<h4>Chapter 235: Sag das noch mal (Kap.235)</h4>
?W...mit...wessen Eubnis?!" Dieses vertraute, tr?ge Lallen ert?nte und Neveah erstarrte vollkommen. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken und das hatte nichts mit der kühlen Nachtbrise zu tun.
Sie hatte nicht bemerkt, dass Xenon sich verwandelt hatte; einen Moment zuvor war er noch in Drachenform und es war nur etwas mehr als ein einziger Atemzug vergangen.
Nicht nur, dass Neveah Xenons Verwandlung nicht bemerkt hatte, sie hatte auch keine Bewegung bemerkt. Doch pl?tzlich spürte sie Xenons Pr?senz direkt hinter sich und h?rte seine leisen, keuchenden Atemzüge.
Für ein Gesch?pf von so hoher Gr??e überraschte Xenons Geschicklichkeit Neveah immer wieder.
Als ein weiblicher Alpha Wolf erachtete Neveah ihre Sinne als ?u?erst ausgepr?gt. Sie konnte selbst die kleinste Ver?nderung in der Luft wahrnehmen und hatte unermüdlich unter der Anleitung von Alpha Dane trainiert, um ihre Sinne zu sch?rfen.
Wie hatte Xenon sich so schnell bewegen k?nnen, dass selbst Neveahs empfindliches Geh?r seine Bewegung nicht bemerkte?
Schlimmer noch, Neveah war nicht weit genug gegangen, um Xenon entkommen zu k?nnen. Sie war genau in seiner Reichweite und Sch?pfer wusste, dass sie nichts dagegen tun konnte.
Neveah wagte es nicht, sich umzudrehen. Sie konnte nur in ihrem erstarrten Zustand stehen bleiben, die Augen weit aufgerissen, als sie Xenons hei?en Atem direkt an ihrem Hals spürte.
Er war nah, dieses Mal sogar n?her als gerade in seiner Drachenform.
Aber im Gegensatz zu seiner Drachenform, die sie nur in Stille anstarrte, bewegte sich Xenons Hand blitzschnell. Er umfasste Neveahs Taille und zog sie zurück, sodass sie vollst?ndig gegen ihn gedrückt wurde.
Ein überraschter Aufschrei entwich Neveah, als sie pl?tzlich gegen Xenons Brust gedrückt wurde. Sein Arm war fest um ihre Taille gelegt, sodass sie sich keinen Zentimeter bewegen konnte, selbst wenn sie es versucht h?tte.
Noch schlimmer war, dass Neveah es h?tte versuchen sollen ... sie wusste, dass sie es h?tte tun sollen, doch sie tat es nicht ... sie konnte es nicht.
Der Gedanke, sich von Xenon zu entfernen, kam ihr in diesem Moment nicht einmal in den Sinn, als h?tte ihr Geist pl?tzlich zungsam gearbeitet, um eine vernünftige Vorgehensweise zu begreifen.
Und wie k?nnte Neveah auch hoffen? Es war über eine Woche her, seit sie Xenon das letzte Mal gesehen hatte ... das letzte Mal seine W?rme und Berührung gespürt hatte ... und beim Sch?pfer! Seine Pr?senz...
’War seine Pr?senz immer schon so dominierend?’, fragte sich Neveah.
’Riecht er immer so gut ...’ kam ein weiterer unerwünschter Gedanke in ihr auf.
Xenons vertraute W?rme umhüllte Neveah, sein Duft benomm ihr die Sinne und sie biss auf ihre Lippe, um sich zu konzentrieren.
’Das entwickelt sich in eine eher unerwartete Richtung ...’ dachte Neveahs furchtloser Wolf bei sich.
Die übliche, sp?ttische und herrische Toge ihres Wolfs war jetzt so ruhig wie stilles Wasser und es erschreckte Neveah noch mehr, dass ihr Wolf in einer Situation, in der sie eigentlich wütend sein sollte, solche Ruhe zeigen konnte.
