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Chapter 659: Hier und jetzt (Kap.660)

    <h4>Chapter 659: Hier und jetzt (Kap.660)</h4>


    Die ersten Lichtstrahlen des Tages sickerten durch die teilweise ge?fen Jalousien von Neveahs Gem?chern, doch in ihren Gedanken verloren nahm sie es kaum wahr.


    Es waren genau die Gem?cher, die Neveah einst als Dienerin zugewiesen wurden, ein Ort und eine Identit?t, die sie l?ngst hinter sich gssen hatte – schon bevor sie die Drachenfeste für die wei?en Dünen vessen hatte.


    Eine Zeit, die bereits so fern schien, dass Neveah sich nicht einmal mehr sicher war, ob sie diesen Raum noch als ihren bezeichnen konnte. Doch im Moment war dies der einzige Ort, an dem sie sich wohlfühlte.


    Als die D?mmerung über die Drachenfeste hereinbrach, stand Neveah vor einem Spiegel und starrte auf ihr Spiegelbild.


    Sie hatte schon eine gefühlte Ewigkeit ziellos vor sich hingestarrt und war sich nicht sicher, wie viel Zeit vergangen war. Es konnten ein paar Minuten gewesen sein oder sogar Stunden; es war schwer zu sagen.


    "Niemand hat diesen Ortnge genutzt, anscheinend nicht seit du fortgegangen bist, und dennoch ist alles perfekt in Ordnung..." kommentierte Tara von ihrem tz aus.


    Es war das erste Mal, dass Tara Neveahs stilles Grübeln unterbrach, seit sie sie in ihre Gem?cher geführt hatte. Tara war sich bewusst, dass dies der denkbar ungünstigste Zeitpunkt war, etwas Falsches zu sagen, angesichts von Neveahs Stimmung.


    "Lord Rodrick h?tte es so gewollt... wenn nicht auf Gehei? von Menarx, dann aus Schuldgefühlen wegen Davina. Es k?nnte auch Kaliana gewesen sein... letztlich ist alles nur so, weil sich jemand irgendwo mir gegenüber schuldig fühlt," antwortete Neveah geistesabwesend.


    "Oder k?nnte es sein, dass sie einfach gehofft haben, du würdest eines Tages zurückkehren?" schlug Tara leise vor.


    Neveah antwortete nicht, sie war nicht diejenige, die darüber nachdenken wollte, welche Bedeutung sie für die Bewohner der Feste hatte. Alles das h?tte einmal wichtig sein k?nnen, aber diese Zeitg weit zurück.


    Tara seufzte, doch sie schwieg und dr?ngte nicht weiter.


    "Was hast du jetzt vor? Willst du dich wirklich dem Rat stellen? Man kann nicht wissen, wie sie reagieren werden." Tara nahm das Gespr?ch nach einer Weile des Schweigens wieder auf.


    "Man wird es erfahren... in dem Moment, in dem wir vor ihnen stehen." erwiderte Neveah, immer noch abwesend.


    "Veah... das k?nnte die Dinge nur verkomplizieren. Der Rat wird dir jede nur denkbare Beschuldigung entgegenwerfen, man k?nnte uns sogar vorwerfen, das schwarze Netzwerk hierhergeleitet zu haben."


    "Wir k?nnten immer noch fortgehen, sogar jetzt. Es ist noch nicht zu sp?t, ich bin sicher, Everon und Menarx würden uns den Weg ebnen, und auch die Herren Kirgan und Imagor stehen auf unserer Seite." überlegte Tara.


    "Unsere Seite..." murmelte Neveah nachdenklich.


    "Es gibt keine Seiten in dieser Angelegenheit, Tara. Es sollte sie nicht geben müssen. Die K?nigsgarde dient dem Drachenk?nig, der Ritterrat dient dem Drachenk?nig... Auch ich werde alles für ihn tun. Es gibt nur eine Seite, und das ist seine."


    "Jetzt verstehe ich. Als h?tte er unbewusst die bevorstehenden Schwierigkeiten geahnt, hat er der Festung ein Zeichen hintessen, gr??er als jedes andere... mich." sagte Neveah in stiller Erkenntnis.


