<h4>Chapter 363: Ein stiller Strom (Kap.363)</h4>
"Lady Neveah, seid Ihr Euch da wirklich sicher? Eure Sicherheit ist von gr??ter Bedeutung und ich wage es nicht, diese zu gef?hrden."
"übesst die Sturms?nger mir. Es ist nicht n?tig, dass Ihr weiter eingreift. Die Anweisungen, die Ihr gegeben habt, reichen aus." Eidon hielt noch immer nichts von Neveahs Entscheidung.
"Wenn wir uns aufteilen, wird es schneller gehen und wirksamer sein, als wenn Ihr alle fünf alleine besiegt – und das wisst Ihr auch."
"Ich verstehe Eure Besorgnis um mich, Eidon. Aber momentan ist dies wichtiger als meine eigene Sicherheit." Neveah bestand darauf, w?hrend sie sich erhob.
"Menarx würde damit nicht einverstanden sein", antwortete Eidon emotionslos.
Neveah hatte nichts, um dagegen zu halten, aber sie würde in diesem Fall nicht nachgeben.
Wenn man sich nicht rechtzeitig um die Sturms?nger kümmerte, k?nnte sogar Menarx in Gefahr geraten.
Wenn sie wirklich eine Reiterin der k?niglichen Garde sein wollte, musste Neveah den Drachenfürsten r machen, dass es einen Unterschied gab zwischen einer Prinzessin und einer Reiterin auf einem Kampfdrachen.
W?hrend die eine stets Schutz ben?tigte, war es die Pflicht der anderen, sich st?ndig in der direkten Linie der Gefahr zu befinden.
"Eidon, ich werde nicht einfach hier sitzen und nichts tun, nur weil Ihr ubt, es w?re sicherer für mich."
"Wenn ich es richtig verstehe, seid Ihr verpflichtet, meinen Befehlen zu folgen. Wir trennen uns hier und schalten die Sturms?nger auf unseren jeweiligen Wegen aus... das ist kein Vorscg", stellte Neveah entschieden r.
Neveah war sich nicht sicher, ob es ausreichen würde, Eidon zu überzeugen, aber es war allemal einen Versuch wert.
"Gut", sagte Eidon, w?hrend er seinen Kopf in einer leichten Verbeugung senkte.
"Dante, ich übesse Lady der Rubinschuppen Eurem Schutz."
"Ich habe die Koordinaten, ich werde so schnell wie m?glich zurück sein. Gefahrenuern an jeder Ecke dieses Waldes, Ihr müsst besonders vorsichtig sein", sagte Eidon zu Dante.
"Ich habe verstanden", antwortete Dante mit einem Nicken.
"In der Zwischenzeit seid Ihr nicht an dieses Gel?nde gew?hnt, es ist nicht sicher zu fliegen. Bleibt zu Land und sucht nach Menarx, sobald Ihr fertig seid", fügte Eidon hinzu, bevor er sich umdrehte und in den Wald ging.
Neveah hatte nicht erwartet, dass Eidon ihren Befehlen so einfach folgen würde, aber es schien, Janice hatte v?llig Recht – für Neveah waren die Dinge nicht mehr dieselben und sie musste das zuerst realisieren, damit es auch alle anderen taten.
"Kommt, wir dürfen ihnen keine Zeit geben zu bemerken, dass wir ihnen auf der Spur sind", sagte Neveah zu Dante und Estelle und machte sich auf die Suche nach dem n?chsten Sturms?nger.
_______________
Ein sanfter Bach schl?ngelte sich durch die Lichtung – es war das erste Gew?sser, auf das Neveah in den beiden Situationen gesto?en war, mit denen sie in diesem Wald konfrontiert worden war.
Keines dieser beiden Ereignisse war jedoch ein gemütlicher Spaziergang gewesen.
"Ich spüre es", flüsterte Dante Neveah zu, als sie die Lichtung betraten.
Es hatte keinen Sinn, sich zu verstecken, denn Neveah ging davon aus, dass die dunkle Fee ihre Ann?herung bereits wahrnehmen konnte. Es w?re t?richt gewesen anzunehmen, dass sie so vorsichtig gewesen w?ren, um unbemerkt zu bleiben.Nun ging es nur noch darum, wer im Nachteil w?re, und mit Dantes Anwesenheit war r, welche Partei die Oberhand hatte – vorausgesetzt, die dunklen Feen hatten keine weiteren überraschungen in petto.
?Er versteckte sich in Sichtweite wie der im Baum; wie konnte Eidon ihn so leicht ausmachen?", murmelte Neveah, als sie noch tiefer in die Lichtung vordrangen.
Neveahs Blick schweiftengsam über das Gel?nde, w?hrend ihre zusammengekniffenen Augen ein schwaches Licht ausstrahlten.
’Der Bach... etwas stimmt nicht mit ihm.’ dachte Neveahs Wolf, als Neveahs Blick über den Bach strich.
Neveah konzentrierte sich auf den Bach und beobachtete ihn aufmerksam. Erst jetzt bemerkte sie die leisesten Wellen auf der Wasseroberfl?che.
Im Dunkeln war es kaum zu erkennen, doch Neveah ahnte bereits, was das zu bedeuten hatte.
Feen hatten ein feines Gespür für die Natur – ob licht oder dunkel. Wenn sich die vorherige dunkle Fee im Baumstamm verstecken und darin tarnen konnte,
dann war der verd?chtigste Aspekt dieser Lichtung genau dieser Bach.
Neveah warf Dante einen Blick zu, aber sie brauchte nichts zu sagen, denn offensichtlich hatte er bereits das gleiche bemerkt wie sie.
Doch eine Person schien es noch nicht bemerkt zu haben; Estelle, die weiter in die Lichtung vorgedrungen war als Neveah und Dante, lief nun am Ufer des Baches enng.
Neveah und Dante ahnten den Angriff voraus, noch bevor er erfolgte.
Dennoch wurden alle überrascht, als eine Hand aus dem Bach schoss, Estelles Kn?chel ergriff und sie ins Wasser zog.
In dem Moment, als ein Schrei der überraschung von Estelle kam, war Dante bereits in Bewegung.
?Das übernehme ich", waren die Worte, die Neveah gerade noch von ihm aufschnappte.
Estelle tauchte unter die Wasseroberfl?che und Dante folgte ihr dichtauf; er stürzte sich direkt in den Strom und griff nach ihr.
Neveah eilte an den Rand des Baches und sp?hte hinein.
Es war erstaunlich; Neveah h?tte nicht gedacht, dass der Bach so tief sein k?nnte, und dennoch konnte sie den Grund nicht erkennen.
Neveah war sich nicht sicher, ob die Dunkelheit ihre Sicht beeintr?chtigte, aber das Wasser war still geworden und es gab keinerlei Anzeichen für Bewegungen.
Offensichtlich hatte die dunkle Fee irgendwas mit dem Bach angestellt und Dante und Estelle waren beide in ihrer Gewalt.
Bei dunkler Magie gab es unendlich viele M?glichkeiten, sodass Neveah es nicht einmal zulie?, sich zu wundern.
Neveah überlegte, selbst einzutauchen, wurde aber von der Stimme ihres Wolfs im Kopf aufgehalten.
’Der Scheidendrache sagte, wir sollen es ihm übessen. Weder Drache noch Reiter sind schwach, und sie sind geei, gemeinsam zu arbeiten. Wir sollten abwarten.’
Missmutig zog Neveah die Brauen zusammen, trat jedoch zurück und wartete darauf, dass entweder Dante oder Estelle wieder an die Oberfl?che kamen.