Es wurde noch schwieriger für Neveah, sich zu konzentrieren, als Xenon sich weiter nach unten beugte, seinen Kopf in Neveahs Nacken vergrub und tief einatmete.
Seine Haare streiften Neveahs Wange und da Xenon ihrer so nahe war, fehlten Neveah v?llig die Worte.
"Mit ... w... wessen ... Eubnis ...?" fragte Xenon erneut, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern, welches durch Neveahs Mantel ged?mpft wurde.
Mit jedem Wort, das er sagte, erw?rmte sein Atem die leicht entbl??te Haut an Neveahs Hals und obwohl der hei?e Atem von Xenon die K?lte der Nacht h?tte vertreiben sollen,
Neveah empfand es genau umgekehrt, denn ein Schauer lief ihr über den Rücken. War es die K?lte? Oder war es etwas anderes?
"Ich ... Xenon ..." stotterte Neveah, unf?hig, ihre Worte zusammenzufügen ... oder besser gesagt, Neveah hatte keine Worte.
Was sollte man in einer solchen Situation auch schon sagen? Neveah war gekommen, um Xenon von seiner Entscheidung abzubringen ... wie konnte sie nun diejenige sein, die davon abgebracht wird?
Und au?er seiner r?tselhaften Frage hatte Xenon kein Wort gesagt, doch jede seiner Handlungen waren genug Aussage.
Obwohl sie die Gefahren kannte, die mit der Konfrontation mit der Schwarz Bestie verbunden waren, war Neveah trotzdem hierher gekommen. Doch warum erschien ihr diese Seite von Xenon als gr??erer Gefahr als die Bestie von eben?
Mehr als ihr Leben fürchtete Neveah, dass ihr Herz berührt werden k?nnte. Es gab keinen sicheren Weg in den Untergang als die Schw?che der Gefühle.
Und bei Xenon war das Risiko noch gr??er, denn in dem Moment, in dem Neveahs Herz einen unregelm??igen Scg machte, wurde ihr ein Gedanke bewusst ... vielleicht der einzige Gedanke, den Neveah begreifen konnte.
’Wen sieht er in diesem Moment? Wen wünscht er sich wirklich zu halten? Ist es mein Name in seinem Herzen ... oder der Name eines anderen?’, dachte Neveah, w?hrend sie ihre H?nde zu festen F?usten ballte.
"Du w...weisst ... es ..." Xenon begann wieder zu sprechen, seine Worte kamen mühsam und bruchstückhaft heraus, aber Neveah konnte sie verstehen.
"Wissen ... was wei? ich?" stotterte Neveah nerv?s und wunderte sich, dass sie pl?tzlich nicht viel besser ng als Xenon.
"Wem ... du g...geh?rst ..." antwortete Xenon in festem Ton.
Er fragte nicht, in seinem Tonfallg keine Frage. Stattdessen sprach er, gab eine Tatsache wieder, die er für sicher hielt.
Neveahs Augen weiteten sich bei Xenons Erkl?rung noch mehr und ihre Gedanken rasten. Der Nebel, in dem sie sich kurzzeitig befunden hatte, wich und Neveah verarbeitete Xenons Worte erneut.
’Wem ich geh?re? Das kann nur ich entscheiden.’ dachte Neveah.
Ihre Augen verengten sich leicht, sie versuchte, sich aus Xenons Griff zu befreien, aber er hielt sie nur noch fester fest.
"Ich geh?re keinem!" widersprach Neveah fest.
Xenon kicherte düster und drehte Neveah so herum, dass sie ihn direkt ansah. Ihre gro?en Augen starrten in Xenons eigene pechschwarze Augen, die besitzergreifend verengt waren.
Die Emotionen, die sich in Xenons Augen widerspiegelten, waren schwer zu deuten und doch so intensiv, dass Neveah erneut verblüfft war.
"Sag ... das ... noch einmal ... n," forderte Xenon sie auf.
Neveah ?fe den Mund, um etwas zu sagen, doch bevor sie etwas sagen konnte, senkte Xenon den Kopf und seine Lippen eroberten Neveahs Lippen in einem glühenden Kuss.