<h4>Chapter 559: Eine schlechte Entscheidung (Ch.560)</h4>
Azkar beobachtete Neveah, w?hrend sich ein Hauch eines L?chelns auf seinen Lippen abzeice. Es war weder düster noch b?sartig, sondern wirkte tats?chlich echt.
Doch bei Azkar konnte man nie mit Sicherheit sagen, was wirklich in seinem Kopf vor sich ging.
"Wenn du mich verabscheuen würdest, würde es dir gleichgültig sein, was mit mir passiert... und doch hast du eine Warnung hintessen. Du bist seit der verborgenen Stadt schwach geworden, Neveah... du kennst nun Mitgefühl, und du merkst es nicht einmal." Azkar schnalzte leise mit der Zunge.
"Doch selbst jetzt bist du noch faszinierender." murmelte Azkar und kicherte vor sich hin.
"Mein Herr." Leons Stimme erng, als er aus den Schatten trat.
Wo er die ganze Zeit über gewesen war, lie? sich nur mutma?en.
"Ihr seid so eilig hierher gekommen, um das M?dchen zu retten. Was ist mit unserem Vorhaben hier?" fragte Leon Azkar.
Azkar schüttelte leicht den Kopf und blickte sich im Lagerhaus um.
Der Gestank von Blut war bei?end in der Luft und die Szenerie war etwas, das Azkar als Kunstwerk bezeichnen würde.
"Lassen wir die Fae ihr Chaos selbst bew?ltigen. Die Saat der Zwietracht tr?gt bereits Früchte, und es wird nicht mehrnge dauern, bis das Bündnis zwischen den Fae und den Drachen vollst?ndig zerbricht."
"Wir haben unsere Rolle gespielt, wir sollten Neveah nicht im Wege stehen." beschloss Azkar.
"Wohin dann als n?chstes? Fort Scabbard?" erkundigte sich Leon.
"Das ist nun eine Angelegenheit, die du übernehmen musst." sagte Azkar zu Leon.
"Ich? Wo wird mein Herr sein?" fragte Leon verwirrt.
"Ich werde dem M?dchen ihren Laufssen... hier, auf Drachengebiet. Sie hat sich das verdient... als Drachenk?nigin." murmelte Azkar.
"Aber auf meinem Land? Das ist ein ganz anderes Spiel. Es w?re unziemlich, Fort zed so einfach zurückzugeben, meinst du nicht auch?" murmelte Azkar, seine Brauen zuckten leicht, das einzige sichtbare Zeichen seiner Ver?rgerung.
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"Schuppen, Veah! Wo warst du? Ich dachte schon, du w?rst gefangen genommen worden." rief Tara aus, als Neveah den Raum betrat.
Tara warf einen Blick auf Neveah und ihre Augen weiteten sich leicht, als sie die Blutflecken bemerkte, die Neveah bei ihrer Rückkehr in den Raum zu verbergen versucht hatte.
Was sie erfolgreich vor anderen verbergen konnte, würde Taras Blick jedoch nicht entgehen.
"Du hast gesagt, niemanden zu t?ten." erinnerte Tara Neveah an ihre eigenen Anweisungen.
"Es... ist einfach passiert. Wir sollten von hier verschwinden." sagte Neveah schnell zu Tara.
"Aber nicht bevor du das gesehen hast." sagte Tara.
Tara reichte Neveah einen Zettel, der auf dem Tablettg, das ihnen gebracht worden war.
Neveah nahm den Zettel unds ihn durch, ihre Augen weiteten sich leicht.
"Das Ziel ist Lord River." stand auf dem Zettel.Es waren eindeutig Anweisungen für Sir ckbird – sein T?tungsauftrag.
"Die Fae nen also, Lord River loszuwerden?" fragte Neveah überrascht.
"Der Notiz war eine Karte des Grundrisses der Licht-Halle beigelegt," berichtete Tara und gab Neveah die Karte.
Neveah überflog die Karte und nicktengsam.
"Wir müssen unbedingt Lord River einen Besuch abstatten. In was genau hat er sich da hineingezogen?" murmelte Neveah, w?hrend sie die Karte und die Notiz verstaute.
