<h4>Chapter 516: Sandelholz 2 (Kap.517)</h4>
"Sandelholz?" fragte K?nig Jian unsicher, ob er richtig verstanden hatte.
"Ich... nun, ich wusste, dass da noch etwas war... aber ich konnte es nicht einordnen... es war Sandelholz", murmelte Neveah und hielt ihren Blick auf den Boden gerichtet.
Warum war sie überhaupt in dieser Situation? Warum war sie so aufgewühlt?
Neveah hatte darauf keine Antwort, eigentlich hatte sie nie eine Vorliebe für diesen Mann gehabt, im Gegenteil... es hatte Zeiten gegeben, in denen sie ihm gegenüber sogar Abneigung empfunden hatte... oder etwa nicht?
Rückblickend war sich Neveah nicht sicher, ob sie ihm je etwas vorgeworfen hatte.
"Was?...", fragte K?nig Jian ungl?ubig und war jetzt noch verwirrter.
Er war nicht ein Stück zurückgewichen und Neveah war sich nicht sicher, wienge sie es noch ertragen k?nnte, so zu atmen, wie sie es tat.
"Dein Duft!... Ich meinte deinen Duft, okay?!", rief Neveah verzweifelt und blickte zu K?nig Jian auf.
K?nig Jian blinzelte verblüfft, dann ging ihm auf, was Neveah meinte, und seine Lippen formten einngsames Grinsen.
"Erleuchte mich...", forderte K?nig Jian und beugte sich noch n?her zu ihr.
Sein warmer Atem streifte Neveahs Gesicht, w?hrend er sprach und sie wurde v?llig von seinem Geruch umnebelt, da er so nah war.
Neveah wich zurück, da sie dringend eine Verschnaufpause brauchte, und spürte den Baum direkt hinter sich.
Jetzt, mit dem Rücken fest an den Stamm gepresst, gab es wirklich keinen Fluchtweg mehr.
"Ich... nun, da war ein erdiger Moschus, glimmende Kohle, Rosenholz... aber noch etwas anderes, das ich nicht zuordnen konnte, eine Art Unterton, und ich fragte mich, was das sein k?nnte...", fuhr Neveah fort.
"übegert vom Rosenholz, ist es nachvollziehbar, dass es mir zuerst nicht auffiel... aber es war Sandelholz... das Letzte, wonach du riechst...", murmelte Neveah und ihre Worte kamen bruchstückhaft heraus.
Innerlich bedauerte Neveah ihre Lage, sie war überzeugt, dass sie sich nun in den Augen von K?nig Jian wie ein Schw?rmer anh?rte, der bis ins kleinste Detail von seinem Duft schw?rmte und all seine Gedanken darin setzte, ihn zu entr?tseln.
"Ich habe geh?rt, Wandler haben einen extrem sensiblen Geruchssinn... rieche ich auch so für dich?" fragte K?nig Jian mit leisem, fasziniertem Ton.
"Ich... ja...", murmelte Neveah leise.
"Und ist es eine angenehme Mischung?" fragte K?nig Jian.
"Ich... ja, angenehm", stimmte Neveah zu und hoffte, K?nig Jian würde das Thema fallessen.
"Wie angenehm?", beharrte K?nig Jian, ohne Anzeichen zu zeigen, dass er Neveahs Peinlichkeit beenden würde.
"Ich...", z?gerte Neveah und bi? sich auf die Lippe, unschlüssig, was sie sagen sollte.
"Wie angenehm, Neveah?" fragte K?nig Jian erneut. Dieses Mal bewegte sich seine Hand; seine rechte ruhte neben Neveahs Kopf am Baum und seine linke ging an Neveahs Kiefer und neigte ihren Kopf sanft nach oben, so dass sie ihm direkt in die Augen blickte.
Es war beeindruckend, dass K?nig Jian zwei v?llig unterschiedlich gef?rbte Augen hatte, doch beide blickten sie mit derselben Intensit?t an.
