<h4>Chapter 838: Freiheit (Kap.839)</h4>
**Lord Finlor wirkte rmiert angesichts der Frage. Seine Augen wurden gro?: "Euer Gnaden, ich..."**
Doch er kam nicht dazu, seine Worte zu vollenden.
"Warum seht Ihr so überrascht aus?" fragte Jian in sachlichem Ton. Die Temperatur im Thronsaal sank zusehends. "Du bist der Ersatz für die Verr?terin Ke, nicht wahr?
Die Fae hatten keinerlei Bedenken, eine k?nigliche Führung zu bestimmen, ohne Rücksicht auf die Vorherrschaft der Drachen zu nehmen. Warum also das pl?tzliche Z?gern?"
Lord Finlor zuckte sichtbar zusammen. Die Feindseligkeit, die der Drachenhof den Fae gegenüber hegte, würde sich nicht so leicht in Wohlwollen wandeln.
"Die Fae haben nicht die Absicht, sich der obersten Herrschaft zu widersetzen. Wir werden keinen Herrscher ernennen, bis Euer Gnaden uns die Eubnis dazu geben." Lord Finlor senkte sich in eine tiefe Verbeugung.
Jian fand es l?cherlich. Es war nichts weiter als reine Zweckm??igkeit. Alle waren nun so fügsam geworden. So loyal.
Was für ein schlechter Witz das doch war.
"Ihr werdet noch Grund haben, diese Worte zu überdenken", erwiderte Jian kühl, seine Stimme ohne jede Emotion.
"Ist es nicht so, dass Ihr als N?chstes nach Kes Schicksal fragen werdet?" fuhr er fort.
Lord Finlor nicktengsam. "Die Fae übernehmen die volle Verantwortung für unsere Vergehen und werden keine milde Strafe erbitten. Doch snge der Aufenthaltsort ihres neugeborenen Sohnes unbekannt bleibt, ist Lady Ke tats?chlich... die Letzte des k?niglichen Blutes der Fae."
"Ich ersuche den Rat, dies bei seinen überlegungen zu berücksichtigen," sagte Lord Finlor und neigte leicht den Kopf, bevor er sich wieder auf seinen tz zurückzog.
Jian lehnte sich zurück auf seinem Thron, w?hrend sich Imagor mit einer Schriftrolle in der Hand erhob.
"Das Urteil des Reiterrats verweist Lady Ke in die Strafkammer," verkündete er. "Gibt es jemanden im Rat, der diesem Beschluss widerspricht? Oder einen alternativen Vorscg unterbreiten m?chte?"
Der Rat verharrte in Schweigen, die Vertreter tauschten flüchtige Blicke aus. Doch niemand trat vor.
"Dann wird die vorl?ufige Strafe verl?ngert... auf Lebenszeit." Imagor lie? die Worte kurz wirken, bevor er fortfuhr: "Die Verurteilung weniger bekannter Verbrecher, darunter auch Lord River, wird vom Reiterrat unabh?ngig entschieden. Gibt es noch dringende Berichte, bevor wir zu den Angelegenheiten der Verlorenen übergehen? So meldet euch jetzt."
Er setzte sich wieder, und eine erdrückende Stille erfüllte den Saal.
"Dann k?nnen wir uns nun den brennenden Fragen widmen," erkl?rte Cassian.
Lord Weinlor war der Erste, der sich erhob. "Seit über einem Monat überfallen die Verlorenen unsere L?ndereien und hintessen eine Spur der Verwüstung. Bing ist es uns gelungen, die Angriffe unter Kontrolle zu halten... aber wienge noch?"
"Wienge noch werden wir uns in unseren eigenen H?usern unsicher fühlen? Im Ungewissen, wann unsere Gebiete von wilden Bestien heimgesucht werden? Wienge noch müssen wir in dieser Angst leben, in Regionen, die einst in Frieden und Wohlstand erstrahlten?"
"Vor wenigen Tagen wurde unser Mondwald angegriffen." Er z?gerte, als widerstrebte es ihm, dies einzugestehen, doch ein Blick quer durch den Saal zu Verothrax, der im Rat sa?, zwang ihm die Worte f?rmlich auf. "Dank der rechtzeitigen Ankunft und des Einsatzes von Lord Verothrax konnten wir eine Katastrophe abwenden."
"Die Lage wird mit jedem Tag, an dem wir nur zusehen, düsterer. Ich bin der überzeugung, dass wir proaktivere Ma?nahmen ergreifen müssen, um ihre Zutrittspunkte ausfindig zu machen und die Verlorenen auszurotten, noch bevor sie Schaden anrichten k?nnen."
Die anderen Vertreter stimmten ihm mit Nicken und ged?mpftem Gemurmel zu.
"Und was genau versteht Ihr unter diesen proaktiven Ma?nahmen?" erkundigte sich Cassian.
Lord Weinlor trat entschlossen vor. "Nun, ist das nicht offensichtlich? Ich denke, ich spreche für alle Vertreter, wenn ich sage, es ist an der Zeit, dass der Drachenhof den Kampf zu den Verlorenen tr?gt."
"Es darf nicht l?nger darum gehen, einzelne Drachen oder kleine Gruppen auszusenden, wenn eine neue Sichtung in einem unserer Gebiete gemeldet wird. Die zw?lf Bataillone und selbst die Festungsdrachen müssen ihren Fokus aktiv auf die Jagd nach den Verlorenen richten."
