<h4>Chapter 426: Sag es mir (Kap.426)</h4>
"Wie bist du darauf gekommen?" fragte Menarx Jian.
"Rodrick. Muss seine Tochter irgendwann mal erz?hlt haben, und ich vermute, sie hat es von Neveah.", erkl?rte Jian.
"Richtig, das w?re Davina. Veah würde nicht vielen Menschen von ihren pers?nlichen Angelegenheiten erz?hlen." murmelte Menarx.
Es schmerzte ein wenig, dass auch er zu jenen geh?rte, denen solche Dinge über Neveah nicht bekannt waren, doch er wusste, dass es Neveah schwerfiel, Menschen an sich heranzssen... sie war die Einsamkeit zu sehr gewohnt.
"Ich werde es mit Veah besprechen und wir werden es gemeinsam entscheiden.", sagte Menarx zu Jian.
"Sehr gut. überbringe ihr auch das hier." Jian nickte, w?hrend er Menarx zwei Schriftrollen übergab.
"Was ist das?" fragte Menarx mit hochgezogener Augenbraue.
"Eine Aufgabe, die Neveah pers?nlich übernehmen muss. Ihr werdet beide verstehen, worum es geht, wenn ihr es seht.", antwortete Jian.
"Ich verstehe.", sagte Menarx, stand auf und verlie? den Raum.
Jian beobachtete Menarx beim Gehen, dann wanderte sein Blick zu seinem offenen Balkon und er starrte in Richtung des Berges Edar.
"Das war’s dann... es gibt kein Zurück mehr.", murmelte Jian leise.
Dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder den Schriftrollen auf seinem Schreibtisch zu.
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"Hey, Liebling.", begrü?te Menarx Neveah, als er in sein Zimmer trat und sie bereits angezogen vorfand.
"Da bist du ja.", erwiderte Neveah.
"Gehst du irgendwohin?", fragte Menarx.
"Tats?chlich, ja. Everon r?t mir, mich ungest?rt zu erholen, aber ich ignoriere seinen Ratscg und folge deinem Beispiel.", antwortete Neveah.
Menarx kicherte leise. Er bemerkte, dass Neveah das Ereignis aus der Anfangszeit des Au?enpostens immer noch nicht vergessen hatte, wo er eigensinnig davongufen war und sich seine Verletzung wieder aufgerissen hatte.
"Mir geht’s jetzt gut, Veah. Kannst du es nicht gut seinssen?", fragte Menarx amüsiert.
"Niemals.", stellte Neveah r und drehte sich zu Menarx um, w?hrend sie ihr Haar zu einem Pferdeschwanz band.
"Mir ist aufgefallen, dass ich schonnge nicht gufen bin. Mit der Lage auf dem Au?enposten musste meine W?lfin unterdrückt bleiben, sie wird unruhig."
"Ich muss sie jetzt raussen.", erkl?rte Neveah.
"Dann gehe ich mit dir.", sagte Menarx, w?hrend er die von Jian erhaltenen Schriftrollen auf den Schreibtisch legte.
"Jian hat mich gebeten, dir diese Schriftrollen zu bringen, obwohl ich noch nicht wei?, was genau drinsteht. Er meint, es sei eine Aufgabe, die für dich bestimmt ist.", informierte Menarx.
"Er weist mir jetzt Aufgaben zu?", fragte Neveah mit hochgezogener Braue.
Menarx zog unbeschwert die Schultern hoch und Neveah seufzte, ging zum Tisch, nahm die Schriftrolle und entrollte sie, um den Inhalt zu lesen.
"Hier steht, dass die Elfen deine auserw?hlte Braut als Vertreterin des vereinigten Rats entsenden werden.", sagte Neveah, als sie die Schriftrolle einem geduldig wartenden Menarx reichte.
"Komm schon, das kann doch keine scherzhafte Bemerkung sein...", begann Menarx zu sagen und kicherte über Neveahs Sticheln. Dann bemerkte er jedoch den ernsten Ausdruck auf Neveahs Gesicht."Du machst keine Scherze." Menarx erkannte.
"Nein, mache ich nicht." Neveah stimmte zu und reichte Menarx die Schriftrolle.
