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Chapter 806: Seelenlose Augen (Kap.807)

    <h4>Chapter 806: Seelenlose Augen (Kap.807)</h4>


    Neveah hatte Jians Zorn schon oft zu spüren bekommen... doch so hatte sie ihn noch nie erlebt.


    In dem Moment, als sie die Barriere senkte und Lodenworth Eiss gew?hrte, wurden Jians Augen kalt. Nicht leer, eine t?dliche K?lte. Seine Haltung war ruhig, t?uschend echt, aber seine Aura ... sie hatte etwas M?rderisches.


    In diesem Moment verstand sie es. Sie war nie wirklich mit Jians Zorn konfrontiert worden, denn er hatte sie nie als Feind betrachtet.


    Eine Unannehmlichkeit, gewiss. Meistens ein ?rgernis. Er hatte ihr einmal den Tod gewünscht, aber nie hatte er sie so angesehen ... als w?re diejenige, die er sah, nicht einmal zu hassen.


    Seit sie ihn zum ersten Mal in der Versammlungshalle der Finsternis-Dom?ne gesehen hatte, war dies das erste Mal, dass sie pure Abscheu empfand.


    Eine Wut, die so stark war, dass sie ihm den Boden unter den Fü?en kühlte. Sie musste bewusst den Instinkt unterdrücken, sich zurückzuziehen und etwas Abstand zwischen sich und diese Verk?rperung des kalten Todes zu bringen.


    Sie hatte erwartet, dass seine erste Begegnung mit Lodenworth oder Ke eine Seite an ihm offenbaren würde, die sie noch nie gesehen hatte, vor allem nicht nach dem Willkommensgeschenk, das man ihm im Hain bereitet hatte.


    Aber es mit eigenen Augen zu sehen, verfestigte das Ausma?, in dem Lodenworths Verrat ihn verletzt hatte.


    Das Objekt von Jians Zorn n?herte sich, nicht ann?hernd so vorsichtig, wie er es h?tte tun sollen. Dasg nicht daran, dass er von der überw?ltigenden m?rderischen Aura, die Jian ausstrahlte, unbeeindruckt war,


    Vielmehr war da ein Blick in seinen Augen, der einfach... tot war. Als h?tte er sein Schicksal bereits akzeptiert.


    Hatte er wirklich nichts von Adriennes Tod gewusst? Der Gedanke machte sie fassungslos, aber die Trauer, die ihn jetzt durchzuckte, war zu roh, um vorget?uscht zu werden.


    Lodenworths Blick begee zuerst Xenons kaltem Blick, wechselte dann zu Neveah, verweilte einen Moment und richtete sich schlie?lich auf Jian. Nur für einen Moment, denn er wandte seinen Blick ebenso schnell wieder ab.


    Er senkte den Kopf zu einer Verbeugung. "Mein..." Er wurde unterbrochen.


    "Wage... es nicht." warnte Xenon.


    Lodenworths F?uste ballten sich an seiner Seite. Als ob es ein Kampf w?re, sich zusammenzurei?en.


    Und im n?chsten Moment brach er zusammen. Er sank auf die Knie, die Schultern zitterten voruter Scham. Er senkte den Kopf, bis er die Erde berührte, und schluchzte leise und gend.


    Er wusste es nicht, erkannte Neveah. So unvernünftig es auch klingen mochte, dass die Welt um ihn herum zusammenbrechen konnte und er nichts davon wusste, so war es doch r, dass Lodenworth über viele Dinge im Unren gewesen war... wenn nicht sogar über alles.


    Neveah zuckte sichtlich zusammen. Ein Drachenlord kniete nie auf beiden Knien, selbst vor seinem K?nig stand es ihm frei, ein Knie zu beugen. Aber niemals auf beiden.


    Das war eine unausgesprochene Regel. Ein heiliges Gleichgewicht zwischen Untergebenen und Verwandten, eine Geste der Gleichheit, selbst im Gehorsam. Es war ein Band des Vertrauens und der willigen Unterwerfung.


    Aber dass ein Drachenlord einen Kotau machte, das hatte es seit dem Ende des dunklen Reiches nicht mehr gegeben, dachte sie.


    "Was ... kann ich tun ..." sagte er heiser, die Stimme zitterte.


    Wie viel er nun wusste, war noch ungewiss. Aber es reichte, um ihn zutiefst zu erschüttern.


    Er hob seinen Blick zu Jian. Seine Augen waren seelenlos ... gebrochen.


    Er entschuldigte sich nicht. Lodenworth war noch nie ein Mann gewesen, der Entschuldigungen duldete, geschweige denn, sie von sich gab.


    Er versuchte nicht, sich zu erkl?ren oder zu verteidigen. Er leue nicht, dass er etwas damit zu tun hatte, und lie? auch nicht veuten, dass er sich dessen nicht bewusst gewesen war.


    Er war gekommen, um ein Urteil zu f?llen. Nicht um Gnade.


    Jian antwortete einenngen Momentng nicht. Er hatte nicht mehr gesprochen, seit er Neveahs Bitte zugestimmt hatte, aber in seinem Schweigen hatte er genug ausgedrückt, um einen Drachenlord wie Lodenworth v?llig zu demontieren.


