹rzte. Neveah schaute nicht zur¨¹ck, sondern rannte direkt zur Landettform und kam dort schnell an. Imagor, der dort wartete, bemerkte als Erster Neveahs Ann?herung. Tara, die nerv?s auf und ab ging, eilte zu Neveah, ihre Augen musterten Neveah von Kopf bis Fu?. ?Was ist passiert? Warum hat das songe gedauert? Wo ist Everon?" fragte Tara Neveah besorgt. ?Er wird sich uns nicht anschlie?en." sagte Neveah zu Tara, bevor sie sich Imagor zuwandte. ?Hast du etwas von Kirgan geh?rt?" fragte Neveah wissend. Imagor nickte einmal, um zu signalisieren, dass er wusste, dass die Burg vielleicht jeden Moment angegriffen wird. ?Ich muss zu meinen Pflichten zur¨¹ckkehren, du solltest zuerst gehen." ?Portale halten auf dem Gel?nde der Burg nicht, dieses ist speziell angefertigt, wird aber nichtnge halten. Geh jetzt, es wird dich bis zu den Wei?d¨¹nen bringen." sagte Imagor zu Neveah. Sein Blick folgte dem Ranzen, den Neveah trug, und ohne ein Wort zu sagen, zerschlug Imagor das Portrtefakt, das er in der Hand hielt. Doch gerade als sich der Riss im Raum bildete, wurden sie zuerst von einem wilden Knurren und einem riesigen Felsbrocken begr¨¹?t, der direkt durch das Portal flog. ?Imagor! Geh aus dem Weg!" rief Neveah und st¨¹rzte nach vorne. Imagor duckte sich schnell und der Felsbrocken flog ¨¹ber seinen Kopf hinweg und krachte gegen die Wand. Neveahs Augen weiteten sich, als ein monstr?ses Glied als N?chstes durch das Portal kam. ?Kobolde! Das Portal wurde gekapert!" zischte Imagor. ?Worauf wartest du?! Verbrenne es!" rief Neveah Imagor zu, der eine Kampfstellung einnahm. ?Das wird das Portal zerst?ren! Ihr werdet es nicht mehr vessen k?nnen!" rief Imagor. ?Weggehen und wohin gehen?! Direkt in ihre H?nde?! Verbrenne es!" br¨¹llte Neveah. Chapter 658: Ein Ersuchen oder eine Anordnung (Ch.659)

Chapter 658: Ein Ersuchen oder eine Anordnung (Ch.659)

Mit einem Knurren lie? Imagor einen mmenstrom auf das Portal los. Es knackte und spr¨¹hte Funken, bevor es zusammenbrach und in blendendes Licht zerfiel. Instinktiv schirmte Neveah ihre Augen ab, das schmerzvolle Br¨¹llen eines Kobolds hallte durch die stille Nacht, und das war das Letzte, was sie h?rten. Neveahs Hand fiel an ihre Seite, ihr Blick nahm die Folgen des Geschehens auf: der Felsbrocken, der nun unt?tig an der Mauerg, und der Dreck und die Steine darum herum. Dutzende gl?nzender Portalsplittergen auf der Landettform und der abgetrennte K?rperteil des Kobolds, dessen uen noch zuckten... das war ganz und gar nicht, wie sie sich den Veuf dieser Nacht vorgestellt hatte. Neveah konnte kaum begreifen, dass Kobolde das Gel?nde des Drachenturms betreten hatten, es war eine Schande f¨¹r die Dynastie von Jian. Das Schwarze Netz hatte sich nie zuvor so nah am Drachenturm gewagt, nicht seitdem Asrig entthront worden war. Jian hatte das verhindert, und jetzt konnte Neveah nicht uben, wie weit sie gekommen waren, und obwohl sie wusste, dass es nicht ihre Schuld war, hatte sie doch irgendwie eine Rolle dabei gespielt. "Das war das einzige Portal, das innerhalb des Gel?ndes halten konnte..." sagte Imagor und sein Blick wanderte zu Neveah. "Also k?nnen wir den Bergfried vessen und ein normales Portal benutzen, nicht wahr? Ich habe ein paar Portrtefakte aus Scabbard, Estelle hat sie mir f¨¹r den Notfall gegeben. Wir k?nnen eines davon benutzen, sobald wir au?erhalb der Reichweite des Drachenturms sind, zur¨¹ck nach Scabbard oder wohin es auch f¨¹hren mag." fragte Tara besorgt. Imagor antwortete zun?chst nicht, er hockte sich hin und untersuchte das abgetrennte Glied des Kobolds. "Wie Sie gesehen haben, l?sst das Schwarze Netz nicht so leicht nach. Jedes Portal, das jetzt im Himmel ¨¹ber Keep ge?f wird, l?uft Gefahr, gekapert zu werden. Es gibt keine Garantie, dass das Ergebnis nicht dasselbe sein wird wie bei diesem Versuch." "Und selbst wenn das nicht der Fall w?re, ist es f¨¹r euch beide allein zu gef?hrlich, den Berg jetzt hinunter zu fliegen angesichts der Flugpatrouille, des Reiterrats und des Schwarzen Netzes; es gibt keine Chance, dass ihr unbemerkt bleibt." stellte Imagor sachlich fest. "Au?er..." Imagor brach ab. "Au?er durch Flucht. Menarx und Everon k?nnten ¨¹berzeugt werden, es ist eine kritische Situation, sie k?nnen euch beide weit genug bringen, dass ein Portal effektiv und weniger riskant ist, und Menarx¡¯ Flugk¨¹nste sind gut genug, um die Flugpatrouille zu umgehen." schlug Imagor vor. "Aber Lady Adrienne..." Imagor brach erneut ab. Neveah schwieg, w?hrend Tara und Imagor nachdachten, zugleich fixierte sie weiter das abgetrennte Glied des Kobolds. "Das ergibt Sinn. Wenn Veah Lord Menarx darum bittet, wird er es ihr nicht abscgen. Vor allem angesichts der Gef?hrlichkeit der Situation. Wir k?nnen es uns jetzt nicht leisten, w?hlerisch zu sein, ich bin sicher, Lady Adrienne wird das verstehen." Tara stimmte schnell zu. "Ich werde Menarx benachrichtigen." sagte Imagor und sein Blick suchte Neveahs Zustimmung. Neveah schwieg einen Moment, dann fuhr sie sich mit der Hand durch die Haare. "Das wird nicht n?tig sein." sagte Neveah ausdruckslos. "Veah, wenn es um Adrienne geht, bin ich sicher, dass sie es verstehen w¨¹rde..." begann Tara zu sagen, doch Neveah unterbrach sie. "Warum muss sie das... verstehen? Lady Adrienne reitet jetzt auf Menarx. Ohne ihre Zustimmung k?nnte das als Untreue angesehen werden... oder sehe ich das falsch, Imagor?" fragte Neveah geistesabwesend. "Ich f¨¹rchte, du hast recht." Sagte Imagor mit einem Nicken. "Dann kann Everon dich mitnehmen, ich bleibe im Drachenturm. Der Rat k?nnte mich befragen, aber sie werden mir nichts antun, ich stehe unter dem Schutz von Lord Orin und den Wei?en D¨¹nen... Ich kann euch etwas Zeit verschaffen, um sicher zur D¨¹nenburg zu gngen." schlug Tara schnell vor. Neveah war nicht ¨¹berrascht von Taras Angebot, sich mit dem Rat anzulegen, das war seltsam f¨¹r Neveah. Die Art von Freundschaft, die sie bei den wenigen gefunden hatte, denen sie vertraute, waren Bindungen, die sie nie erwartet hatte.Einerseits w¨¹rde Neveah niemals jemanden f¨¹r ihre eigenen Entscheidungen b¨¹?enssen. Andererseits sp¨¹rte Neveah nach dem, was gerade passiert war, Wut in sich aufsteigen ... warum genau musste sie aus dem Drachenturm und dem Rat der Reiter fliehen? Was genau hatte sie falsch gemacht? Und w?hrend die Wut in Neveah brodelte, tauchte Demevirld auf, der seinen Moment im Licht herbeisehnte. Doch diesmal war es anders, diesmal dr?ngte er nicht, sondern wartete einfach. "Das wird nicht n?tig sein... denn ich gehe nicht." entschied Neveah. "Lady Neveah, ich ube nicht, dass das eine gute Idee ist..." begann Imagor zu sagen, aber er brach ab, als er Neveahs Augen bemerkte. Auch Tara wich vorsichtig einen Schritt zur¨¹ck, ihr Blick war panisch. "Veah ... er ist hier ..." stotterte Tara und deutete auf Demevirld. "Er ist schon eine ganze Weile hier... du siehst es erst jetzt, weil ich es mir habe anmerkenssen." murmelte Neveah in leisem Ton. "Ich... verstehe nicht..." sagte Tara unsicher. "Das wirst du." erkl?rte Neveah schlicht. Ihr Tonfall hatte sich ver?ndert, er war jetzt vollkommen ruhig und doch eiskalt. "Imagor, tu mir einen Gefallen, werde das schwarze Netzwerk los... jeden einzelnen von ihnen, der es gewagt hat, sich hier blicken zussen, es w?re unehrenhaft f¨¹r uns, wenn sie ¨¹ber diese Nacht hinaus leben w¨¹rden... aberss einen am Leben und bring ihn zu mir." sagte Neveah zu Imagor, als ihr Blick den seinen traf. "Wenn du schon dabei bist, finde heraus, wo das Portal gekapert wurde, und schicke deine vertrauensw¨¹rdigen Untergebenen los, um jeden einzelnen dieser Kobolde loszuwerden, wir k?nnen keine Bestien gebrauchen, die irgendwo in Keep Skies heruufen..." Neveah brach ab. "Und wenn das erledigt ist?" fragte Imagor. Neveah antwortete nicht sofort, als ob sie dar¨¹ber nachdenken w¨¹rde. "Wenn die Angelegenheit gekl?rt ist, rufe den Rat in den Thronsaal." sagte Neveah. "Du hast dich entschlossen, vor sie zu treten?" fragte Imagor, um sicherzugehen. "Ich werde nicht vor ihnen stehen... sie werden vor mir stehen." beendete Neveah. "Soll ich das als eine Bitte betrachten? Oder soll ich das als einen Befehl auffassen?" fragte Imagor direkt. Neveah verstand Imagors unausgesprochene Frage. Hatte Neveah beschlossen, ihren Titel zu verteidigen? Oder sollte dies unter seiner eigenen Autorit?t geschehen? Hatte er mit Neveah Vairheac von den Wei?en D¨¹nen gesprochen? Oder war es die Herrin der Goldenen Schuppen?¡¯ "Es ist keine Bitte." stellte Neveah r. "Dann bleibe ich und werde Euch nicht entt?uschen, Mdy." Imagor akzeptierte, r¨¹ckte seine Haltung zurecht und senkte den Kopf zu einer Verbeugung. "Komm Tara, du wolltest den Rat sehen. Du solltest ihn dir ansehen", sagte Neveah zu Tara und ging den Weg zur¨¹ck, den sie gekommen war, ohne Taras Antwort abzuwarten. Chapter 659: Hier und jetzt (Kap.660)

Chapter 659: Hier und jetzt (Kap.660)

Die ersten Lichtstrahlen des Tages sickerten durch die teilweise ge?fen Jalousien von Neveahs Gem?chern, doch in ihren Gedanken verloren nahm sie es kaum wahr. Es waren genau die Gem?cher, die Neveah einst als Dienerin zugewiesen wurden, ein Ort und eine Identit?t, die sie l?ngst hinter sich gssen hatte ¨C schon bevor sie die Drachenfeste f¨¹r die wei?en D¨¹nen vessen hatte. Eine Zeit, die bereits so fern schien, dass Neveah sich nicht einmal mehr sicher war, ob sie diesen Raum noch als ihren bezeichnen konnte. Doch im Moment war dies der einzige Ort, an dem sie sich wohlf¨¹hlte. Als die D?mmerung ¨¹ber die Drachenfeste hereinbrach, stand Neveah vor einem Spiegel und starrte auf ihr Spiegelbild. Sie hatte schon eine gef¨¹hlte Ewigkeit ziellos vor sich hingestarrt und war sich nicht sicher, wie viel Zeit vergangen war. Es konnten ein paar Minuten gewesen sein oder sogar Stunden; es war schwer zu sagen. "Niemand hat diesen Ortnge genutzt, anscheinend nicht seit du fortgegangen bist, und dennoch ist alles perfekt in Ordnung..." kommentierte Tara von ihrem tz aus. Es war das erste Mal, dass Tara Neveahs stilles Gr¨¹beln unterbrach, seit sie sie in ihre Gem?cher gef¨¹hrt hatte. Tara war sich bewusst, dass dies der denkbar ung¨¹nstigste Zeitpunkt war, etwas Falsches zu sagen, angesichts von Neveahs Stimmung. "Lord Rodrick h?tte es so gewollt... wenn nicht auf Gehei? von Menarx, dann aus Schuldgef¨¹hlen wegen Davina. Es k?nnte auch Kaliana gewesen sein... letztlich ist alles nur so, weil sich jemand irgendwo mir gegen¨¹ber schuldig f¨¹hlt," antwortete Neveah geistesabwesend. "Oder k?nnte es sein, dass sie einfach gehofft haben, du w¨¹rdest eines Tages zur¨¹ckkehren?" schlug Tara leise vor. Neveah antwortete nicht, sie war nicht diejenige, die dar¨¹ber nachdenken wollte, welche Bedeutung sie f¨¹r die Bewohner der Feste hatte. Alles das h?tte einmal wichtig sein k?nnen, aber diese Zeitg weit zur¨¹ck. Tara seufzte, doch sie schwieg und dr?ngte nicht weiter. "Was hast du jetzt vor? Willst du dich wirklich dem Rat stellen? Man kann nicht wissen, wie sie reagieren werden." Tara nahm das Gespr?ch nach einer Weile des Schweigens wieder auf. "Man wird es erfahren... in dem Moment, in dem wir vor ihnen stehen." erwiderte Neveah, immer noch abwesend. "Veah... das k?nnte die Dinge nur verkomplizieren. Der Rat wird dir jede nur denkbare Beschuldigung entgegenwerfen, man k?nnte uns sogar vorwerfen, das schwarze Netzwerk hierhergeleitet zu haben." "Wir k?nnten immer noch fortgehen, sogar jetzt. Es ist noch nicht zu sp?t, ich bin sicher, Everon und Menarx w¨¹rden uns den Weg ebnen, und auch die Herren Kirgan und Imagor stehen auf unserer Seite." ¨¹berlegte Tara. "Unsere Seite..." murmelte Neveah nachdenklich. "Es gibt keine Seiten in dieser Angelegenheit, Tara. Es sollte sie nicht geben m¨¹ssen. Die K?nigsgarde dient dem Drachenk?nig, der Ritterrat dient dem Drachenk?nig... Auch ich werde alles f¨¹r ihn tun. Es gibt nur eine Seite, und das ist seine." "Jetzt verstehe ich. Als h?tte er unbewusst die bevorstehenden Schwierigkeiten geahnt, hat er der Festung ein Zeichen hintessen, gr??er als jedes andere... mich." sagte Neveah in stiller Erkenntnis. "Warum sollte ich fliehen? Dieser Ort... diese Festung, wenn alle, die ich liebe, zur¨¹ckkehren, muss ich Gr¨¹nde finden, diesen Ort mein Zuhause zu nennen. Ich muss den eisigen Schrecken, der mein Herz ummmert, innerhalb dieser Mauern vertreiben. Wenn ich es jetzt nicht tue, werde ich es vielleicht nie schaffen..." sagte Neveah leise. "Ich verstehe," erwiderte Tara mit einem kleinen Nicken. "Was sollen wir nun tun?" fragte Tara Neveah.Ich kann nicht wie eine S¨¹nderin vor dem Rat erscheinen, das habe ich bereits zu oft getan", murmelte Neveah. "Gehe zu Lord Rodrick, er wird dir sagen, wie du Davina finden kannst. Besorge mir ein Kleid... nicht irgendeines. Sobald Davina von der Situation erf?hrt, wird sie wissen, welches sie mir schicken soll... Kehre innerhalb einer Stunde zur¨¹ck und hilf mir dann, die Ankunft des Rates vorzubereiten", wies Neveah an. "Nat¨¹rlich", erwiderte Tara, nahm die Anweisungen entgegen und verlie? den Raum eilig. "Ich werde jetzt auf meine Weise vorgehen, du wirst es mir doch nicht ¨¹bel nehmen, oder?", murmelte Neveah leise vor sich hin. "Konzentriere dich einfach darauf, mit Xenon und meinem Vater zu mir zur¨¹ckzukommen... um alles andere hier k¨¹mmere ich mich jetzt selbst", gelobte Neveah leise. Die Atmosph?re im Thronsaal war angespannt, als Lord Imagor zur Ratssitzung erschien. Mit festen Schritten ging er nach vorne und nahm seinen tz ein, sein Gesichtsausdruck verriet, dass ihn die Stimmung, die bei seiner Ankunft herrschte, kalt lie?. "Lord Imagor, k?nnt Ihr uns bitte erkl?ren, was gestern Abend geschehen ist? Die verborgenen Archive wurden aufgebrochen?! Das Schwarze Netzwerk auf dem Gel?nde der Festung?!", fragte Andron, ein Drachenlord, ungl?ubig. "Diese Ratssitzung ist noch nicht zur Beratung ge?f. Wartet", entgee Imagor knapp. "Alle, die hier sein sollten, sind anwesend. Auf wen warten wir noch?", fragte Andron verwirrt. "Ihr habt Imagor geh?rt. Wir warten, Andron", wiederholte Kirgan Imagors Worte. Die Drachenlords und die Reiter tauschten Blicke aus, w?hrend leises Gemurmel sich ausbreitete. Der Thronsaal verstummte jedoch, als sich die gro?en Doppelt¨¹ren erneut ?fen und eine Gestalt erschien, die dem Rat zwar bekannt war, allerdings nicht unter den besten Vorzeichen. Was die Halle jedoch in atemlose Stille versetzte, ging dar¨¹ber hinaus. Das Ger?usch leiser Schritte hallte durch den stillen Saal, als Neveah eintrat. Ihre Schritte warenngsam, doch zielstrebig. Jeder ihrer Schritte strahlte Anmut aus, und eine Aura k?niglicher W¨¹rde umgab sie derart, dass sie die Mitglieder des Rates innehalten lie?. Sie trug ein bodenges Kleid von pechschwarzer Farbe, dessen Oberteil mit goldenen Ornamenten verziert war, die einen Saum um das Gewand bildeten. Die Ornamente waren in den Stoff eingearbeitet und d¨¹nne goldene Ketten hingen ¨¹ber die L?nge des Kleides herab, was eine minimalistische, jedoch eindrucksvolle Kombination aus Schwarz und Gold ergab. Beim Gehen produzierten die Ketten ein leises Klingen, w?hrend sie ¨¹ber den Stoff strichen und gelegentlich einander ber¨¹hrten, wobei sie das hereinfallende Sonnenlicht reflektierten. "Lady Neveah, der Rat hatte vor, Euch zu einem sp?teren Zeitpunkt zuden", sagte Lord Decaron von seinem Standort aus. "Das ist bedauerlich... aber ich bin jetzt hier", erwiderte Neveah emotionslos und schenkte dem Drachenlord einen fl¨¹chtigen Blick, setzte jedoch ihren Weg nach vorne fort. Chapter 660: Ein Kompromiss (Kap. 661)

Chapter 660: Ein Kompromiss (Kap. 661)

Als Neveah mit dem Fu? den Rand der ersten Stufe ber¨¹hrte, die zur erh?hten Estrade f¨¹hrte, hielt sie kurz inne. Sie hob den Blick, ihre Augen trafen auf die von Imagor und streiften kurz die von Kaliana, woraufhin Lady Kaliana ihr ein kleines, ermutigendes L?cheln schenkte. ¡¯Nicht, dass wir es n?tig h?tten... diese Szene passt am besten zu uns¡¯, dachte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah erwiderte nichts; es gab Zeiten, in denen ihr Wolf ihre eigenen Gedanken und ¨¹berzeugungen hatte, und von Anfang an hatte Neveah alleine eine Abneigung dagegen gehabt, sich hervorzutun. Neveahs Blick wanderte zu Kirgan und verweilte schlie?lich kurz bei Menarx. In diesem Moment konnten keine Worte ausgetauscht werden, aber Neveah konnte Menarx so gut lesen, dass sie die Worte der vollst?ndigen Unterst¨¹tzung in seinem Blick erkannte. Die Nacht war damit verbracht worden, das Schwarze Netzwerk zu jagen, und es hatte nicht gen¨¹gend Zeit gegeben, alle ¨¹ber ihre Absichten zu informieren, doch Neveah wusste, dass Imagor die Informationen an die wichtigsten Personen weitergegeben hatte. "Lady Neveah, wir m¨¹ssen noch ¨¹ber Eure Pr?senz in der Drachenburg und die Konsequenzen Eurer Verstrickungen in den Unfrieden zwischen den Lords Everon und Decaron sprechen...", begann Lady Fiona, verstummte jedoch erstaunt, als Neveah weiter die Stufen hinaufstieg. Neveah kletterte bis zu der erh?hten Estrade hinauf, auf der die k?nigliche Garde sa?, aber sie hielt nicht an. Zu aller Erstaunen stieg sie die letzten Stufen empor, bis sie vor der zentralen Machtsitze der Festung Asvarian stand... dem Thron des Drachenk?nigs. Es dauerte nur wenige Herzschl?ge, bis der Aufruhr einsetzte. "Lady Neveah! Was soll das bedeuten?!", br¨¹llte Lord Conrad von seinem tz im Rat. "Neveah, das solltest du besser wissen. Das ist kein Standort f¨¹r jedermann. Du kannst deine Meinung von unten her vortragen", sprach Elina, eine weitere Reiterin, die Neveah in der Reiterakademie kennengelernt hatte. Viele weitere emp?rte Ausrufe erngen vom Rat, doch Neveah beachtete sie nicht. Ihr Blick verweilte einen Momentng auf dem Thron, ein schweres Gef¨¹hl des Unheils packte sie, doch sie unterdr¨¹ckte es schnell. Dann trat Neveah zur Seite, drehte sich um und setzte sich auf die Armlehne des Throns, eine Handlung, von der sie ubte, sie w¨¹rde den Saal in v?lliges Chaos st¨¹rzen ¨C aber stattdessen trat Totenstille ein. Neveah reagierte nicht, auch sie blieb stumm und beobachtete die Drachenlords und -reiter, ihr Blick ging von einem konfliktbdenen Gesicht zum n?chsten. Diese Stille dauerte kurz, bis schlie?lich Menarx sie brach. "Versteht es jemand nicht? Wenn ja, schaut nur genau hin", sagte Menarx deutlich. Die Drachenlords schwiegen; selbst Conrad schien nicht in der Lage zu sein, Einspruch zu erheben, und er warf seiner Reiterin einen subtilen Blick zu, um sie vom Sprechen abzuhalten. Dieser stille Austausch entging Neveah nicht. Denn wie Menarx gesagt hatte, wer Neveah genau ansah, konnte es erkennen. Alle Drachenlords im Reiterrat wussten es ganz genau, und wenn sie es nicht mit Sicherheit gewusst hatten, dann wussten sie es in dem Moment, als Neveah durch die T¨¹r getreten war. "In Anwesenheit des Einberufers kann dieser Rat nun beginnen", verk¨¹ndete Imagor, als sich niemand zu Wort meldete. Er schenkte Neveah einen Blick und nickte ihr zu."Wie wir alle wissen, gab es letzte Nacht eine ungew?hnliche Situation auf dem Burggrund, die sicherlich Ass zur Sorge gibt." "Der Rat m?chte sicherlich genau wissen, was letzte Nacht passiert ist, und ich werde meine Rolle dabei erkl?ren", begann Neveah, ihr Ton war ruhig, aber bestimmt. "Ich kam gestern auf der Burg an... Ich gebe zu, dass ich absichtlich meine Identit?t verborgen habe, denn der Grund f¨¹r meinen Besuch ist sehr umstritten. Ich hatte vor, schnell zu handeln und mich um die dringenden Angelegenheiten zu k¨¹mmern, bevor ich mich an den Rat wende." "Aber wie es scheint, k?nnen einige Angelegenheiten nicht l?nger aufgeschoben werden", sagte Neveah. "Gestern Abend habe ich auf meine Anweisung hin das Verborgene Archiv ?ffnenssen, aus dem ich die Schriftrollen entnommen habe, die sich auf..." Neveah stockte f¨¹r einen Moment. "Asrig, den Vorg?nger unseres Lehnsherren", vervollst?ndigte Neveah. Es ¨¹berrascht nicht, dass Neveahs Enth¨¹llung erneut Emp?rung ausl?ste. Neveah wartete schweigend, bis sich die Gem¨¹ter beruhigt hatten, was jedoch nicht so einfach war. "Das grenzt an Hochverrat! Mit wessen Autorit?t hast du Zugang zu den Verborgenen Archiven erhalten?" forderte ein Drachenlord. "Autorit?t?" fragte Neveah. Neveah seufzte und senkte kurz den Kopf, sie betete um Geduld, um den Tag zu ¨¹berstehen. Als sie ihren Kopf wieder hob, hatten sich ihre Augen ver?ndert, und ein schwaches goldenes Leuchten ging von ihnen aus. "Reichen meine Worte nicht aus?" fragte Neveah in einem dunkleren Ton. ¡¯Worte sind nie genug, Neveah...¡¯, fl¨¹sterte die Stimme von Demevirld in Neveahs Gedanken. Ein kleines Fl?mmchen entz¨¹ndete sich um Neveahs geballte Faust und ein erstauntes Raunen ging durch den Saal. "Ist das...?" rief Lord Decaron schockiert aus. Neveah blickte auf ihre Hand hinunter und sch¨¹ttelte sie sanft, um die mme zu l?schen. ¡¯Konzentriere dich darauf, Jian durch unsere Verbindung zu helfen, und h?r auf, seine mmen auf mich zu lenken... du wei?t, dass ich dich nur um Xenons willen an der Oberfl?che dulde. Wenn du dich ablenkst und Jian scheitert...¡¯ drohte Neveah. Demevirld brummte leise und zog sich leicht zur¨¹ck. Neveah r?usperte sich leicht und fuhr fort, den nun stillen Rat anzusprechen. "Die Schriften von Asrig sind noch immer in meinem Besitz, und ich beabsichtige, den Inhalt zu erforschen, um eine Aufzeichnung zu finden, von der ich ube, dass sie Aufschluss ¨¹ber das Verschwinden von K?nig Jian, Lord Xenon und seiner Gruppe gibt", fuhr Neveah fort. "Nach der gestrigen Nacht verstehe ich die Bedenken des Rates hinsichtlich der Offenlegung dieser Aufzeichnungen und der Risiken, wenn sie in die falschen H?nde geraten. Da das Schwarze Netzwerk rmiert ist, d¨¹rfen diese Aufzeichnungen die Drachenburg nicht vessen." "Deshalb scge ich einen Kompromiss vor. Ich muss auf Asrigs Aufzeichnungen zugreifen, aber ich bin bereit, dies in einer ¨¹berwachten Umgebung hier in der Drachenburg zu tun", sagte Neveah, und ihre Stimme beruhigte sich wieder. Chapter 661: Einige Wahrheiten (Kap.662)

Chapter 661: Einige Wahrheiten (Kap.662)

"Hat irgendjemand noch einen Grund zur Widerrede?" fragte Neveah ausdruckslos. Der Reiterrat verharrte kurz in Stille, nur Blicke wurden ausgetauscht, bevor Conrad in die Mitte des Saales trat. "Es gibt kein offizielles Dekret, das Euren Titel, Lady Neveah, best?tigt. Wir haben jedoch Ger¨¹chte vernommen, und solche Spektionen entstehen nicht ohne Grund... auch die k?nigliche Garde erkennt Euch an." bemerkte Conrad, w?hrend sein Blick zu Imagor wanderte. "Ihr habt in dieser Zeit keine Ma?nahmen ergriffen, was die Frage aufwirft, unter welchem Titel wir Eure Worte aufnehmen sollen. Der Rat m?chte dies zuerst von Euch h?ren... und dann von unserem Lehnsherrn nach seiner R¨¹ckkehr." sagte Conrad. Conrads Worte machten Neveah deutlich, dass sie in diesem Moment ihre eigene Position vor dem Rat kl?ren musste und dass sie, unabh?ngig von dem Titel, den sie nun verk¨¹nden w¨¹rde, f¨¹r die damit verbundenen Pflichten verantwortlich gemacht werden w¨¹rde. "Ich schulde dem Rat eine Entschuldigung f¨¹r meinnges Schweigen... Ich war der Meinung, dass es Dinge gibt, die Seine Gnaden selbst bekannt geben muss. Doch ich erkenne nun, dass er dies bereits getan hat..." sagte Neveah. "Ich beanspruche keinen anderen Titel als den der Herrin meiner Drachen... Seine Gnaden und Lord Xenon." Neveah sprach die Worte schlie?lichut aus. Wenn zuvor Stille im Saal geherrscht hatte, so trat diesmal eine todes?hnliche Stille ein. Neveah hatte gerade eine Behauptung aufgestellt, von der der Rat wusste, und auch eine, von der er keine Kenntnis hatte. "Ich denke, ich habe mehr als genug Rechtfertigung, an den Rat zu appellieren und meine Worte zur Kenntnis bringen zussen." beendete Neveah. _______________ Die Beratungen des Rates endeten viel schneller, als Neveah erwartet hatte. Langsam verlie? der Reiterrat den Thronsaal, nachdem Imagor ihn enssen hatte, und als der Saal endlich leer war, fielen Neveahs Schultern herab und sie hauchte zittrig aus. "Atme... du hast es gut gemacht." Menarx¡¯ beruhigende Worte waren leise, boten Neveah jedoch Trost. Er war gerade zu Neveah her¨¹bergekommen und bot ihr ein Taschentuch an, das sie annahm und vorsichtig den Schwei? von ihren Handfl?chen wischte. Mit der F?higkeit, wie gekonnt Neveah eine ruhige Miene bewahrte, konnte nur Menarx erkennen, dass Neveah nicht so gssen war, wie sie vorgab, und selbst wenn die Anzeichen nicht auf ihren Z¨¹gen zu sehen waren, schien Menarx genau zu wissen, wo sie zu finden w?ren. "Ich bin mir nicht sicher, ob sie auch nur ein einziges Wort, das ich in der letzten halben Stunde gesagt habe, gew¨¹rdigt haben." ?u?erte Neveah ihre Bedenken gegen¨¹ber Menarx. "Das haben sie nicht." stimmte Menarx zu, Neveah warf Menarx einen genervten Blick zu, doch der zuckte nur l?ssig mit den Schultern. "Du wusstest genug, um dich auf einen frostigen Empfang einzustellen. Du hast St?rke gezeigt und deine Absichten r und deutlich ausgedr¨¹ckt, doch der Rat wird eine Weile brauchen, um sich daran zu gew?hnen." erinnerte Menarx Neveah. "Ich wei?..." murmelte Neveah leise. "Was z?hlt, ist, dass der Rat zugestimmt hat, dich Asrigs Aufzeichnungen einsehen zussen, zwar unter ihren eigenen Bedingungen, aber sieh es als einen Erfolg." riet Menarx. "Menarx hat recht. Es ist bereits ein Fortschritt, dass der Rat bereit ist, deine Entscheidung zu akzeptieren, in einer so ungew?hnlichen Zeit eine alternative Option zu erkunden." stimmte Kirgan zu. "Ihr habt uns einige Informationen vorenthalten..." wies Imagor darauf hin. Neveah nicktengsam, sie hatte dem Rat mitgeteilt, dass sie beabsichtigte, Asrigs Schriften zu erforschen, um rheit ¨¹ber Jians Situation zu erhalten, hatte jedoch verschwiegen, dass dies auf Jians Befehl geschah oder dass sie mit ihm in Verbindung stand.Neveah hatte auch so getan, als w¨¹sste sie nichts ¨¹ber ihre F?higkeit, Jians mmen zu kontrollieren, und wie es dazu kam, und Neveah hatte nichts ¨¹ber Demevirld gesagt, weder um zu best?tigen noch um zu widerlegen, was sie wusste, dass der Rat bereits geh?rt hatte. ?Es gibt Dinge, die ihr alle selbst entscheiden m¨¹sst... dazu geh?rt auch, wie wir den Verr?ter im Rat finden k?nnen", sagte Neveah emotionslos. Imagor runzelte leicht die Stirn, tauschte einen Blick mit Kirgan aus, bevor ihre Blicke wieder zu Neveah zur¨¹ckkehrten. Neveah sagte nichts mehr, sie war bereits vorsichtig genug, diejenige zu sein, die Anschuldigungen vorbrachte. ?Dass der Reiterrat von Neveahs Anwesenheit im Drachenhort wei?, ist eine Sache, aber dass das Schwarze Netzwerk diese Information bekommen hat, ist eine ganz andere Sache", erkl?rte Everon weiter zu Neveahs Worten. ?Ich habe dar¨¹ber nachgedacht...", gestand Kirgan leise. Imagor sagte nichts, sein Gesichtsausdruck war jedoch deutlich unzufrieden. Neveah verstand, dass es f¨¹r die Drachenlords schwer zu akzeptieren war, dass einer ihrer engsten Vertrauten zur dunklen Seite gewechselt hatte. Aber sie konnten auch nicht leugnen, dass es keinen anderen Weg gab, durch den das Schwarze Netzwerk so gut informiert werden konnte, wie es am Abend zuvor der Fall war, sogar das Abfangen eines Portals auf der Landettform der zweiten Ebene. Es w¨¹rde eine betr?chtliche Menge an Magie erfordern, um dies zu erreichen, und es w?re nur m?glich, wenn sie vorbereitet waren und Neveahs Fluchtroute kannten. ?Hast du irgendwelche Verd?chtigungen?", fragte Imagor Neveah. Neveah warf einen fl¨¹chtigen Blick auf Menarx und alle Augen folgten ihrem Blick. Menarx¡¯ Brauen zogen sich leicht zusammen bei Neveahs Blick, aber Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf. ?Nein, das tue ich nicht", sagte Neveah. ?Wir k?nnen es uns nicht leisten, irgendwelche losen Enden zu haben", teilte Everon seine Meinung mit. ?Wir m¨¹ssen den Informanten aufsp¨¹ren, aber diskret", sagte Imagor und warf einen Blick auf Kirgan. ?Ich werde mich darum k¨¹mmern", best?tigte Kirgan. ?Everon wird euch zu einem Privatquartier f¨¹hren, wo ihr beginnen k?nnt", bot Imagor Neveah an. ?Das wird nicht n?tig sein. Ich werde Jians Arbeitszimmer benutzen", informierte Neveah. ?Die Temperatur auf der ersten Ebene zu dieser Zeit... Sie k?nnten Ihrer Gesundheit schaden, wenn Sie zunge dort bleiben", warnte Menarx besorgt. ?Ich habe schon Schlimmeres erlebt", entgee Neveah mit einem kleinen L?cheln. Neveah wollte gerade gehen, hielt jedoch inne. ?Eine Idee... bleibt auf meiner Spur, ich ube, wir sind uns alle einig, dass derjenige, der der Informant ist, genau dasselbe tun wird", sagte Neveah zu Kirgan und schritt dann hinaus. ?Warum beschuldigst du nicht direkt die Fae-Schwestern? Es ist offensichtlich, dass eine oder beide ihre H?nde im Spiel hatten, und das wissen wir¡¯, dachte Neveahs Wolf bei sich. ?Weil... manche Wahrheiten am besten pers?nlich entdeckt werden¡¯, dachte Neveah zur¨¹ck zu ihrem Wolf. Chapter 662: Der Sperrcode (Kap.663)

Chapter 662: Der Sperrcode (Kap.663)

Neveah stand auf dem Balkon, aber sie beobachtete, wie Lord Rodrick die Truhe mit Asrigs Schriften in Jians Arbeitszimmer hob und auf den Tisch stellte. Der mittlte Mann war in Pelzm?ntel geh¨¹llt und schien immer noch hier und da zu fr?steln, obwohl er sich sichtlich bem¨¹hte, dies vor Neveah zu verbergen. Neveah l?chelte mitf¨¹hlend, als sie sich gegenseitig ansahen. Er trat zu Neveah heran und verneigte sich leicht. ?Ihr seht umwerfend aus in diesem Kleid, Mdy", sagte Lord Rodrick. ?Das verdanke ich Davina. Leider kann ich ihr diesmal meinen Dank nicht pers?nlich aussprechen. Mit meinen eigenen Worten habe ich mich dazu verurteilt, die Festung nicht frei vessen zu k?nnen", erwiderte Neveah bedauernd. ?Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen, dem Rat in dieser Angelegenheit die Kontrolle zu ¨¹bessen und trotzdem Euren Stand zu kl?ren", bemerkte Lord Rodrick mit einem Kopfnicken. ?Ich werde Eure Dankbarkeit ¨¹bermitteln, bis Ihr wieder die Freiheit habt, sie aufzusuchen", versicherte Lord Rodrick. Dankbar nickte Neveah und ging herein, w?hrend Lord Rodrick die Balkont¨¹ren hinter ihr schloss. ?Der Rat hat entschieden, dass ich beauftragt werde, Eure Vorg?nge zu ¨¹berwachen, bis Ihr findet, was Ihr sucht. Lord Kirgan wird ebenfalls zeitweise einspringen", informierte Lord Rodrick. ?Entschuldigt, aber au?er Euch und der K?nigsgarde ist niemandem der Zutritt hier gestattet. Ich kann keine weitere Hilfe in Anspruch nehmen", sagte Neveah zu Lord Rodrick. ?Das macht nichts. An die Temperaturen bin ich gew?hnt", erwiderte Lord Rodrick und sch¨¹ttelte den Kopf. ?Aber ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals so schlimm war...", murmelte Neveah leise. Dann sch¨¹ttelte sie leicht den Kopf und ging zum Schreibtisch, wo sie sich setzte und nun direkt auf die Truhe starrte. Es sah aus wie eine gew?hnliche Truhe, und da sie nun schon eine Weile nicht mehr in den verborgenen Archiven stand, war die Aura der dunklen Magie, die sie zuvor umgeben hatte, stark geschwunden. Jetzt wirkte sie wie eine Truhe, die man ¨¹berall finden konnte. Der seltsame Schlossmechanismus war jedoch ganz anders, als alles, was Neveah bisher gesehen hatte. Neveah griff nach dem Zifferntt und strich mit einem Finger ¨¹ber die unbekannten Worte, die darauf eingraviert waren. ?Sie ist immer noch verschlossen. Lord Kirgan wird gleich kommen, um sie zu ?ffnen, oder m?chtet Ihr es selbst versuchen?", fragte Lord Rodrick Neveah. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, aber ihr Finger fuhr noch immer ¨¹ber die Schrift. ?Es ist ein Satz in der alten Drachensprache. ¨¹bersetzt hei?t es ?Gedanken des Himmelsk?nigs¡¯", erkl?rte Kirgan, als er den Raum betrat. Neveah blickte zu ihm auf und hob leicht eine Augenbraue. Kirgan trat zum Tisch, betrachtete einen Momentng die Truhe, bevor er sie umdrehte, sodass sie ihm zugewandt war. ?Ich kenne mich nicht gut mit Drachenmechanismen aus, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ein paar falsche Versuche sie f¨¹r immer verschlie?en k?nnten. Kennt Ihr den Code?", fragte Neveah Kirgan, w?hrend er sie schweigend untersuchte. ?Nein", antwortete Kirgan schlicht."Dann also was? Jemanden von der Akademie der Schmiede eiden?" fragte Neveah Kirgan neugierig. Kirgan l?chelte leicht und sch¨¹ttelte den Kopf. "Gib mir einen Moment, Neveah," sagte Kirgan. Neveah verstummte und starrte, w?hrend Kirgan kurz am Ziffertt drehte, dann ruckartig und mehrfach in verschiedene Richtungen, wobei jede Bewegung von einem Klickger?usch begleitet wurde. Beim letzten Dreh sprang der Deckel der Truhe leicht auf, und Kirgan trat einen Schritt zur¨¹ck. "Du kennst also den Code f¨¹r das Schloss nicht? Oder warst du etwa mit Asrig gut bekannt?" fragte Neveah zweifelnd. "Nein, ich kenne ihn nicht. Und nein, das Vergn¨¹gen, mit Asrig vertraut gewesen zu sein, hatte ich nicht. Aber ich kenne Jian," entgee Kirgan auf Neveahs Frage. "Das hier geh?rt jedoch nicht Jian," wies Neveah hin. "Stimmt, aber Jian kennend... kenne ich auch die Person, die Asrig am besten kannte," erwiderte Kirgan schlicht. Neveah nicktengsam; dagegen lie? sich nichts einwenden. Drachen hatten eine einzigartige Verbindung zu ihrem Geschlecht, die sie nie verstehen w¨¹rde, und in der K?nigsgarde erst recht nicht. Neveah wollte etwas sagen, wurde aber unterbrochen, als Lord Rodrick zu husten begann und sich abwandte. "Lord Rodrick, Euch geht es offensichtlich nicht gut. Solltet Ihr Euch nicht etwas ausruhen und aufw?rmen? Kirgan ist hier bei mir und wir wissen alle, dass ich keine Pl?ne habe, irgendwohin zu gehen," deutete Neveah an. "Mir geht¡¯s gut. Macht Euch keine Sorgen um mich," erwiderte Lord Rodrick kopfsch¨¹ttelnd. Neveah erhob sich, umrundete den Tisch und trat an Lord Rodricks Seite. "Verzeiht," sagte sie, bevor sie eine Hand auf seine Stirn legte. Lord Rodricks Augen weiteten sich erschrocken, er stand regungslos da. "Ihr habt bereits Fieber, und wenn ich mich nicht irre, schon seit Tagen. Geht nach unten, Lord Rodrick, kommt nicht auf dieses Stockwerk... snge ich hier bin, werde ich f¨¹r Ordnung sorgen," sagte Neveah in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. Lord Rodrick warf Kirgan einen hilflosen Blick zu, doch der sch¨¹ttelte nur den Kopf. "Neveah hat recht. Ich werde heute bei ihr bleiben, Ihr geht nach unten und sucht Everon auf," riet Kirgan. Lord Rodrick nickte widerwillig und verlie? den Raum, Neveah und Kirgan in Jians Studierzimmer zur¨¹cssend. "Warum hast Du gerade diesen Ort gew?hlt? Auch Du bist doch anf?llig f¨¹r die K?lte," gab Kirgan zu bedenken, als Neveah auf ihren tz zur¨¹ckkehrte. "Weil es niemand wagt, hierher einzudringen... Verzeih, aber ich habe kein absolutes Vertrauen mehr in die Sicherheit dieser Festung... nachdem sie nun ge?f wurde, muss ich sicherstellen, dass ihr Inhalt gesch¨¹tzt wird," murmelte Neveah. Chapter 663: Nicht der Eine (Kap.664)

Chapter 663: Nicht der Eine (Kap.664)

F¨¹r eine kurze Zeit starrte Neveah schweigend auf die teilweise ge?fe Truhe. Dann schob sie den Deckel weiter auf und enth¨¹llte etwa ein Dutzend sorgf?ltig angeore Schriftrollen und einige B?nde und Zeitschriften. Der Inhalt war nicht so umfangreich, wie Neveah erwartet hatte. Doch da es sich um die Gedanken und ¨¹berlegungen von Asrig handelte und nicht um historische Aufzeichnungen, hatte ein Mann wie Asrig vermutlich nur begrenzt Zeit gefunden, Tagebuch zu f¨¹hren. Neveah wusste das, denn in den letzten Monaten hatte sie selbst erfahren, wie anspruchsvoll das F¨¹hren eines Tagebuchs sein konnte. Die Schriftrollen waren auf die B?nde und Journale gestapelt, alle befanden sich in einer eigenen Kiste. Diese kleinen Zeichen verrieten Neveah, dass Asrig ein ?u?erst vorsichtiger und misstrauischer Mann gewesen war ¨C und M?nner mit solchen Eigenschaften f¨¹gten ihrer Umgebung, absichtlich oder unabsichtlich, oft Trauma zu. Lothaire war so ein Mann gewesen, sogar zu seinem eigenen Sohn Alessio... Schau, was aus uns beiden geworden ist, dachte Neveah. Die pl?tzliche Erinnerung an ihre Vergangenheit lie? Neveah erschaudern. ?Geht es dir gut?", fragte Kirgan, der sie beobachtete. Sie nicktengsam. Neveah nahm eine Kiste in die Hand, betrachtete sie kurz, bevor sie sie ?fe und eine Schriftrolle herauszog. Die Schriftrolle war perfekt erhalten, so sehr, dass es schien, als w?re sie erst k¨¹rzlich einggert worden und nicht seit Jahrhunderten. Als sie die Schriftrolle ?fe, war es f¨¹r Neveah keine ¨¹berraschung, dass die darin enthaltenen Worte in der alten Drachensprache geschrieben waren. Es war nicht einmal die vereinfachte Version, die Neveah auf Burg Dune ge¨¹bt hatte, sondern die urspr¨¹ngliche Form der Drachensprache ¨C die Art, die mehr in m¨¹ndlicher als in schriftlicher Kommunikation verwendet wurde, so wie Jian es getan hatte, als er Demevirld rief. Das hatte Neveah herausgefunden, als sie die Worte, die in die Truhe eingraviert waren, trotz einiger Grundkenntnisse der Drachensprache nicht ¨¹bersetzen konnte. Obwohl Neveah bei Weitem nicht die Drachensprache beherrschte, hatte sienge genug ge¨¹bt und war immer in der Lage gewesen, die Aufzeichnungen ihres Vaters zu ¨¹bersetzen, auch wenn es mit Schwierigkeiten verbunden war. Doch dies hier war anders; die Schriften waren Neveah v?llig fremd. Ein durch und durch vorsichtiger Mann... er hatte sicherstellen wollen, dass nur diejenigen seine Schriften ¨¹bersetzen konnten, die nichts mit seinem Andenken zu tun haben wollten, ¨¹berlegte Neveah. Neveah blickte zu Kirgan auf und wollte ihn gerade um Hilfe bitten, doch ihre Worte blieben ihr im Hals stecken, als sich die Schrift auf der Schriftrolle zu bewegen begann. Neveahs Augen weiteten sich leicht, als die Buchstaben sich verschoben und ver?nderten, bis sie sich so neu anoren, dass Neveah sie verstehen konnte. Neveah blinzelte, unsicher, was gerade passiert war, aber selbst danach erkannte sie, dass die Worte immer noch so ver?ndert waren wie zuvor, und sie konnte sie jetzt lesen. Dar¨¹ber hinaus keimte in Neveahs Herz ein unruhiges Gef¨¹hl auf. Es war subtil, aber es war da. ?Kann Mdy uns dann versichern, dass Ihr den Rat sofort benachrichtigen werdet, wenn Ihr bei Eurem Zugang zu den Aufzeichnungen seltsame oder ungew?hnliche Vorkommnisse feststellt?" Die Worte, die Decaron auf dem Konzil gesagt hatte, gingen Neveah wieder durch den Kopf. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf; der Rat w¨¹rde ¨¹berreagieren, wenn sie ihn davon in Kenntnis setzte, und es war vielleicht nichts, wor¨¹ber man sich Sorgen machen musste. Neveahs Blick wanderte zu Kirgan, der sie fragend ansah. Neveah straffte sofort ihre Z¨¹ge. ?Deine Aufmerksamkeit wird anderswo gebraucht. Du kannst gehen... Ich sollte das alleine machen, ich wei?, dass du dich in der N?he davon auch nicht wohl f¨¹hlst", sagte Neveah zu Kirgan.Kirgan starrte auf die Truhe, ein komplizierter Ausdruck in seinem Gesicht. "Der Rat..." begann Kirgan zu sagen, doch wurde von Neveah unterbrochen. "Sie m¨¹ssen verstehen, dass die k?nigliche Garde verpflichtet ist, mein Wort zu ehren ... genauso wie sie selbst es sind, und hierbei sollte kein Fehler gemacht werden." Neveah beendete, w?hrend sie Kirgan einen durchdringenden Blick zuwarf. Dann neigte Neveah ihren Kopf zur Seite und schloss ihre Augen, bis sie sicher war, dass sich darin keine Spiegelung von Demevirld zeigen w¨¹rde. "Ich habe selbst gesagt, dass ich mit diesem nicht den Drachenhort vessen werde, nicht weil ich es nicht kann ... einfach weil ich es nicht m?chte. Ich will allein sein, Kirgan." sagte Neveah zum k?niglichen W?chter. Kirgan ben?tigte nicht viel ¨¹berzeugung, um seine Wache zu vessen und Neveah sich selbst zu ¨¹bessen. Einerseits befand sich die Zitadelle nach dem j¨¹ngsten Angriff auf das Gel?nde des Hortes in h?chster rmbereitschaft, und die k?nigliche Garde war sehr besch?ftigt. Sogar Menarx, dessen R¨¹ckkehr zum Hort urspr¨¹nglich nur als vor¨¹bergehend gent war, hatte nun eine wichtige Aufgabe ¨¹bernommen, da die wenigen lebend gefangenen dunklen Zauberer sofort zur Befragung in Menarx¡¯ Distrikt gebracht wurden. Auch Kirgan hatte viele Aufgaben, die seine dringende Aufmerksamkeit erforderten, und es war f¨¹r niemanden von Vorteil, wenn er diese Aufgaben vernachl?ssigen w¨¹rde, um Neveah zu bewachen. Als Kirgan gegangen war und Neveah endlich allein gssen wurde, wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder der Schriftrolle zu, ihr Blick glitt ¨¹ber die geschriebenen Zeilen. ~~~~~Asrigs Sichtweise~~~~~ Wann hat das alles begonnen? ¨¹ber diese Frage habe ich oft nachgedacht. Doch gab es wirklich einen Grund, dar¨¹ber nachzudenken? Mir war der Moment, in dem alles begann, voll bewusst... wie k?nnte ich das nicht wissen? Wie k?nnte ich es m?glicherweise vergessen? "Es ist ironisch, nicht wahr?" Der Tag, der meiner Familie gro?e Freude brachte, war genau der Tag, den ich am meisten f¨¹rchtete. Jener Tag, der f¨¹r meine Familie der gl¨¹cklichste war, war auch der Tag, den ich am meisten f¨¹rchtete. Er wurde zu dem Tag, den ich mit der Zeit immer mehr verabscheute, selbst nachdem viele Jahrhunderte vergangen waren. In dieser Welt, die wir bewohnen, gab es sicherlich keine einfachen Tage. Das dunkle Imperium ist unbarmherzig und die Gefangenschaft bietet keinen Aufschub... Doch jener Tag stach als der schlimmste von allen hervor. Esg nicht nur an der Last der Ketten, die meine zarten Handgelenke fesselten, obwohl ich mir w¨¹nschte, es w?re so gewesen. Aber nein, esg daran, dass ich an diesem Tag... in genau diesem Moment, begann zu verstehen... dass ich es nicht war. Ich war nicht die Auserw?hlte... Chapter 664: Eine leere Leinwand (Kap.665)

Chapter 664: Eine leere Leinwand (Kap.665)

Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag, es ist der Morgen nach einer kalten und st¨¹rmischen Nacht, und der Sonnenaufgang kommt mit seinen sch?nen Strahlen und der dringend ben?tigten W?rme. Dieser Morgen... er br¨¹stet sich mit dem sch?nsten Sonnenaufgang, den ich je erlebt habe, unvergleichlich bis heute. Und so sehr ich mich auch bem¨¹he, ich kann ihn nicht vergessen... Ich kann nicht vergessen, wie selbst die ewige Dunkelheit, die unsere Weltnge im Griff hatte, an diesem Tag wie zum Zeichen der Anerkennung innezuhalten schien. Ich f¨¹hle noch immer die W?rme der Sonne auf meinen Wangen, die das Frieren vertreibt. Der Himmel ist an diesem Tag unublich sch?n... zu sch?n, ich verachte ihn. Ich h?re noch die beunruhigten Schritte meines Vaters, wie er hin und her geht. Ich k¨¹mmere mich nicht viel darum, doch das sollte sich bald ?ndern. Ich h?re, wie seine hastigen Schritte in den Raum eilen, als die Strapazen einer dreit?gigen Geburt meine Mutter endlich erl?sen. Und ebenso lebhaft erinnere ich mich an die allerersten Worte, die an diesem Tag gesprochen wurden. Mein Vater und meine Mutter scheinen beide zu schockiert, um zu sprechen, er steht am Bett, w?hrend meine Mutter schwach darauf liegt, und die ersten Worte hat die Hebamme ausgesprochen. ¡¯Es ist ein Junge, und schau dir seinen Hals an, Herr! Kleine goldene Schuppen!¡¯ ruft sie aus, hebt ein sorgf?ltig eingewickeltes B¨¹ndel hoch, in allzu deutlicher Erregung. Goldene Schuppen... genau das war es. Das allererste, was mich in den Augen meines Vaters von Geburt an als unw¨¹rdig stempelte. Die gebrechliche alte Frau h?tte ihren tz kennen m¨¹ssen, sie h?tte besser nicht ein Wort mit solcher Freude in den Augen sprechen sollen, und doch tat sie es... ich verachte sie. Nach diesen Worten verr?t der Gesichtsausdruck meines Vaters viele Emotionen, die er nicht zu verbergen versucht: Freude, Dankbarkeit, Erleichterung ... und was vor allem hervorstach, war Hoffnung. Hoffnung... sie ist ein geheimnisvolles, m?chtiges Gef¨¹hl. Die Art von Gef¨¹hl, die selbst den Gequ?ltesten Hoffnung auf ein besseres Morgen bewahrt. In den Augen eines Mannes wie meinem Vater, war es ein Gef¨¹hl, dasnge tot war, bis zu diesem Moment. ¡¯Du hast mich nicht entt?uscht, meine Liebe. Du machst mich stolz.¡¯ lobt mein Vater meine Mutter. Entt?uscht... Entt?uscht...?! ¡¯Was genau bedeuten seine Worte?!¡¯ frage ich mich. ¡¯Wer war dann die Entt?uschung?!¡¯ Es ist eine Frage, auf deren Antwort ich bereits kenne. Und weil ich die Antwort kenne, verachte ich ihn. Schwach und kaum bei Bewusstsein, zeigt meine Mutter ein L?cheln. Sie l?chelt und sagt kein Wort gegen ihn... doch ihr Blick spricht B?nde. Stolz, da war Stolz in ihren Augen, als sie sieht, wie ihr Mann das kleine B¨¹ndel zum ersten Mal h?lt. So geblendet von ihrer Liebe zu ihm, erkennt sie nichts Falsches in seinen Worten. Sie sieht keinen Grund, sich f¨¹r mich einzusetzen, das hat sie nie getan. Und wieder einmal scheint es, als w?re ich die Verr¨¹ckte... diejenige, die meinen Vater f¨¹r das erkennt, was er ist.¡¯Meine Mutter, meine wundersch?ne Mutter... sie sagt an diesem Tag kein einziges Wort, vielleicht ist sie zu schwach, um sie auszusprechen, und doch... ich verabscheue sie. ¡¯Komm Asrig, komm und nimm deinen Bruder in den Arm...¡¯ Endlich nimmt mein Vater meine Anwesenheit wahr und winkt mich zu sich. Und so sehr es auch das Letzte ist, wonach mir zumute ist, gehe ich hin¨¹ber, strecke meine H?nde aus und bin z?rtlich zu dem kleinen B¨¹ndel, das mir anvertraut wird und kaum etwas wiegt. Ich dr¨¹cke ihn an meine Brust, ich f¨¹hle seinen kleinen Herzscg gegen meinen, er ist gleichm??ig, er ist kr?ftig... dann ?f er seine Augen. Ungew?hnliche, doch sch?ne Augen, und ich h?tte schw?ren k?nnen, dass ich ihn in diesem Augenblick h?tte verabscheuen sollen, doch zum ersten Mal... fand ich nicht alles so absolut verabscheuungsw¨¹rdig. Er war kostbar, ja. Er war rein, reiner als ich es jemals zu hoffen wage... vielleicht sogar reiner als ich es bei meiner Geburt war, zumindest schien es aus dem Blick meines Vaters so. Ich sollte nicht schwankend werden, ich sollte den Blick dieser Augen nicht erwidern... Und selbst wenn ich es t?te, h?tte ich sie von vornherein verabscheuen sollen, denn ich wusste in diesem Moment, dass ich es eines Tages tun w¨¹rde. Stattdessen denke ich, er ist rein... unber¨¹hrt, nicht befleckt von der Dunkelheit, die unsere Welt ¨¹berflutet. Eine unbeschriebene Leinwand, man k?nnte nicht sagen, was darauf gemalt werden w¨¹rde... und ich hatte Millionen Ideen, ein wundersch?nes Meisterwerk zu schaffen, und so hielt ich das B¨¹ndel noch fester. Anstatt Abscheu, f¨¹hle ich endlich Begeisterung in meinen Adern aufsteigen, ein seltsames Gef¨¹hl der Vorfreude erleuchtet mich, all die M?glichkeiten bringen mich fast zum Zittern vor Erregung, Vorfreude...es gibt nicht ein einzelnes Wort, das dieses Gef¨¹hl allein beschreiben k?nnte. Wird mein Vater am Ende, wenn mein Meisterwerk vollendet ist, immer noch so liebevoll und hoffnungsvoll darauf herabblicken k?nnen? Wird meine Mutter immer noch so stolz aussehen? Wird die Hebamme es immer noch als so entz¨¹ckend empfinden? Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was die Zukunft f¨¹r ihn bereith?lt... Was die Zukunft f¨¹r uns bereith?lt... ~~~~~~~~~~~ Neveah lie? ein ersticktes Keuchen h?ren und lie? die Schriftrolle aus ihren zitternden H?nden auf den Tisch fallen. Ein kalter Schauer des Entsetzens lief ihr den R¨¹cken hinunter, w?hrend sie die Schriftrolle anstarrte, und ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, bei jedem Atemzug schrecklich schmerzend. Eine Wut, wie sie sie noch nie zuvor gesp¨¹rt hatte, wallte in ihr auf, so ¨¹berw?ltigend, dass sie kaum stillsitzen konnte, und sie zitterte am ganzen K?rper. Zwischen ihren Atemz¨¹gen und dem Zorn in ihr konnte Neveah sp¨¹ren, wie ihr innerer Wolf an die Oberfl?che dr?ngte und eine Verwandlung erzwang. Das kribbelnde Gef¨¹hl von Fell, das sich durch ihre Haut bohrte, und das vertraute Knacken ihrer Knochen hatten ohne ihre Kontrolle begonnen. ¡¯Was war das f¨¹r ein Gef¨¹hl?¡¯, fragte sich Neveah. Wut? Verzweiflung? Hilflosigkeit? Oder war es alles zusammen und noch mehr? Es war eine Sache, es zu wissen und es in Jians Augen zu sehen, dass er eine bittere Kindheit durchlebt hatte. Aber es war etwas ganz anderes, es so intim zu erfahren, dass von dem Moment an, als er in diese Welt kam, ein dunkler und schmerzhafter Weg im Geiste eines gest?rten Mannes vorgezeic worden war... eines Mannes, der sein eigener Bruder war. Chapter 665: Hinterh?ltige Motive (Kap.666)

Chapter 665: Hinterh?ltige Motive (Kap.666)

Ein Klopfen an der T¨¹r holte Neveah in die Realit?t zur¨¹ck. Sie atmete tief ein und unterdr¨¹ckte ihr Wolfsgeheul, kurz bevor die T¨¹r sich ?fe. Imagor verharrte an der T¨¹rschwelle, musterte f¨¹r einen Moment Neveahs Gesichtsausdruck, bevor er den Kopf zu einer Verbeugung senkte und dann eintrat. Sein Blick fiel zuerst auf die Truhe und die Schriftrollen, die Neveah auf dem Tisch ausgebreitet hatte, bevor er sich fragend zu Neveah wandte, "Ist alles in Ordnung, Mdy? Ihr seht... ss aus." Imagor sprach Neveah an und ging zum Schreibtisch her¨¹ber. "Ja... nat¨¹rlich." antwortete Neveah schnell. Sie ergriff die offene Schriftrolle, rollte sie zusammen und legte sie beiseite, dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit erneut auf Imagor. Imagor machte keine Bemerkungen ¨¹ber Neveahs Handeln, obwohl sie wusste, dass er es zur Kenntnis genommen hatte und es sehr wahrscheinlich zu einem sp?teren Zeitpunkt zur Sprache bringen w¨¹rde. "Wie ist der Stand der Dinge? Ich musste den Rat aufsuchen, deshalb haben wir uns noch nicht einzeln getroffen, aber du bist mir einen Bericht schuldig." sagte Neveah zu Imagor. Da die Ratssitzung unmittelbar nach Imagors R¨¹ckkehr von der Jagd auf die dunklen Zauberer stattgefunden hatte, war Neveah noch kein separates Treffen mit der K?nigswache zugestanden worden, und sie hatte es vermieden, im Thronsaal nachzufragen. "Nicht den unvollst?ndigen Bericht, den ihr dem Rat gegeben habt, ich m?chte die Einzelheiten wissen... Wie, warum und wonach ist das Schwarze Netzwerk gekommen? Wie konnte ein Portal hier in der Drachenzitadelle gekapert werden?" fragte Neveah. "Das Portal wurde von einem Gebirgszug in einiger Entfernung von den Futtertr?gen gekapert... Ich vermute, dass der verwendete Zauber irgendein physisches Attribut haben muss, das mit der zweiten Ebene verbunden ist." "Die Magier sind bereits dabei, das zu untersuchen, aber nach meinem mmenangriff sind nicht viele Beweise ¨¹brig geblieben." berichtete Imagor. "Die Kobolde... wurden leider weggezaubert, bevor wir dort ankamen." "Die Akademie der Magie ist dabei, die Signatur des Portals zur¨¹ckzuverfolgen, es wird etwas dauern, bis wir das Ziel ausfindig gemacht haben, wohin sie transportiert wurden... verzeiht mir die Unzul?nglichkeit. Aber wir k?nnen zumindest best?tigen, dass keine Spuren des Portals in der N?he des Himmelsfelsens zu finden sind." fuhr Imagor fort und neigte leicht entschuldigend den Kopf. Neveahs Stirn legte sich in Falten, doch sie nickte einmal. Sie hatte bereits erwartet, dass sie nicht rechtzeitig ankommen w¨¹rden, Portale waren immer noch weitaus wirkungsvoller als Flucht. "Die gesichteten dunklen Zauberer werden gerade noch zusammengesucht, sie waren schon immer geschickt darin, sich zu tarnen und zu verbergen, aber in dieser N?he der Drachenzitadelle werden sie nicht so erfolgreich sein." berichtete Imagor. "Von wie vielen sprechen wir?" erkundigte sich Neveah. "Man hat ungef?hr ein Dutzend Zauberer gesichtet. Bisher wurden f¨¹nf sofort hingerichtet und zwei sind in Gewahrsam. F¨¹nf sind noch auf freiem Fu?, aber die Stadtwache ist ihnen auf der Spur, die gesamte Zitadelle ist rmiert und die B¨¹rger bieten ihre volle Unterst¨¹tzung an, es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir sie alle haben." ¨¹bermittelte Imagor an Neveah. "Ein Dutzend dunkle Zauberer... und ein gekapertes Portal, k?nnte es m?glich sein, dass all diese Vorkehrungen nur getroffen wurden, um mich abzufangen? Alles nur f¨¹r dies hier?" fragte Neveah und deutete auf die Truhe. "Die Informationen in diesen Aufzeichnungen sind uns unbekannt, Mdy. Doch meine Br¨¹der und ich uben nicht, dass dies allein das Risiko wert w?re, dass das Schwarze Netzwerk die vollst?ndige Enttarnung auf sich nimmt, um nach songer Zeit aus dem Schatten zu treten." sagte Imagor mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Sag mir, was du denkst", ermutigte Neveah ihn."Wir uben, sie h?tten dich wahrscheinlich abgefangen, wenn du Dragon Keep mit... diesem... vessen w¨¹rdest," Imagor stockte, bevor er fortfuhr. "Aber es muss auch ein weiterer Anscg auf dein Leben gewesen sein, passiert an der Wasserstelle in Fort Scabbard... es ist wahrscheinlich, dass noch mehr kommt." Imagor gab zu. "Sie jagen also nicht nur Asrigs Schriften, sondern auch mich, und das vielleicht mit einem versteckten Motiv..." murmelte Neveah. "Ich f¨¹rchte, dass du der Hauptgrund bist, weshalb sie sich Dragon Keep so weit gen?hert haben." sagte Imagor aufrichtig. "Sie wollen Demevirld... das ist das Einzige, was Sinn ergibt." dachte Neveahut nach. "Ich stimme zu," erwiderte Imagor. Neveah erhob sich von ihrem tz, umkreiste den Schreibtisch und ging zum Balkon hin¨¹ber. "Zuvor schien es, als h?tten sie Demevirld aufgegeben und anstatt dessen versucht, meine Bindung zu ihm ?ffentlich zu machen... Ich hatte angenommen, ihr Ziel sei es gewesen, die Drachendynastie vom Volk anzweifeln zussen, da sie die Existenz von Demevirld geheim gehalten haben." "Aber pl?tzlich scheinen sie ihre Pl?ne ge?ndert zu haben. Wenn sie so unerbittlich hinter mir her sind und das Risiko eingehen, so nahe am Keep zu kommen, dann muss es in ihren Pl?nen eine Art Dringlichkeit geben... oder ein verborgenes Motiv," murmelte Neveah nachdenklich. "Die dunklen Zauberer in unserer Gefangenschaft wurden in Menarx¡¯ Bezirk gebracht. Er wird uns bald Bericht erstatten, dann haben wir vielleicht ein reres Bild," sagte Imagor zu Neveah. "Wenn eines sicher ist, dann, dass das Schwarze Netzwerk sicher wusste, dass einige von ihnen in unsere H?nde fallen w¨¹rden, wenn sie so nahe kommen..." "Nach dem, was ich von ihnen wei?, gibt es nichts, was sie mehr verabscheuen, als lebendig gefangen zu werden." "Sie waren so schwer fassbar, kommen sie diesem Ort hier so nahe... es scheint fast, als wollten sie, dass wir von ihrer Anwesenheit erfahren." "Meinen Sie... w?re es nicht einfacher, mich an einem anderen Ort zu fangen als hier? Und ich hatte wirklich nicht erwartet, dass ihr irgendwelche von ihnen lebend fangen w¨¹rdet... und nun zwei," sagte Neveahut nachdenkend. "Das erscheint alles zu... merkw¨¹rdig. Ich w¨¹rde mich eher umbringen, bevor ich in Menarx¡¯ Bezirk gebracht werde, das Schwarze Netzwerk ist sich dessen sicher nicht unbewusst..." Neveah dachte kurz dar¨¹ber nach, bevor ihr etwas einfiel. "Menarx¡¯ Bezirk... wer ist dort der bekannteste Schwerverbrecher?" fragte Neveah Imagor. "Es gibt da eine ganze Reihe...", murmelte Imagor, "Der Zwergenk?nig, einige Lords der Fae-ns, Lord River... all die Verbrecher, die auf ihr endg¨¹ltiges Urteil durch den vereinten Rat warten," Imagor begann aufzulisten, brach dann aber ab. "Imagor... was ist los?" fragte Neveah misstrauisch. "Ohne Jian kann es keinen vereinten Rat geben... das bedeutet, dass es, sollte jetzt irgendetwas mit einem dieser Verbrecher passieren..." Imagor sprach und sein Blick traf dann Neveahs. Chapter 666: Ein Chaos (Kap. 667)

Chapter 666: Ein Chaos (Kap. 667)

Der Aufstiegsraum ben?tigte nur einen kurzen Moment, um anzukommen, und in dieser kurzen Zeit erreichten Neveah und Imagor die Ebene der unterirdischen Verliese der Drachenburg, in der sich Menarx¡¯ Bezirk befand. Als der Aufstiegsraum zum Stillstand kam, st¨¹rmte Imagor heraus und Neveah folgte ihm schnell. Am Eingang zu den Verliesen stand wie gewohnt ein einzelner Drachenlord Wache, der von Imagors Ankunft ¨¹berrascht war. Jeder der k?niglichen Wachen hatte seinen eigenen Zust?ndigkeitsbereich und es war nicht oft der Fall, dass Imagor am Rand der Verliese gesehen wurde. Neveah nahm ihre Umgebung in Augenschein, nichts schien fehl am tz zu sein. Doch das sagte nichts dar¨¹ber aus, was derzeit in Menarx¡¯ Bezirk vor sich ging. "Lord Imagor...", begann einer der Drachenlords, doch Imagor unterbrach ihn. "Menarx, wo ist er?!" forderte Imagor. Der Drachenlord erstarrte und war sofort rmiert. Es war nicht schwer f¨¹r ihn, Imagors Stimmung zu sp¨¹ren und selbst zu beurteilen, dass etwas nicht stimmte, auch wenn er nicht genau wusste, was los war. "Er ist unten in seinem Bezirk", meldete der Drachenlord und blickte zwischen Neveah und Menarx hin und her. Imagor st¨¹rmte ohne ein weiteres Wort in den Eingang, und Neveah wollte ihm gerade folgen, hielt dann aber inne. "Seid wachsam, dies ist der einzige Ein- und Ausgang zu den Kerkern", sagte Neveah zu dem Drachenlord, der Wache hielt. "Gibt es ein Sicherheitsrisiko?", fragte der Drachenlord wissentlich. "Das wissen wir noch nicht genau, aber ihr wisst, welche Reaktion von euch erwartet wird", sagte Neveah. "Mir wird nichts entgehen, Mdy", versicherte der Drachenlord Neveah in einem bestimmten Ton. Neveah sah misstrauisch auf den Eingang der Verliese und erinnerte sich an das letzte Mal, als sie dort unten gewesen war, sch¨¹ttelte jedoch schnell ihr Z?gern ab und folgte Imagor, den sie in k¨¹rzester Zeit einholte. Als Neveah und Imagor in Menarx¡¯ Bezirk ankamen, wurden sie mit einem unerwarteten Anblick konfrontiert. Menarx sa? an die Wand gelehnt, hielt sich die blutende Seite, und um ihn herum hatte sich bereits eine Bluche gebildet. Er schien kaum bei Bewusstsein zu sein. "Narx! Schuppen!" keuchte Neveah. "Menarx!" rief Imagor erschrocken aus und eilte zu seinem Bruder. Er legte sofort Druck auf die Wunde und forderte eine Erkl?rung. Im n?chsten Moment war auch Neveah an Menarx¡¯ Seite, aber sie hockte sich nicht hin, sondern blickte sich misstrauisch in den Verliesen um. Ihre Nasenfl¨¹gel bebten, w?hrend ihre Sinne sie auf mehrere beunruhigende Ger¨¹che aufmerksam machten. "Was ist passiert?! Wer hat dich verletzt?!" forderte Imagor. "Es gibt dunkle Zauberer hier...", murmelte Neveah. "Sie sind immer noch hier, irgendwo... Veah, hier ist... Imagor, Lord River k?nnte ihr Ziel sein. Hol Lord River zuerst raus...", stammelte Menarx m¨¹hsam und st?hnte leicht auf. Auf Menarx¡¯ Anweisung beeilte sich Neveah, Imagors Aufgaben zu ¨¹bernehmen. Sie schob Imagors Hand beiseite, zog schnell ihre ?u?eren Gew?nder aus, b¨¹ndelte sie und presste sie fest gegen Menarx¡¯ Wunden. "Er wurde paralysiert, bevor die Wunde zugef¨¹gt wurde", berichtete Imagor Neveah. "Ich kann sagen...", begann Neveah zu sagen, doch sie wurden unterbrochen, als sie ein krachendes Ger?usch von irgendwo in Menarx¡¯ Bezirk und einenuten Schmerzensschrei h?rten."Imagor! Geh und halte sie auf!" zischte Menarx. "Wen zum Teufel k¨¹mmert¡¯s, wenn einer der Fae stirbt?! Die Magier kommen sowieso nicht mehr raus, aber du bist schwer verletzt!" Imagor tzte heraus und verlor seine sonstige Ruhe. "Niemand hier stirbt ohne meine Eubnis!" knurrte Menarx Imagor an. "Geh schon, du musst gehen. Du hast es selbst gesagt, der vereinigte Rat hat noch keine Entscheidung ¨¹ber Lord River getroffen, wir k?nnen seinen Tod noch nicht rechtfertigen. Ich bleibe bei Narx..." Neveah stockte schnell, bevor Menarx weiter beunruhigt wurde. "Geh!" dr?ngte Neveah und blickte zu Imagor auf. Imagor verschwand, ohne weitere Einw?nde vorzubringen, und Neveah wandte sich wieder Menarx zu. "Warum rufst du nicht nach deinen Br¨¹dern?! Heraufbeschw?rst du deinen eigenen Tod?! Was w?re geschehen, wenn wir nicht gekommen w?ren?!" Neveah fauchte Menarx an. "Die Wirkung des Krauts ist nicht so stark; sie wird bald nacssen, und ich werde mich um die Angelegenheiten k¨¹mmern..." verteidigte Menarx sein Handeln. "Sieh mich nicht so an, es ist schon schwer genug, das zu ertragen, ohne dass du mich auch noch mit solch entt?uschten Augen ansiehst..." sagte Menarx leise. Neveah lie? ihre Vorw¨¹rfe verstummen, seufzte schwer und murmelte eine Entschuldigung. "Die Wunde scheint nicht sehr tief zu sein, es ist nichts besch?digt, und sie wird bald heilen... Aber du kannst dich nicht bewegen..." murmelte Neveah und suchte mit ihrem Blick nach etwas N¨¹tzlichem. "Es ist nur eine Verletzung, ich werde ¨¹berleben... Mir wird es gutgehen, sobald die L?hmung nachl?sst..." murmelte Menarx ersch?pft. "Jetzt willst du leben? In dem Moment, als etwas schiefging, h?ttest du einen von uns rufen m¨¹ssen..." sagte Neveah leise und voller Sorge. Menarx antwortete nicht, er wandte den Kopf von Neveah ab. "Narx... das schwarze Netz konnte dich nicht vergiften, w?hrend du hier eingesperrt warst. Wie wurdest du dann vergiftet? Und warum hast du es versucht zu verheimlichen?" fragte Neveah mit misstrauischem Stirnrunzeln. "Ich..." Menarx brach ab und st?hnte leise. "Du wolltest, dass das Gift nachl?sst, bevor wir ankamen, sodass wir nichts davon erfahren w¨¹rden ¨C das ist die einzige Erkl?rung, die Sinn ergibt." Neveah konfrontierte Menarx. "Sieh mich an!" forderte Neveah. Menarx lie? seinen m¨¹den Blick zu Neveah wandern und dann zu einer kleinen, eher femininen Weinsche auf dem Tisch ¨C nichts, was er gew?hnlich besitzen w¨¹rde, es sei denn, es wurde ihm von jemand anderem ¨¹berreicht. Neveah kannte die Antwort, noch bevor Menarx auch nur ein Wort sagte. "Sie w¨¹rde das nicht tun... du solltest nicht vorschnell urteilen..." sagte Neveah zweifelnd. "Vielleicht war sie es nicht... Ich wei? es nicht. Sie ist die Einzige, mit der ich heute Kontakt hatte... Nur die Fae kennen das Kraut, das uns l?hmt, nur die Fae w¨¹rden von Lord Rivers Tod profitieren..." "Sie hat wiederholt Lord Rivers bevorstehenden Prozess erw?hnt... Ich... Ich wei? nicht, und ich hasse es, dass ich nicht sagen kann... ob ich verraten wurde oder nicht... Ich hasse es, dass ich als Erstes an sie denken muss, obwohl ich alles tun w¨¹rde, um sie zu besch¨¹tzen..." murmelte Menarx schwach. "Wenn sie es getan hat... was soll ich tun? Und wenn sie es nicht war... wie kann ich diesen st?ndigen Zweifel in meinem Herzen ausl?schen?" fragte Menarx schmerzhaft. Neveah sp¨¹rte den Konflikt in Menarx¡¯ Herzen bis ins Mark. Sie wusste nur zu gut, dass die Verletzungen, die er in diesem Augenblick erlitten hatte, nichts im Vergleich dazu waren, wie gequ?lt sein Herz war. So sehr, dass er hier sa? und ausblutete, ohne um Hilfe zu rufen. Denn die M?glichkeit, dass er von seinem eigenen Gef?hrten vergiftet worden war, wollte er sich nicht eingestehen. Neveah hatte gedacht, Menarx h?tte das wahre Gl¨¹ck gefunden, als sie ihn losgssen hatte... aber was war das? "Was f¨¹r ein verfahrener Scmassel...", murmelte Neveah. Chapter 667: Omin?s (Kap.668)

Chapter 667: Omin?s (Kap.668)

"Imagor wird bald zur¨¹ckkehren. Er wei?, dass du vergiftet wurdest, und er wird wissen wollen, wie. Du musst dich entscheiden, was du deswegen unternehmen willst", sagte Neveah leise zu Menarx. "Ich... nicht, bevor ich nicht selbst mit ihr gesprochen habe. Veah... du darfst mit niemandem dar¨¹ber sprechen, ich finde meine eigenen Wege, Imagor abzulenken", erwiderte Menarx in ged?mpftem Ton. Neveah starrte Menarx einen Momentng ungl?ubig an. Sie hatte geh?rt, dass Drachen solche leidenschaftlichen Liebhaber waren, dass sie sich vollkommen in das Netz der Liebe st¨¹rzten... und an diesen Worten schien kein Funken L¨¹ge zu sein. Der Menarx, den sie kannte, war weitaus vern¨¹nftiger als das, aber Neveah vermutete, dass dies zeigte, was die wahre, vollst?ndig vereinte Gef?hrtenschaft bedeutete ¨C dass Adrienne Menarx¡¯ Welt war und er nicht vern¨¹nftig sein konnte, wenn es um sie ging. "Wir sollten ihm sagen, dass sie m?glicherweise beteiligt waren daran, dass das Schwarze Netzwerk von unserer Anwesenheit in der Drachenburg erfuhr. Wenn er wei?, dass die Fae-Schwestern uns in Gefahr gebracht haben, sollte das die beste Best?tigung sein und seine Gedanken kl?ren", erinnerte Neveahs Wolf sie. "Wir k?nnen das nicht sicher wissen, wir wissen nur, dass sie uns gesehen hat, es k?nnte auch jemand anderes gewesen sein... oder Ke allein...", dachte Neveah an ihre W?lfin zur¨¹ck. "Mittlerweile wissen wir, dass die Schwestern sich immer gegenseitig decken. Wenn nicht sie, wer dann?" stellte Neveahs Wolf eine direkte Frage. Neveah antwortete nicht, sondern stand auf und nahm den Weinkrug vom Tisch, w?hrend Menarx sie beobachtete. Sie hob ihn an ihre Nase und roch daran. Bevor sie ihn ?fe und eine Hand hineintauchte, f¨¹hrte sie einen Tropfen der Fl¨¹ssigkeit an ihre Lippen. "Veah! Was ubst du, was du da tust?!", rief Menarx entsetzt. "Das Kraut, das Drachen l?hmt, ist normalerweise ein t?dliches Gift f¨¹r uns andere. Ein Tropfen wird nicht stark genug sein, um mich zu t?ten... aber er wird seine Wirkung zeigen. Bald werde ich wissen, ob dies das Kraut enth?lt. Aber vorerst..." "Dannss uns darauf vertrauen, wenn du dich entschieden hast", murmelte Neveah leise vor sich hin. Sie ging mit der sche zu einem Abfluss und kippte den Inhalt hinein, sch¨¹ttelte sie, sodass nichts zur¨¹ckblieb, und setzte dann den Verschluss wieder auf, bevor sie zu Menarx zur¨¹ckging. "Du wirst mit ihr reden...", begann Neveah und hockte sich hinunter, bis sie auf einer H?he mit Menarx war. Sie steckte die Weinsche in die Innentasche von Menarx¡¯ Gewand und legte es wieder zurecht, wie es zuvor gewesen war. "Und du wirst es tun... heute", beendete Neveah. Menarx zuckte sichtlich zusammen bei Neveahs Worten, aber er nicktengsam. "Aber bevor du dazu f?hig bist, werde ich das f¨¹r mich behalten... es bleibt also alles deinem eigenen Urteil ¨¹bessen, Narx. Wisse einfach Folgendes... jeder Schaden an dir, ist ein Schaden an deinen Br¨¹dern, an Xenon, an Jian... an mir", sagte Neveah, ihr Blick fest auf Menarx gerichtet. "Wenn du keine Sorge f¨¹r dich selbst tr?gst, entehrst du deinen Lehnsherrn. Wenn du es ignorieren kannst, werden wir es nicht... nicht dieses Mal", machte Neveah deutlich und spielte damit auf ein fr¨¹heres Ereignis an, das sie beide genau kannten.Menarx senkte schuldbewusst den Kopf, und Neveah seufzte. "Und es ist auch das Beste, von deinen Zweifeln befreit zu werden ... vielleicht ist sie es gar nicht und du wirst es f¨¹r den Rest deines Lebens in Frage stellen, wenn du nicht fragst." Neveah hielt einen Moment inne. "Du hast bereits mit der Heilung begonnen, auch die Wirkung des Krauts sollte in K¨¹rze nacssen, du solltest nach Everon schicken und Kirgan davon in Kenntnis setzen... so viel du willst. Ich werde nach Imagor sehen, er sollte inzwischen zur¨¹ckgekehrt sein." sagte Neveah zu Menarx. "Der unterirdische Gef?ngnisbezirk ist ein Labyrinth, sie werden versuchen, sich zu verstecken, und Imagor wird sie jagen m¨¹ssen, aber Imagor kennt sich aus... du nicht. Imagor wird allein zurechtkommen, er wird die Zauberer jagen, wo immer sie sich verstecken. Du solltest bleiben..." sagte Menarx besorgt zu Neveah. "Ich wei?, dass die Zauberer keine Chance gegen Imagor haben, aber die Gefangenen sind verwundbar und in Gefahr. Wenn ein Gefangener im Distrikt verletzt wurde... ist auch Imagor aufgeschmissen." "Aus welchem Grund auch immer sie in euren Bezirk eingedrungen sind, wir k?nnen sie nicht einfach gew?hrenssen. Und du hast es selbst gesagt ... niemand stirbt hier ohne deine Zustimmung." sagte Neveah zu Menarx in einem l?ssigen Ton. "Ist das wirklich so? Oder bist du nur so entt?uscht von mir?" fragte Menarx Neveah. Neveah antwortete nicht, es war nicht leicht f¨¹r ihre Augen, Menarx verwirrt zu sehen, was richtig war und was nicht, aber es ging um seine Geliebte... was sollte sie sagen? "Verzeih mir, Veah... Ich habe geschworen, dich zu lieben und zu besch¨¹tzen, aber ich habe dir zu viel Unrecht getan. Selbst jetzt... Ich sollte das nicht von dir vengen... nicht gerade von dir." sagte Menarx in einem schmerzhaften Ton. "Ihr schuldet mir keine Entschuldigung... und ich hege keinen Groll. Ihr habt den Euren gefunden... so wie ich den meinen habe." murmelte Neveah. Neveahs Blick verweilte einen Moment auf Menarx, bevor sie aufstand und tiefer in das Viertel ging, um der Spur von Imagors Geruch zu folgen. Das war gar nicht so einfach, denn in den unterirdischen Kerkern wimmelte es nur so von unangenehmen Ger¨¹chen, vom muffigen Gestank der feuchten R?ume bis hin zum stechenden Gestank von Blut und ungewaschenen K?rpern, Obwohl es in Menarx¡¯ Bezirk viel milder war als in den eigentlichen Kerkern, war es schwierig, einen bestimmten Geruch unter den vielen herauszufinden. In der zentralen Zellenhalle des Menarx-Viertels war es einfacher, aber je tiefer Neveah vordrang, desto schwieriger wurde es, Imagors Geruchsspur aufzusp¨¹ren. In Menarx¡¯ Bezirk gab es mehr leere als besetzte Zellen, und die unterirdischen Verliese selbst erstreckten sich ¨¹ber eine gro?e Fl?che, das gesamte Untergeschoss des Bergfrieds, und Menarx¡¯ Bezirk machte einen gro?en Teil davon aus. Allerdings war nicht jeder Verbrecher geei, direkt von Menarx behandelt zu werden, und so beherbergte Menarx¡¯ Bezirk nur die bekanntesten Verbrecher. Und davon gab es immer noch eine ganze Menge, wenn man den Geruchsspuren uben schenken darf, die Neveah aufnahm. Dieser Ort f¨¹hlt sich bedrohlich an. bemerkte Neveahs Wolf, als sie in einen anderen Zellenflur einbogen. Chapter 668: Lure (Ch.669)

Chapter 668: Lure (Ch.669)

Dieser Ort wirkt bedrohlich, bemerkte Neveahs Wolf, als sie in einen weiteren Zellenflur einbogen. "Es ist Menarx¡¯ Bezirk, alle Arten von Kriminellen haben diese Hallen bev?lkert und nicht viele sind als Lebende zur¨¹ckgeblieben", dachte Neveah an ihren Wolf. Neveah war noch nicht weit den Gang enng gegangen, als sie sp¨¹rte, dass sich etwas von hinten n?herte. Im letzten Moment drehte sie sich um, um einen einsamen Schatten zu sehen, der durch die Luft wirbelte. Je st?rker Demevirlds Einfluss auf Neveah wurde, desto ausgepr?gter wurde ihr Bewusstsein und Verst?ndnis f¨¹r dunkle Magie. Sie konnte sie nicht nur sp¨¹ren, sondern nun auch deutlich sehen, so wie sie die Spuren eines Zaubers in der Wasserquelle von Fort Scabbard gesehen hatte. Die Schattenfahne wirbelte und drehte sich, als w¨¹rde sie einen komplizierten Tanz auff¨¹hren, und Neveah beobachtete sie einfach schweigend. Er bewegte sich direkt an Neveah vorbei und gab ein unheilvolles, fl¨¹sterndes Zischen von sich, als er aus dem Blickfeld verschwand. Und im n?chsten Moment tauchte ein weiterer Schatten aus einer der verschlossenen Zellen auf und glitt auf unheimliche Weise ¨¹ber den Boden. Neveah runzelte leicht ver?rgert die Stirn, sie hatte so etwas schon einmal gesehen, damals in den Futtergruben. Schatten und Dunkelheit waren ¨¹berall zu finden, und eine der t?dlichsten Arten der dunklen Magie war die Maniption dieser Schatten zu Waffen. Auf dieselbe Weise hatten der dunkle Lord und sein Rat die Schattenbestien und Schattenmenschen erschaffen, eine Armee der Finsternis, die noch immer durch die dunklen Lande streifte und bis heute nicht vollst?ndig verbannt werden konnte. "Zauberei...", murmelte Neveah in einem Ton der Abneigung. "Imagor suchen? Oder den Zauberer aufsp¨¹ren?", fragte Neveahs Wolf sie. "Imagor wird auch hinter dem Zauberer her sein", dachte Neveah zu ihrem Wolf zur¨¹ck. Neveah folgte der Spur der sich sammelnden Schatten und lie? sich tiefer in das Labyrinth von Menarx¡¯ Bezirk f¨¹hren. Bald erreichte sie den Sammeltz, wo Neveah ein bekanntes Gesicht in Not vorfand. "Lord River!", rief Neveah entsetzt aus. Der Fae baumelte in der Luft, eine dicke Masse von Schatten hatte sich um seinen Hals gewickelt und schn¨¹rte ihm die Atemwege ab. Die dicke Masse von Schatten pulsierte sichtbar und zog sich bei jeder Bewegung von Lord River enger zusammen. Immer mehr Schatten sammelten sich um ihn herum und gen sich um seine Gliedma?en, als wollten sie ihn zerrei?en. Lord Rivers Beine strampelten hilflos in der Luft, w?hrend er nach Luft rang, seine Augen waren gro? und hervortretend und die Adern auf seiner Stirn waren sichtbar und ausgepr?gt, da er erstickt wurde. Lord Rivers Gesichtsfarbe f?rbte sich bereits violett, ihm ging schnell die Luft aus und er w¨¹rde nicht mehrnge k?mpfen k?nnen. Er ?fe den Mund, um zu sprechen, als er Neveah erblickte, brachte jedoch kein einziges Wort heraus. Lord River hatte falsch gehandelt, das wusste Neveah. Aber er hatte es nicht verdient, auf diese Weise zu sterben. Neveah warf schnell einen t?dlichen Blick um sich.Die Schatten waren an diesen Ort herbeigerufen worden, was bedeutete, dass sich der Zauberer, der dahintersteckte, nicht weit entfernt aufhalten konnte. Neveah wusste, dass sie f¨¹r Lord River nicht viel tun konnte, au?er den Zauber zu unterbrechen und den Zauberer abzulenken. Langsam bewegte sich Neveah vorw?rts, ihr Blick konzentriert zusammengekniffen, w?hrend sie ihre Sinne anspannte, um die geringsten Schwankungen wahrzunehmen ¨C irgendetwas, das den Aufenthaltsort des Zauberers verraten k?nnte. Ihre Sinne waren hochrmiert, w?hrend sie ihre unmittelbare Umgebung absuchte, und dann richtete sie ihren Blick auf eine bestimmte leere Zelle, die in Dunkelheit geh¨¹llt war. Neveah wandte schnell den Blick ab und scannte nur noch einen Herzscgng, bevor sie auf die Zelle zust¨¹rmte. Ihre Krallen waren ausgefahren, und ihre Hand schoss zwischen den Gitterst?ben hindurch, umgreifte die Kehle des Zauberers darin. Neveah zog kr?ftig, sodass der Zauberer gegen die Metallst?be geschleudert wurde und sein Gesicht endlich sichtbar war. "Lass... ihn... gehen...", betonte Neveah jedes Wort deutlich. Der Zauberer lie? sich durch Neveahs Worte nicht beeindrucken, er l?chelte sogar leicht und tippte auf Neveahs Hand um seinen Hals. Neveah h?rte, wie Lord Rivers K?rper mit einem dumpfen Aufscg zu Boden fiel. Es folgten keine Lebenszeichen und Neveah zuckte sichtlich zusammen, drehte sich jedoch nicht um. Stattdessen erwiderte Neveah das L?cheln des Zauberers und stie? kr?ftig zu. Der Zauberer flog tiefer in die Zelle und krachte gegen die Wand, w?hrend Neveah die Zellent¨¹r aufstie? und eintrat, ihren Blick auf den Zauberer gerichtet. "Warst du es, der Menarx verletzt hat?" fragte Neveah und beobachtete, wie der Zauberer sich wieder aufrappelte. Neveahs Augen hatten sich bereits schnell an die stockdunkle Dunkelheit der Zelle angepasst, aber ihr Blick war so sehr auf den Zauberer gerichtet, dass sie die Runen an den W?nden und auf dem Boden der Zelle kaum bemerkte. "Du hast ihn nicht verletzt, als du die Gelegenheit dazu hattest? Warum nicht?" fragte Neveahngsam. "Auch gel?hmt ist Lord Menarx nicht so einfach zu verletzen," antwortete der Zauberer Neveah schlicht. Neveahs Blick wanderte zu seinem Bein, und sie bemerkte das Hinken und den starken Blutgeruch. Menarx hatte dem Zauberer schwere Verletzungen zugef¨¹gt, erkannte Neveah. Und anstatt Menarx etwas anzutun, war es kl¨¹ger, die kurze Gelegenheit zur Flucht zu nutzen... doch der Zauberer war immer noch hier. "Du hast nicht versucht, das Viertel zu vessen, sondern bist weiter vorgedrungen. Wenn du fliehen wolltest, ist das nicht der richtige Weg," wies Neveah darauf hin. "Erst wenn ich meine Befehle erf¨¹llt habe, kann ich gehen," erwiderte der Zauberer Neveah. "Deine Befehle... wenn sie nur darin bestanden h?tten, Lord River zu t?ten, h?ttest du das schnell erledigt und nicht in die L?nge gezogen... du hast das gemacht, weil..." Neveahs Stirn runzelte sich leicht, ihre Worte verstummten. "Ihr hattet noch jemanden, den ihr k?dern wolltet... mich," vermutete Neveah. In diesem Moment sah sich Neveah in der Zelle um und entdeckte zur Rechtfertigung des ¨¹berw?ltigenden Blutgeruchs, den sie aufgenommen hatte, die mit Blut gemalten Runen. "Was soll das sein? Ein Zauber, der mein Leben fordern soll?" fragte Neveah mit einem Stirnrunzeln. Chapter 669: Lure 2 (Ch.670)

Chapter 669: Lure 2 (Ch.670)

Schatten wirbelten und kr?uselten sich um Neveahs F¨¹?e herum, sie kamen ihr nicht zu nahe, doch formten sie einen Kreis um sie und bewegten sich mit ihr mit. Neveah setzte einen Schritt nach vorne, hielt dann aber inne und fixierte den Zauberer, der dicht an der Wand stand und nun misstrauisch war nach Neveahs erstem Angriff. ¡¯Er sollte mehr als nur misstrauisch sein¡¯, dachte der Wolf in Neveah und ihr Schweigen dieses Mal war ein stilles Einverst?ndnis. Neveah wusste nicht, ob ein weiterer Schritt sie weiter in die Falle locken w¨¹rde, die ihr gestellt worden war, und so erwog sie im Geist ihre Optionen, w?hrend ihr Wolf in ihrem Inneren unruhig hin und her lief und darauf brannte, freigssen zu werden. "Ich bin es nicht, der nach eurem Leben trachtet, ebenso wenig Mylord. Aber ihr habt viele Feinde, Lady Neveah, und daher m¨¹sst ihr sterben... aber der Tod ist nicht immer das Ende. Und selbst im Tode lebt die Seele weiter... das m?ge euch tr?sten." Der Zauberer sprach Worte zu Neveah, deren Sinn sie nicht ganz zu erfassen vermochte. "Was f¨¹r einen Unsinn redet Ihr da?" zischte Neveah d¨¹ster, bekam aber keine Antwort auf ihre Frage. Mit einemuten Krachen schlug die Zellent¨¹r hinter Neveah zu und das Ger?usch von Metall auf Metall hallte nach. Neveah drehte sich nicht um, ihr Blick blieb eng auf den Zauberer gerichtet. "Euer Zauber sollte besser schneller sein als meine Krallen..." zischte Neveah, als sie alle Vorsicht ¨¹ber Bord warf und zum Sprung ansetzte, aber eine sp¨¹rbare Ver?nderung in der Atmosph?re lie? sie auf der Stelle anhalten. Neveahs Augenbrauen zuckten, als sich pl?tzlich ein Portal aus wirbelnden Schatten in der Wand auftat und ein Windsto?, begleitet von Schmutz und Ger?ll, in die Zelle blies. ¡¯Ein Portal aktiviert sich wirklich innerhalb der Drachenfeste...eine dieser Runen muss wohl die Schutzw?lle um die Feste herum ausblenden...¡¯, dachte Neveah. Sie neigte ihren Kopf, um ihre Augen zu sch¨¹tzen, blickte aber schnell wieder auf, als sie von einer s¨¹?en, singenden Stimme angesprochen wurde. "Wollt Ihr leben, Lady Neveah? F¨¹rchtet Ihr den Tod? Was ist zu tun? Der Zauber begann bereits in dem Moment, als Ihr diese Zelle betratet." Die Stimme sprach und ein leises Kichern wie das T?nen von Glocken schloss sich an. Die Stimme war Neveah ¨¹beraus bekannt, obwohl sie sie nur ein einziges Mal geh?rt hatte, hatte sie sich in ihrem Ged?chtnis eingebrannt und ihr Blick wurde finster, als sie die Augen der dunklen Fee traf. Die dunkle Fee schritt mit einer nonchnten Geste aus dem Portal, falls man das ¨¹berhaupt Gehen nennen konnte. Ihre F¨¹?e ber¨¹hrten kaum den Grund, mit Ausnahme der Spitzen ihrer nackten Zehen, als w¨¹rde sie auf Luft wandeln. Ihre obsidianschwarzen Fl¨¹gel zitterten aufgeregt hinter ihr, w?hrend sie von einer Seite zur anderen schaute, womit Neveah nur feststellen konnte, dass sie erfreut war, und dann machte sie bestimmtere Schritte ins Innere, als w¨¹rde ihr dieser Ort geh?ren. "Ah... die Drachenfeste... Zauber um Zauber habe ich versucht, und es ist so schwierig, diesen Ort zu erreichen. Wer h?tte gedacht, dass Azkar die ganze Zeit einen Weg kannte und ihn vor mir verborgen hielt?" summte die dunkle Fee vergn¨¹gt vor sich hin. Es war dieselbe dunkle Fee aus den Futterrillen, realisierte Neveah. Diejenige, die hinter den Sturms?ngern steckte, die Estelles Geist verdreht und Dante vergiftet hatte.Die dunkle Fee, die Neveah in jener Nacht beinahe get?tet h?tte ¨C h?tte die Eichenschachtel nicht eingegriffen,nge bevor Neveah ¨¹berhaupt ahnte, dass Demevirld in jener Nacht mit ihr verschmelzen w¨¹rde. "Ich sehe, du erinnerst dich an mich. Das solltest du wohl auch. Ohne Azkars Einmischung w?rst du schon l?ngst tot... so wie es sein sollte." "Seit du in der Festung aufgetaucht bist, bist du eine rechte ge... du hast die Vergiftung des Drachenk?nigs verhindert, so viele meiner Untergebenen verletzt, und irgendwie hast du es geschafft, bis jetzt zu ¨¹berleben." sagte die dunkle Fee ver?chtlich. "Nun, Azkar ist nicht mehr da, um dich zu sch¨¹tzen, tragischerweise... ebenso wenig wie dein Vater, deine geliebten Drachen oder sonst wer." Die dunkle Fee h?hnte vergn¨¹gt. Neveah knurrte tief aus ihrer Kehle und fletschte die Z?hne, als ihre Eckz?hne l?nger wurden und ihr innerer Wolf zum Vorschein kam. "Jetzt aber genug mit den Z?hnen. Sieh es als dein Gl¨¹ck an, dass du dein Leben um ein Jahr verl?ngert hast, und nimm es als Ehre, dass ich pers?nlich zu dir gekommen bin... du siehst, ich habe erkannt, dass man etwas am besten selbst erledigt, wenn es richtig gemacht werden soll." "So muss niemand im Schatten eines simplen Zauberers stehen... oder sich auf unf?hige Untertanen vessen." erkl?rte sie und warf dem dunklen Zauberer einen absch?tzigen Blick zu. "Bist du nicht neugierig, zu welchem Zweck dein Tod dienen wird?" fragte die dunkle Fee Neveah, die sofort hellh?rig wurde. "Wird er deine Untergebenen wiederbeleben? Oder dir den Drachenthron sichern? Oder das Ende der Drachendynastie einl?uten? Oder das Klima wandeln?" fragte Neveah mit gngweilter Miene. Die dunkle Fee schmunzelte, ein komplexer Ausdruckg in ihren Augen. Neveah blickte unauff?llig umher; sie wusste kaum etwas ¨¹ber Runen und konnte daher nicht genau erkennen, in welche Falle sie gerade getreten war. "Ich muss es nicht wissen, denn es ist ohnehin von Bedeutung. Es wird mehr als nur euch zwei brauchen, um mich zu t?ten, dunkle Magie hin oder her." sagte Neveah bestimmt. "Du ubst also, jemand wird zu deiner Rettung kommen. Was w?re, wenn ich dir sagen w¨¹rde, dass niemand kommen wird? Vielleicht der Lord der Argentinischen Schuppen?" fragte die dunkle Fee Neveah. "Was habt ihr mit Imagor angestellt?!" forderte Neveah. "Darauf kann ich dir keine Antwort geben. Leon wei? es besser." Die dunkle Fee antwortete mit einem Schulterzucken und wies auf den Zauberer. "In diesen Kerkern gibt es viele, die eine Blutfehde mit der K?nigsgarde haben. Da ich hier bin und ebenso die K?nigsgarde, hielt ich es f¨¹r klug, ihnen die Gelegenheit zu geben, ihre Streitigkeiten zu bereinigen." "Damit ihr beide euch treffen k?nnt... ungehindert." sagte der Zauberer Leon zu Neveah. "Ihr habt die Gefangenen freigssen?!" zischte Neveah, ihre F?uste ballten sich an ihren Seiten. "Mach dir keine Sorgen, Liebes, du wirst nichtnge genug leben, um daf¨¹r Verantwortung ¨¹bernehmen zu m¨¹ssen." versicherte die dunkle Fee. Chapter 670: So nicht (Kap.671)

Chapter 670: So nicht (Kap.671)

Neveah st¨¹rzte sich mit entfesselten Krallen im n?chsten Herzscg auf die dunkle Fee, eine Fehleinsch?tzung, die sie sofort zu sp¨¹ren bekam. Der dunkle Zauberer blieb in Verbindung mit seiner Magie. Kaum hatte sie sich vorgewagt, als ein Schattenwirbel sich um ihren Kn?chel wand und sie mit gro?er Wucht zu Boden riss, so dass ihre F¨¹?e mit Knacken unter ihren Stiefeln wieder in eine stehende Position schnappten. Das Gef¨¹hl des Schattens war t?dlich kalt und sein Griff so fest, dass Neveah ue Flecken sp¨¹rte, selbst durch das dicke Leder ihrer Stiefel hindurch. Es war Luxus jetzt an einen uen Fleck zu denken, denn es schien keinen Ausweg f¨¹r Neveah zu geben. Gegen die Magie hatte Neveah zwar einen sicheren Ausweg, konnte es aber nicht wagen. "Demevirld kommt nicht infrage, wir m¨¹ssen es selbst machen...", dachte der Wolf Neveah, ein Gedanke, den auch Neveah bereits hegte. In diesem Augenblick konnte Neveah Demevirld nur fl¨¹chtig sp¨¹ren, seine Anwesenheit war auf ihrer Seite nicht ausgepr?gt, er blieb mit Jian verbunden, was ihm die n?tige Hebelwirkung gab, um Xenon zu erreichen. Es war bereits ein Tag und mehr im Drachenturm vergangen, aber in der Dimension war es nur kurz, was bedeutete, dass Jian noch nicht bei Xenon angekommen war. Demevirlds F?higkeiten waren durch die trennenden Dimensionen von Zeit und Raum bereits stark beansprucht, jede Unterbrechung jetzt k?nnte Folgen haben. Neveah zog kr?ftig, um sich zu befreien und fixierte die dunkle Fee mit einem grimmigen Blick. Obwohl der Schatten nun eine eigene Form hatte, da er sie festhielt, war es sinnlos, den Schatten selbst anzugreifen, da er sich nur aufl?sen w¨¹rde. Neveah sp¨¹rte ihre Verwandlung kommen und setzte keinen Widerstand entgegen; es passierte in einem Wimpernscg, ihre Knochen verdrehten sich und knackten, ihr Wolf riss ihr Glied gewaltsam aus den Fesseln und st¨¹rzte sich auf die dunkle Fee. Neveahs scharfe, glitzernde Krallen trafen nur den Oberarm der dunklen Fee, dann wurden ihre Hinterbeine von st?rkeren Schattenfesseln ergriffen und sie wurde durch den Raum geschleudert. Doch der Schrei des Schmerzes und der Geruch nach Elfenblut befriedigte Neveah zutiefst. Der harte Aufprall gegen die Wand warf Neveah in ihre menschliche Gestalt zur¨¹ck und sie k?mpfte sich auf die Beine, der starke Schmerz um ihren Kn?chel offenbarte, dass ihr Wolf sich den Kn?chel gebrochen hatte, um frei zu kommen, w?hrend die Schatten noch immer ihre Kn?chel umschlossen. Neveah wurde durch den Raum gezogen, ihre Stiefbs?tze schrammten ¨¹ber Beton, als ihr R¨¹cken heftig gegen die andere Wand schlug, Die N?sse des frisch an die Wand gezeicen Blutes drang durch das d¨¹nne Gewebe ihrer Unterkleidung auf Neveahs Haut, und sie runzelte angewidert die Stirn. Weitere Schatten str?mten auf Neveah zu, hielten ihre Arme und ihr linkes Bein gefangen und Neveah knurrte tief in ihrer Kehle."K?mpfe nicht dagegen an... du kannst nicht entkommen. Deine St?rke und Schnelligkeit sind bemerkenswert, Kind. Doch gegen Leons Schattenmagie sind sie zwecklos," sagte die dunkle Fee Neveah mitf¨¹hlend, w?hrend sie ihren blutenden Arm umfasste. Es gab keinen fairen Kampf, wenn es um Magie ging, um irgendeine Form von Magie, und das wusste Neveah nur zu gut. An physischer Kraft mochten sowohl der Zauberer als auch die dunkle Fee Neveah nicht das Wasser reichen, doch Magie war etwas anderes... und noch schlimmer stand es um die dunkle Magie. "Dann tu, was du tun musst... Warum dauert es songe?!" zischte Neveah ver?rgert. Die dunkle Fee neigte neugierig den Kopf und betrachtete Neveah. "Hast du selbst jetzt in diesem Moment keine Angst vor dem Tod?" fragte sie Neveah mit Interesse. "Warum? Damit du die Genugtuung sp¨¹ren kannst, mich zittern zu sehen? Jemand h?tte dir sagen sollen, dass du diese Befriedigung bei mir nicht finden wirst," entgee Neveah d¨¹ster. "Nicht einmal vor der Tatsache, dass dein Tod deinen Drachen gequ?lt und in solch unertr?glichen Schmerzen zur¨¹ckl?sst, dass er es vielleicht nicht ¨¹berlebt? ubst du wirklich, du bist mein einziges Ziel? Oder ist dir nicht r, dass dein Leben jetzt so viel mehr wert ist als bei unserem letzten Aufeinandertreffen?" fragte die dunkle Fee und zog fragend eine Augenbraue hoch. Neveahs unger¨¹hrter Ausdruck schwankte bei diesen Worten; es war nur f¨¹r einen Moment, abernge genug, um die dunkle Fee vor Vergn¨¹gen kichern zussen. Neveah wusste es, aber direkt damit konfrontiert zu werden und zu begreifen, was eine Durchtrennung f¨¹r Jian bedeutete, oder wie sich ihr Tod auf Xenon auswirken w¨¹rde, den sie leichtfertig gezeic hatte, jagte ihr einen kalten Schauer des Entsetzens ¨¹ber den R¨¹cken. ¡¯Sie sind stark... sie werden ¨¹berleben. Dante hat ¨¹berlebt, wenn es zum Schlimmsten kommt... sie werden ¨¹berleben...¡¯, dachte Neveah bei sich. "Letztendlich hat jeder von uns etwas, das ihm kostbar ist. Tu es, Leon," wies die dunkle Fee an. In diesem Moment st¨¹rzten sich die Schattenmassen, die sich vor der Zelle gesammelt hatten, auf Neveah, und hei?er, wei?er Schmerz traf sie wie ein Fels. Neveah keuchte vor Schmerz, w?hrend die eisig kalten Schatten sich um ihre ganze Gestalt legten und in ihre Nasenl?cher, die halb ge?fen Lippen und auch ihre Ohren eindrangen. Neveahs ganzer K?rper krampfte sich vor Schmerz zusammen, als die Schatten in ihren K?rper eindrangen. Sie konnte sp¨¹ren, wie ihre Knochen knackten und ihre Muskeln sich spannten, als w¨¹rde sie von innen heraus zerrieben werden. "Du hast noch Gl¨¹ck, deine Seele wird dir entrissen, denn an ihr h?ngt etwas, das wir brauchen. Deshalb wird ein Teil von dir weiterhin existieren... aber dein sterblicher K?rper wird an den Schmerzen der Seelenextraktion sterben. Es ist eine Kunst der dunklen Magie, die zuvor noch nie an einem lebenden Menschen ausgef¨¹hrt wurde, doch einmal... du wirst der Zweite sein, darauf solltest du stolz sein," sprach die dunkle Fee weiter. Neveah konnte ihre Worte r vernehmen, selbst als die Schatten sich erdr¨¹ckend um ihren ganzen K?rper und sogar in ihrem Inneren zusammenzogen. ¡¯Sie werden ¨¹berleben... aber werden sie das wirklich?¡¯ Kam ein Gedanke, der Neveah bis ins Mark ersch¨¹tterte. ¡¯Ich kann nicht so sterben... Ich darf nicht so sterben...¡¯ Dies war der einzige Gedanke, der immer wieder in Neveahs Kopf hallte, w?hrend ihr Verstand vom Schmerz benebelt wurde. Chapter 671: Born To Die (Ch.672)

Chapter 671: Born To Die (Ch.672)

"Ich darf nicht so sterben..." "Ich darf nicht so sterben..." Neveah konnte die Worte h?ren - jene Worte, die bis eben noch als Mantra in ihrem Kopf waren, hallten nun als kaum h?rbares Fl¨¹stern von irgendwo ganz nah wider. So nah, dass es Neveah einen unheimlichen Schauer ¨¹ber den R¨¹cken jagte und einen tief sitzenden Schmerz in ihrem Herzen hervorrief, so schmerzhaft, dass Neveah h?tte schw?ren k?nnen, ihr Herz zerspringe eigenst?ndig bei jeder Wiederholung dieser qualvollen Worte, die in ihrem Geist widerhallten. Diese Stimme... sie war angef¨¹llt mit Schmerz und Ersch?pfung, es war kein Flehen, sondern die ge eines Menschen, der sein Schicksal kaum ertragen konnte. Die Tiefe der Trauer und des Bedauerns in diesem Tonfall war so gewaltig, dass sie den Schmerz, den Neveah empfand, ¨¹berw?ltigte und an ihren Herzensseiten zerrte. Neveah sorgte sich weniger um ihr eigenes Schicksal, stattdessen wollte sie verzweifelt erfahren, ¡¯Wer spricht diese Worte? Warum klingen sie noch trauriger, als ich selbst sie eben gedacht habe?¡¯ fragte sie sich. ¡¯Wer ist diese Person und steckt sie vielleicht in derselben Lage wie ich, oder sogar in einer noch schlimmeren?¡¯ schoss es ihr durch den Kopf. Neveah k?mpfte sich durch den Nebel des Schmerzes, und durch pure Willenskraft allein wurde sie sich ihrer Umgebung wieder bewusst und starrte in den offenen Nachthimmel. Der Himmel war ¨¹bers?t mit hunderten leuchtenden Sternen, und der Mond stand hoch am Firmament, sein Schein strahlte herab als greife er direkt nach Neveah. ¡¯Wo bin ich?¡¯ wunderte Neveah sich. ¡¯Was ist das f¨¹r ein Ort?¡¯ dachte sie. Der Nachthimmel war wundersch?n und erweckte eine vertraute Empfindung in Neveah. Aus irgendeinem Grund f¨¹hlte es sich so an, als h?tte sie diesen tz schon einmal gesehen, als h?tte sie schon einmal in diese Sterne geblickt. "Ich darf nicht so sterben..." kam es wieder, das qualvolle Keuchen. Die Worte wurden so schwach gesprochen, als mmerten sie sich an den allerletzten Atemzug. Dieses Mal ngen die Worte so nah, dass Neveah den Drang versp¨¹rte, nach deren Ursprung zu suchen. Als sie dies tat, drehte sich ihr Kopfngsam zur Seite, und sie fand sich Auge in Auge mit einer Frau, die ihr zum Verwechseln ?hnlich sah. Ebenso wie Neveahg die Frau auf dem kalten, scmmigen Waldboden, ihr goldener Haarschopfg ausgebreitet unter ihr, befleckt mit Scmm, Dreck... und Blut. ¡¯Blut... darunter hatte sich eine Lache gebildet.¡¯ Neveah bemerkte, wie das Blut unter der Frau immer weiter floss und sich ausbreitete, in die Erde sickerte und sogar in Neveahs Richtung flo?. Ein kleiner Wassertropfen ber¨¹hrte Neveahs Wange. Als sie zum Himmel blickte, erkannte sie, dass es ree... und das schon seit geraumer Zeit. Neveahs Aufmerksamkeit wandte sich wieder der Frau neben ihr zu, als sie eine leise Stimme h?rte, die ein paar Worte fl¨¹sterte... dieselben Worte, die Neveah ausgesprochen hatte, als sie damals auf ihren Tod wartete. "Lieber Sch?pfer, mein Name ist Neveah Omega Lothaire, aber alle nennen mich einfach Omega. Ich bin die Tochter von Lothaire Raul, dem Alphak?nig der Eclipse-Dom?ne." "Mein Vater hat das Band der Gef?hrten verraten, er liebte eine menschliche Frau, und sie schenkte ihm ein Kind, dieses Kind war ich."¡¯"Als Sohn einer menschlichen Mutter sollte ich eigentlich als Mensch zur Welt kommen, das dachten alle, doch die Wahrheit ist, mit f¨¹nf Jahren erlebte ich meine erste Verwandlung." "Ich habe einen Wolf und nicht irgendeinen Wolf, mein Wolf ist ein Alpha-K?nig." "Die Gef?hrtin meines Vaters, die Alpha-K?nigin des Eclipse-Territoriums, hat einen Sohn; er ist der zuk¨¹nftige Alpha-K?nig und mein Stiefbruder. Der Alpha-K?nigswolf steht ihm zu Recht zu, also warum wurde er auch mir zuteil?" "Ich verstehe es ¨¹berhaupt nicht, ich habe nicht darum gebeten, geboren zu werden, ich wei? nicht, warum ich f¨¹r die Fehler meiner Eltern verantwortlich gemacht werde, ich wei? nicht, warum ich mit meinem eigenen Stiefbruder verbunden bin...ich wei? nicht, warum ich sterben muss." "Ich wei? nur, dass das Schicksal mir ¨¹bel mitgespielt hat, weil es herausfand... dass ich mit dem geboren wurde, was ihm zustand, und so... hat er mich umgebracht." Am Ende ihrer Worte verebbte ihre Stimme und Neveah h?rte das heftige Husten, das folgte, als die Frau an ihrem Blut erstickte. ¡¯Das ist nicht eine Frau, die wie ich aussieht, das bin ich...¡¯ erkannte Neveah. Pl?tzlich wurde Neveah r, warum ihr der Himmel so bekannt vorkam, der Himmel, den sie in den letzten Momenten ihres Lebens angestarrt hatte. Irgendwie war Neveah wieder in jenem Moment. In dem Moment, als die eiskalten H?nde des Todes ihre Seele ergriffen und ihrem bitteren Leben ein Ende bereiteten. ¡¯Aber wie?! Ich bin diesem Schicksal entkommen! Ich habe gelebt! Ich habe ¨¹berlebt!¡¯ Neveah geriet in Panik, als sie sah, wie das Leben die Augen der sterbenden Frau verlie?... ihre Augen verlie?. ¡¯Ich habe damals ¨¹berlebt... aber jetzt sterbe ich schon wieder...¡¯ wurde Neveah r. ¡¯Geseer Sch?pfer, selbst bis zum Ende erweist du mir keine Gnade... jemand wie ich ist zum Sterben geboren, das ist mein unausweichliches Schicksal...¡¯ kam der Gedanke erneut. Derselbe Gedanke, der Neveah in ihren letzten Momenten vor songer Zeit durch den Kopf gegangen war, kam ihr jetzt wieder in den Sinn. "Ich sterbe bereits zum zweiten Mal... und endlich erlebe ich den Moment, in dem mein Leben vor meinen Augen abl?uft, all meine Tode sind zu einem einzigen geworden... ein letztes Ende..." murmelte Neveah und blickte zum Mond hinauf. Siechte ironisch, trotz des Schmerzes, den sie f¨¹hlte, und des Kummers, der ihr Herz ergriff. Doch Neveahs Lachen verstummte, als ein herzzerrei?endes Gebr¨¹ll voller Schmerz und Verzweiflung den Wald ersch¨¹tterte. Es ersch¨¹tterte Neveah bis ins Mark, und sie sp¨¹rte, wie sich ihr sowieso schon schmerzendes Herz zusammenzog. Dieser Laut... er konnte nicht von ihr sein, Neveah war bereits tot. Doch von wem dann? Neveah zwang sich, trotz ihrer Schmerzen aufzusetzen, und taumelte auf die Beine. Ihr Blick wanderte suchend umher, bis sie die Quelle der Stimme fand... ihn. In der Ferne hockte eine vertraute Gestalt, ihr R¨¹cken war Neveah zugewandt. Sein pechschwarzes Haar wehte im Wind, als er seinen Kopf zur¨¹ckwarf und ein weiteres erdsch¨¹tterndes Br¨¹llen ausstie?. Diese Silhouette w¨¹rde Neveah ¨¹berall erkennen. "Xenon?" fragte Neveah v?llig verwundert. Chapter 672: Atonation (Ch.673)

Chapter 672: Atonation (Ch.673)

Neveah wusste zweifelsfrei, dass es Xenon war, und ihre Augen weiteten sich, als er den Kopf senkte. Seine Schultern zitterten undute Schluchzer drangen aus ihm heraus. "Xenon... Xenon..." rief Neveah besorgt, doch ihre Rufe wurden nicht geh?rt. Xenon konnte sie nicht h?ren, denn er lie? seinen Schmerz in v?lliger Verzweiflung heraus, weinte und schrie. Neveahs Herz schlug schmerzhaft, sie holte tief Luft, um den Schmerz zu unterdr¨¹cken, und ging zu Xenon. Jeder Schritt bereitete ihr h?llische Schmerzen. Doch Neveah ging weiter, mit jedem Schritt kam sie dem weinenden Xenon n?her, bis sie nahe genug war, um zu erkennen, dass jemand in seinen Armeng. Xenons gro?e Statur verdeckte die Sicht, wer es war, doch Xenons Schreie zerrissen Neveah das Herz. Noch ein paar Schritte und Neveahs Augen weiteten sich, die Kraft verlie? ihre Beine und sie fiel zu Boden, w?hrend sie entsetzt auf den kaum atmenden Jian starrte. Sein silbernes Haar war nass und klebte an seinem Gesicht, er rang nach Luft, sein Blick war leer und seine Atemz¨¹ge schwer. "Jian!!! Nein!!! Nein!!!" schrie Xenon. Ein Laut, der Neveah bis ins Mark ersch¨¹tterte, w?hrend sie regungslos dasa?, nur durchzogen von Entsetzen. Neveah raffte sich zusammen und zog sich ¨¹ber den Boden, ihre Finger gruben sich in den Scmm, w?hrend sie sich vorw?rts m¨¹hte und Tr?nen des Schmerzes ihre Wangen herunterliefen. "Xe... Xenon..." keuchte Jians schwache Stimme, gefolgt von erstickten Atemz¨¹gen. Er ng so schwach ... zu schwach ... "Spare deine Kraft... spare deine Kraft, Bruder..." schluchzte Xenon, seine Worte zogen sich, so wie damals, als er noch vom wilden Dunst heimgesucht wurde. "Du... musst den Dunst ¨¹berwinden. Du... wirst... K?nig sein..." presste Jian m¨¹hsam hervor, Das waren seine... letzten Anweisungen... erkannte Neveah. "Du... wirst... meine Blutlinie erben..." fuhr Jian fort. "Ich... kann ... nicht in Frieden leben, wenn du es nicht tust... also versprich es mir... schw?re es..." dr?ngte Jian eindringlich. "Nein... nein bitte... nein..." schluchzte Xenon verzweifelt, Neveahs Bitten verhallten, doch sie erreichten nichts. "Schw?re es!" dr?ngte Jian. "Wie Ihr... befehlt... mein Lehnsherr..." fl¨¹sterte Xenon, seine Stimme zitterte. "Wer h?tte gedacht... nach Jahrhunderten der hten... und des Blutvergie?ens... dass die goldene Schuppe in einem fremden Land... der Zerteilung anheimf?llt?" entwich Jian ein freudloses Lachen, gefolgt von einem Keuchen. "Ich bin m¨¹de... Ich habe versagt... meine Geliebte zu besch¨¹tzen. Ich werde... mit ihr gehen... das ist meine... Bu?e. Wenn... wenn es... ein anderes Leben gibt...ss uns... sie... schneller finden..." "F¨¹hre mich...zu ihr...schneller... mein Bruder..." fl¨¹sterte Jian, seine Stimme wurde mit jeder Sekunde leiser. Und Neveah zitterte, ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen. "Die Durchtrennung..." fl¨¹sterte Neveah. "Er stirbt... wegen mir?" erkannte Neveah entsetzt. "Ist er... wegen mir gestorben?!" fragte Neveah, ihre Stimme zitterte und war heiser. "Jian! Jian! Jian!!!" rief Xenon. "Ich werde sie alle t?ten!!!!! Ich werde die Werw?lfe ausl?schen!!! Jeden einzelnen von ihnen!!!!" br¨¹llte Xenon, seine Schultern bebten vor Wut und Verzweiflung. In diesem Moment ersch¨¹tterte einuter Scg die Erde, Neveah erkannte das Ger?usch einesndenden Drachens, ohne ihn sehen zu m¨¹ssen. Neveah blickte auf und sah vier bekannte Gesichter auf sich zust¨¹rmen."Menarx... Kirgan... Cassian... Imagor..." murmelte Neveah, w?hrend sie die Namen der K?nigsgarde sagte, die sich an Jians Seite niederknieten. "Wer?! Wer?!!!" Menarx br¨¹llte, seine Augen mmten vor Mordlust auf, als er Jians Hand ergriff. Jian schenkte seinen Br¨¹dern ein schwaches L?cheln. "Gib uns einen Namen, Xenon... Nennt uns einen Namen!" zischte Cassian und schlug mit der Faust auf den Boden. Imagor warf seinen Kopf zur¨¹ck und einuter Br¨¹llen, als w¨¹rde er innerlich zerrissen, entlud sich aus ihm. Und Kirgan weinte, schlug mit der Faust gegen seine eigene Brust. Xenon antwortete nicht, er verharrte einenngen Moment in Stille, bevor er Jians K?rper sanft niederlegte und sich erhob. "K?nigsgarde... befolgt meine Befehle...", sagte Xenonngsam. "Mein erster Anordnung als Drachenk?nig...", fuhr Xenon fort. Alle vier M?nner schauten zu Xenon auf, nicht ¨¹berrascht, sondern mit einer erneuerten Sichtweise. Es schien, als h?tten sie alle bereits gewusst, wer der n?chste Drachenk?nig sein w¨¹rde. "Das Werwolf-Volk... wird ausgel?scht werden... von der Existenz... "Die Geschichte... wird sich niemals... an solch ein Volk erinnern... ihre L?nder werden mit Feuer... und Blut ¨¹berrannt werden..." "Jedes Leben... an diesem Ende des Meeres... wird ausgel?scht werden..." "Die Welt, wie wir sie kennen... wird mit der Festung beginnen und enden. Jenseits der Festung... wird es nur noch Tod und Verw¨¹stung geben. Das... wird die Huldigung sein, die meinem Lehnsherren w¨¹rdig ist... die neue Welt...", verk¨¹ndete Xenon. Er blickte einen Moment in den Himmel und dann ¨¹ber die Schulter, Neveah beobachtete, wie sein Blick auf ihren verstorbenen K?rper fiel und sich dann zur¨¹ck zu Jians Leib wandte. "Dies... kam zu uns...", sagte Menarx zu Xenon und zog eine vertraute Eichenholzkiste hervor. Er reichte sie Xenon und Xenon betrachtete die Kiste einen Momentng, bevor er sie neben Jian abstellte. "Bruder... ich werde zu dir zur¨¹ckkehren... aber erst, wenn die Welt... in mmen steht...", fl¨¹sterte Xenon. Xenon schritt davon, und Neveah rief ihm nach, aber er blickte nicht zur¨¹ck, und die K?nigsgarde verlie? ihn mit Ausnahme von Kirgan, deren Drachengestalten kurz darauf in den Himmel aufstiegen. Kirgan weinte weiterhin und wachte an Jians Seite. Neveah war v?llig ersch¨¹ttert von all dem, was sie gerade erlebt hatte, rutschte aber nun zu Jian hin¨¹ber. "Begreifst du, dass dein Tod alles beenden wird? Wie konntest du... wie konntest du mit mir gehen? Wie kannst du das tun?... Wie kann ich jemals das Unrecht wiedergutmachen, das ich dir angetan habe? Wie?" Neveah weinte sich die Seele aus dem Leib. Die Eichenholzkiste an Jians Seite begann leicht zu leuchten und Neveahs Augen weiteten sich, als sich die Kiste von selbst ?fe und eine leuchtende goldene Energiekugel ¨¹ber Jian schwebte. "Rette ihn... rette ihn...", flehte Neveah, obwohl sie wusste, dass niemand sie h?ren konnte... sie war kein Teil dieser Zeitachse, nur eine Beobachterin. Sie konnte die Ereignisse, die geschehen waren, nicht ?ndern. "Mein Wirt... ich kann dich zur¨¹ckbringen, wenn du meine Hand h?ltst...", erng Demevirlds vertraute Stimme aus der leuchtenden Masse und sprach zu Jian. Jians Augen ckerten schwach auf und er starrte auf die leuchtende Masse. "Wenn... es nur einer von uns sein kann... dann gehe zu ihr... Ich vergebe dich... an sie...", sagte Jian. "Jian!" rief Kirgan entsetzt, aber Jian ignorierte ihn. "Wenn du das tust, werde ich ewig an sie gebunden sein... in diesem Leben und in jedem, das folgen mag. Ich bin dein k?nigliches Erbe... bist du sicher?" erkundigte sich Demevirlds Stimme noch einmal. "Ich bin sicher... Ich kann nur leben, wenn sie lebt. Das ist mein erstes Geschenk an sie... und vielleicht mein letztes." entschied Jian. Chapter 673: ?quivalent (Ch.674)

Chapter 673: ?quivalent (Ch.674)

?F¨¹r alle Ewigkeit mit ihr verbunden...", fl¨¹stert die geisterhafte Stimme. ?Eine Huldigung, die meines Lehnsherren w¨¹rdig ist...", spricht er in Verzweiflung. ?Lass uns sie fr¨¹her finden...", fleht eine schwache und sterbende Stimme. ?In diesem Leben und auch in allen, die folgen m?gen...", zischt die gespenstische Stimme. ?¨¹berschwemmt von Feuer und Blut...", gelobt er feierlich. ?Mein erstes Geschenk an sie... und vielleicht auch mein letztes...", haucht er mit den letzten Atemz¨¹gen. ?F¨¹hr mich schneller zu ihr... mein Bruder...", erf¨¹llt von Hoffnung. ?Die neue Welt... Ein grausames und t?dliches Versprechen." ?Nur wenn sie lebt... kann ich leben...", sind seine sp¨¹rbaren Reue. ?Feuer und Blut...", schw?rt er. ?Feuer und Blut!", schw?rt er erneut. Die Worte hallen immer wieder in Neveahs Kopf nach; Dunkelheit umh¨¹llt ihre Sicht, aber das Echo wird nuruter und dr?ngender. ?Leon! Was ist los?! Was machst du?! F¨¹hre die Extraktion durch! Hol ihre Seele raus und beschw?re das Portal!", zischt Celeste dr?ngend. ?Lady Celeste, die Seelenextraktion kann nur bis zu einem gewissen Punkt erzwungen werden. Sie leistet verzweifelt Widerstand!", entge Leon gereizt. ?Veah! Veah! Was machst du ihr an?! Durchbreche die Schranke!", ruft Everons vertraute Stimme. Es gibt ein wiederkehrendes Krachen und Celestes ?ngstliches Zischen; ein Wirrwarr aus Ger?uschen durchdringt Neveahs Bewusstsein und mischt sich mit den st?ndig in ihrem Kopf wispernden Stimmen. Neveah f¨¹hlt einen enormen Druck in sich aufsteigen, und im n?chsten Augenblick schnellen ihre Augen auf, ein goldener Lichtstrahl bricht aus ihr hervor. Ihre Knochen knacken und formen sich selbstst?ndig neu, bis ihre Wolfsgestalt in der Zelle steht, riesengro? und aufragend. ?Beschw?re das Portal! Jetzt, Leon!", zischt Celeste. Diesmal springt Neveah nicht vor, ihre Krallen bewegen sich flink und rei?en ¨¹ber die Wand, um die Portalrunen zu zerst?ren. Celeste schreit w¨¹tend auf, und als Neveahs Blick sie trifft, weicht sie vorsichtig zur¨¹ck. ?Ich ube, das ist Neveahs Art zu sagen, dass du nirgendwo hingehen wirst...", unterbricht Imagors Stimme die angespannte Stimmung. Neveah will erneut losspringen, sp¨¹rt das Jucken, ihre Krallen in Blut zu tauchen, doch ein stechender Schmerz durchzuckt ihren Sch?del und ihre Sicht wird verschwommen und unscharf. ?F¨¹r alle Ewigkeit mit ihr verbunden...", hallen die Fl¨¹stereien noch immer in ihrem Kopf. Neveah sch¨¹ttelt leicht den Kopf, um ihre Sicht zu kl?ren, doch die Wolfsgestalt hilft ihr nicht dabei. ?Veah!", ruft Everon und eilt zu ihr. ?Du kommst jetzt?", fragt Neveah, w?hrend sie zur¨¹ck in ihre menschliche Form wechselt und Celestes Schreie ignoriert. Ein Drachenlord hat Celeste gepackt und magische d?mpfende Manschetten werden ihr um den Hals gelegt.W?hrenddessen sagte Leon kein einziges Wort, als er von den Drachenf¨¹rsten fortgezerrt wurde. "Die Zellenwache bestand aus Schattenbestien und die Zelle war durch eine Barriere versiegelt. Verzeiht unsere Versp?tung", entschuldigte sich Imagor schuldbewusst. "Bist du verletzt?", fragte Everon besorgt. "Nichts, was nicht heilen wird. K¨¹mmere dich um Lord River", wies Neveah Everon an, ihre Stimme rau. Ein weiterer scharfer Schmerz durchzuckte Neveahs Sch?del und ¨¹belkeit ¨¹berw?ltigte sie. Ihre Sicht war immer noch verschwommen und Neveah schwankte leicht, streckte blindlings eine Hand aus, um das Gleichgewicht zu finden. Imagor ergriff Neveahs Arm und stabilisierte sie. "My Lady?", fragte Imagor besorgt. Neveahs Brustkorb schn¨¹rte sich zu, als w¨¹rde ihr die Luft wegbleiben oder als g?be es in den Kerkern einfach nicht genug Sauerstoff zum Atmen. "Mir geht¡¯s gut... Bringe das hier zu einem Abschluss und erstatte Bericht", sagte Neveah leise. Sie entzog sanft ihre Hand und eilte aus den Verliesen, wobei sie Menarx, der besorgt aussah und auf dem Gang stand, nicht beachtete. "Veah? Veah!", rief Menarx, doch Neveah antwortete nicht und verlie? eilig den Ort. Erst als sie die unterirdischen Verliese vollst?ndig vessen hatte, f¨¹hlte sie, dass sie endlich durchatmen konnte. Erinnerungen an all das Erlebte blitzten rasend schnell durch ihren Kopf und das Gef¨¹hl der ¨¹belkeit verst?rkte sich. Neveah eilte den Flur enng, stie? die T¨¹r zu einem beliebigen Erdgeschossraum auf und hastete zum Waschraum, wo sie sich ¨¹ber das Becken beugte und den Inhalt ihres Magens erbrach. Selbst nachdem ihr Magen leer war, w¨¹rgte Neveah trocken weiter. Ihr Magen krampfte sich zusammen, das W¨¹rgen dauerte noch eine Weile an, bevor sie zur¨¹ck in den Raum trat. Dieser geh?rte offensichtlich jemandem, dernge fort war, und obwohl die Bediensteten den Bergfried immer noch rutinem??ig s?uberten,g eine d¨¹nne Staubschicht im Raum, in dem Neveah sich befand. Doch das st?rte Neveah nicht, sie setzte sich auf den Boden, lehnte sich an die Wand und atmete tief durch, um ihr heftiges Atmen zu beruhigen. Ihre Augen brannten, w?hrend stille Tr?nen ihre Wangen herunterliefen. Neveah packte eine Handvoll ihres Haares und zog kr?ftig daran, in der Hoffnung, dass der k?rperliche Schmerz den inneren Schmerz f¨¹r einen Moment ¨¹berdecken k?nnte. Doch das Ged?chtnis an Jians kalte, leblose Augen wollte einfach nicht verssen. Und der Gedanke kehrte wieder: ¡¯Er ist gestorben wegen mir... Weil ich zu schwach war, um mich selbst zu sch¨¹tzen. Weil ich zu vertrauensvoll war, trotz des Mangels an Vertrauensgrungen... weil ich mich f¨¹rchtete, ein anderes Leben zu f¨¹hren als das, das Lothaire Raul f¨¹r mich vorgesehen hatte...¡¯ ¡¯So starb ich... und riss ihn mit in den Tod...¡¯, dachte sie in Verzweiflung. Ihr Tod war auch in diesem neuen Leben eine st?ndige Quelle der Verzweiflung, eine Erinnerung, die kalt und d¨¹ster war und die sie einfach nicht hinter sichssen konnte. Doch in diesem Augenblick wurde ihr das volle Ausma? ihrer Tat bewusst... dass sie nicht realisiert hatte, dass ihr Leben f¨¹r jemanden so wertvoll gewesen war, dass es buchst?blich seinem eigenen gleichkam. Neveah hatte geubt, ihr Tod w?re niemandem verhasst gewesen, dass die Ungerechtigkeit nur von ihr selbst empfunden wurde, aber jetzt wusste sie es besser. "Alessio hat mich get?tet... aber ich war es, die Jian das Leben nahm. Und trotzdem... entschied er sich, mich zur¨¹ckzubringen und Demevirld mir zu ¨¹bessen... dieses Leben... war die ganze Zeit ¨¹ber Jians Geschenk... an mich...", fl¨¹sterte Neveah, Tr?nen str?mten ¨¹ber ihre Wangen. Chapter 674: Endorsement (Ch.675)

Chapter 674: Endorsement (Ch.675)

Die T¨¹r zu dem Raum, in den Neveah hineingegangen war, ?fe sich. Neveah unterdr¨¹ckte ihr Schluchzen, sah jedoch nicht auf, um zu sehen, wer eingetreten war ¨C sie sp¨¹rte Kurgans Pr?senz bereits, bevor er den Raum betrat. Neveah versuchte, so viel Fassung wie m?glich zu bewahren, aber es half wenig, denn schon im Moment, als Kirgan eintrat, war offensichtlich, dass er es bemerkte. ?Neveah...", sagte Kirgan unsicher und verharrte an der T¨¹r, um die Situation zu erfassen. Neveah zuckte merklich zusammen; dieser mitleidige Blick war es, was sie am meisten verachtete. Dieser Blick lie? sie schwach und hilflos f¨¹hlen, viel zu zerbrechlich und alles, was Neveah nie wieder sein wollte. ?Ich werde Tara holen", dachte Kirgan sich rasch als L?sung aus und war schon auf dem Weg hinaus, aber Neveah hielt ihn zur¨¹ck. Ein Zeuge ihrer Schw?che war bereits mehr als genug. ?Nein... nein, es geht mir gut. Mach... mach daraus keine gro?e Sache. Ich brauche nur einen Moment", wehrte Neveah ab, mit belegter Stimme. Neveah wischte sich schnell die herunterrollenden Tr?nen weg, w?hrend Kirgan sich erneut umwandte und sie still beobachtete. Dann trat Kirgan an Neveah heran und deutete auf einen tz neben ihr auf dem staubigen Boden des kleinen Raumes. ?Darf ich?", fragte Kirgan um Eubnis, sich zu setzen. Neveah sah verwirrt auf und blinzelte die verbliebenen Tr?nen fort. ?Bist du nicht hergekommen, um mir etwas Dringendes mitzuteilen?" fragte Neveah. ?Das habe ich. Aber es kann warten... Du brauchst einen Moment. Nimm dir diesen. Es wird dir vielleicht schwerfallen, den Moment sp?ter zu finden... wenn du h?rst, was ich sagen muss. Ich setze mich einfach nur hin, und ich rede viel ¨C aber diesmal werde ich kein Wort sagen, das verspreche ich." Kirgans ernster Ton lie? Neveah innehalten. Sie sah Kirgan einen Augenblickng an und verstand seine Geste. Es war ein Zeichen von Unterst¨¹tzung, so klein sie auch sein mochte, da ihm bewusst war, dass er nicht viel Trost spenden konnte. Langsam nickte Neveah und Kirgan setzte sich neben sie, wobei er respektvoll Abstand hielt. Er lehnte sich auch an die Wand und starrte schweigend vor sich hin; wie zuvor angek¨¹ndigt, sprach er kein Wort. Er fragte nicht, warum Neveah sich so f¨¹hlte, noch versuchte er, tr?stende Worte zu finden. Er sa? einfach nur da, und das vermittelte Neveah mehr als jede andere Geste je h?tte ausdr¨¹cken k?nnen ¨C dass sie nicht allein war. Neveah versuchte zwar, ihr Schluchzen zu unterdr¨¹cken, aber es gng ihr nicht, und so lie? sie ihren Gef¨¹hlen freien Lauf, schluchzte leise und barg ihr Gesicht in ihren H?nden. Neveah wusste nicht, wienge sie geweint hatte, aber Kirgan sa? die ganze Zeit ¨¹ber still neben ihr. Bis ihr Schluchzen nachlie? und Neveah einfach ersch?pft dasa?. Nach einem weiteren kurzen Moment der Stille wischte Neveah ihre Tr?nen weg und r?usperte sich. ?Jetzt darfst du sprechen", sagte Neveah zu Kirgan. Kirgan blickte zu Neveah hin¨¹ber, l?chelte leicht und zog ein sauberes Taschentuch hervor, das er ihr reichte.Neveah nahm es entgegen und wischte sich die Tr?nen ab. Sie war sich sicher, dass sie aussah wie ein absolutes Durcheinander, aber das war ihr ziemlich egal. "Die Fae-Vertreter fordern dringend Zugang durch das Portal nach Keep Skies. Die Fae haben seit dem Vorfall jegliche Interaktionen vermieden und Gesetze offen missachtet, sie erbitten eine Audienz zu diesem Zeitpunkt...", Kirgan brach ab. "Das kann nur darauf hindeuten, dass sie ¨¹ber die aktuellen Ereignisse bestens informiert sind und diese zu ihrem Vorteil nutzen wollen", murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Lord River?", fragte Neveah. Kirgan sch¨¹ttelte leicht den Kopf, was darauf hindeutete, dass die Aussichten nicht gut waren. "Sie werden darauf bestehen, alte Rechnungen zu begleichen und aus Lord Rivers Schicksal Kapital zu scgen", vermutete Neveah. "Es betrifft nicht nur Lord River... auch den Zwergenk?nig und einige zuvor gefangene Mers", berichtete Kirgan in d¨¹sterem Ton. "All dies sind Personen, deren Todesurteile nur von einem vereinigten Rat beschlossen werden k?nnen. Wenn die Fae hier ist, werden die Vertreter der anderen tributpflichtigen V?lker nicht weit dahinter sein... das bedeutet, dass wir von allen Seiten unter Druck gesetzt werden", prophezeite Neveah. "Sie werden einen vereinigten Rat fordern, weil sie wissen, dass wir niemanden haben, der ihn leiten k?nnte", sagte Neveah mit einem schweren Seufzer. "Nur, dass wir doch jemanden haben...", sagte Kirgan ernst zu Neveah. "Die K?nigsgarde kann den vereinigten Rat nur leiten, wenn sie die Autorit?t aller f¨¹nf hat. Cassian und Xenon sind nicht hier. Wenn die K?nigsgarde den Rat leitet, wird das den tributpflichtigen V?lkern Grund zum Streiten geben." "Die einzige Autorit?t, die den Rat leiten kann, ist Jian, und auch er ist nicht hier", sagte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. "Jian ist nicht der Einzige", sagte Kirgan erneut. "Laut Gesetz kann der vereinigte Rat unabh?ngig von der k?niglichen Autorit?t geleitet werden. Dazu geh?rt der Drachenk?nig, sein Reiter oder einer der Erben des K?nigs", fuhr Kirgan fort und fixierte Neveah mit einem bedeutungsvollen Blick. "Der Reiterrat wird niemals zustimmen. Den Vorsitz im vereinigten Rat kann ich nur ¨¹bernehmen, wenn der Reiterrat mich als Drachenk?nigin best?tigt, was in Jians Abwesenheit kaum m?glich ist. Ich habe diesen Schritt nur unternommen, um Verfolgung durch den Rat zu vermeiden", sagte Neveah seufzend zu Kirgan. "Die Umst?nde haben sich ge?ndert", sagte Kirgan. Er holte eine Schriftrolle hervor und reichte sie Neveah. Neveah runzelte die Stirn, nahm die Schriftrolle, rollte sie aus unds den Inhalt. "Laut k?niglichem Recht erkennen alle Akademien das Band des Drachenk?nigs an. Auch der Reiterrat erkennt einstimmig das Band des Drachenk?nigs an und best?tigt Lady Neveah Vairheac von den Wei?en D¨¹nen...als Drachenk?nigin...", Neveah stockte und blickte zu Kirgan auf. "Warum?", fragte Neveah. "Vorhin, mit dem goldenen Lichtstrahl... hast du etwas getan, was seit Jahrhunderten nicht mehr geschehen ist. Anstatt Demevirld zu schwingen, hast du die goldene Schuppe aktiviert und ihre F?higkeiten manipuliert. Neveah... jeder Drache in der N?he der Drachenburg sp¨¹rte, dass ... Chapter 675: Wer du sein sollst (Kap.676)

Chapter 675: Wer du sein sollst (Kap.676)

"Aber ... wie?" fragte Neveah verwirrt. Sie hatte nichts Ungew?hnliches gef¨¹hlt, sie hatte in jenem Moment nicht einmal die Pr?senz von Demevirld wahrgenommen. Der einzige Unterschied waren die extremen Emotionen, die sie qu?lten, w?hrend sie darum rang, ihr Bewusstsein zur¨¹ckzugewinnen, so m?chtig durch sie hindurchstr?mend, dass Neveah dachte, sie w¨¹rde tzen. Weil sie ihre menschliche Form nicht bewahren konnte, hatte Neveahs Wolf die Kontrolle ¨¹bernommen und eine Verwandlung erzwungen. Seit jenem Augenblick kehrte Neveah erst jetzt wieder zur Ruhe zur¨¹ck. Mit ihrem aufgew¨¹hlten Geist hatte Neveah nicht einmal wahrgenommen, was in dieser kurzen Zeitspanne geschehen war ... doch sie hatte ein mentales Signal an alle Drachen gesendet? Wie war das ¨¹berhaupt m?glich? Sie war nicht f?hig, mental mit einem anderen Drachen als ihrem Vater und Jian zu kommunizieren, es sei denn, sie ber¨¹hrten sich Haut an Schuppe, und doch hatte sie so etwas bewerkstelligt? "Ich selbst bin mir nicht sicher. Aber so viel steht fest: Jian ist kein gew?hnlicher Drache und entstammt keiner allt?glichen Abstammung. Keiner von uns kennt das volle Ausma? von Jians F?higkeiten. Daher ist eure Verbindung f¨¹r uns nicht begreiflich." gestand Kirgan ehrlich. "Eure Bindung zu Jian wird t?glich st?rker. Ihr habt noch nicht einmal an der Oberfl?che dessen gekratzt, was euch beiden vorbestimmt ist. Es ist unbestreitbar, und keinem Drachenbl¨¹tigen ist es m?glich, dies zu diesem Zeitpunkt zu leugnen... dass du den Drachenk?nig verk?rperst." sagte Kirgan direkt zu Neveah. "Wenn er hier w?re... wenn Xenon hier w?re... aber ohne sie, ich..." Neveahs Stimme verng im Schweigen. In Gedanken vollendete sie: "Ich f¨¹hle mich wie eine Hochstaplerin." ¡¯Eine K?nigin ist nur eine K?nigin an der Seite ihres K?nigs. Was bin ich ohne sie?¡¯ fragte sich Neveah. "Das ist eine Frage, die selbst du nicht anzweifeln kannst, Neveah. Von dem Moment deiner Zeugung an warst du dazu bestimmt, Jians Tochter zu sein ... vielleicht sogar schon vorher. Also wenn du dich zuf?llig fragst, ob du dieser Aufgabe gewachsen bist, musst du dich fragen..." "Wenn nicht du, wer sonst? Eines steht fest: Ein Drache hat sein Lebenng nur eine wahre Bindung... und f¨¹r Jian bist du diese eine. Es wird nie eine andere geben." Kirgan kannte Neveahs Unsicherheiten. Neveah wusste dies nur zu gut, besonders nach dem Einblick in ihr vergangenes Leben. "Was wir erhalten haben, ist nur die Best?tigung von den umgebenden Akademien und dem Reiterrat, der in unmittelbarer N?he der Drachenfestung ist und euer Signal direkt wahrgenommen hat. Die Nachricht von dem Geschehenen verbreitet sich gerade und weitere Drachenherren werden ihre Anerkennung aussprechen." "Bis zum Morgengrauen werden alle in der Festung davon wissen. Aber der Reiterrat ¨¹berl?sst die Entscheidung dir." "Wir werden den Fae euben, sich zur Drachenfestung zu begeben, und ebenso anderen Vertretern, die folgen m?gen. Eine Konfrontation l?sst sich nicht vermeiden, es entspricht nicht der Art der Drachen." sagte Kirgan entschlossen."Es besteht kein Zweifel, dass ein einheitlicher Rat erforderlich sein k?nnte. Ihr k?nnt Euch entscheiden, den Vorsitz des Rates zu ¨¹bernehmen. Solltet Ihr Euch dagegen entscheiden, wird die K?nigsgarde mit allen Mitteln die dringenden Angelegenheiten regeln", sagte Kirgan und machte eine kurze Pause. "Es w?re jedoch eine Frage der Ehre, wenn Ihr vor den tributpflichtigen V?lkern den Vorsitz ¨¹bernehmen w¨¹rdet. Meine Br¨¹der sind sich darin einig", beendete Kirgan. Neveah atmete tief ein und starrte nach vorne. Sie sagte kein Wort, auch nicht, als Kirgan sich verabschiedete. Kirgan blieb an der T¨¹r stehen und drehte sich noch einmal zu Neveah um. "Als ich dich das erste Mal im Wolfsgebiet sah, wusste ich, dass deine Existenz ein entscheidender Punkt im Leben meiner beiden Br¨¹der sein w¨¹rde, obwohl ich mir nicht sicher war, wie", sagte er. "Xenon hat dich so sehr verehrt, selbst in seinem Nebel. Und Jian, der seine Gef¨¹hle kaum zeigte, hat dich so offen verachtet... es gab keinen Moment, in dem du nicht etwas Besonderes warst, Neveah Vairheac. Das ist es, was du sein sollst." Kirgan beendete seine Worte und ging. Neveah blieb dort, bis sie sich gefasst hatte, und ging dann zur¨¹ck in die erste Etage. Die Atmosph?re in der Audienzhalle war bedr¨¹ckend, und doch war es unheimlich still. Der Rat der Reiter hatte sich bereits versammelt und wartete auf die bevorstehende Ankunft der Fae-Vertreter und der Vertreter der Verborgenen Stadt. "Die Kunde, dass der Bergfried und Menarx¡¯ Bezirk kompromittiert wurden, d¨¹rfte sich verbreitet haben und wird Panik ausl?sen. Die Stadtwache ist angewiesen, alles zu tun, um den Frieden in der Zitadelle und ihrer Umgebung zu wahren", wies Imagor an und legte eine Schriftrolle nieder. "Menarx¡¯ Bezirk wird abgeriegelt, bis die Ursache f¨¹r die Sicherheitsl¨¹cke bei den Portalw?chtern gekl?rt ist. Die Gefangenen, der dunkle Zauberer und die dunkle Fee, werden in den zentralen Kerkern festgehalten und im Morgengrauen vor Gericht gestellt... es wird keine Verz?gerung geben", f¨¹gte Kirgan hinzu und legte ebenfalls eine Schriftrolle nieder. "Jetzt, da die internen Angelegenheiten nach dem Vorfall gekl?rt sind, haben die Sp?her berichtet, dass die Fae-Vertreter bald eintreffen werden. Der Rat wird sie anh?ren und entsprechend entscheiden", verk¨¹ndete Imagor dem Rat. "Ich sehe keinen Grund, warum wir ihnen eine Audienz gew?hren sollten. Die Fae haben mehrere Gesetze gebrochen, und der Konflikt zwischen unseren beiden V?lkern ist un¨¹berbr¨¹ckbar... der einzige Grund, warum wir keinen Krieg erkl?rt haben, ist...", Conrad begann w¨¹tend, brach dann aber ab. "In Abwesenheit Seiner Gnade k?nnte eine Kriegserkl?rung gegen eine ganze Spezies mehr Schaden als Nutzen bringen", vervollst?ndigte Everon die Aussage. "Das ist uns allen sehr wohl bewusst. Auch die Fae wissen, dass wir nicht bereit sind, sofort in eine ht zu ziehen, da wir direkt an unserer Barriere schwach sind. Deshalb haben sie immer wieder Unruhen provoziert, um uns zu einem ersten Angriff zu dr?ngen", f¨¹gte Lord Andron hinzu. "Sie werden es auch dieses Mal wieder tun. Die Zeit f¨¹r hten wird kommen, aber diese Zeit ist nicht jetzt. Der Rat sollte dies zur Kenntnis nehmen und entsprechend handeln, wenn sie eintreffen", befahl Imagor nachdr¨¹cklich. Chapter 676: Erregung (Kap.677)

Chapter 676: Erregung (Kap.677)

Die T¨¹r zur Audienzhalle schwang auf, und vier k?nigliche Fae-W?chter marschierten ein, fest und einsch¨¹chternd in ihrem Schritt. Sie trugen volle R¨¹stungen, inklusive Fl¨¹gelsch¨¹tzer, die das gesamte Fae-Kampforchester symbolisierten. Jeder in der Audienzhalle wusste um das Aussehen und die Bedeutung der Fae-Kampfr¨¹stungen. Kirgan und Imagor tauschten Blicke, und die Atmosph?re verdichtete sich sp¨¹rbar, als die k?niglichen Fae-W?chter erschienen. Die einzigen Gegenst?nde, die in ihrer Kampfausr¨¹stung fehlten, waren ihre Waffen, die im Drachenhort nicht eubt waren und am Eingang bescgnahmt worden sein mussten. Dies allein sprach B?nde ¨¹ber die Absichten und Haltung der Fae. Es war ein stilles Zeichen von Aggression, denn abgesehen von der Reitkleidung der Drachenreiter, galt keine Kampfausr¨¹stung als Hoftracht. Das Erscheinen der k?niglichen Fae-W?chter lie? die Spannung zwischen den beiden Arten sofort steigen, doch es sprach noch immer niemand, und die Halle blieb vollkommen still. Diese Stille wurde bald durch eineute, dr?hnende Stimme unterbrochen, als die k?nigliche Fae-Wache in die Mitte der Halle vorr¨¹ckte und stehen blieb. "Der Fae-Vertreter!..." Die Stimme eines der k?niglichen Fae-W?chter begannut zu verk¨¹nden, und die Worte hallten durch die gro?e Halle. Jedoch wurden seine Worte durch einen aufgebrachten Decaron unterbrochen. "Halt dein Maul, oder ich rei?e es dir heraus! Du wagst es, deine Ankunft hier beim Drachenrat anzuk¨¹ndigen?! Sollen wir uns etwa niederknien, um dich zu empfangen?! Tritt vor den Rat oder verschwinde! Verschwende nicht unsere Zeit!" zischte Decaron d¨¹ster. Vom Podium aus tauschte Kirgan einen am¨¹sierten Blick mit Imagor, doch Imagors Stirn runzelte sich nur leicht als Antwort. "Decaron..." sagte Imagor warnend, mahnte den Drachenlord jedoch nicht weiter, was zeigte, dass er ihm nicht widersprach. "In Abwesenheit von K?nig Jian muss ich sagen, dass der Drachenrat ungehobelt geworden ist." Lady Diandres Stimme war leicht und sp?ttisch, als sie in die Halle schritt, Ihr hellgr¨¹nes Kleid floss in einerngen Schleppe hinter ihr, und die anderen nvertreter, die sie begleiteten, gingen zur Seite, um nicht darauf zu treten. Ihre Worte provozierten einige unterdr¨¹ckte Knurrger?usche von einigen Drachenlords, aber meistens beobachteten die Drachenlords schweigend und beobachteten das Verhalten der Fae. Die k?niglichen Fae-W?chter machten tz, damit Lady Diandre durch ihre Mitte treten konnte, und sie schritt bis zur Mitte der Halle, wo sie kurz innehielt. Lady Diandre blickte mit gngweiltem Gesichtsausdruck durch den Saal, der sich nur kurz ?nderte, als ihr Blick auf Lodenworth und Ke fiel. "Ihr steht vor dem Reiterrat und dem Drachenthron! Verbeugt euch!" Lodenworth sprach Lady Diandre direkt an, als ihr Blick seinen zusammengekniffenen Augen begee. "Liebling, der Thron ..." begann Lady Diandre und deutete auf den k?niglichen Thron auf der erh?hten ttform. "Er ist leer." beendete sie mit einer gngweilten Handbewegung.¡¯"So spricht man nicht mit seiner Schwiegertante", f¨¹gte Lady Diandre hinzu, bevor sie ihren Blick auf Imagor richtete. "Der Hierarchie nach bin ich von k?niglichem Fae-Gebl¨¹t ... und das kann keiner von euch hier von sich behaupten. War es nicht eine ungeb¨¹hrliche Regel, mich vor euch kriechen zussen? Ich meine... am Ende sind die k?niglichen Gardisten nur das... Gardisten. Oder wer seid ihr ¨¹berhaupt, jetzt, wo es keinen... K?nig mehr gibt?" fragte Lady Diandre. "Jetzt habt Ihr viele Meinungen, Diandre", antwortete Kirgan mit einem leisen Lachen. Sein Ton war nicht belustigt, sondern t?dlich gef?rbt. "Verbeugt Euch ... oder vesst meinen Bereich. Wenn Ihr vor diesem Hohen Rat sprechen wollt, m¨¹sst Ihr die entsprechenden Protokolle einhalten, sonst haben wir keinen Grund, Euch zuzuh?ren. Eure Abstammung und Euer Geburtsrecht m?gen unter den Euren absolut sein, aber das bedeutet vor meiner Sippe nichts... Hier seid Ihr keine K?nigkeit, Diandre", stellte Imagor r. "Und denkt nicht, Ihr k?nntet einfach hereinspazieren und wieder gehen, wie es Euch gef?llt. Ihr m¨¹sst ein oder zwei Leben zur¨¹cssen... f¨¹r unsere aufgewendete Zeit. Eures w¨¹rde auch gen¨¹gen", f¨¹gte Kirgan n¨¹chtern hinzu. Die k?nigliche Fae-Wache daraufhin versteifte sich, und Decaron trat vor, stellte sich zwischen die Fae-Vertreter und die ttform, auf der sich die K?nigsgarde befand. Nicht viele der Drachenf¨¹rsten mussten sich einmischen, allein Decaron war genug. Die zusammengenommene k?nigliche Fae-Wache w?re ihm im Falle einer Esktion nicht gewachsen, und das wusste jeder im Saal. "Tante ... Ihr seid weit in der Unterzahl. Ihr solltet keinen ?rger suchen...", sagte Ke von ihrem tz aus, besorgt blickend, als die Spannung stetig zunahm. Lady Diandre zischte leise, beugte dann jedoch ihren Kopf in einer Verbeugung, und alle Fae-Vertreter folgten ihr nach. "Ihr k?nnt Euch entspannen", eubte Imagor. "Was hat Euch zu uns gef¨¹hrt, Lady Diandre der Fae? Seid Ihr gekommen, um eine Erkl?rung f¨¹r die j¨¹ngsten und anhaltenden... Unstimmigkeiten der Fae zu liefern?" fuhr Imagor fort. Lady Diandres Augenbrauen zuckten deutlich, aber sie richtete sich auf und verschr?nkte elegant ihre H?nde vor sich. "Unstimmigkeiten? Auf was k?nnte sich der Herr der argentinischen Schuppen beziehen? Von solchen T?tigkeiten in meiner Sippe habe ich nie geh?rt", t?uschte Lady Diandre vor Unwissenheit. "Eure Fae haben die Versorgungsroute der Kanalisierungs-Edelsteine von den Mer-Meeren blockiert, und Ihr tut so, als w¨¹sstet Ihr davon nichts?!" zischte Conrad. "Conrad...", warnte Imagor, und warf dem aufgebrachten Drachenf¨¹rsten einen Blick zu, der ihn aufforderte, sich zu beruhigen. Conrad neigte leicht den Kopf und gehorchte. "Im Gegensatz zur geeinten Rasse der Drachen muss ich schmerzerf¨¹llt zugeben, dass meine Rasse einige skrupellose Individuen hat. Rebellen gegen den Fae-Rat, Kopfgeldj?ger und S?ldner... sie alle handeln nach eigenem Belieben und missachten die Fae-Regeln." "Eure Kanalisierungs-Edelsteine m¨¹ssen in die H?nde eines von denen gefallen sein. Mit welchem Beweis beschuldigt Ihr die ganze Fae-Rasse, in so etwas verwickelt zu sein? Wir haben keine Verwendung f¨¹r Kanalisierungs-Edelsteine", erwiderte Lady Diandre schlicht. Imagorchte leise und nickte zustimmend. "Aber nat¨¹rlich, warum seid Ihr dann hier?" fragte Imagor.¡¯ Chapter 677: Erregung 2 (Kap.678)

Chapter 677: Erregung 2 (Kap.678)

"Bevor wir beginnen, m?chte ich nach dem Verbleib von Lord Menarx fragen. Da diese kritische Situation unmittelbar mit ihm zusammenh?ngt, sollte er hier sein, um sie zu besprechen", sagte Lady Diandre und lie? ihren Blick durch den Saal schweifen. "Ich werde auf seine Ankunft warten", f¨¹gte sie hinzu, als ihr r wurde, dass Menarx tats?chlich nicht anwesend war. "Menarx hat die Freiheit zu kommen und zu gehen, wie es ihm gef?llt. Wenn er es nicht f¨¹r richtig h?lt, bei dieser Beratung anwesend zu sein, dann steht es Ihnen nicht zu, das zu vengen", stellte Kirgan r. Lady Diandre runzelte sichtlich die Stirn, beharrte jedoch nicht weiter darauf. "Die Fae haben von dem Vorfall in Lord Menarx¡¯ Gebiet erfahren. Ich m?chte den Zwergen meinen Dank aussprechen, dass sie uns davon in Kenntnis gesetzt haben. Es ist tats?chlich besorgniserregend... zu sehen, dass die Drachenfestung nicht mehr so sicher ist, wie wir gedacht haben", begann Lady Diandre. Ihre Worte kamen nicht ¨¹berraschend; der Reiterrat hatte bereits erwartet, dass dies genau das Thema der Beratungen sein w¨¹rde. Was noch zu kl?ren war, war, welchen Nutzen Lady Diandre daraus zu ziehen hoffte und wie weit die Fae dieses Mal gehen w¨¹rden. "Ihre Sorge um die Angelegenheiten der Drachenfestung ist zwar wertgesch?tzt, aber nicht notwendig. Ein kleiner Einbruch ist nichts, was die Einmischung des Rates der Fae erfordern w¨¹rde. Zweifeln Sie etwa an der F?higkeit dieses Hofes, seine Angelegenheiten selbst zu regeln?" fragte Imagor in einem strengen Ton. "Nat¨¹rlich nicht. Aber als Anf¨¹hrerin meiner Rasse ist es meine Pflicht, mich um bedenkliche Probleme zu k¨¹mmern, wenn sie auftreten...", sagte Lady Diandre, hielt jedoch inne, als die T¨¹ren zum Audienzsaal erneut aufschwangen. Dieses Mal traten f¨¹nf grimmig aussehende Zwerge ein, deren B?rte vor ihnen herbaumelten. Sie marschierten direkt zum vorderen Teil des Saales, w?hrend Lady Diandre zur Seite trat, ein kleines L?cheln auf den Lippen. "Ah, die Zwerge sind angekommen. Der Rat sollte zuerst von ihnen h?ren", sagte Lady Diandre. "Seid gegr¨¹?t, ihr Herren von Asvars Blut!" dr?hnte einer der Zwergenvertreter, und sie neigten ihre K?pfe zu einer Verbeugung. Als Sprecher der Zwerge hatte er einen Akzent, der n?her an der Gemeinspracheg als bei den meisten Zwergen. "Wir sind in dringender Mission gekommen, um nach dem Wohlergehen unseres inhaftierten ehemaligen K?nigs zu fragen und seine bedingte Fressung zu fordern. Dies ist ein Befehl unseres derzeitigen Herrschers, K?nig Agrofth." "Der Verbrecher erwartet ein einheitliches Konzil, auf dem ¨¹ber sein Schicksal entschieden wird, und snge unterliegt sein Leben und seine Sicherheit immer noch der Zust?ndigkeit der Verborgenen Stadt. Da die Kerker der Drachenfestung nun f¨¹r dunkle Magier leicht zug?nglich sind, wird der Verbrecher auf zwergischem Boden festgehalten, bis das einheitliche Konzil tagt", erkl?rte der Sprecher der Zwerge r. "Wir m?chten uns ebenfalls nach dem Wohlergehen von Lord River erkundigen, der ebenfalls in den Kerkern festgehalten wurde. Bing ist er nicht vor Gericht gestellt worden und steht daher immer noch unter dem Schutz der Fae. Wir werden seine Obhut wieder ¨¹bernehmen, bis die Drachenfestung wieder sicher ist." "Das wird die Last nat¨¹rlich erleichtern, bis Seine Gnaden zur¨¹ckkehrt. Als verb¨¹ndete Rassen ist dies auch unsere Pflicht", f¨¹gte Lady Diandre hinzu. Imagor knirschte mit den Z?hnen; er hatte erwartet, dass die Fae irgendeinen Trick anwenden w¨¹rden, aber einmal mehr hatten sie sich der Hilfe anderer bedient."Es ist kein Geheimnis, dass alle Verbrecher, die nach Menarx¡¯ Bezirk ¨¹berstellt werden, von ihrer Inhaftierung bis zur Verurteilung unter die Jurisdiktion des Drachengerichts fallen. Mit welchem Recht fordern Sie zu diesem Zeitpunkt ihre Fressung?" vengte Lodenworth zu wissen. "Die Umst?nde haben sich ver?ndert. Die Herrschaft des Drachengerichts ist momentan... instabil", entgee der Sprecher der Zwerge. "Die Lords der Rubinschuppe, Argentinschuppe und Smaragdschuppe leben und atmen noch. Der Reiterhof funktioniert und der Adelshof wurde nur vor¨¹bergehend aufgel?st. Was genau verstehen Sie unter instabil?" fragte Decaron mit unbewegter Miene. "Einen k?niglichen Hof ohne K?nig, wie w¨¹rden Sie das nennen, wenn nicht instabil?" warf einer der Vertreter der Fae ein. "Es wird keine Bew?hrungsfressung oder irgendeine Form der Fressung von Gefangenen geben", stellte Imagor r. "Wenn dies nicht vom Reiterrat geregelt werden kann, dann fordern wir im Namen K?nig Agrofths das Recht ein, einen vereinten Rat zu vengen", verk¨¹ndete der Sprecher der Zwerge. "Ein vereinter Rat kann ohne unseren Lehnsherrn nicht stattfinden! Was f¨¹r ein Unsinn!" zischte Konrad. "Und wenn der Drachenk?nig nicht zur¨¹ckkehrt, soll das hei?en, dass die Festung und alle unsere V?lker auf unbestimmte Zeit stillstehen?" fragte Lady Diandre mit scharfer Stimme. "Und nun? Was wollen Sie damit genau sagen?" fragte Kirgan d¨¹ster. "Unser einziges Anliegen ist es, unseren fr¨¹heren Herrscher zur¨¹ckzubekommen. Sei es durch einen Beschluss des vereinten Rats oder auf andere Weise. Warum ist das Drachengericht nicht in der Lage, ihn vorzustellen? K?nnte es sein, wie die Ger¨¹chte besagen, dass ihm ein Ungl¨¹ck zugesto?en ist?" vengte der Sprecher der Zwerge zu wissen. "Wenn das wahr ist, kann dem Drachengericht nicht mehr vertraut werden", sagte Lady Diandre unverbl¨¹mt. "Viele Herrscher der tributpflichtigen V?lker k?nnten einspringen, um den Rat zu leiten und alle anderen wichtigen Angelegenheiten zu regeln, jetzt wo die R¨¹ckkehr des Drachenk?nigs ungewiss ist und die Vertrauensw¨¹rdigkeit des Drachengerichts infrage steht", offenbarte Lady Diandre den wahren Grund ihres Besuches. Kirgan schnaubte ungl?ubig und tauschte einen Blick mit Imagor. "Ein Nicht-Drachenbl¨¹tiger als Stellvertreter unseres Lehnsherrn... um Drachenangelegenheiten zu leiten? War das von Anfang an das Ziel?" Lodenworth zischte d¨¹ster. "Nat¨¹rlich muss jemand die Geschicke der Festung leiten. Jemand, dem alle tributpflichtigen V?lker ihr Vertrauen schenken k?nnen, und im Augenblick kommt die K?nigsgarde daf¨¹r nicht in Frage", erwiderte Lady Diandre ein-fach. "Sie redet weiterhin Unsinn", murmelte Konrad leise vor sich hin. "Es sei denn nat¨¹rlich, Sie k?nnen den ehemaligen Zwergenk?nig und Lord River unversehrt vorbringen", f¨¹gte Lady Diandre schlicht hinzu. "Sie klingen so sicher... dass wir sie nicht stellen k?nnen. Das ist sehr merkw¨¹rdig, Diandre..." Neveahs Stimme verstummte, als die T¨¹ren zum Audienzsaal zum dritten Mal aufgingen. Chapter 678: Mehr als nur beleidigen (Kap.679)

Chapter 678: Mehr als nur beleidigen (Kap.679)

"Diandre?!" fragte Lady Diandre entr¨¹stet, als sie ¨¹ber ihre Schulter blickte. Ihr Blick fiel auf Neveah, die sie ebenfalls anstarrte, und Lady Diandre blieben die Worte im Halse stecken. Das erste, was Lady Diandre auffiel, war die bedr¨¹ckende Aura, die Neveah ausstrahlte, und ihre k?nigliche Erscheinung lie? Lady Diandre ihre n?chsten Worte noch einmal ¨¹berdenken. Ein leises Kribbeln hallte durch den Saal, als die goldenen Ketten, die an Neveahs schwarzem Kleid baumelten, ¨¹ber den Marmorboden des Audienzsaals glitten. Neveah hatte nicht genug Zeit gehabt, um gro?e Vorbereitungen zu treffen, und so trug sie erneut Davinas Kleid. Neveah hatte nicht gedacht, dass sie so bald nach der Einigung mit dem Reiterrat Ass haben w¨¹rde, das Kleid wieder anzuziehen, aber f¨¹r diesen Ass war es noch angemessener. Diesmal war Neveahs Haar zu einem ordentlichen Dutt hochgesteckt und wurde von einem pechschwarzen Ornament geziert. Ihre Schritte warenngsam und l?ssig, und sie blieb kurz vor den T¨¹ren stehen, wo ihr Blick einen Momentng durch die Halle schweifte. Sie bemerkte die angespannte Atmosph?re und die aufgeregte Haltung einiger der Drachenlords, insbesondere von Conrad, und Neveahs Blick verweilte einen Momentng auf ihm, Sie sagte nichts, aber Conrad lockerte instinktiv seine Haltung, ebenso wie die meisten der im Saal anwesenden Drachenlords. Es war eine subtile Ver?nderung, aber sie hat sich irgendwie auf die gesamte Atmosph?re ausgewirkt, so dass die fremden Ethnien durch die v?llige Ruhe, die im Rat wiederhergestellt wurde, umso mehr eingesch¨¹chtert waren. "Der Einbruch in Menarx¡¯ Bezirk geschah erst gestern. Aus irgendeinem Grund habt ihr zur gleichen Zeit um die Eubnis des Portals gebeten... ist es nicht von Interesse, dass ihr anscheinend als Erste von dem Einbruch wisst? Zu diesem Zeitpunkt gibt es innerhalb der Mauern dieses Bergfrieds einige, die noch nichts davon wissen." fuhr Neveah fort. "Was tust du ¨¹berhaupt hier?! Und wie ich es herausfinden konnte, ist von geringerer Bedeutung als die dringenden Probleme, um die es geht!" Lady Diandre zischte, pl?tzlich abwehrend. "Ist es das?" fragte Neveah ausdruckslos. Neveah ging weiter, vorbei an Lady Diandre und den Zwergen, sie ging absichtlich in gerader Linie mitten durch sie hindurch und machte sich nicht die M¨¹he, um sie herumzugehen. Die Zwerge und die anderen Vertreter der Fae trennten sich von Neveahs Weg, mit Ausnahme von Lady Diandre. "Ihr seid mir im Weg. Geht weg." erkl?rte Neveah schlicht. Lady Diandre runzelte leicht die Stirn und blickte zu beiden Seiten von ihr. Es war eindeutig genug tz f¨¹r Neveah, um um sie herumzugehen, aber Neveah hielt ihren Blick geradeaus gerichtet, als k?nne sie ihn nicht sehen. Jedem im Saal war r, was in diesem Moment geschah, es war ein Akt der Dominanz und Autorit?t, auch ohne Worte. Das Gewicht der Ver?nderung in der Atmosph?re bei Neveahs Eintritt in den Saal war von allen gesp¨¹rt worden, und die Implikationen konnten von niemandem mit Verstand ignoriert werden, selbst wenn er sich nicht im ren dar¨¹ber war, was geschah. "Lady Diandre, geht zur Seite." sprach Imagor von dort, wo er sa?, und sein Tonfall war eiskalt. Lady Diandre trat mit einem Spott zur Seite, und Neveah nahm ihre Reaktion kaum zur Kenntnis, ging an ihr vorbei, legte nur eine kurze Strecke zur¨¹ck und blieb am Fu? der erh?hten ttform stehen. "Ich bedaure, Euch mitteilen zu m¨¹ssen, dass es nicht Eure Aufgabe ist, zu entscheiden, welche Angelegenheiten f¨¹r den Drachenhof dringend sind und welche nicht. Und Ihre Dringlichkeit stellt f¨¹r uns keinen Notfall dar. Ihr seid so gut ¨¹ber die Angelegenheiten des Drachenhofs informiert, dass Ihr sogar genau wisst, wer bei dem Einbruch zu Schaden gekommen ist." Unter all den Fae-nlords, die Ihr uns ¨¹bergeben habt, fragt Ihr nur nach einem... Lord River. Es gibt nur zwei M?glichkeiten: Entweder Ihr habt Spione hier auf dem Grundst¨¹ck des Keeps...", begann Neveah und drehte sich um. ?Oder Ihr wusstet schon von der Sicherheitsl¨¹cke, bevor sie gescgen wurde...", lie? Neveah ihre Worte in der Luft h?ngen. ?Solche Spektionen sind beleidigend!", zischte Lady Diandre. ?Das ist Euer Problem", antwortete Neveah schlicht. ?Begreift Ihr, dass Ihr gerade eingestanden habt, dass Lord River und der vorherige Zwergenk?nig kompromittiert wurden?! Solltet Ihr uns keine Erkl?rung schuldig sein?!" forderte ein anderer Fae-Vertreter. ?Das werde ich... gleich tun", sagte Neveah und nickte. Genau in diesem Augenblick st¨¹rmte Tara in den Audienzsaal, eine gro?e Holzkiste tragend. Aus der Kiste tropfte eine Fl¨¹ssigkeit, die jedem im Saal bekannt war, und die Fae-Vertreter keuchten auf, als Tara an der T¨¹r stehen blieb. ?Ist das nicht... Blut?!" Ein Fae-Vertreter zischte leise. Auch der Rat der Reiter war ¨¹berrascht, verbarg dies jedoch weitaus besser. ?Decaron, ich habe ein Geschenk f¨¹r unsere G?ste vorbereitet. Tu mir den Gefallen und nimm es Tara ab, damit unsere G?ste einen Blick darauf werfen k?nnen. Mein armes M?dchen zittert", sagte Neveah zu Lord Decaron und warf ihm einen Blick zu. Lord Decaron ging quer durch den Raum und nahm Tara die Kiste ab, unbeeindruckt vom Blut, das davon tropfte, trug er sie zu den Vertretern. Neveah gestikulierte leicht in Richtung der Zwerge, und Decaron streckte dem Zwergensprecher die Kiste entgegen und dr¨¹ckte sie ihm in die H?nde, bevor er sich wieder auf seinen tz setzte. ?Macht schon... ?f sie. Ich denke, es k?nnte etwas sein, das Ihr sucht", ermutigte Neveah. Die Zwerge tauschten Blicke aus, bevor einer von ihnen den Deckel der Holzkiste ?fe. Die Gesichter der Zwerge wurden kreidebleich. Die Kiste fiel dem Zwergensprecher aus den H?nden und ein abgetrennter Kopf rollte heraus, was schrille Schreie der ¨¹berraschung von den Fae-Vertretern hervorrief. Neveah beobachtete schweigend und zog l?ssig die Handschuhe aus, die ihre H?nde bedeckten, um ihre blutigen Krallen zu zeigen. Sie stieg auf das erh?hte Podium, bis sie vor dem Drachenthron stand, und die Lords Imagor und Kirgan erhoben sich und neigten ihre K?pfe zum Gru?. ?Eure Hoheit", sagten beide wie aus einem Mund. Der Rat der Reiter folgte ihrem Beispiel, w?hrend die Abgeoren nicht sicher waren, was sie mehr schockieren sollte: Neveah oder der Anblick des abgetrennten Kopfes des ehemaligen Zwergenk?nigs. ?Ihr seid k¨¹hn genug, in den Drachenkeep zu spazieren und zu fordern, dass mein Lord Drache... ersetzt wird; ich beabsichtige, weit mehr zu tun, als nur zu beleidigen", stellte Neveah r. Chapter 679: Das Pfund Fleisch (Kap.680)

Chapter 679: Das Pfund Fleisch (Kap.680)

¡¯"Was soll das bedeuten?!" forderte der Sprecher der Zwerge w¨¹tend. Obwohl er eine tapfere und w¨¹tende Fassade aufrechterhielt, bemerkte Neveah seine subtilen Versuche, seine zitternden H?nde zu verbergen. Sie konnte praktisch die Angst riechen, die er ausstrahlte. Er war entsetzt... und das zu Recht. Macht war eine erschreckende Angelegenheit, und Neveah hattenge genug beobachtet, wie Alpha-K?nig Lothaire sie aus¨¹bte, um zu verstehen, wie furchterregend sie sein konnte und wie man genau dieses Grauen hervorrief und handhabte. Es war keine Position, in der Neveah sich jemals wiederzufinden gehofft hatte, ¡¯Aber um sie zu sch¨¹tzen... und alles, was ihnen geh?rt... werde ich alles tun.¡¯ dachte Neveah, in ihrem Kopf gab es weder Zweifel noch Z?gern. Neveah wusste besser als jeder andere, wie entscheidend diese Zeit f¨¹r das Drachenreich war. In einer solchen Zeit hatten sie sich an sie gewandt, um F¨¹hrung... ein Privileg, das Neveah sich nicht als w¨¹rdig erachtete, aber es war eine Aufgabe, die sie eher verdammen w¨¹rde als zu versagen. Die Zwerge hatten ihren fr¨¹heren Herrscher l?ngst aufgegeben, seit er von den Drachen eingekerkert worden war. Neveah wusste, dass keiner der Vertreter hier war, weil sie sich tats?chlich um die Gefangenen in der Obhut der Drachen sorgten. Es war bekannt, dass niemand Menarx¡¯ Distrikt lebend verlie?, eine buchst?bliche Todeszelle, alle Gefangenen mit Verbrechen schwer genug, um von Menarx pers?nlich verurteilt zu werden, wurden letztendlich vom Vereinigten Rat zum Tode verurteilt. Es war tats?chlich eine Gnade, es gab kein Leben f¨¹r jemanden, der in Menarx¡¯ Distrikt gefoltert worden war ¨C eine solche Person konnte niemals bleiben, wie sie einst war. Trotzdem waren sie gekommen, um diese Situation auszunutzen. "Ist das nicht offensichtlich?" fragte Neveah, als sie schlie?lich auf dem Drachenthron tz nahm. Diesmal sa? Neveah richtig und nicht an der Seite, wie sie es zuvor getan hatte. Sie legte einen Arm auf die Armlehne, lehnte sich zur¨¹ck und beobachtete die Zwerge schweigend. Erst als Neveah tz nahm, setzten sich auch Imagor und Kirgan. "Ihr habt nach Eurem Verwandten gefragt, und ich habe dieser Bitte entsprochen. Ihr k?nnt jetzt mit ihm in Eure L?nder zur¨¹ckkehren..." antwortete Neveah schlicht, ihre Worte verngen, als ihr Blick auf den Sprecher der Zwerge fiel. "Wenn Ihr den Rest von ihm ben?tigt, kann auch das arrangiert werden." f¨¹gte Neveah hinzu. "Das ist ungeheuerlich! Wof¨¹r h?lt uns der Drachenhof?" Der Sprecher der Zwerge schrie auf. "Verr?ter..." antwortete Neveah mit einem einzigen Wort. "Das sind schwere Anschuldigungen!" warf ein Vertreter der Fae ein. "In der Tat. Das sind sie." Neveah stimmte zu. Daraufhin verstummten alle Vertreter, und Neveah lie? die Stille einen Momentng andauern, bevor sie fortfuhr. "Imagor, welche Strafe sieht das Drachengesetz f¨¹r Verrat vor?" fragte Neveah. "Tod." Imagor gab sofort eine Antwort. "F?ngt es jetzt an, Sinn zu machen?" fragte Neveah, ihren Blick auf den Zwergenvertreter gerichtet."Was k?nnte ein bereits inhaftierter Verbrecher tun, das als Verrat gilt?" fragte der Sprecher der Zwerge. "Nichts ... aber nach dem Drachengesetz kann Verrat durch Absicht oder durch Zugeh?rigkeit begangen werden. In diesem Fall sind die wahren Verr?ter diejenigen, die in diesem Moment vor mir stehen..." Neveah brach ab, bevor sie eine Schriftrolle herauszog und sie den Abgeoren zuwarf. Der Sprecher der Zwerge fing die Schriftrolle auf, schlug sie auf unds sie durch. Im n?chsten Moment wurden seine Augen gro?. "Das ist... das ist..." Der Zwergensprecher stotterte. "Ein detaillierter Bericht ¨¹ber alle Besuche, die du und deine Sippe im letzten Monat im Fae-Territorium gemacht haben, einschlie?lich des Besuchs, den ihr gemacht habt, bevor ihr hierher gekommen seid... und die genaue Zeit, zu der ihr im Fae-Territorium angekommen seid." sagte Neveah ausdruckslos. Lady Diandre entriss der Zwergensprecherin die Schriftrolle und ihre Augen wurden ebenfalls gro?. "Das ist deine Kopie." sagte Neveah und reichte Imagor eine weitere Schriftrolle. Imagor nahm die Schriftrolle unds den Inhalt, ein leises, w¨¹tendes Knurren grollte in seiner Kehle. Neveah wusste, dass Imagor nun die Verwechslung verstanden hatte. "Dieser Bericht besagt, dass die Vertreter der Zwerge im Fae-Territorium angekommen sind, bevor sie hierher kamen, und der Zeitpunkt ist eine Weile, bevor die Fae um die Eubnis des Portals zu Keep Skies gebeten haben." begann Imagor und reichte den Bericht an Kirgan weiter. "Dieser Zeitpunkt der Ankunft der Zwerge im Fae-Territorium scheint keinen Sinn zu ergeben. Lady Diandre hat behauptet, die Zwerge h?tten euch die Nachricht vom Durchbruch gebracht, bevor ihr um die Eubnis des Portals gebeten habt... aber die Sache ist die, dass die Zwerge in eurem Territorium ankamen, bevor der Durchbruch stattfand... und ebenso gingen sie, bevor er stattfand..." Imagor brach ab. "Wie wurden dann Informationen ¨¹ber einen Bruch weitergegeben und empfangen, der noch gar nicht stattgefunden hatte?" fragte Imagor mit einer hochgezogenen Braue. "Ich ... wir ... wir haben einen Brief durch das Portal geschickt!" verteidigte sich der zwergische Sprecher. "Vertreter der verborgenen Stadt haben das Fae-Gebiet ohne Grund besucht, sind mit leeren H?nden abgereist und haben eine Stunde sp?ter einen Brief geschickt?" fragte Kirgan. "Was f¨¹r einen Sinn ergibt das f¨¹r dich?!" zischte Conrad, "Wir waren in einer anderen Angelegenheit dort! M¨¹ssen wir dir das erkl?ren?!" vengte der Sprecher der Zwerge. "Ja, das m¨¹sst ihr." erkl?rte Neveah und erhob sich auf die Beine. "Seit der Inhaftierung des vorherigen Zwergenk?nigs und dem unerkl?rlichen Besitz der Fae-Ausr¨¹stung zur Magieextraktion ... haben die Fae vor diesem Gericht alle Verbindungen zu den Zwergen abgebrochen und geschworen, dass alle Portale gegen die verborgene Stadt versiegelt werden, bis dieses Gericht etwas anderes eubt." erinnerte Neveah, als sie die Treppe hinunterstieg. "Dies ist ein Gel¨¹bde, das Lady Diandre von den Fae pers?nlich gegen¨¹ber meinem Herrn Drachen abgelegt hat. Hier vor diesem Gericht haben Vertreter der Zwerge und der Fae soeben zugegeben, Briefe durch Portale ausgetauscht und zahlreiche Portale besucht zu haben, auch wenn das Portalverbot noch besteht... das hei?t, dass beide Vertreter wiederholt ihre geschworenen Gel¨¹bde gegen¨¹ber diesem Gericht gebrochen haben, was an sich schon ein Akt des Verrats ist..." "Die Absicht, mit der sie ihn gebrochen haben, soll ein Informationsaustausch ¨¹ber einen Bruch gewesen sein. Zahlreiche Berichte aus dem Fae-Territorium werden beweisen, dass es mehrere andere Besuche gab und diese Informationen ausgetauscht wurden, bevor der Bruch stattfand... nun, wir alle wissen, dass dieser Bruch kein gew?hnlicher Bruch war." "Es war ein Anscg auf mein Leben... was ist mein Leben vor diesem Drachengericht wert?" fragte Neveah. "Das Leben der Drachenk?nigin ist so viel wert wie das unseres Lehnsherrn!" stellte Imagor r. "Ist es dann richtig zu sagen, dass diejenigen, die hier vor uns stehen, nicht nur ihr Gel¨¹bde gegen¨¹ber diesem Hof gebrochen und sich einem direkten Befehl meines Herrn Drachen widersetzt haben, sondern auch einen Akt des Verrats begangen haben, indem sie von dem Anscg auf mein Leben wussten und es f¨¹r sich behielten?" fragte Neveah. "Diese Anschuldigungen sind zutreffend." Lord Decaron best?tigte. "Ich habe mein Pfund Fleisch genommen... Den Rest werde ich dem Drachenhof ¨¹bessen. Aber eines wei? ich: Verr?ter haben kein Recht, Forderungen an diesen Hof zu stellen oder ihn lebend zu vessen..." beendete Neveah mit leeren H?nden. Chapter 680: Bleiben (Kap.681)

Chapter 680: Bleiben (Kap.681)

Bei Neveahs Worten herrschte wieder Stille im Saal, da die Dynamik abrupt wechselte. Nicht nur, dass der Vorscg der Vertreter f¨¹r einen einheitlichen Rat ung¨¹ltig wurde, die Gewissheit, den Drachenhof lebend und unversehrt zu vessen, war ebenfalls verloren gegangen. Nach allen Drachengesetzen konnte Verrat gegen die k?nigliche Autorit?t sofort geahndet werden, sofern unwiderlegbare Beweise vogen. Die Fassung der Zwergenvertreter br?ckelte zunehmend, und Neveah beobachtete, wie sie unsicher Blicke austauschten. Ein Riss in ihrer mutigen Maske hatte sich bereits gebildet und w¨¹rde sich rasch ausbreiten, bis alles in Scherbeng. Das B¨¹ndnis zwischen den beiden Vertretern, das vor ihrer Ankunft am Drachenhof bestanden hatte, w¨¹rde zerfallen und einer w¨¹rde sich gegen den anderen wenden. Es war nur eine Frage der Zeit, wer den ersten Schritt machen w¨¹rde. Ein pochender Schmerz qu?lte weiterhin Neveahs Sch?del, er hatte sich bis jetzt nicht gelegt und Neveah vermutete stark, dass es etwas mit Demevirld zu tun hatte. Es gab keine M?glichkeit, dies zu best?tigen oder mit Sicherheit zu wissen, Demevirlds Bewusstsein wurde noch immer zwischen Neveah und Jian geteilt und er hatte noch kein Wort mit ihr gesprochen. Neveah hatte nicht auf Demevirlds Magie zur¨¹ckgegriffen, nicht einmal, als ihr Leben auf dem Spiel stand, aus Angst, es k?nnte Jian st?ren, aber jetzt machte sie sich zunehmend Sorgen. ¡¯Wir sollten uns an einen privaten Ort begeben und versuchen, Jian zu kontaktieren. Es ist schonnge genug her, er sollte inzwischen in Xenon angekommen sein.¡¯ dachte Neveahs Wolf. Schweigend stimmte Neveah zu, tauschte einen Blick mit Imagor, ihre Aufgabe hier war erledigt, und sie hatte nicht vor, l?nger zu verweilen. Sie war nur gekommen, um das Verfahren des Gerichts zugunsten des Rates auf eine Weise zu ver?ndern, wie es ihr niemand sonst m?glich machen w¨¹rde. Imagor neigte leicht den Kopf in einer subtilen Geste des Respekts und der Wertsch?tzung, und Neveah erwiderte die Geste. Damit schritt sie zur Mitte des Saals, um sich vom Hof zu verabschieden, doch genau in diesem Moment meldete sich Lady Diandre. "Diese Information ist unzuverl?ssig! Wie kann Euer Wort ausreichen, um uns des Verrats zu ¨¹berf¨¹hren?! Woher habt Ihr solche Informationen ¨¹ber unsere Aktivit?ten?!" zischte Lady Diandre. Neveah hielt inne, presste die Z?hne zusammen gegen den Schmerz in ihrem Kopf und neigte fragend den Kopf zur Seite. "Ist es nicht offensichtlich? Ich habe Spione in Eurem Hof eingesetzt." gab Neveah ohne Z?gern zu. "Du gibst offen zu, dass du den Hof der Fae infiltriert hast?! Das verst??t gegen die Allianz!" rief ein Fae-Vertreter entr¨¹stet. "Wie haben die Fae dann von dem Bruch erfahren?" entgee Neveah auf die Frage. "Wenn nicht auch ihr Augen habt... ist es dann so, dass nur Ihr unbedingt skrupellos sein d¨¹rft?" fragte Neveah unger¨¹hrt. "Lord Imagor, das entspricht nicht der drachischen Art!" rief Lady Diandre aus. Neveah huschte ein leichtes L?cheln ¨¹ber das Gesicht, als sie sah, wie die Fae vor Wut kochten. "Nein, das ist es nicht... das ist meine Art." erwiderte Neveah anstelle von Imagor."Die Fae fordern nach wie vor einen einheitlichen Rat! Lord River war ein edler Fae, sein Tod darf nicht einfach ignoriert werden!", bestand Lady Diandre. Neveah zuckte nur l?ssig mit den Schultern, als Zeichen, dass sie nichts dagegen einzuwenden hatte. "Gut, es wird einen Rat geben und ihr d¨¹rft Drachenfestung nicht vessen, bis dieser Rat abgehalten wurde... Die Allianz zwischen den Fae und den Drachen steht ohnehin vor dem Aus. Wir k?nnten genauso gut alles zum Einsturz bringen." Imagor ?u?erte sich schlicht. "Macht euch darauf gefasst, f¨¹r eure Verwicklung in das gente Attentat auf Ihre Gnaden vor Gericht zu stehen." f¨¹gte Kirgan hinzu. "Ich... wir ben?tigen keinen einheitlichen Rat. Die Informationen wurden uns von Lady Diandre zugespielt, wir haben keine Ahnung, wie sie von der Spaltung erfahren hat. Wir sind bereit, vor dem einheitlichen Rat gegen die Fae auszusagen." Der Sprecher der Zwerge grenzte seine Rasse schnell aus. Lady Diandre warf den Zwergen einen ungl?ubigen Blick zu, da sie binnen eines Augenblicks ihre Haltung ?nderten. "Es gibt Beweise und nun eine Zeugenaussage. Es sieht so aus, als w?ret ihr nun auf euch gestellt." murmelte Neveah. Neveah setzte ihren Weg zur T¨¹r fort, hielt dann jedoch inne, als sie sich an Jians Worte erinnerte. ¡¯Die Zeit der K?mpfe wird kommen¡¯, sagte er. Neveah verstand die Bedeutung von Jians Worten: Sie sollte Zeit schinden, bis er zur¨¹ckkehrte. Zweifellos hatte er seine Gr¨¹nde daf¨¹r, und Neveah wusste besser als jeder andere, dass Jian schon seit Langem vorhatte, die Fae zu unterwerfen. Die Fae in die Enge zu treiben war notwendig, um ihnen aufzuzeigen, dass auch in Jians Abwesenheit der Drachenhof nicht untersch?tzt werden durfte, doch Neveah war sich bewusst, dass, wenn sie Lady Diandre keinen Ausweg lie? und sie wegen Hochverrats verurteilen w¨¹rde, dies den Fae die Rechtfertigung liefern w¨¹rde, die sie ben?tigten, um Krieg zu f¨¹hren. ¡¯Ahnte Jian bereits, dass ich die Entscheidung vor seiner R¨¹ckkehr treffen m¨¹sste?¡¯ fragte sich Neveah. ¡¯Macht bedeutet auch zu wissen, wann man innehalten muss... wann man warten und wann man seine Zeit abwarten muss. Und da sind auch noch Menarx... und Adrienne... auch die beiden werden diese Zeit ben?tigen...¡¯ dachte Neveah bei sich. "Mir wurde kein Leid zugef¨¹gt und Menarx¡¯ Distrikt hat keine daraus resultierenden Sch?den erlitten. Daher bin ich bereit, ¨¹ber diese Angelegenheit hinwegzusehen. Im Gegenzug werden die Fae ihren Vorrat an Kanalisierungsjuwelen freigeben, den sie in den Wei?en D¨¹nen gehortet haben, und alle Truppen abziehen, die die Handelswege zwischen den Mer-Meeren und dem Drachengebiet blockieren." "Wenn Lady Diandre den Befehl erteilt, gebt Ihr mir Euer Wort, dass Ihr Keep Skies lebend vessen und zu Eurem Volk zur¨¹ckkehren d¨¹rft. Doch Ihr m¨¹sst mir Eure Entscheidung jetzt, in diesem Moment, mitteilen." unterbrach Neveah und sorgte mit ihrem Handel erneut f¨¹r Stille im Saal. "Lassen wir sie einfach so gehen?!" rief Conrad ungl?ubig aus. Neveah warf ihm einen vielsagenden Blick zu und Conrad verstummte. "In Ordnung!" zischte Lady Diandre nach einem Moment des Nachdenkens. Sie hatte ebenfalls erkannt, dass sie keinen anderen Ausweg mehr hatte. "In Ordnung? Ich erinnere mich nicht, dass ich Euch um etwas gebeten h?tte, Diandre." sagte Neveah, ohne sich dem Saal zuzuwenden. "Ich meine... ich werde Euch folgen... Eure Gnaden." korrigierte Lady Diandre ihre Worte. Chapter 681: Leben vernachl?ssigen (Kap.682)

Chapter 681: Leben vernachl?ssigen (Kap.682)

"Wie wurde sie bezeic? Was war es?" fragte eine geisterhafte Stimme besorgt. "Blutmagie ... so nannte sie der dunkle Herrscher. Aber leider, die Kunst ist l?ngst verloren, zusammen mit dem Blut eines Dutzends Drachen, die verwendet wurden, um sie zu erschaffen. Es ist wirklich schade ... sie war ebenso erhaben wie die Nekromantie", gte eine zweite spektrale Stimme. "Ich w?re mir da nicht so sicher. Blutmagie ist nur eine unter vielen verlorenen dunklen K¨¹nsten", behauptete die dritte Stimme. Und dann, wie es immer wieder geschah, brach das Gezanke aus und w¨¹rde noch eine ganze Weile andauern. Xenon runzelte die Stirn, ballte die F?uste und entspannte sie wieder, w?hrend er rastlos durch den Raum ging. Er hatte das schon eine Weile getan, war aber immer noch nicht in der Lage, seine Gedanken zu ordnen. Es waren Tage vergangen, zu viele Tage, und die Stimmen in seinem Kopf hatten in keiner Weise nachgssen. Sie schienen nuruter und beharrlicher zu werden. Anfangs konnte Xenon sie problemlos ignorieren, aber jeder hat seine Grenzen der Bstung. Es war schwierig, bei all dem Gerede um ihn herum r zu denken, und es f¨¹hlte sichngsam so an, als ob sein Geist nicht mehr nur ihm alleine geh?rte, sondern nun mit drei anderen geteilt wurde. Kaum machte Xenon einen Schritt au?erhalb seines Zimmers, h?rte er sie, selbst innerhalb der Mauern seines Zimmers waren sie nochut und deutlich zu vernehmen. Und wie sie redeten! Unaufh?rlich, unerm¨¹dlich, hatten sie so viel zu besprechen. Irgendwann wechselte ihr Gepper von ?ngstlich zu dringlich und nun erz?hlten sie Xenon Geschichten, die er nicht wissen sollte und auch nicht wissen wollte, nur weil sie wussten, dass Xenon nicht anders konnte, als zuzuh?ren. Wie viele Geschichten ¨¹ber das dunkle Imperium hatte er nun schon unfreiwillig vernommen? Von den vielen Grausamkeiten, die innerhalb dieser Hallen begangen wurden? Von der Entstehung unermesslich dunkler K¨¹nste? Die Geschichten wurden so lebendig erz?hlt, dass sich die Bilder und Szenen in Xenons Gedanken festsetzten und so sehr er sich auch bem¨¹hte, er konnte sie nicht verhindern noch entfernen, wenn sie sich einmal gebildet hatten. Es hinterlie? einen bitteren Nachgeschmack auf Xenons Zunge und ein tiefes Abscheu-Gef¨¹hl in seinem Herzen, so stark, dass Xenon alles daf¨¹r geben w¨¹rde, in die Vergangenheit zur¨¹ckzukehren und den dunklen Herrscher mit eigenen H?nden zu vernichten. Nicht, dass Xenon nicht wusste, was f¨¹r ein Ort der Schattenturm gewesen war, doch hatte er nie das Pech gehabt, sich in den Tagen seiner Jugend, im Zeitalter des dunklen Reiches, in diesen Hallen wiederzufinden. Stattdessen war Xenon seinen eigenen Problemen gegen¨¹bergestellt worden... Xenon sch¨¹ttelte schnell den Kopf und unterband die aufkommenden Erinnerungen an seine Vergangenheit. Und da war noch Verothrax. Er hatte Xenon im Auge behalten, seit er ihn in den verschlossenen Hallen aufgefunden hatte. Xenon w¨¹nschte sich mehr als nur, dass Verothrax auf ihn aufpasste ¨C er w¨¹nschte, Verothrax w¨¹rde einfach gesunden. Verothrax¡¯ Genesung verlief so qu?lendngsam, dass es frustrierend war. W?hrenddessen wusste Xenon aus irgendeinem Grund, dass seine eigene Heilf?higkeit schneller geworden war, und er kannte diesen Grund. Verothrax¡¯ Magie war schlimmer, instabil und reagierte bei jeder Anwendung. In diesem Zustand w¨¹rde er die Dinge nur verschlimmern, wenn Xenon mit ihm zur¨¹ckkehren sollte. Doch warum war Xenon gerade jetzt so unruhig, obwohl er das schon eine Weile ertragen musste? Weil er endlich genug geheilt war, um die Drachengestalt anzunehmen.Xenon konnte sp¨¹ren, dass seine Kraft nahezu vollst?ndig zur¨¹ckgekehrt war. Er konnte ¨¹ber die Wolken gleiten, wenn auch nur kurz, und das Gel?nde um den Schattenturm erkunden, vielleicht sogar weiterfliegen, weit genug, um zu verstehen, was genau in der D¨¹nenstadt passiert war. Doch es gab ein kleines Problem. "Ida hat gesagt, dass dies h?ufig vorkommt. Oft geht die Sonne tagng nicht auf, das haben wir selbst schon erlebt", machte Verothrax Xenon aufmerksam, der ihn von der T¨¹r aus beobachtete. Verothrax war vor kurzem angekommen, und obwohl Xenon seine Anwesenheit gef¨¹hlt hatte, beachtete er ihn nicht, bis Verothrax ihn ansprach. "Die Nacht hat dieses Mal viel l?nger angehalten als zuvor. Mindestens f¨¹nf Tage, h?chstens... ich m?chte gar nicht dar¨¹ber nachdenken. Findest du es nicht auch ?rgerlich? Snge die Sonne sich verbirgt, kann ich nicht fliehen, wenn die Schattenbestien herumstreifen", antwortete Xenon geistesabwesend. "Dann warten wir eben," sagte Verothrax schlicht. Xenon warf Verothrax einen ver?chtlichen Blick zu, unf?hig zu verstehen, wie sein Verwandter sich in einem so fremdartigen und beunruhigenden Ort mit einer noch beunruhigenderen Geschichte so wohl und gssen f¨¹hlen konnte. ¡¯Er h?rt die Stimmen nicht...¡¯, erinnerte sich Xenon und zuckte zusammen, als er versuchte, das Gemurmel im Hintergrund zu ignorieren und sich auf seine Wirklichkeit zu konzentrieren. Die drei gespenstischen Stimmen erz?hlten schon eine Weile eine Geschichte, die Xenon lieber ignorierte. "Warten... das ist alles, was wir tun. Warten und warten, wienge noch? Wie viel l?nger? Dieses Schweigen ist unertr?glich!" zischte Xenon, obwohl seine derzeitige Lage alles andere als still bezeic werden konnte. "Was w¨¹rdest du sonst tun? Dich einer Armee von Schattenbestien entgegenstellen? Und zu wessen Wohl? Sie, zu der du zur¨¹ckkehren willst, h?tte dich lieber lebend und heil zur¨¹ck...", erinnerte Verothrax, ungew?hnlicherweise die Stimme der Vernunft, wo er doch sonst alles andere als das war. Xenon wollte gerade antworten, wurde jedoch durch dasute Scheppern von Metall auf dem Boden unterbrochen. Er warf einen Blick zur T¨¹r und war nicht ¨¹berrascht, Ida dort stehen zu sehen; sie hielt ein Tablett. Der Krug Wasser, den sie gehalten hatte,g nun auf dem Boden, sein Inhalt versch¨¹ttet. "Ich habe sie gebeten, dir das Essen zu bringen... das Mittag-, das Abendessen, was auch immer es sein soll. Aber wie es scheint, hat dein Anblick das arme M?dchen erschreckt", kommentierte Verothrax. Xenon fauchte leise, beunruhigt von der Anwesenheit der fremden Frau, doch aus welchem Grund auch immer, schien Verothrax sie ins Herz geschlossen zu haben. "Ich brauche kein Essen!" knurrte Xenon barsch und wandte sich ab, w?hrend er weiter in seinem Zimmer auf und ab lief. "Beachte ihn nicht... er ist besorgt um seine teure Frau. Eine Frau, die f¨¹r Xenon die Sonne und Sterne und alles Sch?ne bedeutet. So kostbar ist sie ihm, dass er sein eigenes Leben vernachl?ssigen w¨¹rde", sagte Verothrax zu Ida und sch¨¹ttelte den Kopf. "Veah ist mein Leben! Verwechsle das nicht." stellte Xenon r. Mit diesen Worten st¨¹rmte er aus seinen Gem?chern und lie? einen mitleidigen Verothrax und eine Ida zur¨¹ck, deren Augen nun ein komplizierter Ausdruck zierte... ein Ausdruck, der verd?chtig nach Zorn Chapter 682: Die letzte Erz?hlung (Kap.683)

Chapter 682: Die letzte Erz?hlung (Kap.683)

Xenon war noch nicht weit den Gang hinuntergegangen, als er innehielt und feststellte, dass er nicht einmal sicher war, wohin er ging, denn er hatte kein bestimmtes Ziel im Sinn. Es gab auch keine anderen m?glichen Ziele; jenseits dieses Gangesuerte die Au?enwelt voller Schattenbestien und der Rest des Schattenturms bestand genau aus diesen versiegelten G?ngen. Xenon fuhr sich mit der Hand durch die Haare, gefolgt von einem leisen Zischen aus Frustration. Nat¨¹rlich verfolgten ihn die Stimmen auch jetzt noch, sie klebten ihm an den Fersen, und es gab keinen Moment, in dem sie ihn nicht bedr?ngten, keinen einzigen Moment der Ruhe. Es war ein Kampf, sich nicht hinzugeben und ihnen genau das zu geben, was Xenon wusste, dass sie wollten. Seit dem Tag, an dem er kurzzeitig den Verstand verloren und fast einen der versiegelten G?nge eingebrochen war, zu dem ihn die geisterhaften Stimmen st?ndig lockten, hatte Xenon kein Wort mehr gesprochen, das diese Stimmen best?tigte. Und Xenon wusste, dass sie nicht verschwinden w¨¹rden, wenn er sie anerkannte; sie w¨¹rden nur noch eifriger werden, was auch immer ihre wahren Absichten waren. Xenon unterdr¨¹ckte seine Wut mit M¨¹he und versuchte seinen Geist zu beruhigen, und gerade als seine Gedanken zur Ruhe kamen, hallte eine vertraute tiefe Stimme in seinem Kopf wider. "Xenon." Jians Stimme war ruhig, aber distanziert, und doch gab es keinen Zweifel in Xenons Kopf, dass es tats?chlich Jian war. Xenons Augen weiteten sich, er brachte seine Gedanken sofort zum Stillstand, schloss die Augen und blendete die Ger?usche um sich herum aus, damit Jians Worte ihn leichter erreichen konnten. "Jian? Ich bin bei dir." best?tigte Xenon durch ihre gemeinsamen Gedanken. Es dauerte einen Moment, bis Jians Stimme wieder in seinen Gedanken erng. "Xenon ... wo zum Sch?pfer bist du?!" forderte Jian k¨¹hl. Trotz des k¨¹hlen Tones konnte Xenon die Besorgnis h?ren, die in Jians Worten mitschwang, und er merkte bereits, dass dies nicht Jians erster Versuch war, ihn zu erreichen. "Ich ... bin mir nicht sicher, wie ich es erkl?ren soll. Schattenturm." Xenon erz?hlte Jian, wo er sich befand. "Schattenturm... Das erkl?rt die Schutzzauber. Letztendlichgen wir richtig." Jians entfernte Stimme kam wieder. Ihre mentale Verbindung war instabil, Xenon konnte es sp¨¹ren, die Kommunikation w¨¹rde nicht mehrnge halten, bevor sie gest?rt wurde. Wie Jian ihn ¨¹berhaupt erreichen konnte, trotz der Schutzzauber um den Schattenturm, war Xenon immer noch ein R?tsel. "Jian ... was genau geht vor sich? Und Veah? Sie ist unversehrt!" Xenon erkundigte sich sofort nach den wichtigen Angelegenheiten. "Xenon, meine R¨¹ckkehr verz?gert sich auf unbestimmte Zeit. Die Umst?nde sind nicht leicht zu erkl?ren, aber du musst unverz¨¹glich nach Keep Skies zur¨¹ckkehren. Neveah wird dich in dieser Zeit brauchen ... und der Schattenturm ist kein Ort f¨¹r dich." Jians Worte waren distanzierter geworden. "Die N?chte im Schattenturm sind l?nger als die Tage. Ich habe noch keinen Ausweg gefunden." Xenon dachte an Jian. "Finde einen." Jians letzter Befehl war eindeutig und lie? keinen Raum f¨¹r Diskussionen. Als Jians Anwesenheit aus Xenons Gedanken verschwand, sch¨¹rzte Xenon leicht die Lippen, sein Herz krampfte sich vor Sorge zusammen.Jian hatte sich zwar nicht ge?u?ert, aber schon jetzt konnte Xenon erkennen, dass die Situation in der Festung w?hrend Jians Abwesenheit alles andere als stabil sein w¨¹rde. Das w¨¹rde sich unmittelbar auf Neveah auswirken, die nun Jians Reiterin war. Der Gedanke, dass sie in einer solchen Zeit ganz alleine war, bereitete Xenon gro?e Sorgen. "Schuppen!" rief Xenon frustriert. "K?nntest du vielleicht Hilfe gebrauchen, Feuerdrache?" fragte die erste gespenstische Stimme eifrig. Erst dann wandte Xenon wieder seine Aufmerksamkeit den Stimmen zu, die er beiseitegeschoben hatte. "Einen Weg an den W?chtern vorbei? Vielleicht ein Portal?", warf eine andere Stimme ein, deren Ton vor Erwartung triefte. "Wir k?nnen viel f¨¹r dich tun, Feuerdrache." Die Worte schwebten in der Luft, schwer von Versprechungen und Mysterien. "Viele, viele Dinge", bekr?ftigte eine dritte Stimme, die leise hallte, als w¨¹rde sie von einer sanften Brise getragen. Xenon murmelte unter seinem Atem. Der Name Feuerdrache hatte ihm schon immer missfallen; es war kein Wort, das man f¨¹r Drachen benutzte, nicht seit dem Aufstand. Doch diese M?chte, was auch immer sie sein mochten, waren uralt und dunkel - es war zu erwarten, dass sie immer noch die Bezeichnungen des Dunklen Reichs benutzten. "Wienge ubst du, kannst du unsere Anwesenheit ignorieren, Feuerdrache?" fl¨¹sterte eines der Gespenster und seine Stimme hallte durch die hohlen G?nge. "Bis du dich entscheidest zu gehen? Hast du dich nicht gefragt, warum die Morgend?mmerung noch nicht ¨¹ber dieses vessene Reich hereingebrochen ist? Diese Stille hat schon viel zunge angehalten, Feuerdrache. Willst du den F?ngen des Schattenturms entfliehen, musst du dich der heranr¨¹ckenden Dunkelheit stellen ... oder dich damit abfinden, f¨¹r alle Ewigkeit hier zu bleiben", sagte ein anderes Gespenst, dessen Worte von schauriger Endg¨¹ltigkeit durchdrungen waren. Xenons Brauen zogen sich leicht zusammen bei ihren eindringlichen Erkl?rungen, doch er schwieg, w?hrend er den schattigen Gang enngging. "Vielleicht fragst du dich, warum du unsere Hilfe annehmen solltest?" fragte eine Stimme. "Man hat euch mit unz?hligen Legenden gef¨¹ttert, und dennoch hat keine die wahre Geschichte enth¨¹llt. Aber jetzt ist die Stunde gekommen, die Stunde f¨¹r die wahrhaftigste Geschichte, die wir haben ... unsere letzte Geschichte", f¨¹gte eine andere Stimme hinzu. "Der genaue Moment, in der Tat! Der Moment der Offenbarung", mischte sich eine dritte Stimme ein, die in unheimlicher Harmonie schallte und einem Schauer ¨¹ber den R¨¹cken jagte. "Wir sind einst einer anderen Seele bege, die der deinen ?hnlich ist", sagte ein Gespenst feierlich. "Einst, in einem l?ngst vergessenen Zeitalter ... weit jenseits der Reichweite deiner schattenhaften Schwingen", best?tigte ein anderes. "Obsidianschuppen, so dunkel wie der Abgrund selbst ...", schloss die dritte Stimme, deren Fl¨¹stern unheilvoll in der Stille verweilte. Xenon fror ein und hielt in seiner Bewegung inne. Sein Geist wirbelte, alle seine Gedanken kamen abrupt zum Stillstand. "Denkst du nicht ¨¹ber die Schatten deines Daseins nach, du einsamer Feuerdrache mit obsidianschwarzen Schuppen? Hast du es nie gewagt, die Abstammung in Frage zu stellen, die dich bindet? Nur wenige kennen die uralte Geschichte ... aber wir haben in den Nebelschwaden der Zeit verweilt und uns danach gesehnt, einem Wesen wie dir diese Wahrheit zu offenbaren." "Bevor deine mme entz¨¹ndet wurde, gab es eine andere ... die einzigartige Feuerdrache, geschm¨¹ckt mit Schuppen, umfangen von Dunkelheit. Ein Wesen, eingefangen durch einen Fluch, dazu verdammt, in ewiger Einsamkeit zu wandern ..." "Das letzte ¨¹berbleibsel ihres Geschlechts ... f¨¹r immer verloren im Echo der Zeit, eine Drachendame mit schwarzen Schuppen ..." Chapter 683: In der Lage zu erfüllen (Kap. 684)

Chapter 683: In der Lage zu erf¨¹llen (Kap. 684)

Sagtest du gerade ... ein Drache mit schwarzen Schuppen? So wie ich?" fragte Xenon. Seine Stimme war kaumuter als ein Fl¨¹stern, von Zweifel durchdrungen und von Vorsicht umgeben. Wie viel Wahrheit vertragen diese dunklen M?chte? fragte sich Xenon. Es war ein Gedanke, den er nicht ignorieren konnte. So impulsiv er auch manchmal handeln mochte, Xenon war bewusst, dass nun Vorsicht geboten war. Er hatte sie soweit wie m?glich ausge¨¹bt, bisher die Stimmen ignoriert, denn er wusste, dass es keinen gef?hrlicheren Ort in der Festung gab, als den Turm, in dem er sich befand. Es war nicht der Turm selbst, der gef?hrlich war, sondern die dunklen K¨¹nste, die er scheinbar immer repr?sentiert hatte, und die Gefahren, die diese sowohl im Kampf als auch f¨¹r den Geist ihrer Opfer darstellten. Hatte Xenon nicht bereits die eisige Ummmerung dunkler Magie an seinem eigenen Verstand gesp¨¹rt? Hatte er nicht schon einmal den schrecklichen Fehler gemacht, seine Wachsamkeit zu vernachl?ssigen? Lebte er nicht seitdem mit dieser allumfassenden Schuld? "Es ist weit und breit in der Festung bekannt, dass du, Feuerdrache, der einzige schwarze Drache bist. Das ist eine Tatsache ... aber hast du wirklich geubt, du w?rst nicht nur der einzige deiner Art, sondern auch der Erste?" fragte die erste Spektralstimme, Am¨¹sement in ihrem Unterton. "Ein solcher Hochmut, selbst in Unwissenheit, ist der Fehler der Feuerdrachen. Das begrenzte Vertrauen in das eigene Wissen... einnges Leben, aber wieng genau? Wie viele Fehler hat auch du, Feuerdrache, schon gemacht? Misstrauen gelegt? Wie k?nnte eine einzige Art allwissend sein?" sagte die zweite Spektralstimme in einem leisen, h?hnischen Ton. Sie ngen jetzt anders als in den letzten Tagen ¨C weiser und nicht wie die st?ndig streitenden Stimmen zuvor. Sie wirkten, als w¨¹ssten sie alles, was Xenon seit seinem ersten Atemzug erlebt hatte, sogar den schrecklichen Fehler, den er begangen hatte. Xenon wurde r, dass er diese gespenstischen Stimmen untersch?tzt hatte. Jetzt verstand er, warum die Sonne noch nicht ¨¹ber den dunklen L?ndern aufgegangen war. Es gab eine Kraft in diesem Turm, welche so m?chtig war, dass sie kaum eingeschlossen werden konnte, und sie hatte sich an Xenon gebunden. Aber warum? Was konnte er f¨¹r sie tun? "Was soll das? Ein Spiel?" fragte sich Xenon und ballte die H?nde zu F?usten. "Wir werden euch von unserer letzten Geschichte erz?hlen..." fl¨¹sterte eine der Spektralstimmen. "Wir werden es sogar noch besser machen, wir werden es euch zeigen..." f¨¹gte eine zweite hinzu. "Aber nicht ohne Preis." stellte die dritte r. Xenon hatte den Handel erwartet, noch bevor er ausgesprochen wurde. "Wir wissen vielleicht nicht alles, aber zumindest wissen wir, wie man Herrschaft ergreift und sie beh?lt. Lasst euch nicht t?uschen, dass ich von der Neugier auf die Vergangenheit gefangen werde. Ich werde den Gang, den ihr wollt, nicht ?ffnen und euch auch nicht fressen... was auch immer ihr seid", erkl?rte Xenon mit dunkler Stimme. "K?nnt ihr wirklich von unserer letzten Geschichte assen? Ohne Reue?" fragte die dritte Spektralstimme herausfordernd."Ich habenge genug ohne Wissen gelebt; ich kann so weitermachen", murmelte Xenon. "Doch, Feuerdrache, du wirst noch Jahrhunderte l?nger leben. Du wirst gro?e Verluste und gro?e Liebe erfahren, in hten ziehen und Kriege gewinnen. An deine Ehre und deinen Namen wird man sich nochnge nach deinem Tod erinnern. Aber wenn du jetzt gehst, wirst du diese Wahrheit nie erfahren", entgee die zweite gespenstische Stimme direkt. "W¨¹rde das Wissen darum den Lauf meines Lebens ?ndern? Meinen Weg beeinflussen?", fragte Xenon. "Ob es alles ?ndert oder nichts, das musst du selbst entscheiden. Doch es k?nnte Antworten auf deine Fragen geben und vielleicht noch mehr", f¨¹gte die erste Stimme hinzu. "Ich war ein Drachenschl¨¹pfling, gefunden ohne bekannte Herkunft, aufgezogen vom einem der edelsten Drachenns. Ich erlernte die Kunst des Kampfes in einer Zeit, in der mein Volk Kampff¨¹rsten brauchte ¨C ich wurde einer der Besten", begann Xenon mit abwesendem Ton. "Ich k?mpfte an der Seite meiner Verwandten als Gleichgestellter, meine Heldentaten begannen bereits w?hrend des Aufstands, als ich noch ein junges Wesen war. Nie wurde ich wegen meiner Jugend hinterfragt oder wegen meiner Herkunft missachtet. Ich w?hlte meinen Weg, schwor dem Thron Treue und wurde f¨¹r meine Dienste geehrt..." "Ich errang mir einen Namen, einen Titel und eine Bruderschaft, die ich am meisten sch?tze, und erreichte die h?chste Position der Hierarchie ¨C den vertrauensw¨¹rdigsten meines Lehnsherren. Meine Pflegefamilie hat die Tage der Freiheit vielleicht nicht mehr erlebt, doch ihre Ehre trage ich auf meinen Schultern", machte Xenon eine kurze Pause, Schmerz in seinen Augen. "Es gibt niemanden in der Festung, der nicht vom Schwarzen Unhold wei?, aber kaum jemand erinnert sich daran, dass ich ein Drache ohne Herkunft bin." "Ich habe ein ehrenwertes Leben gelebt, der Himmel kennt den Geschmack meiner Schuppen und meines Blutes. Jahrhundertng habe ich f¨¹r das Wohl meines Volkes gek?mpft, ¨¹ber den eigenen Erinnerungen hinaus. Jetzt sind meine Br¨¹der und meine geliebte Gef?hrtin mein einziger Zweck, mein ube, meine Zukunft und mein ganzes Leben... ja, ich habe Reue, Wunden, die vielleicht nie heilen, und viele Fehler gemacht, aber ich habe keine Fragen." Xenon beendete seinen Monolog ausdruckslos. "Gesprochen wie ein wahrer htenf¨¹rst, Lord Xenon der Onyxschuppen... Ihr kennt noch immer nicht unsere Gegenleistung", erinnerte die dritte Stimme. "Was sonst, au?er befreit zu werden?", fragte Xenon. "Freiheit ist nur ein fl¨¹chtiger Traum. Unser Wunsch ist es, dich zu begleiten, Feuerdrache", erkl?rte die erste Stimme. "Snge du lebst..." Alle drei Stimmen wiederholten diese Worte. Xenons Stirn legte sich in Falten, denn wenn es eine Sache gab, die er wusste, dann war es, dass die Festung weder einen weiteren Drachen wie Verothrax, der von dunkler Magie ber¨¹hrt worden war, noch ein weiteres Wesen wie Demevirld, eine abtr¨¹nnige magische Waffe, ben?tigte. "Das ist ein Wunsch, den ich nicht erf¨¹llen kann und will", stellte Xenon r. "Ob ihr in der Lage seid, diesen Wunsch zu erf¨¹llen, k?nnt ihr entscheiden, wenn ihr wisst... was wir sind", bot die zweite spektrale Stimme an. Chapter 684: Vorahnung (Kap.685)

Chapter 684: Vorahnung (Kap.685)

