<h4>Chapter 843: Kein einfaches M?dchen (Kap.844)</h4>
’"Ein Wiedersehen sollte ein freudiges Ereignis sein, nicht wahr?"
Als Mykael in Sicht kam, war Azkar überrascht. Schnell fasste er sich wieder und atmetengsam und erleichtert aus.
Vielleicht war heute nicht der Tag, an dem er sterben würde.
Seine Erleichterung w?hrte jedoch nur kurz, als Mykael zu sprechen begann.
Azkar blickte zwischen Beoruh und Mykael hin und her. Es bedurfte keiner besonderen Anstrengung, um zu erkennen, dass er ersetzt worden war.
Es war eine unerwartete Wendung der Ereignisse, wenn man Azkar fragte. Aber es war nicht überraschend.
Im Bollwerk hatte es nur Azkar gegeben. Er war der St?rkste und Beste, genau deshalb.
Das war jetzt nicht mehr der Fall.
"Du hast es zurückgeschafft." Mykaels Ton war gngweilt. "Aber du bist nicht zur Insel zurückgekehrt. Soll ich das als Rebellion betrachten?"
Azkar schnaubte leise. Es war ironisch, dass ein gefallener Drache von Rebellion sprach, wo er selbst Jahrhunderteng die Definition dieses Wortes lebte.
"Zurückkehren?" wiederholte Azkar, w?hrend er leicht den Kopf schüttelte. "Du wusstest, dass Celeste mich hereingelegt hatte, und du hast nichts unternommen, als sie meine Hallen in meiner Abwesenheit überfiel und Leon in Gefangenschaft brachte."
"Ich ube, du wolltest gar nicht, dass ich zurückkomme." antwortete er ausdruckslos.
"Seit wann bist du so empfindlich?" fragte Mykael und neigte fragend den Kopf. "Wir sind verbündet in unserer Sache. Das macht uns nicht zu Freunden."
"Du hast es nicht geschafft, Celeste zu überlisten. Das liegt an dir."
Azkar nicktengsam; er hatte nichts anderes erwartet. Unter Leuten wie ihnen gab es keine Freunde, nur Verbündete. Und selbst dann waren Bündnisse nicht in Stein gemei?elt. Sie hielten nur songe, wie sie vorteilhaft waren.
Loyalit?t... so etwas gab es einfach nicht.
"Warum bist du dann gekommen?" fragte Azkar kühl. "Um mein Ende zu sehen? Um sicherzustellen, dass ich diesmal nicht zurückkehren kann?"
Mykael antwortete nicht sofort. Er starrte Azkar nur schweigend an.
"Du hast das M?dchen gerettet", sagte er schlie?lich. "Ich h?tte wissen müssen, als du sie nicht ausgeliefert hast, dass Celeste recht hatte."
"Du, Azkar? Hege so geringfügige und mittelm??ige Gefühle? Für ein einfaches M?dchen?" Mykael schnalzte mit der Zunge. "Das wollte ich nicht uben."
Azkar presste die Lippen zusammen. Er wollte protestieren, alles in ihm str?ubte sich dagegen. Doch die Worte verstarben ihm auf der Zunge.
Stattdessen sagte er: "Sie ist kein einfaches M?dchen."
"Was?" fragte Mykael und runzelte die Stirn.
Azkar seufzte und blickte Mykael direkt in die Augen. "Sie ist kein einfaches M?dchen, Mykael."
"Ohne sie w?re dein gro?er n sinnlos. Du brauchst sie am Leben... erinnerst du dich?" fuhr Azkar fort, sein Blick unergründlich.
"Willst du damit sagen... du hast sie mewegen gerettet?" Mykael hob fragend die Augenbraue.
Azkar dachte darüber nach, doch es erforderte nicht viel überlegung. Er wusste, was er getan hatte, und er wusste genau, warum.
Und vielleicht waren seine Beweggründe nicht ganz rein, aber es hatte nichts mit Mykael zu tun.
Mykael war ihm nicht einmal in den Sinn gekommen.
"Was auch immer deine Gründe waren, ich will sie nicht wissen", behauptete Mykael. "Warum bin ich hier, fragst du?"
