<h4>Chapter 575: Versicherung (Ch.576)</h4>
"Du warst mir über die Jahrzehnte hinweg nicht sehr nützlich, Diandre. Man muss wissen, wann es an der Zeit ist, sich von einer fehlerhaften Ausrüstung zu trennen, und ich ube, es ist an der Zeit, die Fehler zu beheben und das defekte Teil zu ersetzen, findest du nicht auch? Ke?" rief Celeste.
Bei der Erw?hnung dieses vertrauten Namens weiteten sich Lady Diandres Augen in einer Mischung aus Entsetzen und Unuben.
Ihr Gesichtsausdruck wurde noch entsetzter, als sie ihre Nichte erblickte, das letzte Gesicht, das sie in Celestes düsterem Saal erwartet hatte.
Ke trat aus den Schatten hervor, einen ausdruckslosen Gesichtsausdruck auflegend. Ihr Blick schweiftengsam über Lady Diandre und erfasste ihren Zustand, doch sie blieb ungerührt.
"Wenn jemand nicht l?nger zuverl?ssig ist, w?re es nur richtig, ihn beiseitezulegen." antwortete Ke auf Celestes Frage.
Celeste tschte aufgeregt in die H?nde, ein strahlendes L?cheln erleuchtete ihr Gesicht und ihre obsidianfarbenen Flügel schlugen leise, hoben sie kurz vom Boden ab.
"Ist sie nicht entzückend?" schw?rmte Celeste aufgeregt von Ke.
Sie stand auf, ging zu Ke und strich ihr in bewundernder Weise sanft durchs Haar.
"Du hast einen solchen Schatz vor mir versteckt, Diandre. Ich muss sagen, du bist nicht sehr zuverl?ssig." kommentierte Celeste, noch immerchend.
"Ich werde euch beidenssen, um es zu besprechen. Anschlie?end kannst du an deinen tz zurückkehren, damit Lodenworth nicht nach dir zu suchen beginnt." gew?hrte Celeste.
Mit diesen Worten verabschiedete sich Celeste, ihre Schritte waren wie immer anmutig und ihr schwarzes Gewand wirbelte um ihre Kn?chel.
Nachdem Celeste gegangen war, kehrte Stille in den dunklen Saal zurück, undnge Zeit wurde kein Wort gesprochen, um die Stille zu brechen.
Lady Diandre stand immer noch unter Schock, sie starrte Ke an, ihr Mund ?fe und schloss sich wieder, w?hrend sie nach den richtigen Worten suchte.
Lady Diandre fand keinen Erfolg und so brach Ke die Stille zuerst.
"Warum siehst du so überrascht aus? Du kannst hier sein und ich nicht?" fragte Ke Lady Diandre mit gehobener Augenbraue.
Lady Diandre war vollkommen entsetzt, sie konnte Ke nur ungl?ubig anstarren.
"Du kannst nicht hier sein! Wei?t du, was dies für ein Ort ist?! Wei?t du, wer sie ist?!" zischte Lady Diandre leise.
"Sie ist meine Tante, oder etwa nicht? Vielleicht ist sie eine Generation weiter oben, aber trotzdem ist sie Familie... genau wie du." antwortete Ke emotionslos.
"Fa... Familie? Familie?!" spie Lady Diandre die Worte aus, als schmeckten sie bitter auf ihrer Zunge.
"Habe ich etwas Falsches gesagt?" fragte Ke neugierig, die Brauen hochgezogen.
Lady Diandre war sprachlos und konnte Ke nur mit offenem Mund anstarren.
"Bist du dir bewusst, dass sie eine Abneigung gegen die Fae-K?nigen hat? Sie würde uns eher vernichten, als uns zu helfen, und was? Familie? Du kannst sie immer noch als Familie betrachten?! Sie ist eine dunkle Fee!" rief Lady Diandre fassungslos aus.
"Nicht einfach nur eine dunkle Fee, sie ist die dunkle Fee! Sie war die allererste, die diese Kunst beherrscht hat!" fügte Lady Diandre nachdrücklich hinzu.
"Wenn sie so schrecklich ist, warum bist du dann hier?" stellte Ke eine Frage.
Eine Frage, auf die Lady Diandre keine Antwort hatte. Ihr war der Groll von Celeste gegenüber den Fae-K?nigh?usern wohl bekannt, also warum hatte sie trotzdem bei ihr um Hilfe nachgesucht?
"Dachtest du, ich würde nie herausfinden, dass du dich mit der Dunkelheit verbündet hast?" fragte Ke.
"Ich habe meine Gründe, Ke. Ich würde alles geben, um das zurückzuengen, was uns geh?rt, aber du kannst nicht dasselbe tun. Was habe ich immer gesagt? Nichts darf dich beschmutzen!" erinnerte Lady Diandre.
"Ich habe nur getan, was notwendig war, um den Fluch zu brechen und unseren rechtm??igen tz wiederherzustellen!" rief Lady Diandre hilflos aus.
"Warum darfst du es und ich nicht? Wer bist du, zu bestimmen, ob ich beschmutzt werden darf oder nicht?" forderte Ke.
Lady Diandre konnte nicht uben, dass Ke eine solche Frage stellte.
"Um dich zu beschützen! Um deine Schwester zu beschützen! Wir sind die letzten des k?niglichen Blutes! Wenn etwas schiefgeht, kann ich es mir nicht leisten, euch beide mit in den Abgrund zu ziehen." rechtfertigte Lady Diandre."Das sind die Worte, die du songe wiederholt hast, und ich habe dir geubt. Ich habe dir vertraut und einfach gewartet... bis ich Addie sah, ss und vergiftet durch die Ixora-Blüte." sagte Ke mit einer tiefen, gequ?lten Stimme.
