<h4>Chapter 9 - Der schwarze Drache (Kap.9)</h4>
Neveah raste mit atemberaubender Geschwindigkeit durch den Wald, wobei sie sich unter niedrig h?ngenden ?sten hindurch duckte und über umgestürzte Baumst?mme sprang.
Es war schon viel zunge her, dass Neveah sich mit ihrer tats?chlichen Geschwindigkeit bewegt hatte. Ihr selbst kam es vor wie ein Wunder, wie sie mit solch einer Geschwindigkeit durch den Wald raste, dass ihre Fü?e kaum den Waldboden berührten.
Bald erreichte Neveah eine Abzweigung und sprang scharf ab. Ihre Nase zuckte leicht, als sie den Geruch von Blut wahrnahm.
Ihr Blick durchk?mmte den Wald und blieb schlie?lich an einer Gestaltwandlerin haften, die blutend und mit einem tiefen Schnitt am Hinterkopf, auf dem Boden kroch.
Betrachtete Neveah die Frau genauer, erkannte sie, dass es ihre Gouvernante war. Im selben Moment, in dem Neveah darüber nachdachte, ob sie umkehren sollte, drehte die Gouvernante ihren Kopf in ihre Richtung.
?Prinzessin! Prinzessin, hilf mir! Er hat meinen Sohn! Er hat meinen Welpen!" rief die Gouvernante verzweifelt, als sie Neveah bemerkte.
Für einen Moment war Neveah wie gel?hmt angesichts der Verzweiflung in der Stimme ihrer Gouvernante, dies war immerhin die W?lfin, die ihr das Leben seit ihrer Kindheit zur H?lle gemacht hatte.
So sehr Neveah auch Genugtuung im Leid ihrer Gouvernante empfinden wollte, es war ihr einfach unm?glich, etwas anderes als Mitgefühl zu zeigen.
Schlie?lich war sie auch die W?lfin, die Neveahs eigene Mutter l?cherlich gemacht und mit den schlimmsten Namen beschimpft hatte.
Am Ende des Tages war sie selbst auch eine Mutter und bereit so weit zu gehen, k?nnte sie sogar ein uneheliches Kind, das sie verachtete, um Hilfe bitten.
Neveah schaute zu dem Drachenwandler auf, der etwas entfernt stand und einen jungen Welpen, der nicht ?lter als fünf Jahre sein konnte, am Nacken festhielt.
Neveah kniff die Augenbrauen zusammen, sie war wütend, als sie die Krallen des Drachenwandlers in den zarten Hals des weinenden Kindes graben sah.
"Was du auch immer von Eclipse Fang willst, du kannst es mit Alphak?nig Lothaire kl?ren... der Welpe ist unschuldig,ss ihn gehen." versuchte Neveah zu vermitteln, w?hrend sie einen vorsichtigen Schritt auf den Drachenwandler zuging.
"Duuu willst ihn? Komm und hol ihn..." t?nte der Drachenwandler in seiner merkwürdigen Sprechweise.
Der Schrei des Entsetzens der Gouvernante hallte durch den stillen Wald, als der Drachenwandler hoch in die Luft sprang und in einem Wirbel aus Licht und uralter Magie verschwand,
Er machte tz für einen riesigen, monstr?sen schwarzen Drachen, der über ihnen flog.
Die Gouvernante keuchte entsetzt und Neveah sah, wie sie in Ohnmacht fiel, vielleicht aufgrund des Blutverlusts oder dem nken Entsetzen, ihren Sohn in den uen eines solch riesigen Tieres zu sehen.
Neveah starrte entsetzt auf die monstr?se Kreatur, die fast die Gr??e eines kleinen Berges hatte, und obwohl ihre Flügel nur halb ausgebreitet waren, reichte die Spannweite aus, um B?ume aus ihren Wurzeln zu rei?en.
Ihre Schuppen waren pechschwarz, sie gl?nzten im Mondlicht wie schwarzer Onyx und ihre Augen waren tiefgelb, die Farbe von feurigen Glut.
Sein Kopf war mit zwei massiven H?rnern geschmückt, die sich in den Himmel krümmten und eine Reihe gro?er, scharfer Stacheln ragten über die gesamte L?nge seines Halses.
Aus seiner Nase str?mte Dampf anstelle von Atem und über seinen ganzen K?rper zogen sich Risse und Linien, die rot glühten und Neveah konnte nicht entscheiden, ob es wirklich reine Lava war.
Vor Neveahs Augen stand ein gewaltiges, unbezwingbares Ungeheuer aus Feuer, das scheinbar direkt aus den Tiefen der H?lle gekrochen gekommen war.
Und als sich diese glutroten Augen auf sie richteten, fühlte Neveah, wie ein Entsetzen sie ergriff, wie sie es noch nie zuvor verspürt hatte.