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Chapter 107: Berg Edar (Kap.107)

    <h4>Chapter 107: Berg Edar (Kap.107)</h4>


    "Das ist es.", sagte Davina. Zum ersten Mal seit Neveah den Entschluss gefasst hatte, sich zurückzuhalten und ihre Zeit zu bündeln, verwandelte sich ihr typisch ausdrucksloses Gesicht in eine Miene des Schocks.


    Nicht vieles konnte Neveah schocken. Sie hatte in ihrem Leben genug Dunkelheit gesehen, um auf alles vorbereitet zu sein, aber das hier hatte sie definitiv nicht erwartet.


    "Das ist... was genau?", fragte Neveah. Sie war sich nicht sicher, ob sie wirklich verstand, was sie da ansah. Und das hatte nichts damit zu tun, dass der Wind ihre Haare ins Gesicht wehte und so ihre Sicht verdeckte.


    Davina hatte sie nach der Enssung durch Lord Everon in den Frühstücksaal geführt. Glücklicherweise war dieser bis auf ein paar Bedienstete leer, die erst sp?t zum Essen gekommen waren.


    Es war ziemlich nervig, eine Mahlzeit einnehmen zu müssen, w?hrend die Blicke aller im Saal auf einem ruhten. Aber irgendwie hatte Neveah es geschafft.


    Nach dem Frühstück war es nun an der Zeit, Neveah Lord Xenons Behausung zu zeigen. Obwohl sie schon oft von einer H?hle geh?rt hatte, hatte sie nicht erwartet, dass Lord Xenons "H?hle" tats?chlich eine hohle ?ffnung an der Seite eines steilen Berges war.


    Sie hatten nur etwa eine halbe Stunde hinter der Burg gewandert, um diesen Berg zu erreichen. Davina hatte Neveah immer wieder darauf hingewiesen, nichts auf die Blicke und das Getuschel zu geben.


    Neveah fragte sich, warum Davina nicht daran gedacht hatte, ihr mitzuteilen, dass Blicke und Getuschel im Vergleich zu der Aufgabe, die ihr übertragen worden war, in der Tat das kleinste Problem waren.


    Jetzt, da sie am Fu? eines hohen Berges standen, dessen Gipfel den Himmel durchstie? und der sich in bedrohlicher Weise über sie erhob, konnte sie ihrer Verblüffung nicht entkommen. Ein breiter Abgrund trennte sie vom Bergfried.


    Neveah wagte es nicht hinunter zu schauen, um die genaue Tiefe des Abgrundes zu bestimmen. Er war v?llig von Schatten bedeckt und man konnte nicht zu weit hinuntersehen, egal wie gut man sehen konnte.


    Stattdessen starrte Neveah auf den hohen Berg und speziell auf die H?hle, die hoch oben in der zweiten Bergkette offenbar wurde.


    Die H?hle konnte man von da aus nur klein sehen. Als Davina auf sie deutete, h?tte Neveah sie am liebsten in den Abgrund geschubst und das Ganze hinter sich gssen.


    "Der Berg Edar... Lord Xenons Heimat. Die H?hle dort oben ist der einzige Eingang in den Berg und es ist ein steiler Aufstieg bis dorthin.", erkl?rte Davina.


    "Deswegen wird von Lord Xenons Bediensteten immer erwartet, dass sie k?rperlich fit für solche Aktivit?ten sind. Das ist auch der Grund, warum viele seiner Diener tot oder schlimmer enden... das ist übrigens für diejenigen, die er nicht selbst get?tet hat", fuhr Davina fort.


    Die Worte verlie?en so selbstverst?ndlich ihre Lippen, dass es schien, als w?re es kein gro?es Problem, dass Lord Xenon unschuldige M?dchen t?tete, die das Unglück hatten, ihm zugeteilt zu sein.


    Und Neveah begannngsam zu begreifen, dass es kein Privileg war, Lord Xenon zugeteilt zu sein. So, wie es Herr Rodrick dargestellt hatte, schickten sie sie eigentlich in den Tod.


