<h4>Chapter 520: Ihr Ziel (Kap.521)</h4>
’"Aber..." begann K?nig Jian, der bereits ahnte, dass Neveah noch mehr auf dem Herzen hatte.
"Aber ich... Xenon... Ich habe Xenon gro?es Unrecht getan. Und ich wei? nicht, wie ich ihm gegenübertreten soll... ihm begegnen soll." murmelte Neveah mit schwerer Stimme.
K?nig Jian schwieg eine Weile, und Neveah zuckte sichtlich zusammen. Sie wusste, dass die Situation für sie kompliziert war, doch auch für K?nig Jian war es nicht anders.
Xenon war sein Bruder und sie seine rechtm??ig Verbundene, auf die er Anspruch hatte.
"Ihm gegenübertreten? Oder den Gefühlen, die du für ihn hegst?" fragte K?nig Jian mit tiefer Stimme.
"Ich..." Neveah begann, fand jedoch nicht die richtigen Worte; sie war sich nicht sicher, ob es überhaupt passende Worte gab.
K?nig Jian zu verletzen, war das Letzte, was Neveah wollte, aber Xenon zu verleugnen, war etwas, was sie einfach nicht konnte.
"Neveah... wovor hast du wirklich Angst? Dass Xenon dich nicht lossen kann? Oder dass er es doch tut?" fragte K?nig Jian erneut und fixierte Neveah mit einem fragenden Blick.
Neveah versuchte, seinem Blick auszuweichen, doch als ihre Augen auf seine trafen, verriet die Intensit?t in ihnen, dass sie ihm nichts verbergen konnte.
Hat sie mehr Angst davor, dass Xenon sie nicht lossen kann? Oder ist es der Gedanke, dass er sie tats?chlich freigibt, der Neveah wirklich Angst macht?
Neveah kannte die Antwort bereits.
"Ich liebe Xenon. Ich liebe ihn schon seitngem..." gestand Neveah mit einer Stimme, die kaum mehr als ein Flüstern war.
Neveah atmete zittrig aus; sie hatte diese Worte noch nieut ausgesprochen, nicht einmal zu sich selbst.
Neveah hatte all die Zeit ihre wahren Gefühle für Xenon bek?mpft, sie sogar vor sich selbst verleu, dass es zu einem riesigen Knoten in ihrem Herzen geworden war.
Indem sie esut aussprach, fühlte Neveah, wie eine enorme Last von ihrer Brust genommen wurde und sie endlich frei atmen konnte.
Auch wenn die Person, der sie es gestand, diejenige war, die nicht h?ren wollte, dass sie einen anderen Mann liebte.
Aus Respekt vor K?nig Jian wurde die Wahrheit so früh wie m?glich ausgesprochen.
"Ich habe das schonnge gewusst... ich habe es selbst gesehen..." murmelte K?nig Jian.
Neveah biss sich auf die Unterlippe; K?nig Jian hatte gesehen, wie sie Xenon am Berg Edar geküsst hatte, und bis zu diesem Moment hatte Neveah sich nie wirklich darum gekümmert, was er davon hielt.
"Fragst du mich, ob ich dich zu ihm gehenssen soll?" fragte K?nig Jian, sein Ton war ruhig, aber darin schwang ein Unterton mit, den Neveah nicht ganz entschlüsseln konnte.
"Ich... das kann ich nicht von dir vengen." flüsterte Neveah.
"M?chtest du, dass ich unsere Bindung l?se?" formulierte K?nig Jian seine Frage neu, diesmal ng sein Ton vollkommen unangenehm, als ob ihm das Wort selbst bitter auf der Zunge l?ge.
Neveah zuckte sichtlich zusammen, allein der Gedanke daran verursachte einen stechenden Schmerz in ihrem Herzen.
"Ich... ich wei? nicht, was ich tun soll. Der Gedanke, dich zurückzuweisen... unsere Verbindung zu kappen, ich kann mir nicht vorstellen, dir das anzutun... das ist mir zu viel." sagte Neveah, ihre Stimme brach leicht.
