<h4>Chapter 441: Von Onyx-Skalen (Kap.442)</h4>
’"Lord Menarx, wir haben das Recht zu fordern, dass Ihr den Bund mit Prinzessin Adrienne ehrt, es ist schlie?lich Brauch. Wie k?nnt ihr danebenstehen und zusehen, wie euer wahrer Verbündeter für einen Ersatz stirbt?!" forderte Lady Diandre, als sie aus der Mitte des Fae-Rats hervortrat.
Lady Diandre war eine Fee mit einer besonderen Identit?t; sie war die Hohe Dame des Fae-Rates sowie eine der letzten direkten Nachkommen der verstorbenen Hohen K?nigin der Fae. W?re das Amt der Hochk?nigin nicht durch die verstorbene Hochk?nigin abgeschafft worden, wodurch die Regierungsgewalt den nführern und somit dem Rat übessen wurde, w?re Lady Diandre die geeiste Kandidatin für den Titel der Hochk?nigin gewesen. Sie war auch die Tante der beiden Fae-Prinzessinnen, Lady Ke und Lady Adrienne.
Mit ihremngen, wellenf?rmig fallenden Haar und einem jugendlich strahlenden Gesicht w?re es schwer zu erkennen gewesen, dass Lady Diandre bereits über drei Jahrhunderte lebte und die h?chste Macht unter den Feen innehatte. Menarx hatte nicht erwartet, dass Lady Diandre pers?nlich erscheinen würde, doch in dem Moment, als erndete, trat sie hervor und stellte sich ihm als Erste entgegen.
Die gro?en Drachenaugen von Menarx verengten sich leicht, als er auf Lady Diandre hinunterblickte, die ihm mutig und ohne ein Anzeichen von Angst aus n?chster N?he entgegentrat. "Narx, es w?re nicht n?tig gewesen, pers?nlich zu kommen", dachte Imagor und kommunizierte über ihre Verbindung zu Menarx. Ein leises Knurren erng aus Menarx’ Kehle; er wusste genau, worüber Imagor sich Sorgen machte, und es gab absolut keinen Weg, dass er sich dieser Pflicht entziehen würde.
Menarx verwandelte sich zurück in seine menschliche Gestalt, sodass er nun auf gleicher H?he mit Lady Diandre stand. "Ihr wagt es, ohne Eubnis hierher zu kommen! Ihr n?hert euch dem Drachenturm, betretet unsere Zitadelle mit euren k?niglichen Streitkr?ften und denkt, dies l?sst sich einfach durch Gespr?che regeln?!" forderte Menarx.
"Die k?niglichen Streitkr?fte der Fae sind unbewaf, wie Ihr sehen k?nnt", entgee Lady Diandre und gestikulierte zu den Fae-K?nigssoldaten in ihrer üblichen Kleidung, die jedoch keine Waffen trugen. "Dann hoffe ich, Ihr habt eure Magie in Euren Stammenden gssen", erwiderte Lord Cassian und machte deutlich, dass ihre unbewafe Ankunft die Schwere ihres Handelns keineswegs minderte. Diese Fae-Krieger geh?ren zur k?niglichen Garde. Sie sind dazu bestimmt, die k?nigliche Familie und deren Erben zu schützen, und sie sind gekommen, um ihrer Pflicht nachzukommen."
"Die wahren Nachkommen der Hohen K?nigin, die Tr?ger des reinen k?niglichen Blutes, sind rar. Sollen wir tatenlos zusehen, wie das Leben meiner Nichte, Prinzessin Adrienne, durch das Drachenvolk gef?hrdet wird?!" forderte Lady Diandre. "Ihr wagt es, Euch in meine pers?nlichen Angelegenheiten einzumischen?! Hier und jetzt sage ich es, ich werde Eure Nichte nicht an mich binden! Neveah ist meine Herrin, und das wird sich nicht ?ndern!" Menarx machte seine Position in einem dunklen, unheimlich ruhigen Ton r. "Achtet auf Eure Worte und werft nicht leichtfertig mit Anschuldigungen um euch! Eure Nichte war bereits mit dem Gift in Kontakt, bevor sie zur Burg kam, was hat das mit uns zu tun?!" forderte Imagor.