Die m?chtigen Ketten, die den Flur versiegelten, fielen mit einem klirrenden Ger?usch zu Boden und hallten durch den Turm. Wie weit das Echo tragen w¨¹rde, wusste Xenon nicht, und es interessierte ihn auch nicht. Xenon zog seine Hand zur¨¹ck und lie? die mmen, die durch das Siegel geschmolzen waren, verschwinden. Seine H?nde ballten sich an seinen Seiten zu F?usten, w?hrend er sein Handeln noch einmal ¨¹berdachte. Doch ein R¨¹ckzug war nicht mehr m?glich, der Flur war ge?f. Darin w¨¹rde er entweder den Weg nach Hause finden oder... etwas Schreckliches. Xenon schritt in den dunklen Flur. Seine Augen kneiften sich zusammen, um sich an die Dunkelheit zu gew?hnen, aber das war nicht n?tig. Im n?chsten Moment ckerten auf beiden Seiten der W?nde Fackeln auf, genau da, wo Xenon stand. Xenon warf einen Blick darauf; in den Fackeln waren dieselben rot leuchtenden Edelsteine eingefasst, die schon songe einen Teil des Turms erleuchtet hatten. Je weiter Xenon vordrang, desto mehr Fackeln entz¨¹ndeten sich, bis er den Flur vessen hatte und in eine gro?e, zentrale Halle trat, die fast so gro? wie die Audienzhalle in der Drachenfestung war. Es gab Anblicke, die das Herz mit au?ergew?hnlicher Begeisterung erf¨¹llten, einer seltenen Erregung, die das Herz schneller scgen lie? und einem den Atem raubte. Es war dieses vertraute und gesch?tzte Gef¨¹hl, das Xenons Herz erfasste, jedes Mal, wenn er auch nur einen kurzen Blick auf Neveahs seltenes L?cheln erhaschte. Nicht das zynische oder freudlose L?cheln, das man ?fter bei Neveah sah, sondern ein echtes, aufrichtiges L?cheln, bei dem ihre Augen vor Aufregung strahlten. Es war ironisch, dass Xenon in diesem Augenblick an ein so sch?nes Gef¨¹hl zur¨¹ckdachte und wie gro? der Kontrast zu seinen aktuellen Gef¨¹hlen war. So wie es unvergessliche, angenehme Anblicke gab, so gab es auch Anblicke, die ein bitteres Gef¨¹hl in der Magengegend und ein tiefes Gef¨¹hl der Verzweiflung hinterlie?en, und gerade einen solchen Anblick hatte Xenon jetzt vor Augen. Was mochte wohl jenseits der versiegelten G?nge des Schattenturms liegen, k?nnte man sich fragen? Zu viele Schrecken, die man besser vergessen sollte... In diesem Moment wurde Xenon r, warum es besser war, diese G?nge versiegelt zussen, damit sie nie das Tageslicht erblickten. Die Luft war erf¨¹llt von einer dr¨¹ckenden Stille, nur unterbrochen vom fernen Echo tropfenden Wassers. Die Halle war nur schwach von ckernden Fackeln beleuchtet, die gespenstische Schatten auf die Steinw?nde warfen, und die W?nde selbst verstr?mten eine Aura der Unheilvorhersage. Die W?nde waren geschm¨¹ckt mit komplizierten Schnitzereien, die Szenen darstellten... entsetzliche Szenen des Gemetzels unz?hliger Drachen, so detailgetreu, dass ihre seelenlosen in Stein gemei?elten Augen so real wirkten, als w¨¹rden sie Xenon anstarren. Xenon f¨¹hlte sich ¨¹bel, doch er verdr?ngte das Gef¨¹hl rasch, denn er kannte die Schrecken dieser dunklen Zeit und hatte sie selbst erlebt. Doch sie nach so vielen Jahrhunderten stolz zur Schau gestellt an den W?nden zu sehen, war ein Anblick, der Xenon seltenes Entsetzen einfl??te. Es gab zahllose solche Szenen, die jeden Zentimeter jeder Wand bedeckten. Szenen von Drachen, die von Schattenbestien aus dem Himmel gezogen wurden, Szenen von Drachen, die f¨¹r den Sport und zur Belustigung der dunklen Zauberer gegeneinander k?mpften.Szenen von Drachen, die unter dem Einsturz von Minen zerquetscht wurden, Szenen von Drachen, die ihr eigenes Leben beendeten... die Liste war endlos. Xenons geballte F?uste spannten sich an, seine Krallen bohrten sich in die Haut seiner Handfl?che. Als sein Blick von einer Szene zur n?chsten wanderte, war jede noch schlimmer als die vorherige. "Das ist..." Xenon brach ab, unf?hig, seine eigenen Worte zu vollenden. "Die Seelenhalle des Schattenturms," sagte eine der Geisterstimmen zu ihm, ein mncholischer Unterton begleitete die Worte. "Seelenhalle..." fl¨¹sterte Xenon leise, sein Blick schweifte noch immer in der gro?en Halle umher. Xenon hatte Ger¨¹chte dar¨¹ber geh?rt, in einer Zeit, die songe zur¨¹cg, dass man seinen Erinnerungen nicht trauen konnte, aber nach dem Wenigen, an das Xenon sich erinnerte, war genau diese Halle daf¨¹r bekannt, zu den schrecklichsten Taten des dunklen Reiches zu z?hlen. "Die Seelenhalle... es hie?, sie sei ein Ort, an dem die Seelen von Tausenden vom Nekromanten des dunklen Lords versiegelt wurden, um seinen Opfern die wahre Erleichterung des Todes zu nehmen." Xenon brach ab. "Dein Wissen ¨¹ber den Schattenturm ist genau," stimmte die zweite Geisterstimme zu. Xenons Blick blieb schlie?lich auf einem gro?en Altar h?ngen, der im Zentrum aller schrecklichen Anblicke stand und in unz?hlige S?ulen unterteilt war. Auf jeder S?ule befand sich eine kleine verschlossene Truhe. Doch Xenon konnte die intensive Aura der Vorahnung, die er versp¨¹rte, genau zu diesem Punkt zur¨¹ckverfolgen. Xenon ging zum Altar, ergriff die n?chstgelegene Truhe, ?fe sie und seine Stirn runzelte sich leicht, als er darin ein abgerissenes St¨¹ck eines Spektralfl¨¹gels fand. "Das..." begann Xenon erneut, noch immer unf?hig, die Worte vollst?ndig auszusprechen. "Um die Seele der Toten unter den Lebenden zu versiegeln, ben?tigt man ein St¨¹ck von ihnen, das ihre Lebensessenz enth?lt... f¨¹r die Fae w¨¹rde ein St¨¹ck ihres Fl¨¹gels ausreichen," best?tigte die erste Geisterstimme Xenons Verdacht. Xenon griff nach der n?chsten Truhe, hielt aber auf halbem Weg inne, da seine Augen nun auf eine ganz andere Truhe gerichtet waren. Stattdessen griff Xenon nach der Truhe, die ihm ins Auge gefallen war. Sie stand viel h?her auf den S?ulen als die erste und so musste Xenon die kurzen Stufen an den Seiten hinaufklettern. Die Truhe war bald in Reichweite, und Xenon hob den Deckel an. Seine Augen wurden gro?, als er sah, was darin enthalten war. Es war eine Kugel, eine sehr vertraute Kugel... es war ein Edelstein, veredelt und geschmiedet von einem Drachen, die Art, die sie nie herausgaben, es sei denn, um eine gro?e Dankesschuld auszudr¨¹cken. Doch aus irgendeinem Grund war die Kugel ein schlichtes Wei? und tr¨¹be, anstatt die Farbe der Drachenschuppen anzunehmen. "F¨¹r Drachen enthalten ihre Edelsteine oder Schuppen den gr??ten Teil ihrer Essenz... daher dient sie als Seelensiegel," erkl?rte die erste Geisterstimme erneut. Chapter 685: Gut genug (Kap.686)

Chapter 685: Gut genug (Kap.686)

"Meinen Sie etwa, dass die Seelen der Verstorbenen tats?chlich in jedem dieser Gegenst?nde versiegelt sind? ¨¹ber all diese Jahrhunderte? Zu welchem Zweck?" fragte Xenon mit leiser Stimme und griff vorsichtig nach der Kugel. Obwohl Xenon deren Form erkannte, sp¨¹rte er keinerlei vertraute Aura, nicht wie er es erwartet h?tte. Es war schwer zu erkennen, dass es sich nicht um einen gew?hnlichen Edelstein handelte, sondern dass dieser tats?chlich mit der Lebensessenz eines Drachen geschmiedet worden war. Und Xenon ahnte den Grund... denn in dieser Kugel war kein Leben mehr, nicht einmal Spuren davon... da war einfach nichts. Xenons Hand schwebte ¨¹ber der Kugel, doch dann dachte er noch einmal nach und zog seine Hand zur¨¹ck, lie? sie wieder an seine Seite sinken. Xenon wusste nicht, wie viel er tun k?nnte, bevor er etwas Falsches ausl?ste oder ber¨¹hrte, was zu weiteren Problemen f¨¹hren w¨¹rde. Der Schattenturm war kein gew?hnlicher Ort und Xenon konnte es sich nicht leisten, weitere Risiken einzugehen. ¡¯Sie m¨¹ssen es auch sp¨¹ren, Feuerdrache. Dass die darin enthaltene Aura l?ngst verschwunden ist,¡¯ mischte sich die erste spektrale Stimme ein. "Ich sp¨¹re es... eine Drachenkugel sollte seine Aura ausstrahlen, selbst... im Tod. Es sei denn... selbst seine Seele wurde ausgel?scht." murmelte Xenon in stiller Best¨¹rzung. ¡¯Die Seelenversiegelung ist eine grundlegende Kunst der Zauberei, so alt wie die Zeit selbst. Zwischen den Lebenden und den Toten liegt nur eine d¨¹nne Schicht der Existenz, daher ist die Nekromantie eine so m?chtige und unbesiegte Kunst der dunklen Magie.¡¯ ¡¯Die Seelenversiegelung wird schon songe praktiziert, wie es die Kunst der dunklen Magie gibt. Sie war nie auf eine spezielle Kunst der Zauberei beschr?nkt, sondern galt als Katalysator... um die F?higkeiten und die Wirkung der Zauber der Zauberer zu verst?rken.¡¯ Die dritte spektrale Stimme antwortete Xenon auf seine Frage. "Ich habe die Geschichten geh?rt, aber ich konnte mir nicht vorstellen... dass selbst bis in unsere Zeit solche Spuren dieser Grausamkeit ¨¹brig geblieben sind. Wie kann es sein, dass selbst im Tod die Seele eines Menschen f¨¹r solch b?sartige Zwecke verwendet werden kann? Dass selbst im Tod... manche f¨¹r immer an das schreckliche Schicksal unserer Vergangenheit gebunden sind?" fragte Xenon leise. ¡¯Dunkle Magie ist schon an sich reichlich vorhanden, aber genau wie bei anderen Formen der Magie gibt es viele Wege, die magischen K¨¹nste zu verbessern oder zu verst?rken, und die Seelenessenz ist einer dieser Wege.¡¯ ¡¯Nach dem Fall des Dunklen Lords dienten diese Seelensiegel als magische Reserve f¨¹r das dunkle Reich. Die W?chter und dieser Turm selbst werden st?ndig durch die nat¨¹rliche Seelenessenz bereichert, weshalb Spuren dunkler Magie in diesem Turm immer noch vorhanden sind.¡¯ Diesmal sprach die erste spektrale Stimme. "Was... ist hier passiert? Mit all diesen... Seelen?" fragte Xenon unsicher. ¡¯Verschiedene Schicksale. Einige Seelenessenzen wurden durch den letzten Zauber, den der Dunkle Lord vor seinem Tod wirkte, vollst?ndig aufgebraucht... andere haben sich ¨¹ber die Zeit verstreut, in beiden F?llen existieren sie nicht mehr, weder im Land der Lebenden noch der Toten.¡¯ Die zweite spektrale Stimme erkl?rte Xenon. "Also sind sie alle... aus der Existenz ausgel?scht?" fragte Xenon, obwohl er die Antwort auf seine Frage bereits kannte.Xenons Blick schweifte von einer Truhe zur n?chsten; es waren Hunderte. Es fiel ihm schwer zu uben, dass jeder dieser Seelen ein Leben nach dem Tod, oder was auch immer jenseits der gegenw?rtigen Realit?tg, verwehrt worden war. ?Alle au?er euch dreien...", mutma?te Xenon. Er hatte bereits herausgefunden, wof¨¹r die drei Geisterstimmen standen, die ihn schon songe gequ?lt hatten. Aber es gab immer noch vieles, das Xenon nicht verstehen konnte. ?Du musst dich fragen, warum nur du unsere Worte h?ren kannst und nicht deine Verwandten, Verothrax", sprach die zweite Geisterstimme Xenons Gedanken aus. ?Verothrax wird lediglich von der Dunkelheit gestreift, aber du bist anders, Feuerdrache... Dunkelheituert in dir. Du hast den Tod gekostet und bist doch lebendig von ihm zur¨¹ckgekehrt. Eine Verbindung zum Jenseits, einmal gekn¨¹pft, kann jedoch nie wieder gel?st werden", offenbarte die erste Geisterstimme Xenon. Xenon runzelte die Stirn. Die Worte der Geisterstimme waren ihm unverst?ndlich. ?Ich habe dem Tod unz?hlige Male ins Auge geblickt. Ich habenge genug gelebt, um die H?lfte meines Daseins mit dem Tod zu tanzen, und das Gleiche k?nnte man von den meisten meiner Verwandten sagen. Was soll daran so besonders sein?", fragte Xenon ratlos. ?Deine Verwandten haben den Tod erlebt... aber haben sie auch ihren Verstand an die Dunkelheit verloren und sich von ihr befreit?", hinterfragte die dritte Geisterstimme. Daraufhin sch¨¹rzte Xenon die Lippen, griff nach einer weiteren Truhe, ?fe sie und entdeckte darin eine gl?nzende Meerjungfrauenschuppe. Xenon schloss die Truhe schnell und zuckte dabei leicht zusammen. ?Ach, es ist also wieder der wilde Dunst. Werde ich das jemals los?", sagte Xenon mit einem leichten Spott. ?Deine Verwandten wissen es vielleicht nicht, aber wagst du zu behaupten, du w¨¹sstest es nicht? Dass die Dunkelheit in deinem Geist l?ngst ein Teil von dir geworden ist? Dass sie, obwohl ruhig und regungslos, niemals von dir getrennt werden kann... dass ihr nun ein und dasselbe Wesen seid?", konfrontierte ihn die dritte Geisterstimme. ?Nenne mir einen triftigen Grund, warum ich auf euer Angebot eingehen sollte. Warum sollte ich jetzt in diesem Moment nicht einfach fortgehen und all dies hinter mirssen, so wie es die Drachenf¨¹rsten vor Jahrhunderten beschlossen haben? Und ein paar Geschichten ¨¹ber meine Abstammung sind nicht Grund genug", sagte Xenon, w?hrend er die Aufforderung ignorierte. ?Gefangen zwischen der Welt der Lebenden und der Toten, gibt es kein d¨¹stereres Schicksal. Um auf ein Leben nach dem Tod hoffen zu k?nnen, k?nnen wir dich nur begleiten und die Fesseln, die uns an diesen Turm binden, l?sen... Nur du h?rst unsere Stimme, und nach dir wird es keinen weiteren geben", sprach die dritte Geisterstimme zu Xenon, ihr Tonfall wehm¨¹tig. ?Verdammt dazu, durch diese Hallen zu spuken bis in alle Ewigkeit, w?re vielleicht das Vergessenwerden aus der Existenz eine gr??ere Gnade gewesen. Bist du bereit, uns aus diesem Turm zu befreien, werden wir dich begleiten und dir beistehen, bis du es f¨¹r angebracht h?ltst, uns frei zussen", bot die zweite Geisterstimme an. Chapter 686: Wahrhaftig überwunden (Kap.687)

Chapter 686: Wahrhaftig ¨¹berwunden (Kap.687)

W?hrend das Feuer knisterte und tanzte, l?ste sich die Glut vom Hauptteil der mmen und wirbelte wie kleine Sterne nach oben, um in den Nachthimmel zu entkommen ... nur gab es keinen freien Himmel ¨¹ber ihnen, und sie konnten sich nur in der h?chsten H?he zerstreuen. Aber die mmen selbst br¨¹llten heftig, und noch mehr Glut brach aus, die Glut gl¨¹hte in einem heftigen Orangerot und warf ckernde Schatten, die ¨¹ber die W?nde und die Decke der Halle spielten. Eine intensive, sengende Hitze strahlte nach au?en und erzeugte eine fast greifbare Welle, die alles in ihrer N?he einh¨¹llte. Es war die Art von Hitze, die man aus gro?er Entfernung sp¨¹rte und die davor warnte, sich ihr zu n?hern, weil man Gefahr lief, verschlungen zu werden. Die mmen waren ¨¹berall, leckten an den W?nden hoch, vergen den Altar und brannten immer st?rker, wie eine Bestie, die mit jedem Augenblick w¨¹tender wurde. Sie verzehrten alles, was sie sahen, wild und ungehemmt. Das Feuer war eine Kraft, die sich nicht z?hmen lie?, wie es sich f¨¹r die gro?en Bestien von Asvar geh?rte, denn sie waren sich sehr ?hnlich. Mitten im Geschehen stand Xenon wie gebannt, sein Blick war auf das faszinierende Schauspiel vor ihm gerichtet, als w¨¹sste er nicht, wie es zustande gekommen war. Bei n?herer Betrachtung von Xenons geballten F?usten und den mmen, die an seinen Fingern enng tanzten und sich in seiner Faust hin und her schl?ngelten, konnte man jedoch bereits erkennen, wer der Verursacher dieses gro?en Ofens war. Und als ob das noch nicht genug w?re, gab es auch noch die offensichtliche Tatsache, dass au?er Xenon kein anderes Wesen in Sicht war ... zumindest kein lebendes Wesen. Die hellen mmen leckten hungrig an der Luft, ihre leuchtenden Farben wechselten von tiefem Karmesinrot zu leuchtendem Gold, w?hrend sie die gesamte Halle verzehrten, ohne dass sie jedoch wuchsen. Xenons onyxfarbene Augen spiegelten das feurige Spektakel wider; die pechschwarze Schw?rze hatte seine Augen vollst?ndig verzehrt und das Wei?e verdr?ngt, und in diesen Augen war kaum eine Emotion zu erkennen, au?er einer kalten Distanziertheit. Die mmen beleuchteten Xenons Gesichtsz¨¹ge, hoben die scharfen Konturen seines Gesichts hervor, die kleinen glitzernden Schuppen an seinem Hals und seinen verengten Blick. Es war r, dass Xenon in einem Zustand war, aber in welchem genau, war nicht ganz r. Als h?tten sie einen eigenen Willen, verbrannten die mmen alles um Xenon herum, hielten aber zu allen Seiten einen angemessenen Abstand zu Xenon. Nur der Teil des Bodens, auf dem Xenon stand, blieb unangetastet. In diesem Moment kam es Xenon so vor, als sei die Zeitngsamer geworden. Die Welt da drau?en versste und lie? nur ihn und die lodernden mmen zur¨¹ck, w?hrend um Xenon herum S?ulen zerbrachen und Tr¨¹mmer herabreen, die gef?hrlich vor einem baldigen Einsturz warnten. Xenon nahm davon kaum Notiz, er starrte nur stumm nachdenklich in die mmen. Und welche Gedanken er in diesem Moment hegte, war unbekannt. "Xenon ... was hast du getan?!" Verothrax¡¯ Stimme war es, die Xenons Dunst durchbrach. Xenons Kopf drehte sich leicht zu Verothrax, der soeben am Ende des Ganges aufgetaucht war, konnte sich aber wegen Xenons w¨¹tender mmen nicht weiter als bis zu diesem Punkt in den Gang vorwagen. "Was man h?tte tun sollen ..." Xenons Tonfall war leise und t?dlich kalt. Die Blicke der beiden Drachenf¨¹rsten trafen sich und Verothrax¡¯ Augen weiteten sich leicht, als er Xenons pechschwarze Augen bemerkte. Unbewusst trat Verothrax einen Schritt zur¨¹ck. Einerseits hatte die Hitze der mmen noch weiter zugenommen ¨C es war, als ob sie Verothrax unausgesprochen warnten, dass Xenon nicht in der Stimmung war, sich mit ihm anzulegen. Andererseits war Xenons nat¨¹rlich einsch¨¹chternde Pr?senz in diesem Moment noch ¨¹berw?ltigender. Obwohl er sich in der Ferne befand, sp¨¹rte Verothrax einen Schauer ¨¹ber seinen R¨¹ckenufen, als gen¨¹ge eine Geste von Xenon, um seine Seele zu erreichen und sie aus seinem K?rper zu rei?en. Doch Verothrax fasste sich schnell wieder. Kleinere Drachenf¨¹rsten mochten sich von Xenon einsch¨¹chternssen, aber er geh?rte nicht zu dieser Art. Wenn es darauf ank?me, und obwohl die Aussichten im Kampf schwach waren, war Verothrax ¨¹berzeugt, er k?nnte Xenon mit seiner Magie Paroli bieten... "Wenn es darauf ank?me..." sinnierte Verothrax, obwohl die Wahrscheinlichkeit daf¨¹r im Moment sehr hoch war. Trotz seines jahrhundertngen Scfes erkannte Verothrax, was die Ver?nderung von Xenons Augenfarbe bedeutete, und auch Xenons wilde Aura war ihm nicht verborgen geblieben. Wie konnte Verothrax, der selbst einen Hauch von Dunkelheit in sich trug, dies ¨¹bersehen? "Die wilde Aura... Ich dachte, du h?ttest sie... ¨¹berwunden...", sagte Verothrax mit unsicherer Stimme. "Unterdr¨¹cken und ¨¹berwinden sind zwei verschiedene Dinge. Die Aura wurde tats?chlich von meiner Geliebten unterdr¨¹ckt... aber jetzt erkenne ich, dass sie mich darauf vorbereitet hat, ihr selbst zu begegnen. Erst jetzt habe ich sie mit meiner eigenen St?rke wirklich ¨¹berwunden...", entgee Xenon. Er neigte den Kopf zur Seite, schloss kurz die Augen und als er sie wieder ?fe, war die Dunkelheit, die zuvor seine Augen verd¨¹stert hatte, verschwunden, als w?re sie nie da gewesen. Das Wei?e in Xenons Augen war wieder sichtbar und das einzige Zeichen der pechschwarzen Dunkelheit waren seine nat¨¹rlichen Onyx-Iris. Verothrax blinzelte ¨¹berrascht und kneifte die Augen zusammen, um durch die lodernden mmen hindurch richtig sehen zu k?nnen. "Es zu unterdr¨¹cken bedeutet, es zu verbergen, so dass es niemals wieder zum Vorschein kommt. Aber es zu ¨¹berwinden bedeutet, es zu kontrollieren, so dass es nach Wunsch kommt und geht, w?hrend der Verstand intakt bleibt...", murmelte Verothrax verstehend. "Na gut, wenn du deinen Verstand nicht verloren hast, warum legst du dann alles in Brand?" zischte Verothrax, nun w¨¹tend. "Ganz einfach, weil mir danach war", antwortete Xenon mit einem l?ssigen Schulterzucken. "Es hei?t, dass der Schattenturm selbst dem Drachenfeuer standgehalten hat und die Ruinen erhalten geblieben sind... na dann... schauen wir mal, ob er immer noch so... unbezwingbar ist", sagte Xenon und ballte seine F?uste fester. "Das hei?t, Verothrax, mach dich bereit, diesen verfluchten Ort zu r?umen... Ich habe nicht vor, irgendetwas unber¨¹hrt stehen zussen, zumindest nicht ohne meine Markierung darauf," stellte Xenon r. Chapter 687: Vors?tzlich (Kap.688)

Chapter 687: Vors?tzlich (Kap.688)

Nach vielen Tagen, in denen die Schatten den Himmel verschluckt hatten, war die Sonne endlich aufgegangen, hatte ihre warmen Strahlen ¨¹ber die dunklen L?nder geworfen und die Schattenmenschen und -tiere in die Sicherheit des dunklen Waldes verbannt. Die weiten Ebenen des Todes und des Verfalls, die die dunklen Lande darstellten, waren nun meilenweit zu sehen, begrenzt durch den dunklen Wald auf der einen Seite und das felsige Bernd auf der anderen. Nat¨¹rlich konnte man von diesem Punkt aus nicht bis zur Barriere der D¨¹nenstadt sehen, und so tief, wie der Schattenturm in den dunklen Landeng, w¨¹rde man mindestens ein paar Tage Flugzeit ben?tigen. Xenon stand im Hof des Schattenturms, er legte den Kopf zur¨¹ck, so dass die Sonnenstrahlen direkt auf sein Gesicht trafen. Die W?rme der Sonne vermittelte ein entferntes Gef¨¹hl von Vertrautheit und vertrieb die K?lte, die Xenons Herz mit jedem Moment, den er in diesen schattigen Ebenen verbrachte, verschlungen hatte "Wie ich sehe, hattet ihr nicht viel Erfolg." Die Stimme von Verothrax riss Xenon erneut aus seinen Gr¨¹beleien. Xenon warf einen Blick ¨¹ber seine Schulter und betrachtete den Schattenturm mit leerem Blick. Viele S?ulen waren eingest¨¹rzt, und der ohnehin schon zerst?rte Turmg nun in noch gr??eren Tr¨¹mmern, doch der Schattenturm war ein m?chtiges Bauwerk, das sich ¨¹ber die Fl?che eines ganzen Anwesens erstreckte, und es gab immer noch Teile davon, die standhielten. Es war ein schwieriges Unterfangen, ihn allein durch die Kraft von Xenons mmen vollst?ndig einzuebnen, denn der Turm war so gro?, dass Xenon einen halben Tag brauchen w¨¹rde, um ihn zu umrunden, und er war besonders feuerfest gebaut, Au?erdem wurde der Schattenturm durch magische Schutzw?lle gesch¨¹tzt, die bis heute Bestand haben und sich von der dunklen Magie n?hren, die tief ins Innere eingedrungen ist und die Erde verdorben hat, so dass es nicht sicher ist, dass ein Bad in Xenons mmen den Turm endg¨¹ltig zum Einsturz bringen w¨¹rde. "Dennoch hattet Ihr mehr Erfolg als viele andere. Wenn du darauf bestehst, den Schattenturm einzuebnen, k?nnten wir das Tageslicht verlieren." f¨¹gte Verothrax hinzu und betrachtete den Turm ebenfalls schweigend. Obwohl Xenon zutiefst versucht war, seine mmen an den Schutzw?llen zu testen, die den verdammten Turm immer noch sch¨¹tzten, wusste er, dass er diesem Wunsch nicht nachgeben konnte, denn er hatte ein noch gr??eres Bed¨¹rfnis. ¡¯Zuhause... Ich habe Veahnge genug wartenssen.¡¯ dachte Xenon bei sich. Xenon wollte gerade etwas erwidern, doch die Worte verngen, als er eine sehr unerw¨¹nschte Erscheinung erblickte. Sie trug eine kleine Tasche bei sich und ging vorsichtig auf Verothrax zu, wobei sie Xenon einen gro?en Bogen um ihn machte. Xenon wusste, worauf die Tasche hindeutete, und er hatte dies sogar vorausgesehen, obwohl er gehofft hatte, dass Verothrax kl¨¹ger sein w¨¹rde. Xenons fragender Blick wanderte zu Verothrax, seine Brauen zogen sich unzufrieden zusammen. "Nein." sagte Xenon in einem kalten, chen Ton, der keinen Raum f¨¹r Argumente lie?. "Die mmen, die du gelegt hast, haben sich auf das einzige verbliebene Wohnheim ausgebreitet, fast alles ist niedergebrannt. Es ist nichts mehr da, und der Zustand ist nicht mehr bewohnbar ... nicht mehr so, wie er einmal war. Nat¨¹rlich k?nnen wir sie nicht zur¨¹cssen." schlussfolgerte Verothrax, sein Tonfall war ruhig und unbeeindruckt von Xenons Einw?nden. Xenon wollte sich auf diese Diskussion gar nicht erst eissen und verschwendete seine Worte nicht und so verengten sich seine Augen lediglich zu einem starren Blick, einem Blick, der B?nde sprach. "Dies ist kein Ort, der f¨¹r die Lebenden geei ist. Es stimmt zwar, dass wir noch nicht wissen, wie sie hierher gngt ist, aber ich wage zu behaupten, dass, h?tte sie uns schaden wollen, sie w?hrend unserer Bewusstlosigkeit genug Zeit und Gelegenheit dazu gehabt h?tte", beharrte Verothrax. Ida, die Betroffene, versteckte sich rasch hinter Verothrax, um Xenons finsteren Blicken zu entgehen. "Wieso sollte uns das k¨¹mmern? Lass sie dort, wo du sie gefunden hast", wies Xenon ab, desinteressiert. "¡¯Sie¡¯... du meinst. Es sind so viele Jahrhunderte vergangen und dir mangelt es immer noch an einfachstem Anstand. So spricht man nicht mit einer Dame", entgee Verothrax und verschr?nkte die Arme hinter dem R¨¹cken. "Fordere dein Gl¨¹ck nicht heraus, Verothrax", warnte Xenon mit gef?hrlich leiser Stimme. Verothrax neigte den Kopf zur Seite und zuckte dann l?ssig mit den Schultern. "Ich habe mein Wort gegeben, dass ich sie mit zur¨¹cknehme, damit sie ihre Wurzeln nachverfolgen kann. Die Welt der Lebenden liegt auf der anderen Seite der Barriere und nicht hier drau?en." "Abgesehen davon, dass wir seit Wochen hier sind und sie sich um all unsere Angelegenheiten gek¨¹mmert hat, h?tten wir es nicht lebend herausgeschafft, wenn sie uns nicht vor Einbruch der Dunkelheit aus den offenen Ebenen geholt h?tte... Unsere Art vergisst keine Dankesschuld, das hast du mich gelehrt", erinnerte Verothrax Xenon. Xenon runzelte tief die Stirn, ballte kurz die F?uste, bevor er unterdr¨¹ckt grunzte. "Ich will mit dieser Sache nichts zu tun haben. Von diesem Moment an liegt alles in deiner Verantwortung", stellte Xenon r. "Nat¨¹rlich. Die einzige Frau, bei deren Angelegenheiten du dich engagieren w¨¹rdest, ist ¡¯deine geliebte Frau¡¯, von der du nie aufh?rst zu reden", erwiderte Verothrax, nicht ¨¹berrascht. Xenon warf Verothrax einen finsteren Blick zu, bevor er zu Ida hin¨¹berblickte, die anscheinend ¨¹berzeugt war, dass Verothrax ausreichenden Schutz vor Xenon bot. Das Unbehagen stellte sich wieder ein und Xenon presste die Lippen zusammen. Er konnte nicht verstehen, warum diese seltsame Frau ihn so beunruhigte, aber wenn es etwas gab, dem Xenon vertrauen konnte, dann waren es seine Instinkte. Xenon erkannte, dass Verothrax eine gewisse Bindung zu dieser seltsamen Frau aufgebaut hatte, deren Gesicht sie noch nicht einmal gesehen hatten. Xenon konnte den Verdacht nicht abwehren, dass sie dies absichtlich tat, indem sie sich Verothrax so sehr n?herte. So gef?hrlich und furchteinfl??end Verothrax auch war, er hatte den Gro?teil seines Lebens verscfen und war im Grunde seines Herzens immer noch ein naives Kind. Der Schattendrache war v?llig unnachgiebig und Xenon wusste, dass Verothrax¡¯ Emotionen seine Magie beeinflussten; darauf zu dr?ngen, w¨¹rde nichts bringen. "Ich muss sie im Auge behalten...", dachte Xenon und sein Blick verengte sich bedeutungsvoll. Chapter 688: Innere Unruhen (Kap.689)

Chapter 688: Innere Unruhen (Kap.689)

~The Gathering Meadow; Aloria, The Fae Royal Forest Das Volk der Fae sah sich in dieser Nacht mit einer unwahrscheinlichen Situation konfrontiert, einer Situation, die sich schon seitngem anbahnte, einem inneren Aufruhr, der sich seit Jahrzehnten, vielleicht sogar Jahrhunderten, im Stillen zusammenbraute. Die k?nigliche Repr?sentantin der Fae mit der h?chsten Autorit?t, Lady Diandre von Aloria, hatte eine Herausforderung f¨¹r ihren Titel erhalten, die allererste Herausforderung f¨¹r das K?nigshaus der Fae seit dem Tod der Hochk?nigin. Das K?nigshaus der Fae befand sich auf dem absteigenden Ast, seit es die Rechte auf den Titel der Hochk?nigin verloren hatte, wie es die verstorbene Hochk?nigin auf ihrem Sterbebett befohlen hatte, und jahrhundertng hatte es leise ¨¹berlegungen in den Schatten gegeben und eine Frage, die niemand zu stellen gewagt hatte. Der letzte Befehl der Hochk?nigin war nur eine B¨¹rde f¨¹r das k?nigliche Fae-Geschlecht. Bedeutete das nicht, dass ein anderer n Anspruch auf den Thron der Hochk?nigin erheben konnte? Und so hatte sich eine drastische Ver?nderung in der Machtdynamik der Fae-Rasse schonnge abgezeic und war sogar viel l?nger hinausgez?gert worden, als irgendjemand h?tte ahnen k?nnen... bis jetzt. Die Herausforderung war eine ?ffentliche Erkl?rung auf der Grunge der j¨¹ngsten und anhaltenden Misserfolge von Lady Diandre, und mit der Erkl?rung ging die Nachricht einher, was in Dragon Keep geschehen war. Die Nachricht hatte sich schnell unter den Fae-ns herumgesprochen, und es wurde eine dringende Versammlung einberufen, die alle Fae-n-Lords und Ratsvertreter auf die Versammlungswiese rief. Die Atmosph?re auf der Lichtung war angespannt und still, bis auf das leise Gemurmel der Unzufriedenheit, das sich in der Runde verbreitete, und inmitten all dessen sa? Lady Diandre an der Spitze der Versammlung. Ihre F?uste waren in der einen Hand fest geballt und mit der anderen klopften ihre Finger auf die h?lzerne Armlehne des Stuhls, auf dem sie sa?. "Lord Jo?o, Ihr habt meine Befehle erhalten ... ist es getan?" Lady Diandre brach als Erste das Schweigen. Lord Jo?o, auf den sich Lady Diandre bezog, stand an einem Baumstamm, die H?nde auf den Griff seiner Klinge gest¨¹tzt, w?hrend das Ende der Klinge in den Waldboden gesteckt war. Er trug die Vollpanzerung der k?niglichen Fae-Soldaten, aber sein Siegel wies ihn als Fae-Kampflord aus, den h?chsten Rang unter den k?niglichen Fae-Soldaten und einen der wenigen, die dem K?nigshaus trotz seines anhaltenden Niedergangs seit dem Tod der Hochk?nigin viele Jahrhunderte zuvor immer noch treu ergeben waren. "Die Fae-Soldaten, die die Handelsrouten zu den Mer-Meeren bewachen, wurden alle abgezogen und die gehorteten Ladungen kanalisierender Edelsteine wurden freigegeben. Der Teil der Abmachung mit der Drachenk?nigin ist erf¨¹llt." berichtete Lord Jo?o pflichtbewusst. Bei der Erw?hnung des neuen Titels ballten sich Lady Diandres klopfende Finger zu festen F?usten, Wut blitzte in ihren Augen auf. In nur einem Wimpernscg war man zu einer neuen H?he der Ehre und des Ansehens aufgestiegen, w?hrend das Geburtsrecht und der rechtm??ige tz, f¨¹r den Lady Diandre all die Jahrhunderte gek?mpft hatte, am Abgrund zu stehen schienen... das Schicksal war eine st?ndige Ironie. Lady Diandre wusste, dass sich die F¨¹rsten der Fae-ns und die Vertreter des Rates versammelt hatten, um sich ¨¹ber die Geschehnisse im Drachenhort zu erkundigen, doch ihr war auch bewusst, dass ein noch gewichtigerer Grund hinter dem Zusammentreffen steckte. ?Meinen Untergang zu bezeugen...", dachte Lady Diandre bei sich. Sie hatte alles auf diesen Versuch gesetzt, doch ohne ihren K?nig und zwei ihrer st?rksten S?ulen stand das Drachenreich auf t?nernen F¨¹?en, und es w¨¹rde noch instabiler werden, sollten sie pl?tzlich auch ihrer neu entdeckten K?nigin beraubt werden. Wenn es den Fae nun gel?nge, mithilfe des Todes von Lord River die Oberhand zu gewinnen und eine Ver?nderung in der Hierarchie des vereinten Rates herbeizuf¨¹hren, w¨¹rde sich die Machtbnce in der Festung f¨¹r immer verschieben, und alle Anerkennung w¨¹rde Lady Diandre zuteilwerden. Wie h?tte sie ahnen k?nnen, dass selbst Celeste scheitern und gefangen genommen werden w¨¹rde? Vor allem jetzt, wo bekannt wurde, dass Lord River noch am Leben und wouf ist? Eine Nachricht, die Celeste erst nach ihrer R¨¹ckkehr in den k?niglichen Wald der Fae erhielt, um eine neue Strategie zu entwickeln, um von Lord Rivers Tod zu profitieren. Celeste hatte nichts erreicht, ein komplettes Versagen f¨¹r eine dunkle Fee, die Jahrhunderteng von Hass und Rache gelebt hatte, und sie hatte Lady Diandre erfolgreich mit in den Abgrund gezogen. Lady Diandre, die gehofft hatte, die Position des Drachenk?nigs zu untergraben, stand nun selbst vor dem Risiko, ihre eigene zu verlieren. Und wie abgemacht, begann die Befragung. "Ist das wirklich alles, was ihr zustande bringt?! Wir hatten die Oberhand, und durch einen einzigen Fehltritt sind all unsere M¨¹hen umsonst!" fauchte ein F¨¹rst des Fae-ns, der unzufrieden mit dem Fu? aufstampfte. "Sie haben uns keine nachvollziehbaren Gr¨¹nde geliefert, warum Sie im Gebiet der Drachen f¨¹r Unruhen sorgen sollten, wo wir doch vereinbart hatten, uns zur¨¹ckzuhalten und die Drachen zum Handeln zu zwingen! Nun m¨¹ssen wir unsere Truppen zur¨¹ckziehen, um Ihr Leben zu retten!" unterst¨¹tzte eine andere Dame des Fae-ns, ihr Tonfall war missbilligend. Lady Diandre presste die Lippen aufeinander. Die F¨¹rsten der Fae-ns waren von ihrer Verbindung zu den Zwergen von Anfang an informiert und hatten nichts dagegen unternommen. Doch nun, da es so weit gekommen war, schienen die n-F¨¹rsten entschlossen, die Schuld allein auf sie zu schieben. Und was konnte man dagegen tun? Die Gottesanbeterin schlich sich an die Zikade heran, ohne die nahende Drossel im Hintergrund zu bemerken. Jetzt da es so weit gekommen war, konnte Lady Diandre nur hoffen, diese Nacht unbeschadet zu ¨¹berstehen. W?hrend das Drachenreich vielleicht noch zu Zugest?ndnissen bereit gewesen sein mag, waren die Fae anders geartet. Sie waren erbarmungslos, sogar gegen¨¹ber ihren eigenen, und Lady Diandre wusste das, denn sie selbst war nicht anders. "Brauchen wir wirklich noch mehr Erkl?rungen? Ihr habt Euren Titel schon so oft entt?uscht, dass der einzig vern¨¹nftige Ausweg darin besteht, dass Sie freiwillig zur¨¹cktreten." erkl?rte ein bing stiller Fae-n-F¨¹rst, w?hrend er sich erhob. Chapter 689: Die versammelten Wiesen (Kap.690)

Chapter 689: Die versammelten Wiesen (Kap.690)

Der Fae n Lord war Lord Fintan vom Spring Fae n, ein edler Fae von altem und angesehenem Geschlecht. Er war jung im Vergleich zu den meisten Anf¨¹hrern der Fae-ns, nur ein Jahrhundert und sechs Jahrzehnte unverwurzelt, aber Lord Fintan war unter den Fae f¨¹r seine F?higkeiten in der Naturmagie sehr respektiert, Der von Lord Fintan regierte Fr¨¹hlingswald war eine der bl¨¹hendsten Regionen im Fae-Territorium und eine Oase der Natur, von der die Feen anderer ns nur hoffen konnten, sie zu besuchen. In Bezug auf Einfluss und magische F?higkeiten war Lord Fintan mit Lady Diandre vergleichbar, wenn auch viel j¨¹nger als die k?nigliche Vertreterin der Fae. Doch so einflussreich und angesehen Lord Fintan auch war, es fehlte ihm ein einziger Vorteil, der ihn auf eine Stufe mit Lady Diandre gestellt h?tte... und das war das k?nigliche Blut aus dem Geschlecht der Hohen K?nigin. "Runter...?" Lady Diandre zischte leise und wiederholte den Satz, wobei sie jedes Wort so aussprach, als w?re es ihr nicht gel?ufig. Lady Diandre wusste, dass sie Lord Fintan gegen¨¹ber absolut im Vorteil war, deshalb hatte es in all den Jahrhunderten niemand gewagt, sie herauszufordern, auch wenn sie anderer Meinung waren. Und wieder einmal war Lady Diandre fest davon ¨¹berzeugt, dass ihr Vorteil diese Schwierigkeit ¨¹bertrumpfen w¨¹rde, sie musste nur die Fassung bewahren. "Ich bin sicher, dass hier in dieser Versammlung noch viele andere sind, die derselben Meinung sind. Sie repr?sentieren die Unzufriedenheit von Hunderten ihrer jeweiligen nmitglieder." sprach Lord Fintan und deutete mit einer Handbewegung auf die versammelten Weiden. "Ich f¨¹r meinen Teil vertrete den n der Spring Fae, der, wie wir alle wissen, 30 % unserer Gesamtbev?lkerung ausmacht, eine beachtliche Summe, wenn man bedenkt, dass es noch dreizehn Fae-ns gibt..." Lord Fintan brach ab. Seine letzte Aussage lenkte die Gedanken aller Versammelten auf die unvergessliche Tatsache, dass von den urspr¨¹nglich einundzwanzig gro?en Fae-ns nur noch dreizehn ¨¹brig waren, von denen sieben von der Drachendynastie vollst?ndig ausgel?scht wurden, weil sie sich in dunkler Magie versucht hatten. Der achte nicht vertretene Fae-n war der k?nigliche n, der in all den Jahrhunderten immer weiter geschrumpft war und dessen Bev?lkerung immer mehr abnahm, bis er nicht mehr als k?niglicher n, sondern nur noch als k?nigliche Abstammungslinie der Fae bezeic werden konnte. "Und wer, ubst du, ist geei, mich zu ersetzen? Ihr? Nur durch eine ?ffentlich erkl?rte Herausforderung?" konterte Lady Diandre in hochm¨¹tigem Tonfall. Lord Fintan gluckste leise und verschr?nkte die Arme hinter dem R¨¹cken. "Ihr habt unser Vertrauen in Euch wiederholt entt?uscht, und selbst nachdem Ihr jahrhundertng als unser Vertreter gedient habt, haben wir keine Fortschritte dabei gemacht, den Fluch zu brechen, der auf dem K?nigshausstet, und keine Fortschritte dabei, die Vorherrschaft der Drachendynastie zu schw?chen." "Alle diese M?ngel liegen in Ihrer Verantwortung. Zum gegenw?rtigen Zeitpunkt kann niemand von uns behaupten, dass er in Zukunft sein Vertrauen in Sie setzen wird. Wie sollen die Fae ohne einen vertrauensw¨¹rdigen Anf¨¹hrer ihren rechtm??igen tz in der Festung zur¨¹ckerobern?" fragte Lord Fintan und richtete seine Frage an den gesamten Rat. Zustimmendes Gemurmel und nicken durchzog die Runde. "Ich, Lord Fintan vom n der Spring Fae, erachte Euch daher als ungeei f¨¹r das Amt des k?niglichen Vertreters der Fae. Ich fordere den Rat auf, einen neuen Vertreter zu ernennen, der die Bnge des Fae-Volkes ¨¹berwacht," legte Lord Fintan seine Position dar. Lady Diandres Augen blitzten vor Schadenfreude auf, besonders, weil Lord Fintan Zustimmung erntete. Er kannte seinen Einfluss genau und Lady Diandre hasste es zu sehen, dass er ausgerec jetzt gegen sie verwendet wurde, obwohl sie ihm bisher immer hatte nachgeben m¨¹ssen. Lady Diandre versp¨¹rte einen dringenden Wunsch, den Spring n Lord in seine Schranken zu weisen, doch wie sollte sie das bewerkstelligen? Im Vergleich zu Lord Fintan fiel ihr magisches K?nnen ab... besonders, da ihre magischen Reserven, mit denen sie ihre nacssende Magie verborgen hatte, nun versiegt waren. "Niemand au?er einem aus den urspr¨¹nglichen k?niglichen Linien kann die Fae anf¨¹hren! Mit welchem Recht bezeichnest du mich als ungeei,?! Gab es jemals einen Anf¨¹hrer des Fae-Volkes von gemeinem Blut in unserer Geschichte?" entgee Lady Diandre aufgebracht. "In der Tat ist ein solches Unterfangen nie von jemandem mit ¡¯gemeinem¡¯ Blut vollbracht worden," stimmte Lord Fintan zu und betonte Lady Diandres herassende Aussage. Lady Diandre realisierte zu sp?t, dass sie sich versprochen hatte, als sie Lord Fintan von hoher Blutlinie als gemeines Blut bezeice... Lord Fintans Blutlinie war edler als die aller anderen nanf¨¹hrer, die auf dem Versammlungsfeld anwesend waren. Die Stimmung auf dem Versammlungsfeld verschlechterte sich rapide, denn Lady Diandres Aussage wurde von allen nanf¨¹hrern als Beleidigung empfunden, da sie die einzige von k?niglichem Blut war und alle anderen von verschiedenen adligen Familien abstammten, oder wie Lady Diandre es ver?chtlich genannt hatte... ¡¯gemeines Blut¡¯. Lady Diandre presste die Lippen zusammen, ihr finsterer Blick traf auf Lord Fintans. Wenngleich subtil, nahm sie einen Anflug von Belustigung wahr und erkannte, dass Lord Fintan sie absichtlich provoziert hatte... im vollen Bewusstsein, dass sie sich selbst als weit ¨¹ber die anderen Fae-Vertreter erhoben ansah. "Doch gerade jetzt k?nnte es Zeit f¨¹r einen Wandel sein. Seit Jahrhunderten ist das k?nigliche Haus der Fae nichts weiter als eine bedeutungslose Figur, die Anspruch auf die Ehren vergangener Tage und l?ngst verlorenen Ruhms erhebt." "Was hat einst das k?nigliche Geschlecht der Fae von allen anderen unterschieden, wenn nicht ihre arkane Magie? Einzigartige F?higkeiten, die die Fae auf Augenh?he mit dem Dunklen Reich brachten? F?higkeiten, die der Hohen K?nigin den Titel ¡¯Die Strahlende¡¯ einbrachten?" stellte Lord Fintan die Frage an den Rat. Viele nherrscher stimmten ihm zu. "Als die Hohe K?nigin starb, belegte sie ihre eigene Linie mit einem Fluch, der sie um die arkane Magie brachte. Wenn die K?niglichen nur noch ¨¹ber Naturmagie verf¨¹gen, was unterscheidet sie dann noch von uns?" "Das Fae-Geschlecht ist soweit gesunken, dass momentan ein einfacher Fremder mit ein paar magischen Tricks mit der verehrten ¡¯Strahlenden¡¯ verglichen wird und nun beansprucht die Drachendynastie diesen Titel... wienge m¨¹ssen wir diese Dem¨¹tigung noch ertragen?" hinterfragte Lord Fintan. Chapter 690: Eine entsetzliche Blüte (Kap.691)

Chapter 690: Eine entsetzliche Bl¨¹te (Kap.691)

"Wie k?nnen die Leute in ihrer Unwissenheit dieses... M?dchen f¨¹r die Reinkarnation der Hochk?nigin halten, wie kann das ¨¹berhaupt meine Schuld sein? Ich kontrolliere nicht die Gedanken der Menschen!" beschwerte sich Lady Diandre ver?rgert. "Nein, das tun Sie nicht. Wenn Sie es t?ten, w?re dies zumindest eine der verlorenen k?niglichen arkanen Magien." antwortete Lord Fintan ausdruckslos. Lady Diandre ballte ihre F?uste fester bei Lord Fintans Worten; es stimmte, dass es f¨¹r die k?niglichen Erben schwierig geworden war, fast unm?glich, die arkane Magie auszu¨¹ben. Gebunden durch den Fluch der Hochk?nigin, besa?en die vielversprechendsten k?niglichen Erben bestenfalls eine der arkanen F?higkeiten, und in dieser Generation war nur Adrienne mit ihrer Gedanken manipulierenden Magie vorhanden. Aber selbst im Fall von Adrienne war ihre Gedankenmaniptionsmagie instabil, und sie selbst konnte sie nicht vollst?ndig verstehen oder kontrollieren, sodass ihre Vorteile im Vergleich zu den urspr¨¹nglichen arkanen F?higkeiten der Hochk?nigin viel zu w¨¹nschen ¨¹brig lie?en. Was Lady Diandre selbst betrifft, so hatte sie nicht das Gl¨¹ck, ¨¹ber eine der arkanen magischen F?higkeiten zu verf¨¹gen, nicht einmal auf elementarer Ebene. Deshalb hatte sie Jahrhunderte damit verbracht, ihre Naturmagie zu verfeinern, um weit ¨¹ber ihren Verwandten zu stehen, aber selbst dann waren die Fesseln des Fluchs auf der k?niglichen Blutlinie eng und erstickend, und je mehr Zeit Lady Diandre der Verbesserung ihrer Magie widmete, desto schneller verfl¨¹chtigte sie sich. In diesem Moment waren die Fae-Vertreter nicht einmal dar¨¹ber im ren, dass Lady Diandres Magie nur deshalb auf dem aktuellen Stand war, weil sie auf die Absorption gestohlener magischer F?higkeiten angewiesen war, wie h?tte sie sonst ihren Rang bis zu diesem Moment halten k?nnen? "Die k?nigliche Linie der Fae hat f¨¹r unser Volk keinen Sinn mehr, und ich bin sicher, dass das Wiederengen der F?higkeiten, um den Titel der Hochk?nigin wiederherzustellen, f¨¹r diese Generation nichts weiter als eine vergebliche Hoffnung ist." "Wir alle haben Lady Diandres zahllose Misserfolge miterlebt, selbst nachdem sie so viele unserer T?chter ausgesandt hat, um eine Verbindung mit den Drachenlords zu suchen." fuhr Lord Fintan ver?chtlich fort. "Herr Fintan, ich rate Ihnen, sich jetzt zur¨¹ckzuziehen. Wenn Lady Diandre Ihre Herausforderung nicht annehmen m?chte, dann beenden Sie diese Sache." Lord Jo?o, der bisher geschwiegen hatte, meldete sich endlich zu Wort. "Jo?o, Sie kennen die Wahrheit ebenso gut wie wir anderen, aber Sie sind geblendet von Ihrem Gel¨¹bde gegen¨¹ber einem untergehenden Geschlecht. Ich ube, wir m¨¹ssen alle akzeptieren, dass die k?nigliche Linie kein Comeback erleben wird.", lie? Lord Fintan seine Worte kurz wirken, bevor er fortfuhr. "Was ist eine Herausforderung? Es ist einfach eine Gelegenheit f¨¹r Sie, vor diesem Rat zu beweisen, dass Sie immer noch w¨¹rdig sind. Wenn Sie Vertrauen in Ihre F?higkeiten haben, abgesehen von Ihrer Blutlinie, sollte eine Herausforderung kein Problem f¨¹r Sie darstellen." "So wie ich das sehe, hat Lady Diandre zwei M?glichkeiten: Entweder Sie stellen sich meiner Herausforderung und besiegen mich mit Ihren F?higkeiten vor diesem Rat oder treten freiwillig zur¨¹ck.", erkl?rte Lord Fintan emotionslos. Im n?chsten Moment verk¨¹ndete ein einheitliches Stampfen der F¨¹?e die einstimmige Zustimmung der Vertreter der Fae-ns. Lady Diandres H?nde ballten sich zu F?usten, als sie die M?glichkeit erwog, Lord Fintan zu besiegen. Sie hatte keine Ausreden, sie war viel ?lter als der junge n-Lord und h?tte eigentlich mehr Erfahrung haben m¨¹ssen, aber wie h?tte sie erwarten k?nnen, dass Lord Fintan so nat¨¹rlich auf Magie eingestellt war, dass er in seinem Alter alle anderen n-Vertreter ¨¹bertraf? Es gab kaum Chancen f¨¹r Lady Diandre, Lord Fintan zu besiegen, und jeder auf den Wiesen Versammelte wusste das, oder hatte zumindest eine Vorahnung davon.Wenn Lady Diandre darauf bestand, die Herausforderung zu vermeiden, w¨¹rde sie nur Lord Fintans Worte best?tigen und das Vertrauen ihres Volkes vollst?ndig verlieren. Sie befand sich in einer Sackgasse, ohne m?glichen R¨¹ckzug und ohne Wahlm?glichkeiten. Was sollte sie tun? W?hrend Lady Diandre noch von Gedanken umwirbelt wurde, zogen Schreie des Entsetzens ihre Aufmerksamkeit zur¨¹ck in die Gegenwart. Im gleichen Moment blickte Lady Diandre auf und ihre Augen weiteten sich beim Anblick eines nvertreters, der mittels un¨¹berwindlicher Fesseln in der Luft hing. Er strampelte heftig, schlug mit H?nden und F¨¹?en, w?hrend er um Hilfe rief, was alle v?llig verbl¨¹ffte, denn niemand konnte die Quelle des Angriffs ausmachen. Sie kamen nicht einmal dazu, dar¨¹ber nachzudenken, denn alles geschah innerhalb eines einzigen Herzscgs, viel schneller, als einer der nvertreter begreifen oder reagieren konnte, selbst Lady Diandre nicht. In einem Moment wurde ein nvertreter von einer unsichtbaren Kraft hochgehoben, schrie um Hilfe und im n?chsten Moment rissen scharfe rote Ranken aus seiner Haut, zerrissen seinen K?rper von innen heraus, sodass Blut und Fleisch ¨¹berall hin spritzten. Seine Schreie erstarben, seine Anstrengungen endeten und was von dem zerschredderten K?rper ¨¹brig blieb, fiel in die Mitte der Wiese. "Er hat amutesten getrampelt... nun wird ihm das nicht mehr abvengt." Eine sanfte Stimme folgte dem Aufprall, als der Leichnam... oder was davon ¨¹brig war, auf dem Bodenndete. Aus dem Dickicht der B?ume tauchte ein Gesicht auf, das Lady Diandre niemals erwartet h?tte, ihre eigene Nichte... Ke. In schwarze Roben geh¨¹llt, die ihre Silhouette verbargen, und ganz im Gegensatz zu ihrem ¨¹blichen dunkelgr¨¹nen Reitanzug, schritt Kengsam auf die Versammlung zu, ein ruhiges L?cheln auf den Lippen. Fragen waren ¨¹berfl¨¹ssig, denn jedem war r, dass sie f¨¹r den soeben geschehenen Schrecken verantwortlich war. Doch wie war Ke, die sanftm¨¹tigste der beiden k?niglichen Schwestern, zu so etwas f?hig? "Wir vergessen manchmal, dass unsere K?rper... und alle Bestandteile darin, nur ein winziges St¨¹ck Natur sind. Die Natur bl¨¹ht... und die Natur stirbt..." "Deswegen k?nnen auch wir, genau wie die Pnzen und B?ume... zum Bl¨¹hen gebracht werden. Es ist nur so, dass diese sterblichen K?rper das nicht aushalten k?nnen..." Ke sprach sanft, als sie neben den ¨¹berresten der nvertreter stand. Ihre Hand bewegte sich leicht und schwebte ¨¹ber dem Leichnam, und aus den roten Ranken bildeten sich blutrote Knospen, die dann ebenso schnell zu leuchtenden, wundersch?nen Bl¨¹ten erbl¨¹hten, bis der Leichnam vollst?ndig mit Bl¨¹ten bedeckt war, wie ein Rosenstrauch. Die gesamte Versammlungswiese verfiel in ein entsetztes Schweigen, selbst Lady Diandre blieben die Worte im Halse stecken, und ein Schauer des Entsetzens lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken. Chapter 691: Jemand anders (Kap.692)

Chapter 691: Jemand anders (Kap.692)

¡¯"Ich habe noch nie einen lebendigeren Farbton auf einer Bl¨¹te gesehen. Sie ist eine Sch?nheit, nicht wahr?" fragte Ke, ihr Tonfall ohne jegliche Emotion. Man konnte nicht sagen, ob sie wirklich fasziniert war, wie ihre Worte andeuteten, oder ob ihre Worte eine tiefere Bedeutung und Absicht hatten, die nichts mit Bl¨¹ten und Faszination zu tun hatte. Nat¨¹rlich gab es keine Antwort, und es war nicht bekannt, ob Ke eine von den entsetzten nvertretern erwartet hatte, die zu schockiert waren, um auch nur einen Laut von sich zu geben. Schlie?lich richtete Ke ihre Aufmerksamkeit von den frisch erbl¨¹hten roten Blumen auf die Dutzende entsetzter Augenpaare, die von ¨¹berall auf der Versammlungswiese auf sie gerichtet waren. "Warum diese seltsamen Gesichter? Ihr wolltet die F?higkeiten des k?niglichen Geschlechts der Fae sehen, ihr sagtet, ihr wolltet euch beweisen... ihr sagtet, sich auf vergangenen Ruhm zu vessen, reicht nicht mehr aus..." "Ich w¨¹rde sagen, das hier sollte gen¨¹gen. Und wenn nicht, bin ich bereit, noch weiteres zu beweisen..." Ke stockte, als sich ihr Blick auf Lord Fintan richtete. Kes Worte waren r eine verh¨¹llte Drohung, eine, die sie offensichtlich umsetzen konnte, wenn das, was gerade passiert war, ein Indiz daf¨¹r war. Doch f¨¹r die nvertreter war es immer noch schwer zu begreifen, was genau geschehen war. "Haltet ihr es nicht f¨¹r unangemessen, das k?nigliche Geschlecht allein wegen meiner Tante als unf?hig zu betrachten? Meine Tante mag das k?nigliche Geschlecht repr?sentieren ... aber sie ist nicht der einzige Ma?stab f¨¹r unsere F?higkeiten." fuhr Ke fort und warf Lady Diandre einen fl¨¹chtigen Blick zu. "Ihr ... Versagen, geh?rt allein ihr. Mit welchem Recht verweigert der Rat meiner Schwester und mir die Chance auf unser Geburtsrecht? ubt ihr wirklich, dass dem k?niglichen Geschlecht die Mittel ausgehen? Habt ihr wirklich gedacht, dass ihr jemals an der Reihe sein w¨¹rdet?" fragte Ke in einem d¨¹steren Ton. "Du ... wie?" fragte Lord Fintan v?llig verdutzt und sogar mit einem Unterton von Ehrfurcht, trotz der Situation. Lord Fintans Frage deutete auf die Frage hin, die allen anwesenden nvertretern und sogar Lady Diandre selbst durch den Kopf ging. Die F?higkeit, die Ke soeben gezeigt hatte, war keine Naturmagie, sie war etwas mehr, und diejenigen, die das Privileg gehabt hatten, die arkane Magie der Hochk?nigin in fr¨¹heren Zeiten zu erleben, w¨¹rden sie auf den ersten Blick erkennen. "Wie kann die k?nigliche Schwester der Fae ohne Verhei?ung arkane Magie wirken?" vervollst?ndigte Ke die Frage, die allen auf der Seeleg. Sie zuckte l?ssig mit den Schultern, gab aber keine Antwort und blickte stattdessen ¨¹ber die Versammlungswiese. "Lord Fintan, Ihr z?hlt zu den Besten der Fae und ich habe noch Verwendung f¨¹r Euch. Es w?re eine Verschwendung, Euch wegen einer so trivialen Angelegenheit zu verlieren. Daher musste jemand anderen Ihren tz einnehmen ... wenn Ihr meine Worte versteht, kehrt an Euren tz zur¨¹ck. Wo Ihr steht... geh?rt auch mir." sagte Ke nach einem kurzen Schweigen. Lord Fintans Augenbrauen zogen sich zusammen, er blickte zu den neu erbl¨¹hten Blumen und dann wieder zu Ke, zwischen ihnen schien ein stilles Einverst?ndnis zu bestehen, dann senkte er den Kopf zu einer Verbeugung und zog sich zur¨¹ck an seinen tz. "Die nvertreter haben sich hier versammelt, weil sie sich um die Zukunft und das Schicksal unseres Volkes sorgen, das verstehe und respektiere ich. Ihr alle erhofft einen neuen Anfang, den meine Tante nicht bieten konnte..." "Lord Fintan wird Euch das auch nicht bieten k?nnen, aber ich kann es." stellte Ke fest und ihr Blick wanderte zu einer immer noch geschockten Lady Diandre hin¨¹ber.Ke schritt an den Beginn der Versammlung und hielt inne. "Tante, du hast dich selbst ¨¹bertroffen. Du solltest jetzt abdanken und mir alle deine Sorgen ¨¹bessen." erkl?rte Ke in tonloser Stimme. Auf der Versammlungswiese herrschte Totenstille. Noch vor einem Augenblick schien es, als w?re Ke gekommen, um die k?nigliche Linie zu verteidigen und die Herausforderung zu unterbinden, doch nun wurde deutlich, dass die Herausforderung fortbestehen w¨¹rde, nur der Herausforderer hatte sich ge?ndert. "Wie konntest du... die arkanen Kr?fte nutzen?" fragte Lady Diandre, unf?hig, das Geschehene zu begreifen. "Sie geh?ren nicht mir... sie geh?ren einem anderen..." sagte Ke, Kes Hand ruhte auf ihrem Unterleib, in dem Lodenworths Kind heranwuchs und Lady Diandres Augen weiteten sich. "Ist dann... das Kind... eines von unserer Art?" fragte Lady Diandre ¨¹berrascht. "Wie h?tte es sonst sein k?nnen? W?hrend es heranw?chst, sp¨¹re ich, wie seine St?rke mich erf¨¹llt... und mir F?higkeiten verleiht, die ich mir nie h?tte vorstellen k?nnen. Mein Kind... ist wahrhaftig frei von den Fesseln des Fluchs unserer Blutlinie." sagte Ke, ihre Augen strahlten vor Freude. "Das Drachenblut in seinen Adern befreit sie v?llig von der Schuld, die unsere Linie den Drachenk?nigen schuldet. Sie ist ungez¨¹gelt... sie ist m?chtig... sie wird die wahrhaftige zur¨¹ckgekehrte Hohe K?nigin sein." wandte sich Ke den nvertretern zu. "Aber dies macht sie zu einer Bedrohung f¨¹r die bestehenden M?chte. Sie wird in Gefahren geboren, vor denen nicht einmal ihr Vater sie sch¨¹tzen kann... nur die Macht der Fae kann ihr Sicherheit bieten." "Deswegen habe ich erkannt, dass ich nicht l?nger unbeteiligt bleiben kann. Ich muss den Weg f¨¹r meine Tochter ebnen, bevor sie zur Welt kommt... Ich muss sicherstellen, dass die wahre Gr??e unserer Rasse wieder in ihre H?nde gelegt wird." "Und jeder einzelne von euch wird mir dabei helfen, selbst um den Preis eures Lebens." sagte Ke in einem entschlossenen Ton. "Von diesem Augenblick an wird meine Tante als k?nigliche Vertreterin der Fae fungieren, aber alle wichtigen Entscheidungen und Befehle werden direkt von mir ausgehen. Gibt es irgendwelche Einw?nde?" fragte Ke und lie? ihren Blick ¨¹ber die Versammlungswiese schweifen. Es herrschte weiterhin Totenstille auf der Wiese und niemand wagte es zu sprechen. "Wei? Lodenworth... dass du hier drau?en bist?" unterbrach Lady Diandre schlie?lich die Stille mit einer z?gerlichen Frage. "Warum? Hast du vor, es ihm zu sagen?" erwiderte Ke mit einer Gegenfrage. "Nein... aber..." Lady Diandre setzte an, doch Ke fiel ihr ins Wort. "Wenn du meine Worte von eben verstanden hast, solltest du diesen tz r?umen, denn ich ben?tige einen Sitztz. W?hrend mein Kind w?chst, kommt die M¨¹digkeit schnell... es sei denn nat¨¹rlich, du beabsichtigst, dich dem entgegenzustellen." merkte Ke an. Chapter 692: Ziel (Kap.693)

Chapter 692: Ziel (Kap.693)

¡¯"Wir haben deine Absichten geh?rt und deine F?higkeiten gesehen; dein Wert steht au?er Frage. In den letzten drei Jahrhunderten oder l?nger hast du das gr??te Potenzial innerhalb der k?niglichen Linie gezeigt, und du f¨¹hrst ein Leben, das nicht durch den Fluch deiner Blutlinie gebunden ist. Die Ehre der k?niglichen Linie ist endlich vielversprechend", ergriff Lord Fintan schlie?lich das Wort nachnger Stille. "Es ist das Einzige, was wir uns alle gew¨¹nscht haben - eine R¨¹ckkehr zur Gr??e der Vergangenheit. Als das Volk der Fae an der Spitze der Welt stand und selbst der Dunkle Herr sich nicht traute, sich mit unserer Hochk?nigin anzulegen... selbst Agardan, der gro?e Bezwinger, suchte ein B¨¹ndnis", fuhr Lord Fintan fort. "Damals war die Welt uns ausgeliefert; h?tten wir uns als oberste Rasse entschieden, w?re es in unserer Reichweite gewesen. Ich wei? nicht, warum unsere Vorfahren eine solche Chance vor¨¹bergehen lie?en und das k?nigliche Geschlecht sogar mit einem Fluch an die Drachen banden", machte Lord Fintan eine Pause, sein Tonfall war abf?llig. "Ich habe eine Frage, Lady Ke... und wenn du eine Antwort darauf geben kannst, wird mein Fr¨¹hlingsn hinter dir stehen und dir vollst?ndige Unterst¨¹tzung gew?hren. Und jeden, der sich gegen dich stellt, werde ich als Todfeind betrachten", erkl?rte Lord Fintan. Ke nickte und gab Lord Fintan ein Zeichen, n?her zu kommen. Lord Fintan trat vor, bis er in der Mitte der Lichtung stand, sein Blick schweifte kurz umher. "Es ist Jahrhunderte her, dass das Fae-Volk in Ungnade fiel. In dieser Zeit haben wir zahllose Anstrengungen unternommen, um unsere glorreichen Tage wiederherzustellen, doch jeder Versuch war entweder erfolglos oder gescheitert. Nun muss ich wissen, was du anders machen wirst", stellte Lord Fintan eine kritische Frage. Ke schwieg einen Moment, bevor sie l?ssig mit den Schultern zuckte. "Den Thron der Hochk?nigin wiederherstellen... den Fluch brechen", antwortete Ke schlicht. "Der wichtigste Schritt zur Wiederherstellung unserer Rasse ist der Aufstieg eines Monarchen, der mit dem Drachenk?nig vergleichbar ist", fuhr Ke fort, ihre Aussage best?rkend. "Doch wir haben viele Versuche unternommen, den Fluch zu brechen, und keiner davon war erfolgreich", erinnerte Lord Fintan. "Meine Tante und ich sind anders", sagte Ke und warf einen Blick auf die schweigende Lady Diandre. "Obwohl sie ihre eigenen Gedanken hat, ube ich, dass es einen sicheren Weg gibt, den Fluch zu brechen", behauptete Ke. "Und was ist dieser Weg?", fragte Lord Fintan skeptisch. "Das k?nigliche Geschlecht der Drachen ausl?schen... den Drachenk?nig t?ten", verk¨¹ndete Ke in einem ruhigen Ton, als h?tte sie gerade nicht die sphemischsten Worte ausgesprochen. Die versammelten Anwesenden verfielen erneut in entsetztes Schweigen, doch Lord Fintans Reaktion war eine andere, in seinen Augeng Neugier. "Die Lebensschuld, die uns mit einem Fluch bindet, wird vom k?niglichen Geschlecht der Fae geschuldet und muss vom k?niglichen Geschlecht der Drachen eingetrieben werden. Nun, wenn es niemanden mehr gibt, der diese Schuld eintreiben kann...", lie? Ke ihre Worte im Raum stehen. "Dann wird es keinen Fluch geben", murmelte Lord Fintan in Erkenntnis. "Du hast nie daran gedacht, die Schuld zu begleichen... du hast nur daran gedacht, sie vollst?ndig zu vernichten", fuhr Lord Fintan fort, seine Augen funkelten. Ke zuckte l?ssig mit den Schultern, ihre Hand streichelte noch immer ihren Unterleib, als g?be ihr diese Ber¨¹hrung die Kraft, die ihr fehlte. "Alles ist bereits im Gange. Die Welt, in der wir stehen, ist in zwei Teile zerbrochen, und der Drachenk?nig ist auf der anderen Seite zur¨¹ckgeblieben, ohne eine M?glichkeit zur R¨¹ckkehr... wir m¨¹ssen nur daf¨¹r sorgen, dass er nicht lebend zur¨¹ckkehren kann", erkl?rte Ke ausdruckslos. Aus Kes Worten konnten die n-Vertreter leicht ableiten, dass sie in all das verwickelt war, was in letzter Zeit geschehen war.""Sie haben mich gefragt, was ich anders machen will? ..." fragte Ke. Dann winkte sie mit der Hand, und ein Portal erwachte mitten auf der Versammlungswiese zum Leben. Lord Fintan wich schnell zur Seite, und die anderen Fae-Vertreter sch¨¹tzten ihre Gesichter, als das wirbelnde Portal Staub und Schutt aufwirbelte. Es dauerte nur einen Moment, bis ein junger Mann in einem grauen Gewand aus dem Portal trat. Mit einer Handbewegung verschwand das Portal. Inmitten der n-Vertreter stand der seltsame junge Mann, dessen Augen noch merkw¨¹rdiger waren, denn sie waren vollkommen pupillenlos und reinwei?. "Geh?ren Sie zur gebrochenen Klinge?" fragte Lord Fintan, ausgehend vom Aussehen des jungen Mannes. "Das... er ist ein dunkler Zauberer!" rief einer der n-Vertreter. Der junge Mann l?chelte anerkennend und klopfte sich den Staub von seinem Gewand. "Nicht irgendein dunkler Zauberer ..." murmelte Ke. Es war wichtig zu wissen, dass sich die Fae seit der Ausl?schung der sieben Fae-ns von der dunklen Magie ferngehalten und sich offiziell nicht damit verb¨¹ndet hatten. "Der Feind meines Feindes ist mein Freund, wie man sagt. Was werde ich anders machen? ... Ich werde so weit gehen, wie es n?tig ist, um meinen Willen durchzusetzen." erkl?rte Ke bestimmt. _______________ Die Versammlungswiese wurdengsam ger?umt, als verschiedene Portale beschworen und geschlossen wurden und die n-Vertreter in ihre verschiedenen Regionen und Territorien zur¨¹ckkehrten. Lady Diandre stand schweigend da, bis au?er Ke niemand mehr anwesend war, erst dann sprach sie. "Der Seher der gebrochenen Klinge ... Ich habe dich und deine Schwester mit ihm bekannt gemacht, damit ihr ihn nutzt, wenn ihr dringend Antworten oder L?sungen sucht ..." begann Lady Diandre, wurde aber von Ke unterbrochen. "Und Sie haben uns nie offenbart, dass die gebrochene Klinge nur eine Tarnung war und tats?chlich der Ruheort einesnge verletzten und erholenden dunklen Zauberers war, der sich als Seher ausgab ... Ihre Frage m¨¹sste sein, wie ich diese Wahrheit erfahren habe? Und welche Rolle habe ich bei seiner schnellen Genesung gespielt?" Ke erriet die Gedanken ihrer Tante. "Die magische F?higkeit, Sie haben sie nicht nur Verothrax zugef¨¹hrt, sondern auch dem Seher geholfen ..." erkannte Lady Diandre. "Ke ... das ... wienge haben Sie das gent?" fragte Lady Diandre argw?hnisch. Ke schmunzelte, stand auf und ging zu Lady Diandre, bis sie direkt neben ihr stand. "Ich ube, die einzige relevante Frage ist jetzt, was ich als N?chstes zu tun beabsichtige." sagte Ke. Lady Diandre starrte ihre Nichte entsetzt an und fragte sich, ob sie sie jemals wirklich gekannt hatte. "Keine Sorge. Halten Sie den Kopf unten, und Sie werden nie mein Ziel sein.... Mein Ziel ist derjenige, der alles tun w¨¹rde f¨¹r die R¨¹ckkehr des Drachenk?nigs." versicherte Ke und dann verabschiedete sie sich. Chapter 693: Warten (Kap.694)

Chapter 693: Warten (Kap.694)

Neveah schreckte hoch, ihre Augen rissen weit auf, und sie setzte sich ruckartig auf ihrem Bett auf, mit entsetzt aufgerissenen Augen. Ein eiskalter Schreck durchfuhr sie, und ihr Herz begann in ihrer Brust zu rasen, die rhythmischen Schl?ge beschleunigten sich, wurden unregelm??ig. Ihre Instinkte waren gesch?rft, rmbereit, und ihr innerer Wolf war ebenfalls angespannt. So aufmerksam war Neveah, dass ihr Geh?r fein genug war, um das Rauschen ihres Blutes in ihren Adern und dessen Weg zu vernehmen. Es war so lebendig, dass Neveah es sich beinahe bildlich vorstellen konnte. Doch bei solch ¨¹berreizten Sinnen mischten sich alle Ger?usche um sie herum zu einem verwirrenden Durcheinander. Noch nie waren Neveahs Sinne so empfindlich gewesen. ¨¹blicherweise konnte sie die Empfindlichkeit ein wenig eind?mmen, doch diesmal ersehnte Neveah eine mentale Barriere, die alle ?u?eren Ger?usche ausblendete, um ihren Geist zu beruhigen. ¡¯¡¯Ruhig... ruhig... mein Schatz.¡¯¡¯ Neveah versuchte, ihren Wolfsgeist zu beruhigen, wissend, dass viele dieser Gef¨¹hle von ihrer anderen Seite ¨¹bertragen wurden. ¡¯¡¯Ich bem¨¹he mich.¡¯¡¯ gab ihr Wolf zur¨¹ck, der Ton angespannt. Neveah konnte weder sagen warum noch was genau diese Reaktion hervorgerufen hatte, aber sie wusste, dass sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden konnte. Sie hob eine Hand an ihre Brust, zu ihrem rasend schnellen Herzen, ihre Augen immer noch aufgerissen in einer Mischung aus Entsetzen und nun Verwirrung ob des grundlosen Unbehagens. ¡¯Was ist das f¨¹r ein seltsames Gef¨¹hl?¡¯ Neveah gr¨¹belte ¨¹ber das unerkl?rliche Ereignis. Es verunsicherte sie zutiefst. Als sie eine sich n?hernde Pr?senz sp¨¹rte, gingen Neveahs H?nde instinktiv in Angriffsstellung, ihre Krallen schossen hervor und funkelten scharf im d?mmrigen Licht. "Veah, beruhige dich. Ich bins, Everon." Everons bes?nftigende Stimme erreichte Neveah gerade, als die Vorh?nge zur¨¹ckgezogen wurden und Tageslicht den Raum durchflutete, die Dunkelheit vertreibend. Neveah lie? einen Atemzug frei, von dem sie gar nicht bemerkt hatte, dass sie ihn angehalten hatte. Das helle Licht war zuerst grell f¨¹r ihre Augen, aber es milderte ihre ¨¹berempfindlichkeit etwas ab und ihr Geh?r normalisierte sich. Everon stand noch am Fenster, sein forschender Blick auf Neveah geheftet. Seine Augen waren neugierig und durchdringend, zweifelsohne war ihm bewusst, was gerade geschehen war. Doch Everon schwieg einen Moment, gab Neveah Zeit, und sie war ihm daf¨¹r dankbar. "Ist es sicher, n?her zu kommen?" fragte Everon, w?hrend Neveah noch an Ort und Stelle verharrte. "Komm her." gestattete Neveah und deutete auf den tz neben ihrem Bett. Everon ging r¨¹ber und setzte sich, streckte seine Hand Richtung Neveahs Stirn aus, und sie zuckte instinktiv zur¨¹ck. Everon runzelte die Stirn, aber er wartete geduldig ab; er kannte Neveahs Vorsicht aus fr¨¹heren Begegnungen, seine Hand verharrte und gab Neveah die M?glichkeit, ihren Kopf zu bewegen und den Kontakt herzustellen, als sie sich einen Moment sp?ter beruhigt hatte. "Es istnge her, seit du mir gegen¨¹ber so vorsichtig warst." stellte Everon fest, w?hrend er Neveahs Zustand mit seiner eigenwilligen medizinischen Gabe ¨¹berpr¨¹fte. "Mir muss unwohl sein. Alles f¨¹hlt sich... fremd an." murmelte Neveah, w?hrend sie die Augen schloss, als Everon seine Beobachtung beendete. "Du bist k?rperlich ersch?pft, weil du deine Magie songe weitergegeben hast, w?hrend sich dein K?rper noch anpassen muss, und deine Konstitution k?mpft immer noch damit, F?higkeiten zu akzeptieren, die ihr nicht nat¨¹rlich sind." "Die Konfrontation mit der dunklen Fee hat dich bereits an deine Grenzen gebracht und der Zauber, der auf dich gewirkt wurde, fordert nach wie vor seinen Tribut von deiner Seele ¨C auch wenn erfolglos." "Du bist geistig ersch?pft durch die pl?tzlich auf dich zukommenden Verantwortungen und was das f¨¹r dich bedeutet, f¨¹r die Wei?en D¨¹nen und f¨¹r die Festung insgesamt.""Du f¨¹hlst dich emotional leer, da deine geliebten M?nner nicht bei dir sind, und das einzige Mittel gegen deinen Herzschmerz ist unerreichbar. Alte Wunden m¨¹ssen erst noch heilen, und neue kommen hinzu, bevor du dich erholst... du bist wirklich nicht in bester Verfassung", stimmte Everon zu. "Sag mir etwas, das ich nicht bereits wei?", murmelte Neveah leise. "Ich kenne meinen Zustand, du musst nicht so tun, als w?re ich dem Tode nah. Ich habe Schlimmeres erlebt als eine Trennung, bedeutende Pflichten und einige Mordanschl?ge." entgee Neveah zu Everon. "Du hast mich nicht ausredenssen", bemerkte Everon. Neveah brummte leise und nickte dann, damit Everon fortfahren konnte. "Ungeachtet dessen hat dein magisches Potenzial durch die Situationen auf Leben und Tod zugenommen. Du bist um einiges st?rker geworden als die meisten Magier, die ich kenne, und deine Wolfsseite wird ebenfalls st?rker, w?hrend du heilst." "Geistig hast du deinen neuen Titel vollst?ndig angenommen und die Tatsache akzeptiert, dass er schon immer ein Teil von dir war." "Ich kann dir versichern, dass du gesund und unbesiegbar bist, meine K?nigin", ermutigte Everon. "Sei nicht so, Ron", erwiderte Neveah und zog die Stirn kraus wegen des Titels. Everon l?chelte leicht, stand auf, holte ein s Wasser und reichte es Neveah. Neveah nahm einen Schluck des kalten Wassers und leerte dann den Rest, bevor sie ihm das s zur¨¹ckgab. Everon stellte es beiseite und setzte sich wieder neben Neveahs Bett. "Was war eben los? Du bist aufgewacht und ich habe eine m?rderische Aura gesp¨¹rt, als wolltest du jemanden t?ten", fragte Everon schlie?lich. "Und als ich hereintrat, habe ich f¨¹r einen Moment deine Absicht gesp¨¹rt... mir zu schaden", f¨¹gte Everon mit vorsichtigem Ton hinzu. Neveah zuckte sichtlich zusammen, sie hatte Everon ¨¹berhaupt nicht wiedererkannt und sie h?tte sich tats?chlich auf ihn gest¨¹rzt, wenn er nicht genau in dem Moment das Wort ergriffen h?tte. "Ich... ich kann es nicht erkl?ren. Mit meinem Wolf stimmt etwas nicht, gib mir etwas Zeit, um es herauszufinden", gestand Neveah ein. "Gut, ich bin hier, um dir zu helfen, wenn du etwas brauchst", erinnerte Everon ernst. Neveah nickte verst?ndnisvoll und dann wechselte Everon das Thema. "Demevirld? Ist er zu dir zur¨¹ckgekehrt?" erkundigte sich Everon besorgt. "Noch nicht", seufzte Neveah schwer. "Hei?t das, du bist immer noch nicht in der Lage gewesen, deine Tr?ume zu verschmelzen?" murmelte Everon. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und ihre Stirng in Sorgenfalten. "Ich kann Jian nicht erreichen und ich wage es nicht, Demevirld zu suchen, sie k?nnten immer noch miteinander verbunden sein, und ich w¨¹rde Jian Schaden zuf¨¹gen, wenn ich mich einmische. Alles, was wir jetzt tun k?nnen, ist zu warten... darauf, dass Jian zu mir kommt", sagte Neveah zu Everon. Chapter 694: Heute ist es anders (Kap.695)

Chapter 694: Heute ist es anders (Kap.695)

"Du bist gerade rechtzeitig aufgewacht. Menarx und Imagor waren hier, um einige Angelegenheiten zu besprechen, wollten aber deine Ruhe nicht st?ren und sind gegangen. Sie werden innerhalb einer Stunde zur¨¹ck sein", begann Everon. Neveah nicktengsam, sie war bereits in das Regierungsgeschehen der Festung verwickelt, ein Zur¨¹ck gab es nicht mehr. "Die Verhandlung hat vor kurzem begonnen. Der Lord und die Lady der Rubinschuppen ¨¹berwachen das Verfahren, w?hrend wir sprechen", informierte Everon Neveah. "Die Verhandlung... ich habe einen halben Tag verscfen, wie es scheint", murmelte Neveah und erinnerte sich daran, dass sie die Verhandlung gegen die dunkle Fee und den dunklen Zauberer f¨¹r die Morgend?mmerung anberaumt hatte. "Adrienne ist in den Prozess gegen eine dunkle Fee verwickelt? Ich h?tte gedacht, sie w¨¹rde sich aus den Fae-Angelegenheiten heraushalten, wie sie es bisher oft getan hat", ¨¹berlegte Neveahut. "Die dunklen Feen und der Fae-n haben schon vornger Zeit ihre Verbindungen gel?st. Die dunklen Feen sind nun ein eigenst?ndiges ¨¹bel, das in den Landenuert, auch eine Bedrohung f¨¹r die Fae. Hast du immer noch Vorbehalte gegen¨¹ber Menarx¡¯ Reiter?" fragte Everon. Neveah runzelte bei dieser Frage die Stirn. Menarx und Everon waren Cousins, beide aus demselben n und derselben Familie, und nat¨¹rlich war Adrienne nun ebenfalls Everons Familie. Obwohl Everon sich nicht so stark f¨¹r Adriennes Angelegenheiten einsetzen w¨¹rde wie Menarx, wusste Neveah, dass selbst Everon seine Zweifel l?ngst beiseitegelegt hatte. Und Everon wusste nichts von Menarx¡¯ Vergiftung oder den j¨¹ngsten Verdachtsmomenten; offenbar hatte Menarx nicht vor, jemandem davon zu erz?hlen. Das bedeutete, dass auch Neveah ihre Bedenken f¨¹r sich behalten musste. ¡¯Narx, du bringst mich erneut in eine so schwierige Lage...¡¯, dachte Neveah ver?rgert. "Es ist einfach eine heikle Situation... f¨¹r sie, nehme ich an. Aber die Vernichtung der Dunklen Fae-ns hat eine Wunde in den Herzen der Fae hintessen... Verwandtschaft bleibt Verwandtschaft", antwortete Neveah Everon mit einem l?ssigen Schulterzucken. "Die Fae m¨¹ssten es besser wissen... aber ich f¨¹rchte, das tun sie nicht. Ich verstehe deine Bedenken, es ist unwahrscheinlich, dass die Fae nichts mit den Dunklen Fae zu tun haben. Aber Lady Adrienne...", begann Everon, doch Neveah unterbrach ihn. "Ich kenne deine Gedanken, Everon. Du brauchst nicht weiterreden", entgee Neveah und wischte das Thema beiseite. "Was gibt es Neues bei den anderen Angelegenheiten?" erkundigte sich Neveah bei Everon. "Die Lieferung der Kanalisierungs-Edelsteine ist auf dem Weg nach Dune City. Die Fae haben au?erdem ihre Kampfelfen von den Handelsrouten zu den Meeren der Mer zur¨¹ckgezogen", berichtete Everon. "Diandre hat ihr Wort gehalten, ohne dass wir weiter t?tig werden mussten. Beeindruckend", lobte Neveah, ihr Tonfall triefend vor Sarkasmus. "Du hast ihr nicht viel Spielraum gssen", stellte Everon am¨¹siert fest. "Sie ist sich bewusst, dass ich nichts zu verlieren h?tte, wenn ich sie umbringe; ich w¨¹rde damit einigen ihrer Artgenossen einen Gefallen tun. Sie sch?tzt ihr Leben. Sie mag eine hoffnungslose Sache sein, aber sie ist klug", gab Neveah zu. "In der Tat. Die Dinge auf der Seite der Fae sind ruhig, aber es sind erst wenige Stunden vergangen, wir m¨¹ssen wachsam bleiben", kommentierte Everon nachdenklich."Sng Jian zur¨¹ckkehrt, haben wir keinen Grund, uns zu f¨¹rchten. Er muss nur rechtzeitig kommen. Im Augenblick k?nnen wir keinen Angriff starten. Wir k?nnen nur darauf hoffen, dass alles ruhig bleibt", sagte Neveah kopfsch¨¹ttelnd. "Der Reiterrat tritt in einigen Tagen zusammen und hat darum gebeten, dass du die Sitzung leitest. Die Festungsherren haben Berichte ¨¹ber Konflikte in ihren Gebieten eingereicht; Imagor wird deine Einsch?tzung ben?tigen. Der Prozess l?uft noch und es gibt viele interne Angelegenheiten zu kl?ren, wie die Nachwehen der Ereignisse in Scabbard und die Wiederherstellung der Finanzen." "Lord River ist zu Bewusstsein gekommen und vengt eine Audienz bei dir. Die D¨¹nenstadt hat Berichte ¨¹ber die Lichthalle und den Bau der Quartierfolie gesendet." "Sie wollen auch wissen, wie man gegen die Gl?ubigen vorgehen soll, die sich an den Toren der Stadt versammeln. Seit das Ende der Seuche bekannt wurde, sind sie hartn?ckiger geworden. Sie rechnen es dir als Verdienst an und erbitten deinen Segen. Das f?ngt an, die Bauarbeiten zu st?ren. Conrad wei? nicht mehr weiter." "Du musst auch ¨¹ber deine Wohnverh?ltnisse im Drachenturm entscheiden. Diese Gem?cher... sind unpassend", erinnerte Everon und blickte sich in Neveahs Quartieren um. "Womit wirst du beginnen?" fragte Everon Neveah. Neveah seufzte und rieb sich sanft die Stirn, um den Schmerz zu lindern, der allein durch das H?ren der aufgez?hlten Pflichten begonnen hatte. "Ich muss mich noch Asrigs Schriften widmen, das ist im Moment das Wichtigste f¨¹r mich", murmelte Neveah. "Die Angelegenheiten der Festung fallen jetzt in deinen Zust?ndigkeitsbereich. Du wirst sie bald in dein Herz schlie?en m¨¹ssen. Dies sind nur die Berichte f¨¹r den Vormittag, der Mittag wird weitere Pflichten mit sich bringen", sprach Everon das Offensichtliche aus. "Ich bin gerade erst aufgewacht und schon gibt es so viele Dinge zu erledigen. War das bei Jian immer so? Wie hat er Zeit gefunden, mich zu verabscheuen?" murmelte Neveah. Everon kicherte leise ¨¹ber Neveahs Worte. "Sag Imagor, wenn er so viel Freizeit hat, um mich zu besuchen, kann er sich selbst um den Reiterrat und die Festungsherren k¨¹mmern. Ich bin gerade zu einer einflussreichen Pers?nlichkeit geworden und jetzt will er mir alles aufb¨¹rden? Noch vor ein paar Tagen war ich nicht hier und er und Kirgan kamen gut zurecht", merkte Neveah an. "Vor ein paar Tagen hatte die Festung dich nicht als Drachenk?nigin anerkannt. Aber heute sieht es anders aus...", lie? Everon die Worte in der Luft h?ngen. "Wenigstens hast du mich, um dich vor¨¹bergehend anzuleiten. Mit der Zeit wirst du einen pers?nlichen Assistenten brauchen. Lord Rodrick reicht nicht aus, er ist eng mit unserem Lehnsherrn verbunden und sie arbeiten gemeinsam, das k?nnte f¨¹r dich anders sein", riet Everon. "Lord Rodrick w¨¹nscht, dass du deinen ausgew?hlten Helfer zu ihm schickst, um eine Ausbildung zu erhalten." "Ich verstehe. Schicke Tara zu Lord Rodrick. Gott wei?, wenn ich hier festsitze, muss sie mit mir festsitzen", entschied Neveah ohne Z?gern. "Ich werde zuerst Conrads Bericht pr¨¹fen. Aber jetzt brauche ich erstmal eine Dusche und frische Kleidung", sagte Neveah mit einem Seufzer. "Herein!", rief Everon. Neveahs Augen weiteten sich, als eine Reihe von Bediensteten in ihre Quartiere einmarschierte. Chapter 695: Der Schelm (Kap.696)

Chapter 695: Der Schelm (Kap.696)

Neveah warf die T¨¹r hinter sich zu und atmete erleichtert auf, endlich von Everon und seinen Ideen, sowie der unerw¨¹nschten Begleitung, die er mitgebracht hatte, befreit zu sein. Mindestens ein Dutzend Bedienstete waren anwesend, von denen Neveah einige kannte. Seit ihrer R¨¹ckkehr hatte sie niemand Vertrautes mehr gesehen und sie vermutete, Everon habe sie genau aus diesem Grund zur¨¹ckgerufen. Die meisten Bediensteten waren aus dem Bergfried entfernt worden, nachdem die adligen R?te enssen worden waren, sodass nur eine minimale Anzahl ¨¹brig blieb, um die h?uslichen Angelegenheiten ungest?rt fortzusetzen. Aber Neveah brauchte dieses ganze Trara jetzt nicht, ganz im Gegensatz zu Everons Meinung. ¡¯Geht es dir gut?¡¯ erkundigte sich Neveah bei ihrem Wolf. Endlich allein, kehrte ihre Besorgnis ¨¹ber das Vorgefallene, das sie in dem Moment ihres Erwachens erlebt hatte, zur¨¹ck. ¡¯Mir geht es gut, Veah.¡¯ beruhigte sie der Wolf Neveahs. Neveah zog die Stirn leicht in Falten, denn was sie kurz zuvor erlebt hatten, war alles andere als normal, es war eigenartig und beunruhigend. Aber Neveah dr?ngte nicht weiter nach, da sie wusste, dass auch ihr Wolf nicht genau verstand, was passiert war, und er w¨¹rde es ihr nicht vorenthalten, wenn er es w¨¹sste. Neveahs Blick fiel auf ihr Bett, auf dem die Diener mehrere Garnituren Kleidung tziert hatten. Alle in unterschiedlichen Schwarz- und Goldt?nen, aber es waren alles Kleider; ein Reitanzug oder -kleid war darunter nicht zu finden. Neveah war bewusst, dass es der Drachenkultur entsprach, dass ihr erstes Reitkleid ein Geschenk ihres Drachen sein sollte. Niemand sonst hatte solche Rechte oder w¨¹rde es wagen, dieses Privileg zu beanspruchen, es sei denn, Neveah forderte es ausdr¨¹cklich. Neveah hatte keineswegs die Absicht, Jian oder Xenon dieses Recht zu entziehen; sie war mehr als bereit zu warten. Die Diener hatten schlichte, aber elegante Kleider gebracht, die vermutlich gr??tenteils Davinas Werk waren, mit einigen Einfl¨¹ssen von Tara, da sie genau Neveahs Geschmack trafen und nicht zu extravagant waren. Sie ?hnelten auch auffallend den Kleidern, die Neveah in den D¨¹nen bevorzugte, was nahelegte, dass Taras Meinung auf irgendeine Weise eingeholt worden war. Es war gerade einmal ein halber Tag vergangen und Everon hatte es schon geschafft, so vieles zu arrangieren - obwohl er eigentlich keine Zeit h?tte haben d¨¹rfen, da er erst nachnger Zeit in den Bergfried zur¨¹ckgekehrt war. "Die Heilerhalle muss in letzter Zeit wohl kaum Pflichten haben." ¨¹berlegte Neveah. Unter den Kleidern gab es immer noch ein paar ¨¹bertriebene St¨¹cke, die Neveah annahm, dass sie f¨¹r besondere Anl?sse gedacht waren, so wie das Kettenkleid, das Davina f¨¹r Neveahs ersten Auftritt vor dem Drachenhof geschickt hatte. Neveah wandte ihre Aufmerksamkeit dem Brief zu, den Everon zur¨¹ckgssen hatte. Es war Conrads Bericht und Neveah ?fe ihn, um den Inhalt zu ¨¹berfliegen. Er entsprach genau dem, was Everon Neveah berichtet hatte, au?er dass Conrad einige deutliche Worte f¨¹r Neveah hatte, die letztendlich einem Absatz voller Vorw¨¹rfe entsprachen, weil sie ihm und Garron die Wei?en D¨¹nen ¨¹bessen hatte, nachdem sie zugesichert hatte, nur f¨¹nf Tage abwesend zu sein. "Es war ja nicht so, dass ich das gent h?tte." murmelte Neveah, w?hrend sie den Brief beiseitelegte. Neveah seufzte und ging ins Waschzimmer. Es gab viele dringende Angelegenheiten und daher verschwendete Neveah keine Zeit, sich f¨¹r den Tag vorzubereiten. Bald war Neveah vollst?ndig angekleidet; sie k¨¹mmerte sich nicht um ihre Haare, sondern lie? sie wild ihr Gesicht umrahmen. Neveah verlie? ihr Quartier und begab sich in die zweite Etage, wo sie wusste, dass Imagor und Kirgan bereits die Berichte des Tages bearbeiteten. Neveah stie? die T¨¹r zum Arbeitszimmer auf und verdrehte die Augen, als Kirgan sofort aufblickte und erleichtert aufseufzte. "Neveah! Ich dachte schon, du schaffst es nicht!" rief Kirgan angenehm ¨¹berrascht aus. "Meine Dame." Imagor gr¨¹?te mit einem Kopfnicken aus seiner sitzenden Position heraus.Lord Rodrick war nirgendwo aufzufinden, und Neveah nahm an, dass er sich um h?usliche Angelegenheiten k¨¹mmern musste. Auch f¨¹r Tara war er nun eine Zeitng verantwortlich. Kirgan stand im n?chsten Moment auf, um den zweiten Schreibtisch, an dem er sa?, frei zu machen. "Ich werde bei der Verhandlung gebraucht," verk¨¹ndete Kirgan mit einem Grinsen. Trotz seiner Eskapaden wusste Neveah, dass Kurgans Worte stimmten. Menarx war der einzige W?chter des K?nigs, der die Verhandlung ¨¹berwachte, und es war nur gerecht und angemessen, dass bei einer so wichtigen Veranstaltung eine zweite Meinung vertreten war. Die k?niglichen Wachen waren ohne Cassian, der die Angelegenheiten besser lenken konnte als der sorglose Kirgan, unterbesetzt. "Geh nur," eubte Neveah, w?hrend Imagor leise vor sich hin murmelte, aber keinen Widerspruch einlegte. "Schau nach Zephyr und Kalia, bevor du gehst," erinnerte Imagor seinen Bruder. "Aber nat¨¹rlich," stimmte Kirgan zu und im n?chsten Augenblick war er verschwunden. "Everon hat mir berichtet, dass du bald auf die h?chste Ebene aufsteigen wirst. Ich habe die Berichte, die deine Aufmerksamkeit erfordern, durchgesehen und alles auf Themen beschr?nkt, die die D¨¹nen und ihre Umgebung betreffen; um den Rest k¨¹mmere ich mich," erkl?rte Imagor zu Neveah. "Was Lord River angeht, so besteht er darauf, mit dir zu sprechen..." Imagor brach ab. "Das werde ich regeln, keine Sorge," versicherte Neveah. Imagor nickte dankbar und Neveah setzte sich. Sie nahm die erste Schriftrolle in die Hand unds sie durch. Sie enthielt die neuesten Informationen ¨¹ber den Bau des Vierpasses, und nachdem sie sie gelesen hatte, verfasste Neveah eine Antwort an Conrad. Neveah und Imagor arbeiteten danach in Stille, und Neveah war sich nicht sicher, wie viel Zeit vergangen war, bevor die T¨¹r zum Arbeitszimmer aufging. Neveah musste nicht hinschauen; am Geruch erkannte sie sofort, wer es war. "Lady Neveah," begr¨¹?te Kaliana, und Neveah brummte als Antwort. Instinktiv streckte Imagor seine Hand aus, um seiner Reiterin zu helfen, noch bevor sie zu ihm kam. "Brauchst du mich?" fragte Imagor, w?hrend er die Akte, an der er gearbeitet hatte, zur Seite legte. "Ich kann Zephyr nicht finden. Ich wollte nur wissen, ob er hier vorbeigekommen ist," antwortete Kaliana und suchte den Raum mit ihrem Blick ab, w?hrend sie Imagors ausgestreckte Hand ergriff. "Nein, er war nicht hier," informierte Imagor seine Reiterin. Er tauschte einen Blick mit Neveah, die leicht den Kopf sch¨¹ttelte. "Er m¨¹sste sich an seinen ¨¹blichen Orten verstecken," schlug Imagor vor. "Ich habe ¨¹berall nachgesehen... ¨¹berall, wo er sein k?nnte, aber ich finde Zephyr nicht. Es ist fast Mittag und Zeit f¨¹r seine Flugstunde, die w¨¹rde Zephyr niemals verpassen," meinte Kaliana und sch¨¹ttelte den Kopf, ihre Stimme voller Sorge. "Wann warst du das letzte Mal mit ihm zusammen?" fragte Neveah und legte ebenfalls ihre Arbeit beiseite. "Vor einer Stunde, als Kirgan hier vorbeikam," berichtete Kaliana. "Zephyr ist ein schelmisches Kind. K?nnte er sich hinter Kirgan hergeschlichen haben?" vermutete Neveah. "Kirgan ist auf dem Weg zur Verhandlung..." sagte Kaliana, und ihre Stimme verstummte. Im n?chsten Moment stand Imagor auf und Neveah folgte ihm sogleich. Chapter 696: Die Verhandlung (Kap. 697)

Chapter 696: Die Verhandlung (Kap. 697)

Ein Prozess war ein sensibles Ereignis in der Festung. Abh?ngig von der Schwere des Falls k?nnte sogar die Einberufung eines einheitlichen Rates erforderlich sein, besonders wenn das zu verhandelnde Verbrechen das Schicksal der gesamten Festung und nicht nur einer einzelnen Rasse betraf. Dies war der Fall beim Prozess gegen den Zwergenk?nig wegen des Handels mit magischen F?higkeiten, bei dem unschuldige Kinder vieler Arten zum Opfer gefallen waren. Ebenso war es beim anstehenden Prozess gegen Lord River, der seine Pflichten als Herr einer Lichts?ule und Besch¨¹tzer der Barriere, die die Sicherheit der gesamten Festung gew?hrleistete, vernachl?ssigt hatte, der Fall. Es gab andere Prozesse, die nur die Drachenrasse betrafen und vom Reiterrat einberufen wurden, wie zum Beispiel der Prozess gegen Neveah wegen des Attentatsversuchs auf Lady Kaliana, der keine Angelegenheit des vereinigten Rates war. Der Prozess gegen Celeste war ebenfalls keiner dieser Prozesse; eine dunkle Fee, die in den Drachenturm eingedrungen war und einen Mordversuch an einer Person wie Neveah unternommen hatte, war bereits zum ultimativen Schicksal verurteilt: dem Tod. Das war keine Entscheidung, die noch getroffen werden musste. Ein vereinigter Rat und der Rat der Reiter waren Luxus, den die dunkle Fee nicht verdiente. Es gab keine faire Anh?rung, nur ein Ergebnis, die Wahrheit, die sie vielleicht enth¨¹llen k?nnte, und ihren Tod, der darauf folgen w¨¹rde. Ein solcher Prozess musste nicht verz?gert oder breit angek¨¹ndigt werden, er wurde rasch durchgef¨¹hrt und dem Reiterrat berichtet. Anstelle des vereinigten Rates und des Reiterrates war ein anderer Rat einberufen worden, um diesen Prozess zu ¨¹berwachen. Ein Rat unter der Leitung von Lord Menarx von den Rubinschuppen, zu diesem geh?rten angesehene Pers?nlichkeiten wie die ?ltesten der Reiterakademie. Einige Lorddrachen des Reiterrates und ihre Reiter waren ebenfalls anwesend und bildeten die Gesamtheit des kleinen Rates. Au?er der dunklen Fee waren weniger als ein Dutzend Menschen im Gerichtssaal anwesend. Es sollte eine kurze und entscheidende Angelegenheit werden. Lord Menarx hatte entschieden, dass der Prozess gegen eine dunkle Fee eine Schande f¨¹r den Drachenturm, den Wohnsitz der Festungsdrachen, darstelle, und deshalb sollte er in der Akademie der Reiter abgehalten werden, um anschlie?end ¨¹ber die Hinrichtung der dunklen Fee zu entscheiden. Der runde Gerichtssaal der Akademie war mit Bannern geschm¨¹ckt, die die gro?en und edlen Taten der Reiter der Akademie und ihrer Drachen sowie der ?ltesten der Akademie seit ihrer Gr¨¹ndung darstellten. Das Gericht der Reiterakademie wurde nicht oft genutzt. Es diente speziell dazu, Akademiereiter zu verurteilen, die des Verbrechens gegen die Drachendynastie schuldig befunden worden waren. Wegen der Intensit?t der Bindung zwischen Drachen und ihren Reitern und der tiefen Loyalit?t, die Drachen gegen¨¹ber ihrer Sippe zeigten, kam dies jedoch nur selten vor. Lady Celeste stand im Zentrum des Hofes, ihre zierlichen Obsidianfl¨¹gel waren mit eisernen Fesseln zusammengebunden, in die Magierrunen eingraviert waren, um ihre Magie zu unterdr¨¹cken. Ihre Augen musterten den Raum mit einer Mischung aus Am¨¹sement und Verachtung. Ihr Kleid war trotz der Szenerie und ihrer vorherigen Gefangennahme irgendwie v?llig intakt, der dunkle Stoff schimmerte und bewegte sich wie Schatten im Wind. Ihre schwarzen Haare fielen ihr in Kaskaden ¨¹ber den R¨¹cken und umrahmten ihre scharfen, doch zierlichen Gesichtsz¨¹ge. Der Gerichtssaal verharrtenge in totenstiller Stille, als Menarx leicht auf die Armlehne seines Stuhls klopfte. Seine Miene war k¨¹hl und undurchschaubar, als er zu sprechen begann."Die Fesseln an euren Fl¨¹geln wurden nach meinen Anweisungen eigens von der Schmiedeakademie in Zusammenarbeit mit der Magieakademie gefertigt. Sie besitzen besondere F?higkeiten, die ihr m?glicherweise interessant findet..." "Ich bin mir sicher, dass du bereits versp¨¹rst, dass sie weit mehr k?nnen, als nur zu fesseln." begann Menarx. "Wenn ich also die Fragen stelle, m¨¹sst ihr lediglich die Wahrheit sagen, dann wird dies nicht l?nger dauern, als es muss." informierte Menarx. Lady Celeste warf einen Blick zu der Gestalt an Menarx¡¯ Seite, seiner Reiterin Adrienne, die seit Beginn des Prozesses geschwiegen hatte. Ihr L?cheln deutete auf eine gewisse Vertrautheit hin. "Ich werde nur mit Lady Adrienne sprechen, und das auch alleine." erwiderte Lady Celeste schlicht. Adrienne schien ¨¹berrumpelt und warf Menarx einen vorsichtigen Blick zu. Menarx sp¨¹rte den Blick seiner Reiterin und konnte erraten, was in ihren Augeng, ohne hinzusehen. ¡¯Besorgnis...¡¯ Menarx konnte nicht eindeutig sagen, ob es daher r¨¹hrte, dass sie f¨¹rchtete, er k?nnte irgendwann ihre Loyalit?t in Frage stellen, oder ob ihre Treue tats?chlich fragw¨¹rdig war. Menarx¡¯ Stirn runzelte sich leicht, aber nur f¨¹r einen Augenblick, bevor sein Gesichtsausdruck wieder undurchdringbar wurde. "Das wird nicht geschehen." stellte Menarx r. "Wenn Ihr die Antworten auf Eure Fragen h?ren wollt, ist das Mindeste, was Ihr tun k?nnt, mir ein Angebot zu machen. Sagen wir... mein Leben im Austausch f¨¹r die Wahrheit?" bezog Lady Celeste Stellung. Menarx¡¯ Stirnrunzeln vertiefte sich kurz, er hatte nicht erwartet, dass die Dunkelelfe so leicht nachgeben w¨¹rde, und auch wenn Menarx viele M?glichkeiten h?tte, sie zu brechen, Neveah hatte angeor, dass das Urteil noch heute gef?llt werden sollte. Die K?nigsgarde teilte diese Auffassung. Die Identit?t der Dunkelelfe war unr und heikel, sie am Leben zussen, w¨¹rde mehr Probleme schaffen als l?sen. Ihr Tod w¨¹rde auch als deutliche Warnung dienen f¨¹r jeden, der ?hnliche Gedanken hegte. Der Prozess war anberaumt worden, um ¨¹ber ihre Hinrichtung zu entscheiden, das war alles, was Neveah vengte. Es war nur so, dass Menarx Antworten haben wollte. Neveah war realistischer als Menarx, das war Menarx bewusst. Selbst wenn die dunkle Zauberin etwas ¨¹ber Jian w¨¹sste, w¨¹rde sie sterben, bevor sie etwas preisgab. Und selbst wenn Menarx durch seine Methoden etwas aus ihr herausbek?me, w?re es den Aufwand wert, eine m?chtige Dunkelelfe w?hrend der Dauer seiner Befragung im Fesnd zu behalten? Zu einem so kritischen Zeitpunkt. "Gut, dann bleibt nichts weiter zu tun, als ihr Schicksal zu bestimmen. Die K?nigsgarde schl?gt die sofortige Hinrichtung durch Drachenfeuer vor." verk¨¹ndete Menarx und erhob sich. Chapter 697: Sonnenuntergang (Kap.698)

Chapter 697: Sonnenuntergang (Kap.698)

Neveah lehnte an der Wand des aufsteigenden Raumes, ihre Stirn leicht in Falten gelegt, w?hrend sie ¨¹ber die Situation nachdachte. Sie bedauerte es etwas, ihre Vermutung ¨¹ber Zephyrs Aufenthaltsortut ausgesprochen zu haben, da sie die Sorgen kannte, die sie nun bei seinen Eltern ausgel?st hatte. Imagor und Kaliana waren ebenfalls im Raum, und obwohl Imagor eine ruhige Mine zur Schau stellte, trommelte der Daumen seiner linken Hand rhythmisch auf seinem Zeigefingerring ¨C ein untr¨¹gliches Zeichen seiner Nervosit?t, das Neveah nicht verborgen blieb. Seine rechte Handg tr?stend auf Kalianas R¨¹cken und bot ihr mit einer stillen Geste Unterst¨¹tzung. Ihre Bindung beeindruckte Neveah immens. Noch in Erinnerung war ihr, wie Imagor beinahe den Bergfried zum Einsturz gebracht hatte, als Kalianas Leben bei der Geburt ihres Kindes bedroht war. Ein Kind, f¨¹r das Kaliana bereit gewesen war, ihr Leben zu riskieren ¨C Neveah konnte sich kaum vorstellen, was das Paar in diesem Moment empfand, selbst wenn es noch ungewiss war, ob Zephyr in Gefahr war oder ob er lediglich anderen Streiche spielte, wie er es oft tat. Neveah selbst war wesentlich gefasster, doch auch ihr Herz war noch nicht zur Ruhe gekommen. Auf vielerlei Weise hatte auch sie Opfer f¨¹r Zephyrs Geburt erbracht, und f¨¹r Jian und Xenon bedeutete er so viel, dass sie sich nicht einmal ausmalen wollte, etwas k?nne ihm zusto?en. ?Hast du Kirgan erreicht?", fragte Neveah Imagor. Drachen teilten eine eigene Gedankenverbindung, und zwischen den W?chtern des K?nigs war diese noch um einiges st?rker. Neveah wusste, dass Imagor gleich nach Vessen des Arbeitszimmers versuchen w¨¹rde, Kirgan zu kontaktieren. ?Seine Gedankenschranke ist oben. Ich komme nicht durch", antwortete Imagor mit angespannter Stimme auf Neveahs Frage. ?Menarx?", hakte Neveah nach einer weiteren M?glichkeit nach. Imagor nickte. ?Der Prozess n?hert sich dem Ende, das Urteil wird gerade beraten. Laut Narx scheint in der Reiterakademie alles in Ordnung zu sein, alles verl?uft, wie es soll", erkl?rte Imagor. ?Kirgan ist nicht bei ihm, er steht Wache drau?en. Menarx erreicht ihn ebenfalls nicht... Ich habe Narx nichts von Zephyr erz?hlt; er darf bei der Ausf¨¹hrung seiner Pflichten nicht abgelenkt werden. Ich werde Zephyr finden", beteuerte Imagor. ?Wir...", verbesserte Neveah unmittelbar. Imagor blickte zu Neveah, nickte dankend und sein Blick wurde f¨¹r einen Moment wieder unscharf, da er ¨¹ber die Gedankenverbindung mit seinen Verwandten kommunizierte. ?Was sagt die Flugpatrouille? Im Himmel sind st?ndig Augen, sie h?tten Zephyr nicht ¨¹bersehen k?nnen, wenn er das Bergfriedgel?nde vessen h?tte", merkte Neveah an, als Imagor seinen Fokus zur¨¹ckgewann. ?Er wurde zuletzt gesehen, als er w?hrend des Schichtwechsels den Hof durchquerte, kurz nachdem Kirgan weggegangen war. Es ist Zephyrs Art, umherzustreifen, niemand w¨¹rde das als ungew?hnlich empfinden", erkl?rte Imagor. ?Es ist nicht bekannt, ob er Kirgan gefolgt ist oder zum Bergfried zur¨¹ckgekehrt ist. Die Flugpatrouille sucht bereits nach ihm, aber es gibt keine Anzeichen, dass er das Gel?nde schon vessen hat", teilte Imagor die Informationen mit. ?Dann k?nnte er immer noch irgendwo hier sein, vielleicht hat ihn etwas abgelenkt und er hat die Zeit vergessen", mutma?te Neveah leise. ?Das hoffe ich sehr...", erwiderte Kaliana, ihre Augen weit aufgerissen vor Angst. ?Kaliana, ich denke nicht, dass du mit uns zur Reiterakademie gehen solltest. ¨¹berpr¨¹fe noch einmal all die Orte, an denen du wei?t, dass Zephyr sie gern aufsucht... vielleicht ist er alleine zur¨¹ckgekommen.""Wenn nicht, dann sucht zusammen mit einigen Drachen des Bergfrieds das Gel?nde und die hinteren Berge ab. Er k?nnte sich zwar nicht im Bergfried befinden, aber das bedeutet nicht, dass er weit weg ist," schlug Neveah vor. Kaliana blickte zu Imagor, um seine Meinung zu h?ren, und Imagor nickte zustimmend. "Neveah hat recht. Du bleibst hier. Narx und Kirgan sind auch in der Akademie und dort ist alles in Ordnung. Es gibt keine gegenteiligen Berichte. Die Flugpatrouille versichert auch, dass alles in Ordnung ist. Es wird nichts schiefgehen. Wenn Zephyr dort ist, werde ich ihn holen, ihn zurechtweisen und ihn zu dir zur¨¹ckbringen... vertrau mir," sprach Imagor beruhigend zu seinem Reiter. Der Aufzugsraum stoppte im Erdgeschoss und Imagor f¨¹hrte den Weg hinaus, gefolgt von Neveah, w?hrend Kaliana zur¨¹ckblieb. Erst als sich der Aufzug geschlossen hatte, sprach Neveah zu Imagor. "Sicherheitshalber soll Menarx die Vollstreckung des Urteils bis zu unserer Ankunft verz?gern. Es k?nnte etwas mit der dunklen Fee zu tun haben. Sie scheint schlie?lich eine wichtige Person zu sein," sagte Neveah leise zu Imagor, darauf bedacht, dass Kaliana ihre Worte nicht h?rte. "Wenn das wirklich der Fall ist und sie es wagen, meinem Jungen auch nur ein Haar zu kr¨¹mmen..." Imagor brach ab. Es war das erste Mal, dass er seine Zweifel und sein Unbehagen ?u?erte, und Neveah verstand, dass er seine Ruhe f¨¹r Kalianas Wohl bewahrt hatte. Sie war v?llig von ihm abh?ngig; zeigte Imagor auch nur die geringste Beunruhigung, w¨¹rde Kaliana noch mehr in Panik geraten, als sie es jetzt schon war. Doch aus Gr¨¹nden, die Neveah nicht verstehen konnte, verbarg Imagor sein Unbehagen nicht vor ihr. Vielleicht, weil er wusste, dass sie ihn bereits in einer noch schlimmeren Lage gesehen hatte, als Kalianas Leben am seidenen Faden hing. Oder vielleicht vertraute er ihr mittlerweile einfach so sehr. Neveah wollte dar¨¹ber nicht nachdenken. "Dann hast du meine vollste Unterst¨¹tzung, alles niederzubrennen," erwiderte Neveah ohne zu z?gern. "Aber dazu wird es nicht kommen. Es wird nicht kommen," sagte Neveah bestimmt. Imagor atmete tief ein, nickte einmal und sie setzten ihren Weg fort. __________________ Die Beratung im Gerichtssaal dauerte nur wenige Blicke; niemand h?tte etwas zugunsten der dunklen Fee zu sagen. Bitten um Milde gab es ebenfalls keine. Das Gerichtsverfahren war nur eine Formalit?t, sodass die Kr?fte in der Festung der Drachendynastie keinen Grund zur Beanstandung oder Beschuldigung von Tyrannei hatten. "Das Urteil steht fest. Du wirst beim Sonnenuntergang dem Drachenfeuer gegen¨¹berstehen. In der Zeit zwischen diesem Moment und jenem... kannst du dich entscheiden, deine Wahrheiten auszusprechen oder mit ihnen zu sterben. Letztendlich macht es f¨¹r die Drachendynastie keinen Unterschied," stellte Menarx r. "Bei Sonnenuntergang? Nicht sofort?" fragte Adrienne Menarx in ged?mpftem Ton. Menarx nickte leicht und gab Adrienne einen Blick. "Es gibt einen Grund," murmelte Menarx ebenso leise. "Einen guten, hoffe ich," f¨¹gte er hinzu, w?hrend seine Stirn sich besorgt in Falten legte. Chapter 698: Die Akademie (Kap. 699)

Chapter 698: Die Akademie (Kap. 699)

Die Drachendynastie hatte den Zahn der Zeit ¨¹berstanden und unz?hlige Herausforderungen ihrer Oberherrschaft gemeistert und dennoch triumphiert. Es war in den Geschichtsb¨¹chern gut vermerkt, dass ihre Regentschaft alles andere als einfach gewesen war. Umgeben von Feinden und V?lkern mit verr?terischen Absichten, ¨¹berschattet von der st?ndigen Bedrohung des finsteren Reiches bis hin zu seltenen internen Konflikten ¨C die Festung hatte viele wegweisende Momente erlebt. Die Drachendynastieg stets ein gutes St¨¹ck voraus und war f¨¹r jegliche Ver?nderungen, mit denen die Festung voraussichtlich konfrontiert werden w¨¹rde, bestens ger¨¹stet ¨C bis auf eine Ausnahme. Das Verschwinden eines Monarchen... Nicht irgendeines Monarchen, sondern des obersten Monarchen. Selbst die Drachendynastie h?tte sich auf ein solches Ereignis nicht vorbereiten k?nnen oder ausreichend vorbereitet gewesen sein. Das Verschwinden eines Monarchen unterschied sich fundamental vom Tod eines Monarchen. Im Todesfall w¨¹rden sofort ¨¹berlegungen zur Nachfolge angestellt, was die Ambitionen der besten Drachenherren wecken w¨¹rde. Der Drachenthron bek?me einen neuen Inhaber, und die Gesch?fte der Festung w¨¹rden nach der Trauerzeit ihren gewohnten Lauf nehmen. Aber das Verschwinden eines Monarchen hatte nur eine Konsequenz: Stillstand, Pattsituation. Es gab kein Vorankommen und keinen R¨¹ckzug, nichts konnte ver?ndert oder korrigiert werden, keine drastischen Entscheidungen konnten getroffen werden, alles kam einfach... zum Stillstand. Und was z?hlte, worum gek?mpft werden konnte, war das Bewahren des stabilen Zustandes, bis tats?chlich etwas geschehen konnte. Alles, was von Bedeutung war, war, dass die Dynastie ausharrte und auf die R¨¹ckkehr ihres Monarchen wartete. Eine unbestimmte Zeit des Wartens... Bisher schien f¨¹r den einfachen Mann die Festung nahezu unver?ndert. Die Machthaber hatten angemessen die Leitung ¨¹bernommen und alles zusammengehalten. Doch erst bei genauer Betrachtung konnte man die Risse erkennen ¨C weite Risse, die mit jedem Augenblick des Stillstands offensichtlicher wurden. Risse, die sehr wohl bis zu den Grundfesten der Festung vordringen und bei dem kleinsten Fehler alles zum Einsturz bringen konnten. Neveah verstand es in dem Moment, als sie die Reiterakademie betrat, dass nichts unber¨¹hrt von Jians Verschwinden geblieben war. Ihr Blick streifte ¨¹ber den vertrauten Innenhof der Akademie, ¨¹ber die T¨¹rme des Lernens, die schon vom Eingang aus sichtbar waren, und ¨¹ber die riesige Landefl?che f¨¹r die Drachen, die ihre Reiter h?ufig abholten und sie zur Akademie brachten, bevor sie zu ihren Aufgaben aufbrachen.¨¹berall sah es genauso aus wie damals, als Neveah zum ersten Mal durch die T¨¹ren der Akademie getreten war. Doch ruhiger als sonst ¨C eine andere Art von Stille, eine Leerheit, die auf das Fehlen von Leben hindeutete, auf die sonst ¨¹bliche Vitalit?t und Aufregung der Sch¨¹ler, auf die Ankunft der Drachenf¨¹rsten, auf die Trainingsfelder von Meisterin Heather und ihren Sch¨¹lern... Jede Ecke war vessen. "Die Sch¨¹ler der Akademie wurden alle zum Dienst eingezogen, und die akademischen Aktivit?ten vor¨¹bergehend ausgesetzt. Mein Herr hat drei Schwadronen zur Grenze befohlen... wir waren uns nicht sicher, ob ein R¨¹ckruf diese Pl?ne st?ren k?nnte." "Sie k?nnten auch schnell zur Stelle sein m¨¹ssen, falls Mein Herr sie braucht. Wir mussten die Streifen an allen Grenzgebieten zu den verschiedenen V?lkern verst?rken, um sie davon abzuhalten, diese Zeit f¨¹r sich zu nutzen." "Deswegen sind unsere Kr?fte in Keep Skies und der Umgebung d¨¹nn ges?t... Jeder f?hige Drache und jedes f?hige Reiterpaar ist im Einsatz." Imagor ¨¹bermittelte dies Neveah, da er ihre Frage schon erahnen konnte. "Au?erdem sind die Reiter das Herzst¨¹ck und der Schutz meiner Verwandten. In einer solchen Lage k?nnen viele Reiter an einem Ort ein leichtes Ziel darstellen... Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert ist. Sollte etwas schiefgehen, w¨¹rden zu viele Drachenf¨¹rsten mit ihren Reitern fallen." "Unser Notfallprotokoll vengt, dass alle Reiter, besonders die neu Gebundenen, keinen Moment von ihren Drachen weichen d¨¹rfen... So k?nnen sie sich aufeinander vessen und sich gegenseitig sch¨¹tzen, ohne dass jemand schutzlos und verletzlich zur¨¹ckbleibt." f¨¹gte Imagor hinzu. "Du hast besondere Vorsicht waltenssen. Das hast du gut gemacht, Imagor." sagte Neveah mit einem verst?ndnisvollen Nicken. "Ich bef¨¹rchte nur, dass es bald nicht mehr ausreichen wird. Es gab schon einen Einbruch im Drachenturm und die Entwendung eines speziellen Portals, was in Jians Anwesenheit undenkbar w?re." "Und das hier... Die Dinge stehen nicht so, wie sie sollten. Jian vertraut uns so sehr, dass er uns seinen Thron und sein Leben anvertraut hat, und das hier ist das Beste, was wir tun k?nnen... es ist besch?mend." Imagor antwortete und runzelte die Stirn. "Das, was passiert ist, spricht nicht von einer Unzul?nglichkeit der k?niglichen Garde, Imagor. Es zeigt nur, dass Feinde tun, was sie tun: Sieuern und nutzen die kleinste Gelegenheit. Zweifle nicht einen Moment an deiner Eignung..." "Den tz des Drachenk?nigs einnehmen zu k?nnen, ist eine Tat, die sonst niemand so effektiv vollbracht h?tte... und er w?re nicht der von uns verehrte Drachenk?nig, wenn er so leicht zu ersetzen w?re. Eure Aufgabe ist es nicht, daf¨¹r zu sorgen, dass Jians Abwesenheit unbemerkt bleibt... Eure Aufgabe ist es, seine Ehre und sein Verm?chtnis zu wahren, bis er zur¨¹ckkehrt, um die Dinge zu regeln." erinnerte Neveah. Imagor nickte: "F¨¹r jemanden, der erst zwei Jahrzehnte erlebt hat, ist deine Weisheit beeindruckend." gestand Imagor. "Ich habe in diesen zwei Jahrzehnten genug erlebt... Lasst uns zuerst Zephyr finden." sagte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. "Ich werde mich in die L¨¹fte erheben und die Gegend nach Zephyr absuchen. Ich setze mich mit Kirgan in Verbindung, bevor ich mich wieder zu dir geselle. Du gehst zuerst in den Gerichtssaal und ¨¹bernimmst das Kommando. ¨¹bermittle mir deine Anweisungen ¨¹ber Narx, und ich werde entsprechend handeln." Imagor schlug eine Aufteilung vor. "Verstanden." Neveah stimmte zu und machte sich auf den Weg zum Gerichtssaal. Chapter 699: Die Akademie 2 (Kap.700)

Chapter 699: Die Akademie 2 (Kap.700)

Die Tore zum Gerichtssaal schwangen aus eigener Kraft auf, gerade als Neveah nur noch wenige Schritte davon entfernt war, und offenbarten allen Anwesenden ihre Ankunft, noch bevor sie bereit war, sich zu erkennen zu geben. Sie ?fen sich gespenstischngsam, ganz so, als bewegten sie sich in Zeitlupe, gelenkt von einer unsichtbaren Kraft. Doch nichts wirkte fehl am tz oder ungew?hnlich. Neveah zog die Brauen leicht zusammen, im Gr¨¹beln dar¨¹ber, ob dies eine gel?ufige Erscheinung w?re. Sie war bisher nie in diesem Gerichtssaal gewesen, und selbst der Audienzsaal des Drachenturms hatte keinen solchen eingebauten Sensor, der die Verhandlungen unentwegt unterbrochen h?tte, sobald jemand vor¨¹berging. Die einzige Notwendigkeit f¨¹r S?le, die f¨¹r entscheidende Beschl¨¹sse genutzt wurden, bestand darin, sie mit einer Schallisolierung auszustatten, um w?hrend der Verhandlungen das Austreten sensibler Informationen ¨¹ber die W?nde des Saals hinaus zu unterbinden, und der gesamte Drachenturm wurde mit diesem Ziel errichtet. Da Neveah sich ¨¹ber das Layout der Reiterakademie nicht v?llig im ren war, trat sie trotz ihres misstrauischen Blicks auf die T¨¹ren hinein. Zuerst kreuzte sich ihr Blick mit dem von Menarx, dann dem von Adrienne, und schlie?lich erfasste ihr Blick die Anwesenheit von Meister Maloway und den anderen Meistern der Reiterakademie, die den kleinen Gerichtsrat bildeten. Der Rat erhob sich und bekundete Neveahs Erscheinen mit kurzen Verbeugungen des Respekts. Neveah erwiderte die Verbeugung, bevor sie ihr Beobachten fortsetzte. Schlie?lich ruhte Neveahs Blick auf der dunklen Fee, die in der Mitte des Saals an den Boden gefesselt war. Nat¨¹rlich war sie der Mittelpunkt des Interesses, aber Neveah hatte es anfangs vermieden, auf die Anwesenheit der dunklen Fee zu reagieren, da sie es nicht f¨¹r angemessen hielt, ihr solche Anerkennung zu zollen. Der Blick von Neveah traf nicht auf den der dunklen Fee; deren Bewegung war durch die schweren Ketten eingeschr?nkt, sodass Neveah annahm, es w?re f¨¹r die Fee eine beachtliche Herausforderung, sich umzuwenden und Neveahs Blick zu erwidern. Doch das leise, kaum vernehmbare Schnauben der dunklen Fee war f¨¹r Neveah mehr als genug, um zu wissen, dass die Fee ihre Ankunft zur Kenntnis genommen hatte und noch dazu den Grund ihres Kommens. Neveahs die Frage in Menarx¡¯ Augen, als ihr Blick wieder zu ihm wanderte, doch sie konnte in Anwesenheit der dunklen Fee keineute Auskunft ¨¹ber Zephyrs unbekannten Aufenthaltsort geben. Neveah hatte nur ein paar Schritte in den Gerichtssaal gemacht, als ihre Ohren ein seltsames Ger?usch aufnahmen, das Klirren von Metall auf gleicherma?en harter Oberfl?che, und Neveahs Augen suchten schnell nach der Ger?uschquelle. Beinahe sofort fixierte sich ihr Blick auf einen kleinen metallischen Gegenstand, der vom Flur in den Gerichtssaal rollte, und Neveah vermutete, dass sie vielleicht doch nicht der Grund f¨¹r das dramatische ?ffnen der T¨¹ren war. Der metallische Gegenstand kam an Neveahs F¨¹?en zum Stillstand, lehnte sich gegen die Sohle ihres Stiefels und Neveahs Stirnrunzeln vertiefte sich. ¡¯Zumindest nicht der alleinige Grund...¡¯ korrigierte Neveah ihre vorherige Annahme. Der Gegenstand war zielstrebig auf sie zu gerollt, offensichtlich war er daf¨¹r bestimmt, von ihr aufgenommen zu werden. Sie beugte sich hinunter, um die Metallkugel aufzuheben, erstarrte aber halbwegs, als Menarx sie ansprach. "Veah! Nicht anfassen! Wir wissen nicht, was es ist ¨C es k?nnte gef?hrlich sein." sagte Menarx und eilte rasch zu Neveah. Neveah warf Menarx einen Blick zu, der in Sekunden den Raum durchquerte und sich neben sie stellte. "Und es w?re nicht gef?hrlich f¨¹r dich?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue. "Meine Dame, Lord Menarx hat Recht. Lassen Sie ihn zuerst nachsehen." schaltete sich Meister Maloway ein und st¨¹tzte sich dabei auf seinen Gehstock.Seine tiefe und weise Stimme hinderte Neveah daran, weiter zu widersprechen. Obwohl sie seit mehr als einem Jahr nicht mehr zusammengetroffen waren und ihre gemeinsame Zeit kurz und unerwartet beendet worden war, erkannte Neveah Meister Maloway noch immer als den einzigen wahren Lehrer an, den sie auf dem Weg zum Drachenreiter hatte. Menarx z?gerte nicht, er beugte sich vor und hob den Gegenstand auf, um ihn n?her zu betrachten. Es war eine kleine Metallkugel, gerade gro? genug, um in die Mitte von Menarxs Handfl?che zu passen. Neveah erkannte sie nicht, aber Menarx schien betroffen, denn er betrachtete die Metallkugel mit einer tiefen Sorgenfalte, die seine stattlichen Z¨¹ge verd¨¹sterte. "Kennst du sie?" fragte Neveah Menarx. "Ich habe sowas schon ein paar Mal gesehen. Sie wird Fl¨¹sterkugel genannt, aber unter den Menschen ist sie als ¡¯das dunkle Auge¡¯ bekannt. Ein Mechanismus, der in ferner Vergangenheit im dunklen Imperium genutzt wurde, um geheime Nachrichten zu ¨¹bermitteln... Ich habe so etwas seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen." "In der richtigen Hand offenbart sie eine verborgene Botschaft. In der falschen setzt sie t?dliche Toxine frei", offenbarte Menarx Neveah. "Her damit." forderte Neveah sofort. "Drachen sind gegen dieses Gift immun. Es wurde haupts?chlich eingesetzt, um die menschliche Bev?lkerung in Schach zu halten", erkl?rte Menarx. "Wenn aber die Botschaft noch verborgen ist, bedeutet das, dass du nicht der Richtige bist", mutma?te Neveah. Menarx nickte und reichte die Kugel z?gerlich an Neveah weiter, wich allerdings nicht von ihrer Seite. In dem Augenblick, als die Kugel in Neveahs Handg, pr?gte sich eine Nachricht in schwarzer Schrift auf ihr Handfl?che ein und verschwand beinahe ebenso schnell, aber nicht bevor Neveah sie gelesen hatte: ¡¯Einen fairen Tausch...¡¯ ¡¯Die Drachenbrut gegen Celeste...¡¯ ¡¯Ein Leben f¨¹r ein Leben.¡¯ ¡¯Komm allein... Wolfprinzessin.¡¯ Das waren die Worte, die kurz auftauchten, bevor sie ebenso schnell wieder verschwanden, und Neveah starrte nur schweigend auf ihre Handfl?che. "Was stand da?" fragte Menarx ?ngstlich. "Sie haben Zephyr... sie wollen sie", fl¨¹sterte Neveah Menarx zu, wobei ihr nur wenige Worte gngen und sie nicht bemerkte, dass Imagor gerade rechtzeitig eingetroffen war. Menarx¡¯ Augen weiteten sich entsetzt bei der Erkenntnis von Zephyrs Verschwinden, und in seinem Schockzustand war er nicht in der Lage, Imagor davon abzuhalten, auf die dunkle Fee zu st¨¹rzen. "Diese Hexe stirbt!!" Imagors Br¨¹llen lie? die Erde erzittern. Chapter 700: Die Akademie 3 (Kap.701)

Chapter 700: Die Akademie 3 (Kap.701)

Es geschah alles so schnell, dass Neveah kaum Schritt halten konnte. W?lfe waren wahrscheinlich schneller als Drachen in menschlicher Gestalt, aber in diesem Augenblick bewies Imagor, dass dies ein furchtbarer Irrtum war. Gerade war er in der Halle angekommen und wie er Neveahs gefl¨¹sterte Worte ¨¹berhaupt wahrnehmen konnte, war ihr ein R?tsel, aber im n?chsten Moment st¨¹rmte er auf Celeste zu, seine Augen loderten voll t?dlicher Ernsthaftigkeit. Im n?chsten Augenblick hielt Kirgan Imagor zur¨¹ck, mit einer Bewegung, die schneller war, als Neveah begreifen konnte, doch nicht bevor Imagor die dunkle Fee Celeste quer durch den Raum schleuderte, wo sie hart gegen eine S?ule prallte und zu Boden sackte. Neveahs Ohren zuckten, als sie das Ger?usch von knackenden Knochen vernahm, und sie hoffte inbr¨¹nstig, dass Feen widerstandsf?higer waren, als sie aussahen. Ein seltsames Gef¨¹hl der Erleichterung ¨¹berkam sie, als ihr Blick auf den erkennbaren Herzscg von Celeste fiel ¨C die dunkle Fee lebte noch, und alle Hoffnung f¨¹r Zephyr war noch nicht verloren. Neveah hatte einen Momentng bef¨¹rchtet, Imagor k?nnte zu impulsiv handeln, aber er hatte seine Kraft offensichtlich zur¨¹ckgehalten, weil ihm r war, was jetzt auf dem Spiel stand. ?Wo ist mein Sohn?!" br¨¹llte Imagor w¨¹tend und str?ubte sich gegen Kurgans festen Griff. Imagor war normalerweise der Gssenste der k?niglichen Garde, aber in diesem Augenblick verlor er vollkommen die Beherrschung, und Neveah konnte ihm keinen Vorwurf machen... Zephyr war Imagors einziges Kind, das Kind, das er und Kaliana unter vielen Schwierigkeiten und beinahe auf Kosten von Kalianas Leben bekommen hatten. Die Fr¨¹hgeburt von Zephyr hatte zur Folge, dass das Kind als Drachenei geboren wurde, bevor seine menschliche Seite sich vollst?ndig bilden konnte, und bis zum heutigen Tage hatte das Paar nie das menschliche Antlitz ihres Kindes gesehen. Everon hatte gesagt, Zephyr w¨¹rde sichngsam von der Fr¨¹hgeburt erholen und seine menschliche Form zur gegebenen Zeit annehmen. Fast zwei Jahre waren seitdem vergangen, und Neveah konnte sich den Herzschmerz der Eltern kaum ausmalen, die jeden Tag bef¨¹rchteten, ihr Sohn w¨¹rde vielleicht nie ein vollst?ndiger Drachenwandler sein. Doch sie liebten und verehrten ihn f¨¹r das, was er war, egal wie er sich entwickeln w¨¹rde. Das taten alle... doch nun war auch Zephyrs Leben in diesen unaufh?rlichen Kampf um die Vormachtstellung hineingezogen worden. Die Reaktion auf Imagors Wut war kaum mehr als das, was Neveah erwartet hatte. Ver?rgert runzelte sie die Stirn, als Celestes am¨¹siertes Kichern den Saal erf¨¹llte, das bald inutes Gel?chter ¨¹berging. Neveahs bewusster Versuch, diese ungl¨¹ckliche Wendung der Ereignisse vor der dunklen Fee zu verbergen, wurde durch Imagors Ausbruch zunichte gemacht, und jetzt wusste Celeste... dass die Drachen in der Zwickm¨¹hle steckten und ihr Leben nicht l?nger in Gefahr war. ?M¨¹ssen wir immer noch den Sonnenuntergang abwarten? Mir ist das Warten recht... aber ich ube kaum, dass es sich der Herr der Argentinschuppen leisten kann, so geduldig zu sein.", spottete Celeste schwach, w?hrend sie sich trotz der Fesseln, die ihre Glieder ummmerten, m¨¹hsam in eine sitzende Position k?mpfte. Imagor knurrte, ein tiefes und t?dliches Ger?usch, das durch ein dunkles Grollen von Menarx und sogar ein Zischen des Zorns von Meister Maloway verst?rkt wurde, doch Celeste lie? sich nicht beirren. ?Imagor, beruhige dich", sagte Neveah mit striktem Ton, immer noch auf die glucksende Celeste starrend. Imagor knurrte leise, aber er gehorchte, befreite sich aus Kurgans Griff und wandte sich vom Rest des Saals ab, fuhr sich mit der Hand durch die Haare, um seine Frustration zu z?hmen. Neveah winkte Kirgan mit einem leichten Kopfnicken zu sich her¨¹ber und ging mit Menarx zur Seite und ignorierte Celestes Kichern. ?Wann ist es passiert?", fragte Menarx leise. ?Vor etwas mehr als zwei Stunden. Imagor wollte euch nicht bsten, da es nur Zephyrs Streiche h?tten sein k?nnen. Doch mit einem dunklen Portal sind zwei Stunden mehr als ausreichend", antwortete Neveah auf Menarxs Frage. ?Wir haben die Akademie durchk?mmt, Zephyr ist nie hier angekommen. Es gibt keinerlei Spuren von ihm", berichtete Kirgan Neveah. ?Es scheint, als w?re er direkt vom Hof weggebracht worden, damit Zephyr nicht misstrauisch wurde, ist es wahrscheinlich ein vertrautes Gesicht. Bedeutet das...es war Verrat von innen?", fl¨¹sterte Kirgan. Neveah nahm den kurzzeitigen Anstieg von Menarx¡¯ Herzscg wahr, eine Ver?nderung, von der sie wusste, dass nur sie sie aufgrund ihres empfindlichen Geh?rs bemerken w¨¹rde."Er wurde zuletzt vor zwei Stunden gesehen. Diejenigen, die zu jener Zeit nicht im Bergfried waren, haben ein starkes Alibi. Und keine Patrouille hat ihn erblickt", sagte Neveah und lie? Menarx subtil wissen, dass Adriennes Alibi diesmal wasserdicht war; sie war die ganze Zeit ¨¹ber mit Menarx im Gerichtssaal gewesen und befand sich auch jetzt noch dort. Allerdings sprach dies Adrienne nicht g?nzlich von Schuld frei... Adirenne hatte selten etwas getan, ohne sich der H?nde anderer zu bedienen, und ihre F?higkeit zur Gedankenmaniption war durchaus beunruhigend. "Wie k?nnen wir sicher sein, dass sie ihn wirklich haben?" fragte Menarx. "Sein Geruch... er war allgegenw?rtig auf der Fl¨¹sterkugel", antwortete Neveah mit d¨¹sterer Stimme. "Wollen sie nur die dunkle Fee?" fragte Menarx zweifelnd. Neveah z?gerte einen Augenblick, bevor sie vollst?ndig offenbarte, was sie wusste. "Die Nachrichtutete: ¡¯Ein fairer Tausch... Die Drachenbrut f¨¹r Celeste... Ein Leben f¨¹r ein Leben. Komm allein... Wolfprinzessin.¡¯", gab Neveah an Kirgan und Menarx weiter. Menarx zischte unterdr¨¹ckt. "Wir k?nnen nicht mit dunklen M?chten feilschen. Sie tragen bestimmt Hintergedanken, und es ist ausgeschlossen, dass du allein gehst", sagte Menarx bestimmt. "Es geht hier um Zephyr, Narx. Uns bleiben kaum Alternativen", erinnerte Neveah ihn. "Sollen wir uns einer unbekannten dunklen Macht ergeben?" zischte Menarx. "Nein... wir m¨¹ssen einen Weg finden, dies zu unserem Vorteil zu wenden", sagte Neveah nachdenklich. "Was hast du im Sinn?" fragte Kirgan verunsichert. "Wenn man bedenkt, dass diese dunkle Fee jemand von Bedeutung f¨¹r die dunklen M?chte ist, k?nnte ihr Ableben zu diesem Zeitpunkt mehr Nachwirkungen haben, als wir verkraften k?nnen." "Wir scheuen keine Konsequenzen, aber es schadet nicht, einen K?der auszulegen, der den Feind im Verborgenen endg¨¹ltig zu Fall bringen k?nnte. Wir k?nnen die dunkle Fee zu ihnen zur¨¹ckschicken und Zephyr zur¨¹ckholen... aber nicht ohne eine Spur zu hintessen", sagte Neveah bedeutungsschwanger. Ihr Blick wanderte dabei zwischen Menarx und Kirgan hin und her. "Aber wie k?nnen wir sicher sein, dass sie Zephyr nichts antun werden, selbst wenn wir die Fee zur¨¹ckgeben?" fragte Menarx zweifelnd. Neveah warf einen Blick zu Imagor, der sie nun beobachtete, sich jedoch nicht n?herte. Er wusste, dass er vom weiteren Vorgehen erfahren w¨¹rde, sobald eine Entscheidung getroffen war, und ihm war auch bewusst, dass Zephyr f¨¹r seine Br¨¹der an erster Stelle stand. "Zephyr darf keinen Schaden nehmen. Es spielt keine Rolle, was sie im Schilde f¨¹hren... wir m¨¹ssen es so einrichten", sagte Neveah entschlossen. Chapter 701: K?nigin von was? (Kap.702)

Chapter 701: K?nigin von was? (Kap.702)

Die Botschaft, die durch die Fl¨¹sterkugel ¨¹bermittelt wurde, war r?tselhaft. Ein Handel war angeboten worden, ein Austausch sollte stattfinden, doch wo sollte dieser Austausch stattfinden? Neveah hatte bemerkt, dass die Nachricht keinen genauen Ort nannte. Zumindest keinen, der in dieser Nachricht offensichtlich war, und w?hrend alle anderen dar¨¹ber nachdachten, war Neveah mehr von der dunklen Fee in Anspruch genommen. Ihr Blick war die ganze Zeit fest auf Neveah gerichtet, und das begann Neveah auf die Nerven zu gehen. Es war schon schlimm genug, dass die dunkle Fee nach dem Mordanscg auf Neveahs Leben ungestraft blieb, und es war etwas anderes, dass sie es gewagt hatte, Hand an Imagors Kind zu legen. Aber noch beunruhigender war der Ausdruck in den Augen der dunklen Fee. Ein Blick, den Neveah nur als h?hnisch beschreiben konnte. Sie hatte versucht, Neveah Schaden zuzuf¨¹gen und war stattdessen gefangen genommen worden. Trotz der aktuellen Wendung der Ereignisse sah Neveah keinen Grund, warum die dunkle Fee so selbstsicher wirkte. "Veah...", rief Menarx vorsichtig und erkannte Neveahs Absichten noch bevor sie etwas unternahm. Neveah ignorierte Menarx und ging zu Celeste hin¨¹ber, wobei sie sich hinkniete, sodass sie sich auf einer H?he mit Celeste befand. "Du starrst mich immer weiter an... es w?re unh?flich von mir, dich zu ignorieren. Offensichtlich hast du mir etwas zu sagen, also heraus damit." sagte Neveah direkt. Celeste l?chelte leicht und beugte sich dann n?her zu Neveah, unbeeindruckt von den warnenden Knurren von Menarx und Imagor, die n?her kamen, sich jedoch nicht einmischten. "F¨¹hlst du dich schon wohl? ... Spielst du die K?nigin? Es wird nicht mehrnge dauern ... Er wird nichtnge genug leben, um zur¨¹ckzukehren ..." sagte sie mit einer leisen, ¨¹berzeugten Stimme, als w?re sie sich ihrer Worte so sicher, wie sie sich sicher war, dass die Sonne zu ihrer Zeit auf- und unterging. Die F?uste von Neveah ballten sich an ihren Seiten, es war nicht schwer zu erkennen, wer dieser "Er" war, aber sie sagte kein Wort und gab Celeste die Gelegenheit, ihre Aussage zu vervollst?ndigen. "Dein geliebter Drachenk?nig, meine ich ... er wird nie zu dir zur¨¹ckkehren. Ich sage dir, er kommt nicht zur¨¹ck ... was bist du dann eigentlich? Die K?nigin ... von was?" fuhr Celeste fort, ihre Worte begleitet von einem un¨¹berh?rbaren, beschwingten Unterton. "Verstehe ... du willst mir weismachen, dass du das alles alleine warst?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue. Celeste schmunzelte und lehnte sich so selbstgef?llig gegen die S?ule, als h?tte sie gerade ein K?nigreich gewonnen. "Ich wei? nicht ... du wirkst auf mich nicht wie jemand, der besonders einfallsreich ist. Du bist nicht das Superhirn, Celeste." erwiderte Neveah nach einem Moment des Schweigens. Celestes L?cheln verschwand bei Neveahs Worten, aber sie fasste sich schnell wieder. "Und doch bist du schon wieder in einer Zwickm¨¹hle." erinnerte Celeste. "Als ich dich gefangen nehmen lie?, sah ich den Schrecken und die Angst um dein Leben in deinen Augen ... du wusstest nicht, ob du gerettet oder fallengssen werden w¨¹rdest. Selbst in diesem Moment spielst du die Kontrollierte, aber dein Schicksal wird von einem anderen bestimmt ...""Wenn du das gent h?ttest, um dich selbst zu befreien, w¨¹sstest du, wo die ¨¹bergabe stattfinden soll. Du bist ebenfalls besorgt, denn wenn wir die Nachricht nicht entschl¨¹sseln und den Ort nicht ausfindig machen k?nnen, wirst du nicht ¨¹berleben." "Mir wird nachgesagt, dass ich Menschen gut einsch?tzen kann, und alles, was ich sehe, wenn ich dich ansehe, ist eine Schachfigur... und das ist nicht das erste Mal, dass du eine bist... eine Figur, die nach Belieben eingesetzt und weggeworfen wird. Seit unserem ersten Treffen in den Futtergruben wusste ich, dass du nichts anderes als eine bedauernswerte Seele bist... nie der Kopf hinter alldem und bist es auch jetzt nicht." sagte Neveah und neigte leicht den Kopf. "Deshalb kann ich es mir leisten, dich gehen zussen. Dein Leben ist im Vergleich zu Zephyroth nichts wert. Und wenn du dumm genug warst, in die Drachenfestung zu gehen und dich gefangen nehmen zussen, w?hrend deine Identit?t gl¨¹cklicherweise nicht enth¨¹llt wurde... Ich bezweifle nicht, dass es schwierig w?re, dich wieder zu fangen. Menschen entwickeln nicht pl?tzlich ein Gehirn... und ich wei? jetzt, worauf ich achten muss." setzte Neveah in ruhigem Ton fort. Celestes Nase kr?uselte sich angesichts der Worte von Neveah und ihre Blicke waren finster. "Was ubst du denn zu wissen? Du wei?t ¨¹berhaupt nichts!" zischte Celeste. "Celeste... mit den Obsidianschwingen. Geliebte Schwester der verstorbenen Hochk?nigin der Fae und als Erste ausgesondert. Ich habe von dir gelesen... ich wei? genug." Neveah fl¨¹sterte in einem Ton, den nur Celeste verstehen konnte, und erhob sich dann. "Doch das Schicksal deines geliebten Drachenk?nigs kennst du nicht." sagte Celeste, gerade als Neveah sich zur¨¹ckzog. Neveah hielt inne, drehte sich um und stie? mit einer flinken Bewegung ihre uen geradewegs in Celestes Brust, genau dort, wo ihr Herzg. "Neveah!" rief Menarx besorgt. Celeste starrte Neveah mit aufgerissenen Augen an und keuchte um Luft, w?hrend sich Blut in ihrem Hals ansammelte. "Sp¨¹rst du das? Ein weiterer Schritt und meine uen durchbohren dein Herz." sagte Neveah zu Celeste. "Erw?hne Jian nicht... sie sagten, ich solle dich lebendig bringen, nicht, dass du unbeschadet sein musst." mahnte Neveah in d¨¹sterem Ton. "Also... nimm deine Niedege schweigend hin, Celeste. Und sei dir bewusst, dass dein Leben auf Zeit l?uft. Ich werde es bald zur¨¹ckfordern... ein Verlust ist es f¨¹r dich ohnehin nicht, du hastnge genug gelebt." sagte Neveah und zog dann ihre uen zur¨¹ck, w?hrend sie Celestes Schmerzensschrei ignorierte. "Ich habe alle lebenswichtigen Organe vermieden... Ihr Leben ist nicht in Gefahr." sagte Neveah, ehe einer der Wachen des K?nigs etwas sagen konnte. Neveah atmete tief ein, um ihre Wut zu z¨¹geln, und blickte dann wieder zu den Wachen des K?nigs auf. "Ihr Spott war in einer Hinsicht n¨¹tzlich. Ich habe es herausgefunden... den Ort der ¨¹bergabe. Die Nachricht war f¨¹r mich bestimmt, es ist ein Ort, an den nur ich denken w¨¹rde, und ihr hattet recht, sie k?nnen Zephyroth nicht weit gebracht haben..." ¡¯Komm allein, Wolfsprinzessin¡¯... "Das weist auf den Ort hin, an den nur ich gehen konnte, als ich noch die fremde Wolfsprinzessin war. Es ist auch der einzige Ort, den die Patrouille w?hrend des Wachwechsels ¨¹bersehen haben k?nnte, da er so nah an der Drachenfestung liegt und ebenfalls nicht vom Portalverbot betroffen ist... Alles macht nun Sinn, wir haben zu weit gesucht... Zephyroth wurde nicht gefangen genommen, er wurde gelockt... zum Berg Edar... dem Berg von Xenon." offenbarte Neveah. Chapter 702: Berg Edar (Kap.703)

Chapter 702: Berg Edar (Kap.703)

Neveah stand am Rand der wackeligen Br¨¹cke und war wie gel?hmt von der Vertrautheit des Ortes und den Erinnerungen, die er hervorrief. Mouth Edar... In ihrer fr¨¹hen Zeit hatte Neveah die Tage meist in der Festung im Inneren jenes Berges verbracht, vertieft in einen massiven W?lzer der Geschichte Asvars, mit den rhythmischen Schnarchern und den warmen Atemz¨¹gen eines wilden Drachens als Gesellschaft. Und dann gab es die Momente, in denen sie seine intensiven, bernsteinfarbenen Augen sp¨¹rte, die direkt in ihre Seele zu blicken schienen... er beobachtete sie einfach, mit einer Tiefe der Verehrung und einer Gewissheit, wie Neveah sie noch nie zuvor empfunden hatte, bevor er in ihr Leben trat. Es waren die Zeiten, in denen Neveah Stunden verstrichen lie?, nur um am Ende festzustellen, dass sie die ganze Zeit ¨¹ber bei einer einzigen Seite der Chronik geblieben war und keine M?glichkeit sah sich Lord Rodrick und Davina zu erkl?ren. Neveah erinnerte sich, dass sie nie beschwerte, denn sein Blick war intensiv fesselnd, so eindringlich, dass sie tief in ihrer Seele danach vengte, mehr, als sie jemals zugeben w¨¹rde. Immer hatte sich Neveah gefragt, wie er schon vom ersten Augenblick an, als er sie im Wolfsgebiet sah, wissen konnte, dass sie ihm eines Tages geh?ren w¨¹rde... Wie hatte er es auf den ersten Blick erkennen k?nnen, wenn sie selbst songe gebraucht hatte, um das Offensichtliche zu begreifen? Dass es keine Version des Lebens gab, in der sie bereit war, ohne ihn zu sein? Das erste Knarren des Holzes und das vertraute, t¨¹ckische Schwanken der wackeligen Br¨¹cke rissen Neveah aus ihrer Trance. F¨¹r einen Augenblick hatte sie vergessen, dass sie in Gesellschaft der dunklen Fee war, und die f¨¹r einen Moment angenehmen Gef¨¹hle schwanden so schnell, wie sie gekommen waren. "Ich habe nicht die Absicht, dein Schwelgen in Erinnerungen zu beobachten..." sagte Celeste, w?hrend sie Neveahs Seite verlie? und eigenst?ndig auf die wackelnde Br¨¹cke st¨¹rmte, Dann neigte sich die Br¨¹cke gef?hrlich, und Celestes Worte verngen, als die Br¨¹cke nur noch einen Hauch davon entfernt war, sie hinabzuwerfen. Neveah bewegte sich rasch und stabilisierte die schwankende Br¨¹cke durch ein geschicktes Gewichtsmanagement, eine Technik, die sie gut kannte... die ihr Xenon beigebracht hatte, als er mit einer imposanten, doch berecen Gangart dar¨¹ber schritt. "Sei vorsichtig, deine Fl¨¹gel sind gebunden und ich habe keine... wenn du herunterf?llst, k?nnte man das als Schicksal ansehen." warnte Neveah. Celeste zog ihren Arm aus Neveahs Griff und Neveah rollte mit den Augen, trat einen kleinen Schritt zur¨¹ck, verlie? aber die Br¨¹cke nicht. "Dann geh, deine Freiheit erwartet dich." ermutigte Neveah die nun z?gernde Celeste von hinten. Das Gef¨¹hl, eine Art Gef?ngnisw?rterin zu sein, war nicht das Angenehmste, und Neveah blickte erleichtert zum Himmel auf, wissend, dass sie unter genauer Beobachtung stand. Falls Celeste sie durch ihre ungeschickten Schritte von der Br¨¹cke sto?en w¨¹rde, war sich Neveah sicher, dass zumindest jemand da w?re, um sie aufzufangen, bevor sie in den unermesslichen Abgrund unter der wackeligen Br¨¹cke st¨¹rzte.Neveah hoffte insgeheim, dass Celeste bei dieser Gelegenheit ihrem Schicksal ¨¹bessen w¨¹rde, und noch mehr hoffte sie darauf, dass dieses Schicksal ein qualvolles Zerschmettern in unendlich viele Teile sein w¨¹rde. Trotz ihrer d¨¹steren Gedanken bewahrte Neveah eine ruhige Haltung und ein kleines L?cheln, w?hrend sie Celeste mit einem Blick aufforderte, voranzugehen. Celeste richtete ihre Haltung und setzte den Weg ¨¹ber die nun stabile Br¨¹cke fort, gefolgt von Neveah, die das durch die Ketten an Fl¨¹geln und H?nden beschwerte Gewicht Celestes ausglich. Bald hatten sie die Br¨¹cke ¨¹berquert, und Neveahs Instinkt dr?ngte sie beinahe dazu, nach einem Halt zu suchen und mit dem kurzen Aufstieg zum gem¨¹tlichen Eingang von Xenons H?hle zu beginnen, die in die Bergnke gehauen war. Doch Neveah w¨¹rde eher verdammt sein, als irgendeine Dunkelfee in Xenons pers?nliche R?ume einzssen. "Der Pfad zu deiner Linken", sagte Neveah und deutete auf die schmale, gef?hrliche Kante, die um den Berg herum zur R¨¹ckseite f¨¹hrte. Neveah blickte noch einmal auf. Hier endete die Reichweite der Sp?her, die aus den besten Positionen heraus beobachteten, die Anweisung aber hatte gutet, "allein zu kommen". Der Berg Edar war weitl?ufig, und der freie Himmel war leicht von verborgenen Orten aus zu beobachten. Das schwarze Netzwerk waren Experten darin, Drachenflug zu ¨¹berwachen. Es w?re nicht schwer festzustellen, ob Neveah gefolgt wurde. Sie durften es nicht riskieren, ihren Teil der Abmachung zu brechen und dadurch Zephyr zu gef?hrden. "Wir m¨¹ssen Zephyr bei Sicht sichern", hatte Menarx gesagt. "In dem Augenblick, wo Zephyr in unserer Hand ist, werden sie zuscgen." Neveahs Wolf erinnerte sie an ihre Mission. Neveah folgte Celeste, die sich vorsichtig den gef?hrlichen Pfad enngtastete, bis sie das felsige Gebirge erreichten. Celeste blickte sich um, erschrocken dar¨¹ber, wie gewaltig der hinter ihnen liegende Berg war und dass, obwohl sie schon hoch aufgestiegen waren, der Gipfel des Berges Edar immer noch weit entferntg und man nicht einmal sagen konnte, ob man h?her steigen oder zu niedriger gelegenen H?ngen absteigen sollte. Dann warf Celeste Neveah einen finsteren Blick zu. "Sieh nicht mich an. Ich bin nicht diejenige, die den Ort f¨¹r den Austausch gew?hlt hat", entgee Neveah mit einem gleichg¨¹ltigen Schulterzucken. Neveah wusste zwar, dass der Berg Edar noch weitl?ufiger war als der Berg, in dem die Drachenfestung erbaut war, doch sie kannte nur diesen Gebirgszug, in dem sich Xenons H?hle befand, und den oberen Gebirgszug des hinteren Berges, die allesamt nur einen Bruchteil der wahren Gr??e des Berges ausmachten. Der gr??te Teil des Berges Edar war, au?er im Flug, nicht einmal zug?nglich. Nur Xenon kannte die komplette Beschaffenheit des Berges, seit dieser ihm zugesprochen worden war, hatte niemand gewagt, sich dem Berg Edar zu n?hern. "Es wird Monate dauern, diesen Berg zu umrunden!" zischte Celeste. "Wir sind am vereinbarten Ort. Jetzt ist es an deinem Kontakt, seinen Teil zu ¨¹bernehmen, uns zu finden oder uns den weiteren Weg zu weisen", erwiderte Neveah und setzte sich auf einen Felsen. Chapter 703: Berg Edar (Kap.704)

Chapter 703: Berg Edar (Kap.704)

"Du willst dich einfach hinsetzen?", fragte Celeste ungl?ubig und fixierte Neveah mit einem verachtungsvollen Blick. Wieder unterdr¨¹ckte Neveah den Drang, auszuscgen. Sie hatte Celeste bereits so schwer zugesetzt, dass die dunkle Fee schwer verletzt war; es grenzte an ein Wunder, dass sie trotz des enormen Blutverlusts noch bei Bewusstsein war. Neveah war sich bewusst, dass sie Celeste nicht weiter schaden durfte. Die Dunkelfee war weder ein Drache, der kaum zu verletzen war, noch ein Werwolf, der schnell heilte. Ihre Wundheilung war zwar weit besser als die der Menschen, aber immer noch unzureichend ¨C weiterer Schaden k?nnte sie das Leben kosten. Jede gemeinsam verbrachte Sekunde war f¨¹r beide Parteien beunruhigend. Neveah hatte zwar Verst?ndnis f¨¹r Celestes Unruhe, aber es ging sie nichts an. "So scheint es. Es sei denn, du hast einen besseren Vorscg. Dann ¨¹berrasche mich." erwiderte Neveah trocken. Sie verschr?nkte die Arme und schloss die Augen. "Es ist deine Aufgabe herauszufinden, wie man das Drachenkind rettet. Was hat das mit mir zu tun?!" Celeste zischte, ihre Stimme heiser, wahrscheinlich wegen der Schmerzen. "Oder ist es dir egal, weil es nicht dein eigenes ist? Du solltest nicht so verbittert sein, selbst wenn du vielleicht nie eigene Kinder haben wirst", f¨¹gte Celeste fast nachdenklich hinzu. Neveah wusste, was Celeste bezweckte ¨C sie ging ihr gezielt auf die Nerven, um sie aus dem Konzept zu bringen. Celeste wusste noch nicht einmal, wer gekommen war, um sie zu befreien, und dennoch hoffte sie, indem sie Neveah verunsicherte, irgendwie helfen zu k?nnen. "Soviel ich wei?, hast auch du keine Kinder... und du lebst schon weit l?nger als ich. Ich ube, ich bin nicht diejenige, die sich um Familiengr¨¹ndung Sorgen machen sollte", erwiderte Neveah l?ssig. Celestes Gesicht verzog sich vor Wut, aber sie hielt sich zur¨¹ck, die ohnehin schon gespannte Atmosph?re weiter anzufachen. "Drachenkind... Ich will diesen herassenden Ausdruck nicht mehr h?ren. Das gilt, wenn du in einem St¨¹ck zu deinem Ort zur¨¹ckkehren m?chtest", stellte Neveah r, ohne den Blick zu heben. "Wenn du nichts unternimmst, dann finde ich selbst den Weg!" zischte Celeste. "Es gibt keinen festen Weg im Berg Edar... und dir fehlen die Fl¨¹gel." Neveah erinnerte sie und sagte nichts weiter. Auch hinderte sie Celeste nicht daran, davonzust¨¹rmen. Neveah war sich bewusst, dass Celeste nicht weit kommen w¨¹rde; das Gel?nde war selbst f¨¹r eine Fae zu gef?hrlich. ¡¯Kannst du seine F?hrte aufnehmen?¡¯ dachte Neveah an ihren Wolf. ¡¯Es wird schwer. Die starken Winde hier oben verteilen die Ger¨¹che schnell, und der Berg ist riesig. Es ist nicht einfach, einen einzelnen Duft auszumachen.¡¯ gab ihr Wolf zur¨¹ck. ¡¯Nimm dir die Zeit, die du ben?tigst.¡¯ gab Neveah zur¨¹ck. Sie blieb an Ort und Stelle, vertieft in Konzentration. Nach einer Weile ?fe sie die Augen, gerade als eine kleine Fl¨¹sterkugel neben dem Felsblockndete. Die Botschaft mit den weiteren Anweisungen war angekommen, doch Neveah war sich noch nicht sicher, ob Zephyr wirklich auf diesem Berg war, seine Spur war schwer zu verfolgen. Sie beugte sich vor und hob die Kugel auf. Die Nachricht darin enthielt die n?chsten Wegbeschreibungen.¡¯Allein... weg von den Augen, von denen wir beide wissen, dass sie dich verfolgen. Der Junge erwartet dich... Du kannst deinen Weg finden, Prinzessin. Die Nachricht wurde gelesen und verschwand genauso schnell wie beim ersten Mal. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten, die Drohung in der Nachricht war subtil, aber Neveah konnte sie leicht aufschnappen. Neveah warf einen Blick auf den benachbarten Berggipfel und dann auf den Aussichtspunkt des Drachenturmes, au?erdem war da noch der offene Himmel ¨¹ber ihr, sie war sich nicht sicher, wie viele Augen im Moment auf sie gerichtet waren, aber um ihnen zu entkommen... Neveah wusste, wie. Sie hatte den Berg Edar nicht erforscht, es gab keinen Grund dazu, aber Neveah hatte den Grundriss studiert, sie wusste, wohin Xenon gehen w¨¹rde, wenn er nicht gest?rt werden wollte. Und Xenon wusste, dass die Augen seiner Sippe immer am Himmel waren, es gab nur wenige Punkte auf dem Berg Edar, die dem Blick des Drachenflugs v?llig entzogen waren. Neveah stand auf und folgte Celeste, denn sie wusste, dass die dunkle Fee nicht weit gegangen war, und Neveah kam gerade noch rechtzeitig, um die Ketten zu ergreifen, als der d¨¹nne Vorsprung, auf dem Celeste stand, nachgab und die Felsen hinunterrollten und im Nebel verschwanden. "Silver..." Neveah zischte leise und erkannte die silberne Beschichtung der Ketten an der brennenden Wirkung, die sie auf ihren H?nden hinterlie?. Silber hat keine nennenswerte Wirkung auf Feen, warum hat die Akademie der Magie es f¨¹r die Ketten verwendet? dachte Neveahs Wolf bei sich, Neveah runzelte leicht die Stirn, als sie den Verdacht ihres Wolfes aufschnappte. Sie konnten nicht wissen, dass wir Celeste eskortieren w¨¹rden. dachte Neveah zur¨¹ck. Halt dich von dem Silber fern. Es ist nur ein ¨¹berzug, aber er ist rein und stark.¡¯ mahnte Neveahs Wolf sie. Trotzdem zog Neveah Celeste zuerst in Sicherheit. "Bleib n?her am Berg und weg von der Kante. Das sollte allgemein bekannt sein." betonte Neveah. "Was wei?t du denn schon?!" Celeste schnappte zu und wich erneut Neveahs H?nden aus. Neveah zuckte sichtlich zusammen, aber sie lie? die Kette los und ballte ihre Hand zu einer Faust, um das Brennen zu verbergen. "Der Weg." erwiderte Neveah schlicht, bevor sie um Celeste herumging und den Weg wies. Der d¨¹nne Vorsprung, der um den Berg herumf¨¹hrte, teilte sich in zwei Wege, als sie festen Boden erreicht hatten. Es dauerte nichtnge, aber schon bald waren alle Aussichtspunkte, auch der vom Drachenturm, durch den Aufbau des Berges Edar versperrt, und Neveah war nicht ¨¹berrascht, als sich vor ihnen ein pechschwarzer Nebel bildete. Celeste wollte nach vorne eilen, aber Neveah hielt sich an der Kette fest und zog sie zur¨¹ck, gerade noch rechtzeitig, denn ein scharfer, roter Pfeil schoss genau dort vorbei, wo Celeste gestanden hatte. Er bohrte sich in den Felsen dahinter und d¨¹nne rote Adern breiteten sich rasch aus, zersetzten den Felsen, der zerbr?ckelte und ihren R¨¹ckzug versperrte. "Ich ube, dein Leben war immer nur als K?der gedacht, Celeste..." murmelte Neveah, w?hrend sie ein paar vorsichtige Schritte zur¨¹cktrat. Ich kann Zephyrs Geruch wahrnehmen! Er ist schwach, aber er ist nah!¡¯ dachte Neveahs Wolf bei sich. Chapter 704: Roter Blitz (Kap.705)

Chapter 704: Roter Blitz (Kap.705)

Neveah blickte auf, ahnte die bevorstehenden Ver?nderungen schon, bevor sie eintraten. Ein roter Blitz zerriss den Himmel, gefolgt von einem erdbebenartigen Donnergrollen. Dunkle Wolken zogen schnell auf und verdunkelten die Sonne, tauchten den Berg in zunehmender Dunkelheit. Eine Atmosph?re, die dunkler Magie mehr zutr?glich war als das Sonnenlicht. "Wo?" fragte Neveah ihren Wolf, der zwischen dem Schauspiel am Himmel und der sich formenden Schattenmasse vorne hin und her blickte. Der dunkle Zauberer schien entschlossen, heute Schaden anzurichten, und aus welchen Gr¨¹nden auch immer hatte er sich Xenons geliebten Berg als Ort ausgesucht. Neveah fasste Mut beim Anblick der um sie herum stattfindenden Zerst?rung, w?hrend rote Blitze w¨¹tend auf die Erde niederprasselten. "Osten." gab Neveahs Wolf die Richtung vor. Osten bedeutete, wie Neveah vermutet hatte, dass Zephyr sich genau in entgegengesetzter Richtung zum Ursprung der Nachricht befand. Vielleicht hatte er sie niemals erreicht. Es war von Anfang an r, dass dies als Falle gedacht war und sowohl Zephyr als auch Celeste lediglich Werkzeuge f¨¹r denselben Zweck waren. Neveah hatte ohnehin nicht erwartet, dass an dieser Vereinbarung etwas Aufrichtiges war; sie war auf diese T?uschung vorbereitet. Die Schattenmasse wuchs rasch, und Neveah war sich nicht sicher, ob sie lediglich eine T?uschung darstellte oder die Silhouette einer Person formen w¨¹rde, doch sie sah keinen Grund, abzuwarten und herauszufinden, welche von beidem zutraf. W?hrend der dunkle Sturm tobte, hatten die roten Adern nicht nur den Felsen zum Einsturz gebracht, sondern begannen auch, Risse im Boden des Gebirges zu bilden ¨C ein Zusammenbruch stand unmittelbar bevor. "Zur¨¹ck...", sagte Neveah vorsichtig zu Celeste, ihren Blick intensiv auf die Schattenmasse gerichtet, die jetzt teilweise einen verh¨¹llten Mann formte, dessen finsterer, seelenloser Blick auf sie ruhte, Aug?pfel rein wei? ohne eine Spur von Pupillen. Seit ihrer Ankunft in der Asvarian-Festung war Neveah schon vielen dunklen Zauberern bege, sogar dem ber¨¹chtigten Herrn des Schwarzen Netzes, Azkar. Doch keine Aura beunruhigte Neveah so sehr wie diese... nicht einmal die von Celeste, nicht ein einziges Mal. Neveah wich noch einige Schritte zur¨¹ck, als sich dieser Blick auf sie richtete. Die Gestalt des Mannes war noch unvollst?ndig, von der Taille abw?rts bestand er immer noch aus einem Wirbel rotschwarzer Schatten, doch selbst die halbe Gestalt war schon schrecklich genug. "Ihr seid zungsam, Prinzessin. Ich konnte nicht l?nger warten. Der ganze Berg, selbst der Himmel dar¨¹ber, ist durchtr?nkt von meiner Magie... Es sind jetzt nur noch du und ich." sprach der verh¨¹llte Zauberer zu Neveah. Der Weg, der sie hierhergef¨¹hrt hatte, war bereits durch herabfallende Steine blockiert, und w?hrend alles andere vielleicht wie eine Illusion aussah, so waren die Auswirkungen dieses Angriffs und der angerichtete Schaden am Berg definitiv real, und die seltsamen, r?tlichen Linien breiteten sich immer weiter aus. Neveahs H?nde waren leicht ausgestreckt und sch¨¹tzten instinktiv Celeste, doch sie sp¨¹rte es genau in dem Moment, als Celeste zum Sprung ansetzte.Neveah presste die Z?hne zusammen, als sie den stechenden Schmerz in ihrem Sch?del sp¨¹rte, den Celeste verursachte, als sie ihr gewaltsam die Haare zur¨¹ckriss. Die silbernen Ketten schwangen in schneller Bewegung ¨¹ber Neveahs Kopf, und sie konnte den Angriff gerade noch mit ihrer Hand stoppen, die die einzige Barriere zwischen den silberbeschichteten Ketten und ihrem Hals bildete. "Stirb!", zischte Celeste und zog heftig daran. Neveah erkannte, trotz ihres Versuches, ihre Verletzung zu verbergen und Celeste keine Ideen zu geben, dass Celeste bemerkt hatte, dass die Ketten Neveah schaden konnten und sie beabsichtigte, dies auszunutzen. Sie war t?richt genug zu uben, dass ihr Leben in dieser Gleichung noch eine Rolle spielte oder spielen w¨¹rde, wenn sie Neveah t?ten k?nnte. Ein w¨¹tender Strom von mmen ree von oben herab und erleuchtete die hereingebrochene Dunkelheit direkt ¨¹ber dem dunklen Zauberer. Obwohl er schnell einen Energieschild zum Schutz aufbaute, hinderte dies ihn daran, weitere Angriffe durchzuf¨¹hren, w?hrend Neveah mit Celeste besch?ftigt war. Neveahs Blick traf die gro?en Drachenaugen des argentinischen Schuppdrachens, als er herabst¨¹rzte und seine massiven Krallen dort einschlug, wo der dunkle Zauberer gestanden hatte. Seine silbrigen Fl¨¹gel gl?nzten trotz der Dunkelheit, seine mmen und der rote Blitz spiegelten sich in einer t?dlich sch?nen Farbenvielfalt. Er war eine Macht, mit der man rechnen musste, und er hatte gerade das Siegel durchbrochen, das der dunkle Zauberer am Himmel angelegt hatte, bevor es sich vollst?ndig gebildet hatte. Es hatte jedoch Spuren hintessen; der rote Blitz war eine Falle am Himmel, und Neveah konnte die frischen, blutigen Prellungen erkennen, die den massiven K?rper des argentinischen Drachens bedeckten... er war getroffen worden und w¨¹rde h?chstwahrscheinlich erneut getroffen werden, wenn er seinen Flug fortsetzte. Vielleicht war er nicht der Einzige, der verletzt worden war, Neveah konnte nicht ¨¹ber die Schicht schwarzer Wolken hinausblicken. Doch Neveah wusste, dass nichts den argentinischen Schuppdrachen davon abhalten w¨¹rde, seinen Sohn zu holen. Neveah konnte die Botschaft in Imagors Augen erkennen; der Berg war durch dunkle Magie abgeriegelt worden, sie waren nur zu zweit und Gott allein wusste, wie viele Feinde es gab ¨C das bedeutete nur eines... Zephyr war in ihren H?nden. Das Silber brannte erbarmungslos in Neveahs Handfl?che, doch sie packte die Kette fester und warf Celeste mit einem kr?ftigen Ruck ¨¹ber ihre Schulter. Sie k¨¹mmerte sich nicht darum zu sehen, wo oder wie die dunkle Fee gndet war, aber Neveah hoffte, dass sie vom Blitz in St¨¹cke gerissen wurde. Sie konnte es sich jedoch nicht leisten, zu verweilen und zuzusehen. Schnell ¨¹berblickte Neveah den Kampf vor sich und stellte beunruhigt fest, dass der Schild des dunklen Zauberers den Kr?ften von Imagors uen standhielt, w?hrend Imagor den tobenden Blitzen oben ausgesetzt war. Imagors gewaltiger Drache war mittlerweile mitten im Flug, dr¨¹ckte in einer zertr¨¹mmernden Bewegung nach unten, w?hrend der dunkle Zauberer eine Hand unter seiner Barriere emporhob und ebenfalls nach oben stie?. Mitten in diesem Geschehen wirbelte dunkelroter Nebel um die Barriere und stieg auf, um Imagor zu verschlingen. Als Neveah sah, was dieser dunkelrote magische Angriff mit dem Berg und bereits mit Imagor angerichtet hatte, konnte sie nicht anders, als sich Sorgen zu machen. Imagor war als erster erschienen, doch seine Br¨¹der w¨¹rden nicht weit hinter ihm sein, sie w¨¹rden ihn erreichen, dunkle magische Siegel hin oder her! Neveah schluckte ihre Sorgen hinunter, selbst wenn Menarx und Kirgan irgendwie davon abgehalten wurden, sie zu erreichen, wie der dunkle Zauberer behauptete, war Imagor ein erfahrener Kampflord und kenntnisreich in dunkler Magie; er w¨¹rde sich behaupten k?nnen. Sie verschwendete keine Zeit und setzte zu einem raschen Sprung an, sprang auf Imagors schwankenden Schwanz und machte einen Ausfallschritt direkt ¨¹ber den dunklen Zauberer und den Rand des Kampfes. Ein Streifschuss des roten Nebels, der ihre Haut leicht ber¨¹hrte, verursachte einen brennenden Schmerz, als w?re sie von Lava verbrannt worden. Neveahndete auf unsicherem Boden, zischte wegen des Schmerzes leise, doch sie lief sofort los, sobald ihre F¨¹?e den Boden ber¨¹hrten, und ¨¹berquerte die Bergkette, ihre Sinne auf Zephyrs Geruchsspur gerichtet. Chapter 705: Eine ruhige Dunkelheit (Kap.706)

Chapter 705: Eine ruhige Dunkelheit (Kap.706)

Dunkelheit ... gespenstische, pechschwarze Dunkelheit. Eine Dunkelheit, bei der man kaum den n?chsten Schritt erkennen konnte, oder sogar die eigenen Gliedma?en, wenn man sie ausstreckte. Eine Dunkelheit, die selbst die Nacht verlegen machen w¨¹rde, frei von jeglichem Einfluss des Mondlichts. Mit dem Abschluss des Zaubers des Zauberers wurde das Tageslicht vollst?ndig verschlungen und v?llige Dunkelheit hatte sich ¨¹ber den einst sonnenbeschienenen Berg Edar gelegt. ?hnlich wie bei der Melodie der Sturms?nger, doch dieses Mal war es anders, der Sturm zentrierte sich um den Mittelpunkt des Zaubers, wo Neveah Imagor vessen hatte. Weiter entfernt war es viel ruhiger und es erschienen keine Schattenbestien aus der Dunkelheit; diese unheimliche Stille machte einen umso wachsamer. Dunkle Zauberer waren noch t?dlicher als die Sturms?nger und hatten eine st?rkere Kontrolle ¨¹ber die dunkle Magie. Wie konnte die Dunkelheit abseits des Sturms so still sein? Die t¨¹ckischen H?nge des Berges waren f¨¹r jeden, der sie zu dieser Zeit durchquerte, noch t?dlicher geworden. Dies war das aufregendste Ereignis, das der Berg Edar seit fast einem Jahrhundert erlebt hatte, und es war kein g¨¹nstiges Ereignis. Neveah blinzelte leicht, ihr Blick verengte sich, w?hrend sie ihren Arm umfasste, wo der rote Nebel eine Brandwunde hintessen hatte. Obwohl sie ¨¹ber ein hochentwickeltes Nachtsichtger?t verf¨¹gte, war ihre Sicht durch die pl?tzliche und schattenhafte Dunkelheit, die den Berg beherrschte, immer noch eingeschr?nkt, und sie konnte nicht weiter als ein paar Schritte sehen, ohne zu blinzeln. Abgesehen von den roten Blitzen, die in Abst?nden den Himmel erleuchteten, war das Gewitter dort, wo Neveah hergekommen war, weit dahinter konzentriert, und soweit drau?en boten sie Neveah gerade genug Licht, um den Weg vor ihr f¨¹r ein paar Sekunden zu finden, aber nicht l?nger. Das pl?tzlich st¨¹rmische Wetter zerstreute Zephyrs Geruchsspur und verwirrte Neveahs Geruchssinn. Es war schwer, sich bei dem tobenden Sturm zu konzentrieren, aber trotz der ung¨¹nstigen Bedingungen wusste Neveah, dass sie nun nicht mehr weit von Zephyr entfernt war. In der Gebirgskette vor ihr gab es eine Reihe kleiner H?hlen. Neveah hatte nach dem letzten Blitz einen Blick auf die Eing?nge erhascht, aber es gab keine festgelegten Wege, die dorthin f¨¹hrten. ?hnlich wie bei Xenons H?hle gab es nur einen steilen Aufstieg, der zu den H?hleneing?ngen f¨¹hrte. Neveah vermutete, dass jede H?hle im Berg Edar ?hnlich aussah, weshalb der Berg eher f¨¹r fliegende Tiere geei war als f¨¹r alle anderen. ?Er muss hierher geflogen sein, als er etwas gesehen hat, das sein Interesse geweckt hat...", mutma?te Neveah und ging weiter vorsichtig enng der scmmigen Gebirgskette. ?Wie konnte die Patrouille ihn ¨¹bersehen?", wunderte sich Neveahs Wolf. ?Zephyr ist verscgen; niemand w¨¹rde sich Sorgen machen, ihn vorbeiziehen zu sehen. Und da seine Schuppen noch weich und grau sind, f?llt ihm die Tarnung leicht", mutma?te Neveah. ?Wir k?nnen den Aufstieg schaffen, wir brauchen nur ein wenig Licht", meinte Neveahs Wolf zu ihr. Neveah blickte sich um; sie war sich nicht einmal sicher, wo genau sie sich befand. Ihr wurde jetzt r, dass sie noch weniger ¨¹ber die Anordnung des Berges Edar wusste, als sie gedacht hatte. In den Tagen hier ... Xenons H?hle war mehr gewesen als die ganze Welt, und diese Tage hatten nichtnge genug gedauert, um mehr zu erfahren.Das Gewitter war nun so weit entfernt, dass der Blitz kaum noch heranreichte oder genug Licht spendete, um den Aufstieg zu wagen. "Magie..." Neveah dachte dar¨¹ber nach, Demevirld jetzt, wo sie ihn brauchte, wieder heranzuziehen. Es w?re vielleicht nicht allzu aufdringlich, ein wenig Licht zu beschw?ren, um beim Aufstieg zu helfen. Neveah hatte es vermieden, Demevirld herbeizurufen, selbst als ihr eigenes Leben in Gefahr war ¨C sie konnte ein paar Blessuren riskieren, aber Zephyrs Leben stand auf dem Spiel. Neveah wusste, dass sie sich nicht darauf vessen konnte, dass Demevirlds Kr?fte wie ¨¹blich in letzter Minute erscheinen w¨¹rden. Ein solches Risiko konnte sie allein eingehen, das Kind hatte so etwas nicht verdient. Als Neveah n?herkam, erhellte ein weiterer Blitz den Himmel und sie konnte den steilen Anstieg besser erkennen. Ohne weitere Zeit zu verlieren, suchte Neveah einen Griff und begann, sich auf den Weg hinauf zur H?hle zu machen. Obwohl es ein kurzer Kletterweg war, waren die Felsen zu tt und rutschig, und es erforderte Anstrengung, ¨¹berhaupt Halt zu bekommen ¨C vor allem jetzt, da sie wieder in vollkommene Dunkelheit geh¨¹llt war. "Du bist so sch?n wie eine Blume, was w¨¹rde ein Mann nicht daf¨¹r geben, dich zu besitzen..." Eine tiefe, vertraute Stimme zischte an Neveah vorbei. Neveah erstarrte vor Schrecken, ihr Herzscg stoppte scgartig und ein kalter Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken. "Fa...Lothaire?" Neveahs Augen weiteten sich vor Entsetzen und in ihrer Ablenkung rutschte ihre Hand weg ¨C sie verlor den Halt und fiel r¨¹ckw?rts, ohne zu versuchen, ihren Fall abzumildern. Dennoch starrte sie mit gro?en Augen auf die Stelle, von der die Stimme gekommen war, auch als ihr R¨¹cken hart auf die spitzen Felsen prallte und Pechschwarz vor ihren Augen tanzte. Sie sp¨¹rte einen stechenden Schmerz ¨¹ber ihren R¨¹cken ausbreiten. Es h?tte sich anf¨¹hlen sollen wie ein durchdringender Schmerz, doch stattdessen f¨¹hlte Neveah den scharfen Scg eines Peitschenhiebs und h?rte dasute Knallen. In diesem Moment hatte sich Neveahs unmittelbare Umwelt bereits ver?ndert. Anstelle des dunklen Waldes nahm Neveah zuallererst den muffigen Geruch des unterirdischen Kerkers wahr... aber es war nicht irgendein Kerker. Der Geruch von Sex und K?rperfl¨¹ssigkeiteng schwer in der Luft, besonders intensiv f¨¹r Neveahs empfindliche Sinne, und das Grunzen und Wimmern der Lust war un¨¹berh?rbar. "Habe ich es nicht schon einmal gesagt? Wenn du wegsiehst, Omega, bekommst du die Peitsche, aber sie... nun, sie bekommt etwas anderes..." Lothaires scharfe Zurechtweisung war das einzige Ger?usch, bevor eine warme Fl¨¹ssigkeit Neveahs Gesicht bespritzte. Ein stechender metallischer Geruch gesellte sich zum bereits vorhandenen Gestank dazu... der Geruch von frischem Blut. "Sieh hin, was dein Ungehorsam verursacht... Schau!" knurrte Lothaire und zwang Neveahs Kopf in die Richtung zu drehen, wo die Omega, die immer noch auf allen Vieren kniete, jetzt einen aufgeschlitzten Hals hatte und stark blutete. Chapter 706: Tr?ume oder Wirklichkeit (Kap.707)

Chapter 706: Tr?ume oder Wirklichkeit (Kap.707)

"Was... das..." stotterte Neveah, als der Schrecken ihre Kehle fest ummmerte und ihr die M?glichkeit nahm, ihre Worte richtig zu formen. Diese Szene... diese besondere, qu?lende Szene, Neveah erinnerte sich noch so lebhaft daran. Esg so weit zur¨¹ck,nge bevor sie aus dem Eclipse-Pst entf¨¹hrt worden war, wie konnte es also sein, dass dies erneut geschah? Wie kam es, dass sie sich wieder in diesen schrecklichen Kerkern wiederfand und Zeugin von Dingen war, die sie nicht sehen sollte? "Es muss ein Alptraum sein... das muss es sein...", dachte Neveah verzweifelt und erinnerte sich daran, dass sie noch vor einem Moment ganz woanders gewesen war. Doch die Tage, die sie im Eclipse-Pst verbracht hatte, hatten oft mit Tr?umen von einem besseren Leben begonnen... war dies der Alptraum? Oder war dies ihre Realit?t und sie hatte die ganze Zeit getr?umt? "Aber es f¨¹hlte sich alles so echt an!" dachte Neveah. Doch auch dieser Moment f¨¹hlte sich schrecklich real an; der Gestank war stechend, das tr¨¹be Wasser des Kerkers, eine Mischung aus Fl¨¹ssigkeiten, die Neveah lieber nicht n?her kennenlernen wollte, durchtr?nkte ihr Kleid und lie? ihre Knie fr?steln ¨C Neveah sp¨¹rte es nur zu deutlich. Ein weiterer Sinn, den Neveah lebhaft sp¨¹rte, war der kalte Schrecken, der sich nat¨¹rlich einstellte, wenn Lothaire anwesend war. Es war so intensiv, dass Neveah ihre eigene Angst riechen und praktisch schmecken konnte. Ihre Knie waren fast taub; Neveah merkte, dass sie schon eine Weile in dieser knienden Position war, und Lados Grunzen und die gottesl?sterliche Handlung, die er vor ihren Augen vollzog, waren zu entsetzlich, um von ihrem eigenen Verstand erfunden zu sein. Ein scharfer Schmerz breitete sich in ihrem Sch?del aus, als Lothaire eine Handvoll ihrer Haare packte und ihren Kopf zur¨¹ckzerrte, als sie unbewusst von dem grauenhaften Anblick des toten Omegas wegschaute. Lado, der ihr die Kehle aufgeschnitten hatte, hielt ihren K?rper noch immer fest und vollzog seine widerliche Tat, suchte ohne Reue nach Erl?sung. Tr?nen stiegen Neveah in die Augen und liefen ungehindert ¨¹ber ihre Wangen. Neveah machte nicht einmal den Versuch, sie zu unterdr¨¹cken. "Hast du gut genug hingeschaut?" fl¨¹sterte Lothaire. Sein Gesicht war auf gleicher H?he mit Neveahs, sodass er ihr direkt ins Ohr fl¨¹sterte, sein Atem streifte ihre Wangen. "Lass mich los, du Bastard!" zischte Neveah und unterdr¨¹ckte irgendwie den instinktiven Schrecken, um endlich ihre Worte zu finden und ihre Wut. "So spricht man nicht mit seinem Vater!" knurrte Lothaire. "Du bist nicht mein Vater!" erwiderte Neveah sofort. Die Worte waren heraus, bevor sie es selbst realisierte, und Neveah hatte nicht einmal die Chance, sie zu bereuen, als eine scharfe Kraft sie mitten im Gesicht traf und sie zur¨¹ck durch den Kerker schleuderte, wo sie in einer ¨¹bel riechenden Pf¨¹tzendete. Neveah st?hnte auf, als der Schmerz in ihrem R¨¹cken explodierte, aber sie biss die Z?hne zusammen, um jeden weiteren Schmerzenut zu unterdr¨¹cken, der ihr entwischt sein k?nnte. Lothaire schnalzte missbilligend mit der Zunge in der herassenden Art, die er immer an den Tag legte, bevor er Neveah f¨¹r alles verantwortlich machte, selbst f¨¹r seine eigenen Handlungen. So war es keine ¨¹berraschung, als er sich vor Neveah hockte und ihr Kinn ergriff. "Du solltest einen heilenden Balsam darauf auftragen, Omega. Wir wollen nicht, dass du morgen Abend beim Ball noch ue Flecken hast. Und sag nicht wieder solche Worte. Was habe ich schon gesagt?""Eine Frau sollte wenige Worte und noch weniger Meinungen haben. Doch f¨¹r eine wie dich... ist ein h¨¹bsches L?cheln besser geei als jegliches Wort," sagte Lothaire, seine Stimme nun sanft, fast schmeichelnd. "Lass mich los, du Dreckskerl!" fuhr Neveah ihn an und zog den Kopf zur¨¹ck. ¡¯Schweigen und ein falsches, h¨¹bsches L?cheln?¡¯ Neveah wusste nicht mehr, wie sie diese Person sein konnte. Neveah hatte gelernt, das Beste vom Schicksal zu fordern, auch wenn es nicht bereit war, es zu geben. Sie w¨¹rde sich nicht von einem blo?en Alphak?nig herumschubsenssen. "Du hast dich ver?ndert, Omega... Ich erkenne es an deinem Blick..." bemerkte Lothaire, seine Augenbrauen zuckten leicht. "Warum? Bist du immer noch von diesen Tr?umen benommen, die du hattest? Drachen?... Solche Dinge gibt es nur in den Geschichten der Barden," sagte Lothaire sp?ttisch und ver?chtlich. "Ich..." stotterte Neveah, aber ihr fehlten die Worte. Lothaire wusste davon, er wusste es und sagte, es seien alles nur Tr?ume... "Du solltest dich mit Alessio unterhalten, vielleicht bringt er dich wieder zur Realit?t zur¨¹ck." entschied Lothaire. Neveahs Augen weiteten sich, das Entsetzen, das sie bereits ergriffen hatte, verst?rkte sich mehr als doppelt. Wenn Lothaire Neveah zu Alessio schickte, hatte das immer nur ein Ergebnis: Alessio w¨¹rde Neveah gnadenlos qu?len, um seinem Vater zu gefallen, und Lothaire rief ihn immer dann, wenn er Neveah besonders l?stig fand. "Wenn nicht... hast du vielleicht ein paarte Worte, die den Zorn deines Vaters bes?nftigen k?nnten, Omega." Lothaire bot Neveah einen Ausweg an, wie er es immer tat, wenn er sie am Boden sehen wollte. Neveah starrte ihm direkt in die Augen, Wut wallte wild in ihren Adern, "Du.bist.nicht.mein.Vater!!!" knurrte Neveah w¨¹tend. Mit diesen Worten war Neveahs Schicksal besiegelt, Lothaire runzelte tief die Stirn und stand auf, als ein paar gespenstisch vertraute Schritte die steinerne Treppe hinunter in den Kerker stiegen, das Echo hallte von den W?nden wider. Neveah k?nnte diese Schritte ¨¹berall erkennen, selbst wenn sie jede andere Wahrnehmung verloren h?tte, der Schrecken in ihr erkannte ihn r, so wie sie es seit ihrer Kindheit getan hatte... Lothaire war verdorben und furchtbar, das war wahr, und er ubte, in seiner Grausamkeit der Gr??te zu sein. Aber wenn es eine Sache gab, die niemand sonst wusste und die Neveah schonnge herausgefunden hatte, war es die Tatsache, dass, was auch immer Lothaire war, sein Sohn weit schlimmer war. "Omega..." Alessios Stimme erreichte Neveah. Neveah f¨¹rchtete den Moment, in dem ihre Augen auf jene waldgr¨¹nen Kugeln fielen. Chapter 707: Seltsame Realit?t (Kap.708)

Chapter 707: Seltsame Realit?t (Kap.708)

"Du kannst jetzt beruhigt sein... sie sind alle fort, Omega," fl¨¹sterte er Neveah zu. Neveahs Brauen zogen sich leicht zusammen. Sie wagte einen weiteren Blick zu den vertrauten, waldgr¨¹nen Augen hinauf und war erstaunt, nicht den ¨¹blichen Zorn und die Verachtung darin zu sehen. Stattdessen spiegelten sie Emotionen wider, die Neveah f¨¹r zu fremd gehalten h?tte, als dass ein Mann wie er sie je empfinden k?nnte... Zwei Gef¨¹hle traten besonders hervor: Sorge und Reue. "Er hat dir wehgetan... schon wieder... eines Tages werde ich diesen Bastard t?ten!" zischte Alessio schmerzvoll. Alessio streckte seine Hand aus nach Neveah, und instinktiv wich sie zur¨¹ck, w?hrend sie ein Aufblitzen von Schmerz in seinen Augen bemerkte, als h?tte sie ihn k?rperlich verletzt. "Verzeih mir, du wei?t, dass ich die Rolle ¨¹bernehmen musste, um den Zorn unseres Vaters zu d?mpfen. Es zerrei?t mir das Herz..." flehte Alessio ernst. Neveah blinzelte verwundert; seit sie ihre Augen ge?f hatte, hatte sich nichts mehr richtig angef¨¹hlt, aber zumindest war bisher nichts so ungew?hnlich gewesen; schlie?lich sah das Leben in der D?mmerungsdom?ne genau so aus, und das war ein Trost. Aber in dem Moment, als Alessio eintrat, begann Neveah zu sp¨¹ren, dass mit dieser Szene etwas nicht stimmte... etwas Schreckliches. Die silberne Peitscheg ungenutzt an Alessios Seite. Er hatte sie geholt, als er ankam, und Neveah hatte ihren Blick von ihm abgewandt, entschlossen, ihm nie zu zeigen, wie sehr er sie verletzt hatte. Doch was folgen sollte, kam nie. Die Peitsche war geholt, aber nie benutzt worden; als Lothaire ging, folgte bald Lado und r?umte den toten Omega beiseite. Die Peitsche fand einen neuen tz, nicht mehr in Alessios Griff, sondern vessen auf dem kalten Kerkerboden. Und das war noch nicht einmal das Schlimmste. Die ersten Worte, die Alessio gerade zu ihr gesagt hatte, waren vollkommen anders als alles, was Neveah je erwartet h?tte; sie ngen erschreckend wie eine Beruhigung, gefolgt von einer Entschuldigung. Die Ungewohnte dieser Worte l?ste einen Schauer des Schreckens aus, der weit st?rker war, als es die Peitsche je h?tte erreichen k?nnen. "Darf ich mir das mal ansehen? Deine Wunden?" fragte Alessio hoffnungsvoll. Diesmal griff er nicht nach Neveah, sondern schien auf ihre Eubnis zu warten, und als Neveah nur mit gro?en, entsetzten Augen zur¨¹ckschaute, seufzte Alessio schwer. "Komm, wir m¨¹ssen dich hier rausbringen und dich s?ubern. Du musst ganz taub und durchgefroren sein," sagte Alessio. Sein Ton war schmerzerf¨¹llt, als er sein ?u?eres Gewand abnahm und es ¨¹ber Neveahs Schultern legte. Er griff erneut nach Neveah, und obwohl sie zur¨¹ckwich, lie? sich Alessio nicht abweisen und hob Neveah in seine Arme. Neveah erstarrte, ihre Worte blieben in ihrer Kehle stecken, gefangen von dem Schrecken, der durch ihre Adern kroch, doch Neveah erholte sich schnell. "Lass mich los... fass mich nicht an!" zischte Neveah, w?hrend sie sich gegen Alessios Griff wehrte. Alessio r¨¹hrte sich nicht, sondern dr¨¹ckte Neveah enger an sich. "Du kannst auf mich einscgen, wenn ich dich in Sicherheit gebracht habe. Ich werde alles ertragen, ohne ein einziges Wort der Beschwerde. Das ist nicht weniger, als ich verdiene. Aber jetzt musst du mich dich aus diesen verfluchten Kerkern herausf¨¹hrenssen," sagte Alessio zu Neveah, bevor er seine Hand ¨¹ber ihr Gesicht strich.Ein seltsamer Kr?uterduft str?mte aus seinen ?rmeln, Neveah erkannte, dass es ein Muskelrxans war, und es legte ihre Regungen gegen ihren Willen effektivhm. "Mach dir keine Sorgen, mein Vater wird uben, dass ich dich bewusstlos gescgen habe und dich hinaustragen musste. Wenn du einfach still bleibst, wird er nichts Verd?chtiges bemerken," beruhigte Alessio sie. Neveah w¨¹nschte sich, sie k?nnte irgendetwas anderes tun, als still zu bleiben. Sie w¨¹nschte sich, sie k?nnte ausholen und Alessio an die Gurgel gehen, um genau zu sehen, wie es seinem Vater gefallen w¨¹rde. Aber nach all den Medikamententests, die Alpha-K?nigin Vilma durchgef¨¹hrt hatte, wusste Alessio genau, welche Mittel bei Neveah wirkten und welche nicht. Er hatte das Muskelrxans sorgf?ltig ausgew?hlt, und nun konnte sich Neveah nicht mehr bewegen. Alessio hielt Neveah im Arm, als er die d¨¹steren Kerker verlie?, und machte sich auf den Weg durch die vessenen Psthallen zum Hinterhof, der zu Neveahs angrenzendem Pst f¨¹hrte. Seine Schritte waren bed?chtig, als wollte er Neveah nicht schockieren. "Es wird bald alles vorbei sein... das schw?re ich dir. Ich habe angefangen, Vorkehrungen zu treffen und Alphas auf meine Seite zu ziehen... sobald ich K?nig bin, wird sich mein Vater nicht mehr trauen, dich anzur¨¹hren." "Sobald ich K?nig bin, werde ich nicht mehr dieser hilflose Mann sein, der nichts tun kann, als zuzusehen, wie seine Frau immer wieder verletzt wird..." "Sobald ich K?nig bin, werde ich dir seinen Kopf als Geschenk pr?sentieren... f¨¹r meine K?nigin. Also bitte, hasse mich nicht f¨¹r meine Feigheit... gib mir nur etwas Zeit... Ich werde alles wieder in Ordnung bringen... f¨¹r dich, f¨¹r uns beide..." versprach Alessio, w?hrend er ging. ¡¯Was ist das hier?¡¯ Neveah war beunruhigt. Was genau geschah hier? Neveah konnte es nicht verstehen und sie ubte nicht, dass es ¨¹berhaupt einen Weg gab, es zu verstehen. War das der gleiche Alessio Terran Lothaire, den Neveah kannte?... Dies war er ¨¹berhaupt nicht. Nein... das musste jemand anders sein... ¡¯Irgendetwas stimmt nicht mit dieser Welt... diesem Albtraum oder was auch immer es ist...¡¯, erkannte Neveah. Neveah wurde sich auch eines anderen Punktes bewusst, der ihr bisher irgendwie entgangen war. In ihrem Geist, wo sie immer auf eine vertraute, tr?stliche Gegenwart z?hlen konnte, in diesem Raum, in dem ein Teil von ihr ruhte, im Leben und im Tod verbunden als zwei Teile eines Wesens, unterschiedlich in vielerlei Hinsicht und dennoch eins und dasselbe, gab es nichts zu sehen oder zu f¨¹hlen. Alles, was Neveah in sich sp¨¹rte, war g?hnende Leere, als h?tte es diesen Raum niemals gegeben. Und das bedeutete eine schreckliche Wahrheit in diesem seltsamen, erschreckenden Scherz oder welch wahnsinnige Auspr?gung der Zauberei dies auch sein mochte... Ihr Wolf... war verschwunden... Chapter 708: Seltsame Realit?t 2 (Kap.709)

Chapter 708: Seltsame Realit?t 2 (Kap.709)

"Ich bat La, ein warmes Bad vorzubereiten. Ich werde dir beim Abwaschen helfen", sagte Alessio, doch Neveah nahm seine Worte sofort mit Unbehagen auf. Sie versuchte zu sprechen, brachte jedoch nur Laute hervor, sodass sie es aufgab und stattdessen s?mtliche Willenskraft, die sie aufbringen konnte, zusammenraffte. Als sie die T¨¹r zu ihrem Waschraum erreichte, stie? sie gegen Alessios Brust - mit aller ihr verbliebenen Kraft trotz ihrer geschw?chten Muskeln. Obwohl es kaum mehr als eine leichte Ber¨¹hrung war, hatte Alessio dies nicht erwartet. Seine Unachtsamkeit f¨¹hrte dazu, dass er leicht ins Taumeln geriet und Neveah loslie?, die daraufhin zu Boden fiel. Neveahndete hart auf dem Holzboden und zuckte vor Schmerzen zusammen. Sie war sich sicher, dass sie sich schnell einen uen Fleck holen w¨¹rde. "Omega! Du wirst dich noch verletzen!", rief Alessio und streckte erneut die Hand nach ihr aus. Neveah wich zur¨¹ck, so gut es ihre geschw?chten Muskeln eubten. "N... nicht..." presste Neveah hervor und dann, sich abst¨¹tzend, zog sie ihren scffen K?rper auf zittrigen Armen ¨¹ber den Boden, bis sie den Waschraum ganz erreicht hatte und die T¨¹r hinter sich schloss. "Omega, sei doch nicht so, es tut mir leid", rief Alessio von der anderen Seite und klopfte an die T¨¹r. Neveah bef¨¹rchtete, dass er in Wut geraten und beginnen k?nnte, gegen die T¨¹r zu h?mmern oder sie einzutreten, aber ¨¹berraschenderweise tat er das nicht. Stattdessen lie? er einen resignierten Seufzer h?ren. "Die Wirkung des Bet?ubungsmittels l?sst in wenigen Minuten nach. Ich werde drau?en warten... Ich werde nicht gehen, bis ich deine Vergebung erhalten habe", sagte Alessio in ruhigem Tonfall. Seine Pr?senz verweilte noch einen Moment, bevor seine Schritte nach und nach zur¨¹ckgingen und Neveah erleichtert aufatmete, als die T¨¹r zu ihrem Zimmer ins Schloss fiel und signalisierte, dass Alessio auf den Flur hinausgegangen war. Neveah lehnte sich schwer atmend gegen die T¨¹r des Waschraums ¨C unnat¨¹rlich schwer f¨¹r den geringen Aufwand. Es war ihr r, dass sie nur noch halb so viel Kraft in ihrem K?rper hatte wie fr¨¹her ¨C keine ¨¹berraschung. Das Fehlen ihres Wolfs bedeutete nur eins: Neveah war jetzt mehr oder weniger ein Mensch. ¡¯Oder ein Lichtblut...¡¯, dachte sie bei sich. Aber das galt nur, wenn Lothaires Behauptungen so tr¨¹gerisch waren, wie Neveah es zu uben hoffte; nur, wenn all ihre Erinnerungen an Asvar wahr gewesen waren und nicht nur ein Traum. ¡¯Aber wie konnte es ein Traum sein? Wie konnten all der Schrecken, die ?ngste, der Schmerz... und sogar die Liebe, all diese neuen, ¨¹berw?ltigenden Gef¨¹hle, die sie kennengelernt hatte und so tief und stark empfunden hatte, wie konnte das alles nur ein Traum sein?¡¯, fragte sich Neveah. Neveah war nicht geneigt, das zu uben. Es war wahrscheinlicher, dass dies nur ein weiteres psychisches Spiel, ein Zaubertrick war. Es w?re auch nicht das erste Mal: Die Dunkelelfen, die in die Erste Lichthalle eingedrungen waren, hatten schon einmal ?hnliches getan und Neveahs gr??te ?ngste zum Leben erweckt.Es war nicht so, dass Neveah lebendig und atmend in die Welt ihrer dunkelsten Erinnerungen gezogen wurde. "Das muss es sein... das muss der Effekt des Zaubers des dunklen Zauberers sein. Das muss der Grund sein, warum er mich nicht verfolgte, als Imagor mir den Weg frei machte... er hatte bereits etwas im Schilde gef¨¹hrt." murmelte Neveah nachdenklich. Wie Alessio gesagt hatte, sp¨¹rte Neveah, dass die Kraft in ihre Muskeln zur¨¹ckkehrte, also zwang sie sich aufzustehen und verriegelte die T¨¹r, die sie zuvor nicht hatte schlie?en k?nnen. Neveah taumelte zum Bad hin¨¹ber. Der Gestank der tr¨¹ben Kerker und der schrecklichen Mischung, die diese Pf¨¹tzen bildeten, hatte sich an Neveahs Kleidung und Haut festgesetzt, und jetzt, da sie sich dessen bewusst war, musste sie alles tun, um sich nicht zu ¨¹bergeben. Schnell streifte sie das verschmutzte Kleid ab und warf es so weit wie m?glich von sich weg in das kleine Waschbecken. Dann f¨¹hlte Neveah nach der Temperatur des Badewassers. Es war tats?chlich warm, wie Alessio gesagt hatte, genau die richtige Temperatur, um Neveahs weit verbreitete Prellungen und Schmerzen zu lindern. Aber Neveah ?fe stattdessen den Abfluss und lie? das Wasser aufen. Was hatte sie nicht alles gelernt, um sich vor K?nigin Vilma, die einen Drogentest durchf¨¹hren wollte, in Acht zu nehmen? Auch wenn ihr Badewasser fr¨¹her einmal kontaminiert worden war, wusste Neveah, dass sie vorsichtig sein musste. Neveah sp¨¹lte die Wanne kurz aus, bevor sie die gro?e Wanne wieder mit kaltem Wasser f¨¹llte. Der Nebel, der vom Wasser aufstieg, war eines der verr?terischen Zeichen daf¨¹r, dass der Winter nahe war und bereits seine kalten Spuren hintessen hatte; dies hatte Neveah allerdings schon auf dem kurzen Weg zu ihren Quartieren gesp¨¹rt. Als das Wasser den richtigen Pegel erreicht hatte, stieg Neveah hinein und ignorierte das K?ltegef¨¹hl. Sie tauchte vollst?ndig unter, vielleicht unbewusst in der Hoffnung, dass die K?lte sie irgendwie aus dem Alptraum wecken w¨¹rde. Aber das war nat¨¹rlich nur eine vergebliche Hoffnung. Bald begannen ihre Lungen zu brennen und vengten nach Luft, und so tauchte Neveahs Kopf wieder auf. Dann begann sie, sich zu waschen, bis sie sich etwas weniger wie eine Kerkerratte f¨¹hlte. Neveah nahm sich Zeit und zog ein Gewand an, das an der Wand hing... es war nat¨¹rlich ihr Gewand. Neveah erinnerte sich daran, aber es fiel ihr schwer, hier wieder einen Bezug zu irgendetwas herzustellen, und das wollte sie auch nicht. Ein Klopfen an der Badezimmert¨¹r lie? Neveah aufschrecken und sie blickte scharf auf, ihre H?nde zu F?usten geballt. "Omega... Ich muss der Vodung meines Vaters Folge leisten. Aber ich werde bald wieder bei dir sein, das verspreche ich. Ruh dich einfach den Rest des Tages aus, und ich k¨¹mmere mich um alles andere." sagte Alessio von der anderen Seite. Und dann wurde er still, in Erwartung einer Antwort. Eine Antwort, die er nie bekommen w¨¹rde. Neveah starrte nur ausdruckslos auf die T¨¹r, und Alessio begriff schnell und verabschiedete sich mit einem weiteren schweren Seufzer. Chapter 709: Alles für dich (Kap.710)

Chapter 709: Alles f¨¹r dich (Kap.710)

"Geliebte... ?ffne deine Augen,ss mich dich sehen...", fl¨¹sterte eine vertraute Stimme, deren ng Neveah weckte. "Beruhige dich, M?dchen... ich bin hier... du wei?t, wo du mich findest...", beruhigte die zweite Stimme in gedehntem Ton. "Jian?... Xenon?...", rief Neveahut, als sie die Augen aufschlug. Ihr Verstand war immer noch umnebelt und Neveah sah sich rasch um, doch ihr Herz sackte entt?uscht in sich zusammen, als sie feststellte, dass sie immer noch allein in einem kleinen Raum war, der in ihrer Erinnerung weit zur¨¹ckzuliegen schien... oder vielleicht war das schon immer ihre Wirklichkeit gewesen. ¡¯Ich bin eingescfen?¡¯ dachte Neveah vorwurfsvoll. Ihr K?rper schmerzte noch immer furchtbar und Neveah vermutete, dass der Schmerz sie in den Scf getrieben hatte, obwohl sie eigentlich h?tte Wache halten sollen. Doch auch jetzt sp¨¹rte sie keine Besserung ihrer Beschwerden. Als Neveah ein Rascheln aus einer dunklen Ecke des Zimmers h?rte, schnappten ihre Augen in diese Richtung und trafen auf ein Paar waldgr¨¹ne Augen. Erschrocken wich sie auf ihr Bett zur¨¹ck. ¡¯Alessio war hier... wie konnte ich ihn ¨¹bersehen?¡¯ fragte sich Neveah best¨¹rzt. Diese waldgr¨¹nen Augen fixierten Neveah, es schien, als h?tten sie es l?ngere Zeit getan, selbst als er von Schatten verschleiert war, und diese Augen blickten nicht freundlich. "Wie bist du hereingekommen? Ich hatte die T¨¹r abgesperrt", konfrontierte Neveah ihn, ihr Blick war unmutig verengt. Alessio gab keine Antwort. Einen Momentng schien er Neveahs Frage gar nicht zur Kenntnis zu nehmen, bis er schlie?lich ein strahlendes L?cheln zeigte. "Dir beim Scfen zuzusehen, beruhigt mich auf eine Art und Weise, wie es nichts anderes vermag... Du bist am sch?nsten, wenn du schl?fst, frei von den Sorgen und N?ten der Welt", sagte Alessio mit einer liebevollen Stimme. Neveah runzelte die Stirn. Alessio hatte geh?rt, wie sie die Namen gerufen hatte, und war offensichtlich verstimmt dar¨¹ber. Neveah hatte sein Missfallen wie ein Kribbeln gesp¨¹rt, eine Warnung vor gr??erem Unheil. Doch pl?tzlich verhielt er sich wieder wie eine seltsame, unvertraute Version seiner selbst und Neveah musste sich fragen, ob sie es ¨¹berhaupt richtig wahrgenommen hatte. "Ich m?chte allein sein. Ich w¨¹rde es begr¨¹?en, wenn du dich ank¨¹ndigst, bevor du meinen Raum betrittst", erwiderte Neveah ver?rgert. "Eindringen?...", fragte Alessio ungl?ubig. "Ich bin dein Gef?hrte...", erinnerte Alessio sie und vermochte es irgendwie, ruhig zu bleiben, was ganz und gar untypisch f¨¹r ihn war. Neveah antwortete nicht, sondern wandte sich von Alessio ab. Der Unterschied in seiner Pers?nlichkeit war zu krass und zu be?ngstigend; das Beste, was Neveah tun konnte, war, ihn zu ignorieren. "Was kann ich tun?", fragte Alessio leise, und Schmerz sowie Verletzung schwangen in seinem Ton mit. "Was kann ich tun, um deinen Geist zu mir zur¨¹ckzuholen... wo er immer h?tte sein sollen?", fragte Alessio erneut. "Ich werde alles f¨¹r dich tun, Omega... Ich werde alles tun", schwor Alessio feierlich. Seine Schritte entfernten sich aus dem Raum, und erst als die T¨¹r geschlossen war, drehte sich Neveah um. "?ffne deine Augen... du wei?t, wo du mich findest..." Neveah dachte ¨¹ber die Worte nach, die sie geweckt hatten. Aus irgendeinem Grund kam es ihr vor, als ob ihr etwas entginge, und unruhig auf dem Bett w?lzend, sinnierte sie dar¨¹ber nach.¡¯"Du wei?t, wo du mich finden kannst..." murmelte Neveah erneut. Neveah hatte keine M?glichkeit zu verstehen, was genau vor sich ging; sie wusste nur sicher, dass es etwas mit dem dunklen Zauberer zu tun hatte ¨C wie konnte sie also etwas wissen? Neveah stand auf, als ihr ein Licht aufging. "Ich habe Xenon und Jian zum ersten Mal im Wald getroffen ... k?nnte das der Schl¨¹ssel sein, um den Bann zu brechen?" murmelte Neveah. Sie warf sich schnell einen Mantel ¨¹ber und begab sich nach drau?en. Es war einfach, den benachbarten Pst zu vessen, doch nun, da Neveah im Hof war, bewegte sie sichutlos und heimlich, so gut es in ihrer Verfassung eben ging. Neveah erinnerte sich immer noch an die Positionen der Wachen und den Patrouillenn des Eclipse-Psts; sie war oft genug in den Wald geflohen, um das zu lernen, und Neveah verlie? sich darauf, dass das in dieser Realit?t nicht anders war. Nach einem kurzen Spaziergang im Wald h?rte Neveah Stimmen, die sich n?herten. Schnell versteckte sie sich hinter einem Baum und entkam nur knapp einer Entdeckung durch eine Patrouille. ¡¯Ohne meinen Wolf sp¨¹re ich sie erst, wenn es fast zu sp?t ist.¡¯ dachte Neveah betr¨¹bt, aber sie ging weiter. Bald erreichte Neveah den ersten Ort, an den sie sich erinnerte. Es war der Baum, an dem sie gesessen war, als sie Xenon zum ersten Mal begee ¨C oder zumindest h?tte er da sein sollen. In diesem Moment gab es keinen Baum. Neveah war sich sicher, dass sie sich richtig erinnerte, doch statt eines Baumes gab es da nur ein seltsames Flimmern in der Luft, das kaum sichtbar war. Neveah streckte ihre Hand nach dem Flimmern aus, und ein scharfer, brennender Schmerz schoss durch ihren Arm, in dem Moment, als ihre Finger es ber¨¹hrten. Neveah zog ihre Hand hastig zur¨¹ck und zischte leise. Sie betrachtete ihre Haut, die rot und wund wie eine ¨¹ble Verbrennung aussah, und dieser hei?e, stechende Schmerz kam ihr schrecklich bekannt vor. "Der rote Nebel", erkannte Neveah und erinnerte sich daran, wie schon der kleinste Kontakt mit dem roten Nebel des Zauberers genau solche unertr?glichen Schmerzen ausgel?st hatte. Trotz des Schmerzes f¨¹hlte Neveah sich in der Erkenntnis best?tigt, dass all ihr Wissen keinen Traum dargestellt hatte. "Die falsche Realit?t ... der Alptraum ist der Ort, an dem ich jetzt stehe. Ich muss einen Weg zur¨¹ckfinden..." murmelte Neveah eindringlich. Sie spannte sich an, um wiederum das Flimmern in der Luft zu ber¨¹hren, um dessen Bedeutung besser zu verstehen und warum es genau an dieser Stelle war, wo der Baum h?tte sein sollen. "Was tust du da, Omega?" fragte Alessio in einem d¨¹steren Tonfall, als er hinter Neveah auftauchte und scheinbar aus dem Nichts erschien. "Ich gehe", antwortete Neveah schlicht, ohne sich umzudrehen. "Was?! Du kannst nicht gehen!" rief Alessio panisch aus. "Ich habe es getan... ich habe es f¨¹r dich getan..." fuhr Alessio fort. Sein Ton war beunruhigend, und trotz ihrer geschw?chten Sinne konnte Neveah immer noch den metallischen Gestank von Blut wahrnehmen. Ein leises ¡¯Plumpsen¡¯ erng hinter ihr, und Neveah erstarrte. Sie drehte sichngsam um und ihre Augen weiteten sich, als sie den abgetrennten Kopf von Lothaire sah, der zu ihren F¨¹?en rollte. "F¨¹r dich... alles f¨¹r dich..." wiederholte Alessio. Chapter 710: Alles für dich 2 (Kap.711)

Chapter 710: Alles f¨¹r dich 2 (Kap.711)

Neveah fasste sich schnell wieder. Egal ob es die Realit?t war oder nicht, sie wusste, dass Alessio mehr als f?hig zu so einer Tat war ¨C das war sogar das Geringste, wozu er f?hig war. Es war auch eine gerechte Folge f¨¹r Lothaires Taten, und es gab keinen Grund, sich schlecht zu f¨¹hlen, au?er der Tatsache, dass der M?rder nur eine andere Version seines Opfers war. Neveahs Blick wanderte zur¨¹ck zu Alessio, der sie erwartungsvoll ansah, ein hoffnungsvolles L?cheln auf den Lippen. Sie war sich nicht sicher, welche Reaktion er erwartete, aber sie machte keine Anstalten, ihren Blick des Ekels und der Verachtung zu verbergen. "Du bist verr¨¹ckt... vollkommen verr¨¹ckt." murmelte Neveah und sch¨¹ttelte den Kopf. Sie versuchte zu gehen, aber Alessio bewegte sich rasch und versperrte ihr den Weg. "Warte... warte... geh nicht..." Alessio kam herausgest¨¹rzt und griff nach Neveahs Hand. Neveah entwand sich seiner Ber¨¹hrung, die Stirn leicht gerunzelt. "Ich habe ihn get?tet. Ich habe das f¨¹r uns getan, Omega. Damit wir endlich zusammen sein k?nnen... er h?tte das nie zugssen! Er wollte dich an den H?chstbietenden verkaufen, und ich habe ihn daran gehindert!" erkl?rte Alessio eilig. Neveah wollte zur Seite treten, aber Alessio packte ihr Handgelenk und hielt es fest. "Lass mich los!" zischte Neveah d¨¹ster. Alessio tat genau das Gegenteil; er zog Neveah an sich und umarmte sie fest. So fest, dass es beinahe erdr¨¹ckend wirkte und das Atmen zur Qual wurde. Neveah wehrte sich heftig. Sie war sich nicht sicher, ob es eine Eigenschaft von Lothaires Blutlinie war, aber sie kannte das Muster, nach dem Lothaire und Alessio die Realit?t stets so malten, dass sie ihre Handlungen rechtfertigten. So, dass sie immer im Recht waren und nichts anderes z?hlte, nur ihr eigener Wille. "Du hast das nicht f¨¹r mich getan, sondern f¨¹r dich selbst. Du konntest Lothaire nicht ausstehen, weil er dich so erzogen hat wie er selbst! Du begehrst den Thron deines Vaters, das wissen wir beide. Du wei?t auch genau, dass Lothaire nie vorhatte, dir den Thron bald zu ¨¹bessen; er w¨¹rde seine Krone niemals aufgeben... nicht zu Lebzeiten." "Du hast das f¨¹r dich getan! Also geh mir aus dem Weg!" entgee Neveah d¨¹ster und schob Alessio schlie?lich von sich. Sie schnappte sich den Dolch von seinem G¨¹rtel und stach ihm wild und energisch direkt in die Brust. Alessios Augen weiteten sich; er starrte in Neveahs hasserf¨¹llten Blick, griff nach dem Griff des Dolches und legte seine Hand auf die ihre, die den Griff immer noch ummmerte. "H?r mir zu, er hat dir wehgetan... er hat dich immer wieder verletzt! Ich musste etwas tun..." sagte Alessio mit schmerzverzerrtem Gesicht. "Und du etwa nicht?!" fragte Neveah mit einem dunklen Knurren und drehte das Messer noch tiefer, sodass sein Satinhemd schnell mit Blut durchtr?nkt war. Alessio lie? es geschehen, seine Hand ruhte einfach auf ihrer, aber er versuchte nicht, Neveah zur¨¹ckzusto?en. Neveah starrte auf ihre Hand, die noch immer den Dolch ummmerte, ein entferntes Gef¨¹hl des Entsetzens regte sich in ihr. ¡¯Er ist nicht echt... er ist nicht echt.¡¯, ermahnte sie sich selbst und z¨¹gelte den Zorn und den Rachedurst, die in ihr aufstiegen, w?hrend dunkle Erinnerungen ihren Verstand ¨¹berfluteten.Neveah zog ihre Hand zur¨¹ck, stie? Alessio von sich und sah zu, wie er vor Schmerz keuchend auf die Knie sank. "Wenn du die Dinge wieder ins Reine bringen willst, gen¨¹gt ein abgetrennter Kopf nicht. Gib mir den deiner Mutter und deinen eigenen... Brennt den gesamten Eclipse-Pst nieder, bis von euch allen nichts ¨¹brig bleibt! Dann... vielleicht dann..." Neveahs Stimme verebbte. Tief in ihrem Inneren wusste Neveah, dass es keine Rolle spielte. Nichts davon hatte mehr Bedeutung. Sie warf einen Blick auf das Flimmern in der Luft und stie? einen frustrierten Laut aus, als sie feststellte, dass es verschwunden und von jenem Baum ersetzt worden war, der immer dort h?tte sein sollen. "Liebe und Hass... wie Spiegel, sie reflektieren beides..." sagte Alessio und blickte nun mit einem vielsagenden Ausdruck zu ihr hoch. "Das ist es doch, was du immer wolltest, oder? Hier kannst du alles haben... die Version von mir, die du dir immer ertr?umt hast. Warum also gehen?" fragte Alessio erneut. "Ich habe dich nie gewollt... in keiner Realit?t." stellte Neveah r. Ohne zu z?gern rannte Neveah los. Alessio w¨¹rde heilen und leicht aufholen, aber das bedeutete nicht, dass sie nicht versuchen w¨¹rde, ihm zu entkommen. ¡¯Die Welle war direkt da gewesen... bis ich ihn in meinen Kopf lie? und die Fassung verlor. Diese Realit?t... sie lebt von meinen Emotionen, je l?nger ich hier verweile... desto schwieriger wird es, sie zu vessen.¡¯ erkannte Neveah, als sie so schnell sie konnte durch den Wald hastete, trotz ihrer schwer angescgenen Gestalt. Sie wusste, wo sie als N?chstes hinwollte. Es war der Ort, an dem sie zum ersten Mal Xenons Drachengestalt gesehen hatte, und falls das nicht ppen w¨¹rde, gab es noch die Stelle, an der Jian seine Gedanken zum ersten Mal mit ihrem Geist geteilt hatte. Aber sie w¨¹rde weiter suchen... sie musste einfach. ________________ Neveah keuchte schwer, ihre Muskeln schmerzten von derngen Strecke, die sie zur¨¹ckgelegt hatte ¨C doch es war alles vergeblich. Es d?mmerte bereits, und Neveah vernahm das Ger?usch aufscgender Pfoten und w¨¹tender Knurren. Ob sie gejagt wurde oder ob die Eclipse-Krieger von Lothaires Mord erfahren hatten und dem T?ter auf der Spur waren, konnte Neveah nicht sagen, aber sie konnte sich nicht leisten, darauf zu warten, dies herauszufinden. Sie blickte hinauf zum rauschenden Wasserfall, ihr Herz zitterte. Neveah war bereits jeden Ort im Wald abgufen, an dem sie sich an Begegnungen mit Xenon oder Jian erinnern konnte, aber sie war jedes Mal einen Schritt zu sp?t gekommen. So wie bei dem Baum, verschwand die Welle jedes Mal, wenn Neveah sich ihr n?herte. Und nun war dies der letzte Ort... Eilends machte Neveah sich auf den Weg zu der H?hle hinter dem Wasserfall, wo sie Xenon vor Alessio versteckt hatte. Mit den Eclipse-Kriegern auf ihren Fersen hatte sie keine Zeit, den kleinen See vorsichtig zu durchqueren, also watete sie direkt hinein. Chapter 711: An deiner Seite (Kap.712)

Chapter 711: An deiner Seite (Kap.712)

