<h4>Chapter 192: Nicht Westen...sondern Süden (Kap.192)</h4>
"Erwecke die Bluts?ulen,ss die Erde auf meinen Befehl h?ren."
" Tage werden zu N?chten... Berge und Flüsse kollidieren, die Kardinaltore versinken in Dunkelheit. Was einst stand... steht nicht mehr..." flüsterte der maskierte Mann.
Das Pl?tschern von tropfendem Blut hallte ungew?hnlichut wider, als die Stimme des Maskierten ert?nte.
In Zeitlupe l?ste jeder Blutstropfen, der zu Boden tropfte, ein schallendes Echo aus, und Estelle konnte nur zusehen... unf?hig zu verstehen oder zu begreifen, was sich vor ihren Augen abspielte.
Die Ver?nderung begann mit einer leichten Verschiebung in der Luft, einer Verschiebung, die so subtil war, dass sie kaum wahrgenommen werden konnte, aberngsam wurde sie deutlicher, als die Atmosph?re mit einer unbekannten Kraft aufgden wurde.
Estelle standen die Haare zu Berge, und ein kühles Gefühl des Schreckens lief ihr über den Rücken,
Für einen Moment blickte Estelle an ihrer Haut hinunter, und sie konnte sehen, wie sich kalter Schwei? bildete.
Irgendwie warnten Estelles Instinkte sie vor der Tatsache, dass etwas Schreckliches passieren würde ... etwas, das den Lauf der Dinge in der Asvarian-Hochburg ver?ndern würde.
Und Estelle konnte nichts dagegen tun, nichts als mit gro?en Augen undngsamem Atem zusehen, um ihre Anwesenheit zu verbergen.
Was dann kam, war ein Beben, direkt unter Estelles Fü?en und überall sonst, wie es schien.
Die Erde bebte ganz leicht, wie zu Beginn eines Erdbebens, und dann ging dieses Beben in ein heftiges Zittern über.
’Was ist das?... was passiert da?!’ dachte Estelle entsetzt.
Der Schrei dunkler Magie durchdrang die stille Nacht und Estelles Hand schoss hoch, um sich die Ohren zuzuhalten, und ihre Augen schlossen sich gegen ihren Willen.
Ein h?mmernder Schmerz durchzog Estelles Kopf und sie biss sich auf die Lippe, um einen Schmerzensschrei zu unterdrücken.
Estelle hatte das Gefühl, als würde ihr der Kopf zerrissen, und sie konnte nicht einmal wagen zu schreien, sonst w?ren die dunklen Zauberer rmiert.
Gerade als es sich so anfühlte, als würde sie vor Schmerz das Bewusstsein verlieren, umfasste ein Paar Arme Estelle von hinten und zog sie zurück an die W?rme seiner Brust.
Estelle blickte auf und sah, dass Dante sie anstarrte, einen Finger auf den Lippen, um zu verhindern, dass sie einen Laut von sich gab.
Der Schmerz versste schnell bei Dantes Berührung, als w?re Dante selbst ein schützender Panzer, und Estelle konnte nur verwirrt zu ihm aufblicken.
’Dunkle Zauberei...’ murmelte Dante zu Estelle, und dann verstand Estelle es.
Dunkle Zauberei beutete alles Leben um sich herum aus, wenn sie gewirkt wurde, und zog ihre Kraft aus der Lebenskraft der Lebewesen gegen ihren Willen.
Es war t?dlich, sich in unmittelbarer N?he eines Zaubers aufzuhalten, doch es gab eine Ausnahme,
Eine Spezies, die zwar nicht v?llig unempfindlich war, aber eine gro?e Widerstandsf?higkeit gegen alle Arten von Magie besa?: Drachen.
Wenn die N?he zum Ursprung eines Zaubers der dunklen Magie Estelle so beeintr?chtigte, würde die Wirkung auf einen echten Drachen nur gering sein.