    "Warum sollte ich fliehen? Dieser Ort... diese Festung, wenn alle, die ich liebe, zurückkehren, muss ich Gründe finden, diesen Ort mein Zuhause zu nennen. Ich muss den eisigen Schrecken, der mein Herz ummmert, innerhalb dieser Mauern vertreiben. Wenn ich es jetzt nicht tue, werde ich es vielleicht nie schaffen..." sagte Neveah leise.


    "Ich verstehe," erwiderte Tara mit einem kleinen Nicken.


    "Was sollen wir nun tun?" fragte Tara Neveah.Ich kann nicht wie eine Sünderin vor dem Rat erscheinen, das habe ich bereits zu oft getan", murmelte Neveah. "Gehe zu Lord Rodrick, er wird dir sagen, wie du Davina finden kannst. Besorge mir ein Kleid... nicht irgendeines. Sobald Davina von der Situation erf?hrt, wird sie wissen, welches sie mir schicken soll... Kehre innerhalb einer Stunde zurück und hilf mir dann, die Ankunft des Rates vorzubereiten", wies Neveah an. "Natürlich", erwiderte Tara, nahm die Anweisungen entgegen und verlie? den Raum eilig. "Ich werde jetzt auf meine Weise vorgehen, du wirst es mir doch nicht übel nehmen, oder?", murmelte Neveah leise vor sich hin. "Konzentriere dich einfach darauf, mit Xenon und meinem Vater zu mir zurückzukommen... um alles andere hier kümmere ich mich jetzt selbst", gelobte Neveah leise.


    Die Atmosph?re im Thronsaal war angespannt, als Lord Imagor zur Ratssitzung erschien. Mit festen Schritten ging er nach vorne und nahm seinen tz ein, sein Gesichtsausdruck verriet, dass ihn die Stimmung, die bei seiner Ankunft herrschte, kalt lie?. "Lord Imagor, k?nnt Ihr uns bitte erkl?ren, was gestern Abend geschehen ist? Die verborgenen Archive wurden aufgebrochen?! Das Schwarze Netzwerk auf dem Gel?nde der Festung?!", fragte Andron, ein Drachenlord, ungl?ubig. "Diese Ratssitzung ist noch nicht zur Beratung ge?f. Wartet", entgee Imagor knapp. "Alle, die hier sein sollten, sind anwesend. Auf wen warten wir noch?", fragte Andron verwirrt. "Ihr habt Imagor geh?rt. Wir warten, Andron", wiederholte Kirgan Imagors Worte. Die Drachenlords und die Reiter tauschten Blicke aus, w?hrend leises Gemurmel sich ausbreitete.


    Der Thronsaal verstummte jedoch, als sich die gro?en Doppeltüren erneut ?fen und eine Gestalt erschien, die dem Rat zwar bekannt war, allerdings nicht unter den besten Vorzeichen. Was die Halle jedoch in atemlose Stille versetzte, ging darüber hinaus.


    Das Ger?usch leiser Schritte hallte durch den stillen Saal, als Neveah eintrat. Ihre Schritte warenngsam, doch zielstrebig. Jeder ihrer Schritte strahlte Anmut aus, und eine Aura k?niglicher Würde umgab sie derart, dass sie die Mitglieder des Rates innehalten lie?. Sie trug ein bodenges Kleid von pechschwarzer Farbe, dessen Oberteil mit goldenen Ornamenten verziert war, die einen Saum um das Gewand bildeten. Die Ornamente waren in den Stoff eingearbeitet und dünne goldene Ketten hingen über die L?nge des Kleides herab, was eine minimalistische, jedoch eindrucksvolle Kombination aus Schwarz und Gold ergab. Beim Gehen produzierten die Ketten ein leises Klingen, w?hrend sie über den Stoff strichen und gelegentlich einander berührten, wobei sie das hereinfallende Sonnenlicht reflektierten.


    "Lady Neveah, der Rat hatte vor, Euch zu einem sp?teren Zeitpunkt zuden", sagte Lord Decaron von seinem Standort aus. "Das ist bedauerlich... aber ich bin jetzt hier", erwiderte Neveah emotionslos und schenkte dem Drachenlord einen flüchtigen Blick, setzte jedoch ihren Weg nach vorne fort.
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