"So nah ... nur noch ein paar Schritte weiter ..." "Ich war so nah dran ..." Das war der vernichtende Gedanke, der Neveah immer wieder durch den Kopf ging, als sie achtlos ¨¹ber den Waldboden geschleift wurde ¨C gefangen in Lados grausamen Griff. Die Str?ucher, die scharfen Felsen und die abgebrochenen ?ste, die den Boden ¨¹bers?ten, schnitten in ihre Haut und rissen ihre leichte Kleidung, sodass noch mehr gequetschte und zerschnittene Haut zum Vorschein kam. Ihr Blut hinterlie? eine Spur vom kleinen Fleck an der Seeebene, wo Lado sie zuerst geschnappt hatte, bevor sie den Wasserfall zum See ¨¹berqueren konnte, und die Spur f¨¹hrte bis ans Ufer des Sees und nun durch den immer dichter werdenden Wald. Neveah sp¨¹rte, wie sie schnell Blut verlor ¨C nicht durch die Schnitte, sondern an der Stelle ihres Kn?chels, in das Lados uen sich tief eingegraben hatten und sie zur¨¹ck zum Eclipse-Pst zerrten. Seine uen bohrten sich noch tiefer hinein, je fester er zupackte. Der Wasserfall schrumpfte in Neveahs Blickfeld immer weiter zusammen, je weiter sie von ihm fortgezogen wurde und obwohl Neveah sich heftig wehrte, ihre N?gel in die Erde grub, bis sie brachen und bluteten, hatte das zur Folge, dass Lados Griff nur noch fester wurde und sein Ziehen umso brutaler. Schwarze Flecken tanzten vor ihren Augen, doch Neveah widersetzte sich der Dunkelheit und dem starken Drang, ihr nachzugeben. Sie konnte es sich nicht leisten, das Bewusstsein zu verlieren, das wusste Neveah genau. "Der Alphak?nig ist tot! Niemand darf das Pstgel?nde vessen! Und du versuchst zu fliehen?! ubst du, jetzt wo alle mit dem Machtkampf besch?ftigt sind, kannst du tun undssen, was du willst?! Nicht snge ich hier bin!" Ladochte b?sartig. Lado ... Lothaires Hund, im wahrsten Sinne des Wortes. ¨¹ber ihre unmittelbare, vermeintliche Familie hinaus dachte Neveah, dass er es war, der ihr im beiden Leben am meisten Schaden zugef¨¹gt hatte. Die Handlung dieser Wirklichkeit war exakt und pr?zise, jeder spielte seine Rolle genau richtig, getreu seinem urspr¨¹nglichen Ich, abgesehen von der einen Anomalie ... Alessio. "Lothaire h?tte seinen Hund im Tod mitnehmen sollen. Jetzt ist er wild geworden ..." zischte Neveah, ihr Ton war erf¨¹llt von Zorn und Verachtung. Nat¨¹rlich h?rte Lado ihre Worte und sie gefielen ihm ganz und gar nicht. Er hielt inne, drehte sich so, dass er auf Neveah herabsah, und dabei verdrehten sich seine Krallen, was einen unertr?glichen Schmerz durch Neveahs bereits maltr?tiertes Bein jagte. "Immer noch so frech?! Wir werden sehen, wienge du das noch durchh?ltst! Der Alphak?nig h?tte mich nie an dich herassen, er sprach von einem hohen und angemessenen Preis, den einer wie ich nie bezahlen k?nnte ..." "Aber siehst du, jetzt, da er nicht mehr ist ... w¨¹rde sich niemand mehr fragen, was passiert ist ..." "Niemand w¨¹rde sich fragen, ob die unerw¨¹nschte Prinzessin im See ertrunken ist ... oder zu Tode gev?gelt wurde ..." Lado kicherte b?sartig, seine Worte bezeugten die Verdorbenheit seines Geistes. Alles, was Lothaire ber¨¹hrt hatte, hatte er mit seinen Merkmalen gezeic, und es war entsetzlich, wie Neveah einst diese Verdorbenheit f¨¹r normal gehalten hatte, Aber jetzt wusste sie es besser ... sie hatte ein Volk kennengelernt, eine Rasse ... einen K?nig, der trotz all seiner Schw?chen nichts mit diesem zu tun hatte. "Ich m?chte dich sehen, wie du es wagst, diese kranken H?nde an mich zu legen! Mal sehen, wie du sie verlierst!" spie Neveah aus, ein Schauder des Ekels durchfuhr sie bei dem blo?en Gedanken, von Lado ber¨¹hrt zu werden. "Wie w?re es jetzt?" fragte Lado und streckte seine freie Hand aus, um Neveahs Kinn in einem zerquetschenden Griff zu packen.¡¯"Da... ich habe es getan. Wer wird mir die H?nde wegnehmen, Omega?" fragte Lado Neveah mit einem Grinsen. Er verspottete sie und machte ihr r, dass niemand kommen w¨¹rde, um sie zu retten. Doch unabh?ngig von der Realit?t w¨¹rde Neveah lieber sterben, als von Lado ber¨¹hrt zu werden. Neveah grub tief in sich, um die St?rke und Wildheit heraufzubeschw?ren, die stets an ihren Fingerspitzeng, um das Raubtier zu rufen, das immer an ihrer Seite war und auf jeden ihrer Rufe antwortete ... aber es war vergebens. Ihr Wolf war in dieser Realit?t verschwunden ... und sie war wahrhaftig ein Mensch, so wie die Eclipse-W?lfe sie immer f¨¹r einen gehalten hatten. Im n?chsten Moment lie? Lado einen ohrenbet?ubenden Schmerzensschrei aus und Neveah sah zu, wie die Hand an ihrem Kinn locker wurde und zu Boden fiel, grob vom Ellbogen abgetrennt, wo Lado nur noch einen heftig blutenden Stumpf und h?sslich zerkl¨¹ftetes Fleisch hatte. Neveah hob erschrocken den Blick und war nicht ¨¹berrascht, Alessio zu sehen, der missbilligend auf Lado hinunterblickte. Auch hier wusste Neveah nicht, woher er gekommen war, noch hatte sie seine Ann?herung gesp¨¹rt. "War er die ganze Zeit da? Hat er zugesehen?" fragte sich Neveah. "Ich werde es tun." Alessio antwortete auf Lados Frage. "P... Prinz Royal..." stotterte Lado, seine Augen vor Angst weit aufgerissen. "Ich habe meinen eigenen Vater get?tet und bin damit davongekommen. Wollt Ihr testen, wie viel mehr oder weniger Euer Leben wert ist?" fragte Alessio, sein Tonfall war d¨¹ster und t?dlich. Er hockte sich hin, ergriff Lados andere Hand und riss die Krallen heraus, die sich in Neveahs Kn?chel gebohrt hatten. Neveah stie? ein schmerzerf¨¹lltes Zischen aus und Alessio warf ihr einen entschuldigenden Blick zu, der Schmerz spiegelte sich in seinen Augen wider. Lado stie? erneut einen Schmerzensschrei aus und das Ger?usch seiner Knochen, die in Alessios festem Griff zermalmt wurden, war selbst f¨¹r Neveahs Geh?rut und deutlich. "Entschuldige dich." forderte Alessio von Lado. "Vergebt mir! Vergebt mir, Omega!" schrie Lado auf und erst dann lie? Alessio los. "Geht, begebt Euch in den Kerker und bleibt dort, bis ich etwas anderes sage." befahl Alessio Lado. Lado huschte schnell davon, seinen blutenden Stumpf ummmernd, und Neveah blieb wieder bei Alessio zur¨¹ck. Ihre Augen suchten nach der Verletzung, die sie ihm zugef¨¹gt hatte, aber sie war nirgends zu sehen. Er hatte sogar seine Kleidung gewechselt, denn er hatte die Zeit f¨¹r solche Luxusdinge, w?hrend es f¨¹r Neveah um Leben und Tod ging. "Siehst du? ... In dieser Welt gibt es nur mich auf deiner Seite. Ohne mich werden alle dich weiter verletzen ..." erkl?rte Alessio. Chapter 712: Wenn ich muss (Kap.713)

Chapter 712: Wenn ich muss (Kap.713)

"Siehst du? In dieser Welt gibt es nur mich an deiner Seite. Ohne mich wird jeder dich weiterhin verletzen...", erkl?rte Alessio. "Ich wei? schon... dass nichts davon echt ist. Lass die Show", spie Neveah ver?chtlich aus. Sie hatte es satt, w¨¹rde lieber gegen den Zauberer an Imagors Seite k?mpfen, als solch ein Ergebnis zu ertragen. Die Unsicherheit machte sich breit, fra? an ihren Abwehrkr?ften und drohte, Neveah einem Gef¨¹hl auszuliefern, das sie sichnge abgew?hnt hatte: der Angst. "Echt oder nicht, hier wirst du gl¨¹cklich sein... an meiner Seite, als der Mann, der ich f¨¹r dich h?tte sein sollen." "Alles wird so, wie es sein sollte. Du wirst gl¨¹cklich und ¨¹ber alles andere verehrt werden... Ich kann dir alles geben, was du dir w¨¹nschst, und ich tue es bedingungslos." "Diese Version von mir gibt es nur hier, und alles, was du tun musst, ist bleiben... spielt sonst noch etwas eine Rolle?" fragte Alessio Neveah, ohne ihre Behauptung anzuzweifeln. Neveahchte ohne Freude und sch¨¹ttelte den Kopf. "Alles, was ich begehre, ist auf der anderen Seite dieser Wirklichkeit... du kannst nichts f¨¹r mich tun, weder das echte Du... noch das ¡¯Du¡¯ in dieser Fata Morgana", stellte Neveah r. Neveahs Worte waren verschwommen, ihr Blick zunehmend unscharf, als der rasche Blutverlust seinen Tribut forderte. Sie war im Begriff, das Bewusstsein zu verlieren, und obwohl sie es songe zur¨¹ckgehalten hatte, war es jetzt unvermeidlich. "Scf... wehre dich nicht. Suche nicht nach Antworten oder L?sungen... ruh dich einfach aus undss alles so sein, wie es h?tte sein sollen", beschwichtigte Alessio. Er fuhr mit der Hand sanft durch Neveahs Haar und die Schwere in ihren Augen nahm zu. Neveah blinzelte heftig, um die Dunkelheit zu vertreiben, aber sie wusste, dass es vergebens war. "Mit der Zeit wirst du vergessen, dass es jemals eine echte Welt gab, Neveah Vairheac. Dein wahrer K?rper wird in einen tiefen Scf fallen... und du wirst in dieser Wirklichkeit wahres Gl¨¹ck finden. Ich werde dir helfen, dein neues Leben zu beginnen... heute Abend wirst du an meiner Seite stehen, wenn ich dem Rat von Eclipse gegen¨¹bertrete, und dort der Welt verk¨¹nden, dass du meine K?nigin bist", drangen Alessios Worte eindringlich zu Neveah, w?hrend die Dunkelheit ihr Bewusstsein ergriff. "Was sie betrifft... wie kannst du einer Liebe treu bleiben, an die du dich nicht erinnern kannst?" Das waren die letzten Worte, die Neveah h?rte, bevor sie das Bewusstsein verlor. ______________ Der Ratssaal des Eclipse-Pstes war gef¨¹llt mit Rudel?ltesten, die Neveah mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Schock anstarrten. In dieser Szene kam Neveah wieder zu sich, ihr Verstand noch benebelt. Doch seltsamerweiseg sie nicht, sie sa? auch nicht, sondern stand vor dem Rat und sprach Worte, die sie bis zu diesem Moment kaum wahrgenommen hatte. "Alessio und ich werden am Kr?nungstag heiraten, und Eidungen werden an alle Rudel von Eclipse und die ¨¹brigen Dom?nen verschickt...", Neveah stockte, fing sich selbst, bevor sie die Worte beenden konnte. ¡¯Was ist das?! Was in aller Welt sage ich hier?!¡¯, fragte sich Neveah rmiert. "Geliebte, du kannst es ihnen sagen. Sei nicht sch¨¹chtern", ermutigte Alessio, der neben Neveah stand und ihre Finger ineinander verschlungen hielt. Neveah blickte zu Alessio auf und pl?tzlich erng einutes Klingeln in ihrem Kopf, sie zuckte merklich zusammen und hob ihre Hand an ihr Ohr."Mit der Zeit wirst du vergessen, dass es je eine reale Welt gegeben hat..." Diese unheimlichen Worte hallten in Neveahs Kopf nach und vermischte sich mit demuten Klingeln, das scheinbar darauf aus war, jeden ihrer Gedanken zu vertreiben. Doch Neveah erinnerte sich an jene unheimlichen Worte, und schlie?lich verstand sie auch ihre Bedeutung. ¡¯War das das Ende? W¨¹rde sie auf diese Weisengsam das Bewusstsein verlieren?¡¯ Der blo?e Gedanke daran jagte Neveah Angst ein. Sie verstand nun, weshalb die Drachen die dunkle Magie so verabscheuten und deren F?higkeit, die rheit des Geistes zu beeintr?chtigen. "Geliebte?" rief Alessio erneut. ¡¯Geliebte... Nur zwei konnten mich so nennen, und Alessio geh?rte nicht dazu.¡¯ dachte Neveah, und wieder einmal verst?rkte sich das l?utende Klingeln, fast so, als w?re es w¨¹tend ¨¹ber den Gedanken, den Neveah gerade gefasst hatte. Neveahs Blick schweifte durch den Ratssaal, das leise Gemurmel erscholl in ihren Ohren viel zuut. Ihr Herz schlug schnell, und sie h?rte Alessios Rufe nur aus der Ferne. Die T¨¹r zum Ratssaal ?fe sich, jemand trat ein, aber Neveah konnte nicht ausmachen, wer es war ¨C ihr Blick wurde wieder unscharf. Neveah f¨¹rchtete, dass sie, wenn sie erneut das Bewusstsein verl?re, f¨¹r immer in dieser Realit?t verloren w?re. Die T¨¹r schlug mit einemuten Knall zu und das Ger?usch dr?hnte durch Neveahs schmerzenden Schl?fen. Hinter der T¨¹r befand sich etwas... Neveah kneifte die Augen zusammen, und dort war sie... eine Welle in der Luft, gr??er und st?rker als alles, was sie je zuvor gesehen hatte. Selbst der rote Nebel war kaum zu erkennen, eingewoben in die N?hte der Welle. Neveah erinnerte sich an eine Szene, die ihr irgendwie entfallen war. ¡¯Sie waren hierher gekommen, Jian und Xenon. Sie trafen Lothaire im Ratssaal, um Neveah im Tausch gegen Drachengold einzufordern... Hier genau hatte der Austausch stattgefunden, hier war Neveah letztlich von ihrem Vater verkauft worden...¡¯ reflektierte Neveah, Doch das Bedeutendste an dieser Erinnerung war, dass sie beide hier gewesen waren... zusammen, zur selben Zeit. Und deshalb war die Welle so m?chtig wie im Wald, wo der schwarze Drache und der goldene Drache gek?mpft hatten. Aber Neveah wusste aus Erfahrung, dass diese M?chtigkeit nur von kurzer Dauer war. Sie hatte nur einen einzigen Atemzug Zeit, vielleicht sogar noch weniger... konnte sie es schaffen? Sie hatte bereits viele Male versagt, aber da sie in dieser Realit?t das Bewusstsein verlor, w?hrend die Realit?t selbst sich verfestigte und die Wogen verbannte, durfte sie sich keinen weiteren Fehlscg euben. Neveah z?gerte keine Sekunde und sprang auf den Ratstisch, zur ¨¹berraschung aller Anwesenden, ignorierte den stechenden Schmerz in ihrem Kn?chel und das Wirrwarr, das ihr Tun verursachte, und setzte ihren Lauf zur Welle fort. Der brennende Schmerz von den anderen Ber¨¹hrungen war noch immer in Neveahs Bewusstsein eingebrannt, gleichsam einer ver?ngstigten Erkenntnis, die sie mit dem Versprechen unertr?glicher Schmerzen abschrecken wollte, falls sie diesen Sprung wagte. ¡¯Du wirst verbrennen...¡¯ mahnte dieses Bewusstsein sie. ¡¯Verbrennen... Ich stamme vom Drachenblut, wenn ich verbrennen muss, dann werde ich verbrennen...¡¯ dachte Neveah. Chapter 713: Noch nicht Zeit (Kap.714)

Chapter 713: Noch nicht Zeit (Kap.714)

Ein Schrei des Schmerzes entrang sich Neveahs Kehle und hallte meilenweit wider, als ihre Augen aufsprangen. Sie kr¨¹mmte sich zusammen, geblendet von brennendem Schmerz, unf?hig, r zu sehen. Mit einem Keuchen griff Neveah ins Leere. Sie bekam etwas zu fassen und st¨¹tzte sich darauf, um sich in eine kriechende Position zu hieven. ¡¯Habe ich es geschafft?¡¯ fragte sie sich, w?hrend Hoffnung ihr Herz durchflutete. Ihre Sinne des Geh?rs und des Geruchs, die zuvor verdunkelt waren, waren nun um ein Vielfaches gesch?rft. Leicht sch¨¹ttelte Neveah den Kopf und hob ihre Hand vor ihre Augen. Als sie wieder r sehen konnte, sah sie den roten, zornigen Farbton ihrer Haut auf dem Handr¨¹cken und ahnte, dass ihre gesamte Haut ?hnlich aussah. Nur bis hierhin reichte ihr Blick, ringsum herrschten pechschwarze Dunkelheit und Schatten. Neveah atmete tief ein und schmeckte die Luft ¨C eine Vertrautheit, die sie nie vergessen konnte. ¡¯Der Berg Edar... Ich habe es geschafft... Ich bin zur¨¹ck...¡¯, dachte Neveah, und ihr unruhiges Herz kam etwas zur Ruhe. Der Schmerz, der sie beim Aufwachen ¨¹berkommen hatte, lie? schnell nach, und Neveah hustete heftig, w?hrend sie nach Luft rang. "Was haben wir denn da?" ert?nte eine tiefe, kiesige Stimme, viel zu nah bei Neveah. ¨¹berrascht sprang Neveah zur¨¹ck, ihr Blick richtete sich empor und fixierte die Quelle der Stimme. Ein Mann ... oder zumindest so etwas in der Art. Er sa? auf einem Felsbrocken in einiger Entfernung, die Beine ¨¹bereinandergescgen und in weite Gew?nder geh¨¹llt. In der undurchdringlichen Dunkelheit des Berges, wo man kaum die Hand vor Augen sah, musste Neveah die Augen zusammenkneifen, um selbst grundlegende Z¨¹ge zu erkennen. Auff?llig waren jedoch die gro?en, stacheligen H?rner, die aus seinem Kopf ragten, und die noch viel gr??eren, schuppigen Fl¨¹gel, die ordentlich hinter ihm gefaltet waren. ¡¯Drachenschuppen...¡¯, erkannte Neveah. Er war ein Mensch und ein Drache, aber zugleich weder Mensch noch Drache ... was war er dann? Neveah dachte rmiert nach. Vorsichtig wich sie zur¨¹ck und sammelte ihre Kr?fte, w?hrend sie den fremdartigen Mann betrachtete. H?tte sie nicht das Leben in ihm gesp¨¹rt, h?tte Neveah gedacht, es sei eine Kreatur dunkler Magie. "Ihr habt eine seelenraubende Illusion ¨¹berstanden... Viele gr??ere M?nner und Drachen sind daran gescheitert. Ihr solltet stolz sein." Er sprach erneut. "Du... wer bist du?" fragte Neveah vorsichtig. "Was... bist du?" f¨¹gte sie hinzu. "Ich bin vieles gewesen. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich die Frage beantworten soll." Er antwortete. Neveah hatte keine wirkliche Antwort erwartet, sie hoffte nur, mit ihren Fragen Zeit zu gewinnen und ihre Kr?fte zu mobilisieren, um sich verteidigen zu k?nnen. "Willst du mich also auch t?ten?" fragte Neveah noch einmal. Der gefl¨¹gelte Mann kicherte leise und nickte. "Ja." Er gab ohne Z?gern zu. "So will es jeder." murmelte Neveah, wieder ohne ¨¹berraschung.Siechte trocken auf und lehnte ihren Kopf gegen den Felsen zur¨¹ck. "Es ist nichts Pers?nliches. Du bist eben einer dieser... Koteralsch?den", sagte der gefl¨¹gelte Mann, als wolle er Neveah damit beruhigen. "Ich war schon immer ein... Koteralschaden. Und dennoch, aus irgendeinem Grund, lebe ich immer noch. Mach es dann, schie?...", sagte Neveah keuchend, als sie sich auf die Beine k?mpfte. Der gefl¨¹gelte Mann beobachtete Neveah schweigend, seine dunkelroten Augen gl¨¹hten auf, trotz der Dunkelheit, die sie umgab. "Du hast viele Feinde... die Zeit f¨¹r unsere Bekanntschaft ist noch nicht gekommen", sagte der gefl¨¹gelte Mann nach einer kurzen Stille. Dann erhob er sich und ging davon, ein leises Lied summend, das nochnge nach seinem Verschwinden im Raum hallte. Neveah zog die Stirn in leichte Falten, ein Gef¨¹hl der Ahnung regte sich in ihr, doch sie sch¨¹ttelte es ab und wandte sich wieder dem steilen Aufstieg zu. Ein Schmerz in Neveahs Sch?del erinnerte sie an die Pr?senz in ihrem Geist und schnell lie? sie die Gedankenbarriere fallen, von der sie nicht einmal bemerkt hatte, dass sie aktiv war. ¡¯Veah! Ich konnte dich nicht sp¨¹ren! Was ist passiert?¡¯ erkundigte sich Neveahs Wolf besorgt. Aber Neveah antwortete nicht, das musste sie auch nicht. Mit gesenkter Gedankenbarriere h?tte ihr Wolf Zugriff auf all ihre Erinnerungen, da sie im Geiste miteinander verbunden waren, und w¨¹rde selbst sehen, was geschehen war. ¡¯Zephyr... wir sollten zu ihm gehen¡¯, erinnerte ihr Wolf sie an ihre urspr¨¹ngliche Mission und sagte nichts weiter zu dem Vorfall... es gab nichts zu sagen. "Richtig", antwortete Neveah. Neveah setzte ihren Aufstieg fort und erreichte den H?hleneingang. Drinnen warf sie schnell einen Blick umher, auf der Suche nach dem kleinen Aschedrachen. Doch stattdessen fiel ihr Blick auf einen kleinen Jungen, der zusammengerollt in einer Ecke sa?, die Augen weit aufgerissen und ?ngstlich, aber er gab sich tapfer und keine Tr?ne war zu sehen. Nach menschlichem Ermessen war er kaum zwei Jahre alt und in menschlicher Gestalt noch viel kleiner. Und Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sie dieses Kind nicht kannte, w?re da nicht das unordentliche Haar in genau dem Farbton seiner Schuppen und ein Gesicht, das dem von Imagor zum Verwechseln ?hnlich sah. "Zephyr?" rief Neveah, trat nahe genug heran, dass er sie in der Dunkelheit erkennen konnte. Zephyrs Kopf schnellte erschrocken hoch, aber als er sah, dass es Neveah war, leuchteten seine Augen auf und seine Unterlippe zitterte, als er die H?nde nach ihr ausstreckte und sie eindringlich zu sich winkte. Neveahs Herz schmolz dahin, die Erleichterung l?ste den gr??ten Teil ihrer Anspannung, als sie das Kind schnell aufnahm und fest an sich dr¨¹ckte. "Du unartiger, unartiger Junge... ubst du, jeder einzelne Drache der Festung macht die Stadt kopflos, um dich zu suchen?" tadelte Neveah sanft, w?hrend sie Zephyrs Haare zerzauste. "Schau mal... der schelmische kleine Drache hat sich in einen kleinen, h¨¹bschen Prinzen verwandelt, nicht wahr? Hast du dich endlich entschieden, uns deine menschliche Gestalt zu zeigen?" neckte Neveah in der Hoffnung, das Kind zu beruhigen. "Dein Vater und ich h?tten beinahe die arme Flugpatrouille erw¨¹rgt. Alle suchten nach einem kleinen Drachen, wie konnten sie dich ¨¹bersehen... und du wusstest es, voller Tricks, nicht wahr?" neckte Neveah weiter, in der Hoffnung, das Kind zu beruhigen. Zephyr kicherte und schmiegte seinen Kopf an Neveahs Schulter. Sein ganzer Schrecken war vergessen. "Komm jetzt, ich bringe dich nach Hause", sagte Neveah und atmete erleichtert auf. Chapter 714: Eine Verfolgungsjagd (Kap.715)

Chapter 714: Eine Verfolgungsjagd (Kap.715)

Neveah eilte ¨¹ber das Gebirge, w?hrend sie einen anderen Weg als den urspr¨¹nglichen einschlug und ihre Augen zusammendr¨¹ckte. Der Himmel wurde noch immer in Intervallen vom Blitz erleuchtet, und Neveah wusste, dass der Kampf zwischen Imagor und dem Zauberer noch andauerte. Es war zu gef?hrlich, Zephyroth dorthin zu bringen. Zephyroth rutschte unruhig in Neveahs Armen herum, und irgendwie konnte Neveah sein Unbehagen nachempfinden, obwohl er noch nicht sprechen konnte oder Anzeichen daf¨¹r zeigte, dass er dies bald tun w¨¹rde. Sie entfernten sich vom Ort, an dem sich Imagor aufhielt, und Neveah vermutete, dass das Kind dies irgendwie sp¨¹rte. ?Dein Vater bahnt uns gerade den Weg, ich wei?, dass du zu ihm willst, aber wir w¨¹rden ihn nur behindern. Es gibt eine Barriere um den Berg, wir k?nnen auch nicht allein gehen." ?Nur der Sch?pfer wei?, was sonst noch auf diesem Berguert. Wir m¨¹ssen sicher und unsichtbar bleiben... die H?hle deines Onkels Xenon ist gro? und sicher genug. Dort kann ich dich bis es wieder sicher ist besser besch¨¹tzen", erkl?rte Neveah dem Kind leise. Obwohl er noch so jung war, wusste Neveah, dass sich die Drachenart viel schneller entwickelte als Menschen. Wenn Zephyr sie bereits erkennen konnte, weil seine Eltern von ihr sprachen, konnte er sicherlich auch ihre Worte verstehen. Und das wurde best?tigt, als Zephyroth in ihren Armen v?llig ruhig wurde. Neveah beschleunigte ihre Schritte, achtete jedoch darauf, das Kind nicht mehr als n?tig zu sch¨¹tteln. Die Pfade des Mount Edar waren im Dunkeln schwer zu navigieren, und auch mit Neveahs Sehkraft konnte sie den Weg vor sich kaum erkennen, weshalb sie nicht so schnell vorankam, wie sie es gerne getan h?tte. Aus dem Wald hinter ihnen erng ein entferntes Knurren und Neveah runzelte besorgt die Stirn, w?hrend sie sich beeilte, aber immer noch vorsichtig war, um nicht durch einen Fehltritt vom Berg zu st¨¹rzen. Kurz darauf ert?nte ein weiteres Knurren und als Neveah einen Blick ¨¹ber die Schulter warf, sah sie in der Ferne ein Paar gelbe Augen, bevor sie ausrutschte. Neveah zischte leise und fing sich schnell wieder. ?Der Weg ist zu t¨¹ckisch und wir k?nnen einem Angriff nicht entkommen ... Kobolde, denke ich. Vielleicht hast du mehr Gl¨¹ck", dachte Neveah zu ihrem Wolf. ?Halte dich fest, Zephyr. Bald wirst du meine kleine Magie sehen, genau wie deinen gro?en b?sen Drachen. Kannst du das, nicht lossen?" fragte Neveah das Kind in ihren Armen. Zephyroth nicktengsam mit dem Kopf, seine gro?en, leuchtenden Augen st?rkten Neveahs Entschluss. ?Ich kann es mir nicht leisten, diese Nacht zu sterben, oder? Selbst wenn es der K?nig der H?lle und nicht nur Kobolde w?ren, w¨¹rde dein Vater mich aus meinem Grab holen, nur um mich wieder zu t?ten. Du bist wirklich eine gro?e Verantwortung", murmelte Neveah zu dem Kind. Neveah setzte Zephyroth auf ihren R¨¹cken, sodass er sich an ihren Hals mmerte und seine Beine um ihre Taille g. Sie hob den unteren Teil ihres Gewandes ¨¹ber Zephyroth und sicherte ihn um seine Taille bis zu ihrer eigenen, damit er nicht fallen konnte. Und dann lie? Neveah ihre Krallen ausfahren, gerade als ein massiver Kobold durch den Wald brach. Der Kobold stie? ein blutr¨¹nstiges Knurren aus, sein Blick fest auf Neveah gerichtet, und von weiter vorne im Wald ert?nte ein mehrfaches Antwortknurren. ?Nat¨¹rlich konnte es nicht nur einer sein", murmelte Neveah. Der Kobold st¨¹rmte auf Neveah zu und trug eine seltsame keulenartige Waffe aus Stein. Er war dreimal so gro? wie Neveah, aber kleiner als die meisten Kobolde, denen sie bisher bege war... was bedeutete, dass er bei weitem nicht die Hauptbedrohung darstellte. Neveah z?gerte nicht, st¨¹rzte sich nach vorne und wich der schweren Waffe aus, als sie mit voller Wucht auf den felsigen Boden krachte. Neveah sprang auf, schwang ihre Krallen mit aller Kraft, zielte auf die Kehle f¨¹r einen einzigen t?dlichen Scg, sie konnte sich keinenngwierigen Kampf leisten.Neveahs uen schnitten sanft durch das dicke Koboldfell, sie umgriff ihre uen und zog ruckartig daran, Blut spritzte wild umher, als der Kobold mit einem letzten Knurren auf die Knie fiel und dann leblos zu Boden st¨¹rzte. Neveah sch¨¹ttelte ihre uen ab. Das Knurren aus dem Wald kam immer n?her, und sie drehte sich um, um darauf zuzurennen. Neveah sprang ¨¹ber die Leiche des Kobolds, ihre Verwandlung vollzog sich in einem Moment, und siendete mit den Pfoten auf dem Boden, w?hrend Zephyroth immer noch fest an ihr mmerte. Neveah gab dem Kind einen Augenblick, um sich festzuhalten, Zephyroth umg ihren Hals soweit wie m?glich in ihrer gewaltigen Wolfsgestalt und packte mit zwei F?usten in ihr Fell, hielt sich fest. Neveah zuckte leicht bei dem festen Griff zusammen, grinste aber trotz des Schmerzes zustimmend und dann schoss sie los, ihre Wolfspranken waren f¨¹r unwegsames Gel?nde besser geei und weniger rutschig, und ihre Sicht war jetzt noch rer. Ihre Pfoten ber¨¹hrten kaum den Boden, selbst als die Felsen unter ihren F¨¹?en knackten und l?sten sich und st¨¹rzten in den Abgrund, war Neveah schon weit entkommen, ihre Schnelligkeit erleichterte die rasche Flucht. Neveah hielt sich absichtlich am Bergrand fest, ihr Gewicht lockerte den Boden und sie konnte das Kreischen der Kobolde h?ren, die ungl¨¹cklicherweise auf die losen Teile traten und hinunterfielen. Die Knurren wurden immer leiser, doch die Verfolger lie?en nicht nach und Neveah wusste, dass sie nicht aufgeben w¨¹rden, bis auch der Letzte von ihnen tot war. Der Hintereingang von Xenons H?hle war bald in Sicht, Neveah berece, dass sie genug Zeit h?tte, eine Barrikade zu errichten, bevor ihre Verfolger sie einholten, und rannte so direkt auf die H?hle zu und stoppte am Eingang. Dieser Eingang war viel kleiner als der andere und konnte Neveahs Wolfsform nicht aufnehmen, was bedeutete, dass h?chstens ein Kobold gleichzeitig hineinpasste, genau deshalb hatte Neveah ihn ausgew?hlt. Neveah sch¨¹ttelte sich leicht, aber Zephyroth lie? nicht los. Neveah wechselte zur¨¹ck in ihre menschliche Gestalt und sch¨¹ttelte nochmals ihre Schultern. "Das bedeutet, du kannst jetzt absteigen." sagte Neveah zu Zephyroth. Zephyroth sch¨¹ttelte den Kopf und mmerte sich fester an Neveahs Hals. Neveah seufzte leise, als sie realisierte, dass Zephyroth sie bereits beim ersten Mal verstanden hatte, aber nicht vorhatte abzusteigen. "Dann kannst du wohl doch hierbleiben." murmelte Neveah. In diesem Moment ergriff eine Hand Neveahs Arm und zog sie in die H?hle, genau als ein gro?er Felsbrocken dort einschlug, wo Neveah gerade gestanden hatte. Neveah gab einen Laut von sich, der unterbrochen wurde, als eine Hand ihre Lippen verschloss. Neveah wehrte sich heftig und versuchte verzweifelt, Zephyroth zu besch¨¹tzen, erstarrte jedoch, als die Hand um ihren Arm sich bewegte und ihre Taille umfasste. Z?rtlich ... liebevoll ... und diese W?rme, diese vertraute W?rme... Neveahs Sinne ¨¹berw?ltigten schlie?lich die Panik, und sein Duft erf¨¹llte ihre Sinne in einer Wucht, so ungest¨¹m wie ein gebrochener Damm. "Na, na, meine Liebe... ist das die Art, wie du deinen Mann nach Monaten der Abwesenheit begr¨¹?t?" fl¨¹sterte Xenon Neveah ins Ohr und schmiegte seinen Kopf in ihren Nacken. Chapter 715: Wer du bist (Kap.716)

Chapter 715: Wer du bist (Kap.716)

Neveahs Herz bebte in ihr, und als sie sichngsam umdrehte, da waren sie ¨C die vertrauten paar Onyx-Augen. Unf?hig, die Realit?t zu fassen, starrte sie einfach nur ungl?ubig. Ein Schluchzen steckte in ihrem Hals fest, und pl?tzlich konnte Neveah nicht die richtigen Worte finden, eigentlich fand sie ¨¹berhaupt keine Worte und so starrte sie nur, w?hrend Xenon zur¨¹ckblickte, sein Blick z?rtlich und sogar reum¨¹tig. Doch bevor Neveah ihre Fassung wiederengen und auch nur ein Wort sagen konnte, hallte ein schmerzvolles Br¨¹llen von den Bergen wider ¨C ein ng, der ihnen allen wohlbekannt war, gefolgt von einem Beben der Erde. Zephyroth drehte sich unruhig um, krallte sich noch fester an Neveah. "Imagor", erkannte Xenon und seine Miene verd¨¹sterte sich. "Er ist allein...geh...", stimmte Neveah mit heiserer Stimme zu. Xenon z?gerte einen Moment, dann wanderte sein Blick zu Zephyroth. Er streckte die Hand aus und t?tschelte sanft den Kopf des Kindes ¨C eine Geste des Trostes und der Zuversicht. Neveah empfand auch eine gewisse Erleichterung. Es war schlie?lich auch das erste Mal, dass Xenon Zephyroths menschliche Gestalt sah, doch es war kaum Zeit, dies zu erw?hnen. Als Xenon sich umwandte, um zu gehen, hielt er inne und sah nach unten. Neveah folgte seinem Blick und bemerkte, dass ihre Hand fest sein Gewand ummmerte, ohne dass sie es selbst bemerkt hatte. "Ich werde deine Seite nie wieder vessen, meine Liebe. Vertraue mir", sagte Xenon sanft, trotz der dr?ngenden Umst?nde. Neveah nicktengsam und lie? Xenons Gewand los. Sein Blick ruhte noch einen Moment auf ihr, bevor er sich abwandte. "Verothrax... die Kobolde. Sorge daf¨¹r, dass sie... dass sie sicher sind", wies Xenon an und meinte damit Neveah und Zephyroth, dann eilte er davon. Erst jetzt nahm Neveah wahr, dass sich zwei weitere Personen in Xenons H?hle befanden, denen sie bing keine Beachtung geschenkt hatte. Der eine war Verothrax und die andere eine in eine Kapuze geh¨¹llte Frau, deren Gesicht hinter einer seltsamen Maske verborgen war. Neveah runzelte die Stirn, lie? jedoch alle Fragen ungestellt. "Bleib hier, Ida", sagte Verothrax zu der unbekannten Frau, bevor er sich Neveah n?herte und mit einer Hand eidend winkte. Neveah f¨¹hlte sich immer noch von Verothrax¡¯ intensiver, dunkler Ausstrahlung verunsichert, doch es war nicht mehr so befremdlich wie beim ersten Aufeinandertreffen, und so erwiderte sie gezwungen ein L?cheln. Verothrax neigte seinen Kopf zur Seite und warf einen Blick auf Zephyroth, worauf Neveah sich instinktiv sch¨¹tzend bewegte. Verothrax hob die Brauen, insistierte jedoch nicht weiter. "Ich k¨¹mmere mich um das drau?en... bleib fern vom Eingang. Es ist nichts, was ihr sehen solltet", sagte er und trat hinaus aus der H?hle. Neveah presste kurz die Lippen zusammen, aber um Zephyroths willen f¨¹gte sie sich. Sie warf der fremden Frau einen kurzen Blick zu, bevor sie tiefer in die H?hle vordrang, durch die Tunnel, die zu anderen Kavernen f¨¹hrten, bis sie Xenons innere Kammer erreichte, welche sie nur selten besucht hatte. Die Buchregale, ¨¹berf¨¹llt mit B¨¹chern und Schriftrollen, waren gerade so, wie Neveah sie in Erinnerung hatte ¨C sorgf?ltig geor, und ihr Blick fiel auf die Stelle, an der einst songe her ein Gem?lde gestanden hatte. Neveah lie? sich von diesen Erinnerungen nicht beirren. Sie sch¨¹ttelte den Kopf, ging zum provisorischen Bett aus Fellen und wischte den Staub weg, bevor sie sich hinkniete. "Zephyr, scf ein wenig. Du musst ersch?pft sein", versuchte Neveah das Kind zu beruhigen, doch Zephyroth sch¨¹ttelte entschlossen den Kopf. "Alles r, ich verstehe. Du f¨¹hlst dich da, wo du bist, wohl. Ich werde dich nicht ablegen", murmelte Neveah und lie? einen leisen Seufzer h?ren.Neveah griff leicht nach Zephyroth, lockerte seinen Griff und bewegte ihn so, dass er nun an ihrer Schulter ruhte. Sie nahm auf einem Felsen tz und setzte ihn auf ihren Scho?, streichelte sanft sein Haar, w?hrend er zu ihr aufsah. Neveah l?chelte und zwinkerte dem Kind zu, das ein grummelndes Ger?usch machte, aber ihr L?cheln erwiderte. "Du kannst jetzt scfen, ich wei?, dass du es m?chtest. Zwing dich nicht." sagte Neveah leise. Sie bemerkte die Ankunft der fremden Frau, Ida, aber Neveah ignorierte sie. Sie lehnte sich an die Wand und seufzte leise, w?hrend sie die Ereignisse der Nacht noch einmal durchdachte, immer noch ersch¨¹ttert von Xenons pl?tzlichem Erscheinen. "Du musst die Frau sein, ¨¹ber die Xenon so liebevoll spricht", sagte Ida zu Neveah. Neveah blickte auf und sah die fremde Frau an einem Regal stehen, die ein Buch untersuchte. Sie stellte es zur¨¹ck und griff nach einer Schriftrolle. "Ber¨¹hre nicht Xenons Sachen", sagte Neveah emotionslos. "Richtig, entschuldige." murmelte Ida. "Du bist also seine Reiterin? Neveah... er hat recht oft von dir gesprochen", kommentierte Ida erneut und nahm auf einem anderen Felsen tz. Die Ger?usche von Blitz und Sturm waren jetzt so weit entfernt, dass es schwer war zu erkennen, dass um sie herum so viele K?mpfe stattfanden. Aber Neveah nahm die Ger?usche trotzdem wahr. "Xenon spricht nicht mit Fremden. Er starrt", erwiderte Neveah desinteressiert und schloss die Augen. "Ich meinte, als er... mit Verothrax sprach", korrigierte sich Ida. "Er hat dich vermisst und sich in jedem Moment nach dir gesehnt", fuhr Ida fort. "Nat¨¹rlich", murmelte Neveah, das Gespr?ch unangenehm findend. "Es muss schwer f¨¹r dich gewesen sein, von ihm getrennt zu sein", stellte Ida fest. Neveah antwortete darauf nicht, sie schwieg einfach, die Augen noch immer geschlossen. "Es tut mir leid, dass ich so viel rede. Ich werde gespr?chig, wenn ich nerv?s bin", entschuldigte sich Ida verlegen. "Wir haben uns mitten in einen Kampf teleportiert und jetzt k?nnen wir nur warten, bis es drau?en sicher ist", f¨¹gte Ida hinzu. "Xenon ist hier... es gibt keinen Grund, nerv?s zu sein", sagte Neveah. "Und ich habe geh?rt, dass Verothrax auch seinen Preis wert ist", f¨¹gte Neveah mit einem l?ssigen Schulterzucken hinzu. "Wir haben uns noch nie getroffen und du hast nicht danach gefragt, wer ich bin", wies Ida hin. Neveah antwortete einen kurzen Momentng nicht, unsicher, worauf Ida hinauswollte. "Wer du bist, hat nichts mit mir zu tun", antwortete Neveah ausdruckslos. "Nein... nein, das hat es nicht", stimmte Ida nach einem Moment der Stille zu. Chapter 716: Ein Teilrecht (Kap.717)

Chapter 716: Ein Teilrecht (Kap.717)

Es war schwer zu sagen, wie viel Zeit vergangen war, aber Neveah sp¨¹rte in dem Moment eine Ver?nderung in der Atmosph?re. Sieuschte genau... Stille. Sonnenstrahlen vertrieben bald die Dunkelheit der H?hle, und das Summen der Magie war in die Ferne ger¨¹ckt. "Es d¨¹rfte jetzt sicher sein. Das Tageslicht ist zur¨¹ckgekehrt." Ida markierte den Wandel. Neveah schaute hinunter auf Zephyroth, der fest scfend auf ihrem Scho?g. Sie wartete noch einen Augenblick, bevor sie das Kind in ihre Arme hob und aufstand. Sie f¨¹hrte den Weg hinaus aus der H?hle, durch den Tunnel, und je n?her sie dem Haupteingang kam, desto st?rker wurde sie vom scharfen Blutgeruch und dem unverwechselbaren Gestank der Kobolde ¨¹berw?ltigt. Verothrax stand am Haupteingang der H?hle, genau dort, wo sie ihn zur¨¹ckgssen hatten. Er lehnte an der Wand und schien auf sie zu warten. Es war eine Weile her, seit Neveah das Knurren und Fauchen der Kobolde nicht mehr vernommen hatte. Sie wusste, wann es zu Ende gegangen war: Als Verothrax sie endg¨¹ltig ausgel?scht hatte und sich entschieden hatte, hier zu warten. "Du hast den Eingang bewacht." sagte Neveah, eher feststellend als fragend. "Der Junge brauchte Scf und du magst mich nicht." antwortete Verothrax schlicht. In Verothrax¡¯ Worteng keine Ange, sie stellten einfach eine Tatsache dar. "Ich danke dir." trotzt allem dr¨¹ckte Neveah ihre Dankbarkeit aus, auch wenn sie Verothrax¡¯ Worte nicht verleugnen konnte. Verothrax zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern und verlie? die H?hle. Die Szenerie drau?en war so blutig, dass sogar die Mutigen zusammenzucken w¨¹rden: Beinahe ein Dutzend aufgerissene Kobolde, jeder grausamer als der letzte. Andere Drachenf¨¹rsten hinterlie?en Aschenhaufen, doch Verothrax hatte einen Leichenberg zur¨¹ckgssen und schien nicht vorzuhaben, dies zu ?ndern. Neveah war sich nicht sicher, ob es Verothrax an mmen mangelte aufgrund seiner anderen F?higkeiten, oder ob er sie einfach nicht mochte und eine Abneigung dagegen hatte, seine Spuren zu verwischen. Verothrax¡¯ Werk trug tats?chlich die Z¨¹ge eines ¡¯Schattendrachen¡¯, und Neveah unterdr¨¹ckte ein Fr?steln, das ihr ¨¹ber den R¨¹cken lief. Neveah folgte ihm, als er sich durch den Leichenberg bewegte, dabei hielt sie Zephyroth vorsichtig, damit er von diesem Anblick nicht aufgeweckt wurde, und auch Ida war nicht weit entfernt. Zephyroth r¨¹hrte sich unruhig, seine Nase zuckte, seine Augen ?fen sich und Neveah schaute zu ihm hinunter. "Wir gehen jetzt zu deinem Vater. Du wirst gleich wieder in seinen Armen sein, halte deine Augen geschlossen." instruierte Neveah. Bald darauf kam Imagor in Sicht, gest¨¹tzt von Kirgan, der seine blutende Seite hielt und einer Gruppe von W?chterdrachen Befehle zurief. Die Barriere, die den Berg versiegelt hatte, war gefallen, und es gab fast ein Dutzend W?chterdrachen in menschlicher Gestalt und viele weitere, die dar¨¹ber kreisten. Abgesehen von Kirgan suchten Neveahs Augen das Gesicht, auf das sie sehns¨¹chtig wartete, doch es war nirgends zu sehen. Imagor und Kirgan hatten ihre Ankunft noch nicht bemerkt, also verringerte Neveah die Distanz und machte auf ihre Anwesenheit aufmerksam. In dem Moment, als Imagors Blick auf Neveah traf, blitzte Erleichterung in seinen Augen, und diese wanderten sofort zu dem kleinen B¨¹ndel, das sie festhielt. "Ist das...?" Kirgan konnte sein Erstaunen nicht fassen undchte ungl?ubig. "Seht euch das an! Zephyroth hat seine Gestalt gefunden!" verk¨¹ndete Kirgan den W?chterdrachen um sie herum und alle teilten ein vergn¨¹gtes Lachen. Auch Imagor war auf angenehme Weise ¨¹berrascht und sein Blick auf seinen Sohn war voller Unuben. "Zephyr, du kannst jetzt deine Augen ?ffnen... geh zu deinem Vater." sagte Neveah leise und hockte sich hinunter, damit der Junge sich auf seine F¨¹?e stellen konnte.Zephyroth widersprach diesmal nicht, sondern tapste unsicher zu seinem Vater hin¨¹ber, noch ungewohnt auf seinen menschlichen F¨¹?en. Imagor ging in die Knie, breitete seine Arme aus und zog den Jungen in eine feste Umarmung, sobald er in Reichweite kam. "Schuppen! Du hast mir einen solchen Schrecken eingejagt!" schimpfte Imagor mit heiserer Stimme. "Ich... ich... entschuldige mich, Papa..." stammelte Zephyroth mit tr?nenbelegter Stimme. Neveah blinzelte erstaunt. Es stellte sich heraus, dass Zephyroth tats?chlich sprechen konnte und sich lediglich entschieden hatte, zu schweigen. Die Drachenf¨¹rsten um sie herum, einschlie?lich Verothrax, wandten sich einstimmig ab. Neveah war verwirrt, aber dann begriff sie, als ein ersticktes Schluchzen von Imagor zu h?ren war. Zephyroths Worte hatten Imagors Fassung v?llig zerst?rt. ¡¯Sie gestatten ihrem Vorgesetzten diesen Moment der Schw?che... es wird keine Aufzeichnungen dar¨¹ber geben, kein Urteil.¡¯, dachte Neveah. F¨¹r eine Spezies, deren Hierarchie auf St?rke beruhte, wagten es die Drachenf¨¹rsten nie, ihre Schw?che ?ffentlich zu zeigen. Deshalb war dieser Moment umso bedeutungsvoller. Neveahs Respekt vor den Drachen wuchs weiter an. Kirgan hockte sich hin und legte eine Hand auf Imagors Schulter. Er war der Einzige, der sich nicht von Imagors Schluchzen abwandte, und Neveah vermutete, dass dies darang, dass sie gleichrangig waren. Imagor fasste sich in einem Moment wieder, erhob sich mit seinem Sohn im Arm und ging auf Neveah zu. Neveahs Augen weiteten sich, als Imagor sie mit dem freien Arm in eine Umarmung zog. Ein nerv?ses Kichern entwich ihrer Kehle, und sie blickte hilfesuchend zu Kirgan. Kirgan nickte leicht, ein kleines L?cheln auf seinen Lippen, und Neveah erwiderte die Umarmung zaghaft. "Danke... Neveah. Worte k?nnen nicht ausdr¨¹cken... meine Dankbarkeit. Ich bin dir... schon wieder... zu gro?em Dank verpflichtet." fl¨¹sterte Imagor mit rauer Stimme. "Es gibt keine Schulden... in der Familie." erwiderte Neveah, ebenfalls fl¨¹sternd. "Familie... du solltest das Wort ?fter benutzen.", bemerkte Imagor. Neveahchte leise und nickte. "Drehe dich jetzt nicht zu schnell um, aber derjenige, den du suchst, steht direkt hinter dir.", informierte Imagor Neveah, bevor er sich zur¨¹ckzog. Doch Neveah tat genau das Gegenteil und wirbelte so schnell herum, dass sie beinahe ein Schleudertrauma erlitt, und da stand er, mit leuchtenden Augen und strahlendem L?cheln. "Schon wieder hallo, meine Dame." begr¨¹?te Xenon sie und verbeugte respektvoll seinen Kopf. "Du... du grausamer Bastard!", zischte Neveah ungl?ubig, Wut stieg in ihr auf und sie drehte sich um, fest entschlossen davonzust¨¹rmen. Xenon war im Nu bei ihr, seine H?nde umschlossen ihre Taille und liebkosten sanft ihren Hals. "Du bist zurecht w¨¹tend auf mich. Ich habe geschworen, sofort zur¨¹ck zu sein und habe versagt; es gibt keine Entschuldigung. Ich habe dich vessen, es tut mir leid... Es tut mir so leid, meine Liebe.", entschuldigte sich Xenon aufrichtig. Neveahs Kehle schn¨¹rte sich zu, ihr Zorn verflog, und sie drehte sich um und g die Arme um ihn. Ihre ganze Welt war immer noch im Aufruhr, aber zumindest ein Teil... ein Teil davon war jetzt wieder richtig. Chapter 717: Berüchtigt (Kap.718)

Chapter 717: Ber¨¹chtigt (Kap.718)

Menarx schritt in die Audienzhalle ein, Adrienne nicht weit hinter ihm. Seine Augen ¨¹berflogen die kleine Gruppe, suchten ?ngstlich nach seinem Neffen. "Zephyr ist unversehrt, und das haben wir Neveah zu verdanken. Kaliana hat ihn mitgenommen... es wird nicht leicht f¨¹r sie sein, sich von dem Jungen zu trennen", brachte Kirgan Menarx auf den neuesten Stand. "Der Zauberer?" fragte Imagor ungeduldig. Er sa? da, sein Satinhemd nach oben gezogen, w?hrend Everon seine Wunden versorgte. Streifen w¨¹tender roter Verbrennungen zeicen sich auf seinen Seiten ab, was f¨¹r einen Drachenlord, der besonders widerstandsf?hig gegen Feuer sein sollte, beunruhigend war. Doch nicht Feuer hatte Imagor so ¨¹bel zugerichtet, auch Neveah hatte den roten Nebel gesp¨¹rt, wenn ihre Verbrennungen auch schneller heilten und bei weitem nicht so schlimm waren wie seine. Es hatte ¨¹berzeugungsarbeit gebraucht, damit Kaliana angesichts seines Zustandes von der Seite ihres Drachen wich, doch Imagor bestand darauf. "Wir haben ihn verloren", gestand Menarx besch?mt. "Er war noch da und im n?chsten Augenblick war er einfach... verschwunden. Als ob er sich in Luft aufgel?st h?tte. Ich verstehe es nicht; Addie hatte alle Portale w?hrend der Verfolgung versiegelt, er h?tte uns nicht entkommen k?nnen", erz?hlte Menarx und sch¨¹ttelte w¨¹tend den Kopf. "Entweder ist er wirklich verschwunden...", sagte Menarx misstrauisch den Kopf neigend. "Oder er war nie wirklich da", vervollst?ndigte Adrienne, wobei sie Menarx einen vielsagenden Blick zuwarf. "Was ist genau passiert?" wollte Neveah verwirrt wissen. "Der Zauberer hat sich zur¨¹ckgezogen, er spaltete seine Seele, als Xenons Angriff ihn ¨¹berw?ltigte. Ich kenne den Zauber, dem habe ich mich fr¨¹her schon einmal gegen¨¹bergestellt", erkl?rte Imagor, sein Ton angespannt, w?hrend Everon die Wunde desinfizierte. "Eine R¨¹ckzugstechnik mittels Seelenspaltung? Was ist das?" erkundigte sich Neveah. "Seelenspaltung ist eine dunkle Magiepraxis, bei der ein Zauberer seine Seele teilt, um den K?rper eines anderen zu besitzen und sein Leben zu verl?ngern. Der urspr¨¹ngliche Teil seiner Seele bleibt woanders, in seinem urspr¨¹nglichen K?rper, der die Handlungen bestimmt, die von der besessenen Gestalt ausgef¨¹hrt werden", erl?uterte Kirgan, seine Stimme voller Verachtung. "Wie... ein K?der", verstand Neveah. "Genau. Aber ein K?der, der genauso m?chtig und t?dlich ist wie der eigentliche Zauberer. Wenn dem K?der etwas zust??t, verschwindet er einfach, w?hrend der Zauberer sich ein Leben sichert, auch wenn seine magischen F?higkeiten beeintr?chtigt sind", fuhr Kirgan fort. "Zauberer, die die Seelenk¨¹nste beherrschen, k?nnen damit verschiedene St?rzauber wirken. Die Seelenspaltung ist eine Stufe der Zauberei, die f¨¹r das Schwarze Netzwerk zu fortgeschritten ist", f¨¹gte Imagor hinzu. "Azkar, der Anf¨¹hrer des Signe-Stammes... des Schwarzen Netzwerks, hat die Seelenk¨¹nste gemeistert, nicht wahr?" fragte Menarx, seine Blicke schweiften zu Xenon. "Das war nicht Azkar. Ich stand ihm gegen¨¹ber, um zu wissen... Azkar beherrscht eine Palette dunkler Magie, sein st?rkstes Talent ist die Beschw?rung von Bestien und Nekromantie, doch er experimentiert mit vielen anderen dunklen K¨¹nsten." "Azkar besitzt viele m?chtige F?higkeiten, aber keine Meisterschaft, eine Folge des autodidaktischen Lernens", murmelte Xenon und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Die Seelenk¨¹nste von Azkar erm?glichen eine Seelenextraktion, aber das ist auch schon alles. Dies hier ist ein wahrer Meister der Seelenk¨¹nste... eine Stufe der Exzellenz, die einem zweifellos einen tz im Rat des Dunklen Lords einbringen w¨¹rde", fuhr Xenon d¨¹ster fort. "Wann genau hatte das Schwarze Netzwerk au?er Azkar noch einen so m?chtigen Zauberer? Wir haben doch den gesamten Rat des Dunklen Lords beseitigt!" zischte Imagor zwischen zusammengebissenen Z?hnen. "Wenn er jetzt seine Seele spalten konnte... w?re es dann nicht denkbar, dass er damals eine Notvorkehrung getroffen hat? F¨¹r alle F?lle? Das w¨¹rde erkl?ren, warum er songe im Verborgenen blieb... um sich zu erholen", ¨¹berlegte Neveah. Imagor blickte Neveah kurz an, bevor er mit der Faust auf die Armlehne seines Sitzes schlug, gefolgt von einem schmerzhaften Zischen. Er schoss Everon einen finsteren Blick zu, der jedoch nur mit dem Kopf sch¨¹ttelte. "Bleib sitzen." fuhr Everon ihn an. Imagor brummte etwas vor sich hin, f¨¹gte sich jedoch. "F¨¹r die Seelenk¨¹nste sind bestimmte magische Artefakte notwendig, um eine Formation zu errichten. Sogar die Versiegelung des gesamten Berges erforderte Vorarbeiten... jemand hat bereits den Berg Edar aufgesucht und die Voraussetzungen daf¨¹r geschaffen, auch meinen Jungen anzulocken", sinnierte Imagor. "Der Zauberer hatte Hilfe... aber von wem? Celeste konnte es nicht gewesen sein", pflichtete Kirgan bei."Ich wei? nicht, ob das die Frage beantwortet, aber der Zauberer war nicht die einzige Bedrohung auf diesem Berg... Ich habe etwas anderes gesp¨¹rt... etwas Vertrautes..." sagte Xenon und zog Neveah unbewusst n?her zu sich, w?hrend er sprach. Neveahs Augen weiteten sich leicht, und sie ummmerte Xenons Robe. "Ich habe ihn gesehen..." gestand Neveah, Alle Blicke richteten sich auf Neveah, und sie unterdr¨¹ckte einen Schauer des Entsetzens, der ihr ¨¹ber den R¨¹cken lief. "Der Zauberer... er hat etwas Seltsames mit mir gemacht..." begann Neveah, doch ihre Worte wurden durch ein leises Knurren von Xenon unterbrochen. Neveah verschr?nkte ihre Finger mit denen von Xenon, ihr Daumen fuhr beruhigend ¨¹ber seinen. "Ich war auf dem Weg nach Zephyroth und pl?tzlich... war ich nicht mehr hier, sondern anderswo, in einer Art albtraumhaften Realit?t. Ich wei? nicht genau, was passiert ist, aber als ich aufwachte, sah ich jemanden... einen Mann... oder etwas ?hnliches." "Er sagte mir, ich h?tte eine Seelenfata Morgana ¨¹berstanden..." offenbarte Neveah. "Schuppen! Eine Seelenfata Morgana und ein gespaltener Seelenr¨¹ckzug best?tigen eindeutig, dass wir es hier mit einem der alten Zauberer zu tun haben." zischte Imagor. "Was hat er noch gesagt?" fragte Xenon mit dunkler Stimme. "Dass... er mich in der Zukunft t?ten w¨¹rde, aber noch nicht jetzt." sagte Neveah z?gernd. Xenons Griff um Neveah wurde wieder fester. "Er wird nicht die Gelegenheit dazu bekommen," erkl?rte Imagor bestimmt. "Auf keinen Fall," stimmte Menarx zu. "Habt ihr gesehen, wie er aussah?" fragte dieses Mal Everon. "Nicht genau. Es war sehr dunkel, aber sein Aussehen war sehr merkw¨¹rdig. Er war ein Mensch... aber kein richtiger Mensch. Er hatte auch Schuppen, wie ein Drache, aber nicht genau ein Drache..." murmelte Neveah, w?hrend sie sich an den r?tselhaften Anblick erinnerte. "Gebogene H?rner... schuppige Fl¨¹gel, er sah aus wie... ein Drache in Teilverwandlung," sagte Neveah schlie?lich. Der ohnehin schon stille Saal wurde mucksm?uschenstill, sogar Everon hielt inne. "Hast du gerade gesagt... ein Drache in einer Teilverwandlung?" fragte Kirgan mit weit aufgerissenen Augen. "Hast du einen Blick auf die Farbe seiner Schuppen werfen k?nnen?" dr?ngte Everon, ebenso rmiert. "Ich... ich denke, es war ein dunkler Rotton, zwei T?ne dunkler als die von Menarx," sagte Neveah und blickte verwirrt umher angesichts der pl?tzlichen Anspannung. "Er kann es nicht gewesen sein..." sagte Kirgan und sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf. "Wer sonst?! Die Beschreibung trifft genau zu!" schnappte Imagor. "Von wem sprechen wir eigentlich?" fragte Neveah. "Veah... der Mann, den du gerade beschrieben hast, ist... Mykael, der Herr der Granatschuppen," offenbarte Xenon in d¨¹sterem Ton. "Herr der Granatschuppen? Wird dieser Titel nicht nur der k?niglichen Garde verliehen?" fragte Neveah verwirrt. "In der Tat. Mykael von den Granatschuppen war der ber¨¹hmteste K?nigsgardist im Dienste von K?nig Asrig und zugleich sein engster Vertrauter und Henker," erkl?rte Menarx. "Er trug einen weiteren ber¨¹chtigten Titel: ¡¯Drachent?ter¡¯," f¨¹gte Xenon hinzu, wobei sein Tonfall von Verachtung durchdrungen war. Chapter 718: Mit dir (Kap.719)

Chapter 718: Mit dir (Kap.719)

"Ist es wirklich so beunruhigend... dieser... Mykael?" fragte Neveah vorsichtig, w?hrend ihr Blick den Audienzsaal absuchte und von der anhaltenden Stille beunruhigt wurde. Nicht einer der k?niglichen W?chter hatte ein weiteres Wort verloren, was zunehmend bedenklich wurde. Der Ausdruck ¡¯Drachent?ter¡¯ hatte offensichtlich eine gro?e Bedeutung f¨¹r sie, und Neveah konnte verstehen, warum: Ein Drache, der andere Drachen t?tet. Nach dem Drachenrecht war es ein Sakrileg. Nach allgemeiner Moralvorstellung war es inakzeptabel. Xenon atmete tief durch und warf Neveah einen Blick zu, der ihre Worte best?tigte. "Meine Br¨¹der und ich standen dem Herrn der Granatschuppen nicht sehr nahe. Aber Jian... er litt oft unter Mykaels Einfluss, oftmals unterst¨¹tzt durch Asrig... und manchmal auch nicht..." "Aber f¨¹r Jian ist Mykael fast wie eine Verl?ngerung Asrigs. Nach der Hinrichtung Asrigs verschwand Mykael und Jian... er hat das nicht gut verarbeitet." offenbarte Xenon Neveah gegen¨¹ber. "Sollte er davon erfahren, f¨¹rchte ich, es k?nnten Erinnerungen an eine dunkle Vergangenheit wach werden. Erinnerungen, die wir Br¨¹der lieber ausgel?scht h?tten... f¨¹r immer." best?tigte Menarx grimmig. Neveahs Herz zog sich bei diesen Worten zusammen, sie konnte sich kaum ausmalen, was so gravierend sein k?nnte, dass die k?nigliche Garde es als unaussprechlich ansah, und vor allem, weil es Jian betraf, war zutiefst beunruhigend. "Das Wichtigste ist doch, dass er zur¨¹ckkehrt, oder nicht? Wenn dieser Mykael wirklich eine solche Bedrohung ist, muss Jian eine Entscheidung treffen... wir k?nnen das nicht f¨¹r ihn tun." sagte Neveah schlie?lich. Xenon nicktengsam, denn er verstand, was Neveah meinte. Wenn es darauf ankam, Mykael gegen¨¹berzutreten, dann am besten unter Jians F¨¹hrung. "Verothrax hat seine Befehle erhalten, er wird zu den Wei?en D¨¹nen aufbrechen und Kirgan wird ihn begleiten. Den D¨¹nendrachen wird befohlen, sich entsprechend vorzubereiten." wandte sich Xenon an die Gruppe. "Kann er wirklich ungeschehen machen, was passiert ist? So einfach?" fragte Neveah unsicher. Das Grauen, das sie beim Absturz ins Nichts miterlebt hatte, war ihr noch lebhaft in Erinnerung; es war eine unubliche magische Kraft, jenseits von allem, was Neveah f¨¹r m?glich gehalten hatte. "Theoretisch ist die Magie des Nichts umkehrbar. Zumindest wird er in der Lage sein, das Miasma endg¨¹ltig zu verbannen und den Flug und Portalreisen wieder zu erm?glichen. Aber Verothrax wird etwas Zeit ben?tigen..." gab Xenon d¨¹ster zu. "Der Absturz ins Nichts geschah aufgrund der Instabilit?t von Verothrax¡¯ Magie. Es war kein Zufall, dass in der Zeit, als Verothrax aus seinem Scf erweckt wurde, jemand mit seiner Magie herumgepfuscht hat." sagte Xenon deutlich. "Habt ihr eine Vorstellung, wer es war?" fragte Imagor, sein Tonfall war d¨¹ster. "Ich ube, Lady Adrienne k?nnte uns die beste Antwort darauf geben." sagte Xenon. Bei seinen Worten richteten sich alle Blicke auf Adrienne, bis auf Menarx, der instinktiv vor Adrienne trat. Adrienne wich zur¨¹ck, ihre Augen weit aufgerissen und verwirrt. "Ich habe nichts getan..." verteidigte sich Adrienne, blickte hilfesuchend zu Menarx. "Addie kann die Magie von Verothrax unm?glich beeinflusst haben. Sie wei? nicht einmal, wann Verothrax aus seinem Scf erwachte oder wo er geschlummert hat..." ¨¹berlegte Menarx und zog die Stirn in Falten. "Ich habe nie behauptet, dass sie es wusste." stellte Xenon r. "Adrienne, wo ist deine Schwester?" fragte Xenon mit k¨¹hler Stimme. Diese Frage versetzte alle im Saal in Schock, einschlie?lich Everon, der bis dahin geschwiegen hatte.¡¯"Ich ... Ke? Ke hat damit nichts zu tun!" rief Adrienne aus. "Xenon... Das ist..." Kirgan wollte sich einmischen, doch Xenon stoppte ihn mit einem scharfen Blick. "Ke war die Einzige, die Zugang zu Verothrax¡¯ H?hle hatte." murmelte Everon vorsichtig. "Das macht sie nochnge nicht zur T?terin! Ke ist loyal!" Adrienne wurde zunehmend unruhig, was die Situation nicht verbesserte. "Wo ist deine Schwester?!" zischte Xenon diesmal. "Achte auf deinen Ton!" warnte Menarx knurrend. Xenon brummte leise, machte einen Schritt vorw?rts, doch Neveah zog schnell an seinem Arm. Xenon sah hinunter zu Neveah, die leicht den Kopf sch¨¹ttelte, um ihn abzuschrecken. Ihre Augenbrauen zogen sich unwillig zusammen. "Xenon... Menarx, haltet ein. Beide." schaltete sich Neveah ein. "Menarx, niemand wird sie angreifen. Deine Verteidigungshaltung wird Xenon provozieren, also beruhige dich." fuhr Neveah fort, ihr Ton war bestimmt und lie? keinen Raum f¨¹r Widerspruch. Neveah wartete, bis sich beide Parteien beruhigt hatten, bevor sie wieder sprach. "Adrienne, setz dich. Du scheinst aufgew¨¹hlt." schlug Neveah der Fee vor. Adrienne gehorchte und setzte sich ein St¨¹ck entfernt von Imagor, w?hrend Menarx sich neben sie setzte und sich die Schl?fen rieb. "Xenon ... was wissen wir ¨¹ber diese Situation?" fragte Neveah. "Verothrax wurde mit magischen F?higkeiten versorgt, als er verwundbar war. Nur jemand mit Magie kann einem anderen Magie aufzwingen, doch alle seine Angelegenheiten wurden pers?nlich von Ke geregelt. Wenn nicht sie, ist sie zumindest am ehesten in der Lage, eine Erkl?rung abzugeben." erkl?rte Xenon, sein Tonfall war immer noch eisig. "Kirgan, schicke nach Verothrax. Es ist besser, dies von ihm zu h?ren." murmelte Neveah, w?hrend sie sich mit der freien Hand durch die Haare fuhr. "Everon, kontaktiere Lord Lodenworth, er und seine Dame sollen sofort zum Bergfried zur¨¹ckkehren. Und ich denke, wir wissen alle, aber diese Nachricht verl?sst diesen Saal nicht... Lord Lodenworth ist eine geachtete Pers?nlichkeit und wird in jeder Situation mit h?chstem Respekt behandelt." erkl?rte Neveah entschlossen. Neveah blickte zu Xenon hin¨¹ber und deutete mit ihren Augen, dass er mit ihr zur Seite gehen sollte, woraufhin Xenon Neveah in eine Ecke des Audienzsaals folgte. "Geht es dir gut? Ich sp¨¹re, wie angespannt du bist, und das schon seit deiner Ankunft. Brauchst du erstmal eine Pause? Das ist viel zu bew?ltigen, wenn man gerade erst zur¨¹ckkommt." erkundigte sich Neveah besorgt. "Im Schattenturm ist viel passiert. Ich bin etwas au?er Fassung." sagte Xenon leise, "Und falls die Wochen, die ich fern von dir an diesem schrecklichen Ort verbracht habe, und das, was mit Jian passiert ist, durch Ke beeinflusst wurde, werde ich sie zerrei?en. Menarx und seine Dame hin oder her." sagte Xenon entschieden, die F?uste an den Seiten geballt. Neveah nicktengsam und hob Xenons Faust an ihre Lippen. "Wenn sie wirklich dahintersteht, was dir und Jian passiert ist... Wir werden sie nicht davonkommenssen. Ich stehe auf deiner Seite... immer auf deiner Seite. Und Menarx ebenfalls... das wei?t du." "Wenn das vorbei ist, heute Abend, erz?hlst du mir alles. Bis ins kleinste Detail." ¨¹berredete Neveah sanft. Chapter 719: Die kommenden Tage (Kap.720)

Chapter 719: Die kommenden Tage (Kap.720)

Die T¨¹ren ?fen sich, als Xenon und Neveah zum vorderen Teil der Halle zur¨¹ckkehrten. Verothrax schritt in den Saal ein, begleitet von Ida; eine Begleitung, die, wie Neveah bemerkt hatte, seit ihrem ersten Aufeinandertreffen wirkte, als seien die beiden unzertrennlich. F¨¹r Neveah war es eine beruhigende Sichtweise, sie hatte es als beunruhigend empfunden, dass Ida so interessiert an ihrer Beziehung zu Xenon war. "Kein Ort f¨¹r Au?enseiter", sagte Xenon missbilligend und warf Ida einen fl¨¹chtigen Blick zu, bevor er Verothrax finster musterte. Verothrax neigte seinen Kopf nach Xenons Aussage, sah jedoch zu Ida r¨¹ber und nickte ihr leicht zu. Ida verlie? leise die Halle, die T¨¹ren schlossen sich hinter ihr. Neveah beobachtete die T¨¹ren, bis sie Idas Schritte entfernen h?rte, erst dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Gruppe vor ihr. "Lord Verothrax, ihr wurdet geweckt, um an der Seite von Jian bei der Erholung von Fort zed zu dienen. Eure Prim?raufgabe war es, die Todesb?e zu vernichten... stattdessen aber habt ihr eine Leere in unsere Welt gerissen, eine Schlucht geschaffen und die Todesb?e an den Grenzen der D¨¹nen eingeschlossen, was zu einem t?dlichen Miasma f¨¹hrte", begann Neveah. Verothrax zuckte bei Neveahs Worten zusammen, blieb jedoch stumm. "Ihr habt damit das Leben Eures Lehnsherrn und seiner Elite gef?hrdet, Lord Xenon, die Lords Garron und Conrad, sowie Lord Everon, die alle in das Miasma gerieten, und das Leben Tausender unschuldiger B¨¹rger der D¨¹nenstadt, deren Grenzen nun von der unaufh?rlichen Bedrohung ¨¹berschattet sind, dass sich die Schlucht ausweitet", fuhr Neveah fort. "Ich... ich habe keine Ausreden", sagte Verothrax und senkte ein wenig den Kopf. "Das solltet Ihr aber haben. Die Verantwortung f¨¹r alles, was in den letzten Monaten geschehen ist, kann nicht von Euch genommen werden, aber wenn es mehr dazu gibt, als uns bewusst ist... jetzt w?re der Moment, es zu sagen", erwiderte Neveah. Ein schmerzhaftes Zischen von Imagor unterbrach sie, Neveah sah zu ihm r¨¹ber. Mit einem leisen Seufzer trat sie zu Imagor und schnappte sich die kleine Klinge an seinem G¨¹rtel. Mit der Klinge schnitt Neveah ihre Handfl?che auf ¨C zu Xenons und sogar Imagors Schrecken. "Das wird beim Heilen helfen... Meine Art mag in vielen Aspekten hinter Eurer zur¨¹ckstehen, aber wir heilen wesentlich schneller", erkl?rte Neveah und bedeutete Imagor, sein Hemd zu heben. Imagor warf Xenon einen unsicheren Blick zu, bevor er einwilligte und sein Hemd hochzog. Neveah ballte ihre Hand zu einer Faust, um den Blutfluss anzutreiben, ihr Blut tropfte auf Imagors verkohlten Rumpf, zischte leicht und Imagor zischte leise. Neveah hielt ihre Hand ¨¹ber die Stelle, bis der Blutfluss von alleine aufh?rte. Dann hob sie ihre jetzt geheilte Handfl?che in Imagors Blickfeld und deutete auf seinen sich rasch heilenden Rumpf. "Schuppen... du bist ein wandelndes Heilmittel", murmelte Kirgan ehrf¨¹rchtig. "Keine dummen Ideen bekommen", warnte Xenon. Neveah kehrte zu ihrem tz zur¨¹ck und nickte Verothrax zu. "Nun?", fragte sie. "Es war die Frau von Lodenworth", beschuldigte Verothrax ohne auch nur einen Moment zu z?gern. "Das kannst du nicht so einfach behaupten!", rief Adrienne entsetzt aus.Verothrax warf ihr nicht einmal einen Blick zu, er verschr?nkte die Arme vor der Brust. "Ich erkenne Feenmagie, wenn ich sie sp¨¹re, und sie ist gerade in mir. Sie widerspricht meiner eigenen, das war sehr gut durchdacht von ihrer Seite aus... denn die Leere h?tte mich direkt getroffen, wenn Xenon nicht rechtzeitig gekommen w?re. Wenn ich ausgeschaltet werde, g?be es keinerlei Spuren." "Es war nicht nur b?swillig, sondern ein Anscg auf mein Leben. Es ist mir egal, was der Rat damit vorhat, aber ich werde sie t?ten," erkl?rte Verothrax schlicht. "Ich bin sicher, dass Ke eine Erkl?rung daf¨¹r hat! Du kannst das nicht einfach so abschlie?en, ohne sie geh?rt zu haben!" Adrienne unterbrach sich erneut und stand auf. "Wir haben nach ihr geschickt... nicht wahr? Das wird sich morgen kl?ren, sie werden mindestens einen Tag brauchen, um hierher zu kommen," antwortete Everon mit einem Seufzer und rieb sich die Schl?fen. Die Situation war f¨¹r alle Anwesenden ziemlich beunruhigend, au?er vielleicht f¨¹r Neveah, die den Fae-Schwestern schon immer misstraut hatte. "In der Zwischenzeit, Kirgan... untersuche den Berg Edar nach etwas Ungew?hnlichem, jeglichen Spuren, wie der Zauberer dorthin gngt sein k?nnte," sagte Neveah zu Kirgan. "Alle anderen... ruht euch aus. Wir werden fit sein m¨¹ssen, um dies vor dem Rat darzulegen," murmelte Neveah. Menarx erhob sich, um zu gehen, und sein Blick traf kurz auf Neveah, deren Augenbrauen sich zusammenzogen und die ihm mit ihren Augen eine Warnung vermittelte. Beide wussten mehr ¨¹ber die Fae-Schwestern, als sie zugegeben hatten, und Neveahs Blick war eine Warnung, dass Menarx ¨¹ber alles, was in den Kerkern geschehen war, reinen Tisch machen musste. Menarx und Adrienne verlie?en den Raum zuerst und kurz darauf entschuldigte sich Imagor und ging, wahrscheinlich begierig darauf, zu seinem Reiter und seinem Sohn zur¨¹ckzukehren. Auch Verothrax und Kirgan verlie?en den Raum, und Everon ging auf Neveah zu. "ubst du wirklich, dass es die ganze Zeit ¨¹ber Ke war...?" fragte Everon und bezog sich auf die Verd?chtigungen, die Neveah immer gehegt hatte. "So etwas wie ein Zufall gibt es nicht... und ein paar von ihnen, nun ja..." Neveah lie? ihre Worte in der Luft h?ngen, um niemanden direkt zu beschuldigen. "Wenn es wirklich so ist... unabh?ngig davon, ob Lodenworth damit zu tun hat oder nicht, die n?chsten Tage werden f¨¹r uns alle nicht leicht," murmelte Everon. Neveah verstand, was dabei unausgesprochen blieb; Lodenworth war eine Schl¨¹sselfigur in der Festung, der Hauptmann der Stadtwache, und er genoss gro?es Ansehen. Wenn er involviert war, w¨¹rde der Verrat die gesamte Festung ersch¨¹ttern. War er es nicht, w¨¹rde er ein ungl¨¹ckliches Opfer sein, das zwischen die Fronten geraten w¨¹rde. Es gab keinen leichten Weg, Xenons Erfahrung hatte den Drachen ein unvergessliches Beispiel geliefert. "Wir nehmen es, wie es kommt. Ruh dich aus, Ron," ermutigte Neveah. Everon nickte und warf einen Blick auf Xenon. "Komm vorbei, wenn du Zeit hast, dann werde ich mich nach deinem Zustand erkundigen," sagte Everon und schenkte Neveah ein L?cheln, bevor er sich verabschiedete. Bald waren nur noch Neveah und Xenon im Saal zur¨¹ckgeblieben. Chapter 720: Dankbarkeit (Ch.721)

Chapter 720: Dankbarkeit (Ch.721)

"Hier?" fragte Xenon, als sie an den T¨¹ren zu Jians Quartier in der obersten Etage ankamen. "In Jians Abwesenheit sinkt die Temperatur hier bis zum Gefrierpunkt. Sag mir nicht, dass du deine Zeit hier im Bergfried verbracht hast? Du magst zwar aus leichtem Blut sein, aber unsterblich bist du nicht." tadelte Xenon besorgt. Neveahs Antwort war leise und m¨¹de. "Es gibt Dinge, die ich tun muss und die nur hier getan werden k?nnen. Du wirst es verstehen." Xenon nickte, ?fe die T¨¹r, lie? Neveah eintreten, bevor er selbst Jians Quartier betrat und die T¨¹r hinter sich schloss. Neveah f¨¹hrte den Weg tiefer in Jians Quartier, zum Schreibtisch, auf dem sie die Truhe mit Asrigs Schriften abgestellt hatte. Xenons Lippen kr?uselten sich abf?llig beim Anblick der Truhe. "Du erkennst sie", murmelte Neveah wissend. "Sie sollte nirgendwo anders sein als unten in den Archiven", wies Xenon hin und drehte sich zu Neveah. "Aus Notwendigkeit", erwiderte Neveah mit einem leisen Seufzer. In Xenons Augen spiegelte sich sein Verst?ndnis. "Jian." Neveah nickte, fuhr sich frustriert mit den Fingern durchs Haar. "Sag mir, was dir auf dem Herzen liegt, Geliebte", ermutigte Xenon, w?hrend er den Abstand zwischen ihnen verringerte, sodass er nun auf sie herabblickte, seine Hand ruhte auf ihrer Taille. "Ich... einerseits bin ich so erleichtert, dass es dir gut geht, dass du jetzt hier bei mir bist, dass ich denke, ich k?nnte den Verstand verlieren. Etwas in meinem Hinterkopf fl¨¹stert mir immer noch zu, dass dies nur ein weiterer Traum ist, aus dem ich jeden Moment erwachen k?nnte...", brach Neveah ab, ihre Stimme rau. "Das ist kein Traum, Liebes. Das w¨¹rde ich wissen... Ich habe oft von dir getr?umt", murmelte Xenon sanft. "Und andererseits?" fragte Xenon erneut. "Ich... ich bin bereit, alles zu tun, was n?tig ist, um ihn zur¨¹ckzubringen, aber... Ich wei? nicht einmal, wo ich anfangen soll. Ich kann diese Schriftrollen nicht durchgehen, ohne dass mir ¨¹bel wird, und alles passiert so schnell..." "Ich wei? nicht einmal, ob ich etwas N¨¹tzliches finden kann, und wenn ich etwas N¨¹tzliches finde, wie kann ich es ihm bringen..." gestand Neveah, die Worte, die sie unterdr¨¹ckt hatte, dr?ngten sich nach au?en. "Hey, hey... atme, Liebes, ich bin jetzt hier. Und wir werden ihn zur¨¹ckholen", zog Xenon Neveah n?her zu sich. "Du musst verstehen, dass wir jeden Sturm ¨¹berstehen werden, wenn es bedeutet, zu dir zur¨¹ckzukommen. In diesem Moment tut Jian, den ich kenne, alles, was er kann. Also habe Geduld mit ihm, so wie du es mit mir hattest", beschwichtigte Xenon sanft. Neveah schmiegte sich an Xenon und kontrollierte ihre Atemz¨¹ge, um sich zu beruhigen. Sein Duft war beruhigender als alles andere, und ihre Atemz¨¹ge stabilisierten sich innerhalb kurzer Zeit. "Ich wei? nicht, wie ich das alles ohne dich ¨¹berstanden h?tte", sprach Neveah ihre Wahrheit aus. "Das wirst du nie erfahren m¨¹ssen ... nie wieder", schwor Xenon feierlich. "Also ... was braucht er?" fragte Xenon pflichtbewusst und betrachtete die Truhe mit einem zweifelnden Stirnrunzeln.¡¯"Ruh dich heute Nacht einfach aus, Xenon. ¨¹bess das mir, bitte...", bat Neveah aufrichtig. Xenon z?gerte kurz, bevor er nickte. Er gab Neveah einen sanften Kuss auf die Stirn und trat dann zur¨¹ck. "Ich werde den Raum aufw?rmen. Du f¨¹hlst dich zu kalt an.", stellte Xenon besorgt fest. Xenon ging kurz fort und Neveah setzte sich an den Tisch, ?fe eine Truhe und z?gerte, bevor sie nach einer Schriftrolle griff. Ihre Finger streiften einige davon und blieben schlie?lich auf einer liegen. Angst erf¨¹llte Neveahs Herz, doch sie schob sie beiseite und begann, den Inhalt zu ¨¹berfliegen, um sich auf einen weiteren Bericht ¨¹ber Asrigs Niedertr?chtigkeit vorzubereiten. __________________ "Bleib ruhig... wir haben daf¨¹r gesorgt, dass er daf¨¹r bezahlt hat.", brachte Xenons Stimme Neveah aus ihren Gedanken zur¨¹ck. Erst jetzt bemerkte Neveah, dass sie den Tischrand mit ihrer freien Hand so fest ummmert hielt, dass ihre Kn?chel wei? geworden waren. Xenon stand einige Schritte entfernt, gerade aus dem Waschraum gekommen, und stand nun im d?mmrigen Licht, und sah Neveah an, als w?re sie das Zentrum des Universums. Sein Blick war ruhig und beruhigend, und Neveahs Griff entspannte sich, ihre Hand fiel in ihren Scho?. In Neveahs Augen war er mehr das Zentrum des Universums, als sie es je sein k?nnte, und Neveah fragte sich, ob das Universum so viele Mittelpunkte haben konnte. Neveah stand auf und ging zu ihm, ihre H?nde umgen seine Taille und sie lehnte sich an ihn, ohne sich an seiner feuchten Haut zu st?ren. "Ich gehe nirgendwo hin, meine Liebe.", sagte Xenon erneut, eine Zusicherung, die er in den letzten Stunden sicherlich hundertmal gegeben hatte. "Er hat ziemlich oft ¨¹ber dich geschrieben... in dieser Schriftrolle, in den meisten... wirklich.", murmelte Neveah. "Nichts Gutes, da bin ich mir sicher.", murrte Xenon. Neveahchte leise trotz der Umst?nde. "Er war besessen von dir... von der Idee, dich als seinen K?nigsw?chter zu haben. Er wusste immer, dass du nur Augen f¨¹r Jian hattest,nge bevor irgendjemand ubte, dass Jian eine Chance h?tte, und er hasste es... es machte ihn sich bedroht f¨¹hlen... unsicher.", fuhr Neveah fort. "Ich bin froh... dass ihr beide immer f¨¹reinander da wart, jeden Sturm zusammen ¨¹berstanden habt. Danke, Xenon... dass du dich immer um ihn gek¨¹mmert hast, dass du ihn immer bevorzugt hast, sogar vor deinem eigenen Ich." "Danke, dass du ihn liebst... und dass du mich liebst.", sagte Neveah aufrichtig. Xenon atmete bei Neveahs Worten zittrig aus... vielleicht war es auch ihre Ber¨¹hrung. Seine Finger neigten Neveahs Kopf nach oben, und er forderte ihre Lippen zu einem intensiven Kuss heraus, erf¨¹llt von feuriger Leidenschaft und all der ¨¹berf?lligen Sehnsucht. Xenon bewegte sichngsam und Neveah wich zur¨¹ck, bis sie mit dem R¨¹cken gegen den Tisch stie? und dabei eine Schriftrolle umwarf. Ihr Blick war verh¨¹llt, ihre Lippen teilten sichutlos, als Xenons Lippen ihren Hals hinunterwanderten, aus dem Augenwinkel nahm Neveah etwas wahr und rief schnell: ?Das ist die richtige!" "Was?", fragte Xenon verwirrt, seine Stimme heiser. Neveah wiederholte die Worte, diesmal r und deutlich: ?Die Schriftrolle, die Jian brauchte! Das ist sie." Chapter 721: Begrenzte Zeit (Kap.722)

Chapter 721: Begrenzte Zeit (Kap.722)

"Was bedeutet das alles ¨¹berhaupt?" fragte Neveah verwirrt und folgte mit ihren Fingern den groben Skizzen auf der Schriftrolle, die verschiedenartige seltsame Szenarien zeigten. Seit kurzem schon studierten Xenon und Neveah die Schriftrolle, die bisher keinerlei n¨¹tzliche Informationen zu enthalten schien ¨C jedenfalls nicht in ihrer jetzigen Form. Vor einiger Zeit hatten sie Everon um eine dritte Meinung zu der Schriftrolle gebeten, bevor sie in Erw?gung zogen, sie anderen zu pr?sentieren. Everon war die erste Wahl gewesen, da er nicht so stark voreingenommen gegen¨¹ber allem war, was mit Asrig in Verbindung stand, im Gegensatz zu den anderen. Jetzt studierte Everon die Schriftrolle und die Zeichnungen aufmerksam, und Neveah und Xenon erwarteten seine Einsch?tzung. Der Gro?teil der Schriftrolle war mit unleserlichen Zeichen bedeckt ¨C grob auf verschiedene Teile der Schriftrolle gekritzelt, nicht ausgerichtet, wie man es von normaler Schrift erwarten w¨¹rde, sondern scheinbar willk¨¹rlich. Es fiel schwer, die W?rter ¨¹berhaupt zu entziffern. Manche Tinte war veufen und andere W?rter nur halb fertiggestellt, es gab einige unvollst?ndige Kritzeleien, die aussahen, als seien sie in panischer Hast, oder zumindest unter dem Einfluss eines Wahnsinns oder einer geistigen Verwirrung, verfasst worden. Im Unterschied zu allen anderen Schriften in Asrigs Truhe, war dies das einzige Dokument, das v?lliger Unordnung anheimgefallen war; abgesehen von den seltsamen Zeichnungen w¨¹rde man nicht uben, dass es von einem anderen als einem Kind verfasst worden w?re. Und die einzige M?glichkeit f¨¹r Neveah zu erkennen, dass es sich um die richtige Schriftrolle handelte, waren die Worte in der ersten Zeile, die vielleicht einzig lesbaren: "Vessene Bestien". "Das meiste ist in einer urspr¨¹nglichen Form der alten Drachensprache mit Symbolen und Ziffern geschrieben, aber die Handschrift ist kaum lesbar. Ich k?nnte es versuchen zu entziffern und das Fehlende zu erg?nzen, doch das wird einige Zeit in Anspruch nehmen und k?nnte sensibles Material aufdecken... Everon k?nnte es schneller erledigen." meinte Xenon, w?hrend er den Text betrachtete. Everon zog die Lippen leicht zusammen und betrachtete ebenfalls die Schriftrolle. "Ich kann es nicht sagen, bevor ich nicht angefangen habe. Verglichen mit Lord Garron von den D¨¹nen bin ich kein Meister im ¨¹bersetzen." "Garron ist gerade nicht hier, und seine Aufmerksamkeit wird in den D¨¹nen gebraucht. Ihn herzubringen k?nnte mehr Zeit beanspruchen, als es dir anzuvertrauen. Ron, du wirst es ¨¹bersetzen m¨¹ssen." entschied Neveah. "Wienge wird das dauern? Und diese Zeichnungen..." Neveah stoppte und hob sie hoch, um sie zu betrachten. "Es scheinen eine Art interdimensionaler Baupl?ne zu sein. Einige davon sehen sogar wie Gleichungen aus... um Distanzen und Positionen zu berechnen." beobachtete Everon. Neveah legte sie wieder ab und fuhr sich durch die Haare. "Baupl?ne... die Dimension wurde mit Magie erschaffen, um die vessenen Bestien einzusperren und sp?ter f¨¹r die Herausforderung genutzt. K?nnte das so etwas wie eine Karte der Dimension sein? Oder wie sie erschaffen wurde?" Everon brummte, machte dann aber eine bedenkliche Bemerkung. "Es k?nnte auch einfach nur das irre Gerede von Asrig sein, dem wir mehr Bedeutung beimessen, als es verdient." "Jian war ¨¹berzeugt, dass Asrigs Aufzeichnungen Vertrauen verdienten, und ich vesse mich auf sein Urteil. So entartet sich Asrigs Schriften auch erwiesen haben m?gen, er ist immerhin der einzig ¨¹berlebende der Herausforderung, und K?nig Agardan ore an, das traumatische Erlebnis zu dokumentieren", erinnert sich Neveah nachdenklich. "Es w?re so viel leichter, wenn wir es einfach Jian zeigen k?nnten. Er... verstand Asrig am besten, er w¨¹rde das verstehen und die n?tigen Anweisungen geben k?nnen", sagte Xenon und seufzte. "Ganz recht. Die Baupl?ne scheinen wichtig zu sein und sollten unverz¨¹glich weitergegeben werden. Hast du in letzter Zeit versucht, ihn zu erreichen?" fragte Everon Neveah. Neveah w¨¹nschte, sie k?nnte Everon eine re Antwort geben, aber sie konnte nur den Kopf sch¨¹tteln. "Wie ich dir sagte, er kommt zu mir. Ich habe nie versucht, ihn zu erreichen, ich wei? gar nicht wie.""Du hast deine unterbewussten Realit?ten in Fort Scabbard miteinander verbunden. Vielleicht kannst du das noch einmal versuchen? Nach ihm zu greifen, anstatt einfach abzuwarten?" Everon beharrte darauf. "Damals hatte ich noch Demevirld zur Verf¨¹gung. Seit Demevirld sich auf meine Bitte hin an Jian geheftet hat, kann ich ihn kaum noch sp¨¹ren. Demevirlds F?higkeiten durch unser Band zu teilen, ist Nend, und ich f¨¹rchte, wenn ich zu stark daran ziehe, k?nnte ich mit etwas, das ich kaum verstehe, mehr Schaden als Nutzen anrichten." erkl?rte Neveah. Everon reagierte nicht sofort, er blinzelte leicht. "Gib mir mal das Vergr??erungss." Er studierte einen Teil der Schriftrolle genau durch die Linse und notierte dann ein paar Dinge auf ein Pergament, es dauerte einen Moment, aber schlie?lich kam er zu einer Zahl und seine Augen wurden gro?. "Was ist das?" fragte Xenon. "Hier steht ... die Dimension ist so eingestellt, dass sie sich regelm??ig abschaltet. Diese Runen zeigen eine programmierte Deaktivierung aller bestehenden Ley-Linien an, was das Ende aller magischen Funktionen oder der M?glichkeit der Nutzung von Magie bedeutet ... Portale, Tore, alles." "Ein Fail Safe, w¨¹rde ich sagen, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Art Gef?ngnis f¨¹r die Vessenen handelt. W?hrend der Herausforderungen wurde ihnen eine Zeitspanne einger?umt, in der sie es schaffen mussten, die K?mpfe zu gewinnen oder zu riskieren, nie wieder herauszukommen." erkl?rte Everon und gestikulierte eindringlich mit seiner Hand, w?hrend er die Schriftrolle erneut studierte. "Was ich sagen will, ist, dass es beim ¨¹berleben in der Dimension nicht nur darum geht, hten zu gewinnen..." Everon brach ab. "Es gibt ein Zeitlimit." murmelte Neveah entsetzt. "Was hat Jian gesagt, wie viel Zeit auf seiner Seite vergangen ist?" fragte Xenon sofort. "Ich ... nun, ein paar Tage. Er sagte, dass Fort zed nur einen Monat in der Dimension war, w?hrend hier ein Jahr vergangen war." erinnerte sich Neveah schnell. Everon sch¨¹rzte grimmig die Lippen. "Nach meinen Berechnungen ... sollte die Frist im sichersten Fall etwa sechs Wochen betragen, im riskanten Fall sieben." "Jian brauchte Demevirld, um Xenon zu erreichen ... nun, Xenon ist jetzt hier." Everon wies darauf hin. "So sehr ich Ihr Bed¨¹rfnis nach Vorsicht verstehe, es ist mehr als eine Woche vergangen, seit Sie das letzte Mal von Jian geh?rt haben ... was bedeutet, dass die Zeit dort bald zu Ende sein k?nnte, Sie m¨¹ssen ihn erreichen ... mit allen Mitteln." "Sag mir, was ich tun muss." sagte Neveah ohne zu z?gern. "Theoretisch k?nnen wir auf magische Weise die gleichen Umst?nde herbeif¨¹hren, wie beim letzten Mal, als du ihn erreicht hast. Du k?nntest dabei einige... Unannehmlichkeiten erleiden, aber das ist der sicherste Weg." fuhr Everon fort. "Das gef?llt mir nicht." Xenon zeigte sich besorgt. "Es wird unter Aufsicht stattfinden, Xenon und ich werden die ganze Zeit bei dir sein. Ich werde einen Magier von der Akademie holenssen. Ein wenig Magie k?nnte dazu beitragen, dass es reibungslos abl?uft und ein R¨¹ckscg vermieden wird." Everon entschied sachlich. "Aber wir m¨¹ssen Jian sagen, dass ihnen die Zeit davonl?uft." sagte Everon ernst. Chapter 722: Eine weitere Wartezeit (Kap.723)

Chapter 722: Eine weitere Wartezeit (Kap.723)

"Ron ... wie sieht es damit aus?" fragte Neveah und zischte leise, als die Magie des Magiers in ihre Adern drang und ein Gef¨¹hl wie das Kribbeln von hei?en Nadeln direkt unter ihrer Haut hinterlie?. Es war ungewohnt und unangenehm und Neveah war davor gewarnt worden. Die Magie, die in Neveahs Venen eindrang, reichte nicht aus, um die Prozedur in Gang zu setzen, sondern nur, um Neveahs Vertr?glichkeit mit der Magie des Magiers zu testen, bevor eine weitere Invasion zugssen wurde. Everon grunzte leise vor sich hin, w?hrend er am Tisch sa? und die Schriftrolle ¨¹bersetzte. "Einen Moment." Er gab Tara ein Zeichen, ihm etwas zu holen, was sie auch prompt tat, bevor sie sich wieder an seine Seite stellte. "Deine innere Konstitution hat sich vollst?ndig an ihre eigene Art von Magie angepasst, Magie mit sehr alten und unbekannten Wurzeln. Sie wird meine nat¨¹rlich ablehnen." "Ich werde noch einige Tests durchf¨¹hren m¨¹ssen, um zu sehen, wie gut du das vertr?gst, aber ich denke, das Beste wird sein, meine Magiengsam einzuf¨¹hren, um die Schmerzen zu minimieren, die du empfinden wirst, aber Schmerzenssen sich nicht v?llig vermeiden." Der Magier wandte sich an Neveah, sein Tonfall war angesichts des Blicks, den Xenon auf ihn richtete, misstrauisch. "Tu, was du tun musst ... und tu es schnell." versicherte Neveah. "Ron...?" rief Neveah erneut, ihre Bewegungsfreiheit war durch den Magier eingeschr?nkt, der sie aufforderte, still zu liegen, und so konnte sie Everons Aktivit?ten nur von dort aus beobachten, wo sieg. "Ich... ich brauche noch eine Minute hier." sagte Everon entschuldigend. "F¨¹hren Sie Ihre Tests durch, wir k?nnen erst beginnen, wenn Everon zustimmt." sagte Xenon zu der Magierin und strich unbewusst ¨¹ber Neveahs Haar, um sie zu beruhigen. "Wie sieht es in der Audienzhalle aus?" fragte Neveah Xenon und lehnte sich in seine Ber¨¹hrung. "Imagor hat sich gemeldet. Kirgan hat auf dem Berg Edar Spuren von magischen Portalen entdeckt, und die Akademie der Magie hat festgestellt, dass es sich um uralte Fae-Magie handelt, die m?glicherweise unsere Portalsperren au?er Kraft setzen kann. Der Rat wurde einberufen und Lodenworth und Ke sollten bald eintreffen." sagte Xenon zu Neveah. "Jetzt, wo der Rat involviert ist, ist es bereits au?er Kontrolle geraten." murmelte Neveah mit einem leisen Seufzer. "Du solltest r¨¹bergehen, der Rat wird von dir h?ren wollen, zusammen mit Verothrax." erwiderte Neveah. Xenon z?gerte einen Moment, dann nickte er, beugte sich hinunter und gab Neveah einen Kuss auf die Stirn, bevor er zu Everon hin¨¹berging. Sie wechselten ein paar Worte, bevor Xenon sich verabschiedete. "ubst du wirklich, dass Ke das alles tun w¨¹rde? So weit gehen, Zephyroth zu gef?hrden? Ke und Kaliana sind seit Jahrzehnten Vertraute." sagte Tara besorgt und stellte sich neben Neveah. Neveah warf der Magierin einen Blick zu, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Tara richtete. "Ich wei? es nicht. Wenn sie nichts damit zu tun hat, wird sie dem Rat eine Erkl?rung liefern und sich von der Schuld freisprechen." antwortete Neveah m¨¹de. Tara nickte und ging hin¨¹ber, um Everon zu helfen, der sich aufrichtete und zum B¨¹cherregal ging, wo er ?ngstlich nach etwas suchte "Ich werde mehr Zeit brauchen, Veah. Diese upausen sind komplizierter als erwartet. Ich habe einen Portalbrief an Garron geschickt, damit er sich einige Teile davon ansieht, ich werde seine scharfen Augen brauchen." teilte Everon mit, w?hrend er ein Buch holte und zu seinem tz zur¨¹ckkehrte. "Wienge dauert es, bis du bereit bist, den Eingriff vorzunehmen?" fragte Neveah den Magier. "Die Artefakte, die ich aufgestellt habe, werden bei Mondlicht vollst?ndig aktiviert und der Anh?nger, der mit seinem Paar verbunden ist, wird in jeder Dimension aktiviert. Und bis dahin m¨¹ssen wir bereit sein, den Traumwandlerzauber auszuf¨¹hren, sonst verlieren die Artefakte ihre Kraft und wir k?nnen es nicht so bald wieder versuchen." erkl?rte der Magier Neveah. Neveah nickte, es war kurz vor Mittag, es war noch etwas Zeit. "Entspann dich Veah. Du wirst deine Kraft brauchen." mischte sich Tara ein, die neben Everon stand. Neveah nicktengsam, ihre Augen fielen zu und sie versuchte, sich zu entspannen, w?hrend die Magierin die Tests durchf¨¹hrte. Es dauerte nichtnge, bis die T¨¹r aufging und Xenon hereinst¨¹rmte, er war nicht allein, Kirgan begleitete ihn und keiner der beiden sah erfreut aus. "Was ist los? Wie ist der Rat gufen?" fragte Neveah misstrauisch. Everon blickte ebenfalls auf und studierte den Gesichtsausdruck von Xenon und Kirgan. "Abgelehnt. Lodenworth und Ke sind nicht aufgetaucht." teilte Kirgan mit. Xenon grunzte leise vor sich hin und nahm neben Neveah tz. "Haben sie unsere Vodung nicht erhalten?" fragte Everon und w?hlte die usibelste Erkl?rung. "Doch, sie haben sie erhalten." antwortete Kirgan mit fester Stimme. "Dann haben sie unsere Vodung nicht beachtet?" fragte Neveah wissend. "Schlimmer. Lodenworth und Ke haben ihren Einsatzort vessen, sie wurden zuletzt einige Meilen vom k?niglichen Wald der Fae entfernt gesichtet." erkl?rte Kirgan. "Der Rat hat sich zerstreut, um angemessene Nachforschungen anzustellen, ohne Vermutungen anzustellen, aber es scheint, als h?tten sie bei den Fae Zuflucht gesucht." "Wenn sie nichts zu verbergen haben..." Kirgan brach ab, aber jeder kannte bereits die Worte, die diese Aussage vervollst?ndigen w¨¹rden. Wenn Lodenworth und Ke nichts zu verbergen hatten, warum sollten sie dann die Vodung missachten und stattdessen in das Fae-Gebiet fliehen, mit dem die Drachen derzeit Spannungen haben? "Wurde eine weitere Verbindung hergestellt?" fragte Neveah. "Sie befinden sich im k?niglichen Gebiet der Fae. Die Fae haben die Kommunikationskan?le schon vornger Zeit versiegelt." erinnerte Kirgan. "Adrienne hat den Rat gebeten, mit Menarx loszufliegen und mit Ke zu sprechen. Der Rat hat zugestimmt und sie sind sofort losgeflogen." f¨¹gte Kirgan hinzu. "Und was dann? Warten wir darauf zu erfahren, ob sie aus pers?nlichen Gr¨¹nden ins Fae-Gebiet geflohen sind oder um einer Befragung durch den Rat zu entgehen?" fragte Taraut. "Das ist... Lodenworth, von dem wir sprechen. Wir m¨¹ssen ihn unbedingt anh?ren, ich ube nicht, dass er sich gegen uns wenden w¨¹rde, er ist nicht von der Sorte und der Rat ist der gleichen Meinung." Kirgan erwiderte "Gut. Dann warten wir. Verothrax?" Neveah fragte nach der einen Person, die nicht bereit war, so geduldig zu sein. "Er ist unzufrieden mit der Entscheidung des Rates. Aber er wird sich f¨¹gen. Adrienne wird unterwegs versuchen, mit ihrer Sippe Kontakt aufzunehmen, wir sollten vor Einbruch der Nacht von Menarx h?ren." beendete Kirgan. "Ein weiterer Tag... eine weitere Wartezeit. Ich hoffe, es wird sich lohnen." murmelte Neveah leise. Chapter 723: Wieder ertrinken (Kap.724)

Chapter 723: Wieder ertrinken (Kap.724)

Ein kaltes Fr?steln durchfuhr Neveahs R¨¹cken, als sie Everon mit entsetzten, weit aufgerissenen Augen anstarrte. Sie war nicht die Einzige, die so reagierte. "Er... er hat sie get?tet..." fl¨¹sterte Kirgan ungl?ubig. Neveah und Xenon tauschten Blicke, die tiefe Verzweiflung in seinen sonst so emotionslosen Augen riss an Neveahs Herz, und sie w¨¹nschte sich, sie w¨¹sste die richtigen Worte, die ihm Trost spenden k?nnten... allen von ihnen. Aber Neveah bekam nicht die M?glichkeit auch nur ein Wort zu sagen. Pl?tzlich raste ein Schub von Magie durch ihre Adern und hinterlie? eine Spur aus hei?em, wei?em Schmerz. Neveahs Mund ?fe sich zu einemutlosen Schrei, dunkle Flecken tr¨¹bten ihre Sicht und ihr Bewusstsein begann zu schwinden. "Veah!" Die besorgten Rufe von Xenon ngen wie ein Echo aus weiter Ferne. Und jede weitere Stimme ebenso. "Was passiert hier?!" vengte Imagor zu wissen. "Die Artefakte wurden aktiviert!" rief der Magier in kaum verhohlener Panik aus. "Du hast gesagt, es beginnt, wenn der Mond aufgeht!" entgee Everon. "Ich wei? nicht, was passiert ist! Die Artefakte haben sich selbst aktiviert, ohne das Mondlicht! Ich muss den Zauber jetzt sprechen!" erwiderte der Magier dr?ngend. Die ged?mpften Ges?nge, die darauf folgten, waren das Letzte, was Neveah h?rte, bevor sie v?llig in die Bewusstlosigkeit abglitt. ~~~~~~~~~~ K?lte... durchdringende K?lte... Das war die erste Empfindung, die Neveah wahrgenommen hat, als ihr Bewusstsein wiederkehrte. Es war zu kalt, sogar f¨¹r den Winter, und es war nicht Winter, zumindest nicht in dem Teil der Festung, in dem Neveah sich befunden hatte. Neveahs Augen ?fen sich zu einer Welt aus pechschwarzer Dunkelheit und dem intensiven Gef¨¹hl brennender Lungen. In ihren Ohren war ein gleichm??iges Summen zu h?ren, und obwohl es unm?glich war, etwas um sich herum zu sehen, konnte Neveah erkennen, dass sie unter Wasser war. ¡¯Magisch denselben Umstand herbeif¨¹hren...¡¯ hatte Everon gesagt. ¡¯Aber niemand hatte etwas davon gesagt, dass man sich in einem pechschwarzen Meer unter Wasser befinden w¨¹rde.¡¯ dachte Neveah und unterdr¨¹ckte die instinktive Panik. Sie ignorierte ihre brennenden, nach Luft vengenden Lungen und blickte erneut um sich, diesmal blinzelnd. Neveahs Umgebung war wirklich von Dunkelheit umh¨¹llt, undngsam begann sie zu vermuten, dass nicht nur ihre Umgebung, sondern das Wasser selbst schwarz war. ¡¯K?nnte es... das schwarze Meer sein?¡¯ dachte Neveah vorsichtig. Es d?mmerte Neveah, dass ihr Bewusstsein den denkbar schlechtesten Ort ausgesucht hatte, um Jian zu suchen, als der erste Fleck in der Dunkelheit f¨¹r Neveah sichtbar wurde... ein Paar tierische Augen.Und dann war da noch einer, und noch einer... Neveah wartete nicht ab, um noch mehr zu sehen, sie st¨¹rzte sich auf die Oberfl?che, pumpte ihre Beine und Arme, um so schnell wie m?glich nach oben zu schwimmen, obwohl sie keine re Sicht auf den Weg vor sich hatte. Es dauerte eine Weile, und das Brennen in Neveahs Lunge wurde immer schlimmer, aber sie schwamm weiter und weiter, Es war kein Ende des schwarzen Meeres in Sicht, und Neveah fragte sich, ob es ¨¹berhaupt jemals ein Ende oder eine Oberfl?che gab. Obwohl Neveah wusste, dass sie hier nicht sterben w¨¹rde, dass dies nur ein unterbewusstes Szenario war, konnte sie sich des Gef¨¹hls der Niedege nicht erwehren, das sie ¨¹berkam. Das war songe, bis eine Hand Neveahs Hand ergriff und zog. Im n?chsten Moment brach Neveahs Kopf an die Oberfl?che und sie keuchte, ihre Augen weit aufgerissen, verzweifelt tief einatmend. Neveahs Blick bewegte sich schnell, um ihren Retter zu identifizieren, und war nicht im Geringsten ¨¹berrascht, einen stirnrunzelnden Jian an ihrer Seite kauernd vorzufinden, der ihre Gestalt musterte. "Geliebte ... was hast du getan?" fragte Jian Neveah in einem missbilligenden Ton. Neveah k¨¹mmerte sich nicht um seine Missbilligung oder die Tatsache, dass sie v?llig durchn?sst war und tropfte, sie st¨¹rzte sich auf Jian, ihre H?nde legten sich um seinen Hals, als sie ihn fest umarmte. Jian erwiderte Neveahs Umarmung sofort, seine Brust grummelte leicht in einem Kichern und dann wanderte seine Hand zu Neveahs Taille und sicherte ihr Gewicht, w?hrend er sich aufrichtete: "Ich habe dich auch schrecklich vermisst, Geliebte. Allerdings hatte ich nicht erwartet, dich ertrinkend vorzufinden... schon wieder..." "Es war der einzige Weg, wie ich zu dir kommen konnte... du bist nicht mehr zu mir gekommen." murmelte Neveah, ihre Stimme ged?mpft in Jians Schulter. "Es ist nicht so, dass ich nicht wollte, ich konnte nicht... Ich war unvorsichtig und habe den Anh?nger, den mir dein Vater geschenkt hat, besch?digt. Der Riss beeintr?chtigte seine Wirkung und ich musste einen Magier mit der Reparatur beauftragen." erkl?rte Jian. "Ich habe den Anh?nger seit einem Tag nicht mehr bei mir getragen, und so konnten unsere Tr?ume nicht in Verbindung gebracht werden. Ich habe ihn gerade erst wiedergefunden und wurde pl?tzlich hierher gezogen ... und als ich eine Bewegung im Meer sah, kam ich ans Ufer und sah dich." Jian erz?hlte alles, was geschehen war. Neveah atmete erleichtert auf, sie hatte bef¨¹rchtet, dass Jian verletzt war und sie deshalb nicht erreichen konnte, aber es war eine Erleichterung zu wissen, dass es ihm gut ging und sie den Kontakt verloren hatten, weil der Anh?nger besch?digt war. Es dauerte einen Moment, bis sich ihr Herz beruhigt hatte, aber Neveah riss sich zusammen. "Jian, ich muss dir etwas sagen..." begann Neveah, brach aber ab, als sie sp¨¹rte, wie Jian sich versteifte. Neveah drehte sich um, um zu sehen, wohin Jian starrte, und ihr fiel das Herz in die Hose, als sie das weite schwarze Meer sah, das sich vor ihnen ausdehnte, so weit das Auge reichte. Aber das war es nicht, was Jian beunruhigt hatte, am Ufer des schwarzen Meeres stand in gro?er Entfernung von ihnen ein junger Mann, der sich von ihnen abwandte und auf den Jians Blick gerichtet war. Ein junger Mann... ein anderes Lebewesen, ein seltsamer Anblick, da Neveahs und Jians verschmolzenes Bewusstsein normalerweise nur in ihnen beiden wohnte, au?er bei dieser einen Gelegenheit. "Wo sind wir? Wer ist das?" fl¨¹sterte Neveah misstrauisch, unsicher, ob der junge Mann sie genauso gut h?ren oder sehen konnte wie sie ihn. "Dies ist das Reich der verlorenen Bestien, aber nicht in der Gegenwart. Fort zed ist nicht hier ... das ist das Reich der Vergangenheit ..." erkl?rte Jianngsam. "Und er... er ist Asrig..." beendete Jian in einem leisen Ton des Unubens, als der junge Mann sich ihnen zuwandte. Chapter 724: Das Wort ’Ehre’ (Kap.725)

Chapter 724: Das Wort ¡¯Ehre¡¯ (Kap.725)

"Er ... er sieht uns nicht." mutma?te Neveah, als Asrig genau an der Stelle vorbeischritt, an der sie und Jian standen. Er ging so nah vorbei, dass er beinahe Jians Schulter streifte. Jian versteifte sich sp¨¹rbar, doch Asrig schien es nicht zu bemerken; sein Blick war starr nach vorne gerichtet. "Was hast du gemacht? Bevor du zu mir gekommen bist?" fragte Jian, seine Stimme war immer noch ged?mpft, w?hrend sein Blick Asrig folgte, dessen Augen weit offen und wachsam waren. "Ich ... ich habe sie gefunden ... die Schriftrolle, die du wolltest. Asrigs Aufzeichnungen ¨¹ber die Herausforderung und das Reich der verlorenen Bestien." ¨¹bermittelte Neveah sofort an Jian. "Das kann doch nicht sein..." "Dein Geist muss sehr damit besch?ftigt gewesen sein. Mein Liebling, wir sind ... in Asrigs Schriften." murmelte Jian in einem Tonfall, der verriet, dass er es selbst kaum uben konnte. "Ich... ich wollte dich nicht hierher bringen. Verzeih mir..." fl¨¹sterte Neveah, die sp¨¹rte, wie ihr Herz in die Magengrube sank. Die Erinnerungen, die Jian und Asrig geteilt hatten, waren nicht die besten gewesen. Neveah hatte einige davon selbst gelesen, und das auch noch aus der schlimmsten Perspektive. Mehr noch, Asrigs Existenz und alles, was er verk?rperte, waren ein Dorn im Herzen Jians und eine Wunde, die er immer noch im Stillen pflegte. Und nun konnte Neveah Jians Verzweiflung f?rmlich sp¨¹ren, etwas, das sie bisher nie bemerkt hatte, so gut war er darin, eine ruhige Fassade zu bewahren. Doch in diesem Momentg seine Verzweiflung wie ein Leichentuch ¨¹ber ihm. Jian streichelte beruhigend Neveahs R¨¹cken, wo seine Hand noch immerg, und spendete ihr damit den Trost, den sie am meisten brauchte, oder vielleicht war das Tr?sten von Neveah auch ein Akt des Selbsttrostes f¨¹r ihn. "Was sollen wir jetzt tun? Wir sollten gehen ..." begann Neveah zu sagen, doch Jian unterbrach sie. "Das ist genau das Reich, in dem sich Fort zed derzeit befindet. Deshalb brauchte ich Asrigs Aufzeichnungen, um diesen seltsamen und unbekannten Ort zu verstehen, der von unerz?hlten Gefahren wimmelt ... jetzt, da wir hier sind, werde ich meine Antworten bekommen ... f¨¹r mich selbst." behauptete Jian. "Ich wei? genug, um..." Neveah ?fe den Mund, um zu argumentieren, um Jian rzumachen, dass er nicht den Kummer durchmachen musste, der sicher kommen w¨¹rde... den Kummer und die Verw¨¹stung, von denen sie wusste, dass sie kommen w¨¹rden, genau wie es bei der K?nigsgarde der Fall war. Doch als Jian Asrig folgte, ohne Neveahs Protest abzuwarten, und die Stirn runzelte, schluckte Neveah ihren Protest hinunter und entschied sich zu schweigen. Sie wusste, dass Jian alles, was auf ihn zukam, direkt konfrontieren w¨¹rde, und Asrig war Jians pers?nlicher Kampf. Wenn das Schicksal bestimmt hatte, dass Jian es selbst sehen musste, konnte sie es nicht wagen, sich einzumischen. Sie folgten Asrig bis zu einem Wald, aus dem ein anderer junger Mann trat und auf ihn zuging. Er versorgte eine grob bandagierte Wunde an seinem Oberarm. Erneut erstarrte Jian, sein Griff um Neveahs Hand zog sich fast schmerzhaft zusammen, und Neveahs Herz zog sich vor Schmerz zusammen. "Mein Herr Asrig, die Herausforderung wird bei Tagesanbruch fortgesetzt. Wenn das Siegel ¨¹ber dem Meer schw?cher wird, wird eine weitere Bestie auftauchen... diesmal werde ich in die ht ziehen." berichtete der junge Drachenf¨¹rst Asrig. Der junge Drachenf¨¹rst ging zu Asrig hin¨¹ber und legte ihm eine Hand auf die Schulter, w?hrend Asrig ihn nur mit leerem Blick anstarrte."Du bist Agardans Erbe. Dein Leben ist f¨¹r uns von gr??ter Bedeutung, also denke nicht daran, dich diesen Bestien selbst zu stellen. Jeder Einzelne von uns ist bereit, sein Leben zu geben, um dich zu besch¨¹tzen und dich unversehrt zu deinem Vater zur¨¹ckzubringen." "Ich wei? nicht, wie viele Herausforderungen noch auf uns zukommen werden, aber wir werden alles geben und siegreich zu dir zur¨¹ckkehren. Bis wir einen Weg zur¨¹ck nach Hause finden, musst du durchhalten..." schwor der junge Drachenlord feierlich. Dies war die Zeit in der Geschichte, in der Agardan die Drachen noch unter einer einzigen Autorit?t vereinte, dies war die Zeit, in der Agardan den Aufstand noch im Geheimen nte und nur die Drachen wussten, was kommen w¨¹rde. Agardan war noch nicht K?nig, stellte Neveah fest. Er war vielmehr ihr Kampfherr und ihre Hoffnung auf Rettung, und es war in den Augen des jungen Drachenf¨¹rsten zu sehen, dass er dasselbe Schicksal in Asrig, Agardans Sohn und Erben, sah. Ein ube, von dem Neveah wusste, dass Asrig sich dessen als unw¨¹rdig erweisen w¨¹rde. "Ich muss mich vorbereiten..." sagte der junge Drachenlord und l?chelte Asrig leicht an, bevor er sich zur¨¹ckzog. "Rhall..." sprach Asrig schlie?lich, seine Stimme war tief und entspannt. Er war unbeschwerter, als Neveah nach der Lekt¨¹re seiner Schriften vermutet hatte, oder vielleicht war es die Jugend in ihm, die seine Dunkelheit so gut verbarg. "Einen Weg zur¨¹ck, sagtest du. Wie willst du den finden, wenn du nur k?mpfst und k?mpfst ..." fragte Asrig, in seinem Tonfall schwang Frustration mit. "Mein Herr, wenn wir die Bestie am Schwarzen Meer nicht bek?mpfen, sobald sie auftaucht, wird es als ihr Sieg gewertet, und das Siegel unter dem Meer wird geschw?cht, so dass die Bestien frei kommen. Dann wird unser Leben die geringste unserer Sorgen sein." Der junge Mann Rhall sagte zu Asrig. "Dann musst du zugeben, dass du keinen Weg zur¨¹ck kennst. Und ihr habt keine M?glichkeit, einen zu finden..." beharrte Asrig. Rhalls Gesichtsausdruck war gequ?lt, aber er nicktengsam. "Eines habe ich in meinem Leben gelernt, Rhall. Der einzige Weg, die dunkle Magie zu ¨¹berwinden, ist mit dunkler Magie... Wenn wir herausfinden k?nnen, wie der Zauber funktioniert, der uns hierher gebracht hat, k?nnte das unser Weg zur¨¹ck nach Hause sein." erkl?rte Asrig. Rhalls Brauen zogen sich sofort zusammen, seine Augen verengten sich leicht. "Drachen praktizieren keine dunkle Magie, streben nicht danach, sie zu verstehen, und sprechen auch nicht von ihr. Das sind die Grundregeln unserer Art, unsere Ehre h?ngt davon ab ... du wei?t das." Asrig nicktengsam und verstehend. "Dann zieh in die ht." Rhall neigte leicht den Kopf und verschwand dann im Wald, w?hrend Asrig ihm mit einem am¨¹sierten Ausdruck in den Augen hinterherblickte. "Ehre? Das ist ein Anspruch, der nur den Lebenden zusteht. Was ist Ehre f¨¹r die Toten?" murmelte Asrig. Er ging in den Wald, und wieder folgten ihm Neveah und Jian. Chapter 725: Dragon Killer (Ch.726)

Chapter 725: Dragon Killer (Ch.726)

"Wie ¨¹berzeugt man am besten einen Drachen, sich an einem Zauber dunkler Magie zu beteiligen?..." Asrigs Gesichtsausdruck war gespielt nachdenklich. "Die Antwort ist einfach: Gar nicht." Sein Ton war locker, fast spielerisch, als er Rhall ansah, dessen Augen weit aufgerissen und entsetzt waren. Er lie? ein Adamant-Dolch zwischen seinen Fingern kreisen, ein kleines, kunstvoll gearbeitetes St¨¹ck, scharf und mit dem Versprechen eines schrecklichen Endes glitzernd. Adamant war das einzige Metall, das Drachenschuppen durchdringen und ebenso die einzige Substanz, die eine Wunde verursachen konnte, welche die ¨¹bernat¨¹rlichen Heilkr?fte der Drachen, sowohl in Mensch- als auch in Drachenform, behindern konnte. Es war die effektivste Waffe, einen Drachen zu t?ten, und eine, die kein Drachenlord zu besitzen oder zu f¨¹hren wagen w¨¹rde. So klein der Dolch auch war, er lie? sich leicht unter der Robe verstecken, unbemerkt vorbeibringen und aus n?chster N?he entfesseln, um einem nichtsahnenden Drachenlord einen t?dlichen Scg zu versetzen. "Was... hast du getan?... Warum?" stammelte Rhall, seine Worte waren kaum mehr als ein Fl¨¹stern, und sein Entsetzen hinderte ihn daran, die richtigen Worte zu finden... genau wie es Jian ergangen war. Neveahs Magen krampfte sich zusammen; w?re dies die wirkliche Realit?t gewesen, h?tte sie schon l?ngst den Inhalt ihrer letzten Mahlzeit erbrochen. Es war eine Sache, Everon zuzuh?ren, wie er die Aufzeichnungen vos, eine andere, es mit eigenen Augen zu sehen. Asrig hatte ehrlich und wahrheitsgem?? ¨¹ber seine Flucht berichtet, seine Verbrechen ohne Reue eingestanden, denn er wusste... dass K?nig Agardan aus R¨¹cksicht auf sein vermeintliches Trauma anordnen w¨¹rde, dass niemand seine Privatsph?re untersuchen d¨¹rfe, und dass die Aufzeichnungen allein f¨¹r die Zukunft bestimmt waren. Aber die Wahrheit ¨¹ber Asrigs Flucht war anders als alles, was man je h?tte erwarten k?nnen. Der Anblick, der sich ihnen bot, war abscheulich, und dar¨¹ber hinaus schn¨¹rte sich Neveahs Herz zusammen, genau wie Jians Griff um ihre Hand, seit Asrig den ersten Stich gesetzt hatte... direkt ins Herz eines Drachenlords. Hinter Asrig folgten sie, als er die erste Leiche versteckte und dem n?chsten Drachenlord auuerte, um ihn zu ¨¹berfallen. Drei gezielte Stiche direkt ins Herz... drei T?tungen. Von den f¨¹nf Drachenlords, die zur Herausforderung in das Reich der verlorenen Bestien gesto?en waren, waren nur noch zwei am Leben... Asrig und der schwer verletzte Rhall, der gerade siegreich zur¨¹ckgekehrt war. Jian hielt meine Hand so fest ummmert, als w¨¹rde er zerfallen, wenn er seinen Griff lockerte. Und wie k?nnte er auch nicht, nachdem er mitansehen musste, wie sein eigener Bruder ihre Verwandten brutal hingerichtet hatte? Nicht einer, sondern drei... und bald w¨¹rde der vierte Tot sein, Rhall, dessen resignierte Miene verriet, dass auch er wusste, was kommen w¨¹rde. "Warum?" fragte Asrig mit hochgezogener Augenbraue. "Weil... so sehr ich meinen Vater auch verabscheue, ich habe nicht vor, hier zu sterben.""Die Ungeheuer, die unter dem Meer gefangen sind, gehen in die Hunderte, und es wird kein Ende mit ihnen nehmen. Wienge k?nnen wir ihnen widerstehen? Sieh dich an, Rhall... dir bleibt nur noch ein Kampf. So war es auch bei den anderen." Asrig deutete auf die drei Leichen, die er nebeneinander aufgereiht hatte, im Blut auf dem Waldbodengen. "Ein Ausweg... Ich kenne den Ausweg. Wie bei jedem anderen dunklen Zauberspruch gibt es auch bei einer Dimension, die auf dunkler Magie beruht, ein Herz." Asrig seufzte schwer, hockte sich hin, tauchte seinen Finger in die Bluche und begann dann, ein Muster auf den Boden zu malen. Neveah blinzelte leicht, sie erkannte das Muster. Es war unter den vielen willk¨¹rlichen Kritzeleien, die Asrig auf der Schriftrolle hintessen hatte. "Diese Dimension wurde auf dunklen Runen gegr¨¹ndet, die magische Ley-Linien korrumpieren. Diese Runen dienen sozusagen als Portal, welches unsere Welt mit dieser ¨¹ber die korrumpierten Ley-Linien verbindet... Am Tag, an dem wir f¨¹r die Herausforderung ausgew?hlt wurden, wurde auf jeden von uns eine entsprechende Rune gemalt." "Sie bildete eine Art Anker, der uns von unserer Welt in diese Welt zog." erkl?rte Asrig. "Wenn ihr euch auch nur ein wenig mit Magie besch?ftigen w¨¹rdet, w¨¹rdet ihr verstehen, wie Runen funktionieren... Um einen mit Runen gewirkten Zauber r¨¹ckg?ngig zu machen, m¨¹ssen wir die Rune entfernen und einen anderen Wirt f¨¹r sie finden, der in dieser Welt bleibt, w?hrend wir frei sind. Aber um eine dunkle Rune zu ¨¹bertragen, wird ein dunkler magischer Zauber ben?tigt..." "Aber seht ihr, nur ein Teil der Rune wurde auf jeden von uns gezeic. Um sie vollst?ndig zu entfernen, muss der Zauber von jedem von uns gewirkt werden... und wir m¨¹ssen ein Opfer w?hlen, das die ganze Rune auf sich nimmt." "Wie kann ich es wagen, euch, den erhabenen Drachenf¨¹rsten, zu bitten, euer Blut und eure Schuppen zu verwenden, um einen Zauber zu wirken, der die Rune auf einen von uns ¨¹berf¨¹hrt, der hier bleibt, w?hrend die anderen sicher nach Hause kommen?" lie? Asrig die Frage im Raum stehen. "Ihr w¨¹rdet alle lieber sterben, und wenn ich euch dem Ungeheuer zum Fra? vorwerfe, k?nnten wir keinen K?rper haben, um den Zauber zu wirken... also habe ich eine einfache L?sung gefunden. Ihr k?nnt alle sterben... mit eurer Ehre, genau hier, w?hrend ich zur¨¹ckkehre und der Welt erz?hle, wie tapfer und loyal ihr wart, euer Leben f¨¹r mich riskierend." fuhr Asrig fort. "Von allen bist du meinem Vater der liebste, Rhall. Ich ertrage es nicht, dich selbst zu t?ten, also wirst du... das Opfer sein. Wenn du wieder bei Bewusstsein bist, werde ich fort sein und du wirst die ganze Rune tragen..." Asrigs Stimme brach erneut ab. "Fliege hoch und fliege mit Ehre in deinem letzten Gefecht im Morgengrauen, Lord Rhall." Asrig verneigte sich. Bevor Rhall etwas sagen konnte, kostete ihn ein heftiger Scg auf den Hinterkopf das Bewusstsein. Dann begann Asrig mit dem Zauber, die Runen zu ¨¹bertragen, w?hrend Jian und Neveah entsetzt zusahen. In der Ferne war ein Ger?usch zu h?ren... Neveah wusste, was es bedeutete: die Herausforderung ging weiter. Es dauerte einen Moment, doch bald war alles vorbei. Asrig war verschwunden, zur¨¹ck blieben drei tote Drachenf¨¹rsten und der einzige Herausforderer, der schwer verletzte Rhall. "Drachen... M?rder..." fl¨¹sterte Jian, seine Stimme war heiser vor Verzweiflung. Sein Ton war so verzweifelt, dass Neveah schwor, sie war sich nicht sicher, ob sie noch atmen konnte. Chapter 726: Sag mir wie (Kap.727)

Chapter 726: Sag mir wie (Kap.727)

Eine mncholische Stimmung hatte sich ¨¹ber sie gelegt, als sie am Ufer des Schwarzen Meeres standen, nachdem sie gerade Zeuge von Rhalls Niedege geworden waren und seine Drachengestalt in den Tiefen des Schwarzen Meeres verloren hatten. Es war erwartet, vorhersehbar. Rhalls Verletzungen waren zu schwer, als dass er einen weiteren Kampf h?tte ¨¹berleben k?nnen, und doch war da eine unvermeidliche Schwere der Trauer, die sich wie eine zweite Haut um sie legte, Neveah sp¨¹rte es tiefer, als sie es f¨¹r einen Drachenlord h?tte erwarten k?nnen, der viele Jahrhunderte vor ihrer Geburt gelebt hatte und gestorben war, und Neveah konnte sich nicht vorstellen, wie viel mehr Jian es sp¨¹rte, wie schwer das Gewicht dieser Realit?t f¨¹r ihn sein w¨¹rde. "Ich bin hier, willst du mit mir reden? Teile wenigstens diese Last mit mir, sag etwas, Jian... irgendetwas..." Neveah flehte, die Stille war erdr¨¹ckend, sie zerrte an ihrem Herzen und sie musste unbedingt etwas von Jian h?ren, wenn auch nur ein Wort. Ein schwerer, r?chelnder Atemzug war die Antwort, die Neveah erhielt. Neveah nicktengsam verst?ndnisvoll, Jian war in diesem Moment nicht in der Lage, Worte zu formulieren, sie biss die Tr?nen zur¨¹ck, die sich in ihren Augen sammelten, und lehnte sich an Jians Arm. "Schweigen wird auch gen¨¹gen... einfach... atmen..." fl¨¹sterte Neveah leise. Es dauerte einen weiterenngen Moment der Stille, bis Jian endlich sprach. "Rhall..." begann Jian, sein Tonfall war kaum mehr als ein Fl¨¹stern. "Ich war zu jung, um ihn gut gekannt zu haben, aber was ich von ihm wusste, war seine unb?ndige Loyalit?t. Er verg?tterte meinen Vater, und im Gegenzug betrachtete mein Vater ihn als seinen eigenen Sohn." "Als die Nachricht von seinem Tod nach Hause kam, war mein Vater am Boden zerst?rt. Er schwor Rache an dem dunklen Reich ... f¨¹r Rhall, f¨¹r den Rest unserer Verwandten, die an dieses Reich verloren gegangen waren ... f¨¹r Asrig und die Schrecken, denen er ausgesetzt war." Jian hielt inne, als ob die Worte zu schwer w?ren, um sie fortzusetzen. Seine Augen waren immer noch auf das weite schwarze Meer gerichtet, das sich meilenweit erstreckte, und Neveah sah ihm schweigend zu, ihre H?nde immer noch ineinander verschr?nkt. Neveahs Hand war inzwischen taub geworden, Jians Griff war abwechselnd fest und dann wieder locker, dieser Wechsel war das einzige Zeichen seiner aufgew¨¹hlten Gef¨¹hle, und Neveah registrierte das Unbehagen kaum. Es dauerte wieder eine kurze Stille, bis Jian seine Worte wiederfand. "All diese Jahrhunderte... Ich war mir nie sicher. F¨¹r das ganze Reich war er ein Fluch, den es niemals h?tte geben d¨¹rfen. Ein ¨¹bel, das sein Ende verdiente, aber ich... ich war mir nie wirklich sicher." Jians Tonfall verriet seine Zweifel und seine Best¨¹rzung. "War er wirklich b?se? Oder hatte er sich nur in dem unendlichen Chaos, das unsernges...nges Leben ist, verirrt?" Jian fragte nach. "War der Mann in meinen Kindheitserinnerungen wirklich nur eine L¨¹ge? Oder haben wir ihm die Chance verwehrt, verstanden zu werden?" "Mein Vater, Agardan ... sein Tod war so pl?tzlich eingetreten, dass ihn niemand h?tte vorhersehen oder vorbereiten k?nnen. Er starb, als sich das Reich noch von den Folgen des Aufstandes erholte, und er hinterlie? eine gro?e... gro?e L¨¹cke, die es zu f¨¹llen galt." Jians Stimme knackte leicht, fast zu leise, um es zu bemerken, aber Neveah bemerkte es. Neveah strich mit dem Daumen ¨¹ber Jians Handr¨¹cken, um ihn leise zu beruhigen. "Agardan, der Eroberer, ein Eroberer von Jugend an. Ein Mann, der aus Fesseln, Ketten und einer versvten Spezies ein ¨¹berragendes Imperium errichtet hatte ... ein Gott meiner Art. K?nnte es sein, dass er einfach nicht wusste... wie er eine so gro?e L¨¹cke f¨¹llen sollte?..." "Wie oder wo passte er in das gro?e, verschwommene Bild, das mein Vater gemalt hatte? Als ihm das Universum das Erstgeburtsrecht von Vater zu Sohn verweigerte... ihm die goldene Waage versagte..." Jian stockte. "Ich war mir nie... sicher. Jahrhunderteng wurde mir gesagt, ich h?tte das Richtige getan. Ich wurde gelobt, gefeiert und f¨¹r meinen Mut geehrt. Man sagte, ich h?tte mein Volk von der Tyrannei befreit..." "Aber ich konnte nie entscheiden, was richtig und was falsch war. ¡¯Drachent?ter¡¯... das bin auch ich, ich habe meinen eigenen Bruder get?tet... mit diesen H?nden. Ich habe seinen Thron ergriffen, seine k?nigliche Garde exekutiert und mich selbst zum K?nig gekr?nt... Werg falsch und wer hatte recht? War er der S¨¹nder, oder habe ich tief in meinem Inneren sein Geburtsrecht stets begehrt? So, wie er es immer bef¨¹rchtet hatte..." Jians Stimme war nun heiser. "Jian..." fl¨¹sterte Neveah, stille Tr?nen liefen ¨¹ber ihre Wangen. Das war eine Seite von Jian, die sie noch nie gesehen hatte ¨C eine Seite, die sich nur in einem Moment extremer Verzweiflung und gro?en Schmerzes zeigte. "Wie konnte ich nur so blind sein? Wie konnte ich es nicht sehen, meine Liebe? Warum habe ich mit dieser unn?tig aufgeb¨¹rdeten Schuld gelebt... diesem Schmerz... warum lebte ich wie eine S¨¹nderin?" Jian wandte sich Neveah zu, seine Augen suchten die ihren, auf der Suche nach Antworten, die sie nicht geben konnte. "Du hast ihn geliebt... du hast ihn wahrhaftig und selbstlos geliebt..." murmelte Neveah leise und strich mit ihrer Hand ¨¹ber Jians Wange. "Und das... ist keine S¨¹nde." Ihr Daumen fing die Tr?ne auf, gerade als sie aus Jians Augenwinkeln glitt ¨C seine unterschiedlichen Augen waren nun wie Pools der Verzweiflung. "Er... ist ein Monster... ein Fluch..." sagte Jian schmerzerf¨¹llt. "Aber zuerst war er dein Bruder", entgee Neveah. "Er h?tte einen weit schlimmeren Tod verdient, als ich ihm zukommen lie?. Ich habe mein Geschlecht im Stich gssen... in meiner Schw?che", sagte Jian erneut. "Du hast das Beste getan, was du konntest, mit dem Wissen, das dir zur Verf¨¹gung stand. Du kannst nicht die Verantwortung f¨¹r die S¨¹nden ¨¹bernehmen, die er begangen hat und von denen du nichts wusstest... es ist auch nicht deine Aufgabe, sie zu s¨¹hnen. Du bist der Drachenk?nig, Jian. Aber du bist kein Gott", antwortete Neveah entschlossen. "Jian, genug ist genug. Es ist in Ordnung... ihn jetzt loszssen. Begrabe die Vergangenheit hier und schau nicht mehr zur¨¹ck", flehte Neveah. "Sag mir... verdiene ich eine Chance auf Gl¨¹ck? Kann ich es noch wagen... danach zu suchen?" fl¨¹sterte Jian zweifelnd. "Du verdienst... alles", sprach Neveah jedes Wort mit allem Nachdruck, den sie aufbringen konnte. "Aber du musst es auch wirklich wollen..." "Ich will es...", lehnte Jian seine Stirn an Neveahs, seine Augen schlossen sich. "Und ich will dich... Scales! Ich brauche dich so sehr..." "Also sag mir... wie ich wieder zu dir nach Hause finde..." Chapter 727: Nicht nur irgendein Rat (Kap.728)

Chapter 727: Nicht nur irgendein Rat (Kap.728)

Einnggezogenes Keuchen entrang sich Neveah, als sie mit einem Schrecken erwachte. Xenon, der neben ihrem Bett sa?, war sofort zur Stelle. ?Veah? Bist du zur¨¹ck? Wie f¨¹hlst du dich? Irgendwelche Beschwerden?" Neveah blinzelte, ihr Geist war noch immer benommen von den Nachwirkungen der Magie, der Raum schwankte und es dauerte einen Moment, bis sich ihre Sicht kl?rte. Als sie aufblickte, traf ihr Blick auf Xenons besorgte Augen und sie nicktengsam. ?Mir geht es gut. Wienge war ich bewusstlos?", fragte Neveah und st¨¹tzte sich auf Xenon, um sich aufzurichten. Ihr Griff war unsicher, doch Xenons Halt war stabil. Xenon legte besorgt die Hand auf Neveahs Stirn und zog die Stirn kraus. ?Mindestens ein paar Stunden. Du gl¨¹hst ja regelrecht. Ich hole den Magier und Everon, damit sie dich untersuchen und sicherstellen, dass alles in Ordnung ist." Xenon wollte aufstehen, doch Neveah hielt ihn mit einer Hand zur¨¹ck. ?Mir geht es wirklich gut. Es betrifft nicht meine Gesundheit, es ist nur...", Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und sah Xenon direkt in die Augen. In ihren Augen ckerte f¨¹r einen kurzen Moment ein schwaches goldenes Leuchten auf und verschwand ebenso schnell wieder. Beinahe ungeduldig. ?Demevirld." Xenon erkannte die Pr?senz der magischen Entit?t, und es fehlte nicht an seiner Enthusiasmuslosigkeit. ?Er ist auch zur¨¹ckgekehrt." ?Ohne unsere Tr?ume, die sich kreuzen, wurde die Verbindung abrupt unterbrochen, und so konnte Demevirld erst jetzt zur¨¹ckkehren", erkl?rte Neveah. ?Auch f¨¹r Jian war er in dieser kurzen Zeit von Nutzen. Er ist etwas verstimmt wegen der Trennung und weil er fremde Magie in mir sp¨¹rt." ?Mehr ?rger als Nutzen. Ich dachte, er w?re von Jian besessen, warum nutzt er nicht die Gelegenheit, sich an seinen rechtm??igen Wirt zu binden", murrte Xenon, nicht gerade erfreut dar¨¹ber, dass Demevirld wieder Unbehagen in Neveahs System ausl?ste. Neveah l?chelte ersch?pft, sie wusste inzwischen besser Bescheid. Jian mochte in einem fr¨¹heren Leben Demevirlds rechtm??iger Wirt gewesen sein, aber er hatte seine Rechte an Demevirld bereits abgetreten. Neveah war tats?chlich der rechtm??ige Wirt, und Demevirld war die einzige andere Person, die das wusste. Der Gedanke verasste Neveah, einen Moment zunge im Schweigen zu versinken, was Xenon zweifellos beunruhigte. ?Wie f¨¹hlst du dich wirklich? Ich... naja, du hast geweint. Im Scf h?tte ich dich aufgeweckt, aber... ich wollte dich nicht unvorbereitet zur¨¹ckholen", fragte Xenon und nahm ihre Hand. ?Es geht mir gut", antwortete Neveah. Xenon suchte Neveahs Augen, sein Blick war nachdenklich. ?Und... geht es ihm gut?" Bei diesen Worten zitterten Neveahs Lippen und sie sch¨¹tteltengsam den Kopf. Xenon seufzte verst?ndnisvoll. ?Wie k?nnte es ihm schon gutgehen? Asrig ist seine gr??te Last." ?Wir m¨¹ssen ihn zur¨¹ckholen... Ich habe mein M?glichstes getan, aber ich denke, er braucht uns alle jetzt, um das zu ¨¹berwinden", sagte Neveah mit schmerzerf¨¹llter Stimme. ?Veah... du wirst immer diejenige sein, die er am meisten braucht. Zweifle nie daran", sagte Xenon ernst. ?Aber du hast Recht. Konntest du unsere Entdeckung mit ihm teilen?" ?Ja, das habe ich getan. Wir m¨¹ssen Estelle treffen und den wahrscheinlichsten menschlichen Wirt der Verankerungsrune in Fort zed ausfindig machen. Wenn wir den Tr?ger der Rune finden, k?nnen wir sie umkehren...", Neveah hielt inne und sah sich um. Pl?tzlich wurde ihr bewusst, dass sie allein waren. ?Wo sind alle anderen?" ?Im Audienzsaal. Der Rat wurde einberufen", erkl?rte Xenon.¡¯"Tara und Everon auch?" fragte Neveah. "Ja... es ist kein gew?hnlicher Rat. Es ist ein Kriegsrat", offenbarte Xenon mit einem d¨¹steren Unterton. "Was?!" zischte Neveah. "Was ist passiert? Haben die Fae den Krieg erkl?rt?!" "Nicht nur die Fae... auch Werw?lfe", sagte Xenon. "Was?!" Neveah war v?llig verwirrt. "Wie kann das sein... was... wie?!" "Mit Fae-Hilfe wurden unabl?ssig Portale um Fort Inferno, Knight¡¯s Den und Kezrar Dun ge?f. Hunderte von Werw?lfen str?men ins Territorium der Asvarianer und ihre Zahl w?chst", erkl?rte Xenon Neveah. "Seit wann sind die Fae in Kontakt mit..." Neveah brach erneut ab, weil sie wusste, dass es albern war, diese Frage zu stellen. Neveahs Bindung zu Alessio war schon vor ¨¹ber einem Jahr aufgedeckt worden, es h?tte r sein m¨¹ssen, dass die Werw?lfe eine Verbindung zur Festung h?tten. "Wer f¨¹hrt sie an?" fragte Neveah misstrauisch. Xenon bemerkte Neveahs Besorgnis und dr¨¹ckte tr?stend ihre Hand. "Das wissen wir im Moment noch nicht. Bald werden wir Bericht von unseren Sp?hern erhalten, aber mehr als die Werw?lfe bereiten uns die Fae Sorgen." "Von den Spionen, die du bei den Fae tziert hast, sind dringende Berichte eingegangen. Deshalb wurde Tara in den Rat gerufen. Dem Bericht zufolge gibt es keine Bewegungen bei den Fae-W?chtern. Aber es wird ¨¹ber einen Wechsel in der Fae-Hierarchie geredet, und ¨¹ber arkane Magie", sagte Xenon zu Neveah. "Arkane Magie?" fragte Neveah unsicher. "Die verlorenen magischen K¨¹nste der Hochk?nigin der Fae. Ja, arkane Magie ist heilig und die ?lteste existierende Magie, sie beeinflusst alle Fae-Spezies... Nymphen, Kobolde und Elfen. Wenn wirklich arkane K¨¹nste in Erscheinung getreten sind, werden alle drei Spezies nicht in der Lage sein, neutral in diesem Krieg zu bleiben", Xenon grummelte ver?rgert. "Arkane Magie kann nur durch die Blutlinie der Hochk?nigin vererbt werden. Das l?sst nur Diandre, Adrienne und..." Neveah brach ab. "Ke," sagte Xenon und best?tigte damit Neveahs Gedanken. "Menarx? Er war hinter Lodenworth und Ke her, nicht wahr? Wo ist er jetzt?" fragte Neveah sofort besorgt. "Er ist auf dem R¨¹ckweg zur Festung, w?hrend wir sprechen. Alle Versuche, Lodenworth und Ke zu kontaktieren, waren vergeblich, und so hat der Rat sie zur¨¹ckbeordert... mit der Invasion haben wir unsere Antworten", sagte Xenon mit ernster Stimme. "Wenn Ke wirklich arkane Magie beherrscht und ¨¹bergetreten ist..." Neveah wagte es nicht, den Satz zu beenden. "Dann stehen wir m?glicherweise vor einem ausgewachsenen Aufstand", sagte Xenon. "Aber wir sind nicht im Nachteil. Jian hat viele Talente und auf das Schlimmste vorbereitet zu sein, ist eines davon. Die ersten, zweiten und f¨¹nften Schwadronen, die zuvor neu zugeor wurden, sind innerhalb eines Flugtages von Fort Inferno, Knights Den und Kezrar Dun postiert", offenbarte Xenon. "Aber um eine ht dieses Ausma?es zu leiten, brauchen wir unseren Kriegsherrn", beendete Xenon bedeutungsvoll. "Wir m¨¹ssen sofort nach Scabbard aufbrechen. Estelle besitzt das letzte St¨¹ck", murmelte Neveah entschlossen. Chapter 728: Lizenzgebühren (Kap.729)

Chapter 728: Lizenzgeb¨¹hren (Kap.729)

Neveah betrachtete ihr Spiegelbild, ihre Finger zitterten, als sie den letzten Riemen an ihrem Armschutz festzurrte. Das tte Material ihres schwarzen Reitanzugs funkelte im schummrigen Licht des Raumes. Er umschloss ihre Gestalt wie eine zweite Haut, die Passform war beunruhigend genau, als ob jemand exakt vorhergesehen hatte, wie sie zu diesem genauem Zeitpunkt aussehen w¨¹rde, wenn sie ihn brauchte. "Der erste Reitanzug muss ein Geschenk sein..." begann Neveah, in ihrer Stimme schwang ein Hauch von Staunen mit. Die Worte hingen in der Luft, als sie beobachtete, wie Xenon hinter ihr erschien und seine Arme mit einer stillen Sicherheit um ihre Taille legte, was ihr einen Schauer ¨¹ber den R¨¹cken jagte. "Wienge hast du das vorbereitet?" Xenon starrte in den Spiegel, seine Blick folgte Neveahs Augen und dann den Konturen ihrer Figur. Er atmetengsam aus, sein Gesichtsausdruck blieb undurchschaubar, bis auf ein fl¨¹chtiges Aufblitzen von Stolz. "In der Nacht des Balls, um dich als... Lady der Rubin-Schuppen vorzustellen." antwortete Xenon, wobei es ihm sichtlich M¨¹he bereitete, die letzten Worte auszusprechen. Ein Zucken ging durch Neveah, als sie sich an diesen Abend erinnerte. Xenon war schlie?lich zur¨¹ckgekehrt, nachdem Monate vergangen waren, seit sie entdeckt hatte, dass er sie mit Mischa verwechselt hatte. Er war ein ver?nderter Mann, das Irrsinnige in seinen Augen hatte sich gelegt, seine Sprache war flie?end, sein Auftreten weniger unberechenbar. Beim ersten Anblick schwankte Neveahs Herz, doch sie hielt an ihrem Vorsatz fest und wies ihn zur¨¹ck. Ihre Loyalit?t und ihre Pflichtgef¨¹hle gegen¨¹ber Menarx lie?en es nicht zu, Xenons offensichtliche Absichten zu erwidern, und sie f¨¹rchtete, in Xenons Herz nur ein L¨¹ckenb¨¹?er zu sein. Selbst als die Bindung zu Menarx in jener Nacht zu br?ckeln begann, hielt Neveah noch immer an ihr fest. H?tte sie Xenon akzeptiert und riskiert, Menarx damit zu verraten, w¨¹rde dann alles anders veufen sein? H?tte sie jemals Jian gefunden? Oder w¨¹rde er sie verabscheuen, weil sie genau das getan hatte, was er bef¨¹rchtete ¨C sich Xenon anzun?hern? W¨¹rde die Festung in diesem Ausma? zerfallen? H?tte sie nicht die Entscheidungen getroffen, die sie getroffen hatte... "Du warst der Erste, der mich gefunden hat ... Wann haben wir uns das erste Mal getroffen? Wann hast du mich das erste Mal gesehen?" fragte Neveah, eine Frage, die sie schonnge besch?ftigte. Xenon schwieg einenge Zeit und betrachtete nur Neveahs Spiegelbild, bevor er antwortete. "Vor sieben Jahren..." Neveahs Atem stockte, als er fortfuhr. "Damals war ich nicht ich selbst." sagte Xenon, sein Ton leise und bedacht. "Der wilde Dunst ummmerte meinen Verstand und lie? erst nach, wenn die Ersch?pfung mich ¨¹berkam. So flog ich tagng, wocheng... bis ich keine Kraft mehr in mir hatte, wenn auch nur f¨¹r einen Moment, um meine Gedanken f¨¹r mich zu behalten." "In einer dieser N?chte erblickte ich schimmernde Lichter unter den Wolken. Ich fragte mich, was das zu bedeuten hatte, und sank ein wenig herab, um zu entdecken, dass es eine Art Fest war, bei dem junge Werw?lfe im Mondlicht tanzten." Er machte eine Pause und seine Lippen umspielte ein leichtes L?cheln. "Aber nicht das Fest hatte meine Aufmerksamkeit erregt. Erraten Sie, was ich ein wenig weiter im Wald gefunden habe?" Xenon beugte sich vor und schmiegte seinen Kopf gegen Neveahs Hals. "Ein goldhaariges M?dchen, das eine Fackel trug, und ich fragte mich, ob sie den Wald in Brand setzen w¨¹rde." Neveahchte leise, ihre Wangen err?teten vor Verlegenheit. "Aber das wahre Feuer... das war in deinen Augen. Ich habe dich die ganze Nacht beobachtet, Veah, du standest nur da und hast die Festivit?ten betrachtet, aber du hast niemals versucht, Teil davon zu sein. Auch Sehnsucht war nicht in deinem Blick, du hast einfach nur... geschaut.""Und ich dachte wirklich, es w?re dir egal, bis du dich an der Eiche in den Scf geweint hast." Neveahs Wangen err?teten bei dem Gedanken, aber Xenons Ton war ruhig und ehrf¨¹rchtig. "Wie konnte eine so junge Frau ihre wahren Gef¨¹hle so geschickt verbergen, dass selbst ein ahnungsloser Zeuge sie nicht entschl¨¹sseln konnte? Und doch in dem Moment zusammenbrechen, in dem niemand hinsieht?" murmelte Xenon in leiser Gr¨¹belei. "Wie kann jemand, der so jung ist, schon so vorsichtig sein? Und doch sorglos genug, um in einem offenen Wald einzuscfen? Du hast mich in deinen Bann gezogen, Veah. Und ich habe mich gefragt, ob du dich im Wald sicherer f¨¹hlst als in der Burg, die nicht weit entfernt ist? F¨¹hlte es sich mehr wie ein Zuhause an?" Xenon hielt inne und drehte Neveah zu sich um, seine Augen hielten die ihren fest. "Fragen verfolgten mich nach Hause... Ich konnte den Gedanken an das, was ich gesehen hatte, nicht absch¨¹tteln. Es verfolgte mich und zog mich in den n?chsten Jahren immer wieder in diesen Wald zur¨¹ck. Ich kam immer wieder, bis Jian meine Ausfl¨¹ge mitbekam und mich verfolgte. Dieser neugierige Mistkerl." Xenon gluckste leise und Neveahchte leise. "Du ... kennst mich seit sieben Jahren ..." murmelte Neveah, und das Gewicht des Ganzen legte sich auf sie. "Warum hast du nie... etwas gesagt?" Xenons Gesichtsausdruck wurde d¨¹ster. "Veah..." sagte er leise. "Ich war ein Mann, der in einen Abgrund der Dunkelheit hinabstieg. Der wilde Dunst wurde von Tag zu Tag st?rker und verzehrte mich. Ich war eine Gefahr f¨¹r jeden, den ich kannte und liebte... wie konnte ich es wagen, in dein Licht zu treten? F¨¹r mich war es genug, dich nur zu sehen..." Schweigen erf¨¹llte den Raum zwischen ihnen, aber die Luft vibrierte von ungesagten Worten. Aber Neveah wusste, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt daf¨¹r war. "Welches Wort?" Neveah brach z?gernd das Schweigen. "Der Rat wurde informiert, dass du bei Bewusstsein bist. Imagor bittet um Ihre Anwesenheit in der Audienzhalle. Ich habe ihm gesagt, dass wir den Drachenturm vessen werden." gab Xenon an Neveah weiter. "Werden wir sofort aufbrechen? Oder willst du zuerst zum Rat gehen?" fragte Xenon. "Was meinst du?" Neveah antwortete mit einer eigenen Frage. "Der Krieg r¨¹ckt n?her denn je... Euer Wort wird viel z?hlen, und jede Zusicherung, dass es Jian gut geht, wird die Moral st?rken. Drachen m?gen zwar htenlords sein, aber wir erfreuen uns nicht am Krieg, wir umarmen ihn nur. Wir m¨¹ssen daran erinnert werden, wof¨¹r und f¨¹r wen wir k?mpfen." sagte Xenon mit einem Nicken. "Dann werde ich das tun." sagte Neveah nickend. Sie trat von Xenon weg und breitete ihre Arme an der Seite aus. "Wie sehe ich aus?" "Wie eine K?nigin..." Xenon antwortete mit einem zustimmenden Nicken. Ein Hauch von L?chelng auf seinen Lippen. Chapter 729: Blei (Kap.730)

Chapter 729: Blei (Kap.730)

Die T¨¹ren zum Audienzsaal ?fen sich und Neveah schritt hinein, Xenon an ihrer Seite. Ihre Miene war ruhig, aber dennoch imposant, und der Saal wurde sofort still, alle Beratungen wurden bei ihrer Ankunft unterbrochen. Neveah blickte sich kurz um und nahm die d¨¹stere Atmosph?re zur Kenntnis, die anders war als beim Reiterrat, und Neveah wusste, dass sie weniger mit dem Krieg als mit Lodenworth und Ke zu tun hatte. In der Finsternis-Dom?ne war sie es gewohnt, dass selbst die intimsten Beziehungen verraten wurden, Vater gegen Sohn und Partner gegen Partner, und so fiel es Neveah nicht so schwer, dies zu akzeptieren, wie es den Drachen fiel. Anders als in der Geschichte der Werw?lfe, wo dies so ¨¹blich war wie die Namen, waren Verr?ter unter den Drachen nur selten anzutreffen, was Neveah verstand, aber sie wusste, dass sie es akzeptieren mussten. Neveah bahnte sich ihren Weg durch die Mitte des Rates zur erh?hten Trib¨¹ne. Die k?nigliche Garde erhob sich von ihren Pl?tzen, nur Imagor und Kirgan waren anwesend, die anderen drei Pl?tze neben dem Drachenthron waren unbesetzt. Neveah blieb vor dem Drachenthron stehen und schaute ihn an. Er wirkte nicht mehr so einsch¨¹chternd wie beim ersten Mal, als sie vor dem Rat gesprochen hatte. Und sie f¨¹hlte sich auch nicht mehr so sehr als Hochstaplerin wie damals. Heute war sie nicht hier, um sich zu beweisen oder ihren Titel zu verteidigen, sie war hier, um zu f¨¹hren. Oder zumindest so nahe daran, wie sie es in dieser Zeit konnte. Neveah drehte sich um, wandte sich dem Rat zu und senkte ihre K?pfe zu einer Verbeugung, die weder erbeten noch gefordert wurde, sondern eine willige Verbeugung im perfekten Tandem war. Es war nicht die Pflicht, die sie bewegte, sondern der Respekt, der ihnen aus freien St¨¹cken zuteil wurde und den sie sich redlich verdient hatten. Neveah sa? auf dem Drachenthron, ihr Gesichtsausdruck war frei von jeder Emotion. Xenon stieg die Stufen hinauf, aber er ging nicht zu seinem tz in der K?nigswache, sondern stellte sich an den rechten Arm des Drachenthrons. Sein stilles Zeichen der Unterst¨¹tzung und Kameradschaft st?rkte Neveahs Mut auf eine Weise, wie es nichts anderes je getan hatte. Ihre re und feste Stimme durchbrach die Stille. "R¨¹hrt euch." Neveah eubte es dem Rat, und sie gehorchten. "Ich h?re, wir befinden uns im Krieg..." "Nun, das ist bedauerlich ... f¨¹r sie." sagte Neveah entschlossen, ihre Stimme war ruhig, aber mit einem Hauch von Stahl. Es gab ein paar Kicherer und leise Summen der Zustimmung vom Reiterrat und die d¨¹stere Atmosph?re hellte sich betr?chtlich auf, Neveah lie? den Moment verweilen, bevor sie wieder sprach. "Die Fae sind uns schonnge ein Dorn im Auge, das ist nichts Neues. Sie haben sich zur¨¹ckgehalten, weil sie nicht in der Lage waren, einen Grund f¨¹r einen Krieg zu finden, aber jetzt scheinen sie ungeduldig geworden zu sein." "Sie haben sich der Hilfe anderer bedient ... Werw?lfe von jenseits des Meeres, um ihre Zahl zu vergr??ern. Nun, ich kenne diese Spezies besser als jeder andere, und ich kenne ihre St?rke, ihre gro?e Zahl, ich teile einen Teil ihres Erbes, das ist uns allen bekannt. Aber ich wei? auch, dass Drachenblut nicht auf diesem Thron sitzen w¨¹rde, wenn die Vorherrschaft auf Zahlen beruhen w¨¹rde." Neveah hielt einen Moment inne und lie? ihren Blick von einem Drachenreiterpaar zum n?chsten schweifen. Ihre Worte l?sten einen Funken Stolz aus, und Neveah sp¨¹rte, wie er sich wie ein Lauffeuer in der Halle ausbreitete. "Ich wei?, dass wir Sorgen haben", sagte sie leise. "Es fehlen uns S?ulen unserer Art. Unser Lehnsherr Lord Cassian, mein Vater Lord Kaideon und viele andere Elite-Drachenlords, die sich auf den Weg gemacht haben, um Fort zed wiederherzustellen, und die noch nicht zur¨¹ckgekehrt sind." Neveah unterdr¨¹ckte ein Zusammenzucken bei dem Gedanken. "Und ich wei?, dass wir Fragen haben ... f¨¹r diejenigen, die unter uns sein sollten, aber dennoch au?erhalb unserer Reichweite zu sein scheinen, deren Loyalit?t nun in Frage gestellt ist, ohne Grund oder Erkl?rung. Lord Lodenworth... seine Reiterin Ke, ich wei?, es gibt Zweifel, es gibt Z?gern, und Entt?uschung." Neveah verschr?nkte die Arme und lehnte sich auf dem Thron vor, ihr Tonfall war bedeutungsvoll. "Aber ich sage es noch einmal: Wir sind im Krieg. Im Krieg kann es keine Fragen oder Zweifel, kein Z?gern oder Bedenken geben... es kann nur einen Sieg geben. Es gibt niemanden, der den Krieg besser kennt als die Drachen... ihr habt alle schon einen zu viel gek?mpft, um ihn zu z?hlen." "Ihr habt St¨¹rme aus Feuer und Blut ¨¹berstanden, und in jeder dieser hten habt ihr gesiegt. Wir erfreuen uns nicht am Blutvergie?en, wir haben unser Bestes getan, um dieses Ergebnis zu vermeiden ... um es hinauszuschieben, bis Unser Lehnsherr zur¨¹ckkehrt. Aber was wir nicht tun werden, ist, vor einem Kampf zur¨¹ckzuschrecken, uns abzuwenden oder mit dem Feind zu verhandeln. stellte Neveah r. "Wir haben den Fae mehrfach die Chance gegeben, sich zur¨¹ckzuziehen und den Frieden zu wahren, sie haben unsere ausgestreckte Hand zur¨¹ckgewiesen, und wir werden sie nun zur¨¹ckziehen. Der Feind wird nicht einen Zentimeter in das Gebiet der Drachen vordringen, und wir werden Unserem Lehnsherrn bei seiner R¨¹ckkehr keine zerbrochene Festung pr?sentieren." Neveah blickte zu Imagor hin¨¹ber und nickte mit dem Kopf. "Ihr seid nicht f¨¹hrungslos, und den Drachen fehlt es nicht an Kampfherren. Sieh dich um, sieh dich um ... Die Herren Kirgan, Imagor, Xenon und Menarx, die in diesem Moment zur¨¹ckkehren, genie?en das Vertrauen Unseres Lehnsherrn, und das nur, weil sie w¨¹rdig sind. Auch ich vertraue ihnen voll und ganz... also z?gert nicht." "Die Festung hat vergessen, wie wir zu diesem Punkt gekommen sind, und so werden wir sie in unserer Sprache unterrichten m¨¹ssen...Feuer und Blut." sagte Neveah. "Feuer und Blut!" Die Worte hallten durch den Saal. "Euer Gnaden, wir haben geh?rt, dass Ihr die Drachenburg vessen werdet. In einer solchen Zeit ist es unerl?sslich, dass Ihr besch¨¹tzt werdet, und die Drachenburg ist der sicherste Ort, an dem Ihr sein k?nnt. M¨¹sst Ihr unbedingt gehen?" Lord Decaron meldete sich von seinem tz aus zu Wort. "Meine Pflicht Euch gegen¨¹ber und mein Gel¨¹bde, unseren Lehnsherrn in die Festung zur¨¹ckzubringen, rufen mich weg. Ich bin mir des Risikos bewusst, aber ich werde mein Gel¨¹bde um jeden Preis erf¨¹llen. Ich bitte Euch, mir zu gestatten, eine Eurer S?ulen, Xenon, sowie Verothrax mitzunehmen ... es ist eine gro?e Bitte in dieser Zeit, aber ich vertraue darauf, dass Ihr die Festung bis zu unserer R¨¹ckkehr in Schuss halten werdet." Neveah warf einen Blick zu Xenon, der ihr zustimmend zunickte. Chapter 730: Alles, was du geben kannst (Kap.731)

Chapter 730: Alles, was du geben kannst (Kap.731)

"Sind ihr sicher, dass ihr uns nicht braucht?" fragte Everon, als er und Tara Neveah zur Landettform begleiteten. "Ich meine, ich habe bei einem Kriegsrat nicht viel zu tun. Menarx wird bald hier sein und es gibt mehr als genug ?rzte in der Festung." "Wir m¨¹ssen Verothrax mitnehmen, um ein Auge auf ihn zu werfen und ihm die n?tige Hilfe zu verschaffen, was bedeutet, dass Ida uns begleiten wird, aber mehr als das k?nnte unsere Flucht zu viel Aufmerksamkeit erregen. Xenon wird auf mich aufpassen, das wei?t du," sagte Neveah mit einem beruhigenden L?cheln zu Everon. "Und du, Tara. Ich habe dich nicht ohne Grund damit beauftragt, die Fae-Spione zu ¨¹berwachen. Obwohl einige gefangen wurden, sind viele immer noch gut positioniert, und du bist die einzige Verbindung zur Kommunikation und die Einzige, die genau wei?, wie viele Spione wir im k?niglichen Wald der Fae haben. Der Rat wird dich brauchen, um sie auf dem Laufenden zu halten," f¨¹gte Neveah hinzu. "Ich verstehe. Gr¨¹?e meine Schwester Isa und den Kleinen, wenn ihr an den D¨¹nen ankommt," r?umte Tara ein. "Ron, geh vor zu den D¨¹nen und hilf Garron und Conrad, die Dinge zu ordnen. Wir werden mit Verothrax eintreffen, nachdem wir unsere Angelegenheiten in Scabbard abgeschlossen haben," sagte Neveah zu Everon. "Ich bin mit dieser Vereinbarung nicht ganz einverstanden. Wenn nicht wir, dann nehmt wenigstens Decaron mit; Xenon mag zwar unbesiegt sein, seit seiner R¨¹ckkehr ist er jedoch... nun, er ist instabil," Everons Ton wurde leiser, als er sprach. Neveah hielt inne und warf Everon einen Blick zu. "Jeder w?re nach einer Zeit im Schattenturm gleich. Xenon wird in Ordnung sein. Und Decaron muss in der Festung bleiben, um die Stadtwache im Zaum zu halten. Er steht Lodenworth in der Rangordnung am n?chsten und ist am besten daf¨¹r geei, Lodenworths Aufgaben zu ¨¹bernehmen," sagte Neveah in ebenso leisem Ton. "Hat Xenon dir etwas dar¨¹ber erz?hlt, was dort passiert ist? Oder wie sie den Weg zur¨¹ck zum Berg Edar und nicht zu den D¨¹nen gefunden haben?" Everon bestand darauf. "Er will mir nichts erz?hlen, obwohl ich ihn st?ndig frage." "Er hat von einigen... seltsamen Ereignissen gesprochen, aber wir hatten noch keine Zeit, wirklich dar¨¹ber zu sprechen. Und es k?nnte Dinge geben, die er noch nicht bereit ist zu teilen. Ich werde ihn genau im Auge behalten, und wenn etwas nicht stimmt, werde ich dich sofort benachrichtigen," versicherte Neveah. "Aber du und ich wissen, dass Xenon mehr als f?hig ist, sich zusammenzurei?en, ungeachtet seiner Probleme. Wenn ich dabei bin, wird der wilde Dunst keine Chance haben, wieder aufzutauchen... und falls doch, bin ich die Einzige, der er nichts anhaben kann. Vertraue mir und geh vor zu den D¨¹nen, wir werden bald folgen." "Dann... fliegt schnell und sicher," gab Everon schlie?lich nach und seufzte. Neveah nickte einmal und warf dann Tara einen liebevollen Blick zu, bevor sie zur Landettform ging. Sie sah sich um und es dauerte nur einen Moment, bis Xenons massive Drachengestalt auf der ttformndete, seine bernsteinfarbenen Augen fest auf Neveah gerichtet. Einen Momentng starrte Neveah einfach nur staunend. Xenons gewaltige Gr??e war immer beeindruckend, un¨¹bertroffen von jedem anderen Drachen. Er war der gr??te und st?rkste Drache, der existierte, und das aus gutem Grund. Ein leises Knurren grollte in Xenons Brust, seine onyxfarbenen Schuppen verschmolzen perfekt mit der Dunkelheit der Nacht, und es war kein Wunder, dass Neveah ihn nicht bemerkt hatte, bis erndete.Neveah ging auf Xenon zu und streckte ihm die Hand entgegen. Xenon faltete seine Fl¨¹gel zusammen, senkte seinen gro?en Kopf und schmiegte sich an ihre Hand. Xenons Schuppen waren kalt, doch ein warmer Strom durchzog Neveah in dem Moment, als sie ihn ber¨¹hrte. Sanft lie? sie ihre Hand ¨¹ber die raue Schuppenhaut gleiten; Ehrfurcht und Bewunderung spiegelten sich in ihrem Blick, und ein kleines L?cheln umspielte ihre Lippen, als Xenon zustimmend leise brummte. "Meine Liebe, f¨¹rchtest du noch immer den Flug?" Xenons Stimme hallte in Neveahs Geist wider, ein sanftes Summen. Neveah presste ihre Lippen leicht zusammen; es war einenge Zeit vergangen, seit sie zuletzt auf einem Drachen geritten war. Sie r¨¹ckte n?her, lehnte ihren Kopf an Xenons und breitete ihre Arme so weit wie m?glich um seinen gewaltigen Kopf aus. W?rme bl¨¹hte in ihrem Herzen auf und durchstr?mte ihre Adern mit einer Intensit?t und Vertrautheit, die in menschlicher Gestalt nur schwerlich zu erreichen w?re. "Nein... nicht mehr", fl¨¹sterte Neveah beruhigt und schloss die Augen. "Veah, wenn... wenn Jian zur¨¹ckkehrt, m?chte ich... unsere Bindung besiegeln. Es schmerzt mich, dass ich dir die ersten beiden Verschmelzungen nicht geben kann... nur mein Herz, meinen Schwur, und die Hoffnung, dass du die dritte mit mir vollziehen wirst", erng Xenons Stimme erneut in Neveahs Gedanken. Die erste Verschmelzung, jener Teil seiner mme, den er zu geben hatte, war bereits an seinen ersten Reiter und seine wahre Gef?hrtin vergeben worden. Die zweite Verschmelzung ¨C Xenons Schuppe und das einzige St¨¹ck von ihm, das nach Mishas Tod wiederhergestellt werden konnte ¨C war bereits an Jian gebunden und konnte nicht zur¨¹ckgewonnen werden. Von der dritten Verschmelzung hatte Neveah nie geh?rt, bis sie die Kunde erhielt, dass Menarx alle drei Verschmelzungen mit Jians Segen vollzogen hatte und das Getuschel sich durch die D¨¹nenburg verbreitete. "Xenon... was du mir nicht geben kannst, ist nur das, was du nicht besitzt. Alles, was du hast, hast du gegeben, und das ist mehr als ausreichend... es wird immer ausreichen. Also f¨¹hle dich mir gegen¨¹ber nicht schuldig oder denke, du w¨¹rdest mir unrecht tun, denn das tust du nicht." "Es gibt nichts, was ich mir sehnlicher w¨¹nsche, als von dir vollends zu deinem Eigentum gemacht zu werden... Herz, Seele... und K?rper; die ersten beiden geh?ren dir bereits, das dritte... steht dir zur Einnahme frei, wann immer du es begehrst", entgee Neveah leise. Xenon gab ein tiefes, grollendes Ger?usch von sich, und f¨¹r einen Moment herrschte Stille zwischen ihnen, bevor Neveah sich von ihm l?ste. "Wir sollten aufbrechen. Wir m¨¹ssen so schnell wie m?glich nach Scabbard." Neveah machte sich vom Xenon los und lie? sich behutsam auf seinem R¨¹cken nieder, so wie sie es mittlerweile gewohnt war. Chapter 731: Unangekündigt (Kap.732)

Chapter 731: Unangek¨¹ndigt (Kap.732)

Lord Mycroft schritt den Korridor enng, seine Stirn war leicht gefurcht. "Sie hat keine Anweisungen hintessen? Oder den Grund f¨¹r ihre unerwartete Ankunft genannt?" fragte er seinen j¨¹ngeren Sohn Damien, der ihn begleitete. Damien sch¨¹ttelte den Kopf, um zu signalisieren, dass es nichts dergleichen gab. "Nein, Ihre Gnaden hat nichts derartiges angedeutet. Lord Xenon hat nur ¨¹bermittelt, dass sie innerhalb einer Stunde auf der Landettform eintreffen werden." "Dieses... pl?tzliche Erscheinen ist beunruhigend. Es k?nnte mit den Fae und den Werwolf-Invasoren zusammenh?ngen. Halte die S?belzahndrachen in Bereitschaft, wir k?nnten zum Kampf aufgerufen werden." sagte Lord Mycroft. "Und wo sind Dante und Elle?" Er schob die Frage nachdenklich hinterher. "Einige der k¨¹rzlich Geheilten hatten Probleme, sich nach ihrer Fressung aus der infizierten Zone wieder einzuleben. Estelle hat ihnen dabei geholfen, sie ist mit Dante in der Stadt. Ich habe bereits eine Nachricht geschickt, und sie sind jetzt auf dem R¨¹ckweg." antwortete Damien. Die beiden erreichten bald die Landungsttform und kurz darauf kreiste das gewaltige, schwarzschuppende Tier ¨¹ber ihnen am Himmel, bevor esngsam zur Landung ansetzte. Auf seinem R¨¹cken sa? die ausdruckslose Neveah, ihre Augen waren leicht verengt und konzentriert, offenbar war sie in Gedanken versunken. "Eure Gnaden, Lord Xenon." begr¨¹?te Lord Mycroft, als er herantrat. Er senkte seinen Kopf zu einer Verbeugung und Damien tat es ihm gleich. Neveah sah auf, schwang sich von Xenons R¨¹cken undndete auf ihren F¨¹?en, w?hrend Xenon sich im gleichen Moment bewegte und nun an ihrer Seite stand. "Lord Mycroft. Der junge Lord Damien." Neveah gab den Gru? zur¨¹ck und neigte leicht den Kopf, um die Geste zu erwidern. "Verzeiht meine unangek¨¹ndigte Ankunft, aber sie war notwendig, und ich werde nichtnge verweilen. Ich muss mit Elle sprechen." sagte Neveah in einem ernsten Tonfall. "Dante und Elle sind in der Stadt, aber sie werden bald zur¨¹ck sein. Ich habe die G?nge r?umenssen, wir k?nnen uns in meinem Arbeitszimmer weiter unterhalten." sagte Lord Mycroft und deutete auf den Scabbard-Turm. Neveah nickte und sie begaben sich in den Turm, um Lord Mycroft in sein Arbeitszimmer zu folgen. Neveah warf einen Blick um sich, ihre Stirn zog sich bei dem Anblick zusammen. Auf seinem Schreibtisch stapelten sich B¨¹cher und die Regale waren durcheinander, als h?tten sie eine ganz eigene seltsame Ordnung. "?hm... Entschuldigung f¨¹r das Durcheinander." sagte Lord Mycroft verlegen. "Ich arbeite irgendwie besser, wenn ich mich nicht darum k¨¹mmern muss, alles bis zum Ende des Arbeitstages an einem festen tz zu haben." "Du hast dich auch nicht im Geringsten ver?ndert, Mycroft." bemerkte Xenon und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Setz dich bitte. Du musst deine Kr?fte schonen." sagte Xenon und wies Neveah zu einem Sitz. Neveah kam der Aufforderung nach, und als sie sa?, nahmen auch Lord Mycroft und Damien ihr gegen¨¹ber tz, w?hrend Xenon sich an das B¨¹cherregal hinter Neveah lehnte und einen Arm vor seiner Brust verschr?nkte. "Ihr habt sicherlich von der ungewollten Pr?senz geh?rt, die unsere Festung ¨¹berrollt." begann Neveah. "In der Tat. Die S?belzahndrachen stehen bereit, Eure Befehle auszuf¨¹hren, Eure Gnaden. Wie k?nnen wir zur Kriegsanstrengung beitragen?" fragte Lord Mycroft pflichtbewusst."Ich w¨¹nschte, Scabbard k?nnte songe wie m?glich au?en vor bleiben. Euer Gebiet leidet stark unter den Auswirkungen der Seuche und wird alle verf¨¹gbare Zeit und Arbeitskraft ben?tigen, um sich vollst?ndig zu erholen," sagte Neveah ernst. "Bisher sind Fort Inferno, Knight¡¯s Den und Kezrar Dun die einzigen drei Festungen, die Eindringlinge gemeldet haben, was an sich schon verd?chtig ist." "Es gab noch keine direkte Konfrontation, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass sie nur zum freundlichen Austausch gekommen sind. Imagor leitet den Kriegsrat, ob er in den n?chsten Tagen Anweisungen f¨¹r Scabbard haben wird... das kann ich nicht sagen. Aber Scabbard liegt nicht weit von Fort Inferno entfernt, also ist es klug, vorbereitet zu sein," erkl?rte Neveah Lord Mycroft. "Ich verstehe," sagte Lord Mycroft mit einem Nicken. Bevor noch mehr gesagt werden konnte, ?fe sich die T¨¹r und Dante und Estelle traten ein. "Veah!" rief Estelle und eilte auf Neveah zu. Neveah erhob sich, l?chelte leicht, als Estelle sie in die Arme schloss. "Was bringt dich her? Du hast mir keine Nachricht zukommenssen," sagte Estelle. "Mir blieb wenig Zeit..." Neveah trat zur¨¹ck und schenkte Dante ein L?cheln, das er warmherzig erwiderte. "Lord Xenon," gr¨¹?ten Dante und Estelle gleichzeitig. Xenon brummte als Antwort. "Seit Veah Scabbard vessen hat, gab es mehrere Attentate auf ihr Leben. Daher mussten wir Ma?nahmen ergreifen. Unser Aufenthalt wird nichtnge sein." Neveah nickte zustimmend, holte eine Schriftrolle heraus und warf einen Blick auf Lord Mycrofts ¨¹bervollen Tisch. Bevor Neveah ¨¹ber andere Optionen nachdenken konnte, erhoben sich die B¨¹cher auf dem Tisch und oren sich ohne sichtbare Hilfe im Regal ein. Akten, Schriftrollen und Briefe folgten dem Beispiel, bis der Tisch komplett leer ger?umt war. Das Schloss der T¨¹r schnappteut und ein d¨¹nner goldener Schutzzaun s?umte die W?nde des Arbeitszimmers und diente als zus?tzlicher Schutz. "Deine Augen..." fl¨¹sterte Estelle Neveah zu. "Richtig... das war ich." Neveah murmelte, immer noch damit ringend, sich an die neue Kraft zu gew?hnen, die ihr ein blo?er Gedanke verlieh. Sie hatte sich schon fast an die Abwesenheit von Demevirld gew?hnt und an die Normalit?t, die sie vort?uschte. ¡¯Nun, gern geschehen,¡¯ dachte Demevirld an Neveah, sein Tonfall widerwillig. Neveah verdrehte die Augen. "Was ich euch jetzt zeigen werde, ist streng vertraulich und h?tte nie das Keep vessen d¨¹rfen, aber es war notwendig. Es handelt sich auch um etwas, bei dem ihr alle Bedenken habt, doch bitte ich Euch, genau hinzusehen... Elle, das ist wichtig," sagte Neveah zu Estelle. Sie ging zum Tisch, breitete die Schriftrolle darauf aus und offenbarte: "Das sind Asrigs Aufzeichnungen ¨¹ber die Herausforderung, die als das Spiel der Champions bekannt ist. Es ist zudem der einzige Bericht aus dem Reich der Vessenen Bestien, der Fort zed n¨¹tzlich sein k?nnte." Stille senkte sich ¨¹ber das Arbeitszimmer, und Lord Mycroft tauschte einen Blick mit Dante. "Elle, du und Dante seid Zeugen des Zauberspruchs des Hexenmeisters geworden... ihr habt das Verschwinden von Fort zed beobachtet, und ich ben?tige von euch alles, was ihr ¨¹ber jene Nacht noch wisst... alles, was ihr beobachtet habt und die genauen Worte des Zauberspruchs." Chapter 732: Besser als die Theorie (Kap.733)

Chapter 732: Besser als die Theorie (Kap.733)

¡¯~Das Reich der vessenen Bestien Die Ger?usche eines nahenden Sturms zogen Jian aus seiner Meditation und machten ihn auf den bevorstehenden Angriff aufmerksam. Die T¨¹r zu seinem Arbeitszimmer ?fe sich, und Jians Brauen zogen sich bei der Unterbrechung leicht zusammen. "Mein Herr, das Schwarze Meer regt sich wieder", meldete Cassian, als er begleitet von den Lords Kaideon und Starron den Raum betrat. "Ich h?re es", murmelte Jian und warf einen Blick auf die T¨¹ren, die zum Balkon f¨¹hrten. Die T¨¹ren ?fen sich und gaben den Blick auf die dunklen Wolken frei, die den Himmel vergen, sich von den Stadttoren ausbreiteten und schnell auf sie zukamen. "Wir sagten voraus, dass der n?chste Angriff innerhalb einer Stunde erfolgen w¨¹rde." Sein Gesichtsausdruck war wie immer ruhig, doch eine frostige Aura umgab ihn ¨C das einzige Zeichen seines Unmuts oder Zorns ¨¹ber die Situation. "Ich bin vollst?ndig genesen. Cassian hat den letzten davon abgehalten, also gehe ich diesmal", meldete sich Kaideon freiwillig und blickte ebenfalls durch die Balkont¨¹ren zum Himmel, wobei ein t?dliches Funkeln in seinen Augen aufblitzte. "Wir wissen noch nicht, was uns dieses Mal erwartet", warf Lord Starron ein. "Es ist vielleicht keine gute Idee, Lord Kaideon mit nur zwei Tagen Erholungszeit loszuschicken. Ich habe Cassians Kampf mit dem gro?en Ork genau beobachtet und binnge genug verschont geblieben; diesen Kampf ¨¹bernehme ich." Lord Starron sagte dies mit schwerem, entschlossenem Ton. "Du nicht, Starron. Du kennst Fort zed am besten und bist hier n¨¹tzlicher f¨¹r unseren Herrn. Kaideon oder ich w?ren die geeiere Wahl", entschied Cassian kopfsch¨¹ttelnd. "Motran h?lt Wache. Er wird uns bald mitteilen, mit welcher Art von Bestie wir es zu tun haben, und dann werden wir entscheiden, wer von uns gehen wird", stimmte Kaideon zu. "Lasst das Orin ¨¹bernehmen. Es gibt dringendere Angelegenheiten, um die ihr euch k¨¹mmern m¨¹sst, und ich venge, dass ihr das schnell erledigt", unterbrach ihn Jian. Er zog ein Pergament von der Seite zur Mitte des Schreibtischs. "Veah hat mir gesagt, dass dies eine Verankerungsrune genannt wird", begann Jian. "Zusammen mit einem entsprechenden Zauberspruch wurde Fort zed in diesem Reich verankert." Er war noch benommen von seiner Meditation, aber Neveahs dringender Bericht und ihre aktuellen Erkenntnisse mussten den zust?ndigen Lords vorgelegt werden. "Wenn wir wissen, wie es passiert ist, bedeutet das, dass wir es r¨¹ckg?ngig machen k?nnen, nicht wahr?" fragte Lord Starron eifrig. "Bis vor ein paar Stunden hatten wir nur diese Theorie. Aber Veah hat uns etwas Besseres als eine Theorie geliefert", sagte Jian bedeutungsvoll. "Diese Verankerungsrune musste in Fort zed tziert worden sein, bevor der Zauber gesprochen wurde. Sie k?nnte an verschiedenen Stellen in Teilen tziert worden sein oder zusammen an einem sorgf?ltig versteckten Ort." "Wir k?nnen das nicht mit Sicherheit sagen, und der einzige Weg, es herauszufinden, ist, das zentrale St¨¹ck der Rune zu finden. Mir wurde gesagt, dass dieses St¨¹ck unbedingt auf einem lebenden Runentr?ger angebracht sein muss ... genau hier, in Fort zed", offenbarte Jian, wobei sein Tonfall seine Abneigung gegen die Realit?t des Zaubers der dunklen Magie und das, was er erforderte, verriet. "Wenn wir den Runentr?ger finden, kann er uns zu den anderen Teilen der Rune f¨¹hren", rief Cassian aus. "Aber wenn wir alle Teile der Verankerungsrune finden ... was dann?"Jians Stirnrunzeln vertiefte sich leicht, unangenehme Erinnerungen ¨¹berschwemmten seinen Geist und er presste die Z?hne zusammen, um sie aus seinen Gedanken zu verdr?ngen. "Asrig...", begann Jian, kam jedoch nicht weiter. "Mit unzureichenden magischen F?higkeiten bleibt uns nur eine M?glichkeit: die Verankerungsrune auf jemanden zu ¨¹bertragen, der sie ganz tr?gt und f¨¹r immer an dieses Reich gebunden w?re", offenbarte Jian. "Ein Opfer...", murmelte Kaideon missbilligend. "Aber wenn wir genug magische Kraft besitzen, k?nnten wir eine andere L?sung finden... die Rune zerst?ren", sagte Jian und fixierte die Zeichnung der Rune. "In dieser Dimension fehlt es an nat¨¹rlicher Magie, sie schw?cht alle Magie... Die Magier haben fieberhaft nach magischen Ley-Linien gesucht, um gen¨¹gend magische Energie f¨¹r das Erschaffen eines Portals zu finden. Ohne diese Energiequelle k?nnen sie keine Magie sch?pfen... W¨¹rde es reichen, um eine Rune zu zerst?ren?" fragte Cassian sorgenvoll. Jian knirschte mit den Z?hnen; der Grund ihrer aussichtslosen Lage war, dass die Magier in dieser Dimension nicht einmal ein Viertel ihrer Magie nutzen konnten. Damit waren ihre F?higkeiten stark eingeschr?nkt. Unwissend ¨¹ber diesen Umstand hatte Jian sie in dem uben herbeigef¨¹hrt, sie k?nnten die Geschehnisse von Fort zed r¨¹ckg?ngig machen. Es frustrierte Jian, wenn Dinge nicht nach n liefen. "Die Magier sind auf Nat¨¹rliche Magie angewiesen... nicht jedoch Demevirld. Selbst in dieser Dimension verf¨¹gte es ¨¹ber seine volle magische Kraft." "Willst du damit sagen, du willst, dass meine Tochter ihre Magie mit dir teilt?! Die Magie, die n?tig ist, um eine Rune zu zerst?ren, w¨¹rde sie zu sehr beanspruchen!" zischte Kaideon. "Ich f¨¹rchte... wir haben bereits m¨¹hsamere Dinge gemeinsam getan...", entgee Jian und zuckte zusammen, als er Kaideons w¨¹tenden Blick sah. "Veah... Ich habe versucht, sie umzustimmen, aber sie weigert sich nachzugeben. Mit dir hier und mir ebenfalls, wird sie keinen Schritt zur¨¹ckgehen", fuhr Jian fort. "Ich m?chte auch nicht, dass Veah Demevirld auch nur eine Minute l?nger einsetzt, aber ich kenne sie gut genug, um zu wissen, dass ich sie nicht von ihrem Vorhaben abbringen kann..." "Lord Kaideon, Hunderte von Leben h?ngen davon ab. Dieses eine Mal solltet Ihr Euch vielleicht zur¨¹ckhalten", argumentierte Cassian. Kaideon knurrte tief, schwieg jedoch. Er warf Jian einen feindseligen Blick zu. "F¨¹r einen Zauberspruch dieses Ausma?es muss der Tr?ger der Rune sich der Konsequenzen bewusst sein und sogar zustimmen. Das bedeutet, wir haben einen Verr?ter, der alles tun wird, um verborgen zu bleiben. Wie identifizieren wir den Tr?ger der Rune? Das ist doch der erste Schritt, nicht wahr?" fragte Lord Starron. "Darauf haben wir schon eine Antwort. Veah ist nach Fort Scabbard aufgebrochen, um sich mit Lady Starron zu beraten", begann Jian. "Eure Tochter hat bereits einen Verd?chtigen im Sinn... einen menschlichen Stallburschen, sagte sie. Ich habe eine Beschreibung", offenbarte Jian. "Das ist unn?tig...", sagte Lord Starron in d¨¹sterem Ton. "Ich wei? bereits, wer es ist." Seine Augen blitzten zornig, als er sich umdrehte und hinausst¨¹rmte. Chapter 733: Unternehmen (Ch.734)

Chapter 733: Unternehmen (Ch.734)

"Seid beruhigt, wir haben alles getan, was wir konnten." Xenons Stimme in Neveahs Gedanken riss sie aus ihrer Tr?umerei. "Ich kann deine Gedanken h?ren, meine Liebe. Laut und besorgniserregend ... Du musst jetzt Jian vertrauen und auf seine R¨¹ckkehr warten." "Vergebt mir. Ich habe deine Anwesenheit in meinem Geist nicht gesp¨¹rt." Neveah blinzelte leicht, der k¨¹hle Nachtwind peitschte an ihrem Gesicht vorbei und hinterlie? ein fast schmerzhaftes Fr?steln. Die Luft in dieser H?he und bei ihrer derzeitigen Fluggeschwindigkeit war d¨¹nn, und Xenon, der Neveahs Unbehagen zu bemerken schien, vengsamte seinen Flug. Neveah war sich nicht sicher, wann es passiert war, aber Xenon konnte sogar Gedanken h?ren, die sie nicht auf ihn projizierte, und sie konnte auch seine h?ren, wenn sie es versuchte. Es war, als w?ren ihre beiden Gehirne jetzt so eng miteinander verbunden, dass der eine f¨¹r den anderen ein offenes Buch war und umgekehrt. Wenn Neveah sich nicht bewusst bem¨¹hte, Xenon auszublenden, konnte er jederzeit in ihre Gedanken eindringen und mitbekommen, was sie gerade dachte. "Wie weit sind wir von den D¨¹nen entfernt?" dachte Neveah an Xenon. Es war schwer, zu so sp?ter Stunde ihre genaue Position zu bestimmen, und Neveahs Sehkraft war in dieser H?he begrenzt, die Navigation hing ganz von Xenon ab. "Ein halber Tag. Sollen wir eine Pause einlegen? Wir sind zwei Tageng geflogen, ohne uns auszuruhen, du musst dich wund f¨¹hlen, und ich sp¨¹re deine Ersch?pfung. Du wirst deine Kraft brauchen, wenn wir bei den D¨¹nen ankommen. Die anderen auch..." schlug Xenon vor. Neveah z?gerte einen Moment, bevor sie zustimmte. "Ihr habt recht. Sagt Dante und Verothrax, dass wir eine Pause einlegen werden. Elle wird eine warme Mahlzeit brauchen, also wird ein Gasthaus bevorzugt." Neveah lenkte ein. Sie hatte die beiden Drachen nicht gesehen, da der Himmel in Dunkelheit geh¨¹llt war, aber sie wusste, dass sie nicht allzu weit von ihnen entfernt flogen. Xenon flog eine kurze Strecke weiter, bevor er einmal und dann noch einmal kreiste und den Boden auskundschaftete. Erst als er zufrieden war, begann er mit dem Sinkflug. Siendeten bald auf einer Lichtung, die gerade gro? genug war, um Xenon tz zu bieten, und Neveah stiegngsam ab und unterdr¨¹ckte ein schmerzhaftes Aufst?hnen, denn in dem Moment, in dem ihre Stiefel festen Boden ber¨¹hrten, wurden die Schmerzen in ihren Muskeln noch schlimmer, als h?tten sie nur auf ihren Moment gewartet. Xenon nahm seine menschliche Gestalt an, und einen Momentng starrte Neveah ihn nur an. Seine schroffe Erscheinung war noch schroffer, denn sein strukturiertes Kinn war mit einem Bart von ein paar Tagen bedeckt, und sein Haar war zu einem Dutt gebunden, im Gegensatz zu den ¨¹blichen Kriegerz?pfen, die er bevorzugte. Sein ?rmelloses schwarzes Ledergewand brachte seine muskul?sen Arme und seine breiten Schultern zur Geltung, und sein schiefes Grinsen verlieh ihm eine jungenhafte Schlichtheit, die Neveah immer wieder in Erstaunen versetzte. "Soll ich mich umdrehen? Um auch einen Blick auf die R¨¹ckseite zu bekommen?" bot Xenon an, seine Stimme holte Neveah in die Realit?t zur¨¹ck, und sie lenkte schnell von ihrer Benommenheit ab und r?usperte sich. kbk "Jetzt sei nicht so sch¨¹chtern. Es ist zu sp?t, die Unschuldige zu spielen." betonte Xenon und sein Grinsen wurde noch breiter. Lmk "Nur ... wir sollten gehen." murmelte Neveah und drehte sich um, um von der Lichtung wegzust¨¹rmen. "Ihr geht in die falsche Richtung." rief Xenon und kicherte am¨¹siert, als Neveah zur¨¹ckst¨¹rmte und sich an ihm vorbeidr?ngte. Sie brachen aus der Baumgrenze heraus, wo Verothrax, Ida und Estelle auf sie warteten. Neveahs Blick wanderte von einem zum anderen, die Brauen zogen sich vor Neugier in Falten, aber ihre Augen glitten an Ida vorbei, die sich in der N?he der maskierten Frau immer noch unwohl f¨¹hlte. "Wo ist Dante?" fragte Neveah, der seine Abwesenheit und die angespannte Atmosph?re zwischen den dreien aufgefallen war. "Er ist losgezogen, um die Gegend auszukundschaften und eine geeie Unterkunft f¨¹r die Nacht zu finden." teilte Estelle mit und ging zu Neveah hin¨¹ber. In ihren Augeng ein Ausdruck der Erleichterung und Neveah hob fragend eine Augenbraue. "Und er hat dich nicht mitgenommen? Ihr zwei seid doch sonst so eng miteinander verbunden." bemerkte Neveah und schmunzelte, als Estelle ein paar Worte unter ihrem Atem murmelte. "Jemand musste ein Auge auf Verothrax haben. Seit Dante geh?rt hat, dass er die Ursache f¨¹r den Bruch ist ... nun ja ..." fl¨¹sterte Estelle leise zu Neveah. Neveah nickte verst?ndnisvoll. Dante war von Natur aus ein vorsichtiger und besch¨¹tzender Mann. Da Verothrax ein wandelnder Weltenbrecher war, war es nur nat¨¹rlich, dass Dante sich nicht wohl dabei f¨¹hlte, ihn unbeaufsichtigt zussen. "Also gut, wir sollten ihn einholen." murmelte Neveah und tauschte einen Blick mit Xenon aus, der nickte und den Weg anf¨¹hrte. Xenon trug ein subtiles, albernes Grinsen auf den Lippen, das von niemand anderem bemerkt worden w?re, doch Neveah bemerkte es sehr wohl. Sie entschied sich jedoch, es zu ignorieren. Stattdessen schritt sie neben Xenon her, im Wissen, dass die anderen folgen w¨¹rden. ?Wenn wir einen Tagesritt von den D¨¹nen entfernt sind, ausgehend von Fort Scabbard, sollten wir dann nicht weit vom Nymphengebiet entfernt sein?" fragte Neveah und erinnerte sich an die Karte der Festung, die sie auswendig gelernt hatte. ?Zwischen Fort Scabbard und den Wei?en D¨¹nen liegt Fort Inferno. Wir haben einen Umweg gemacht, um den Unruhen zu entgehen, daher liegt das Nymphengebiet hinter uns. Wir befinden uns im Gebiet der Menschen, in der Seestadt," erkl?rte Xenon. ?Die Seestadt? Das menschliche Gebiet, das an die K¨¹sten der Mer-Meere grenzt?" fragte Neveah mit gro?en Augen. Sie war einigen der Spezies bege, die die Festung bildeten, doch es gab immer noch einige, denen sie nie bege war. Die schwer fassbaren Mers waren eine davon. Neveah h?tte geschworen, dass sie ein Mythos w?ren, h?tte sie nicht von den Drachen geh?rt, die so beil?ufig von ihren zahlreichen Begegnungen mit dieser Art gesprochen hatten. ?Wir sind weit von der eigentlichen Seestadt entfernt. Dies sind nur Grenzst?dte am Rand derngen Stra?e, die zur Seestadt f¨¹hrt. Die Seestadt selbst w¨¹rde uns vom Kurs abbringen, daher werden wir uns an die kleineren St?dte halten," teilte Xenon Neveah mit. ?Es ist unwahrscheinlich, dass du dieses Mal einen Mer triffst, meine Liebe," f¨¹gte er am¨¹siert hinzu. Neveah rollte mit den Augen, gab aber keinen Kommentar dazu. Nach einem kurzen Spaziergang kam die Stadt in Sicht, und Xenon f¨¹hrte sie durch die vessene Stra?e. Es war noch fr¨¹h am Abend, und sie erreichten bald eine kleine Herberge. Xenon ging voran, und Dante stand bereits am Tresen und winkte sie zu sich. ?Ich habe die Bewohner bereits evakuiert, bis auf den Wirt. Ich ¨¹bernehme die erste Wache," bot Dante an. ?Ich werde Wache halten. Ich habe jahrzehntng geschlummert, ich ube nicht, dass ich scfen k?nnte, selbst wenn ich es versuchte," sagte Verothrax und verlie? die Herberge, ohne auf eine Antwort zu warten. Ida eilte hinter ihm her, und Neveah tauschte einen Blick mit Xenon, der locker mit den Schultern zuckte. ?Lass ihn machen. Wir sollten uns ausruhen, snge wir noch Zeit haben." ______________ Neveah sp¨¹rte, wie sich Xenon neben ihr bewegte, die Bewegung weckte sie, und ihre Augen ?fen sich gerade, als Xenon abrupt aufsa?. Schl?frig blinzelnd richtete auch Neveah sich auf und griff nach Xenon. ?Ist alles in Ordnung?" Xenon antwortete nicht sofort. Es dauerte ein paar Augenblicke, bevor er schlie?lich sprach, doch statt Neveah anzusehen, starrte er geradeaus. ?Wir bekommen bald Gesellschaft. Im Norden hier hat sich ein Portal ge?f." ?Wie ... kannst du das wissen?" fragte Neveah erstaunt. ?Sie ... sie sprechen mit mir. Sie erz?hlen mir Dinge ... zeigen mir Dinge ..." murmelte Xenon verwirrt. ?Sie? Wer ist ¡¯sie¡¯?" fragte Neveah, noch verwirrter. Chapter 734: Unerwünschte Gesellschaft (Kap.735)

Chapter 734: Unerw¨¹nschte Gesellschaft (Kap.735)

Ein Lichtblitz erhellte den kleinen Raum, und dann zerriss einuter Donnerschall den Himmel, bald gefolgt von einem weiteren, der den Anfang eines Sturms ank¨¹ndigte. Es dauerte keinen Moment, bis ein heftiger Regenschauer einsetzte. ?Ein Wolkenbruch? ... Zu dieser Jahreszeit?", murmelte Neveah. Einutes Krachen hallte von der unteren Etage des Gasthauses wider, durchbrach die Stille der Nacht, bevor Xenon antworten konnte, und beide tauschten einen beunruhigten Blick aus. Sie waren weit drau?en in der Festung und hatten sich vergewissert, dass keine Spuren ihres Aufenthaltsorts zur¨¹ckblieben, niemand h?tte erraten k?nnen, dass Neveah sich fernab des Schutzes und der Sicherheit der Drachenburg aufhielt, gerade zu dieser Zeit der Unruhen. Ein leichtes Stirnrunzeln zeigte sich bei Neveah, sie griff nach ihrem ¨¹berwurf, doch Xenon hielt sie zur¨¹ck. ?Bleib hier... Ich werde erst mal nachsehen. Falls es ungebetene G?ste sind, zielen sie h?chstwahrscheinlich auf dich ab", sagte er. ?Denkt nicht einmal daran. Gemeinsam oder gar nicht, ich werde verdammt sein, wenn ich dich noch einmal aus den Augen verliere", entgee Neveah und schl¨¹pfte in ihren ¨¹berwurf, stand vom Bett auf. Xenon musste trotz der Lage l?cheln, er beharrte nicht weiter und ging voran den kleinen Raum hinaus und die Treppe hinunter. In der unteren Etage richtete sich Verothrax, der offensichtlich gegen einen Tisch gest¨¹rzt war,ngsam auf, sein Blick fest auf den Eingang gerichtet, wo die T¨¹r aus den Angeln gerissen worden war. Ein Wasserbecken hatte sich um ihn gebildet und Verothrax war v?llig durchn?sst. Neveah und Xenon erreichten das Fu?ende der Treppe, Dante und Estelle waren nicht weit entfernt, und Ida kam ebenfalls die Treppe herunter, offensichtlich hatte Verothrax sie zum Ausruhen geschickt, w?hrend er allein die erste Wache ¨¹bernahm. Ida eilte zu Verothrax, w?hrend Neveah einen Blick auf die T¨¹r warf. ?Der Angriff kam aus dem Nichts, ich konnte den Angreifer nicht kommen sehen und nicht rechtzeitig reagieren", erkl?rte Verothrax der Gruppe und nahm Idas Hand zu einem Trost. Seine Worte enth¨¹llten, dass selbst Verothrax noch nicht wusste, wer ihn angegriffen hatte und woher der Angriff kam, was einen dar¨¹ber nachdenken lie?, wie flink der Angreifer sein musste, um Verothrax zu ¨¹berraschen. Die Dunkelheit der Nacht, die ¨¹ber das sp?rlich beleuchtete Gasthaus hinausging, machte es fast unm?glich zu erkennen, wer Verothrax angegriffen hatte. Die Gewitterwolken hatten das Mondlicht verdeckt und den Himmel in totale Finsternis geh¨¹llt, und der heftige Regen ¨¹bert?nte jedes andere Ger?usch, sodass Schritte schwer auszumachen waren. Neveah blinzelte, sie versuchte ihre Augen an die Dunkelheit anzupassen, aber sie konnte anfangs nur Silhouetten in der Ferne wahrnehmen. Silhouetten, die rer wurden, je n?her sie kamen. Neveah beobachtete, wie die seltsam aussehenden Gestalten immer sichtbarer wurden. Es waren vier von ihnen, d¨¹nn und gro?, doch das Auff?lligste an ihnen war die silbrige Farbe ihrer Haut. Je n?her sie kamen, desto offensichtlicher wurde ihre gl?nzende silbrige Haut. Kleine, ugr¨¹ne Schuppen bedeckten Teile ihrer Haut, bei jedem anders angeor. Bei einem waren die Schuppen an den Seiten seines Halses enng bis zum Schl¨¹sselbein ausgerichtet und bildeten ein wirbelndes Muster. Ein anderer hatte sie verstreut ¨¹ber Gesicht und Oberarme. Ihre Haare zeigten unterschiedliche Gr¨¹nt?ne, und ihre Pupillen waren eher kleine Schlitze als runde Augen.In ihrer Fremdheit konnte Neveah nicht anders, als die Sch?nheit dieser vier eigenartigen Personen zu bewundern. "Mers!" rief Estelle, und warf Neveah einen Blick zu, die ebenso verbl¨¹fft war, da sie genau dasselbe bemerkt hatte. Doch sie hatten nicht den Luxus, ¨¹berrascht zu sein. "Aus dem Weg!" rief Dante, als einer der Mers blitzschnell nach vorne st¨¹rmte. Seine Bewegung war so fl¨¹ssig wie Wasser, die Regentropfen um ihn herum gefroren zu scharfen Eiszapfen und mit einer Handbewegung schossen diese direkt auf die Gruppe zu. "Dante..." brummte Xenon leise. Instinktiv wich Neveah aus und zog Estelle mit sich. Dante trat vor, entfesselte einen Strom von mmen, der die meisten Eiszapfen zum Schmelzen brachte, doch einige durchdrangen die Luft und schlugen in die W?nde und den Holzboden ein. Im n?chsten Augenblick wurde eine Welle nach der anderen von Eiszapfen auf sie abgefeuert, und Dante tat sein Bestes, um die Angriffe abzuwehren, w?hrend er auf den angreifenden Mer vorr¨¹ckte. Der Sturm hatte sich noch weiter verst?rkt und ein Blitz zerschnitt das Dach der Herberge bis in den Boden, teilte einen Tisch in zwei H?lften und entz¨¹ndete das Holz. "Warum greifen sie uns an?!" rief Estelle besorgt. "Wir hatten keine Auseinandersetzung mit den Mers!" "Nicht, dass wir w¨¹ssten." antwortete Verothrax, seine Stimme war gereizt und er hob eine Hand, um die schwarze Nebel umschwirrte. "Ich habe nicht vor, darauf zu warten, das herauszufinden." Neveah geriet in Panik beim Anblick dieser vertrauten Geste. "Tu nichts! Du kannst deine Magie noch nicht einsetzen! Sie ist au?er Kontrolle!" Neveah st¨¹rmte vor und packte Verothrax am Handgelenk, um ihn daran zu hindern, die Leerenmagie zu beschw?ren. Verothrax¡¯ scharfer Blick fixierte Neveah, doch sie hielt seinem Blick mit einem ebenso entschlossenen Ausdruck stand. "Du hast immer noch ein Chaos, das du nicht beseitigt hast, verschlimmere es nicht. Halte deinen Zorn im Zaum und ¨¹besse das Dante und Xenon." sagte Neveah streng. Mit einem missmutigen Grunzen entwand sich Verothrax Neveahs Griff, lie? jedoch seine Hand sinken und f¨¹gte sich. "Es sind nur vier von ihnen! Haben sie nicht begriffen, dass sie keine Chance haben?" sagte Estelle, ihre Stimme erhob sich ¨¹ber den tobenden Sturm. "Diese vier sind die Kardin?le, die st?rksten J¨¹nger des Meeresorakels." erkl?rte Xenon. "Sie sind keine Drachen, aber sie sind keineswegs leichte Gegner." "Seht ihr, wie sie uns in die Herberge dr?ngen? Sie wissen, dass wir tz brauchen, um unsere Drachengestalt anzunehmen, um niemanden zu verletzen... und sie nutzen das zu ihrem Vorteil." bemerkte Xenon. "Ich k¨¹mmere mich darum, du bleibst hier." sagte Xenon zu Neveah, bevor er sich auf sie st¨¹rzte. Chapter 735: Unerwünschte Gesellschaft 2 (Kap.736)

Chapter 735: Unerw¨¹nschte Gesellschaft 2 (Kap.736)

Die verbleibenden drei Mer-Kardin?le schlossen sich zusammen, um Xenon zu bek?mpfen, und setzten ihre gesamte Magie ein, um w¨¹tende Wasserwirbel zu erzeugen, die Xenons mmen unterdr¨¹ckten. Der Sturm war zu diesem Zeitpunkt ohrenbet?ubend, die Winde so stark, dass das Dach des Gasthauses vor einiger Zeit weggesen und das halbe Gasthaus durch Blitze in Brand gesetzt und sp?ter durch den tobenden Sturm gel?scht worden war. Im Gasthaus stand nur noch das Gem?uer, und der Kampf hatte nur wenige Minuten gedauert. Die Mer-Kardin?le waren durch den Sturm im Vorteil, denn er sorgte f¨¹r eine reichliche Wasserversorgung f¨¹r ihre auf Wasser basierende magische Maniption, sie hatten diesen Angriff sorgf?ltig berec, und wie Xenon gesagt hatte, waren sie keine leichten Gegner. Dante hatte kein Gl¨¹ck, denn als der Sturm st?rker wurde, hatte sich eine Wasserschicht ¨¹ber dem Holzboden des Gasthauses gebildet, so dass es unvermeidlich war, dass sie alle mitten im Wasser standen. Der Mer-Kardinal, mit dem Dante k?mpfte, hatte dies zu seinem Vorteil genutzt und das Wasser vereist, um Dante zur¨¹ckzuhalten. Obwohl er keinen Erfolg hatte, da Dantes mmen das Eis, das sich um seinen Stiefel sammelte, besiegten, war das Wasser eiskalt geworden, fast gefroren, und auch der Rest der Gruppe, der nicht in den Kampf verwickelt war, war davon betroffen. Neveah beobachtete die Szene mit zusammengekniffenen Augen, unbeeindruckt von der K?lte, die durch ihre Lederstiefel drang. Auch Estelle ¨¹berstand es mit Leichtigkeit, aber Ida hatte nicht so viel Gl¨¹ck. Sie mmerte sich an Verothrax und zitterte von Kopf bis Fu?. Durch das offene Dach waren sie alle vom Sturm durchn?sst, und ihre Kleidung war nun nutzlos gegen die K?lte, sondern verst?rkte sie noch, und der Sturm tobte weiter, fast so heftig wie der, den die Sturms?nger herbeigerufen hatten. Neveah wusste, dass Xenon noch nicht aufs Ganze gegangen war, um den Mer-Kardin?len Zeit zu geben, herauszufinden, dass sie selbst in menschlicher Gestalt weit unterlegen waren, aber er wurde jetzt unruhig und seine Geduld gingngsam zu Ende. Xenons Bewegungen waren t?dlicher geworden, und er r¨¹ckte immer weiter auf die drei Mers vor. Seine mmen w¨¹teten schneller, als der Sturm sie zu l?schen vermochte, und bahnten sich gekonnt einen Weg durch den Wasserwirbel. Das bedeutete, dass in k¨¹rzester Zeit definitiv ein Leben verloren sein w¨¹rde, wenn die Mer-Kardin?le ihre Angriffe nicht einstellten und weiter vorstie?en. "Ich ube, ihr m¨¹sst eingreifen." sagte Estelle, die ebenfalls die Szene beobachtete, zu Neveah. "Wenn diese Mers so hochrangig sind, wie Lord Xenon sagt, k?nnen wir sie nicht einfach t?ten, ohne den Grund zu kennen, warum sie uns angegriffen haben ... wir w¨¹rden einen neuen Krieg beginnen." "Sie haben uns zuerst angegriffen. Sie verdienen, was immer sie bekommen, und Xenon hat gesagt, wir sollen hier bleiben." Verothrax unterbrach sich und stellte sich gegen Estelle. "Du willst sie nur alle tot sehen, weil sie dich niedergescgen haben!" Estelle zischte leise. "Nicht alles muss aus Tod und Zerst?rung bestehen. Wir k?nnen sie unterdr¨¹cken und die Sache ausdiskutieren, sie sind nicht so dumm, uns ohne Grund anzugreifen!" Neveah ¨¹berlegte kurz, blickte zum Himmel hinauf und blinzelte leicht, als der Regen auf ihr Gesicht prasselte. Ein Geruchg in der Luft, er war sp?rlich und kaum wahrnehmbar, aber er war da und Neveahs Nase zuckte leicht. "Meersalz..." Neveah murmelte: "Es gibt Meersalz im Sturm. Das..." Neveah brach ab und dachte einen Momentng nach, bevor ihr die Erkenntnis d?mmerte. "Stopp!!!" Neveah br¨¹llte, Demevirld erhob sich an die Oberfl?che, als Neveahs Emotionen sich regten, und Neveah schleuderte einen Sto? goldener Energiemasse, der mitten in den Kampf hineinschlug und alle beiseite warf und den Wasserwirbel und die Eiszapfen aufl?ste. Die Wucht von Neveahs Magie schleuderte Xenon ein St¨¹ck zur¨¹ck, aber er fing sich wieder, w?hrend die Mer-Kardin?le und Dante in verschiedene Richtungen durch die Luft gewirbelt wurden. Xenon reagierte schnell und fing Dantes Sturz mit einer Hand auf seiner Schulter ab. Sowohl Xenon als auch Dante wandten sich fragend an Neveah, und da bemerkte Neveah, dass Xenons Augen zu schwarzen T¨¹mpeln geworden waren, das Wei? seiner Augen war vollst?ndig verschwunden. "Xenon!" rief Neveah rmiert und eilte zu ihm. Sie nahm seine Hand vorsichtig. "Deine Augen... die wilde Tr¨¹bung... seit wann ist sie zur¨¹ck?" fragte Neveahngsam. Erst jetzt realisierte Xenon und wendete schnell den Kopf ab. Er schloss seine Augen und als er wieder in Neveahs Richtung blickte, waren seine Augen wieder normal. "Mir geht es gut", versicherte Xenon. Noch bevor jemand etwas sagen konnte, kam einer der Mer-Kardin?lengsam wieder auf die Beine, seine Augen vor Wut verengt, w?hrend er seine Mitkardin?le fixierte, die sich noch von Neveahs Angriff erholten. "Sie hatten recht... du bist es wirklich... die neue Drachenk?nigin", sagte der Mer-Kardinal mit zusammengebissenen Z?hnen. "Du greifst Ahnungslose an und zeigst keinerlei Integrit?t! Selbst jetzt greifst du schamlos von hinten an!" br¨¹llte er. Xenon knurrte zur¨¹ck und ging nach vorne. "Halt den Ton, Fischjunge! Heb deine Stimme hier noch einmal und ich rei?e dir die Kiemen raus!", warnte Xenon mit einem tiefen Knurren. Der Mer-Kardinal zischte d¨¹ster zur¨¹ck. "Ich wei?, ich bin dir nicht gewachsen, Schwarzer Unhold. Aber snge ich verhindern kann, dass du die Drachengestalt annimmst, kann ich dichnge genug hier aufhalten." "Diese Theorie sollten wir ¨¹berpr¨¹fen...", Xenon machte einen Schritt nach vorne, aber Neveah hielt ihn zur¨¹ck. Neveahs Stirn legte sich in Falten des Misstrauens. "Du wusstest, dass ich hier bin und bist dennoch gekommen. Du wusstest, dass Xenon hier ist... was bedeutet, dass du kamst, obwohl du keine Chance hast... ist das eine Selbstmordmission? Zu welchem Zweck? Um uns hier aufzuhalten?...", fragte Neveah und gingngsam vor. Xenon blieb dicht bei Neveah, als sie auf den Mer-Kardinal zuging, in diesem Moment stand ein anderer Mer-Kardinal auf, aber Xenon bewegte sich blitzschnell und hielt dem Mer-Kardinal mit seinen Krallen die Kehle zu. "Jetzt... denk nicht einmal daran", warnte er und starrte auf die H?nde des Mer-Kardinals, der bereits wieder seine Magie heraufbeschwor. "Wenn Veah spricht... unterbrichst du nicht." Der Mer-Kardinal, mit dem Neveah gesprochen hatte, blickte besorgt auf seinen Gef?hrten in Xenons Griff, bevor er trotzig zischte. "Ich habe euch nichts zu sagen! Wenn ihr diesen Ort vessen wollt, m¨¹sst ihr uns alle vier zuerst besiegen!" Chapter 736: Nachahmung (Kap.737)

Chapter 736: Nachahmung (Kap.737)

"Es wird niemand sterben." stellte Neveah r und warf Xenon einen Blick zu, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Mer-Kardinal richtete. "Wenn du nichts zu sagen hast, kannst du einfach zuh?ren. W?hrend ihr hier Unruhe stiftet, braut sich auf dem Meer ein Sturm zusammen." "Ich kann es am Geruch des Windes erkennen. Ich vermute, dass der Sturm gro? genug sein wird, um ¨¹ber die Ufer zu treten und Sea City zu ¨¹berschwemmen... vielleicht sogar dar¨¹ber hinaus. Ich werde nicht so naiv sein, zu uben, dass es sich um eine Naturkatastrophe handelt... eure Leute stecken dahinter." Neveah hielt inne und machte ein paar Schritte nach vorne, n?her zum Mer-Kardinal, doch sie hielt inne, als Xenon seinen Unmut herausknurrte. "Die Seestadt ist die n?chstgelegene menschliche Siedlung zu den Mer-Meeren. Allen Berichten zufolge haben die Bewohner dieser Stadt ein gutes Verh?ltnis zum Volk der Mer. Warum wollt ihr die Seestadt ¨¹berfluten und das Leben von Tausenden riskieren, w?hrend ich in der N?he bin?" fragte Neveah direkt. Der Mer-Kardinal war einen Momentng von Neveahs Schlussfolgerung ¨¹berrascht, aber es dauerte nur einen Moment, bis er sp?ttischchte. "Gutes Verh?ltnis?! Das war, bis du in ihre K?pfe eingedrungen bist und sie mit L¨¹gen und b?sen Bestrebungen gef¨¹ttert hast!" Er knurrte und best?tigte damit Neveahs Verdacht. "Das habe ich getan?" fragte Neveah und tauschte einen verwirrten Blick mit Xenon aus. "Bist du mir schon einmal bege? Ich kann mich nicht erinnern, jemals in diesem Teil der Festung gewesen zu sein." bemerkte Neveah. "Muss die Drachenk?nigin jemals ihre eigenen H?nde bewegen, um ihren Willen durchzusetzen? Eure Abgesandten sind vor ein paar Tagen an den Mer-Meeren eingetroffen, und seither ist unser Volk ins Chaos gest¨¹rzt!" beschuldigte der Mer-Kardinal. "Abgesandte?" murmelte Neveah und zog die Stirn in Falten. "Was f¨¹r einen Unsinn redest du da?! Veah war zur¨¹ck in Fort Scabbard und war seitdem unterwegs! Wann hatte sie denn die Zeit, irgendwelche Abgesandten zu schicken?!" schnauzte Estelle den Mer-Kardinal an. Der Mer-Kardinal zischte, sichtlich emp?rt ¨¹ber Estelles Worte. Er versuchte, seine Magie zu beschw?ren, aber Neveahs gl¨¹hender Blick hielt ihn davon ab. "Kardinal, wer waren diese Abgesandten, die an den Mer-Meeren empfangen wurden?" fragte Dante und trat ebenfalls vor. "Lord Lodenworth und Lady Ke vom Rat der Reiter. Nach ihren Worten handelten sie im k?niglichen Auftrag. Wer sonst h?tte in Abwesenheit des Drachenk?nigs solche Befehle erteilen k?nnen?" zischte der Mer-Kardinal. Bei der Erw?hnung von Ke und Lodenworth zuckte Neveah sichtlich zusammen und Xenon zischte leise vor sich hin. Neveah hatte gehofft, dass sie mit ihrer Vermutung falschg, und sie hoffte, dass Adrienne Recht haben w¨¹rde, aber jetzt kam die Best?tigung, die sie direkt ins Gesicht schlug. Neveah gestand sich ein, dass sie unvorsichtig geworden war. Ausgerec als Verr?terin hatte sie nicht ein einziges Mal die M?glichkeit in Betracht gezogen, dass Lodenworth und Ke sich als k?nigliche Autorit?t ausgaben ... Der Rat hatte beschlossen, den Verrat von Lodenworth und Ke geheim zu halten, bis er best?tigt war. Das bedeutete, dass Lodenworth und Ke f¨¹r alle, die nicht dem Reiterrat in der Drachenburg angeh?rten, einschlie?lich einiger Festungsherren, immer noch die loyalen und vertrauensw¨¹rdigen Herren und Damen der vierten Schwadron waren. "Welche... Befehle haben sie dir in meinem Namen gegeben?" fragte Neveah besorgt. Sie hatte noch nie in ihrem Leben einem Mer bege, und nun sollte sie uben, dass man sie bereits kannte und sogar verabscheute, aufgrund von Befehlen, von denen sie nichts wusste. "Tust du wirklich so, als w¨¹sstest du nichts?! Besitzt du nicht die W¨¹rde der K?nigin der Drachen?!" Der Mer-Kardinal, den Xenon an der Kehle packte, presste die Worte heraus und provozierte damit ein t?dliches Knurren von Xenon. "Wie du bereits erw?hnt hast, bin ich die Drachenk?nigin und momentan die h?chste Autorit?t in der Festung von Asvarian", begann Neveah, wobei ihr Ton ruhig blieb. "W?re es denn ¨¹berhaupt m?glich, dass ich irgendetwas leugnen w¨¹rde? Ihr k?nnt mir nichts anhaben, unabh?ngig von meiner Schuld in dieser Angelegenheit." Der Mer-Kardinal ?fe den Mund, um zu protestieren, z?gerte jedoch, als Xenons Griff sich verst?rkte und der andere, mit dem Neveah gesprochen hatte, schweigend verharrte und sie nachdenklich musterte. "Ihr wusstet wirklich nicht, dass die Gesandten des Drachenhofs die Mer-Meere besucht haben?" fragte er misstrauisch. "Wenn es einen Grund gegeben h?tte, euch Mers zu benachrichtigen, dann nur, um euch zur Drachenfestung einzden und eure Loyalit?t zu ¨¹berpr¨¹fen, nachdem die Lieferung der Kanalisierungsedelsteine, die ihr nach Dune City bringen solltet, sich um Monate verz?gert hat und damit Tausende meiner Leute in Gefahr brachte." "Ihr seid diejenigen, die ihre Unf?higkeit erkl?ren m¨¹ssen, die sich vor den k?niglichen Fae-Wachen verstecken und nicht ihren Teil des B¨¹ndnisses erf¨¹llen... warum sollte ich selbst nach euch suchen? Ihr kommt, wenn ich es befehle." antwortete Neveah ausdruckslos. Der Mer-Kardinal runzelte leicht die Stirn, lockerte jedochngsam seine Haltung und sah dann zu Xenon, der seinen Gef?hrten immer noch in einem Todesgriff hielt. "Xenon,ss ihn los und wecke die anderen. Wir werden reden..." Neveahs Blick schweifte durch die Schenke, oder was davon ¨¹brig war. Als ihr Blick von einem Teil der Schenke zum n?chsten wanderte, verschwanden die Spuren des Kampfes und die Tische, St¨¹hle und sogar das Dach waren wieder so, wie sie vor der Ankunft der Mer-Kardin?le gewesen waren, abgesehen von der kleinen Wasseche, die nun den Boden bedeckte. "Du bist dran." sagte Neveah und wandte sich an den Mer-Kardinal. Er z?gerte einen Moment, doch dann winkte er mit der Hand, und das Wasser auf dem Boden sammelte sichngsam und floss durch die offene T¨¹r hinaus. Der Sturm ¨¹ber ihnen h?rte abrupt auf und die Stille der Nacht kehrte zur¨¹ck. Neveah ging zu dem Holztisch hin¨¹ber und nahm tz, bevor sie eine Geste gegen¨¹ber machte. "Bitte, setzen Sie sich... offensichtlich haben Sie mir eine Menge zu sagen. Ich ziehe ein ziviles Gespr?ch einer Waffenschau vor... manchmal." sagte Neveah ruhig. Chapter 737: Alles geben (Kap.738)

Chapter 737: Alles geben (Kap.738)

