<h4>Chapter 290: Mitten im Nirgendwo (Kap.290)</h4>
Ein kalter Wind fegte über ein weites Feld und trug eine dicke Schneedecke mit sich. Der Schnee wirbelte im Wind und reengsam auf die Erdoberfl?che und auf eine im Schnee liegende Gestalt herab.
Neveahs Augenlider zuckten leicht, die Sonnenstrahlen drangen durch ihre geschlossenen Lider und vertrieben den Dunst des Scfes, der sich an ihr Bewusstsein mmerte.
Ein leises St?hnen entkam Neveahs Lippen, sie hob eine Hand, um ihre Augen vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Irgendwo in Neveahs Hinterkopf fragte sie sich, was es mit dieser eisigen K?lte auf sich hatte.
Unbewusst griff Neveah an ihre Seite und tastete nach ihrer Decke, um den kalten Wind abzuwehren, aber siendete bei einer Handvoll eiskaltem Schnee.
’’Was zum...?’’ fragte sich Neveah schl?frig, als ihre Augenngsam auftterten und sie direkt in den offenen Himmel starrte, in dem sich Grau- und ut?ne zu einer wundersch?nen Harmonie vermischten.
Aber die Sch?nheit dieses Anblicks war zweitrangig gegenüber Neveahs Erstaunen, als sie sich ihrer Umgebung voll bewusst wurde.
Der pfeifende Wind, die wogende Schneedecke und die kalte N?sse, die sie durch ihren Reitanzug hindurch spüren konnte.
Neveah neigte den Kopf zur Seite und starrte verwirrt in das weite Schneefeld hinaus;
’’Wo bin ich?’’ fragte sich Neveah, als sie sich leicht aufsetzte und mit einem Blick um sich herum feststellte, dass sie allein in einem unendlichen Feld aus dichtem Schnee sa?.
Neveah blinzelte einmal und dann zweimal, doch als sie die Augen ?fe, stellte sie fest, dass sie sich immer noch in einem fremden Schnend befand, einem Ort, an den sie sich nicht erinnern konnte, wie sie dorthin gekommen war oder was genau sie dort scfend tat.
’’Das muss eine Art Illusion sein... das ist es bestimmt.’’ versicherte sich Neveah mit einem unsicheren Glucksen.
Wenn Neveah sich richtig erinnerte, und da war sie sich sicher, war das letzte, woran sie sich erinnerte, dass sie von Elina und Janice zurück in ihr Quartier in der Reiterakademie geführt wurde.
Es war kurz nachdem Neveah von den ?ltesten mit einer strengen Verwarnung und nicht viel mehr enssen worden war. Neveah sollte sich eine gute Nachtruhe g?nnen, bevor ihre Prüfungen im Morgengrauen beginnen würden.
Wie hatte sie also ihr perfektes Bett in der Reiterakademie vessen, um sich auf einem Schneefeld mitten im Nirgendwo wiederzufinden?
Es ergab einfach keinen Sinn, und Neveah kam zu dem Schluss, dass es sich nur um eine Illusion oder einen Albtraum handeln konnte.
Keine der beiden M?glichkeiten ng für Neveah sonderlich verlockend. Als sie sich an das letzte Mal erinnerte, als sie in einer Illusion gefangen war, erschauderte Neveah sichtlich, und das hatte nichts mit dem kalten Wind zu tun.
’’Diese Feen sind alle tot. Ich k?nnte nicht noch einmal in ihrer Illusion gefangen sein...’’ versicherte sich Neveah;
Ein einziges Ereignis, das sie von ihren gr??ten ?ngsten befreite, war mehr als genug, um Neveah ein Lebenng zu begleiten... Neveah musste noch immer die Narben überwinden, die seit der Erweckung der Partnerschaftsbindung in ihrem Herzen zurückgeblieben waren, und sie ubte nicht, dass sie sich dem noch einmal stellen konnte.
’’Es muss nur ein Traum sein... nur ein Traum.’’ versicherte sich Neveah im Stillen und k?mpfte sich vom verschneiten Boden auf die Beine.
Sie schloss die Augen und schüttelte energisch den Kopf hin und her, um abzuschütteln, was auch immer ihr da vorgespielt wurde, aber es war vergeblich.
Als Neveah die Augen wieder ?fe, stand sie immer noch mitten im Nirgendwo.
’’So einfach kann es nicht sein, oder?’’ murmelte Neveah vor sich hin.
Neveah stie? einen leisen Seufzer aus, als sie die Schneeflocken vom Oberteil ihres Reiteranzugs abstaubte, bevor sie eine Hand hob, um ihr feuchtes Haar aus dem Pferdeschwanz zu wickeln.
Die Schneeflocken waren an Neveahs Haar haften geblieben, und Neveah fragte sich, wienge sie im Schnee gewesen war, dass ihr Haar so feucht geworden war.
Neveah schüttelte leicht den Kopf und schüttelte die Schneeflocken ab, bevor sie mit der Hand durch ihr Haar fuhr, um den Rest herauszuholen.
Es war ein vergeblicher Versuch, da es immer noch leicht schneite und die Schneeflocken einfach wieder auf Neveahs Haarndeten.
’’Das ist verrückt...’’ Neveah grummelte leise vor sich hin, w?hrend sie ihren Blick über das Feld schweifen lie?.
Neveah war v?llig ratlos, was sie tun sollte. Ebeng sie noch in dem seltsamen, aber seltsam bequemen Bett ihres neuen Wohnquartiers, und im n?chsten Moment befand sie sich drau?en an einem unbekannten Ort.
