<h4>Chapter 560: Kompromittiert (Kap. 561)</h4>
Neveah starrte auf die kleine Tür, die in die Wand eingssen und von den Ranken der Blumenwiese v?llig verdeckt war. Sie schien Teil der Mauer selbst zu sein, als h?tte man sie ausgeschnitten, um den Eingang zu formen, wodurch sie v?llig unscheinbar wirkte. So sehr, dass man nie ahnen würde, dass sich dort ein Eingang befand, es sei denn, man wüsste, wie man ihn ?ffnen kann. Die Ranken, die sich enng der Wand erstreckten, boten perfekte Tarnung, besonders vor Blicken aus der H?he. ’Wer immer diesen Eingang auch geschaffen hat, kennt die Drachen gut und wei?, wie man den Augen am Himmel entkommt.’ notierte Neveah in Gedanken.
"Dies ist ein Geheimeingang, der zum Westflügel der Lichterhalle führt. Lord River hat ihn eigenh?ndig errichtet. Er liegt nicht weit von den Kerkern entfernt, undut zuverl?ssigen Informationen wird Lord River derzeit dort festgehalten," informierte einer der Kopfgeldj?ger Neveah.
Genau wie Tara gesagt hatte, waren zwei weitere Kopfgeldj?ger mit Neveah gekommen. Einer der beiden war ein gro?er, muskul?ser Mann, wohingegen der andere gro?, k und t?dlich aussah.
Beide waren Fae, wie Neveah feststellte, doch war sie sich nicht sicher, ob sie tats?chlich Kopfgeldj?ger waren, wie sie behaupteten, oder sich lediglich als solche ausgaben, um ihre wahre Identit?t zu verbergen.
"Bis hierher begleiten wir dich. Der Rest liegt bei dir," sagte der ke Mann zu Neveah.
"Nachdem die Tat vollbracht ist, werden wir einen Fluchtweg für dich freimachen. Du musst nur dem eingezeicen Pfad auf der Karte folgen," erg?nzte der andere.
Neveah nicktengsam und schritt durch die Tür. Es überraschte sie nicht, als diese hinter ihr geschlossen wurde.
Jetzt befand sich Neveah auf der kleinen Blumenwiese der Lichterhalle.
Die Lichterhalle beherbergte Hunderte der Fae und glich daher eher einem Wald als einem zivilisierten Ort – zumindest kannte Neveah solche Hallen.
Das imposante Bauwerk der Lichterhalle thronte inmitten dieses natürlichen Lebensraumes, der durch die Magie und Lebenskraft aller dort lebenden Fae gen?hrt wurde.
In dem Wald blieb Neveah ungesehen und kannte sich dank ihrer Kenntnisse über die Organisation der Patrouillen innerhalb der Lichterhalle gut aus.
Aber Neveah verlie? den Wald nicht, sondern ging ein Stück weiter, schlich zur Seite und verbarg sich zwischen den B?umen.
Sie wartete einen Moment, und gerade als sie begann zu uben, dass sie sich geirrt hatte, ?fe sich die verborgene Tür erneut, und zwei m?nnliche Feen traten hindurch.
Sie unterschieden sich stark von den vermeintlichen Kopfgeldj?gern, jung und sanftmütig wie die meisten Fae, jedoch waren ihre Augen Neveah wohl bekannt.
Sie wusste genug über Tarnmagie, um zu verstehen, dass Magiebegabte ihr Aussehen leicht ?ndern konnten, doch die Augen zu verbergen, war schwieriger.
"Ich wusste es, sie geh?ren auch zu den Fae der Lichterhalle. Nicht nur Lord River... viele hier sind in Gefahr," murmelte Neveah vor sich hin.
Neveah richtete sich auf und drehte sich um, ihre Augen weiteten sich vor überraschung, als ihr Blick auf den verstimmt dreinblickenden Xenon fiel.
Neveah stolperte rückw?rts und h?tte fast das Gleichgewicht verloren, doch Xenon griff nach ihrem Arm und zog sie zu sich heran, so dass sie nur noch wenige Zentimeter von ihm entfernt stand.
"Ich... wie kommst du hierher?" fragte Neveah Xenon mit leiser Stimme und blickte durch den gro?en Hut, der ihre Augen verdeckte, zu ihm auf."Du siehst l?cherlich aus", sagte Xenon zuerst, ganz ernst und objektiv.
Neveah kicherte verlegen und hob eine Hand, um ihren Hut zurechtzurücken.
"Du neigst dazu, andere zu beunruhigen, Veah", bemerkte Xenon und sein Griff um Neveahs Hand straffte sich leicht.
Es war nicht so fest, dass es schmerzte, aber fest genug, um ihm die n?tige Beruhigung zu geben.
"Ich... es tut mir leid, ich wollte zurück sein, bevor du davon erf?hrst", entschuldigte sich Neveah schuldbewusst.
Xenon starrte für einen Moment auf Neveah hinunter und gestikulierte dann hinter ihr.
"Sie sind Verr?ter?" fragte Xenon Neveah und bezog sich auf die zwei Fae, die gerade vorbeigegangen waren.
"Sie und viele andere... diese Lichthalle, sie ist bereits in den H?nden der Fae", gestand Neveah.
Xenons Brauen zuckten leicht bei Neveahs Worten, es war auch hart für Neveah, das zuzugeben. Schlie?lich waren dies die Wei?en Dünen... es bedeutete nur, dass sie nicht vorsichtig genug gewesen waren.
"Menarx wird bei Tagesanbruch eintreffen. Bis dahin hast du Zeit, danach... musst du dich heraushalten", stellte Xenon r und lie? Neveahs Hand los.
Neveah starrte überrascht zu Xenon, sie hatte befürchtet, dass sie angeschrien oder mit Fü?en tretend nach Hause geschleppt werden würde, so herrisch konnte Xenon sein.
Tats?chlich war er herrischer, als er sonst etwas war.
"Ich werde nicht weit weg sein", fügte Xenon hinzu, um zu kl?ren, dass er Neveah nicht sich selbst überlie?.
Neveah nicktengsam und machte sich auf den Weg, sie hielt inne, als sie etwas Abstand gewonnen hatte, und blickte zurück, aber Xenon war nirgends zu sehen.
H?tte sie seine Berührung nicht gespürt, h?tte Neveah sich gefragt, ob sie ihn sich nur eingebildet hatte.
Neveah setzte ihren Weg fort, schlich geschickt durch die helle Halle, bis sie die Verliese erreichte.
Neveah hatte ein streng bewachtes Geb?ude erwartet, doch es gab kaum einige Wachen, was ganz anders war, als sie je von der Lichthalle geh?rt hatte.
Neveah konnte erkennen, dass auch dies arrangiert worden war, und sie schüttelte leicht den Kopf.
"Wie tief reicht der Einfluss der Fae hier?", fragte sich Neveah.
Ohne Zeit zu verlieren, schlich Neveah an den wenigen Wachen vorbei, in die Kerker hinein, direkt zur Zelle von Lord River.
Die Kerker waren v?llig dunkel und ohne jegliche Beleuchtung, und als Neveah die Zelle erreichte, erblickte sie Lord River.
Obwohl sie ihn sehen konnte, konnte er sie nicht sehen. Aber Neveah stellte sicher, dass er ihr h?ren konnte, als ihre Stiefel den Boden berührten, einuter Schritt nach dem anderen.