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Chapter 816: Ein weiteres Wunder (Kap.817)

    <h4>Chapter 816: Ein weiteres Wunder (Kap.817)</h4>


    "Du wirst in Ihrer Gnaden Gegenwart auf deine Worte achten, Zauberer", knurrte Garron.


    Die Worte trafen Neveah hart. Nicht für einen Moment hatte sie jene Nacht in der Gef?ngniszelle der verborgenen Stadt vergessen.


    Die gesprochenen Worte...


    Neveah hob eine Hand, um Garron aufzuhalten und trat ein paar Schritte n?her.


    "Aber...", protestierte Garron.


    "Er kann mir nichts tun", erinnerte sie ihn.


    Sie hockte sich hin und starrte den Zauberer an. Die Ironie seiner Lage war, dass er ?u?erlich unversehrt aussah, doch wenn sie ihm in die Augen blickte, konnte Neveah seinen Schmerz erkennen, eine Art Schmerz, den man nicht einmal zu schreien wagte.


    Das schwarze Feuer, was auch immer es mit ihm tat, zerst?rte mehr als nur seine Magie. Es zersetzte alles, was er war, von innen heraus. In der Dunkelheit dieser H?hlenzelle, umgeben von Steinw?nden, h?rte die Zeit auf zu existieren.


    Es gab nur Stille, den endlosen Schmerz, seine Gedanken, überzeugungen und uben. Letztendlich würde er all das durch den Schmerz verlieren.


    Das war mehr als magisches H?uten...es war eine Seelenentziehung. Aber selbst das war nichts im Vergleich zu dem Chaos, das das Schwarze Netzwerk in der Festung angerichtet hatte.


    Sie konnte kein Mitleid empfinden.


    "Wie konnte ich das vergessen?", fragte sie, ihre Stimme geradeut genug, damit der Zauberer sie h?ren konnte.


    Siechte sp?ttisch. "Ich habe es nicht mal einen Monatng vergessen. Ich habe mich an dem Gedanken daran ge?rgert..."


    "Aber nicht mehr. Sehen Sie, ich fürchte Ihren Herrn nicht, ich will seine Beweggründe nicht verstehen, ich weigere mich, an seinen Verschw?rungen teilzunehmen... Soll er doch kommen und seine Schulden einfordern, wenn er es wagt."


    Der Zaubererchte leise. "Du hast dich nicht ver?ndert. Das wird ihm gefallen."


    Neveah runzelte die Stirn. "Ich bin nicht hier, um über ihn zu sprechen."


    "Und doch musst du es", murmelte der Zauberer. "Er ist der Einzige, der dir helfen kann, was du brauchst. Er ist der Einzige, der..."


    Sie spottete. "Kühn von dir, vorzuscgen, dass ich mich mit einem Zauberer verschw?re."


    Erchte wieder, dieses Maluter. "Prinzessin... da du so viel Zeit unter den Drachen verbracht hast, hast du dich an ihre Sitten gew?hnt."


    "Aber die Wahrheit ist, du bist nicht wie sie. Du bist anders... Du kennst die Dunkelheit, hast sie gekostet und nie verabscheut. Du siehst Zauberer nicht auf dieselbe verachtenswerte Weise wie die Drachen.


    "Du ubst nicht, dass wir nicht zu retten sind. Du ubst nicht einmal, dass wir gerettet werden müssen. Du hast immer gewusst, dass alle Menschen einen Weg im Leben w?hlen und dass es im Krieg weder falsch noch richtig gibt. Nur Sieg oder Niedege. Und der Sieger entscheidet, was ’sündhaft’ ist."


    Er hielt inne. "Warum, ubst du, bevorzugt mein Herr Azkar dich? Weil in deinen Augen kein Hass liegt, wenn du uns ansiehst. Nur... Verst?ndnis."


    Neveahs Augen verengten sich. Sie wich zun?chst zurück, fasste sich jedoch schnell wieder.


    "Vielleicht hast du recht. Ich habe das Schlimmste in M?nnern gesehen... in M?nnern. Nicht in Zauberern, Hexen oder Bestien. Ganz normale Menschen, wie ich. Aber mit Herzen, die dunkler sind als die Finsternis selbst."


    "Ich habe mehr Grausamkeit von der ’Familie’ erfahren, als in all den Jahren seitdem. Also vielleicht hast du recht... vielleicht verstehe ich die Dunkelheit besser, als es die Drachensippe je tun wird." Sie l?chelte leicht.


    "Aber das bedeutet nicht, dass ich nicht jeden einzelnen eurer Art in Stücke rei?en m?chte für jeden Moment, in dem ihr den M?nnern, die ich liebe, unserem n, meinem Vater Leid zugefügt habt..."


    "Ich verachte euch, Zauberer. Nicht so, wie es die Drachen tun. Nicht wegen der Farbe eurer Magie. Sondern wegen eures Herzens. Wegen eurer Taten. Denn was sich meinem Geliebten entgegenstellt, ist mein unvers?hnlicher Feind."


    "Ich ben?tige keinen anderen gro?en Grund oder Ass. ubt mir, ein einziges Aufblitzen von Unbehagen in den Augen des Drachenk?nigs und ich werde Nationen niederbrennen, um ihn zu bes?nftigen. Ob richtig oder falsch, das hat für mich noch nie eine Rolle gespielt. Nur meine Entscheidung. Nur mein Wille."