¡¯~Aloria: Der K?nigliche Feenwald Das sanfte Rauschen des kleinen Baches, der durch die Wiese floss, war das einzige Ger?usch neben dem Tritt von Lodenworths Schritten. Der feuchte Boden gab unter den harten Sohlen seiner Stiefel nach und hinterlie? einen ren Abdruck, den er immer wieder neu formte, jedes Mal, wenn er seine Schritte zur¨¹ckverfolgte. Wienge er schon auf und ab ging, wusste Lodenworth nicht genau. Doch dieses fremde Gef¨¹hl, das man als ?ngstlichkeit bezeice ¨C ein Gef¨¹hl, f¨¹r das Menschen anf?lliger waren ¨C, wallte jetzt stark in ihm auf und wurde mit jedem Tag beunruhigender. "Herr Drache..." rief eine singende Stimme, als sich eine entfernt bekannte Frau Lodenworth auf dem schmalen Pfad n?herte, der sich durch die Wiese schl?ngelte. Es war eine von den vielen Pflegerinnen, die er schon einige Male gesehen hatte, wie sie sich um die Blumen auf der Wiese k¨¹mmerten. Eine verbl¨¹ffend sch?ne Frau, wie es eigentlich jede Fee war. Sie trug ein durchscheinendes wei?es Gewand und eine geflochtene Blumenkrone, was ¨C wie er festgestellt hatte ¨C die ¨¹bliche Kleidung der Bediensteten im k?niglichen Feenwald war. Obwohl er seit der Bindung an seinen Reiter nur zweimal hier gewesen war ¨C einmal zuvor und jetzt gerade ¨C, empfand er das Gebiet der Feen in all seiner ?therischen Sch?nheit als unertr?glich. "Es ist Mittagszeit. Soll ich Euer Mahl hier servieren oder zieht Ihr Euch in Eure H¨¹tte zur¨¹ck?" fragte die G?rtnerfee, ihre Stimme unangenehm verf¨¹hrerisch. Wenngleich er nicht gern schlecht ¨¹ber die Feen dachte ¨C zu Ehren von Ke ¨C, wusste Lodenworth doch, dass die meisten Feen ihr Lebenng darauf trainiert waren, eine Bindung mit einem Herrn der Drachen anzustreben; esg ihnen quasi im Blut. Nicht, dass sie darauf hoffte, sich mit Lodenworth zu verbinden, seine Identit?t war unter den Feen genauso bekannt wie sein Anspruch und seine Bindung an Ke. Es war lediglich so, dass die meisten jungen Feen mit den Drachenherren interagierten wie Motten, die sich zur mme hingezogen f¨¹hlten. Und ihre enge Verbindung zur Natur machte sie zu geborenen Verf¨¹hrerinnen. Sie verabscheuten diese Tatsache nicht, sie erbl¨¹hten in ihren T?uschungsk¨¹nsten und ihrer ?therischen Sch?nheit ¨C so wie Drachen in K?mpfen und Blutvergie?en gedeihen. Die junge Frau gingngsam, neigte den Kopf zu einem Diener, ihre Lippen zu einem verlockenden L?cheln geschwungen, das in Lodenworths Augen ziemlich abscheulich aussah. Lodenworth zog die Stirn in tiefe Falten und seine Brauen zusammen, um seinen offensichtlichen Unmut zu zeigen. "Wienge noch? Das hat noch nie songe gedauert." Er sprach und ignorierte dabei die Worte der Dienerin. "Unsere Heilerin ist begabt und f¨¹hrt ihre Kunst mit gro?er Sorgfalt aus. Es kann noch bedeutend l?nger dauern, und Mdy m?chte, dass Ihr Euch st?rkt w?hrend Ihr wartet." sagte die Dienerin gewissenhaft und machte einen Schritt nach vorne, doch ein leises Knurren von Lodenworth hielt sie auf. "Ihr scheint einen falschen Eindruck zu haben. Hat Euch niemand gesagt, dass ich Euresgleichen verachte? Nur zwei Ausnahmen mache ich, Ke und Adrienne. Du bist keine von beiden, nur eine weitere unertr?gliche Fee. Wenn Du mir zu nahe kommst, werde ich Dich t?ten.", sagte Lodenworth emotionslos. Es war kein Geheimnis, dass Lodenworth Feen nicht mochte, und es war ziemlich ironisch, dass er letztlich an eine gebunden worden war. Was dazu beigetragen hatte, seine Vorurteile zu mildern... aber nur ein wenig. "My Lady hat uns vor solchen Dingen gewarnt." sagte die Dienerin und machte einen ?ngstlichen Schritt zur¨¹ck. "Gut. Dann muss ich mich ja nicht wiederholen... Ich pflege keinen Umgang mit beliebigen Feen, verschwinde." Lodenworth sagte es ver?rgert und wandte sich von der Dienerin ab, so dass sie mit ihrem Dasein nicht l?nger seine Aufmerksamkeit erregte, genauso wenig wie das Bed¨¹rfnis, sie zurechtzuweisen.¡¯"Du k?nntest lernen,ter zu deiner Familie zu sein, Lodenworth. Aloria ist immerhin dein zweites Zuhause", tadelte Diandre, als sie den Waldweg enng in Sichtweite kam. Lodenworth biss die Z?hne zusammen, um eine spitze Erwiderung zu unterdr¨¹cken, denn jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt, ?rger mit den Fae anzuzetteln, nicht snge Ke und sein Kind auf ihre Gastfreundschaft angewiesen waren. "So unh?flich du auch sein magst, dein Einsatz f¨¹r meine Nichte ist lobenswert. Du l?sst alles zur¨¹ck, um sie durch diese schwere Zeit zu bringen", stellte Diandre fest, obwohl ihr Ton mehr Spott als Bewunderung verriet. Lodenworth ignorierte sie und seine Aufmerksamkeit kehrte erst zur¨¹ck, als Ke aus der kleinen Holzh¨¹tte trat, in der die Fae-Heilerin lebte. Lodenworth eilte zu seiner Gef?hrtin, sein Herz beruhigte sich schlie?lich wieder, als sich ihre Lippen zu einem strahlenden L?cheln bei seinem Anblick formten. Sie beschleunigte ihre Schritte und kam ihm entgegen, schmiegte sich instinktiv an ihn, und Lodenworth hielt sie fest an sich, da er die N?he ben?tigte, um sein Raubtierherz zu beruhigen. "Geht es euch gut? Und dem Kind?" Lodenworth war besorgt. "Ich habe gesagt, du sollst in der H¨¹tte warten. Warum bist du hierhergekommen?" tadelte Ke halbherzig. "Du warst stundeng weg, ich habe mir Sorgen gemacht. Sag mir, es geht dir gut, hat unser Besuch beim Seeorakel der Heilerin geholfen, ein Heilmittel f¨¹r dich zu finden?" fragte Lodenworth sorgenvoll. "Die ersten Monate einer Schwangerschaft sind normalerweise die heikelsten, aber bei Drachennachkommen wachsen die Komplikationen mit der Zeit, es ist unvermeidlich", antwortete Ke leise, w?hrend sie in Lodenworths Armen verweilte. Lodenworth zuckte merklich zusammen, Schuld blitzte in seinen Augen auf. Kes nacssende Gesundheit r¨¹hrte von dem gro?en Risiko her, das sie einging, indem sie seinen Erben austrug. Da es so pl?tzlich begonnen hatte, waren sie gezwungen, die Hilfe der Fae-Heilerin zu suchen, und wegen der steigenden Spannungen zwischen den Fae und den Drachenarten hatte Ke darum gebeten, alles bis zu ihrer R¨¹ckkehr geheim zu halten. "Bist du sicher, dass dies die beste Entscheidung ist? Everon k?nnte nachsehen, ich bin mir sicher, er w¨¹rde sogar hierherkommen, wenn ich ihn nur kontaktieren k?nnte..." begann Lodenworth, doch Ke unterbrach ihn. "Wie gut ist es ihm mit Kaliana ergangen?" fragte Ke, "Hast du vergessen, dass die H?utungsschuppen das Einzige waren, was sie stabilisiert haben? Davon hat er nichts ¨¹brig. Und selbst wenn er welche h?tte, m?gen H?utungsschuppen bei sterblichen Asvarianern wirksam sein, aber f¨¹r mein Volk sind sie nutzlos." Sie erinnerte ihn. Lodenworth seufzte und nicktengsam mit Verst?ndnis. "Gr?me dich nicht, meine Liebe. Die Heilerin wird uns durch diese Zeit bringen. Sie ¨¹berwacht mich t?glich und sollte Komplikationen auftreten, wird sie sie rechtzeitig erkennen, um die passende Behandlung einzuleiten... und wenn das alles vorbei ist, wirst du uns beide in guter Gesundheit haben. Dein Kind und mich", sagte Ke z?rtlich. "Ich w¨¹rde alles daf¨¹r geben... Ich werde niemanden kontaktieren, wenn das dein Wunsch ist", versicherte Lodenworth und schmiegte seinen Kopf an Kes Hals. Ke fuhr ihm beruhigend durchs Haar, w?hrend ihr Blick fest und t?dlich auf Diandre gerichtet war, die sich still zur¨¹ckzog. Chapter 738: Ihn brechen (Kap.739)

Chapter 738: Ihn brechen (Kap.739)

Diandre sa? in der k?niglichen Halle, die Brauen leicht gerunzelt, den Blick tief in Gedanken versunken. Die Dornen des k?niglichen Fae-Throns stachen in ihre Haut, und ein stetiger Strom von Blut tropfte auf den Boden und f¨¹llte die schnell wachsende Lache. Jeder Blutstropfen, der auf dem Boden aufschlug, hallte durch die stille Halle und erinnerte sie daran, dass dieser Thron nur der Hochk?nigin geh?ren konnte... und obwohl sie ihr ganzes Leben geopfert hatte, um seiner w¨¹rdig zu sein, der Blutlinie, in die sie hineingeboren worden war, wurde sie selbst in diesem Moment noch als unw¨¹rdig erachtet. Die Hoffnung, nach der sie ihr ganzes Lebenng gesucht hatte, war gekommen, einer aus ihrer Blutlinie war endlich w¨¹rdig, die Fesseln des Fluchs konnten endlich gebrochen werden, doch Diandre sp¨¹rte keine Erleichterung... stattdessen zog sich ihr Herz mit jedem Atemzug vor Schmerz zusammen, jeder Atemzug, der sie daran erinnerte, dass die Erl?sung ihre Generation ¨¹bersprungen hatte. Diandre nahm die Schritte wahr, die sich n?herten, reagierte aber nicht, bis Ke in Sicht kam und in einiger Entfernung von ihr stehen blieb. "Beunruhigende Gedanken? Tante?" fragte Ke, ihr Tonfall war sanft und freundlich wie immer. Ihr Blick suchte die Halle ab, blieb an der Bluche h?ngen und wanderte dann mit kaum verhohlenem Mitleid zu Diandre. Aber Diandre lie? sich nicht t?uschen, sie hatte das M?dchen selbst aufgezogen, sie hatte sie mit einem tr¨¹gerischen L?cheln ausgestattet und ihre Absichten mit ihren eigenen H?nden verschleiert, wenn also niemand sonst dahinterkam... Diandre wusste es. Kes Blick ausweichend, starrte Diandre nach vorne und lehnte sich in den Thron zur¨¹ck. Die Dornen stachen h?rter ... tiefer, Schmerz durchfuhr sie, aber sie zuckte nicht zur¨¹ck. "Nichts dergleichen. Wie viel ?rger kann eine alte Fee schon haben?" "Warum? Bist du immer noch sauer, weil ich dir die k?nigliche Autorit?t entzogen habe?" fragte Ke und neigte ihren Kopf zur Seite, ein verschmitztes L?cheln auf den Lippen. "Ich h?tte gedacht, dass du dich unserer Sache so sehr widmen w¨¹rdest, dass du ¨¹ber die Selbstbefriedigung hinausblickst und dich auf das gr??ere Wohl konzentrierst... Ich sch?tze, ich habe mich geirrt." Diandre l?chelte leicht, ein L?cheln, das nicht ganz ihre Augen erreichte. "Liebes M?dchen, was wei?t du schon von der F¨¹hrung einer Spezies? Die Fae sind kein Geschwader... was du in deinen H?nden h?ltst, ist ein Volk, eine Kultur, eine Geschichte..." Diandre brach ab. "Und um sie zu f¨¹hren, braucht man mehr als nur arkane Magie. Es erfordert Erfahrung... Geduld. Und beides fehlt dir eindeutig." Kechte leise und verschr?nkte die Arme vor der Brust. "Du meinst die F?higkeit, Jahrhunderte zu ¨¹berstehen, mit nichts als einem weit hergeholten Traum und einem hoffnungsvollen Herzen?" "Gib es zu, Tante. Du bist schonnge mit deinem Latein am Ende, und der gesamte Rat der Fae konnte das sp¨¹ren. Daher auch die Versuche, unserer Blutlinie die Autorit?t zu entrei?en." fuhr Ke in einem sachlichen Ton fort. "Du nimmst die Hilfe eines dunklen Zauberers in Anspruch, entf¨¹hrst einen Drachennachkommen und bringst eine fremde Ethnie in unser Land ... und wof¨¹r? Eine Ablenkung? Das ist nicht die Art der Fae! Wir leihen uns nicht die H?nde einer niederen Ethnie, um unsere hten zu scgen, und wir setzen auch keine Kinder ein." Diandre zischte leise. "Mein Weg magngsam gewesen sein, aber er war ehrenhaft!" "Ihr habt euch mit den Dunkelelfen verb¨¹ndet, ihr habt euch mit den Zwergen verb¨¹ndet, ihr habt jungen, begabten Kindern, sogar aus unserer eigenen Ethnie, die magischen F?higkeiten gestohlen, ihr habt die Lichthalle von Dune infiltriert, um eure Beteiligung am Handel mit Adamantium zu verbergen ... und was? Ehrenhaft?" Kechteut auf. Diandre runzelte tief die Stirn, aber sie konnte Kes Worten nichts entgegensetzen. Sie hatte ihren Teil des B?sen f¨¹r die Sache getan, f¨¹r das gr??ere Wohl. War es schmerzhaft, weil sie wirklich an die Ehre ubte, oder war sie einfach nur verletzt, dass all ihre Opfer sie nicht weitergebracht hatten? Diandre und Ke kannten beide die Antwort. "Und deshalb hast du dich an Lodenworth gewandt? Um die Saat des Misstrauens in seinem Geist zu s?en?" fragte Ke, ihre Stimme um eine Oktave gesenkt. "Um deiner Wut Luft zu machen, indem du ihn gegen mich aufbringst?" Leichte Ersch¨¹tterungen ersch¨¹tterten die Halle, als w¨¹rde sich die Erde selbstngsam bewegen. Diandre blickte sich um, ihr Blick schwankte nerv?s. "Ich habe nichts zu ihm gesagt!" rief sie aus. "Aber du h?ttest es getan ... wenn du die M?glichkeit gehabt h?ttest ..." warf Ke vor. "Ich habe es in deinen Augen gesehen, Tante. Genau in dem Moment, als du dar¨¹ber nachgedacht hast, mich auf die schlimmste Weise zu verletzen ... mir Lodenworths Vertrauen zu entziehen." "Jeder wei?, dass Lodenworth ein brutaler und misstrauischer Mann ist. Ich habe Jahrzehnte gebraucht! Jahrzehnte, um sein Vertrauen zu gewinnen, und noch l?nger, um seine Liebe und Hingabe zu verdienen, so dass ich seine Waage ber¨¹hren darf!" Ke knurrte. "Das Schicksal war g¨¹tig zu mir, erkannte meine verzweifelte Liebe zu ihm ... unser Band war echt." Ihre Stimme schwankte. "Aber du kennst diese Geschichte... du hast mich durch all das gef¨¹hrt. Du hast mich in seine Arme zur¨¹ckgedr?ngt, selbst als seine kalte Brutalit?t mich in Angst und Schrecken versetzte, als er meine Liebe bei unz?hligen Gelegenheiten verschm?hte." fuhr Ke fort, w?hrend eine einzelne Tr?ne ihre Wange hinunterlief. "Du hast mich gelehrt, seiner Liebe nachzujagen... um sie zu kriechen, wenn n?tig..." "Bereust du das jetzt alles? F¨¹hlst du dich ungerecht behandelt, jetzt, da du einen Vorgeschmack auf die Macht bekommen hast?" Diandre sp?ttelte. Kechte leise und sch¨¹ttelte den Kopf. "Nein, Tante ... Wei?t du, Lodenworth ist mein gr??ter Preis. Ich habe ihn mit meiner eigenen M¨¹he verdient, und ich liebe ihn mit allem, was ich bin, ich habe ihn geliebt, seit ich die Bedeutung der Liebe verstanden habe. Ich kann alles verzeihen... jeden, aber nicht denjenigen, der sich zwischen uns stellt..." Ke warf den Kopf zur¨¹ck und blinzelte die Tr?nen aus ihren Augen weg. "Sag mir, dass du gut sein wirst. Du wirst dich Lodenworth nicht mehr n?hern... du wirst mein Gl¨¹ck und meine Familie nicht aus Zorn dar¨¹ber bedrohen, dass ich deinen tz eingenommen habe... wir sind eine Familie, du und ich... wir sollten uns nicht gegenseitig verletzen..." "Wienge, ubst du, kannst du Lodenworth im Dunkelnssen? Sie haben ihn zum Verr?ter seines eigenen Volkes gemacht... Sie wissen, dass Loyalit?t f¨¹r ihn alles bedeutet. Seine Sippe ist alles, wof¨¹r er steht, er wird Euch niemals verzeihen, was Ihr getan habt." erinnerte Diandre. "Lodenworth... er ist der Loyalste von allen. Aber wenn er erst einmal sieht, dass sich die Welt gegen uns gewendet hat, ohne eine Erkl?rung von ihm zu vengen ... dass es nichts mehr gibt, woran er sich festhalten kann, wird er erkennen, dass alles, was er hat ... ich und unser Kind sind." Ke antwortete mit Gewissheit. "Er wird zu mir stehen, mir beistehen... und unser Kind besch¨¹tzen." Diandre sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf. "Bis er dich Tausende von Metern in die Tiefe st¨¹rzt, wie Mischa." "Lodenworth ist kein Xenon!" Ke kreischte. "F¨¹r ihn bin ich das Wichtigste!" "Du bist wahnhaft ... Ke. V?llig wahnsinnig ..." murmelte Diandre in der Erkenntnis. "Wie konnte ich das nur ¨¹bersehen? Du und deine Schwester, ihr wart immer diejenige, vor der man sich in Acht nehmen musste." "Deine Schwester hat viel Unordnung gemacht... aber du hast hinter ihr aufger?umt. Fachm?nnisch... perfekt. Ich h?tte damals schon wissen m¨¹ssen, dass man nur ein Superhirn braucht, das wei?, wie man ein Chaos beseitigt, das man nicht verursacht hat." Diandre schloss die Augen. "Lodenworth wird niemals klein beigeben. Er wird alle Anschuldigungen mit seinem Feuer beantworten ..." sagte Ke mit einem eifrigen Nicken. "Er wird sie verabscheuen f¨¹r die Jahre der Loyalit?t, die umsonst waren. Er wird w¨¹ten und nach Blut trachten... er wird f¨¹r meine Sache k?mpfen und gemeinsam... werden wir unserem Kind die Welt schenken." Ihr Tonfall war jetzt fast ehrf¨¹rchtig. "Wei?t du, warum die Fae die Drachen nie besiegen konnten, obwohl sie im Vergleich zu uns so wenige sind?" fragte Diandre und sch¨¹ttelte entt?uscht den Kopf. "Weil ... sie ihre Ehre nicht in einem verherrlichten Sitz namens Thron finden." murmelte Diandre. "Drachen wollen einfach hoch fliegen und frei sein..." "Sie haben nie um die Vorherrschaft gek?mpft, sie war nur ein Nebenprodukt des Sieges. Sie k?mpften nur f¨¹r eine Sache... die Freiheit." Diandre hielt inne. "W?hrend wir uns gegeneinander wenden, Blutlinie gegen Blutlinie... begehren Drachen nicht den Thron oder die k?nigliche Abstammung. Lodenworth... er hat nicht den Ehrgeiz, ein Monarch zu sein, oder der Vater eines solchen. Und Euer Ehrgeiz wird Eure Verdammnis sein... und seine auch." sagte Diandre, den Blick weit abgewandt. "Ihr wollt mir also nicht r mir dein Vertrauen?" fragte Kengsam, ihre Stimme zitterte. Chapter 739: Hostage (Ch.740)

Chapter 739: Hostage (Ch.740)

Im kleinen Fr¨¹hst¨¹ckssaal des Gasthauses herrschte eine angespannte Stimmung; das einzige Ger?usch war das leise Tropfen von Wasser vom Dach, das in gleichm??igen Abst?nden auf die Holzdielen fiel. Neveah sa? zwei Mer-Kardin?len gegen¨¹ber, w?hrend die beiden anderen nicht weit entfernt am Tischuerten. Xenon sa? an Neveahs Seite, ebenso Estelle, aber Dante stand an eine S?ule gelehnt, und Verothrax war drau?en, um seine Wachaufgaben wieder aufzunehmen. Nat¨¹rlich wusste Ida, dass sie in Verothraxs N?he bleiben musste - allein schon, um Xenons Zorn zu vermeiden. "Du hast gesagt, Ke und Lodenworth h?tten in meinem Namen gehandelt", durchbrach Neveah die Stille mit fester Stimme. "Nun, der Titel Lodenworths bedarf nicht meiner Unterst¨¹tzung, um beim Mer-Volk Geh?r zu finden. Er besitzt von selbst gen¨¹gend Autorit?t." Neveah sagte damit nur das, was offensichtlich war. "Erz?hl mir alles, was sie getan haben", f¨¹gte sie hinzu. Der Hauptkardinal der Mer blickte zu seiner Begleiterin, die sich gerade aus Xenons Griff gel?st hatte, bevor er zu sprechen begann. "Lord Lodenworth und Lady Ke erreichten das Seereich vor f¨¹nf Tagen", leitete er ein. ¡¯F¨¹nf Tage ... das war genau zu dem Zeitpunkt, als ich Fort Scabbard vessen habe¡¯, bemerkte Neveah bei sich. Die Stimme des Hauptkardinals ng bitter, als er fortfuhr. "Wir haben Lord Lodenworth schon des ?fteren getroffen und sie daher ohne Vorbehalte willkommen gehei?en. Sie behaupteten, sie ben?tigten die Dienste des Seeorakels, und wir ubten ihnen." "Das Seeorakel? Wozu br?uchten sie einen Heiler, wenn wir Everon haben?" fl¨¹sterte Estelle Neveah zu. Neveah dachte einen Augenblick nach und verzog sichtlich das Gesicht, als sie sich an ihr letztes Treffen mit Ke erinnerte ... oder eher daran, wie sie Kes Anwesenheit in Menarx¡¯ Quartieren gesp¨¹rt hatte, obwohl Adrienne versucht hatte, es zu verbergen. Schon damals hatte etwas nicht gestimmt, aber Neveah war sich nicht sicher, was es war. "Dann forderten sie den Tribut vorzeitig ein", fuhr der Kardinal fort. "Zweitausend der besten Kanalisierungsedelsteine, und das nur wenige Wochen nachdem wir die letzte Lieferung nach Dune City gebracht hatten!" Neveah runzelte die Stirn. Dune City hatte in den letzten Monaten nach der Entdeckung, dass das Quatre Foil durch Adamantium besch?digt worden war, einen stetigen Nachschub an Kanalisierungsedelsteinen f¨¹r den Wiederaufbau erhalten. Lediglich die letzten Lieferungen zur Fertigstellung der Konstruktion waren durch die k?niglichen Fae-Wachen verz?gert worden, weil behauptet wurde, die Mer nutzten die Edelsteine als Tarnung, um verd?chtige Gegenst?nde durch ihr Gebiet zu schmuggeln. Allerdings war auch das wenig sp?ter gekl?rt worden, und die letzten Chargen von Kanalisierungsedelsteinen waren nach Dune City geliefert worden. Die Bauarbeiten waren nahezu abgeschlossen, und keine der anderen Leuchtfeuer in der Festung hatte sich dar¨¹ber beschwert, dass der Drachenhof keine Kanalisierungsedelsteine mehr ben?tigte. "Die Edelsteine, die wir an Dune City lieferten, ¨¹berstiegen schon die j?hrlich geschuldete Tributzahlung, und wir mussten sie in kurzer Zeit mit gr??ter M¨¹he sammeln. Hunderte unserer Mer-Bergarbeiter haben ihre Magie aufgebraucht und sind derzeit noch dabei, sich zu erholen ... doch das Leuchtfeuer und das Asvarian-Beacon garantieren die Sicherheit von uns allen, deshalb haben wir geliefert." "Wir hatten erwartet, dass uns nach dieser Lieferung zumindest ein Jahr Tribut essen bleiben w¨¹rde...", sagte der Kardinal, seine Stirn nun ver?chtlich in Falten gelegt. "Die Forderung war unerwartet und unversch?mt." Neveahs Herz sank. Die St?rke der Entt?uschung und Verachtung in der Stimme des Mer-Kardinals verriet Neveah, dass er von der Drachenhof Fairness erwartet hatte und von dieser Wendung der Ereignisse ¨¹berrascht worden war. Noch schlimmer, Lodenworth war ein angesehener Drachenlord und Vertreter des Drachenhofs ... zu uben, dass er das Vertrauen zwischen dem Drachenhof und einer ganzen Rasse brechen w¨¹rde, war ein Angriff auf das Fundament, auf dem die Vormachtstellung der Drachen begr¨¹ndet war ... Ehre. Neveah musste sich fragen, wie tief dieser Verrat ging. "Wof¨¹r genau behaupten sie, so viele Kanalisierungsedelsteine zu ben?tigen?" fragte Neveah. "Sie sagten, der Zweck, f¨¹r den die Edelsteine ben?tigt werden, k?nne nicht offengelegt werden, da seit dem Verschwinden des Drachenk?nigs niemandem mehr vertraut werden k?nne ... das seien Befehle der K?nigin", offenbarte der Kardinal und warf Neveah einen angenden Blick zu. "Als wir ihre Dringlichkeit anzweifelten, beschuldigten sie uns, uns mit dem Fae-Einfall zu verb¨¹nden, und forderten eine Geisel, um die rechtzeitige Befolgung ihres Befehls zu gew?hrleisten.""Sie haben eine Geisel genommen?!" fragte Estelle mit scharfer Stimme. "Ja", zischte der Kardinal. "Sie drohten, sollte unser Widerstand anhalten, w¨¹rde das Seek?nigreich den Drachenhof als Feind betrachten. Sie behaupteten sogar, die K?nigin sei unserer Allianz ¨¹berdr¨¹ssig, da die Lieferung der Channeling-Edelsteine verz?gert wurde und nicht rechtzeitig in ihrer Heimatfestung ankam." Neveahs H?nde krallten sich fest in den Tisch, w?hrend Xenon leise knurrte und Neveahs anwachsenden Zorn widerspiegelte. "Sie haben sogar die D¨¹nenstadt hineingezogen und die Ehre meines Vaters angegriffen!" Neveahs Stimme war ein leises Zischen. "Sag mir, dass du ihnen keine Geiseln ¨¹bessen hast", forderte Neveah mit d¨¹sterem Unterton. Der Zorn in ihrer Stimme war kaum zur¨¹ckzuhalten. "Wir hatten keine Wahl", erkl?rte der Kardinal, seine Stimme zitterte vor zur¨¹ckgehaltenem ?rger. "Wer?" wollte Neveah wissen. "Lord Temrion, der j¨¹ngste Sohn des Seek?nigs. Vor einigen Monaten wurde er zehn Jahre alt." Die Stimme des Kardinals war gezeic von Schmerz. "Sie sollten in der Seestadt weilen, Lord Temrion als Gastgeber, w?hrend wir uns um die Vorbereitung der Channeling-Edelsteine bem¨¹hten." "Zweitausend reine Channeling-Edelsteine ¨C eine unm?gliche Forderung. Doch wir boten tausend an, f¨¹nfhundert wurden sofort ¨¹bergeben und die restlichen f¨¹nfhundert sollten innerhalb von zehn Tagen folgen", erkl?rte der Kardinal kaum h?rbar. "Vor zwei Tagen kam die Nachricht, dass die Gesandten niemals in Seestadt waren, sondern direkt nach Aloria aufgebrochen sind. Sie haben Lord Temrion entf¨¹hrt!" "War euch in dem Augenblick nicht r, dass ihr get?uscht wurdet?" seufzte Neveah. "Weshalb sollten meine Gesandten nach Aloria reisen? Zwischen den Fae und dem Drachenhof steht ein Krieg bevor." "Wirssen uns nicht in euren Machtkampf hineinziehen!", spottete der Kardinal. "Die Gesandten vertreten den Drachenhof, und der Seek?nig hat befohlen, dass Seestadt versenkt wird! Sowie jede andere Siedlung, die an die Mer-Meere grenzt, bis der Drachenhof Lord Temrion zur¨¹ckbringt und eine Erkl?rung f¨¹r diesen Schwindel liefert!" erkl?rte er. "Zuallererst, nichts dergleichen wird geschehen", stellte Neveah r. "Zweitens ... der Drachenhof steckt nicht hinter der Entf¨¹hrung eures Prinzen ... aber es ist wahr, dass die Mers nun in unseren Krieg verwickelt wurden", r?umte sie ein. Neveah wechselte einen Blick mit Xenon, der ruhig die Lage ¨¹berdachte. "Wir werden dem Seek?nigreich eine Antwort geben. Sie wird im Blut der Verr?ter flie?en", schwor Xenon. "Dennoch, eine Frage habe ich noch ..." sagte Neveah vorsichtig. "Wer hat diese Forderungen gestellt? War es Lord Lodenworth und sein Reiter pers?nlich oder waren sie in Begleitung von anderen?" "Die Forderung kam von einem fremden Mann, der sie begleitete. Lady Ke war bei den ersten Gespr?chen dabei", gestand der Kardinal. "Und Lodenworth?" hakte Neveah nach. "Ich ... er ist nicht wieder aufgetaucht, nachdem er um eine Audienz beim Seeorakel bat", offenbarte der Kardinal. Neveah tauschte einen Blick mit Xenon aus, der seine Lippen sch¨¹rzte; seine Gedanken liefen parallel zu Neveahs. Chapter 740: Kann nicht verzeihen (Kap.741)

Chapter 740: Kann nicht verzeihen (Kap.741)

Im Gasthaus herrschte Stille, doch Neveah sp¨¹rte immer noch die Gegenwart der Mer-Kardin?le, die drau?en warteten. Sie hatten die Gruppe dort zur¨¹ckgssen, um ungest?rt beraten zu k?nnen. "ubst du wirklich, Lodenworth wei? nichts von dem, was hier vor sich geht?" fragte Dante mit unsicherer Stimme. "Ich meine, warum sollte er sich ohne triftigen Grund auf den Weg ins Seereich machen? Wie k?nnte ihm das alles entgangen sein?" Neveah war sich ebenfalls nicht sicher. Sie fragte sich sogar, warum sie diesen Gedanken ¨¹berhaupt zulie?. Vielleicht waren die Dinge nicht so, wie sie schienen, und es steckte mehr hinter der Situation, als ihnen derzeit bewusst war. Lodenworth war in jeder Hinsicht ein hervorragender Mann, so leicht lie? er sich nicht t?uschen. Dann wanderte Neveahs Blick zu Xenon, und sie unterdr¨¹ckte diese Gedanken. ¡¯Selbst die besten M?nner k?nnen von ihrem eigenen Vengen blind gemacht werden.¡¯ "Wenn seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes gerichtet war... ist es m?glich", sagte Estelle schlie?lich und sah Neveah an, als suche sie Best?tigung. "Lord Lodenworth ist nicht der Mensch, der Kinder als Geiseln nimmt. Ich habe ihn nur selten getroffen, aber mein Vater sprach immer sehr hoch von ihm. Du wei?t, mein Vater hat ein gutes Urteilsverm?gen, es erscheint einfach nicht logisch, dass jemand mit seinem Charakter sich so drastisch ?ndert." "Wenn er sich ¨¹berhaupt ver?ndert hat, und ihr ihm nicht einfach mehr Vertrauen entgegengebracht habt, als er verdient hat, und damit seine wahre Natur ¨¹bersehen habt", murmelte Verothrax. "Auch jetzt, wo sein Betrug offensichtlich ist, sucht ihr nach Ausfl¨¹chten f¨¹r ihn." Er zischte. "Ich verstehe deine Unzufriedenheit mit Lodenworths Reiter...", begann Neveah, doch Verothrax unterbrach sie. "Unzufriedenheit?!" fauchte er scharf. "Was wei?t du schon ¨¹ber meine Unzufriedenheit?!" "Ruhig, Junge", schaltete sich Xenon ein, mit einem vorwurfsvollen Blick auf Verothrax. "Du darfst Veah nicht unterbrechen und musst deinen Tonfall m??igen." "Lass ihn sprechen, Xenon", sagte Neveah, nahm Xenons Hand, um ihn zu beruhigen. "Wenn wir gemeinsam reisen wollen, sollte ich seine Gedanken kennen. Was ist es, das ich nicht verstehe? Ich werde es nie erfahren, wenn du es mir nicht sagst." Neveah wandte sich direkt an Verothrax. Xenon war offensichtlich nicht begeistert von der Idee, aber er trat zur¨¹ck, nahm tz und zog Neveah auf seinen Oberschenkel. Sein rechter Arm legte sich um ihre Taille, w?hrend er ihre andere Hand hielt. "H?r mir zu, Neveah... ich trage die B¨¹rde, die Welt zerbrochen zu haben! Jahrzehnteng schlief ich, um meine Magie zu z?hmen... in der Hoffnung, dass ich eines Tages wieder von meiner Sippe akzeptiert werde... als etwas anderes gesehen werde, als jemand, der von Dunkelheit ber¨¹hrt wurde", Verothrax holte scharf Luft. "Und die einzige Chance, die mir gegeben wurde, meiner Sippe zu beweisen, dass ich keine Gefahr f¨¹r die friedliche Dynastie darstelle, f¨¹r die wir gek?mpft haben... meine einzige Chance auf ein Leben! Und ich habe die verdammte Welt zerbrochen!" Die Wut in seinem Ton war greifbar und ein dunkler Nebel g sich um seine geballten F?uste.¡¯"Ich h?re, was ¨¹ber mich gesprochen wird, wenn ich durch die Hallen gehe...", murmelte er. "Der Schattendrache, der den Tod ¨¹berallhin mit sich bringt. Sie nennen mich Verothrax den Brecher, sie sagen, mein Herr h?tte mich einfach ewig scfenssen sollen. Dann w?re er vielleicht... nicht selbst in Gefahr... und in einem vessenen Reich gefangen." Verothrax¡¯ Blick war d¨¹ster und seine Stimme rau. Neveah konnte seinen Schmerz und seine Schuldgef¨¹hle fast durch seine Worte sp¨¹ren, so sehr er auch versuchte, sie zu verbergen. "Es h?tte ppen m¨¹ssen... Ich schw?re, ich hatte alles unter Kontrolle. Die Leere, die ich aufgerissen hatte, w¨¹rde den Todessturm verschlingen, ich w¨¹rde sie versiegeln und dann meinen Herrn ins Reich der vergessenen Bestien begleiten. Es war ein ausgezeicer n!" sagte Verothrax, w?hrend sein Blick den von Neveah traf, und seine Augen flehten sie an, seinen Worten uben zu schenken. Gleichzeitig sah Neveah in Verothrax¡¯ Augen, dass er selbst an sich zweifelte. Er zweifelte daran, ob er sein Scheitern wirklich auf Kes Eingreifen schieben konnte, oder ob er wirklich, wie alle ubten, ein zu gef?hrlicher Drache war, um in Friedenszeiten frei durch die L?nder zu streifen. Und der Gedanke, dass es auch nur die geringste M?glichkeit gab, dass alles seine Schuld war, wie alle sagten, muss ihn in diesen Monaten st?ndig gequ?lt haben. Insbesondere, als seine Handlungen tausende Leben in der D¨¹nenstadt, der Festung zed und vielen S?ulen des Festungsbereichs, sogar das des Drachenk?nigs, gef?hrdeten. "Mein Herr... er hat mein Leben gerettet und mich gro?gezogen. Selbst als ich f¨¹r meinesgleichen ein Fluch war, eine st?ndige Erinnerung an die Dunkelheit, die sie versvte, auch wenn meine Existenz sein Leben erschwerte... ihm Asrigs Zorn einbrachte... es machte ihm nichts aus." Verothrax¡¯ Blick wanderte nun in die Ferne. "F¨¹r mich ist er mehr als ein K?nig, er ist mein Vater.", sagte Verothrax, seine Stimme war rau und kaum h?rbar. Neveahs Herz erw?rmte sich und schmerzte gleichzeitig. Xenons Griff um ihre Hand wurde ein wenig fester, als ob auch er f¨¹hlte, was sie f¨¹hlte, und Neveah wusste, dass es so war. Jian war Xenon genauso lieb wie Neveah, und ihre Bande waren eng miteinander verkn¨¹pft. Es war kein Wunder, dass Xenon Verothrax gegen¨¹ber aufmerksamer war, mehr als Neveah ihn je bei einem anderen Drachenlord gesehen hatte, der nicht zur Wache des K?nigs geh?rte. Neveah hatte es in den kleinen Momenten bemerkt, wie er zum Beispiel die Frau Ida f¨¹r Verothrax¡¯ willen duldete, obwohl Xenon alles andere als ein nachsichtiger Mann war. Wenn Jian Verothrax als Sohn ansah, bedeutete das, dass auch Xenon es tat, und jetzt f¨¹hlte Neveah, dass sie diesem Drachenlord gegen¨¹ber nicht aufmerksam genug gewesen war. "Er brauchte mich...", zischte Verothrax. "Und ich habe versagt. Ich habe ihn in Gefahr gebracht, mit diesen H?nden... Ich habe das Leben meines Herrn gef?hrdet und die Festung in Anarchie gest¨¹rzt." "Wenn... wenn dies von jemandem manipuliert wurde, aus welchen Gr¨¹nden auch immer, ich werde es nicht verzeihen!", sagte Verothrax, seine Stimme war nun t?dlich. "Ich kann nicht!" Verothrax wandte sich von der Gruppe ab und fuhr sich mit einer Hand durchs Haar, um sich zu beruhigen. "Und du wirst es auch nicht.", sagte Verothrax, als er sich ihnen endlich wieder zuwandte. "Denn es ist sonnenr... dass du ihn liebst." Chapter 741: Keine Reue (Kap.742)

Chapter 741: Keine Reue (Kap.742)

Neveah schritt durch den Raum, w?hrend sich ihre Stirn in Sorge legte. Sie gr¨¹belte still vor sich hin, immer noch ersch¨¹ttert von dem, was sie erfahren hatte, und dem, was Lodenworth und Ke bereits unternommen hatten, um den Drachenhof zu entehren, ohne dar¨¹ber nachzudenken. "Was geht dir durch den Kopf?" fragte Xenon und beobachtete Neveahs unruhiges Hin und Her mit einem resignierten Gesichtsausdruck. "Erz?hl mir, was du denkst." "Nur, dass das Wahnsinn ist", antwortete Neveah mit einem kaum vernehmbaren Murmeln. Xenon seufzte, unsicher, was er sagen k?nnte, um die Lage irgendwie zu verbessern. "Es ist nicht gerade die ideale Situation", gab Xenon zu und stimmte damit eigentlich zu. "Aber wir k?nnen nicht die Verantwortung f¨¹r die Entscheidungen anderer ¨¹bernehmen", f¨¹gte er nachdr¨¹cklich hinzu. "Ich will blo?..." Neveah hielt kurz inne und warf Xenon einen Blick zu, bevor sie sich durch die Haare fuhr. "Meine Frage ist... warum? Was ist der gr??ere Sinn hinter all dem? Den Feen die Vorherrschaft zu verschaffen?" "Ist das ein ausreichender Grund, alles aufs Spiel zu setzen, wof¨¹r sie Jahrzehnteng gearbeitet hat? Einen Moment ist sie bei uns und im n?chsten..." Neveah lie? den Satz in der Luft h?ngen. "Ich kann akzeptieren, dass sie vielleicht schon immer diese Person war. Ich kann sogar verstehen, dass sie darauf aus ist, Fae-K?nigin zu werden... aber die Feen hatten seit Jahrhunderten keine K?nigin mehr, das war ihre eigene Wahl. Was hat das mit uns zu tun?" "Was will sie beweisen?" fuhr Neveah fort. "Es gibt da irgendetwas Xenon... etwas hinter all dem, das wir noch nicht begreifen. Etwas Gewichtiges... eine vergangene Geschichte, vielleicht. Wei?t du etwas, das ich nicht wei?? ¨¹ber die Feen und die Drachen?" fragte Neveah. Xenon war einer der wenigen Drachen, die die Jahrhunderte ¨¹berlebt hatten, angefangen mit dem Aufstand, und seitdem in jeder ht und Unterwerfung eine Schl¨¹sselrolle gespielt hatten. Wenn irgendjemand wissen w¨¹rde, was falsch lief, dann war er es. Xenon zog die Stirn in Falten und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Die Hohe Fae-K?nigin und Seine Gnaden, Agardan, pflegten eine enge Freundschaft. Die Hohe K?nigin selbst hat den Titel vor ihrem Tod abgeschafft... wir vermuteten, dass sie die Herrschaft eines Rates f¨¹r zuverl?ssiger hielt, als die einer einzelnen Linie", murmelte Xenon. "Eventuell hatte es auch mit dem Verschwinden der arkanen Magie zu tun. Vielleicht fand sie ihre Nachkommen unw¨¹rdig, weil sie die heiligste F?higkeit des k?niglichen Geschlechts nicht erbten." "Hattest du jemals Zweifel? Irgendwelche?" fragte Neveah, immer noch unsicher, ob die bekannt Geschichte genug Grund f¨¹r Kes Handeln war. "Ich bin mir nicht sicher... zu der Zeit war Agardan krank geworden und bald darauf verloren wir ihn", erinnerte sich Xenon. "Es war ein g¨¹nstiger Moment f¨¹r die Feen, die Macht zu ergreifen. Agardans Tod ersch¨¹tterte das Fundament vieler B¨¹ndnisse, die von seiner Ehre abh?ngig waren. Das B¨¹ndnis der Feen war eines davon. Wir bereiteten uns sogar auf eine Konfrontation vor... das erste und letzte kluge Handeln von Asrig", sagte er. Neveah presste die Lippen zusammen bei der Erw?hnung von Asrig, sch¨¹ttelte jedoch die K?lte ab, die es in ihr ausl?ste. "Doch anstatt das zu tun, zogen sich die Feen tiefer nach Aloria zur¨¹ck. Sie r¨¹steten die meisten ihrer Au?enposten ab und ... naja", Xenon brach ab und blickte zu Neveah hin¨¹ber. "Ich bin ein Mann, der den Krieg kennt, Veah. W?re ich ein Feenwesen, das seine Lebensschuld bereits beglichen hatte, h?tte ich die Gelegenheit ergriffen... was sie taten, es ergab nie wirklich Sinn." "Willst du damit sagen... dass der Tod der Fae-K?nigin und der des Hochk?nigs Agardan etwa zur gleichen Zeit stattfanden?" fragte Neveah mit hochgezogener Augenbraue."Nicht ganz... Seine Gnaden, Agardan, ist zuerst gestorben. Die Hohe K?nigin ... nichtnge danach, esgen jedoch einige Jahrzehnte dazwischen." informierte Xenon Neveah. Neveah nicktengsam, w?hrend sie nachdenklich die Stirn runzelte. "ubst du, dass es eine Verbindung gibt, die wir nicht kennen?" fragte Xenon Neveah. "Zwischen der Hohen K?nigin und Seiner Gnaden, Agardan?" Neveahs Blick wanderte zu Xenon und sie z?gerte, dann sch¨¹ttelte sie leicht den Kopf. "Ich wei? es nicht... Ich bin mir noch unsicher, was ich davon halten soll. Das Einzige, was ich sicher wei?, ist, dass die Fae etwas verbergen, das wir nicht wissen." "Das ist die einzige Erkl?rung daf¨¹r, dass die verlorene arkane Magie so pl?tzlich wieder aufgetaucht ist und ihr Tr?ger nun entschlossen ist, die Drachenherrschaft zu st¨¹rzen." murmelte Neveah. "Aber vor allem ist die Frage dr?ngend, was wir mit der gegenw?rtigen Situation anfangen sollen. Jeder erwartet von mir, dass ich eine Entscheidung treffe... die richtige Entscheidung, und ich wei? wirklich nicht, was ich tun soll." Xenon l?chelte leicht und nickte verst?ndnisvoll. "Ich wei?, wie sich das anf¨¹hlt. Aber du bist nicht allein, wei?t du?" erinnerte Xenon. "Du hast mich... und du hast Jian. Ich habe zwar keine Ahnung von weltver?ndernden Entscheidungen, aber wir haben immer noch ihn... Gehe zu ihm... er wird dich leiten." "R?tst du mir wirklich jetzt, scfen zu gehen?" fragte Neveah mit einem am¨¹sierten Schmunzeln. "Mitten in diesem ganzen Wahnsinn?" "Es gibt nie einen besseren Zeitpunkt." erwiderte Xenon und zuckte l?ssig mit den Schultern, w?hrend seine Lippen belustigt zuckten. "Warum habe ich das Gef¨¹hl, dass du mich nur dazu bringen willst, das Heruufen zu stoppen und mich auszuruhen?" rief Neveah. "Zwei Wahrheiten k?nnen nebeneinander existieren." erwiderte Xenon einfach. "Komm her, Liebste. Scf... Ich werde ¨¹ber dich wachen. Die Welt kann noch ein paar Stunden warten." sagte er ernst. Neveah l?chelte leicht, denn sie wusste, wenn es nach Xenon ginge, k?nnte die Welt sogar Tage warten, snge sie sich ausruhen und sicher f¨¹hlen konnte. Xenon war der Festung treu und loyal ergeben und war bereit, alles zu riskieren, selbst sein eigenes Leben, aber eines hatte Neveah erkannt... er war nicht bereit, sie f¨¹r die Festung zu riskieren, nicht einmal ein kleines bisschen. Neveah ging zum Bett hin¨¹ber, legte ihren Mantel ab und legte sich hin, ihren Kopf auf Xenons Oberschenkel st¨¹tzend. "Das ist keine ideale Situation... aber was soll¡¯s?" murmelte Xenon und streichelte Neveahs Haar. "Du bist hier in meinen Armen. Ich kann dir beim Scfen zuschauen... dich besch¨¹tzen, ich bin ein gl¨¹cklicher Mann... und ich empfinde keinerlei Reue dar¨¹ber." Chapter 742: Sagt wer? (Kap.743)

Chapter 742: Sagt wer? (Kap.743)

Ein kalter Luftzug r¨¹ttelte Neveah wach, begleitet von einem moschusartigen, feuchten Geruch. Au?erdemg ein beunruhigender Gestank in der Luft, der, so schwach er auch sein mochte, Neveahs empfindliche Sinne st?rte, und sie r¨¹mpfte die Nase, w?hrend ihre Augenngsam auftterten. Das erste, was Neveah zu sehen bekam, war Dunkelheit, v?llige Dunkelheit, aber ihre Augen gew?hnten sich schnell daran und stellten fest, dass sie sich in einem schwach beleuchteten Raum mit Steinmauern befand, zumindest war die Wand, an die sie sich lehnte, eine kalte, harte Steinmauer. Sie strahlte eine beunruhigende K?lte aus und ein Geruch von F?ulnis hing in der Luft. Neveah blinzelte und hob eine Hand, um sich die Nase zuzuhalten, als sich die Ger¨¹che zu einem unertr?glichen Gestank vermischten, an den sie sich erst nach einigen Augenblicken gew?hnen konnte. Langsam richtete sie sich auf, ihr Sehverm?gen hatte sich an die Umgebung angepasst, und sie stellte fest, dass sie sich tats?chlich an einem vertrauten Ort befand. "Das versteckte Archiv..." murmelte Neveah vor sich hin und blickte sich in dem vertrauten Raum um. Die Regale, Reihen und Reihen von B¨¹chern und historischen Aufzeichnungen, die nie wieder das Licht der Welt erblicken sollten. Es war genau so, wie Neveah es vor ein paar Wochen in Erinnerung hatte, aber aus irgendeinem Grund f¨¹hlte es sich auch anders an. Es war schwer zu sagen, ob der Unterschied in der ged?mpften Beleuchtungg oder in dem Gestank, der nie so unangenehm war, oder vielleicht war es die Einrichtung, denn sie hatte nicht bemerkt, dass Steinw?nde und Regale auch anders aussehen konnten als das, was es war, wenn nichts hinzugef¨¹gt worden war... au?er...? Der Unterschied fiel Neveah sofort auf, und was genau es war. Die Regale waren verschoben worden, und bei einigen fehlten ein paar Truhen, die sie im Vorbeigehen entdeckt hatte. Es schien, als w?re ein Teil der verborgenen Archive entfernt worden, aber als Neveah um eine Ecke bog und eine vertraute Silhouette entdeckte, wurde ihr r, dass es das genaue Gegenteil war. Ein Teil des verborgenen Archivs war nicht entfernt worden, es musste nur noch seinen Weg hierher finden. Neveah blinzelte und sah sich ?ngstlich um. Ihre Augen blinzelten leicht, in der Hoffnung, dass sie sich vielleicht irrte, aber sie bekam nur einen noch reren Blick auf das, was sie bereits wusste, dass es wahr war. Und dann bewegte er sich leicht, sein Kopf neigte sich zur Seite. Neveah wich schnell zur¨¹ck und versteckte sich hinter dem n?chstgelegenen Regal, als sein Seitenprofil ins Blickfeld geriet und die Identit?t der letzten Person best?tigte, die sie auf irgendeiner Ebene der Realit?t zu sehen erwartet hatte... Asrig. "Du bist wach." Gekleidet in ein dunkelrotes Gewand mit goldenen Verzierungen, stand Asrig ¨¹ber einen Tisch gelehnt. H?tte Neveah ihn nicht schon einmal in ihren gemeinsamen Tr?umen gesehen, w?re sie nie auf die Idee gekommen, dass es sich bei dem jungen, k?niglichen Mann um den K?nig handelte, der nicht genannt werden sollte. Und es war noch beunruhigender, als Neveah feststellte, dass sie keine andere Anwesenheit als die ihre wahrnehmen konnte, bedeutete das, dass Asrig sich auf sie bezog? ¡¯Das ist ein Traum. Er kann uns nicht wahrnehmen.¡¯ dachte Neveahs Wolf, und Neveah hoffte, dass sie Recht hatte. Sie blieb im Verborgenen und dachte dar¨¹ber nach, warum sie hierher gebracht worden war und nicht wie ¨¹blich in Jians Tr?ume, wo auch immer sie sich befand. ¡¯Das ist dein Werk, nicht wahr?¡¯ dachte Neveah an Demevirld. ¡¯Warum in aller Welt hast du uns hierher gebracht?¡¯ Demevirlds Pr?senz wuchs leicht an, stieg an die Oberfl?che, wo er in den Tiefen von Neveahs Geistuerte und auf ihren Ruf wartete oder vielleicht auf eine Gelegenheit, sie wieder in den Wahnsinn zu treiben. Meine Magie ... ja, aber nicht mein Werk. Trau dir selbst mehr zu, Neveah. Du beherrschst esngsam, meine Magie ... nach deinem Willen zu lenken. Was ubst du denn, warum du uns hierher gebracht hast?¡¯ erwiderte Demevirld. "Komm jetzt raus, M?dchen." rief Asrig erneut, "Komm und sieh dir das an." ¡¯ubst du immer noch, dass wir es nicht sind?¡¯ dachte Neveah zu ihrer W?lfin. Sie hatten schon eine Weile gewartet und niemand war aufgetaucht, und Neveah konnte immer noch keine andere Pr?senz als die ihre wahrnehmen. Es kam niemand, was bedeutete, dass es nur die sein konnten, die Asrig meinte. Ihr Wolf knurrte unbehaglich, und auch Neveah zuckte sichtlich zusammen, trat aberngsam hinaus. Sie ¨¹berquerte die kurze Strecke zur Mitte des Archivs, wo Asrig stand, und je n?her sie kam, desto st?rker wurde der Gestank der Verwesung. Neveah blieb abrupt stehen, als sie ein paar Schritte entfernt war und endlich ¨¹ber Asrigs Rahmen hinaus sehen konnte, was auf dem Tischg. Mit dicken Lederriemen war eine junge, sch?ne Frau an den Tisch gefesselt. Eine dunkle Fae, wenn die leblosen obsidianfarbenen Fl¨¹gel, die an den Seiten des Tisches hingen, ein Hinweis darauf waren. Eine d¨¹nne Linie f¨¹hrte von ihrem schwach scgenden Herzen zu Asrigs Handgelenk, und durch diese Linie floss Blut... obwohl Neveah nicht sicher war, wer gab und wer empfing. Doch der Anblick war ihr auf seltsame Weise vertraut, und Neveah erkannte etwas. Vor kurzem hatte sie eine Schriftrolle aus Asrigs Schriften ge?f ... sie hatte hineingesehen, es war nicht das, wonach sie suchte, also hatte sie ihr keine gro?e Beachtung geschenkt, Asrigs Schriften hatten sie bereits genug traumatisiert. Jetzt, wo sie dar¨¹ber nachdachte, fielen ihr einige Zeichnungen ein. Ein gro?er Raum, ?hnlich wie dieser ... ein Tisch und eine gefl¨¹gelte Frau, die festgeschnallt war. ¡¯Wir sind wieder in seinen verdorbenen Schriften¡¯, dachte Neveahs Wolf ver?rgert. ¡¯Wird das immer wieder passieren?¡¯ Neveah hatte keine Antwort darauf. Demevirld hatte gesagt, dass sie selbst sie hierher gebracht hatte, was bedeutete, dass ihr aus irgendeinem Grund die Szene aus der Schriftrolle in den Sinn gekommen sein musste, so wie es geschah, als Jian ebenfalls hineingezogen wurde, um eine Erinnerung zu erleben, die er nicht verdient hatte. Neveah verstand nun, warum die Drachen Asrigs Schriften abschw?rten und sie nicht einmal ansahen. Dunkle Magie bevorzugte einen Spieltz: den Verstand. "Heart Blood - den Ger¨¹chten zufolge ist dies eine antike und l?ngst vergessene Methode, mit der die Fae ihre Magie auf den K?rper eines anderen ¨¹bertragen", erkl?rte Asrig Neveah. "Bei meinem Vater hat es funktioniert und ihn zum m?chtigsten Drachen gemacht, der je gelebt hat ... Also, was mache ich falsch? Warum funktioniert es nicht?!" Er zischte, seine w¨¹tenden Augen auf Neveah gerichtet. Damit stand fest, dass Asrig sie wirklich sehen konnte, anders als beim letzten Mal. ¡¯Er sieht ihm so ?hnlich...¡¯ war der erste Gedanke, der Neveah durch den Kopf schoss. So nah an Asrig, sein Gesicht nur wenige Zentimeter entfernt, konnte Neveah es sehen, die verbl¨¹ffende ?hnlichkeit zwischen Asrig und Jian. Es war etwas, das Neveah beim letzten Mal nicht aufgefallen war, das Gewicht von Jians Verzweiflung hatte es unm?glich gemacht, an etwas anderes zu denken oder etwas anderes zu sehen als das Monster, das auch im Tod noch eine Quelle des Schmerzes f¨¹r den Mann war, den sie liebte, genau wie zu Lebzeiten. Aber jetzt konnte Neveah genauer hinsehen, widerwillig zwar, aber es war ein genauer Blick, und Neveah fehlten die Worte, die ?hnlichkeit lie? sie f¨¹r einen Moment sprachlos. Wo Jian ein Paar verschiedenfarbige Augen hatte, gold und silber, waren Asrigs Augen beidseitig von einem dunklen Goldton, ein Zeichen daf¨¹r, dass er der k?niglichen Blutlinie angeh?rte, auch wenn seine Schuppen nichts Derartiges verrieten. Doch diese Augen waren kalt ... tot, ohne jeden Anflug von Empathie oder Menschlichkeit. Wo Jian ¨¹ppiges, silbernes Haar hatte, hatte Asrig gl?nzendes, braunes Haar, dessen Schimmer es fast bronzefarben erscheinen lie?, und er trug sein Haar kurz, es streifte leicht seinen Nacken. Er war nur ein paar Zentimeter kleiner als Jian, aber nicht so, dass es auff?llig war, und er wirkte im Vergleich zu Jians robuster Sch?nheit weicher. Wo Jian eine kalte und distanzierte Aura ausstrahlte, war Asrigs Aura dunkel und gef?hrlich. ?hnlich der von Xenon, aber sie war weit dunkler als gef?hrlich. Eine unheimliche, gr¨¹blerische Aura, wie ein Abgrund, der nur darauf wartet, entfesselt zu werden. Asrig hatte einen Tag Bart stehenssen, vielleicht in dem Versuch, seinem sanften ?u?eren etwas Rauheit zu verleihen. Doch es war immer noch offensichtlich, dass er kein Krieger war ... was nicht bedeutete, dass man ihn nicht ernst nehmen sollte. Nach allem, was Neveah geh?rt hatte, f¨¹hrte Asrig keine Kriege, er schuf sie und beobachtete sie aus der Bequemlichkeit seines Thrones, w?hrend Drachen auf seine Befehle hin Feuerst¨¹rme regnen lie?en. Er war kein htenlord, in seinen Augen gab es keine Ehre ... er war einfach Asrig, das eine Staubkorn in der ansonsten makellosen Geschichte der Drachen. Aber er war trotzdem K?nig, und dieses eine Staubkorn hatte die Herzen von Dutzenden Drachenf¨¹rsten, einschlie?lich seiner gesamten k?niglichen Garde, mit Ehre besudelt und geschw?rzt, die ihre ¨¹berzeugung f¨¹r ihren K?nig hingegeben hatten. "Vielleicht, weil es nicht deins ist?", antwortete Neveah schlie?lich. "Hast du jemals dar¨¹ber nachgedacht? Dass alles, was du dir w¨¹nschst, vielleicht nicht deins sein sollte?" Asrig schwieg einen Momentng, seine Brauen waren leicht zusammengezogen. Er studierte Neveahs Blick mit diesen leblosen Augen, und Neveahs Herz krampfte sich vor Angst zusammen, obwohl sie wusste, dass dies nur ein Traum war. Und schlie?lich, gerade als Neveah dachte, er w¨¹rde nicht sprechen, antwortete Asrig mit einer beil?ufigen Frage. "Wer sagt das?" Chapter 743: Was es bedeutet, zu verlieren (Kap. 744)

Chapter 743: Was es bedeutet, zu verlieren (Kap. 744)

Die Sonnenstrahlen weckten Xenon. Trotz geschlossener Augen brannte die Intensit?t der Strahlen und seine Augenbrauen zogen sich leicht zusammen. Ein Schatten blockierte das Sonnenlicht, Xenons Augen ?fen sich und er blickte zu Jian auf, der ihn fragend ansah. "Na, na ... wieso bist denn du hier?" fragte Jian, ein L?cheln umspielte seine Lippen und zeigte seine ¨¹berraschung. Xenon sprang auf und Jian trat rasch zur¨¹ck, um zu verhindern, dass Xenon ihn in seiner Hast anrempelte. "Was zum Teufel ..." fing Xenon an, stockte dann aber und sah sich um. Er stand auf einem Balkon, weit entfernt von der kleinen Herberge, in der er sich eben noch befunden hatte. Der Balkon bot einen Blick auf die bekannte Stadt zed und Xenon erkannte erstaunt, dass er sich in Fort zed befand. Xenon hatte schon viel ¨¹ber das Traumwandern geh?rt, meist von Neveah. Sie hatte es als gar nicht so unterschiedlich zur Realit?t beschrieben, abgesehen davon, dass man nicht genau w?hlen konnte, wo manndete. Manchmal wurde Jian zum Drachenturm oder wohin auch immer Neveah gerade war, gezogen, und es gab andere Male, wo sie sich beide in einer Szene aus ihren Erinnerungen wiederfanden. Dieses Mal vermutete Xenon, dass er nach Fort zed gezogen worden war. "Wieso bin ich hier? Wo ist Veah?" fragte Xenon. "Eigentlich sollte ich dich das fragen." erwiderte Jian und rollte mit den Augen. "Deine Begeisterung in Ehren." "Ach was, ich war erleichtert, dass du lebendig und am Atmen bist." erwiderte Xenon und rollte ebenfalls mit den Augen. Sein Blick fiel erneut auf Jian, musterte ihn von Kopf bis Fu? und zog ihn dann in eine Umarmung. "Du lebst und atmest, gute Arbeit." Jian gab ein leises Schnauben von sich, klopfte Xenon jedoch z?rtlich auf den R¨¹cken, bevor er sich l?ste. "Wie kommst du denn an Veahs Stelle hierher? Der Anh?nger ..." Jian brach ab, "Ihr m¨¹sst beide k?rperlichen Kontakt gehabt haben, der Wirkungsbereich des Anh?ngers ist ja sehr begrenzt." "Sie ist eingescfen, sie wollte dich besuchen ..." nickte Xenonngsam, "Wenn ich nun hier bin, wo k?nnte sie dann sein?" "Ich habe geh?rt, physische Ersch?pfung verhindert es, dass wir traumwandeln k?nnen. Sie muss auf der anderen Seite richtig scfen." vermutete Jian. "Du wirst nichtnge bleiben, es beruhigt mich nicht, wenn du nicht ¨¹ber sie wachst." "Einverstanden." murmelte Xenon. "Sag mir, was wollte Neveah mir mitteilen?" fragte Jian. Xenon antwortete nicht sofort, es dauerte ein paar Sekunden, bevor er sich zu Jian wandte. "Warum siehst du nicht selbst nach?" sagte Xenon schlie?lich. Jian runzelte die Stirn, nickte dann einmal und schloss die Augen. Auch Xenon schloss seine Augen und sp¨¹rte Jians Pr?senz in seinem Geist, die durch ihre Verbindung an der Oberfl?che enngglitt. Xenon leistete nicht dagegen und als er sich die Ereignisse ins Ged?chtnis rief, die seit seiner R¨¹ckkehr zum Drachenturm geschehen waren, wusste er, dass Jian alles mit eigenen Augen sehen konnte. Es dauerte nichtnge, dann ?fen sich Jians Augen und auch Xenons. Jians Gesichtsausdruck war schwer zu deuten. Er starrte nur vor sich hin, als m¨¹sse er all die Informationen verdauen, die er gerade erhalten hatte. "Das Drachengesetz duldet keine Verr?ter." sagte Jian schlie?lich. "Meine Geduld mit den Fae ist am Ende." "Ich verstehe. Wir werden entsprechende Ma?nahmen ergreifen." sagte Xenon mit ernster Stimme. "Und was ist mit Lodenworth?" Daraufhin zog Jian die Stirn in Falten und verschr?nkte die Arme vor seiner Brust. Bevor er antworten konnte, ersch¨¹tterte ein Beben die Erde. Dunkle Wolken zogen schnell auf und der erste Blitz, der ¨¹ber den Himmel zuckte, k¨¹ndigte einen Gewittersturm an. "Noch eine Herausforderung." murmelte Jian, drehte sich um und kehrte zur¨¹ck ins Schloss, Xenon folgte ihm. Sie erreichten bald Jians Arbeitszimmer, wo Cassian bereits zu den versammelten Drachenf¨¹rsten sprach. "Sie k?nnen uns nicht sehen." erkl?rte Jian Xenon, als sie sich der Versammlung n?herten. "F¨¹r uns ist dies noch immer die Traumebene." "Mein Lehnsherr ist derzeit ... unzug?nglich." begann Cassian. "Diese Herausforderung kommt viel fr¨¹her als ¨¹blich, zu kurz nach dem letzten Sieg. Es scheint, als w¨¹rden sich die Spielregeln ?ndern ... oder etwas anderes liegt im Argen." "Lord Kaideon hat sich der letzten Herausforderung gestellt, also ¨¹bernehme ich diese. W?hrend meiner Abwesenheit wird Lord Kaideon alle Angelegenheiten leiten ... Mein Lehnsherr darf nicht gest?rt werden, bis er selbst zu euch kommt." stellte Cassian r."Aber das passiert doch wirklich? Genau jetzt?" fragte Xenon zur Sicherheit. "Wir sind die einzigen, die im Traum wandeln. Das hier ist so real wie jeder andere Tag im Reich der vessenen Bestien", erwiderte Jian. "Komm, ich m?chte deine Einsch?tzung zur Herausforderung h?ren." Kurze Zeit sp?ter standen sie beide auf der Stadtmauer und blickten auf das aufgew¨¹hlte Wasser des Schwarzen Meeres unter ihnen hinab. Die Mauern der Stadt zitterten leicht unter dem Druck der Wellen, als sich mitten im Schwarzen Meer ein Strudel bildete, aus dem der Herausforderer der Bestie emporsteigen sollte. Bald tauchte ein gro?er Ork aus dem Schwarzen Meer in den Kampfkreis auf ¨C er war noch gr??er als der letzte. "Was meinst du?", fragte Jian Xenon. "Es mag ein gro?er Ork sein, aber Cassian wird die Oberhand behalten. Er k?nnte leichte Verletzungen erleiden, aber er wird siegen", antwortete Xenon und beobachtete die Bestie, die w¨¹tend br¨¹llte. Vor ihnen umkreiste Cassians Drachengestalt das Schwarze Meer und gerade als sich der Kampfkreis ?fe, schoss er hinein und der Kreis schloss sich hinter ihm. "Was ist das?" fragte Xenon besorgt, als eine schuppige ue aus dem Strudel auftauchte, kurz bevor dieser sich schloss. Die Stadtmauer bebte heftig, als auf der anderen Seite des Kampfkreises eine weitere Bestie auftauchte und den gro?en Ork m¨¹helos zerriss, um dessen tz einzunehmen, kurz bevor der Kampfkreis sich wieder schloss. "Das ist... eine Hydra! Eine dreik?pfige Hydra!" zischte Xenon. _______________ Das auffallend rote Blut bildete einen scharfen Kontrast zu Cassians saphiruen Schuppen, als der giftige Schwanz der Hydra seine Seite traf und eine tiefe Wunde hinterlie?, aus der starkes Blut flutete. Cassian hatte vorsichtig agiert, um einen Treffer zu vermeiden ¨C immerhin war das die beste Strategie gegen eine Bestie, gegen die man nie zuvor gek?mpft oder die man nie zuvor gesehen hatte und von der man nur aus Erz?hlungen wusste. Das Einzige, was bekannterma?en Drachenschuppen durchdringen konnte, war Adamantium, und nun kam zu dieser Liste der giftige Schwanz der Hydra hinzu. Cassians gewaltige Drachengestalt war ramponiert und blutverschmiert. So vorsichtig er auch gewesen war, die Hydra war schneller. Seine Schuppen waren von zwei tiefen Wunden gezeic und auch einer seiner Fl¨¹gel war verletzt, was seinen Flug beeintr?chtigte. Eine weitere Tatsache war ebenso offenkundig wie Cassians starke Blutung: Er war ersch?pft. Eine dreik?pfige Hydra war zwar ein einziges Wesen, konnte jedoch leicht von drei Seiten angreifen, vier, z?hlte man ihren giftigen Schwanz dazu, was eine wirkungsvolle Verteidigung nahezu unm?glich machte. Dennoch griff Cassian unerm¨¹dlich an und sein Schwanz peitschte gegen das Ungeheuer. Die dreik?pfige Bestie war ein gewaltiger Albtraum aus sich windenden Schuppen, jedes ihrer genartigen H?upter bewegte sich in unheimlichem Gleichng. Ihre Augen leuchteten mit unnat¨¹rlicher Bosheit und aus ihren dreifachen M?ulern tropfte s?urehaltiges Gift, das in der Luft sizzelte. "Hydras... sie galten als ausgestorben,nge vor der Rebellion", zischte Jian und ballte die H?nde zu F?usten ¨C ein verr?terisches Zeichen seiner Beunruhigung. "Wieso starre ich dann jetzt auf eine?" Xenon hatte keine Antwort; man wusste nur wenig ¨¹ber den Ursprung und die Existenz der vessenen Bestien, nur, dass das Dunkle Imperium durch die Ausrottung der wilden Arten an die Macht gekommen war, wobei die Hydra eine von vielen war, die in der ht vernichtet worden waren. Und dennoch war hier eine ausgewachsene, dreik?pfige Hydra. Welche Geheimnisse mochten noch unter dem Schwarzen Meer verborgen sein? Und w¨¹rden sie in der Lage sein, die Konsequenzen zu tragen, sollten diese alle zum Vorschein kommen? Der Kampfkreis hatte sich am Eingang der Hydra geschlossen; es gab keine Hilfe f¨¹r Cassian. Au?er Xenon und Jian, die durch den Traumbindungszauber in dieser Wirklichkeit unbemerkt blieben, waren nun auch die Herrscher Starron und Kaideon an der Stadtmauer eingetroffen. Einige Drachen kreisten am Himmel und suchten nach einer Schwachstelle in der Barriere des Kampfkreises, um einzudringen, denn es war offensichtlich, dass Cassian ins Hintertreffen geriet. Cassian st¨¹rzte sich auf die Hydra, versuchte ihre Kehle zu packen. Einer der K?pfe wich aus, w?hrend ein anderer mit blitzenden Z?hnen zustie?. Cassian entkam nur knapp den F?ngen der Hydra, doch nicht bevor das s?urehaltige Gift auf seine Schulter tropfte. Ein schmerzvolles Br¨¹llen entwich seiner Kehle; mmen z¨¹ngelten aus seinen Schl¨¹nden und prallten an der Barriere des Kampfkreises ab. "Ich muss da rein", sagte Jian, steif vor Wut. Doch er wusste genauso gut wie Xenon, dass der Kampfkreis eine undurchdringliche Barriere dunkler Magie war. Doch vor ihren Augen verlor Cassian. Und zu verlieren bedeutete nur eines... Chapter 744: Hilfe senden (Kap.745)

Chapter 744: Hilfe senden (Kap.745)

Es war der geisterhafte Ruf, der Xenons Ohr erreichte: "Es gibt einen Weg." Xenon verzieh seine Lippen leicht trotzig. "Aber die Entscheidung liegt bei dir", f¨¹gte die zweite Spektralstimme hinzu. W?hrenddessen herrschte auf den Stadtmauern ein Chaos. Obwohl sie nicht wirklich in dieser Realit?t anwesend waren, konnten sie jedes Wort mitanh?ren. "Bringt unseren Lehnsherrn hierher!", br¨¹llte Lord Kaideon. "Sofort!" "Der Kampfkreis ist durch dunkle Magie verschlossen, mmen k?nnen ihn nicht durchdringen, ebenso wenig wie Eis. Es ist unm?glich ihn zu durchbrechen", erkl?rte Lord Starron n¨¹chtern. "Wenn jemand ¨¹berhaupt eine Chance hat, diesen Kreis zu durchbrechen, dann ist es unser Lehnsherr", stellte Lord Kaideon r. "Wir haben keine Zeit, dar¨¹ber nachzudenken! Bringt ihn her!" Die Stimmen hallten in Jians Kopf wider, und er lie? sich von diesem Ruck zur¨¹ck in die Realit?t f¨¹hren, aber gerade in dem Moment h?rte er Xenons Stimme sagen: "Der Kampfkreis... ich k?nnte vielleicht einen Weg finden, ihn zu durchbrechen. Ich werde dir Hilfe schicken." Als Jians Bewusstsein schwand, blieb Xenon zur¨¹ck, der den beunruhigenden Kampf verfolgte. "Es ist Zeit f¨¹r deine Entscheidung...", fl¨¹sterte die dritte Spektralstimme. "Willst du zusehen, wie dein Bruder stirbt? Willst du ihm bei seinem Untergang zusehen? Im Wissen, dass er den Kreis nicht durchbrechen kann?" Aber die Entscheidung war bereits getroffen, als Xenon Jian seine Hilfe zugesichert hatte, und so gab es kein Z?gern mehr. "Tut... was immer n?tig ist. Aber bringt ihn durch diesen Kreis." Eine ¨¹berirdische K?lte durchstr?mte ihn, als er einen kalten Griff um sein Bewusstsein sp¨¹rte. Er zwang eine Ver?nderung herbei und Xenon sprang von der Stadtmauer, das tumultartige Schwarze Meer raste mit gro?er Geschwindigkeit auf ihn zu, bis sich seine Sicht verschob und seine gro?en Drachenaugen sich verengten. Seine Drachengestalt war eine geisterhafte, durchscheinende Version des riesigen schwarzen Drachens, und Xenon starrte mit einer Spur von Entsetzen auf seine eigenen uen. "In diesem Reich ist alles zerbrechlicher. Unsere Magie wird dir f¨¹r eine begrenzte Zeit euben, die Ebene der Realit?t dieses Reichs zu beeinflussen... aber nur f¨¹r eine begrenzte Zeit", stellte die erste Spektralstimme r. "Falls du nicht rechtzeitig den Weg zur¨¹ck in deine eigene Realit?t findest, k?nnte deine Seele diesen Weg vielleicht nie zur¨¹ckfinden." Xenon hatte bereits geahnt, dass es einen Preis geben w¨¹rde; Magie hatte stets Konsequenzen. Es war die Art der Natur, einer sonst erschreckenden Macht Grenzen zu setzen. Wie dem auch sei, Xenon konnte niemals zusehen, wie Cassian fiel. Jians Augen flogen auf. Er war wieder in seinem Arbeitszimmer, dort, wo der Traumspaziergang begonnen hatte. Er holte tief Luft, gerade als die T¨¹ren aufsprangen. Er stand bereits auf den Beinen und ging zum Balkon. Ohne darauf zu warten, von Lord Starron zu h?ren, schoss er in die L¨¹fte und war im Nu wieder an der Stadtmauer. Doch dieses Mal hielt er sich nicht an der Mauer auf, sondern flog dar¨¹ber hinweg. Der Kampfkreisg vor ihm und verbreitete eine unheilvolle Aura. Jian war noch nie so nah dran gewesen, da er nie gek?mpft hatte ... nicht bis jetzt. Es war schwer zu erkennen, dass eine magische Barriere vorhanden war, wenn man den rot, schwach leuchtenden Kreis in den Wolken nicht bemerkte.Aus dieser N?he konnte Jian das Blut Cassians riechen und Zorn wallte in ihm auf, als er beiseite flog, gerade aus dem Weg eines Blitzeinscgs, der die Erde genau dort traf, wo er gestanden hatte. Die anderen Drachenlords wichen ebenfalls aus, w?hrend Jian die Barriere umkreiste und nach einem Schwachpunkt suchte, obwohl er nicht wirklich damit rece, einen zu finden. Dann bemerkte Jian etwas. Ein St¨¹ck der Barriere schmolz pl?tzlich direkt vor seinen Augen und setzte sich rasch fort, breitete sich ¨¹ber die gesamte Barriere aus. Jian sp¨¹rte eine vertraute Hitze, er konnte sogar den Geruch glimmender mmen wahrnehmen, aber sehen konnte er sie nicht. "Ich werde dir Hilfe schicken", hatte Xenon gesagt. Es gab keine Zeit, ¨¹ber das Ph?nomen nachzudenken. Jian st¨¹rzte vorw?rts und durchbrach die geschw?chte Barriere. Seine uen griffen direkt nach dem n?chsten Kopf der Hydra, schlitzten quer ¨¹ber die Schuppen und durch das darunterliegende Fleisch, und kappeten den Kopf, von wo er Cassian von hinten aufguert hatte. Die Hydra schrie auf, ihre drei K?pfe schnappten nach Jian, w?hrend s?urehaltiges Gift ¨¹berallhin spritzte. Jian wich geschickt zur Seite, um dem s?urehaltigen Gift auszuweichen und stie? auch Cassian beiseite. Mit M¨¹he gng es Cassian seinen Flug zu stabilisieren und er zog abermals eine scharfe Kurve, diesmal weg vom Schwanz der Hydra. "Wie bist du hierher gekommen?!" dachte er an Jian. "Konzentrier dich darauf, am Leben zu bleiben", entgee Jian. Der Kopf der Hydra l?ste sich auf, doch w?hrend das noch geschah, wuchs bereits neues Fleisch nach und das Ungeheuer zischte siegesgewiss. ¡¯Das Ding wird nicht sterben!¡¯ dachte Cassian frustriert an Jian. ¡¯Verdammte Regeneration. Ich dachte, das sei nur ein Mythos¡¯, erwiderte Jian. ¡¯Wir d¨¹rfen es nicht heilenssen.¡¯ Jian wich zur¨¹ck und schaffte Abstand zwischen sich und der Hydra, w?hrend Cassian weiterhin den Angriff aufrechterhielt. Er griff tief in sich, sein Maul ?fe sich und eine Flut aus Eis prasselte auf die Hydra nieder, wodurch jeder ber¨¹hrte Teil sofort gefror. Die Hydra br¨¹llte vor Wut und spuckte Gift ¨¹ber sich selbst aus, um das Eis zu schmelzen und eine Ausbreitung zu verhindern. Doch Cassian war schneller, schwang sich herum und schlug mit seinem keulenartigen Schwanz direkt in den gefrorenen Teil der Hydra, sodass das Eis in St¨¹cke zerbarst. Unmittelbar darauf schleuderte Jian eine mmenwalze, die die Eisteile zu Nichts schmolz. Das Kreischen der Hydra hallte nicht mehr wider; zwei ihrer K?pfe waren im Eis gefangen und ein Teil ihres Arms, es w¨¹rde ihr nicht gelingen, sich so schnell wie beim letzten Mal zu regenerieren. Aber ein Kopf war noch ¨¹brig, seine Augen funkelten vor Wut, als sein Schwanz nach Jian schoss, der nun auch vor seinem eigenen Eis auf der Hut war. ¡¯Ein Kopf bleibt ¨¹brig. Schalte ihn aus, bevor die anderen beiden regeneriert sind und es ist ein f¨¹r alle Mal tot¡¯, dachte Jian an Cassian, als er dem giftigen Schwanz auswich. ¡¯Es wei? das auch¡¯, entgee Cassian. ¡¯Es wird uns nicht n?herkommenssen.¡¯ ¡¯Gut, dass ich nicht mit seiner Gro?z¨¹gigkeit gerec habe¡¯, dachte Jian zur¨¹ck. Chapter 745: Am Rande stehen (Kap.746)

Chapter 745: Am Rande stehen (Kap.746)

Asrigs Blick war suchend, suchte in Neveahs Augen eine Antwort, die sie nicht hatte. Sein Blick war zerm¨¹rbend, und Neveah hielt seinem Blick nur mit M¨¹he stand, unwillig, sich auch nur der beunruhigenden Vorstellung zu beugen, die sich ihr Verstand von ihm machte. Der Gestank der Verwesung war kaum noch zu ignorieren, und Neveah konnte immer noch nicht sagen, woher er kam. "ubst du an das Schicksal, M?dchen?" fragte Asrig, als Neveah schwieg. "An ein himmlisches Drehbuch, das dein Leben bestimmt?" Neveah z?gerte. "I..." Die Antwort auf diese Frage war nicht leicht zu entscheiden. Neveah hatte es l?ngst aufgegeben, an das Schicksal zu uben oder daran, dass irgendetwas anderes die Verantwortung f¨¹r ihr Leben trug als ihr eigenes Ich. In den Hunderten von Malen, in denen sie den Sch?pfer um Gnade angefleht hatte, war ihr r geworden, dass niemand und nichts kommen w¨¹rde, um sie zu retten. Das war so, bis sie kamen... "Ich ube nicht an das Schicksal." erwiderte Neveah nach einem Moment. Sie waren gekommen, und doch bedeutete ein Leben in der Dunkelheit, dass Ver?nderung nicht einfach sein w¨¹rde. "ubst du an Gerechtigkeit?" fragte Asrig erneut. "An die Rechtschaffenheit der Welt und der Menschen, die sie bewohnen?" f¨¹gte er hinzu. "Nein." murmelte Neveah. "Ich ube nicht an Gerechtigkeit." Die Welt war nie ein fairer Spieltz gewesen, und es gab keine Regeln. Das verstand sie besser als die meisten. "Woran ubst du, M?dchen?" fragte Asrig neugierig. Neveahs Blick wanderte zu der dunklen Fee und bemerkte, dass der nz ihrer obsidianfarbenen Fl¨¹gel fast versst war, sie w¨¹rde nicht mehrnge am Leben sein. "Mein Wille, meine Entscheidungen ... mein Herz." erwiderte Neveah. "Dann sind wir nicht viel anders... du und ich." erwiderte Asrig und verzog seine Lippen zu einem zufriedenen Grinsen. Als ob die Vorstellung, dass sie sich in irgendeiner Weise ?hnlich sein k?nnten, alles war, wovon er je getr?umt hatte, nur dass Neveah diejenige war, die tr?umte. Neveah beobachtete Asrigs Entz¨¹cken einenngen Momentng schweigend, bevor sie wieder sprach. "Mein Herz ist zerrissen und abgenutzt, gescgen und zerschrammt ... und doch schl?gt es." In ihrem Tong eine tiefe Endg¨¹ltigkeit. "Deines hat nie gescgen, Asrig. Es hat aufgeh?rt,nge bevor du gestorben bist. Sein L?cheln schwankte nur ganz leicht. "Du warst innerlich schon tot, als du noch gelebt hast. Also nein, Asrig, wir sind uns nicht ?hnlich. Ich habe deine Schriften gelesen ... wie du seit Jians Geburt gegen die Welt gewettert und einem Kind die Schuld f¨¹r deine Unzul?nglichkeiten gegeben hast. Du hast keine Rechtfertigung f¨¹r den Schmerz, den du verursacht hast. Kein gro?er Grund, keine tragische Vorgeschichte." "Nur Grausamkeit um der Grausamkeit willen. Und das, Asrig, macht dich unscheinbar. Kein Schurke, kein R?tsel, nur ein weiteres leeres, verrottendes Ding." sagte Neveah in ruhigem, aber bestimmtem Ton. "Ich bin hier fertig, halt dich aus meinem Kopf raus." Neveah wandte sich zum Gehen, doch Asrigs n?chste Worte hielten sie auf. "Wie sehr traust du dem Herzen meines Bruders?" Ihre Brauen runzelten sich zu einem Stirnrunzeln. F¨¹r ein Hirngespinst war Asrigs Frage beunruhigend, ebenso wie die Worte, die folgten. "Wir stehen alle am Abgrund, M?dchen. Wienge kann einer von uns noch durchhalten?" fragte er. ~~~~~~~~~ Neveah erwachte mit einem Schreck, ihre Augen suchten ihre unmittelbare Umgebung ab, ihr Herz schlug schnell und unregelm??ig, und es dauerte einen Moment, bis sie wieder zur Ruhe kam und sich aufsetzte. Als sie zur Seite sah, schlief Xenon tief und fest und lehnte sich mit dem R¨¹cken gegen das Kopfteil. Neveah atmete erleichtert auf, denn das best?tigte ihr, dass sie nun wach und in der Realit?t angekommen war. Neveah rollte sich wieder an Xenons Seite, zuckte aber zur¨¹ck. Jetzt, da sie sich beruhigt hatte, bemerkte sie endlich, dass sich Xenons Haut ungew?hnlich hei? anf¨¹hlte. Ihre Augenbrauen zogen sich besorgt zusammen und sie legte eine Hand auf Xenons Stirn, um seine Temperatur zu f¨¹hlen. "Er verbrennt." murmelte Neveah vor sich hin. "Er ist nicht verletzt oder so, warum sollte er Fieber bekommen?" "Xenon." rief Neveah und r¨¹ttelte sanft an seiner Schulter, um ihn zu wecken. Aber er reagierte nicht. "Xenon, Schatz, wach auf." rief Neveah erneut, und diesmal setzte sie sich auf. Doch Xenon war nicht ansprechbar. Neveahs Herz schlug ihr bis in die Magengrube, und sie ¨¹berpr¨¹fte schnell Xenons Puls und stellte fest, dass er stabil und gesund war. Erst dann versp¨¹rte sie ein gewisses Ma? an Erleichterung. "Warum wacht er nicht auf?" fragte sich Neveah, aber sie stand vom Bett auf und ging in den Waschraum, um einen Lappen anzufeuchten. Neveah ging zur¨¹ck ins Zimmer, kniete sich neben Xenons Bett und strich mit dem Lappen sanft ¨¹ber seine Stirn und seinen Hals, um seine Temperatur zu senken. Neveah war noch in ihrer Sorge um Xenon vertieft, als ein dringendes Klopfen an der T¨¹r ihre Aufmerksamkeit erregte. Sie z?gerte einen Moment und warf einen Blick auf Xenon, bevor sie zur T¨¹r ging und sie aufzog. Auf der anderen Seite standen eine besorgt dreinblickende Estelle und Dante, und Neveah hob eine Augenbraue und ging auf die beiden zu. "Was ist los? Warum siehst du so aus?" fragte Neveah und starrte zwischen den beiden hin und her. Dante war sichtlich unwillig und antwortete nicht sofort. "Raus mit der Sprache." beharrte Neveah. "Ich habe eine Nachricht aus dem Bergfried erhalten. Lord Imagor hat mich kontaktiert, da er Lord Xenon trotz vieler Versuche nicht erreichen konnte." begann Dante. Neveah warf einen Blick auf Xenon, bevor ihr Blick zu Dante zur¨¹ckkehrte. "Er schl?ft. Welche Nachricht?" "Es ... hat einen k?niglichen Todesfall gegeben." verriet Dante. "Die k?nigliche Vertreterin der Fae, Lady Diandre, ist letzte Nacht gestorben. Die Umst?nde ihres Todes sind unr, aber die Fae-ns sind aufgew¨¹hlt, drei Bataillone der k?niglichen Fae-Garde marschieren in diesem Moment nach Fort Inferno." Neveah sch¨¹rzte ihre Lippen und verschr?nkte die Arme vor der Brust. "Sag mir nicht, dass sie denken, ich h?tte sie get?tet." Dante zuckte sichtlich zusammen, nickte aber. "Die Ger¨¹chte, die kursieren, sind nicht sch?n. Vor allem, weil du Diandre auf dein Wort hin freigssen hast und sie kurz darauf gestorben ist." "Die Fae-Spione, die im k?niglichen Wald tziert wurden, berichten, dass Diandres letzter Besucher Lady Ke war. Aber die Fae schweigen dar¨¹ber undssen die unsch?nen Ger¨¹chte kursieren. Sie best?tigen oder dementieren nicht..." "Ke ... sie hat es auf mich abgesehen, nicht wahr?" murmelte Neveah. "Da ist noch etwas anderes." f¨¹gte Estelle z?gernd hinzu. "Wen habe ich noch ohne mein Wissen get?tet?" fragte Neveah mit einem Seufzer. "Es ist ... Lady Adrienne." verriet Estelle und blickte hilfesuchend zu Dante hin¨¹ber. "In dem Moment, in dem sie von Lady Diandres Tod und dem geheimen Bericht der Fae-Spione erfuhr, verschwand sie..." erg?nzte Dante. "Lord Imagor vermutet, dass sie Ke zur Rede stellen will." "Und was bedeutet das f¨¹r Menarx?" fragte Neveah misstrauisch und richtete sich auf. "Er ist ihr nachgegangen." sagte Dante grimmig. Chapter 746: Ein Dorn (Kap.747)

Chapter 746: Ein Dorn (Kap.747)

"Imagor will, dass wir ihn verfolgen." riet Neveah. "Ihn zur¨¹ckbringen ... beide zur¨¹ckbringen." "Es ist jetzt feindliches Gebiet, und Menarx ist die Wache des K?nigs. Die Chancen stehen gut..." begann Dante zu sagen, aber Neveah unterbrach ihn. "Es wird ihm nicht so leicht fallen, das Gebiet zu vessen, wie es hineinzukommen. Ich wei?, wie die Chancen stehen." murmelte Neveah und holte scharf Luft. Sie atmetengsam aus, in einem vergeblichen Versuch, die Erregung ihres Wolfes zu beruhigen. Wir h?tten sie t?ten sollen, als sie uns bat, Menarx an ihre Schwester zu ¨¹bergeben! Ihr Wolf zischte. Ke war nicht... wir konnten nicht wissen, dass sie den Drachenhof verraten w¨¹rde.¡¯ argumentierte Neveah. Sie wollte nur ihrer sterbenden Schwester helfen, wir t?ten nicht ohne guten Grund. Wir h?tten sie beide t?ten sollen, um uns abzusichern!¡¯ Ihre W?lfin zischte, eine vertraute Wildheit mischte sich in ihren Ton. Sie wird daf¨¹r sorgen, dass Menarx get?tet wird, und sie werden uns da mit hineinziehen! Ich werde sie nicht zweimal davonkommenssen!¡¯ Adrienne ist hier auch ein Opfer.¡¯ erinnerte Neveah. Es gibt keinen Beweis daf¨¹r, dass sie etwas mit ihrer Schwester zu tun hat.¡¯ ¡¯Noch nicht...¡¯ Neveahs Wolf spottete. Du w?rst ein Narr, wenn du einer Fae trauen w¨¹rdest... du vergisst, dass sie uns das Leben im Bergfried zur H?lle gemacht hat... nun, ich erinnere mich deutlich daran. Gleich und gleich gesellt sich gern...¡¯ Ein anerkennendes Brummen von Demevirld hallte tief in Neveahs Geist wider, Neveah konnte praktisch seine Freude und Erregung dar¨¹ber sp¨¹ren, eine Dunkelheit in ihr zu erblicken, eine, die niemals wirklich verschwinden w¨¹rde. "Und unter den Schwestern dachte ich immer, Lady Adrienne w?re unser Verderben." Estelle brummte ihre Unzufriedenheit. "Wie sich herausgestellt hat, ist Ke das einzig Wahre." Estelles Worte spiegelten die Unzufriedenheit von Neveahs Wolf wider. Aber wer h?tte mit dieser Wendung der Ereignisse gerec? Sag das Menarx, wenn er unseren Kopf will, nachdem wir mit der Rache fertig sind. zischte Neveah ihrem Wolf zur¨¹ck. Diese Worte stellten die Ruhe wieder her, wie sie es sich erhofft hatte. "Dante, Elle ... ihr bringt Verothrax zur Nymphensiedlung. Stabilisiert seine Magie und bringt ihn direkt zu Everon in die D¨¹nen." entschied Neveah. "Lasst ihn keinen Augenblick aus den Augen, nicht bevor die Nymphen sich vergewissert haben, dass er keine Gefahr f¨¹r die Fliegerei darstellt." So instabil Verothrax¡¯ Magie auch war, kein anderer Drache, Magier oder Fae hatte die gleichen F?higkeiten wie er. Er war der Einzige, der die Leere, die er in dieses Reich gebracht hatte, r¨¹ckg?ngig machen konnte. "Everon hat alles in den D¨¹nen vorbereitet. Wir m¨¹ssen die Leere umkehren, bevor sich die Schlucht noch weiter ausbreitet." fuhr Neveah fort. Dante nickte verst?ndnisvoll, und Neveah blickte wieder zu Xenon. "Brecht sofort auf. Xenon und ich ... werden Menarx verfolgen. Bringt ihn und seine Frau zur¨¹ck." Dante z?gerte einen Moment und tauschte einen Blick mit Estelle aus, bevor sie sich auf den Weg machten und Neveah ins Zimmer zur¨¹ckkehrte. Sie ging zum Bett hin¨¹ber, setzte sich neben Xenon und untersuchte erneut seine K?rpertemperatur. "Sie ist wieder normal." murmelte Neveah erleichtert. Die Situation war dringend und Neveah versuchte erneut, Xenon wach zu r¨¹tteln. Diesmal reagierte Xenon, seine Augen schnappten auf und zuckten blitzschnell zu Neveah, seine gesamten Pupillen waren pechschwarz, kein einziger wei?er Fleck war zu sehen, und Neveahs Brauen zogen sich besorgt zusammen. "Ich bin¡¯s nur." versicherte sie Xenon schnell, als sie seine Aufregung sp¨¹rte. Xenons Augen verengten sich, als er sie erkannte, und er nicktengsam und murmelte eine leise Entschuldigung, w?hrend er sich auf dem Bett aufsetzte. "Wienge habe ich gescfen?" fragte er, seine Augen hatten sich wieder normalisiert, der schwarze Fleck war verschwunden. Neveah unterdr¨¹ckte ihre Besorgnis ¨¹ber das Ph?nomen, sie zuckte l?ssig mit den Schultern, um zu zeigen, dass sie es nicht genau sagen konnte, sie hatte auch die meiste Zeit gescfen. "Ich habe mehrmals versucht, dich zu wecken, aber du hast dich nicht ger¨¹hrt. Und du hast gegl¨¹ht." verriet Neveah. "Was ist passiert?" "Jian... Ich bin dort gndet." erwiderte Xenon und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. "Es gab eine Herausforderung, eine seltene Bestie aus dem Schwarzen Meer, Cassian geriet in Schwierigkeiten." Neveahs Stirn runzelte sich vor Sorge: "Ist er unversehrt?" "Ziemlich ramponiert, aber er wird sich erholen", versicherte Xenon. "Sie haben die Bestie besiegt, mussten jedoch mit voller Kraft k?mpfen. Das bedeutet, dass das Schwarze Meer in den anstehenden Herausforderungen st?rkere Gegner senden wird. Wenn einer so m?chtig ist wie der, den sie gerade bek?mpft haben, oder sogar noch st?rker, dann kann kein einzelner Drache ihn allein bezwingen." Bei diesen Nachrichten sank Neveah das Herz. "Was bedeutet das f¨¹r Jian?" fragte sie, obwohl sie die Antwort schon erahnen konnte. "Wenn ich ihn kenne, wird er niemand anderen in diesen Kreisssen", sagte Xenon mit d¨¹sterer Miene. "Wenn Cassian beinahe ¨¹berw?ltigt wurde, hat kein anderer Drachenlord in den bevorstehenden Herausforderungen eine Chance... au?er ihm." "Er wird der einzige Herausforderer sein", murmelte Neveah. "Das kann er nichtnge durchhalten. Er ist nicht gegen Erm¨¹dung und Ersch?pfung immun." "Das wei? ich nur zu gut. Und die Herausforderungen scheinen nicht im ¨¹blichen Rhythmus stattzufinden, die Bestien jagen einander... als h?tte jemand die Kampfregeln manipuliert", gr¨¹belte Xenon. "Es wird nur noch schlimmer werden, wenn die Dimension sich verriegelt... Der einzige Ausweg ist, die Rune zu vervollst?ndigen und der Dimension zu entkommen, bevor sie zusammenbricht." Neveah hatte versucht, nicht dar¨¹ber nachzudenken, aber nach Everons Berechnungen, basierend auf Asrigs Schriften, blieb den Drachen im Reich der verlorenen Bestien nicht mehr viel Zeit, bevor die Dimension sich verriegelte ¨C was auch immer das bedeutete. Das war ein periodisches Ereignis, das sicherstellte, dass die Bestien aus dem Schwarzen Meer w?hrend der Herausforderungen nicht durch die geschw?chten Barrieren entkommen konnten. Neveah wusste, dass sie sich der zeitlichen Grenze n?herten, aber sie hatte es nicht zugssen, dass es sie ersch¨¹ttert. Das Beste, was sie tun konnte, war die Festung zusammenzuhalten und Jian von dieser Seite aus die n?tige Unterst¨¹tzung zu bieten. "Sie sind n?her dran als je zuvor. Das letzte St¨¹ck der Rune, das sie gesucht haben, fanden sie im Kampfkreis", beruhigte Xenon Neveah rasch. "Jetzt m¨¹ssen die Magier lediglich die Rune neuschaffen und den Zauber auf Fort zed umkehren. Vertraue ihm... er wird den Weg zur¨¹ck zu uns finden." Neveah nicktengsam und atmete tief durch, um ihre ?ngste zu vertreiben. "Wir haben noch andere Probleme", offenbarte sie Xenon. "Ich werde dich unterwegs ¨¹ber die Einzelheiten informieren, aber ich habe Estelle und Dante vorausgeschickt und wir m¨¹ssen Menarx ausfindig machen und zu ihm gehen." Xenons Stirn runzelte sich leicht, aber er nickte. "Im Moment kann ich ihn nicht sp¨¹ren, sein Geist ist verschlossen und ich erreiche ihn nicht. Ich ben?tige seine ungef?hre Richtung und sobald wir in der Luft sind, wird es leichter, seinen Aufenthaltsort zu lokalisieren.""Ich bin mir nicht sicher... aber ich sch?tze, es ist das Gebiet der Fae." antwortete Neveah. Xenon fragte nicht weiter, er war auf den Beinen und in wenigen Augenblicken waren sie in der Luft und umkreisten die Seestadt im Tiefflug. Das riesige Mer-Meer ragte dahinter hervor, und die Wellen schlugen sanft gegen die Ufer. Xenon flog im Tiefflug, gerade so weit, dass er die Meeresoberfl?che streifte, und eine Gischt aus salzigem Meerwasser bzte Neveahs Haar und Kleidung. Neveah streckte eine Hand nach unten und tauchte sie in das Meer, w?hrend Xenon ¨¹ber die Oberfl?che flog und seine Fl¨¹gel scharf durch die Luft schnitten. Das Wasser war kalt, und der Geruch des Meeres wirkte beruhigend. Doch f¨¹r Neveah war es eine unheilvolle Erinnerung daran, dass die Mer eine Frist gesetzt hatten, innerhalb derer sie die R¨¹ckkehr ihres Prinzen erwarteten, oder sie w¨¹rden nicht z?gern, so viele St?dte zu ¨¹berfluten, die an ihr Gebiet grenzten. Die Seestadt war nur eine von Dutzenden, und die Last von Hunderten, wenn nicht Tausenden von Menschenlebenstete schwer auf Neveahs Schultern, so dass sie sich fragte, warum sie sich ¨¹berhaupt diese wenigen Augenblicke des Scfes geg?nnt hatte, wo doch jede Sekunde z?hlte. Noch bevor Imagors Nachricht gekommen war, hatte Neveah bereits ihren Entschluss gefasst, Ke zu verfolgen. Sie w¨¹rde nicht erwarten, dass Neveah freiwillig in das Gebiet der Fae eindrang, wenn sich beide Spezies offen im Krieg befanden, und wenn sie rechtzeitig dort ankamen, konnte dem Merprinzen vielleicht ein besseres Schicksal widerfahren als Lady Diandre. Wenn nicht... Ke hatte damit angefangen, und es w¨¹rde mit ihr enden m¨¹ssen, wenn es keine andere Wahl gab. Neveah hatte in der Nacht zuvor gez?gert, und erst jetzt, mit Jians Unterst¨¹tzung, war sie sich sicher. "Das Drachengesetz duldet keine Verr?ter..." Xenon hatte diese Worte ausgesprochen, und Neveah verstand die Bedeutung. Allerdings hatte Neveah nicht beabsichtigt, dass es so weit kommen w¨¹rde. Jetzt w¨¹rde Ke sie erwarten. Sie war keine N?rrin ... die K?nigswache w¨¹rde Menarx nicht allein im Fae-Gebietssen. Der heftige Wind in ihrer H?he stach Neveahs Augen und sie blinzelte leicht: "Kannst du ihn schon sp¨¹ren?" Sie dachte an Xenon. "Nein ... noch nicht." Xenon dachte zur¨¹ck. "Es ist schwierig, so nahe am Meer. Es beeintr?chtigt meine Sinne... wir m¨¹ssen es weit hinter unsssen und dann hoffen, dass er nicht zu weit in das Fae-Gebiet vorgedrungen ist, damit die Schutzw?lle unsere Verbindung verdecken k?nnen." Neveah hielt sich fest, als Xenon ¨¹ber Sea City hinausflog und den Weg zur¨¹ckflog, den sie gekommen waren. Obwohl Neveahs Glieder nicht mehr so schmerzten wie bei ihrer ersten Landung, fand sie es bedauerlich, dass die Strecke, die sie nach vielen rastlosen N?chten auf dem Flug zur¨¹ckgelegt hatten, nun wieder zur¨¹ckgelegt wurde, Ke hatte das schlechteste Timing mit ihren b?sen Pl?nen, sie war Neveah ein Dorn im Auge... buchst?blich. Chapter 747: Eine karge Landschaft (Kap.748)

Chapter 747: Eine karge Landschaft (Kap.748)

Ein schwaches Leuchten ckerte weit vor ihnen auf und verschwand wieder. Es war fast wie ein Staubkorn am weiten Nachthimmel, doch es wurde immer deutlicher, je n?her sie kamen. Zun?chst war es nur ein einzelnes Licht, dann wurden es etwa ein Dutzend und die Zahl stieg stetig an. "Was ist das?" dachte Neveah zu Xenon, w?hrend sie ihre Augen zusammenkniff, um besser erkennen zu k?nnen, was vor ihnen auftauchte. Trotz ihrer guten Sicht bei Nacht war der kalte Wind, der ihre Haut biss, keine Hilfe. Ihr Reitanzug war zwar gut geschnitten, um die K?lte einesngen Fluges abzuwehren, aber der Nachtwind f¨¹hlte sich anders an. Er war nicht so schlimm, dass Neveah ihn als schmerzhaft bezeichnen w¨¹rde, aber er war unangenehm... Fliegen selbst war der letzte Ort, an dem man Trost finden w¨¹rde, au?er vielleicht f¨¹r Drachenlords. "Magische Portale ... oder Mana-Quellen." dachte Xenon zur¨¹ck an Neveah. Mana-Quellen, davon hatte Neveah schon geh?rt. Es gab einige L?nder, die mit einer Ansammlung nat¨¹rlicher Magie gese waren, so sehr, dass sie das Aussehen des Himmels mit r?tselhaften Energiebecken, die wie n?her zur Erde fallende Sterne ckerten, ver?nderten. Neveah wusste, dass es nur wenige solcher Gebiete in der gesamten Festung gab. "Dann ... die L?nder vor uns ..." fragte Neveah. Sie waren den ganzen Tag ¨¹ber in der Luft gewesen und Xenon hatte die Spur von Menarx aufgenommen, ohne Hilfe von Menarx, der alle seine Br¨¹der aus seinem Ged?chtnis zu verdr?ngen schien. Ohne Menarx¡¯ Mitwirkung war es anstrengender geworden, und Neveah hatte Xenon beim Verfolgen der Spur sich konzentrierenssen, w?hrend sie in ihren eigenen Gedanken versunken war und ihn nicht unterbrach, aber jetzt musste sie wissen, wohin die Spur sie f¨¹hrte. "Inferno." best?tigte Xenon. "Die Mana-Quellen, die ihr seht, sind der Grund, warum die Fae ihre Angriffe hier begonnen haben... die reichhaltigsten Gebiete mit nat¨¹rlicher Magie in der gesamten Festung befinden sich genau in den Festungen Inferno, Knight¡¯s Den und Kezrar Dun." "F¨¹r Drachen ist es kein Vorteil, aber f¨¹r Zauberer bedeutet ein Gebiet mit reichlich nat¨¹rlicher Magie eine geringere Wahrscheinlichkeit, ihre Magie zu ersch?pfen. Die Akademie der Magie bildet hier regelm??ig ihre Kadetten aus... aber f¨¹r die k?nigliche Fae-Garde verspricht dieses Terrain eine gr??ere Angriffskraft, als sie anderswo aufbringen k?nnten." erkl?rte Xenon. "Deswegen hat Jian die Schwadronen an diesen drei Orten stationiert. Sie sind der gr??te K?der f¨¹r eine magiebegabte feindliche Streitmacht." murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Aber Menarx ... warum Inferno und nicht Aloria? Ke w?re doch nicht so t?richt, sich auf dem htfeld aufzuhalten, das sie angefangen hat, oder?" "Ich bin mir nicht sicher, was Ke tun w¨¹rde oder nicht ... nicht mehr. Aber Menarx ist irgendwo dort... Ich kann es sp¨¹ren." erwiderte Xenon. "Aber ich werde nicht genau wissen, wo, bis wir nah genug an Inferno sind." "Du meinst, wir k?nnten direkt in eine bevorstehende ht hineiufen. Vielleicht sogar in eine Falle." f¨¹gte Neveah hinzu. "Inferno ist eine riesige Festung. Wenn Menarx von den Inferno-Drachen entdeckt worden w?re, h?tten sie bereits Imagor Bericht erstattet... was bedeutet, dass der Ort, an dem er sich aufh?lt, nicht in der N?he der Hauptstadt ist und somit weit genug von den wahrscheinlichen Angriffspunkten entfernt ist." schloss Xenon. "Ich werde uns au?er Sicht halten, bis wir sicher sind, wo genau er ist. Wir wollen keine Aufmerksamkeit erregen, es sei denn, wir m¨¹ssen es." "Wo, au?er in der Stadt, k?nnte er sich in Festung Inferno aufhalten?" ¨¹berlegte Neveah. "Ich meine, die Festung kann doch nicht gr??er sein als Keep Skies, oder?" Eine halbe Stunde sp?ter umkreiste Xenon ein riesiges, endloses St¨¹ck karges Land, das zu einem felsigen Bergvorsprung f¨¹hrte, und Neveah wurde r, dass sie diese Frage niemals h?tte stellen d¨¹rfen. "Das h?tte ich mir denken k?nnen." murmelte Neveah in einem d¨¹steren Ton, w?hrend sie die Lavadome und Geysire betrachtete, die an verschiedenen Stellen empor schossen. In der Ferne waren unverkennbar eine Reihe ruhender Vulkane zu sehen, jeder von ihnen unterschiedlich gro?, die Strukturen, die einst der Drachenfestung, die am n?chsten zu den Vulkaneng, ihren Namen gegeben hatten... Festung Inferno. Xenon flog tief, der Nachthimmel bot gerade genug Deckung und seine Onyxschuppen f¨¹gten sich perfekt in die Dunkelheit ein. Eine nat¨¹rliche Tarnung, f¨¹r die Neveah in diesen Tagen st?ndiger Flucht schon oft dankbar gewesen war. "Ich sehe niemanden." beobachtete Neveah die weite Landschaft, die von jeglichem Leben abgesehen von zwei Flugpatrouillen, die sie ein paar Ebenen ¨¹ber ihrem eigenen Flug bemerkt hatten, leer war. Die Vulkane befanden sich am ?u?ersten Rand von Festung Inferno, als ob sie eine nat¨¹rliche Grenze bildeten, und das karge Land dehnte sich immer weiter aus, wobei die Geysire immer h?ufiger wurden, je weiter man sich entfernte. Was auch immer sich auf der anderen Seite befand, es musste ein fliegendes Tier sein, um auch nur in Erw?gung zu ziehen, dieses Land zu ¨¹berqueren. Es gab nicht viele versteckte Punkte in der Landschaft, abgesehen von abgetragenen H?hlen, kenkegeln, Lavadomen und verwitterten Felsen, die ¨¹berall verstreutgen. Neveah fragte sich, warum die Spur von Menarx ausgerec hierher in die Festung f¨¹hren w¨¹rde. Die Vulkanhaufen waren der Hauptanziehungspunkt in der kargen Landschaft, und unter ihnen stach einer ganz besonders hervor. Er war der gr??te in der Gruppe und Xenon hatte bereits zweimal seine Achse umrundet.Neveah wusste, was das bedeutete: Er pr¨¹fte die Gefahren und die Stabilit?t des Bodens, bevor erndete. "Sagen Sie mir nicht ..." Neveah brach ab, als Xenon eine leichte Kurve flog und sich der Caldera n?herte. Er schwebte einen Moment dar¨¹ber, der Gang war schmal, zu schmal f¨¹r Xenons Drachengestalt oder irgendeine Drachengestalt, und es war zu dunkel, um etwas zu sehen, nur ein Abgrund aus Schatten, der wahrscheinlich immer weiter f¨¹hrte, bis zu dem Ort, an dem sich der Boden des Vulkans befand. Xenon entschied sich f¨¹r die sicherere Variante, erndete stattdessen in einiger Entfernung vom Vulkan. "Vorsicht, es gibt einen Grund, warum dieses Gebiet bewohnbar ist, die Geysire schie?en Wasserstrahlen aus, die hei? genug sind, um einen Sterblichen bei lebendigem Leib zu kochen." warnte Xenon, als Neveah abzusteigen begann. "Wie aufregend." murmelte Neveah sarkastisch und bahnte sich dann ihren Weg an Xenons Seite hinunter, bis ihre Stiefel den festen Boden ber¨¹hrten. Xenon nahm wieder seine menschliche Gestalt an und nickte in Richtung des Vulkans. "Er ist in einem von ihnen ... ich kann davon ausgehen, dass er nicht der einzige ist." "Es ist fast unm?glich, hier irgendwelche Ger¨¹che wahrzunehmen. Ich rieche nur Schwefel, einen metallischen Beigeschmack, verbranntes Gestein, Asche und etwas Saures." gab Neveah zu und r¨¹mpfte ihre Nase angesichts der seltsamen und beunruhigenden Geruchsmischung. "Die Vulkane in Inferno m?gen in den letzten Jahrzehnten inaktiv gewesen sein, aber sie speichern Hitze und Magma tief unter der Erde und geben t?dliche D?mpfe ab. Sie sind gef?hrlich und instabil. Das ist kein Ort f¨¹r Vergn¨¹gungen oder Begegnungen". sagte Xenon in einem dunklen Ton. "Wir sollten weitergehen, die Geysire an der Oberfl?che sind schwer einzusch?tzen. Folgt meinem Beispiel." Neveah nickte verst?ndnisvoll und folgte Xenon hinterher. Sie hielten sich an den Weg, den er als sicher best?tigt hatte, und machten sich auf den Weg zu dem gigantischen Vulkan, der inmitten all der anderen aufragte. "F¨¹r eine Ansammlung von Vulkanen ist es hier drau?en ziemlich kalt." bemerkte Neveah, wobei sie ihre Stimme leise hielt. Sie war sich nicht einmal sicher, warum sie das Bed¨¹rfnis hatte, das Schweigen zu brechen, vielleicht brauchte sie die Ablenkung von der zunehmenden Unruhe ihres Wolfes. "Es war auch ein paar N?chte vor dem Ausbruch vor all den Jahrzehnten kalt." entgee Xenon, wobei sein Tonfall immer noch einen Hauch von Unmut enthielt. Neveah merkte, dass Xenon ihr derzeitiger Aufenthaltsort ¨¹berhaupt nicht gefiel, und sie ahnte, dass es eine Vorgeschichte dazu gab. Nach mehr als zwei Jahren hier kannte sie sich in der Festung gut aus, aber nicht so gut, dass sie die Geschichte der einzelnen Festungen kannte. Alles, was sie ¨¹ber Fort Inferno wusste, war, dass eine ganze Reihe von Vulkanausbr¨¹chen seit dem Aufstand viele Opfer gefordert und die Au?enbezirke der Festung zu einem Niemandnd gemacht hatten. Vulkane waren nicht unbedingt eine gro?e Bedrohung f¨¹r Drachen, die ¨¹ber eine hohe Feuerresistenz verf¨¹gten und leicht weit ¨¹ber den Wirkungsbereich hinaus fliegen konnten, aber f¨¹r diejenigen, die sie zu besch¨¹tzen geschworen hatten... war es eines dieser ¨¹bel, das sich sogar ihrer eigenen Kontrolle entzog. "Richtig... das z?hlt also nicht als Beruhigung. Zur Kenntnis genommen." erwiderte Neveah. Xenon blickte ¨¹ber seine Schulter zu Neveah, mit einem entschuldigenden Blick in seinen Augen. "Ich will nicht d¨¹ster sein. Dieser Ort ... euch hierher zu bringen, stand nicht auf meiner Liste der vielversprechenden Abenteuer." sagte Xenon. "Viele Leben sind hier verloren gegangen ... und dieses karge Land, das du siehst, war einst eine bl¨¹hende menschliche Siedlung." Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, Xenons Pessimismus beunruhigte sie nicht. Sie war auch nicht begeistert, in dieser Umgebung zu sein. "Ich wei?. Wir m¨¹ssen nur noch zu Menarx und ihn und Adrienne holen, dann sind wir hier weg." Bald erreichten sie den Fu? des Vulkans, der so breit war wie der Fu? eines kleinen Berges und es w¨¹rdenge dauern, ihn zu umrunden oder gar zu erklimmen. "Die Caldera scheint kein vielversprechender Eingang zu sein. Es muss einen anderen Eingang geben." Xenon ¨¹berlegte und f¨¹hrte den Weg durch die unruhige Landschaft, die die Basis umgab. Chapter 748: Eine karge Landschaft 2 (Kap.749)

Chapter 748: Eine karge Landschaft 2 (Kap.749)

Wie Xenon vorausgesagt hatte, stie?en sie bald auf einen h?hlenartigen Eingang, der in den Fu? des Vulkans gegraben war. Die zerkl¨¹ftete ?ffnung schien sich im Laufe der Zeit durch die Verwitterung des Gesteins aufgrund des Alters und des wiederholten Kontakts mit hohen Temperaturen gebildet zu haben. Der Eingang war gerade so gro?, dass drei nebeneinander stehende Personen hineinpassten, und er grub sich tief in den Vulkan ein, so dass eine Art Tunnel entstanden war. Auf den ersten Blick konnte man nur die Dunkelheit sehen, die sich in den Tiefen der h?hlenartigen ?ffnung immer weiter ausdehnte, und es war unr, ob er zu einer Sackgasse weiter innen f¨¹hrte oder ob er direkt in das Herz des Vulkans selbst f¨¹hrte. Xenon war sich sicher, dass Menarx dort drinnen war, und das bedeutete, dass irgendwann einmal dieser oder ein anderer Eingang benutzt worden war, um in den Vulkan zu gngen, da die Caldera dar¨¹ber kein gangbarer Weg war. "Das ist es." murmelte Xenon, blickte zur¨¹ck zu Neveah und bot ihr eine Hand an. "Lass sie nicht los. Ich werde dich hier nicht verlieren ..." mahnte er streng. "Und denk dran, wenn irgendetwas schief geht... nehme ich dich mit und haue ab, und das steht nicht zur Diskussion. Wenn es um dich oder jemand anderen geht, wei?t du bereits, dass es nur eine M?glichkeit gibt." Neveah nickte. "Ich bleibe an deiner Seite und ich werde nichts ... ¨¹bertriebenes tun." Xenon verschr?nkte ihre Finger, dann f¨¹hrte er sie zum Eingang. Die Temperatur im Inneren des Vulkans war noch k?lter als drau?en, so sehr, dass es wie ein Wechsel von einer kalten Nachtbrise zu einem eisigen Winterzug war. Es war kaum zu uben, dass dieser Vulkan einst so hei?e Lava ausstie?, dass er die ganze Umgebung in unfruchtbares Land verwandelte. Auf dem ganzen Weg hierher war nicht ein Hauch von Gr¨¹n in Sicht, und das schon seit Jahrzehnten. Die einzigen Anzeichen f¨¹r die sengende Temperatur, f¨¹r die dieser Vulkan bekannt war, waren wahrscheinlich die Geysire, aber irgendwie taten sie nichts, um die kalte Temperatur zu stabilisieren. Im Vulkan selbst waren die Geysire nun kein Thema mehr, zumindest nicht im Moment. Der Boden unter ihren F¨¹?en war t¨¹ckisch, die Erde war gr??tenteils rissig und br¨¹chig, andere Stellen waren uneben. So vorsichtig ihre Schritte auch waren, gelegentlich knackte es unter ihren Stiefeln oder zumindest unter Neveahs, denn Xenons Tarnkappe war weitaus besser auf solche Umgebungen eingestellt, w?hrend Neveah noch nie einen echten Vulkan gesehen hatte, denn im Wolfsgebiet gab es so etwas nicht. Es dauerte nur einen Moment, bis sich Neveahs Augen soweit an die Dunkelheit gew?hnt hatten, dass sie den Weg vor sich sehen konnte. Die W?nde auf beiden Seiten des tunnelf?rmigen Ganges waren geschw?rzt von den Spuren des Ru?es, der sich songe nach dem letzten Ausbruch gehalten hatte, und auch die jahrhundertnge Hitze und der Druck hatten ihren Teil dazu beigetragen, dass sich die W?nde dauerhaft schwarz f?rbten. Der bei?ende Schwefelgestank war jetzt noch st?rker und schien von den W?nden selbst abzuprallen. Neveah r¨¹mpfte die Nase, obwohl das nicht viel gegen den stechenden Geruch half. Die Ger?usche der Au?enwelt waren fast v?llig verschwunden, und sie waren noch nicht einmal so weit in den Tunnel hineingegangen. Im Tunnel schien es eine v?llig andere Welt zu sein, das Summen des Nachtwinds war dem fernen Rumpeln von sich bewegendem Gestein und dem ebenso fernen Echo von tropfendem Wasser gewichen. "Da die Tunnel so verwinkelt sind, sollte man ein wenig Licht haben. Aber kein Feuer ..." sagte Xenon zu Neveah. "Drachenfeuer und Vulkane passen nicht so gut zusammen." "Dann verstehe ich, warum Ke hierher gekommen ist. Selbst ein Bataillon von Drachen m¨¹sste sich in Menschengestalt n?hern und die Idee aufgeben, ihre mmen zu benutzen ... oder riskieren, eine Temperatur zu sch¨¹ren, die diese scfende Katastrophe erwecken k?nnte." murmelte Neveah, w?hrend sie die Magie beschwor, die in ihr kreiste, und im Nu schwebte eine kleine Kugel aus goldenem Licht vor Xenon und erhellte seinen Weg. Das Licht reichte gerade aus, um den Weg zu erhellen, aber es war nicht so hell, dass es die Aufmerksamkeit auf sie lenkte, f¨¹r den Fall, dass sie unerwarteten Besuch bekamen, w?hrend sie durch den Gang gingen. "Ke ist klug, sie wurde an der Akademie und von den besten Drachenf¨¹rsten in den Kampfk¨¹nsten ausgebildet. Sie wei? weit mehr ¨¹ber Drachen und die Asvarian-Hochburg als jede andere Fee ... weit mehr, als jede Fae das Recht dazu hat." Xenon stimmte zu. "Das wird uns teuer zu stehen kommen." "Es ist niemandes Schuld, dass die Dinge sich so entwickelt haben." erwiderte Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Ihr wurden die gleichen Privilegien gew?hrt wie jedem anderen Reiter ihres Standes ... es gibt nichts zu bedauern." Xenon brummte zustimmend. Je tiefer sie kamen, desto schwerer wurde die Luft. Auch der Schwefelgestank verdichtete sich, so dass es schwierig wurde, ohne Irritation zu atmen. Kurze Zeit sp?ter teilte sich der Gang in zwei Tunnels, die in entgegengesetzte Richtungen f¨¹hrten. Xenon grunzte unter seinem Atem, sein Unmut ¨¹ber diesen Anblick wuchs. Er blieb vor den beiden Tunneln stehen, legte den Kopf leicht schief und blickte zwischen beiden hin und her, die Augen konzentriert zusammengekniffen. Neveah wusste, dass Xenon nicht versuchte, die beiden durch visuellen Vergleich zu unterscheiden, sondern Menarx zu verfolgen. Neveah lie? ihm den Moment, den er brauchte, um den richtigen Weg zu finden. Da ihre Sinne durch die starken Ger¨¹che im Vulkan beeintr?chtigt waren, war es schwierig, ihrem Geruchssinn zu trauen, um Menarx aufzusp¨¹ren; Xenons Verbindung zu Menarx war ihre beste Chance. "Hier enng. Bleib dicht bei mir." sagte Xenon schlie?lich nach einem kurzen Moment und f¨¹hrte den Weg links hinunter, seine Hand hielt Neveahs immer noch fest und er hatte sie nicht einen Momentng losgssen, seit sie sich in den Tunnel gewagt hatten, als w¨¹rden die Tunnel sie trennen, wenn er es tat. Neveah war sich nicht sicher, warum, aber Xenon war immer empfindlicher geworden, und zusammen mit seiner offensichtlichen Abneigung gegen dieses Terrain hoffte sie im Stillen, dass sie hier bald wieder herauskommen w¨¹rden. Sie gingen ein paar Minuten weiter, bis Neveah endlich einen vertrauten Geruch wahrnahm. Er wurde noch immer vom Schwefelgestank und den D?mpfen des Vulkans ¨¹berdeckt, aber es war unverkennbar Menarx¡¯ Geruch, den Neveah ¨¹berall erkennen konnte. "Menarx ... er war vor etwa einer Stunde hier." Neveah best?tigte Xenon, dass er auf der richtigen Spur war. "Sein Geruch ist l?ngst versst, aber ich kann immer noch erkennen, dass er hier war." "Gut. Aber eine Stunde ist einenge Zeit, um eine Strecke zur¨¹ckzulegen." kommentierte Xenon. "Besonders f¨¹r einen Drachenlord, der ?ngstlich nach seinem Reiter sucht." "Dann sollten wir uns beeilen." sagte Neveah. Xenon nickte und sie beschleunigten ihre Schritte. Der Tunnel wurde jetzt breiter, je weiter sie gingen, die W?nde waren jetzt weiter weg, aber es gab noch etwas, das keine positive Ver?nderung zu sein schien. Unter ihren F¨¹?en hatte eine tiefe, pulsierende Vibration eingesetzt, die kaum wahrnehmbar war, aber dennoch beunruhigte. "Geysire?" fragte Neveah hoffnungsvoll. Die t?dlichen Wasserstrahlen, die durch die Oberfl?che der kargen Landschaft schossen, waren vielleicht die Ursache dieser Vibrationen, oder zumindest hoffte Neveah, dass sie es waren. "So wie die Winde hier aufgeh?rt haben zu heulen ... sollten wir die Geysire nicht so tief im Inneren des Vulkans sp¨¹ren." Xenon antwortete wahrheitsgem??. Er blickte nach unten und zog die Brauen zusammen, als sich die Steine und das Ger?ll um ihre F¨¹?e herum zu bewegen begannen. "Veah!" Bevor einer von ihnen ein Wort sagen konnte, brach der Boden unter Neveahs F¨¹?en ein und Neveahs Augen weiteten sich, als sie hindurchfiel und an der rissigen Stelle im Boden baumelte. Neveahs Augen nahmen die pechschwarze H?hle unter ihren F¨¹?en wahr und blickten dann zu Xenon auf, dessen Griff an ihrer Hand das Einzige war, was sie davor bewahrte, in den Abgrund der Dunkelheit unter ihr zu st¨¹rzen und in die Ungewissheit, die er barg. Der Boden hatte nicht aufgeh?rt zu zittern, Neveah konnte es sp¨¹ren und sie konnte h?ren, wie sich die Risse ausbreiteten, in k¨¹rzester Zeit w¨¹rde auch Xenon seinen Halt verlieren. Xenon grunzte unter seinem Atem, weil er wusste, was Neveah sagen wollte. "Es gibt nur eine M?glichkeit." Ohne ein weiteres Wort lie? sich Xenon durch den Riss fallen, durch den Neveah gefallen war, packte Neveah blitzschnell an der Taille und wirbelte sie in der Luft herum, sodass sein R¨¹cken zuerst auf dem Boden aufschlug und seine Hand Neveah sicher an sich dr¨¹ckte. Um sie herum ree es Schmutz und Schutt, als die gesamte Ebene, auf der sie eben noch gestanden hatten, zusammenbrach und in die Tiefe st¨¹rzte. Alles geschah blitzschnell, und Neveah starrte Xenon entsetzt an. Aber sie hatte keine Zeit, seine Entscheidung in Frage zu stellen, denn von ihrem Blickwinkel aus, von dem aus sie ihre Landung beobachtete, wurde bald ein scharfer, spitzer Felsen sichtbar, auf den Xenon direkt zust¨¹rzte. Ein Schrei entrang sich Neveahs Kehle und ihr Herz schlug ihr bis in die Magengrube. Chapter 749: Willkommen, der Gast (Kap.750)

Chapter 749: Willkommen, der Gast (Kap.750)

"Nun ... das nimmt uns das ¨¹berraschungsmoment." kommentierte Xenon, in der vergeblichen Hoffnung, die Situation zu entsch?rfen. Unter ihm hatte sich eine goldene, halbfeste tte gebildet, die seinen Fall in einiger Entfernung von der Spitze des scharfen Felsens abfing. "Das f¨¹hlt sich bequem an, und warm ist es auch." Einen Momentng hatte der Gedanke, dass Xenon verletzt werden k?nnte, Neveah so sehr erschreckt, dass sie vergessen hatte, dass sie ¨¹berhaupt Magie besa? und etwas dagegen tun konnte. Oder dass Xenons Reflexe schnell genug waren, er h?tte sie trotzdem in Sicherheit gebracht. Neveah zuckte zusammen, der ng ihres Schreis, der durch die H?hle hallte, ging ihr noch immer durch den Kopf, und wer wusste schon, wie weit dieser ng getragen worden war. Neveah erkannte, dass Xenon nicht der Einzige war, der sensibler geworden war, und Neveah fragte sich, ob sie das darauf zur¨¹ckf¨¹hren konnte, wie nerv?s ihr Wolf gewesen war. "Ich bin froh, dass du das genie?t." Neveah grummelte leise vor sich hin, als die tte sie sicher von dem scharfen Felsen weg auf festen Boden brachte. Neveah schob Xenon weg und stand auf, w?hrend er am¨¹siert grinste und ebenfalls von der tte stieg. Sie verschwand, als er das tat, und sie konnten ihre Umgebung in Augenschein nehmen. Sie waren in eine Art ausgeh?hlte, unterirdische H?hle gefallen. Sie war gro? und kreisf?rmig, aber es gab nur einen Ausgang in Form einer kleinen Tunnel?ffnung, abgesehen von dem rissigen Raum hoch ¨¹ber ihnen, der zu der Ebene f¨¹hrte, aus der sie gerade gefallen waren. Obwohl die H?hle, in die sie gefallen waren, breit genug war, damit Xenon die Drachengestalt annehmen konnte, gab es keinen Ausweg, au?er in Menschengestalt. Die Tunnel waren zu klein, und selbst die ?ffnung ¨¹ber ihnen war f¨¹r Xenon nicht gro? genug, um hindurchzufliegen. "ubst du, dieser Tunnel f¨¹hrt noch dorthin, wo wir hinwollen?" fragte Neveah Xenon. "Oder finden wir einen Weg zur¨¹ck nach oben?" Xenon sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Die Risse breiten sich immer noch aus. Die obere Ebene ist schwach und steht kurz vor dem Einsturz, es w?re sicherer, durch diesen Tunnel zu gehen und einen anderen Weg zu finden." Entschied er. Neveah stimmte ihm zu, es war eine Sache, in eine leere, rtiv sichere H?hle gefallen zu sein. Wenn sie darauf bestanden, das einst¨¹rzende Stockwerk zu nehmen, wer konnte schon sagen, dass sie dieses Mal nicht in etwas Gef?hrlicheres fallen w¨¹rden? Der einzige Tunnel in der H?hle, in der sie sich befanden, f¨¹hrte ins Ungewisse, das stimmte, aber das galt auch f¨¹r den Rest des Vulkans. Sie hatten keine Ahnung, was vor ihneng. "Kommt schon. Wir sollten weitergehen." sagte Xenon und f¨¹hrte den Weg wieder an. Fast eine Stunde sp?ter ?fe sich der Tunnel zu einem Gang, der dem auf der dar¨¹ber liegenden Ebene sehr ?hnlich war. Die leisen Vibrationen waren jetzt h?ufiger und deutlicher geworden, die Vibrationen lie?en Staub und Ger?ll von der oberen Ebene herabregnen, und Neveah vermutete, dass sie sich dem Herzen des Vulkans n?herten. Vor kurzem hatte Neveah wieder Menarx¡¯ Geruch wahrgenommen, und sie beschleunigten ihr Tempo, der Geruch wurde st?rker, je weiter sie gingen, und schlie?lich nahm Neveah die Ger?usche eines Kampfes wahr. "Er wird angegriffen." sagte Neveah zu Xenon. Er tauschte einen Blick mit Neveah aus und die beiden eilten weiter, bis sie in eine weitere ausgeh?hlte H?hle kamen. Die H?hle war ¨¹bers?t mit den zerst¨¹ckelten Leichen von Kobolden, und der faulige Gestank der Kreatureng in der Luft. Trotzdem war da noch eine Gruppe von fast einem Dutzend, die sich auf einen einzigen Feind st¨¹rzte... Menarx. "Was f¨¹r eine Party." kommentierte Neveah und machte sich f¨¹r einen Kampf bereit. Weitere Kobolde str?mten aus einem der Tunnel, um die Menge zu vergr??ern, und Menarx war mitten unter ihnen und schnitt sich mit einer gl?nzenden Klinge den Weg durch sie hindurch. Es war keine mme in Sicht, was das einfachste Mittel gewesen w?re, um die ¨¹berw?ltigende Kraft, die auf ihn eindrang, zu beseitigen. Aber Neveah vermutete, dass Menarx es genauso gut wusste wie Xenon, dass Drachenfeuer in einem ruhenden Vulkan ?rger bedeuten w¨¹rde und dass die Opfer jeder un¨¹berlegten Entscheidung, die er traf, die unschuldigen Bewohner von Fort Inferno sein w¨¹rden. Die Kobolde waren gigantisch und ¨¹berragten Menarx in seiner menschlichen Gestalt um ein Vielfaches, und Neveah hatte nur einen Blick auf ihn erhascht, als er aufsprang, um einem Kobold die Kehle durchzuschneiden. Auch Menarx schien sie bemerkt zu haben. "Adrienne! Sie ist da drin! Geh ihr nach!" rief er. ¡¯Warum sollten wir das tun?¡¯ meldete sich Neveahs Wolf in ihrem Kopf zu Wort, ihr Tonfall war emp?rt. ¡¯Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt!¡¯ Neveah schnauzte ihre W?lfin an, ihre Geduld war ersch?pft. Neveah sp¨¹rte, wie die Erregung ihrer W?lfin ihren H?hepunkt erreichte, aber sie ignorierte es. Ihre W?lfin war nicht die einzige, die sich aufregte. Xenon blickte zu Neveah hin¨¹ber, runzelte leicht die Stirn und lie? ihre Hand nur widerwillig los. "Geh, ich bahne dir einen Weg und komme gleich nach." Mit diesen Worten st¨¹rzte sich Xenon blitzartig ins Get¨¹mmel. Er bewegte sich so schnell, dass er bald zwischen den br¨¹llenden Kobolden verschwand. Neveah zuckte zusammen und sprintete zu dem Tunnel, aus dem die Kobolde str?mten. Einige Kobolde schwangen ihre Waffen in Neveahs Richtung, aber ein leuchtender Schild entmmte um sie herum und pulsierte mit magischer Energie. Vor ihr wimmelte es im Tunnel nur so von gigantischen Kreaturen, die in die H?hle st¨¹rmten. Als Xenon vorbeihuschte, lenkte das die Aufmerksamkeit der Kobolde auf ihn. W?hrend sie auf ihn losst¨¹rmten, schl¨¹pfte Neveah an ihnen vorbei und jagte in den Tunnel. Ihr Schild wehrte alle ¨¹berraschenden Angriffe ab, w?hrend sie durch die Angriffswelle brach und einen ruhigen Abschnitt des Tunnels erreichte. Neveah folgte dem Tunnel schnell, bis sie irgendwo vor sich einen Ausgang sah und eilte darauf zu. Als Neveah sich auf den Weg dorthin machte, traf sie ein starker Scg dunkler Magie, als ob er ihre Seele zerriss, und sie kam zum Stehen, die Augen weit aufgerissen. ¡¯Dunkle Magie!¡¯ dachte Neveah. Sie konnte die hasserf¨¹llte Kraft nun leicht identifizieren und noch schlimmer, diese besondere Magie kam ihr unheimlich bekannt vor. Die Brutalit?t der Kobolde unterschied sich von denen, die sie mit Menarx erlebt hatte, und erinnerte mehr an die, denen sie am Berg Edar bege war, bevor Verothrax und Xenon eingegriffen hatten. Neveah wusste, dies war nicht einfach ein Anwender dunkler Magie, keine dunkle Fee und schon gar nicht Azkar, der dunkle Zauberer, den Neveah immer noch nicht durchschauen konnte. Dies war etwas weitaus Gef?hrlicheres. "Das ist... der Zauberer, von dem die k?nigliche Wache sprach. Der Meister der Seelenmagie..." erkannte Neveah besorgt. ________________ Ein weiteres Beben ersch¨¹tterte den Boden und Ke runzelte sichtlich die Stirn. Die schwachen Vibrationen des Vulkans entwickelten sich durch die Wirkung der kanalisierenden Edelsteine schnell zu starken Beben, und fr¨¹her oder sp?ter w¨¹rden die Drachenf¨¹rsten von Fort Inferno auf die Vulkane aufmerksam werden. Sie stand kurz vor der Verwirklichung ihres Ziels und das Letzte, was sie in diesem Moment gebrauchen konnte, waren Unterbrechungen oder Verz?gerungen. Ke konnte die Sekunden im Geiste nahezu ticken h?ren. Jeder vergangene Moment gab den Drachenf¨¹rsten genug Zeit, Wind von ihren Absichten zu bekommen und herauszufinden, weshalb sie die Werw?lfe und sogar ihr eigenes Volk als Ablenkung benutzte. "Wenn du so auf und ab l?ufst, wird es nicht schneller gehen." sagte Beoruh in einem n¨¹chternen Ton. "F¨¹r eine Hochk?nigin fehlt es dir deutlich an Fassung... und Geduld." Ke warf dem dunklen Zauberer einen giftigen Blick zu. Sein tr¨¹gerisch unschuldiges Aussehen, das an ein kleines Kind erinnerte, verunsicherte Ke jedes Mal. Nicht seitdem sie ihm das erste Mal als Seher der zerbrochenen Klinge bege war. "Jaaa... ich erinnere mich." sagte Beoruh. "An jenem Tag suchte deine Schwester Adrienne nach mir. Aber du ... du bist ihr gefolgt, hast dich im Schatten versteckt und sie beobachtet." Seine Augen ?fen sich, zu Becken aus reinem Wei? ohne Pupillen, die sich auf Ke richteten. Ke sp¨¹rte eine G?nsehaut und dieses beunruhigende Gef¨¹hl, als ob jemand durch sie hindurchsehen konnte, wusste, was sie dachte, und f¨¹r einen Meister der Seelenmagie war das noch das Geringste seiner F?higkeiten, das wusste Ke. "Halt dich aus meinen Gedanken heraus." warnte sie ihn mit einem eiskalten Zischen. "Oder ... was?" fragte Beoruh und neigte den Kopf zur Seite. "Deine arkane Magie ist gerade erst erwacht. Sie mag ausreichen, um dein Volk einzusch¨¹chtern, aber vor mir... bist du immer noch nur eine kleine gefl¨¹gelte Prinzessin." Zorn brodelte in Kes Adern und jeder Moment, in dem sie den herassenden Tonfall des dunklen Zauberers erdulden musste, war ein Moment zu viel. "Nun, Kind ... es w?re hilfreicher f¨¹r mich, wenn du den Gast begr¨¹?en w¨¹rdest." f¨¹gte Beoruh hinzu. Kes Stirn legte sich in Falten der Verwirrung, ihre Augen weiteten sich, als eine vertraute Stimme sie rief. "Ke?" Diese Stimme ... sie war unverkennbar Adriennes und Kes Blick schoss zu Beoruh, ihre Augen dunkel vor Angen. Chapter 750: Magie schl?gt zu (Kap.751)

Chapter 750: Magie schl?gt zu (Kap.751)

Der Tunnel wurde enger, je n?her Neveah dem H?hleneingang kam. Es wurde auch hei?er, ein gro?er Unterschied zu der K?lte, die Neveah gewohnt war. Jedes ihrer Atemz¨¹ge brannte in ihrer Kehle und f¨¹llte ihre Lungen mit Schwefel und etwas Schwererem. Als Neveah die weitl?ufige Kammer betrat, konnte sie schlie?lich den pl?tzlichen Temperaturwechsel verstehen. Von den W?nden bis zum Boden war die gesamte Fl?che der H?hle auf verschiedene Weise aufgerissen. Die Risse ?hnelten Adern aus geschmolzenem Licht, die gef?hrlich schimmerten und sich bei jedem Bodenbeben weiter ausweiteten. Die Adern hatten ihren Ursprung in einem gro?en Becken im Zentrum der H?hle, einem Abgrund, in dem Magma brodelte und in w¨¹tenden Wellen gegen die R?nder der Grube schwappte. Neveahs Herz rutschte in den Magen. ¡¯Das Herz des Vulkans ... es ist wieder aktiv.¡¯ ¨¹ber dem Abgrund spannte sich eine Br¨¹cke aus zerkl¨¹ftetem Gestein bis ins Zentrum der Kammer, und auf dieser Br¨¹cke stand Adrienne. Sie befand sich nur wenige Schritte vom Rand der Br¨¹cke entfernt, einem Abgrund, der direkt in die Tiefe f¨¹hrte. Kobolde pirschten sich von einem H?hleneingang heran, wo die Br¨¹cke ansetzte, und Adrienne hielt einen schwindenden magischen Schild aufrecht, w?hrend sie misstrauisch den Rand der Br¨¹cke hinter sich be?ugte. Ihr Haar war mit Ru? durchzogen, ihr Gesicht von Schmerz gezeic und auf ihrem Reitanzug zeigte sich ein dunkler, nasser Fleck. Blut? Neveah wollte es nicht hoffen. Adrienne warf erneut einen Blick auf den Br¨¹ckenrand, und diesmal trafen sich ihre Blicke mit denen von Neveah. ¨¹berraschungg darin, die dann jedoch zu entschlossenem Engstirnig versteinerte. Mit ihren Augen machte Adrienne eine unauff?llige Geste, und Neveah folgte ihrem Blick. Jenseits der Magmagrube befand sich eine weitere ausgeh?hlte H?hle, und Neveah sp¨¹rte, dass die Aura dunkler Magie, die die H?hle erf¨¹llte, dort ihren Ursprung hatte. Der Puls der dunklen Magie verst?rkte sich, und somit wogte das Magma noch ungest¨¹mer. ¡¯Die Aktivit?t im Vulkan ist nicht nat¨¹rlich¡¯, erkannte Neveah die Nachricht, die Adrienne weitergab. ¡¯Jemand hat ihn mit Absicht geweckt.¡¯ Niemand verstand Magie besser als Feen, so wusste Adrienne wohl bereits von dem Moment an, als sie den Vulkan betrat, dass ein Zauber wirkte. Wenn Neveah vorsichtig war, konnte sie unbemerkt um die Grube herumschleichen und rechtzeitig zum dunklen Zauberer gngen, um diesen Wahnsinn zu beenden. Neveah z?gerte. Sie war aus Verpflichtung hier. F¨¹r Menarx, nicht f¨¹r Adrienne, und dennoch... Sie warf einen Blick auf die Magmagrube, und in einer Bewegung, begleitet von einem Aufblitzen goldenen Lichts, sprang Neveah aus der H?hle nach oben und griff nach dem Rand der Br¨¹cke. "Ich kriege das hin!" zischte Adrienne und blickte zur¨¹ck zu Neveah, die am Rand der Br¨¹cke baumelte. "Wohl kaum." erwiderte Neveah kampflustig und kletterte weiter hoch, bis sie neben Adrienne stand. "Du bist nicht gerade die Beste im Kampf. Und ein magischer Schild kann nur so viel bewirken." entgee Neveah. "Du bist auch verletzt." Ohne ein Wort streckte Neveah ihre uen aus und st¨¹rzte sich auf die Kobolde, riss sie mit erschreckender Wildheit nieder. Eine Explosion aus Magie zerfetzte die verbliebenen Kobolde und t?tete alle f¨¹nf, die sich auf der Br¨¹cke befanden. Adrienne warf Neveah einen ¨¹berraschten Blick zu, als sie ihren Schild fallen lie?, doch Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Das war nicht ich." gestand sie d¨¹ster. "Du h?ttest nicht kommen sollen..." hallte Kes Stimme durch die H?hle, als sie aus den Schatten emporstieg und sich am anderen Ende der Br¨¹cke positionierte, ihre zusammengekniffenen Augen fest auf Adrienne gerichtet. Ihr Blick streifte auch Neveah, und ihr Gesicht verzerrte sich zu einer h?sslichen Grimasse. "Und du hast auch noch Gesellschaft mitgebracht."Adriennes Blick schnellte zu Ke, ihre Augen weiteten sich in einer Mischung aus Unuben und Erleichterung. Neveah konnte nicht sagen, was ¨¹berwog ¨C die Erleichterung, Ke endlich zu sehen, oder der Unube, dass sie wirklich hier war. Seit Tagen war Adrienne Ke auf der Spur gewesen, und nun hatte sie sie hierher verfolgt. ?Was ist das ... was ist das f¨¹r ein Ort?", fragte Adrienne und ihre Blicke glitten suchend ¨¹ber die H?hlenw?nde, w?hrend ihre Stirn sich in Verwirrung runzelte. ?Was tust du hier unten?" Neveahs Blick wanderte zum kleinen Tunneleingang, aus dem Ke getreten war, ein beklemmendes Gef¨¹hl der Unruhe keimte in ihr auf, doch sie schob es beiseite. Jetzt, da sie hier war, jetzt, da sie Ke mit eigenen Augen sah, w¨¹rde Neveah sie nicht entwischenssen. Neveah wollte vorw?rts treten, doch Adrienne war schneller und streckte eine Hand aus, um sie zu stoppen. ?Lass mich mit ihr reden! Tue nichts Un¨¹berlegtes!" Unter ihrem Atem zischend, ballte Neveah die H?nde zu F?usten. Sie fuhr sich durch die Haare und nickte schlie?lich einmal. ?Egal, was hier vor sich geht, du musst mit mir zur¨¹ckkommen", sagte Adrienne hastig zu Ke. ?Hier wimmelt es vor Kobolden. Du wei?t, dass sie nur durch dunkle Magie beschworen werden k?nnen ... hier ist noch jemand anderes, jemand Gef?hrliches. Und wenn wir nicht rechtzeitig verschwinden ..." Adrienne verstummte, als ein ckern von Magie an Kes Fingerspitzen aufzuckte, unberechenbar und wild. ?Arkan ...", fl¨¹sterte Adrienne ungl?ubig. ?Addie, geh weg von mir", forderte Ke mit Nachdruck von ihrer Schwester. F¨¹r Neveah blieb nicht gen¨¹gend Zeit zum Reagieren. Eine Welle roher, unkontrollierter Magie scho? aus Kes Hand, eine Kraft so heftig, dass die H?hle unter ihrem Protest st?hnte und die Br¨¹cke zu knistern begann. Sie rauschte direkt auf Neveah zu, so schnell, dass Neveah nichts weiter als ein Gef¨¹hl des Bedauerns empfinden konnte ... sie h?tte nie nachgeben d¨¹rfen, als Adrienne sie darum gebeten hatte. Dann traf die arkane Magie, gerade als die Br¨¹cke in einer Explosion der Magie zerbarst. Im einen Moment stand sie noch auf der Br¨¹cke, im n?chsten wurde Neveah von der Schwerkraft nach unten gezogen, fiel geradewegs in die Grube brodelnden Magmas. Die Hitze der Grube war sengend, und Neveah unterdr¨¹ckte einen Schmerzensschrei, als ihre Magie ausbrach, um sie abzust¨¹tzen. Die Wucht schleuderte Neveah durch die H?hle; sie prallte gegen die Wand und sank keuchend zu Boden. Im n?chsten Moment war Neveah wieder auf den Beinen und untersuchte sich. Au?er einer Verbrennung war sie unverletzt ... doch die arkane Magie hatte getroffen. Ein Schrei des Entsetzens hallte durch die H?hle, Neveah blickte auf und sah Ke mit aufgerissenen Augen ... nein, sie schaute auf jemand anderen. Neveahs Blick folgte dem von Kes entsetzten Augen, ein Schrei des Unubens steckte ihr in der Kehle. Dort, nur wenige Zentimeter von der Magmagrube entfernt,g Adrienne. Irgendwie war sie zuerst gest¨¹rzt, noch bevor die Br¨¹cke zerbarst. Ihr K?rper war durch den Fall seltsam verdreht, ihr Brustkorb hob sich schwach in ungleichm??igem Rhythmus. Die Bluche um sie herum breitete sich rasch aus. Die arkane Magie hatte ihr Ziel gefunden. Aber es war nicht Neveah ... Es war Adrienne ... Chapter 751: Was h?tte sein k?nnen (Kap.752)

Chapter 751: Was h?tte sein k?nnen (Kap.752)

Neveah sp¨¹rte, wie etwas in ihr zerbrach, und einen Momentng war alles still. "A...drienne...?!" Die Szene von vorhin wiederholte sich in Neveahs Kopf, diesmalngsamer. Vor ihrem geistigen Auge sah sie, wie Adrienne sich ihr in den Weg stellte und sie vor ihrer Schwester abschirmte. Sie sah, wie die arkane Magie zuschlug und Adrienne in der Luft nach hinten schleuderte, direkt von der Br¨¹cke. Sie sah, wie sich ihr K?rper verdrehte, als die Energie durch ihren Reitanzug brannte und sich in ihr Fleisch fra?. Sie sah, wie sich die Zeit vengsamte, als Adrienne auf dem Boden aufschlug und ¨¹ber die rissige Oberfl?che zum Rand der Grube rutschte. Die Welt bewegte sich endlich wieder. Der Schock und der Unube trafen Neveah h?rter als ein Scg auf die Wange. Und ehe sie sich versah, rannte Neveah los, durchquerte die H?hle und lie? sich neben der gefallenen Fae-Prinzessin auf die Knie fallen, Kes Existenz vor¨¹bergehend vergessen. Neveah griff nach Adrienne, ihre H?nde zitterten, sie wusste nicht, wo sie dr¨¹cken sollte, um die Blutung zu stoppen ... ¨¹berall war Blut, zu viel Blut. Adriennes schwacher Blick wanderte zu Neveah, ihre Lippen spalteten sich, ein zitternder Atem entkam. Ihre Augen, die einst hell und durchdringend waren, verssten. "Schuppen..." fl¨¹sterte sie, und der Hauch eines L?chelns ckerte um ihre Lippenwinkel. "Das... war nicht der n." Neveah konnte nicht verstehen, was geschah, sie konnte es einfach nicht verarbeiten. "Das ist nicht wahr!" Neveah zischte in Panik. "Schuppen! Du hattest keine Rechte! Warum solltest du ..." Ihre Stimme brach und Neveah hasste sich f¨¹r die Angst, die in ihre Brust kroch. Sie sollte sich nicht so f¨¹hlen ... es sollte ihr egal sein. Adriennes Atem ging sto?weise. Blut sprudelte am Rand ihrer Lippen, aber sie hob eine zitternde Hand und dr¨¹ckte sie gegen Neveahs Arm. "Ich ... h?tte nicht gedacht, dass du um mich weinen w¨¹rdest." Erst jetzt bemerkte Neveah die Tr?nen, die in ihren Augen brannten. "Tue ich nicht. Ich hasse dich ..." Neveah verschluckte sich, ihre gl¨¹henden H?nde zitterten an Adriennes Wunden, als sie nach ihrer Magie griff ... nach irgendetwas. Aber sie konnte die Tr?nen nicht mehr zur¨¹ckhalten, nicht, als sie sah, wie das Leben aus Adriennes Augen wich ... eine Frau, die sie nie wirklich gekannt hatte, nie wirklich verstanden hatte und sich auch nie darum gek¨¹mmert hatte - bis jetzt. Adrienne hustete, das Ger?usch war nass und schmerzhaft. "L¨¹gnerin." Ein weiteres Beben setzte ein, st?rker als jedes andere. Der Boden unter ihnen bebte, die Risse wurden breiter. Das Magma in der Grube brodelte noch heftiger, jeden Moment w¨¹rde es einen Ausbruch geben, aber noch immer konnte Neveah sich nicht bewegen... sie wollte sich nicht bewegen. "Bleib einfach ruhig... Ich kann dich retten..." schwor sich Neveah und wollte, dass die Magie in ihren Adern ein weiteres Wunder vollbrachte, so wie sie es oft tat. "Das ist... arkan... die gr??te bekannte Magie..." fl¨¹sterte Adrienne, ihr Tonfall war kaum h?rbar. "Keiner kann mich retten." Neveah konnte nicht zuh?ren. Es war ihr egal, ob es arkan war oder die Hand des Schattendrachens selbst... "Ich werde dich retten!" Neveah zwang sich, mit zusammengebissenen Z?hnen zu sprechen. "H?r zu ... meine Schwester ..." sagte Adrienne m¨¹hsam. Sie drehte ihren Kopf leicht in Richtung Ke. Ein erstickter Schluchzer erinnerte Neveah an Kes Anwesenheit. Ke hatte sich nicht bewegt, ihre H?nde waren immer noch erhoben, als ob die Magie immer noch an ihren Fingern klebte ... als ob sie sie zur¨¹cknehmen k?nnte. "Wenn Menarx hierher kommt ... wird er sie t?ten. Lass sie gehen ... kannst du mir diesen einen Gefallen tun, Veah?" fragte Adrienne eindringlich. Ein Laut entrang sich Kes Kehle, etwas zwischen einem Schluchzen und einem Schrei. Neveahs hasserf¨¹llter Blick richtete sich auf Ke. "Sie gehenssen?" fragte Neveah, die Worte waren ihr fremd auf der Zunge. Wut kochte in ihr auf, ein Sturm, der sich enden wollte. Kes Blick traf den von Neveah. "Ich ... ich wollte nicht ... Ich hatte es auf ..." Ke versuchte zu erkl?ren, aber sie musste etwas in Neveahs Augen gesehen haben, denn sie zitterte sichtlich und wich einen zitternden Schritt zur¨¹ck. Echtes Entsetzen spiegelte sich in ihren Augen. Neveah scherte sich nicht um irgendwelche Gefallen, sie wollte Ke t?ten und Ke wusste es. Der Vulkan bebte erneut, das Magma zischte und blubberte. Ke machte noch einen Schritt zur¨¹ck, und dann noch einen ... Und dann lief sie davon. "Bitte..." flehte Adrienne schwach. "Menarx ...ss mich leben, bis ich ihn sehe ... ein letztes Mal ..." Sie schluchzte. Vielleicht reichte Neveahs Magie einfach nicht aus, um Adrienne vor dem Tod zu bewahren, aber Neveah wusste, dass sie ihr Zeit verschaffen konnte ... gerade genug, bis Menarx hier eintraf. Aber in dieser Zeit w¨¹rde Ke l?ngst weg sein. Ein w¨¹tendes Knurren brach aus Neveahs Kehle hervor. Es war, als k?me es aus ihrem eigenen Herzen. Alles in ihr wollte die Verfolgung aufnehmen, den Verr?ter zur Strecke bringen und dem Ganzen ein endg¨¹ltiges Ende setzen, genau in diesem Vulkan ... Aber zu welchem Preis? Neveah riss ihren Blick von Kes R¨¹ckzug los, ihre Augen wanderten zur¨¹ck zu Adrienne. Sie griff nach innen, und in ihrem Kopf drehten sich tausend Gef¨¹hle. ¡¯Demevirld ... hilf mir ... bitte ...¡¯ dachte Neveah an die Pr?senz, die in ihrem Kopf brodelte. ¡¯Es ist arkan. Ich selbst wurde aus einem Fetzen arkaner Magie erschaffen. Ich kann es nicht r¨¹ckg?ngig machen ... oder sie retten.¡¯ Demevirld antwortete, und zum ersten Mal wollte er nicht necken oder spotten, sondern gab Neveah ehrlich eine Antwort. ¡¯Dann... das, was du tun kannst... so viel tun...¡¯ dachte Neveah und ihr Herz sank in Resignation. Das schwache goldene Leuchten um ihre H?nde hellte sich auf und Neveah sp¨¹rte, wie Adriennes Lebenskraft wie Glut in der Luft verschwand. Neveah ?fe ihren Geist vollst?ndig f¨¹r die Magie, die in ihren Adern wogte, und griff nach der verstreuten Glut, und mit allem, was sie hatte... hielt sie sich fest. "Veah..." rief Adrienne schwach und hustete noch etwas Blut. Neveahs H?nde zitterten, als sie fester auf die Wunde dr¨¹ckte, als k?nnte sie Adriennes Leben mit der blo?en Kraft ihres Willens festhalten. Das Blut war jetzt ¨¹berall, es sammelte sich um sie herum, befleckte Neveahs H?nde, ihre Kleidung, als w?re es ihre Schuld und nicht die von Ke. Adriennes Augen ckerten, sie beobachtete Neveah, ein L?cheln auf ihren Lippen. Es war nicht grausam oder bitter, nicht einmal schmerzhaft... nur m¨¹de. "Wei?t du..." Sie r?usperte sich. "Ich kann es kaum sp¨¹ren... meine Wunden..." "Das einzige, was ich sp¨¹re... ist deine W?rme." gestand sie wahrheitsgem??. "Es ist die Hitze des Magmas... nicht ich." erwiderte Neveah heiser. Adrienne gluckste trocken. "Veah ... ich hatte mal einen Traum." Neveah schluckte schwer, sie konnte ihn sp¨¹ren, diesen Ton der Resignation, der mit den sterbenden Worten kam. "Erz?hl... erz?hl mir nichts. Heben Sie sich alles f¨¹r Menarx auf... Ich werde nicht zuh?ren." Adrienne atmete schwach aus, ihr L?cheln wurde nur ein wenig breiter. "Nicht die Tr?ume, die man bei einer Prinzessin erwartet. Nicht von H?fen und Thronen ... nicht davon, Hochk?nigin zu sein ..." Neveahs Kehle brannte. "Adrienne ... tu es nicht ... tu es einfach nicht ..." "Ich habe von dir getr?umt." Adriennes Finger zuckten und griffen schwach nach Neveahs Handgelenk. "Davon, neben dir zu stehen, nicht gegen dich. Dass ich dich ... meine K?nigin nenne." Neveah erstarrte, ihre Augen trafen endlich Adriennes. Ihre blutverschmierten Lippen neigten sich leicht. "Das w?re etwas gewesen",chte sie, ein atemloses Lachen ... weich und wehm¨¹tig. "Der W?chter deiner K?nigin zu sein. Im Schatten von etwas Gr??erem als meiner Blutlinie zu stehen... einmal im Leben." Adriennes Finger verkrampften sich, nur f¨¹r einen Moment. "Ich sehe es jetzt, Veah. Warum ich dich nie gemocht habe, seit ich dich zum ersten Mal sah ..." Adriennes Stimme schwankte. "Es war, weil mein Herz dich anerkannte ... was ich sah, war nicht nur eine Frau, die eine Herrscherin werden w¨¹rde, ich sah ... eine Legende." Sie stie? einen zitternden Atemzug aus. Und dann sagte sie in einem weicheren, schw?cheren Ton: "Es w?re mir eine Ehre gewesen... Euch zu dienen, Neveah Vairheac..." Chapter 752: Was gebraucht wird (Kap.753)

Chapter 752: Was gebraucht wird (Kap.753)

Das Wasser im Waschbecken lief rot. Neveahs H?nde zitterten, als sie sie verzweifelt unter dem flie?enden Wasser schrubbte, doch das Blut wollte einfach nicht weichen. Es haftete an den Linien ihrer Handfl?che, unter ihren N?geln und war in den Furchen ihrer Finger eingegraben, als w?re es ein Teil ihres Wesens geworden. Sie hatte sich die H?nde bereits wund gewaschen, konnte es jedoch immer noch f¨¹hlen ... das Blut, klebrig ... warm ... frisch. Und ihre H?nde waren nicht das Einzige, was davon bedeckt war. Ihren Kopf hebend, starrte Neveah auf ihr Spiegelbild. Das Bild, das sie anblickte, war ihr v?llig fremd... ein Geist der Person, die sie von sich kannte. Ihre Augen, sonst so grimmig, wirkten leer, als sei sie immer noch in jenem Moment gefangen. Ihre Haut war noch sser als ¨¹blich, ihre Wimpern feucht von dem, was sie nicht wahrhaben wollte. Ein roter Fleck befleckte die Seite ihres Kiefers ... mehr Blut, Adriennes Blut. Neveah schluckte schwer, ihre Kehle f¨¹hlte sich eng an. Die Szene spielte sich immer noch in ihrem Kopf ab, und sie konnte sie deutlich h?ren ... ohrenbet?ubend. Menarx¡¯ Br¨¹llen. Selbst jetzt... eine Stunde sp?ter... war dieses Ger?usch in ihrem Ged?chtnis eingebrannt. Das Ger?usch hatte den Himmel durchdrungen und die Nacht zerrissen. Ein Ger?usch so roh, so voller Qual, dass die Luft damit zitterte. Es war weder der Schrei eines Kriegers noch das Gebr¨¹ll eines htenherrn... nein, es war ein Flehen gewesen. Ein urspr¨¹nglicher Schrei eines gebrochenen Herzens... ein Hilferuf, um Hilfe, die Neveah nicht geben konnte. Ihr Griff um den Rand des Porzenbeckens verst?rkte sich, als die Erinnerung sie zum hundertsten Mal in kaum einer Stunde heimsuchte. In jenem Moment hatte sie Menarx¡¯ Blick getroffen. Er hatte kein Wort gesagt, es war auch nicht n?tig. Seine Augen vermittelten alles... Verzweiflung, Angst, st?rker als alle Worte es je k?nnten, und die Hoffnung, an die er sich mmerte. Und er hatte in Neveahs Augen gesehen, was er brauchte. Neveah hatte bereits alles getan, was sie konnte. Sie hatte ihnen Zeit verschafft, das war alles. Und er hatte es gewusst. Menarx hatte im Blut seiner Reiterin gekniet, den gepr¨¹gelten und gebrochenen K?rper Adriennes an sich gedr¨¹ckt, als k?nnte er sie vor dem Unvermeidlichen sch¨¹tzen. Doch selbst er, stolz, stark und unverw¨¹stlich, hatte gewusst, dass es hoffnungslos war ... Adrienne konnte nicht gerettet werden, und die Trennung stand bevor. Er wusste... dass in dem Moment, als sie ihren letzten Atemzug tat, seine Seele zu zersplittern beginnen w¨¹rde. Er wusste das und dennoch hatte er sie angesehen, mit Augen voller Kummer. Und Neveah w¨¹nschte sich in diesem Moment, dass sie etwas tun k?nnte, irgendetwas... sie h?tte alles gegeben, um ihm diesen Schmerz zu ersparen, Aber sie hatte ihm nichts zu bieten ... keine Worte, keinen Trost und keine Macht, das Schicksal zu ?ndern. Und sie konnte nichts weiter tun, als zuzusehen, wie Menarx¡¯ Verwandlung ihn auf eine Weise durchdrang, die Neveah noch nie zuvor gesehen hatte... brutal und pl?tzlich. Seine Fl¨¹gel hatten sich in einerngsamen, traurigen Bewegung entfaltet, als sicherte er Adrienne vorsichtig in seiner ue, die Bewegung war bedachtsam und ehrf¨¹rchtig... als w¨¹rde er seine ganze Welt ummmern. Mit einem letzten Blick auf Neveah verschwand er in der Nacht und verschwand aus dem Blickfeld... und Neveah hatte ihn gehenssen, wohl wissend, dass sie ihn h?tte aufhalten m¨¹ssen. Seitdem war genau eine Stunde vergangen, und niemand hatte etwas von Menarx gesehen oder geh?rt. Das bedeutete, dass die Trennung jeden Moment eintreten k?nnte, sie k?nnte bereits begonnen haben und Menarx... er war ganz allein. Wenn sie doch nur etwas gesagt h?tte... irgendetwas, h?tte sie ihn davon abhalten k?nnen zu gehen? Neveah kniff die Augen zusammen und stemmte sich gegen das Waschbecken, als ein heftiger Schluchzer ihren K?rper durchzuckte. Das Ger?usch des flie?enden Wassers d?mpfte ihr gebrochenes Schluchzen. Nur einen Herzscg sp?ter durchbrach ein Klopfen an der T¨¹r den Dunst. Neveah bewegte sich nicht... sie wollte sich nicht bewegen. ?Neveah", rief Xenon gleichm??ig, doch mit einer gewissen H?rte. ?Lass mich rein." Sie tat es nicht. Ein kurzes Schweigen und dann ein Zischen. Der T¨¹rknauf pperte zu Boden, brannte sich durch. Die T¨¹r quietschte auf und Schritte n?herten sich, bis eine warme Pr?senz hinter ihr schwebte und wartete. Neveah drehte sich nicht um, sie konnte es einfach nicht. ?Veah...", Xenons Ton war nun weicher, aber immer noch fest. ?Du bist schon eine Stunde hier drin. Du musst aufh?ren."Neveah¡¯s Blick kehrte zum Spiegel zur¨¹ck ¨C kaum konnte sie sich selbst erkennen. Eine kr?ftige, doch sanfte Hand ergriff ihr Handgelenk und zog sie vom Waschbecken fort. Neveah lie? es zu, sie war zu bet?ubt, um Widerstand zu leisten. "Sieh mich an", forderte Xenon mit Nachdruck, als Neveahs Augen weiter auf den Boden gerichtet blieben. Gelehrig erhob sie ihren Blick, um den seinen zu treffen. Xenons Stirn runzelte sich beim Anblick der Tr?nen in ihren Augen, er zuckte merklich zusammen ¨C als w¨¹rde der Anblick ihm physisch Schmerzen bereiten. "Ich schaffe es nicht...", brach Neveahs Stimme weg. "Ich bekomm es nicht ab..." Ihre Worte endeten kaum h?rbar. Schmerz war in Xenons Blick, als er Neveahs Blick zu ihren H?nden folgte. Wortlos griff er nach einem feuchten Tuch und wischte damit sanft ¨¹ber ihre Handfl?chen, ¨¹ber die Blutflecken, die l?ngst weggescheuert worden waren. "Da ist nichts mehr", fl¨¹sterte er. "Es ist verschwunden, Veah." Aber es war nicht verschwunden. Und es w¨¹rde nie verschwinden. "Menarx... Ich konnte ihn nicht aufhalten... Ich habe es nicht geschafft...", murmelte Neveah leise, ihre Stimme rau. "Wir sind ihm schon auf der Spur. Auch Kirgan ist angekommen, er wird die F¨¹hrung ¨¹bernehmen... er wird nicht ruhen, bis er ihn gefunden hat." Xenon versicherte mit d¨¹sterer Stimme. Neveah entging das nicht. Sie schluckte, ihre H?nde ballten sich zu F?usten. "In dem Augenblick, in dem Adrienne stirbt... falls sie nicht bereits tot ist...", setzte Neveah an, ihr Atem war unregelm??ig. "Ich wei? nicht, wienge... meine Magie sie noch halten kann..." "Er wird die Trennung erleiden", vollendete Xenon die Worte, die Neveah nicht auszusprechen vermochte. "Und wenn er allein ist, wenn es geschieht, wird er... es nicht ¨¹berstehen." Xenons Kiefer verkrampfte sich, seine Stimme war schwer von der Last ihrer gegenw?rtigen Realit?t. "Also m¨¹ssen wir ihn finden... bevor das geschieht", sagte Xenon bestimmt. Das Herz h?mmerte gegen Neveahs Rippen. Sie wusste es bereits, aber esut ausgesprochen zu h?ren, machte es nur zu real... es war unertr?glich. Xenon atmete scharf aus und trat dichter heran, sein Blick fest auf Neveah gerichtet. "Aber wir k?nnen nicht selbst auf die Jagd gehen." Neveahs Kopf fuhr hoch. "Was?" "Fort Inferno wird angegriffen", verk¨¹ndete Xenon d¨¹ster. "Die Fae haben gerade einen Angriff gestartet. Und schlimmer... die Werw?lfe sind ebenfalls vorger¨¹ckt, sie sind ins untere Viertel gest¨¹rmt und haben es als Geisel genommen." "Sie benutzen die Einwohner als menschliche Schutzschilde; die H?llendrachen k?nnen nicht zur¨¹ckscgen, ohne das untere Viertel in Brand zu setzen und ihre Eigenen zu t?ten. Und dann ist da noch der Vulkan..." Neveah blickte zu Xenon auf, ihre Augen verraten die Ohnmacht, die sie empfand. "Als deine Geliebte w¨¹rde ich dich am liebsten mitnehmen... weit weg von alledem. Aber ich wei?, du w¨¹rdest das nicht wollen, und es bricht mir das Herz. Ich musste mit ansehen, wie mein Bruder seinen Reiter verlor, und alles, an das ich denken kann... alles, was mir mein Verstand sagt, ist der dringende Wunsch, dich zu verstecken... vor dieser ganzen Gefahr." "Als Lord von Onyx Scales ist es meine Pflicht zu sagen... die gesamte Festung h?ngt von dir ab..." Xenons Stimme sank zu einem Fl¨¹stern, traf ihn jedoch h?rter als jede ernste Erinnerung an die Realit?t. "Wenn du zerbrichst... zerbrechen wir alle." "Also w?hle, Veah. Entscheide, wer ich f¨¹r dich sein soll... Ich werde tun, was du vengst", gelobte Xenon, wobei seine Augen Neveahs suchten. Neveah wollte etwas erwidern, widersprechen... ihre Frustration herausschreien. Doch sie konnte nicht. Denn er hatte recht. Was die Festung jetzt brauchte, waren nicht zwei Liebende, die das herannahende Schicksal einer geliebten Weggef?hrtin betrauerten; was sie brauchte, waren der Lord von Onyxschuppen und die Drachenk?nigin. "Schuppen! Was sollen wir nur wegen Narx tun?" fl¨¹sterte Neveah und schloss die Augen. Chapter 753: Endgültigkeit (Kap.754)

Chapter 753: Endg¨¹ltigkeit (Kap.754)

Ein tiefer Atemzug. Neveah zwang sich aufzurichten, schob den Kummer beiseite, der an ihrem Herzen zerren wollte, und verschloss ihn in den Tiefen ihres Geistes, tief genug, dass er sie nicht erreichen konnte... nicht jetzt, nicht snge die Festung sie brauchte. Als siengsam ausatmete, wandte sich Neveah vollst?ndig Xenon zu. Worte waren ¨¹berfl¨¹ssig, Xenon kannte ihre Entscheidung. Einen anderen Weg hatte es nie wirklich gegeben. "Die H?llendrachen haben sich versammelt", sagte Xenon, seine Stimme war fest, doch sein Blick schwer von unausgesprochenen Worten. "Der Herr von Festung Inferno hat dich gebeten, den Kriegsrat zu leiten." fuhr er fort. Er reichte ihr frische Kleidung, ein einfaches schwarzes Kleid, frei von dem Blut und Staub, die ihren Reitanzug befleckten. "Ichsse deinen Reitanzug reinigen. Du solltest dich umziehen." Neveah nickte kurz. Sie nahm das Kleid und als Xenon den Raum verlie?, wusch sie sich schnell, wechselte die Kleidung und r?umte so gut es ging auf, obwohl die Zeit knapp war. Sie zwang sich, schnell zu handeln, um ihren Gedanken nicht den n?tigen Raum zum Verweilen zu geben. Beim Anblick des Blutes im Waschbecken... Bei der Erinnerung, die Adrienne in ihre Seele gebrannt hatte... Beim nagenden, furchtbaren Gef¨¹hl, dass es noch mehr zu verlieren gab... Als sie hinaustrat, wankte ihre Sicht und der Raum drehte sich. Sie streckte sich aus, um das Gleichgewicht zu halten, und Xenon war sofort zur Stelle. Seine Arme fingen sie auf, fest und sicher. Sie umschlossen ihre Taille und verankerten sie. Er hatte an der T¨¹r gewartet... als w¨¹sste er, dass Neveah ihn brauchen w¨¹rde. "Veah..." Xenons Stimme war leise, besorgt. "Vielleicht solltest du dich ausruhen, bevor ..." Er kam nicht dazu, seinen Vorscg zu beenden, denn Neveah sch¨¹ttelte schnell den Kopf. "Das ist es nicht", murmelte Neveah und atmete scharf ein. Das Gef¨¹hl war ihr vertraut, denn sie hatte es erst k¨¹rzlich zum ersten Mal gesp¨¹rt, es war wie ein Ziehen tief in ihrer Brust, eine Dringlichkeit... etwas, das Neveah nicht genau fassen konnte. ¡¯Ein Ruf. Jemand ruft dich mit fl¨¹sternbder Magie zu sich.¡¯ kl?rte Demevirld sie auf. ¡¯Ein Ruf... ja, so f¨¹hlt es sich an.¡¯ dachte Neveah, w?hrend Xenon sie zum Bett f¨¹hrte, damit sie tz nehmen konnte. Es ergab Sinn, dass sie pl?tzlich das Gef¨¹hl hatte, wie an ihrem Verstand gezerrt wurde und auch die Dringlichkeit dahinter passte zu dem Bild. ¡¯Aber wer?¡¯ ¡¯Es kann nur jemand sein, bei dem du k¨¹rzlich Magie angewendet hast.¡¯ antwortete Demevirld. ¡¯Adrienne... Menarx!¡¯ Neveah stockte der Atem. ¡¯M?chtest du dem Ruf folgen?¡¯ fragte Demevirld. ¡¯Die Magie wird dich durch den Raum transportieren, ?hnlich wie ein Portal. Aber das Ziel bestimmt der Wille des Rufenden, und so kannst du es nur allein beantworten. Keiner kann dir folgen.¡¯ Neveahs Blick wandte sich zu Xenon. Er beobachtete sie bereits, die Sorgenfalten auf seiner Stirn waren deutlich zu sehen. Ihr Blick war unsicher: "Ich ube, Menarx ruft nach mir. Demevirld kann mich zu ihm bringen... Ich werde nichtnge weg sein." Xenons Stirn legte sich noch mehr in Falten, das Z?gern in seinen Augen war offensichtlich, nicht weil er nicht wollte, dass Neveah zu Menarx ging, sondern weil er sich mit dem Gedanken nicht anfreunden konnte, dass Neveah allein irgendwohin ging, wo Gefahr Fort Inferno von allen Seiten umgab. Doch er nickte nach einem Moment zustimmend. "Geh", stimmte er zu. "Ich werde den Rat leiten. Bringe ihn zur¨¹ck." Neveah nicktengsam und schluckte den Klo? in ihrem Hals hinunter. ¡¯Nimm mich¡¯, dachte sie zu Demevirld. Kaum hatte Neveah Zeit, sich zu fassen, als ein pl?tzlicher Schwall von Magie durch ihre Adern jagte und Neveah sich auf einmal leicht wie Luft f¨¹hlte. Ihre Sicht verschwamm und schwankte so stark, dass Neveahs Augen zuppten. Ihre Ohren klingelten und ihre Augen brannten, es kam ihr wie eine Ewigkeit vor... und dann herrschte Stille. Neveah blinzelte gegen den rauen Wind. Sie stand auf einem felsigen Bergvorsprung in einer v?llig fremden Landschaft. Der Vorsprung war so hoch oben, dass der Boden unter ihren F¨¹?en gef?hrlich schmal erschien, die unendliche Weite des Himmels dehnte sich unter ihr aus, nichts als dicke Wolken wirbelten darunter. Schnell wich sie von der Kante zur¨¹ck. Beim ¨¹berblicken des Gebirgszugs beschleunigte sich Neveahs Herzscg. Menarx stand mit dem R¨¹cken zu ihr, die Arme hinter ihm verschr?nkt, seine Silhouette stach vor dem Hintergrund des sturmgrauen Himmels ab.Erleichterung str?mte durch Neveahs Herz, roh und schmerzvoll. Sie eilte schnell her¨¹ber, blieb jedoch in ihren Spuren stehen, als Menarx sich umdrehte, um ihr gegen¨¹berzustehen. Es war gerade etwas mehr als eine Stunde vergangen, seit sie sich zuletzt gesehen hatten. Wie konnte er nur so ver?ndert aussehen? Sein Gesicht war fahl, seine Augen stumpf und ausgeh?hlt durch etwas, das tieferg als blo?e Ersch?pfung. Seine Schultern, einst breit und voll ruhiger Kraft, waren nun gebeugt, wie die eines Mannes, der eine Last trug, die viel zu schwer f¨¹r seine Knochen war. Ein stechender Schmerz durchfuhr Neveahs Herz, doch sie dr?ngte ihn zur¨¹ck. "Narx...", fl¨¹sterte sie. Menarx blinzeltengsam, als ob er sich aus einem tiefen Abgrund hochzog. "Du bist da." Seine Stimme war entfernt, br¨¹chig. "Sie... hat gesagt, du w¨¹rdest kommen." fuhr er fort. Sie... Adrienne. Neveahs Kehle schn¨¹rte sich zu. Menarx besa? keine Magie, er war nicht in der Lage, diesen Ruf an Neveah zu senden. Es war Adriennes Werk, genau wie sie gedacht hatte. Neveah schluckte schwer und fragte: "Wo... ist sie?" Neveah wusste es. Instinktiv wusste sie es. Doch ihre Augen suchten weiterhin verzweifelt das Bergvorsprung ab. Menarx war allein, von Adrienne keine Spur. Aber Neveah wusste, sie konnte nicht weit sein... vorausgesetzt, sie lebte noch. Und die Wahrscheinlichkeit daf¨¹r... war so gut wie nicht vorhanden. "Ich bin hier", best?tigte Neveah, ihre Stimme angespannt. "Geht es dir... gut?" Es war eine t?richte Frage, und Neveah bereute sie in dem Moment, als sie ¨¹ber ihre Lippen kam. Der Schmerz in Menarx¡¯ Augen war offensichtlich, und um ihn herumg eine Aura k¨¹hler Distanz... als k?nne er es nicht ertragen, Teil dieser Welt zu sein. Es folgte eine schreckliche, erdr¨¹ckende Stille. "Narx... Ich...", Neveah versuchte es erneut, doch Menarx unterbrach sie. "Sie wollte, dass du das hier bekommst." Er atmete zitternd ein. Er griff in seine Robe und zog einen seltsamen Gegenstand heraus, eine kleine Kugel. Sie schimmerte ss, und er reichte sie Neveah entgegen. "Sie sagte, es sei dringend... dass ich es dir unverz¨¹glich ¨¹berbringen soll..." Neveah zuckte zusammen. Wollte... sagte... Menarx sprach im Pr?teritum. Das w¨¹rde bedeuten... Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Neveah wollte nicht dar¨¹ber nachdenken. Sie ging zu Menarx hin¨¹ber und nahm die Kugel, die sich warm anf¨¹hlte, aber sie erkannte weder den Gegenstand noch seinen Zweck. "Narx...", ihre Stimme war nun kaum mehr als ein Fl¨¹stern. "Lass mich sie sehen ...ss mich helfen. Ich ube, ich kann es..." Neveah stockte. "Lass es mich einfach noch einmal versuchen..." Menarx sch¨¹ttelte den Kopf. Er atmete zitternd aus, das Ger?usch schnitt Neveah ins Herz und sie biss sich fest auf die Unterlippe, so fest, wie es n?tig war, um den ¨¹berw?ltigenden Kummer zu unterdr¨¹cken. "Du hast alles getan, was m?glich war, Veah. Ich kenne dein Herz... ich wei?, du hast mehr als alles gegeben. Es gibt nichts mehr, was du tun kannst." Seine Stimme war sanft, zu sanft. Die Stimme eines Mannes, der schon Frieden mit seinem Schicksal geschlossen hatte. Neveah konnte es nicht. Sie konnte keinen Frieden damit schlie?en. Menarx fuhr fort, mit einem m¨¹den, gebrochenen L?cheln. "F¨¹r alles, was du getan hast, jetzt... und vornger Zeit, hast du meinen ewigen Dank." sagte er. Die Endg¨¹ltigkeit in seinem Ton lie? Neveah bis auf die Knochen frieren. Chapter 754: Der Letzte (Kap.755)

Chapter 754: Der Letzte (Kap.755)

Eine Windb?e schnitt durch den Bergvorsprung; es war so kalt wie Eis. Wenn Neveah ehrlich war, sogar eiskalt. Der Wind wirbelte ihre Haare durcheinander und griff nach ihrem schwarzen Kleid. Aber Neveah bemerkte die K?lte kaum, denn ihre ganze Aufmerksamkeit galt Menarx, dem leeren Blick in seinen Augen und wie seine Schultern unter einer unsichtbaren Last zusammensanken. Er wirkte so... klein. So zerbrechlich. Als k?nnte der Wind ihn zerschmettern, w¨¹rde er nur ein wenig st?rker wehen. Schmerzhaft zog sich Neveahs Brust zusammen, als sie seinen Blick suchte, aber sie fand nichts... Trauer so tief, dass sie keine Spuren hinterlie?, einfach nichts. Sie kannte die Auswirkungen eines Schnittes. Welche Last es auf einen Drachen legte, doch es war erst eine Stunde vergangen... Wie konnte es so weit kommen? "Und was jetzt?" Neveahs Stimme zitterte, trotz ihres Bem¨¹hens, gefasst zu klingen. Es war das hoffnungsloseste Gef¨¹hl, das Neveah seit Langem empfunden hatte, denn sie wusste bereits, was Menarx w?hlen w¨¹rde, noch bevor sie die Frage stellte. "Soll ich einfach... zur¨¹ck nach Inferno gehen? Ohne dich?" Menarx lie? seinen Blick schweifen, als k?nnte er Neveahs Starren nicht ertragen. Er richtete seine Aufmerksamkeit auf die wirbelnden Wolken unter ihnen. "Du solltest zur¨¹ckkehren, Neveah. Der Ort, an dem du jetzt sein solltest... ist nicht hier." Frustration wallte in Neveah hoch, so vehement, dass es k?rperlich schmerzte. "Sag mir nicht, wo ich sein kann und wo nicht", fauchte Neveah. "Ich will nichts von Pflicht h?ren oder von dergleichen. Sag mir, was ich tun kann ... jetzt, um zu verhindern, dass du direkt vor meinen Augen zerbrichst...", fl¨¹sterte sie hilflos. Das darauf folgende Schweigen war unertr?glich, erstickend. Menarx¡¯ Schulter verspannte sich, aber es gab kein weiteres Anzeichen daf¨¹r, dass er Neveah geh?rt hatte. "Sag einfach ... irgendetwas ..." Menarx atmetengsam aus, sein Atem bildete Nebel in der eisigen Bergluft. Sein Kiefer verkrampfte sich, als w?re Sprechen keine Aufgabe mehr, an der er teilnehmen wollte. "Sag Kirgan, er soll die Jagd auf mich einstellen", sagte er schlie?lich. Sein Ton war leise ... m¨¹de. "Ich bin nicht die gr??te Sorge, die die Festung im Moment hat." Neveah konnte ihren Ohren kaum trauen. "Doch... doch, das bist du!" Ihre Stimme schwoll an, als k?nnte das helfen, Menarx¡¯ ungewohnte Gleichg¨¹ltigkeit zu durchdringen. "Du bist wichtig! F¨¹r mich... f¨¹r uns alle. Beim Schuppen, Narx! Du wei?t das... das musst du wissen!" Menarx¡¯ Schultern sanken unter dem Gewicht von Neveahs Worten zusammen. Neveah wusste, dass es im Moment zu viel f¨¹r ihn war, und dass sie die Dinge nicht besser machte; er brauchte Zeit, wenn es ¨¹berhaupt eine geringe Chance geben sollte, dass er es ¨¹berwinden konnte, Aber Zeit, genau das hatten sie diesmal nicht auf ihrer Seite. Und genau das war es, was so erschreckend war. Als er es schlie?lich wagte, Neveahs Blick erneut zu begegnen, waren seine Augen stumpf... gequ?lt, so ganz anders als der Menarx, den sie kannte. "Veah ... ich kenne dein Herz." Das hatte er immer gesagt. Er sagte immer, er kenne ihr Herz, aber tat er das wirklich?"Aber du bist nicht l?nger meine Verantwortung... das hast du schon vornger Zeit hinter dir gssen." Seine Stimme ng resignierend. Die Worte trafen Neveah wie ein physischer Scg und sie taumelte zur¨¹ck, der Schmerz durchdrang jede Faser ihres Seins. Die Emotionslosigkeit in seiner Stimme und die Leichtigkeit, mit der er diese Worte aussprach, gerade ihr gegen¨¹ber, nach allem, was sie durchgestanden hatten... wer war das nur vor ihr? Neveahs H?nde zitterten und sie ballte ihre Finger zu F?usten, so fest, dass ihre Kn?chel wei? hervortraten. "Denkst du, wenn du kalt zu mir bist und harte Worte sprichst, werde ich mich einfach umdrehen und dich aufgeben?" fragte sie. "Wenn ja, dann kennst du mich wohl doch nicht so gut, wie ich dachte." Menarx¡¯ Augenbrauen zogen sich leicht zusammen und wie ein Riss in einer Mauer sah Neveah, wie seine Fassade br?ckelte und stumme Tr?nen aus seinen Augen rannen. "Wei?t du, was ¡¯f¨¹r immer¡¯ bedeutet?" fl¨¹sterte Menarx mit gebrochener Stimme. Neveah zuckte sichtlich, ihr Herz zog sich so zusammen, dass ihr das Atmen schwerfiel. Sie blinzelte die Tr?nen fort, die sich in ihren Augen sammelten, unsicher, ob sie das Recht hatte, angesichts Menarx¡¯ rohen Schmerzes zu weinen. Stattdessen verringerte sie den Abstand zwischen ihnen und umarmte Menarx fest, sodass er sp¨¹ren konnte... dass sie ihn niemals fallenssen w¨¹rde. Menarx zitterte in Neveahs Armen, als ob bei ihrer Ber¨¹hrung all seine Kraft dahinschwand. "Jetzt muss ich mich an sie erinnern, l?nger als ich sie gekannt habe..." fl¨¹sterte er kaum h?rbar. Und dann sank sein Kopf, seine Schultern bebten, als er in Neveahs Hals schluchzend zusammenbrach. Als sie ihn in solcher Verzweiflung sah, brach Neveahs Herz in St¨¹cke, von denen sie nicht wusste, ob sie jemals wieder zusammenpassen w¨¹rden. Menarx l?ste sich von ihr und sah Neveah an. "Du bist es, was die Festung jetzt braucht, Veah." Er fl¨¹sterte heiser. "Deswegen musst du zur¨¹ck... dorthin, wo du hingeh?rst. Benutze das...", seine Augen wandten sich der Kugel zu, "was auch immer das ist, und tue, was du am besten kannst... mach das Richtige." "Wenn ich nicht einmal dir helfen kann, wie soll ich dann jemandem helfen k?nnen?" fragte Neveah schwach. Menarx¡¯ Blick wurde sanfter, trotz des Schmerzes, der in seinen Augen schimmerte. "Du hast mir schon geholfen... mehr, als du je wissen wirst."¡¯"Warum willst du dann nicht bei mir bleiben?" fragte sie, ihre Stimme brach dabei. "Jian ist immer noch weg... und jetzt auch du, ich verliere st?ndig die Menschen, die mir wichtig sind. Mein Herz ist zerrissen von dieser st?ndigen Suche... Ich kann das nicht mehr ertragen... Ich will es nicht mehr!" "Es ist nicht so, dass ich nicht bleiben will... es ist so, dass ich nicht bleiben kann." Menarx¡¯ Gesicht verzog sich, und offenbarte den Schmerz, den er zu verbergen versuchte. "Ich... zerbreche, Veah." "Dannss mich dich zusammenhalten... Ich schw?re, ich kann es, ich werde es tun..." Eine Tr?ne rann Neveahs Wange hinunter, kalt auf ihrer Haut. Sie streckte die Hand aus, ber¨¹hrte seinen ?rmel, verzweifelt versuchte sie, ihn vom Abgrund zur¨¹ckzuziehen, verzweifelt versuchte sie, sein Abgleiten zu verhindern. Doch Menarx wich zur¨¹ck, seine Augen leer, sein Gesichtsausdruck trostlos. "Aber das kannst du nicht, Veah. Nicht mehr." Seine Worte waren endg¨¹ltig, wie eine zufallende T¨¹r. Neveahs Hand sank an ihre Seite, ihre Finger zitterten. "Narx... wohin wirst du gehen?" Menarx wandte den Blick ab, seine Schultern hingen herab, sein Gesicht gezeic von Trauer. "Komm nicht hierher, um mich zu suchen, Veah. Such ¨¹berhaupt nicht nach mir. Mir wird es gut gehen... und du wirst mich wiedersehen, wenn es soweit ist." Sie sch¨¹ttelte den Kopf, ein Schluchzen fing in ihrer Kehle. "Ich habe dich einmal gehenssen... das bist du mir schuldig! Kannst du dich nicht... diesmal f¨¹r mich entscheiden? Nur dieses eine Mal?" Menarx¡¯ Gesicht verzerrte sich, roher Schmerz blitzte in seinen Augen auf. Er streckte die Hand aus, strich ihr mit den Fingern ¨¹ber die Wange und wischte ihre Tr?nen weg. Seine Ber¨¹hrung war kalt, fl¨¹chtig. "Du hast nie verstanden... dass ich mich jedes Mal f¨¹r dich entscheide", fl¨¹sterte er, und seine Stimme brach. Neveahs H?nde ballten sich zu F?usten an ihren Seiten. Sie wollte dagegen ank?mpfen. Wollte w¨¹ten, das Geschehene ungeschehen machen, den Moment zur¨¹ckfordern, der ihr gestohlen worden war. Aber hier gab es keinen Sieg zu erringen. Nur Kummer. Nur Verlust. Neveah holte zitternd Luft. Der Wind heulte zwischen ihnen und trug alle Worte fort, die sie vielleicht gesagt h?tte. Es gab nichts mehr zu sagen. Stattdessen streckte sie die Hand aus,ngsam, vorsichtig, und dr¨¹ckte ihre Stirn gegen die von Menarx. Einen Momentng teilten sie das Schweigen, Dann trat sie zur¨¹ck, und Menarx hielt sie nicht auf. Neveahs Finger krallten sich um die Kugel. Sie wusste nicht, was es war, aber es war Adriennes letztes Geschenk. Und sie w¨¹rde es tragen. F¨¹r sie. F¨¹r Menarx. F¨¹r alles, was verloren gegangen war. Der Himmel grollte ¨¹ber ihnen. Irgendwo zog ein Sturm auf. Menarx wich einige Schritte zur¨¹ck, doch Neveah blieb stehen. Und sie blieb regungslos, als er ¨¹ber den Rand des Berges trat und hinter den Wolken verschwand. Wieder einmal... nicht zum ersten Mal und auch nicht zum zweiten, lie? Neveah ihn gehen. Nur dass dieses Mal... die Erkenntnis aufkam, dass es das letzte Mal sein w¨¹rde. Chapter 755: Keine Einführung (Kap.756)

Chapter 755: Keine Einf¨¹hrung (Kap.756)

Wie sie vorausgesagt hatte, hatte vor kurzem ein Gewitter eingesetzt. Der Regen prasselte heftig nieder und durchn?sste das Kleid, das Neveah trug, und sie war bereits v?llig durchn?sst. In einem entfernten Gedanken begte sie die Aussicht, ein anderes Kleid anziehen zu m¨¹ssen, um anst?ndig genug f¨¹r den Auftritt vor den H?llendrachen auszusehen, aber das war eine Sorge, die ganz unten auf ihrer stetig wachsenden Liste stand. Wienge war Menarx nun schon weg? Eine halbe Stunde? Und Neveah hatte sich nicht einen Zentimeter von der Stelle bewegt. Ihre Gedanken erinnerten sie immer wieder an die Zusicherung, die sie Xenon gegeben hatte, bevor er ihr eubte, von seiner Seite zu weichen. Sie hatte gesagt, sie w¨¹rde nichtnge weg sein, und jetzt wusste sie, dass sie schonnge genug weg war. Warum blieb sie wie angewurzelt stehen? Neveah war sich nicht sicher, aber aus irgendeinem Grund konnte sie einfach nicht die Kraft aufbringen, die n?tig w?re, um ein Portal zu beschw?ren, das sie von dem Ort, an dem sie sich gerade befand, zur¨¹ck nach Hause schicken w¨¹rde. Zumal sie das Herbeirufen eines Portals mit ihrer eigenen Magie noch nicht oft genug ge¨¹bt hatte, um sicher zu sein. Es war eine Ironie des Schicksals, dass Adrienne einen magischen Ruf an sie gerichtet hatte. Woher hatte sie ¨¹berhaupt gewusst, dass Neveah ihn empfangen w¨¹rde und in der Lage war, sich hierher zu portieren? Wie hatte Menarx darauf vertrauen und abwarten k?nnen? Anscheinend begannen alle anderen, Neveahs Magie und den F?higkeiten, die sie ihr verlieh, weit mehr zu vertrauen als Neveah selbst. In der Zeit, die vergangen war, fragte sich Neveah, ob die Festung bereits zusammengebrochen war. Es war ein dummer Gedanke, denn sie wusste, dass es weit mehr als die Fae und ein paar hundert Werw?lfe brauchte, um die Drachendynastie zu st¨¹rzen. Und die H?llendrachen waren mehr als f?hig, diese Angelegenheiten selbst zu regeln, selbst ohne die Hilfe der Schwadronen, die nicht weit entfernt in Bereitschaft standen. Die einzige Einschr?nkung... Verluste unter Nicht-Drachen. Trotzdem spielte Neveah, wenn auch nur f¨¹r den Bruchteil einer Sekunde, mit dem Gedanken, Xenons Angebot anzunehmen und das alles hinter sich zussen. Menarx hatte es gerade getan ... warum war sie die Einzige, die die Verantwortung ¨¹bernahm? Aber selbst als sie dar¨¹ber nachdachte, kannte Neveah die Antwort bereits. Jian hatte es einmal gesagt... alle anderen durften Fehler machen, alle anderen durften so trauern, wie sie es f¨¹r richtig hielten, aber nicht der K?nig. Die Schw?che des K?nigs spiegelte sich in der Festung wider... er hatte diesen Luxus nicht. Ein schmerzhafter Stich durchzuckte Neveahs Herz. "Es ist so schwierig, und ich war nicht einmal in der N?he von Adrienne. Wie hat er es geschafft ... Xenon dabei zuzusehen, wie er sich verliert?" fragte sie sich, wieder einmal in stiller Ehrfurcht vor Jians St?rke. Neveahs Blick wanderte zu der Kugel in ihren H?nden, ihre Brauen waren leicht gerunzelt. Sie war sich nicht sicher, wie sie sie benutzen sollte, aber als sie die zerbrechliche Kugel anstarrte, beschwor sie ein gewisses Ma? an Magie herauf und beobachtete, wie sich die goldenen Lichtfetzen um die Kugel drehten und kringelten. Die Kugel selbst strahlte eine starke magische Aura aus, und Neveah hatte nicht erwartet, dass sie so reagieren w¨¹rde, aber sie schlug aus, und ein Riss breitete sich schnell ¨¹ber die Kugel aus, bis sie in Neveahs H?nden in einem Ausbruch von Licht und Energie zerbrach. Ein brennendes Gef¨¹hl durchzuckte Neveahs Brust, scharf, brennend. Irgendwie wanderten ihre Gedanken zur¨¹ck zu dem Moment, als Adrienne diese letzten Worte zu ihr gesagt hatte. ¡¯Es tut mir leid, Veah, dass ich dir am Ende meine Last anvertraut habe. Sie hatte damals nicht verstanden, was Adrienne gemeint hatte, bis jetzt, als der Schmerz sie durchbohrte und mit ihm verschwommene Bilder, die Neveah nicht erkannte. Erinnerungen ... nicht Neveahs eigene Erinnerungen, sondern die von Adrienne. In den ersten Minuten konnte Neveah sich kaum einen Reim darauf machen, was sie f¨¹hlte. Doch bald wurde es ihr rer, und Neveah verstand endlich, warum Adrienne ihr die Kugel ¨¹bessen hatte. Ein Frauengesicht blitzte wiederholt durch Neveahs Kopf, jedoch vermischt mit einem Dutzend anderer Szenen ¨C Neveah konnte keine davon auseinanderhalten. "?ffne deinen Geist, Veah. Du wehrst dich dagegen... du musst es annehmen", bot Demevirld aus den Tiefen von Neveahs Geist an. Neveah befolgte die Anweisung und senkte ihre geistige Barriere. Die fremden Erinnerungen str?mten so schnell in sie hinein, dass sie kaum etwas davon verstehen konnte. Neveah wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, doch als sie zur Ruhe kam, war ihr Geist ein Wirrwarr aus fremden, durcheinander geworfenen Erinnerungen. Darunter stach eine hervor, wie ein dringendes Beacon, das ihre Aufmerksamkeit erheischte. Es war die einzige re Erinnerung im ganzen Durcheinander und ein leises Keuchen entwich Neveah, als sie in diese Erinnerung hineingezogen wurde und ihr Bewusstsein in Dunkelheit versank. ~~~~~~~~~~~~ Die Dunkelheit versste und Neveah engte ein entferntes Gef¨¹hl der Wahrnehmung wieder, die Sicht um sie herum wurde sch?rfer, endlich deutlich genug, um Sinn zu ergeben, als w?re sie mittendrin und nicht nur ein unbeteiligter Zuschauer. "Ich habe mich ?fter durch Erinnerungen bewegt als durch Tr?ume. Zuerst Asrig und jetzt das... Kann das noch Zufall sein?" Neveah hegte einen entfernten Gedanken. Hohes Gras wiegte sich im Wind, seine lebendig gr¨¹nen Halme genossen die goldenen Strahlen der untergehenden Sonne. Der Himmel war in Farbt?ne von Orangen und Rosarot getaucht... eine atemberaubend friedliche Aussicht, tr¨¹gerischerweise. Eine Frau stand am Rande eines kristallren Baches, ihre Finger strichenngsam ¨¹ber die Wasseroberfl?che. Wellen breiteten sich von ihrer Ber¨¹hrung aus und verzerrten ihr Spiegelbild. Ihr ?u?eres und ihre Aura erz?hlten viele Geschichten ¨C eine Frau, stark und dennoch sanft. Ihr mit Gold besticktes, wei?es Gewand funkelte im Sonnenlicht und das Schwert an ihrer Seite gl?nzte gef?hrlich und vielversprechend. Sie drehte sich um, als h?tte sie Neveahs Gegenwart gesp¨¹rt. Verwirrung zeice sich in ihren Brauen ab, als sie niemanden erblickte, aber Neveah stockte, als ihr die verbl¨¹ffende ?hnlichkeit auffiel. Sie kannte Asrigs Aussehen... Und Jian war ein Gesicht, das sich tief in die Falten ihres Herzens eingebrannt hatte. Wie konnte sie das ¨¹bersehen? Diese Frau... obwohl in den Geschichtsb¨¹chern wenig ¨¹ber sie vermerkt war, hatte Neveah einst von den F¨¹rsten der D¨¹nen von ihr geh?rt. Ein Name, der ebenso vorsichtig behandelt wurde, vielleicht sogar noch vorsichtiger als Asrig. Nicht wegen Unehre, sondern weil er an einen gro?en und unvergesslichen Verlust erinnerte... Diese Frau... sie ben?tigte keine Vorstellung. Sie war die Frau, die an der Seite von Agardan dem Bezwinger stand, die Reiterin, die Nationen inspirierte. Raena... der Name hallte in Neveahs Geist wider. Chapter 756: Liebe oder Hindernis (Kap.757)

Chapter 756: Liebe oder Hindernis (Kap.757)

Raena l?chelte sanft, ihre Augen w?rmten sich, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Bach zuwandte und hineinblickte. Sie beobachtete die farbenfrohen Fische, die kurz neugierig zu ihr her¨¹berschauten, bevor sie eilig wieder davon schwammen. Das Ger?usch der Abendbrise, die das hohe Gras des Feldes zerzauste, rief ihr Agardans dr?hnendes Lachen in Erinnerung. Es war zwar selten, doch sein Lachen schallte ¨¹ber das htfeld und stellte sich mit einer Freude, die er sich nicht nehmen lie?, der Dunkelheit entgegen, der sie gegen¨¹berstanden. Nach der Geburt ihrer S?hne war es noch h?ufiger zu h?ren. Raenas L?cheln wurde heller, als sie sich daran erinnerte, wie er ihre S?hne hielt, je einen in jedem Arm. Trotz ihrer Gr??e trug Agardan sie herum, als w?ren sie seine kostbarsten Sch?tze. Seine Stimme war sanft, wenn er ihnen von seinen Tr?umen erz?hlte... von einer Welt, in der sie ohne Furcht aufwachsen konnten. Ein Rascheln im Gras holte Raena aus ihren Gedanken. Sie drehte sich um und erwartete die Fae-Wachen zu sehen, die sie an den Waldrand eskortiert hatten, doch die auftauchende Gestalt war keine Wache. "Eure Hoheit." Raena gr¨¹?te mit einer respektvollen Neigung des Kopfes. Genug, um Ehrerbietung zu zeigen, aber nicht zu tief. Agardans Ehrestete auf ihren Schultern, und sie hatte gelernt, vor keinem Monarchen den Kopf in Unterw¨¹rfigkeit zu senken... Agardan unterstand keinem Mann, und sie ebenso wenig. Die Hohe K?nigin strahlte wie immer k?nigliche Pr?senz aus. Ihr flie?endes, silbernes Kleid funkelte wie Mondstrahlen. Ihr ¨¹ppiges braunes Haar floss in Kaskaden ¨¹ber ihren R¨¹cken und wurde von den zarten Zweigen einer verwunschenen Weide gekr?nt. Und ihre Augen waren scharf und durchdringend, sie verbreiteten eine Intensit?t, die die Luft erkalten lie?. "Die Eidung wurde wohlwollend aufgenommen. Agardan l?sst gr¨¹?en, er wird erfreut sein zu h?ren, dass Ihr Euch entschieden habt." fuhr Raena warmherzig fort. "Ihr habt ihm nichts von meiner Eidung erz?hlt." Das wissende L?cheln der Hochk?nigin war weich, doch k¨¹hl, ihr Blick auf Raena war unbehaglich pr¨¹fend. "Agardan wurde vor Eintreffen Eurer Eidung zu dringlichen Angelegenheiten gerufen. Ich werde mich an seiner Stelle um die Sache k¨¹mmern und ihm Eure Worte nach seiner R¨¹ckkehr ¨¹bermitteln." entgee Raena. "Wie treu du bist, Raena." lobte die Hohe K?nigin. Ihr Ton war honigs¨¹?, jedoch distanziert. "Immer an seiner Seite in jeder ht, bei jeder Pr¨¹fung... man k?nnte fast vergessen, dass du einst die Lieblingsminnes?ngerin des Dunklen Lords warst." Raenas Stirn legte sich in Falten bei diesem Gedanken an ihre Vergangenheit. Die Minnes?ngerin des Dunklen Lords zu sein, war keine gro?e Ehre. Manche mochten denken, es w?re erstrebenswert, im Rat des Dunklen Lords zu sitzen, in feinste Gew?nder geh¨¹llt zu sein, Harfe zu spielen bis die Finger bluteten und die H?nde zerrissen waren, st?ndig von Schattenwesen verfolgt zu werden... aber nicht Raena, nicht, wenn die Schrecken, die sie in jenem Turm erlebt hatte, sie jeden wachen Moment verfolgten, bis sie Agardan bege war. Und selbst jetzt gab es noch Zeiten, in denen sie es nicht absch¨¹tteln konnte... die Schatten... "Meine Treue gilt meinem Herrn Drachen und unserer Sache. Der Welt, von der wir tr?umen... nicht weniger, nicht mehr." antwortete Raena direkt. "Wenn Eure Hoheit nichts Wesentliches zu besprechen hat, werde ich mich jetzt zur¨¹ckziehen." Die Augen der Hochk?nigin verengten sich unzufrieden und ihr L?cheln erstarb. "Die Welt, von der ihr tr?umt..." wiederholte sie. "Eine Welt, in der du an seiner Seite stehst. Wo sein Herz nur f¨¹r dich schl?gt." Raenas Brauen zogen sich verwirrt und misstrauisch zusammen. "Eure Hoheit?" Die Augen der Hohen K?nigin verdunkelten sich, ihre Stimme war leise und von Bitterkeit durchzogen. "Lange bevor die Welt ihn als Helden kannte...nge bevor er der Bezwinger war,nge bevor ihr ¨¹berhaupt an seiner Seite wart. Ich... Ich habe ihn geliebt. Und er sollte mir geh?ren." In diesem Moment wurde die Luft schwer und die leuchtenden Farben des Waldes verssten. Raena trat einen Schritt zur¨¹ck, ein kalter Schauer kroch ihr den R¨¹cken hinunter, als dieses Misstrauen sich zu einer Flut von Misstrauen auswuchs. "Ich...""Du hast ihn mir entwendet," zitterte die Stimme der Hohen K?nigin vor Zorn. "Du wurdest zum Licht in seinen Augen, zum Lachen auf seinen Lippen. Selbst jetzt, in seinem Traum einer besseren Welt, sieht er nur dich. Dich, die ihm nichts geben kann!" Ihre T?tungsabsicht war sp¨¹rbar in der Bosheit ihres Tones. Raena wurde es pl?tzlich r. "Eure Hoheit, Agardan geh?rt nicht..." "Er geh?rt nicht mir?" Unterbrach die Hohe K?nigin sie und ihr K?rper bebte vor Wut. "Er h?tte mir geh?ren k?nnen... er h?tte es getan, wenn du nicht dazwischengetreten w?rest." Ihre Augen gl?nzten von Tr?nen, die sich nicht l?sen wollten. "Ich habe ihm alles geopfert! Meine Treue, meine Macht... ubst du, das alles geschah nur, weil er mir einmal das Leben gerettet hat?" "Ich habe ihm meine Krone versprochen! Meinen Thron! Mein ganzes Herz! Aber dann kamst du!" Sie zischte es. Raenas Herz schmerzte. Sie wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte, konnte jedoch das Mitleid nicht unterdr¨¹cken. "Eure Hoheit, Agardans Herz geh?rt ihm selbst. Niemand kann beeinflussen, wo es seine Zuneigung findet." Die Augen der Hohen K?nigin verengten sich ver?chtlich. "Du liegst falsch." Ihre Stimme war nun vollkommen kalt. "Er wird um dich trauern... er wird das Reich hassen, das dich ihm entrissen hat, und schlussendlich wird er sich mir zuwenden." Raena blieb keine Zeit zu reagieren, denn die um sie herumgernden Ranken erwachten pl?tzlich zum Leben, umgen ihre Kn?chel und fesselten sie. Die sanfte Abendbrise verwandelte sich rasch in einen tobenden Sturm, und selbst der Sonnenuntergang wurde aus dem Himmel verdr?ngt, lie? ihn trist und grau zur¨¹ck. Arkane... die m?chtigste Magie der Erde. "Eure Hoheit!" schrie Raena und str?ubte sich gegen die Ranken, die ihren K?rper hinaufkletterten, deren Dornen ihre Haut durchbohrten, ihr Blut saugten. "Was tun Sie..." "Das, was ich schon vor einem Jahrzehnt h?tte tun sollen", fl¨¹sterte die Hohe K?nigin, ihre Augen frei von jeglichem Mitleid. "Du wirst ihn nur davon abhalten, sein volles Potenzial zu erreichen. Seine Liebe zu dir l?sst ihn Gutes im Dunklen Reich sehen... dass es noch gerettet werden kann... vergeben." "Doch wenn du fort bist... wird er die Wahrheit erkennen. Siegen kann er nur, wenn er solche Schw?chen ablegt." Ihr Ton war feierlich. Die Ranken zogen sich zusammen, umwickelten Raenas Brust und pressten ihr den Atem aus den Lungen. Schmerz durchzuckte ihren K?rper, scharf und gnadenlos, w?hrend die Dornen sich tiefer einbohrten. Raena keuchte, Tr?nen stiegen in ihre Augen, als sich der Wald zu verdichten schien und das einst so sch?ne Gras nun von B?sartigkeit verdreht war. "Bitte... er braucht mich... unsere S?hne..." Ihre Stimme erstarb, ihre Sicht verschwamm, als der Schmerz unertr?glich wurde. Die Augen der Hohen K?nigin wurden weicher, ein Hauch von Schuld glitt ¨¹ber ihre Z¨¹ge, doch er verschwand ebenso schnell wieder und wurde durch kalte Entschlossenheit ersetzt. "Er braucht niemanden au?er mir. Und eure S?hne... sie werden als Helden gro?gezogen werden. Sie werden sein Verm?chtnis weiterf¨¹hren... und ich werde diejenige sein, die ihm ¨¹ber seinen Kummer hinweghilft." Raenas Herz zerbrach, ein Schrei entwich ihrer Kehle, als die Ranken sich zusammenzogen und ihre Rippen zermalmten, der Schmerz in ihrer Seele widerhallte. Als die Dunkelheit n?her r¨¹ckte, f¨¹hlte Neveah Raenas letzte Emotionen. Den Schmerz, die Trauer und die ¨¹berw?ltigende Verzweiflung. Und mit diesem Druck tzte Neveahs Herz fast. Die Szene explodierte in einem Ausbruch goldenen Lichts, der lebendige Wald versste zu Schwarz, und das Echo von Raenas letztem Atemzug blieb in Neveahs Gedanken zur¨¹ck. Chapter 757: Feindliches Territorium (Kap. 758)

Chapter 757: Feindliches Territorium (Kap. 758)

Ein Keuchen entwich Neveah, als sie ein kalter Luftzugngsam wieder ins Bewusstsein zur¨¹ckholte. Als sie ihre Umgebung wieder wahrnahm, erkannte sie, dass sie noch immer auf der ihr unbekannten Felskante stand, an der sie auf Menarx getroffen war. Die Vision hatte sich so echt angef¨¹hlt, dass Neveah sich einen Momentng darauf vorbereitet hatte, dass diese grausamen, unerbittlichen Ranken als N?chstes nach ihr greifen w¨¹rden. Dass sie spurlos und brutal hingerichtet werden k?nnte... dass die Wahrheit f¨¹r Jahrhunderte begraben bleiben w¨¹rde. Der Gedanke zerriss ihr das Herz, so als ob der Verlust und der Verrat ihr eigener gewesen w?ren. Sie hatte soeben die gr??te L¨¹ge der Geschichte bezeugt. Wie k?nnte sie jemals Jian diese Wahrheit beibringen? Wie k?nnte sie es ertragen, ihn erneut zusammenbrechen zu sehen? Neveah blickte auf ihre Hand herab und ihr Blick verweilte auf den Scherben der Ged?chtniskugel, die sie immer noch fest ummmerte. Die warme Ausstrahlung, die sie beim ersten Kontakt gesp¨¹rt hatte, war verschwunden, ebenso wie das schwache Leuchten. Was Neveah blieb, waren Magiesplitter, ein schweres Herz und ein von Dutzenden fremder Erinnerungen vernebelter Verstand ¨C Erinnerungen an eine Kindheit, die fast ebenso trostlos war wie ihre eigene, und an ein Leben, das sie nie gef¨¹hrt hatte. Manche waren r, manche noch verschwommen und durcheinander ¨C vielleicht w¨¹rden sie sich mit der Zeit legen... vielleicht auch nicht. "In ihren letzten Momenten muss sie nicht die Kraft gehabt haben, ihre Erinnerungen zu ordnen... also hat sie mir alles ¨¹bessen." murmelte Neveah mit schwerm¨¹tiger Stimme. Pl?tzlich kam es Neveah vor, als w¨¹rde sie Tonnen wiegen. Zwischen der Endg¨¹ltigkeit von Adrianes Erinnerungen zu erhalten und der Wahrheit, die sie gerade aufgedeckt hatte, war es, als w?re ihr die B¨¹rde eines weiteren Lebens auferlegt worden. Und mit der schrecklichen Verantwortung, die damit einherging ¨C als Einzige zu wissen, was sonst niemand wusste ¨C war sie sich nicht sicher, ob sie die Kraft hatte, dies alles zu tragen und dennoch die richtigen Entscheidungen zu treffen, wie es von ihr erwartet wurde. "Bis zum Ende bringt sie mich in die schlimmste aller Situationen. Und alles, was ich daf¨¹r bekomme, ist eine Entschuldigung..." murmelte Neveah und atmete tief aus. "Demevirld...sst uns nun zur¨¹ckkehren." dachte Neveah zu Demevirld. Die Pr?senz in ihrem Geist summt seine Zustimmung und unter seiner F¨¹hrung erschien kurz darauf ein wirbelndes Portal nicht weit von Neveah entfernt. Kurz darauf stand Neveah wieder im Raum in Fort Inferno, genau dort, wo sie zuvor gewesen war. Xenon war nicht mehr da; er musste gegangen sein, um den Rat zu ¨¹berwachen, wie er gesagt hatte. Neveah verlie? den Raum und ging den Korridor enng Richtung Kriegskammer. Hier und da kamen ihr einige Drachenlords entgegen, denen sie mit einem Kopfnicken ihre Anerkennung zeigte, mehr jedoch nicht ¨C es war wahrlich nicht die Zeit, um Kontakte zu kn¨¹pfen. Sie kannte die Age von Fort Inferno zwar nicht, doch sie war in der Lage, die Kriegskammer zu finden... Die Aura der H?llendrachen, die sich an einem Ort versammelten, war sp¨¹rbar und sie lie? sich von ihren Sinnen leiten. Bald erreichte Neveah die schweren, doppelten T¨¹ren. Es war eine private Versammlung und daher verschlossen. Durch ihre besondere H?rf?higkeit konnte sie von dort, wo sie stand, noch ged?mpfte Stimmen wahrnehmen. Die T¨¹ren schwangen auf, gerade als Neveah danach greifen wollte, und Xenon stand auf der anderen Seite. "Ich bin zu sp?t, oder?" fragte Neveah entschuldigend. Xenons besorgter Blick musterte sie von Kopf bis Fu?, und erst nachdem er mit dem, was er sah, zufrieden war, sprach er. "Menarx?" fragte er mit tiefer Stimme. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Xenons Miene wurde d¨¹ster, doch er nickte verst?ndnisvoll. Dann blickte er zur¨¹ck in die Kriegskammer und wieder zu Neveah, in seinen Augeng ein z?gerlicher Ausdruck, als g?be es etwas, das er sagen wollte, aber er brachte sich nicht dazu.Auch im Kriegsrat war es vollkommen still geworden. Es herrschte eine eigenartig feierliche Stille, und Neveahs Brauen zogen sich zusammen. ?Sag es mir", forderte Neveah Xenon auf. ?Eben... hast du es wieder getan", offenbarte Xenon. ?Was habe ich getan?", fragte Neveah unsicher. ?Du hast eine Botschaft in das Bewusstsein Dutzender Drachenlords gesendet... vielleicht sogar in das jedes Drachenlords", gab Xenon d¨¹ster zu. ?Welche Art von Botschaft?", fragte Neveah beunruhigt. Doch irgendwie kehrte ihre Erinnerung zu jenem Moment zur¨¹ck, als die Erinnerung an Raena in goldenem Licht verging. ?Eine Vision... eine Erinnerung, irgendwas in der Art. Aber Veah, jeder Drache hat gesehen, was du gesehen hast, mit deinen Augen. Nun wei? jeder... was die Fae getan haben", sagte Xenon, wobei seine Stimme angespannt war und es offensichtlich war, wie sehr er seine Wut unter Kontrolle halten musste. Neveahs Herz fiel in die Tiefe und ihre Augen weiteten sich. ?Ich... Demevirld...", erkannte sie. Zweifellos war er es, der dies bewirkt hatte, und Neveah wusste, warum... Chaos, Krieg, Blutvergie?en, das waren Demevirlds Absichten. ?Die Spannung hat ein kritisches Niveau erreicht. Die F¨¹rsten aller Festungen haben die Botschaft zum Bergfried gesandt, sie vengen den Ruf zu den Waffen. Aloria muss auf k?niglichen Befehl zum Feindesgebiet erkl?rt und bgert werden. Imagor hat zugestimmt. So auch ich... der Befehl wird mit deiner Zustimmung erteilt." ?Dies ist ein ausgewachsener Krieg, Veah... es wird kein Z?gern und keine Barmherzigkeit geben", sagte Xenon. Neveah verstand, was ¡¯kein Z?gern¡¯ bedeutete. Jede nicht-drachische Spezies, die dazwischen geriet, w¨¹rde ohne weiteres Nachdenken ¨¹berrannt werden. Noch vor einer Weile ging es nur darum, ihr Territorium gegen¨¹ber den Drachenf¨¹rsten zu verteidigen, aber jetzt... ging es um Vergeltung. Das war genau das, wovor Adrienne Angst gehabt hatte... Neveah erkannte es. Deshalb hatten die Fae alles in ihrer Macht stehende getan, um die Vorherrschaft der Drachen zu st¨¹rzen. Denn sie wussten, sollten sie diese Lebensschuld begleichen m¨¹ssen, w?ren sie au?erstande, die Folgen zu tragen. Neveah hatte auf etwas mehr Zeit gehofft, um herauszufinden, was das Richtige war, sie hatte gehofft, die letzte Entscheidung Jian zu ¨¹bessen. Aber das war nun keine Option mehr. So hatte sie nicht das Thema ansprechen wollen, aber es war wohl das Beste, dass nun alles offeg. Sie konnte den Zorn der Drachen nachvollziehen, den Verrat und ihr Bed¨¹rfnis nach Rache, und sie konnte ihnen dies nicht verweigern. Auch Adrienne musste erkannt haben... dass es nur einen Ausgang geben konnte. Vielleicht konnte sie es nicht ertragen, dies zu erleben, und ebenso wenig konnte sie diese Last mit sich tragen, und so hatte sie diese Wahrheit nun preisgegeben. Sie trat vor den Kriegsrat. ?Kappt alle Versorgungswege nach Aloria und zu allen Siedlungen der Fae. Von diesem Moment an wird Aloria als Feindend betrachtet und entsprechend behandelt." ?Und was die Fae betrifft, die nach Inferno vordringen... wir werden ein Exempel an ihnen statuieren. Und ich wei? genau, wie", sagte Neveah, die Augen zusammengekniffen. Chapter 758: Kein Heiliger (Kap.759)

Chapter 758: Kein Heiliger (Kap.759)

"Die H?llendrachen werden sich dem Fae-Bataillon nicht im Kampf stellen", stellte Neveah r. Es war erst kurze Zeit her, dass Neveah dem Rat beigetreten war. Nachdem die notwendigen Einf¨¹hrungen stattgefunden hatten, h?rte Neveah die Angriffsstrategie der H?llendrachen, die ihr vom Herrn des Fort Inferno vorgestellt worden war, in aller Ruhe an. Seitdem hatte sie kein Wort mehr gesagt. Die Offensive der Fae wurde immer beunruhigender. Sie hatten eine Barriere errichtet, um die Drachenlords am N?herkommen zu hindern, w?hrend sie gleichzeitig eine uralte Kampfrune direkt in den Himmel von Fort Inferno wirkten. Die St?rke ihrer Magie wurde durch die Mana-Pools erschreckend verst?rkt, ein Grund, warum sie Fort Inferno ausgew?hlt hatten. Der Magier der Infernalfestung berichtete, dass der Himmel nach Vollendung des Zaubers unbewohnbar werden w¨¹rde. Die infernalischen Drachen hatten einen schnellen Gegenscg gent. Doch Neveah war zu einer anderen Entscheidung gekommen, und ihre Worte versetzten den Rat in unsichere Stille, denn das war wohl das Letzte, was sie erwartet hatten. "Was meint Mdy? Wenn wir uns ihnen nicht stellen ... wer dann? Die Geschwader k?nnen uns in unserem eigenen Gebiet nicht ¨¹berbieten", argumentierte ein infernalischer Drachenlord. Es ng wohl so, als ob Neveah die Halterdrachen f¨¹r kampfbereiter als die H?llendrachen hielt. "Ich habe auch nicht vor, die Geschwader zu verlegen, es sei denn, es ist absolut notwendig. Sie werden so bleiben, wo sie sind. Die Situation ist noch immer unter Kontrolle", fuhr Neveah fort. "Aber wie ich bereits sagte, wird unser Gegenangriff auf die andauernde Offensive der Fae nicht von den H?llendrachen gef¨¹hrt werden." Sie ging zur Karte und deutete auf die Manapools. "Die Fae-Bataillone haben strategisch wichtige Positionen eingenommen, um eine kontinuierliche Versorgung mit magischer Energie zu gew?hrleisten. Das bedeutet, dass ihre gr??te Schw?che, die schnelle Ersch?pfung ihrer Magie, gut ausgeglichen wurde." "Im Gegenteil, die magische Vorhut der Fae spinnt gerade einen Zauber, der den Himmel vergiftet. Wie Sie bereits sagten, wird der Flug von beiden Enden von Fort Inferno bald zu anstrengend werden, wenn wir nicht bis Sonnenuntergang zur¨¹ckscgen. Allerdings haben sie ihr Lager mitten in einer menschlichen Siedlung aufgescgen. Aufgrund der... St?rung durch die Werw?lfe kann der untere Bezirk nicht evakuiert werden. Jeder Einsatz von Feuerkraft wird zu zahlreichen Opfern f¨¹hren", sagte Neveah bedeutungsvoll. Sie verstand, worauf die Fae hinauswollten. Und warum sie Werw?lfe hierher gebracht hatten. Einerseits verwehrten sie den Drachenlords jeden Vorteil, andererseits spielten sie Neveah ihre vermeintliche Schw?che ins Gesicht. Nur dass sie sich dabei schrecklich irrten. Neveah war nicht mehr das gleiche unbedeutende M?dchen, das sie vor zwei Jahren gewesen war. "Ich bin mir nicht sicher, ob Nichtstun eine bessere Option ist, Mdy", sagte Lord Kiroff von Inferno direkt. "Es gibt Risiken, aber je eher wir handeln, desto schneller k?nnen wir die Situation unter Kontrolle bringen und die Zahl der Opfer auf ein Minimum reduzieren", argumentierte er. "T?uschen Sie sich nicht. Ich werde nicht zssen, dass wir nichts tun", stellte Neveah r. "Die Fae kennen die Methoden der Drachen. Sie verstehen die Kampftechniken der Drachen und ihr gesamter n zielt darauf ab, den nat¨¹rlichen Vorteil von Flug und Feuer zu begrenzen." "Kurz gesagt, sie sind auf diese Offensive gut vorbereitet. Und ihr Ziel ist es, uns kampfunf?hig zu machen. Unabh?ngig davon, wie schnell wir handeln, sie hatten genug Zeit... wir sind vielleicht noch nicht im Nachteil, aber die Zahl der nicht-dragonischen Opfer wird zu gro? sein." Die H?llendrachen tauschten Blicke aus, sie verstanden Neveahs Standpunkt.?Was schl?gt Mdy also vor?", fragte Lord Kiroff. ?Sie haben ihre Augen auf die H?llendrachen gerichtet, und das ist die Schwachstelle, die wir brauchen. Da die Fae die Gewohnheiten der Drachen kennen, rechnen sie damit, dass die H?llendrachen mit einem Feuerangriff zur¨¹ckscgen... denn das ist es, was Drachen tun", murmelte Neveah. ?Ich meine damit keine Beleidigung." ?Keine aufgefasst. Wir sind stolz auf das Feuer", erwiderte Lord Kiroff, begleitet von einigen Kichern. ?Das seid ihr", stimmte Neveah zu. ?Was die Fae jedoch nicht erwarten, ist, dass wir Magie mit Magie bek?mpfen", sagte Neveah direkt. Sie konnte die Gesichter der Drachenlords bei der Erw?hnung der Magie sehen, doch Neveah ignorierte das. Unabh?ngig davon, wie weit die Drachen als Spezies fortgeschritten waren, hatte Neveah erkannt, dass ihre Vorurteile gegen¨¹ber der Magie sie einschr?nkten. Es war mehr als nur ein Laster, es war zu einer Schw?che geworden. Weil sie die Magie verabscheuten, versuchten sie nicht sie zu verstehen, und weil sie sie nicht verstanden, wussten sie nicht, wie sie sie ¨¹berwinden konnten. ?Nun, ich verstehe, dass die Drachen ihre Prinzipien, ihren Stolz und ihre Ehre haben. Aber ihr solltet wissen, dass Neveah Vairheac nur einem Prinzip folgt... ich gewinne, egal was passiert", stellte Neveah r. ?Hier ist mein n. Die Manapools sind f¨¹r Drachen nutzlos, und ihr habt nie erforscht, dass sie, obwohl sie f¨¹r Magiebegabte vorteilhaft sind, auch eine Schw?che darstellen k?nnen, wenn man sie richtig einsetzt. So wie eine magische Rune den Himmel vergiften kann, so k?nnen auch die Manapools vergiftet werden. Warum? Weil Magie leicht verunreinigt werden kann. Ist das nicht der Grund, warum ihr alle sie verabscheut?", fragte Neveah. ?Willst du damit sagen...", sagte Xenon erstaunt. ?Ich habe die Akademie der Magie beobachtet, und in ihrer Ausbildung haben sie eine Methode entwickelt, um die magische Wirkung verschiedener Artefakte umzukehren. Die Manapools sind gewisserma?en nat¨¹rliche Artefakte, wenn ich mich nicht irre, kann das gleiche Prinzip angewendet werden." ?Ja, Lords of Inferno. Ich beabsichtige, die Manapools zu korrumpieren und die magische Wurzel jedes einzelnen Fae zu vergiften, der derzeit Energie aus diesen Pools zieht ... Ich werde ihnen das gleiche Ma? an Grausamkeit zukommenssen, das sie im Sinn hatten, als sie begannen, den Himmel zu vergiften. Mit jeder magischen Energie, die aus den Manapools gezogen wird, verdammen sie sich weiter." Neveahs Blick war kalt und entschlossen. ?Ich werde sie mit ihrem eigenen n besiegen ... und ihnen das nehmen, worauf sie am meisten stolz sind, ihre Magie. Und das werde ich tun, ohne einen einzigen Drachen aus seiner Komfortzone zu bewegen." ?Ja, ich werde die Fae vergiften. Ich werde nicht fair k?mpfen, sie setzen auf die Tendenz der Drachen, immer fair zu sein. Nun, daran werde ich mich nicht beteiligen. Bei Magie gibt es nichts Faires. Ich bin kein Heiliger und habe nicht die Absicht, einer zu werden. Meine Lord-Drachen k?mpfen mit Ehre... was mich betrifft, k¨¹mmere ich mich nur darum, sicherzustellen, dass unsere Feinde nie wieder den Kopf erheben k?nnen." ?Wenn ihr Probleme mit meinen Methoden habt, k?nnt ihr eine Petition an den Drachenturm einreichen und mich absetzenssen. Aber bis dahin... werdet ihr gehorchen", sagte Neveah trocken. ?Die Vorhut von Inferno wird nicht aus H?llendrachen bestehen... ruft die Magier der Akademie der Magie herbei, jetzt ist endlich ihre Chance, alles Gelernte umzusetzen." Chapter 759: Einen Rang zurückerobern (760)

