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Chapter 637: Etwas Vertrautes (Kap.638)

    <h4>Chapter 637: Etwas Vertrautes (Kap.638)</h4>


    Der Schattenturm... der eigentliche Schattenturm, Xenon konnte es kaum uben. Doch als er diesen Tagen zum hundertsten Mal auf dem Balkon stand und in die Ferne hinabblickte, auf der einen Seite die endlose Weite der dunklen L?ndereien, auf der anderen die riesigen verkohlten W?lder mit ihren leblosen, aschfahlen B?umen, wurde ihm einmal mehr bewusst, dass sie tats?chlich in der einzigen Struktur waren, die in diesen Landen noch intakt stand.


    Das prunkvollste und zugleich schauerlichste Bauwerk in diesen verbotenen Sümpfen... ein Ort, noch verp?nter und gemiedener von den Drachengeschlechtern als die Sümpfe selbst.


    Der Schattenturm war vieles: ein finsterer, erschreckender Turm, wie Ida sagte... ein Ort, an dem viel Finsternis und mannigfaltige Niedertracht stattgefunden hatten.


    Aber für Xenon war er vor allem das Schloss und die Heimst?tte des Dunklen Lords und seines Rates.


    "Das ist Wahnsinn... Wie wurden wir nur in der Festung hierher gebracht? Von allen Orten der Welt, an die man uns senden k?nnte?" murmelte Xenon und presste die H?nde fest an seine Seiten.


    Xenon hatte sich diese Frage schon oft gestellt, doch eine Antwort blieb ihm verwehrt, da Verothrax noch immer bewusstlos war und Ida davon nichts wusste. So gab es niemanden, der ihm eine passende Erkl?rung liefern k?nnte.


    Seine Bewegung und der Ausbruch seines Zorns lie?en einen stechenden Schmerz seinen Rücken durchzucken, und Xenon ergriff das Gel?nder, um sein Gleichgewicht zu wahren, wobei seine Stirn sich in Abscheu vor der eisig kalten Oberfl?che kr?uselte.


    Xenon war r geworden, dass jede Oberfl?che des Schlosses ?hnlich beschaffen war. Eiskalt... sie ?hnelte in gewisser Weise den gefrorenen Steinmauern von Drachenhort, doch die Aura, die von den Mauern des Schattenturms ausging, war vollkommen anders.


    Die Aura war dicht und durchdrungen von dunkler Energie, jener Art, die man überall in der Welt subtil wahrnehmen konnte, wo dunkle Magie angewandt wurde, und noch etwas st?rker bei den Schattenbestien, die in den verkohlten W?ldern ihr Unwesen trieben.


    Aber hier, im Schattenturm, war diese Aura am intensivsten. Sie war über Jahrhunderte so tief in die W?nde eingezogen, dass der Turm zum Heim der m?chtigsten dunklen Magier geworden war.


    In jeder Ritze und jedem Spalt schien die Mauer diese dunkle Energie zu leben und zu atmen.


    Selbst nach songer Verwüstung war es beunruhigend, dass die dunkle Energie sich kein bisschen verflüchtigt hatte, und es war kein Wunder, dass Dunkelheit und Verfall der dunklen L?ndereien ebenso niemals nachlie?en.


    Xenon hielt sich weiter fest am Gel?nder und mustertenge die dunklen L?ndereien.


    Xenon versuchte nicht mehr zu tun als das. Er wusste bereits, dass es ihm noch nicht m?glich war, die Drachengestalt anzunehmen, doch hatte er es in den ersten Tagen hier wiederholt versucht, ohne Erfolg.


    Xenon war sich bewusst, dass es – selbst wenn er seine Umgebung auskundschaften wollte – derzeit keine Option war. Er konnte nur von der H?he dieses Turms aus so weit blicken, wie seine Sicht reichte, bis er sich ausreichend erholt hatte.


    Es war unm?glich, von diesem Punkt aus die Auswirkungen des magischen Fehlscgs von Verothrax zu erkennen; das Ausma? der Zerst?rung blieb Xenon unbekannt, und noch bedenklicher war für ihn das Wohl von Neveah und Jian.Xenons Herz krampfte sich vor Sorge zusammen, als er an die Worte zurückdachte, die er Neveah gesagt hatte, bevor er sie verlie?.


    "Ich w?re bald zurück... wienge ist das jetzt her? Ich war mehr als eine Woche bewusstlos und seit ich zu Bewusstsein gekommen bin, ist auch schon eine ganze Weile vergangen", murmelte Xenon vor sich hin.


    Die N?chte waren l?nger als die Tage in den dunklen Landen. Da die Sonne zu unterschiedlichen Zeiten auf- und unterging, war es wahrlich eine Herausforderung, genau zu ermitteln, wie viel Zeit vergangen war. Die Tage verschmolzen miteinander und oft ging die Sonne nichtnge genug auf, um als ein einzelner Tag zu gelten.


    Manchmal erlebte man innerhalb kurzer Zeit mehrere Sonnenauf- und -unterg?nge. Soweit drau?en in den dunklen Landen, war es genauso schrecklich, wie Xenon es aus all den Jahrhunderten in Erinnerung hatte.


    "Ein verfluchter Ort", murmelte Xenon ver?chtlich vor sich hin.


    Als er vom Balkon zurücktrat und den Raum verlie?, seufzte Xenon erleichtert.


    Er ging den Korridor enng, seinen Blick starr nach vorne gerichtet. Er hatte bereits genug Zeit gehabt, sich an jedem Anblick auf dem Weg zu Verothrax abzusto?en, das war jetzt nicht mehr notwendig.


    W?re Xenon jemand gewesen, der die positiven Seiten betrachtete, h?tte er erkannt, dass er sich in der vergangenen Zeit bereits gut erholt hatte und sich nun nach Belieben bewegen konnte.


    Xenon wusste, dass es nicht mehrnge dauern würde, bis er sich wieder problemlos verwandeln konnte, aber es gab immer noch eine Sorge... Verothrax.


    Xenon stie? die Tür auf und trat ein, um zu sehen, wie Ida Verothrax’ Stirn mit einem feuchten Tuch abwischte.


    "Was machst du da?!" fauchte Xenon kalt.


    Ida zuckte überrascht zusammen, sie hatte Xenon nicht kommen h?ren, und wich hastig von Verothrax zurück.


    "Er hat wieder Fieber... Ich versuche nur, sein Fieber zu senken", erkl?rte Ida mit zitternder Stimme.


    Xenon brummte tief in seiner Kehle.


    So oft er Ida und ihre beunruhigende Eisenmaske in den letzten Tagen auch gesehen hatte, Xenons Unbehagen war nicht zu übersehen... Aus irgendeinem Grund beunruhigte ihre Anwesenheit ihn zutiefst und lie? ihn wachsam bleiben, als g?be es etwas, vor dem er sich schützen müsste.


    Ida stellte keine physische Bedrohung dar, das war wahr. Xenon hatte das in den letzten Tagen best?tigt, aber er konnte trotzdem seinen Instinkten nicht misstrauen... da war etwas... etwas beunruhigend Vertrautes, etwas, das er nicht genau benennen konnte...
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