    "Sie wollen also, dass ich dort hochklettere... t?glich... oder vielleicht sogar mehrmals am Tag...", stellte Neveah fest. Es war keine Frage. Sie sagte es nurut, als müsse esut ausgesprochen werden, um vollst?ndig zu sinken.


    Als Dienerin w?re es ihre Aufgabe, zwischen dem Bergfried und Lord Xenons Behausung hin und her zu gehen, um Mahlzeiten zu servieren und Lord Xenons Befehle auszuführen.


    "Eine Kutsche wird Sie vom Bergfried hierher bringen, wann immer Sie Ihren Aufgaben nachgehen müssen. Wir sind nur diese Strecke zu Fu? gegangen, damit Sie sich mit dem Weg vertraut machen k?nnen", begann Davina.


    Neveah warf Davina einen kalten Blick zu, weil sie versuchte, den Eindruck zu erwecken, es w?re keine gro?e Sache.


    "Ich fürchte schon, Neveah. Ich wei?, es ist kein angenehmer Aufstieg, aber der einzige Weg, um zu Lord Xenons H?hle zu gngen", sagte Davina mit einem Seufzer.


    "Die Brücke wird Ihnen helfen, über den Abgrund hinwegzukommen und zum Glück müssen wir nicht von unten heraufklettern, da wir uns bereits auf erh?htem Gel?nde befinden. Es ist nicht so weit", fügte Davina hinzu.


    "Er hat Flügel und ich darf klettern... einfach perfekt", murmeln Neveah vor sich hin, w?hrend sie den Berg und die wackelige, aus Holz gebaute Brücke betrachtete, die ihren sicheren Weg zur anderen Seite garantieren sollte.


    "Wie oft wird diese... beunruhigende Aufgabe genau umgesetzt?", fragte Neveah, nur um sicherzugehen.


    "Es ist über ein Jahrzehnt her, dass Lord Xenon das letzte Mal einen Diener hatte", antwortete Davina.


    Neveah schürzte die Lippen, und ihre Miene kehrte in ihren üblichen, ausdruckslosen Zustand zurück. Sie wusste, dass sie in dieser Sache nichts zu sagen hatte.


    Sie war nun der Gnade der Drachen ausgesetzt. Sollten die Drachen ihr auftragen, durch das Feuer zu gehen, würde sie genau das tun.


    Nicht zu vergessen eine Brücke, die über einem m?glicherweise bodenlosen Abgrund schwebt, und einen steilen Berg, der keinen festen Weg bietet und nur bestiegen werden kann.Gerade als Neveah einen Moment innehielt, um ihre Optionen abzuw?gen, wurde sie von einer ihr unbekannten Stimme unterbrochen.


    "Wienge, ubst du, wird sie diesmal durchhalten? Einen Tag? Vielleicht zwei?" fragte eine Stimme, die offensichtlich auf Neveah anspielte.


    Neveah hob eine Augenbraue, ohne sich jedoch die Mühe zu machen, sich umzudrehen. Ihre Nase zuckte leicht, als sie den erdrückenden Duft von Blumen roch.


    Sie wusste, dass eine Fee in der N?he sein musste, und es gab noch andere Gerüche, die sie nicht genau zuordnen konnte. Sie erkannte nur den Duft von Feen, da sie ihnen schon bege war.


    "Lady Adrienne." grü?te Davina von neben Neveah und senkte ihren Kopf zu einer Verbeugung.


    Neveah machte sich nicht die Mühe, sich umzudrehen. Ihr Blick war auf den Berg gerichtet, den sie gleich besteigen würde, und sie überlegte, wie sie diese Herausforderung meistern k?nnte.


    Neveah war nicht schwach, einen Berg zu erklimmen war für sie keine gro?e Sache, es war nur so, dass dieser Berg so weit vom Boden entfernt war, und schon bei einem kleinen Fehltritt konnte man das endgültige Schicksal erahnen.


