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Chapter 757: Feindliches Territorium (Kap. 758)

    <h4>Chapter 757: Feindliches Territorium (Kap. 758)</h4>


    Ein Keuchen entwich Neveah, als sie ein kalter Luftzugngsam wieder ins Bewusstsein zurückholte. Als sie ihre Umgebung wieder wahrnahm, erkannte sie, dass sie noch immer auf der ihr unbekannten Felskante stand, an der sie auf Menarx getroffen war.


    Die Vision hatte sich so echt angefühlt, dass Neveah sich einen Momentng darauf vorbereitet hatte, dass diese grausamen, unerbittlichen Ranken als N?chstes nach ihr greifen würden. Dass sie spurlos und brutal hingerichtet werden k?nnte... dass die Wahrheit für Jahrhunderte begraben bleiben würde.


    Der Gedanke zerriss ihr das Herz, so als ob der Verlust und der Verrat ihr eigener gewesen w?ren. Sie hatte soeben die gr??te Lüge der Geschichte bezeugt. Wie k?nnte sie jemals Jian diese Wahrheit beibringen? Wie k?nnte sie es ertragen, ihn erneut zusammenbrechen zu sehen?


    Neveah blickte auf ihre Hand herab und ihr Blick verweilte auf den Scherben der Ged?chtniskugel, die sie immer noch fest ummmerte. Die warme Ausstrahlung, die sie beim ersten Kontakt gespürt hatte, war verschwunden, ebenso wie das schwache Leuchten. Was Neveah blieb, waren Magiesplitter, ein schweres Herz und ein von Dutzenden fremder Erinnerungen vernebelter Verstand – Erinnerungen an eine Kindheit, die fast ebenso trostlos war wie ihre eigene, und an ein Leben, das sie nie geführt hatte. Manche waren r, manche noch verschwommen und durcheinander – vielleicht würden sie sich mit der Zeit legen... vielleicht auch nicht.


    "In ihren letzten Momenten muss sie nicht die Kraft gehabt haben, ihre Erinnerungen zu ordnen... also hat sie mir alles übessen." murmelte Neveah mit schwermütiger Stimme.


    Pl?tzlich kam es Neveah vor, als würde sie Tonnen wiegen. Zwischen der Endgültigkeit von Adrianes Erinnerungen zu erhalten und der Wahrheit, die sie gerade aufgedeckt hatte, war es, als w?re ihr die Bürde eines weiteren Lebens auferlegt worden. Und mit der schrecklichen Verantwortung, die damit einherging – als Einzige zu wissen, was sonst niemand wusste – war sie sich nicht sicher, ob sie die Kraft hatte, dies alles zu tragen und dennoch die richtigen Entscheidungen zu treffen, wie es von ihr erwartet wurde.


    "Bis zum Ende bringt sie mich in die schlimmste aller Situationen. Und alles, was ich dafür bekomme, ist eine Entschuldigung..." murmelte Neveah und atmete tief aus.


    "Demevirld...sst uns nun zurückkehren." dachte Neveah zu Demevirld.


    Die Pr?senz in ihrem Geist summt seine Zustimmung und unter seiner Führung erschien kurz darauf ein wirbelndes Portal nicht weit von Neveah entfernt.


    Kurz darauf stand Neveah wieder im Raum in Fort Inferno, genau dort, wo sie zuvor gewesen war. Xenon war nicht mehr da; er musste gegangen sein, um den Rat zu überwachen, wie er gesagt hatte.


    Neveah verlie? den Raum und ging den Korridor enng Richtung Kriegskammer. Hier und da kamen ihr einige Drachenlords entgegen, denen sie mit einem Kopfnicken ihre Anerkennung zeigte, mehr jedoch nicht – es war wahrlich nicht die Zeit, um Kontakte zu knüpfen. Sie kannte die Age von Fort Inferno zwar nicht, doch sie war in der Lage, die Kriegskammer zu finden... Die Aura der H?llendrachen, die sich an einem Ort versammelten, war spürbar und sie lie? sich von ihren Sinnen leiten.


    Bald erreichte Neveah die schweren, doppelten Türen. Es war eine private Versammlung und daher verschlossen. Durch ihre besondere H?rf?higkeit konnte sie von dort, wo sie stand, noch ged?mpfte Stimmen wahrnehmen.


    Die Türen schwangen auf, gerade als Neveah danach greifen wollte, und Xenon stand auf der anderen Seite.


