<h4>Chapter 232: Beobachten und Warten (Kap.232)</h4>
Xenon war nicht in der ?u?eren H?hle zu sehen, doch Neveah konnte spüren, dass er kürzlich hier gewesen war.
Die Temperatur in der H?hle war warm, ein gro?er Kontrast zur K?lte drau?en.
Es war bereits Winter und obwohl Neveah den ersten Schnee noch nicht gesehen hatte, waren die Tage zunehmend k?lter.
Doch in Xenons H?hle war es so warm wie eh und je, ausgeglichen durch Xenons natürliche Feuerenergie.
Darüber hinaus konnte Neveah Xenons Geruch immer noch wahrnehmen...er war zwar etwas versst, aber für Neveah war das schon genug.
"Nicht gerade der beste Zeitpunkt, um sich zu verstecken, oder?" murmelte Neveah leise.
Neveah wusste, dass sie nicht viel Zeit hatte. Sie war sicher, dass ihr Besuch auf dem Berg Edar nicht unbemerkt bleiben würde.
Sie konnte nur hoffen, dass die Drachenw?chter ein Auge zudrücken würden, damit sie sagen k?nnte, was sie zu sagen hatte, denn wenn nicht heute, bezweifelte Neveah, dass sie den Willen finden würde, wieder auf die Suche nach Xenon zu gehen.
Die Beziehung zwischen Xenon und Neveah hatte bereits ein Ende gefunden, soviel stand fest.
Neveah warf einen Blick in die innere H?hle. Sie hatte sich nur einmal bisher hineingewagt und es war damals nicht gut gufen.
Es herrschte eine gewisse Vorsicht und Zurückhaltung, erneut in die innere H?hle zu gehen.
"Ich h?tte es Menarx übessen sollen, mich herzubringen. Dann h?tte ich mich nicht herumschleichen müssen." Grummelte Neveah.
Mit einem weiteren Seufzer und wachsender Beklemmung betraten Neveah die innere H?hle.
Ein leises Schnauben entwich Neveahs Lippen, als sie das Chaos in Xenons innerer H?hle sah.
So weit Neveahs Augen reichten, waren die Regale in mehrere Teile zerbrochen, die ordentlich aufbewahrten Bücher in Fetzen gerissen und die T?pferwaren und Schatzkisten zerscgen.
Es gab noch eine Reihe anderer zerst?rter Dinge, die Neveah nicht identifizieren konnte, da sie zu einem Haufen Asche geworden waren.
Diese innere H?hle, die Neveah beim ersten Anblick als beeindruckend empfunden hatte...ein Teil von Xenons H?hle, der die einzige Spur des Mannes, der er vor dem wilden Dunst war, enthielt, war v?llig zerst?rt.
überall an den W?nden waren Kratz- und Brandspuren, Tische, Stühle, Bettzeug, Kleidung, nichts war mehr intakt.
"Oh G?tter!" Keuchte Neveah erneut angesichts des Schadens, den Xenon in seinem eigenen Zuhause angerichtet hatte.
Neveahs Herz schnürte sich vor Schmerz zusammen. Es war unertr?glich für sie, die Auswirkungen des wilden Dunstes auf Xenon zu sehen.
Nicht, weil Neveah sich um jemand anderen sorgte, sondern weil Neveah sich darum sorgte, was Xenon sich selbst antun konnte...er war ein gro?es Risiko, aber für niemanden gr??er als für sich selbst.
Neveah folgte dem Pfad der Zerst?rung und bahnte sichngsam ihren Weg aus der inneren H?hle hinaus, hinaus auf den hinteren Berg.
Genau wie die innere H?hle war auch der gesamte Gipfel des hinteren Berges von Edar zerst?rt.
B?ume waren gef?llt oder bis auf den Boden abgerissen worden, es war Zerst?rung, soweit Neveahs Augen sehen konnten.
Es war totenstill auf dem hinteren Berg, und wie k?nnte es anders sein?
Hieruerte ein Ungeheuer des Todes und der Zerst?rung, der schwarze Schrecken der Asvarian-Festung... das gr??te, t?dlichste Lebewesen der Drachenart und genau der Mann, den Neveah gesucht hatte.
"Menarx hatte gesagt, der wilde Dunst sei in gr??erer Intensit?t zurückgekehrt... was bedeutet, dass Xenon mich vielleicht gar nicht erkennt..." Neveah dachte endlich an ein gro?es Problem, das sie schon viel früher h?tte erkennen müssen.
Es war kein Wunder, dass Menarx sie hatte begleiten wollen... der Xenon, mit dem Neveah es hier zu tun haben würde, war der Xenon von damals, der Xenon, der gem?chlich ihre Kehle gequetscht hatte, w?hrend er sie mit einem Wahnsinn ansah, den Neveah nicht begreifen konnte, oder vielleicht w?re er sogar noch schlimmer.
Bei der Erinnerung schauderte Neveah sichtlich, denn sie wusste, dass sie Xenon so oder so gegenübertreten müsste.
Noch bevor Neveah anfangen konnte, ihren eigenen Verstand in Frage zu stellen, erreichte sie ein leises Grollen, kurz bevor der Boden unter ihren Fü?en zu beben begann.
Neveahs W?lfin knurrte leise in ihrem Kopf und Neveah brauchte niemanden, der ihr sagte, dass er hier war.
Neveah schluckte nerv?s, ihre H?nde ballten sich zu F?usten, w?hrend sie tief einatmete.
Xenon war noch weit weg, das konnte Neveah fühlen, er war irgendwo im Wald, aber er hatte sie gespürt und beobachtete sie.
Es gab keine Hoffnung mehr, in Sicherheit zu kommen, obwohl es fraglich war, wollte Neveah doch noch uben, dass Xenon ihr nicht schaden würde.
Und selbst wenn er es tun würde, konnte Neveah nicht zurückweichen, denn sie war entschlossen, Xenon heute ihre Meinung zu sagen, ob er das nun h?ren wollte oder nicht.
Da Xenon Neveahs Geruch wahrgenommen hatte, wusste Neveah, wenn sie flüchten würde, würde er sie jagen und es würde schnell zu einer Jagd werden.
Ein J?ger und ein Gejagter, ein Raubtier und eine Beute. Wenn überhaupt, wollte Neveah eine solche Szene zwischen Xenon und sich selbst vermeiden.
"Wir müssen uns ihm stellen." Dachte Neveahs W?lfin und Neveah sammelte ihre Gedanken, als ein weiteres Grollen durch den hinteren Berg hallte und Neveah einen kalten Schauer über den Rücken jagte.
Neveah wartete und ein Moment verging, aber Xenon tauchte immer noch nicht auf, stattdessen wurde seine grüblerische Pr?senz nur noch intensiver.
"Er beobachtet... er wartet. Hier zu stehen, zeigt Angst und wir fürchten nichts und niemanden. Wenn wir nicht zurückk?nnen, müssen wir vorw?rts gehen." Dachte Neveahs W?lfin fest zu ihr.
"Vorw?rts gehen... zu ihm?" Murmelte Neveah leise.
"Wozu sind wir hierher gekommen?" Antwortete Neveahs W?lfin mit einer eigenen Frage.
"Wegen ihm... wir sind wegen ihm hier." Antwortete Neveah und ballte ihre F?uste noch fester, als sie den ersten Schritt in Richtung Wald machte.