    "Wienge? Ist das überhaupt eine Frage? Wienge haben die anderen durchgehalten? Komm schon, Adrienne!" rief eine andere Frauenstimme und kicherte, als h?tte sie noch nie etwas Lustigeres geh?rt.


    "Ich würde auf einen Tag wetten... oder vielleicht stürzt sie einfach vom Berg und das war’s." Ein dritter Stimme spottete.


    "Goldie, sagen die Gerüchte doch, du seist so sch?n wie eine Fee, warum l?sst du Adrienne nicht einen Blick auf dich werfen? Um zu sehen, ob du tats?chlich so aussiehst, als w?rst du eine ihrer Art?" Die zweite Frauenstimme meldete sich erneut.


    W?hrend all dem war Neveah kaum auf sie eingegangen, sie grübelte, wie sie am besten über die Brücke kommen und die Seite des Berges erklimmen k?nnte, ihr Blick war verengt.


    Neveah konnte kaum Hand- oder Fu?abdrücke ausmachen und fragte sich, wie überhaupt jemand diesen Berg im Namen eines Dieners erklimmen konnte.


    "K?nnte es wirklich m?glich sein, hier durchzukommen?" zweifelte Neveah und fragte Davina. Doch ihre Antwort kam stattdessen von jemand anderem.


    "Der Berg Edar... die Residenz, die Lord Xenon oder Onyx Schuppen von unserer Lordschaft, unserem Lehnsherrn, gew?hrt wurde... vornger Zeit, als er erstmals der k?niglichen Garde beitrat."


    "Einst gab es einen Aufzug der in den Berg gebaut war, als Lord Xenon noch Aufmerksamkeit schenkte und als der Berg Edar an seinem pr?chtigsten war."


    "Aber er wurde schonnge nicht mehr genutzt. Es sind zehn Jahre vergangen seit Lord Xenon ihn in mmen gesetzt hat und niemand wagt es, ihn wieder zu bauen, aus Angst, seinen Zorn zu erregen." Die Stimme der Fee ng leicht und fr?hlich wie eine Melodie.


    Neveah antwortete nicht. Sie hatte keinen Fremden um Rat gefragt und sie hatte mit Sicherheit nicht vor, die Anwesenheit von jemandem anzuerkennen oder sich zu verbeugen.


    Nicht, wenn sie nicht wusste, ob sie in der n?chsten Stunde noch am Leben w?re oder ein gebrochenes Genick h?tte... vorausgesetzt, dieser Abgrund hatte überhaupt ein Ende.


    "Sieh mal an...Eine Bedienstete, die Lady Adrienne ignoriert?" Die Stimme der zweiten Frau erng erneut.


    Neveah warf einen Blick zu Davina und Davina schüttelte den Kopf, was ein Signal für Neveah war, die Fassung zu bewahren.


    "Grü?e, Lady Adrienne und... den anderen." best?tigte Neveah schlie?lich und drehte sich um, um drei Frauen zu sehen, an die sie sich eindeutig erinnerte, sie im Studiensaal von Lord Everon gesehen zu haben.


    Unter den Dreien erkannte Neveah sofort Lady Adrienne, eine ke, unschuldig aussehende Sch?nheit mit gro?en Rehaugen und karamellbraunem Haar, das ihr in Wellen über den Rücken fiel.


    Hinter ihr bewegten sich tats?chlich ein Paar gespenstische Flügel und Neveah war sich nicht sicher, warum sie sich mental die Szene vorstellte, wie sie dieser Fee die Flügel abrei?en würde.


    "Andere?! Die Frechheit von ihr!" rief die zweite Frau, die rechts von Lady Adrienne stand, wütend aus.


    "Es ist erst Morgen... und wir haben schon ?rger." dachte Neveahs Wolf in ihr.


    "Nun... es ist wie es ist." antwortete Neveah in Gedanken.
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