    "Ich bin zu sp?t, oder?" fragte Neveah entschuldigend. Xenons besorgter Blick musterte sie von Kopf bis Fu?, und erst nachdem er mit dem, was er sah, zufrieden war, sprach er.


    "Menarx?" fragte er mit tiefer Stimme.


    Neveah schüttelte leicht den Kopf. Xenons Miene wurde düster, doch er nickte verst?ndnisvoll. Dann blickte er zurück in die Kriegskammer und wieder zu Neveah, in seinen Augeng ein z?gerlicher Ausdruck, als g?be es etwas, das er sagen wollte, aber er brachte sich nicht dazu.Auch im Kriegsrat war es vollkommen still geworden. Es herrschte eine eigenartig feierliche Stille, und Neveahs Brauen zogen sich zusammen. ?Sag es mir", forderte Neveah Xenon auf.


    ?Eben... hast du es wieder getan", offenbarte Xenon.


    ?Was habe ich getan?", fragte Neveah unsicher.


    ?Du hast eine Botschaft in das Bewusstsein Dutzender Drachenlords gesendet... vielleicht sogar in das jedes Drachenlords", gab Xenon düster zu.


    ?Welche Art von Botschaft?", fragte Neveah beunruhigt. Doch irgendwie kehrte ihre Erinnerung zu jenem Moment zurück, als die Erinnerung an Raena in goldenem Licht verging.


    ?Eine Vision... eine Erinnerung, irgendwas in der Art. Aber Veah, jeder Drache hat gesehen, was du gesehen hast, mit deinen Augen. Nun wei? jeder... was die Fae getan haben", sagte Xenon, wobei seine Stimme angespannt war und es offensichtlich war, wie sehr er seine Wut unter Kontrolle halten musste.


    Neveahs Herz fiel in die Tiefe und ihre Augen weiteten sich. ?Ich... Demevirld...", erkannte sie. Zweifellos war er es, der dies bewirkt hatte, und Neveah wusste, warum... Chaos, Krieg, Blutvergie?en, das waren Demevirlds Absichten.


    ?Die Spannung hat ein kritisches Niveau erreicht. Die Fürsten aller Festungen haben die Botschaft zum Bergfried gesandt, sie vengen den Ruf zu den Waffen. Aloria muss auf k?niglichen Befehl zum Feindesgebiet erkl?rt und bgert werden. Imagor hat zugestimmt. So auch ich... der Befehl wird mit deiner Zustimmung erteilt."


    ?Dies ist ein ausgewachsener Krieg, Veah... es wird kein Z?gern und keine Barmherzigkeit geben", sagte Xenon.


    Neveah verstand, was ’kein Z?gern’ bedeutete. Jede nicht-drachische Spezies, die dazwischen geriet, würde ohne weiteres Nachdenken überrannt werden. Noch vor einer Weile ging es nur darum, ihr Territorium gegenüber den Drachenfürsten zu verteidigen, aber jetzt... ging es um Vergeltung.


    Das war genau das, wovor Adrienne Angst gehabt hatte... Neveah erkannte es. Deshalb hatten die Fae alles in ihrer Macht stehende getan, um die Vorherrschaft der Drachen zu stürzen. Denn sie wussten, sollten sie diese Lebensschuld begleichen müssen, w?ren sie au?erstande, die Folgen zu tragen.


    Neveah hatte auf etwas mehr Zeit gehofft, um herauszufinden, was das Richtige war, sie hatte gehofft, die letzte Entscheidung Jian zu übessen. Aber das war nun keine Option mehr.


    So hatte sie nicht das Thema ansprechen wollen, aber es war wohl das Beste, dass nun alles offeg.


    Sie konnte den Zorn der Drachen nachvollziehen, den Verrat und ihr Bedürfnis nach Rache, und sie konnte ihnen dies nicht verweigern. Auch Adrienne musste erkannt haben... dass es nur einen Ausgang geben konnte. Vielleicht konnte sie es nicht ertragen, dies zu erleben, und ebenso wenig konnte sie diese Last mit sich tragen, und so hatte sie diese Wahrheit nun preisgegeben.


    Sie trat vor den Kriegsrat. ?Kappt alle Versorgungswege nach Aloria und zu allen Siedlungen der Fae. Von diesem Moment an wird Aloria als Feindend betrachtet und entsprechend behandelt."


    ?Und was die Fae betrifft, die nach Inferno vordringen... wir werden ein Exempel an ihnen statuieren. Und ich wei? genau, wie", sagte Neveah, die Augen zusammengekniffen.
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