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Chapter 373: Offenbarung 2 (Kap.373)

    <h4>Chapter 373: Offenbarung 2 (Kap.373)</h4>


    "Schuppen! Das schmeckt ja furchtbar!" grummelte Neveah angewidert und gab Estelle die Schale mit dem Tonikum zurück.


    Neveah war aufgewacht und hatte festgestellt, dass sie in Menarx’ Quartier war, Estelle und Menarx waren auch da, und es schien, als h?tte Everon sich vor nicht allzunger Zeit verabschiedet.


    Alle Verletzungen Neveahs waren sorgf?ltig versorgt und verbunden worden. Zwar heilte Neveah noch immerngsam, würde sich aber schon bald erholen.


    Das Tonikum, das Everon hintessen hatte, sollte Neveah ebenfalls helfen, schneller zu genesen, allerdings schmeckte es so, als würde es das genaue Gegenteil bewirken.


    Es dauerte einen Moment, bis Neveah sich orientiert hatte und sich an alles erinnerte, was zuvor im Wald und nun geschehen war.


    Sie lehnte sich nur zurück und versuchte, an nichts anderes zu denken als an den bitteren Geschmack auf ihrer Zunge.


    Doch das Herumgrübeln würde Neveah keine handfesten Antworten liefern, derjenige, der die Antworten hatte, die Neveah brauchte, war drau?en auf dem Balkon.


    "Herr Everon sagt, du musst alles austrinken." Estelle bestand darauf und schob die Schale sanft zurück an Neveahs Lippen.


    Leicht die Stirn runzelnd, nahm Neveah die Schale und trank das Tonikum in einem Zug aus, ihr Gesicht verzog sich vor Abscheu.


    "Brav gemacht." Menarx lobte sie, als er wieder in den Raum kam, gefolgt von einem stillen Kaideon, dessen Blick auf Neveah gerichtet war.


    Neveah fixierte Kaideon ebenfalls, und für einenngen Moment sprach keiner von ihnen ein Wort, bis Neveah den Blick abwandte und sich r?usperte.


    "Ich kümmere mich darum." sagte Estelle und nahm die leere Schale von Neveah, stellte sie beiseite und stand auf.


    "Ich werde Dante Bescheid sagen, dass du zu Bewusstsein gekommen bist, er hat sich gro?e Sorgen gemacht. Aber Everon wollte keine Menschenmenge hier und hat nur mir eubt, dich zu versorgen." Estelle verabschiedete sich.


    "Ich danke dir." erwiderte Neveah mit einem kleinen L?cheln.


    "Es erleichtert mich nur, dass es dir gut geht, Neveah. Wirklich." Estelle atmete erleichtert aus und schaute kurz zwischen Neveah und Kaideon hin und her, bevor sie das Quartier verlie?.


    Als die Tür sich schloss, blieben Neveah, Menarx, Kaideon und eine ?u?erst unangenehme Stille zurück.


    "Ich sollte euch beide alleinessen, damit ihr reden k?nnt... die Dinge kl?ren." Menarx packte den Stier bei den H?rnern.


    "Aber..." Neveah wollte protestieren, denn sie war sich nicht sicher, ob sie Kaideons Worten allein begegnen wollte.


    "Du wirst in Ordnung sein, mein Liebling. Ich werde direkt drau?en sein, keinen Zentimeter von der Tür entfernt." Menarx beruhigte sie und ging zu Neveahs Bett.


    Er beugte sich hinunter und gab Neveah einen sanften Kuss auf die Stirn.


    "H?r dir an, was er zu sagen hat. Ich kenne Kaideon mein Lebenng. Er würde niemals eine Behauptung aufstellen, bei der er sich nicht sicher ist. Aber wenn es ungemütlich wird, ruf mich, und ich werde da sein, um ihn zurück in die Wei?en Dünen zu bef?rdern." Menarx flüsterte zu Neveah.


    Langsam nickend, gaben Menarx’ Worte Neveah Ruhe im Herzen und zauberten ein L?cheln auf ihre Lippen.