"Es gibt nur ein kleines Problem: Wir bekommen Gesellschaft," teilte Tara Neveah mit.
Neveahs Augenbrauen zogen sich zusammen, als sie zu Tara hinübersah.
"Es scheint, als w?re die Aufgabe nicht nur dir anvertraut worden. Die Licht-Halle ist kein Ort, in den man einfach so eindringen kann," sagte Tara bedeutungsvoll.
"Von wie vielen reden wir genau?" fragte Neveah und legte ihr Dienstm?dchen-Gewand ab.
"Das kann ich nicht genau sagen. Aber sie sind bereits gesattelt und warten im Hof auf euch," erkl?rte Tara.
"Sollen wir sie abschütteln und zum Schloss zurückkehren?" fragte Tara.
Neveah schüttelte leicht den Kopf zu Taras Vorscg.
"Wenn das, was du gerade gesagt hast, stimmt, dann wird Lord River heute Nacht sterben. Entweder durch die Hand von Sir ckbird oder durch jemand anderen," murmelte Neveah.
"Ich würde es vorziehen, es w?ren meine eigenen H?nde. Er darf nicht mit den Geheimnissen sterben, die er tr?gt... was auch immer Lord River wei?, es scheint die Fae genug zu beunruhigen."
"Das hei?t, Lord River ist der Hebel, den wir ben?tigen... gegen die Fae," sagte Neveah nachdenklich.
"Wirst du ihm Informationen entlocken k?nnen? Er hat es sogar gewagt, Seine Gnaden herauszufordern," merkte Tara besorgt an.
"Ich vielleicht nicht. Aber ich hoffe, Sir ckbird wird dort erfolgreicher sein, wo wir anderen es nicht waren."
"Lord River hegt immer noch Loyalit?t gegenüber den Fae. Er muss gewisse Gefühle hegen, die ihn davon abhalten, sie zu verraten, selbst auf Kosten seines Lebens und seiner Ehre... er ist schlie?lich immer noch ein Fae von Blut und Erbe," mutma?te Neveah.
"Leider ist sein Pflichtbewusstsein v?llig fehl am tz, und er wird erkennen, wie falsch er liegt, wenn er erf?hrt, dass die Fae ihn zuerst ohne Z?gern verraten haben," fügte Neveah hinzu.
"Er war bereit, für seine Geheimnisse zu sterben, das wurde r, als er vor Seiner Gnaden offen gelogen hat, was an sich schon ein mit dem Tod zu bestrafendes Vergehen ist... er wei? genau, dass es keinen Weg gibt, lebend aus dieser Sache herauszukommen," entgee Tara.
"Das ist das Problem, Tara. Verr?tern wird nie vergeben, egal aus welchem Grund. Lord River wei?, dass das Brechen von Drachengesetzen den sicheren Tod bedeutet... und wenn er sowieso sterben muss, wird er sterben, um die Geheimnisse zu schützen, die er bewahrt."
"Aber wir Sterblichen sind interessante Wesen. Würde seine Entschlossenheit dieselbe bleiben, wenn der Tod, den er von den Drachen herbeigesehnt hat, von seiner eigenen Art, die er zu schützen versucht, herbeigeführt wird?" fragte Neveah.
"Die Fae werden nicht nacssen in ihren Bemühungen, Lord River loszuwerden, denn sie wissen, dass Lord Menarx’ Ankunft das Ende bedeutet... sie müssen Lord River t?ten, bevor Menarx ihn erreicht... auf diese Weise findet alles ein Ende."
"Ohne die Fae h?tte Lord River eine M?glichkeit gefunden, sich selbst das Leben zu nehmen, aus Angst vor Menarx, um dem Schicksal zu entgehen, das ihn erwartet."
"Seine Gnaden wussten das, er wusste, dass es Vorsicht erfordert, auf Menarx’ Ankunft zu warten... selbst ich kann sagen, welche Art Mann Lord River ist, aber die Fae haben es vers?umt, seiner Loyalit?t zu vertrauen."
"Sie haben einen Fehler gemacht, Tara. Und das ?ndert alles," schloss Neveah.