<h4>Chapter 205: Kein Frieden (Kap.205)</h4>
"Schaden? Was soll das hei?en?" fragte Menarx in einem ver?rgerten Ton, w?hrend er zur Seite trat.
"Der Sch?pfer allein wei?, was ihr beiden gesagt habt, um Veah von einer Klippe springen zussen." Lord Everon fuhr angend fort.
"Ich habe nicht einmal ein Wort gesagt!" Menarx verteidigte sich.
"Ein Komplize also." schlussfolgerte Lord Everon.
"Kaideon war auch dabei." erinnerte Menarx.
"Kaideon ist nicht so herzlos wie ihr beide. Wie kann ich ihn mit euresgleichen vergleichen?" fragte Lord Everon ohne Umschweife.
"Ich sehe, wie es ist." Menarx grummelte leise vor sich hin, w?hrend er sich gegen eine Wand lehnte.
Menarx st?rte sich nicht im Geringsten an den Worten von Lord Everon. Snge Neveah in Sicherheit war, bezweifelte Menarx, dass ihm in diesem Moment irgendetwas auf die Nerven gehen konnte.
"Also ... hast du es ihr gesagt?" fragte Lord Everon, w?hrend er Neveahs Zustand überprüfte.
"Worüber?" fragte Menarx mit einer hochgezogenen Braue.
"Muss ich es buchstabieren? Darüber, wie sie das ganze Eis, das dein Herz umhüllt, weggesprengt hat..." begann Lord Everon, aber Menarx unterbrach ihn.
"Ich verstehe, was du meinst. Nun, ich sch?tze...?" Menarx antwortete mit einem Achselzucken.
"Die einzige Antwort auf eine Frage wie diese ist ja oder nein, Menarx." Lord Everon wies darauf hin.
"Nein... zumindest nicht direkt." Menarx antwortete mit einem Seufzer.
"Ich werde nichts weiter sagen als dies. Unser n ist ein n von Heilern und Kriegern."
" Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Neveah in den Heilkünsten unseres ns zu unterweisen. Da du einen anderen Weg gew?hlt und mir die Führung des ns übessen hast,"
"Ich sollte jemanden haben, dem ich sie anvertrauen kann." verriet Lord Everon.
Menarx wurde daraufhin hellh?rig, ein kleines L?cheln umspielte seine Lippen.
"Veah wird die perfekte Besetzung sein. Du hast gesehen, wie es mit Kalia gufen ist, sie hat das Potenzial." Menarx stimmte ohne zu z?gern zu.
"Das wei? ich bereits, ich wu?te es von dem Moment an, als ich sie erblickte. Du bist der Einzige, der zungsam ist, um meine Absichten zu durchschauen." Lord Everon antwortete mit einem Spott.
"Nach den Regeln des ns kann nur jemand, der zur Familie geh?rt, das Heilwissen unseres ns übernehmen. Das war der einzige Grund für mein Z?gern, und deshalb habe ich eine Aufgabe für dich." fuhr Lord Everon fort, w?hrend er sich Menarx zuwandte.
"Ich m?chte, dass du Neveah zur Familie machst ... kannst du das?" fragte Lord Everon in einem ernsten Ton.
Menarx l?chelte leicht und nickte mit Bestimmtheit.
"Wir teilen dieselben Gedanken. Die Dame mit den Rubinschuppen ist geei, von der k?niglichen Heilerin angeleitet zu werden und die Künste unseres ns zu erben. Ich werde mein Bestes geben." versicherte Menarx.
"Ich bin sicher, das werdet ihr." erwiderte Lord Everon mit einem leisen Kichern, warf Neveah einen letzten Blick zu und verabschiedete sich dann.
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Adrienne stand an Ort und Stelle vor ihrer Tür und starrte auf die geschlossene Tür, nachdem Lord Menarx l?ngst gegangen war, ihre H?nde zu F?usten geballt und ihre Gedanken rasten.
Ihre Gedanken waren v?llig blockiert und sie war hin- und hergerissen zwischen Schock und wachsender Wut.
