<h4>Chapter 787: Eisfeld (Kap.788)</h4>
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Die erste subtile Ver?nderung war die pl?tzliche Stille.
Es war nicht die Ruhe vor dem Sturm, die sich ankündigt, bevor der Ausbruch mit voller Kraft hereinbricht, sondern eine Stille, die vollkommen still war... wie ein Ende, wie der Tod.
Neveah bemerkte es nicht sofort. Sie hatten gerade erst die Infernalburg vessen und Xenon segelte mit weit gespannten Flügeln durch den sich verdunkelnden Himmel auf den Vulkan zu.
Es war zur Routine geworden, jede Eruption aus sicherer Entfernung zu beobachten. Obgleich das stille Einverst?ndnis bestand, dass Neveah sich nicht in die Magie einschalten würde, gab es ebenso eine unausgesprochene übereinkunft, dass, falls notwendig, getan werden würde, was n?tig sei.
Diesmal jedoch war alles anders. Von dem Augenblick an, als sie den Himmel erreichten, spürte Neveah es.
Das ferne Leuchten des Vulkans, ein best?ndiges, immer brennendes Signal, pulsierte normalerweise im rhythmischen Takt aus Lava, Rauch, Asche und Atem.
Aber diesmal schien es, als würde es seinen Atem anhalten. Es war zu still... als h?tte es das Beben von zuvor nicht verursacht.
Die Beben, die zur Selbstverst?ndlichkeit geworden waren, dieses tiefe, allgegenw?rtige Grollen, das das Land erschütterte, waren verschwunden. Der Himmel schmeckte nicht mehr nach Asche. Die Luft vibrierte nicht l?nger vor Spannung. Es gab nur Stille.
Still und falsch.
Xenon spürte es ebenfalls. Sie konnte es an dem leichten Z?gern im Flügelscg erkennen, an der Weise, wie er seinen K?rper in der Luft neigte, als versuche er, etwas Unsichtbares zu erschnüffeln.
?Wir sind fast da", übermittelte er ihr gedanklich, doch seine Stimme war entfernt, abgelenkt.
Sie flogen tiefer, unter eine Wolkenbank. Der Wind strich vorbei, k?lter als er h?tte sein sollen. Er zischte durch die Spalten in Xenons Schuppen und pikte auf Neveahs Haut wie winzige Nadeln. Neveah zog ihren Mantel fester zusammen, ihre Augen verengten sich gegen den bitteren Stich.
Und dann sah sie es.
Der Anblick, der Neveah bot, als sie das vulkanische Terrain erreichten, war anders als alles, was sie je gesehen oder sich vorgestellt hatte.
Die Luft war anders, und sie spürte es schon aus der Ferne. Die erdrückende Hitze war verflogen, jeder Atemzug war sauberer, frischer und leichter für die Lungen.
Anstelle der Hitzewelle und der giftigen D?mpfe, die die Lava begleiteten, umgab sie eine durchdringende K?lte. Die Luft um den Vulkan herum war schwer von Frost und trübem Nebel, und als sie n?her kamen, sahen sie, wie der Boden selbst in komplizierten Mustern gefror.
Wie ein Fluch aus Eis, der das zuvor flüssige Feuermeer verg.
Das Eis breitete sich rasch vom Vulkan aus, folgte dem Pfad des Lavastroms und erstarrte auf seinem Weg. Als würde eine unsichtbare Kraft das Land überziehen. Die eisigen Tentakel breiteten sich aus und umschlossen alles in einem Frostgriff, Zoll für Zoll. Der Vulkan selbst, normalerweise ein Symbol für Feuer und Zerst?rung, war nun von einer unheimlichen, stechenden K?lte umhüllt.
Neveahs Atem stockte im Hals, als sie auf die erstarrte Landschaft hinuntersah. ?Was in aller Welt...", flüsterte sie, ihre Stimme von Unuben durchzogen.
?Ist das... arkan?"
Xenon schwebte, seine Flügel schlugen sanft, w?hrend er die Szenerie unten musterte. ?Nein. Das hier ist etwas anderes." Seine Stimme war tief, fast ein Knurren, als versuche er, das Unm?gliche zu begreifen.Das Eis breitete sich immer weiter aus, kletterte die Seiten des Vulkans hinauf und lie? den Boden in der Tiefe gefrieren. Neveah spürte eine seltsame, beunruhigende Energie. Die K?lte hatte etwas Erschreckendes, war irgendwie gef?hrlicher als Feuer... und dennoch unheimlich vertraut.