Chapter 759: Einen Rang zur¨¹ckerobern (760)

Neveah stand mit verschr?nkten Armen da. Nachdem die H?llendrachen ihre Befehle ausgef¨¹hrt hatten, nutzte sie einen kurzen Moment, um in ihren Reitanzug zu schl¨¹pfen, der mittlerweile im Vergleich zu einem gew?hnlichen Kleid die bequemste Kleidung f¨¹r sie geworden war. Der enganliegende Stoff formte sich nach ihrem K?rper und bot ihr sowohl Komfort als auch Bewegungsfreiheit. Als sie zur Landettform der H?llenfestung zur¨¹ckkehrte, wartete Xenon bereits auf sie. Jeden Moment w¨¹rden sich die Portale der Akademie der Magie ?ffnen. Wie viele Magier w¨¹rden erscheinen? Neveah wusste es nicht. Sie hatte ihre Anfrage an Lord Egwain, den Leiter der Akademie, herangetragen und er war mehr als bereit, ihr entgegenzukommen. Immerhin war dies ein seltener Moment, in dem der Akademie ein tz an vorderster Front neben den Drachenf¨¹rsten einger?umt wurde. Die Festung hatte die Akademiennge als S?ulen der Nation gepriesen, doch selten lie?en die Drachen sie dies unter Beweis stellen. Im Gegensatz zu den Elitemagiern, die mit Jian in die Dimension des Schwarzen Meeres geschickt worden waren, sa?en die meisten hinter Mauern und waren dazu verdammt, ihre Magie sicher auszu¨¹ben, w?hrend die Drachen das Schwergewicht des Krieges trugen. Es war weder f¨¹r die eine noch f¨¹r die andere Partei fair, aber wo kein Vertrauen herrscht, kann keine Kameradschaft entstehen. Den Drachenf¨¹rsten konnte niemand trauen au?er ihrem eigenen Blut. Neveah traute auch niemandem, aber sie w¨¹rde eine solche Ineffizienz nicht dulden, nicht wenn jede f?hige Hand ben?tigt wurde. Sie hatte auch die Heiler aus der Heilerhalle herbeigerufen. Anders als Drachen hatten Magier keine Panzerung aus Schuppen oder Feuer. Ihre einzige Verteidigungslinie war ihre Magie, und selbst diese konnte besiegt werden. Doch Magie hatte ihre eigenen Vorz¨¹ge. Magier besa?en etwas, was Drachen nicht hatten: ein tiefes und gef?hrliches Verst?ndnis des Arkanen. Und im Kampf gegen die Fae war das der Schl¨¹ssel zum Sieg. Neveahs Blick fiel auf die H?llendrachen, die oben am Himmel kreisten. Ihr Unmut war fast mit H?nden zu greifen. "Sie sind nicht gl¨¹cklich", sinnierte sieut. "Nicht ungl¨¹cklich", verbesserte Xenon sie, wobei seine Stimme von Am¨¹sement durchzogen war. "Sie sind ungl?ubig. Keiner erwartet von einem Kriegsherrn, dass er eine unterst¨¹tzende Rolle einnimmt." Neveah zuckte mit den Schultern. "Ich w¨¹rde wahrscheinlich ?hnlich reagieren..." Sie hatte die H?llendrachen beauftragt, die Magier zu bewachen, w?hrend diese ihre Zauber webten, und gleichzeitig einen konzentrierten Angriff auf die Barriere der Fae durchzuf¨¹hren, nicht um sie zu durchbrechen, sondern um als machtvoller Ablenkungsman?ver zu dienen. Die Aufgabe war von entscheidender Bedeutung, f¨¹r die H?llendrachen jedoch kein Kampf. Und genau dortg das Problem. "Die Aussicht, die Fae zu besiegen, ohne auch nur eine einzige Dracheneinheit zu r¨¹hren, sollte mehr als genug Entsch?digung sein", versicherte Xenon. "Ich bin mir da nicht so sicher", kommentierte Lord Kiroff, der nicht weit von ihnen entfernt stand. "Wir sind Waffen des Krieges. Und Mdy m?chte, dass wir zu Besch¨¹tzern der Zauberwirker werden." Ohne mit der Wimper zu zucken, erwiderte Neveah seinen Blick. "Eure Mission ist es, Inferno und die Festung insgesamt zu sch¨¹tzen, nicht wahr? Lasst die Magier nicht sterben, bevor sie ihre Aufgabe erf¨¹llt haben, und ihr werdet genau das tun", erwiderte sie gssen. "Oder w¨¹rdet ihr lieber warten, bis die Fae sie durchbohren und ihre Magie gegen uns wenden?" Lord Kiroff schwieg daraufhin. Ein Knistern von Magie durchbrach die Stille. Die Landettform flimmerte und im n?chsten Augenblick ?fen sich ¨¹ber ein Dutzend spiralf?rmige Portale. ¨¹ber ihnen wechselten die H?llendrachen die Formation, neigten ihre Fl¨¹gel, auf der Suche nach Anzeichen eines Angriffs. Seit dem ¨¹berfall auf den Drachenturm hatten die Portalentf¨¹hrungen zugenommen und die Festung hatte die Nutzung von Portalen komplett vermieden. Das war der Grund, warum sie es nicht in Betracht gezogen hatten, obwohl es Neveah und Xenon wom?glich fr¨¹her nach Inferno gebracht h?tte ... h?tte es einen Unterschied gemacht, w?ren sie eher gekommen? Aber wer h?tte so ein Ergebnis vorhersehen k?nnen? ¡¯Nicht jetzt.¡¯ Neveah b?ndigte ihre Gedanken streng. Die ersten Magier traten durch die Portale, angef¨¹hrt von Lord Egwain selbst. Seinengen, tiefuen Roben wehten im Wind, als er n?her kam, hielt kurz Abstand und verneigte sich tief. "Eure Exzellenz. Lord Xenon."Hinter ihm folgten seine Magier geschlossen. "Lord Egwain", erkannte Neveah an und gab ihnen ein Zeichen, sich zu erheben. Xenon nickte kurz. "Die Magieakademie stellt als Antwort auf Eure Einberufung f¨¹nfzig Fortgeschrittene Magier, zwei Dutzend Lehrlingsmagier und einige Hundert bereit, die an der Akademie in Wartestellung sind", berichtete Egwain. "Sie alle stehen zu Euren Diensten, Eure Gnaden." Die Portale surrten weiter und bef?rderten immer mehr Magier auf die Landettform. Neveahs Blick glitt ¨¹ber die Menge, bis sie ein bekanntes Gesicht entdeckte. Mildred. Sie war nun nicht nur eine fortgeschrittene Magierin, sie war auch die Mutter von Rowan, dem Jungen, den einst die Zwerge entf¨¹hrt hatten. Und in ihrem Haus hatte Neveah Schutz gefunden, nachdem sie von den Klippen der hinteren Berge von Drachenfestung gest¨¹rzt war. Ein kleines L?cheln spielte um Neveahs Lippen. "Du bist gekommen." Mildred trat vor und ergriff Neveahs ausgestreckte Hand. "Es gibt keinen Ort, an dem ich lieber sein w¨¹rde, Eure Gnaden." Neveah dr¨¹ckte ihre Hand in stiller Dankbarkeit, bevor sie sie an ihren tz zur¨¹ckkehren lie?. Die letzten Magier trafen ein und formierten sich diszipliniert hinter ihrer Anf¨¹hrerin. Nun bev?lkerten ¨¹ber siebzig Magier die Landettform, ihre Roben tterten im Wind. Neveah richtete ihren Blick wieder auf Lord Egwain, ihre Stimme war wohl¨¹berlegt und akzentuiert. "Viele uben, die Magieakademie k?nne keine bevorzugte Mission ¨¹bertragen bekommen." Die Spannung in der Luft verdichtete sich. Einige der j¨¹ngeren Magier verh?rteten sich, andere tauschten beunruhigte Blicke. Sie waren zunge vom htfeld ferngehalten worden, ihre F?higkeiten als blo?e akademische ¨¹bungen abgetan. "Aber ich", fuhr Neveah fort, "geh?re nicht zu ihnen." "Die Magier von Asvar waren schon immer zu mehr bestimmt als zu verstaubten B¨¹chern und H?rs?len. Dies ist eure Chance, das zu beweisen." "Dies ist eure Chance zu beweisen, dass ihr einen tz am Tisch verdient. Dass ihr auf dem htfeld stehen m¨¹sst... dass ihr es w¨¹rdig seid, Gl¨¹ck und Ungl¨¹ck zu teilen und an der Seite unserer Lord Drachen zu k?mpfen." Stille dehnte sich aus, aufgden mit einer Schwere, die st?rker als Vorfreude war. "Die Fae gelten als die Erhabensten unter den magisch Geborenen. Doch dieser Titel geb¨¹hrt den Magiern von Asvar. Und heute Nacht...", ihr Blick schweifte ¨¹ber sie und verharrte in ihren entschlossenen, unbeirrbaren Augen, "werdet ihr ihn euch zur¨¹ckholen." "Heute Nacht wird das Zeitalter der Vorherrschaft ihrer Magie zu Ende gehen. Und ihr, die Magier von Asvar, werdet es sein, die ihren Niedergang in die Geschichte mei?eln." Ein leises Gemurmel ging durch die Reihen. Ein paar fortgeschrittene Magier ballten ihre F?uste. Andere richteten sich auf, die Schultern gefestigt durch neuen Vorsatz. Ihre Augen blitzten vor Vorfreude. "Ihr werdet mich nicht entt?uschen", erkl?rte Neveah bestimmt. Es war nicht nur eine Aussage, sondern ein Befehl, verst?rkt durch das volle Gewicht k?niglicher Autorit?t. Lord Egwain hielt ihrem Blick stand, seine Stimme war feierlich. "Seid unbesorgt, Eure Gnaden." Und damit begann die ht um die Festung Inferno. Chapter 760: Blutiger Himmel (Kap.761)

Chapter 760: Blutiger Himmel (Kap.761)

Ein heftiges Beben ersch¨¹tterte die Erde. Es war nicht das erste und es w¨¹rde auch nicht das letzte sein. Es war schwer zu sagen, ob es vom brodelnden Vulkan oder von den implodierenden Manapools herr¨¹hrte, als die Fae einen weiteren Manapool bei ihrem finsteren Zauber entleerten. Die Manapools implodierten in schneller Abfolge, wurden jedoch sofort durch einen neuen ersetzt. Fort Inferno war ein Gebiet, das mit einem ¨¹berfluss an nat¨¹rlicher Magie gese war, und selbst die M¨¹hen der Fae konnten daran nichts ?ndern. Das spielte nur zu ihrem Vorteil. Egal, wie viele Manapools sie zerst?rten, es w¨¹rden immer neue entstehen, um sie zu ersetzen. Ihnen w¨¹rde niemals die Energie ausgehen und ihr Zauber bl¨¹hte auf, reich und grausam. Neveah stand auf dem s¨¹dlichen Wachturm der Stadttore und richtete ihren Blick auf das feindliche Lager in dem riesigen Wald, der die unteren und mittleren Bezirke der H?llestadt umgab. Von ihrem Standpunkt aus konnte sie alles sehen. Der gesamte Wald war von einer dicken, schimmernden magischen Barriere umgeben, die die Fae vor Feuerangriffen und Angriffen aus der Luft sch¨¹tzte. Diese Barriere wurde gerade von mmen beschossen, als eine Einheit H?llendrachen versuchte, sie zu durchbrechen. Die Barriere bekam unter dem Angriff Risse, aber die Barrieretruppe des Fae-Bataillons war bereit und verst?rkte die Barriere sofort, bevor sich die Risse ausbreiten konnten. Gleichzeitig war die magische Vorhut der Fae eifrig bei der Arbeit. Ihre gespenstischen Fl¨¹gel tterten, als sie sich um einen bestimmten Punkt sammelten und eine seltsame Formation bildeten, die st?ndig verst?rkt wurde. Eine dunkelgr¨¹ne Rune funkelte b?sartig am Himmel, Ranken vergen sich miteinander und bildeten die seltsame Form. Aus dem Kern der Rune str?mten gr¨¹nliche D?mpfe aus, die sich rasch ¨¹ber den Himmel ausbreiteten, das bereits schwindene Tageslicht vergen und die Teile des Infernos, die sie ber¨¹hrten, in eine unheimliche, gr¨¹n gef?rbte Dunkelheit tauchten. Pnzengift... das war zumindest Neveahs Vermutung. Die D?mpfe verbreiteten einen seltsamen, unangenehmen Geruch. Wenn Neveah ihn aus dieser Entfernung wahrnehmen konnte, war es schwer vorstellbar, was er bei den Drachenf¨¹rsten dort oben im Himmel anrichten w¨¹rde. Es war ironisch, dass eine Rasse, die vorgab, die Natur zu sch¨¹tzen und zu bewahren, sie nun ausnutzte, um ihre eigenen niedertr?chtigen Ziele zu verfolgen. Sie korrumpierten den Himmel, ohne sich um die Auswirkungen zu k¨¹mmern, die dies auf alles Lebendige in Inferno haben w¨¹rde. "Das wird doch nicht im Himmel enden, oder?" murmelte Neveah. "Wir wissen es besser, als von den Fae Vernunft zu erwarten." erwiderte Xenon, sein Tonfall angespannt. "Wenn sie Inferno in Besitz nehmen wollen, m¨¹ssen sie es von allem Leben befreien. Drachen und Menschen gleicherma?en." Der Himmel blutete die gr¨¹nen D?mpfe, Ranken, die sich spiralf?rmig ausbreiteten wie eine belebte Wunde, die direkt ¨¹ber Inferno eiterte. Die Luft knisterte vor rohem, instabilem Mana. Es r¨¹hrte die Magie in Neveahs Adern, lockte sie, daraus zu sch?pfen. Dies war der Beginn eines Krieges, auf den man Jahrhunderte gewartet hatte. Noch nie hatte es eine Auseinandersetzung zwischen den Fae und den Drachen gegeben, den beiden m?chtigsten Spezies, die nach dem Fall des dunklen Reiches in der Festung zur¨¹ckblieben. Selbst jetzt war schwer zu sagen, wer die Oberhand hatte. Und Neveah wusste, dass dies im Keim erstickt werden musste, und zwar fr¨¹h genug, bevor die anderen Rassen begannen, Partei zu ergreifen. "Wenn... die Magier scheitern und wir wegen mir den idealen Zeitpunkt f¨¹r einen Feuerangriff auf die Fae verpassen... die Verluste..." Neveah brach ab, ihr Griff um die Br¨¹stung wurde fester. "Tun Sie das nicht." tadelte Xenon. "Zweifeln Sie nicht an sich selbst. Sie haben es unter Kontrolle... vertrauen Sie Ihren Methoden, denn das tue ich." Neveah nickte und atmete tief durch, um ihr Herz zu beruhigen.Ein weiterer Manapool implodierte und ein zweiter mmensturm traf die Barriere. Diesmal war der Riss noch gr??er als bei den anderen und die Barriere ckerte, bevor sie erneut verst?rkt wurde. Nach zwei Zusammenst??en war r, dass die Feuerkraft der Drachen noch furchterregender als Magie war. Sie war unersch?pflich und brauchte, im Gegensatz zur Fae-Barriere, keine Verst?rkung. Deshalb wagten es die Fae nicht, sich den Drachen direkt zu stellen, sondern hielten ihre Barriere aufrecht. Das bedeutete jedoch keineswegs, dass die Fae schwach waren. Weit gefehlt. Das Fae-Bataillon bestand aus vier verschiedenen Einheiten: der fortgeschrittenen Magieeinheit, der Barriereeinheit, der Kampfeinheit und den Waldgeistern. Waldgeister, so hatte Neveah gelernt, waren keine Fae, sondern magische Bestien, die die Fae-W?lder besch¨¹tzten. Jeder n hatte einen speziellen Tier-Typ, der seine W?lder bewachte, und im Kampf dienten diese als Reittiere f¨¹r die Kampfeinheit. Es gab so viel ¨¹ber die Fae, was sie nur aus B¨¹chern kannte, doch nun w¨¹rden diese Geschichten direkt vor ihren Augen lebendig werden und die Geheimnisse, die innerhalb der Grenzen ihrer W?lder verborgengen, w¨¹rden enth¨¹llt werden. Seit das Fae-Bataillon ein paar Tage vor der ersten Offensive gesichtet worden war, fehlten ihm zwei Einheiten. Die Barriereeinheit und die fortgeschrittene Magieeinheit hatten ihren Angriff gestartet, aber die beiden anderen Einheiten waren noch nicht aufgetaucht. Hatten sie das Inferno durchquert? Oderuerten sie hinter einem Portal und warteten darauf, dass der Zauber vollendet w¨¹rde? Die Barriereeinheit hoffte, mit der Barriere Zeit zu gewinnen, bis der Himmel so giftig wurde, dass die Drachenf¨¹rsten gezwungen sein w¨¹rden, ihren Lebensraum zu vessen und auf festem Boden zu k?mpfen. Ein Kampf auf festem Boden w?re f¨¹r die riesigen Drachen eine Katastrophe. Das w¨¹rde den Fae einen Vorteil verschaffen. Und wenn die Fae die Kontrolle ¨¹ber das Inferno ¨¹bern?hmen, w¨¹rden alle Manapools zu ihrem Gebiet geh?ren. Sie w¨¹rden dann ihre Aufmerksamkeit auf The Rudder und Kezrar Dun richten, zwei Gebiete mit ?hnlich gro?em magischen Potenzial wie das Inferno. Neveah verstand auch, warum Fort Inferno das erste Ziel war: Der Vulkan bot einen enormen Vorteil. Nun, da die Drachen angegriffen hatten, w¨¹rden die Fae ¨¹berrannt werden, falls sie nicht all ihre Tr¨¹mpfe ausspielten. Sie m¨¹ssten den Zauber schneller vollenden, fr¨¹her... was bedeutete, mehr Mana zu verbrauchen. Und dennoch, unbemerkt im Chaos, schlugen ihre Magier bereits zur¨¹ck. Neveah sp¨¹rte es. Die Vergiftung der Manapools hatte begonnen. Einngsamer, heimt¨¹ckischer Gegenscg: Magie, die in die alten Ley-Linien, die die Manapools speisten, eingeflochten wurde, korrumpierte diese von innen heraus. Wenn die Fae das nicht bald bemerkten, w¨¹rde ihre eigene Zauberei von innen heraus zerfallen. Aber die ht musstenge genug andauern, damit dies geschehen konnte. Daf¨¹r mussten sich die beiden fehlenden Einheiten des Fae-Bataillons zeigen. Sie hatte keine Gegenattacke gent, die nur die H?lfte des Bataillons ausschalten w¨¹rde. Ein dritter Angriff brachte die Barriere vollst?ndig zum Einsturz. Die Drachen umkreisten die Fae und mieden die sich ausbreitenden D?mpfe. Sie griffen nicht an; es schien, als f¨¹rchteten sie die D?mpfe, doch tats?chlich hatten sie keinerlei Angriffsbefehle erhalten. Die Barriere war gefallen, sie hatten ihren Teil erledigt. Viel zu fr¨¹h, doch das hatte Neveah erwartet. "Jederzeit wieder..." murmelte Neveah und lehnte sich vom Turm vor. Ein Sprungportal riss genau dort auf, wo die Barriere gestanden hatte, und ein schrecklicher Schrei zerriss die Luft. Chapter 761: Blutender Himmel 2 (Kap.762)

Chapter 761: Blutender Himmel 2 (Kap.762)

¡¯"Alle H?llendrachen, zieht euch sofort zur¨¹ck", sagte Neveah in dem Wissen, dass Xenon ihre Befehle weitergeben w¨¹rde. Im selben Augenblick st¨¹rmte die erste Welle der Kampfeinheit auf den Waldgeistern durch die Portale. Sie str?mten in gro?er Zahl in den Wald. Beim ersten Anblick der Waldgeister war Neveah kurzzeitig verbl¨¹fft, doch sie gewann schnell ihre Fassung wieder zur¨¹ck. Sie hatte das Pech gehabt, den Amouf des Trollgolems zu erleben, und jene Bestie war weit furchterregender und schrecklicher als alles, was sie sich je h?tte vorstellen k?nnen. Im Vergleich dazu wirkten die massiven, wolfs?hnlichen Bestien mit ihren geschuppten Geweihen, ihrer unnat¨¹rlichen Schnelligkeit und ihren gifttriefenden Rei?z?hnen nicht ann?hernd so beeindruckend. Ihre Anzahl jedoch... das war nicht zu ¨¹bersehen. Die Fae waren deshalb so gef?hrlich, weil sie die Drachenbev?lkerung zahlenm??ig fast f¨¹nfzig zu eins ¨¹bertrafen, selbst mit dem Vorteil der Magie auf ihrer Seite. In Fort Inferno, einer der gr??ten der zw?lf Festungen, lebten nur etwa zwei Dutzend Drachenlords. Lord Kiroff lie? sich direkt aus dem Himmel auf den Wachturm herab. "My Lady. Die feindlichen Streitkr?fte sind uns dicht auf den Fersen, wir sollten uns jetzt zur¨¹ckziehen...", rief er aus. Xenon trat warnend vor, sein Blick verengte sich auf Lord Kiroff. "Ich ube, die Befehle, die Ihr erhalten habt, waren deutlich genug, Kiroff." "Lord Kiroff... sehen Sie sich den Himmel an." Neveah lenkte seine Aufmerksamkeit auf die sich rasch ausbreitenden D?mpfe. Die Drachenlords hatten sich entschieden, tief zu fliegen, um den D?mpfen zu entgehen, w?hrend sie die Barriere durchbrachen, aber sie atmeten bereits eine gute Menge davon ein, nur weil sie sich ¨¹berhaupt in der Luft befanden. Die D?mpfe wurden immer dichter, und bald w¨¹rde es nicht mehr m?glich sein, nicht in ihnen gefangen zu sein, es sei denn, siendeten. Die D?mpfe hatten bereits begonnen, den Flug der H?llendrachen, die einen Luftzug davon abbekommen hatten, sichtbar zu beeintr?chtigen. Sie warenngsam und unbeholfen geworden, unf?hig, eine geore Schwebeformation aufrechtzuerhalten. Es war noch nicht sehr offensichtlich, aber Neveah konnte es erkennen und war sich sicher, dass auch Lord Kiroff es erkennen konnte. Die Fae hatten es ebenfalls gesp¨¹rt. Indem sie die zur¨¹ckgehaltenen Bataillone vorschickten, zeigte dies, dass sie ubten, im Vorteil zu sein, und ihr Vorteil w¨¹rde mit jeder Sekunde, die verging, nur noch gr??er werden. Aber in derselben Zeitspanne k?nnte sich der Vorteil auch verschieben... Nein, das war nicht m?glich, daf¨¹r w¨¹rde sie sorgen. "Wenn ihr euch nicht zur¨¹ckzieht, werdet ihr an H?he verlieren und vom Himmel fallen. Ein Absturz w¨¹rde die Siedlungen rund um den Wald in Mitleidenschaft ziehen. Ihr k?nnt den Fae in diesen D?mpfen nicht gegen¨¹bertreten. Ihr bekommt aber den Kampf, den ihr sucht... ihr habt mein Wort", ergriff Neveah einen geduldigeren Ansatz. Lord Kiroff neigte den Kopf zu einer Verbeugung und entfernte sich vom Wachturm. Die H?llendrachen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einen guten Abstand zwischen sich und die angreifenden Waldgeister gebracht, aber es war noch nicht weit genug. Ein Drachenlord mit rostbraunen Schuppen war zur¨¹ckgeblieben, und die D?mpfe holten ihn schnell ein. Sein Flug war merklichngsam, viel zungsam. Und dann begann er sich zu drehen. Ein Beweis daf¨¹r, dass sein Bewusstsein entglitt. Neveahs Herz setzte bei diesem Anblick aus. Seine Verwandten hatten es bemerkt, zwei Drachen durchschnitten den Himmel und eilten zur¨¹ck, um ihn zu st¨¹tzen, und Neveah blinzelte, um durch den giftigen Schimmer zu sehen. Ihr Atem stockte, als sie ein seltsames Metall in den H?nden des f¨¹hrenden Kriegers erblickte. Und nicht nur er, sondern die gesamte Frontlinie von ¨¹ber einem Dutzend Kriegern hielt eine ?hnliche Waffe. Neveah erkannte sie sofort... sie hatte diese hasserf¨¹llte Waffe schon einmal gesehen, eingebettet in Menarx¡¯ Schulter. Sie schwebte in der Luft und im n?chsten Moment flog sie auf die drei Drachenlords zu."Adamantium!" zischte Xenon und wurde ebenfalls auf den Angriff aufmerksam. Die Drachenlords hatten es ebenfalls bemerkt und schienen bereit, sich zur Wehr zu setzen. Adamantium den R¨¹cken zuzukehren, war wahrscheinlich nicht sehr klug, aber genau das war es, was Neveah von ihnen wollte. "Kehrt nicht um! Die D?mpfe werden euch beide angreifen, wenn ihr einen Moment vergeudet! Haltet ihn fest und kommt her¨¹ber! Ich werde nicht zssen, dass ihr verletzt werdet!" Neveah knurrte die Worte in ihrem Kopf. Allerdings war sie sich nicht sicher, wie das irgendjemandem helfen w¨¹rde oder wie sie dieses Versprechen ¨¹berhaupt einhalten k?nnte. Zu ihrer Erleichterung lenkten die Drachenlords, als h?tten sie sie geh?rt, ihre Aufmerksamkeit von den ankommenden Speeren ab und unterst¨¹tzten ihre Genossen. Sie fingen seinen Sturz auf beiden Seiten ab und hoben ihn hoch, bis er stabil war. Eine Mischung aus Erleichterung und Schrecken erf¨¹llte Neveah. Sie w¨¹rden den D?mpfen entkommen, aber wenn sie die Adamantium-Speere ignorierten... Neveah verschwendete keine Zeit mit Nachdenken. Ihre Instinkte leiteten ihre n?chsten Handlungen. Ihre Augen verengten sich und richteten sich auf die angreifenden Speere. Sie streckte eine Hand aus, und im selben Moment blieben fast ein Dutzend Adamantium-Speere in der Luft stehen. "Habe ich das gerade ... getan?" fragte sich Neveah. Sie ballte ihre H?nde zu F?usten, die Speere drehten und bogen sich in der Luft in seltsamen Winkeln, bevor sie in Splittern aus goldenem Licht zertzten, die auf den Wald herabreen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Drachenlords au?erhalb der Angriffsreichweite der Fae-Kampfeinheit und ihrer Wurfspeere. Die Drachen zogen sich hinter die Stadttore zur¨¹ck und umkreisten den Wachturm, auf dem Neveah stand. Der R¨¹ckzug der H?llendrachen war die einzige Motivation, die die Fae brauchten. Die D?mpfe breiteten sich schneller aus und vergen immer mehr Tageslicht, bis sie nur noch ein paar Meilen vom Wachturm entfernt waren. Die fortschrittliche magische Einheit zog immer mehr Mana an, um dies zu erm?glichen, und weitere Portale ?fen sich, die sowohl Fae-Krieger als auch Waldgeister freisetzten. Nicht alle H?llendrachen hatten die Barriere durchbrochen, nur sieben Drachen. Der Rest der Drachen hatte sich in menschlicher Gestalt auf die Stadtmauer zur¨¹ckgezogen und beobachtete das Kampfgeschehen genauso wie Neveah. Viele Augen richteten sich auf Neveah, denn es war das erste Mal, dass die H?llendrachen sie Magie einsetzen sahen. Obwohl sich die Ger¨¹chte ¨¹ber ihre F?higkeiten in der Festung verbreitet hatten, blieben sie nur Ger¨¹chte, bis sie aus erster Hand best?tigt wurden. "Das haben alle geh?rt." sagte Xenon zu Neveah. "Was geh?rt?" antwortete Neveah und blickte mit gerunzelten Brauen zu Xenon hin¨¹ber. "Du hast gesagt, wir sollen nicht umkehren... und einfach weiterfliegen." wiederholte Xenon. Neveah seufzte schwer. Es war schon das dritte Mal, dass sie mit den Drachen kommunizierte, ohne zu wissen, wie sie es tat. "Ich..." Neveah kam nicht dazu, zu antworten, als eine ohrenbet?ubende Explosion die Stadt ersch¨¹tterte. Es war Zeit... Die Mana-Becken hatten begonnen, fehlzuscgen. Chapter 762: Kein Verm?chtnis, ein Versprechen. (Kap. 763)

Chapter 762: Kein Verm?chtnis, ein Versprechen. (Kap. 763)

Die Explosion verzerrte die Luft und sandte wilde Wellen durch das Zauberwerk der Fae. Ihre kunstvoll gewobene Zauberrune entmmte in einer pl?tzlichen Welle und zersplitterte vollst?ndig, als h?tte etwas direkt hindurchgerissen. Als der Zauber zerfiel, machte sich eine unheimliche Stille breit. Hatten sie einen Fehler gemacht? Die Rune falsch gewoben? Oder steckte noch etwas anderes dahinter? Etwas, das sie ¨¹bersehen hatten? Diese Fragen mussten den Fae durch den Kopf gehen, als sie mitansehen mussten, wie einer ihrer m?chtigsten und ?ltesten Runenzauber vor ihren Augen in sich zusammenfiel, ohne ersichtlichen Grund. Im einen Moment stand die Rune kurz davor, ihre maximale Kraft zu entfalten und das ganze Inferno in ihren giftigen D?mpfen zu verschlingen, im n?chsten ree es Magiefunken um sie herum ¨C alles, was nach der Explosion von ihrem Runenzauber ¨¹briggeblieben war. Einen Momentng geschah dann nichts weiter. Die Fae standen in ihrer Verwirrung wie gel?hmt da, die H?llendrachen hielt es in Atem. Aber Neveah stand da mit einer distanzierten Miene, beobachtete ... wartete. Dann brach das Chaos aus. Die Manaquellen, einstmals schimmernde Brunnen roher Magie, die nach und nach in regelm??igen Abst?nden kobiert waren, begannen nun pl?tzlich alle auf einmal zusammenzufallen. Mit jeder aufeinanderfolgenden Explosion wurden m?chtige Mana-Wellen freigesetzt, Welle um Welle verdorbener Energie, mehr als jeder Fae ertragen konnte. Das ganze Inferno bebte, als die Magie ungeb?ndigt ausbrach. Was einst ein Reservoir reichlich vorhandener magischer Energie gewesen war, wurde pl?tzlich zu einem Sog, der jede erreichbare Magie aufzehrte, um seine eigene Stabilit?t wiederherzustellen. Die R¨¹ckwirkung war unkontrollierbar, ihr Opfer jede magische Spur, die sich mit ihr verbunden oder aus ihr gesch?pft hatte. Die magische Einheit der Fae war die erste, die getroffen wurde; Magie, die dazu bestimmt war, die Realit?t nach ihrem Willen zu formen, wandte sich jetzt mit gnadenloser Brutalit?t gegen sie. Dutzende in der Luft schwebende Fae zuckten zusammen, zerrissen zwischen den Str?men verdorbener Magie, die in ihre Adern gepresst wurden, und den Manaquellen, die ihnen im Gegenzug ihre eigene reine magische Essenz entzogen. F¨¹r die Fae war Magie mit ihrer eigenen Lebenskraft, ihrer Existenz verbunden, und der Zusammensto? der Energien ¨¹berstieg das, was die meisten aushalten konnten. Dutzende Fae l?sten sich unter dem Druck der ¨¹berm?chtigen Magie auf, sie zertzten in rohe Lichtb?gen; andere st¨¹rzten wie Sternschnuppen aus ihrer schwebenden Formation. Der Himmel, der einst von den korrupten D?mpfen, die sie gewoben hatten, err?tet war, begann sich nun zu kr?useln, als ihr Zauber die Koh?renz verlor und sich in chaotische Spiralen aufl?ste, die unvorhersehbar ausschlugen. Lord Kiroff¡¯s Kiefermusktur spannte sich an, denn ihm d?mmerte in diesem Moment die Erkenheit. Wenn die Drachen den Befehl zum R¨¹ckzug aus Stolz verweigert und sich in der N?he aufgehalten h?tten, w?ren selbst sie ¨C ohne magische Verbindung zu den Manaquellen ¨C den peitschenden D?mpfen und den Explosionen der Magie nicht entkommen und h?tten m?glicherweise gemeinsam mit den Fae ihr Ende gefunden. Nicht nur die magische Einheit der Fae war betroffen. Auch die Barriere-Einheit, die best?ndig aus den Manaquellen gesch?pft hatte, um ihre Barriere zu verst?rken, bevor sie schlie?lich zerst?rt wurde, bekam ihren Anteil an magischer Drangsal zu sp¨¹ren. Ihre Magie schwand dahin, um den unstillbaren Hunger der Manaquellen zu stillen. So reichhaltig wie die magischen Energien, die die Manaquellen lieferten, so uners?ttlich war auch ihr Vengen nach Magie, als sich ihre Wirkung umkehrte und sie nun nahmen, statt zu geben. Die Kampfeinheit und die Waldgeister kamen nur knapp besser davon, da sie gerade erst eingetroffen waren. Doch welche Art von Rasse waren die Fae? Ihre nat¨¹rliche Verbindung zur Magie wurde ihnen in diesem Moment zum Verh?ngnis. Die riesigen Bestien b?umten sich auf und heulten, ihre geweihtragenden K?pfe schlugen, w?hrend Gift aus ihren Rachen sch?umte. Mehr als ein paar Dutzend wandten sich gegen ihre Reiter, rasend vor dem pl?tzlichen Anstieg unkontrollierter Mana. Von ihrem erh?hten Standpunkt aus nahm Neveah die schaurige Szene in Augenschein. Jeden Tod, jeden sich aufl?senden Faden der ht, die sie so sorgf?ltig arrangiert hatte. Doch sie konnte keinen Funken Befriedigung in sich finden ... vielleicht war dies nicht die Zeit daf¨¹r, vielleicht w¨¹rde es nie eine ¡¯Zeit¡¯ daf¨¹r geben. Ein kleines wirbelndes Sprungportal, das sich direkt auf dem Wachturm materialisierte, signalisierte die Ankunft von Lord Egwain, dem Leiter der Akademie der Magie. Er betrat den Wachturm, seine Roben wehten um ihn. Seine Augen weiteten sich, als er das Chaos erkannte, das sich unter den Fae ausbreitete. Die Waldgeister waren au?er Kontrolle und durchquerten den Wald in einem wilden Aufruhr. W¨¹rde man sie nicht stoppen, w¨¹rden sie bald das mittlere Viertel erreichen; und sie wurden gef¨¹hrt von ein paar Dutzend Kriegern der Kampfeinheit, die verzweifelt versuchten, dem Todesraum, zu dem der Wald geworden war, zu entkommen. Jetzt, da ihre eigene Magie sich gegen sie gewendet hatte, bedeutete das Herbeirufen eines Portals inmitten dieses Chaos den sicheren Tod, und sie wussten es. Sie konnten nur auf diese Weise entkommen. Neveah konnte ihren Zorn sp¨¹ren ... ihren Durst nach Rache. Sie w¨¹rden die Zivilisten, die ihnen im Weg standen, nicht verschonen. ¡¯Es scheint, als w¨¹rden die H?llendrachen doch noch ihre ht bekommen.¡¯ dachte Neveah. Neveah konnte die Unruhe der H?llendrachen praktisch f¨¹hlen. Sie waren bereit, durch das, was vom Feind ¨¹brig war, zu rei?en, doch die verbleibenden giftigen D?mpfe stellten immer noch eine Bedrohung dar. "Euer Gnaden ..." "Ich wei?." sagte Neveah. "Ich werde die Sicherheit der Drachenlords Euren Magiern anvertrauen... sch¨¹tzt sie, w?hrend sie dies beenden.""¡¯Wie Ihr befehlt¡¯, sagte Lord Egwain und verbeugte sich. Als er sich wieder aufrichtete, hatte er einen entschlossenen Ausdruck. Mit einer einzigen Geste hob er seine H?nde, und die auf dem Wachturm postierten Magier taten es ihm gleich. Magische Str?nge, gebildet aus den verschiedenen Elementen, erwachten zum Leben. Seit ihrer Ankunft im Inferno hatten sie nicht mehr aus den Mana-Quellen gesch?pft, so war ihre Magie unbeeintr?chtigt. Die Str?nge breiteten sich aus wie ein weit gespanntes Netz und fingen die verweilenden D?mpfe ein. Die giftigen Schwaden waberten und zogen sich zur¨¹ck, als sie durch die reine Kraft des Zaubers verbrannt wurden. Die D?mpfe entschwanden rasch, und w?hrend sich die Mana-Quellen wieder stabilisierten, wurde Lord Kiroff unruhig, wo er hinter Neveah stand. Neveah atmete erleichtert und wandte sich ihm zu. Sie sprach kein Wort, sondern nickte ihre Zustimmung. Es gab kein Z?gern. Die H?llendrachen enng des Wachturms st¨¹rzten sich in den Wald, um die fliehenden Fae zu jagen. Es war, als w¨¹rde man zusehen, wie sich Rache formte. Vom Gewicht der vergifteten Luft befreit, entfesselten die H?llendrachen ihre volle Macht. Feuer prasselte in gewaltigen Str?men herab und verzehrte alles, was es ber¨¹hrte. Die Fae, denen es nicht gng, dem magischen Bumerang zu entkommen, fanden ihr Schicksal in den unerbittlichen mmen. Einige der Fae versuchten, Verteidigungen gegen die lodernden mmen zu beschw?ren, doch ihre Magie war tr?ge und kraftlos, gel?hmt durch den R¨¹ckscg, der ihre Reihen heimgesucht hatte. "Kontrolliert das Feuer. Lasst es sich nicht auf menschliche Siedlungen ausbreiten", wies Neveah Lord Egwain an. Die Magier befolgten ihre Anweisungen sofort und beschworen Barrieren, die den Kampf auf den eubten Bereich begrenzten. Neveahs Finger krallten sich an den Rand des steinernen Gel?nders, ihr Puls blieb gleichm??ig, trotz des Kampfes, der unter ihr w¨¹tete. Sie hatte den Magiern gesagt, sie w¨¹rden sie nicht im Stichssen... und das hatten sie auch nicht. Einer nach dem anderen fielen die Fae-Bataillone. Manche versuchten zu fliehen, ihre Kr?fte zerstreuten sich, aber jenseits des htfeldes wartete kein Heil auf sie. Die H?llendrachen durchbrachen ihre Reihen, Feuer und uen durchtrennten den letzten Widerstand. Und die Magier leisteten schnelle Hilfe, wo immer sich das Feuer unkontrolliert ausbreitete. Zum ersten Mal in der Geschichte der Festung k?mpften Magier und Drachen in echter Eintracht. Und gemeinsam wendeten sie das tt. "Feuer und Blut...", fl¨¹sterte Neveah, die Worte waren nicht mehr nur ein Verm?chtnis, sondern ein Versprechen. Es war nicht nur ein Satz, sondern ein Gel¨¹bde... ein Schwur, die Festung zu ehren, indem sie ihre Feinde ausl?schte. Ihren K?nig zu ehren, indem sie in seinem Namen den Sieg errangen. Um in das Buch der Geschichte einzugehen, dass die Drachendynastie nie wieder ihren Kopf senken w¨¹rde. Um die Welt daran zu erinnern, dass am anderen Ende des Spektrums nur ein Schicksal wartet. "Feuer und Blut." Xenon wiederholte die Worte. Sein Blick auf Neveah vertiefte sich voll Ehrfurcht. Chapter 763: Sei bereit (Kap.764)

Chapter 763: Sei bereit (Kap.764)

Die H?llenburgg in Stille. Seit Neveah nach dem Vessen des htfeldes und dessen Auswirkungen zur¨¹ckgekehrt war, herrschte dort eine gespenstische Ruhe. Sie stand am Kopfende des Ratstisches, ihr Blick auf die Karte von Fort Inferno geheftet, die auf ihm ausgebreitet war. Doch der abwesende Ausdruck in ihren Augen verriet, dass ihre Gedanken ganz woanders waren. Die T¨¹r ?fe sich, und Xenons Eintritt riss sie aus ihren Gedanken. Mit gro?en Schritten durchquerte er den Raum und stand einen Augenblick sp?ter neben Neveah, als w?ren es nicht nur wenige Momente seit ihrer Trennung am Wachturm gewesen, sondern Jahre. Neveah st?rte das nicht. Seit Xenons R¨¹ckkehr war der Gedanke, auch nur einen Moment von ihm getrennt zu sein, unertr?glich f¨¹r sie, und da Jian immer noch fort war, fand sie nur in Xenons N?he die dringend ben?tigte Ruhe. Sie hatte sich nie f¨¹r eine anh?ngliche Liebende gehalten, doch Neveah war sich sicher, dass sie an Jians Seite kleben w¨¹rde, sobald er zur¨¹ckkehrte, wenn es physisch m?glich w?re. In dem Moment, in dem sie einen von beiden aus den Augen lie?, schlug das Schicksal zu, gierig darauf, zu erfassen. Sie hatte nicht vor, denselben Fehler ein drittes Mal zu machen. "Wie sieht es aus?" fragte Neveah. Sie war durch ein Portal zur¨¹ck in die H?llenburg gereist, nachdem sie Xenon das Kommando ¨¹ber die Endphase der ht ¨¹bessen hatte. Er war besser geei, eine ht zu beenden, er hatte genug davon befohlen... F¨¹r Neveah war es die erste gewesen und sie hinterlie? einen bitteren Nachgeschmack. Dieser Geschmack, das wusste Neveah, w¨¹rde nochnge anhalten. Xenon z?gerte, aber nur kurz. "Es gibt keine ¨¹berlebenden", berichtete er Neveah. Sein Blick hielt den ihren gefangen, seine Augen durchsuchten die ihren. Neveah senkte ihren Blick. Sie atmete tief durch und nickte. "Gut. Das ist das Beste", sagte sie und zwang ein L?cheln auf ihre Lippen, das ihre Augen nicht erreichte. "Du... empfindest Mitleid mit den Fae?" fragte Xenon ¨¹berrascht und ein wenig konsterniert. Neveah blickte zu Xenon hin¨¹ber und hob die Augenbraue. "Mitleid?... Ich wusste, was das Ergebnis meiner Strategie sein w¨¹rde. Lieber sie als wir", murmelte sie. "Da ist etwas... Ich wei? mittlerweile, wie ich dich lesen kann, Liebste", beharrte Xenon. Er verringerte den Abstand zwischen ihnen, legte beide H?nde auf ihre Schultern und bewegte Neveah sanft, sodass sie ihm gegen¨¹ber auf dem Tisch sa?. "Sag es mir", dr?ngte er. "Es ist niemand sonst hier, nur ich. Du musst dich vor mir nicht verstellen... niemals." Neveah schwieg einen Momentng und dachte ¨¹ber ihre eigenen verwirrenden Gef¨¹hle nach. Eine ht zu befehlen, so wurde ihr r, unterschied sich nicht vom Nehmen eines Lebens. Der einzige Unterschied war vielleicht, dass sie nur ein Leben auf einmal nehmen konnte, wenn sie es mit ihren eigenen H?nden tat. Aber in diesem Fall waren Hunderte... auf ihr Wort hin gefallen. Neveah hatte nie ein Problem damit, ein Leben zu nehmen. Sie war mit dem Wissen aufgewachsen, dass die Welt ein Kampf der St?rksten, ein Spieltz der M?chtigen und ein Todespiel f¨¹r die Schwachen war. Oft ging es um ihr Leben oder das der anderen. Und die Fae hatten ihr keinen Gefallen erwiesen. Indem sie st?ndig die Regeln missachteten und den Drachenhort an den Rand des Abgrunds dr?ngten, hatten sie dem Bollwerk auch keinen Gefallen getan.Sie erkl?rten den Krieg und waren bereit, unschuldige Zivilisten zu verletzen. Sie hatten sich derart ¨¹bernommen, dass sogar Jian die Eubnis erteilte, sie zu unterdr¨¹cken. Sie hatten es verdient, und zwar alles, was sie bekamen. Und dar¨¹ber hinaus hatte sie sowieso keine pers?nlichen Bindungen zu ihnen und war deren Machenschaften l?ngst ¨¹berdr¨¹ssig, die sie nur auf Jians Gehei? tolerierte. Was also war es dann? Was war dieses unangenehme Gef¨¹hl? "Ich bin oft an ihr in den G?ngen vorbeigegangen", begann Neveah, "bei mehr als nur ein paar Gelegenheiten... als ich deine Dienerin war, als ich eine Dame von Rang wurde..." "Und ich habe mich immer gefragt, wie jemand, der so ruhig und sanft war, eine Schwester wie Adrienne haben konnte?" Neveahchte trocken. "Es ergab keinen Sinn. Wir standen uns nie nahe, aber sie war der Inbegriff von Zufriedenheit... und Adrienne konnte ihre Gier kaum verbergen. Sie waren wie Feuer und Wasser... schwarz und wei?, das Gute und das B?se." Xenon unterbrach sie nicht, aber sein m¨¹der Blick verriet, dass auch er sich das wohl schon einmal gefragt hatte. Wie sehr sie sich alle get?uscht hatten. Neveah schwieg einenngen Augenblick. "Sie hat ihre eigene Schwester get?tet und ist geflohen... ohne den Leichnam zu beanspruchen, wie es ihre Br?uche vengen." "Ist es wirklich...wert, f¨¹r sie zu sterben?" fragte Neveah in echter Verwirrung. "Adrienne... all diese Fae-Leben, Lodenworths Verrat... Tod und Zerst?rung. Sie ist eine Verr?terin und eine M?rderin! Und sie hat Menarx so sehr wehgetan!" zischte Neveah. "Wie kann sie all das wert sein? Dieses... Opfer?" "Es f¨¹hlt sich... sinnlos an", murmelte Neveah, mehr zu sich selbst als zu Xenon. "Ich h?tte sie im Vulkan t?ten sollen, als ich die Chance hatte. Mit jedem Moment, den sie weiterlebt, werden viele andere unter meiner Entscheidung leiden... sie gehen zussen." "Es war nicht deine Schuld", sagte Xenon bestimmt. "Du hast den letzten Wunsch einer gefallenen Gef?hrtin erf¨¹llt, koste es, was es wolle... das ist der Weg des Drachen." "Wir k?nnen nicht kontrollieren, welche Entscheidungen Menschen treffen. Wir m¨¹ssen sie also nicht verstehen... wir m¨¹ssen nur unsere eigenen sch¨¹tzen", sagte Xenon leise. "Und das hast du getan. Ausgezeic... es war notwendig, eine deutliche Warnung an die Fae und jede andere Rasse, die zuschaut, zu senden." "Sie haben diesen Krieg begonnen, Veah. Sie haben dich beschuldigt, ihren k?niglichen Vertreter ermordet zu haben... vergiss das nie," Xenons Ton wurde k¨¹hl, als er sich an den Kriegsgrund der Fae erinnerte. "Du hast diese Fae nicht get?tet, Veah. Ihre K?nigin hat sie in den Tod geschickt. Sie sind nicht mehr unsere Verantwortung... nicht mehr. Sie haben dieses Privileg in dem Moment verloren, als sie sich gegen die Festung wandten," erinnerte Xenon und kippte Neveahs Kinn, so dass sie zu ihm aufblickte. "Ich wei?", murmelte Neveah. "Die Nachricht wird die Fae bis zum Morgengrauen erreichen. Und dann kommt ihr n?chster Schritt..." "Wir werden bereit sein", versicherte Xenon. Chapter 764: Keine Dornen (Kap.765)

Chapter 764: Keine Dornen (Kap.765)

~Aloria: Der k?nigliche Fae-Wald~ Die k?nigliche Halle der Fae hatte ihre Tore erneut f¨¹r den Rat ge?f. Es war ein Ereignis, das seit Jahrhunderten nicht mehr stattgefunden hatte und eigentlich ein Grund zum Feiern sein sollte, doch das war nicht der Fall. Eine gespannte Atmosph?re herrschte ¨¹ber dem Rat, und einige Ratsmitglieder tauschten Blicke und Wispern aus. Die Stimmung schlug schnell in eine dr¨¹ckende Stille um, als Ke in der T¨¹r erschien. Sie warf einen kurzen Blick zwischen den Reihen der Ratsmitglieder und nvertreter, bevor sie die Mitte der Halle enng zum erh?hten Podest schritt. Wieder einmal war das Podest v?llig leer. Kein Thron war zu sehen, wie es seit Jahrhunderten der Fall war, und f¨¹r einen Moment blieb Ke stehen, ihr Blick auf die leere ttform gerichtet. Das letzte Mal, als sie hier war, hatte der k?nigliche Thron der Fae seinen Auftritt gehabt. Wenn sie dar¨¹ber nachdachte, fragte sich Ke, wie viel Magie es ihre Tante Diandre gekostet hatte, den Thron zum Auftauchen zu zwingen, nur um dann von den Dornen gestochen zu werden, als er sich ihrem Anspruch widersetzte. Dennoch wagte sie es, sich zu setzen. Sogar als das Blut um ihre F¨¹?e herum sammelte, und was noch schlimmer war, in jener Nacht wagte sie es, noch abscheulichere Dinge zu sagen. ?H?tten sie sich nur richtig verhalten... warum konnten sie sich nicht einfach richtig verhalten?", dachte Ke. Ihre H?nde ballten sich zu F?usten an ihren Seiten. Sie trat auf das Podest und es zitterte unter ihr. Als sie das Arkane sp¨¹rte, erhoben sichngsam Ranken von allen Seiten und formten vor aller Augen den k?niglichen Thron der Fae. Es gab leise Atemz¨¹ge im Rat, obwohl sie von der R¨¹ckkehr des Arkanen wussten. Den Thron nach Jahrhunderten des Scfes wieder erscheinen zu sehen, war etwas ganz anderes, als es beschrieben worden war. Ke wandte sich dem Rat zu und setzte sich. Die Ratsmitglieder hielten den Atem an und beobachteten, doch auch nach einigen Augenblicken gab es keine Ver?nderungen und keine Anzeichen von Unbehagen. ?Keine Dornen", dachte Ke. ?Es hat ihr jetzt gehorcht... sie alle haben." Es war ein bitters¨¹?es Gef¨¹hl. Sowohl f¨¹r Ke selbst als auch f¨¹r den Rat der Fae. Es war schwer zu sagen, ob der Rat ein anderes Ergebnis erhofft hatte, und was Ke betraf, so war ihr Blick hohl und distanziert, zu entr¨¹ckt, um die Bedeutung des Moments zu erkennen. Doch der Moment wurde bald unterbrochen. ?Ich bin sicher, dass wir uns alle der aktuellen Situation bewusst sind, aber das Fae-Bataillon, das nach Fort Inferno geschickt wurde, wurde vernichtet", erkl?rte Lord Fintans Worte stellten die gespannte Atmosph?re wieder her. ?Diese Nachricht hat sich bereits in allen Fae-W?ldern verbreitet. Die ?ffentliche Stimmung wird sich verschlechtern, wenn nichts unternommen wird." Ke war darauf vorbereitet. Das war genau der Grund, warum sich der Rat versammelt hatte, um sie f¨¹r die erlittene Niedege zu kritisieren. Der Fae-Rat hatte sich noch nicht mit dem Verlust der geteilten Autorit?t abgefunden. Sie wusste, dass sie auf Widerstand sto?en w¨¹rde, als sie den Thron der Hochk?nigin ¨¹bernahm, und das Ergebnis dieser ersten ht hatte genau die Gelegenheit geschaffen, die sie brauchten."Das ist... bedauerlich", murmelte Ke und ihre F?uste ummmerten noch fester die Armlehnen ihres Thrones. "Ich hatte mehr erwartet... von den verehrten Soldaten der Fae." Ihr Blick fiel auf den Anf¨¹hrer der k?niglichen Fae-Garde. Sogar jetzt konnte Ke die Trauer in seinen Augen erkennen. Seine Loyalit?t zu ihrer Tante machte ihn zu einer Unbekannten... einer Variable, die sie gegebenenfalls rechtzeitig w¨¹rde ausschalten m¨¹ssen. Doch jetzt noch nicht... der rangh?chste Soldat der Fae konnte nicht aus dem Weg ger?umt werden, w?hrend ein Krieg drohte. Dieser Krieg war f¨¹r Ke vonn?ten. Aus vielen Gr¨¹nden, vor allem jedoch, um ihre Stellung und ihren Titel in der Festung zu zementieren. Sie durfte sich eine Niedege nicht leisten, zu viel stand auf dem Spiel ¨C nicht zuletzt das Schicksal des Kindes, das sie erwartete. "Wir h?tten nicht erwartet, dass die Drachen Magier in ihre Dienste nehmen w¨¹rden, oder mit Magie kontern", erwiderte der Hauptmann der Garde, seine H?nde ruhten wie immer auf dem Heft seines Schwertes. "Die Kampfmoral der Bataillone hat stark gelitten. Ich bef¨¹rchte, Eure Gnaden und der Rat sollten dies wohl ¨¹berdenken, bevor sie zum Gegenangriff befehlen." Sein Tonfall war ch und entfernt. Wie ¨¹blich stand der Hauptmann weder vollends hinter der k?niglichen Autorit?t noch hinter dem Rat. Er vollzog einfach seine Pflichten und erstattete Bericht, wenn dies von ihm vengt wurde. Vielleicht war es nur beim Beistand f¨¹r ihre Tante, dass er je parteiisch wirkte... Zustimmendes Gemurmel kam vom Rat, doch ein sanftes Beben der Erde brachte die Halle zum Schweigen. "Das... ist alles ihre Schuld", sagte Ke mit zusammengebissenen Z?hnen. Sie war sich sicher gewesen, auf die Vergeltung der Drachen vorbereitet zu sein, doch sie hatte die Beteiligung einer unwahrscheinlichen Kommandeurin an der ht... Neveah... nicht bedacht. Ke wurde ein tiefes Gef¨¹hl des Bedauerns und der Wut bewusst. Adrienne hatte Recht gehabt mit dem M?dchen, und h?tte sie damals nur zugeh?rt und gehandelt, statt Adriennes Warnungen zu ¨¹berh?ren, bef?nde sie sich jetzt nicht in dieser Lage. "Du wagst es vorzuscgen, wir sollten dies so endenssen? Ihre K?nigin ist verantwortlich f¨¹r den Tod meiner Tante und meiner Schwester!" zischte Ke. "Der Fall eines Bataillons ist l?ngst nicht genug, um die Fae in ihre Verstecke zur¨¹ckschrecken zussen. W?ren wir so leicht zur¨¹ckzuweichen, h?tte ich dies alles gar nicht erst begonnen." Ke stellte ihre Position r. "Wir m¨¹ssen nur Vorkehrungen gegen die Magier treffen." "Wir haben das Arkane auf unserer Seite. Die Mutter aller Magie... die wahre Macht... wir werden nicht unterliegen. Das Drachengeschlecht wird in die Knie gezwungen werden." Kes Stimme war dunkel und entschlossen. "Geht zur¨¹ck in eure W?lder und versammelt eure Kr?fte, anstatt hier unt?tig zu bleiben!" Die Versammlung endete abrupt mit ihrer Enssung, und Ke blieb sitzen, ihren starrer Blickg auf dem einzigen n-Vertreter, der keine Anstalten machte, die Halle zu vessen. Lord Fintan sa? unbek¨¹mmert da, so wie seit der Er?ffnung des Themas, das zu all der Spannung gef¨¹hrt hatte. "Eure Gnaden..." begann er. "Ich mochte Eure Tante nicht sonderlich, aber ich wei?, dass sie eine Macht war, mit der man rechnen musste. Dass sie auf solch r?tselhafte Weise ums Leben kam... das ist etwas, das ich kaum nachvollziehen kann." Chapter 765: Nur ein Streichholz (Ch.766)

Chapter 765: Nur ein Streichholz (Ch.766)

"Ihre Spektionen gehen mich nichts an", antwortete Ke ausdruckslos. "Wenn Sie keine andere Erkl?rung f¨¹r ihren Tod haben, verstehe ich nicht, worauf Sie hinauswollen." Lord Fintan neigte den Kopf und lie? seine Finger leicht gegen die Armlehne des Stuhls trommeln, auf dem er sa?. "Diese Erkl?rung... Ich nehme an, dass Sie es besser wissen m¨¹ssten." Eine Erinnerung, die sie tief in ihrem Ged?chtnis verborgen hatte, blitzte hinter ihren Augen auf, und ein Gef¨¹hl des Unbehagens wallte in ihr hoch, doch sie unterdr¨¹ckte es, w?hrend sich ihre Miene zu einem finsteren Blick verzog. "Was wollen Sie damit andeuten, Fintan?" Lord Fintan stand auf und schritt mit gemessenem Schritt durch den Saal. Kes Blick folgte ihm, bis er an den Stufen zum Podium stand. Dort kniete er sich hin und legte eine Hand auf die dicken Ranken am Fu? des k?niglichen Fae-Throns. Er schloss die Augen, zog scharf die Luft ein und zitterte sichtlich, w?hrend er seine Magie ausstr?mte und die Ader der Magie anzapfte, die die Erde im ¨¹berfluss besa?. "Ich stamme aus der Natur, sie ist mein Blut und meine Lebensquelle. Ich habe mein Leben ihr gewidmet und bin ihr seit Generationen treu geblieben. Als Dank hat sie mir ihre Gunst gew?hrt und meine Magie bl¨¹ht auf, w?hrend die meiner Verwandten schwindet." "Die Erde enth?lt mir nichts vor... Ich f¨¹hle es, das Blut, das in diese Ranken gesickert ist. Die arkanen Kr?fte, die in diesen Hallen genutzt wurden... Ich h?re die Schreie... die letzten Atemz¨¹ge..." Als er seine Augen wieder aufschlug, richteten sich ein Dutzend scharfer Ranken auf seine Kehle und Ke blickte d¨¹ster auf ihn herab. "Hat Ihnen die Erde nicht offenbart, dass Sie sich heute Nacht diesen Stimmen anschlie?en w¨¹rden?" Lord Fintan l?chelte schwach und neigte seinen Kopf, um zu ihr aufzusehen. "Eure Hoheit... Ihr seid noch immer ein Kind, nicht wahr? Ihr habt noch viel zu lernen... dar¨¹ber, Euer wahres Ich so leicht zu zeigen." Er erhob sichngsam, die Ranken begleiteten ihn und blieben an seiner Kehle haften. Jeden Moment konnten sie sein Fleisch durchschneiden. Lord Fintan war unersch¨¹tterlich. "Arkane Magie... bringt selbst die Erde zum Schweigen. Es gibt keine M?glichkeit, dass sie mir hier etwas verraten kann..." Er beobachtete die Ranken, die nur wenige Zentimeter von seinem Fleisch entfernt waren. "Aber ich danke Ihnen daf¨¹r, dass Sie sich mir selbst offenbart haben." "Du Mistkerl!" zischte Ke d¨¹ster. "Was haben Sie vor? Dem Rat alles erz?hlen? Sie werden nichtnge genug leben, um auch nur ein Wort zu ?u?ern." Lord Fintan schmunzelte. "Ich bin ein Vertreter meines ns. Der St?rkste im Rat der Fae, nur ¨¹bertroffen von der k?niglichen Linie. uben Sie wirklich, ich w?re so naiv, ohne Vorkehrungen direkt in Ihre H?nde zuufen? Eure Hoheit?" fragte er. "Sie werden es schwer haben, dem Rat meinen mysteri?sen Tod zu erkl?ren... Mein Verschwinden oder was immer Sie daraus machen wollen. Wenn Sie denken, Sie k?nnten es auf die Drachenk?nigin schieben, wie Sie es getan haben, m¨¹ssten Sie meinem n dennoch erkl?ren, warum sich meine Erinnerungen zur Zeit meines Todes in der Ged?chtnishalle zu Kugeln verdichten.""Ihr scheint vergessen zu haben, was es bedeutet, ein n-Lord zu sein... schlie?lich ist der k?nigliche n l?ngst im Niedergang. Die Ged?chtnishalle jedes ns wurde erschaffen, um Kultur und Geschichte zu bewahren. Deshalb wird die Erinnerung jedes nf¨¹hrers nach seinem Tod konserviert und kehrt f¨¹r k¨¹nftige Generationen in die Halle zur¨¹ck... Ich bin mir sicher, dass Ihr mich t?ten k?nnt, um mich zum Schweigen zu bringen. Doch k?nnt Ihr es wirklich verantworten, meinen gesamten n auszul?schen, um zu verbergen, was sie sicher in meiner Ged?chtniskugel sehen werden?" fragte Lord Fintan. Kes Augen mmten vor Wut auf. "Ihr habt mir Treue geschworen. Wenn Ihr das r¨¹ckg?ngig machen wollt, werde ich so weit gehen, wie es n?tig ist. Mein Vorfahre hat sieben ns aufgegeben... Ich werde nicht der schlechteste Herrscher sein, der einen aufgibt." entgee Ke d¨¹ster. Lord Fintan schwieg einen Momentng. "Ist das der Grund, warum Ihr ohne Z?gern das Leben von Hunderten im Fae-Bataillon als Ablenkung benutzt, um das zu erreichen, was Ihr wirklich anstrebt? Vom Seereich bis zu den Vulkanen in Inferno habt Ihr die Aufmerksamkeit der Drachen von Eurem eigentlichen Ziel abgelenkt..." "Aber wie Ihr richtig sagt, ich habe Treue geschworen... Ich werde meinen Schwur nicht brechen. Aber es ist meine Pflicht, Euch daran zu erinnern, damit Ihr nicht vergesst, dass die Drachen nicht die Einzigen sind, die Euch beobachten, Eure Gnaden..." Seine Stimme senkte sich zu einem gef?hrlich tiefen Ton. "Und Ihr m?gt uben, dass die Drachenk?nigin Euch untersch?tzt und Eure Absichten unentdeckt bleiben, aber wenn alles, was ich von ihr geh?rt habe, wahr ist, dann seid vielleicht Ihr es, der die Drachenk?nigin untersch?tzt..." Lord Fintan lie? seine Worte im Raum stehen. Er senkte den Kopf zu einer Verbeugung und wandte sich dann zum Gehen, unbeeindruckt von den Ranken. Als sich die T¨¹ren der k?niglichen Halle hinter ihm schlossen, trat der Anf¨¹hrer der k?niglichen Fae-Wache aus dem Baumrand hervor. Sein kalter Blick fixierte die T¨¹ren. "Wie viel ist Euch Euer Treueschwur wert?" fragte er, wobei seine Frage an Lord Fintan gerichtet war. "Genug, um das Arkane zu verraten?" Lord Fintan lie? seinen Blick zu den T¨¹ren schweifen. "Sie hat das Arkane zuerst verraten und sich der dunklen Magie bedient. Es ist die angeborene S¨¹nde des k?niglichen Geschlechts... jeder einzelne von ihnen neigt schlie?lich zur Dunkelheit." "Dennoch wagt Ihr es nicht, Euch ihr zu widersetzen." sagte der Oberhaupt der k?niglichen Garde. "Ihr, der St?rkste unter den Fae, f¨¹rchtet das Arkane." Lord Fintan runzelte die Stirn. "Die Mutter aller Magie, wie k?nnte ich sie nicht f¨¹rchten? Meine Magie, mit all ihrer Erfahrung, ist nichts im Angesicht einer naiven Beherrschung des Arkanen." "Das bedeutet nicht, dass ich nichts unternehmen werde. Ich bevorzuge zwar nicht die Drachen, verachte aber die dunkle Magie umso mehr." "Ich mag das Arkane f¨¹rchten. Aber es gibt jemanden, der das nicht tut." sagte Lord Fintan. "In dieser zerfallenden Welt gibt es nur eine, die es mit der machttrunkenen Hochk?nigin der Fae aufnehmen kann... und das ist die kalte und skrupellose Drachenk?nigin." "Ein Kampf der K?niginnen..." murmelte das Oberhaupt der k?niglichen Fae-Garde. "Ich f¨¹rchte, die Festung wird das nicht ¨¹berstehen." Chapter 766: A Letter (Ch.767)

Chapter 766: A Letter (Ch.767)

"~Festung Inferno "Ich werde einige Anpassungen an den Patrouillenrouten vornehmen. Hier... hier und hier." Neveah deutete auf die Routen, die sie ?ndern wollte. "Es mag von Bedeutung sein oder auch nicht, aber ich beabsichtige nicht, irgendetwas so zussen, wie ein kompromittierter Insider es kennen k?nnte." "Verstanden." Lord Kiroff stimmte zu, niemand hinterfragte Neveahs Wortwahl. Der Verrat von Lodenworth und Ke d¨¹rfte mittlerweile bekannt sein, aber der Rats der Reiter hatte beschlossen, dies nicht direkt zu best?tigen, und Neveah w¨¹rde das respektieren. Als Kommandant der Stadtwache hatte Lodenworth jedoch Zugang zu den Flugpatrouillenrouten aller zw?lf Festungen. Er wusste zu viel, und das bedeutete, auch Ke wusste es. Ob die Patrouillenrouten f¨¹r ihren n von Bedeutung sein w¨¹rden oder nicht, konnte Neveah nicht sagen. Doch war sie nicht bereit, dieses Risiko einzugehen. "Mit Xenons Anleitung zur Anordnung habe ich einige Anpassungen f¨¹r die Festungen Rudder und Kezrar Dun vorbereitet, nur f¨¹r den Fall. Es ist schwer zu sagen, welche dieser drei Festungen die n?chste Konfrontation erleben wird, falls ¨¹berhaupt. Ihr werdet sie pr¨¹fen und den jeweiligen Herren diskret ¨¹bermitteln." fuhr sie fort. "Sofort." Lord Kiroff nahm das Pergament aus Neveahs Hand und nickte einem der Infernaldrachen zu, der aufbrach, um den Befehl auszuf¨¹hren. "Eure Exzellenz." Lord Egwain trat, begleitet von drei weiteren Magiern, in den Kriegsrat. Unweit der T¨¹r verharrte er, als die Blicke der bereits anwesenden Infernaldrachen fast im perfekten Gleichng auf die Magier fielen. "Lord Drachen." Sie begr¨¹?ten mit einer weiteren Verbeugung. Neveah war sich nicht sicher, ob sie es am¨¹sant oder frustrierend fand. Im gerade gef¨¹hrten Kampf waren sie perfekt aufeinander abgestimmt gewesen, so sehr, dass es Neveah immer noch in Staunen versetzte. Sie wusste, es war nur m?glich gewesen, weil die Drachen vor¨¹bergehend die Magie und die Magier... oder Zauberwirker, wie Lord Kiroff sie lieber nannte, geduldet hatten. Nicht freiwillig, sondern weil die Umst?nde es vengten. Doch nun war die Spannung v?llig zur¨¹ckgekehrt, als h?tten sie nicht gerade gemeinsam einen Sieg errungen. Aber Neveah wusste, dass diese Spannung nicht so einfach verschwinden w¨¹rde. Nicht nach Jahrhunderten der Verachtung gegen¨¹ber der Magie und bei den Magiern, Jahrhunderten des ¨¹bersehens. "Egwain." Neveah gab ihre Anerkennung. "Ihr hattet etwas zu berichten?" Auf Neveahs Worte hin n?herten sich die Magier dem Ratstisch und Neveah gab ihnen ein Zeichen, sich auf die freien Pl?tze zu setzen. Sie bemerkte den misstrauischen Blick, den die Magier den Infernaldrachen zuwarfen, und sie blickte auffordernd zu Lord Kiroff hin¨¹ber. Er war der Erste, der seinen Blick senkte, und die Infernaldrachen folgten ihm. Erst dann nahmen die Magier den angebotenen tz ein. "Wie von Eurer Exzellenz befohlen, sind wir in den unteren Bezirk eingedrungen und haben magisch eine Formation geschaffen." berichtete Lord Egwain. "Sie h?tten nicht erahnen k?nnen, dass unsere Vergeltung kein direkter Scgabtausch sein w¨¹rde." Eine Traumformation. Neveah hatte nicht gewusst, dass die Magier auch einen Zauber wirken k?nnten, der ihre Ziele in eine falsche Realit?t eines Traums zw?ngt. Sie hatte die Idee nur entwickelt, weil sie selbst in der Lage war, im Traum zu wandeln ¨C wenn auch begrenzt. Und wegen der Seelenk¨¹nste, die dazu verwendet worden waren, sie auf dem Mount Edar in eine falsche Realit?t ihrer Vergangenheit zu zwingen. Das Zusammenf¨¹hren beider Faktoren lieferte eine Idee, einen einzigartigen Zauber, und die Magier hatten die Herausforderung angenommen, ihren Gedankengang in wenigen Stunden in die Wirklichkeit umzusetzen. "Mein Vater hat mir auf mehr Weisen geholfen, als er sich h?tte vorstellen k?nnen." murmelte Neveah, w?hrend ihr Daumen den Anh?nger streichelte, den sie keinen Augenblick abgelegt hatte.?Wie t?dlich ist diese Formation?", fragte sie. ?Es wird f¨¹r jeden, der keine Magie beherrscht, schwierig sein, ihr zu entkommen. Und selbst f¨¹r diejenigen, die sie beherrschen, wird es schwer sein, sich zu befreien", versicherte Lord Egwain. ?Mit dem Blut, das Eure Gnaden zur Verf¨¹gung gestellt haben, wird es insbesondere f¨¹r Werw?lfe besonders hart sein." Xenons Blick huschte durch Neveahs Gedanken; es hatte ihn eine Weile gekostet, sich mit der Tatsache abzufinden, dass sie ihr eigenes Blut entnommen und es f¨¹r einen Zauber verwendet hatte. Doch Magie dieser Art ben?tigte eine gewisse Verbindung, und es gab keinen anderen Werwolf, den man fragen konnte. ?Da es jedoch noch nicht voll entwickelt ist, kann es sie nur f¨¹r ein paar Stunden aufhalten", f¨¹gte Lord Egwain vorsichtshalber hinzu. Neveahs Blick wanderte zu Lord Kiroff, der einmal nickte. ?Sobald Eure Gnaden den Befehl zur Aktivierung der Formation geben und die Werw?lfe in dem Zauber gefangen sind, werden meine Drachen mit der Evakuierung des unteren Bezirks beginnen", fuhr er fort. ?Ein paar Stunden reichen aus, um mindestens 70% der Bev?lkerung zu evakuieren. Doch wenn es zu einer Konfrontation kommen sollte..." Lord Kiroffs Z?gern war verst?ndlich. Sie waren sich noch nicht sicher, wie sie genau mit den Werw?lfen umgehen sollten, da ihre Rolle in diesem n noch unr war. Auch Neveahs Verbindung zu dieser Spezies wurde in Betracht gezogen. ?Die Werw?lfe haben bisher keine nennenswerten Bewegungen gemacht, um die Fae im Kampf zu unterst¨¹tzen, aber ich kann es nicht zssen, dass fremde Eindringlinge unser Gebiet betreten. Sie haben sich vielleicht noch nicht bewegt, k?nnten aber eine wichtige Rolle bei der Vergeltung der Fae spielen", sagte Neveah entschieden. ?Zuvor m¨¹ssen sie ausgeschaltet werden. Leise..." ?Evakuiert so schnell wie m?glich", fuhr sie fort. ?Sobald die Evakuierung abgeschlossen ist und die B¨¹rger von Inferno in Sicherheit sind, werden sie den Fehler in ihrem Handeln erkennen und sich zur¨¹ckziehen. Sollte das nicht passieren, werden wir tun, was notwendig ist." ?Eines ist sicher: Ich werde mich um sie k¨¹mmern, bevor es zu einer weiteren Konfrontation mit den Fae kommt", stellte Neveah r. Die H?llendrachen verlie?en kurz darauf den Ratssaal, und Neveah nahm tz, atmete leise seufzend aus und legte den Kopf auf den Tisch. Die T¨¹r ?fe sich erneut mit einem Knarren, doch sie blickte nicht auf, da sie wusste, wer es war. Xenon war vor kurzem weggerufen worden, um den Vulkan auszukundschaften, und kehrte gerade zur¨¹ck. Er blieb bei ihrem Stuhl stehen und strich ihr sanft ¨¹ber das Haar, sein Tonfall schmerzerf¨¹llt. ?Liebste, du brauchst deine Ruhe. Und ich ebenso." Neveah brummte als Antwort und erhob sich. Sie f¨¹hrte den Weg aus dem Ratssaal. Im Flur hielt ein H?llendrache inne, der auf den Ratssaal zugesteuert hatte, als er Neveah erblickte. ?Eure Gnaden, ein Brief f¨¹r Euch", sagte er und ¨¹bergab ihr mit einer Verbeugung ein versiegeltes Pergament. Neveah nahm den Brief entgegen und steckte ihn in ihre G¨¹rteltasche. Sie w¨¹rde ihn sp?ter lesen. Im Moment brauchte sie etwas Scf. Und vielleicht w¨¹rden ihre Tr?ume ihr den dringend ben?tigten Trost spenden. Chapter 767: Ein kostbares Gefühl (Kap.768)

Chapter 767: Ein kostbares Gef¨¹hl (Kap.768)

Ein l?hmendes Gef¨¹hl der Entt?uschung war kein sch?ner Zustand, um daraus zu erwachen. Esstete besonders schwer auf ihr, bis die Nachwirkungen des Scfes schwanden und Neveah sich ihrer Umgebung bewusst wurde. Das Gewicht von Xenons Arm um ihre Taille hielt sie in diesem Moment gefangen, hielt eine abw?rts f¨¹hrende Spirale auf ¨C mehr als er je begreifen w¨¹rde. Und da Neveah die Feinheiten ihrer Verbindung verstand, wusste sie, dass sie f¨¹r ihn ?hnliches empfand. Xenon war bereits wach. Wienge schon, konnte sie nicht sagen. Seine Hand fuhr beruhigend durch ihr Haar, so wie er es getan hatte, bevor sie eingeschlummert war, und sein Atemzug warngsam und einschl?fernd. Sieg praktisch auf ihm, bis hin zu ihrer K?rpermitte, und Neveah konnte sich ein besch?mtes L?cheln nicht verkneifen. "Hast du etwas scfen k?nnen?" fragte Neveah, w?hrend sie sich so drehte, dass sie zu Xenon aufsehen konnte, der sie ansah. Sein Blick strahlte eine derart kraftvolle Z?rtlichkeit aus, dass sie sich geehrt f¨¹hlte, deren Empf?ngerin zu sein. "Dir beim Scfen zuzusehen, ist erholsamer, als es Scfen je sein k?nnte", entgee Xenon mit einem gssenen Schulterzucken. "Und Drachen haben in ihrem Leben genug Schlummermonate oder gar -jahre hinter sich, wir bed¨¹rfen nicht unbedingt des Scfs, um uns zu ern?hren." Neveah wusste das, aber ihr war ebenso bewusst, dass Drachen nicht unsterblich waren und selbst sie ihre Grenzen und ihren Zerrei?punkt kannten. Ein paar N?chte Scfentzug waren in Ordnung, vielleicht ein paar Wochen, aber wenn es zur Gewohnheit wurde, dann w?re es bedenklich. "Du hast mich ¨¹berredet einzuscfen ... mal wieder", warf Neveah halb im Scherz vor. Xenons Lippen kr?uselten sich leicht. "Hm." Er versuchte gar nicht erst, die Anschuldigung zu verleugnen. Er gestand sie einfach ein und sein Blick forderte sie heraus, zu widersprechen. "Du bringst mich immer dazu, das Beste aus mir herauszuholen ... selbst zu deinem eigenen Nachteil." murmelte sie, w?hrend ihre Stirn sich leicht in Sorge legte ¨C zu viele Gedanken, als dass sie sie aussprechen k?nnte. "Du geh?rst mir," antwortete Xenon mit einer Stimme, die gerade ¨¹ber ein Fl¨¹stern hinausreichte. "Genau aus diesem Grund lebe ich ... um dich zu lieben." Es war eine schlichte Aussage; Xenon war noch nie ein Mann vieler Worte gewesen. Er war ¨¹berhaupt kein Mann der gro?en Worte, eher einer der Knurren und Blicke. Doch jedes Wort, das er sprach, jede seiner Gesten, machten ihr Dasein sch?ner. Und ihr Herz wurde daran erinnert, dass es zu sp?t f¨¹r einen Bruch war. Nicht, wenn er so fest an ihm festhielt. Mit dieser einen Aussage hatte er seinen Daseinszweck bestimmt und auf sie bezogen. Die Anfl¨¹ge von Schuldgef¨¹hl, die sich gebildet hatten, l?sten sich ebenso schnell wieder auf, und es erstaunte sie, ihre eigenen Augen leuchten zu sehen, gespiegelt in diesen Onyx-Augen. Die Tiefe ihrer Gef¨¹hle f¨¹r diesen Mann konnte sie in ihren eigenen Augen erkennen. Und dieses Gef¨¹hl war ihr nicht mehr fremd, unbekannt oder schwer auf dem Herzen. Es war das Wahrhaftigste, Vertrauteste und Sch?nste, was man ihr je geschenkt hatte. "Xenon... wenn das hier alles vorbei ist, sollten wir zu deiner H?hle auf dem Berg Edar gehen...", murmelte Neveah. "Ich werde dir vorlesen..." Xenon l?chelte bei dem Gedanken. "Wieder ein Geschichtswerk?" Sie sch¨¹ttelte leicht den Kopf, ein kleines L?cheln spielte um ihre Lippen. "Ich werde dir aus meinem Herzen vorlesen... Jeden Scg, mit deinem Namen versehen."?Ich lebe, um dich zu lieben", fl¨¹sterte sie in hilfloser und hoffnungsloser Akzeptanz. Sie neigte sich vor und ihre Lippen streiften sanft die von Xenon. Dann k¨¹sste sie ihn,ngsam, z?rtlich... mit all der Leidenschaft und Verehrung, die ihr Herz f¨¹r ihn empfand. F¨¹r diesen Mann, der an ihrer Seite geblieben war, noch bevor sie die Existenz seiner Art kannte, und der sie immer noch liebte, als w?re es der erste Tag ihrer Liebe. Als Neveah sich zur¨¹ckzog, war sie atemlos. Ihre Wangen waren ger?tet und ihr Blick verhangen. Xenon grinste, seine Zunge huschte heraus und strich ¨¹ber seine Unterlippe. ?Ich w¨¹rde ¨¹berall mit dir hingehen, Liebes. Keep Skies, The Dunes... Scales, sogar den Schattenturm." Neveahchte leise, doch ihr Lachen verwandelte sich bald in ein erstauntes Keuchen, als Xenon seine Aussage beendete. ?Und vergiss nicht, ich werde dich an jedem dieser Orte lieben. Wenn die Sonne auf- und untergeht... und selbst wenn sie es vergisst, beides zu tun." Neveah erschauderte merklich. Das Vengen, mit ihm auf die intimste Weise eins zu sein, brannte mit jedem Augenblick st?rker in ihr, und sie war sich nicht sicher, wienge sie noch widerstehen konnte. ?Warum verweigerst du dir das dann?", fragte Neveah leise. ?Warum willst du hier und jetzt nicht mit mir scfen?" Xenon sah sichtlich gequ?lt aus. Sein innerer Kampf spiegelte sich in seinem Blick wider, und er st?hnte leise. Er beugte sich vor, seine Stirn ber¨¹hrte die von Neveah, und seine Augen schlossen sich. Er atmetengsam ein. ?Alles an dir erregt mich auf eine Weise, die ich f¨¹r unm?glich gehalten h?tte, Neveah Vairheac. Wenn es nach mir ginge, w¨¹rde ich dich bei jeder Gelegenheit vernaschen... Verdammt, ich habe gesehen, wie du eine ganze Armee niedergemacht hast, ohne dich auch nur zu r¨¹hren, und alles, woran ich denken konnte, war, wie verzweifelt ich deinen K?rper unter mir brauche." ?Schuppen! Siehst du dich denn nicht selbst, Frau? Du bist das atemberaubendste Wesen, das ich je gesehen habe... und ich bin schonnge unterwegs...", sagte er in einem Atemzug. ?Ich bin nur ein Mann, meine Liebe. Wenn ich dich schmecke... verliere ich jede Kontrolle. Und du w¨¹rdest viel mehr Scf verlieren, als es ein Krieg je bewirken k?nnte", grunzte er. Neveahchte leise. ?Aber ich bin ein Mann, dem etwas fehlt. Schmerzlich. Ich habe dir zwei Verschmelzungen verweigert... Teile von mir, die ich nicht mehr zur¨¹ckgewinnen kann und die ich dir nicht anbieten kann, wie du es verdienst." ?Was ich tun kann, ist, dir alles zu geben, was ich habe... nicht ¨¹berst¨¹rzt, wenn wir jederzeit angegriffen werden k?nnten, oder in einem Versammlungssaal mit deinem Vater und deinen Onkeln irgendwo anders... so sehr ich jeden Moment davon genossen habe", murmelte Xenon. Er wiederholte die Bewegung von vorhin, seine Zunge schnippte heraus, um seine Unterlippe zu streifen, und Neveah schwor, die W?rme in ihrem Unterleib k?nnte genauso gut fl¨¹ssiges Feuer sein. ?Es wird mit aller Ehre geschehen, die dir geb¨¹hrt. Als meine Dame... und meine K?nigin", schwor Xenon. F¨¹r die Drachen war die dritte und letzte Verschmelzung heilig. Neveah h?tte nichts dagegen gehabt, wenn Xenon seine Gedanken wahr gemacht und sie direkt auf dem s¨¹dlichen Wachturm beansprucht h?tte, mit all der Zerst?rung und Verw¨¹stung einer ht um sie herum. Und sie w¨¹nschte, er k?nnte verstehen, dass sie nicht das bedauerte, was er ihr nicht mehr geben konnte. Aber sie verstand, was es f¨¹r ihn bedeutete... es w?re sein zweites Mal, alles von sich einer Frau anzubieten, die er liebte. Das war umso bedeutender. Und f¨¹r Neveah war seine Liebe umso kostbarer. ?Du hast so viele Jahre gewartet, mich aus dem Eclipse Pce zu holen. Und selbst als ich zu den D¨¹nen aufbrach, und alle Ereignisse, die dazu f¨¹hrten... du hast gewartet. Dieses Mal... werde ich diejenige sein, die auf dich wartet, Xenon. Songe du brauchst..." Chapter 768: Eine Falle (Kap.769)

Chapter 768: Eine Falle (Kap.769)

"Festung Inferno war vollkommen still. Zu still f¨¹r eine Festung, die erst gestern eine ht erlebt hatte und sich nun auf eine weitere vorbereitete. Die Sonne war bereits untergegangen, und nach einem ruhigen Tag war soeben die Meldung eingetroffen: Die Evakuierung des unteren Distrikts hatte begonnen. Bevor die Nacht vor¨¹ber war, w¨¹rde sie entweder friedlich bleiben oder eine Konfrontation w¨¹rde stattfinden. Und wenn es dazu k?me, wusste Neveah, auf welcher Seite sie stehen w¨¹rde ¨C das stand au?er Frage. Dennoch beschlich sie ein beklemmendes Gef¨¹hl. Es war schwierig, die Eigenartigkeit der Situation zu ignorieren, denn wenn etwas schiefging und die Drachen zur¨¹ckschlugen, w¨¹rde das eine erneute Vernichtung bedeuten. Aber warum waren die Werw?lfe ¨¹berhaupt hierher gekommen? Aus welchem Grund? Wer f¨¹hrte sie an? Warum hatten sie seit ihrer Ankunft nichts anderes unternommen, als den unteren Distrikt zu bgern? Nicht einmal Alessio oder Lothaire w¨¹rden so k¨¹hn handeln, und wenn doch, h?tte es l?ngst eine Forderung geben m¨¹ssen, zumal bereits von zahlreichen Toten im unteren Distrikt berichtet wurde. Das unerwartete Erscheinen der Werw?lfe hatte Neveah am wenigsten erwartet. Die Beteiligung der Fae war offensichtlich, erkennbar an den Portalen, aber das erkl?rte immer noch nicht, warum die Werw?lfe selbst einen derart un¨¹berlegten Zug unternommen hatten. ¡¯Ich w¨¹rde einen Pfad aus Blut bahnen, der direkt zu dir f¨¹hrt, meine Geliebte... So weit w¨¹rde ich gehen.¡¯ ¡¯Darf ich dir sagen, was auf dich zukommt?...¡¯ ¡¯Ich bin es... Ich komme...¡¯ Die Worte hallten in Neveahs Geist wider, als Erinnerung an das, was sie verdr?ngt hatte. Dass sie das d¨¹stere Schatten ihrer Vergangenheit immer ¨¹ber sich h?tte schweben sehen... Dass irgendwo tief in ihrer Seele noch Spuren verblieben waren... F?den einer Bindung, die sie nicht durchtrennen konnte, Ablehnung, die sie nie vollst?ndig vollzog, eine Fessel, die sie an eine Vergangenheit band, der sie lieber den Tod als die R¨¹ckkehr w?hlen w¨¹rde. Und der Gedanke, dieser Vergangenheit ins Auge zu blicken, war erschreckender als tausend Legionen der Fae. Ein leises Klopfen lenkte ihre Aufmerksamkeit ab, und sie blickte herunter, um das Pergament zu entdecken, das sie fr¨¹her in ihren G¨¹rtel gesteckt hatte und das nun zu Boden gefallen war. Es war der Brief, den sie beinahe vergessen hatte. Sie hob ihn auf, entfaltete ihn und beim ersten Wort geriet Neveahs Welt ins Wanken. Es war nicht das Wort selbst, sondern die Sprache, aus der es stammte, und wie gespenstisch vertraut sie Neveah war. Vor ihrg ein Pergament, das Wort f¨¹r Wort in der alten Wolfssprache verfasst war. Eine Sprache, die es sonst nirgends in der Festung gab. Soweit Neveah wusste, gab es nur zwei Personen in der ganzen Festung, die diesen Brief deuten konnten: ihr Vater, Lord Kaideon, und sie selbst. Ihr Blick huschte ¨¹ber den Brief, und ganz unten war ein vertrautes Siegel angebracht, das sie seit jener Nacht im D?mmerungnd, als sie es erhalten hatte, durch zwei Leben hindurch jeden Tag bei sich getragen hatte. "Das Zeichen des Sch?pfers...", fl¨¹sterte sie kaum h?rbar. "Aber wie...?"¡¯?Veah?", rief Xenon, als er den Waschraum verlie?. ?Alles in Ordnung bei dir?" F¨¹r einen Moment war sie zu verbl¨¹fft, um ¨¹berhaupt zu antworten. Nicht einmal, als Xenon hinter sie trat und ihr das Pergament aus den H?nden nahm, um es zu ¨¹berfliegen. ?Was steht da drin?", fragte er Neveah und zog seine Augenbrauen besorgt und misstrauisch zusammen. ?Es steht hier, dass ich alleine in den unteren Bezirk gehen soll", murmelte Neveah leise. ?Nein", machte Xenon seiner Abneigung Luft und ballte das Schreiben w¨¹tend in seiner Faust zusammen. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf, um ihre Gedanken zu ordnen. ?Drachen sprechen nicht in Wolfszunge. Wenn sie das hier in Wolfszunge geschickt haben... dann wissen sie, dass ich hier bin." Wie konnten sie nur so sicher wissen, dass sie gerade in Fort Inferno war? Standen sie immer noch in Verbindung mit den Fae? Doch das war nicht der Hauptgrund f¨¹r Neveahs Best¨¹rzung. Vielmehr war es dieses Siegel ... eines, von dem ihr Vater ihr gesagt hatte, es repr?sentiere den Geburtsort ihrer Mutter, die Winterdom?ne. Es ergab absolut keinen Sinn, dass die Winterw?lfe hier waren oder sich mit den Fae verb¨¹ndet hatten. Es sei denn, jemand nutzte das Siegel zu b?sen Zwecken. War es eine Falle? Wer sonst als Lothaire, der f?lschlicherweise behauptet hatte, ihr Vater zu sein, k?nnte von ihrer Verbindung zur Winterdom?ne wissen? Nicht einmal Alessio wusste von ihrer Verbindung zur Winterdom?ne, zumindest soweit Neveah wusste. Aber es waren schon mehr als zwei Jahre vergangen; was hatte sich auf der anderen Seite der Welt ge?ndert? Welche Ereignisse hatten zu diesem gegenw?rtigen Moment gef¨¹hrt? Und was k?nnte Lothaire noch von ihr wollen? ?Es ist ¨¹berhaupt nicht sicher, zu ihnen zu gehen. Und schon gar nicht alleine. Das kommt nicht infrage", sagte Xenon bestimmt, ging von ihr weg und kleidete sich an. ?Wenn du gehen musst, dann werde ich mit dir kommen. Dar¨¹ber l?sst sich nicht verhandeln", entschied er. Neveah z?gerte einen Moment. Die Evakuierung des unteren Bezirks hatte bereits begonnen. Wenn sie die Dinge erst einmal ihren Lauf nehmen lie?, konnte sie daf¨¹r sorgen, dass die B¨¹rger in Sicherheit und weit entfernt von jeglicher Gefahr waren, was danach geschah, w¨¹rde sich leichter gestalten. Aber wie konnte man sicher sein, dass nicht vor Abschluss der Evakuierung irgendetwas schief gehen w¨¹rde, was zu einer Konfrontation f¨¹hren k?nnte? Sie konnte die Eidung unm?glich ignorieren. Auch wenn es h?chstwahrscheinlich eine Falle war... auch wenn sie nur zu dem Zweck ausgelegt war, sie hervorzulocken, die geringste M?glichkeit, dass sie einen Fehler machte, wenn sie die Drachen die Werw?lfe ausl?schen lie?, Die geringste M?glichkeit, dass es der falsche Schritt sein k?nnte, war ein Risiko, das Neveah nicht eingehen wollte. ?Informiert Lord Kiroff, dass wir uns auf den Weg zu ihm machen. Die Evakuierung wird wie gent fortgesetzt... wir werden selbst mitten in das Geschehen eingreifen", sagte Neveah zu Xenon. ?Eine Traumreise also", antwortete er. Chapter 769: Traumzauber (Kap.770)

Chapter 769: Traumzauber (Kap.770)

Magie war schon immer eine geheimnisvolle Angelegenheit, unberechenbar und fl¨¹chtig, selbst f¨¹r jene, die sie beherrschten. Dies war vielleicht die erste und wichtigste Lektion, die Neveah seit ihrer Verbindung mit Demevirld gelernt hatte. Deshalb war es keine ¨¹berraschung, dass sich Neveah am Ende des Magierzaubers an einem v?llig fremden und ungewohnten Ort wiederfand, ganz allein. Es standen zwei M?glichkeiten zur Wahl. Xenon, ein Vollblutdrache, besa? eine sehr hohe Magieresistenz. W?hrend Demevirlds Magie ihn m?glicherweise beeinflussen konnte, hatte die Magie der Magier vielleicht nicht denselben Erfolg gehabt. Und wenn doch, dann hatte ihr Zauber nicht sicherstellen k?nnen, dass Xenon und Neveah gleichzeitig am selben Ort ankamen. Vielleicht waren sie in zwei v?llig unterschiedliche Teile des von den Magiern gewobenen Traumzaubers transportiert worden. Wie auch immer, Neveah wusste, dass es nichts brachte, dar¨¹ber nachzugr¨¹beln. Je schneller sie hier ihre Angelegenheiten erledigte, desto eher konnte sie zu Xenon zur¨¹ckkehren und seine Sorgen lindern, die mit jedem Moment ihrer Trennung gr??er wurden. In dieser Situation begann Neveah, ihre Umgebung zu inspizieren. Ein dichter, schwerer Nebel h¨¹llte den Wald ein. Es war diese Art von Nebel, die es unm?glich machte, mehr als einen Zoll vor sich zu sehen. Doch Neveah wusste, dass sie sich in einem Wald befand. Der Duft von Moos, feuchter Erde und verrottetem Laub war ¨¹berw?ltigend. Durch die Genauigkeit und Empfindlichkeit ihres Geruchssinns erkannte Neveah, dass sie hier im Traumzauber ihre Wolfsseite und all ihre F?higkeiten beibehalten hatte. Von Demevirld war sie sich jedoch nicht sicher; sie konnte ihn nicht sp¨¹ren. Neveah setzte ihren Weg durch den Nebel fort, ihre Sinne waren hochgradig rmiert. Auch wenn es ein Traumzauber war, hier waren hunderte rasende W?lfe gefangen. Sie vermutete nicht, dass diese ihr freundlich gesonnen w?ren; einen Raubtier zu fangen war der sicherste Weg, seine wilde Instinkte zu wecken. Es dauerte nichtnge, bis ihre Sinne sie darauf aufmerksam machten, dass sie verfolgt wurde. Neveah reagierte nicht darauf. Sie ging unbeirrt weiter und stapfte durch den Wald. Wenn sie den ersten Zug machte, w?re sie im Nachteil, da sie das Gel?nde noch nicht kannte. Wer immer ihr folgte, w¨¹rde sich rechtzeitig zu erkennen geben. Letztendlich war sie gekommen, um sie zu treffen, um herauszufinden, welche Wahrheit hinter dem Brief steckte. Um die Rechnungen der Vergangenheit zu begleichen, wenn n?tig. Das war etwas, das nur sie tun konnte, etwas, das sie selbst tun musste, und zumindest aus diesem Grund war sie erleichtert, allein zu sein. Es dauerte nichtnge, bis ihr Verfolger sich zeigte. Neveah sp¨¹rte es in dem Moment, als er sich auf sie st¨¹rzte. Sie h?rte, wie seine uen in den Boden gruben und den Schwung aufnahmen, der ihn direkt auf ihre Kehle zutrieb. Jedoch reichte das Wissen um seine Ankunft nicht aus, um Neveah vorzubereiten. Instinktiv wich sie aus, entging nur knapp dem Zusammensto?, hatte jedoch keine Gelegenheit, zur¨¹ckzuscgen. Ihr Angreifer war schneller und verschwand ebenso schnell wieder. In dieser ganzen Zeit hatte Neveah ihn nicht einmal gesehen. Sie sp¨¹rte ihn, doch sie konnte ihn nicht erblicken. Aus welchem Grund auch immer, er verschmolz so perfekt mit dem Nebel, dass es au?er seiner Anwesenheit kein weiteres Anzeichen f¨¹r seine Existenz gab.Neveahs Wolf kam an die Oberfl?che und verst?rkte ihre Sinne, sie ¨¹berlie? ihm die volle Kontrolle und verzichtete darauf, ihren Gegner kommen zu sehen. Der Nebel schien immer dichter zu werden. Wie ihr Angreifer so r hindurchsehen konnte, war Neveah ein R?tsel, doch sie blieb standhaft. Sie ging weiter, als w?re sie nicht gerade angegriffen worden. Unter der Oberfl?che tasteten Neveahs Sinne die Umgebung ab, um herauszufinden, von wo der n?chste Angriff kommen w¨¹rde oder wie viele Angreifer es waren. In diesem Traumzauber wimmelte es nur so von W?lfen. ¡¯Es ist nur einer...¡¯, dachte Neveah zu ihrem Wolf. ¡¯Seine Aura... er muss mindestens ein Alphak?nig sein.¡¯, erwiderte Neveahs Wolf. Sowohl Lothaire als auch Alessio waren von Geburt an und von Rechts wegen Alphak?nige. Beide hatten ?hnliche Auren... es k?nnte der eine oder der andere sein, aber keiner von beiden war eine gute Option f¨¹r Neveah. Ihr Herz sank in die Magengrube, aber sie beruhigte sich schnell wieder. Der n?chste Angriff kam pl?tzlich und entging beinahe Neveahs Aufmerksamkeit. Im letzten Moment drehte sie sich um, ihre Krallen schossen hervor, doch sie verfehlte ihn. Er war schnell... schneller als jeder andere Werwolf, den Neveah kannte. Und w?hrend der Nebel Neveahs Sinne d?mpfte, schienen seine nur sch?rfer zu werden. Beim dritten Mal entschied Neveah sich anders. Sie bereitete sich auf einen Aufprall vor und blieb stehen, erwartete einen Angriff, der nicht kam. Nach ein paar Herzschl?gen f¨¹hlte sich die Pr?senz ihres Angreifers pl?tzlich ¨¹berw?ltigend an und seine Aura traf sie wie ein physischer Scg. Neveah erstarrte und drehte sichngsam um, kam einem aufgerissenen Maul und einem tierischen Blick gegen¨¹ber. Der Werwolf, der sie anstarrte, war riesig, sogar gr??er als Neveahs eigene Wolfsgestalt, was bedeutete, dass er sie v?llig ¨¹berragte. Doch was Neveah sprachlos machte, war nicht seine gewaltige Gr??e oder ¨¹berlegene H?he oder sogar die Eckz?hne, die ihr jederzeit den Kopf h?tten abbei?en k?nnen. Nein. Es war sein Fell. Ein weiches, schneewei?es Fell, das durch keine andere Farbe verunreinigt war. Nun wurde Neveah r, warum sie ihren Angreifer die ganze Zeit nicht sehen konnte. Mit seinem reinwei?en Fell war der Nebel die perfekte Tarnung. Neveah blinzelte erstaunt, als der Wolf sie einen Momentng anblickte, und dann stand an seiner Stelle ein Mann mit kurz geschnittenem, schneewei?em Haar. Er verschr?nkte die Arme und musterte sie mit einem verwirrten Gesichtsausdruck von Kopf bis Fu?. "Ich hatte erwartet, Kaideon zu sehen... und eine Erkl?rung f¨¹r diesen ganzen Wahnsinn zu vengen.", erkl?rte er. "Du siehst ihm nicht ?hnlich. Das ist auch gut, das Haar k?nnte sser sein...aber du wirst dich sicher gut an das Winterreich gew?hnen." Chapter 770: Ver?nderungen auf der anderen Seite des Meeres (Kap.771)

Chapter 770: Ver?nderungen auf der anderen Seite des Meeres (Kap.771)

Einige Augenblickeng betrachtete Neveah den fremden Mann in Schweigen und gr¨¹belte ¨¹ber seine eben ausgesprochenen Worte. Sie war sich sicher, dass sie ihm noch nie bege war, doch seine Worte und seine markanten Gesichtsz¨¹ge verschafften ihr eine ziemlich re Vorstellung von seiner Identit?t. Dass er zu diesem Zeitpunkt jedoch hier war, machte einfach keinen Sinn. Und sie wusste nicht recht, wie sie reagieren sollte. Sie hatte sich tausendmal ausgemalt, was sie Alessio oder Lothaire als Erstes sagen w¨¹rde, oder ob vielleicht ihre uen das Wiedersehen besiegeln w¨¹rden ¨C diesen Moment hier hatte sie allerdings nicht bedacht. "Ich mag meine Haare, wie sie sind", waren die ersten Worte, die ¨¹ber Neveahs Lippen kamen. Ihr Tonfall war reflexartig trotzig und sie unterdr¨¹ckte den Impuls, sichtlich zusammenzuzucken. Zu ihrem Entsetzen t?tschelte er daraufhin Neveahs Kopf, als sei sie ein kleines Kind in seinen Augen. "Sch?n f¨¹r dich." Dann, ohne ein weiteres Wort, keinerlei Vorstellung oder Versuch, Neveahs ¨¹berraschung zu erkl?ren, als w¨¹sste er, dass sie die Zusammenh?nge bereits verstanden h?tte, wandte er sich ab und schritt in den dichten Nebel hinein, offensichtlich in der Erwartung, dass sie ihm folgen w¨¹rde. Verbl¨¹fft blinzelnd eilte sie ihm nach. Sie kneifte die Augen zusammen, um einen Blick auf seine Silhouette durch den Nebel zu erhaschen, w?hrend er so selbstsicher voranschritt, als k?nnte er m¨¹helos durch ihn hindurchsehen. Es dauerte nichtnge, bis sie den Nebel hinter sich lie?en und einen schmalen Waldweg enngwanderten. Neveahs Blick hing an dem Mann ¨C seltsam, dass sich jemand, der scheinbar in einem Traumzauber gefangen war, so heimisch f¨¹hlte. Er f¨¹hrte sie bis zu einer kleinen H¨¹tte mitten im Nirgendwo, in die er ohne Z?gern eintrat und die T¨¹r offen lie?. Kurz verharrte sie unschl¨¹ssig auf der Veranda. Erst als er seinen Kopf wieder durch die T¨¹r steckte und sie mit einem ungeduldigen Blick bedachte. "Also?" dr?ngte er. "Ich wei? ja nicht, wie es dir geht, aber ich habe nicht ewig Zeit." Neveah bemerkte, dass er trotz seiner eindrucksvollen Ausstrahlung einen ziemlich eigenwilligen Charakter hatte. Sie war sich unsicher, ob sie das am¨¹sant fand oder eher beunruhigend. Sie schob ihr Z?gern beiseite und trat in die Kabine, in der ein kleiner Holztisch im Mittelpunkt des Eingangsbereichs stand. Er lehnte an der T¨¹r und bedeutete Neveah mit einer Handbewegung, sich an den Tisch zu setzen. Es dauerte eine Weile, bis er das Schweigen unterbrach. "Du hast uns hierher geschickt, nicht wahr?" beschuldigte er sie. Neveah vermutete, mit ¡¯hier¡¯ meinte er den Traumzauber, der gerade wirkte. Sie presste ihre Lippen zusammen und nicktengsam. "Ich war mir nicht sicher, was mich erwarten w¨¹rde. Ich wusste nicht... wer..." Neveah stockte, doch sie brauchte ihren Satz nicht zu beenden, denn er nickte verst?ndnisvoll. "Und jetzt?" fragte er und verschr?nkte die Arme. "Nun... du musst Alpha-K?nig Nn vom Winterreich sein." antwortete Neveah mit einem Achselzucken. Er brummte zustimmend: "Das bin ich in der Tat.""Dich gibt es also auch... Du bist der kleine Bruder meiner Mutter", f¨¹gte sie mit erheblich leiserer Stimme hinzu. Diesmal antwortete Alpha Nn nicht. Er verharrte in v?lliger Stille f¨¹r einenngen Augenblick, bevor er tief durchatmete. "Als Kaideon Kunde von deiner Existenz gab... wagte ich nicht, es zu uben. Dass Eira in dieser Welt einen Nachkommen hintessen hatte..." Er hielt inne, trat weg von der T¨¹r und nahm Neveah gegen¨¹ber tz. "Nun wei? ich es", murmelte er, seine Stimme war heiser und kaum vernehmbar. "Du siehst deiner Mutter zum Verwechseln ?hnlich, Neveah." Eine Flut von Emotionen ¨¹berkam Neveah, so rasch, dass es schmerzte. "Das hat man mir schon ?fter gesagt", erwiderte sie leise. "Doch du verh?ltst dich nicht wie sie", f¨¹gte er hinzu. "Dein Wesen erinnert sehr an diesen nervigen Drachen, Kaideon." Ein am¨¹siertes Zucken spielte um Neveahs Lippen, doch sie nickte zustimmend. Es war nicht sch?ndlich, Eigenschaften von beiden Elternteilen zu haben, vor allem nicht, wenn sie ihr Lebenng geubt hatte, sie w?re es nicht wert gewesen, geboren zu werden. "Ich w¨¹rde gerne sitzen und alles erfahren, was du erlebt hast... aber wir haben keine Zeit." Alphak?nig Nn fuhr fort. "Das Winterreich wird angegriffen, und ich muss unverz¨¹glich mit den Kriegern zur¨¹ck. Dein Gro?vater wird den Kr?ften der Eklipse nichtnge standhalten k?nnen." Das Herz sank Neveah in die Tiefe, als das Eklipsenreich erw?hnt wurde, ihre Augen weiteten sich. "Aber es gibt einen Friedensvertrag zwischen den vier Dom?nen. Kriege hat es seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben!" stie? sie ungl?ubig aus. "Das Reich hat sich seit deiner Abwesenheit stark ver?ndert, Neveah. Alessio Terran Lothaire wurde zum Alphak?nig der Eklipse gekr?nt, nachdem er Lothaire Raul gest¨¹rzt hatte, und die Kriege enden nicht. Das Eklipsenreich ist gegt von inneren K?mpfen, die allein die absolute Vorherrschaft zum Ziel haben. Nun strebt Alessio nach Eroberung." Er sprach mit kaltem und t?dlichem Unterton. ¡¯Alessio ist jetzt Alphak?nig... und gngt an die Macht durch Gemetzel und Blutvergie?en, genau wie ihm Lothaire es lehrte.¡¯ Neveah ballte die F?uste. Alessio war Lothaires einziger Erbe. Es hatte nie infrage gestanden, dass er eines Tages den Titel erben w¨¹rde ¨C es war eine ausgemachte Sache. Doch die Vorstellung, dass es bereits geschehen war, und auf diese Weise, war genau so realit?tsfern wie die tr¨¹gerische Wirklichkeit, in die der dunkle Zauberer sie gesandt hatte, und bei diesem Gedanken unterdr¨¹ckte Neveah ein Schaudern. "Wenn er so k¨¹hn ist, das Winterreich herauszufordern, dann muss es da noch mehr geben..." murmelte Neveah. "Alessio wei?, dass das Winterreich nur vom ?therischen Reich ¨¹bertroffen wird und das Eklipsenreich in der St?rke nachsteht." Alpha Nn nickte. "Wenige Tage, bevor wir hierher kamen, erreichte uns die Nachricht, dass eine Allianz aus f¨¹nfzig Rudeln der Eklipse unter Alessios F¨¹hrung auf das Winterreich zuschreitet. Obwohl dies eigentlich Ass zu einem Krieg w?re, behaupten sie, nicht zum Kampf, sondern zu Verhandlungen gekommen zu sein..." Er verstummte. Noch bevor die Worte ausgesprochen waren, sank Neveahs Herz bereits in sich zusammen. "Er fordert eine gewaltfreie Kapittion des Winterreichs. Er behauptet... Eira in seiner Gewalt zu haben." offenbarte Alpha Nn. Chapter 771: Ver?nderungen auf der anderen Seite des Meeres 2 (Kap.772)

Chapter 771: Ver?nderungen auf der anderen Seite des Meeres 2 (Kap.772)

Stille. Sie war die erste instinktive Reaktion, wenn man mit Informationen konfrontiert wurde, die in keiner Weise logisch schienen und dennoch Realit?t waren. Dann kam der Unube. "Aber das... das kann nicht sein. Er ... er muss bluffen", fl¨¹sterte Neveah schlie?lich, eher zu sich selbst als zu Alpha Nn. Doch aus ihrem leisen Tonfall und dem unsicheren Blick in ihren Augen war erkennbar, dass sie sich ihrer Aussage keineswegs sicher war. Alessio kannte vor Jahren nichts von Neveahs wahrer Abstammung, er ubte fest daran, dass er und Neveah durch Lothaire Raul blutsverwandt seien, und er wusste definitiv nicht, dass ihre leibliche Mutter eine Wandlerin war oder gar mit der angesehenen Winterdom?ne in Verbindung stand. Und es war nicht irgendeine Verbindung: Eira war von Geburt und Recht her, Alpha-K?nig des Gebiets. Sogar Neveah selbst hatte bis zum gr??ten Teil ihres Lebens den Eindruck, ihre leibliche Mutter Eira sei ein Mensch gewesen. Die Wahrheit erfuhr sie erst, nachdem sie Kaideon bege war. Wie konnte also Alessio das herausfinden? Und wenn er nun so viel wusste, wer wollte behaupten, er wisse nicht, wo Neveahs Mutter war? Eiras Tod war nie best?tigt worden, seit ihrem Verschwinden hatte man nichts mehr von ihr geh?rt. Die Schlussfolgerung, dass sie h?chstwahrscheinlich verstorben sei, basierte auf den Anzeichen, die Kaideon erfahren hatte, Symptome einer Trennung, die seit ¨¹ber einem Jahrzehnt zu seinen Sprachst?rungen f¨¹hrten. Doch selbst Kaideon war sich nicht sicher; er hatte gegen¨¹ber Neveah zugegeben, dass seine Erfahrungen nicht ganz denen entsprachen, die er bei anderen beobachtet hatte. Und Neveah brauchte nicht dabei gewesen zu sein, um das zu wissen. Die Tiefe, mit der ihr Vater ihre Mutter liebte, selbst jetzt, mehr als ein Jahrzehnt sp?ter... er hatte keine andere Frau angesehen. Seine Liebe zu ihr war offenkundig in allem, was er tat; er trug die Erinnerungen an sie stets mit sich... Kaideon h?tte die volle Wucht der Trennung nicht ¨¹berleben k?nnen. Es blieb f¨¹r alle ein R?tsel, dass er noch lebte. Und obwohl Neveah daf¨¹r zutiefst dankbar war, konnte sie die Ungereimtheiten nicht ignorieren. Die Frage stand immer noch im Raum. Was war genau mit Eira vor zwei Jahrzehnten geschehen? Und Neveah w?re bereit gewesen, ihr eigenes Leben darauf zu verwetten, dass Lothaire damit zu tun hatte. Doch es gab keine Beweise, seit zwei Jahrzehnten gab es keine... au?er Neveahs eigener Existenz. Pl?tzlich hatte Alessio Eira? "Das dachte ich auch", gestand Alpha Nn. "Aber... wenn es auch nur den Hauch einer M?glichkeit gibt, eine atomare Chance... dass Eira lebt, kann die Winterdom?ne das nicht ignorieren." Kaideon hatte einmal gesagt, dass die Winterdom?ne niemals aufgeh?rt hatte, nach Eira zu suchen, entschlossen, ihren Tod erst zu akzeptieren, wenn es einen K?rper gab, der dies bewies. F¨¹r sie war es unm?glich, dies zu ¨¹bergehen, selbst wenn es offensichtlich eine Falle war. Und Alessio... er musste das gewusst haben. Was wusste er nun ¨¹ber Neveahs Geburt? Wie weit w¨¹rde er mit dieser Information gehen? "Hast du ihn also getroffen?", erkundigte sich Neveah. "Hat er gesagt, wo meine Mutter ist?" "Ein Treffpunkt war festgelegt worden", offenbarte Alpha Nn. "Sie waren bereits auf dem Weg in die Dom?ne, also f¨¹hrte ich meine Vorhutkrieger zu den Grenzen, um sie abzufangen. Aber wir haben sie nie erreicht. In einem Moment durchquerten wir das herrenlose Land jenseits unserer Grenzen und im n?chsten... waren wir hier." "Es war also doch eine Falle", presste Neveah heraus, w?hrend sie ihre F?uste ballte und wieder l?ste. "Das konnte kein Zufall sein." "War es auch nicht", best?tigte Alpha Nn. "Wir wussten erst, als wir hier ankamen, dass ein Krieg im Gange war und wir mitten drin gefangen waren."Neveah zischte leise vor sich hin. "Ihr musstet also drastische Ma?nahmen ergreifen, um die Sicherheit eurer Krieger zu garantieren." Langsam begann alles Sinn zu machen. "Die ¨¹bernahme des unteren Bezirks war damals die beste Option. Seitdem haben wir immer wieder versucht, Kontakt mit Kaideon aufzunehmen, aber..." Alpha Nn brach ab. "Mein Vater hat eure missliche Lage nicht ignoriert. Er ist... nun, er steckt in einer anderen Dimension fest." sagte Neveah, mangels einer besseren Erkl?rung. Alpha Nns Stirn runzelte sich. "Eine Welt voller Magie ist eine Welt voll unvorstellbarer Gefahren. Wird Kaideon wieder gesund werden?" "Ich... ich wei? es nicht." antwortete Neveah ehrlich. "Aber er w¨¹rde nicht wollen, dass du dir jetzt Sorgen um ihn machst." "Wenn alles so ist, wie du sagst, dann hat Alessio dich aus einem von zwei Gr¨¹nden hergeschickt." fuhr Neveah fort, ihr Tonfall wurde d¨¹ster. "Wenn ich immer noch von meinem Hass auf ihn besessen w?re und danach handeln w¨¹rde... h?tte ich den gr??ten Fehler gemacht, meine eigene Familie ausgel?scht." "Ein grausamer, finsterer... und doch genialer n, typisch f¨¹r die Lothaires." murmelte sie. Wie konnte Neveah das nicht erkennen? Irgendwann trug sie selbst diesen Namen... Lothaire. Die Winterw?lfe durch Fae-Portale zur Festung zu schicken, zu einem kritischen Zeitpunkt, als die Fae und die Drachen uneins waren, war im Grunde genommen, anderen die Waffe zum T?ten zu ¨¹bessen. Und das w¨¹rde Alessio nur tun, wenn er bereits w¨¹sste, dass die Entscheidung bei Neveah liegen w¨¹rde. "Er wei?... dass ich die Drachenk?nigin geworden bin." sagte Neveah. "Die Fae... sie haben schonnge Kontakt mit dem Eclipse Domain." "Du bist was geworden...?" fragte Alpha Nn, erstaunt. Neveah warf ihm einen Blick zu und erkannte, dass die Winterdom?ne diese Information nicht erhalten haben musste. Ihre einzige Quelle, Kaideon, war in einer anderen Dimension. "Der Drachenk?nig der Asvarischen Festung... er ist mein Gef?hrte." erkl?rte Neveah, so gut sie konnte. Alpha Nn blinzelte ¨¹berrascht und sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf. "Aber Kaideon hat gesagt..." "Alessio war mein Gef?hrte. Ich wei?, was er dir gesagt hat." murmelte Neveah. "Ich vermute, meine hybriden Wurzeln euben mir zwei Bindungen, oder was auch immer das Schicksal gespielt hat... aber darum geht es nicht." "Es geht darum, dass Alessio das wusste und uns schickte, um durch eure Hand get?tet zu werden." schlussfolgerte Alpha Nn. "Der feige Mistkerl." "Feige, vielleicht. Aber er war kurz davor... erfolgreich zu sein." gab Neveah zu, stand auf und fuhr sich durch die Haare. "Die Frage ist: Waren die Fae eingeweiht... und ist die Winterdom?ne noch sicher, w?hrend wir hier sprechen?" Chapter 772: Ver?nderungen auf der anderen Seite des Meeres 3 (Kap.773)

Chapter 772: Ver?nderungen auf der anderen Seite des Meeres 3 (Kap.773)

Alpha Nn spottete: ?Mein Winterreich wird nicht so leicht zerfallen. Dein Gro?vater war einst der st?rkste Gestaltwandler in allen vier Reichen. Wenn Lothaires Junge ubt, dass er ihn bezwingen kann...dann mag er es durchaus versuchen." ?Selbst der st?rkste Krieger ist gegen eine Armee im Nachteil. Da die Vorhut hier feststeckt, ist das Winterreich in der Unterzahl. Ohne eine eigene Armee wird er nichtnge den Finsternisw?lfen standhalten k?nnen", sagte Neveah mit einem Kopfsch¨¹tteln. ?Und ich kenne Alessio nur zu gut. Er ist bei weitem st?rker als Lothaire...und auch grausamer. Nichts wird ihn aufhalten, um das zu bekommen, was er will." ?Es ist am sichersten anzunehmen, dass er bereits einen gut durchdachten Handlungsn hat. Ich wei? es, weil... ich das auch h?tte", murmelte Neveah, und die Worte schmeckten bitter auf ihrer Zunge. ?Du bist keine Lothaire, Neveah", berichtigte Alpha Nn entschieden. ?Also untesse diese Anspielungen...f¨¹r immer." Sie atmete scharf ein und nickte als Antwort. ?Ich wei?. Du hast recht." ?Ich habe den Brief mit vielen Schwierigkeiten zur H?llenfestung geschickt, in der Hoffnung, dass ihre Unf?higkeit, die Wolfssprache zu ¨¹bersetzen, sie dazu bewegen k?nnte, Kaideon um Hilfe zu bitten", erkl?rte Alpha Nn. ?Es war eine geringe Chance, aber die einzige, die wir hatten. Und ich bin froh, das Risiko eingegangen zu sein...es hat dich hierher gebracht", sagte er bedeutungsvoll. ?Kannst du uns einen Weg zur¨¹ckfinden?", fragte Alpha Nn mit d¨¹sterer Miene. Neveah blickte zu Alpha Nn hin¨¹ber und nickte einmal. ?Ich werde das sofort arrangieren." Alpha Nn sah einen Momentng erleichtert aus, dann ver?nderte sich seine Miene. ?Du hast zwei Dinge angesprochen..." ?Was?", fragte Neveah unsicher. ?Du sagtest, dass Alessio uns nur aus einem von zwei Gr¨¹nden hierher geschickt h?tte", erkl?rte er. ?Und was ist der andere Grund?" ?Um mich...an ihn zu erinnern. Um mir zu zeigen...dass er sein Versprechen nicht vergessen hat, und ich sollte es auch nicht. Um die Nachricht zu ¨¹bermitteln, dass er meine Mutter hat.¡¯ Neveah l?chelte d¨¹ster und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. ?Nichts, was der Rede wert ist. Wenn es dir recht ist, werde ich den Zauber sofort stoppen. Wir sollten keine weitere Zeit verschwenden." ?Die Drachen? Sie befinden sich doch im unteren Viertel, oder?", fragte Alpha Nn misstrauisch. ?Sie sind nicht unser Feind", versicherte Neveah. ?Ich werde es meinen Drachen r machen, damit sie es verstehen." Alpha Nns Gesichtsausdruck wurde komplex. ?Du bist gut gro? geworden...Kleine." _______________ Xenons Arm g sich um Neveahs Taille und zog sie an seine Seite, und erst dann realisierte Neveah, dass sie in Gedanken versunken war, w?hrend sie beobachtete, wie die Portale die Gestaltwandler zur¨¹ck in das Wolfsterritorium schickten. Es hatte nur ein paar Stunden gedauert, bis sich die Magier und Drachenf¨¹rsten auf den neuen n eingestellt hatten, und in dieser Zeit hatten Alpha Nn und Neveah gesprochen. ¨¹ber vieles, aber auch ¨¹ber nichts. Er war ihr sehr ?hnlich, bemerkte Neveah. Er wusste nicht so recht, seine Gef¨¹hle auszudr¨¹cken oder offen dar¨¹ber zu sprechen, aber wer genauer hinsah, konnte das unweigerlich in ihren Augen sehen. Diese kalte Fassade schien ein Wesenszug der Winterw?lfe zu sein, zumindest hatte Alpha Nn es so beschrieben. Neveah fragte sich, ob ihre Mutter, Eira, auch so eine Frau gewesen war. Eine Frau, die ihre wahren Gef¨¹hle hinter einer kalten und gef¨¹hllosen Fassade verbarg. Eine Frau, die tiefer f¨¹hlte und mehr liebte, als sie je zugeben konnte. ?Wir waren so kurz davor...einen T?tungsbefehl zu erteilen", murmelte Neveah leise. Der Gedanke daran jagte ihr noch immer einen Schauer des Entsetzens ¨¹ber den R¨¹cken.Selbst jetzt waren Alessios Methoden zu abgr¨¹ndig, um sie zu durchschauen, so sehr, dass es ihr Angst einjagte. Und in ihrem Hinterkopf nagte weiterhin die Botschaft, die er ihr gesendet hatte. Alpha Nn begriff sie nicht so deutlich wie Neveah, ¡¯Wir sind es ... im Tausch gegen unsere Mutter.¡¯ dachte Neveah zu ihrem Wolf. Es kam keine Reaktion, sie war auch nicht n?tig. Ihr Wolf hatte es ebenso gesp¨¹rt, verstand die verdeckte Botschaft, die Alpha Nn unwissentlich ¨¹bermittelt hatte. "Aber das haben wir nicht getan." entgee Xenon. "Das ist alles, wor¨¹ber du nachdenken musst." Neveah nicktengsam und vertrieb ihre beunruhigenden Gedanken, als sie sah, wie Alpha Nn auf sie zukam. Mehr als die H?lfte seiner W?lfe war bereits durch das Portal gegangen, doch er hatte angehalten, um zu warten, bis alle durch waren, bevor er selbst hindurch schritt. Er hielt einige Schritte entfernt inne, ein Hauch eines L?chelns umspielte seine Lippen. "Ich h?tte nicht gedacht, dass wir uns auf diese Weise das erste Mal treffen w¨¹rden. Ich hatte gehofft, euch unsere Traditionen zu vermitteln, so wie es eure Mutter bei mir tat." "Das wirst du tun." versicherte Neveah. "Aber momentan wird deine Anwesenheit anderswo gebraucht." Alpha Nn nickte zustimmend. "Ich werde deinem Gro?vater alles ¨¹ber dich erz?hlen ... und ¨¹ber die Familie, die du hier gefunden hast." sagte er, w?hrend sein Blick zu Xenon hin¨¹berschweifte. "Meine Krieger sind begierig, dich kennenzulernen, doch es wird einen passenderen Zeitpunkt f¨¹r eine formelle Vorstellung geben. Dies ist dein tz, Neveah. Unabh?ngig von der Farbe deines Haares." fuhr er fort. "Deine Mutter w?re stolz." Ein Knoten bildete sich in Neveahs Brust und sie blinzelte, um ihre pl?tzlich verschwommene Sicht wieder zu kl?ren. "Ich danke Euch, Winterk?nig Nn." fl¨¹sterte sie leise, neigte ihren Kopf in einer leichten Verbeugung. Sie sp¨¹rte einen leichten Stich in der Brust, legte ihre Hand auf ihr Herz, w?hrend ihre Augenbrauen sich in Verwirrung zusammenzogen. "Veah? Geht es dir gut?" fragte Xenon besorgt. Auch Alpha Nn schien von einer ?hnlichen merkw¨¹rdigen Empfindung gegt zu sein. Er stie? einen schmerzvollen Laut aus, seine Hand schnellte an seine Brust. Mit gerunzelter Stirn zog er seine Weste herunter und beide, er und Neveah, beobachteten ¨¹berrascht, wie sich das Zeichen des Sch?pfers in Alpha Nns Haut brannte. Neveah hatte geh?rt, es w¨¹rde nur dem Erben jeder Generation verliehen. Einem Erben, niemandem sonst. Da sie das Zeichen erhalten hatte und Alpha Nn nie daf¨¹r vorgesehen war, Winterk?nig zu sein ¨C er war nur in Eiras Abwesenheit zu diesem Titel gekommen ¨C war es schl¨¹ssig, dass er das Zeichen nicht engt hatte. Aber jetzt... ¡¯Du hast ihn als Winterk?nig anerkannt. Du hast den Kopf gesenkt... es ist gleichbedeutend damit, ihm unser Erbe zu ¨¹bertragen. Er ist nun... der wahre Winterk?nig, und der Titel wird seiner Linie geh?ren, nicht unserer. F¨¹r alle Zeiten.¡¯ erkl?rte der Wolf Neveah. Neveah war die Einzige, die eine Auslegung ben?tigte. Alpha Nn verstand, was gerade geschehen war. "Nein... ich danke dir, mein Kind." Alpha Nns Stimme war rau. "Alles ist, wie es sein soll." sagte Neveah und ein seltenes L?cheln erleuchtete ihr Gesicht. Alpha Nn schien noch mehr sagen zu wollen, entschied sich jedoch dagegen. "Kaideon... sorge daf¨¹r, dass dein Vater sicher ist. Wenn meine Schwester lebt, muss er hier sein, um sie willkommen zu hei?en." sagte Alpha Nn bedeutungsschwanger. "Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht." gelobte Neveah. Er verringerte den Abstand zwischen ihnen, streckte die Hand aus und t?tschelte Neveahs Kopf, wie beim ersten Mal. Diesmal jedochchte Neveah leise und nahm die liebevolle Geste an, als das, was sie war. Chapter 773: Eine Wahrheit (Kap.774)

Chapter 773: Eine Wahrheit (Kap.774)

Das riesige Bl?tterdach der B?ume verdeckte einen Gro?teil des Mondlichts, doch der Wald wurde von gro?en Ansammlungen leuchtender Pilze gut erhellt. Sie s?umten die Baumseiten, so gro? wie eine menschliche Faust, und ihr Leuchten r¨¹hrte von einem schleimigen gr¨¹nen Sekret her, das ihre Spitzen ¨¹berzog. Das Leuchten tauchte den Wald in einen schwachen Gr¨¹nton, aber es reichte gerade aus, um den Weg zu erkennen. Ein Pfad zog sich durch den Wald, kaum auszumachen, da er selten begangen wurde undngsam vom Wald selbst zur¨¹ckerobert wurde. Der Wald war still, gespenstisch still. Die vielen giftigen Pilze, die ihn durchzogen, waren mehr als genug, um sicherzustellen, dass sich hier kaum Leben aufhalten konnte. Abgesehen von ebenso oder noch giftigeren Reptilien. Dieser trostlose Ort war ber¨¹chtigt daf¨¹r, dass viele Menschen hier ihr Ende gefunden hatten, nachdem sie sich in seine unscheinbare Tiefe gewagt hatten. Ein Rascheln in den B?umen ¨¹ber uns war zu h?ren. Es war so leise, dass man es f¨¹r den Wind halten k?nnte, aber Menarx wusste es besser. Er wusste es schon eine Weile und es nervte ihn zunehmend. "Komm heraus", murmelte Menarx in einem Tonfall, der geradeut genug war, damit seine Begleiter ihn h?ren konnten. Keine Antwort. "H?ltst du mich f¨¹r einen Narren? Ich wei?, dass du da bist", zischte Menarx. "Ich kann praktisch sp¨¹ren, wie du mir im Nacken sitzt." Ein h?rbarer Seufzer und dann ein dumpfer Aufprall, als jemand von den hohen B?umen zu Boden fiel. Menarx drehte sich leicht um und warf ihm einen fragenden Blick zu. Kirgan. Genau wie erwartet. Kirgan grinste verlegen und hob zur Begr¨¹?ung die Hand. "Wienge wei?t du es schon?" "Du folgst mir durch die ganze Festung und ubst wirklich, du k?nntest meiner Wahrnehmung entkommen?", war Menarx¡¯ Gegenfrage. "Also die ganze Zeit", murmelte Kirgan vor sich hin. "Das h?tte ich wissen m¨¹ssen." "Das und ... gr¨¹ne Schuppen sind schwer zu ¨¹bersehen", erwiderte Menarx trocken und verschr?nkte die Arme vor der Brust. "Dies ist das Ende des Weges, Kirgan. Geh nach Hause." Sein Ton war ruhig, jedoch unverkennbar warnend. Kirgans sonst spielerischer Gesichtsausdruck wurde ernst. "Du wei?t, dass ich das nicht tun kann." "Ich wiederhole mich nicht gerne, Kirgan", fuhr er fort, immer noch unheimlich ruhig. "Was denkst du, was das hier ist? Eine Intervention? Ohne dich gehe ich nirgendwohin, Narx. Und wenn du damit ein Problem hast, k?nnen wir es ausfechten ... wir wissen beide, wie das enden w¨¹rde", erwiderte Kirgan schlicht. "Indem ich dich verpr¨¹gle?" fragte Menarx spitz. "Genau", grinste Kirgan. "Aber auch du w?rst nicht in besserer Verfassung. Und in ein oder zwei Tagen bin ich geheilt und dir wieder auf den Fersen. Warum sich die M¨¹he machen?" Menarx¡¯ Augenbrauen zuckten, das einzige sichtbare Zeichen seiner Ver?rgerung. "Hat Veah dir nicht gesagt, mich nicht mehr zu jagen?" fragte er. Er hatte sie extra darum gebeten, so egoistisch es auch von ihm war. Doch er wusste in diesem Moment, dass Neveah ihm nichts abscgen w¨¹rde. Nicht einmal, wenn es sie verletzte. "Oh, das hat sie", sagte Kirgan. "Seit wann missachtest du die Worte der K?nigin?", wurde Menarx¡¯ Ton d¨¹ster, und er wandte sich vollst?ndig Kirgan zu. "Wirst du rebellisch, Kirgan?" "Sei nicht so dramatisch", entgee Kirgan und rollte mit den Augen, obwohl er sichtlich beleidigt aussah. "Ich habe meiner K?nigin die Treue geschworen, gebeugt das Knie. Ich lebe und sterbe nach ihren Befehlen." "Und als sie sagte, du solltest mich nicht jagen, sondern mich begleiten... nicht, um mich gegen meinen Willen nach Hause zu schleppen, sondern mich im Stillen vor den Schatten zu sch¨¹tzen, egal wohin ich gehe oder wienge...", Kirgan hielt inne und schnappte nach Luft. "Auch wenn es bedeutet, zwei weitere S?ulen in einer Zeit wegzuschicken, in der sie uns am meisten braucht... sie gab den Befehl. Und ich... ich habe nicht gez?gert." "Also beleidige mich nicht und stelle meine Loyalit?t zur K?nigin nicht in Frage, sonst wirst du mich als Gesellschaft nicht sehr sympathisch finden", beendete Kirgan, den Blick verengt. Menarx schwieg einen Moment. Kirgans Worte ¨¹berraschten ihn nicht unbedingt. Veah hatte ihn ziehenssen, aber es war kaum anzunehmen, dass sie dies ohne einen Notfalln getan hatte. Wenn es etwas gab, das Neveah nicht tun w¨¹rde, dann ihn ungesch¨¹tzt zussen. Selbst wenn er behauptete, keinen Schutz zu ben?tigen. Sie wusste immer... was er wirklich brauchte. "Ich h?tte wissen m¨¹ssen, dass sie mich nicht in Ruhessen w¨¹rde", murmelte Menarx mehr zu sich selbst als zu Kirgan. Kirgan antwortete sowieso. "Neveah will nur, dass du sicher bist, wie wir alle. Nicht mehr und nicht weniger. Sie hat keine anderen W¨¹nsche ge?u?ert, als dich zu begleiten und dir zu helfen, wenn du es brauchst.""Ich werde dir aus dem Weg gehen. Snge du nicht vorhast, dich an diesem trostlosen Ort zu vergiften." versicherte Kirgan. "Aber wenn du nach drachent?tenden Giften suchst, bist du vielleicht am falschen Ort." Menarx runzelte daraufhin leicht die Stirn. "Sie sagte, ich solle... mir helfen?" "Ja. Als h?tte sie gewusst, dass du angegriffen werden w¨¹rdest..." begann Kirgan, brach dann aber ab. "Oder, dass du etwas anderes vorhast." Menarx stie? einen leisen Seufzer aus und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. "Das war¡¯s, nicht wahr?" fragte Kirgan. "Du fliegst nicht nur herum und suchst den besten tz, um dich umzubringen oder dich zu suhlen. Du bist auf der Suche ... nach etwas." Menarx antwortete nicht, aber das war die einzige Antwort, die Kirgan brauchte. "Und da dachtest du, du w?rst hinterh?ltig. Sie hat dich durchschaut, Narx. Ich w¨¹rde sagen, sie kennt dich besser als wir..." Kirgan lie? die Worte h?ngen. "Das kommt davon, wenn man seine Seele teilt." murmelte Menarx. "Selbst wenn es nur f¨¹r einen fl¨¹chtigen Moment ist ... es f¨¹hlt sich an, als w¨¹rde man sich schon seit tausend Jahren kennen." "So f¨¹hle ich mich wie ein Kind." Kirgan grummelte leise vor sich hin. Er sah Menarx einenngen Momentng ruhig an: "Du liebst sie immer noch ... oder?" Menarx¡¯ Blick verh?rtete sich fast augenblicklich. "Ich liebe Adrienne." Sagte er schroff. "Das ist keine Antwort auf die Frage." erwiderte Kirgan ruhig. "Die Realit?t des einen, nimmt der anderen nichts weg. Zwei Wahrheiten k?nnen nebeneinander bestehen." "Nicht in meiner Welt." erwiderte Menarx ausdruckslos. Er wandte sich um, um den Weg fortzusetzen, blieb aber stehen. "Wenn man eine Liebe findet, die einen auf diese Weise vervollst?ndigt. Das Herz mag andere kennen... aber es vergisst nie deine erste." gab Menarx leise zu. "Ich dachte, ich w?re besser als die meisten M?nner. Am Ende bin ich wie jeder andere. Ich habe den einen f¨¹r den anderen im Stich gssen, und jetzt... kenne ich nicht einmal mehr meine Wahrheit." sagte er. "Deine Wahrheit ist, dass du gerade deine wahre Bindung verloren hast. Und die Liebe, die du die ganze Zeit in dir getragen hast, ist der einzige Grund, warum dich die Trennung noch nicht verzehrt hat..." "Und weil du das wei?t, suhlst du dich in Schuldgef¨¹hlen. Dass du den Schmerz besser verkraftest, als du erwartet hast ... weil du noch etwas hast, wof¨¹r du leben kannst." Kirgan bedauerte die Worte in dem Moment, in dem er sie sagte. Menarx¡¯ Gesichtsausdruck ver?nderte sich. Er verwandelte sich in etwas Hohles. "Ich h?tte in diesem Vulkan sterben sollen." Kirgan seufzte, als er Menarx beobachtete, wie er in den Wald st¨¹rmte und in der Dunkelheit vor ihm verschwand. "Wirklich? Willst du jetzt brutal ehrlich sein? Hast du jemals gelernt, den Raum zu lesen?" Fragte er sich. Seufzend folgte er Menarx, wobei er sich weit genug zur¨¹ckhielt, um ihn nicht noch mehr zu st?ren, als er es ohnehin schon getan hatte. Je tiefer sie in den Wald eindrangen, desto mehr ver?nderte sich die Atmosph?re, bis die Luft selbst von Giftstoffen durchdrungen war. "Wei?t du, jeder Mensch, der sich so weit hineinwagt, w?re jetzt schon tot." rief Kirgan. "Dieser Ort wurde nicht ohne Grund abgeriegelt. Wie gro? sind die Chancen, dass du hier findest, was du suchst?" "Was sagtest du dar¨¹ber, mich in Ruhe zussen?" entgee Menarx z?hneknirschend, ohne auch nur einen Blick an Kirgan zu verschwenden, w?hrend er weiterging. Der Pfad war l?ngst verschwunden, und nun stapften sie durch den dichten Wald, ohne dass ein bestimmter Weg in Sicht war. "Ich bin ganz hier dr¨¹ben. Es sind etwa zehn Schritte zwischen uns." Kirgan wies darauf hin. "Und ein paar B?ume." Menarx st?hnte. "Von allen Leuten, die auf mich aufpassen sollten, hat sie ausgerec dich ausgew?hlt?" Kirgan keuchte und fasste sich an die Brust. "Das ist verletzend, Bruder." "Wenn es jemand anderes w?re, w¨¹rdest du ihn v?llig ignorieren. Ich bin der Einzige, der dich zum Reden bringen kann, auch wenn du nicht willst..." "Nun, ich und Neveah. Aber das tut nichts zur Sache." "Sei still, Kirg." warnte Menarx. Kirgan wollte gerade protestieren, doch er verstummte, als er es mitbekam. Eine Spur eines silbern schimmernden Streifens, der ¨¹ber einer Stelle im Wald schwebte. Er runzelte die Stirn und holte Menarx schnell ein, wobei er den silbernen Streifen vorsichtig musterte. Er huschte unruhig umher, aber mehr als das, was er war, war die Aura, die er ausstrahlte... "Ist das..." fragte Kirgan best¨¹rzt. Menarx seufzte schwer. "Adriennes letzter magischer Strang." Gab er zu. "Und der Grund, warum ich auf halbem Weg durch die Festung bin." Chapter 774: Etwas Unnatürliches (Kap.775)

Chapter 774: Etwas Unnat¨¹rliches (Kap.775)

"Das silberne Leuchten verweilte noch einen Moment, bevor es vor ihnen davonrauschte, als ob es erwartete, dass sie ihm folgen w¨¹rden. Im Nu war es im Wald vor ihnen verschwunden. "Okay. Was zum Teufel ist hier los?" fragte Kirgan in leisem Ton. "Warum ist ..." "Was ist mit Adriennes Leiche? Du hast sie beerdigt... nicht wahr?" Es war nicht un¨¹blich, dass ein Drachenlord einen privaten, unber¨¹hrten Ort w?hlte, um seine Gef?hrten zur letzten Ruhe zu betten. Normalerweise war es derselbe Ort, an dem er selbst zur Ruhe gelegt wurde, wenn... oder eher gesagt, wenn die Trennung ihn ereilte. Zu seiner Zeit, bevor der Drachenlord starb, offenbarte er dann jemandem, dem er vertraute, den Ort seiner letzten Ruhest?tte und nachdem die Ehrenriten vollzogen waren, wurden seine ¨¹berreste an diesen Ort gebracht. Man ubte, dass nur so beide nach ihrem Tod wiedervereint werden k?nnten. Aus diesem Grund hatte Kirgan nicht versucht, herauszufinden, wo Adrienne begraben worden war. Tats?chlich hatte er gehofft, es nie erfahren zu m¨¹ssen. Wenn Menarx die Trennung ¨¹berlebte, w¨¹rde er es nicht m¨¹ssen. Aber jetzt musste die Frage gestellt werden. Menarx atmete scharf ein und dann zitternd aus. In nur wenigen Sekunden wurden seine Augen noch hohler und seine Schultern sackten unter der Last der Trauer zusammen, die sich wie ein unbewegliches Tuch ¨¹ber ihn legte. "Es gibt... keine Leiche, Kirg." Kurgans Augen weiteten sich. "Wie meinst du das..." Die Worte blieben in Menarx¡¯ Kehle stecken, als w?re ein Dorn zu tief eingedrungen, den er nie hinunterschlucken k?nnte, aber er zwang sie heraus. "Sie wurde von arkaner Magie getroffen. Sie hat ihr nicht nur k?rperlich geschadet, sondern auch ihren magischen Kern zerrissen und alles vernichtet, was sie zu einer... Fae machte." Er atmete scharf ein, seine F?uste fest an den Seiten geballt. Dar¨¹ber zu sprechen war, als w¨¹rde er den Schmerz noch einmal durchleben. Der Schmerz pulsierte durch seine Adern, mit jedem Atemzug st?rker. Es waren erst einige Tage vergangen, doch Menarx f¨¹hlte sich, als h?tte er Jahrhunderte gealtert. Und dieses Mal war er den Auswirkungen nicht entkommen. "Veahs Magie war das Einzige, was sie noch zusammenhielt. Als sie schw?cher wurde, hat sie einfach..." Menarx brach ab, seine Stimme rau. "Emberscatter..." erg?nzte Kirgan. Es war ein Begriff, den die Drachenlords verwendeten, wenn einer der Ihren starb, ohne eine k?rperliche Form zu hintessen, sondern vollst?ndig in Glut zerfiel. Das war nicht ungew?hnlich, aber selten, und hing von vielen Faktoren ab, die die Art des Todes bestimmten. Ein Drachenlord, der eines nat¨¹rlichen Todes starb, hinterlie? eine Leiche. Wenn einer durch starke Magie oder eine spezielle Art von Waffe (wie reines Adamantium) get?tet wurde, l?sten sich m?glicherweise die lebenswichtigen Organe auf. F¨¹r die Fae, deren Urspr¨¹nge und Wurzeln eng mit dem Arkanen verwoben sind, w¨¹rde der Tod durch Arkanes dazu f¨¹hren, dass sich ihre Essenz aufl?st und zu der Magie zur¨¹ckkehrt, aus der sie entsprungen sind. Ein Ph?nomen, das nicht so sch?n war, wie es ng, denn es bedeutete im Wesentlichen, dass ihre Seelen keine Chance hatten, ins Jenseits ¨¹berzugehen. Sie w¨¹rden einfach aufh?ren zu existieren... Ein Tod von K?rper und Seele. Es wurde als ein gn?digeres Schicksal angesehen, niemals geboren worden zu sein. "Wie konnte sie... ihrer eigenen Schwester das antun?" fragte Kirgan best¨¹rzt. Menarx sch¨¹ttelte leicht den Kopf und blinzelte die Tr?nen zur¨¹ck, die ihm in die Augen stachen. "Der Angriff galt Veah. Sie hat wahrscheinlich... all ihre magische Kraft eingesetzt, die sie aufbringen konnte." Kirgan wollte etwas sagen, aber sein Mund blieb wieder geschlossen. Erst nach einem weiteren Moment fand er die Worte. "Das Schicksal ist... ein hasserf¨¹lltes Ding." murmelte Kirgan. "Verzeiht mir." f¨¹gte er schnell hinzu, als ihm r wurde, dass er wieder einmal unpassend gesprochen hatte. "Du hast nichts Falsches gesagt." erwiderte Menarx, seine Stimme hohl. Schmerz... die Worte waren schmerzhaft. Sogar das Atmen war schmerzhaft. Er hatte versucht, ihn zu ignorieren, aber jetzt dar¨¹ber zu sprechen, brachte die innere Qual wieder in den Vordergrund seines Geistes. Der Kummer war in ihm lebendig, kr?uselte sich und drohte ihn zu ersticken, wenn er sich nicht an etwas festhielt. Jetzt suchte er nach dem letzten Strang von Adriennes Magie, einem Zweck, der stark genug war, ihn bei Verstand zu halten. Danach... was kam danach? Er m¨¹sste sich einen neuen Zweck suchen. Und dann noch einen. Wienge konnte er diesen Zyklus ertragen? Bis nichts mehr von ihm ¨¹brig war als eine leere H¨¹lle?"Sie wei? also nicht... das ganze Ausma? des Schadens, den sie ihrer Schwester zugef¨¹gt hat?" fragte Kirgan, noch immer fassungslos. "Sie ist nichtnge genug geblieben, um es zu erfahren. Wer kann schon sagen, was sie wei? oder nicht?" murmelte er. "Adrienne hat mir versprochen, dass ich ihr nicht nachgehe." "Wirst du... l?sst du sie am Leben?" Kirgan kannte die Antwort schon, bevor sie ausgesprochen wurde. Menarx¡¯ Augen verh?rteten sich, ein m?rderischer Funke blitzte darin auf. "Nein." Dort wartete bereits ein anderer Zweck darauf, von ihm ergriffen zu werden. Und er w¨¹rde ihn ergreifen... selbst wenn er daf¨¹r seine Versprechen brechen musste. Er war immer ein Mann des Wortes gewesen. Erst jetzt erkannte Menarx, dass er bis zu diesem Moment nie genug Schmerz empfunden hatte, um sein Wort zu brechen. Er konnte keine Schuld in sich finden... der Schmerz machte die Entscheidung zu einfach. "Gut." Kirgan nickte zustimmend. "Wir sollten uns beeilen, was auch immer das hier kurz bevorsteht. Wenn Veah zuerst auf sie trifft, w¨¹rdest du nicht eine Sekunde davon verpassen wollen." Menarx antwortete nicht. Der Gedanke an Veah erweckte W?rme und Licht in ihm, doch einen Lebensfunken wollte er jetzt am wenigsten sp¨¹ren. Er hatte sich mit seinem Schicksal abgefunden. Die Trennung stand bevor, und er w¨¹rde sie, was immer sie auch bringen mochte, allein ertragen. Er hatte versagt, seine wahrhafte Bindung zu sch¨¹tzen. Er hatte es verdient... das Urteil des Schicksals. Menarx setzte seinen Weg in den Wald fort, Kirgan folgte ihm. "Wohin, ubst du, f¨¹hrt es uns?" fragte Kirgan. "Ich wei? es nicht. Aber es ist die einzige Spur von ihr, die geblieben ist. Wenn es noch offene Rechnungen gibt, werde ich sie begleichen. Nur dann kann ich... alles zur Ruhe betten." ______________ Ein silberner Streifen zog durch die Luft und schl?ngelte sich zwischen den knorrigen, leblosen B?umen des Waldes hindurch. Kein Vogelgesang, kein Bl?tterrauschen. Stille herrschte und die dr¨¹ckende Schwere des Verfalls. Je tiefer sie vordrangen, desto mehr verwandelte sich der Wald von einem bunt irref¨¹hrenden gr¨¹nen Hain voller Giftpnzen in einen Friedhof von B?umen mit verkohlter Rinde, als h?tte ein Feuer in ihrem Innern gew¨¹tet. Ein Nebel schwebte dicht ¨¹ber dem Boden, ein kranker Dunst, der sich unnat¨¹rlich um ihre Kn?chel wand. Kirgan g seinen Mantel fester um sich, doch es half nichts gegen das beunruhigende Fr?steln, das sich in seine Knochen einnistete. Es war kein Fr?steln aufgrund der K?lte, es war etwas weitaus Unheilvolleres. "Die Luft selbst ist ein starkes Gift", murmelte er, w?hrend er sich umsah. "Sogar Insekten k?nnen hier nicht ¨¹berleben." Menarx schwieg, sein Blick fest auf den silbernen Streifen gerichtet, der zielstrebig vorandr?ngte. Welche Magie auch immer ihn leitete, sie lie? sich von der leblosen Landschaft nicht beirren. Er ballte die F?uste und k?mpfte sich weiter nach vorne. Mit jedem Schritt wuchs das Gef¨¹hl der Beklemmung. Und dann endete der Wald abrupt. Er wurde regelrecht mitten durchtrennt, so auff?llig, dass es vom Himmel aus wegen des kriechenden Nebels nicht sichtbar gewesen w?re. Vor ihnen hatte sich das Land in einem monstr?sen Abgrund aufgetan, weit und kreisf?rmig, als w?re die Erde selbst verwundet wurden. Er erstreckte sich wie ein Teich quer durch den Wald. Unten brodelte ein schwarzer Abgrund, und die Luft dar¨¹ber war von einem omin?sen Nebel durchsetzt. Die Tiefen wirbelten in einer unnat¨¹rlichen Str?mung, einer Leere, die zu atmen schien und eine eisige Furcht ausstr?mte. Sie erinnerte unheimlich an den gro?en Canyon und das dunkle Miasma jenseits der D¨¹nenbarriere. Wie eine Miniaturausgabe davon. Kirgan hielt abrupt neben Menarx inne, der Atem stockte ihm. "Was zum Namen der Uralten...?" Menarx¡¯ Augen verengten sich, als er die Szene betrachtete. Die zerkl¨¹fteten R?nder des Abgrunds pulsierten mit einem schwachen, kr?nklichen Leuchten, Spuren von zur¨¹ckgebliebener Magie schwangen noch in der Luft. Der Gestank von etwas Altem, etwas F?uligem blieb in seinem Hals stecken. Runen, knorrige, uralte Symbole, waren tief in die Felsen rund um den Abgrund eingraviert. Es waren keine Inschriften, sondern in den Stein gebrannt, und sie verstr?mten eine dunkle Energie, die Menarx¡¯ Haut kribbeln lie?. Kirgan fuhr mit einer Hand ¨¹ber eines der Symbole, seine Finger streiften die Oberfl?che kaum, bevor er zur¨¹ckwich und seine Hand sch¨¹ttelte, als h?tte er sich verbrannt. "Dunkle Magie", zischte er. "Keine gew?hnliche dunkle Magie. Dieses... das ist alt." Menarx atmete scharf aus, sein Kiefer straffte sich. "Er war hier." Der dunkle Zauberer. Es gab keinen Zweifel. Die R¨¹ckst?nde seiner Macht klebten noch in der Luft, sauer und erdr¨¹ckend. Doch was hatte er hier getan? Und was bedeutete der Abgrund? Kirgans Blick schoss zum silbernen Streifen, der z?gerlich ¨¹ber dem Abgrund schwebte, bevor er in den Schatten dahinter verschwand. "Wir brauchen jemanden, der diese Runen entziffern kann", forderte Menarx mit kalter Entschlossenheit in der Stimme. "Was auch immer das hier ist, es ist kein Zufall, dass es uns hierher gef¨¹hrt hat." Chapter 775: Woher die Schatten kommen (Kap.776)

Chapter 775: Woher die Schatten kommen (Kap.776)

Die Luft wurde d¨¹nn, und Wellen schwebten in der Luft, kamen und gingen, w?hrend die Magie ihre Ranken durch die Atmosph?re schl?ngelte. Kurz darauf erwachte ein wirbelndes Portal zum Leben und pulsierte mit magischer Energie. Es bestand nur einen Moment, bevor der Riss im Raum sich wieder schloss. Da Entf¨¹hrungen in letzter Zeit zu h?ufig waren, stellten Portale ein riskantes Unterfangen in der Festung dar. "Ich bin sofort gekommen, als ich deine Nachricht erhielt und die Koordinaten...", sagte Garron und trat aus dem Portal. Seine Augen waren zusammengekniffen und sein Gesichtsausdruck verzerrt vor Unmut, w?hrend er seinen Mantel abklopfte, als k?nnte diese einfache Handlung die R¨¹ckst?nde der Portalreise von ihm nehmen. Diese Idee aufgebend, neigte er seinen Kopf zu einer Verbeugung, sein Blick wanderte zwischen Menarx und Kirgan hin und her. Sein Blick verweilte kurz auf Menarx, und der mitf¨¹hlende Ausdruck in seinen Augen verriet seine Unsicherheit, wie er ein Thema ansprechen sollte, das zwar die gesamte Festung kannte, das aber viel zu heikel war, um es zu wagen. Garron wandte schnell seinen Blick ab, als Menarx ihm einen eiskalten Blick zuwarf. Vielleicht w?re es sicherer, sein Beileid zur¨¹ckzuhalten, bis zu einem g¨¹nstigeren Zeitpunkt... den es nie geben w¨¹rde. "Ich sch?tze deine p¨¹nktliche Ankunft, Garron", sagte Kirgan und nickte, wodurch er die Situation schnell entsch?rfte. Garron war unter den Drachen die erste Ansprechperson f¨¹r alles Au?ergew?hnliche. Seine Obsession f¨¹r Geschichte und magische Artefakte hatte ihn im Vergleich zu Blutvergie?en und Kriegsf¨¹hrung als den gelehrtsten Drachenlord etabliert. "Unsere Entdeckung war unerwartet, und du bist der erfahrenste unserer Art, besonders bewandert in alter Geschichte und magischen Artefakten." Garron r¨¹ckte seinen Rucksack auf den Schultern zurecht. Das Gewicht der B¨¹cher, die er trug, lenkte ihn ausreichend von der dr¨¹ckenden D¨¹sterkeit in der Atmosph?re ab. Er wusste, woher die D¨¹sterkeit kam, und dass es eine gute Idee war, sich fr¨¹her als sp?ter daran zu gew?hnen. "Wie du wolltest, habe ich die ?ltesten B?nde ¨¹ber Runen geholt, die ich finden konnte. Obwohl du sicherlich wei?t, dass die Zugang zu B?nden ¨¹ber dunkle Magie in den Archiven von Dune begrenzt ist. Solche B?nde findet man nur in den versteckten Archiven." "Jetzt hoffen wir nur, dass das, was wir hier haben, nicht so selten ist, dass wir die Archive konsultieren m¨¹ssen," sagte Garron und r?usperte sich leicht. "Au?erdem habe ich deine Vodung nicht an Ihre Gnaden weitergeleitet. Ich bin mir allerdings nicht sicher, warum man mich gebeten hat, diese Information zur¨¹ckzuhalten," f¨¹gte er mit einem Stirnrunzeln hinzu. "Ein Krieg zwischen unserer Art und den Fae ist nun unvermeidlich. Und Veah ist an vorderster Front mit dabei. Das Letzte, was sie jetzt braucht, ist eine Ablenkung," erkl?rte Kirgan. "Wir verstehen, dass deine Loyalit?t in erster Linie deinem D¨¹nenlord gilt, aber wir tun dies zu ihrem Besten." "Wir wissen nicht genau, was wir hier haben. Bis wir genau verstehen, was es ist und wie es die Festung beeinflusst, w?re es am besten, Veah daraus herauszuhalten," folgerte er. "Und alle anderen auch." Garron nickte einmal. "Ich verstehe." "Also, was haben wir hier?" Fragte er und blickte zwischen den beiden Wachen des K?nigs hin und her, w?hrend er seinen Rucksack erneut zurechtr¨¹ckte. "Komm," sagte Kirgan, und sie f¨¹hrten den Weg zur¨¹ck durch den Wald. "Die Zivilisation hat seit Jahrhunderten nicht daran gedacht, dieses Land zu betreten, aus offensichtlichen Gr¨¹nden. Wie seid ihr so weit nach drau?en gekommen?" murmelte Garron und blickte sich im Wald um. "Frag nicht," sagte Kirgan ernst. "Sei einfach ein Schreiber." Garron verdrehte die Augen, lie? aber nicht weiter nach. Bald erreichten sie den Riss in der Erde, und als sie ihn erblickten, entfuhr ihm ein erschrockenes Keuchen. Kirgan und Menarx traten beide zur Seite und lie?en Garron durch. Er eilte an den Rand der Schlucht und stellte seinen Rucksack an der Seite ab. Er sp?hte hinein und hustete, als er den Nebel roch, der sich ¨¹ber die Schlucht legte. "Dunkle Magie, ohne Zweifel," murmelte Garron. "Nicht ann?hernd so stark wie das dunkle Miasma, aber dies ist ein ?hnliches Schattengift. Nur zu schwach, um eine Wirkung auf Drachen zu haben... vorerst." "Schattengift... bedeutet Schattenmenschen. Aber wie?" "Die Schattenmenschen sind die untote Armee des Dunklen Lords, die ziellos durch die dunklen L?nde zieht, ohne ihren Anf¨¹hrer," murmelte Kirgan. "Hier sollte es keine geben. Wir haben sie zwar nicht ausl?schen k?nnen, aber wir haben daf¨¹r gesorgt, dass sie auf der anderen Seite der Barriere bleiben." "Das ist genau das, was du denkst," erwiderte Garron geistesabwesend und hockte sich in die N?he des n?chsten Felsens, der den Abgrund umgab. Er streckte die Hand aus, um die Rune zu ber¨¹hren, und seine Augen verengten sich vor Konzentration, als seine Finger die Gravur nachzeicen. "Zu tt, um von einem Werkzeug geritzt worden zu sein," murmelte er. "Sie wurde durch Magie in den Fels gebrannt. Starke Magie.""Ich h?tte es mir denken k?nnen," erwiderte Kirgan mit einem Nicken. "Was meintest du mit ¡¯Schattenmenschen¡¯?" Garron seufzte und zog ein leeres Pergament hervor, auf das er hastig mit seiner Feder zu zeichnen begann, um eine Rune nachzubilden. "Von wo ubst du, kommt eine Armee von Untoten?" fragte er. "Von den Toten," sagte Menarx, der sich zum ersten Mal zu Wort meldete. "Genau. Die Essenz der Verstorbenen und deren Aura, unendlich angesammelt. F¨¹ge etwas Blut und m?chtige dunkle Magie hinzu, garniere es mit ein paar dieser abscheulichen Zauber... vielleicht ein oder zwei Geheimtechniken der Nekromantie, und wir k?nnten unser eigenes Volk der Schatten erschaffen," sagte Garron, seine Stimme ng voller Abscheu. "Ich verstehe nicht ganz," sagte Kirgan und zog die Stirn in Falten. "Was ich meine ist, dass es zwar kompliziert sein mag, eine Armee von Untoten zu erschaffen, aber es ist machbar, wenn man die richtigen Werkzeuge, angemessene Bedingungen... und das n?tige Wissen hat," erkl?rte Garron und warf einen Blick zu den Wachen des K?nigs. "Wenn wir also auf dieser Seite der Barriere einen Dunklen Zauberer aus der Zeit des Rates haben. Und eine Fae-K?nigin, die bereit ist, ihn mit dem N?tigen zu versorgen, dann haben wir beides ¨C die angemessenen Bedingungen und das Fachwissen." "Was ist das Einzige, womit dieser Wald prahlen kann? ... Das Einzige, wenn wir ganz ehrlich sind," fragte er ernst. "Einen Ort des Massentodes," murmelte Kirgan und tauschte einen Blick mit Menarx. "Den Menschen mag es nicht bewusst sein, aber dieser Wald ist ¨¹ber den ¨¹berresten von mindestens ein paar hundert Hexen entstanden. W?hrend... Asrigs Herrschaft." "Der Vulkan hat in der Vergangenheit hunderte Leben gefordert, bevor er erlosch," stimmte Menarx zu. "Ich habe mich gefragt, ob es eine Verbindung zwischen diesen beiden Orten gibt," murmelte Kirgan und nickte. "Willst du damit sagen, dass sie nen, eine neue Schattenarmee zu erschaffen?" fragte er in einem t?dlichen Ton. "Aus ihrer Sicht w¨¹rde ich es nicht ¡¯eine weitere¡¯ Schattenarmee nennen. Es tr?fe eher zu, von ¡¯ihrer eigenen¡¯ Schattenarmee zu sprechen," korrigierte Garron. Kirgan runzelte daraufhin die Stirn. "Die aktuelle Schattenarmee ist f¨¹r sie kaum zu gebrauchen, ihr einziger Herr war der Dunkle Lord. Seit seinem Untergang sind sie zu ziellosen Wanderern geworden, getrieben vom letzten Befehl des Dunklen Lords, die Barriere zu durchbrechen." "Ein dunkler Zauberer k?nnte eine gewisse Kontrolle ¨¹ber sie aus¨¹ben, aber diese w?re stark eingeschr?nkt, da sie durch den urspr¨¹nglichen Zauber an den Dunklen Lord selbst gebunden waren." "Das hei?t aber nicht... das ist nicht wirklich das, was ich meine," f¨¹gte er hinzu. "Dann...?" Kirgan lie? den Satz offen. "Mein Punkt ist, dass Schattengifte ¨¹berall dort zu finden sind, wo Schattenmenschen existieren. Und Schattenmenschen k?nnen neu erschaffen werden... also kann ihre Pr?senz auf dieser Seite der Barriere nicht ausgeschlossen werden." "Magie ist, insbesondere Zauberei, gerade deshalb so gef?hrlich, weil sie so unberechenbar ist. Man sollte stets davon ausgehen, dass es keinen unm?glichen Zauber gibt... nur solche, die noch nicht gewirkt wurden." "Um jedoch zu verstehen, was genau hier geschehen ist, und vielleicht die Pl?ne zu ergr¨¹nden, werde ich einige Zeit ben?tigen, jede dieser Runen zu studieren. Ich werde erst Bericht erstatten, wenn ich handfeste Erkenntnisse habe, keinen Moment fr¨¹her," Garron wandte sich wieder seiner Skizze zu. Er murmelte vor sich hin und zog auf der Suche nach etwas einen Folianten nach dem anderen aus seiner Sammlung, w?hrend er auf dem Pergament Notizen machte. Es gab etwa ein Dutzend ?hnlicher Steine, in welche unterschiedliche Runen eingraviert waren. Irgendwann legte Garron einen Pelz auf einen Stein und richtete sich damit einen provisorischen Arbeitstz ein. Sorgf?ltig ore er seine Untegen und nahm dann seine Forschung wieder auf, vertieft in das Studium jeder einzelnen Rune. "Wienge, ubst du, wird das dauern?" fragte Kirgan Menarx mit leiser Stimme. Keiner von beiden war ¨¹berrascht, als sie sahen, wie Garron sich von seiner Umgebung abwandte. Genau wegen dieser F?higkeit hatten sie ihn gerufen. "Spielt das eine Rolle?" Menarx antwortete distanziert. "Nein, tut es nicht," stimmte Kirgan zu, sprang auf den n?chstgelegenen Ast und kletterte blitzschnell den Baum hinauf. Er lie? sich in einer bequemen Position nieder. Menarx lehnte sich gegen den Baumstamm, seine Augen geschlossen. Chapter 776: Ungew?hnliche Runen (Kap.777)

Chapter 776: Ungew?hnliche Runen (Kap.777)

¡¯"Das ist..." murmelte Garron verbl¨¹fft vor sich hin, die Nase tief in einem gro?en, verwitterten Folianten. Er bl?tterte eine Seite um, sch¨¹ttelte den Kopf und bl?tterte dann zur vorherigen Seite zur¨¹ck, bevor er den Folianten beiseite legte und schnell etwas in sein Notizbuch kritzelte. Er hatte das Pergament schon vor einiger Zeit eingetauscht, da er offenbar mehr tz f¨¹r seine Notizen brauchte. Menarx ?fe die Augen. Sie befanden sich immer noch im Wald, stellte er fest. Doch noch vor einem Moment hatte es ihm nicht so vorgekommen. Nicht zum ersten Mal schweiften seine Gedanken ab... an einen anderen Ort, mit einer anderen Gesellschaft, die er nun nur noch in Erinnerungen erleben konnte. In seinem Kopf herrschte ein Abgrund aus wirbelnder Dunkelheit, und sein Herz hatte sich offenbar eine Fluchtm?glichkeit geschaffen, einen sicheren Ort, an den er sich oft in ruhigen Momenten verlor. Diese Art der Selbstt?uschung als Bew?ltigungsstrategie schadete mehr, als sie half. Aber was konnte mehr schaden als das, was bereits geschehen war? Der Realit?t erneut ins Auge zu sehen... das war der schlimmste Teil. Niemand konnte sehen oder verstehen, wie sehr seine Gedanken abschweiften... wie sehr er den Kontakt zur Realit?t verloren hatte. "Was?" fragte Kirgan und setzte sich auf den Ast. "Hast du etwas entdeckt?" Es war etwas mehr als eine Stunde vergangen, seit Garron mit seinen Nachforschungen begonnen hatte, und da die W?lzer noch immer ausgebreitet waren, w¨¹rde es wohl noch einenge Weile dauern. "Also, noch nicht die Antworten ... noch nicht." antwortete Garron schnell. "Aber es ist ... etwas." "Oder zumindest ube ich, dass es das ist. Ich finde es interessant, dass ihr beiden..." Garron brach ab und blickte zwischen den beiden W?chtern des K?nigs hin und her. "...vielleicht nicht." "Ist das eine indirekte Art, uns als Bestien zu bezeichnen?" fragte Kirgan sp?ttisch. "Fahr fort." dr?ngte Menarx, bevor Kirgan weitersprechen konnte, und starrte nun Garron an. Er unterdr¨¹ckte seine Gedanken und die Erinnerungen, in denen er sich verloren hatte, Erinnerungen an ein L?cheln, das er einst gehasst, dann geliebt und nun ... verloren hatte. ¡¯Konzentriere dich!¡¯ dachte er. "Nun, diese Runen... sind nicht wie die gew?hnlichen magischen Runen, sie passen zu keiner der allgemein bekannten Runen." erkl?rte Garron. "Was bedeutet das?" murmelte Kirgan. "Ich habe noch nie geh?rt, dass ein dunkler Zauberer seine eigenen Runen erschaffen hat. Nun, es wurde gemunkelt, dass der Dunkle Lord zu solchen Taten f?hig sei ... aber er hat diesen Trick nicht geschafft, als er dem sicheren Tod gegen¨¹berstand, also w¨¹rde ich sagen, dass es sicher ist, davon auszugehen, dass es nur ein Ger¨¹cht war." "Nicht ganz." erwiderte Garron. "Um genau zu sein, hat Hochk?nig Agardan seinen magischen Kern zerst?rt, bevor er ihn t?tete. Wenn er es h?tte tun k?nnen, hatte er nie die Gelegenheit dazu." "Das war wahrscheinlich auch der Sinn der Zerst?rung seines magischen Kerns. Seine F?higkeiten waren zu unbest?ndig, wenn man sie ihm gssen h?tte, h?tte er einen Weg gefunden, dem Tod zu entkommen... wie unser umherziehender dunkler Zauberer." sagte Garron mit einem Schulterzucken. "Also, ist es m?glich, neue Runen zu erschaffen?" fragte Kirgan. "Das habe ich nicht gesagt." korrigierte Garron. "Wie ubst du, entstehen Runen?" "Gro?artig. Noch ein Quiz." murmelte Kirgan. "Erinnere mich daran, als Preis Drachengold oder seltene Edelsteine zu vengen. Je gl?nzender, desto besser." "Von anderen Runen." antwortete Menarx stattdessen. "Magie gibt es seit Anbeginn der Zeit, und ihre Aus¨¹bung durch Sterbliche erfordert oft die Verwendung von Leitersymbolen. Als der Bedarf wuchs, wurden neue Runen f¨¹r neue Zwecke aus bereits existierenden Runen geschaffen. Das wiederholte sich bei den folgenden Generationen und so weiter." Menarx hielt an dieser Stelle inne. Erkl?rungen zu Runen und Magie waren nicht sein Fachgebiet. Aber er wusste ausreichend, er hattenge genug gelebt, um genug zu wissen. "In den letzten Jahrzehnten hat jede Rasse bereits einen ausreichenden Katalog. Es gibt f¨¹r fast alles eine Rune, und in komplizierteren Situationen k?nnen die Runen kombiniert werden." beendete Kirgan. "Richtig." grummelte Garron. "Ich verga?, dass die K?nigsgarde alles beherrscht. Ihr braucht mich fast nicht." "Behalt das besser im Hinterkopf." antwortete Kirgan sp?ttisch. "Kirg ... konzentriere dich." mahnte Menarx. "Wie du bereits sagtest, unterscheiden sich die Runen von Rasse zu Rasse. Obwohl es allgemeine magische Runen gibt, werden die ?lteren, urspr¨¹nglicheren und zweifellos m?chtigeren Runen ¨¹ber Generationen hinweg innerhalb einer Rasse weitergegeben, niemals dar¨¹ber hinaus." "In fr¨¹heren Jahrhunderten waren urspr¨¹ngliche Runen ein streng geh¨¹tetes Geheimnis, f¨¹r das man ns und Armeen ausl?schen konnte. Heute... nicht mehr so sehr, aber jede Rasse h¨¹tet noch immer ihre alten Runen. Es sind einfach nicht die Art von Artefakten, die sie mit anderen V?lkern teilen w¨¹rden." fuhr Garron fort."Was ubst du, wie selten es ist, Runen zu finden, die eine Mischung aus verschiedenen urspr¨¹nglichen Runen verschiedener Rassen enthalten?", fragte er. "Es ist fast so, als w¨¹rde man eine Drachenschuppe und eine Mer-Schuppe nehmen, um damit eine R¨¹stung zu schmieden und sie dann einer k?niglichen Fae-Wache zu schenken. Beides sind Schuppen, beide haben ihre Eigenschaften, k?nigliche Fae-Wachen sind ber¨¹hmte Krieger... aber es ist einfach... in jeder Hinsicht falsch." "Das ist eine beunruhigende Analogie", murmelte Kirgan. "Ist das, was wir hier haben, eine Mischung aus urspr¨¹nglichen Runen?" "Ja, es ist beispiellos. Jede Rune hier kann mit mindestens drei urspr¨¹nglichen Runen aus v?llig verschiedenen Rassen in Verbindung gebracht werden, die zu etwas Neuem zusammengesetzt wurden... einer Hybridrune, wie sie fr¨¹her genannt wurde. H?chstwahrscheinlich zu einem h?chst verwerflichen Zweck", behauptete er. "Sind diese Hybridrunen unbekannt?", fragte Menarx mit einem Stirnrunzeln. "Ich f¨¹rchte, das sind sie nicht. Das ist genau die Definition von Zauberei... das Ausnutzen der dunklen Seite der Magie. Hybridrunen sind in der Zauberei durchaus g?ngig, da sie eine Mischung aus Runen verschiedener Rassen nutzen. Was nicht so h?ufig vorkommt, sind Hybridrunen, die aus urspr¨¹nglichen Runen gemacht wurden, und ich habe noch nie so viele davon an einem Ort gesehen." "Man fragt sich, wof¨¹r man solch einen m?chtigen Zauber braucht, wenn man nicht versucht, den Himmel auf die Erde st¨¹rzen zussen", sagte Garron mit einem Kopfsch¨¹tteln. "Verothrax hat das bereits getan. Er k?nnte der Grund sein, warum sie auf so eine geniale Idee gekommen sind." "Kannst du sagen, welche Art von Zauber es war? Und warum er dem Kops der Leere so ?hnlich ist?", fragte Menarx. Ein ziehendes Gef¨¹hl durchstr?mte ihn. Es war nicht mehr so intensiv wie fr¨¹her, aber es war noch da. Das bedeutete zwei Dinge. Erstens war Adriennes Magie-Faden wieder in Bewegung. Zweitens w¨¹rde es nicht mehrnge dauern, bis er sich endg¨¹ltig aufl?ste. "Theoretisch ja. Zuerst muss ich alle urspr¨¹nglichen Runen identifizieren, jene isolieren, die zur Erstellung der einzelnen Hybridrunen verwendet wurden, und ihren individuellen Zweck herausfinden. Wenn wir alles zusammennehmen, bekommen wir vielleicht eine Vorstellung davon, was wir vor uns haben", erkl?rte Garron. "Und wienge wird das dauern?", fragte Menarx. "Schwer zu sagen", erwiderte Garron achselzuckend. "Musst du irgendwo anders hin?" "Auf der Jagd nach einem Zauberer, und meine Vermutung? Ein paar weitere Orte wie dieser", antwortete Kirgan d¨¹ster. "Der Vulkan in Inferno ist voll mit Lava. Er ist zwar noch nicht ausgebrochen, aber die Spuren des dort gewirkten Zaubers sind l?ngst verschwunden", f¨¹gte Kirgan hinzu. "Das ist im Moment unsere einzige Spur. Kannst du das allein bew?ltigen?" "Die n?chsten Jahre wird sich niemand hierher wagen. Ich werde mich damit befassen und einen Bericht erstellen. In der Zwischenzeit tun Sie, was Sie tun m¨¹ssen", erwiderte Garron ernst. _______________ "Ein Drittel davon ist eine Rune, von der man sagt, dass sie bei der Erschaffung von Schattenmenschen verwendet wurde", murmelte Garron f¨¹r sich, "und die anderen Teile der Rune..." Er brach ab, als er nicht weit entfernt ein Rascheln h?rte. Garrons Augen verengten sich, er legtengsam sein Notizbuch weg und stand auf, w?hrend er seine Umgebung absuchte. Es gab eine Pr?senz da drau?en. Er war zu abgelenkt gewesen, um sie rechtzeitig zu bemerken, zu sicher, dass sich niemand in den ber¨¹chtigten Todeswald wagen w¨¹rde, um sich Sorgen zu machen. Doch es gab viele Dinge au?er Drachen, die von diesen Toxinen nicht beeinflusst waren. Es dauerte nur einen Moment, bis Garron eine bestimmte Stelle anvisierte, und gerade als er zum Angriff bereit war, ¨¹berkam ihn eine Welle von Schwindel. Der Wald drehte sich um ihn, und er taumelte leicht nach hinten, seine Hand fuhr hoch, um seinen Kopf zu st¨¹tzen, wo pl?tzlich ein Schmerz eingesetzt hatte. Seine Sicht verschob sich und wurde unscharf. Aber er konnte gerade noch eine Silhouette erkennen, die aus dem Schutz der B?ume hervortrat, genau dort, wo er das Rascheln wahrgenommen hatte. Garron st?hnte leise und sch¨¹ttelte den Kopf, um seine Sicht zu kl?ren, doch das f¨¹hrte nur dazu, dass sich seine Umgebung noch mehr verzerrte und der Wald von allen Seiten auf ihn zukam. Garron verlor den Halt und fiel auf ein Knie. Ein Knurren entrang sich seiner Kehle, als die Silhouette n?her kam, aber er konnte beim besten Willen kein Gesicht ausmachen. Doch wenn er etwas mit Sicherheit wusste, dann, dass jeder Mensch schonnge tot war, bevor er so weit in den Wald vordrang. Und dies war kein Fae... "Ich ube... ich habe ihren dunklen Zauberer gefunden", murmelte Garron unh?rbar, w?hrend schwarze Flecken ¨¹ber seine Sicht tanzten. Chapter 777: Ungew?hnliche Runen 2 (Kap.778)

Chapter 777: Ungew?hnliche Runen 2 (Kap.778)

Der Schleier der Dunkelheit lichtete sich allm?hlich, und mit einem leisen Grunzen sowie einem pochenden Schmerz an seiner Schl?fe kehrte Garron ins Bewusstsein zur¨¹ck. W?hrend seine Wahrnehmung sich sch?rfte, dr?ngte sich die Erinnerung an die Silhouette im Schatten augenblicklich wieder auf. Seine Muskeln spannten sich, seine Instinkte wurden gesch?rfer, der vertraute und doch so seltene Blutrausch erfasste ihn ¨C wie eine warme Umarmung, in die er sich eher ungern fallen lie?. Doch es gab Zeiten... solche Zeiten wie diese. Garron roch ihn, der Geruch dunkler Magie hing schwer in der Luft. St?rker noch als damals, als sie lediglich die Schlucht im Erdboden war, ¨¹ber der sich das dunkle Miasma kreisf?rmig bewegte. Seine Augen schnappten auf und Garron schnellte vorw?rts. Doch kam er nicht weit; ein stechender Schmerz im Nacken brachte ihn abrupt zum Stehen, und eine Kraft packte ihn und warf ihn so heftig zur¨¹ck, dass sein R¨¹cken hart gegen einen Baum stie?. "Schuppen!" zischte Garron und sp¨¹rte das Halsband, dessen raue Kanten sich in sein Fleisch gruben; seine H?nde waren in gleicher Manier gefesselt. Fesseln, ein deutliches Zeichen der Beziehung zwischen Drachen und Zauberern. Es ¨¹berraschte ihn nicht, dass selbst nach beinahe vernichtenden Ereignissen der Drang, Drachen zu z?hmen, nicht ¨¹berwunden war. Garron befand sich immer noch im Wald, wie er feststellte. Nicht weit entfernt von seiner eigentlichen Arbeitsstelle ¨C ein rascher Rundblick verriet ihm, dass seit seinem Bewusstseinsverlust nicht mehr als eine halbe Stunde vergangen sein konnte. Seine Folianten und B?nde, mit denen er gearbeitet hatte,gen noch ausgebreitet neben seinem Rucksack. Doch jemand oder etwas hatte offensichtlich in seinen Dingen gew¨¹hlt. Sie waren zwar nicht verstreut, aber anders angeor, als er sie zur¨¹ckgssen hatte ¨C f¨¹r Garron war das schon Unordnung genug. Zorn durchzog seine Adern, sein Blut brodelte in ihm. Ein Drachenlord wusste es besser, als seine Wachsamkeit zu verlieren, doch genau das war passiert. Garrons Gedanken versanken, als sich endlich sein Gegen¨¹ber zu erkennen gab. Ein Junge, der kaum sein zehntes Lebensjahr erreicht zu haben schien, trat hinter einem Baum hervor und hielt einen Folianten in den H?nden. Er trug eine abgetragene Tunika, Reithosen, braune Stiefel und einen Mantel, der sicher bessere Tage gesehen hatte. Garron h?tte ihn m?glicherweise f¨¹r einen verirrten Jungen halten k?nnen, der zu weit in einen giftigen Wald vorgedrungen war, doch das seelenlose Wei? seiner Augen und die fahle, kr?nklich wirkende Haut verrieten ihn sofort. Und nat¨¹rlich die Tatsache, dass er das Wissen und die Mittel besa?, einen Drachen zu fesseln. Der Junge schlich sichngsam auf Garron zu und hielt in angemessener Distanz inne. Er schaute auf Garron herab, mit v?llig leeren Augen. Nicht dass Garron sie h?tte deuten k?nnen, sie entsprachen nicht der gew?hnlichen Beschaffenheit von Augen, die er kannte... zumindest nicht bei Lebenden."Das ist wirklich keine angenehme Art, sich kennenzulernen, finden Sie nicht auch?" murmelte Garron und zog fragend die Stirn kraus. "Eine h?fliche Vorstellung hat noch niemandem geschadet." "Weniger nat¨¹rlich, das war Ihre Absicht. Wenn ja ... perfekt ausgef¨¹hrt." f¨¹gte er hinzu. "Du ... bist ein D¨¹nen-Drache. Ich kann diese geschmacklosen, endlosen, wei?en Sandfl?chen an dir riechen." Zischte er. "Du musst das M?dchen gut kennen ..." "M?dchen? Welches M?dchen? Und w¨¹rden Sie nicht gerne wissen, was ich an Ihnen rieche?" erwiderte Garron und r¨¹mpfte angewidert die Nase, als ihn der Gestank dunkler Magie in Wellen traf. Er strahlte eine so starke Aura aus! Es war schon viel zunge her, dass Garron dunkle Magie in diesem Ausma? gesp¨¹rt hatte. Selbst im dunklen Zeitalter war das nicht ¨¹blich, nur der Rat des Dunklen Lords konnte sich einer solchen Macht r¨¹hmen. Garron konnte auch erkennen, dass dieser Zauberer nicht auf voller St?rke war. Er war unruhig, auch wenn er versuchte, dies zu verbergen. Es zeigte sich in seinen Schritten und darin, wie sein Kopf immer wieder leicht zuckte. Der Zauberer konnte ihn nur f¨¹r eine halbe Stunde au?er Gefecht setzen, und es war Garron r, dass seine Magie instabil war. Er hatte zu viel davon verbraucht, zu schnell, und sich keine Zeit gssen, sich wieder aufzuf¨¹llen. Und verletzt war er auch noch... Das Werk von Imagor, vermutete Garron. Er wusste von der ht am Berg Edar, sie war wirklich beeindruckend. Eine Lektion f¨¹r jeden, der Interesse an der Entf¨¹hrung von Drachennachwuchs haben k?nnte. "Es w?re klug, mit Ihren Worten vorsichtig zu sein. Meinen Sie nicht auch, Herr Drache?" Der Zauberer spottete und umkreiste Garron weiterhin. "So nennt ihr euch doch jetzt, nicht wahr? Feuerdrache?" "Aber sehen Sie ... ein Titel kann nicht ?ndern, was Ihre Art wirklich ist." zischte er, ein finsteres Grinsen auf den Lippen. Er wirkte selbstbewusst, r?uberisch. Garron schmunzelte, er war vielleicht nicht in der Lage, die Augen des Zauberers zu lesen, aber seine Miene? Das konnte er gut genug erkennen. Und er geh?rte nicht zu den Drachenf¨¹rsten, die empfindlich auf ihre Vergangenheit reagierten. Die Reaktion, die sich der Zauberer erhoffte, w¨¹rde er nicht von Garron bekommen. Die Geschichte war d¨¹ster, aber daring auch ihre Sch?nheit. "Vielleicht sollten Sie Ihre Bedenken bei meinem Lehnsherren vorbringen." erwiderte Garron schlicht und ver?nderte seine Position, sodass er sich gegen einen Baum lehnte. Bei der Bewegung schnitt die Manschette tiefer in sein Fleisch und er seufzte genervt. "Ich war bei jenem Konzil, bei dem ¨¹ber Titel und alles entschieden wurde, nicht wirklich anwesend. Ich wei? aber, dass viele Ihrer Art wegen Titeln zu Asche verbrannt wurden." "Was habe ich gesagt, passen Sie auf Ihre Worte auf?" knurrte der Zauberer, sein Kopf zuckte leicht. Er wurde immer nerv?ser, stellte Garron fest. Er musste wissen, dass Menarx und Kirgan ihm auf den Fersen waren. Was auch immer ihn dazu gebracht hatte, einen Drachen gefangen zu nehmen, offensichtlich hielt er es f¨¹r das Risiko wert, von zwei W?chtern des K?nigs beobachtet zu werden."Wenn du vorhattest, mich zu t?ten, h?ttest du es l?ngst getan", sagte Garron trocken. "Und wenn es dein n ist, Leute in Handschellen zu legen, h?ttest du mir wenigstens welche in meiner Gr??e besorgen k?nnen. Diese hier sind etwas eng." murmelte er leise. "Und verzauberter Stahl ist nicht gerade mein Favorit. Schlechte Erinnerungen." Die Augen des Zauberers verengten sich bei Garrons Worten. Er marschierte weiter herum, als w¨¹rde er ein seltsames Wesen studieren. "Stimmt. Ich nehme an, diese hier waren urspr¨¹nglich nicht f¨¹r mich gedacht", schlussfolgerte Garron. "Menarx? Oder vielleicht Kirgan? Im Vergleich zu mir sind sie eher das kr?ftige Kaliber. Angesichts unserer... divergierenden Interessen ube ich nicht, dass sie passen werden." "Wiewohl... mir ist nicht ganz r, wie du vorhast, die k?nigliche Wache zu fangen und in Handschellen zu legen. Sie sind nicht gerade angetan von dieser... Art von Zusammenkunft", teilte Garron weiter mit. "F¨¹r einen Drachen redest du ganz sch?n viel. H?ltst du dich etwa f¨¹r einen?" spottete der Zauberer ver?chtlich. "Das habe ich mich tats?chlich auch schon gefragt", gab Garron zu. "Hier ist eine Idee: Nimm diese Fesseln ab, die die Verwandlung unterdr¨¹cken, und wir k?nnen es beide noch einmal ¨¹berpr¨¹fen... nur um sicherzugehen." "Denk nicht, ich w¨¹sste nichts von dir, Schreiberdrache", zischte der Zauberer. "Zwei meiner Sch¨¹ler starben in deinen mmen bei Darken Falls." Garron neigte den Kopf leicht zur Seite und grinste. "Ein Versuch war es wert. Entschuldigung, ich war damals jung und buchst?blich eine Brandgefahr. Ich erinnere mich nicht wirklich, ihnen bege zu sein... von Darken Falls blieb nichts ¨¹brig, um auch nur zwei von sehr vielen ¨¹berresten zu identifizieren." Der Zauberer zischte, die F?uste vor Zorn geballt. "Du kennst dich mit Runen aus", stellte der Zauberer pl?tzlich und unvermittelt fest, w?hrend er fragend den Kopf neigte. "Tun wir das nicht alle?", erwiderte Garron mit einer Gegenfrage. "Hybridrunen", korrigierte der Zauberer. "Das ist unter deinesgleichen nicht allgemein bekannt." "Nun... du hast noch nicht jeden von uns getroffen", murmelte Garron. "Was wei?t du... ¨¹ber Hybridrunen?!" zischte der Zauberer, seine Unruhe mit jedem vergehenden Moment steigend. "Bestimmt weniger als du. Schlie?lich ist das ja deine Expertise", konterte Garron. "Ich will eine Antwort, Schreiberdrache!", knurrte der Zauberer. "Ich m¨¹sste erst einmal die Frage verstehen, um dir eine Antwort geben zu k?nnen", sagte Garron und seufzte erneut. "Was wei? ich schon ¨¹ber Runen? Genug, um zu erkennen, dass du hier etwas ¨¹bles im Schilde f¨¹hrst." "Dann solltest du wissen, dass man sich nicht mit mir anlegen sollte", zischte er. "Es gibt eine Rune, die ich ben?tige... eine Hybridrune, die nach dem Fall unseres gro?en Reiches verloren gegangen ist", sprach der Zauberer in einem frostigen Tonfall. "Ich ube, du hast deine Antwort schon bei nge verloren¡¯. Wie sollte ich irgendetwas ¨¹ber deine verlorenen Runen wissen?" spottete Garron ungl?ubig. "Es handelt sich um eine einzigartige Rune. Ich wei?, dass sie aus den drei m?chtigsten Ursprungsrunen besteht. Fae... Hexe... Mer...", fuhr der Zauberer fort, als h?tte er Garrons Worte nicht geh?rt. "Das ist ja eine interessante Mischung", entgee Garron schlicht. "Du scheinst die Tragweite deiner derzeitigen Lage nicht zu verstehen, oder?" zischte der Zauberer. "Du wirst mir die Antwort geben, die ich suche! Du wirst mir sagen, wie ich die verlorene Rune wirken kann!", schnaubte er. "Du verf¨¹gst ¨¹ber alle Mittel und wei?t offensichtlich, wie man Hybridrunen entschl¨¹sselt. Wenn du mir die Rune nicht besorgen kannst, dann kannst du sie auch f?lschen", behauptete er. "Ich? Eine Rune schmieden?" Garronchte leise dar¨¹ber, doch sein Am¨¹sement verflog, als der Zauberer das Folianten direkt vor seine Nase hielt. "Oh... du meinst es ernst", murmelte Garron. Chapter 778: Eine finstere Absicht (Kap.779)

Chapter 778: Eine finstere Absicht (Kap.779)

"Was denkst du?" Der Zauberer zischte d¨¹ster und starrte ihn immer noch von oben herab an. "Wir beide haben nicht viel Zeit, also fange vielleicht besser an, Schreibdrache." Garron seufzte. "Ich besitze nicht, was du ben?tigst. Bist du nicht mit den Fae verb¨¹ndet? Vielleicht hast du mehr Erfolg, wenn du sie um Rat fragst. Runen sind nicht gerade die Spezialit?t eines Drachen." "Das ist nicht die Antwort, die ich h?ren m?chte." Der Zauberer zeigte sich deutlich frustriert. "Also eine heikle Allianz..." schlussfolgerte Garron und nickte verst?ndnisvoll. "Das ist das Beste, was man von den Fae erwarten kann. Man kann sich niemals sicher sein, was man von ihnen zu erwarten hat." "Diese Folianten... sie stammen aus vielen Jahrhunderten. Wie viele genau?" Er unterbrach sich selbst und ging zu dem provisorischen Arbeitstz, den Garron eingerichtet hatte. Garrons Augen folgten dem Zauberer, das Gesicht leicht angespannt. "Das kommt darauf an. Sie sind alle in unterschiedlichen Zeitepochen geschrieben worden." "Die ?ltesten d¨¹rften mindestens... 500 Jahre alt sein?" mutma?te der Zauberer. "Vielleicht sogar ?lter?" "Ich kann es nicht sagen." Garrons Antwort war k¨¹hl, als der Zauberer einen aufgescgenen Folianten aufnahm und darin bl?tterte. "Sie m¨¹ssen wirklich wichtig sein, jeder einzelne von ihnen... Sch?tze in den Hallen der Geschichte." fuhr er fort. "Vor allem, wenn man bedenkt, wie wenige Informationen ¨¹ber Runen und ?hnliches in der heutigen Zeit verf¨¹gbar sind." "Sie sind sicherlich wichtig." Garron stimmte zu, seine Augen verengten sich, als der Zauberer achtlos zum Rand der Schlucht ging und den Folianten dar¨¹ber schweben lie?. "Aber Drachen haben kein Interesse an magischen Gesch?ften." Er fuhr fort: "Dann sind diese B¨¹cher f¨¹r dich nutzlos." Ohne ein weiteres Wort lie? er den Folianten fallen und das Buch verschwand im Abgrund der Schlucht. Garrons Stirn legte sich in dauerhafte Falten, seine Augen blitzten t?dlich auf. "Ich wei?, dass man einen Drachenlord nicht foltern sollte." murmelte der Zauberer und grinste finster. "Eure Art hat eine erstaunliche Schmerzgrenze. Es k?nnte euch sogar gefallen." "Aber einen Feuerdrachen zu qu?len... das beherrsche ich gut." fuhr er fort. "Wenn du mir nicht gibst, was ich venge, werde ich jeden und alles, was dir lieb ist, genauso endenssen." Garron betrachtete den Zauberernge schweigend, die Wut in ihm brodelte. Er sah, dass der Zauberer jedes seiner Worte ernst meinte, und seine Geduld schwand zusehends. "Es ist mutig von dir anzunehmen, du k?nntest mich bedrohen oder einsch¨¹chtern, um von mir zu bekommen, was du willst." sagte Garron, seine Stimme war geradeut genug, damit der Zauberer ihn h?ren konnte. "Wenn ich von einer verlorenen Zaubererrune w¨¹sste, h?tte ich keinen Grund, es dir zu sagen. Ich habe keine Ahnung davon... aber du kannst dir ja dein eigenes Urteil bilden." "Und ich denke, du verstehst nicht die Tragweite deiner Situation." fuhr Garron nach einer kurzen Pause fort. "Du bist nicht mehr als eine verlorene Seele... ein ¨¹berbleibsel einer l?ngst vergangenen Zeit, der Letzte einer ausgestorbenen Rasse, eines Volkes, das nie wieder diese L?nder beschreiten wird." Sein Tonfall war eiskalt. "Ich rieche deine Schw?che. Es hat Jahrhunderte gedauert, bis du es gewagt hast, uns gegen¨¹berzutreten, und du hast die H?lfte deiner Magie verloren, um nach dem Aufstand dein Leben zu retten. Noch mehr hast du verloren, als du dich am Berg Edar in deine Seele gespalten hast... mein Rat? Tu das weniger, sonst bleibt bald nichts mehr von deiner Seele, das du teilen k?nntest." Garron hielt inne. "Was ich sagen will, ist: Du hast kaum genug Magie in dir, um deine st?rkste Form aufrechtzuerhalten. Also musst du diesen jungen K?rper beibehalten... du wei?t genau, dass du einem direkten Angriff eines Drachen nicht standhalten k?nntest, also stellst du sicher, dass ich allein bin." "Du meidest eindeutig die k?nigliche Garde. Aber was du nicht erkennst, ist, dass sie dich, wenn sie dich durch die ganze Festung verfolgen konnten... auch jetzt nicht weit hinter dir sein werden." Garronchte leise. "Also alles und jeder, der mir etwas bedeutet... du brauchst nicht nach ihnen zu suchen, denn sie kommen bereits auf dich zu." schloss er grinsend. "Sag mir, wie sie mich aufsp¨¹ren!" knurrte der Zauberer, ein scharfer Windsto? beunruhigte den Wald. Der Boden bebte unter seiner Wut und dunkle Energie zuckte zwischen seinen Fingerspitzen. Eine Welle der dunklen Magie traf den Baum, an dem Garron lehnte, und er l?ste sich in pechschwarzen Nebel auf, als h?tte es ihn nie gegeben. Die verzauberten Fesseln, die ihn festhielten, pulsierten und sendeten eine unertr?gliche Schockwelle aus, die Garron durchzuckte. Garron biss die Z?hne zusammen und behielt sein Grinsen bei, w?hrend er nach innen griff, wo die vertraute W?rme direkt unter seinen Fingerspitzen brodelte und darauf wartete, herbeigerufen zu werden. Garron sp¨¹rte, wie die Hitze durch seine Adern str?mte, als w?re sein Blut zu Lava geworden, und die Metallschlie?e der Manschette um seine Handgelenke schmolz. Sie fiel klirrend zu Boden und Garron zischte erleichtert auf, w?hrend er seine Handgelenke drehte."An deiner Stelle w¨¹rde ich mir einen Vorsprung verschaffen." murmelte Garron und lie? dann die mmen erl?schen. ________________ Der bereits leblose Wald hatte sich in eine weite Fl?che verbrannter Erde verwandelt. Garron zischte, als er mit so viel Kraft an der Manschette um seinen Hals zerrte, dass sie entzwei brach und er sich dabei tats?chlich selbst schnitt. Blut rann an den Seiten seines Halses hinunter und verschwand unter seiner Tunika, aber Garron nahm es kaum zur Kenntnis, da die Wut immer noch durch seine Adern pulsierte. Der mmenausbruch hatte ausgereicht, um den dunklen Magier zu warnen. Garron wusste, dass es nicht darang, dass seine mmen mit der Magie eines ehemaligen Ratsmitglieds des dunklen Lords konkurrierten, sondern daran, dass der Zauberer sich noch in einem Zustand der Genesung befand und es sich nicht leisten konnte, zu viel Magie einzusetzen, nicht, wenn ihm sein Leben noch etwas wert war. Und dann war da noch die Tatsache, dass die Zeit nicht auf seiner Seite war. Menarx und Kirgan w¨¹rden jeden Moment zur¨¹ckkehren, sie mussten Garrons mmen gesp¨¹rt haben, egal wohin sie geflogen waren. Aber Garron wusste, dass dies nicht das letzte Mal sein w¨¹rde, dass sie den Zauberer sehen w¨¹rden. Er war m?chtig, beunruhigend m?chtig. Und in nicht allzu ferner Zeit w¨¹rde er sich erholen, und dann w¨¹rde es nicht mehr so leicht sein, ihn zum R¨¹ckzug zu zwingen. Nicht, dass er nicht schon jetzt ein gro?es Problem darstellte und ¨¹berall Schluchten schlug. Wie aufs Stichwortndete Menarx mit einem leisen Aufprall, sein Blick verengte sich, als er den Ort abtastete. Dann wanderten seine Augen zu Garron, "Er war hier." Menarx sammelte sich sofort. "Nicht f¨¹rnge. Er hat mein Notizbuch." teilte Garron mit. "Und alles, was er sonst noch mitgenommen haben k?nnte, bevor ich alles verbrannt habe." "Was will er damit?" fragte Menarx mit einem Stirnrunzeln. "Ihm scheint eine Rune zu fehlen. Um den Zauber zu vollenden, den er gerade erschafft." antwortete Garron. "Wo ist Kirgan?" "Wir haben nicht weit von hier eine andere Schlucht gefunden, die dieser sehr ?hnlich ist. Aber dann ... f¨¹hrte die Spur zur¨¹ck. Ich habe ihn dort alles regelnssen und den R¨¹ckflug angetreten." erkl?rte Menarx. "Wei?t du, was das f¨¹r eine Rune ist?" Garron sch¨¹rzte die Lippen, "Ich habe eine ungef?hre Ahnung." "Anfangs konnte ich es nicht herausfinden, aber jetzt ergibt alles einen Sinn. Als er die fehlende Rune erw?hnte, erinnerte ich mich an etwas, das ich vornger Zeit gelesen hatte... bevor die B?nde in die verborgenen Archive gebracht wurden." "Diese Hybridrunen sind nicht dazu gedacht, eine neue Schattenarmee zu schaffen. Es sind Dimensionsrunen... und ich bin mir sicher, denn ich habe erst k¨¹rzlich eine gesehen!" murmelte Garron und schritt die Schlucht enng, das Einzige, was von den mmen unver?ndert geblieben war. "Eine Dimension... wie die, in der Jian festsitzt?" fragte Menarx misstrauisch. "Ja! Genau!" zischte Garron. "Ich wei? nicht, warum ich das nicht auf den ersten Blick erkannt habe. Diese Runen sind genau wie die Rune, die Veah in Asrigs Schriften gefunden hat. Wie verschiedene Variationen davon. Diese... Sache, an der er mit den Fae arbeitet, steht im Zusammenhang mit My Liege!" "Diese Runen ben?tigen eine starke magische Quelle, um ihre volle Wirkung zu entfalten, und die Schlucht und das Schattengift sorgen daf¨¹r, da? die Runen aktiv bleiben, bis sie ihren Zweck erf¨¹llen!" Sagte er schnell, sein Verstand arbeitete schneller, als er es in Worte fassen konnte. "Und was ist dieser Zweck?" fragte Menarx. "Als Veah mir die Informationen aus Asrigs Schriften ¨¹bermittelte, konnten wir feststellen, da? die Dimension in einem bestimmten Zeitraum abgeschaltet werden soll. Ich habe meinem Lehnsherrn rgemacht, da? er vor der Schlie?ung zur¨¹ckkehren mu?, sonst wird es nur noch schwieriger." "Der Zauberer wei? auch, dass die Dimension geschlossen werden wird. Bevor eine Dimension geschlossen wird, werden die Barrieren, die sie halten, extrem schwach. Wenn die Verankerungsrune vollendet ist, wird sie eine Welle von Magie freisetzen, die stark genug ist, um Fort zed wiederherzustellen." "In diesem Moment werden die Barrieren, die die Dimension halten, am schw?chsten sein. Wenn jemand ... die Ursprungsrunen kennt, mit denen die Dimension ¨¹berhaupt erst erschaffen wurde, und ¨¹ber eine ausreichende magische Quelle verf¨¹gt, um diese Runen mit Energie zu versorgen, und au?erdem wei?, dass mein Lehnsherr die Verankerungsrune mit Sicherheit vollenden wird. Sie k?nnen diesen zerbrechlichen Moment ausnutzen, sie k?nnen die Dimension vollst?ndig zum Einsturz bringen." sagte Garron ernst. "Was ist der Unterschied, ob sie sich von selbst abschaltet oder ob sie durch ?u?ere Einfl¨¹sse zusammenbricht?" fragte Menarxngsam. "Im ersten Fall wird die Dimension einfach f¨¹r unbestimmte Zeit unzug?nglich. Im zweiten Fall... wird die Dimension vollst?ndig zerst?rt und alles, was darin eingeschlossen ist, wird freigesetzt..." Garron brach ab. "Die verlorenen Bestien werden auf die Festung losgssen." Chapter 779: Inferno in der H?lle (Kap.780)

Chapter 779: Inferno in der H?lle (Kap.780)

~Fort Inferno Ein Beben ersch¨¹tterte die Erde, sch¨¹ttelte das weite Land, das Fort Inferno war, und reichte bis zur infernalischen Burg. Es begann beinahe unbemerkt, das einzige sichtbare Anzeichen war das Vibrieren des Tisches im Kriegsratssaal, doch das gen¨¹gte, um dieufenden Diskussionen verstummen zussen. Neveah runzelte die Stirn und zog ihre H?nde zur¨¹ck, die auf dem Tischgen, wo sie gerade den Stadtn studiert hatte. "Ist das... das, was ich zu denken wage?", fragte siengsam, kurz bevor ein weiteres Vibrieren einsetzte, st?rker als das erste und definitiv deutlicher sp¨¹rbar. "Der Vulkan regt sich wieder," sagte Lord Kiroff mit resignierter Stimme. "Dieses Mal k?nnte es mehr als nur eine Warnung sein." Neveah wechselte einen Blick mit Xenon. Diese Bedrohung hatte sich seit jener Nacht abgezeic, in der der Vulkan durch Magie aktiviert worden war. Es war r, sie konnten einem Ausbruch nicht entgehen, doch Neveah hatte gehofft, dass man sich zuerst um die Fae k¨¹mmern w¨¹rde... vielleicht hatte sie sich zu viel erhofft. Fort Inferno hatte die n?tigen Vorbereitungen f¨¹r das Unvermeidliche getroffen, Gebiete bis zu 100 Meilen vom letzten Ende der vorherigen Eruption waren evakuiert worden. Das Einzige, was sie sicherstellen konnten, war die Sicherheit der Menschen. Doch Gebiete und Heimst?tten musste man aufgeben. Es war zwar nicht das erhoffte Ergebnis, aber es war immer noch das bestm?gliche Szenario. Im schlimmsten Fall w¨¹rde der Lavafluss ¨¹ber den vorhergesagten Endpunkt hinausgehen und die menschlichen Siedlungen erreichen. "Mit welchem Ausma? an Sch?den m¨¹ssen wir rechnen?" fragte Neveah. "Und wienge k?nnte der Ausbruch andauern?" "Die letzte Eruption verwandelte Inferno ein halbes Jahrng in einen Feuerhort. Der Lavafluss war das eine," sagte Lord Kiroff und brach ab. "Die giftigen Gase waren eine andere Sache. Wir verloren einen betr?chtlichen Anteil der Menschen durch Atemwegserkrankungen. Es gab bei Weitem nicht genug Heiler, um die Auswirkungen der vergifteten Luft zu bek?mpfen." "Durch die Sachsch?den wurden unsere Kassen geleert. Handel und Gewerbe brachen komplett zusammen, alle Handelswege waren blockiert... es dauerte zwei Jahrzehnte, bis Fort Inferno wieder vollst?ndig finanziell unabh?ngig war," beendete er und sein Blick wurde weitschweifend. "Ich verstehe," murmelte Neveah, mehr zu sich selbst als zu Lord Kiroff. Sie setzte sich und lie? einen Seufzer h?ren. "Die Evakuierung ist also kaum eine L?sung... aber es ist das Beste, was wir tun k?nnen." "Ich hatte nie wieder erhofft, meinem Volk befehlen zu m¨¹ssen, seine Heimat zu vessen. Aber die Natur ist eine Kraft, die wir nicht bezwingen k?nnen," sagte Lord Kiroff und nickte. "Hoffen wir nur, dass die ?u?ere Barriere h?lt." "W?re das alles nur eine nat¨¹rliche Ursache," stellte Neveah fest, ihre Augenbrauen w¨¹tend zusammengezogen. "Die Fae sind zu still gewesen," murmelte Xenon. "Es ist h?chstwahrscheinlich, dass der Vulkan eine Rolle in ihren n?chsten Pl?nen spielt," behauptete er. "Das w¨¹rde mich nicht ¨¹berraschen," stimmte Neveah zu. "Aber wir sind vorbereitet." "Ich m?chte, dass wir den Vulkan im Auge behalten. Sobald es eine Ver?nderung gibt... in dem Moment m?chte ich es wissen," machte Neveah deutlich. _______________ Es war nur eine Stunde vergangen. Doch es war einenge Stunde. Ein weiteres Beben traf den Ratssaal, diesmal war es heftig. Die Kronleuchter schwankten, Schriftrollen fielen vom Tisch, und ein scharfer Riss spaltete den Marmorboden unter ihren F¨¹?en auf. Neveah warf einen Blick zu Lord Kiroff, dessen Augen f¨¹r einen kurzen Moment verschleiert waren, w?hrend er mit seinen Verwandten kommunizierte, die den Vulkan auf Anzeichen eines Ausbruchs ¨¹berwachten, und als seine Blicke sich trafen, nickte er."Es ist Zeit", sagte Neveah und wandte sich bereits den Balkont¨¹ren zu. Xenon schritt mit ihr im Gleichng und sobald sie auf der ttform gndet waren, verwandelte er sich geschmeidig und beinahe instinktiv in seine Drachenform. Seine Fl¨¹gel entfalteten sich, w?hrend die Verwandlung ihn in Sekundenschnelle ¨¹berkam. Onyxschwarze Schuppen gl?nzten im Sonnenlicht. Neveah schwang sich mit der Routine einer Expertin auf seinen R¨¹cken und sie stiegen in die L¨¹fte auf. In dem Moment, als sie ¨¹ber den Spitzen der Schlost¨¹rme schwebten, traf sie die Wahrheit ¨C hart und unmissverst?ndlich. Der Vulkan brach bereits aus. Eine karmesinrote Aschewolke quoll aus seinem Krater, dicht und brodelnd, als ob der Himmel selbst Feuer blutete. Geschmolzene Lava floss in monstr?sen Wellen an seinen nken hinunter, schnell und gnadenlos. Das Land unter ihr w?lbte sich unter der Kraft des Vulkans, ganze H¨¹gel verwandelten sich in Scmm. Das war unnat¨¹rlich. Das Feuer war nicht nur hei?, es wirkte lebendig. Es bewegte sich mit einem Ziel. Gesteuert. Die Luft vibrierte mit uralter ngfarbe. Neveah f¨¹hlte es in ihren Knochen. "Da ist etwas... das es anfacht, Arkane... dunkle Magie, ich kann es nicht genau sagen. Aber da ist definitiv etwas", sagte sie, ihre Stimme hallte durch ihre Verbindung wider. "Das ist Kes Werk oder das ihres Zauberers." Xenon widersprach nicht. "Vergeltung. F¨¹r ihre Gefallenen. Wir haben das vorausgeahnt." "Aber was auch immer sie getan haben, die Lava flie?t zu schnell... viel zu schnell." Neveahs Augen verengten sich, w?hrend sie die Lage einsch?tzte. Die Lava bewegte sich wie eine unnat¨¹rliche Woge. Das Ziel ihrer Evakuierung war der ?u?ere Umkreis, und bei diesem Tempo w¨¹rde dieser v?llig ¨¹berflutet werden. "L?utet die gro?e Glocke", befahl sie durch den Wind. "Evakuiert den ?u?eren und mittleren Umkreis, zieht euch sofort hinter den inneren Umkreis zur¨¹ck!" Die Stadtglocken l?uteten, tief und unheilvoll. Xenon tauchte tiefer, seine Fl¨¹gel schnitten durch die aschebdene Luft. Die D?rfer im Au?enbereich versanken bereits im Chaos, als das L?uten der Glocken erng. Die Menschen hasteten fort, beluden ihre Wagen und Kinder schrien. Das war nicht im Geringsten das, was sie sich vorgestellt hatte. Das war nicht der n. Sie hatte bis zu jedem Ausbruch in der Vergangenheit zur¨¹ck recherchiert... sie waren vorbereitet gewesen. Oder das hatten sie zumindest geubt. Lord Kiroff scherte aus, um den Befehl weiterzugeben, und br¨¹llteut genug, um den Himmel zum Beben zu bringen. Sein Br¨¹llen wurde von Drachengebr¨¹ll von unten beantwortet. "Wir d¨¹rfen nicht zu nah an den Vulkan herankommen", dachte Xenon an Neveah. Aber Neveah bat ihn nicht anzuhalten. Sie konnte nicht. Nicht, wenn der Weg der Lava sicher ¨¹ber die Linie hinausstr?men w¨¹rde, von der sie angenommen hatten, sie w?re sicher. Sie w¨¹rde durch Ackend rei?en, Z?une verschlingen und Steint¨¹rme zu schmelzenden Ruinen reduzieren.Vor allem aber w¨¹rde es die Siedlungen ungehindert vernichten. Das hier war keine Eruption. Es war ein Angriff. Und ihre Mauern w¨¹rden nicht standhalten. Xenon setzte hart in der N?he der ?u?eren Abgrenzung auf, die sie errichtet hatten ¨C eine Linie von behelfsm??igen Barrikaden, die sicherlich nicht standhalten w¨¹rden. Die Soldaten und in Panik geratenen Zivilisten drehten sich sogleich um; ihre Gesichter waren von Ru? verschmiert und voller Furcht. Als sie auf sie trafen, z?gerten einige, nur einen Herzscgng, aber das gen¨¹gte. Sie erhob ihre Stimme ¨¹ber das aufkommende Brausen des Windes. ?Bewegt euch zum s¨¹dlichen Pass! Dort warten Portale! Lasst euer Hab und Gut zur¨¹ck! Rettet euer Leben!", rief sie mit Nachdruck. ?Die Drachen werden das Feuer songe wie m?glich aufhalten! Lauft einfach!" Der s¨¹dliche Passg gleich hinter der ?u?eren Abgrenzung. Dort wartete eine Schar Magier. Ein Notfalln, auf dessen Anwendung Neveah gehofft hatte verzichten zu k?nnen. Die Portale waren der schnellste Weg durch die Stadt zum inneren Perimeter, zum sichersten Punkt, den sie aus den Karten entnehmen konnte. Und wenn sie ihn erreichten, w?ren sie weit genug entfernt, dass die Lava sie nicht erreichen konnte... hoffte sie. ?Aber der Pass ist versiegelt...", begann eine Frau. Neveah wandte sich an einen Drachenw?chter in ihrer N?he. ??f ihn. Sofort!" Ohne zu z?gern, schoss der Drache davon. ?Los!", befahl Neveah. ?Jetzt!" Schreie und das Stampfen von F¨¹?en erf¨¹llten die Luft. Dann sp¨¹rte sie es wieder. Es war nicht nur die zunehmende Hitze, es war Macht. Rohe, ungefilterte, Arkane Wut, die unter der Erde floss wie ein zweiter Strom. Sie speiste den Vulkan, feuerte ihn an. Was immer Ke dort unten getan hatte, es war nicht nur die Lenkung des Feuers. Sie hatte etwas geweckt. Und wenn es weiter anstieg... w¨¹rde das Inferno das Inferno selbst ¨¹bersteigen. Neveahs Herz klopfte heftig, w?hrend sie Xenons Schuppe ummmerte. Sie wusste, dass er ahnte, was kommen w¨¹rde, noch bevor sie es aussprach. ?Ich muss es aufhalten", keuchte sie. ?Veah..." ?Du wei?t, dass ich es muss." Er knurrte leise und z?gerte offensichtlich. ?Sie brauchen Zeit... Zeit, die sie nicht haben, wenn es in diesem Tempo weitergeht", insistierte Neveah. Xenon erhob sich wieder in die L¨¹fte, diesmal direkt auf den Gipfel des Vulkans zu. Der Wind stellte sich ihnen entgegen, Asche stach auf ihrer Haut, aber sie k?mpfte sich durch. Sie sp¨¹rte, wie schwer es Xenon fiel, die L¨¹fte zu durchqueren, w?hrend ¨¹berall hei?e Steine umherflogen, doch sie durften kein Z?gern euben. Nicht jetzt. Sie erreichten den Rand der kargen Landschaft, denselben, an dem sie Menarx aufgesucht hatten. Xenonndete, seine bernsteinfarbenen Augen beobachteten die tosende Caldera. Die Lava sch?umte noch immer und ergoss sich hinaus. ?Bleib dran", hielt Xenon Neveah zur¨¹ck, bevor sie absteigen konnte. Es war r, w¨¹rden sie von der Lava erreicht, bliebe ihnen keine Zeit mehr zu fliehen. Sie bewegte sich schnell, zu schnell f¨¹r Worte. Es w¨¹rde nicht mehrnge dauern, bis sie das Ende der kargen Landschaft erreichte und dann Inferno. Die ?u?ere Abgrenzung war immer noch weit entfernt, doch wenn die Lava hier nicht aufgehalten wurde, k?nnten sie es nicht rechtzeitig evakuieren. ?Das ist mein Fehler... Ich habe die Kraft des Vulkans untersch?tzt...", murmelte Neveah. Neveah atmete tief ein und griff nach der Magie in ihrem Innern, die tief unten aufwallte. Was genau sie vorhatte, wusste sie nicht. Eine Barriere? Eine Schlucht? Was k?nnte diesen Feuertod aufhalten, bevor er Inferno mit solcher Wucht treffen w¨¹rde? ?Ich wei? nicht, ob es funktionieren wird", murmelte sie, ?aber ich muss es versuchen." ?Du musst mir alles geben ...", hallte Demevirlds Stimme in Neveahs Gedanken wider, seine Pr?senz unruhig kreisend. ?Und ich tue dasselbe." ?Es soll so sein.", stimmte Neveah zu. Ihre Macht wogte. Wind, mme, Licht. Es riss durch ihre Adern, wild und unb?ndig. Nie hatte sie versucht, die Natur selbst zu beherrschen, oder gewusst, dass sie es konnte, doch jetzt befahl sie ihr nicht. Sie rang mit ihr. Magie stieg aus ihrem Kern empor, eine goldene Welle, die mit der feurigen Lava kollidierte. Die Kraft der Magie, die durch sie hindurchriss, war so intensiv, dass sie aufschrie. Schmerz pulsierte durch sie, ihre Muskeln krampften sich zusammen, ihre Adern dehnten sich aus, um es aufzunehmen. Die Lava zischte auf, als sie mit der m?chtigen magischen Welle zusammenstie?, und zog sich zur¨¹ck. F¨¹r einen Herzscg horchte sie. Dann br¨¹llte sie zur¨¹ck, zehnfach st?rker. Chapter 780: Listen (Ch.781)

Chapter 780: Listen (Ch.781)