"Bet?rend...", flüsterte Neveah das Wort, bevor sie sich zurückhalten konnte.In dem Augenblick, als sie jenes Wort ?u?erte, verdunkelten sich K?nig Jians Augen, erfüllt von unverkennbarem Vengen. Seine Pupillen weiteten sich sichtbar und seine Zunge huschte über seine Unterlippe. K?nig Jian stie? einenngsamen Atemzug aus und Neveah h?tte schw?ren k?nnen, dass sich der Mann vor ihr ver?nderte, als h?tte sie einen Schalter umgelegt, ohne es zu beabsichtigen.
Neveahs Augen folgten dieser einfachen, und doch unublich erotischen Bewegung und sie fragte sich, was sie zuvor eigentlich bedacht hatte. Es war etwas mit einem Schalter... sie konnte sich nicht genau erinnern.
"Statt hier allein zu sinnieren, h?ttest du einfach zu mir kommen sollen... es würde mich nicht st?ren, dich zu deiner Zufriedenheit zu berauschen", murmelte K?nig Jian mit tiefer, heiserer Stimme. Seine linke Handg noch immer an Neveahs Kiefer, und sein Daumen strichngsam über ihre Haut, bedrohlich nahe an ihren Lippen. "Ich entschuldige mich... aber ’oder was’ klingt immer noch verlockend für mich", murmelte K?nig Jian.
"Wir hatten eine Vereinbarung...", erinnerte ihn Neveah mit kaum h?rbarer Stimme.
"Vielleicht h?ttest du bei Sandelholz aufh?ren sollen...", entgee K?nig Jian.
Neveah ahnte, was bevorstand, doch nichts h?tte sie auf den Augenblick vorbereiten k?nnen, in dem K?nig Jians Lippen auf die ihren trafen. Konnten Drachen mehr als nur Feuer speien? Warum sonst fühlte Neveah eine pl?tzliche, feurige Woge, die durch ihre Adern schoss, alles in ihrem Weg entzündete und jeglichen Widerstand, den sie vielleicht erwogen hatte, zerschlug?
Es gab kein Z?gern, kein vorsichtiges Austasten der Kompatibilit?t, keinengsame Geste der Einwilligung. In dem Augenblick, in dem K?nig Jians Lippen mit denen von Neveah zusammenkamen, war es ein Schwall brennender Leidenschaft.
Es war ein Mann, der f?rmlich einforderte, was ihm geh?rte, was ihm schon immer geh?rt hatte... Es war ein augenblicklicher, vollst?ndiger und unumst??licher Besitzanspruch... es gab keinen Machtkampf, sie beide wussten, wer das Sagen hatte.
K?nig Jians Hand legte sich um Neveahs Taille und zog sie n?her an sich heran. Neveah hatte nicht gedacht, dass sie sich n?her kommen k?nnten, doch eines Besseren belehrt.
Sie konnte ihn voll und ganz spüren: seine harte, geformte Brust, seinen breiten Rahmen, in den sie so perfekt passte wie das letzte Puzzleteil... die St?rke seiner Arme, die sie festhielten, selbst als Neveah das Gefühl hatte, ihre Beine würden gleich nachgeben, seinen berauschenden Duft... den Ursprung dieses ganzen Wahnsinns.
Und dann die Bekundung seines Vengens, erregt und gespannt gegen Neveahs Schenkel drückte... sie wagte nicht, ihren Gedanken in diese Richtung schweifen zussen.
Es gab Dutzende Gründe, warum dies nicht h?tte passieren dürfen, tats?chlich hatte Neveah die meiste Zeit im Wald damit verbracht, einenge Liste von Gründen zu erw?gen, warum sie und K?nig Jian nicht sein konnten. Und sie war von diesen Gründen bis vor einem kurzen Augenblick überzeugt gewesen, und nun konnte Neveah pl?tzlich an keinen einzigen mehr denken...
Keinen Grund, warum sie ihn abweisen h?tte sollen, keinen Grund, warum sie seinen Kuss nicht h?tte erwidern sollen, mindestens.
In Ermangelung eines vernünftigen Einwands schob Neveah alle Gedanken beiseite, und ihre H?nde, die so reglos an ihren Seitengen, bewegten sich, um K?nig Jians Gew?nder zu ummmern.
Die Düfte und Ger?usche des Waldes verblichen... alles, was übrig blieb, war er, sein Duft... sein Atem, seine überw?ltigende Pr?senz... seine pure Existenz...