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Chapter 713: Noch nicht Zeit (Kap.714)

    <h4>Chapter 713: Noch nicht Zeit (Kap.714)</h4>


    Ein Schrei des Schmerzes entrang sich Neveahs Kehle und hallte meilenweit wider, als ihre Augen aufsprangen. Sie krümmte sich zusammen, geblendet von brennendem Schmerz, unf?hig, r zu sehen.


    Mit einem Keuchen griff Neveah ins Leere. Sie bekam etwas zu fassen und stützte sich darauf, um sich in eine kriechende Position zu hieven.


    ’Habe ich es geschafft?’ fragte sie sich, w?hrend Hoffnung ihr Herz durchflutete. Ihre Sinne des Geh?rs und des Geruchs, die zuvor verdunkelt waren, waren nun um ein Vielfaches gesch?rft.


    Leicht schüttelte Neveah den Kopf und hob ihre Hand vor ihre Augen. Als sie wieder r sehen konnte, sah sie den roten, zornigen Farbton ihrer Haut auf dem Handrücken und ahnte, dass ihre gesamte Haut ?hnlich aussah.


    Nur bis hierhin reichte ihr Blick, ringsum herrschten pechschwarze Dunkelheit und Schatten. Neveah atmete tief ein und schmeckte die Luft – eine Vertrautheit, die sie nie vergessen konnte.


    ’Der Berg Edar... Ich habe es geschafft... Ich bin zurück...’, dachte Neveah, und ihr unruhiges Herz kam etwas zur Ruhe.


    Der Schmerz, der sie beim Aufwachen überkommen hatte, lie? schnell nach, und Neveah hustete heftig, w?hrend sie nach Luft rang.


    "Was haben wir denn da?" ert?nte eine tiefe, kiesige Stimme, viel zu nah bei Neveah.


    überrascht sprang Neveah zurück, ihr Blick richtete sich empor und fixierte die Quelle der Stimme.


    Ein Mann ... oder zumindest so etwas in der Art. Er sa? auf einem Felsbrocken in einiger Entfernung, die Beine übereinandergescgen und in weite Gew?nder gehüllt.


    In der undurchdringlichen Dunkelheit des Berges, wo man kaum die Hand vor Augen sah, musste Neveah die Augen zusammenkneifen, um selbst grundlegende Züge zu erkennen.


    Auff?llig waren jedoch die gro?en, stacheligen H?rner, die aus seinem Kopf ragten, und die noch viel gr??eren, schuppigen Flügel, die ordentlich hinter ihm gefaltet waren.


    ’Drachenschuppen...’, erkannte Neveah.


    Er war ein Mensch und ein Drache, aber zugleich weder Mensch noch Drache ... was war er dann? Neveah dachte rmiert nach.


    Vorsichtig wich sie zurück und sammelte ihre Kr?fte, w?hrend sie den fremdartigen Mann betrachtete.


    H?tte sie nicht das Leben in ihm gespürt, h?tte Neveah gedacht, es sei eine Kreatur dunkler Magie.


    "Ihr habt eine seelenraubende Illusion überstanden... Viele gr??ere M?nner und Drachen sind daran gescheitert. Ihr solltet stolz sein." Er sprach erneut.


    "Du... wer bist du?" fragte Neveah vorsichtig.


    "Was... bist du?" fügte sie hinzu.


    "Ich bin vieles gewesen. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich die Frage beantworten soll." Er antwortete.


    Neveah hatte keine wirkliche Antwort erwartet, sie hoffte nur, mit ihren Fragen Zeit zu gewinnen und ihre Kr?fte zu mobilisieren, um sich verteidigen zu k?nnen.


    "Willst du mich also auch t?ten?" fragte Neveah noch einmal.


    Der geflügelte Mann kicherte leise und nickte.


    "Ja." Er gab ohne Z?gern zu.


    "So will es jeder." murmelte Neveah, wieder ohne überraschung.Siechte trocken auf und lehnte ihren Kopf gegen den Felsen zurück.


    "Es ist nichts Pers?nliches. Du bist eben einer dieser... Koteralsch?den", sagte der geflügelte Mann, als wolle er Neveah damit beruhigen.