    Menarx warf Kaideon noch einen warnenden Blick zu, bevor er den Raum verlie? und die Tür hinter sich schloss.Und nun war Neveah allein mit dem Dünenlord und seiner absurden Behauptung, die sie weder ganz verstehen noch uben konnte.


    ?Menarx ist übrigens im Kampf nicht so viel st?rker als ich...", brach Kaideon mit unerwarteten Worten die Stille.


    Neveah blinzelte ungl?ubig und starrte den Dünenlord an, der sichtlich zusammenzuckte, als ob er gerade realisierte, was er gesagt hatte.


    ?Entschuldigung, das wollte ich nichtut aussprechen... es ist schon eine Weile her, dass ich so offen gesprochen habe.", murmelte Kaideon, noch immer stand er ein gutes Stück entfernt von Neveahs Bett.


    Es wirkte, als h?tte er Angst, Neveah k?nnte aus dem Bett springen und davoufen, k?me er ihr zu nahe.


    Zugegebenerma?en, diese M?glichkeit stand nicht g?nzlich au?er Frage.


    ?Setz dich... du kannst dich hinsetzen.", sagte Neveah leise und deutete auf den Stuhl neben ihrem Bett, oder genauer gesagt, neben Menarx’ Bett, denn dies waren tats?chlich Menarx’ Quartiere im zweiten Stockwerk.


    Kaideon nickte, ging rüber und setzte sich neben Neveahs Bett.


    Wieder herrschte Stille und Neveah fielen keine Worte ein, sie zu durchbrechen. Es war keine peinliche Stille, sondern eine seltsame und ungewisse.


    Eine Stille, in der keine der beiden Parteien wusste, was zu sagen war, oder es nicht zu sagen wagten, aus Angst, die andere k?nnte es übel nehmen.


    Es war die Art von Stille, die von Verwirrung und Nachdenklichkeit, von einer Vielzahl schwer zu beschreibender Gefühle gepr?gt war.


    Eine Stille, dieuter sprach als Worte und dennoch so zerbrechlich war, dass sie durch den Schmerz und Herzschmerz, den ein einziges Wort in diesem Moment hervorrufen k?nnte, zerscgen werden konnte.


    Was sollte man in dieser Situation überhaupt sagen? Was waren die richtigen Worte für etwas, das alles, was sie je gekannt hatten, ver?ndern würde?


    ?Ich... ich wei?, das ist alles so verwirrend für dich...", wagte Kaideon schlie?lich die ersten Worte.


    ?Ich nehme an, für dich ist es dasselbe...", murmelte Neveah leise.


    ?Ich... Neveah, ich wei?... mein Drache wei?, dass dein Blut meines ist. Es ist nur... da ist dieses Gefühl und ich wei?, dass du es auch spürst...", begann Kaideon, seine Worte waren durcheinander, ein Spiegelbild seiner Gedanken.


    ?Ich wei? nicht, was ich fühle, Kaideon.", antwortete Neveah seufzend.


    ?Vor ein paar Monaten musste ich mit ansehen, wie mein Vater... der einzige Vater, den ich je hatte, mich an die Drachen ver?u?erte..."


    ?Für fünfhunderttausend Drachengold."


    ?Fünfhunderttausend Drachengold... zwischen meiner eigenen Familie und den Drachen, einer fremden Spezies, die ich bis dahin nur aus Büchern kannte..."


    ?Das war mein Wert... Was für mich ein Mythos war, hat mich direkt vor meinen Augen von meinem Vater losgekauft und ich konnte kein Wort für mich einlegen... Ich habe das keinen Augenblick vergessen, ich habe es nicht gewagt.", sagte Neveah.


    ?Veah...", begann Kaideon in einem gequ?lten Tonfall, doch Neveah schüttelte leicht den Kopf.


    Es war schon schwer genug, ihre Worte zu finden, und wenn sie sie jetzt nicht aussprach, war Neveah sich nicht sicher, ob sie den Mut aufbringen würde, sie noch einmal zu sagen.
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