<h4>Chapter 298: Ein Ausflug in die Stadt. (Kap. 298)</h4>
Die Sonne war nun vollst?ndig aufgegangen, und in dem Moment, in dem Adrienne aus dem Erdgeschoss des Drachenturmes trat, atmete sie erleichtert auf, als die kühle Aura zurückblieb.
Adrienne hatte auch erkannt, dass der Bergfried durch die Abwesenheit des Drachenk?nigs in einen so unertr?glichen Zustand geraten war.
Er war das Licht der Festung... der st?rkste und m?chtigste Drache, der edelste und m?chtigste unter seinen Artgenossen, ein Mann, dessen blo?e Anwesenheit die Festung selbst zum Leben erweckte.
Adrienne hatte immer gewusst, dass der Drachenk?nig der Richtige war, er war vom ersten Moment an ihre Wahl gewesen und Adrienne hatte nie zurückgeblickt.
"Seine Gnaden sollte bald zurückkehren ... der Bergfried ist ohne ihn nicht mehr derselbe." murmelte Adrienne leise und zog den Pelzmantel fester um sich.
"Zumindest... wenn er das n?chste Mal abreist, sollte ich in der Lage sein, ihn zu begleiten. Ich muss dafür sorgen, dass ich bei dieser Gelegenheit in seiner Gunst stehe." fügte Adrienne hinzu.
Drau?en im Hof wartete bereits eine Kutsche auf Adrienne. Als k?niglich geborene Fae war Adrienne der Luxus verg?nnt, selbst so weit weg von zu Hause.
Adrienne ging zügig zu ihrer Kutsche hinüber, in der der Kutscher sa? und sie erwartete.
"Wird Mdy nach Hause fahren?" fragte der Kutscher.
Adrienne runzelte leicht die Stirn bei der Erw?hnung von Zuhause. Das Herrenhaus in der Zitadelle, in dem sie zu wohnen gezwungen war, war nicht das, was Adrienne als Zuhause betrachtete.
Es gab nur ein Zuhause für Adrienne, und das war nicht einmal im k?niglichen Wald der Fae, wo sie ursprünglich geboren und aufgewachsen war, sondern hier in Dragon Keep, an der Seite des Drachenk?nigs.
"Nicht das Herrenhaus ... wir werden in die Stadt fahren." sagte Adrienne zu dem Kutscher.
"In die Innenstadt?! Aber das ist doch kein Ort für eine edle Dame und schon gar nicht für eine Fae!" rief der Kutscher erstaunt aus.
Adriennes Stirnrunzeln vertiefte sich angesichts desuten Tons des Kutschers, sie blickte sich um, um sicherzugehen, dass niemand etwas geh?rt hatte, bevor sie dem Kutscher einen finsteren Blick zuwarf.
"Meine Tante hat dich gebeten, mich zu begleiten, um mir zu helfen, und das ist alles, was du tun darfst. Sie werden nie an der Reihe sein, meine Absichten in Frage zu stellen."
"Wir fahren in die Stadt, und das ist alles. Nimm den auff?lligsten Weg, ich brauche dir nicht zu sagen, dass ich im Geheimen reise." warnte Adrienne in einem eiskalten Ton, bevor sie in ihre Kutsche stieg.
Wenig sp?ter setzte sich die Kutsche in Bewegung und machte sich auf denngen Weg vom Drachenfried hinunter.
Der Weg führte steil den Berg hinunter, aus dem der Bergfried selbst gebaut war, und so fuhr die Kutsche nurngsam hinunter.
Erst als sie den Drachenturm vollst?ndig hinter sich gssen hatten, wurde die Kutsche zu einem gleichm??igen Tempo angeregt.
"Mdy, es wird mindestens einen Tagesritt dauern, bis wir in der Stadt ankommen." Sagte der Kutscher zu Adrienne von au?erhalb der Kutsche.
Adrienne gab keine Antwort, ein Tag... eine Woche oder sogar ein Monat, das war nicht wirklich wichtig.
Adrienne würde so oder so in die Stadt fahren, nur dort konnte sie einen wichtigen Aspekt ihres ns verwirklichen.
Es blieb nicht viel Zeit, denn nur jetzt, da die Bewohner des Bergfrieds in die Zitadelle hinausgeschickt wurden, konnte Adrienne sicher sein, dass sie nicht beobachtet werden würde.
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Die Atmosph?re ?nderte sich merklich in dem Moment, als die Kutsche die letzte Kurve nahm, die sie direkt in die Stra?en des Stadtzentrums führte.
Es war sp?ter Mittag, als die Kutsche in der Innenstadt ankam. Sie hatten den kürzesten und schnellsten Weg genommen und die ganze Nacht über nicht angehalten, so dass sie noch vor Auf eines Tages angekommen waren.
Zu dieser Zeit herrschte in dem Viertel Hochbetrieb, und die Karren und Kutschen fuhren unter der Aufsicht von Drachenw?chtern ein und aus.
Die Stra?en waren überfüllt, und die meisten Bewohner des Stadtviertels waren unterwegs, um ihrer t?glichen Routine nachzugehen.
Wie jeder andere Bezirk von Keep Skies war auch der Innenstadtbezirk bev?lkert und immer ein gesch?ftiger Ort, an dem die H?ndler ein- und ausgingen, um Handel zu treiben.
Adrienne konnte das gesch?ftige Treiben auf der Stra?e h?ren, denn obwohl das Stadtzentrum eine gro?e Anzahl von Menschen beherbergte, war es doch streng organisiert und hatte gut geregelte Regeln.
Die Drachen hatten eine geore Struktur, in der sie jedes Viertel und jede Festung koordinierten, um die Sicherheit und den Wohlstand der Menschen zu gew?hrleisten.
