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Chapter 251: Eine Saison in Tajmaé 6 (Kap.251)

    <h4>Chapter 251: Eine Saison in Tajmaé 6 (Kap.251)</h4>


    "Wer sind Sie ...?" fragte Estelle erneut in einem misstrauischen Ton und brach damit das Schweigen und den Blickkontakt.


    Es gab viele seltsame Vorkommnisse in der Asvarian-Hochburg, und nach allem, was sie in den letzten Tagen erlebt hatte, erinnerte sich Estelle daran, dass es das Beste war, sich an Merkwürdigkeiten zu gew?hnen.


    "Ah... verzeiht meine Manieren. Man kennt mich als Lord Farren, Hochmeister des Druidenns." Der alte Mann stellte sich vor.


    ’Hochmeister?’ Estelle dachte nach.


    Nach der Hierarchie der Nymphenart w?re der Hochmeister gleichbedeutend mit dem nherrn.


    "Der nherr der Druiden?" fragte Estelle zur Best?tigung, w?hrend sie sich aufrechter setzte.


    "Ich ube schon." antwortete Lord Farren mit einem leisen Glucksen.


    Estelle blinzelte erstaunt, wenn Lord Farren n-Lord war, h?tte er der m?chtigste Nymphe unter den Druiden sein müssen


    Je st?rker die Magie der Feenart, desto l?nger ihre Lebensspanne. Wie war es m?glich, dass Lord Farren so gealtert war?


    "Ist das so eine gro?e überraschung?" fragte Lord Farren amüsiert und nahm Estelles Reaktion zur Kenntnis.


    Estelle merkte, dass sich ihre Gedanken in ihrem Gesichtsausdruck widerspiegelten, und korrigierte schnell ihre Miene, indem sie sich leise r?usperte.


    "Ach ... nichts dergleichen. Ich bin nur ein wenig verwirrt..." erkl?rte Estelle und hob eine Hand auf die schmerzende Stelle an ihrem Kopf, wo sie gescgen worden war.


    "Ich muss mich für die Unh?flichkeit meiner Untergebenen entschuldigen, Mdy. Ich hoffe, Ihr fühlt Euch wohl?" fragte Lord Farren und neigte seinen Kopf besorgt zur Seite.


    Estelle fühlte sich gewiss nicht wohl, ihr Kopf schmerzte fürchterlich, sie brauchte dringend ein Bad und eine warme Mahlzeit, und vor allem war sie krank vor Sorge um Dante.


    Wie konnte jemand sie ansehen und fragen, ob es ihr gut ging? Das tat sie ganz sicher nicht!


    Aber natürlich sagte Estelle nichts von alledem. Stattdessen zwang sie ein L?cheln auf ihre Lippen.


    "Ich werde leben." erwiderte Estelle h?flich.


    Lord Farren hob eine Augenbraue über die pl?tzliche Ver?nderung in Estelles Tonfall.


    "Nun, Ihr seid ganz anders, als meine Untergebenen von Euch erz?hlen." bemerkte Lord Farren.


    "Was haben sie über mich gesagt?!" Estelle zischte ver?rgert und bemerkte eine Sekunde zu sp?t, dass sie ihr bescheidenes und h?fliches Auftreten einen Moment, nachdem sie es aufgenommen hatte, abgelegt hatte.


    "Da ... das ist das Lichtblut von Fort zed." Lord Farren gluckste anerkennend.


    Estelle blinzelte überrascht, Lord Farren hatte ihr keine Fragen gestellt, wie war er also zu dem Schluss gekommen, dass sie wirklich Estelle Starron war?


    Estelle hatte geubt, sie müsse sich mit zahlreichen Fakten beweisen, doch sie war gerade erst aufgewacht und hatte kaum ein Wort gesagt.


    "Wie k?nnen Sie sicher sein, dass ich... Estelle Starron bin?" fragte Estelle misstrauisch.


    Lord Farren zuckte mit den Schultern, als er sich vorw?rts bewegte, sein Schritt warngsam, da er sich vollst?ndig auf seinen Stock stützen musste.


    Er ging hinüber zu einem stabilen Holzschemel in einer Ecke des kleinen Raumes und setzte sich schwer atmend hin.


    "Sie sind das Ebenbild Ihrer Mutter, Lady Estelle. Und Ihr habt das Temperament Eures Vaters, hochmütig und schnell zornig." erwiderte Lord Farren mit einem l?ssigen Achselzucken.