    "Ich war schon immer ein... Koteralschaden. Und dennoch, aus irgendeinem Grund, lebe ich immer noch. Mach es dann, schie?...", sagte Neveah keuchend, als sie sich auf die Beine k?mpfte.


    Der geflügelte Mann beobachtete Neveah schweigend, seine dunkelroten Augen glühten auf, trotz der Dunkelheit, die sie umgab.


    "Du hast viele Feinde... die Zeit für unsere Bekanntschaft ist noch nicht gekommen", sagte der geflügelte Mann nach einer kurzen Stille.


    Dann erhob er sich und ging davon, ein leises Lied summend, das nochnge nach seinem Verschwinden im Raum hallte.


    Neveah zog die Stirn in leichte Falten, ein Gefühl der Ahnung regte sich in ihr, doch sie schüttelte es ab und wandte sich wieder dem steilen Aufstieg zu.


    Ein Schmerz in Neveahs Sch?del erinnerte sie an die Pr?senz in ihrem Geist und schnell lie? sie die Gedankenbarriere fallen, von der sie nicht einmal bemerkt hatte, dass sie aktiv war.


    ’Veah! Ich konnte dich nicht spüren! Was ist passiert?’ erkundigte sich Neveahs Wolf besorgt.


    Aber Neveah antwortete nicht, das musste sie auch nicht. Mit gesenkter Gedankenbarriere h?tte ihr Wolf Zugriff auf all ihre Erinnerungen, da sie im Geiste miteinander verbunden waren, und würde selbst sehen, was geschehen war.


    ’Zephyr... wir sollten zu ihm gehen’, erinnerte ihr Wolf sie an ihre ursprüngliche Mission und sagte nichts weiter zu dem Vorfall... es gab nichts zu sagen.


    "Richtig", antwortete Neveah.


    Neveah setzte ihren Aufstieg fort und erreichte den H?hleneingang. Drinnen warf sie schnell einen Blick umher, auf der Suche nach dem kleinen Aschedrachen.


    Doch stattdessen fiel ihr Blick auf einen kleinen Jungen, der zusammengerollt in einer Ecke sa?, die Augen weit aufgerissen und ?ngstlich, aber er gab sich tapfer und keine Tr?ne war zu sehen.


    Nach menschlichem Ermessen war er kaum zwei Jahre alt und in menschlicher Gestalt noch viel kleiner.


    Und Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sie dieses Kind nicht kannte, w?re da nicht das unordentliche Haar in genau dem Farbton seiner Schuppen und ein Gesicht, das dem von Imagor zum Verwechseln ?hnlich sah.


    "Zephyr?" rief Neveah, trat nahe genug heran, dass er sie in der Dunkelheit erkennen konnte.


    Zephyrs Kopf schnellte erschrocken hoch, aber als er sah, dass es Neveah war, leuchteten seine Augen auf und seine Unterlippe zitterte, als er die H?nde nach ihr ausstreckte und sie eindringlich zu sich winkte.


    Neveahs Herz schmolz dahin, die Erleichterung l?ste den gr??ten Teil ihrer Anspannung, als sie das Kind schnell aufnahm und fest an sich drückte.


    "Du unartiger, unartiger Junge... ubst du, jeder einzelne Drache der Festung macht die Stadt kopflos, um dich zu suchen?" tadelte Neveah sanft, w?hrend sie Zephyrs Haare zerzauste.


    "Schau mal... der schelmische kleine Drache hat sich in einen kleinen, hübschen Prinzen verwandelt, nicht wahr? Hast du dich endlich entschieden, uns deine menschliche Gestalt zu zeigen?" neckte Neveah in der Hoffnung, das Kind zu beruhigen.


    "Dein Vater und ich h?tten beinahe die arme Flugpatrouille erwürgt. Alle suchten nach einem kleinen Drachen, wie konnten sie dich übersehen... und du wusstest es, voller Tricks, nicht wahr?" neckte Neveah weiter, in der Hoffnung, das Kind zu beruhigen.


    Zephyr kicherte und schmiegte seinen Kopf an Neveahs Schulter. Sein ganzer Schrecken war vergessen.


    "Komm jetzt, ich bringe dich nach Hause", sagte Neveah und atmete erleichtert auf.
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