<h4>Chapter 691: Jemand anders (Kap.692)</h4>
’"Ich habe noch nie einen lebendigeren Farbton auf einer Blüte gesehen. Sie ist eine Sch?nheit, nicht wahr?" fragte Ke, ihr Tonfall ohne jegliche Emotion.
Man konnte nicht sagen, ob sie wirklich fasziniert war, wie ihre Worte andeuteten, oder ob ihre Worte eine tiefere Bedeutung und Absicht hatten, die nichts mit Blüten und Faszination zu tun hatte.
Natürlich gab es keine Antwort, und es war nicht bekannt, ob Ke eine von den entsetzten nvertretern erwartet hatte, die zu schockiert waren, um auch nur einen Laut von sich zu geben.
Schlie?lich richtete Ke ihre Aufmerksamkeit von den frisch erblühten roten Blumen auf die Dutzende entsetzter Augenpaare, die von überall auf der Versammlungswiese auf sie gerichtet waren.
"Warum diese seltsamen Gesichter? Ihr wolltet die F?higkeiten des k?niglichen Geschlechts der Fae sehen, ihr sagtet, ihr wolltet euch beweisen... ihr sagtet, sich auf vergangenen Ruhm zu vessen, reicht nicht mehr aus..."
"Ich würde sagen, das hier sollte genügen. Und wenn nicht, bin ich bereit, noch weiteres zu beweisen..." Ke stockte, als sich ihr Blick auf Lord Fintan richtete.
Kes Worte waren r eine verhüllte Drohung, eine, die sie offensichtlich umsetzen konnte, wenn das, was gerade passiert war, ein Indiz dafür war.
Doch für die nvertreter war es immer noch schwer zu begreifen, was genau geschehen war.
"Haltet ihr es nicht für unangemessen, das k?nigliche Geschlecht allein wegen meiner Tante als unf?hig zu betrachten? Meine Tante mag das k?nigliche Geschlecht repr?sentieren ... aber sie ist nicht der einzige Ma?stab für unsere F?higkeiten." fuhr Ke fort und warf Lady Diandre einen flüchtigen Blick zu.
"Ihr ... Versagen, geh?rt allein ihr. Mit welchem Recht verweigert der Rat meiner Schwester und mir die Chance auf unser Geburtsrecht? ubt ihr wirklich, dass dem k?niglichen Geschlecht die Mittel ausgehen? Habt ihr wirklich gedacht, dass ihr jemals an der Reihe sein würdet?" fragte Ke in einem düsteren Ton.
"Du ... wie?" fragte Lord Fintan v?llig verdutzt und sogar mit einem Unterton von Ehrfurcht, trotz der Situation.
Lord Fintans Frage deutete auf die Frage hin, die allen anwesenden nvertretern und sogar Lady Diandre selbst durch den Kopf ging.
Die F?higkeit, die Ke soeben gezeigt hatte, war keine Naturmagie, sie war etwas mehr, und diejenigen, die das Privileg gehabt hatten, die arkane Magie der Hochk?nigin in früheren Zeiten zu erleben, würden sie auf den ersten Blick erkennen.
"Wie kann die k?nigliche Schwester der Fae ohne Verhei?ung arkane Magie wirken?" vervollst?ndigte Ke die Frage, die allen auf der Seeleg.
Sie zuckte l?ssig mit den Schultern, gab aber keine Antwort und blickte stattdessen über die Versammlungswiese.
"Lord Fintan, Ihr z?hlt zu den Besten der Fae und ich habe noch Verwendung für Euch. Es w?re eine Verschwendung, Euch wegen einer so trivialen Angelegenheit zu verlieren. Daher musste jemand anderen Ihren tz einnehmen ... wenn Ihr meine Worte versteht, kehrt an Euren tz zurück. Wo Ihr steht... geh?rt auch mir." sagte Ke nach einem kurzen Schweigen.
Lord Fintans Augenbrauen zogen sich zusammen, er blickte zu den neu erblühten Blumen und dann wieder zu Ke, zwischen ihnen schien ein stilles Einverst?ndnis zu bestehen, dann senkte er den Kopf zu einer Verbeugung und zog sich zurück an seinen tz.
