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Chapter 784: Schmerzhaftes Erwachen (Kap.785)

    <h4>Chapter 784: Schmerzhaftes Erwachen (Kap.785)</h4>


    ~ Fort Inferno, Tage sp?ter


    Die Welt war grau,


    zumindest dieser Teil davon.


    Neveah erwachte in der Stille, doch es war nicht die angenehme Art, die einen in Frieden und W?rme hüllte, sondern eine erdrückende Dicke.


    Eine Stille, schwer wie Asche, Verlust und Trauer, die sich zu dünn über die brüchige Luft spannte. Ihr erster Atemzug war ch, instinktiv angehalten.


    Die Abgestandenheit des Raumes, das leichte bei?ende Stechen in ihrer Nase, war der Geruch des Brandes, der sich weigerte zu vergehen. Ein lebendes Inferno tobte.


    Dies waren Momente, in denen sie ihre feinen Sinne verfluchte und alles andere, das ihr dieses ... brennende Elend so tief fühlen lie?.


    Xenon war fort, seine Bettseite kalt und unberührt. Er hatte die Flugpatrouille für die Nachtwache anführen sollen und darauf bestanden, dass Neveah zurückbleibt, um genug Scf zu bekommen.


    Seine gütigen Absichten waren ihr wohlgesonnen, halfen ihr jedoch kaum. Sie hatte stundeng wach gelegen und war schlie?lich irgendwann in den frühen Morgenstunden eingescfen.


    Sie setzte sichngsam auf, ihr K?rper fühlte sich fremd an. Der Scf war in Etappen gekommen, jedes Mal unterbrochen von Tr?umen, an die sie sich nicht erinnern konnte, und von Schmerzen, die sie nicht zuordnen konnte. Dies war nun schon seit einigen Tagen der Fall, und sie wollte ungern zugeben, dass sie sich daran gew?hnte.


    An unruhige N?chte... und schmerzvolles Erwachen.


    Ihre Finger ummmerten die schmale Bettkante. Der einst polierte Steinboden unter ihren Fü?en kam ihr k?lter vor als sonst. Sie warf einen Blick um den Raum, eine dünne Ascheschicht bedeckte die Fensterbank.


    Die gleiche Fensterbank, die ein Burghelfer abgewischt hatte, bevor sie vor einigen Stunden einschlief.


    Neveah atmetengsam aus, ihr Atem war bedacht.


    Barfu? ging sie durch die Kammer, zog die dunklen Vorh?nge beiseite, welche den Raum vom Morgenlicht abgeschirmt hatten. Die Balkontüren knarrten, als sie sie ?fe, ein schneidendes und aufdringliches Ger?usch in der morgendlichen Stille.


    Das, was sie begrü?te, raubte ihr den Atem, den sie so sehr zu bewahren versucht hatte.


    Rauch.


    Er stieg nicht auf, nicht mehr. Er überzog den Himmel wie eine Gewitterwolke, die vergessen hatte, sich weiterzubewegen. Alles war in aschfahlene T?ne getaucht. Die Luft war vergiftet, gelblich-grau und krank, und warf ein befremdliches Licht über Inferno.


    Von ihrem Aussichtspunkt hoch auf der Felskante der Burg konnte Neveah die Weiten dessen erblicken, was einst florierende Au?enbezirke gewesen waren.


    Einst hatte es dort B?ume gegeben, dick und lebendig mit bubten Zweigen und gesunder Rinde. Jetzt aber waren nur noch verkohlte Stumpen übrig. Verdrehte St?mme, gekrümmt als ob sie sich vor einem unsichtbaren Ungeheuer verbeugten.


    Noch immer leckten mmen an den Wurzeln der ?ltesten B?ume. Der Wald brannte in Stille, kein Tosen mehr, nur ein stetiges, leises Summen sterilisierenden Todes.


    Zerklüftete Narben durchzogen das Land hier und dort, von erkalteten Lavastr?men tief eingegraben, die an den R?ndern noch schwach dampften. Ein verbogenes Brückengerippeg in der Ferne, halb verschlungen von geschmolzenem Gestein, die andere H?lfte baumelte in Richtung einer Schlucht, fast so, als warte sie darauf, wieder aufgebaut zu werden.Und weit am Horizont, erhob sich bedrohlich der Vulkan.