    Jians Augen trafen zum ersten Mal die seinen. "Liefert mir Kes Kopf."


    "Ich werde dir die Ehre des Todes durch meine Klinge erweisen. Dein Titel wird wiederhergestellt werden. Du wirst in h?chsten Ehren zu Grabe getragen, und es wird keine Aufzeichnungen darüber in der Geschichte geben."


    Sein Gesicht war ausdruckslos und in seiner Stimmeg keine Emotion. Sein Urteil war brutal und r.


    Lodenworth widersprach nicht. Er schloss die Augen, die Krallen gruben sich in die Erde. Er zitterte von Kopf bis Fu? unter dem Gewicht von Jians Urteil und den damit verbundenen Konsequenzen.


    **Dennoch machte er keine Anstalten, zu protestieren.**


    "Ich ... werde bleiben."


    Neveah war hin- und hergerissen – irgendwo zwischen widerwilligem Respekt und einem tiefen Gefühl des Verlusts. Dieser Drachenlord ... er war jeden einzelnen Ehrentitel wert, den er sich verdient hatte. Fast songe wie die k?nigliche Garde war er an Jians Seite gewesen. über ein Jahrhundertng hatte er als Kommandant der Stadtwache Keep Skies beschützt.


    Kein einziges Mal hatte er versagt. Kein einziges Mal waren die Mauern der Zitadelle durchbrochen worden. Genauer gesagt war in seiner gesamten Dienstzeit kein einziges Portal gekapert worden.


    Einig waren sie sich nie gewesen. Doch trotz aller Differenzen konnte Neveah nicht verhindern, dass ihr Herz vor Kummer schwer wurde.


    Seine einzige "Sünde" hatte darin bestanden, die falsche Person zu lieben – und selbst diese Liebe war ihm nicht freigestellt gewesen.


    "Was ist dein letzter Wunsch?" fragte Jian.


    "Ich ... soll bei Einbruch der Nacht Vater werden", flüsterte Lodenworth. "Mein Sohn ..."


    "Wenn er ein Fae ist, wird er Lord Jo?o von Aloria anvertraut", begann Jian und hielt inne. "Und wenn er ein Drache ist..."


    Er z?gerte.


    "Decaron wird ihn als seinen Erben aufziehen."


    Lodenworth nickte. Seine Stirn senkte sich wieder zur Erde, und für einenngen, andauernden Moment hielt er seinen Bogen fest ummmert.


    "Es war mir eine Ehre... mein Lehnsherr."


    Er erhob sich schlie?lich, verabschiedete sich und ging.


    Jians Blick verfinsterte sich – eine tiefe, undurchdringliche Dunkelheit, die Neveah nur allzu vertraut war.


    Die Stille, die folgte, war beinahe übernatürlich. Selbst der Wind schien zu ruhen. Xenons Blick traf den von Neveah, und in seinen Augen sah sie den gleichen Gedanken wie ihren eigenen.


    Langsam trat Neveah vor, verkleinerte Schritt für Schritt den Abstand zwischen Jian und sich. Sie kniete sich neben ihn, legte sanft ihren Kopf auf seinen Scho?.


    Seine H?nde, die zuvor die Armlehne des Throns ummmert hatten, wanderten z?gerlich zu ihrem Haar. Eine beruhigende Geste – mehr um seiner selbst als um ihretwillen.


    "Er hat keine Ausreden vorgebracht", murmelte sie. "Er hat nicht um Gnade gebeten."


    Jian schwieg, sein Kiefer angespannt.


    "Er kam, um mit Würde zu sterben. Und diese Würde hast du ihm gew?hrt."


    Noch immer keine Antwort.


    "Aber muss diese Würde der Tod sein?"


    Seine Augen wandertenngsam hinunter zu ihr, scharf und eindringlich, eine stumme Warnung. Doch Neveah lie? sich nicht einschüchtern.


    "Decaron ist Teil der k?niglichen Garde", fuhr sie fort. "Das sagt mir, dass dein Herz... Jian. Dass du m?chtest, dass das Kind in deiner N?he bleibt."


    "Jedes Mal, wenn du ihn ansiehst, wirst du an diesen Moment zurückdenken. Und wenn dein Zorn vergeht, wird er sich in Schmerz verwandeln. Jeden Tag wirst du dich selbst für diese Entscheidung bestrafen – songe wir leben."


    Sie lie? ihre Worte wie Echo nachhallen.


    "Er wird diese Schande für den Rest seines Lebens tragen, Jian. Jeden Tag wird er als ein Mann leben, der dich, Adrienne und sich selbst entt?uscht hat. Lass das die Strafe sein. Lass ihn seinen Sohn gro?ziehen... so, dass er es besser macht als er selbst."


    Jian starrte sie an –nge und durchdringend. In diesem Blick tobte ein Sturm, ein unausgesprochener Konflikt, der tief in ihm brodelte. Doch Neveah hielt stand, ohne auch nur einen Augenblick zu wanken.


    "Du ... vergibst ihm?"


    Neveah atmete leise, fast resigniert, aus. "Nein."


    "Es geht nicht um Lodenworth... es geht um dich."
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