<h4>Chapter 491: Gr??ter Verlust (Kap.492)</h4>
In einer anderen Zeit, in einem anderen Leben waren wir für einander bestimmt, du und ich. Jetzt gehe ich einmal an dir vorbei, dann ein zweites Mal, und immer wiederkehrend...
Mein Herz kennt dich, doch ich kenne dich nicht... und obwohl dein Herz mich kennt, erkennst du mich nicht.
-JHeart
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Die Sonne begann gerade zu sinken und tauchte den dichten Wald in ein warmes, goldenes Licht.
Genau in diesem Moment kam die abgelegene H?hle im Tiefen des Waldes in Sicht.
Wie Cassian gesagt hatte, nahmen sie einen verborgenen Pfad durch den Wald und begeen auf dem Weg zur H?hle keiner einzigen Seele.
?Hier... dieses Gebiet gilt als heilig, und die Nymphen wagen sich nur hierher, wenn sie von der Seherin gerufen werden", erkl?rte Cassian Jian.
Jian runzelte ver?rgert die Stirn, w?hrend er die H?hle anstarrte.
Der Eingang der H?hle wurde von uralten B?umen umrahmt, deren Wurzeln sich wie knorrige H?nde um den H?hleneingang gen, als wollten sie diesen umarmen.
Hinter dem Eingang tat sich nur ein dunkler Abgrund auf. Es war erst Mittag, aber die H?hle schien bereits von Dunkelheit verschlungen zu sein; au?er dem Eingang selbst war alles in dunkle Schatten getaucht.
?Diesmal musst du es für uns tun... das ist alles, woran du denken solltest", sagte Cassian zu Jian, da er wusste, dass Jian sehr beunruhigt war.
Jian nicktengsam, und sie setzten ihren Weg zur H?hle fort. Bald erreichten sie den Eingang.
?Du solltest alleine hineingehen, ich werde hier drau?en warten", sagte Cassian, als er am Eingang stehen blieb.
Jian presste kurz die Lippen aufeinander, ging jedoch ohne ein weiteres Wort in die Dunkelheit der H?hle hinein.
Es dauerte nichtnge, bis sich seine Augen an die Dunkelheit gew?hnt hatten, und Jian ging in einemngsamen und entspannten Tempo den schmalen Pfad weiter, der tiefer in die H?hle führte.
Nach einer kurzen Wanderung ?fe sich der Weg zu einer Kammer, die ein wenig heller als der Rest der H?hle war.
Die Kammer schien leer zu sein, doch Jian hatte schonnge die Gegenwart von Leben gespürt und lie? sich daher nicht im Geringsten beirren, als irgendwo in der Kammer eine kr?chzende Stimme erng.
?Der Goldschuppende... Er, der an der Spitze der Welt steht... der einzig wahre K?nig...", lobte die kr?chzende Stimme, die scheinbar aus allen Richtungen kam.
Jian war sich nicht sicher, was Seher dazu brachte, immer geheimnisvoll wirken zu wollen, doch er starrte einfach ausdruckslos nach vorne, ohne sich dafür zu interessieren, von wo genau der Seher sprach.
?Man hat euch von meinem Kommen berichtet, was auch immer ihr über den Grund meines Hierseins wisst... vergesst es", stellte Jian r.
?Ahhh... dein Hass brennt heftig, K?nig der gro?en Bestien von Asvar. Doch was ist es, das du wirklich hasst? Ist es die Magie? Oder gibt es vielleicht mehr, als du zuzugeben bereit bist?", kr?chzte die Stimme erneut.
Jians Stirn zuckte leicht, denn genau dieses Bohren und Dr?ngen wollte er um jeden Preis vermeiden.
?Ich habe Fragen, und ihr müsst mir nur Antworten geben", erwiderte Jian ausdruckslos.
?Und welche Frage wünschst du zu kl?ren?", fragte die kr?chzende Stimme.
