<h4>Chapter 325: Mor’rud Rückrufe 2 (Kap.325)</h4>
"Aber du hast es getan." sagte Neveah und kicherte leise über Mor’ruds dramatischen Blick.
"Das habe ich... doch damals wusste ich noch nicht, dass ich es tun würde." erwiderte Mor’rud.
"Die Minen waren gut gebaut, nicht so tief wie die verborgene Stadt selbst, aber immer noch unterirdisch. Es gab nur einen Ausgang, der an die Oberfl?che führte, und der war nur für Zwerge gebaut, für eine so gro?e Bestie war er sicher nicht geei."
"Die mmen brannten auf die Minen nieder und schickten eine Hitzewelle durch sie hindurch, aber sie brannten noch nicht durch, und die Gewissheit, dass er uns nicht erreichen konnte, ermutigte mein Bataillon." sagte Mor’rud.
"Menarx’ erste mme muss nur eine List gewesen sein ... um eine falsche Illusion zu erzeugen, dass die Mine standhalten würde." vermutete Neveah.
"Ihr wisst, wie es ist... die mmen der Norddrachen brennen sich durch alles, und der Herr der Rubinschuppen entstammt der reinsten Blutlinie der Norddrachen."
"Aber das wussten wir nicht und haben unwissend geubt, der Schutz der Minenw?nde würde gegen seine mmen ausreichen." fuhr Mor’rud fort.
"Mit dieser Gewissheit entfesselten wir unseren Gegenangriff. Die Speere aus Adamantium waren bereitgelegt. Wir Zwerge sind für viele Dinge gut, aber für nichts so sehr wie für unsere Handwerkskunst und unsere Maschinen." fügte Mor’rud hinzu.
"Wurde Menarx verletzt?" fragte Neveah.
"Oh nein, der Herr der Rubinschuppen war eine Bestie des Fluges, ein Meister seiner Kunst. Seine Wendigkeit war unübertroffen, unsere Speere waren schnell, aber er war schneller, er entkam ihnen, als w?ren sie nichts."
"Worauf er es abgesehen hatte, erkannten wir erst zu sp?t. Er benutzte sich selbst als K?der und trieb mein Bataillon an den Rand des Abgrunds, und wir mmerten uns an die verzweifelte Hoffnung auf einen Sieg und ?fen unser Adamantium-Gew?lbe, das im tiefsten Teil der Minen versteckt war, um einen Angriff mit voller Wucht zu entfesseln." erinnerte sich Mor’rud.
"Sobald der Tresor ge?f war, kam die zweite mmenwelle und diesmal... stürzten die Mine und der Tresor, der das Ziel gewesen war, ein... und begruben den gr??ten Vorrat an Adamantium."
"Er sah vom Himmel aus zu, wie wir unter den Adamantium-Gew?lben begraben wurden, die wir mit unseren eigenen H?nden gebaut hatten."
"Es ist schwer, sich daran zu erinnern, was nach der zweiten Feuerwelle geschah, ich wei? nur, dass ich, als sich der Staub und die Trümmer gelegt hatten, als Erstes seine Landung und die Verwandlung von der Bestie zum Menschen sah."
"Seine Augen waren benommen, als er dastand und starrte, und die n?chsten Worte waren: ’Welche Befehle, Bruder?’" erz?hlte Mor’rud.
"Wir Zwerge wussten, dass die Drachen die besondere F?higkeit haben, mit ihrem Geist über gro?e Entfernungen hinweg zu kommunizieren, und so wusste ich, von welchem Bruder er sprach... dem Drachenk?nig."
"Und die Befehle, die er gab, wurden bald vom Herrn der Rubinschuppen wiederholt."
"T?ten"... war alles, was er sagte, die roten Kugeln mmten mit einer schrecklichen Blutlust. Schwer verletzt von dem Zusammenbruch, sah ich zu, wie die Reste meines Bataillons auf ihn losgingen."