    Estelle schürzte die Lippen, bis zu den letzten Tagen hatte sie keinen Grund, schnell wütend zu werden, aber sie konnte nicht leugnen, dass sie dem Temperament ihres Vaters ?hnelte.


    Deshalb kamen sie auch so gut miteinander aus, und wann immer es den geringsten Streit zwischen Lord Starron und seiner Tochter gab, schien es, als würde die ue Burg an diesem Tag zusammenbrechen.


    Estelle konnte die Erw?hnung ihres Vaters immer noch ignorieren, der Lord von Fort zed war in dieser Gegend wohlbekannt. All diese L?ndereien standen unter seiner Vormundschaft, und so war es nur natürlich, dass er bekannt war.


    Aber bei ihrer Mutter war das anders: Estelles Mutter war schon vor vielen Jahrzehnten gestorben. Wie konnte sie Lord Farren bekannt sein?


    "Du kennst meine Eltern?" fragte Estelle, die Augen argw?hnisch zusammengekniffen.


    "Das tue ich. Ich war einst H?ndler in Fort zed, das ist über ein Jahrhundert her." verriet Lord Farren.


    In Fort zed gab es viele Rassen, aber sicher nicht die Nymphen, die ein zurückgezogenes Leben in ihrem Wald bevorzugten.


    Estelle verengte ihren Blick leicht, w?hrend sie ihren Geruchssinn konzentrierte, denn schon seit einiger Zeit hatte sie das Gefühl, dass Lord Farren nicht ganz wie ein Feenwesen roch.


    "Du bist ... ein Mensch?!" stellte Estelle erstaunt fest.


    Lord Farren kicherte als Antwort und blickte an sich herunter, bevor sein Blick wieder zu Estelle wanderte.


    "Nun... offensichtlich." erwiderte Lord Farren.


    Wenn Lord Farren ein Mensch war, dann machte es durchaus Sinn, dass er so gealtert war.


    "Wie kommt es dann, dass du hier bist, als..." begann Estelle zu fragen, brach dann aber ab.


    "Als Hochmeister? Gab es jemals eine Bestimmung, dass ein Mensch eine andere Rasse nicht führen darf?" fragte Lord Farren und zog eine Braue hoch.


    "Nicht direkt eine Regel... aber...nun ja..." stotterte Estelle unsicher.


    "Wenn ich mich nicht irre, bist du die einzige Tochter des Lord Starron. Dann folgt es doch, dass du in der Zukunft Fort zed regieren wirst ... aber du bist kein Drache, oder?" fragte Lord Farren.


    Daraufhin schwieg Estelle, sie hatte sich nie für würdig gehalten, Fort zed zu regieren.


    In diesem Augenblick wurde Estelle r, dass ihr Vater sie stets als seine Erbin gesehen hatte. Nur sie selbst betrachtete sich als ungeei.


    Nun erkannte Estelle, dass sie genau wie Dante, die Erbin von Fort zed war. Das war ein weiterer Grund, warum sie bald fliehen und ihre Familie und ihr Volk retten musste.


    "Das bin ich nicht." erkl?rte Estelle.


    "Würde dich das aufhalten?" fragte Lord Farren erneut und hob eine Augenbraue.


    Estelle schüttelte den Kopf, snge sie den Segen ihres Vaters hatte, war nichts anderes mehr von Bedeutung.


    "Nein... nein, das würde es nicht."antwortete Estelle bestimmt.


    "Nun, es ist kein Geheimnis, dass ein Mensch Hochmeister des Druidenns ist. Unsere Rolle im Leben wird nicht immer von unserer Rasse bestimmt. Es gibt Ausnahmen." meinte Lord Farren mit einem Kopfschütteln.


    "Ich verstehe..." murmelte Estelle und betrachtete Lord Farren schweigend.


    "Du fragst dich, wie alt ich tats?chlich bin." sagte Lord Farren weise.


    Das lie? Estelle nerv?s kichern, sie musste zugeben, dass dieser Gedanke ihr schon durch den Kopf gegangen war.


    Lord Farren behauptete, vor über einem Jahrhundert in Fort zed gelebt zu haben. Aber wenn man seine menschliche Lebenserwartung bedenkt, sah er nicht aus, als h?tte er schon ein Jahrhundert hinter sich.


