<h4>Chapter 144: Ein M?rchen zum H?ren (Kap.144)</h4>
Neveahs Worte verblüfften die Drachen einen Momentng, aber Neveah wechselte schnell das Thema.
"Natürlich werden Eure Eminenz andere Ma?nahmen ergreifen müssen, um sicherzustellen, dass das Ei nicht schlüpft, bis der F?tus geboren ist. Dieses Kraut wird dabei helfen, den F?tus zu beruhigen." versicherte Neveah.
"Seid Ihr sicher?" fragte Lord Everon und Neveah nickte als Antwort.
"Zweifellos wird der F?tusnge genug stabilisiert, damit das Ei geboren werden kann." antwortete Neveah mit Gewissheit.
Die Ubrith-Blume war den Drachen bekannt, obwohl sie in der Eclipse-Dom?ne unter einem ganz anderen Namen bekannt war.
Ohne die Alphak?nigin und ihre Gouvernante h?tte Neveah auch nie davon erfahren, und Neveah hatte nicht erwartet, dass ihre Kenntnisse über giftige Kr?uter sich als nützlich erweisen würden.
Neveah war jedoch erleichtert, dass die Blume, von der sie sprach, tats?chlich in der Asvarian-Hochburg wuchs, sonst w?re sie viel zu l?stig gewesen.
"Die Ubrith-Blume blüht nicht im Drachenturm oder in den umliegenden Bergen. Aber sie blüht in der menschlichen Siedlung einen Tagesritt entfernt." teilte Lord Everon ihnen mit.
"Ein Tagesritt? Wird bis dahin alles in Ordnung sein?" fragte Lord Imagor besorgt.
"Die Flucht w?re viel eher m?glich, aber Neveah muss pers?nlich kommen. Die Ubrith-Blume ist eine Wildblume und nicht viele k?nnen sie erkennen." antwortete Lord Everon.
"Ich?" fragte Neveah unsicher und Lord Everon nickte.
"Die Wurzel der Ubrith-Blume zu ernten, ist ein heikles Unterfangen, jeder andere würde sie besch?digen und nur du kennst den richtigen Zustand, um ihre Kraft zu erhalten." sagte Lord Everon in einem ernsten Ton.
"Dann kann Xenon sie mitnehmen ... sie würden in ein paar Stunden zurückkehren." überlegte Lord Imagor.
"Es ist die menschliche Siedlung, Imagor, du wei?t genau, was für ein Tumult beim blo?en Anblick von Xenon entstehen würde." erinnerte Lord Everon.
Xenon schürzte die Lippen, widersprach aber Lord Everons Worten nicht.
"Dann muss es wohl das Reiten sein?" fragte Lord Imagor in einem besorgten Ton.
"Ein Tag ist nicht zu sp?t, Imagor. Dafür werde ich sorgen. Kalia wird auf die Geburt des Kindes vorbereitet sein." versicherte Lord Everon.
"Kannst du es tun? Die Ubrith-Blume holen und rechtzeitig zurückkehren?" K?nig Jian, der die ganze Zeit über geschwiegen hatte, stellte Neveah die Frage.
"Habe ich denn eine Wahl?" Neveah antwortete mit einer eigenen Frage.
Auf Neveahs Frage gab es keine Antwort, und Neveah erwartete auch keine Antwort.
"Ich werde dich begleiten. Du kennst den Weg nicht und es ist nicht sicher, allein unterwegs zu sein." meldete sich Menarx zu Wort, bevor jemand etwas anderes sagen konnte.
Neveah blickte zu Xenon hinüber, der zustimmend nickte.
Dann richtete Neveah ihren Blick auf die bewusstlose Lady Kaliana und ihr Entschluss stand fest.
"Nun gut. ", stimmte Neveah zu.
"Du solltest bleiben." sagte Neveah zu Xenon, w?hrend sie sich umdrehte und aus Lord Imagors Quartier ging.