    "Dann erspar mir diesen ganzen Unsinn."


    Der Zauberer starrte Neveah einenngen Moment an. Schlie?lich sagte er: "Was kann ich für dich tun?"


    Sie z?gerte einen Moment und wandte sich dann an den schweigenden Garron. Er reichte ihr das Buch und schlug es auf der Seite mit den Runen auf.Der Zauberer betrachtete es kurz und schüttelte dann leicht den Kopf. ?Ich bin mit den alten Sprachen nicht gut vertraut.“


    Neveah nickte verst?ndnisvoll. Sie legte das Buch beiseite und stand auf.


    ?Ich habe nicht gesagt, dass ich euch nicht helfen kann“, fügte er hinzu.


    Garron grummelte. ?Du übertreibst.“


    ?Ich sammle gute Taten, richtig?“ fragte er, w?hrend er trotz der Schmerzen vom schwarzen Feuer in seinen Adern l?chelte.


    ?Die Sprachen verstehe ich nicht, aber ich kenne die alte Geschichte dieser Runen. Ursprungsrunen.“


    ?Erz?hl mir, was du wei?t.“


    Er r?usperte sich leise. ?W?hrend der Aufstieg des dunklen Reiches gab es vier Ursprungsrunen. Die Wahrheit über ihre Entstehung ist im Lauf der Zeit verloren gegangen. Man nimmt an, dass sie bis in das allererste Zeitalter zurückreichen“, begann er.


    ?Aber nur drei wurden jemals als echt best?tigt. Die Fae-Ursprungs-Rune, die Mer-Ursprungs-Rune und die der Hexenrasse. Jede dieser Runen besitzt unermessliche Kraft und bildet die Grundstruktur aller Runen, die seitdem von jeder Generation dieser Spezies geschaffen wurden.“


    ?Trotz ihrer Vielseitigkeit hatte jede Ursprungs-Rune einen angeborenen Zweck. Wofür die Rune selbst steht, nicht die Hybride daraus.“


    ?Die Mer-Rune ist ausschlie?lich eine Dimensions-Rune, mit einer unübertroffenen F?higkeit, alternative Dimensionen zu schaffen, die an den Willen des Besitzers gebunden sind.


    Die Fae-Rune ist eine verbindende Rune. Ihre Macht ist einzigartig, sie verbindet eine Rune mit der n?chsten, eine Magie mit der n?chsten.


    Die Hexen-Rune ist eine Kontroll-Rune. Sie besitzt die unheimliche F?higkeit, den Geist anderer zu beherrschen und ihren Willen gefangen zu nehmen.“


    Der dunkle Zauberer hielt inne und neigte den Kopf zur Seite. ?Für diese Aussage k?nnte ich vom Blitz getroffen werden.“


    ?W?re das schlimmer als das schwarze Feuer?“ fragte Garron trocken.


    Der Zauberer schien kurz nachzudenken und schüttelte dann leicht den Kopf. ?Ich ube nicht.“


    ?Diese drei Runen wurden nie zuvor vereint, bis zur Erscheinung des Dunklen Lords.“


    Neveahs Augen weiteten sich.


    ?Damals wimmelte es im Reich von Zauberern, aber anders als die Fae mit ihrer festen Hierarchie hatten wir nie einen obersten Anführer, nur geteilte H?user. Die Welt wurde von vessenen Bestien verwüstet, und jedes Volk k?mpfte ums überleben.“


    ?Mit Hilfe der verbindenden Fae-Rune tat der Dunkle Lord etwas, woran vor ihm noch niemand gedacht hatte. Er vereinte die Mer-Dimension-Rune mit der Hexen-Kontroll-Rune.“


    ?Er schuf eine noch nie dagewesene Rune, eine Mischung aus drei verschiedenen Ursprungsrune, drei verschiedenen magischen Wurzeln... ein unm?gliches Kunststück. Doch er schaffte es. Damit versammelte er die zerstrittenen Zauberer und führte einen Angriff auf die Vessenen an.“ Der dunkle Zauberer brach ab.


    ?Den Rest solltet ihr in euren Geschichtsbüchern finden. Mehr hat Azkar nicht offenbart.“


    Neveahs Augen weiteten sich. ?Er... war hier, nicht wahr? Azkar?“


    Garron machte sofort eine Bewegung, um Neveah zu schützen, wachsam.


    Der Zaubererchte leise und schüttelte den Kopf. ?Er ’ist’ hier. Nur nicht so, wie du es dir vorstellst...“


    Neveahs Augenbrauen zogen sich zusammen, und sie betrachtete den Zauberer genauer. Erst dann spürte sie es.


    ?Sein... Geist ist mit dir verbunden...“


    ?Das ist alles, was Azkar aus diesem Blick in das Buch herausfinden konnte“, grinste der Zauberer. ?Wie fühlt es sich an, schon wieder mit einem Zauberer zu konspirieren?“


    Ihre Augen weiteten sich. Hatte sie gerade den Inhalt eines verbotenen dunklen Bandes dem Anführer des Schwarzen Netzes offenbart?


    ?Sei unbesorgt, Prinzessin. Kaz wird kommen und sein Recht fordern. Doch zuerst musst du ein weiteres Wunder vollbringen... Beoruh t?ten.“
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