Estelle bemerkte, dass Dantes Augenbrauen leicht gerunzelt waren, sie konnte sehen, dass er das alles spürte, nur nicht so stark wie sie eben noch.
Doch die Umarmung von Dante hielt die Auswirkungen des Zaubers auch von Estelle ab.
Estelle atmetengsam aus und mmerte sich an Dante, w?hrend sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Szene vor ihr richtete.
Und was Estelle in diesem Moment sah, würde sie niemals erkl?ren oder vergessen k?nnen...
Direkt vor ihren Augen verschwanden die hoch aufragenden und imposanten Mauern von Fort zed und alles, was es schützte.
Einfach so, wie es von der verlorenen Insel erz?hlt wurde...
Eine ganze Festung der Asvar-Hochburg, die zehnte der zw?lf gro?en Festungen, Fort zed des Ostens... verschwand.
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"Es ist weg..." kr?chzte Estelle, die sichtlich zitterte, als sie an einem Baum sa? und wie benommen vor sich hin starrte.
"Die Stadt... das Leuchtfeuer... mein Volk... mein Vater... das ganze Fort ist weg, Dante... einfach weg..." stotterte Estelle in zittrigem Tonfall, Tr?nen liefen ihr über die Wangen.
In diesem Moment sa? auch Dante, mit dem Rücken gegen einen Baum gelehnt,
Sein Blick war in die Richtung gerichtet, in der eben noch Fort zed gestanden hatte, ein riesiges Gebiet, das jetzt nur noch eine unendliche Weite war.
Dantes Ausdruck war nicht zu entziffern.
"Und wir haben einfach zugesehen, wie es ... verschwand. Wir haben nichts getan! Wir haben nichts getan, Dante!" Estelle schluchzte auf.
"Elle... Elle, beruhige dich..." Dante wurde durch Estelles Ausbruch aus seiner Benommenheit gerissen und ging zu ihr hinüber, um sich vor ihr niederzukauern.
"Wie kannst du mich bitten, ruhig zu sein?! Wie kannst du überhaupt ruhig sein?!" Estelle war nur einen Moment davon entfernt, hysterisch zu werden.
Was sie gerade miterlebt hatte, war etwas, das gar nicht m?glich sein konnte, und doch geschah es direkt vor ihren Augen.
Eine Stadt ... und Tausende von Leben in ihr waren in einem Wimpernscg verschwunden, als h?tte es sie nie gegeben.
Und in dieser Stadt war jeder, den Estelle kannte und liebte, ihre ganze Familie... ihre ganze Welt.
"H?r zu, Elle... es ist nicht m?glich, dass ein einziger Zauberer ein Fort unserer Festung mit einem einzigen Zauberspruch vollst?ndig zerst?ren kann..."
"Wir sind Drachen! Die wahre Macht von Asvar! Es ist nicht m?glich." behauptete Dante mit Bestimmtheit.
"Was ist dann hier passiert, Dante? Wo sind denn alle?!" Estelle schluchzte auf.
"Entführt ... ja. Und wo? Das ist es, was wir herausfinden müssen." sagte Dante fest und legte seine H?nde auf Estelles Schultern.
"Wie?! Habt ihr den Zauberer nicht geh?rt? Eine Barriere wurde im Westen errichtet ... wir k?nnen sie nicht überwinden, um Onkel Ranjor und die glühenden Drachen zu finden!" rief Estelle aus.
"Es gibt niemanden, der uns hilft ... niemanden!" Estelle schluchzte, ihre Schultern zitterten, w?hrend sie sich fest an den Schulranzen mmerte.
Dante schüttelte verneinend den Kopf, sein Blick verengte sich vor Entschlossenheit.
"Wenn wir nicht nach Westen gehen k?nnen ... dann müssen wir nach Süden gehen!" zischte Dante entschlossen.
"Süden... Süden..." murmelte Estelle, als ihre Augen sich vor Erkenntnis weiteten.
"Süden... nach Keep Skies!" rief Estelle aus.
"Um den Himmel zu bewahren." bekr?ftigte Dante.