    "Wenn du es teilen m?chtest, natürlich." antwortete Estelle verlegen.


    "Ich hatte das Glück, in der Hohen Jungfrau des Druidenns eine Partnerin zu finden. Meine geliebte Frau und ich haben ein wundervolles Jahrhundert miteinander verbracht..." schwelgte Lord Farren in Erinnerungen.


    "Es mag euch schwerfallen, das zu uben, aber die Macht der Paarbindung ist so gro?, dass sie auch mich ver?ndert hat. Ich bin in diesen wunderbaren Jahrzehnten keinen einzigen Tag gealtert... bis sie uns dann vessen hat..."


    "W?hrend der Seuche, die die Feen vor acht Jahrzehnten heimsuchte. Sie vertraute mir ihren gesamten n und unseren kleinen Sohn an. Doch mit ihrem Tod, unsere Bindung..." Lord Farren brach mit einem schweren Seufzer ab.


    "Die Bindung wurde gel?st... ebenso wie die Wirkung ihrer Magie auf dich. Daher hast du wieder angefangen zu altern." sagte Estelle verst?ndnisvoll.


    "Sie hatte gehofft, dass es nicht so weit kommen würde. Sie lie? mich versprechen, eine andere Nymphe zu binden." sagte Lord Farren mit einem traurigen L?cheln.


    "Aber du konntest es nicht." sagte Estellengsam.


    "Für mich ist das Altern nun ein Segen. Ich konnte nicht mit ihr gehen, als sie starb, da ich versprach, den n zu schützen."


    "Aber mit jedem Tag, der vergeht und mein K?rper schw?cher wird, wei? ich, dass ich ihr bald folgen werde. Jetzt wünsche ich mir nur noch, dass unser n gedeiht und in Frieden lebt, w?hrend meine letzten Tage n?her rücken." beendete Lord Farren.


    Estelle war erstaunt, dass Lord Farren so offen über sich sprach, und war noch überraschter, wie sehr er mit sich selbst im Reinen war.


    "Du kennst mich kaum. Ist es okay, mir das alles zu erz?hlen?" fragte Estelle und zog eine Augenbraue hoch.


    "Es ist kein Geheimnis. Und ich kenne dich, Estelle. Du bist die Tochter von Lord und Lady Starron, denen ich gro?en Respekt zolle." entkr?ftete Lord Farren Estelles Bedenken.


    "In diesem Zusammenhang muss ich fragen... was macht das Lichtblut von Fort zed im Wald von Tajmaé?" fragte Lord Farren.


    Estelle überlegte, ob sie die Wahrheit sagen sollte, und entschied sich schlie?lich dafür.


    "Fort zed wurde angegriffen, die Bev?lkerung ist in Gefahr und die Kommunikation ist abgeschnitten. Mein Vater schickte mich nach Keep Skies, um eine Audienz beim Drachenk?nig zu erbitten." offenbarte Estelle.


    Lord Farren’s Augen weiteten sich bei Estelles Worten.


    "Dann musst du deine Reise sofort fortsetzen!" sagte Lord Farren schnell.


    Estelle presste die Lippen zusammen, auch sie wollte ihre Reise fortsetzen, aber es gab eine Komplikation.


    "Ich reiste mit einem Gef?hrten. Wir sind unwissentlich in den Wald von Tajmaé eingedrungen und er wurde von Nymphen auf der Blumentreiben-Jagd gefangen genommen... Ich brauche Hilfe, ihn zu retten, Lord Farren." erkl?rte Estelle entschieden.


    "Wenn es die Blumentreiben-Jagd ist, dann fürchte ich, dass dein Gef?hrte nicht zu dir zurückkehren wird." sagte Lord Farren und schüttelte den Kopf.


    "Aber er muss! Ich kann ohne ihn nicht weitermachen! Ihr müsst mir helfen, bitte!" flehte Estelle verzweifelt.


    "Dieser Gef?hrte von dir... welche Bedeutung hat er für dich, Lady Estelle?" fragte Lord Farren und hob eine Augenbraue.


    In Estelles Kopf drehten sich die R?der und sie tzte mit der einzigen Sache heraus, die sie wusste, dass Lord Farren überzeugen würde.


    "Mein Ehemann! Er ist mein Ehemann!" tze es aus Estelle heraus.
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