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Chapter 753: Endgültigkeit (Kap.754)

    <h4>Chapter 753: Endgültigkeit (Kap.754)</h4>


    Ein tiefer Atemzug.


    Neveah zwang sich aufzurichten, schob den Kummer beiseite, der an ihrem Herzen zerren wollte, und verschloss ihn in den Tiefen ihres Geistes, tief genug, dass er sie nicht erreichen konnte... nicht jetzt, nicht snge die Festung sie brauchte.


    Als siengsam ausatmete, wandte sich Neveah vollst?ndig Xenon zu. Worte waren überflüssig, Xenon kannte ihre Entscheidung. Einen anderen Weg hatte es nie wirklich gegeben.


    "Die H?llendrachen haben sich versammelt", sagte Xenon, seine Stimme war fest, doch sein Blick schwer von unausgesprochenen Worten. "Der Herr von Festung Inferno hat dich gebeten, den Kriegsrat zu leiten." fuhr er fort.


    Er reichte ihr frische Kleidung, ein einfaches schwarzes Kleid, frei von dem Blut und Staub, die ihren Reitanzug befleckten. "Ichsse deinen Reitanzug reinigen. Du solltest dich umziehen."


    Neveah nickte kurz. Sie nahm das Kleid und als Xenon den Raum verlie?, wusch sie sich schnell, wechselte die Kleidung und r?umte so gut es ging auf, obwohl die Zeit knapp war. Sie zwang sich, schnell zu handeln, um ihren Gedanken nicht den n?tigen Raum zum Verweilen zu geben.


    Beim Anblick des Blutes im Waschbecken...


    Bei der Erinnerung, die Adrienne in ihre Seele gebrannt hatte...


    Beim nagenden, furchtbaren Gefühl, dass es noch mehr zu verlieren gab...


    Als sie hinaustrat, wankte ihre Sicht und der Raum drehte sich. Sie streckte sich aus, um das Gleichgewicht zu halten, und Xenon war sofort zur Stelle.


    Seine Arme fingen sie auf, fest und sicher. Sie umschlossen ihre Taille und verankerten sie. Er hatte an der Tür gewartet... als wüsste er, dass Neveah ihn brauchen würde.


    "Veah..." Xenons Stimme war leise, besorgt. "Vielleicht solltest du dich ausruhen, bevor ..." Er kam nicht dazu, seinen Vorscg zu beenden, denn Neveah schüttelte schnell den Kopf.


    "Das ist es nicht", murmelte Neveah und atmete scharf ein. Das Gefühl war ihr vertraut, denn sie hatte es erst kürzlich zum ersten Mal gespürt, es war wie ein Ziehen tief in ihrer Brust, eine Dringlichkeit... etwas, das Neveah nicht genau fassen konnte.


    ’Ein Ruf. Jemand ruft dich mit flüsternbder Magie zu sich.’ kl?rte Demevirld sie auf.


    ’Ein Ruf... ja, so fühlt es sich an.’ dachte Neveah, w?hrend Xenon sie zum Bett führte, damit sie tz nehmen konnte. Es ergab Sinn, dass sie pl?tzlich das Gefühl hatte, wie an ihrem Verstand gezerrt wurde und auch die Dringlichkeit dahinter passte zu dem Bild. ’Aber wer?’


    ’Es kann nur jemand sein, bei dem du kürzlich Magie angewendet hast.’ antwortete Demevirld.


    ’Adrienne... Menarx!’ Neveah stockte der Atem.


    ’M?chtest du dem Ruf folgen?’ fragte Demevirld. ’Die Magie wird dich durch den Raum transportieren, ?hnlich wie ein Portal. Aber das Ziel bestimmt der Wille des Rufenden, und so kannst du es nur allein beantworten. Keiner kann dir folgen.’


    Neveahs Blick wandte sich zu Xenon. Er beobachtete sie bereits, die Sorgenfalten auf seiner Stirn waren deutlich zu sehen. Ihr Blick war unsicher: "Ich ube, Menarx ruft nach mir. Demevirld kann mich zu ihm bringen... Ich werde nichtnge weg sein."


    Xenons Stirn legte sich noch mehr in Falten, das Z?gern in seinen Augen war offensichtlich, nicht weil er nicht wollte, dass Neveah zu Menarx ging, sondern weil er sich mit dem Gedanken nicht anfreunden konnte, dass Neveah allein irgendwohin ging, wo Gefahr Fort Inferno von allen Seiten umgab. Doch er nickte nach einem Moment zustimmend.


    "Geh", stimmte er zu. "Ich werde den Rat leiten. Bringe ihn zurück."


    Neveah nicktengsam und schluckte den Klo? in ihrem Hals hinunter. ’Nimm mich’, dachte sie zu Demevirld.


    Kaum hatte Neveah Zeit, sich zu fassen, als ein pl?tzlicher Schwall von Magie durch ihre Adern jagte und Neveah sich auf einmal leicht wie Luft fühlte. Ihre Sicht verschwamm und schwankte so stark, dass Neveahs Augen zuppten.