"Die nvertreter haben sich hier versammelt, weil sie sich um die Zukunft und das Schicksal unseres Volkes sorgen, das verstehe und respektiere ich. Ihr alle erhofft einen neuen Anfang, den meine Tante nicht bieten konnte..."
"Lord Fintan wird Euch das auch nicht bieten k?nnen, aber ich kann es." stellte Ke fest und ihr Blick wanderte zu einer immer noch geschockten Lady Diandre hinüber.Ke schritt an den Beginn der Versammlung und hielt inne.
"Tante, du hast dich selbst übertroffen. Du solltest jetzt abdanken und mir alle deine Sorgen übessen." erkl?rte Ke in tonloser Stimme.
Auf der Versammlungswiese herrschte Totenstille. Noch vor einem Augenblick schien es, als w?re Ke gekommen, um die k?nigliche Linie zu verteidigen und die Herausforderung zu unterbinden,
doch nun wurde deutlich, dass die Herausforderung fortbestehen würde, nur der Herausforderer hatte sich ge?ndert.
"Wie konntest du... die arkanen Kr?fte nutzen?" fragte Lady Diandre, unf?hig, das Geschehene zu begreifen.
"Sie geh?ren nicht mir... sie geh?ren einem anderen..." sagte Ke,
Kes Hand ruhte auf ihrem Unterleib, in dem Lodenworths Kind heranwuchs und Lady Diandres Augen weiteten sich.
"Ist dann... das Kind... eines von unserer Art?" fragte Lady Diandre überrascht.
"Wie h?tte es sonst sein k?nnen? W?hrend es heranw?chst, spüre ich, wie seine St?rke mich erfüllt... und mir F?higkeiten verleiht, die ich mir nie h?tte vorstellen k?nnen. Mein Kind... ist wahrhaftig frei von den Fesseln des Fluchs unserer Blutlinie." sagte Ke, ihre Augen strahlten vor Freude.
"Das Drachenblut in seinen Adern befreit sie v?llig von der Schuld, die unsere Linie den Drachenk?nigen schuldet. Sie ist ungezügelt... sie ist m?chtig... sie wird die wahrhaftige zurückgekehrte Hohe K?nigin sein." wandte sich Ke den nvertretern zu.
"Aber dies macht sie zu einer Bedrohung für die bestehenden M?chte. Sie wird in Gefahren geboren, vor denen nicht einmal ihr Vater sie schützen kann... nur die Macht der Fae kann ihr Sicherheit bieten."
"Deswegen habe ich erkannt, dass ich nicht l?nger unbeteiligt bleiben kann. Ich muss den Weg für meine Tochter ebnen, bevor sie zur Welt kommt... Ich muss sicherstellen, dass die wahre Gr??e unserer Rasse wieder in ihre H?nde gelegt wird."
"Und jeder einzelne von euch wird mir dabei helfen, selbst um den Preis eures Lebens." sagte Ke in einem entschlossenen Ton.
"Von diesem Augenblick an wird meine Tante als k?nigliche Vertreterin der Fae fungieren, aber alle wichtigen Entscheidungen und Befehle werden direkt von mir ausgehen. Gibt es irgendwelche Einw?nde?" fragte Ke und lie? ihren Blick über die Versammlungswiese schweifen.
Es herrschte weiterhin Totenstille auf der Wiese und niemand wagte es zu sprechen.
"Wei? Lodenworth... dass du hier drau?en bist?" unterbrach Lady Diandre schlie?lich die Stille mit einer z?gerlichen Frage.
"Warum? Hast du vor, es ihm zu sagen?" erwiderte Ke mit einer Gegenfrage.
"Nein... aber..." Lady Diandre setzte an, doch Ke fiel ihr ins Wort.
"Wenn du meine Worte von eben verstanden hast, solltest du diesen tz r?umen, denn ich ben?tige einen Sitztz. W?hrend mein Kind w?chst, kommt die Müdigkeit schnell... es sei denn natürlich, du beabsichtigst, dich dem entgegenzustellen." merkte Ke an.