<h4>Chapter 188: Eine Entdeckung (Kap.188)</h4>
Nach einer kurzen Zeit des Abstiegs in der Dunkelheit erreichte Estelle die Steckdose.
Sie zog die Deckentte eines Raumes im unteren Stockwerk beiseite, sprang hindurch undndeteutlos auf dem Boden.
Als sie sich umsah, stellte sie erleichtert fest, dass sie sich in einem Lagerraum befand und niemand sonst anwesend war.
Trotzdem konnte Estelle Kampfger?usche und das Klirren von Schwertern von irgendwo aus dem Flur h?ren, und ihr Herz klopfte unruhig.
"Jasons Zimmer ist nicht weit von hier, wenn das Schwarze Netzwerk hierher gekommen ist, dann ist Jason in Gefahr." murmelte Estelle entsetzt vor sich hin.
Estelle blickte auf die Schachtel in ihrer Hand und überlegte, ob sie es riskieren sollte, Jason zu retten, aber egal, wie Estelle darüber dachte, sie konnte nicht gehen, wenn sie wusste, dass Jason in Gefahr war.
Estelle holte schnell eine Tasche und legte die Schachtel hinein, zog ihren Mantel aus, h?ngte sich die Tasche über die Schultern und zog dann ihren Mantel darüber an.
Dann versteckte Estelle den Schlüsselbund unter dem Halsausschnitt ihres Kleides und atmete tief ein.
Im Schloss wimmelte es von dunklen Zauberern, aber Estelle war sich sicher, dass sie es bis zu Jasons Zimmer schaffen konnte, ohne entdeckt zu werden, wenn sie nur ihr Wissen über das Schloss richtig einsetzte.
Estelle wartete unduschte, bis sie sicher war, dass der Weg frei war, und erst dann wagte sie sich hinaus und eilte so schnell sie konnte den Flur enng.
Wann immer Estelle herannahende Schritte wahrnahm, versteckte sie sich hinter einer der geschnitzten Drachenstatuen und wartete so leise wie m?glich, bis sie vorbei waren.
Es dauerte nichtnge, bis Estelle die letzte Kurve vor Jasons Quartier erreichte, doch eine Stimme erreichte sie und Estelle blieb sofort stehen.
"Wo ist das M?dchen?!" Eine Stimme, die offensichtlich zu einem dunklen Zauberer geh?rte, zischte.
"Ich wei? es nicht, sie ist nicht zu mir gekommen. Ich habe dir bereits gesagt, wo sie sich auf der Lichtung aufh?lt und alles andere, was du über die ue Burg wissen musst." Eine andere Stimme, die unverkennbar die von Jason war, antwortete.
Ein kühles Gefühl lief Estelle über den Rücken, ihr Herz gefror so sicher, wie ihr ganzer K?rper vor Angst erstarrte.
Jason...geh?rt zum Schwarzen Netzwerk...’? dachte Estelle ungl?ubig bei sich.
Doch wie konnte sie an einer Realit?t zweifeln, die sich direkt vor ihren Augen abspielte?
Jason stand genau dort mit dem dunklen Zauberer und unterhielt sich mit nicht dem geringsten Zittern in seiner Stimme.
Der schüchterne Jason, den Estelle so gut kannte und liebte, war nirgends zu finden.
"Deine einzige Aufgabe war es, dafür zu sorgen, dass Estelle Starron kein Problem wird! Der Gegenstand, wegen dem wir gekommen sind, befindet sich in ihren H?nden, und es ist r, dass sie uns nicht zur Seite stehen wird." Der dunkle Zauberer schnauzte ver?rgert.
"Gebt mir nur etwas Zeit, ich werde sie finden. Snge sie sich in der uen Burg aufh?lt, wird sie bestimmt zu mir kommen, weil sie Angst hat, dass ich in Gefahr gerate." versicherte Jason beruhigend.
"Dann beeilt euch, ihr wollt unseren Herrn nicht ver?rgern." warnte der dunkle Zauberer Jason.