"Addie war dem Tod geweiht... sie sollte sterben, und das konnte sie nur unserer eigenen Art verdanken!" zischte Ke.
"Das... es war nicht meine Entscheidung. Adrienne ist impulsiv und starrk?pfig, der Fae-Rat befürchtete, sie würde in ihrem Zorn all ihr Wissen preisgeben, und es war ein einstimmiger Beschluss... ich konnte nichts tun." verteidigte sich Lady Diandre.
"Adrienne hat viele Fehler gemacht, für die sie schon im Exil bezahlt. Ihr habt geschworen, uns zu beschützen, das h?ttet ihr tun sollen! Um jeden Preis!"
"Der Fae-Rat war immer hinter uns her... um die k?nigliche Linie auszul?schen. Du konntest nicht einmal Addie schützen, wie kann ich dir also noch vertrauen und darauf z?hlen, dass du irgendetwas richtig machst?" fragte Ke direkt.
"Da wurde mir r, dass ich im Moment, in dem ich einen Fehler mache, genauso leicht beiseitegeschoben werden k?nnte. W?re ich diejenige, die vergiftet würde, würdest du Addie genau dasselbe sagen... dass du nichts tun k?nntest." murmelte Ke.
"Ich würde dir niemals so etwas antun, Ke. Du bist nicht wie Adrienne! Du bist perfekt, makellos, du sollst die n?chste Hohe K?nigin werden, ich würde alles geben, um dich zu schützen... also musst du von hier fortgehen und nie zurückkehren." argumentierte Lady Diandre.
"Sag mir nicht, was ich tun undssen soll!" rief Ke aus.
"Ich habe mein ganzes Lebenng jeder deiner Anweisungen, jedem deiner Befehle gefolgt. Du sch?tzt mich nur so sehr, weil ich alles tue, was du vengst... ich trotze dir nicht, im Gegensatz zu Addie."
"Deshalb h?ltst du mich für geeier, Hohe K?nigin zu werden, weil ich diejenige bin, die du kontrollieren kannst. Du begehrst vielleicht nicht den Thron für dich selbst, aber du begehrst etwas Gr??eres, und das habe ich immer gewusst..." Ke stockte, neigte den Kopf zurück, um die Tr?nen, die sich in ihren Augen angesammelt hatten, wegzublinzeln.
"Als K?niginmacherin sein. Die Hohe K?nigin in deiner Hand zu haben... alles, was du bisher getan hast, hat das bewiesen."
"Du sagst, du m?chtest, dass ich unberührt bleibe. Aber alles, was du, Adrienne und der gesamte Rat getan haben, hat mich mit hinuntergezogen. Jeder betrachtet mich mit Verachtung, weil ich deine Blutlinie teile!"
"Ich kann mich nicht distanzieren, selbst wenn ich es wollte, und so bin ich fertig..."
"... Ich habe es satt, nach deinen Regeln zu tanzen und still zu sein, meine Ambitionen zu verbergen, weil du es befahlst."
"Ich habe es satt, nach den Spielregeln anderer zu spielen."
"Ich werde die Dinge jetzt nach meinem eigenen Gutdünken machen, beginnend mit der Aufhebung des Fluchs." stellte Ke r.
"Einen Fluch aufzuheben, ist nicht so leicht, Ke! Hast du nicht gesehen, wie ich seit Jahrzehnten auf dieses Ziel hinarbeite? Wir haben unz?hlige Methoden ausprobiert, doch ohne Erfolg. Was l?sst dich uben, dass du erfolgreicher sein wirst?" fragte Lady Diandre schwach.
Kechte leise und schüttelte den Kopf.
"Wer sagt denn, es sei nicht leicht? Es ist nur deshalb schwierig, weil ihr blind für die offensichtliche L?sung seid... du dachtest, du wüsstest alles, aber ich habe gesehen, wie du in deiner Unwissenheit herumgetappt bist, und ich habe genug davon." murmelte Ke.
"Du ubst an das Verschmelzen unserer beiden Rassen durch untrennbare Bande, bis der Fluch schwach genug ist. Addie ubte, der Besitz des Herzens des Drachenk?nigs würde uns von dem Fluch befreien... ich aber nicht."
"Ich bin mit einem Vorscg zu Celeste gegangen. Im Nachhinein k?nnen wir darüber streiten, ich werde ihrem Groll nachgeben... aber zuerst müssen wir einen gemeinsamen Feind beseitigen."
"Der Fluch, den die Hohe K?nigin aus Liebe und Schuldgefühlen gegenüber Agardan aussprach, ist mit Agardans Blutlinie verknüpft. Es gibt eine einfache L?sung... Agardans Blutlinie, an die der Fluch gebunden ist, auszul?schen."
"Wenn niemand mehr da ist, der die Schuld einfordert... verliert der Fluch seine Gültigkeit." sagte Ke ausdruckslos.
"Ihr... Ihr meint..." stammelte Lady Diandre.
"Den Drachenk?nig t?ten... den Letzten von Agardans Blutlinie." beendete Ke.
"Du... wie kannst du nur über so etwas nachdenken? Lodenworth wird dir das nie verzeihen!" rief Lady Diandre entsetzt aus.
"Das wird er... ich habe eine Gew?hr, wei?t du..." murmelte Ke, w?hrend sie ihre Hand auf ihren Bauch legte.
"Du bist schwanger... mit Lodenworths Kind..." erkannte Lady Diandre.
"Bald werden wir nicht mehr die Letzten der k?niglichen Fae-Blutlinie sein. Bevor mein Kind zur Welt kommt, ist es meine Pflicht als Mutter, den Weg für sie freizumachen."
"Ich werde nicht zssen, dass sie den Fluch unserer Blutlinie erbt..." schwor Ke.