    Dunkel und schreckenerregend. Rauch stieg aus seiner gezackten Krone auf, seine nken waren aufgerissen und glühten von innen wie Adern voll geschmolzenen Blutes. Es zuckte schwach.


    Lebendig. Beobachtend. Wartend.


    Neveah ummmerte das Gel?nder fester und ihre Kn?chel wurden wei?.


    Sie hatte es zugssen. Sie war zur Seite getreten und hatte der Natur ihren Lauf gssen, das, was sie immer tun würde. Xenon hatte Recht. Magie konnte nicht alle Probleme l?sen.


    Aber das hier, diese Konsequenzen, wogen schwerer als alles, was sie erwartet hatte.


    Und das Schlimmste war, es war noch nicht vorbei.


    Ein Husten hallte irgendwo im Schloss wider. Dann noch einer. Husten von Kindern. Rau, trocken, kurz – Laute, die ihr alles sagten, was sie wissen musste.


    Sie lie? vom Balkon ab und kehrte ins Zimmer zurück, auf dem Weg in den Waschraum, um sich auf den Tag vorzubereiten und auf all das, was er bringen mochte.


    Das Wasser war r und kalt und wohltat ihrer ausgetrocen Haut. Glücklicherweiseg die Wasserquelle von Inferno weit genug von der Festung entfernt. Lord Kiroff hatte gesagt, dieser Ort sei gew?hlt worden, nachdem der letzte Ausbruch Schwachstellen bei der Anordnung lebenswichtiger Ressourcen aufgedeckt hatte.


    Deshalb müssten sie sich momentan keine Sorgen um die Wasserversorgung machen. Noch nicht... nicht bevor der Vulkan ganz Inferno verg.


    Inferno war riesig. Viele Distrikte mussten überhaupt nicht evakuiert oder umgesiedelt werden. Das H?llenschloss war mit Bedacht in sicherem Abstand zum Vulkan errichtet worden.


    Es sollte als Mahnung dienen. Falls der Vulkan jemals das H?llenschloss erreichen sollte, würde ganz Inferno, einschlie?lich der weiter entfernten Bezirke, evakuiert werden.


    Neveah wusch sichngsam, ihre Gedanken schweiften ab. Sie fragte sich, was wohl in diesem Moment Ke und Lodenworth durch den Kopf ging, die scheinbar von der Erdoberfl?che verschwunden waren.


    Machte es ihnen auch nur im Geringsten etwas aus? Nach Jahrzehnten des Schutzes solches Unheil über die Festung zu bringen. Fühlten sie eine Spur von Schuld? Dass der Herr und die Herrin Kommandant des vierten Geschwaders wom?glich der Untergang einer der zw?lf Festungen von Asvar sein k?nnten.


    Eine Festung, die zahllose hten, wechselnde Dynastien und selbst die Wut der Natur überdauert hatte.


    Verspürten sie kein Bedauern? Alles zu zerst?ren, wofür Jian so hart gearbeitet hatte, nachdem er ihnen so viel Vertrauen geschenkt hatte?


    Neveah konnte es nicht verstehen. Sie dachte, das würde sie wohl nie.


    ’Wenn nicht jetzt... dann werden sie die Schuld fühlen. Wir werden dafür sorgen, dass sie es fühlen, wenn sie uns in die Augen sehen.’ dachte Neveahs Wolf zu ihr.


    Sie kleidete sich still. Zweckm??ige Kleidung, nichts K?nigliches. Ein dicker Umhang, schwarz wie der Himmel drau?en, ihre H?nde zogen die Kapuze über ihr ungek?mmtes Haar. Sie wartete nicht auf Xenon.


    In den letzten Tagen war er ihr st?ndiger Schatten gewesen, sie beobachtend, als ob er fürchtete, sie würde sich in Rauch aufl?sen, wenn er sie aus den Augen lie?e.


    Aber an diesem Morgen musste sie alleine sein.
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