Imagor stie? ein sp?ttisches Schnauben aus: "Müssen?"
Lord Weinlor korrigierte hastig seine Formulierung: "Das ist nicht exakt das, was ich meinte."
"Ich ube, Seine Gnaden hat uns hierher gerufen, um gemeinsam L?sungen zu er?rtern. Und jede Spezies, die hier vertreten ist, ist sicherlich bereit, ihren Beitrag zur Wiederherstellung der Festung zu leisten. Unsere L?nder stehen den Drachenstaffeln offen. Unsere Krieger sind bereit, sich dem Drachenkommando anzuschlie?en."
Ein leises Lachen lenkte die Aufmerksamkeit aller zurück auf Jian.
Er sa? da, ein Grinsen auf seinem Gesicht, w?hrend er die Vertreter aufmerksam musterte.
Er hatte es immer gewusst, immer gewusst, wie selbstsüchtig sie alle waren.
Doch hatte er sich gesagt, dass es all die Mühen wert war. Für das Gelübde, das seine Sippe abgelegt hatte: Beschützer zu sein. Diese undankbare Aufgabe war es allemal wert. Diese Pflicht hatte Dutzende von Drachen für eine Sache gefordert, die ihnen keinen pers?nlichen Nutzen brachte,
Und doch hatte er geubt, dass es das wert war.
Aber war es das?
"Nun gut." Jian lehnte sich wieder vor. "Ihr habt gut gesprochen."
Lord Weinlor neigte den Kopf, obwohl seine Brauen leicht verwirrt waren. "Es ist meine Pflicht. Die Sicherheit der Festung hat für uns alle Priorit?t."
Er kehrte auf seinen tz zurück, und die Abgeoren setzten sich mit gespannter Aufmerksamkeit auf, als Jian zu sprechen begann.
"Was die derzeitige Situation der Asvarian-Hochburg betrifft, so ist es bedauerlich, dass es so weit gekommen ist..."
"Mein Hof hat keine Mühe gescheut, kein Leben, keine Kosten, um die Sicherheit der Festung zu gew?hrleisten. Aber die Verantwortungslosigkeit und Nachl?ssigkeit einiger von euch beim Schutz eurer Ursprungsrunen..." Sein Blick wanderte zwischen dem Mer-Vertreter und Lord Finlor, der aussah, als würde er sich in der Erde aufl?sen.
"Und die unversch?mten Forderungen und die Weigerung des Rests von euch, sie zu erfüllen..." Diesmal traf sein Blick jeden Vertreter, der in der Halle sa?.
"hat uns genau an diesen Punkt geführt." Seine Arme trafen sich, die Finger verschr?nkten sich ineinander. Und seine Augen verengten sich zu einem t?dlichen Blick.
Wenn die Temperatur schon vorher gesunken war, so sank sie diesmal regelrecht ab.
"Drachenherrschaft ist Tyrannei, sagtest du."
"Drachengesetze sind ein Joch, sagtest du."
"Die Autokratie hat ausgedient, sagtest du."
"Beende die Tyrannei. Beendet die Autokratie. Beendet die Drachenherrschaft."
"Beende sie. Beende sie. Beendet sie!"
Jian l?chelte, ein finsteres Grinsen, das sich auf seinen Lippen ausbreitete.
"Nun, ich bin jetzt müde... Ich bin das alles leid. Von euch allen... und meine Drachen sind es auch."
"Der Grund, warum ich diesen Rat einberufen habe, ist nicht, um eine gemeinsame Eroberung gegen die Verlorenen zu besprechen, oder irgendwelche Ma?nahmen, bei denen wir zusammenarbeiten, um ’euch’ und eure L?nder zu schützen." Jian schüttelte den Kopf.
"Das werden wir nicht tun. Wir werden nichts ’Gemeinsames’ tun, wirklich nicht. Ich habe diesen Rat versammelt, um euch allen das zu geben, was ihr seit Jahrhunderten von mir vengt habt..." Er brach ab,
"Freiheit."
Ein Moment der Stille.
Cassian und Imagor sahen sich nicht an. Sie sagten kein einziges Wort.
"Habt ihr mich nicht geh?rt?" fragte Jian und lie? seinen Blick von einem Vertreter zum anderen wandern.
"Wo ist die Aufregung? Der Beifall? Ich dachte, ihr w?rt begeistert, wenn ihr wüsstet, dass wir endlich frei voneinander sind?"
"Dieng erwartete Emanzipation ist da, Sie sollten zufrieden sein. Zufrieden. Ich wei?, dass ich es bin."
"J... Euer Gnaden", begann Lord Weinlor unsicher, "ich bin nicht sicher, ob ich verstehe, was Ihr meint."
Jian seufzte leise und wandte sich an seinen Reiterrat. "Habe ich vielleicht vorhin in der Drachensprache gesprochen?"
"Ganz und gar nicht, mein Lehnsherr." Verothrax meldete sich zu Wort, sein Tonfall war geh?ssig. "Ihr habt Euch kristallr ausgedrückt."
"Was ist es dann, das Ihr nicht versteht, Weinlor?" Jian fuhr fort und runzelte die Stirn.
"Euer Gnaden..." Lord Finlor kicherte nerv?s, "Ihr k?nnt doch nicht ernsthaft vorscgen, dass wir die Festung aufteilen?"
Jians Augen wanderten zu ihm. "Um es r zu sagen, ich scge es nicht vor."
"Das ist genau das, was ich meine."