<h4>Chapter 253: Eine Saison in Tajmaé 8 (Kap.253)</h4>
Die innere Halle der Hütte der Hohen Jungfrau war ein seltsam anmutender Raum, das war das erste, was Dante auffiel, als er die Halle betrat.
Sie war anders als der Rest der Hütte, die man als Wohnst?tte einer Nymphe erwarten würde.
Nymphen waren Wesen des Waldes, die Natur war für sie eine Quelle des Lebens, eine Quelle der Magie und ein wichtiger Teil ihrer Existenz.
Daher war es für Dante kein Wunder, dass die gesamte Nymphensiedlung eine Mischung aus Wald und Stadt war.
Die Hütte der Hohen Jungfrau selbst war aus Holz und nur aus natürlichen Materialien gebaut, wie alle Hütten, die Dante auf dem Weg hierher gesehen hatte, soweit sie in die Siedlung gekommen waren.
Die innere Halle des Hauses der Hohen Jungfrau glich einer Wiese.
Gro?e B?ume standen herum, deren ?ste und Bl?tter einen Baldachin bildeten, der die Halle nur schwach beleuchtete.
Es gab nur einen schmalen Weg, der von der Tür zum Thron führte, und auf beiden Seiten des Weges wuchsen B?ume, der Weg selbst war mit abgefallenen Bl?ttern übers?t.
Ansonsten glich der Rest der Halle einer Blumenwiese mit vielen verschiedenen Blumenarten, es schien mehr ein Garten als eine innere Halle zu sein.
In der Mitte der Halle stand der Thron, den Dante bereits bemerkt hatte.
Der Thron war aus einem gro?en Baum geschnitzt, der direkt aus dem Boden wuchs und dessen Wurzeln sich sternf?rmig nach allen Seiten ausbreiteten.
Der Baum stand hoch und stolz, viele ?ste ragten noch aus ihm heraus, und irgendwie konnte Dante spüren, dass in dem Baum noch Leben steckte.
Die ?ste trugen noch immer Bl?tter und Früchte, und Dante war sich nicht sicher, wie ein Thron aus einem Baum geschnitzt werden konnte, ohne dass der Baum absterbte.
Aber das Seltsamste an der Halle waren die glitzernden Ornamente, die von oben herabhingen und ein leises Klimpern erzeugten.
Es waren Dutzende von ihnen, und Dante warf einen Blick nach oben, wobei er die Stirn runzelte.
Von den ?sten der B?ume baumelten Ornamente, seltsame Gegenst?nde, eingemei?elte Runen und sogar Talismane.
Der Duft von Weihrauch und Gewürzen hing schwer in der Luft, und Dante fragte sich einen Momentng, ob dies eine Art Schrein oder eine Nymphenhalle war.
Wenn er darüber nachdachte, hatte Dante einmal irgendwo gelesen, dass es Nymphen gab, die mit der Gabe der Wahrsagerei gese waren, und andere, die sich in ge?chteter Magie wie Geisterbeschw?rung und anderen Künsten, die man als dunkle Magie bezeichnen konnte, tummelten.
Aber den Nymphen war vor Jahrhunderten die Freiheit gew?hrt worden, ihre Kulturen zu praktizieren, snge keine Unschuldigen dadurch zu Schaden kamen.
Dante schüttelte leicht den Kopf, er wollte nicht neugierig auf seine Umgebung sein, es ging ihn nichts an, was das hier war.
In der Halle herrschte absolute Stille, abgesehen von den beunruhigenden Ger?uschen, die von den seltsamen Gegenst?nden ausgingen, die von oben herabhingen,
Das und das kaum h?rbare Ger?usch von Schritten auf den Fluren, wenn gelegentlich eine Nymphe vorbeikam.
In der Hütte der Hohen Jungfrau wohnten nicht viele Nymphen, und Dante sch?tzte, dass es au?er ihren Gehilfen kaum jemand anderes gab.
Um genau zu sein, war es keine Vermutung, Dante konnte nur die Anwesenheit von etwa zehn Nymphen in der Hütte wahrnehmen, und er wusste, dass zwei von ihnen auf dem Weg zum Ausgang waren.
Nachdem sie ihre Beute abgeliefert hatten, waren die Nymphen gegangen, noch bevor die Hohe Jungfrau sich zeigte.
Nun stand Dante in der Mitte der inneren Halle, w?hrend die Hohe Jungfrau irgendwo in ihrer wald?hnlichen Halle war, irgendwo, das Dante nicht wissen wollte.
Ein Moment verging, und die Hohe Jungfrau machte immer noch keine Anstalten, sich zu n?hern, und Dante musste sich fragen, ob sie ein Versteckspiel spielten.
Wenn dem so war, hatte Dante nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen, und so fielen ihm die Augen zu.
’Zehn Schuppen... neun Schuppen... acht Schuppen...’ Dante z?hlte in seinem Kopf rückw?rts, um seine Ruhe zu bewahren,
Obwohl Dante viel lieber die Sekunden z?hlen würde, die er brauchte, um eine beleidigende Nymphe nach der anderen auszul?schen ... aber für den Moment würde das genügen müssen.
Dante spürte die Augen der Hohen Jungfrau auf sich gerichtet, sie beobachtete jede seiner Bewegungen ... nur gab es nicht viel zu beobachten, denn Dante hatte nicht vor, sich auch nur einen Schritt von seinem tz zu bewegen.
Dante war sich nicht sicher, ob seine einzige Begleitung begriffen hatte, dass es ihr nichts brachte, ihn aus dem Schatten heraus zu beobachten, denn schlie?lich bewegte sie sich.