"Ich werde niemals unsere Bindung l?sen, Neveah. Nicht einmal, wenn mein Leben davon abhinge." stellte K?nig Jian r.Ungeachtet der Umst?nde fanden Neveahs Worte Trost und der Schmerz in ihrem Herzen lie? nach.
"Ich brauche einfach Zeit zum Nachdenken, eine Antwort zu finden. Ich hoffe, du verstehst, dass ich meine Gefühle für Xenon nicht einfach abschalten kann, als w?ren sie bedeutungslos..." Neveah stellte eine schwierige Frage.
"Das verstehe ich. Ich war von Anfang an hier..."
"Ich habe von seiner Liebe zu dir gewusst, seit er mir gesagt hat, dass er sich ein M?dchen aus dem fernen Wolfsgebiet wünscht... Ich habe dich auch dafür verabscheut, wie k?nnte ich nicht?" sagte K?nig Jian mehr zu sich selbst als zu Neveah.
"Ich dachte, du w?rst nur ein weiteres hübsches Gesicht... Xenon war bereits so gebrochen, du warst nur eine weitere Komplikation. Er war zu tief involviert... etwa so, wie er es bei..." K?nig Jian brach mitten im Satz ab.
"Misha." vollendete Neveah.
K?nig Jian warf Neveah einen überraschten Blick zu.
"Er hat es dir erz?hlt?" fragte K?nig Jian.
"Nicht viel wurde gesagt... der Bruch erfolgte, er musste gehen." antwortete Neveah.
"Was ist wirklich passiert? Zwischen dir, Xenon und Misha? Xenon sagt immer, er habe dir ein gro?es Unrecht getan... aber er liebt dich mehr als alles andere, mehr als jeden... ich kann es einfach nicht fassen." fragte Neveah verwirrt.
K?nig Jian schwieg einenngen Moment, bevor er sprach.
"Er hat sie in seinen Geist gssen." sagte K?nig Jian.
Neveah zog fragend die Stirn kraus, unsicher, was K?nig Jians Worte bedeuteten.
"Siehst du, eine der schrecklichsten Formen der Zauberei ist die Gedankenmaniption. Und nach Jahrhunderten der Unterwerfung haben Drachen eine Abwehr entwickelt... eine Art Geistesblockade."
"Es ist nicht so, dass wir gegen dunkle Magie immun sind, sondern wir haben eine Methode entwickelt, die sicherstellt, dass unser Geist immer geschützt ist... Illusionen, Gedankenkontrolle... nichts davon wirkt auf uns." erkl?rte K?nig Jian.
"Aber Xenon vertraute Misha so bedingungslos, dass er sie durch seine Verteidigung lie?... und ohne zu wissen, dass sie dunkle Magie beherrscht, lie? er sie ihn schreckliche Dinge tun..." enthüllte K?nig Jian.
"Misha... sie wollte K?nigin werden. Meine Dynastie zu stürzen und meinen Bruder gegen mich aufzuwiegeln war meine Strafe." murmelte K?nig Jian.
"Strafe? Was hast du ihr angetan?" fragte Neveah.
"Ich trage das Blut des Drachenk?nigs in mir, der die Vernichtung ihrer Art befohlen hat." antwortete K?nig Jian mit einem trockenen Lachen.
"Asrig ... es ging ihr die ganze Zeit um Rache." murmelte Neveah verst?ndnisvoll.
"Um ein Ziel zu erreichen, für das sie selbst ihre Verbündeten opferte. Alles, was sie Xenon tun lie?, hat ihn Stück für Stück zerbrochen."
"Es ist eine Sache, die Dunkelheit zu sehen und sie zu verabscheuen, und es ist etwas ganz anderes, selbst zu jener Dunkelheit zu werden, die man sein Lebenng gehasst hat... aber das ist nicht meine Geschichte zu erz?hlen." murmelte K?nig Jian, seine Stimme ng müde.
"Von all dem, was sie ihm angetan hat, das was Xenon wirklich zerst?rt hat, war als sie ihn dazu brachte, gegen mich um meinen Thron zu k?mpfen, ein Kampf auf Leben und Tod." K?nig Jian hielt inne,
Er lehnte den Kopf zurück und seufzte schwer, w?hrend Neveah in geschocktem Stillschweigen verharrte.