Er machte einige Schritte vorw?rts, bis er nur noch wenige Schritte von Azkar entfernt stand. Azkar war versucht, zurückzuweichen, unterdrückte den Gedanken jedoch sofort.Seit dem Aufstand hatte er sich viele Male zurückgezogen. Er redete sich ein, dass sein Tag kommen würde. Er hatte jahrzehntng genau so gelebt... und darauf gewartet, an einem anderen Tag zu k?mpfen.
Aber nicht heute. Er würde Beoruh nicht die Genugtuung geben.
"Um dir eine Chance zu geben, Azkar." fuhr Mykael fort,
"Eine... Chance?" Azkar brach ab und runzelte verwirrt die Stirn.
"Eine Chance, diese kleine... Beule in unserer Allianz zu überwinden." best?tigte Mykael. "Wenn du es wünschst, musst du Celeste nie wieder sehen. Sie war eine einzige Entt?uschung, seit du weg bist, wei?t du."
Azkar brauchte nicht zu raten, um zu wissen, worauf Mykael hinauswollte oder wie gro? die Forderung war, die er stellen wollte, und so war es keine überraschung, als seine n?chsten Worteuteten,
"Wo hast du das M?dchen hingeschickt, Azkar?" vengte er, seine Stimme warngsam und trügerisch ruhig.
Aber Azkar wusste es besser. Er kannte Mykael zu gut. Er hatte gesehen, wie er an der Seite des K?nigs, dem er geschworen hatte, dem Wahnsinn und der Verderbtheit verfiel,
Er hatte gesehen, wie er sein Leben der Sache Asrigs widmete und seinen K?rper als Versuchsobjekt für eines von Asrigs vielen abscheulichen Experimenten opferte.
Die Erinnerungen besch?mten Azkars eigene Dunkelheit und bereiteten ihm noch immer Alptr?ume.
Und er war der Hexenmeister.
Mykael... er hatte weder einen eigenen Willen noch eine eigene Existenz. Er war lediglich ein Echo von Asrig, das in dieser Welt zurückgeblieben war.
Und obwohl Azkar nicht viele Dinge in seinemngen Leben bereute, blühte in diesem Moment ein Gefühl der Vorahnung in seinem Herzen auf.
Vielleicht h?tte er dieses Bündnis mit Asrigs Tod tzenssen sollen.
"Ich wei? es nicht." erwiderte Azkar und hielt Mykaels Blick fest.
Es war nicht ganz wahr, aber es war auch keine Lüge. Azkar wusste, wohin er sie schicken wollte, aber in dem letzten Moment, in dem er das Portal beschwor, versagte seine Magie erneut, wie schon im Reich der Verlorenen.
Er verlor die Kontrolle über das Portal und konnte immer noch nicht verstehen, was schief gufen war.
Er hatte zwar ein sicheres Ziel gent, aber er wusste nicht... wohin sie letztendlich gebracht worden war.
Aber sie war eine Frau, die seit ihrem ersten Auftauchen in der Festung im Alleingang jeden ihrer Pl?ne vereitelt hatte.
Wo auch immer sie war... es würde ihr gut gehen. Azkar war da zuversichtlicher als bei seinem eigenen Schicksal.
"Du wei?t... es nicht?" fragte Mykael ungl?ubig. "Oder du willst es nicht sagen?"
Azkar zuckte l?ssig mit den Schultern. "Was sich auch immer besser reimt."
Er hat es übertrieben. Azkar wusste das. Mit Beoruh allein war er in der Unterzahl, aber Mykael war auch kein leichter Gegner.
Er konnte nicht sagen, wie er von der Angst vor seinem eigenen Tod dazu gekommen war, ihn aktiv zu suchen.
"Die Rune ist in ihrem Besitz." zischte Mykael düster.
Azkar blinzelte. Daran hatte er nicht gedacht.
Aber wenn die Hexenrune nicht bei den Drachen oder Beoruh war ... und hier war sie auch nicht, wer sollte sie sonst haben?
Erst jetzt wurde es ihm r. Er hatte nicht einmal die M?glichkeit in Betracht gezogen, dass sie im Angesicht ihres Todes noch daran denken k?nnte, Ida die Rune zu entrei?en. Und schon war Beoruhs n ins Stocken geraten. Azkars Lippen zuckten trotz seiner selbst leicht.
Sie war kein einfaches M?dchen.
"Und ohne mich wirst du sie niemals finden." fügte er hinzu. "T?tet mich, wenn ihr es wagt."