<h4>Chapter 342: Von Obsidianschwingen (Kap.342)</h4>
Es gab Tage, an denen sich die Dinge genau zum richtigen Zeitpunkt zu unseren Gunsten ausrichteten, und für den Drachenk?nig und das zweite Geschwader war es einer dieser Tage gewesen.
In dem Moment, in dem der Trollgolem erwachte, hallte derute Schrei bis an den Rand des Waldes, ebenso wie die Wellen dunkler Magie, die sich weit darüber hinaus ausbreiteten.
Und es war genau in dem Moment, als Jian den Verteidigungsbereich umstrukturierte.
Jian spürte es zuerst, noch vor den anderen Drachenfürsten, aber kurz darauf waren sie sich alle bewusst, dass ihr Feind, der in der Dunkelheit guert hatte, aufgetaucht war.
Es bedurfte keiner Worte, die ht, für die sie gekommen waren, war nun in Sicht.
Was auch immer den Ausl?ser für das Auftauchen der Bestie gegeben hatte, es war genau im richtigen Moment geschehen.
"Mauldray hat einen Standort, das Ortungsteam ist bereits dabei, ihn zu markieren." meldete Cassian an Jian.
Jian blickte zu Kaideon hinüber, der sofort mit dem Kopf nickte und losstürmte, sich in den Himmel erhob, wo er sich verwandelte und in den Wald schoss.
Rodvan und Cassian waren nicht weit hinter ihm und man?vrierten sich auf verschiedenen Wegen an die Bestie heran, um sie von allen Seiten zu erreichen.
"Hier kommt nichts lebendig vorbei." stellte Jian r und flüchtete dann in den Wald.
Die Drachenfürsten der zweiten Schwadron würden den Verteidigungsring halten.
Aber man konnte nur hoffen, dass der Trollgolem nicht die Gelegenheit haben würde, so weit zu kommen, bevor er zu Fall gebracht wurde.
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Die dunkle Halle war in eine unheimliche Stille gehüllt, und die Atmosph?re war von einer dunklen, kalten Aura durchdrungen.
Schatten tanzten an den kalten Steinw?nden enng, die mit alten Wandteppichen geschmückt waren, auf denen verschlungene Runen und mystische Symbole gestickt waren.
In der weiten Halle gab es nur zwei schwach leuchtende Fackeln, die den Korridor s?umten,
Ihre mmen ckerten schwach und schienen kurz vor dem Erl?schen zu sein, was sie auch bald taten und die Halle noch mehr in Dunkelheit tauchten.
In der Mitte des Saals stand Celeste, ihr elegantes schwarzes Kleid um sie herum ausgebreitet.
Auf dem Gesicht der dunklen Feeg ein komplizierter Ausdruck, und ihr Blick wanderte über die kunstvoll gefertigten Wandteppiche, verweilte einen Moment auf jeder Rune, bevor er zur n?chsten weiterging.
Dann blieb ihr Blick auf einem der Wandteppiche h?ngen, und diesmal verweilte er besondersnge dort.
Auf diesem Wandteppich war keine Rune aufgestickt, sondern das Abbild eines Menschen... einer Fee.
Obwohl die Gesichtszüge der Fee nicht zu entziffern waren, konnte man erkennen, dass es sich um eine Frau handelte, die in Form und Ausstrahlung Celeste selbst ?hnelte.
Die auf den Wandteppich gestickte Fee war k und anmutig, ihre Flügel waren ordentlich auf ihrem Rücken gefaltet.
Ihrnges, wallendes Ebenholzhaar fiel ihr in Kaskaden über die Schultern und umrahmte ein Gesicht von ?therischer Sch?nheit, das einen Hauch von Geheimnis hatte.
Ihre Augen, ein faszinierender Grünton, schimmerten mit einer starken Mischung aus Entschlossenheit und Weisheit.
In der Hand der Fee befand sich ein antiker Gegenstand, ein Stab aus einer seltsamen Art von Metall.
Auf dem Stab befanden sich Dutzende von Gravuren, die aber allein anhand der Stickerei nicht entziffert werden konnten.