"Veah! Wo willst du denn hin?" Menarx rief Neveah hinterher, als sie die Flure enngging.
"Um mich umzuziehen. Ich treffe dich in Kürze in den St?llen." antwortete Neveah, ohne sich umzudrehen.
Es dauerte nichtnge, bis Neveah den aufsteigenden Raum erreichte, der sie direkt in die vierte Ebene hinunterführte.
Auf dem Weg dorthin begee Neveah niemandem, und darüber war sie froh, denn die Sonne würde bald untergehen, und Neveah wusste, dass sie den Bergfried ohne Verz?gerung vessen mussten, wenn sie hofften, rechtzeitig zurückzukehren.
Als Neveah ihr Zimmer betrat, atmete sie leise auf und lehnte sich an die Tür ihres Zimmers.
Die letzten Tage hatten Neveah viel abvengt, und selbst jetzt war ihr Leben noch nicht sicher, doch wie immer musste sie sich zusammenrei?en und ruhig bleiben.
Mit einem zittrigen Atemzug holte Neveah ihr Reitkleid, das sie auf der Asvarian Beacon bekommen hatte, und machte sich auf den Weg in ihren Waschraum.
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Kurze Zeit sp?ter stand Neveah in ihrem schwarzen Reitkleid in den St?llen des k?niglichen Bergfrieds und hatte ihr Haar zu einem unordentlichen Pferdeschwanz zurückgebunden.
"Du wei?t doch sicher, wie man ein Pferd reitet, nicht wahr?" fragte Menarx, als er aus den St?llen kam.
Hinter ihm folgten zwei Stallknechte, die jeweils ein anderes Pferd führten. Beide Pferde waren k und muskul?s und vor allem auf Schnelligkeit ausgelegt.
Sie waren gesattelt worden, w?hrend Neveah sich wusch und umzog, und erst jetzt fiel Menarx ein, dass Neveah m?glicherweise nicht mit dem Reiten vertraut war.
"Warum? Ein Werwolf hat keinen Grund, sich mit dem Reiten auszukennen, ein Drache aber schon?" fragte Neveah mit einer hochgezogenen Braue.
"Es ist nur eine Frage, Veah, du brauchst dich nicht zu verteidigen. Es steht viel für dich auf dem Spiel ... und für uns alle. Ich will nur sichergehen, dass du keine Unannehmlichkeiten hast." erwiderte Menarx mit einem Seufzer.
Neveah schritt an ihm vorbei, nahm die Zügel eines der Pferde in die Hand und strich ihm mit der Hand über die M?hne.
"Ich werde kein Unbehagen haben, wenn wir mit dem Kraut zurückkehren und ich nicht mehr als übelt?terin gelten muss." murmelte Neveah, w?hrend sie ihren Fu? auf den Steigbügel setzte und das Pferd bestieg.
Menarx stieg ebenfalls auf sein Pferd, trieb es in einenngsamen Galopp und ritt mit Neveah nicht weit hinter ihr aus dem Bergfried.
Dies war Neveahs erster Ausflug über den Drachenturm hinaus, seit sie in der Asvarian-Hochburg angekommen war.
Neveah hatte gehofft, dass ein solcher Tag der Tag ihrer Freiheit sein würde, aber stattdessen verlie? sie den Drachenturm nicht für ihre eigene Sache, sondern für die eines anderen.
Das Leben brachte wirklich viele Wendungen mit sich, und kaum eine davon war so, wie man es sich erhoffte.
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Sing mir eine Melodie aus tausend N?chten...
Erz?hl mir eine Geschichte, die so alt ist wie tausend Jahre...
Ein M?rchen von einem Volk, so stark wie tausend M?nner...
Eine Geschichte,nge verloren in diesen tausend Jahren...’
Der geflügelte Mann summte diesen Ton vor sich hin, w?hrend er am Rande einer Klippe sa? und den Sonnenuntergang betrachtete, w?hrend er aus einem Weinkelch trank.
