<h4>Chapter 616: In meinen Tr?umen (Kap.617)</h4>
Neveah st?hnte leise vor Schmerz, als siengsam wieder zu Bewusstsein kam. Ihre Augen waren schwer wie Blei und es dauerte eine Weile, bis sie sie ?ffnen konnte.
Die Sonnenstrahlen waren jedoch viel zu intensiv, sodass sie gezwungen war, sie erneut zu schlie?en. Neveah hob eine Hand, um ihre Augen vor dem Licht zu schützen, w?hrend ein leises St?hnen entwich.
Die Erinnerungen an den Grund ihres Bewusstlos-Werdens durchfluteten Neveahs Geist – von Lord Mycrofts Worten bis hin zu ihrer übertriebenen Reaktion, die Demevirld eine Lücke bot, an die Oberfl?che zu gngen.
Neveah seufzte leise. Obwohl sie Everons Geheimhaltung seiner Handlungen nicht gut Billigte, konnte sie verstehen, warum er es tat; sie hatte genau das getan, was er befürchtet hatte.
?Ich werde h?ufiger bewusstlos als dass ich wach bin. Wenn das so weitergeht, sollte ich mich vielleicht einfach in ein Koma versetzen und es hinter mich bringen", dachte Neveah ver?rgert.
Sie wartete einige Augenblicke, bevor sie ihre Augen wieder ?fe.
Das erste, was Neveah auffiel, war, dass sie sich nicht in einem Scfzimmer befand, wie sie erwartet h?tte, sondern dass sie in den offenen Himmel starrte.
Warme ut?ne und bunte Schattierungen durch die Sonnenstrahlen. Wei?e, uschige Wolken schwebten hoch oben, es war ein rer Himmel wie an einem ganz normalen Tag.
Diesen Anblick hatte Neveah überhaupt nicht erwartet; zuletzt erinnerte sie sich, im Zeichensaal des Scabbard Towers gewesen zu sein.
?Haben sie mich etwa auf die Felder geworfen?", dachte Neveah mit hochgezogener Augenbraue.
Sie kicherte leise über die Absurdit?t des Gedankens. Sie ubte nicht, dass sie bisher etwas derart Unverzeihbares getan hatte.
Als Neveah sich setzte und das Ger?usch von knisterndem Laub h?rte, richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf ihre unmittelbare Umgebung.
Sie bemerkte, dass sie auf dem Waldbodeng, in einer von hohen B?umen umgebenen Lichtung. Dicht um sie herum befand sich ein Bett aus getrocen Bl?ttern, auf das man sie gelegt hatte.
Neveah hob fragend eine Augenbraue, unsicher darüber, wie sie an diesen Ort gngt war oder warum sie überhaupt hier war.
Doch Neveahs Instinkte warnten sie vor keiner Gefahr, und so lie? sie sich seufzend zurück auf das Bl?tterbett fallen.
?Die Luft ist rein, viel zu rein für Scabbard", stellte Neveah beil?ufig fest.
Nicht einmal in den Wei?en Dünen war die Luft noch so sauber, nicht mit Staubwolken, die sich aus den Schluchten erhoben und die Luft vernebelten.
Es war schonnge her, dass Neveah eine derma?en saubere Luft eingeatmet hatte, die nur von den Düften der Natur um sie herum beeinflusst war.
Sie konnte nicht anders, als sich einen Moment Zeit zu nehmen, um die Luft zu genie?en, zumindest für einen kurzen Augenblick.
?Schlie?lich bin ich jetzt hier, wo auch immer das sein mag", rechtfertigte Neveah sich selbst.
?Bist du sicher, dass wir nicht sofort herausfinden wollen, wo wir sind?", sorgte sich Neveahs Wolf.
?Ich werde es gleich herausfinden", murmelte Neveah zu ihrem Wolf und lie? ihre Augen erneut schlie?en.
?Das ist sehr leichtsinnig von dir. Wir k?nnten überall sein", gab Neveahs Wolf zurück.
Doch Neveah hatte bereits begonnen, leise vor sich hin zu summen; es war viel zunge her, dass sie solch eine Gssenheit und Seelenfrieden gefunden hatte."Es ist nur ein Augenblick, die Welt wird nicht in Grund und Boden brennen." dachte Neveah zu ihrem Wolf.
"Au?erdem muss ich noch überlegen, wie genau ich herausfinde, wo wir sind... wer wei?? Vielleicht ist das alles nur ein Traum." dachte sie weiter an ihren Wolf.
Neveahs Wolf murrte unzufrieden, lie? aber nicht weiter davon ab.
Noch waren Neveahs Augen geschlossen, als ein Schatten das Sonnenlicht verdunkelte. Nichts hatte ihren Ann?herungsversuch wahrgenommen, daher reagierte sie sofort rmiert.
Mit einem Blinzeln ?fe Neveah die Augen, um das Gesicht zu erkennen. Ihre Augen weiteten sich, als sie in ein bekanntes Paar verschiedenfarbiger Augen blickte.
Neveahs Herz setzte aus, schlug dann schneller und blieb einen Augenblick stehen, bevor es wieder normal weiterschlug.
"J... Jian?" stammelte Neveah überrascht.
Jian l?chelte sanft und neigte seinen Kopf, w?hrend seine silbernen Locken über seine Schulter fielen.
"Begreifst du, wienge ich auf dich gewartet habe? Ich dachte, du würdest nie erscheinen..." sagte Jian leise.
Neveah setzte sich ungl?ubig auf und sah sich hastig um, bevor sie ihren Blick wieder auf Jian richtete, um sich zu vergewissern, dass er tats?chlich mit ihr sprach.
"Ist das... echt?" fragte Neveah z?gerlich.
Jian l?chelte betrübt und schüttelte den Kopf.
"Leider bin ich noch nicht wirklich bei dir. Das hier ist nur ein Traum, meine Geliebte." erkl?rte Jian und streckte seine Hand nach Neveah aus.
Instinktiv griff Neveah nach Jians Hand.
Als Neveah sich erhob, zog Jian sie in seine Arme und umarmte sie fest.
Neveah spürte, wie Frust, Wut und Bestürzung von ihr abfielen, wie Licht, das Dunkelheit vertreibt.
Sie hielt sich genauso fest an Jian, aus Angst, er würde verschwinden, sollte sie ihn lossen.
"Ein Traum? Aber wie...?" Neveahs Verwirrung war gro?.
"Das..." sagte Jian und deutete auf Neveahs Hals, w?hrend er sichngsam von ihr l?ste.
Neveah sah nach unten und bemerkte erst jetzt das sanfte Leuchten, das von dem Anh?nger ihres Vaters ausging.
Dann wanderte ihr Blick zu einem ?hnlich leuchtenden Anh?nger an Jians Hals.
"Schuppen! Sind wir etwa... gerade in den Tr?umen des anderen?" fragte Neveah Jian erstaunt.
"Ich würde sagen, du bist in meinem Traum... dieser Ort stammt aus meinen Erinnerungen, es ist kein Ort, an dem du schon einmal warst." flüsterte Jian und deutete auf ihre Umgebung.
Neveahs Hand strich über den Anh?nger an ihrem Hals und ihr wurde r, dass genau deshalb ihr Vater ihn zurückgssen hatte.
"Es gab also die ganze Zeit zwei davon..." murmelte Neveah erkenntnisreich.
"Einer geh?rte deiner Mutter... und der andere Kaideon." best?tigte Jian Neveahs Worte.