Jian schwieg einen Moment, sammelte seine Gedanken, bevor er erneut sprach.Der wiederkehrende Traum, den ich im letzten Jahr hatte... Ist er eine Vision?...eine Vorahnung...? Oder eine Erinnerung?" fragte Jian misstrauisch.
"Wei?t du die Antwort darauf nicht bereits?" erng die kr?chzende Stimme.
Jian runzelte die Stirn und holte scharf Luft, bevor er weitersprach.
"Geh?rt diese Erinnerung zu mir? Oder zu jemand anderem?" fragte Jian erneut.
"Und, wie hat es sich für dich angefühlt, Eure Hoheit?" fragte die kr?chzende Stimme wieder.
Jian dachte einen Moment darüber nach; dieser Traum fühlte sich viel zu real an, zu pers?nlich, als dass er jemand anderem geh?ren konnte.
"Dann sagt mir zumindest das: Habe ich jene Nacht überlebt?" gab Jian seine letzte Frage zum Besten.
"Du hast eine Vorstellung davon, was dieser Schmerz war. Also sage mir, wie viele deinesgleichen überleben das... wie viele Drachen überleben eine Enthauptung?" fragte die kr?chzende Stimme.
Jian biss sich heftig auf die Lippe, seine Augen schlossen sich.
"Ich starb... in jener Nacht... ich bin auch gestorben...", murmelte Jian, das Gewicht seiner Worte drückend schwer auf seinem Herzen.
Vieles war unr, aber diese eine Tatsache... in jener Erinnerung, egal was es war, Jian hatte den gr??ten Verlust seiner Existenz durchlitten, und dieser Schmerz hatte auch sein Leben gefordert...
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Neveah verwandelte sich zurück in ihre menschliche Gestalt, gerade bevor sie am anderen Ende des Portals herausgeschleudert wurde. Siendete abrupt, krachte direkt gegen einen Baumstamm und fiel zu Boden.
Es war schwer, das Gleichgewicht wiederzuengen, da sie und der H?ndler unvorbereitet in das Portal hineingezogen worden waren, nicht bereit für den pl?tzlichen Anstieg der Magie.
Ein schmerzhafter Aufschrei entschlüpfte ihr, als sie sich auf den Rücken rollte und den Schmerz ertrug, der ihre Wirbels?ule hinaufschoss; Neveah wusste auch ohne Diagnose, dass sie sich wahrscheinlich eine Rippe gebrochen hatte.
Neveah machte sich nicht die Mühe, auf den H?ndler zuzustürmen oder seinen Zustand zu überprüfen; er war genauso hart gndet wie sie, und da er nur ein Mensch war, konnte Neveah seine schweren Atemzüge und den Geruch von Blut wahrnehmen.
Es war nicht schwer zu erkennen, dass der H?ndler bewusstlos war und sich nicht so bald erholen würde.
’Wecke ihn auf und scge ihn wieder bewusstlos’, schlug Neveahs Wolf mit Abscheu vor.
"Er wird die Ruhe brauchen, es wird einiges zu kl?ren geben, wenn Vater uns so sieht", murmelte Neveah und wusste, wie überfürsorglich Kaideon werden konnte, besonders wenn sie k?rperlichen Schaden erlitten hatte.
’Ich h?tte das besser hinbekommen’, stellte Neveahs Wolf fest. Er meinte damit, dass sich Neveah aus ihrer Wolfsgestalt, die viel st?rker als ihre menschliche Form war, herausverwandelt hatte.
’Aber dann h?tte unsere Landung viel mehr Aufmerksamkeit auf uns gezogen, und wer wei? schon, wo wir sind’, dachte Neveah an ihren Wolf.
Neveahs Wolf war zu gro?; w?re sie in Wolfsgestalt gndet, h?tte der Baum, der den ersten Aufprall bekommen hatte, sicherlich entzwei gebrochen.
Neveahs Wolf knurrte, widersprach aber nicht Neveahs Argumentation.
Neveah schloss die Augen, als sie einfach auf dem Waldboden liegen blieb und gab ihrem Wolf Zeit, sie zu heilen.