So viel Anmutung zu zeigen, wem auch immer diese Fee gesagt worden war, dass diese Stickerei bereits ein Meisterwerk war.
W?hrend die Gravuren nicht zu erkennen waren, war das exquisite Aussehen des Stabes unübersehbar.
Der Stab war kurz, nur etwa song wie ein Arm, und die auf den Wandteppich gestickte Fee hielt den Stab neben ihrem eigenen Arm.
Kristalle in verschiedenen Formen und Gr??en zierten den Stab, und eine kleine Kristallkugel befand sich am Fu? des Stabes.
Auf einzigartige Weise waren die Kristalle so bestickt worden, dass sie das Licht hervorragend einfingen und reflektierten.
Oder vielleicht war das, was sie reflektierten, gar kein Licht, sondern ein schimmerndes magisches Leuchten, das von der Fee selbst ausging.
In ihrer anderen Hand befand sich ein uralter Foliant, der wie jedes andere alte Buch aussah, abgenutzt durch Zeit und Gebrauch, aber die Tatsache, dass er fest in den H?nden der Feeg, zeigte, dass er viel mehr als das war.
Eine letzte Verzierung war nicht zu übersehen, und zwar die kleine Krone, die zierlich auf dem Kopf der Fee auf dem Wandteppich sa?.
Sie verst?rkte die ohnehin schon imposante Aura des Wandteppichs und machte zweifelsfrei deutlich, dass es sich bei der Fee auf dem Wandteppich nicht um eine gew?hnliche Gestalt handelte, sondern um eine, die Macht und Status besa?.
Und obwohl die Fee auf dem Wandteppich in den meisten Dingen Celeste selbst ?hnelte, gab es einen deutlichen Unterschied.
Anstelle der leuchtenden, gespenstischen Flügel, die scheinbar aus magischer Energie geformt waren und ordentlich auf dem Rücken der Fee auf dem Wandteppich gefaltet waren,
waren Celestes eigene Flügel aus Obsidian, in denen sich der Hauch der Dunkelheit spiegelte.
Zwischen den beiden Feen war eine die Verk?rperung des Lichts und die andere von der Dunkelheit gezeic.
Als sie den Wandteppich wie immer im Schatten der Dunkelheit anstarrte, wurde Celeste erneut von den dunklen Erinnerungen an die Vergangenheit heimgesucht.
Erinnerungen an Verzweiflung und Verrat.
An die Unbest?ndigkeit von Blutsbanden, an ns, die sich gegen ihre eigenen Mitglieder wandten, an fehlgeleitete Loyalit?t und uben ... und an das Ergebnis von all dem, das Celestes eigenes Leben war.
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"Findest du mich sch?n?" fragte die junge Celeste und lie? ihre Flügel hinter sich ttern, w?hrend sie über einem kleinen See schwebte und ihr eigenes Spiegelbild betrachtete.
Zuvor hatten ihre Flügel so hell geleuchtet wie alle anderen, aber jetzt hatten die obsidianfarbenen Str?hnen begonnen, dieses Licht zu trüben, so wie bei den anderen ns, die dem Befehl der K?nigin, die dunklen Künste zu praktizieren, gefolgt waren.
"Deinesgleichen werden einen neuen Orden von Kriegern bilden, Celeste, m?chtig genug, um die dunklen Zauberer zu stürzen..." begann die andere Fee, die am Ufer sa?.
"Du bist die Sch?nste, die es je gab, meine Liebste mit den Obsidianflügeln. Ich soll zur Hochk?nigin gekr?nt werden und dein tz ist an meiner Seite... meine Beschützerin und Vertrauteste."
"Wir Schwestern waren schon immer dazu bestimmt, die Welt gemeinsam zu regieren." beendete sie und ein L?cheln zierte ihre Lippen.
Celeste erwiderte das L?cheln, mit einem kindlichen Leuchten in den Augen, das sogar durch die obsidianfarbenen Str?hnen hindurch schimmerte, die jetzt ihre Augenh?hlen verunstalteten.
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