<h4>Chapter 405: Hear Her Out (Ch.405)</h4>
’"Veah, Liebes... bist du wach?" rief Menarx leise, als er zusammen mit Everon in Neveahs Gem?chern eintrat.
Neveah seufzte genervt wegen des Lichtschimmers, der durch die ge?fe Tür drang; sie hatte ihr Zimmer in absoluter Dunkelheit gehalten, um die Illusion zu wahren, es sei noch Nacht.
"Was gibt es denn diesmal? Du wei?t, dass ich niemanden sehen will, Narx", murrte Neveah, w?hrend sie sich auf ihrem Bett aufrichtete und einen Blick auf die ungebetenen G?ste warf.
"Es sind bereits drei Tage vergangen, Neveah. Du verl?sst dein Quartier kaum und ignorierst alle Einberufungen der Akademie, niemanden au?er Kaideon und Menarx willst du sehen", warf Everon ihr vor.
"Das liegt daran, dass ich nicht einfach irgendwer bin, ich kann mich nicht wie der Rest von euch abfinden", verteidigte Menarx sich und ging zu Neveah hinüber, um ihr einen sanften Kuss auf die Stirn zu drücken.
"Wie auch immer", sagte Everon sp?ttisch.
"Ehrlich, Veah, wüsste ich es nicht besser, k?nnte man meinen, man hat dir das Herz gebrochen", merkte Everon sachlich an, w?hrend er die Vorh?nge und die Balkontür aufschob, um Licht hereinzssen.
"Kannst du mich nicht einfach in Ruhessen?", fragte Neveah, obwohl sie wusste, dass es zwecklos war.
"Ihr hattet einen Streit mit K?nig Jian, der meiner Meinung nach schonnge überf?llig war. Du hast jedes Recht, wütend zu sein; ich verstehe einfach nicht, warum du deinen ?rger an dir selbst ausl?sst", sagte Menarx.
"Ihr beide habt euch noch nie richtig verstanden, das sollte doch nichts Neues sein", pflichtete Everon bei, w?hrend er das Ergebnis seiner Mühen prüfte, Neveahs Zimmer aufzuhellen.
"Du wirst die erste Reiterin sein, die ihren tz in der k?niglichen Garde ablehnt; alle reden darüber, wie du dem Drachenk?nig deine Meinung gegeigt hast."
"Au?erdem hat sich die Kunde von den Ereignissen des Rats bereits verbreitet. Lady Neveah der Wei?en Dünen und die Dame der Rubinschuppen - du musst jetzt schon die beliebteste Person in der Festung sein", sagte Everon undchte in sich hinein.
"Genau deshalb m?chte ich nicht hinausgehen. Ich will nichts h?ren, was mich noch mehr ver?rgern k?nnte... geschweige denn, ihm zuf?llig über den Wegufen. Ich k?nnte einfach wieder die Fassung verlieren und ihm eine knallen", murrte Neveah, als sie ihre Bettdecke wegschlug und sich aufsetzte.
"Wenn du zur Akademie gehst, wie alle von dir erbitten, musst du ihn nicht sehen. Die Akademieleiter uben alle, du machst sie dafür verantwortlich, dass du entführt wurdest; sie fordern unaufh?rlich eine Audienz... selbst jener alte Schwindler Maloway", argumentierte Everon.
"Er war es, der mich überhaupt erst dorthin gesandt hat. Ich werde nie wieder tun, was er von mir vengt. Die Akademie zu besuchen, ist für Reiter, die der Krone treu bleiben wollen – was fange ich an mit diesem Wissen?", entgee Neveah sp?ttisch.
"Jetzt verh?ltst du dich wirklich trotzig. Ich frage mich, was Menarx dazu meint", sagte Everon amüsiert.
Neveah seufzte leise, w?hrend sie den Blick zwischen Menarx und dem Haufen an Geschenken und anderen zuf?lligen Dingen hin und her wandern lie?, die sie in den letzten drei Tagen erhalten hatte. Alles Versuche von Menarx und Lady Kaliana, sie zu beruhigen.
Einige Geschenke stammten sogar von den Herren Imagor und Kirgan; den ersten verstand sie, bei dem zweiten war sich Neveah nicht sicher, warum Kirgan sich einmischte.
Abgesehen davon, dass sie die letzten drei Tage alle ignoriert hatte und Kirgan wahrscheinlich nur den Frieden in der Festung wiederherstellen wollte.
"Er ubt, er k?nnte mich mit sü?en Worten dazu bringen, zu übersehen, dass euer K?nig sich nie entschuldigt hat", sagte Neveah und bezog sich auf Menarx, als w?re er nicht anwesend.Everon hatte Neveah den Rat gegeben, die Geschenke einfach anzunehmen, da Jian eher sterben würde, als irgendein Unrecht zu gestehen. Neveah wusste das nur zu gut, was ihre Frustration nur noch vergr??erte. Sie verdiente offensichtlich eine Entschuldigung, die sie jedoch nie erhalten würde.
"Genau das ist das Problem mit euch", sagte Neveah ver?rgert. "Alle halten zu ihm! Ihr ubt alle, er steht über einer Entschuldigung, und es ist furchtbar, das mitanzusehen. Ich bleibe am besten hier."
"Okay, beruhige dich. Jetzt nicht aufregen, du befindest dich noch in der Erholungsphase", mahnte Everon, als er auf Neveah zuging, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen.
"Mir geht es gut, Everon", versicherte sie.
"Gut denn. Was hast du vor beziehungsweise was willst du in Bezug auf Kaliana tun?", fragte Everon und nahm auf Neveahs Bett tz.
"Was meinst du damit?", erwiderte Neveah und verschr?nkte ihre Arme vor der Brust.
"Du wei?t genau, was ich meine, Veah. Du hast komplett verweigert, sie zu sehen. Im Gegensatz zu unserem gemeinsamen Freund tut es ihr wirklich leid", seufzte Everon.
"Ja, Veah. Sie hat auch Dante und Estelle aufgesucht. Ich kann sie nicht fortw?hrend abweisen; du solltest ihr zuh?ren", stimmte Menarx zu.
Neveah zog die Stirn in Falten. In den letzten drei Tagen hatte sie Kaliana mehrmals abgewiesen. Wenn sie an alles dachte, was sie durchgemacht hatte, nur um Kaliana und deren Kind zu retten, konnte Neveah nicht über ihren Schatten springen.
"Sie sollte Reue zeigen, aber ihre Reue ?ndert nichts an der Sache", sagte Neveah emotionslos.
"Dann wirst du uns wegen dem Folgenden wahrscheinlich hassen. Ich habe dir gesagt, dass sie noch nicht soweit ist, Everon", murmelte Menarx mit spürbarem Schuldbewusstsein.
In genau diesem Augenblick ?fe sich Neveahs Tür erneut und Lady Kaliana trat ein. Neveahs Augen verengten sich leicht, als sie beobachtete, wie Everon eilig den Raum verlie? und nur Menarx zurückblieb, der nun ihre ganze Wut zu spüren bekam.
"Narx, ich kann es nicht uben, dass du das getan hast", warf Neveah ihm vor.
"Veah, gib Kalia nur ein paar Minuten, für mich", bat Menarx und ergriff Neveahs Hand.
"Das ist emotionale Erpressung", entgee Neveah.
"Bei den G?ttern, ich liebe euch!", entfuhr es Menarx, der leisechte, als Neveah ihn von sich stie?.
Menarx verlie? Neveahs Zimmer und legte im Vorbeigehen eine beruhigende Hand auf Kalianas Schulter. Erst als die Tür geschlossen war, begann Kaliana zu sprechen.