<h4>Chapter 556: Ein Schuppen (Kap.557)</h4>
Neveah durchwühlte das Büro auf der Suche nach allem, was Hinweise zu den geheimen Gesch?ften des Wasserfall-Gasthauses liefern k?nnte.
Ein Buchhaltungsbuch, eine Notiz, ein Brief – irgendetwas, das mehr Aufschluss über die Angelegenheiten mit Lord River geben k?nnte.
Der Wirt war noch immer bewusstlos und niemand sonst war gekommen, aber Neveah wusste, dass es nichtnge dauern würde, bis jemand nach ihm sehen würde.
Auf dem Schreibtischg nichts von Interesse, und Neveah hatte mit der Durchsuchung der Regale begonnen. Gerade als sie zu dem Schluss kam, dass hier nichts zu finden sei, entdeckte sie ein kleines Buch, das hinter anderen Büchern im Regal verstecktg.
Neveah zog es heraus, bl?tterte hindurch und sah, dass Daten und Namen eingetragen waren.
Welche Bedeutung das auch haben mochte, da es versteckt wurde, vermutete Neveah, dass es Informationen enthielt, die geheim gehalten werden sollten.
Das Buch zuppend, versteckte Neveah es bei sich, warf dem Wirt einen kurzen Blick zu und verlie? dann leise das Zimmer, indem sie die Tür hinter sich schloss, ohne ein Ger?usch zu verursachen.
Auf dem Gang war niemand zu sehen, und Neveah eilte zurück, um zu Tara zurückzukehren.
Kaum trat Neveah in den schwach beleuchteten Flur, wo die Angestellten vorbeigingen, h?rte sie eine Stimme nach ihr rufen.
"He! Wo warst du?! Komm schnell hierher!" wies die Stimme an.
Neveah drehte sich um und erblickte eine st?mmige Frau mit einer Schürze voller Mehlspuren. Der Duft von Gewürzeng schwer in der Luft und Neveah zuckte leicht zusammen, als ihr die intensiven Gerüche in die Nase stiegen, je n?her sie der Frau kam.
"Das ist nicht der Moment zum Faulenzen, ich werde das den Chefs melden müssen. Nun beeil dich, schlie? dich den anderen M?dchen an und bring das Tablett mit dem Essen zu den Feldarbeitern." befahl die st?mmige Frau Neveah.
Sie packte Neveah am Schultergelenk – ein schmerzhafter Griff – und schob sie unsanft vor sich her.
Neveah fing sich geschickt; w?re es jemand anderes gewesen, w?re er wahrscheinlich direkt zu Boden gegangen.
Obwohl Neveahs Schulter schmerzte, wo die Hand der K?chin gelegen hatte, ignorierte sie das leicht.
’Ich werde sie in Stücke rei?en!’, knurrte Neveahs Wolf in ihrem Kopf, ver?rgert über die ruppige Behandlung durch die K?chin.
’Ruhe jetzt. Wir müssen nur eine Gelegenheit finden zu gehen; Tara ist ganz allein.’, ermahnte Neveah ihren Wolf.
Neveah folgte dem starken Geruch von Essen und fand die Küche, w?hrend sie vor der Frau herlief, damit es nicht so aussah, als wüsste sie nicht, wohin sie ging.
Als sie den Eingang zur Küche erreichten, dr?ngte sich die st?mmige Frau an Neveah vorbei und stürmte hinein.
Die Küche des Gasthauses war ziemlich gro?; neben der st?mmigen K?chin gab es noch drei weitere Personen in Schürzen und einige junge M?dchen, die Tabletts voller Essen durch eine andere Tür auf der gegenüberliegenden Seite hinaustrugen.
Im n?chsten Moment wurde Neveah ein gro?es Tablett in die Hand gedr?ngt, vollgepackt mit dampfendem Essen.
Neveah hielt ihren Kopf gesenkt und folgte den anderen M?dchen durch eine Seitentür und einen ?u?eren Gang, der zum Innenhof hinter dem Gasthaus führte.Die M?gde gingen zügig über den Hof, und Neveah fragte sich, wohin sie gingen, denn sie konnte in der Ferne kaum jemanden sehen, nur ein alter, vessener Schuppeng vor ihr.
Neveah folgte ihnen trotzdem, die M?gde überquerten den Hof und als sie den vessenen Schuppen erreichten, gingen sie schnell hinein.
Neveah spürte das leise Summen der Magie, als sie am Eingang des Schuppens ankam, aber sie hatte keine Zeit, darüber nachzudenken, da andere hinter ihr waren und sie die ge nicht aufhalten konnte, ohne Verdacht zu erregen.
Neveah trat durch den Eingang des Schuppens und war nicht im Geringsten überrascht, als sie feststellte, dass das, was sie betreten hatten, gar kein Schuppen war.
Von au?en wirkte er wie ein vessener alter Schuppen und war nichts Besonderes, aber innen sah es ganz anders aus.
Das Innere war viel gr??er als die Au?enansicht des Schuppens, fast fünfmal so gro? wie der Schuppen selbst, und was sich darin befand, waren keine vessenen Werkzeuge, sondern fast ein Dutzend biederer M?nner, die gro?e Holzkisten abluden und sie zu dem bereits vorhandenen Haufen hinzufügten.
Es handelte sich nicht um einen Schuppen, sondern um ein Lager. Wofür genau? Das konnte Neveah noch nicht sagen.
"Macht eine Pause! Unser Essen ist da!" rief einer der M?nner, die in der Lagerhalle arbeiteten, den anderen zu.
Die anderen M?nner kamen herbei und versammelten sich um ein kleines Feuer, das in der Mitte des Lagers entzündet worden war.
Neveah folgte den anderen M?gden, die zu den Arbeitern hinübergingen und ihnen ein Tablett nach dem anderen überreichten.
Neveah folgte der Reihe, bis sie bei dem Mann ankam, den sie bedienen sollte, und streckte ihm das Tablett entgegen, wobei sie sich mehr darauf konzentrierte, herauszufinden, was in diesen Kisten war.
"Sieht aus, als würde es gut schmecken..." Der muskul?se Mann, den Neveah bediente, lobte sie.
"Aber ich wette, Sie schmecken besser." fügte er hinzu,
Die anderen M?nnerchten überschw?nglich über seine Worte.
Neveahs Augenbrauen zuckten leicht, ihre Nase rümpfte sich, als mit seinen Worten auch ein schrecklicher Gestank nach au?en drang.
Neveah unterdrückte den Drang, reflexartig zu reagieren, als der muskul?se Mann ihre H?nde statt des Tabletts ergriff.
"Warum habe ich Sie noch nie gesehen? Heben Sie den Kopf." wies er Neveah an.
Der Mann griff mit einer Hand an Neveahs Kinn, um ihren Kopf zu heben, aber Neveah wandte den Kopf ab.
"Eine temperamentvolle Person..." kommentierte der sse Mann mit einem leisen Kichern.
Neveah zuckte sichtlich zusammen und biss sich auf die Lippe, um ihren Wolf zu b?ndigen. Sie warf einen Blick zu den anderen Dienstm?dchen, aber die wichen ihr rasch aus.
Das allein genügte, um Neveah r zu machen, dass dies ein regelm??iges Ereignis war und die M?gde es schon oft gesehen hatten, weshalb sie wussten, dass sie ein Auge zudrücken mussten.