"Veah, ich werde mit Jian sprechen..." Menarx begann, doch Neveah unterbrach ihn mit einem Kopfschütteln.
"Narx, beruhige dich. Es ist in Ordnung, ich habe nichts dagegen." versicherte Neveah Menarx.
"Aber die Elfen haben nur unter der Bedingung dem vereinigten Rat zugestimmt, dass du die Drachendynastie beim Prozess vertrittst, und ihre eigene Vertreterin ... sie haben sogar die Zustimmung der Meere eingeholt."
"Ein gemeinsamer Appell ist nicht leicht zu übersehen. Das muss bedeuten, dass sie etwas vorhaben, es w?re sicherer, sie abzulehnen." überlegte Menarx.
"Ihre Rechtfertigung liegt darin, dass ich die ht geleitet und das Verbrechen aufgedeckt habe, das ist ein akzeptabler Grund. Wenn wir ablehnen, haben wir keinen stichhaltigen Grund, den ihren zu widerlegen." wies Neveah hin.
"Trotzdem hat die Drachendynastie das letzte Wort. Sie würden es nicht wagen, sich zu rühren, wenn Jian den Appell zurückweist." beharrte Menarx.
"Wenn ich mich nicht irre, erkl?rt die Gründungsderation des Drachenk?nigs, seine Dynastie nicht mit Tyrannei zu führen. Gerade deshalb k?nnt ihr diesen Appell beachten, aber solltet ihn nicht ignorieren."
"Ich muss also einfach die Fakten der Untersuchung dem vereinigten Rat übermitteln, richtig? Das ist doch kein gro?es Problem." versuchte Neveah Menarx zu beruhigen.
"Und was ist mit der Elfenvertreterin?" fragte Menarx.
"Sie ist eben das, eine Elfenvertreterin. Warum sollte ich sie als Rivalin betrachten? Sie hat keine Chance." erwiderte Neveah mit einem Achselzucken.
Menarx schüttelte den Kopf nach Neveahs ?u?erung, seine Lippen zuckten amüsiert.
"Nein, hat sie sicherlich nicht." stimmte Menarx zu.
"Es ist nur so... die Anwesenheit des vereinigten Rates ist unausweichlich, ich m?chte nur nicht, dass dein Tag durch zus?tzliche Schwierigkeiten verdorben wird." seufzte Menarx leise.
"Mein Tag? Du meinst die Zeremonie? Everon erw?hnte, dass das Datum in ein paar Tagen feststeht. Es ist unser Tag, Narx. Es dreht sich nicht alles nur um mich, wei?t du." stellte Neveah r.
"Veah... der Tag der Zeremonie, bedeutet er dir etwa nichts?" fragte Menarx mit hochgezogener Augenbraue.
"Wovon redest du?"chte Neveah, doch dann wurde ihr bewusst, um welchen Tag der Zeremonie es sich handelte.
"Es ist dein Geburtstag, Neveah." sagte Menarxut, genau wie Neveah es nun selbst erinnerte.
"Und?" fragte Neveah unschlüssig, immer noch nicht begreifend, was das mit irgendwas zu tun hatte.
"Und? Veah, du erreichst in ein paar Tagen ein neues Lebensjahr und du hast es nicht einmal erw?hnt. Offensichtlich hattest du das auch nicht vor." tzte es aus Menarx heraus, mehr verletzt, als er zugeben wollte.
Neveah legte die zweite Schriftrolle zurück auf den Schreibtisch, ging zum Bett und setzte sich neben Menarx.
"Du bist verletzt." stellte Neveah fest.
"Ich wei?... ich sollte es nicht sein, ich habe kein Recht dazu..." Menarx versiegte, unf?hig, das Offensichtliche zu leugnen.
"Narx, sag das nicht. Du hast alle Rechte dazu... du mehr als jeder andere. Es ist in Ordnung zu sagen, dass ich dich verletzt habe; es ist richtig, es mir wissen zussen..."
"Auf diese Weise verstehe ich dich besser. Und ich m?chte dich wirklich verstehen, Narx. Ich will dein Herz besser kennen als meines." erkl?rte Neveah mit ruhiger Stimme.
"Also, was bedrückt dich? Erz?hl mir, ja?" forderte Neveah und Menarx nickte zustimmend.