<h4>Chapter 714: Eine Verfolgungsjagd (Kap.715)</h4>
Neveah eilte über das Gebirge, w?hrend sie einen anderen Weg als den ursprünglichen einschlug und ihre Augen zusammendrückte.
Der Himmel wurde noch immer in Intervallen vom Blitz erleuchtet, und Neveah wusste, dass der Kampf zwischen Imagor und dem Zauberer noch andauerte. Es war zu gef?hrlich, Zephyroth dorthin zu bringen.
Zephyroth rutschte unruhig in Neveahs Armen herum, und irgendwie konnte Neveah sein Unbehagen nachempfinden, obwohl er noch nicht sprechen konnte oder Anzeichen dafür zeigte, dass er dies bald tun würde.
Sie entfernten sich vom Ort, an dem sich Imagor aufhielt, und Neveah vermutete, dass das Kind dies irgendwie spürte.
?Dein Vater bahnt uns gerade den Weg, ich wei?, dass du zu ihm willst, aber wir würden ihn nur behindern. Es gibt eine Barriere um den Berg, wir k?nnen auch nicht allein gehen."
?Nur der Sch?pfer wei?, was sonst noch auf diesem Berguert. Wir müssen sicher und unsichtbar bleiben... die H?hle deines Onkels Xenon ist gro? und sicher genug. Dort kann ich dich bis es wieder sicher ist besser beschützen", erkl?rte Neveah dem Kind leise.
Obwohl er noch so jung war, wusste Neveah, dass sich die Drachenart viel schneller entwickelte als Menschen. Wenn Zephyr sie bereits erkennen konnte, weil seine Eltern von ihr sprachen, konnte er sicherlich auch ihre Worte verstehen.
Und das wurde best?tigt, als Zephyroth in ihren Armen v?llig ruhig wurde. Neveah beschleunigte ihre Schritte, achtete jedoch darauf, das Kind nicht mehr als n?tig zu schütteln.
Die Pfade des Mount Edar waren im Dunkeln schwer zu navigieren, und auch mit Neveahs Sehkraft konnte sie den Weg vor sich kaum erkennen, weshalb sie nicht so schnell vorankam, wie sie es gerne getan h?tte.
Aus dem Wald hinter ihnen erng ein entferntes Knurren und Neveah runzelte besorgt die Stirn, w?hrend sie sich beeilte, aber immer noch vorsichtig war, um nicht durch einen Fehltritt vom Berg zu stürzen.
Kurz darauf ert?nte ein weiteres Knurren und als Neveah einen Blick über die Schulter warf, sah sie in der Ferne ein Paar gelbe Augen, bevor sie ausrutschte.
Neveah zischte leise und fing sich schnell wieder.
?Der Weg ist zu tückisch und wir k?nnen einem Angriff nicht entkommen ... Kobolde, denke ich. Vielleicht hast du mehr Glück", dachte Neveah zu ihrem Wolf.
?Halte dich fest, Zephyr. Bald wirst du meine kleine Magie sehen, genau wie deinen gro?en b?sen Drachen. Kannst du das, nicht lossen?" fragte Neveah das Kind in ihren Armen.
Zephyroth nicktengsam mit dem Kopf, seine gro?en, leuchtenden Augen st?rkten Neveahs Entschluss.
?Ich kann es mir nicht leisten, diese Nacht zu sterben, oder? Selbst wenn es der K?nig der H?lle und nicht nur Kobolde w?ren, würde dein Vater mich aus meinem Grab holen, nur um mich wieder zu t?ten. Du bist wirklich eine gro?e Verantwortung", murmelte Neveah zu dem Kind.
Neveah setzte Zephyroth auf ihren Rücken, sodass er sich an ihren Hals mmerte und seine Beine um ihre Taille g. Sie hob den unteren Teil ihres Gewandes über Zephyroth und sicherte ihn um seine Taille bis zu ihrer eigenen, damit er nicht fallen konnte.
Und dann lie? Neveah ihre Krallen ausfahren, gerade als ein massiver Kobold durch den Wald brach.
Der Kobold stie? ein blutrünstiges Knurren aus, sein Blick fest auf Neveah gerichtet, und von weiter vorne im Wald ert?nte ein mehrfaches Antwortknurren.
?Natürlich konnte es nicht nur einer sein", murmelte Neveah.
Der Kobold stürmte auf Neveah zu und trug eine seltsame keulenartige Waffe aus Stein. Er war dreimal so gro? wie Neveah, aber kleiner als die meisten Kobolde, denen sie bisher bege war... was bedeutete, dass er bei weitem nicht die Hauptbedrohung darstellte.
