<h4>Chapter 463: Das Schwierigste (Kap.464)</h4>
Es dauerte nichtnge, bis Neveah die offene Zelle erreichte, aus der der Schrei erng, und wie erwartet stand Menarx dort, sein emotionsloser Blick auf den zugerichteten Mann gerichtet, der an einem Ger?t hing, einige Zentimeter über dem Boden schwebend.
Neveah blinzelte und erkannte erst nach einem Moment das Gesicht, das sich hinter all dem Blut verbarg. Wie sie vermutet hatte, war es in der Tat der Fae-Edelmann, der ihr bei der Zeremonie die Ixora-Blume überreicht hatte.
Der Elf war nicht mehr wiederzuerkennen, verprügelt und an verschiedenen Stellen gebrochen, das Blut sammelte sich auf dem Boden unter ihm und tropfte noch immer schnell herab.
Für Neveah war es ein R?tsel, wie der Elf noch nicht am Blutverlust gestorben war.
Der Zustand, in dem der Elf sich befand, hing nur noch an einem seidenen Faden, und offensichtlich w?re der Elf selbst froh über den Tod gewesen, doch dieses Privileg wurde ihm verwehrt.
Es erforderte ein unvergleichliches Geschick in der Kunst der Folter, jemanden in solch einem Zustand zu bssen und gleichzeitig sein Leben zu erhalten.
"Snge durchgehalten zu haben, zeugt von deiner St?rke... aber viele deiner Art und noch M?chtigere haben diesen Tanz mit mir geteilt, und du kennst das Ende... sie brechen alle...", flüsterte Menarx dem Elf in einem so tiefen Ton zu, dass er kaum noch ein Flüstern war.
"Sollen wir wetten, wienge du noch aush?ltst? Ich würde sagen... h?chstens einen Tag...", sch?tzte Menarx und neigte seinen Kopf amüsiert zur Seite, als der Elf ihm einen grimmigen Blick zuwarf.
"Ich werde dir niemals etwas sagen!...", presste der Elf mühevoll hervor.
"Das ubst du also.", erwiderte Menarx, seine Lippen zu einem finsteren Grinsen verzogen.
"Narx...", rief Neveah aus und machte sich endlich bemerkbar.
Neveah beobachtete, wie Menarx beim ng ihrer Stimme erstarrte undngsam zu ihr umdrehte, seine Augen weit aufgerissen vor überraschung und Schrecken zugleich.
Neveahs Blick ging über Menarx, dessen Augen noch immer matt glühten und dessen H?nde blutüberstr?mt waren, das auf den Boden tropfte, jedoch stammte keines davon von ihm.
Er war weit entfernt von "in Ordnung", und doch setzte ihr Herz einen Scg aus, als sie ihn erblickte, das hohle Gefühl kehrte zurück... eine Erinnerung an die durchtrennte Verbindung.
"Veah... du...", begann Menarx, seine H?nde zu F?usten geballt an seinen Seiten, als er Neveahs Blick auf ihnen bemerkte.
"Du... wienge bist du schon hier...", fragte Menarx leise.
"Schon eine Weile...", antwortete Neveah ehrlich.
Menarx zuckte sichtlich zusammen. Er machte einen Schritt auf sie zu, blieb dann aber stehen, ein zwiesp?ltiger Ausdruck in seinen Augen.
"Du solltest nicht hier sein...", behauptete Menarx.
"Wenn die Person, die ich sehen m?chte, hier ist, und ich nicht komme... was soll ich sonst tun?", entgee Neveah mit einer Frage, ohne wirklich eine Antwort darauf zu erwarten.
"Ich dachte... du wolltest mich nie wiedersehen.", gab Menarx in gequ?ltem Tonfall zu.
Neveah sah in Menarx’ Augen, dass er ihre Entscheidung immer noch nicht verstehen konnte.
"Das denkst du also.", sagteleise, und wandte dabei genau die Worte an, die Menarx eben noch verwendet hatte.
Menarx zuckte erneut zusammen, und Neveah verstand, dass dies eine Seite von ihm war, die Menarx nie gewollt hatte, dass sie sie sieht.
"Das h?ttest du nicht sehen sollen... Ich...", begann Menarx, verstummte jedoch abrupt, da ihm die Worte fehlten.
Neveah betrachtete Menarx einen Augenblickng schweigend, bevor sie seufzte und zum Waschbecken ging.
"Komm her.", rief Neveah, nahm ein trockenes Handtuch, befeuchtete es mit Wasser und wrang dann das überschüssige Wasser aus.
Sie drehte sich um und Menarx stand noch immer genau da, wo er zuvor verharrt hatte, wie erstarrt.
Ohne weiteres zu sagen, ging Neveah auf Menarx zu, doch schnell hielt er sie auf.