Dann br¨¹llte es zur¨¹ck, zehnmal st?rker. Mit einer Wildheit, die seinesgleichen suchte, und einem ren Ziel: ein Inferno aus diesen L?ndern zu machen und alles, was es ber¨¹hrte, in einem Meer aus Feuer zu verschlingen. Neveahs Knie gaben nach. Ihre Z?hne waren so fest aufeinander gepresst, dass sie dachte, sie w¨¹rden zerbrechen. Trotzdem wankte sie nicht, das konnte sie sich nicht leisten. Die Lava war ein Strom aus fl¨¹ssigen mmen, und sie w¨¹rde weiterflie?en. Ein Aufprall hatte sie zwar etwas zur¨¹ckgedr?ngt, doch sie war nochnge nicht gez?hmt. Im Gegenteil, sie war jetzt noch erboster. Lebendig und rachs¨¹chtig. Neveah betrachtete die wilden, hungrigen mmen. Sie war sich nicht sicher, ob sie sie unterdr¨¹cken oder zur¨¹ckdr?ngen konnte. Magie war zu vielen ph?nomenalen Dingen f?hig, das hatte sie selbst erlebt, oft durch ihr eigenes Tun. Aber sie wusste nicht, ob dies einer dieser Momente war... einer dieser Male, in denen Magie eine L?sung aus einer scheinbar aussichtslosen Situation schuf. Demevirld war eine geheimnisvolle und unbezwingbare Macht, aber er war nur ein Teil dessen, was das Arkane wirklich war. Das hatte sie gelernt, als sie ¨¹ber Adriennes gebrochenem und blutendem K?rper stand und jede Spur von Magie in ihren Adern mobilisierte, um ihr Leben zu retten... Damals war sie gescheitert. Und sie hatte das ungute Gef¨¹hl, dass es dieses Mal nicht viel anders sein w¨¹rde. Adrienne hatte gesagt, Demevirld sei nur ein Vorgeschmack auf das wahre Arkane. Neveah hatte es bis zu diesem Augenblick nicht verstanden, als sie beobachtete, wie die Natur die Waffen gegen ein unschuldiges Volk erhob, angestachelt von einem l?ngst verschwundenen Genie. Das war das wahre Arkane... erkannte Neveah. Die Natur, gezwungen zur Unterwerfung durch absolute Macht. Es war die Art von Magie, f¨¹r die man t?tet... f¨¹r die man stirbt. Eine Magie, f¨¹r die man sein Schwur verr?t, auch wenn das bedeutet, sich gegen den Hof zu wenden, dem man jahrzehntng treu gedient hat. Es war eine Macht, die die herrschende Rasse in der Festung unweigerlich ver?ndern konnte, Es war die Art von Macht, bei der man den Verstand verlieren konnte. Ke... sie hatte etwas erweckt, das sehr wohl das Ende der Drachenherrschaft herbeif¨¹hren k?nnte, und was noch schlimmer war, sie war mehr als bereit, es zu diesem Zweck zu verwenden. War das alles nur ihre eigene Arroganz? fragte sich Neveah. Hatte sie f?lschlicherweise geubt, sie h?tte einen Vorteil gegen¨¹ber einer so wilden Naturgewalt? Neveahs Herz beunruhigte sich. Irgendetwas in ihr war im Entferntesten dankbar, dass sie die Winterw?lfe nach Hause geschickt hatte, als sie es getan hatte, und keinen Moment sp?ter. Vielleicht war es egoistisch von ihr. Aber wenigstens hatte sie einige besch¨¹tzt... wenn auch nicht alle. Die Drachen waren Feuerwesen, sie w¨¹rden sicher sein, egal was an diesem Tag hier passierte. Nat¨¹rlich w¨¹rde das Inferno fallen. Nicht nur zwei Dutzend Drachen bildeten die Festung, sondern Tausende von B¨¹rgern verschiedenster Rassen. B¨¹rger, deren Schicksal Neveah nicht garantieren konnte. Der Morgen hatte zu gut begonnen, um eine so bittere Wendung zu nehmen. Jetzt bereute Neveah, dass sie ¨¹berhaupt gescfen hatte. H?tte sie am Vortag ein paar Stunden l?nger ¨¹ber den Karten gebr¨¹tet, h?tte sie vielleicht ein besseres Urteil f?llen k?nnen. Sie h?tte einen besseren Standort f¨¹r die ?u?ere Begrenzung w?hlen k?nnen. W?re sie selbst ausgeflogen, um den Vulkan zu inspizieren, anstatt es den H?llendrachen zu ¨¹bessen, h?tte sie vielleicht die R¨¹ckst?nde des Arkanen gesp¨¹rt und gewusst, dass der heutige Tag Feuer und Schwefel bringen w¨¹rde. ¡¯Ruhig, Liebe. Konzentriere dich. Gab es jemals etwas, das du nicht tun konntest?¡¯ Xenons Stimme durchdrang Neveahs d¨¹stere Gedanken, fest und sicher. Jenseits von Magie und Arkane bist du diejenige, die diese Leute anf¨¹hrt... nur du, Veah. Und du hast uns kein einziges Mal entt?uscht.¡¯ Sein Ton war vollkommen zuversichtlich und trug all den uben, den sie f¨¹r einen kurzen Moment verloren hatte. Der Vulkan br¨¹llte noch immer, und Neveah verdr?ngte alle negativen Gedanken. "Ich muss die Erde sp¨¹ren." dachte Neveah bei sich. Xenon protestierte nicht, als sie abstieg, auch wenn es f¨¹r sie umso gef?hrlicher war, als Mensch in solcher N?he zur Lava zu sein. Sie griff tiefer, in den Teil ihrer selbst, der weder Drache noch Wolf war, sondern etwas viel ?lteres. Etwas, das aus der Natur selbst geboren wurde. Der Vulkan bebte erneut, als Widerstand. Eine Warnung, die Neveah nicht zu beherzigen gedachte. Vielleicht konnte sie ihn nicht aufhalten. Vielleicht konnte sie ihn auch nicht zum Verschwinden bringen. Aber was sie tun konnte, w¨¹rde sie auf jeden Fall tun. Sie w¨¹rde ihn songe zur¨¹ckhalten, wie es nur irgend m?glich war, bis die Evakuierungsbem¨¹hungen gen¨¹gend Fortschritte gemacht hatten. Oder sie w¨¹rde sich eine andere L?sung einfallenssen. Oben kreisten die H?llendrachen ¨¹ber den K?mmen, und diejenigen, die nicht zur Bewachung der fliehenden Menschen eingeteilt waren, wehrten die hei?en Felsen ab, die in verschiedene Richtungen flogen und gro? genug waren, um einen Menschen zu zerquetschen und einem Drachen erheblichen Schmerz zuzuf¨¹gen, wenn er getroffen wurde. Es war vielleicht keine gute Idee, Feuer mit Feuer zu bek?mpfen. Aber das Drachenfeuer versengte die hei?en Felsen und lie? sie schmelzen, so dass sie als Asche herabreen. Die Drachen ¨¹ber ihnen sorgten daf¨¹r, dass Neveah und Xenon sich keine Gedanken ¨¹ber die herumfliegenden Felsen machen mussten. Sie hielten einen sch¨¹tzenden Rand um sie herum. Neveahs eigentlicher Gegner war der Lavastrom.. Und die Drachen vertrauten ihr genug, um in der N?he des Vulkans zu bleiben. Sie warteten, bis Xenon und Neveah sich selbst zur¨¹ckzogen. Und weil ihr Vertrauen in sie so absolut war, ubte Neveah auch an sich selbst. Aber die Zeit dr?ngte.Die Kraft des zweiten Aufpralls ersch¨¹tterte Neveah bis ins Mark und lie? ihre Z?hne ppern. In jenem Moment stellte sie sich vor, sie sei ein einsamer Fels in der Mitte eines weiten Ozeans, umsp¨¹lt von feurigen Wellen, die von allen Seiten auf sie einprasselten. Jeder Zusammensto? drohte, den Felsen in tausend St¨¹cke zu zerscgen, doch er widerstand. In diesem Moment war sie der Fels. Der Unterschied war... sie war nicht allein. Die Hitze schwoll an, durchdrang ihre Haut, vergiftete ihre Lungen und wand sich um ihre Wirbels?ule. Neveah blinzelte und ihre Sicht verschwamm kurz vor einer Mischung aus D?mpfen und einer ¨¹berw?ltigenden Welle von etwas anderem. Sie f¨¹hlte, wie Demevirld in ihrem Inneren pulsierte, gleich einem Echo ihres eigenen Herzscgs. Unter ihren F¨¹?en knackte die Erde unter der Macht der Magie, die aus ihr str?mte, so ?hnlich wie das Knacken von Knochen unter der Last von etwas Unbezwingbarem. Neveah fiel auf ein Knie, nicht aus Schw?che, sondern aus Instinkt. Sie dr¨¹ckte ihre Handfl?che auf den zitternden Boden. Ihre Magie leuchtete auf und reagierte, als w?re sie eine Erweiterung ihrer eigenen Seele. ¡¯Was versuchst du zu werden, Veah?¡¯ schien sie zu fragen. ¡¯Was wirst du aufgeben, um das aufzuhalten?¡¯ Die Lava w?lzte sich erneut vorw?rts, n?her denn je. Sie konnte die Hitze an ihren Fingerspitzen lecken f¨¹hlen. Ein Atemzug zu viel und sie w¨¹rde alles hinter ihr verschlingen: Xenon, die fliehenden B¨¹rger, die Festung, die sie zu sch¨¹tzen versucht hatte. Sie schloss ihre Augen. Diesmal ging es ihr nicht darum, zu kontrollieren oder zu beherrschen. Sieuschte der Erde und der Magie, die durch sie pulsierte. Ein sanftes Dr?hnen antwortete ihr, eine Erinnerung, die nicht ihre war, schoss ihr durch den Kopf. Eine Sprache ohne Worte erng in ihrem Inneren. Ein Zauber? Ein Gesang? Eine Melodie? Sie konnte es nicht mit Gewissheit sagen. Der Berg war einst friedlich gewesen, ein Gef??, keine Waffe. Aber irgendwas hatte ihn aufgebrochen, seinen Kern verdreht und Wut in seine Adern gehaucht. Das Arkane. Kes Werk. Ihr Verrat hallte in jedem Beben wider. Neveah presste die Z?hne zusammen, Tr?nen stiegen ihr in die Augen ¨C vor Schmerz, wegen der immensen Kraft, die auf ihre Seele dr¨¹ckte. Sie konnte dies nicht ¨¹berw?ltigen. Aber vielleicht konnte sie es daran erinnern, was es einst war. "Ich sehe dich", fl¨¹sterte sie mit zittriger Stimme. "Du bist nicht blo? Zerst?rung. Du bist W?rme, Schutz. Du bist Natur, du bist die Erde. Du bist Frieden... feurig und sch?n." Der Vulkan erzitterte erneut, doch etwas ver?nderte sich in seinem Rhythmus. Ein Stocken, wie ein Atemzug mitten im Schluchzen. Neveah presste st?rker, grub tiefer, lie? ihre Magie in die Verbindung mit der Erde flie?en wie Wasser in rissigen Stein. Sie sp¨¹rte, wie diese auf ihre Ber¨¹hrung reagierte. Sie war vielleicht nicht das gesamte Arkane, aber sie war ein Teil davon... und das erkannte dieses. Xenon trat heran, schwebte gerade hinter ihr, seine Anwesenheit ein stilles Versprechen. "Was auch immer du gerade machst", sagte er sanft, "h?r nicht auf." Sie w¨¹rde nicht. Sie konnte nicht. Neveah ?fe ihre Handfl?chen, und die Magie str?mte in unsichtbaren Wellen aus ihr heraus, so sehr, dass sie sich leergepumpt und roh f¨¹hlte. Sie verwebte ihre Erinnerungen und Gef¨¹hle darin: die Liebe, die ihr Herz erw?rmte und ihre Dunkelheit b?ndigte, Xenonsngsamen Singsang und seinen bewundernden Blick; Jians unterschiedlich gro?e Augen, in denen selten ein L?cheln glitzerte; Kaideons stolzes Grinsen; Estelles herzliche Umarmungen und ihr m¨¹heloses L?cheln, sogar Adriennes L?cheln, bevor es f¨¹r immer entschwand. Und der Berg h?rte zu. Die Lava vengsamte sich. Sie kam nicht zum Stillstand. Sie wurde nicht gez?hmt. Aber sie vengsamte sich. Genau genug. Neveah keuchte und sank nach vorn auf ihre H?nde, ihre Finger gruben sich in die versengte Erde. Es f¨¹hlte sich an, als w?re ihr K?rper aufgerissen und mit Licht gef¨¹llt, dann mit Feuer wieder zugen?ht worden. Es schmerzte. Aber es funktionierte. ¨¹ber ihnen br¨¹llten die infernalischen Drachen im Triumph. Die hei?en Brocken flogen immer noch, aber seltener und verstreuter. "Veah!" Xenon kniete neben ihr und fing sie auf, bevor sie v?llig zusammenbrach. Seine H?nde waren warm, stabilisierend. Sie sch¨¹ttelte schwach den Kopf. "Nicht ich", hauchte sie heiser. "Das Arkane..." Er zog die Stirn in Falten, aber er sagte nichts. Er hielt sie nur fest, w?hrend der Bergr¨¹cken zur Ruhe kam und die schlimmsten Lavamassen tr?ge und rauchend auf die zuvor von ihr mit alter Magie gek¨¹hlte, versengte Erde trafen. Doch die Gefahr war noch nicht gebannt. Neveah zwang ihren Kopf hoch, ihre Augen brannten. "Wir m¨¹ssen weiter. Ich kann das nicht noch einmal tun. Nicht ohne... nicht ohne etwas in mir aufzugeben, das ich vielleicht nie zur¨¹ckerhalten werde." Xenon nickte. "Dann werden wir es nicht noch einmal von dir vengen." Sie versuchte aufzustehen und er half ihr dabei. Die Drachen senkten sich herab und formierten einen engeren Schutzkreis, denn sie verstanden, dass dies ihre letzte Chance war, Inferno vorzubereiten, bevor der Vulkan entscheiden w¨¹rde, ob er Gnade waltenssen oder die H?lle entfesseln w¨¹rde. W?hrend sie aufstand und ihre Beine zitterten, warf Neveah noch einen letzten Blick zur¨¹ck auf den schwelenden Bergr¨¹cken. Dieses Mal jagte die Lava nicht. Aber tief im Inneren des Berges sp¨¹rte sie, wie sich etwas ver?nderte. Kein Hass. Keine Wut. Neugierde. Das Arkane hatte sie geh?rt. Und sie war sich nicht sicher, ob das etwas Gutes war. Chapter 781: Runenstücke (Kap.782)

Chapter 781: Runenst¨¹cke (Kap.782)

Die Hallen von Festung zed waren um diese Stunde vessen. Seit der letzten Herausforderung war genug Zeit verstrichen, was bedeutete, dass sich das Schwarze Meer jeden Augenblick erheben w¨¹rde. Welches Ungeheuer auch immer als n?chstes auftauchen w¨¹rde, es w?re etwas noch Schrecklicheres als eine Hydra, und es gab nur noch einen Herausforderer in Festung zed, der stark genug war, sich dem zu stellen, was kommen w¨¹rde. In den G?ngen herrschte eine vorsichtige, beinahe ?ngstliche Stille. Das einzige Ger?usch bildeten ged?mpfte Schritte, als Jian die gewundenen Treppen hinabstieg, auf dem Weg in den Keller tief im Herzen des Schlosses. Die Teile der Verankerungsrune waren an den unerwartetsten Orten in der Stadt verteilt worden: in den H?usern einfacher B¨¹rger, in zuf?lligen L?den, unter einem Springbrunnen. Festung zed selbst war ein riesiges Gebiet, und es hatte zunge gedauert, die Runen aufzusp¨¹ren. Nach einerngen und m¨¹hsamen Jagd war man nun beim letzten St¨¹ck angngt, das am l?ngsten zum Auffinden gebraucht hatte. Tief unten in Festung zed waren diese in die W?nde des Kellers gemei?elt. Wie das Schwarze Netz Zutritt zum Schloss engt hatte, um das Runenst¨¹ck zu mei?eln, war schwer zu sagen. Aber Jian begann schnell zu realisieren, dass er mehr tun musste als nur darauf zu vertrauen, dass seine Befestigungen st?rken und un¨¹berwindbar waren. Und er musste sich um das Schwarze Netz und jeden anderen Feind k¨¹mmern, den er im Namen des Friedens im Festung ¨¹bersehen hatte. Nichtnge und er erreichte die Holzt¨¹ren, die in den Keller f¨¹hrten. Kaideon stand drau?en und wartete. Er neigte den Kopf zu einer Verbeugung, als er Jian erblickte. "Starron und Cassian sind drinnen bei den Magiern. Orin und Ranjor werden bald hier sein, mit dem Jungen", ¨¹bermittelte Kaideon den Stand der Dinge. Jian erwiderte nichts, schritt in den Keller und fand die Gruppe von f¨¹nf Personen, die eine grob an die Wand gekritzelte Markierung umstanden, anscheinend verborgen hinter einem k¨¹rzlich verschobenen Weinregal. Als er sich n?herte, teilten sie sich, um ihm einen freien Blick auf das in die Wand ge?tzte Runenst¨¹ck zu gew?hren, und Jian beugte sich vor, die Augen verengt, als er es studierte. Dunkle Magie war insofern berechenbar, als dass sie nie etwas Gutes bewirkte, und in Jian w¨¹hlte sich ein tiefer Abscheu auf. Er hatte alles unternommen, um sie aus der Existenz zu l?schen, aber sie h?rte einfach nicht auf, ihm nachzuh?ngen. Als w¨¹rde sie nicht verschwinden, snge man so tat, als ob sie nicht da w?re. Es gab nur einen Weg, dies zu erreichen ¨C das hatte sein Vater Agardan bewiesen, als er die Vernichtung des dunklen Imperiums befahl. Es wurde erneut bewiesen, als Asrig den Befehl zur Ausl?schung des Hexenvolkes gab. Und noch einmal, als er die Klinge an Asrigs Kehle setzte. Frieden wurde niemandem einfach geschenkt, er musste ergriffen... genommen werden. Eine schmerzhafte Erinnerung, die auf die ungl¨¹cklichste Weise zustande gekommen war. Damit etwas wirklich verschwand, musste es ausgel?scht werden. Aus der Geschichte getilgt werden, sodass selbst die Erde verga?, dass es jemals existiert hatte. "Es gibt f¨¹nf Teile, einschlie?lich des zentralen Teils der Rune, den der Junge tr?gt. Alle anderen Runenteile sind beweglich, bis auf dieses. Hier werden die Magier den Umkehrzauber durchf¨¹hren", berichtete Cassian. Er war in keinem guten Zustand. Sein rechter Arm war verbunden, die Verletzung stammte von einem Riss in seinem Fl¨¹gel. Er enstete ein Bein und lie? das Gewicht auf das andere, wo er eine weitere schwere Verletzung erlitten hatte. Prellungen und Schnitte waren ¨¹ber seinen K?rper verteilt, aber er w¨¹rde ¨¹berleben. Vorausgesetzt, sie schafften es rechtzeitig aus dieser Dimension heraus. Jian sagte einenngen Moment nichts. Er betrachtete nur die Rune, hielt seine Hand einige Zentimeter von der Wand entfernt. Ein Pulsieren hallte unter seiner Handfl?che wider, schwach, wie der letzte Herzscg. Aber er war da. Die Rune war alt, aber gerade erst neu erwacht. Und sie stank nach derselben fauligen Energie, die typisch f¨¹r dunkle Magie war. "Mein Herr sollte sie nicht ber¨¹hren", murmelte Starron mit grimmiger Stimme. "Sie ist aktiv." Jian lie? seine Hand sinken. "Das sehe ich." Er richtete sich auf und wandte sich den Anderen zu. "Das ist es", sagte er. "Sobald die Umkehrung beginnt, gibt es keinen zweiten Versuch. Das Schwarze Meer wird sich jeden Moment regen, entweder es ppt rechtzeitig oder wir verfaulen hier mit den Ungeheuern." "Orin und Ranjor werden bald hier sein", wiederholte Kaideon. "Mit dem Jungen." Dem Jungen. Jason. Ein Verr?ter und ein Feigling. Ein Stallbursche, dem die junge Dame Starron anscheinend eine Vorliebe entgegengebracht hatte. Ein Mensch, der Festung zed an das Schwarze Netz verraten hatte. Es war wirklich beispiellos. Dass eine Festung und all ihre Bewohner durch nur einen Stalljungen in Gefahr gebracht worden waren. Aus Gr¨¹nden, die Jian weder hinterfragen wollte noch verstehen w¨¹rde. Jian war fast soweit, dem Jungen die Rune mit blo?en H?nden aus dem Leib zu rei?en, aber die Magier sagten, die Verbindung m¨¹sse gel?st werden, nicht zerrissen. Die Kellerlichter ckerten. Eine Warnung, ein subtiles Zeichen daf¨¹r, dass das Meer bald erwachen w¨¹rde. "Der Rest liegt bei euch", sagte Jian leise zu den Magiern. Er wandte sich von der Rune ab und ging hin¨¹ber zu der Nische hinten, wo die Vorr?te f¨¹r das Ritual gestapelt waren. Hinter sich h?rte er Cassian seufzen, knochentiefe M¨¹digkeit in seinem Ausatmen. "Wir bekommen nur einen einzigen Riss im Schleier", sagte einer der Magier. "Wenn wir ihn nicht rechtzeitig durchqueren...""Wir werden geh?utet," beendete Kaideon d¨¹ster. "Oder schlimmer, auf ewig hier verfestigt." Jian erwiderte nichts. Er wusste, um was es ging. Es war ein Gedanke, den er sich nicht gestatten wollte. Nicht wenn er etwas... jemanden hatte, zu dem er zur¨¹ckkehren musste. "Stellt nur sicher, dass ihr alles habt, was ihr ben?tigt", murmelte er nach einer Stille. "Gegenst?nde, ja. Genug magische Energiequellen, um daraus zu sch?pfen...", der Magier lie? den Satz offen. "Da liegt das Problem." "Wir haben so viele Ley-Linien aktiviert, wie wir nur finden konnten. Aber es gibt nicht viele, und wir hatten bei den anhaltenden Herausforderungen kaum Gelegenheiten, nach weiteren zu suchen", berichtete ein anderer Magier. "Wir werden unser Bestes geben, aber wenn das, was wir haben, nicht ausreicht...", der erste Magier hielt inne. "Dann m¨¹ssen wir Eure Majest?t bitten einzugreifen." Alle Blicke richteten sich auf Jian, der einen leisen Seufzer ausstie?. Demevirld... er m¨¹sste wieder darauf zur¨¹ckgreifen. Er wusste, was erforderlich war, er hoffte nur, dass es nicht dazu kommen m¨¹sste. Ein paar Minuten sp?ter betraten Orin und Ranjor den Raum. Der Junge, Jason, stand zwischen ihnen, Handgelenke gefesselt, Mund geknebelt, eine Rune glimmte schwach auf seiner blo?en Brust. Seine Augen waren gesunken, gequ?lt. Aber die Magie, die in seine Haut ge?tzt war, pulsierte immer noch stark, als ob sie sich von etwas Dunklerem in ihm... oder auf ihm n?hrte. Jian war nicht einmal ¨¹berrascht. Nicht viele verstanden die dunkle Magie so wie die Drachen. H?tten sie es gewusst, h?tten sie sich davon ferngehalten, ohne dass man es ihnen sagen musste. Die meisten zumindest. Asrig hatte es nicht getan. Jason wehrte sich nicht. Er hatte kaum noch die Kraft. "Erinnerst du dich an diesen Ort, Jason?" fragte Starron sanft, obwohl in seinem Ton etwas T?dliches mitschwang. Jasons Augen hoben sich, leer und ohne Reue. "Gut", sagte Starron. "Dann wei?t du, was jetzt passiert." Er trat zur¨¹ck, als die Magier zu ihrem Gesang anhoben. Magie str?mte in den Raum, ein tiefes, hohles Brausen, das an den Ohren kratzte... zumindest an Jians. Die Rune an der Wand leuchtete auf. Die Teile, die sie gesammelt hatten ¨C Schwertgriffe, zerbrochene R¨¹stungsteile, ein Steinbrocken vom ?stlichen Turm ¨C fingen an, im Einng zu leuchten. Jason schrie auf, als das Mittelst¨¹ck der Rune, die in ihn geritzt war, aufleuchtete. Die Rune schlug zur¨¹ck. Der Keller bebte. Staub rieselte von der Decke. ¨¹ber ihnen br¨¹llte ein Drache, und von den Stadtmauern erschallten Glocken. "Etwas kommt aus dem Meer!" Jians Brauen zuckten leicht, seine H?nde ballten sich zu F?usten. Sein Raubtier erwachte, begierig darauf, dieses ¡¯Etwas¡¯ zu sehen. Starron wandte sich an Jian. "Es ist zu fr¨¹h... du kannst dich dem nicht stellen. Der Zauber k?nnte deine Hilfe brauchen." "Haltet sie auf", knurrte Jian. "Niemand stellt sich der Herausforderung... noch nicht." Zeit... was sie brauchten, war Zeit. In diesem Moment geschah etwas. Es begann mit einem Fl¨¹stern in den W?nden des Kellers. Ein Beben, nicht von der Sorte, die vor Gefahr warnt, sondern von der, die sie herbeiruft. Jian sp¨¹rte es in den Sohlen seiner Stiefel, tief in den rauen Steinen von Fort zed. Er richtete sich auf und warf einen Blick zum Fenster. "Es re... Asche", meldete Kaideon verwirrt. Erneut bebte der Boden. Ein Streifen Licht ckerte am Fenster auf, nicht golden oder warm, sondern ein geschmolzenes Rot, wie das Auge eines Vulkans, das durch die Zeit blickt. "Hast du das gesp¨¹rt?" Kaideons Stimme war scharf, fast hoffnungsvoll, was selten vorkam. Jian antwortete nicht sofort. Er beugte sich hinunter und strich mit seinen Fingern ¨¹ber den Boden. Er war warm. Zu warm. Unter der Erde pulsierte Magie. Vertraut, alt und zornig. "...Neveah", murmelte er, die Augen weit aufgerissen. Chapter 782: Ein Weg zurück (Kap.783)

Chapter 782: Ein Weg zur¨¹ck (Kap.783)

Jian sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Wahrscheinlich machte er sich einfach zu viele Sorgen. Er vermisste sie so sehr, dass er nun Anzeichen ihrer Aura in einer ganz anderen Dimension zu sp¨¹ren ubte. Doch ein Blick auf Kaideon verriet Jian, dass er nicht der Einzige war, der es wahrgenommen hatte, was auch immer es war. Es war keine Zeit, dar¨¹ber nachzudenken. Das Schwarze Meer regte sich und wenn sie seinem Ruf nicht folgten, w¨¹rde Fort zed versinken. Jeden Moment k?nnte ihr Z?gern Folgen zeitigen und die ersten Leidtragenden w?ren die B¨¹rger der Stadt. Die Welt bebte erneut, diesmal st?rker. Jian konnte das ferne Brechen der Wellen h?ren. Die Steint¨¹rme ?chzten. Die Mauern von Fort zed ratterten heftig und das Beben ersch¨¹tterte den Keller. Kaideon zischte leise. "Uns l?uft die Zeit davon. Jemand muss da raus." Er sagte entschieden. "Cassian ist nicht dazu in der Lage und Mein Herr kann es nicht sein." "Bleibt hier." Jian winkte sofort ab. Er zog die Stirn kraus, w?hrend er die Magier bei ihrem Zauberwerk beobachtete. Es war ein Risiko, das er einging, indem er eine Herausforderung ausschlug. Doch Jian vertraute seinem Instinkt und in diesem Augenblick sagte ihm dieser, dass er genau hier am wichtigsten gebraucht wurde. Das Summen der Magie wurdeuter und m?chtiger. Es hallte an den W?nden des Kellers wider und war fast sichtbar. Die Runenteile leuchteten heller auf; ihre zugeh?rigen Gegenst?nde waren im Kreis um den knienden Jason tziert worden und bewegten sich nun klimpernd auf ihn zu. "Was geschieht hier?" fragte Cassian argw?hnisch und blickte sich im Keller um. "Ich bin mir nicht sicher..." antwortete der einzige Magier, der nicht in den Umkehrzauber involviert war. "Sprich." Cassian dr?ngte darauf. "Es ist eine Flut magischer Energie... als h?tte sich irgendwo in der Dimension eine magische Quelle ge?f." erkl?rte der Magier. "Das hei?t, es gibt nun eine reichhaltige Quelle? Der Zauber kann fehlerlos umgekehrt werden?" wollte Starron sicher gehen. "Ja..." Er verstummte und sein Ton war vorsichtig. "Und?" Cassian ahnte, dass das noch nicht alles war. "Das bedeutet auch, dass der Schleier zwischen dieser Dimension und der Realit?t so sehr geschw?cht wurde, dass Magie eindringen kann. Das ist das untr¨¹gliche Zeichen f¨¹r einen Zusammenbruch." schloss der Magier. Jian presste die Lippen zusammen. "Wir wussten, dass es passieren w¨¹rde. Zwischen dem Zusammenbruch der Dimension und dem Biest au?erhalb unserer Mauern gibt es nur einen Ausweg... nach drau?en." "Im wahrsten Sinne des Wortes." murmelte Cassian. Der Junge, Jason, zuckte heftig, seine Augen waren unnat¨¹rlich weit aufgerissen und Spuren von dunklem Nebel wirbelten darin. Sein Mund ?fe sich zu einemutlosen Schrei. "Warum habe ich das Gef¨¹hl, Zeuge eines rituellen Opfers zu sein..." kommentierte Orin unruhig. "Die Magier haben versichert, dass er nicht sterben wird." sagte Starron, sein Ton kalt. "Zumindest nicht durch ihre Hand." Ein blendendes Leuchten erhellte den Keller, und die Runen auf Jasons Brust l?sten sich, als w?ren sie eine ?u?ere Hautschicht. Licht durchflutete den Raum. Ein Schrei, von Jason oder der Festung selbst, hallte durch die W?nde. Dann herrschte Stille. Der Elitemagier, der den Zauber leitete, sank keuchend auf die Knie. "Es ist vollbracht." Alle Runenteile hatten sich zu einer seltsamen, einzigen Rune vereint, die sich in den Boden gebrannt hatte. Die Bindung war gel?st. Mit dem Wiederzusammenf¨¹gen der verankernden Rune war der Zauber r¨¹ckg?ngig gemacht worden... zumindest theoretisch. "Es ist nichts geschehen..." murmelte Ranjor, der durch das Fenster blickte. "Mit Dimensionsrunen kenne ich mich zwar nicht aus, aber ich habe getan, was f¨¹r die Umkehrung des Zaubers n?tig ist." teilte der Elitemagier mit. "Und ich bin mir sicher, dass wir alle gesp¨¹rt haben, dass es weit entfernt von ¡¯nichts¡¯ ist." "Wie sicher k?nnen wir sein, dass es funktionieren wird?" warf Orin eine Frage ein. "Veah und Garron haben diese Methode zusammen ausgearbeitet." sagte Kaideon, sein Tonfall war ¨¹berzeugt. "Keiner von beiden hat sich jemals geirrt." Ein gewaltiger Donnerscg zerriss den Himmel und ein kontinuierliches Beben, so stark, dass fast jeder im Keller M¨¹he hatte, auf den Beinen zu bleiben. Und drau?en, riss der Himmel auf. "Es passiert." berichtete Ranjor, der immer noch aus dem Fenster schaute. Jian blickte zum Fenster und sah, wie der Himmel sich an den Nahtstellen der Realit?t aufspaltete. Ein Loch entstand, schwarz umrandet, und mit einem Rand wie geschmolzenes Gestein. Der Boden unter seinen F¨¹?en bebte immer noch und wurde mit jedem Augenblick unruhiger. Aber irgendetwas stimmte nicht. "Warum werden wir nicht hindurchgezogen?" fragte Starron und beobachtete ebenfalls den Himmel durch das Fenster. "Die Festung sollte zur¨¹ckgezogen werden..." sagte der Elitemagier und sch¨¹ttelte verwirrt den Kopf. "Alles sollte wie vorgesehen sein."Cassian erstarrte daraufhin und sein Blick begee dem von Jian ¨C bei beiden stieg das Verst?ndnis auf. "Au?er, dass dem nicht so ist", sagte Cassian. Die Stimme des Elitemagiers war fast unh?rbar, als auch er es begriff. "Die Magie ber¨¹cksichtigt keine neuen Seelen. Sie ist ausgewogen wie eine Waagschale. Gleiches Gewicht. Wenn wir nicht Teil der Festung waren, als sie in diese Dimension gezogen wurde..." "...dann sind wir auch nicht Teil ihrer R¨¹ckkehr", vollendete Jian. "Die Festung kann nur mit derselben Anzahl von Seelen zur¨¹ckkehren, mit der sie vessen wurde." F¨¹r einen Moment sprach niemand. Kaideon trat vor. "Was macht das schon? Das hier ist noch nie dagewesen. Wir haben den Raum selbst aufgebrochen, versteht ihr, was das bedeutet?" Er wandte sich an Jian und Cassian. "Diese Spalte, sie rei?t immer weiter auf. Sie ist noch nicht gro? genug. Vielleicht auch nicht mehrnge so. Aber es reicht aus." Jian ballte seine F?uste. "Du willst, dass wir es darauf ankommenssen." Kaideons Blick traf den seinen. "Wir schl¨¹pfen durch den Spalt. Oder wir kommen nah genug heran, um ein Portal zu beschw?ren. Portalzauber funktionieren hier nicht, aber sicher n?her am Schleier, der die Dimensionen trennt. Wir finden unseren eigenen Weg hinaus. Wenn wir es nicht schaffen, bleiben wir hier. F¨¹r immer." "Was ist schon neu?" Jianchte trotzdem. "Ehrlich gesagt... nichts." Er wandte sich an Starron. "Bereit zum Flug?" Starron zuckte l?ssig mit den Schultern. "Alles ist besser, als im Schwarzen Meer zu versinken." "Gut. Cassian wird deinen tz hier einnehmen", entschied Jian. "Aber..." Cassian wollte protestieren, wurde jedoch von Jians Blick zum Schweigen gebracht. "Diesmal bist du nicht in der Verfassung, mich zu begleiten, Bruder", sagte Jian. "Ich erteile dir vor¨¹bergehend Entbindung von deiner Pflicht. Bis wir uns auf der anderen Seite wiedersehen." "Das k?nnte der einzige Uub sein, den du in diesem Leben bekommst. Nutze ihn weise." Jian f¨¹gte hinzu und auf diese Weise gng es ihm tats?chlich, Cassians nachdenkliche Stimmung aufzuhellen. Cassianchte leise und nickte einmal. "Ich werde ein paar herrliche Stunden haben und einen H?llenritt zur¨¹ck." Ein leises Lachen breitete sich unter den Drachenlords aus. "Das wirst du", stimmte Jian zu. Das Lachen verstummte schnell, es blieb nur das tiefe, rhythmische Summen der Magie, das immer noch pulsierte, als w?re es ein zweiter Herzscg. Jian blickte erneut zum Fenster, seine Finger zuckten unruhig an seinen Seiten. Er wandte sich davon ab und sah Cassian in die Augen. Einen Momentng z?gerte Jian, ¨¹berlegend, welche Worte er nun sagen sollte. "Mein Lehnsherr?" Cassians Stimme hallte in seinen Gedanken nach. "Wenn ich es nicht schaffe...", begann Jian, wurde jedoch fast sofort unterbrochen. "Nein." Jian fuhr unbeirrt fort. "Wenn ich es nicht schaffe, m?chtest du Neveah eine Botschaft von mir ¨¹berbringen." Cassian richtete sich auf, sein Blick wurde sch?rfer. "Ich sagte nein, Jian." "Sie hat es verdient zu wissen," dachte Jian leise. "Dass ich sie nie im Stichssen wollte... niemals. Aber ich..." "Ich werde deine K?nigin, deinen Geist, nicht preisgeben, Jian." Cassian hob mit einer seltenen Sch?rfe in seiner Stimme an. "Du hast keine Eubnis zu sterben. Nicht jetzt. Nicht auf diese Weise." "Und du ubst, Veah w¨¹rde es mir durchgehenssen, wenn ich versage, dich sicher zur¨¹ckzubringen? Oder dass ich es wage, ohne dich zur¨¹ckzukehren? Was werden dann unsere Br¨¹der von mir halten? Unsere Eide brechend? Wenn du stirbst, sei dir sicher, dass du mich im Jenseits neben dir finden wirst, bevor ich daran denke, eine Botschaft zu ¨¹berbringen." Es herrschte eine kurze Stille. Jians Kiefer spannte sich an, aber er nickte einmal. Er wollte nicht streiten. Nicht mit Cassian. Nicht, wenn sie beide wussten, wie schlecht die Chancen standen. Cassian atmete tief aus und ging zu Jian hin¨¹ber, legte eine beruhigende Hand auf seine Schulter. "Spare dir deine Abschiedsworte, bis du sie wieder siehst." "Ich k?nnte sie mir genauso gut sparen", antwortete Jian, ein leichtes Zucken umspielte seine Lippen. Kaideons Stimme ert?nte von der anderen Seite des Raumes, lebhaft und scharf. "Der Schlitz weitet sich. Wir haben nicht mehr viel Zeit." Jian atmete tief durch und drehte sich zu den anderen um. Orin hatte bereits seinen Umhang umgelegt. Ranjor h?ngte seine Klinge an die Wand, einen S?bel aus Dunkelstahl, der ihm nie von der Seite wichen... bis jetzt. Starron beendete das Fl¨¹stern eines Befehls an einen der verbleibenden Magier, der nickte und trat beiseite. "Die Magier bleiben in der Festung, ausgetauscht gegen ein paar zedrachen. Alle au?er einem... f¨¹r den Fall, dass wir ein Portal ben?tigen", berichtete Starron an Jian. "Die Drachen sind bereit, sie warten auf den Stadtmauern. Auf dein Wort." Jian legte eine Hand auf seine Brust, wo seine verkehrte Schuppe gewesen w?re. Eine Erinnerung daran, dass sein Leben bereits zu sehr mit ihrem verwoben war. Noch ein wenig l?nger, sagte er sich. Nur noch einen Schritt und er w?re wieder bei ihr. Als er den Keller verlie?, schaute er nicht zur¨¹ck. Chapter 783: Verliere nie gegen sie (Kap.784)

Chapter 783: Verliere nie gegen sie (Kap.784)

~Fort Inferno Neveah atmete bedacht ein. Der Geschmack von Ascheg immer noch auf ihrer Zunge, und jenes Aufwallen, das ihre Venen zur Erweiterung gezwungen hatte, pulsierte noch immer in ihnen. Es war mild, aber sp¨¹rbar, wie ein Kribbeln unter ihrer Haut. Die R¨¹ckst?nde versetzten sie fast in Unruhe. Neveah konnte es nicht genau festmachen, aber etwas in ihr f¨¹hlte sich falsch an. Ihre Adern summten, ein leises Brummen tief unter ihrem Fleisch, das sie an die Zeiten erinnerte, in denen sie Demevirld nicht kontrollieren oder b?ndigen konnte. Die Zeiten, in denen es ihre Gedanken heimsuchte und sie an den Rand des Wahnsinns trieb. Sie hatte sich ihm v?llig hingegeben und seine Magie durch sich selbst voll entfaltenssen. Damals hatte sie kaum eine andere Wahl gehabt, doch es hatte etwas ber¨¹hrt, das eine bleibende Wirkung in ihr hintessen hatte. War es das Arkane? Oder etwas Schlimmeres? Neveah wollte es sich nicht ausmalen. Sie war ersch?pft, ihre ganze Kraft war verbraucht worden, um Demevirlds Ausbruch zu befeuern. Neveah atmete nochmals tief ein, um diesen tiefen, fremdartigen Schmerz zu unterdr¨¹cken, der sich erbarmungslos an sie mmerte. "Sollen wir zum Schloss zur¨¹ckkehren? Du brauchst Ruhe." Xenons Stimme in Neveahs Gedanken riss sie aus ihren Gr¨¹beleien. Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, obwohl ihr K?rper danach vengte, dem nachzugehen. Sie konnte noch nicht ruhen. Die Spannung in der Luft war greifbar, und jede Bewegung der H?llendrachen verst?rkte nur das Gef¨¹hl, dass ihnen die Zeit davonrann. Xenon umkreiste die innere Begrenzung und hielt einen gleichm??igen Flug bei. Das gesamte Fort Inferno war mittlerweile in den inneren Bereich verlegt worden, den Bezirk, der am weitesten vom Vulkan entfernt war. Zu diesem Zeitpunkt wurden sie in den verf¨¹gbaren Unterk¨¹nften untergebracht und mit Vorr?ten sowie medizinischer Behandlung f¨¹r die Verletzten versorgt. Die Magier und Heiler k¨¹mmerten sich um diesen Aspekt, w?hrend die H?llendrachen vom Himmel aus Wache hielten, so wie Neveah und Xenon. "Lord Kiroff berichtet, dass die Angelegenheiten im Schloss gut geregelt sind," dachte Xenon an Neveah. "Lass uns nachsehen." Neveah lie? sich darauf ein. Auch das h?llische Schloss hatte seine Pforten ge?f; es war eine Festung, erbaut f¨¹r den Widerstand und innerhalb des inneren Perimeters. Deshalb hatte Neveah beschlossen, die Alten und die Jungen im Schloss selbst unterzubringen. Neveah stieg auf der Landettform ab, ihre Stiefel ckten auf der rauen, felsigen Oberfl?che. Die Welt drehte sich einen Momentng um sie herum, und Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, um ihre Sicht zu stabilisieren. "Liebe. Du brauchst Ruhe," sagte Xenon und trat hinter Neveah, um sie mit einer Hand an ihrer Taille zu st¨¹tzen. "In diesem Zustand kannst du nicht viel ausrichten." "Noch nicht," beharrte Neveah. "Nicht, bis ich sicher bin, dass es heute keinen weiteren Ausbruch geben wird."Der Vulkan war eine Weile ruhig gewesen, doch Neveah konnte seine Unruhe sp¨¹ren. Der Boden unter ihren Stiefeln zitterte, als sie voranschritt. In ihren Gedanken sp¨¹rte sie bereits das Grollen des Vulkans. Er regte sich, bereitete sich auf die n?chste Eruption vor. Wann das sein w¨¹rde? Neveah hatte keinen Schimmer. Lord Kiroff hatte erw?hnt, dass der letzte Ausbruch sich ¨¹ber sechs Monate in Abst?nden erei hatte. Dies war erst der erste Tag, und er hatte sie schon an ihre Grenzen gebracht. Aber was konnte sie noch tun? Sie war ersch?pft. Sie hatte eine Kraft angerufen, die sie beinahe ¨¹berw?ltigt hatte. W¨¹rde es ausreichen, um es erneut aufzuhalten? Oder w?re es besser, die Dinge ihren Lauf nehmen zussen? Den Vulkan ausbrechen zussen in der Hoffnung, dass er nicht bis zum Herzen des Schlosses vordringen w¨¹rde? Der Gedanke lie? ihr den Magen sich verkrampfen. Xenon vengsamte seinen Schritt, als er ihre ver?nderte Ausstrahlung bemerkte. Er drehte leicht den Kopf und seine Augen verengten sich. "Du bist nicht du selbst, Veah. Was ist los?" Neveah z?gerte und schluckte die Worte herunter, die ihr entgleiten wollten. Sie konnte ihm nicht das Gef¨¹hl beschreiben, wie ein schrecklicher Rest von Magie in ihr kroch. Wie es ihren Instinkt in rmbereitschaft versetzte. Sie konnte ihm diese B¨¹rde nicht auferlegen. Wenn er ahnte, dass etwas nicht stimmte, w¨¹rde Xenon sie ohne zu z?gern vom aktiven Dienst befreien. Sie durfte ihre Schw?che jetzt nicht zeigen. Nicht jetzt, wo sie kurz davor waren, Inferno zu verlieren. "Ich bin nur... m¨¹de. Ich schaffe das schon." Xenon nahm ihre Antwort nicht hin; ihm war r, dass mehr dahintersteckte, doch er dr?ngte nicht weiter. "Irgendwann m¨¹ssen wir die Dinge ihrem nat¨¹rlichen Veuf ¨¹bessen," sagte Xenon und legte seine H?nde auf ihre Schultern. Neveah lie? einen leisen Seufzer h?ren. "Ich wei?. Ich wei?." "Tust du das?" fragte er, die Stirn in Falten gelegt. Sein Blick drang in Neveah ein, diese durchdringenden Augensen tief in ihrer Seele. "Wei?t du, warum Jian Demevirld so f¨¹rchtet? Und warum Ke sich durch die Ber¨¹hrung mit dem Arkanen so drastisch ver?ndert hat?" fragte Xenon ernst. Neveah presste die Lippen zusammen. Sie ahnte, wo Xenon hinauswollte, und das ue Gef¨¹hl in ihr war Beweis genug, dass er recht hatte. "Magie fordert von ihrem Nutzer mehr, als sie je zur¨¹ckgeben kann. Je mehr du ihr entnimmst, desto mehr fordert sie von dir," erkl?rte Xenon. "Es ist ein d¨¹sterer Tauschhandel, den man vielleicht nie im Leben ausgleichen kann. Die F?higkeit, die Realit?t zu beugen und das Schicksal der Welt nach Belieben zu ver?ndern, ist keine leichte Last." "Veah... ich will nicht, dass du Demevirld oder die Magie f¨¹rchtest. Sie ist zu eng mit deinem Wesen verflochten, als dass du dich von ihr trennen k?nntest..." Xenon brach ab, sein Ton war d¨¹ster. "Aber ich m?chte nicht, dass du ihr unterliegst. Du musst die Oberhand ¨¹ber Demevirld behalten. Es wird ein stetiger Kampf sein, einer, der jedes Mal h?rter wird, wenn du sie so intensiv nutzt... aber es ist ein Kampf, den du gewinnen musst. Jeden Tag... jeden Moment." "Ein Kampf darum, mit der Realit?t in Verbindung zu bleiben und deine eigenen Grenzen zu erkennen. Nicht, weil du zu nichts f?hig bist... sondern weil es Momente gibt, in denen du dich entscheiden musst, es nicht zu tun, selbst wenn du k?nntest. Nicht, wenn es bedeutet, zu viel von dir zu opfern, sodass wir es vielleicht nie wiedergutmachen k?nnen." Sein Ton war bestimmt. Chapter 784: Schmerzhaftes Erwachen (Kap.785)

Chapter 784: Schmerzhaftes Erwachen (Kap.785)

~ Fort Inferno, Tage sp?ter Die Welt war grau, zumindest dieser Teil davon. Neveah erwachte in der Stille, doch es war nicht die angenehme Art, die einen in Frieden und W?rme h¨¹llte, sondern eine erdr¨¹ckende Dicke. Eine Stille, schwer wie Asche, Verlust und Trauer, die sich zu d¨¹nn ¨¹ber die br¨¹chige Luft spannte. Ihr erster Atemzug war ch, instinktiv angehalten. Die Abgestandenheit des Raumes, das leichte bei?ende Stechen in ihrer Nase, war der Geruch des Brandes, der sich weigerte zu vergehen. Ein lebendes Inferno tobte. Dies waren Momente, in denen sie ihre feinen Sinne verfluchte und alles andere, das ihr dieses ... brennende Elend so tief f¨¹hlen lie?. Xenon war fort, seine Bettseite kalt und unber¨¹hrt. Er hatte die Flugpatrouille f¨¹r die Nachtwache anf¨¹hren sollen und darauf bestanden, dass Neveah zur¨¹ckbleibt, um genug Scf zu bekommen. Seine g¨¹tigen Absichten waren ihr wohlgesonnen, halfen ihr jedoch kaum. Sie hatte stundeng wach gelegen und war schlie?lich irgendwann in den fr¨¹hen Morgenstunden eingescfen. Sie setzte sichngsam auf, ihr K?rper f¨¹hlte sich fremd an. Der Scf war in Etappen gekommen, jedes Mal unterbrochen von Tr?umen, an die sie sich nicht erinnern konnte, und von Schmerzen, die sie nicht zuordnen konnte. Dies war nun schon seit einigen Tagen der Fall, und sie wollte ungern zugeben, dass sie sich daran gew?hnte. An unruhige N?chte... und schmerzvolles Erwachen. Ihre Finger ummmerten die schmale Bettkante. Der einst polierte Steinboden unter ihren F¨¹?en kam ihr k?lter vor als sonst. Sie warf einen Blick um den Raum, eine d¨¹nne Ascheschicht bedeckte die Fensterbank. Die gleiche Fensterbank, die ein Burghelfer abgewischt hatte, bevor sie vor einigen Stunden einschlief. Neveah atmetengsam aus, ihr Atem war bedacht. Barfu? ging sie durch die Kammer, zog die dunklen Vorh?nge beiseite, welche den Raum vom Morgenlicht abgeschirmt hatten. Die Balkont¨¹ren knarrten, als sie sie ?fe, ein schneidendes und aufdringliches Ger?usch in der morgendlichen Stille. Das, was sie begr¨¹?te, raubte ihr den Atem, den sie so sehr zu bewahren versucht hatte. Rauch. Er stieg nicht auf, nicht mehr. Er ¨¹berzog den Himmel wie eine Gewitterwolke, die vergessen hatte, sich weiterzubewegen. Alles war in aschfahlene T?ne getaucht. Die Luft war vergiftet, gelblich-grau und krank, und warf ein befremdliches Licht ¨¹ber Inferno. Von ihrem Aussichtspunkt hoch auf der Felskante der Burg konnte Neveah die Weiten dessen erblicken, was einst florierende Au?enbezirke gewesen waren. Einst hatte es dort B?ume gegeben, dick und lebendig mit bubten Zweigen und gesunder Rinde. Jetzt aber waren nur noch verkohlte Stumpen ¨¹brig. Verdrehte St?mme, gekr¨¹mmt als ob sie sich vor einem unsichtbaren Ungeheuer verbeugten. Noch immer leckten mmen an den Wurzeln der ?ltesten B?ume. Der Wald brannte in Stille, kein Tosen mehr, nur ein stetiges, leises Summen sterilisierenden Todes. Zerkl¨¹ftete Narben durchzogen das Land hier und dort, von erkalteten Lavastr?men tief eingegraben, die an den R?ndern noch schwach dampften. Ein verbogenes Br¨¹ckengerippeg in der Ferne, halb verschlungen von geschmolzenem Gestein, die andere H?lfte baumelte in Richtung einer Schlucht, fast so, als warte sie darauf, wieder aufgebaut zu werden.Und weit am Horizont, erhob sich bedrohlich der Vulkan. Dunkel und schreckenerregend. Rauch stieg aus seiner gezackten Krone auf, seine nken waren aufgerissen und gl¨¹hten von innen wie Adern voll geschmolzenen Blutes. Es zuckte schwach. Lebendig. Beobachtend. Wartend. Neveah ummmerte das Gel?nder fester und ihre Kn?chel wurden wei?. Sie hatte es zugssen. Sie war zur Seite getreten und hatte der Natur ihren Lauf gssen, das, was sie immer tun w¨¹rde. Xenon hatte Recht. Magie konnte nicht alle Probleme l?sen. Aber das hier, diese Konsequenzen, wogen schwerer als alles, was sie erwartet hatte. Und das Schlimmste war, es war noch nicht vorbei. Ein Husten hallte irgendwo im Schloss wider. Dann noch einer. Husten von Kindern. Rau, trocken, kurz ¨C Laute, die ihr alles sagten, was sie wissen musste. Sie lie? vom Balkon ab und kehrte ins Zimmer zur¨¹ck, auf dem Weg in den Waschraum, um sich auf den Tag vorzubereiten und auf all das, was er bringen mochte. Das Wasser war r und kalt und wohltat ihrer ausgetrocen Haut. Gl¨¹cklicherweiseg die Wasserquelle von Inferno weit genug von der Festung entfernt. Lord Kiroff hatte gesagt, dieser Ort sei gew?hlt worden, nachdem der letzte Ausbruch Schwachstellen bei der Anordnung lebenswichtiger Ressourcen aufgedeckt hatte. Deshalb m¨¹ssten sie sich momentan keine Sorgen um die Wasserversorgung machen. Noch nicht... nicht bevor der Vulkan ganz Inferno verg. Inferno war riesig. Viele Distrikte mussten ¨¹berhaupt nicht evakuiert oder umgesiedelt werden. Das H?llenschloss war mit Bedacht in sicherem Abstand zum Vulkan errichtet worden. Es sollte als Mahnung dienen. Falls der Vulkan jemals das H?llenschloss erreichen sollte, w¨¹rde ganz Inferno, einschlie?lich der weiter entfernten Bezirke, evakuiert werden. Neveah wusch sichngsam, ihre Gedanken schweiften ab. Sie fragte sich, was wohl in diesem Moment Ke und Lodenworth durch den Kopf ging, die scheinbar von der Erdoberfl?che verschwunden waren. Machte es ihnen auch nur im Geringsten etwas aus? Nach Jahrzehnten des Schutzes solches Unheil ¨¹ber die Festung zu bringen. F¨¹hlten sie eine Spur von Schuld? Dass der Herr und die Herrin Kommandant des vierten Geschwaders wom?glich der Untergang einer der zw?lf Festungen von Asvar sein k?nnten. Eine Festung, die zahllose hten, wechselnde Dynastien und selbst die Wut der Natur ¨¹berdauert hatte. Versp¨¹rten sie kein Bedauern? Alles zu zerst?ren, wof¨¹r Jian so hart gearbeitet hatte, nachdem er ihnen so viel Vertrauen geschenkt hatte? Neveah konnte es nicht verstehen. Sie dachte, das w¨¹rde sie wohl nie. ¡¯Wenn nicht jetzt... dann werden sie die Schuld f¨¹hlen. Wir werden daf¨¹r sorgen, dass sie es f¨¹hlen, wenn sie uns in die Augen sehen.¡¯ dachte Neveahs Wolf zu ihr. Sie kleidete sich still. Zweckm??ige Kleidung, nichts K?nigliches. Ein dicker Umhang, schwarz wie der Himmel drau?en, ihre H?nde zogen die Kapuze ¨¹ber ihr ungek?mmtes Haar. Sie wartete nicht auf Xenon. In den letzten Tagen war er ihr st?ndiger Schatten gewesen, sie beobachtend, als ob er f¨¹rchtete, sie w¨¹rde sich in Rauch aufl?sen, wenn er sie aus den Augen lie?e. Aber an diesem Morgen musste sie alleine sein. Chapter 785: Run Out (Ch.786)

Chapter 785: Run Out (Ch.786)

Das Allerheiligste der H?llenfestung war einst ein Studiensaal gewesen, so hatte sie geh?rt. F¨¹r Magier, die hierhin kamen, um die Kunst mit dem Manapool zu ¨¹ben. Die einst prachtvollen B¨¹cherregale waren jetzt leer und zur Seite ger?umt, um tz f¨¹r Scfrollen, Strohmatratzen und Kisten mit Vorr?ten zu schaffen ¨C f¨¹r die Fl¨¹chtlinge, die durch die Lava aus ihren H?usern vertrieben worden waren. Fl¨¹chtlinge ... das Wort schmeckte bitter auf ihrer Zunge. Die Buntsfenster waren von au?en mit Brettern vernagelt, um die gef?hrlichen D?mpfe zu filtern, so gut es eben ging. Kaum ein Sonnenstrahl drang hierher durch; nicht, dass die Rauchwolken, die den Himmel verhangen, ¨¹berhaupt viel Licht durchlie?en. K¨¹nstliches Licht zierte die W?nde, wobei der schwache Leuchten der Edelsteine den Kampf gegen das D?mmerlicht kaum gewann. Es war w?rmer hier. ¨¹berf¨¹llt. Trostlos. Der Duft in der Luft war eine Mischung aus gekochter Gerste, Heilsalben, Schwei? und Asche. Immer Asche. Diese Szene erinnerte sie an das gespenstische Istionsviertel zur¨¹ck in Fort Scabbard nach dem Ausbruch der Seuche. Zumindest war es hier nicht so schlimm. Doch ob ihr diese Erkenntnis gefiel, war sich Neveah nicht sicher. Ob Pest oder Vulkan, dunkle Magie oder Arkane, Zauberer oder Fae ¨C das Ergebnis war immer dasselbe. Die unschuldigen B¨¹rger trugen die Haupst. Wegen einer Fehde, deren Ursprung sie nicht kannten und an der sie keinen Anteil hatten. Es war eine beunruhigende Wahrheit. Sie schritt durch den Eingang, ihre Stiefel d?mpften das Ger?usch auf dem Steinboden. Zun?chst bemerkte sie niemand. Es war Zeit f¨¹r das Morgenmahl und die Bediensteten der Festung verteilten dampfende Sch¨¹sseln an die Fl¨¹chtlinge. Eine Gruppe von Kindern kauerte nahe dem Herd in der Mitte des Raumes, einige mmerten sich an zerfetzte Decken, andere atmeten den Ru? mit zu kleinen und ssen Fingern ein. R?nder um ihre Augen waren rot ¨C und nicht nur vom Weinen. Neveahs Blick verengte sich beim Anblick der Decken und sie machte sich mental eine Notiz, mehr Vorr?te bereitzustellen. Diese Menschen hatten kaum die M?glichkeit, mehr als ein paar Wertsachen mitzunehmen; nung die Verantwortung f¨¹r ihre Bed¨¹rfnisse bei der Festung. Die Ressourcen w¨¹rden knapp, das wusste Neveah. Sie hatte es bei Fort Scabbard miterlebt. Doch wenn es etwas gab, das die Festung am Leben erhielt und gedeihen lie?, dann war es die Gemeinschaft unter den Drachenkindern. St?ndig kamen Briefe von verschiedenen Festungen an, die nach den ben?tigten Ressourcen des Inferno fragten, sogar bevor sie darum gebeten hatten. Jian hatte einen eng verbundenen n aufgebaut und darauf war sie stolz. Sie kniete neben einem kleinen M?dchen mit wilden Haaren und verschmierten Wangen, das in seine H?nde hustete. Das Kind konnte nicht ?lter als sieben Sommer in Menschenjahren sein. "Du bist fr¨¹h wach", sagte Neveah sanft und strich die Asche von den ?rmeln des M?dchens.Das Kind blinzelte zu ihr hoch, die Lippen rissig. "Wir scfen nicht viel", sagte es. "Die Luft kratzt in unserem Inneren." Neveah nickte. Das konnte sie nachempfinden. Sie griff in die Tasche an ihrer H¨¹fte und zog eine kleine Dose mit Honigsalbe heraus, etwas, das die Heiler bei Engegef¨¹hl in der Brust verwendeten. "Mach den Mund auf, Kleine." Das M?dchen gehorchte und streckte die Zunge heraus wie ein wachsames K?tzchen. Neveah sch?pfte ein wenig davon und lie? es auf der Zunge zergehen. Das Kind seufzte gen¨¹sslich, als w?re es ein seltener Genuss. "Es hilft, aber nur f¨¹r eine Weile", jammerte sie. "Ich wei?", sagte Neveah. "Und ich werde mehr bringen. Ich werde die Heiler bitten, an der Formel zu arbeiten... um sie wirkungsvoller zu machen." Am anderen Ende des Raumes w?lzte sich ein Junge hin und her, murmelte im Scf von Drachen. ?ltere M?nner und Frauen sa?en in einer Reihe an der gegen¨¹berliegenden Wand, einige hielten geschwollene Kn?chel, andere betupften ihre von den sauren Nebeln ger?tete Haut, die mit jedem Ascheregen kamen. Wie immer, nach der Evakuierung, gab es noch immer eine betr?chtliche Anzahl von B¨¹rgern, die in den Gefahrenzonen feststeckten oder zu stur waren, ihre H?user zu vessen, und die H?llendrachen hatten einen weiteren Tag gebraucht, um sie zusammenzutreiben. Es gab viele Verletzte, aber bisher gab es keine Todesf?lle zu begen. Neveah hoffte, dass es dabei bleiben w¨¹rde. Neveah ging zur n?chstgelegenen ?lteren und kniete nieder, nahm ihr das Tuch aus der zitternden Hand und tauchte es in frisches Wasser. Die Frau sagte nichts, sondern sah Neveah nur mit dankbaren, aber leeren Augen an. "Ihr solltet nicht ohne Wache hier sein, Eure Gnaden", sagte eine sanfte Stimme hinter ihr. Neveah drehte sich um und sah Heiler Yural, einen breitschultrigen Mann mit einem halben Dutzend Phiolen in seinem G¨¹rtel. Er sah m¨¹de aus, war aber nicht ¨¹berrascht, sie zu sehen. Er war ein bekanntes Gesicht, Neveah kannte ihn seit ihren ersten Monaten im Drachenturm, als sie Xenon als Dienerin zugeor worden war. Er kam nur selten in den Heilungssaal und war schon vornger Zeit von Everon ausgebildet worden. Er geh?rte nicht zu denen, die unfreundlich zu ihr gewesen waren, aber er war auch nicht besonderst. Er war einer von denen, f¨¹r die Neveah damals am dankbarsten gewesen war, die sich gar nicht um ihre Existenz gek¨¹mmert hatten. "Ihr seid eine K?nigin, auch wenn nicht alle es wissen", sagte er. "Ihr solltet bei den Lord Drachen sein. Das hier ist nicht eure Aufgabe." "Ist es nicht?" fragte Neveah leise und wrang das Tuch wieder aus. "Ich wei?, dass der Heilersaal alles unter Kontrolle hat. Deshalb habe ich dich gerufen, und ich bin froh, dass ich es getan habe. Ich kann sie nicht mit Magie heilen, so wie ihr... aber ich kann sie wenigstens mit meinen H?nden beruhigen." Yural musterte sie, dann nickte erngsam. "Dann nehmt das hier. Verteilt sie." Er reichte ihr einen zweiten Beutel, gef¨¹llt mit Fieberkraut und Aschenbalsam. "Sie vertrauen euch." Neveah verbrachte die n?chste Stunde damit, von Lager zu Lager zu gehen, zu beruhigen, zu reden, manchmal einfach nur zuzuh?ren. Sie verteilte Trockenfr¨¹chte an die Kinder, fl¨¹sterte Witze, die ihre rissigen Lippen zu einem L?cheln bewegten. Sie rieb schmerzende R¨¹cken und bot Zusicherungen an, bei denen sie sich nicht sicher war, ob sie selbst daran ubte. Und f¨¹r eine Weile verga? sie Demevirld. Die Magie. Das Arkane, das in ihren Knochen wie ein wartender Sturm schmerzte. Es erinnerte sie an die Gnade, die sie gezeigt hatte... und wie schnell sie zu Ende gehen w¨¹rde. Chapter 786: Keine Warnung (Kap.787)

Chapter 786: Keine Warnung (Kap.787)

Die Zeit verflog und Neveah verlor den ¨¹berblick, wienge sie schon im Heiligtum war. Es k?nnten bereits einige Stunden gewesen sein, das lie?en zumindest die schwachen Sonnenlichtstrahlen erahnen, die sie einfangen konnte. Es f¨¹hlte sich anders an, wieder unter Menschen zu sein ¨C sie waren ihre bevorzugte Gesellschaft im Reich der Finsternis gewesen. Ihr einfaches Leben hatte sie immer beneidet, sogar jetzt noch. Neveah h?tte damals alles gegeben, um es zu haben; es war nicht mehr dasselbe, aber es gab ihr immer noch ein Gef¨¹hl des Friedens. Es schien, als ob sie Neveahs Identit?t nicht kannten, oder falls doch, dann waren sie nicht beunruhigt. Die Tatsache, dass sie eine Reiterin war, h?tte eigentlich Furcht oder zumindest Vorsicht bei ihnen ausl?sen sollen, doch ¨¹berraschenderweise war das nicht der Fall. Schlie?lich fand Xenon sie, trat in das Heiligtum, als w?re es sein eigener Ort, und sein Blick fand sie, w?hrend sie neben einem Kind sa?, das eingeschlummert war und sich an ihren ?rmel mmerte. "Ich h?tte es wissen m¨¹ssen", murmelte er leise. Neveah blickte auf, ihre Stimme war sanft. "Sie sind zu jung daf¨¹r. Sie brauchten heute etwas Wirkliches. Keine weitere Warnung. Keine neue Angst." Xenon hockte sich neben sie und wischte behutsam mit seinem Daumen den Ru? von ihrem Kinn. "Und was ist mit dir?" Neveah atmete tief ein und starrte auf die kleine scfende Gestalt neben ihr. "Ich habe es auch gebraucht." "F¨¹hlst du dich jetzt besser?" fragte er und suchte ihren Blick. "Ich bin nicht sicher, ob besser das richtige Wort ist, aber ich f¨¹hle mich definitiv mehr im Hier und Jetzt", antwortete Neveah mit einem leisen Schulterzucken. "Das ist genug", murmelte er. Er stand auf und reichte Neveah die Hand, und nachdem sie das Kind sanft abgelegt hatte, nahm sie Xenons Hand und zusammen verlie?en sie das Heiligtum. "Wie ist es gufen?" fragte Neveah, als sie den Flur erreichten. Xenon antwortete nicht sofort, nickte dann jedoch einmal. "Gut." "So schlecht also", murmelte Neveah verst?ndnisvoll. "Ein Zehntel der Festung liegt in Asche und ein weiterer Teil ist ein Meer aus erkalteter Lava", erwiderte Xenon. "Es gibt keinen Feind, dem man sich stellen k?nnte. Oder ihn aufhalten." "Ich h?tte nie gedacht, dass es eine Zeit geben w¨¹rde, in der ich Feuer... als grausam empfinde", gestand er. "In der Tat", stimmte Neveah zu. Drachen waren Feuerwesen. F¨¹r sie war Feuer heilig, etwas, worauf sie stolz waren und das sie sehr sch?tzten. Es stand f¨¹r alles, was sie repr?sentierten, und bildete eine Verbindung, die ihre ganze Art zusammenhielt. Es konnte nicht leicht sein zu sehen, wie eben dieses heilige Feuer eine Festung zerst?rte, die sie geschworen hatten zu sch¨¹tzen. Noch verheerender war es, dass es nichts gab, was sie tun konnten, au?er zuzusehen. "Es ist schwer, sich nicht verantwortlich zu f¨¹hlen. Aber wir sind nicht verantwortlich", sagte Neveah, w?hrend sie Xenons Hand fester dr¨¹ckte. "Ich wei?", nickte Xenon und schenkte Neveah ein kleines L?cheln. "Die Berichte des Tages liegen im Ratssaal. Ein riesiger Stapel, soweit ich das letzte Mal gesehen habe, vor allem was die Ressourcenverteilung betrifft", informierte Xenon Neveah. "Passend. Ich habe ¨¹berlegt, einige Anpassungen an den Versorgungsregelungen vorzunehmen", sagte Neveah. "Aber du musst dich ausruhen." Xenon sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Heute Abend werde ich das tun."Neveah bestand nicht darauf. Im Ratssaal angekommen, fanden sie die Berichte auf dem zentralen Tisch gestapelt vor, genau wie Xenon es beschrieben hatte. Der Stapel war beachtlich, und es w¨¹rde sicher einige Stunden dauern, ihn zu sichten. "Lord Kiroff scheint es sich zur Gewohnheit zu machen, die Regierungsgesch?fte seiner Festung dir aufzub¨¹rden", murmelte Xenon und betrachtete den Stapel missbilligend. "Man kann von ihm nicht erwarten, dass er sich nun hinter einen Schreibtisch setzt, um Vorr?te zu organisieren und zuzuweisen", entgee Neveah vernunftsbetont. "Die Geschehnisse hier m¨¹ssen ihn mehr qu?len als jeden anderen von uns." "Das stimmt", seufzte Xenon. Er trat an den Schreibtisch heran und zog f¨¹r Neveah einen Stuhl heraus, bevor er sich dann selbst neben ihr niederlie?. "Und ich bin froh, dass sie mir das zutrauen. Ich meine... ich bin erst seit einigen Monaten D¨¹nenherr", f¨¹gte Neveah mit einem L?cheln hinzu. "Drachenk?nigin bin ich sogar noch k¨¹rzer." "Wie kommt er darauf, dass ich, in dieser kritischen Zeit, eine Festung leiten und am Laufen halten kann?" Neveah stellte die Frage eher an sich selbst als an Xenon. "Es liegt an deiner Ausstrahlung", erg?nzte Xenon. "Du hattest schon immer die Gabe, Respekt und Vertrauen zu inspirieren. Die Menschen f¨¹hlen sich nahezu gezwungen, zu dir hingezogen zu werden." Neveah warf ihm einen schiefen Blick zu. "Rechtfertigst du damit, dass du dich in mich verliebt hast, noch bevor du mich ¨¹berhaupt kanntest?" Xenon beugte sich ein wenig vor, seine Lippen zuckten. "Wozu sollte ich das rechtfertigen? Es ist Fakt... du und ich, wir waren unvermeidlich." "Bist du dir da so sicher?", hakte Neveah nach. "Ich bin mir sicher, dass du dich unter einem Berg h?tte verstecken k?nnen und ich w?re dennoch ¨¹ber dich gestolpert, h?tte dich geliebt... und dich zu meinem gemacht", entgee Xenon schlicht. Neveah schwieg einen Augenblick, dann nickte sie. "Ich scheine dir also direkt in die Arme gespielt zu haben." "Warum? Du magst doch meine H?nde", kam Xenons Antwort mit rauchiger Stimme. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf und r¨¹ckte ihren Stuhl ein wenig zur Seite. "Berichte, Xenon. Wir wollen das Vertrauen, das meine Ausstrahlung hervorruft, nicht entt?uschen", mahnte Neveah und schob Xenon einen Stapel zu. Xenon lehnte sich zur¨¹ck und betrachtete den Haufen Berichte, so als w?re er mit Dornen besetzt. Von der k?niglichen Garde f¨¹hlten sich Xenon, Kirgan und Menarx nie zu Regierungsangelegenheiten hingezogen, w?hrend Imagor und Cassian, die sich mehr f¨¹r Politik interessierten, gew?hnlich unter all der Papierarbeit begraben waren. Alle f¨¹nf waren grundverschiedene Charaktere, aber irgendwie brachten sie es zum Funktionieren. "Manchmal w¨¹nsche ich, Imagor oder Cassian w?ren hier." Neveah sehnte sich und beobachtete Xenons Mimik. "Du und ich beide." Xenon stimmte zu und griff mit einem Seufzer nach einem der Berichte. Ein heftiges Beben lie? die infernalische Burg erzittern, noch bevor sie sich der Papierarbeit widmen konnten, und sie tauschten einen Blick aus. "Eine dritte Eruption so bald?" murmelte Neveah. "Ich dachte, es w¨¹rde noch ein paar Tage dauern." "Der Vulkan war die ganze Nacht ¨¹ber ruhig. Lord Kiroff hat angenommen, er w¨¹rde drei Tage pausieren. Aber es war zu erwarten, dass er unberechenbar sein w¨¹rde", erwiderte Xenon. "Vielleicht ist es nur ein Vorbote", ?u?erte Neveah hoffnungsvoll. Dann sch¨¹ttelte ein zweites, noch gewaltigeres Beben die Burg. Da wurde r, dass es keine Warnung war. Chapter 787: Eisfeld (Kap.788)

Chapter 787: Eisfeld (Kap.788)

Here is an optimized version of the German trantion: Die erste subtile Ver?nderung war die pl?tzliche Stille. Es war nicht die Ruhe vor dem Sturm, die sich ank¨¹ndigt, bevor der Ausbruch mit voller Kraft hereinbricht, sondern eine Stille, die vollkommen still war... wie ein Ende, wie der Tod. Neveah bemerkte es nicht sofort. Sie hatten gerade erst die Infernalburg vessen und Xenon segelte mit weit gespannten Fl¨¹geln durch den sich verdunkelnden Himmel auf den Vulkan zu. Es war zur Routine geworden, jede Eruption aus sicherer Entfernung zu beobachten. Obgleich das stille Einverst?ndnis bestand, dass Neveah sich nicht in die Magie einschalten w¨¹rde, gab es ebenso eine unausgesprochene ¨¹bereinkunft, dass, falls notwendig, getan werden w¨¹rde, was n?tig sei. Diesmal jedoch war alles anders. Von dem Augenblick an, als sie den Himmel erreichten, sp¨¹rte Neveah es. Das ferne Leuchten des Vulkans, ein best?ndiges, immer brennendes Signal, pulsierte normalerweise im rhythmischen Takt aus Lava, Rauch, Asche und Atem. Aber diesmal schien es, als w¨¹rde es seinen Atem anhalten. Es war zu still... als h?tte es das Beben von zuvor nicht verursacht. Die Beben, die zur Selbstverst?ndlichkeit geworden waren, dieses tiefe, allgegenw?rtige Grollen, das das Land ersch¨¹tterte, waren verschwunden. Der Himmel schmeckte nicht mehr nach Asche. Die Luft vibrierte nicht l?nger vor Spannung. Es gab nur Stille. Still und falsch. Xenon sp¨¹rte es ebenfalls. Sie konnte es an dem leichten Z?gern im Fl¨¹gelscg erkennen, an der Weise, wie er seinen K?rper in der Luft neigte, als versuche er, etwas Unsichtbares zu erschn¨¹ffeln. ?Wir sind fast da", ¨¹bermittelte er ihr gedanklich, doch seine Stimme war entfernt, abgelenkt. Sie flogen tiefer, unter eine Wolkenbank. Der Wind strich vorbei, k?lter als er h?tte sein sollen. Er zischte durch die Spalten in Xenons Schuppen und pikte auf Neveahs Haut wie winzige Nadeln. Neveah zog ihren Mantel fester zusammen, ihre Augen verengten sich gegen den bitteren Stich. Und dann sah sie es. Der Anblick, der Neveah bot, als sie das vulkanische Terrain erreichten, war anders als alles, was sie je gesehen oder sich vorgestellt hatte. Die Luft war anders, und sie sp¨¹rte es schon aus der Ferne. Die erdr¨¹ckende Hitze war verflogen, jeder Atemzug war sauberer, frischer und leichter f¨¹r die Lungen. Anstelle der Hitzewelle und der giftigen D?mpfe, die die Lava begleiteten, umgab sie eine durchdringende K?lte. Die Luft um den Vulkan herum war schwer von Frost und tr¨¹bem Nebel, und als sie n?her kamen, sahen sie, wie der Boden selbst in komplizierten Mustern gefror. Wie ein Fluch aus Eis, der das zuvor fl¨¹ssige Feuermeer verg. Das Eis breitete sich rasch vom Vulkan aus, folgte dem Pfad des Lavastroms und erstarrte auf seinem Weg. Als w¨¹rde eine unsichtbare Kraft das Land ¨¹berziehen. Die eisigen Tentakel breiteten sich aus und umschlossen alles in einem Frostgriff, Zoll f¨¹r Zoll. Der Vulkan selbst, normalerweise ein Symbol f¨¹r Feuer und Zerst?rung, war nun von einer unheimlichen, stechenden K?lte umh¨¹llt. Neveahs Atem stockte im Hals, als sie auf die erstarrte Landschaft hinuntersah. ?Was in aller Welt...", fl¨¹sterte sie, ihre Stimme von Unuben durchzogen. ?Ist das... arkan?" Xenon schwebte, seine Fl¨¹gel schlugen sanft, w?hrend er die Szenerie unten musterte. ?Nein. Das hier ist etwas anderes." Seine Stimme war tief, fast ein Knurren, als versuche er, das Unm?gliche zu begreifen.Das Eis breitete sich immer weiter aus, kletterte die Seiten des Vulkans hinauf und lie? den Boden in der Tiefe gefrieren. Neveah sp¨¹rte eine seltsame, beunruhigende Energie. Die K?lte hatte etwas Erschreckendes, war irgendwie gef?hrlicher als Feuer... und dennoch unheimlich vertraut. Sie sch¨¹ttelte das Gef¨¹hl schnell ab. Sie kannte die Folgen davon, das unheimlich Vertraute zu nutzen. Das Arkane hatte sich beim letzten Mal so angef¨¹hlt, und noch immer qu?lten sie die Nachwirkungen in ihren Adern. "Was ist es also?" fragte Neveah, ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauch. "Woher kommt es?" Xenons Augen verengten sich, seine Gedanken ¨¹berschlugen sich. "Ich wei? es nicht... Es kommt mir bekannt vor... zu bekannt. Was immer es auch ist, es ist nicht nat¨¹rlich. Wir m¨¹ssen n?her heran." Die Vertrautheit, sie war nicht die Einzige, die es wahrnahm. Xenon war nicht mit dem Arkane verbunden, er h?tte es nicht so deutlich f¨¹hlen sollen... was nur bewies, dass Xenon Recht hatte, dies war nicht das Arkane. Mit einer raschen Bewegung drehte Xenon seine Fl¨¹gel und steuerte auf den Vulkan zu. Neveah hielt sich fest, ihr Herz schlug heftig. Das Eis zog sich um sie zusammen und sie sp¨¹rte, wie die schleichende K?lte ihre Haut biss, viel k?lter als alles, was sie zuvor erfahren hatte. Als sie sich dem Fu? des Vulkans n?herten, verdichtete sich die Luft von der eisigen Pr?senz des Ausl?sers des Eises. Das Land unter ihnen begann zu knacken und zu st?hnen, die gefrorene Erde bewegte sich, als w?re sie lebendig. Neveahs Gedanken rasten. Welche Kraft konnte Feuer und Eis mit solcher Macht kontrollieren? Und was wollte sie vom Vulkan? Xenons Fl¨¹gel senkten sich, als er seinen Abstieg einleitete. Frostige Winde wehten gegen sie an, doch Xenon dr?ngte vorw?rts, schnitt durch den unnat¨¹rlichen Schneesturm mit der Pr?zision eines Kriegers, der das schon zu viele Male in zu vielen hten erlebt hatte. Neveahs Herz klopfte, als die klirrende K?lte in ihre Knochen zog. Es war nicht nur die K?lte... es war die Unnat¨¹rlichkeit. So, als h?tte das Land etwas v?llig Uncharakteristisches angenommen, war es ¨¹berfroren, um etwas zu begraben, das es nicht entfernen konnte. Unter der Oberfl?che bildeten sich Risse im gefrorenen Lavastrom. Der Dampf, der einst aus den Schloten hervorquoll, war erstarrt zu eisigen Str?hnen, die sich kaum noch regten. Je n?her sie kamen, desto erdr¨¹ckender wurde die Luft. Nicht nur kalt, sondern auch dr¨¹ckend. Siendeten am Rande einer kargen Landschaft, die nun ein Eisfeld war, der Boden darunter fest und unbeweglich. Xenon verwandelte sich wieder in seine menschliche Gestalt und musterte die Gegend mit zunehmender Unruhe. Seine Stiefel knirschten auf dem frost¨¹berzogenen Boden, als er einen vorsichtigen Schritt nach vorne tat. Sein Atem war als sichtbarer Hauch zu sehen, als er in die Hocke ging und einen Handschuh auszog. Mit nackter Haut ber¨¹hrte er den Boden. "Wir m¨¹ssen herausfinden, was dies verursacht", sagte Neveah mit fester Stimme, obwohl ihr Kopf von einem verwirrenden Sturm erfasst war. In dem Moment, als er das Eis ber¨¹hrte, erstarrte sein R¨¹ckgrat. Ein scharfes Zischen entwich zwischen seinen Z?hnen. "Veah...", seine Stimme war kaum h?rbar. Rau. Neveah trat n?her, Angst verkrampfte ihren Magen. "Was ist los?" Xenon sprach nicht sofort. Er starrte nur auf die Froststrukturen unter seiner Hand, wirbelnde B?gen, die zu absichtsvoll erschienen, um ein Werk der Natur zu sein. Dann hob er den Blick zu Neveah, seine Augen gro? und fassungslos. "Veah... Ich erkenne dieses Eis." Chapter 788: Goldstreifen (Kap.789)

Chapter 788: Goldstreifen (Kap.789)

Der Himmel war von Licht durchzogen, als sich der goldene Drache durch die Wolken schl?ngelte und mit seinen Fl¨¹geln das letzte Aufleuchten der untergehenden Sonne einfing. Er zog seine Kreise ¨¹ber ihnen, Nebelschwaden folgten seinen Fl¨¹geln, wo der gefrorene Atem des Berges noch dicht in der Luft hing. Er br¨¹llte nicht. Er stieg nicht in Feuer und Ruhm herab. Er bewegte sich lediglich so, als h?tte er schon immer zu diesem Himmel geh?rt. Unten war die Welt zur Ruhe gekommen. Neveahs Atem stockte. Nicht aus Angst, sondern aus etwas anderem. Etwas Tiefgr¨¹ndigerem. "Xenon..." Ihre Stimme war kaum mehr als ein Fl¨¹stern. Doch Xenon starrte bereits mit weit aufgerissenen Augen in den Himmel. Er verharrte neben Neveah, sein Blick fest auf das Wesen ¨¹ber ihnen gerichtet. Eine Ver?nderungg in der Luft, die beide mit gleicher St?rke sp¨¹rten. Eine Erinnerung, ein Gewicht und etwas, das ?lter war, als sie beide zu benennen vermochten. Neveah wagte einen Schritt nach vorne, ihre Stiefel knirschten ¨¹ber den frostbedeckten Boden, der eigentlich kein vulkanisches Gestein sein durfte. Ihre Finger zitterten, wo sie die Z¨¹gel der Kontrolle ummmerten, an denen sie schon zunge festgehalten hatte. Der Drache st¨¹rzte sich nach unten. Ver?nderte sich in der Luft. Das Licht brach um ihn herum wie zerbrochenes s, Strahlen goldener Schuppen wichen und gaben den Blick auf einen Mann frei, der in schwarze Roben geh¨¹llt war. Erndete mit einem Aufprall, der den gefrorenen Boden knacken lie?. Seine Schultern waren schwer, sein silbernes Haar wild, vom Wind zerzaust und verknotet. Seine Augen... bei den G?ttern. Diese Augen. Neveah starrte ihn an, unf?hig sich zu r¨¹hren. Die Luft zwischen ihnen wurde schwer von der Stille, die das freudige Gebr¨¹ll ¨¹bert?nte, das den Himmel zerriss und die Erde erzittern lie?, w?hrend sich die H?llendrachen dar¨¹ber sammelten. Das Eis bewegte sich unter ihren F¨¹?en. Neveahs Welt war still geworden, sie beobachtete. Jian. Er stand im frostbedeckten Aschenboden, erhaben und majest?tisch. Der Schnee, den der Vulkan nie h?tte sehen sollen, bedeckte seine Roben. Seine Kleidung war abgetragen und zeugte von hten, sein Kiefer war schattiert von tagngem, wochengem Bart und Spuren einer Dimension, die sie lieber nicht benennen wollte. Er sah genau so aus wie in ihren Tr?umen. Und doch zugleich ¨¹berhaupt nicht wie in ihren Tr?umen. Jian sprach nicht. Zuerst fanden seine Augen die ihren, und sie starrten sich einfach nur an. Als ob jedes ausgesprochene Wort in diesem Moment den zerbrechlichen Faden zerreissen w¨¹rde, der sie noch zusammenhielt. "Du bist hier", hauchte Neveah schlie?lich. Jian blinzelte. Ein kaum merkliches Nicken. "Jetzt bin ich es." Neveah machte einen z?gernden Schritt nach vorne. Und dann noch einen. Jian r¨¹hrte sich nicht von der Stelle, er wartete... einen Schritt, zwei, bis sie nahe genug war, um ihn zu ber¨¹hren. Nahe genug, um genau den Moment zu sehen, in dem sich seine Brust mit dem Seufzer hob, den er sich bis jetzt verwehrt hatte. "Du bist hier..." wiederholte Neveah, als h?tte sie nicht gerade schon dieselben Worte gesagt. Ein leises Zucken ging ¨¹ber Jians Mundwinkel. Dieses stille, unauff?llige L?cheln, das sie nicht bemerkt hatte, war der kostbarste Anblick. "Ja, das bin ich." Neveah sah zu ihm auf, sah ihn wirklich an. "Ich dachte... Jian, ich f¨¹rchtete... ich..." "Ich wei?", seine Worte waren leise, schmerzerf¨¹llt und doch ehrfurchtsvoll. "Ich habe dich gesp¨¹rt. Sogar dort." Sie bemerkte die blutigen Flecken auf seinen Roben und das stetige Rinnsal an seinem rechten Arm. Blut... sein Blut. Er war verletzt... "Du bist verletzt", ihre Stimme brach bei dem letzten Wort. Jians Augen suchten ihre, starrten sienge schweigend an. Dann griff erngsam nach vorne und strich mit dem R¨¹cken seiner Finger ¨¹ber ihre Wange. "Es tat mehr weh, von dir getrennt zu sein." Neveahs Augen brannten, aber sie wagte es nicht zu weinen. Noch nicht. Nicht, wenn diese Tr?nen ihre Sicht auf ihn verwischen w¨¹rden. Sie lehnte sich gegen seine Ber¨¹hrung, atmete sto?weise."Ich h?tte fast aufgeh?rt zu hoffen", fl¨¹sterte sie. "Und ich habe mich daf¨¹r gehasst." Der Raum zwischen ihnen war so voll mit ungesagten Worten, dass es keiner gro?en Erkl?rungen bedurfte. Nur Atem. Nur Anwesenheit. Einenge, schmerzhafte Stille verging, bevor ein leises Husten neben ihnen ert?nte. Xenon stand knapp au?erhalb ihrer Reichweite, die Arme verschr?nkt, den Blick auf Jian gerichtet. Sein Gesicht verriet nichts. Aber die Art, wie sich sein Kiefer bewegte, sagte genug. Jian drehte sich zu ihm um, und eine Sekundeng waren beide M?nner wie erstarrt in diesem Blick, keiner von ihnen wusste, wie er die L¨¹cke schlie?en sollte. Dann atmete Xenon aus und schritt vorw?rts. "Du siehst furchtbar aus", sagte er mit fester Stimme. "Du klingst, als w?rst du ein weiteres Jahrhundert gealtert", erwiderte Jian, wobei seine Lippen ein s¨¹ffisantes Grinsen verrieten. Xenon blieb vor ihm stehen. Sie starrten sich an, als ob das alles w?re, was es zu sagen g?be. "Ich h?tte nicht gedacht, dass du zur¨¹ckkommst", sagte Xenon schlie?lich. "Nicht wirklich." Der Ton seiner Stimme verriet seine Wahrheit. Die Erleichterung war in jedem Wort zu sp¨¹ren. "Ich dachte nicht, dass ich das darf." Jians Tonfall war leise, fast misstrauisch. "Aber ich bin trotzdem hier." Wieder herrschte Schweigen. Dann murmelte Xenon: "Ich sollte dich scgen." "Das h?ngt von deiner F?higkeit ab, einen Treffer zunden." Xenon spottete leise vor sich hin, aber ein Grinseng auf seinen Lippen. Und mit einem Mal entspannte sich die Atmosph?re. Die Stille zerbrach. Nichtut. Nur genug, um die W?rme durchzssen. Xenon streckte die Hand aus und ummmerte Jians Unterarm. Jian erwiderte seinen Griff. Die Stille ihrer Bruderschaft. Von gemeinsamem Blut und K?mpfen. Von allem, was sie nicht sagen konnten, zusammengepresst in diesen einen Griff. Als sie sich voneinander l?sten, nickte Xenon einmal. "Wir haben eure Festung am Laufen gehalten... gerade so. Aber wir haben es geschafft." Jian warf einen Blick auf Neveah, die sie mit einer m¨¹den, schmerzenden Anmut beobachtete, wie sie nur eine K?nigin tragen kann. "Ich wei?." Er drehte sich ganz zu ihr um und sprach dieses Mal leiser. "Gibt es noch einen tz... f¨¹r mich?" Neveah blinzelte, da sie die Frage nicht erwartet hatte. Ihre Kehle schn¨¹rte sich zu. "Du brauchst nicht zu fragen", sagte sie leise. "Du hattest schon immer einen tz." "Wo?" dr?ngte Jian. "Bei mir", antwortete sie. "Immer bei mir." Jian blickte zu Boden, seine Schultern l?sten sich sichtlich von der Anspannung. Dann griff erngsam nach ihrer Hand. Er hielt sie mit der Sanftheit von jemandem, der vergessen hatte, was Ber¨¹hrung war. "Ich werde nicht wieder weggehen", schwor er feierlich. Neveahs Griff wurde fester, ihr Herz stotterte. "Tu es nicht. Ich m¨¹sste dich suchen." Er l?chelte, ein seltenes L?cheln, das seine Augen aufleuchten lie?. "Bitte tu das. Wenn ich mich jemals wieder verirre ... komm und such mich." "Das werde ich", versprach Neveah. Es war kein Gel¨¹bde f¨¹r sie. Aber eine Wahrheit, die bereits in den Spalten der Erde geschrieben stand. Einmal war genug. Es w¨¹rde keine weitere Trennung geben. Und schlie?lich... schlie?lich lehnte sich Neveah an seine Brust. Jian g seine Arme um sie und atmete leise aus, wie ein Mann, der sich in der einzigen Sache verankert, die wahr ist. Chapter 789: Das Jahrhundert, auf das es ankommt (Kap.790)

Chapter 789: Das Jahrhundert, auf das es ankommt (Kap.790)

Die H?llenburgg in Stille. Das einzige Ger?usch war ein fernes Gemurmel ged?mpfter Stimmen aus dem Heiligtum und ein leises Summen. In Neveahs Gedanken erng eine Melodie, die sie leise summte, w?hrend sie sachte die verirrten Haarstr?hnen von Jians Stirn strich. Er schlief fest und das schon seit geraumer Zeit. Seine rechte Hand hielt gewohnheitsm??ig Neveahs Hand umfasst ¨C ebenso fest wie vor dem Einscfen. Sein Griff war weder erscfft noch geschw?cht trotz seines Ruhezustandes, und Neveah fragte sich, ob er wirklich in Frieden ruhte oder ob sein Geist noch immer ruhelos war, gefangen in einem Zustand der Beunruhigung. Vor dem Einscfen hatte er nicht viel gesprochen. Sogar jetzt, w?hrend sie ihn so ansah, kam es ihr vor, als ob dies nur ein Traum war. Wie eine zu zerbrechliche Realit?t, um wahr zu sein. "Du bist hier ... warum f¨¹hle ich mich dann immer noch so ..." Neveah verstummte, unsicher in ihrem Ton. War es eine Vorahnung? Sie konnte es nicht genau benennen. Aber diese W?rme, dieses nur schwer zu beschreibende Gl¨¹ck, es war eine jener Empfindungen, die zu sch?n schienen, um wahr zu sein. Die T¨¹r knackte und holte Neveah aus ihren Gedanken. Sie musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, dass es Xenon war, der n?her trat. "Wie geht es ihm?" fragte Xenon, der nun hinter Neveah stand. Er legte ihr tr?stend eine Hand auf die Schulter, ein Trost, von dem sie nicht einmal wusste, dass sie ihn ben?tigte. "Wie ausgeschaltet", antwortete Neveah und atmete leise aus. "Ich w¨¹rde ihm gern aus den Roben helfen, aber..." Ihre Blicke fielen auf ihre verschr?nkten H?nde, und Xenon lie? ein leises Kichern h?ren. "Im Augenblick braucht er dich mehr als Trost", entgee Xenon. "Ohne dich muss sein Raubtier immer am Rande des Wahnsinns gewesen sein." "Ich wei?, wie das ist, es ist ... furchtbar. Und eure Verbindung ist noch neu und fragil, ich frage mich, wie er das ¨¹berstanden hat." Neveah betrachtete Jian eingehend, nicht zum ersten Mal. Ihr Herz war von gleichen Teilen W?rme und Schwere erf¨¹llt. "Er schlief fast augenblicklich ein. Ich f¨¹rchte, er hat ¨¹berhaupt nicht gescfen..." "Ich habe nicht viel Erfahrung damit, aber ich w¨¹rde annehmen, dass das Einfrieren eines ausbrechenden Vulkans jeden Mann bstet", meinte Xenon. "Und ihm ist der Scf nie leichtgefallen ... nicht in seiner eigenen Festung; von einer Gef?ngnisdimension erwarte ich nicht viel." "Das stimmt", seufzte Neveah, sich daran erinnernd, dass Jian seit Jahrzehnten an Scflosigkeit litt. "ubst du ... dass der Vulkan f¨¹r immer versiegelt ist?" fragte Neveah nach einer Weile des Schweigens. "Das Lava war so gl¨¹hend. Das Eis kann es doch nur eine Zeitng zur¨¹ckhalten." "Jians Eisatem ist genauso m?chtig wie sein Feueratem. Ich habe gesehen, wie er bl¨¹hende L?nder in Eisw¨¹sten verwandelt hat. Wenn es ihm wirklich gelungen ist, den Kern des Vulkans einzufrieren ... dann ub mir, es wird Bestand haben", versicherte Xenon. "Eisatem ... so wird das genannt?" murmelte Neveah mehr f¨¹r sich selbst als f¨¹r Xenon. "Ist das eine besondere Eigenschaft der k?niglichen Blutlinie? Ich habe noch nie von einem Drachen gelesen, der die F?higkeit besitzt, sowohl Eis als auch Feuer zu kontrollieren." Neveah war neugierig. Als Xenon nicht gleich antwortete, blickte Neveah ¨¹ber die Schulter zur¨¹ck und sah einen d¨¹steren Ausdruck auf seinem Gesicht."Habe ich etwas falsches gesagt?" fragte Neveah besorgt. Xenon sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Nein, meine Liebe. Aber ... es ist nicht meine Geschichte, die ich erz?hlen sollte." Neveah betrachtete f¨¹r einen Moment Xenons Gesichtsausdruck und ihre Augen weiteten sich, als ihr die Erkenntnis nahezu sofort aufging. Ihr Herz sank ihr in den Magen, oder sogar noch tiefer, wenn das m?glich war. In den B¨¹chern stand zwar nicht viel ¨¹ber Drachenverwandte mit einzigartigen F?higkeiten, aber eines war vermerkt ... die meisten von ihnen waren im Dunklen Zeitalter einer Reihe von groben Experimenten unterzogen worden, die zu ihrer Mutation gef¨¹hrt hatten. Neveah hatte nie in Betracht gezogen ... dass Jian einer von ihnen war, bis jetzt nicht. Bis sie den Blick in Xenons Augen sah. Jian handhabte seinen Eishauch mit solcher Anmut und Akzeptanz, man k?nnte denken, er sei immer ein Teil von ihm gewesen. Er hatte ihn so gut unter Kontrolle, dass er f¨¹r einen Beobachter keinen Unterschied zu seinem mmenatem machte. Im Kontrast zur Unberechenbarkeit eines Verothrax ... Es war schwer zu uben, dass beide ?hnliche Umst?nde durchgemacht hatten, die zu ihren einzigartigen F?higkeiten f¨¹hrten. "Schuppen..." hauchte Neveah das Wort mit dem ganzen Gewicht des Kummers, den sie f¨¹hlte. "Es gibt so viel ¨¹ber ihn ... ¨¹ber dich, was ich noch nicht wei?, oder?" Xenon beugte sich vor und tzierte einen leichten Kuss auf Neveahs Haar, dann neigte er sanft ihren Kopf und k¨¹sste sie auf die Stirn, dann auf die Nase und danach auf beide Wangen. Als seine Lippen ¨¹ber ihren schwebten, schmerzten Neveahs Wangen ob ihres breiten L?chelns, und Xenon grinste zufrieden. "Wir existieren schon seit Jahrhunderten, meine Liebe. Es gibt zu viel zu wissen f¨¹r ein paar Jahre ... aber wir haben ein ganzes Leben, um das zu ?ndern." "Dieses Jahrhundert ist das Wichtigste. Denn du bist darin. Ich h?tte es gehasst zu sterben... als ich so verzweifelt darum gebetet habe." Xenon hielt kurz inne, das Gewicht seiner Worte legte sich auf die Stille. "Der gr??te Verlust meines Lebens w?re gewesen, die Ehre zu verpassen, dich zu kennen und zu lieben." "Der Sch?pfer wei? es, Fae und alles ... ich war noch nie so froh, am Leben zu sein." gestand er. Neveah biss sich auf die Lippe, um das schwindelerregende Gef¨¹hl in ihrem Magen zu unterdr¨¹cken. Aber sie hielt sich nicht zur¨¹ck, als Xenon sie k¨¹sste und seine Worte und die Aufrichtigkeit dahinter besiegelte. Als er sich schlie?lich von ihr l?ste, deutete er mit den Augen zur Seite, und Neveah sah nach und fand Jian nun hellwach, sie mit einem l?ssigen L?cheln auf den Lippen beobachtend. "Sch?n zu wissen, dass die ganze Zeit, die wir zusammen verbracht haben, nicht viel z?hlt." murmelte er und entlockte Xenon ein Kichern. Mit einem sanften Ruck zog er Neveah an sich und beanspruchte ihre Lippen f¨¹r einenngsamen, leidenschaftlichen Kuss. Als er sich zur¨¹ckzog, starrte er sie an, als k?nne er immer noch nicht uben, dass sie wirklich hier war. "Dein L?cheln, es war das Einzige, was mich bei Verstand gehalten hat ... Ich m?chte es nie wieder verlieren." murmelte er, sein Atem warm an ihren Lippen. "Das wirst du nicht." entgee Neveah leise. "Das werde ich nicht." best?tigte Jian, sein Ton ernst. Der Moment verweilte nichtnge, denn im n?chsten Augenblick stand Jian vom Bett auf, sehr zu Neveahs ¨¹berraschung. "Die H?llendrachen warten im Kriegsraum." ¨¹bermittelte Xenon. "Warte ... was habt ihr beiden vor?" fragte Neveah und stand ebenfalls auf. Jian wechselte seine Robe und schl¨¹pfte in eine von Xenons, w?hrend er sprach: "Meine Geliebte, ich habe meine Entscheidung getroffen. Ich werde ... die Fae unterwerfen." Chapter 790: Nur er (Kap.791)

Chapter 790: Nur er (Kap.791)

Die Ereignisse, die darauf folgten, ereien sich in solch einer Eile, dass Neveah nicht wirklich Zeit hatte, sich darauf einzssen, w?hrend sie geschahen. Einen Moment zuvor hatte Jian verk¨¹ndet, dass er die Fae unterwerfen w¨¹rde, und im n?chsten wurde die Entscheidung bereits den H?llendrachen mitgeteilt, einschlie?lich der Information, dass die drei Schwadronen, die um die Festungen Rudder, Kezrar Dun und Infernogerten, unterwegs nach Aloria waren, dem k?niglichen Wald der Fae, wo sie den Wald bgern und Portalw?chter aufstellen w¨¹rden. Mit Jians Ankunft w¨¹rden sie einen dreifachen Angriff starten und das k?nigliche Gebiet der Fae vollst?ndig erobern. Das war jedoch nur der kleine, entscheidende Teil der genten Unterjochung. Der n?chste Schritt war noch einfacher. In jeden anderen bedeutenden und unbedeutenden Fae-Wald w¨¹rde eine Einheit von der n?chstgelegenen Festung eindringen, mit nur einer Anweisung: die Kontrolle ¨¹ber den Wald von dem herrschenden n oder der herrschenden Partei zu ¨¹bernehmen und jeglichen Widerstand niederzuscgen. Die Angriffsstrategie sollte schnell, pr?zise, brutal... und unverz¨¹glich sein. Und bis zum Einbruch der Dunkelheit am n?chsten Tag sollte jede Fae-Siedlung vollst?ndig unter der Kontrolle der Drachendynastie stehen, eine Entwicklung, die wahrscheinlich hunderte Fae das Leben kosten w¨¹rde. Neveah war sich bewusst, dass sie nicht die Position hatte, Mitgef¨¹hl zu zeigen, hatte sie selbst doch einen beachtlichen Pfad von toten Fae hintessen ¨C und das bereits seit dem Moment ihrer Ankunft in der Festung. Es war eine Sache, aufr¨¹hrerische Fae oder eine kriegserprobte Einheit wie das Fae-Bataillon zu bek?mpfen. Eine ganz andere Sache war es jedoch, den Krieg in eine zivile Ansiedlung zu tragen, wie es bei den Fae-W?ldern der Fall war. Doch genau dazu war es gekommen. Die Fae hatten zu weit vorgeprescht, zu hastig gehandelt, und sie wusste, dass sie bekamen, was sie verdienten. Was sie wirklich nicht verstand, war die... Dringlichkeit. Ja, die Bedrohung durch die Fae war unmittelbar und musste rasch bew?ltigt werden, ehe sie eine Chance hatten, einen weiteren Angriff auf eine der Festungen zu starten. Aber Jian war erst vor wenigen Stunden zur¨¹ckgekehrt. Er war ersch?pft, pflegte immer noch seine Verletzungen und war entschlossen, jetzt sofort in die ht zu ziehen. Neveah hatte nicht versucht, ihn davon abzuhalten, und wenn das sein Wunsch war, w¨¹rde sie ihm ohne Frage in den Kampf folgen. Aber sie konnte das Gef¨¹hl nicht absch¨¹tteln, dass Jian von etwas mehr angetrieben wurde als den j¨¹ngsten Eskapaden der Fae... etwas, das er noch nicht erw?hnt hatte. Und ehrlich gesagt, war Neveah nicht wegen der ht beunruhigt. Sie war darauf bedacht herauszufinden, was Jian in den Zustand versetzt hatte, in dem er sich jetzt befand. Wusste er es? Dass die Fae den Tod seiner Mutter verschuldet hatten? Sie hatte keinen guten Job dabei gemacht, dies geheim zu halten, und hatte unbeabsichtigt die Erinnerung an Adrienne fast jedem Drachen ¨¹bermittelt. Sie ubte einfach nicht, dass Jian es auch erfahren hatte, da sie sich in einer v?llig anderen Dimension befunden hatten. Wenn er es wusste, hatte er nicht dar¨¹ber gesprochen. Und sie hatte nicht nachgefragt. Aber wenn er es wusste... dann w¨¹rde das seinen Zorn und seine Dringlichkeit erkl?ren. Und wenn es um Rache ging, dann w¨¹rden die Fae diese Auseinandersetzung nicht unversehrt ¨¹berstehen. Die Verw¨¹stung, die Adrienne zu verhindern gehofft hatte, indem sie die Erinnerung mit ihr geteilt hatte, f¨¹hrte nun zu genau dem gegenteiligen Effekt. "Es war l?ngst ¨¹berf?llig." murmelte Neveah vor sich hin und strich den Anzug ihres Reiters tt. "Es ist eine Lektion, die erteilt werden muss. Wenn er jemals Frieden finden soll..."Sie verstand, was dies f¨¹r ihn bedeutete. Was auch immer es f¨¹r ihn bedeutete, bedeutete es auch f¨¹r sie. "Veah..." rief Xenon, als er den Raum betrat. Er hielt inne, als Neveah sich zu ihm umdrehte. Sein Blick schweifte ¨¹ber sie ¨C ein pechschwarzer Reitanzug mit vergoldeter R¨¹stung und Handgelenksch¨¹tzern. Ihre Haare waren zu einem ordentlichen Pferdeschwanz zur¨¹ckgebunden, und eine Schleife war um ihre H¨¹fte geschnallt. "Woah..." murmelte Xenon, sichtlich erstaunt. "Jian bestand auf der R¨¹stung..." erkl?rte Neveah mit einem Schulterzucken. "Er will nicht, dass ich vom Himmel geholt werde. Ich habe ihm versucht zu erkl?ren, dass ich noch nie Probleme hatte, auch bei Turbulenzen auf dem Drachenr¨¹cken zu bleiben, aber..." "Aber er hat recht." Xenon erg?nzte. "Du hast Turbulenzen erlebt, aber keinen Krieg erlebt, w?hrend du auf dem Drachenk?nig reitest." "Hast du je geh?rt, dass man zuerst den Anf¨¹hrer des Feindes angreift?" fragte Xenon, trat n?her und legte seine Hand auf Neveahs Schulter. "Wir werden Ke angreifen. Und sie wird sich auf Jian konzentrieren... was bedeutet, dass du st?ndig im Visier sein wirst, Veah." "Jede Adamantium-Rakete wird darauf ausgerichtet sein, ihn vom Himmel zu holen. Er wird alles tun, um dich zu sch¨¹tzen... aber du musst dasselbe f¨¹r ihn tun, indem du jederzeit bereit bist und mit seinem Tempo mith?ltst." Neveah biss sich auf die Lippe. "Wenn ich ihn aufhalte..." "Das habe ich nicht gesagt." unterbrach Xenon schnell. "Ich wei?...", seufzte sie. "Ich meine nur, dass er sich voll und ganz auf sich selbst und die Leitung dieser ht konzentrieren k?nnen muss. Das ist etwas Pers?nliches f¨¹r ihn... Ich denke immer noch, es ist besser, wenn ich diesmal mit dir gehe", argumentierte sie. Xenon neigte den Kopf zur Seite, seine H?nde streichelten Neveahs Haar. "Es ist etwas Pers?nliches f¨¹r ihn... deshalb musst du an seiner Seite sein." "Es ist seine erste ht seit seiner R¨¹ckkehr... und die erste seit vielen Jahren. Meine Verwandten m¨¹ssen sehen, wie ihr K?nig und ihre K?nigin in einem heiligen Ritual aus Blut und Feuer vereint werden." erkl?rte Xenon. "Es geht um mehr als nur die ht oder die Fae. Jians Vorherrschaft hat durch den Vorfall in der Dimension einen schweren Scg erlitten. Er muss der Welt wieder ins Ged?chtnis rufen... warum wir ihn K?nig nennen." Sie nicktengsam. Sie wusste das auch, wusste, dass es Gespr?che ¨¹ber die Wahl eines neuen K?nigs gegeben hatte, bevor sie eingegriffen hatte. Dantes Vater hatte das deutlich gemacht, als er sie streng zurechtwies. Die Drachenart folgte einer strengen hierarchischen Ordnung. Der Drachenk?nig galt als heilig, unbesiegbar und unfehlbar. Nun, sie respektierten und sch?tzten ihn. Aber wenn er jemals als schwach erscheinen w¨¹rde, wusste Neveah... w¨¹rden sie seiner F¨¹hrung nicht folgen. Wenn es jemals einen Makel in der Dynastie der Drachen gab, dann war es dieser. Dass ihr Anf¨¹hrer f¨¹r immer unter der Last leben w¨¹rde, stark zu sein... dass er vergessen k?nnte, was es bedeutet, etwas anderes zu sein. Was es bedeutet, einfach nur... er selbst zu sein. Chapter 791: Left Behind (Ch.792)

Chapter 791: Left Behind (Ch.792)

Neveah schwieg f¨¹r einen kurzen Moment und sortierte ihre eigenen Gedanken. "Er w¨¹rde mich nicht darum bitten, wenn es ihm nicht wichtig w?re", fl¨¹sterte sie, ihre Stimme war kaum zu h?ren. "Meine Sicherheit war immer seine Priorit?t, und es muss schwer f¨¹r ihn gewesen sein, diese Entscheidung zu treffen... den Drang zu ¨¹berwinden, mich hinter den Schlossmauern sicher zu wissen." "Ich verstehe das... aber ich kann nicht aufh?ren, mir Sorgen zu machen, wei?t du?" "Seit sechs Stunden", f¨¹gte sie hinzu, ihre Augen verengten sich in hilflosem Unuben. "Seitdem er in einem Vulkan eingefroren ist und aus einer Dimension herausgeschleudert wurde." "Wir k?nnen die Fae morgen besiegen, Xenon", sagte sie und ihre Stimme stockte. "Oder ¨¹bermorgen. Oder noch besser... ein anderer Drachenlord k?nnte die ht anf¨¹hren, und er k?nnte im Kommando zur¨¹ckbleiben." Ihre Augen glitzerten, sie spiegelten die Gef¨¹hle darunter wider. "Er ist verletzt... er ist nicht in Topform. Er braucht Ruhe. Er braucht seine Familie. Nicht dies..." Ihre Stimme brach ab. "Nicht dieses Chaos." Xenon schwieg einen Augenblick, dann gab er ein leises, bedauerndes Brummen von sich. "Ich kenne dein Herz, Liebe", sagte seine Stimme sanft und beruhigend. "Aber du musst verstehen... er ist der Drachenk?nig." Er begee ihrem Blick, ruhig und bestimmt. "Chaos ist buchst?blich sein zweiter Name." Neveahs Schultern sanken herab, sie atmetengsam und bed?chtig, dann nickte sie. "Ich kann das Gef¨¹hl nicht absch¨¹tteln... dass er uns nicht alles erz?hlt. In unserer Verbindung gibt es so viel... Wut. Die Fae m¨¹ssen Schlimmeres getan haben, als wir ahnen." Ihre Augen suchten Xenons Gesicht. "Was ist in dieser Dimension passiert?" Xenon antwortete nicht sofort. Er blickte zur Seite, seine Augen verengten sich in Richtung des Balkons. "Ich wei? es auch noch nicht. Aber wir werden es bald herausfinden..." "Wie?" Neveahs Stimme war jetzt sanft. "Er sagt nichts." "Er ist nicht der Einzige, der aus der Dimension zur¨¹ckgekehrt ist." Neveah erstarrte. Ihr Herz setzte einen Scg aus, ihre Lippen ?fen sich in pl?tzlicher Erkenntnis. "Ist er hier?", hauchte sie. "Sag mir, dass er hier ist..." Xenons L?cheln warngsam und warm, in seinen Augen funkelte es. "Lord Kaideon ist soeben im Infernalen Territorium angekommen. Er sollte jeden Moment auf der Landettform eintreffen." Sie wartete nicht auf seine Antwort. Ihre F¨¹?e bewegten sich bereits... Und dann lief sie. Durch die geschnitzten Hallen des h?llischen Schlosses, vorbei an Korridoren, die auf beiden Seiten verschwammen, und ihre Hoffnung, die zunge gewartet hatte, stockte ihr in der Kehle. Und als sich der Himmel auf der Landettform ?fe und der Wind ihre Haut k¨¹sste... Sah sie ihn. Genau wie Xenon gesagt hatte, er war da. Lord Kaideon. Ihr Vater. Gezeic und ermattet, aber aufrecht und unversehrt, nkiert von Rodvan und Coran. Er sah aus, als h?tte er gerade erst gek?mpft, sein Waffenrock war neu, aber sein Arm bandagiert, und M¨¹digkeitg ¨¹ber seinen Augenwinkeln, doch f¨¹r Neveah hatte er noch nie so sehr nach Zuhause ausgesehen. "Vater!", rief sie atemlos und erstickt, zu voll von allem, um mehr zu sagen. Kaideon drehte sich um. Sein gespannter Blick traf den ihren und die sofortige Erkenntnis in seinen Augen zerst?rte jegliche Zur¨¹ckhaltung, die sie noch gehabt hatte.¡¯"Hey Schatz." Sie ging nicht, nein, sie st¨¹rzte sich auf ihn. Und er war bereits in Bewegung, bereitete sich auf ihren Aufprall vor, w?hrend sie ihm in die Arme fiel, ihre Arme um seinen Hals g und ihr Atem in sto?weisen Z¨¹gen seine Schulter traf. Kaideon fing sie ohne zu stolpern auf und schloss sie in seine Arme, als h?tte er sein ganzes Leben auf diesen Moment gewartet. Seine Arme umschlossen sie fest, stark und sichernd, eine Hand streichelte sanft den Hinterkopf, die andere hand malte beruhigende Kreise auf ihren R¨¹cken. "Tu mir das nie wieder an", wisperte sie zitternd. "Verschwinde nie... nie wieder so..." Er dr¨¹ckte sie noch enger an sich. Sein Kiefer verkrampfte sich an ihrer Schulter, seine Stimme war tief und rau, aber auch zutiefst reuevoll. "Ich wollte nicht gehen, Liebling. Das schw?re ich dir." Sie nickte an seiner Schulter, vergrub ihr Gesicht in der Halsbeuge. Sein Duft nach geschliffenem Stahl, Kiefernzweigen und einer Spur von Asche umh¨¹llte sie wie eine warme, scharfe und sichere Erinnerung. Es war ihr gleichg¨¹ltig, dass die anderen zusahen. Es war ihr gleichg¨¹ltig, dass sie eigentlich eine K?nigin sein sollte. In diesem Moment war sie nur eine Tochter. Und das letzte Puzzleteil ihrer Welt f¨¹gte sich mit einem deutlichen ¡¯Klick¡¯ zusammen. Als sie sich schlie?lich von ihm l?ste und sich die Tr?nen abwischte, hielt sie immer noch Kaideons Hand und musterte seine Verletzung. "Auch du bist verletzt", murmelte sie, dann wanderte ihr Blick zu Rodvan. Er sah besser aus als ihr Vater und besser als Jian, dennoch war sein Handgelenk verbunden. Neveah trat auf ihn zu, in seine ausgebreiteten Arme. "Rodvan... Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Du hast mir gefehlt", fl¨¹sterte sie leise. "Ich habe dich auch vermisst, Kleine", entgee Rodvan, w?hrend er liebevoll Neveahs Haar streichelte. Neveah nickte Conrad zu, der nicht mit Jian in die Dimension gereist war, und sie hatten h?ufig Kontakt, seitdem sie ihm die Obhut ¨¹ber die D¨¹nen ¨¹bessen hatte. Doch eine Person fehlte ihr noch. Ein weiterer D¨¹nenherr, der auch Teil von Jians Elite-Team gewesen war. "Rodvan, wo ist Orin?" "Er konnte es nicht ertragen, Isa und das Baby zur¨¹ckzssen, um mich auch nur einen Moment zu sehen?", fragte Neveah mit einem leisen Kichern. "Das ist verletzend, ich dachte, er verehrt mich." Die Stimmung ?nderte sich scgartig, und Neveah sp¨¹rte es sofort. Ihr Blick wanderte hin und her zwischen den Dreien, ihrem Vater... Rodvan und Conrad. "Vater...", setzte Neveah z?gerlich an. "Orin ist zur¨¹ck in den D¨¹nen, oder?..." Keine Antwort. "Oder?", dr?ngte sie, ihr Herz zitterte, als Angst sich in ihren Adern zusammenzog. "Es tut mir leid... Kleine", war Rodvan der Erste, der die Stille brach. "Orin... ist nicht zur¨¹ckgekehrt." Er beendete den Satz. Neveah hatte das Gef¨¹hl, als ob die Welt zum Stillstand k?me. "Er... ist nicht zur¨¹ckgekommen...?", fragte sie und sch¨¹ttelte ungl?ubig den Kopf. "Was bedeutet das..." "Nachdem wir die Sicherheit von Fort zed gew?hrleistet hatten, traf uns der Zusammenbruch der Dimension. Wir versuchten zu entkommen, aber das Ungeheuer aus dem Schwarzen Meer war frei gekommen. Jemand musste in den Kampfkreis eintreten und es aufhalten, uns zu verfolgen..." Rodvan atmete scharf und zittrig ein. "Und bevor es jemand anderes tun konnte... ?nderte Orin die Flugroute. Er... flog hinein..." "Kurz vor dem Zusammenbruch. Die Dimension zerfiel... mit ihm darin." "Oh, ihr G?tter! Isalder... oh nein...", Neveah sp¨¹rte, wie ihr die Kraft entwich, die Welt drehte sich, und sie verlor das Gleichgewicht. Chapter 792: So sei es (Kap.793)

Chapter 792: So sei es (Kap.793)

Ein fester Halt um ihre Taille verhinderte ihren Fall. Sie brauchte nicht zu sehen, um zu wissen, wer es war. "Jian...", fl¨¹sterte sie. "Ist das der Grund..." "Warum hast du es mir nicht erz?hlt?" Ihre Stimme war von Verzweiflung erf¨¹llt, schmerzvoll. Jian verst?rkte seinen Griff und zog sie zur¨¹ck an seine Brust, sodass er sie jetzt mit beiden H?nden hielt. "Lasst uns allein", sagte Jian leise, seine Stimme bestimmt, doch ausgugt. Die Landettform leerte sich und Kaideon verweilte einen Moment, um Neveah tr?stend auf die Schulter zu tippen. "Sp?ter, komm zu mir." Und dann war auch er verschwunden, auf dem Weg in die H?llenburg. Neveah und Jian waren nun alleine. Er umarmte sie noch fester, schmiegte sich an ihren Hals und atmete ihren Duft ein. "Es tut mir leid", murmelte Jian, sein Ton dumpf gegen den Kragen ihres Reitanzugs. "Ich konnte es einfach nicht sagen." "Ich hatte dich endlich in den Armen und ich ... ich konnte einfach nicht zugeben, dass ich ... versagt habe." Seine Stimme war heiser, bden mit der Last der Verantwortung. "Es h?tte ich sein sollen. Wenn jemand h?tte ein Opfer bringen m¨¹ssen, dann h?tte es ich sein sollen, um mein Volk zu sch¨¹tzen." Neveahs Herz erstarrte. "Sag ... sag so etwas nicht. Orins Verlust zerbricht mir das Herz, aber auch dich will ich nicht verlieren. Das w¨¹rde mich umbringen." "Ich m?chte nur wissen, wie ... du das ertragen konntest und es mir oder Xenon nicht anvertraut hast." Ihre H?nde krallten sich an seine Brust, als wollte sie seine Trauer in ihren Knochen verankern. "Du musst so viel Schmerz empfinden ..." Ihre Stimme brach. "Ihr alle ..." "Es tut mir leid", fl¨¹sterte Jian wieder. "Ich wollte einfach nur dein L?cheln sehen. Ich habe es so verzweifelt gebraucht." Sie seufzte und drehte sichngsam in seinem Griff um, sodass sie nun zu ihm aufsah. "Ich bin nicht ... nicht nur f¨¹r die guten und leichten Zeiten hier. Nach all dem, was wir durchgestanden haben, wei?t du das immer noch nicht?" fragte Neveah ihn ernst. "Dass ich bei allem bei dir bin. Schmerz, Verlust, Kummer ... das alles. Das bedeutet diese Bindung f¨¹r mich ... das muss sie bedeuten." "Ich wei?. Ich wei?", murmelte er und sein Blick war von Schmerz erf¨¹llt. "Es ist nur ... so schwer. Ich habe seit Jahrzehnten keinen ... Drachen mehr verloren. Lodenworth und jetzt Orin ..." "Mache ich etwas falsch? Denn ich versuche es, Veah. Ich versuche alles richtig zu machen. Aber manchmal ... versage ich." Seine Stimme verng. "Du hast alles richtig gemacht, Jian. Du bist bis nach Fort zed gegangen, hast alles riskiert, um sie zur¨¹ckzubringen, und du hast es geschafft. Du hast die Festung wieder hergestellt ... das ist nicht falsch", meinte sie besonnen. "Und Orin ...", Neveah stockte und atmete zitternd aus. "Ich bin so voller Wut, ich m?chte alles niederbrennen. Alle ... f¨¹r Orin, f¨¹r Narx ... f¨¹r meine Mutter ..." Jians Stimge zitterte vor Wut. Er wusste es. Er kannte die ganze Wahrheit. "Dann sei es so." Neveah z?gerte nicht mehr. "Wenn ich zwischen dir ... oder ihnen entscheiden muss, w?hle ich dich, Jian. Immer." "Wenn Aloria brennen muss, um deinen Zorn zu stillen. Dann soll es brennen." __________ "Vater." Neveah ging hin¨¹ber und setzte sich an den Tisch gegen¨¹ber, wo Kaideon in einem Arbeitszimmer der H?llenburg ¨¹ber einer Karte gebeugt sa?. Er blickte auf, ein kleines L?cheln auf seinen Lippen. Sie konnte dar¨¹ber hinaussehen, sah den Kummer, der wie ein Tuch ¨¹ber ihmg.Orin war ein Drachenlord, aber er war mehr als das, er war ein D¨¹nenlord. Es war mehr als nur Trauer, es war das Gewicht des Verlusts einer Familie. "Wie geht es ihm? Meinem Lehnsherrn?" fragte Kaideon. "Nicht gut", murmelte sie leise. "Und ich w¨¹nschte, das Ausl?schen der Fae w¨¹rde etwas ?ndern, aber ich wei?, dass es das nicht wird. Es ist einfach etwas, das getan werden muss ... und dann m¨¹ssen wir einen Weg finden, wie er wirklich heilen kann." "Und wie geht es dir?" fragte Kaideon. "Ich bin..." Neveah begann, aber Kaideon unterbrach sie, griff ¨¹ber den Tisch und nahm Neveahs Hand. "Du und Orin, ihr wart eng verbunden. Ich wei?, dass du ihn liebst... dass du all deine Onkel liebst. Also sag mir die Wahrheit." Neveah ?fe den Mund, um zu sprechen, fand jedoch nicht die richtigen Worte, um dieses Gef¨¹hl zu beschreiben. Die Schwere in ihrer Brust, die sich anf¨¹hlte, als w¨¹rde sie erdr¨¹ckt. "Ich kann einfach nicht uben, dass Orin tot ist", fl¨¹sterte sie schlie?lich, ihre Stimme brach in ein Schluchzen aus. "Wir haben ein Brettspiel in der Bibliothek unvollendet gssen... Ich kann es einfach nicht uben..." "Ich meine, er hat einen Sohn..." "Wei? Isalder davon? Und Tara?" fragte Neveah heiser. "Wir haben uns von Jian getrennt und sind zuerst zu den D¨¹nen geflogen. Sie wei? ... es geht ihr nicht gut. Sie will Kes Kopf", berichtete Kaideon und seufzte schwer. "Einer Frau, die ich als Familie betrachte, sagen zu m¨¹ssen, dass ihr Herrscherdrache und der Vater ihres Kindes nicht mehr nach Hause kommen wird, ist das Schwerste, was ich seit dem Verlust deiner Mutter tun musste", gestand Kaideon. "Und was passiert jetzt?" fragte sie. "Die Fae werden bezahlen. Durch den Kops der Dimension ist Orins Energiesignatur nicht mehr mit uns verbunden. Es ist schwer festzustellen, ob er..." Kaideon brach ab. "Wenn die Magier die Dimension f¨¹r unzug?nglich halten, m¨¹ssen wir bereit sein, Orin gehen zussen", murmelte Kaideon. "Ich hasse das ... Vater, ich hasse das", schluchzte Neveah leise. Nach einem Moment atmete siengsam aus und wischte sich ¨¹ber die Augen. "Ich werde innerhalb einer Stunde mit Jian nach Aloria reiten. Aber es gibt etwas, das ich dir zuerst sagen muss", sagte Neveah mit ernster Stimme. "Ich wei?, es ist nicht der beste Zeitpunkt, und ich habenge ¨¹berlegt, ob ich es dir sagen soll. Aber du wirst es bald erfahren, und es ist besser, wenn du es von mir h?rst... sowie die ganze Geschichte, die sonst niemand kennt." Kaideon hob eine Augenbraue. "Ist etwas passiert, w?hrend ich weg war? Bist du verletzt?" "Nein, nein", sagte Neveah schnell. "Alpha-K?nig Nn war hier." Kaideons Augen verengten sich. "Nn... wie in..." "Ja, Vater." best?tigte Neveah. "Nn, wie der Bruder meiner Mutter. Aus der Winterdom?ne. Und er war nicht alleine... er hatte seine Armee dabei." Kaideon sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Wie hat er es ¨¹berhaupt geschafft..." "Ich ube, die Fae wollten, dass ich ihn t?te", murmelte Neveah. "Irgendein n, um mich zu verwirren. Aber das ist nicht das, was mich beunruhigt." "Sag es mir", forderte Kaideon, als Neveah z?gerte. "Ich ube... und wir wissen nichts Genaues, aber er behauptet, sie k?nnten meine Mutter gefunden haben." Chapter 793: Aloria (Kap. 794)

Chapter 793: Aloria (Kap. 794)

Aloria ragte mit seiner ganzen gespenstischen Sch?nheit vor uns auf. Still und unscheinbar, bis auf das Fl¨¹stern der Nacht. Selbst vom Himmel aus gab es nur ein Wort, um den k?niglichen Fae-Wald zu beschreiben. Bezaubernd... Es w?re ein atemberaubender Anblick gewesen, w?re da nicht die feurige Zerst?rung am Horizont. Als sie schlie?lich eintrafen, war die Nacht von Dunkelheit umh¨¹llt. Jian kreiste einmal, bevor er am Waldrandndete, wo bereits einige Drachenlords warteten. Unter Neveahs Stiefeln knirschte das herabgefallene Laub, als sie absa? und ihre Umgebung musternd absuchte. Die drei Schwadronen waren bereits vor ihnen eingetroffen und Lord Egwain war schon seit einiger Zeit in Aloria. Wie sie erfuhr, war die weite Fl?che Alorias von allen Seiten umschlossen. Auf dieser Seite des Waldes befand sich die zweite Schwadron. Die erste und dritte Schwadron, angef¨¹hrt von Xenon und Decaron, hatten an verschiedenen Stellen Position bezogen, alle auf der anderen Seite des Waldes. Die vierte Schwadron war umverteilt und aus gutem Grund ausgeschlossen worden. Aloria war selbst jetzt v?llig ruhig. Wenn Neveah es nicht besser gewusst h?tte, h?tte sie annehmen k?nnen, dass die Fae sich des Kommenden nicht bewusst waren. Sie hatten keine Bataillone entsandt, um die Drachen zu empfangen. Aber die Fae waren keine Narren. Egal, wie viele Bataillone sie hatten, ihre Bev?lkerung w¨¹rde Aloria nicht retten k?nnen. Sie hatten etwas anderes, das dies k?nnte... Das Arkane. Aber dar¨¹ber war Neveah nicht allzu besorgt. Sogar das w¨¹rde hinf?llig werden, sobald man Ke ausschalten w¨¹rde. Der Kommandeur vor Ort war Lord Mellindor, ein geehrter Drachenlord der zweiten Schwadron, und sein Reiter, Lord June. Sie kamen her¨¹ber, um Neveah und Jian zu begr¨¹?en. "Mein Lehnsherr. Eure Hoheit." Die Lords Mellindor und June begr¨¹?ten sie und verneigten sich tief. "Ruhe." Neveah gab die Eubnis, und Jian brummte zustimmend. "Alle Schwadronen haben Stellung bezogen. Wir haben einen festen Umkreis gebildet; Aloria ist umzingelt. Nichts kommt hinein oder heraus", meldete Lord Mellindor. "Alle Einheiten stehen bereit und warten auf Ihre Befehle. Die einzige Einheit, die innerhalb des Umkreises aktiv ist, wird von Lord Egwain von der Akademie der Magie und seinen Magiern gef¨¹hrt", fuhr Lord June fort. "Wir haben den Befehl erhalten, ihnen einen Posten an der Frontlinie zuzuweisen." Lord Egwain erblickte sie und eilte her¨¹ber. "Eure Gnaden." Er gr¨¹?te, und Jian unterbrach ihn, bevor er niederknien konnte. "Lasst die Formalit?ten, Egwain", sagte er. "Eure Einheit ist aktiv. Ich ben?tige einen Bericht." "Wie befohlen haben wir so viele Portal¨¹berg?nge wie m?glich gest?rt", berichtete Lord Egwain. "Wie viele?" fragte Jian. "Einige hundert", antwortete Egwain. "Es ist schlie?lich Aloria. Portal¨¹berg?nge gibt es hier so viele wie Stra?en in der Zitadelle." Jian nickte verst?ndnisvoll. "Wienge wird es dauern, bis Aloria vollst?ndig gesichert ist?" Egwain ¨¹berlegte einen Moment. "Wir werden unser Bestes geben. Aber die Fae sind aus Magie entsprungen. Snge die Magie in dieser Region nicht vor¨¹bergehend deaktiviert werden kann, ist schwer zu sagen, dass sie nicht in der Lage sein werden, ein oder zwei Portale zu errichten, trotz unserer Anstrengungen." "Deswegen haben wir an der Frontlinie ein St?rungssiegel errichtet. ?f sich ein neues Portal, werden wir es als Erste wissen, bevor irgendetwas durchkommt", versicherte Lord Egwain."Dann setzen wir auf Sie", sagte Jian und nickte verst?ndnisvoll. "Die Akademie der Magie ist unendlich dankbar f¨¹r diese Ehre, Eure Exzellenz", bekundete Lord Egwain ¨¹berschw?nglich. "Es ist keine Ehre", entgee Jian schlicht. "Die Eliteeinheit, die ihr zur meiner Eskorte zusammengestellt habt, erwies sich als unentbehrlich. Und mein Geliebter berichtet, dass ihr hier dasselbe vollbracht habt. Asvar ist euch dankbar." Er legte Lord Egwain die Hand auf die Schulter. "Einen Moment, Geliebte", sagte Jian zu Neveah und setzte seinen Weg fort, mit den Lords Mellindor und June im Gefolge. Neveah beobachtete ihn, ein Anflug eines L?chelns umspielte ihre Lippen. Sie warf Lord Egwain einen Blick zu, der immer noch verwundert ¨¹ber ihren Austausch schien. "Euer Exzellenz..." fing er an, doch Neveah fiel ihm ins Wort. "Ihr habt es geh?rt. Es ist nicht nur eine Ehre ... es ist eure Stellung. Nun solltet ihr zur¨¹ckkehren und diese Stellung behaupten", ermahnte sie ihn. "Sofort", erwiderte Lord Egwain eilig und ging l?chelnd davon, ein unerwartetes Verhalten f¨¹r jemanden, der an einer Bgerung beteiligt war. Neveah fragte sich, ob ihm bewusst war, dass die Anerkennung der Magier bedeutete, dass ihre beh¨¹teten Tage an der Akademie nun vorbei waren. Sie waren schlie?lich keine wahrhaftigen Kriegsg?tter wie die Drachen und hatten auch keine undurchdringlichen Panzerschuppen. Von hten zu Blutvergie?en, von Jagden zu dunkler Magie und Dimensionen ¨C die harte Realit?t aus Feuer und Blut und das Gewicht jener Verantwortung w¨¹rden viel von ihnen fordern. Und doch schien ihnen der Preis nicht allzu viel auszumachen. ¡¯Ist es bei dir nicht genauso?¡¯ Demevirlds Stimme grollte in Neveahs Gedanken und mischte sich, wie immer, im unpassendsten Moment ein. ¡¯Schweig!¡¯, brachte Neveahs Wolf hervor, bevor es Neveah selbst tun konnte. Ein am¨¹siertes Zucken umspielte Neveahs Lippen, ungeachtet der eigenartigen Umst?nde. Als sie die Verbindung zu ihrem Bewusstsein sp¨¹rte, suchte sie nach Jian und wie sie vermutet hatte, suchte auch er ihren Blick. Als sich ihre Blicke trafen, neigte er leicht den Kopf und winkte sie zu sich. Innerhalb nur eines Tages hatte sich ihre Bindung wieder rasch verst?rkt, als wollten sie die verlorene Zeit aufholen. An den kleinen Dingen konnte sie es sp¨¹ren, zum Beispiel daran, dass sie merkte, wenn er nach ihr Ausschau hielt. Neveah schritt zu ihm und nahm seine ausgestreckte Hand, als sie ihn erreichte. Abseits von den Lords Mellindor und June waren drei weitere Drachenlords der zweiten Streitmacht um ihn versammelt. Die Drachenlords gr¨¹?ten Neveah mit einer tiefen Verbeugung, und Neveah bedachte sie mit einem kleinen L?cheln, ehe sie Jian folgte, der sie beiseite zog. "Geliebte. Meine Drachen sind es nicht gewohnt, Seite an Seite zu dienen mit..." "Zauberschwingern?" fragte Neveah weise. Jian hob eine Braue. "Ich wollte ¡¯Magier¡¯ sagen. Ich benutze keine farbenpr?chtige Ausdrucksweise", erinnerte er sie mit einem Ton, der ihre Aufrichtigkeit widerspiegelte. "Ich wei?, ich wei?. Die H?llendrachen haben auf mich abgef?rbt", murmelte Neveah und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Er l?chelte schwach. "Nun, die Staffeln sind Eliten, sie arbeiten perfekt im Gleichng. Eine neue Einheit zu integrieren k?nnte Schwierigkeiten bereiten, aber sie sind nicht dagegen. Sie uben an das, was auch du vertrittst." "Ich auch, aber ich werde vielleicht nicht immer bevorzugen, die Magier miteinzubeziehen. Wirst du f¨¹r mich da sein?" Neveah neigte den Kopf leicht zur Seite. "Ich bin doch hier, oder? ¨¹bess die Magier mir." Chapter 794: Runenstück 2 (Kap.795)

Chapter 794: Runenst¨¹ck 2 (Kap.795)

Der Thronsaal hatte sich noch nie k?lter angef¨¹hlt. Selbst wenn Schnee vom n?rdlichen Gebirgskamm durch die steinernen Fenster hereinwehte oder die Geister der Ahnen durchzogen und eine K?lte hinterlie?en, war es nie so kalt geworden. Diese K?lte war tiefer. Schwerer. Die Art, die in Kes Knochen kroch und ihr L¨¹gen zufl¨¹sterte, die siengsam zu uben begann. Der Marmor unter ihren nackten F¨¹?en pulsierte mit dem Unbehagen von Aloria. Selbst die Magie, die den Wald heilig hielt, zitterte. Drau?en h?rte sie es. Panik, die wie Feuer in den ?u?eren H?fen aufmmte. Das Gefl¨¹ster von Drachen. Von Fl¨¹geln, die die Sonne ausl?schen. Von Drachenreitern, die wie Omen zwischen den B?umen hervorkamen. Ke stand vor dem Thron, eine Hand an die W?lbung ihres Unterleibs gepresst, die andere in der Faust an ihrer Seite. Ihre Robe, bestickt mit versilberten Bl?ttern und blutfarbenen Ranken, hing wie eine Haut, die sie nicht mehr erkannte. Um sie herum bewegte sich der Rat der Fae in ?ngstlicher Stille und beobachtete sie, als w?re sie diejenige, die dieses Schicksal ¨¹ber sie gebracht hatte. Denn das hatte sie. "Mdy, Euer Befehl..." Einer der k?niglichen Fae-Wachen trat vor. Ein Zittern in seiner Stimme. Seine Hand auf dem Griff seiner Klinge. Sie antwortete nicht. Bewegte sich nicht. Ihre Augen waren auf den versiegelten Torbogen auf der anderen Seite des Thronsaals gerichtet. Ihr Herzscg stotterte, dann beschleunigte er sich, als die Luft flirrte. Ein Kr?useln in der Luft, und dann ?fe sich ein Riss. Es wirbelte dunkle Energie. Das Portal erwachte zischend zum Leben, und aus seiner Tiefe taumelte die Gestalt, die sie hundertmal heimlich herbeigerufen hatte. Er war in zerrissene Lumpen geh¨¹llt, die mit getrocem Blut befleckt waren, und seine Schritte waren uneben. Er st¨¹tzte sich schwer auf einen Stab aus geschw?rzten Knochen, seine Haut war aschfahl, seine Augen waren eingefallen und brannten in unnat¨¹rlichem Licht. Der dunkle Zauberer Beoruh war zur¨¹ckgekehrt. Ke atmetengsam aus. Erleichterung k?mpfte mit Wut. Sie trat von der Trib¨¹ne herunter, das Fl¨¹stern ihres Gewandes hinter sich herziehend wie einngsamer Fluch. In der Kammer herrschte Stille. Das Unbehagen des Fae-Rates in der Gegenwart des dunklen Zauberers war sp¨¹rbar. "Du hast mich angelogen", sagte sie mit einer Stimme, die zu leise war, um sie zu tragen, aber dennoch widerhallte. "Du hast mir gesagt, Jian w¨¹rde niemals zur¨¹ckkehren. Dass die Dimension mit ihm darin zusammenbrechen w¨¹rde. Das war die Abmachung." Beoruh gluckste, tief und heiser. Ein Ger?usch wie Sand, der ¨¹ber s schleift. "Und er ist nicht so zur¨¹ckgekehrt, wie du es erwartet hast." Ke blieb zwei Schritte vor ihm stehen. Ihre Augen fixierten die seinen. "Du hast mir Endg¨¹ltigkeit versprochen." Er lehnte sich n?her, und einen Momentng roch Ke den Geruch von verfallenen Reichen in seinem Atem. "Was ich versprochen habe", sagte erngsam, "war, dass der Drachenk?nig niemals unver?ndert entkommen w¨¹rde. Ich habe mein Wort gehalten." Ein ckern von Magie entfachte zwischen ihnen. Ihre eigene Macht mmte daraufhin auf. Das Arkane in ihr stieg auf wie eine Flut unter ihrer Haut. Sie f¨¹hlte sich dadurch spr?de. Unstabil. "Warum f¨¹hrt er dann in diesem Moment eine Bgerung von Aloria an? Warum setzen seine Drachen meine Schutzw?lle in Brand? Warum schreit mein Volk au?erhalb dieser Mauern?" Sein L?cheln verzog sich. "Weil er direkt in seinen Tod hineingufen ist. Und dieses Mal darfst du zusehen." Ke erstarrte. Der Thronsaal hatte sich wieder beruhigt, obwohl sie immer noch entfernte H?rner h?ren konnte, Fae-rmrufe von den h?heren ?sten. "Erkl?re." "W?re es nicht befriedigender, meine K?nigin", murmelte Beoruh, "ihm in die Augen zu sehen, wenn er f?llt? Die Angst in ihm zu sehen, bevor er verzehrt wird?" Sie antwortete nicht. Ihre Gedanken ¨¹berschlugen sich, sie k?mpfte darum, den Faden der Kontrolle zu behalten. Sie hatte alles verraten ... ihren Hof, ihre Schwester, ihren Drachen, sich selbst, alles f¨¹r die Macht. F¨¹r Rache. Und jetzt sprach dieser Verr¨¹ckte in R?tseln und bat sie, ihm wieder zu vertrauen. Nein. Nicht schon wieder. "Wenn Jian Aloria ¨¹berrennt", sagte sie kalt, "schw?re ich dir, dass ich nicht allein sterben werde. Ich werde diesen Wald bis auf die Wurzeln niederbrennen und dich mit mir nehmen." Beoruh zuckte nicht zur¨¹ck. "Keiner wird sterben. Nicht heute. Denn die Fae werden nicht diejenigen sein, denen sie gegen¨¹berstehen." Eine Pause. Ke blinzelte. "Was willst du damit sagen?" Er trat zur¨¹ck und deutete auf das n?rdliche Fresko, das in die Wand gehauen war. Eine uralte Darstellung der Harmonie zwischen Aloria und dem Drachenreich. Drachen und Feen standen Seite an Seite nach der Trennung. "Das hei?t, deine Feinde uben, sie bek?mpfen die Feen. Aber in Wirklichkeit betreten sie v?llig anderen Boden." Kes Blut gefror. "Was hast du getan?" "Das, wozu du mich aufgefordert hast. Die Regeln zu brechen. Das Gleichgewicht zu verschieben. Dinge heraufzubeschw?ren, die zu tief begraben liegen, als dass man sich an sie erinnern k?nnte." Ihre Kehle wurde trocken. Sie sah ihn an, sah ihn wirklich an, und im ckern eines Moments erkannte sie das enorme Wesen, mit dem sie sich verb¨¹ndet hatte. Die Narben auf seiner Haut waren keine Kampfverletzungen... es waren Runen, die Seelen gefangen hielten. "Ich habe einen Ausweg f¨¹r Aloria", fuhr er fort, mit einer Stimme, tief und gef?hrlich. "Aber ich ben?tige deine Zusammenarbeit. Du musst die innere Schranke aktivieren, den Wald versiegeln. Und mir das geben, weswegen ich hierher kam." Ke hielt den Atem an. "Ich wei? nicht, wovon du sprichst." "Ach nein? Ich denke doch." Beoruh hielt dagegen. "Es ist nicht sicher bei dir", fl¨¹sterte sie. "Du hast geschworen, Aloria zu helfen. Nicht das zu erwecken, was vergessen bleiben sollte." "Und dennoch sind wir hier, genau da, wo wir sein wollten. Du hast mich gerufen, um das Schicksal neu zu schreiben. Du hast nach mir gerufen, als sich dein Volk von dir abkehrte. Als deine eigene Schwester durch deine Hand gefallen ist. Als das Arkane erwachte und der Wald begann, erneut zu sprechen." Ihre Sicht verschwamm. Sie sah das Gesicht Adriennes, sanft und erschrocken, Blut quoll zwischen ihren Lippen hervor. Sie sah Jians Augen, erf¨¹llt von Zorn und T?tungsabsicht. Sie sah Lodenworth ... stumm, verschwunden. Ihr Kind trat in ihrem Leib. Alles entglitt ihr. "Die Rune, die Feen haben ein St¨¹ck davon", fl¨¹sterte der Zauberer wieder. "Gib sie mir, und ich werde Aloria un¨¹berwindlich machen. So wie fr¨¹her. Wie in den alten Zeiten." Ke bewegte sich nicht. Einen Momentng schien es, als w?re der Raum ein Gem?lde, jeder Edelmann erstarrt in atemlosem Schrecken, jede Fackel ckerte mit unnat¨¹rlichem Wind. Schlie?lich drehte sie sich um. Sie ging zur¨¹ck zum Podium. Jeder Schritt wurde schwerer. Langsamer. Am Fu? des Thrones, eingemei?elt unter dem Sitz, befand sich ein Schloss aus Knochen und Kristall. Sie kniete nieder und dr¨¹ckte ihre Handfl?che darauf. Der Stein klickte und ein Impuls aus Licht mmte auf. Hinter ihr l?chelte Beoruh. Sie nahm das Runenst¨¹ck. Hielt es zwischen zitternden Fingern. Dann blickte sie zur¨¹ck. "Wenn du mich verr?tst", sagte sie, "werde ich daf¨¹r sorgen, dass du an einem Ort begraben wirst, an den sich nicht einmal die Zeit erinnern wird." Sein Grinsen wurde breiter. "Liebling, das bin ich bereits." Ke schloss ihre Augen. Und ¨¹berreichte ihm das Runenst¨¹ck. Chapter 795: Abgeschlossen (Kap.796)

Chapter 795: Abgeschlossen (Kap.796)

Wenn Neveah ein Zeichen gebraucht hatte, dass die Fae genau wussten, was auf sie zukam, dann lie? dieses Zeichen nichtnge auf sich warten. Eine magische Barriere erwachte zum Leben und umschloss Aloria mit einer pulsierenden Wand aus Arkane. Die innere Barriere Alorias hatte schon immer existiert, verborgen, ein Mythos, der in Drachenrollen und Fae-Liedern gefl¨¹stert wurde. Neveah hatte davon geh?rt: eine undurchdringliche Schutzmauer, die allem standhalten konnte ¨C zumindest hatte sie das bisher. Die Barriere war der Versuch der Fae gewesen, zumindest den k?niglichen Wald und die k?nigliche Blutlinie vor den Schrecken zu bewahren, die ¨¹ber das Land hereinbrachen. Die Chroniken schrieben, dass eine errichtete Barriere Monate, wenn nicht gar Jahre bestehen konnte, und das ¨¹ppige, fruchtbare Land Alorias, gemeinsam mit seiner Naturmagie, w¨¹rde die Fae innerhalb der Grenzen mit allem versorgen, was sie zum ¨¹berleben brauchten. Doch nun schimmerte diese Barriere wie geschmolzenes Silber, durchzogen von Blitzen, eine lebendige Wand, die unter ihrer eigenen Kraft ?chzte. Sie war kein Schutz mehr, sondern ein K?fig. Eine Notbremse. Ein letzter Atemzug, bevor das Ertrinken kam. Es war eine grausame und bittere Realit?t, dass die Fae jeden anderen Wald und jeden anderen n ihrem Schicksal ¨¹bessen hatten ¨C nur die innerhalb der Grenzen des k?niglichen Waldes waren gesch¨¹tzt. "Wie charakteristisch..." murmelte Neveah. Sie trat einen Schritt zur¨¹ck und neigte ihren Kopf, um den gew?lbten Veuf der Barriere zu verfolgen, die bis in die Wolken hinaufstieg. Ihre Wolfssinne regten sich unruhig. Die Barriere war zu weit, zu hoch. Sie w¨¹rde alle Flugmuster st?ren. Nicht einmal die zweite Schwadron w¨¹rde einen Weg dar¨¹ber finden ¨C es sei denn, sie umflogen sie. Aloria hatte sich selbst eingesperrt. Nicht die Drachen, die gekommen waren, um es zu bgern. Die Fae hatten sich zuerst selbst bgert. Ob dieser Schritt aus Verzweiflung heraus oder aus pr?ziser nung entstanden war, konnte Neveah noch nicht sagen. Noch beunruhigender aber war, wie Jian darauf reagieren w¨¹rde. Den ganzen Wald niederzubrennen war bing keine denkbare Option gewesen, doch jetzt... Die B?ume bebten unter dem Druck der Magie und dem Gewicht der Barriere. Neveah schwang sich auf dem Absatz herum und eilte zur¨¹ck. Au?erhalb der Absperrung hatte sich Jian mit der zweiten Schwadron um eine geschnitzte Stammkarte versammelt, die mit wechselndem Licht und magischen Glyphen durchzogen war. Das leise Gemurmel verstummte, als sie ankam. "Geliebte..." begann Jian zu sprechen, vermutlich bereits ahnend, dass sie den Magiern einen Befehl gegeben haben k?nnte, der diese Situation ausgel?st hatte. "Das waren nicht wir", erkl?rte sie ohne Umschweife. "Die Fae haben Aloria versiegelt. Der ganze Wald steht unter magischem Verschluss." Jian blickte von der Karte auf, seine Brauen zogen sich zusammen. "Warum sollten sie sich selbst in eine Falle sperren?" Sie wollte gerade antworten, als ein Schatten ¨¹ber ihnen hinwegzog und die Au?enbezirke Alorias umkreiste, offenbar auf der Suche nach einem geeien Landetz. "Kirgan?" murmelte Jian, wobei sein Blick in den Himmel wanderte, wo der smaragdgr¨¹ne Drache kreiste. Wenige Augenblicke sp?ter eilte Kirgan zu ihnen. Sein Gewand war ru?verschmiert und sein Mantel feucht von giftigem Verdunst. Seine grimmige Miene lie? sie verstummen. "Ich dachte, Veah h?tte dir befohlen, Menarx zu begleiten," sagte Jian und schritt zu Kirgan hin¨¹ber. "Wir haben ein Problem, mein Lehnsherr," sagte Kirgan, keuchend vor Anstrengung. "Ein gro?es." Jian richtete sich auf. Neveah trat n?her heran und betrachtete Kirgan mit wachsender Besorgnis. "Menarx und ich sind dem Zauberer Beoruh auf die Spur gekommen," begann Kirgan, seinen Blick fest auf Jian gerichtet. "Er benutzt Seelenmagie. Alte Seelenmagie. An Orten, die von Massentod gepr?gt sind." Neveah sp¨¹rte die Worte wie einen Nadelstich in ihrer Brust. Massentod... Sie hatte sich immer gefragt, warum Ke ausgerec den Vulkan ausgew?hlt hatte. "Wie der Vulkan...", murmelte sie. Kirgan nickte mit grimmiger Miene. "Und der giftige Wald. Er hat eine Spur aus alten Runenkreisen hintessen ¡ª durch Canyons und Schattengift. Wir haben die ganze Zeit geubt, er w¨¹rde eine Schattenarmee aufbauen, aber das war es nicht. Er bereitet etwas vor, das verankert werden soll." "Verankern..." Neveah gefiel dieses Wort nicht. "Nicht eine Festung innerhalb der Dimension von Forlorn wie bei Fort zed. Das Gegenteil. Garron ubt, dass er die Dimension hierher verankert." Die Wortesteten schwer. Jians Gesicht blieb unbewegt, aber das Licht in seinen Augen wurde sch?rfer. "Er versucht, die Bestien hierher zu holen." "Ja, und Garron meint, dass er bei seinen Bem¨¹hungen ?u?erst erfolgreich war," fuhr Kirgan fort. "Jeder Ort k?nnte jetzt zu einem Eintrittspunkt werden. Ein Riss. Eine Schnittstelle, wo die beiden Reiche ineinanderbluten." Neveah legte eine Hand an den Bogen an ihrer H¨¹fte. Sie konnte kaum fassen, was sie h?rte. "Aber die Bestien sind im dunklen Meer gefangen, und mit dem Zusammenbruch der Dimension... Sie k?nnen das Siegel nicht durchbrechen, es sei denn..." Kirgan nickte d¨¹ster. "Das Siegel ist eng mit der Dimension verwoben. Deshalb darf Magie dort ¨¹berhaupt nicht funktionieren." Jians Blick wurde k¨¹hler, sch?rfer. Er wusste bereits, worauf Kirgan hinauswollte. "Aber wir haben diese Bindung gel?st. Als wir die Rune umkehrten. Wir haben ihm gegeben, was er ben?tigte.""Er hat deine Flucht zugssen", sagte Kirgan leise. "Weil er diese Befreiung wollte. Die Umkehrung erzeugte eine Welle, etwas, das stark genug war, um das Siegel des dunklen Lords ¨¹ber dem Schwarzen Meer zu zerrei?en. Das Siegel ist gebrochen. Die Vessenen k?nnen... und werden es ¨¹berqueren." Die Magierkarte auf dem geschnitzten Baumstamm blinzelte und ckerte pl?tzlich in einem neuen Abschnitt auf. Eine gezackte Linie teilte nun die R?nder in der N?he von Aloria. "Ist das...?" "Ein sich bildender Canyon", best?tigte Kirgan. "Ein weiterer Eintrittspunkt. Menarx und Garron haben bereits zwei gefunden. Wir k?nnen nicht zssen, dass Aloria zu einem dritten wird." Ein Beben ersch¨¹tterte die Erde und r¨¹ttelte an den B?umen. Die V?gel schrien nicht. Sie waren schon l?ngst geflohen. Der Boden um sie herum knackte. Neveah starrte auf den sich aufspaltenden Boden, ein Zischen und schwarzer Rauch quoll durch die Risse. Schattengift... oder dunkles Miasma, wie es in den D¨¹nen genannt wurde. "Das ger?t au?er Kontrolle. Wie kann Ke das zssen? Aloria ist genau in der Mitte!" Lord June knurrte. "Sie muss uben, dass sie in Sicherheit ist und wir ungesch¨¹tzt sind. Wir k?nnen zusammenpacken und gehen. Bereitet euch auf einen Krieg auf unserer Seite vor. Wenn nichts anderes in der N?he ist, werden sich die blutr¨¹nstigen Bestien auf Aloria st¨¹rzen, bevor sie zu uns kommen." schlug Lord Egwain in einem dunklen Tonfall vor. "Zum jetzigen Zeitpunkt gef?llt mir der n nicht." gab Neveah zu. "Nein." stellte Jian r. "Aloria ist ein Teil meiner Festung. Ich kann mich daf¨¹r entscheiden, sie zu zerst?ren ... aber ich werde nicht zssen, dass etwas anderes so gewagt wird." Das war nicht unerwartet. Bevor er etwas anderes war, war Jian Drachenk?nig. "Garron sagt, wenn wir die genaue Stelle finden, an der Beoruh den Marker tziert hat, um diesen Punkt zum Eingang zu machen, k?nnen wir die Entstehung der Schlucht verhindern." berichtete Kirgan. "Ich kann wetten, dass es in Aloria ist." murmelte Neveah. "Die Barriere macht jetzt Sinn." Jian streckte die Hand aus und legte sie ihr auf die Schulter. Nicht mit Zuneigung. Mit Entschlossenheit. "Wir werden hineingehen m¨¹ssen. Demevirld kann eine arkane Barriere durchdringen, und du hast den besten Einfluss auf sie", sagte er. Neveah z?gerte nicht. Sie h?tte es nicht anders haben k?nnen. "Nat¨¹rlich." "Kirgan wird das Kommando ¨¹ber das zweite Geschwader ¨¹bernehmen." entschied Jian. "Ich sollte auch gehen ..." Kirgan begann zu protestieren, aber eine andere Stimme mischte sich ein. "Warum solltest du gehen, wenn ich noch hier bin?" Xenon schritt heran, ein Schatten glitt ¨¹ber sein Kinn, sein Mantel verfing sich im Wind. Wann erndete, konnte niemand sagen. Seine Anwesenheit vegerte das Gewicht der Lichtung. Still und doch m?chtig "Das erste Geschwader steht jetzt unter Kaideons Kommando." Jian nickte einmal. Als ob er es gewusst h?tte. Es w?re nicht verwunderlich, wenn er es gewusst h?tte. Die beiden waren immer in Kontakt. "Wir werden zu Fu? gehen m¨¹ssen", f¨¹gte Xenon hinzu. "Es wird schwieriger sein, die Barriere in Drachengestalt zu durchdringen. Wir wollen Beoruh nicht rmieren ... und wenn sie Jian sehen ..." Er sprach nicht zu Ende. Das brauchte er auch nicht. Neveah wandte sich an Kirgan. "Was wissen wir ¨¹ber die Rune? Was versucht Beoruh zu vollenden?" Kirgan z?gerte. "Garron sagte, die Rune sei alt. Nicht nur arkan. Es ist ein Schl¨¹ssel, Neveah. Ein Konvergenzsymbol. Es soll Dimensionen ?ffnen und verbinden. Wenn er es mit dem letzten St¨¹ck vervollst?ndigt..." Jians Stimme ng tief und scharf. "Dann werden die Verlorenen in unser Reich str?men. Nicht nur Risse. Ein Tor." "Er will die Festung komplett zerst?ren... so wie mein Vater das dunkle Reich zerst?rte." Das Schweigen, das folgte, war mehr als Schweigen. Chapter 796: Aloria 2 (Kap. 797)

Chapter 796: Aloria 2 (Kap. 797)

Aloria von innen war eine v?llig andere Welt als die Au?enbezirke. Die Ver?nderung begann mit der Temperatur. ¨¹berraschend war es hier w?rmer als drau?en, und die Luft war auch dichter. Durchtr?nkt mit etwas Uraltem... und Unwillkommenem. Sie hatten gerade erst die innere Barriere ¨¹berquert, und seitdem hatte sich jeder Atemzug von Neveah angef¨¹hlt, als w¨¹rde er eine Erinnerung mit sich tragen, die nicht ihre eigene war. Dieser Ort war ihr vertraut. Nicht auf eine beruhigende Art, sondern auf eine beunruhigende Weise. Die Vertrautheit warnte sie, dass sie diesen Ort kannte und ihn f¨¹rchtete. Gigantische B?ume erstreckten sich in stiller Erhabenheit nach oben. Sie waren breit genug, dass sich ein Drache um sie winden konnte, genug um den Himmel zu blockieren und den Wald vor seinem Licht zu sch¨¹tzen. Das Bl?tterdach der B?ume war so dicht verwoben, dass Neveah nicht sicher war, ob der Tag sich von der Nacht unterscheiden w¨¹rde. Die Baumrinden waren mit einem seltsam gef?rbten Moos bedeckt, das im sp?rlichen Licht schwach schimmerte. Es war weder gold- noch silberfarben, sondern hatte einen unnat¨¹rlichen nz irgendwo dazwischen. "Sch?n" war keine ann?hernd passende Beschreibung. Es war unnat¨¹rlich... genau wie Aloria selbst. Neveah beendete ihre Beobachtung mit einem tiefen Ausatmen, einem vergeblichen Versuch, den Druck des magischen Summens, das von allen Seiten auf sie einwirkte, zu lindern. Sie warf einen Seitenblick auf Jian und Xenon. Beide waren still, aber wachsam. Siesen den Wald auf diese perceptivische Weise, die f¨¹r Drachenlords typisch war. "Aloria ist nicht nur ein Wald...", murmelte Jian. "Es ist ein lebendiges, atmendes Wesen." Neveah konnte dem nur zustimmen. Der Wald war auf eine Art lebendig, die sich schwer in Worte fassen lie?. Man konnte praktisch seinen Atem h?ren und seinen Zorn sp¨¹ren. Ob dieser Zorn ihnen galt oder nicht, war ungewiss. Sicher war nur, dass der Wald nicht erfreut ¨¹ber ihre Anwesenheit war. "Sch¨¹tze deinen Geist, Veah", sagte Jian zu ihr. "Vertraue nicht dem, was du siehst oder f¨¹hlst. Das Arkane ist so tief in den Wurzeln des Waldes vergraben, dass es praktisch eins mit ihm ist." "Und mit Demevirld in dir wird man auf dich aufmerksam." Neveah nicktengsam. "Ich werde es im Kopf behalten." "Wie finden wir nun den angeblichen Markierungspunkt, wenn wir nicht einmal wissen, wonach wir suchen?" fragte Neveah und blickte zwischen Jian und Xenon hin und her. Die beiden tauschten einen Blick und sahen dann wieder deutlich zu Neveah. "Stimmt...", sagte Neveah und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Jetzt verstehe ich, warum ich vorsichtig sein muss." Sie machte ein paar Schritte nach vorne, die Stirn leicht gerunzelt. Langsam atmend lie? sie ihren inneren Wolf an die Oberfl?che treten. Ihre Sinne wurden sofort sch?rfer und stellten sich auf den Wald ein. Die Stille und Ruhe des Waldes machten Ger?uschen und Ger¨¹chen tz, die so entfernt waren, dass man sie leicht ¨¹berh?ren konnte. Augenblicklich wurde sie von einer Flut von D¨¹ften und Ger?uschen ¨¹berw?ltigt, so sehr, dass es schwerfiel, sie zu filtern. Aber sie beruhigte ihren Atem und konzentrierte sich. So seltsam es auch war, dunkle Magie hatte einen deutlichen Geruch. Vielleicht weil sie aus den schrecklichsten Quellen stammte, roch sie eindeutig nach Tod... kaltem, reglosem Tod.Drachen konnten dunkle Magie nicht unbedingt riechen, sie konnten sie eher f¨¹hlen. Doch in Aloria war das Summen der Magie sout, dass es schwierig war, sie voneinander zu unterscheiden. F¨¹r Neveah war es allerdings anders. Nichts roch gleich. Und sie wusste genau, wie Beoruhs Magie roch, sie konnte ihre Begegnung auf dem Berg Edar nicht vergessen, selbst wenn sie es versucht h?tte. Und dann war da noch Demevirld. Weil Arkane Kr?fte in ihren Adern pulsierten, konnte sie den Druck dieser Magie leicht erkennen. Vielleicht nicht m¨¹helos, doch sie w¨¹rde sicherlich besser zurechtkommen als jeder andere. ?Es ist schwierig, es genau einzugrenzen, doch ich habe eine grobe Richtung.¡°, sagte Neveah und drehte sich nach einer Weile zu ihnen um. ?Braves M?dchen.¡°, sagte Xenon mit einem leisen Spott und nickte mit dem Kopf, dass Neveah vorangehen solle. Neveah z?gerte kurz. ?Das h?ttest du nicht so... in diesem Ton sagen m¨¹ssen.¡° ?Hat er nicht.¡°, stimmte Jian zu, allerdings schien er eher am¨¹siert als besorgt zu sein. Sie drehte sich um und f¨¹hrte den Weg an, w?hrend sie Xenons leises Kichern ignorierte. Sie gingen schweigend weiter durch den Wald, das einzige Ger?usch war der Wald selbst, der sie zur Vorsicht mahnte. Der Pfad, den sie nahmen, war schmal, allerdings nicht so schmal, dass sie nicht nebeneinander gehen konnten. Er war mit vertrocem Laub bedeckt und manchmal von Unterholz verborgen. Es dauerte nichtnge, bis die erste List des Waldes sich offenbarte. Der anf?nglich einfache, gewundene Pfad teilte sich pl?tzlich in zwei Richtungen. Ein Weg tauchte vor ihnen auf, ges?umt von tten Steinen und kleinen Blumen am Rand, die sanft leuchteten, als wollten sie den Weg weisen. Neveah z?gerte. ?Das war eben noch nicht da.¡° Jian schaute nicht einmal hin. Er bog nach links ab, von den Steinen auf den kahlen Boden und griff nach einem Pfeil von Neveahs R¨¹cken, zog die scharfe Spitze leicht ¨¹ber den Boden. Als das Metall die Erde ber¨¹hrte, verschob sich der Steinweg. Neveah blinzelte und sah, wie sich die Steine bewegten. Es waren keine Steine, sondern winzige gen, die sich zusammengerollt hatten und warteten. Als Jian sie st?rte, zischten sie und schl?ngelten sich ins Unterholz. Neveah sp¨¹rte, wie sich ihr Magen zusammenzog. Sie warf Xenon einen Blick zu. Er runzelte die Stirn und seine Hand gl¨¹hte bereits mit einer kleinen mme, doch das war unn?tig. Die gen waren verschwunden. Zumindest vorerst. ?Dumme Tricks.¡°, murmelte Xenon leise. Je tiefer sie gingen, desto st?rker wurde das Gef¨¹hl der Unheil. Es war nichtut oder offensichtlich, sondern einngsames, schleichendes Unbehagen, als w¨¹rde man einen Raum betreten, den man nicht betreten sollte. Neveah sah h?lzerne H?user, die hoch in den B?umen erbaut waren. Lichter ckerten in den Fenstern. Sie wurden beobachtet. Sie konnte es f¨¹hlen. Neveah spannte ihren Bogen, griff jedoch nicht nach einem Pfeil. Sie beschwor die Magie in sich, formte einen Pfeil aus goldenem Licht und lie? ihn fliegen. Der Treffer war pr?zise, und eines der H?user zersplitterte in Lichtflecken und enth¨¹llte drei Feen, deren Adamantium-Pfeile bereits auf Jian gerichtet waren. ?Lass es sein.¡°, warnte Neveah. ?Ich verspreche dir, du wirst dein Ziel nicht treffen... aber meins sicher.¡° Chapter 797: Aloria 3 (Kap.798)

Chapter 797: Aloria 3 (Kap.798)

**Die Fae ¨¹berlegten ihre M?glichkeiten und kamen zu dem Schluss, dass die Lage aussichtslos war. Mit gesenkten B?gen und fallengssenen Pfeilen zogen sie sich zur¨¹ck.** Neveah hingegen lie? ihren Bogen nicht sinken. ?Ihr werdet eurer Sippe rmachen, dass wir nicht ihretwegen hier sind. Und ihr braucht euch nicht in unsere Angelegenheiten einzumischen, es sei denn, ihr zwingt uns dazu.¡° ?Und falls sich unsere Anwesenheit ¨¹ber diese Furche hinaus verbreitet, ubt ja nicht, dass ich nicht zur¨¹ckkehren werde, wenn ich es f¨¹r n?tig halte.¡° Ihr Pfeil leuchtete heller und schimmerte mit einer starken arkane Aura, die Neveahs Worte untermauerte. Die Fae verschwanden in einem Wirbel aus Fl¨¹geln und panischen Blicken. Vorerst w¨¹rden sie in Ruhe gssen werden, doch es war absehbar, dass der gesamte Wald bald von ihrer Anwesenheit wissen w¨¹rde. Zwischen dem Wald, der sie hinauszudr?ngen versuchte, und den Fae, die sie entdeckt hatten, machte sich Neveah weniger Sorgen um Letztere. ?Die Kampfelfen werden weniger nachsichtig sein¡°, sagte sie und senkte schlie?lich ihren Bogen. ?Wie konnte ich sie nicht sp¨¹ren?¡° murmelte Xenon ver?rgert, denn gerade war ein Pfeil auf Jian abgeschossen worden, ohne dass er es vorher bemerkt hatte. ?Ich habe sie auch nicht gesp¨¹rt. Der Wald verbirgt ihre Anwesenheit¡°, antwortete Jian. ?Er arbeitet zu ihren Gunsten und gegen uns. Neveahs Verbindung zum Arkanen widersetzt sich diesem Prinzip ... zudem sind ihre Sinne generell sch?rfer.¡° ?Je schneller wir zu dieser Markierung kommen, desto besser¡°, entschied Xenon, offensichtlich gereizt von der Tatsache, dass man sich an ihn herangeschlichen hatte. ¨C¨C¨C¨C¨C¨C **Der erste ernsthafte Angriff ereie sich genau in dem Moment, als sie einen breiten Torbogen aus dicken Ranken durchquerten.** Xenon ging zuerst hindurch, und kaum hatte er den Bogen passiert, schossen die Ranken von der Wurzel hoch und krochen auf seinen Fu? zu. Er seufzte und konnte sich blitzschnell aus ihrer Reichweite drehen. Mit zusammengekniffenen Augen beobachtete er die sich windenden Ranken, die sich ineinander vergen und schlie?lich die Form einer humanoiden Kreatur annahmen, die sich auf ihn st¨¹rzte und Ranken aus ihren Handfl?chen schoss. Neveah und Jian hielten sich zur¨¹ck, w?hrend Xenon einen kontrollierten mmensto? auf die Kreatur loslie?. Sie br¨¹llte auf, als die mmen sie vergen, und griff Xenon weiter an. Geschw?rzte Ranken brachen aus ihren Armen und Beinen hervor, erweiterten sich zu einem Netz und versperrten ihnen die Sicht auf Xenon, w?hrend die brennende Kreatur ihn zu attackieren begann und ihm keinen Raum zum Ausweichen lie?. Neveah hatte ihren Bogen in Sekundenschnelle gespannt, doch sie musste ausweichen, als Dutzende von Ranken pl?tzlich aus allen Richtungen auf sie zuschossen. Ein m?chtiger Feuersto? hinter ihr verg die sich n?hernden Ranken. **?Los!¡°** rief Xenon. Neveah st¨¹rzte sich ins Gefecht, die Magie in ihrer Hand ballte sich zusammen und formte eine Klinge, mit der sie der humanoiden Ranke in den R¨¹cken stach und sie durchtrennte. Die mmen, die an ihr leckten, f¨¹gten ihr keinen Schaden zu. Die Rankenwesen explodierten in Glut und magischen Funken, die wie ein Funkenregen ¨¹ber sie herabfielen. Die Kreatur war verschwunden, und zur¨¹ck blieben die Bruchst¨¹cke eines Sprungportals, verstreut auf dem leeren Waldboden. Xenon war fort. ?Sie wollen uns voneinander trennen¡°, stellte Neveah fest. Noch ehe sie sich etwas ¨¹berlegen konnte, drehte sie sich blitzartig um ¨C nur um zu sehen, wie sich ein Portal direkt unter ihren F¨¹?en ?fe, w?hrend Jian verzweifelt gegen die Ranken k?mpfte. ?Veah!¡° rief er und st¨¹rzte sich auf sie, doch sie wurde hineingezogen, bevor er sie erreichen konnte. Das Portal schloss sich augenblicklich ¨¹ber ihr. ¨C¨C¨C¨C¨C¨CDie magische Welle schleuderte Neveah unsanft gegen einen Baum, ihr R¨¹cken prallte hart auf und sie st¨¹rzte zu Boden. Schmerz explodierte ihre Wirbels?ule hinab, Sterne tanzten vor ihren Augen, und ein stechender Schmerz raste durch ihre Schl?fe. Eine warme Fl¨¹ssigkeit tropfte an der Seite ihres Kopfes hinunter. Sie zischte leise, sch¨¹ttelte den stechenden Schmerz ab und ging sofort in die Hocke. Ihre Finger krallten sich um ihren Bogen, ihre Augen verengten sich zu wachsamen Schlitzen. Wie erwartet, hatte man sie mitten auf eine Lichtung gebracht, auf der sich mehr als ein Dutzend k?niglicher Fae-Wachen versammelt hatten. Die Schwerter waren gezogen, und ihre Klingen gl?nzten unangenehm hell. "Die Hohe K?nigin spielt also arkane Tricks von ihrem bequemen Thron aus", murmelte Neveah. "In Ordnung." "Im Namen der Hohen K?nigin Ke..." begann einer der k?niglichen W?chter, doch bevor er weitersprechen konnte, wurde er unterbrochen. Blut spritzte aus seinem Mund, er rang nach Atem, w?hrend ein gl?nzender Pfeil tief in seiner Kehle steckte. "Niemand ¨C weder ihr noch eure Hohe K?nigin ¨C hat das Recht, mir Befehle zu erteilen", stellte Neveah r. "Sie h?tte es besser wissen sollen, als mir all diesen tz zur Verf¨¹gung zu stellen. Doch ich habe keine Zeit, mich mit euch allen aufzuhalten." Ein gieriges Knurren lie? ihren Wolf an die Oberfl?che kommen. Die Verwandlung ¨¹berkam sie, ihre Knochen knackten und formten sich blitzschnell neu. Ohne zu z?gern warf sie sich auf die erste Reihe der k?niglichen Fae-Wachen. Ihre uen durchbohrten ihre K?rper, Blut durchtr?nkte ihr Fell. Neveah sah nur noch rot, die Wut pulsierte hei? durch ihre Adern, w?hrend sie jeden Feind, der sich ihr in den Weg stellte, brutal zerriss. Schlie?lich blieb nur noch ein W?chter ¨¹brig, dessen weit aufgerissene Augen vor Entsetzen blickten. Sein Schwert glitt ihm aus den zitternden H?nden, w?hrend er am ganzen K?rper bebte. Neveahs Blick glitt k¨¹hl ¨¹ber ihn hinweg, ihr Kopf neigte sich leicht zur Seite, w?hrend Blut aus ihren wild zuckenden M?ulern tropfte. Der k?nigliche W?chter zuckte unter ihrer massiven Pfote. Sie hob die Pranke und schlug sie dann gnadenlos nieder, ihre uen gruben sich tiefer in seine Brust. Er blieb reglos. F¨¹r immer. "I... I..." stammelte der W?chter verzweifelt. Aus dieser Perspektive wirkte er wie eine zerbrechliche menschliche Puppe. Doch er wusste es besser: Der m?chtige Leib ihres Wolfes nahm inzwischen ein Viertel der gesamten Lichtung ein. Sie lie? ihn einen Momentng in seiner Angst ertrinken, bevor sie sich zur¨¹ckverwandelte. Ihre menschliche Gestalt war jetzt nur noch ein paar Zentimeter kleiner als er. Doch der W?chter war nicht weniger ersch¨¹ttert. Er sank auf die Knie, unf?hig, auf gleicher H?he mit ihr zu stehen. Neveah hockte sich vor ihm hin und fixierte den zitternden Mann mit scharfem Blick. "Wisst Ihr zuf?llig, wo ich meine Lord Dragons finden kann?" fragte sie. "Ich bin in Aloria nicht besonders ortskundig, wie Ihr seht." Er sch¨¹ttelte panisch den Kopf. Neveah atmetengsam aus, ihre Entt?uschung war sp¨¹rbar. "Schade. Ihr seid f¨¹r mich wertlos." Seine Augen weiteten sich panisch, als sie ihre blutverschmierten uen zur¨¹ckzog und einen Angriff vorbereitete. Doch pl?tzlich stoppte eine fremde Stimme sie abrupt: "Ich ube, Ihr habt genug unschuldige Leben genommen, Lady Neveah." Chapter 798: Aloria 4 (Kap.799)

Chapter 798: Aloria 4 (Kap.799)

"Unschuldig?" Neveah blickte auf und ihr Blick fiel auf einen ihr unbekannten Fae. Seine Aura unterschied sich deutlich von den anderen, und er trug eine pr?chtige R¨¹stung. Es war r, dass er eine wichtige Pers?nlichkeit war. F¨¹r sie jedoch nicht. "Kenne ich dich?" fragte Neveah, w?hrend sie ihren Blick zur Seite neigte und sichngsam erhob. Die k?nigliche Garde wollte fliehen, aber ein scharfer Blick von Neveah hielt sie auf der Stelle fest. "Vielleicht nicht." "Es steht nicht zur Debatte, ich kenne dich nicht," behauptete sie. "Aber ich kenne Euch, Lady..." begann der Mann erneut zu sprechen, aber Neveah unterbrach ihn. "Ihr habt kein Anrecht auf meinen Namen. Und wenn Ihr mich kennt, solltet Ihr wissen, wie man mich anspricht... Ich bin nicht Euer Freund, Fae," sagte Neveah emotionslos. "Ganz im Gegenteil." Ein angespannter Moment der Stille verging zwischen ihnen, in dem sie den k?niglich wirkenden Fae mit einer leichten Stirnrunzeln betrachtete. Die k?nigliche Garde versuchte sich in dieser Zeit zur¨¹ckzuziehen, blieb jedoch erneut stehen, als sich in Neveahs Hand eine Klinge aus gl¨¹hender Magie bildete, deren Spitze auf die Kehle gerichtet war. "Eure Hoheit." Der k?nigliche Fae senkte seinen Kopf zu einer Verbeugung, ein seltsames Glitzern in seinen Augen. "Ich bin Lord Fintan, n-Lord und hoher Ratsherr," stellte er sich vor. "Und es w?re mir eine Ehre, wenn Ihr bei unserer ersten Begegnung den jungen Krieger verschonen w¨¹rdet." Neveah hob eine Augenbraue. "Ich habe nicht die Absicht, Euch zu ehren, Lord Fintan." Ihr Handgelenk bewegte sich schnell, nur einen Moment davon entfernt, die Kehle der k?niglichen Fae-Wache aufzuschlitzen. "Ich kann Euch sagen, wo Ihr den Drachenk?nig finden k?nnt," bot Lord Fintan an. "Er wei? nichts, aber ich schon." "Ihr solltet dieses Angebot vielleicht f¨¹r Euer eigenes Leben ¨¹berdenken," erwiderte sie, lie? jedoch ihre Klinge sinken, als ein weiterer Fae die Lichtung betrat. Diesen erkannte sie. Er hatte Lady Diandre einige Male zum Rat der Reiter begleitet. "Lord Jo?o," best?tigte Neveah. Der stets schweigsame Kampflord senkte den Kopf zu einer Verbeugung, sagte jedoch nichts. "Ihr kennt Euch gut, wie ich sehe," sagte Lord Fintan. "Wir sind uns schon bege," sagte Neveah. "Dann haben seine Worte vielleicht mehr Gewicht als meine," entschied Lord Fintan. "Nicht wirklich." Doch ihr Blick wanderte zu Lord Jo?o. Sie kannte den Fae nicht gut und war ihm bisher nur zweimal bege, aber er fiel dadurch auf, dass er Lady Diandre stets subtil zur¨¹ckhielt. Nicht viele bemerkten das, jedoch Neveah schon. Die k?nigliche Blutlinie der Fae schien zur Impulsivit?t zu neigen. Dieser Krieger... er war die Stimme der Vernunft an Diandres Seite gewesen und der einzige Grund, warum sie den Titel der Vertreterin songe behalten konnte, wie sie es tat. Es war schwer zu uben, dass irgendein Fae ehrenhaft war, aber Lord Jo?o kam dem noch am n?chsten. Neveah hatte in ihrem Leben schon genug ver?chtliche M?nner kennengelernt. Es war nicht schwer, den Unterschied zu erkennen. "Ihr habt ein Bataillon meiner Krieger ausgel?scht," begann Lord Jo?o nicht auf die beste Weise.¡¯Neveah neigte ihren Kopf zur Seite. "Sollte es mir leidtun? Wir sind im Krieg. Falls dir das entgangen ist. Du wolltest Fort Inferno mit Giften vergiften und eine ganze Festung ausl?schen." "Aber ich werfe dir keinen Vorwurf vor." Lord Jo?o runzelte sichtlich die Stirn. Sein Blick wanderte zu dem Leichenhaufen und der Bluche um Neveahs Stiefel. "Ein Bataillon und ein Dutzend." fasste Neveah f¨¹r ihn zusammen, ihre Augen verengten sich zu einem dunklen Blick. Der Fae-Kampflord schien ihre Worte r nicht zu sch?tzen. Neveah k¨¹mmerte sich nicht um seine Gef¨¹hle. "Dieses Blutvergie?en ... ist unn?tig." sagte Lord Jo?o schlie?lich. "Erkennst du das erst jetzt?" Sie spottete. "Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben." Neveah wurde nachsichtiger, als sie bemerkte, dass Lord Jo?os Blick immer noch auf die zerst¨¹ckelten K?rper gerichtet war, die sie hintessen hatte. "Ich empfinde keine Freude am Blutvergie?en, Lord Jo?o. Aber ich scheue mich auch nicht davor." "Wenn du meine Familie angreifst, werde ich drei Generationen der deinen verfolgen. So wird es in eurer Geschichte verzeic sein, dass es Wege gibt, die ihr nicht beschreiten solltet." "Ich habe jetzt drei Schwadronen direkt vor diesem Wald. Und sei versichert, dass uns nicht einmal die Bestien vergangener Zeiten daran hindern werden, euch niederzutrampeln. Die Frage ist nur, wie weit du bereit bist, diesen Weg zu gehen." "Denn ich schw?re bei meiner Ehre, wir werden noch viel weiter gehen." Lord Jo?o verzog das Gesicht. Sein Blick kehrte zu Neveah zur¨¹ck. "Wir sind verpflichtet, den Arkanschwingenden zu ehren. Im Leben ... und im Tod." "Warum f¨¹hren wir dann dieses Gespr?ch?" Neveahs Klinge zischte erneut lebendig. "Ich werde diese Markierung finden. Wenn ich es nicht tue, werden es meine Lord-Drachen tun. Ihr k?nnt nicht einmal einen von uns aufhalten ... geschweige denn alle drei." "Aberss dich von mir nicht daran hindern, es zu versuchen." Neveah l?chelte kalt. Lord Jo?o fasste den Griff seiner Klinge an. "Die Gesetze legen nicht fest, welcher Arkanschwingende." Dann lie? er die Hand sinken. Sein Blick war fest auf die Klinge aus gl¨¹hender Magie gerichtet, die Neveah in der Hand hielt. Arkan... letztendlich war das auch Demevirld. "Ich wollte es mit eigenen Augen sehen. Dass das Arkane in einem Wirt erbl¨¹hen kann, der nicht von k?niglichem Fae-Blut ist..." murmelte Lord Jo?o. "Meine Entscheidungen sollten keine Schande f¨¹r meine Vorfahren sein. Es gibt keinen Verrat, ¨¹ber den man sprechen k?nnte. Das Arkane selbst... hat die Fae-Rasse im Stich gssen." Sein Ton war kaum h?rbar, seine Worte mehr f¨¹r sich selbst als f¨¹r andere bestimmt. "Das Arkane ist nur eine weitere Form der Magie. Wie du sie in deinen Adern hast ... wie jeder Fae, Mer oder Magier sie in seinen Adern hat." "Wenn Magie in den Adern einen zu einem Gott machen w¨¹rde, der unf?hig ist, sich zu irren, dann w¨¹rden Drachen, die keine Magie beherrschen, nicht ¨¹ber alle herrschen." "Magie ist ein Geschenk und eine Waffe in den H?nden der Falschen. Nicht mehr und nicht weniger. Sie kr?nt keine K?nige ... sie bestimmt nicht ¨¹ber richtig oder falsch." "Und sicher macht sie Kes Worte nicht zum Bestimmungsfaktor f¨¹r das Schicksal Tausender." "Aber das zu entscheiden, bleibt deiner Art ¨¹bessen. Ich habe keine Zeit mehr, dieses Gespr?ch fortzusetzen. Wenn du mich nicht bek?mpfen willst ... dann stell dich mir nicht in den Weg." behauptete Neveah. ¡¯ Chapter 799: Aloria 5 (Ch.800)

Chapter 799: Aloria 5 (Ch.800)

Jian war seit gef¨¹hlten Stunden unterwegs. Das Ger?usch seiner Schritte, als seine Stiefel ¨¹ber das weiche Moos knirschten, war kaumuter als die Atemz¨¹ge, die er in die feuchte Luft ausatmete. Um ihn herum ragten die B?ume empor. Ihr R¨¹cken war knorrig wie runzlige Kn?chel. Alles war still geworden ... zu still. Er war sich nicht sicher, wann es passiert war, aber der Wald war vor kurzem vollkommen still und leise geworden. Keine V?gel, keine Insekten. Das einzige Ger?usch, das ¨¹brig blieb, war das leise Rascheln der Bl?tter, wenn der Wind durch sie hindurchfuhr. Auch der Pfad war vor einer Weile verschwunden. In einem Moment war da noch ttes Gras und eine L¨¹cke zwischen den B?umen gewesen... etwas, das einem Pfad ?hnelte, und im n?chsten Moment... nichts. Nur der Wald, der sich um ihn herum schloss. Es war ein l?cherlicher Versuch, ihn einzusch¨¹chtern. Er war nur einen Unmut davon entfernt, alles bis auf den Grund niederzubrennen. Dann w¨¹rde er alle Wege haben, die er brauchte. Jian rollte mit den Schultern. Neveah und Xenon waren irgendwo da drau?en und er w¨¹rde sie finden. So viel war sicher. Je tiefer er ging, desto dichter schienen die B?ume zu werden. Ihre Wurzeln schl?ngelten sich ¨¹ber den Boden, als h?tte der Wald es satt, begangen zu werden, und wollte stattdessen ¨¹ber ihn stolpern. Jian ging an einem besonders breiten Baum vorbei, doch er hielt inne. Irgendetwas an diesem Baum lie? ihn erstarren. Da war etwas auf ihm ... ein Gesicht. Nein, es war kein echtes Gesicht. Aber die ?ste im Holz, das Muster aus dunklem Moos und heller Rinde kamen ihm unheimlich bekannt vor. Augen. Eine Nase. Ein Mund. Er runzelte die Stirn, und je l?nger er hinsah, desto mehr ?hnelte das Gesicht Neveah. Ihre Augen, sanft und ruhig, aber immer am Rande eines Blinkens. Ihr Mund, immer nur eine halbe Sekunde von einem Grinsen entfernt. Er streckte die Hand aus, ohne nachzudenken, und seine Fingerspitzen ber¨¹hrten die Rinde. Der Baum st?hnte auf. Das Holz verdrehte sich, und das Moos bewegte sich, als w¨¹rde es atmen. Jian machte einen Schritt zur Seite, als eine Ranke nach vorne schnappte und den ?rmel seines Mantels streifte. Sie zog sich zischend zur¨¹ck und kr¨¹mmte sich wie eine ge, die sich zum Angriff bereit machte. Er beschwor eine ckernde mme in seiner Handfl?che. Die Ranke wich augenblicklich zur¨¹ck. "Netter Versuch", murmelte er ch. Er wollte den Wald nicht in mmen setzen. Noch nicht. Er ging weiter. Der Wald wurde dichter, dunkler. Ein leichter Nebel schwebte tief ¨¹ber dem Boden und waberte zwischen den Baumst?mmen wie etwas Lebendiges. Jian blinzelte. Gestalten bewegten sich darin. Schatten, die sich hinter B?umen duckten, wenn er sie direkt ansah. Er bog um eine Ecke und erstarrte. Vor ihm, im Nebel, stand eine einsame Gestalt. Sein K?rper stand still, aber sein Herz tat es nicht. Es pochte hart und rasselte in seiner Brust. Wut und etwas noch St?rkeres kr?uselten sich in ihm... ein Schmerz, tiefer als er ihn erreichen konnte. Es gab nichts, was er mehr verabscheute als diese kranken Psychospielchen mit der Magie. Seine Lippen pressten sich zu einer grimmigen Linie zusammen. Sie trug immer noch die einfache Robe, an die er sich aus seiner Kindheit erinnerte, das Haar zur¨¹ckgebunden, die H?nde vor sich gefaltet. Seine Mutter... Raena. Sie sprach nicht. Jian tat es auch nicht, er starrte nur. Er wusste, was das war... dass sie nicht real war. Dennoch verweilte er einen Momentng. Dann sch¨¹ttelte er leicht den Kopf und ging weiter. Er sp¨¹rte die Bewegung hinter sich, aber er drehte sich nicht um, sondern seine mmen bewegten sich an seiner Stelle und entz¨¹ndeten mit jedem Schritt, den er vorw?rts machte, eine Spur. Hinter ihm loderten die mmen auf und setzten die gesamte Rinne in Brand, um alles, was ihm missfiel, in Asche zu verwandeln. Als das Feuer erlosch, war es wieder still. Jian ging weiter, obwohl ihm ein mulmiges Gef¨¹hl im Magen aufstieg. Der Wald versuchte nicht nur, ihn aufzuhalten, er wollte ihn brechen, indem er seine vermeintliche Schw?che ausnutzte. Das war zu schade ... seine Mutter war keine Schw?che, Sie war seine Wut. _____________ Der Nebel wurde immer dichter, je weiter er ging. Er trug einen seltsamen Geruch mit sich, etwas S¨¹?es und Metallisches. Und irgendwann begannen seine Glieder sich schwer anzuf¨¹hlen und der Boden wurde weich unter seinen F¨¹?en. So sehr, dass es ihn mehr M¨¹he kostete, seinen Stiefel anzuheben. Irgendetwas war nicht in Ordnung. Aber er blieb erst stehen, als er eine Wand aus bl¨¹henden Ranken durchbrach. Er befand sich auf einer bezaubernden Wiese, sie war kreisrund und vollkommen ruhig. So weit er sehen konnte, bl¨¹hten ¨¹berall sse Blumen. Ihre Bl¨¹tenbl?tter waren weit ge?f und schimmerten leicht u im Mondlicht, das eigentlich nicht h?tte da sein d¨¹rfen. In der Mitte der Wieseg ein breiter Teich, dessen Wasser still wie s war. Das Mondlicht streifte sanft ¨¹ber die Oberfl?che wie ein zarter Kuss. In der Mitte des Teichs stand ein majest?tischer, wei?er Steinthron, ¨¹berzogen mit einem schimmernden nz. F¨¹r Jian war es kein Vergn¨¹gen, diesen Anblick zu genie?en. Sein Mund f¨¹hlte sich trocken an. Er machte einen Schritt vorw?rts. Der s¨¹?e Duft war nun erdr¨¹ckend, er umh¨¹llte seine Gedanken. Jeder Atemzug schien schwer und klebrig. Eine Bewegung fiel ihm auf. Drei Feen traten zwischen den Blumen hervor, barfu? und in durchsichtige Seide geh¨¹llt, die die Kurven ihres K?rpers nicht verbarg. Ihre Augen funkelten verhei?ungsvoll erotisch, ihre L?cheln waren eidend. Eine l?ste ihr Haar und lie? es in Wellen fallen. Im einen Moment war es schwarz, im n?chsten jene vertrauten goldenen Str?hnen, die er so liebte. Eine andere streckte ihre Hand aus. "Du musst so m¨¹de sein", sagte sie mit sanfter Stimme. Die dritte umkreiste ihnngsam, streifte seinen Arm mit einem leichten Finger. "Komm, ruh dich aus, Drachenk?nig. Du hast songe gek?mpft. Du hast songe gewartet. Lass einfach los." Jians Atem stockte. Sein Puls h?mmerte. Er blinzelte und f¨¹r einen Moment ver?nderten sich die Gesichter der Frauen. Sie sahen aus wie Neveah. Jede von ihnen. Ihre Augen. Ihr Mund. Ihre Stimme. Er machte einen vorsichtigen Schritt zur¨¹ck. "Was... ist das?" Die erste Feechte leise und s¨¹?. "Ein Geschenk. Ein Traum. Er kann alles sein, was du willst. Ist es nicht das, was du willst?" Er versuchte Feuer zu beschw?ren, doch es erlosch in seiner Handfl?che. Ein feuriges Vengen, wie er es noch nie zuvor gef¨¹hlt hatte, durchstr?mte seine Adern. Ein Bed¨¹rfnis, das er nicht einmal kannte. Alle seine Urinstinkte erwachten, und alles wurde sch?rfer... verlockender. Da erkannte Jian, dass dieser Duft eine sehr beunruhigende Falle war. Die zweite Fee dr¨¹ckte sich an ihn, ihre Br¨¹ste gegen seinen Arm, w?hrend ihre Lippen seinen Hals ber¨¹hrten. Ihre H?nde glitten ¨¹ber seine Brust und dann gef?hrlich weiter nach unten. Jian wich sofort zur¨¹ck, aber sein K?rper protestierte. Ein Schmerz wuchs zu einem pulsierenden Schmerz an. "Lass uns den Schmerz vergessen machen", fl¨¹sterte sie. Ihr Gewand sammelte sich um ihre F¨¹?e. "Lass uns genug sein." Er st?hnte. Hitze durchstr?mte ihn, tief und dr?ngend. Seine Knie knickten ein. Der Duft, die Stimmen, die Ber¨¹hrung, alles verschmolz zu einem Geflecht aus Urbed¨¹rfnissen. Er sp¨¹rte, wie ihm die Kontrolle entglitt. Nein. Nein. Nicht auf diese Weise. Mit einem Knurren zog Jian seinen Dolch aus dem G¨¹rtel und rammte ihn in seinen Oberschenkel. Schmerz explodierte in seinem Bein. Ein echter, heller Schmerz, der ihn im Hier und Jetzt verankerte. Er zischte, der Atem stockte ihm im Hals. Der Nebel in seinem Kopf lichtete sich gerade genug, dass er realisierte, in welche Falle er beinahe getappt w?re. Die Feen wichen erschrocken zur¨¹ck. Er starrte sie an, blutend und zitternd. "Ihr m¨¹sst einen Todeswunsch haben", spuckte er. Er griff wieder nach seinen mmen, doch seine Sicht schwankte. Eine Fee wagte einen Schritt auf ihn zu, griff nach ihm. Sein Widerstand lie? nach, doch er wich vor ihnen zur¨¹ck, schwer atmend. "Du w¨¹rdest lieber sterben, als mit einer anderen Frau zusammen zu sein?" h?hnte eine der Feen. "Der aphrodisierende Hain wurde nur f¨¹r dich geschaffen, Eure Gnaden. Ein Geschenk unserer K?nigin. Wienge kannst du widerstehen?" "Kannst du es ertragen, deine einzige wahre Liebe zu betr¨¹gen? Selbst wenn es dein Leben kostet?" Er lie? sich auf den Thron sinken, keuchend. Der Duft, der Schmerz, die Anziehungskraft des Hains verschwanden nicht. Der s¨¹?e Geruch wurde nur noch intensiver und er konnte ihm nicht entkommen. Er fl¨¹sterte ein Wort, als die Welt erneut zu verschwimmen begann. "Neveah." Chapter 800: Aloria 6 (Kap.801)

Chapter 800: Aloria 6 (Kap.801)

Xenon bevorzugte die Ethnie der Fae nicht. Das hatte er nie, und das aus gutem Grund. Jede neue Begegnung mit ihnen brachte ihn noch mehr zu der ¨¹berzeugung, dass eine solch b?sartige Ethnie nicht zu existieren brauchte. Sie waren keine dunklen Zauberer, aber ihre Herzen waren schw?rzer als dunkle Magie. Finster, tr¨¹gerisch und b?se. Das waren die sch?nsten Beschreibungen, die ihm einfielen, als er von zwei riesigen Waldgeistern eingekreist wurde. Ihre Geweihe sahen scharf und t?dlich aus, und ihre Augen glitzerten vor Blutdurst. Allerdings war er sich nicht sicher, wessen Blut sie sich zu holen gedachten. Wie war er in diese Lage geraten, k?nnte man sich fragen? Das war ganz einfach. Er war Neveahs Stimme gefolgt ... oder dem, was er damals f¨¹r ihre Stimme hielt. Nur um einem h?sslich aussehenden Baum gegen¨¹berzustehen, der aus irgendeinem Grund die F?higkeit besa?, Stimmen zu imitieren. Und was noch schlimmer war: Er hatte auch gewusst, dass es eine Falle war. Aber dieses Risiko war er bereit einzugehen. Dieser Wald beherbergte einige der seltsamsten Dinge, und das bedeutete eine Menge f¨¹r ihn. Und jetzt war er von allen Seiten von Waldgeistern umgeben. Alles, was er wollte, war, zur¨¹ck zu Neveah zu kommen. Er ubte nicht, dass irgendetwas davon notwendig war. Xenon zuckte nicht zur¨¹ck, als ein weiterer Ast hinter ihm knarrte. Sein Griff um die Klinge war leicht, l?ssig, als h?tte er vergessen, dass sie ¨¹berhaupt da war. Aber seine Haltung sagte etwas anderes. Er bereitete sich bereits auf den Angriff vor. Einen Herzscg sp?ter war es soweit. Der Waldgeist st¨¹rzte sich auf ihn, die Erde bebte. Xenon hielt die Stellung, bis er fast an ihm dran war, dann drehte er sich nach hinten und rutschte nach unten, so dass er unter ihn geriet. Seine Klinge flog nach oben und riss den weichen Unterleib des Tieres auf. Seine Bewegung war schneller, als der Waldgeist begreifen konnte. In nur einem Atemzugg es tot hinter ihm, und auf Xenons Gewand war keine Spur von Blut zu sehen. Aber das war nur einer, und er hatte noch gute Gesellschaft. Aus den Wipfeln der B?ume st¨¹rzte ein Bewegungswunder herab wie ein Raubtier, das vom Himmel herabgssen wurde. Dunkle Federn. Krallen. Augen von der Farbe von geschmolzenem Kupfer. Die Kreatur war riesig, halb Frau, halb Vogel. Mit krallenbewehrten Armen und Fl¨¹geln, die das Laub zertr¨¹mmerten, als sie es durchschlugen. Eine Harpyie. Sie waren die preisgekr?nten W?chter von Aloria, Waldgeister, die nicht einmal in die ht geschickt wurden. Xenon f¨¹hlte sich geehrt. Er bewegte sich schnell und wich ihrem ersten Angriff aus. Sie zischte, kreiste zur¨¹ck und kreischte. Zwei weitere st¨¹rzten von den B?umen ¨¹ber ihm herab. Einerndete hinter ihm, ein anderer links von ihm. Er z?gerte nicht. Seine Klinge traf die erste Harpyie in den Bauch und schnitt durch das dicke Gefieder und etwas, das sich wie Knochen anf¨¹hlte. Sie kreischte und lie? sich fallen, aber die zweite war bereits in Bewegung. Sie st¨¹rzte sich mit hakenf?rmigen Fingern auf ihn und zielte auf seine Kehle. Xenon wich ihrem Hieb aus und rammte ihr den Griff seiner Klinge in den Kiefer. Ein ekelerregendes Knacken ert?nte. Die dritte Harpyie setzte sich schlie?lich in Bewegung und st¨¹rzte sich mit unheimlicher Geschwindigkeit von einem Baum. Er hatte keine Zeit, zuzuscgen. Also drehte er sich um, packte sie mitten im Flug an der Kehle und schleuderte sie auf den Boden. Ihre Fl¨¹gel schlugen heftig und warfen Schmutz und Bl?tter auf, aber er lie? sie erst los, als der Kampf aus ihren Gliedern entwichen war. Die Stille war wiederhergestellt. Es war noch ein weiterer Waldgeist ¨¹brig, das zweite Geweihte. Xenon starrte es einen Momentng an, in der Erwartung, dass es angreifen w¨¹rde. Es tat es nicht. Die Bestie beugte sich vor und entbl??te ihren Hals. "Ich brauchte eigentlich eine Mitfahrgelegenheit." murmelte Xenon und wischte seine Klinge ab. _______ Als Xenon um die Ecke bog. Der Anblick, der sich ihm bot, lie? ihn unwillk¨¹rlich losst¨¹rmen. In einem Moment war er noch auf dem R¨¹cken des Waldgeistes und im n?chsten quetschten seine uen das Leben aus dem Fae-Kampflord. "Xenon ...ss ihn bitte los." Neveah schien von seinem Erscheinen nicht ¨¹berrascht zu sein. Sie streckte die Hand aus und legte ihm beschwichtigend eine Hand auf den R¨¹cken. "Lass ihn gehen. Er hatte nicht vor, mir etwas anzutun." versicherte Neveah Xenon. Xenon warf ihr einen unsicheren Blick zu, aber sie nickte einmal. Ihr Blick war sanft und ¨¹berzeugend, sodass er nicht nein sagen konnte. Mit einer Handbewegung, als w¨¹rde er Staub absch¨¹tteln, schleuderte Xenon den Kampfherren fort, ohne sich auch nur umzudrehen, um zu sehen, wie hart dieserndete. ?Ich habe ¨¹berall nach dir gesucht.¡° murmelte er und hob Neveahs Kopf an, damit er ihr Gesicht genau untersuchen konnte, um sicherzugehen, dass sie unversehrt war. Auf ihrer Wange und ihrer R¨¹stung waren getroce Blutflecken, aber Xenon wusste, dass keines davon ihr Blut war. Sie sah aus, als h?tte sie einige M?nner in St¨¹cke gerissen. Xenon hatte keinen Zweifel daran. Er war einfach nur erleichtert, dass sie unverletzt war und selbst f¨¹r den Schaden gesorgt hatte. ?Du kleine Unruhestifterin.¡° murmelte er, obwohl sein Tonfall deutliche Zufriedenheit verriet. Neveah l?chelte leicht. Sie blickte sich um zum friedlichen Waldgeist, der in einiger Entfernunguerte. ?Das kannst ja gerade du sagen. Wienge waren wir getrennt? Ein paar Stunden? Du hast dir schon Gesellschaft gesucht.¡° stellte Neveah fest. ?Bessere Gesellschaft als deine.¡° Xenon brummte leise vor sich hin und warf dem Fae-Kampfherren einen finsteren Blick zu. ?Was machst du mit ihm?¡° fragte Xenon und zog die Stirn in Falten. ?Er geh?rt zu Diandre.¡° Neveah zuckte gleichg¨¹ltig mit den Schultern. ?Er kennt sich aus in Aloria und scheint darauf erpicht zu sein, sich seine Erl?sung zu verdienen.¡° ?Ich ube nicht, dass Fae so etwas verstehen.¡° Xenon war nicht ¨¹berzeugt. Neveah widersprach nicht, sondern blickte zu Lord Jo?o hin¨¹ber, der sich erhoben hatte und sie nun schweigend beobachtete. Sein Unmut ¨¹ber Xenons Angriff war deutlich zu erkennen, aber das war Xenon gleichg¨¹ltig. Es war ja nicht so, dass er etwas dagegen tun konnte. Nicht, wenn ihm sein Leben noch lieb war. ?Was kannst du f¨¹r uns tun?¡° fragte Xenon den Kampfherren emotionslos. ?Wei?t du, wo mein Lehnsherr ist?¡° Lord Jo?o nickte. ?Ich bin mir nicht sicher, wo er ist, aber ich wei?, wo er sein wird. Und wenn wir nicht rechtzeitig dort sind... k?nnte es zu sp?t sein.¡° ?Es gibt niemanden in diesem Wald, der es mit meinem Lehnsherrn aufnehmen kann.¡° Xenons Ton wurde d¨¹ster, die Worte ngen in seinen Ohren fast wie eine Drohung. ?Nicht direkt, nein.¡° gab Lord Jo?o zu. ?Aber wer hat gesagt, dass wir ihn direkt angehen? In Aloria haben wir... gewisse M?glichkeiten.¡° Das ng nicht gut. Xenon tauschte einen Blick mit Neveah aus, die ebenfalls besorgt aussah, obwohl sie ihr Gesicht ernst hielt. Er konnte es an ihrem Blick erkennen. Bevor Xenon etwas Weiteres sagen konnte, explodierte ein scharfer Schmerz in seinem Oberschenkel. Seine Hand ging zu der Stelle, die Augen leicht zusammengekniffen. Er wusste, dass der Schmerz nicht seins war. ?Ist er...¡° begann Neveah zu fragen, weil sie es bereits ahnte. ?Er ist verletzt.¡° best?tigte Xenon leise. Mehr musste nicht gesagt werden. ?Wir k?nnen ihn auch allein finden. Du... finde den Marker und werde ihn los. Wenn du nicht einmal das schaffen kannst, hast du kein Recht, einen Waffenstillstand zu suchen.¡° sagte Neveah zu Lord Jo?o, bevor sie davonst¨¹rzte. Chapter 801: Nimm es (Ch.802)

Chapter 801: Nimm es (Ch.802)

Ein starker Duft traf Neveah als Erstes. Er hing schwer in der Luft, etwas widerlich S¨¹?es und Blumiges, aber keineswegs nat¨¹rlich. Im Hintergrund ihrer Kehle verzog es sich, warm und z?h wie verdorbener Honig. Es geh?rte ¨¹berhaupt nicht in den Wald. Es war etwas Fremdes. Etwas Absichtliches, gedacht zu verf¨¹hren. Neveah hielt kurz hinter der Baumgrenze inne, st¨¹tzte eine Hand an die Rinde einer uralten Weide, deren Rinde feucht vom Tau war. Ihr Puls beschleunigte sich, als der Duft sie in Wellen erreichte. Er war falsch, doch mehr noch, er war auf eine Art vertraut, die sie nicht zuordnen konnte. Bis sie es konnte. ¡¯Aphrodisiakum.¡¯ Und dann ... darunter ... etwas anderes. Ein metallischer, kupferner Geruch, der hier ebenfalls fehl am tz war. Aber er lie? sie festgewurzelt stehen, und ihr Herz zog sich zusammen. Blut. Aber nicht irgendein Blut. Sein Blut. "Jian", hauchte sie. Neben ihr spannte sich Xenons Kiefer an. Sie musste es nicht sehen, um es zu wissen. Sie sp¨¹rte seine Anspannung in der Luft, h?rte, wie sich sein Atem ver?nderte, tief und gef?hrlich, zu kontrolliert, um ruhig zu sein. Der Hain vor ihnen war von einer magischen Barriere umgeben. Sie schimmerte und verzerrte das Bild dahinter. Es sah sanft aus, vielleicht sogar sch?n. Unter einem ssen Mond leuchteten Blumen und warfen einen silbernen Lichtschein ¨¹ber die Lichtung. Ein sanfter Nebel wogte ¨¹ber der Oberfl?che und lie? den Ort wie einen Traum erscheinen. Doch Neveah hatte genug Illusionen gesehen, um es besser zu wissen. Sie waren oft dazu gedacht, Opfer einzuschlie?en und andere fernzuhalten. "Was ist das f¨¹r ein Ort?" murmelte Xenon. "Eine Falle", antwortete sie d¨¹ster, ihre Stimme kaum mehr als ein Fl¨¹stern. "Er ist drinnen." Ohne zu z?gern, hob sie ihre Hand. Magie stieg in ihr auf, entmmte im Takt ihres Herzscgs. Die Magie war nichtut, doch in dem Moment, in dem sie die Barriere ber¨¹hrte, durchschnitt sie diese sauber. Ein feiner Riss glitzerte durch die Luft und breitete sich ¨¹ber den Schild aus, bis der gesamte Schleier wie s zersprang. Der Duft wurde st?rker, als die Barriere fiel. Neveah betrat als Erste den Hain. Ihre Stiefel trafen mit einem feuchten Ger?usch auf das weiche Moos. Sie hielt nicht inne, um die Sch?nheit zu bewundern. Die gesamte Lichtung war unnat¨¹rlich still. Das Mondlicht war zu hell, zu silbern. Der Nebel war zu perfekt tziert, als w?re er gemalt. Jede Blume bl¨¹hte voll und makellos, ihre Bl¨¹ten ?fen sich, als wollten sie sie beobachten. Die B?ume raschelten nicht. Der Wind fl¨¹sterte nicht. Es war still... zu still. Und in der Mitte, umgeben von Wasser, das so still war, dass es wie s aussah, stand ein wei?er Steinthron. Ihr Herz stockte. Jian. Er sa? zusammengesunken auf dem Thron, sein K?rper zu still, um entspannt zu sein, doch zu angespannt, um zu scfen. Sein Brustkorb hob und senkte sich mit rauen, ungleichm??igen Atemz¨¹gen, seine Haut war in einem d?mmerhaften Farbton. Schwei? gl?nzte auf seinem Hals und der Brust, und seine H?nde, die die Armlehnen des Thrones ummmerten, waren rot gef?rbt. Sein Blut. Ihr Blick fiel auf seinen Oberschenkel, und ihr Atem stockte. Die Wunde blutete noch immer, frisch und tief. Hatte er sich selbst gestochen? Um bei Bewusstsein zu bleiben? Um bei Verstand zu bleiben?Sie hatte keine Zeit, zu fragen. Denn sie waren nicht allein. Drei Feen standen in dem Becken, das ihn umgab, kn?cheltief im gl¨¹henden Wasser. Sie bemerkten ihre Ankunft nicht. Eine strich tr?ge mit einem Finger ¨¹ber Jians Schulter, als ob sie die Anspannung in ihm schmecken w¨¹rde. Eine andere beugte sich zu seiner Kehle, atmete ein und sch¨¹rzte die Lippen bis kurz vor seine Haut. Die dritte stand hinter ihm und hielt ihre H?nde ¨¹ber seine Schl?fen, als w¨¹rde sie ein Ritual durchf¨¹hren. Sie waren wundersch?n. Sogar ?therisch. Mit Haaren, die wie Seide schwebten, und Haut, die schimmerte. Ihre Kleider waren fast durchsichtig und schmiegten sich mit bewusster, kalkulierter Anziehungskraft an ihre Kurven. Eine hatte ¨¹berhaupt kein Kleid, das irgendwo im Hain abgelegt worden war. Aber unter ihrer Sch?nheit sah Neveah sie, die Stille eines Raubtiers. Das Glitzern in ihren Augen, das nicht zu etwas Unschuldigem geh?rte. Sie hatten auch Xenon nicht bemerkt, der wie ein kaum zu b?ndigender Sturm hinter ihr hervortrat. Aber Neveah bewegte sich zuerst. Sie gab keinen Laut von sich. Gab keine Warnung ab. Das war ein zu gro?es Privileg ... eines, das sie sich nicht euben w¨¹rde. Sie ging vorw?rts ins Wasser, das ihre Stiefel durchn?sste und ihre F¨¹?e fr?steln lie?. Die Fee, die Jians Schulter ber¨¹hrte, hob den Kopf und sah Neveah in die Augen. Das war die einzige Warnung, die sie bekam. Neveahs Krallen fuhren schnell aus, glitzernd und von Wut durchdrungen. Die erste Fee hatte kaum Zeit zu schreien, bevor ihr K?rper im Wasser aufschlug und das Blut den mondbeschienenen Pool befleckte. Die zweite drehte sich um und riss den Mund auf, mit einer Mischung aus ¨¹berraschung und Entsetzen. Neveah wartete nicht darauf, es zu h?ren. Sie schlitzte sie mit einem Scg auf, die Magie summte in der Luft. Der K?rper fiel zu Boden. Die dritte Fee, die hinter Jian gestanden hatte, versuchte zu fliehen... zu sp?t. Neveah packte sie an der Kehle, zerrte sie nach vorne und schleuderte sie gegen den chen Rand des Beckens, wobei sich ihre Krallen in ihren Hals bohrten. "Hast du ihn angefasst?" fragte Neveah mit gef?hrlich ruhiger Stimme. Die Lippen der Fee spalteten sich, sie zitterte. "Hast. Du. ber¨¹hrt. Ihn?" Die Antwort kam nicht schnell genug. Ein ekelerregendes Knacken folgte. Dann Stille. Der Hain, einst ein Ort des falschen Friedens und der Verlockung, stank nun nach Blut und Magie. Das Mondlicht schien jetzt k?lter, endlich ehrlich in seiner Beleuchtung. Die Sch?nheit war noch da, aber sie war nicht mehr verf¨¹hrerisch. Neveah stand an der Kante des Throns und starrte ihn an. Ihr Blick schmerzte. Jian. Er sah sie nicht sofort an. Sein Kopf neigte sich leicht zur Seite, seine Augen waren kaum fokussiert. Seine Atmung war immer noch unregelm??ig, und sein K?rper zitterte leicht, ob vom Gift oder von dem, was er bek?mpft hatte, wusste sie nicht. Sie lie? sich vor ihm auf die Knie fallen, das Wasser pl?tscherte an ihrer Taille. Sie griff nach oben, um sein Gesicht zu ber¨¹hren, z?gerte, tat es dann aber doch und umfasste seinen Kiefer. Seine Haut war hei?. Fiebrig. Seine Augen hoben sich schlie?lich und trafen die ihren. "Neveah", r?chelte er. Der ng ihres Namens in seiner Stimme lie? etwas in ihr zerbrechen. Es war mehr eine Frage als eine Gewissheit. Sie schluckte schwer. "Ich bin hier", fl¨¹sterte sie. "Du bist in Sicherheit." Er zitterte. Er begee ihren Augen nicht. Er starrte auf das Wasser, als w¨¹rde es Antworten enthalten oder Schuldgef¨¹hle, die zu schwer waren, um sieut auszusprechen. "Tu es nicht", murmelte er heiser. "Ich bitte nicht um Eubnis." Jian wich bei ihrer Ber¨¹hrung zur¨¹ck. Sein Gesicht war ss, die Augen sig von den ¨¹berresten des Dunstes, der immer noch an seinem Verstand kratzte. Er versuchte wieder zu sprechen, aber die Worte blieben ihm im Hals stecken. Sie sah den Schmerz in seinem Gesicht aufckern, die Anspannung in seinem Kiefer, als er gegen sein eigenes Vengen ank?mpfte. Ihr Blick folgte ihmngsam, und sie nahm den Anblick voll in sich auf. Die Wunde an seinem Oberschenkel war tief. Der Dolch steckte noch immer dort, bis zum Griff eingegraben... seine eigene Klinge. "Du hast das getan?", fragte sie. Er nickte leicht. "Warum?" fl¨¹sterte Neveah. "Um bei Bewusstsein zu bleiben." "Weil ... du es nicht warst." Sie atmete scharf ein. "Es ist vorbei", sagte sie. "Sie sind weg." Sie z?gerte nicht. Sie griff den Griff und zog. Er st?hnte, bewegte sich aber nicht weg. Das Blut floss wieder ungehindert, und sie dr¨¹ckte mit dem Handballen dagegen, ihre Magie wirkte gerade genug, um die Blutung zu stoppen. Es war jetzt wie ein Instinkt, die Magie nach ihrem Willen zu beugen. Sie benutzte sie, um ihren Willen zu erf¨¹llen. Hinter ihr sp¨¹rte sie, wie Xenon ebenfalls ins Wasser trat. Aber er sagte nichts, das brauchte er auch nicht. Seine Anwesenheit war best?ndig. Wachsam. Angespannt mit der gleichen Wut, die Neveah in sich trug. Jians Hand hob sichngsam und legte sich seitlich um ihren Hals. Seine Finger gruben sich ein, nur ein wenig. Er versuchte verzweifelt, etwas Reales festzuhalten. "Ich dachte...", begann er, aber er lie? die Worte h?ngen. Seine Augen wurden geschlossen. "Ich sollte immun sein... Ich wei? nicht, wie das m?glich ist." "Es wurde mit Blick auf dich erschaffen." murmelte Neveah. "Von jemandem, der Drachen ... zu gut kennt." "Sie sahen aus wie du", sagte er heiser. "Ich konnte nicht nachdenken. Alles in mir wollte es uben. Ich wollte nachgeben." "Ich wusste, dass es nicht echt war. Aber meinem K?rper war das egal." Neveah lehnte sich vor und legte ihre Stirn an seine. "Ich wei?. Aber du hast nicht gebrochen." Sein Atem ging sto?weise. "Ich h?tte es fast getan." "Aber du hast es nicht getan." Er blinzelte sie an, Schuldgef¨¹hle k?mpften mit Erleichterung. "Ich w?re lieber gestorben", fl¨¹sterte er, "als sie zu ber¨¹hren, weil ich dachte, sie w?ren du." Das sp¨¹rte sie. Tief in ihrer Brust. Ihr Herz bebte, hin und her gerissen zwischen Schmerz, Wut und der Erkenntnis, wie sehr sie diesen Mann liebte. Sie sah die drei Fae wieder an. "Sie haben dich ber¨¹hrt?" Er nickte einmal. Ihr Kiefer spannte sich an, der Muskel dort tickte vor Zur¨¹ckhaltung. "Drei Tode sind nicht genug..." Dann erhob sie sich und zog ihn mit sich hoch, wobei sie seinen Arm um ihre Schulter g. Xenon st¨¹tzte ihn von der anderen Seite. Er lehnte sich schwer an sie. Der Thron hinter ihnen glitzerte feucht. Die Luft roch nach Blut und verssender Verzauberung. Sie erreichten den Rand des Beckens, und sie lie? ihn sanft auf das Gras sinken. "Ich h?tte nicht gedacht, dass ich euch zwei finde", sagte er, den Blick zum Himmel gerichtet. "Das musstest du auch nicht", sagte sie. "Wir hatten bereits beschlossen, dich zu finden." Dann sah er sie an, und etwas ckerte hinter seinen Augen auf. Eine Frage. Ein Bed¨¹rfnis. Die Wirkung des Aphrodisiakums war noch nicht abgeklungen. Das w¨¹rden sie auch nicht... es sei denn... "Veah... ich..." Er brach ab und k?mpfte gegen das Vengen an, das ihn verzehrte. Sie antwortete nicht sofort. Dann streckte siengsam die Hand aus und strich ihm das Haar aus der Stirn. "Willst du, dass es echt ist?" Er begee ihrem Blick. "Ich will nicht, dass es so ist. Nicht verschwommen. Nicht ... gestohlen." Ihre Hand verweilte. "Und wenn es nicht gestohlen ist?" Er schwieg. Sie lehnte sich vor. Ihr Mund schwebte ¨¹ber seinem, ihr Atem war warm, aber sie ber¨¹hrte ihn nicht. Noch nicht. Ihr Blick wanderte zu Xenon und sah, wie sich seine Augen verdunkelten. "Wenn du etwas Echtes willst", sagte sie leise, "dann nimm es." Chapter 802: Ihn brechen (Kap.803)

Chapter 802: Ihn brechen (Kap.803)

Die Zustimmung wurde ohne Z?gern erteilt. ¡¯Nimm es...¡¯ Es war eine einfache Sache ... ihr Wort. Aber es schlug in ihm ein wie eine krachende Welle. Jians Atem ging sto?weise. Sein Herz stotterte in ihm, ein scharfer Rhythmus schlug gegen seine Rippen, und in seinen Adern pulsierte ein Bed¨¹rfnis, das sich nicht wie der Dunst anf¨¹hlte, den er zuvor bek?mpft hatte. Nicht Lust... nein... Ein Bed¨¹rfnis, das nichts mit dem Aphrodisiakum in seinen Adern zu tun hatte, sondern nur damit, wie ihre Gegenwart den L?rm der Welt ¨¹bert?nte. Wie ihre Stimme seine Haut zum Kribbeln brachte... Wie sie ihn ansah... als ob sie jede Ritze in seiner Seele kannte, selbst die, die er selbst nicht kannte, h?rte er auf, ein Drachenk?nig zu sein, und wurde einfach zu ihr. Es war ein Bed¨¹rfnis, das ganz ihr geh?rte. Es war rein. Rein. Echt... und wahnsinnig. Und er war nicht der Einzige, der in diesem Herzscg erstarrte. Seine Augen trafen Xenons, seine Haltung war angespannt, sein Kiefer fest ... Jian konnte in dem Mann so sicher lesen, wie er in sich selbst lesen konnte, Seine Augen spiegelten genau Jians Qualen wider. Das taten sie nun schon seitnger Zeit. Ihre K?mpfe waren schonnge ineinander ¨¹bergegangen. Ein Faden... gewoben durch die Zeit, durch Kriege... durch sie. Eine Seele, gespalten in zwei K?rper... und dann drei, f¨¹r immer drei. In Xenons Augen gab es keinen Konflikt. Wenn es einen gegeben h?tte, h?tte eine Seite bereits die Oberhand gewonnen. Alles, was er sah, war Hingabe. Es war eine Erleichterung. Jian ubte nicht, dass er noch irgendeine Selbstbeherrschung hatte, an der er sich festhalten konnte. Neveahs Augen verlie?en seine f¨¹r einen Moment, dann lehnte sie sich zur¨¹ck und neigte den Kopf zur Seite, so dass ihr Haar ¨¹ber die Schulter flog. Sie war ruhig... zu ruhig f¨¹r das, was sich zwischen ihnen abspielte. Aber er wusste es besser. Er sah, wie sich ihre Finger leicht kr¨¹mmten, wie sich ihre Schenkel unmerklich zusammenzogen, als w¨¹rde sie sich selbst davon abhalten, zuerst nach ihm zu greifen. Die stille Kontrolle in ihrem Gesicht lie? das Feuer unter seiner Haut nur noch hei?er brennen. Sein Blick wanderte nach unten...ngsam, ehrf¨¹rchtig. Ihre gesch¨¹rzten Lippen, das feuchte Haar, das an ihrer Wange klebte, der leichte Blutfleck, den sie nicht weggewischt hatte. Der kleinste Hauch von Haut, der sich unter ihrer R¨¹stung verbarg. Alles an ihr wirkte jetzt noch intensiver. Sie war hier. Jeder k?stliche Zentimeter von ihr war in seiner Reichweite. Wenn das Aphrodisiakum ein Funke gewesen war, dann war sie die Explosion. "Ich werde es nehmen... Ich kann keinen Moment l?nger warten, um dich zu haben. Die Pforten der H?lle seien verdammt." Xenon sagte zuerst. Seine Stimme war tief, dick und ehrf¨¹rchtig. "Schuppen..." hauchte Jian. Der Fluch kam ihm wie ein Gebet ¨¹ber die Lippen. Er griff nach ihr, zerrte sanft an ihr. Er vengte nicht, er brauchte sie nur n?her. Sie kam bereitwillig, schwebte ¨¹ber ihm, ihr K?rper nur einen Atemzug entfernt, jeder Zentimeter ihres erotischen Versprechens. "Das ist Aloria..." murmelte sie, ihre Augen funkelten mit kaum verhohlenem Schalk. Ihre Zunge schoss heraus und glittngsam und qu?lend ¨¹ber ihre Unterlippe. Jian war sich nicht sicher, ob er noch wusste, wie er atmen sollte. Er atmete einenngsamen, gemessenen Atemzug aus. Seine Lunge brannte immer noch. "Jeder Zentimeter dieser Festung ... geh?rt mir." Sein Ton war heiser, schwer vor Vengen und Besitz. Es war Vengen und Warnung in einem. "Und du..." Ihre Finger strichen ¨¹ber die Linie seines Kiefers, die Ballen ihres Daumens streiften seine Unterlippe. "Geh?rst mir." Er knurrte, tief in seiner Kehle. Ein urspr¨¹nglicher, gutturaler Laut. Ihr Blick suchte seinen, sie beugte sich vor, und er schloss erwartungsvoll die Augen. Ihre Lippen ber¨¹hrten seine, schmeckten, ihre Zunge streifte seine Lippen und dann zog sie sich zur¨¹ck. Er griff nach ihr, verzweifelt, um den Abstand zu verringern, aber sie war schneller und entwand sich seinem Griff mit katzenhafter Anmut. "Verdammt noch mal, Frau ..." Jian st?hnte. Xenon kicherte hinter ihr, das Ger?usch war voll und voller Hitze. Er zuckte l?ssig mit den Schultern, als sie in seine wartenden Arme tanzte, als geh?re sie dort hin. Sie tat es. Sie griff nach oben, zog seinen Kopf nach unten, ihre H?nde verfingen sich in seinem Haar und ihre Lippen trafen sich in einem Kuss, der alles andere als sanft war ¨C tief, hungrig, leidenschaftlich. Es war wild, besitzergreifend... eine Eroberung. Und dann geschah es. Ein warmes Leuchten ging von ihr aus, Magie str?mte ungehindert. Jian sp¨¹rte, wie sie sich um ihn herum formte, und dann den Hain, Er war sich nicht sicher, ob sie sich dessen bewusst war, aber alles um sie herum ver?nderte sichngsam. Der Hain war immer noch der Hain, jedoch in seinen nat¨¹rlichen, verzauberten Zustand zur¨¹ckversetzt. Die Leichen waren verschwunden, das Blut war weg, eine zauberhaft leuchtende Barriere umgab den Hain, Die B?ume streckten sich h?her, gl?nzten vor Leben. Der Mond tauchte den Raum in Silber. Und unter ihnen schimmerte der Boden weg, lie? nur noch das k¨¹hle, kristalline Mondbecken zur¨¹ck, das an den R?ndern ihrer Knie leckte. Ein Thron erhob sich hinter ihm, still und majest?tisch. Jian lie? sich darauf nieder, atemlos. Beobachtend. Brennend. Xenon stand nun hinter ihr. Seine Finger l?sten ge¨¹bt die Schnallen ihrer R¨¹stung. Er drehte sie um, sodass sie Jian gegen¨¹berstand, ihre Blicke trafen sich und ihr Blick hielt an, w?hrend ihre R¨¹stungngsam fiel und dann ihr Reitanzug folgte. St¨¹ck f¨¹r St¨¹ck. Sie wurdengsam entkleidet, verehrend... bis sie seinem Blick v?llig entbl??t war. "Ich wei?", sagte sie leise, ihr Atem stockte, als Xenons Hand ihren nackten Hals umfasste und festhielt... ohne zu verletzen. Ihre Augen verlie?en die seinen nicht. "Ich wei?, wie sehr es dich erregt", fl¨¹sterte sie, ihre Stimme zitterte vor Wahrheit, "zu sehen, wie er mich liebt." Jian konnte nicht sprechen. Konnte sich nicht bewegen. Nur f¨¹hlen. Diese Seite von ihr trieb ihn zu einem schwindelerregenden Vengen... es war mehr als ein Bed¨¹rfnis, es war ein Vengen. Jenseits von Vengen... es war Hingabe. "Das ist es, was du wolltest", murmelte sie. "Euch beide. Nicht nur, um mich zu haben... sondern um von mir erkannt zu werden. Von mir ber¨¹hrt zu werden. Von mir gezeic zu werden." Jians H?nde krallten sich um die Armlehnen des Throns, seine Kn?chel wurden ss. "Sag es noch einmal." Xenons Krallen streiften ihre Kehle. Sie wich Xenons Griff nicht aus. Wenn ¨¹berhaupt, w?lbte sich ihr K?rper hinein, ihre Stimme war nun heiserer, gefl¨¹stert wie ein Gesang. "Du geh?rst mir." Ein Augenblick verging. Und dann... "Er auch." Xenons Lippen streiften die Muschel ihres Ohres. "Das war ich schon immer." Die Aussage traf Jian wie eine straff gezogene Sehne. Sein Atem stockte erneut... weil es sich so richtig anf¨¹hlte. Ihre Einigkeit. Ihre Unterwerfung. Ihr gemeinsames Wahnsinn. "Dann komm und zeige mir", keuchte Jian. "Was es bedeutet, dir zu geh?ren." Sie bewegte sich wie eine Priesterin, die durch das Feuer geht. Nackt, bed?chtig, glorreich. Jeder Schritt auf ihn zu war ein Schritt n?her am Zerfall seines Verstandes. Sie kniete zwischen seinen gespreizten Beinen wie eine K?nigin, die sich herabsenkt, um gekr?nt zu werden. Jian konnte kaum stillhalten, als ihre Lippen seinen Kiefer streiften. "Sp¨¹rst du das?", fl¨¹sterte sie gegen seine Haut, "diesen Schmerz unter deinen Rippen? Dort wohne ich jetzt." Xenon tauchte wieder hinter ihr auf, eine Hand glitt ¨¹ber ihre nackte Wirbels?ule, seine Ber¨¹hrung war federleicht. Jian konnte die Zur¨¹ckhaltung in seinen Bewegungen sehen... als w¨¹rde er die Ewigkeit kosten, nicht nur die Haut. Dann griff sie nach Jians G¨¹rtel, ihre Finger zitterten... nicht vor Angst, sondern vor Erwartung. Als sie ihn schlie?lich befreite, zischte er und hob die H¨¹ften. Ihre Hand fand seine pochende M?nnlichkeit, und sein Kopf fiel mit einem gutturalen St?hnen zur¨¹ck. "Langsam", murmelte Xenon von hinten. "Du wirst ihn brechen, bevor wir beginnen." Sie l?chelte, aber es war sanft... zu sanft f¨¹r das wilde Pochen von Jians Herz. "Ich will ihn brechen", sagte sie. "Nur ein bisschen." Chapter 803: Sein Tod (Kap.804)

Chapter 803: Sein Tod (Kap.804)