Estelle zitterte, Tr?nen des Verrats und der Scham liefen ihr über die Wangen. Ein erstickter Laut entkam ihren Lippen, ohne dass sie ihn kontrollieren konnte, und erregte die Aufmerksamkeit von Jason und dem dunklen Zauberer.
"Wer ist da?!" knurrte der dunkle Zauberer.
Bevor Estelle etwas sagen konnte, legte sich eine Hand über ihre Lippen, eine andere packte sie an der Taille und zog sie weg.
Estelles Herz h?mmerte in ihrer Brust, als sie in einen dunklen Raum gezogen wurde.
Estelles Hand wanderte zittrig zu dem Dolch an ihrem Gürtel und griff danach, und in dem Moment, als die Hand von ihren Lippen abfiel,
Estelle wirbelte herum, zog ihren Dolch mit einer schnellen Bewegung heraus und drückte ihn gegen den Hals ihres Angreifers.
Der vermeintliche Angreifer hob beide H?nde in die Luft und Estelles Augen weiteten sich, als sie in ein vertrautes Gesicht blickte.
"Du warst so wild und bist wie angewurzelt stehen geblieben, um darauf zu warten, erwischt zu werden? Habt Ihr im Moment überhaupt den Luxus, Euch das Herz zu brechen, Lady Starron?" Fragte er in einem leeren Ton.
"Dante?!" Estelle rief schockiert aus.
Obwohl Estelle den jungen Lord von Fort Scabbard seit einem ganzen Jahrzehnt nicht mehr gesehen hatte, erkannte sie ihn sofort.
"Pssst ... sei still, ja? Hier wimmelt es nur so von dunklen Zauberern." zischte Dante ver?rgert.
"Was ... was machst du denn hier?" fragte Estelle stotternd;
"Nimm das erst mal weg ... mein Raubtier mag es nicht, wenn man ihm droht." warnte Dante in einem dunklen Tonfall.
Estelle nahm schnell ihren Dolch weg und zog die Klinge aus der Scheide, bevor sie verwirrt zu Dante aufblickte.
Gerade als sie etwas sagen wollte, brachte Dante sie zum Schweigen.
"Wir haben keine Zeit zu verlieren, sie werden nicht aufh?ren, bis sie dich gefunden haben ... wir sollten zuerst aus dem zed Castle verschwinden." sagte Dante und ging zu einem gro?en Fenster, das auf den Innenhof hinausführte.
Dante zog es auf und sprang hinaus, wobei er einen Momentng die Umgebung inspizierte, bevor er sich wieder umdrehte.
"Alles r ... komm raus." wies Dante an und bot eine Hand an.
Estelle bewegte sich zum Fenster, nahm Dantes angebotene Hand und stieg durch das Fenster aus, bevor Dante es schloss.
"Ich kann nicht die Drachenform annehmen, irgendein seltsamer Zauber wurde in dieser Gegend ausgesprochen."
"Es wird schwer sein, nicht entdeckt zu werden, ich kann nicht genau sagen, wie viele von diesen Zauberern es gibt. Ich wei? nicht, wie ich da hineingeraten bin, aber dein Vater wird mich k?pfenssen, wenn ich dich nicht in Sicherheit bringe."
"So wie ich das sehe, werde ich dir einen blutigen Weg bahnen und dabei vielleicht meinen Kopf verlieren."
"Das ist dein Schloss, wenn du irgendwelche Ideen hast, w?re jetzt der richtige Zeitpunkt, sie zu ?u?ern." murmelte Dante zu Estelle, w?hrend er sich tief hockte.
"Ideen?" Estelle fragte unsicher.
"Ja, Lady Starron. Wie wollt Ihr es schaffen, allein zu entkommen?" fragte Dante und hielt seinen Blick wachsam.
"Ich hatte vor, Jason zu bitten, uns ein Pferd aus den St?llen zu holen." verriet Estelle in zittrigem Tonfall.
"Offensichtlich hatte Jason andere Pl?ne ... Jetzt streich ihn aus dem Bild und denk noch einmal darüber nach." zischte Dante eindringlich.