<h4>Chapter 650: Wie es sich anfühlte (Kap.651)</h4>
?Veah, bist du dir sicher, dass das der richtige Weg ist?", fragte Everon Neveah unsicher.
Neveah sa? ruhig im Arbeitszimmer von Imagor unds schweigend in einer Schriftrolle. Imagor, Kirgan und Menarx waren vor Kurzem gegangen, um einige Angelegenheiten zu kl?ren, und Neveah blieb allein im Arbeitszimmer, um auf den Einbruch der Nacht zu warten. Es w?re unklug von ihr, sich jetzt im Drachenturm blicken zussen, daher hatte Kirgan Neveah geraten, im Arbeitszimmer zu bleiben, bis die Zeit reif war.
Neveah seufzte leise, legte die Schriftrolle beiseite und blickte zu Everon hoch. ?Hast du eine bessere Idee? Wir k?nnen den Rat nicht davon abhalten, Aufkl?rung zu vengen, wenn sie es herausfinden. Jemand muss ihr Ziel sein... keiner von euch ist dafür geei", erkl?rte Neveah.
?Andererseits k?nnte die k?nigliche Garde es in ihrem Auftrag einsammeln, unabh?ngig vom Protest des Rates. Der Rat wird es nicht wagen, der K?nigsgarde gegenüber unh?flich zu sein, sie werden sich zurückziehen müssen", schlug Everon besorgt vor.
?In der Tat. Aber die K?nigsgarde steht in dieser Zeit für die k?nigliche Autorit?t. ubst du, dass die tributpflichtigen V?lker tatenlos zusehen werden, wenn sie infrage gestellt werden oder wenn es interne Unstimmigkeiten zwischen dem Rat und der K?nigsgarde gibt?", fragte Neveah Everon direkt.
?Ich wei?, aber...", begann Everon zu argumentieren.
?Ron, h?r zu... dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um die K?nigsgarde in irgendeiner Weise zu gef?hrden. Mit Xenon...", Neveah stockte kurz und r?usperte sich leicht.
?Da Xenon und Cassian abwesend sind, ist die Autorit?t der K?nigsgarde allein durch die Anwesenheit von drei Personen stark beeintr?chtigt... Ihre gemeinsame Entscheidung k?nnte m?glicherweise den Rat überstimmen, aber wenn die K?nigsgarde jetzt zweifelhaft handelt, wird das der Festung in keiner Weise zum Vorteil gereichen", sagte Neveah ernst.
?Ich bin gekommen, um Jian zu helfen, nicht um in diesen unsicheren Zeiten gr??ere Spannungen zu erzeugen", stellte Neveah r.
?Ich sehe nicht, dass es der richtige Weg ist, Jian zu helfen, indem man sich mit dem Rat anlegt. Jian selbst würde das nicht guthei?en", betonte Everon.
?Erst wenn er zurückkehrt... kann er mein Handeln missbilligen. Sie müssten zuerst zurückkehren... was h?tte es sonst für einen Sinn?", murmelte Neveah.
Sie stand auf und ging auf die Tür zu.
?Nun komm schon, Veah. Wo willst du hin?", fragte Everon mit einem leisen Seufzer.
?Ich werde nicht unter dieses Niveau gehen", versicherte Neveah Everon.
?Dann... achte darauf, dass du ruhig bleibst und dir nicht zu viele Sorgen machst, in letzter Zeit war es zwar ruhig, aber man kann nie vorsichtig genug sein. Ich werde dich in Kürze suchen", erinnerte Everon Neveah.
Neveah verstand, dass Everon wollte, dass sie wegen Demevirld vorsichtig mit ihren Gefühlen umging. Demevirld war seit der Wasserquelle nicht mehr aufgetaucht, und Everon wunderte sich immer wieder darüber. Everons Vermutung war, dass Demevirld vielleicht etwas ersch?pft war oder ?hnliches, aber was auch immer ihn zum Schweigen brachte, Neveah war dankbar dafür.
Neveah trat aus dem Arbeitszimmer heraus und ging den Flur im zweiten Stock enng. Sie gingngsam weiter, in ihre eigenen Gedanken vertieft. Neveah dachte nicht darüber nach, wohin sie ging, sondern lie? sich einfach von ihren Fü?en leiten, bis sie einen Moment sp?ter aufblickte und feststellte, dass sie nur noch wenige Schritte von Menarx’ Quartier entfernt war.Es war für Neveah nicht einmal überraschend, denn dies war der einzige Ort auf der zweiten Ebene, den sie wirklich ihr eigen nennen konnte, wenn auch nur für kurze Zeit. Es war gewiss einer der wenigen Orte in der Drachenfeste, an denen sie sich am meisten entspannt hatte.
Doch nun gab es für sie keinen solchen Ort mehr in der Drachenfeste.
Neveah lie? ein leises Seufzen h?ren und war im Begriff, sich umzudrehen, als die Tür zu Menarx’ Gem?chern aufging und Adrienne hinaustrat.
Adrienne sah offensichtlich überrascht aus, Neveah dort zu sehen. Sie starrte sie mit einem erschrockenen Blick an, als h?tte man sie bei einer verbotenen Handlung ertappt.
Neveah nahm eine weitere Anwesenheit wahr und ihr Blick glitt von Adrienne zur Tür von Menarx, bevor er wieder zu Adrienne zurückkehrte.
’Da drin ist jemand... und es ist nicht Menarx.’ dachte Neveahs Wolf zu ihr.
Es schien, als würde Adrienne gerade anfangen zu erkl?ren, doch Neveah interessierte das nicht. Sie spürte keine Gefahr, es war jemand Bekanntes... und somit ging es sie nichts an, was in diesen Hallen vor sich ging.
Neveah sagte nichts, sie drehte sich um und machte sich auf den Rückweg.
Dieses Mal führte Neveahs Gang sie um einen Pfad der zweiten Ebene, den sie selten genommen hatte, und bald schwebte ihr Fu? über der ersten Stufe einer kurzen Treppe, die zur h?chsten Ebene hinaufführte.
Neveah z?gerte einen Augenblick, bevor sie weiterging und mitngsamen Schritten die oberste Ebene erreichte.
Am Ende der Treppe stehend, starrte Neveah den schummrig beleuchteten Korridor enng.
Die Atmosph?re dieser Ebene war anders, so sehr, dass sie Neveah zum Innehalten brachte.
Neveah war sich nicht einmal sicher, ob es eine positive Ver?nderung war oder nicht, es war einfach... anders.
’War es immer so... ?de?’ fragte sie sich.
Neveah konnte sich nicht erinnern, sie war nur selten in diesen Hallen gewesen.
Es herrschte eine st?rkere K?lte, als w?re der Winter im Handumdrehen eingebrochen, und Neveah widerstand dem Drang, sich die Arme um sich zu legen oder den Rückweg anzutreten.
überall sonst in der Drachenfeste war es zumindest bewohnbar, aber diese Ebene war anders... Neveah wusste, wenn sie selbst die K?lte spürte, w?re es für einen Menschen schwierig, hier zu überleben.
’War es schon immer so... oder lehnen sich diese Mauern auch gegen seine Abwesenheit auf?’ überlegte Neveah.
Es gab Gerüchte, dass die Drachenfeste die mmenessenz des Drachenk?nigs widerspiegelte.
Seine Anwesenheit erw?rmte dieses kalte, düstere, bergige Schloss und seine Abwesenheit...
"So also hat es sich angefühlt..." murmelte Neveah leise vor sich hin.