"Au?erdem steht noch immer eine Erkl?rung für den Mordanscg auf Lady Neveah aus, verübt von einem der Euren mit einem Schatz Eures Volkes. Wenn Ihr gekommen seid, um mit dem Finger zu zeigen, k?nnen wir das ebenfalls!" Xenons harsche Stimme beendete jede weitere Unterredung, die bis dahin stattgefunden hatte. "L...Lord Xenon..." stammelte Lady Diandre überrascht, und ihre beherrschende Fassade br?ckelte beim Anblick des Schwarzen Unholds.
Die Nachricht von Xenons Rückkehr hatte sich schon verbreitet, aber es selbst zu sehen – Lord Xenon von den Onyx-Schuppen, so wie er vor Jahrzehnten gewesen war – das war noch etwas ganz anderes. Xenon schritt voran und warf Menarx einen Blick zu, der sich kaum davon abhalten konnte, sich auf Lady Diandre zu stürzen. Xenon legte ihm die Hand auf die Schulter.
"Du solltest wieder hineingehen, übess das mir", dachte Xenon an Menarx gerichtet.
Menarx sah Xenon einen Momentng an.
"Mach dir keine Sorgen, ich werde schon für genügend Unruhe sorgen", versicherte Xenon, da er wusste, dass Menarx es nicht bei der momentanen Ruhe bssen wollte.
Menarx sagte nichts, trat aber den Rückzug an.
"K?nnt ihr beweisen, dass das Attentat mit uns in Verbindung steht?! Dass er nicht eigenst?ndig gehandelt hat?!" konterte Lady Diandre, ihre Stimme nun unsicher, als sie Xenon direkt gegenüberstand.
"Und in seinem Besitz war eine Ixora-Blüte? Die wertvolle Blume des k?niglichen Waldes, die zuf?lligerweise so innig von der k?niglichen Familie bewacht wird? Eine Fee hat eine Dame der k?niglichen Garde im Drachenkeep angegriffen – was ubt ihr, k?nnen die Fae der Verantwortung entkommen?" sagte Xenon.
"Ihr scheint euren tz vergessen zu haben in all den Jahren, seit ich euch das letzte Mal sah, Diandre. Ein paar minderwertige Feen wagen es, sich im Drachengebiet zu zeigen... sehr gut", fügte Xenon mit einem finsteren Grinsen hinzu.
"Sechstes Geschwader! Nehmt alle hier fest! Verhaftet sie! Wer Widerstand leistet... hat sein Leben verwirkt!", befahl Xenon mit einem dunklen Blick in seinen Augen.
Das sechste Geschwader gehorchte sofort. Die Protestrufe des Fae-Rates wurden ignoriert, als sie den gesamten Rat sowie die k?niglichen Wachen festnahmen.
"Das dürft ihr nicht! Das werde ich nicht hinnehmen!" schrie Lady Diandre.
"Mit allem Respekt, Mdy, gestattet mir, euch zu begleiten... Ich werde nicht noch einmal bitten", bot Imagor an und deutete auf das Keep.
"Lord Xenon! Der Fae-n wird diese Respektlosigkeit nicht hinnehmen!" schwor Lady Diandre.
"Wie ihr wisst, waren der Fae-n und der Schwarze Unhold schon immer im Streit. Jetzt, da ich zurück bin, k?nnen wir gleich dort weitermachen, wo wir aufgeh?rt haben", erwiderte Xenon mit einem gleichgültigen Schulterzucken.
Xenon stand abseits und beobachtete mit verschr?nkten Armen, wie die Feen zum Keep gebracht wurden.
"Ist das wirklich in Ordnung? Es handelt sich schlie?lich um den k?niglichen Rat der Fae", flüsterte Cassian, der neben ihm stand.
"Wenn es mich nur interessieren würde", entgee Xenon, w?hrend er den schreienden Feen nachblickte.