"Komm nicht... komm nicht her.", sagte Menarx schnell, trat aus der Zelle heraus und schloss die Tür hinter sich, sodass Neveah nicht hineingehen musste.Menarx stand nun vor Neveah, und für einen Moment starrten sie beide nur, so viele Worte und Emotionen drückten auf ihnen, dringend ausdrucksbedürftig, aber keiner wusste, wo er anfangen sollte.
Also fuhr Neveah einfach mit ihrer Absicht fort, hob das Handtuch und wischte behutsam die Blutflecken von Menarx’ Gesicht ab, dabei konzentrierte sie sich ganz darauf, ihn zu s?ubern.
Nachdem sie mit seinem Gesicht fertig war, griff Neveah nach Menarx’ Hand, aber er entzog sie ihr.
Erwartungsvoll schaute Neveah zu ihm auf und Menarx gab nach einem Moment nach.
Neveah nahm seine Hand und wischtengsam, aber gründlich das Blut von Finger zu Finger ab, bevor sie zur n?chsten Hand überging, bis kein einziger Blutfleck mehr an ihm zu sehen war.
Diese Prozedur hatte eine Weile gedauert und die ganze Zeit über starrte Menarx Neveah einfach nur leise an, seine Augen reflektierten seinen Schmerz.
"M?chtest du mich nicht mehr?" brach Menarx schlie?lich die Stille.
"Narx... du wei?t, dass das nicht stimmt." sagte Neveah mit schwerer Stimme.
"Warum dann? Warum hast du meine Hand losgssen?" Menarx lie? seine Verletztheit nicht verbergen.
"Ich..." Neveah begann, brach dann aber ab.
Die Flut der Emotionen - Wut, Schmerz und viele andere - waren zu überw?ltigend für Neveah, sie wollte sich ihnen noch nicht stellen.
"Das kann ich jetzt gerade nicht...Ich h?tte nicht kommen sollen..." erkannte Neveah, als sie sich zum Gehen wandte, doch Menarx hielt sie am Handgelenk fest.
"Veah..." begann Menarx, doch Neveah fiel ihm ins Wort.
"Weil ich dich so sehr will!...Zu sehr, und ich wei?, dass ich nicht so viel von dir haben kann, wie ich m?chte...nicht mehr... Ich habe dich an der Klippe gesehen, an welchen Teil deines Versprechens kann ich noch uben?! Ich bin doch nicht blind und taub!" fauchte Neveah,
"Ich habe dich hereingssen, Narx! Ichsse niemanden herein, aber dich...Ich habe dich hereingssen, dir mein Vertrauen geschenkt, mein Herz... und...Narx... du hast mich verletzt und wei?t du, was das Schlimmste ist?...ich kann es dir nicht einmal vorwerfen..." spottete Neveah bitter.
"Wir werden alle nur vom Schicksal verspottet. Ich kam nur her, um sicherzustellen, dass es dir gut geht... Ich habe dich gesehen, es gibt nichts, was ich mir mehr wünschen würde." murmelte Neveah.
Neveahs Worte lie?en Menarx in Schweigen versinken, als ihm r wurde, dass er keine Vorwürfe machen konnte; er war der Erste gewesen, der ihr Versprechen gebrochen hatte.
Nun hatte er es so weit kommenssen und es gab keine M?glichkeit, alles wiederherzustellen, wie es einst war.
"Ich...es tut mir leid, Veah. Ich wollte dich niemals so verletzen... Ich habe versagt..." gestand Menarx und lie? ihren Arm los.
"Irgendwann... versagt jeder..." murmelte Neveah, als sie sich zum Gehen wandte, doch die n?chsten Worte von Menarx hielten sie in ihren Schritten zurück.
"Ich liebe dich, Neveah..." flüsterte Menarx, seine Stimme rau.
"Und ich liebe dich, Menarx..." gab Neveah zu.
Menarx sog scharf Luft bei Neveahs Worten und der Ironie des Moments, in dem sie gesprochen wurden.
Es war das erste Mal, dass sie diese Worteut aussprach, und sie h?tte nie erwartet, dass das erste Mal auch ihr letztes sein würde.
"Schuppen! Was habe ich getan...?" zischte Menarx, seine Stimme voller Frustration und Selbstverachtung.
"Wirst du mir jemals vergeben?" fragte Menarx leise.
"Ich habe es bereits getan." entgee Neveah ohne zu z?gern.
"Ich wei? nicht, wie... wie ich lossen soll." gestand Menarx.
"Es braucht nur eine Person ... die einfach geht und nie zurückblickt, auch wenn es das Herz zerrei?t... auch wenn es das Schwierigste ist, das man je tun muss." murmelte Neveah.
Neveah machte ein paar Schritte nach vorne, dann hielt sie inne, drehte sich um und ging zurück zu Menarx, ihre Arme legten sich um seinen Hals und zogen ihn hinab, w?hrend sie seine Lippen in einem leidenschaftlichen Kuss einforderte.