<h4>Chapter 633: Unterbewusstes (Kap.634)</h4>
"Veah, Veah... ?ffne deine Augen, Geliebte..." Eine vertraute, beruhigende Stimme rief Neveah.
Die Stimme war von Sorge erfüllt und alle Sinne Neveahs erwachten zum Erkennen.
’Diese Stimme... Ich kenne diese Stimme...’ dachte Neveah bei sich.
Neveahs Augen ?fen sich mit einem Keuchen, sie atmete verzweifelt tief ein, und w?hrend sie noch damit k?mpfte, ihre Atmung zu beruhigen, fiel ihr Blick sofort auf das vertraute Gesicht von Jian.
Er hockte sich hin und sah sie besorgt an.
"Geht es dir gut, Geliebte?" fragte Jian Neveah, w?hrend er sie suchend ansah.
"Jian... wie..." Neveah verstummte, sie sah sich hastig um und stellte fest, dass sie irgendwie auf der Oberfl?che des Flussesg und schwebte.
Ihre Umgebung war unver?ndert, es war der gleiche Wald, in dem sie gerade gewesen waren, aber Dante und der Rest der Gruppe waren nicht zu sehen.
Jetzt waren nur noch sie und Jian da und niemand sonst.
"Ich... verstehe nicht, wie kannst du hier sein? Ich habe nicht gescfen... Ich..." fragte Neveah Jian in einem verwirrten Ton.
"Ich wei? es nicht, ich auch nicht. Ich war am meditieren, aber du hast mich hineingezogen... Ich spürte, wie der Anh?nger reagierte, ich wusste, dass du mich riefst, und ich kam." gab Jian Neveah ebenfalls unsicher zurück.
"Meditation... zwischen einem bewussten und einem unbewussten Zustand. Ich war dabei, das Bewusstsein zu verlieren, aber mein Wolf ist immer noch bei Bewusstsein, irgendwo dazwischen... die Anh?nger müssen sich verbunden haben, weil unser Zustand ?hnlich ist." grübelte Neveah.
"Jetzt schwebe ich auf dem Wasser..." murmelte Neveah und schüttelte ungl?ubig den Kopf darüber, wie anders ihre Situation noch vor einem Moment gewesen war.
Noch vor einem Moment war sie in genau diesem Fluss am Ertrinken.
"Es gibt viel an der Magie des Anh?ngers, das wir noch nicht verstehen. Aber sag mir, was ist los, Veah? Verlierst du das Bewusstsein? Bist du in Gefahr?" fragte Jian Neveah besorgt.
"Ich..." begann Neveah zu erkl?ren, doch gerade als sie es sich anders überlegte, ergriff ein schraubstockartiger Griff ihre Ferse.
Genau auf die gleiche Weise wie zuvor.
überrumpelt stie? Neveah einen Schrei aus, als sie erneut in die trüben Tiefen gezogen wurde.
"Veah!" brüllte Jian rmiert und streckte die Hand nach Neveah aus, verfehlte sie jedoch knapp.
Wieder wurde Neveah unter die Oberfl?che gezogen, sie wehrte sich heftig gegen die Kraft, die sie in die Tiefe zog, w?hrend eine dunkle Dunkelheit von überall her einsickerte und das re Wasser trübte.
Wie schon zuvor erwies sich Neveahs Kampf als zwecklos. Neveah spürte, wie die vertraute erdrückende Magie in ihr aufstieg, ein überw?ltigender Anstieg, der sicher ihre Grenzen sprengen würde.
Neveah wusste, was das bedeutete - Demevirlds Magie war ihr nun nur allzu vertraut, und Neveah war nicht überrascht, als ein schwaches, goldenes Leuchten im Wasser sich spiegelte, das von ihrer Gestalt ausging.
Ein hilfloses Gefühl machte sich in Neveahs Magen breit, wie sie es schonnge nicht mehr gespürt hatte.
Entweder war es der Tod oder die Kapittion vor Demevirld, und keine dieser beiden M?glichkeiten gefiel Neveah.Demevirlds Magie in dieser Weise zu nutzen h?tte Konsequenzen, welche sich Neveah nicht leisten konnte.