Jian war sein halbes Lebenng verehrt worden... Doch nicht so. Nicht als w?re er etwas gleichzeitig Heiliges und S¨¹ndhaftes. Ihr Griff um seine L?nge war sanft, doch bestimmt. Ihr Blick hielt ihn gefangen, beobachtete seine Reaktionen auf ihre Ber¨¹hrung. Seine Pupillen erweiterten sich, seine Augen wurden dunkler, und er atmete leise und keuchend. Sein Geist verschwamm durch die Flut von Empfindungen. Alles, was er sehen konnte, war sie; alles, was er sp¨¹rte, waren die St??e der Lust, die ihre Ber¨¹hrung ausl?ste. Xenon fl¨¹sterte ihr von hinten Anweisungen zu und dr¨¹ckte K¨¹sse auf ihren R¨¹cken. Als ob sie das n?tig h?tte. Sie behandelte ihn so gekonnt, dass Jian h?tte schw?ren k?nnen, sie kannte die Bed¨¹rfnisse seines K?rpers besser als er selbst. Ihr Tempo, ihr Rhythmus, jeder Sto?, jedes Mal, wenn sie den Druck erh?hte oder ihren Griff festigte, lie?en ihn keuchen. Besonders, als ihre Zunge herausglitt, um ihre Lippen zu befeuchten. Mit einer flie?enden Bewegung senkte sie den Kopf und lie? ihre Zungengsam die Unterseite seiner L?nge ennggleiten, verweilte an der Spitze, bevor sie ihn in den Mund nahm. Fast die H?lfte seiner L?nge verschwand auf einmal unter diesen vollen Lippen. "Schuppen!" zischte Jian. Sie bewegte ihre Lippenngsam und behutsam, bis seine Spitze den Hintergrund ihres Halses erreichte. Ein kehliges St?hnen entkam Jian; seine Augen verfolgten, wie Xenons H?nde mit ihren nackten Br¨¹sten spielten. Das Gef¨¹hl, sie zu beobachten, wie sie ihn nahm, und Xenon dabei zuzusehen, wie er das verehrte, was Jian verzehrte, l?ste in Jian eine tiefe, wilde Erregung aus. "Du denkst, du hast jetzt die Kontrolle", knurrte er. Sie gab ein Ger?usch von sich, irgendwo zwischen Belustigung und Zustimmung, das in ihm angenehm vibrierte. Sie zog sich kurz zur¨¹ck, und Jian h?tte beinahe den Verstand verloren. "Ich wei?, dass ich es tue", schnurrte sie, w?hrend sie ihn ansah. "Schuppen, h?r nicht auf..." st?hnte Jian. "Du hast nachgefragt..." "Veah..." warnte er, als sie zu widersprechen begann. Dannchte sie, ihre Augen funkelten. Ein ng, der in ein keuchendes St?hnen ¨¹berging. Ihr Blick glitt nach unten, und Jian folgte ihm, rechtzeitig um zu sehen, wie Xenons Finger ihre Falten teilten, glitschig vor Vengen. Es schien, als ob jemand anderes das Sagen hatte. "Sei ein braves M?dchen, Veah", mahnte Xenon. Sie wimmerte leise und befolgte schlie?lich Jians Wunsch. Dieses Mal z?gerte sie nicht und neckte ihn auch nicht. Sie nahm ihn ganz in sich auf und fand einen Rhythmus, als w¨¹rde sie ihn mit ihrem Mund lieben. Jian sah Sterne. Sein Kopf fiel zur¨¹ck, seine Lippen ?fen sich, seine Atmung war ein Keuchen und Schaudern. Er sp¨¹rte, wie der Druck rasch anstieg, bis er die Schwelle erreichte und ¨¹berkochte. Sein H?hepunkt war stark und ersch¨¹tterte ihn v?llig, doch sie ritt ihn sanft aus und zog sich zur¨¹ck, als er sich beruhigte. Er beobachtete, wie sie ihre Lippen leckte, als wollte sie keinen Tropfen seiner Essenz verpassen. Er beugte sich vor und forderte ihre Lippen in einem brennenden Kuss. Als er sich zur¨¹ckzog, fiel ihr Kopf leicht nach hinten, auf Xenons Schulter. Ihre Atemz¨¹ge zitterten, w?hrend Xenon siengsam streichelte. "Kannst du noch mit mir umgehen?" fl¨¹sterte sie und beobachtete ihn, wie er sie beobachtete. Xenon kicherte. "Kannst du?" Jian zischte leise. "Wof¨¹r h?ltst du mich? Ich habe Jahrhunderte darauf gewartet, diesen K?rper zu kosten." "Gut. Du kannst noch eine kurze Weile warten", murmelte sie und dann bewegte sich ihre Hand, um Xenons Handgelenk zu stoppen, das sie geradezu in den Wahnsinn trieb. Sie drehte sich zu ihm um: "Du hast geschworen, dass du ihn mir nicht vorziehst." Xenon r?usperte sich leicht und tauschte mit Jian einen hilflosen Blick aus. "Aber ich habe nicht..." "Ich bin seine Drachenk?nigin. Ich werde nicht sein braves M?dchen sein", murmelte Neveah. "Nur deins..." Xenon grunzte, als Neveahs H?nde die Kn?pfe seiner Tunika ?fen. Sie lie? sich Zeit, die Augen auf ihn gerichtet. Als sie ihn entfernte, bewegten sich ihre H?nde zu seinem G¨¹rtel. Sie l?ste ihn und half ihm aus der Hose. Eine tte aus Ranken formte sich unter ihr, als sie sich im Mondlichtbecken zur¨¹cklehnte, ihr Haar schwang im Wasser. Xenon beobachtete sie einen Momentng, sein Blick erfasste ihren nackten K?rper, der im Mondlicht glitzerte. "Du willst mich zuerst?" fragte er um sicherzugehen. "Ich bin grob. Ich kann mich nicht zur¨¹ckhalten." Sie zuckte l?ssig mit den Schultern. "Ich bin nicht aus s. Ich zerbreche nicht... es sei denn, du willst es." Xenon schwor sich, dass sie sein Tod sein w¨¹rde. Er z?gerte nicht. Er schwebte ¨¹ber ihr und beugte sich hinunter, so dass seine Stirn auf der ihren ruhte. "Dun vied mira exs tost¨¦n." hauchte er in der Drachensprache. "Ich biete dir mein Leben und meine Bindung an." Neveah ¨¹bersetzte es, ihr Tonfall war ehrf¨¹rchtig. Und dann k¨¹sste er sie,ngsam und tief. Als w?re sie Luft und er ein ertrinkender Mann. Sie zog sich zur¨¹ck. "Tun Sie das nicht. Versteck... dich nicht vor mir. Zeig mir... dich." Sie hatte keine Angst vor ihm und auch nicht vor dem hier. Aber die Art, wie sie beide sie ansahen... als w?re sie eine Art Erl?sung, bereitete ihr Schmerzen in der Brust. Er z?gerte einen Moment, dann beanspruchte er erneut ihre Lippen. Diesmal mit einer feurigen Leidenschaft und einer qu?lenden Besessenheit. Seine Hand fand ihr Geschlecht, feucht in ihrem Vengen. Sie war bereit f¨¹r ihn... f¨¹r sie. Er warnte nicht, als er sie nahm. Ein fl¨¹ssiger Sto? und er dehnte ihr enges Geschlecht, was ihr ein schmerzhaftes Wimmern entlockte. "Du wurdest nicht... genommen..." erkannte Xenon. "Schuppen..." Jian st?hnte, sein Kiefer war angespannt. Als er sah, wie sie Xenon nahm und sich ihm v?llig hingab, bohrte sich sowohl Vengen als auch ein Urschmerz in seine Brust. Sie war seine K?nigin. Seine. Und doch... war er untr?stlich dar¨¹ber, wie sehr er sich w¨¹nschte, dass sie frei und wild war und sich f¨¹r sie beide entschied. Seine Zunge wollte seine Lippen befeuchten, aber seine Augen blieben auf die ihren gerichtet, flehend ... vengend. "Es gab Versuche ... ich war nicht leicht zu beherrschen ... und Lothaire hatte sich immer noch nicht auf ... einen H?chstbietenden geeinigt ..." Sie wimmerte. Er hielt ihre H¨¹ften fest, um sie ruhig zu halten, w?hrend er sie mit einem weiteren zeitlich abgestimmten Sto? dehnte. "Sei jetzt still." Xenon grunzte. "Du darfst nur zwei Worte sagen... zwei Namen." Sie zitterte unter ihm und stie? ein ersticktes St?hnen aus. Seine St??e, zun?chstngsam, wurden zu einem gleichm??igen Rhythmus und dann schneller, tiefer und h?rter als zuvor. Ihr Kopf fiel zur Seite, ihr Mund ?fe sich zu einemutlosen St?hnen, ihre Augen trafen auf Jians hungrigen Blick, und mit Xenons lustvollem St?hnen verst?rkte sich das Gef¨¹hl um das Doppelte. Ihr Band riss auf, jede Gedankenblockade, von der sie nicht wusste, dass sie sie hatte, brach zusammen und die Empfindungen prallten zwischen den dreien ab. Sie konnte ihre Gedanken h?ren, ihr Vengen sp¨¹ren, ihre Liebe, ihre Hingabe, ihr Vengen... fast so deutlich, wie sie ihre eigenen sp¨¹rte. Tr?nen stiegen ihr in die Augen, sie zitterte vor der schieren Kraft der Gef¨¹hle, die sie ¨¹berfluteten. Ihre Sinne sch?rften sich, ihr Wolf stieg an die Oberfl?che. Ihre Augen gl¨¹hten und sie stie? einen Laut aus, der zwischen einem St?hnen und einem Knurreng. "Schuppen..." Xenon keuchte. "Sie ist wundersch?n ... und sie ist so eng, sie f¨¹hlt sich so gut an ..." Sie war sich nicht sicher, ob er es dachte oder sagte. Aber sie sp¨¹rte die Wirkung, die diese Worte auf Jian hatten, durch ihre Verbindung. Sie sp¨¹rten es auch, den Wahnsinn nicht nur ihres Vengens, sondern von drei, die zu einem verschmolzen. Einen Herzscgng hielt die Welt den Atem an. Bindung an Bindung, Seele an Seele ... sie waren eins. Als Neveahs H?hepunkt kam, war er so heftig, dass ihre Namen in einem Schrei aus ihrer Kehle rissen. Xenon... dann Jian, oder war es Jian und dann Xenon? Sie konnte den ¨¹berblick nicht behalten. Sie wollte es auch gar nicht wissen. Ihre Zehen kr¨¹mmten sich und ihr R¨¹cken w?lbte sich. Aber Xenons Griff um ihre H¨¹ften hielt sie an Ort und Stelle, er lehnte sich gegen ihre Schulter, als er seinen H?hepunkt erreichte. "Veah..." Er wusste nicht, worum er sie bat. Er wu?te nur, da? er etwas brauchte. Er verstand erst, was er brauchte, als Neveahs Eckz?hne sich in seinen Hals bohrten, genau dort, wo sie den ersten Abdruck hintessen hatte. Hei?e, wei?e Lust explodierte hinter seinen Augen, als eine st?rkere Welle auf die erste folgte. Er zitterte und schnappte nach Luft, die Augen hingen an seinem Hinterkopf. Sie zog ihre Eckz?hne zur¨¹ck, ihre Zunge streifte die Einstichstelle. Das l?ste eine weitere Welle der Lust in ihm aus. Er legte sich keuchend neben sie und versuchte noch immer, sich zu orientieren, w?hrend er zu den hoch aufragenden B?umen hinaufstarrte. Seine Finger strichen ¨¹ber den Fleck an seinem Hals, Verwunderung ckerte in seinen Augen. Er hatte nicht vorgehabt, so tief und so schnell zu fallen, aber jetzt gab es kein Zur¨¹ck mehr. Der Geist ihres Bisses war noch da, zusammen mit der Wahrheit: Ohne sie w¨¹rde er nie wieder ganz sein. Er drehte sich leicht um und beobachtete Jian neben ihr, das Gewicht des Teilens sa? tiefer, als er erwartet hatte. "Ich bin verdammt." fl¨¹sterte Xenon. Ich werde sie nicht ¨¹berleben, Jian. Ich werde meine H?nde nicht l?nger als ein paar Stunden von ihrssen k?nnen. Sie geh?rt jetzt nicht nur uns, wir geh?ren ihr." Chapter 804: Anspruch und Ruin (Kap.806)

Chapter 804: Anspruch und Ruin (Kap.806)

Neveah l?chelte tr?ge. Ihre Wangen waren ger?tet, ihre Haut gl?nzte vom Schwei?, ihr Haar war nass vom Wasser des Mondbeckens und ihre Augen waren verhangen, sie sonnte sich im Nachng von Xenons Liebkosungen. Sie war umwerfend. Jian hatte nicht gedacht, dass es m?glich sei, noch sch?ner zu sein, als sie es schon war. Aber nun wusste er es besser. Eine gut ges?ttigte Veah war eine neue Entdeckung. Das Objekt seiner dunkelsten Begierden... Begierden, die er erst jetzt zu verstehen begann. Und jetzt, da er sie so gesehen hatte, konnte er es nicht mehr vergessen. Er wollte sie nicht brechen, das wurde ihm r. Er wollte, dass sie gebrochen war... bereit, bed¨¹rftig. Was er tun w¨¹rde, w?re, sie v?llig zu zerschmettern. "Ich werde nicht fragen, ob du mich noch ertragen kannst." sagte er mit leiser, warnender Stimme. Seine Augen vergen immer noch ihren K?rper. Sie l?chelte tr?ge, wie jemand, der vom Nektar berauscht ist. Oder etwas St?rkerem. "Wir beide wissen, dass ich f¨¹r dich gemacht bin..." Jian sp¨¹rte diese Worte tief in seinem Leib. Er st?hnte leise. Jahrhunderte an der Spitze der Welt hatten ihn gelehrt, sein urspr¨¹ngliches Vengen zu kontrollieren... es zu unterdr¨¹cken. Er war zu erfolgreich gewesen. Jetzt verstand er, dass dies nur so war, weil er nie das wahre Vengen gekostet hatte. Wahres Vengen... das war es. Dieser... k?stliche Wahnsinn. "Komm her, Geliebte," sagte er und lehnte sich an den Thron zur¨¹ck. Sie setzte sich auf und kroch ¨¹ber die Ranken zu ihm. Sie warf Xenon einen finsteren Blick zu, als er ihr tr?ge auf den Hintern schlug. Er grinste zur¨¹ck und lehnte sich entspannt auf das Bett aus Ranken. Jian sagte nichts, als sie sich n?herte. Er beobachtete sie nur, das Vengen in seinen Augen gl¨¹hte wiengsam brennende Kohlen. Seine Arme waren weit auf den Thron gelegt, sein Kiefer angespannt. Unter seiner Ruhe war seine Kontrolle fast nicht mehr vorhanden. Neveahs K?rper summte noch immer von den Nachwirkungen der Lust. Aber dieser... Jian... war anders. Sie sp¨¹rte es in der Art, wie sich die Luft bewegte. In der Art, wie ihr Name unausgesprochen auf seiner Zungeg, wie seine Augen sie nicht nur ansahen, sondern in sie hineinsahen. Veah klettertengsam auf seinen Scho?, ihre Knie streiften seine Oberschenkel, ihr K?rper schmiegte sich mit der Leichtigkeit von jemandem, der wusste, dass er dorthin geh?rte, an seinen. Ihre Haut war noch warm und feucht, ihr Puls tterte unter seinen Fingern. Als er seine Hand hob, griff er nicht nach ihren H¨¹ften, wie sie erwartet hatte, sondern hielt ihr Gesicht. Er k¨¹sste sie nicht... noch nicht. Er starrte sie nur an. Ihr Atem stockte. Die Intensit?t seiner Augen lie? ihr Herz erzittern. "Jian?" Er knurrte tief in seiner Kehle. Der ng war nicht menschlich. Nicht einmal drakonisch. Es war etwas ?lteres, etwas aus Feuer und Verderben Geschmiedetes. "Du bist nicht nur so sch?n", murmelte er und strich mit dem Daumen ¨¹ber ihre Mundwinkel. "Du bist gef?hrlich. Denn die G?tter sollen mir beistehen... ich m?chte mich in dir verlieren." Sein Gest?ndnis lie? ihren K?rper an all den Stellen anspannen, die er noch nicht einmal ber¨¹hrt hatte. Sie konnte die Zur¨¹ckhaltung in ihm sp¨¹ren, f¨¹hlen, wie ein Sturm gegen seine Haut dr¨¹ckte. All diese kaum kontrollierte Kraft. All dieses dunkle, schmerzende Vengen. "Ich m?chte nicht, dass du zur¨¹ckgehalten wirst," fl¨¹sterte sie mit ehrlicher, hauchender Stimme. "Ich m?chte sehen, wie du zusammenbrichst." Das brachte ihn zum Zerbrechen. Er b?umte sich auf und k¨¹sste sie mit einem Hunger, der keine Geduld mehr hatte. Keine Zeremonie. Nur Bed¨¹rfnis. Er griff nach ihrem Nacken und zog sie fester an sich, w?hrend seine andere Hand ¨¹ber ihren R¨¹cken fuhr, um sie gegen seine harte L?nge zu dr¨¹cken. So sp¨¹rte sie, was sie ihm angetan hatte. So wusste sie, dass sie ihn bereits ruiniert hatte. Sie keuchte in seinen Mund, und er schluckte es gierig hinunter.Dann zog er sich zur¨¹ck, seine Stirn an die ihre gepresst, der Atem ging rasend schnell. "Ich werde mir alles nehmen", sagte er raspelnd, die Stimme tief und gef?hrlich. "Jedes L?cheln. Jeden Atemzug. Jeden Atemzug, den du mir gibst. Und wenn ich fertig bin, wirst du immer noch nach mehr betteln." Sie w?lbte sich in ihn hinein, hob ihre H¨¹ften, um ihn hineinzuf¨¹hren, aber er ergriff ihre Handgelenke und klemmte sie hinter ihrem R¨¹cken fest, hielt sie dort fest... wie in einem K?fig. "Noch nicht", sagte er. "Du hast dich Xenon zuerst hingegeben. Jetzt wirst du lernen, was es hei?t, mir zu geh?ren." Ihr Atem ging sto?weise, ihre Augen glitzerten von der Hitze und der Herausforderung seiner Worte. Er k¨¹sste sie erneut. Hart und besitzergreifend. Sein Mund verg den ihren, und sie st?hnte in ihn hinein, lie? ihn sich nehmen, was er vengte, aber niemals, ohne es in gleicher Weise zur¨¹ckzugeben. Ihre N?gel kratzten ¨¹ber seine Brust, als er schlie?lich ihre Arme loslie?, und sein St?hnen drang direkt in ihr Inneres. "Dreh dich um." Sie blinzelte, Hitze kroch ihren Hals hinauf. "Was?" "¨¹ber die Kante", sagte er, seine Stimme war jetzt tiefer. Rauher. "Gesicht nach unten, H?nde auf die Lianen. Lass mich dich ansehen." Die Art, wie er es sagte, war wie ein Gebet und wie eine Drohung in einem. Es lie? ihre Beine schwach werden. Sie rutschte von ihm herunter, ihr Herz klopfte, als sie sich umdrehte und ihre H?nde die weichen, sich st?ndig bewegenden Ranken fanden, die sich um den Thron gen. Sie hie?en ihre Ber¨¹hrung willkommen, kringelten sich unter ihren Handfl?chen und Unterarmen und hoben sie sanft in den perfekten Winkel, als ob auch sie ihm gehorchten. Jian stand hinter ihr. Sie konnte seine Hitze sp¨¹ren, bevor er sie ber¨¹hrte. Seine Hand strich ¨¹ber ihren R¨¹cken,ngsam und ehrf¨¹rchtig, bis er die Basis ihrer Wirbels?ule erreichte. Dort hielt er inne. "Du wei?t nicht, was du mir antust", sagte er heiser. "Du l?sst mich dich so sehen, und ich kann nur an den Ruin denken. An jeden Mann, der dich je ber¨¹hrt hat. An dich... damit du dir nicht vorstellen kannst, einen anderen zu wollen." "Also nimmst du alles von mir, Veah. Und nicht brechen." Sie sp¨¹rte das Zittern in ihren Schenkeln, nicht aus Angst, sondern wegen des Gewichts, das sie so sehr wollte. Wollte ihn. Und die be?ngstigende, sch?ne Wahrheit war... er konnte sie ruinieren. Und sie w¨¹rde ihn gew?hrenssen. "Tu es", sagte sie mit gespaltenen Lippen und zitterndem Atem. "Ruiniere mich, Jian." Er st?hnte auf, als ob er Schmerzen h?tte. S¨¹?er, notwendiger Schmerz, und dann sank er hinter ihr auf die Knie. Er k¨¹sste erst ihren R¨¹cken, dann weiter unten, seine H?nde spreizten ihre Schenkel, bis sie offen war, schmerzte und f¨¹r ihn zitterte. "Du musst dich daran erinnern", fl¨¹sterte er gegen ihre Haut. "Selbst wenn die G?tter mich morgen holen. Selbst wenn die Welt im Morgengrauen untergeht." Ihr Herz bebte. Sie wimmerte leise. "Jedes Mal, wenn du atmest. Jedes Mal, wenn du die Augen schlie?t und dich leer f¨¹hlst, wei?t du, dass ich es war, der dich ganz ausgef¨¹llt hat. Der den Schmerz beansprucht hat. Der dich dazu brachte, so zu brauchen." Und dann nahm er sie. Zuerst ganzngsam. Ein tiefes, schmerzhaftes Dehnen, das sie mit einem gebrochenen Keuchen nach vorne w?lben lie?. Er f¨¹llte sie vollst?ndig aus, besitzergreifend, als w?re sein K?rper daf¨¹r gemacht, sich an ihren zu schmiegen. Eine Hand umfasste ihre H¨¹fte, die andere verhedderte sich in ihrem Haar und zog sie gerade so weit zur¨¹ck, dass die Kurve ihres Halses sichtbar wurde. Das Vergn¨¹gen pulsierte in Wellen durch sie und m¨¹ndete in Ekstase. Xenon hatte sie gebrochen ... aber jetzt wurde sie nicht gebrochen, Sie wurde neu erschaffen. Er bewegte sich mit wachsender Intensit?t in ihr, jeder Sto? baute auf dem letzten auf, ein Rhythmus, der so urspr¨¹nglich und perfekt war, dass er ihr die Tr?nen in die Augen trieb. Nicht, weil es weh tat... sondern weil es nicht weh tat. Es f¨¹hlte sich richtig an. Es f¨¹hlte sich an, als w¨¹rde man sie kennen. Als w¨¹rde man gleichzeitig verehrt und ruiniert. Als w¨¹rde sie beansprucht und gesch?ndet in derselben M¨¹nze. Die Lianen zogen sich sanft unter ihren Knien zusammen, als ob sie auf das Auf und Ab ihres Atems reagierten und sie erdeten, als Jians K?rper wieder und wieder in den ihren krachte, bis ihre Namen sich in St?hnen und Keuchen und dem tschen von Haut auf Haut verloren. Bis nichts mehr existierte au?er diesem Moment. Bis der Thron selbst zu pulsieren schien mit ihrer Hitze, ihrem Rhythmus, ihrem Chaos. Chapter 805: H?re ihn (Kap.807)

Chapter 805: H?re ihn (Kap.807)

Neveah wachte mit Schmerzen an Stellen auf, von denen sie nicht wusste, dass sie sie hatte. In der letzten Nacht hatte sie nicht mehr gez?hlt, wie oft sie ¨¹berfallen worden war, und auch das Zeitgef¨¹hl, ihre Stimme und ihre Sinne waren ihr abhanden gekommen. Was zur¨¹ckblieb, waren Halsschmerzen, schmerzende Glieder und die bitters¨¹?e Erkenntnis, dass sie die dunkle Seite zweier uners?ttlicher Drachen geweckt hatte und dass nicht einmal ihre Wolfsausdauer sie retten konnte. ¡¯Kannst du noch mit mir umgehen?¡¯ Wenn sie zur¨¹ckdachte, konnte sie sich nicht vorstellen, was sie zu diesen Worten verleitet hatte. Sie war sich nicht sicher, wann sie in den Scf gesunken war. Oder vielmehr, wann man sie endlich hatte scfenssen. Davor war sie mehr als ein paar Mal geweckt worden, als ihr K?rper hilflos auf ihre Ber¨¹hrungen reagierte. Es war schwer zu entscheiden, wer wirklich dem Untergang geweiht war. Ihre Augen tterten auf. Xenong neben ihr, auf einen Ellbogen gest¨¹tzt, ein tr?ges L?cheln auf den Lippen. Die wenigen Spuren von Tageslicht, die durch das Bl?tterdach der B?ume sickerten, umh¨¹llten ihn, und sein feuchtes Haar schimmerte, genau wie seine Augen. Er war jetzt angezogen. Zum Gl¨¹ck. "Du siehst verbraucht aus, meine Liebe..." murmelte er in einem selbstgef?lligen Ton. Er streichelte mit dem Handr¨¹cken ¨¹ber ihre Wange und blieb kurz vor dem Schwung ihrer Lippen stehen. Neveah betrachtete ihn einen Momentng schweigend, ihr Blick l?ste sich erst, als er sich herunterbeugte und sie leicht auf die Lippen k¨¹sste. "Ich liebe dich, und es tut mir leid." sagte er, obwohl er nicht im Geringsten reum¨¹tig aussah. Sie richtete ihren Blick auf den tieferen Teil des Beckens, gerade als Jian die Oberfl?che durchbrach. "Das sind wir beide." f¨¹gte er hinzu. "Ich bin es nicht." mischte sich Jian ein und erntete daf¨¹r einen b?sen Blick von Xenon. Neveah verdrehte die Augen und starrte hinauf zu den Baumkronen. "Ich f¨¹hle mich, als w?re ich von einem Kobold zertrampelt worden." Xenon gluckste. "Um fair zu sein, Drachen wiegen dreimal so viel." Sie seufzte leise und setzte sich auf dem Rankenbett auf. Ihr Haar fiel ihr ¨¹ber die Schultern und sie fing Xenons Blick auf, der zu ihren Br¨¹sten hinabwanderte. "Lass mich dir den Schmerz nehmen..." bot er mit heiserem Tonfall an. "Denken Sie nicht einmal daran." warnte sie. Er grinste. "Ich werde dich in Ruhessen ... vorerst." In dieser Aussage steckte ein Versprechen, und Neveah watschelte in den Pool, bevor er seine Meinung ?ndern konnte. Jian bot ihr eine Hand und sie nahm sie. Sie lie? zu, dass er sie zu einem Kuss heranzog. Dann drehte er sie sanft herum und wusch siengsam ab. "Mach dir keine Sorgen. Ich werde nicht zu weit gehen..." versicherte er und seine Lippen streiften ihren Hals. Er tat es nicht. Stattdessen war er sanft und aufmerksam, ¨¹bte leichten Druck aus, um ihre Schmerzen zu lindern, bis sie gr¨¹ndlich gewaschen war. Als er sich schlie?lich zur¨¹ckzog, drehte sich Neveah zu ihm um. "Gestern Abend... als du sagtest, wenn die G?tter dich nehmen w¨¹rden..." Sie brach ab, unsicher, warum diese Worte immer noch so schwer auf ihrem Herzensteten. Sie wusste, dass er es nicht so gemeint hatte. Trotzdem... die blo?e Vorstellung davon war zu schrecklich, um sie zu begreifen. Jians Blick verriet sein Verst?ndnis. "Ich ... wir lebennge. Aber wir sind nicht unzerst?rbar. Was mit Orin geschah, hat die Dinge ins rechte Licht ger¨¹ckt... hat mich daran erinnert, dass das, was die Natur uns geschenkt hat, die M?glichkeit der Ewigkeit ist. Nicht eine Garantie." Sein Tonfall war leise und schwerm¨¹tig. Es war ihm sichtlich schwergefallen, seine Sorgen zu teilen. "Ich bin verletzt, Veah. Und ich verachte mich selbst daf¨¹r, dass ich sein Opfer zugssen habe...und daf¨¹r, dass ich es gewagt habe, erleichtert zu sein, dass nicht du die Nachricht erhalten hast, die Isalder bekommen musste." Er hielt inne und neigte leicht den Kopf zur¨¹ck. Neveah lehnte sich an ihn, es gab keine richtigen Worte. "Aber ich gehe nirgendwohin, Geliebte. Nicht jetzt...niemals." murmelte er und g seine Arme um sie. "Und ich werde f¨¹r dieses selbsts¨¹chtige Vengen, nur f¨¹r dich zu leben, b¨¹?en... bis in alle Ewigkeit, wenn es sein muss." Neveah atmetengsam aus. "Du hast nichts getan, wof¨¹r du b¨¹?en m¨¹sstest." Sie war sich nicht sicher, was sie noch sagen k?nnte, um ihn zu beruhigen, aber sie kam nicht dazu, etwas zu sagen. "Drau?en ist jemand." murmelte sie und zog sich leicht zur¨¹ck. Ihre Nase zuckte, Unbehagen regte sich in ihr. "Es ist... Lodenworth." "Wirst du ihn sehen?" fragte Xenon, der bereits von seiner Position weggetreten war. Er lehnte nun an einem Baum neben der Barriere, den Blick starr darauf gerichtet. Die Silhouette eines Mannes war durch die Barriere sichtbar. Von der anderen Seite aus konnte Lodenworth sie nicht sehen. Aber er wusste genau, dass sie da waren. Die Silhouette stand auf der anderen Seite. Er sagte nichts und bewegte sich nicht. Er wusste auch, dass sie sich seiner bewusst waren. "Nein." Die Antwort von Jian war einfach und direkt. "Jian..." begann Neveah. "Er ist allein gekommen..." Er runzelte die Stirn, seine Augen suchten die ihren. "M?chtest du, dass ich ihn anh?re?" Sie seufzte. "Ich m?chte, dass du die rheit engst, die du brauchst, mein Herr." "Lodenworth hat dir... jahrhundertng gedient. Ich wei?, du willst Antworten, ich kann es in deinen Augen sehen." "Ich wei? bereits genug." murmelte er. "Es w?re nicht das erste Mal..." Sein Tonfall war eiskalt. Neveah zuckte zusammen. Sie war sich sicher, dass Xenon das auch tat. Es war nicht Jians Absicht, aber er hatte gerade eine Vergangenheit angedeutet, die bei beiden M?nnern Narben hintessen hatte. Denn damals wie heute ... war er von jemandem verraten worden, dem er vertraut hatte. Wegen einer Frau. "Ich ube, ich habe ihn hierher gef¨¹hrt." gestand Neveah leise. "Letzte Nacht... irgendwie, ich ube... bin ich in seine Tr?ume geschl¨¹pft." Jians Brauen zogen sich zusammen. Er war sichtlich ver?rgert. "Nein, nein... nicht so, wie du denkst." Erkl?rte sie schnell. "Ich habe vielleicht die Erinnerung an Adriennes Tod in seine Tr?ume projiziert." "Es ist einfach passiert und ich konnte es nicht verhindern. Aber ich denke ... du solltest ihn anh?ren." Er schwieg einen kurzen Moment, dann nickte er einmal. "Mir ist egal, was seine Wahrheit ist, und es wird nichts daran ?ndern, was geschehen ist. Oder die Konsequenzen seiner Handlungen." "Aber wenn du m?chtest, dass ich zuh?re ... dann soll es so sein." Gemeinsam verlie?en sie den Pool und zogen sich an. Die Szenerie im Hain ver?nderte sich erneut, der Teich wich zur¨¹ck. Das Rankenbett verschwand, und ¨¹brig blieb nur der wei?e Steinthron. Kalt, unbeweglich ... genau wie derjenige, der darauf sa?. Chapter 806: Seelenlose Augen (Kap.807)

Chapter 806: Seelenlose Augen (Kap.807)

Neveah hatte Jians Zorn schon oft zu sp¨¹ren bekommen... doch so hatte sie ihn noch nie erlebt. In dem Moment, als sie die Barriere senkte und Lodenworth Eiss gew?hrte, wurden Jians Augen kalt. Nicht leer, eine t?dliche K?lte. Seine Haltung war ruhig, t?uschend echt, aber seine Aura ... sie hatte etwas M?rderisches. In diesem Moment verstand sie es. Sie war nie wirklich mit Jians Zorn konfrontiert worden, denn er hatte sie nie als Feind betrachtet. Eine Unannehmlichkeit, gewiss. Meistens ein ?rgernis. Er hatte ihr einmal den Tod gew¨¹nscht, aber nie hatte er sie so angesehen ... als w?re diejenige, die er sah, nicht einmal zu hassen. Seit sie ihn zum ersten Mal in der Versammlungshalle der Finsternis-Dom?ne gesehen hatte, war dies das erste Mal, dass sie pure Abscheu empfand. Eine Wut, die so stark war, dass sie ihm den Boden unter den F¨¹?en k¨¹hlte. Sie musste bewusst den Instinkt unterdr¨¹cken, sich zur¨¹ckzuziehen und etwas Abstand zwischen sich und diese Verk?rperung des kalten Todes zu bringen. Sie hatte erwartet, dass seine erste Begegnung mit Lodenworth oder Ke eine Seite an ihm offenbaren w¨¹rde, die sie noch nie gesehen hatte, vor allem nicht nach dem Willkommensgeschenk, das man ihm im Hain bereitet hatte. Aber es mit eigenen Augen zu sehen, verfestigte das Ausma?, in dem Lodenworths Verrat ihn verletzt hatte. Das Objekt von Jians Zorn n?herte sich, nicht ann?hernd so vorsichtig, wie er es h?tte tun sollen. Dasg nicht daran, dass er von der ¨¹berw?ltigenden m?rderischen Aura, die Jian ausstrahlte, unbeeindruckt war, Vielmehr war da ein Blick in seinen Augen, der einfach... tot war. Als h?tte er sein Schicksal bereits akzeptiert. Hatte er wirklich nichts von Adriennes Tod gewusst? Der Gedanke machte sie fassungslos, aber die Trauer, die ihn jetzt durchzuckte, war zu roh, um vorget?uscht zu werden. Lodenworths Blick begee zuerst Xenons kaltem Blick, wechselte dann zu Neveah, verweilte einen Moment und richtete sich schlie?lich auf Jian. Nur f¨¹r einen Moment, denn er wandte seinen Blick ebenso schnell wieder ab. Er senkte den Kopf zu einer Verbeugung. "Mein..." Er wurde unterbrochen. "Wage... es nicht." warnte Xenon. Lodenworths F?uste ballten sich an seiner Seite. Als ob es ein Kampf w?re, sich zusammenzurei?en. Und im n?chsten Moment brach er zusammen. Er sank auf die Knie, die Schultern zitterten voruter Scham. Er senkte den Kopf, bis er die Erde ber¨¹hrte, und schluchzte leise und gend. Er wusste es nicht, erkannte Neveah. So unvern¨¹nftig es auch klingen mochte, dass die Welt um ihn herum zusammenbrechen konnte und er nichts davon wusste, so war es doch r, dass Lodenworth ¨¹ber viele Dinge im Unren gewesen war... wenn nicht sogar ¨¹ber alles. Neveah zuckte sichtlich zusammen. Ein Drachenlord kniete nie auf beiden Knien, selbst vor seinem K?nig stand es ihm frei, ein Knie zu beugen. Aber niemals auf beiden. Das war eine unausgesprochene Regel. Ein heiliges Gleichgewicht zwischen Untergebenen und Verwandten, eine Geste der Gleichheit, selbst im Gehorsam. Es war ein Band des Vertrauens und der willigen Unterwerfung. Aber dass ein Drachenlord einen Kotau machte, das hatte es seit dem Ende des dunklen Reiches nicht mehr gegeben, dachte sie. "Was ... kann ich tun ..." sagte er heiser, die Stimme zitterte. Wie viel er nun wusste, war noch ungewiss. Aber es reichte, um ihn zutiefst zu ersch¨¹ttern. Er hob seinen Blick zu Jian. Seine Augen waren seelenlos ... gebrochen. Er entschuldigte sich nicht. Lodenworth war noch nie ein Mann gewesen, der Entschuldigungen duldete, geschweige denn, sie von sich gab. Er versuchte nicht, sich zu erkl?ren oder zu verteidigen. Er leue nicht, dass er etwas damit zu tun hatte, und lie? auch nicht veuten, dass er sich dessen nicht bewusst gewesen war. Er war gekommen, um ein Urteil zu f?llen. Nicht um Gnade. Jian antwortete einenngen Momentng nicht. Er hatte nicht mehr gesprochen, seit er Neveahs Bitte zugestimmt hatte, aber in seinem Schweigen hatte er genug ausgedr¨¹ckt, um einen Drachenlord wie Lodenworth v?llig zu demontieren. Jians Augen trafen zum ersten Mal die seinen. "Liefert mir Kes Kopf." "Ich werde dir die Ehre des Todes durch meine Klinge erweisen. Dein Titel wird wiederhergestellt werden. Du wirst in h?chsten Ehren zu Grabe getragen, und es wird keine Aufzeichnungen dar¨¹ber in der Geschichte geben." Sein Gesicht war ausdruckslos und in seiner Stimmeg keine Emotion. Sein Urteil war brutal und r. Lodenworth widersprach nicht. Er schloss die Augen, die Krallen gruben sich in die Erde. Er zitterte von Kopf bis Fu? unter dem Gewicht von Jians Urteil und den damit verbundenen Konsequenzen. **Dennoch machte er keine Anstalten, zu protestieren.** "Ich ... werde bleiben." Neveah war hin- und hergerissen ¨C irgendwo zwischen widerwilligem Respekt und einem tiefen Gef¨¹hl des Verlusts. Dieser Drachenlord ... er war jeden einzelnen Ehrentitel wert, den er sich verdient hatte. Fast songe wie die k?nigliche Garde war er an Jians Seite gewesen. ¨¹ber ein Jahrhundertng hatte er als Kommandant der Stadtwache Keep Skies besch¨¹tzt. Kein einziges Mal hatte er versagt. Kein einziges Mal waren die Mauern der Zitadelle durchbrochen worden. Genauer gesagt war in seiner gesamten Dienstzeit kein einziges Portal gekapert worden. Einig waren sie sich nie gewesen. Doch trotz aller Differenzen konnte Neveah nicht verhindern, dass ihr Herz vor Kummer schwer wurde. Seine einzige "S¨¹nde" hatte darin bestanden, die falsche Person zu lieben ¨C und selbst diese Liebe war ihm nicht freigestellt gewesen. "Was ist dein letzter Wunsch?" fragte Jian. "Ich ... soll bei Einbruch der Nacht Vater werden", fl¨¹sterte Lodenworth. "Mein Sohn ..." "Wenn er ein Fae ist, wird er Lord Jo?o von Aloria anvertraut", begann Jian und hielt inne. "Und wenn er ein Drache ist..." Er z?gerte. "Decaron wird ihn als seinen Erben aufziehen." Lodenworth nickte. Seine Stirn senkte sich wieder zur Erde, und f¨¹r einenngen, andauernden Moment hielt er seinen Bogen fest ummmert. "Es war mir eine Ehre... mein Lehnsherr." Er erhob sich schlie?lich, verabschiedete sich und ging. Jians Blick verfinsterte sich ¨C eine tiefe, undurchdringliche Dunkelheit, die Neveah nur allzu vertraut war. Die Stille, die folgte, war beinahe ¨¹bernat¨¹rlich. Selbst der Wind schien zu ruhen. Xenons Blick traf den von Neveah, und in seinen Augen sah sie den gleichen Gedanken wie ihren eigenen. Langsam trat Neveah vor, verkleinerte Schritt f¨¹r Schritt den Abstand zwischen Jian und sich. Sie kniete sich neben ihn, legte sanft ihren Kopf auf seinen Scho?. Seine H?nde, die zuvor die Armlehne des Throns ummmert hatten, wanderten z?gerlich zu ihrem Haar. Eine beruhigende Geste ¨C mehr um seiner selbst als um ihretwillen. "Er hat keine Ausreden vorgebracht", murmelte sie. "Er hat nicht um Gnade gebeten." Jian schwieg, sein Kiefer angespannt. "Er kam, um mit W¨¹rde zu sterben. Und diese W¨¹rde hast du ihm gew?hrt." Noch immer keine Antwort. "Aber muss diese W¨¹rde der Tod sein?" Seine Augen wandertenngsam hinunter zu ihr, scharf und eindringlich, eine stumme Warnung. Doch Neveah lie? sich nicht einsch¨¹chtern. "Decaron ist Teil der k?niglichen Garde", fuhr sie fort. "Das sagt mir, dass dein Herz... Jian. Dass du m?chtest, dass das Kind in deiner N?he bleibt." "Jedes Mal, wenn du ihn ansiehst, wirst du an diesen Moment zur¨¹ckdenken. Und wenn dein Zorn vergeht, wird er sich in Schmerz verwandeln. Jeden Tag wirst du dich selbst f¨¹r diese Entscheidung bestrafen ¨C songe wir leben." Sie lie? ihre Worte wie Echo nachhallen. "Er wird diese Schande f¨¹r den Rest seines Lebens tragen, Jian. Jeden Tag wird er als ein Mann leben, der dich, Adrienne und sich selbst entt?uscht hat. Lass das die Strafe sein. Lass ihn seinen Sohn gro?ziehen... so, dass er es besser macht als er selbst." Jian starrte sie an ¨Cnge und durchdringend. In diesem Blick tobte ein Sturm, ein unausgesprochener Konflikt, der tief in ihm brodelte. Doch Neveah hielt stand, ohne auch nur einen Augenblick zu wanken. "Du ... vergibst ihm?" Neveah atmete leise, fast resigniert, aus. "Nein." "Es geht nicht um Lodenworth... es geht um dich." Chapter 807: Thronsaal (Kap.808)

Chapter 807: Thronsaal (Kap.808)

Ein Duftg schwer in der Luft. Es war der Beginn eines Sturms, der ¨¹ber die innere Barriere der Fae geweht wurde. "Ich bin mir nicht sicher, wienge Lord Fintan noch durchhalten kann", bemerkte Neveah. Sie hockte sich hin und ber¨¹hrte mit ihrer Handfl?che die Erde, um die Vibrationen zu sp¨¹ren. "Die Fae haben immer vorsichtig neben dem dunklen Reich existiert. Der Zauber zur Unterdr¨¹ckung dunkler Magie, den er gewirkt hat, kann nur songe das Aufrei?en des Risses verhindern..." "Lord Jo?o h?tte den Marker mittlerweile finden sollen, aber er hat keinen Kontakt aufgenommen. Es war mein Fehler zu uben, dass er in einem ihm bekannten Gel?nde schneller w?re." "Denkst du, dein Vertrauen in ihn war fehl am tz?" fragte Jian. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Nein. Der Ausdruck in seinen Augen, als er die toten Fae-Wachen sah ... der war echt." "Und nicht zuletzt bin ich mir sicher, dass er jetzt wei?, dass ich Diandre nicht get?tet habe. Aber Ke hat es getan. Er mag sich gegen uns wenden, aber er wird ihr nicht zur Seite stehen." Xenon f¨¹gte hinzu: "Ich stimme zu. Lord Jo?o hegt seit Jahrhunderten Groll gegen Zauberei. Da Ke sich mit Beoruh verb¨¹ndet hat, hat sie sein Vertrauen verloren." "Auf jeden Fall, verfolgt ihn", beschloss Jian. "Wenn er dem Marker gefolgt ist, sollte er in der N?he sein." "Er ist nicht weit." Es dauerte nichtnge, bis sie eine riesige Lichtung erreichten, ¨¹ber der Dutzende von Ranken hingen. Sie waren kreuz und quer verschlungen und bildeten gro?e Kokons, aus eng umschlungenen Ranken. Das Arkane summte leise in der Lichtung, streifte die Baumrinden und schl?ngelte sich durch die Ranken. Mit einem Seufzer streckte Neveah eine Hand zu den Ranken aus und ballte sie zur Faust. Die Ranken zischten und schrumpften zusammen, die Kokons l?sten sich auf und befreiten mindestens ein Dutzend Fae-Ratsmitglieder. ¨¹berraschenderweise war Lord Jo?o einer von ihnen. Sie waren ¨¹berrascht, den Drachenk?nig zu sehen, als sie aus dem Kokon auf den Waldboden fielen. Die meisten waren mehr erschrocken als ¨¹berrascht. "Was ist hier passiert?", vengte Jian zu wissen und musterte die Fae-Ratsmitglieder mit finsterem Blick. Lord Jo?o sprach zuerst: "Sie ist au?er Kontrolle. Sie nutzt unsere Magie, um Aloria in einen lebenden Todeswald zu verwandeln. Die Ratsmitglieder, die darum gebeten hatten, zur¨¹ckzukehren und ihre W?lder vor der Invasion zu sch¨¹tzen, wurden alle eingesperrt. Nirgendwo ist sicher... nicht einmal f¨¹r uns." Neveah runzelte leicht die Stirn. "Lodenworth sagte, er w¨¹rde bis zum Einbruch der Nacht Vater werden." "Sie muss in den Wehen liegen, und das Arkane schl?gt aus, um sie in ihrem geschw?chten Zustand zu sch¨¹tzen." "Sie ist im Moment extrem gef?hrlich", best?tigte Lord Jo?o. "Ich habe die Markierung bis zum Thronsaal verfolgt. Aber ich kann nicht garantieren, dass ihr dort sicher ankommt... Ich habe versucht, mein Versprechen zu halten, aber ich konnte nicht hindurchkommen." "Nichts konnte das. Wir hatten Gl¨¹ck, dass sie nicht beschlossen hat, uns im Wald hinrichten zussen, sondern uns nur hier gefangen hielt." Xenon zuckte mit den Schultern. "Wir sind nicht so unf?hig wie die Fae. Ihr alle seid der Gnade einer einzigen Fee ausgeliefert... erb?rmlich." Jian gab keinen Kommentar ab. Er nickte, ging an ihnen vorbei und f¨¹hrte sie zum Thronsaal. Neveah blieb noch einen Moment zur¨¹ck und wandte sich dann an Lord Jo?o. "Hast du in letzter Zeit etwas von Fintan geh?rt?"Lord Jo?o sch¨¹ttelte den Kopf. ?Lord Fintan ist der m?chtigste Zauberer, den wir haben, sogar noch vor dem Arkane. Er wird seine Position behaupten." ?Wenn sich der Canyon noch nicht ausgebreitet hat, kann man nur hoffen, dass es ihm gut geht. Aber der Arkane hat es auf alle abgesehen, die sich ihr widersetzen, und der Wald beugt sich ihrem Willen. Er k?nnte in Gefahr sein." ?Geh und finde ihn. Besch¨¹tze ihn, wie du deinen Anf¨¹hrer besch¨¹tzen w¨¹rdest¡°, dr?ngte Neveah. ?Die Fae werden jemanden wie ihn brauchen, um die ¨¹berreste dessen, was nach diesem Vorfall noch ¨¹brig ist, aufzusammeln.¡° ?Vergebt mir. Ich habe darum gebeten, mit eurer Mission betraut zu werden. Ich habe versagt und euch Verz?gerungen bereitet¡°, sagte Lord Jo?o mit echtem Bedauern. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. ?Du hast dein Bestes getan. Aber jetzt ist dies unser Kampf.¡° ?Noch etwas... Ich ube, Lodenworth ist ebenfalls auf dem Weg zum Thronsaal¡°, f¨¹gte Lord Jo?o hinzu. Neveah tauschte einen Blick mit Xenon aus und sie holten zu Jian auf. Der Wald ?hnelte jetzt eher einem Dschungel als dem verzauberten Wald von gestern. Seine gesamte unheimliche Sch?nheit wurde von der rauen und unbedachten Pandemie der sich bewegenden Ranken verschlungen. Einige waren so geschw?rzt, dass man sie leicht mit tinteschwarzen Ranken verwechseln konnte. Je n?her sie dem Thronsaal kamen, desto offensichtlicher wurden die Ver?nderungen im Wald. Alle Wege waren zugewachsen, die B?ume hatten sich von allen Seiten geschlossen. Es war m¨¹hsam, sich dort durchzuscgen. Es nahm viel mehr Zeit in Anspruch, als es h?tte sein sollen ¨C selbst mit der Hilfe von Neveahs Magie und Jians mmen. Doch nach gef¨¹hlter Ewigkeit standen sie vor der gewaltigen Struktur, die in einen ausgeh?hlten Baum gebaut worden war. Die k?nigliche Halle der Fae, in der sich der Thronsaal und der k?nigliche Thron befanden, war im Vergleich zu dem, was Neveah geh?rt hatte, sp?rlich bewacht. Und die wenigen W?chter wirkten panisch, als w?ren sie nicht freiwillig dort. Lord Jo?o war f¨¹r die Sicherheit der k?niglichen Blutlinie zust?ndig und Lord Fintan hatte den gr??ten Einfluss auf die Ratsmitglieder und ihre Fae-Bataillone. Da Aloria abgeriegelt war und die Ratsmitglieder gefangen gehalten wurden, konnten sie nicht in ihre jeweiligen W?lder zur¨¹ckkehren, w?hrend ihr Volk in Gefahr war. Ke hatte sich praktisch gegen alle gestellt. Sogar gegen ihr eigenes Volk... ihren eigenen Drachen. Ob es der Einfluss des Arkane oder die Aussicht auf absolute Macht war, die einen der Vernunft berauben konnte, Neveah konnte es nicht sagen. Jians Anwesenheit gen¨¹gte, um die wenigen Wachen zu vertreiben, die in den Wald flohen. Der Wald war gespenstisch still, bis die Stille von einem Schrei durchbrochen wurde. Xenon ging voran und stie? die Doppelt¨¹ren auf. ?Du w¨¹rdest mir wehtun?! Du liebst mich! Ich trage dein Kind, Lodenworth!¡°, schrie Ke. Der Anblick, der sich ihnen bot, war verst?rend. Ke sa? zusammengesunken auf dem Thron, sch¨¹tzend ihre Hand um ihren vorgew?lbten Bauch gelegt. Der leichte Schwei? auf ihrer Stirn zeugte von ihrer kritischen Lage. Das Kind war im Anmarsch. Panische Heilerfeen versuchten zu ihr zu gngen, konnten jedoch die schimmernde Barriere aus Arkane nicht ¨¹berwinden, eine Barriere, die sie in ihrem emotionalen Zustand unbewusst verst?rkte. Und die einzige Person innerhalb der Barriere war Lodenworth. Chapter 808: Wert der Loyalit?t (Kap. 809)

Chapter 808: Wert der Loyalit?t (Kap. 809)

Lodenworth sagte nichts, auch wenn ihn ihre Worte und die darin enthaltene Wahrheit sichtlich ersch¨¹tterten. Er wusste, dass sie Schmerzen hatte. Sie kannte ihn so gut, hatte seine Absichten erkannt, als sie ihn durch die Barriere lie?. Er hatte sich nicht die M¨¹he gemacht, sie zu verbergen; er konnte es gar nicht, selbst wenn er es versucht h?tte. Sie konnte es ertragen, ihm das anzutun ... aber er konnte es ihr nicht antun. Er konnte sie nicht anl¨¹gen. Nicht einmal jetzt. Wie ungerecht war die Liebe eigentlich? Doch ihr Schmerz war mehr als nur das ¨C mehr als die Tatsache, dass er nun alles wusste ... ihr Kind war auf dem Weg. Er hatte ihr sein Gel¨¹bde geschworen, sie in alle Ewigkeit zu ehren und zu besch¨¹tzen. Er liebte sie mit allem, was er hatte. Selbstlos, vollkommen ... wo war er nur falsch abgebogen? Wie war es nur so weit gekommen? Er verstand es nicht. Er konnte es einfach nicht. Sein Schweigen zerriss Ke sichtlich, und sie wurde zunehmend unruhiger. Ihre Magie wirbelte w¨¹tend um sie herum, dr?ngte ihn zur¨¹ck. Ihr Haar peitschte wild und der Fu? des Thrones knackte. Sie war so au?er sich, dass sie die neue Pr?senz noch nicht bemerkt hatte. Aber er hatte sie bemerkt. Dennoch wich sein Blick nicht von ihr. Lodenworth hielt stand, als das Arkane ihn traf. Er wurde durch die Luft geschleudert und prallte gegen die Barriere, kam jedoch auf den F¨¹?en zum Stehen. Schuppen s?umten seinen Hals; seine Raubtierseite erwachte, um ihn vor der ungez¨¹gelten Magie zu sch¨¹tzen. Er unterdr¨¹ckte sie. Diesen Schmerz ... er wollte ihn sp¨¹ren. Er w¨¹rde ihm nicht ausweichen. Er w¨¹rde keine Bedauern zur¨¹cssen. ?Zwing mich nicht ... dich zu verletzen ...¡° Sie schluchzte. ?Ich wei? ... Ich wei?, dass du es nicht ertragen kannst, mir weh zu tun ... uns. Also beende diesen Wahnsinn!¡° ?Ich brauche dich jetzt! Gerade jetzt brauche ich dich am meisten! Ich erwarte nicht, dass du mich verstehst. Aber ich wollte immer nur das Beste f¨¹r unseren Sohn! Bitte, Loden ... bitte ...¡° Lodenworths F?uste ballten sich. Seine Augen spiegelten seinen Schmerz wider, seinen Kampf. Er erinnerte sich, wie sie so rein gcht hatte, dass ihre Augen leuchteten. Ihr L?cheln ... sanft, unbstet. Wie sie im ersten Schnee tanzte, sorglos wie der Wind. Er hatte gedacht, dieser Moment w¨¹rde ewig dauern. T?richter, t?richter Mann. ?Willst du immer noch ... die Verantwortung leugnen? Du hast mich zum Narren gehalten. Du hast mich zum Verr?ter an meinem Volk gemacht. Du hast Jahrhunderte der Loyalit?t mit F¨¹?en getreten ... und meinen n unwiederbringlich entehrt.¡° ?Wof¨¹r? Erkennst du nicht den Schaden, den du mir zugef¨¹gt hast? Siehst du nicht, wie du mich in deiner Gier ruiniert hast? Siehst du nicht, dass deine Liebe mich zu einem verfluchten Ende verdammt?¡° ?Unser Sohn ... wird K?nig sein¡°, schluchzte sie. ?Es ist sein Schicksal. Das Arkane hat ihn aus einem bestimmten Grund auserw?hlt.¡° ?Es dauert nicht mehrnge. Wenn du mir nur vertraust, wird dir niemand wehtun ... niemand wird uns wehtun¡°, argumentierte sie mit verzweifelten Augen. Wann hatte sie sich so sehr ver?ndert? Wie hatte er das ¨¹bersehen k?nnen? War er so blind gewesen, dass er die F?ulnis, die sie ergriff, nicht bemerkte, bevor sie sich so weit ausbreitete? Oder war es immer schon da gewesen, und er war einfach zu naiv? ?Das Arkane trifft keine Entscheidungen. Das warst allein du¡°, zischte Lodenworth. ?Sein Vater ist kein K?nig ... warum ist es so wichtig, dass er einer wird? Ist es nicht genug, einfach seinen eigenen Weg zu finden? Sein eigenes Gl¨¹ck?¡° ?Ich werde nicht zssen, dass mein Kind einem anderen dient!¡°, kreischte sie. Lodenworth schluckte den Klo? in seinem Hals hinunter. ?Du willst nicht, dass er so wird wie sein Vater, meinst du.¡° ?Ich war nie gut genug f¨¹r dich, nicht wahr? Prinzessin?¡° Dannchte er. Ein leises, schwerm¨¹tiges Lachen. ?Du wolltest einen K?nig als Ehemann. Und als das Schicksal mir stattdessen gab, sahst du in unserem Kind eine zweite Chance.¡°**Optimized German Trantion:** Er sch¨¹ttelte den Kopf. ?Senke die Barriere, Ke. Lass sie herein. Du wirst das Kind bekommen ... und dann werden wir uns unserem Schicksal ergeben. Du und ich.¡° Kes Augen funkelten vor Wut. ?Nie im Leben. Dieses Kind ist der einzige Grund, warum du mir noch nicht wehtun kannst ... wenn du mir nicht deine Ergebenheit schw?rst, werde ich mit diesem Kind in mir sterben!¡° schrie sie. Stille. Lodenworth konnte keine Worte finden, er starrte nur vor sich hin. ?Mein Name ... ist Lodenworth¡°, durchbrach er schlie?lich die Stille, seine Stimme war leise, aber entschlossen. Ke zuckte zusammen, als h?tte sie es zum ersten Mal geh?rt. Ihre Augen waren erf¨¹llt von Angst, Schmerz ... Hoffnung. ?Lodenworth¡°, wiederholte er. ?Du hast mich einmal gefragt, was es bedeutet.¡° Sie nicktengsam, ihre Lippen zitterten. ?Treue macht w¨¹rdig ... hast du gesagt¡°, fl¨¹sterte sie. Er sch¨¹tteltengsam den Kopf. ?Das war nie wirklich richtig.¡° Er trat einen Schritt vor, seine Augen brannten sich in ihre. ?Das war nur das, was du wolltest, dass es bedeutet.¡° ?Es bedeutet: ?Wert in Treue.¡®¡° Er schwieg einen Moment. ?Treue ist nicht nur das, was ich gebe, Ke. Sie ist das, was mich ausmacht. Sie ist mein Schwur. Meine Seele. Mein Fluch.¡° ?Sie ist, wer ich bin. Das ist alles, was ich je war. Kein K?nig, nicht einmal ein Held. Nur ein Mann, dessen gesamter Wert ... dessen Seele auf Treue gegr¨¹ndet war.¡° ?Und als du das zerbrachst, als du meine Hingabe in eine Waffe verwandelt hast, mich zu deinem Spielball, deinem Opfer gemacht hast ..." ?Hast du mich nicht nur verraten ...¡° Er atmete scharf aus, seine Stimme brach. ?... du hast mich zerst?rt.¡° Sie schluchzte und zitterte. Diandres Worte hallten in ihrem Kopf wider. *?Lodenworth ... er hat keinen Ehrgeiz, ein Monarch zu sein, oder der Vater eines solchen. Und dein Ehrgeiz wird deine Verdammnis sein ... und seine ebenfalls. Du wirst ihn brechen.¡°* Das hatte sie. ?Es muss nicht so enden. Ich liebe dich, Loden ... So wahnsinnig du mich auch halten magst, ich liebe dich!¡° ?Ich wei?¡°, murmelte er. ?Dann ... das, was zwischen uns ist? Was wir gemeinsam aufgebaut haben? Du kannst es nicht einfach wegwerfen ... Du kannst uns nicht einfach wegwerfen!¡° ?Du vengst von mir Hingabe?¡° fl¨¹sterte er, seine Stimme rau. ?Du hattest sie bereits. Du hast sie immer noch.¡° ?Und das ... ist die Trag?die.¡° Seine Hand ballte sich zur Faust an seiner Seite. Nicht aus Wut, sondern aus dem Versuch, die letzten Bruchst¨¹cke seines Selbst zu bewahren. Dann formte sich ein Hauch eines L?chelns auf seine Lippen, und Tr?nen schimmerten in seinen Augen: ?Ich habe geschworen, dich f¨¹r alle Ewigkeit zu besch¨¹tzen.¡° Seine Stimme brach. ?Aber ich habe nie geschworen, dir in den Wahnsinn zu folgen.¡° Er seufzte leise. ?So sei es. Du und ich sind dazu bestimmt, gemeinsam zu brennen. Im Leben ... und im Tod.¡° Und dann lie? er seine mmen frei. Sie brachen aus ihm hervor wie ein kl?gliches Heulen, wild, ungez?hmt, schwer vor Trauer. Die Barriere wankte unter der schieren Kraft von allem, was er in seinen Adern trug. Alles, was er war. Seine Liebe, seine Wut, sein Leid ... Chapter 809: Die Markierung (Kap.810)

Chapter 809: Die Markierung (Kap.810)

?Kannst du sie durchbrechen?¡° fragte Jian. Seine Stimme war kalt und distanziert. Neveah konnte ihm nicht b?se sein. Ein Schauer war ihr ¨¹ber den R¨¹cken gufen, als sie mit angesehen hatte, wie Lodenworth versucht hatte, sich in seinen eigenen mmen zu zerst?ren. Das Feuer w¨¹rde ihn nicht t?ten. Noch nicht. Aber wenn er die gesamte Luft innerhalb der Barriere verbrannte undnge genug durchhielt, w?re es letztendlich nicht das Feuer, das ihn das Leben kostete. Er w¨¹rde ersticken und ersch?pfen ¨C und das w¨¹rde ausreichen. Drachen waren ?u?erst widerstandsf?hig gegen Feuer. Doch weder unverwundbar... noch unzerst?rbar. Neveah trat n?her an die Barriere heran, um sie zu begutachten, und zuckte zusammen, als eine Welle von Arkaner Magie sie traf. Hart und abweisend. Sie runzelte leicht die Stirn. Diese Barriere, so klein sie auch war, f¨¹hlte sich viel st?rker an als die m?chtige Schutzbarriere, die die Festung von den dunklen Landen trennte. Arkan war tats?chlich die Mutter aller Magie. ?Was denkst du?¡° fragte Neveah stumm in sich hinein zu Demevirld. Es regte sich in ihr, ganz nah an der Oberfl?che, zusammen mit ihrem inneren Wolf. Irgendwie hatten die beiden Seiten gefunden, nebeneinander zu existieren, ohne dass eine die andere unterdr¨¹cken musste. Neveah war sich nicht sicher, wann das geschehen war. Aber sie war vollst?ndig mit Demevirld verschmolzen, und es schien nun, dass auch er in ihr ruhte. Demevirld summte in Antwort und lie? ihre Adern vor Magie pulsieren. ?Es wird einige Zeit dauern¡°, stellte sie fest. Jian nickte knapp. ?Xenon, finde den Marker.¡° Sein Blick blieb fest auf das Inferno innerhalb der Barriere gerichtet. Xenon schl¨¹pfte um die Barriere herum. Die Halle war gewaltig, und die Barriere hatte sich auf den zentralen Teil konzentriert und umgab den Thron von allen Seiten. ?Ich werde nicht zssen, dass er...¡° Jian brach ab, dann fuhr er fort: ?...so stirbt.¡° Neveah stellte ihn nicht infrage. Sie vegerte ihren Fokus auf ihre Magie und begann einen Angriff auf die arkane Barriere. Doch sie zeigte keine Reaktion. ?Du musst das Arkan deiner Umgebung anzapfen. Arkan ¨¹berw?ltigt Arkan¡°, f¨¹hrte Demevirld sie. Es gab keine Zeit f¨¹r Z?gern. Sie erweiterte ihre Reichweite und zog die F¨¹lle von Arkan an, die den Wald um sie herum durchdrang. Es kostete sie viel Kraft und ersch?pfte sie sichtlich, doch die Barriere begann, Risse zu zeigen. Das Feuer tat dann sein ¨¹briges. Die mmen brachen hungrig aus der br?ckelnden Barriere hervor. Jian schnippte mit dem Handgelenk, und sie erloschen fast augenblicklich. Der k?nigliche Thron war zu Asche geworden. Lodenworth stand noch immer ¨C unver?ndert ¨C w?hrend Ke am Bodeng, zu einem kleinen Ball zusammengerollt. Ihr kleines magisches Schild ckerte auf, und sie starrte Lodenworth mit weit aufgerissenen, entsetzten Augen an. Er bewegte sich nicht. Sah sie nur an, genau wie sie ihn anstarrte. Als h?tten sie beide gerade begriffen, wozu sie jeweils in der Lage waren. ?Ich habe dir nicht eubt, dir das Leben zu nehmen¡°, durchbrach Jian die angespannte Stille, seine Stimme k¨¹hl und unzufrieden. ?Ich halte mein Versprechen dir gegen¨¹ber. Entt?usch mich nicht noch mehr, als du es bereits getan hast, Lodenworth.¡° Dann richtete er seine Aufmerksamkeit auf Ke. Er sagte nicht viel, starrte sie nur an ¨C mit Augen voller Verachtung. Unter seinem Blick duckte sie sich, und all ihre Bem¨¹hungen, sich tapfer zu geben, zerbrachen unter dem Eindruck der mmen, die Lodenworth entfesselt hatte. ?Ich habe eure Vereinigung gese.¡° Es war eine schlichte Feststellung. ?Jetzt l?se ich sie auf.¡° Lodenworth stie? einen erstickten Laut aus, eine Mischung aus Verzweiflung und Resignation. Seine Knie gaben nach, und er sank zu Boden. Doch er widersprach nicht. ?Dein selbsternannter Titel der Hochk?nigin... ist keiner Aufl?sung wert, da er niemals anerkannt wurde.¡° Kechte hohl. ?Was gibt dir das Recht dazu?!¡° ?Hat es nicht gereicht, dass Adrienne f¨¹r Neveah gestorben ist?! Dass Xenon Mischa f¨¹r dich get?tet hat und daf¨¹r Jahrzehnte des wilden Wahns durchlebte?! W¨¹rdest du Lodenworth dasselbe tunssen?! Was bist du eigentlich, dass sie alles... alles f¨¹r dich opfern w¨¹rden?¡°"Was Sie sich f¨¹r Ihren Sohn w¨¹nschen." Die Tatsache, dass Jian sich eine Antwort eubte, zeugte davon, wie kontrolliert seine Wut im Moment war. So kontrolliert sie auch war, es gab keine Garantie, dass sie nicht ausbrechen w¨¹rde. Neveah konnte es in seinen Augen sehen. Daran, wie seine Muskeln angespannt waren. "Geliebte... Ich wei?, es ist viel vengt, aber das Kind..." sagte er. Die Fae-Heiler von vorhin waren nicht mutig genug gewesen, um zu verweilen. Bei Jians Ankunft fl¨¹chteten sie in den Schutz. Neveah ging zu Ke hin¨¹ber und z?gerte einen Moment, als ihr die Erinnerungen an den Vulkan wieder in den Sinn kamen. Sie verdr?ngte sie und ging in die Hocke. "Du nimmst Xenons Namen nicht in den Mund, oder ich rei?e ihn aus dir heraus." Sie atmete scharf aus und fuhr in einem ruhigeren Ton fort. "Ich kann das Ausma? deiner Dtation feststellen und bestimmen, wie du dein Kind am besten zur Welt bringen kannst." "Wenn das Kind bereit ist, dann m¨¹ssen Sie mir zu seiner Sicherheit diese Geburt anvertrauen... Hier und jetzt." "Lieber sterbe ich ..." knurrte Ke. Sie sammelte ihr Arkan, aber es verpuffte. Sie hatte zu viel Arkan verbraucht, um die Kontrolle ¨¹ber den Wald zu engen, sie w¨¹rde bald keinen mehr aufbringen k?nnen. Neveah ignorierte sie. Ihr Blick war auf Lodenworth gerichtet. "Es ist deine Entscheidung." murmelte er heiser. "Das Leben meines Sohnes ist alles, worum ich bitte." Neveah nickte. "Woher wisst Ihr ... dass Ihr einen Sohn haben werdet?" Sie war sich nicht sicher, warum sie das fragte. Bei Drachengeburten war das Geschlecht bis zum Zeitpunkt der Geburt nie r. "Ich ... sie hat es mir gesagt." antwortete Lodenworth z?gernd. Neveahs Blick wanderte zur¨¹ck zu Ke. Ihre Augen verengten sich leicht und sie griff nach ihrem Bauch. Ke wich zur¨¹ck, aber Neveah wich nicht zur¨¹ck. Sie legte eine Hand auf ihren Bauch und dann trafen sich ihre Augen mit denen von Ke. Dieser selbstgef?llige Blick, der sich in ihrem Blick verbarg, und das, was sie sp¨¹rte, sagte Neveah alles, was sie wissen musste. "Es gibt ... keine Spur von Leben." murmelte Neveah ungl?ubig. Lodenworths Kopf schoss hoch. "Was soll das hei?en, es gibt keine Spur von Leben?!" "Veah?" fragte Jian. "Das Kind ist fort." Sagte sie. "Nicht tot. Sie hat das Baby schon ... bekommen ..." Neveahs Hand bewegte sich instinktiv und riss den Mittelteil von Kes Kleid beiseite. Dort verlief der Abdruck einer Klinge enng ihres Unterleibs. Eine Wunde, die bereits heilte. Die Fae-Heiler waren nicht hier, um ein Kind zu geb?ren, sondern um die Wunde zu heilen, die sie hintessen hatten. Das Arkane war nicht au?er Kontrolle geraten, weil sie in Geburtsweheng, es war au?er Kontrolle geraten, weil seine Essenz zwischen Ke und dem Kind geteilt wurde. Sie war nicht hier, weil sie nicht mit ihrer Ankunft gerec hatte. Sie hatte sie hierher und von dem Kind weggelockt. "Ich dachte auch, es w¨¹rde ein M?dchen sein. Die n?chste Hohe K?nigin, dachte ich. Ich ahnte nicht, dass das Schicksal Gr??eres vorhatte, bis Beoruh mir seine Vision mitteilte." "Ein Kind ... ein Drache von k?niglichem Fae-Blut, mit arkanem Pulsieren in seinen Adern. Ein neues K?nigsgeschlecht f¨¹r den h?chsten Thron. Das Ende der ?ra der goldenen Schuppen." "Du hast ihn...aus dir herausgeschnitten." erkannte Neveah entsetzt. Das Schweigen, das folgte, war vernichtend. Neveah warf einen Blick auf Lodenworth und dann auf Jian. "Der Marker, es war kein Gegenstand oder ein Ort. Es ist das Kind. Und Beoruh hat es." Chapter 810: Das Arkane (Kap.811)

Chapter 810: Das Arkane (Kap.811)

Kes Gesichtsausdruck zeugte von ihrer Verderbtheit. Eine Mischung aus selbstgef?lliger Zufriedenheit und hasserf¨¹lltem Spott. Selbst in diesem Moment war sie mehr auf die Tatsache fixiert, dass sie sie ¨¹berlistet hatte, als auf die Tatsache, dass sie ihr eigenes neugeborenes Kind einem verderbten dunklen Zauberer ¨¹bessen hatte. Neveah konnte es kaum fassen. Ein Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken. Erinnerungen an die Schrecken, mit denen sie konfrontiert war, als sie von Geburt an von einem anderen verderbten Mann aufgezogen wurde, weit weg am anderen Ende der Welt. Wie sie jeden Tag gebetet hatte, dass der Sch?pfer ihr das Leben nehmen m?ge. Weil sie es nicht in sich hatte, ihre erb?rmliche Existenz selbst zu beenden. Wie ihr Leben und ihre Moral besudelt worden waren, angepasst an das, was Lothaire beschloss, dass es in den Tag passen w¨¹rde. Gut, wenn er gut sein wollte. Rein, wenn er rein brauchte. Eine Verf¨¹hrerin, wenn er es wollte. Ein kaltbl¨¹tiger Killer, wenn es ihm passte. "Hast du ihn ¨¹berhaupt gehalten?" fl¨¹sterte sie. Ke runzelte die Stirn. "Was?" "Ich habe gefragt, ob du ihn gehalten hast ... deinen Sohn." Sie hielt inne. "Haben Sie ihn gestillt? Nicht ein einziges Mal? Bevor Sie ihn wie eine Ware weggegeben haben?" "I..." Ke stotterte, ihr fehlten die Worte. "Hast du ihn gek¨¹sst?" fuhr Neveah fort. "Ihm gesagt, dass du ihn liebst?" "Hast du ihm von der Liebe seines Vaters erz?hlt? Von seiner Tapferkeit? Von seiner Ehre? Hast du ihm den Namen seines Vaters gesagt?" Lodenworth war wie erstarrt. Der Ausdruck der Resignation in seinen Augen und der Sturm, der sich in ihnen zusammenbraute, war dunkler als jeder Abgrund. "Hast du ihm ¨¹berhaupt einen Namen gegeben? Hast du ihm etwas gegeben, um ihn mit dieser Welt zu verwurzeln ... mit seiner Blutlinie, seinen Vorfahren ... Hast du ihn gese, Ke? So wie du und Adrienne von Diandre gese wurdet, mit hundert gro?en Ratsherren, die eine Segensrune webten, in jener mondhellen Nacht." "Wie ... hast du ..." Kes Augen waren gro? und entsetzt. Tr?nen stiegen ihr in die Augen, ihr Mund war offen. "Hast du ihm einen Langlebigkeitsknoten gemacht? Drehe jeden Strang ernsthaft und bete, dass die Erde ihm wohlgesonnen ist." Ke schluchzte. Sie ummmerte ihr Kleid fest. "Du verdienst es nicht, eine Mutter zu sein." Neveah spuckte mit funkelnden Augen. Neveah richtete sich auf undchte ungl?ubig. "Ich habe das B?se gesehen und ich habe das T?richte gesehen, aber ich habe noch nie eine so meisterhafte Mischung aus beidem gesehen. Das hat es noch nie gegeben." "Du ubst, Beoruh wird deinen Sohn zum K?nig kr?nen?!" Sie spottete. "Tr?um weiter!" "Du hast einen Drachen geboren! Beoruh lebt, um die Drachendynastie auszurotten, die sein geliebtes dunkles Reich ruiniert hat, und was? Er wird einen Drachenspr?ssling zum K?nig machen?" "Was hat er dir versprochen? Ein Versprechen? Also hast du ihm deinen Sohn angeboten... dein eigenes Kind, daf¨¹r?! F¨¹r einen eitlen Traum von einer Zukunft, die er vielleicht nie erleben wird? Er ist erst einen Tag alt!" Ihre Stimme ¨¹berschlug sich. Jian griff instinktiv nach Neveah und bot ihr seinen Trost an. Er zog sie an sich und hielt sie still. Als w¨¹sste er, dass jeder Muskel in ihrem K?rper angespannt war, kurz davor, sich auf die Fae zu st¨¹rzen und sie in St¨¹cke zu rei?en. Ke sah hin- und hergerissen aus, sie konnte die Wahrheit in Neveahs Worten nicht erkennen. Oder sie konnte es. Sie war nur zu sehr in ihren eigenen ¨¹berzeugungen verblendet. Zu verzweifelt, um sich davon zu ¨¹berzeugen, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Dass sie sie die ganze Zeit ¨¹ber getroffen hatte. Neveah unterdr¨¹ckte den Zorn, der in ihr aufstieg. "Du bist eine erb?rmliche Ausrede f¨¹r eine Ehefrau, eine Nichte, eine Schwester und eine Mutter." "Du musst Beoruh auch die Ursprungsrune der Fae gegeben haben. Hast du eine Ahnung, was er mit deinem Sohn vorhat?" Ihr Ton war jetzt kalt. "Ursprungsrunen k?nnen nur mit dem Lebenssaft eines k?niglichen Fae aktiviert werden. Dank dir gibt es nur noch dich und deinen Sohn, die von dieser Blutlinie abstammen." "Wenn er dir kein Blut entnommen hat, wen will er dann wohl benutzen?" "K?nig?" Siechte. "Euer Sohn wird als Schl¨¹ssel zu einem Tor dienen, das die Welt in Angst und Schrecken versetzen wird. Die Festung wird in Tod und Blutvergie?en getr?nkt sein ... es wird keinen Unterschied zwischen Drachen und Fae geben. Nur Zerst?rung." "Und wenn er lebt? Und wir alle sterben, wie du es dir w¨¹nschst?" Sie hielt inne, die Wortegen ihr bitter auf der Zunge. "Alles, was von dieser Welt ¨¹brig bleiben w¨¹rde, w?ren Verfall, Ruinen und Dunkelheit. Habt Ihr geubt, dieses gro?e Reich, das mit dem Blut und den Tr?nen hunderter Drachen erbaut wurde, w¨¹rde Eurem Sohn auf einem Silbertablett ¨¹berreicht werden? In seinem perfekten Zustand?" "Wenn der Sch?pfer Euren Sohn zum K?nig bestimmt hat, dann muss es der K?nig des Nichts sein." Neveah wusste, dass sie ihre Worte verschwendete. Aber dennoch musste sie sie sagen. Sie ubte nicht, dass die Fae-Prinzessinnen dazu erzogen worden waren, eine Realit?t jenseits ihrer egoistischen W¨¹nsche zu verstehen. Sie hatten Jahrhunderte gelebt, aber in vielerlei Hinsicht hatten sie nicht wirklich gelebt. "Es gibt kein glorreiches Ende f¨¹r deinen Weg, Ke. Adrienne hat es gesehen. Diandre hat es gesehen. Die verdammte Hohe K?nigin, die ihr alle so sehr verehrt, hat es auch gesehen. Aber du? Du bist einfach ... verloren." Sie drehte sich zu Lodenworth um. Sie konnte den Mord in seinen Augen sehen. Die Wut ... den Hass. "Du solltest deinem Sohn nachgehen. Und wenn es bedeutet, Beoruh auf der ganzen Welt zu jagen, f¨¹r den Rest deines Lebens." Sagte sie. "Zumindest... einer von euch sollte bis zum Ende f¨¹r ihn k?mpfen." "Loden warte ... h?r mich an", versuchte Ke. Lodenworth tat es nicht. Er rappelte sich auf und st¨¹rzte hinaus. Sie schrie auf, Tr?nen liefen ihr ¨¹ber die Wangen, und dann verlor sie mit einem angestrengten Keuchen das Bewusstsein und fiel um. Neveah sackte in Jians Armen zusammen. Sie stie? einen leisen Seufzer aus. "Ich sch?tze, es l?sst sich nicht ?ndern." Sagte sie und sah zu ihm auf. "Wir sollten uns vorbereiten, um dem Vessenen gegen¨¹berzutreten." Jian l?chelte zu ihr hinunter. "Es sind die Verlorenen, die sich darauf vorbereiten sollten, uns gegen¨¹berzutreten." "Hast du dich selbst gesehen, Geliebte? Du durchbrichst arkane Barrieren, ver?nderst die Realit?t und biegst die Magie, als w¨¹rdest du atmen. Du hast einen Grad der Beherrschung von Demevirld erreicht, von dem nicht einmal mein Vater tr?umen konnte..." "Ihr seid m?chtig, meine K?nigin. Mehr als jeder andere, den ich je gesehen habe. Ihr seid arkan." Neveah erwiderte sein L?cheln. Die Zuversicht in seinem Tonfall war ansteckend. Die Gewissheit war beruhigend. Er ubte, dass sie eine Chance hatten. Und sie vertraute ihm... mit allem, was sie war und was sie jemals sein w¨¹rde. Chapter 811: Die Ankunft der Verlassenen (Kap.812)

Chapter 811: Die Ankunft der Vessenen (Kap.812)

Die ruhige Gssenheit von Aloria wurde durch ein heftiges Beben ersch¨¹ttert. Die B?ume zitterten und beugten sich, der Boden bebte und die V?gel ergriffen die Flucht. f|ree(w)ebn\o.vel Blendende Lichter blitzten wahllos auf. Portale, Hunderte von ihnen, ?fen sich wahllos. Aber es gab Tausende von Fae in Aloria. Wie viel Zeit w¨¹rden sie haben? Dann kam das Ger?usch. Einnges, tiefes St?hnen hallte wider, wie ein uralter Schrei aus dem Bauch der Erde. Neveah h?rte es so sicher, wie sie es sah, die bereits rissige Erde riss noch weiter auf, die Erde sackte ein und versank in den Abgrund, wo immer der Riss sie ber¨¹hrte. Eine Welle aus Staub und Schutt stieg viele Meter in die Luft. Es war, als w¨¹rde man den Einbruch noch einmal erleben. Nur war er diesmal doppelt so stark. Der Riss breitete sich immer noch schnell aus. Er spaltete unbarmherzig Felsen und Wurzeln und bahnte sich einen Weg direkt nach Aloria. Mit der Kraft w¨¹rde er innerhalb weniger Augenblicke die innere Barriere erreichen, und wenn er das tat, w¨¹rde nichts mehr halten. Sie w¨¹rde die Barriere ohne Schwierigkeiten durchbrechen. Irgendwo da unten h?rte sie Kes Schrei. Er war hohl, zitternd ... bitters¨¹?. Denn sie wusste es, Sie alle wussten es. Aloria. Die Hochburg des Fae Verm?chtnisses, war dabei zu fallen. Nicht durch die Hand von Drachen, nicht durch einen Ansturm von mmen. Nein. Es w¨¹rde mit einemngsamen, schmerzhaften Zerbr?ckeln fallen. Verschlungen von einem Abgrund, der sich nicht darum scherte, was verloren war. Jeden Moment w¨¹rden sie zusehen, wie Aloria ausgel?scht w¨¹rde... verschwinden, als h?tte es nie existiert. Beoruhs Absicht war kristallr. Die Festung... jeder Teil von ihr w¨¹rde in Ruinen verwandelt werden, verheerender als die dunklen L?nder. Und es w¨¹rde mit Aloria beginnen. Bis alles weg war... bis nichts mehr ¨¹brig war. Unten s?umten Lord Fintan, Lord Jo?o und Dutzende von Fae-Zauberern, Ratsherren und Geisterbestien die innere Barriere. Sie waren die Besten der Fae. Sie wirkten m?chtige Zauberspr¨¹che, der letzte Schutz, den sich Aloria leisten konnte. Sie besa?en keine Lichthalle. Sie besa?en weder ein Vierpass noch Tausende von kanalisierenden Edelsteinen, um ihre Magie zu verst?rken. Sie hatten nur rohe Naturmagie und den verzweifelten Willen, den Wald zu sch¨¹tzen. Wenn sie fielen, w¨¹rde auch Aloria fallen. Wenn sie es zulie?en, dass Aloria f?llt. w¨¹rden Hunderte von Fae mit ihnen untergehen. Und wenn die Dunkelheit auch nur einen Sieg davontrug, w¨¹rde alles andere bald folgen. Jian st¨¹rzte nach unten. Neveah wusste, was sie zu tun hatte. "Seid sicher, Geliebte." Er flog ¨¹ber die innere Barriere hinweg. Neveah sprang ab. Sie wartete nicht auf eine Anweisung oder Eubnis. Es kam keine. Der Abgrund w¨¹rde den Wald jeden Moment einnehmen. Siendete hart in der N?he der inneren Barriere, die Knie knirschten gegen den Stein. Lord Fintan drehte sich erschrocken um. Lord Jo?os Bann schwankte. "Arkan ist die Quelle, in der alle Magie zusammenl?uft." sagte sie und stellte sich ein paar Schritte vor die beiden. "Aloria beherbergt sie seit Jahrhunderten, an die wir uns nicht erinnern k?nnen. Es w?re eine Schande f¨¹r die Drachendynastie ... wenn sie heute f?llt." Der Riss bahnte sich immer noch seinen Weg zu ihnen. Der Boden unter ihren F¨¹?en begann sich zu w?lben. Neveah hob ihre H?nde. Sie zapfte Demevirld nicht an, wie sie es sonst tat. Stattdessen streckte sie die H?nde aus. Sie sch?pfte aus allem, was jenseits war, wie Demevirld es sie gelehrt hatte. **Optimierte ¨¹bersetzung ins Deutsche:** Die Arkane wogten in Antwort. Es war weder sanft noch h?flich. Es wogte wie ein Damm, der endlich gebrochen war. Ihre Glieder zitterten unter der Wucht, ihr Brustkorb spannte sich an, als wolle etwas ihn von innen heraus aufspalten. Doch sie wehrte sich nicht. Sie lie? es zu. Alles davon. Die Fae verstummten um sie herum. Dann wandten sich ihre Blicke, einer nach dem anderen, dem Riss zu. Nicht voller Verwirrung, sondern mit Verst?ndnis und Entschlossenheit. Sie war keine Fae von Gebl¨¹t, doch sie gebot ¨¹ber die Arkane ¨C und sie war die Einzige, die der Wald h?rte. ?Schickt es in sie!¡° rief Jo?o und wirkte seinen Zauber so, dass die Magie sich in Neveah ergoss. Die anderen folgten. Hunderte H?nde hoben sich, Hunderte Zauber wurden gesprochen. Magie, roh und ungez?hmt, aber unermesslich stark, str?mte in ihre Adern und hinterlie? eine brennende Spur. Neveah zischte. Es war unertr?glich. Es war Chaos. Stimmen schrien in ihrem Kopf, Sprachen legten sich wie Schichten ¨¹bereinander. Der Boden war ein verschwommener Fleck. Ihre Augen tr?nten und gl¨¹hten. Ihre Eckz?hne verl?ngerten sich, und am Hals spross Fell. Die Spitzen ihrer goldenen Haarstr?hnen f?rbten sich mitternachtsu, scharf und dunkel an den Enden. Ihre F¨¹?e sanken einen Zentimeter tief in den Stein, und sie presste den Kiefer zusammen, bis ihre Z?hne schmerzten ¨C bis die scharfen Kanten ihrer eigenen Eckz?hne ihr Blut zogen. Doch sie hielt stand. Sie hielt sich mit allem fest, was sie hatte. Der Riss dr?ngte sich vor. Neveah hob beide Handfl?chen, rief ein Wort in einer Sprache, die sie nie zu lernen geubt hatte, und traf ihn. Eine Schockwelle der Magie explodierte aus ihrem K?rper. Fintan taumelte. Die vorderste Reihe der Fae hinter ihr wurde von der schieren Kraft von den F¨¹?en gerissen. Die Erde unter ihren F¨¹?en gefror ¨C nicht vor K?lte, sondern durch den Druck, den sie aus¨¹bte. Reiner, unerbittlicher Druck. Der Riss bebte. Er spaltete einen letzten Baum... Und dann hielt er inne. Zum ersten Mal seit Minuten kehrte Stille ¨¹ber Aloria ein. Neveah sank auf ein Knie. Ihr Atem war heftig und sto?weise. Die Arkane kreisten noch immer in ihr, wild und lebendig, doch sie war nicht mehr au?er Kontrolle. Sie hatte sie im Griff. Nur knapp... aber sie hatte sie. Sie hob den Kopf. Viele der Fae standen noch, immerfort damit besch?ftigt, ihre Zauber zu wirken, um die umherfliegenden Steinsplitter und Tr¨¹mmer aufzuhalten ¨C aber ihre Augen waren jetzt auf sie gerichtet. Mit etwas, das Neveah nur als Respekt deuten konnte. Doch sie brauchte keinen Respekt. Sie brauchte nichts von den Fae. Wirklich nichts. Fintan trat zuerst vor und legte eine Hand auf seine Brust, um sich f?rmlich zu verneigen. Die anderen Fae folgten seinem Beispiel. Neveah sprach kein Wort. Ihre Arme zitterten, ihr Herz raste, Blut rann von ihren Lippen hinab. Die Stille w?hrte nichtnge. Ein entferntes Rauschen von Wasser durchbrach sie. Aloria mochte vor dem Absturz in den Abgrund gerettet worden sein, doch sicher war es nochnge nicht. Jetzt w¨¹rde die wahre ht beginnen. Nicht gegen die Erde ¨C sondern gegen die Bestien, die aus ihr aufsteigen w¨¹rden. Das Schwarze Meer hatte sich nach Asvar ergossen. Und mit ihm kamen die Vessenen. Chapter 812: Wiederherstellung der Erde (Kap.813)

Chapter 812: Wiederherstellung der Erde (Kap.813)

Ein dunkler Nebel legte sich ¨¹ber die Schlucht. Es war unm?glich zu sagen, wie tief sie war. Dem fernen Echo nach zu urteilen, knackte die Erde noch immer, als w¨¹rde sie sich tiefer in sich selbst graben. Das Ger?usch von rauschendem Wasser war unverkennbar, aber es war zu weit unten, um gesehen zu werden. Ein Sturm hatte begonnen. Es war, als spiegele der Himmel die Verw¨¹stung, die die Erde anrichtete. Oder vielleicht wurde die Essenz des Reiches durch die Invasion eines anderen Reiches zerbrochen. Drachen schwebten ¨¹ber den Wolken. Die erste und die zweite Schwadron hatten sich an der Stelle der Schlucht vereinigt. Die dritte Schwadron und die Magiereinheit waren umdisponiert worden. In die n?chstgelegene menschliche Siedlung zu Aloria. Die Fae w¨¹rden den tz der Magiereinheit einnehmen. Und ihre Bataillone glichen aus, was den Drachen an Arbeitskr?ften fehlte. Sie haben Aloria immer noch aktiv evakuiert. Niemand w¨¹nschte sich den schlimmsten Fall, aber jeder war sich dar¨¹ber im ren, was es war. Kirgan hatte sich Lodenworth auf der Jagd nach Beoruh angeschlossen. Mit einem neugeborenen Kind an der Hand konnte er nicht weit gekommen sein. Cassian war zwar noch nicht ganz genesen, hatte aber wieder das Kommando ¨¹ber das erste Geschwader ¨¹bernommen. Eifrig. Er hatte einen Rachefeldzug gegen die Vessenen gef¨¹hrt und war aufgetaucht, ohne gerufen worden zu sein. Der Himmel blutete. Der Wolkenbruch war so stark, dass der Flug t¨¹ckisch war. Neveah hielt sich fest, als Jian sich zur Seite neigte und nur knapp einem Blitz entkam. Er stabilisierte seinen Flug und schwebte ¨¹ber der Schlucht. Xenon, wie ein schwarzer Schatten, war nicht weit dahinter. Neveah blinzelte. Es war unm?glich, vorw?rts zu sehen. Der Sturm war unerbittlich. Ihr Haar war durchn?sst, und irgendwann hatte sie ihren Mantel abgeworfen. Er war durchn?sst und behinderte sie nur. Der Wind war be?ngstigend kalt. Ihr Wolfuerte an der Oberfl?che und regulierte seine K?rpertemperatur so gut es ging in menschlicher Gestalt. View the correct content at fre.ewe(bn)ovel.c om Das Auskundschaften der Schlucht war eine m¨¹hsame Angelegenheit. Aber es war notwendig. Hier drau?en gab es keinen schwarzen Kreis. Nichts hielt die Vessenen davon ab, in eine unerwartete Richtung zu st¨¹rmen. Es gab keine Regeln. Keine Herausforderung. Keinen Sieg. Es w¨¹rde ein brutaler Kampf sein, um die Bestien zu unterdr¨¹cken. Wer auch immer sich zuerst erheben w¨¹rde. Der Sp?htrupp h?tte die M¨¹he leicht auf sich nehmen k?nnen. Aber dann war da noch das Schattengift. Und Neveahs Arkane hatten die beste Chance, es einzud?mmen. Das Gift war nicht so reichlich vorhanden wie in den D¨¹nen. Es war auch nicht so stark. Aloria hatte im Laufe der Jahrhunderte viele Opfer gefordert, aber es war ein Ort der Ruhe und nicht des Massensterbens. Dennoch war dies die gr??te Schlucht, die Beoruh bisher hatte aufrei?en k?nnen. Es war auch die erste, die er mit Hilfe der Fae-Ursprungsrune ge?f hatte. Die anderen Schluchten, von denen Kirgan berichtete, wiesen noch keine Anzeichen von Aktivit?t auf. Oder irgendwelche Spuren des schwarzen Meeres, das ¨¹berschwappt. Aloria, nicht dank Ke, sollte der erste erfolgreiche Punkt des Eintritts sein. Neveah konnte nicht sagen, ob dies von Anfang an Beoruhs n gewesen war, seit er das B¨¹ndnis mit Ke geschlossen hatte, oder ob er die Ereignisse einfach zu diesem Ergebnis gef¨¹hrt hatte. "Da unten ist etwas." Xenons mentale Stimme hallte wider. Ihr Blick folgte seinem. Es dauerte ein paar Augenblicke, bis sie es erblickte. Das schwarze Meer ¨¹berflutete immer noch die Schlucht. Aber jetzt hatten die ohnehin schon unruhigen Wasser angefangen zu strudeln und zu krachen. Magie knisterte auf der Oberfl?che des Wassers. Als w¨¹rde etwas darum k?mpfen, auszubrechen. Das schwarze Meer sollte ein magisches Gef?ngnis sein. Aber ohne den Anker der verlorenen Dimension verlor es seine F?higkeit, das, was in ihm war, einzuschlie?en. Eine massive uenhand durchbrach die Oberfl?che. Das schwarze Meer krachte noch heftiger, als wollte es die Bestie zur¨¹ck in seine Tiefen ziehen. Neveah zischte leise vor sich hin. Sie r¨¹hrte das Arkane. "Tu es nicht." Jian riet ihr davon ab. "Die Magie des Schwarzen Meeres ist von dunkler Natur. Wenn du sie f¨¹tterst ... k?nnte sie deine verunreinigen." Sie z?gerte. Die Bestien waren urspr¨¹nglich vom Dunklen Lord gefangen gehalten worden. Der m?chtigste Zauberer, den es je gab. Die Spuren seiner Magie waren noch nicht verschwunden. Arkane Magie war stark, aber konnte sie auch der ?ltesten dunklen Magie widerstehen? Es gab einen Grund, warum die Hohe K?nigin, die Tr?gerin des allm?chtigen Arkans, dem Dunklen Lord nie in einem Kampf gegen¨¹berstand. Ihre Magie war zwar m?chtig, aber sie widersprachen sich stark. Es w¨¹rde nur ein Hauch von Dunkelheit gen¨¹gen, um das Licht zu verderben, verglichen mit dem, was das Licht kosten w¨¹rde, um die Dunkelheit zu bannen. Sicher, hier ist eine optimierte und fl¨¹ssigere Version der deutschen ¨¹bersetzung, basierend auf dem Originaltext: --- Deshalb hatten sieben Fae-St?mme leicht den Weg der Dunkelheit eingescgen, w?hrend kein einziger Zauberer seine dunklen Wege jemals bereut hatte. Und was Neveah besa?, war nur ein Bruchteil der Arkanen Macht. Jian machte einen Schlenker und steuerte auf die Grenze zu. Als siendeten, wartete Cassian dort bereits. Neveah stieg ab und fuhr sich mit der Hand durch das Haar, um das Wasser herauszuwringen. Es brachte nicht viel; der Regen prasselte weiterhin unaufh?rlich nieder. ?Wie steht es?¡° ?Wir werden bald Besuch bekommen. Ich kann noch nicht sagen, was es ist,¡° erwiderte Xenon. Cassian nickte knapp. ?Es spielt keine Rolle. Ich kenne mich bestens mit den Vessenen aus.¡° Er wandte sich an Neveah. ?Euer Gnaden, Ihr solltet Euch etwas ausruhen. Ihr habt konstant Magie verbraucht. ¨¹besst den Rest uns.¡° Neveah wollte protestieren, doch sie sp¨¹rte die Ersch?pfung in ihrem K?rper aufsteigen. Das Schattengift schien sich nicht weiter auszubreiten. Die Drachenlords w¨¹rden die Linie halten. Jian, Xenon und Cassian waren die besten htenlords des Reiches. Es gab nichts mehr, was sie hier tun konnte. Esg nicht in ihrer Hand, eine Entscheidung zu treffen. Ein Portal ?fe sich, und Garron trat hindurch, seine Lippen zu einem ver?chtlichen Ausdruck verzogen. Einen Momentng wartete Neveah. Das Portal schloss sich hinter ihm, und sie wandte ihren Blick ab. Garrons Miene wurde bei ihrem Anblick weicher, doch er ging zuerst zu Jian. ?Mein Lehnsherr,¡° sagte er und verneigte sich. ?Ich bin sofort gekommen, als ich davon h?rte.¡° ?Wir haben es nicht rechtzeitig geschafft, die Markierung zu erreichen und die Schlucht zu verhindern,¡° erkl?rte Xenon. ?Zum Gl¨¹ck scheint Beoruh lediglich die F?higkeit zu haben, Dimensionsrisse zu erzeugen. Wir werden nicht ¨¹berw?ltigt werden.¡° ?Ich habe eine andere L?sung gefunden,¡° sagte Garron und zog eine Schriftrolle hervor. ?Wir k?nnen diesen Dimensionsriss dennoch schlie?en ¨C vorausgesetzt, die Fae arbeiten mit uns zusammen.¡° --- ?Das Fae-Bindungsritual...¡° Lord Fintan murmelte vor sich hin, w?hrend er die Schriftrolle inspizierte, die Garron mitgebracht hatte. ?Es ist ein uralter Ritus; er wurde seit... Jahrtausenden nicht mehr durchgef¨¹hrt. Wo habt Ihr das ¨¹berhaupt gefunden?¡° Garron zuckte mit den Schultern. ?Im Laufe der Jahrzehnte des Aufstandes habe ich viele ¡¯verlorene¡¯ B¨¹cher gesammelt. Es hatnge gedauert, aber... dieses hier habe ich schlie?lich gefunden.¡° ?Was haltet Ihr davon?¡° fragte Neveah. ?Das Fae-Bindungsritual ist eine erdheilende Magie. Ein sehr m?chtiger Zauber, um die Dunkelheit zu vertreiben, die die Erde befleckt. Urspr¨¹nglich wurde er geschaffen, um unsere W?lder w?hrend des dunklen Zeitalters zu sch¨¹tzen, als die R¨¹ckst?nde dunkler Magie in die Erde sickerten und sie kontaminiert haben.¡° ?Aber er kann nur auf Fae-Gebiet wirken, dort, wo die Ley-Linien unser Siegel tragen. Denn... nun, wir haben niemals wirklich Vorkehrungen f¨¹r andere getroffen,¡° f¨¹gte Lord Fintan unbeholfen hinzu. Das war niemandem neu. Er r?usperte sich und fuhr fort: ?Theoretisch k?nnte er stark genug sein, um den Dimensionsriss zu schlie?en. Auf einem anderen Terrain w?re er allerdings weniger effektiv.¡° ?Das best?tigen auch meine Untersuchungen. Aber im Moment hat der Riss oberste Priorit?t,¡° betonte Garron. ?Wenn wir die Vessenen auch nur vor¨¹bergehend zur¨¹ckdr?ngen k?nnen, ube ich, dass wir diese Gelegenheit nutzen m¨¹ssen.¡° Lord Fintan z?gerte. ?Es wird nicht nur die Kooperation der Fae erfordern.¡° ?Der Schl¨¹ssel f¨¹r diesen uralten Bindungszauber ist das Arkane...¡° Er warf Neveah einen ernsten Blick zu. ?Und die Opferung eines Teils von sich selbst, von einem Fae k?niglichen Blutes. Das Arkane wurde seit jeher als Attribut der Hochk?nigin angesehen,¡° fuhr er mit grimmigem Ton fort. ?Wir k?nnen Ke zwingen, es herauszugeben. Ihr das Herz herausrei?en, wenn es sein muss,¡° sagte Cassian direkt und ohne Umschweife. ?Es muss ein freiwilliges Opfer sein,¡° entgee Lord Fintan und sch¨¹ttelte den Kopf. Neveah runzelte die Stirn. ?Ich habe Zugriff auf Adriennes Erinnerungen. Ein Teil von ihr... w¨¹rde das ausreichen?¡° --- Diese Version ist fl¨¹ssiger und beh?lt den Inhalt des Originals bei. Sie liest sich nat¨¹rlicher und f¨¹gt sich besser in den Kontext ein. Chapter 813: Verbrannt (Kap.814)

Chapter 813: Verbrannt (Kap.814)

Der Regen hatte schon vor Stunden aufgeh?rt. Aber der Himmel war noch immer von den Nachwirkungen des Sturms verdunkelt. Neveah stand am Rande der Schlucht, die H?nde sig und noch immer schwach gl¨¹hend. Die Fae-Sigillen waren schonnge unter ihren F¨¹?en verschwunden. Einerseits f¨¹hlte es sich an, als w?re ihr eine Last von den Schultern genommen worden. Andererseits f¨¹hlte sie sich auch ein wenig schuldig. Sie war sich nicht sicher, ob sie Adriennes Erinnerungen opfern sollte. Aber es war auch nicht ihre Aufgabe, sie zu tragen. Was getan werden musste, wurde getan. "Es hat funktioniert", kicherte Lord Fintan ungl?ubig, sichtlich ersch?pft von dem Zauberspruch. "Wie jedes Jahrhundert zuvor. Die Fae werden sicher sein, w?hrend der Rest der Welt brennt, meinst du." murmelte sie und wandte sich von der Schlucht ab. "Zu schade. Das wird den Riss nicht f¨¹r immer versiegelt halten. Es verschafft nur Zeit." Neveah war sich nicht sicher, was sie erwartet hatte. Dass sich die Schlucht schlie?en und alles wieder so sein w¨¹rde, wie es war? Das Opfer von Adriennes Erinnerungen h?tte mehr wert sein m¨¹ssen als eine vor¨¹bergehende L?sung. Aber wann ging jemals etwas so einfach? Der Bindekreis l?ste sich auf, als sie aus der Schlucht trat, wie eine Narbe in die Erde gebrannt. Das schwarze Meer hatte sich beruhigt. Wie jeder andere gleichm??ig flie?ende Strom. Keine Spur von der knisternden Magie, nur der verbrannte Rand, wo einst sechs Siegelsteine pulsierten. Wienge diese Ruhe anhalten w¨¹rde, war Neveah nicht sicher. Aber eines wusste sie, dieser Riss war schwach gewesen. Beoruh hatte sich noch immer nicht erholt. Und er hatte nicht alle Teile der Hybridrune. Aber er war da drau?en. Und er w¨¹rde vor nichts Halt machen. Xenon wartete au?erhalb des Kreises. Er hob Neveah in seine Arme, bevor sie protestieren konnte. "Mach dich nicht fertig." Sagte er. "Niemand erwartet von dir, dass du die Welt ver?nderst, meine Liebe." "Du hast Zeit gekauft. Das ist genug." "Jian?" Fragte sie. "Mit dem Geschwader. F¨¹r den Moment haben wir hier nichts mehr zu tun. Und die Fae-Bataillone k?nnen sich um den Rest k¨¹mmern. Wir werden Aloria vessen." Sie nicktengsam. "Zur Drachenburg?" "Ja. Garron ubt, dass die versteckten Archive die Antworten enthalten k?nnten, die wir suchen. Und Jian ... der Thron ist schon zunge ohne K?nig." "Es ist Zeit, dass er an seinen tz zur¨¹ckkehrt. Und wir auch." murmelte sie zustimmend. Sie kuschelte sich an seinen Hals. Gab der Ersch?pfung nach, die an ihr zerrte. _________ Die Welt hatte sich in vielerlei Hinsicht ver?ndert. Aber die Drachenburg hatte sich nicht ver?ndert. Es war so kalt, wie Neveah es in Erinnerung hatte. Der aufsteigende Raum befand sich in st?ndiger Talfahrt, und nach einer gef¨¹hlten Ewigkeit kam er endlich zum Stehen. Garron trat als Erster heraus. Sein Gesichtsausdruck best?tigte, was sie f¨¹hlte. Jeder, der noch einen Funken Selbsterhaltungstrieb besa?, w?re lieber irgendwo anders gewesen als hier unten. Und w?re ihr die Dringlichkeit nicht bewusst gewesen, h?tte Neveah gegen die Idee protestiert, in die Archive zu gehen, als sie zum Bergfried zur¨¹ckkehrten. Jian und Xenon waren direkt in das Arbeitszimmer gegangen. Er hatte noch keine Audienz gew?hrt. Er hatte Imagor, der auf Flugpatrouille war, nicht einmal getroffen und ihn auch nicht ¨¹ber seine R¨¹ckkehr informiert. Offiziell sollte Jian morgen bei Tagesanbruch wieder im Bergfried sein. Doch sie waren bei Einbruch der Nacht zur¨¹ckgekehrt. Irgendwie war er anders, seit ihre R¨¹ckkehr beschlossen worden war. Nicht f¨¹r Neveah. Aber seine ganze Miene hatte einen Sprung gemacht. Als h?tte er das unsichtbare Leichentuch des kalten, distanzierten K?nigs wieder angelegt, das ihm in den letzten Tagen entglitten war. Die R¨¹ckkehr in den Drachenturm war bitters¨¹?. Als K?nig w¨¹rde er sich dem Rat stellen m¨¹ssen. Er musste sich mit Orins Verlust auseinandersetzen und den Beginn der Bestattungszeremonie ank¨¹ndigen. Ein Urteil ¨¹ber Ke f?llen, ¨¹ber einen vor¨¹bergehenden Fae-Vertreter entscheiden, um die Allianzen mit den Fae neu zu ordnen. Er w¨¹rde auch ¨¹ber das weitere Vorgehen in Bezug auf Beoruh nachdenken m¨¹ssen. Auch die R¨¹ckkehr von Fort zed und Fort Inferno nach dem Ausbruch des Vulkans musste gekl?rt werden. Der anstehende Einheitsrat und das Urteil von Lord Riven aus der Halle des D¨¹nenlichts waren Angelegenheiten, die auf seine Entscheidung warteten. Er hatte nichts davon gesagt, aber Neveah konnte seine Besorgnis sp¨¹ren. So subtil sie auch war, durch ihre Verbindung. Ein paar Monate in der vessenen Dom?ne hatten ihn fast ein Jahr in der realen Welt gekostet. Und leider konnte er nicht einfach von diesem Moment an weitermachen. Nein, es gab Hunderte von St¨¹cken, die er aufheben musste. Seine Dynastie des Friedens und des Wohlstands, der er Jahrhunderte gewidmet hatte, war im Grunde... zerbrochen. Neveahs Herz schmerzte f¨¹r ihn. Aber sie wusste, was er jetzt brauchte, war ihre stille Unterst¨¹tzung. Also hatte sie ihm versichert, dass sie auch allein zurechtkommen w¨¹rde, ihn mit einem L?cheln verabschiedet und Garron nach unten begleitet. "Hast du eine Ahnung, wonach wir suchen k?nnten?" fragte Neveah und lie? ihren Blick ¨¹ber die endlosen Reihen von Schriftrollen und B?nden schweifen. "Die Ursprungsrunen reichen bis in die fr¨¹hesten Jahrhunderte zur¨¹ck. Der Aufstieg des dunklen Reiches", erkl?rte Garron. "Im Grunde genommen der Anfang der Zeit", murmelte sie und blickte zur¨¹ck auf die B?nde. Selbst die ?ltesten von ihnen datierten mindestens einige Jahrhunderte zur¨¹ck, einschlie?lich Asrigs Schriften. Es gab keine M?glichkeit, das Alte vom Neuen zu trennen. Nur das Alte vom ?lteren. "Das ist... hilfreich." Das war es nicht. In der n?chsten Stunde bl?tterte Neveah einen staubigen Band nach dem anderen durch. Die meisten waren in einer fremden Sprache verfasst, andere in einem symbolischen Code. Einige lie?en sich nicht einmal ?ffnen. Schlie?lich engten sie die Daten ein, bis sie vor einem hohen Regal standen. Neveah seufzte schwer. "Wenn es doch nur von selbst herausfliegen und mir ins Gesicht scgen w¨¹rde." Sie bereute ihre Worte, als ein riesiger Foliant in einer Staub- und Schimmelwolke aus dem Regal schoss. Er schwebte direkt vor ihr, doch die Staubwolke l?ste bei Neveah einen Hustenanfall aus. "Richtig. Magie." Garron eilte herbei und fing das Buch auf. "Sei vorsichtig damit hier unten. Dieser Ort wimmelt nur so von verfluchtem ¨¹berrest der dunklen Magie. Magie, selbst gegens?tzliche, zieht sich an. Du willst sicher nicht als m?glicher Wirt auserkoren werden." Neveah schauderte vor sichtbarem Abscheu. Sie unterdr¨¹ckte Demevirld sofort. Garron trug den Folianten zu einem Tisch, auf dem bereits ein Stapel B?ndeg, die er fr¨¹her beiseitegelegt hatte, wahrscheinlich zu verwandten Themen oder als Referenz. Er holte eine Lupe und blickte auf den Folianten hinunter. Es war ein gro?es Buch, dessen Einband kunstvoll mit verschlungenen Ranken verziert war. In der Mitte kamen die Ranken zusammen und bildeten eine Bindung, die wie eine echte, bl¨¹hende Rose aussah. "Sie sieht so lebendig aus wie jede andere Rose, die man auf einer ¨¹ppigen Wiese finden w¨¹rde", bemerkte Garron und blinzelte. "Du wei?t, dass du das eigentlich nicht brauchst, oder?" fragte Neveah zur Sicherheit. Garron schnaubte leise. Doch seine Aufmerksamkeit galt ganz dem Folianten und der Suche nach einem Weg, die Bindung zu umgehen. Neveah wartete schweigend. "Veah, du solltest zuerst nach oben gehen. Ich bleibe noch eine Weile bei diesem", sagte Garron schlie?lich. Sie widersprach nicht. Es war schon schwierig genug, Jian und Xenon zu ¨¹berzeugen, sie selbst herunterkommen zussen. Ihre wachsende Affinit?t zur Magie bereitete allen Sorgen. Je weniger Zeit sie hier unten verbrachte, desto besser. Als der Aufzugsraum das unterirdische Niveau ¨¹berstieg, lie? Neveah schlie?lich einen unruhigen Atemzug los. Angesichts der allgemeinen Anspannung wurde sie zunehmend besorgt, dass sie dunkle Magie einatmen k?nnte. Sie stoppte den Aufzugsraum auf Erdniveau. Es war jetzt sp?t in der Nacht. Die Festung war kalt und leer, bis auf ein paar Drachenherren, die Neveah zweimal ansahen. Sie waren durch ein Portal auf der Landettform der zweiten Ebene gekommen. Ihre Reaktion war also keine ¨¹berraschung. Drau?en im Hof lie? Neveah ihre F¨¹?e sie bis zur wackeligen Br¨¹cke f¨¹hren. Dort stand Xenon. Sein schwarzes Gewand wehte sanft in der Abendluft. Der Anblick brachte ein L?cheln auf Neveahs Lippen. Der pl?tzliche Drang, einen Spaziergang aus der Festung zu machen, musste durch ihre Verbindung ¨¹bergesprungen sein. Sie ging auf ihn zu und blieb nur kurz hinter ihm stehen. Sie g ihre Arme um seine Taille und lehnte sich gegen ihn. Er brummte leise. "Was habe ich ¨¹ber das Stehen in der K?lte gesagt, Misha?" Der Schmerz war sofort da. Ein Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken, und Neveah zog sich zur¨¹ck, als h?tte sie sich verbrannt. Xenon drehte sich fast sofort um. Seine Augen waren weit aufgerissen, entsetzt ¨¹ber seine eigenen Worte. "Veah, ich wei? nicht, warum... Ich... es ist einfach..." Neveah wartete nicht, sie wandte sich ab und eilte zur¨¹ck zur Festung. Chapter 814: Widerstrebende Sorge (Kap.815)

Chapter 814: Widerstrebende Sorge (Kap.815)

**Optimierte deutsche ¨¹bersetzung:** ?Veah, warte!¡° rief Xenon ihr nach. Sie tat es nicht. Tr?nen brannten in ihren Augen, und sie biss sich fest auf die Unterlippe, um sie zur¨¹ckzuhalten. ?Neveah!¡° Er holte auf. Sie beschleunigte ihre Schritte und fing bald an zu rennen. ?Veah!¡° Was auch immer er zu sagen hatte ¨C sie wollte es nicht h?ren. Nicht jetzt. Dieser Name... Er ersch¨¹tterte sie zutiefst. Er brachte h?ssliche Erinnerungen zur¨¹ck, nagte an Unsicherheiten, die sie m¨¹hsam ¨¹berwunden hatte. Ihr Herz f¨¹hlte sich wie zugeschn¨¹rt. Doch er blieb hartn?ckig auf ihren Fersen. Sie war schneller, aber so konnte sie ihm nicht entkommen. Nicht, wenn er den Bergfried kannte wie seine eigene Westentasche. ?Tu das nicht... Veah...¡° warnte Xenon, gerade als ein Portal sich ein paar Schritte vor ihr ?fe. Sie rannte darauf zu. Doch kurz bevor sie hindurchgehen konnte, schloss sich eine massive schwarze ue um sie, und sie verlor den Boden unter den F¨¹?en. Seine Fl¨¹gel schlugen gegen den Wind. Schnell gewannen sie an H?he. Sie k?mpfte nicht. Sie h?tte es ohnehin nicht geschafft ¨C sein Griff war zu fest und lie? keinen Spielraum. Er flog direkt zu seiner H?hle und setzte sie am Eingang ab. Sie bewegte sich nicht, bis er sie mit einem sanften Sto? weiter hineinzog. Dann trat er selbst ein. Immer noch in Drachengestalt, blockierte er mit seiner gewaltigen Gr??e den Ausgang. Einen Momentng starrte er auf sie herab. Ihre Augen waren zu schmalen Schlitzen verengt. Dann verwandelte er sich. Der Eingang blieb weiterhin blockiert. ?Lauf nicht vor mir weg, Veah. Du wei?t, dass es meinen Jagdinstinkt verunsichert.¡° ?Und wenn doch?¡° fragte sie provozierend. Xenons Augen verengten sich. ?H?r auf damit. Sieh mich an.¡° Sie holte scharf Luft und traf seinen Blick. ?Morgen... Ich kann das jetzt nicht.¡° ?Nein.¡° Xenon widersprach entschlossen. ?Ich werde nicht die ganze Nacht damit verbringen, mich zu qu?len, und dabei wissen, dass du dasselbe tun wirst. Nicht morgen. Nicht einmal sp?ter.¡° Nevah schwieg. Die Tr?nen standen ihr in den Augen, und sie wandte sich von ihm ab. Sie fuhr sich mit der Hand durch die Haare. ?Liebes...¡° fing Xenon an, sein Ton schmerzerf¨¹llt und schuldbewusst. ?Ich...¡° Er z?gerte einen Momentng, bevor er sie von hinten umarmte. ?Ich liebe dich, Neveah.¡° Sie unterdr¨¹ckte ein Schluchzen. Seine Unf?higkeit, zu erkl?ren, was dort drau?en gerade passiert war, war ebenso beunruhigend wie ?rgerlich. ?Ich liebe dich. Nur dich.¡° Das wusste sie. ?Ich bin nicht sie, Xenon.¡° fl¨¹sterte Neveah schlie?lich. ?Ich wei?... Ich wei?.¡° Es ng fast so, als wollte er sich selbst daran erinnern. ?Ich werde sie niemals sein. In keinem Leben.¡° Xenon stie? einenngsamen Atemzug aus. ?Es tut mir leid. Vergib mir, mein Liebes.¡° Sie lehnte sich in seine Umarmung. ?Was... war das?¡° Einenngen Moment blieb er still. ?Ich wei? es nicht.¡° Seine H?nde bewegten sichngsam, ber¨¹hrten ihre Br¨¹ste durch die Kleidung. ?Du bist die Einzige, die ich will. Und ich werde dir zeigen... wie sehr ich mich nach dir sehne. Wie sehr ich mich danach sehne, tief... in dir...¡° Seine Zunge glitt an ihrem Hals enng und hinterlie? eine brennende Spur. Sie keuchte leise und kr¨¹mmte sich ihm entgegen. ?...bei dir...¡° ______ Bei Sonnenaufgang bemerkte jeder Jians R¨¹ckkehr. Der Rat der Reiter versammelte sich im Thronsaal und wartete auf seine Audienz. ?Du hast kaum gescfen¡°, murmelte Neveah und strich den Kragen seines ?u?eren Gewandes tt. Er hatte die ganze Nacht in seinem Arbeitszimmer verbracht. Um ihn nicht abzulenken, hatte Xenon einen Couch neben seinen Schreibtisch geschoben, bevor er hinunter ins Archiv ging, um Garron zu helfen. Neveah verbrachte die Nacht zwischen dem Beobachten von Jian, dem Kl?ren einiger Angelegenheiten, die er nicht erledigen konnte, und gelegentlichen Momenten des Scfs. ?Du hast auch nicht gescfen¡°, entgee Jian mit einem sanften L?cheln auf den Lippen. ?Du warst zu besch?ftigt damit, dir Sorgen um mich zu machen.¡° Sie verdrehte die Augen. ?Rodrick wird heute zur¨¹ckkehren. Dann werde ich dich in seine H?nde ¨¹bergeben.¡° ?Wenn ich so dar¨¹ber nachdenke ¨C er w?re ja fast im Alter f¨¹r den Ruhestand¡°, ¨¹berlegte Jian. Siechte. ?Du k?nntest seine Gef¨¹hle verletzen. Er hat noch keinen Erben, der seinen tz im Dienst ¨¹bernehmen kann.¡°Jian nicktengsam. "Vielleicht ist das auch besser so. Rodricks Abstammung ist seit Generationen eng mit meiner verbunden... Es war nicht leicht f¨¹r sie." "Und f¨¹r dich auch nicht." bemerkte Neveah. "Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sich anf¨¹hlen muss, diejenigen, die einem wichtig sind, alt werden zu sehen. Wie viele von seinen Vorg?ngern..." Sie brach ab. "Zwei vor ihm." Jian beantwortete die Frage, die sie offen gssen hatte. "Sein Gro?vater war mein erster Helfer nach... Asrig gestorben ist." "Wenn Ihr sein Geschlecht von seinem Dienstgel¨¹bde entbinden wollt, habt Ihr meine Unterst¨¹tzung." sagte Neveah nach einer Weile des Schweigens. "Ich werde mich widerwillig f¨¹r den Rest meines Lebens um dich k¨¹mmern." Jian schmunzelte. "Wie kann ich meine tiefe Dankbarkeit ausdr¨¹cken?" "Lassen Sie mich einfach nicht im Stich. Egal, wie hart es wird." murmelte Neveah. "Schon gar nicht hier im Drachenturm." Seine Miene wurde feierlich und er nickte. "Ich schw?re es." "So." Neveah beugte sich vor und dr¨¹ckte ihm einen sanften Kuss auf die Lippen. "Du solltest jetzt den Rat aufsuchen. Sie haben sich Sorgen gemacht." Er zog Neveah wieder zu sich und k¨¹sste sie richtig. Einngsamer, ehrf¨¹rchtiger Kuss. "Sp?ter... Ich werde mehr als nur eine Kostprobe nehmen..." "Mehr als nur ein paar Kostproben..." Neveahs Kehle wurde trocken. "Willst du mir Gesellschaft leisten?" Fragte er. Als h?tte er nicht gerade etwas Ablenkendes angedeutet. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Heute nicht. Ich werde ins Archiv gehen." Er nickte verst?ndnisvoll und ging hinaus. Kurze Zeit sp?ter ging auch sie hinaus. Sie fand Kaliana, die vor dem aufsteigenden Raum wartete. Als sie Neveah erblickte, l?chelte sie. Sie ging hin¨¹ber. Neveah protestierte nicht, als Kaliana sie umarmte. "Es ist sch?n, dich wiederzusehen, Veah." "Gleichfalls. Ist Imagor auch hier? Zephyr?" Kaliana zog sich zur¨¹ck. "Im Thronsaal. Rodrick hat auf uns aufgepasst, w?hrend wir auf Patrouille waren. Er wird Zephyr mitbringen. Seit er geh?rt hat, dass du bald zur¨¹ckkommst, k?nnen wir ihn nicht mehr zum Stillsitzen bringen." Neveah l?chelte leicht. In mehr als einer Hinsicht waren sie und Zephyr durch dick und d¨¹nn gegangen. "Schade, ich bin mir nicht sicher, ob wirnge bleiben werden." sagte Neveah. Kaliana nickte. "Wir haben davon geh?rt. Von Adriennes Ableben ..." "Von Ke auch ..." Neveah antwortete nicht. Die Schwestern endeten aufgrund ihrer eigenen Entscheidungen in einer Trag?die. Dar¨¹ber gab es nichts zu sagen. Nichts, was sie jetzt sagten, w¨¹rde etwas daran ?ndern. Kaliana begleitete Neveah bis zum Erdgeschoss, wo sich ihre Wege trennten. Und Neveah ging den Rest des Weges bis zur unterirdischen Ebene. In den verborgenen Archiven war Garron immer noch mit der Nase tief in den Folianten vergraben. Xenon war nirgends zu sehen. Seine Anwesenheit w¨¹rde auf dem Reiterrat erforderlich sein. "Wir haben alles versucht, um es zu ?ffnen." sagte Garron, als Neveah in Sichtweite war. "Das einzige, was wir noch nicht versucht haben..." "Magie." murmelte Neveah. "Deshalb habt ihr mich gerufen." "Einen Magier hierher zu rufen, w?re unangemessen." erinnerte Garron. "Tausende von B?nden dokumentieren hier Prozesse, die zu gro?en Fortschritten in den magischen Praktiken f¨¹hren. Das hat nat¨¹rlich seinen Preis, aber f¨¹r viele Magiebegabte ..." "Es w?re unwiderstehlich." vermutete Neveah. "Nicht f¨¹r dich." sagte Garron und schenkte Neveah ein vielsagendes L?cheln. Sie ging zu dem Folianten hin¨¹ber und starrte ihn eine Weile an, wobei sie den gebl¨¹mten Einband studierte. Er war noch genauso intakt wie am Tag zuvor. Doch die Werkzeuge auf dem Tisch zeugten davon, dass Garron und wahrscheinlich auch Xenon keine M¨¹hen gescheut hatten. "Was soll ich denn jetzt tun?" fragte Neveah schlie?lich. "Ihn einfach mit einem Zauberscg treffen?" Garron zuckte mit den Schultern. "Ich wei? viele Dinge. Aber daf¨¹r habe ich keine Ahnung." "Normalerweise wei?t du, was zu tun ist, wenn du es anschaust. Versuch mal, an das zu denken, was dir durch den Kopf gegangen ist, als du das Buch von selbst herausfliegenssen hast." Neveah runzelte die Stirn. "Ich habe nur dar¨¹ber nachgedacht. Dass ich lieber von ihm ins Gesicht getroffen werden wollte, als bis zum Ellbogen in dem ganzen Staub zu versinken." Sie blickte auf das Buch hinunter und stellte sich vor, wie der Einband aufschnappte. Er r¨¹hrte sich nicht. "Ich sch?tze, dazu braucht es mehr als nur einen Gedanken." murmelte Garron. Chapter 815: Strafkammer (Kap.816)

Chapter 815: Strafkammer (Kap.816)

**Final Optimized German Trantion:** Es dauerte ¨¹ber eine Stunde, bis Neveah den Folianten endlich ?ffnen konnte. Beim Umdrehen schnitt sie sich versehentlich an den Dornen der Rosenbindung. Die Rose gab ein zischendes Ger?usch von sich und saugte den herausquellenden Blutstropfen auf. Die bl¨¹hende Rose verwelkte, w?hrend das Blut verschwand, und alle rankenartigen Bindungen fielen ab. Neveah blickte zu Garron hin¨¹ber. Er erwiderte ihren Blick. "Blut, hm?", murmelte er. "Das h?tte ich vielleicht ausprobieren sollen." "Aber andererseits bin ich kein Wolfs-Drachen-Hybrid mit Magie in den Adern", f¨¹gte er hinzu. "Mein Blut w?re vermutlich zu gew?hnlich gewesen." Neveah ignorierte Garrons Spielereien. Besonders zu sein war zwar n¨¹tzlich, aber nicht so aufregend, wie man es sich vorstellte. "Es ist in einer seltsam anmutenden Sprache geschrieben, einer Mischung aus alten Dialekten und Schriften", bemerkte Garron, w?hrend er durch das Buch bl?tterte. "Symbole, Siegel, Markierungen, Ley-Linien ...", z?hlte erut auf, bevor er innehielt. "Ah, hier. Runen!" Neveah beugte sich n?her heran. Die Seiten waren mit ungelenken Kritzeleien in einer fremden Sprache ¨¹bers?t. Das Einzige, was ihr vertraut vorkam, waren Zeichnungen von unverkennbar alten Runen. Diese Runen waren anders als alles, was sie je gesehen hatte. Sie waren weder die Runen, die in der Magie-Akademie der Fae Verwendung fanden, noch die, die in irgendeinem Buch beschrieben wurden. Sie wirkten ?lter. Sie stammten aus einer Zeit, dienge vor ihrer Erinnerungg. "Wir m¨¹ssen herausfinden, was auf diesen Seiten steht", murmelte Garron und machte sich eifrig Notizen. "Kannst du sie ¨¹bersetzen?", fragte Neveah. Garron hielt inne. "Nur teilweise. Ein Zauberer h?tte vielleicht bessere Chancen. Aber ich kann es versuchen." "Ein Zauberer ...", ¨¹berlegte Neveahut. "Es gibt einen", sagte Garron und wandte den Blick zu ihr. "Hier. In der Drachenburg", erkl?rte sie und richtete sich auf. "Als ich von den D¨¹nen zur Burg zur¨¹ckkehrte, wurde ich von der dunklen Fee Celeste angegriffen, begleitet von einem Zauberer des Schwarzen Bundes." "Er war nicht besonders m?chtig, doch er wollte eine Seelen¨¹bertragung durchf¨¹hren ¨C ein Zauber, der nur dem Anf¨¹hrer des Signe-Stamms vorbehalten ist. Kirgan meint, er m¨¹sse ein Gehilfe des Zauberers Azkar gewesen sein." "Imagor verurteilte Celeste zum Tode, doch das Urteil wurde unterbrochen und sie am Berg Edar gerettet. F¨¹r den Zauberer wurde hingegen ein anderes Urteil gesprochen: magische H?utung." Die magische H?utung war das grausamste Urteil, das ein Magieanwender bekommen konnte ¨C ein Todesurteil war im Vergleich dazu fast eine Gnade. Neveah wusste, dass die H?utung Monate, vielleicht sogar Jahre anhalten konnte, w?hrend die Magie aus dem Wesen herausgerissen wurde ¨C je nachdem, wie m?chtig der Magieanwender war. Am Ende blieb nur eine leere H¨¹lle zur¨¹ck ¨C keine Spur von Magie und m?glicherweise nur fragmentarische ¨¹berreste der Seele, falls die Magie tief genug in die Seele vorgedrungen war. Drachen waren daran gew?hnt, Urteile zu ertragen, die sich ¨¹ber Jahre hinzogen. Sie lebtenng genug, um sie bis zum bitteren Ende durchzustehen. Garron verzog das Gesicht. "Vielleicht schafft er es nicht, snge durchzuhalten." Neveah sch¨¹ttelte den Kopf. "Wenn er wie sein Meister Azkar ist ... wird er es schaffen." --- Nichtnge danach erreichten Garron und Neveah die Reiterakademie. Neveah lie? ihren Blick ¨¹ber die vertrauten Geb?ude schweifen. Sie konnte sich kaum erinnern, wann sie das letzte Mal hier gewesen war, doch es hatte sich nichts ver?ndert. "Magie wird in der Drachenburg nicht geduldet", sagte Garron, w?hrend sie die Akademie betraten. "Urteile ¨¹ber Magie werden f¨¹r gew?hnlich hier gef?llt. Bei magischer H?utung wird das Urteil in den Strafkammern vollstreckt." "Eure Gnaden!" Neveah blickte auf. Die Meister Malloway und Heather n?herten sich, um sie zu empfangen. Meisterin Heather verbeugte sich respektvoll, w?hrend Meister Malloway mit seinem gewohnt unfreundlichen Blick in den Augen schlicht undngsam heran humpelte. Neveah erinnerte sich daran, wie sie nur knapp der Gefahr entgangen war, Jahre unter seiner Vormundschaft verbringen zu m¨¹ssen. Der Gedanke daran lie? sie erschaudern. "Meister Malloway. Meisterin Heather." Sie neigte leicht den Kopf zur Begr¨¹?ung. "Ich hoffe, es ist euch gut ergangen?", fragte sie, wobei ihre Worte an Meister Malloway gerichtet waren. "Als ob die Drachenk?nigin die Mu?e h?tte, sich um Kleinigkeiten wie die Akademie und ihre alten Meister zu k¨¹mmern", grummelte er. Neveah zeigte ein schuldbewusstes L?cheln. "Das ist mein Vers?umnis." "Und? Was f¨¹hrt Sie unangemeldet hierher?" Sie tauschte einen Blick mit Garron, der nickte. "Wir m¨¹ssen die Strafkammer besuchen." Sagte sie in grimmigem Tonfall. Malloways Gesichtsausdruck wurde ernst. "Warum wollen Sie sich diesem trostlosen Ort n?hern?" "Es gibt jemanden, der k¨¹rzlich in die Kammern eingewiesen wurde. Ein dunkler Zauberer." erkl?rte Garron. "Ich erinnere mich. Ich habe ihn selbst zur Strecke gebracht." Heather nickte. "Wir m¨¹ssen mit ihm sprechen." Erkl?rte Garron. "Es ist eine dringende Angelegenheit." Malloway runzelte leicht die Stirn, nickte dann aber. "Kommen Sie mit. Obwohl ich bezweifle, dass er in der Lage ist, zu... sprechen." Er klopfte auf seinen Stock und ging dann mit flottem Schritt voran. Die Akademie war zu dieser Stunde wie ausgestorben. Der Reiterrat hatte sich in Bewegung gesetzt und fast alle zw?lf Schwadronen waren den verschiedenen Teilen der Festung zugeteilt worden, und die Reiter wurden zum Dienst gerufen. Sie erreichten den gesperrten Innenhof. Malloway f¨¹hrte sie zu der Wendeltreppe, die zum Turm des Lehrers hinauff¨¹hrte, aber statt hinauf ging es hinunter. Es war ein dunkler und enger, tunnrtiger Gang. Der Abstieg dauerte nur kurze Zeit. Die W?nde auf beiden Seiten der Treppe waren mit Fackeln ges?umt, die von hellen Edelsteinen beleuchtet wurden. Je tiefer sie kamen, desto sp?rlicher wurden die Fackeln. Die Dunkelheit wurde immer absoluter. Schlie?lich traten sie in einen h?hlenartigen Eingang ein. Er war breit, und vom Eingang aus erstreckten sich mehrere kleinere H?hlen?ffnungen in perfekten Reihen. Es war ein ?hnlicher Aufbau wie die unterirdischen Verliese im Drachenturm. Nur war dieser viel ?lter. "Dies ist die Strafkammer." verk¨¹ndete Malloway unwirsch. "F¨¹r verurteilte Verbrecher mit magischen Wurzeln." Er fuhr fort. "Jede Kaverne beherbergt die magisch brennende schwarze mme." "Es ist eine der seltensten Formen des Drachenfeuers mit der einzigartigen F?higkeit, selbst Magie zu verbrennen. Aber die Kunst, sie nutzbar zu machen, ist l?ngst verloren. Diese wurden aus dem ersten Zeitalter bewahrt." "Der dunkle Zauberer befindet sich am Ende dieser Reihe. Jenseits dieses Punktes kann nur noch Drachenblut weitergehen." Neveah nickte und wagte sich mit Garron weiter hinein. In dem Moment, als sie die Schwelle des Eingangs ¨¹berquerten, schlug Neveah eine schw¨¹le Hitze entgegen, die so stark war, dass sie fast zur¨¹cktaumelte. "Die mmenaura hier ist ¨¹berw?ltigend. K?mpfe nicht gegen die Hitze an. Sei eins mit ihr." riet Garron und legte eine Hand auf Neveahs Schulter, um sie zu beruhigen. Sie atmete scharf ein und ging weiter hinein. Die H?hleneing?nge s?umten beide Seiten des schmalen Korridors und waren durch Steinw?nde versiegelt. Sie ging weiter, bis sie den Eingang am Ende der Reihe erreichten, den Malloway angedeutet hatte. Garron griff nach der Fackel, die an der Wand hing, und dr¨¹ckte sie an. Ein ?chzendes Ger?usch durchbrach die unheimliche Stille, als sich die Steinmauer hob. Neveah schritt hindurch. Der dunkle Zauberer befand sich am anderen Ende des Raumes, angekettet an die Wand. Aber die Ketten waren weder aus Metall noch aus einem anderen Material. Es waren d¨¹nne Str?hnen aus pechschwarzen mmen, die zu einer Kette verflochten waren. Die mmen brannten nicht, sie pulsierten mit einer ¨¹berw?ltigenden Feuerenergie. Sie saugten sichtlich die Magie aus seinen Adern und es schien sogar, als w¨¹rden sie sich von ihr ern?hren. Sie hatte nie geubt, dass es etwas Schlimmeres gab, als in Menarx¡¯ Bezirk zur¨¹ckgeschickt zu werden. Aber das... Menarx¡¯ Bezirk versste im Vergleich dazu. Als er ihre Anwesenheit sp¨¹rte, hob er schwach den Kopf. Sein Blick war leer und bet?ubt, seine Adern zeicen sich durch seine Haut ab, die von innen geschw?rzt war wie Asche. Sie z?gerte einen Momentng, bevor sie sprach. "Erinnern Sie sich an mich?" Er antwortete nicht. Er starrte nur ausdruckslos vor sich hin. "Du musst etwas f¨¹r mich tun." Sie fuhr fort. "Und ich werde dir daf¨¹r nicht deine Freiheit versprechen. Oder eine andere Abmachung." "Aber ich kann dir sagen, dass dein Entgegenkommen viele Leben retten wird. Es wird die einzige Chance sein, die du hast, etwas Gutes in dieser Welt zu tun. Es liegt an dir, ob du sie ergreifen willst ... oder nicht." Keine Reaktion. Nicht einmal ein Aufckern von Anerkennung in seinen Augen. Neveah blickte zu Garron hin¨¹ber. Er sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Sie seufzte. Es war den Versuch wert gewesen. Sie wandte sich zum Gehen. "Die Wolfsprinzessin..." murmelte er. "Die Frau, der mein Herr nichts antun will." "Du bist es, der vergessen hat... die Schuld des Lebens, die du meinem Herrn, Azkar, schuldest." Neveah erstarrte. Chapter 816: Ein weiteres Wunder (Kap.817)

Chapter 816: Ein weiteres Wunder (Kap.817)

"Du wirst in Ihrer Gnaden Gegenwart auf deine Worte achten, Zauberer", knurrte Garron. Die Worte trafen Neveah hart. Nicht f¨¹r einen Moment hatte sie jene Nacht in der Gef?ngniszelle der verborgenen Stadt vergessen. Die gesprochenen Worte... Neveah hob eine Hand, um Garron aufzuhalten und trat ein paar Schritte n?her. "Aber...", protestierte Garron. "Er kann mir nichts tun", erinnerte sie ihn. Sie hockte sich hin und starrte den Zauberer an. Die Ironie seiner Lage war, dass er ?u?erlich unversehrt aussah, doch wenn sie ihm in die Augen blickte, konnte Neveah seinen Schmerz erkennen, eine Art Schmerz, den man nicht einmal zu schreien wagte. Das schwarze Feuer, was auch immer es mit ihm tat, zerst?rte mehr als nur seine Magie. Es zersetzte alles, was er war, von innen heraus. In der Dunkelheit dieser H?hlenzelle, umgeben von Steinw?nden, h?rte die Zeit auf zu existieren. Es gab nur Stille, den endlosen Schmerz, seine Gedanken, ¨¹berzeugungen und uben. Letztendlich w¨¹rde er all das durch den Schmerz verlieren. Das war mehr als magisches H?uten...es war eine Seelenentziehung. Aber selbst das war nichts im Vergleich zu dem Chaos, das das Schwarze Netzwerk in der Festung angerichtet hatte. Sie konnte kein Mitleid empfinden. "Wie konnte ich das vergessen?", fragte sie, ihre Stimme geradeut genug, damit der Zauberer sie h?ren konnte. Siechte sp?ttisch. "Ich habe es nicht mal einen Monatng vergessen. Ich habe mich an dem Gedanken daran ge?rgert..." "Aber nicht mehr. Sehen Sie, ich f¨¹rchte Ihren Herrn nicht, ich will seine Beweggr¨¹nde nicht verstehen, ich weigere mich, an seinen Verschw?rungen teilzunehmen... Soll er doch kommen und seine Schulden einfordern, wenn er es wagt." Der Zaubererchte leise. "Du hast dich nicht ver?ndert. Das wird ihm gefallen." Neveah runzelte die Stirn. "Ich bin nicht hier, um ¨¹ber ihn zu sprechen." "Und doch musst du es", murmelte der Zauberer. "Er ist der Einzige, der dir helfen kann, was du brauchst. Er ist der Einzige, der..." Sie spottete. "K¨¹hn von dir, vorzuscgen, dass ich mich mit einem Zauberer verschw?re." Erchte wieder, dieses Maluter. "Prinzessin... da du so viel Zeit unter den Drachen verbracht hast, hast du dich an ihre Sitten gew?hnt." "Aber die Wahrheit ist, du bist nicht wie sie. Du bist anders... Du kennst die Dunkelheit, hast sie gekostet und nie verabscheut. Du siehst Zauberer nicht auf dieselbe verachtenswerte Weise wie die Drachen. "Du ubst nicht, dass wir nicht zu retten sind. Du ubst nicht einmal, dass wir gerettet werden m¨¹ssen. Du hast immer gewusst, dass alle Menschen einen Weg im Leben w?hlen und dass es im Krieg weder falsch noch richtig gibt. Nur Sieg oder Niedege. Und der Sieger entscheidet, was ¡¯s¨¹ndhaft¡¯ ist." Er hielt inne. "Warum, ubst du, bevorzugt mein Herr Azkar dich? Weil in deinen Augen kein Hass liegt, wenn du uns ansiehst. Nur... Verst?ndnis." Neveahs Augen verengten sich. Sie wich zun?chst zur¨¹ck, fasste sich jedoch schnell wieder. "Vielleicht hast du recht. Ich habe das Schlimmste in M?nnern gesehen... in M?nnern. Nicht in Zauberern, Hexen oder Bestien. Ganz normale Menschen, wie ich. Aber mit Herzen, die dunkler sind als die Finsternis selbst." "Ich habe mehr Grausamkeit von der ¡¯Familie¡¯ erfahren, als in all den Jahren seitdem. Also vielleicht hast du recht... vielleicht verstehe ich die Dunkelheit besser, als es die Drachensippe je tun wird." Sie l?chelte leicht. "Aber das bedeutet nicht, dass ich nicht jeden einzelnen eurer Art in St¨¹cke rei?en m?chte f¨¹r jeden Moment, in dem ihr den M?nnern, die ich liebe, unserem n, meinem Vater Leid zugef¨¹gt habt..." "Ich verachte euch, Zauberer. Nicht so, wie es die Drachen tun. Nicht wegen der Farbe eurer Magie. Sondern wegen eures Herzens. Wegen eurer Taten. Denn was sich meinem Geliebten entgegenstellt, ist mein unvers?hnlicher Feind." "Ich ben?tige keinen anderen gro?en Grund oder Ass. ubt mir, ein einziges Aufblitzen von Unbehagen in den Augen des Drachenk?nigs und ich werde Nationen niederbrennen, um ihn zu bes?nftigen. Ob richtig oder falsch, das hat f¨¹r mich noch nie eine Rolle gespielt. Nur meine Entscheidung. Nur mein Wille." "Dann erspar mir diesen ganzen Unsinn." Der Zauberer starrte Neveah einenngen Moment an. Schlie?lich sagte er: "Was kann ich f¨¹r dich tun?" Sie z?gerte einen Moment und wandte sich dann an den schweigenden Garron. Er reichte ihr das Buch und schlug es auf der Seite mit den Runen auf.Der Zauberer betrachtete es kurz und sch¨¹ttelte dann leicht den Kopf. ?Ich bin mit den alten Sprachen nicht gut vertraut.¡° Neveah nickte verst?ndnisvoll. Sie legte das Buch beiseite und stand auf. ?Ich habe nicht gesagt, dass ich euch nicht helfen kann¡°, f¨¹gte er hinzu. Garron grummelte. ?Du ¨¹bertreibst.¡° ?Ich sammle gute Taten, richtig?¡° fragte er, w?hrend er trotz der Schmerzen vom schwarzen Feuer in seinen Adern l?chelte. ?Die Sprachen verstehe ich nicht, aber ich kenne die alte Geschichte dieser Runen. Ursprungsrunen.¡° ?Erz?hl mir, was du wei?t.¡° Er r?usperte sich leise. ?W?hrend der Aufstieg des dunklen Reiches gab es vier Ursprungsrunen. Die Wahrheit ¨¹ber ihre Entstehung ist im Lauf der Zeit verloren gegangen. Man nimmt an, dass sie bis in das allererste Zeitalter zur¨¹ckreichen¡°, begann er. ?Aber nur drei wurden jemals als echt best?tigt. Die Fae-Ursprungs-Rune, die Mer-Ursprungs-Rune und die der Hexenrasse. Jede dieser Runen besitzt unermessliche Kraft und bildet die Grundstruktur aller Runen, die seitdem von jeder Generation dieser Spezies geschaffen wurden.¡° ?Trotz ihrer Vielseitigkeit hatte jede Ursprungs-Rune einen angeborenen Zweck. Wof¨¹r die Rune selbst steht, nicht die Hybride daraus.¡° ?Die Mer-Rune ist ausschlie?lich eine Dimensions-Rune, mit einer un¨¹bertroffenen F?higkeit, alternative Dimensionen zu schaffen, die an den Willen des Besitzers gebunden sind. Die Fae-Rune ist eine verbindende Rune. Ihre Macht ist einzigartig, sie verbindet eine Rune mit der n?chsten, eine Magie mit der n?chsten. Die Hexen-Rune ist eine Kontroll-Rune. Sie besitzt die unheimliche F?higkeit, den Geist anderer zu beherrschen und ihren Willen gefangen zu nehmen.¡° Der dunkle Zauberer hielt inne und neigte den Kopf zur Seite. ?F¨¹r diese Aussage k?nnte ich vom Blitz getroffen werden.¡° ?W?re das schlimmer als das schwarze Feuer?¡° fragte Garron trocken. Der Zauberer schien kurz nachzudenken und sch¨¹ttelte dann leicht den Kopf. ?Ich ube nicht.¡° ?Diese drei Runen wurden nie zuvor vereint, bis zur Erscheinung des Dunklen Lords.¡° Neveahs Augen weiteten sich. ?Damals wimmelte es im Reich von Zauberern, aber anders als die Fae mit ihrer festen Hierarchie hatten wir nie einen obersten Anf¨¹hrer, nur geteilte H?user. Die Welt wurde von vessenen Bestien verw¨¹stet, und jedes Volk k?mpfte ums ¨¹berleben.¡° ?Mit Hilfe der verbindenden Fae-Rune tat der Dunkle Lord etwas, woran vor ihm noch niemand gedacht hatte. Er vereinte die Mer-Dimension-Rune mit der Hexen-Kontroll-Rune.¡° ?Er schuf eine noch nie dagewesene Rune, eine Mischung aus drei verschiedenen Ursprungsrune, drei verschiedenen magischen Wurzeln... ein unm?gliches Kunstst¨¹ck. Doch er schaffte es. Damit versammelte er die zerstrittenen Zauberer und f¨¹hrte einen Angriff auf die Vessenen an.¡° Der dunkle Zauberer brach ab. ?Den Rest solltet ihr in euren Geschichtsb¨¹chern finden. Mehr hat Azkar nicht offenbart.¡° Neveahs Augen weiteten sich. ?Er... war hier, nicht wahr? Azkar?¡° Garron machte sofort eine Bewegung, um Neveah zu sch¨¹tzen, wachsam. Der Zaubererchte leise und sch¨¹ttelte den Kopf. ?Er ¡¯ist¡¯ hier. Nur nicht so, wie du es dir vorstellst...¡° Neveahs Augenbrauen zogen sich zusammen, und sie betrachtete den Zauberer genauer. Erst dann sp¨¹rte sie es. ?Sein... Geist ist mit dir verbunden...¡° ?Das ist alles, was Azkar aus diesem Blick in das Buch herausfinden konnte¡°, grinste der Zauberer. ?Wie f¨¹hlt es sich an, schon wieder mit einem Zauberer zu konspirieren?¡° Ihre Augen weiteten sich. Hatte sie gerade den Inhalt eines verbotenen dunklen Bandes dem Anf¨¹hrer des Schwarzen Netzes offenbart? ?Sei unbesorgt, Prinzessin. Kaz wird kommen und sein Recht fordern. Doch zuerst musst du ein weiteres Wunder vollbringen... Beoruh t?ten.¡° Chapter 817: Send Her Off (Ch.818)

Chapter 817: Send Her Off (Ch.818)

Neveah beobachtete, wie sich die Steint¨¹ren schlossen, und war immer noch fassungslos. Gerade eben hatte sie mit... Azkar gesprochen? Vielleicht nicht direkt mit ihm, aber alles, was der Zauberer Leon gesagt hatte, stammte anscheinend von seinem Meister. Azkar... Kaz. Und Schuppen, es machte Sinn... Neveah schauderte, als sie sich an die Zeiten in den D¨¹nen erinnerte, als sie seine wahre Identit?t nicht gekannt hatte. Sie hatte jedoch immer gesp¨¹rt, dass er ein recht ungew?hnlicher Mann war. Anders als jeder Mensch, den sie je gekannt hatte. Menschliche M?nner neigten dazu, Drachen zu meiden wie die Pest. Aber sein Interesse an ihr, einer Lichtbl¨¹terin, hatte ihn nicht einmal zuckenssen. Seit sie ihn das erste Mal in der versteckten Stadt getroffen hatte, hatte er bei all seinen Handlungen nie gezuckt. Sie war sich nicht sicher warum, aber sie hatte immer gewusst, dass sie dem Zauberer wieder begegnen w¨¹rde. Und das Unbehagen kam daher, weil sie nicht genau wusste, wann oder wie. "Ich wei? nicht, was er mit diesen Informationen anfangen k?nnte", sagte Garron zu ihr. "Ich meine, er hat bereits eine ganze Festung ins Verlorene Reich verlegt, zusammen mit einer Hybridrune der Mer-Dimension. Das bedeutet, er wusste dar¨¹ber bereits etwas." "Und die Kenntnis ¨¹ber die anderen beiden und wie m?chtig sie verbunden werden, ?ndert nichts an der Tatsache, dass Beoruh wahrscheinlich bereits zwei Dimensionsrunen besitzt. Und mir scheint, die beiden verstehen sich nicht gut." Neveah verzog das Gesicht bei dem Gedanken. Sie ubte nicht, dass Ke Beoruh blindlings geholfen hatte, zwei Runen zu erwerben. Es gab keinen anderen Grund f¨¹r die Gefangennahme des Mer-Prinzen. Der Mer-Prinz war in Aloria gerettet worden. Lord Jo?o hatte ihn selbst ins Meer zur¨¹ckgeschickt. Aber er warnge genug gefangen gewesen, um alles, was er wusste, preiszugeben. Soweit sie wussten, suchte Beoruh in diesem Moment nach der Mer-Rune. Falls er sie nicht bereits hatte. "Er muss nur die dritte Rune finden, die Rune der Hexenkontrolle. Und dann wird er Zugang zu Magie haben, die m?chtig genug ist, um dem Dunklen Lord zu helfen, die Verlorenen zu besiegen und zu kontrollieren", mutma?te Neveah. "Nicht, wenn wir sie zuerst finden." Neveah drehte sich um. Es war Jian. Er kam mit zusammengekniffenen Augen auf sie zu. Sie zuckte sichtlich zusammen. Sie hatte noch keine Gelegenheit gehabt, Jian oder Xenon mitzuteilen, dass sie unterwegs zur Strafkammer war, um den dunklen Zauberer aufzusuchen. Zum einen ubte sie nicht, dass sie dar¨¹ber erfreut sein w¨¹rden. Andererseits war der Rat der Reiter noch im Gange, und es war nicht der richtige Moment, sie zu beunruhigen. Neveah hatte gehofft, dass sie zur¨¹ckkehren w¨¹rde, bevor er abgeschlossen war. Danach w¨¹rde sie es ihnen ordentlich erkl?ren. "Ich versichere dir, mir geht es gut", versicherte Neveah schnell. "Nicht ein Haar steht mir zu Berge." Jians Augen verengten sich leicht, als er wenige Schritte vor ihr stehen blieb. Garron wich diskret zur¨¹ck und machte einen gro?en Bogen um Jian. Seine Augen musterten sie von Kopf bis Fu? und dann starrte er auf die Steint¨¹r der Zelle des Zauberers. "Komm", sagte er und reichte Neveah eine Hand, die sie nahm, w?hrend sie Garron einen entschuldigenden Blick zuwarf. Garron sch¨¹ttelte den Kopf und winkte grinsend. Sie gingen an einem w¨¹tenden Malloway vorbei, der Neveah und Jian b?se ansah, aber kein Wort sagte. Dann kamen sie auf den Hof hinaus, und erst dann sprach Jian. "Das versteckte Archiv... die Strafkammer", brach er ab. "Ich w¨¹nschte, du m¨¹sstest solche Orte nicht sehen." "Orte der Dunkelheit, meinst du?", fragte Neveah verst?ndnisvoll. Jian nickte. Er drehte sich zu ihr um. "Du hast genug von der Dunkelheit gesehen. Ich wollte derjenige sein, der nur Licht in dein Leben bringt." "Ich wollte, dass du mit mir einer Dynastie des Friedens und des Wohlstands gegen¨¹berstehst. Ich wollte dir alles bieten, was ich ¨¹ber Jahrhunderte aufgebaut habe... meine Tr?ume und Hoffnungen f¨¹r diese Welt. Ich wollte, dass du die Sch?nheit Asvars siehst... nicht Risse, Schluchten und Zauberer." "Verdammter Beoruh", beendete er mit einem schweren Seufzer. Neveahchte leise. Sie beugte sich vor und umfasste seine Wangen mit beiden H?nden. "Ich wei?, dass du das Beste f¨¹r mich willst, mein Liebster", fl¨¹sterte sie. "Und ich verehre dich daf¨¹r. Aber du musst verstehen... was ich will, ist ein Teil von allem, was du bist. Alles... ohne Ausnahmen." Er nicktengsam. Z?gernd. "Trotzdem, nimm Xenon mit, wenn du hier runterkommst."Neveah legte ihren Kopf leicht schief. "Garron wird verletzt sein, wenn er erf?hrt, dass du an seinen F?higkeiten zweifelst." "Das tue ich nicht." Murmelte er. "Ich w¨¹rde nur lieber Xenon bei dir haben." "Ich h?re dich..." Sie stockte einen Momentng. "Was ist los?" fragte Jian. "Ihr beide verhaltet euch seit gestern Abend seltsam." Neveahs Augen weiteten sich und sie sch¨¹ttelte schnell den Kopf, aber Jian spottete. Er f¨¹hrte sie einen Weg durch die Akademie enng, und sie folgte ihm schweigend. "Wenn ihr vorhabt, etwas vor mir zu verbergen, solltet ihr euch nicht so unbeholfen verhalten, wenn ihr den Namen des anderen erw?hnt." "Hat er das?" Fragte sie. "Mehr schuldbewusst als unbeholfen." erwiderte Jian. "Ihr m¨¹sst es mir nicht sagen, wenn ihr nicht wollt. Wie ich Xenon kenne, wird er auspacken und alles ausudern, bevor der Tag zu Ende geht." Neveah atmete schwer aus. "Ich ... er hat mich ... Misha genannt." Jian hielt inne. Er drehte sich ungl?ubig zu Neveah um. Neveah blickte sich um und vergewisserte sich, dass sie allein waren. "Es muss ihm einfach rausgerutscht sein. Ich wei? es nicht ... er wei? auch nicht, warum es passiert ist." Jian runzelte leicht die Stirn. "Das ist ... ungew?hnlich." "Ist es auch." Neveah stimmte zu. Sie gingen schweigend weiter, bis sie an der Gedenkhalle ankamen. Es war die Halle mit Asrigs unbeschrifteter Gedenktafel. Neveah war sich nicht sicher, ob Jian beabsichtigt hatte, hierher zu kommen, oder ob seine F¨¹?e ihn einfach unbewusst geleitet hatten, aber als er erkannte, wo sie waren. erstarrte er. "Willst du hineingehen?" Fragte sie. Er schien einen Momentng zu ¨¹berlegen, dann sch¨¹ttelte er den Kopf. "Nein, nicht mehr." Sein Ton war dunkel, eiskalt. "Wir haben wichtigere Angelegenheiten zu erledigen." Er fuhr fort. "Der Rat hat einen einstimmigen Beschluss gefasst. Bis zur Einigung des Rates wird Ke ... in die Strafkammer eingewiesen." Neveah reagierte nicht sofort. Die Strafkammer bedeutete vor allem eines: magisches H?uten. Jemandem, der damit geboren wurde, die Magie zu nehmen, war, als w¨¹rde man ihm die Seele wegrei?en. Es war ein angemessenes Urteil f¨¹r Kes Verbrechen. "Wird die Arkane sich dem schwarzen Feuer unterwerfen?" fragte Neveah nach einem Moment. Jian sch¨¹ttelte den Kopf. "Sie hat kein Arkan mehr." "Die ganze Zeit ¨¹ber geh?rte die Magie dem Kind. Und hat sich nach der Geburtngsam aufgel?st." Es war ironisch. Sie hatte ihren Sohn weggegeben, zusammen mit der Magie, die sie verehrt hatte. Die Magie, mit der sie ihre eigene Familie zerst?rte und Diandre und Adrienne t?tete. "Bist du deshalb gekommen, um mich zu holen?" fragte Neveah. "Damit ich nicht miterleben muss, wie es geschieht?" "Willst du das?" fragte Jian. Neveah dachte einen Momentng ¨¹ber die Frage nach, dann nickte sie. "Ich sollte sie ... richtig losschicken." Chapter 818: Prozession (Kap.819)

Chapter 818: Prozession (Kap.819)

Die Prozession, die Ke in die Strafkammer bringen sollte, war klein. Sie bestand lediglich aus den Herren Conrad und Lady Fiona von der Stadtwache. Auch Imagor und Kaliana waren anwesend, hielten sich jedoch im Hintergrund und begleiteten den Marsch nicht. Die ¨¹bliche Formalit?t, den Verurteilten die Augen zu verbinden, hatte man ausgssen. Es war schlicht nicht n?tig ¨C Ke kannte die Akademie besser als die meisten Reiter. Im Gegensatz zu Neveah hatte sie die erforderlichen Studienjahre in der Akademie absolviert und ihre Reiterausbildung l?ngst abgeschlossen. Es war eine bittere Ironie, dass sie ausgerec in den Hallen verurteilt werden sollte, in denen sie einst das Drachenreiten erlernt hatte. Irgendwann musste sie selbst einmal einen Verurteilten in die Strafkammer gef¨¹hrt haben. Die Prozession bewegte sichngsam vorw?rts. Ke wurde weder gefesselt noch geschubst. Eine letzte Geste des Respekts ¨C ein Respekt, den sie nicht einmal verdiente. Doch Neveah begriff, dass es hierbei nicht um Ke ging. Es war ein unausgesprochener Tribut an die Ehre von Lodenworth, auch wenn Ke diese Ehre mit F¨¹?en getreten hatte. Es war durchaus m?glich, dass die beiden Frauen sich nie wiedersehen w¨¹rden. Niemand konnte vorhersagen, wann oder ob Lodenworth je nach Dragon Keep zur¨¹ckkehren w¨¹rde. Niemand konnte mit Gewissheit sagen, ob Ke die magische H?utung ¨¹berleben w¨¹rde. Tats?chlich schafften das nur die wenigsten. Ke musste Neveahs Anwesenheit gesp¨¹rt haben, denn pl?tzlich blickte sie auf und sah ihr direkt in die Augen. Ihre Schritte stockten. Neveah erwiderte den Blick ¨C starr und ohne zu blinzeln. Reue oder Schuldgef¨¹hle suchte man vergeblich in Kes Gesicht. Nur Leere. Das hatte Neveah auch nicht anders erwartet. Doch das subtile Ballen von Kes F?usten, das ihre zitternden H?nde verbarg, entging Neveah nicht. Zu wissen, dass man die falschen Entscheidungen getroffen hatte, war eine Sache; sie zuzugeben, eine ganz andere. Ke war noch nie wegen eines Fehlverhaltens verurteilt worden. Ihr Status hatte ihr stets Freifahrtscheine eingebracht ¨C von der Fae-Prinzessin bis hin zur Dame der Stadtwache. Sie hatte nie einen Tag in ihrer Existenz erlebt, an dem sie bedeutungslos gewesen war. Sie hatte keine Ahnung, wie es war, den Tod zu f¨¹rchten und ihn doch verzweifelt herbeizusehnen. Oder allein daf¨¹r bestraft zu werden, dass man existiert. Neveah wandte den Blick nicht ab. Sie war ¨¹berzeugt, dass ihre eigenen Augen dasselbe widerspiegelten wie die von Ke. Leere. Als sie so in ihr Gesicht sah, f¨¹hlte Neveah nichts. Der Unterschied zwischen diesem Moment und jenem im Vulkan war ersch¨¹tternd. Wenn ihr jemand vor einem Jahr gesagt h?tte, dass Adriennes Tod ihr das Herz zerrei?en w¨¹rde, w?hrend sie bei Kes Gang ins Verderben nur K?lte und Leere versp¨¹ren w¨¹rde, h?tte sie es kaum geubt. Es war eine bitters¨¹?e Erkenntnis. Keine der beiden Fae-Prinzessinnen war ihr wirklich sympathisch gewesen, doch nur eine von ihnen hatte das Ende verdient, das sie nun erwartete. Einenge Stilleg in der Luft, unterbrochen nur vom Wind, der kalt um sie wehte. Dann setzte sich die Prozession wieder in Bewegung. "Kommt, wir sollten zum Bergfried zur¨¹ckkehren," riss Jian Neveah aus ihren Gedanken. Sie nickte und folgte seinem Vorscg. Der Flug zur¨¹ck war kurz und schweigsam. Neveah war tief in ihre Gedanken versunken, und obwohl sie Jians Pr?senz in ihrem Geist sp¨¹rte, wie er ihre Gedanken ¨¹berflog, sagte er nichts. Sie lie? ihn gew?hren. Es f¨¹hlte sich nicht so an, als w¨¹rde er schn¨¹ffeln. Vielmehr als wolle er, dass sie wusste, dass er da war. Als sie auf der zweiten Ebenendeten, wartete Rodrick bereits auf sie ¨C jedoch nicht allein. Er hatte wortw?rtlich alle H?nde voll zu tun, um einen hyperaktiven Zephyroth davon abzuhalten, ¨¹ber die ttform zu flitzen und von Jian erdr¨¹ckt zu werden. Neveah stieg ab, und ein L?cheln breitete sich auf ihren Lippen aus, als der kleine Drache mit unublicher Geschwindigkeit auf sie zust¨¹rmte. Sie beugte sich hinunter und hob ihn auf,chte leise ¨¹ber seine Aufregung. Zephyroths ¨¹bersch?umende Energie vertrieb die Schwere, die auf Neveahg, m¨¹helos. Zweimal h?tte sie beinahe ihren Kopf f¨¹r diesen kleinen Drachen verloren, doch seine ¨¹berschw?ngliche Freude machte das mehr als wett. "Es ist noch gar nicht songe her. Bist du etwa gr??er geworden?" stichelte sie scherzhaft. Zephyroth zuckte mit den Schultern und grinste ¨¹ber beide Ohren. Doch pl?tzlich wurde er ruhig, und sein Blick richtete sich hinter Neveah.Neveah drehte sich mit ihm auf dem Arm um und deutete mit dem Kopf zu Jian, der das Kind nur schweigend anstarrte. Es war das erste Mal, dass er Zephyroths menschliche Gestalt sah. Er war in das vessene Reich gegangen, w?hrend Zephyroth noch immer nicht herausgefunden hatte, wie sie sich verwandeln konnte. "Wie ich sehe, bist du schon ein richtiger Drachenwandler." lobte Jian, ein seltenes L?cheln auf seinen Lippen. Er streckte die Hand aus und zerzauste Zephyroths Haare, was das Kind zumuten Kichern brachte. Jians Blick wanderte zu Neveah, und ihr entging nicht das Aufblitzen von etwas Z?rtlichem in seinen Augen. Zephyroth unterbrach den Moment und sprang von Neveahs Armen zu Jians. Neveah rollte mit den Augen ¨¹ber die Leichtigkeit, mit der sie vessen wurde. Jian fing das Kind mit Leichtigkeit auf und sie gingen in den Bergfried. Zephyroth murmelte Jian den ganzen Weg ¨¹ber etwas ins Ohr, als h?tte er einen geheimen Bericht, auf den er nur gewartet hatte. Neveah ahnte, dass ¨¹ber sie gesprochen wurde, aber sie unterbrach ihn nicht. Der Anblick w?rmte ihr Herz. "Komm Rodrick, ich bin bereit, mich deiner N?rgelei zu stellen." rief Jian. Rodrick neigte den Kopf zur Begr¨¹?ung. "Euer Gnaden." Neveah nickte. "Geh schon. Lasst ihn nicht warten." Rodrick schenkte ihr ein kleines L?cheln, bevor er den beiden folgte. Als sie den Gang hinunter verschwanden, drehte sich Neveah um und war nicht ¨¹berrascht, Xenon einige Schritte vom Rand des Bahnsteigs entfernt stehen zu sehen. Sie hatte bereits geahnt, dass Jian sie aus einem bestimmten Grund zur¨¹ckgssen hatte. So heimt¨¹ckisch waren sie. "Liebes." begann Xenon, "Du gehst mir aus dem Weg." "Tue ich nicht." murmelte Neveah. "Du hast mich den ganzen Tag nicht gesehen." Bemerkte er. Das hatte sie auch nicht vorgehabt. Die letzte Nacht hatte eine Welle ungewollter Erinnerungen mit sich gebracht, und danach war sie zu sehr damit besch?ftigt gewesen, sich unter Xenons wilder Liebe zu w?lben, als dass sie es richtig h?tte verarbeiten k?nnen. Und der Tag war im Eiltempo vergangen. "Ich habe an dich gedacht." Gab sie zu. "Ich habe nur ..." Xenon l?chelte leicht. "Ich mag es, an dich zu denken." Er verringerte den Abstand zwischen ihnen und stand nur ein paar Zentimeter entfernt. Nahe genug, dass sie seine W?rme sp¨¹ren konnte, und wie sich die Luft zwischen ihnen zu verdichten schien. "Aber das ist nicht genug. Es wird nie genug sein." Sein Ton war rau, seine Stimme kaum mehr als ein Fl¨¹stern. "Ich konnte den ganzen Tag nicht mehr r denken. Ich habe Jian praktisch aus dem Thronsaal gezerrt, um dich zu suchen, denn wenn ich es selbst tue, k?nnte ich etwas Leichtsinniges tun und dich wieder mitnehmen, so wie letzte Nacht, und ich werde dich nicht von mir wessen, bis du alles vergessen hast, was du f¨¹r mich empfunden hast und was nicht gut war..." Gab er zu. "Ich bin ein ungehobelter Mann. Du, ich... eine H?hle, und du machst dieses Gesicht, wenn du w¨¹tend bist, das bringt mich auf andere Gedanken... Ich ube nicht, dass ich richtig erkl?ren kann, wie unwiderstehlich du f¨¹r mich bist." "Ein Hauch deines Duftes erregt mich auf unaussprechliche Weise... Ich habe dich gewarnt, dass, wenn ich erst einmal auf den Geschmack gekommen bin..." Er fuhr sich mit der Hand durchs Haar, sein L?cheln war von Schuldgef¨¹hlen gegt. "Ich wei?, das ist nicht die anst?ndigste Art, die Dinge zu handhaben..." Neveahs Lippen zuckten. "Aber es ist offensichtlich, dass ich den Verstand verliere, wenn du noch eine Sekunde l?nger w¨¹tend auf mich bist." Sein Blick suchte den ihren, ernsthaft und unbewacht. "Und ich w¨¹rde sehr gerne meinen Verstand behalten ... in einem St¨¹ck." Sie schwiegen beide einen Momentng. "Das w¨¹rde ich auch gerne." Neveah stimmte zu. Chapter 819: Rückg?ngig machen (Kap.820)

Chapter 819: R¨¹ckg?ngig machen (Kap.820)

Als Neveah Jian wiederfand, sa? er in seinem Arbeitszimmer, Zephyroth auf seinem Scho? zusammengerollt und tief scfend. Er war jedoch nicht allein. Imagor und Garron sa?en ihm gegen¨¹ber, w?hrend Rodrick pflichtbewusst an seiner Seite stand. Die Atmosph?re war d¨¹ster, und als sie mit Xenon hereinkam und Garron ins Gesicht blickte, war es nicht schwer zu erkennen, dass die Entdeckungen aus der Strafkammer bereits berichtet worden waren. Wie viel davon genau, wusste Neveah nicht. Aber das beunruhigte sie nicht. ?K?nnen wir den Worten eines dunklen Zauberers wirklich trauen?¡° h?rte sie Imagor sagen. ?Er k?nnte uns eine Geschichte auftischen, um Unruhe zu stiften. Das Letzte, was wir brauchen, ist, dass sich herumspricht, dass ein Zauberer aus dem dunklen Reich nicht nur noch lebt, sondern nur eine Ursprungsrune davon entfernt ist, die Welt zu zerst?ren.¡° Sein Kiefer war fest vor Unmut zusammengepresst, und Neveah konnte ihm kaum einen Vorwurf machen. Sie war sich nicht einmal sicher, ob es jemals eine Zeit gegeben hatte, in der Drachen den Rat von Zauberern angenommen hatten. Sie selbst hatte die Strafkammer betreten, darauf eingestellt, Missbilligung zu begegnen. Doch Drachen hatten ihre eigenen Wege... und sie hatte ihre. ?Normalerweise w¨¹rde ich dem nicht zustimmen,¡° sagte Garron und nickte. ?Aber meine bisherigen Erkenntnisse st¨¹tzen diese Theorie. Und ich bezweifle, dass das ein Zufall sein kann.¡° ?Das gef?llt mir nicht,¡° meinte Imagor und sch¨¹ttelte den Kopf. ?Lodenworth, Menarx und Kirgan sind bereits Beoruh auf der Spur. Ich bin der Meinung, wir sollten unsere gesamte Energie darauf konzentrieren, ihn loszuwerden. Es w?re nicht zu sp?t, abzuwarten, bis wir von ihnen h?ren, bevor wir eine endg¨¹ltige Entscheidung treffen.¡° ?Veah, was denkst du?¡° Jian streckte ihr die Hand entgegen, als sie zu ihm hin¨¹berging. Er gab Rodrick ein Zeichen, der daraufhin Zephyroth hochhob und ihn aus dem Raum trug. Jian warf ihr einen Blick zu, und sie nahm schlie?lich tz auf seinem Scho?. Sein Arm legte sich um ihre Taille und ruhte dabei auf ihrem Oberschenkel, was sie unvermittelt beruhigte. Erst da merkte sie, dass sie ¨¹berhaupt Beruhigung brauchte. ?Ich ube nicht, dass Azkar gelogen hat,¡° sagte sie leise, w?hrend sie sich in seine Umarmung lehnte. ?Er h?tte nichts davon, uns anzul¨¹gen.¡° ?Au?er uns auf eine sinnlose Jagd zu schicken, um uns von der Verfolgung Beoruhs abzulenken,¡° warf Imagor k¨¹hl ein. ?Oder einfach aus Boshaftigkeit ¨C so wie es einem Zauberer eben eigen ist.¡° ?Azkar ist...¡° begann Neveah und verstummte. Sie sp¨¹rte, wie Jian sich leicht anspannte. Kaum merklich, aber es entging ihr nicht. Sie legte ihre Hand auf seine und begann unbewusst,ngsame Kreise ¨¹ber seinen Handr¨¹cken zu streichen. Was wollte sie sagen? Dass Azkar nicht so war? Dass er ehrlich zu seinen Worten stand? Dass er sie nicht anl¨¹gen w¨¹rde? Er hatte sie schlie?lich mit einer falschen Identit?t in die Irre gef¨¹hrt ¨C so weit entfernt von Ehrlichkeit, wie ein Zauberer nur sein konnte. Doch tief in ihrem Inneren wusste sie ohne den geringsten Zweifel, dass jedes Wort, das er gesagt hatte, der Wahrheit entsprach. Und wenn sie nichts unternahmen, nur weil die Informationen aus einer ungew?hnlichen Quelle stammten, w¨¹rde das die ohnehin schon prek?re Lage weiter verschlimmern. ?Seine gesamte Identit?t und sein Anliegen beruhen darauf, dass er der letzte Zauberer nach dem Aufstand ist. Er ist stolz darauf, die K¨¹nste zu meistern, obwohl ihm jede Anleitung fehlt, und hat trotz begrenzter Mittel sogar einen eigenen Kult aufgebaut...¡° ?Er hat die moderne dunkle Magie ohne jegliches Vorwissen definiert ¨C allein durch das Blut in seinen Adern.¡° Neveah war sich nicht sicher, warum sie das alles so deutlich nachvollziehen konnte. Leon hatte recht gehabt: Sie konnte Azkars Beweggr¨¹nde erkennen, weil sie ihn nicht verachtete. Nicht so, wie es die Drachen taten."Beoruhs Existenz und St?rke macht alles zunichte, was Azkar einzigartig macht. Azkar will ihn wahrscheinlich genauso sehr, wenn nicht noch mehr als wir, loswerden." Imagors Brauen runzelten sich leicht. "Will er ihn genauso sehr loswerden, wie er die Drachendynastie loswerden will?" Neveah wusste darauf keine Antwort. Azkar verabscheute Drachen, und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Sie konnte nicht sicher sein, dass es sich nicht um einen Trick handelte, um zuerst an die Drachen heranzukommen und sp?ter Beoruh selbst zu erledigen. "Garron ist zuversichtlich, dass er den Folianten ¨¹bersetzen kann, aber er wird Zeit brauchen. Abwarten ist auch ein zu gro?es Risiko. Wenn Beoruh die Hexenrune zuerst in die Finger bekommt, w?re es egal, was wir dann wissen." Sagte sie stattdessen. Xenon, der das Gespr?ch schweigend verfolgt hatte, meldete sich schlie?lich zu Wort. "Ich scge vor, wir verhalten uns ruhig. Sucht mit einer verdeckten Gruppe nach der Hexenrune. Wenn es eine Farce ist, k?nnte es nur ein missgl¨¹ckter Ausflug sein. Kirgan wird Beoruhs Spur im Auge behalten und wir k?nnen eine endg¨¹ltige Entscheidung treffen, wenn Garron die ¨¹bersetzung abgeschlossen hat." "Ich habe die gleichen Gedanken." Garron stimmte zu. "Es ist Jahrhunderte her, seit..." Imagor brach ab und warf einen kurzen Blick auf Xenon. Der Blick in seinen Augen verriet die Worte, die er nicht aussprechen wollte. "Seit die Ethnie der Hexen dezimiert wurde. Du kannst es sagen." Xenons Tonfall war leer. Imagor r?usperte sich. "Genau. Das. Wenn es diese Rune gibt und sie damals nicht zerst?rt wurde. Wo in der Festung k?nnte sie sich befinden?" Jians Brauen runzelten sich leicht. Die Drachen schienen einen stummen Austausch miteinander zu f¨¹hren. "Wir wissen alle, wo wir anfangen m¨¹ssen." Garron wies darauf hin. Seine Augen verrieten sein Z?gern, als er von einem Mann zum anderen blickte. Imagor nickte grimmig. "Die Ruinen von Ebonhollow." Jian hatte nichts gesagt. Aber er spannte sich an. "Ruinen von Ebonhollow..." murmelte Neveah leise. Es ng entfernt vertraut. "Es ist ... Hexengebiet." erkl?rte Xenon. "Oder was davon ¨¹brig ist." Nachdem Asrig die gesamte Ethnie dezimiert hatte. Keiner hatte die Absicht, es zu erw?hnen. "Wenn wir Hinweise auf die Hexenrune brauchen, ist das der vern¨¹nftigste Ort, um damit anzufangen." fuhr Garron fort. "Es ist ja nicht so, dass wir irgendwo eine Hexe haben, die wir fragen k?nnen." Garron wollte damit wohl einen Scherz machen, um die Stimmung aufzulockern, aber niemandchte. Stattdessen herrschte einen Momentng betretenes Schweigen. "Ebonhollow..." Neveah nickte einmal. "Wenn es ein Hexengebiet ist, bedeutet das Magie." Xenon nickte grimmig. "Wir m¨¹ssen diejenigen sein, die gehen." --- Nach kurzer Zeit gingen Imagor und Garron. Neveah setzte sich auf einen der freien Pl?tze und bl?tterte in einer Karte von Ebonhollow, die Garron hintessen hatte. Wie er sie so schnell besorgt hatte, oder woher er sie hatte, konnte sie nicht sagen. Aber wenn es Garron war, vermutete Neveah, dass die Aufzeichnungen in den Archiven die einzigen B?nde in der ganzen Festung waren, zu denen er keinen Zugang hatte oder die er nicht kannte. Nicht zum ersten Mal in den letzten paar Minuten sp¨¹rte sie Jians Blick auf sich. Er verweilte eine Weile und wandte sich dann wieder dem Bericht zu, an dem er gerade arbeitete. Er wiederholte es noch ein paar Mal und schlie?lich konnte sie es nicht mehr ertragen. "Was hast du auf dem Herzen?" fragte sie ihn. Er antwortete nicht sofort. Doch schlie?lich sagte er: "Du kennst diesen ... Azkar ..." Das hatte sie erwartet. Die Worte, aber nicht den Ton, in dem er sie sagte. Sie legte die Karte beiseite und drehte sich um, um ihn richtig anzusehen. "Wir sind uns schon bege. Aber ich w¨¹rde nicht sagen, dass wir uns gut kennen." "Er ist ein Zauberer." Jians Tonfall war steifer als sonst. Nicht kalt, nur steif. Als ob er etwas zur¨¹ckhalten w¨¹rde. "Das wei? ich." erwiderte sie leichthin und stand auf. Sie ging zu ihm hin¨¹ber und lie? sich neben ihm auf dem Schreibtisch nieder. "Trotzdem vertraust du ihm?" Jian fuhr fort: "Sie sind sicher, dass er nicht l¨¹gen w¨¹rde." Es war keine Frage, eher eine Feststellung. Die Worte ngen bitter auf seiner Zunge, seine Brauen waren leicht gerunzelt und er schien bei seinen Worten zu z?gern. Als k?nne er nicht uben, dass er sie sagte. Sah der Drachenk?nig etwa so aus, wenn er eifers¨¹chtig war? Es schien, als w¨¹sste er nicht einmal, was er f¨¹hlte, oder wie er es f¨¹hlen sollte. Sie verschr?nkte die Arme vor der Brust und warf Xenon einen hilflosen Blick zu, der sie ebenfalls beobachtete. Vielleicht nicht so genau wie Jian, aber Xenon war sicher nicht gegen den Veuf dieses Gespr?chs. "Er hat mir das Leben gerettet ... ein paar Mal." murmelte sie. "Damals in der versteckten Stadt und dann noch einmal, als ich mich in das Gasthaus in der D¨¹nenstadt geschlichen habe." "Ich wusste allerdings nicht, wer er war, als ich ihn in den D¨¹nen kennenlernte. Ich dachte, er w?re..." Neveah hielt inne. "Ein Mensch." Jian nicktengsam. "Eine gute Bekanntschaft also." "Ist es das, was du zu h?ren w¨¹nschst?" fragte Neveah. Jian ¨¹berlegte einen Momentng. "Nein." "Ich m?chte, dass du wei?t ... es ist in Ordnung, wenn du ihn nicht verabscheust. Ich werde nicht z?gern, wenn ich ihn t?te." Er sagte nicht ¡¯wenn¡¯. F¨¹r ihn war es eine Gewissheit, dass er Azkar t?ten w¨¹rde. Und sie zweifelte nicht daran. Sie dachte ¨¹berhaupt nicht dar¨¹ber nach. Sie dachte nur an das, was sie vor Augen hatte, an den Weg, den sie gew?hlt hatte. "Dann tu es nicht." erwiderte Neveah schlicht. Jians Blick suchte den ihren. Er musste gefunden haben, was er sehen wollte, denn er entspannte sich sichtlich. "Ich wei? jetzt, dass er dich begehrt." sprach Jian schlie?lich. "Ich hasse es, dass er es wagt ... sein Vengen ist so schmutzig wie er selbst. Unw¨¹rdig f¨¹r dich." Esg kein Misstrauen in seinem Ton. Hier ging es nicht um sie. Es ging um die jahrhundertnge Blutfehde, die niemals ausgel?scht werden konnte. Er war jetzt w¨¹tend. Sein Gesichtsausdruck ?nderte sich nicht... das tat er fast nie. Aber seine Augen verrieten die Wahrheit. Und Neveah hatte gelernt, ihn zu lesen. Was sie nicht aus seinen Augen lesen konnte, sp¨¹rte sie durch ihre Verbindung. Die Wut kochte, das Vengen brodelte, und die Besessenheit war ¨¹berw?ltigend stark. Es r¨¹hrte ihren Wolf an die Oberfl?che und rief ihre urspr¨¹ngliche Seite hervor. Garron hatte alles gesagt. Neveah war nicht einmal ¨¹berrascht. Garron war derjenige gewesen, der Xenon damals in den D¨¹nen alles ¨¹ber sie erz?hlt hatte. Er war nicht wie die meisten Drachenlords. Und weil er das nicht war, zeigte er auch keine bedingungslose Loyalit?t. Er traf seine eigenen Entscheidungen auf der Grunge dessen, was er f¨¹r richtig hielt. Und da er sie besch¨¹tzte, wie alle Dune-Drachen, muss ihn das, was er h?rte, genauso gekr?nkt haben. "Seine W¨¹nsche sind seine..." murmelte Neveah. "Aber meine..." Sie brach ab, ihre Augen leuchteten in der Gegenwart ihres Wolfes. "Sag es." Jian fl¨¹sterte, sein Tonfall war tiefer als noch vor einem Moment. "Mein Vengen ist genau hier..." Sagte sie. "Und darin bin ich ruiniert. Gerne ... bereitwillig ... absolut ..." Ihr Ton wurde leiser, fast heiser. "Und ich w¨¹nschte, die Welt w?re mir so wichtig..." Sie hielt inne und l?chelte verbittert. "Aber das ist ein unerreichbarer Wunsch, nicht wahr?" Einen Momentng war er still. Dann stie? er einen bebenden Atemzug aus. Er legte seinen Kopf auf ihren Schenkel. "Du bist mein Verderben, Neveah Vairheac." "Sch?n... sch?nes Verh?ngnis..." Chapter 820: Der Gezeichnete (Kap.821)

Chapter 820: Der Gezeice (Kap.821)

~Wald Tajma¨¦; Nymphen-Terrain weit ?stlich von Keep Skies Der Wald Tajma¨¦g still in der n?chtlichen Stille. Der Wind war schwach, aber eiskalt, und die Ger?usche des Nachtlebens waren nur ein fernes Echo, ged?mpft durch das Summen der Magie und etwas Dunklerem, etwas B?sartigerem. Verothrax verabscheute die Stille. Besonders dann, wenn sie so tief war, dass er sie bis in die Knochen sp¨¹ren konnte. Sie kr?uselte sich in ihm, als k?nnte sie ihm jederzeit das Leben aussaugen. Und vielleicht w¨¹rde sie das auch. Die Stille war alles, was er seitnger Zeit kannte. Seit Jahrhunderten... und nicht nur wenigen. Nun, da er an den kalten Steinaltar gefesseltg, kannte er die Stille erneut. Die ?ltesten der Nymphen der drei ns umgaben ihn. Er w¨¹nschte, sie w¨¹rden ein Wort sagen, selbst einen Gesang anstimmen. Irgendetwas au?er dieser verfluchten Stille... Sie hatten niemanden au?er Dante mit ihm in die Residenz der Hohen Dame gssen, aber dieser hatte es vorgezogen, bei seinem Reiter zu warten. Es war besser so. Er war es gewohnt, allein zu sein. Es war kalt. Der Fels unter ihm war kalt, die Stille war kalt, sein Herz war kalt... Und es schmerzte. Alles tat weh. Ein tiefer, bet?ubender Schmerz... etwas, das ihm nur allzu vertraut war. Er hatte einmal geh?rt, vornger Zeit, dass es drei Pfade gab, dienge bevor eine Seele ¨¹berhaupt geboren wurde, ins Schicksal eingezeic waren. Es gab jene, die Hand in Hand mit dem Gl¨¹ck zur Welt kamen. Bevor sie lernten anzuklopfen, ?fen sich die T¨¹ren f¨¹r sie. Ihre Siege waren verdient, aber sie h?tten sowieso gewonnen. Es war vorherbestimmt. Es war kein Gl¨¹ck. Nur die stille Grausamkeit der Leichtigkeit. Dann gab es jene, die geboren wurden, um f¨¹r immer das Gleichgewicht zu halten. Ihr Pfad war weder einer des Gl¨¹cks, noch einer ohne. Er wartete nur darauf, geformt zu werden, geschmiedet nach ihrem Willen. Mit Entscheidungen, mit Tr?nen, mit Blut. Wenn sie fielen, versagten sie. Wenn sie aufstiegen, bluteten sie daf¨¹r. Die meisten M?nner, die er kannte, fielen in diese Kategorie. Sie waren Ehrenm?nner, M?nner mit gro?en Taten... gef¨¹rchtet, aber vor allem respektiert. Sogar verehrt. Das waren M?nner, die er nie sein w¨¹rde. F¨¹r Verothrax... war er einer der Gezeicen. Jene, deren Weg gebrochen war, bevor sie ihren ersten Schritt getan hatten. Die Art, die der Sch?pfer still beobachtete. Nicht um sie zu f¨¹hren, sondern um zu sehen, wienge sie fliegen konnten, bevor sie abst¨¹rzten ... wienge sie leben konnten, bevor sie zerbrachen. Wenn sie ¨¹berhaupt die Chance bekamen zu leben. F¨¹r einen Gezeicen zerbr?ckelte alles, was er ber¨¹hrte. Alles, was sie liebten, entglitt ihnen. Sie gingen den Weg nicht... sie ¨¹berlebten ihn. Die Seile, die seine H?nde fesselten, schnitten in seine Haut. Es war keine kluge Wahl, einen Drachenlord zu fesseln. Er h?tte sie leicht zerrei? k?nnen, wenn er gewollt h?tte. Sie waren auch verzaubert, aber Magie mag andere Drachen behindert haben ... er war anders. Eine verzauberte Manschette w?re besser gewesen, doch es musste gen¨¹gen. ?Du darfst unserer Magie nicht widerstehen. Nymphenmagie ist eurer nicht gewachsen¡°, warnte die Hohe Dame, ?wenn du das tust, werden wir scheitern.¡° Das wusste er. Aber Nymphenmagie ?hnelte am meisten der Fae-Magie. Wollte er seine Magie stabilisieren und all die fremde Fae-Magie in seinen Adern sicher extrahieren, musste er ihnen vertrauen. Sie waren in gr??erer Gefahr als er. Magie zu extrahieren war ein gef?hrliches Verfahren, gerade weil Verothrax auch seine eigene Leermagie mit der Fae-Magie vermischt hatte. Aber f¨¹r die Nymphen war es ein Risiko, das sich lohnte, denn reine Fae-Magie war eine seltene Beute, auf die sie nie wieder sto?en w¨¹rden. Andererseits war es ein qualvolles Verfahren. Genau deshalb wurde die Warnung ausgesprochen. Egal wie schmerzhaft es wurde, Verothrax durfte ihrer Magie nicht widerstehen. Wenn er das t?te, w?re alles umsonst gewesen.Verothrax merkte erst, dass es begonnen hatte, als der bet?ubende Schmerz, an den er gew?hnt war, zu etwasngsamem und scharfem wurde, wie kaltes Metall, das an seinen Knochen knirschte. Er kam so pl?tzlich und mit solcher Wucht, dass er nicht einmal mehr in der Lage war, nach Luft zu schnappen oder seine Gedanken zu Ende zu f¨¹hren. Er konnte sich nicht vorbereiten... konnte man sich ¨¹berhaupt auf so etwas vorbereiten? Der Schmerz durchstr?mte ihn wie Feuer und Eis in einem. Wie Dornen und Splitter und jedes unfreundliche Schicksal, das er gekannt hatte. Seine Muskeln verkrampften sich unkontrollierbar. Seine Krallen fuhren aus und zerkratzten den Felsaltar. Ein Knurren entrang sich seiner Kehle und seine Atemz¨¹ge wurden ch. Er war sich nicht sicher, wie viel Zeit verging, und dann war es weg, genauso schnell und abrupt, wie es gekommen war. Aber die Extraktion hatte gerade erst begonnen. Er keuchte schwer, die Augen weit aufgerissen. Schwei?perlen standen ihm auf der Stirn, als er sich auf die n?chste Welle vorbereitete. Und sie kam. Ohne Gnade. Sie kroch seine Wirbels?ule hinauf und riss Bruchst¨¹cke dunkler Erinnerungen und noch dunkleren Wahnsinns mit sich. Er war zehn.... oder vielleicht j¨¹nger. Er konnte es damals nicht sagen und er konnte sich auch jetzt nicht daran erinnern. Zeit existierte nicht in diesem dunklen Abgrund. Erinnerungen waren Klingen, die er tief vergraben hatte. Sich zu erinnern, bedeutete zu s¨¹ndigen. Die Kerker des Schattenturms waren kalt. Ein Ort, den die Sonne nie ber¨¹hrte. Es war immer kalt. Selbst durch seine Schuppen, die in Flecken abbl?tterten ... weich in seiner Jugend, spr?de aus Mangel an Pflege. Er konnte das Metall hinter seinen Augen sehen, es war immer Metall... grausamer, verzauberter Stahl. Runen, einge?tzt in eine Adamantium-Klinge auf seiner Haut. Sie hielten ihn in einem st?ndigen Zustand teilweiser Verwandlung... Haut und Schuppen, ein Zustand, in dem sowohl der Mensch als auch der Drache die Dunkelheit schmeckte und sie genug kannte, um sie nie zu vergessen. Um niemals befreit zu werden. An diesem verfluchten Ort waren Schreie nicht eubt. Nur Ergebnisse. An diesem verfluchten Ort wurde der Verstand verbogen... der Geist gebrochen. Was konnte aus der Magie eines Drachens werden? Welche Waffe konnte gebaut werden, wenn ihre Adern zerrissen waren, um die Dunkelheit zu beherbergen, die sie verabscheuten? Ihre Neugierde... sie brach. Die Hohe Frau sang einen Zauberspruch und legte ihre Hand ch auf seine Brust. Ihre Magie war sanft ... sanfter als alles, woran er sich erinnerte, aber sie lie? ihn dennoch zusammenzucken. Seine Magie kr?uselte sich heftig in ihm, wie die Bestie, die sie war, gefangen in einem Gef??, das zu klein f¨¹r ihre Verw¨¹stung war ... sie bettelte um Befreiung ... um Zerst?rung. Sie bettelte darum, zu zerst?ren und zu ruinieren, so wie er geschaffen war, bis nur noch Schatten und Nichts ¨¹brig waren. Es kannte nichts anderes, es wusste nicht mehr, wie sich Sicherheit anf¨¹hlte. Und Verothrax ... Verothrax der Brecher, Verothrax der Schattendrache ... er wusste es auch nicht. "Widersetze dich nicht!" Die Hohe Frau zischte, ihre Stimme war angestrengt. "Lass es an die Oberfl?che kommen. Alles." Und das tat er. Es flutete seine Adern wie eine Flutwelle, Magie, Schmerz, Erinnerungen, Dunkelheit und Fluch ... alles verwoben. Es gab drei Arten von Seelen... seine war die gezeice. Chapter 821: Kein Sturm (Kap.822)

Chapter 821: Kein Sturm (Kap.822)

Dante stand vor dem Quartier der Hohen Dame, an einen Baum gelehnt, die Arme verschr?nkt, und w?hrend er so dastand, schweiften seine Gedanken ab. Die Nachtluft war k¨¹hl auf seiner Haut. Er hatte nun schon Stunden gewartet, den dritten Tag in Folge, und Verothrax wurde immer noch von den Nymphen festgehalten. Er hatte gewusst, dass es ein anstrengender Prozess sein w¨¹rde, aber er hatte nicht gedacht, dass er so anstrengend sein w¨¹rde. Estelle und Ida hatten jeden Tag ein paar Stunden mit ihm gewartet, aber Lord Farren war sp?ter gekommen, um sie zu holen. Dante konnte zwar noch ein paar Tage durchhalten, aber sie waren ersch?pft von demngen Flug und brauchten Ruhe. Nat¨¹rlich war keiner von beiden bereit, abzureisen. Aber Dante hatte darauf bestanden. Zu diesem Zeitpunkt konnte keiner von ihnen etwas tun, um Verothrax zu helfen. Alles, was sie tun konnten, war zu warten. Und nun war Dante allein mit seinen Gedanken und der Natur, die ihn umgab. In N?chten wie diesen musste Dante immer wieder daran denken, wie viel sich seit seinem letzten Besuch hier ver?ndert hatte. Doch der Wald selbst hatte sich ¨¹berhaupt nicht ver?ndert. "Hey ..." Dante blickte auf und sah Estelle am Ende des Weges stehen und ihn beobachten. Ihr strahlendes L?cheln erw?rmte sein Herz und r¨¹hrte gleichzeitig sein wachsendes Schuldgef¨¹hl. Seit Scabbard hatte sie ihre Vorbehalte gegen die beiden nicht mehr erw?hnt. Aber es hatte sich in sein Ged?chtnis eingebrannt und nagte an ihm in jedem Moment der Ruhe "Warum bist du wieder weg?" fragte er, als sie zu ihm her¨¹berkam und sich neben ihn stellte. "Ich... konnte einfach nicht scfen." murmelte sie und blickte zum Nachthimmel hinauf. Ihre Augenbrauen waren nachdenklich gerunzelt und ihre Augen sig, als w?re sie von etwas bstet. Dantes Herz krampfte sich zusammen. Es war Wahnsinn. Allein der Anblick ihres Unbehagens machte ihm das Atmen schwer. "Was hast du auf dem Herzen?" Sie antwortete nicht sofort, sondern dachte ¨¹ber ihre Worte nach. Es dauerte eine Weile, bis sie sie zusammengef¨¹gt hatte, aber er wartete. Sie erz?hlten einander alles, ohne sich zu verstecken oder zu verstecken ... das war immer die Grunge ihrer Freundschaft gewesen, die sich in eine Kameradschaft verwandelte. Die Titel schmeckten bitter auf Dantes Zunge. Er hatte nicht gewusst, dass das Herz eines Drachens ein solches Bed¨¹rfnis kennen konnte. Denn es war nicht genug ... nichts f¨¹hlte sich mehr genug an. "Wenn ich meine Augen schlie?e", sie hielt inne, "sehe ich ihn... Verothrax. Seine Schreie reichen bis zu unserer H¨¹tte." "Die Qualen, die ich mir auf seinem Gesicht vorstellen kann ... in seinen Augen, ich kann es einfach nicht fassen." "Er muss so gro?e Schmerzen haben." Ihre Stimme war jetzt heiser. Sie wandte ihr Gesicht ab. Um ihre Tr?nen zu verbergen, wie er vermutete. Sie war so weich. Das Mitgef¨¹hl, das er nie ganz begreifen konnte, wurde von Estelle definiert. Selbst nach all der Zeit, nach allem, was sie durchgemacht hatten, war sie immer noch dasselbe M?dchen, das sie immer gewesen war. Kl¨¹ger, ja. Aber so aufrichtig wie immer. "Ida schl?ft sehr gut." bemerkte Dante. Estelle warf ihm einen vernichtenden, tr?nenreichen Blick zu. "Was hat das denn damit zu tun?" Sie weinte. "Wegen mir bist du nicht mit ihm gegangen, als die Hohe Frau es angeboten hat. Und jetzt kannst du nicht mehr hinein... und es ist niemand an seiner Seite. Er muss sich so allein f¨¹hlen..." Sie schluchzte. "Und mein Vater ist zur¨¹ckgekehrt. Aber ich kann nicht zu ihm gehen. Denn die Festung ist in Gefahr und Veah z?hlt auf uns, und ich kann sie nicht entt?uschen..." Dante f¨¹hlte sich hilflos, als er ihr zusah. Er war genauso besorgt, wenn nicht sogar noch mehr, um Verothrax. Und gleichzeitig w¨¹nschte er sich mehr als alles andere, den Vater und die Tochter wieder zu vereinen. Aber nichts davong in seiner Hand. Und w?hrend er das akzeptieren konnte, wusste sie nicht, wie sie das tun sollte. "Elle..." Er seufzte. Er zog sie sanft an sich, bis sie sich in seine Arme drehte. Er zuckte zusammen, als er sah, wie ihre Schultern zitterten und wie zerbrechlich sie sich an ihm anf¨¹hlte. Sie war so klein, stellte er fest. Kaum 1,70 Meter im Vergleich zu seiner ¨¹berragenden Gr??e. Warum hatte er nie bemerkt, wie klein sie war? Wie gut sie sich in seine Umarmung schmiegte ... als w?ren seine Arme daf¨¹r gemacht, sie zu halten? Um sie zu tr?sten? So zu denken, machte ihm Angst. Sich so zu f¨¹hlen... "Komm, wein nicht mehr," versuchte Dante sie zu beruhigen. "Es war ein songer Flug bis hierher. In all der Zeit hat Veah so viel ertragen, um die Festung aufrechtzuerhalten. Krieg, ein Vulkan ... das Mindeste, was wir tun k?nnen, ist, Verothrax zu den D¨¹nen zu bringen." "Denkst du, das w¨¹sste ich nicht?" Ihre Stimme war ged?mpft gegen seine Brust. "Aber auch bei Verothrax machen wir keinen besonders guten Job." Dante fand keine passenden Worte. "Verothrax ... wird es schaffen. Er ist ein gr??erer Drache, ein gr??erer Mensch, als er selbst ahnt." "Ich w¨¹nschte einfach, wir k?nnten mehr tun ... f¨¹r alle. Veah, sie..." Estelle verstummte. "Sie w?re stolz auf dich, Elle." Dante beendete den Satz f¨¹r sie, noch bevor sie es konnte. "Lord Starron ebenfalls. Und ich wei?, dass ich es bin." "Du dienst jetzt der Festung. Mit deiner ganzen Hingabe. Du stellst deine Bed¨¹rfnisse hintenan, denkst an das gr??ere Wohl ¨C auch wenn es weh tut ... vor allem, wenn es weh tut. Schau nur, wie weit du gekommen bist ... wie sehr du gewachsen bist." Estelle antwortete nicht, doch das Zittern ihres K?rpers lie? nach, und der feste Griff um sein Hemd lockerte sich. "Ich will nur, dass alle Menschen, die ich liebe, sicher ... und gl¨¹cklich sind," fl¨¹sterte sie. Er brummte leise als Antwort. "Wer sind die Menschen, die du liebst? Sag es mir," dr?ngte er sie behutsam, in der Hoffnung, sie von ihrer Best¨¹rzung abzulenken. "Meinen Vater," antwortete sie mit einem etwas helleren Ton. "Veah." Dante wartete. Hoffte. "Und dich." H?tte er sein eigenes Herz sehen k?nnen, w?re er sicher gewesen, dass es gerade zu bl¨¹hen begann. Wie eine Knospe, die nach einer Ewigkeit endlich das Sonnenlicht erreicht hatte. Trotz allem hatten sich ihre Gef¨¹hle f¨¹r ihn nicht ver?ndert. Er f¨¹hlte sich erleichtert ¨C und zugleich von Schuld ¨¹berw?ltigt. "Lord Ranjor und die Feuerdrachen. Lord Mycroft und Damien. Everon und Tara ..." Sie stockte wieder, offenbar tief in Gedanken ¨¹ber den Rest ihrer Liste. Dante war sich sicher, dass sie irgendwann noch die gesamte Festung erw?hnen w¨¹rde. "Veah steht vor mir in der Rangliste," murmelte Dante so beil?ufig, wie er konnte. Estelle sah zu ihm auf, ihre Augenbrauen niedlich zusammengezogen in einem Stirnrunzeln. "Sie ist meine einzige Freundin," erinnerte sie ihn. "Au?erdem ist sie auch deine Cousine." Er wusste nicht, ob es ihn mehr befriedigte, dass er nicht einmal f¨¹r die Kategorie "Freund" infrage kam, oder dass sie seinen versteckten Hinweis nicht gleich durchschaute. Vorsichtig ¨¹berlegte er sich seine Antwort. Er war sich nicht sicher, wienge er noch verhindern konnte, dass die Wahrheit in seinem Tonfall offenbar wurde. Doch bevor er etwas sagen konnte, ersch¨¹tterte ein Ger?usch wie ein gewaltiger Donnerscg den Wald. Die B?ume schwankten, Bl?tter reen herab. V?gel tterten in Panik auf, und das sonst lebhafte Nachtleben verstummte beinahe augenblicklich. Ein seltsames, unheimliches Pfeifen des Windes zog durch die Luft. Das Ger?usch wiederholte sich nicht. Doch der Wald war vollkommen still geworden. Es war kein Sturm zu erwarten, und auch die Anzeichen eines solchen fehlten. Dante blickte auf und entdeckte sofort den Riss im Himmel, einen kleinen, ffenden Spalt tiefer Dunkelheit. "Ist das ...?" stotterte Estelle. "Eine Leere," best?tigte Dante d¨¹ster. "Verothrax verliert schon wieder die Kontrolle." Chapter 822: Unfreundliche Magie (Kap.823)

Chapter 822: Unfreundliche Magie (Kap.823)

Die Stille im Wald von Tajma¨¦ war von Anspannung durchdrungen. Die Leere, die ¨¹ber dem Wald schwebte, ¨¹berblickte den Streit zwischen den Nymphenw?chtern und Dante. Er stand vollkommen still ... zu still. Aber seine H?nde waren zu festen F?usten geballt, Schuppen s?umten die Seite seines Halses, sichtbar in seiner Erregung, und seine Augen waren warnend zusammengekniffen, die Lippen zu einem t?dlichen Versprechen gesch¨¹rzt. Sein Raubtier kroch in ihm, so sicher wie kalter Zorn. Es w¨¹rde kaum eine Minute dauern, bis er alle Nymphen, die ihm im Weg standen, losgeworden war. Ein Wimpernscg, bevor Blut den Wald f?rbte und seine uen rot f?rbte. Aber Estelles fester Griff um seinen Arm hielt ihn zur¨¹ck. Ein bisschen zu gut... ein bisschen zu leicht. In dem Moment, als die Leere aufgerissen war, hatte Dante Eiss in die Halle der Hohen Dame vengt. Doch trotz der Dringlichkeit der Umst?nde wurde ihm dies verweigert. Lord Farren stand zwischen den beiden Parteien, ergrautes Haar umrahmte sein Gesicht, das vom Alter und der Stirn des Unmuts faltig war. Seine Augen huschten zwischen den beiden Parteien hin und her, w?hrend er sich schwer auf seinen Holzstock st¨¹tzte, um sein Gewicht zu halten. "Die Gefahr ist f¨¹r uns alle offensichtlich. Lord Dante ist der Einzige, der seinen Mitdrachen in Schach halten kann. Es ist nur vern¨¹nftig, ihm Eiss zu gew?hren, um an seine Seite zu gngen." ¨¹berlegte er. Die Nymphenw?chterinnen waren nicht unbeeindruckt. An ihrer unruhigen Haltung und ihren zuckenden Augen war zu erkennen, dass sie durch die Ver?nderungen im Wald verunsichert waren. Trotzdem gaben sie nicht nach. "Ihr wagt es, die Verantwortung daf¨¹r zu ¨¹bernehmen, einen Drachenlord gefangen zu halten?" Dante knurrte, seine Muskeln waren angespannt und er war bereit, sich auf sie zu st¨¹rzen, wenn er einen Grund dazu h?tte. "Die Bedingungen waren r." Der Oberw?chter Timmon erinnerte daran. "Sobald die Prozedur beginnt, geht niemand rein oder raus, bis sie abgeschlossen ist." Sein Blick wanderte zu der sich abzeichnenden Leere und dann wieder zu Dante, mit festem und entschlossenem Ausdruck. "Egal, was passiert." Zu jedem anderen Zeitpunkt h?tte Dante ihre Loyalit?t vielleicht lobenswert gefunden. Aber dies war kein solcher Zeitpunkt. Verothrax war nun schon seit Tagen in der Obhut der Nymphen. Was auch immer sie mit ihm anstellten, er wurde immer unruhiger. Und das zeigte sich in der Erscheinung einer Leere. Noch war die Leere nur ein winziger Riss im Himmel, aber das konnte sich innerhalb eines Wimpernscgs ?ndern. Nach Verothrax zu fahren, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, war vielleicht nicht die beste L?sung, aber auf jeden Fall besser als nichts zu tun. Es war eine Sache, seine Magie zu stabilisieren, aber eine andere, eine neue Leere aufzurei?en, w?hrend er noch fl¨¹chtig war. Die Nymphen verstanden nicht genau, wozu Verothrax f?hig war. Der Bruch war allen bekannt, aber die D¨¹nen waren so weit von Tajma¨¦ entfernt, dass es genauso gut ein ungl¨¹cklicher Vorfall aus einem fernen Land gewesen sein konnte. Und obwohl Nymphen einenge Lebensspanne hatten, war sie nicht ann?hernd song wie die von Drachen. Diejenigen, die miterlebt hatten, wie Verothrax¡¯ F?higkeiten w?hrend des Aufstandes Verw¨¹stung anrichteten, wussten, dass sie ihn f¨¹rchten mussten. F¨¹r diese Generation von Nymphen war das ein vergessenes Wissen. Aber die Drachen erinnerten sich, und Dante hatte von seinem Vater genug geh?rt. Verothrax konnte nicht kontrolliert werden. Nur einged?mmt. Bevor er Scabbard verlie?, hatte sein Vater ihn deutlich gewarnt: Wenn Verothrax die Kontrolle verlor, sollte er in den Schlummer versetzt werden. Verothrax selbst hatte die gleiche Bitte ge?u?ert. Neveah hatte dazu keine Anweisungen gegeben. Aber Dante wusste, dass sie wusste, was getan werden musste. H?tte sie die naheliegende Wahl getroffen? Wie auch immer er sich entschied, er konnte es nicht von au?erhalb des Saals tun. Und so sehr er es auch verabscheute, einen R¨¹ckzieher von dem zu machen, dem er stillschweigend zugestimmt hatte, war das zweitrangig gegen¨¹ber der Sicherheit des Reiches. "Es ist nicht n?tig, meine Wachen einzusch¨¹chtern." unterbrach Lady Melissa vom Eingang der Halle aus. Die Nymphenwachen drehten sich um, sichtlich erleichtert, dass sie es nicht mit Dante aufnehmen mussten. Dante warf einen Blick hinter die Hohe Dame, aber Verothrax war nicht in Sicht. Ihr Blick folgte dem seinen. "Er ist bewusstlos ... erholt sich, hoffe ich." Erkl?rte sie. Dantes Brauen runzelten sich leicht. "Es war also erfolgreich? Alle magischen F?higkeiten der Fae sind verschwunden?" Lady Melissas Brauen zogen sich vor Ersch?pfung zusammen. "Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass wir alles f¨¹r ihn getan haben, was wir konnten." Ihr Blick wanderte zum Himmel, ihr Gesicht war m¨¹de. "Es sollte nicht schlimmer werden, snge er ruht. Doch seine Magie widersetzt sich allen Gesetzen der Magie, die ich je gekannt habe." "Sie ist so unfreundlich wie die Methode, mit der sie ihm aufgezwungen wurde." "Erst wenn er erwacht, werden wir Gewissheit haben. Wir haben bereits einen Weg, um festzustellen, ob wir erfolgreich waren." Ihre Anspielung auf die Leere war in einem mncholischen Ton gehalten. "Ich hoffe, dass ich meine Hilfe nicht bereuen werde, Lord Dante." Dante sch¨¹rzte seine Lippen. "Der Drachenhof erkennt Euren Beitrag an." Lady Melissa l?chelte, fast grimmig. "Ich habe es nicht dem Drachenhof angeboten. Oder f¨¹r die Vorteile ..." Estelle r¨¹ckte unbewusst n?her an Dante heran. Es war subtil, aber die sichtbare Behauptung entging ihm nicht. Auch Lady Melissa nicht. Ihr Blick wanderte zu Estelle und dann zur¨¹ck zu Dante. "Ich wei? jetzt, dass sie keine Frau von dir ist, Dante Mycroft. Du hast mich abgewiesen und betrogen... Ich sollte dich verabscheuen." "Davon hat Dante nichts gewusst." Estelle warf ein. "Ich habe es mir selbst ausgedacht ... aus einer Noge heraus." Estelles Griff um ihn wurde fester und er zog sie n?her an seine Seite. "Es war keine T?uschung." "Ist das deine Wahrheit? Oder nur das, was du zu uben w¨¹nschst?" Fragte sie mit einer hochgezogenen Braue. "Mach dir keine Sorgen, ich werde das Angebot kein zweites Mal machen." versicherte Lady Melissa. "Ich erkenne eine Torheit, wenn ich sie sehe ... und du, Dante Mycroft, bist unwissend, was deine eigene Wahrheit angeht." "Deine Seele verweilt noch bei den Verstorbenen. Sie k?nnen nicht ¨¹ber das hinweggehen, was Sie nicht erkannt und sich nicht gestellt haben." Sie sch¨¹ttelte leicht den Kopf und warf Estelle einen mitf¨¹hlenden Blick zu. "An manchen Dingen... kann man nicht festhalten, egal wie sehr man es sich auch w¨¹nscht." Es folgte eine Weile unruhiges Schweigen. Dante runzelte die Stirn ¨¹ber die verschleierte Warnung, aber er protestierte nicht. Estelle w¨¹rde selbst entscheiden m¨¹ssen, was f¨¹r sie wertvoll war. Und das wollte er auch. "Du kannst hineingehen und an seiner Seite wachen, bis er erwacht." Sie blickte wieder zur Leere hinauf. "Und der Sch?pfer uns alle rettet." Chapter 823: Genug Zeit (Kap.824)

Chapter 823: Genug Zeit (Kap.824)

Verothrax sah so ss aus wie ein Toter. Erg auf dem Altar wie ein Opfer, das noch nicht vollendet war. Seine Haut f¨¹hlte sich kalt an und seine Muskeln waren steif. Seit Stunden hatte er keine Anzeichen mehr gezeigt, aufzuwachen, und Estelle konnte sich des beunruhigenden Gedankens nicht erwehren, dass er es nie tun w¨¹rde. An ihrem Gesichtsausdruck und daran, wie sie immer wieder zu ihm hin¨¹berschaute, konnte Dante ihre beunruhigenden Gedanken ablesen. Ida sa? neben Verothrax auf der anderen Seite. Sie hatte nichts gesagt, seit sie gekommen war, sa? nur still neben ihm und streichelte sein Haar. Dante fiel es schwer, die Tiefe dieser pl?tzlichen Besorgnis mit der Tatsache in Einng zu bringen, dass er und Estelle kaum vom Scf tr?umen konnten, sie aber schon. Die allgegenw?rtige Maske auf ihrem Gesicht war verbl¨¹ffend. Estelle hatte sie einmal danach gefragt, und ihre Antwort war gewesen, dass ihr Gesicht durch ein Ereignis, an das sie sich nicht erinnern konnte, furchtbar vernarbt war und sie sie deshalb nie abnahm. Der Ton ihrer Stimme... Dante konnte die G?nsehaut, die sie in ihm ausl?ste, immer noch nicht absch¨¹tteln. Hatte er nur wegen der Umst?nde zu viel nachgedacht? Xenon hatte ihn gewarnt, ein Auge auf die Frau mit der fragw¨¹rdigen Identit?t zu werfen. Irgendetwas stimmte nicht mit ihr. Er sp¨¹rte es auch. Aber Verothrax war in sie verliebt, und wenn Xenon ihn nicht davon abbringen konnte, hatte Dante kaum eine Chance. "ubst du ... dass er vielleicht nie mehr aufwacht?" fragte Estelle in einem Ton, der nur f¨¹r sie h?rbar war. Dante begee ihrem Blick. Es war das erste Mal, dass sie ihn direkt ansah oder mit ihm sprach, seit Lady Melissa diese Worte gesagt hatte. Er konnte sehen, dass es sie beunruhigte. Aber sie hielt ihre Gedanken zur¨¹ck. Das hatte sie in letzter Zeit oft getan, seit ihrem Kampf in Scabbard. Dante w¨¹nschte, sie w¨¹rde es nicht tun. Es gab nichts, worauf er sich mehr freute, als sie mit ihm sprechen zu h?ren. Ihre Stimme beruhigte ihn, milderte die Leere, die einfach nicht verschwinden wollte. "Das wird er." erwiderte Dante mit Gewissheit. Estelles Blick l?ste sich von seinem, und die Leere f¨¹hlte sich pl?tzlich gr??er an. Deutlicher. Lady Melissa hatte nicht ganz unrecht, erkannte er. Die Trennung ... es war nicht die Art von Schmerz, die vollst?ndig ¨¹berwunden werden konnte. Die Trennung zu ¨¹berleben war eine Sache... mit dem bet?ubenden Gef¨¹hl zu leben, das folgte, war eine ganz andere Sache. Zwei Stunden sp?ter kehrte die W?rme in Verothrax¡¯ Tonfall zur¨¹ck, und er wurde wach. Sein Blick suchte schnell seine Umgebung ab, verweilte auf Ida und dann auf Dante, bevor er sich aufsetzte. Sein Gesichtsausdruck war ch wie immer, und er sprach nicht, fuhr sich nur mit der Hand durch die Haare und grunzte leise vor Unmut. Als er vom Altar herabstieg und an ihnen vorbeiging, ohne sich die M¨¹he zu machen, nach seinen Gew?ndern oder Stiefeln zu greifen, lie? Dante ihn gew?hren. Sie sahen gleich alt aus, denn Verothrax war in seiner Jugend in einen Dornr?schenscf gefallen. Aber Verothrax hatte den Aufstand miterlebt, daran teilgenommen... und Dante hatte es nicht. Sie geh?rten verschiedenen Generationen an, und Drachenlords, die den Aufstand erlebt hatten, genossen unausgesprochenen Respekt. Als Pioniere der neuen Welt. "Wohin geht er?" fragte Estelle. Sie sah unsicher aus, als Ida hinter Verothrax her eilte. "In die Leere." antwortete Dante. "Um zu sehen, ob es funktioniert." Estelle z?gerte einen Momentng. "Und wenn es nicht funktioniert hat?" "Vielleicht kann er es dann immer noch bannen." Dante murmelte: "Vielleicht auch nicht, und es w?chst ¨¹ber seine Kontrolle hinaus und zerst?rt die Welt ein zweites Mal." Dante stand als erster auf und reichte Estelle die Hand. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg aus dem Saal. Gerade noch rechtzeitig, um eine kleine Gruppe von Nymphen zu sehen. Sie alle starrten in den Himmel, wo Verothrax¡¯ aschfahle Schuppen im Mondlicht schimmerten. Er flog geradewegs auf die Leere zu, und der schattenhafte Abgrund verschluckte ihn. Verothrax war am Himmel nicht zu sehen, und Dante kannte das Unbehagen, das Estelle einen Momentng empfunden hatte. Doch dann tauchte er einige Zeit sp?ter wieder auf. Und der Himmel hatte sich wieder in seinen normalen Zustand verwandelt. Der Riss am Himmel war in einer solchen Stille und Ruhe verschwunden, dass es nicht so aussah, als h?tte die Gefahr jemals existiert. Estelle atmete h?rbar aus. "Er hat es geschafft. Er hat es tats?chlich getan." Verothrax drehte sich in der Luft undndete in einiger Entfernung von der Menge der staunenden Nymphen, die den barf¨¹?igen Drachenlord anstarrten, als h?tten sie noch nie einen gesehen. Vielleicht hatten sie das auch nicht. Es gab keinen anderen Drachenlord wie Verothrax. Der n?chstbeste w?re der Drachenk?nig selbst. Verothrax schien die Blicke nicht zu bemerken, als er zu Dante hin¨¹berging. "Wir brechen in einer Stunde zu den D¨¹nen auf." Er sagte es so einfach, als w?re er nicht derselbe Grund f¨¹r die mehr als einw?chige Versp?tung hier im Wald von Tajma¨¦ gewesen. Dante sch¨¹rzte die Lippen, nickte aber einmal. Verothrax ging an ihm vorbei und kehrte in Lady Melissas Halle zur¨¹ck. "Ich verabschiede mich und komme gleich zu euch." sagte Estelle. --- Der Wald Tajma¨¦ war Estelle nun einigerma?en vertraut, und sie brauchte nichtnge, um Lady Melissa zu finden. Sie sa? auf einem Felsen an einem chen Teich, und in dem Moment, in dem Estelle die Lichtung betrat, drehte sie sich um, als h?tte sie ihr Kommen erwartet. "Die Lady Starron." Sagte sie, ein freudloses L?cheln auf den Lippen. Estelle z?gerte einen Momentng. "Wir werden bald aufbrechen." Lady Melissa nickte. "Wie ich sehe, hat er es geschafft." "Das hat er. Und das nur dank deiner Bem¨¹hungen. Ich bin gekommen, um das zu sagen." Eine Weile herrschte Schweigen zwischen ihnen. "Ich m?chte auch, dass Sie wissen, dass es mir leid tut. Ich wei?, wie es sich anf¨¹hlt, betrogen zu werden, und obwohl auch Sie nicht im Recht waren, sehe ich jetzt, dass Sie sich wirklich um Dante sorgen." Lady Melissa zuckte l?ssig mit den Schultern. "Es kommt nicht jeden Tag vor, dass meine Wachen einen Drachenlord entf¨¹hren." Estelle l?chelte trotz ihrer selbst. "Das macht doch nichts..." Lady Melissa hob fragend eine Braue. "Wenn Dante mich nie so lieben wird, wie ich ihn liebe, meine ich." "Ich bin gl¨¹cklich genug f¨¹r jeden Tag, den er leben darf, wenn das Schicksal versucht hat, ihn zu entrei?en." "Ein Lebenng ... ist genug Zeit." Sie grinste. "In dieser Zeit kann eine Menge passieren. Und wenn es nie passiert, werde ich es nicht bereuen." Chapter 824: Ebonhollow (Kap.825)

Chapter 824: Ebonhollow (Kap.825)

**Ebon Hollow, die Hexenruinen.** Die Ruinen von Ebon Hollow waren wie nichts anderes in der Festung. Und sie waren auch nicht wie die dunklen L?nder. Es war kein verdorbenes Land voller verfluchter Magie, in dem Schatten an jeder Eckeuerten. Es waren nicht die verbotenen S¨¹mpfe, die vor Gefahren strotzten und jeden Schritt zu einem Risiko machten. Es war einfach nur... der verssende Nachhall einer l?ngst vergangenen Zivilisation. Eine riesige Fl?che mit verfallenen Steinbauten erstreckte sich soweit das Auge reichte. Der Boden war vom Drachenfeuer geschw?rzt, ein stummer Zeuge der Zerst?rung, die diese Stadt vor Jahrhunderten erlitten hatte. Einige T¨¹rme und Geb?ude standen noch. Ihre majest?tischen Mauern gl?nzten wie polierte Spiegel und boten einen fl¨¹chtigen Blick auf die einstige Pracht der Stadt. Doch davon war jetzt nichts ¨¹brig au?er Asche und Verw¨¹stung. Seit ihrer Ankunft hatte Jian geschwiegen. Es war, als h?tte er nicht den Mut, die Stille zu durchbrechen. Xenon machte es die Situation nicht leichter; sein Blick wanderte angespannt ¨¹ber die Ruinen, sein Gesicht wirkte verschlossen, ernst. Neveah beobachtete, wie sie die Szenerie in sich aufnahmen ¨C das Ergebnis eines Zeitalters, das es niemals h?tte geben d¨¹rfen. Eine Dynastie, die man h?tte ausl?schen sollen, bevor ihre F?ulnis sich wie eine Krankheit in der Festung ausbreitete. Vielleicht war dies nur eine von vielen Grausamkeiten, die Asrig beging und die Jian letztlich ¨¹ber die Grenze des Ertr?glichen dr?ngten. Sie konnte sich nicht vorstellen, wie es sich anf¨¹hlen musste, einen Bruder zu haben, der aus einer Laune heraus ein ganzes Volk ausl?schte. Und diese Wahrheit machte es noch schwerer, hier mit ihnen zu sein. "Das ist es..." sagte Jian schlie?lich. Seine Stimme war kaum mehr als ein Fl¨¹stern. "Hier hat alles seinen Anfang genommen." Neveah griff nach seiner Hand und verschr?nkte ihre Finger mit seinen. Sie wusste, wie schwer das f¨¹r sie beide war. F¨¹r Jian war dies die Erinnerung an den Wendepunkt ¨C den Moment, in dem ihm r wurde, dass sein eigener Bruder, die letzte Familie, die ihm geblieben war, verloren war. F¨¹r Xenon war es der Ursprung einer Rache, mit der er nie etwas zu tun gehabt hatte und dennoch von der Frau, die er liebte, hart daf¨¹r bestraft worden war. F¨¹r beide war es eine Erinnerung an die Wurzel dessen, was beinahe ihre Bruderschaft zerst?rt h?tte. Hier hatte Mischas Groll seinen Ursprung gefunden, und die Konsequenzen dessen hallten bis heute nach. Neveah wollte einfach nur so schnell wie m?glich dieses verfluchte Land vessen. Mit Ke, die dem Strafkammerurteil ¨¹berstellt worden war, und einem Termin f¨¹r den vereinigten Rat, bestand kein Grund, l?nger zu verweilen. Der Drachenhort zu vessen war kein blo?es Vorhaben, es war eine notwendige Pflicht. "Garron sagte, dass die Rune in einem der vier gro?en Tempel aufbewahrt wurde," erkl?rte Xenon und durchk?mmte die Ruinen mit seinen Blicken. "Wenn ich mich recht erinnere, stand der erste westlich der Stadttore." "Westlich..." murmelte Neveah und richtete ihren Blick in die angegebene Richtung. "Dann also dort enng." Die Ruinen zu Fu? zu erkunden, war alles andere als einfach. Mit den br?ckelnden Strukturen und nur einer groben Orientierung war das Gebiet eine kaum wiederzuerkennende Schattenversion dessen, was Ebon Hollow einst gewesen war. Doch schlie?lich, nach einerngen Strecke, fanden sie den ersten Tempel ¨C oder das, was davon ¨¹brig geblieben war. Von dem Tempel selbst waren nur ein paar S?ulen aufrecht geblieben. Der Sockel war gebrochen, die Zinnen der Mauern vergangen, verwittert und zu Staub geworden. Und doch wusste Neveah sofort, dass sie angekommen waren. Denn kaum n?herten sie sich, sp¨¹rte sie eine subtile Vibration von Magie in der Luft ¨C entfernt, fast kaum wahrnehmbar. Es war eine unheimlich vertraute Art von Magie, doch Neveah wusste nicht, woher sie es kannte. "ubst du, es ist hier?" murmelte Xenon, sein Blick durchstreifte die Ruinen. "Ich wei? es nicht..." entgee Neveah ehrlich. "Ich sp¨¹re etwas. Aber... es f¨¹hlt sich vertraut an. Und nicht auf eine gute Weise." "Ich sp¨¹re es auch," murmelte Jian. "Es ist... dunkle Magie. Die ?lteste Form." "Beoruh?..." fl¨¹sterte Neveah, ein unheilvoller Schauer lief ihr den R¨¹cken hinunter, noch bevor sich die drohende Gefahr zeigte. Die Erde begann unter ihren F¨¹?en zu beben. Steine und Staub wurden aufgewirbelt, und Neveah sp¨¹rte, wie sie den Halt verlor, als die Ruinen unter ihr zu leben begannen."Veah!" Xenon st¨¹rzte los und packte Neveah an der Taille. Er wich gerade noch rechtzeitig aus, als sich die abgetragenen Felsbrocken um sie herum schnell ineinander verkeilten und Dreck und Ger?ll ¨¹berallhin spritzten. Neveah schirmte ihre Augen ab, als der Dreck um sie herum herabree. Eine Welle m?chtiger dunkler Magie erf¨¹llte die Atmosph?re, und die Felsbrocken kletterten unaufh?rlich in die H?he, bildeten stammesdicke Gliedma?en und eine monstr?se Kreatur von zehn Fu? H?he. Der Berg von einem Felsgolem stie? ein erdbebenartiges Br¨¹llen aus. Sein Atem verbreitete einen starken, fauligen Gestank, und Neveahs Sinne waren augenblicklich ¨¹berw?ltigt. Ihr wurde schwindelig, und in ihrer Magengrube pochte die ¨¹belkeit. Die Welt kippte und sie mmerte sich an Xenons Arm, um das Gleichgewicht zu halten. "Bringt Veah weg von ihm." sagte Jian zu Xenon, als er einen Schritt nach vorne trat. Xenon f¨¹hrte Neveah durch die Ruinen und legte einen guten Abstand zwischen sie. Neveah stie? Xenon weg und griff nach einem Felsbrocken, sie beugte sich vor und hustete. Was ist nur los mit mir? dachte Neveah zu ihrer W?lfin und sch¨¹ttelte den Kopf, um ihre verschwommene Sicht zu kl?ren. "Liebes?" fragte Xenon besorgt und strich Neveahs Haare weg. Er strich ihr ¨¹ber den R¨¹cken und runzelte verwirrt die Brauen. "Geh ... hilf ihm." Neveah stie? die Worte heiser aus, w?hrend sie einen zitternden Atemzug einsaugte, um ihr rasendes Herz zu beruhigen. Xenon sch¨¹ttelte den Kopf. "Er kann es verkraften. Du brauchst mich mehr." Sie protestierte nicht. Die Ger?usche des Kampfes hallten noch immer um sie herum, und es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich wieder beruhigt hatte. "Was war das?" fragte Xenon und zog sie in seine Arme. Sie atmete seinen beruhigenden Duft ein und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Ich wei? es nicht." "Ich wei? es nicht..." fl¨¹sterte sie erneut und atmete m¨¹de aus. ______ Stunden, nachdem sie dem Golem bege waren und ihre Suche nach der Hexenrune ergebnislos geblieben war. Der Himmel hatte sich l?ngst verdunkelt und sie suchten Zuflucht in einer H?hle, die nur einen kurzen Flug von den Runen entfernt war. Jian sa? auf einem Felsblock vor dem kleinen Lagerfeuer, das sie entz¨¹ndet hatten. Seine Augen waren geschlossen und er schien tief in Meditation versunken zu sein. Neveah seufzte leise und setzte sich auf, w?hrend sie an Xenons Brustg. "Wird er das die ganze Nacht tun?" Xenon zeigte den Anflug eines L?chelns. "Er macht das oft. Wenn ... er seine Gedanken kl?ren muss. Aber seit dir ist er nicht mehr so oft dazu in der Lage." Neveah sch¨¹rzte ihre Lippen. "Ich mag das nicht. Ganz und gar nicht. Es f¨¹hlt sich an, als w¨¹rde er sich aus der Realit?t zur¨¹ckziehen." Xenon nickte verst?ndnisvoll. "Das ist ... ein ungew?hnlicher Ort f¨¹r uns." "Das wei? ich." Sie gab es zu, ihr Tonfall war schwer. "Ich wei? auch, dass du damit zu k?mpfen hast. Auch wenn du in der Meditation keine Ruhe findest." Xenon schwieg eine kurze Zeit. "Es wieder zu sehen ... nach all dieser Zeit ist es einfach ..." Er seufzte. "Meine Sippe ist stolz auf ihre Ehre. Wir leben nicht f¨¹r unseren pers?nlichen Vorteil, sondern f¨¹r das Wohl des Volkes ... und doch w?re die Welt in der Erinnerung vieler ohne uns besser dran." "In ihren Augen sind wir vielleicht nicht viel anders als die Zauberer." Neveah schnitt eine Grimasse. "Es sind Fehler gemacht worden..." "Fehler, vielleicht f¨¹r uns. F¨¹r diejenigen, deren ganzes Leben von diesem ¡¯Fehler¡¯ bestimmt wurde, ist das nicht dasselbe." Neveah war sich nicht sicher, ob Xenon damit Mischa oder sich selbst meinte. "Du kannst nicht jeden retten, Xenon." erinnerte sie. "Egal, wie sehr du es auch willst, du kannst nicht jeden retten." "Menschen wird Unrecht getan werden. Menschen werden sterben. Und einige werden vielleicht nie deine Beweggr¨¹nde verstehen, deine Sache ... aber das ?ndert nichts daran, was in deinem Herzen ist." Chapter 825: Chaos und Konkordanz (Kap. 826)