Wie hatte Adrienne das nur erwarten k?nnen? Woher h?tte sie wissen sollen, dass es so schwierig sein würde, einen einfachen Diener loszuwerden?
’Sie war zurück ... irgendwie ist sie zurückgekehrt.’
Das war alles, woran Adrienne denken konnte, nach all den Anstrengungen, die sie unternommen hatte, um Neveah loszuwerden, und die so weit gingen, dass sie ihre Gabe einsetzte,
Das M?dchen war unversehrt zurückgekehrt, in den Armen eines W?chters des K?nigs, der sie wie einen seltenen Schatz in der Hand hielt.
Wut brannte durch Adriennes Adern, als sie sich so fest auf die Lippe biss, dass der metallische Geschmack von Blut auf ihrer Zunge zurückblieb.
"Adrienne? Ist alles in Ordnung mit dir?" Lord Everon, der gerade aus Neveahs Zimmer gekommen war, hielt inne, als er Adrienne bemerkte.
Adrienne zwang ein L?cheln auf ihre Lippen und senkte den Kopf zu einer Verbeugung.
"Ich wollte Euer Eminenz grü?en, aber Ihr scheint in Eile zu sein." zwang sich Adrienne in ihrem charakteristischen ruhigen Ton.
"Ach, sagt mir nicht, dass Ihr hier drau?en wart, als ich hereinkam? Ich muss zu besch?ftigt gewesen sein, ich habe Sie gar nicht bemerkt." Lord Everon antwortete mit einem Kopfschütteln.
"Sie wissen, was ich von solchen Formalit?ten halte, Sie brauchen sich au?erhalb des Unterrichts nicht damit zu befassen." Lord Everon entlie? sie, w?hrend er seinen Weg fortsetzte und den Flur hinunterging.
Adrienne ballte die F?uste noch fester, und ihr L?cheln verschwand von ihren Lippen, sobald Lord Everon au?er Sichtweite war.
Adrienne unterdrückte ihre Wut und ging zurück in ihr Zimmer, und erst als sie in ihrem Zimmer war, entkam ihr ein wütendes Zischen.
"Bevor sie auftauchte, war ich Ihre talentierteste Auszubildende. Und was?... Ihr habt meine Anwesenheit nicht bemerkt?!" murmelte Adrienne mit zusammengebissenen Z?hnen vor sich hin und hielt sich an der Kante ihres Lesetisches fest.
"Sie ist lebend zurückgekehrt. Für jeden Tag, den sie hier im Drachenturm ist ... wie viel Demütigung muss ich noch ertragen?"
"Nach allem, was ich getan habe, um so weit zu kommen, bin ich im Vergleich zu ihr unbedeutend?! Sie war nur zehn Tage weg und der ganze Bergfried wurde auf der Suche nach ihr umgestürzt..." Adrienne hauchte mit zittriger Stimme, Tr?nen der Wut und Frustration sammelten sich in ihren Augen.
"Seine Gnaden hat sogar die Drachenw?chter losgeschickt und nie ihren Rückzug angeor... trotz all meiner Bemühungen verliere ich immer noch gegen einen einfachen Diener!"
"Alles, was ich durch dieses gro?e Risiko erreicht habe, ist die Erkenntnis ... wie sehr dieser Diener im Bergfried gesch?tzt wird." kr?chzte Adrienne heraus.
Adrienne hob eine Hand, um sich frustriert durch die Haare zu fahren, und holte tief Luft, um ihre Fassung wiederzuengen, bevor sie sichngsam die Tr?nen abwischte.
"Wenn ich sie gehensse, wird sie alles haben, was mir rechtm??ig geh?rt. Wenn ich sie nicht loswerde ... wird es keinen tz mehr für mich im Drachenturm geben." Adrienne begriff.
"Nun gut, dann... Ich bin bereit, meine Niedege dieses eine Mal zuzugeben. Aber snge ich hier im Drachenturm bin, werde ich dich niemals in Ruhessen!" schwor sich Adrienne k?mpferisch.