<h4>Chapter 750: Magie schl?gt zu (Kap.751)</h4>
Der Tunnel wurde enger, je n?her Neveah dem H?hleneingang kam. Es wurde auch hei?er, ein gro?er Unterschied zu der K?lte, die Neveah gewohnt war. Jedes ihrer Atemzüge brannte in ihrer Kehle und füllte ihre Lungen mit Schwefel und etwas Schwererem.
Als Neveah die weitl?ufige Kammer betrat, konnte sie schlie?lich den pl?tzlichen Temperaturwechsel verstehen. Von den W?nden bis zum Boden war die gesamte Fl?che der H?hle auf verschiedene Weise aufgerissen. Die Risse ?hnelten Adern aus geschmolzenem Licht, die gef?hrlich schimmerten und sich bei jedem Bodenbeben weiter ausweiteten. Die Adern hatten ihren Ursprung in einem gro?en Becken im Zentrum der H?hle, einem Abgrund, in dem Magma brodelte und in wütenden Wellen gegen die R?nder der Grube schwappte.
Neveahs Herz rutschte in den Magen. ’Das Herz des Vulkans ... es ist wieder aktiv.’
über dem Abgrund spannte sich eine Brücke aus zerklüftetem Gestein bis ins Zentrum der Kammer, und auf dieser Brücke stand Adrienne.
Sie befand sich nur wenige Schritte vom Rand der Brücke entfernt, einem Abgrund, der direkt in die Tiefe führte. Kobolde pirschten sich von einem H?hleneingang heran, wo die Brücke ansetzte, und Adrienne hielt einen schwindenden magischen Schild aufrecht, w?hrend sie misstrauisch den Rand der Brücke hinter sich be?ugte.
Ihr Haar war mit Ru? durchzogen, ihr Gesicht von Schmerz gezeic und auf ihrem Reitanzug zeigte sich ein dunkler, nasser Fleck.
Blut? Neveah wollte es nicht hoffen.
Adrienne warf erneut einen Blick auf den Brückenrand, und diesmal trafen sich ihre Blicke mit denen von Neveah. überraschungg darin, die dann jedoch zu entschlossenem Engstirnig versteinerte.
Mit ihren Augen machte Adrienne eine unauff?llige Geste, und Neveah folgte ihrem Blick. Jenseits der Magmagrube befand sich eine weitere ausgeh?hlte H?hle, und Neveah spürte, dass die Aura dunkler Magie, die die H?hle erfüllte, dort ihren Ursprung hatte.
Der Puls der dunklen Magie verst?rkte sich, und somit wogte das Magma noch ungestümer.
’Die Aktivit?t im Vulkan ist nicht natürlich’, erkannte Neveah die Nachricht, die Adrienne weitergab. ’Jemand hat ihn mit Absicht geweckt.’
Niemand verstand Magie besser als Feen, so wusste Adrienne wohl bereits von dem Moment an, als sie den Vulkan betrat, dass ein Zauber wirkte. Wenn Neveah vorsichtig war, konnte sie unbemerkt um die Grube herumschleichen und rechtzeitig zum dunklen Zauberer gngen, um diesen Wahnsinn zu beenden.
Neveah z?gerte. Sie war aus Verpflichtung hier. Für Menarx, nicht für Adrienne, und dennoch...
Sie warf einen Blick auf die Magmagrube, und in einer Bewegung, begleitet von einem Aufblitzen goldenen Lichts, sprang Neveah aus der H?hle nach oben und griff nach dem Rand der Brücke.
"Ich kriege das hin!" zischte Adrienne und blickte zurück zu Neveah, die am Rand der Brücke baumelte.
"Wohl kaum." erwiderte Neveah kampflustig und kletterte weiter hoch, bis sie neben Adrienne stand.
"Du bist nicht gerade die Beste im Kampf. Und ein magischer Schild kann nur so viel bewirken." entgee Neveah. "Du bist auch verletzt."
Ohne ein Wort streckte Neveah ihre uen aus und stürzte sich auf die Kobolde, riss sie mit erschreckender Wildheit nieder.
Eine Explosion aus Magie zerfetzte die verbliebenen Kobolde und t?tete alle fünf, die sich auf der Brücke befanden. Adrienne warf Neveah einen überraschten Blick zu, als sie ihren Schild fallen lie?, doch Neveah schüttelte den Kopf.
"Das war nicht ich." gestand sie düster.