    Ihre Ohren klingelten und ihre Augen brannten, es kam ihr wie eine Ewigkeit vor... und dann herrschte Stille.


    Neveah blinzelte gegen den rauen Wind. Sie stand auf einem felsigen Bergvorsprung in einer v?llig fremden Landschaft. Der Vorsprung war so hoch oben, dass der Boden unter ihren Fü?en gef?hrlich schmal erschien, die unendliche Weite des Himmels dehnte sich unter ihr aus, nichts als dicke Wolken wirbelten darunter. Schnell wich sie von der Kante zurück.


    Beim überblicken des Gebirgszugs beschleunigte sich Neveahs Herzscg.


    Menarx stand mit dem Rücken zu ihr, die Arme hinter ihm verschr?nkt, seine Silhouette stach vor dem Hintergrund des sturmgrauen Himmels ab.Erleichterung str?mte durch Neveahs Herz, roh und schmerzvoll. Sie eilte schnell herüber, blieb jedoch in ihren Spuren stehen, als Menarx sich umdrehte, um ihr gegenüberzustehen.


    Es war gerade etwas mehr als eine Stunde vergangen, seit sie sich zuletzt gesehen hatten. Wie konnte er nur so ver?ndert aussehen?


    Sein Gesicht war fahl, seine Augen stumpf und ausgeh?hlt durch etwas, das tieferg als blo?e Ersch?pfung. Seine Schultern, einst breit und voll ruhiger Kraft, waren nun gebeugt, wie die eines Mannes, der eine Last trug, die viel zu schwer für seine Knochen war.


    Ein stechender Schmerz durchfuhr Neveahs Herz, doch sie dr?ngte ihn zurück. "Narx...", flüsterte sie.


    Menarx blinzeltengsam, als ob er sich aus einem tiefen Abgrund hochzog. "Du bist da." Seine Stimme war entfernt, brüchig. "Sie... hat gesagt, du würdest kommen." fuhr er fort.


    Sie...


    Adrienne.


    Neveahs Kehle schnürte sich zu. Menarx besa? keine Magie, er war nicht in der Lage, diesen Ruf an Neveah zu senden. Es war Adriennes Werk, genau wie sie gedacht hatte.


    Neveah schluckte schwer und fragte: "Wo... ist sie?"


    Neveah wusste es. Instinktiv wusste sie es.


    Doch ihre Augen suchten weiterhin verzweifelt das Bergvorsprung ab. Menarx war allein, von Adrienne keine Spur.


    Aber Neveah wusste, sie konnte nicht weit sein... vorausgesetzt, sie lebte noch. Und die Wahrscheinlichkeit dafür... war so gut wie nicht vorhanden.


    "Ich bin hier", best?tigte Neveah, ihre Stimme angespannt. "Geht es dir... gut?"


    Es war eine t?richte Frage, und Neveah bereute sie in dem Moment, als sie über ihre Lippen kam. Der Schmerz in Menarx’ Augen war offensichtlich, und um ihn herumg eine Aura kühler Distanz... als k?nne er es nicht ertragen, Teil dieser Welt zu sein.


    Es folgte eine schreckliche, erdrückende Stille.


    "Narx... Ich...", Neveah versuchte es erneut, doch Menarx unterbrach sie.


    "Sie wollte, dass du das hier bekommst." Er atmete zitternd ein.


    Er griff in seine Robe und zog einen seltsamen Gegenstand heraus, eine kleine Kugel. Sie schimmerte ss, und er reichte sie Neveah entgegen. "Sie sagte, es sei dringend... dass ich es dir unverzüglich überbringen soll..."


    Neveah zuckte zusammen.


    Wollte... sagte... Menarx sprach im Pr?teritum. Das würde bedeuten... Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen.


    Neveah wollte nicht darüber nachdenken. Sie ging zu Menarx hinüber und nahm die Kugel, die sich warm anfühlte, aber sie erkannte weder den Gegenstand noch seinen Zweck.


    "Narx...", ihre Stimme war nun kaum mehr als ein Flüstern. "Lass mich sie sehen ...ss mich helfen. Ich ube, ich kann es..." Neveah stockte. "Lass es mich einfach noch einmal versuchen..."


    Menarx schüttelte den Kopf. Er atmete zitternd aus, das Ger?usch schnitt Neveah ins Herz und sie biss sich fest auf die Unterlippe, so fest, wie es n?tig war, um den überw?ltigenden Kummer zu unterdrücken.


    "Du hast alles getan, was m?glich war, Veah. Ich kenne dein Herz... ich wei?, du hast mehr als alles gegeben. Es gibt nichts mehr, was du tun kannst." Seine Stimme war sanft, zu sanft. Die Stimme eines Mannes, der schon Frieden mit seinem Schicksal geschlossen hatte.


    Neveah konnte es nicht. Sie konnte keinen Frieden damit schlie?en.


    Menarx fuhr fort, mit einem müden, gebrochenen L?cheln. "Für alles, was du getan hast, jetzt... und vornger Zeit, hast du meinen ewigen Dank." sagte er.


    Die Endgültigkeit in seinem Ton lie? Neveah bis auf die Knochen frieren.
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