Seine H?rner fingen die letzten Strahlen des Sonnenuntergangs ein und wirkten noch furchterregender, ein gewaltiger Kontrast zu seinen schillernden Gesichtszügen.
Sein feuerrotes Haar war nach hinten und aus dem Gesicht geflochten, und seine Flügel waren ordentlich auf seinem Rücken zusammengerollt.
Seine Augen blickten mit einer Kapuze nach vorn, und man k?nnte annehmen, dass der Wein ihn bereits berauscht hatte, w?hrend erngsam seine Melodie summte.
Ihn umgab eine heitere Aura, als ob er sich nicht um die Welt, das Leben oder den Tod kümmerte, sondern einfach nur dasa? und den Lauf der Zeit beobachtete.
"Mein Herr." Eine weibliche Stimme unterbrach die Melodie des geflügelten Mannes, und er hielt inne, wobei sich seine Brauen zu einem leichten Stirnrunzeln verzogen.
Der geflügelte Mann brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, wer da sprach, denn es gab nur eine Person, die es wagte, in seiner Gegenwart zu sprechen, und das war die Frau im schwarzen Kleid.
"Celeste... wirst du mir diesen Moment des Friedens nicht g?nnen?" fragte der geflügelte Mann,
Sein Tonfall war vollkommen r, nicht der geringste Tonfall war zu h?ren, was bewies, dass der Wein, den er getrunken hatte, ihm kaum geschadet hatte und er noch v?llig nüchtern war.
"Mein Herr, es geschehen seltsame Dinge im Bergfried. Wie ich h?re, gibt es ?rger mit einem der W?chter des K?nigs. Der Drachenlord von Argentinischer Schuppe." Die Frau namens Celeste berichtete.
Celestes Worte weckten schlie?lich das Interesse des geflügelten Mannes und er stellte seinen Kelch beiseite.
"Imagor ... was k?nnte einen wie ihn wohl beunruhigen?" fragte der geflügelte Mann mit einer hochgezogenen Braue.
Und dann ver?nderten sich seine Gesichtszüge, als ob er sich an etwas erinnerte.
"Es muss um seinen Reiter gehen." sagte der geflügelte Mann nachdenklich.
"In der Tat. Es scheint, dass der Reiter von Lord Imagor in einer schlimmen Lage ist. Aus unseren Berichten geht nicht hervor, was ihr genau zugesto?en ist, aber der Drachenlord mit den Rubinschuppen soll den Bergfried überstürzt vessen haben."
"Er wird von dem Werwolfm?dchen begleitet. Diejenige, die beim letzten Mal unsere Pl?ne durchkreuzte und das Gift anstelle des Drachenk?nigs einnahm. Sie reiten in Richtung der menschlichen Siedlung." berichtete Celeste.
"Menarx und das seltsame M?dchen auch?... In die Menschenstadt? Interessant..." murmelte der geflügelte Mann vor sich hin und neigte den Kopf nachdenklich zur Seite.
"Wir haben uns seit dem Vorfall mit dem Gift zurückgehalten, mein Herr."
"Aber jetzt, wo sich eine solche Gelegenheit bietet, sollten wir, auch wenn wir ihm nicht den Kopf abscgen k?nnen, unseren Zug machen und das Herz des Drachenk?nigs durchbohren." sagte Celeste in einem b?sartigen Ton.
"Der Tod eines k?niglichen W?chters... ein Schmerz, der dem Drachenk?nig das Herz zerrei?t. Das ist eine Geschichte, von der ich gerne h?ren würde..." murmelte der geflügelte Mann neugierig vor sich hin.
"Nun denn... schickt eine Nachricht an das schwarze Netzwerk." Der geflügelte Mann stimmte zu, nahm seinen Kelch wieder in die Hand und trank einen Schluck davon.
"Er mit den rubinroten Schuppen... soll seinen letzten Flug erleben und von da an... nicht mehr fliegen..." Der geflügelte Mann summte sich eine neue Melodie.