"Die Halle, in der du stehst, ist die heilige Halle der Nord-Nymphen..." Die Hohe Jungfrau brach als Erste das Schweigen.
"Nicht vielen ist es verg?nnt, diese Halle zu betreten... schon gar nicht einem Fremden. Ich mag keine Fremden... wie ihr seht." Die Hohe Jungfrau fuhr fort.
Dante konnte ihre Bewegungen wahrnehmen, ihre leichten, zierlichen Schritte, als sie sich ihm n?herte, das Rascheln ihres Kleides um ihre Kn?chel, ihrenngsamen, gleichm??igen Atem, aber er war nicht im Geringsten neugierig darauf.
Dante hatte die Augen geschlossen, und er hatte vor, sie songe geschlossen zu halten, bis es ihm gefiel, etwas anderes zu tun.
"Vielleicht müsstet Ihr nicht allzunge ein Fremder sein..." murmelte die Hohe Jungfrau.
Die Hohe Jungfrau lie? sich Zeit, um zu Dante zu kommen, ihre Schritte warenngsam und gemessen, Dante konnte erkennen, dass er bereits in dem Moment, in dem er den Saal betrat, intensiv beobachtet wurde.
Die Chance war gering, aber Dante hoffte, dass die Hohe Jungfrau nicht mit ihm zufrieden sein würde
Auf diese Weise k?nnte er sich auf den Weg machen und alle k?nnten weitermachen, als w?re nichts passiert;
Aber wenn die Dinge so weitergingen, konnte Dante nicht versprechen, dass mit den Nymphen alles in Ordnung sein würde, wenn er wieder frei war.
Die Hohe Jungfrau blieb einen Moment vor Dante stehen und beugte sich so weit vor, dass ihr Duft Dante vollst?ndig einhüllte.
Dante war sich sicher, dass ihr Gesicht kaum einen Zentimeter von seinem entfernt war.
"Geseer Tag, Geliebter... Ich hoffe, deine Reise hierher war nichts als angenehm." flüsterte die Hohe Jungfrau und ihr Atem strich über Dantes Gesicht.
Dante erwiderte nichts, er wollte keine Nettigkeiten mit einer Nymphe austauschen.
"Hmmm ... keine Worte ..." kommentierte die Hohe Jungfrau beil?ufig, ihre Finger ruhten leicht auf Dantes Schultern.
Dante verzog keine Miene, als die Hohe Jungfrau ihnngsam umkreiste, ihre Finger folgten ihrem Weg, bis sie wieder vor Dante stand.
"Für einen Menschen habt ihr eine recht seltsame Miene... ruhig, gefasst... selbstbewusst, und ich rieche kein bisschen Angst... und auch keine Aufregung..." Die Hohe Jungfrau sprach wieder
"Habt Ihr vor, Eure Augen geschlossen zu halten? Du solltest etwas sagen, irgendetwas... wenn du so still bist, dann gehe ich davon aus, dass du einverstanden bist." Sagte die Hohe Jungfrau leise.
"Hast du Probleme mit deiner Sehkraft, dass du mir so nahe kommen musst, um mich zu sehen? Oder hast du einfach keine Achtung vor Grenzen?" fragte Dante in einem leeren Ton.
Die Hohe Jungfrau antwortete nicht sofort, aber nach einem Moment brach sie in Gel?chter aus und lehnte sich weg.
"Und ich dachte schon, du würdest nicht mit mir sprechen ... wir werden gut miteinander auskommen, das kann ich dir sagen." flüsterte die Hohe Jungfrau, als sie einen Schritt zurücktrat.
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"Der Nordn?" fragte Estelle, w?hrend sie den Oberw?chter ansah.
Estelle sa? jetzt mit Lord Farren und den ?ltesten des Druidenns in einer anderen Halle, wo Lord Farren den ?ltesten die Situation geschildert hatte.
Es war keine leichte Aufgabe gewesen, aber mit Lord Farrens Hilfe hatten die ?ltesten schlie?lich zugestimmt, Estelle zu helfen.
Estelle hatte vor kurzem auch erfahren, dass der Hauptw?chter Lord Farrens Sohn und baldiger Hochmeister des Druidenns war.
"Meine Quellen berichten, dass Lady Starrons Gatte dorthin entführt wurde. Die Gruppe, der er begee, sind Untergebene der Hohen Magd des Nord-ns."
"Daher ist es nicht übertrieben zu schlie?en, dass die Nymphe, die er treffen wollte, die Hohe Jungfrau selbst ist." berichtete der Oberw?chter in einem grimmigen Ton.
Estelle spürte die Ver?nderung der Atmosph?re in der Halle und runzelte leicht die Stirn.
"Wenn Dante die Beute der Hohen Jungfrau ist, was würde das für uns bedeuten?" fragte Estelle unsicher.
"Die Hohe Jungfrau des Nord-ns ist für ihre trotzige Art bekannt. Unter ihrer Herrschaft sind die drei ns ?fter aneinandergeraten, als es n?tig gewesen w?re;
"Es w?re einfacher gewesen, den Zigeunern zu konfrontieren, aber das..." begann einer der ?ltesten und brach am Ende ab.
Estelle konnte aus dem Tonfall des ?ltesten heraush?ren, dass mit dieser Hohen Jungfrau nicht zu spa?en war, aber für Estelle machte das überhaupt keinen Unterschied.
"Ob es nun die Hohe Jungfrau oder ein Waldgeist ist, ich werde ihnen Dante nicht übessen." erkl?rte Estelle fest.
"Die Hohe Jungfrau des Nord-ns l?sst sich nicht so leicht zur Vernunft bringen, aber ich werde ihr sofort eine schriftliche Nachricht zukommenssen." versicherte Lord Farren mit einem Seufzer.