Neveah z?gerte nicht, stürzte sich nach vorne und wich der schweren Waffe aus, als sie mit voller Wucht auf den felsigen Boden krachte.
Neveah sprang auf, schwang ihre Krallen mit aller Kraft, zielte auf die Kehle für einen einzigen t?dlichen Scg, sie konnte sich keinenngwierigen Kampf leisten.Neveahs uen schnitten sanft durch das dicke Koboldfell, sie umgriff ihre uen und zog ruckartig daran,
Blut spritzte wild umher, als der Kobold mit einem letzten Knurren auf die Knie fiel und dann leblos zu Boden stürzte.
Neveah schüttelte ihre uen ab. Das Knurren aus dem Wald kam immer n?her, und sie drehte sich um, um darauf zuzurennen.
Neveah sprang über die Leiche des Kobolds, ihre Verwandlung vollzog sich in einem Moment, und siendete mit den Pfoten auf dem Boden, w?hrend Zephyroth immer noch fest an ihr mmerte.
Neveah gab dem Kind einen Augenblick, um sich festzuhalten, Zephyroth umg ihren Hals soweit wie m?glich in ihrer gewaltigen Wolfsgestalt und packte mit zwei F?usten in ihr Fell, hielt sich fest.
Neveah zuckte leicht bei dem festen Griff zusammen, grinste aber trotz des Schmerzes zustimmend und dann schoss sie los, ihre Wolfspranken waren für unwegsames Gel?nde besser geei und weniger rutschig, und ihre Sicht war jetzt noch rer.
Ihre Pfoten berührten kaum den Boden, selbst als die Felsen unter ihren Fü?en knackten und l?sten sich und stürzten in den Abgrund, war Neveah schon weit entkommen, ihre Schnelligkeit erleichterte die rasche Flucht.
Neveah hielt sich absichtlich am Bergrand fest, ihr Gewicht lockerte den Boden und sie konnte das Kreischen der Kobolde h?ren, die unglücklicherweise auf die losen Teile traten und hinunterfielen.
Die Knurren wurden immer leiser, doch die Verfolger lie?en nicht nach und Neveah wusste, dass sie nicht aufgeben würden, bis auch der Letzte von ihnen tot war.
Der Hintereingang von Xenons H?hle war bald in Sicht, Neveah berece, dass sie genug Zeit h?tte, eine Barrikade zu errichten, bevor ihre Verfolger sie einholten, und rannte so direkt auf die H?hle zu und stoppte am Eingang.
Dieser Eingang war viel kleiner als der andere und konnte Neveahs Wolfsform nicht aufnehmen, was bedeutete, dass h?chstens ein Kobold gleichzeitig hineinpasste, genau deshalb hatte Neveah ihn ausgew?hlt.
Neveah schüttelte sich leicht, aber Zephyroth lie? nicht los.
Neveah wechselte zurück in ihre menschliche Gestalt und schüttelte nochmals ihre Schultern.
"Das bedeutet, du kannst jetzt absteigen." sagte Neveah zu Zephyroth.
Zephyroth schüttelte den Kopf und mmerte sich fester an Neveahs Hals.
Neveah seufzte leise, als sie realisierte, dass Zephyroth sie bereits beim ersten Mal verstanden hatte, aber nicht vorhatte abzusteigen.
"Dann kannst du wohl doch hierbleiben." murmelte Neveah.
In diesem Moment ergriff eine Hand Neveahs Arm und zog sie in die H?hle, genau als ein gro?er Felsbrocken dort einschlug, wo Neveah gerade gestanden hatte.
Neveah gab einen Laut von sich, der unterbrochen wurde, als eine Hand ihre Lippen verschloss.
Neveah wehrte sich heftig und versuchte verzweifelt, Zephyroth zu beschützen, erstarrte jedoch, als die Hand um ihren Arm sich bewegte und ihre Taille umfasste.
Z?rtlich ... liebevoll ... und diese W?rme, diese vertraute W?rme...
Neveahs Sinne überw?ltigten schlie?lich die Panik, und sein Duft erfüllte ihre Sinne in einer Wucht, so ungestüm wie ein gebrochener Damm.
"Na, na, meine Liebe... ist das die Art, wie du deinen Mann nach Monaten der Abwesenheit begrü?t?" flüsterte Xenon Neveah ins Ohr und schmiegte seinen Kopf in ihren Nacken.