"Aber er stand da, unbeeindruckt, und doch wurde jeder meiner Art, der in seine Reichweite kam, mit Leichtigkeit hingerichtet... seine uen trieften vom Blut aller, die ich kannte, und ich wusste, dass mein Leben bald nur noch ein Blutstropfen sein würde, der an seinen uen herabrann."
"Meine Verwandten erkannten bald, dass es vorbei war, dass diejenigen, die noch die Kraft zum K?mpfen hatten, vernichtet worden waren und der Rest von uns nur noch auf sein Schicksal warten konnte."
"Der Rest von uns, wie ich bald feststellte, war nur noch ich, mit einem Teil meines Beins, das noch von den Trümmern zerquetscht war. Ich war der letzte eines Bataillons von über hundert Mann, und es hatte nur zwei mmenwellen überstanden."
"Damals fragte ich mich, warum unser K?nig überhaupt befahl, Adamantium abzubauen ... warum er uns gegen die m?chtigsten Bestien des Reiches antreten lie?, indem er an ihrer Schw?che rüttelte, wohl wissend, dass sie sich r?chen würden."
"Dann kam er n?her an mich heran... unsere Blicke trafen sich, bevor er zu mir hinüberging und sich vor mir niederkauerte. Mir blieb der Atem weg, noch bevor sich seine Krallen um meine Kehle schlossen."
"Und als er sich nur noch mit der geringsten Kraft zu drehen brauchte, hielt er inne, seine Augen wurden leer wie zuvor. Ich wusste, dass er mit einem seiner Verwandten sprach, und danach lie? er mich los und verabschiedete sich, als w?re nichts geschehen." erz?hlte Mor’rud.
"Ich rief nach ihm, ich musste wissen, warum er mich am Lebenssen würde."
"Und er sagte zu mir, dass er es nicht mag, wenn man ihm sagt, was er tun soll. Ich habe nie verstanden, was er meinte, bis ich in der Drachenburg von Nordende erwachte und die Nachricht h?rte..."
"Der Zwergenk?nig hatte sich ergeben und bot alle Adamantiumminen und das Leben der Soldaten des Au?enpostens im Austausch für Gnade an."
"Lord Menarx hat mich verschont, weil er nicht wollte, dass es so aussieht, als h?tte er genau das getan, was der Zwergenk?nig ausgehandelt hatte... Ich verstehe diesen Grund immer noch nicht, doch er hat mir das Leben gerettet." sagte Mor’rud, immer noch unf?hig, es zu begreifen.
Neveahchte leise und schüttelte den Kopf. Es ng wirklich nach Menarx, dass er etwas so Unvernünftiges getan hatte.
"Nun, es ist schon sp?t, ihr solltet früh in euer Quartier zurückkehren, die Ruhe wird euch gut tun." riet Mor’rud.
Neveah seufzte widerwillig, nickte aber zustimmend, sie brauchte die Ruhe.
Neveah stand auf, verlie? die Bibliothek und nahm denngen Weg durch den hinteren Wald, um zum Wohnturm zurückzukehren.
W?hrend sie ging, war Neveah in Gedanken versunken, wie sie es oft war, seit ihre Tage in eine Routine verfallen waren.
’Jemand ist hier...’ Neveahs Wolf lenkte ihre Aufmerksamkeit auf eine fremde Pr?senz.
Neveahs Augenbrauen zogen sich leicht zusammen, als sie in ihrem Schritt innehielt und die Arme hinter ihrem Rücken verschr?nkte.
"Komm heraus." forderte Neveah und lie? ihren Blick zu dem gro?en Baum wandern, hinter dem sich ihrer Meinung nach jemand versteckte.
Es kam keine Antwort, und Neveah seufzte, bevor sie sich stürzte und im Handumdrehen hinter dem Baum ankam.
Neveah war sich nicht sicher, wen sie dort zu sehen erwartet hatte, aber sie hatte sicher nicht erwartet, eine Davina mit gro?en Augen vorzufinden, die sie anschaute.
"Davina? Was machst du denn hier?" fragte Neveah verblüfft.