"Du h?ttest nicht kommen sollen..." hallte Kes Stimme durch die H?hle, als sie aus den Schatten emporstieg und sich am anderen Ende der Brücke positionierte, ihre zusammengekniffenen Augen fest auf Adrienne gerichtet. Ihr Blick streifte auch Neveah, und ihr Gesicht verzerrte sich zu einer h?sslichen Grimasse. "Und du hast auch noch Gesellschaft mitgebracht."Adriennes Blick schnellte zu Ke, ihre Augen weiteten sich in einer Mischung aus Unuben und Erleichterung. Neveah konnte nicht sagen, was überwog – die Erleichterung, Ke endlich zu sehen, oder der Unube, dass sie wirklich hier war.
Seit Tagen war Adrienne Ke auf der Spur gewesen, und nun hatte sie sie hierher verfolgt.
?Was ist das ... was ist das für ein Ort?", fragte Adrienne und ihre Blicke glitten suchend über die H?hlenw?nde, w?hrend ihre Stirn sich in Verwirrung runzelte. ?Was tust du hier unten?"
Neveahs Blick wanderte zum kleinen Tunneleingang, aus dem Ke getreten war, ein beklemmendes Gefühl der Unruhe keimte in ihr auf, doch sie schob es beiseite. Jetzt, da sie hier war, jetzt, da sie Ke mit eigenen Augen sah, würde Neveah sie nicht entwischenssen.
Neveah wollte vorw?rts treten, doch Adrienne war schneller und streckte eine Hand aus, um sie zu stoppen. ?Lass mich mit ihr reden! Tue nichts Unüberlegtes!"
Unter ihrem Atem zischend, ballte Neveah die H?nde zu F?usten. Sie fuhr sich durch die Haare und nickte schlie?lich einmal.
?Egal, was hier vor sich geht, du musst mit mir zurückkommen", sagte Adrienne hastig zu Ke. ?Hier wimmelt es vor Kobolden. Du wei?t, dass sie nur durch dunkle Magie beschworen werden k?nnen ... hier ist noch jemand anderes, jemand Gef?hrliches. Und wenn wir nicht rechtzeitig verschwinden ..." Adrienne verstummte, als ein ckern von Magie an Kes Fingerspitzen aufzuckte, unberechenbar und wild.
?Arkan ...", flüsterte Adrienne ungl?ubig.
?Addie, geh weg von mir", forderte Ke mit Nachdruck von ihrer Schwester.
Für Neveah blieb nicht genügend Zeit zum Reagieren. Eine Welle roher, unkontrollierter Magie scho? aus Kes Hand, eine Kraft so heftig, dass die H?hle unter ihrem Protest st?hnte und die Brücke zu knistern begann.
Sie rauschte direkt auf Neveah zu, so schnell, dass Neveah nichts weiter als ein Gefühl des Bedauerns empfinden konnte ... sie h?tte nie nachgeben dürfen, als Adrienne sie darum gebeten hatte.
Dann traf die arkane Magie, gerade als die Brücke in einer Explosion der Magie zerbarst.
Im einen Moment stand sie noch auf der Brücke, im n?chsten wurde Neveah von der Schwerkraft nach unten gezogen, fiel geradewegs in die Grube brodelnden Magmas.
Die Hitze der Grube war sengend, und Neveah unterdrückte einen Schmerzensschrei, als ihre Magie ausbrach, um sie abzustützen. Die Wucht schleuderte Neveah durch die H?hle; sie prallte gegen die Wand und sank keuchend zu Boden.
Im n?chsten Moment war Neveah wieder auf den Beinen und untersuchte sich. Au?er einer Verbrennung war sie unverletzt ... doch die arkane Magie hatte getroffen.
Ein Schrei des Entsetzens hallte durch die H?hle, Neveah blickte auf und sah Ke mit aufgerissenen Augen ... nein, sie schaute auf jemand anderen.
Neveahs Blick folgte dem von Kes entsetzten Augen, ein Schrei des Unubens steckte ihr in der Kehle.
Dort, nur wenige Zentimeter von der Magmagrube entfernt,g Adrienne. Irgendwie war sie zuerst gestürzt, noch bevor die Brücke zerbarst. Ihr K?rper war durch den Fall seltsam verdreht, ihr Brustkorb hob sich schwach in ungleichm??igem Rhythmus. Die Bluche um sie herum breitete sich rasch aus.
Die arkane Magie hatte ihr Ziel gefunden.
Aber es war nicht Neveah ...
Es war Adrienne ...