Chapter 825: Chaos und Konkordanz (Kap. 826)

Er nicktengsam und zog Neveah n?her an sich heran. Seine Stirn streifte ihre: "Alles, was zu dir gef¨¹hrt hat, ist es wert." "Chaos... und Concord, gleicherma?en." Die Aufrichtigkeit in seinen Worten war so stark, dass es wehtat. Sein Blick zog sie in seinen Bann, endlose Lachen aus schwarzen Geheimnissen. Nur war es kein Geheimnis mehr. Es war die Reflexion eines Gef¨¹hls, das ihr eigenes Herz widerspiegelte. Ein Gef¨¹hl, das den Tod und zwei Leben im Vergleich dazu verssen lie?. "Das k?nnte er die ganze Nacht tun." Xenon hauchte gegen ihre Wange, w?hrend er ihren Hals kraulte. "Ich habe eine ziemlich gute L?sung." bot er an. Neveahs Augenbrauen zogen sich in Falten, aber ihr d?mmerte das Verst?ndnis, als Xenons Hand nach unten wanderte und seine Finger ¨¹ber ihre Oberschenkel strichen. Er zog sich leicht zur¨¹ck und starrte ihr in die Augen. Als ob er etwas suchte... eine Erwiderung. Er hatte gelernt zu fragen, bevor er nahm, auch wenn sein nat¨¹rlicher Instinkt darin bestand, zu nehmen, was ihm gefiel. Der schelmische Blick in seinen Augen und das Vengen, das sich in diesen Onyxaugen sammelte, verrieten ihn. "Wir sind... mitten im Nirgendwo." fl¨¹sterte Neveah. Ihr Tonfall ng heiserer als beabsichtigt. Xenons Augen verdunkelten sich noch mehr, und sie schluckte h?rbar. "Und?" fragte Xenon, w?hrend seine H?nde immer nochngsam ihre Schenkel hinaufwanderten. "Und, benimm dich." Sie stie? einen zittrigen Atemzug aus. Seine Antwort war einfach. "Das habe ich nicht vor." "Sag mir, dass du willst, dass ich aufh?re." Er r?usperte sich. "Und das werde ich. Ohne Fragen zu stellen." Neveahs Atem stockte, als er sie fand, warm und glitschig. Er grunzte tief in seiner Kehle, v?llig befriedigt von seiner Entdeckung. "Dein K?rper wurde f¨¹r mich geschaffen... Ich w¨¹rde eher sterben, als dass ich lerne, dass du meiner Ber¨¹hrung widerstehen kannst." Sein Ton war jetzt guttural, animalisch. "Das w?re unfair, wenn es weniger als einen Blick braucht, bis du mich losl?sst." Neveahs Wolf schnurrte irgendwo in ihrem Kopf. Normalerweise sonnte sie sich ruhig, aber etwas an Xenons wildem Vengen rief eine urspr¨¹nglichere Seite in ihr wach. Seine linke Hand legte sich um Neveahs Nacken und hob ihren Kopf an. Seine Lippen beanspruchten ihre, hungrig, und er schluckte das erste ihrer St?hner, w?hrend seine Finger sie gekonnt umspielten, als w?re sie ein Instrument, das er St¨¹ck f¨¹r St¨¹ck bearbeitete, indem er sich die tiefsten Kurven einpr?gte, an Stellen, die niemand sonst kannte... niemand sonst ber¨¹hren konnte. Sie holte kurz Luft und Xenons Lippen wanderten ihren Hals hinunter. Neveah keuchte leise, ihr R¨¹cken kr¨¹mmte sich, als seine Finger zwischen ihre Falten tauchten. "Wessen Idee war das?" Sie blickte auf. Der Felsbrocken war leer und Jian starrte sie nun aus einiger Entfernung an, die H?nde ¨¹ber der Brust verschr?nkt. Sie konnte nicht sagen, ob er w¨¹tend oder neugierig war. "X... Xenon¡¯s." Neveah h?ngte ihn sofort auf, die Worte schwankten zwischen einem Keuchen und einem St?hnen. Jian schwieg und sagte dann nach einem Moment in einem tr¨¹gerisch ruhigen Ton: "Zieh das Kleid aus... Ich werde der Reitanz¨¹ge allm?hlich ¨¹berdr¨¹ssig." Xenon gluckste dunkel gegen ihre Haut. "Ich ube nicht, dass er meinen n hasst." murmelte Xenon leise. Er griff hinter Neveah, um den Anzug aufzuschn¨¹ren, wobei er mit nur einer Hand zu effektiv arbeitete, w?hrend die andere sie unaufh?rlich in den Wahnsinn trieb. **Hier ist die optimierte deutsche ¨¹bersetzung f¨¹r den Text. Ich habe den Fluss und die Sprachstruktur so angepasst, dass alles nat¨¹rlicher wirkt und dabei den urspr¨¹nglichen Sinn bewahrt.** --- Xenon war gerade im Begriff, sich zur¨¹ckzuziehen, als ihr das Kleid ¨¹ber die Schultern glitt, und Jian nahm Neveah in seine Arme. Instinktiv g sie ihre Beine um seine H¨¹ften, w?hrend sich ihre Lippen trafen. Sein Kuss war dr?ngend, fordernd ... wie der eines Mannes, der nach seinem faszinierendsten Trank d¨¹rstete. Er lie? nicht zu, dass sie den Kuss unterbrach ¨C nicht, als sie mit dem R¨¹cken gegen die kalte Wand der H?hle stie?, und auch nicht, als er mit einem einzigen, kr?ftigen Sto? ihren K?rper f¨¹llte. Nicht einmal, als sie die W?rme seines Blutes auf ihrer Haut sp¨¹rte, weil ihre Krallen au?er Kontrolle gerieten und sich tief in seinen R¨¹cken gruben. Und auch nicht, als die Glut des kleinen Lagerfeuers um sie herum zu schweben begann und in einem vertrauten goldenen Schimmer aufleuchtete. Die Zeit schien f¨¹r einen Moment innezuhalten ¨C nur um dann umso schneller zu vergehen. Er verg jeden Laut, den sie von sich gab, selbst den salzigen Geschmack ihrer Tr?nen, die sie miteinander teilten, als die Welle seiner wilden Leidenschaft sie ¨¹berw?ltigte. --- Einige Stunden sp?ter erwachte Neveah. Xenon schlief noch immer friedlich neben ihr, doch Jian war nirgends zu sehen. Er hatte die erste Wache ¨¹bernommen, doch l?ngst zur¨¹ck sein sollen. Langsam erhob sie sich, um Xenon nicht zu wecken, und verlie? die H?hle in die frische Morgenluft. Drau?en fand sie Jian ¨C er sa? auf einem Baumstamm, den Blick auf einen kleinen Bach gerichtet, und war erneut in tiefes Gr¨¹beln versunken. Dort sa? er, ganz allein: Sein Haar war zerzaust, sein R¨¹cken kerzengerade, die Arme ruhten auf seinen Knien, und sein Gewand war hinter ihm ausgebreitet. Eine stille Verzweiflung umgab ihn, und es schmerzte Neveah, ihn so zu sehen. Sie trat leise zu ihm, legte ihm eine Hand auf die Schulter. Jian ?fe die Augen, griff nach ihrer Hand und verschr?nkte ihre Finger miteinander. Wortlos f¨¹hrte er sie dazu, sich neben ihn zu setzen. Sie sagte nichts, sa? lediglich schweigend da und beobachtete den gleichm??igen Fluss des Baches, bis er schlie?lich das Schweigen brach. ?Wenn Beoruh uns bereits eine Falle gestellt hat, dann ist er uns vermutlich noch immer einen Schritt voraus¡°, murmelte Jian. Seine stille Wut drang in seinen Tonfall ¨C subtil, doch sie war sp¨¹rbar. ?Was, wenn er die dritte Rune schon in seinen H?nden h?lt? Was, wenn ich mein Volk nicht sch¨¹tzen kann?¡° Das waren Zweifel, die Jian niemals mit jemand anderem geteilt h?tte. Denn er war in dem uben aufgewachsen, dass der Drachenk?nig niemals Schw?che zeigen durfte. Verletzlichkeit war eine Schw?che. Und auch wenn Neveah dies verstand ¨C schlie?lich war sie in ?hnlicher Weise erzogen worden ¨C, schmerzte es sie, dass er sich diesem Druck unterwarf. Aber bei ihr konnte er er selbst sein. Sie hatte es gesp¨¹rt, als er mit ihr Liebe machte. Seine ?ngste, seine Zweifel, seine versteckte Wut ... all das vermischte sich und manifestierte sich in einem verzweifelten Bed¨¹rfnis nach dem einzigen Trost, den er sich eubte: ihr. Nachdenklich brach Neveah schlie?lich das Schweigen. ?Nicht unbedingt.¡° ?Ich ube nicht, dass er alle drei Runen bereits besitzt¡°, fuhr sie fort. ?H?tte er sie schon... warum sollte er dann einen Golem auf uns hetzen, wenn er wei?, dass er keine Chance hat?¡° ?Ich denke, genauso wie wir... will er verhindern, dass wir sie bekommen.¡° Jian schien ¨¹ber ihre Worte nachzudenken. ?Eines ist sicher ¨C die Rune befindet sich nicht hier in Ebon Hollow. W?re sie hier, h?tte er sie bereits.¡° Damit konnte Neveah nur ¨¹bereinstimmen. Es schien, als sei Beoruh vor ihnen in Ebon Hollow gewesen ¨C vielleicht sogar bevor er die anderen Runen in seinen Besitz brachte. Denn f¨¹r das, was er zu erreichen versuchte, war die Hexenkontrollrune der wichtigste Schl¨¹ssel. Ohne sie konnte er die Verlorenen zwar entfesseln, aber nicht kontrollieren. ?Ich m?chte heute noch einmal genauer nachsehen¡°, sagte Neveah schlie?lich. ?Wenn er hier eine Falle aufgestellt hat, muss er geubt haben, dass es hier etwas gibt ... oder gegeben hat.¡° Jian sah sie an. ?Du meinst, jemand war noch vor ihm hier? Vielleicht sogar vor uns allen?¡° ?Das k?nnte sein¡°, gab sie zu. ?Aber wir d¨¹rfen nicht vergessen, dass Beoruh die Hilfe der Fae ben?tigte, um die Fae-Rune zu bekommen. Und er brauchte den Merprinzen, um die Meer-Rune zu sichern.¡° ?Aber er hat keine Hexe...¡° murmelte Jian und beendete damit ihren Gedankengang. Neveah nicktengsam. ?Wenn es nichts zu besch¨¹tzen g?be, nichts, was uns abschrecken k?nnte, h?tte er keinen Golem zur¨¹ckgssen. Dann w¨¹rde er viel eher versuchen, uns die Verlorenen auf den Hals zu hetzen.¡° ?Vielleicht gibt es da also doch etwas¡°, fuhr sie fort. ?Es k?nnte sein, dass er den genauen Standort bereits kennt ... aber noch nicht die Mittel hat, um darauf zuzugreifen.¡° Chapter 826: Hoher Auftrag (Kap.827)

Chapter 826: Hoher Auftrag (Kap.827)

?Xenon... Xenon, wach auf.¡° Neveah r¨¹ttelte ihn sanft an der Schulter, ihre Stirn tief besorgt in Falten gelegt. Sein Gesicht war schmerzhaft verzerrt, eine Schwei?schicht gl?nzte auf seiner Stirn, und seine H?nde waren fest zu F?usten geballt, als k?mpfe er darum, die Kontrolle ¨¹ber sich zu behalten. Jian hockte neben ihm und musterte ihn ebenso besorgt. Es war nicht das erste Mal, dass das passierte. Seit einigen N?chten k?mpfte Xenon mit scheinbar endlosen Angstzust?nden, und mit jedem Tag wurden sie rmierender. Jedes Mal, wenn er erwachte, konnte er sich kaum daran erinnern, was ihm solche Unruhe bereitet hatte. W?hrend Xenon es darauf schob, dass die N?he zum Hexengebiet ihn beunruhigte, war Neveah ¨¹berzeugt, dass mehr dahintersteckte. ?Xenon... wach auf.¡° Sie versuchte es erneut und legte ihre H?nde sanft an seine Wangen. ?Wach auf, Xenon.¡° Mit einem Keuchen riss Xenon die Augen auf und setzte sich abrupt auf. Seine Augen huschten wild umher, und sein Atem kam sto?weise und gehetzt. Neveah hielt ihn fest und strich mit beruhigenden Kreisen ¨¹ber seinen R¨¹cken. ?Atme, mein Liebster, atme...¡° Langsam begannen sich seine Atemz¨¹ge zu stabilisieren, und er mmerte sich an Neveah, als w?re sie das Einzige, was ihn aufrecht hielt. ?Wieder derselbe Albtraum?¡° fragte Jian leise. Xenon nickte und vergrub sein Gesicht in Neveahs Nacken. Er atmete tief ein, ehe sein Atemrumpeln sich sachte legte. Neveahs Herz zog sich schmerzlich zusammen. ?Wir k?nnen nicht zssen, dass das so weitergeht. Wir m¨¹ssen ihn zur¨¹ck in den Bergfried bringen¡°, sagte sie an Jian gewandt. ?Holt Everon, damit er nach ihm sieht. Er hat seit Tagen kaum gescfen.¡° ?Es geht mir gut. Es ist nur ein dummer Albtraum¡°, murmelte Xenon und sch¨¹ttelte sanft den Kopf. ?Wir k?nnen nicht aufgeben, ohne die Hexenrune gefunden zu haben. Wenn Beoruh zuerst danach greift, wird das in einer Katastrophe enden.¡° ?Aber...¡° setzte Neveah an, doch Xenon unterbrach sie entschlossen. ?Was wir hier tun m¨¹ssen, ist so viel wichtiger. Je schneller wir es erledigen, desto schneller k?nnen wir diese Gegend vessen. Die Schrecken werden von selbst verschwinden. Ein paar N?chte ohne Scf werden mir nicht das Genick brechen.¡° Z?gernd tauschte sie einen besorgten Blick mit Jian aus. ?Xenon hat recht. Die Albtr?ume haben begonnen, als wir in die N?he von Ebon Hollow kamen. Es muss einen Zusammenhang geben¡°, entschied Jian. ?Wir werden die Rune finden und dann so schnell wie m?glich aufbrechen.¡° Mit einem resignierten Seufzen stimmte Neveah schlie?lich zu. ?Wo genau suchen wir heute?¡° fragte sie. ?Wir haben bereits die Ruinen von zwei der vier gro?en Tempel untersucht, aber es gab keine Spur von ihr. Zwei Tempel bleiben noch ¨¹brig¡°, erkl?rte Xenon. ?Und wenn wir sie dort auch nicht finden k?nnen, werden wir wohl die gesamten Ruinen von Ebon Hollow durchk?mmen m¨¹ssen¡°, f¨¹gte er hinzu. ?Mit mehr Helfern k?nnten wir schneller vorankommen¡°, murmelte Neveah. ?Aber das w¨¹rde auch Aufmerksamkeit erregen. Wenn jemand anderes als Beoruh merkt, dass die Hexenrune noch immer hier ist, w?re das verheerend¡°, erinnerte Xenon. ?Ich verstehe nur nicht, warum meine Magie uns diesmal im Stich l?sst. Ich habe alles versucht. Selbst Demevirld scheint den Weg nicht zu kennen¡°, sagte sie, ihre Stimme von Frustration durchzogen. Jian nickte nachdenklich. ?Die Rune ist schonnge deaktiviert. Ich vermute, sie hinterl?sst keine magischen Spuren.¡° ?Vielleicht sollte ich aufh?ren, mich auf Magie zu vessen, und stattdessen auf das vertrauen, was mir von Natur aus gegeben wurde¡°, entschied Neveah schlie?lich. Einige Zeit sp?ter durchstreifte Neveah die Ruinen. In ihrer Wolfsgestalt erschien ihr die Welt wie in einem v?llig neuen Licht. Ihre Sinne waren sch?rfer, die Umgebung deutlicher. Sie hatte sich zu sehr daran gew?hnt, Demevirld zu nutzen, um Magie wahrzunehmen ¨C sie zu f¨¹hlen, so unbewusst wie den kalten Wind, der ¨¹ber ihre Haut streicht. Aber bevor es Magie gab, gab es nur sie und ihren Wolf. Instinkt und nat¨¹rliche Vorteile. Vermutlich war sie die Einzige im gesamten Bergfried, die Magie riechen konnte. ?Was meinst du?¡° dachte sie an ihren Wolf, der jetzt ganz an der Oberfl?che ihrer Seele war. **Optimierte deutsche ¨¹bersetzung:** Sie reagierte nicht sofort. Doch nach einer kurzen Weile tat sie es. Der Gestank von dunkler Magie und Asche war zu stark, er war ¨¹berw?ltigend. Die Tr¨¹mmer knirschten unter dem Gewicht ihrer Pfoten, als sie durch die Ruinen des letzten Tempels schritt. Die Nachmittagssonne brannte gnadenlos. Neveah war fast ¨¹berzeugt, dass die Rune in Ebonhollow tats?chlich nicht existierte. Aber dann nahm sie etwas wahr. Als ihre Pfoten ¨¹ber einen weiteren Haufen Schutt knirschten, h?rte sie das entfernte Rauschen von Wind, der durch einen Hohlraum str?mte. Neveah trat zur¨¹ck, die Stirn gerunzelt, und musterte die Ruinen, ¨¹ber denen sie gestanden hatte. Der Boden bebte, und eine starke Welle von Magie verschob den Schutthaufen, bis sich fester Boden zu zeigen begann. Doch es war kein fester Boden. ?Ein versteckter Eingang...¡°, murmelte Xenon. Neveah tauschte einen Blick mit Jian. Sie nahm wieder ihre menschliche Gestalt an und trat beiseite. Xenon zog die als fester Boden getarnte ppe auf, die sich mit einem Knarren und St?hnen ?fe. Ein unertr?glicher Gestank von Tod und verbranntem Fleisch str?mte heraus. Neveah wandte schnell ihr Gesicht ab, hob eine Hand vor die Nase, doch das half kaum, um den Geruch daran zu hindern, ihre Sinne zu durchdringen. Xenon blickte in den tunnrtigen Eingang hinunter und verzog angesichts des Gestanks die Nase. ?Vielleicht solltest du dort nicht hinuntergehen...¡° schlug Jian vor. ?Dein Geruchssinn ist empfindlicher geworden.¡° Xenon stimmte zu. ?Er hat recht. Ich kann oben bleiben und dich begleiten. Oder allein hinuntergehen.¡° Neveah wusste, dass die beiden sich immer noch Sorgen um sie machten, wegen des Vorfalls mit dem Steingolem, als sie ¨¹berfallen worden waren. ?Nein. Wir bleiben zusammen.¡° Neveah sch¨¹ttelte den Kopf, atmete tief die frische Luft ein und folgte Xenon in den Eingang. Der Abstieg warng und dunkel. Bald gew?hnten sich ihre Augen an die Schw?rze, doch sie konzentrierte sich darauf, vorsichtig hinabzusteigen, ohne die glitschige Substanz zu beachten, mit der die Eisenstangen ¨¹berzogen waren. Was auch immer das war. Nach einer gef¨¹hlten Ewigkeit griffen Xenons Arme nach ihr. Sie lie? die Stange los, und er f¨¹hrte sie sicher hinunter, bis ihre F¨¹?e festen Boden ber¨¹hrten. Sie trat zur Seite, damit Jian hinunterspringen konnte. Erst dann musterte Neveah ihre Umgebung. Das erste, was ihr auffiel, war die unnat¨¹rlich kalte Temperatur. Ihr Atem bildete augenblicklich kleine Wolken. Es war viel k?lter als im Drachenturm oder in den D¨¹nen im Winter. Es f¨¹hlte sich an, als h?tten sie ein Eisfeld betreten, doch sie standen in Wirklichkeit in einer mittelgro?en Halle, deren W?nde ¨¹berall mit Runen bedeckt waren. Neveah schauderte unwillk¨¹rlich. Jeder Zentimeter der W?nde war mit Runen aller Art versehen. Was auch immer diese Runen bewirkten, sie mussten f¨¹r die eisige K?lte verantwortlich sein. Doch das Beunruhigendste war nicht die Temperatur. Seit ihrer Ankunft in Ebonhollow und dem Beginn ihrer Suche war die Verw¨¹stung der Stadt ¨¹berall sichtbar gewesen. Doch Neveah hatte bisher nur wenige Anzeichen des Todes gesehen ... ein paar ¨¹berreste hier und da, halb begraben unter den Tr¨¹mmern. In solchen Momenten wurden Xenon und Jian unheimlich still. Neveah hatte sich manchmal schuldig gef¨¹hlt, dankbar zu sein, dass die meisten ¨¹berreste tief unter den Tr¨¹mmern begraben waren und die Zeit viele davon bereits verwittert hatte. Tausende waren hier gestorben. W¨¹rden sie auf all die Toten sto?en, war sie sich nicht sicher, wie viel mehr Schaden das anrichten w¨¹rde. Doch in diesem Moment verschwand ihre Erleichterung scgartig. Denn ¨¹berall um sie herumgen die ¨¹berreste der Toten ¨C Knochen und Skelette. Die Skelette waren tief unter der Erde erstaunlich gut erhalten; einige hatten ihre Form beibehalten und waren noch nicht vollst?ndig verwittert. Sie waren so perfekt konserviert, dass jemand, der sie zu Lebzeiten gekannt hatte, sie vielleicht wiedererkennen k?nnte. Und es waren nicht nur ein oder zwei. Es mussten mindestens ein Dutzend gewesen sein. Priester, vermutete Neveah. Ihren noch intakten Gew?ndern nach zu urteilen. Hinter ihr stie? Jian scharf die Luft aus. ?Der Hohe Orden der Hexen ... der Rat von Ebonhollow.¡° Neveahs Herz sank. Jemand, der die Toten zu Lebzeiten gekannt hatte... Jian und Xenon hatten Jahrhunderte erlebt. Sie waren dieser ?jemand.¡° Chapter 827: Bring ihn zurück (Kap.828)

Chapter 827: Bring ihn zur¨¹ck (Kap.828)

Die Stille, die darauf folgte, war beinahe zerst?rerisch. Doch Neveah unterbrach sie nicht. Dies war nichts, vor dem sie sie sch¨¹tzen konnte, so sehr sie es sich auch w¨¹nschte. Es war eine Realit?t, der sie sich seit Jahrhunderten nicht mehr gestellt hatten, doch nun mussten sie es tun und vielleicht einen Weg finden, die Fehler der Vergangenheit hinter sich zussen. Schlie?lich r?usperte sich Xenon leise. ?Wir sollten uns umsehen. Sehen, was wir finden k?nnen.¡° Neveah nicktengsam und warf einen Blick auf Jian, der immer noch regungslos auf seinem tz stand, bevor sie schwer atmend begann, sich vorsichtig um die ersten ¨¹berreste zu bewegen. Sie lie? ihre Sinne sie durch die Halle leiten, verweilte bei den in die W?nde eingravierten Runen und studierte eine nach der anderen. Einige erschienen ihr bekannt. Vielleicht hatte sie ?hnliche bei den Magiern gesehen oder in einem alten Buch. Aber die meisten Runen waren neu und fremd f¨¹r sie. ¨¹ber tausend Runen waren bereits in die Wand gemei?elt. Wie sie die Ursprungsrune finden sollten, war ihr unr. Es war bekannt, dass die Runen eine physische Form hatten. Auch wenn sie nicht genau wussten, welche Form, hatte Garron gesagt, dass sie sie erkennen w¨¹rden, wenn sie sie s?hen. Sie war sich nicht sicher, ob sie sie erkennen w¨¹rde, aber sie wusste, dass sie es w¨¹sste, wenn es ¨¹berhaupt hier war. Die in die Wand eingravierten Runen strahlten immer noch die schw?chsten Spuren magischer Energie aus, selbst nach Jahrhunderten. Das war wahrscheinlich der Grund f¨¹r die seltsame Temperatur in der unterirdischen Halle. Es handelte sich um eine Art geheime Tempelkammer innerhalb eines Tempels. Es gab kleine umgest¨¹rzte und zerbrochene Holzschemel. Sie mussten um den runden Tisch in der Mitte des Saals herum aufgestellt worden sein. Neveah konnte es sich praktisch vorstellen. Der Hohe Hexenorden w¨¹rde sich hier im Morgengrauen versammeln, noch bevor Ebonhollow erwachte, so wie es der Rat der Reiter tat. Dort w¨¹rden sie ihre Magie praktizieren und ¨¹ber die Zukunft ihrer ns beraten. Sie diskutierten ¨¹ber Angelegenheiten von so gro?er Bedeutung, dass sie die gesamte Stadt und die Festung betrafen. Welche Tributzahlungen w¨¹rden den Drachenk?nig erfreuen? Wie bestrafen wir die Mer-St?mme, die w?hrend ihres j?hrlichen Wellenfestes ihre Ufer zu nahe an die Stadt heranr¨¹cken? Die Fae sind ihren W?ldern zu nahe gekommen. Welche Strafe war angemessen? War es besser, dies dem Drachengericht zu ¨¹bessen oder selbst in die Hand zu nehmen? Und dann besprachen sie die allt?glichsten Angelegenheiten, wie wer k¨¹rzlich ein neues Enkelkind bekommen hatte und welche Gew¨¹rze f¨¹r die kommenden Feste verwendet werden sollten. Vielleicht stellten sie sich sogar vor, wie sie eines Tages von der Drachenherrschaft unabh?ngig w¨¹rden. Die Trennung w?re sauber. Sie hatten daf¨¹r gesorgt, dass ihre Frauen von den Drachenf¨¹rsten ferngehalten wurden, indem sie sie in jungen Jahren mit w¨¹rdigen Hexenmeistern verlobten. Da die meisten durch ihre Magie unfruchtbar waren, war Fortpnzung unter Hexen selten genug. Ob mit oder ohne Gef?hrtenbindung, sie konnten es sich nicht leisten, Weibchen zu verlieren, die zu Reitern wurden. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. Die Bilder und Stimmen verssten. Das sorglose Lachen und der Duft von Gew¨¹rzen. Der gr¨¹blerische Oberhaupt des Rates, wie die meisten Anf¨¹hrer, erfreute sich heimlich an dem Gl¨¹ck um ihn herum, war aber zu stolz, es zu zeigen. All diese Gedanken, diese beschworenen Szenen, sie geh?rten nicht ihr. Ihr Blick wanderte zwischen Xenon und Jian hin und her, und sie fragte sich, welche ihrer Gedanken so ¨¹berw?ltigend geworden waren, dass sie durch ihre Verbindung zu ihr gngen konnten, sodass sie sie selbst vorstellen konnte. Beide sahen vollkommen gesund aus und durchwanderten die Halle. Vielleicht war es ein wenig von beidem. Vielleicht war es keines von beiden, sondern stattdessen trugen die Erinnerungsfragmente die Spuren der Magie durch die Halle. Sie richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Suche. Ihr Wolf war an der Oberfl?che, und das war auch Demevirld. Es dauerte nichtnge, bis sie sich von einer seltsam geformten Rune am anderen Ende der Halle angezogen f¨¹hlte. Die Rune fiel ihr auf, weil sie wie eine Art Krone geformt zu sein schien. Sie hockte sich hin und tastete die R?nder der Rune ab. Sie runzelte neugierig die Stirn und hob eine Augenbraue, als der Ziegelstein hervorsprang. ?Es ist ein lockerer Ziegel¡°, sagte sieut und zog damit die Aufmerksamkeit von Xenon und Jian auf sich. Die beiden kamen her¨¹ber, und Neveah trat zur Seite, um ihnen einen genaueren Blick zu erm?glichen. ?Da m¨¹sste sich doch etwas ?ffnenssen, oder? Aber es ist nichts passiert.¡° ?Noch nicht¡°, erwiderte Jian.**Optimierte deutsche ¨¹bersetzung:** Er trat zur¨¹ck und lie? seine Hand enng der Wand gleiten, als w¨¹rde er ein unsichtbares Muster nachzeichnen. Bei einer bestimmten Rune blieb er stehen, klopfte darauf, und der Ziegel l?ste sich genauso wie die anderen davor. Er ging durch die gesamte Halle und lockerte vier weitere Steine. Als der letzte sich l?ste, begannen die darin eingravierten Runen in einem seltsamen Schimmer zu leuchten. Ein ?chzendes Ger?usch lenkte ihre Aufmerksamkeit auf den Altar an der Stirnseite des Raumes. Langsam wurde am Sockel ein verstecktes Fach sichtbar. Neveah tauschte einen Blick mit Xenon und Jian aus. Xenon trat vor, ging in die Hocke, ?fe das Fach und griff hinein. Heraus zog er ein kleines K?stchen, das gerade so in seine Handfl?che passte. Er drehte es um und runzelte die Stirn. ?Es l?sst sich nicht ?ffnen.¡° ?Nat¨¹rlich nicht. Das w?re auch zu einfach gewesen¡°, murmelte Neveah. ?Und was jetzt? Woher wissen wir ¨¹berhaupt, dass die Rune darin ist?¡° fragte sie und fuhr sich angespannt mit der Hand durch die Haare. ?Das wissen wir nicht¡°, entgee Jian ruhig. ?Wir ruhen uns etwas aus und gehen dann nach Hause. Garron wird sich darum k¨¹mmern.¡° ___ ?Xenon!¡° ?Xenon! Wach auf!¡° Neveah wurde von Jians besorgten Rufen geweckt. Ihre Augen ?fen sich scgartig, und sie richtete sich schnell auf. Neben ihr sah sie Jian, wie er verzweifelt versuchte, Xenon wachzur¨¹tteln. Sein Blick traf ihren, und in seinen Augeng eine Panik, die sie bei ihm nie f¨¹r m?glich gehalten h?tte. Ein kalter Schauer lief ihr ¨¹ber den R¨¹cken, und ihre Eingeweide zogen sich zusammen, noch bevor er die Worte aussprach. ?Ich kann ihn nicht sp¨¹ren ...¡° Er konnte ihn nicht sp¨¹ren ... Er konnte doch nicht ... Ein eisiger Schrecken breitete sich in ihr aus und lie? sie f¨¹r einen Moment erstarren, bevor sie hastig den Kopf sch¨¹ttelte. Sie beugte sich zu Xenon hinunter und tastete nach seinem Puls. Ein Hauch von Erleichterung machte sich in ihr breit, als sie die schw?chsten Anzeichen davon wahrnahm. Er lebte. Aber es war kaum mehr als ein ckern. ?Sein Bewusstsein ... ist aus meinem Geist verschwunden¡°, erkl?rte Jian mit br¨¹chiger Stimme. ?Das ist noch nie passiert. Nicht, seit ich seine Schuppe mit meiner verschmolzen habe ...¡° Zitternd atmete sie aus und legte vorsichtig ihre Hand auf Xenons Stirn. Seine Haut war eiskalt, und das pl?tzliche Fr?steln lie? sie keuchend die Hand zur¨¹ckziehen. ?Xenon ...¡°, fl¨¹sterte sie ungl?ubig. Seit ihrer Abreise nach Ebon Hollow war er schon oft in Albtr?umen gefangen gewesen, doch so etwas hatte sie noch nie erlebt. Normalerweise war er dabei unruhig, nicht reglos und totenkalt. Diesmal war es anders. Diesmal war es schlimmer. ?Das ist schon einmal passiert¡°, murmelte sie pl?tzlich und sah zu Jian. ?Damals, als er in seinen Tr?umen zu dir ging und nicht zu mir.¡° ?Du ubst ...¡° Jian brach ab, sichtlich z?gernd. Neveah nickte. ?Es ist die einzige vern¨¹nftige Erkl?rung.¡° Ohne zu z?gern nahm Jian den Anh?nger, den Kaideon ihm gegeben hatte, von seinem Hals. Er legte ihn behutsam Xenon um und schloss den Verschluss. Sein Blick begee erneut dem von Neveah. Daring ein unausgesprochenes, aber doch so eindringliches Flehen, das sie sofort verstand. ?Geh und bring ihn zur¨¹ck ... wo auch immer er ist.¡° Chapter 828: Einer, der schon lange tot ist (Kap.829)

Chapter 828: Einer, der schonnge tot ist (Kap.829)

Scf fand Neveah nicht so leicht, wie sie gehofft hatte. Vielleicht war ihr Geist zu unruhig, um zur Ruhe zu kommen, oder die frostige K?lte, die noch immer durch ihre Adern kroch, verwehrte ihr jeden Anflug von Frieden. Erst durch das Eingreifen von Jian und sein sanftes Zureden fand sie schlie?lich den Weg in den Scf und hie? die Dunkelheit willkommen. Doch nun presste sich die Dunkelheit schwer und bet?ubend um sie. Als wolle sie die Luft aus ihren Lungen ziehen und sie erstickenssen. Nach einer gef¨¹hlten Ewigkeit durchbrach ein Lichtstrahl die Dunkelheit, undngsam kehrten ihre Sinne zur¨¹ck. Ihr erster richtiger Atemzug, der nicht aus schattenhaftem Wahnsinn bestand, war erf¨¹llt von staubigen Partikeln, die ihr die Kehle schmerzen lie?en. Neveahs Augen rissen auf. Die Sonne stand hoch am Himmel, ihre Strahlen stachen in ihre Augen, und sie hob instinktiv eine Hand, um ihr Gesicht zu sch¨¹tzen. Es dauerte ein paar Momente, bis ihre Umgebung sich f¨¹r sie kl?rte. Und schlie?lich erkannte Neveah, dass sie sich in den schmerzlich vertrauten Ruinen von Ebonhollow befand. Warum war sie wieder hier? Sie wollte nach Xenon. Mit jeder Faser ihres Wesens hatte sie es gewollt, als sie der Sog der Bewusstlosigkeit ¨¹berkam. Warum war sie also immer noch in Ebonhollow? Bei Xenon hingegen nicht? Wut und Frustration stiegen in ihr auf, zogen sich zusammen, brodelten. Und gerade, als sie einen weiteren Versuch in Erw?gung zog, trat ein Schatten in ihr Blickfeld und verdeckte das grelle Sonnenlicht. Eine Hand streckte sich ihr entgegen. Neveah neigte den Kopf zur¨¹ck und blickte nach oben. Sie musste leicht die Augen zusammenkneifen, und erst dann erkannte sie ihn. Der Drang, sofort zur¨¹ckzuweichen, befiel sie. Doch sie unterdr¨¹ckte ihn. Sie w¨¹rde ihm nicht die Genugtuung geben. Stattdessen verengten sich ihre Augen und fixierten ihn mit eisigem Blick. ?Asrig¡°, spuckte sie aus, ihre Stimme frostig und scharf. Es war er ... schon wieder. Warum war es ausgerec er? Wienge noch w¨¹rde er sie in ihren Tr?umen qu?len? Wienge noch w¨¹rde sie von einem Mann gepeinigt werden, der schon l?ngst tot war ¨Cnge bevor sie ¨¹berhaupt geboren worden war? ?Neveah.¡° Er sprach ihren Namen aus, leicht, fast warm sogar. Seine Hand blieb ausgestreckt, doch sie w¨¹rdigte sie keines Blickes, bevor sie selbst aufstand. Ihre Augen blieben fest auf Asrig gerichtet, als sie einen Schritt zur¨¹cktrat, um ein wenig Abstand zu seiner beunruhigenden N?he zu schaffen. Asrigs offene Hand ballte sich zu einer Faust, doch sein Gesichtsausdruck blieb unver?ndert, w?hrend er die Hand wieder an seine Seite sinken lie?. ?Du bist eine Weile nicht mehr gekommen¡°, sagte er, immer noch mit dieser warmen, unverbindlichen Stimme. ?Ich hatte bef¨¹rchtet, dir sei etwas zugesto?en.¡° ?Was willst du?¡° zischte sie. ?Warum bist du hier?¡° Es war ihr unverst?ndlich, warum sie den Einfluss von Asrigs Schriften nach all der Zeit immer noch nicht ¨¹berwunden hatte. Wie viel von ihrem Verstand war davon vergiftet worden? Sie konnte es nicht sagen. Er zuckte scheinbar beil?ufig mit den Schultern. Seine Gew?nder raschelten um seine F¨¹?e, als er sich wegdrehte und auf die Stadt hinausblickte. ?Ebonhollow ... es ist wundersch?n, nicht wahr?¡° Neveah nahm ihre Umgebung erstmals wirklich wahr ¨C und erstarrte. Entgegen ihrer Erwartung standen sie nicht in den Ruinen von Ebonhollow, die sie kannte, sondern auf einem Turm, der ¨¹ber einer gewaltigen Stadt thronte. Der Anblick blendete sie. Es war Ebonhollow, doch nicht das verw¨¹stete, zerst?rte Ebonhollow, das sie kannte. Diese Stadt war noch intakt. Nicht gezeic von Feuer und Verderben. Nicht gepr?gt von Grausamkeit und Tod. Soweit Neveahs Augen reichten, sah sie D?cher, hochragende Bauwerke und abgenutzte Stra?en, die von magischen Edelsteinen erleuchtet wurden. Die Stadt war still, beinahe friedlich, doch der Rauch, der in der Ferne von den D?chern aufstieg, und der Duft von Gew¨¹rzen und Zuckergen schwer in der Luft. In der Ferne konnte sie Musik h?ren. Und ab und an das Echo von Lachen. Der nahegelegene Tempel, unweit des Turms, war hell erleuchtet, und in regelm??igen Intervallen ert?nte ein ged?mpfter Trommelscg, der sich ¨¹ber eine weite Strecke hinweg trug. F¨¹r einen Augenblick stockte Neveah der Atem. Die F¨¹lle an Leben, die sich ¨¹ber ihre Sinne ausbreitete, ¨¹berw?ltigte sie. Bilder, Kl?nge, Ger¨¹che ¨C und eine Harmonie, wie sie sie noch nie zuvor erlebt hatte. Der Kontrast zu dem, was sie von Ebonhollow kannte, schn¨¹rte ihr die Kehle zu. ?Das muss es sein¡°, bemerkte Asrig. ?Du bist fassungslos. Sprachlos.¡° Sie starrte ihn voller Unuben an. Sein Tonfall war der einer beil?ufigen uderei, als sei ihm die Schwere seiner Tat ¨¹berhaupt nicht bewusst. Von wie vielen Leben er das Ende herbeigef¨¹hrt hatte, wie viele Familien er zerrissen hatte. Wie vielen Menschen er Schmerzen zugef¨¹gt hatte... wie viele Menschen seine Handlungen noch bis heute betrafen. "Ich mochte das nie", murmelte er. "Dieses... perfekte Bild von Harmonie, das in einer l?ngst zerbrochenen Welt hervorsticht." Sein Tonfall war von einer fernen Erinnerung und ged?mpfter Unzufriedenheit gepr?gt, als spr?che er ¨¹ber eine unangenehme Inkonsistenz in seinem Abendessen. Oder dar¨¹ber, dass sein Nektar verd¨¹nnt worden war. Eine kleine Unstimmigkeit, leicht zu korrigieren mit einem Fingerschnippen. Er sprach nicht von einer ganzen Stadt und tausenden Leben... nur von einer Unannehmlichkeit, die nicht in sein Bild passte. Er empfand keine Reue... nicht einmal jetzt. Neveah war sich nicht sicher, ob er ¨¹berhaupt f?hig war, solche Gef¨¹hle zu empfinden. Und diese Version von ihm hatte l?ngst aufgeh?rt zu existieren. Die Spuren, die er in seinen wertvollen Schriften hintessen hatte, hatten diese Entit?t erschaffen und in ihren Verstand ge?tzt, ihre Strafe daf¨¹r, dass sie es gewagt hatte, einen Blick in seinen verdorbenen Geist zu werfen, der in einer Kiste mit verbotenen Aufzeichnungen bewahrt wurde. "Und das war dein Grund?" fragte sie, w?hrend sie sich von der Stadt abwandte und ein bitterer Geschmack sich in ihrem Rachen ausbreitete. Asrig zuckte erneut mit den Schultern. "Ich hatte eine Vision davon, wie meine Welt aussehen sollte... meine Festung." "Ich hatte diese Visionnge bevor mein Vater als Hochk?nig aufstieg. Ich wusste... verstehst du?" Er stockte. "Dass meine Blutlinie immer dazu bestimmt war, ¨¹ber allen anderen zu stehen... Gr??e beiseite, mein Blut war golden." Sie schnaubte leise. "Wenn du nur fr¨¹her gelernt h?ttest, Gr??e beiseite zussen. Vielleicht h?ttest du ein gl¨¹cklicheres Leben f¨¹hren k?nnen." Asrig zuckte nicht einmal. Er fuhr fort, als h?tte er ihre Worte nicht geh?rt. Aber sie wusste, dass er sie geh?rt hatte. "Ebonhollow... ich konnte einfach nicht herausfinden, wo es hingeh?rt." fuhr er fort. "Es hatte Magie... aber eine Magie, die niemand au?er ihnen nutzen konnte," murmelte er. "Es gab Frauen... aber sie wurden erzogen, um den Ruhm eines Drachenreiters zu verabscheuen." "Sie w?hlten ein mittelm??iges Leben in ihrer Siedlung mit einem ebenso mittelm??igen Partner und einem unbedeutenden Dasein. ?u?erlich sch?n, innerlich hohl." "Es... passte einfach nicht," murmelte er. Neveah zuckte bei seinen Worten zusammen und dachte an die Absurdit?t einer ¨¹berzeugung, die eine ganze Spezies ausgel?scht hatte. "Weil es dich zu sehr an dich selbst erinnerte..." mutma?te Neveah. "?u?erlich sch?n, innerlich hohl. Du hast auch nicht ganz gepasst, oder?" Diesmal blickte Asrig zu Neveah hin¨¹ber. Die ?hnlichkeit weckte einen Schmerz in ihrem Herzen und Zorn unter ihren Rippen. Sie w¨¹nschte, sie k?nnte ihm das Gesicht abrei?en ¨C oder jedes Merkmal, das ihn mit dem Mann verglich, den sie liebte... einem Mann, der eine Ehre kannte, die Asrig nie verstehen konnte. "Ich habe nicht," stimmte er zu. "Ich war nicht dazu bestimmt, dazuzugeh?ren. Ich wurde geboren, um herauszustechen..." "Es war nie eine Frage... es war eine Gewissheit. Selbst als der dunkle Lord mir in die Augen schaute, sah ich in ihnen etwas widergespiegelt, das nicht einmal mein Vater hervorgerufen hatte..." "...Angst..." Er schien sich vorzubeugen, seine Augen hielten Neveahs Blick gefangen. Ein kalter Schauder lief ihr den R¨¹cken hinunter, als er fortfuhr. "Kurz bevor ich ihn t?tete." Neveahs Augen weiteten sich, sie trat ein paar Schritte zur¨¹ck und sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Du... hast den dunklen Lord get?tet?" Asrig grinste. "Wette, du dachtest, mein Vater war es, wie alle anderen auch. Keiner, der die Wahrheit kennt, lebt noch. Abgesehen von ihm." "Und ich dachte schon, er h?tte dir das gesagt. Unsere Blutlinie ist tief in Geheimnissen vergraben. Wie viel von dem, was du wei?t, ist die Wahrheit?" "Du kannst dein Herz, deine Seele, deinen K?rper geben... aber wie viel bekommst du daf¨¹r zur¨¹ck?" "...du armes Ding..." Chapter 829: Einziger Weg (Kap.830)

Chapter 829: Einziger Weg (Kap.830)

Einen Momentng herrschte Stille. Asrigs Worte schossen ihr durch den Kopf, angestachelt von seinen Augen, die tief in die ihren blickten, als k?nne er in ihre Seele sehen. Als k?nnte er ihre Gedanken lesen und w¨¹sste genau, wie er Zweifel und Unsicherheiten in ihr Herz ritzen konnte, so sicher, wie er sich selbst geritzt hatte. Und Neveah sp¨¹rte es, wie es ihre Wirbels?ule enng kroch und sie dazu verleitete, das in Frage zu stellen, was sie als wahr empfand. Auf halbem Weg nach oben erstarb es. Schlie?lich l?chelte Neveah. "Und?" "Und?" Asrig hob fragend eine Braue. "Und wenn du es warst, der ihn get?tet hat? Was dann?" Neveah fuhr ausdruckslos fort. "Wenn das stimmt, was erhoffst du dir davon, mir das zu sagen? Willst du eine Krone? Stehende Ovationen ... Du hattest bereits die ganze Welt in der Hand und hast sie trotzdem ruiniert." Asrig runzelte leicht die Stirn und neigte den Kopf zur Seite. "Der Tod des dunklen Lords war notwendig f¨¹r die Festung. Wenn Agardan ihn get?tet hat, bist du auf seinen Spuren auf den Thron gestiegen, und niemand hat sich dir widersetzt." "Und wenn schon? Es ist in Ordnung, wenn du von Agardans Taten profitierst, aber du empfindest es als Ungerechtigkeit, wenn es anders ist?" "Jeder ubt, dass mein Vater den dunklen Lord get?tet hat, das ist die ganze Grunge seines Ansehens ..." zischte Asrig. Neveah sch¨¹ttelte leicht den Kopf. "Das ist es, was du denkst." "Agardan verk?rpert die Gesamtheit der Drachenherrschaft. Die Geburt des Aufstandes und die Sache, die alle Drachen unter einem Banner vereinte ...nge bevor der Krieg gewonnen wurde und der dunkle Lord starb." "Agardan ist nicht K?nig geworden, weil er den dunklen Lord get?tet hat. Er wurde K?nig, weil er an die Drachen ubte, als sie nicht an sich selbst uben konnten." Neveah l?chelte leicht. "Und sprich nicht in diesem Ton mit mir. Spar dir dein Mitgef¨¹hl f¨¹r die Toten auf." Asrig schwieg einen Momentng. "Ich verstehe nicht ganz, was er richtig gemacht hat ... um dich zu verdienen." Er drehte sich wieder um, um Ebonhollow anzustarren und neigte den Kopf zur Seite. "Ihr wollt wissen, warum ich Ebonhollow niedergebrannt habe? Sie haben ihre Ethnie ausgel?scht?" "Sie haben mir genommen, was mir geh?rt, und es an jemand anderen verschenkt." murmelte er. Er hatte... eine echte Bindung?¡¯ Neveah wurde r. "Sie war... das Sch?nste, was ich je gesehen hatte, seit dem kleinen silberhaarigen B¨¹ndel in den Armen meiner Mutter." Sein Tonfall war distanziert, die Augen so hohl wie immer. "Sie hat mir den Atem geraubt... selbst wenn sie in den Armen eines anderen Mannesg." Asrig warf Neveah einen Blick zu und schmunzelte leicht, als er sah, dass er endlich ihre Aufmerksamkeit erregt hatte. "Wir entdeckten unsere Verbindung zuf?llig. Wir wurden von umherstreifenden dunklen Feen angegriffen. Ich wurde von Adamantium getroffen und suchte Zuflucht in Ebonhollow. Da ich mich nicht verwandeln konnte, fand Mykael eine junge Hexenheilerin, die meine Wunden versorgte." Er hielt inne. "Du kennst Mykael." Es war mehr eine Feststellung als eine Frage. Neveah w¨¹nschte, sie k?nnte sagen, dass sie ihn nicht kennt. "Die Wache Eures K?nigs." Best?tigte sie. Asrig l?chelte, fast traurig. "Wie sich herausstellte, war sie nicht nur irgendeine Heilerin." "Ich hatte nicht wirklich auf eine Bindung gehofft, wei?t du." Er zuckte l?ssig mit den Schultern. "Ich hatte Frauen, die meine Bed¨¹rfnisse befriedigten. Ich w¨¹rdenge genug leben, ein Erbe war nicht meine unmittelbare Sorge. Warum sollte ich mir die M¨¹he machen, ein lebennges Reittier f¨¹r irgendein... Wesen zu werden?" "Ich wusste die Antwort, als ich sie sah." Er gluckste vor sich hin. "Ich verstand es besser, als ich sie in den Armen eines anderen fand." Neveah zuckte sichtlich zusammen. Eine der gr??ten Trag?dien des Drachengeschlechts war die Seltenheit, dass sie ihre wahre Bindung fanden. So wenige wie sie waren, die ihre Bindung fanden, noch weniger fanden eine willige Bindung. Drachen konnten Jahrhunderte leben... die Zeit war nicht so freundlich zu jeder Ethnie. W?hrend sie meist Jahrhunderte auf diese eine Bindung warteten, war es wahrscheinlich, dass das Leben ihres Schicksalsgef?hrten weitergehen w¨¹rde. Sie w¨¹rden andere lieben, Familien gr¨¹nden... alt werden und sterben. "Also... habe ich ihn get?tet." Asrig wartete, doch die erhoffte Reaktion blieb aus. Neveah war nicht einmal ¨¹berrascht. Asrig war kein Mann, der es jemals dulden w¨¹rde, verleu zu werden, schon gar nicht zugunsten einer Ethnie, die er f¨¹r schw?cher hielt. Er zuckte l?ssig mit den Schultern. "Sie w¨¹rde ein paar Jahre um ihn trauern, und dann w¨¹rde ich sie holen kommen. So schwierig sollte es doch nicht sein." Er schwieg einenngen Momentng und starrte nur auf Ebonhollow hinunter. "Bis ich sp¨¹rte, wie meine Seele von innen heraus geh?utet wurde... und ich wusste, was sie getan hatte." Neveah atmete zittrig aus. Sie war sich nicht sicher, was sie f¨¹hlen sollte, wenn sie w¨¹sste, dass Asrig die Durchtrennung erlebt hatte... sie war sich nicht sicher, ob sie ¨¹berhaupt etwas f¨¹hlen sollte. "Sie hat sich das Leben genommen ... um dich zu bestrafen." Er l?chelte, seine Lippen neigten sichngsam, fast bedrohlich. "Sie hat mir... ein Geschenk gemacht. Ein Gef¨¹hl, wie es kein anderes gibt. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten f¨¹hlte ich... etwas so tief und vollkommen, dass ich eine neue rheit gewann." "Ich verstand meine Bestimmung." Seine Augen trafen die von Neveah. "Die einzige Schw?che meiner Art zu zerst?ren... dieses verdammte Band." Ein Schauer kroch Neveah ¨¹ber den R¨¹cken. Sie konnte ihren Blick nicht von ihm abwenden, selbst wenn sie es versuchte. "Und ich hatte genau das Richtige, um es zu ersetzen. Etwas viel St?rkeres und Erf¨¹llenderes als ein d¨¹rftiges echtes Band. Macht... Magie." "Nur ein Drache, der die Durchtrennung ¨¹berwunden und ¨¹berlebt hat, kann wahre Erleuchtung engen. Nur ein Drache mit Erleuchtung ist der Vorherrschaft w¨¹rdig." Sein Ton war tief, fast ehrf¨¹rchtig. "Ich habe Ebonhollow nicht f¨¹r die Hexen zerst?rt... Ich zerst?rte es, um meine Ethnie von ihren verdammten Fesseln zu befreien. In einer Nacht habe ich Dutzende von unentdeckten Fesseln durchtrennt und meinen Drachen die wahre Freiheit von ihren Fesseln geschenkt." Neveahs Herz zog sich vor kalter Angst zusammen. Dies war der Teil des Untergangs von Ebonhollow, ¨¹ber den nie gesprochen wurde. Die Tatsache, dass unter den Tausenden, die get?tet wurden, auch solche waren, die zu Drachenlords bestimmt waren, aber unentdeckte Verbindungen hatten. Der Sturz von Ebonhollow war nicht Asrigs Urteil ¨¹ber die Hexen... die wahre Motivation war seine eigene Art. "Du bist krank!" Neveah spuckte. Tr?nen stiegen ihr in die Augen. "Du bist v?llig geistesgest?rt!" Asrigs Grinsen wurde breiter. Seine Augen blitzten vor Vergn¨¹gen. "Wei?t du, warum du eine zweite Chance im Leben bekommen hast?" Ebonhollow schien still zu stehen. Totenstill. So still wie Neveahs Blut, das in ihren Adern steif gefroren war. "Die ganze Zeit ¨¹ber ... war dies die Chance meines Bruders, die wahre Erleuchtung zu engen." Neveah zog sichngsam zur¨¹ck, die Augen weit aufgerissen. "Er hat einmal versagt... er wird nicht noch einmal versagen. Er ist jetzt st?rker, und das verdankt er nur dir. Du hast deine Rolle gut gespielt..." "...also Neveah Vairheac...dein einziger Weg ist ab jetzt der Tod." Erinnerungen blitzten in Neveahs Kopf auf. Diese schreckliche Nacht... das Verbluten in der K?lte... Der Schmerz... die Leere, das Bedauern... "Raus... aus meinem Kopf!" Sie kreischte. "Geh raus!!!!" Ein scharfer Ruck lie? Neveah nach hinten fliegen, Asrig verschwand und sie taumelte erneut in einen Abgrund aus Dunkelheit. The Novel will be updated first on this website. Come back and continue reading tomorrow, everyone! Chapter 830: Ungewohnte Dunkelheit (Kap.831)

Chapter 830: Ungewohnte Dunkelheit (Kap.831)

Nachdem die Welt endlich wieder zur Ruhe gekommen war, stand Neveah in einem riesigen, endlos erscheinenden Feld aus schwarzem Sand und karger Felndschaft. Ihr Herz schlug immer noch wild und die Wut, die durch ihre Adern pulsierte, war roh und intensiv. Was auch immer Asrig tat, er wurde immer geschickter darin, ihren Verstand zu verwirren ... und sie verabscheute sich selbst daf¨¹r, dass sie ihm die Freude an ihrer Reaktion gestattet hatte. Ihre Stiefel sanken tief in den Sand und hinterlie?en tiefe Spuren, w?hrend siengsam einen Kreis drehte und ihre Umgebung betrachtete. Der Himmel hatte sich verdunkelt und spiegelte fast perfekt die schwarze, sandige Erde wider. Graue Wolken lie?en eine tintenschwarze Nebeldecke entstehen, die den Himmel bedeckte und jegliches Licht blockierte, das m?glicherweise durchgesickert sein k?nnte. Falls ¨¹berhaupt ... an diesem grauenvollen Ort. Zu beiden Seiten von ihr erstreckte sich die W¨¹ste, soweit das Auge reichte. Kein einziges Geb?ude war zu sehen, nicht einmal ein Anzeichen von Leben. Nur Stille und Dunkelheit. "Wir sollten uns auf den Weg machen." Ihr Wolf warnte sie. Ihr Tonfall verriet genau das gleiche Unbehagen, das Neveah empfand. "Traumwandern kann gef?hrlich sein, wenn wir auf das Falsche sto?en. Wir wissen nicht einmal, in wessen Traum wir uns befinden. Wir m¨¹ssen einen Weg nach Xenon finden." Neveah nicktengsam. Sie beruhigte ihr Herz, entschloss sich blitzschnell f¨¹r einen Weg und ging in diese Richtung. Eine gef¨¹hlte Ewigkeit irrte sie ziellos durch die schwarze W¨¹ste, doch ein Ende war nicht in Sicht. Je l?nger es dauerte, desto st?rker wurde ihr Unbehagen. Xenons Bewusstsein kehrte nicht zur¨¹ck, egal wie sehr sie ihn zu wecken versuchten... und sie wusste nicht einmal, ob sie am richtigen Ort war. Sie konnte sich nicht einmal sicher sein, ob es die richtige Entscheidung war, den Traumspaziergang zu machen. Was, wenn er ¨¹berhaupt nicht hier war? Was, wenn er es doch war? Und sich in Gefahr befand, w?hrend sie nicht einmal eine Spur von ihm entdecken konnte? Was, wenn der wilde Dunst ihn endlich eingeholt und f¨¹r immer verschleppt hatte? Was, wenn es nicht der wilde Dunst war, sondern die Geheimnisse, ¨¹ber die er im Schattenturm nicht sprechen wollte? Die Ver?nderungen, die sie bemerkt hatte, die er aber nicht erkl?rte? Was, wenn sie ihn nie fand ... was, wenn sie selbst nie zur¨¹ckkam? Die Zweifel kollidierten heftig in ihrem Kopf. Sie zerfetzten ihr Herz und weckten eine M¨¹digkeit tief in ihren Knochen. Ihr Wolf bewegte sich unruhig in den Tiefen ihres Geistes. Und Demevirld behielt seinen entschiedenen Schweigen bei. Neveah atmetengsam aus und blinzelte die Tr?nen der Dringlichkeit und Frustration weg, die ihr in die Augen stiegen. Ihre Instinkte hatten sie noch nie im Stich gssen. Es w¨¹rde jetzt nicht beginnen ... es w¨¹rde nicht beginnen! Sie ging weiter. Die W¨¹ste schien ewig zu dauern und Neveahs Glieder begannen zu schmerzen, aber sie h?rte nicht auf zu gehen. Nicht, bis sie schlie?lich eine Ver?nderung in der zugigen Luft sp¨¹rte. Es war subtil, fast wie ein Ruck in ihrem Kopf, nicht wie eine Ver?nderung der Atmosph?re. Die richtige Richtung wurde ihr pl?tzlich r und deutlich. Sie verdoppelte ihr Tempo und eilte durch die schwarze W¨¹ste. Doch es war kein Ende in Sicht. Neveah hielt inne, um Luft zu holen, und zog die Stirn in Falten, als sie ihre Umgebung noch einmal betrachtete. Als sie ein paar Schritte zur¨¹cktrat, wurde ihre Aufmerksamkeit sofort auf den pechschwarzen Sand gelenkt. Er sinkt nicht ... stellte sie fest. Neveah ging leicht umher, um sich zu vergewissern, und best?tigte, dass dies der einzige Teil des W¨¹stensandes war, der so stabil war. Als st¨¹nde sie auf festem Boden. Sie z?gerte nicht. Sie ging in die Hocke und w¨¹hlte sich mit einer Dringlichkeit, die sie nicht verbergen wollte, durch den Sand. Sie steckte ellenbogentief in schwarzen Sandk?rnern, als die feste Oberfl?che zum Vorschein kam. Es war nur ein fl¨¹chtiger Blick darauf, aber es war eiskalt, und beim ersten Kontakt zog sie ihre Hand schnell zur¨¹ck. Das bei?ende K?ltegef¨¹hl lie? sie aufschreien. Als sie das, was wie ein gefrorener See unter dem schwarzen Sand aussah, genauer ansah, grub sie weiter und legte noch mehr von der gefrorenen Oberfl?che frei. Und je mehr sie grub, desto mehr kam die Silhouette eines Mannes unter dem Eis zum Vorschein.Neveahs Herz sank ihr in die Magengrube. Ihre H?nde arbeiteten schneller, gruben wahllos und schoben verzweifelt schwarzen Sand beiseite. Ihre Arme und Muskeln taten weh. Ihre Fingern?gel waren mit Sandk?rnern verstopft, ihre Kleidung und ihr Haar waren ein einziges Durcheinander, und der Sand klebte an den nackten Stellen an ihr, wo die Haut durch den Reitanzug zu sehen war. Sie brauchte das Gesicht unter dem Eis nicht zu sehen, um es zu erkennen. Und nach einer kurzen Zeit der Anstrengung wurde Xenon sichtbar. Sein Haarg ausgebreitet im Wasser unter ihm, seine Z?pfe hatten sich gelockert. Seine Augen waren aufgerissen, geweitet, vor Entsetzen erstarrt. "Xenon!" rief Neveah verzweifelt. "Xenon! Xenon!" Ihre Stimme drang nicht zu ihm durch. Und seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, konnte er sie auch nicht sehen. Neveahs Faust traf zum ersten Mal auf das Eis, das Ger?usch hallte durch die stille W¨¹ste. Und dann noch einmal, und noch einmal. Bis die Oberfl?che mit ihrem Blut rot gef?rbt war. Aber das Eis war fest und r¨¹hrte sich nicht. Sie stie? einen Schrei der Frustration aus. Ihre Augen suchten wild nach irgendetwas, das helfen k?nnte, Xenon zu befreien. Aber es war nichts zu sehen au?erngen Strecken schwarzen Sandes. Neveah schlug noch einmal mit der Faust auf das Eis. Eine unheimliche, ungewohnte Stimme wehte im Wind: "So kannst du ihn nicht retten." Ihr Kopf ruckte hoch und sie blickte sich um. Sie konnte niemanden sehen. Sie sp¨¹rte auch keine Pr?senz. Nichts als die K?lte des Windes. "Wer... wer bist du?" fragte Neveah misstrauisch. Diesmal war die Stimme tiefer. Fast so, als sei es eine v?llig andere Person. "Freund oder Feind, was spielt das f¨¹r eine Rolle?" Neveahs H?nde ballten sich an ihrer Seite, Blut tropfte unabl?ssig aus ihren F?usten. In diesem Punkt hatte die Stimme recht. Es war ihr sogar egal, wer es war, snge er wusste, wie man Xenon retten konnte. "K?nnen Sie ... mir helfen, ihn zu retten?" Fragte siengsam. "Der Feuerdrache ist in Gefahr. Nicht durch seine eigene Dunkelheit, sondern durch die eines anderen. Du musst denjenigen finden, dessen Dunkelheit in seinen Geist eingedrungen ist ... und du musst schnell sein, er wird sich nichtnge widersetzen k?nnen." Neveahs Brauen runzelten sich. "Eingedrungen ...?" Ihr Blick schweifte erneut ¨¹ber ihre Umgebung. Es war kein Wunder, dass ihr das alles nicht vertraut vorkam. Xenons Dunkelheit war turbulent und unruhig, sie war Neveah vertraut. Aber das hier war nicht seine... Sie war kalt und still. Wie ein Abgrund von unendlicher Dunkelheit. Eine Leere des Nichts... leer und tot. Und es gab nur eine einzige andere Person, an die Neveah denken konnte. Denn bei den wenigen Gelegenheiten, bei denen sie seinem Blick bege war, konnte sie sie sp¨¹ren, die Leere in ihm. "Verothrax..." Chapter 831: Vorahnung (Kap.832)

Chapter 831: Vorahnung (Kap.832)

**~Die wei?en D¨¹nen** In der Ferne kreischte der Todessturm. Kurz darauf folgte das vertraute, d¨¹stere Echo von krachender Erde. Die Schlucht dehnte sich weiter aus, trug den Todessturm in sich und fra? sich unaufhaltsam tiefer in die Erde. Dabei dr¨¹ckte sie immer st?rker gegen die schimmernde Barriere. Die D¨¹nenbarriere begann zu leuchten, sichtbar werdend, als sie die Dunkelheit abwehrte, die versuchte, die Erde zu zerrei?en. Der Himmel jenseits der Barriere war nicht nur vom sich wandelnden Miasma geschw?rzt, sondern auch von etwas anderem. Ein wirbelnder Hohlraum ffte in der Mitte des Himmels, von dem eine starke, pulsierende Magie ausging. Das Toxin w¨¹tete wie ein lebendiges, atmendes Wesen, das versuchte, den Eindringling zu vertreiben. Die folgende Vibration war zun?chst nur schwach sp¨¹rbar, besonders oben auf der Stadtmauer, doch sie reichte aus, um das mulmige Gef¨¹hl in der Brust zu verst?rken. "ubst du, er schafft das da drau?en ganz allein?" fragte Estelle und warf Dante einen besorgten Blick zu. Sie konnte das st?ndige Unbehagen nicht ertragen, dieses leise, nagende Gef¨¹hl, dass etwas Schlimmes bevorstand ¨C und es w¨¹rde rasch kommen. Es waren bereits einige Tage vergangen, seit sie nach ihrerngen Zeit in der Nymphensiedlung bei den D¨¹nen angekommen waren. Und in all diesen Tagen hatte Verothrax sich jeden Tag hinter die Barriere gewagt, um seine Magie gegen die ?gefallene Leere¡° einzusetzen. Doch seine Versuche waren bisher allesamt gescheitert. Einen kleinen Riss ¨¹ber dem Wald von Tajma¨¦ zu schlie?en, war eine Sache. Aber dies hier... das war etwas v?llig anderes. Der Bruch war vor songer Zeit entstanden. Sein Ausma? und die tiefgreifenden Sch?den, die er angerichtet hatte, waren zu gewaltig, um sie einfach r¨¹ckg?ngig machen zu k?nnen. Zudem unterschieden sich der Wald von Tajma¨¦ und die dunklen Lande erheblich ¨C sowohl im Aufbau als auch in der Quelle ihrer Magie. Verothrax¡¯ Magie war stabilisiert worden, doch ohne die magischen F?higkeiten der Fae in seinem Blut war er weitaus schw?cher als noch zu der Zeit, als er diese Leere herbeigerufen hatte. Damals war seine Macht nur geliehen gewesen. Diesmal konnte er sich nur auf seine eigene Kraft vessen. Und niemand konnte sagen, ob das ausreichen w¨¹rde. Dante sch¨¹ttelte leicht den Kopf. ?Wenn jemand den Schattengiften standhalten kann, dann ist es Verothrax.¡° ?Wir k?nnen ihm da drau?en nicht helfen¡°, murmelte Estelle und verzog die Lippen. ?Wir w¨¹rden ihn nur behindern.¡° Sie konnte der Wahrheit in Dantes Worten nicht widersprechen. Selbst Coran und Garron, die viel mehr Kampferfahrung hatten als Dante, w?ren fast dem giftigen Miasma zum Opfer gefallen. Und sie selbst... Estelle war erst seit einem Jahr Drachenreiterin. Sie h?tte keine Chance. Die Vibrationen unter der Erde traten in Intervallen auf, mal schwach, mal heftig. Bei den leichteren St??en konnte sie stehenbleiben. Doch wurde es schlimmer, musste sie sich abst¨¹tzen ¨C meistens indem sie sich an Dantes Hand mmerte. Wenigstens war Dante hier. Estelle fragte sich, wie es wohl der Stadt Dune unter all den Turbulenzen erging, die Verothrax verursachte. Das Gef¨¹hl, eine L?sung mitgebracht zu haben, die alles zuerst nur schlimmer machte, war schwer zu ertragen. ?Ich ube nicht, dass er schon bereit ist...¡°, sagte Estelle z?gernd. ?Die Nymphen sagen, er braucht mehr Zeit. Warum h?rt er nicht auf sie?¡° Dante schwiegnge, bevor er schlie?lich sagte: ?Schuldgef¨¹hle.¡° Estelle stie? einen h?rbaren Atemzug aus und entdeckte die grauschuppige Bestie, als sie durch die Barriere zur¨¹ckkehrte. Wenigstens kannte Verothrax noch seine Grenzen. Er kam immer nach ein paar Stunden im Miasma allein wieder zur¨¹ck. Bis jetzt jedenfalls. Doch was, wenn er eines Tages nicht mehr zur¨¹ckkehrte? Estelle beobachtete Verothrax genau, w?hrend er zu den Bergen flog, um in die H?hlen zur¨¹ckzukehren, die er ¡°sein Zuhause¡± nannte. Er hatte sich von allen abgeschottet ¨C abgesehen von Ida. Sie hatte ihn seitdem nicht mehr in menschlicher Gestalt gesehen, nicht seit jenem Tag, an dem er mit seiner seltsamen Frau zu den H?hlen geflogen war. Seitdem hatte er keinen Fu? mehr ins Schloss gesetzt. Jeden Tag pendelte er zwischen der Schlucht und den H?hlen hin und her. Vielleicht machte sie sich zu viele Gedanken. Sie warennge genug in derselben Gesellschaft gewesen, sie hatte ihn ein- oder zweimal dabei erwischt, wie er ein L?cheln versteckte, wenn er dachte, dass niemand sonst zusah. Und es gab ein paar Gelegenheiten, bei denen er ihre wilden Beeren noch vor Dante fand und dabei eine schroffe und kalte Miene aufsetzte ... aber er sorgte daf¨¹r, dass sie f¨¹r die Dauer ihrer Reise zu essen bekam. Er war nicht der d¨¹stere Schattendrache, f¨¹r den ihn alle gehalten hatten. Sie konnte sich einfach nicht damit abfinden. Verothrax war noch nie gesellig gewesen, aber das hier war anders. Und w?hrend Dante und Everon es nicht ungew?hnlich fanden, dass ein Drache, der jahrhundertng geschlummert hatte, sich von der Welt um ihn herum zur¨¹ckzog und abschaltete, konnte sie den schlechten Geschmack in ihrer Kehle nicht absch¨¹tteln. Was auch immer in Tajma¨¦ geschehen war, Verothrax hatte sich ver?ndert. Er hatte sich noch mehr zur¨¹ckgezogen und war noch k?lter geworden. Und auch wenn es sonst niemand sah, sie sah es. Sie konnte es nicht ¨¹bersehen. "Er ist zur¨¹ck in die H?hlen gegangen. Wir sollten zur¨¹ck zur D¨¹nenburg gehen." sagte Dante zu ihr. Sie z?gerte. "Ich mache mir Sorgen um Verothrax. Meinst du, wir sollten nach ihm sehen?" Dante l?chelte leicht, sein Blick war sanft. "Wenn du dich dann besser f¨¹hlst. Ich bringe dich hin." Der Flug zur Bergh?hle war kurz und leise. Dante sa? leicht auf, vorsichtig auf den steilen Felsen. Als Estelle abstieg, fand sie Ida bereits am Eingang der H?hle stehen. Als h?tte sie sie bereits erwartet. Die Maske, die sie trug, ging Estelle jetzt auf die Nerven. Und es verwirrte sie, dass es noch jemand anderen als einen dunklen Zauberer gab, den sie so beunruhigend fand. Immerhin verbargen die dunklen Zauberer ihre Identit?t nicht. Ihr Vater hatte ihr einmal gesagt, dass jemand, der es f¨¹r n?tig hielt, eine Maske zu tragen, etwas zu verbergen hatte. "Wo ist Verothrax?" fragte sie und zwang sich zu einem L?cheln auf den Lippen. "Er kam vor einigen Augenblicken hierher." "Er ruht sich aus." Ida antwortete best¨¹rzt: "Die Reisen zur Barriere ersch?pfen ihn, und er schl?ft sofort ein, wenn er zur¨¹ckkommt." Estelle sch¨¹rzte ihre Lippen leicht. Das war dieselbe Antwort, die sie bisher jeden zweiten Tag erhalten hatten. Sie konnte Verothrax¡¯ Bed¨¹rfnis, sich zur¨¹ckzuziehen, verstehen, aber es war dennoch besorgniserregend. Er war einer von ihnen. Leere Magie hin oder her. Und sie fand es nicht richtig, was er zwischen Ke und seiner Genesung in Tajma¨¦ durchgemacht hatte. Nach allem, was sie geh?rt hatte, hatte er nie etwas Richtiges durchgemacht, wirklich nicht. Es hinterlie? einen bitteren Geschmack auf ihrer Zunge. Zu wissen, dass sie in einer Welt lebte, die Drachen wie ihm die Vernunft entrissen hatte. "Ist er verletzt? Everon hat angeor, dass er so bald wie m?glich zum Schloss zur¨¹ckkehrt." fuhr Estelle fort. "Das dunkle Miasma ist giftig, und obwohl er eine gr??ere Toleranz als die meisten Drachenlords gezeigt hat, m¨¹ssen wir vorsichtig sein." Ida nicktengsam und atmete aus. "Das habe ich auch gedacht. Aber alles, woran er denken kann, ist, das Brechen r¨¹ckg?ngig zu machen, ich wage es nicht, etwas anderes vorzuscgen." "Wir sollten ihn ausruhenssen. Zu einem sp?teren Zeitpunkt wiederkommen." schlug Dante vor, wobei sein Blick zwischen Ida und der H?hle hinter ihr hin und her wanderte. Sie konnte erkennen, dass er genauso unsicher war wie sie. Gegen¨¹ber Ida und ihren Worten. Aber Verothrax war gef?hrlich, und Ida war die einzige Person, die er noch tolerierte. Konnten sie es riskieren, sich einen Weg hinein zu bahnen? K?nnte Dante es mit ihm aufnehmen, wenn er die Kontrolle verlor? Er w¨¹rde es tun, wenn sie darauf best¨¹nde. Aber sie konnte den Gedanken nicht ertragen, dass er verletzt werden k?nnte. "Gut." Estelle gab schlie?lich nach. "Lass ihn wissen, dass wir hier waren." Estelle wandte sich zum Gehen, ein Gef¨¹hl der Vorahnung pochte in ihrem Herzen. Chapter 832: Ihn brechen (Kap.833)

Chapter 832: Ihn brechen (Kap.833)

Der Wind war rau und k¨¹hl, als Jian ¨¹ber die wei?en D¨¹nen schwebte. Er biss in die Haut von Neveahs Wangen, doch selbst der eisige Wind versste im Vergleich zu der K?lte, die Xenon ausstrahlte. Er f¨¹hlte sich eiskalt an, t?dlich kalt. Neveah hielt ihn fest an ihre Brust gedr¨¹ckt und wiegte seinen Kopf, ihre Handfl?cheg seitlich an seinem Gesicht. Sie hoffte, ihm die W?rme zu geben, die sie selbst nicht sp¨¹rte. Sie konnte immer noch dasngsame Heben und Senken seiner Brust sp¨¹ren, ein Rhythmus, der halb so schnell war wie das rasche Scgen ihres eigenen Herzens. H?tte sie auch das nicht gesp¨¹rt, h?tte sie das Schlimmste bef¨¹rchtet. Selbst jetzt... kr?uselte sich die Angst in ihrer Magengrube zu einem Knoten, der mit jedem Moment gr??er wurde. Mit jedem Atemzug f¨¹hlte sie es, wie ein Dolch, der tiefer in ihren Bauch drang. Jeder Herzscg war schmerzhaft, jedes Anzeichen erinnerte sie an ein Leben, das sie festhielt, w?hrend Xenons Leben pl?tzlich in Gefahr war. "H?r auf... Veah. Denk nicht an solche Dinge. Wir werden ihn nicht verlieren." Jians Stimme in ihrem Kopf sollte ihr Trost spenden. Das tat sie aber nicht. Nicht, wenn sein eigener Tonfall von Unsicherheit durchdrungen war. Sie waren unterwegs, um Verothrax aufzusuchen, aber w¨¹rde er ¨¹berhaupt Antworten haben? Es war schwer zu uben, dass Verothrax irgendetwas tun w¨¹rde, um Xenon zu schaden, insbesondere etwas so Verwerfliches und Verbotenes wie die Nutzung der mentalen Kommunikationsverbindungen der Drachenlords, um in Xenons Geist einzudringen. Jahrzehnte des wilden Dunstes hatten Xenon die mentalen Mauern genommen, die die meisten Drachenlords ihr halbes Lebenng aufbauten, Mauern, die sie vor jeglicher Form magischen Einflusses auf ihren Geist sch¨¹tzten. Xenon war anf?llig. Das war er schon immer gewesen. Aber er hatte den Dunst besiegt. Er unterdr¨¹ckte ihn. Er war auf dem besten Weg zur vollst?ndigen Genesung. Tag f¨¹r Tag wurde er besser und realer, Er wurde zu dem Mann, den sie sich kaum w¨¹rdig f¨¹hlte. Er hatte so viel geopfert, um hierher zu kommen... so viel durchgemacht... Neveah hatte sich nicht vorstellen k?nnen, dass so etwas noch einmal passieren w¨¹rde. Sie hatte sich nicht vorstellen k?nnen, dass sie jemals aufwachen w¨¹rde, um den Mann, den sie liebte, kalt und dem Tod nahe zu finden. Und es hatte Anzeichen gegeben. Mein Gott! Seit jener Nacht in Keep Skies hatte es Anzeichen gegeben... Wie konnte sie nur dar¨¹ber hinwegsehen? Warum hatte sie sich einredenssen, dass sich alles von selbst aufl?sen w¨¹rde, so wie der wilde Nebel? "Wir sind da. Festhalten." Jian warnte Neveah vor der bevorstehenden Landung. Sie hielt fest, so gut sie konnte, und wiegte Xenon, w?hrend Jian zur Landettform von Dune City hinabstieg. Zuhause... sie war zuhause. Aber nicht so, wie sie gehofft hatte. Sie war hier mit einem sterbenden Xenon und k?mpfte gegen die Tr?nen an, die ihr in die Augen stachen. Und es gng ihr nicht. Die Landung war hart, und die ttform zitterte unter ihnen. Neveah ruckte nach vorne, hielt sich aber fest. Es war untypisch f¨¹r Jian, aber lief gerade irgendetwas, wie es sein sollte? "Vater!" Schrie sie, ihre Stimme br¨¹chig von den zur¨¹ckgehaltenen Schluchzern. "Everon!" Kaideon kam als Erster durch die T¨¹r, Jian hatte ihm voraus Nachricht geschickt. Er st¨¹rmte mit weit aufgerissenen Augen heraus. Sein Blick traf auf Neveah und dann auf Xenon, der in ihren Armeng. Er stellte keine Fragen, sagte kein Wort, sondern ¨¹berquerte schnell die ttform und half dem bewusstlosen Xenon beim Absteigen. Er legte seinen Arm ¨¹ber seine Schulter und stabilisierte sein Gewicht mit einem Arm, w?hrend Neveah abstieg. Sobald sie sicher auf festem Boden waren, hob Jian wieder ab, seine Fl¨¹gel schlugen gegen den Wind. Auf der Suche nach Verothrax, wusste Neveah. Auch Everon war hinausgekommen und hatte Xenon auf der anderen Seite unterst¨¹tzt, indem er ihn in die Burg brachte. Neveah folgte ihnen und biss sich auf die Lippe, um die ¨¹belkeit zu bek?mpfen, die in ihrer Kehle aufstieg. Everon und Kaideon brachten Xenon eilig in die Krankenstation, wo sie ihn auf das vorbereitete Bett legten. Rodvan, Coran und Tara warteten bereits. Als sie Neveah erblickten, eilte Tara herbei und umarmte sie. Neveah stand steif da. Sie konnte ihre Glieder nicht bewegen, selbst wenn sie es versucht h?tte. Sie konnte immer noch nicht verstehen, was genau geschah. Nichts ergab mehr einen Sinn. Ihr Blick war immer noch auf Xenon gerichtet, w?hrend Everon ihn schnell untersuchte, mit grimmiger Miene. Kaideon stand an der Seite und beobachtete Neveah mit schmerzverzerrten Augen, seine K?rperhaltung war angespannt. Die F?uste waren so fest geballt, dass seine Kn?chel wei? geworden waren undngsam Blut tropfte. "Es wird schon wieder." Beruhigte Tara und rieb ihr den R¨¹cken in einer Geste, die beruhigend wirken sollte.Das tat es nicht. Neveah legtengsam eine Hand auf Taras R¨¹cken und sie brach augenblicklich zusammen und schluchzte in Neveahs Schultern. So bet?ubt sie sich auch f¨¹hlte, ihr Herz zog sich zusammen. Es war noch nicht einmal ein paar Wochen her, dass sie Orin verloren hatten ... die Atmosph?re auf Schloss Dune war d¨¹ster und von Trauer gepr?gt. Sie h?tte kommen sollen, um f¨¹r sie stark zu sein. Um Tara und Isa zu halten und ihnen zu versichern, dass jeder Drachenlord in der Festung f¨¹r sie einstehen und f¨¹r Orins Ehre k?mpfen w¨¹rde ... bis zum letzten Mann. Sie h?tte Orins kleinen Erben im Arm halten und ihm Worte des Trostes zufl¨¹stern sollen. Ihm sagen, was f¨¹r ein gro?artiger Mann sein Vater gewesen war, so wie sie sich geschworen hatte, dies f¨¹r den Rest ihres Lebens zu tun. Aber stattdessen war sie hier... distanzierte sich von ihren eigenen Gef¨¹hlen, denn dieser Schmerz... diese Angst, diese Ungewissheit, das war eine Qual. Und sie hatte gelernt, mit ihren Gef¨¹hlen besser umzugehen. Aber all die Lektionen der letzten Jahre schienen auf dem Flug zu den D¨¹nen vom Winde verweht worden zu sein. Ihr K?rper f¨¹hlte sich nicht wie der ihre an. Als s?he sie durch die Augen eines anderen, wie ihre Welt noch mehr zusammenbrach, als sie es seit dem Bruch ohnehin schon getan hatte. "Was ist passiert?" fragte Everon schlie?lich nach seiner Einsch?tzung. Er hob seinen Blick zu Neveah. "I..." Sie schluckte. Ein harter, schmerzhafter Klo?, der nicht wegging. "Ich wei? nicht ..." Sie wusste es nicht. Jian wusste es nicht. Sie war sich sicher, dass selbst Xenon keine Ahnung hatte, was mit ihm geschah oder dass es sich so entwickeln w¨¹rde. "Er ... fing an, sich seltsam zu verhalten. Er war viel mehr in seinem Kopf. War oft in Gedanken versunken, verwechselte mich mit jemand anderem..." Sie brach ab. "Dann begannen die n?chtlichen Schrecken." Sie fuhr fort und zwang die Worte durch ihre geschwollene, schmerzende Kehle hindurch. "Es ging nie um etwas Bestimmtes. Aber er wachte ver?ngstigt auf, schnappte nach Luft... sein Herz schlug unkontrolliert..." "Wir ubten, es sei der wilde Dunst, der r¨¹ckf?llig wurde. Er sagte, es ginge ihm gut und er habe au?er den Albtr?umen keine Beschwerden." "Er sagte, sie w¨¹rden verschwinden, wenn wir zum Drachenfried zur¨¹ckkehren. Und ich... ich h?tte ihm nicht uben sollen... Ich h?tte es besser wissen m¨¹ssen..." Ihre Stimme brach und Tara hielt sich fester. "Und dann... sind wir aufgewacht, und er wollte nicht." "Er... ist einfach nicht mehr aufgewacht." Everon sch¨¹rzte seine Lippen. "Da ist noch etwas?" Fragte er wissend. Neveah nicktengsam. "Ich habe getr?umt, dass er..." begann sie, "Veah... ich habe dir gesagt, wie gef?hrlich das ist!" rief Kaideon aus. "Ich habe euch beiden den Anh?nger nicht gegeben, damit ihr durch die Traumwelt t?nzelt! Es gibt Dinge auf dieser Ebene, die niemand versteht! Ihr k?nntet verletzt werden!" Dinge, die niemand verstand... wie ein toter Asrig, der gesund und munter in ihren Tr?umen herumspukte. Sie wusste es... sie wusste es wirklich. "Ich musste es tun! Er sa? irgendwo fest!" rief Neveah aus, die Tr?nen flossen nun schneller. "Irgendwo... unter Eis! Eine schwarze W¨¹ste... Ich wei? nicht einmal, was ich sah oder was ich h?rte. Aber das Einzige, dessen ich mir sicher war, war, dass die Leerenmagie von Verothrax dort war." "Sie war... ich habe sie gesp¨¹rt." Everon tauschte einen Blick mit Kaideon aus. "Dante und Estelle flogen los, um Verothrax zu beobachten. Sie sind weder zur¨¹ckgekehrt noch haben sie sich gemeldet ... wir wollten uns gerade auf die Suche nach ihnen machen." "Ich werde gehen." erkl?rte Kaideon. Er wandte sich zum Gehen. Neveahs H?nde ballten sich zu festen F?usten. "Ich werde mit dir gehen..." "Veah..." begann Kaideon zu argumentieren. "Nein!" sagte Neveah fest. "Verothrax¡¯ Leerenmagie ist zu stark, selbst ohne die magische F?higkeit der Fae. Weder du noch Jian k?nnen ihm widerstehen ... nicht ohne mich." Ihre Augen verengten sich. "Ich habe mir eubt, mich um ihn zu k¨¹mmern. Jian h?lt ihn f¨¹r einen Sohn und ich hoffte, wir k?nnten eine Bindung aufbauen." "Aber wenn er Xenon, Dante oder Estelle etwas antut ... wenn er etwas damit zu tun hat, werde ich ihn brechen ... so wie er die Welt gebrochen hat." Sie st¨¹rmte hinaus, die Augen blitzten vor Zorn. Chapter 833: Ged?mpft (Kap.834)

Chapter 833: Ged?mpft (Kap.834)

Drachen waren Bestien von un¨¹bertroffener Ehre. Das war so sicher wie das Blut, das durch ihre Adern floss, das Herz, das unter ihrer Rippe schlug, die Schuppen, die ihren K?rper auskleideten, oder das Feuer, das ihre Seelen schmiedete. Aber gelegentlich... gab es Ausnahmen. Einmal in einer Generation, einem Jahrhundert oder l?nger. Es gab diejenigen, die anders geboren wurden... anders. Wenn die Menschen so akzeptiert wurden, wie sie waren, warum wurden dann diejenigen, die anders geboren wurden, gehasst und verurteilt, nur weil sie es wagten, sich abzuheben? Die Menschen hatten viele mutige M?nner und ebenso viele Feiglinge. Viele gro?e M?nner und ebenso viele Versager. Warum waren alle Drachen an den Ehrenkodex gebunden? Ein Kodex, f¨¹r den und durch den sie einer schw?cheren Ethnie unterworfen waren. Was ist ¨¹berhaupt Ehre? Denn anders zu sein ... ist wahre ¨¹berlegenheit. ~Asrig _____ Ein Schauer lief Neveahs R¨¹cken hinunter. Es war eine Sache, dass sie in ihren Tr?umen von einem l?ngst verstorbenen K?nig heimgesucht wurde, aber es war eine andere Sache, dass sie seine Schriften sogar in diesem Moment wieder erlebte. Er war wie eingebrannt in die Ritzen ihres Geistes, und sie konnte ihn nicht absch¨¹tteln. Sie konnte sich in keiner Realit?t von ihm l?sen. Ihre zersplitterten Gedanken irrten unkontrolliert umher, angeheizt von der Wut und der Unsicherheit, die sich in ihr eingenistet hatten, und nutzten jede Dunkelheit, die sie kannte und die sie nicht kannte. Und sie w¨¹nschte sich, dass ihre Gedanken sie irgendwo anders hinf¨¹hren w¨¹rden, um ruhig zu bleiben, als dort, wo sie war. Aber irgendwie war die Mncholie von Asrigs Schriften, die Verderbtheit seines Geistes, sein Tanz mit dem Wahnsinn ... erdend. Die H?hle, die Everon beschrieben hatte, kam in Sicht, und als Kaideonndete, wartete Neveah nicht auf seine Abl?sung, sondern sprang ab und st¨¹rzte hinein. Drinnen stieg die Temperatur sofort um ein paar Dutzend Grad an. An den W?nden der H?hle waren Verbrennungen und Brandspuren zu sehen. Es war offensichtlich, dass bis vor kurzem ein Drache darin gehaust hatte. Aber in diesem Moment gab es nur noch Zeichen... und keinen Verothrax. Auch Dante und Estelle waren nirgends zu sehen. Und Jian war auch nicht da. Neveah st¨¹rmte hinaus und sch¨¹ttelte leicht den Kopf zu Kaideon. Verothrax war nicht hier, und das war ?rgerlich. Sie wollte ihm einen Vertrauensvorschuss geben, wollte uben, dass er Xenon oder Jian nie etwas antun w¨¹rde, aber mit jedem Augenblick wurde sie unsicherer. Verothrax ... sie wusste nichts ¨¹ber den Schattendrachen, au?er der Tatsache, dass alles, was er anfasste, in den Ruin ging. Aber selbst wenn er alles andere ruinierte, wollte sie nicht... konnte nicht zssen, dass er diese eine Sache ruinierte. Nicht Xenon. Niemals Xenon. "Sie k?nnen nicht weit gekommen sein." sagte sie, als sie wieder die Flucht ergriffen. Sie sp¨¹rte Kaideons Besorgnis, seine Gedanken ber¨¹hrten ihre und sie wehrte sich nicht. Sie konnte ihren Gem¨¹tszustand nicht vor ihm verbergen, selbst wenn sie es versuchte. Wenn sich jeder Drache auf der Welt gegen sie wandte, war ihr Vater der Einzige, der das nicht tun w¨¹rde. Neveah blinzelte, denn je n?her sie der Barriere kamen, desto schwieriger wurde es, nach vorne zu sehen. Die Luft kr?uselte sich und gab ein verzerrtes Bild ab, als w¨¹rde man durch ein s schauen. Als Kaideon an dem seltsamen Ph?nomen vorbeischoss, hallte ein ohrenbet?ubender Schrei durch die Luft, der aus dem Nichts zu kommen schien. Es war, als w?ren sie in eine v?llig andere Welt eingedrungen. Neveahs Ohren knackten. Das schreckliche Ger?usch erreichte nicht die Burg Dune, sondern wurde bis zu einem bestimmten Punkt an der Barriere verzerrt. Neveah verstand, als die Barriere in Sichtweite kam. Sie zischte unter ihrem Atem, als sie sah, was vor ihrg. Die pulsierende Barriere war in einem silbrigen Schimmer sichtbar geworden, ein Ph?nomen, das meist dann auftrat, wenn sie angegriffen wurde. Und das war sie. Eine schwarze Welle vergngsam die Barriere auf der anderen Seite. Im ersten Moment konnte Neveah nicht genau erkennen, was es war. Es war schwer, bei dem nicht enden wollenden Gekreische r zu denken. Sie konnte nicht einmal Kaideon deutlich in ihrem Kopf h?ren. Sie schnappte nur Bruchst¨¹cke von dem auf, was er sagte. Ein Schmerz bl¨¹hte in ihrer Schl?fe auf und sie konnte praktisch h?ren, wie das Blut in ihre Ohren rauschte. Ihre empfindlichen Sinne waren von den Schallwellen stark ¨¹berfordert. Kaideon wich scharf nach links aus, um der Schallwelle auszuweichen, aber das half nicht viel, um den Druck in ihren Ohren zu lindern. Was auch immer es war, es st?rte jeden Kommunikationskanal. Und als Neveah neben der D¨¹nenpatrouille einen bekannten kastanienbraun geschuppten Drachen erblickte, der die Barriere mit mmen erhellte, verstand sie, warum sie den Kontakt zu Dante und Estelle verloren hatten. Sie wollte nach ihnen rufen. Sie wollte wissen, wo Verothrax war, oder Jian. Am besten beides. Aber sie hatten ihre Ankunft nicht einmal bemerkt. Weil sie durch das Gekreische nichts h?ren konnten. Sie biss die Z?hne zusammen, als Kaideon auf die Barriere zusteuerte. Je n?her sie der Barriere kamen, desto deutlicher wurde die schwarze Welle, und es war kein Nebel oder etwas ?hnliches wie das Miasma. Vielmehr war es eine Schar kleiner, schuppiger Kreaturen, die wie ¨¹bergro?e K?fer aussahen. Es waren nicht nur ein paar Dutzend. Sondern Tausende. Sie krabbelten schnell an der Barriere hoch und stapelten sich ¨¹bereinander. Vessen", stellte Neveah best¨¹rzt fest. Die Kreaturen griffen an, v?llig unbeeindruckt von der magischen Gegenreaktion, die von der vollst?ndig wiederhergestellten Barriere ausging. Hunderte wurden auf der Stelle vom Drachenfeuer verbrannt, und es kamen immer mehr nach. Sie mmerten sich an jeder Stelle fest, und immer mehr von ihnen kletterten h?her und h?her an der Barriere empor. Die Kreaturen, die sich bereits an der Barriere festgekrallt hatten, stie?en aus ihren zahnlosen Kiefern sichtbare Reifen grauer Schallwellen aus. Die Wellen glitten direkt durch die Barriere und wurden immer breiter, je weiter sie kamen. Die Kreaturen konnten nicht eindringen. Aber ihre Schallwellen hatten keine M¨¹he, durchzukommen und das Geh?r jedes Lebewesens in der N?he zu st?ren. Noch schlimmer war, dass die Wellen in einer bestimmten Entfernung abbrachen. Jenseits dieses Punktes gab es keine Spuren mehr. Neveah blinzelte mit den Augen. Sicherlich hatten die Stadtwachen die Glocken gel?utet, bevor sie sich zur¨¹ckzogen, um die Stadt zu sch¨¹tzen. Aber dieses Ger?usch w¨¹rde weder die Burg noch die Stadt Dune erreichen. Niemand au?er den Drachenf¨¹rsten an der Barriere und den Stadtwachen auf der Stadtmauer hatte von diesem Angriff Kenntnis. Und bevor Verst?rkung eintreffen w¨¹rde, k?nnten die Fae im Leuchtturm den Halt an der Barriere verlieren. Die mmen k?nnen sie nur eine bestimmte Zeitng fernhalten. dachte ihre W?lfin bei sich. Bring mich n?her ran.¡¯ dachte Neveah zu Kaideon. Er z?gerte nicht, seine Fl¨¹gel schnitten durch den Wind und hoben sie ¨¹ber die anderen Drachen, die die Bestien mit mmen abwehrten. Da sie der Barriere so nahe war, konnte sie ihre St?rke sp¨¹ren. Die Magie der Fae, die die St?rke der Barriere durchwebt und verst?rkt. Aber die kreischenden Kreaturen vervielfachten sich von Sekunde zu Sekunde. Und die Schallwellen w¨¹rden nicht zur¨¹ckkehren. Die Barriere w¨¹rde halten. Aber wenn die Schallwellen sich in Dune City ausbreiten w¨¹rden. W?hrend die Drachen der Wirkung widerstehen k?nnten, h?tten die B¨¹rger keine Chance. Das Reich des Vergessens hatte gerade erst begonnen, seine Schrecken freizusetzen. Und es hatte sich den einfachsten Einstiegspunkt ausgesucht, die Bruchstelle der Welt. Das bedeutete, Beoruh war ganz in der N?he. Im D¨¹nengebiet. Und Jian w¨¹rde dort sein, wo er war. Das ergab einen Sinn. Hatte man sie mit dem Angriff auf Xenon hierher gelockt, wegen dem, was sie in Ebonhollow entdeckt hatten? War die Kiste, von der sie nicht einmal wussten, wie man sie ?f, der Grund daf¨¹r, dass Xenon dem Tod nahe war? Dunkle Zauberer waren unvern¨¹nftig, das war eine nat¨¹rliche Eigenschaft der Seelenlosigkeit. Aber das... ging zu weit. Sie war entschlossen gewesen, Beoruhs Wahnsinn ein Ende zu setzen, aber jetzt... war sie verzweifelt. Sie sp¨¹rte, wie der Drang, ihm ein Ende zu bereiten, so tief in ihrer Seele aufbl¨¹hte, dass er jedes andere Gef¨¹hl verdr?ngte, Asrigs Stimme unterdr¨¹ckte und ihre Sinne f¨¹r die Schreie bet?ubte. Alles, was sie f¨¹hlte, war Wut. Die wahrhaftigste, roheste Art von Wut und eine tiefe Begierde. Heute w¨¹rde es enden. Wenn er gekommen war... w¨¹rde er nicht lebendig gehen. Neveah war sich noch nie einer Sache so sicher gewesen wie dieser Tatsache. "Ich muss durch diese Barriere kommen." murmelte sie und rief das Arkane in ihren Adern herbei. Sie antwortete auf ihren Ruf, wickelte sich in winzigen goldenen Str?hnen um ihre F?uste und n?hrte die wachsende Wut in ihr. Sie war sich nicht sicher, was sie sehen wollte, aber sie konzentrierte sich auf die Barriere und streckte die H?nde aus. Das Arkane wogte noch schneller und antwortete rasch auf ihren Ruf. Ein goldenes Licht explodierte aus ihren ausgestreckten H?nden und traf die Barriere mit einer Kraft, die sie erbeben lie?. Das Kreischen verstummte. Als w?ren alle Ger?usche auf der Welt verstummt. Vielleicht war es so. Sie konnte es nicht sagen ... sie wusste nicht genau, was sie getan hatte. Aber sie wusste, dass sie es richtig gemacht hatte. Das goldene Licht breitete sich ¨¹ber die gesamte L?nge der Barriere aus, und die Kreaturen, die sich daran festhielten, l?sten sich in einer Explosion aus magischer Glut auf. Die Stille schien die Horde zu erschrecken, und sie huschten in ihrer Zahl zur¨¹ck in die Tiefen der Schlucht. Diejenigen, die nicht schnell genug waren, wurden von Feuer oder goldenem Licht verbrannt. Dann bemerkten die Drachenf¨¹rsten sie. Sie konnte sehen, wie sich Estelles Lippen bewegten, aber es kam kein Laut heraus. Sie brauchte es nicht zu h?ren, um es zu wissen. Jian ... er war auf der anderen Seite der Barriere. Genauso wie Verothrax. Und was auch immer f¨¹r ein anderes Grauen sie erwartete. Chapter 834: Der Letzte von ihnen (Kap.835)

Chapter 834: Der Letzte von ihnen (Kap.835)

Das dunkle Miasmauerte tief unten, begierig darauf, bei jedem Anzeichen von Leben dar¨¹ber aufzusteigen. Wie Jian und Verothrax den Canyon sicher ¨¹berqueren k?nnten, ohne das Miasma auszul?sen, war sich Neveah nicht sicher. Aber es war ein Risiko, das sie mit Kaideon nicht eingehen konnte und wollte. Das Herbeirufen eines Sprungportals kam ihr nat¨¹rlich vor. In ihrem Geiste wollte sie sich den letzten bekannten Endpunkt des Canyons vorstellen, doch die Ungewissheit dieses Ziels war ein Risiko f¨¹r sich. Daher tat sie das Letzte, was sie je f¨¹r m?glich gehalten h?tte: Sie stellte sich das einzige Ziel vor, von dem sie sicher war, dass es vom Bruch noch nicht erreicht worden war. Der Ort malte sich lebhaft in ihrem Geist, ein Geflecht aus Dunkelheit, D¨¹sterheit und aschgrauer Verw¨¹stung. Ein Ort, von dem sie nur Geschichten geh?rt und Berichte anderer erhalten hatte. Ein Ort, den sie nie zuvor betreten hatte und sich nie vorstellen konnte, jemals zu besuchen. Doch in ihrem geistigen Auge war er r, als kenne sie jede einzelne Ritze und jeden Kr¨¹mel, jeden Haufen Asche und jeden verwitterten Felsen ... als kenne sie ihn besser als jeden anderen Ort. Der Ort, an dem alles begonnen hatte... Das Portal erwachte zum Leben und Kaideon schoss durch die Barriere, direkt in die schattenhafte Dunkelheit auf der anderen Seite. Ein Rausch von Magie und ein Blitz blendenden Lichts, und sie befanden sich in verfluchten L¨¹ften. Die Luft um sie herum ?nderte sich augenblicklich. Die Temperatur sank um mehrere Dutzend Grad und Neveah sp¨¹rte eine Bitterkeit im Hals, als w?re die Luft selbst ein lebendiges Gift. Und genau das war sie. Alles an diesem Ort, alles, wof¨¹r er stand, bedeutete Tod und Verkommenheit. Ihre Augen brannten, und sie brauchte einen Moment, um sich daran zu gew?hnen. Als sie es tat,g das vertraute Bild der dunklen Lande vor ihnen. Die dunklen Lande warennge Zeit einer Verw¨¹stung ausgesetzt gewesen, doch das momentane Ausma? der Zerst?rung ¨¹berstieg alles, was Neveah kannte. Die Erde war aufgerissen, so weit das Auge reichte, und das Miasma brodelte in einem Abgrund eines Canyons unbekannter Tiefe. Doch das war nur wenige Meilen hinter ihnen. Zu nah, um sich wohl zu f¨¹hlen. Doch es war nichts im Vergleich zu dem, was vor ihneng. "Der Schattenturm...", hallte Kaideons Stimme in ihrem Kopf, sein Tonfall war dunkler als sie ihn jemals geh?rt hatte. Ihr Vater war ein Mann kontrollierter Emotionen, doch selbst er konnte diesen schrecklichen Ort nicht ertragen. Selbst aus so weiter Entfernung sp¨¹rte Neveah, wie ein Schauer des Entsetzens ihr den R¨¹cken hinunterkroch. Es war ein kaltes, unheimliches Gef¨¹hl... es war das einzige Gef¨¹hl, das zu einem Ort wie diesem passte. In diesem Moment machte alles Schreckliche, was jemals ¨¹ber diesen Ort geschrieben wurde, Sinn. Ein einsamer Turm, umgeben von Jahrhunderten des Verfalls und der Ruinen, wie ein Hohn auf alles, was jemals danach erbaut wurde. Ein Bauwerk, das unz?hligen Drachenfeuern widerstanden hatte. Eine allgegenw?rtige Erinnerung an eine ?ra, die die Drachen lieber vergessen w¨¹rden. Ein Symbol... eine Warnung, dass die Dunkelheit nie wirklich aus dieser Welt getilgt werden w¨¹rde. Dass keine Vorherrschaft ewig bestehen k?nnte. Dass alles im Handumdrehen zerfallen k?nnte. "Wir m¨¹ssen sie finden... bevor wir das Tageslicht verlieren", dachte Kaideon d¨¹ster. Neveah nicktengsam. Das dunkle Land war tags¨¹ber ein Grauen, doch bei Sonnenuntergang... wurde es zu einer Todeszone, besonders f¨¹r Drachen. Der Todessturm war im Canyon gefangen. Doch Schattenmenschen? Sie streiften immer noch in Horden umher. Die dunklen Lande erstreckten sich weit ¨¹ber den Turm hinaus. Sie k?nnten ¨¹berall drau?en sein. Aber wo? Neveahs Gedanken fanden bald eine Antwort, ohne dass sie dazu beitragen musste. Ein erdersch¨¹tterndes Br¨¹llen durchbrach die Stille und entfesselte einen Windsto?, der Schmutz, Schutt und einen fauligen Gestank mit sich f¨¹hrte. Kaideon flog in die Richtung des Ger?uschs, und der Anblick, der sich ihnen bot, lie? Neveahs Herz zusammenschn¨¹renJian... er war dort, aber er war nicht allein. Er wurde von beiden Seiten angegriffen. Auf der einen Seite eine monstr?se Bestie, so gro? wie ein Berg und mit einer Haut, die dunkler als Asche war. Ein gro?er Ork. Ein weiterer Vessener kroch aus der verdammten Grube empor. Auf der anderen Seite war die vertraute Silhouette von Beoruh. In der tr¨¹gerischen Haut eines Kindes. Er schwebte mitten in der Luft, und Str?hnen der Dunkelheit schl?ngelten sich um seine Beine, um ihn in der H?he zu halten. Schatten wirbelten um seine Glieder, um seinem Ruf zu folgen, w?hrend Jian bereits mit dem gro?en Ork besch?ftigt war. Aber das war noch nicht alles. Nicht weit entfernt schwebte der Drache mit den aschfahlen Schuppen. Er beobachtete den Kampf wie ein Zuschauer, ohne die Absicht, sich einzumischen. Und er hatte etwas an sich... die Luft um ihn herum war so anders, dass Neveah f¨¹r eine Minute zunge wie angewurzelt stehen blieb. In diesem Moment b?umte sich Verothrax auf und lie? einen mmenschwall los. Nicht auf die Bestie ... nein. "Er greift an, Jian!" dachte Kaideon entsetzt. Jian drehte sich gerade noch rechtzeitig weg und entging nur knapp den mmen. Seine Augen huschten zwischen dem gro?en Ork, Beoruh und Verothrax hin und her. Sie verweilten besonders auf Verothrax. Sichtlich z?gernd, abw?gend, aber wachsam. Als Kaideon nach vorne st¨¹rmte, um ihm zu helfen, schien die Welt um Neveahngsamer zu werden. Ein vertrautes Fr?steln machte sich in ihrer Magengrube breit, als ihr Blick von Verothrax zu seiner Reiterin wanderte, zu der Frau, die stolz auf seinem R¨¹cken sa?, als w¨¹rde sie die Welt beherrschen. Aber sie geh?rte nicht dorthin. Ein starkes Gef¨¹hl von Magie ¨¹berkam Neveah. So deutlich, dass sie es nicht bezweifeln konnte, selbst wenn sie es versuchte. Das Arkane pulsierte in Anerkennung der Magie, die im Gegensatz zu ihr stand und doch pr?sent genug war, um ihre Anerkennung auszul?sen. ¡¯Hexe...¡¯ zischte Demevirld in Neveahs Geist. Hexe... Hexe. Die Ethnie wurde ausgel?scht, die Bewohner von Ebonhollow mit einer Magie, die es nur bei ihrer Spezies gab. Auf dieser Seite der Welt gab es keine Hexen mehr. Die letzte von ihnen hatte ihr Ende in jenem Herbst gefunden... Jeder wusste das. Auch wenn niemand wagte, es auszusprechen. Die letzte der Hexen... Misha. Die verstorbene Herrin der Onyxschuppen. Aber wie viel von dem, was sie wussten, war noch wahr? Chapter 835: Zu sp?t (Kap.836)

Chapter 835: Zu sp?t (Kap.836)

**F¨¹r einen Augenblick ckerte ein Bild vor Neveahs innerem Auge auf.** Eine Szene, die viele Jahrzehnte zur¨¹cg. Eine Szene, die dieser hier so erschreckend ?hnlich war. Doch anstelle eines Drachen mit aschfarbenen Schuppen, war es damals ein Drache mit onyxfarbenen Schuppen gewesen. Eine Szene, in der sich Bruder gegen Bruder stellte. Eine Frau mit Augen, die vor Blutdurst und Rache loderten ¨C getrieben von dem Drang, das Herz des Drachenk?nigs zu zerrei?en, indem sie dessen treuesten Vertrauten gegen ihn aufhetzte. Ein Drache, der ihm so lieb war wie ein Bruder. Ein Drache, der ihm so lieb war wie ein Sohn. Doch das konnte nicht sein, oder? **Sie war tot!** Xenon hatte sein eigenes Leben geopfert, um sie zu t?ten! Er hatte seinen Preis bezahlt ¨C indem er das opferte, was ihm am teuersten war ... Liebe, f¨¹r Loyalit?t. Und seitdem b¨¹?te er f¨¹r seinen Verrat! Bis zum heutigen Tag. Doch in diesem Moment wusste Neveah ohne den Schatten eines Zweifels, dass dieser unm?gliche Gedanke, der ihr kam, der Wahrheit entsprach. Sie wusste genau, warum Spuren von Verothrax¡¯ Leere in Xenons Geist zur¨¹ckgeblieben waren ¨C eine Art Magie, die Verothrax nach Jahrhunderten des Schlummers l?ngst nicht mehr besitzen konnte. Sie wusste genau, warum Xenon aus seinen Albtr?umen erwachte und nicht dar¨¹ber sprach, was ihn verfolgte ¨C warum er ihren Blick mied, obwohl sie sp¨¹rte, dass er sich erinnerte... dass er es wusste. Und er wusste, dass das, was ihn in seinen Albtr?umen heimsuchte, Neveahs Herz brechen w¨¹rde. **Sie h?tte es wissen m¨¹ssen!** An jenem Abend, als er diesen Namen rief, diesen verfluchten Namen! Sie h?tte es erkennen m¨¹ssen! Aber stattdessen hatte sie es verdr?ngt und zugssen, dass ihr Zorn sie ¨¹bermannte. Sie hatte die Wahrheit nicht gesehen ¨C die einzige Erkl?rung daf¨¹r, dass Xenon sie mit jemandem verwechselte, war, dass sein Geist manipuliert worden war. Xenon... Er war benutzt worden. Als Werkzeug, um sie hierher zu locken, um Jian hierher zu locken. Das war kein Zufall... **Das war eine Falle!** Gelegt mit zweierlei Absichten ¨C durch die Allianz zweier verdorbener Feinde: Misha der Vergangenheit und Beoruh der Gegenwart. Jians Leben... und die Hexenrune ¨C sie wollten alles! Doch die Hexenrune war nicht diese verfluchte Schatulle. Nein. Die ganze Zeit ¨¹ber hatte sie ger?tselt, wie eine einzelne Hexe m?chtig genug gewesen war, einen Drachen wie Xenon zu manipulieren. Doch die Ursprungrune der Hexen stand f¨¹r eines: **Kontrolle.** Und endlich f¨¹gte sich alles zusammen. Es hatte nie um die Runenschachtel gegangen. Die wahre Rune war die Hexe selbst. Hier drau?en, in diesen verfluchten Landen, w¨¹rde Beoruh Jians Tod unterst¨¹tzen ¨C im Gegenzug f¨¹r das, was im Besitz der Hexe war. Die Festung w¨¹rde in Tr¨¹mmer fallen. Und Jian... Ihre Gedanken wirbelten, w?hrend sie ihn beobachtete. Die Welt hielt Xenon mit seinen onyxfarbenen Schuppen f¨¹r den st?rksten Drachen. Dieses Allgemeinwissen stammte aus einem l?ngst vergangenen Duell, bei dem der Drachenk?nig eine Herausforderung auf Leben und Tod gegen den W?chter des K?nigs verloren hatte. Doch sie kannten diese M?nner nicht wie Neveah. Sie kannten ihre Herzen nicht wie sie. Sie kannten ihre ?ngste und Schw?chen nicht wie sie. **Sie wussten es nicht!** Der st?rkste Drache in der Festung ¨C jener Drache, der m¨¹helos einen aktiven Vulkan eingefroren hatte ¨C wie sollte er jemals gegen Xenon verloren haben? Das war in keiner Realit?t m?glich! **Sie wusste es! Xenon wusste es! Jian wusste es! Der Sch?pfer wusste es!** Warum also hatte dieser Kampf so geendet, wie er geendet hatte? Weil Xenon Jians gr??te Schw?che in der Hand gehabt hatte: **Sein eigenes Ich.** Und nun wiederholte sich die Geschichte. Doch diesmal war es ein anderer Drachenlord, f¨¹r den Jian sein Leben geben w¨¹rde. Denn der kalte, distanzierte Drachenk?nig war genau diese Art von Mann... Ein Mann, der seit Jahrhunderten von den Geistern eines Bruders verfolgt wurde, dessen Tod er f¨¹r berechtigt hielt ¨C einen Bruder, den er ohne zu z?gern get?tet h?tte, wenn sich die Gelegenheit geboten h?tte. Jian... ein Mann, der nicht in der Lage war, denen, die er liebte, Leid zuzuf¨¹gen. Das war die Schw?che des Drachenk?nigs. Und es gab nur wenige Menschen, die ihm mehr bedeuteten als sein eigenes Leben. Verothrax, der kleine Drachenjunge, den er gro?gezogen hatte, als das gesamte Imperium forderte, ihn f¨¹r die Verderbnis der Dunkelheit hinzurichten, war einer dieser Menschen. Einmal hatte Neveah Xenon gefragt: Wie? Wie hatte er sich von Mischas Gedankenkontrolle befreien k?nnen? Wie hatte er im allerletzten Moment die richtige Entscheidung getroffen? Seine Antwort war merkw¨¹rdig. Ja, geradezu ?rgerlich, denn sie hasste es, wenn er so beil?ufig ¨¹ber Fragen des Todes sprach. Er konnte den Tod nicht so r erkennen wie sie. Er verstand nicht dieses schmerzerf¨¹llte, eisige Fr?steln, das Leeregef¨¹hl, das einen ¨¹berkommt, wenn die Lebenskraft aus einem heraussickert, die Ungerechtigkeit und die Reue, die wie schwere Felsbrocken auf der Bruststen und einen mit dem Gewicht eines ungelebt gebliebenen Lebens erdr¨¹cken. Und doch hatte er gesagt: "Ein Mann, der bereit ist zu sterben, kann nicht verlieren." Erst jetzt begriff Neveah, was diese Worte bedeuteten. Ein Mann, der bereit ist zu sterben ... das war der einzige Mensch, der den Lauf des Schicksals wirklich ver?ndern konnte. In diesem Moment hallten Asrigs Worte unaufh?rlich in ihrem Geist. "Wei?t du, warum du eine zweite Chance im Leben bekommen hast?" "Die ganze Zeit ¨¹ber ... war dies die Gelegenheit meines Bruders, die wahre Erleuchtung zu erreichen." "Er hat einmal versagt ... doch diesmal wird er nicht erneut scheitern. Er ist st?rker geworden, und das verdankt er nur dir. Du hast deine Rolle gut gespielt ..." "...also Neveah Vairheac ... dein einziger Weg f¨¹hrt von nun an zum Tod." Diese Worte zu h?ren, war ein Scg. Sie waren wie ein scharfer Dolch. Sie hasste es. Hasste die Wahrheit darin. Aber jetzt ... jetzt sah sie es. rer als je zuvor. Vielleicht konnte kein Sterblicher sein Schicksal wirklich ¨¹berwinden. Vielleicht war das Beste, worauf sie hoffen konnten, eine einzige Chance. Diese eine Chance, das Leben, ja sogar den Tod, sinnvoll und lohnenswert zu machen. Ihr ganzes Lebenng hatte sie gegen den Tod gek?mpft ... in beiden Leben! Sie hatte in st?ndiger Angst vor einem bitteren, vorzeitigen Ende gelebt. Doch jetzt, in diesem Moment, stellte sie sich eine Frage: Warum hatte sie sich jemals so sehr vor dem Tod gef¨¹rchtet? Warum hatte sie den gr??ten Teil ihres Lebens damit verbracht, sich vor dem Ende zu f¨¹rchten, anstatt einfach zu ... leben? Das Leben war nie versprochen. Nicht alles verlief wie gent. Manchmal verlor man mehr, als man jemals gewann ¨C wenn man ¨¹berhaupt jemals gewann. Aber gelebt zu haben, jemals gelebt zu haben ... das allein war schon ein Geschenk. Eine Sch?nheit. Ihr Herz beruhigte sich, die Zweifel und Unsicherheiten l?sten sich wie Nebel auf. Ihr Schicksal war immer in Stein gemei?elt gewesen, und dieses Mal ... war sie damit einverstanden. Der Sonnenuntergang r¨¹ckte unaufhaltsam n?her. Kaideon und Jian konnten mit vereinten Kr?ften den Ork und Beoruh bek?mpfen. Aber um vor dem Schattenvolk sicher zu sein, w¨¹rden sie Verothrax brauchen. Verothrax ¨C bei rem Verstand. Es gab nur eine Sache, die sie tun konnte. Nur einen Weg, um sowohl Verothrax als auch Xenon zu befreien. Nur *einen Weg*, um sicherzustellen, dass Beoruh niemals die Rune in die H?nde bekam, die er so verzweifelt wollte. ¡¯Veah!!! Nein!!!!¡¯ Kaideon erkannte zu sp?t, was in ihrem Kopf vorging. Zu sp?t, um zu verhindern, dass sie durch das Portal ging, das sie an den Ort brachte, an dem sie sein musste. Zu sp?t, um sie davon abzuhalten, die ¨¹berraschte Ida direkt von Verothrax¡¯ R¨¹cken zu sto?en. Zu sp?t, um zu verhindern, dass die Kraft ihrer aufeinanderprallenden Magie sie au?er Kontrolle geraten lie?, sodass sie durch die verw¨¹steten dunklen Lande st¨¹rzten. Zu sp?t, um zu verhindern, dass sie in die Schlucht und den brodelnden Abgrund der Dunkelheit fielen, die in ihrer Tiefeuerte. Das Miasma kreischte, sout, dass sein ng meilenweit widerhallte. Es stieg schnell empor, um sie zu verschlingen. Aber dieses Mal ... war es *okay*. Chapter 836: Gescheitert (Ch.837)

Chapter 836: Gescheitert (Ch.837)

Die T¨¹ren zu Jians Arbeitszimmer ?fen sich mit einem leisen Knarren, und Cassian sowie Imagor traten ein. Ihre Ankunft blieb unbeachtet, ihre Blicke waren unsicher und sie tauschten einen fl¨¹chtigen Blick aus, bevor Cassian das Schweigen schlie?lich durchbrach. "Heute wurden drei neue Forlorn gesichtet," verk¨¹ndete er d¨¹ster. "Ihre Zahl w?chst von Tag zu Tag. Das dritte Bataillon hat die Lage unter Kontrolle, doch sie stehen bis zum Hals in Arbeit. Ein Elfenwald wurde angegriffen und erlitt schwere Verluste. Sie bitten um die Unterst¨¹tzung der Drachen." Jian sa? hinter seinem Schreibtisch, den Kopf gesenkt, wie von seiner eigenen Last erdr¨¹ckt. Er hob nicht den Blick ¨C nicht, als die T¨¹r ge?f wurde, nicht, als die beiden vor seinem Schreibtisch stehen blieben, und auch nicht, als der Bericht erstattet wurde und sie auf eine Reaktion warteten. Doch blieb es nicht nur dabei. Jian schwieg auch danach f¨¹r einenngen Moment und lie? das Wortlose im Raum widerhallen. Als er endlich reagierte, war es ein leises, dunkles und sp?ttisches Ger?usch, ein bitteres Auchen tief in seiner Kehle. "Drachen... Hilfe?" wiederholte er die Worte abf?llig. Seine Stimme war rau und br¨¹chig von wochengem Schweigen. "Wir sollten das zweite Geschwader entsenden," schlug Imagor z?gernd vor. "Es zur¨¹ckziehen..." Er hielt abrupt inne, als Jian pl?tzlich aufblickte. Seine Augen waren rot und umrahmt von Schatten ¨C der in ihm lodernde Abgrund spiegelte sich in seinem Ausdruck wider. "Zur¨¹ckziehen aus den dunklen Landen? Von der Suche nach Veah?" fragte Jianngsam, seine Stimme bitter wie die Klinge eines Dolches. Seine Worte waren schneidend, sein Blick unerbittlich. "Ist das, was du von mir vengst...?" "I... ich..." stammelte Imagor und senkte den Kopf, als ob das Gewicht dieser Schuld ihn niederdr¨¹ckte. Schmerzhaft schloss er die Augen. "Verzeiht, mein Lehnsherr." Ein Monat war vergangen. Ein Wimpernscg der Zeit. Ein Monat! Seit Neveahs Sturz. Seit die einzige Frau, die er je geliebt hatte, in einem dunklen Abgrund verschwunden war. Ihre Abwesenheit hatte ihn einem Leben verdammt, dessen Sinn und Herz ihr Verlust zerr¨¹ttet hatte. Und der einzige Gedanke, der ihm noch blieb, der einzige re Gedanke, zu dem sein Geist jetzt noch in der Lage war, schrie unaufh?rlich: ¡¯Sie h?tte mich sterbenssen sollen.¡¯ Sie h?tte ihn dort, im verfluchten Gebiet, einfach sterbenssen sollen. Sie h?tte zugssen, dass die Welt in Tr¨¹mmer sank, die Festung zu Staub zerfiel ¨C und mit ihm alles zusammenbrach. Sie h?tte... Oh, sie h?tte. Wenn es bedeutete, dass diese Leere und dieses hohle Gef¨¹hl, dieser unb?ndige Schmerz, der ihm die Brust zerriss und sein Blut gefrieren lie?, auf ihn warteten... Wenn die Rettung der Welt bedeutete, dass er auch nur einen einzigen Tag in einer Realit?t ohne sie ¨¹berstehen musste... ¡¯Sie h?tte alles dem Untergang preisgeben sollen.¡¯ Er hatte zugesehen, wie es geschah ¨C sah sie fallen, h?rte Kaideons verzweifeltes Br¨¹llen, w?hrend er ihr hinterhersprang. Er hatte zugesehen, wie sein ganzes Leben in einem einzigen Augenblick zerbrach. Doch es war zu sp?t. Das alles, diese ganze Trag?die... war jetzt unrettbar zu sp?t. Etwas in ihm hatte sich verh?rtet ¨C sein Herz war zu einem qualvollen Knoten zusammengezogen, der nach einem Monat noch immer keine Erl?sung gefunden hatte. Er konnte nicht denken... konnte nicht scfen... konnte nicht mehr richtig atmen... Er wollte nicht leben. Und doch wagte er ebenso wenig zu sterben. Denn was w?re, wenn... was w?re, wenn sie noch irgendwo da drau?en war? Tag f¨¹r Tag hatte er gewartet, auf den Moment, in dem die Verbindung sich l?ste ¨C das Band ihres Schicksals, das ihn in dieser H?llenqual hielt, und ihn, endlich, ins Vergessen hin¨¹berholte. Doch jeden Morgen, wenn die Sonne ihren ersten Lichtstrahl warf, erkannte er, dass er noch lebte: dass das Ende nicht gekommen war. Es war ein bitteres Gef¨¹hl ¨C diese Ungewissheit ¨¹ber die Wahrheit: Bedeutete es, dass sie noch lebte? Oder war sein vorherbestimmtes Schicksal ¨C ihr Tod und sein eigenes ¨C auf grausame Weise verbogen worden? Das Erste entz¨¹ndete einen Funken zaghaftes Hoffen in seinem geschundenen Herzen. Doch das Zweite... war ein Fluch, der ihn in den Wahnsinn zu treiben drohte und den er unaufh?rlich verdammte. Er hatte den Tod doch schon einmal erfahren! Damals! Und niemals hatte er um etwas mehr gebeten ¨C niemals darum, dass sich sein Schicksal ?nderte! Wenn sie schon sterben musste, dann wollte er mit ihr verdammt sein ¨C dann hatte er es verdient, mit ihr in den Abgrund zu st¨¹rzen. Denn so wie es jetzt war... so konnte er nicht leben. Er konnte so nicht leben! Und so wartete er. Jeden Tag. Wartete auf den Tod. Wartete, w?hrend die Trauer ihn zerfra? und jede Faser seines Wesens niederzerrte. Wartete auf das Gef¨¹hl, in seinem eigenen Leid zu ertrinken. Auf den stechenden, eisigen Schmerz, der seinen Atem rauben w¨¹rde und mit ihm alles andere. Aber dieser Schmerz... er kam nicht. Er war doch schon einmal gekommen! Ohne zu z?gern, sofort! Aber diesmal... wollte er einfach nicht eintreten. Er hasste sich daf¨¹r. Hasste jeden Augenblick, jede Stunde seines Lebens. Hasste jeden verfluchten Atemzug ohne sie. Hasste und verfluchte alles daran. "Also... der Elfenwald..." dr?ngte Cassian z?gernd. Jian wollte alles verfluchen. Die Festung, die Verantwortung, den Krieg ¨C alles. Aber sie hatte alles f¨¹r die Festung gegeben, f¨¹r das Volk, f¨¹r seine Ehre. F¨¹r ihn. Und snge er lebte, w¨¹rde er ihr Verm?chtnis nicht entweihen. "Schickt Verothrax," murmelte er letztlich gedankenverloren. Cassian und Imagor tauschten erneut einen besorgten Blick. "Mein Lehnsherr... Verothrax ist erst heute Morgen von den Mer-Seen zur¨¹ckgekehrt..." begann Cassian vorsichtig, bevor seine Worte stockten ¨C bevor er ins Schweigen fiel. Jians Blick traf den seinen wie ein Frontalsto?. Die Temperatur im Raum schien absurderweise noch weiter zu sinken. K?lte, die niemand zu erkl?ren vermochte. "Schickt Verothrax," wiederholte Jian ruhig und betont, jedes Wort wie geh?mmertes Eisen. Seine Stimme so k¨¹hl, dass sie auf der Haut sp¨¹rbar wurde, w?hrend seine Aura... eine bedrohliche Macht in sich trug, die jenseits desseng, was Worte fassen konnten. Cassian zuckte sichtbar zusammen. "Verstanden." Jians Blick kehrte zu den Akten auf seinem Schreibtisch zur¨¹ck und er hob den Kopf nicht wieder. Nicht einmal, als sich die T¨¹r ?fe und wieder geschlossen wurde. Jian verharrte in dieser Position, was Stunden gewesen sein m¨¹ssen. Schlie?lich stand er auf und schritt auf seinen Balkon hinaus. Einen Momentng blieb er an Ort und Stelle stehen. Er starrte hinaus auf die Zitadelle. Sie war wundersch?n, so wie sie es immer gewesen war. Aber dieses Mal sp¨¹rte er nichts. Er lie? sich nach vorne fallen und st¨¹rzte von seinem Balkon. Sein Haar l?ste sich, der Wind peitschte es ihm ins Gesicht, als er frei fiel und die Schwerkraft ihn auf den felsigen Boden weit unten zerrte. Er konnte sich fast den Aufprall vorstellen, wenn er auf festem Boden aufschlug. Er konnte sich vorstellen, wie seine Knochen in seltsamen Winkeln brechen w¨¹rden. Wie er verbluten w¨¹rde... Der Tod k?nnte schnell eintreten, wenn er ein paar wichtige Organe besch?digte. Oder er k?nnte sich in die L?nge ziehen und qualvoll sein, wenn er einfach verblutete. Es war schwer zu sagen, bis es passierte. So hat es sich also angef¨¹hlt... So muss sie sich gef¨¹hlt haben... Als er sich in der Luft drehte, durchfuhr ihn die Ver?nderung. Mit einem Fl¨¹gelscg brach sein Fall ab und er schwebte ¨¹ber dem Boden. Er verweilte nicht. Er flog direkt auf den Berg Edar zu. Der Berg war von allen Seiten mit einer magischen Barriere umgeben. Es war ein vertrauter Anblick, der Jian das Herz weh tat. Aber es war anders, auf eine Weise, die noch qu?lender war. Es war anders, weil diese Barriere nicht errichtet worden war, um jemanden fernzuhalten. Sie war f¨¹r das Gegenteil gedacht. Er kannte Xenons Erfahrung im Schattenturm, als er ihn in seinen Geist blicken lie?. Er hatte gewusst, dass Xenon sich ¨¹ber die Gesetze der Traumebene hinwegsetzte und ihnen im Kampfkreis aus einer v?llig anderen Dimension half. Aber Xenon hatte sich gegen die F?higkeiten gewehrt, die er jetzt in seiner Reichweite hatte. So sehr, dass der Rest der k?niglichen Garde erst merkte, dass Xenon nun ein gewisses Ma? an Magie aus¨¹ben konnte, als er eine Barriere errichtete, um sich von der Welt abzuschotten. Und so war es auf dem Berg Edar in den letzten Wochen, seit er das Bewusstsein wiederengt hatte. Schuldgef¨¹hle w¨¹hlten in Jians Herz auf. Er hatte zugesehen, wie es geschah, und nichts getan, um sie zu retten, W?hrend Xenon hilflos um sein eigenes Leben gek?mpft hatte. Als er von Neveahs Verschwinden erfuhr, zerrte der Blick des Entsetzens in seinen Augen noch immer an Jians Augen. Seitdem hatte er kaum gesprochen und den Berg Edar nicht mehr vessen, seit er wieder bei Bewusstsein war. Er war auch nicht in der Lage dazu. Selbst jetzt kam er mehrmals am Tag zu sich und wieder zu sich. Er konnte nicht fliegen. Seine Fl¨¹gelgen scff da, als w?ren sie zu steif gefroren, um sich zu bewegen, dabei sahen sie genauso aus wie immer. Ob es sich um ein k?rperliches oder geistiges Gebrechen handelte, konnte Jian nicht sagen. Mishas R¨¹ckkehr... Neveahs Sturz, der Verrat von Verothrax, all das war zu viel, selbst f¨¹r Jian. Xenon... es schien, als w?re er endlich zusammengebrochen. Everon hatte gesagt, man k?nne nichts mehr tun. Seine Genesung w¨¹rdengsam veufen und von seinem Willen abh?ngen, wieder ganz zu sich selbst zu finden. Jian wusste, w?re Xenon bei vollem Bewusstsein und in der Lage gewesen, selbst zu entscheiden, w?re er niemals ohne Neveah zur¨¹ckgekehrt. Er w?re in die dunklen Lande geflogen und h?tte alles abgesucht, bis er sie gefunden h?tte, oder er w?re bei dem Versuch gestorben. Und das machte ihn noch mehr fertig. Er hatte nicht nur die Frau verloren, die er liebte, er f¨¹rchtete auch, Xenon f¨¹r immer ruiniert zu haben. Und ohne Veah... gab es keine Rettung mehr. Jian wechselte zur¨¹ck in seine menschliche Gestalt. Er z?gerte einenngen Moment, bevor er sich in die H?hle wagte. Xenon war in Drachengestalt. Das war er in letzter Zeit oft. Als w?re diese Form das, was dem Fliegen am n?chsten kam, als w?re sie das Einzige, was ihn bei Verstand hielt. Und vielleicht war es das auch. Seine schwarzen Schuppen schimmerten in der Dunkelheit. Seine bernsteinfarbenen Augen ?fen sich m¨¹de und wandten sich Jian zu, und dann schlossen sie sich wieder. Entt?uschend...Schmerzhaft... Jian w¨¹nschte, er w¨¹rde w¨¹tend werden und ihn anschreien, verfluchen oder sogar scgen. Alles, nur nicht diese stumme Enssung. Aber Xenon sah ihn in diesen Tagen kaum an... Jian brauchte nicht in seinem Kopf zu suchen, um seine Gedanken zu kennen. ¡¯Du warst genau dort ... und hast sie fallenssen ...¡¯ Du hast nichts getan... Du hast sie im Stich gssen...¡¯ Die gleichen Gedanken wiederholten sich wie ein Mantra in seinem Kopf. Immer und immer wieder. Und selbst er konnte es kaum ertragen, sein eigenes Ich zu betrachten. Chapter 837: Einheitlicher Rat (Kap.838)

Chapter 837: Einheitlicher Rat (Kap.838)

"Euer Gnaden? Rodricks Stimme lenkte Jians Aufmerksamkeit zur¨¹ck in die Gegenwart und befreite ihn aus der Dunkelheit seiner eigenen Gedanken. Zumindest f¨¹r den Moment. Aber er hatte inzwischen erkannt, dass die Freiheit nur eine weitere Illusion war. Es war schwer, sich nicht in jedem stillen Moment dabei zu ertappen, wie er ertrank, wie er sich in einem Selbsthass suhlte, der so stark war, dass er sein ganzes Wesen verzehrte. Dieses Gef¨¹hl des Erstickens, desngsamen Verwelkens, war ihm nur allzu vertraut geworden. So sehr, dass er sich kaum noch an die Zeiten erinnern konnte, die noch nichtnge zur¨¹cgen, als seine Gef¨¹hle freundlicher... w?rmer waren. Heutzutage war er immer am Rande des Abgrunds... Am Rande des Zerbrechens... Am Rande des Entgleitens... Am Rande des Versinkens in den Abgrund... Und doch konnte er nie ganz umkippen. Gerade wenn er das Gef¨¹hl hatte, dass er es tun w¨¹rde, holte ihn etwas oder jemand in die Realit?t zur¨¹ck. Eine w?rmende Erinnerung, eine geisterhafte Ber¨¹hrung von jemandem, der ihm so vertraut war, jemand, den sein Herz so gut kannte, dass sein Verstand keine M¨¹he hatte, ihn zu verwirren. Dieses Mal war es Rodrick. Der Adjutant schien im letzten Monat seit Neveahs Verschwinden um zehn Jahre gealtert zu sein. Er war mit noch mehr Pelzm?nteln umh¨¹llt als sonst. Sie waren so dick, dass sie seine Gestalt vergen und ihn dreimal so gro? erscheinen lie?en wie urspr¨¹nglich. War Rodrick gesundheitlich noch schw?cher geworden? Oder war die Temperatur in Jians Quartier einfach so eisig geworden? Wenn dem so war, hatte Rodrick sein Unbehagen nicht ge?u?ert. Nicht ein einziges Mal. Das tat er nie. Jian w¨¹nschte, er w¨¹rde es tun. Er w¨¹nschte, der zerbrechliche Mensch w¨¹rde mehr an sein eigenes Leben und Wohlbefinden denken als an seine Pflicht gegen¨¹ber der k?niglichen Blutlinie. Er w?re bei viel besserer Gesundheit, wenn er sich so intensiv um sich selbst k¨¹mmern w¨¹rde wie um Jian. Oder wenn er mehr Zeit mit seiner Tochter und ihrer Familie verbringen w¨¹rde, statt in diesem eiskalten Bergfried, wo das Gl¨¹ck ein fl¨¹chtiger Moment war. Warum wurden alle um ihn herum zu Opfern? Er war es, der geschworen hatte, f¨¹r den Drachenthron zu leben und zu sterben. Er war es, der geschworen hatte, alles f¨¹r seine Pflicht aufzugeben, warum also mussten alle anderen den Kopf hinhalten, nur er nicht? Rodrick... Xenon... Neveah. Selbst Menarx. Wenn er nicht der Drachenk?nig w?re, wenn er nur ein normaler Mensch w?re... m¨¹ssten sie dann all den Schmerz ertragen, den sie hatten? H?tte Xenon, wenn er nicht K?nig w?re, einen so verheerenden Verrat von der Frau erlitten, die er liebte? H?tte Menarx seine wahre Bindung an eine machthungrige Fae verloren? H?tte Rodrick das beste Alter verpasst, um so viele Nachkommen zu zeugen, wie er wollte? H?tte Neveah die B¨¹rde der Festung auf sich genommen und sich f¨¹r das Schicksal eines undankbaren Volkes geopfert? F¨¹r eine Einheit der Ethnien, die in Wirklichkeit zerbrechlicher war, als einer von ihnen je zugeben wollte? F¨¹r ein B¨¹ndnis, das von innen heraus immer mehr br?ckelte,nge bevor die ?u?eren Feinde auftauchten? "Euer Gnaden..." rief Rodrick zum zweiten Mal. Jian blickte auf und wurde mit einem Ruck in die Realit?t zur¨¹ckgeworfen, wo er stand und in den Spiegel starrte. Sein Spiegelbild starrte zur¨¹ck, mit h?ngenden Schultern und dunklen Ringen unter seinen seelenlosen Augen. Abgezehrt ... erb?rmlich. Er war abgedriftet, wieder einmal. Bis an den Rand, wann w¨¹rde er endlich den Sturz schaffen? Er hoffte, es w¨¹rde bald geschehen. Alles war besser als ein Leben am Abgrund... dieser unertr?gliche Abgrund... "Die Vertreter und Monarchen sind im Thronsaal versammelt. Sie warten auf eure Ankunft." W?hrend er sprach, hielt Rodrick zwei neue Paare ?u?erer Gew?nder vor. Sein Ton war heiser, und mitten im Satz brach er in einen Hustenanfall aus. Jians Herz krampfte sich zusammen, und er hielt die H?nde fest an seine Seite gepresst. Wenn Ihr sein Geschlecht von seinem Gel¨¹bde des Dienens entbinden wollt, habt Ihr meine Unterst¨¹tzung. Ich werde mich widerwillig f¨¹r den Rest meines Lebens um Euch k¨¹mmern. "L¨¹gner." murmelte er leise vor sich hin, das Wortg ihm bitter auf der Zunge. Ein vertrautes Stechen bl¨¹hte in seinen Augen auf. Jian blickte zwischen den beiden Gew?ndern hin und her, sie sahen nicht anders aus als die, die er anhatte. Nichts sah mehr anders aus. Oder vielleicht hatte er nur die F?higkeit verloren, es zu sehen. Er schloss die Augen. Er streckte seine Arme aus und lie? sich von Rodrick beim Umziehen helfen. --- Der Thronsaal war in zwei H?lften gleichm??ig geteilt. Auf der einen Seite sa? der Rat der Reiter, auf der anderen die Vertreter verschiedener V?lker: Mer, Fae, Nymphen, Elfen, Asvarianer und sogar menschliche Adlige. Leise Fl¨¹stereien und ?ngstliches Gemurmel erf¨¹llten den Saal, ausgetauscht zwischen den versammelten Vertretern und Monarchen aller tributpflichtigen V?lker der Festung. Die Spannung im Raum war greifbar. Derng erwartete Einheitsrat sollte an diesem Tag beginnen ¨C die wohl wichtigste Ratssitzung, die je in der Festung abgehalten wurde, da hier Entscheidungen getroffen wurden, die den Kurs der Festung bestimmten. Dieser Rat war jedoch von noch gr??erer Bedeutung als alle davor, denn der Zustand der Festung hatte sich im letzten Jahr drastisch ver?ndert. Die Vorlonen, Feinde, die bereits als ausgestorben galten, waren zur¨¹ckgekehrt. Ihr Zorn unterschied jedoch nicht zwischen Zielscheiben ¨C alle V?lker waren bedroht. Doch bei einer so bedeutsamen Versammlung war der Drachenk?nig auff?llig abwesend. Seit ¨¹ber zwei Stunden lie? er auf sich warten, und der Saal wurde zunehmend unruhiger. Die zentrale Frage stand ungesprochen im Raum: **?Beabsichtigt der Drachenk?nig, den Einheitsrat durch Missachtung zu entehren?¡°** Imagor und Cassian, die zu beiden Seiten des Drachenthrons sa?en, tauschten unruhige Blicke. ?u?erlich blieben sie jedoch gefasst. Es war eine Frage, auf die sie keine Antwort hatten. Jian hatte seit Ank¨¹ndigung des Treffens vor einem Monat keinerlei Interesse an diesem Einheitsrat gezeigt. W¨¹rde er erscheinen? Oder w¨¹rde er nicht kommen? Sie waren auf beides vorbereitet. Lord Weinlor, der Vertreter der Elfen, lie? sich eine Gelegenheit wie diese nicht entgehen. Er erhob sich, die Stirn ver?rgert gerunzelt. ?Dieser Rat h?tte l?ngst vor zwei Stunden beginnen sollen. Dieses Verhalten ist inakzeptabel! Mit allem geb¨¹hrenden Respekt, ich beantrage die Eubnis, mich an den Rat zu wenden...¡° **?Mit allem geb¨¹hrenden Respekt, Weinlor ¨C nein, das d¨¹rft Ihr nicht.¡°** Die Unterbrechung war kalt und t?dlich. Ihre Sch?rfe schnitt wie eine Klinge durch die angespannte Atmosph?re des Saals. Die T¨¹ren ?fen sich, und Jian trat ein. Das Fl¨¹stern verstummte augenblicklich, und alle Augen richteten sich auf ihn. Eine l?hmende Stille legte sich ¨¹ber den Thronsaal. Der Drachenk?nig ... war angekommen. Doch er sah nicht aus wie bei fr¨¹heren Ratssitzungen. Weder f¨¹r die Vertreter noch f¨¹r den Rat der Reiter. Er war anders. Und bei einem Mann, der vor allem f¨¹r seine kalte, distanzierte Haltung und sein noch k?lteres Herz bekannt war, verhie? diese Ver?nderung nichts Gutes. Was einst kalt und distanziert war, wirkte nun furchteinfl??end. Seine Aura war nicht nur erdr¨¹ckend ¨C sie war tyrannisch. Es war, als st¨¹nden alle Anwesenden weit unter ihm, als seien sie unw¨¹rdig, dieselbe Luft zu atmen wie er. Ja, als sei niemand im Saal des Atems, den er tat, w¨¹rdig. Und wer h?tte dagegen protestieren k?nnen? Noch vor einem Monat h?tten die Vorlonen das Reich ¨¹ber die Schlucht hinweg ¨¹berflutet, unter dem unersch¨¹tterlichen Befehl eines Zauberers, dessen Ziel die Ausl?schung der Festung und all ihrer Bewohner war. Vor einem Monat h?tte die Festung, so wie sie alle sie kannten, am Abgrund gestanden. Vor einem Monat hatte das Opfer einer Frau den Lauf der Geschichte ver?ndert. Doch diese Frau war die Einzige, die niemals h?tte geopfert werden d¨¹rfen. Nichts und niemand konnte den Verlust, den dieses Opfer hintessen hatte, jemals aufwiegen. Jians Blick glitt fl¨¹chtig durch den Saal, bevor er direkt durch die Versammlung schritt und auf den Thron zusteuerte. Er hielt nicht an, als er an einem sichtbar zitternden Lord Weinlor vorbeikam. Ohne ihn eines weiteren Blickes zu w¨¹rdigen, sprach er mit beunruhigender Ruhe: ?Setzt Euch, Elf.¡° Weinlor ?fe den Mund, als wolle er widersprechen, doch ein weiterer Elf an seiner Seite legte ihm die Hand auf den Arm und dr?ngte ihn zum Schweigen. Jian setzte sich. Die H?nde locker auf den Armlehnen seines Throns abgest¨¹tzt, lie? er Str?hnen seines Haares unbeachtet in sein Gesicht fallen. Er blickte auf die Versammlung und sprach schlie?lich, fast beil?ufig: ?Nun? Ich bin hier. Ich h?re zu ... sprecht.¡° Die Vertreter wechselten unsichere Blicke, bevor sich erneut eine angespannte Stille ¨¹ber den Raum legte. Schlie?lich erhob sich Lord Finlor, der Vertreter der Fae-ns, und sprach: ?Euer Gnaden, Gr¨¹?e aus Aloria und den sieben ns der Fae.¡° Er r?usperte sich, deutlich nerv?s. ?Ich bitte dem¨¹tig um Eubnis, den Rat anzusprechen.¡° ?Nur zu.¡° Jians Tonfall war l?ssig, fast gleichg¨¹ltig. Lord Finlor z?gerte einen Moment, warf Imagor einen unsicheren Blick zu und suchte still dessen Best?tigung. Erst als er diese erhielt, fuhr er fort: ?Zun?chst m?chte ich dieses Forum nutzen, um offiziell die einstimmige Entscheidung des Fae-Rates bekanntzugeben, mich zum Vorsitzenden des Rates und k?niglichen Vertreter zu ernennen...¡° Er stockte pl?tzlich, dann f¨¹gte er hastig hinzu: ?... sofern der Drachenhof zustimmt, selbstverst?ndlich. Ein Bericht ¨¹ber die j¨¹ngsten Ver?nderungen in unseren R?ngen wurde bereits vorab ¨¹bermittelt.¡° Ein Moment des Schweigens verging. Dann sprach Jian, leise und mit kaum merklicher K¨¹hle: ?K?niglicher Vertreter ... oder Fae-K?nig?¡° Chapter 838: Freiheit (Kap.839)

Chapter 838: Freiheit (Kap.839)

**Lord Finlor wirkte rmiert angesichts der Frage. Seine Augen wurden gro?: "Euer Gnaden, ich..."** Doch er kam nicht dazu, seine Worte zu vollenden. "Warum seht Ihr so ¨¹berrascht aus?" fragte Jian in sachlichem Ton. Die Temperatur im Thronsaal sank zusehends. "Du bist der Ersatz f¨¹r die Verr?terin Ke, nicht wahr? Die Fae hatten keinerlei Bedenken, eine k?nigliche F¨¹hrung zu bestimmen, ohne R¨¹cksicht auf die Vorherrschaft der Drachen zu nehmen. Warum also das pl?tzliche Z?gern?" Lord Finlor zuckte sichtbar zusammen. Die Feindseligkeit, die der Drachenhof den Fae gegen¨¹ber hegte, w¨¹rde sich nicht so leicht in Wohlwollen wandeln. "Die Fae haben nicht die Absicht, sich der obersten Herrschaft zu widersetzen. Wir werden keinen Herrscher ernennen, bis Euer Gnaden uns die Eubnis dazu geben." Lord Finlor senkte sich in eine tiefe Verbeugung. Jian fand es l?cherlich. Es war nichts weiter als reine Zweckm??igkeit. Alle waren nun so f¨¹gsam geworden. So loyal. Was f¨¹r ein schlechter Witz das doch war. "Ihr werdet noch Grund haben, diese Worte zu ¨¹berdenken", erwiderte Jian k¨¹hl, seine Stimme ohne jede Emotion. "Ist es nicht so, dass Ihr als N?chstes nach Kes Schicksal fragen werdet?" fuhr er fort. Lord Finlor nicktengsam. "Die Fae ¨¹bernehmen die volle Verantwortung f¨¹r unsere Vergehen und werden keine milde Strafe erbitten. Doch snge der Aufenthaltsort ihres neugeborenen Sohnes unbekannt bleibt, ist Lady Ke tats?chlich... die Letzte des k?niglichen Blutes der Fae." "Ich ersuche den Rat, dies bei seinen ¨¹berlegungen zu ber¨¹cksichtigen," sagte Lord Finlor und neigte leicht den Kopf, bevor er sich wieder auf seinen tz zur¨¹ckzog. Jian lehnte sich zur¨¹ck auf seinem Thron, w?hrend sich Imagor mit einer Schriftrolle in der Hand erhob. "Das Urteil des Reiterrats verweist Lady Ke in die Strafkammer," verk¨¹ndete er. "Gibt es jemanden im Rat, der diesem Beschluss widerspricht? Oder einen alternativen Vorscg unterbreiten m?chte?" Der Rat verharrte in Schweigen, die Vertreter tauschten fl¨¹chtige Blicke aus. Doch niemand trat vor. "Dann wird die vorl?ufige Strafe verl?ngert... auf Lebenszeit." Imagor lie? die Worte kurz wirken, bevor er fortfuhr: "Die Verurteilung weniger bekannter Verbrecher, darunter auch Lord River, wird vom Reiterrat unabh?ngig entschieden. Gibt es noch dringende Berichte, bevor wir zu den Angelegenheiten der Verlorenen ¨¹bergehen? So meldet euch jetzt." Er setzte sich wieder, und eine erdr¨¹ckende Stille erf¨¹llte den Saal. "Dann k?nnen wir uns nun den brennenden Fragen widmen," erkl?rte Cassian. Lord Weinlor war der Erste, der sich erhob. "Seit ¨¹ber einem Monat ¨¹berfallen die Verlorenen unsere L?ndereien und hintessen eine Spur der Verw¨¹stung. Bing ist es uns gelungen, die Angriffe unter Kontrolle zu halten... aber wienge noch?" "Wienge noch werden wir uns in unseren eigenen H?usern unsicher f¨¹hlen? Im Ungewissen, wann unsere Gebiete von wilden Bestien heimgesucht werden? Wienge noch m¨¹ssen wir in dieser Angst leben, in Regionen, die einst in Frieden und Wohlstand erstrahlten?" "Vor wenigen Tagen wurde unser Mondwald angegriffen." Er z?gerte, als widerstrebte es ihm, dies einzugestehen, doch ein Blick quer durch den Saal zu Verothrax, der im Rat sa?, zwang ihm die Worte f?rmlich auf. "Dank der rechtzeitigen Ankunft und des Einsatzes von Lord Verothrax konnten wir eine Katastrophe abwenden." "Die Lage wird mit jedem Tag, an dem wir nur zusehen, d¨¹sterer. Ich bin der ¨¹berzeugung, dass wir proaktivere Ma?nahmen ergreifen m¨¹ssen, um ihre Zutrittspunkte ausfindig zu machen und die Verlorenen auszurotten, noch bevor sie Schaden anrichten k?nnen." Die anderen Vertreter stimmten ihm mit Nicken und ged?mpftem Gemurmel zu. "Und was genau versteht Ihr unter diesen proaktiven Ma?nahmen?" erkundigte sich Cassian. Lord Weinlor trat entschlossen vor. "Nun, ist das nicht offensichtlich? Ich denke, ich spreche f¨¹r alle Vertreter, wenn ich sage, es ist an der Zeit, dass der Drachenhof den Kampf zu den Verlorenen tr?gt." "Es darf nicht l?nger darum gehen, einzelne Drachen oder kleine Gruppen auszusenden, wenn eine neue Sichtung in einem unserer Gebiete gemeldet wird. Die zw?lf Bataillone und selbst die Festungsdrachen m¨¹ssen ihren Fokus aktiv auf die Jagd nach den Verlorenen richten." Imagor stie? ein sp?ttisches Schnauben aus: "M¨¹ssen?" Lord Weinlor korrigierte hastig seine Formulierung: "Das ist nicht exakt das, was ich meinte." "Ich ube, Seine Gnaden hat uns hierher gerufen, um gemeinsam L?sungen zu er?rtern. Und jede Spezies, die hier vertreten ist, ist sicherlich bereit, ihren Beitrag zur Wiederherstellung der Festung zu leisten. Unsere L?nder stehen den Drachenstaffeln offen. Unsere Krieger sind bereit, sich dem Drachenkommando anzuschlie?en." Ein leises Lachen lenkte die Aufmerksamkeit aller zur¨¹ck auf Jian. Er sa? da, ein Grinsen auf seinem Gesicht, w?hrend er die Vertreter aufmerksam musterte. Er hatte es immer gewusst, immer gewusst, wie selbsts¨¹chtig sie alle waren. Doch hatte er sich gesagt, dass es all die M¨¹hen wert war. F¨¹r das Gel¨¹bde, das seine Sippe abgelegt hatte: Besch¨¹tzer zu sein. Diese undankbare Aufgabe war es allemal wert. Diese Pflicht hatte Dutzende von Drachen f¨¹r eine Sache gefordert, die ihnen keinen pers?nlichen Nutzen brachte, Und doch hatte er geubt, dass es das wert war. Aber war es das? "Nun gut." Jian lehnte sich wieder vor. "Ihr habt gut gesprochen." Lord Weinlor neigte den Kopf, obwohl seine Brauen leicht verwirrt waren. "Es ist meine Pflicht. Die Sicherheit der Festung hat f¨¹r uns alle Priorit?t." Er kehrte auf seinen tz zur¨¹ck, und die Abgeoren setzten sich mit gespannter Aufmerksamkeit auf, als Jian zu sprechen begann. "Was die derzeitige Situation der Asvarian-Hochburg betrifft, so ist es bedauerlich, dass es so weit gekommen ist..." "Mein Hof hat keine M¨¹he gescheut, kein Leben, keine Kosten, um die Sicherheit der Festung zu gew?hrleisten. Aber die Verantwortungslosigkeit und Nachl?ssigkeit einiger von euch beim Schutz eurer Ursprungsrunen..." Sein Blick wanderte zwischen dem Mer-Vertreter und Lord Finlor, der aussah, als w¨¹rde er sich in der Erde aufl?sen. "Und die unversch?mten Forderungen und die Weigerung des Rests von euch, sie zu erf¨¹llen..." Diesmal traf sein Blick jeden Vertreter, der in der Halle sa?. "hat uns genau an diesen Punkt gef¨¹hrt." Seine Arme trafen sich, die Finger verschr?nkten sich ineinander. Und seine Augen verengten sich zu einem t?dlichen Blick. Wenn die Temperatur schon vorher gesunken war, so sank sie diesmal regelrecht ab. "Drachenherrschaft ist Tyrannei, sagtest du." "Drachengesetze sind ein Joch, sagtest du." "Die Autokratie hat ausgedient, sagtest du." "Beende die Tyrannei. Beendet die Autokratie. Beendet die Drachenherrschaft." "Beende sie. Beende sie. Beendet sie!" Jian l?chelte, ein finsteres Grinsen, das sich auf seinen Lippen ausbreitete. "Nun, ich bin jetzt m¨¹de... Ich bin das alles leid. Von euch allen... und meine Drachen sind es auch." "Der Grund, warum ich diesen Rat einberufen habe, ist nicht, um eine gemeinsame Eroberung gegen die Verlorenen zu besprechen, oder irgendwelche Ma?nahmen, bei denen wir zusammenarbeiten, um ¡¯euch¡¯ und eure L?nder zu sch¨¹tzen." Jian sch¨¹ttelte den Kopf. "Das werden wir nicht tun. Wir werden nichts ¡¯Gemeinsames¡¯ tun, wirklich nicht. Ich habe diesen Rat versammelt, um euch allen das zu geben, was ihr seit Jahrhunderten von mir vengt habt..." Er brach ab, "Freiheit." Ein Moment der Stille. Cassian und Imagor sahen sich nicht an. Sie sagten kein einziges Wort. "Habt ihr mich nicht geh?rt?" fragte Jian und lie? seinen Blick von einem Vertreter zum anderen wandern. "Wo ist die Aufregung? Der Beifall? Ich dachte, ihr w?rt begeistert, wenn ihr w¨¹sstet, dass wir endlich frei voneinander sind?" "Dieng erwartete Emanzipation ist da, Sie sollten zufrieden sein. Zufrieden. Ich wei?, dass ich es bin." "J... Euer Gnaden", begann Lord Weinlor unsicher, "ich bin nicht sicher, ob ich verstehe, was Ihr meint." Jian seufzte leise und wandte sich an seinen Reiterrat. "Habe ich vielleicht vorhin in der Drachensprache gesprochen?" "Ganz und gar nicht, mein Lehnsherr." Verothrax meldete sich zu Wort, sein Tonfall war geh?ssig. "Ihr habt Euch kristallr ausgedr¨¹ckt." "Was ist es dann, das Ihr nicht versteht, Weinlor?" Jian fuhr fort und runzelte die Stirn. "Euer Gnaden..." Lord Finlor kicherte nerv?s, "Ihr k?nnt doch nicht ernsthaft vorscgen, dass wir die Festung aufteilen?" Jians Augen wanderten zu ihm. "Um es r zu sagen, ich scge es nicht vor." "Das ist genau das, was ich meine." Chapter 839: Drache für Drache (Kap.840)

Chapter 839: Drache f¨¹r Drache (Kap.840)

Die ruhige und direkte Best?tigung war verbl¨¹ffend. Die Vertreter waren alle entsetzt und es dauerte einen Moment, bis Jians Worte verklungen waren. Teilt die Festung... Seit dem Fall des dunklen Reiches war die Festung immer unter einer einzigen Herrschaft gestanden. Die Ethnien hatten in den Jahrzehnten nach dem Aufstand erbittert um den Titel gek?mpft, aber die Drachen hatten den endg¨¹ltigen Sieg davongetragen. Die Abschaffung der Vorherrschaft war ein Thema, das seitdem nie wieder zur Sprache gekommen war. Es wurde auch nicht direkt auf dem Einheitsrat angesprochen, aber das bedeutete nicht, dass niemand daran gedacht hatte. Man hatte es sich gew¨¹nscht, ja sogar gent. Aber jetzt, in diesem Moment, wurde das Thema endlich angesprochen, und zwar von der Person, von der sie es am wenigsten erwartet hatten: dem Drachenk?nig. Die Vertreter waren sich nicht sicher, wie sie reagieren sollten. Wieder herrschte Schweigen, und die Abgeoren tauschten entsetzte Blicke aus. "Euer Gnaden..." Lady Melissa von den Nymphen stotterte. "Das ist... zu pl?tzlich. Wie..." "Wir sollten nicht so tun, als w¨¹rde nicht ein Schatten ¨¹ber unseren K?pfen h?ngen. Und jetzt werde ich dir eine ttform geben, um deine Tr?ume wahr werden zussen." "Ich habenge und gr¨¹ndlich dar¨¹ber nachgedacht", sagte Jian in einem kalten Ton, "ich habe meine Absichten auch meiner Sippe mitgeteilt, weit und breit in der ganzen Festung, und ich habe ihnen Zeit gegeben, dar¨¹ber nachzudenken." "Das wird eine drastische Ver?nderung f¨¹r uns sein, genauso wie f¨¹r euch..." Er brach ab. "Seit mehr als einem Jahrtausend ist das Schicksal der Festung eng mit uns verwoben." "Es endet heute." "Das ist unsere Schlussfolgerung. Die Festung... wird geteilt werden. Alle Tribute an das Drachenreich werden eingestellt. Die unabh?ngige Herrschaft jeder Ethnie wird wiederhergestellt, f¨¹hlt euch frei, Anf¨¹hrer, K?nige oder Lords ¨¹ber euch selbst zu ernennen." "Aber von diesem Moment an werden alle Drachentruppen, die in tributpflichtigen Gebieten stationiert sind, zum Schutz der Drachen in die Drachenfestungen zur¨¹ckgezogen. Dies hat bereits begonnen, w?hrend wir sprechen." "W...abgezogen?!" Lord Weinlor stotterte schockiert. Diesmal versuchten seine Mitelfen nicht, ihn zur¨¹ckzuhalten, sie waren ebenso schockiert ¨¹ber diese Wendung der Ereignisse. Jian fuhr fort, als ob er ihn nicht geh?rt h?tte. "Ich werde kein tt vor den Mund nehmen. Von nun an sind alle Monarchen ausschlie?lich f¨¹r die Sicherheit ihres Territoriums gegen¨¹ber den Verlorenen verantwortlich." "Euer Gnaden!" rief Lord Finlor und richtete sich auf. "Wollt Ihr uns alle dem Tod ¨¹bessen?!" Jian neigte neugierig den Kopf zur Seite: "Wollt Ihr damit sagen, dass das edle Volk der Fae ohne den Schutz der Drachen nicht ¨¹berleben kann?" "Mit einem Bataillon, das in die Tausende geht? Wo ist die Tapferkeit geblieben, mit der Ihr meinem Hof den Krieg erkl?rt habt?" Lord Finlor war verstummt, da er kein Wort zu seiner Verteidigung sagen konnte. Er ?fe den Mund und schloss ihn wieder, da ihm sichtlich die Worte fehlten. "Was ist mit uns?!" fragte Lord Weinlor verwirrt. "Wir haben nie den Krieg erkl?rt! Elfen sind ein friedliches Volk! Wir w¨¹rden uns nie auf eine gewaltsame Konfrontation mit den Drachen eissen wie die Fae!" Verteidigte er sich. Cassian hob eine Braue. "Vor dem Vulkanausbruch in Fort Inferno wurde ein Befehl in den Mondwald gesandt. Erinnert Ihr Euch an Eure Antwort, oder soll ich Euch daran erinnern?" Lord Weinlor war verbl¨¹fft. "Damals ... konnten wir es uns nicht leisten, unsere Grenzen f¨¹r Fl¨¹chtlinge aus Fort Inferno zu ?ffnen, aber das war ..." Jian unterbrach ihn. "Diese Grenzen ... halte sie f¨¹r immer geschlossen." Lord Weinlor zuckte sichtlich zusammen. Er blickte hilfesuchend zu seinen Elfenkollegen, aber niemand konnte die Realit?t bestreiten. W?hrend die Fae dem Drachenhof den Krieg erkl?rten, schlossen die Elfen ihre Grenzen f¨¹r Fl¨¹chtlinge, obwohl sie den Befehl erhalten hatten, dies nicht zu tun. Lady Melissa r?usperte sich leicht: "Euer Gnaden, ich ube, Ihr werdet die Tatsache anerkennen, dass Forest Tajma¨¦ loyal gewesen ist." "Erst k¨¹rzlich haben wir Lord Verothrax in unserem Territorium willkommen gehei?en und keine M¨¹hen gescheut, ihm bei der Stabilisierung seiner Magie zu helfen." "Habt ihr das?" fragte Jian und wandte sich an Imagor. "Vor dem... ungl¨¹cklichen Ableben des Zwergenk?nigs wurde er in Menarx¡¯ Distrikt zur¨¹ckgeschickt, wo er einen recht interessanten Bericht ¨¹ber die Erschaffung des Mechanismus lieferte, mit dem er magische F?higkeiten extrahierte..." Imagor hielt inne, seine Augen verengten sich zu einem t?dlichen Blick. Lady Melissa lie? sich auf ihren tz zur¨¹ckfallen. Sie senkte den Kopf und wandte die Augen ab. "Warum? Dachtest du, wenn du schweigst und dich nicht meldest, w¨¹rde ich es nicht herausfinden?" Jian zischte leise. Im Thronsaal herrschte gespenstische Stille. Wenn der Temperaturabfall vorher nicht offensichtlich war, so konnten ihn jetzt alle Abgeoren sp¨¹ren. Einngsamer, k¨¹hler Luftzug durchzog den Saal. Niemand wagte zu sprechen, niemand wagte es, das Schweigen zu brechen. Doch schlie?lich wurde sie gebrochen. "Euer Gnaden..." Lord Jo?o, der w?hrend der gesamten Ratsversammlung geschwiegen hatte, trat vor. "Ich wei?, das ist dreist, aber als Fae-Kampflord habe ich selbst gegen die Vessenen gek?mpft." "Ich habe gesehen, wie Dutzende meiner Soldaten innerhalb eines Wimpernscges abgehtet wurden." "Diese Bestien... sie sind jenseits von allem, was ich je erlebt habe. Jenseits von allem, was ich f¨¹r m?glich gehalten habe." "Es gibt nur eine Ethnie, die in der Lage ist, die Vessenen zu besiegen. Und Euer Gnaden wei? das, jeder in dieser Halle wei? es. Diese ht ist verloren ... die Festung ist verloren, wenn sich die Drachen jetzt von der Front zur¨¹ckziehen." "Freiheit ist ein eitler Traum, wenn sie den sicheren Tod bedeutet. Die Fae sind bereit, unser B¨¹ndnis mit dem Drachenhof f¨¹r ein weiteres Jahrtausend zu erneuern ... und snge meine Blutlinie noch in Aloria existiert, werden wir unser Wort kein zweites Mal brechen." "Bei meiner Ehre, ich flehe Euer Gnaden an, die Festung zu verteidigen, wie Ihr es immer getan habt." Lord Jo?o l?ste sein Schwertholster, lie? sich auf die Knie fallen und bot sein Schwert mit gesenktem Kopf an. Die Vertreter traten nacheinander vor und schlossen sich Lord Jo?os Bitte an. Der Rat der Reiter tauschte Blicke aus, aber niemand sprach. Die Drachenf¨¹rsten w¨¹rden sich an Jians Entscheidung halten... was immer das auch hei?en mochte. Jians Brauen runzelten die Stirn. Er blickte auf die Vertreter... und er f¨¹hlte nichts. Was genau hatte er besch¨¹tzt? Wof¨¹r hatten sein Vater und jeder andere Drachenlord danach ihr Leben gssen? Dieses Pflichtgef¨¹hl... diese Ehre, die seine Existenz ausmachte, war doch nicht so toll. "Lasst es die Festung wissen, dass Drachen nur f¨¹r Drachen k?mpfen werden." Chapter 840: Es wird kommen, wie es kommen soll (Kap.841)

Chapter 840: Es wird kommen, wie es kommen soll (Kap.841)

Ein kalter Luftzug wehte durch den Korridor der obersten Etage. Er prallte an den gefrorenen W?nden ab und hinterlie? ein gespenstisches Echo. In der Ferne war ein knisterndes Ger?usch zu h?ren. Die Eisschicht, die die W?nde bereits bedeckte, breitete sich immer weiter nach unten aus. Scharfe und unbarmherzige Eiszapfen erbl¨¹hten aus dem Nichts. In diesem Moment war die oberste Ebene weniger ein Aufenthaltsort als vielmehr eine eisige Todeszone geworden. Cassian fr?stelte sichtlich. Er wollte klopfen, z?gerte aber und schaute zu Imagor hin¨¹ber. Schlie?lich klopfte er. Es kam keine Antwort, und er erwartete auch keine. Cassian drehte den T¨¹rknauf und f¨¹hrte den Weg in das gefrorene Desaster, das Jians Arbeitszimmer war. Es gab mehr Teile des Raumes, die mit einer zus?tzlichen Frostschicht ¨¹berzogen waren, als bewohnbare Teile. Nat¨¹rlich blieb die K?lte von Jian unbemerkt. Ihm machte sie kaum etwas aus, w?hrend alle anderen nicht so viel Gl¨¹ck hatten. Das Arbeitszimmer war menschenleer. Der Schreibtisch, an dem Jian normalerweise sa?, war leer, und die Akten auf dem Tisch waren vom Eis unber¨¹hrt undgen in einem ordentlichen Stapel. Imagor ging zum Tisch hin¨¹ber und bl?tterte die obersten Akten durch. "Es wurde sich um sie alle gek¨¹mmert." Sagte er zu Cassian und griff nach dem Stapel. "Rodrick war es wohl zu unertr?glich, sie zu holen." Sein Blick wanderte vom Schreibtisch zu dem tz daneben. Neben dem Schreibtischg ein Haufen Schriftrollen, und die obersten waren mit einer dicken Schicht Frost ¨¹berzogen. Siegen vergessen da, und Cassian brauchte nicht nachzuforschen, um zu wissen, worum es sich handelte. Seit der Einheitsversammlung kamen Tausende von Petitionen von den tributpflichtigen V?lkern an. Und immer noch str?mten Dutzende von Vertretern in den Bergfried, um eine Audienz bei Jian zu erhalten. Ihre Versuche hatten sich als vergeblich erwiesen. Jian hatte deutlich gemacht, dass er nach dem Einheitsrat keine weitere Audienz gew?hren w¨¹rde, und blieb bei seiner Entscheidung. Er schenkte den Petitionen ebenfalls keine Beachtung, sondern warf sie auf den immer gr??er werdenden Stapel neben seinem Schreibtisch, wo sie unber¨¹hrt und vergessen bleiben w¨¹rden. Cassian wandte seinen Blick ab und atmetengsam aus. Sein Atem gefror in seinem Blickfeld, und das machte den Moment nur noch bedr¨¹ckender. Ein weiterer kalter Luftzug lie? die beiden Wachen des K?nigs erneut fr?steln. Cassian h?tte schw?ren k?nnen, dass er bis vor kurzem nicht verstanden hatte, was es bedeutete, K?lte zu sp¨¹ren. Das Blut in den Adern eines Drachens wurde vom Feuer gek¨¹sst. Seit wann st?rten sie sich an Temperaturschwankungen? Erst jetzt wurde ihm r, dass Drachen nicht unempfindlich gegen K?lte waren. Sie waren nur noch nicht der Art von K?lte ausgesetzt, die das Feuer ¨¹berw?ltigte und das Blut gefrieren lie?. Cassians Gedanken drifteten in den Hintergrund, als seine Augen die teilweise ge?fe T¨¹r fanden, die in den Waschraum f¨¹hrte. Er hatte sich gefragt, wohin Jian verschwunden war. Und er hatte angenommen, dass er zum Berg Edar geflogen sein musste. Aber die Pr?senz, die er zuvor nicht wahrgenommen hatte, stie? ihn schlie?lich vor den Kopf. Er runzelte leicht die Stirn und ging auf die T¨¹r zu. Drinnen stand Jian. Er war auf den Grund seines Badebeckens gesunken, und die Wasseroberfl?che war fest gefroren, sodass er darunter eingeschlossen war. Erg totenstill. Unbeweglich. Die Panik und das Entsetzen setzten sofort ein. "Mein Lehnsherr!" Cassian st¨¹rzte in das Becken. Er rutschte auf die Knie und schlug mit der Faust auf das Eis, so dass die Oberfl?che zerbrach. Er h?mmerte songe auf den Riss ein, bis die gefrorene Oberfl?che einbrach. Imagor half ihm, und sie griffen beide ins Wasser, um Jian herauszuziehen. Das Wasser war zum Anfassen kalt. Cassian biss die Z?hne gegen die K?lte zusammen, als sie Jian aus dem Badebecken hoben und an die Seite legten. "Mein Lehnsherr?! Jian?!" Jians Augen tterten auf. Er starrte ausdruckslos zu Cassian und dann zu Imagor. Anhand ihrer Mienen war es nicht schwer, ihre Gedanken zu lesen. "Was ist das f¨¹r ein Krawall?" Erleichterung str?mte durch Cassians Adern, neben einem Funken Wut "Krawall?! Du hast das Wasser eingefroren, w?hrend du drin warst!" "Was wolltest du denn machen?!" Auch Imagor war nicht erfreut. "Die Festung aufzuteilen bedeutet nicht, dass man aufh?rt, der Drachenk?nig zu sein! Wenn unser K?nig stirbt, was wird dann aus uns?!" "Du musst dich zusammenrei?en!" Jians Gesichtsausdruck ?nderte sich nicht. Sein Tonfall war leer, als er antwortete: "Alles, was ich in diesen Tagen anfasse, friert ein. Du solltest es besser wissen, als anzunehmen, dass ich mir das Leben nehmen w¨¹rde." "Es ist unehrenhaft f¨¹r einen Drachen, so etwas zu tun, und ich habe nicht die Absicht, meine Blutlinie zu entehren, indem ich meine Verwandten im Stichsse." "Und ich muss nicht..." Er brach ab. "Der Tod wird kommen, wie er kommen sollte. Wie er es schon einmal getan hat." Er sagte es so, als w?re es nur eine weitere Sache im Vor¨¹bergehen. Als w¨¹rde er nicht ¨¹ber seinen eigenen Tod sprechen, sondern ¨¹ber etwas, auf das er sich freuen konnte. Cassian stie? einen zittrigen Atemzug aus. "Wenn du dich entscheidest, aufzugeben, was passiert dann mit Xenon? Menarx?" "Xenon kommt gerade so ¨¹ber die Runden. Und Menarx, so berichtete Kirgan zuletzt, hat durch die Abtrennung seine menschliche Form verloren. Er steckt in seiner Raubtierform fest, wer wei? wienge..." "Alles f?llt auseinander und du bist der Einzige, der die Dinge zusammenhalten kann. Warum kannst du das nicht sehen?" Sein Tonfall war von Verzweiflung gepr?gt. Jian schloss die Augen, eine Geste der Ablehnung. Imagor seufzte, sagte aber nichts. Cassian lie? nicht locker. Auch wenn Jian das lieber nicht wollte, wusste Cassian, dass er zuh?rte. "Ich wei?, das ist... hart f¨¹r dich. Alle anderen d¨¹rfen sich der Abtrennung hingeben, aber als K?nig ... hast du nicht einmal diesen Luxus." "Du musst eine zerbrochene Welt zusammenhalten, w?hrend du selbst zerbrichst..." Er hielt inne und sog scharf den Atem ein. "Aber kannst du das nicht auch von einer positiven Seite sehen? Die Tatsache, dass die Trennung noch nicht stattgefunden hat, k?nnte ein Zeichen daf¨¹r sein, dass Neveah irgendwo da drau?en ist..." Jians Augen ?fen sich wieder. Seine Brauen waren gerunzelt, aber er unterbrach Cassian nicht. "Es wurde nie eine Leiche gefunden. Selbst Kaideon besteht darauf, dass sie am Leben sein muss ... und wenn sie wirklich zuf?llig irgendwo da drau?en ist, w¨¹rdest du sie nicht verdammen, wenn du vorher stirbst?" Jian sch¨¹rzte seine Lippen. "Wenn sie irgendwo am Leben ist ... warum kommt sie dann nicht nach Hause?" Seine Stimme war heiser, seine Augen glitzerten von unverdauten Tr?nen. "Warum will sie nicht zu mir kommen? Nicht einmal in meinen Tr?umen?" fragte er. Cassian zuckte sichtlich zusammen. Er hatte keine Antwort darauf. Er hatte auf nichts mehr eine Antwort. Aber das einzige, was er wusste, war, dass die Festung es sich nicht leisten konnte, Jian zu verlieren. Und er konnte es auch nicht. __________ Jian sa? an seinem Schreibtisch und lehnte sich gegen den Stuhl, w?hrend Cassian den vessenen Stapel von Berichten durcs. "Das ist von Aloria." sagte Cassian. Jian war wie weggetreten. In jedem der Berichte stand so ziemlich das Gleiche. Die Vertreter konnten Jians Entscheidung immer noch nicht akzeptieren und ubten irgendwie, sie k?nnten ihm das ausreden. Er fand es l?cherlich, dass sie sich mehr damit besch?ftigten, ihm Dutzende von Petitionen zu schicken, als sich Gedanken dar¨¹ber zu machen, wie sie ihr eigenes Territorium sch¨¹tzen konnten, jetzt, wo sie sich nicht mehr auf den Schutz der zw?lf Schwadronen vessen konnten. Die Vessenen tauchten immer noch an zuf?lligen Eingangspunkten rund um die Festung auf, und viele Siedlungen hatten in den letzten drei Tagen seit dem Einheitsrat Angriffe gemeldet. Warum sie dennoch die Mu?e fanden, ihm Bericht zu erstatten, konnte er nicht sagen. Andererseits wusste Jian auch, dass die Drachenf¨¹rsten beunruhigt waren, und so gut sie es auch verbargen, konnte er doch erkennen, dass diese Umstellung f¨¹r sie ebenso schwierig war. Esg nicht in ihrer Natur, ein Auge zuzudr¨¹cken. Esg nicht in ihrer Natur, sich aus der Gefahr herauszuhalten und zuzusehen, wie die Festung den Weg nahm, den das Schicksal f¨¹r richtig hielt. Aber er verstand es. Er wusste genau, was ihre Pflicht als Besch¨¹tzer f¨¹r jeden einzelnen von ihnen bedeutete. Und er wollte ihnen das nicht verwehren. Oder sie ihnen wegnehmen. Aber die Festung war an einem Punkt angngt, an dem Ver?nderungen notwendig waren. Allianzen mussten erneuert werden, und jede Ethnie musste ihren eigenen, von der Drachendynastie unabh?ngigen Weg finden. Wenn dies das letzte war, was er als K?nig tat, w¨¹rde er daf¨¹r sorgen, dass aus der Festung am Ende dieser schwierigen Zeit ein wirklich geeintes Volk hervorging. Oder es w¨¹rde ¨¹berhaupt keine geeinte Festung geben. "Das ist von..." Cassian brach ab. "Dante." Jian setzte sich auf. Dante und Estelle f¨¹hrten das Suchteam durch die dunklen Lande, zusammen mit Kaideon. Im vergangenen Monat hatten sie bei ihrer Suche nach Neveah nicht nachgssen. Und Dante hatte ihnen immer wieder Berichte ¨¹ber ihre Ergebnisse geschickt. Bing waren alle Berichte entt?uschend gewesen. Nach ein paar Wochen hatte Jian begonnen, Dantes Berichte zu f¨¹rchten. Jede erfolglose Suche verfestigte eine Realit?t, die er nicht akzeptieren wollte. Jedes Mal, wenn der Suchtrupp mit leeren H?nden zur¨¹ckkehrte, breitete sich die Leere in seinem Herzen noch weiter aus. Dennochs er jeden einzelnen Bericht mit der gleichen Vorfreude wie den ersten. Denn Hoffnung war eine grausame Sache. Jian wartete, w?hrend Cassian die Schriftrolle durchbl?tterte und dann zu ihm aufsah. "Er sagt ... sie haben etwas gefunden ..." Chapter 841: Unerreichbar (Kap.842)

Chapter 841: Unerreichbar (Kap.842)

Die Stille, die ¨¹ber dem dunklen Landg, erstreckte sich endlos. Mit der Aufl?sung der Leere und der Verbannung des Todessturms blieben lediglich die Spuren des Bruchs zur¨¹ck. Ein Abgrund von unbekannter Tiefe g?hnte dort, wo die Erde in sich zusammengebrochen war. Und da das dunkle Miasma nun keine Bedrohung mehr darstellte, wurde die zweite Staffel der D¨¹nendrachen entsandt, um die Tiefen dieses Abgrunds zu erforschen. Ihre Mission hatte mehrere Ziele: Einerseits suchten sie nach einer m?glichen L?sung, doch vor allem drehte sich alles um Neveah. Ein Monat war vergangen, seit sie den Abgrund durchk?mmten, als sie ihre erste Entdeckung machten ¨C die bing greifbarste Spur zu Neveah. Doch es war etwas, womit niemand gerec hatte. Jian stand am Rande des Abgrunds, sein Gesicht ohne Regung. Neben ihm stand Xenon, ebenso still, w?hrend ein Drache der zweiten Staffel aus der Tiefe emporstieg, die ¨¹berreste eines K?rpers mit sich f¨¹hrend. Als der Drache den Rand erreicht hatte, wich die Menge zur Seite, um tz zu schaffen. Die ¨¹berreste ¨C oder das, was davon noch ¨¹brig war ¨C wurden vorsichtig am Rand abgelegt. Keiner sprach ein Wort. Die silberne Maske, die die ¨¹berreste bedeckte, reichte aus, um sie zu identifizieren. Das war Ida... Misha, jene Frau, die Neveah damals mit in den Abgrund genommen hatte. Das Gef¨¹hl der Beklemmung, das sich bereits tief in Jians Herz eingenistet hatte, spannte sich nur noch fester zusammen. ?Die Temperatur in dieser Tiefe ist unnat¨¹rlich kalt. Der K?rper ist weitgehend intakt, und so konnten wir die Todesursache feststellen¡°, berichtete Dante schlie?lich. Jians Gedanken schweiften zu den ¨¹berresten in der verborgenen Halle von Ebonhollow. Vielleicht war dies die letzte Manifestation von Magie nach ihrem Tod ¨C das Schaffen einer Atmosph?re, in der der K?rper unnat¨¹rlichnge erhalten bliebe. ?Abgesehen vom Sturz?¡° fragte Cassian. Dante nickte. Er beugte sich zu den ¨¹berresten hinunter und kippte den Kopf des Leichnams zur Seite, um eine tiefe Wunde am Hals freizulegen. Cassian ging ebenfalls in die Hocke. ?Das sieht aus, als w?re es mit uen zugef¨¹gt worden... Sie war bereits tot, bevor sie den Boden erreichte.¡° ?Das sind keine gew?hnlichen uen... es sind Veahs¡°, schaltete sich Kaideon ein. Auch Kaideon hatte der vergangene Monat zugesetzt. Sein Haar war zerzaust, seine Augen m¨¹de und tief eingefallen ¨C ein res Zeichen, dass er kaum Scf gefunden hatte. ?Die Gr??e und Brutalit?t stimmen mit den T?tungen meiner Tochter ¨¹berein¡°, f¨¹gte er hinzu. Jians Brauen zogen sich zusammen. ?Wenn Veah bei Bewusstsein war, um diesen Angriff auszuf¨¹hren, muss sie eine gewisse Toleranz gegen¨¹ber dem Gift des Miasmas entwickelt haben.¡° ?Das w¨¹rde bedeuten, dass sie gerade genug Verstand hatte, um in diesem Moment ein Portal zu beschw?ren¡°, best?tigte Dante. ?Wir haben den gesamten Abgrund durchsucht, aber es gibt keine Spur von Veah.¡° ?Es gibt viel, dessen ich mir nicht sicher bin, aber eines wei? ich mit Gewissheit¡°, sagte Dante entschlossen. ?Neveah ist dort unten nicht gestorben.¡° Estelle nickte zustimmend. ?Wenn jemand diesen Sturz h?tte ¨¹berleben k?nnen, dann Veah.¡° Jian presste die Lippen zusammen. Gegen seinen Willen lie? er zu, dass die W?rme der Hoffnung sich in jede Faser seines Herzens ausbreitete. Es gab kein Zur¨¹ck mehr. ?Das ist also...¡°, begann Xenon, und seine ersten Worte brachten eine erneute Stille mit sich. ?Das ist... sie?¡° Seine Stirn war leicht gerunzelt, sein Tonfall voller Ungl?ubigkeit, als k?nne er das Geh?rte nicht mit dem, was er vor sich sah, in Einng bringen. ?Nicht der K?rper¡°, murmelte Cassian. Er griff nach der Maske, zog sie ab und enth¨¹llte ein fremdes Gesicht, dessen verst¨¹mmelte Haut von d¨¹steren Runen ¨¹bers?t war. ?Aber die Seele. Es scheint, dass dieser K?rper als Gef?? f¨¹r die finstere Kunst des Seelentransfers genutzt wurde... der Beweis daf¨¹r sind diese Runen.¡° ?Jemand muss ihre Seele geraubt, ein unschuldiges Gef?? gefunden und das Gesicht entstellt haben, um sicherzustellen, dass die Seele keine Probleme hat, sich in diesem K?rper zu verankern.¡° ?Es war vermutlich ein n f¨¹r eine triumphale R¨¹ckkehr¡°, f¨¹gte Cassian hinzu. ?Aber als du und Verothrax beim Schattenturm angekommen seid, muss der n gescheitert sein.¡° ?Dann, all diese Jahrzehnte...¡°, murmelte Xenon und lie? den Satz unbeendet. Die Worte schienen ihm zu schwer, um sie auszusprechen. Jian warf ihm einen kurzen Blick zu, bevor er nach Xenons Schulter greifen wollte, doch er z?gerte und lie? die Hand wieder sinken. Ohne ein weiteres Wort wandte er sich ab und verlie? den Abgrund. Die anderen Drachenf¨¹rsten folgten ihm und machten sich ebenfalls auf den Weg. Innerhalb eines Augenblicks war Xenon allein. Wie angewurzelt stand er da und starrte auf das mit dunklen Runen bedeckte Gesicht. Eine tiefe Falte bildete sich auf seiner Stirn. ?Hat es dir nicht gereicht, mein Leben einmal zu zerst?ren?¡° murmelte er mit dunkler, heiserer Stimme. Seine H?nde ballten sich zu F?usten. Unter seinen Rippen keimte ein ferner Schmerz auf ¨C nicht stark genug, um ¨¹berw?ltigend zu sein, aber unverkennbar da. Wie das Echo einer l?ngst verssten Erinnerung. Das Schicksal... es war grausam. Manchmal erschuf es inspirierende Verbindungen, so vollkommen wie Jian und Neveah oder Imagor und Kaliana. Manchmal jedoch brachte es zweifelhafte Paare hervor, so wie Menarx und Adrienne. Und manchmal machte es sich einen grausamen Scherz aus der wahren Bindung. Xenon und Misha... Lodenworth und Ke. Es war unberechenbar. Es war r¨¹cksichtslos."Ich hatte jahrzehntng um dich getrauert... aber nicht heute. Nicht mehr.", murmelte Xenon. "Ich hoffe, diesmal bleibst du tot." Er drehte sich um und ging davon, ohne sich umzusehen... nicht ein einziges Mal. ______ Kurz darauf fand Xenon Jian an der Stadtmauer. Der Drachenk?nig stand regungslos da, in seine eigenen Gedanken vertieft. Seine H?nde waren hinter seinem R¨¹cken verschr?nkt und sein Blick war weit entfernt. Er nahm Xenon nicht so schnell wahr, wie er es normalerweise tun w¨¹rde. Es war f¨¹r niemanden mehr eine Neuigkeit, dass der letzte Monat und die Ereignisse, die ihm vorausgegangen waren, ihren Tribut von Jian gefordert hatten. Diese Ereignisse h?tten ausgereicht, um jeden in den Wahnsinn zu treiben. Xenon wusste das besser als jeder andere. Auch wenn Jian selbst nicht realisierte, wie sehr er sich ver?ndert hatte. Diese Ver?nderungen, so sehr er auch versuchte, sie zu verbergen, waren offensichtlich. Nicht nur f¨¹r Xenon allein, sondern auch f¨¹r ihre Verwandten, die stark auf die Stabilit?t des Drachenk?nigs angewiesen waren. Schlie?lich warf Jian einen Blick ¨¹ber die Schulter, gerade als Xenon die letzte Treppe erklomm. In diesem Moment wurde nichts gesagt. Xenon ging zu Jian hin¨¹ber und sie lie?en sich in der bereits etablierten Stille nieder, blickten auf die dunklen L?nder, die sie gerade hinter sich gssen hatten. Nach einer Weile brach Jian das Schweigen. "Hast du es..." Er stockte, z?gerlich. "Zu Ende gebracht?" Xenon verstand, was gemeint war. War das Kapitel zu Mischa endlich abgeschlossen? Wurde die anhaltende Schuld hinter sich gssen? Hatte er endlich den Abschluss erhalten, der ihm all die Jahrzehnte verwehrt geblieben war? Konnten sie diesmal wirklich f¨¹r immer von dieser schrecklichen Vergangenheit loskommen? Er nickte einmal. "Ja, das habe ich." "Geht es dir... gut?" fragte er erneut. Es war schwer zu uben, dass es ihm jahrzehntng nicht gut gegangen war. Aber jetzt, trotz aller Unsicherheit, aller Schuldgef¨¹hle und Trauer, die er Neveah gegen¨¹ber empfand, kam Xenon nicht umhin zu f¨¹hlen, dass ihm eine Last von den Schultern genommen worden war. Denn nun stellte sich nicht mehr die Frage, ob Mischa wirklich b?se gewesen war oder nur von Rachegef¨¹hlen geblendet, Das spielte keine Rolle mehr. Er wollte keine Antworten mehr auf die Vergangenheit. Er f¨¹hlte endlich, dass er aufatmen konnte, dass er wirklich der beste Mann f¨¹r sich selbst und die Frau, die er liebte, sein konnte. Es war nur so, dass die Frau, die er liebte... Xenon lie? nicht zu, dass dieser Gedanke Wurzeln schlug. Er lie? nicht zu, dass der Kummer sich festsetzte. Nicht jetzt... nicht, wenn es noch Hoffnung gab. "Ich habe es besser." antwortete Xenon. "Ich nicht.", fl¨¹sterte Jian kaum h?rbar. Xenon wandte den Blick nicht ab. Was Jian in diesem Moment brauchte, war nicht sein Mitleid oder Trost. Das w¨¹rde keinem von ihnen etwas n¨¹tzen. Er ben?tigte nur diesen Moment. Einen Moment, in dem sie nach einem Monat unausgesprochener Zwietracht ihren Groll beiseite schieben und die Stille ¨¹ber ihre Herzen urteilenssen konnten. Der ganze Zorn, den Xenon gegen¨¹ber Jian empfunden hatte, verflog. "Ich wei?.", murmelte er stattdessen. "Denkst du...", Jian stockte, "dass sie noch lebt?" Xenon dachte einen Moment dar¨¹ber nach. Sein Herz schmerzte und dieses hohle Gef¨¹hl war nicht verschwunden. Es w¨¹rde nicht verschwinden. Dieses Gef¨¹hl, das jeden Atemzug schmerzhaft macht und jede Morgend?mmerung zu einer Qual werden l?sst. Doch tief im Inneren, dort wo es am wichtigsten war, f¨¹hlte er sich immer noch... ganz. "Ich wei?, dass sie es ist.", hielt er inne und atmete scharf ein. "Ich sp¨¹re sie immer noch, Jian. Wie eine Pr?senz, die gerade au?er Reichweite ist. Sie lebt. Ich w¨¹rde darauf mein Leben verwetten." Das Mal in der Beuge seiner Schulter war genau dort. Er hatte sicher gestellt, dass er alle paar Stunden genau hinsah, und nichts hatte sich ver?ndert, bis auf die Tatsache, dass niemand wusste, wo Neveah war. Sie war verschwunden. Aber wenn sie irgendwo da drau?en in der Welt war... dann mussten sie sie nur wiederfinden. Egal, wie weit sie gehen mussten... oder wienge es dauern w¨¹rde. "Wir werden sie zur¨¹ckholen, Jian.", sagte Xenon nach einem Moment des Schweigens. "Aber das Bollwerk... ist das, was du dir w¨¹nschst, wenn sie zur¨¹ckkommt?" "Du sagtest, du wolltest ihr einen sicheren Hafen bieten. Eine Welt ohne Kriege, Gefahren und st?ndiges Blutvergie?en." "Du sagtest, du wolltest sie an deiner Seite haben in dem Bollwerk, von dem wir immer getr?umt haben. Der Grund, warum wir ¨¹berhaupt an die Macht gekommen sind... der Grund, warum wir trotz aller Hindernisse unerm¨¹dlich weitergemacht haben." "Alles, was wir aufgebaut haben, bricht zusammen, genau vor unseren Augen. Ich hoffe, du l?sst dich nicht in den Abgrund st¨¹rzen, wie ich es getan habe...", brach Xenon ab. Chapter 842: Unentrinnbares Schicksal (Kap.843)

Chapter 842: Unentrinnbares Schicksal (Kap.843)

Dunkelheit h¨¹llte den Himmel ¨¹ber den dunklen L?ndern ein. Die endlosen Ruinen waren vessen von Sonnenlicht, Ger?uschen und Leben ¨C verboten, so wie es die Drachen gewollt hatten... so wie es seit Jahrhunderten der Fall war. Einst war dies die Heimat einer bl¨¹henden Siedlung gewesen, in einer Zeit, die weiter zur¨¹cg, als seine Erinnerungen reichten. Die Stille beherrschte die Ruinen, kalt und still wie der Tod. Doch gelegentlich wurden sie durch die fernen Schreie der Schattenmenschen unterbrochen:ute, unheimliche Schreie, die meilenweit zu h?ren waren. Der Todessturm war verflogen, aber die Gefahrenuerten noch immer in diesen Ruinen. Schiefe, schattenhafte Wesen mit hohlen Augen und ffenden M?ulern streiften umher. Der Gestank des Todes hing schwer in der Luft: dick, stechend... erstickend. Tod, Dunkelheit, Ver?dung ¨C das war alles, was diese L?nder kannten, alles, wof¨¹r sie standen, Jahrhunderte zuvor und auch jetzt noch. Es gab nichts, was dieses Land h?tte reinigen k?nnen, nichts, was seine H?sslichkeit verbergen k?nnte... Und doch wollte er es retten, wollte er es wiederherstellen. Doch der Sinn seiner Existenz hing von einer Zeit und einer Dynastie ab, die er kaum erinnern konnte und der er nicht w¨¹rdig war. Der Ausgesto?ene, der Talentlose, der ohne Potenzial. Das war er. Und war es nicht ironisch, dass er gerade im Untergang seiner Dynastie einen Zweck gefunden hatte? War es nicht erb?rmlich, dass der Tod seines Volkes der einzige Grund war, dass jemand wie er hervorstechen konnte? Azkar stand am Rand des Abgrunds, den Kopf nach hinten geneigt. Der Mond war unter einer Wolke der Schatten verborgen, nur die sp?rlichsten Lichtspuren drangen hindurch, die dunklen Runen auf gespenstische Weise beleuchtend. Selbst das Mondlicht war hier vorsichtig, bedacht darauf, nicht als Komplize der Dunkelheit abgestempelt zu werden. Einngsames, freudloses L?cheln breitete sich auf seinen Lippen aus. Die K¨¹hle der Nachtluft war eine willkommene Ablenkung von seinen d¨¹steren Gedanken. Gedanken, die ihn gelegentlich ¨¹berkamen, in den Momenten, in denen er Dinge hinterfragte, die er besser nicht hinterfragen sollte. In jenen Momenten, in denen er Zweifel hegte, auf die nur Tote Antworten hatten. Dies war einer dieser Momente. Seit seiner R¨¹ckkehr aus dem Reich der Vessenen hatte er sich immer ?fter in solchen Momenten wiedergefunden. Seit er die Schmach erlebte, von denselben Drachen gerettet zu werden, die er eigentlich hatte vernichten wollen, ohne dass sie etwas davon wussten. Seine Magie hatte sich seither rasch erholt. Jeden Tag kam er seiner fr¨¹heren St?rke ein St¨¹ck n?her, und obwohl er songe zur¨¹ckgezogen gelebt hatte, hatte er alles durcheinander gebracht, was er im Strafraum getan hatte. F¨¹r jemanden, der sich jahrhundertng im Verborgenen gehalten hatte, war es eine un¨¹berlegte Handlung gewesen. Vielleicht war sein Stolz durch den Verlust seiner Magie so sehr verletzt worden, dass er zu weit gegangen war, um der Festung... und sich selbst zu zeigen, dass er immer noch ihr gr??ter Feind war. Es war albern, selbst f¨¹r ihn. Doch die Vorstellung, vergessen zu werden, aus dem Leben zu verschwinden wie die Zauberer vor ihm, war be?ngstigend gewesen. Und in Fort zed war er dem zu nahe gekommen. Zu nahe daran, zu sterben, ohne etwas erreicht zu haben, oder ¨¹berhaupt richtig zu leben. Doch er wollte, dass sie sich an ihn erinnerten. Die Drachen...sie, vor allem sie. Er wollte, dass man sichnge nach seinem Tod an ihn erinnerte. Der Rand der Silbermaske schnitt in seine Handfl?che, so fest hielt er sie ummmert. Der Schnitt war tief genug, um Blut zu ziehen. Die warme Fl¨¹ssigkeit rann ¨¹ber seine Faust, verschwand in dem Erdh¨¹gel neben seinen F¨¹?en. Ein ches Grab, frisch ausgehoben. Eine unverdiente Geste des Respekts. Die Maske wurde auf dem Grabh¨¹gel zur¨¹ckgssen, ein Zeichen der Identit?t. Was ubte er, dort zu finden? Einen K?rper, der unter freiem Himmel verwest? Einen Haufen Asche? Etwas weiteres, das seine Wut sch¨¹ren w¨¹rde, die zu seiner Identit?t geworden war? Wenn es Wesen gab, die er besser kannte als sich selbst, dann waren es die Drachen. Ihre abscheuliche ¨¹berzeugung von Ehre, diese Selbstgerechtigkeit, dieser unbeugsame ube an ihre Vorstellung von Recht und Unrecht. Er w¨¹nschte, er k?nnte sagen, dass all das falsch war. Dass sie in ihrem eigenen Wahn lebten. Aber immer wieder hatten sie ihm das Gegenteil bewiesen. Und hier war sie wieder, einmal mehr. Idas Grab. Ein jahrzehntnger Feind wurde zur letzten Ruhe gebettet. Es war kein angemessenes Begr?bnis, sie h?tten sie freundlicher behandeln und in Ebonhollow neben ihren Verwandten bestatten k?nnen. Doch selbst das war weit mehr, als sie verdient hatte. Nach allem, was sie den Drachen angetan hatte. In Wahrheit wusste Azkar, dass sie nichts weiter als eine bemitleidenswerte Seele war. Sie setzte ihr ganzes Dasein auf eine Rache, die sie niemandem schuldete. Aber wer war er, dar¨¹ber zu urteilen? Er lebte genau das gleiche Leben, hatte genau die gleichen ¨¹berzeugungen. Und vielleicht war das der Grund, warum er sie vor all den Jahrzehnten gerettet hatte. Auch wenn es keinen Sinn machte. Ein Zauberer war dazu bestimmt, ein einsames Leben zu f¨¹hren, f¨¹r immer in den Schatten zuuern, f¨¹r immer auf einen Tag im Licht zu hoffen. Das war ihr vorherbestimmtes Schicksal und er hatte seinen Frieden damit geschlossen.Nicht ein einziges Mal hatte er daran gedacht, sich einen anderen Gef?hrten als Leon zu euben. Seine einzige Absicht, sich nach Keep Skies zu schleichen, war es gewesen, den Sturz des Drachenk?nigs mit eigenen Augen zu sehen. Die Nachricht von der Todesherausforderung hatte Kezrar Dun erreicht, und er hatte sich nur ungern damit abgefunden, dass ihn jemand besiegt hatte, um den letzten goldgeschuppten Drachen zu ruinieren. Sie durch einen Seelentransfer zu retten und in die dunklen Lande zu schmuggeln, hatte nie zu seinem n geh?rt. Er hatte nicht einmal einen n gehabt. Auch das Versprechen, ihr einen passenderen K?rper als den eines beliebigen Menschenm?dchens zu geben, war ohne jede Absicht geschehen. All das war sp?ter gekommen. In jenem Moment, vor all den Jahrzehnten, sah er vielleicht mehr von sich selbst in der jungen Hexe, als er zugeben mochte. Eine Gef?hrtin in der Torheit... Eine Frau, die noch t?richter war als er selbst. Sie hatte im Alleingang Bruder gegen Bruder ausgespielt und eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die die Drachendynastie dem Untergang nahe brachten. Sie hatte eine Leistung vollbracht, zu der er seit Jahrhunderten nicht mehr f?hig gewesen war. Nat¨¹rlich war er beeindruckt. Es war nur nat¨¹rlich, dass er neugierig war. Sie einmal zu retten, war Schicksal gewesen. Sie ein zweites Mal zu retten ... das war eine Entscheidung, die er nicht getroffen hatte. Azkars Augen fielen zu. "Ich habe es dir doch gesagt, nicht wahr? Ich w¨¹rde mich deinen W¨¹nschen nicht in den Weg stellen ... aber ich habe dich davor gewarnt, ihr nachzufen. Es w¨¹rde nicht gut ausgehen. Das tut es nie." Er seufzte schwer. "Du hast mich gezwungen, eine Wahl zu treffen. Du oder sie... die Wahrheit ist, dass es immer nur sie sein w¨¹rde."¡¯ "Ich sch?tze, wir sind beide Narren." Azkar gluckste sp?ttisch. Warum war er noch einmal hierher gekommen? Um sich den Toten zu erkl?ren? Um zu sehen, was aus jemandem wird, der nur f¨¹r ungefragte Rache existiert? Eine d¨¹stere Erinnerung an sein wahrscheinliches Ende? Er konnte es nicht sagen. Es tat ihm nicht einmal leid. Er wartete schon seit Wochen darauf, dass das Bedauern einsetzen w¨¹rde, aber es war nicht der Fall. Sie hatte ihre Wahl in dem Moment getroffen, als sie ihren n in Gang setzte, w?hrend er weg war. Und f¨¹r ihre Entscheidung hatte sie ihr Leben gegeben. W?hrend seine eigene Entscheidung... darin bestanden hatte, den einen vor dem anderen zu retten. Er verstand die meisten Dinge, die er in diesen Tagen tat, nicht. Die meisten Entscheidungen, die er traf... Er hatte einmal geh?rt, dass die gr??ten Zauberer M?nner ohne Seele waren. Er war ein Mann, der eine Frau, die er nie haben konnte, einer Frau vorgezogen hatte, die seine Vision teilte. Was machte das aus ihm? Vielleicht ist dies einfach unser unausweichliches Schicksal. Azkar hockte sich hin und legte eine Handfl?che auf den Erdh¨¹gel. Er spreizte seine Finger und schloss die Augen. Es dauerte nichtnge, bis er merkte, dass die Rune verschwunden war. Er hatte nicht gehofft, sie nach songer Zeit zu finden, aber die Drachen wussten nicht, wo sie suchen mussten, so wie er. Hatten die Drachen die Rune? Oder hatte Beoruh sie zuerst in die H?nde bekommen? Keine dieser M?glichkeiten war nat¨¹rlich g¨¹nstig f¨¹r ihn. Aber der blo?e Gedanke an die Rune in Beoruhs H?nden erf¨¹llte Azkar mit Hohn und Abscheu. Er wusste sehr wohl, was mit den unbegabten Halbblut-Zauberern im dunklen Zeitalter gemacht wurde. Er hatte nicht damit gerec, dass noch einige Zauberer des urspr¨¹nglichen dunklen Rates lebten. Und wenn man bedenkt, dass er sich im Schatten versteckt und zugesehen hatte, wie Azkar sich zum Narren machte, indem er all die Jahre behauptete, der letzte seiner Art zu sein... Einngsamer Schauer kroch Azkar den R¨¹cken hinunter. Er h?tte nicht gedacht, dass der Tag so schnell kommen w¨¹rde, aber es war so, Er war zu fr¨¹h gekommen. Und er war nicht bereit. Konnte jemand wirklich auf den Tag seines Todes vorbereitet sein? Langsam richtete er sich auf und drehte sich um. Ihm gegen¨¹ber sa? ein Kind, kaum zehn Jahre alt. Aber seine Augen ... sie verhie?en ein qualvolles Ende. "Beoruh..." murmelte Azkarngsam. Warum war er hierher gekommen? Um seinem eigenen, unausweichlichen Schicksal ins Auge zu sehen. Chapter 843: Kein einfaches M?dchen (Kap.844)

Chapter 843: Kein einfaches M?dchen (Kap.844)

¡¯"Ein Wiedersehen sollte ein freudiges Ereignis sein, nicht wahr?" Als Mykael in Sicht kam, war Azkar ¨¹berrascht. Schnell fasste er sich wieder und atmetengsam und erleichtert aus. Vielleicht war heute nicht der Tag, an dem er sterben w¨¹rde. Seine Erleichterung w?hrte jedoch nur kurz, als Mykael zu sprechen begann. Azkar blickte zwischen Beoruh und Mykael hin und her. Es bedurfte keiner besonderen Anstrengung, um zu erkennen, dass er ersetzt worden war. Es war eine unerwartete Wendung der Ereignisse, wenn man Azkar fragte. Aber es war nicht ¨¹berraschend. Im Bollwerk hatte es nur Azkar gegeben. Er war der St?rkste und Beste, genau deshalb. Das war jetzt nicht mehr der Fall. "Du hast es zur¨¹ckgeschafft." Mykaels Ton war gngweilt. "Aber du bist nicht zur Insel zur¨¹ckgekehrt. Soll ich das als Rebellion betrachten?" Azkar schnaubte leise. Es war ironisch, dass ein gefallener Drache von Rebellion sprach, wo er selbst Jahrhunderteng die Definition dieses Wortes lebte. "Zur¨¹ckkehren?" wiederholte Azkar, w?hrend er leicht den Kopf sch¨¹ttelte. "Du wusstest, dass Celeste mich hereingelegt hatte, und du hast nichts unternommen, als sie meine Hallen in meiner Abwesenheit ¨¹berfiel und Leon in Gefangenschaft brachte." "Ich ube, du wolltest gar nicht, dass ich zur¨¹ckkomme." antwortete er ausdruckslos. "Seit wann bist du so empfindlich?" fragte Mykael und neigte fragend den Kopf. "Wir sind verb¨¹ndet in unserer Sache. Das macht uns nicht zu Freunden." "Du hast es nicht geschafft, Celeste zu ¨¹berlisten. Das liegt an dir." Azkar nicktengsam; er hatte nichts anderes erwartet. Unter Leuten wie ihnen gab es keine Freunde, nur Verb¨¹ndete. Und selbst dann waren B¨¹ndnisse nicht in Stein gemei?elt. Sie hielten nur songe, wie sie vorteilhaft waren. Loyalit?t... so etwas gab es einfach nicht. "Warum bist du dann gekommen?" fragte Azkar k¨¹hl. "Um mein Ende zu sehen? Um sicherzustellen, dass ich diesmal nicht zur¨¹ckkehren kann?" Mykael antwortete nicht sofort. Er starrte Azkar nur schweigend an. "Du hast das M?dchen gerettet", sagte er schlie?lich. "Ich h?tte wissen m¨¹ssen, als du sie nicht ausgeliefert hast, dass Celeste recht hatte." "Du, Azkar? Hege so geringf¨¹gige und mittelm??ige Gef¨¹hle? F¨¹r ein einfaches M?dchen?" Mykael schnalzte mit der Zunge. "Das wollte ich nicht uben." Azkar presste die Lippen zusammen. Er wollte protestieren, alles in ihm str?ubte sich dagegen. Doch die Worte verstarben ihm auf der Zunge. Stattdessen sagte er: "Sie ist kein einfaches M?dchen." "Was?" fragte Mykael und runzelte die Stirn. Azkar seufzte und blickte Mykael direkt in die Augen. "Sie ist kein einfaches M?dchen, Mykael." "Ohne sie w?re dein gro?er n sinnlos. Du brauchst sie am Leben... erinnerst du dich?" fuhr Azkar fort, sein Blick unergr¨¹ndlich. "Willst du damit sagen... du hast sie mewegen gerettet?" Mykael hob fragend die Augenbraue. Azkar dachte dar¨¹ber nach, doch es erforderte nicht viel ¨¹berlegung. Er wusste, was er getan hatte, und er wusste genau, warum. Und vielleicht waren seine Beweggr¨¹nde nicht ganz rein, aber es hatte nichts mit Mykael zu tun. Mykael war ihm nicht einmal in den Sinn gekommen. "Was auch immer deine Gr¨¹nde waren, ich will sie nicht wissen", behauptete Mykael. "Warum bin ich hier, fragst du?" Er machte einige Schritte vorw?rts, bis er nur noch wenige Schritte von Azkar entfernt stand. Azkar war versucht, zur¨¹ckzuweichen, unterdr¨¹ckte den Gedanken jedoch sofort.Seit dem Aufstand hatte er sich viele Male zur¨¹ckgezogen. Er redete sich ein, dass sein Tag kommen w¨¹rde. Er hatte jahrzehntng genau so gelebt... und darauf gewartet, an einem anderen Tag zu k?mpfen. Aber nicht heute. Er w¨¹rde Beoruh nicht die Genugtuung geben. "Um dir eine Chance zu geben, Azkar." fuhr Mykael fort, "Eine... Chance?" Azkar brach ab und runzelte verwirrt die Stirn. "Eine Chance, diese kleine... Beule in unserer Allianz zu ¨¹berwinden." best?tigte Mykael. "Wenn du es w¨¹nschst, musst du Celeste nie wieder sehen. Sie war eine einzige Entt?uschung, seit du weg bist, wei?t du." Azkar brauchte nicht zu raten, um zu wissen, worauf Mykael hinauswollte oder wie gro? die Forderung war, die er stellen wollte, und so war es keine ¨¹berraschung, als seine n?chsten Worteuteten, "Wo hast du das M?dchen hingeschickt, Azkar?" vengte er, seine Stimme warngsam und tr¨¹gerisch ruhig. Aber Azkar wusste es besser. Er kannte Mykael zu gut. Er hatte gesehen, wie er an der Seite des K?nigs, dem er geschworen hatte, dem Wahnsinn und der Verderbtheit verfiel, Er hatte gesehen, wie er sein Leben der Sache Asrigs widmete und seinen K?rper als Versuchsobjekt f¨¹r eines von Asrigs vielen abscheulichen Experimenten opferte. Die Erinnerungen besch?mten Azkars eigene Dunkelheit und bereiteten ihm noch immer Alptr?ume. Und er war der Hexenmeister. Mykael... er hatte weder einen eigenen Willen noch eine eigene Existenz. Er war lediglich ein Echo von Asrig, das in dieser Welt zur¨¹ckgeblieben war. Und obwohl Azkar nicht viele Dinge in seinemngen Leben bereute, bl¨¹hte in diesem Moment ein Gef¨¹hl der Vorahnung in seinem Herzen auf. Vielleicht h?tte er dieses B¨¹ndnis mit Asrigs Tod tzenssen sollen. "Ich wei? es nicht." erwiderte Azkar und hielt Mykaels Blick fest. Es war nicht ganz wahr, aber es war auch keine L¨¹ge. Azkar wusste, wohin er sie schicken wollte, aber in dem letzten Moment, in dem er das Portal beschwor, versagte seine Magie erneut, wie schon im Reich der Verlorenen. Er verlor die Kontrolle ¨¹ber das Portal und konnte immer noch nicht verstehen, was schief gufen war. Er hatte zwar ein sicheres Ziel gent, aber er wusste nicht... wohin sie letztendlich gebracht worden war. Aber sie war eine Frau, die seit ihrem ersten Auftauchen in der Festung im Alleingang jeden ihrer Pl?ne vereitelt hatte. Wo auch immer sie war... es w¨¹rde ihr gut gehen. Azkar war da zuversichtlicher als bei seinem eigenen Schicksal. "Du wei?t... es nicht?" fragte Mykael ungl?ubig. "Oder du willst es nicht sagen?" Azkar zuckte l?ssig mit den Schultern. "Was sich auch immer besser reimt." Er hat es ¨¹bertrieben. Azkar wusste das. Mit Beoruh allein war er in der Unterzahl, aber Mykael war auch kein leichter Gegner. Er konnte nicht sagen, wie er von der Angst vor seinem eigenen Tod dazu gekommen war, ihn aktiv zu suchen. "Die Rune ist in ihrem Besitz." zischte Mykael d¨¹ster. Azkar blinzelte. Daran hatte er nicht gedacht. Aber wenn die Hexenrune nicht bei den Drachen oder Beoruh war ... und hier war sie auch nicht, wer sollte sie sonst haben? Erst jetzt wurde es ihm r. Er hatte nicht einmal die M?glichkeit in Betracht gezogen, dass sie im Angesicht ihres Todes noch daran denken k?nnte, Ida die Rune zu entrei?en. Und schon war Beoruhs n ins Stocken geraten. Azkars Lippen zuckten trotz seiner selbst leicht. Sie war kein einfaches M?dchen. "Und ohne mich wirst du sie niemals finden." f¨¹gte er hinzu. "T?tet mich, wenn ihr es wagt." Chapter 844: Die einzige vertraute Sache (Kap.845)

Chapter 844: Die einzige vertraute Sache (Kap.845)

~Der Eklipse-Pst, das Herz der Eklipse-Dom?ne. Die Sonne war tief unter den Horizont getaucht und hatte den Himmel in eine Vielzahl von Farben getaucht. Wienge dauerte dieses Naturph?nomen normalerweise? Nicht zum ersten Mal hatte Neveah nach ein paar tausend Sekunden das Z?hlen verloren. War der Sonnenuntergang immer songsam? Wie konnte sich etwas so Vertrautes immer noch so fremd anf¨¹hlen? Die letzten Streifen des Tageslichts beleuchteten die Krieger, die auf dem Feld hinter den Pstmauern trainierten. Man hatte ihr gesagt, dass sie nur dann eine Chance hatte, das Verlorene wiederzuengen, wenn sie sich einer Routine hingab. In der Hoffnung, dass eine vertraute T?tigkeit endlich die L¨¹cken f¨¹llen w¨¹rde, Aber jeder Sonnenuntergang war wie der letzte. Hohe Mauern, Ungewissheit und eine leere Erinnerung. "Neveah..." Sie schreckte auf. Er war es wieder. Derjenige, an den sie sich nicht erinnern konnte. Ihre Wirbels?ule versteifte sich instinktiv, und in ihrer Magengrube regte sich ein nagendes Unbehagen. Seine Arme schlichen sich von hinten um ihre Taille und zogen sie dicht an seine Brust. Was sich eigentlich tr?stlich anf¨¹hlen sollte, f¨¹hlte sich stattdessen ... ungewohnt an. Keine W?rme. Kein Flimmern... nichts. Ein Herz, so leer wie ihre Erinnerungen geworden waren. Ein Gef¨¹hl so kalt wie der Schneesturm, der ihr die Vergangenheit genommen hatte. Welche Identit?t hatte sie ohne sie noch? "Du hast immer noch Angst vor mir." Seine Stimme war tief und schmerzhaft. "Sogar jetzt." "Es tut mir leid, Alessio." Sie seufzteut. "Ich versuche, es nicht zu tun, aber ich... Ich wei? nicht, warum ..." Er vergrub seine Nase in ihrem Nacken und atmete tief ein. "Du bist seit dem Vorfall nicht mehr du selbst. Ich verstehe, dass es einige Zeit dauern wird, sich wieder an mich zu gew?hnen." Das hatte er schon oft gesagt. Aber wie viel Zeit war "einige Zeit"? Wie konnte sie hoffen, eine gewisse Normalit?t zu finden, wenn sie eine Ber¨¹hrung, die sie ihr ganzes Lebenng gekannt hatte, nicht wiedererkannte? Ihre Erinnerungen begannen mit jenem Feld aus reinem wei?en Schnee und der K?lte, die sich tief in ihren Knochen ausbreitete. Unter einem Schneeh¨¹gel in einem fernen Land begraben, war er das erste Gesicht, das sie gesehen hatte, als ihr Bewusstsein zur¨¹ckkehrte. Alessio Terran Lothaire, Eclipse Alpha King. Ihr Gef?hrte und Ehemann. "Der Schneesturm..." Neveah brach ab, "Erz?hl mir noch einmal davon." Er seufzte leise, seine Lippen streiften sanft ihr Kinn in einer Geste des Trostes. "Wir befanden uns im Krieg mit der Winterdom?ne." Er murmelte: "Sie haben dich mir weggenommen. Sie verletzten dich und lie?en dich zum Sterben in einem Schneesturm zur¨¹ck." "Als ich dich fand... dachte ich..." Er hielt inne und stie? einen zittrigen Atemzug aus. "Ich dachte, ich h?tte dich verloren." Neveah drehte sich um und blickte zu ihm auf. Ihre Augen suchten die seinen, und obwohl sie sich ¨¹ber viele Dinge nicht im ren war, war eine Sache, die nicht rer sein konnte, die Tatsache, dass dieser Mann... sie liebte. Das zeigte sich an der Z?rtlichkeit seines Blicks. An der Art, wie seine Stimme zitterte, wenn er von der Vergangenheit sprach, an der zaghaften Art, wie er sie hielt, Als k?nnte er nicht uben, dass sie wirklich da war. Als ob er bef¨¹rchtete, sie w¨¹rde jeden Moment verschwinden. Im letzten Monat hatte er sie nicht mehr aus den Augen gssen. Nicht ein einziges Mal. Er liebte sie auf eine Art und Weise, an der kein Zweifel bestehen konnte. Auf eine Weise, die sie ¨¹berw?ltigte, Es war erdr¨¹ckend... sogar be?ngstigend. Und es machte sie stutzig, Wenn die Liebe, die sie teilten, ihn so verzehrte, wie konnte sie dann alle Erinnerungen verlieren... jede Spur davon? "Ich habe mich f¨¹r deine Sicherheit und die unseres Kindes zur¨¹ckgezogen. Aber ich werde dir Gerechtigkeit verschaffen, ich werde dir seinen Kopf pr?sentieren... Ich schw?re es bei meiner Ehre." Das Kind... Neveah tastete ihren Unterleib ab. Sie wusste, dass dort ein Leben heranwuchs, zumindest hatte man es ihr gesagt. Ein Leben, das der Winter-Alphak?nig ihnen fast genommen h?tte, und deshalb war Alessio so paranoid. Er hatte Angst, sie zu verlieren... wieder zu verlieren. Aber ihr ging es nicht anders. Sie wusste nicht, was sie f¨¹hlen sollte. ?Du bist schon seit Stunden hier drau?en¡°, sagte er weiter. ?Wir sollten jetzt reingehen. Der Arzt wartet darauf, dich zu untersuchen.¡° Die Hallen des Eclipse-Pstes waren still, fast menschenleer. Abgesehen von den Wachen, die sie nicht anblicken wollten, und dem Arzt mit seinen widerlichen Tonika, hatte Neveah bemerkt, dass es kaum jemanden gab. Niemanden, den sie kennengelernt hatte. Es mussten noch andere Menschen hier sein. Bei Einbruch der Nacht wurde sie stets in einem aufger?umten Zimmer empfangen, erhielt eine warme Mahlzeit und ein bereitetes Bad. Und das gleiche geschah im Morgengrauen. Einmal hatte sie ihn gefragt, wo die anderen Bewohner seien. Er sagte, sie seien fortgeschickt worden, um ihr die notwendige Privatsph?re zu gew?hren, damit sie ungest?rt genesen k?nne. Den Dienstboten wurde streng befohlen, sich nicht blicken zussen, und welche Strafe daf¨¹r angedroht wurde, sie musste schwerwiegend genug sein, denn sie hielten sich hervorragend daran. Seit sie die Augen ge?f hatte, war ihre ganze Welt nur von ihm ausgef¨¹llt worden. Allein der Gedanke daran l?ste erneut dieses nagende Unbehagen aus. ?Alpha-K?nig. Alpha-K?nigin." Der Arzt Karan war ein seltsamer junger Mann. Seine Methoden waren ungew?hnlich und entsprachen nicht dem, was sie von einem Arzt erwartet h?tte. Doch er war h?flich und wich nicht wie alle anderen ihren Blicken aus. Sein Arbeitszimmer roch nach Kr?utern, Salz und Gew¨¹rzen. Ein gem¨¹tliches Kaminfeuer spendete W?rme und Licht in der kalten Halle. Dieser Ort f¨¹hlte sich im gesamten Pst am vertrautesten an, obwohl sie dieses Gef¨¹hl nicht ganz erkl?ren oder benennen konnte. Es war ein unbehagliches Wiedererkennen, das keineswegs angenehm war. ?Bitte setzen Sie sich¡°, ermutigte er sie und deutete auf die kleine Liege, auf der sie jeden Tag gesessen hatte, seit sie sich erinnern konnte. Alessio f¨¹hrte sie zu der Liege und lie? ihre Hand erst los, als sie sich zur¨¹cklegte. ?Jetzt bitte ich dich, so entspannt wie m?glich zu sein¡°, riet Karan. ?Es wird weh tun, wie du wei?t. Aber du musst es aushalten.¡° Neveah atmete ein paar Malngsam aus und lie? ihre Gedanken in den Hintergrund treten. Der vertraute aschige Geruch des Tonikums war ekelerregend. Karan brachte es her¨¹ber, Dampf schwebte dar¨¹ber. Neveah z?gerte. Der Geruch des Tonikums, der Geschmack... es entsprach nicht dem, was sie sich unter einem pr?natalen Gesundheitstonikum vorgestellt hatte. Und sie wusste nicht, woher sie das wusste. Ihr Geist war in diesen Tagen ein Wirrwarr aus Unbekannten, zu viele L¨¹cken, um einen ren Gedanken zu fassen. Sie f¨¹hlte nicht nur das Fehlen von etwas, jeder Atemzug, den sie tat, spiegelte die Leere in ihrem Herzen wider. ?F¨¹r das Kind musst du trinken¡°, murmelte Alessio neben ihr. ?Das Kind...¡°, sie stockte, ?wird es ein Wolfswandler sein? So wie du?¡° Es war eine unbedachte Frage, die heraustzte, bevor sie richtig dar¨¹ber nachdenken konnte. Alessios Brauen zogen sich zusammen und f¨¹r den Bruchteil einer Sekunde blitzte etwas in seinen Augen auf. Etwas, das sie nicht entschl¨¹sseln konnte... aber nicht ¨¹bersehen konnte. ?Und wenn nicht?¡°, fragte Alessio. Neveah sch¨¹rzte leicht die Lippen. Darauf hatte sie keine Antwort. Die bitter schmeckende Fl¨¹ssigkeit brannte, als sie sie in ihre Kehle sch¨¹ttete. Ihre Augen blinzelten, Tr?nen traten hervor, und ihre Kehle schn¨¹rte sich zusammen, aber sie zwang sich, ¨¹ber das Brennen hinwegzukommen. Und dann wartete sie. Auf das, von dem sie wusste, dass es kommen w¨¹rde. Der Anfang der Migr?ne zerrte an ihrem Sch?del. Der Schmerz durchdrang alle ihre Sinne. Schwarze Flecken tanzten vor ihren Augen, und sie hie? die Dunkelheit willkommen... vielleicht das einzig Vertraute, das ihr noch blieb. The Novel will be updated first on this website. Come back and continue reading tomorrow, everyone!