<h4>Chapter 383: Petition (Ch.383)</h4>
"Ist das ein Befehl? Oder eine Bitte?" fragte Kaideon unbeeindruckt von Jians Worten.
"Muss man das so genau nehmen?" fragte Menarx hilflos.
"So wüsste ich, ob ich meine Ablehnung h?flich oder direkt formulieren soll." Konterte Kaideon und warf Menarx einen vorwurfsvollen Blick für seine Unterbrechung zu.
"Kaideon, bei allem Respekt, ich bin bereit, dich als Neveahs Vater anzuerkennen... Aber wenn du darauf bestehst, sie mir wegnehmen zu wollen, wirst du es mit mir zu tun bekommen." Menarx verdeutlichte seine Haltung.
Für Menarx war es eine deutliche Herausforderung, seine Ruhe zu bewahren angesichts Kaideons standhafter Haltung.
"Wann warst du jemals anders?" sagte Kaideon nüchtern, ohne sich offensichtlich über Menarx’ Ver?rgerung Sorgen zu machen.
"Ich mochte dich mehr, als du noch geschwiegen hast." murmelte Menarx leise für sich.
"Beruhigen wir uns doch ein wenig, ja?" unterbrach Jian, bevor die beiden weitermachen konnten.
"Wienge willst du ihm noch auf die Nerven gehen? Du wei?t doch, Menarx wird verteidigen, was er für sich beansprucht hat. Es ist ziemlich unfair, mit ihm so zu spielen, oder?" rief Jian Kaideon an.
Kaideon murmelte etwas vor sich hin, aber weder best?tigte noch verneinte er Jians Vorwurf.
"Wie w?re es, wenn wir das M?dchen entscheidenssen, wenn sie aufwacht, ob sie lieber mit einem von euch gehen m?chte? So w?re es für beide Seiten fair und ich muss mich nicht weiter einmischen." schlug Jian als den praktischsten Weg vor.
"Mein Herr." sagte Cassians Stimme, als er die Tür zu Jians Quartieren ?fe und zum Arbeitszimmer ging, wo Jian, Kaideon und Menarx noch immer standen.
Kaideon hatte noch nicht auf Jians Argumente reagiert und weder Menarx noch Jian hatten Lust, weitere versteckte Spitzen vom Herrn der Dünen zu h?ren.
"Cassian, da bist du ja. Sag mir, dass Imagor zurück auf dem Burghof ist." sagte Jian, dankbar für die Unterbrechung, die es ihm ersparte, weiter über das Thema reden zu müssen.
"Imagor und Kirgan werden bald hier sein. Lodenworth sendet ebenfalls einen Bericht vom Zwergenau?enposten", berichtete Cassian und legte die Schriftrolle auf den Tisch.
"Aber davor m?chte ich meinem Herrn noch dies mitteilen..." fügte Cassian hinzu und hielt inne.
"Was denn?" fragte Menarx, da Cassian seine Aussage nicht vervollst?ndigte.
"Wartet einfach ab." entgee Cassian.
Genau in diesem Moment hallte derute ng eines Trommelscgs durch die stillen Burgh?fe, der ng war entfernt, aber r genug, dass die Drachenfürsten ihn deutlich h?rten.
Die Trommel gab einen einzigartigen Scg von sich, einen, den die Drachenfürsten gut kannten und obwohl das Trommeln kein Grund zur Beunruhigung war, war es doch ein Ger?usch, das man nicht allzu oft h?rte.
"Ist das..." begann Menarx und Cassian nickte zur Best?tigung.
"Das ist die Bitttrommel, die den Rat der Reiter zusammenruft." antwortete Cassian.
Menarx schüttelte leicht den Kopf und verschr?nkte die Arme vor der Brust.Die Petitionstrommel wurde eingerichtet, um den Bürgern der Zitadelle die M?glichkeit zu geben, in dringenden F?llen direkt den Rat zu informieren, wenn das normale Verfahren der Berichterstattung zungsam erschien.
Sie erforderte auch die Einberufung des Reiterrates, des h?chsten Entscheidungsgremiums der Festung, was deutlich machte, dass die Angelegenheit nicht vom Drachenk?nig allein entschieden werden konnte.
Das bedeutete, dass es sich bei dem zu berichtenden Sachverhalt um eine Angelegenheit von gro?er Bedeutung handeln musste, die die Aufmerksamkeit der rangh?chsten Drachenlords und Reiter von Keep Skies verdiente.
Es war ein Privileg, das niemand zu missbrauchen wagte, und die Bürger wussten es besser, als aus Spa? die Trommel zu scgen.
Die Drachenherrschaft war nahezu perfekt, natürlich hatte jede Dynastie ihre Fehler, aber es gab selten einen Grund für einen Bürger, die Einberufung des Reiterrates zu fordern.
Deshalb war die Petitionstrommel schonnge nicht mehr geh?rt worden.
"Wer m?chte zu dieser Zeit den Rat einberufen? Das ist ein ziemlich gewagter Schritt", sagte Kaideon stirnrunzelnd.
Das Seltsame daran ist, dass es kein gew?hnlicher Bürger ist, der uns unbekannt ist, es ist Davina, Rodricks Tochter", berichtete Cassian.
Jian hob eine Augenbraue und tauschte einen Blick mit Menarx aus.
?Was k?nnte sie wohl zu berichten haben, das nicht über ihren Vater h?tte gesendet werden k?nnen und stattdessen einen Aufruhr erfordert?", fragte Menarx.
?Das frage ich mich auch. Das M?dchen ist doch für die W?chter zust?ndig, nicht wahr? Rodrick ist ihr direkter Vorgesetzter, da er für die Angelegenheiten des Bergfrieds verantwortlich ist", stimmte Cassian zu.
?Sie hat nichts bei der Petitionstrommel zu suchen, und wenn sie es doch getan hat, muss sie ihre Gründe haben", murmelte Jian.
?Da steckt mehr dahinter, sie ist nicht allein", fügte Cassian hinzu.
?Was meinst du damit, sie ist nicht allein?", fragte Menarx.
?Vertreter des Elfenrates n?hern sich dem Bergfried. Sie haben vorausgeschickt, dass sie bei Sonnenuntergang hier sein werden und um eine Audienz beim Rat bitten", enthüllte Cassian in düsterem Ton.
?Elfen? Wozu? Sie halten sich normalerweise von allen Angelegenheiten der Festung fern, was k?nnte sie wohl hierher führen?", fragte Menarx, w?hrend er die Stirn runzelte.
?Man sagt, Davina schl?gt die Petitionstrommel mit ihrer Unterstützung. Ich kann nicht genau sagen, worum es geht, aber dass die Elfen beteiligt sind und auch Davina... das spricht bereits B?nde", übermittelte Cassian.
?Beruft den Reiterrat ein, und wo ist überhaupt Rodrick?", fragte Jian.
?Er ist hinuntergegangen, um sich bei Davina zu erkundigen, er ist genauso ahnungslos wie wir", antwortete Cassian.
Jian runzelte misstrauisch die Stirn. Die Elfen waren die zurückhaltendste der tributpflichtigen Rassen und verlie?en selten ihr Gebiet.
Jian erwies ihnen den gebührenden Respekt und hielt sich auch aus ihren Angelegenheiten heraus. So war es seit Jahrzehnten.
Abgesehen von gelegentlichen Begegnungen hatte Jian nicht allzu oft mit den Elfen zu tun.
Dass die Elfen jetzt auftauchten, lie? Jian ahnen, dass die kommenden Tage immer schwieriger werden würden.