Das Vernünftigste w?re, einen Weg hier raus zu finden, über den Rest k?nnen wir sp?ter nachdenken. Neveahs Wolf meldete sich schlie?lich in Neveahs Kopf zu Wort.
Das hei?t, auch du hast keine Ahnung, wie wir hierhergekommen sind." Neveah dachte an ihren Wolf zurück.
"Ich kann eine Vermutung anstellen. Der alte Maloway wartete wahrscheinlich, bis wir wehrlos waren und brachte uns hierher, um sich für das Knurren an ihm zu r?chen." ?u?erte Neveahs Wolf mit Gewissheit und unterschwelliger Bosheit.
Neveah dachte einen Moment darüber nach, schüttelte dann jedoch ihren Kopf.
"Er ist nur ein alter Mann... er kann sich kaum aufrecht halten. Er kann sich es nicht leisten, so kleinlich zu sein." Neveah wies auf den Verdacht ihres Wolfes hin.
"Wir sind diejenigen, die sich keine Rücksicht leisten k?nnen. Hast du nicht bemerkt, dass wir so einfach entkamen?" dachte Neveahs Wolf zurück.
"Ich dachte, Menarx sei unsere einzige M?glichkeit, um wirklich in der Festung zu leben und nicht nur Tag für Tag zu überleben und st?ndig über unsere Schultern zu blicken... Aber ich habe mich geirrt, wir sind einfach nicht dazu bestimmt, hier zu sein.", knurrte Neveahs Wolf.
"Da ist es wieder... Du bist in letzter Zeit zu oft gereizt, und du wei?t genauso gut wie ich, dass es nur schlimmer wird, wenn wir nicht mindestens eine Bindung zssen." Neveah dachte zurück an ihren Wolf.
Neveahs Wolf antwortete nicht, sie konnte die Wahrheit in Neveahs Worten nicht leugnen.
"Jedenfalls ist meine Vermutung ganz anders als deine... Ich ube, das ist unsere Prüfung." dachte Neveah zu ihrem Wolf, w?hrend sie durch den Schnee stapfte und eine zuf?llige Richtung einschlug.
Neveah hatte ihre Richtung aufgrund der Silhouette eines hohen Berges gew?hlt, den sie von dort, wo sie stand, vage erkennen konnte.
Es war das Einzige, was in dem Schneefeld hervorstach, also nahm Neveah an, dass sie dorthin gehen sollte.
"Du bist zungsam,ss mich raus." meinte Neveahs Wolf zu ihr, w?hrend Neveah sich durch den dicken Schnee k?mpfte und ihre Stiefel bei jedem Schritt versanken.
"In Ordnung." antwortete Neveah, und lie? ihren Wolf an die Oberfl?che kommen, übernahm ihre Gestalt und bald sah Neveah durch die Augen ihres Wolfes.
Die Sicht von Neveah in Wolfsgestalt war sch?rfer und der Berg, den sie zuvor nur vage erkennen konnte, war jetzt rer zu sehen.
Es war auch für Neveahs Pfoten viel einfacher, sich im dichten Schnee zurechtzufinden.
Neveah stürmte in ihrer Wolfsgestalt vorw?rts, ihre Pfoten berührten den Schnee nur einen kurzen Moment, bevor sie sich nach vorne katapultierte.
Die kühle Luft fühlte sich mit Neveahs dickem Fell aus mitternachtsuem Pelz nicht mehr so kalt an.
Ein aufgeregtes Jaulen kam von Neveah, als sie noch schneller rannte und die Kontrolle v?llig an ihren Wolf übergab.
Sie rannten mit be?ngstigender Geschwindigkeit, der Wind blies in Neveahs Fell, und sie musste zugeben, dass sie schonnge nicht mehr so frei gewesen war... frei, sie selbst zu sein.
Neveah hatte pl?tzlich das Gefühl, dass es eigentlich gar nicht so schlecht war, ganz alleine an einem unbekannten Ort aufzuwachen, wenn das bedeutete, einen Moment der Ruhe und des Durchatmens zu haben.
"Was, meinst du, werden wir im Berg finden?" dachte Neveahs Wolf zu ihr.
"Ich kann das Wesen der Drachen und ihrer Bekannten nicht ann?hernd erfassen. Wir k?nnen nur sicher sein, wenn wir dort ankommen." Neveah dachte zurück an ihren Wolf.
"Wie werden wir wissen, in welcher Form die Prüfung sein wird?" dachte Neveahs Wolf erneut nach.
"Das ist eine unangenehme Ver?nderung... Normalerweise bin ich diejenige mit den Fragen und du hast immer alle Antworten." erinnerte Neveah ihren Wolf amüsiert an die Dynamik ihrer Beziehung.
"Es w?re besser, wenn du einfach zugeben würdest, dass du keine Ahnung hast." Neveahs Wolf schnaubte in ihrem Geistesband.
"Du bist in meinem Kopf, du würdest es wissen, wenn ich es wüsste... Aber andererseits w?ren wir nicht im Scf hierher gebracht worden, wenn wir es von Anfang an h?tten wissen sollen." Neveah machte einen logischen Punkt.
"Wir wurden überrumpelt und Himmel wei?, wohin gebracht ohne unser Wissen und selbst jetzt, wissen wir noch nicht, was vor uns liegt."
"Ich wei? nicht, wie es dir geht, Veah, aber das klingt nach einer Geschichte, deren Ende uns nicht gefallen wird..."
"Eine Geschichte, die damit begann, dass wir vertraut haben und unsere Wachsamkeit nachgssen hat... Wir sind nicht mehr so vorsichtig wie zu unseren Zeiten im Drachenturm und ich sag dir, das wird nicht gut enden." erinnerte Nevea.