Sie schüttelte das Gefühl schnell ab. Sie kannte die Folgen davon, das unheimlich Vertraute zu nutzen. Das Arkane hatte sich beim letzten Mal so angefühlt, und noch immer qu?lten sie die Nachwirkungen in ihren Adern.
"Was ist es also?" fragte Neveah, ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauch. "Woher kommt es?"
Xenons Augen verengten sich, seine Gedanken überschlugen sich. "Ich wei? es nicht... Es kommt mir bekannt vor... zu bekannt. Was immer es auch ist, es ist nicht natürlich. Wir müssen n?her heran."
Die Vertrautheit, sie war nicht die Einzige, die es wahrnahm. Xenon war nicht mit dem Arkane verbunden, er h?tte es nicht so deutlich fühlen sollen... was nur bewies, dass Xenon Recht hatte, dies war nicht das Arkane.
Mit einer raschen Bewegung drehte Xenon seine Flügel und steuerte auf den Vulkan zu. Neveah hielt sich fest, ihr Herz schlug heftig. Das Eis zog sich um sie zusammen und sie spürte, wie die schleichende K?lte ihre Haut biss, viel k?lter als alles, was sie zuvor erfahren hatte.
Als sie sich dem Fu? des Vulkans n?herten, verdichtete sich die Luft von der eisigen Pr?senz des Ausl?sers des Eises. Das Land unter ihnen begann zu knacken und zu st?hnen, die gefrorene Erde bewegte sich, als w?re sie lebendig.
Neveahs Gedanken rasten. Welche Kraft konnte Feuer und Eis mit solcher Macht kontrollieren? Und was wollte sie vom Vulkan?
Xenons Flügel senkten sich, als er seinen Abstieg einleitete. Frostige Winde wehten gegen sie an, doch Xenon dr?ngte vorw?rts, schnitt durch den unnatürlichen Schneesturm mit der Pr?zision eines Kriegers, der das schon zu viele Male in zu vielen hten erlebt hatte.
Neveahs Herz klopfte, als die klirrende K?lte in ihre Knochen zog. Es war nicht nur die K?lte... es war die Unnatürlichkeit. So, als h?tte das Land etwas v?llig Uncharakteristisches angenommen, war es überfroren, um etwas zu begraben, das es nicht entfernen konnte.
Unter der Oberfl?che bildeten sich Risse im gefrorenen Lavastrom. Der Dampf, der einst aus den Schloten hervorquoll, war erstarrt zu eisigen Str?hnen, die sich kaum noch regten.
Je n?her sie kamen, desto erdrückender wurde die Luft. Nicht nur kalt, sondern auch drückend.
Siendeten am Rande einer kargen Landschaft, die nun ein Eisfeld war, der Boden darunter fest und unbeweglich. Xenon verwandelte sich wieder in seine menschliche Gestalt und musterte die Gegend mit zunehmender Unruhe.
Seine Stiefel knirschten auf dem frostüberzogenen Boden, als er einen vorsichtigen Schritt nach vorne tat. Sein Atem war als sichtbarer Hauch zu sehen, als er in die Hocke ging und einen Handschuh auszog. Mit nackter Haut berührte er den Boden.
"Wir müssen herausfinden, was dies verursacht", sagte Neveah mit fester Stimme, obwohl ihr Kopf von einem verwirrenden Sturm erfasst war.
In dem Moment, als er das Eis berührte, erstarrte sein Rückgrat. Ein scharfes Zischen entwich zwischen seinen Z?hnen.
"Veah...", seine Stimme war kaum h?rbar. Rau.
Neveah trat n?her, Angst verkrampfte ihren Magen. "Was ist los?"
Xenon sprach nicht sofort. Er starrte nur auf die Froststrukturen unter seiner Hand, wirbelnde B?gen, die zu absichtsvoll erschienen, um ein Werk der Natur zu sein.
Dann hob er den Blick zu Neveah, seine Augen gro? und fassungslos. "Veah... Ich erkenne dieses Eis."