Kein anderes Volk war so fortschrittlich und innovativ wie die Drachen, das wusste Adrienne nur zu gut.
Deshalb war auch keine andere Rasse in der Lage gewesen, das gesamte Reich über Jahrhunderte hinweg unter ihre Herrschaft zu bringen.
So wie es überall in Keep Skies Akademien gab, so gab es auch Zünfte, die alle Lebensbereiche vom Schmied bis zum Stra?enverk?ufer regelten ... jeder war einer Zunft oder einem Verband unterstellt.
In den zw?lf gro?en Festungen der Asvarian-Hochburg war es genauso, so dass die Drachen die vollst?ndige und absolute Kontrolle über Recht und Ordnung besa?en.
Für alles andere hatten die Drachen v?llige Freiheit gew?hrt.
Doch im Gegensatz zu anderen Bezirken gab es hier Drachenw?chter, die regelm??ig auf Patrouille durch die Stra?en des Stadtbezirks gingen.
In den anderen Bezirken war es nicht üblich, dass Drachenw?chter das Leben der einfachen Leute st?rten, aber hier in der Innenstadt war es normal.
Und dasg daran, dass das Stadtzentrum haupts?chlich von den sogenannten "Gebrandmarkten" bev?lkert war, wie die Bewohner der Festung Asvarian es nannten.
Die meisten derjenigen, die sich in der Innenstadt niedergssen hatten, waren Verbrecher, die nach dem Umsturz begnadigt worden waren.
Auf Befehl des Drachenk?nigs konnten sie leben, wie es ihnen gefiel, snge sie sich wie jeder andere Bürger an die Gesetze hielten, doch wurde das Viertel aufgrund der Vorgeschichte der meisten Bewohner strenger bewacht.
Es war ein Bew?hrungs- und Reformationsbezirk, in dem die Bewohner wieder in die Gesellschaft aufgenommen werden konnten, wenn sie es für würdig befunden wurden.
Adrienne zog den Vorhang ihrer Kutsche beiseite und sp?hte hinaus. Sie zuckte leicht zusammen, als sie den unheimlichen Blick eines Kobolds mit leuchtend gelben Augen und schuppiger Haut sah.
Der Kobold zischte von dort aus, wo er stand, und Adrienne lie? schnell die Vorh?nge herunter, denn es würde ihr nichts nützen, sich auf eine Konfrontation einzssen.
"Mdy, wohin sollen wir fahren?" fragte der Kutscher, als die Kutsche durch die Stra?en des Innenstadtbezirks rollte.
"Downtown Inn." antwortete Adrienne leise.
"Ihr wollt die Gebrochene Klinge befragen?" Der Kutscher stellte entsetzt fest.
Die Gebrochene Klinge war unter den finsteren Gemütern der Festung ein verschwiegener Name,
Alle wussten von ihrer Existenz, aber nur wenige kannten ihren wahren Zweck, und das aus gutem Grund, denn sie geh?rten zu dem B?sen, das die Drachenfürsten sofort ausrotten wollten.
Aber für viele, auch für Adrienne, waren sie ein notwendiges übel.
"Ich wei?." erwiderte Adrienne schlicht.
Der Kutscher protestierte nicht, aber Adrienne spürte, dass er nicht einverstanden war, und sie verstand seine Bedenken.
Das Stadtzentrum war ein Ort der Reformation, aber nicht jeder konnte wirklich reformiert werden.
Es bot jenen ein normales Leben, die einst wegen ihrer Andersartigkeit eingesperrt worden waren, vor allem Halbblütern anderer Rassen, die der frühere Drachenk?nig nicht duldete.
Es gab jedoch auch einige, die die Gelegenheit genutzt hatten, um sich hier in der Innenstadt eine Basis des Verbrechens zu schaffen, ohne dass die Drachenfürsten davon wussten.
Eine davon war die "Zerbrochene Klinge". Oberfl?chlich betrachtet war sie eine H?ndlergilde, doch die Waren, mit denen sie handelte, waren anders als bei jeder anderen Handelsorganisation.
Alle verbotenen und geschmuggelten Waren konnten bei der "Gebrochenen Klinge" erworben werden, und es gab keine Grenzen für die Dienstleistungen, die sie anboten, snge das Gold stimmte.
Die wichtigsten Waren, mit denen die Gebrochene Klinge handelte, waren Informationen und Verbrechen... für den richtigen Preis konnten sie jede Information beschaffen, die man unter dem Himmel brauchte.
Und für den richtigen Preis konnte die Gebrochene Klinge jeden und alles auf natürliche Weise verschwindenssen.
So faszinierend beides auch war, es gab etwas, was die Gebrochene Klinge hatte, das für Adrienne noch interessanter war.
Zu den Dienstleistungen, die sie anboten, geh?rten Antworten auf Fragen, die sich dem Verst?ndnis der Sterblichen entzogen, denn im Dienste der Gebrochenen Klinge stand ein m?chtiger Seher.
Für den richtigen Preis konnte man die Antwort auf jede Frage finden, selbst auf eine Frage, die unm?glich war ... snge sie der Erde, dem Himmel und anderen Naturgewalten bekannt war.
Nun suchte Adrienne nach einer Antwort auf eine Frage, die weit jenseits der Meereg, in einem Land, das von der Herrschaft der Drachen unberührt blieb ... dem Land der Wolfswechsler.
Um die Drachenfürsten gegen den Diener aufzubringen, brauchte Adrienne etwas ... etwas, das den Diener vollst?ndig und vollst?ndig vernichten konnte.
Und Adrienne wusste genau, welche Frage sie stellen musste...