Jedoch verging das Gefühl der Hilflosigkeit genauso schnell, wie es gekommen war, als Neveah eine Hand auf ihrem Rücken spürte.
Dieser sanfte Halt verhinderte, dass Neveah weiter sank, obwohl der Griff um ihren Kn?chel nicht locker lie?.
Neveah blickte über ihre Schulter und ihre Augen trafen auf die bekannten, ungleichen Augen.
Seine silbernen Locken bewegten sich hinter ihm im Wasser, und seine Lippen formten ein kleines, beruhigendes L?cheln.
Es bedurfte keiner Worte, denn als sie in Jians Augen sah, verstand Neveah, was er vorhatte... und welche Rolle sie dabei spielte.
Neveah zuckte zusammen und schluckte ihren Schrecken hinunter, als sie ihre Verbindung spürte, so wie sie es an der Barriere getan hatte, als der Todessturm angriff.
Die Verbindung war genau dort, an Neveahs Fingerspitzen, in dem Moment, als sie sie brauchte, pulsierend und lebendig, viel st?rker als es an der Barriere gewesen war, als sie zum ersten Mal... Demevirlds Magie mit Jian teilte.
Neveah lie? die Magie in sich aufsteigen und kanalisierte sie durch die Barriere, sie lie? jedes Quantum von Demevirlds Magie, das sie erreichen konnte, in ihre Verbindung flie?en und sah, wie das Leuchten in Jians Augen zum Leben erwachte.
Anders als bei ihr ver?nderte es nicht die Farbe seiner Augen, sondern lie? sie erstrahlen, wie sie waren.
Als sie die gesamte Magie kanalisierte, lehnte sich Neveah an Jian und fühlte, wie ihre ganze Kraft sie verlie?.
In diesem Moment l?ste sich der Griff um Neveahs Kn?chel, und eine gro?e schwarze Kreatur mit schleimbedeckten Schuppen schwamm heran, bis sie auf gleicher H?he mit ihnen war, den düsteren Blick auf sie gerichtet, die gelben Augen zusammengekniffen.
Ihr Kiefer war ge?f und entbl??te scharfe Reihen geschw?rzter Z?hne, und hinter ihr schwamm einnger Schwanz, der in einem scharfen Schlitzer endete, unruhig herum.
Neveah zuckte zusammen, denn sie erinnerte sich an den Schmerz, immer wieder von diesem Schwanz aufgeschlitzt zu werden, als würde es sich wiederholen.
Aber Neveah erschrak nicht, eine vertraute Zuversicht breitete sich in ihr aus, dieselbe, die sie an der Barriere gespürt hatte, als der Todessturm sie angriff.
Es gab einen Moment, in dem die Welt stillzustehen schien, kurz bevor die Kreatur mit ihrem wild umherscgenden Schwanz auf sie zustürmte.
Jian hob beil?ufig eine Hand, und seine mmen entfachten sich, umgeben von einem schwachen goldenen Schein, sie brannten hell und heftig, sogar im Wasser.
Mit einer leichten Bewegung seiner Finger schleuderte er einen mmenstrom auf die Kreatur, der sie in Sekundenbruchteilen verg.
Jeder Schmerzensschrei, den sie h?tte aussto?en k?nnen, ging im Wasser unter, und binnen weniger Augenblicke blieb nichts übrig, nicht einmal Asche.
’Du hast es get?tet...’ dachte Neveah zu Jian, irgendwie wusste sie, dass er sie h?ren konnte.
Es war schlie?lich ihre eigene Welt, eine Welt, die durch die Verschmelzung ihres Unterbewusstseins entstanden war.
’Ich bin nicht wirklich hier, Veah, nur in deinem Kopf... Du hast ihn get?tet. Kehre jetzt zurück, heile deine Wunden und komm wieder zu mir...’ Jians Antwort hallte in Neveahs Gedanken wider.
In diesem Moment gab Neveahs K?rper der Ersch?pfung nach, ihre Augen schlossen sich und sie verlor das Bewusstsein.